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Der gewöhnliche Faschismus der zivilisierten Welt

Marat Musin von ANNA News in al-Hula, Syrien

Marat Musin von ANNA News publiziert das erste seiner Interviews mit einer Zeugin der Ereignisse in Al-Hula. Dazu gibt es eine namentliche Liste von FSA-Kommandeuren, welche für den Überfall und den Massenmord verantwortlich sind. In der recht einfachen Sprache und vielleicht chaotischen Schilderung bekommt man eine vage Vorstellung davon, was tatsächlich in Al-Hula und Taldou abgelaufen ist und insbesondere, welche Art Menschen hinter den Terroraktionen stehen. Im Folgenden die Übersetzung des Transkripts eines russischsprachigen Videobeitrags, der weiter unten eingebunden ist.

Augenzeugin

Während unserer Reise nach Al-Hula in der Provinz Homs haben wir Berichte von einem knappen Dutzend Augenzeugen der Attacke auf die Stadt Al-Hula vom 25. Mai 2012 auf aufgezeichnet und dokumentiert. Der Angriff erfolgte durch eine Einheit bewaffneter Kämpfer aus Ar Rastan, an ihr waren mehr als 700 Bewaffnete beteiligt. Sie brachten die Stadt unter ihre Kontrolle und begannen mit einer Säuberungsaktion gegen regierungstreue Familien, einschließlich alter Menschen, Frauen und Kinder. Die Toten wurden von den Banden der UNO und der Weltöffentlichkeit als Opfer der syrischen Armee präsentiert; damit verfolgte man das Ziel, Druck auf die Staatengemeinschaft auszuüben und die schnelle Verabschiedung einer „geeigneten“ Resolution gegen Syrien durch den UN-Sicherheitsrat „durchzudrücken“.

Heute feuern die bewaffneten Banditen zielgerichtet praktisch auf jeden, der ihnen vor die Läufe kommt. Nur eine Stunde vor unserem Eintreffen wurden zwei gepanzerte Fahrzeuge der UN-Beobachter beschossen, als diese versuchten, zu einem Kontrollpunkt der Armee in Taldou zu gelangen; das haben wir auf Video dokumentiert. Auch auf uns wurde eine MG-Garbe abgefeuert, obwohl klar zu erkennen war, dass wir nur ein Filmteam sind, das aus unbewaffneten Zivilisten besteht. Danach wurde nur 100-200 Meter von uns entfernt ein Schützenpanzerwagen der Armee angegriffen, der eine Wachablösung auf einem der Kontrollpunkte durchführte. Dabei wurde einer der Soldaten durch einen Streifschuss aus einem Scharfschützengewehr am Kopf verletzt und konnte es gar nicht begreifen, dass er den Zwischenfall nur wie durch ein Wunder überlebt hat. Leider erging es vieren seiner Kameraden an dem Kontrollpunkt später, um 10 Uhr morgens, nicht mehr so gut – sie haben es nicht mehr geschafft, sich vor den Scharfschützen in Deckung zu bringen. Und das war erst der Beginn dieses Tages.

Die Arbeit einer Untersuchungskommission der Syrischen Arabischen Armee und von uns dokumentierte Zeugenaussagen gestatten es derweil bereits jetzt, einige der Terroristen, welche diese schrecklichen Verbrechen begangen haben, beim Namen zu nennen:

  1. Radwan Farhan Said
  2. Mashhur Massoud, Spitzname Tyurkavyi (ein bekannter Terrorist)
  3. Abdelkarim Al-Rahal
  4. Akram Rashash Amer
  5. Muhyiddin Mahmud Shihab, Spitzname Muhyiddin Dscharban
  6. Eine Bande von Terroristen aus dem Al-Iksha-Clan
  7. Abdul Rasak Tlas
  8. Yakha Al-Yousef
  9. Said Fayez Talha Al-Iksh
  10. Nidal Bakkur
  11. Ein Terrorist aus dem Al-Hallaka-Clan mit dem Spitznamen Al-Hassan
  12. Ikram Al-Saleh
  13. Haysam Al-Hallak

Im Folgenden bringen wir das Interview mit unserem ersten Zeugen, das Aufschluss über die Chronologie dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit gibt:

Marat Musin (MM): Was genau ist am 25. und 26. Mai in Ihrem Heimatdorf Taldou vor sich gegangen, was haben Sie selbst gesehen?

Frau aus Taldou: Ich bin in Taldou geboren und lebe bis heute hier. Am ersten Tag der Ereignisse, am Freitag, haben sie die Kontrollpunkte der Armee am Rande der Stadt angegriffen. Die Armee erwiderte das Feuer und hat den Mann, welcher sie mit dem Granatwerfer unter Beschuss nahm, am Bein verwundet. Die Banditen nahmen ihn in ihr Feldlazarett mit und jetzt ist er wieder gesund und munter. Er heißt Said Fayez Talha Al-Iksh. Bei uns in Taldou lebt seine Familie, die Al-Talhas.

Noch vor dem Überfall am 25. Mai haben sie (die Unterstützer der Banditen – ANNA) uns angekündigt, dass bald die Stunde X kommt. Das haben wir von den hiesigen Banditen gehört. Sie redeten ständig davon, dass sie viel Lärm darum machen müssen. Aber ich habe nicht erwartet, dass es auf so etwas hinausläuft. Vorher haben sie ständig die Kontrollpunkte der Armee beschossen, jeden Freitag nach dem Gebet. Der Beschuss dauerte ein paar Stunden, danach gingen sie in ihre Orte zurück. Manche der Kämpfer haben Kameras, und damit filmten sie ständig alles, was vor sich ging. Sie hatten auch Funktelefone (Trunking-Telefone – ANNA) und wir haben in unserem Haus ständig ihre Telefongespräche gehört.

Als am Freitag, dem 25. Mai, nach dem Gebet gegen 14 Uhr der Kontrollpunkt beschossen wurde, hat die Armee das Feuer erwidert. Eine zweite Gruppe der Banditen, angeführt von Nidal Bakkur sowie eine weitere Gruppe sammelten sich derweil zu einem Angriff auf den zweiten Kontrollposten, der sich auf einem Hügel befindet. Die zweite Gruppe bestand aus Leuten vom Al-Hallaka-Clan, der bei uns unter dem Namen Al-Hassan bekannt ist. Sie haben beabsichtigt, den oberen und den zweiten, unteren Kontrollpunkt zu besetzen, der sich innerhalb des Dorfes befand. Den oberen brauchten sie, weil sie von dort aus auch den zweiten kontrollieren konnten. Nidal Bakkur telefonierte mit jemandem und bat darum, eine Gruppe von fremden Kämpfern zur Unterstützung zu schicken. Er telefonierte noch, als das alles begann. Als die Kämpfer den Kontrollposten überfielen, hatten sie schon 25 Mann verloren.

MM: Woher wissen Sie denn so genau, wie viele von den Kämpfern umgekommen sind?

Antwort: Als die UN-Beobachter eintrafen, haben die Banditen ihre Opfer gesammelt und den UN-Leuten präsentiert und gesagt, das seien friedliche Zivilisten, welche von der Armee umgebracht worden sind. Ich habe das selbst von ihnen gehört, als sie mit den Beobachtern sprachen, das seien die Leichen von Zivilisten, die sie in den Häusern gefunden hätten.

Gegen 15.30 Uhr haben sie den oberen Kontrollposten erobert. Einem der Soldaten von diesem Kontrollpunkt schnitten sie die Kehle durch und warfen ihn aus einem Fenster im 2. Stock. Bevor er umgebracht wurde, sagte er: Ich bin aus Kafar Batna (ein Vorort von Damaskus – ANNA), ich bin genau so ein Sunnit wie ihr. Sie antworteten: Du hast dich erst jetzt daran erinnert, dass Du ein Sunnit bist.

Zwei Soldaten nahmen sie gefangen. Einer von beiden hieß Abdullah, er war von den Shaui-Beduinen aus Dair az-Zaur. Ihn haben sie bei lebendigem Leibe verbrannt. Ich selbst habe das nicht gesehen, aber alle herum schrieen, dass sie einen Soldaten verbrennen. Das war gegen 18 Uhr. Was mit dem zweiten Soldaten geschah, weiß ich nicht. Aber einer der Banditen, sein Name ist Ikram Al-Saleh, sagte: Wir bringen ihn nicht um, sondern wir zeigen ihn morgen als einen, der zu uns übergelaufen ist.

Kurz darauf eroberten sie auch den Kontrollpunkt und die Polizeistation in der Stadt. Gegenüber dieser Polizeistation sind die Häuser der ausgelöschten Familien, wo man auch die ganzen Kinder umgebracht hat. Sie haben alle Kinder aus dem Al-Saed-Clan umgebracht. Alles in allem drei Familien und 20 Kinder. Auch haben sie alle Leute aus der Familie Abdur-Razak getötet, insgesamt 10 Leute. Sie wurden umgebracht, weil sie alle der Regierung gegenüber loyal waren. Aus dem Al-Saed-Clan wurde die Familie des Bruders von Abdullah Al-Mashlab, dem drittwichtigsten Mann im syrischen Parlament, komplett ausgelöscht. Er selbst starb am 24., und am folgenden Tag, dem 25., wurde die gesamte Familie seines Bruders ermordet: der Bruder selbst, seine Frau und drei Kinder.

Um 19 Uhr kam der Chef der Al-Farouq-Brigade der „Freien Syrischen Armee“, Abdul Rasak Tlas. Mit ihm kamen mehr als 250 Kämpfer aus Ar-Rastan. Dabei waren noch zwei weitere Gruppen, eine aus dem Dorf Akraba unter der Führung von Yakha Al-Yousef und eine Gruppe aus dem Ort Farlaha. Während des Überfalls auf den Kontrollpunkt hat Nidal Bakkur einen der Kämpfer gebeten, sich bei der Moschee zu positionieren und ein paar Schüsse aus dem Granatwerfer in Richtung der Armee zu feuern, um diese so zu einer Erwiderung des Feuers zu provozieren, so dass die Moschee getroffen würde. Tatsächlich hat die Armee aus einem Patrouillenfahrzeug zurück geschossen und auch die Moschee getroffen. Nachdem sie den Kontrollposten erobert hatten, schafften sie ihre eigenen Toten und auch die der von ihnen umgebrachten Leute und deren Kinder in die Moschee. Das bewerkstelligten sie mit ihren KIA-Pickups.

Gegen 20 Uhr am 25. Mai befanden sich die ganzen Leichen bereits in der Moschee. Am nächsten Tag gegen 11 Uhr kamen die UN-Beobachter zu der Moschee. Die Armee hat derweil die Bewohner aus einigen Häusern evakuiert, die sich in der Nähe des Kontrollpostens befanden, und in sicherere Bereiche geschafft. Während des Schusswechsels haben die Kommandeure ihren Kämpfern fortwährend zugerufen, dass diese während ihrer Telefongespräche mit Al-Jazeera und Al-Arabiya unbedingt intensiver schießen sollen.

Zum Einbruch der Nacht hörte der Beschuss auf. Am nächsten Tag, dem Samstag, hörte ich aus ihren Funkgesprächen, dass jemand gesagt hat: ein Teil der Kämpfer soll bis zum Eintreffen der Beobachter die Uniform der syrischen Armee anziehen (um sie für desertierte Soldaten auszugeben – ANNA), die anderen sollen Zivilkleidung tragen, und danach zur Moschee kommen. Sie haben Felder und ein paar Häuser angezündet, um die Armee damit zu beschuldigen, diese habe die Stadt bombardiert.

Die UN-Beobachter habe ich nur von weitem gesehen. Sie waren von den Banditen umringt, welche die Uniform der syrischen Armee trugen, aber auch solche ohne diese Verkleidung. Es waren sehr viele Leute dort und haben das alles beobachtet. Aber es war niemand von den Verwandten der ermordeten, regierungstreuen Familien da. Alle riefen: Wir wollen das Regime stürzen. Dabei waren auch viele Verwandte der Kämpfer.

Die Kämpfer kamen in unser Haus und sagten, wir sollen aus den Häusern herauskommen und wegfahren, da die Stadt jetzt zu einem Kampfschauplatz würde. Wir sind allerdings nirgends hingegangen, aber viele gingen weg. Nachdem die Beobachter eingetroffen sind, haben die Kämpfer sie auch in die leeren Häuser geführt und dahin, wohin sie diese Leute gebracht haben. Den Beobachtern sagten sie, das seien Flüchtlinge.

MM: Wie sehen Ihre Brüder und Eltern diese Ereignisse?

Antwort: Mein Vater ist schon tot, aber ich habe noch meine Mutter, Brüder und Schwestern. Wir sind eigentlich alle einer Meinung.

MM: Gibt es auch in ihrem Dorf Leute, welche ihre Meinung teilen?

Antwort: Ja. Die Mehrheit teilt diese Meinung, sie haben Todesangst vor diesen bewaffneten Kämpfern.

Früher gab es unter ihnen sogar solche, welche zu Demonstrationen für die Regierung gegangen sind und an den Wänden ihrer Häuser Sprüche anbrachten, wie: „Raus mit der Freien Syrischen Armee“, und „Wir verfluchen die Bewohner von Daraa“ (von wo all diese Dinge ausgegangen sind). Die Banditen haben es allerdings jedem, der diese Sprüche schrieb, heimgezahlt.

MM: Welche Beziehungen haben Sie mit den Bewohnern der benachbarten Dörfer und weshalb wurden sie von den bewaffneten Kämpfern angegriffen?

Antwort: Sie haben ihnen niemals geschadet, sie stritten auch nie mit uns, wir hatten immer gute Beziehungen zu ihnen. Ganz im Gegenteil, die Kämpfer der FSA haben sie ständig angegriffen, weil sie zu einer anderen religiösen Gruppe gehören. Es gibt sogar einen Terroristen, der heißt Haysam Al-Hallak, der ein paar Leute aus Nachbardörfern entführt hat und Lösegeld – ein paar Millionen Lira – für sie verlangt hat. Und ein weiterer Kämpfer namens Abu Yassir, der aus einem Nachbardorf Mitarbeiter des staatlichen Elektrizitätsunternehmens entführt hat, weil sie zu einer anderen religiösen Gruppe zählen. Dieser Haysam hat einen der Entführten umgebracht, dem anderen eine Spritze mit Heizöl verpasst. Sie können diesen jetzt im Krankenhaus in Homs finden.

Diese Banditen haben sich in friedlichen Zeiten mit Schmuggeln befasst. An unserem Dorf vorbei führt eine Ölleitung, und sie haben damals einfach ihre Kräne direkt auf das Öl gestellt, darauf hatten sie große Pumpen. Alle im Dorf wussten davon. Größtenteils sind diese Leute einfache Banditen. Kaum einer unter ihnen hat die 8. Klasse geschafft. Sie entführen im Wesentlichen alle, die zu anderen Konfessionen gehören und solche, die Geld haben.

In unserem Dorf lebte eine Frau, die aus dem Libanon stammt. Sie lebte mit ihren drei Kindern bei uns im Dorf, hat als Putzfrau auf der Polizeistation gearbeitet. Sie wurde entführt, vergewaltigt und dann gehenkt. Man warf sie dann einfach auf das Feld, wo ihr Leichnam von Hunden zerfressen wurde. Das war ein schreckliches Bild, sie war vollkommen nackt.

Man kann diese Menschen nicht Moslems oder Araber nennen, das sind Tiere. Es gab noch einen Fall, als sie verschiedene staatliche Einrichtungen und die Verwaltung besetzt hatten. Sie zündeten alles nacheinander an, ließen die Kinder nicht zur Schule. Da gab es vier aus der Familie Al-Abbara und einen aus der Familie Al-Yusifa, der hatte AIDS und ist heute schon tot. Sie haben eine Frau aus dem Nayla-Clan vergewaltigt und sie mit der Krankheit angesteckt. Sie hatte damals ein drei Monate altes Kind. Nach der Vergewaltigung hat sie es weiter gestillt, und das Kind ist gestorben.

Es gab auch solche Fälle zu Beginn der Unruhen, als Krankenhäuser überfallen und die Blutkonserven gestohlen wurden, die wurden dann bei den Demonstrationen eingesetzt. Man goss dieses Blut über die Gesichter von vermeintlichen Opfern oder über „Verletzte“, um so eine Show für Al-Jazeera und Al-Arabiya zu inszenieren.

Wir sind normale, friedliche Leute und wollen, dass wieder Frieden in unseren Dörfern und in unseren Häusern einkehrt. Wir wollen keine Einmischung von Außen, wir wollen Frieden.

Marat Musin, Olga Kulygina, Agentur ANNA-NEWS, Taldou (Al-Hula), Syrien.

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Trackback von deiner Website.

  • Anonymous

    Tja, viele meiner syrischen Freunde scheinen recht zu behalten. Man sollte doch dazu übergehen, Syrer zu fragen anstatt die Tonnen von medialem Müll zu konsumieren, den man hier – wie lange eigentlich schon – vorgesetzt bekommt!

    • Anonymous

      Den Müll, den man hier auf diesem Blog serviert bekommt, meinst du wohl.
      Der Artikel ist doch von A – Z erstunken und erlogen !
      Daß das Massaker von den schiitischen Shabbiah-Milizen Assads durchgeführt wurde, ist klar bewiesen.

    • Das wäre ja was, wenn man Leute anhört, die direkt dort vor Ort waren, mit Zeugen gesprochen haben und dieses Material veröffentlichen. Es kann gar nicht anders sein, als „erstunken und erlogen“, denn der „Spiegel“ schreibt ja was anderes!

      Zur Schabija kannst Du Deine offensichtliche Expertise hier einbringen: „Das kleine Einmaleins, Band 3“.

    • Solche Meinungen wie die obige zeigen klar und deutlich wie die westliche Propaganda durch die Mainstream Medien die Leute durch penetrante, tägliche mediale Lügerei beeinflusst. Solche „umerzogenen“ Leute können reale Tatsachen nicht mehr von Lügengeschichten unterscheiden. Objektive Denkungsweise wurde durch die westlichen Medien abgeschaltet. Ich wünsche den obigen „Anonym“ noch weiterhin viel Spass bei dem Konsum der „objektiven, unparteiischen“ ARD Tagesschau und ihrer täglichen verlogenen Propaganda sowie der GEZ finanzierten Mainstream Medien von Springer und Co. die in das selbe (Kriegs)-Horn blasen.

  • Anonymous

    Ich habe soeben diesen Artikel nebst URL an das Auswärtige Amt, Poststelle gemailt.

    MrGetriebesand

    • Anonymous

      Die Bundesrepublik Deutschland hat einen Geheimdienst. Es kann mir niemand erzählen, Merkel, Westerwelle und Co wüßten nicht, was in Syrien abgeht. Dazu gehören auch die Massaker der „Freien Syrischen Armee“. Mit der Ausweisung des syrischen Botschafter werden also wissentlich Kriegsverbrecher durch unsere Regierung unterstützt. Im deutschen Strafgesetzbuch gibt es einen Paragraphen, der Dinge die geignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu beschädigen unter Strafe stellt. Keiner interessiert sich dafür, weder ein Generalbundesanwalt noch ein Verfassungsschutz.
      Aus meiner Sicht klebt das Blut der Kinder in Syrien auch an den Händen unserer Regierung. Das geht nie wieder ab Frau Merkel!

    • Ja, eben. Deswegen ist sicher das AA erstmal nicht verkehrt, aber solche Zeugnisse gehören an die breite Öffentlichkeit. M. Musin bittet ausdrücklich um Unterstützung bei der Verbreitung. Mein Teil war die Übersetzung, beim Verbreiten der Info bin ich aber überfordert – vielleicht kennt ihr ja entsprechende Kanäle.

    • Anonymous

      @apxwn – Also, beim Verbreiten helfe ich gern. Führe selbst einen Verteiler und das GB von Politgauner //www.guestbook4you.de/gb.php?user=blondiechaplin – Würde mich dort über einen Eintrag bei meinem letzten Kommentar sehr freuen!

      Für mich, und nicht nur für mich – sind mit die Hauptschuldigen die verlogenen Propaganda- und Kriegshetze-Medien!

  • Danke für Deine Arbeit.
    Ich erlaube mir, Anonymus 11:17 zu widersprechen. Diese Art Taten SIND die Rechtsgewalt, alles Recht basiert historisch auf solcher Art Terror und synchronisch AUCH – nicht nur, und nicht in erster Instanz – auf der „Erinnerung“ daran, auf den Traditionen der Todesfurcht, wie sie – unter anderem – in allen monotheistischen Religionen weiter gegeben werden. Was die Schlächter sagen, hat man (gefälligst) ernst zu nehmen, und das „nur“ aus dem „nur weil sie einer anderen religiösen Gruppe (Sekte) angehören“ zu streichen.
    Es gibt kein „Recht“ dagegen zu mobilisieren, tut man das, setzt man die Tradition des Schlachtens nur fort; Rache richtet es auch nicht, aber die Tradition aus der Welt zu schaffen, geht andererseits nicht ohne Rache eine „kalte“ Rache, die mit dem Ziel geübt wird, die Tradition abzubrechen.
    TomGard

  • Ohne Putin geht eh nichts.Moege des Deutschen „Eiserne Lady“ mit dem Puddingschwert ruhig mal weiter mit der „Sabbel“, „Saebel rasseln“ wollen. Zumindest kann sie sich hinstellen und sagen, „Ich habs ja gesagt“. Heute bekommt sie selbst von Putin gesagt was Sache ist. Sie sagt nichts, sondern grinst sich eines ins Faeustchen.

  • Beim Bürger-/Krieg in Libyen haben die Medien noch massenweise Bilder gezeigt mit denen die Helden bejubelt wurden. Nachdem aus dem post-revolutionären Libyen dann Unmengen von Menschenrechtsverletzungen bekannt wurden, war ihnen das wohl rückblickend peinlich. Anders läßt es sich kaum erklären, dass nun in fast jedem Bericht zu Syrien darauf verwiesen wird, dass „unabhängige Journalisten“ nicht ins Land gelassen würden, damit man den „Aktivisten“ glaubt. Mit der Realität hat das sicher nur wenig zu tun: Bei dem Verfassungsreferendum waren laut RIA Novisti 200 ausländische Journalisten im Land:

    http://de.rian.ru/world/20120510/263553710.html

  • Anonymous

    Eien Sauerei wie wir verarscht werden und das bei uns in Deutschland.

  • Anonymous

    Wir werden schon ziemlich lange verarscht,desinformiert aber die Rechnung dafür ist bestimmt unterwegs!!Wie lange wollen wir noch zuschauen…?…bis echt zu spät ist??

  • Anonymous

    Deutsche Nachrichten Syrien betreffend, sind eine lebensgefährliche Katastrophe !
    Der deutsche Staat ist doch nicht doof,also ist er hochgradig bösartig!!!!
    In Syrien lebend, habe ich öfter an das ZDF geschrieben und habe Falschmeldungen verbessert,
    aber was kann man gegen Göbbels,den Propaganda-Minister tun? Es lebe Christoph Hörstel,ein Berichterstatter,der seine Seele nicht dem Teufel verkauft hat.

    • Es war/ist ja nicht nur Christoph Hörstel dort. Aber um das zu wissen, muss man sich ein wenig mit der Sache beschäftigen. Wenn in Syrien lebende Leute bloggen und Beiträge ins Netz stellen können, hat man eine wichtige Informationsquelle, deren Mißachtung durch die Medien diese eindeutig als Kollaborateure kompromittiert. Weitere Rückschlüsse kann man selber ziehen, aber der durchschnittliche Medienkonsument und Lieferant der öffentlichen Meinung ist damit erstmal abgefüllt. Es braucht eine wirksame Verbreitung von authentischen Gegendarstellungen, worum ich mich hier auch bemühe – dabei sage ich nicht, dass es nur so und nicht etwa so wie im SPON sein kann, sondern meine, dass man immer auch die „andere Seite“ hören muss. Immer.

  • Anonymous

    @Anonym2. Juni 2012 09:37 „Daß das Massaker von den schiitischen Shabbiah-Milizen Assads durchgeführt wurde, ist klar bewiesen.“
    klar bewiesen, so so. Wie wärs mal mit einem einzigen dieser klaren Beweise?

  • Eine Analyse der Ereignisse in al-Hula:
    http://arprin.wordpress.com/2012/06/18/das-massaker-von-al-hula-wer-steckt-dahinter/

    So, eine lange Analyse, warum ich glaube, dass Assads Shabiha hinter dem Massaker stecken und die Berichte der FAz und Anna News falsch sind. Ich hoffe, wir können trotz unserer verschiedenen politischen Ansichten eine vernünftige Diskussion hinkriegen und uns gemeinsam der Wahrheit nähern. Ich habe deine beiden Artikel zu al-Hula gelesen und ihre Glaubwürdigkeit anhand anderer Zeugenaussagen und der gegebenen Umstände überprüft. Vielleicht kannst du dich ja nochmal zum Thema äußern.

    • Danke für Deine Arbeit. Vom Ton erfrischend neutral. Aber in den Quellen etwas selektiv. Arprin, niemand von uns ist vor Ort gewesen. Ich bin in dieser Frage auch eher der Überbringer der Nachricht als der Analytiker. Die nicht neutrale Position von Marat Musin gebe ich zu. Aber ich kann Dir sagen, dass niemand, der gerade in Syrien weilt, neutral ist. Bei dem täglichen Terror ist das unmöglich. Aber diese Reportagen Musins halte ich für ausgesprochen authentisch (es gibt andere Beispiele von ihm, die ich für übertrieben halte) – hier meine ich insbesondere die Videoreportagen mit den beschädigten UN-Fahrzeugen, Verletzungen durch FSA-Scharfschützen, terrorisierten Menschen und die jüngsten über mehrere vereitelte Selbstmordattentate. Der Mann ist vor Ort. Gleiches gilt für die Bloggerin Anhar, die mal in Damaskus, mal in Homs ist. Da kommt in meinen Augen kein BBC und kein Reuters gegen an.

    • Nur zwei Anmerkungen:

      1. Du sagst, Musin ist vor Ort. Die Zeugenaussagen, die Human Rights Watch vorliegen, wurden auch vor Ort aufgenommen. Die Berichte der UNO stammen auch vor Ort. Und die Aussage des elfjährigen Jungen Ali al-Sayed natürlich auch.

      2. HRW verfolgt im Gegensatz zu Musin keine politische Agenda. Ich weiß nicht, wie man Musin überhaupt noch Ernst nehmen kann. Es würde ja auch niemand die Berichte eines Journalisten ernst nehmen, der beim Council of foreign relations arbeitet. HRW dagegen ist neutral. Sie kritisieren auch die Verbrechen der Rebellen:
      http://www.hrw.org/news/2012/03/20/syria-armed-opposition-groups-committing-abuses
      Deswegen ist HRW für mich 100-mal glaubwürdiger als ein Musin, dessen Berichte vor Einseitigkeit strotzen (man lese nur mal seine Kommentare zu Hariri). Die Glaubwürdigkeit des FAZ-Berichts kann man schon an einem Detail sehen. Die FAZ schreibt:

      „Die Täter waren kahlgeschoren und hatten lange Bärte.“ So sehen fanatische Dschihadisten aus, nicht die Milizen der Schabiha.”

      Ali sagt aber EINDEUTIG, dass die Täter Shabiha waren und sogar dass seine Onkel später in einem Pro-Assad Sender (Al-Dunya) gezwungen wurden auszusagen, dass ihre Kinder von “bewaffneten Banden” getötet worden waren:
      http://www.youtube.com/watch?v=9v2pX2MFkuo&feature=player_embedded
      Die Aussage eines elfjährigen Jungen so zu verdrehen und falsch wiederzugeben ist eine dermaßen unfassbare Frechheit, dass man nur ein Wort dafür finden kann: Schweinejournalismus.

      Anhand der bis jetzt vorliegenden Hinweise kann man wohl zu 99% davon ausgehen, das die Täter Shabiha waren. Du hast bis jetzt in deinem Blog die Berichte, die nicht von Musin stammen, leider nicht mal zur Kenntnis genommen. Das ist nicht sehr neutral und objektiv.

      Ich wil nicht, dass jetzt auf ewig ein Rätsel um dieses Massaker gemacht wird. Das haben die Menschen dort nicht verdient. Die Wahrheit muss siegen. Der FAZ-Bericht hat schon genug Schaden angerichtet.

    • Arprin, you are welcome. Nur nebenbei, der elfjährige mit seiner Aussage war in keinem Moment Gegenstand von Musins Reportagen. Das kommt woanders her.

      Ich schreibe hier in erster Linie, um „die andere Seite“ zu Wort kommen zu lassen und ziehe meine Schlüsse, wie sie sich mir aus den Gegebenheiten vorstellen. Ich gebe die situative Unabhängigkeit von HRW gern zu, ebenso wie die politische Positionierung von Marat Musin. Es ist aber kein valides Kriterium zu sagen, er sei mit „Antisemiten“ in ein und derselben Organisation und deswegen nicht glaubwürdig. Das Argument zieht nur in Deutschland und sicher auch nicht bei sehr vielen.

      Ich zweifele den Bericht des Elfjährigen eigentlich komplett an. Ich habe mich entsprechend nirgends dazu eingelassen. Die Sachlage ist, dass Taldou ab der Vernichtung der drei Checkpoints und der Polizeistation komplett von FSA & ihr assoziierten Clans kontrolliert wurde. Also direkt seit dem Nachmittag des Freitags, an dem das Massaker passierte. Ich persönlich nehme zur Kenntnis, was nach diesem Zeitpunkt von dort an „offenen Briefen“ (an die FAZ), „Zeugenaussagen“ usw. usf. kam, aber messe dem keinen Wert bei. Es ist für mich vom Wahrheitsgehalt auf dem Level der zahlreichen, Youtube & Co. zuspammenden FSA-Banditenvideos anzusiedeln.

      Die Wahrheit muss „siegen“, und ich weiß, dass sie wahrscheinlich nicht so ist, wie Musin, Hermann, und ich sie darstellen. Ganz sicher auch nicht so, wie die „Freie Syrische Armee“ sie durch ihre gesponsorten Kanäle in die Welt hinausstreut.
      Wir brauchen Stimmen von beiden Seiten, Arprin. Leser von Blogs sind nicht dumm. Die lesen sicher auch Dein Blog. Insgesamt macht man sich danach sein Bild.

    • „HRW verfolgt im Gegensatz zu Musin keine politische Agenda.“

      Man google mal „HRW soros“.

      Noch schlimmer:

      „HRW has received funding from many foundations, including the Ahmanson Foundation; the Carnegie Corporation of New York;the Columbia Foundation; the Ford Foundation; the William and Flora Hewlett Foundation; the John D. & Catherine T. MacArthur Foundation; the Nathan Cummings Foundation; the JEHT Foundation; the Joyce Foundation; the J.M. Kaplan Fund; the Open Society Institute; the David and Lucile Packard Foundation; the Righteous Persons Foundation; the Rockefeller Brothers Fund; the Rockefeller Foundation; and the Scherman Foundation.“

      http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6258

    • @Larry:
      Nice, wie sie den Artikel interpretieren.
      „Directs a disproportionate share of its criticism at the United States and Israel“- haben sie das überlesen?

      Soros war ein extremer Gegner von Bush und seiner Außenpolitik (Irak, Afghanistan). Außerdem bedeutet eine Spende allein nicht dass er die ganze Organisation kontrolliert. Dasselbe gilt mit den anderen Spendern.

      Anstatt sich um die Spendengeber zu kümmern, wieso schauen sie nicht einfach auf ihre Berichte? Welche politische Agenda verfolgt denn HRW ihrer Meinung nach? Wollen sie behaupten, dass HRW Zeugenaussagen absichtlich fälscht, um Amerika einen Kriegsgrund zu bieten? Ich bitte sie…
      HRW gehörte schon immer zu den größten Kritikern der USA, das hat sich mit Obama nicht geändert. Und sie fordern auch heute noch dass Bush vor Gericht gestellt wird. HRW kritisiert aktuell auch die Verbrechen der Rebellen:
      http://www.hrw.org/news/2012/03/20/syria-armed-opposition-groups-committing-abuses

      Also: Wollen sie behaupten dass HRW in ihren Berichten zu Syrien eine politische Agenda verfolgt, obwohl sie BEIDE Seiten kritisieren und Marat Musin glaubwürdiger ist, obwohl er immer nur EINE Seite kritisiert und in einer politischen Organisation tätig ist? Diese Logik ist echt beeindruckend.

  • Hallo, ich komme gerade hier vorbei um die Zeugenaussage anhand Deiner excellenten Übersetzung zusammenzufassen, da die Weiterübersetzung ins Englische von syrianews.cc doch einige Fragen aufwirft.

    Der Grund für die Zusammenfassung ist dass ich an einem englischsprachigen Wiki beteiligt bin, wo wir momentan die verfügbaren Informationen zu den Geschehnissen in Taldou zusammentragen. Wir sind dort für beide Versionen schon mindestens so gut ausgestattet wie arprin in seinem lesenswerten Artikel.

    Wir sind erst seit ein paar Tegen dran und bis jetzt noch nicht zum Punkt von Schlussfolgerungen gekommen. Alles ist so neutral wie möglich gehalten. Wir suchen noch interessierte Mitarbeiter.

    Schaut doch mal vorbei, siehe link. Auch gerne an weitere interessierte Personen weitergeben.

  • Anonymous