Reyhanli

Nur ein kurzer Kommentar. Der türkische Innenminister teilt mit, dass die Anschläge in dem oben genannten Ort irgendwie mit dem „syrischen Regime und seinen Geheimdiensten“ zu tun haben. Erdogans Andeutung hat man also schnell verstanden.
Bei jedem Verbrechen ist dessen Motiv von Interesse. Ein Anschlag, der von einem Staat oder einer Regierung ausgeht, wird als Sabotage oder allgemein als eine Diversion bezeichnet. Also eine Akion, die mit Bedacht geplant wird und eine konkrete Aufgabe, ein konkretes Ziel hat. Welche Aufgabe die syrischen Geheimdienste gehabt haben sollen, indem sie vollkommen unmotiviert ein paar Bomben in Reyhanli hochgehen lassen, ist völlig unbegreiflich. Es sei denn, Syrien hat beschlossen, dass die Türken nun lange genug verdächtig ruhig gewesen sind und es an der Zeit ist, sie zurück in die Arena und ins Gerede zu bringen. Wenn das die Aufgabe gewesen ist, dann ist sie gelungen. Eine solch schnelle Aufklärung des Anschlags durch die türkischen Behörden zeugt davon, dass man am Anschlagsort den entsprechenden, von Assad persönlich unterzeichneten und abgestempelten Befehl zu dessen Verübung gefunden hat. Damit die türkischen Sicherheitsdienste nicht erst in Zweifel geraten. Aber das tun sie ohnehin nicht.

Tags:,

Trackback von deiner Website.

  • Es tut mir leid, auch hier widersprechen zu müssen.

    Zunächst zur Voraussetzung: „ruhig“ sind „die Türken“ seit März nur in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit gewesen. Allenfalls kann man sagen, sie haben in aller Ruhe ihre Assets in den Provinzen Raqqa und Hasaka gepflegt und wurden in den nördlichen Distrikten des Regierungsbezirks Aleppo (Ifrin, Azaz, Al Bab, Manbij) weitgehend in Ruhe gelassen –

    Nun zum Verdacht einer türkischen false flag operation.
    1) Welches Zielpublikum sollte sie haben?

    a) Der Zeitpunkt stellt sie unweigerlich in Zusammenhang mit Erdogans neuerlicher Befürwortung einer „no fly zone“ und der türkischen Auflage der Chemiewaffencharade. Die US-Administration hat jedoch klar gestellt, sie – und folglich auch die NATO – werde unter keinen Umständen im großen Maßstab intervenieren (Ein Angriff regulärer syrischer Truppen auf die Türkei ist natürlich statutengemäß davon ausgenommen). Deshalb hat sie z.b. unter den Neuauflagen der Chemiewaffenfakes weitere offizielle Vorbereitungen für Kommandounternehmungen zur „Sicherung der Chemiewaffenbestände“ getroffen. (Nebenher: Sie stellen klar, daß unter der Voraussetzung, daß es solche Lagerbestände überhaupt gibt, der Zugriff mithilfe der syrischen Armee oder abtrünnigen Teilen von ihr erfolgen soll und würde. Da diese Voraussetzung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gegeben ist, darf man die Vorbereitung vn Kommandounternehmungen zur Bannung der „Chemiewaffengefahr“ getrost als eine tropische Codierung für ein Stoßtruppunternehmen zur Ermordung Assads und seiner Frau verstehen.)
    Die potentiellen europäschen Luftwaffen, die einen türkischen Waffengang unterstützen könnten, haben sich in Libyen blamiert, sie wären von geringem Nutzen.

    b) Es fällt mir schwer, zu glauben, türkische Geheimdienste könnten erstlich darauf setzen, mit solchen Aktionen die türkische Öffentlichkeit einer Ausweitung des Syrienkrieges gewogener zu machen. Und wenn sie diese äußerst riskante Wette eingehen würden, dann ganz bestimmt nicht in der Provinz Hatay. Denn die ist erstens in der türkischen Hauptbevölkerung sehr unbeliebt, viele würden sie gern an Syrien zurück geben, und zweitens wird der Volkszorn sich eher gegen die einheimische alevitische Bevölkerung wenden, die einen großen Teil der Provinzbevölkerung stellt, als gegen Nationalsyrer, was dem angenommenen Zweck der Operation diametral zuwider liefe.

    2) Es ist nicht auszuschließen, daß es in der Türkei Kräfte gibt, die eine ungezielte Eskalation des Syrienkrieges betreiben würden. Der Anlaß des Unternehmens wäre dann a) die Rekonsolidierung der Verteidiger in Zentralsyrien; b) der Anschein eines westlichen Abstandnehmens von einer „militärischen Lösung“. A und B wären untrennbar, das eine lieferte ohne das andere kein Motiv.
    Wenn man nun hinzunimmt, daß eine Aktion wie in Reyhanli nicht von heute auf morgen vorzubereiten und ins Werk zu setzen ist, wäre sie in Antizipation der „Moskauer Verständigung“ geplant und dann ausgeklinkt worden.
    Doch ich traue keinem wenigstens technisch intelligenten und mit dem Krieg vertrauten Akteur zu, daß er die „Einigung“ nicht als die Ankündigung einer Eskalation des bisherigen Interventionsmodus nimmt, ergänzt um direkte israelische und eventuell auch offizielle türkische „Eingriffe“, die gegen überregionale Auswirkungen und Erschütterungen abgesichert wurden (siehe meine Postings in den letzten beiden Threads). Die Aktion ist maW aus türkischer Sicht mehr als überflüssig.

    Das soll keine Rechtfertigung der türkischen Verdächtigungen sein! Ich wollte zunächst nur darstellen, daß logische Argumente kaum weniger gegen eine türkische false flag sprechen, als gegen eine „Aktion des syrischen Geheimdienstes“.
    Fortsetzung folgt

  • Was ist denn die augenfälligste Parallele, um nicht von Symmetrie zu reden, zwischen Reyhanli und Schauplätzen in Syrien?

    Richtig, der modus operandi entspricht nach den bisherigen Meldungen exakt den bisherigen bekennenden Anschlägen der Al Nusra und ihrer Verbündeten auf die Damaszener Zivilbevölkerung, die mit einer Ausnahme stets symbolisch gegen die Regierung gerichtet waren, indem sie in der Nähe von Regierungsgebäuden stattfanden.
    Warum aber sollte „Al Kaida“ (gemeint ist das kürzlich geschlossene takfirische Bündnis zur Ausweitung des Syrienkrieges auf den Irak) gegen die türkische Regierung bomben?
    Ganz einfach. Seit dem Diktatfrieden der kurdischen PYD mit der Türkei und Russland, vertreten durch die örtlichen Brigaden der FSA und der Muslimbrüder, der sich ausdrücklich gegen das takfirische Projekt des Anschlusses von Raqqa und Hasaka an ein sunnitisches Emirat richtete, ist ein kompliziertes, daher um so erbitterteres Ringen zwischen Muslimbrüdern und Al Kaida um Territorium und Einfluß in diesen Provinzen im Gang. Es wird auf allen denkbaren Ebenen ausgetragen: mit gelegentlichen Schießereien und Entführungen, auf der Ebene der Stammes- und Clansdiplomatie, Zugang zu örtlichen Kriegsressourcen (Waffennachschub und Treibstoff), „humanitär“ (Herrschaft über die Versorgungslogistik) und ideologisch.
    Voraussetzungsgemäß haben die Türken in diesem Nebenkrieg um die künftige Herrschaft über den nördliche Euphrat die besseren Karten, zumal sie neben den Franzosen (die aus mir nicht erklärlichen Gründen in dieser Region besonders aktiv sind) neuerlich wahrscheinlich auch noch die Israelis zu Verbündeten haben (deren lokaler Einfluß in den kurdischen Provinzen der Türkei und des Irak durchaus zählbar sein soll).

    Um die Sache abzukürzen: Es könnte sehr gut sein, daß der Anschlag in Hatay eine Antwort der Al Nusra auf die „offizielle“ Frontstellung der Ahrar al-Sham Bewegung gegen sie ist, die m.E. auf türkischer Weisung, zumindest aber auf einem „türkischen Kalkül“ der Muslimbrüder beruht.

    • PS: Der Vollständigkeit halber will ich anmerken, daß für den Anschlag auch die „Assad oder wir machen das Land platt“ – Schabib in Frage kommen, von denen sich ja einige Teestubentiger auf diesem Blog rumtreiben. In ihrer Borniertheit und ihrem unglücklicherweise von Apxwn gefütterten Wahn, sie, d.h. eine Restauration des Hafez’schen Syrien, könnten den Krieg gewinnen könnten sie auf die Idee gekommen sein, die Regierungstruppen auf dem Weg einer Eskalation des Krieges mit der Türkei an der Aufgabe der nördlichen Provinzen zu hindern.

    • @Tom:
      Hast du schlecht geschlafen?
      Durch dein „merkwürdig/provokatives“ PS wird gleich darauf fokussiert und deine ausführlichen Gedanken zuvor treten in den Schatten. Schade, Reaktionen werden nicht ausbleiben. Der Zweck ist mir schleierhaft.
      ——————-
      Mehrere Blogs äußern sich zu den neuen neuralgischen Punkten: Angriff- Israels, Anschlag- Türkei.

      HdF heute:
      Syrien/Türkei: Süddeutsche armbrustelt:
      http://hinter-der-fichte.blogspot.ch/

    • Das PS. war nicht provokativ, sondern, wie ich es sagte, eine Vervollständigung der Liste der Verdächtigen, wobei das „PS.“ doch wohl genug darüber sagt, welchen BElang ich dieser Variante zumaß.

      Und übrigens:
      Der „Maßstab“, den ich hier an die „Assad oder wir brennen Syrien ab“ – Shabiha anlege, entspricht weitgehend dem, den die Kommandeure der SAA auf sie anwenden, glaubt man dem Robert Fisk, der recht ausführlich mit einigen von ihnen über die Bürgermilizen sprach und das Ziel, sie zu disziplinieren (Im Indepenent nachzuschlagen, kürzlich veröffentlicht).

      Wer mich wegen solcher Worte in die Nähe der „Feinde Syriens“ und Assads rückt, dürfte sich vor seinen auserwählten Herren ein wenig blamieren –

  • Richtig, die „Beweise werden heutzutage ja gar nicht mehr vorgelegt bzw., verlangt, es reicht, dass irgendwelche Geheimdienste oder die Kerrys dieser Welt „Beweise gesichert vorliegen“ haben, um Syrien zu bombardieren. Und wenn morgen in einer entfernten Galaxie ein Stern explodiert, ist es natuerlich auch Assad oder „der Geheimdienst“ gewesen – oder die „Shabiba“ Fatime Oomyadin, um Herrn TomGard (der sich als Deutscher anmasst, Syrer zu belehren – frei nach seinem Kaiser, dass am „Deutschen Wesen die Welt genesen“ solle) gleich sein Hassobjekt vorzulegen. Uebrigens: hier gehen jeden Tag Bomben los, sterben Menschen. Aber das sind ja nur Syrer, nicht wahr? Meine Gedanken und mein Herz ist bei den Opfern Erdogans – seien sie in der Tuerkei oder hier, in Syrien (wie vier meiner Freunde), oder im Irak. Schoene Gruesse an den Blog-Betreiber, denn Ihre Arbeit ist sehr wichtig, fair und fundiert (im Gegegensatz zu jenen Hasbara oder PKK / PYD-Trollen).

    • Tut mir echt leid, mich zum Ziel Deines Hasses gemacht zu haben, das ist für mich alles andere, als ein „Kollateralschaden“.

      Obwohl Deine letzte Wendung einigermaßen klar stellt, daß wir eh immer „Feinde“ wären. Ich meine die Bezeichnung „PKK / PYD-Troll“. Hättest Du „PYD-Troll“ geschrieben, wär alles „in der Ordnung“; es ist aus Deiner Sicht ideologisch gelenkten Sicht ja nachvollziehbar, daß Du diese Leute haßt, jedenfalls ihr Gegner bist. Aber was, bitteschön, hast Du mit der PKK zu schaffen?? Nichts, falls nicht Du der Troll bist.
      Mit „PKK / PYD-Troll“ schließt Du Dich also leichtfüßig der türkischen und imperialen Kriegspropaganda gegen die kurdische Volksgruppe überhaupt an, die seit 25 Jahren unter dem Titel „PKK“ unter Generalverdacht gestellt wurde.
      Damit bist Du noch immer kein(e) Feind(in) der Kurden, aber ein unterwürfiger Opportunist des Krieges, und damit ein Todfeind aller Kriegsopfer, welcher Couleur auch immer.

      Eine Eigenschaft, die Du übrigens mit 99,5 % der Menschheit teilst, einschließlich (vermutlich) mir dem Blogautor und jedem anderen, der hier schreibt (mich ausgenommen).

  • ISKANDER

    TomGard:
    Ich schätzte deine Kommentare bis dato sehr, sehe aber in deinem bis dato letztem, ein reichlich oberlehrerhaftes Statment.
    Deine hochintellektuelle Sicht sollte dich nicht dazu verleiten, die prosyrischen Kräfte hier als „Teestubentiger“ zu bezeichnen.
    Du weißt nichts um ihre Bezüge zu Syrien, ihr erlebtes Leid um die Not ihres Volkes.
    Möglicherweise sind diese „Teestubentiger“ sogar aktiv in der humanen Hilfe dabei und somit kann ich nur mehr Achtung vor deren Hintergründen empfehlen.
    Es geht nicht darum einander zu beharken, sondern das Lügenkomplott gegen Syrien ins Bewußtsein der gehirngewaschenen Menschen in dem Berliner Regime, zu bringen.
    Und mit deinen Beiträgen hast du bis dato immerhin ein gutes Stück Hilfe geleistet. Also – bitte zurück ins gemeinsame Fahrwasser….

    • Iskander, das „gemeinsame Fahrwasser“, soweit Du es Dir nicht einbildest, besteht darin, daß wir uns ungefähr von denselben Kräften angegriffen sehen. Ich schätze es umgekehrt gar nicht, daß Du mich mit einer taktisch verlogenen Interpretation beschuldigst, „die prosyrischen Kräfte hier“ allesamt als Teestuben-Shabib bezeichnet zu haben, um mich auf eine eingebildete Linie zu holen. Ich sagte etwas völlig anderes. Ich bin ziemlich sicher, Dein Unwille richtet sich in Wahrheit gegen diesen Halbsatz:

      “ In ihrer Borniertheit und ihrem unglücklicherweise von Apxwn gefütterten Wahn, sie könnten den Krieg in Gestalt einer Restauration des Hafez’schen Syrien gewinnen …“ (grammatisch leicht verbessert)

      Ich schreibe gegen diese Restauration. Nicht so sehr, weil ich die davon betroffenen Syrer in Schutz nehme (da hat Fatime recht, aber anders wär’s auch bloß eine moralische GEste, ich habe nicht die Macht, zu helfen), sondern weil die Restauration und ihre Ideologien die neuen kolonialrassistischen Gräben zumindest auf der westlichen, meist aber auch der östlichen SEite befestigen (deswegen irrt Fatime fürchterlich). Und das geht auch gegen mich – ganz materiell.

  • kaumi

    @Tom

    Dass du eine gewisse Sympathie für die kurdische Sache hegst, haben wir nun verstanden. Dass du aber deine „special-analysis“ und deren knallharte moralischen Parameter nicht auf diese Gruppe übertragen möchtest, macht dich recht angreifbar.

    Die Kurden unterliegen in meinen Augen den gleichen Bewertungsmustern wie alle anderen Menschen dieses Erdballs.
    Wenn du also die „Shabiha“ („shabab“) dafür abstrafst, die „Sache Assads“ zu vertreten, dann musst du die verschiednen kurdischen Gruppierungen und Ströme ebenso diesem Bewertungskompass unterziehen. Die Kurden vertreten „die Sache Öcalans“ oder sie vertreten eben eine gegenteilige Sache. Nicht umsonst soll es Kurden geben, die gegen Kurden kämpfen.
    In diesem wüsten syrischem Spiel mit internationalen Akteuren gibt es nur sehr wenige Parteien, die ein erkennbar würdiges Kampfesziel haben: die Beschützer des syrischen Bodens – und damit sind mitnichten die „Assad-Jünglinge“ gemeint, die es auch gibt, die aber nur einen Teil dieser Defenseforce darstellen.
    Jeder Syrer, der nicht unter die Knute des amerikanisch-zionistischen Regims oder des faschistoiden islamistischen Systems fallen möchte, kämpft um „sein Syrien“, um seinen Boden und um seine Nation. Diese Truppe als Shabiha zu betiteln, besitzst du nicht als exklusivrecht. Da bist du mit den Tekfiristen in guter Gesellschaft.

    Bezüglich des Anschlags in der Südtürkei spricht m.E. viel mehr dafür, dass es ein Anschlag zur Belastung Assads war als zur Entlastung. Wer von den o.g. internationalen Akteuren die Autos präpariert hat, bleibt abzuwarten. Assad oder sein „Apparat“ waren es sicher nicht. Darauf lege ich mich fest. Was, ausser einer neuerlichen Diskussion um eine militärische Intervention, würde er damit erreichen??
    Wir hatten bisher so viele ähnlich gelagerte Moves, bei denen die Diskussionen und Beurteilungen ähnlich begannen und die AUSNAMHSLOS retroperspektivisch die nahliegendste und logischste Vermutung bestätigten: die Natogranaten, die die Patriots in der Türkei ermöglichten, der Tod des französischen Fotografen (Agenten) in Homs, die vermeintlichen Assad-Bomben in Damaskus, deren Verantwortung inzwischen komplett die Al Nusra übernommen hat, der Abschuß des türkischen Jets (über syrischem Gebiet oder nicht?), der Einsatz chemischen Waffen, die verschiednen Massaker (Al Hula als markanteste Marke), die Mär vom „friedlichen Beginn“ dieser Demonstrationen, die dutzendfach gefakten, lancierten und manipulierten Nachrichten und Meldungen der westlich-orientierten Presse, der niemals veröffentlichte Bericht der Beobachter der arabischen Liga, der nie veröffentlichte Bericht der UN-Beobachter und, und, und…
    Immer, wirklich immer, hat sich hinterher herausgestellt, dass „diese oder jene schlimme Sache“ dann doch nicht auf Regierungsmist gewachsen ist. Ein untrügerisches Zeichen dafür ist im Übrigen die Geschwindigkeit, mit der ein Ereignis in unseren Westmedien NICHT MEHR gebracht wird.

    Alles in allem also, und dieses lass dir von einem Teestubentiger sagen, solltest du dich selbst hinterfragen und die bereits in Massen vorliegenden aufgedeckten strategischen Spielchen richtig einordnen und in deine Gesamtanalyse ab heute unterbringen. Schlau reden ohne schlau tun ist nicht schlau!

    • „Wenn du also die „Shabiha“ („shabab“) dafür abstrafst, die „Sache Assads“ zu vertreten …“
      Weder strafe ich sie ab, noch vertreten sie „die Sache Assads“. Dem Mann Assad sind sie zudem in höchstem Maße zuwider.
      Ich habe lange, sehr lange versucht, Dir, Kaumi, nahe zu bringen, daß es auch andere Urteilskriterien gibt, als „moralische Parameter“ und einen „Bewertungskompass“, für den es übrigens immer eine Hirarchie der Bewertungskompasse geben muß, in welcher der auf dem höchsten Bord sich drehende entscheidet. Die Kompasse der weltlichen Herren aller Länder kommen dabei stets direkt nach den Göttern, auf die sich nach diesem Weltbild alle berufen sollen und wollen. Schluß, es ist offenbar zwecklos, Dir diese Weltanschauung mindestens ein wenig in Zweifel zu ziehen. Mach Du Deins und laß mir meins.

    • kaumi

      „Mach Du Deins und laß mir meins.“

      Ich habe nie versucht, „Deins“ zu nehmen.
      Halte dich bitte an deine eignen Vorgaben und hör auf, „Deins“ bei anderen zu erzwingen. Stell` deine Ansichten dar (bisweilen sind sie sehr interessant), aber verzichte bitte auf persönliche Be(Ver-)urteilungen der anderen Blogger hier, dann bleiben wir Freunde!

    • Letzteren Absatz möchte ich unterstreichen. Der Blogautor gewährt den elitären 0.5% gern das Wort, denn im Falle dessen, dass es nicht persönlich wird, kann man davon wahrscheinlich nur profitieren.. :)

    • D’accord, aber ich mache eine Einschränkung, die auch der konkrete Grund für meine Wortwahl war.

      Vorab: Ich persönlich rede auch noch mit Schlächtern, insofern ich darunter Leute verstehe, die ein zulässiges und in erheblichem Maße gewalttätig erzwungenes Geschäft ausüben und dabei Instinkte ausleben, die ihnen auch nicht von einer „Mutter Natur“ eingeflößt wurden –
      Aber ich rede allenfalls noch chemisch oder mechanisch zu Schächtern , worunter ich Leut verstehe, die das Blutgeschäft und ihre perversen Instinkte zu höherem Behuf und Ehren betreiben.

      Nobilitatis im letzten Thread und neulich auch Iskander haben in meinen Augen einen entscheidenden Schritt von (theoretischen) Schlächtern zu Schächtern vollzogen, in der Fassung von Nobilitatis mit der Bemerkung, der „Bürgerkrieg“ müsse in beträchtlichem, noch ausstehendem Umfang „ausgekämpft“ werden.
      Ich kann natürlich nicht genau wissen, wie er es gemeint hat, aber die nackten Worte sprechen dafür, daß er meinte, es seien nicht nur „keine Gefangenen mehr“ zu machen, sondern auch Bedingungen für Kapitulationsverhandlungen zurück zu weisen, mit dem Ziel, Syrien sauber, rein (und jungfräulich? Sowas hat immer eine sexuelle Seite im Patriarchat) neu erstehen zu lassen.
      Eine Position udn Praxis der Shabiha, nicht aber der Regierung und der strikt regierungstreuen Armeeverbände. Die Regierung (konkret Haidar) haben grundsätzlich zumindest dem Fußvolk der feindlichen Kämpfer Schonung gegen Kapitulation angeboten, und Assad redete von „politischem Prozess“, den nicht nur zuzulassen, sondern aktiv zu unterstützen, die Loyalität des Volkes jeden Regierungsbeauftragten verpflichte. Er sprach von kompromisslosem Kampf gegen Terroristen, aber nicht von der Säuberung Syriens von seinen Feinden.

      Niemand von Euch hat Nobilitatis oder Iskander widersprochen. Habt ihr es vorgezogen, nichts bemerkt zu haben? Ich hab auch nicht widersprochen, denn wenn ich das tue – siehe das Beispiel dieses Threads – dann geht es „ab“ und die Sache verschwindet hinter dem lärmenden Gesumm des Gruppendynamos. Aber ich habe meinen Zorn in der inkriminierten Bemerkung die Feder führen lassen, und bei sowas bleibt es, andernfalls kann ich hier ohne Überschreitung meiner persönlichen Ekelgrenzen nicht schreiben.

      Jungs, ein letztes Mal rede ich auch zu den Schächtern. Wollt ihr euch bitte mal eingehen lassen, daß es einen erheblichen Teil der Massaker nicht gegeben hätte, wenn es die Höllenkeller der Geheimdienste nicht gegeben hätte? Schaut euch doch mal an, was ihr aus einem Mann wie Michel Kilo gemacht habt! Und der hatte nicht unbeträchtlichen Anteil an der Aufgabe des Widerstandes der säkularen Gegner Assad’s gegen die Usurpation aller staatsfeindlichen Potentiale in Syrien, obwohl ich gern zugebe, daß die russische Diplomatie die weitaus stärkeren Batallione für eine Internationalisierung des Krieges an dieser Front auffuhr, wenn auch zum großen Teil aus berechnender Ignoranz, indem sie jeden Drecksack in Moskau empfing, der sich russische Angebote anhören mochte.

    • kaumi

      Tom, jetzt wird es grundsätzlich:
      „Jungs, ein letztes Mal rede ich auch zu den Schächtern. Wollt ihr euch bitte mal eingehen lassen, daß es einen erheblichen Teil der Massaker nicht gegeben hätte, wenn es die Höllenkeller der Geheimdienste nicht gegeben hätte? Schaut euch doch mal an, was ihr aus einem Mann wie Michel Kilo gemacht habt!“

      Zeige mir einen, der hier die Existenz von „Höllenkeller“ rechtfertigt.
      Gib` mir einen Beweis, dass dieses Syrien-Schauspiel, uraufgeführt im März 2011, so nicht stattgefunden hätte, wären in diesen Kellern Topfpflanzen gezüchtet worden?

      Wen genau meinst du mit „ihr“, wenn du Michel Kilo ins Spiel bringst? Pass` auf, dass du im moralisch-arroganten Übereifer nicht völlig die Orientierung verlierst.
      Michel Kilo hat seine Wahl getroffen, ist von einem integren zu einem verkommenen Menschen mutiert. Er verkaufte seine Ideale für reichlich qatarische Petrodollars. Sein Schicksal. Seine Entscheidung.
      Da du doch perfekt belesen und wissend bist, weißt du sicherlich, dass Haitham Mana` inzwischen der letzte verbliebene, ernst zu nehmende und unbestechliche Revoluzzer ist. Weder die eine (Regierung) noch die andere Seite (Nationale Koalition) konnte ihn einfangen. Er ist, in meinen Augen, die einzig übrig gebliebene legitime Vertretung des syrischen Volkes, neben der regulären syrischen Armee.

      Wenn Bloggerkollegen hier ihre Meinung zum weiteren Procedere in Syrien kundtun, sei es „Kampf bis zum letzten Mann“ oder “ Kampf bis zur Dialogbereitschaft“, dann bedeutet das die subjektive Meinung des Schreibers flankiert mit all` den Umständen, die zu dieser oder jener Meinung geführt haben. So lange keine Beleidigungen oder persönliche Scharmützel ausgesprochen werden, bleibt es jedem frei, darauf zu reagieren – oder nicht.

      Ps.: Höllenkeller werden direkt angelegt oder aber outgesourct. Ist kein rein-syrisches Problem. Trotzdem brennt es nur in Syrien…

    • Nobilitatis

      @tomguard:
      Wenn bisher niemand wegen meiner Formulierung protestierte, dann doch wohl deshalb, weil sich niemand an der Formulierung herausgerissen aus dem Zusammenhang stieß, sondern im Zusammenhang begriff, was damit gemeint war. Nämlich dass es im Moment keine Möglichkeit gibt, dass es zu einem Ende der Gewalt zugunsten von Verhandlungen kommen könnte, sondern der Bürgerkrieg solange weitergehen wird (aka ausgekämpft) bis diese Voraussetzungen vorliegen. Und wie dort erklärt, das Problem liegt nicht auf der Regierungsseite. Zu behaupte, ich würde damit zur Gewalt aufrufen, ist eine bösartige Unterstellung, außerdem war die Darstellung rein deskriptiv. Wenn Sie über Möglichkeiten verfügen, den Krieg schlagartig zu beenden, nur zu, ich würde das sehr begrüßen.

    • @Tom
      Was hat man aus Michel Kilo gemacht?

      @Kaumi
      Ich denke für das was in Syrien passiert gibt es von beiden Seiten keine Rechtfertigung, es ist eskalliert, wogegen es niemand schaffte etwas zu machen. Ich denke jeder hätte lieber im Frieden weitergelebt, wenn er das wüsste und die Gegenseitigen Schuldzuweisungen bringen nichts. Beide Seiten müssen also an den Verhandlungstisch und Zugeständnisse machen. Wieso es zu den Aufständen kam ist doch zweierlei, die Menschen die sich dessen anschlossen können doch nichts dafür und forderten zu beginn nur Demokratie, das dann die ganzen schlimmen Geschichten hochkommen war irgendwie klar.
      Kaumi, es sollte wirklich reichen, wenn es in Syrien nur in Syrien brennt, das hat sich sicher niemand ausgesucht. Gewalt führt zu Gegengewalt und es muss endlich ein Weg daraus gefunden werden, damit die Syrer eine Zukunft haben.

    • Kaumi, Du machst es mir leicht. Ich will es mir mit Deinem Einwand nicht leicht machen, doch dazu weiter unten.
      Zunächst:
      „Zeige mir einen, der hier die Existenz von „Höllenkeller“ rechtfertigt.“

      Bitteschön, Dich:
      „Ps.: Höllenkeller werden direkt angelegt oder aber outgesourct. Ist kein rein-syrisches Problem. Trotzdem brennt es nur in Syrien…“
      Das ist, technisch gesprochen, keine Rechtfertigung, Du spielst die Rolle der Sache mit einem durchsichtigen Manöver herunter: Die syrischen Keller hatten einen anderen Zweck und eine andere Funktion, als die amerikanischen, deren oberste Wärter sich gelegentlich der syrischen Folterknechte bedienten.
      Das Manöver kombinierst Du mit einer Verleumndung. Michel Kilo dient der Intervention nicht gegen Petrodollar, sondern mit einem glühenden Haß, den er in die Ansage kleidete, was immer auf die Intervention folge, könne nur ein (historischer!) Fortschritt gegenüber der Herrschaft der syrischen Nomenklatur sein. Ähnlich wie Haitham al Maleh, dessen Haß allerdings deutlich den Charakter eines ehrgeizigen, von Vater Hafez zurückgewiesenen Zöglings der Nomenklatur hat.
      Die beiden Karrieren kann man symptomatisch für den Charakter einer ständischen (Terror)-Herrschaft nehmen, in der Folter, Willkür und Korruption keine Mittel bzw. Begleiterscheinung der Repression, sondern tragende Elemente des Herrschaftssystems sind. Wären sie es nicht – und darüber wäre es wert zu diskutieren – würde ich die Sache gar nicht erwähnen!

      Mit dem „Übereifer“ machst Du einen Punkt.
      Stimmt, ich stelle mich an dieser Schwelle nicht mehr „klug“, ja, überhaupt nicht mehr politisch auf, worin ich meiner Feindschaft gegenüber politischen Kalkülen jeder Art Ausdruck gebe. Sie sind eine Abteilung dessen, was ich wiederholt „berechnende Unterwerfung“ genannt habe, der nur scheinbar paradoxerweis auch Herren unterliegen; kein Knecht, kein Herr.
      Insofern ist es Unfug, daß ich Mitbloggern unausgesprochen vorwerfe, diese Feindschaft nicht zu teilen, wohl wissend, daß niemand dem politischen Kalkül praktisch entgehen kann – ich auch nicht, ich argumentiere zwangsläufig zumindest teilweise auf seiner Ebene – und für diesen Vorwurf hilfsweise sowas wie die obige Unterscheidung zwischen Schächtern und Schlächtern beiziehe. Deshalb hab ich Dir zuzugeben, mich an der Stelle in der praktischen Summe moralisch aufzustellen, obwohl das weder Zweck noch Ausgangspunkt ist.
      Was allerdings „Arroganz“ betrifft: Ach, wäre das herrlich, wenn jeder auf diese Weise „arrogant“ wäre, dann wär’s nämlich in der Abrechnung … keiner.

      Der Konflikt ist nicht lösbar, was ich eingestand, indem ich auf die ästhetische Ebene auswich, („Ekelgrenzen“, Schönheit ist imho der einzig allgemein gültig zu machende Zweck, das mag paradox erscheinen, ist es nicht), für die ich allenfalls werben kann. Ihr mögt mir periodisch meine Eigenart nachsehen, oder nicht, ich bin jedenfalls gewiß nicht derjenige, der Schranken des Gespräches fordert. Indem Du, kaumi, mit „jetzt wird es grundsätzlich“ beginnst und mit „so lange keine Beleidigungen oder persönliche Scharmützel ausgesprochen werden“ endest, kassierst Du das „Grundsätzliche“ zwecks Erteilung methodischer Ge- und Verbote wieder ein. Ich habe mich abfällig über benannte Aussagen, Ziele und Verfahrensweisen geäußert, wer sich dadurch persönlich beleidigt sieht, schaut in den Spiegel.

    • @ nobilitatis

      Kaumi zählt anscheinend nicht zu „niemand“. Mit seiner Unterscheidung „“Kampf bis zum letzten Mann“ oder “ Kampf bis zur Dialogbereitschaft““ legte er den Finger auf den Punkt, den Deine Verwendung des nicht ganz gewöhnlichen Verbs „auskämpfen“ zumindest offen ließ.
      Verbuch‘ das halt unter irrelevanten Empfindsamkeiten –

    • Markus,
      wenn ein Mensch der physischen und mentalen Folter mit seinen Willenskräften widersteht, so rettet er sich als ein „Individuum“ um den Preis, daß seine unmittelbare Zugehörigkeit zur Gattung, seine „Identität“ als Bestandteil (nicht bloß formell „Angehöriger“) eines gesellschaftlichen Gattungszusammenhangs zerstört wird. Der Gefolterte muß diesen Zusammenhang mittelbar neu knüpfen, das heißt, er muß ihn auf einer ideellen, eingebildeten Ebene wiederherstellen.

      Ich sage das so, weil mit ganz seltenen Ausnahmen alle Individuen in patriarchalen Herrschaften von Privateigentümern, oder, in der modernsten Form, DES Privateigentums (salopp „des Geldes“) im skizzierten Sinne Folteropfer sind. Die Methode ist das zentrale Mittel von „Erziehung“ und „Pädagogik“, deren professionelle Täter das sogar ausdrücklich bekennen. Sie sagen, „der Mensch“ (was immer das in diesem Konstrukt sein soll, gemeint ist konkret jedes einzelne Kind) habe die Natur zu seinem „eigentlichen“ Menschsein erst gebracht, halt „erzogen“ werden zu sollen. Dieser Irrwitz macht die ideelle Ebene auf, von der ich oben sprach – der „eigentliche Mensch“ ist da definitionsgemäß kein Teil der irdischen Bisosphäre mehr, sondern ein iwie himmlisches Wesen –

      Etwas praktischer gesagt: Erziehung und erst recht die extreme Folter, die man in Syrien stellenweise zu praktizieren pflegte, macht diejenigen, die sie erleiden, aber aber auch diejenigen, die sie zu fürchten lernen, in unterschiedlichem Ausmaß zu Fanatikern, zu Anbetern ideeller Werte und Konstrukte.

    • Ergänzung @Markus:

      … zu Fanatikern oder Zynikern, wobei die Zyniker verkappte Fanatiker sind: Sie betreiben ihre Geschäfte und ihren Vorteil nicht um des Genusses willen, sondern um der dabei angewandten Prinzipe willen. In solchen Prinzipen, nicht einem irdischen Stoff, finden sie ihren Genuß, ob beim Fressen, Ficken, Niedermachen, -konkurrieren von Feinden / Geschäftspartnern, oder bei der Raumausstattung oder, ganz allgemein, am Besitz. Denn das ist das oberste Prinzipe für ein wie oben skizziertes abstraktes Individuum.

    • @Tom
      Danke sehr Informativ. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, ich hatte selbst einmal seelische Probleme also Psychosen was man vielleicht im weitesten Sinne vergleichen kann, die womöglich auch mit aufgrund von Medikamenten also Antidepressiva die ich genommen habe ausgelöst wurde. Ich habe mich da eine lange Zeit auf der Arbeit usw. sehr unter Druck gesetzt machte Vorschläge im Vorschlagswesen etc. zum Produkt und fühlte mich durch die Ignoranz die mir entgegen gebracht wurde sehr gekränkt, da man zum Teil lange gar nicht erst Antwortete oder sich nicht mal für die Arbeit die ich mir machte sich zum Teil nicht mal ein paar Minuten für ein Gespräch nahm, aber andererseits suchte man auf den Betriebsversammlungen nach Ideen und es wurde inständig darum geworben. Dann begann die Psychose und ich hatte im Gottesdienst ein Erlebnis das mich sehr beängstigte, da ich mich irgendwie persönlich angesprochen fühlte und auch zwischen den Zeilen Dinge hörte die da nicht hingehörten, für mich war das alles sehr beängstigend da ich nicht wusste wie mir geschieht neben einigen Dingen die klar waren, hatte ich auch sehr wirre Gedanken, die bis zum Weltuntergang reichten, da ein allgemein angespanntes Klima herrschte und es mir vorkam als jemand der normal ein Mitglied der Bundespolizei ist die Fürbitten vorgelesen hat Gott inständig bittete das, wie es mir vorkam etwas schlimmes nicht passierte obwohl er es nicht aussprach was er meine nur, warum man die Bevölkerung nicht darüber aufkläre. Das war ca. zu Weihnachtszeit Anfang 2011. Dann hieß es als ob Gott durch den Priester zu mir redete, auch da es zwar an der stelle kam an dem Joseph kurz geehrt wird und dort absolut nicht hinpasste: „Joseph der Sohn selbst wird dich am ende deiner Tage richten, mit deiner unendlichen Liebe, aber du wirst viele gute Dinge in deinen Leben tun und in den Himmel kommen, wenn du alt und weise bist wirst du das verstehen.“ Dann im nächsten Gottesdienst hieß es ich denke an ähnlicher Stelle, „ich solle nicht in Stagmation versinken und alle Engel werden dir zur Seite stehen.“
      Dann begann der arabische Frühling was mir sehr mitgenommen hat und beunruhigte, da mir das Leid der Menschen sehr mitgenommen hat und setzte mich halt als einfacher Bürger für die Menschen ein und schrieb auch der Politik per Mail und später in Foren. Ich musste mich dann ärztlich behandeln lassen da meine Familie nicht wusste was sie mit mir machen soll und wie ich von diesen Wahngedanken über andere private Ding wegkomme, die das natürlich nicht nachvollziehen konnten und versuchten mich daran zu hindern das ich mich vor anderen zum Deppen machte.

      Ich hoffe mal das sie mich nicht als abstraktes Individuum ansprechen denn ich versuchte eben meine Kräfte dafür einzusetzen diesen Konflikt zu lösen, da mir das Leid der Menschen sehr zu Herzen geht, auch aus einer ungewissen Angst vor einer Eskalation. Ich habe nun seit längeren keine Psychose mehr nachdem ich lernte damit umzugehen und die Dinge verarbeitete und hoffe mal das man mich nicht gleich abstempelt, das ist der eigentliche Grund warum ich mich überhaupt mit Konflikt-Politik befasse und ein Neuling bin ohne Erfahrung. Ich wünsche mir das Verhandlungen mit wenn es sein muss mit Assad direkt stattfinden und die Opposition das eingeht anstatt noch länger sich dem entgegenzustellen und das er wenn möglich zurücktritt im Sinne der syrischen Bevölkerung und einem Ende der Gewalt, wenn der Konflikt anders friedlich zu lösen ist, dann lasse ich mich gerne belehren. Ich habe persönlich nichts gegen Assad oder seiner Armee, nur eben kann ich mich nach dem Leid in Syrien nur schlecht eine Lösung mit ihm an der Spitze des Staates vorstellen. Am Rande. Folter Gewalt und Mord ist von beiden Seiten zu verachten.

    • kaumi

      Tom, ich habe weder die Muße noch die Zeit, mir dir hier einen persönlichen Kriegsschauplatz zu eröffnen. Im Moment überschlagen sich die Ereignisse mal wieder in meinem Heimatland und ich bin gewillt die verbleibende Energie eher in die Kontaktaufnahme/-aufrechterhaltung mit meiner Familie und meinen Freunden zu investieren.

      Einzig folgende Zeilen noch:
      Du hältst dich nicht an die regulär gültigen Konventionen der sachlichen Kommunikation. Du reißt Satzstücke raus und vollendest sie mit deiner Interpretation. Das ist Deiner eigentlich nicht würdig.
      Als kleines Beispiel sei erwähnt, dass die Bestätigung der Existenz von Folterzentren in Syrien oder anderswo NICHT deren Rechtfertigung bedeutet. Ist denke ich aber dem Rest hier klar!

      Schönen abend noch und konzentriere dich lieber mal auf das Offensichtliche.

    • Ich meine natürlich das man Gewalt von allen Seiten ablehnen sollte, damit dieser Konflikt hoffentlich endet. Es kann dort wirklich nicht so weitergehen, ich hoffe das Russland und der Westen einen positiven Beitrag zum Frieden leisten und die anderen Staaten und Akteure auch sich zurückhalten und den Konflikt entmilitarisieren.

    • ISKANDER

      @TomGard
      ich weiß nicht ob es hilfreich ist, sich narzistisch in gewundene Wortspiele zu flüchten und mit Schuldzuweisungen zu jonglieren.
      Genau da liegt in der Welt der Hund begraben. Die Menschen sollte man mitnehmen in seinen Erläuterungen, präzise formulieren und nicht fortlaufend um Recht heischen.
      Wie gesagt – ich halte dich grundsätzlich für integer, belesen und interessiert am Frieden für Syrien.
      Doch ich halte deine Argumente für immer weniger hilfreich zur Aufklärung.
      Man kann ein Ei solange in der Hand drehen und den Zauschauern beschreiben, bis alle völlig konfus geworden sind ob es nun ein Rechteck, Trapez oder Oval ist.
      Im Fall von Syrien sind die Dinge mitnichten so kompliziert wie von dir dargelegt.
      Ausgangspunkt war APXWN`s Artikel zum Bombenanschlag in der Türkei. Ich konstantiere, das deine Erläuterungen hierzu soweit ausgeholt haben, das du am Ende gar nicht mehr richtig zum Ausgangsthema gefunden hast. Zwischenzeitlich hast du noch reichlich ausgeteilt an alle die dir widersprochen haben. Magst du keinen Widerspruch?
      Und im übrigen bitte ich dich, weder Nobilitatis noch meine Beiträge mit „Gewaltverherrlichung“ (Schlächter/Schächter)in Zusammenhang zu stellen.
      Das ist unter der Gürtellinie und da verstehe ich ganz sicher keinen Spass. Es steht dir frei dies deutlich zurück zu nehmen.
      Lass es mich doch ganz einfach sagen, kurz und bündig:
      Eine Urheberschaft Assads in diesen Terrorakt ist grundsätzlich nicht logisch. Die Wahabitenbande fungiert seit 2 Jahren als effiziente Killermaschine ohne jede Skrupel. Du darfst gänzlich sicher annehmen, das der absolut überwiegende Teil aller Toten dieses Krieges entweder durch sie produziert wurden oder aber Kadaver aus den eigenen Reihen stellen.
      Ich finde es absurd, in dieser Erkenntnis Spiegelfechtereien zu führen und „ja,aber“ – Diskussionen zu führen.
      Cui bono?

    • kaumi,
      ich glaube zumindest noch an einer politischen Lösung. Möchte niemanden hier von dem abbringen was er für richtig hält oder verstörend wirken, wenn Assad nur der militärische Ausweg bleibt dann kann man eben nichts dran machen, es wäre nur schade wenn es zu keiner friedlichen Politischen Lösung des Konflikts kommt, der sicher beiden Seiten am meisten hilft.

    • Okay, ich hatte hier begründet, warum ich es für plausibel halte, daß der Anschlag in Hatay der erste Terrorakt außerhalb Syriens ist, dessen Motiv ein verdeckter Nebenkrieg zwischen Proxies der Türkei und der Golfstaaten ist. Wäre es so, dann handelte es sich um eine Wendung im Kriegsverlauf allgemein, und im Kampfverlauf zumindest an den nördlichen und östlichen Fronten, die unbedingt zu beachten ist.

      Darauf ist niemand eingegangen. Stattdessen wurde ich zum Schulterschluß aufgerufen, weil ich nicht ausschließen mochte und mag, daß eine Gruppe durchknallender Shabib die Sache gedreht haben und weil ich, ob verleumderischerweise, oder nicht, sei dahingestellt, auf den Verbalradikalismus des einen und anderen Kommentators als Beispiel für solche irrationalen Übergänge verwies.

      Den hier gewünschten Schulterschluß, konstatiere ich, gibt es als Wunschszenario einiger aktiver User von „chartophylakeion tou polemou“. Parteigänger der syrischen Zivilgesellschaft, und vor allem die Führungsspitze ihres herrschaftlichen Standes, das weiß ich gewiß, sind nicht alle so schnell bei der Hand, den Krieg in der Manier christlicher Volkstribunen (ich erinnere, der moslemische Glaube ist eine Variante des Christentums) zum Kampf zwischen den Kräften des Lichtes und der Finsternis zu stilisieren, in dem Librationszonen tunlichst aus dem Blick zu nehmen seien.

    • @TomGard: „der moslemische Glaube ist eine Variante des Christentums…“
      Da pflicht Dir ausgerechnet der heilige Johannes von Damaskus bei (und einige andere mehr). Aber sie alle hielten den Islam für eine judaisierende Ketzerei.

    • Interessant. Aus dem Blickwinkel eines urbanisierten Judentums (denn das ist das Christentum m.E.) ist die rural-tribale – Variante, der das katholische „urbis et orbis“ des feudalen Zeitalters fehlt, logischerweis eine judaisierende Ketzerei.

    • @TomGard
      Ich weis nicht, was sie mit Wunschszenario meinen? Was den Glauben angeht finde ich sollte jeder Glaube respektiert werden, nur eben ist es nicht gut wenn Menschen auf im Nahmen des Glaubens Verbrechen begehen, das darf es nicht geben. Der Islam und das Christentum haben denke ich viele Gemeinsamkeiten und ein paar kleine Unterschiede etwa was den Kreuztod angeht was im Christentum glaube ich schon hinreichend belegt wurde, nsonnsten gibt es viele Gemeinsamkeiten und Muslime glauben auch an Christus und sind wohl weit aufgeklärter und anständiger als wir. Habe auch einmal den Koran fast ganz gelesen, lehnte aber das Handabhacken und manche Gewaltanspielungen ab, gerade im Blick auf diese Gewalt, ich finde man sollte die Schrift halt nicht wörtlich nehmen sondern in der Gesamtheit und finde den Anspruch der der Koran an sich stellt wörtlich genommen zu werden ist von daher etwas hoch, Christen wie ich einer bin, glauben dagegen nicht direkt an die Bibel, sondern im Grunde an Christus und sehen die Bibel als Überlieferung, was nicht wörtlich zu nehmen ist gerade das alte Testament da ja Gottes Heilsbotschaft erst mit Christus stattfand der z.B Nächstenliebe lehrte.
      Der Imam Ali war es zum Beispiel der ein Friedensabkommen zwischen den Muslimen und den Christen auf unbestimmte Zeit festlegte. Naja habe mich auch etwas intensiver mit Religionen befasst in letzter Zeit und finde die Religionen müssen zusammenhalten, was die Scharia angeht finde ich diese aber etwas Negatives ist da Rache und Handabhacken finde ich Jesu Gesetzen wiedersprechen und dies auch nicht im Koran steht, kenne mich da aber leider nicht besonders gut aus, in diesem Sinne Verstehe ich die Ängste der Regierungsseite und ich denke aber das die Mehrheit der Syrer das nicht haben möchten und Menschenrechte wollen. Wenn die Opposition für Menschenrechte eintritt sollte sie sich normal auch nicht für die Scharia brauchen.
      Einzig das Leid das es auf beiden Seiten gibt trennt doch im Grunde beide Parteien Frieden zu schließen und das die Opposition Assad nicht als Gesprächspartner wünscht, das kann nun wirklich nicht Grund sein diesen Krieg weiter führen zu müssen und keine Seite nachgibt, es sollte alles für Verhandlungen sprechen wenn man beide Seiten dazu bringt kann es doch nur gut gehen. Ich verstehe nicht wieso das so schwer ist gerader für die Opposition?
      Werde mich dann etwas zurückhalten und euch versuchen nicht weiter zuzutexten. Finde auch das Christentum und Muslimischer Glaube zusammengehören, aber ich finde man kann sich im Grunde seinen Glauben nicht aussuchen und niemand kann wissen ob seiner der einzig Richtige ist, sondern eben nur daran glauben. In diesem Sinne

    • dem würde ich eher widersprechen. der beste moslem erinnert mich eher an einen juden, das hauptaugenmerk liegt auf „diener gottes“.

      während eine, ich sage jetzt provokativ mal RICHTIGERE auslegung der christentums wäre, dass man ein sohn gottes ist und das ebenbild. demnach kann man nach göttlichkeit streben (soll heissen durch moral und einen festen charakter und sowas) und eine gewisse vereinigung mit gott eingehen. ist im islam schwer aufgrund dem erwähnten herr-diener verhältniss.

      einziger unterschied: im islam ist man freiwillig und gern diener, im judentum aus zwang, da gott rachsüchtig sein kann.

      natürlich gibt es das christentum so mehr oder weniger nur noch in russland und anderen orthodoxen ländern, zumindest hat protestantismus herzlich wenig damit zu tun, und katholiken sind mittlerweile auch recht gut degeneriert (siehe heutiger jesuitenpapst).

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • @swan
      Ich denke das allgemein das der Glaube wichtig für ein friedliches Miteinander ist, im besonderen der christliche aber auch zum Beispiel der Buddismus. Bei den Muslimen sehe ich leider heute eine Gefahr, das man Probleme oft mit handgreiflicher Gewalt versucht zu lösen und so Bürgerkriege wie der in Syrien so erst möglich erscheinen, wir lassen uns auch von Gefühlen und Emotionen leiten, da schlechte Diktatoren und Mächtige wahrscheinlich rein auf ihr persönliches Wohl und Machteinfluss aus sind und dann erst über das menschenwürdige Leben des anderen eingehen, das steckt wohl in jedem von uns und ist ein innerer Kampf mit dem Teufel oder seinen schwächen, nur jene die alles haben nie genug bekommen können wollen halt meist noch mehr wie man ja an Assad sieht, Rückschläge sind nicht hinnehmbar und es geht erst um das einzelne Individuum und nicht um die Masse. Jede Seite greift in Syrien zu weiterer unangemessener Gewalt, was sich dort hochschaukelte und jeder gibt den anderen die Schuld damit er besser davonkommt, am ende leidet vor allem das Syrische Volk. In Syrien gibt es keine gute Seite, da beide Seiten eine friedliche Lösung Torpretieren, also die Falschen Menschen an der Macht sind Assad so schlau oder dumm ist nicht nachzugeben und die mäßigenden Stimmen im Volk nicht gehört werden, weil jede Seite es besser weis. Das man dort einen Diktator mit Gewalt oder Technik stürzen versuchte und die Opposition Waffen gab, war ein großer Fehler das wir das zugelassen haben, man hätte auf rein friedliche Mittel setzen müssen und die Medien hätten vielleicht etwas zurückhaltender sein müssen und nicht alles im Vorneherein als Unwahrscheinlich torpretieren dürfen, als ob Gewalt die einzige Lösung darstellt.

      Ich kenne auch so eine Geschichte die mir im Negativen zu Muslimen aufgefallen ist, es ist zwar ein starker Glaube, aber eben zu Autoritär wie ich finde, da hatten wir mal ein paar Türkische Praktikanten, die es in der Werkstatt ablehnten von einer Frau eingewiesen zu werden, die übersetzten doch tatsächlich, sie solle sich vor dem Ofen stellen und nach hause gehen, als ich diese dann eingewiesen habe klappte es auf einmal super.
      Das zeigt irgendwo das im Islam die Rolle der Frau schon sehr eintönig ist, es kann in einer Welt wo viele Länder zur Überbevölkerung neigen auch nicht die Lösung sein, das eine Frau keine Karierechancen hat und nur zum Kinder machen da ist.
      Ich habe bei ihrer richtigeren Auslegung so meine bedenken. Warum sollte man Sohn Gottes sein, wo ja Jesus der Auserwählte ist, sicher sind wir Kinder Gottes und dessen Ebenbild, doch wir sollten uns finde ich nicht anmaßen Gott spielen zu können nach belieben. Daher habe ich auch so meine bedenken bei den Experimenten im Cern, die Sicherheit sollte erste Priorität sein und dafür sollte man ersteinmal das Volk bis ins Detail fragen, was es denn überhaupt will und was es für etisch vertretbar erachtet, falls man vielleicht die Möglichkeit hat schlimme Unfälle zu vermeiden, dann ist das sicher gut, aber wenn es diese auslösen kann dann nicht, falls aber die Mächtigen nur ihr Persönliches Glück und den Erfolg und Gewinnmaximierung von Firmen im Sinn haben und so eine freie Entwicklung die auch mal kleine Rückschritte in kauf nehmen muss behindert wird, ist das meines erachtens schon sehr fragwürdig, weshalb ich mir da weitaus mehr Aufklärung wünsche, die Mächtigen sind ja irgendwo nicht ganz dumm, wenn es aber um ihre Machtinteressen gehen würde, geht man womöglich im Ernstfall über Leichen und verliert seinen Glauben und Hoffnung. Von daher halte ich die Sicherheit vor Missbrauch als sehr wichtig und ethische Richtlinien die das Volk bestimmt nicht nur Wissenschaftler die auch die Atombombe bauten und für ein erfolgreiches Experiment alles Riskieren oder seine persönliche Kariere auf die Sprünge hilft.
      Ich denke da ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
      Ich denke das der Islam sich gewissen Gewalttätigen gelüsten hingibt, weshalb man vielleicht gerne Diener Gottes ist.

    • Ich denke nur, das im Islam irgend etwas gewaltig zur Zeit schiefläuft, wenn der Hass aufeinander so groß ist das Krieg und das allerletzte Terror entstehen kann. Von daher habe ich so meine Bedenken das diese Menschen den Koran als unverblütes Wort Gottes sehen, da nach dem was ich darin gelesen habe eben auch Teuflische Worte darin stehen, was der Umgang mit Feinden etc. betrifft und es meines erachtens eine Lüge ist das Mohamed dort nicht seine persönlichen Gedanken kundgetan hat. Gut ich glaube es halt nicht im Gesamten. Von daher sind wohl dort die Hemmschwellen für Gewalt niedriger und Machtinteressen weit höher als dies schon bei uns der Fall ist.
      Was ich immer nicht verstehen kann warum man Israel als Feind braucht und dem einen muslimischen Geschmack gibt, also das man Generell sich Feinde schaft und Feindbilder erzeugt und dabei nicht mehr in der Lage ist friedliche Lösungen zu finden oder diese ernst zu nehmen, man rennt Quasi den Feindbildern der politischen Führer hinterher, die das als religiös erachten.
      Es gibt natürlich was die Mehrzahl der Muslime angeht eben auch weit bessere Menschen als bei uns die wissen mit ihren Glauben umzugehen, das man die Schrift nicht wörtlich nehmen darf und sich von Gewalt fernhalten muss. Gut das wahren leichte Vorurteile von mir, da es meiner Meinung nur menschenrechtliche Gründe gibt für Kriegseinsätze, diese dann aber auch nur mit Mandat stattfinden sollten und eben dabei nicht Rebellentruppen im Vorfeld zur Gewalt aufgestichelt werden durfen, nur eben weil wie im Fall Syriens die ganzen Verbrechen hochkommen, rechtfertigt so etwas nicht das Einzelkämpfer sich in Selbstjustiz die vor allem Unschuldige Zivilisten umbringen.
      In Syrien gab es ja schon viele Verhandlungsanläufe und die Opposition ist nicht einmal bereit sich an einen gemeinsamen Tisch mit dem Regime zu setzen, was doch genau das Gegenteil bringt und eine für die Bevölkerung aussichtslose Lage. Irgendetwas läuft da falsch.

      Das Christentum ist in Europa und in Russland vom Glauben her schwach, es ist wohl auch nicht so angenehm den friedenpredigten Priestern zuzuhören hier gibt es leider nicht mehr so viel Gläubige die auch mal die Kirche besuchen, doch wir haben zumindest eine christliche Erziehung, die uns vor allem die Gebote und die moralischen Werte gab.

  • kaumi

    „Bezüglich des Anschlags in der Südtürkei spricht m.E. viel mehr dafür, dass es ein Anschlag zur Belastung Assads war als zur Entlastung. Wer von den o.g. internationalen Akteuren die Autos präpariert hat, bleibt abzuwarten. Assad oder sein „Apparat“ waren es sicher nicht. Darauf lege ich mich fest. Was, ausser einer neuerlichen Diskussion um eine militärische Intervention, würde er damit erreichen??“

    http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Tuerkei-behaelt-sich-nach-Anschlag-Recht-auf-Gegenreaktion-vor

    …bitte, danke!

  • Noch ein Wort zur Relevanz meiner Überlegungen zur Urheberschaft des Anschlages.

    Er könnte eine handfeste Erinnerung daran sein, daß es taktisch und strategisch verkehrt ist, die Angreifer Syriens allzu grob zu sortieren bzw. in einen Topf zu werfen, darauf u.a. zielte neulich mein Gedankenexperiment zu einem Angriff der „dritten Art“ auf den Zionistenstaat. In dem zugehörigen Artikel hatte Apxwn locker dahin gesagt, Israel habe „eigentlich“ Interesse an einem friedlichen Syrien mit einem rationalen und maßvollen Staatswesen – ein fetter Irrtum. Aber dies „eigentlich“ trifft natürlich auf die israelische BEvölkerung in einer gewissen Weise zu. Zwar weniger auf der ideellen und ideologischen Ebene, aber dafür um so stärker auf der materiellen, wovon die jüngsten Aufzüge sozialen Protestes in Tel Aviv Zeugnis legen.

    Wenn ich mit der Urheberschaft Al Nusras Recht hätte, dann wäre das ein sehr deutliches Signal, was das zionistische Streben nach Zerlegung oder Somalisierung Syriens der israelischen Bevölkerung einbringen könnte.

    Ahnlich der türkische Schauplatz. Die Militanz und Brutalität des türkischen Nationalismus, Jahrzehnte im Kurdenkrieg gehegt und vertiert, verführen leicht, seine heimischen Varianten über einen Kamm zu scheren. Das sollte man besser unterlassen und bei der Gelegenheit umgekehrt den säkularen und sozialrevolutionären Kurden zugestehen, daß sie nur die Wahl hatten, sich mit ihren paar Hanseln von den YPG’s bis auf den letzten Mann aufreiben zu lassen, oder zu dealen, um Aufschub zu gewinnen.

    Konkret: Syrer sollten nicht aus den Augen verlieren, daß ein säkulares syrisches Staatswesen in den sozialrevolutionären Kurden noch immer einen nicht unbedeutenden Bündnispartner hat, auch wenn das auf dem Schlachtfeld gegenwärtig nicht so ‚rüberkommen kann. Allerdings verspielt man dieses Potential, wenn man das Syrien von Sykes Pikot in der Hafez’schen Ausgestaltung zum Vorbild für das Kriegsziel nimmt.

    Es wäre über die fälligen Differenzierungen noch einiges mehr zu sagen (auch mit Blick auf Europa), einstweilen belasse ich es bei den vorgestellten Punkten.

    • was hat sykes picot mit assad zu tun du oberpfeife? da liegen ca. 100 jahre dazwischen, ausser du meinst hafez assad, dann wären weniger.

    • Bedankt für die orthographische Korrektur.
      Wen, außer Hafez Assad, sollte ich gemeint haben, Schwachkopf. Die kolonialen Grenzziehungen nach der Zerschlagung des osmanischen Reiches sind auch nach 100 Jahren noch die Materie fürschtlicher Erbfolgeherrschaften, nachdem vorzüglich die Baathisten Iraks und Syriens zusammen mit dem hashemitischen Operettenkönig den Nasserismus sabotierten, der eine halbrevolutionär antikolonialistische Blickrichtung immerhin aufmachte.

  • Anonymous

    mit Tomgard kann man nicht sprechen er ist Gefangen in seiner Welt wo er andere gedanken nicht zu lest. Die eigene wahrheit da kann kommen was es will.

  • Apxwn, das sehe das ähnlich, das mit der Verdächtigung geht sehr schnell, ich finde die Türkei sollte sich lieber etwas zurückhaltend verhalten bevor es zu Vorverurteilungen kommt die es ja im syrischen Konflikt leider zur genüge gibt und selbst wenn sich zurückhaltend verhalten.
    Selbst wenn der syrische Geheimdienst beteiligt sein sollte, ist wohl nicht klar ob er nun diese Bomben selbst plazierte oder sich irgendwelche Islamisten benutzte die womöglich der Opposition oder der Al-Nusra nahestehen. Was bisher in der Deutschen Presse zu lesen ist, sind wohl eher wage Vermutungen und Vorverurteilungen seitens der Türkei wenn ich das richtig verstehe, die Türkei sollte sich besser zurückhalten mit Beschuldigungen solange es noch keine Handfesten Beweise gibt und die Täterschaft geklärt ist. Vorverurteilungen und Hetze sind wohl das letzte was Syrien jetzt braucht und selbst wenn syrische Geheimdienste dahinterstecken sollte man dies nicht hernehmen um den Konflikt zu verschärfen, sondern an einer friedlichen Lösung festhalten, da die in Syrien von der Türkei unterstützte Seite leider Gottes auch schon Attentate begangen hat. Das Schlimmste könnte es sein in der derzeitigen Situation Assad zu Unrecht zu beschuldigen und dann so die Terroristen vielleicht dahinterstecken um die Türkei zu provozieren in ihren tun zu bestärken und der Konflikt weiter Eskaliert.
    Hoffentlich behalten alle Parteien eine Verhandlungslösung im Auge eine weitere Gewalteskalation kann niemand gebrauchen.

    • Das ist es ja gerade, der türkische Innenminister sprach gestern abend davon, die Ermittlungen seien so gut wie abgeschlossen. Die Beschuldigungen sollen also nicht wie eine Vorverurteilung, sondern als gesicherte Erkenntnis daherkommen.

    • Ich weis nicht was ich davon halten soll, trotz gesicherte Erkenntnisse sollte schon eine gewisse Zurückhaltung geboten sein von seiten der Regierung, solange so ein Fall nicht ganz abgeschlossen ist und man am besten die Täter hat, der die Tat und Motivation gesteht und dies auch nachvollziehbar ist. Für mich geht das etwas schnell gerade da die Türkei nahe am Bürgerkrieg ist und es beide Seiten gelegen ist sich dieses Verbrechen einander zuzuschieben.

    • Nobilitatis

      Der Vorwurf gegen die Türkei geht ins Leere. Offensichtlich hatten die die Untersuchung einschließlich Identifizierung der Täter und Strukturen sowie die Urheberschaft Assads schon vor den Anschlägen bewältigt, so dass der Gegenschlag jetzt schnell gehen kann.

    • Warum reden sie schon wieder von Gegenschlag? Es sind unschuldige Menschen in der Türkei ums Leben gekommen. Lassen sie doch ersteinmal die Türkei ihre Beweise vorlegen, die sicher nicht den Terror sondern eben nur die Opposition in Syrien unterstützt. Die Gegenseitigen Agressionen führen doch zu nichts als weiteren unschuldigen Leidtragenden.
      Mich beängstigt das Ganze etwas und finde man sollte Abwarten ob sich der Verdacht erhärtet, wenn nicht wird sich die Türkei schon entschuldigen müssen, anderweitig wird Assad für die Beschuldigungen sich entschuldigen und die Dinge klarstellen müssen, vielleicht handelten ja einige seiner Anhänger in Eigenverantwortung. Für den Westen und der Türkei sollte so etwas aber nicht zu einem Grund zu einem Kriegseintritt genommen werden und im Sinne der Leidtragenden Syrer an einer Verhandlungslösung festgehalten werden selbst wenn die Assad mit einschließt.

    • @Nobilitatis
      das erinnert mich etwas an Star Trek Voyager, da wurde in einer Serie auch jemand zu unrecht vorverurteilt, da ein Crewmitglied sich einbildete von diesem misshandelt worden zu sein. Man fand auch Indizien die seiner Täterschaft fast bewiesen hätten in seinem Labor, er aber stritt es ab und floh als man in in Untersuchungshaft stecken wollte auf sein Raumschiff. Man fand heraus das er im Recht war und man ihm im zu Unrecht dies Vorgeworfen hat und sprach mit ihm über Funk, er aber glaubte es denen nicht die ihm Verdächtigten und Schoss auf das andere Raumschiff. Man wehrte sich nicht und am ende Zerstörte er sich selbst dadurch.
      Keine Ahnung diese Serie habe ich vom Moment gesehen, vielleicht kann man das als Gleichnis sehen.

  • Anonymous

    Info: http://www.hurriyet.com.tr/gundem/23261781.asp

    Wenn das, was der Google-Übersetzer ausspuckte, wurden im April in Raqqa drei Fahrzeuge mit Sprengstoff beladen und in die Türkei geschickt. Raqqa aber ist Al-Nusra-Land.

  • ISKANDER

    Wer hart genug ist, mag sich das Video vom 12.05.13 auf anna.news: „Anleitung, wie man für europäische Standards kämpft“ mal anschauen…
    Da schneidet eine „Allahu akbar“ schreiende Kreatur einem syrischen Soldaten die Leber aus dem Leibe und beißt rein.
    Link: http://anna-news.info/
    Tut mir leid, aber solche Kreaturen sind keine schonungswürdige „Rebellen“. Noch schlimmer aber sind ihre Herren und Hehler im Hintergrund, die aus sicherem Hafen heraus aufhetzen, intrigieren, bewaffnen und bezahlen.
    Sie können ihr Tun nur führen, weil sie Meister der Verschleierung von Tatsachen sind. Millionen fallen auf sie herein und faseln von Demokratie, Herrschaft des Geldes, Klassenkampf und anderem Schrott.
    Wer glaubt das Syrien UND Assad gegen „Rebellen“ und „Oppositionelle“ kämpft, soll schauen.

    • Das Elend der mobilen Phase der syrischen Gesellschaft sind ihre Volkstribunen auf allen Seiten. al-Labwani (ich hab seinen Rufnamen vergessen), bis vor kurzem noch einer der promintentesten „Oppositionellen“, ist ein Paradebeispiel. Gallionsfigur vieler gutwilliger Leute, die nach Veränderung strebten, konnte man fast jedem Satz von ihm ansehen, daß er seinen Ehrgeiz fast überwiegend gegen Konkurrenten seines Anspruches auf den syrischen Thron richtete. Terror- und Greuelpolitiken auf allen Seiten der geschichtlichen Fronten sind die schwer vermeidliche Folge; so wie es schon während der französischen Revolution und in der anschließenden Restauration ablief. Nur – heute handelt es sich um Burleken und Grotesken, wie grauslich immer die Details.

      Ihr könnt mich mal kreuzweis. Morgen pflanz ich den Rotkohl.

  • Iskander, sie haben wohl recht, das dies kein menschliches Verhalten mehr ist, das dies noch dokumentiert ist, tut den Rest. Das die Rebellen zu Verbrechen ständig „Allahu akbar“ schreien kann irgendwo auch nicht sein. Das Video werde ich mir sparen.

    Es scheint eine Chance auf einen Waffenstillstand zu bestehen.
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/syrien-konferenz-chancen

    • ISKANDER

      @Markus
      Nein, eben nicht weggucken! Du willst wissen – also schaue.
      Wenn du es an dich heranlässt, wirst du besser verstehen und wissen, warum es KEINEN Waffenstillstand geben kann & wird, sondern nur eine Beseitigung der Terrormilizen geben muss.
      Als Vergleich:
      Wenn die Türkei. Katar und vielleicht bspw. arabische Liga festlegt, das in Deutschland die NPD, oder türkische Vereine oder was weiß ich welche Weihnachtsmannpartei die „Opposition“ darstellt und diese zu „Rebellen“ ernennt, mit Millionen von Dollar schweren Waffen ausstattet und mit prozentual 500.000 Söldnern „unterstützt“, wenn diese dann hier mordend einfallen – was würdest du sagen wenn ein australischer Blogger meint: „Man muss auch die Gründe der Rebellen respektieren“.
      Spiegele einfach mal diese Situation und du erkennst, was fakt ist in Syrien.
      Also NO PASARAN, kein Fingerbreit Verständnis für wahabitische Killer.
      Assad leistet spätestens seit dem Kriegsbeginn einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung des Landes und Volkes, unschätzbar!

    • Anonymous

      Laß die „Memme“ hinterm Ofen jammern.
      Das Video ist übrigens harmlos…
      Wer „harte Sachen“ sehen will gibt sich urs1798.
      Da hab ich vereinzelt Videos gesehen die das Herz einfrieren lassen.

      Die Waffenstillstände sind bisher von den Rebellen immer zu reorganisation, Wiederbewaffnung, Flucht und zur weiteren Infiltration benutzt worden.
      Das weiß auch die syrische Regierung und wird den Teufel tun die damaligen Fehler zu wiederholen!

      fG
      Lurker

    • @lunker
      Ein Waffenstillstand wäre das gut und natürlich Verhandlungen wären eine Lösung. Wenn man nichts dafür tut, dann wird es auch nicht dazu kommen.
      Der Gegenseitige Hass sitzt tief und trift Unschuldige, die keine Chance haben sich zu Verteidigen und Opfer der Islamistenköpfe die im Kampf etwas gutes sehen und Assad werden.

    • ISKANDER

      @Markus
      Einen Waffenstillstand wird es nicht geben und das ist auch vernünftig. Die Wahabitenbande nutzte dies zur Neuorganisation und Flucht in Frauenkleidern.
      Nicht um sich „zurück zu ziehen“, sondern um sich neu zu formieren.
      Dieses Pack ist hirnlos, brutal und versteht nur die Sprache der knallharten Zurückweisung.
      Du kannst mit Irren keinen Frieden finden, versuche dich in diese Lage hinein zu versetzen. Träume nicht weiter von Peace and Flower, die Realität ist schlimm genug.
      Drücke dem syrischen Volk und seinem gewählten Präsidenten deine Dauemen, das sie möglichst schnell und komplex das Land säubern können.
      DANN können neue Wahlen stattfinden und rate mal wen das syrische Volk dann wählt. Die Al-NUSRA??

    • @lunker
      Was Assad angeht, trägt er Hauptverantwortung für die Radikalisierung in seinem Land, er sollte dafür gerade stehen Lebendig, indem er zurücktritt, oder es erweist ihm jemand den Gnadenstoß.
      Ich denke mal das die Harten Sachen, beinahe ein Ebenbild der Gewalt des Regimes sind, da eben Leichenschändung nur ein kleines Übel ist im vergleich zum Mord und Leid das sich durch Syrien zieht.
      Wenn man den Konflikt militärisch Lösen will, dann sollte womöglich die Nato reingehen, denn den Kampf gegen diese Islamisten ist verlogener und wiederwärtiger Kampf um die Macht Assads, nicht mehr und nicht weniger. Das Syrische Volk das die demokratische Macht gebührt kann nur zusehen und das sind die die für den Alleinherrscher Assad sterben müssen. Die Macht und Verantwortung die er trägt wurde er nicht gerecht, im Gegenteil er bringt die ganze Region ins Wanken, da er nichts als sich selbst und den Chefsessel im Kopf hat. Anstatt Bashar Gott Syrien, sollte es heißen Bashar und Satan unter einer Decke. Ich verstehe es leider nicht, warum man diesen Menschen an der Macht hält, gerade von Russland und dem Iran bin ich da enttäuscht, die weit mehr politisch Leisten können um einen Kompromiss mit der Opposition zu schaffen, bei dem alle einigermaßen Gesichtswahrend aus der Sache hinausgehen, ohne das vorher festgelegt wird wer Syrischer Präsident wird.

    • @iskander
      Du hast schon recht, doch auch die andere Seite hat Familie und möchte im Frieden leben können. Im Grunde bin ich dafür das mit Assad zusammen eine Lösung gefunden wird, bei der er sich am besten selbst ausschließt und endlich ein Dialog beginnt, den die Opposition auch annimmt und nicht Vorbedingungen stellt.
      Waffenstillstand und Friede sollte dann Möglich sein.
      Das Volk wird dann hoffentlich nicht nur die Al-Nusra, sondern eben Menschen wählen die für ein Modernes und friedvolles Rechtsystem eintreten, ich denke das sollten schon die Syrer für sich entscheiden können und dazu bedarf es eben wohl auch nicht zwingend Assad in einer solch hohen politischen Position. Ich denke die Meisten wollen den Frieden, nur eben müssen die Kämpfenden Parteien besänftigt werden.
      Ein Eingriff des Westens würde nur das Leid verschlimmern.

  • Anonymous

    Tausende protestieren in Antakya (Hatay) gegen die Syrienpolitk der (eigenen) türkischen Regierung und fordern nach den Bombenanschlägen in Reyhanli den Rücktritt von Erdogan. Dabei rufen sie Allah, Souria Bashar ou bas.

    http://www.liveleak.com/view?i=851_1368314701

    Neoguerilla

  • ISKANDER

    @Neoguerilla
    Gott Sei Dank merken die Menschen auch in der Türkei langsam, welches miese Spiel der Zionistenvasall Erdowahn mit ihnen spielt.
    Ich hoffe, das sich Erdowahns Politik gegen ihn wendet und er Opfer seiner eigenen Verlogenheit und Größenwahns wird.
    Die Zeit läuft für Syrien.

  • Die syrische Regierung könnte vermutlich faktisch untermauern, was ich ganz oben zum Anschlag schrieb.

    http://rt.com/op-edge/turkey-syria-us-blessing-178/

    RT: Just in the last few hours, Syria’s information minister said that Turkish Prime Minister Erdogan’s responsible for this by playing a „dangerous game with al-Qaeda“. What did he mean by that?

    Die Antwort von Jeremy Salt kann ich mit großer Sicherheit verbessern.
    Im Februar gab es in einem türkischen Grenzort eine große, zweitägige Stabskonferenz, die das türkische Militär für hunderte syrische Warlords ausrichtete. Ich habe die Infos darüber bisher nicht erwähnt, weil ich sie nicht überprüfen konnte und aus einem weiteren Grund, den ich weiter unten nennen werde.

    Auf dieser Stabskonferenz ging es erstens minutiös um die Angriffsführung in den Provinzen Raqqa und Hasaka, die ohne diese Planung gewiß in ein jämmerliches Chaos eingemündet hätten, nimmt man Recherchen zum Maß, die auf „Syria Comment“ nachzulesen sind.
    Auf diese Weise rückten die Brigaden, die sich der Ahrar al-Sham zurechneten, auf die türkisches Militär und Geheimdienste ihre Rekrutierungsanstrengungen konzentrierten, und die bis dahin in den Provinzen Idleb und Hama die letztlich vergebliche Einkreisung Aleppos betrieben hatten, von einer zwischen Zentral- und Nordsyrien verstreuten, zu einer militärischen Hauptkraft in den genannten Provinzen auf.

    Folglich:
    1) Seit Februar gibt es eine stabsmäßig geplante türkische Invasion Syriens in den Nordprovinzen.
    2) Dieser Angriff ging auf wohl kalkulierte Weise zu Lasten des Angriffs auf Aleppo und der Angriffskräfte in Zentralsyrien, welche die militärische (aber nicht versorgungstechnische! Auf der Ebene gab es offenbar „Aggreements“) Anbindung Aleppos an das von der Regierung kontrollierte Territorium unterbrachen.

    Auf der Stabskonferenz ging es aber zweitens um die logistische, „humanitäre“ und ökonomische Anbindung der genannten Provinzen an die Türkei. Den Plünderungen und dem Bandenwesen auf Rechnung der Warlords sollte ein Ende gemacht, die Schaffung eines türkischen Protektorats vorbereitet werden. Zahlreiche Augenzeugenberichte der letzten Monate sprechen dafür, daß die Söldner und Warlords der Planung in ungewöhnlicher Disziplin Folge leisteten.

    Es ist daher drittens stark zu vermuten, daß die Invasion in stummer oder beredter Kollusion mit beträchtlichen Teilen der syrischen Armee, möglicherweise auch der Regierung stattfand. Dafür spricht, daß die Regierungs- und Armeeposten in Raqqa völlig überrascht wurden, obwohl selbst weit Außenstehende, wie ich, den Angriff ziemlich präzise vorher sagen konnten. Und die 93. Brigade vegetiert bis auf den heutigen Tag, notdürftig aus der Luft versorgt, in ihrem Stützpunkt außerhalb Raqqa’s dahin. Sie wird nicht ausgehoben, obwohl das gewiß nicht besonders schwer und opferreich wäre.

    Damit handelte es sich bei der türkischen Invasion gleichzeitig um eine Vorbereitung zur Aufteilung Syriens, die von starken Kräften in der syrischen Armee und / oder Regierung mitgetragen wäre, die, in die Lücken stoßend, die Ahrar al-Sham öffnete, Zentralsyrien wieder halbwegs in den Griff nahmen. Wie von einigen Beobachtern schon vor Monaten vermutet (nachzuschlagen auf Al Monitor).

    Womit ich beim zweiten Grund wäre, warum ich das bislang nicht erwähnte. Der Vorgang gäbe den „Verrat“ und „Assad oder Tod“ brüllenden Ultrashabibs reichlich Anlaß, eine durchgeknallte tit- for -tat Aktion zu unternehmen: Terror in Hatay für die Invasion in Raqqa.
    Aber ich bleibe dabei, ich halte es für wenig wahrscheinlich.

    Fortsetzung folgt

    • DerBaske

      TomGard

      Du schreibst einen ellenlangen Bericht voller Vermutungen und Theorien, um so eine letzte Zeile zu platzieren?
      Nur bei diesem Satz gehe ich mit dir d`accord. Der Rest ist doch lautes Denken und Spielerei.

    • Das Spiel ist die vornehmste Arbeit des Menschen und der Traum die Schwester der Tat, Baske. Mit Sisyphos-Gewissheiten handeln freilich die religiösen / wissenschaftlichen Handlungsreisenden eures gottverfluchten Todeskultes oder ihre Handlanger, mit „euch“ meine ich die ganze verfickte „Zivilisation“.

    • Sorry, ich war erbost, der Spruch lautet, die Tat sei die Schwester des Traumes. (Wird Beaudelaire zugeschrieben, der Name der ursprünglichen Quelle ist mir grad entfallen)

    • @Tom
      um was geht es bei diesem Todeskult? Und warum der Groll gegen die ganze Zivilisation?

    • Markus,
      im strikten, wörtlichen Sinne ist der spirituelle Kern des Christentums der ultimate, der striktest mögliche Kult des Todes. Marx nannte ihn den „Kult des abstrakten Menschen“, weil es einen Todeskult streng genommen nicht geben kann, die Bezeichnung ist ein Widerspruch in sich. Wer feiert, ist nicht tot, und wer tot ist, feiert nicht mehr.

      Aber es ist nun mal eine Tatsache, daß für den Christen alles Irdische nichtig ist. Indem die Christen, weil sie sich nun mal nicht euthanasieren, auch irdisches für „göttlich“ ausgeben, nämlich hauptsächlich sich selbst, die sie symbolisch zu Kanibalen an Jesus werden und behaupten, es mache sie zu Kindeskindern Gottes, so soll das doch nicht für sie als die Menschen gelten, als die sie gehen und stehen, sondern für ihre „unsterbliche Seele“; also nicht für die Seelen (Plural), die sie sind, , sondern eine Seele, die sie erwerben (können) – nach dem Tode.

      Diese eine Seele soll und kann in der Tat nur eine Eigenart besitzen, eben die „Unsterblichkeit“. Es ist für alle ein und dieselbe Seele und (jetzt wird meine Argumentation unüblich) ihren Gehalt hat sie allein an dem irdischen Ding, dessen Aufhebung sie sein soll – dem Tod.

      Eine „abstrakte“, d. h. von jeder bestimmten, einzelnen, endlichen, faßbaren Lebensäußerung, also qualifizierbaren Eigenart, getrennte Vorstellung von „Menschsein“ hat tatsächlich eine irdische Entsprechung. Es ist eine Leiche.

      Wie konnte es zu so einem Kult kommen?
      Das römische Reich hatte im Gefolge seiner Vorgänger alle umgebenden Kulturen aufgemischt. Es hatte ihre Angehörigen in großer Zahl versklavt, ihre hergebrachten Lebensverhältnisse bis an die Grenze der Zerstörung gestört oder zerrüttet, jedenfalls so stark der traditionellen Gefüge beraubt, daß die Betroffenen tatsächlich entweder gar nichts mehr besaßen, nicht mal ihr physisches Leben (die Sklaven), oder an der Schwelle der Sklaverei standen, oder jedenfalls unter dem starken Eindruck standen, sie seien im Begriff, zu verlieren, was jeden Menschen überhaupt erst auf die Welt bringt, von dem und durch das er weiter leben kann: Sein gesellschaftliches Dasein, sein Gemeinwesen. Das römische Reich hatte mit Erfolg begonnen, in seinem Dunstkreis nur noch ein Gemeinwesen gelten zu lassen (DAS Tier, nannte es Johannes), das Gemeinwesen des Geldes. Wer eines hat, darf und soll leben, wer keines hat, darf und muß sterben.
      Dem setzte das Christentum den Todeskult entgegen.
      Der ZUsammenhang wäre genauer heraus zu arbeiten, aber das geht hier schlecht.

    • ISKANDER

      @tomgard:
      also jetzt spinnst du restlos, entschuldige….
      Außerdem, was hat dein verkorkster Theologievortrag mit Reyhanli zu tun?
      Bist wohl „Experte für eh alles“.
      Leute die alles breitwalzen müssen wie einen Tortenboden, sind mir intellektuell gesehen – ein Graus, weil weniger oft mehr ist.

    • Iskander,
      das war kein „verkorkster Theologievortrag“, sondern schlimmstenfalls „verkorkste Anmerkungen zur politischen Ökonomie der Religion“ – wenn verkorkst, dann deshalb, weil extemporiert und zugleich auf’s Äußerste kondensiert.
      Mit Reyhanli hat es nichts zu tun, aber ich habe Gründe, Markus auf Fragen, die mir „echt“ vorkommen, und deren Beantwortung zu verweigern ich keinen Grund sehe, Bescheid zu geben, so gut ich kann und das hier möglich ist. Diese Gründe gehen Dich nichts an.

  • PS.: zum voran gegangenen Teil beachte man das Timing der Aufhebung des EU – Embargos gegen Rohöl und Ölprodukte aus Syrien.
    – – – –
    Die hauptsächlich von Qatar finanzierten Takfiris mit ihren Stützpunkten im Irak, einschließlich al Nusra, wurden von den Türken beworben und auch beteiligt. Aber es entsteht der starke Eindruck, sie wurden über wesentliche taktische und strategische / diplomatische Details im Unklaren gelassen. Eine der Auswirkungen war, daß sie sich bei Angriffen auf Aleppo von Süden her an der in Zentralsyrien entlasteten syrischen Armee gewaltig die Köpfe einrannten. Ich habe den Verdacht, daß auch ein Teil der Erfolge der syrischen Armee im Großraum Damaskus auf Fallen beruhen, die sie mit Unterstützung aus den Stäben der Gegner stellten und camouflierten, aber das ist, wie gesagt, nur ein Verdacht und mein Hauptpunkt kommt auch ohne ihn aus:

    Während die takfirische Allianz, die jetzt offen unter der Flagge Al Qaidas das Projekt eines syrisch-irakischen Emirates betreibt, von allen Seiten als Aktion gehandelt wird, ist sie in Wahrheit eine Reaktion auf Unternehmungen, die aus ihrer Sicht als „Verrat“ erscheinen müssen und sollten. Der Zweck des offenen „Verrates“ (dessen Leitmotiv ja seit mehr als einem halben Jahr in der politischen Landschaft steht, die Einstufung al Nusras als „Terrorgruppe“) ist die Anstiftung eines neuen Irakkrieges, den die Türkei, sei es aus primärem Interesse oder opportunistisch, schon etwa ein Jahr lang betreibt, unter ohnmächtigen Protesten aus Bagdad.

    Nun mögt ihr euch überlegen, ob TomGard bloß „spinnt“, und alles „viel einfacher“, „nicht so kompliziert“ ist, oder ob die Kaumis, Iskanders, Nobilitates etx., für die alles so einfach und klar ist, entweder Schafe im Wolfspelz sind, die sich brav in die Hürden und über die Klippen treiben lassen, bzw. zumindest Möchtegernleithammel darstellen, die Schafe ohne Wolfspelz virtuell oder physisch in die Hürden und Fallen treiben.

    • Franz

      Die Leser begegnen dir mit ungewöhnlich viel Respekt. Trotzdem musst Du Ihnen regelmässig an’s Bein pissen.
      Entweder liegts am Alkoholkonsum oder Du bist manisch depressiv

    • Führe mich getrost als manisch depressiv, wenn’s zur Besänftigung beiträgt, Franz.

    • „One fact remains, and is an overall positive one for the US and its allies long-term objectives in the region. Syria is in a total state of crisis and in no position to afford Iran any defense against attack; its whole social fabric is being ripped apart by sectarian hatred, revenge, and outright brutality. This societal division, is the overarching desired outcome for the Neo-Cons and apartheid apologists that hold sway within the US foreign policy elite.

      Israel’s recent airstrikes are another key indicator as to the long-term western-establishment goal of constant destabilization. In this war, Israel will, as always, act as a conduit for western foreign Policy, whilst furthering its own genocidal agenda. The US, and by extension Israel, are more than happy to abandon the Gulf fomented extremists that the US, and its Gulf allies so eagerly propagated into war. A “desirable” Henry Kissinger-esque outcome for these parties would be total annihilation of both sides …
      The only thing stopping this outcome and its inevitable human suffering and destruction, is resistance.

      But resistance of US imperialism comes at a heavy price for such out-gunned nations, and the US, Israel and their entirely undemocratic GCC allies will persist unabated in their long-term objective to overturn the Syrian Government; wipe out Hezbollah; suppress the Lebanese and Palestinian resistance, and dominate Iran.“
      Phil Graves für
      http://www.globalresearch.ca/buying-time-in-syria/5334748

      Das ist die depressive Fassung. Wenn meine Versuche, wenigstens hier, auf diesem Blog (denn genau und nur hier handele ich, wenn ich hier schreibe) „resistance“ anders zu buchstabieren, ist das im Gegensatz gewiß „manisch“ zu heißen, sehr wohl.

    • @TomGard
      Warum ist die Einstufung der Al-Nusra als Terrorgruppe, die Anstiftung eines Neuen Irak Krieges? Aufgrund der unmenschlichen Terrorattentate, war ich auch für eine solche Einstufung, was gibt dir diese Gewissheit das dies dazu führt?
      Mag ja sein das die Al-Nusra gläubig sind, aber das rechtfertigt keinen Terror, den diese Leute denke auch noch im Namen Gottes zu führen, was wohl der größte Hohn und Spot ist, von daher sind es gläubige Menschen die einem falschen selbstgemachten „Gott“ folgen.
      Ich bin der Meinung das der christliche Glaube viel Näher an der Wahrheit ist, beruht halt auf Glauben und auch den unglaublichen Erlebnissen.

      Darf ich frage ob du ein gläubiger Mensch bist?

    • Markus,
      die Al Nusra besteht mehrheitlich aus Mitgliedern ehemaliger irakischer Terrorgruppen, deren Bildung die US-Armee seinerzeit förderte, um sich selbst durch den irakischen Bürgerkrieg zu entlasten. Sie flohen aus dem Irak nach Syrien, als sie ihre Schuldigkeit getan hatten, und von der US-Armee, ihren irakischen Proxies und gegnerischen , sich u.a. aus der shiitischen Volksgruppe rekrutierenden Terrorgruppen in die Zange genommen wurden. Es war für die US-Politik absehbar und daher wohl gewollt, daß sie auf die Drohung, ihr syrisches Rückzugsgebiet und ihre dort aufgebauten Verbindungen verlieren zu sollen, ihre Verbindungen und Verbündete in der letzten Gegend aktivieren würden, die ihnen dann noch zur Verfügung steht: im sogenannten „sunnitischen Gürtel“ des Irak. Was den Bürgerkrieg in den Irak zurück bringt. Jetzt könnte jemand wie Du argumentieren: Aber wenn das unvermeidlich ist, ist es eben nicht zu vermeiden, soll man deshalb die Al Nusra weiter bomben lassen?
      Auf den Zeitpunkt kommt es an!
      Es war klar, selbst für Außenstehende absehbar, daß die offizielle, mit großem Lametta und Getöse vollzogene Ächtung zum gegebenen Zeitpunkt zu nichts anderem führen konnte, als dem, was geschah: Die Al Nusra wurde nicht geschwächt, sondern gestärkt, und ihr Rückhalt in Syrien liefert den Sunniten im Irak sowohl Gründe, sie zu fürchten, wie Motive, auf ihre Kampfkraft zu setzen, um sie für diverse eigene Ziele und Zwecke im Irak zu benutzen.

    • @tom
      Ich kann auch nicht ganz folgen, sehe das auch nicht so.
      In unserer Kirche hängt ein kleines Schild darauf steht:“wenn du gläubig bist „bete“, wenn du nicht gläubig bist „bewundere“, wenn du gebildet bist „zeige Ehrfurcht“
      Daran muss ich mich auch oft erinnern gerade wenn ich an dem Islam denke.
      Ich für meinen Teil bin gerne ein gläubiger Christ, denn mein glaube gibt mir auch irgendwo zuversicht und Hoffnung allen Übels dieser Welt entgegen.
      Was sie unter Kult des Todes verstehen, verstehe ich nicht. Christus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, was die Muslime anders sehen und ist von daher ein Beistand für alle Menschen die etwas schlimmes durchmachen müssen, ich sehe das Kreuzopfer als Zeichen der Hoffnung und des Friedens, da sich Jesus durch seinen Tod gegen das Böse siegte. Warum sollte es diesen Todeskult nicht geben können?
      Er ist ja von den Toten auferstanden und in den Himmel aufgestiegen, also ist dies doch ein Grund zu feiern und gibt uns Hoffnung.
      Für mich als Christ ist das Irdische schon auch wichtig, nur eben nicht in dem Maße wie für manche andere, die keinen Glauben besitzen und sich ganz ihrer Begierden hingeben. Das mit den Seelen verstehe ich nicht. Ich denke schon das es um viele Seelen geht und das man seine eigene Seele vor dem Tod und der Hölle bewahrt um im Himmel dann seine Lieben und Freunde wiederzusehen. Es heist ja auch, was Gott auf Erden binden, wird auch im Himmel gebunden sein. Also kann man sich den Himmel vielleicht ähnlich wie beim Buddismus als eine gewisse Wiedergeburt in dieser oder einer anderen Welt vorstellen und die Hölle dann in abgeschwächter Form indem man als Tier Wiedergeboren wird. Ich weis es nicht, doch ich bin mir ziemlich sicher das da noch was ist, sonnst hätte ich wahrscheinlich auch nicht diese Erlebnisse gehabt.
      Die Unsterblichkeit der Seele stimme ich zu die man versucht durch gutes Tun zu erlangen, wenn es für alle aber ein und dieselbe Seele wäre, dann bräuchte es ja nicht Gott und wir hätten keine eigene Individualität in dem Leben. Oder?
      Leider kann ich das mit der Abstraktheit und der Leiche nicht verstehen, ich denke nur das die Religion ein Wegweiser sein sollen Entgegen unserer menschlichen Lüste und Fehler die jeder hat, wenn es aber zum Verbrechen und Gewalt gepredigt wird, dann denke ich ist es keine richtige Religion sondern eine Ideologie.
      Die Herrschaft des Geldes gibt es ja auch Heute noch irgendwo zum Teil der Fall.
      Naja bei uns ist die Religion leider nicht mehr so sehr ausgeprägt, doch ich denke es lohnt sich in die Kirche zu schauen, man wird ja bei uns auch nicht gezwungen, gehe selbst nicht jeden Sonntag aber sonnst öfters mal rein und mir tut das denke ich auch ganz gut, bis auf dem etwas für ich erschütterten Erlebnis. Bis auf dem Kreuztod haben wir aber vieles mit den Muslimen gemeinsam, nur das man die Bibel eben nicht wörtlich nehmen soll und mehr in Gleichnissen gesprochen wird.
      An was glaubst du nun Tom? An eine andere Religion oder eher nur an die Wissenschaft? Würde mich schon interessieren.

    • Framz

      wie mag ich diesen Blog!

    • „An was glaubst du nun Tom? An eine andere Religion oder eher nur an die Wissenschaft? Würde mich schon interessieren.“

      Das ist keine Frage, Markus. Du kleidest eine Forderung in eine Frage. Das ist daran zu erkennen, daß die Antwort: „An gar nüscht“ sie einem Gläubigen nicht beantworten kann, weil sie ihm gegenüber einem Gesprächsabbruch gleichkommt. Das ist Dir so bewußt, daß Du „die Wissenschaft“ gleich als Glaubenssystem vereinnahmst, um dem Gesprächsabbruch vorzubeugen. Die Vereinnahmung stimmt übrigens.

      Das gesellschaftliche Institut namens „die Wissenschaft“ ist tat-sächlich ein Glaubenssystem, was man daran sieht, daß die Bezeichnung jedes einzelne und bestimmte Wissen von und über etwas in sich aufhebt. Es wird in „der Wissenschaft“ gegenstandslos und damit nichtig, es kann stimmen, oder auch ein Irrtum oder Halbwissen sein, gehört aber jedenfalls zur „Wissenschaft“.

      Dies spezielle Glaubenssystem, füge ich hinzu, ohne es zu begründen, ist eine Unterabteilung des (im weiten Sinne) christlichen Glaubens. Ein Hinweis darauf, daß es so sein muß, ist, daß beide Abteilungen Gehorsam verlangen, ein Mensch soll sie als Instanzen seiner Anliegen und Zwecke, seines Willens betrachten und behandeln.
      Eine besonders weiche Instanz dieser Art, die Glauben und Wissenschaft fast identisch macht, ist der Pantheismus: „Alles ist Gott“. Er läßt die Anliegen und Zwecke der Menschen abstrakt, d.h. rücksichtslos gegen jeden bestimmten Inhalt dieser Anliegen und Zwecke gelten, aber um den Preis, daß er ihren Wille (im Unterschied zu klerikalen Glaubenssystemen) absolut vernichtet: „Der Mensch denkt, Gott lenkt“.

    • Ok, Tom du hast mich wohl etwas durchschaut, mir war das bei der Fragestellung auch etwas unklar wollte keine Forderung stellen, trotzdem meinte ich es als Fragestellung.

      Ich denke nun einmal, das jeder Mensch an etwas glaubt, an das Irdische, Religion, seine Freunde und Familie, an das Gute im Menschen usw.. Weshalb ich die Antwort nichts als Antwort eher ausschließe. Auch Atheist glauben oft an die Wissenschaft, doch die Frage ist was man auf ethische Maßstäbe hällt. Die Wissenschaft als Unterabteilung des christlichen sehe ich ähnlich, da ich denke das dabei eben der Heilige Geist ebenso am Wirken ist, doch brachte die Wissenschaft auch Massenvernichtungswaffen und unmenschliche Dinge hervor, weshalb ich denke das man da auch Vorsichtig sein sollte und immer die Gefahren die von einem Missbrauch ausgehen im Auge haben sollte, dafür wird es wohl auch wissenschaftliche Verhaltenskodexe geben.

      Was den muslimischen Glaube angeht, denke ich glaubt man dort womöglich zu stark nur an Gott ohne ihn wirklich zu kennen, man setzt ihn gleich mit dem was im Koran steht, aber man verleugnet dabei das Gott aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiliger Geist besteht und da die Religion Jesus und den Kreuztod ablehnt entsteht hier auch eine gewisse Ablehnung gegenüber der biblischen Vorstellung von Gott, man nimmt eben nur das Mächtige das von der Schrift ausgeht wahr aber das Schwache, Friedensstiftende, das Gott mit Christus und den Evangelien klar vermittelte, wird meines erachtens von Mohameds Arroganz überschrieben und zweitklassig gemacht, was meines Erachtens Grund für die meisten Konflikte in Nahost ist. Für mich ist der Koran ein Buch, eine Heilige Schrift vielleicht, aber mehr dann auch nicht und sicherlich nicht das unverblüte Wort Gottes, da ich sehe was für Islamisten und Hassprediger davon hervorgehen können und wie diese mit unschuldige Menschen umgehen und Christen verfolgen.

      Ich denke der Pantheismus mag zutreffen, doch es heißt längst nicht, das schlechte dieser Welt Gottes Wille ist, da ich mir um den Gegenspieler Gottes klar bin, die jede Seite im anderen sieht, aber im Bösen zum Ausdruck kommt, das im Grunde jeder für sich Verwerfen muss.

      Ich für meinen Teil hatte auch einige andere Erlebnisse, z.B. ich als ich mit einen Kollegen vor längeren das Luftgewehrschießen war, dachte mit Gedankenkraft die Schüsse der Bleikugel von mir und meinen Freund eine ganze Zeit aus dem Ziel hinaus abzulenken, was meines Erachtens nach eben nicht an einen technischen Fehler lag, gut da war ich etwas psychotisch und glaubte das halt. Am selben Tag spielten wir auch den Tag über Karten dabei kam es ständig zu ungewöhnlich starken Glücks und Pechstränen Verteilungen, man kann zwar auch sagen das dies alles nur Zufall war, aber ich bezweifle das etwas.
      Ein anderes mal schrieben wir auf Sarsura-Syrien um die Atomgefahr des Irans und promt darauf wurden Sanktionen von der EU verhängt.
      Weil wir es erst davon hatten das auch in der Türkei die Männer anscheinend die Einstellung noch haben, das Frauen hinter den Ofen gehören, hatte ich anschließend bei meinem Radio einen kleineren Funkabbruch, bei dem ich darüber aufgeklärt wurde das in der Türkei irgendetwas bei den Schulen oder Universitäten tut, ich denke mal bezüglich der Aufklärung, ich habe das leider auch aufgrund der Undeutlichkeit nicht mehr so ganz in Erinnerung.
      Also ich für meinen Teil zweifle also nicht an den Übernatürlichen und denke von daher auch das der Glaube viele Dinge bewegen kann…
      Es könnten natürlich auch ein paar Geheimdienstler sein die sich ständig einen Scherz im Radio erlauben oder mich versuchen zu Informieren auf diese Weise oder das alles nur komische Zufälle, aber es erscheint mir immer unwahrscheinlicher.

      Danke für die Infos und generell für die sehr Informativen Kommentare.

      Leider habe ich nun immer noch nicht ganz verstanden Tom ob du nun Atheist oder Pantheist bist.
      Ich wollte keinen Gesprächsabbruch, da ich auch mit Ungläubigen ganz gut auskomme, halte das nur für ein etwas einfaches Weltbild.

      Gruß

    • „Ich denke nun einmal, das jeder Mensch an etwas glaubt, an das Irdische, Religion, seine Freunde und Familie, an das Gute im Menschen usw….“

      Erfahrungsgemäß stimmt das, Markus, und Deine Beschreibung trifft es gut.

      Damit schließen wir einen Kreis. Weiter oben hatte ich behauptet, der Grund für die Entstehung des Christentums liege darin, „daß die Betroffenen tatsächlich entweder gar nichts mehr besaßen, nicht mal ihr physisches Leben (die Sklaven), oder an der Schwelle der Sklaverei standen, oder jedenfalls unter dem starken Eindruck standen, sie seien im Begriff, zu verlieren, was jeden Menschen überhaupt erst auf die Welt bringt, von dem und durch das er weiter leben kann: Sein gesellschaftliches Dasein, sein Gemeinwesen.“ Ich weiß, daß das heute noch viel mehr gilt. Und ich glaube, daß Deine Aussage, jeder Mensch glaube an irgendwas, nur für die Menschen gilt, die in Gesellschaften leben, in denen ein Teil der Menschen die anderen auf die eine oder andere Weise versklavt halten. Wissen kann ich das nicht, dieser Glaube ist ein Tribut, den ich der Herrschaft leiste.
      Ich muß dazu sagen, daß aus meiner Sicht nicht alles „Glaube“ ist, was vom Standpunkt des sklavischen oder herrischen Menschen so ausschaut oder dafür gilt. Was archaische Völker in Restbeständen bis heute pflegen (Mythen, und vieles, was dem „aufgeklärten“ Menschen als „Aberglaube“ erscheint) weiß ich als vom Glauben verschieden. Diese Unterscheidung kurz und bündig vorzustellen, krieg ich aber grad nicht hin.

  • Die groteske „Aufklärungsarbeit“ der türkischen „Ermittlungsbehörden“ sprechen eine eindeutige Sprache. In ihrer Anmaßung und politischen Wirkung übertreffen sie sogar jene Ergebnisse der jüngsten amerikanischen Geschehnisse in Boston.

    Bemerkenswert ist eigentlich einzig der offensichtliche Umstand, dass keinerlei Versuche erkennbar sind, irgendwelche Verschleierungen zu inszenieren. Dazu fehlt es keineswegs an entsprechenden Köpfen oder Strategien, einzig ein Element der Vertuschung – Zeit – ist nicht mehr ausreichend vorhanden! Diesen fehlenden Faktor können die betreibenden Kräfte auch nicht mit Drohungen oder weiteren Finanzspritzen erkaufen bzw. erpressen.

    Wenn der Zeitpunkt für eine gewöhnliche Verschleierung von Lügen überschritten ist, folgt als nächste Aktion der offene Angriff. Gemäß dem Reaktionsgesetz „Angriff ist die beste Verteidigung“.
    Darauf müssen sich alle bedrohten Elemente des hinhaltenden Widerstandes leider einstellen.

    Kommentar in der Online-Ausgabe „DIE PRESSE“
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1400804/Tote-durch-Autobomben_SyrienKonflikt-erreicht-Tuerkei?offset=25&page=2#kommentar0

    Türkei begräbt letzte Reste der Rechtsstaatlichkeit
    Außenminister Ahmet Davutoglu (gestern): ….,
    „die Ermittlungen seien derzeit noch im Gange.“

    Heute:
    Innenminister Muammer Güler und Vize-Premier Besir Atalay:
    „Die Leute und die Organisation dahinter sind identifiziert. Es ist erwiesen, dass sie zu Organisationen gehören, die vom syrischen Regime und seinem Geheimdienst unterstützt werden“

    Entweder sind die türkischen „Ermittlungsbehörden“ wahre Meister der Aufklärung oder die gemeinen Attentäter haben so gehandelt wie dargestellt: Im Auto befanden sich zahlreiche Dokumente mit Hinweisen auf den syrischen Geheimdienst und obendrein standen sie etwas abseits und schwenkten zur leichteren Identifizierung die syrische Nationalflagge.

    Es ist einfach unfassbar, mit welchen offensichtlich herbeigeholten Behauptungen die türkische Regierung versucht, die Situation vor Ort anzuheizen und seine Nato-Partner in seinen geführten verdeckten Krieg gegen Syrien einzubinden! Derart getriebene Kriegstreiber bringen sich selbst in Verbindung zu gesponnenen False-Flag-Aktionen und treten mit ihren Behauptungen jede Rechtsstaatlichkeit zu Boden!

  • kaumi

    Mal was Kleines zur Aufheiterung:
    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/05/475704/syrische-rebellen-assad-ist-besiegt-wir-kaempfen-gegen-den-iran/

    der l(a)usigste Satz aus diesen Phantasierereien ist zweifellos: „…das syrische Volk kämpt gegen iranische und schiitische Hizbollah Kämpfer.“
    Nun ja, dann hätten viele meiner Bekannten und Freunden in den letzten Tagen ihren syrischen Pass abgegeben haben müssen und sich mit iranischen oder libanesischen Papieren ausgestattet… war aber nicht so!

    Der Hauptgrund des derzeitigen Erfolges der Contrarevolutionäre liegt im Erfolg der Bürgermilizen begründet, die nach internen Schätzungen inzwischen ca. 25% der kämpfenden Prosyrischen Kräfte ausmachen.

    • Anonymous

      @kaumi und an alle, die aktuelle Infos ungefiltert aus Syrien bekommen, eine Frage:

      Wie gut gelingt es bei der „Konterrevolution“, religiöse und ethnische Gräben zu überbrücken? Oder anders herum gefragt: wie hoch ist z.B. der Anteil an Sunniten, die sich nach all dem grausamen Blutvergießen, auf die Seite der Konterrevolution geschlagen haben?
      Ich erwarte selbstverständlich nur eine Einschätzung und keine präzisen Zahlen.
      MhG, Joachim W

    • Joachim,
      da keiner der Syrer Zeit zu haben scheint, sag ich was dazu.
      Das sektiererische Motiv spielt in der urbanen syrischen Gesellschaft eine sehr geringe Rolle. Daß sie überhaupt eine hat, rührt von dem typischen Ressentiment depravierter und prekärer Unterklassen in urbanen Gesellschaften, die alle erhältlichen Verurteilungstitel gegen „die da oben“ verwenden, um ihren moralischen Groll hinein zu kodieren. Das Motiv korrespondiert nur schwach der vielzitierten Günstlingsherrschaft, die von Hafez Assad auf Bashar überkommen war, denn obwohl es stimmt, daß die Alaviten in den Offiziersrängen überrepräsentiert sind, wurden die zählenden Pfründe viel mehr nach Gesichtspunkten lokaler und regionaler Clans- und Stammeszusammenhänge verteilt, gingen daher überwiegend an Sunniten. Die Armee, Bürokratie und die Geheimdienste dienten den Alaviten vielmehr als eine Art ökonomisches Auffangbecken und Schule der Nation, die vielen ihrer Familien eine wohlsituierte bürgerliche Existenz verschafften, nachdem sie ursprünglich zu den ärmeren und ärmsten Schichten zählten. Nach dieser Seite werden sie eher als „Emporkömmlinge“ wahr genommen, denn als Anhänger eines „falschen“ Bekenntnisses.

      Durchaus anders sieht es auf dem Lande, bis hinein in die ländlichen Distrikthauptstädte aus, wie z.B. Idleb eine ist. Aber da eine satte Hälfte der syrischen Bevölkerung in den urbanen Zusammenhängen lebt, aus denen sich der Widerstand mehrheitlich rekrutiert, und die Alaviten keine große Minderheit darstellen, ihre Zahl wird, denke ich, meist übertrieben, wozu beide Seiten motiviert sind, ist Deine Frage weitgehend gegenstandslos.
      Ein klein wenig anders sieht das allerdings in der Provinz Latakia aus, in der es eine Renaissance eines alavitischen Klerus gibt, etwas, das im Rest des Landes eher untypisch ist, und vermutlich darauf beruht, daß in Latakia die Alaviten nach wie vor die prekären Schichten stellen, insbesondere die jugendlichen Unterbeschäftigten – der Vollständigkeit halber. Wahrscheinlich gibt es auch noch andere Flecken und Regionen, in denen sich eine ähnliche sektiererische Renaissance abspielt, aber davon weiß ich konkret nichts.

      Das soll nun nicht heißen, das sektiererische Motiv spiele im Krieg keine oder nur eine geringe Rolle. Der genozidale Angriff auf die „Alaviten“, wer immer unter diesem Titel verhaftet wird, ist real, aber es wird für die breiten Volksschichten erst eine Rolle spielen, wenn die entscheidenden Schlachten geschlagen sind und die neuen Herren tätige Unterwerfung in Gestalt formeller und (nur leicht übertüncht) ritueller Menschenopfer fordern.

      Deshalb wäre Deine Frage, wenn man sie nicht bloß zurückweisen will, differenzierter zu stellen: Inwieweit macht sich in der breiten Masse der urbanen Bevölkerung ein Schisma bemerklich, das darauf beruht, daß Sunniten sich im Vorgriff auf den Sieg der Intervention von den Alaviten zurück ziehen, um sich rechtzeitig auf die „richtige“ Seite zu schlagen? So ein Schisma kann einen Kampf Seite an Seite gegen die Intervention durchaus begleiten.

      Aber diese Frage könnte Dir nur jemand beantworten, der sich in den verschiedenen Straten der syrischen Gesellschaft sehr gut auskennt und obendrein noch präzise, feinsinnig, vor allem aber weder von Vorurteilen noch Idealen oder Wunschdenken gelenkt beobachtet.
      Und das ist in der gegenwärtigen Lage arg viel verlangt.

    • Franz

      Danke Kaumi

    • kaumi

      Hallo Joachim,

      ich hoffe du hast nicht den Anspruch, dass man minutenschnell die Korrespondenz erwidert :-)

      Nun in aller Straffheit zu deiner Frage:
      70% der syrischen Bevölkerung besteht aus Menschen sunnitischen Glaubens. Die restlichen 30% teilt sich der gesamte Rest, wobei die Alawiten und die Christen unter diesen Minderheiten die größte Kohorte stellen.
      Gingen wir davon aus, dass die Mehrheit des syrischen Volkes, also die Mehrheit der Sunniten, sich dem konfessionellen Kriegspfad angeschlossen hätte, wäre Assad und seine Regierung bereits im Mai 2011 Geschichte. Assad, die Regierung, das Militär und somit Syrien als Institution gibt es aber heute noch. Berücksichtigt man die enormen Mühen und die extremen Zuwendungen an allen Fronten, die die „Rebellenschaft“ international von sehr zahlungskräftigen und prominenten Freundesstaaten in den letzten 24 Monaten (und noch viel länger)erhalten haben, so muss man wohl feststellen, dass der tekfirische Gedanke grundsätzlich in diesem Land und innerhalb seiner Bevölkerung keine große Rolle spielt. Es muss wohl damit gerechnet werden, dass dieses unmenschliche Blutvergießen tiefe Narben und bisweilen nicht heilende Wunden (regional-spezifisch) hinterlassen wird. Auf der anderen Seite, und das kann man heute bereits anhand der Bürgerwehren erkennen, wächst der Rest, das Groß der Bevölkerung, noch fester zusammen als ohnehin, sunnitische, christliche und alawitische (und manchmal auch kurdische) Nachbarn kämpfen Seite an Seite, um das eigene Viertel sauber zu halten.

    • Anonymous

      @TomGard und kaumi

      Herzlichsten Dank für eure ausführlichen Antworten, dass man mir minutenschnell antwortet habe ich wirklich nicht erwartet :-) !
      Dieser Blog ist so ungeheuer wichtig, da unsere Presse, auch die jenseits von BLÖD und Co, so peinlich versagt, bzw. absichtlich dumpfe einseitige Bündnispropaganda verzapft.
      Immerhin sickert so langsam auch die eine oder andere Barbarei der „Rebellen“ bis zu Massenmedien wie SPIEGEL oder CNN durch, dabei wird aber nicht auf eine Relativierung verzichtet, was höchst unanständig ist. Solche Taten sind durch nichts zu rechtfertigen und die verbale Verurteilung durch die Opposition reicht in keinster Weise. So hoffe auch ich auf einen Sieg von Anstand, Menschlichkeit und am Ende hoffentlich auch der Wahrheit!
      Berichtet bitte weiter, wir brauchen euch!

      Herzliche Grüße, Joachim

  • Anonymous

    Hallo liebe Freunde,
    hat jemand zu diesen Informationen auf Voltairnet weitere Informationen?
    Es geht dabei um den Luftangriff Israels.
    Voltairnet zitiert syrische Militärs, wonach der Luftangriff bei Dschihadisten beschlagnahmten Datenübertragungseinrichtungen gegolten habe. Hat das evtl. mit den vermutlich in Al-Quasyr eingeschlossenen israelischen Offizieren oder Söldnerberater?
    Habt Ihr zusätzliche Informationen dazu?
    habkind

  • Anonymous

    hier noch der Link zu Voltairnet: http://www.voltairenet.org/article178428.html
    habkind

  • Enis

    Leider aus diversen Gründen seit langer Zeit den Blog nicht verfolgen können. Doch die Lügemaschinerie läuft weiterhin wie geschmiert. In Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Reyhanli/Hatay hat der vollgetürkte Erdowahn und seine Muslimmanschaft bereits nach 2 Stunden die Drahtzieher ausgemacht! Bereits nach so einer kurzen Zeit wurden die Täter mit folgender offiziellen Angabe ausgemacht: Eine Organisation mit Verbindung zum syrischen Regime und zum Mukhabarat!
    Man wollte die Verbindungen dieser Organisation zu Syrien erkannt haben, aber beim Namen wurde diese Organisation bis anhin immer noch nicht erwähnt!
    Doch informierte Menschen wussten genau wohin der Oberhetzer Erdowahn hinaus wollte. Denn bereits vor einigen Tagen hatten er und der schlechteste Aussenminister der Türkei Davidoglu in den Medien einen neuen Schlächter in Syrien erkoren! Ja, der Schächter von Banyas! Ja, ja dieser Shabbih Mihrac Ural mit dem Nickname Ali Kajali und seine Männer von der Moqawama Suriya! Diese grosse Kampagne gegen diese Organisation, die auch plötzlich vom Ausland aufgenommen wurde, war sehr auffällig. Jetzt nach diesem Terrorakt geht bei mir alles wieder auf. Er passte ideal in das Bild um einen neuen serbischen Arkan zu malen!
    Dickerchen Mitte 50, ein arabischer Alawit aus der Liwa Iskenderun, dem heutigen Antakya, wohnhaft seit Jahrzehnten in Latakia und verheiratet mit einer Frau von der Familie Assad! Dieser Nobody hatte in 2012 zusammen mit anderen ca. 300-500 Kämpfern die Bürgerwehr „Moqawama Suriya“ gegründet. Diese operiert hauptsächlich im Norden Latakias zur türkischen Grenze und hat das Ziel die Terroristen vor Übergriffen abzuhalten. Jetzt plötzlich stand er als ein professioneller Kriegsverbrecher und Bombenleger in den Zeitungen. Ich musste mich mal vom Grölen wieder fassen. Die Hysterie um seine Person war exzellentes Beispiel für dumme und leere Journalismusarbeit. Er hat in seinem Leben wahrscheinlich noch nie soviel Beachtung gesehen. In der Wahrheit hat er in Antakya genau 3 Anhänger, die sich zu seiner Organisation Acilciler=Eiligen bekennen, weil ihn fast niemand kennt. Das reicht nicht mal für die anscheinend 9 festgenommenen Verdächtigen. Aber warum er? Nach dem die türkische Syrienpolitik reichlich in die Hose ging und speziell in der Liwa die Luft gegenüber diesen bärtigen Schmarotzern immer Dicker wurde und aufgrund fehlender Sicherheit vermehrt zu Selbstjustiz kam, fühlte sich die Regierung mit der Aggression gegenüber Syrien in die Ecke gedrängt. Die Grenzen verwandelten sich zu Orten der Anarchie. Auf der syrischen Seite waren die Ein- und Ausgangsstempel der hirntoten Jubhat al Nusra wurden von der Türkei offiziell anerkannt!!! Hunderttausende arabische Alawiten fühlten sich in die Ecke bedrängt. Sie bekannten sich vermehrt öffentlich zu Bashar und Syrien. In jedem Auto spielte das Lied „Nahna rcalek ya Bashar“, (wir sind deine Männer Bashar). Das Gebiet gehört zwar leider der Türkei, doch in den Seelen war bereits eine Spaltung erfolgt. In jedem sicheren Versteck wurden AKs gelagert. Auch andere Nichtalawiten in Antakya fingen an ihre Stimmen gegen diese Kakerlaken an Terroristen zu erheben! Die Lage schien für die Regierung heiss zu werden. Also brauchte es eine Erlösung!

    • Enis

      Wieso der Anschlag in Reyhanli? Die arabischen Alawiten mussten als Landesverräter abgestempelt werden. Es musste was geschehen, damit man die Ränge schliessen konnte. Ja, es musste ein Anschlag geschehen mitten im Herz der türkischen Nationalisten. Reyhanli war ein Hochburg der türkischen Faschisten (Graue Wölfe) und konservativen Islamisten. Bei Anhängern beider Gruppierungen hatte die Stimmung zu Ungunsten der syrischen Terroristen und damit gegen die eigene Regierung gedreht. Wieso dieser Umschwung? Seit einem Monat brodelte es bereits in Reyhanli zwischen diesen Einheimischen und den Zehntausenden Kriminaltouristen. Es fing an mit unbezahlten Konsumationen in Cafés. Diebstählen in Läden. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Dann wurden einheimische Frauen sexuell belästigt. Es kam zu weiteren Übergriffen auf die Pseudoflüchtlinge. Die arabischen Alawiten waren die lachenden Dritten. Ihre Syrienfreundliche Einstellung wurde sogar von der Gegenideologie anerkannt!
      Eine Woche vor dem Bombenangriff war etwas entscheidendes Geschehen! Zwei syrische Soldaten verliessen auf ungeklärter Weise (man vermutet einfache Angst, sicherlich kein Überlaufen, da sie sich nicht den türkischen Offiziellen übergaben) ihre Einheit und kamen über die Grenze nach Reyhanli. Sie klopften bei einer türkischen Familie und wurden aufgenommen. Wie es halt in diesem Raum oft der Fall ist, hat sich diese Info innert kürzester Zeit in ganz Reyhanli gestreut. Hunderte bärtige syrische Terroranhänger versammelten sich vor dem Haus dieser Familie und forderten drohend die Übergabe dieser Soldaten. Mit dem Versprechen diese an die türkischen Behörden zu übergeben, bekamen die Terroristen beide Soldaten in die Hände. Doch diese wurden umgehend vom Mob gelyncht und zerfetzt.
      Daraufhin versammelten sich hunderte türkische Nationalisten und machten Jagd auf die syrischen „Flüchtlinge“. Es kam zu Auseinandersetzungen. Die Lage war völlig ausser Kontrolle geraten. Jetzt brauchte die Regierung eine Unterstützung wonach nicht die syrischen Terroristen die Bösen sind, sondern die Assad-Anhänger in der Stadt diese Provokationen zu verschulden haben. Prompt folgte dieser Anschlag. Parallel dazu läuft eine Hetzkampagne gegen angebliche Alawitische Shabbihas, die den Frieden in der Türkei zerstören wollen. Nur das nimmt diesen verdammten Lügnern niemand mehr ab. Denn bereits Minuten nach dem Terroranschlag versammelten sich Tausende nationalistische Reyhanli-Einwohner und skandierten „Erdogan du Verräter, Erdogan du Mörder, Erdogan du Hurensohn“. Diese Aufnahmen tauchten einige Minuten auf Youtube auf und wurden umgehend gesperrt! Auch eine Informationssperre über die Bombenanschläge wurde ebenfalls erlassen!

      In der Stadt Antakya selber herrscht eine angespannte Ruhe. Man rechnet jederzeit mit einem weiteren Bombenanschlag. Jeder weiss, dass jetzt die alawitischen Viertel wieder an der Reihe sind! Denn, dass bereits vor dem Bombenanschlag in Reyhanli in einem alawitischen Viertel in Antakya eine Bombe hochging -zum Glück ohne Menschenverlust- hat niemand davon Kenntnis genommen.

      Langer Text kurzer Sinn. Hinter diesem Anschlag kann einzig und einzig der Nato-Geheimdienst Gladio stecken! Ausgeführt durch seine Pioniere der Jubhat al Nusra. Denn sie leben vom Chaos! Der Terror wird nicht im Nahen Osten halt machen. Die Komplizen in Westeuropa sind naiv und dumm. Im Nahen Osten verlaufen die Grenzen zwischen Freund und Feind auf dünnem Faden. Heute Freund morgen Leid.
      Wer weiter träumen will, soll weiter schlafen. Die Syrische Arabische Armee ist fleissig am Aufräumen!

      Sie sind die wirklichen Helden.

    • Enis,
      Du berichtest über arabische Alaviten, was ist mit den türkischen Aleviten, verhalten die sich gleichgültig oder gar feindlich gegen ihre Glaubensbrüder?

    • Enis

      TomGard,
      Zuerst möchte ich ein weiteres Detail loswerden. Meinem Kenntnisstand nach ist unter den Toten kein einziger „Kriminaltourist“ aus Syrien, obwohl sich in diesem Ort ca. 25000 „Flüchtlinge“ aufhalten! Die Bewohner von Reyhanli berichten von einem auffälligen Fernbleiben dieser Leute vor dem Bombenangriff.. Ich bin kein Verschwörungsfanatiker aber die Sache stinkt bis zum Erdowahn.

      Zu Deiner Frage. Die türkischen Aleviten verhalten sich überwiegend sehr kritisch gegenüber der FSA und ihren Anhängern. In der Türkei ist das Volk in der Syrienfrage nicht unbedingt nach Konfessionen geteilt. Es ist viel mehr die Frage wer hat dieses Märchen durchschaut, wer ist hoffnungslos. Ich würde sagen ca. 68% der Türken haben alles Hinterlistiges durchschaut und stehen in der Syrienfrage nicht hinter der Regierung von Erdowahn.

      Übrigens interessant, dass Erdowahn und Davidoglu über arabischen Alawiten immer von Nusairiern redet. Ganz einfach, man will den türkischen Aleviten in den Unterbewusstsein „einimpfen“, dass Nusairier und Aleviten nichts miteinander zu tun haben um einer möglichen Solidarität vorzubeugen!

      Die Frage ist nicht welcher Konfession man angehört, sondern vielmehr der IQ eines Menschen die Geschehnisse hinterfragen bzw. analysieren zu können. Bekanntlich gäbe es ohne Idioten keine Schlaumeier.

    • @Enis, der Baniyas erwähnt. Et al.
      Die Schlachterei in Baniyas wurde noch viel leichter als die in Taldou als Werk der Terroristen entlarvt. Mitbekommen?

    • Enis

      @apxwn
      Ich weiss sehr detailliert, was in Baniyas abgelaufen ist und kann sagen, dass dort diejenigen starben die sterben mussten! Zuerst haben die Terroristen über Jableh versucht den Korridor zum Meer zu brechen. Das ging schwer daneben. Also hat man über Baniyas sein Glück probiert. Dank den patriotischen sunnitischen Brüdern in dieser Gegend konnte der Mukhabarat schnell die nötigen Informationen an die Eliteeinheiten weitergeben, um umgehend eine vernichtende Operationen zu starten. Die Gegend ist jetzt fest in patriotischer Hand. Der Küstenstreifen inkl. Damaskus und Homs ist die strategische rote Linie Syriens.

      Die getöten „Zivilisten“ in den Filmen der Banden waren keine anderen, als die Dutzenden verschleppten Soldaten, die in einen Hinterhalt gelockt wurden! Viele dieser Banden gibt es zum Glück für die wahren Zivilisten nicht mehr..

    • kaumi

      Enis, genau deswegen brauchen wir dich hier. Diese türkischen Eindrücke sind unbezahlbar. Ahlan wa sahlan zurück, Achi!

  • ISKANDER

    @Enis:
    Dein Bericht bestätigt meine Äußerungen hier, über die klare Grundstruktur im Krieg. TomGard versuchte uns auf seine bekannt verschachtelte und letztlich konfuse Weise, immer wieder mit nebulösen Storys zu verwirren.
    Schön das du wieder da bist.

  • Comrade John

    @ Enis
    Sehr überzeugende Darstellung.
    Vielen Dank.

    Zur Ergänzung, nicht zur Verbesserung, vielleicht noch:

    Über Mihrac Ural ist bereits vor zwei Tagen von SPIEGEL Online berichtet worden, dort ist auch sein Foto zu sehen:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-mihra-ural-kaempft-fuer-baschar-al-assad-a-899061.html

    Ural führte die Gruppe Acilciler, wobei es sich um eine Untergruppierung von THKP-C gehandelt haben soll. Nach dem Militärputsch von 1980 ging er nach Syrien. Seine Gruppe ist heute bedeutungslos in der Türkei, zuletzt soll sie dort noch bis Anfang der 90er Jahre sporadisch aktiv gewesen sein. Dem entspricht auch Deine Darstellung.
    Es gibt im Netz einige (türkischsprachige) Quellen von linksgerichteten Parteien u. Einzelpersonen, die sich nicht schmeichelhaft über Ural äussern; er wird unter anderem als unpolitischer Krimineller u. Mann des MIT (türkischer Geheimdienst) bezeichnet, der den türkischen revolutionären Projekten damals als eingeschleuster agent provocateur Schaden zufügte u.ä.
    Das kann jedoch auch eine späte Abrechnung unter ehemaligen Genossen sein.
    Ich bin nicht in der Lage irgendwas zu verifizieren u. sähe dazu auch keine Veranlassung.

    Mihrac Ural bestreitet jedenfalls seine Verbindung mit dem Anschlag:
    http://rotefahne.eu/2013/05/terroranschlag-in-der-tuerkei-acilciler-weist-verantwortung-von-sich/

    Videos wie dieses (noch gar nicht mal so alt), wo Ural vor ein paar Getreuen den Präsident Assad hochleben lässt, sind bestimmt selbstdarstellerisch u. wirken zunächst mal wie die Pose eines Altrevolutionärs, der in seiner Heimat abgeschrieben ist u. hier ein neues Betätigungsfeld gefunden hat – insoweit ist das auch authentisch:
    http://www.youtube.com/watch?v=PwnQ4-D2cOQ

    Nach Deiner Darstellung hätten die Nato-Türken mit dem Anschlag innenpolitisch gleich „mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“ (Sprichwort), dabei von dem „aussenpolitischen“ Moment (ein weiterer Vorwand zur offiziellen US-Nato-Intervention in Syrien), das ja unbedingt dazugehört, mal ganz abgesehen.

    Alles Gute Dir.

  • Leute,

    eine kurzschlüssige Stimmungsmache wie, „es waren die ‚Nato-Türken'“, ist schädlich. Nach Enis Darstellung trifft die Kriegspolitik der türkischen Regierung auf jede Menge Skepsis und Distanz. Das heißt konkret, es ist ähnlich, wie in Deutschland, wo auch nur eine Minderheit ernsthaft glaubt, was ihnen erzählt wird, aber da es ihnen nicht direkt an den eigenen Pelz geht (und sie ihre Regierung und Polizei gern dafür zuständig machen wollen, daß es dabei bleibt, mit ihren Kriegen die hiesige Bevölkerung in Frieden zu lassen), ist das Potential für aktiven oder auch nur wirksam passiven Widerstand gegen die Kriegspolitik verschwindend gering. Hinzu kommt der allfällige Rassismus („die Araber taugen ‚eh nix, sieht man doch am Islam“), den ich in regionalen Varianten auch als antiarabischen Rassismus von Türken kenne.
    Folglich:
    Wenn man das Wort „Nato-Türken“ probeweise als eine rationelle, beschreibende Bezeichnung mißverstehen will, dann sind fast alle Türken „Nato-Türken“, mit Ausnahme kleiner Minderheiten, unter denen wiederum radikale Linke die Mehrheit stellen, die der türkische Staat bei der Gelegenheit erneut zum Abschuß freigab. Nicht mal die Aleviten kann man von den Nato-Türken ausnehmen, wie Enis ausdrücklich bestätigt.

    Konsequenterweise hat Assad Ende vergangenen Jahres im türkischen Fernsehen allen Nato-Türken die Hand geboten, indem er sie als Opfer ihrer Regierung hinstellte. Das sind sie nun in der Tat nicht, aber diese anti-völkische und anti-tribale Propaganda ist allemal die zweitbeste Wahl.

    Und jetzt bestritt die syrische Staatsführung in ihrer offiziellen Reaktion nicht, daß sie – technisch gesehen – ein Motiv zum Bombenterror in der Türkei hätte (wenn auch ganz gewiß nicht zu diesem Zeitpunkt, das ist das Argument von apxwn’s Eintrag), weil er geeignet sein könnte, aus der „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß“ – Haltung der Bevölkerung ein Potential aktiven und passiven Widerstandes gegen den Krieg auszuheben. Im Gegenteil, mit dem Hinweis, diese Methode entspreche nicht ihrer politischen Ethik und ihrem Stil, den jeder Türke als trefflichen Seitenhieb gegen die türkische Regierung und ihre Repressionskohorten erkennt, nimmt sie die Gelegenheit zu einer solchen Mobilisierung wahr und weist für diejenigen, die etwas informiert sind, nebenher auf den Deal mit den arabischen Takfiris hin, gegen die Regierung und Muslimbrüder zugleich eine Konkurrenz aufmachen, die in einen Nebenkrieg mündet. So ist’s richtig.

    • PS für einen Leser, der etwas darüber wissen mag, warum ich anders, in der Tat auch „komplizierter“ denke und rede, ohne mich gleich in eine Klinik abzusortieren.

      Ich hatte vor Tagen weit oben genau vor dem gewarnt, was ich jetzt eben kritisierte, aber in einer allgemein und abstrakt gehaltenen Wortwahl:

      „Die Militanz und Brutalität des türkischen Nationalismus, Jahrzehnte im Kurdenkrieg gehegt und vertiert, verführen leicht, seine heimischen Varianten über einen Kamm zu scheren. Das sollte man unterlassen.“

      Selbstverständlich hätte ich mich auch konkreter ausdrücken, und z.B. das Wort vom „Nato-Türken“ vorweg nehmen können (obwohl nicht spontan, ich gehe gewohnheitsmäßig den anderen Weg.)
      Nur: Dann kann ich mir das auch gleich sparen. Denn natürlich leuchtet das Argument auf der moralischen Ebene jedem spontan ein: Es ist ja „ungerecht“, über einen Kamm zu scheren. Folglich würde mein Hinweis als Sprechge- oder verbot genommen, statt daß er einen Gedanken anregte. Letzteres geschieht zwar, wenn ich mich abstrakt ausdrücke, gemeinhin auch nicht, aber im selben Maße entfällt auch die Stützung des (aus meiner Sicht) blöd moralischen Gedankens. Was ich sage, hat dann nichts oder wenig genutzt, aber immerhin hat es auch nicht geschadet. ca y est

    • Comrade John

      Da den Ausdruck „Nato-Türken“ kein Anderer gewählt hat, muss wohl ich gemeint sein.

      Aus dem Kontext des Beitrages von Enis, auf den ich mich auschliesslich bezogen habe u. seiner Mutmassung, der Nato-Geheimdienst Gladio stecke hinter den Anschlägen, ergibt sich freilich, dass meinerseits hier gar keine nationalistisch zu verstehende „kurzschlüssige Stimmungsmache“ unternommen worden ist. „Nato-Türken“ meint offenbar nicht irgendwelche oder unterschiedslos fast alle türkischen Staatsbürger sondern nur die, die an den Schalthebeln des Staatsapparates sitzen und mitunter auch über gladioähnliche Strukturen verfügen.

      Falls Tom „Ich wiege jedes Wort wie Gold“ Gard auch mit meiner Zusatzerklärung auf seine Reklamation nicht einverstanden ist, so steht es ihm frei nachzuweisen, welche „Schäden“ namentlich bei der türkischen Zivilbevölkerung – denn auf sie u. ihr jetziges Verhältnis u. künftiges Verhalten gegenüber ihrer Nato-Regierung stellt er ausdrücklich ab -, meine schmale Meinungsbekundung angerichtet haben soll bzw. anrichten könnte, falls diese „die“ Türken mit Masse überhaupt erreicht.

    • „Da den Ausdruck „Nato-Türken“ kein Anderer gewählt hat, muss wohl ich gemeint sein.“

      Das ist ein hübsches Beispiel für vorsätzliche Dumm(dreistigk)heit, von der ich unten sprach. Wenn ich Johnny gemeint haben wollte, hätte ich „Johnny“ geschrieben. Johnny kann mir freilich mit seinen Moral und Ehrbegriffen gestohlen bleiben, ich schreibe nicht seinetwegen hier.

    • Comrade John

      Sie haben meine Wortwohl, die hier nur ich benutzt habe, angegriffen.
      Darum gab es eine klare Antwort.
      Das hat primär überhaupt nichts mit Moral und Ehre zu tun sondern ist normales Forenverhalten.
      Weswegen Sie hier schreiben bleibt Ihnen überlassen. Den Kreis Ihrer Leser bzw. der Blogbenutzer können Sie sich nicht aussuchen, Pech wa?
      Ihre Beleidigungen sind geschenkt.

  • Während die Mehrzahl der Gegner des Syrienkrieges die Siege der SAA euphorisch feiern, die in Wahrheit eine Niederlage zementieren, nämlich die Reduzierung Syriens auf seine urbanen Kerndistrikte, teilt der Mossad über Debka.file mit, er halte einen neuen israelischen Angriff auf Syrien, genauer die Hezbollah in Syrien, noch vor dem Treffen Erdogans mit Obama am 16. für dringend erforderlich.

    Über die zu 95% erfundenen Legende über eine saudisch-persische Verständigung in der Syrienfrage, die Debka dazu auftischt, möchte ich ein paar Worte sagen, die sich auf den allgemeinen Hintergrund der saudischen Rolle beziehen.

    Wie immer der Nebenkrieg in Nordsyrien ausgeht, deren Hauptkampflinie zwischen den Golfstaaten und der Türkei verläuft, an der sich irakisch Kurdistan als Hure den Meistbietenden andient, Saudi Arabien wird der Verlierer sein. Gleichwohl glaube ich nicht, daß dies starke Motive für politische Wendungen abgibt.
    Anders sieht es mit der Lage in Jordanien aus. In Amman ist es nach den israelischen Luftangriffen auf Damaskus unerwartet ruhig geblieben, auch nach Assads Versuchen, die „Resistance“ rhetoisch auf den Golan und Jordanien auszuweiten, aber das dürfte kaum so bleiben, wenn die Zionisten ihre Angriffe ausweiten und dabei noch deutlicher machen, daß sie die Lage zur Eroberung des gesamten Golan zu nutzen gedenken. Eine ostentative Geste in diese Richtung war die gestern verkündete Ausdehnung der israelischen „Sicherheitszone“ an der Waffenstillstandslinie, also die militärisch beanspruchte „NO GO“ – Area auf syrischer Seite, von 100 auf 300 Meter. Zu schweigen von der Generalankündigung, die mit dem letztjährigen Beginn von Ölbohrungen auf dem Golan erfolgte.
    Die Stabilität Jordaniens ist für das Haus Saud existentiell. Der Krieg gegen Syrien hat die letzten, ohnehin nur noch formellen Reste des Panarabismus zum geschichtlichen Abfall gemacht, der unter dem Druck des zionistischen Staates und seiner Kettenhundfunktion für imperiale Interessen die Deckelung innerarabischer Konflikte gebot. Eine Destabilisierung Jordaniens brächte blitzartig den Widerstand gegen die saudische Usurpation des Hedschas neu auf die Tagesordung. Persien und die Shia hätten jeden guten Grund, historische Titel gegen die wahabitische Ursupation des islamischen Heiligtums zu stützen und zu fördern. Dies zu vermeiden ist das praktische Ziel des saudischen Hineinregierens in den Libanon. Ihm gilt die Moderation des shiitisch-sunnitischen Konfliktes dort, den das Haus Saud einerseits nährt, indem es den Aufstieg der Hezbollah zur politischen Kraft sabotiert, ihn andererseits deckelt, indem es Leute wie Saad Hariri an der Leine hält und an Eskalationen hindert.

    Warum genau die zionistische Fraktion, für die Debka steht, einen Angriff vor dem oder gar am 16. Mai empfielt, kann ich nicht erkennen. Möglicherweise gibt es keinen speziellen Grund. Aber immerhin würde die Aktion Obama vor den fait accompli einer türkisch-israelischen Allianz gegen die kürzlich festgeklopfte Syrienstrategie stellen, die auf eine örtliche Begrenzung, zeitliche Ausdehnung und weitere Brutalisierung der Schlachterei hinaus läuft, selbst wenn diese „Allianz“ keine weitere Substanz hätte, als gegeneinander gleichgültige oder gar konfligierende Interessen an einer entscheidenden Eskalation.

    Fortsetzung folgt

  • Die vorgestellte Lage läßt ermessen, wie fatal es ist, dass mein Vorschlag in diesem Thread nur den Wert eines Gedankenexperimentes hatte. Syrien und die Hezbollah, sagte ich, sollten den großdimensionierten israelischen Luftangriff mit ihrer gemeinsamen Raketenmacht nutzen, der zionistischen Regierung ultimativ die Zerstörung des zuvor zu räumenden Tel Aviv und weiterer infrastruktureller Ziele für den Fall androhen, daß sie sich nicht zu einem strikten Vertragsfrieden gegen völkerrechtliche Anerkennung bereit finde.

    Jetzt ist die vorhersehbare und verheerende Lage entstanden, daß Israel weitere, womöglich wuchtigere Luftschläge – vermutlich gegen Stellungen der syrischen Truppen um Al Qsair – in die verpflichtende syrische Ankündigung einer „direkten Antwort“ im Wiederholungsfall hinein ausführt. Versuche, die Antwort dazu zu nutzen, einen Keil zwischen die israelische Bevölkerung und ihre Regenten und zwischen konkurrierende Fraktionen der Militäroligarchie zu treiben, sind dann ausgeschlossen. Ich mag nicht mal mehr ausschließen, daß Erdogan sich mit russischer Duldung und der Deckung der Nato-Mitgliedschaft im Rücken, stark genug fühlt, mit der IAF zusammen einen Luftkrieg gegen die syrischen Verteidiger zu unternehmen. (Allerdings kenne ich die innenpolitische Lage in der Türkei zu wenig, um das beurteilen zu können)
    Was sollen die syrischen Raketentruppen dann tun? Sie können nicht gegen die Türkei zurück schlagen, und ein Gegenschlag ausschließlich gegen Israel beriefe nicht nur einen möglichen, taktischen Atomschlag gegen Damaskus, er lieferte den Zionistenfreunden (und den von zionistischen Erpressungen gebundenen Eliten) den perfekten Vorwand, eine Vernichtung Syriens gut zu heißen.

    Hoffen wir, daß ich mich irre und Gespenster sehe –

    • Comrade John

      Und schon wieder…:

      „… wie fatal es ist, dass mein Vorschlag in diesem Thread [Osternacht in Damaskus, Anm.] nur den Wert eines Gedankenexperimentes hatte. Syrien und die Hezbollah, sagte ich, sollten den großdimensionierten israelischen Luftangriff mit ihrer gemeinsamen Raketenmacht nutzen, der zionistischen Regierung ultimativ die Zerstörung des zuvor zu räumenden Tel Aviv und weiterer infrastruktureller Ziele für den Fall androhen, daß sie sich nicht zu einem strikten Vertragsfrieden gegen völkerrechtliche Anerkennung bereit finde.“

      Einen grösseren Widerspruch als die obige Forderung eines Präventivschlages gegen Israel* zur folgenden Aussage kann es fast schon nicht mehr geben:

      „Was sollen die syrischen Raketentruppen dann tun? Sie können nicht gegen die Türkei zurück schlagen, und ein Gegenschlag ausschließlich gegen Israel beriefe nicht nur einen möglichen, taktischen Atomschlag gegen Damaskus, er lieferte den Zionistenfreunden (und den von zionistischen Erpressungen gebundenen Eliten) den perfekten Vorwand, eine Vernichtung Syriens gut zu heißen.“

      Im ersten Fall möchten Sie am liebsten, dass Syrien u. Hisbollah Israel angreifen*, denn genau das wäre die logische Konsequenz aus einem Ultimatum, das Israel zurückgewiesen hat.
      Im zweiten Fall raten Sie Syrien zwar von einem Schlag gegen Türkei ab, weil es einem Schlag gegen die vereinte Nato gleichkäme – jedoch geben Sie nunmehr selbst zu, dass ein Angriff Syriens auf Israel seine (Syriens) Vernichtung bedeuten würde.

      *Ein Ultimatum an Israel setzt nämlich jedenfalls die eigene Bereitschaft voraus, den Worten auch die Taten folgen zu lassen, falls Israel das Ultimatum nicht annimmt, ansonsten macht die blosse Drohung keinen Sinn.

      Klären Sie doch erstmal Ihre Widerspruchsfreiheit, bevor Sie sich lang u. breit mit der vereinzelten Wortwahl Anderer („Nato-Türken“) befassen.

      Bei Ihnen korrespondiert die Attitüde des strategischen Vordenkers womöglich mit der Fähigkeit die Aufmerksamkeit der Mitleser dauernd zu unterschätzen.
      Damit, soviel scheint mir sicher, wird man auf keinen Fall irgendeinen Krieg klug vordenken geschweige denn für sich entscheiden können.

    • „Ein Ultimatum an Israel setzt nämlich jedenfalls die eigene Bereitschaft voraus, den Worten auch die Taten folgen zu lassen, falls Israel das Ultimatum nicht annimmt, ansonsten macht die blosse Drohung keinen Sinn.“

      Daß Du mich so gern für blöd erklären magst, ist mir wurscht, Johnny, aber ich setze halt (ob zu Unrecht oder nicht, sei dahin gestellt, es ist das Beste was ich tun kann) darauf, daß andere Leser sich nicht so vorsätzlich dumm stellen. Ein Ultimatum, noch dazu mit der erklärten Absicht, nicht die Zivilbevölkerung, sondern Infrastruktur angreifen zu wollen, ist etwas komplett anderes, als ein Gegenschlag, der die Bevölkerung der feindlichen Macht für die Geiselhaft, in die sie von ihr genommen wurde, mit dem Tode bestrafen will.
      Aber Du wirst in der von Dir schon sattsam vorgeführten Manier auch diesen Unterschied nichtig machen, indem Du mit eselsgleicher Sturheit darauf beharrst, praktisch jeden Satz für ein moralisches Urteil entweder auszugeben oder zu verwenden. Ja, tatsächlich, der Standpunkt der Herrschaftsmoral gebietet, den Unterschied für nichtig zu erklären, weil „Israel“ eben „Israel“ ist, egal, ob in Tel Aviv eine Kloschüssel zerdeppert, oder eine Familie zerrissen wird.
      Das zu hintertreiben, wäre das Ziel, was ich deutlich genug sagte, um Deine Auslassung eine Lüge zu nennen:

      „(- in die verpflichtende syrische Ankündigung einer „direkten Antwort“ im Wiederholungsfall hinein ausführ(en wird).) Versuche, die Antwort dazu zu nutzen, einen Keil zwischen die israelische Bevölkerung und ihre Regenten und zwischen konkurrierende Fraktionen der Militäroligarchie zu treiben, sind dann ausgeschlossen.

      Daß das Ultimatum im Weigerungsfalle auch mit Angriffen auf Infrastruktur zu untermauern ist, versteht sich von selbst. Doch in der gegenwärtigen Lage entscheidet Israel über Zeitpunkt und Art der Eskalation und befindet frei darüber, ob es sich mit Blick auf die internationale Lage erlauben will, Damaskus zu zerstören, oder nicht. In Damaskus hat man so oder so zu entscheiden, ob man das Risiko eines Israelkrieges eingehen will, oder nicht. Wenn die syrische Regierung nicht entscheiden will, kann sie auch sofort kapitulieren. Oder sie könnte ein paar Dutzend, ein paar Hundert, oder auch ein paar tausend Syrer mittels Los ausgucken, sie auf dem XYZ-Platz in Damaskus zusammen treiben, und sie anstelle Israels mitraillieren, um der IAF Mühe und Munition zu sparen.
      Oder sie kann meine Variante wählen, in der sie die Initiative übernimmt, und eine taktische und politische Variante ins Spiel bringt, die den üblichen Dogmen und Narrativen der Keilerei zwischen nationalen Souveränen im Allgemeinen, und zwischen den Zionisten und ihren Feinden im Besonderen, ein Bein stellt. Schlimmstenfalls beschleunigt die Variante die Ereignisse, günstigenfalls bringt sie die Regierung Netanyahu ins Schleudern.

      „Schlimmstenfalls“? Wieso sollte es schlimm sein, die Sache abzukürzen und so jedenfalls ein paar Kriegsopfer zu sparen? Freilich, wenn es um ein Hinhalten geht, in dem die syrischen Herren zu Laten ihres Menschenmaterials auf Zeit spielen, um die Chance zu bewahren, wenigstens ihren persönlichen Hals zu retten, dann ist die Beschleunigung „schlimm“.

    • Anonymous

      Wenn die Nachbarstaaten Israel und Türkei, mit den USA im Rücken, in Syrien intervenieren, um abzuwenden, dass die Regierungstreuen weiter die Kontrolle zurückgewinnen, dann gibt es aus meiner Sicht nur noch eine Hoffnung für Syrien: eine atomare Großmacht, die diesem völkerrechtlich illegalen Treiben Einhalt gebietet. Hier kommen nur die Russische Föderation und China in Betracht. Nicht zufällig wird Netanjahu in diese Länder gereist sein, um die Lage zu sondieren.
      Ich verstehe sowieso nicht, warum die Russische Föderation zulässt, was im Falle der USA schon die Carter-Doktrin um jeden Preis zu verhindern verlangte: dass der Nahe-Osten unter Kontrolle EINER Supermacht gerät.
      Die Balance of Power ist massiv in Gefahr, die Vorbereitungen für den letzten Akt, den Iran militärisch in die Bedeutungslosigkeit zu schicken, sind bald abgeschlossen.
      Auch wenn man kein Russlandfreund ist, dies kann nicht im Interesse der Menschheit sein. Russland muss ganz deutlich ein Stopp-Zeichen geben und androhen, Syrien und den Iran (!) massiv militärisch zu unterstützen.
      Ein Raketenangriff Syriens auf Israel wäre jedenfalls ein willkommener Anlass, massiv in Syrien zu intervenieren. Ein amerikansicher Flugzeugträger liegt schon in Eilat im Hafen. Syrien in der Zange zwischen Türkei, Israel, Jordanien. Das wäre fatal.
      LG, Joachim

    • Joachim und allen anderen, denen Johnnys Formel einleuchtet:

      Fragt euch doch mal, warum die Angreifer Syriens nicht die Variante wählen, die ich Syrien empfohlen habe. Warum stellen die USA nicht ein Ultimatum der Form „Assad muß weg, oder wir machen Damaskus platt“

      Nun, das Risiko wäre, daß Assad am nächsten Tag „weg“ wäre.

      Warum stellen sie nicht ein Ultimatum derselben Form, wie meines: Räumt Damaskus bis zum Soundsovielten. Wenn ihr unsere Besatzungstruppen nicht am selben Tag mit Blumen und frisch gebadeten Huren empfangt, wird es bombardiert.
      Nun, die Antwort wäre natürlich die Räumung Damaskus, was sonst?

      Hm?

      Aber klar, wenn schon ihr , die ihr Kritiker des Krieges sein wollt, derart versessen auf die Logik der Unantastbarkeit nationaler Souveränität seid, daß ihr die mit ihren Kadenzen gespielten Todesfugen für ewige Sphärenmusike halten wollt, dann können es eure Kommandeure auch sein und sie spielen, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    • ISKANDER

      @joachim
      ich persönlich glaube nicht an eine offene Intervention, da es bereits die verdeckte gibt und der Zionistenstaat chirugisch dann und dort in Absprache mit den Hintermännern der verdeckten Intervention eingreift, wenn es eng für die Terroristen wird.
      Diese Strategie ist billiger als eine Invasion a la Irak.
      Die neuen Strategie sieht solch fulminante Aufmärsche nicht mehr vor. Außerdem ist die USA überdehnt und faktisch pleite.
      Allein die NATO/EU könnte dringend einen Krieg gebrauchen, als nette Ablenkung für innere Raubzüge und Turbulenzen. Aber auch die werden nicht intervenieren.
      Es geht ihnen darum Syrien auszubluten und dabei jede Menge Wahabiten „zu entsorgen“. Das funktioniert leider und da kommt die russische Rolle ins Tragen.
      Wie du richtig angemerkt hast, Russland handelt halbherzig, wie mit angezogener Handbremse.
      Andererseits – das listete ich jüngst hier tabellarisch auf – ist es um Russlands Feuerkraft im Vergleich zu den Satanen dieser Welt, schlecht bestellt.
      Offenbar wird Russland zwischen Ratio und Emotio hin und her gerissen und das erklärt die mir persönlich traurige Haltung.
      Der Terrorakt der Zionisten in Damaskus in der Osternacht – dies war die explizit beste Gelegenheit für Russland, im Stile der Suezkrise, einzugreifen.
      Doch man unterschätze nicht die Wühlarbeit der globalen westlichen Vernetzungsstrategie.
      Bezüglich China darf man getrost auf gar nichts hoffen. Ein Veto ist das größtmöglich leistbare der Chinesen. Liegt in ihrer Strategie begraben. Sie lächeln und lächeln.
      Für Syrien glaube ich, ist die Lage nicht unbedingt schlecht. Sie müssen nur haushalten mit ihren Humanressourcen, jede Armee verschleißt irgendwann und sie müssen – der Anfang ist gemacht mit den Volkskomitees – das Volk bewaffnen. Ist dies geschafft, wird Syrien in Vietnams Strategie eintauchen und ist gerettet. Dieser Krieg wird wortwörtlich „durch das Volk mit Assad“ gewonnen werden.
      Bezüglich der Waffen und Munitionsversorgung mache ich mir auch keine Sorgen mehr, diesen Part leistet Russland ganz sicher zuverlässig.
      Noch einmal zum Zionistenstaat:
      Der wird ohne Frage abermals bomben und dieser Part geht an die Hisbollah, ein Wespennest tut sich auf, Syrien muss gar nicht zurückschlagen.
      Es muss nur die Palästinenser und die Resistancen wecken.

    • DerBaske

      „Nun, die Antwort wäre natürlich die Räumung Damaskus, was sonst?“

      Ja, sicher. Die Antwort wäre „natürlich“ die Räumung Damaskus, was sonst???
      Vielleicht wäre die Antwort auch die Nichträumung Damaskus!? Ich stelle mir gerade die Konversation der Regierung kurz nach dem Ultimatum vor:
      – „Du Bashar, die Amis wollen jetzt ernst machen.“
      – „Ja, verdammt, jetzt haben sie uns am Wickel“
      – „Was sollen wir tun?“
      – „Ich sage Asma, sie soll schon mal die Koffer packen. Wir treffen uns in 20 Min. in der Tiefgarage und dann verschwinden wir.“
      – „Gut Bashar, weise Entscheidung. Wo gehen wir hin?“
      – „Hmm, südlich von Homs kenne ich ein gutes Hotel…“

    • Anonymous

      @TomGard

      Ich hoffe wirklich auch, dass du irrst und Gespenster siehst.
      Zum letzten Posting: die Metaphern irritieren mich etwas, was willst du damit sagen? Du hast wirklich einen enorm großen Wortschatz, der Verständlichkeit bei einem weniger gebildeten Publikum (wie mir) dient dies nicht immer.

      Willst du sagen, dass zur Befriedung des Konflikts Grenzen neu gezogen werden sollen? Oder was meinst du mit „versessen auf die Logik der Unantastbarkeit nationaler Souveränität“? Ein bisschen verschwurbelt ist das schon.
      LG, Joachim

    • Leute, ich bin jetzt müde, deshalb nur noch die Bemerkung: Ihr wagt nicht, das „Undenkbare“ auch nur zu träumen. Euer Feind hat das „Undenkbare“ getan – 9/11. Daher – in letzter Instanz – werdet ihr die depperten Opfer bleiben.

    • Anonymous

      @ISKANDER
      „Außerdem ist die USA überdehnt und faktisch pleite.“

      Mag sein und diese Gefahr, dass der Zenit überschritten ist, haben ja auch die neokonservativen Falken am Ende des letzten Jahrhunderts erkannt und in ihren Think-Tanks Strategien ersonnen, dem Niedergang zu entgehen. Diese Papiere sind zu einem Teil im Internet, jeder kann sie nachlesen. Vieles was darin zur Jahrhundertwende geschrieben wurde, ist bereits umgesetzt. Es fehlt eigentlich nur noch, den Iran ins Chaos zu stürzen. Deshalb sollte Russland und China dieses letzte bedeutende Gegengewicht zur saudisch-türkisch-israelisch-amerikanischen Allianz unterstüzten. Sonst beherrschen die Amis und ihre Freunde den gesamten Nahen Osten. Mit dem Geld aus den Bodenschätzen kann vielleicht auch die USA der Pleite entgehen.
      LG, Joachim

    • ISKANDER

      @Joachim:
      Es geht den USA nicht mehr um „Beherrschung“ des Orientes, dazu ist die gegenwärtige Strategie der verbrannten Gesellschaften untauglich.
      Es geht den USA nur noch um Zerstörung, Unregierbarkeiten und Chaos. Denn im Chaos ist kein geordneter Widerstand gegen eine schwächelnde Supermacht mehr organisierbar!
      Dies ist das perfide an der US – Politik.
      Möglichst alle Länder der Erde in Stammesgesellschaften zurückzubomben.
      Somalia, Lybin, Irak, Afghanistan, Syrien….
      Venezuela, Malaysia, Eritrea, Bolivien, Ekuador, Cuba… sie stehen auf der weiteren Liste.
      Kissinger der Generalstratege der USZionisten macht dabei nicht einmal vor dem Zionistenstaat selber halt. Hauptsache, der höchstmögliche Vorteil ist erreichbar.

    • Comrade John

      @ TomGard 14. Mai 2013 20:15

      Das Credo all Ihrer Ausführungen zum sog. Gedankenexperiment (Inhalt: Syrien u. Hisbollah drohen Israel mit Ultimatum, Tel Aviv menschenleer zu räumen…) läuft auf eine katastrophische Endlösung in Syrien hinaus.
      Denn sofern Israel darauf nicht eingeht (was man sogar erwarten kann), muss Syrien, um der eigenen Drohung die Tat folgen zu lassen, trotzdem loschlagen u. dabei eben auch israelische Zivilisten zuhauf treffen. Im direkten Gegenzug wird Israel möglicherweise die A-Waffe gegen Syrien einsetzen, was Sie als Möglichkeit auch einräumen. Was die A-Waffe oder ein massiver US-Nato-Luftschlag für Syrien u. die Syrer bedeutet kann sich Jeder ausmalen.

      Das nennen Sie dann zynisch: „die Ereignisse beschleunigen“ bzw. „die Sache abkürzen“, d.h. Sie plädieren für die Vernichtung Syriens nach der Devise: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

      Mir dann noch vorwerfen zu wollen, die israelische Zivilbevökerung sei mir gleichgültig, weil ja „nur“ Israelis von syrischen Raketeten betroffen wären (sinngemäss), ist eine gezielte Unterstellung, die Sie mit dem „Gedankenexperiment“ (was wäre wenn) selbst herbeiphantasiert haben.

      Aber tatsächlich leiden seit über zwei Jahren ausschliesslich Syrer aller Volks- u. Religionsgruppen, und kein einziger Israeli hat bisher mit der westlich inszenierten Intervention in die inneren Angelegenheiten Syriens was zu tun gehabt geschweige denn einen persönlichen Schaden erlitten.

      Sie sind ein ganz falscher Fuffziger, guter Mann, der hier permanent die Regierung Assad schlechtredet u. es für durchaus folgerichtig u. nicht für sehr schade hält, dass dieses Regime zum Einsturz gebracht wird.
      Man darf sich eigentlich nur wundern, warum das hier so Wenigen auffällt.

    • DerBaske

      Ohh, das tut es nicht…

    • Johnny, der Ansatzpunkt, der mich die im letzten Thread eigentlich erledigte Sache wieder hervor holen ließ, besteht darin, daß die syrische Regierung und Assad persönlich sich verpflichtet haben, nach einem erneuten israelischen Angriff aber nun ganz wirklich und promt zurück zu schlagen. Der Vorgang, den Du mir als entlarvenden Bestandteil eines hinterhältigen Plans zur Vernichtung Syriens unterstellst, ist aktuelle syrische Militärpolitik.

      Dein Eindruck, ich hätte Dir „Gleichgültigkeit“ gegen Israelis vorgeworfen, ist anscheinend als eine paranoide Interpretation meiner bildhaften Aussage zu Begriff und Handhabung territorialer Souveränität entstanden. Wenn Du was nicht verstehst, frag einfach nach. Obwohl es mir, zugegeben, lieber wäre, Du würdest es lassen –

      PS.: Johnny hat schon auf „Sarsura“ versucht, mir in einer grotesk schlechten Imitation leninistischen Stils den „Prozess“ vor dem Volke zu machen. Ich habe mich darauf von der Albernheit seiner Vorwürfe hinreißen lassen, ihn anhand dieses Stils ein wenig lächerlich machen zu wollen. Tut mir leid, das war überflüssig und dumm, wie ich jetzt wohl praktisch vorgeführt bekomme.

    • ISKANDER

      @TomGard
      Das du in psychotischer Manier jede Kritik mit Gebell beantworten musst, ruiniert deine mitunter interessanten Beiträge nachhaltig.
      Konstantiere, du erträgst es nicht, Widerspruch zu empfangen. Glaube nicht, das du in deinem Rotkohlfeld Gott geworden bist und allwissend.
      Mein Vorschlag: Beschränke dich auf deine Analysen – wie immer krumm sie auch mitunter sind – oder nicht, und pisse den Leuten hier nicht immer ans Bein.

    • Comrade John

      @ TomGard
      „PS.: Johnny hat schon auf „Sarsura“ versucht, mir in einer grotesk schlechten Imitation leninistischen Stils den „Prozess“ vor dem Volke zu machen.“

      Ich habe niemals auf „Sarsura“ geschrieben, kenne bzw. kannte den Blog nichtmal und habe von seiner Existenz erst über die Debatten mit M. Schmitt bei Apxwn Kenntnis erhalten.

      Bei Ihnen wundert mich jetzt nichts mehr.

      Lassen wir’s zunächst dabei.

      Ns. Sollte es auf Sarsura eine Gestalt mit „meinem Nick“ gegeben haben, bitte ich @ all um Mitteilung. Dann wäre vielleicht ein Namenswechsel angezeigt.

  • Zum jetzt auch pressetechnisch ausgebreiteten Hype um den kanibalischen Herz- (oder Leber-)fresser unter den „Oppositionellen“.

    Zu dem Thema kann ich auch was andienen.

    Mitglieder der US-Kavalleriedivision yy (ich glaube, aus Fort Worth) im Irak. Und? Wollt ihr jetze 150 Mio US-Amerikaner zerfleischen und hinrichten?

    Wer die Greuelpropaganda nicht auf das strikt notwendige Maß begrenzt, das ubiquitäre moralische Idiotie und idealistischer Schwachsinn der zivilisierten Menschheit gebietet, um auch nur irgendwas zu erreichen, der fördert Beides zu seinen Lasten.

    • Stimme ich dir voll zu, Propaganda hilft bei so einen Konflikt nichts. Die eine und die andere Seite Töten und unschuldige stehen zwischen den Fronten die sich nicht verteidigen können und geschützt werden sollten indem man sie von dem Kriegsgeschehen wegbekommt.

    • ISKANDER

      @TomGard
      es ist unwesentlich ob dies Propaganda war und ist denn es ist noch lange nicht das Meisterstück auf der bestialischen Klaviatur der „Rebellen“.
      Deren Bestialität kann man gar nicht mehr mit Propaganda erhöhen. Es erübrigt sich.
      Aber vielleicht gräbst du noch einen Beweis aus, das der Kopf des sunnitischen Immans auf dem Minarett in Aleppo eigentlich auch ein Clip Made in USA war?
      Diese Söldnerbrut muss eliminiert werden. Effektiv, rasch und nachhaltig. Das sollte unsere Aufmerksamkeit fesseln denn es fördert den Frieden für das heldenhafte syrische Volk und seine souveräne Führung auf allerbeste Weise.

    • ISKANDER

      @Markus
      das syrische Volk ist Opfer einer Allianz von Terroristen, Pseudodemokraten und dekadenter orientalischer Monarchen.
      Wer Frieden für dieses geschundene Volk wünscht, muss den ihm aufgezwungenen Krieg beenden helfen, indem er dieses Land und Volk unterstützt.
      Es hilft nichts, mit evangelikaler Naivität der Kerzchenhalterei „Frieden“ anzumahnen.
      Es ist Krieg. Fürchterlicher Krieg!
      Es gilt: Nicht zerreden, nicht defraktieren und sektieren, sondern hier um uns ein Bewußtsein für die gigantische Lüge aufzubauen.
      Man kann alles mit „Ja, aber“ zerpflücken und lähmen. Was soll es?
      Die Menschen dort haben keinen „Button“ zum Drücken gegen den Alptraum. Wir hier müssen sie unterstützen und dazu gehört auch, die Realität des Krieges anzunehmen. Die deutschen Kirchen sind regierungshörig, feist, fett und dekadent in ihrer „Friedensarbeit“, die kannst du als friedensrelevantes Element mit all ihrer Salbung vergessen.
      Deshalb: Aufklärung!

    • Mannomann Iskander …

      mein Bild zeigt US-Kavalleristen bei einem Freizeitvergnügen im Irak, es ist ein echtes Dokument, beigebracht von einem Mitglied dieser Einheit, das sich einige Jahre später selbst tötete. Propaganda ist nicht dasselbe, wie Lügen erzählen oder verbreiten.

      Schalte doch mal Dein Gehirn vor Deine Reflexe.

    • ISKANDER

      @TomGard
      das so von dir geliebte letzte Wort ist dein Gutenachtgruß und sei dir zum Frieden gegeben.
      Alles Gute, bis Morgen!

  • Anonymous

    Zurück zum Ausgangsthema.

    Bei Freeman ( http://alles-schallundrauch.blogspot.de/ ), gibt es die neue Info dass, mal wieder, alle Überwachungskameras im innerstädtischen Bereich abgeschalten waren.

    Was diese Kommunisten alles so können…

    Gruß Det70

  • ISKANDER

    @an alle
    WICHTIGE Gute Nachricht!
    Marat Musin von ANNA.NEWS berichtete soeben, das die S 300 Luftabwehrsysteme „wohl schon in Syrien angekommen sind“
    Zu lesen in ANNA.NEWS heute, um 23.39 UHR!
    Dies vermutete und äußerte ich bereits mehrfach und bezog mich auf die hoffnungsvolle Ankunft der Pazifikflotte und Schwarzmeerflotte Ende letzten Monates.
    Damit dürfte der zionistische Terrorangriff
    vom Osterfest 2013 ebenfalls im bereits von mir erwähnten Zusammenhang stehen können, jedoch sein Hauptziel verfehlt haben.
    Die S 300 sind zwar keine Wunderwaffe, aber effektiv genug um weitere Angriffe vom Zionistenstaat abzuwehren.
    Rechne damit, das diese Meldung in Kürze einige Wirbel verursacht.
    God save Syria! :-)

  • Anonymous

    Vielen Dank apxwn, Enis, Kaumi und Iskander für die ermutigenden Berichte!
    In diesem Krieg gibt es nur töten oder getötet werden. Es ist ganz einfach. So ist das eben im Krieg. Die Kriegsverbrechen der ausländischen Verschwörung werden minutiös dokumentiert und alles wird eines Tages der Weltöffentlichkeit bekannt gemacht. Syrien muss ! durchhalten und diese Bestien beseitigen. Es geht schlicht um die Existenz eines Staates und eines Volkes. Ich sehe bei TomGard leider keinen roten Faden, trotz der oft sehr interessanten Berichte (aber bitte keine F-Worte mehr), ausser dass er vielleicht Verwirrung stiften will? Die syrische Regierung hat sich bis jetzt vorbildlich und äusserst klug verhalten. Sie räumen ihr Land auf und lassen sich nicht zu einem offenen Konflikt mit Israel/Türkei provozieren.
    Nur am Rande, Qatars Hamad Bin Jassem sollte diese Woche in den Iran, aber der Iran hat aus Gründen der Tagesordnungspunkte, über die es unterschiedliche Meinungen gibt, den Besuch abgesagt. Dike

    • Anonymous

      Hallo in die Runde und @Anonym, ebenfalls dickes Danke für diesen Blog und die vielen, vielseitigen Kommentatoren. Ich lerne. Möchte eine Lanze für TomGard brechen, der zwar komplex denkt und schreibt, und man in der Tat den Faden verlieren kann, der aber die Komplexität der nahöstlichen Lage gut vermittelt. Man kann sich annähernd vorstellen, was in den Think Tanks der beteiligten Parteien los ist (nebenbei hoffen, dass es sie gibt) und eine Ahnung bekommen, wie Entscheidungen zustande kommen, wenn Hardliner-Militärs auf Geheimdienst-Geostrategen treffen. Btw, das F-Wort finde ich nicht schlimm, wenigstens hier sollte Freiheit herrschen (in den neueren, lesenswerten Polemiken von Akif Pirincci wimmelt es davon).

      Ich war Ende der Neunziger Jahre ein paar Wochen in Syrien, noch unter Hafiz al-Assad, ein beeindruckendes Land von unglaublicher Vielfalt und Geschichte. Meine neugierige (naive) Frage damals an beinahe jeden Gastgeber von Damaskus über Tartus, Palmyra, Deir ez-Zor bis Al Bukamal, warum denn der sehr präsente Geheimdienst und viele Unfreiheiten in Kauf genommen würden, wurde beinahe von jedem sinngemäß so beantwortet, wenn hier jemand den Deckel runternimmt, dann explodiert es, wir sind ganz froh darum, eine gewisse Freiheit und einen gewissen Lebensstandard zu haben, schau Dich mal in den Nachbarländern um…

      Der Deckel ist schon lange runter, es ist explodiert – man musste kein Geheimdienstler oder Experte sein, es kommen zu sehen. Schlimm.

      Wie gesagt, danke für den Blog und die Aufklärung, apxwn! Wünsche mir eigentlich nur häufigere Posts.

  • Zum israelisch-amerikanischen Verhältnis im Syrienkrieg

    Nachdem der 3. Anon meldete, er wünsche zu seiner Erbauung oder seelisch-intellektuellen Entlastung getäuscht & mit Siegesmeldungen des erwählten Führerhauptquartieres gefüttert zu werden, weil er den ihm erlaubten Geschäften & ihm gebotener Maloche wenigstens in Gemütsruhe nachgehen möchte, unterlasse ich Störungen auf dieser Schiene.

    Mit der Billigung, die ich zugleich finde, will ich einige Irrtümer über Hintergründe des Syrienkriegs angreifen.

    Ich hatte 5 Jahre Muße, periodisch querbeet im US-Internet zu lesen, auch bei Leuten, die mir kaum anderes sagten, als wie sie „‚drauf“ sind. Dazu Lektüren bei US-Konservativen & bei der Basisöffentlichkeit.
    Danach traue ich mich zu sagen, die Militär- und Polizeiherrschaft in den USA ist ungefährdet, ABER an ihrer administrativen Basis, vor allem der ländlich geprägten Staaten, auch einiger Metropolen, brodelt es auf eine Weise, welche die Föderation sezessionistischen Putschbewegungen beträchtlich näher brachte.

    In der Regierung ist man sich dessen bewußt. Die Neocons haben den Vorgang planmäßig vorweg genommen & mit einem administrativen Putsch (Wahlfälschung gegen Al Gore nebst 9/11) beschleunigt. Gegen die Staatsraison der Föderation wurde die Militarisierung der „Homeland Security“ zentralisiert.

    In den USA selbst brauchte es 9/11 wohl ausschließlich zur Absicherung des Putsches & zur Durchsetzung zentralisierter Militärherrschaft gegen Widerstände aus den Eliten, incl. der Wall Street. Al Gore stand für den Versuch, die USA mittelfristig, möglichst langfristig, als „marktkonforme Demokratie“ (Merkels analoge Fassung) zu erhalten.

    Im Vorgriff auf spätere Bemerkungen:
    Deshalb war 9 / 11 eine den Zionisten teils bewußt, teils ignorant gestellte Falle der Neocons. Die Baraks etx. glaubten, die US-Regierungen kommender Jahrzehnte in der Hand zu haben und ihre vorderasiatischen Pläne nahezu widerstandslos durchsetzen zu können. Die Kriegspläne Bush Seniors & Konsorten, die Rhetorik psychopatischer Kreaturen wie Cheney, Perle, Wolfowitz, täuschten sie über die innenpolitische Dimension, die gegen Zionisten geht. Die Frist zum Umschlag läuft (langsam) ab.

    Obama hat der künftigen zentralistischen Militärherrschaft im 3/ ’12 mit der Executive Order – National Defense Resources Preparedness ein Führerhauptquartier verschafft, ein Schattenkabinett, das nicht erst nach Ausrufung des Kriegsrechts in die Regierung eintritt. Es ist eine tätige Nebenregierung, deren Aufgabe u. a. der Abschluß von Vorbereitungen zählt, die US-Städte blitzkriegartig in neuartige Gulags zu wandeln, wenn Zuwarten die Gefahr herauf beschwöre, daß Teile der Armee, Bundespolizeien und Milizen abtrünnig werden könnten.
    Die Initiative zum Bann von Kriegswaffen in der Hand von Zivilisten soll beitragen, dies Szenario hinaus zu schieben – sie scheiterte!

    Die Föderationsregierung führt einen verdeckten Krieg gegen die Föderationsstaaten & ihre Bevölkerung, weil sie weiß, unvermeidliche Wandlungen auf dem Weltmarkt werden die US-Föderation vernichtend treffen. Sie weiß es, weil sie die Wandlungen in vorderster Linie betreibt, um sie (bedingt) zu steuern.

    Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Kontrolle über den Zeitpunkt behalten zu wollen, zu dem man zur Staatssklaverei, zu einer mit Drohnen, Zäunen und MG’s gesicherten Kastenordnung und Euthanasie übergehen will. Sie steht zeitgeistig hinter fast jedem Furz, der in den USA gelassen wird, und deshalb ist ihre Herrschaft, obwohl ungefährdet, so prekär, als drohe schon kommendes Jahr ein blutiger Volksaufstand.

    Forts. später

    • Die Zeichenbegrenzung ist mehr als lästig. Sie ist die Ursache für zahlreiche grammatische Schnitzer und unklare Bezüge, die entstehen, wenn ich einkürze, ohne neu zu schreiben und weil ich nicht einen halben Tag für ein längeres Posting verwenden will. Ich werde demnächst 58 – die Zahl der mir verbleibenden Tage wird übersichtlich.

    • Zur Fortsetzung komme ich heut nicht mehr, und sie wird sowieso besser auf meinem Blog erscheinen. Es wird im nächsten Teil um die Zwecke des amerikanischen Irankrieges gehen, denn das ist – leider, so verwickelt ist die Sache nun mal – ein Angelpunkt des amerikanisch-israelischen Verhältnisses.

  • Anonymous

    Hallo,

    die neueste Ankuendigung der Israelis in der New York Times moechte ich Euch nicht vorenthalten.

    Israel hat verkuendet, dass es in Kuerze weitere Militaerschlaege in Betracht zieht, mit der unverhohlenen Warnung, dass Widerstand bzw. Vergeltungsschlaege wiederum vergolten wuerden.

    Mit anderen Worten:“Ihr kriegt jetzt nochmal Haue, und wenn ihr euch wehrt, dann gibt es noch vieeel mehr“.

    Die Intention Syrien und Iran zu einer Reaktion zu zwingen, die einen vollen Kriegseinsatz ermoeglicht, kann nicht deutlicher gemacht werden.

    Hoffentlich hat Syrien einsatzfaehige S-300 Systeme schon vor Ort. Am besten waere eine s-300VM oder eine S-300PMU2 Variante.

    Es wird immer klarer, dass Iran als naechstes dran ist. Mir erscheint es so sicher, wie das Amen in der Kirche. Syriens Umstaende werden demnaechst noch ein wenig problematischer.

    Gruss,
    HnH

    ps. Der Link: http://goo.gl/EL5D6

    • „Die Intention Syrien und Iran zu einer Reaktion zu zwingen, die einen vollen Kriegseinsatz ermoeglicht, kann nicht deutlicher gemacht werden.“

      Wieso? Weil Israel vor dem Akt einen Regierungsvertreter in der NYT (!!) vor der Eskalation warnen läßt, statt die Vergeltung, die Assad angekündigt hat, einfach abzuwarten? Passt nicht.

      Nein, die Ankündigung sagt an, daß TomGard oben ein Gespenst gesehen hat. Ich sagte ja, daß ich keinen konkreten Grund des auf Debka angekündigten Angriffes erkennen konnte. Jetzt ist er ziemlich offen gelegt:

      1) Die Ankündigung in der NYT folgt im direkten Anschluß an den Moskau-BEsuch Netanyahus.

      2) Die Syrienkonferenz kann und wird unter israelischen Feuerschlägen nicht stattfinden.

      3) Anläßlich des letzten israelischen Angriffs hat Obama unmißverständlich, verbal wie nonverbal sein Desinteresse bekundet: Israel möge angreifen, wenn es das für richtig halten, weil Israels Verteidigung seine Angelegenheit ist – nicht etwa US-Angelegenheit!

      Die angekündigten Luftschläge sollen folglich höchst wahrscheinlich praktisch klarstellen, daß Israel einen anderen Kriegsausgang, als die komplette Zerstörung und Somalisierung Syriens nebst israelischer Besatzung des restlichen Golan nicht zulassen wird.
      Es kann überraschen, daß diese Klarstellung anscheinend einen solchen Akt erfordert, also nicht einfach verbal kommuniziert werden kann. Das heißt nichts Geringeres, als daß sich Netanyahu mit den USA unter Präsident Obama in einem mittelbaren Kriegszustand befindlich sieht! So drastisch hatte ich das zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht erwartet.

    • kaumi

      Also ich für meinen Teil habe soeben im deutschen Fernsehen sowas wie eine Kapitulationserklärung der Westallianz vernommen. Westerwelle als Sendemast erklärt im Heute-Journal um genau 21.51h, dass “ allen inzwischen klar ist, dass kein Weg daran vorbei führt, sich mit Repräsentanten des Assad-Regimes – welche, die kein Blut an den Fingern haben – an einen Tisch zu setzen, um eine politische Lösung dieses Konfliktes zu erreichen. Eine militärische Intervention, die eine nachhaltige stabile Lage in Syrien garantieren würde, gibt es nicht.“
      So, in dieser Form, in diesem Medium und in dieser Deutlichkeit bedeutet es m.E. ein Meilenstein auf dem Weg in die Hoffnung. Die Message dieses Schwätzers, stellvertretend für die Westallianz verbreitend, widerspricht maximal den Maximen dieser Terrorgruppe der letzten 2 Jahren.
      Ich bilde mir tatsächlich ein, dass dass heute der D-Day in der Syrienfrage gewesen sein könnte. Zumindest habe ich die große Hoffnung.
      Nur, und da gebe ich TomG. partiell recht: das wird nicht nach dem Geschmäckle des zionistischen Regimes sein. Und schon gar nicht nach dem Geschmäckle des, in seinen letzten politischen Zügen liegenden, Großfürsten des osmanischen Reiches.
      Aus diesen beiden Frontstaaten droht daher kurzfristig, als ein letzter Akt der Verzweifelung, eine reele Gefahr.

      Ich sage immer „wait and see“, selbstredend auch heute. Vielleicht kann man das Credo aber ausnahmsweise mal erweitern: „wait and see… a change is gonna come“!

    • ISKANDER

      @TomGard
      In deinem letzten Post stimme ich dir zu.
      Hoffen wir, das Syrien diese zu erwartenden Terrorbomber der Zionisten mithilfe der S 300 vom Himmel holt ohne Gegenschläge durchführen zu müssen.
      >Übrigends – ich las heute im Blog Schall und Rauch, das die Hisbollah inzwischen bis zur jordanischen
      Grenze durchgekommen ist. Die Karten werden wohl vorbereitet für den zu erwartenden Angriff der Zionisten.

    • ISKANDER

      Jetzt wirds lustig :-)
      Der Anführer der Al – Tawhid Brigade
      Abdul Qader Saleh erklärte, der zionistische Terrorangriff in der Osternacht auf Damascus habe einen „Hilfsakt“ für die ASSAD Regierung dargestellt, weil damit die „Einnahme“ des Waffenlagers + Elitetruppenkaserne, durch die „Rebellen“im letzten Moment dadurch verhindert worden sei.
      Das ist die Dynamik der dreisten Lügen, dümmer geht immer.
      Freue mich auf die Meldung von ANNA.NEWS, wenn diese lakonisch die „Beseitigung“ des Warlords Abdul Qader Saleh im Zuge von Säuberungen meldet, gleich so unbedeutend als sei ein Sack Reis in China umgefallen.
      Aber wir kennen die Story ja schon, die Wahabiten Söldner sind in Teilen fest überzeugt, gegen Israel zu kämpfen….
      Quelle: „alles Schall und Rauch Blogspot“ heute

    • Anonymous

      Kaumi:
      Heute haben einige spanischen Medien – ich lebe in Spanien – dem Verbrechen von diesem wahnsinnigen Contra der die Lunge oder das Herz eines syrischen Soldaten beißt eine ganze Seite gewidmet. Abgsehen von der Bezeichnung der Söldner als „Rebellen“ und des „HRW bestätigt die Echtheit“ (seit 2 Jahren erscheien täglich bei YouTube die Gräueltaten dieser Unmenschen, aber HRW, die Einzigen die anscheinend bestätigen können ob etwas echt oder vorgespielt ist, sind erst jetzt darauf gekommen) waren die Artikel einigermassen korrekt. Interessant war daß die Medien diesen Psychopathen nicht als Al-Nusra-Angehörigen beschrieben haben, sondern ganz klar geschrieben haben daß er zur FSA gehört. Selbst eine angeblich linksorientierte Zeitung die normalerweise die Contras als gutmütige „Rebellen“ darstellt hat zum ersten Mal ganz sachlich über deren Niederlage in Qusseir berichtet und hat sogar ein Photo von syirischen Soldaten gezeigt die „normal“ aussahen (bis jetzt wurden nur Photos von Söldnern gezeigt und die Syirische Armee war immer die anonymen „Soldaten des Regims“ oder „Assads Soldaten“).
      Das Erste was ich gedacht habe ist „diese bereiten ihre Leser auf den Sieg Syriens vor“ in dem sie erst einmal die „Rebellen“ als abstossende Verbrecher darstellen (was sie ja in Wirklichkeit sind).

      Freut mich daß es mehr Zeichen gibt – nicht nur in Spanien – die darauf deuten daß diese Agression gegen Syrien ein Ende nehmen könnte. Was das Syrische Volk geleistet hat ist unglaublich, alle meine Achtung.
      Pedro

    • Anonymous

      Kaumi und Pedro, hoffentlich habt ihr recht.
      Ich kann nur sagen, das das syrische militär jedenfalls im Moment gute Ergebnisse bringt. Ich weiß auch, dass viele Tunesier wieder abgehaue sind und jetzt zuhause großen Ärger machen. Irgendwie ändert sich jetzt viel.
      Grüße, Nael

    • „… dass kein Weg daran vorbei führt, sich mit Repräsentanten des Assad-Regimes – welche, die kein Blut an den Fingern haben – an einen Tisch zu setzen, um eine politische Lösung dieses Konfliktes zu erreichen.“ (Westerwelle)

      Für sich entspricht die Aufforderung einfach dem Genfer Protokoll und Detailplänen der Interventionskräfte zur Übernahme der Macht in Syrien, wie sie z.b. vom Brookings-Institut, dem Institute for the Study of War, und besonders deutlich vom Berliner SWP veröffentlicht wurden, als die Stiftung mit US-Unterstützung im letzten Jahr einen Workshop für künftiges syrisches Führungspersonal ausrichtete. Dabei ging es in erster Linie um den Erhalt der syrischen Funktionseliten, einschließlich der Armee, nach der Machtübernahme. (Im betonten Unterschied zum Vorgehen der USA im Irak!)
      Der Plan entspricht dem Wunsch der von Obama vertretenen Fraktion der US-Regierung, die staatliche Einheit Syriens zu erhalten, der seinerzeit von Außenminister Clinton und ihren Verbündeten, darunter dem britischen Premier und dem französischen Präsidenten, hintertrieben, sogar offen sabotiert wurde. Für die übergeordnete Führungsfigur auf Seiten der Regierung wurde mehrfach der Vizepräsident vorgeschlagen, und ein Interview dieses Mannes (sein Name ist mir grad nicht präsent), das anscheinend mit Zustimmung oder mindestens Duldung der Regierung auf Al Akhbar erschien, deutete ein grundsätzliches Einverständnis der syrischen Regierungsspitze an.

      Insoweit nichts Neues, wenn wir davon absehen, daß Westerwelle den Zeitpunkt für geeignet hält, sich ungewohnt eindeutig gegen die britische und französische Regierung zu stellen. Dafür dürfte die Floskel „kein Weg führt vorbei“ stehen. Die kann man freilich, wie Kaumi es tut, zusätzlich als Reaktion auf die militärischen Erfolge der SAA und die anscheinend gewachsene Einigkeit innerhalb der syrischen Funktionseliten, sowie den erfolgreichen Einsatz der Volksverteidigungskräfte sehen. Dann hat man allerdings die Einschränkung zu akzeptieren, daß dies „kein Weg vorbei“ für die Gouvernorate Raqqa, Hasaka, Deir Ezzor, Teile des Distrikts Idleb und die nördlichen Distrikte des Gouvernorates Aleppo nicht gilt, zumal die deutsche Regierung das via Aufhebung des EU-Öl-Embargos gegen die türkischen und qatarischen Proxies, die dort die Macht übernommen haben, deutlich so festgelegt hat.

      In Summe kann und sollte man (vorbehaltlich weiterer Aufschlüsse) Westerwelles Piepser als Gegenposition zu der Bedingung des russisch – amerikanischen Protokolls lesen, „alle Fraktionen“ der „Opposition“ seien in einen Verhandlungsprozess einzubinden …

  • Ich habe eine Gegendarstellung auf meinen Blog gestellt, in der es nicht, wie angekündigt, um die Grundlagen des israelisch- amerikanischen Verhältnisses geht, sondern um das russisch-amerikanisch-israelische Verhältnis, wie es die jüngsten, hier besprochenen Ereignisse, und der Kommentar des Mossad dazu m.E. erkennen lassen.

    http://tomgard2.blog.de/2013/05/16/s-300-scharade-wende-syrienkrieg-sagt-15994728/

  • Franz

    Heute in der FR

    Türkische Sicherheitsbehörden spielen im Syrien-Krieg eine zwielichtige Rolle: Nach Informationen dieser Zeitung haben sie falsche Informationen zum Abschuss eines türkischen Jets im Juni 2012 geliefert. Steht der Bundeswehr-Einsatz in der Türkei infrage?

    Das Auswärtige Amt verfügt inzwischen zwar über weitere Erkenntnisse, offenbar aus Geheimdienstquellen, erklärt es in dem Schreiben, das der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau vorliegt. Es stuft die Informationen aber als geheime Verschlusssache ein: „Eine Offenlegung könnte zur Folge haben, dass dem Bundesnachrichtendienst künftig keine schutzbedürftigen Erkenntnisse anvertraut werden.“

    Unterdessen wurde die über Reyhanli verhängte Nachrichtensperre am Mittwoch wieder aufgehoben. Das türkische Internetnachrichtenportal Internet.Haber berichtete daraufhin unter Berufung auf Menschenrechtler, nach dem Anschlag hätten junge Männer in Reyhanli Syrer gejagt und mehrere erschlagen. Die Toten seien dann den Opfern des Anschlags zugerechnet worden.

    Kann ich das so verstehen, dass türkische Alawiten syrische Flüchtlinge und/oder Terroristen gejagt haben? Ich gehe davon aus, dass es viele Kämpfer unter den Flüchtlingen gibt..

    http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/syrien-krieg-luegen-und-fehler-tuerkischer-geheimdienste-,7151782,22788970.html

    • Eine aus Zeitgründen sehr undeutliche Bemerkung dazu:

      Man lese den FR-Artikel in Zusammenhang mit der heute in der NYT erschienenen Lagebeurteilung.
      Nimmt man auch noch Westerwelles kürzliche, oben besprochene Bemerkung im DF hinzu, gibt alles zusammen Hinweise her (wenngleich relativ vage), daß man an hoher deutscher Regierungsstelle nicht ohne weiteres gewillt ist, widerstandslos hinzunehmen, daß Aleppo der Türkei einverleibt wird.

      Es gab vor knapp zwei Jahren einen ganz ähnlichen Vorgang. Da preschte der BND plötzlich mit der Behauptung vor, er sei stehts über den Aufenthaltsort Gaddafi sen. unterrichtet gewesen und wisse daher genau, was in Sirte vorgegangen sei, und wie es dazu kam.
      In der Öffentlichkeit blieb dieser Vorstoß scheinbar folgenlos. Meine an dieser Stelle ganz unmaßgebliche Vermutung ist, den Ruby-Skandal und Prozess gegen Berlusconi hätte es ohne diesen Vorstoß vielleicht nicht gegeben, und ein komplementärer Teil der Antwort von seiten der angesprochenen Stellen besteht darin, daß die Frage, wo „Gaddafi’s Milliarden“, so zwischen 40 und 70 Mrd Euro, in Europa geblieben sind, auf denen die deutsche EU-Beamtenschaft die Finger haben dürften, Anathema geblieben ist.

  • Hackergruppe weist nach: Gruppe syrischer Aufständischer legte Bombe in Reyhanli. Türkischer Geheimdienst war über Anschlagsplanungen informiert
    [netzpolitik / 24.05.2013] Die türkische Regierung hat einen Angehörigen der Gendarmerie (Jandarma) verhaftet, der angeblich brisante Dokumente fotografiert und an die türkische Hackergruppe RedHack weitergegeben haben soll. Dies meldet gestern die türkische Tageszeitung Hürriyet. Der Fall hat Parallelen zu Bradley Manning, denn es geht um einen politisch brisanten Anschlag mit möglicherweise weitreichenden geopolitischen Folgen.

    Denn daraus geht hervor, dass die Jandarma am 25. April, also mehr als zwei Wochen vorher über Fahrzeuge informiert wurde, die in der syrischen Stadt Rakka mit Bomben versehen wurden. Neben Details über die verwendeten Autos inklusive ihrer Kennzeichen wurde sogar ein vermutlicher Urheber genannt: Die Al Quaida nahestehende Al-Nusra-Front, die mit anderen Oppositionsgruppen gegen den sysrischen Präsidenten Assad kämpft.

    Der Leak lässt die Anschläge in einem anderen Licht erscheinen. Denn ist es absolut unklar, welchen Zweck die verhafteten Mitglieder der DHKP-C mit einem solchen Anschlag verfolgen sollten. RedHack vermutet nun, dass die türkische Regierung die Täter gewähren ließ, um einen Kriegsgrund gegen Syrien in der Tasche zu haben:
    https://netzpolitik.org/2013/turkische-regierung-verhaftet-soldaten-wegen-angeblichem-whistleblowing-zu-autobomben-in-reyhanli/