Vulkan des Unrats

Vorwort zu einem kurzen Lagebericht von ANNA-News aus dem Stadtteil Al-Midan in Damaskus: der Bericht erwähnt anhand der sichergestellten Waffen zwar, die Rebellen hätten sich bestens auf die Erstürmung von Damaskus vorbereitet, die Waffen allerdings, die gezeigt werden (ab 00:54), sind eher alter Schrott. So sieht man zum Beispiel ein MG darunter, das noch aus Al Capones Zeiten stammen muss.

Anhar Kotschnewa ist in ihrem Bericht da schon näher an dem, was man als „sorgfältige Vorbereitung“ der Rebellenbanden bezeichnen würde, deshalb kommen hier – vor dem ANNA-Bericht – erst ein paar kommentierte Fotos von ihr. Quelle für die Fotos: anhar.livejournal.com
In Al-Midan sichergestellte Munition. Außer Waffen brachten die Rebellen aber auch noch etwas anderes mit:

Videokameras. Um die „Erstürmung“ von Damaskus schnellstmöglich auf Youtube hochzuladen.

Die Banditen haben die Straßen mit gestohlenen Fahrzeugen blockiert und diese angezündet. Dieses Feuer wurde von den meisten Medien als „brennende Polizeistation“ gemeldet.

Auf diesem Minarett hatten sich Scharfschützen eingenistet. Sie wurden entfernt.

Die Moschee mit dem Scharfschützen-Minarett. Sie ist voll von wahhabitischen Graffitis. In der Moschee wurden Waffen und wahhabitische Literatur gelagert. Von dort aus wurden auch Armee, Polizei, Rettungsdienste und einfach Passanten beschossen.

ANNA-News-Kurzbericht vom 22.07.2012; Quelle: anna-news.info

Das Viertel Al-Midan ist vollständig von bewaffneten Banden befreit worden. Die von den bewaffneten Kämpfern liegengelassene Ausrüstung zeugt davon, wie sorgfältig sie die Erstürmung der Hauptstadt vorbereitet haben.
Sie haben hier ein Feldlazarett eingerichtet. Überall liegen große Mengen verschiedenster Medikamente und Waffen verstreut herum. Es ist unklar, wozu die Feuerlöscher dienen sollten. Ebenso finden sich verschiedene medizinische Instrumente. Am Eingang des improvisierten Hospitals steht ein kleiner Lastwagen, auf dem Verwundete transportiert wurden. Die auf den ersten Blick menschenleeren, engen Straßen werden jetzt von der Armee kontrolliert.
In Al-Midan ist eine große Menge an Waffen, Munition und Kommunikationstechnik und Ausrüstung sichergestellt worden. Daneben finden sich die Symbole der FSA. Der Großteil der Waffen sind Kalaschnikows des Kalibers 7,62 verschiedener Modifikationen, schwere MGs, panzerbrechende Munition, ebenso auch Infanteriegewehre und Pumpguns. Sichergestellt wurden auch Militäruniformen und Ausweispapiere.
Unweit haben die Bewaffneten die Leichen ihrer Kameraden liegengelassen – die Leichen der ausländischen Söldner wurden verbrannt, um eine Identifikation unmöglich zu machen. Einen haben sie in der Eile des Rückzugs nicht mehr verbrennen können. Die engen Straßen von Al-Midan sind von gestohlenen und anschließend verbrannten Autowracks blockiert; solche Barrikaden dienten als Schutz, haben die Banden aber nicht vor der Zerschlagung bewahren können. Ein Pickup war mit einem schweren MG ausgerüstet, das man bereits abmontiert hat. Es blieb die selbstgebaute Lafette auf dem verbrannten Wrack.
Der Bürgermeister von Damaskus, Bischr al-Sabban, hat den Stadtteil Al-Midan besucht und die Einwohner aufgerufen, in ihre Häuser zurückzukehren.
In einem Nachbarhaus fand man ein weiteres Feldlazarett. Auch hier – verstreut herumliegende Medikamente, Waffen und Symbolik der FSA. Hier sieht man taktische Pläne, die nie zur Umsetzung gelangen sollten.
Olga Kulygina, Agentur ANNA-News. Damaskus, Syrien.

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