Lawrow zu den S-300 für Syrien

Offizielles. Aus einem Interview des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, für das libanesische Nachrichtenportal Al-Mayadden vom 13. Mai 2013 und veröffentlicht auf der Seite des Außenministeriums der RF:

Frage: Sergej Wiktorowitsch, am 10. Mai d.J. haben Sie in Warschau erneut bestätigt, dass Russland die Lieferung von Luftabwehrsystemen an Syrien entsprechend der vor einigen Jahren unterzeichneten Verträge ausführen will. In diesem Zusammenhang äußerte Israel, das vor kurzem einen Luftangriff auf Syrien unternommen hat, Besorgnis und sprach davon, dass es sich dabei um Systeme vom Typ S-300 handelt. Ist das so?

S.W. Lawrow: Ich möchte noch einmal wiederholen, dass wir keinerlei neue Verträge unterzeichnet haben, sondern lediglich alte Verträge erfüllen (und teilweise schon erfüllt haben), die Luftabwehrsysteme betreffen. Diejenigen, die keine aggressiven Handlungen gegen einen souveränen Staat planen, brauchen sich nicht zu sorgen, denn Luftabwehrsysteme sind, wie der Name schon sagt, reine Verteidigungssysteme, welche für die Abwehr von Angriffen aus der Luft erforderlich sind. Damit verletzen wir keinerlei Gesetze, und wollen auch nicht unseren Ruf als zuverlässigen Lieferanten verlieren.

Frage: Anfang Mai hat die israelische Luftwaffe Objekte auf dem Gebiet der Syrischen Arabischen Republik angegriffen. Das Außenministerium der RF gab danach eine Erklärung ab, in der es hieß, dass man in Moskau diesen Zwischenfall analysiert und untersucht, um entsprechende Schlüsse zu ziehen. Einige haben Ihre Äußerungen in Warschau als eine gewisse Antwort auf die Ereignisse um den Luftangriff aufgefasst. Kann man die Verlautbarungen der russischen Seite als Hilfe für Syrien auffassen, das damit seine Luftverteidigung stärkt, um künftig solche Luftangriffe zu vermeiden?

S.W. Lawrow: Schon vom Ansinnen her werden Luftverteidigungssysteme geliefert, um das Land, welches sie erwirbt, vor Luftangriffen zu schützen. Doch die Verträge, um die es hier geht, wurden lange Zeit vor den Luftangriffen auf Syrien des vergangenen Jahres und dem jetzigen unterzeichnet. Als wir sagten, wir wollen alle Umstände dieser Angelegenheit untersuchen, haben wir vieles für uns schon geklärt. Wir wollten wissen, welche Ziele genau von den Angriffen betroffen waren. Nach unserer Einschätzung gehören diese Ziele tatsächlich in den Bereich der Funktion der militärischen Verteidigung Syriens. Ich will mich dabei nicht in Details verlieren…

Es hat keinen Sinn, die Äußerungen des Ministers zu bezweifeln – es ist auch so klar, dass solch komplexe Fragen nicht innerhalb von ein paar Tagen zu entscheiden sind. Wichtig ist hier etwas anderes, was Lawrow nicht gesagt hat, aber aus seinen Worten folgt.

Deutlich und unzweideutig wird gesagt, dass die Lieferung der Luftabwehr eine Angelegenheit ist, die nicht mehr diskutiert wird. Die Verträge werden vollumfänglich erfüllt. Nach den umständlichen Kaspereien und schließlich dem Verzicht der Lieferung analoger Systeme an den Iran konnte man natürlich auch Zweifel bezüglich des syrischen Deals hegen. Wahrscheinlich werden wir nie alle Interna der jetzigen Geschichte erfahren. Aber jetzt sind die Fragen erst einmal zu Ende. Es geht mit den Anworten los.

Bisher haben sich die S-300 nicht außerhalb von Testszenarien behaupten können. Um die Funktion und Effizienz dieser Systeme zu testen, werden die Israelis, Türken und andere Gönner des syrischen Volkes das Risiko in Zukunft allerdings auf die eigene Kappe nehmen müssen.

Eine Version dessen, was es bringt oder was das soll, oder ob es was soll, kann man bei TomGard nachlesen.

PS. In den Nachrichten von vor 2 Jahren war die Rede von der konkreten Modifikation: S-300 PMU-2 und Tor-M1.

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Trackback von deiner Website.

  • Für die genannten 900 Millionen US Dollar sollte sich Syrien weitere 30-35 Batterien Tor-M2 liefern lassen. Damit kennen sie sich aus, diese sind hoch mobil und in der Lage den Schaden zu begrenzen. Dann macht es zwar weiterhin Bumm nur halt nicht da wo Israel es will sondern auf einer Hühnerfarm da Abstandswaffe abgelenkt wurde. Ein S-300 ist weder hoch Mobil (siehe Serbien wie die sich Nachts bewegten) noch leicht zu erlernen (Syrer kennen sich lediglich mit S-200 in dieser Klasse aus). Zudem provoziert solch ein System zu weiteren Präventiv Angriffen seitens Israel und die schon wenigen Tor und Panzir müssten dann auch noch dieses teure Zeug schützen. Und bei Verlust verliert Syrien gleich mal 450 oder volle 900 Millionen US Dollar.

    Auch wäre der Iran sicher bereit weitere Buk-M2 zu finanzieren für Syrien. Natürlich mit der Auflage davon einige weitere Einheiten „als Gegenleistung“ zu erhalten. Auch damit kennt sich Syrien aus und dieses System ist viel besser geeignet in diesem Geographischen Land zu wirken.

    Und die Frage ob der Iran nicht bald eigene Luftabwehrsysteme nach Syrien/Süd-Libanon Liefert wie seine modifizierten optischen Hawk Derivate bleibt auch abzuwarten. Die Hisbollah bedarf schließlich am Golan und nahe Jordanien (wo diese bereits alle Terroristen vernichtet hat) eine eigene Luftabwehr. Der Iran wird Syrien nicht fallen lassen und die Hisbollah erst recht nicht. Die Staatsdoktrin ist hier ganz klar. Verteidigungskräfte gegen Zionismus und einer US dominierten Welt müssen gestärkt und erhalten werden. Gibt der Iran Syrien auf und zerbricht das Land so wird die Hisbollah und auch die Hamas über kurz oder lang trocken gelegt und aufgerieben. Was das nicht nur für Palästina bedeutet oder für den Libanon sollte klar sein. Wenn Russland und Putin meinen das es irgendwas gewinnen kann bei einem Diktatfrieden wäre mir schleierhaft. Es kann überhaupt nichts gewinnen. Nicht einmal mehr Zeit. Die „Freiheitskämpfer“ werden gleich mal weiter wandern. Putin ist dies klar so stärkte er doch nicht erst diesem Sommer die Kaukasus Armee und sprach vor zwei Wochen was von „Drogenschmuggel und Terrorbekämpfung im Süden des Landes“.

    • Triangolum,
      nicht mal Ivan der Schreckliche war so borniert herrisch, stets „alles oder nichts“ zu verlangen.
      Im vorliegenden Fall besteht der logische Ausgangspunkt darin, daß die Herren Russlands den Angriff auf Syrien entweder nicht verhindern oder unterbinden wollen , oder das nicht können, jedenfalls nicht um einen annehmbaren Preis. Der Unterschied der Varianten ist logisch belanglos.
      Dann ist zu konstatieren, daß die zweijährige erfolgreiche Selbstbehauptung der syrischen Regierungskräfte und die Blutbäder, die sie unter dne Angreifern angerichtet haben, militärpolitisch und diplomatisch in beträchtlichem Umfang Russland angerechnet werden.
      Wenn dies regionalpolitisch ein zählbarer Erfolg bleiben soll, dann muß ein Kriegsende her, das Russland qua Voraussetzung entweder nicht diktieren oder durchsetzen kann, oder dies aus übergeordneten Erwägungen nicht will.
      Folglich soll das Kriegsende aus russischer Sicht eine Gestalt bekommen, welche die Angreifer befriedet, ohne daß darüber die voran gegangene russische Selbstbehauptung als eine Regionalmacht nachdrücklich beschädigt wird.
      Ein Diktatfrieden, in dessen Gefolge die Enthauptung Syriens (einschließlich Enthauptung seiner Führung) eine gesichtswahrende Form erhält, ist das Mittel der Wahl zu diesem Ausgang – und war es seit dem Beginn der Geschichte zentralistischer, territorialer Herrschaft.

    • Eine separate Bemerkung will ich der Unsitte widmen, die auch Apxwn in etlichen Einträgen genährt hat. Ich meine die unredliche propagandistische Tour, Bedrohungen, Niederlagen, Erfolge durch einen Feind nach opportunistischen Kriterien einmal den Kommandeuren, das andere Mal der Soldateska anzurechnen. Eine billige Herrschaftspropaganda, die gewiß älter ist, als die sprichwörtlichen „Barbari“, „Kimbern und Teutonen, „Hunnen“, „mongolischen Horden“ etc.pp.

      In dem Zusammenhang mag sich vielleicht mal jemand fragen, warum die „kaukasische Bedrohung“ seit über zehn Jahren so merkwürdig verhalten ist, obwohl zahlreiche Einzelereignisse unzweideutig zeigen, dies liegt nicht daran, daß Russlands Militär, Geheimdienste und polizeiliche Milizen „alles im Griff“ haben.
      Und wieviel das damit zu tun haben könnte, daß Putin in den seltenen Fällen, in denen jemand wagt, ihn zu fragen, „sag mal, Wladimir, wie war denn das nun wirklich mit 9/11, und warum …“ sehr, sehr unwirsch wird, um nicht zu sagen: böse.

    • Anonymous

      Moin TomGard, ‚Iwan der Schreckliche‘ ist die historische Zusammenfassung von vier unterschiedlichen Herrschern der Rus durch die geschichtsklitternde Romanov-Dynastie.
      Siehe: Fomenko et al. New chronology.

    • Gemeint war der „Iwan der Schreckliche“, der angeblich seinen Sohn wg. Widerworten erschlug und 1568-70 (wenn ich mich nicht irre) Krieg gegen die Osmanen um Asrachan führte. Vorher wie nachher wurde gedealt. Es handelt sich angeblich um das Jhd., in dem in Russland, ähnlich wie in Frankreich zur gleichen Zeit, eine zentralistische und absolutistische Herrschaft erpresst, erschlägert und erschlichen wurde.

    • Astrachan

    • Vielleicht ziehst Du die Zeit der Wirren, die nach Iwan IV. hereinbrach, dem Zentralismus vor. Ich wüsste nur nicht, weshalb man das tun sollte. Zumal der Zentralismus weder erpresst, noch erschlägert noch sonstwas wurde. Nehmen wir die beispielshalber die Republik Nowgorod, so war diese immer (ja, immer) dem Kiewer, dann dem von Wladimir, und schließlich dem Moskauer Großfürst formal unterstellt, bei aller Autonomie. Sobald die „Goldgürtel“, also die „Elite“ der Nowgoroder, sich auf der Suche nach „Schutz“ vor Moskau an den polnischen Jagiellonen wandten, wurden sie vom eigenen Volk überrupelt.

    • Russische Geschichte ist nicht mein Metier, apxwn, ich kam auf die Assoziation, die ich in die angegriffene rhetorische Figur kleidete, weil mir jener Iwan als eine Zentralfigur in der Entstehungsgeschichte eines nationalen Souveäns auf russischem Territorium bekannt war, und Triangolum bekennend das Prinzip nationaler Souveränität über jedes Kalkül gestellt hat, wie das nun mal überall in Europa zur Gestehungszeit der Nationen geschah, so daß jedermann in die Rolle der Nation an und für sich schlüpfen konnte: ‚Der Staat bin ich‘.

      Ich bin auch nicht so versessen auf Historiographie, daß ich eine ganz flüchtige Lektüre über die Syrienkriege des römischen Reiches ergänzt hätte. Aber das Wenige, was ich da erfuhr, trieb mir die Tränen in die Augen: Nichts Neues unter der Sonne, seit sie organisierte Sklaverei bescheint. So scheint mir Historiographie für kaum mehr, als rhetorische Metaphern zu taugen, die auch verzichtbar sind.

      Also: bitte streichen und den Rest der Bemerkung vielleicht mal zur Kenntnis nehmen.

    • Syrien hat 2000 Jahre Fremdherrschaft erlitten. Und? Wer ist noch da? Imperium Romanum? Parther? Perser? Seldschucken? Osmanen? Nein – wir, die Syrer.

    • „Wer ist noch da?“
      Niemand. Sie sind alle tot. Um so erkennbarer könnte es werden, daß Deine Rhetorik komplementär zur Rhetorik der Angreifer Syriens dazu beiträgt, untote Gespenster aus ihnen zu machen.

      Deshalb verschärfe ich meine voraus gegangenen, undeutlichen Bemerkungen:

      Es gibt keine Vergangenheit. Sofern Vergangenes gegenwärtig gemacht wird, handelt es sich um Gespenster – reale, durch das Geschichtsbewußtsein von Menschen hindurch handelnde Gespenster.
      Deshalb stellt das gewohnte Urteil über das Verhältnis von Mythos und Geschichtsschreibung das tat-sächliche Verhältnis auf den Kopf: Nicht die Tradition der Mythen ist abergläubisch, die Geschichtstradition ist es; mit ihren, wie ohne ihre religiösen Anteile.

    • Nobilitatis

      Ergänzend würde ich noch darauf hinweisen, dass „wir, die Syrer“ inzwischen sich als arabisch verstehende, arabischsprachige und überwiegend moslemische Menschen sind. Und ein Gentestprojekt würde wahrscheinlich noch viel größere „nichtsyrische“ Komponenten nachweisen.
      Ist übrigens bei einem germanischen Bauernsohn in xter Generation vermutlich ähnlich.

    • Anonymous

      Sorry aber Serbien hatte nie S-300 Systeme. Und von Bewegung bei Nacht auch keine rede, war nie nötig.

  • Anonymous

    Leider hatte Serbien keine S-300 Systeme, die Luft-Verteidigungswaffen Serbiens stammen alles aus den 60ern und 70ern.

  • Jörg

    Klasse Artikel
    !n der Tat: „Wenn Russland und Putin meinen, daß es irgendwas gewinnen kann bei einem Diktatfrieden wäre mir schleierhaft“. Daß das Gespann Putin-Medwedew die damalige libysche Regierung ‚mitverbellte‘ hat ihren nicht Freunde, sondern nur Verachtung eingebracht. Übrigens: Sogar Rosen haben Dornen – und wir lieben sie deswegen nicht weniger.

    Und Rußland braucht wegen der Einkreisungspolitik des US-israelischen Imperiums (einschließlich seiner rückgratlosen Vasallen – wie die BRD) unbedingt ‚Freunde‘. Dies weniger als Verteidigungs-Verbündete (da kommt ohnehin nur China in Frage), sondern gerade auch zur Absicherung GEGEN ATTAKEN DER WIRTSCHAFTLICHEN ISOLIERUNG.
    Denn lange vor einem – ohnehin unwahrscheinlichen – Kriegsszenarium („Szenario“ ist ein Modewort aus dem Englischen – im Deutschen heißt es „Szenarium“, Plural: „Szenarien“) käme der wirtschaftliche Boykottangriff durch das Imperium.
    Und hier gilt dasselbe wie für das Militärwesen: Richtig verstanden verfügt ein Staat über ein abschreckendes Verteidigungswesen – nicht um einen Krieg zu führen, sondern um einen solchen zu verhindern (der von den Yankees so geliebte „Clausewitz“, war übrigens zu Lebzeiten in Berlin gesellschaftlich isoliert und geradezu verpönt – weil er als abartig galt, und dies völlig zu Recht!).

    Dementsprechend muß das schlappe Putin–Medwedew-Tandem endlich auch(!) im inneren(!) die notwendigen Maßnahmen ergreifen:
    1.) Als erstes sollen die universitären Forschungs- und Lehrkräfte endlich besser bezahlt werden – um der permanenten Abwanderung talentierter russischer Kräfte entgegenzuwirken.
    2.) Es müssen ausreichende Depots für wirtschaftlich benötigte Stoffe eingerichtet werden.
    3.) Es müssen endlich eigene(!) russische Betriebe gegründet werden, um für einen nicht durch Wirtschaftsboykott unterbrechbaren Wirtschaftskreislauf zu sorgen.

    Gerade letzteres wäre eine großartige Gelegenheit, endlich einmal in Rußland STAATSBETRIEBE zu errichten. Denn Staatbetriebe sind für den Staat ein „Goldesel“! Außerdem befördern sie die Wissenschaft und sorgen für eine hochqualifizierte Ausbildung junger Kräfte (z. B. Metallverarbeitung, Produktionstechnik, Forschung usw.).
    Ja, in Rußland würde man wohl zusammenzucken, wenn man dies läse. Denn die Kommunisten konnten Staatsbetriebe so wenig führen wie die Liberalisten. Beide zerstören nur (obwohl die Militär- und Raumfahrtbetriebe der Sowjetunion sogar – trotz der Planwirtschaft – sicherlich wohl auch „Goldesel“ für die UdSSR waren. Dies nicht nur wegen Einnahmen aus Verkäufen, sondern auch wegen der Ausbildung junger Kräfte und der Beförderung von Forschung und Wissenschaft. Hinzu kommt der Aufschwung bei ‚andockenden‘ Zulieferbetrieben).

    In den 1960er Jahren waren der damals staatliche VW-Konzern und der damals staatliche Renaultkonzern sowohl für Deutschland wie für Frankreich jeweils „Goldesel“. „Käfer“ wie „Bully“ wurden in de USA zum Superrenner der jungen Leute dort. Und der Renault „R4“ war DAS Auto der jungen Leute in der BRD! Auch zu Zeiten des irren Kaiser Wilhelm II. lebte die Staatskasse in ganz erheblicher Weise von den Staatsbetrieben! Und technologisch waren gerade diese immer vorneweg! Ja, VW ruhte sich zu lange auf den Lorbeeren des antiquierten „Käfer“ aus (der Autotester Fritz B. Busch giftete deshalb damals völlig zu Recht gegen VW). Aber mit den „Golf“ kam doch gleich wieder ein Superrenner.

    Also: Genauso wie die Verteidigungskräfte nicht dazu da sind, Krieg zu führen, sondern um denselben zu vermeiden, ist auch die (weitestgehende) wirtschaftliche Autarkie nicht dazu da, um einen Wirtschafskrieg zu führen – sondern um eben diesen zu vermeiden!

    • Sehr gute Gedanken – ich hoffe, sie werden in Russland bedacht werden.

  • Manche Kommentare gewisser Blogger kann ich mir nur damit erklaeren, dass sie niemals Krieg erlebt haben und zudem sehr sicher sind, niemals Krieg erleben zu muessen. Anders ist der bodenlose, kaltschnaeuzige und ideologisierte Zynismus nicht begruendbar. Ich verzeihe Ihnen, TomGard, in guter islamischer Sitte, denn man soll den Ignoranten und Verblendeten ihre Dummheiten verzeihen.

    • Stimmt, Fatime, es ist leicht vorstellbar, daß mich eigene Kriegserlebnisse hindern könnten, politische, ökonomische und militärische Machtkalküle der Kriegführenden faktisch zu beurteilen, d. h. gemäß den Maßstäben, Zwecken und Kriterien, die sie setzen, weil sie die Machtmittel haben, das zu tun.
      Ich verlange auch nicht, dafür geliebt zu werden, daß ich die stummen und beredten Botschaften Herrschender zu dechriffieren und in einer Form zu überbringen suche, die sie „kaltschnäuzig“ aller Ideologie entkleidet, so daß – dies ist mein Ziel – ein berechnendes Für und Wider zu diesen Botschaften strikt auf die Anliegen und Zwecke des Urteilenden selbst verwiesen ist, und möglichst keine Berufungsinstanz in den Fakten selbst mehr auffindet. Denn das ist Ideologie: Urteile auf andere Urteile zu gründen, die als Urteile nicht erkannt sind.
      Ich bin leider oft nicht kaltschnäuzig genug, und lasse mich davon ärgern, gelegentlich auch in Wut bringen, wenn ich für die Botschaften geprügelt werde, die ich überbringe.
      Aber jetzt grad nicht :)

    • Was Sie „faktisch“ nennen , ist nur die Verschleierung puren Zynismus. Sie haben halt nie einen geliebten Menschen verloren durch Krieg / Terror verloren, so wie jeder Syrer. Ihre Unterstellungen gegen mich an frueherer Stelle (Shabibah) usw. sind durchaus herabwuerdigend von Ihnen insceniert, aber, was sagen sie? Dass ich mein Volk liebe? Das sich ein starkes syrien moechte? Nun, wenn DAS falsch ist, dann bin ich GERN falsch. Wenn das shabibah ist, bitte sehr…. Ich bemitleide Sie fuer die Kaelte, die in Ihrem Herzen sein muss.

    • „Was Sie „faktisch“ nennen , ist nur die Verschleierung puren Zynismus.“

      Wieso verschleiert? Es ist der Zynismus der Herrschaft. Nicht meiner, jedenfalls nicht meines Urteils. Allerdings, als ein der Herrschaft des Kapitals in D. Unterworfener habe ich Anteil an ihr, mein Wille ist dabei nicht gefragt. Zynismus des Urteilens pflegen Leute, die sich darüber belügen!

    • Nebenher: Ich habe ein Drittel meiner Familie durch Krieg verloren. Die meisten von ihnen durch den WKII. Ich zähle auch meinen Vater und meine Mutter dazu. Sie starben am WKIII, an den Folgen atomarer Verseuchung und Verstrahlung im Zuge der atomaren Bewaffnung.

    • Dann sollten Sie doch wissen, welches Leid Krieg anrichtet!! Umso schlimmer empfinde ich Ihren Zynismus, Ihre Kaltschaeuzigkeit gegen das leiden der Syrer. Ende der Debatte.

    • @Tom
      Weltkrieg 3??? Den gab es doch hier gar nicht? Wie kommen sie darauf, oder habe ich hier etwas missverstanden und sie meinen etwas anderes?

    • Der sogenannte „Kalte Krieg“ war ziemlich „heiß“. Nach unterschiedlicher Zählweise gehörten dazu 70 bis 100 Kriege bzw. größere kriegerische Unternehmungen. Die Bekanntesten sind die Indochinakriege (Korea, Vietnam, Kambodscha), die blutigen US-Interventionen in Südamerika (u.a. Kuba, Chile, Argentinien, Bolivien, Peru, Nicaragua) und Afghanistan. Auch die israelischen Kriege, vom Staatsgründungskrieg bis Jom Kippur sind mit Fug dazu zu zählen. Zahlreiche, wenn auch nicht alle Kriege in Afrika zählen dazu, am Klarsten in Angola und Mozambique.
      Die atomare Bewaffnung verstrahlte die gesamte Biosphäre, mit Auswirkungen, die die Biologen gerade erst zu ermessen beginnen – soweit man sie läßt. Auch die Katastrophen von Chernobyl und Fukushima sind mittelbare Auswirkungen der atomaren Bewaffnung, die zivile Atomtechnik ist eine Zweitverwertung der militärischen Nutzung, ohne Letztere hätte es die abenteuerliche technische Umsetzung, die zu den genannten Katastophen führte, schwerlich gegeben.

      Der 3. Weltkrieg wird also weiterhin Opfer fordern. Es sind etliche hundert Millionen.

    • Franz

      …redest du von „Krebs“?

    • @Tom
      Leider verstehe ich noch nicht so ganz.
      Wie kommen sie darauf, der 3.Weltkrieg fand nie statt. Warum denken sie also das es einen 3.Weltkrieg geben wird? Kommen sie aus der Zukunft oder haben kommende Ereignisse gesehen, aber sie reden ja oben so als ob sie den 3.WK selbst miterlebt hätten und als ob ein Atomkrieg stattfand? Ich hoffe sie Irren sich, hatte aber selbst bevor der Arabische Frühling kam so etwas wie einen Wachtraum/Vision, das mich in einem ähnlichen Kontext beängstigte.
      An sich denke ich an sich das von Atomwaffen eine große Gefahr für die Menschheit ausgeht und das wir sehr aufpassen müssen, das sich Diktaturen und sogenannte Gottesstaaten nicht Atomar Hochrüsten und das jene Demokratien die welche haben Abrüstung betreiben, da solche Waffen egal in welchen Händen sie sich befinden eine große Gefahr darstellen und wir alle von glück reden können, das es ein Kalter Krieg war.
      Auch denke ich das das starke Bevölkerungswachstum im arabisch, Afrikanischen Raum, die Risiken für Kriege dort verstärkt wie man an den Bürgerkriegen erkennen kann und von daher Aufklärung, Frauenrechte, Menschenrechte und Bildung besonders wichtig erscheinen, also eine Demokratisierung nach westlichen, etwa europäischen oder auch russischen Maßstäben, wo es ein normales Bevölkerungswachstum gibt. Gerade der Islam, der teilweise eine noch sehr altertümliche Vorstellung hat, sollte denke ich sehen, das die Frauen auch in Beruf als gleichwertig angenommen werden und ihre Talente nicht nur für die Familie genutzt werden, sondern eben auch Frauen in eher männlichen Berufen als normal angenommen werden und die selben Aufstiegschancen besitzen wie Männer.
      Von daher denke ich schon das eine gewisse Reformierung des Islams weg von der Vielfrauenehe, hin zu Menschenrechten und Gleichberechtigung von Mann und Frau von nöten ist und Themen wie Verhütung und Aufklärung, Familienplanung etc., in der Schule und Politik nahegelegt und auch religiös keine absoluten Tabuthemen sein dürfen.
      Ich weis nicht wie weit man da ist, doch vielleicht steht das ja in einem Zusammenhang mit ihren ich denke Ängsten vor einem 3.Weltkrieg, der womöglich wenn die Armut weiter zunimmt und der technologische Fortschritt nicht mehr schritthalten kann, also die Resourcen der Welt vielleicht zu neige gehen könnten.
      Kenne mich mit dem Thema leider nicht sonderlich aus und bin nicht belesen, doch denke ich das dies ein möglicher Grund für die Demokratisierung der Arabischen Welt gewesen sein könnte, da die Diktaturen keine Lösungen für diese Themen parat hatten und dies in dem Menschen einen tieferen Grund darstellten für eine selbstbestimmte Zukunft aufzustehen, ich weis es nicht.

      http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberbev%C3%B6lkerung
      http://de.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%B6lkerungsexplosion

  • Nebenbei was niedliches: seit ca. 3-5 Monaten rangiert der KATAR unter den Zugriffsquellen auf dieses Blog in den Top 5. Und es wird nicht weniger. Allein heute 10 Zugriffe von dort. :D

    • Franz

      Es ist für jeden Internetnutzer ein Leichtes, seine Herkunft zu verbergen. Viele machen das auch, man geht einfach über ein Webproxy. Für Sicherheitsleute natürlich noch einfacher.

      Man könnte glatt meinen da möchte jemand, dass Du darauf aufmerksam wirst

    • erstaunlich, wo der wahhabitische Emir dieser kleinen Insel doch stolz einst verkuendete, er habe nie mehr ein Buch ganz gelesen (bewusst) als den Koran? Und auch jenen hat er missverstanden….. Hoffen wir auf Erleuchtung der Leser von Qatar.

  • Anonymous

    apxwn, vermutlich sind das deutsche ex-geheimdienstler die sich am sonnigen roten meer einen angenehmen lebensabend gönnen.

    danke für diesen blog.

    Jule

  • Nichtglauber

    Hallo,

    obwohl ich hier seit sehr langer Zeit keine Comments mehr abgelegt habe, war ich immer ein regelmäßiger und eifriger Leser dieses Blogs. Alte „Sarsuristen“ (Enis, kaumi: seid gegrüßt) müssten mich noch kennen. War lange in einem Hasbarablog aktiv, aber das dauernde Kontern ermüdet und die dort vorherrschende Ignoranz macht stumpf.
    Wollte nur schreiben, dass dieser Blog wirklich was besonderes ist (war Sarsura auch, gibt es aber leider nicht mehr). Ich sollte es wissen, denn ich treibe mich oft aus Neugierde in Fremdblogs rum.
    Macht alle weiter, bitte. Selbst TomGard ist lesenswert (so weit man ihn versteht), wobei sein Tun und seine Botschaft darin zu liegen scheinen, verschrobene und nebulöse Theorien aufzustellen.

  • Jörg

    Die Süddeutsche Zeitung hat eine Seite von heute morgen gelöscht.
    Wenn ihr diese Suchseite eingebt, findet ihr noch den Hinweis auf die gelöschte Seite: http://de.search.yahoo.com/search?p=%22sueddeutsche.de%2Fpolitik%2Fbuergerkrieg-in-syrien-russland-liefert-hochmoderne-raketen%22&ei=UTF-8&fr=opera2
    … jetzt wird man aber sofort umgeschaltet.

    Da ich die Seite gespeichert hatte (aber nicht weiß, wo und wie man eine mht-Seite uploaded – etwa wie pdf-Dateien bei Directupload) hier der nackteText des Artikels:


    17. Mai 2013 07:38
    Bürgerkrieg in Syrien
    Russland liefert hochmoderne Raketen an Syrien
    Allen Warnungen zum Trotz hat Russland offenbar moderne Raketensysteme an Syrien verkauft. Die Schiffsabwehrraketen vom Typ „Yakhont“ erreichen Ziele in 300 Kilometer Entfernung – und könnten eine vom Westen ins Spiel gebrachte Flugverbotszone verhindern.

    Internationalen Warnungen zum Trotz soll Russland hochmoderne Raketen an Syrien geliefert haben. Wie die New York Times aus US-Behördenkreisen erfuhr, soll Syriens Machthaber Baschar al-Assad Schiffsabwehrraketen vom Typ „Yakhont“ erhalten haben.

    Anders als etwa die berüchtigten Scud-Raketen sollen die nun gelieferten Cruise Missiles mit einem leistungsfähigen Radar ausgestattet sein. Dadurch könnte das Waffensystem auch für den Westen zur Bedrohung werden. Immer wieder bringen westliche Politiker eine Flugverbotszone über Syrien ins Spiel. Die leistungsfähigen Abwehrraketen könnten Schiffe wirkungsvoll davon abhalten, vor der syrischen Küste zu kreuzen.

    Die Raketen sind etwa sieben Meter lang und werden aus Batterien abgefeuert, die aus vier Fahrzeugen bestehen. Laut New York Times haben die Geschosse eine Reichweite von fast 300 Kilometern.

    Sollte Russland die Waffen tatsächlich geliefert haben, würde das das Ausmaß der russischen Unterstützung für den Bürgerkriegsstaat erneut demonstrieren. Russland besitzt in der syrischen Küstenstadt Tartus eine Marinebasis.

    Syrien will auch Flugabwehrraketen
    Trotz Protesten plant Russland offenbar auch weiterhin, ein modernes Flugabwehrsystems an Syrien zu verkaufen. Das als sehr effektiv geltende russische S-300-Raketensystem würde Syriens Luftabwehr deutlich aufwerten. Ob der Verkauf kurz bevorsteht oder nur mittelfristig geplant ist, ist unklar.

    Der syrische Machthaber Baschar al-Assad bemüht sich seit Jahren um den Kauf des Abwehrsystems, das sich sowohl zur Bekämpfung von feindlichen Flugzeugen als auch von ballistischen Raketen einsetzen lässt. Westliche Staaten haben Russland wiederholt gedrängt, die Lieferung zu unterlassen. Das Abwehrsystem könnte im Fall einer internationalen Intervention in Syrien gegen ausländische Kampfflugzeuge zum Einsatz kommen und auch der Einrichtung einer Flugverbotszone im Weg stehen.
    Katar gibt Milliarden

    Wie die Financial Times meldet, engagiert sich auch der Wüstenstaat Katar in Syrien. Etwa drei Milliarden Dollar soll Katar in den vergangenen zwei Jahren an syrische Aufständische gezahlt haben.

    Damit ist das Land der größte Finanzier des syrischen Aufstands. Das Engagement in Syrien wird als Teil einer Strategie gesehen, in der Region an Einfluss zu gewinnen.

    • Kein Wunder ist die Kriegshetze verschwunden, es ist eine Ente!

      Schon am Morgen konnte mensch auf Ria lesen:
      „Ich verstehe nicht, warum die Massenmedien daraus eine Sensation machen“, sagte Lawrow am Freitag nach einer Unterredung mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Moskau. „Wir machen kein Hehl daraus, dass wir Waffen gemäß unterzeichneten Verträgen nach Syrien liefern. Dabei verstoßen wir weder gegen internationale Verträge noch gegen unser Exportkontrollgesetz, das eines der strengsten weltweit ist“.
      Damit kommentierte der russische Spitzendiplomat die neuerliche Meldung der Zeitung „New York Times“, dass Russland die syrische Armee mit neuartigen Schiffsabwehraketen ausgestattet habe. Wann die Raketen geliefert wurden, verriet die Zeitung nicht. Experten mutmaßen, dass es sich um Lieferungen handle, die noch vor Beginn des Bürgerkriegs erfolgt sind.

    • Er wurde gelöscht, weil der Redakteur bewiesen hat, von nichts eine Ahnung zu haben. Die Nachricht stammt aus dem Jahr 2011, man kann sie seither auf Wikipedia nachlesen:

      http://www.haaretz.com/news/middle-east/report-russia-delivers-supersonic-cruise-missiles-to-syria-1.399048

  • Apropos „verschroben“.

    Die NYT veröffentlichte heute einen Leitartikel zu Syrien. Das Schlußwort erhält der leitende Forschungsbeauftragte eines Institutes, das ich mehrfach erwähnt habe:

    “The only real outcome I see in the next 5 to 10 years is a series of cantons that agree to tactical cease-fires because they are tired of the bloodletting,” said Mr. Joseph Holliday, the analyst with the Institute for the Study of War. “That trajectory is in place, with or without Assad.

    Dies, und soweit ich nach einer raschen Lektüre übersehe, jeder weitere Punkt in diesem Artikel bestätigt, was ich in den letzten Tagen zur Lagebeurteilung, die der offiziellen russischen und amerikanischen Diplomatie und Politik zugrunde liegt geschrieben habe. Der einzige Punkt, der offen bleibt, scheint mir: Was genau hat Israel auf Damaskus abgefeuert? Waren es überhaupt nur israelische Projektile?
    Aber das ist auch nicht mehr wichtig, was immer da geschehen ist, hat seine Funktion erfüllt.

    Ich nehme hier also wenigstens NYT Leitartikel vorweg, das ist doch wenigstens etwas :)

    • Franz

      Sehr gut Tom. *Auf die Schulter klopf* :)

      Schön dass du noch menschliche Züge zeigst und das meine ich nicht ironisch.

  • Ich finde man sollte Assad nicht auch noch mit Luftabwehrwaffen versorgen, die sich ganz klar einzig gegen eine vielleicht nötig werdende Intervention richten, wenn Assad zu den Chemiewaffen greifen sollte wäre das Fatal. Das kann nicht in Russlands Sinn sein, gerade da womöglich die Regimeseite bereits vereizelt Chemiewaffen eingesetzt hat, wäre das womöglich schon ein Grund einzuschreiten.
    Für den Ernstfall sollte der Westen eine Schlagkräftige Antworten denn dann ist wirklich alles zu spät und Russland hätte mit der Luftabwehr dem Regime noch Sicherheiten gegeben.

    Hoffentlich nehen beide Seiten die Friedenskonferenz ernst und reden endlich miteinander, da gibt es sicher auf beiden Seiten gute Leute die für die jeweilige Seite sprechen können.

    Weis jemand etwas über die Streitereien Russlands und der USA ob der Iran an der Konferenz Teilnehmen darf/soll?
    Ich finde schon das man neben Katar und Saudi Arabien, die sicherlich auch teilnehmen den Korntrahenten Iran mit ins Boot holen soll um vielleicht leichter einen Kompromiss zu bekommen. Auf so einer Konferenz sollten sich alle Kriegsparteien aussprechen können, bin da eher auf Russlands Seite.
    Was meint ihr dazu, warum wird der Iran ausgeschlossen, steckt dahinter ein geopolitisches Manöver der USA oder kann man den Iran generell nicht für friedliche Lösungen gebrauchen, siehe Israel?

    • Ach je – auf welchem Planeten leben Sie denn?? Assad ist legitimer Praesident Syriens, und Syrien erlebt seit 2 Jahren einen Angriff, auch durch IHR LAND. Gehen Sie in sich und informieren Sie sich bitte, bevor Sie sich das naechte Mal so blamieren. Oder, als Hasbara-Troll outen! Gruesse aus Syrien.

    • Anonymous

      Markus Schmitt, als Deutscher sollte man sich erst mal dafür schämen, dass wir mittlerweile fünf U-Boote an die Israelis geliefert zu haben, die dort zu Trägersystemen für atomare Mittelstreckenraketen umgerüstet werden. Damit wird übrigens nicht nur der Nahe Osten potentiell nuklear bedroht, das ganz nebenbei.
      Wer allerdings so naiv Gut und Böse zu verorten weiß, der macht sich natürlich keine Sorgen!
      Mich stimmt das, was ich gerade in den Nachrichten lese, wieder ein bisschen optimistisch. Denn es knirscht doch hörbar in der Angriffsmaschine der Allianz. Wurde der Bogen überspannt? Hat man dem „russischen Bär“ zu viel zugemutet. Wie weit wird Russland gehen? Man betrachte mal die vielen Besuche in Moskau. Außerdem heute zahlreiche Mitteilungen über Militärpräsenz der RF im Mittelmeer (Zerstörer in Zypern, …).
      Wenn es keine „Balance of Power“ im Nahen Osten gibt, dann kehren nicht Freiheit und Demokratie dort ein, sondern ein jahrelanger barbarischer Religionskrieg, ähnlich wie ihn Deutschland im 30jährigen Krieg erlebt hat. Alle humanistischen Motive der „Freunde Syriens“ sind vorgeschoben, es geht lediglich um den Ausbau der eigenen Macht-Stellung auf Kosten anderer.
      Da lassen die Israelis, ein atomar bestücktes U-Boot nach dem nächsten vom Stapel und werden selbst ganz hysterisch, wenn ein Nachbarland sich moderne Flugabwehrraketen beschafft. Mit welch unterschiedlichem Maß muss man eigentlich messen, damit es unseren propagandaverblendeten Mitbürgern endlich auffällt?
      Joachim

    • Nobilitatis

      Falls Ihnen das noch nicht aufgefallen ist: Die Israelis lassen keine U-Boote vom Stapel. Die kriegen die nämlich vom deutschen Staat fast geschenkt. Lediglich die atomare Bewaffnung wird von uns noch nicht mitgeliefert.
      Und Einbrecher rechtfertigen sich meistens damit, dass es ihnen zu leicht gemacht wurde. Was würden die über effektive Sicherheitssysteme für eine Meinung vertreten? Da finde ich die Reaktion der Israelis durchaus verständlich. Warum greifen die ihre Nachbarländer immer wieder an? Weil Sie’s können.

    • Anonymous

      @Nobilitatis
      Schon klar, da hätte ich mein Posting nochmals vor dem Veröffentlichen durchlesen sollen, schreibe ja selbst dass die Dinger aus Deutschland sind. Ob man die Umrüstung auf einem Trockendock machen muss weiß ich nicht, um Klugscheißerei sollte es hier aber auch nicht gehen. Oder nicht?
      Joachim

    • fatime, es sind nicht meine tränen die in Syrien fliesen, ich kann mir nur vorstellen, was beide Seiten für ein Leid durchmachen müssen, tut mir Leid für die Opfer und für jene die einen geliebten Menschen verloren haben. Das für viele dieser über 70000 Toten und Opfer des Konfliktes, ihre Familienangehörige einfach keine Option mehr darin sehen, das Assad weiterregiert, das kann ich verstehen, dennoch gibt es für die Soldaten und für die Assadtreuen die dort sich für Assad und ihre Mitmenschen aufopferten Gründe an ihm festzuhalten, da sie eben selbiges durchmachen mussten und in Assad eine Zukunft sehen.
      Ich finde das eine Luftverteidigung die Syrien anstrebt zu errichten mit der Gefahr eingeht, das man sich in Sicherheit vor einer Intervention wiegt und weiter auf eine gewaltsame noch brutalere Lösung wie jetzt setzt, was beide Seiten nicht tun sollten, sondern endlich einen Waffenstillstand aushandeln.

      Ich hoffe für die Syrer, das die Syrienkonferenz bald zustande kommt und sich die Syrer trotz des Leids friedenswillig zeigen und aufhören gleiches mit gleichen zu vergelten und sich beide Seiten an einem Tisch setzen mit dem festen Ziel eine Lösung die für beide Seiten Schutz und Sicherheit bietet aus dem Konflikt hinauszugehen und das sich beide Seiten willig zeigen die nötigen Kompromisse dafür einzugehen, da im Grunde für diesen unsinnigen Krieg, wie es so gut wie jeder ist nur unschuldige Leiden müssen bei der viele auf beiden Seiten eine Schuld tragen und man es nicht an einzelne festmachen sollte. Wir damit meine ich die Syrer und alle auch die Außenstehende Länder und Personen die sich für irgend eine Seite einsetzen, tragen alle eine gewisse Mitschuld, das sich der Konflikt überhaupt erst so schlimm entwickel konnte und wir tragen alle eine Verantwortung dafür dem entgegenzuwirken und eine friedliche Lösung zu ermöglichen.
      Assad ist faktisch der legitime Präsident von Syrien, was man bei den Menschenrechtsverletzungen in Frage stellen kann, doch er bot ja wahlen an bei denen er sich am besten ausschließen sollte und vielleich besser eine beobachtende Rolle einnehmen, auch das Volk hat ein Recht darauf sich frei zu entwickeln und ihr Land selbst zu regieren, weshalb Assads anspruch das Volk nach 40Jahren Diktatur demokratisch weiterzuregieren denke ich ein zu hoher Anspruch ist, wenn Assad geht und dabei die alten Fünktionäre des Regimes an ihren Posten bleiben können auch Sicherheitsgarantien bekommen und in eine Demokratie ebenso mit eingebunden werden wie die Opposition wäre vielleicht am ehesten eine friedliche Lösung das ist zumindest meine Meinung.
      Sie haben nicht unrecht das auch Deutschland zum Teil Negativ auf dem Konflikt einwirkte und nicht genug getan hat um eine Bewaffnung von außen entgegenzuwirken und die syrischen Diplomaten in den Botschaften zu schnell entließ, doch man setzt sich hier auch ernsthaft für eine friedliche Lösung ein wie ich finde. Ich denke schon einigermaßen gut mich zu Informieren und finde eben das ein Waffenembargo für beide Seiten besser ist, als das man weiterhin beide Seiten beliefert und diese mit Luftabwehr etc. absichert die es normal nicht benötigt, für eine vielleicht nötig werdente Intervention die hier im Westen sicherlich niemand hier möchte, doch ein Flächenbrand der Region nur aufgrund das Assad bleiben will und mit allen Mitteln Kämpft, das kann niemand wollen. Gruß

    • @joachim
      da vertrete ich eine andere politische Meinung. Was die Atomuboote angeht, denke ich das sich Israel in einer schwierigen Lage im Nahen Osten befindet und und deren Existenz zum Teil in Frage gestellt wird, es will wie jeder Staat in Sicherheit und Frieden leben, weshalb man sich dort wohl auch Atomar Rüstete.
      Weder für die Palätineser noch für die Israelis ist dieser Konflikt gut, für beide Seiten ist eine friedliche Lösung längst überfällig damit das Leid aufhört, dabei nehmen Staaten wie der Iran, der über Syrien die Hisbola bewaffnet und so die Sicherheit in Israel gefährdet eine denkbar schlechte Rolle ein, der Iran könnte dort sein Verantwortung wahrnehmen indem es Waffenlieferungen unterbindet und von den Palästinenseren fordert Kompromisse hin zur einer Zweistaatenlösung einzugehen, ich kenne mich mit diesen Konflikt nicht besonders aus, da ich mich früher nicht mit Politik befaste, doch ich sehe auch das sich Israel Terroristischer Gewalt ausgesetzt sieht und die Gewalt und Aggression vor allem von den Palästinensern ausgeht was den Israelis das Recht auf Selbstverteidigung einräumt.
      Ob man diese U-Boote nun wirklich Atomar bestücken kann oder dies nur propagandistisch der Abschreckung dient und diese lediglich einen Atomaren-Antrieb zur Fortbewegung besitzen weis ich nicht. Wenn ja, denke ich das Israel ein Land ist das dies Abschreckpotential rein zur Abschreckung nutzen wird und für den Nahen Osten und dem Westen normalerweise keine Gefahr darstellt, aber Atomwaffen sind egal in welchen Händen diese sich befinden gefährlich und man ist nie sicher davor das diese Waffen in die falschen Hände geraten, weshalb man generell Abrüsten sollte Weltweit.
      Man kann finde ich den Israelis und den Palästinensern nur einen Frieden wünschen und das die Außenstehenden Mächte diesen ermöglichen statt den Hass zu schüren.
      Wenn man sich den Iran und sein Atomprogramm anschaut, was womöglich auf eine atomare Bewaffnung baut, würde das wie sie auch sagen in anderem Zusammenhang die Balance off Power die besteht in frage stellen und dabei die Gefahr besteht, das sich der Ganze Nahe Osten der aktueller Konfliktherd ist sich Atomar rüstet, was eine Gefahr für die Gesamte Welt vor einem Nuklearen Winter der unzählige Opfer schaft und einen 3.Weltkrieg beträchtlich erhöht meiner Meinung nach.
      Russland und Deutschland oder auch der Westen sind gute Partner und der Kalte Krieg sollte überstanden sein, unsere Länder verbindet auch die Religion stärker als es anderswo der Fall ist, weshalb ich denke das niemand in Russland oder im Westen vorhat irgendeinen Stellvertreterkrieg in Syrien zu veranstalten, nur eben gab es an der Herangehensweise an den Syrienkonflikt Differenzen, da womöglich der Westen etwas vorschnell und Russland etwas zu sachte mit dem Regime umgeht und ging. Eine gemeinsame Linie wäre sicherlich das beste für die Syrer und das man diesen Konflikt friedlich zu belegen versucht bei der keine unrealistischen Forderungen vom Westen und Russland gestellt werden damit die Syrer die für sich beste friedliche Lösung finden können. Gruß

    • Anonymous

      @Markus
      Eine ähnliche Meinung hatte ich auch mal, damals stritt ich mich öfters mit meinem Vater, der eine zunehmend israelkritische Haltung entwickelte. Mittlerweile habe ich sehr viel gelesen und muss gestehen, dass er in den meisten Punkten Recht hatt.
      Unser (deutscher) Blick auf Israel ist durch den Holocaust und unsere „Schutzmacht“ USA alles andere als objektiv. Oberflächlich betrachtet ist das kleine Israel eine scheinbar demokratische Oase umgeben von Diktaturen. Bei einer nüchternen Betrachtung der letzten Jahrzehnte gingen die meisten Aggressionen aber von Israel aus, es war nicht Opfer sondern Täter. Dass diese Aggressionen immer als Selbstverteidigung hingestellt wurden, verfängt leider bei vielen Deutschen mit ihrem Israel-Schutzreflex.
      Warum gestehst du nur Israel das Recht zu, ihren Staat zu verteidigen. Warum nicht dem Iran oder Syrien?
      Es scheint mir, dass unserer einseitigen proisraelischen (Springer-Presse ist hier ganz vorne dabei!) und proamerikanischen Presse auf den Leim gegangen bist.
      Gegen den Iran laufen seit Jahren Vorbereitungen den Staat militärisch zu „enthaupten“, das kann man in Strategiepapieren nachlesen die aus der Feder amerikanischer Think-Tanks stammen. Bei Bedarf kann ich dir Quellen nennen.
      Warum ist das in Ordnung?
      Joachim

    • Hat wieder jemand den naiven Troll gefüttert und nun ergiesst er seine Blähungen in Form von pseudoklerikalem Brei, damit er so erleichtert frisch denken/glauben/finden kann.

      Etwas was sich zu lesen lohnt:
      http://einarschlereth.blogspot.ch/2013/05/totaler-kollaps-mit-garantiertem-3.html#more
      Totaler Kollaps mit garantiertem 3. Weltkrieg – Russland warnt den Westen

      Sorcha Faal
      17. Mai 2013

      Ein düsterer Bericht vom russischen Außenministerium (MFA :Der Originalbericht auf Englisch) für Präsident Putin zur eben beendeten Konferenz des Arktik-Rates zwischen Außenminister Segej Lawrow und seinem US-Kollegen John Kerry warnt heute, dass Präsident Putin der russischen Armee befohlen hat, „sofort überzugehen“ vom Operationsstatus für lokal begrenzte Kriege zum Status für regionale Kriege und „vollständig vorbereitet zu sein“ für einen umfassenden Krieg, sollten die USA oder die EU in den syrischen Bürgerkrieg eingreifen.
      etc.
      Alles sehr erschütternd.

    • Hi,
      ich konnte weder bei den angegebenen Originalquellen vom MFA noch beim MOD eine derartige Verlautbarung lesen. Die einzige Quelle ist Sorcha Faal.

      Ich halte Toms Erklärung nach wie vor für die plausibelste. Leider.

      Gruß plancom

    • ISKANDER

      @Markus
      deine evangelikale Naivität kehrt wieder in deinen Beitrag zurück.
      Du musst mal bitte realisieren, das die Lieferungen von defensiven Verteidigungswaffen (S300 & Co)zur ABWEHR von Aggressionen absolut legitim und hochnotwendig sind.
      Was schwafelst du von: „…vielleicht notwendig werdende Intervention…“? Hat man dir den Kopf mit der Harke gebürstet?
      Wer schießt denn dreist mit Uranmunition in seiner Nachbarschaft herum, Assad oder die Zionisten?
      Und wenn Assad die Chemiewaffen einsetzen würde, so wäre auch das kein Grund dieses legitime Land mit einer Intervention anzugreifen.
      Du solltest endlich mal realisieren, was der Westen im Komplott mit den Golfparasiten und den Zionisten dort anrichtet. Diese Typen sind irre Verbrecher, Staatsterroristen und leben von der muwilligen Verdrehung von Opfern zu Tätern.
      Wenn du schon so lange hier mitlesen kannst, solltest du deinen Horizont soweit geöffnet haben, das dir dies grundsätzlich einleuchtet. Ich weiß nicht, was du noch brauchst um zu begreifen.
      Die Dümmlichkeit der Eia – Poppeia Gutmensch Borniertheit ist eine Beleidigung für all die Menschen in Syrien, welche sterben und leiden müssen. Ist dir klar, das der „christliche“ Westen sogar seine eigenen Kulturträger (Christen) in Syrien kalt kalkuliert ans Messer liefert? Hat dir dass in deinen „Kirchgängen“ niemand erklärt?
      Wach endlich auf!

    • @plancom
      Ich würde gern mal den originalen russischen Text sehen…
      So um sieben Ecken übersetzt ist so heikel wie die Bibel oder der Koran.
      Klar ist jedoch dass das russische Außenministerium die Lage schon lange eher düster beurteilt.
      Medwedew zur gespannten Lage mit dem Westen in einer Fernsehansprache ans Volk. Vom November 2011.
      Die Übersetzung ist von WisnewskiGerhard:
      http://www.youtube.com/watch?v=QSGnJc1avqk&list=PL40C2C112D2D79742&index=1

    • Richtig, es sind nicht IHRE Traenen, es sind unsere. Sie wollen uns aufzwingen, mit den MOERDERN unserer Kinder zu „verhandeln“? Worueber wuerden Sie verhandeln mit einem Einbrecher, der Ihre Tochter und Frau vergewaltigt und ermordet hat und nun Ihr Haus besetzt?? Ich bin erschuettert ueber so viel nackte und brutale Zynismus!

    • @Fatime
      also mein Beileid habt ihr schon längst, ich weis es zumindest was es bedeutet einen Schicksalsschlag in der Familie zu erleiden und habe im Angesicht dieser Gewalt in Syrien einen gewissen Herzschmerz manchmal, also es geht nicht an mir vorbei.
      Ein Problem sehe ich darin, das es eben auf Oppositionsseite auch Terroristen und Kriminelle gibt, die auf Zivilisten wahrscheinlich oft keine besondere Rücksicht nehmen und Rache üben, doch Fatime, die Mörder sind auch auf der Regierungsseite, diese haben mit ihrer schweren Bewaffnung ganze Stadtviertel der oft ohnehin schon ärmeren Schicht in Syrien zerstört und deren Familien, Kinder etc. im ähnlichen Maße zerrissen, also es verhandeln Mörder mit Mörder, das ist in jeden Krieg so und auch für Assad gab es Alternativen zum Krieg, sei es ein Rücktritt. Menschen wurden vom Regime auch gefoltert.
      Ich möchte hier nicht versuchen zu relativieren, doch es gibt unter den Oppositionellen auch noch einigermaßen gute Leute die wohl auch nicht freiwillig zu den Waffen griffen, die die Situation also nicht selbst zu verantworten haben, sondern in dieser misslichen Lage erst durch die unangemessenen Repressionen des Regimes und Waffenlieferungen gekommen sind und diese haben auch Familie, für die sie eine Zukunft brauchen.
      Also ich denke in dem Fall den sie Schildern würde es für mir auch nichts mehr zu verhandeln geben mit dem Täter selbst, doch ich würde dabei nicht auf alle schließen, es gibt in diesen relativ Sinnlosen Krieg wie es fast jeder ist, keine wirklich gute Seite und je länger dieser geführt wird umso größer ist der Schaden für alle, man kann das Regime auch nicht an einem Folterfall oder Massaker festmachen, denn dann gäbe es auch nichts mehr zu Verhandeln, doch ich denke schon das man mit Assad reden kann.
      Ob sie Verhandeln wollen ist sicherlich eure Sacht auch wenn ich es gern erzwingen würde und die der Syrer, Assad bot dabei erst kürzlich Verhandlungen an, die Oppositionsseite leider noch nicht, mit denen man wenn möglich mäßigend einreden sollte, damit sie sich darauf einlassen finde ich.
      Von daher ist jeder Verhandlungslösung, besser als ein Somalia, am einfachsten wäre, wenn die Opposition direkt mit Assad verhandeln, wenn es der gegenseitige Hass zulässt, oder das sonnst das mit anderen Regierungsvertretern gesprochen wird, beide Seiten müssen ein Verständnis für die Gegenseite bekommen. Ich sehe da kein Problem, doch wenn schon sie auf Regimeseite eine Verhandlungslose Meinung einnehmen, dann kann man es wohl auch von der Opposition vergessen. Vieles im Krieg spielt sich wohl erst in unseren Köpfen ab, dann werden es Worte und Taten der Täter, weshalb man als Außenstehender denke ich eine möglichst mäßigende Rolle einnehmen sollte und die Möglichkeit hat, anstatt Hass zu schüren, an Konfliktlösungen zu arbeiten.

      Ihre Schilderung kann man wahrscheinlich 1:1 für die Oppositionsseite übernehmen, die eine ähnliche Vorstellung von Assad und dem Regime hat. Man möchte dort auch nicht mit Assad verhandeln, weil man in ihm auch alles Böse festmacht, obwohl er vielleicht ein ernsthaft Verhandlungswilliger Mensch ist und zu ernsthaften Zugeständnissen bereit ist, wenn die Opposition es auch ihrerseits tut.

      Lange rede Kurzer Sinn.
      Ich sehe darin keinen Zynismus, denken nur das es nur Frieden geben kann, wenn wir alle versuchen darauf hin zu arbeiten und uns gedanklich etwas in die Gegenseite hineinversetzen.
      Was Verhandlungen angeht, denke ich sollte die USA zum beispiel den Rücktritt nicht zu Vorbedingung machen, sondern dies zu einem Inhalt und Ziel positiv verlaufender Gespräche machen und man sollte versuchen das man auch direkt mit Assad verhandelt, der die Vollmachen auch über seinen Rücktritt besitzt.

    • @iskander
      Ich stimme dir zu, das die Luftschläge Israels eine gewisse Aggression darstellten, wenn diese sich aber Tatsächlich gegen Waffenlieferungen an die Hisbollah richtete, dann habe ich zumindest ein gewisses Verständnis dafür, da sich Israel so präventiv schützt, wenn Assad diese Waffenlieferungen unterbindet wäre das der beste Schutz solche Angriffe die es anders wahrscheinlich nicht gäbe.

      Intervention? Ich denke das die Gefahr des Giftgaseinsatzes gegeben ist und dann fordert die Luftabwehr weitere Tote, von daher halte ich diese nicht für notwendig und für eine zu einseitig Parteinahme Russlands.
      Wenn Assad Gas einsetzt wird es ob wir es wollen oder nicht zu einen Militäreinsatz der Nato und USA kommen, ich weis nicht ob man da zuschauen kann und was für Möglichkeiten der Westen dagegen hätte.

      Warum sehen sie bei einem Giftgaseinsatz keinen Grund Syrien anzugreifen? Ich möchte nicht wissen wieviele Unschuldige dabei in Mitleidenschaft gezogen werden und ein Leben lang unter den körperlichen und geistigen Folgen eines solchen Einsatzes zu leiden hätten. Es wird schon genug Gründe geben, wieso dies international geächtet ist.

      Ich habe schon ein gewisses Verständnis das man die bewaffnete Opposition normal bekämpft, da der Armee wohl auch nichts anderes übrig bleibt, wenn die Opposition nicht an den Verhandlungstisch geht.

      Doch ich finde das Assad die Frage ob er selbst zu den Wahlen 2014 antritt, nicht in Voraus festlegen sollte, sondern Abhängig von einem positiven Verhandlungsverlauf machen sollte, so würde er die Opposition an den Verhandlungstisch bewegen und sich selbst aus der Gleichung nehmen, damit ein friedlicher demokratischer Übergang leichter von statten geht. Wieso nicht? Ob man so etwas von einem Langzeitdiktator wie Assad erwarten kann weis ich nicht.

      Wenn dies mit Sicherheitsgarantien des restlichen Regimes verbunden ist und das diese sich Demokratisch ebenso wie die Opposition beteiligen darf, könnte so etwas finde ich Teil einer Lösung sein die in allen ihren Interesse wäre. Für Assad wäre Syrien wahrscheinlich ohnehin kein sicherer Ort mehr.
      Ich hoffe nicht, das der Westen durch seine Partnerschaften, die Christen so ans Messer liefert und sehe schon auch was die Bewaffnung dort anrichtet hat, die aber eher nicht vom Westen direkt sondern von den verbündeten Golfstaaten ausgeht.

      Versuche mich da etwas besser in die Lage hineinzuversetzen und denke auch das man die Opposition zu stark als die alleinigen Opfer darstellte, was auch bei der Letzten Resolution der Fall war, man sieht wahrscheinlich absichtlich darüber hinweg sich sich unter der Opposition auch viele Kriminelle und Islamisten mischten das Morden mutwillig mit begonnen haben, Waffen lieferten und Sicherheitskräfte kaltblütig ermordeten. Ich denke ansonsten wäre es nicht so weit gekommen und das die Medien sich zu stark den zu einseitigen Berichten der Golfstaaten anschlossen. Die letzte Resolution soll anscheinend auch wieder etwas zu einseitig das Regime verurteilt haben, aufgrund schwerer Waffen..
      Ob man nun durch eine Handfeuerwaffe der Opposition oder eine normale schwere Waffe der Regierung umgebracht wird, das Ergebnis bleibt das gleiche, gut wenn man mit Scut-Raketen auf Wohngebiete feuert kann man das schon veruteilen, die Schäden an der Infrastruktur hat man auch durch einem Flugverbot oder Intervention von Außen wo man dann sicherlich auch nicht auf schwere Waffen verzichteten kann auch.

      Die Resolution sollte finde ich beide Seiten an den Verhandlungstisch zwingen und jene Seite verurteilen die sich weigert in diesem Fall die Opposition. Auch denke ich sollte Assad eine Teil-Schuld für die Massaker und Verbrechen und Folter seiner Leute in so einer angelastet werden und er aufgefordert werden sich für die nächste Wahlperiode als 2014 zu enthalten, wenn die Verhandlungen zu einen positiven und Machbaren Ergebnis für beide Seiten führen.
      Ich weis ja nicht ob dies möglich erscheint, doch vielleicht könnte man ja eher so an den Konflikt herangehen und beide Seiten zu einem Konstruktiven Handeln auffordern.

    • Enis

      @Markus
      Der Mann mit den Räubergeschichten..
      Da du offensichtlich die Geschichte um Adam und Eva verpasst hast; hier ein typisches Beispiel wie die Terroristen seit dem Anfang vorgingen und immer noch vorgehen. Die Zivilisten im paläst. Camp Yarmouk wollen gegen die eingedrungenen Terrorbanden protestieren (Datumangabe 15.5.13). Sieh mal wer da wieder schiesst? Die Kollegen deiner Regierung, im Form von Snipern. Zum Glück ist SkyNews vor Ort und kann berichten wer wirklich auf die Menschen schiesst. Dumm für den Kioskladen in London, denn der verliert somit die Möglichkeit deine ähnlichen Räubergeschichten zu verbreiten..

      http://www.youtube.com/watch?v=TtGjIjnIUQ8&list=UUPoU04CP9GF3bLYgPlvvZXQ&index=16

      Hier noch eine andere aktuelle Dokumentation mit Englischuntertitel um eine Spezialeinheit in diesem Camp. Die zwei Kommandanten mit dem Druzenschnurbart sind bei den Terroristen besonders gefürchtet. Diese besonderen Patrioten waren bereits in ganz Syrien unterwegs und sind wieder in Damaskus am Aufräumen. Besonders für dich ab min. 23.45 die zwei Tanten, damit du siehst was die Syrer selber von deinen Kollegen und ihren Mumien in Syrien denken..

      http://www.youtube.com/watch?v=OD7buvh4xsA

      Markus eine wirklich gut gemeinte Empfehlung; gib es einfach auf mit deinen Räubergeschichten. Deine Wiederholungen um den Rücktritt von Assad ist jetzt echt öd geworden. Vergiss es einfach.Punkt.

      Das entscheidet einzig und allein das wirkliche syrische Volk in der Mehrheit. Auf dem Feld skandiert diese bekanntlich „Shehid wallahe shehid, mangher Bashar mabanrid“..(Märtyer, bei Gott, Märytrer ausser den Bashar wollen wir keinen)

      Die Realität auf dem Boden ist anscheinend bei Dir noch nicht angekommen. Dabei reden wir seit mehr als 2 Jahren von der Syrischen Wahrheit…

    • Enis

      noch was..
      Homs wir in den nächsten Stunden bis wenigen Tagen endgültig zur bereinigten Zone deklariert.. Achtung um baldige Räubergeschichten um angebliche Massaker..

    • @enis
      Was sollen diese Anschuldigungen,“die Kollegen meiner Regierung“? Sie behaupten ernsthaft, das Deutsche dort das Feuer dort eröffnet haben?
      Zudem behauptete der Mann im Video, das die Leute von Saudi Arabien oder Katar oder irgendwoher kommen und keine Syrer sind, was man Glauben kann oder nicht, als ob das der Interviewte überhaupt selbst wissen kann ohne sich ins Schussfeld zu bewegen, Tatsachen sind meines Erachtens etwas anderes, sie sind wahrscheinlich der Propaganda längst auf dem Leim gegangen und in Syrien wahrscheilich bei der hohen Geheimdienstdichte vieles über Mund zu Mund Propaganda gehen und womöglich verschwinden Kritiker schnell in den Gefängnissen ähnlich wie bei es uns im Hittlerdeutschland war.
      Das andere Video zeigte ein paar Frauen an der Stelle die sie meinten, die Gefangene schlugen… Toll Enis das sie diese Sichtweise für den Konflikt aufbringen, ich finde die Rebellen auch alles andere als gut, doch was macht das Regime denn so viel besser? Damit meine ich die Ranghohen denen es einzig um ihre Macht geht.
      Stellen sie sich nur mal eines vor. Assads Armee geht in ihr Stadtviertel rein, zerstört alles mit Raketen und Artillerie und zerreist dann noch ein paar Familien, weil eben dabei auch noch ein paar Zivilisten und Unschuldige getroffen werden. Wie würden sie reagieren? Würden sie alles ohne Unterstützung von Staat wiederaufbauen und die kranken Pflegen, oder würden sie sich womöglich entscheiden zu den Waffen zu greifen? So wie ich sie kenne tippe ich auf das zweitere, aber bleiben sie nur Glücklich mit ihrem Verbrecher an der Spitze. Assad ist im Grunde eine Schande für alle Allawiten.
      Mal ernsthaft.
      Jetzt sind ca. 90000 Menschen gestorben 1.5Mio Flüchtlinge, wieviele Familien denken sie das durch die Syrische Armee zerrissen wurden, egal wer nun angefangen hat? Und denke sie tatsächlich das diese sich vorstellen können unter Assads Herrschaft weiterzuleben, bei der sie sich ohnehin benachteiligt fühlen werden. Für diese Menschen sind Sprüche wie „Außer Bashar wollen wir keinen“ blanker Hohn und Spot, das hat auch nichts mit Demokratie zu tun und ist reine Propaganda. Sie behaupten hier vielleicht die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Wenn Assad ein Märtyrer wäre würde er zurücktreten und würde seine Tyranei beenden.
      Sie benutzen auch Ausdrücke wie säubern“bereinigte Zone“, denken sie mit Homes ist es getan und wielange denken sie das es ohne einen friedlichen Kompromiss noch weitergeht und was von Syrien übrig bleib, wenn die Säuberungsaktionen abgeschlossen sind?
      Die Leute wollten fei anfangs nur Demokratie und sehen sie sich doch mal an was man daraus machte.
      Die Menschen wollen kein Diktat eines Diktators, die wollen vielleicht einfach nur in Frieden leben können ohne Rebellen und Armee die sich gegenseitig vernichten.

      Warum führt Assad denn von sich aus keine Volksbefragung also einen Volksentscheind durch, bei dem alle Syrer und Flüchtlinge teilnehmen dürfen, bei dem die schlichte Frage gestellt wird, ob Assad zu den Wahlen 2014 teilnehmen sollte oder nicht. Wenn dazu Internationale Wahlbeobachter eingeladen werden die sicherstellen, das dabei kein Betrug stattfindet, dann sollte das Ergebnis ja aufschlussreich genug sein um zu sehen, was die Syrer darüber denken, die nicht in den Propagandamedien auftauchen und wie sie sich ein Ende des Konfliktes vorstellen. Auch wenn Assad früher das Land zusammengehalten hat, denke ich kann er dies nach allem nun nicht mehr bewältigen. Enis Syrien besteht nicht nur aus einem Diktator und wenn man schon die Rangfolge hört, „Gott, Baschar, Syrien“ dann werden ja auch die Menschen dort unterwürfig gemacht, ich für meinen Teil habe gelernt, das für Gott alle Menschen gleich sind, weshalb als genießt Assad eine Sonderstellung und darf das alles machen ihres Erachtens?

    • @joachim
      Gut ich muss gestehen, das ich im Israelkonflikt nicht eingelesen bin und mich erst seit Syrien etwas genauer damit befasse, an sich denke ich aber das Palästina da als Kriegsverlierer die Forderungen zu hoch ansetzt und oft mit aggressiever Gewalt reagiert, was dem Konflikt und das Leid der Menschen dort nur verlängert. Man sollte sich eben die Verluste und den Ausgang der die Früheren Kriege brachten eingestehen, auf Israel zugehen und eben die Sicherheitsinteressen Israels aktzeptieren, die nötig sind den Konflikt zu belegen, bei einer Lösung wie etwa eine 2.Staatenlösung für die denke ich auch Deutschland ist, hat Palästina sicher viele Länder hinter sich.
      „Warum gestehst du nur Israel das Recht zu, ihren Staat zu verteidigen. Warum nicht dem Iran oder Syrien?“
      Israel wird ständig bedroht von Nachbarländern. Iran gar nicht, nein dieser mischt sich eher negativ in andere Länder ein, sei es Irak, Syrien oder anderwo und Syrien hat es vor allem mit seiner eigenen Bevölkerung zu tun, da gibt es denke ich schon große Unterschiede. Warum unterstützt der Iran, die Terroristen die gegen Israel sind, aber ist gegen jene Bewaffnete die Syrien zerstören? Das ist etwas zwiespältig wie ich finde. Der Iran wenn sagen würde, „Hör auf, du hast zu viel Blut an den Händen“ dann würde sich der Konflikt vielleicht lösen und Assad von seinen hohen Ross absteigen.

      „Gegen den Iran laufen seit Jahren Vorbereitungen den Staat militärisch zu „enthaupten“, das kann man in Strategiepapieren nachlesen die aus der Feder amerikanischer Think-Tanks stammen. Bei Bedarf kann ich dir Quellen nennen.
      Warum ist das in Ordnung?“
      Also das Vorbereitungen gegen dem Iran laufen glaube ich nicht wirklich, ich sehe das als reine Propaganda, damit der Iran mal merkt wie er mit Israel aggiert. Aufgrund seiner generellen antiwestlichen Haltung wird man den Iran klar als Geopolitischen Feind beurteilen und ihn als potentiellen Feind einstufen, aber das man sich auf so ein Abenteuer einlässt, wo man sich ja schon in Syrien militärisch zurückhält, das kann ich mir dann beim besten willen nicht denken. Vielleicht haben sie ja ein paar glaubwürdige Quellen, denke aber das dies eher einen verschwörungstheoretischen Hintergrund hat, was auf zufälligen Äußerungen von Politikern oder Medien beruht und so gezielt das Iranische Volk gegen dem Westen weiter aufbringen soll.
      In Syrien steht sich der schiitische Iran, dem Sunnitischen Saudiarabien und Katar gegenüber und es wird ein Stellvertreterkrieg aus den Demokratiebestreben die von allen Religionen gefordert wurde gemacht, indem man Assad an der Macht hält. Ich finde solche Kriege mit Religiösen Hauch kann man nicht unterstützen und wird dem Leid der Syrer nicht gerecht. Manchmal fragt man sich ob die Welt nicht langsam im 21.Jahrhundert angekommen ist und seine Religiosen Differenzen friedlich belegen kann.

    • Enis

      @Markus
      ich dachte, ich könnte ein letzter Verzweiflungsversuch starten dich in die Realität zurück zu holen. Aber du steckst in einem hoffnungslosen Tiefschlaf. Ich kann dich trösten, du bist nicht alleine.. Bitte nicht rassistisch verstehen, wir Araber haben religionsbedingt sehr viele wirklich strohdumme Menschen in unserem Kulturkreis, aber es tröstet mich zu sehen, dass in der westlichen Welt ebenso viele Fachidioten gibt. Fachlich vorbildlich, aber sobald einbisschen in komplexe sozial-, oder weltpolitische Angelegenheiten geht, völlig überfordert und unproduktiv.

      Aber jedem das seine. Ich will dich nicht bekehren. Denn für mich ist es ohnehin nur wichtig was die Leute in Syrien denken werden.

      Konferenz, Wahlen und alles Gerede hin oder her; auf dem Feld sieht es für die Syrische Arabische Armee rosig aus. Somit kann es nur ein Frieden zu unseren Konditionen kommen. Mag nach westlicher Überheblichkeit vorkommen. Aber nach 2 Jahren überwiegend richtiger Analysen der Geschehnisse und Berichte über die Syrische Wahrheit, dürfen wir einbisschen selbstsicher auftreten.

      Friede mit dir.
      Bashar mit uns.

    • Anonymous

      Dein Schlusssatz gefällt mir

    • @enis
      Entschuldigen sie enis, aber ich sehe das eben etwas anders. Was sie mit Tiefschlaf meinen, weis ich nicht. Auch ist mir etwas schleierhaft, was sie mit sozial und weltpolitischen Themen meinen.

      Was erhoffen sie sich denn, was die Menschen in Syrien denken sollen?

      Die Erfolge der syrischen Armee soll den Kämpfern ja gegönnt sein, doch Frieden besteht eben nicht nur aus nehmen, wenn sie das mit ihren eigenen Konditionen meinen, von daher denke ich das soziale Angelegenheiten an ihnen im Grunde vorbeigehen. Enis, nach zwei Jahren über 80000 Toten und Millionen Flüchtlinge, sollte sie auch etwas realistischer sehen, das Assad nicht der Gott/Satan Syriens bleiben kann langfristig zumindest, spätestens zu den Wahlen wissen wir mehr.
      Ihre Arroganz hat schon etwas, wenn die Verbrechen in Syrien aufgearbeitet werden, vielleicht zeigen sie den Opfern dann etwas mehr Respekt, aber ich denke sie gehören zu der unbelehrbaren Konsorte, denen es scheißegal ist auf welcher Art ihr Feind vernichtet wird, das haben Sekten wie die Ihrige wohl an sich wenn es um ihren Sektenführer geht. Bevor Assad sich an die Macht Putschte, konnte ihre Religion doch auch ihren Glauben friedlich ausüben, warum wenn ich fragen darf, braucht man einen Verbrecher wie Assad an der Spitze, gibt es da keine andern fähigen Alawiten? Hat das religiöse Gründe, oder ist das rein menschlicher Natur, worum geht es ihnen? Leute wie sie tun mir leid, von denen haben wir auch einige in Deutschland, die nennen sich hier Nazis, im Grunde Menschen die ihren Trieben freien lauf lassen, Ausländerfeindlich sind und auch vor Gewalt oft nicht zurückschrecken. Sie schätze ich da eher als den Schreibtischtäter ein. Ich denke sie haben nicht den blassesten schimmer, was das Leid für die Syrer egal auf welche Seite bedeutet.

      Friede sei mit dir.

    • Enis

      @markus
      Ich könnte wegen dir noch eine Doktararbeit schreiben.
      Wer hat all diese Toten und Millionen Flüchtlinge verursacht? Ich kenne deine Antwort im Voraus..
      Ich hab dir aber was gefunden. Stammt aus der Ecke deiner Informationsbeschaffung.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/krieg-in-syrien-aktivisten-berichten-von-mehr-als-94-000-toten-a-899841.html

      Ja, der offizielle Totenzähler in London Rami Abdel Markus bestätigt dummerweise, dass von den angeblichen 82’000 Toten, 41’000 Alawiten sind!!!
      Wieso kommt er erst jetzt mit diesen Zahlen heraus? Hat er das nicht vorher gewusst. Während ich doch bereits im Frühjahr 2011 über bewaffnete Überfälle auf gewisse Dörfer berichtete.. Oder begehen Alawiten vermehrt Selbstmord. Nein, nein, ich kenne deine Version; der mukhabarat und die Armee haben diese Menschen selber massakriert um die Schuld an die „Freiheitskämpfer“ zu werfen.
      Deine vorgeschlagene Aufarbeitung wird nichts anderes ergeben als ein systematisches Genozid an eine Minderheit mit der Unterstützung deiner Regierung und deiner naiven Einstellung.

      Aber hast Du gewusst, dass wir trotzdem einen Alawitischen Staat ablehnen?! Es geht uns vordergründig um den einheitlichen Syrischen Staat, der den Frieden und die wirkliche Freiheit aller Gemeinschaften garantierte! Das kann einzig und alleine die Syrische Arabische Armee und der demokratisch gewählte Präsident Bashar al Assad gewährleisten. Oder hast du jemals einen Diktator gesehen, der sich unbekümmert unter das Volk begibt, sein Auto selber fährt, die Kinder in eine gewöhniche Schule bringt usw.??

      Falls der Westen ihn als Diktator bezeichnet, dann haben wir unseren Diktator sehr lieb! Wo ist das Problem.

      Beim einten Punkt hast du aber wirklich recht. Es ist mir wirklich völlig gleichgültig unter welchen Umständen die barbarischen hirntoten Terroristen getötet werden. Persönlich hoffe ich immer, dass dieser langsam und sehr sehr schmerzhaft stattfindet. Die 72 Jungmänner müssen sie sich zuerst verdienen..

      Nazü? Ecklig, Nein Danke!
      Aber Shabbiha kannst du mich gerne nennen.

    • ISKANDER

      @enis
      ich denke jetzt auch, es ist zwecklos den Markus aufzuklären.
      Er verweigert sich permanent der Realität und versucht die Welt mit seiner Naivität zu sehen. Er verkörpert jene große Schicht der Menschen seines Kulturkreises, denen analytisches Denken aberzogen wurde. Deshalb schweigt die Mehrheit der westlichen Völker auch zu dem ungeheuerlichen Krieg in Syrien.
      Diesen Leuten ist nicht mehr zu helfen, sie machen sich durch Ignoranz und Naivität mitschuldig und zu billigen Werkzeugen der NWO.
      Gleich wird Markus wieder loslabern….
      Aber immerhin halte ich ihn nicht für einen bezahlten Störsender.

    • @enis
      ich habe es gelesen, habe aber einen gewissen Zweifel daren ob Alawiten in Syrien verfolgt werden, oder ob bei den Totenzahlen hier getrickst und manipuliert wurde. Vielleicht hat man Rami Abdel längst unter Druck gesetzt nur die für das Regime tragbaren Informationen rauszurücken.
      Von daher denke ich das die echte Totenzahl wahrscheinlich noch weit höher liegt und das 41.000 Alawiten darunter sind hört sich für mich unglaubwürdig an, da die Armee aus allen Religionen besteht, wäre dies ein klares Indiz für etnische Verfolgungen.
      Enis glaubst du das dieser Rami in London wirklich noch richtig informiert wird, oder das man ihn und seine Familie Informanten die er womöglich in Syrien hat, nicht auch schon bedroht hat?
      Wieso denkst du das er jetzt mit der Alawitenverfolgung der Oposition kommt und kann man das glauben?
      Von daher denke ich das Rami nur das berichtet, was er berichten darf und wenn etwa die anzahl der Toten schon bei 200000 liegt, wäre auch die Zahl 41000 die man womöglich auch nach oben hin drückte realistischer. Ich weis es nicht, habe aber schon seit längeren meinen Zweifel an die Beobachtungsstelle, nachdem man in Foren Publik dagegen machte und es plötzlich relativ ruhig wurde nachdem einige Meldungen über Kinder die in Brutkästen umkamen etc. durchgedrungen sind.
      Es ist sicher für das Regime ein Leichtes diese Menschen zu bedrohen, bei dieser Geheimdienstdichte.
      Was ist deine Version, würden sie für diese Zahlen die Hand ins Feuer legen?
      Aufarbeiten, wird diesen Konflikt ohne eine echte Gewaltenteilung und Demokratie nur schwer geben können, was denke ich derzeit noch nicht gegeben ist. Dies setzt für einen Frieden eine gewisse Straffreiheit für beide Seiten voraus und ich denke eben das es unter Assad nicht zu unabhängigen Untersuchungen kommen wird, die auch die Lage der Opposition respektiert, auch wenn es falsch war das diese sich entschloss zu den Waffen zu greifen.
      Ich weis das es ein muslimischer Staat wird, laut Verfassung, also muss ein Muslim Präsident sein, was für mich schon eine Vorauswahl und Richtungsweisend ist wohin die Reise geht, persönlich finde ich hätte man das nicht in der Verfassung festschreiben müssen da die Christen ohnehin eine Minderheit sind und es diese in Syrien schon länger als die Muslime in Syrien gibt, hätte man diese nicht auf dieser Art explizit ausschließen müssen. Oder würden sie respektieren wenn die Opposition behauptet das Assad ein Alawit ist also für diese kein Muslim und von daher laut Verfassung kein Präsident werden darf… Ich habe dafür kein Vertständniss, das schon in der Verfassung keine Gleichheit vorherrscht und gewisse Minderheiten benachteiligt werden.
      „Es geht uns vordergründig um den einheitlichen Syrischen Staat, der den Frieden und die wirkliche Freiheit aller Gemeinschaften garantierte!“
      Das kann man so zustimmen, doch einheitlich sollte nicht bedeuten, das alle westlichen Kräfte die für Menschenrechte oder Frieden und Nichteinmischung in gewisse Nachbarländer stehen, aus dieser Einheitlichkeit, die im Grunde aus Assads ehemaligen Diktatur besteht ausgeschlossen werden. Das wäre dann auch keine Demokratie wenn du mich fragst, das die Armee eine wichtige Rolle spielt den Frieden sicherzustellen, dem stimme ich zu, das man dafür aber Assad benötigt, das sollten sie vielleicht etwas genauer erklären.
      Enis du denkst wohl nicht selber das dies alles so gewöhnlich ist, sicher wird die Schule die seine Kinder besuchen unter strengsten Sicherheitsbedingungen stattfinden und das ein Diktater auch Auto fährt wenn es ihm beliebt und er damit Eindruck schinden kann wäre wohl nicht das erste mal.
      Ich denke Enis sie machen ihren persönlichen Lebensstand als shabbiha an ihm fest, und lieben ihn deshalb, da er auch ihre Sicherheit und Wohlstand garantiert, der unter einer neuen Regierung auf dem Spiel stehen könnte. An Assad allein würde ich das aber nicht festmachen, da Assad als Person relativ unbedeutend ist und sich eine Übergangsregierung auch aus Oppositions und Regierungsseite zusammensetzt.

    • Enis, ihre Gewaltfantasien sollten sie für sich behalten und sich auch im Geiste mäßigen. Ich denke nicht, das sie in die Hände von jemanden der ihre Gesinnung trägt fallen möchten und sie mit ihren Gewaltfantasien sicher zu keinem Konfliktende beitragen.
      Seien sie doch zufrieden, wenn die Armee einen einigermaßen ehrhaften Kampf führt, in dem Menschenrechte und Kriegsrecht so gut es geht eingehalten werden und man sich nicht wie sie durch ihre Äußerungen auf die verbale Stufe von echten Terroristen und Folterer begeben. Es gibt Gute und Schlechte Leute auf beiden Seiten und man sollte die Schlechten in ihren tun nicht noch wie sie es hier tun bestätigen.

    • Franz

      Bla Bla Bla? Bla Bla!

    • Ensi

      @Markus
      Deine These wonach Rami der Dieb in London plötzlich unter Druck gesetzt wurde reflektiert absolut deine Verwirrtheit und Peinlichkeit in der Syrischen Angelegenheit! Wahrscheinlich hat die Syrian Electronic Army seinen Rechner gehackt und Räubergeschichten platziert. Nein noch besser er ist ein getarnter Ausland-mukhabarat.

      Der syrische Staat hat bis anhin Konfessionen der getöteten Bürger stets verdeckt! Der Staat redet richtigerweise immer von syrischen Bürgern, aber wir wissen genau wer die Toten sind!

      Der Genozid fing bereits im Frühjahr 2011 an, als die wenigen christlichen und alawitischen Dörfer im Raum Daraa und Hama dem Erdboden gleich gemacht wurden. Im religiösen Rausch wurden Frauen vergewaltigt, Kinder und Greise geköpft und geschächtet. Schädel wurden auf Holzpfosten aufgehängt. Der Staat redete aber ständig nur von Taten der „Takfiris“. Jeder halbwegs intelligente Mensch weiss aber, was mit „Takfiris“ gemeint ist.

      Ich könnte dir stundenlang Beispiele nennen, habe aber weder die Lust noch die Geduld dazu.

      Die Geschichte wird uns recht sprechen!

    • Nobilitatis

      @Enis, Iskander und Co.:
      So sehr ich Ihre Einzelbeispiele und Begründungen für die Bedrohung von Alewiten und anderen Minderheiten nachvollziehen kann, so sehr möchte ich davor warnen, der Londoner Beobachtungsstelle für wasauchimmer durch Anerkennung von denen verbreiteter Informationen zuzustimmen. Wenn Sie jetzt deren ebenfalls äußerst zweifelhafte Zahl der getöteten Alawiten zitieren, weil die Ihnen in den Kram der Argumentation passt, tappen Sie in die Falle, denn dann gewinnen auch alle anderen von dort verbreiteten Informationen an Wert.
      Ohne solche Zitate verbleibt es, was es ist: Ein innerer Widerspruch zu allem, was sonst von dort verbreitet wurde.

    • @Ensi oder Enis
      Ich weis schon was sie mir sagen wollen, das der Kriegsgewinner die Geschichte schreibt.

      Ich denke das Rami sicherlich kein Auslands mukhabart oder wie auch immer ist. Nur denke ich, wenn man schon Folter an anderen prominenten Oppositionsführern womöglich anwendete, das auch dieser ein Dorn im Auge des syrischen Regimes war und diese eben alles daran setzten ihn Unglaubwürdig erscheinen zu lassen und womöglich unter Druck setzten. Er ist nachdem die Anhänger Assads seine Identität herausgefunden haben, sicher keine Unangreifbare Person mehr gewesen im Auge des Regimes und von daher wird man, wenn man ja selbst vor Folter nicht zurückschreckt, auch seine Informanten und anderes ausgespäht haben. Sie sollten das womöglich besser wissen als ich und was sie von Oppositionellen und Menschenrechten halten, das haben sie ja erst kund getan.
      Was Assad angeht, in einer Demokratie ist es wichtig für eine Entscheidung das Volk hinter sich zu haben. Da Assad nach diesem Krieg sich mit Sicherheit Hunderttausende Feinde gemacht hat, sei es nur Politisch, kann er kein Garant mehr für Frieden sein, selbst wenn er eine noch so gute Politik aufzuweisen hat, kann ich mir nicht vorstellen das er das syrische Volk noch zusammenhalten kann, seine blose Anwesenheit bedeutet womöglich, das dieser Konflikt nicht oder mit hohen Verlusten auf beiden Seiten gelöst werden kann.
      Von daher denke ich gibt es zu einem Verhandlungsfrieden durch die Konferenz die bald stattfinden soll keine Alternative und das dabei auch Assad auch in seiner militärisch stärkeren Position die nötigen Kompromisse für einen Frieden eingehen muss, was vorallem im Sinne der Syrer und nicht nur der bewaffneten Opposition ist.
      Ihre Träumerei, das Assad nach diesem Krieg in Syrien mit seinem Auto herumgondelt und seine Familie und Kinder nicht mehr in eine streng bewachte Schule schicken kann, entbehrt jeglicher Realitätsvorstellung.
      Auch für Assad wäre eine Exillösung eine Lösung in der er nicht einen ständigen Verfolgungswahn ausgesetzt wäre, Demokratie kann nicht nur daraus bestehen, das die Politiker vor ihrem Volk geschützt werden müssen, da sie Dreck am Stecken haben, sondern das eben diese vom Volk gewählt sind und möglichst keine Kriminelle Vorgeschichte aufweisen, damit das Volk in ihnen ihr Vertrauen legen kann und mit deren Sicherheit gewährleistet.
      Vielleicht wachen sie mal auf und aktzeptieren, das Assad ein Mensch wie jeder andere ist, den man in einer Demokratie keine Sonderrechte zugestehen kann.

    • Enis

      @Nobilitatis

      Dem Dönerladen in London werfe ich insofern gefakte zahlen vor, dass er Terroristen unter Zivilisten verpackt. So eine Sorte Döner-Box ganz scharf mit allem! Wenn er z.B. ständig eine Tagesbilanz zieht von 38 Toten Soldaten 45 Toten Zivilisten und 12 Rebellen, dann muss man nicht unbedingt intelligent sein um es analysieren zu können, dass auf die Dauer so eine Bilanz zu Lasten der Armee gar nicht aufgehen kann. Wo bitteschön verläuft bei diesen Ratten der Übergang von Zivilisten zu Kämpfern? Wer tötete diese angeblichen Zivilisten? Befanden sich Rebellen unter diesen Zivilisten? usw.usw.

      Vor einer Weile war Sevra Baklaci, eine aus Antakya stammende Nachrichtensprecherin im syrischen Staatsfernsehen, kurz zurück bei ihrer Familie. In mehreren Medienauftritten bekräftigte sie die systematischen Morde an die Alawiten mit folgenden Aussagen: „Es geschehen fürchterliche Dinge in Syrien, systematische Entführungen, Morde und Vergewaltigungen, ja es stimmt mich sehr traurig sagen zu müssen, dass es einen systematischen Völkermord an die Alawiten stattfindet, obwohl wir das in Syrien so nicht sagen können. Ich werde aus Syrien nicht zurückkehren bevor ich den Sieg des syrischen Volkes gesehen habe…“

      Ihre Erzählungen decken sich mit all dem was man sonst direkt aus dieser Gemeinschaft mitbekommt.

      Trotz allem ich will mich über dieses heikle Thema möglichst wenig äussern. Ich bin auch dafür, dass man keine Konfessionsdiskussionen anfängt. Das ist eben das Ziel der Menschenmörder. Es findet ein Kampf zwischen dem syrischen Volk und extremistischen Terroristen statt. So muss es auch bezeichnet werden.

      Nur gemeinsam können wir gegen diesen Teufel gewinnen. Das syrische Volk ist weise genug diese Spielchen zu durchschauen.

      @Markus
      Typisch westliche Manier.
      Chaos und Unruhe stiften und danach behaupten dieser Diktator werde niemals mehr ohne Bewachung leben. Wetten dass es anders wird? Mit Syrien haben sich bereits viele „demokratische“ Führer kläglich verkalkuliert. Möchtegern Nahostexperten schon gar nicht dazu gerechnet.

      Nach Gott kommt Bashar, er ist der neue Gesandte Gottes! Und wir werden diesen Mann bis aller Ewigkeit lieben, egal wie die Geschichte ausgeht.

    • Nobilitatis

      musste kein Genie sein, um vorher zu wissen, dass diese Art von regime change in Syrien nicht funktioniert. Man musste lediglich ein wenig Kenntnis haben über die Verhältnisse in Syrien und ein wenig vorausschauendes Denken. Ich unterstelle jetzt mal, dass dies bei den einschlägigen Strategen vorhanden war. Ergo war und ist das Ziel bezüglich Syrien die Zerstörung des Landes zwecks Schwächung. Dieses Ziel wurde jetzt schon erreicht. Vielleicht war das zweite Ziel auch eine Schwächung der dschihadistischen Bewegungen durch größtmögliche Vernichtung von deren Basis? Und eine möglichst plastische Offenlegung dessen, was diese bezwecken in der islamischen Welt?
      Das syrische Volk kann das Spielchen durchschauen, es ist dennoch gezwungen mitzuspielen.

    • @enis
      Einerseits Kritisieren und schlüsseln sie die Opferzahlen so auf, das Zivilisten bewaffnete Terroristen sein müssen, andererseits bestehen sie darauf, das die Aussage das die Hälfte der Opfer Alawiten sind und ein Völkermord stattfand, vorsuchen sie zu Propagandieren.
      Ich denke es ist schlimm genug wenn an der Konfensionellen Linie Gewalt statt findet und man muss da als Außenstehender nicht zu solchen Übertreibungen neigen, denn im Grunde stachelt man so die Leute nur weiter gegeneinander auf ohne die Fakten zu kennen.
      Auch das sie von Ratten sprechen finde ich Kacke wenn sie hier eine ernsthafte Diskussion führen wollen.
      Sie behaupten das ein Kampf zwischen den Syrischen Volk und Terroristen stattfindet. In Wahrheit ist es einerseits ein Stellvertreterkrieg, des Irans und Arabischen Ländern, andererseits ein Kampf der syrischen Armee und Assad gegen Rebellen, Extremisten und Terroristen, der im Grunde nur friedlich noch belegt werden kann indem beide Seiten versuchen aufeinander zuzugehen und sich nicht weiter voneinander entfernen. Das Syrische Volk das wahrscheinlich nur Ruhe und Frieden will, sollte vielleicht entgegen der Propaganda versuchen eine Vermittelnde und schlichtende Rolle einzunehmen und nicht wie sie denken, sich am Kriegsgeschehen auch noch irgendwie Teilzunehmen, finde ich.

      Gegen welchen Teufel wollen sie Gewinnen wenn ich fragen darf? Es wäre besser sich für Frieden zu angachieren als sich weiter Feinde zu machen.

      Westliche Manier? Gut ich bin kein Araber, auch finde ich das Amerika vieles im Nahen Osten falsch machte und daheim selbst mit den Waffengesetz, Todesstrafe und anderen nicht gerade das beste westliche Vorbild ist. Als Deutscher gefällt mir mein Land und Europa.
      Was Chaos und Unruhen betrift, sollten sie mir vielleicht näher erklären worauf sie hinauswollen? Deutschland beliefert keine Rebellen und wenn sie mit ihren Hassausdrücken hier nicht ständig eine Finger in die Wunden der oppositionellen Opfer legen würden und Hass schüren, wäre auch einigen geholfen, denn genau das macht diesen Konflikt aus.
      Sicher bin ich auch nicht ganz unschuldig, dann würde ich einfach die Klappe halten, denn wenn man nichts macht, dann macht man auch keine Fehler, aber ich denke nicht das mit ihrer radikalen Sichtweise ein Frieden möglich ist oder sie für viele friedlebende Alawiten sprechen können. In meinen Augen sind sie ein Lautsprecher des Regimes der so manche Missstände aufzeigt, die diesen Konflikt ausmachen und denken aus ihren militärischen Geist, das mit Gewalt, Vernichtung etc. eine Lösung zu erreichen wäre. Meinen sie wohl danach wenn Homs gesäubert ist und die Menschen fast alles inclusive Gesundheit dort verloren haben, kann Assad mit dem Cabrio durch Homs schlendern als ob nichts gewesen wäre? Da kann ich ihnen Brief und Siegel geben, das er den Hass den er in den Herzen dieser Menschen erzeugte nicht einfach wieder losbringt! Sie wissen wahrscheinlich nicht was das Leid für die Menschen bedeutet!! Das man sich verkalkulierte und nun alle schlechte Prognosen eintraten ich denke darauf ist man sicher nicht stolz, doch wenn Assad zurückgetreten wäre würde jetzt Frieden herrschen.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Markus, verzieh dich mit deinem klerikalen Dünnschiss!
      Christus wird Mohammed richten?
      Assad ein religiöser Führer?
      Spinnst du nun vollends?

    • Franz

      Ich denke auch, es reicht langsam. Du darfst hier Deinen Müll abladen, das müssen wir wohl hinnehmen. Aber Involvierten wie z.B.Enis, vorzuhalten Sie wissen nicht was Leid ist und „scheissen auf die Syrer“ halte ich für abartig. Was weißt Du denn über die Familie eines Enis? Was erlaubst Du Dir zu urteilen aus deinem kleinen Dreher-Universum.

      Hier will keiner mit Dir diskutieren. Die Blogleser können dich kaum ertragen. Schreib also Deine gequirlte Dreher-Scheisse hier nieder, aber lass die Leute in Ruhe!

    • Enis

      @Markus
      Ich ziehe alle meine spirituellen Kräfte zusammen um dich zu verstehen. Ich glaube in dich einen Hochdemokraten erkannt zu haben, der sich jedoch nicht schlüssig ist, wie Demokratie funktionieren soll. Einerseits plapperst Du von irgendwelchen demokratischen Prinzipien, wonach das syrische Volk über das eigene Schicksal entscheiden soll, im gleichen Kontext stellst Du aber die Bedingung Assad solle zurücktreten?! Kannst Du mir dein Demokratieverständnis näher bringen??? Du plapperst genau gleich wie dein Aussenminister, der zu wissen glaubt, dass das syrische Volk seinen Präsidenten nicht will und dieser seine Legitimität verloren hatte. Entschuldige, aber exakt ausgedruckt ist dieses Verhalten nichts anderes als Scheisse! Angenommen Assad wäre wirklich ein Diktator, Kindermörder und Volksschächter, es fänden Wahlen statt und das syrische Volk würde ihn trotzdem wählen, würde dein Aussenminister den Arsch hinhalten? Wenn eures System so superdemokratisch ist, woher weiss deine Regierung was das deutsche Volk wirklich über die Syrienpolitik denkt?? Welches Volk in Europa hat mitentscheiden dürfen, als dem syrischen Volk durch zynisches Embargo die nötigsten Grundnahrungsmittel vorenthalten werden. Was ist das für ein zynisches Armutszeugnis? Demokratie Placebo fürs Volk!

      Übrigens auf die Konfessionsdiskussionen lasse ich mich nicht ein. Das ist ohnehin eine gewollte These der Terroristen um das syrische Volk zu spalten. Wieso soll ich wegen meiner Konfession an Assad hängen, der ohnehin für uns nichts Privilegiertes gebracht hat? Oder ist es eben genau wegen dem, dass er keine sektiererischen Visionen hat, das ihn so beliebt macht?! Er ist ein Symbol für die syrische Einheit! Wer in Syrien religiös politisieren will, wird das niemals machen können! Diese Leute werden ohnehin von den Wahlen ausgeschlossen! Die kannst Du gerne in deinem Land aufnehmen!

    • Anonymous

      @Badx Madurskli
      Ich wollte nur mal so sagen das ich generell gegen die Gewalt auf beiden Seiten und allgemein den Krieg ablehne. In Libyen war ich für eine Intervention, da Gaddafi wie Assad mit blutiger Gewalt vorgegangen ist.
      Ja, ich glaube, das Christus auch über Mohammed richten wird und man ihn an den Taten der Islamisten messen wird.
      Assad ist ja laut Enis der Gesandte Gottes, wenn er das ist, dann würde er sich nicht in den Mittelpunkt in Syrien stellen die Friedenskonferenz zu einem positiven Ausgang verhelfen und ins Exil gehen.
      Ich denke für die Alawiten ist Assad so etwas wie ein religiöser Führer und zusätzlich ist er politischer Führer, er macht sich also Gottgleich und darf in Syrien machen was er will, obwohl dies auch eine Lästerung darstellt und den Satan irgendwo definiert, ebenso denke ich das Mohamed mit dem Satan einen Bund eingegangen ist und sich über Christus stellte, man sieht es ja mit der Scharia und anderer religiöser Gewalt die von diesen Menschen und vom Koran ausgeht, wie man auf die Worte Jesus ignorierte und nichteinmal anerkannte, das er gekreuzigt wurde, was ja mehr als oft genug belegt sein sollte durch alle vier Evangelisten.
      Sie können mich ruhig als Spinner bezeichnen.

      Ich hatte dies Gotteserlebniss im Gottesdienst, was mir nahelegte das ich Josef bin. Nicht nur das, selbst das Wetter richtet sich meines erachtens nach mich. Dies belegte das es einmal in meinem Radio geheisen hat, „Was Schnee!“ und dann schneite es an den nächsten Tagen in einer warmen Jahreszeit. Selbst die großen Temperaturschwankungen die es zurzeit hier in DE gibt hängen meines erachtens damit zusammen.
      Vor ein paar Tagen kam etwas geschichtliches in meinem Radio, was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, das dies ein überspringen eines anderen Radiokanals gewesen sein kann, hab leider nicht alles genau mitbekommen und bin Geschichtlich nicht gerade so auf der Höhe, doch es hies ausschnittsweise in etwa, das Russland Breitspurgleise, oder Wagons für den Panzertransport herstellt oder das dies der Fall ist und das Hitler, Himler persönlich dazu angewies Propaganda gegen Russland zu machen. Mehr hab ich da leider auch nicht mitbekommen.
      Ich denke nach allem was ich erlebt habe, das es theoretisch möglich ist, das ich Gott „Vater“ bin und finde es eine Schweinerei, wenn mich Enis als wiederholt als Satan bezeichnet ohne mich überhaupt zu kennen. Ich Teile nicht die Gewaltsucht der Islamisten und möchte eigentlich nur das Frieden herrscht.
      Auch habe ich meines nach meinen Wissen per Mail den Heiligen Krieg in Libyen zum Schutz der Zivilbevölkerung und im Namen der Menschenrechte erklärt, worauf es zu einer UN Resolution im Sicherheitsrat und der Intervention gekommen ist. Auch habe ich explizit erwähnt das es in Syrien nicht so weit kommen soll, aber zu jener Zeit war das dort noch nicht ausgebrochen.
      Ihr könnt zwar jetzt sagen das ich spinne, da ich wirklich schlimmstes durchlebt zu dieser Zeit habe, aber ich finde es nuneinmal ein Verbrechen, das die Syrer Verfolgt werden und Krieg herrscht, da ein Diktator nicht zurücktritt und keine Kompromisse eingeht, wie schon Gaddafi es zuvor machte und das Staaten wie Iran und Russland das decken und ebenso finde ich es falsch das Katar und Saudi Arabien auf Waffenlierferungen drangen und diese lieferten, obwohl ja klar sein sollte das dies das Leid verschärft, gerade in Syrien wo die Opposition chancenlos ist und nie zu den Waffen hätte greifen dürfen, wie es schon in Libyen der Fall war. Assad mag politisch ein guter Mann sein, aber es hängt nicht der ganze Staat und die Stabilität von ihm ab, seine Politik können andere Politiker des Regimes genauso fortführen, er hat aber zu viel Blut an den Händen um weiterzuregieren zu können und das Land zu befrieden selbst wenn er politisch eine gute Alternative ist, spielt es wohl keine große Rolle ob man nun bei einem Frieden mit der Opposition Assad oder seine Partei wählt, wenn er ins Exil geht. Ich weis wirklich nicht wofür man Assad braucht, außer für die Politik die im Grunde gegen mir gerichtet ist.

    • Anonymous

      Mit der Politik meine ich natürlich die Antiisraelische und Antiwestliche Politik, die sich gegen meienem Kulturkreis richtet.
      Menschenrechte dagegen denke ich sind im Sinne aller Menschen in Syrien, was wohl auch das Ziel Assads ist, der ja zu Beginn des Konfliktes sagte er sein ein Europäer.
      Warum hört er dann nicht auf die Europapolitik und Tritt unter einen Positiven Verhandlungsausgang für Beide Seiten zurück, ich denke da würde er seinem Land mehr Helfen als an der Macht festzuhalten.
      gruß Markus

    • Enis

      @markus

      Wieso müsst ihr das entscheiden, ob er zurücktreten soll oder nicht???
      Von wo habt ihr euch das Recht geraubt?? Vom syrischen Volk? Ja, dann lässt doch die entscheiden, ob er antreten soll, oder nicht. Nach deiner Ideologie ist doch Wahlrecht ein grundlegendes Menschenrecht??! Welcher Sekte gehörst Du denn?

      Ich habe es auf eine sanfte Art versucht, sollte es nicht geklappt haben kann ich auch deutlicher werden.

    • Franz

      Bruder Josef oder Gott Vater oder Heiliger Markus..

      der, nachdem sich das Wetter richet,
      der, den heiligen Krieg per Mail einleutete
      der, der die Russen auf H0 Gleisen anfahren sieht
      Unglaublich…und dich lässt man an eine Drehmaschine?

    • @Franz
      Ich habe hier nur mein Erlebtes geschildert. Lass mich einfach in Ruhe mit deinen Kommentaren, ich bin auch kein Heiliger sondern eben ein Mensch mit allen Fehlern die dazugehören. Dennoch habe ich dies außergewöhnlichen Erlebnisse gehabt und denke hier so gut es geht die Hintergründe zu schildern.
      Übrigens denke ich das die Russen sich schon vorbildlich verhalten indem sie Verhandlungen einforderten, nur eben haben diese gleichzeitig auch Assad mit im Amt gehalten.

      @Enis
      Die Sache ist, das er Blut an den Händen hat. Ich habe von niemanden dieses Recht und sehe das als menschliche Forderung, doch was hat er den für Sonderrechte für den Bürgerkrieg angeklagt werden zu müssen und stattdessen als Präsident anzutreten? Enis ich habe nichts gegen Assad und wenn es nach mir geht, dann könnte er ruhig zu den Wahlen antreten, doch wie wollen das die Syrer aktzeptieren, die sich auf diesen Kampf bereits eingelassen haben oder Opfer dessen geworden sind? Wenn sie außer bedingungslose Kapitulation keine Antwort parat haben, dann ist das sicher keine Demokratische sondern eine Autoritäre herangehensweise, was automatisch zu einer Ausweitung des Konfliktes führt.
      Der Krieg wird ohne einen Rücktritt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht enden. Ich erwarte nicht das Assad einfach so aufgibt, doch er könnte seinen Rücktritt von den Ausgang der Verhandlungen abhängig machen, so die Opposition an den Verhandlungstisch mit ihm zwingen. Ich denke wenn jetzt keine Lösung gefunden wird herrscht bis 2014 zu den Wahlen ein grausamer Krieg und selbst danach, gerade wenn Assad nicht zurücktritt, da er ja Medion, Militär und Geheimdienst auf seiner Seite hat, ist es wenig wahrscheinlich ob die Syrer dann wenn sie ihn wiederwählen sollten, so schnell wieder in Frieden leben. Wahlrecht ist ein Menschenrecht, aber wenn Angela Merkel eine Mörderin wäre, dann würde sie wahrscheinlich aufgrund ihrer verbrechen vom Demokratischen System ausgeschlossen. Assad sieht sich vielleicht nicht als Mörder aber nichts anderes ist es wenn man so einen Bürgerkrieg führt, der auch die Schwächsten im Land trifft, als ob es nicht genügend Menschen in Syrien gibt die Assads Meinung für ihn vertreten könnten. Ich gehöre zu keiner Sekte, doch wenn man Assads bleiben an der Macht als religiöses Muss betrachtet, dann hat man denke ich auch nicht viel von der Religion verstanden.

    • „Einerseits plapperst Du von irgendwelchen demokratischen Prinzipien, wonach das syrische Volk über das eigene Schicksal entscheiden soll, im gleichen Kontext stellst Du aber die Bedingung Assad solle zurücktreten?! Kannst Du mir dein Demokratieverständnis näher bringen??? „
      Demokratie bedeutet auch keinen Dreck am Stecken zu haben, so einfach ist das. Wulf und Guttenberg haben etwa Kleinigkeiten falsch gemacht und mussten trotz das sie Demokratisch Gewählt waren und das Recht hatten das Volk zu Vertreten gehen. Warum denken sie war das so? Assad wirft man dagegen Mord und Folter vor, täglich sterben Junge Leute die ihr Leben noch vor sich haben in Syrien, Kinder Frauen, alles ist dabei. Diese Menschen haben aber ihres Erachtens wohl kein Recht auf Leben, da sie Assads Machtposition und Wahlrecht darübersetzen. Das ist finde ich Unmenschlich, wenn das gleichsam bedeutet die Chancen einer Friedlichen geringfügig gerechten Lösung sind gleich NULL. Enis, wenn es darum geht was richtig und Gerecht wäre, dann müsste die Nato Reingehen, das ganze Regime platt machen und eine Demokratie auf nichts Gründen, da dies aber auch viel weiteres Leid kostet muss man sich Assads Bedingungen stellen, die er zu selbstgerecht für sich Auslegt ohne ein Verständnis für die Beweggründe der Opposition aufzubringen und ohne die unschuldigen Zivilen Opfer die durch sein Handeln entstehen, nur weil er im Rampenlicht stehen will und sich in der Rolle des Käpitäns sieht der mit den Schiff untergeht wenn es sein muss. Warum also Fährt Assad nicht in die Werft steigt ab und überlässt es dem Gesamten Syrischen Volk die Probleme zu lösen, dafür aber friedlich, da mit ihm nach 100000 Opfern eben kein Frieden mehr zu machen ist. Er wäre dann vielleicht ein Märtyer ich weis es nicht, zumindest wäre er ein Besserer Mensch, als wenn er diesen Konflikt ausweitet.
      Ich denke wie jeder andere schon das Recht zu haben so eine friedliche Lösung zu Fordern und halte das für Logisch, das in Syrien Saudi Arabien Katar, Russland und Iran auch irgendwie gegeneinander Mitmischen ist mir klar und würde Assad vielleicht militärisch das Recht geben zu Kämpfen, menschlich hat er es eben doch nicht.

    • Franz

      Ich habe hier nur mein Erlebtes geschildert. Lass mich einfach in Ruhe mit deinen Kommentaren, ich bin auch kein Heiliger sondern eben ein Mensch mit allen Fehlern die dazugehören.

      Wegen meiner kannst Du auch mit Tom Rotkohl auf dem Mars ernten und darüber berichten. Schreib was Du möchtest nur bedenke Folgendes:

      – Keine Diffamierung/Unterstellung/Beleidigung/Trolling

      Ich für meinen Teil bin dem Autor + Kommentatoren + Tom’s sehr dankbar, obwohl sie mein Leben letztendlich viel schwieriger gemacht haben. Vor 3 Jahren war Krieg für mich kein Thema.

      Gesunde Diskussion + Streitkultur sind Bestandteil des Blogs und gewünscht. Das setzt aber ein Minimum an offenen Geist & Respekt & Lernfähigkeit & Tom.Verständniss vorraus. Bei Dir erlebe ich nur das Gegenteil.

    • @Franz
      es tut mir leid wenn sie von mir das Gegenteil erlebt haben. Ich habe nun einmal auch gelernt mich, nicht alles bieten zu lassen und finde in ein Forum wie dieses gehören eben auch nicht ausdrücke wie Ratten, vernichten etc.
      Bei Enis haben sie recht, da habe ich mich falsch geäußert ohne wissen zu können was er vielleicht in diesen Konflikt durchgemacht hat und auch so war es falsch das nehme ich auch zurück.
      Dennoch finde ich eben das man hier im Forum und anderswo auch den Hass gegen der Opposition nicht freien Lauf lassen sollte und zur Mäßigung beitragen, wenn man schon nicht mit dem Gewehr rumläuft, denn das Erzeugt nur Hass und Unverständnis für das Leid Unschuldiger und führt dazu das keine Konstruktive friedensförderte Diskussionen mehr möglich sind, da die radikalen dann auf beiden Konfliktseiten das politische Sagen haben. Ich komme schließlich auch nicht hierher und bezeichne die syrische Armee als Ratten und Krautfresser etc.
      Hoffe auch das hier weiterhin gesunde Diskussionen möglich sind. Finde hier viele Kommentare im besonderen auch Tom’s sehr gut.
      Ich lasse mich auch gern belehren, und wünsche auch eine gesunde Diskussions und Streitkultur. Wenn sie dies bei mir nicht erleben, dann liegt das warscheinlich auch an ihren Vorurteilen gegen mich und ihrer Inneren Einstellung zu diesen Konflikt, bei dem für sie der Sieger und Schuldige schon feststeht.

    • Enis

      @Markus

      Antworte mir zuerst mal die Frage, was geschehen soll, wenn der angebliche „blutrünstige Diktator“ die Wahlen doch gewinnen würde. Würde der Westen diese demokratische Entscheidung des syrischen Volkes akzeptieren. Erst dann können wir weiterdiskutieren.

      Wieso durften Kriegstreiber wie Clinton, Bush, Blair, Sarkozy usw. trotz Blut von vielen hunderttausenden Zivilisten an den Händen wieder kandidieren???!! Ihre Völker haben diese ja noch teilweise wieder gewählt! Arroganz pur eure Weltvorstellung!

    • @enis
      Ich bin kein Politiker und ich habe normal auch nichts mit Politik am Hut.
      Wenn er wiedergewählt werden würde ist die Rechnung wahrscheinlich so, bis zu den Wahlen gibt es noch 40000Tote und Verletzte, dann wird Assad womöglich wiedergewählt. Eine Wiederwahl würde gleichsam bedeuten das sich Syrien dem Westen also auch Europa verschließt und sich vor allem dem Schiitischen Islam und Russland als Schutzmacht öffnet, was schon einmal eine Tolle Vorstellung von Demokratie ist, Assad wird wahrscheinlich für lange Zeit keine echte Gewaltenteilung anstreben, Geheimdienst und Folterer bleiben aktiv, die Rebellen oder auch nur politischen Gefangenen verschwinden in den Gefängnissen und da soll der Westen dann froh sein?
      Enis ich denke es geht ihnen einzig und allein darum ihre Machtinteressen in Syrien und in der Welt zu wahren, das mit Assads Wiederwahl der Krieg in Syrien nicht beendet ist wissen sie selbst genau genug und das werden die Syrer auch erst dann mitbekommen, da es in den Medien keine Kritik und Meinungsvielfalt gibt. Ebenso werden die politischen Parteien die als Opposition aufgestellt sind nicht als Ebenwürdig, sondern als lästiges Anhängsel behandelt, was ganau auch diesen Konflikt erst so eskalieren gelassen hat, da man nichts von Demonstrationen wissen wollte.
      Clinton war Außenministerin und machte ihren Job wahrscheinlich so gut sie konnte, vielleicht machte sie den Fehler sich für eine Bewaffnung der Opposition eingesetzt zu haben, da man dachte Syrien wäre Libyen. Bush und Blair führten den Irakkrieg infolge von 9/11 und hatten es im Irak mit Knallharten Terroristen zu tun, wobei es in Syrien vergleichsweise ruhig ist mit Bombenanschläge etc. dort haben andere Staaten die die Terroristen im Irak und die antiwestliche Propaganda führten einen Großteil der Zivilisten zu Verantworten, da westliche Soldaten da schon besser aufpassen. In Libyen kamen in folge der Bombenangriffe des Westens ca. 100 Zivilisten ums leben um mal eine Größenordnung zu nennen, von daher ist Sarkozy also kein Kriegsverbrecher wie sie behaupten, mit diesen Eingriff wurde in gewissermaßen verhindert das sich der Konflikt zu einen andauernden blutigen Bürgerkrieg entwickelt bei dem Zivilisten die größten Opfer sind. Also das Blut hundertausender hängt da nicht allein an diesen westlichen Persönlichkeiten und vielleicht war ein Eingriff sogar nötig da der Terror sonnst hier noch weiter zugenommen hätte, wenn es einen Bin Landen und co. nicht vor Augen geführt worden wäre. Diese sind abgewählt worden, doch brachten diese Leute nicht eigene Landsleute um, um an der Macht zu bleiben, sondern ging es ihnen um die Sicherheitsinteressen des Volkes. Libyen hätte es nie gegeben, wäre Gaddafi zurückgetreten und Syrien würde jetzt auch noch Blühen, wäre Assad zurückgetreten. Mag sein das dies Arrogant ist, aber nach welchen Wertvorstellungen soll den die Welt regiert werden? Hätte man Saddam sein Volk weiter vergasen lassen gesollt oder den Terroristen ihren persönlichen Heiligen Krieg gegen den Westen hätte führen lassen sollten?

    • Demokratie und Menschenrechte, was auch die Syrische Opposition einforderte, war keine Islamistische Ausgebut und hätte auch den Religionen ein friedliches Miteinander gegeben, im schlimmsten Fall wäre eine Amtsperiode oder mehr die stärker Islamischen Muslimbrüder wie in Ägypten etwa in Syrien an die Macht gekommen durch wahlen, doch das sind auch Menschen und es wäre friedlich verlaufen, hätte vielleicht kleinere Meinungsverschiedenheiten ausgelöst, was ja Demokratisch normal ist, aber der Krieg wäre den Syrern und auch den Libyern erspart geblieben und am ende hätten wahrscheinlich die guten Leute unter den Muslimen, Christen und anderen Religionen die Macht in der Regierung bekommen und ein friedliches Miteinander wäre möglich, vielleicht hätte es auch in Saudi Arabien und Katar einen friedlichen Wechsel hin zur Demokratie gegeben, was aber jetzt da alle Aufmerksamkeit auf die Konfliktherde gelenkt sind eher unwahrscheinlich erscheint. Er hätte sich dazu nur seine Fehler in Form eines Rücktrittes eingestehen müssen und wenn bei uns ein Politiker einen schweren Fehler macht, dann tritt er in der Regel auch zurück, also misst man auch in Syrien nicht mit einem falschen Maß, da ein Bürgerkrieg wohl mit das schlimmste ist was man sich vorstellen kann. Die Menschen werden jetzt mehr mit sich selbst zu tun haben und das in Syrien irgendwie wieder Frieden herrscht als ob sie sich um einen geeigneten Demokraten und Aufbau einer Zivilen Regierung noch Gedanken machen können, was ja auch irgendwo das Ziel dieser Zerschlagungen ist, was man als Terrorbekämpfung darstellt. Wenn Assad zurücktreten würde, wären die paar Terroristen gleich weg und die Rebellen würden einen Waffenstillstand eingehen und die Sicherheitsinteressen Syriens im Sinne des Volkes respektieren. Leider setzte man Syrien mit Assad gleich, der auch im Ausland seinen Einfluss, aber im positiven ausüben hätte können.

    • ISKANDER

      @Markus
      Dir fehlt jeder emotionale und praktische Bezug zum Thema. Du bist kein Löwe, sondern eine Taufliege, die unstet umherschwebt im Trubel der Ereignisse.
      Bitte realisiere endlich, das du mit deinen irren religiösen Thesen und Gutmenschdenken nur ein Bauer auf dem Schachfeld deiner Herren und Meinungseinträufler bist. Sie nutzen deine Gutgläubigkeit, dein Harmoniebedürfnis aus und verheizen dich.
      Spring über deinen Schatten und erkenne das tatsächliche Leid was geschieht und zwar nur deshalb, weil es Millionen von Taufliegen wie dir gibt im Westen.
      Wenn du deine „Friedensarbeit“ realoistisch gestalten willst, stell dich auf den Marktplatz mit einem Plakat wo drauf steht: “ Ich möchte das Deutschland den Söldnerterror in Syrien nicht mehr unterstützt“
      Oder sammle Spenden für die Verteidiger des Landes Syrien. Hast du dich eigentlich unserer Spendenkampagne angeschlossen? Ich kann mich nicht erinnern!!
      Dann tust du was für die Menschen in Syrien.
      Aber – und da schließe ich mich Franz unbedingt
      an – beende hier die flache Beleidung all derer, die gewichtige Bezüge zum Leid in Syrien haben!

    • @Iskander
      Du hast wohl zum Teil recht. Ich für meinen Teil werde keine Seite Unterstützen oder mich für Demos hier stark machen, vielleicht werde ich zur gegebenen Zeit spenden. Mit Sicherheit sind nicht Millionen Täuflinge hier schuld wie sie es behaupten, die sich meist gar nicht mit dem Syrienkonflikt befassen, sondern eher die Gewaltbereiten, die es in jeder Gesellschaft gibt in Syrien vor Ort auf beiden Seiten. Die Ignoranz und die Machtgelüste der Länder die Einfluss auf den Konflikt haben, dabei meine ich nicht Europa und die USA. Ich denke das es hier in Deutschland viele Kritiker gibt, was im Grunde nur die Friedensarbeit schmälert, die vor allem in Syrien stattfinden sollte, unsere Politik macht zudem derzeit nichts Falsch, man unterstützt politische Initiativen die zu einen Frieden führen können Humanitäre Hilfe und mehr nicht. Was Länder wie Saudi-Arabien und Katar, Iran und Russand machen, darauf haben wir so gut wie keinen Einfluss. Ich denke das es im Grunde ein Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ist, der uns im Grunde hier wenig angeht und wenn keine Seite nachgibt wird der Kampf eben bis zum bitteren Ende fortgefüht.

      Für meine Beleidigung habe ich mich bereits entschuldigt.
      Vielleicht versuchen sie auch mal ohne diesen Westenhass an diesen Konflikt heranzugehen, denn von dort geht nicht die Gefahr aus, sondern davon, das man von einer Seite also der Opposition eine Bedingungslose Niederlage einfordert wird es wohl nichts mit Frieden.
      Ich werde mich etwas anderes suchen, als mich in solche hoffnungslose Konflikte weiter hineinzusteigern, Einfluss habt im Grunde eh nur ihr als die Kriegsführenden Parteien und es liegt an euch zu wissen wie viel euch eure eigene Versklavung wert ist.

  • man man man was sich hier für leute rumtreiben…
    da sagt tatsächlich einer syrien sollte sich statt dem s-300PMU-2 (übrigens SEHR MOBIL im gegensatz zu vorhergehenden versionen, kann man mit übung sogar im 5 minuten aufrichten oder ab) tatsächlich was kleineres holen.
    quantitativ betrachtet sinnvoll, qualitativ – absolut nicht.
    schon mal was davon gehört dass es in der luftabwehr „schichten“ gibt, also strategische und taktische waffen und dazwischen? dass die einen eine strategische überlegenheit herstellen sollen während die anderen diese verteidigen? das s-300PMU-2 kann VIERUNDZWANZIG ziele gleichzeitig bekämpfen und dazu HUNDERT verfolgen und hat eine reichweite von ca. 200km, eine starke elektronik und ist den NATO fähigkeiten mehr als gewachsen (elektronische kampfführung, empfindlichkeit für solche etc.)

    das s-300PMU-2 ist das was syrien braucht um sich nicht nur zu wehr zu setzen – das können sie auch schon mit dem was sie haben (der grund warum israel ziele getroffen hat ist einfach der weil die syrische luftabwehr versteckt wird, damit terroristen sie nicht angreifen können – haben sie ja schon bereits erfolgreich, gott sei dank keine lebenswichtigen). mit dieser waffe kann syrien den luftraum der BENACHBARTEN LÄNDER kontrollieren!

    das heisst eigentlich ist das schon eine offensivwaffe. ihr werdet sehen warum die militärische kampfkraft so lange unterdrückt wurde, war teil einer strategie.

    viel spaß beim spektakel.

    • Alles supi dupi. Und sobald das S-300 aufgeschaltet ist fliegen die AGM-88E. Um das S-300 gegen einen sehr wahrscheinlichen IDF Angriff zu schützen welcher sofort geführt werden würde müsste Syrien seine Panzir und TorM1 zum Schutz abstellen. Und trotzdem wären die 4 oder 6 Starter über kurz oder lang zerstört. Ein S-300 nützt dir auch nur dann etwas wenn du damit feuerst. Syrien feuert aber nicht auf IDF Flieger z.B.über dem Libanon. Jedoch wurden alle 3 Luftangriffe 2013 von dort aus geführt und zwar bis kurz in den syrischen Luftraum hinein um dann zuerst die SA-8 mit AGM-88E Auszuschalten um dann seine Laser gelenkten Bomben zu werfen.

      Das einzige was Syrien schützen würde wären hoch mobile in Bewegung feuernde TorM2E welche sich A: dem zugriff der Terroristen entziehen kann und B: in einem 6-12 Sekunden Intervall mit anderen TorM2E abwechselt so das eine AGM-88E sich nicht aufschalten kann bzw. diese abgelenkt wird ohne zu Treffen.

      Ein S-300WM kann im Fahren nicht feuern. Es kann auch keinem Sättigungsangriff stand halten. Mit 144 Raketen ist da nichts zu machen. Zumal du nach 12 Sekunden in einem Ernstfall die Stellung wechseln musst sonst sind die 900 Millionen gleich mal Schrott.

      Gegen 50-60 TorM1/M2 welche zudem für die Geographischen Verhältnisse um Damakus optimal sind kann Israel und wird Israel keine Präventivschläge führen. Dafür bedarf es einfach zu viele AGM-88E mit zu wenig Erfolgsaussichten.
      Bekommt Syrien zudem auch noch 8 weitere BukM2 Starter so wären diese 900 Millionen einfach deutlich besser angelegter.

      Diese Systeme schützen sich besser, sind besser zu schützen und bei einem Treffer ist der Schaden wirtschaftlich und militärisch begrenzt. Siehe SA-8 im Januar.

      Kurz: Die Überlebenschance eines S-300 ist einfach in Syrien nicht gegeben. Selbst wenn es nahe Sayqual aufgestellt werden würde. Die Erfassung der IDF wäre suboptimal. Nahe Damaskus wäre das System garantiert in den ersten Tagen Schrott.

      Zum Staffeln. In Syrien etwas zu „staffeln“ klappt nicht. Die IDF kann praktisch von allen möglichen „Seiten“ anfliegen. Es besitzt selbst keine Luftwaffe welche im Luftkampf irgend eine Möglichkeit hat gegen die IDF. Bedeutet, eine Staffelung müsste mind. 4x Tor oder Panzir für einen S-300 Starter sein. Und dieser Starter ist lediglich 12 Sek. drauf. Danach muss es die Stellung wechseln. Von der Bedrohung durch Kill Teams von Boden mal ganz zu Schweigen. Der Raum um Damaskus ist dafür zu heiß. Weiter weg und es nützt dir kaum was. Von dem ganzen Aufwand solch ein System zu schützten mal ganz abgesehen.

      Der Iran hat den Raum, hat die Lage und auch eine Luftwaffe damit solch eine „Staffelung“ funktioniert. Er muss auch keine 4 oder 5 Kill Teams befürchten welche da unterstützt durch Terroristen Jagd machen auf solche Systeme.

      Militärisch geht es für Syrien darum diese IDF Luftschläge zu erdulden um keine größere Luftoperation und damit einen Luftkrieg gegen sich fürchten zu müssen und den Schaden dieser „Besuche“ so gering wie möglich zu halten. Ein S-300 kann hier wenig begrenzen. Dafür 25-30 weitere TorM2E sehr wohl und eventuell 4-8 weitere BukM2 und die IDF wird sich nur ungern in den syrischen Luftraum trauen und selbst bei größeren IDF Luftschlägen wäre der Schutz der Einrichtungen vorhanden.

    • Anonymous

      Ich habe früher mal gehört, daß die Russen den Syrern das gegeben haben was sie brauchen und nicht das was sie wollen -> statt S300 eben Buk & Panzir, dazu wurde das alte Zeugs modernisiert.

      Wenns jetzt die PMU2 oben drauf gibt so wird das taktisch nicht viel nützen aber strategisch schon.
      Auf diese Weise können sie die Israelis bis zu deren Flughäfen nachfeuern (sofern die Topologie das erlaubt).
      Und die israelischen Piloten wären niemals sicher solange sie in der Luft sind.

      Es gibt übrigens taktische Vorgehensweisen der Radaroperateure die den Wert einer HARM nahzu gen Null drücken. Dafür bedarf es aber mehrerer Batterien. Eine einzelne Batterie selbst kann das nicht, das geht nur im Verbund.
      Hochmobile Systrem haben eine vergleichsweise gute Überlebenschance sofern die Beweglichkeit klug genutzt wird.

  • nochmal: s-300P und s-300PMU-2 werden gerne verwechselt, kommt auch davon weil journalisten ahnungslose trottel sind. das erstere hat syrien schon, das sollte mittlerweile klar sein.

    marat musin hat auch berichtet dass syrische colonels schon länger als 1 jahr nach russland fliegen um dort zu lernen wie man das s-300PMU-2 handhabt… während die teile für das system durch tartous mithilfe russische kriegsschiffe (geschwader) geschmuggelt werde. in diesem sinne kann ich verstehen dass die NATO intelligenz und israel das nicht so leicht rausgefunden haben.

    aber ehrlich die hätten es ja ahnen können dass die kriegsschiffe nicht zum spaß da waren…

  • Anonymous

    Ich hätte auch eher TorM2E & BukM2 Batterien gekauft. Syrien ist praktisch eine (flache) (Halb)Wüste. Da ist’s schwerer mit der Tarnung, denke ich.

    Wären die Systeme nahe an der Grenze zu den Golanhöhen versetzt und eine zweite Reihe 20-30 km ins Landesinnere versetzt ergäbe dies eine guten Schutz.

    Ich glaube nicht, dass die Israelis mehr als 2-3 F-16 (oder höher) riskieren für Ziele in Syrien. Ich denke auch nicht, dass sich das Natanjahu-Regime den Verlust dieser leisten kann. Der innenpolitische Druck wäre zu groß sich weitere Aggressionen zu verkneifen. Ohne die USA ist eine größere Operation sowieso undenkbar.

    Cheers

  • Mir geht es gewaltig auf den Sack, hier in den Kommentarspalten mit abwechselnd defaitistischem und zionistischem Wortschwall zugedröhnt zu werden. Und heute kommt auch noch ein Fomenko-Illig-Adept hinzu. O Mann.

    • Franz

      Jeder ist seine Glückes Schmied…

  • Nichtglauber

    http://www.youtube.com/watch?v=keU2k3TRLIE&feature=player_embedded
    Assads neuestes Interview (argentinisches Fernsehen)

    • … in welchem er (in diplomatischer Redeweise, also auch ohne Nennung von Ross und Reiter) dasselbe sagt, was TomGard in den letzten Tagen sagte.

      Ob das den einen oder anderen hier bewegen könnte, abzulassen, das Blog zu behandeln, wie ein alternatives Fernsehprogramm, ‚Gib uns unsere tägliche Gesinnung‘, und den TomGard wie den unverzichtbaren Bösewicht des einen, ewig variierten Stückes?

      Schwerlich. Aber das wäre immerhin möglich.

      (Nur was nicht ist, ist möglich – Parmenides)

    • kaumi

      Was, lieber Tom, sagt denn der liebe Bashar, was nur der „böse TomGard“ in den letzten Tagen gesagt hat( und du hast in den letzten Tagen viel gesagt…)?
      Und was sagt denn die liebe Bloggergemeinde hier, was von dem abweicht, was der syrische Präsident gesagt hat?

      Komm`, gibs uns bitte!

      Ps.: @Nichtglauber, auch dir ein welcome back. Warst du wieder in Südamerika unterwegs?

    • „Komm`, gibs uns bitte!“

      Nö. Das machte nun wirklich einen Troll aus mir. Erstens habe ich nicht „die Bloggergemeinde“, sondern „den einen und anderen hier“ angesprochen. Deshalb will ich mich zweitens nicht mißbrauchen lassen, einen Sekundärstreit zwischen Wettbewerbern um die Leithammelrolle in dieser kleinen Sektion der öffentlichen Meinung über die Auslegung der Worte Assads zu führen. Soll sich jeder selbst überlegen, was – nur als Beispiel – jemand wie Assad sagt, wenn er den „Fahrplan“ der Moskauer Verständigung und Lavrovs Versicherungen, man befinde sich in vorbereitenden Gesprächen „auf einem guten Weg“, „unrealistisch“ nennt.

      Umgekehrt: Sollte sich jemand von meiner Bemerkung anregen lassen, das Interview zu diskutieren, werde ich ggf meinen Senf dazu geben. Denn: „Recht haben“ ist nicht mein Ziel, obwohl das häufig so aussehen mag und natürlich auch ein („menschlich“, nannte es Franz) Nebenmotiv meines „Siehste!“ ist.

    • (PS.: Diese Antwort hatte ich schon vorweg genommen: Nur was nicht ist, ist möglich.)

    • kaumi

      „Soll sich jeder selbst überlegen, was – nur als Beispiel – jemand wie Assad sagt, wenn er den „Fahrplan“ der Moskauer Verständigung und Lavrovs Versicherungen, man befinde sich in vorbereitenden Gesprächen „auf einem guten Weg“, „unrealistisch“ nennt“

      Da musste ich gar nicht lange nachdenken:
      Assad sagt auch, dass er eine ausländische Intervention fürchtet und als realistisches Szenario einschätzt. Das sind scheinbar sich widersprechende Aussagen und Gemütszustände.
      Im ersteren Fall versucht Assad Druck auf die Verhandlngsparteien auszuüben, um sie endlich zu einem Durchbruch zu bewegen, der in den letzten 14 Monaten, ausser verbalen Absichtserklärungen, noch überhaupt nicht zu erkennen war.
      Desweiteren WIRD und MUSS das Ergebnis der Verhandlungen darin münden, freie Wahlen nächstes Jahr abhalten zu lassen, in dem dem syrischen Volk die Auswahl seiner Führung obliegt – inklusive einer möglichen Wahl Assads. Nur dieses Ergebnis von „bilateralen“ Verhandlungen zwischen Russland und den USA wird in Syrien akzeptiert. Das hat Assad, nur dezent verklausuliert, gesagt.

      Der zweite Punkt beinhaltet die mögliche reaktionäre Handlung einer der direkt involvierten Parteien (ich meine Türkei und Israel), die, ob in der Nato gewollt oder nicht, zu einem zwangseinsteigen ins Kriegsgeschehen führen würde. Über die große Wahrscheinlichkeit einer Tat „als letzter verzweifelter Akt“ seitens dieser beiden Frontstaaten ist hier bereits vor Tagen spekuliert worden. Nichts anderes sagte Assad.
      Summasummarum also nur eine Summary des Bekannten und Erwarteten des syrischen Präsidenten für die argentinische Seite!

    • „Desweiteren WIRD und MUSS das Ergebnis der Verhandlungen darin münden, freie Wahlen nächstes Jahr abhalten zu lassen, in dem dem syrischen Volk die Auswahl seiner Führung obliegt“ MaW: Es MUSS ein Volk, ein Führer gelten, das MUSS das Ergebnis FREIER Wahlen sein. Und zwar unter fortdauernder Herrschaft des Militärs und der Geheimdienste, die infrage zu stellen unter Verweis auf die terroristische Intervention mit Todesfolter bestraft wird.

      Mannomann.

      Unter den Umständen kann auch eine Vogelscheuche die Rolle des Präsidenten spielen.

      Ich empfehle dringend, sich (so gut das halt möglich ist) anzuschauen, wie die Kurden mit der Problematik auf LOKALER Ebene umgehen.

    • Nobilitatis

      TomGard: ???????????
      Da haben Sie sich in Ihren eigenen Gedankengängen wieder kräftig verstiegen. Nur mal als Denkanstoss: Wer soll denn ein Volk sonst vertreten als ein von ihm selbst gewählter Führer? Ein von einem übermächtigen ausländischen Land fremdbestimmter Repräsentant, der auch in einem dritten anderen Land sitzt und dort Regierung spielt. (Und möglicherweise als zweite oder dritte Staatsbürgerschaft die syrische verliehen bekommt?) „Führung“ ist übrigens als Kollektiv möglich und es gibt viele Länder, wo der Präsident keine nennenswerte politische Macht (aka Vogelscheuche) hat.
      Es ist eine Frage der – wenn sie stattfinden – Verhandlungen, sicherzustellen dass nicht Armee und Sicherheitsbehörden die Wahlen beeinflussen. Sicherheitsfragen lassen sich zweifelsfrei von politischen (hier: die Fragen der Auswahl politischer Führung betreffend)trennen.

    • Okay, erwischt, meine Polemik war ohne Erklärung unter aller Kanone.

      Aber die ist hier nicht ernsthaft zu leisten, ich kann nur doktrinäre Hinweise geben.

      Was heute im öffentlichen Bewußtsein und im Herrschaftsdiskurs unter „Politik“ gefasst wird, gibt es nicht, wenn nicht zuvor auf dem Territorium, von dem die Rede ist, eine bürgerliche Revolution stattgefunden hat, die gegen das Personal und die Tradition feodal-aristokratischer Ständeherrschaft blutig (das ist eine notwendige Bedingung) ein republikanisches Staatswesen durchgesetzt hat.

      Es gibt einen Ersatz dafür, der in Deutschland wirksam wurde: Eine Kriegsniederlage, welche die Tradition der aristokratischen und Junker-Herrschaft blutig abbricht. Aber dieser Ersatz ist prekär, wie die deutsche Geschichte zeigt, in der die republikanische Herrschaft, gebrochen über die blutige Niederschlagung kommunistischer Aufstandsbewegungen seitens ihrer Hauptmacht, der Sozialdemokratie, sofort über die faschistische Kante kippte. Erst die folgende Kriegsniederlage vollendete die Republikanisierung Deutschlands.

      Nun, was ist eigentlich eine Republik?
      Bevor es sie gibt, ist Politik ein Klassenkampf, der die diplomatische und periodisch blutige Gestalt von Stände- und Feudalkriegen annehmen. In dieser Form wird die Konkurrenz der Besitzenden und der am Besitz Partizipierenden um militärische Oberhoheit und ein überregional geltendes „Recht“, eine Schiedsgewalt, ausgetragen. Als Resultat dieser Schlächtereien kommt eine „res publica“, kommen „öffentliche Angelegenheiten“, die nach einem Konsens der herrschenden Klassen und Stände einer blutigen Konkurrenz entzogen werden sollen, überhaupt erst auf die Welt!
      Aber sie bleiben die Domäne von ständischen und aristokratischen, zum Teil auch tribalen Monopolen, sie werden zu Pfründen eines herrschaftlichen Standes, der sich neben den ökonomischen Ständen i.e.S. heraus bildet.
      Die Republik, sofern sie Resultat einer bürgerlichen Revolution ist, befreit die ökonomischen Stände von solchen Monopolen. Die Stände werden de jure gleichberechtigt, was sie der Sache nach natürlich nicht sind. Die Republik beseitigt nicht augenblicklich die ständische Ausbeutung zugunsten einer freien Konkurrenz der Lohnarbeit. Folglich ist die Republik eine konsensuelle Ständeherrschaft, im Gegensatz zur militärisch oktroyierten Herrschaft eines Standes, dessen Mitglieder um die Früchte der Ausbeutung der Bauern, Handwerker und Knechte konkurrieren.

      Hier sieht man vielleicht global, daß Syrien es nie zu einer Republik, sondern nur zu einer Herrschaft der Armee gebracht hat, die sich eine Staatsbürokratie erschuf, die den bürgerlichen Ständen gegen Unterwerfung das Angebot einer formell gleichen Partizipation aller Stände an der Herrschaft machte.
      Das ist übrigens der allgemeine Grund, warum eine Beschädigung, geschweige ein Zerfall der Organe der ständischen Militärherrschaft sofort die alten Rechtsautoritäten wieder in Kraft setzt, zumindest regional: Den islamischen Klerus, die tribalen Honoratioren und die Vorstände der Familienclans.
      Eine bürgerliche Revolution in islamisch geprägten Gesellschaften kann nicht abgeschlossen werden, ohne eine konsequente „Sufisierung“ des Islam, und das geht nur mit einer Tötungskampagne gegen den tribal favorisierten wahabitischen, aber auch klassisch shiitischen Klerus.

      Der Vollständigkeit halber: Wenn man die Republik am Maßstab der demokratischen Staatsideologien mißt (der nichts taugt, aber für die Würdigung der Ideologien taugt die Probe), ist sie das „höchste“ an sog. „Volksherrschaft“, was ein bürgerliches Staatswesen zustande bringt. Die Demokratie, die auf republikanischem Boden erst wächst und errichtet wird, ist ihr gegenüber eine gewählte Diktatur.

  • Noch ein „Siehste!“

    „The Sunday Times reports that Syria is deploying advanced Tishreen surface-to-surface missiles to strike Tel Aviv in case Israel launches another attack. The paper cites “information obtained by reconnaissance satellites tracking Syrian forces,” without any other source.
    Syria’s Deputy Foreign Minister Faisal Makdad said in a broadcast Thursday, May 16, that if Israel again attacked Syria, it would face an immediate and painful response. Asked if he realized that his words meant war between Israel and Syria, Makdan replied: “So what? So there’ll be war.”
    (Debka, „Breaking“)

    Ich kann das nicht kontrollieren (nebenher: Das ist ein Grund, warum ich nicht mehr blogge. Ich brauch ein Geld, das mir erlaubt, das zunehmend mit dem Geldhebel bewirtschaftete Meinungsmanagement zu umgehen, einschließlich Geld für Studieneinschreibung, Fahrtkosten etx.)

    • Anonymous

      „Ich brauch ein Geld, das mir erlaubt, das zunehmend mit dem Geldhebel bewirtschaftete Meinungsmanagement zu umgehen …“

      Wirklich eine schöne Formulierung „mit dem Geldhebel bewirtschaftetes Meinungsmanagement“.
      An dem bekannten riesigen Medienimperium von Rupert Murdoch z.B., ist der saudiarabische Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud drittgrößter Anteilseigner (Quelle). Der selbe Prinz hat auch schon in Twitter investiert. Katar hat sein AlJazeera, etc..
      TomGard, du solltest mal in deinem Garten nach Öl bohren ;-).
      Wir müssen wirklich extrem wachsam sein, die Petrodollars erlauben mächtige Geldhebel. Den Bloggern die ihre Zeit opfern sei gedankt, leider haben sie nicht die Reichweite der finanzstarken Medien.

  • Nichtglauber

    @kaumi,

    danke. Ich war in diesem Jahr insgesamt 4 Wochen in Südamerika. Auch in Venezuela, wo man die verdeckten Operationen der NGO`s westlicher Prägung in der ersten Reihe mitverfolgen darf. Es ist inzwischen wirklich ein weltumspannendes Spinnenest. Bestürzend.

  • kaumi

    http://www.facebook.com/photo.php?v=10151629447822220&set=vb.194847567219924&type=2&theater

    Die aktuellste Definition der „neuen Demokratie“ nach Art des Hauses, vorgetragen von Bashar Al Ja`fari vor der UN:
    Auswahl der Regierung und der Führung eines Landes seitens des (…Westens), ohne Mitspracherecht oder „Einmischung“ des Volkes dieses Landes.
    Ich weiß, dass Al Ja`fari über einen sehr trockenen Humor verfügt, in diesem Falle aber ist die Realität die schönste Satire!

  • Franz
  • Jörg

    Erörterung des neuen „Außenpolitischen Konzeps“ des russischen Präsidenten (so ein „Konzept“ kennt man in der BRD nicht. Es ähnelt wohl so ein bißchen der britischen Regierungsdeklaration, welche die arme Queen immer im Parlament verlesen muß): http://nsnbc.me/2013/05/19/on-the-foreign-policy-concept-of-russia/ .

    Bei Christof Lehmann (http://nsnbc.me/) findet man auch was zu den Demos in der Türkei:
    http://nsnbc.me/2013/05/19/growing-protests-against-syria-war-and-erdogan-government-in-turkey/

  • Anonymous
  • Jörg
    • Bhadrakumar beruft sich mit der einen Zunge ausgerechnet auf den Leitkolumnisten der saudischen Regierungszeitung Asharq Al-Awsat, der „Obama’s Verrat“ titelt und behauptet: „Jetzt – unterm Strich betrachtet – sagt Obama, (Assad) könne an den kommenden Wahlen teilnehmen und Teil eines demokratischen Syrien sein.“ (Now, in effect, Obama says he can contest the election and be part of a ‘democratic Syria.)

      Mit der anderen Zunge beruft er sich auf Fjodor Lukyanov, der in RiaNovosti das Gegenteil sagte und im selben Atemzug seinen Wink mit ‚Dayton‘ wiederholte, über den ich in meiner Gegendarstellung schrieb. Für Ria drückt er sich noch klarer zugunsten eines Diktatfriedens aus:

      „Even if the United States, Britain, France, Russia and other outside players agree on the future configuration of Syria at the conference, there is no guarantee that the government or the rebels will quietly accept the decision. Moscow does not control Damascus and Washington is not in charge of the Syrian opposition. Indeed, the countries with the greatest sway in Syria – Iran, Saudi Arabia and Qatar – remain silent. They have different agendas to the great powers.“

      Bhadrakumar zitiert das freilich nicht, sondern kommentiert Lukyanov global so:

      “ Lukyanov knows, the Kremlin knows, Russia holds a winning hand. It has blasted a hole through the doctrine of (humanitarian) interventionism through which an elephant can walk through.“

      Als ob Lukyanov nicht fast buchstäblich einen (humanitären!) Interventionsfrieden beworben hätte, der sich von vergangenen Interventionskriegen dadurch unterschiede, daß er mit russischer Beteiligung abgeschlossen wird.

      Einen Kommentar, der unredlicher oder verblendeter gewesen wäre, las ich nimmer!

  • Jörg

    @Nael
    Gutes Video – es ging ja ziemlich zur Sache da!

  • Jörg

    @TomGard19. Mai 2013 21:35
    Mit Otto Rehagel möchte ich Dir, TomGard, zurufen „ruuuuuhig … ruuuuhig!“

    Mir kam es zunächst auf die Konferenz in Teheran an, und die Meinung Bhadrakumars muß auch nicht unbedingt immer die meinige sein. (hier der link noch mal: http://blogs.rediff.com/mkbhadrakumar/2013/05/18/obama-annoys-allies-over-syria-talks/ )

    Aber hier verdrehst Du seinen Artikel, und das ist eben schade. Denn Bhadrakumar (nachfolgend: „B.“) will – als alter Diplomat – hier ein bißchen Politik betreiben. Ob er zum Bespiel wirklich meint, daß sowohl Obama wie auch Putin jeweils ein halben Friedensnobelpreis verdient haben für das, was sie jeweils bzgl. des Syrien-Kriegs geleistet haben, wage ich zu bezweifeln.
    Aber – so als säße er mit beidem an einem Tisch – versucht er sie zu locken. B. weiß natürlich auch, daß weder der US-Diktator noch Putin jemals seinen Artikel lesen werden. Aber B. spielt uns hier vor, wie man die Dinge seiner Ansicht nach auf ein etwas besseres Gleis bringen könnte. Und das ist lesenswert.

    Nun zu Deinen Behauptungen,
    1.) Zitat: „Bhadrakumar beruft sich mit der einen Zunge ausgerechnet auf den Leitkolumnisten der saudischen Regierungszeitung Asharq Al-Awsat“

    Antwort: Nein, beruft er sich keineswegs auf Al-Awsat. Vielmehr steht B. gerade der saudischen Seite („Al-Awsat“) sogar sehr ablehnend gegenüber.
    Mit seinem Satz „Al-Awsat tore(!) into the US’ policy on Syria in an opinion(!) piece entitled ‚Obama’s Betrayal'“ macht er uns nur auf den saudischen Propaganda-Schachzug des Al-Awsat aufmerksam. Der Meinung des Al-Awsat schließt sich B. eben gerade nicht an, sondern bezeichnet dessen Ausführungen sogar abfällig(!) als „opinion piece“. Beachte auch des ebenso abfällige „tore into“.

    2.) Zitat: “ Mit der anderen Zunge beruft er sich auf Fjodor Lukyanov“
    Antwort: Nein. Auch in diesem drittletzten Absatz versieht er die Äußerung Lukyanovs mit der Bezeichnung „opinion piece“. Und B. schließt sich auch hier durchaus nicht an. In der Tat zitiert er Lukyanov sogar mit dessen völlig belanglosen ‚das könne so oder auch so ausgehen‘ („where things could go either way“).
    Daß B. diesen Lukyanov (mit einer völlig nichtssagenden Äußerung) überhaupt erwähnt, heißt für mich, daß B. diesen Lukyanov entweder schon kennt (B. war auch in Moskau einmal Botschafter, wenn ich mich recht erinnere) oder aber er erwähnt Lukyanov, um diesem ein bißchen zu schmeicheln. Immerhin ist Lukyanov Chef einer Zeitung und B. veröffentlicht nun mal gern. Dies sicher nicht wegen etwaiger Tantiemen, sondern um mehr Gehör zufinden.
    B. ist so etwas wie ein außer Dienst gestellter Jagdhund, der das auf die Jagd gehen nie als Arbeit, sondern immer als Lust empfunden hat, und der heute nichts mehr als die Jagd vermißt.

  • kaumi

    http://www.syria-news.com/readnews.php?sy_seq=159787

    Zusammenfassung:
    Die Nationale Koalition (NK) hat am gestrigen Sonntag die Außenminister der arabischen Länder zu einer „Notsitzung“ zusammengerufen, um auf die Geschehnisse in der Stadt Al Qsair „zu reagieren“.

    Der Pawlow`sche Reflex ist anhand der NK oder der „Freunde Syriens“ viel deutlicher zu erklären als an dem berühmten Hund.
    Eine Dringlichkeitssitzung wird immer dann einberufen, wenn die islamistischen Zombies in Scharen zu ihren Jungfrauen geschickt werden. Wenn wir Syrer also diese Scheintote auch Hunde nennen, dann geschieht das in Anlehnung an die Physiologie und die Verhaltensforschung und ist fern jeder Respektlosigkeit!

    Im Übrigen besteht die aktuelle Offensive der syrischen Armee aus Operationen in Al Quseyr ( Provinz Homs ), in der Nähe der libanesischen Grenze, in der Provinz Hama, in der Provinz Damaskus und in Deraa im Süden des Landes in der Nähe der jordanischen Grenze. Da wird wohl in den nächsten Tagen eine Notsitzung die andere jagen müssen… am Besten, die Marionetten der AL bleiben gleich zusammen in Qatar. Spart Flugkosten :-)

    • Wenn die in unseren Medien echohaft wiederholte Zahl von 50 Toten stimmt, dann sind die Regierungstreuen aber sehr schonend vorgegangen. Das ist zynisch, ich weiß, aber unsere Propaganda provoziert eine solche Reaktion.

      Nun wird das Rufen nach einer Flugverbotszone noch lauter werden. Aber man hat trotz aller Propaganda das Gefühl, dass sich im Westen immer mehr die Einsicht durchsetzt, dass ein weiterer somalisierter Staat in unmittelbarer Nachbarschaft zu Israel und der Türkei sicherheitstechnisch doch nicht so ganz optimal ist.
      LG, Joachim

    • Als Beleg für ein Umdenken, auch in Syrien ein Artikel von Franklin Lamb, der schon aus Libyen kompetent zu berichten wusste:

      http://lupocattivoblog.com/2013/05/20/umschwung-der-offentlichen-meinung-in-syrien/#more-11549

    • Anonymous

      @ Badx
      Vielen dank für den link. Interessanter Stimmungsbericht. Auch immer wieder interessant zu erfahren, wie die Abstimmungen in der UN verlaufen. Dike

  • Wie Debka.file zu lesen ist

    Mit dem Inhalt der humorigen Überschrift:
    Syrian-Hizballah’s capture of Qusayr opens direct weapons route to Lebanon befasse ich mich nicht.

    Der erste Merker ist die erste offensichtliche Desinformation des Artikels. Zu den taktischen Folgen der Operation in Al Qsair heißt es:

    „Qusayr also links Damascus with the Mediterranean coast, where Alawites and other regime loyalists are concentrated.“

    Ein Blick auf die Karte zeigt, das ist Quatsch.
    Aber es stimmt selbstverständlich, daß ein fortdauernder Zufluß von Söldnern und Waffen aus dem Libanon geeignet ist, die Verbindung Damaskus-Tartus zu beunruhigen und zu stören. Sollte also, wie Fjodor Lukyanov, gleich einer Riege westlicher Propagandisten, behauptet, die Aufteilung Syriens in „Kantone“ der „wahrscheinliche Kriegsausgang“, und folglich die Einwilligung aller lokaler Kriegsparteien in eine solche Aufteilung das reale Ziel der russisch-amerikanischen Initiative sein, so ist aus amerikanischer Sicht die vorübergehende Kontrolle der syrischen Armee über Al Qsair und den westlichen und südlichen Teil der Provinz Homs erwünscht, weil das Wunschszenario der Stäbe im Brookings- Institut und im Institute for the Study of War, und auch der israelischen Seite (seit Kriegsbeginn promotet z.B. von Joshua Landis in „Syria Comment“) für diesen Fall die „Flucht“ der Alaviten in die Küstenprovinzen ist.

    Vor diesem Hintergrund würdige man die drei Varianten, die Debka im Rahmen des in der Überschrift genannten Mythos des israelischen Kriegszieles als mögliche „Gegenmaßnahmen“ vorstellt.

    Anmerkung: Im Rahmen der vergangenen Debatte über meinen Vorschlag an Hisbollah und syrische Armee, Israel ein Friedensulitmatum zu stellen, würdige man Variante a:

    a) Military intervention in al Qusayr … This would catapult Israel into full-blown war with Syria and Hizballah and is therefore a non-starter

    „Non-starter“, das ist auf deutsch ein Rohrkrepierer! Im vollen Gegensatz zur israelischen Kriegspropaganda, die meine Kritiker alle zur faktischen Grundlage erklärten, schreibt Debka lapidar hin, daß ein totaler Krieg gegen Syrien und die Hisbollah – Milizen für Israel inakzeptabel ist. Man beachte, daß dies zugleich den Mythos des israelischen Kriegszieles erledigt. Wenn die politische und militärische Abschreckungsmacht der Syrer und Hisbollahs bereits jetzt reicht, israelische Kriegsdrohungen zu entwerten, dann ist die „Drohung“ einer weiteren Aufrüstung der Hisbollah jedenfalls schwer übertrieben und wäre Gegenstand politischer und diplomatischer, nicht militärischer Gegenmaßnahmen.

    b) Bombardment of the convoys carrying arms from Syria to Lebanon. –

    sei zu wenig, sagt Debka!

    c) Ein neuer Libanonkrieg ist Israel, darüber wird man sich hier vielleicht einigen können, schwer verboten.

    Die drei Punkte sagen also de facto, es gebe keine tauglichen israelischen Gegenmaßnahmen.

    Das meint der Mossad natürlich nicht ernst. Was bleibt also übrig?
    Richtig. Ein Angriff auf Damaskus, wünschenswerterweise in Gestalt eines chirurgischen Enthauptungsschlages gegen den Präsidenten und seine Frau, der die Niederlage, nämlich die Zerlegung der syrischen Armee schlagartig besiegelt, weil den Kommandeuren aus Gründen, die hier zu besprechen zu viel Platz bräuchte, kaum anderes übrig bliebe, als entweder Warlords zu werden, oder sich regional mit den Angreifern zu verständigen.
    (Asma muß mit ‚dran glauben, um den Mythos des Sieges und die Demoralisierung des Feindes zu komplettieren.)

  • TomGard, du liebst offensichtlich die Sandkastenspiele der Militärstrategen.
    Was der Mossad öffentlich macht ist in der Tat nur in sofern interessant, als man sich überlegen kann, was er den Gegnern damit sagen will.
    An einen Enthauptungsschlag gegen Assad glaube ich aus mehreren Gründen nicht: erstens machen sich die, die am Schreibtisch Gewalttaten organisieren, nicht gerne selbst zum Ziel. Die Freunde Assads würden alles daran setzen, Rache zu üben und Gleiches mit Gleichem zum vergelten. Und Assad ist nicht Gaddafi. Zweitens kann ich nicht glauben, dass ein solcher Enthauptungsschlag automatisch die syrischen Militärs zu Warlords werden ließe. Diese gewagte Aussage belegst du leider aus Platzgründen nicht.
    Drittens vergisst du Russland und den Iran, die längst erkannt haben, dass es hier um die Wurst im Nahen und Mittleren Osten geht. Ein zweites Mal will man die Fehler nicht wiederholen, die im Libyenkonflikt gemacht wurden. Die Eskalation schreitet voran und so langsam bekommen auch manche Falken Israels und der USA kalte Füße.
    In Israel gibt es offensichtlich Meinungsverschiedenheiten. Vielen im Geheimdienst ist der bekannte „Teufel“ lieber, als fanatische Islamisten. Und Netanjahu ist alles andere als unumstritten in Israel. Wirtschaftlich läuft es in Israel auch nicht so rosig.
    Recht hast du leider mit dem Punkt, dass die hitziger werdenden Kämpfe zu einer weiteren Segregation der Volksgruppen führen werden. Falls dies wirklich das realpolitische Ziel der USA ist, dann hoffe ich sehr, dass dies zum Bumerang wird. Dividieren sich die Regierungstreuen und Regierungsgegner geografisch in Syrien auseinander und verhindert Russland die Intervention, dann wird es militärisch einfacher, die abtrünnigen Gebiete zurück zu holen. Dies wäre eine hässliche Variante, die hoffentlich niemand will. Deshalb ist es an der Zeit, dass Russland die westlichen Kriegstreiber mit einer wirksamen Drohung, z.B. einer angedrohten Aufrüstung des Irans mit modernsten Waffen, zu einem Einlenken zwingt. Wenn es die unheilige Koalition nur wollte, wäre ein Friedensschluss möglich, so hoffe ich wenigstens.
    Bitte kein „30jähriger Krieg“ in Syrien, dies ist die Hölle auf Erden!

    • Daß ein Zerfall der syrischen Armee in der angedeuteten Form das wohl unvermeidliche Resultat einer Ermordung Assads wäre, darüber sind sich eigentlich alle relevanten Seiten, einschließlich der Verteidiger, ziemlich einig – für mich ein Grund mehr, diese Behauptung so stehen zu lassen. Nicht umsonst läßt sich Assad – um ein feuilletonistisches Argument beizufügen – einen Führerkult geschehen, der ihm persönlich ganz offenkundig eigentlich ein Greuel ist und Bestandteil einer Tradition, der er während seiner ganzen Präsidentschaft entgegen gearbeitet hat.

      Aber ein Hinweis ist mir wichtig. Dazu verwerte ich mal eine Notiz, die ich Ende Februar schrieb, aber nicht veröffentlichte:

      1) Krieg gegen die loyale syrische Bevölkerung
      Die Auszehrung und Zerrüttung der syrischen Zivilgesellschaft, ihre Belastung durch verwundete Zivilisten, Obdachlosigkeit, Hunger, Seuchen und medizinische Notstände hat ein kriegsentscheidendes Ausmaß angenommen.
      So wurde beschlossen, in Syrien, wie schon im Falle des Irak, einen genozidalen Krieg gegen die Bevölkerung zu führen, in welchem erstmals in der jüngeren Geschichte „humanitäre Hilfe“ zur Kriegswaffe werden soll.
      Das ist der „Plan B“, den Marc Lynch, Direktor des Institute for Middle East Studies und des Project on Middle East Political Science (POMEPS) am 22. 1. in Foreign Policy vorstellte.
      Diesen Plan hatte die zionistische Lobby im amerikanischen Kongress unter Führung Senator McCains, der federführend bei der Blockade des designierten neuen Verteidigungsministers Chuck Hagel war, heftig beworben.
      Einen offiziellen Ausdruck fand diese Politik bereits am Tag der Veröffentlichung des Artikels von Marc Lynch. Die US-Vertretung des Sicherheitsrates weigerte sich, eine verheerende Serie von Bombenanschlägen gegen die Zivilbevölkerung Damaskus zu verurteilen.

      Das ist die eine Seite. Die andere:

      Etwa im Nov.’12 erschienen einige gut belegte Artikel über die Dramatik der Versorgungslage in Aleppo, deren Opfer, wie immer, an erster Stelle die Kinder sind. Das stand auch in Zusammenhang mit den Plünderungen, an denen die türkische Armee beteiligt war.
      Doch später war davon nicht mehr die Rede und auch die Plünderungen nahmen ab, obwohl die Einkesselung Aleppos mit dem Verlust Maraat al Numans an die Interventionskräfte weitgehend vollendet wurde.
      Folglich hat es Verständigungen zwischen Armee und Interventionskräften gegeben, die die Versorgung Aleppos aufrecht hielt, und es ist m. E. keine Debatte wert, daß KEINE Kriegspartei, einschließlich Al Qaida, in Aleppo Szenen wünschte, wie im belagerten St.Petersburg im WKII.

      Im Übrigen verweise ich auf einschlägige Berichte über Agreements zwischen Armeeeinheiten und Interventionskräften bis hin zur Verschiebung von Munition und Waffen, denen kürzlich auch auf diesem Blog nicht ernsthaft widersprochen wurde.

    • PS.: Wenn sich jetzt einer fragt, warum Assad dann noch lebt, so ist die Antwort: Weil eine Connection zwischen russischen, amerikanischen, vmtl. auch deutschen und vielleicht sogar einigen dissidenten israelischen Geheimdienstlern bislang seine Ermordung zu verhindern trachtete. Das war Bestandteil des Obama’schen Widerstandes gegen die „Killary-Fraktion“, insbesondere auch gegen deren französische Sektion. Frankreichs Außenminister hatte ja direkt zu einer Mordoperation aufgerufen.
      Bis auf den Tag dürfte Obama das Ziel, Assad zu beseitigen UND die territoriale Einheit Syriens zu erhalten, nicht ganz zu den Akten gelegt haben, das zählt zur Grundsubstanz der russisch-amerikanischen Kooperation. Davon zeugen die türkischen Störmanöver.

    • Der Artikel von Marc Lynch ist wirklich interessant, mit solchen Tricks wird im Westen der Imperialismus salonfähig. Gefährdet sind natürlich von einer solchen „humanitären“ Annektion, vor allem die Randbereiche Syriens. Vielleicht reicht das ja für die Pipeline von der arabischen Halbinsel in die Türkei, sind die Erdölfördergebiete immer noch in „Rebellen-Hand“?
      Die Regierungstreuen sollten sich beeilen!

      McCain ist ein Menschenverachter der übelsten Sorte. Man darf aber nie vergessen, dass es auch in den Ländern der Allianz besonnene Menschen gibt, die das Spiel der Falken nicht mitspielen wollen. Leider ist die Isreal-, Energie- und Rüstungslobby sehr mächtig.

    • Nobilitatis

      Was gegen einen Zerfall Syriens nach einem – wie auch immer gearteten – Ausfall Assads spricht: Die Tatsache, dass der Augenarzt sich nicht selbst zum „Diktator“ aufgeschwungen hat und demzufolge die syrische Staatsmacht eine kollektive ist. Der Personenkult ist Folge eines Bedürfnisses danach in der Kultur, Leute, die die Region bereist haben, werden wissen, was ich meine. Wenn man über die Grenze nach Jordanien fährt, genügt es, die Bilder von Assad gegen welche vom König zu tauschen, viele Leute tun das. Vermutlich ist eine gewisse Kontinuität im Land der Grund gewesen, dass der Sohn dem Vater folgen sollte. Jetzt aber gibt es in Syrien sowieso eine Umbruchssituation ungeheuren Ausmaßes, ein Wechsel des Präsidenten wäre auch ohne Auseinanderbrechen in Kantone möglich. Ich würde sogar so weit gehen, dass der arabische Nationalismus eine Renaissance erleben wird, nicht nur in Syrien. Dies wird eine Gegenbewegung sein zu den Islamistenbewegungen und vielleicht eine Zusammenarbeit der nahöstlichen Länder ermöglichen, die ein Gegengewicht zur zionistischen Agressivität bilden könnte. (Man denke nur mal beispielsweise an eine gemeinsame Luftverteidigung, nicht zu reden von gemeinsamer Energie- und Rohstoffpolitik.)

  • Anonymous

    Zu TomGard

    Nicht zuviel DEBKA und Joshua Landis lesen! die verwirren doch nur unnötig den Blick aufs Wesentliche. Akt ist, die Syrische Armee kämpft sich tapfer. Weiter vor und es scheint, der Sieg steht kurz bevor. Al Mayadeen hat soeben ein israelisches Fahrzeug inmitten von Qsair gezeigt. damit ist bewiesen, dass die Israelis die Terroristen direkt unterstützen! Was für eine Schande! Das israelische Regime ist schon seit langem entlarvt. Wunschszenarien können ja bei Brookings oder sonstwem Vorhandensein, allein, ob sie sich verwirklichen lassen ist doch sehr zweifelhaft. Dike

  • Interessant, was die national-israelische Haaretz schreibt:

    Before confronting Syria, Israel should consider saving its energy for Iran

    Israel will have to tread very carefully if it wants to avoid confrontation with Syria and Hezbollah, particularly as as global forces begin to intervene, and as Iran elections approach.“

    Das spricht für sich.

  • ISKANDER

    Nochmal S300: Reuters hat den Entenstall geöffnet und „Sunday Times“ treibt die Entenherde durch die Systempresse.
    RIANOVOSTI plappert das nach und morgen wird es wohl die deutsche Systempresse auch tun.
    Die Aussage: „Netanjahu hat Russland ÜBERREDET und Russland rückt von der Lieferung des 900 Millionen Deals ab“
    Es ist derart absurd, das es sich erübrigt, die Quellen für die schon erfolgte Lieferung hier noch einmal anzuführen.
    Selbst das Dementi des Oberterroristen und Schacherers Netanjahu reichte nicht um die Presseenten wieder einzufangen.
    Ich erinnere an Putins Versprechen an Netanjahu: „der Bolzen mit Linksgewinde“ – was die S 300 nämlich sind.
    Im übrigen sind die schon länger in Syrien. Manche sagen – schon sehr lange, ich glaube aber das diese im letzten Monat über die Flottenanlandung in Tartus angekommen sind.
    Man kann also diese neuerliche Lügenmeldung der Kriegstreiberpostille Reuters und Co getrost belächeln.
    Nur eines macht mir noch Sorge: Das die Bedienmannschaften noch nicht voll einsatzfähig sein könnten. Aber auch das ist täglich weniger problematisch.