Al-Kusair

Die Meldungen, die aus Al-Kusair kommen, zeichnen das Bild einer schweren Niederlage der Rebellenbanden und, soweit sie in diesem Sinne anhalten, von einer wesentlichen Änderung der Lage am Verlauf der gesamten syrisch-libanesischen Grenze.
Die Armee hat schon vor Monaten damit begonnen, die Rebellentrupps in eine Richtung zu treiben und sie faktisch dazu zu zwingen, sich Richtung Al-Kusair zurückzuziehen. In der Stadt selbst hausten im Wesentlichen Syrer aus der “Brigade Omar al-Faruk”, ganz dieselben, deren Kommando unlängst ihre Leute durch das Fressen von Menschenfleisch zu motivieren suchte. Außer der Faruk-Brigade waren in der Gegend ebenso noch einzelne Einheiten der allgegenwärtigen Al-Nusra-Front und der Liwa al-Islam aktiv, vor einer Weile wurden auch russischsprechende Terroristen (“Tschetschenen”) gemeldet, aber alles in allem war Al-Kusair eine Enklave von Banditen und Kriminellen, die im Kern Syrer sind.
Die Faruk-Brigade kooperiert eng mit bewaffneten Kommandos der libanesischen Sunniten, die man als “Hariris Jungs” klassifizieren kann. Durch den Libanon und die von diesen Einheiten kontrollierten Gebiete verlief die Versorgung der in Syrien operierenden Brigaden vom Hafen im libanesischen Tripoli aus. Ebenso kamen auch Mengen an ausländischen Söldnern, vorwiegend Libyer, Tunesier und Ägypter, durch dieses Einfallstor nach Syrien.
Mit anderen Worten, die Gegend um Al-Kusair war eine akute, offene Wunde für Syrien, durch welche massenhaft Infektion ins Land kam, die Faruk-Brigaden nun waren ungeachtet dessen, dass sie kriminelle Banden sind, welche in erster Linie auf allerlei illegale Weise (Schmuggel, Entführungen, Raub usw.) Geschäfte machen, der Eiter in dieser Wunde.
Die Schließung dieser Enklave bringt die gesamte Lage an der Grenze zum Libanon zum Umbruch. Deren südliche Teile werden recht gründlich durch die Hisbollah abgeschirmt, nunmehr hat die syrische Armee die Möglichkeit, deren nördliche Strecken unter ihre Kontrolle zu bringen.
An der Operation sind zwei Armeedivisionen und einige Brigaden beteiligt, aber ebenso auch Baath-Einheiten. Offenbar werden letztere vorwiegend mit der Säuberung des Gebiets und der Aufrechterhaltung der Kontrolle betraut, womit die Armee für Einsätze weiter nördlich frei wird.
Fotos von Andrej Filatow / ANNA-News
Die syrische Regierung hat natürlich außer rein militärischen Zielen auch politische. Zum Beginn der internationalen Syrienkonferenz muss oder sollte sie möglichst die strategisch bedeutsamen Gebiete des Landes unter Kontrolle bringen. Zu Ar-Raqqah müsste man einmal ein gesondertes Gespräch führen, aber ansonsten steht die Devise auf “Verhandlungsposition schaffen”.
Die Operation in Al-Kusair ist noch nicht abgeschlossen. Dabei kamen vereinzelt Meldungen darüber, dass die Syrer unter den Rebellen sich massenhaft ergeben. Nicht die ausländischen Söldner, bei denen man ohnehin nicht allzu bestrebt ist, Gefangene zu machen.
Wie die traurige Erfahrung aus Daraya lehrt, kann die Säuberung sich noch lange hinziehen. Al-Kusair war seit ungefähr einem Jahr von den Rebellen besetzt.
PS: Der in Al-Kusair festgestellte israelische Militärwagen ist eine Sufa-1 (AIL Storm) – wahrscheinlich kaum von Wichtigkeit. Die Israelis selbst kommentieren, dass diese Fahrzeuge altersschwach sind und längst nicht mehr von den Zahal genutzt werden. Ich finde freilich nur Quellen, dass dieses Gerät erst seit den 1990ern produziert und damit verhältnismäßig neu ist. Platz für “Assets” i.S.v. wesentlicher Kommunikationstechnik sollte darin aber eigentlich nicht sein.

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  • Anonymous

    Danke für das update. Auf liveleak findet sich so manches an material aus kusair, auch der israelwagwn..

    M

  • ISKANDER

    Zu diesen erfreulichen Nachrichten möchte ich eine weitere hinzufügen:
    Die beiden russischen Landungsschiffe „Nikolaj Filitschenkow“ und „Asow“ sind zum ohnehin schon fulminanten russischen Geschwader vor der syrischen Küste hinzuz gestoßen.
    Damit sind neben den großen Anti U-Boot Schiffen „Admiral Panteleew“ und „Seweromorsk“, dem Wachschiff „Jaroslaw Mudry“ auch die großen Landungsschiffe „Pereswet“ und „Admiral Newelskoy“ mit zahlreichen Hilfsschiffen, Schleppern, Tankern und einer Schwimmwerkstatt vor Ort.
    Hinzu kommt die bereits Anfang des Monates eingetroffenen Partien der Pazifikflotte und schon permanent verweilenden Schwarzmeerflotte.
    Erfreulich ist auch, das Bashar al Assad die Medienoffensive verstärkt führt (Interview argentinische Zeitung) und die allerorts süprbaren medialen Rückzugsgefechte der westlichen Kriegshetzpropaganda.
    Etwas ist geschehen….
    Gott segne Syrien

    • kaumi

      Es wird überdies gemunkelt, dass Lawrow dem Hadad (Konsul in Moskau) beim jüngsten Treffen gesagt haben soll, dass es Zeit würde, den Amerikanern „militärische Briefe“ zukommen zu lassen, die sie überzeugen sollten, im Rahmen der kommenden Treffen den aktuellen Status quo anzuerkennen.
      Übersetzt heisst das: Erstens einen Gang hochschalten, die „diplomatischen Depechen“ haben ausgedient. Und Zweitens, keine Verhandlungen ohne die Anerkennung Assads als legitimer Präsident Syriens.

      Wait and see…

    • An alle echten Freunde Syriens hier:
      Die jüngsten Berichte zur Lage-Entwicklung in Syrien stimmen positiv, ich freue mich sehr über den Hoffnungsschimmer für eine bleibende Souveränität und Einheit Syriens. Meine besondere Anteilnahme gilt natürlich der leidgeprüften Zivilbevölkerung und den tapferen loyalen Kräften Syriens.

      Wenn jemand aus diesen Kreisen in Österreich sein sollte, und freie Unterkunft benötigt, wird mein Haus stets offen sein! Bei Bedarf bitte ich um Kontaktaufnahme hier im Blog.

      P.S.: „ISKANDER“ bzw. „kaumi“ ersuche ich in solch einem Fall um Überprüfung bzw. Bestätigung der Loyalität zu Syrien.

  • ISKANDER

    Marat Musin meldet soeben (00.11 Ortszeit) von heftigen Kämpfen an allen Fronten, darunter in der Nähe von Damascus.
    Die Republikanische Garde kommt voran. Die Stimmung der „Jungs“ ist gut (fröhlich)….

  • ivan

    Die Offensive mag zwar voran kommen, die Taktik ist aber fraglich. Es wird im Moment von ca. 30 getöteten Hisbollahs gesprochen (das kommt aus Hisbollahkreisen) und mind. 20 Syrischen Soldaten. Die Zahl der Toten Rebellen wurde mit mehr als 50 angegeben mit Hunderten Verletzten.

    Warum eine Bodenoffensive so früh? Gerade, wenn es tatsächlich mehrere Tausend Rebellen in der Stadt gibt, dann ist ein früher Vorstoß am Boden sehr leichtsinnig und eigentlich wäre da viel Raum für ein „Weichschießen“. D.h. Beschuss mit Artillerie, Panzern und Kampfjets bis den Rebellen die Kampfeslust vergeht oder sie so dezimiert sind, dass sie nicht mehr groß zurückschießen können.

    Weiterhin bin ich mir nicht sicher, ob das Gebiet tatsächlich umzingelt ist, also eine Flucht der Rebellen unmöglich gemacht wurde. Der Westen und Norden sicher, aber vor allem nach Osten schien noch Raum zu sehen. Auch das erscheint mir leichtsinnig. In einem Guerillakrieg gibt es kaum eine bessere Lage als umzingelte Rebellen. Sonst sind sie ja eher schwer zu fassen.

    • Die 30 getöteten Hisbollah & 20 syr. Soldaten sind eine Reuters-Meldung. Was sie nicht unbedingt disqualifiziert. Aber „Weichschießen“? Das wäre dann wirklich das, was man „Krieg gegen das eigene Volk“ nennen könnte. Die Syrer kämpfen im eigenen Land, das ist einerseits bitter und andererseits rein militärisch hinderlich, weil sich dadurch solche Dinge wie „Weichschießen“ meistens verbieten. Du zündest ja auch nicht Deine Wohnung an, wenn Du die Kakerlaken loswerden willst – auch wenn das „todsicher“ wäre. Außerdem erwähnte ich, daß sich viele von der Faruk-Brigade ergeben haben – es wurden Zahlen von 2.5-3 Tausend genannt. Für mich unüberprüfbar, aber macht angesichts der Meldungen Sinn.

    • Anonymous

      SyP sagt was anderes:
      Al Quasir ist evakuiert,
      ~800 haben sich nach Verhandlungen ergeben,
      +130 bei einem aufgeflogenen Ausbruchsversuch umgekommen,
      ein ungewöhnlich frühes eindringen unmittelbar nach Artillerieschlägen Sonntag frühmorgens hat +90 FSAler/AlQuaidas „um die Ecke“ gebracht und „nutzbringende“ Verwirrung gestiftet.

      Wenn die Daten SyPs stimmen, dann befinden sich in den letzten beiden Vierteln der Stadt nur mehr ~2-300 Kämpfer als letzten harter Kern.
      Die Armee sagt wessen „Rebell“ sein Leben lieb ist, solle sich besser schneller ergeben als Kugeln zu fliegen vermögen.
      Irgendwie klar … will sagen es wird nicht mehr gefragt, sondern geschossen (sofern man sich nicht bereits vor dem Schiessen ergibt)

      fG
      Lurker

  • Ich bin kein Militärexperte, bin aber nach dem Anschauen verschiedener Youtube-Videos zu den Kämpfen auch ein bisschen erstaunt, dass da die Luftwaffe nicht stärker eingreift. Die Franzosen habe ja in Mali vorgeführt, wie effektiv das ist, wenn Bodentruppen nachrücken. Klar, in einem Bürgerkrieg will man nicht das eigene Haus (metaphorisch) zerstören, aber alleine die auf den Straßen davonrasenden Rebellen-Gefährte mit ihren Aufbauten wären doch ein leichtes Ziel. Liegt es vielleicht doch daran, dass es zu wenig einsatzfähige Flugzeuge gibt und Piloten, denen getraut wird? Das behauptet dieser Artikel: http://www.understandingwar.org/news/syrian-soldiers-warned-daily-sectarian-dangers-defectors-say.

    • Anonymous

      Ich denke, die Worte des desertierten & zum Feind übergelaufenen Piloten aus deiner Quelle sind nur das typische Propaganda-Gerede.
      Eine Piloten-Ausbildung ist eine aufwendige Angelegenheit, für die nur die Elite der Bewerber ausgewählt wird. Ich glaube daher nicht, dass die syr. Luftwaffe Piloten ausbildet, die sie für unzuverlässig hält.

      Ich bin vielmehr überzeugt, dass die syr. Luftwaffe ihre Kräfte für den möglichen Einsatz gegen einen gefährlicheren Gegner schont.
      Falls die israelische Führung sich beispielsweise überlegen sollte, ihre Angriffe auszuweiten, dann sind diese Maschinen unverzichtbar.
      Für die Bekämpfung der Aufständischen sind sie dagegen nicht zwingend erforderlich.
      Nachdem die Brigaden zunehmend mit leistungsfähiger Flak ausgestattet wurden, ist deren Bekämpfung aus der Luft auch zunehmend gefährlich geworden.

    • ISKANDER

      Ich gehe auch davon aus, das die Luftwaffe das Tafelsilber der SAA ist und diese Maschinen nicht unnötig in Gefahr gebracht werden müssen. Immerhin verfügen die FSA – Banditen über Luftabwehrraketen und jede abgeschossene MIG wiegt verdammt schwer.
      Die FSA Banditen haben keine Basis im Volk, kein Mandat in der Bevölkerung, dies ist die beste aller Waffen gegen sie. Diese Waffe jagt sie wie Hasen durch das Land Syrien was Feindesland für sie ist, auch wenn die westliche Propaganda dies auf bizzarste Weise leugnet.

  • Anonymous

    Vielen Dank apxwn!
    Zu Hariris vielleicht nur soviel: es könnte sich dabei auch um Anhänger bzw Söldner von Saad Hariri handeln, ehemals Premier vom Libanon und Sohn des ermordeten Rafik Hariri ( den Mord wollte man den Syrern in die Schuhe schieben). Saad Hariri ist zZ im Exil in Frankreich und hatte am Anfang des Konflikts in Syrien gesagt, er werde nur über das „befreite“ Damaskus in den Libanon zurückkehren. Er hat mit viel Geld die Terroristen in Syrien unterstützt aber seine Rache ist nach hinten losgegangen. Dike

  • Neues zum Thema von Urs1798

    Zitat:
    Karsten Laurisch Permalink
    20/05/2013 19:18

    http://sana.sy/eng/337/2013/05/20/483143.htm

    Die Armee führt das jagen und töten der Terroristen in mehreren Provinzen fort, stellt die Sicherheut und Stabilität wieder her in den meisten Teilen von al-Qseir

    PROVINZEN, (SANA) Armeeinheiten führten am Montag das Verfolgen fort der bewaffneten terroristischen Gruppen in mehreren Provinzen, verursachten schwere Verluste unter ihnen.
    In Damaskus, die Armeeeinheiten zerrieben bewaffnete terroristische Gruppen im nördlichen und im westlichen Teil im Barzeh Wohngebiet und den umliegenden Farmen, hinterließen ihre Mitglieder getötet oder verletzt inklusive Scharfschützen.
    Eine offizielle Quelle teilte dem Sana Reporter mit dass der Scharfschütze Omar al-Azizy, aus der terroristischen Gruppe die sich selbst „Ahfad al-Rasoul Brigade“ nennt, zusätzlich zu den Terroristen Hamdan al-Labbad und Ziad al-Mahayni , aus der Jabhat al-Nusra, wurden beseitigt.
    Die Quelle bestätigte dass die Einheiten von unserer Armee den Ring rund um die terroristischen Gruppen enger zogen im Wohngebiet und verursachten unter ihnen starke Verluste.
    In den Farmen Aliyahs in Douma, Landkreis Damaskus, die Armee beseitigte Mitglieder von einer bewaffneten terroristischen Gruppe, inklusive Ahmad Sleik und Hamza al-Lakah, zusätzlich zur Zerstörung terroristischer Ansammlungen zusammen mit ihren Waffen sowie der Munition nahe den Mühlen und den Baustellen im Adra Gebiet.
    Eine Armeeeinheit zerstörte Waffen und Munition in der Kleinstadt von Hejjeira und beseitigte die Terroristen inklusive Marzouq Sendid und Mohammad al-Muajil, während eine andere Einheit mit den Terroristen kämpfte westlich vom al-Thanawiye Kreisverkehr in der Kleinstadt von Harasta, verletzte oder tötete die Terroristen , einer von ihnen wurde identifiziert als Anas Shella.
    In al-Zabadani, eine Armeeeinheit kämpfte mit einer bewaffneten terroristischen Gruppe im al-Aara Wohngebiet, führte zum Tod vom Terroristen Dirar al-Zein, während eine andere Einheit eine Anzahl von Fahrzeuge zerstörte benutzt durch die Terroristen in al-Nabek und eine Anzahl von ihnen beseitigte.
    Eine Armeeeinheit kämpfte mit Terroristen nahe dem al-Manasher Kreisverkehr in Jobar, tötete eine Anzahl von ihnen inklusive eines Scharfschützen mit dem Rufnamen Abu Anas.

    .

    Stabilität wiederhergestellt im östlichen Teil von al-Qseir, Operationen dauern an in den nördlichen und südlichen Gebieten

    Armeeeinheiten stellten die Sicherheit und Stabilität wieder her im kompletten östlichen Gebiet von der Stadt al-Qseir im Landkreis Homs nach dem Töten einer großen Anzahl von Terroristen und der Zerstörung ihrer Verstecke. Eine militärische Quelle ergänzte dass die Armeeeinheiten eine Anzahl von Bomben entschärften, verlegt durch die Terroristen im al-Souk Gebiet im Zentrum von der Stadt.
    Die Quelle ergänzte dass Armeeeinheiten dabei sind weiterhin die Reste von den Terroristen in einigen Verstecken zu jagen in den nördlichen und südlichen Gebieten von der Stadt.
    Die bewaffneten Kräfte beschlagnahmten ebenfalls ein israelisches Fahrzeug welches die Terroristen in der Stadt benutzt haben.
    Die Operationen der Armee in al-Qseir führten zu schweren Verlusten unter den Terroristen. Unter den Terroristen welche beseitigt wurden sind Yousef Hasan Raad and Khaled Khankan, zwei Anführer von terroristischen Gruppen, zusätzlich zu Mutasim Saab, Hussam Abdelkader, Ahmad Abdelrahman al-Hammour, Mohammad Abbas Harfoush und Abdelbari al-Ali.
    Vorher gestern, Armeeeinheiten stellten die Stabilität wieder her im Gebiet des örtlichen Stadiums, einigen Teilen vom westlichen Gebiet , dem Rathaus, dem Kulturzentrum, der Kirche, dem al-Baladyeh Kreisverkehr und dem al-Ghytta Gebiet.
    Dutzende von den Terroristen ergaben sich selbst den Behörden, während andere verhaftet wurden in Zusammenarbeit mit einigen Einwohnern.

    • ISKANDER

      Ergänzen möchte ich noch mit einer Meldung über interne Kämpfe der Terroristen untereinander in der Stadt Aleppo:
      Demnach sollen die Terrororganisationen „Scharia – Rat“ und „Ghoraaba al Sham“ (Sham steht hierbei für die Levante, also Syrien innerhalb des Al Nusra/Al Kaida Projektes) sich ihre hohlen Köpfe gegenseitig derart zertrümmert haben, das „1.000 Bewaffnete“ des „Ghoraam al Sham Bataillions“ nachhaltig zu den 72 Jungfrauen eliminiert wurden.
      Das – wenn diese Meldung von Breaking News vom gestrigen Montag nicht unter- oder übertrieben ist, lässt die Frage zu, wieviele ziegenbärtige Hohlköpfe des „Sharia – Rates“ bei der Saubermachaktion wohl gleichfalls die Hosen runter gelassen haben.
      Schön für Syrien eigentlich, wenn die Banditen sich selbst entsorgen. Viva Syria.
      Quelle:
      http://www.breakingnews.sy/en/article/17615.html

  • Dazu noch PressTV:
    Foreign-backed insurgents suffer heavy blows in Syria’s Qusayr
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=M0nd75OEE1o#!

  • Anonymous

    Al-Manar aus Libanon schreibt:
    http://www.almanar.com.lb/spanish/adetails.php?eid=33839&cid=23&fromval=1&frid=23&seccatid=67&s1=1
    [Übersetzung:]
    In Al-Qussair festgenommene Terroristen: “unsere Chefs verrieten uns”
    Nach der Eroberung durch die Syrische Armee von der Stadt und von dem Gebirges Al-Qussair, hat diese eine große Anzahl von Militanten festgenommen, deren Festungen von der Sirischen Armee und Luftwaffe intensiv bombardiert wurden. In wenigen Stunden eroberte die Armee 70% der Stadt, einschliesslich das Zentrum. Einige Militärquellen sagen daß man noch einige Tage brauchen wird um den Widerstand ganz zu beseitigen, aber die Schlacht ist praktisch zu Ende.
    Laut diverse Quellen konnten vor einigen Tagen einige Militanten über einen geheimen Durchgang südlich von Qussair, der nach Yussieh und die Qalamun-Bergen führt, aus dem Kessel fliehen. Unter den Geflohenen befinden sich die Chefs der bewaffneten Gruppen in der Stadt, welchen die Flucht gelang bevor die Militäre den Durchgang entdeckten und dort Minen und Truppen aufstellten. Laut Quellen der bewaffneten Gruppen, wurden letzte Woche in einem Hinterhalt 30 Militanten getötet oder verletzt als sie versuchten durch den Durchgang aus der Stadt zu fliehen. Als der Durchgang gesperrt wurde, war Qussair vollkommen eingekesselt.
    Jetzt sprechen die festgenommenen Terroristen von dem Verrat ihrer Chefs, welche aus der Stadt flohen un die Militanten in der Schlacht ohne militärische Führung liessen. Diese Rebellen deuten darauf daß dieser Verrat die Vernichtung von den beiden Bataillons die in der Stadt kämpften – das Al Faruk und das Al Wadi – verursachte. Fast alle Mitglieder beider Formationen starben während dem Bombenangriff und der militärischen Stürmung.
    Pedro

  • ISKANDER

    Ich wette, die FSA Banditen Führer sind wieder mal in Frauenkleidern geflohen, das ist der berühmte Heldenmut der Schächter von Zivilisten. Wenn es ans eigene jämmerliche Leben geht, ist die verachtete Frau plötzlich gut genug um eine Tarnung zu sein. Was für jämmerliche Gestalten!

    • Woher weißt Du das? Dieses Foto wurde heute publiziert: http://hkar.ru/fJkS

    • Anonymous

      nö, oder halt nicht sicher.
      syP sagt es gab da einen Tunnel der nicht rechtzeitig entdeckt wurde und so die Flucht ermöglichte.

      fG
      Lurker

  • ISKANDER

    @apxwn:
    Es gibt Dinge auf die ist Verlass ;-)
    Die kann man verlässlich voraussagen wie den Untergang der Sonne.
    Oder anders: Ist ja eine gängige Praxis der
    „heldenmütigen Befreier des syrischen Volkes“.

  • Anonymous

    Oh je, das sind also Werbemuster der oft angepriesenen 72 Jungfrauen? Das sollte doch aus jedem Jihadisten eine Friedenstaube machen.

    Ansonsten, danke lieber Macher und liebe Kommentatoren für eure überaus schlüssigen Beiträge über die Lage in Syrien.

    Det70

  • ISKANDER

    Neue wichtige Meldung:
    Der Russische Militär Veteran Oberst Sergei Razumovsky hat ein Video gepostet, in welchem Russische und Ukrainische pensionierte Offiziere angekündigt haben, ein Freikorps aufzustellen, was die syrische Armee im bewaffneten Kampf aktiv unterstützt.
    Er sagt weiter: „Im Falle einer positiven Annahme unseres Angebotes sind wir in der Lage bis zu 50.000 professionelle Ex- Militärs mit excellenten Qualifikationen an modernsten Waffen und militärischem Gerät nach Syrien zu bringen“
    Mögen diese Internationalisten schnell kommen, der Terror der FSA Banditen würde zu Ende gehen.
    Wer`s nachlesen will: Quelle: ANNA News, 20.05.13. Blog Djambal Grün, Artikel: „Mögliches Freikorps für Syrien“

    • Habe das Anschreiben des Veterans gefunden (komplett übersetzt siehe weiter unten). Zum Einen, von mitgebrachter Militärtechnik ist nicht die Rede, kann auch nicht sein. Zum Anderen, in seiner am 14.05.2013 aufgenommenen Videobotschaft motiviert der General dieses Angebot in erster Linie mit der kümmerlichen Existenz der Veteranen in der Ukraine und in Russland. Es ist eine Privatinitiative, an deren Ernsthaftigkeit man nicht zweifeln braucht (Militärs meinen, was sie sagen), aber in erster Linie ist es ein Hilfeschrei. Was der Mann (bzw. die Männer) wollen und in der Ukraine nicht bekommen, steht kurz zusammengefasst im zweiten Absatz des Anschreibens.

      Schließlich wird Baschar al-Assad dem sicher nicht zustimmen. Kann ich mir nicht vorstellen.

      Ich will das aber schon allein deswegen bringen, damit man sieht, wie die meisten Russen und Ukrainer, zumal solche, die etwas davon verstehen, zur Lage in Syrien denken und was sie zu tun bereit sind.

      „Dem Präsidenten der Syrischen Arabischen Republik
      Herrn Baschar Hafez al-Assad

      Kopie: an den außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Syrischen Arabischen Republik in der Ukraine
      Herrn Mohammed Said Aqil

      Eure Exzellenz, Herr Präsident!

      Die heutige Lage in Syrien ist zweifelsohne die einer Aggression und eines Genozids, verübt von äußeren Kräften und heimatlosen Streunern gegen das syrische Volk. Die Vernichtung islamischer und christlicher Heiligtümer, der Tod zehntausender Menschen, die Flüchtlinge und die Not des Volkes in all ihren Ausprägungen kann keinen einzigen ordentlichen Menschen gleichgültig lassen.

      Das russische und ukrainische Militär, genauer gesagt das Veteranen-Offizierskorps der Ukraine, bietet Ihnen und den Streitkräften der Syrischen Arabischen Republik Hilfe bei der Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung im Lande an, wofür wir ein freiwilliges russisch-ukrainisches Expeditionskorps aufstellen und am bewaffneten Kampf gegen die Banditen und Terroristen teilnehmen wollen.

      Herr Präsident!
      Wir bitten Sie, die Möglichkeit in Betracht zu zehen, den Soldaten und Offizieren eines solchen Expeditionskorps die Staatsbürgerschaft der Syrischen Arabischen Republik zuzugestehen, ihre Familien zu versichern, außerdem ein gemeinsames Investitionsprogramm im Wohnungsbau für die Familien der in diesem Expeditionskorps dienenden Veteranen ins Leben zu rufen und durchzuführen.

      Im Falle Ihres Einverständnisses ist es uns möglich, eine Mobilisierung durchzuführen und bis zu 50.000 Mann in den bewaffneten Kampf zu schicken, welche die professionelle Handhabung von Waffen und modernster Waffentechnik beherrschen.

      Gott gebe Ihnen Gesundheit, Geduld und Beharrlichkeit beim Erreichen des Ziels, dessen es kein edleres für den Führer eines beliebigen Landes geben kann: des Friedens und Wohlstandes des Ihnen von Gott anvertrauten Volkes.

      Mit großem Dank im Voraus und vorzüglicher Hochachtung,
      Sergej A. Razumowskij“

    • Nicht General. Offizier. Das ist ja nicht Syrien. =)

    • ISKANDER

      „Mitgebrachte Militärtechnik“….das habe ich nicht gut ausgedrückt in der Formulierung. Klar, kann sich nur um die Personen handeln, hast du zweifelsohne Recht.
      Aber immerhin, nette Iniative vom Oberst.

  • ISKANDER

    Noch ein (gekürzter) interessanter Artikel von Jim W. Dean, erschienen am 19.05.13 auf Press TV zum Thema: S 300

    Teil 1:

    „… die erstmalige Rückkehr der Russischen Flotte in das Mittelmeer seit 1992.

    Zuerst einmal ist wichtig, dass die Rückkehr “permanent” ist. Die gleichgeschalteten Medien ignorieren die strategischen Konsequenzen dieser Entscheidung und der Westen mag seine aggressiven militärischen Aktionen in Richtung Regimewechsel bald bedauern, trotz des extensiven Einsatzes von gedungenen Söldnern.

    Die jüngsten israelischen Angriffe auf Syrien, vor allem der Einsatz eines buklearen Bunkerbrechers, waren für die Russen ein Geschenk des Himmels; so konnten sie einen defensiven Schritt unternehmen, ihren langjährigen Alliierten Syrien zu schützen. Die Russen sind nun zurück im Mittelmeer und dies könnte eine passende Lektion für die törichte Salamitaktik des Westens sein, die militärische Aggressivität Schritt für Schritt auszuweiten.

    Der russische Marinekommandeur Admiral Viktor Chirkov hat angekündigt, dass eine permanente Präsenz der Marine aufgebaut werde, die zukünftig auch nukleare Unterseeboote einschließe. In einem Gespräch mit RIA Nowosti sagte er:

    “Insgesamt planen wir schon für dieses Jahr die Präsenz von 5 oder 6 Kriegsschiffen und Versorgungschiffen [im Mittelmeer], die auf einer rotierenden Basis von den Teilflotten – der baltischen Flotte, der Nordmeer-Flotte, der Schwarzmeer-Flotte und in manchen Fällen auch der Pazifik-Flotte – abgezogen werden. Abhängig davon, mit welchen Aufgaben sie betraut wird und abhängig von der Komplexität der Lage kann die Einsatzgruppe erweitert werden.”

    Verteidigunsminister Sergei Shoigu ließ die Katze aus dem Sack, als er erklärte, dass eine permante Eingreiftruppe der Marine vonnöten wäre, um russische Interessen in der Region zu verteidigen. Die Welt konnte nun über zwei Jahre lang zusehen, wie zurückhaltend die Russen mit der zunehmenden Eskalation bei den dortigen Kämpfen reagierten, die von einer wachsenden Anzahl von Drittstaaten angeheizt wurden, welche im Endeffekt Syrien den Krieg erklärt hatten und meinten, dieser Schritt sei mit keinem großen Risiken verbunden.

    Hier nun die Nachricht, die ihnen die gleichgeschalteten Medien nicht vermitteln: Die Doktrin des Präventivschlages der Israelis und Neocons wird herausgefordert. Netanjahu kann schwätzen, was er will, über “rote Linien, die einen präventiven “Verteidigungs”-Schlag rechtfertigen”. Aber er höchstpersönlich gibt damit seinen Gegnern die Rechtfertigung, diese Politik ebenfalls anzuwenden.

    Quellen aus der US.Marine möggen über die “alten russischen Schiffe” die Nase rümpfen, aber das gibt es nichts altes, was die Ausrüstung anbelangt….modernste Raketen, welche in der russischen Verteidigungspolitik oberste Priorität haben, da sie die nächste Generation der Kriegsführung revolutionieren. Sie werden den Himmel von Flugzeugen und das Meer von Schiffen säubern. Die Luftstreitkräfte arbeiten nun am Einsatz von Roboterdrohnen, welche im Grunde Raketen sind, da sie deren Geschwindigkeiten und Aerodynamik aufweisen.

    Teil der Medien-Desinformationskampagne war die lancierte Geschichte, dass S300-Raketen in der Region “eingeführt” werden sollten und diese Tatsache die Region destabilisiere. Jedermann kann in einer Kopie von Jane’s vom Jahrgang 1996 nachlesen, dass sie bereits zu dieser Zeit in Syrien stationiert waren. Natürlich kann darüber streiten, ob sie nun unter russischer Kontrolle stehen oder nicht. Tatsache ist jedoch, das sie schon da waren. Man könnte die Medien einmal fragen, was ihrer Meinung nach die türkischen F-16 zu Boden gebracht hat (hier und hier)…“

    Quelle:

    http://www.presstv.ir/detail/2013/05/20/304416/russian-med-fleet-warning-to-israel/

  • ISKANDER

    Teil 2:

    „…Und so sind die S300 die ganze Zeit dort gewesen und (noch) nicht auf Israel gefeuert worden. Aber das wird sich ändern. Israels Tage, an denen es ungezwungen über libanesischen Luftraum herumfliegen und Raketen abschießen konnte, ohne syrischen Luftraum zu verletzen, könnten bald vorbei sein. Zumindest, wenn die Russen sich dazu entscheiden.

    Ihre Flotte – und zwar auch die älteren Schiffe – sind mit den modernsten Waffen ausgestattet, wie etwa die S400. Die russischen Patrouillenschiffe sind in der Lage, jedes israelische Flugzeug abzuschiessen, sogar in der Startphase.

    Jeder Gegenschlag durch Israel würde eine Reaktion der Russen herausfordern, die Israels Basen und Kommandostrukturen einschließen könnte. Die modernisierten Iskander-Raketen sollen Mach 6 – 7 erreichen; unsere Quellen sprechen sogar von Mach 8. Um Luftabwehrraketen auszuweichen, können sie Kurven von 30facher Erdbeschleunigung schlagen. Die israelischen Kriegstreiber mussten niemals gegen ein modernes Militär antreten, aber nun haben sie eine Chance dazu.

    Das vorteilhafte an dem ganzen o. a. Szenario ist, dass es sich in einem rein defensiven Modus in Abwehr eines israelischen Angriffsabspielen kann. Nach einem ersten Vorfall könnten die Russen den Israelis erzählen, dass jedes israelische Kampfflugzeug, welches israelischen Luftraum verläßt, als Angriff angesehen werde und dass sowohl das Flugzeug als auch die zugehörige Luftwaffenbasis Ziel eines Gegenschlages sein werden.

    Nicht zu vergessen ist dabei, dass die Zielfindung entweder über Satellit vor sich gehen kann oder direkt in die Raketen einprogarmmiert wird, so dass elektromagnatische Störversuche nicht wirken. Das sind keine Mörsergranaten aus einem Hinterhof des Gaza-Streifens, von denen Israel behauptet, sie wären eine solch tödliche Bedrohung, dass es wiederholt zur Abschreckung Strafaktionen gegen die Zivilbevölkerung durchführte. Die blinden Israelis haben nicht begriffen, dass sie die moralische Erlaubnis für etwas erteilten, was eines Tages auf sie selbst angewendet werden kann.

    Veterans Today berichtete, dass das US-Army Corps of Engineers das atombombensichere Kommandozentrum Israels errichtet. Weiteres Geld der amerikanischen Steuerzahler wird vernichtet, um Israel zu schützen, das über einen riesigen Bestand von Massenvernichtungswaffen verfügt und damit jedermann bedroht. Unter den Prämissen der Neocon-Politik des Präventivschlages könnten die Russen genausogut diese potentiellen Bedrohungen ausschalten. Dasselbe gilt für die Patriot-Batterien.

    Um es genauer zu sagen, die Iskander-Raketen können die Patriots am ersten Tag ausschalten. Und die Russen könnten den Internationalen Gerichtshof einschalten und argumentieren, dass ihre Reaktion nach internationalen Recht vollkommen legal gewesen sei. Wenn das noch nicht reicht, so könnten sie die Bush-Doktrin des Präventivschlages zu Verteidigungszwecken anführen… und zwar nicht, um eine zukünftige Bedrohung auszuschalten, sondern eine, die ihre feindliche Absicht bereits bekundet hat….“

    Quelle:

    http://www.presstv.ir/detail/2013/05/20/304416/russian-med-fleet-warning-to-israel/

    • @Iskander
      Hoffentlich behalten deine russischen Helden einen kühlen Kopf und stürzen uns nicht in einen dritten Weltkrieg ;-).

      Aber ernsthaft, ich freue mich auch, wenn eine neoimperialistische Aggression gegen ein souveränes Land gestoppt wird und hoffe, dass Al-Kussair die Wende einläutet und der Spuk möglichst bald vorüber ist. Leider haben die USA in der jüngsten Geschichte bewiesen, dass eine unipolare Welt mit einer dominanten Supermacht keine schöne Welt ist.
      Hoffen wir, dass der Nahe und Mittlere Osten Frieden findet.

  • ISKANDER

    Teil 3:

    „…Wenn jemand meint, dieses Szeneario wäre an den Haaren herbeigezogen, der soll die Schlagzeilen der israelischen Zeitung Hayom vom 19. Mai lesen:

    “Erwarten sie israelische Schläge gegen russische Waffenlieferungen nach Syrien-Hisbollah…….US-Beamte berichten dem Wall Street Journal, dass in naher Zukunft eine weitere Runde israelischer Luftschläge gegen eine russische Übergabe moderner Yakhont-Antischiffsraketen geführt werden könnte.”

    Hier wird die Basis gelegt für weitere Angriffe der Israelis zugunsten der syrischen “Rebellen”. Bemerkenswert an der Schlagzeile ist die automatische Verknüpfung von Syrien mit der Hisbollah in der Weise, als ob sie über gemeinsame Waffendepots verfügten oder so, als ob die Russen ihre Waffen an andere weitergeben ließen. Haben die Israelis grünes Licht von den USA? Obama hat gesagt, Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung; das heißt aber auch, dass andere dasselbe Recht haben. Aber das Speil sieht etwas anders aus, wenn sich jemand im Mittelmeer befindet, der voll zurückschlagen kann und mit Nuklearwaffen ausgestattet ist.

    Da ist noch etwas anzumerken über den nuklearen Bunkerbrecher, den Israel in Damaskus einsetzte. Auch die Russen haben solche Waffen für ihre neueren Raketen, um das Gewicht aus Gründen der Reichweite und Geschwindigkeit [gegenüber konventionellen Bunkerbrechern] niedrig zu halten. Außerdem soll eine Rakete für den Job ausreichen. Trotz Bibis Behauptungen, Israel sei für alle Eventualitäten gerüstet, ist es auf keine der Szenarien eingestellt. Und wenn die Russen auf einen israelischen Angriff reagieren, werden die USA nicht eingreifen.

    Die USA haben genug Probelem damit, dass sie Region durch die extensive Bewaffnung der Israelis in ein Pulverfass verwandelt haben. Weder hätte sich die israelische Bevölkerung eine solche Aufrüstung leisten können, noch wäre sie gewillt gewesen, sie zu finanzieren.

    Wenn Israel nach einem aggressiven Angriff seinerseits einen substanziellen Gegenschlag erfährt, kann man sicher sein, dass der durchschnittliche Israeli sofort seine Begeisterung über das Schikanenspiel verliert, an das er sich beim Attackieren schwacher und wehrloser Gegner gewöhnt hat.

    Langfristig gesehen haben mehr als nur ein paar Entitäten aus dem Umfeld der internationalen Zivil- und Militärgeheimdienste vermutet, dass dies der Weg sein könnte, um Israel als Bedrohung für jedermann auszuschalten: Sie würden die falschen Leute zur falschen Zeit angreifen.

    Niemand im amerikanischen Militär wird für den Störenfried Israel freiwillig sterben wollen, außer vielleicht die christlichen Zionisten in der Luftwaffe. ……

    Quelle:

    http://www.presstv.ir/detail/2013/05/20/304416/russian-med-fleet-warning-to-israel/

  • @All
    Heute las ich doch tatsächlich erstmals etwas von einer möglichen Teilung Syriens in (pro-syrischen) russischen Quellen…

    • Keine schöne Nachricht am späten Abend. Assad sollte dies ablehnen und Russland auch.

    • Franz

      Das kann man seit 2 Tagen auch im Mainstream erkennen, die Teilung Syriens wird thematisiert. Angeblich konzentriert sich „Assad“ darauf, einen Rumpfstaat zu zementieren. Zuerst hielt ich es für „Rebellenpropaganda“.

      Wie passt das zu den militärischen Erfolgen?

    • Enis

      @All
      Jetzt springt ihr auch auf diesen Zug?
      Dann soll mir bitte jemand die geographische Teilung Syriens nennen! Wie soll das bitte auf dem Boden aussehen, wenn sogar Idleb-Stadt, Hama-Stadt, Deir zor-Stadt, Deraa-Stadt und Hasake in den Händen der Regierung ist? Zudem sind nicht alle Provinzstädte dieser Orte in den Händen von Terroristen. Mit der neusten Strategie hat das syrische Militär nur zwei Fliegen auf einmal geschlagen: Einnahme der wichtigsten Zufahrtwege durch ganz Syrien und somit die Verhinderung der Waffenversorgung der terroristischen Enklaven. Zudem haben die Gebiete in Regierungshand wieder Verbindungen zueinander.

      In den von Terroristen gehaltenen Enklaven lebt nur ein kleiner Bruchteil der Syrischen Bevölkerung. Zugegebener Weise weiss ich aus Erfahrung, dass diese Leute eh nie eine Sympathie für die syrische Regierung hatten. Aber selbst bei denen ist die ersehnte Scharia nicht das was sie sich vorstellten. Meint ihr die syrische Luftwaffe wird zulassen, dass dort Mc Donald’s&Co. gebaut wird? Selbst an den Grenzen zur Türkei gibt’s sporadisch Kampfhandlungen. Also weniger heiss essen, als gekocht wird.

      In einem älteren Interview hat Assad die Strategie klipp und klar vorgegeben. Zuerst Homs und die Vorstädte von Damaskus bereinigen. Dann werden Idlebs und Aleppos Terrorenklaven ausgetrocknet. Hier wird es erst richtig hart für die syrische Armee, denn es gilt die massiv lange Grenze zur Türkei von Versorgungswegen zuerst abzuschneiden. Hier wird sich der Obermuslimbruder Erdowahn einige dreckige Tricks einfallen lassen um Syrien international weiter zu bedrängen.

      Aber Angenommen die Thesen würden stimmen. Wie soll ein islamistisch terroristischer Staat ohne durchgehende Verbindungen von Norden nach Süden und anderen Richtungen funktionieren? Für die Transportwege müssten sie wieder Arabisch Syrisches Gebiet überqueren? Transportwege über die Luft wären wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig. Bleibt einzig eine inoffizielle Annektierung seitens der türkischen Osmanen indem dort der türkische Staat die Wirtschaft künstlich aufbaut. Wie ein zweites Nordzypern. Mit der finanziellen Hilfe des Oberkinderschänders aus Katar wäre das wirtschaftlich auch keine Belastung. Denn die geben bekanntlich nichts, wenn nicht das Tausendfache zu nehmen gibt!

      Die Lage hat sich einfach nur zu Gunsten des syrischen Militärs gedreht. Ein kleiner Etappensieg nichts anderes. Bekanntlich ist das Potenzial der Feinde Syriens unerschöpflich, daher die aktuelle Lage nüchtern geniessen.

    • Jörg

      SPEIGEL und BND gehen von einer Rückeroberung/Befreiung des Südens aus: „… könnten die von der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützten Truppen bis Ende 2013 den gesamten Süden des Landes zurückerobern.“
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-bnd-rechnet-mit-offensive-der-assad-truppen-im-buergerkrieg-a-901132.html

    • Groß ist vor allem die Gefahr, dass Syrien seine Erdölfördergebiete verliert. Zu den schändlichsten Aktionen der EU in diesem Konflikt gehört es ja, dass sie gestattet hat, gestohlenes Öl von den Rebellen abzukaufen.
      Wenn die falschen Freunde Syriens schon nicht eine ihnen genehme Regierung installieren können, so werden sie versuchen, ein wirtschaftlich möglichst schwaches Land zu hinterlassen.
      Wenn man es realistisch betrachtet, sind Friedensverhandlungen für Assad zum jetzigen Zeitpunkt ziemlich sinnlos. Er muss momentan die militärische Lösung suchen.

    • Um auch ein bisschen über die Zukunft zu orakeln: Damit die USA endlich ihren Kriegsgewinn im Irak in Form von Öldollars abschöpfen können, ist der Plan, einen souveränen kurdischen Staat einzurichten und damit die Türkei mitspielt, soll sie auch ihren Profit daran haben. (Mit diesem Staat kann Exxon etc., endlich Verträge in ihrem Sinn machen und den jungen Staat kann man gleich zum treuen USA-Verbündeten machen. Der Rest-Irak bleibt Chaos.)
      Warum hat Öcalan die türkischen Kämpfer aufgefordert, die Türkei zu verlassen? Alles Teil eines Deals. Die Kurden dürfen sich freuen, sie sitzen auf einer der größten Ölvorkommen der Welt, die traumhafte Fröderquoten erlauben, nur dass sie das Öl bislang schlecht vermarkten können. Das wird sich ändern. Siehe dazu auch Turkey’s state-run TPAO joins with Exxon, Iraqi Kurds in oil exploration (hurriyetdailynews).
      Auch die Pipeline-Pläne machen Erdogan den Mund wässrig.

    • Joachim,
      August’12
      http://tomgard2.blog.de/2012/08/02/einblick-russische-syrienstrategie-anhand-irak-kurdistans-franzoesisch-14363896/

      Unterdessen sind zahlreiche russische Verträge bzw. Vorverträge mit der Türkei, Zypern und Israel hinzu gekommen, jüngst folgte eine diplomatische Offensive im Libanon.
      Den allgemeinen Grund für diese Offensive und dafür, daß die angesprochenen Länder, besonders die Türkei, guten Grund haben, sich ihr bedingt anzuschließen, stellte zur gleichen Zeit die hochkarätige Veronika Krasheninnikova vor:
      http://tomgard2.blog.de/2012/08/01/northern-distribution-network-modern-silk-road-14335143/

      Der Hebel, den Russland für diese Offensive in Anschlag bringen kann, ist zugleich der Grund, warum die russischen Verträge zuerst geschlossen wurden und erst auf ihrer Basis z.B. der türkische Deal jetzt:
      Es handelt sich in allen Fällen um „Zukunftsinvestitionen“, für die viel Kapital vorzuschießen ist. Aus solchen Investitionen zogen sich z.B. Statoil und BP auf russischem Territorium zurück. Die russischen Energiekonzerne blieben mit frischem Know How und budgetären Kapitalüberschüssen zurück, die sie jetzt spekulativ in den mittelöstlichen Sand investieren.

      Die spezifische französischsprachige Offensive Ria
      Novostis zielte übrigens vermutlich auf TOTAL und deren Lobby.

      Das u.a. noch als Ergänzung zu Kaumis Vorwurf, ich würde nicht mehr mit Quellen kommen. Als ob er nicht zu denen gehört hat, die meine Quellen aus den Regenbogenhimmeln verbannten.

    • ISKANDER

      @jowi
      ich bezweifele stark, das es in der Aggression gegen Syrien um das synergetische Endziel eines kurdischen Staates – wie groß auch immer und wo auch immer im Orient – geht.
      Das weiß die ganze Welt, nur die Kurden wissen es nicht.
      Die Kurden umfassen ca. 24 Millionen Menschen und das weiß auch Erdowahn. Er wird eher erneut die Fronten wechseln, als ein Kudistan zu erleben.
      Die Kurden wurden im Irakkrieg von den USA auf übelste Weise verheizt, es wird kein Kurdistan geben. Nirgends.
      Zweitens – zum Öl:
      Die USA hat nunmehr eigene Ölvorräte in riesigen Dimensionen und wandelt sich zum Selbstversorger. Außerdem wurde in den letzten Jahren mehr neue Öllagerstätten weltweit erschlossen als die Menschem bisher (!) verbrauchen konnten. Jeder Popanz sitzt auf Öl.
      Es geht ums Gas.
      Das gleichfalls neuentdeckte Gasfeld zwischen Zypern und Syrien soll Israel zugeschlagen werden, damit auch die zum „Selbstversorger“ mutieren.
      Deswegen soll Syrien (auch) zertrümmert werden.
      Hauptsächlicher Grund des neurotischen Zerstörungswahn der NWO aber ist einfach, jegliche Staatsstrukturen weltweit zu zerschlagen, welche sich nicht dem Diktat der NWO unterwerfen. Deshalb verbrennen diese Verbrecher Land um Land.
      Die nächsten Top Ten Kandidaten sind bereits bekannt:
      Malaysia, Pakistan, Eritrea, Iran, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Uruguay, Weißrussland und die Ukraine. Um nur einige zu nennen.
      Nordkorea gehört übrigends trotz Getöse nicht dazu.
      Zu Russlands und Chinas strategischer Einkreisung brauche ich sicher nichts hinzuzufügen.
      So gesehen – in Antwort auf eine vorangegangene Befürchtung von dir – ist der 3. Weltkrieg schon längst in voller Heftigkeit und zwar wörtlich, da.
      Nur eben unerwartet anders im Ablauf wie Nummero 1 und 2.

  • „@All
    Heute las ich doch tatsächlich erstmals etwas von einer möglichen Teilung Syriens in (pro-syrischen) russischen Quellen…“

    Wenn es nicht traurig wär, könnte man es komisch finden, wie Apxwn als Programmschef einer alternativen Fernverdummung agiert … mehr, oder auch weniger freiwillig. Ich habe es vor 18 Monaten hier geschrieben, inklusive der unvermeidlichen Rolle Israels, ich habe es vor Wochen wiederholt und vor Tagen den Zusammenhang mit dem israelischen Angriff und der Sicherung der Provinz Homs hergestellt, mit der sich ein Kreis schließt.

    Anfang ’12 verlief der Hauptstoß der Intervention über Al Qsair gegen Homs. Damaskus sollte isoliert und politisch belagert werden. Nachdem die erwartete Teilung des syrischen Establishments ausblieb, brach man den Angriff ab, unter medienwirksamer Opferung billigen Fußvolkes und einer entbehrlichen Journalistin, um die anschließende Neuinfiltration der Stadt mit einem Angriff auf die ländliche Umgebung zu vernetzen (Houla) und in Erwartung der Ergebnisse der türkischen Offensive einen beidseitig gedeckelten Auszehrungskrieg zu führen.

    Ich habe hier vor Monaten erklärt, warum Behauptungen, der kämpfende Teil der syrischen Armee sei >= als 60-65k, wahrscheinlich stimmten und keiner Taktik, sondern einer eigentlich kaum verdeckten Spaltung der Armee entsprang. Vor Tagen erklärte ich, mit welcher eigenen Agenda sich aktuell größere Truppenteile an den Offensiven beteiligen. Die zugehörigen Eliten wichen der Drohung eines türkisches Protektorat (al-Sham-Brigaden) unter US-Führung (Hitto), das sie der Öl-Einnahmen beraubte, und mit der faktischen Abspaltung Raqqas, Hasakas und Deir Ezors zu materialisieren begann. Aktuell spricht das ISW von einem „harten Kern“ von weniger als 50k Militär unter den Verteidigern. Sie könnten recht haben. Der Audienz Erdogans bei Obama konnten Interessierte entnehmen, der Weltenlenker sei an ihren Diensten weiterhin interessiert:
    “we are able to move to a political transition in which the institutions inside of Syria are still functioning”, wiewohl, sattsam klar, die umworbenen Institutionen Opfer zu bringen hätten.
    Nach dem ubiqitären Fjodor Lukyanov (RT, Ria, TASS u.a.) spricht nun auch die hartleibigere Strategic Culture
    Foundation aus dem Mund eines pakistanischen Ex-Außenministers von einer alavitisch geführten Exklave mit russischer Schutzmacht als einer faßbaren und evtl. unvermeidbaren Größe, wenngleich weniger explizit.
    http://www.strategic-culture.org/news/2013/05/18/can-there-be-rapprochement-in-syria-ii.html
    Ein ultimater Hohn stellt Iskanders langes Zitat der nützlichen Dummschwätzerei Jim W. Deans dar, die auf fantastischer Ebene in dieselbe Kerbe schlägt! Der Plan erfordert, daß die zionistischen Hardliner ihren Plan zur Vernichtung der Hisbollah und Annektion des Südlibanon auch Jahre, wennn nicht für ewig begraben. Jener Iskander, der vor Stunden TomGard als gefährlichen Idioten hinstellte, weil der in einem Gedankenexperiment eine taktische Offensive der Resistance gegen Israel bewarg, bringt heute einen russischen Atomschlag gegen Israel ins Spiel, zu dem die USA bedauernd die Schultern zucken.

    (Über den Iran hat Putin bereits 2007 im „Telegraph“ den atomaren Schutzschirm gegen Israel gespannt, und dies 2008 via „Tagesanzeiger“ und dessen Hausinstitut wiederholt. Mit stummer amerikanischer Billigung. Dazu braucht Russland keine Mittelmeerflotte.)

    Die kommentierende Mehrheit zog es vor, den nützlichen Idiotien (nicht persönlich, sondern politisch gemeint!) von Kaumi, Enis, Iskander, Comrade John u.a. zu lauschen, wie eine evangelische Gemeinde ihren Pfaffen lauscht – wissend, einen beschränkten Geist zu vernehmen, den sie für seine Beschränktheit feiern, weil sie vom Nutzen der Unterwerfung unter den Weltenlauf erzählt.
    (Fortsetzung folgt)

    • Schmutziges Spiel.
      Ich fürchte folgendes Szenario: Die Kurden spielen die Rolle, die die Kosovo-Albaner im Balkankrieg einnahmen. Das lässt sich im Westen auch bei den Gutmenschen gut verkaufen.
      Ein kurdischer Staat, komfortabel mit Ölquellen versorgt bekommt auch noch das syrische Fördergebiet dazu. Davon profitieren Türken und Amis (Exxon …), die längst Verträge mit den Kurden ausgehandelt haben. Dafür gibt es ja genügend Quellen, der dupplige Erdogan konnte da ja kurz vor Abflug in die USA nicht dicht halten, oder plapperte aus Sorge, die USA könnten ihre Versprechen rückgängig machen.
      Ich frage mich nur, warum die Russische Föderation da mitspielen sollte. Das Assad-Regime sowieso nicht.

    • @TomGard
      Vor 18 Monaten gab es dieses Blog noch gar nicht. Und mit 6 offiziellen Followern und Dir als Advocatus diaboli wäre ich ein jämmerlicher Programmchef.

      Kern dessen, was ich erwähnte, waren natürlich Spekulationen um das Wie und Was mit Ar-Raqqa. Das plus „Syrisch-Kurdistan“ (zur Frage nach dem geographischen Wo von Enis). Und es ging tatsächlich um den Diktatfrieden, von dem Du mitunter sprichst. Die Motivation, vor einem solchen noch Tatsachen am Boden zu schaffen, ist der Grund für die verstärkten Offensiven der vergangenen Tage. Dabei ist man tatsächlich der Meinung, dass die „erste“ Syrienkonferenz nichts Wesentliches bringt und man sich deshalb auf eine weitere im Herbst festlegt. Bis dahin hätte Syrien Zeit, das zu unternehmen, was Enis oben aus der Strategie Assads wiedergibt.

    • ISKANDER

      @tomGard
      auch wenn du ein brillianter Rechercher sein magst, nimm bitte zur Kenntnis das du nicht Gott und nicht unfehlbar seist.
      Niemand und auch ich nicht, haben dich als gefährlichen Idioten hier hingestellt.
      Ich glaube nur, das du ein blühender Narziss bist, der wie Rumpeltilzchen tobt, wenn ihm für seine Theorien nicht Beifall geklatscht wird. So gesehen, konterkarierst du dich bestens selber.
      Nimm bitte auch zur Kenntnis, das du autoritäre Züge pflegst wenn du die Leser hier als „dümmlich lauschende Gemeinde“ (sinngemäß), diffamierst.
      Du zeigst uns allen sehr deutlich, warum diese Situation in der Welt so ist, wie sie ist: Weil Eitelkeiten und Wadenbeisserei höher angesiedelt sind als Gemeinschaftsgeist und gemeinsame Kraftanstrengung für eine friedvollere Welt.
      Wenn du deine Thesen – die mitunter zwar bizarr sind – hier postest, bringst du einen guten, lesenswerten Beitrag für den wir dich auch schätzen. Aber deine verdammte Großkotzigkeit und „Alleinseligmachungsanspruch“ ist mir echt zuwider.

    • Iskander,
      „Gemeinschaftsgeist“ ist eine paradoxe, um nicht zu sagen absurde Wortschöpfung in den Augen eines Menschen, der weder an Gott, noch ein „Universum“ noch an sonst eine „Substanz“ glauben mag, sondern weiß, daß sein Geist das Produkt des tätigen gesellschaftlichen Zusammenwirkens der Generationen ist, in deren Mitte er lebt – sein eigener Beitrag eingeschlossen.

      „gemeinsame Kraftanstrengung für eine friedvollere Welt“ ist, läßt man mal „die Welt“ ALS das VORURTEIL eines So-und-nicht-anders-Seins beiseite, noch absurder: Wozu braucht es da KRAFTanstrengung, oder, umgekehrt, WENN es sie braucht, wozu soll sie dann gut sein?!

      Das „bizarre“ an meinen Thesen schließt ein, daß ich befunden habe, Parteinahme für Subjektivität erfordere Frontalangriffe auf die gesellschaftlich verfassten Subjekte, unter anderem, weil sie einen „Gemeinschaftsgeist“ und eine „gemeinsame Kraftanstrengung“ für gut und nötig halten.

      Paßt zusammen, was Du über mich sagst, es sind zusammengehörige Miß- bzw. Nicht-Verständnisse. Sollten wir uns mal begegnen, darfst Du mir gern eine ‚runterhauen, falls Dich das mit den schlechten Gefühlen versöhnen hilft, die ich Dir gemacht habe.

  • Ich will noch anfügen, daß ich zuversichtlich glaube, über die letzten drei Jahre genug Einblick in das Innenleben Assads und sein Zusammenwirken mit engsten Vertrauten gewonnen zu haben, um sagen zu können: Einem Syrien in der Hand der Restauration will und wird er nicht vorstehen. Er will und wird auch keinem Syrien in der Hand der übelsten Schlächter der patriarchalischen Geschichte vorstehen, der Wendehälse und Kriegsgewinnler. Dazu ist er sich zu schade, die Debatte um „mit oder ohne Assad“ ist eines der albernsten Schauspiele der Weltgeschichte. Der Mann ist, wie Gaddafi auch, ein Agent im Dienste des Imperiums mit einer höchst eigenen Agenda unterwegs gewesen, wie hätte er sonst überlebt? Wie anders hätte es zu dem beispiellosen Interview im WSJ vom Januar ’11 kommen können?

    Mein schrecklicher Freund Muammar hätte es fast geschafft, dem Imperium zum zweiten Mal in seinem Leben eine schmerzliche u.v.a. verheerende Niederlage zu bereiten und die AU zu einem ökonomisch zählbaren Faktor zu machen. Er und sein Sohn Mutassim verarschten Clinton und Sarkozy nach Belieben.
    Assad war auf dem besten Weg, Amerikanern UND Russen „Eurasien“ südlich unter Mockba hindurch vorzubuchstabieren. Das LETZTENDLICHE Skandalon einer „Achse Teheran-Beirut“ ist ihre Fortsetzung nach Paris ÜBER BERLIN.

    Leute wie Kaumi und Iskander werden AUF DER IDEELLEN Ebene vor der Wahl stehen, entweder zu den Deppen oder den Kriegsgewinnlern zu zählen. Leuten wie Enis und Fatime wird diese Wahl kaum bleiben, sie werden sich lustigerweise gleich TomGard auf dem Müllhaufen der Geschichte wiederfinden, wenngleich in einer anderen Abteilung. Spaßig ist das nicht.

    Damit verabschiede ich mich mal wieder.

    • Du redest manchmal wie das Orakel von Delphi (Ein Heer wird untergehen): „Der Mann ist, wie Gaddafi auch, ein Agent im Dienste des Imperiums mit einer höchst eigenen Agenda unterwegs gewesen, wie hätte er sonst überlebt?“
      Welches Imperium, welche Agenda?

    • kaumi

      Ooh Tom!!

      Du fühlst dich alt, hast wenig Geld und manchmal Schmerzen… alles von dir selbst preisgegebene Infos und das tut mir auch alles sehr leid, aber, Mann, reiß` dich endlich zusammen und hör auf deine Unzufriedenheit und deinen Weltschmerz unters Volk zu bringen – gern unter Verwendung persönlicher Angriffe.

      Was weißt du schon? Über jeden Einzelnen von uns? Über Syrien? Über diese Welt?
      Keiner weiß alles, oder möchtest du widersprechen?
      Hör endlich mit deiner bleiernen, arroganten und herablassenden Art des Kommentierens auf. Es wird unerträglich. Und ich spreche nur für mich.

      Ich kann kein Kriegsgewinnler sein, ebensowenig ein Depp. Ich kann nur der Syrer sein, der ich jetzt bin und der ich seit über 45 Jahren bin. Ein Syrer mit einem gebrochenen Herzen, ganz egal, wie die Nachrichtenlage ist oder sein wird. Was kaputt ist, ist kaputt. Das Wenigste, was mich daran interessiert, sind die materiellen Verluste. Es ist der Umstand, dass es “ das Syrien“, welches ich kannte, nicht mehr, nie mehr, geben wird. Die Zukunft liegt in Gotteshand.

      Einer meiner Freunde ist Augenarzt und hat in Damaskus studiert – Seite an Seite mit einem gewissen Bashar Al Assad. Diesem Freund höre ich zu, wenn er mir sagt, wie Assad ticken könnte, aber nicht dir.
      Geh` mal davon aus, dass fast alle Syrer und Syrienstämmige hier das Kern des Problems erkannt haben. Einfach aus dem Umstand heraus, weil sie der gleichen Sozialisation unterworfen waren und den gleichen Problemen ausgesetzt waren, wie der große Teil der kämpfenden Parteien auf beiden Seiten, vorausgesetzt, es handelt sich um Landsleute. Wir haben das gleiche Brot gegessen, vorher gleich lange in der Schlange beim Bäcker angestanden. Die Ohrfeigen der Lehrer waren unser gemeinsames Schicksal, die Angst und der Respekt vor dem dreijährigen Wehrdienst ebenso.

      Es wirkt daher für diese Leute, also auch für mich, speziell bei dir, recht befremdlich, sich anhören zu müssen welchem Trugschluß wir unterliegen, welch` ideelle Deppen wir doch dartsellen und wie der Godfather of unterstandig (also du) die Welt sieht, erklärt und sie „wirklich“ ist.
      Ständig machst du dich klein mit Hinweisen auf „deine Artikel“, in denen du jenes oder dieses vorhergesagt hast oder haben wolltest. Geschenkt. Wenn ich die Farbskala des Regenbogens niederschreibe, treffe ich zu hoher Wahrscheinlichkeit immer die richtige Farbe. Die Kunst ist aber, sich EINE Position, EINE Seite des Spektrums zu suchen, die man aus Überzeugung vertreten kann. Nur dann ist man mit sich im Reinen und kann sich ernsthaft und leidenschaftlich dafür einbringen. Alles andere ist Geistes-Prothetik, unecht, anfechtbar und billig.

      Deine Beiträge stehen in letzter Zeit vermehrt für Destruktivität, aggressive Belehrung oder nicht nachvollziehbare persönliche Angriffe. Zum Thema selbst hast du seit langem schon keine verwertbaren Informationen oder Quellen beigesteuert. Und komm` mir nicht mit debka.file, da kannst du ja gleich Bild-online oder Al Jazeera zitieren…

      Gehen dir diese persönlichen Zeilen am Arsch vorbei, gut so. Sollten sie dich treffen, gut so.
      Manche Tänze müssen getanzt werden, scheiß auf die B-Note!

    • Was soll ich schon tun, wenn Begriffe des Privateigentums und der auf sie gegründeten Sklaverei außerhalb akademischer Zirkel nicht mal mehr in ideologisierten Bruchstücken gekannt sind, bzw. die Worte – nicht die Begriffe – kaum widersprochen und über das ganze politische Spektrum von katholisch bis esotherisch in die moralischen Titel überführt werden, mit denen die deutschen Faschisten ihre Bauern fingen?
      Es gibt in der Menschheitsgeschichte nur ein Imperium, das ist der Weltmarkt, der begrifflich in jedem sklavisch bewirtschafteten Privateigentum steckt, weil irgendzwei Privateigentümer ökonomisch nur vermittels eines ideellen DRITTEN miteinander verkehren können, einem INTER – ESSE (dabei, dazwischen sein) das weder den Zwecken des einen, noch des anderen entnommen ist, sondern beide in einem ideellen Willen verklammert, der als realer Herrschaftswille auf die Welt gebracht wird, gegenüber dem alle Beteiligten als Richter wie Gerichtete auftreten. Dieser Gott tritt mal als rächende Instanz einer Theokratie, mal als Anstand und Common Sense einer Republik auf und die Territorialität dieser Herrschaften wird imperial im Maße, wie sie den Fetisch ihres gesellschaftlichen Mediums durchsetzen und befestigen: Das Geld.
      In Gaddafis wie Assads Fall bestand das Imperium ganz schnöde in der Schattenwelt der Geheimdiplomatie. Dies Institut steht zu Recht (buchstäblich) über jeder aktuellen Regierung, weil es technisch die Verbindung darstellt, die jedes Organ des Imperiums zu dessen synchronischer und diachronischer Anatomie zu halten hat, will es dem Schicksal entgehen, unvermutet zum Anachronismus zu werden. Deshalb dealt auf dieser Ebene jeder mit jedem.

    • Kaumi, wir sind uns in der angesprochenen Sache doch einig, alles andere ist Geschmackssache und, ja, Bestandteil von Biographie. Sieh:

      Tom:
      … (die) Kaumi, Enis, Iskander, Comrade John u.a. lauschen, wie eine evangelische Gemeinde ihren Pfaffen lauscht – wissend, einen beschränkten Geist zu vernehmen, den sie für seine Beschränktheit feiern, weil sie vom Nutzen der Unterwerfung unter den Weltenlauf erzählt.

      Kaumi:
      Wenn ich die Farbskala des Regenbogens niederschreibe, treffe ich zu hoher Wahrscheinlichkeit immer die richtige Farbe. Die Kunst ist aber, sich EINE Position, EINE Seite des Spektrums zu suchen, die man aus Überzeugung vertreten kann. Nur dann ist man mit sich im Reinen und kann sich ernsthaft und leidenschaftlich dafür einbringen. Alles andere ist Geistes-Prothetik, unecht, anfechtbar und billig.

      Um Dein Bild aufzunehmen: Ich wollte eine Farbe im Regenbogen sein, neben Farben die „Kaumi“ und auch „Markus“ heißen, nicht eine der über uns alle gespannten Farben wählen, die dann jeweils jeder aus den Bethäusern in seine private Kapelle trägt.

      Ansonsten: Richtig, ich jammere entschieden zu viel.
      Gehab Dich gut.

    • kleine Illustration zum Dealing:
      http://derstandard.at/1363711606583/Blair-will-kuenftig-Albanien-beraten
      Blair berät gemeinsam mit seinem früheren Kommunikationschef Alastair Campbell bereits Regierungen in Kuwait, Kolumbien und Kasachstan … Das Engagement in Kasachstan soll ihm laut unbestätigen Berichten 16 Millionen Pfund (18,9 Mio. Euro) einbringen.

  • Enis

    @TomGard
    Jetzt hast du mit deiner literarischen Nummer Markus übertroffen!
    Es fehlte nur noch, dass Assad eigentlich für den Mossad in Damaskus auf höchster Ebene arbeitet!
    Du hast zwar teilweise interessante Theorien aber dir fehlt einfach der Bezug zum einfachen Volk!

    Nebst eigener Analysen und Theorien versuche auch ich die Einstellung einer involvierten Partei einzubringen. Ich weiss es nicht, ob schlussendlich 100% meiner Vorhersagen eintreffen werden, ich kann aber mit 100% Gewissheit sagen, dass diese einte Partei dazu bereit und entschlossen ist bis zum letzten Mann das souveräne einheitliche Syrien zu verteidigen! Ob es manchen gefällt oder nicht, es gibt in Syrien ein bedeutender Anteil von Menschen, die werden niemals eine westliche Kasperliregierung akzeptieren auch wenn das letzte Dach auf syrischem Boden eingestürzt ist.

    Das ist nicht meine persönliche Analyse, das sind überbrachte Stimmen vom syrischen Boden!

  • kaumi

    Einer der Chefs der Nationalen Koalition, Georg Sabra, rief gestern die UN dazu auf, einen humanitären Korridor für Al Qsair einzurichten… im folgenden Satz dann richtete er seine Worte an „alle kämpfenden Einheiten der FSA“, zur Rettung der Stadt zusammenzukommen und den Kampf der „Ausharrenden“ zu unterstützen. Für die Nationale Koalition geht das scheinbar gut zusammen!
    Das österreichische auswärtige Amt drohte indes damit, ihr Kontingent an den Golanblauhelmen komplett abzuziehen, sollten sich GB und Frankreich mit ihrem Vorschlag durchsetzen, den „Rebellen“ noch mehr Waffen zu liefern und das Waffenembargo diesbezüglich zu lockern.
    In Israel wiederum scheint der militärische Komplex seine Bevölkerung auf ernste Auseinandersetzungen mit Syrien vorbereiten zu wollen. Dort laufen seit 2 Tagen ununterbrochen TV-Sendungen, deren Tenor lautet: „in Kürze erwarten wir einen Raketenangriff der Syrer auf eines unserer größeren Städte.“
    Und im US-Kongress scheinen sich die Falken durchzusetzen (wie immer): eine ( dann offizielle !)Unterstützung der „Opposition“ mit „Tödlichem Werkzeug“ scheint beschloßen.

    Nur ein kleines Potpurri der momentanen internationalen Stimmungslage. In Allepo dezimieren sich die „Demokraten“ derweil selbst weiter. Bis 1200 Mann sollen den internen Kämpfen zum Opfer gefallen sein. Bessere und tödlichere Waffen sind sicher eine blendende Idee…

  • EU kauft syrisches Öl aus den Händen von Al-Qaida

    Laut einem Bericht vom Freitag im britischen Guardian finanziert die Europäische Union (EU) direkt die sunnitisch-islamistischen Terroristengruppen, die mit Unterstützung der USA gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfen. Diese Gruppen plündern Öl in Teilen Ostsyriens, die unter ihrer Kontrolle stehen, und verkaufen es zu Schleuderpreisen an EU-Länder.

    Der Guardian schreibt: “Die EU-Entscheidung, Ölsanktionen über Syrien zu verhängen, um der Opposition zu helfen, fördert das Gerangel um Kontrolle über Ölquellen und Pipelines in den von Rebellen kontrollierten Gebieten. Dies trägt dazu bei, die Kontrolle dschihadistischer Gruppen über die wichtigsten Bodenschätze des Landes zu festigen.“

    Laut Guardian sind die Hauptprofiteure der von der EU verhängten Sanktionen die Al-Nusra-Front und andere islamistische Terrorgruppen. „Dschabhat al-Nusra, die Al-Qaida und anderen extremistischen Islamistengruppen nahesteht, kontrolliert die meisten Ölquellen in der Provinz Deir Ezzor und verdrängt, teils mit Gewalt, die lokalen sunnitischen Stämme. Auch im nordöstlichen Regierungsbezirk Al-Hasakah verdrängte sie kurdische Gruppen von der Kontrolle über die dortigen Felder.“

    Die Entscheidung der EU, den Öl-Handel mit den von Al-Nusra kontrollierten Gebieten wiederaufzunehmen, spricht Bände über die Lügen der imperialistischen Mächte, ihre Intervention in Syrien richte sich gegen den repressiven Charakter des syrischen Regimes. In Wirklichkeit unterstützen sie zutiefst reaktionäre und gewalttätige Organisationen.

    Dies entlarvt auch die Lüge des so genannten „Kriegs gegen den Terror“. Die Behauptung, Washington und die EU würden gegen Al-Qaida kämpfen, diente als Rechtfertigung für die neokolonialen Kriege im Irak und Afghanistan. In Wirklichkeit bewaffnet und finanziert der Imperialismus mit Al-Qaida verbundene Terroristengruppen, die schreckliche Verbrechen an der syrischen Bevölkerung verüben und deren Eigentum plündern und an die EU und die USA aushändigen.

    Spiegel Online berichtete vor kurzem, wie die Islamisten syrisches Öl zu Spottpreisen auf den Weltmarkt schleudern: „Seit Februar ist das in der syrischen Provinz Rakka gelegene Ölfeld Al-Thaura in Rebellenhand, unter Kontrolle der Gruppe Liwa al-Islam. (…) Etwa zehn Tankwagenladungen verkaufen die Rebellen in Al-Thaura pro Tag (…). Sie machen damit gutes Geld: Umgerechnet etwa 13 US-Dollar nehmen die Männer pro Fass. Auf dem Weltmarkt wird das Fass Rohöl zwar für um hundert Dollar gehandelt, doch das interessiert hier nicht.“

    Abu Saif, ein islamistischer Kämpfer der mit der Muslimbruderschaft in Verbindung stehenden Ahrar-Brigade, gibt einen weiteren Bericht, wie islamistische Milizen Syrien plündern: „Dschabhat al-Nusra investiert in die syrische Wirtschaft, um ihre Position in Syrien und dem Irak wieder zu befestigen. Kämpfer von Al-Nusra verkaufen alles, was ihnen in die Hände fällt; von Weizen, archäologischen Relikten, Fabrikeinrichtungen, Ölbohrmaschinen und optischen Geräten, Autos, Ersatzteilen bis zum Rohöl.“

    Um sich das Öl zu sichern, morden die Terroristen jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Vor wenigen Tagen machten Al-Nusra-Kämpfer das Dorf Al-Musareb nahe Deir Ezzor dem Erdboden gleich und ermordeten fünfzig Bewohner, nachdem ein Konflikt mit den lokalen Stämmen über einen Öltanklastwagen ausgebrochen war. Die Massentötungen sind in auf YouTube geposteten Videos gut dokumentiert. Die Rebellen begehen grauenhafte Verbrechen, um sich die Kontrolle über Gebiete zu verschaffen, aus denen sie den europäischen Imperialismus mit Öl versorgen.

    Hier Weiterlesen : http://www.wsws.org/de/articles/2013/05/22/oel-m22.html

    • Abu Seif, der Vater des Säbels, ist nicht zufällig nebenberuflich Seefahrer und Scheik der Dscheheïne?

    • Nobilitatis

      Die Herrschaft von Al Nusra über das Öl ist absehbar nur temporär. Die entscheidende Frage ist, ob danach die Kurden kommen, oder die syrische Regierung. Für Erdogan ist das entscheidend, glaube ich.

  • Anonymous

    @Tomgard:
    Gehab dich ruhig, auf einen Shitstorm ist glaube ich hier keiner aus.
    Allerdings scheiterst du bei mir an zwei Dingen.
    1) Du kannst deine Meinung nicht direkt ausdrücken, und mir persönlich fehlt hier wohl die Kenntnis der dritten Ecke, um dich wirklich zu verstehen.
    2) Und damit zusammenhängend: Die Meinungen und Prognosen, die letztlich durchscheinen, die sehe ich nicht durchgehend begründet. Wahrscheinlich wieder, weil mir die dritte Ecke fehlt.
    Ich glaube der kleine Konflikt den wir hier sehen liegt wohl darin begründet.

    Weiter halte ich die (nicht unbedingt hier, aber vor allem anderswo oft geäußerten) Behauptungen, wonach die USA Israel bald absägen und bsw. durch ein neues Kurdistan ersetzen würden, für Fantastereien.
    Richtig, die USA braucht Israel nicht, hat es aber nie getan. Deswegen wurde der Staat ja als Gemeinschaftsprojekt von USA & CCCP gegründet.
    Gerade die Machtlobby gleichen Glaubens, die ihre Entstehung und durchgehende Unterstützung sehr zu Lasten der USA durchgeführt hat, wird sie aber auch nicht aufgeben.
    Auch ist Israel fast das einzige, an dem die USA auch weiterhin nicht sparen. Wäre Israel bedroht, wäre die ganze Welt durch die Samsondoktrin mit ihren Atombomben bedroht.

    Ich habe keinen blassen Schimmer, was Russland in diesem Konflikt hier vorhat. Ich lese was ihr verschiedenen Blogger hier alle so schreibt, aber es sind für mich reine Vermutungen.
    Es ist möglich dass Russland hier dem Westen droht, und Russland hat teilweise hervorragendes Gerät, aber es ist außer Stande eine Konfrontation mit dem Westen anders zu gewinnen als mit nuklearer Abschreckung.
    Ich bin mir sehr sicher, dass die Russen sich nicht auf die Seite der Rebellen stellen wird und ihren Aufstieg so gut es geht verhindern wird.
    Frieden um jeden Preis, einschließlich liquidierung von Assad? Ich glaube kaum.
    Lieber werden sie den „Fleischwolf“ namens Bürgerkrieg am Laufen halten, der viele Terroristen aus Tschetschenien weiterhin bindet.
    Wie schön heißt es auf einem russischsprachigen Graffiti im zerstörten Aleppo? „Heute Syrien, morgen Russland.“
    Und mit dem kann man sehr schön die westliche Politik beschreiben. Damaskus hat für Moskau heute die gleiche Bedeutung wie 1939 Prag.
    Ja, es werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch vorher andere Länder fallen, ehe es Russland trifft, aber der Westen ist auf dem guten Weg, und in einer schlimmen Situation.
    Er ist von Zerfallserscheinungen geplagt, kann das überdehnte nicht zusammenhalten.
    Wenn es die Weltherrschaft haben (Brzezinski: ein neues Rom sein) will, dann bleibt ihnen nicht viel Zeit.
    Das Finanzsystem zerbricht, es kann den Völkern zwar ludes (Spiele) bieten aber kaum noch Brot.
    Sie werden deutlich autoritäter werden und den Scheinfreiheitsbonus verlieren. Ansonsten, und vielleicht dennoch, droht ihnen ein Kollaps, der den des Warschauer Paktes um ein Vielfaches in den Schatten stellen könnte.

    Was treibt die Rebellen aus aller Herren halbislamischer Länder so an, in Syrien zu kämpfen?
    Es ist die Prophezeiung des Mohammed, der Siegeszug des Islam werde in Al Sham beginnen und die ganze Welt erobern.
    Entweder die Prophezeiung hat sich vor 1200 Jahren nur halb erfüllt und damit als falsch erwiesen, oder das steht in den Augen der Gläubigen der Welt erst bevor.

    Und ironischerweise haben diese halbgebildeten Scheichs von noch ungebildeteren ehemaligen Ziegenhirten mit dieser Erwartung vielleicht sogar recht, auch wenn es eine ganz andere, halbsekuläre (halb, da das Schisma von 1054 hier auf kultureller Ebene weiterwirkt) Schiene mit einem Standoff zwischen Westen auf der einen Seite, und Russland auf der anderen Seite fährt.

    • Um Tom etwas zu verstehen muss eben sehr genau gelesen werden.

      Schreibt er zB. „ist nicht persönlich sondern politisch gemeint“, müssen seine Ausführungen in diesem Sinn verarbeitet werden.
      Zum andern haben seine Begriffe etwas ultimatives/absolutes.

      Als Beispiel „Imperium“.
      Gerade hier verstehen praktisch alle die heuchlerische/westlich/christliche UNwertegemeinschaft.
      Es gabt aber auch slawische, asiatische, klerikale und viele weitere Imperien.
      Das absolute Imperium ist aber das der Konzerne.
      Es ist Global und uralt.
      Historisch quasi das Gewinnerimperium nach vielen Schlachten.
      Im Einzelnen braucht es Bücher dies historisch begründet zu erläutern.
      Aber ein paar Wegpunkte kann man erinnern, auch um Tom`s Sklavenwirtschaft zu umreissen.
      Aus vielen zerfallenen Imperien erwuchs aus dem untergehenden Rom die K+K Monarchie mit deren Hilfe die Zwangschristianisierung durchgeführt wurde.
      Seefahrer haben dann diese Methoden verfeinert und die Plünderungen auf allen Kontinenten in Gang gesetzt.
      Daraus erstarkten die Handelshäuser mit ihren Monopolen. (Seidenstrasse, Venedig,etc.)
      Zu Beginn der Industrialisierung geriet zugleich der Adel in Misskredit.
      Aber aus diesen elitären Kreisen floss das Geld zum Fabrikenbau und der Grundstein der Massenversklavung war gelegt.
      Jede Erfindung, zuvorderst die taktung der Zeit bis zum Fließband diente der Effizienz der Sklavendienste,
      auch wenn alles immer als Errungenschaft der menschlichen Entwicklung gepriesen wird.
      Zu Beginn dieser Entwicklung bestand die Bevölkerung in Europa aus 95%!!! Bauern und bäuerlichen Grossfamilien.

      Dies alles im Namen der christlichen Leitkultur bis Dato.
      Das Resultat endloser Potenzkriege des Raubtierkapitalismus sind heute die paar Konzerne die das Geschehen auf der ganzen Welt bestimmen.

  • Anonymous

    @alle
    wie ich gerade lese, flüchten tausende Söldner über die Grenze in die Türkei, tlw. gewaltsam, weil die türkischen Grenzbeamte überfordert sind.
    Vielleicht dauert das ganze doch nicht bis 2015. Wenn ich glück habe, kann ich nächsten Sommer wieder mit dem Auto nach Syrien und Jordanien fahren. hoffentlich.
    habkind

  • Anonymous

    @alle
    gemäß syria-news hat die syrische Marine vor dem Angriff Israels am 05.05.2013 ein israelisches U-Boot versengt.Das soll am 02.05. passiert sein. Der Angriff der Israelis wäre damit die Vergeltung dafür. Vielleicht kann das jemand über seine Informationen bestätigen.
    habkind

    http://www.syrianews.cc/syrianews-exclusive-syrian-navy-destroys-israeli-submarine/

    • kaumi

      habkind, das wäre ja mal eine Meldung. Ich habe noch gar nichts darüber gehört. Dafür gibt es Meldungen, dass sich im gepanzerten Fahrzeug, was die Syrer auf dem Golan zerstört haben, 5 israelische Soldaten befunden haben – und die Quelle berichtet, dass kein dieser Soldaten überlebt hätte. Das würde die offensichtlich angefasste Reaktion der Israelis erklären.
      Der Vollständigkeit halber: die syrische Quelle berichtet auch, dass ein syrischer Posten durch die israelische Antwort zerstört worden sei. Verlustmeldungen gibt es hierzu nicht!

  • Enis

    @all
    Heute als breakingnews in den türkischen Medien:
    die türkische Hackergruppe Redhack hat wieder geschafft geheime Kommunikationsdokumente der türkischen Polizei mit dem Geheimdienst zu hacken! Redhack hat alle Dokumente ins Internet gestellt! Es wird spekuliert, dass diese Dokumente von türkischen Geheimdienstlern an die Gruppe zugespielt wurden, welche gegen Erdogan arbeiten. Diese sind im türkischen Geheimdienst nicht wenige! Man erinnere sich an den Mörder und Deserteur Harmoush, welrcher in der Manier eines Hollywood-Films vom türkischen Geheimdienst an den Mukhabarat für USD 100 000 verkauft wurde!

    Brisant an der Sache ist, dass der Geheimdienst ausdrücklich über mögliche Bombenanschläge von der Nusra Front warnt und um zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen anfordert! Eigentlich nichts anderes, als das was jeder Mustafa und Ayse auf der Strasse bereits weis!

    Quelle und Dokumente leider nur auf türksich..
    http://gundem.milliyet.com.tr/redhack-ten-sok-reyhanli/gundem/detay/1712423/default.htm

    • Enis

      noch was Amüsantes! Redhack habe heute ein staatliches Konto gehackt und an wildfremde Arbeitnehmer gutgeschrieben! Im Buchungsreferenz haben sie diesen Glückspilzen mitgeteilt „Habt Freude beim Ausgeben“!

      Ich stehe nicht auf der Linie mit den Kommunisten, aber solche Leute sind wirkliche Kommunisten.

  • ISKANDER

    Nachdem dieser Bericht: „Al Kusair“ von unserem fleißigen apxwn inzwischen schon wieder mit dem nächsten Beitrag überflügelt wurde, möchte ich noch ein (wahrscheinlich) letztes Schlußplädoyer zu diesem nunmehr in die Halde gehenden Text abgeben.
    Ich konstantiere, dass das Stichwortthema anfangs angenommen wurde und mit dem geysirhaften Auftauchen des Narziss TomGard wieder wie schon so oft herunter gezogen, zerredet und in Seitentäler der Information herabgezogen wurde.
    Eigentlich schade.
    Apxwn gibt eine brandneue Info und TomGard flugs seinen Senf dazu und schon ist alles weg vom Thema.
    Freuen wir uns doch, die wir für die syrischen Volksverteidiger mitfühlen, das Al Kusair eine gute Nachricht war. Vielleicht das Stalingrad des Wstens.
    Das soll in unseren Köpfen bleiben und uns stärken.

    • Anonymous

      Kerry soll laut Tagesschau gesagt haben, dass es zwar kaum vorstellbar sein soll, dass Assad weiterregieren solle (statt Assad wurde i-was von der Typ mit den Panzern gelabert), aber letztendlich sollte das syrische Volk selbst entscheiden.
      Heißt das die USA geben auf?

  • Comrade John

    TomGard 22. Mai 2013 10:23
    „Die kommentierende Mehrheit zog es vor, den nützlichen Idiotien (…) von Kaumi, Enis, Iskander, Comrade John u.a. zu lauschen, wie eine evangelische Gemeinde ihren Pfaffen lauscht – wissend, einen beschränkten Geist zu vernehmen, den sie für seine Beschränktheit feiern…“

    Na fein, dass Sie mich subsumieren.
    Habe im Strang u. in den zwei vorangegangenen Strängen aber nicht geschrieben u. auch früher nur spärlich zur Lageentwicklung in Syrien u. Hintergründen geäussert sowie kaum einen Ausblick gegeben.
    Passen Sie mal auf’s Geschehen im Blog auf, da auch Kleinigkeiten auf Sie zurückfallen u. ebenso wie die ständigen Ankündigungen: Bin dann mal weg hier!, die nie eingehalten werden, keinen Eindruck von persönl. Integrität vermitteln.

    Richtig ist nur, dass ich im allgemeinen solidarisch bin mit Land, Leuten u. ihrem Präsidenten und meine Solidarität an der einen u. anderen Stelle nicht nur in diesem Blog u. nicht ausschliesslich anonym auf symbolische Weise zum Ausdruck bringe. Mehr kann ich nicht tun, Sie aber auch nicht. Ihre bemerkenswerte Analysetätigkeit hat praktisch keine Bedeutung. Die könnte den Lesern nutzen (den Blick schärfen u. langfristig Illusionen aufheben), verfehlt aber die Wirkung dadurch, weil Sie überziehen.

    Die Klassenverhältnisse in Syrien aufzuklären ist legitim, darüber aber die Entsolidarisierung zu fördern u. den Feind aufzuwerten, indem die Interessen seiner Opfer in den Vergleich gestellt werden, das kann nur ein marxistischer Internationalist fertigbringen.
    (Sie bescheinigen über den dauernden Vergleich der nationalstaatlichen syrischen u. im Staatsapparat bestehenden versch. Interessen mit den Interessen der globalen Eliten dem Nationalstaat, dass er selbst schuld sei, dem Ganzen eh nie gewachsen war u. deswegen zwangsläufig verschwinden müsse)

    Den „Nutzen der Unterwerfung unter den Weltenlauf“ reklamieren Sie gegen „all“ am untauglichen Beispiel u. am falschen Ort. Übersetzt heisst das, Solidarität für das Assad-Regime ist verkehrt, weil es selbst ein Teilnehmer unter ferner liefen der global organisierten Konkurrenz auf dem Weltmarkt sei u. schon darin (in der Entscheidung für eine Seite, in der Solidarität) eine Anerkennung liege, dass alles seine Ordnung habe. Wie die -klammheimliche- Anerkennung der herrschenden Verhältnisse durch die Untertanen zustande kommt, haben die Theoretiker der MG schon vor Jahrzehnten eindrucksvoll beschrieben:
    http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/bglind/bglind.htm

    Die ganze Sache hat „nur“ den Haken, dass nach ihren Urteilen, die Sie wohl teilen, nahezu alle Sympathie, Opposition u. Widerstand von den falschen Voraussetzungen ausgeht, zu keinen vernünftigen Ergebnissen führt, u. dass man das Engagieren u. Opponnieren am besten ganz sein lässt.
    Genau der Vorwurf ist ihr (der MG = Marxistische Gruppe) immer wieder gemacht worden auch bei Hinweis auf die möglichen wahren Urheber einer Ideologie der theoretischen Verweigerung, die aber praktisch zu dem führt, was ja gerade von ihr kritisiert wird: Das Mitmachen.
    Auch kontrollierte Selbstenthaltung, das Erzeugen von Hoffnungslosigkeit u. das Zerreden jeder begründeten Opposition kann eine Form von Mitmachen sein.

    Ich meine soweit ich Sie gelesen habe schon, dass Sie Niemand zum Mitmachen am System veranlassen möchten sondern auf das Gegenteil zielen – aber mit den falschen kommunikativen Mitteln u. den verkehrten revolutionären Subjekten >> die „jüdische Bevölkerung Israels, besonders die Mitteklasse“; die armen unterdrückten Kurden „Westkurdistans“.
    http://apxwn.blogspot.de/2013/05/osternacht-in-damaskus.html?showComment=1367870997238#c291133409567643246
    http://www.diekurden.de/news/westkurdistan/salih-muslim-kurden-kontrollieren-60-der-erdoelfelder-in-syrien-5822633/
    (Dass dieselben auch nur einen Nationalismus befördern, den Sie eben Assad u. den Syrern absprechen, die mit ihm gehen, scheint Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen.)

    • Franz

      @Comrade John, danke dafür! Und wiso das ständige Bedürfniss nach Anerkennung@TomGard?

  • Anonymous

    @alle
    TomGard hat es geschaft, dass alle über ihn reden und wenige über den Inhalt des Blogs:
    Syrien, der mittlere Osten und Russland.
    nicht schlecht Herr Specht (Herr Tomgard)
    Habkind

  • Leute, jetzt soll keine Rechtfertigung folgen, nur hat Comrade John die Sache, um die’s mir geht, im Wesentlichen benannt, bis auf Punkte, die ich richtig stellen möchte, so kurz es geht.

    Vorweg, @ Franz, ich mag eitler sein, als andere, zum Beispiel indem ich den Ehrgeiz habe, meine Eitelkeit meinen Zwecken und Zielen dienstbar zu halten, und deshalb habe ich genau einmal (nicht „ständig“, wie John sagt) meinen Rückzug angekündigt, weil die Vorgänge in und um Syrien meinen früheren Analysen nicht in allen, aber den wichtigsten Punkten Recht geben, und mich das sehr wütend und, ja, auch nicht wenig verzweifelt macht. Ich bin nicht zuständig für eine Lage, in der „Recht“ GeHABT zu haben der einzig erhältliche mickrige Lohn für den Einsatz meiner Kräfte ist, ich habe sie nicht geschaffen, auch nicht im Mikrokosmos dieses Blogs, in dem jetzt jeder Hans und Franz daher kommt, dieses Faktum (oder den Anschein, wie ihr wollt) hinter dem Verdacht verschwinden zu lassen, ich buhlte nur um Anerkennung.

    Iskander hat mich oben einen „brillianten Rechercheur“ genannt und in dem Geschäft bin ich gemessen an meinen beschränkten Mitteln tatsächlich gut, aber das liegt halt GENAU an dem, nennen wir es „theoretisches Rüstzeug“, von dem John EINE Seite genannt hat, es lenkt meine Wege durch den Datendschungel und das Dickicht der Desinformation. Diesem Rüstzeug, jedenfalls den Anteilen, die ich in verschiedenen Beiträgen erkennen lassen hab, will ich Anerkennung verschaffen. Daß dies Ziel teilidentisch mit Anerkennung für mich und meine Arbeit ist und Anteil an meiner Motivation hat, weil anderer Lohn zu meinen Lebzeiten kaum erhältlich, ist das Nebensächlichste an dem Vorgang, das braucht niemenden zu interessieren, gelle?

    Johns Bezeichnung „Ideologie der theoretischen Verweigerung“
    („Übersetzt heisst das, Solidarität für das Assad-Regime ist verkehrt, weil es selbst ein Teilnehmer unter ferner liefen der global organisierten Konkurrenz auf dem Weltmarkt sei …“) ist nicht nur falsch, sondern angesichts des Umfanges, in dem er mich gelesen hat, eine Lüge (wahrscheinlich in seine Tasche), denn ich habe unmißverständlich gesagt, wogegen ich mich aufstelle: Eine „Restauration“ (wörtl.) der „ständischen Herrschaft des Militärs“ (wörtl.) und auch, wofür ich plädiere: für einen republikanischen (!!) Umsturz. Dasselbe hat auch Bashar al Assad in seiner Rede vom 10 Januar getan (wenngleich notwendigerweise vom institutionellen Standpunkt aus), der jemand wie Iskander anscheinend nichts weiter entnommen hat, als den Auftrag zur „Ausrottung“ der Terroristen bis zum letzten Mann. Assad gab wenig verklausuliert jeden Funktionär zum Abschuß frei, der jetzt nicht jede Minute daran arbeitet, kein Funktionär mehr zu sein, sondern Diener des bürgerlichen Gemeinwesens, das ihn beauftragt habe. Zwei Jahre zuvor, im WSJ, hat Assad dasselbe Ziel als 10-Jahres-Reformprogramm vorgestellt. Lustigerweise will der oberste Weltenlenker Obama TECHNISCH gesehen auch nichts weiter, als einen republikanischen Umsturz in Syrien (und im Iran), aber das macht Assad und mich nicht zum Feindagenten oder meine Reden zur Feindpropaganda, denn, da GLAUBE ich Leuten, wie Kaumi, Enis (und z.B. Haitham Manaa), eine syrische Republik würde nicht automatisch zum US-Vasallen und auch nicht zum EU-Frontstaat, Letzteres jedenfalls nicht ohne weitere Mühen, denen entgegen zu arbeiten wäre.

    Einem MG-ler fiele es schwerlich ein, so zu argumentieren (jedenfalls nicht öffentlich), nebenbei gesagt.

    Es soll noch ein Wort zu „Solidarität“ folgen.

    • „Solidarität“ zählt zu den buchstäblich mörderischsten politischen Zwecken, wenn sie die (Geschichte der) Akkumulation des Kapitals zur Basis nimmt. Das geschieht aber, wenn jemand dem Kampf um die nationale Selbstbehauptung der militärischen Hegemonialmacht des Weltmarktes auf dem syrischen Schauplatz Chancen und Gelegenheiten zur Behauptung des syrischen Staatswesens entnehmen will, die selbstverständlich nicht anders zu haben ist, denn als Selbstbehauptung des Personals und der Pfründe der herrschenden syrischen Eliten. Diese Pfründe sind doch der zählende Gegenstand der Interessen, denen die Solidarität gilt und für die alle kämpfenden Parteien, einschließlich der selbsternannten Gotteskrieger, instrumentalisiert werden.

      Ich muß abbrechen, deshalb nur noch der globale Verweis auf die Defensivität von „Solidarität“: Mit ihr dient jemand einer Partei im Kampf um die Entfaltung der Kapitalakkumulation Gefolgschaft an, in der Erwartung, daß seine Dienstbereitschaft mit Berücksichtigung vitalen Interessen entlohnt wird.
      „Solidarität“ ist einfach die bürgerliche Variante der Buhlerei, mit der (Möchtegern) Führer zu allen Zeiten um Knechte und Gefolgschaft warben.

  • Franz

    Bedürfniss nach Anerkennung… das waren meine Worte.
    Buhlen nach Anerkennung… das waren deine Worte.
    Ist schon ein anderer Stiefel oder?

    Du benötigst Anerkennung, das meine ich nicht mal negativ, finde es eigentlich traurig(stell’s mir sehr deprimierend vor).

    Dass du deine Recherche Skills nicht zu Geld machen kannst, ist schade. Anscheinend hast Du ein Vermarktungsproblem oder habe ich da was falsch verstanden?

    • Franz, Deine Fälschung ist hässlich.

  • Franz

    Nix gefaelscht… alles ernst gemeint, dann tatsaechlich ein Missverstaendnis.

    PS sry@OT