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Große Kehrseiten kleiner Medaillen

Alle Fotos im Artikel: ITAR-TASS
Ein Artikel von ITAR-TASS zur Al-Nusra-Front.
Ungeachtet dessen, dass man unter dem “bewaffneten Arm der syrischen Opposition” gemeinhin die sogenannte Freie Syrische Armee (FSA) versteht, taucht dabei in den Meldungen dazu immer, wie beiläufig, die Phrase “und mit ihr kämpfende radikale Islamisten” auf. Tatsächlich gestaltet sich die Lage zunehmend genau andersherum – es sind die islamistischen Gruppierungen und Einheiten, die eine immer bedeutendere Rolle im syrischen Konflikt spielen und, mehr noch, handelt es sich dabei um transnationale irreguläre Einheiten, in die Leute nach ganz verschiedenen Merkmalen angeworben werden – einzig deren Staatsbürgerschaft spielt dabei keine entscheidende Rolle.
An erster Stelle unter den häßlicheren und tatsächlich gefährlichen Gruppierungen steht die “Unterstützungsfront für das syrische Volk”, Dschabhat al-Nusra li-Ahl asch-Scham, oder kurz: die Al-Nusra-Front. Wie bei jeder Terrororganisation sind die Ursprünge der Al-Nusra-Front vielfach widersprüchlich und nicht belegt. Der Begründer und Leiter der Front ist ein gewisser Abu Muhammad al-Dschulani, die einen Angaben besagen, er sei ein Syrer, andere, dass er ein Araber irakischen Ursprungs sei. Der Name ist höchstwahrscheinlich ersonnen. Al-Dschulani selbst zeigt niemals – auch nicht bei Treffen mit seinen Kampfgenossen – sein Gesicht und ist für jedweden Kontakt mit Außenstehenden nicht zu haben.
Aus dem, was von der Entstehung der Al-Nusra-Front bekannt ist, folgt, dass Al-Dschulani selbst in der Zeit der US-amerikanischen Okkupation des Irak ein Vertrauter von Abu Musab az-Zarqawi gewesen sein soll. Es wurde bereits zwei Mal – 2006 und 2008 – sein Tod vermeldet, jeweils im Irak und in Syrien.
Als Vertrauter von az-Zarqawi kämpfte Al-Dschulani mit diesem gemeinsam in Afghanistan, wonach er zu Beginn der 2000’er mit diesem und einer Reihe von Syrern im Irak eintraf und dort mit der irakischen Al-Kaida gegen die irakischen Schiiten und die US-amerikanischen Truppen kämpfte.
Nimmt man die vermutliche Verbindung zwischen CIA und der irakischen Al-Kaida als gegeben an, so könnte man daraus folgern, dass die Anfang 2012 in Syrien geschaffene Al-Nusra-Front (ihre erste Erwähnung erfolgte am 24. Januar 2012) eines der Glieder der US-Strategie ist, islamistische Terrororganisationen für den Sturz souveräner Staaten einzusetzen. Als Schöpfer dieser Strategie gilt der damalige außenpolitische Block der US-Regierung, namentlich Clinton, Petraeus und Panetta.
Die Al-Nusra-Front ging sofort und auch sehr professionell an die Arbeit – von den 60 Terroranschlägen in Syrien hat sie die Verantwortung für 49 übernommen. Auf diesem Gebiet haben die Kämpfer der Front gewisse prinzipielle Meinungsverschiedenheiten mit der FSA-Führung, welche gegen die Methoden der Front eintritt. Diese Meinungsverschiedenheiten entladen sich auch bereits in Zusammenstößen und reellen Kampfhandlungen der Einheiten der syrischen Opposition untereinander.
Die Al-Nusra-Front verfügt dabei über nicht gering zu achtende Möglichkeiten der Mobilisierung – in erster Linie stützt sie sich dabei auf die irakischen Kollegen. Allein in den ersten Monaten ihrer Existenz hat die Al-Nusra ihre Mannstärke auf um die 5.000 gebracht und hält dieses Niveau in etwa aufrecht, hat dabei die Möglichkeit, Verluste sehr schnell zu kompensieren. Als ein Beispiel: gerade vor einer Woche haben die Kämpfer dieser Front schwere Verluste beim Kampf gegen die syrische Armee bei Al-Safira, südöstlich von Aleppo, erlitten. Die Verluste betrugen mehr als 200 Mann. Und bereits vor einem Tag gab es schon wieder die Meldung, dass um die 1.000 aus dem Irak kommende Bewaffnete der Al-Nusra-Front in der Gegend von Damaskus eingetroffen sind.
Bei alledem ist die Al-Nusra nicht einfach nur eine Kampfeinheit von professionellen Mudschaheddin. Ihre Ideologen widmen der theoretischen Ausbildung und der Schaffung einer ganzen Schicht entsprechender Literatur große Aufmerksamkeit. Es existieren schriftlich formulierte Pläne einer strategischen Ordnung und Visionen eines Nachkriegsszenarios im Nahen Osten. Diese Pläne finden sich in dem recht kompakten, aber mit Informationen reich angefüllten Broschüre “Regionalstrategische Aspekte des Kampfes in Syrien”.
Die Stabskultur der Gruppierung kann man als durchaus wirksam und überzeugend bewerten. Angesichts des nicht allzu hohen Niveaus militärischer Ausbildung in den Reihen ihrer Kommandoebene wird es nicht zugelassen, dass ihre Einheiten einfach nur in die Breite wachsen, sondern dem wird vorgebeugt, indem die Kämpfer einfach in recht kompakte Kampftruppen gesplittet werden. Dabei existiert eine gut organisierte Interaktion der Einheiten untereinander – sowohl auf taktischer Ebene im Kampf, als auch auf operativer Ebene zwischen Einheiten in verschiedenen Regionen in Syrien. Die gewöhnliche Mannstärke einer taktischen Gruppe der Al-Nusra-Front beträgt kaum jemals mehr als 100 Mann. Auf diese Weise kommt man darauf, dass um die 50 taktische Gruppen der Front auf syrischem Gebiet aktiv sein dürften, was es ihr gestattet, praktisch an allen Fronten des syrischen Konflikts präsent zu sein.
Die extreme Brutalität und vollkommene Gleichgütligkeit gegenüber Verlusten innerhalb der eigenen Reihen hebt die Front selbst noch aus dem Spektrum ihrer “Arbeitskollegen” heraus, welche ohnehin schon nicht an übertriebenem Humanismus leiden. Es ist die Urheberschaft der Dschabhat al-Nusra bei den schlimmsten und brutalsten Gewaltverbrechen in Syrien, an Erschießungen von Zivilisten und gefangenen Soldaten sowie an Terroranschlägen, welche Präsident Baschar al-Assad zu der Verlautbarung veranlasst haben, den Kampf gegen diese islamistische Gruppierung bis zu ihrer vollständigen Vernichtung, bis zur Liquidierung ihres letzten Kämpfers zu führen.
Quelle: www.itar-tass.com/c303/657806.html
Datum der Publikation: 22.02.2013

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  • Jörg

    Ein sehr interessanter Bericht!

    Im Hinblick auf die dreiste Kriegsbeteiligung der Regierung der BRD an dem Morden in Syrien werfe ich hier mal einen Blick auf Deutschland:
    Die Bundesrepublik Jugoslawien wurde überfallen, der Irak, Afghanistan, Libyen Syrien und Mali. Und noch etliche mehr: Z. B. der Jemen, Pakistan usw. usw .
    In einem gerade gesehenen Interview mit Hörstel ( http://www.politaia.org/wichtiges/bundeswehr-soldaten-in-mali-kenfm-mit-christoph-horstel/ ) klagt dieser zu Recht darüber daß kein Deutscher gegen diese Kriege einmal protestiert. Sogar die Studenten – klassischer Weise für solche Veranstaltungen zuständig – sind mucksmäuschen still.

    Warum ist das so? Ich denk, daß Adorno mit seiner These von der „zwischenmenschlichen Kälte“ recht hatte: http://www.youtube.com/watch?v=zR8ghPxKMH0

    Auch wenn Adorno, der 1969 verstarb, noch Auschwitz in den Mittelpunkt seiner Betrachtung stellte, so gelten seine Beobachtungen zu „zwischenmenschlichen Kälte“ auch für die heutige Gleichgültigkeit, die die große Masse unserer Mitbürger gegenüber dem Elend und den Opfern empfinden, welches von ihren Politikern und Soldaten angerichtet wird.
    Anders als Adorno erscheint mir nicht nur ein „Versuch im individuellen Bereich“ sondern auch ein gesellschaftlicher Ansatz unbedingt geboten, um diese „zwischenmenschliche Kälte“ zu vertreiben.

    Die vorstehende Fragestellung ist gerade für diesen blog aber auch für etliche andere von Bedeutung, da diese alle „Rußland“ als einzige Gegenkraft ansehen, welche das derzeitige grausige Treiben eindämmen kann.
    Rußland müßte dazu aber einen Bündnispartner im restlichen Europa finden. Die BRD würde sich hierfür geradezu anbieten. Aber mit der „zwischenmenschlichen Kälte“, wie sie in der BRD derzeit herrscht, kann es nicht zu den erforderlichen Veränderungen kommen, die ein Zusammenspiel erst ermöglichen würden.

    Wichtigster Schritt für eine Umkehr in der BRD wäre das Verlassen des ‚deutschen Trampelpfads‘, der sich in der sehr kurzen deutschen Geschichte seit 1870/71 herausgebildet hat. Bis heute hat diese Weg zu einer völligen Durchseuchung mit Nazis geführt – gerade bei den Geheimdiensten (und nicht erst seit der „NSU“)! Schon am Anfang des ‚Trampelpfades‘ befand sich ein ‚Früh-Nazi‘: Dieser v. Gagern! Dazu Schramm: http://www.youtube.com/watch?v=eSHbF9l27SY .
    Sehrt euch mal die abartig-hochmütige Haltung („zwischenmenschlichen Kälte“) an, in der dieser v. Gagen unbedingt abgelichtet werden wollte: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Heinrich_von_Gagern_1848.jpg
    Seit 1870/1 bis heute eine kurze aber grausiger Phase de „zwischenmenschlichen Kälte“! Und Nazis sind nun einmal die absoluten Weltmeister in dem, was Adorno „zwischenmenschlicher Kälte“ nennt.

    Da es ohnehin keine „Deutsche Geschichte“ gibt, bleibt den ‚politischen Behörden‘, wie z. B. dem Auswärtigen Amt eigentlich nur eine Anbindung an die preußische Geschichte.
    Diese zeichnet sich zumeist durch das Gegenteil von „zwischenmenschlicher Kälte“ aus.
    Z. B. Friedrich der Große würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüßte, daß die Folter, die er in seinem Land abgeschafft hatte, gerade durch europäische und christliche Staaten wieder massenweise praktiziert wird.
    Er würde sich ein weiteres mal im Grabe umdrehen, wenn er wüßte, wir völlig schamlos allenthalben eine machiavellistische Politik betrieben würde. Er selbst hatte gegen Machiavelli eine eigene kleine Kampfschrift verfaßt: „Der Antimachiavell“.

    Seit etwa 1700 nahm Preußen eine atemberaubend Entwicklung durch – dies auch wissenschaftlich und technologischen und auch kulturell.
    So schwer sollte die Umkehr nicht fallen: Die heutige Bundeshauptsstadt Berlin war auch die Hauptstadt Preußens.

    Nur nach dieser Umkehr fänden die Bürger wieder die Kraft (wie noch in den 1960er Jahren), sich gegen das Unrecht, das Morden, das Foltern zu erheben.

  • Anonymous

    Das Russland Und Deutschland sich zusammentun sollten kann ich nur gutheissen und gebe Ihnen da uneingeschränkt Recht.

    Aber irgendwelche Nazis(Was heißt das heute eigentlich noch?) für die „Zwischenmenschliche Kälte“ verantwortlich zu machen, halte ich für gewagt bis heuchelnd. Schau Dir doch mal an wer für den Krieg votet und wer nicht. Keine Ahnung wie Du darauf kommst.

    Ich denke das Problem rührt woanders her und ist eher globaler Natur. Für die Kälte und Desinteresse an der Wahrheit mache ich alle verantwortlich, egal ob Linke, Rechte, Grüne, Braune was auch immer. Ich denke das ist ein Problem unser Gesellschaft, hervorgerufen von einigen Wenigen, die ich mal als Elite der westlichen Welt bezeichnen möchte. Jeder von uns ist in der Lage, dagegen etwas zu tun.

    Meine Theorie: Diese Elite hat schon im letzten Jarhundert begonnen ein Netzwerk aufzubauen bzw auszubauen, das in alle Bereiche unseres Lebens reicht. Sei es Politik, Medien, Wirtschaft, Konsum, Unterhaltung. Die Menschen werden manipuliert und zentralisiert.

    Ich weiß nicht um welche Elite es sich da handelt, da ich zuwenig von der Welt verstehe. Aber ich denke es geht um paranoide Angst und daraus resultierend der Wunsch nach Macht und völlige Kontrolle. Letztendlich finde ich das Verhalten dieser Elite nachvollziehbar. SIe haben halt Angst und im Laufe der Jahre haben sie Ihre Denke manifestiert. Das soll nicht bedeuten das ich das gut heisse, im Gegenteil es muss und wird sich was ändern, bleibt abzuwarten wann.

    Was mir bis dato ein absolutes Rätsel bleibt, warum spielen 99% der Politiker und Medien das Spiel mit? Alle bestochen? Glaub ich nicht. Alle dumm? Glaub ich nicht. Eine Erklärung wäre Ihre Theorie der „zwischenmenschlichen Kälte“. Das würde bedeuten, dass ich vor 2 Jahren meine „zwischenmenschlichen Wärme“ wiedergefunden habe ;)

    Franz (Der nix mit Nazis zu tun hat)

    THX@apxwn, soviel Aktivität…

  • Jörg

    @ Franz/Anonym 22. Februar 2013 19:13

    Wenn Du schreibst: „Nazis(Was heißt das heute eigentlich noch?)“ dann verschließt du Deine Augen vor de Wirklichkeit. Über Nazis im Verfassungsschutz, im MAD (z. B. die NSU-Affäre) und in der Bundeswehr ( http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nsu-moerder-wie-die-bundeswehr-uwe-mundlos-gewaehren-liess-a-858909.html ) ist ja schon viel – gerade sehr neues(!) – geschrieben worden – und Du brauchst nur zu recherchieren. Und nun auch noch die „Verbindungsgruppe 61“ im BND: http://www.jungewelt.de/2013/02-09/053.php !

    Unser Ansichten unterscheiden sich aber im Grunde genommen in diesem Punkt gar nicht.
    Denn selbstverständlich sind die Kriegstreiber im Bundestag (und woanders) nicht gleich alle Nazis. Z. B. dieser Trittin, der gleich richtigen Bundeswehr-Krieg gegen Mali fordert: http://www.hintergrund.de/201301282428/politik/inland/fischer-choere-fuer-den-krieg.html .
    Auch ist dieser v. Gagern doch längst tot.

    Unser Ansichten unterscheiden sich vielmehr darin, daß ich eine gesellschaftliche „Atmosphäre“ oder einen gesellschaftlich „eingeschlagenen Weg“ für entscheidend halte und für verantwortlich für die „zwischenmenschliche Kälte“. Nur deswegen erwähne ich z. B. v. Gagern, den viele heutzutage doch gar nicht mehr kennen.
    Es ist aber eben so: Der damals eingeschlagene Weg (auch Gagern war kein „Nazi“) ist nie verlassen worden.

    Mit dieser Ansicht widerspreche ich Adorno, der meint, daß nur(!) ein „Versuch im individuellen Bereich“ zu einer Korrektur führen könne. Hingegen halte ich zusätzlich auch eine gesellschaftliche Korrektur für erforderlich. Dies schon deshalb, weil wer selbst „zwischenmenschliche Kälte“ ausstrahlt, dies gar nicht bemerkt und demzufolge auch keinen Anlaß zur Korrektur sieht.

    Und mit dieser Ansicht widerspreche ich auch Dir, Franz, der Du eine „Elite“ für ursächlich hältst, die „begonnen (haben) ein Netzwerk aufzubauen“.

    Zunächst: Diese Eliten haben nicht erst „im letzten Jahrhundert“, wie Du meinst, ihr Netzwerk ausgebreitet, sondern zu allen Zeiten immer mal wieder: Hier Webster Tarpley zum venezianisch-englischen „Netzwerk“ (B. Russel wird nur erwähnt, weil er das übergreifende Thema der Vortragsreihe war): http://www.youtube.com/watch?v=yqEXhd6Dp5c .

    Darüber hinaus sind für mich diese Eliten- „Netzwerke“ nur wie Krankheitsmerkmale, wie z. B. ein Geschwür oder eine Entzündung, welche ihrerseits nur dann auftreten, wenn entsprechende Kausalitäten vorliegen.
    Diese Netzwerke gab es auch im alten Rom: Zu Zeiten so gut wie gar nicht und zu andern Zeiten in einem staatszerstörenden Ausmaß. Dasselbe gilt für das alte China: Gute Zeiten wechseln sich ab mit schlechten.

    Und diese Grundlagen ‚Guter Zeiten‘ wie auch die Voraussetzungen für ‚Schlechte Zeiten‘ interessieren mich gerade, da es m. E. allein auf diese ankommt.

  • Lieber Jörg, lieber Franz.

    Ihr gebt meiner Misanthropie reichlich Futter. Aber Papa weiß Rat.

    Ja. Papa.

    Die Figur ist das nicht so schwer zu entdeckende Gemeinsame an euren Reden, hat man erst mal die vordergündigere Form davon gefunden, die man mit „Wir wollen unsern Kaiser Willem wieder haben“ umschreiben könnte. Die Väter haben sich verirrt, daher auch die Söhne, und die Väter werden die Söhne sein, die Söhne die Väter. Herrschaft MUSS sein, dafür steht das patriarchalische Bild, und Vaterschaft (oder Mutterschaft, Gender sind austauschbar), die pädagogische Wirk-lich-keit, steht für den Beweis des Satzes, den sie bloß bebildert. Ein hermetisch geschlossenes Weltbild.
    Tat-sächlich sind beides, Bild und Dogma, mentale Umsetzung und Erscheinungsform EINES Dinges, das gar kein „Ding“ ist, aber von Polizei und Militär verbindlich zum Ding gestaltet wird: Privateigentum. Das Verhältnis der Produzenten wird zur Eigenschaft ihres Produktes gemacht und schon ist es ein DING, für das verfügt ist: ES KANN NUR EINEN GEBEN, der darüber verfügt. Papa. Nicht deshalb, weil es Gesetz ist oder wäre, sondern weil das zum Ding gewordene Verhältnis der Produzenten plötzlich ein SCHICKSAL bekommt, dessen Schmied irgendwo in einem Himmel oder einer Hölle hockt und kraft der Gewehre und Folterinstrumente der Papas den dinglichen Zwang verhängt: Jeder muß ein Spieler sein. Jeder ist verdammt, zu würfeln oder Züge auszuführen, die das Schicksal vollziehen, das die „lenkende Hand“ im Himmel bestimmt. Deshalb kann es nur einen geben – selbst wenn viele Köche bekanntlich stets „den Brei verderben“, weil am End nicht zählen soll und kann, welches Gewürz zu viel war, welches fälschlich weggelassen wurde, oder um welches Maß die Garzeit über- oder unterschritten wurde, sondern nur, wer’s „verdorben“, oder wer’s „gerichtet“ hat.

    Aber Papa weiß Rat. Ich rate, eine biologische Waffe zu bauen, die jeden Menschen, der bereits in die Pubertät eingetreten ist, oder sie durchlaufen hat, der Sprache beraubt. Ich erkläre mich bereit, sie frei zu setzen, und dann dürft ihr mich öffentlich kreuzigen oder vierteilen.

    Es wird keine Rückkehr zu den alten Formen patriarchaler Herrschaft von Privateigentümern geben. Die Kinder werden zur kooperativen Verfügung über das gemeinsame Produkt zurück kehren und das Gesetz „es kann nur einen geben“ aus der Welt schaffen.

    Kann ich da auf russische Biologen setzen? Wohl kaum, aber ich kann ja mal bei Al Qaeda anfragen :)

    PS.: Übrigens. Wer meint, ich veralberte hier Franz und Jörg, irrt. Mancher Leser mag ja gedacht haben, die beiden seien halt a weng naiv und außerdem nicht so ganz helle. Quatsch. Sie machen sich nur keine unnötige Mühe mit der höchsten Weisheit, zu der es Wissenschaft und Theologie schon seit 3000 Jahren gebracht haben, nämlich daß ein Mensch, der denkt, daß er denkt, eben nur denkt, daß er denkt und deshalb recht eigentlich die niedrigste unter den Kreaturen eines Gottes ist, der etwas gemacht hat, ohne zu denken, weil es ja nix zum denken gab.
    Voila.

    • Anonymous

      Du hast schon rausgelesen, dass ich wenig von dem verstehe was Jörg erzählt? Ebsenso geht es mir im Übrigen mit Deinem Output. Bin ich halt naiv und nicht ganz helle.. Was empfiehlst Du mir?

      LG Franz

    • Da hole ich mir doch glatt einen Eimer Popcorn und schaue, was es für Empfehlungen geben mag… :/

  • Jörg

    @apxwn
    Zunächst noch einmal Dank für den Hinweis, daß „Medwed“ „Bär“ heißt. Die sympathische Spitze in der Wochenschau wäre mir sonst völlig entgangen.
    Ganz offenbar handelt es sich bei Medwedew um einen „Problembär(en)“ im Stoiber’schen Sinne: http://www.topos-online.at/html-texte/stoi-baer.htm .

  • Jörg

    Das soll jetzt nicht heißen, daß man Medwedew ein Stoiberches Schicksal zukommen lassen sollte.
    Um Gottes Willen!
    Vielmehr würde mit ein ausreichend großer Zwinger und eine regelmäßige Fütterung mit US-Fastfood und dann und wann ‚Gefillte Fisch‘ als Sicherungsmaßnahme völlig reichen.

  • Jörg

    @ TomGard23. Februar 2013 10:53
    Sag mal, was rauchst du eigentlich??!?
    Was Du sagen willst, verstehe ich beim besten Willen nicht!

    Ich geh deshalb nur auf Deinen Anwurf ein, ich wollte „unsern Kaiser Willem wieder haben“.
    Nein. „Wilhelm Zwo“ war doch auch so eine Gagernsche Figur. Und g e g e n (!) diese wende ich mich doch. Er hatte diese absurde Germanen-Schwärmerei und den ebenso absurden Haß auf „die“ „Slawen“. Bereits Wilhelm Zwo schlug vor, „die“ „Juden“ massenweise zu töten. Nicht umsonst laufen die Neonazis mit seinen(!) Farben – Schwarz-Weiß-Rot – herum.

    @ Franz/Anonym23. Februar 2013 11:50
    „Du hast schon rausgelesen, dass ich wenig von dem verstehe was Jörg erzählt? … Was empfiehlst Du mir?“

    Wenn Du unsere unterschiedliche Meinung zum Anlaß nimmst bei TomGard Trost zu suchen: Nur zu… und viel Vergnügen!
    Was du allerdings an meinen Ausführungen nicht verstanden haben willst, bleibt mir nach wie vor rätselhaft. Ein 10-jähriges Kind könnte das verstehen, was ich schrieb (wenn auch nicht alle Implikationen).

    • Anonymous

      Sorry @ missverstandene Ironie, da darfst du nix persönlich nehmen. Wüsste allerdings auch nicht wo ich dazu Anlass gegeben habe. Ich verstehe vieles von dem was Du schreibst einfach nicht, wahrscheinlich weil ich zu wenig Hintergrundwissen habe und mich noch nicht sonderlich lange mit solchen Zusammenhängen beschäftige.
      Nicht mehr und nicht weniger. Völlig wertfrei.

      Und bezüglich Tom, seh’s mit einem Augenzwinkern! Manchmal kann man sogar lernen von Ihm :)

      Franz

  • Jörg

    @Franz
    „…Manchmal kann man sogar lernen von Ihm :)“
    Das ist jetzt aber unfair: Jetzt fängst Du auch noch an, an MIR ANGST ZU MACHEN!!

  • Jörg

    @TomGard
    Nicht nur Misanthropie sondern offenbar auch noch Mysophobie. Anders ist es doch nicht zu erlären, daß Du gar nicht „denkst, was Du denkst‘, sondern sogar schon wie Du vermeinst, ‚denkst, was andere(!) denken‘.

    Über „Eigentum“ habe ich einenvöllig andee Auffsassung, als du denkst.
    Überhaupt seid ich liberalistisch oder kommunistisch angehauchten immer mit dem „Eigentum“ zugange. Dabei spielt „Eigentum“ so gut wie gar keine Rolle! Der „BESITZ“ ist das Nutz- bzw. Genießbare! Zu Recht spricht der Volksmund deshalb auch vom GroßgrundBESITZER – und nicht vom Großgrundeigentümer.
    Sieh dazu meinen Kommentar auf http://www.burks.de/burksblog/2012/02/17/die-platte-habgier , dort:unte „Jörg am Februar 19th, 2012 9:31 pm“.

    • Jörg, Du stellst Dich auf den Kopf, wenn Du das Verhältnis von Besitz und Eigentum betrachtest. Um Dich an dem Punkt in die Senkrechte zu rotieren, bräuchtest Du in erster Instanz nicht mal Deinen ignoranten Antikommunismus abzulegen; es reichte, Dir klar zu machen, daß ein Verkäufer den Besitz an einer Sache aufgibt, nicht das Eigentum, das behält er in Gestalt des Verkaufserlöses, der ihm Kommando über einen beliebigen Besitz gibt, den er mit diesem Erlös kaufen kann. Über den Umfang des Kommandos entscheidet die Zugriffsmacht des Namens des Erlöses (seine „Summe“) und das Maß, in welchem die Gestalt und Zugriffsmacht des Eigentums, zu dem diese Summe hinzu zählt, wohlbestimmte Folgekäufe oder -verkäufe zwingend notwendig macht, oder nicht. Deshalb ist der Arbeiter nicht im Besitz seiner Arbeitskraft, obwohl er sie täglich zu verkaufen und herzugeben scheint. Dies Eigentum ist nur Schein. In Wahrheit liegen Besitz UND Eigentum an seiner Arbeitskraft in der Hand seiner Sklavenhalter.
      Das wissen auch alle Antikommunisten, aber sie stellen sich regelmäßig auf den Kopf, es sich aus demselben zu schlagen, um auf einer gleichsam natürlichen „Eigentümernatur“ des Menschen zu bestehen. Und diese „Eigentümernatur“ ist just der patriarchalisch formierte Mensch, von dem ich in meiner Grotestke redete.

      Deine beiden Postings bei Burks (den Du übrigens von mir grüßen kannst) sind wegen der zielbewußten Verwechslung von Besitz und Eigentum paradox. Sie führt Dich logisch darauf, Ausbeutung für Raub zu erklären. Weil Du Dir das nicht durchgehen lassen willst (u.a. wegen der antikommunistischen Legenden, an denen Du gern festhalten willst*), fängst Du an dem Punkt an zu schwimmen und poetisch daher zu reden.

      *An Raub hat der olle Engels in seiner väterlichen Schimpfrede über die Habgier ganz bestimmt nicht gedacht.

  • Jörg

    @TomGard23. Februar 2013 21:03
    1.) Zurückweisungen

    a) „Antikommunist“: Ich halte die marxistische Lehre nur für unzutreffend und – darüber hinaus – auch für unwirksam, die Verhältnisse zu verbessern. Dasselbe könnte ich aber auch über die Christliche Lehre, Islam, Hinduismus sagen. Deshalb bin ich aber weder Antikommunist, Antichrist, Antimoslem, Antihindu usw.

    b) Festhalten an „antikommunistischen Legenden“
    Ich kenne noch nicht einmal eine „antikommunistischen Legenden“ – geschweige denn, daß ich sie verträte.

    c) „Ausbeutung für Raub“
    Ich erkläre nicht(!) „Ausbeutung für Raub“ bzw. wäre dazu logisch gezwungen.
    Denn Raub setzt voraus: Gewaltanwendung, Gewahrsamsbruch und, daß das Objekt des Raubes eine beweglichen Sache ist.
    Ausbeutung hingegen liegt schon bei einem Heiratsschwindler vor, der Frauen finanziell ausbeutet. Oder wenn jemand seine wohlhabende Oma, seinen wohlhabenden Ehepartner beschwatzt oder unter psych. Druck setzt, ständig für ihn/sie Ausgaben zu tätigen oder Sachen zu übereignen. Das ist „Ausbeutung“ auch dann, wenn es oftmals nicht strafbar ist. Es handelt sich aber nicht um Raub!

    Wo wir bei „Raub“ sind: Beachte einmal, lieber TomGard, daß Räuber nie(!) auf Eigentum aus sind. Sie könnten dies auch gar nicht: Denn ein Räuber kann nie „Eigentum“ am Raubgut erwerben. Deswegen sind sie ausschließlich auf „Besitz“ aus. Und ich sage dazu: Weil sie eben wissen, worauf es ankommt! Und sieh mal welche Energie sie entfalten!

    2.) Kritik an der Marxschen Lehre
    a) Eigentum
    Es ist ein völlig ungeeigneter Weg, beim „Eigentum“ anzusetzen, wenn man die gerechte Teilhabe (daran fehlt es derzeit – darin stimmen wir überein) der Bürger am wirtschaftlichen Ertrag eines Landes gewährleisten will.
    Statt hier endlos die Seite zu füllen, verweise ich auf meinen Beitrag auf: http://www.medienanalyse-international.de/laforousseau.html und zum „Leistungsschutzgesetz“ auf: http://s14.directupload.net/images/130106/7uxoapfq.pdf .

    b) Objektivistische Behauptungen der Marxschen Lehre
    aa) Eigentum
    Die heutige Rechtsphilosophie ist – aus allein überzeugenden Gründen – zum Ergebnis gekommen, daß Eigentum kein ‚Zuweisungsecht‘, also positiv, ist, sondern lediglich ein ‚Abweisungsrecht‘ gegen andere (auf die Sache zuzugreifen) ist.
    Wer das nachlesen will: http://www.kellerhals.ch/de/media_kommunikation/pdf_teaching/Skript_Teil_4.pdf und http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000001267/3_teil1.pdf;jsessionid=6F149C67C24B4C92452616A64307F885?hosts .

    Daß die juristische Philosophie zum Ergebnis kam, daß Eigentum nur negativ definiert werden kann, nicht positiv, vergleicht sich mit dem Ergebnis der Mathematischen Philosophie, nach welchem die Richtigkeit der Formel 1+1=2 niemals bewiesen werden kann, da es sich hier lediglich um ein Axiom (Annahme Postulat) handelt.
    Die Verwendung von „Eigentum“ als Zuweisungsrecht, wie Lafontaine das (in guter Absicht) will, ist also logisch nicht möglich und praktisch m. E. zum Scheitern verurteilt.

    bb) Materie
    Zunächst halte ich den Kommunisten dieselbe religiöse Irrationalität vor wie den Schöpfergott-Gläubigen: Woher soll denn dieser Gott bzw. die Materie kommen? ‚Er/Sie war irgendwie schon da‘, lasse ich unter wissenschaftlichem Gesichtspunkt nicht gelten!

    Tatsächlich kann es in der erlebbaren Welt keine „Materie“ geben. Vor den Augen des Betrachters steht ja nicht das AUSGANGsprodukt des Sehprozesse – sondern das ENDprodukt – des Sehgehirns! Die Augen blicken ins Sehgehirn – nicht nach „außen“. Mit den anderen Sinnen ist es ebenso. Wenn ich also ein Auto sehe, kann dies nicht aus Materie sein, weil ich anderenfalls mit locker 2 t Metall, Plastik und Gummi im Kopf auf der Stelle tot wäre.
    Weiteres in meiner Kommentierung („Jörg“) auf: http://www.broeckers.com/Wordpress/2010/11/13/das-sogenannte-ubernaturliche .

    • @ Jörg
      Die Diskussion interessiert mich eigentlich nur am Rande.
      Da aber Begriffe wie Raub und Gewalt in merkwürdiger Weise interpretiert werden bitte ich obiges noch einmal zu überdenken.
      ZB.“Seine verbale Gewalt raubt mir meinen Seelenfrieden“,
      stellt deine Aussagen ziemlich in Frage.
      Leider wird Gewalt beinahe mit „körperlicher Gewalt“ gleichgesetzt, obwohl Erpressung viel verbreiteter ist. Schon in der kleinsten gesellschaftlichen Zelle, der Familie, dient sie der Erziehung:“wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, darfst du nicht an den PC“.
      Im ganz Grossen natürlich:“wenn du nicht zurück trittst, gibt es Handelsembargo, etc.“.
      Wie würdest du denn Raub von intellektueller Leistung nennen wenn nicht Raub?

    • Jörg

      Du raubst mir den letzten Nerv! :)

    • „…die Richtigkeit der Formel 1+1=2 niemals bewiesen werden kann, da es sich hier lediglich um ein Axiom (Annahme Postulat) handelt …“

      Eines der wichtigsten Themen der patriarchalischen Geschichte, das hier natürlich ganz abseits liegt. Dennoch:

      Das Verfahren zur Summenbildung braucht man nicht zu „beweisen“, weil es sich einfach um eine Namensgebung handelt. Es verlangt ja bitte niemand einen Beweis für die Aussage: „Jörg“ (das Individuum mit dem exklusiven Set der Prädikate a1 bis ax-1 heißt Jörg.

      Das ist ein Beispiel für mein PS. weiter oben:
      „Sie machen sich nur keine unnötige Mühe mit der höchsten Weisheit, zu der es Wissenschaft und Theologie seit 3000 Jahren gebracht haben, nämlich daß ein Mensch, der denkt, daß er denkt, eben nur denkt, daß er denkt und deshalb recht eigentlich die niedrigste unter den Kreaturen eines Gottes ist, der etwas gemacht hat, ohne zu denken, weil es ja nix zum denken gab.“
      Voila.

  • Anonymous

    Hochinteressanter und wertungsfreier Artikel! Großes Lob.
    Wenn ich aber die „Kommentare“ und reflexartigen „Antworten“ aufmerksam wie immer durchlese, spüre ich:
    „Ja – wieder in Deutschland angekommen…“
    Die Gefühlskälte in Deutschland ist gewollt, liebe Mitleser!
    Sie ist das Ergebnis der Entwurzelung der Menschen hier von ihrem Wirgefühl, gemeinhin „Nationalstolz“ geheißen.
    Etwas, was sich die Syrer eben nicht haben nehmen lassen und auch nicht die Russen.
    Folglich halte ich es für kleingeistig die „Naziphobie“ zu kultivieren, ganz besonders dann, wenn man das reale Unheil der „Westlichen Wertegemeinschaft“ auf diesem Globus betrachtet.
    Nunmehr unterrichtet an den Schulen die 2. Generation der Achtundsechziger mit so wenig Zusasmmenhangswissen wie je zuvor. Auf der anderen Seite plündert unser eigener Staat seine eigenen Bürger aus, um Angriffskriege in andere Länder zu tragen.
    Wenn ich euch allen einen Rat geben darf; schmeißt die TV – Glotzen weg, kauft keine Staatspresse – Artikel im Printformat mehr, handelt verstärkt Ware gegen Ware statt diesem Regime in Berlin unverdiente Wertschöpfung zu generieren. Räumt eure Konten leer und bildet Debattierclubs wie weiland 1989 im Osten. Spendet Blut für Syrien und erlaubt euch öffentlich und laut eure Meinung zu sagen. Diskutiert mit jenen armen Teufeln die sich der NATO Hilfstruppe „Bundeswehr“ ihre Haut verkaufen.
    Nichts mehr als das alles entzieht dem Westen seine aggressive Basis. Und schon ist`s vorbei mit der „Kälte“.

    • Jörg

      Mit einigen Deiner Vorschläge stimme ich durchaus überein.
      Aber Dein Vorschlag der „zwischenmenschlichen Kälte“ Adornos mit „Nationalstolz“ entgegenzutreten, ist – geschichtlich fortlaufend nachweisbar – ein Irrweg!
      „Nationalstolz“ ist eine der größten Quellen des HASSES! Er ist genauso eine Quelle für Gefühlskälte(!) wie im individuellen Bereich der „Dünkel“, der ‚Ich-Stolz‘, die Selbstverliebtheit. Das Wort „Nation“ kommt ja auch von (lat.) natio = Geburt. Aber stolz auf seine Rassezugehörigkeit zu sein, ist eine Quelle der Unmenschlichkeit und nicht eine Quelle der Nächstenliebe.
      Patriotismus und Solidarität dagegen sind Werte, die eine Gemeinschaft zusammenhalten.

      2. „Naziphobie“
      Die Nazis sind doch, zumindest in Deutschland, die(!) Quelle des Hasses, der Vernichtung und Zerstörung. Nicht erst heute, wo sie Ausländer jagen und zu Tode prügeln, sondern schon damals. Wenn ein Herr Himmler mit eiskaltem Gesicht „Wie rührend!“ von sich gibt, muß das doch nicht gleich als ein Zeichen von Empathie verstanden werden!
      Die – regelmäßig: rechtslastigen – Bundeswehr Soldaten, die in Afghanistan auf dortige Demonstranten schießen ( http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4028.html ) und Totenköpfe an ihren Penissen reiben, sind doch geradezu Musterbeispiel für „zwischenmenschlichen Kälte“!

    • Anonymous

      Lieber Jörg,
      löse dich doch bitte mal um der Syrischen und anderen Opfer von deiner Naziphobie! Kannst du denn einfach nicht wahrnehmen das der Selbsthass eine Waffe ist, die dazu dient große Völker zur Selbstzerfleischung anzuregen um dann eigene krumme Geschäfte zu machen?
      Weißt du, mir kommt das alles so abstrus vor.
      Ich bin Pazifist und Humanist.
      Das ganze Volk (oder besser die Denkenden), hauen sich in Germany die vorgekauten Ideologien um die Ohren das jeder Ausländer beim Betrachten darüber nur den Kopf schütteln kann.
      Was wollen wir!?
      Wollen wir den Wolf im Schafspelz entlarven und stoppen oder wollen wir jahrhundertelang uns in Selbstzerfleischung wälzend, mittun an der großen Schweinerei?
      Schluß mit dem Palaver, der erhobenen Zeigefingermentalität, Schluß mit Halbbildung und Dosenmeinungen. Schluß mit der Einsichtigkeit statt Aufmerksamkeit.
      Schauen wir uns doch um auf der Erde. Wieviel Kriege hat die USA (oder besser die NWO Protagonisten global) seit 1945 eröffnet? Wieviel Millionen Menschen wurden seither planvoll vernichtet, wieviel Menschen entwurzelt, verstümmelt, vergast und Länder zu Stammesgebieten zurück gebombt? Und du erzählst hier was von „Nazigefahr und Co“? Sorry, aber das musste mal gesagt sein.
      Mach es doch einfach so wie ich: Reiche allen Menschen Guten Willens deine Hand. Höre ALLE Menschen und ihre Argumente an ohne sie in ideolog. Schubladen zu tun, die dir gegeben wurden ohne das du sie jemals in der Tiefe nachgeprüft hast.
      Versuche die Wölfe im Schafspelz und ihre Gesänge zu erkennen.
      Vernetze dich mit den Friedvollen und überlege, was ihr mit dieser Macht tun könnt um dem globalen Satan auf die Pfoten zu hauen.
      Solange wie du deine Welt in RECHTS und LINKS ordnest, solange wirst du ein Sklave bleiben, ein mosernder, trauriger und menschlich verletzter.
      So lange wie du dies alles nicht mit neuem Bewußtsein zu füllen schaffst, solange genau wirst du NICHTS tun können gegen die Sauereien die du und ich gleichermaßen erkennen, die uns gleichermaßen schmerzen.

  • Ich hoffe man stellt diese ewigen spalterischen Diskusionen auch endlich ein.
    Die Linken und Rechten hauen immer noch tüchtig auf einander ein, stimmen aber beide regelmäßig darin überein andere Länder mit Sanktionen und Krieg zu überziehen!
    Kapitalisten gegen Sozialisten, Christen gegen Muslims und umgekehrt.
    Den Naziphobiekern sei gesagt:
    Wir reden da von ein paar %en besitzloser Bevölkerung, deren Machtbasis Gedanken und Überzeugungen sind!

    Wahlergebnisse NPD (Bundestag)

    1965 664.193 2,0 %
    1969 1.422.010 4,3 %
    1972 207.465 0,6 %
    1976 122.661 0,3 %
    1980 68.096 0,2 %
    1983 91.095 0,2 %
    1987 227.054 0,6 %
    1990 145.776 0,3 %
    1994 n. a. n. a.
    1998 126.571 0,3 %
    2002 215.232 0,4 %
    2005 748.568 1,6 %
    2009 635.525 1,5 %

    Unser wahrer Feind (Eliten) ist zwar weltweit noch kleiner aufgestellt, ihre Machtbasis „Besitz“, hat aber ein unglaubliches Volumen angenommen.
    Wenn die reichsten 1% der Bevölkerung 33,7% aller Vermögen besitzen, oder anders gerechnet über mehr verfügen als die unteren 90% zusammen, dann kann man getrost von einer Räuberbande sprechen.
    Da sie überdem noch meist genetische Psychopathen sind,
    (Politische Ponerologie)
    https://www.google.ch/search?q=npd+wahlergebnisse&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a#hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de%3Aofficial&sclient=psy-ab&q=politische+ponerologie+pdf&oq=Politische+Ponerologie&gs_l=serp.1.1.0l4.0.0.3.4459.0.0.0.0.0.0.0.0..0.0…0.0…1c..4.psy-ab.U8-jZ-spRVk&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.&bvm=bv.42768644,d.Yms&fp=e3756d83f9b53ec&biw=1792&bih=929

    potenziert sich ihre Gefährlichkeit ins unermessliche.
    Viele Blogs schrieben gar 1% Bevölkerung besitzen 99% der Vermögen.
    http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/05/25-fakten-zum-nachdenken-warum-das-system-irreparabel-ist/

    Wikiblöd meint, unter: Soziale Ungleichheit weltweit:
    1 % der Weltbevölkerung hält etwa 40 % des weltweiten Vermögens. Die reichsten 2 % der Weltbevölkerung besitzen mehr als 51 % des weltweiten Vermögens. Auf die reichsten 10 % entfallen etwa 85 % des weltweiten Vermögens.
    Auf die unteren 50 % der Weltbevölkerung entfällt weniger als 1 % des weltweiten Vermögens.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Ungleichheit#Soziale_Ungleichheit_weltweit

    Das ist doch der Kern unserer Probleme?
    Ursache für Kriege und Ausbeutung.

    • Hier der direkt Link zum Buch:
      http://politischeponerologie1.files.wordpress.com/2012/11/politische-ponerologie.pdf
      Aus dem Vorwort:
      „Was ist das Böse?“
      Historisch betrachtet war dies immer eine theologi
      sche Frage. Generationen von
      theologischen Apologeten haben ganze Bibliotheken i
      m Versuch geschrieben, die Existenz eines
      guten Gottes zu bestätigen, der eine unvollkommene
      Welt erschuf. Der heilige Augustinus
      unterschied zwischen zwei Formen des Bösen: Das „mo
      ralische Böse“, das vorsätzlich von bösen
      Menschen begangen wird, die wissen, dass sie Böses
      tun; das „natürliche Böse“ hingegen sind
      schlimme Dinge, die einfach geschehen – ein Sturm,
      eine Flut, ein Vulkanausbruch oder eine
      schreckliche Seuche.
      Und dann gibt es noch das, was Andrzej Łobaczewski
      das „makrosoziale Böse“ nennt: das Böse in
      großem Maßstab, das über ganze Gesellschaften und N
      ationen hereinbricht und das dies schon seit
      undenklichen Zeiten immer wieder getan hat. Die Ges
      chichte der Menschheit ist, wenn sie

      objektiv
      betrachtet wird, eine fürchterliche Geschichte

  • Nun, für die Leute, die dem Link zur „Politischen Ponerologie“ nicht folgen mochten:

    Es handelt sich um den guten alten Hitlerismus in Reinkultur, der ein wenig an die neue Volksreligion, die Püschologie, angepasst ist und um die obsolet völkische Bestimmung des (jüdischen) Soziopathen bereinigt wurde.

    Oh, nicht, daß ich dem politischen Belang zumäße! Es ist, in der vorliegenden Form, ein Minderheitenwahn und wird einer bleiben, marginalisiert von der überwältigen Mehrheit derer … die ihn teilen! Nur halt in den Formen teilen, in denen er für die alltägliche rassische Bewährung in der Konkurrenz nützlich gemacht werden soll und wird.

    Und ich, der ich kein Gewissen und kein „Gefühl für Verantwortung“ habe, bloß einen wohlbestimmten Willen?

    Ich werde Bashar einen Brief schreiben und ihm vorschlagen, er, seine Frau und seine Kindern mögen doch bei George Dabbelyou um Asyl auf den bushigen Ländereien ersuchen. Ich – wir (meine Angebetete und ich) – würden ihn dort gern besuchen, mit ihm fischen und seiner Frau beim Gemüseziehen helfen, vielleicht auch mal ein Huhn für uns alle schlachten, wenn sie das nicht auf die Reihe kriegen –

    Ich würde mich auch bereit erklären, das Saufen mit Georgieboy zu übernehmen – vorausgesetzt, er besorgt Rotspon oder es gibt taugliche Rebstöcke.
    ———
    Und, apxwn? Hat das Popcorn gemundet?

    • @TomGard
      Nicht zu Rotspon. Außerdem schlackern mir die Ohren.

  • @ kaumi, fatime & Konsorten

    Wollt ihr die Druzen auch mehrheitlich schlachten?

    Zu einem Teil des Grundsätzlichen dieses Problemkreises (das mit Moral nix zu tun hat):
    http://tomgard2.blog.de/2013/02/26/lebanon-and-the-arab-civil-wars-import-export-business-15569860/

    • kaumi

      Tom,

      du solltest es langsam mal gut sein lassen und versuchen zu normal-menschlicher Kommunikation zurückkehren.

      Das einzige, was ich „auch mehrheitlich schlachten“ würde, wäre mein Abendessen(Vorzugsweise Huhn).
      Da du Alleswisser (Arroganz und Ignoranz ist eine selten dämliche Mischung) scheinbar die Endlösung des syrischen Problems ex ärmelo parat zu haben scheinst, empfehle ich dir ein forciertes Treffen mit Lawrow und seinem neuen amerikanischen Amtskollegen. Dort kannst du ja deine gesegnete Sichtweise, zum Wohle des syrischen Volkes (oder vielleicht doch nicht?) an den Mann bringen. Bis es soweit ist, schlachten die „Rebellen“ die Nichtrebellen und die Nichtrebellen bekämpfen entweder die „Rebellen“ oder wahlweise sich gegenseitig. Alles klar im syrischen Biotop?

    • „Da du Alleswisser (Arroganz und Ignoranz ist eine selten dämliche Mischung) scheinbar die Endlösung des syrischen Problems ex ärmelo parat zu haben scheinst …“

      Hübsche Projektion von einem Menschen, der gern mit Hurrapatriotismus hausieren geht … ich betone: hausieren.

      Ja, ich bin ignorant. Ich weiß die Antworten auf die Fragen, die ich in den letzten 6 Monaten in diesem Weblog aufgeworfen habe, nicht, noch weniger auf die Fragen, die einige andere in den letzten Wochen hier stellen: „Wie kann es sein, daß …“. Und nein, ich bin kein Intimus der Macht, dem man Ehrfurcht erweist, statt ihn dafür anzuspucken, daß er die Stimme hebt.

      Mir schwant übrigens, auch in den Zentren der Macht, an den jeweiligen Höfen, ist die Ignoranz nicht gar so viel geringer, der Umgang mit denen, die dort den Oberkommandierenden fern stehen, nicht viel besser.

      Eine Antwort auf die naheliegenden Fragen, die der eine und andere hier gestellt haben, schält sich zumindest in allgemeiner Form langsam aus den widersprüchlichen Infos heraus. Der Patriotismus ist hohl und zahnlos – außer in seinen Drohungen gegen Zivilisten. Es sind noch immer nur vier bis vielleicht 6 Divisionen der syrischen Armee, die den Kampf führen, davon vermutlich nur noch zwei oder drei in voller Mannstärke. Zusammen vielleicht 50.000 Mann, vielleicht weniger. Der Rest steht entweder freiwillig oder gezwungenermaßen abseits, weil abgeschnitten von den Kommandolinien und Munitionsvoräten, der besten Männer beraubt und ohne Kontakt zur Umgebung ihrer Basen.
      In welchem Umfang das stimmt, weiß ich freilich nicht, aber wer mich dafür einen Ignoranten schimpft, spuckt sich selbst ins Gesicht.

    • kaumi

      Tom,

      ich befürchte, dass du irgend ein Verarbeitungs- und Deutungsproblem hast – nebst vielen anderen Problemen.
      Leute wie du, die sich immer wieder hier hinstellen und Tag für Tag behaupten, über Syrien besser bescheid zu wissen als der genuine Syrer selbst, ist, sorry, irgendwann nicht mehr ernst zu nehmen.
      Dass du belesen bist ehrt dich. Allein: du machst nichts draus. Deine bisweilen (w)irren Analysen und Verknüpfungen sind in der Tat sehr oft sehr schwer zu verfolgen – inhaltlich wie textisch.
      Und wenn dann noch oben genannte ignorante „Godfather of Syria“- Einstellung dazu kommt…

    • „Leute die behaupten, über Syrien besser bescheid zu wissen als der genuine Syrer selbst …“

      Ist Herr B. al-Assad ein „genuiner Syrer“? (Welche Syrer sind denn nicht „genuin“? „Juden“? „Kurden“? Andere sagen: „Alavis“ …)
      Nach Deiner Lesart eher nicht. Denn aus Vorkriegsäußerungen und Taten des Präsidenten folgt, er weiß, einer der Hauptgründe dafür, daß es den Angriff auf Syrien, der, den Leitlinien des Handbuchs der US-Army für unkonventionelle Kriegführung folgend, im Auftrag Hof’s, Feltman’s & Co präzise und stabsmäßig ausgearbeitet wurde, nie gegeben hätte, bzw. daß er jämmerlich gescheitert wäre, wenn Syrer außerhalb einer schmalen Schicht besser über ihre eigenen gesellschaftlichen Verhältnisse unterrichtet gewesen wären. Wenn ihre Urteile nicht maßgeblich von Gerüchten geprägt worden wären sowie von Vorgaben patriarchal-tribaler Autoritäten über angemessenes, gängiges und viables Verhalten. Wenn offene Worte, ungehorsame Fragestellungen außerhalb intimer, oder ökonomisch und/oder ideologisch verpflichtender Kreise nicht von nackter Angst vor den Folterknechten geprägt gewesen wären, bzw. von der begründeten Vermutung, daß ein Fernbleiben der Folterknechte ein vernichtendes Urteil über die Relevanz der Worte und Urteile verhängte.

  • Bitte TomGard hier vorerst mal sperren!!!

    • Oh, gleich drei Ausrufezeichen für abweichende Meinungen und Verhaltensweisen. Was die wohl zu bedeuten haben?

    • Franz

      … mal unter 4 Augen Tom. Emotionen bissel runterschrauben über Arroganz nachdenken und dein Satzbau den Fähigkeiten deiner gewünschten Leserschaft anpassen. Recherchieren scheinst Du gut zu können, wiso hakt’s bei dem Rest?

      Franz

    • Franz, danke für den Zuspruch. Kann ich grad brauchen.

      Satzbau – Herrje, so denke ich nun mal. Ich müßte ewig lang an einem Posting feilen und obendrein würde ein Roman ‚draus, wenn ich nicht wenigstens phasen- und teilweise schriebe, wie ich denke.

      Arroganz. Wie kann jemand, der sich bemüht, wenigstens die Kerne der Argumente ernst zu nehmen, die ihm entgegen gehalten werden – natürlich nicht die Anwürfe – „arrogant“ sein? Was soll das überhaupt sein, „arrogant“? Habe ich mich über Dich erhoben? Wenn Du den Eindruck hattest, hast Du Dich vermutlich anhand irgend welcher Worte von mir klein gemacht. Wenn ich Leute verhöhne, weil ich ihnen vorhalte, nicht nachgedacht zu haben, Phrasen zu dreschen etc., wie kann ich da arrogant sein? (Zugegeben, auch das gibt es als pädagogische Tour, aber daß ich die nicht gut ‚drauf hab, hältst Du mir ja auch vor :) Ich lege ihnen das doch vor. Ich berufe mich nicht auf Autoritäten, wie es Kaumi unentwegt und oft ausschließlich tut. Wenn ich Dir was sage, bist Du die Autorität für mich, nichts und niemand sonst.

      „Gewünschte Leserschaft“? Dasselbe Thema. Unausgesprochen erhöhst Du mich zum „Autor“ und erniedrigst „den Leser“ zum „Rezipienten“. Wir sind alle Autoren und Rezipienten. Ich stelle meine Zeit zur Verfügung, weil ich mit ihr unter den gegebenen persönlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Bedingungen nichts Besseres anzufangen weiß. Das ist alles.

      Nun nicht ganz.
      Ich führe eine Art privaten Feldzug gegen verkappte Büttel bzw. Beifall klatschende Beistehende, die sich durch sowas verraten:

      „Tom,

      ich befürchte, dass du irgend ein Verarbeitungs- und Deutungsproblem hast – nebst vielen anderen Problemen.“

      Wer nicht spurt, wie die Herren und ihre Knechte wollen, gehört korrigiert, und dafür der Mob versammelt, damit sich das feine Subjekt, das so daher redet, die Pfoten nicht schmutzig machen muß.

      Dahin richtest Du besser Dein Augenmerk!

    • Franz

      Zitatauszug Tom
      „Lieber Jörg, lieber Franz. Ihr gebt meiner Misanthropie reichlich Futter. Aber Papa weiß Rat.“

      „Übrigens. Wer meint, ich veralberte hier Franz und Jörg, irrt. Mancher Leser mag ja gedacht haben, die beiden seien halt a weng naiv und außerdem nicht so ganz helle. Quatsch. Sie machen sich nur keine unnötige Mühe…“

      Beide Zitate haben sind arrogant und abwertend… zumindestens für mich. Deine Anspielungen anderen gegenüber fand ich noch etwas derber, aber das ist nicht mein Bier.

      @Satzbau
      Du führst einen eigenen Blog. Was ist eigentlich Deine Motivation? Das würde mich im Übrigen auch bei apxwn intressieren!

      Ich gehe davon aus, dass Du ein Informationen weitergeben willst und ein großes Publikum erreichen möchtest, warum auch immer. Logische Schlussfolgerung: Bereite Deine Informationen verbrauchergerecht auf. Ich verstehe geschätzte 30% Prozent von dem was Du sagst. Aber ich bin eben ein intressierter Leser, egal ob helle oder nicht. Das finde ich nicht degradierend, auch erhebe ich dich nicht zum Autor. Wie kommst Du auf sowas.

      Deinen privaten Feldzug kann ich nur zusprechen, wenn er der Wahrheitsfindung dient.

      Und jetzt komm mir nicht wieder mit einem „6 fach verschachtelten Satz“ der auf philosophischen Weg dem Franz das Wort Wahrheit erläutern soll… Da bin ich zu doof für.

      Franz

    • Lieber Franz,
      Sprachausdruck ist selten ganz eindeutig, schriftlich noch seltener. Die Ansprache „Lieber…“ kann eine gönnerhafte Geste sein und sie kann für gönnerhaft genommen werden, auch wenn der Sprecher sie ausdrücklich nicht so verstanden wissen will. Stolz liegt in der Hoheit dessen, der ihn hegt, darin hat das Gegenüber keine Stimme.

      Allerdings denke ich, mein Wissen und meine Begriffe reichen viel weiter, als das, was Du hier und bei Sarsura an Wissen und Erkenntnissen hast erkennen lassen. Das ist einfach in dem enthalten, was ich zu wissen und erkannt zu haben glaube. Ein „das darf aber nicht sein“ dagegen zu setzen („Gewissen!“), wäre schizoid. Aber Du, Jörg und viele andere hier „kennen“ mich nun wahrlich lang genug, um wissen zu können, daß ich mich frontal gegen eine gesellschaftliche Ordnung stelle, in der (behauptetes) Besserwissen einer Rangsortierung zugehört, weil ein Mensch an einer Tauglichkeit innerhalb dieser Ordnung (wie „nützlich“ ist er) und für sie (Moral, wie dienstbereit ist er) gemessen wird.
      Reste der Schuldvermutung erledige bitte, wie Bad Max unten andeutet: Jemand, der sich im Netz Gelegenheiten suchte, Leute, mit denen er ansonsten nichts zu schaffen hat, ‚runter zu machen, macht sich lächerlich.

    • Damit zum Rest.
      Wie mein Scheinbruder unten versehe ich schon unwillkürlich, im Denkprozess selbst, Sätze mit Icons und Verkehrsschildern, wie bestimmte Worte / Begriffe und Verknüpfungen bitte nicht verstanden werden sollen. Eine Gesellschaftsordnung pachtet die Sprache. Einerseits gehört die Sprache ihr an, aber es ist auch umgekehrt, die Ordnung gehört der Sprache an, und an den Bruchstellen beider Seiten setzt die Gewalttätigkeit an, auf der eine Ordnung beruht. Ich freue mich über jeden Leser, der zu erkennen gibt, er hält meine Zeichen und Verkehrsschilder nicht, oder doch nicht ausschließlich, für ein Gehabe, mit dem ich mich auszuzeichnen trachte. Deshalb das „Lieber …“.

      Und ich habe mich hier „ausflippen“ lassen, weil ich mal wieder die Krise darüber gekriegt habe, daß – was ‚eh immer klar ist – ein beträchtlicher Teil der Leser aus meiner Arbeit Bestandteile von Weltbildern verfertigt, gegen die ich anschreibe, nämlich gegen alle Weltbilder und jede Suche nach „Orientierung“ an und zwischen Mächten und Autoritäten. Das ist ein „Risiko“, das ich mit voller Absicht in weit höherem Maße eingehe, als die Meisten derer, die ähnlich „ticken“, wie ich. Regelmäßig wird mir das schwer. Dann juckt es mich, zu versuchen, dies Leid zu teilen, auch mit dem Hintergedanken, das könne im einen oder anderen Fall in meinem Sinne nützlich werden, was in meinen Augen den scheinbaren Schaden, den ich anrichte, indem ich mich derart exponiere und dabei mich in den Vordergrund zu spielen scheine, bei weitem aufwiegt. Das ist nun mal die Rolle und Position des Narren, seit es Höfe gibt, an denen sie geduldet oder gehalten werden.

      Und damit für diesmal Schluß damit.

    • Franz

      Das „Lieber“ empfand ich nicht als störend.

      Nunja…belassen wir es dabei, mission failed.

      Schade, Franz

  • Anonymous

    Verwirrend wie hier jemand zum Irren erklärt wird (leider gähnend normales Stilmittel aller Normierenden), der sich um die Analyse gelebter Herrschaftspraxis bemüht . Stört das so sehr euren behaupteten „Check“ von der Welt, in was für einen „GedankenClup“ wollt ihr euch den hier einnisten? Es ist ja auch legitim nachzufragen, wenn man nix versteht. Zumindest scheint aufgegangen zu sein, dass es sich bei tomgards Bemerkungen nicht um wirres und irres Buchstabengewirr zu handeln scheint, nicht sein bürgerliches geniestristisches Einzelhandelswarengedankengut zum Ausdruck drängt, sondern hier in der Kommentarspalte antiidiologische Schwerstarbeit vollbracht wird, da kommt auch durchaus die angewandte Sprache mit ins schwitzen, dieses Wanken sollte aber doch vergnügen bereiten und einen nicht zu Weißglüten bringen, außer man setzt sich und seine Interessen mit denen die die Grundmauern Verfestigen, mit Papa gleich. Es geht doch immer noch um die Befreiung des Menschen nicht um den Diss an der Existenz des einzelnen.

  • Um mal etwas zur Tagesordnung zu verleiten, ein guter Artikel von Thierry Meyssan:
    Syrien: neue Volks-Armee als Anti-Guerilla-Kraft.
    Da voltairenet zZ. nicht erreichbar ist, sei auf den Hensel-Blog verwiesen:
    http://julius-hensel.com/2013/02/syrien-neue-volks-armee-als-anti-guerilla-kraft/#more-20803

    Zur Sache „Tom“:
    Man muss ja nicht immer gleich auf jede Herausforderung anspringen. Mich hat das Buch:
    Dr.Andrzej M. Łobaczewski – Politische Ponerologie, sehr beeindruckt. Daher meine Kauf Empfehlung:
    (Hinweis: Bei den im Internet kursierenden und via Foren und Bit-Torrents verbreiteten PDF-Dokumenten von Politische Ponerologie handelt es sich um nicht autorisierte Kopien der nicht durchgesehenen und unkorrigierten Rohübersetzung, die im Oktober 2008 auf quantumfuture.net/gn/ponerologie vom Urheber veröffentlicht wurde.)

    ISBN 978-2-916721-30-9
    http://de.pilulerouge.com/pp/

    Weitere Infos:
    http://lupocattivoblog.com/2010/01/30/pathokratie-wir-leben-in-einem-von-psychopathen-geschaffenen-system/

  • Die Kriege in Vorderasien und Afrika haben auch Auswirkungen auf Deutschland. Die USA und Israel werden durch die Kriege geschwächt. Deutschland kann sich von der Fremdherrschaft befreien. Z. B. werden die Parteien FW und Pro bei der Wahl im September viele Stimmen bekommen. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

  • Franz

    Sorry@OT

    http://de.rian.ru/world/20130228/265628851.html
    Hugo Chavez hirntot? Ist da was dran?