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Nichts persönliches, nur Business

Nach Herrn Kerry eilt der britische Premier Cameron nach Moskau. Zum gleichen Thema – Syrien. Das Motto dieser Visiten: “Die Gewalt nimmt weiter zu, deshalb müssen wir schleunigst einen Ausweg aus dieser Situation besprechen.”
Die Frequenz, mit der Führungspersönlichkeiten und oberste Amtsträger derzeit in Moskau vorsprechen, zeugt zweifelsfrei von zwei Fakten: Erstens, die Lage in Syrien bricht insgesamt tatsächlich zugunsten der legitimen syrischen Regierung um. Geht es so weiter, wird die Lage bald irreversibel, wenn sich nicht schnell jemand einmischt – die rein militärische Niederschlagung der “terroristischen Internationale” ist durchaus wahrscheinlich.
Zweitens, der Iran hat keinerlei Anstalten gemacht, auf die Winke und Augenzwinkereien der USA einzugehen und lehnt ein “Einlenken”, d.h. einen Deal mit dem Westen, ab – exemplarisch dafür die entsprechenden Äußerungen des Großayatollah vom Februar und März diesen Jahres. Damit kann man die hier mal erfolgte Spekulation eigentlich größtenteils ad acta legen. Man hat zwar erreicht, dass der Iran bei den Verhandlungen zum Atomprogramm Zugeständnisse gemacht hat, aber es scheint, als sei es nicht das gewesen, was die USA wirklich interessiert hat. Die Phase der Präsidentschaftswahlen im Iran beginnt gerade erst, aber es ist bereits absehbar, dass die Reformer aus der Gruppe Rafsandschānī eigentlich chancenlos sind. Es sieht nicht nach Änderungen in der Politik des Iran aus. Aber in der Richtung muss “gearbeitet” werden – die nächste Chance kommt nicht so schnell.
Kerry und Cameron werden in Moskau folglich ihrerseits gewisse Deals angeboten haben. Einen anderen Grund für die plötzlichen Aufmärsche in Moskau gibt es nicht. Es ist jedenfalls nicht plausibel, dass die Sponsoren der Aggression gegen Syrien plötzlich wegen der dort herrschenden Gewalt besorgt sind.
Möglich ist nämlich, dass die westlichen “Partner” Russlands unter dem Deckmantel von Gesprächen zu Syrien das altbewährte Schema “angelsächsischer” Politik fahren: in einer bestimmten Frage wird Druck bis hin zu Drohungen aufgebaut, wonach man sich betont unwillig auf frühere Positionen zurückzieht und dabei Zugeständnisse in einer ganz anderen Sache bekommt. Simpel, aber seit Jahrhunderten bewährt.
Syrien ist Russland viel zu wichtig. Und dabei ist für Syrien ein Sieg möglich. Der Westen muss folglich drohen, die Lage zurück ins totale Chaos zu stürzen, bis hin zum Szenario einer direkten militärischen Intervention. Das Ziel der Amerikaner ist aber der Iran. USA und Großbritannien können sehr wohl bezüglich Syrien zurückrudern und dafür von Russland Neutralitätszusicherungen hinsichtlich ihrer Aktionen im Iran erwirken.
Das Problem für Russland besteht darin, dass eine “Iran-Krise” höchstwahrscheinlich von Aserbaidschan aus lanciert wird. Das kann man aus den Meldungen der vergangenen Wochen und Monate eigentlich recht deutlich erkennen. Die aserbaidschanischen Medien begannen recht exakt zum Zeitpunkt des Beginns der diesjährigen Präsidentschaftswahlen im Iran, bzw. ungefähr zum Zeitpunkt des Beginns der Registrierung der Kandidaten, deutliche anti-iranische Kampagnen, wo der Iran vielleicht noch nicht ganz als Feind, aber doch als schwieriger Nachbar dargestellt wird. Die Inhalte und Vorwände variieren, derzeit sind es gewisse Verhaftungen von Aserbaidschanern im Iran auf Grundlage von Spionagevorwürfen. Vesti.az exemplarisch zum Tenor:

Dort ist es inzwischen einfach nur gefährlich für Aserbaidschaner. Jeder Aserbaidschaner läuft Gefahr, im Iran als Geisel genommen zu werden, wonach man aus ihm Geständnisse über die Verbindung zum Mossad herausprügeln wird… nach den Worten des Analytikers [der Chef des aserbaidschanischen “ATLAS-Zentrums für politische Forschung” Elhan Schahinoglu – apxwn] seien die Worte Ahmadinedschads über seine Liebe zu Aserbaidschan eine glatte Lüge… usw.

Auf die gleiche Weise äußern sich in dem Beitrag bei Vesti.az ranghohe Militärs, ehemalige Präsidentenberater und andere “hohe Tiere”. Sieht ganz so aus, als mache man den Iran in den Augen der Aserbaidschaner langsam und stetig zu einer Ausgeburt der Hölle. Wenn es bei um die oder nach den Präsidentschaftswahlen zu erwartenden (weil geplanten) Unruhen im Iran gelingt, den Eindruck von gepeinigten, unterdrückten, gevölkermordeten iranischen Aserbaidschanern zu vermitteln, so hat man den Boden für das übliche “alle Optionen auf dem Tisch” schon bereitet.
Bestimmte aserbaidschanische Politiker werden aktiv, speziell solche, die noch vor ungefähr einem Jahr mit der These aufgetreten sind, ihr Land in “Nordaserbaidschan” umzubenennen – als Analogie zu Nord- und Südkorea, weshalb es also auch Nord- und Südaserbaidschan (also den jetzt iranischen Teil) geben könne, und Westaserbaidschan (sprich Armenien) gleich mit.
Kurzum, es gibt die Wahrscheinlichkeit von Provokationen aus Richtung Norden. Und damit zurück zu Kerry und Cameron in Moskau und dem, was Russland zu überlegen hätte, wäre die russische Neutralität zu den geplanten Vorgängen im Iran wirklich des Pudels Kern: Spannungen in Transkaukasien bleiben nicht dort stecken, sondern schwappen unweigerlich in den ohnehin geladenen Nordkaukasus über. Die USA müssten der aserbaidschanischen Führung zusichern können, dass Russland bei jeglicher Reaktion auf Vorgänge im Innern des Iran neutral bleiben wird.
In diesem Lichte sieht auch der Angriff Israels auf Damaskus etwas anders aus. Israel demonstriert nicht Syrien, sondern Russland, dass – sollten die Russen beim Angebot von Kerry und Cameron etwa starrköpfig sein – die israelischen Angriffe gegen Syrien auch auf die Gefahr eines größeren regionalen Konflikts hin weitergehen werden. Israel fürchtet Syrien nicht, das ist Fakt. Aber es braucht auf Teufel komm raus den Iran. Und den fürchtet es.
Die USA, Großbritannien und Israel spielen ein und dasselbe Spiel. Sie überlassen Syrien Russland im Austausch für den Iran. Der “Austausch” wäre recht unvorteilhaft, da die syrische Regierung sich inzwischen wirklich recht gut freigekämpft hat und die Entwicklung positiv ist. Aber die Aggressoren müssen den Eindruck erwecken, dass sie das nicht zulassen. Egal wie: “chemische Waffen”, Bewaffnung der “Rebellen”, direkte Angriffe auf das syrische Militär und so weiter. Ein Bluff. Aber sehr überzeugend. Der israelische Angriff auf Damaskus ist überzeugend. Die durch den US-Kongress beschlossene Bewaffnung der “Rebellen” ist es auch.
Kerry und Cameron wollen Putin glauben machen, dass sie weiterhin Druck auf Syrien ausüben und ihn erhöhen werden. Sobald er daran glaubt, bieten sie ihm den Tausch. Dabei drängt die Zeit, die Präsidentschaftswahlen im Iran sind bereits am 14. Juni.
Kann man “dem Westen” vertrauen? Natürlich nicht. Es wird so oder so weiterhin Druck auf Syrien geben. Wenn jetzt nicht mehr, so später sicher wieder. Dabei wäre der simpel ausgedrückte “Austausch” Syrien gegen Iran natürlich abzulehnen. Der Iran schafft das allein. Genau wie Syrien. Es sei denn, sie werden zynisch verraten, und das wahrscheinlich – wie gehabt – ohne irgendwelche Vorteile für den, der sie verrät. Auf einen Bluff hereingefallen, der freilich sehr überzeugend daherkommt.

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Trackback von deiner Website.

  • „Nichts persönliches, nur Business“, soso. Ein Grund für das globale publizistische Affentheater seit dem israelischen Angriff auf Damaskus (kein Geringerer als Pepe Escobar, beispielsweise, schreibt plötzlich reinen Bullshit ) könnte sein, daß die vieldiskutierte Explosion mit „erdbebenartiger“ Wucht von einer taktischen Nuklearwaffe verursacht wurde, etwa im Bereich 5 Kilotonnen, wie z.b. die W45. Gerüchte wollen seit Jahrzehnten wissen, daß Israel überwiegend atomare Gefechtsfeldwaffen zum Angriff auf benachbarte Großstädte und vor allem die Ölfelder hergestellt hat.
    Gefangen im Sieg-Niederlage Narrativ der Herrschaft müßte man selbstverständlich auch in Damaskus über einen atomaren israelischen Angriff schweigen, und der behauptete, aber nicht bewiesene (obwohl leicht zu beweisende, auch mit Mitteln der Damaszener Universität) Einsatz von DU wäre die Spiegelfechtervariante.

    Weit hergeholt?
    Möglich. Ich weiß nicht recht.

    • Als einen weiteren Baustein in der Spekulation könnte man nehmen, daß Putin Washington wohl ersucht haben muß, ihm die dringende Bitte nach Stornierung der S-300 Lieferung nach Syrien (die übrigens schon vor eineinhalb Jahren erfolgen sollte, also de facto bereits storniert worden ist) öffentlich zuzustellen. Mir fällt jedenfalls trotz stundenlangen Grübelns kein anderer möglicher Anlaß für die Öffentlichkeit des Vorgangs ein.

      Ein Bestandteil dieser Kette könnte die Ausstattung der IAF mit modernsten US-Tankflugzeugen sein, die unmittelbar bevor steht.
      Wozu braucht die IAF die Tankflugzeuge? Die Standardantwort ist stets: „Um den Iran anzugreifen“. Streng genommen ist sie nicht korrekt.
      Erstens (und nur der Vollständigkeit halber erwähnt) braucht die IAF für fast alle ihre Angriffsvorhaben außerhalb des Libanon, Südsyriens und Nordägyptens Tankflugzeuge, weil ihre F15 und F16 mit der Bomben- und Raketenlast, die Israels bevorzugte „missions“ benötigen, kaum noch Reichweite haben.
      Zweitens verhelfen auch Tankflugzeuge einem konventionellen israelischen Angriff auf den Iran nicht zur militärischen Zweckmäßigkeit, ich habe das auf meinem Blog ausführlich begründet.
      Und drittens bleibt auch die (militärisch) einzig rationelle Variante eines atomaren Enthauptungsschlages der IDF gegen Teheran und Gom ein höchst zweifelhaftes Unternehmen, wenn er mit einer kleinen Flotte von F15 und F16 versucht wird, statt mit taktischen Atomraketen aus den Silos der Dolphins, die dazu freilich ins Schwarze Meer tauchen müßten – wenn wir einen großkalibrigen strategischen Schlag einmal ausschließen wollen.

      Aber ein atomarer Angriff auf den Iran mit dem politischen Ziel, die Region unweigerlich in Brand zu setzen – der ist mit den neuen Phallis natürlich stark erleichtert.

      Ob dies das Business ist?!

      Jedenfalls könnte die Überlegung im Nachhinein auch das Rätsel lösen, warum Russland den S-300 Liefervertrag mit dem Iran brach.

    • Korrektur: Die Sprengkraft eines Gefechtskopfes, der bei Damaskus zum Einsatz gekommen sein könnte, hätte nur 0,5 kt betragen.

    • Der russische Außenminister hat nun die bestellte Gelegenheit wahr genommen, den amerianischen Partnern udn Israel zu versichern, Russland werde keine S-300 an Syrien ausliefern. Die israelische Indiskretion, bei dem fraglichen Geschäft handele es sich um einen Vorkriegsvertrag, für den bereits Zahlungen geleistet seien und fiele daher unter die Altverträge, die Russland noch zu erfüllen behauptet, ignorierte er …
      Das ist nun freilich eine Zusatzleistung zu dem, was nach F. Lukyanov als rationale diplomatische Strategie gelten könnte. In der Umgebung des israelischen Kriegseintritts und den halboffiziellen Ankündigungen aus Syrien, man werde nun „wie die Hezbollah“ der Resistance ein Territorium und eine Strategie geben, ist sie ein klares Signal an den Iran und nicht zuletzt an den amerikanischen Kongress. Es ist wohl nicht weit her geholt, daß die Zusatzleistung zumindest zu einem maßgeblichen Anteil dem aktuellen Wahlkampf im Iran gilt, und, ob nun beabsichtigt oder nicht, es handelt sich damit strategisch gesehen (wenngleich nicht unbedingt taktisch, China ist vermutlich mit Abstand der größte Profiteur der Embargopolitik gegen den Iran) um einen Leberhaken gegen China und die SCO.
      Eigentlich strikt logisch, wenn man das parallele Engagement Russlands im Irak, Kurdistan und der Türkei zum Maß nimmt, das Russland ganz materiell und buchstäblich in Dollar beziffert zum Geschäftsträger der imperialen Energiepolitik in der Region macht.

  • Jörg

    Die Hetze aus Aserbeidaschan soll die iranische Minderheit der Aseri (Aserbeidschaner) aufwiegeln. Immerhin 16 % der iranischen Bevölkerung. Die Aseri lassen sich aber nicht so einfach aufwiegeln, da sie sich – anders als die arabische oder kurdische Minderheit – kulturell und geschichtlich stark mit dem Iran identifizieren.

    Heute ganz lesenswert: Bhadrakumars “ Kerry couldn’t set Moscow River on fire“ – http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/MID-01-090513.html .

    • Der Rahbar himself ist auch aserbaidschanischer Abstammung.

    • Jörg

      …interessant!

    • Anonymous

      Väterlicherseits.

  • Ein paar Einwände. – Ich glaube nicht, daß die angelsächsischen Regimes derzeit mit dem zionistischen an einem Strick ziehen. Dazu war die Wende in den VStvA zu deutlich. Kerry und Hagel stehen nicht für ein Vorantreiben der radikalzionistischen Agenda ohne Rücksicht auf Verluste. Die Falken des Zionismus haben in Amerika aktuell ihre wichtigsten Einflußpositionen verloren. Ich sehe darum die jüngste zionistische Aggression gegen Syrien vor allem als Versuch, einen (syrischen oder iranischen oder libanesisch-schiitischen) Gegenschlag gegen den Zionistenstaat zu provozieren, welcher die VStvA zum direkten Eingreifen nötigte.

    Worüber Kerry und Cameron in Moskau feilschten, darüber läßt sich nun trefflich spekulieren. Daß man die Russen für so dämlich hielte, ihnen einen Tausch „Syrien um Iran“ antragen zu können, halte ich für ausgeschlossen. Gewiß hat man seinerzeit Medwedjew mit Zuckerbrot und Peitsche über den Löffel balbieren und vom Veto gegen den Libyenkrieg abhalten können. Aber Medwedjew hat gelernt und ist zudem nicht mehr Letztentscheider. Putin hätte man schon damals nicht so weit bekommen, und ganz allgemein war das Entsetzen groß in Rußlands regierender Elite über Medwedjews Fehlentscheidung.

    Ich weiß also nicht, was da in Moskau verhandelt wurde. Mir scheint aber, das Obama-Régime sei derzeit eher an Ruhe interessiert, vielleicht an Vereinbarungen zur Aufteilung von Interessensphären, sicher an Schürfrechten, vor allem aber an einer Eindämmung Chinas, die ohne Rußland kaum möglich erscheint (mit Rußland nach meinem Dafürhalten auch nicht, aber das amerikanische strategische Denken dürfte in diese Richtung gehen; sie haben auch keine Alternative).

    »TomGards« Spekulation endlich, der Zionistenstaat könnte beim jüngsten Angriff auf Syrien eine nukleare Gefechtsfeldwaffe eingesetzt haben, erscheint mir abwegig. Ein solcher Einsatz bliebe schwerlich verborgen (und ganz gewiß bestünde keine Sicherheit, ihn geheimhalten zu können). Ein Bekanntwerden eines nuklearen Angriffs durch das Zionistenrégime aber brächte große Teile der amerikanischen Öffentlichkeit (der europäischen ohnehin) derart gegen dasselbe auf, daß der Zweck der Übung völlig konterkariert würde, während der Nuklearschlag gegenüber einem konventionellen keinerlei erkennbaren Vorteil brächte.

    • Ausgangspunkt für die Überlegungen (bzw. Spekulationen) waren die Visiten in Moskau (was davon bekannt wurde, hätte sich ohne Weiteres auch telefonisch klären lassen) und – im Lichte der kurz bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran, zu denen man mit der nächsten Inkarnation einer „Grünen Revolution“ rechnen kann – die Beobachtung, dass die „aserbaidschanische Bombe“ im Leibe des Iran nun etwas lauter zu ticken beginnt. Und heute meldet man aus dem US-Kongress bereits die nächste geplante Strangulationsmaßnahme Richtung Iran. Nicht Syrien. Wie dem auch sei, bis zum 14. Juni wird wohl einiges etwas klarer werden.

    • Robert, Deinen Einwand habe ich mir schon auch überlegt, aber er galt ebenso (zum Beispiel) für 9 /11, für die Operationen in London und Madrid und noch manche andere. Nur wenig weniger spektakulär gilt dasselbe für die Operationen Falludjah, Cast Lead und (schon vergessen?) Sirte. (Zu schweigen von Sri Lanka oder Myanmar, wo keiner in der westlichen Welt hinguckt) Oder für den Drohnenkrieg, über den jede Woche neue, häßliche Veröffentlichungen lanciert werden. Wenn es im Moment überhaupt Gewißheiten für die Herrschenden gibt, dann diese: Sie halten ihre Untertanen auf allen Ebenen der Unterwerfung in einem derart unentrinnbaren Griff, daß diese es unter allen denkbaren Umständen vorziehen werden, das nicht zur Kenntnis zu nehmen, zumindest so lange nicht, wie ihr Unwille noch auf historische / säkulare / religiöse Bösewichte zu lenken ist. Und diese Rolle HABEN die Zionisten längst angenommen, für diejenigen, die sich mit diesem Feindbild bescheiden wollen.
      So ist meine obige Aufzählung durchaus auch als Agenda zu lesen, die auf einen Atomschlag hinarbeitet, zumal die Cheney-Regierung 2007 erst in allerletzter Minute daran gehindert wurde – von den Auftraggebern Obamas. Ihnen erschien, aus heutiger Sicht, die Zeit noch nicht reif …

      Damit will ich meine Spekulation nicht mit Zähnen und Klauen verteidigen, nur vorbringen, warum sie nicht nur legitim, sondern auch notwendig ist.

  • Der Kommentar in dedefensa.org, den Al Manar zitiert (Sourires de Lavrov, Kerry in the pocket) entspricht ganz dem Tenor des Eintrages von apxwn und widerspricht dabei zunächst allem, was ich im letzten Thread zum Thema geschrieben habe – bis auf die Zusammenfassung im letzten Absatz.

    „Die Zusammenkunft in Moskau widerruft de facto (sic) zumindest indirekt (!ja, so steht das da) verschiedene kriegerische Akte (actions violentes), eingeschlossen die israelischen Angriffe der letzten Tage. Niemand spricht es aus, spielt auch nur im Geringsten darauf an, denn all dies spielt sich in Parallelwelten ab, die sich auf keiner Ebene treffen („qui ne se rencontrent jamais“, der Autor, der bezeichnenderweise für diesen Artikel nicht zeichnet, aber kenntlich ist, pflegt die konstruktivistische Theorie, es finde eine epochale Auseinandersetzung zwischen historischen Konstrukten statt) Dennoch stellte das Treffen eine Intervention in der angegebenen Richtung dar. Während wir vor vier Tagen noch am Abgrund des dritten Weltkrieges standen, befinden wir uns nun auf dem Weg zu einer großen internationalen Konferenz, von der mancher erhofft, sie werde eine Vereinbarung mindestens zu einer Feuerpause bringen. Gewiß, wir, wir werden weder auf das eine noch das andere setzen, weder auf den Dritten Weltkrieg, noch die Feuerpause; stattdessen setzen wir auf die Macht der Erzählung (sinngemäß eingesetzt für „toute-puissance de la communication“, die ist für den Autor Stoff, nicht Form) und, in gewissem Sinne, auf den Einfluss und das Manövriergeschick der Russen.

    So landet der Artikel nach vielem, hoch intellektuellen Gerede bei der simplen Eschatologie der Hoffnung einen irdischen Repräsentanten einer universell benevolenten Macht, der Anon gestern 22:07 mit folgenden, dürren Worten Ausdruck gab:

    „Was meint ihr? Hat Russland die Eier trotz der Einwände Usraels und seiner Vasallen die Raketensysteme zu liefern?
    Wenn ja, dann ist Putin mein neuer Messias.“

    Der professionelle Deuter muß halt die verrücktesten Umwege gehen, um seinem Stand die sklavische Unterwerfung des Geistes zu erarbeiten, die beim gewöhnlichen Untertanen aus einem antrainierten und gewohnheitsmäßigen Reflex kommt.
    (Fortsetzung)

    • Meine Zusammenfassung lautete:

      “ Folglich ist … die russisch-amerikanische Verständigung ein lupenreiner Fake; d.h., sie hat an und in Syrien selbst gar keinen Gegenstand, sondern drückt allein den Beschluß der Beteiligten aus, daß sie den Syrienkrieg nicht zum regionalen oder gar überregionalen Brandherd werden /machen lassen wollen.“

      Das „an und in Syrien“ war eine Ungeschicklichkeit, präzise mußte es heißen: Sie hat in Syrien keinen Gegenstand, nur an Syrien.

    • korrigiere: „Hoffnung AUF einen irdischen Repräsentanten“

  • Nachtrag zum Iran: Daß die bekannten Mächte des Großen Spiels da wieder ihr Spielchen treiben, ist klar, und daß man (auch oder besonders) die aserische Karte zu spielen versucht, liegt auf der Hand. Nun hat es zwar in Persisch Aserbeidschan in den letzten Jahren oder Jahrzehnten manche – auch heftige – Unruhe gegeben, jedoch stand den Zugehörigkeit zum iranischen Staat nie ernsthaft in Frage. Insonderheit auch der 2009 nach bekanntem Muster versuchte „grüne“ Putsch – der ohnehin im wesentlichen auf den Teheraner Norden beschränkt blieb – konnte Persisch Aserbeidschan nicht erfassen und mobilisieren. Es ist auch zu bedenken, daß die große Mehrheit der Aseri den Persern durch die gemeinsame Zugehörigkeit zur Schia verbunden ist. In Ex-Russisch-und-Sowjetisch-Aserbeidschan ist dabei natürlich die Säkularisierung weit fortgeschritten, aber wo der Islam wieder Boden gewinnt, da ist es der schiitische.

    Die Kräfte des Imperiums spielen also gegen Persien sicher auch die aserische Karte, vor allem die Farbe des türkischen Nationalismus. Ihr Blatt ist dabei aber so schwach, daß sie dies Spiel kaum nach Hause bringen können.

    • Nur nebenbei.. als ich vor einer Weile eine Arbeit (zu einem anderen Thema) über Aserbaidschan schrieb, war mir „aserisch“, „Aseri“ usw. auch geläufig, weil das u.a. die Deutschen in Aserbaidschan selbst benutzen. Es ist aber (im Deutschen) nicht belegt. Zumindest habe ich da nichts gefunden. Ich hielt es für einen Anglizismus. Oder gibt’s da neuere Entwicklungen?

    • Jörg

      Das Wort bzw. diese Selbstbezeichnung kennt man auch kaum im Deutschenn. Ich habe das Wort „Aserei“ von einer Iranierin aufgeschnappt. Deshalb weiß ich auch, daß die Betonung auf der ersten Silbe liegt, bzw. dem „A“ (ähnlich wie beim Wort „Abmahnung“).

    • „Aseri“ ist wohl eigentlich persisch. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich’s ja vor Zeiten schon im Iran aufgeschnappt. Jedenfalls ist’s mir seit Jahrzehnten geläufig, ohne daß ich (oder ein Gesprächspartner) drüber gestolpert wäre. Und um ehrlich zu sein: Ich müßte mich sehr täuschen, wenn ich’s nicht immer wieder auch von andern Deutschen gehört oder gelesen hätte.

    • Jörg

      Das allgemeine Grübeln über „Aseri“ verstehe ich nicht. Die Herkunft und Verwendung von „Aseri“ beruht doch ganz offensichtlich(!) auf dem Wort „Aserbaidschan“. Immerhin sind die ersten vier Buchstaben beider Wort identisch!

      Allenfalls kann man sich dann Gedanken über die Herkunft des Wortes „Aserbaidschan“ machen. Das haben aber schon andere getan. Und zwar mit einem durchaus befriedigenden – wenn auch nicht eindeutigen (zwei konkurierende Thesen) Ergebnis. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Aserbaidschan#Etymologie_und_Gebrauch

      Auch wenn auf wikipedia nichts darüber gesagt wird, bzw. auch gerade(!) deshalb(!) (sog. „argumentum e contrario“), hat man davon auszugehn, daß „Aserbaidschan“ und – diesem folgend „Aseri“ – auch eine Selbstbezeichung der Aserbaidschaner ist.
      Dies wird auch dadurch bestätigt, daß wir auf http://de.wikipedia.org/wiki/Aserbaidschanische_Sprache erfahren: “ Die aserbaidschanische Sprache (Eigenbezeichnungen Azərbaycan dili, Azəricə (sic!), Azərbaycanca)…“

  • ooook mein lieber… es ist FAKT dass israel syrien nicht fürchtet. WTF? sorry aber so etwas zu bringen ist schon krass.
    und es stimmt nicht. wegen syrien gibt es gerade einen machtkampf in israel!

    verstehst du denn nicht, wenn israel tatsächlich die islamisten in syrien zum erfolg verhilft, dann ist die existenz israels praktisch nutzlos geworden! das hat auch schon kissinger gesagt – 60, 70 jahre, mehr wird israel nicht gebraucht. und dann wiederum gibts marionetten oder pro-US leute wie nutnyahoo. naja, der kerl ist total fürn arsch aber etwas gemeingefährlich.

    • Der Fakt bezieht sich auf rein militärische Erwägungen. Bei dem, womit Israel herumschießen kann, kann man heutzutage nicht einmal mehr in irgendeinem tiefen Bunker ausharren. Keine Ahnung, was an dieser Feststellung so „krass“ sein soll.

  • Anonymous

    Es gäbe auch noch eine wesentlich primitivere mögliche Erklärung. Die SAA reibt derzeit die Söldnergruppen an allen Fronten auf, und die bisherige militärische Strategie der Kriegstreiber aus den Golfstaaten und der NATO ist krachend gescheitert (bis auf die schweren Schäden an der syrischen Infrastruktur und den vielen Toten). Als Alternative bleibt nur noch ein massiver offizieller Angriff, der weit über das durch Israel Exerzierte hinausgeht; die Riskien dafür sind den Aggressoren wohl – wie bisher – etwas zu hoch.
    Ein größerer Erfolg der SAA war die Einkesselung von bis zu Tausend Söldnern und ausländischen Beratern laut – allerdings nicht verifizierbaren – Meldungen in Khirbet Ghazaaleh. Der Angriff auf Damaskus erfolgte, als der Kessel gerade zugemacht wurde. Etwa 400 der eingekesselten sollen Offiziere von Ländern der Angreiferallianz sein, darunter auch israelische Offiziere.
    Vielleicht war der Angriff auf die Führungseinrichtungen nahe Damaskus auch ein Hinweis Israels, dass man ggf. auch zu einer Revanche in der Lage und willens ist, möglicherweise auch der Versuch, in letzter Minute die Einkesselung zu verhindern, indem man Chaos stiftet.
    Hat beides nicht geklappt, vielleicht auch deshalb jetzt die diplomatische Offensive.

  • Die aus meiner Sicht stringenteste Darstellung der Moskauer Position, die mir bislang vor Augen kam, stammt von Fjodor Lukyanov
    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/05/kerry-moscow-visit-putin-russia-syria.html

    Mein Rechner hat den ersten Teil meiner Darstellung „gefressen“, aus Zeitgründen poste ich jetzt nur den zweiten, das Argument des Artikels diskutierenden Teil, der im Zwischenspeicher blieb:

    … Wenn die Amerikaner den Erfolg von Verhandlungen wünschen, und Russland sich mit seiner Politik zu solch einem Erfolg verpflichtet hat, dann, so lautet das unausgegesprochene Argument, hätten die Stellvertreter der Angreifer Syriens, die untereinander zerstrittenen Fraktionen der „Opposition“, jeden guten Grund sich zusammen zu raufen und zu verhandeln, weil die USA und Russland aus gegensätzlichen Gründen gemeinsam das Ihre tun werden, die Vertreter des offiziellen Syrien am Verhandlungstisch in die Knie zu zwingen.

    Gemessen an diesem Argument gibt es am historischen Beispiel, das Lukyanov in seinem Artikel vorweg stellte, nicht mehr mißzuverstehen, nichts mehr zu deuteln:

    „This does not mean that nothing can be done until Damascus gives its consent to the peace process. During the Syrian crisis, Russian diplomats have referred more than once to Dayton, where the leaders of the opposing sides were locked in a room and not let out until they agreed to the framework for a new Bosnia. Of course, they were also subjected to intense pressure, but from Russia’s perspective, the point is that no one was excluded from the process beforehand as a “pariah.” „

    Den Vertretern der syrischen Regierung soll unter dem Druck der fortgesetzten Schlächterei ein Diktatfrieden aufgezungen werden, bei dem die Teilung des Landes das zentrale Thema ist: Entweder die Verteidiger Syriens lenken unter irrelevanten Besänftigungsopfern der Angreifer zugunsten der territorialen Integrität Syriens ein, oder die Balkanisierung Syriens wird zum diktierten Thema der Verhandlungen.

    Auf diese Weise will, füge ich hinzu, Russland sicher stellen, daß es auf jeden Fall auf der Gewinner-, niemals auf der Verliererseite stehen wird. Die, gemessen an den gegenwärtigen Voraussetzungen, nahezu gewisse Balkanisierung Syriens ginge dann nicht politisch zu seinen Lasten, ökonomisch und energiepolitisch dank des Bündnisses mit Türken und irakischen Kurden sowieso nicht – jedenfalls nicht gemessen am Erreichbaren. Und der „Charme“ des Verfahrens für die USA, bzw. ihre derzeitige Regierung, bestünde darin, daß sie, falls die Verhandlungen zustande kommen, behaupten kann, sie seien IHR Werk, u.a. dank ihrer klugen Russlandpolitik, sie hätten also bewiesen, die Zügel der Nahostpolitik in der Hand zu halten, während, wenn die Verhandlungen nicht zustande kommen, dies natürlich daran liegen wird, daß es Russland „nicht gelungen“ sei, den Bösewicht des Stückes, Assad, zu überzeugen, das Richtige zu tun.

  • Nobilitatis

    Bevor Sie über mögliche Ergebnisse von „Verhandlungen“ spekulieren, sollten Sie sich die Unmöglichkeit von Verhandlungen vor Augen führen:
    Es gibt für Syrien eine Regierung und staatliche Verwaltung, Syrien hat offizielle Verbündete, Staaten und Organisationen. Diese Konsistenz gibt es auf der Gegenseite nicht. Wer soll in wessen Interesse verhandeln?
    Da haben wir die heimlichen Agressoren: USA und westliche Staaten, die im Interesse des „syrischen Volks“ auftreten würden. Dann haben wir die direkten Unterstützer der Rebellen (Türkei, Saudis, Katar), die teils gegensätzliche Interessen haben, was die erwünschte Machtausübung in Syrien betrifft. Dann gibt es die Exil-„Vertreter“ der Syrer. Und, mit denen gar nicht verbunden, die vielen, teils auseinanderbrechenden Rebellengruppierungen, die bisher vor allem durch fehlende oder sunnitisch-extremistische Zielvorstellungen aufgefallen sind. Bei denen gibt es noch das Problem, dass sich eine für Verhandlungen notwendige Einstellung der Kämpfe extrem negativ auf ihren Zusammenhalt auswirken würde. Korrigiert mich, aber der Bürgerkrieg muss bis zu einem gewissen Grad ausgekämpft werden, bevor Verhandlungen möglich werden.
    Das wissen sowohl Rußland als auch Iran. Und das wird auch im Fall weiterer „Unruhen“ (z.B. Iran, auch Südrußland) immer im Bewußtsein der Akteure verankert sein.

    • DerBaske

      @Nobilitatis

      Hier bin ich ganz auf Deiner Seite. Wobei ich noch einen Schritt weitergehen würde und die These aufstellen würde:
      Bevor die Hauptverhandlungen zwischen der Achse des Guten und der Achse des Bösen seriös beginnen können, muss innerhalb der Achse des Bösen ein Konsens her.
      Die Wächter Mekkas samt ihrer unseligen Allianz (Türkei, Qatar) müssen entschärft werden. Dieses müssten die Amis und die Europäer übernehmen. Die Israelis müssen ebenso eingefangen werden und alle zusammen müssen dann die kämpfenden Fragmente in Syrien, dem Irak und dem Libanon einnorden. Schon das allein ist ein schier unmögliches Unterfangen.
      Sollten die Amis samt ihrem Fußvolk tatsächlich die Flinte ins Korn werfen, wird es die alt bekannte und zig mal mit Erfolg eingesetzte Tatktik greifen: von heute auf morgen alle Hilfeleistungen und jeglichen Support einstellen. Den Rest übernähme dann Syrien. DANACH könnte man sich an den Verhandlungstisch setzen.

      Will sagen: es ist noch ein weiter Weg zu gehen.

  • Anonymous

    US Kriegsminister Hagel:
    „Der Konflikt wird immer intensiver“, sagte Hagel am Freitag im Washingtoner Institut für Nahost-Politik. „Das Szenario eines Zerfalls des Landes wird immer wahrscheinlicher.“ Quelle Ria N.

    Das also ist ihr Plan B wenn sie schon nicht alles haben können.
    Gruss
    Radostin

    • Anonymous

      Sie sehen ihre Felle wegschwimmen und das mitten in einer reissenden Strömung. Bei den derzeitgen Geländegewinnen und zeitgleichen Sicherungsmaßnahmen an den Aussengrenzen, sieht es derzeit weniger nach Zerfall aus als noch vor einem Jahr.

      Det70

  • DerBaske

    http://www.tagesschau.de/ausland/kerry-syrien100.html

    „US-Außenminister John Kerry hat nach eigenen Angaben „starke Beweise“ dafür, dass die syrischen Regierungstruppen Chemiewaffen gegen die Aufständischen im Land eingesetzt haben.“
    Ach jetzt auf einmal? Und was sind „starke“ Beweise? Gibt es denn auch „schwache“ Beweise? So eon Schrott.

    „Das Assad-Regime habe eine „schreckliche Wahl“ getroffen und bereit gewesen, zwischen 70.000 und 100.000 Menschen des eigenen Volkes zu töten sowie „Gas zu benutzen“, erklärte Kerry“
    Hier hätten wir einen „starken“ Beweis dafür, dass amerikanische Aussenminister schlecht gebrieft, schlecht informiert, schlecht vorbereitet sind und gut lügen können.
    Wenn man sich die Opferzahlen nach Kriegsparteien aufschlüsselt bleibt von seinen Zahlen nichts übrig.

    „Auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach eigenen Angaben Beweise für einen solchen Einsatz von Kampfstoffen: Syrische Giftgas-Opfer seien in türkischen Krankenhäusern behandelt worden, sagte er am Freitag. Zudem gebe es Geheimdiensterkenntnisse über den Einsatz von rund 200 Raketen mit Giftgas. Dass die Opposition chemische Waffen eingesetzt haben könnte, bezeichnete Erdogan als unwahrscheinlich.“
    Der ewige Erdogan. Der hat jetzt auch „starke“ Beweise gegen das syrische Regime und gleichzeitig unwahrscheinliche Indizien gegen die „Opposition“. Wird immer doller. Und das spielt sich real in der Spitze der Weltpolitik ab, nicht etwa in einer Politiksatire auf Vox.

    Apropos Sartire: lebt die Del Ponte noch?

    • Eine Giftgas-Verschwörung der Assad-Gegner?

      von Prof. Günter Meyer

      http://www.larsschall.com/2013/05/10/eine-giftgas-verschworung-der-assad-gegner/

      Zitat:
      „der türkische Geheimdienst verfüge über die Reste von mindestens 200 Geschossen mit Giftgasspuren, die vom Regime in Syrien eingesetzt worden seien. „

    • kaumi

      @ DerBaske

      Apropos Satire, 2.0 Relaoded:
      http://www.syriatruth.org/news/tabid/93/Article/9710/Default.aspx
      Muty Cahana, ein amerikanisch-israelischer Geschäftsmann mit Sitz in der AIPAC, lässt sich mit einem Schal der „FSA“ ablichten und sammelt eine halbe Million US-Dollar zur Unterstützung. So weit so gut. Aber die Sache beginnt genau da bizzar zu werden, wo er seine Meinung zum Thema gibt:
      لا يمكن لنا نحن اليهود والإسرائيليين أن نقف مكتوفي الأيدي بينما يجري ذبح الأطفال والنساء السنة من قبل العلويين، فما يقوم به العلويون تجاه السنة يشبه ما قام به النازيون الألمان في الهولوكوست (المحرقة) ضد اليهود، رغم أني لا أريد عقد مقارنة بين الجريمتين“.

      Übersetzung: “ Wir Juden und Israelis können nicht weiter mit verschränkten Armen dem inzwischen zweijährigen Abschlachten der Frauen und Kinder seitens der Alawiten zusehen. Das, was die Alawiten mit den Sunniten machen ist dem, was die Nazis mit uns Juden im Holocaust gemacht haben sehr ähnlich, obwohl ich diese beiden Verbrechen nicht miteinander vergleichen möchte.“

      Welt, haste da noch Worte?

  • Mein Java scheint nicht mehr zu arbeiten, deshalb hier unten:

    Von AFP erschien gestern eine Darstellung der Aussagen Lavrovs zur Lieferung russischer „Boden-Luft-Raketen“, die der RT – Version widerspricht, von der ich weiter oben sprach. Ich bin dem nicht nachgegangen, der Affenzirkus ermüdet mich nur noch.

    • RT ist für westliche volldeppen, russen gucken natürlich sowas nicht. ausserdem scheint es – ich habe mehrere quellen gelesen – eine lüge zu sein dass lavrov gesagt hat „wir werden s-300 nicht liefern“. was er gesagt hat ist „wir werden keine neuen verträge schliessen“ und „unsere alten verträge erfüllen“. mit anderen worten… wir reden nicht geschwollen, wir machen was wir wollen.

    • Die Interpretationen dessen, was Lawrow gesagt hat, sind teilweise diametral entgegengesetzt… :) Ich texte dazu vielleicht heute abend / Nacht etwas.

    • Anonymous

      Hallo,
      Auszug einer Nachricht die er iranische Sender Hispan-TV veröffentlicht hat:
      http://www.hispantv.com/detail/2013/05/10/224291/israel-envia-armas-quimicas-terroristas-siria

      »Das israelische Regim beliefert die Terroristen in Syrien mit chemischen Waffen, hat die libanesische Zeitung Addiyar berichtet.
      Die Quelle, die sich auf eine Gruppe von Augenzeugen bezieht, enthüllte daß israelische Hubschrauber, mit mehr als 20 Tonnen von Waffen und Munitionen für die syrische Terroristen, nachts zahlreiche Male den libanesischen Luftraum überflogen und danach auf dem Flughafen von Kleyate – in der Nähe von der Syrischen Grenze – landeten und den bewaffneten Banden Waffen gaben. (…) Laut Addiyar, hat das Regim von Tel Aviv bis zum jetztigen Augenblich an die Terrorgruppen in Syrien 10.000 Panzerabwehrraketen, 30.000 Waffen und eine große Menge von Mörsergeschossen geliefert.«

      Pedro

    • ISKANDER

      Es wird Zeit, das Putin die Mittelstreckenraketen Systeme liefert….
      Ich persönlich nehme allerdings an, das diese bereits da sind, jedoch als Trumpfkarte für die „offizielle“ Invasion gehütet werden.
      Eine diesensprechende „Liefermeldung“ geisterte im Januar durch RIA NOVOSTI.
      Allerdings denke ich, werden die noch gen Erdowahn ausgerichtet sein vis a vis der Patriots der deutschen Vasallen.
      Die russische Flotte führte im letzten Monat eine umfangreiche und auffällige Marineanlandung im Hafen Tartus durch, mit der Pazifischen Flotte und Teilen der Schwarzmeerflotte. Erstere hatten auf ihrer Fahrt nach Syrien in iranischen Häfen (!) Station gemacht. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn die Russen bei dieser Gelegenheit nur Frischwasser gezogen hätten.
      Eine weiteres Indiz hierfür ist, die scheinbare Zufälligkeit der zeitgleichen Landung BEIDER Flottenteile und der zionistische Terrorschlag in der Osternacht.
      Denkbar, das dieser Schlag eben auch mit gegen diese so wichtigen Raketensysteme gehen sollte.
      Zwei Fliegen in einer Klappe….
      Ich persönlich wünschte mir sehr, das Russland nicht nur verdeckt liefert, sondern nun direkt eingreift. Die Gründe hierfür sind ausreichend.

  • Anonymous

    Vielen Dank für diesen Blog, die Analysen und Kommentare. Es ist zu einem Bestandteil meines Tagesablaufs geworden, hier zu lesen. Der ehemalige amerikanische Botschafter in Syrien, Ford, hat sich gestern von der Türkei nach Syrien schmuggeln lassen, um dort mit der FSA zu sprechen und kurz darauf wieder zurückzukehren. Warum wohl?
    Das fröhliche Händeschütteln zwischen Kerry und Lavrov kommt einem im Nachhinein beängstigend vor. Ein Krieg scheint wohl unausweichlich. Der Westen will keine andere Sprache sprechen. Dike

  • Nobilitatis