Gazprom schafft sich ab

Einer der größten internationalen Durchbrüche des Präsidenten Medwedew war 2011 der erfolgreiche Handel mit russischem Territorium, bei dem er alles andere als knausrig gewesen ist: er schnitt ein paar hunderttausend Quadratkilometer Seegebiet in der Barentssee ab und hat es faktisch ohne Gegenleistung (das heißt: kostenlos) dem kleinen, aber ambitionierten Norwegen abgetreten.
Sicherlich haben damals “helle Köpfe” in Russland die Sorge der russischen Patrioten von oben herab belächelt und dann und wann Andeutungen über geheimes Wissen und Verstehen fallen lassen. Nun sollte sich aber herausstellen, dass der damalige russische Präsident nicht etwa nur ein blöder Prasser war, sondern sich von unbegreiflich hohen Strategien im Dienste des russischen Staates leiten ließ – aufgrund derer der Hoffnung und Stütze des russischen Budgets, Gazprom, Zugriff auf die schier endlosen Ressourcen des Shtokman-Erdgasvorkommens gewährt werden sollte. Zum Zwecke des Beginns der Ausbeute war es nötig, den alten Territorialdisput zwischen Russland und Norwegen beizulegen, indem man das russische Territorium ein wenig dezimierte. Solange der Streit nicht geschlichtet war, gab es keine Möglichkeit, Investoren zu gewinnen und in dem Gebiet einer koordinierten Ausbeute nachzugehen.

Also beschnitt Medwedew das russische Seegebiet – und schwupp! – wurde die Sache möglich. Das war wohl jedenfalls der Deal…
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