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Ägypten: einen Anfang kennt die Revolution…

Die Scheichs gönnen sich mal wieder etwas: Katar mietet die Gizeh-Pyramiden. Israels Kriegsschiffe dürfen beim Durchfahren des Suezkanals nun Flagge zeigen. Eigentlich alles keine große Sache, irgendwie muss man ja schließlich an Geld kommen. Aber für die jetzt in ständiger Hysterie torkelnde ägyptische Masse noch weitere Gründe zu “Protesten” nach Art des Hauses. Port Said, Brennpunkt der derzeitigen Unruhen, ist übrigens einer der Orte, an dem Katar vornehmlich in Ägypten investiert.
Die chaotischen Ereignisse im Land rufen selbst beim konsequentesten Gegner der jetzigen nominellen Machthaber aus Moslembrüdern Ungemach hervor: Husni Mubarak meldet sich unerwartet aus seiner Gefangenschaft und ruft über seinen Anwalt die Ägypter dazu auf, sich hinter den gewählten Präsidenten Mohammed Morsi zu stellen, um ein Auseinanderfallen des Landes zu verhindern.
Freilich reden Leute, die so halbwegs über die Hintergründe der derzeitigen Ereignisse in Ägypten informiert sind, immer öfter davon, dass diese Ereignisse nichts anderes als Stadien eines gewissen Projekts sind – und zwar keines einer böswilligen auswärtigen Macht, wie man das inzwischen gewohnt sein mag, sondern des Strebens der ehemaligen Nomenklatura, welche gezwungen gewesen ist, von der Macht im Staate zu lassen.
Ein Teil der Armee, der Sicherheitsdienste und der bürgerlichen Elite des Landes wollen bewußt eine chaotische Situation herbeiführen. Wenn man sehr will, stellt das auch keine allzu große Schwierigkeit dar, denn der größte Teil des Machtapparats bis hinauf in die Spitzen ist nach wie vor mit den alten Kadern besetzt, die schon unter Mubarak an diesen Stellen saßen. Die Handlungsunfähigkeit und der Unwille der Polizei, die durchaus betont provokanten Gerichtsurteile, die demonstrative Gleichgültigkeit der Armee – all das führt letzten Endes zu einer kompletten Diskreditierung sowohl der Regierung als auch der Opposition. Dabei sitzen sowohl Regierung als auch Opposition in einem Boot – sie haben weder die Ideen, noch die Mittel, die anstehenden – vor allem wirtschaftlichen – Probleme in Angriff zu nehmen. Und da sie nicht wissen, womit und wie genau man diese Probleme angeht, können weder Regierung, noch Opposition ihre Position dazu klar artikulieren.
Man kann eigentlich inzwischen davon reden, dass hier de facto die Voraussetzungen für einen Militärputsch geschaffen werden.
Der ägyptische “Arabische Frühling” war von Beginn an betont säkular – die Protestierenden wandten sich gegen die “Unablöslichkeit” der Staatsführung und die grassierende Korruption der Beamten. Allerdings haben es die Islamisten geschafft, den revolutionären Antrieb der Massen in ihrem Sinne zu steuern und darüberhinaus den niedrigen Bildungsgrad der Jugend dazu zu nutzen, den jungen und energischen Massen recht einfache und geradlinige Ideen einzugeben.
In Folge der Revolution kam es in Ägypten zur Bildung dreier antagonistischer politischer Kräfte: die vom Futtertrog weggestoßene Nomenklatura, der von einfachen Lösungsversprechen verführte Pöbel aus den “Randgebieten” und die wie immer hilf- und zahnlosen Westler-Intellektuellen. Die erste dieser drei Kräfte ist momentan damit beschäftigt, die beiden anderen gegeneinander aufzuhetzen und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen zu lassen, wodurch sie den Boden für ihre Rückkehr an die Macht bereitet.
Das ist denn wohl auch der Grund dafür, dass Mubarak sich so plötzlich und unerwartet für Morsi ausspricht. Morsi ist und bleibt natürlich ein Feind Mubaraks und seiner Weltanschauung. Doch die alte ägyptische Nomenklatura hat Mubarak seinerzeit verraten und ausgeliefert, deshalb ist er ihr gegenüber durchaus nicht von zärtlichen und nostalgischen Gefühle erfüllt. Das liegt in der Vergangenheit. Kommt diese alte Nomenklatura wieder vollumfänglich ans Steuer, so kann das umso mehr ein Auseinanderfallen des Landes bedeuten. Schon allein deshalb, weil auch sie sich bis jetzt keine Ahnung von einem Ausweg aus der momentanen Sackgasse anmerken lässt.
PS. Zur Revolution in der Überschrift: „…ein Ende kennt sie nicht!“

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  • Anonymous

    Naja, meiner unmassgeblichen Meinung nach wird hier den alten Kadern zuviel Macht zugedichtet.

    Aegyptens Zerfall laesst sich viel besser mit mangelnden Ressourcen, zu grosser Fruchtbarkeit der Bevoelkerung, Arbeitslosigkeit und unzureichender Menge an guenstigen Lebensmitteln erklaeren.

    Die globalen Missernten von 2012, insbesondere in den USA, lassen die Getreidepreise weltweit ansteigen. Die hohen Lebensmittelpreise 2011 haben damals auch ihr Scherflein zum arabischen Fruehling beigetragen. Weitere Unruhen, nicht nur im Nahen Osten, sind fuer 2013 zu erwarten.

    Die Brotpreise sind einfach zu hoch und ohne Milliardenzuschuesse aus dem Ausland waere das Land noch bankrotter, als es jetzt schon ist.

    Aegypten zerfaellt, und keine Regierungsform (Demokratie, Tyrannis, etc.) kann das stoppen. Die Machtkaempfe der aegyptischen Eliten untereinander verschaerfen das Problem nur, mehr nicht.

    Das einzige Gegenmittel, um den inneraegyptischen Zerfall zu stoppen waere ein grossangelegter Krieg gegen ein anderes Land, um die eigene Bevoelkerung zu „schrumpfen“ und sich die Ressourcen des Kriegsgegners anzueignen

    Gruesse,
    HnH

    • Bin eigentlich einverstanden. Relativ mysteriös ist dennoch das bisherige Stillhalten der Armee.

      Die Sache mit dem „grossangelegten Krieg gegen ein anderes Land“ ist jedoch etwas altmodisch. Dazu gibt es den „Arabischen Frühling“. Es ist wahr, dass die überwiegend jungen, energischen und fanatischen Volksmassen gefährlicher Zündstoff sind. Nicht nur in Ägypten ist das *der* Zündstoff des „Arabischen Frühlings“. Interessant, wohin diese Dampfwalze – abgesehen von Syrien – noch rollen wird.

  • Anonymous

    Die syrische „Revolution“ kennt auch ihren Anfang – aber der ist konträr zur offiziellen Lesart hiesiger Medien-Polit-Propaganda
    http://m.youtube.com/watch?v=h7Z1PfnTWBI

  • Jörg

    Das ägyptische Militär ist ein Staat im Staate. Die Betriebe des ägyptischen Militärs produzieren etwa ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung Ägyptens. Darüber hinaus hält das Militär Beteiligungen an zahllosen weiteren ägyptischen Wirtschaftsunternehmen. Erst wenn diese Betriebe des Militärs zur Staatskasse eingezogen wurden, kann es überhaupt Aufwärts gehen.
    Ohne viel von Morsi zu wissen, konnte ich schon damals, als er Landeschef wurde, vorhersagen, daß es mit Ägypten abwärts gehen würde. Denn Morsi hatte diese Problem noch nicht einmal angesprochen – geschweige denn, daß er handeln wollte.

    Der Song der Bangles (“Walk like an Egyptian” – http://www.youtube.com/watch?v=BWP-AsG5DRk ) fängt ja auch ziemlich drohend an und könnte die Lage nicht besser beschreiben:
    “All the old paintings on the tombs
    They do the sand dance don’t you know
    If they move too quick
    (Oh whey oh)
    They’re falling down like a domino”.

  • Anonymous

    O.K. verstanden, Ägypten ist im Chaos. Mal sehen wie es weiter geht.

    Allerdings macht es mich derzeit ein wenig stutzig, wie hier derzeit Berichte (früher teilweise wöchentlich mit Filmbeiträgen von ANNA News etc.) über das aktuelle Geschehen in Syrien in den Hintergrund getreten zu sein scheinen.

    Kann es sein, daß die Siegeszuversicht der Assad-loyalen hier im Blog bezüglich Syrien verschwunden ist?

    Die militärische Lage scheint aussichtlos zu sein, solange es keine echte (!) politische und militärisch Unterstützung aus Russland gibt. Und damit meine ich keine Alibi-Lieferungen von ein paar gewarteten Mi-8 Transporthubschraubern.

    Aber wer sich auf Russland verlässt, ist scheinbar verlassen.

    Wie kann es denn sein, dass sich ein paar Wüstenbeduinen aus Quatar und Saudi-Arabien erlauben können das große geostrategische Rad zu drehen, während Russland seltsam paralysiert reagiert? Ich erinnere nur an das sehr aufschlussreiche Interview bezüglich „Krieg in Syrien – Ziel Russland“.

    Die Walze rollt unaufhaltsam auf Russland zu, aber die sind scheinbar nicht im Stande subversiv mit Unterstützung der „Aktivisten“ (Neusprech für bezahlte Revolutionäre) in den Golf-Staaten tätig zu werden (z.B. in Bahrain?). Wo ist die Eröffnung einer Entlastungsfront im Rücken des Gegners in Kooperation z.B. mit Iran?

    Nur mal ein paar Ideen zu Diskussion.

    Gruß an alle, tolle Seite hier, guter Job apxwn.

  • Anonymous

    P.S.: Ich dachte immer Russen seien gute Schachspieler, aber irgendwie scheinen die transatlantischen Geo-Schachspieler die Initiative übernommen zu haben.

    Eine schlüssige „Entsatz“-Strategie für Syrien ist für mich als aufmerksamen Beobachter nicht erkennbar.

    P.P.S: Auch eine Entlastungsfront im Osten der Türkei mittels Unterstützung der Kurden könnte die derzeit ruhige Operarationsbasis der „Aktivisten“ empfindlich stören. Aber scheinbar ist die Türkei als Akteur im Nahen Osten mutiger als seine Nachbarn (Iran, Irak, Russland).

    Sind Russland seine Geschäfte mit der Türkei wichtiger als der verbündete Syrien? Wieder einmal scheint sich zu bestätigen, wer sich auf Russland verlässt, der ist verlassen.

    Gruß

    • kaumi

      Wie lange beobachtest du schon den „arabischen Frühling“? Und wie lange den syrischen Winter?
      Genau: es gab sie schon immer, die Phasen wo alles verloren schien oder wo es als ausgehandelt galt, dass die „Russen“ den Schwanz einziehen und Syrien „opfern“ würden.
      Gefolgt wurden solche Phasen immer durch das andere Extrem. Der Westen fängt an, seine Strategie zu wechseln, seine Unterstützung zu reduzieren ect…

      Nun, und ich hatte das in diesem Forum schon mal vor kurzer Zeit geschrieben, es hat sich im Grunde nichts an dem Einsatz der Player geändert. Allein das innersyrische Szenarium wird zusehends unerträglich, will sagen somalisiert.
      Der gesamte Nordstreifen des Landes ist ein anarchistischer Gürtel, wo jeder jeden überfallen und töten kann, ganz egal ob er es mit den „Rebellen“, den Kurden, den Türken oder der syrischen Armee hält.
      Die östliche Flanke zum Irak ist auch ziemlich unsicher, die Grenze zu Jordanien ähnelt immer mehr der türkisch-syrischen Grenzsituation. Und die südwestliche Flanke ist ebenso porös wie unübersictlich. Unter diesen Voraussetzungen kann die syrische Armee allein nichts ausrichten. Man braucht allein 500.000 Mann (und das ist eine großzügige Schätzung), um an den Grenzen sowas wie Kontrolle ausüben zu können.
      Im Inneren des Landes gibt es Dörfer und Gemeinden, die in „Rebellenhand“ sind, alles größere und vor allem die Hauptstadt sowie der gesamte Küstenstreifen sind unter Kontrolle der Armee.
      Dieser Zustand kann aber nicht ewig so stabil gehalten werden: während die internationale Söldnerbande über schier unerschöpfliche humane Ressourcen verfügt und militärtechnisch sowie finanziell dank der NATO und der Petromonarchien aus dem Vollen schöpfen kann, ist die Zahl der kämpfenden Einheiten der Syrer irgendwann erschöpft.
      So muss bereits jetzt der Iran und die Hizballah zunehmends assistieren. Die Russen tun, m.E., das was sie können. Ich bleibe bei meiner festen Überzeugung, dass der Fall Syriens eine harsche Niederlage auch für die Russen darstellen würde. Ergo werden sie es nicht zum Äussersten kommen lassen. Das ist wenig, aber scheinbar das derzeit einzig Machbare.

      Deine Denke in Richtung Eröffnung von Fronten hinter dem Rücken der westlichen Allianz ist absolut legitim. Ich habe, wäre ich Berater der russisch-syrischen Achse, seit langer Zeit eine andere Idee. Es würde wahrscheinlich ausreichen, den qatarischen Oberterroristen Al Thani und seines retardierten Kumpels aus dem Königreich SA mit zwei gezielten Kopfschüssen ins salafistische Paradies zu befördern. Mit indirekten Grüßen aus Moskau (oder Damaskus) und die ganze Sache nähme eine ganz andere Richtung.

  • Jörg

    @Anonym17. März 2013 10:10
    @Anonym17. März 2013 10:49

    … sehe ich auch so!

    Diese russische Appeasement-Politik – falls es eine sein soll – ist zum Scheitern verurteilt, da sei genau zu dem führt, was sie verhindern will: Isolation Rußlands und Bedrohung Rußlands mit Krieg.

    Die Schwierigkeiten sind allerdings immens: Es muß verhindert werden, daß
    sich China einer US-Achse anschließt. Indien ist ohnehin schon zur USA abgewandert. Der fast schon antirussische Kommentar Bhadrakumars sagt mir auch einiges: http://blogs.rediff.com/mkbhadrakumar/2013/03/08/dragon-and-bear-may-hug-but-can-they-mate/

    China – selbst unverhohlen bedroht und propagandistisch attackiert (Aufstachelung von Japan, Südkorea, Philippinen, Vietnam) – ist derzeit in keiner Weise bereit, eine tragende Allianz mit Rußland einzugehen. Hier irrt Bhadrakurmar eben völlig.
    Mit den typisch chinesisch-kleinbürgerlichen Verdrängungsmechanismen werden echte und gefährliche Konfrontationen in ‚Mißverständnisse unter Freunden‘ umgehübscht. Premier Li Keqiang will jetzt eine ’new type of relationship’ mit den USA (gemeint ist: „reboot“). Siehe: http://rt.com/news/china-cabinet-government-cuts-381 . Das seine Leibesofferte unerwidert bleiben wird, verdrängt er.

    Dieses Problem (das schwankende China – aber auch andere) ändert aber nichts daran, daß die eklige Appeasement-Politik Putins/Medwedews die Gefahr nur erhöht(!) und nicht vermindert. So wie bei Chamberlain seinerzeit. Ein schwerer Fehler Putins, persönlich(!) während eines Angriffskrieges des Gastlandes nach Ankara zu fliegen! Was als Entgegnkommen gemeint ist, stachelt den Gegenüber nur zu noch größerer Bösartigkeit an. Sogar die oft ganz lesenswerte „dtj“ bringt einen Hetzartikel gegen Rußland: http://dtj-online.de/news/detail/1854/russland_großer_staat_kleine_leute.html. Die türkische Regierung seiht das sicher nicht anders als diese online-Zeitung. Die Türkei nimmt ja auch begeistert am Afrika-Unterwerfungs-Krieg des US-israelischen Imperiums teil: http://dtj-online.de/news/detail/1893/turkei_sieben_wirtschaftliche_großprojekte_mit_benin.html .

    Abstoßend wieder Putins/Medwedews Verhalten in der Zypern-Finanzkrise! Diese freche Forderung der Goldman-Sachs gelenkten EU auf Raub von bis zu 10 % der Kundeneinlagen bei zyprischen Banken, kann doch kleiner akzeptieren, der bis drei zählen kann!
    Nicht nur, daß nicht einzusehen ist, daß Eigner eines Millionengrundstücks oder einer Millionen schweren Luxusyacht oder eines millionenschweren Aktiendepots davon kommen, während der kleinste Sparer, der doch belohnt werden sollte, bestraft wird. Nicht nur, daß nicht einzusehen ist, daß auch AUSLÄNDER mit Bankeinlagen in Zypern plötzlich für ein Land bluten sollen, mit dem sie sonst nichts zu tun haben. Hinzukommt doch gerade, daß mit diesem Vorschlag das zyprische Bankensystem, daß der EU und insbesondere den Goldman-Sachs Leuten schon immer ein Dorn im Auge war, durch solche Vorschläge zerstört wird (außerdem ‚fliehen‘ jetzt wohl schon Milliardenbeträge aus Zypern). DAS IST NATÜRLICH ABSICHT.
    Da sich Rußland an der Rettung Zyperns beteiligt, bleibt es völlig rätselhaft, daß Putin schweigt. Gorbatschow war ein Weichei. Aber Putin/Medwedew stellen Gorbatschows Versagen sogar noch in den Schatten!

  • Kurzer Einwurf meinerseits. ANNA-News berichtet täglich (siehe Youtube-Kanal), aber aus Daraya. Das liegt daran, dass sie sich direkt mit der Republikanischen Garde angefreundet haben und dort direkt an die vorderste Front können. Über die übrige Lage gibt es tägliche, kurze Videberichte mit Material vom syr. Innenministerium, ein bißchen im Stil der täglichen Updates des syrischen Satelittenfernsehens bzw. SANA.
    Derweil ist die Lage in Aleppo schwierig geworden. In der Nacht zum 14. März wurde das gesamte Stadtgebiet von Rebellen bombardiert, es so etwas wie einen Scheinangriff, der am Morgen wieder vorbei war. Quellen vor Ort sprechen von 5.000 neuen Banditensöldnern aus Richtung Libanon. Gefallen ist ein Armeedepot in Khan Turman, wo die Banditen massenweise Artilleriemunition und ein paar Panzer erbeutet haben.
    Die Kritik am Verhalten Russlands lasse ich sehr gern gelten. Derweil stehen (mal wieder) russ. Kriegsschiffe in Tartus, was man im Allgemeinen mit der verhaltenen Drohung Syriens gegen den Libanon in Verbindung bringt, dass die Arbeit der dortigen Terroristencamps bitte zu unterbleiben habe, sonst gibt es Senge – und zwar auf libanesischem Gebiet.
    Mit meiner Zuversicht über einen Sieg oder Bestehen „Assads“ hat die verminderte Aktivität nichts zu tun. Ist eine Zeitfrage, und ich bin allein. Allerdings waren die vergangenen 4-5 Tage Nachrichten aus Syrien tatsächlich eher etwas deprimierend. Al-Dschasira u.a. berichten von schweren Kämpfen direkt „vor“ Damaskus. Aber ich kann euch versichern, dass es in Damaskus nun gerade erstaunlich ruhig ist. Und BND-Chef Schindler meint heute (exakt wie Anfang August 2012) mal wieder, „die Tage des syrischen Regimes“ seien „gezählt“…
    OT: Dass es in Zypern den russ. „Arbeitern und Bauern“ ans ehrlich & fleißig zusammengeklaute Vermögen geht, freut die Russen selbst.

    • Anonymous

      Zitat „Khan Turman, wo die Banditen massenweise Artilleriemunition und ein paar Panzer erbeutet haben“
      angeblich waren es 62 warehouses.
      Laut
      http://wikimapia.org/#lat=36.1180497&lon=37.0603957&z=17&l=0&m=b&tag=516
      Ich komme nur auf 10. 14/19/21 wenn man alle „Lagerhäuser“ in dem Grätzl zusammen nimmt.
      In den Kisten sind vmtl. Treibladungen, je eine APDFS- & HE(AT?)-Patrone stehen auch noch wenig motiviert herum.
      Tolle Ausbeute, das reicht nicht mal für eine gepflegte IED.
      Auch werden keine Leichen von Soldaten gezeigt, ich vermute die Terroristen haben heldenhaft eine Verlassenschaft eingenommen.

      fG Lurker

    • Anonymous

      Das vergessene Video: http://www.youtube.com/watch?v=XnANeCjPCuc
      Hier ein zweites (Titel Aleppo) wonach es schon mehr sein könnte: http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=ZdW1QS6wSh8
      Man sieht in der Ferne auch noch mehr Kisten mit Panzermunition (??). Wenn die keine passenden Kanonen haben, dann können die den Sprengstoff nur ausschmelzen und für IEDs verwenden.

      Wie vertrauenwürdig sind Meldungen auf Syrianperspective?

      fG Lurker

    • @Lurker. Ja, die meine ich. Das sind aber nicht nur Treibladungen, sondern gepflegte „Maljutka“-Geschosse (9M14, hier ab 2:47 zu sehen: http://youtu.be/rU9d6TNdXg4). In den halbverrotteten Kisten sind 120’er Sprenggranaten, solche Dinger fliegen 8.000 Meter weit und haben einen Wirkradius von 40 Metern. Noch was von ebenda: http://youtu.be/Ynk7XOoRACw, etc.

      Ich frage mich, wo die Luftwaffe ist. Denn egal, was es für Waffen sind, sie gehören zerstört, sobald sie in Feindeshand fallen.

    • PS. Die vorgestern prognostizierte „Senge“ auf libanesischem Gebiet hat’s ja nun heute gegeben…

    • Anonymous

      Für einen gefechtsmäßig nutzbringenden Einsatz muß aber solch ein „Maljutka“-Schütze pro Woche 60-70 Schuß abgeben um der komplexen Steuerung gewachsen zu sein. Einfach rumballern kann man natürlich auch…
      Die Raketen selbst sind nur die halbe Miete, man braucht auch eine Steuerkonsole.
      Ich hoffe diese altertümlichen Dinger sind so dermaßen überlagert/altert, daß sie den Terroristen beim Abfeuern um die Ohren fliegen.

      Syrianperspective sagt 800 Panzer wären in Richtung Aleppo unterwegs, drum meine Frage nach der Glaubwürdigkeit.

      Das „Ohrenreiberl“ in Richtung Libanon kann auch nach hinten gehen. Gerüchterweise sind dort schon Amis stationiert die nur auf sowas warten. Grundsätzlich wäre die syrische „Nacheile“ völkerrechtlich legitimiert insofern der Nachbarstaat nicht für ruhe auf seiner Seite der Grenze sorgt.
      Die gerichtverwertba nachgewiesene direkte Einmischung des Rgierungsmitgliedes Haariri ist ein veritabler Kriegsgrund. Selbstverständlich gilt das auch für Jordanien & die Türkei.
      Ansonsten finde ich die Videos bedauerlich. Sowas sollte denen nicht in die Hände fallen. Es sei denn die wären ge-boobie-traped, was aber ein Kriegsverbrechen wäre…

      fG Lurker

    • In und um Khan Turman sind Banden vom sog. „Mudschaheddin-Schura-Rat“ aktiv, so oder anders Teil der Al-Nusra-Front. Diese Leute kennen den Krieg nicht nur vom Hörensagen, sondern sind Profis, die was davon verstehen. In Khan Turman fuhren sie beispielsweise auf einem Panzer ein, den sie vor inzwischen fast 2 Monaten in Safirah erbeutet haben. Auf diversen ihrer Videos dokumentiert, haben sie kein Problem mit schweren Waffen, Panzer werden maskiert und vor der Luftwaffe verborgen, usw. – egal also, was für Waffen die da erbeutet haben, es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie diese auch benutzen können.

    • Anonymous

      es ist schon komisch, heute suche ich die „Giftgasstadt“ und was sehe ich?
      „Pötzlich“ ist beim Khan Tuman – Lager nicht mehr nur 10 Lagerhäuser als Militärlager gekennzeichnet, sondern alle 21!
      Und angeblich seit dem 16.12.2012 zerstört.
      Es gibt auch Videos vom 15.12. wo die Terroristen aus Khan Tuman Mörsergranaten verschiessen.

      fG Lurker

  • Anonymous

    @kaumi: Wir sind völlig auf der selben Linie, allerdings glaube ich kaum, dass man einen saudischen Prinzen einfach so ausknipsen kann. Der wird mit Sicherheit von einer Horde westlicher Sicherheitsexperten umgeben sein. Die hüten ihre Melkkühe wie ihren Augapfel.

    • Anonymous

      Vor allem nicht so, daß man „glaubwürdig dementieren“ könnte.

      Die Herrscher haben sich schon internationale Gesetze zusammengezimmert wonach zuerst des Volk dran glauben muß/darf ehe es den Herrschern an den Kragen geht.

      Ich persönlich wäre auch der Meinung, daß mal ruhig so ein mit 70kg Sprengstoff ausgestopfter Telefonmast dem Flieger der Sauds/Al-Thanis vor der Nase rumlungern könnte.

      fG Lurker

  • kaumi

    Hallo, etwas OT, aber sicher relevant. Motto: „gegen das Vergessen“.
    Im Magazin „Der Soldat“ (01/13), ein österreichisches Miliz-Organ für Sicherheit und Wehrdienst, entdeckte ich, gut versteckt, folgende kleine Nachricht:

    >>Türkei
    Jene Werfergranate aus Syrien, die fünf Türken tötete,
    stammt eindeutig aus NATO
    Beständen. Es scheint so,
    als hätte das NATO
    Mitglied Türkei die syrischen Auf
    ständischen mit Waffenlieferungen unterstützt. Allerdings
    müssten diese Lieferungen mit anderen NATO
    Staaten
    abgestimmt sein< < Ein paar Zeilen nur, aber vergessen wir nicht, dass nach diesem Überfall der „Natofall“ inszeniert wurde und die Patriots inzwischen wohlbehalten und gut positioniert in Richtung Syrien zeigen!

  • Anonymous

    @Jörg:

    Ich teile Ihre Kritik an der russischen „Appeasement“ Politik. Wobei ich eigentlich nicht erkennen kann, worin der Sinn eines Appeasements liegen soll, wenn der Gegner ohnehin jegliche Mittel einsetzt die verfügbar sind (mediales Trommelfeuer gegen Russland in westl. Mainstreammedien, subversive Aktionen in der Peripherie Russlands – Stichwort Farben Revolutionen – , Jugoslawienkrieg, Arabellion mit dem langfristigen Ziel der Einkreisung Russlands, NATO-Osterweiterung, Raketenschirm, …). Die Liste ist fast endlos lang.

    Ich hatte bereits in früheren Kommentaren geschrieben, dass Russland den Schock der Niederlage im kalten Krieg nicht verarbeitet hat. Diese starre dauert bis heute an. Es gibt kein schlüssiges Konzept in der russischen Außenpolitik.

    Grundsätzlich muss Russland sich fragen ob es sich dem Westen anschließen sollte oder eine echte Gegenallianz in Eurasion und Zentralasien aufbauen will. Die russischen Eliten wollen anscheinend um jeden Preis zum Westen gehören – Stichwort Medwedjew, Oligarchen -. Hierbei will man unbedingt v.a. zu Europa gehören. Daraus resultiert eine seltsam schizophrene Aussenpolitik – nämlich contra USA und pro Europa. Dabei aber verkennend, dass Europa nur ein Vasall und Satellit der USA ist.

    Ohne Grundlegende Richtungsentscheidung kann es keine strategische Außenpolitik geben. Daher dieses seltsame herumeiern und fehlende Initiative. Diese Agonie wird seit 20 Jahren systematisch von den USA genutzt um Pflöcke in allen relevanten Regionen der Welt einzurammen.

  • Anonymous

    @ apxwn:

    Danke für Deine Erläuterungen. Ich weiß, daß der Blog nicht einen „Live-Ticker“ beinhaltet wie bei SpOn ;).

    Allerdings fiel mir das deutliche Zurückfallen der Syrienberichterstattung auf, so daß derzeit eher auf Nebenbaustellen wie z.B Gaspipelines in Pakistan ausgewichen wird.

    Alles andere ist ja schön und gut, aber vital bedrohlich, und nicht nur für Syrien, ist die Entwicklung dort auch für den Iran und langfristig auch für Russland. Und da ich, wie schon mehrfach erwähnt nicht erkennen kann, was man gegen die langsame Erosion Syriens strategisch zu tun gedenkt, musste ich mal, eigentlich in dieser Rubrik (Ägypten!) off topic, die Kommentare auf diesen Umstand hin „zweckentfremden“.

    Gruß und weiter so apxwn!

    • Ich geb‘ mir Mühe… :)

  • Jörg

    @Anonym18. März 2013 08:53

    Du hast vollkommen Recht! Rußland versagt derzeit als „Rückgrat Europas“ – wie es das in den napoleonischen Kriegen war.

    Und China versagt genauso. Die eigentlich ziemlich einfach gestrickte Strategie der US-Diktatur der bösartigen Aggressivität auf der einen und der unverbindlichen plötzlichen Freundlichkeit auf der anderen Seite („good cop – bad cop“), wird überhaupt nicht durchschaut.

  • Anonymous

    Hallo Jörg,

    das Stichwort „goog cop, bad cop“ trifft den Nagel auf den Kopf.

    Manchmal habe ich sogar den Eindruck, daß Russland quasi wie abgesprochen ein Teil dieses Spiels ist und im Grunde gar nicht als echter Gegenpart agiert, sondern nur eine ihr zugeordnete Rolle bekleidet.

    Zumindest entsteht dieser Eindruck, weil die Außenpolitik von erkennbaren Prinzipien (O.K. Gazproms Profite müssen gesichert sein, und sonst?)weit entfernt ist.

    Ein Beispiel: Wenn der Iran als Gegner der USA bedrängt wird und von Russland S-300 ordert, dann sollte die Sache ohne wenn und aber geliefert werden, und zwar in der bestmöglichen Version. Sonst gibt es bald vermutlich die nächste „akute Demokratisierung“ an der unmittelbaren Südflanke Russlands.

    Was passiert aber? Die Lieferungen werden auf Druck der USA eingestellt. Welcher Druck der USA kann den Russland so einschüchtern, wenn Russland angeblich so stark ist, wie es glauben machen will? Handelsabkommen oder was?

    Zum Thema China: Ich weiß nicht mal ob China wirklich so stark ist wie es dargestellt wird. Die sind offenbar auch in erheblichem Ausmaß auf das good-will aus Washington angewiesen. Also als global player in bedeutenden (Rohstoff-, geo-strategischen)-Konflikten sind die Chinesen bisher nicht aufgetreten, trotz aktuell offenkundiger Verdrängung aus den afrikanischen Rohstoffgebieten durch die alten Kolonial- und neuen Imperialmächte (GB, USA, Fr.). Eine adäquate Antwort aus Beijing? Keine erkennbar.

    Wenn man es objektiv und unemotional betrachtet machen die Amerikaner alles richtig (auch wenn Rückschläge dabei sind). Das Vakuum das von Großmächten wie Russland und China nicht gefüllt wird, füllen eben die USA aus. So einfach ist das. Während China wenigstens in Krämerseelen Art Geschäfte in Afrika und Lateinamerika tätigt, beschränken sich die Russen auf traditionelle Lieferungen von Waffen an alte Kunden und Gas an Europa. Hurra, Gazprom macht Kohle! Na und?

    Einer echten Weltmacht sind beide nicht würdig, da die Angelsachsen mit ganz anderen Bandagen arbeiten. Während seitens der USA an allen Schrauben gespielt (medial-propagandistisch, verdeckte Operationen, Alllianzen mit den unmöglichsten Partnern, …) wird seitens Russland wie ein lahme Ente bestenfalls reagiert. Die Initiative liegt nicht bei Moskau oder Peking. Und mit der Haltung wird man früher oder später zerrieben. Die aktuellen Resultate sprechen Bände (siehe Syrien). Keine Aggressivität gegenüber den transatlantischen „Demokratisierern“, keine Ruhe zu Hause. So einfach.

    Gruß

  • Anonymous

    @OT Diskussion um Chinas und Russlands mangelnden Widerstand.

    Der bisherige Widerstand Russlands und Chinas gegen US amerikanische geostrategische und machtpolitische Schachzuege ist zur Zeit wohl eher homoeopathischer Natur.

    Zusammen mit seinen europaeischen Vasallen, Israel, Kanada und Australien haben die USA allerdings auch ein gewaltiges Pfund mit dem sie wuchern koennen. Militaerisch sind die USA sowieso auf einem anderen Stern, und ihre Basen sind auf jedem Kontinent zu finden. China hat gar keine, und Russlands Basen koennen an einer Hand abgezaehlt werden (Tartus, Kirgisistan,?).

    Hier musss man ganz nuechtern sehen, dass Russlands und Chinas Moeglichkeiten sehr begrenzt sind. Russland ist auf die Gnade der USA angewiesen, um endlich Mitglied bei der WTO zu werden, und China hat einfach nicht die Ressourcen und die militaerische Schlagkraft, um ausserhalb seiner unmittelbaren Nachbarschaft ein geopolitisches Woertchen mitreden zu koennen. Es ist auch kein Geheimnis, dass Russland nicht zu eng mit China kooperieren will, weil ihm die fast 10-fache Uebermacht an Menschen, die sich an seinen fast menschenleeren Ostgrenzen tummelt, nicht geheuer ist.

    Ich vermute, dass Russland und China sich ihr Pulver trocken halten, weil die Wirtschaftskrise, Irak und Afghanistan die geopolitische und militaerische Ueberdehnung der USA schmerzhaft offenbart haben. In den westlichen Laendern (ex Japan) wird derzeit wirtschaftlich und militaerisch notgedrungen abgeruestet.

    Russland und China werden sich bis auf Weiteres damit begnuegen muessen dabei zuzusehen, wie sich die USA und Europa weiter selbst demontieren. Der Preis dafuer ist wohl ein zerfallender Naher Osten. Man macht halt gute Miene zum boesen Spiel.

    Syrien ist meiner Meinung nach dem Untergang geweiht, denn selbst wenn Assad in naechster Zeit einen triumphalen Sieg davontragen und die territoriale Einheit wieder herstellen sollte, wird sich das Land die naechsten 10 Jahre nicht vom Buergerkrieg erholt haben und als Spieler im grossen Schachspiel somit ausfallen. Hier koennen Iran und Russland nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

    Gruss,
    HnH

    p.s. Ein tolles deutschprachiges Blog. Gratulation.

    • Anonymous

      Guten Tag Anonym (2) :),

      Ihr Beitrag ist sehr differenziert, logisch und nachvollziehbar und in seinen Schlussfolgerungen demnach richtig.

      Trotzdem müssen Russland und China gemeinsame Interessen und v.a. gemeinsame Gegner definieren und entsprechende Allianzen bilden, die der westlichen Allianz effektiv gegenüberstehen können. In der jetzigen, losen Struktur der Shanghai Group ist lediglich wirtschaftlich etwas gewonnen, strategisch wird nichts erkennbares aufgestellt.

      Ihre Anmerkungen sind vollkommen nachvollziehbar und korrekt, aber ändern an der Notwendigkeit einer effektiven Antwort gegen die imperialen Umtriebe der USA nichts im geringsten. Schon aus Selbsterhaltungstrieb heraus müssen Synergien auf allen Ebenen genutzt werden (z.B. wirtschaftlich, politisch, wissenschaftlich, kulturell, medial, militärisch, geheimdienstlich, finanzpolitisch (Euro-Dollar-Gold-Reserven,…).

      Einige Handelsabkommen oder einzelne Manöver im Pazifik werden der Bedrohungslage in der sich Russland und China eigentlich befinden nicht gerecht.

      Gruß an alle im Blog

  • kaumi

    „Syrien ist meiner Meinung nach dem Untergang geweiht, denn selbst wenn Assad in naechster Zeit einen triumphalen Sieg davontragen und die territoriale Einheit wieder herstellen sollte, wird sich das Land die naechsten 10 Jahre nicht vom Buergerkrieg erholt haben und als Spieler im grossen Schachspiel somit ausfallen. Hier koennen Iran und Russland nur noch Schadensbegrenzung betreiben.“

    Jep, so sieht es aus.
    Die westliche Allianz, ausgenommen die GCC-Staaten, haben ihr Ziel in Syrien praktisch schon erreicht. Syrien als vollwertiges Mitglied der Widerstandsachse ist zerborsten. Dabei ist es der US-Nato völlig egal, ob Assad jetzt noch abdankt oder weiterkämpft. Das syrische Militär ist auf Jahre hinaus keine Einheit mehr, die Israel oder irgend jemandem in dieser Region Ehrfurcht und Respekt einflößt.
    Der Aufbau Syriens wird Dekaden dauern, all die Kapazität und die Ressourcen dieses Landes werden hier investiert werden müssen. Die Golanhöhen werden für Israel keine Verhandlungsmasse mehr darstelln, da es keinen adäquaten „Verhandlungspartner“ gibt.

    Nur die GCC-Staaten und Erdogan sehen sich noch nicht am Ende ihres Weges. Für diese Länder existiert nur ein Ziel: Alawiten/Shiiten vom Thron, Sunniten drauf, Demokratie scheißegal.

    23 Mio. Syrer werden nun der Welt zeigen müssen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind!

  • Franz

    Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob das Militär Jahre keine Einheit mehr bilden kann. Ist es nicht eher so, dass sich die Spreu vom Weizen trennt? Selbiges meine ich auch für Überläufer der Regierung. Sicherlich reduziert so ein Prozess die Masse, aber wird Sie dadurch nicht hochwertiger, effektiver und geschlossener?

    Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Aufbau des Landes, ausgenommen die zerstörten Kulturgüter, 30 – 40 Jahre dauert. Vorrausgesetzt die zukünftige Regierung hat das Land in Griff, sollte so ein Aufbau in 5 Jahren zu meistern sein. Die Chinesen machen es uns doch vor. Angesichts der Tatsache wieviel Geld bei dem Neuaufbau eines Landes zu verdienen ist, wird es an Technologie und ensprechenden Unternehmen nicht mangeln. Da könnten sich die Russen und Chinesen mal sinnvoll arrangieren.

    Das würde aber nur zutreffen, wenn die Syrer es schaffen die Invasion zu stoppen und auch Folgeterrorimus zu unterbinden.

    Und das kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Die westliche Welt wird Ihr Projekt zu Ende bringen, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Mich wundert es immer noch, dass B.Assad keinem Anschlag zum Opfer gefallen ist, zumal er oftmals ohne Leibwächter unterwegs zu sein scheint.

    Sehr kurios(man entschuldige mir dieses Wort)sind aktuelle Pressemeldungen. Die CIA erwägt Drohneneinsätze in Syrien um Terroristen zu bekämpfen.

    LG

    • Anonymous

      Die chinesen haben aber die finanziellen Mittel um solch einen Aufbau durchzuziehen. Das haben Sie sich durch jahrzehntelanges Aussaugen der Bevölkerung erarbeitert.
      Syrien ist defacto pleite, hängen schon am Tropf von Iran und Russland,

      fG Lurker

  • Jörg

    Putin protestiert jetzt doch! Sehr gut! Immerhin nimmt rußland ja auch an der Aktion teil.

    „Russian President Vladimir Putin called the tax “unfair, unprofessional and dangerous,” according to a statement posted on the Kremlin website.“

    http://dailybail.com/home/must-see-the-great-cyprus-bank-robbery.html