Schockstarre nach Al-Hula

Die Medien weltweit fälschen die Tatsachen in ihren Berichten zum Massaker von Al-Hula und verschweigen, was gegen die Agenda läuft. Die inzwischen veröffentlichte Liste der Opfer spricht dabei eindeutig von der Auslöschung einer Großfamilie. Nachfolgend Berichte und Videoaufnahmen aus erster Hand in Syrien.
Das Szenario in und um Syrien nimmt immer bedrohlichere Züge an. Frankreichs Präsident Hollande spricht davon, dass er nach den Massenmorden in Al-Hula und Taldou Syrien angreifen würde. Westliche Länder verweisen die syrischen Botschafter des Landes. General Mustafa Ahmad al-Sheikh ruft hysterisch nach Bomben, Bomben, Bomben.
Niemanden interessiert die Wahrheit oder wenigstens ein Anflug davon. Der Journalist Marat Musin von ANNA News schrieb gestern in seinem Blog:

„Wir sind soeben aus der Gegend von Al-Hula und Homs heimgekehrt. Die Welt ist offenbar verrückt geworden. Zumindest die USA und Europa. Gelder, professionelle Söldner, kaltblütige Morde an Kleinkindern, jeden Tag Leichen. Zurzeit läuft eine totale Säuberungsaktion gegen alle, die in der Region Al-Hula noch mehr oder weniger loyal gegenüber der Staatsmacht sind, die Banditen ballern gezielt auf absolut alle, die ihnen vor die Läufe kommen – sie schießen auf die UN-Beobachter, auf Militärs und selbst auf uns Journalisten. Die Kämpfer besitzen hochpräzise Waffen, Scharfschützen- und Maschinengewehre, Panzerabwehrwaffen, Granatwerfer, Granaten. Die Zahl der von Ar Rastan gekommenen und in Al-Hula eingefallenen wahhabitischen Kämpfer und Terroristen geht über die 700, momentan ist der Ort in ihrer Hand und wird von ihnen gehalten. Wir übersetzen gerade die Zeugenaussagen von Überlebenden ins Russische und arbeiten an einem Videobericht, den wir über Nacht hier im Blog und bei ANNA News veröffentlichen werden. Die syrische Regierung macht bei dem Katz-und-Maus-Spiel offenbar nicht mit, vor Ort, so scheint es, waren wir die einzigen filmenden Journalisten. Deshalb bitte ich um Hilfe bei der Verbreitung dieses Materials.“

Die in Damaskus befindliche Journalistin Anhar Kotschnewa veröffentlicht Dokumente, aus denen ersichtlich ist, dass es sich vollkommen anders verhält, als von den Massenmedien dargestellt. Doch selbst diese Dokumente interessieren niemanden.

„Das erste Dokument ist das Statement von General Mood, auf das man sich in der Presse immer bezieht, als würde darin stehen, die syrische Armee sei an allem schuld. Kein Wort von einer Schuldzuweisung an die syrische Armee (…).
Das zweite Dokument ist ein Teil einer von der „Opposition“ erstellten Liste der Opfer. Nur 4 der Opfer sind infolge der Anwendung von schweren Waffen gestorben (und dabei erinnern wir uns daran, wie gern die Banditen mit Granatwerfern herumfuchteln). Die übrigen 104 Personen wurden mit Schüssen oder dem Messer getötet.
Und noch etwas: von 108 Toten haben 62 ein und denselben Familiennamen. Die anderen haben fast alle Doppelnamen. ALLE Opfer sind untereinander verwandt. Das sieht nach der Auslöschung einer Sippe aus und ganz und gar nicht nach Artilleriebeschuss.“
Es ist mehr als nur offensichtlich, dass Syrien es hier mit einer Provokation im Stil von Gleiwitz (seligen Andenkens) zu tun hat. Es ist für alle offensichtlich – nur scheint es niemanden zu interessieren. Man interessiert sich für „Vergeltung“. Nur an wem? Die syrische Regierung verweilt derweil entweder in Schockstarre, oder es gibt bereits Verrat auf höheren Ebenen. Anders kann man ihre relativ verhaltenen Reaktionen und ziemlich unangemessene Tatenlosigkeit kaum erklären.

UPDATE. Gerade erst gestern ist neues Videomaterial aufgetaucht, das fast alles zeigt, was in Al-Hula vor sich gegangen ist. Hier das Video mit Übersetzung der Einblendungen:

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