Ende eines Experiments

Blühende Landschaften im albanisierten Kosovo
Wenngleich das Augenmerk hier im Blog, geographisch gesehen, eher auf Nahost und Nordafrika liegt, so soll das nicht bedeuten, dass die Technologien, die derzeit in diesen Gefilden angewandt werden, nicht einmal separat in anderem geographsichen Kontext beleuchtet werden. Eine solche Gelegenheit ergibt sich derzeit durch die Nachricht, Serbien habe mit seiner eigenen Provinz Kosovo ein Abkommen geschlossen, das, abgesehen von einer Akzeptanz der Souveränität der letzteren, auch den Status der „serbischen Enklaven“ im albanisierten Kosovo festigen soll. Dieses Abkommen stellt das offizielle Ende einer experimentellen Anwendung neuer Technologien der Kriegführung dar, die inzwischen in anderen Regionen und großflächig eingesetzt werden.

Im Folgenden ein paar Hintergrundgedanken dazu aus dem hier schon mehrfach zitierten russischen Online-Newsportal VZ.ru.

Ende eines Experiments

Serbien und Kosovo stehen kurz vor der Unterzeichnung eines gemeinsamen Abkommens. Resultat soll die Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos im Austausch für die Festschreibung des Status der serbischen Enklaven in dessen Norden sein. Allen ist derweil klar, dass die Albaner die einmal begonnene Sache zu Ende bringen werden und diese Enklaven in geraumer Zeit so oder so “sterilisieren” werden, womit sie die “serbische Frage” endgültig klären werden.
Dieses Abkommen zieht den Schlußstrich unter einem Krieg. Einem nicht eben gewöhnlichen Krieg, der in gewissem Sinne einzigartig war, was dessen Intention und Verlauf angeht. Die USA und die NATO beginnen bereits nicht mehr nur unter Laborbedingungen, sondern ganz real die Technologien des 6. Kondratjew-Zyklus auszurollen. Technologien der Demontage und Montage sozialer Subjekte. Die primitiven, barbarischen Kriege mit Interventionen und Okkupationen sind Vergangenheit. Der moderne Krieg bedarf nicht mehr solch teurer und höchst unsicherer Instrumente. Der neue Trend ist die Selbst-Okkupation, bei der im demontierten Staat auf diese oder jene Weise eine kollaborationistische Regierung installiert wird, welche die Montage eines neuen Satellitenstaates der Siegermacht in die Wege leitet.
Die Kosten eines solchen Krieges bestehen aus exakt zwei Posten: die Bearbeitung der Bevölkerung des anzugreifenden Landes und der gewaltsame, möglichst “kontaktlosen” Zwang der bestehenden Regierung, ihre Verantwortung an die Kollaborationisten abzutreten. Der Krieg in Jugoslawien hat gezeigt, dass man die sonst üblichen Milliardenausgaben auf einen Bruchteil reduzieren kann und dabei denselben Effekt erzielt. Eine der ersten “farbigen” Revolutionen und die Militäroperation der NATO in Jugoslawien – beides sind Kriegshandlungen, die ein und die selbe Intention und das gleiche Ziel hatten. Die Kriegskosten für die NATO: Treibstoff für die Militärflugzeuge, ohnehin abgeschriebene Munition, und eine F117 “Stealth”, welche die Serben quasi mit einem Spaten vom Himmel geholt haben. Ein paar frisch gedruckte Dollars, und das war’s auch schon.
Und was dann? Raketen und Bomben wurden neu produziert, womit man die eigene Rüstungsindustrie auslastete, die zerstörte Infrastruktur in Jugoslawien bauten die Aggressoren selbst wieder auf (und das nicht nur für ein Dankeschön, versteht sich), das neue freie und demokratische Jugoslawien verlor Montenegro und wurde endgültig zu Serbien. Zum Geächteten Europas. Dem man es gnädig gestattete, der brüderlichen europäischen Völkerfamilie gegen Verzicht auf den Rest der Souveränität beizutreten. Damit ist das Experiment beendet.
In Jugoslawien erprobte Technologien der Kriegsführung werden inzwischen großflächig eingesetzt. Die “farbigen” Revolutionen im postsowjetischen Raum, der “Arabische Frühling” – alles das hat ein und denselben Ursprung. Den Krieg gegen Jugoslawien.
Militäroperationen gegen souveräne Staaten entfalten sich überall nach ein und demselben Szenario: Destabilisierung der inneren Lage, Anfachen von Konflikten im Landesinneren, Bürgerkrieg unterschiedlicher Intensität unter verschieden starker Einbindung äußerer Mächte, Abtragen der nationalen Regierung und schlussendlich ein Frieden unter den Bedingungen des Siegers. Der USA und der NATO.
Bei jedem weiteren Opfer ändert man die Herangehensweise ein wenig, je nach den Besonderheiten der bestehenden inneren Bruchlinien, allerdings haben wir im Großen und Ganzen einen völlig neuartigen Typ von Kriegführung vor uns, der in seiner Effizienz dem von den deutschen Generälen erfundenen Blitzkrieg oder den auf den Weiten des Stillen Ozeans bis zur Perfektion geschliffenen Einsätzen von Flugzeugträgerverbänden in nichts nachsteht. Diese beiden, zu ihrer jeweiligen Zeit besten und modernsten Technologien der operativen Kriegführung haben im Verlauf von einem halben Jahrhundert die Entwicklung der schlagkräftigsten Armeen weltweit bestimmt. Mittlerweile jedoch treten die teuren Panzer- und Flugzeugträgerverbände zurück und räumen das Feld für das Internet, Facebook und Horden von hirnverbranntem Jungvolk.
Nichtsdestotrotz ist die Lage noch nicht hoffnungslos. Als Antwort auf die Technologien der Demontage beginnen die Opferländer, ihre Gegentechnologien zu entwickeln und zu erproben. Bisher noch rein defensiv. Syrien ist unter den ersten der Länder, die unter die Dampfwalze dieser neuartigen Kriegführung geraten sind. Syrien sucht und findet in vielerlei Hinsicht seine Methoden, dieser neuen Art Krieg zu widerstehen.
Eine endgültige Wiederherstellung der Balance zwischen potentiellen Aggressoren und ihren Opfern ist nur in dem Fall möglich, wenn die Opfer (wenigstens eines der Opfer!) es schaffen, eine symmetrische Technologie zu etablieren. Wenn die Aggressoren davon ausgehen können, dass es eine analoge, adäquate Antwort auf ihrem eigenen Territorium geben kann.
Quelle: http://vz.ru/opinions/2013/4/24/630131.html

Tags:, ,

Trackback von deiner Website.

  • Anonymous

    „Wenn die Aggressoren fest davon überzeugt sein müssen, dass sie mit einer analogen, adäquaten Antwort auf ihrem eigenen Territorium rechnen müssen.“ solch eine Antwort kann ich mir in den Staaten des Nahen Osten gut vorstellen. Es fehlt nicht viel, um in Saudi Arabien, Bahrain und Jordanien (in allen diesen Ländern ist die Bevölkerung täglich auf der Straße und protestiert)mit etwas ausländischer Hilfe eine adäquate Antwort zu geben. Um aber eine ähnliche Antwort in GB, USA Frankreich oder Deutschland zu geben, bedarf es wahrscheinlich mehr. Die Bevölkerungen in diesen Ländern sind träge geworden und zur Zeit noch zu bequem. Noch haben sie ausreichend Brot und Spiele. Aber wenn die finanzielle Schraube fester angezogen wird,….
    In Griechenland, Portugal und Spanien haben die Menschen gezeigt, wozu sie (bald) in der Lage sein werden.
    Schaun wa mal.
    habkind

  • Nobilitatis

    Die Darstellung der Entstehung der jugoslawischen Sezessionskriege ist einseitig und falsch. Geschichtsvergessen könnte man noch hinzufügen.
    Die Agression ging ursächlich von den nationalchauvinistischen Kräften der Serben aus. Dass gleichartige Kräfte in den unterdrückten Ethnien entstehen ist mit Sicherheit kein Zeichen von NATO-Aktivität. Zeigen Sie mir ein einziges Zeichen von Friedfertigkeit der serbischen Bevölkerungsgruppen in Kroatien, Bosnien, in Serbien selbst, Mazedonien, in der Vojvodina oder dem Kosovo. Wo ist denn die Mitarbeit der serbischen Einwohner des Kosovo an der Staatlichkeit?
    Oder vergleichen Sie mit der Trennung von CSR und Slovakei.

    • Das, was Nobilitatis hier beschreibt, heißt im Text oben „Bruchlinien“. Die gibt es überall, ebenso wie es verschiedene Methoden gibt, solche Bruchlinien zu glätten, zusammenzuhalten, oder – anders herum – zu potenzieren und auszunutzen. Ich persönlich kann mich an die damals auf n-tv heruntergeleierten Spots mit Spendenaufrufen für die „Milliarden vertriebenen Albaner“ erinnern. Dass es die nicht gegeben hat, ist heute auch klar.

      Ich war vor 3 Jahren in Kosovo. Quer (Südost nach Westen und weiter nach Norden) durch. Und gesehen und gesprochen habe ich mit unzähligen Albanern, die allesamt (u.a. aus Deutschland) „importiert“ waren und in Kosovo herumlungerten (zu rund 80% arbeitslos; denn man zahlt ihnen dort ordentliche Unterstützung als Anreiz für eine Ansiedelung). Und mit Serben, die südlich von Kosovska Mitrovica entweder durch vollkommene Verschrecktheit und Angst (Gracanica) oder durch Hungerleiden und Bettelei in Erinnerung geblieben sind. Nördlich der Brücke in Kosovska Mitrovica hat man den Eindruck, als sei man in Serbien. Von welcher Mitarbeit an welcher Staatlichkeit sprichst Du, Nobilitatis?

  • Anonymous

    Hallo apxwn,

    hierzu muss ich eines anmerken was mir aufgefallen ist.
    Seit quasi Elsässer und Handke wegen Jugoslawien „verbrannt“ sind und somit im Mainstream völlig verpöhnt ist dieses Thema selbst in sonst kritischen Teilen der Medien ja sogar bei Internetblogs die den Irakkrieg oder auch Lybien und Syrien kritisch begleiten zumeist nicht vorhanden.

    Sprich all die Leute die die Kriegsgründe in Lybien oder dem Irak hinterfragen stehen zumeist trotzdem 100% auf dem Standpunkt das der Westen gerade im Fall Jugoslawien nicht gelogen hat. Ein Beobachtung die mich etwas wundert.

    Was die Serben angeht nun die haben in der Geschichte immer wieder bewiesen das sie keinerlei Ahnung davon haben was die Stunde Geopolitisch gerade geschlagen hat und werden das auch wohl auch nicht mehr lernen.
    Wo der glorreiche aber auch Verlustreiche Kampf gegen eine Übermacht seien es Osmanen, Nazis oder Nato gefeiert die Folgen dieses stetigen ausblutens aber ignoriert werden ist Hopfen und Malz verloren.

    Slavik

  • Nobilitatis

    Kosovo ist nicht als albanischer Staat gegründet worden. Wenn sich die Serben im Kosovo der Illusion einer weitergehenden Zugehörigkeit zu Serbien hingeben und die Zusammenarbeit mit den staatlichen Autoritäten mit der Waffe in der Hand bekämpfen, wird es dort keine Versöhnung geben. Was ist staatliche Autorität? Es gibt da die 3 Gewalten. Politik, Verwaltung und Gerichte sind theoretisch offen für die Minderheiten des Kosovo und um als Minderheit Bestand zu haben muss man seine Rechte wahrnehmen. Dafür kann man dann auch die internationale Gemeinschaft, die sich im Kosovo deutlich bemerkbar macht, verantwortlich machen. Da passiert einfach nichts. Man sagt ja, dass der längste Weg mit einem ersten Schritt beginnt. Konfrontation hingegen (Serben und Albaner müssen Feinde sein) führt immer zur Konfliktlösung im Sinne des Stärkeren.
    Ich heiße die Verhältnisse im Kosovo nicht gut. Aber ist die Haltung der serbischen Minderheit im Kosovo ein sinnvoller Lösungsansatz?
    Und Ihr Erlebnisbericht stellt m.E. eine grobe Vereinfachung dar. Wenn Sie im Serbengebiet den Eindruck hatten, Sie seien in Serbien, welchen Eindruck macht dann z.B. Transnistrien auf Sie? Oder Berg Karabach? usw.

    • Wahrscheinlich muss, bevor eine serbische Minderheit merklich auf „rechtsstaatlichem“ Wege Rechte geltend macht, Gras über den Einschnitt mit dem Krieg von ’99 wachsen, oder, anders ausgedrückt, die eine oder andere Generation vorüberziehen. Ich sag’s mal so. Die Mehrheit der slawischen Völker bzw. die Mehrheit der Menschen sieht weniger die Gesellschaft, sondern eher eine Nation als staatenbildend an. Da geraten Welten aneinander. Vor dem ersten Schritt braucht’s also erstmal Eingeständnisse oder Abfinden und Akzeptieren der gegenwärtigen Lage. Oder das wäre dann eben der erste Schritt.
      In Transnistrien oder Berg-Karabach war ich nicht (nur in Moldawien und Aserbaidschan), also kann ich schlecht von Eindrücken reden. Zum Kosovo „nicht als albanischer Staat“ gegründet: naja… das würde ich (was die aktuelle Inkulturation einschl. des Einpflanzens aggressiver antiserbischer Umtriebe, neuer Volkshelden usw.) angeht, auch ein wenig bezweifeln. Ob „albanischer Staat“ oder nicht „albanischer“, Fakt ist die gewaltsame Schaffung von Tatsachen: Ideologie, Identität, „Volksmassen“.

    • Nobilitatis

      Den ersten Teil sehe ich genauso.
      Den letzten Teil sehe ich als Klage ohne Grund. Es scheint mir alternativlos, zumindest wenn man es realistisch betrachtet. Staatengründung verläuft doch fast immer so. Ausnahme vielleicht Weißrussland, da scheint es keine weißrussische Identität des Staates zu geben. ;-)

  • Anonymous

    Achja und noch etwas werter apxwn,

    was mich persönlich interessieren würde und vielleicht auch andere wären Informationen über die Wirtschaftliche Abwicklung der Sowjetunion, Jugoslawiens aber auch der DDR.
    Die Mär das im Osten nie was gescheites produziert wurde hat sich ja in unseren Gefilden gut verbreitet und hällt sich hartnäckig.
    Ich denke dem etwas entgegenzuwirken wäre auch ein Interessantes Feld zumal es aufzeigen würde wie der Westen arbeitet auch ohne das es direkt zu Krieg kommt.

    Insbesondere dieses Video wie Putin die letzen Reste der Sowjetindustrie gerettet hat wenn auch etwas arg Pro-Putin ausfallend fand ich sehr interessant. Das gesamte Konzept der Economic Hitmen ist ja etwas was dem Gro der Bevölkerung in Deutschland völlig unbekannt ist und was sie wohl als Hirngespinnst oder Verschwörungstheorie abtun würden.

    Alles natürlich nur als Anregung zu verstehn. Wenn dir diese Themen nicht liegen dann natürlich nicht ;)

    Gruß Slavik

  • Nobilitatis

    Hallo, Slavic!
    Im Krieg wird IMMER gelogen. Hinterfragen Sie mal die Kriegsgründe für den 1. und 2. Weltkrieg. Besonders die der USA. Oder die Kriegsgründe der Dschihadis aus den verschiedenen Epochen.

  • Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    • Nobilitatis

      Ich hab mir jetzt das komplette Video angesehen. Um Srebrenica ging es da überhaupt gar nicht.

  • @apxwn
    Ich habe kein Handy aber ich habe deine Nachricht erhalten.

    Obiger Kommentar aus versehen entfernt.
    Ich mache den Kommentar einfach nochmal.
    Die Doku hat vielleicht nicht grad mit Srebrenica zu tun aber sie belegt die Mustervorlage für die folgenden Kriege.

    Doku; Die Lügen: Srebrenica, Rugovo und der von „Scharping“ erfundene Hufeisenplan:
    http://www.youtube.com/watch?v=-e5wfmhxDzg&list=PL44D4DA6B3D160D78&index=1

    Wie die Nato im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand

    Ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth
    WDR – Ausgestrahlt im Ersten Deutschen Fernsehen am 8. Februar 2001.
    Die derzeitige Kriegspropaganda lässt Erinnerungen an die Grundmuster der beiden US-Kriege gegen den Irak 1990 und 2003, beim jugoslawischen Bürgerkrieg Anfang der 90er Jahre und beim NATO-Krieg gegen Rest-Jugoslawien 1999 wach werden. All diese Kriege begannen mit einer Lüge: Brutkastenstory, Massenvernichtungswaffen, Massaker von Racak .

    Vieles scheint sich jetzt zu wiederholen.
    – Das vollständige Manuskript –
    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/ard-sendung.html

    Solche Kriege werden Medial gründlich durch SOFT POWER vorbereitet.
    Soft Power (im deutschen auch als weiche Macht bezeichnet) ist ein von ///Joseph Nye/// geprägter politikwissenschaftlicher Begriff, der die politische Machtausübung (insbesondere die Einflussnahme in den internationalen Beziehungen) auf Grundlage kultureller Attraktivität, der Ideologie und auch mit Hilfe Internationaler Institutionen beschreibt. Zentrales Merkmal der Soft Power ist die Machtausübung durch die Beeinflussung der Ziele politischer Akteure, ohne dass dazu (wirtschaftliche) Anreize oder (militärische) Bedrohungen eingesetzt werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Nye

    • Dazu auch noch Zitat:
      “ USA enthüllt Massenvernichtungswaffen in Syrien, die man im Irak nicht gefunden hat

      Da bleibt einem wirklich die Spucke weg. Dieselben uralten Lügen, die zum Krieg und Sturz Saddam Husseins führten, werden jetzt wieder aufgetischt. Jeder minimal anständige Journalist würde die Brocken hinwerfen und sagen: „Den Dreck könnt ihr alleine machen.“ Zumal ausgerechnet von den Ländern, die notorisch und immer lügen, wenn sie das Maul aufmachen: die USA und Israel. Und diese Länder sind es, die in ihren Kriegen regelmäßig Massenvernichtungswaffen angewendet haben, an denen heute noch, viele Jahre danach, immer noch Menschen elendig zugrunde gehen und sterben. All das wissen diese sauberen Herren natürlich, aber weil sie eingefleischte Rassisten sind, pfeifen sie darauf.“

      weiter lesen:
      http://einarschlereth.blogspot.ch/2013/04/usa-enthullt-massenvernichtungswaffen.html

  • Comrade John

    Jugoslawien u. Serbien standen auf der Abschussliste des Imperiums. Der unabhängige Nationalstaat Jugoslawien musste weg, um die „europäische Einigung“ abzuschliessen. Am Kosovo hatten die USA ein Sonderinteresse, schon seit den 70er Jahren bauten sie oppositionelle Gruppen auf. Die innerstaatlichen Sprengsätze wurden also von aussen gelegt. Plötzlich erwachten slowenische, kroatische… Unabhängigkeitsbewegungen. Der ganze Westen war sich einig, dass das sozialistische Regime von Milosevic schuld am innerjugoslawischen „Bürgerkrieg“ sei. Nicht auszuschliessen, dass auch serbische Kräfte Aufgaben in diesem Plan hatten u. die „ethnischen Gegensätze“ noch befeuerten.
    Am Anfang der Loslösung Kosovos stand die bewaffnete Kampagne der UCK gegen serbische Sicherheitskräfte u. Zivilisten. Sie war von US-Militärs instruiert u. von der CIA mit Ausrüstung versehen. Erst als sich zeigte, dass die Albanermiliz es nicht allein schaffen würde, kamen die Nato-Bomber.
    Die Provinz Kosovo war ein integraler Bestandteil der jugoslawischen Teilrepublik Serbien, geschichtlich ein sehr alter Landesteil. Der heutige Staat Kosovo stellt eine Sezession dar u. ist wahrscheinlich völkerrechtswidrig.

    Das sind die Fakten aus serbischer Sicht:

    – Nur den Serben
    als einziger Volksgruppe des ehem. Jugoslawien ist nicht erlaubt in einem gemeinsamen Staatsverband zu leben, die Serben der Serbischen Republik (ca. 1,4 Mio.) in Bosnien mussten im Staat Bosnien-Herzegowina bleiben, obwohl sie den Anschluss an das Mutterland wünschten. Zudem sind sie auch in Bosnien durch einen extra eingerichteten Puffer getrennt, siehe die Karte:
    Republika Srpska (Serbische Republik) – Daten und Fakten
    http://www.serbien-urlaub.info/t13f12-Republika-Srpska-Serbische-Republik-Daten-und-Fakten.html

    – Vertreibung:
    die grosse Mehrheit der Krajina-Serben (200 000 Personen) musste fliehen oder wurde vertrieben (1995), alle anderen sind dem neuen Staat Kroatien unterworfen u. erhalten keine Minderheitenrechte. Von ihrem Schicksal spricht heute keiner mehr.

    – Kriegsschuld:
    „Den Serben“ wird generell die Schuld an den Jugoslawienkriegen 1990-95 u. am Kosovokrieg (1999) gegeben, obwohl dies mit der Wirklichkeit kaum in Einklang steht. Es handelt sich um die typische Propaganda des US-Nato-EU-Blocks, der das Ziel verfolgte Jugoslawien aufzulösen u. dann in Einzelteilen der Nato und EU einzugliedern.

    – „Selbstmorde“
    in den sichersten Haftanstalten der Welt? Es betraf wieder nur Serben im Gewahrsam der Internationalen Ankläger in Den Haag, darunter Ex-Staatspräsident Milosevic und Milan Babic (Führer der kroatischen Serben – Serbische Krajina- 1991-95).

    – Kriegsverbrecherprozesse
    Die gesamte Führung Serbiens u. der bosnischen u. kroatischen Serben kam vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dort wurden überhaupt vor allem Serben angeklagt u. am härtesten verurteilt. Das entspricht der vorangegangenen Einseitigkeit des Westens gegen die Staatsführungen Jugoslawiens u. Serbiens.

    Heute bettelt Serbien um die EU-Aufnahme. Kroaten u. Slowenen sind da schon angekommen – den Nationalstolz, auf den sie sich vor 20 Jahren berufen haben, können sie als EU-Mitglieder vergessen – wird hier nicht gebraucht. Die Albaner im „Staat Kosovo“ sind heute noch ärmer als damals im jugoslawischen Staatsverband. Keine der Volksgruppen Ex-Jugoslawiens hat wirklich was erreicht, ausser (vorübergehend) etwas mehr Wohlstand für die Mittelklasse. Die Oberschichten sind sowieso immer dieselben – gestern jugoslawische Kommunisten, heute EU-Kapitalisten.
    Gewonnen haben nur die Strategen in Brüssel u. die Hintermänner: „Europa vereinigt“, die Russen vom Balkan verdrängt, Kosovo eine Drehscheibe der organisierten Kriminalität.
    Spätestens wenn auch in Kroatien, Slowenien, Serbien… alle imperialen „Menschenrechte“ wirken u. die Deindustrialisierung u. Verarmung der eigenen Völker richtig einsetzt, werden die sich fragen, ob es sich gelohnt hat, dass sie sich aufeinanderhetzen liessen.

    • Nobilitatis

      Was Sie noch vergessen haben: Die Geschichte fängt erst an, als die NATO eingreift, Srebrenica hat es nie gegeben und alle Serben sind niedliche pazifistische Kuschelbären.
      Auf diesem Niveau sollte man nicht diskutieren.
      Einzelnes Gegenargument: Der Republikstatus des Kosovo wurde von Milosevic einseitig aufgehoben. Soviel zum „integralen Bestandteil“. Die jugoslavischen Nationalismen hat Milosevic auf dem Amselfeld geweckt, nicht die NATO.

    • Der Bund, den serbische Nationalisten mit ihrer Staatsführung im Kroatienkrieg schlossen, war in der Tat fatal. Hätte es ihn nicht gegeben, wären B-H und Montenegro zwar auch abgetrennt worden, aber drastisch weniger Zivilisten wären geschlachtet, dramatisch weniger Verwüstungen angerichtet worden.

  • Comrade John

    Quellen:

    Wie die EU-Verfassungsrechtler den Zerfall Jugosawiens begleiteten:
    Badinter Kommission (Wikipedia)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Badinter-Kommission

    AG Friedensforschung
    (Gesammelte) Beiträge zur Konfliktregion Jugoslawien
    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/jugoslawien/Welcome.html

    Balkan Blick
    “Oluja” und das Ende der serbischen Krajina
    http://balkanblick.wordpress.com/2011/04/16/oluja-und-das-ende-der-serbischen-krajina/

    Das „Massaker von Srebrenica“ 1995 an bosnisch-muslimischen Zivilisten, der am meisten propagierte Beweis serbischer Gräueltaten im Bosnienkrieg ist – eine Nato-Lüge:
    http://www.srebrenica-facts.com/einleitung

    Wikipedia
    Liste der Angeklagten und Urteile vor dem Jugoslawientribunal in Den Haag
    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Strafgerichtshof_f%C3%BCr_das_ehemalige_Jugoslawien#Anklagen

    RIA NOVOSTI – 16/03/2006
    Zeuge im Milosevic-Prozess: „Glaube nicht an Milosevics Selbstmord“
    http://de.rian.ru/world/20060316/44385590.html

    Internationale Justiz auf einem Auge blind?
    DW.de – 16.11.2012
    Umstrittenes Urteil: Kroatische Generäle frei
    http://www.dw.de/umstrittenes-urteil-kroatische-gener%C3%A4le-frei/a-16385999

    Wer den Albanerstaat Kosovo anerkennt und wer nicht
    – Karte (Wikipedia)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Anerkennung_des_Kosovo

    Das Lieblingskind des Westens, der Mafiastaat Kosovo – Europas Hauptumschlagplatz für Drogen u. menschliche Organe:
    Telepolis (Heise), 2005
    Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch
    http://www.heise.de/tp/artikel/19/19320/1.html

    Balkanblog, 2010
    Frank Wisner vom CIA und die Zerstörung der Kosovo Wirtschaft, in einen Drogen Umschlag Platz
    http://balkan-spezial.blogspot.de/2010/04/von-krimineller-energie-getrieben-frank.html

    KOPP – 06.04.2011
    Die Mafia im Kosovo: Warum die USA und ihre Verbündeten das Organisierte Verbrechen ignorierten
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/matt-mcallester-jovo-martinovic/die-mafia-im-kosovo-warum-die-usa-und-ihre-verbuendeten-das-organisierte-verbrechen-ignorierten.html

    RIA NOVOSTI – 23/01/2013
    Lawrow: Ermittlungen zu illegalem Organhandel im Kosovo durch EU behindert
    http://de.ria.ru/society/20130123/265377559.html

    RIA NOVOSTI – 9/3/2013
    Im Kosovo regiert die Mafia – Ex-Untergeneralsekretär der UNO
    http://www.de.rian.ru/politics/20110214/258335983.html

  • @apxwn
    Daß Du die militärpolitische Abwicklung der national(!)staatlichen WK2-Nachkriegs“ordnung“ mit den Kondratjew-Zyklen in Verbindung bringst, finde ich interessant. Warum? Wie?

    Zu Jugoslavien und Comrade John:
    Ich möchte gesagt haben, daß der angebl. „ganze Westen“ (US + EU = NATO) in den Jugoslavienkriegen erst einmal neu formiert wurde, nachdem die Selbstabwicklung der SU die imperialistische Konkurrenz entfesselt hatte. Ein Blick auf die Karte kann zumindest vordergründig plausibel machen, daß eine Zerlegung Jugoslaviens, seine Neutralisierung als politisches Kraftzentrum, zu diesem frühen Zeitpunkt (ab 1990) kaum im Interesse der USA gelegen haben kann. Die Ablösung Kroatiens und Sloveniens war ein deutsch-österreichisches Projekt mit Hilfstruppen in Ungarn und Skandinavien, das sich in erster Instanz gegen die Sonderbeziehungen Italiens und Frankreichs mit den panjugoslavischen Eliten und serbischen Nationalisten richtete. Die Kohl-Regierung trachtete mit dem Kroatienkrieg zu verhindern, daß D. (und mit D. eben auch Skandinavien) vom Mittelmeer abgeklemmt würde. Hebel war nicht „Dummheit“, sondern Armut + die Integration der alten faschistischen und halbfeudalen Eliten in die panjugoslavische Herrschaftsbürokratie!
    Gegen den österreichisch-deutschen Einfluß wurde der Bosnienkonflikt mit islamischen Söldnern zum Gemetzel aufgewertet, verbunden mit dem „Angebot“ an D., sich via UN (NATO)-Protektorat beteiligen zu dürfen. Die Wall Street und ihr Repräsentant Clinton wurden von Neocons + Pentagon in den Kosovo-Krieg regelrecht hinein gezwungen. Der Pakt der Schröder-Regierung mit den Neocons galt (das wurde schon angedeutet) dem „höheren“ Ziel der europäischen Integration.

    • @TomGard
      Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, der Text (siehe Quelle). Ich erkenne anhand dessen nur, dass der Autor die Hauptausrichtung des 6. Zyklus (2010-2050) im „social engineering“ sieht. Wofür der „Arabische Frühling“ spricht, dessen „Testlauf“ er scheinbar im jugoslawischen Szenario von 1999 erkennt.

    • Schade.

      Komplett daneben ist die Verknüpfung mit dem „Kondratjew“ nach der ökonomischen Seite. Es kann wohl kaum ernstlich strittig sein, daß die „Kreativität“ des Chaos, das der Imp. stiftet, der Verhinderung bzw. mindestens Verzögerung eines neuen Akkumulationszyklus gilt, statt daß sie Platz für ihn schüfe.
      Aber soweit der Kondratjew überhaupt was trifft (es ist ein empirisch beschreibender Name für etwas Unbegriffenes) zielt er ohnehin mehr auf die Seite der Gewalt, als auf die des Geschäfts, nämlich über den Weg der Herrschaftstechnologien bzw. deren ökonomische Voraussetzungen. Da gibt es allerdings das Phänomen zu beachten, daß die Herren seit 23 Jahren mit wachsendem Erfolg die Kosten der Repression senken, bei gleichzeitig fallendem ökonomischen Effekt williger (demokratischer) Unterwerfung. „Yes, we can“, ist in erster Linie als die Überzeugung zu lesen, daß schrankenlose Herrschaftsgewalt „machbar“ ist, daß ihr Wirkungsgrad keine Schranke mehr am Zweck effektiver Ausbeutung hat. Anders ausgedrückt: die alten imperialistischen Staaten nutzen ihren Vorsprung bei den Technologien und im Durchsetzungsgrad sozialer Kontrolle, ihre konkurrenzlose Unempfindlichkeit gegen die destruktiven Auswirkungen relativer wie absoluter Armut und Depravation, die sich speziell in den USA und UK, aktuell in Griechenland, Spanien, Italien beobachten lassen. Feuilletonistisch könnte man zumindest in den USA davon sprechen, daß die Aristokratie der Eliten sich mit dem Pöbel gegen die Mittelschichten verbündet hat, mit dem Effekt, daß die Bildung stabilisierender und akkumumationswirksamer Mittelschichten in den nachgeordneten Weltmarktperipherien wirksam behindert bzw. kriegerisch unterbunden wird.

  • Comrade John

    @ Nobilitatis, 27. April 2013 09:54
    „Was Sie noch vergessen haben: Die Geschichte fängt erst an, als die NATO eingreift, Srebrenica hat es nie gegeben und alle Serben sind niedliche pazifistische Kuschelbären.
    Auf diesem Niveau sollte man nicht diskutieren.“

    Verzeihen Sie, dass meine Darstellung nicht auch die übrigen rd. 600 Jahre serbischer Geschichte seit der Schlacht auf dem Amselfeld (1389) umfasst, oder geben Sie mal einen Stichtag an, bei dem ich loslegen sollte, damit man es überhaupt verstehen kann.

    Zu „Srebrenica“ wurde meinerseits mind. ein Link gegeben, Sie können zu einer der ungeheuerlichsten u. gewohnt schmierigen politischen Lügen der westl. Nomenklatura im gewaltsamen Umgang mit ihren weltweiten Feinden auch gern noch mehrere bekommen:

    AHRIMAN-Verlag
    „Das »Srebrenica« der Propaganda ist –
    das Lügen-Auschwitz der NATO
    Alexander Dorin, Zoran Jovanovic: Srebrenica – wie es wirklich war“
    http://www.ahriman.com/buecher/srebrenica.htm

    atheisten.org – 28. Mär 2010,
    „Srebrenica und andere Lügen in den jugoslawischen Kriegen
    „Aus einem Interview von Cathrin Schütz (Junge Welt) mit dem Publizisten Alexander Dorin:“
    http://www.atheisten.org/forum/viewtopic.php?f=15&t=4711

    einartysken, 21. September 2012
    „Die Srebrenica-Genozid-Lüge: Interview mit Alexander Dorin“
    http://einarschlereth.blogspot.de/2012/09/die-srebrenica-genozid-luge-interview.html

    Von niedlichen pazifistischen serbischen Kuschelbären habe ich nichts geschrieben.

    Indes habe ich nunmehr Ihr Niveau begriffen, das sich offenbar am besseren Stil der herrschenden Eliten orientiert, dem Sie nacheifern. Dagegen bin ich naürlich machtlos.

    „Die jugoslavischen Nationalismen hat Milosevic auf dem Amselfeld geweckt, nicht die NATO.“

    Selbst „Wikipedia“, sehr oft auf Seiten des Mainstream, hat inzwischen erkannt, dass es die berüchtigte Rede Milosevic‘, die angeblich sämtliche Nationalismen in Ex-Jugoslawien angeheizt u. wesentliche Ursache der kurz darauf einsetzenden „Jugoslawien-Kriege“ gewesen sein soll, so nie gegeben hat:
    Wikipedia, Amselfeld-Rede
    http://de.wikipedia.org/wiki/Amselfeld-Rede

  • Nobilitatis

    Wikipedia ist ein Mitmach-Lexikon, da könnten theoretisch sogar Sie was reinschreiben. „Auf Seiten des Mainstreams“ ist da wohl wenig verwunderlich.
    Es ist durchaus bezeichnend, dass Sie versuchen, der serbischen Bürgerkriegsseite die komplette Schuld zu erlassen. Da so viele Menschen tot sind, dürfte das aber nicht funktionieren.
    Und wenn Sie mein „Niveau“ an einer dreizeiligen sarkastischen Bemerkung festmachen, qualifizieren Sie alle übrigen Ihrer Behauptungen in der gleichen Weise. Versetzen Sie sich doch mal in die Lage eines unvoreingenommenen Mitlesers.

  • Comrade John

    @ Nobilitatis
    Der verwiesene Link auf Wikipedia beschäftigt sich mit den versch. Versionen der fraglichen Milosevic-Rede, von denen mind. eine, die von der FAZ kolportierte deutschsprachige Version, als mutmassliche Fälschung herausgestellt ist. Wikipedia nennt i.d.R. seine Quellen.

    Sie haben hier noch keine einzige Quelle zu Ihrem profunden Wissen genannt u. nehmen offenbar auch die angebotenen Links in Erwiderung Ihrer spärlichen Ausführungen nicht als Gesprächsgrundlage an.

    Allerdings hört sich das was Sie vortragen nach staatsoffizieller Medienpropaganda an. Man vergleiche Ihre anfänglichen Postings, wo der serbischen Minderheit im Kosovo allen Ernstes angeraten wird sich ihren Verfolgern u. Totschlägern* freiwillig selbst auszuliefern.

    Den Unsinn mit dem „Niveau“ haben Sie begonnen um von der Sache abzulenken, nach demselben Muster sprechen Sie Schattenmann nun von der „Qualifikation“ meiner Postings u. machen sich Krokodilssorgen um „unvoreingenommene Mitleser“.
    Um die mache ich mir keine Sorgen, noch hat es Jeder in den Hand sich frei zu informieren.

    *weitere Quellen

    Eurasisches Magazin – 03.02.2011
    „KOSOVO
    Ein straffreies Paradies für UCK-Verbrecher?“
    http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Ein-straffreies-Paradies-fuer-UCK-Verbrecher/20110213

    Balkanblog – 16. Juli 2011
    „ZDF Report, über die Kosovo Verbrecher Organisation UCK – KLA, über Zivilisten Entführung und Organ Handel“
    http://balkan-spezial.blogspot.de/2011/07/zdf-report-uber-die-kosovo-verbrecher.html

    Balakanforum, 06.06.2012
    Die Verbrechen der UCK
    http://www.balkanforum.info/f9/verbrechen-uck-216441/

  • Anonymous

    Comrade,

    du kannst das weder Nobilitatis noch sonst einem Deutschen übelnehmen.

    Sie haben in Ihrer Schule und Ihren Medien etwas gelernt was ich schon immer für seltsam und falsch erachtete.

    Sie haben den zweiten Weltkrieg angefangen und haben sich deshalb nicht über ihre Opfer zu beschweren. Auch Morde und Vertreibungen an Deutschen in den ehemaligen Ostgebieten sind völlig Rechtens und Moralisch Unverwerflich weil diese Leute ja Hitler nicht aufgehalten haben.

    Mit dieser Denkweise gehen die Deutschen auch an die Jugoslawienkriege rann.

    Die Serben haben angefangen also sind Morde an Serben und Vertreibung von Serben etwas absolut nicht verwerfliches und sie sind dafür selbst verantwortlich Punkt.

    Diese Denkweise ist etwas was in den Deutschen tief drinn ist. Alles andere wäre relativierung der eigenen Verbrechen. Also muss man die anderen Verbrecher ignorieren oder davonkommen lassen damit man ja nicht in den Verdacht gerät Nazi zu sein. Und genau diese Denkweise erwarten Deutsch Politiker auch von den Serben um ihre Reife für die EU zu beweisen.

    Das Kosovo ist eh verloren die paar Serben die dort noch leben sollte man nach Serbien, Montenegro oder Bosnien umsiedeln damit sie nicht auch noch zufällig in eine Axt fallen oder so. Den Morde und Verbrechen begehen die lieben Albaner nicht das sind alles schauermärchen des Milosevisregimes (auch postmortem noch weiterhin^^).

    Gruß Slavik

  • Nobilitatis

    @Comrade John
    Sie werden es nicht schaffen, die serbischen Verbrechen zu verbergen. Auch nicht, wenn Sie wahre oder erfundene Verbrechen gegen die diversen Bürgerkriegsgegner präsentieren.
    Ihre „Quellen“ zu Srebrenica gehen alle 3 auf ein und dieselbe dubiose Person zurück. Und die behauptet noch nicht mal, dass das Massenmorden nicht stattgefunden hat.
    Ansonsten wird es keine Gesprächsbasis geben, solange Sie nicht anerkennen, dass alle Menschen frei und gleich sind, unabhängig ihrer Nationalität. Wer ganze Ethnien abqualifiziert und als minderwertig ansieht, hat im Diskurs nichts verloren. Gibt übrigens eine Menge Serben, die das auch unterschreiben würden.

    • Wenn Du aufrichtig dächtest, was Du im letzten Absatz schreibst, Nobilitatis, würde die Bezeichnung „serbische Verbrechen“ nicht aus Deiner Feder fließen. Wie kann ein „Verbrechen“ das Attribut einer Volksgrupe tragen, wenn nicht zu dem Zweck, die Volksgruppe zu pönalisieren?! (Pönalisieren soll hier heißen: die Zugehörigkeit zur Volksgruppe wird kraft Sippenhaftung strafwürdig, die Beweislast individueller Unschuld liegt beim kollektiv Angeklagten und die Milderung der Kollektivstrafe im Falle erwiesener individueller Unschuld wird zum Gnadenakt)
      Wenn Du aufrichtig gesagt haben wolltest, auch serbische Volksangehörige hätten im Namen eigener bzw. fremder Volkszugehörigkeit gemetzelt, dann würdest Du das schreiben … denn das gilt, wie Du gewiß weißt, für alle kriegsbeteiligten jugoslavischen Volksgruppen.

    • Nobilitatis

      Wenn Verbrechen im Namen einer Volkszugehörigkeit verübt werden, das ist eine Spezialität von Nationalisten, können sie auch nach dieser Selbstverortung benannt werden. Genau wie islamistische Verbrechen z.B., womit nach Ihrer Logik alle Islamisten „pönalisiert“ werden.

    • „Genau wie islamistische Verbrechen z.B., womit nach Ihrer Logik alle Islamisten „pönalisiert“ werden.“

      Richtig, wenngleich der Vergleich hinkt, weil die Bezeichnung „Islamist“ bereits eine Pönalisierung unterstellt.

      Vielleicht schafft es einen Zugang, wenn ich vorschlage, die Vergewaltigung ein „männliches Verbrechen“ zu nennen, obwohl der Vergleich ebenfalls hinkt, weil die Geschlechtszugehörigkeit weniger austauschbar ist, als die Volks- oder Religionszugehörigkeit. Aber in allen Fällen nennt das Attribut ein Akzidenz der Taten, nicht ihre Gründe bzw. Zwecke, die vielmehr der sozialen Zugehörigkeit der Täter in Gestalt eines sogenannten „Motivs“ unterstellt werden. Das ist generell die Methode der Kriminalisierung, die von Gründen, Zwecken und folglich den Verursachung der Kriminalität in der strafrechtlich geschützten Ordnung nichts wissen will; nur kommt die Kriminalisierung halt gleich sozial selektiv daher, statt als genereller staatsrechtlicher Kollektivverdacht gegen jede „natürliche“ Person, im Unterschied zur Unschuldsvermutung, die für die abstrakte Person des Strafrechtes gelten soll.

  • Nobilitatis

    Gott sei Dank sind wir nicht in der Situation strafrechtliche Abwägungen in einzelnen Fällen treffen zu müssen, sondern können zum Zwecke der Diskussion oberflächliche Verallgemeinerungen nutzen, und in Modellvorstellungen denken. Und da ist ein Massenmord (scheinbar von zahlreichen Forensikern hinlänglich nachgewiesen) an einer Volksgruppe durch Extremisten einer anderen Volksgruppe, in deren Namen verübt, dadurch mit dem Namen der Volksgruppe untrennbar verbunden.
    Einzelfälle müssen natürlich individuell und in allen Facetten betrachtet werden.
    Es gibt übrigens auch weibliche Vergewaltiger.

  • Comrade John

    Nobilitatis
    Das Ausgangsthema war, verallgemeinert, die politische Lüge und ihre dauernde Instrumentalisierung; man kann auch Herrschafts- oder Siegergeschichtsschreibung dazu sagen. Genau das ist im Fall Jugoslawien u. Serbien/Kosovo erfolgreich angewendet worden, und nach diesem Muster ist die „westliche Wertegemeinschaft“, nominell vertreten von US-Administration, EU und Nato, gegen Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien vorgegangen.
    Zur Erinnerung:
    Uwe-Jürgen Ness, 09.05.2011
    „Amtlich bestätigt: Die Kriegslügen über Libyen“
    http://uweness.eu/kriegsluegen.html
    Meine Beiträge sind dementsprechend nicht darauf angelegt „serbische Verbrechen zu verbergen“ sondern falschen, ungerechtfertigten u. einseitigen Verbrechensvorwürfen gegen eine bestimmte Partei zu widersprechen, die der imperialen NWO im Wege gestanden ist.

    Alexander Dorin, von Ihnen ohne nähere Begründung „dubios“ genannt, behauptet, es habe keinen serbisch geführten Massenmord in Srebrenica gegeben, die Betonung liegt auf „Massen-„. Ihr Kommentar dazu ist bewusst irreführend. Richtig ist, dass Dorin Morde begangen auch von serbischen Einheiten nicht ausschliesst, die Betonung liegt auf „auch“; aber nach seinen Erhebungen lag eben kein Massenmord in oder bei Srebrenica zur fraglichen Zeit vor.
    Wenn Sie sich nunmehr darauf verlegen auch „meine Links“ bewusst unrichtig auszudeuten, so erübrigt sich in der Tat jede weitere Beschäftigung mit Ihnen. Das ist mir zu trollig, dafür ist mir die Zeit zu schade.

    In den insges. vier Links zum Komplex „Srebrenica“ sind im übrigen andere Quellen ausserdem genannt, unter anderem auch Jürgen Elsässer, der den franz. Geheimdienst am Werk im Bosnienkrieg sah; abschliessend Links in seine Richtung:
    http://www.arbeiterfotografie.com/srebrenica/index-srebrenica-0002.html
    http://www.kominform.at/article.php/2005061522463464/print

    Ich habe hier nirgends „nicht anerkannt, dass alle Menschen frei und gleich sind, unabhängig ihrer Nationalität“ oder „ganze Ethnien abqualifiziert und als minderwertig“ gekennzeichnet. Das können Sie nicht belegen, das wollen Sie auch gar nicht, es „reicht“ irgendwas zu schreiben u. damit einen Eindruck zu erzeugen – fehlte eigentlich nur noch das Stigma schlechthin: Nazi!
    Es scheint sich um die sehr gängige Methode von Auftrags- und ideologisch motivierten Schreibern zu handeln, wie man unerwünschte Foristen vielleicht ausschalten kann.
    Lassen Sie sich zum Abschied in diesem Strang noch versichern, dass Sie nicht bestimmen, wer an einem Diskurs teilnimmt und wer nicht.

  • Nobilitatis

    Das Thema oben ist Kosovo und ob die in Syrien angewandten Methoden dort ausprobiert wurden. Ihre Posts gehen alle in die Richtung dass die albanische Ethnie aus Verbrechern besteht, die die serbische Ethnie bedrohen. Das trifft im Einzelfall zu. In der Verallgemeinerung sicher nicht. Korrigieren Sie mich und sagen Sie was positives über Kosovo-Albaner!
    Ihre ausfallende Art, sich zu äußern (sie können das in Ihren eigenen Posts nachlesen) spricht für sich.