Reyhanli

Nur ein kurzer Kommentar. Der türkische Innenminister teilt mit, dass die Anschläge in dem oben genannten Ort irgendwie mit dem „syrischen Regime und seinen Geheimdiensten“ zu tun haben. Erdogans Andeutung hat man also schnell verstanden.
Bei jedem Verbrechen ist dessen Motiv von Interesse. Ein Anschlag, der von einem Staat oder einer Regierung ausgeht, wird als Sabotage oder allgemein als eine Diversion bezeichnet. Also eine Akion, die mit Bedacht geplant wird und eine konkrete Aufgabe, ein konkretes Ziel hat. Welche Aufgabe die syrischen Geheimdienste gehabt haben sollen, indem sie vollkommen unmotiviert ein paar Bomben in Reyhanli hochgehen lassen, ist völlig unbegreiflich. Es sei denn, Syrien hat beschlossen, dass die Türken nun lange genug verdächtig ruhig gewesen sind und es an der Zeit ist, sie zurück in die Arena und ins Gerede zu bringen. Wenn das die Aufgabe gewesen ist, dann ist sie gelungen. Eine solch schnelle Aufklärung des Anschlags durch die türkischen Behörden zeugt davon, dass man am Anschlagsort den entsprechenden, von Assad persönlich unterzeichneten und abgestempelten Befehl zu dessen Verübung gefunden hat. Damit die türkischen Sicherheitsdienste nicht erst in Zweifel geraten. Aber das tun sie ohnehin nicht.

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