Al-Hula: eine Rekonstruktion

Dieses traurige Thema scheint kein Ende zu nehmen; hoffentlich kommen bald friedlichere und freundlichere Zeiten. Die Dokumentation von ANNA-News scheint allerdings momentan die einzige vor wirklich vor Ort recherchierte Version der Ereignisse zu sein, wessen sich offenbar kein Staat, keine UNO und keine Medien zu befleißigen gedenken. Hier folgt die Übersetzung des Textes von ANNANews, deren Team am 26.05. in Al-Hula war und sich derzeit wieder in Damaskus befindet. Der entsprechende russischsprachige Videobeitrag ist am Ende des Textes eingebunden.

Unser Team von ANNA-News war in der Gegend Al-Hula und Taldo unterwegs und hat auch das Militärlazarett in Homs besucht. Auch in Homs selbst ist es uns gelungen, mit Bewohnern von Al-Hula und Taldou zu sprechen, die vor den Banden, die ihre Siedlungen besetzt haben, geflohen sind.
In der Nachbereitung dieser Fahrt stellen wir Ihnen das Material vor, das wir im Zuge unserer eigenen Recherchen der Vorkommnisse zusammengestellt haben.
Am 25. Mai 2012 gegen 14 Uhr haben bewaffnete Einheiten unter Einsatz starker Kräfte die Kleinstadt Al-Hula in der Provinz Homs angegriffen und erobert. Al-Hula besteht aus drei Bezirken, den Dörfern Taldou, Quarlahiya und Taldahab, in jedem von welchen um die 25-30 Tausend Einwohner leben.
Tayyār al-Mustaqbal

Die Kleinstadt wurde von Nordosten her von Einheiten bewaffneter Kämpfer und Söldner angegriffen, insgesamt um die 700 Leute. Die Kämpfer kamen aus Ar-Rastan (speziell die ca. 250 Mann starke Al-Farouk-Brigade der Freien Syrischen Armee unter dem Kommando des Terroristen Abdul Razak Tlas), aus dem Dorf Akraba (unter dem Kommando des Terroristen Yakha Al-Yusef) sowie aus dem Dorf Farlaha, dazu kamen in Al-Hula ansässige Banditen. Ar-Rastan ist seit geraumer Zeit schon von praktisch allen friedlichen Zivilisten verlassen worden. Dort haben jetzt wahhabitische Kämpfer das Sagen, die vom Libanon aus von einem der Hauptorganisatoren im internationalen Terrorismus, Saad Hariri, welcher die antisyrische politische Bewegung „Tayyār alMustaqbal“ („Zukunftsbewegung“) anführt, mit Geldern versorgt werden. Die Straßen von Ar-Rastan bis Al-Hula führen durch beduinisches Gebiet, werden von den Regierungstruppen praktisch nicht kontrolliert, weshalb der Angriff der bewaffneten Kämpfer auf Al-Hula für die syrische Regierung vollkommen unerwartet kam.

Als die Einheiten den unteren Kontrollpunkt im Zentrum der Stadt (örtliche Orientierungshilfe – der Wasserturm) und die anbei gelegene Polizeistation eingenommen haben, begann eine Säuberungsaktion gegen alle in der Nachbarschaft wohnenden Familien, welche als „regimetreu“ galten; das betraf auch Alte, Frauen und Kleinkinder. Insgesamt wurden mehrere Familien des Al-Saed-Clans mit insgesamt 20 Kindern sowie Familien des Clans Abdur Razak ausgelöscht. Unter den Opfern gab es einige „Konvertiten“, die von der sunnitischen Richtung des Islam zur schiitischen übergetreten sind. Diese Menschen wurden mit dem Messer oder mit Schüssen aus nächster Nähe hingerichtet. Die Toten wurden der UNO und der Weltöffentlichkeit später als Opfer eines schweren Beschusses durch die syrische Armee präsentiert, obwohl vor Ort keine Spuren von Artilleriefeuer zu entdecken waren.

Dass die UN-Beobachter im Hotel „Safir“ in Homs nachts Artilleriefeuer aus Richtung Al-Hula gehört haben wollen, kann ich nicht anders bezeichnen als einen dummen Scherz für den UN-Sicherheitsrat. Von Al-Hula bis Homs sind es rund 50 Kilometer. Was sollen das für Panzer oder Kanonen gewesen sein, die auf Al-Hula schießen? Ja, sicher, in Homs wird jeden Tag bis rund nachts um 3 Uhr intensiv geschossen, auch aus schweren Waffen. Aber beispielsweise erklärt sich der Schusswechsel in der Nacht von Montag auf Dienstag dadurch, dass die Sicherheitskräfte die Kontrolle über einen Korridor entlang der Tarik-Al-Scham-Straße, die nach Damaskus führt, wiederherzustellen versuchten. Übrigens wurde den bewaffneten Banden ein paar Stunden nach unserem Eintreffen über uns Meldung gemacht (d.h., dass Russen in Homs sind), und ich denke, dass die Beobachter hier ihre Finger im Spiel haben.
Bei einer visuellen Inspektion der Stadt Al-Hula waren auch nur irgendwelche Spuren neuerer Zerstörung nicht zu entdecken, ebenso gab es keine Hinweise auf Bombardierungen oder Artilleriebeschuss. Mehrere Male am Tag wird der letzte in der Stadt verbliebene Kontrollposten an der Einfahrt nach Taldou von den Banden unter Beschuss genommen. Die Kämpfer gebrauchen auch schwere Waffen, in der Stadt sind mehrere Scharfschützen aktiv, die sich aus professionellen Söldnern rekrutieren.
Das Ziel der Provokation war es, den Zorn und die Entrüstung der Weltöffentlichkeit hervorzurufen und unter diesem Druck eilends eine dem Westen notwendige Resolution des UN-Sicherheitsrats „durchzudrücken“, welche den Weg für eine militärische Intervention durch die NATO geebnet hätte. Angemerkt sei, dass zu seiner Zeit eine ganz ähnliche Aktion der Todesschwadronen schon erfolglos geblieben ist, bei der 49 Frauen und Kinder in Schumaria (Homs) starben. Auch diese Aktion wurde gezielt einem Besuch von Kofi Annan vorangestellt. Diese vorherige Aktion wurde sehr schnell aufgedeckt, denn es stellte sich sehr schnell heraus, dass die 49 Leichen von zuvor verschleppten Alawiten waren. Auch in Al-Hula gibt es eine Menge Ungereimtheiten – die Namen der Ermordeten gehören ausschließlich zu „regimetreuen“ Familien, es gibt keine Spuren von Artilleriebeschuss usw., allerdings ist die Provokation angelaufen und die Propagandamaschine arbeitet. Heute hört man von Seiten der NATO-Staaten bereits direkte Drohungen, Syrien zu bombardieren, es erfolgt die koordinierte Ausweisung syrischer Diplomaten und so weiter.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in Al-Hula keine syrischen Streitkräfte, trotz alledem hört man immer wieder Maschinengewehrsalven. Dabei ist nicht klar, ob die Banditen hier miteinander hadern oder ob die Säuberungsaktionen gegen die Anhänger von Baschar Assad in der Stadt weitergehen.
Die bewaffneten Kämpfer feuern gezielt praktisch auf jeden, der sich der Stadt zu nähern versucht. Direkt vor uns wurde ein UN-Konvoi beschossen – zwei der gepanzerten Jeeps der UN-Beobachter wurden dabei beschädigt -, als dieser versuchte, sich einem Kontrollposten der Armee in Taldou zu nähern. Beim Überfall auf diesen Konvoi wurde ein zwanzigjähriger Terrorist beobachtet. Er feuerte gezielt auf die ungepanzerten Schrägen des ersten Jeeps, die hintere Tür des zweiten Jeeps wurde von einem Splitter getroffen. Unter dem Begleitpersonal gab es Verletzte.
Ein verwundeter Soldat:
„Am nächsten Tag kamen die UN-Beobachter an unseren Kontrollposten, und gerade als sie an den Posten herangekommen waren, schossen die Banditen auf die Beobachter. Drei von uns wurden verletzt. Einer am Bein, der zweite am Rücken und ich am Becken.

Als die Beobachter eintrafen, konnten sie noch eine Frau hören, die bei ihnen stand, weinte und sie anflehte, ihr zu helfen – sie vor den Banditen zu beschützen. Als ich angeschossen wurde, sahen die Beobachter, wie ich zu Boden ging, aber mir kam niemand von ihnen zu Hilfe. Unser Kontrollposten existiert nicht mehr.

In Taldou gibt es keine friedlichen Zivilisten mehr. Dort sind nur noch die bewaffneten Kämpfer. Wir hatten ein gutes Verhältnis zu den Einwohnern. Sie waren uns gegenüber freundlich, baten die Armee, nach Taldou einzurücken. Wir wurden auch von Scharfschützen angegriffen.“
Leider, so muss man sagen, gibt es unter den bewaffneten Banden eine Menge an professionellen Scharfschützen.
Rund 100-200 Meter von unserem Filmteam entfernt haben die Banden einen Schützenpanzerwagen angegriffen, der zu einer Wachablösung an den Kontrollpunkt gefahren kam. Dabei bekam einer der Soldaten – ein Rekrut – eine Quetschung sowie eine leichte Wunde durch einen Streifschuss am Kopf, als er von einem Scharfschützen beschossen wurde. Er betrachtete den vom Projektil durchgeschlagenen Kevlar-Helm und konnte es in dem Moment gar nicht fassen, dass er nur durch ein Wunder überlebt hat.
Die Scharfschützen töten täglich bis zu 10 Soldaten und Polizeikräfte, die an den Kontrollposten eingesetzt sind. Sicher, früher gingen die täglichen Verluste der Sicherheitskräfte in Homs in die Dutzende. Allerdings wurden in unserem Beisein bereits 10 Uhr morgens 6 getötete Soldaten und Polizeikräfte in die Leichenhalle gebracht. Die meisten davon wurden von Scharfschützen mit Kopfschuss getötet. Und das war erst der Beginn dieses Tages.
Hier die Namen der in den Morgenstunden des 29. Mai getöteten Soldaten:
  1. Ibrahim Halyuf (Sergeant)
  2. Salman Ibrahim (Sergeant)
  3. Mahmud Danaver (Polizist)
  4. Ali Daher (Rekrut)
  5. Wisam Haidar (Sergeant)
Der Name des sechsten umgekommenen Soldaten konnte nicht festgestellt werden.
Eine MG-Salve feuerten die Banditen auch auf unsere Gruppe von Journalisten, obwohl klar ersichtlich war, dass es sich hier um eine ganz normales Filmteam handelt, das aus unbewffneten Zivilisten besteht.

Wie der Angriff ablief

Nach dem Gebet am 25. Mai, gegen 14 Uhr, wurde der Kontrollposten der Armee aus Richtung der Moschee durch die Gruppe unter Said Fayez Talha Al-Iksh durch Granatwerfer beschossen, um die Sicherheitskräfte so zu Gegenfeuer zu provozieren. Das Gegenfeuer aus dem Patrouillenfahrzeug traf auch die Moschee, wodurch das erste Ziel dieser Großoffensive bereits erreicht war.
Danach folgte ein Angriff auf den zweiten, oberen Kontrollpunkt am Ostende der Stadt durch zwei Einheiten bewaffneter Kämpfer unter der Leitung der Terroristen Nidal Bakkura und Al-Hassan aus dem Al-Hallaka-Clan, mit Unterstützung einer Gruppe von Söldnern. Um 15.30 Uhr wurde dieser obere Kontrollpunkt eingenommen, die gefangen genommenen Soldaten wurden hingerichtet: einem sunnitischen Rekruten wurde die Kehle durchgeschnitten, ein anderer – Abdulla Shaui aus Deir az-Sora wurde bei lebendigem Leibe verbrannt.
Beim Angriff auf den oberen Kontrollpunkt im Osten haben die Kämpfer 25 Opfer zu verzeichnen gehabt, welche später den UN-Beobachtern unter den insgesamt 108 Toten als „Opfer des Regimes“ präsentiert wurden, die angeblich durch Bombardierung und Artilleriebeschuss seitens der syrischen Armee zu Tode gekommen sind. Was die übrigen 83 Toten angeht, darunter 38 Kleinkinder, so handelt es sich dabei um von den Banditen hingerichtete regimetreue Familien.
Interview mit einem Mitarbeiter der Sicherheitskräfte:

Ich heiße Al-Hosan, bin ein Mitarbeiter bei den Sicherheitskräften. Ich diente im Dorf Taldou, Bezirk Al-Hula in der Provinz Homs. Am Freitag wurde unser Kontrollpunkt von einer großen Gruppe bewaffneter Banditen angegriffen. Es waren Tausende…

Frage: Wie haben Sie sich verteidigt?

Antwort: Mit einfachen Waffen. Wir waren insgesamt 20, wir haben Unterstützung angefordert, und als diese eintraf, wurde ich getroffen und kam erst im Krankenhaus wieder zu mir. Die Angreifenden waren aus Ar-Rastan und Al-Hula. Die Kämpfer haben Taldo jetzt unter ihrer Kontrolle. Sie haben Häuser angezündet, ganze Familien umgebracht, weil diese der Regierung gegenüber loyal waren. Die Frauen wurden erst vergewaltigt, die Kinder wurden umgebracht…

Interview mit einem verwundeten Soldaten:

„Ich bin Mahmud Ahmed Al-Hali. Ich bin aus Manbidsch. Ich bin bei der Verstärkung gewesen, welche unseren Kameraden am Kontrollposten zur Hilfe kam.

Die Kämpfer haben zwei Schützenpanzerwagen und ein Patrouillenfahrzeug vernichtet, die am Kontrollposten standen. Wir kamen mit einem Schützenpanzerwagen nach Taldou, um unsere Verwundeten vom Kontrollposten innerhalb der Stadt abzutransportieren. Sie wurden mit diesem Schützenpanzerwagen weggebracht, und ich blieb an ihrer Stelle.

Nach einiger Zeit kamen die UN-Beobachter. Sie kamen zu uns, wir führten sie in die Häuser der von den Banditen umgebrachten Familien und ihrer Kinder. Ich sah eine ganze Familie, die aus drei Brüdern und ihrem Vater bestand, in einem Zimmer liegen. In einem anderen Zimmer fanden wir drei getötete Kleinkinder und ihre Mutter. Noch ein anderer, alter Mann lag tot in dem Zimmer. Insgesamt fünf Männer, eine Frau und die Kinder. Diese Frau, die vergewaltigt worden und mit Kopfschuss hingerichtet worden war, habe ich mit einer Decke zugedeckt. Die Kommission hat all das gesehen. Sie haben die Leichen in ihr Auto geschafft und weggefahren. Ich weiß nicht, wohin sie sie gebracht haben, aber wahrscheinlich wollten sie sie begraben.“

Ein Bewohner von Taldou auf dem Dach der Polizeistation:

„Freitagmittag war ich zu Hause. Ich hörte Schüsse und lief hinaus, um zu sehen, was vor sich geht und sah, dass im Norden geschossen wird, ungefähr da, wo sich der Kontrollposten der Armee befand. Da die Armee das Feuer nicht erwiderte, kamen sie an die Häuser heran, in denen sie später die Familien umbrachten. Sie nahmen sich die Frauen und Kinder als lebende Schutzschilde und feuerten weiter auf die Kontrollposten. Als die Armee schließlich das Feuer erwiderte, zogen sie sich zurück und verschwanden. Die Armee nahm sich der verbleibenden Frauen und Kinder an und schaffte sie an sichere Orte. Gleichzeitig kamen über Al-Jazeera schon Meldungen und Fotos davon, dass die Armee in Al-Hula ein Massaker veranstaltet hätte. Aber in Wahrheit haben sie selbst dieses Massaker veranstaltet, friedliche Zivilisten und Kinder. Sie stehlen alles, was ihnen unter die Finger kommt: Weizen, Mehl, Öl und Gas. Die Mehrheit der bewaffneten Kämpfer kommt aus Ar-Rastan“.

Nachdem sie die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht haben, wurden die Leichen der gefallenen Kämpfer sowie die der von ihnen ermordeten Zivilisten in die Moschee gebracht. Dafür nutzten sie Pickup-Fahrzeuge der Marke KIA.
Am 25. Mai um 20 Uhr waren die Toten bereits in der Moschee. Am nächsten Tag kamen um 11 Uhr die UN-Beobachter zu der Moschee.
Um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und insbesondere, um die Position von Russland und China in die „richtige“ Richtung zu korrigieren, wurden vorab Texte und Untertitel in russischer und chinesischer Sprache mit folgendem Inhalt erstellt: „Syrien – Homs – Stadt Hula. Eine schreckliche Bluttat, ausgeführt von den Kräften des syrischen Regimes gegen friedliche Zivilisten der Stadt Hula. Dutzende Opfer, die Zahl steigt ständig, vor allem Frauen und Kinder, die infolge von UNGEZIELTEM BESCHUSS DER STADT zu Tode gekommen sind.“ (Hervorhebungen wie im Original – MM.)
Am übernächsten Tag, dem 27. Mai, als bereits Berichte und Videoaufnahmen von den Bewohnern bekannt wurden, aus denen es keine Zeugnisse über Artilleriebeschuss oder Bombardements gab, wurde der Text der Videonachrichten durch die Kämpfer verändert. Am Ende des Textes tauchte nun die Hinzufügung auf: „und einige wurden durch Messer getötet“.
Marat Musin, Olga Kulygina; Al-Hula, Syrien.
(Hier die Übersetzung ins Englische)

Der russischsprachige Videobeitrag von ANNA-News mit diesem Transkript:

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  • Ich habe mir das Interview durchgelesen. Es ist gut vorstellbar, das die Frau die Wahrheit sagt. Dafür spricht, dass ihre Angaben genauer sind, als das, was sonst so geschrieben wird. Soweit ich das überschaue, paßt es auch mit dem zusammen, wie der syrische UN-Boschafter den Verlauf geschildert hat:

    http://www.sana.sy/eng/22/2012/05/28/421878.htm

    In den deutschen Nachrichten wird so getan, als wüßte man bereits, wer diese Menschen umgebracht hat. Sie würden nie von dieser Erzählweise abgehen, auch wenn die Untersuchungskommission zur Klärung dieser Morde zu dem Ergebnis kommt, dass die Version dieser Frau stimmt. Die Arbeit der syrischen Kommission wird von den UN-Beobachtern überwacht.

  • Inzwischen hat der BBC, wie einst Powell im Falle des Irak, Satellitenbilder aus dem Ärmel gezaubert, die belegen wollen, dass in einem nahen Wald Artillerie, und in einer nahen Kaschemme die Schabiha positioniert gewesen sind.

    Na, da fehlt nur noch das Reagenzgläschen mit dem weißen Pulver.
    Der SPON will in Damaskus Soldaten mit Maschinengewehren und Zangen (zum gewaltsamen Öffnen der Läden, falls sich jemand weigert, das öffentliche Leben weitergehen zu lassen) gesehen haben. Mini-Versionen der „Brutkastenlüge“ und der Sache mit dem Viagra, das Gaddafi an seine Armee verteilt haben soll.

    M.a.W., die Kriegsmaschine läuft auf Hochtouren.

  • BBC? Waren das nicht die, die ein 9 Jahre altes Foto aus dem Irak zur Illustration des Hula-Massakers verwendet haben? Wie alt mögen da wohl die Sattelitenfotos sein? Und wo die wohl her sind? Libyen? Libanon? Irak? Oder vielleicht Türkei?

    • Wie gesagt, es fehlt noch Powells Reagenzglas mit dem weißen Pulver… dann ist die Show komplett.

  • So viel zur Glaubwürdigkeit des „unabhängigen“ Journalisten Marat Musin:

    http://reflexion-blog.com/?p=2568

    • Nice, besonders „Verschwörungsszene und andere Gestalten“. Oder „antisemitische Hetzer“. Das ist ein Text voller Verbalkeulen, deren Geschmack jahrzehntelang dem diversen Volk als solche aufbereitet wurde.

      An Fakten nennt der Artikel nur eins: Marat Musin sei stellvertretender Vorsitzender des „Komi­tees für Soli­da­ri­tät mit den Völ­kern Liby­ens und Syri­ens“. Der Rest ist großer Unsinn. Mal sehen, was Marat dazu sagt, obwohl ich wenig Lust habe, das ins Russische zu übertragen.

      Seine Glaubwürdigkeit beruht für mich in erster Linie darauf, dass er vor Ort ist. Und die Dinge festhält. Er beruft sich auf niemanden, sondern zeigt es selbst. Ich kann vermuten, dass er mitunter ein wenig übertreibt, aber gegen zerschossene UN-Autos und die Zeugen wird man nicht viel hervorbringen können. Der Text auf „reflexion-blog“ vermag dies auch nicht. Hetze ist allemal billig zu haben.

    • PS. Nach Betrachtung anderer Materialien des „Reflexion-Blogs“ lass ich Musin damit in Ruhe. Das lohnt sich nicht. Ist ein vollkommen anderes Zielpublikum (falls es da überhaupt ein solches gibt). Wenn noch Fakten kommen, kann man ja noch mal drüber nachdenken.

  • Was meinst du? Es geht ja nicht um seine Aussagen an sich. Es geht um die Glaubwürdigkeit. Wie glaubwürdig ist jemand, der in seinem „Solidaritätskomitee“ mit Antisemiten, Holocaustleugnern und Islamisten wie Israel Shamir, Sergej Baburin und Jamal Hayder zusammenarbeitet? Und du willst doch nicht leugnen, dass er das tut, oder?

    „Er beruft sich auf niemanden, sondern zeigt es selbst. Ich kann vermuten, dass er mitunter ein wenig übertreibt, aber gegen zerschossene UN-Autos und die Zeugen wird man nicht viel hervorbringen können.“

    Auf einmal sind Videos und Zeugenaussagen glaubwürdig. Wenn es sich um Angaben aus der Opposition handelt, heißt es doch immer, das sei alles „fabricated“, oder?

    • Deine Vorwürfe im ersten Absatz sind stark ideologisch geprägt (übrigens im Gegensatz zu Musins Reportagen, in denen „Banditen“ das äußerste ist, wozu er sich – m.M.n. zurecht – hinreissen lässt). Dazu kann ich nichts sagen, da ich es ablehne, auf Basis von oder gegen Ideologien zu argumentieren.

      Und zum letzten Absatz: Du bist wahrscheinlich erwachsen und kannst Dir Dein Urteil selbst bilden. Ich zwinge niemandem etwas auf.

  • Anonymous

    immer wieder sehr gute arbeit hier. interesse an voice-over? ich kann das professionell bewerkstelligen.

    • Immer gern, ich kann es nämlich nicht. Ich versuche die Sachen immer so schnell wie möglich einzustellen, da ist keine Zeit für Videobearbeitung. Antikrieg.tv hat mal ein Voice-Over eines ANNA-Beitrags gemacht. Ich kann nur sagen: nur zu, bedient euch.

  • Anonymous

    ja, das auf antikrieg war ich
    ich bräuchte allerdings mehr timcode, da ich absolut kein russisch kann und deshalb nie weiss, wo ich bin. zudem ist es manchmal sehr schwer, deinen text in die vorhandene zeit zu quetschen, selbst bei schneller sprechweise und anschließendem timestretching. ist das russische so viel schneller?

    telefonieren wäre übrigens perfekt! ich könnte meine email in einem kommentar rüberschicken, den du nicht veröffentlichst

    • Geht klar, schick her.