Iran gewinnt

Vorhin unter „Freunden“ in Rom.
Bevor hier ein wenig globaler Text zur Lage in Nahost kommt, eine kleine, aber gemeine Eilmeldung von ANNA-News zu Syrien. Vorgestern schrieben sie aus Damaskus, die syrische Armee habe einen bedeutenden Teil einer türkischen Sondereinheit (“Combat Search and Rescue”) vernichtet. Das las sich etwas allgemein und war bar eines jeden Nachweises, allerdings legt Marat Musin heute nach:

Heute kam die Bestätigung. Infolge eines gezielten Angriffs der syrischen Luftwaffe sind 24 CSR-Elitesoldaten des türkischen Generalstabs liquidiert worden. Die türkischen Interventen waren in Syrien als Instrukteure tätig. Insgesamt bestand diese Eliteeinheit des türkischen Generalstabs aus 100 handverlesenen Offizieren…

Vielleicht taucht das bald noch an anderer Stelle auf. Und nun zur versprochenen “Vogelperspektive” über der Region, ein kleiner Text aus der hier schon manches mal zitierten Quelle VZ.ru.

Dafür, dass Syrien heute der wohl heißeste Flecken auf dem Globus ist, verschwindet es zunehmend aus den Schlagzeilen. Es verschwindet aus einem simplen Grund – der Handel beginnt, es beginnen Verhandlungen über die Ordnung in einer Nachkriegszeit. Die Rebellen werden von Subjekten der Politik zu Objekten derselben, sie können nichts mehr leisten, das von Bedeutung wäre. Ihre letzte Aufgabe ist es, möglichst teuer zu sterben.

Von rein militärischem Gesichtspunkt sind die Ereignisse weit von ihrem Abschluss entfernt. In der Umgebung von Damaskus steht die Armee vor der Aufgabe, die Satellitenstadt Duma zu säubern. Es ist damit begonnen worden, größere Armeeverbände nach Aleppo zu verlegen – gerade vor ein paar Tagen sind Armeeeinheiten “volle Kraft” dort eingerückt. Militäroperationen laufen jetzt in den südlichen und südöstlichen Stadtgebieten. Von der Erfahrung in Damaskus her könnte man schließen, dass die Säuberung von Aleppo 2 bis 3 Monate brauchen wird, wonach die militärische Phase des Konflikts in eine Phase von Anti-Terror- und Anti-Guerilla-Einsätzen übergehen dürfte. Und das für längere Zeit.

Nichts desto trotz geht es in der Perspektive um ein Ende des Krieges. Syrien wird zum ersten Land des Nahen Ostens, dass sich vom “Arabischen Frühling” freikämpfen konnte. Da sie auf dem Schlachtfeld nicht gewinnen konnten, werden die Aggressoren zweifelsohne versuchen, ihre Ziele maximal über Verhandlungen durchzusetzen, allerdings dürfte das schwer werden. Die Aggressoren benötigen die Rebellen jetzt nur noch als Argument, und wir werden sicher nicht nur ein, zwei oder zehnmal Zeugen davon werden, wie man sich die Kleider zerreißt, mit den Türen knallt und mit den Worten “na gut, wir lassen uns überreden” zum hundertfünfzigsten Mal an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Wobei dieser Zirkus von beiden Seiten veranstaltet werden wird. Das ist alles durchaus unterhaltsam, aber bei weitem nicht so spektakulär wie knallende Kanonen, und folglich wird Syrien allmählich weniger Schlagzeilen machen.
Faktisch hat in Syrien jedoch der Iran gewonnen (oder, um es vorsichtiger auszudrücken: er ist dabei zu gewinnen). Der Iran bekam das sowohl von der USA als auch von Russland bestätigte Recht, seine über mehrere Landesgrenzen verlaufende Erdgas-Pipeline ins syrische Baniyas zu verlegen. Katar hat praktisch offiziell seine Niederlage eingeräumt, indem er zu Verhandlungen mit Gazprom überging und sich mit seinen Bemühungen Richtung Ägypten wandte. Die USA haben, wie leicht vorherzusehen war, ebenso gewonnen, da sie es geschafft haben, eine Kombination zu spielen, die ihre politischen Ziele in Nahost bei jedem beliebigen Ausgang dieses Krieges gewahrt sein ließ. Das Ziel der Vereinigten Staaten bestand, einfach gesagt, darin, das Erdgas aus dem weltgrößten Erdgasvorkommen South Pars / North Dome in eine China entgegengesetzte Richtung zu leiten. Wer genau das macht, Iran oder Katar, ist den Amerikanern im Grunde vollkommen egal. Beide Varianten verheißen eine interessante Fortsetzung, und dass sich der Iran durchzusetzen scheint, ist in gewisser Hinsicht gar noch interessanter.
Jetzt tritt eine andere Frage an die erste Stelle der Tagesordnung – das iranische Atomprogramm. Von einer militärische Ausrichtung dieses Programms kann nur ein vollkommener Idiot überzeugt sein, obwohl es gerade diese Sau ist, die immer wieder von allen interessierten Seiten durchs Dorf getrieben worden ist. Andererseits verleitet wohl auch das geistige Niveau des jeweiligen Wahlvolks, für das diese Legende bestimmt war, zum ständigen Wiederkäuen ebendieser Story.
Am 28. Februar findet in Almaty ein weiteres Treffen der Sechsergruppe und des Iran zu Fragen ebendieses Atomprogramms statt. Die Sackgasse, in welche die USA alle erfolgreich hereingelotst haben, besteht in der Durchführung von IAEA-Inspektionen am Militärobjekt in Parchin. Die Iraner haben der IAEA vollkommen berechtigt den Zutritt verwehrt, denn es handelt sich eben um ein militärisches Objekt, und die IAEA-Inspektoren hatten damals noch im Irak unter Beweis gestellt, dass ihre Berichte in Kopie direkt an die CIA gehen. Auf diese Art und Weise konnten die USA den Verhandlungsprozess unendlich in die Länge ziehen, doch derzeit scheint es, dass es ihnen vorteilhafter wäre, dieses Problem zu beseitigen. Ob dem so ist oder nicht, werden die Ergebnisse des Treffens in Kasachstan zeigen.
Wieder haben die USA unter den gegenwärtigen Gegebenheiten mit den Sanktionen und dem Embargo eine für sich absolut lukrative Situation geschaffen, wie auch immer die Ereignisse sich entwickeln werden; selbst, wenn sie sich gnädig zeigen und sich gegen irgendwelche Zugeständnisse aus dem Iran mit der Aufhebung der Sanktionen einverstanden erklären, so kehren sie zur Ausgangslage zurück, das heißt, sie würden nur diese Sanktionen aufheben. Alle vorangehenden blieben in kraft, doch dabei hätte der Iran, ob er will oder nicht, schon etwas zugestanden. Der Austausch ungleicher Werte ist überhaupt das Steckenpferd der US-Diplomatie. (…)
So oder nicht, doch das Treffen in Almaty an sich wird nichts epochales bringen – es erfolgt nur ein Signal. Die endgültigen Entscheidungen werden bei einer für den Iran günstigen Entwicklung später gefällt, wahrscheinlich zeitgleich mit den Präsidentschaftswahlen im Sommer diesen Jahres. Die Vereinigten Staaten hätten gern einen Hebel, mit dem sie auf den neuen iranischen Präsidenten Druck ausüben könnten; folglich werden sie einen solchen Hebel auch haben. Die jetzigen Sanktionen sind dafür bestens geeignet. Deshalb wird sich vor der Wahl eines neuen Präsidenten und bevor dieser seine Position dargelegt hat auch nichts groß bewegen.
Esfandiar Rahim Maschaie.
Bild: www.kremlin.ru

Wer genau der neue iranische Präsident wird ist keine leichte Frage. Es existieren zwei Personen mit einem realistischen Anspruch auf diesen Posten – der Bürgermeister Teherans, Mohammad Bagher Ghalibaf, und der Stabschef des Präsidenten Esfandiar Rahim Maschaie. Ersterer ist ein Mensch des Rahbar, letzterer ein Mensch des Präsidenten Ahmadinedschad (und aus purem Zufall sein Verwandter). Der Kampf läuft bereits jetzt, und der ist auch nicht von schlechten Eltern. Es gibt bereits tonnenweise Kompromat und Drohungen: vor kurzem hat Ahmadinedschad unvermittelt blicken lassen, er könne die Präsidentschaftswahlen platzen lassen, wenn Maschaie zu ihnen nicht zugelassen werde. Jedenfalls ist das kein Spaß.

Die übrigen Kandidaten sind Statisten im kommenden Kampf der Titanen.
Man darf dabei auch einen weiteren Trumpf der USA nicht vorzeitig abschreiben – nämlich ihre Fähigkeit, im ohnehin trüben Wasser eine neue “grüne Revolution”, Version 2.0, anzuzetteln. Version 1 von 2009 war ihnen wenig überzeugend von der Hand gegangen, aber immerhin wurde deutlich, dass die USA selbst im Iran etwas bewegen können.
Im Allgemeinen sieht es so aus, als würden die kommenden Ereignisse sich allmählich in den Iran verlagern. Je weiter, desto deutlicher.
Quelle: http://vz.ru/opinions/2013/2/28/622419.html

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Trackback von deiner Website.

  • Es ist immer schoen zu lesen, dass wir Syrer fuer die Gier anderer Nationen sterben…
    Aber, im Gegensatz zu ALLEN anderen (auch den diversen „Exil-Syrern“, die nichts sind als verraeterische kriminelle) haben wir einen Vorteil: wir VERTEIDIGEN uns. Dieses recht darf man niemandem abstreiten, und so ist die EINZIGE moralisch legitimierte Position in diesem Gerangel die des syrischen Volkes, der syrischen Arme, des syrischen Praesidenten. Worueber wollen die Massenmoerder Qhatib, Saba und Co mit uns verhandeln? Wie viele Kinder sie noch toeten durfen? Oder, inwieweit Ihre Massenmorde straffrei bleiben?
    Nichts da! Mit Terroristen verhandelt man nicht, man eliminiert sie. So wird es Qhatib und seiner Mordbande „Jabhat al-Nusra“ ergehen, so wird es Saba und Tlass (lebt er noch?) mit ihrer „FSA“ ergehen.
    WIR verteidigen uns, unsere Heimat, unsere Familien – IHR mordet uns. Es gibt auf EURER Seite (um gleich Tomgrad mit seiner Kurdenluegerei entgegen zu treten) KEINE Legitimation. Alle Legitimation ist beim syrischen Volk und der syrischen Regierung.
    Gruss aus Aleppo.

    • Manaf Tlass ist gerade in Moskau und redet mit Lawrow…
      Ich hatte ein paar Berichte über die Lage in Aleppo fertig, als sie mir vom Computer verschluckt wurden. Haltet euch wacker. Hier hat wirklich niemand eine Legitimation. Aber, Fatime, die meisten Russen denken und reden bis hin zu einer identischen Wortwahl wie Du. Der Schluß der obigen Meldung von Marat Musin , den ich hier weggelassen habe, lautet: „Friede eurer Asche, ihr frechen Osmanen. Unser aufrichtiges Beileid gilt Erdoğan, unsere aufrichtigen Glückwünsche den Streitkräften der Syrischen Arabischen Republik.“

  • kaumi

    @apxwn,
    wieder ein interessanter Bericht. Vor allem die vorangestellte Meldung mit dem Aufreiben Teile einer türkischen Spezialeinheit hat mit gefallen – sollte sie wahr sein. Ich habe in syrischen Quellen noch nichts gefunden.
    Bei dem Rest verhält es sich identisch: schön, wenn das stimmen würde, allein die letzen 24 Monate haben uns gezeigt, dass linke Spiele, Mord und politischer Totschlag in diesem Konflikt auf der Tagenordnung stehen. Jeder Tag kann die Waage kippen lassen…

    @Fatime,
    herzliche syrische Grüße aus Deutschland nach Hallab.
    Möge Allah (unser aller Gott) alle Jihaddisten zu sich rufen und ihnen einen würdigen Empfang bereiten!
    Die wahre Herausforderung beginnt für uns syrisches Volk erst noch – wenn die Gräben zwischen den Konfessionen zugeschüttet werden müssen. Dass das Volk herausragend patriotisch ist, hat es inzwischen der ganzen Welt bewiesen. Später muss es den Beweis antreten, dass es großmütig und brüderlich ist. Über alle konfessionellen Schranken hinaus!
    Allah jihmikon!

    • Raed

      Lieber kaumi,

      ich gehe mit dir absolut d`accord, dass die Probleme Syriens noch nicht das Maximun erreicht haben. Weder ist die Verschwörung niedergeschlagen noch hat die große seelische Bewältigung des jetzigen Schockzustandes begonnen.
      Ein erheblicher Teil von Trauer und Leid liegt noch vor uns. Und das alles für den optimalen Fall, dass in den nächsten Monaten irgend wie Ruhe und Frieden einkehren sollte.
      Ich glaube und ich habe die große Befürchtung, dass es Syrien des Jahres bis 2010 nicht mehr geben wird. Zu viel ist passiert. Ich kann mir zumindest nicht mehr vorstellen so einfach in Dörfer reinzufahren, die heute die Rebellen unterstützen. Und wenn im eignen Land einige Zonen nicht mehr passierbar werden, dann ist das kein Land mehr, in dem man sich wohlfühlen kann. Anders als die 70 Jahre davor, als Mann überall hinfahren konnte und syrisch gastfreundlich empfangen wurde und selbst empfangen hat. Ohne die Frage nach der Religion zu stellen.
      Syrien, mein geliebtes Land, ich sehe dich sterben und kann es nicht verhindern. Vielleicht geschieht noch ein Wunder. Aber für Wunder sind wir Menschen nicht zuständig.

  • Anonymous
    • Das liest sich wie die Kopie einer Sana-Meldung. Musin hat Quellen in der Armeeführung (das macht die Sache nicht nachvollziehbarer, ich weiß; er lag damit aber oft genug richtig). Anna News ist praktisch die einzige ausländische Agentur, die ständig und dabei ohne jegliche Zensur durch die syrischen Behörden aus Syrien berichtet.

  • Jörg

    Jetzt haben sich Putin und Hollande in Moskau getroffen. Und wie prächtig sie sich verstanden haben! Von der dumpf-bösen deutschen Presse wurde uns allenthalben eingebleut: „Putin soll von Assad abrücken“ ( http://www.google.de/search?client=opera&rls=de&q=%22Putin+soll+von+Assad+abr%C3%BCcken%22&sourceid=opera&ie=utf-8&oe=utf-8&gbv=1&sei=gvEwUam8AeKG4ATQ24Bw ).
    Aber um das zu sagen, fliegt doch das Staatsoberhaupt Hollande nicht gleich in die russische Hauptstadt! Nein, nein: Es ging um ganz andere Dinge. Ja, man schloß auch eine Menge schicker Verträge ( http://de.rian.ru/business/20130228/265634392.html ). Aber im Grunde genommen ging es um mehr.

    Auf http://blogs.rediff.com/mkbhadrakumar erfahren wir, daß man ganz offensichtlich ausgelotet hat, inwieweit man einen Weg gemeinsam(!) beschreiten kann. Rußland zeigt sich hinsichtlich des unappetitlichen Überfalls der Franzosen auf Mali milde – so wie beim Überfall auf Libyen.
    Die russische Außenpolitik versucht eben in dieser vom US-israelischen Imperium beherrschten Europa doch wieder eine echt europäische Politik hinzubekommen. Und dafür ist absoluter Bedarf! Denn die Interessen Israels und der USA sind nicht die Interessen Europas.

    Mit solchem Anliegen können sich Putin und Lawrow leider auch nur an Frankreich wenden. Denn Großbritannien fällt – als „empfundenes Mutterland“ der USA – aus. Und die BRD ist mit der bis heute ungebrochenen deutschliberal-nationalsozialistischern Identifikation – gerade im Außenamt, in den ‚Diensten‘, in der Bundeswehr – zu einer Mitgestaltung eines freien Europas nicht in der Lage: All zu sehr gleicht die Eitelkeit, sich als „Herrenmensch“ zu sehen, derjenigen der Israelis und US-Amerikaner.

    Was also tun?
    Eine Anknüpfung an die kurze(!) (seit 1870/71) deutsche Geschichte bietet nichts anderes als die deutschliberal-nationalsozialistischern Identifikation. Und für die Radikalinskis von 1848 sah es noch schlimmer aus: Da war gar nix an „deutscher“ Geschichte. „Geschichte“/Historie schon, aber eben nicht „deutsch“ im nationalistischen Sinn. Denn der Nationalismus ist erst ein spätbürgerliches Phänomen.

    Diesen Mangel bemerkend griffen die mörderischen Spinner von 1848 eben auf die alten Germanen zurück, um sich künstlich eine Historie zu stricken. Und sie beanspruchten plötzlich die Goten und die Teutonen als ihre „Vorfahren“.
    Als die Division meines Vaters am Don stand, kam Himmler eingeflogen. Wichtigtuerisch verwies er in seiner Rede darauf, daß bis ins 18. Jahrh. dort Goten gesiedelt hatten. Dann rief er aus: „Der Don ist ein deutscher Fluß!“.

    Alles Quatsch! Denn WENN man schon die nationalistische Sicht einnimmt, dann sind die Goten SCHWEDEN – und keineswegs Deutsche. Also dann lieber schon: „Der Don ist ein schwedischer Fluß!“ Auch die Teutonen waren selbstverständlich DÄNEN. Nur da gibt es teutonische Artefakte/Siedlungen.
    Also: Nur deutscher Spinnkram – aber keine deutsche Geschichte!

    Der tapfere Versuch von Mitarbeitern des AA, der Dienste, der Bundeswehr, sich „deutsch“ zu fühlen, kann nur dazu führen, daß sie sich dem scheußlichen deutschliberal-nationalsozialistischern Linie anvertrauen. DENN SONST IST JA NICHTS DA!

    Mein Vorschlag wäre, daß man sich in der preußischen Geschichte ansiedelt. Geklaut hat man von Preußen sowieso alles – sogar den Bundesadler! Und Hamburg wäre heute eine Stadt groß wie Düsseldorf, hätte Adolf H. nicht einfach riesige Gebiete Preußens der sehr nationalsozialistischern Stadt Hamburg zugeschlagen. Nur weiße Gebiete sind wirklich hamburgisch: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Pincerno_-_Groß-Hamburg_2.png

    Und dann bräuchten wir auch mal wieder einen so tapferen Mann wie diesen Karl vom Stein: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Friedrich_Karl_vom_und_zum_Stein …. der – statt bequem und benediktisch ins Privatleben zu gehen – nach Rußland ins Exil ging bzw. vom russischen Zaren als Berater eingestellt wurde.

    • Nobilitatis

      So ein Unsinn. Goten, Teutonen, Burgunder, Franken, Vandalen usw. waren GERMANEN. Keine Deutschen, keine Schweden und keine Dänen. Und man braucht keine tausendjährige Geschichte um Politik im Interesse seines Landes zu betreiben.
      Sonst sind wir genauso gut oder schlecht wie Israel.

    • Jörg

      Zitat:
      „So ein Unsinn. Goten, Teutonen, Burgunder, Franken, Vandalen usw. waren GERMANEN. Keine Deutschen …“
      Antwort:
      Sach ich ja! Aber diese Deutschnationalen behaupten diesen Unsinn doch immer.

      Zitat:
      „Und man braucht keine tausendjährige Geschichte um Politik im Interesse seines Landes zu betreiben. Sonst sind wir genauso gut oder schlecht wie Israel.“
      Antwort:
      Israel hat doch gerade k e i n e tausendjährige Geschichte! Das ist doch derselbe Quatsch wie bei diesen deutschliberalen-Nazis!

      Da sich die Zionisten sich doch tatsächlich rassisch(!!) zu definieren versuchen, gilt folgendes:
      a) Für die wenigen Zionisten, die wirklich noch von den Hebräern abstammen, gilt: Schon damals waren die Vorfahren der Palästinenser – Kanaanäer und Philister (von letzteren stammt der Name „Palästinenser“ ab) – zuerst dort. Und die Hebräer drangen erst viele tausende Jahre später, und schon damals genozidär, in ein für sie fremdes Land ein. Siehe die gewaltsame und sehr grausame Vernichtung des kanaanäisch-palästinensischen Jerichos. Auch wenn das mit dem Trompeten lediglich erzählerische Ausschmückung ist, habe ich an dem historischen Kern der biblischen Geschichte mit Jericho keinen Zweifel.
      b) Für die meisten Zionisten gilt jedoch, daß sie rassisch von den Chasaren abstammen. Das würde auch sehr plausibel erklären, warum die allermeisten Juden, zumindest noch vor einiger Zeit, in Rußland, der Ukraine und Polen beheimatet waren. Und eben nicht, wie man bei Hebräern zu erwarten hätte, die z. Z. des Imperium Romanum in die Diaspora gehen: In Italien und Spanien.

      Zur genetischen Abstammung (die ich ohnehin für irrelevant halte!):
      http://www.humanitas-international.org/perezites/news/jewish-dna-nytimes.htm ,
      http://en.wikipedia.org/wiki/Khazars ,
      http://www.fromthetrenchesworldreport.com/new-genome-study-destroys-zionist-claims-to-palestine/36562 .

      Für Maschinenübersetzungen: http://translate.google.com/?langpair=en%7Cde oder http://www.bing.com/translator/ starten und dort die links eingeben.

    • Nobilitatis

      Ihr Punkt, auf den ich geantwortet habe, war, man müsse für sinnvolle Politik auf (mehr oder weniger glorreiche) Geschichte zurückgreifen. Und da wär bei der deutschen Geschichte nichts zu holen.
      Mein Punkt ist, dass man sehr wohl sinnvoll Politik verfolgen kann, ohne sie durch an den Haaren herbeigezogene historische Vergleiche zu legitimieren.
      Auch die interessierten Parteien im „heiligen Land“ sollten die Geschichtswissenschaft von den Fesseln der Politik befreien.

  • Jörg

    Apropos „teutonische Artefakte“. Das sind zumeist die vielen „Moorleichen“ in Jütland. Und das waren (leider) zumeist untreue Ehefrauen.
    Was wären die Teutonen heutzutage verzweifelt!! Für die vielen untreuen dänischen Ehefrauen gibt es gar nicht mehr genug Moore! Wahrscheinlich müßte man heutzutage „outscourcen“:… also anfragen in Finnland, Rußland, Botswana( Okavangodelta). J

    • Nobilitatis

      Da sind Sie weltweit der einzige, der das so genau weiß. Vielleicht borgen Sie Ihre Glaskugel mal den Historikern.

    • Jörg

      Das war ein Scherzle, Klotzkopf! Für solche wie Dich hatte ich extra ein Smiley am Ende plaziert. Warum daraus ein „J“ wurde, weiß ich auch nicht.

    • Nobilitatis

      Und ich hab auf den Scherz noch einen draufgesetzt, Lehmkopf. Für Leute, denen ein J nichts sagt. Immerhin tun Sie so, als wäre das mit den untreuen Ehefrauen ein Fakt.

    • Jetzt habt euch mal lieb und seid artig!

    • Jörg

      @apxwn
      Na, na …. nur weil wir etwas deftig sind, ist das doch kein Streit!
      Ruhig ‚was locker sehen!

      @Nobilitatis
      „Immerhin tun Sie so, als wäre das mit den untreuen Ehefrauen ein Fakt.“

      Ich muß Ihnen in der Tat einräumen, daß das was noch vor Jahrzehnten als gesichert galt, heute – bzw. seit 2007 – angezweifelt wird und offenbar unrichtig ist.

      An genau diese Moorleiche dachte ich nämlich und nun laß ich gerade dies:
      „WINDEBY: GEHEIMNIS DER MOORLEICHEN GELÜFTET“ – http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/windeby-geheimnis-der-moorleichen-gelueftet-a-466195.html