Wallungen

In den vergangenen Tagen dominieren zum Thema Nahost im Allgemeinen und Syrien im Speziellen Meldungen über die von Kerry & Putin initiierte und wohl demnächst bevorstehende “internationale Syrienkonferenz” (Genf II.?), die auffällig zeitnah zu den Präsidentschaftswahlen im Iran stattfinden soll. Die Situation sieht für Syrien recht interessant aus: die Konferenz soll, so mutmaßt man, auf höchstem politischen Niveau verlaufen. Die Amerikaner äußern gegenüber Baschar al-Assad in fast befehlendem Ton die Empfehlung, doch bitte daran teilzunehmen, und dieser merkt wohl, was man ihm für Trümpfe in die Hand gibt, und will sich die Sache “überlegen”. Niemand wird sich mit einer “politischen Leiche” an einen Tisch setzen, und schon bringt Al-Manar mit Verweis auf die CIA (Al-Manar hat sicher einen ganzen Stab an Informanten in Langley) eine Meldung, derzufolge man bei der CIA gewiss sei, dass Assad bei Wahlen im Jahr 2014 gewinnen würde und die Unterstützung für ihn bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode anhalten wird. Dabei gibt es schon genügend Andeutungen darüber, dass diese Konferenz zu nichts Greifbarem führt – aber kein Problem, versammelt man sich eben später noch einmal. Vielleicht im September, nach den Präsidentschaftswahlen im Iran und dem, was ihnen unmittelbar folgen mag.

Denn wenn man sich zu den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran umsieht, kommt man nicht umhin, eine Sache zu bemerken, die davon zeugt, dass die Amerikaner sich darauf durchaus gründlich vorbereiten. Seit dem 6. Mai läuft ein Großmanöver der US-Marine im Persischen Golf. Groß ist es in erster Linie deshalb, weil es bis zum 30. Mai andauern soll. Inhalte des Manövers sind Übungen im Bereich Minenberäumung, Landetruppen, Begleitschutz ziviler Schiffe und Gewährleistung der Sicherheit von Tankerterminals.

Die Hauptziele dieses Manövers entsprechen ziemlich genau dem, was die möglichen Aktionen der US-Marine wären, sollte sich die Lage im Persischen Golf irgendwie zuspitzen. Der Iran hat nicht nur einmal gedroht, die Straße von Hormus im Kriegsfalle dichtzumachen, was rein geographisch gesehen keine große Herausforderung für die Perser wäre. Die Straße ist eng genug und wird von der iranischen Marine, Luftwaffe und auch Artillerie bestens abgedeckt, so dass man an der Wirkung dessen, was da angedroht wird, nicht zu zweifeln braucht: bis zu 40% des weltweiten Erdöltransports auf dem Seeweg gehen durch die Straße von Hormus. Und 93% des gesamten Erdölexports der Golfstaaten hängen von der Stabilität um dieses Nadelöhr ab. Dazu kann man gern noch die LNG-Tanker des Katar nehmen; würde die Straße von Hormus auch nur einen Monat lang für eine Passage unsicher werden, so wären 250 USD für’s Barrel Erdöl durchaus realistisch.

Das aktuelle Manöver liegt zeitlich zu nahe an den iranischen Präsidentschaftswahlen, als dass der Iran sich darum nicht zu bekümmern brauchte. Die US-Flotte wird natürlich im Falle dessen, dass es dort wieder zu einem “Revolutionsszenario” kommt, den Iran davon abhalten dürfen, den Hebel von Hormus gegen die potentiellen Aggressoren in Anwendung zu bringen. Pardon, derjenigen Gutmächte, die dem unter der Knute des “iranischen Regimes” leidenden Volk zur Hilfe geeilt kommen. Die Verlautbarungen des Kommandos der 5. US-Flotte darüber, dass das Manöver nichts mit dem Iran zu tun habe, ist viel zu sehr von der Phrasen-Stange, als dass man es als Argument in Betracht zu ziehen bräuchte.

Dabei gibt es durchaus glaubwürdige, wenn auch medial kaum beachtete Informationen darüber, dass im Iran wirkende Terrorgruppen – in erster Linie die allseits bekannten Modschaheddin-e Chalgh – mit US-Geheimdiensten kooperieren:

“Die Extremisten treten als Sparring-Partner der USA im Kampf gegen die “Achse des Bösen” auf, schaffen Vorwände dafür, die Feinde der USA der Verstrickung in terroristische Aktivitäten zu beschuldigen. Beispielsweise haben die USA und die EU im Januar/Februar 2012 schwere Sanktionen gegen den Iran verhängt, um dessen Wirtschaft zusammenbrechen zu lassen. Andere Länder eilten nicht unbedingt, sich an dieses Sanktionen zu beteiligen, ebensowenig freute das manche US-amerikanische und europäische Wirtschaftsgrößen. Wie auf Bestellung ereignet sich eine Explosion bei der israelischen Botschaft in Delhi, im gleichen Zeitraum wurde ein Sprengsatz an der israelischen Botschaft in Tbilissi entdeckt. Der Iran wurde beschuldigt, den Sanktionen wurde zugestimmt. Später führte die “iranische Spur” zu den Modschahedin-e Chalgh, die der derzeitigen iranischen Regierung höchst feindselig gegenübersteht. Die USA war dabei, diese Organisation von der Liste der Terrororganisationen zu tilgen, die Medien haben derweil kein großes Gerede darum gemacht.” (Quelle)

Jetzt könnte ein analoges Szenario bevorstehen. Durch die Volksmudschahidin lancierte Provokationen könnten die US-Alliierten dazu veranlassen, allerlei Vergeltung für jegliche Gegenaktion des Iran zu üben oder zu unterstützen. Die (natürlich durch den Iran selbst geführte) Untersuchung der Anschläge gegen iranische Wissenschaftler in den vergangenen Jahren ergab, dass die Anschläge von Terroristen verübt worden sind, die vom Gebiet von Aserbaidschan aus handelten bzw. sich nach getaner Bluttat dahin zurückzogen (daher die ganze Hintergrundstory über “Mossad-Agenten in Aserbaidschan”). Das jüngste Medienresultat für die freiheitsliebende Welt: “Iran bedroht Aserbaidschan”.

Es kommt zu einer Lage, in der die Welt mit einer Meldung konfrontiert werden kann, der Iran habe vollkommen unprovoziert Maßnahmen gegen einen seiner Nachbarn ergriffen. Das kann nach der derzeitigigen Konstellation durchaus Aserbaidschan sein. Wozu der Iran das tun sollte, interessiert dann niemanden. Ebenso wie die Explosionen in Reyhanli, die von Türken verübt wurden, wider alle Vernunft Syrien angelastet werden. Der langsam vollkommen entgleisende Erdogan interessiert sich kaum noch dafür, dass seine Verlautbarungen im Widerspruch selbst dazu stehen, was auch seine eigene Regierung an Tatsachen anführt.

Der bis zum Automatismus eintrainierte Mechanismus propagandistischer Indoktrination und des Verbreitens offenkundig gefälschter Nachrichten kann Wunder wirken. Eine Reaktion des Iran auf terroristische Aktivitäten gegen ihn kann man durchaus als Aggression darstellen – man schweigt einfach zu den Gründen, die das Land dazu gezwungen haben, aktiv zu werden. Gleichzeitig haben die USA und deren Mitläufer durchaus Erfahrung in nicht vom UN-Sicherheitsrat oder sonstwem gebilligter Gewaltanwendung gegen souveräne Staaten. Und genau in so einem Fall reicht ein diplomatisches Gegensteuern von chinesischer und/oder russischer Seite nicht aus.

In den USA ist man mit den Ergebnissen der Kerry-Visite nach China nicht eben glücklich. Xi Jinping hat sich so ziemlich alle Initiativen Kerrys recht kühl angehört und ist nicht weiter darauf eingegangen. Nebenher demonstriert Nordkorea, dass es dazu fähig ist, die Lage in dieser für die USA strategisch auf den ersten Platz rückenden Region zu erschüttern – und naiv der, welcher meint, den Nordkoreanern sei dies eingefallen, ohne dass China es wenigstens duldete, bestimmt aber gebilligt hat.

Diese Sache durchgehen zu lassen bedeutete, die Chinesen die eigene Schwäche spüren zu lassen. Kaum eine bessere Gelegenheit als jetzt im Iran für ein Rückspiel gegen China. Dazu muss man bedenken, dass China durchaus nicht weniger, vielleicht sogar noch mehr als Russland zur Unterstützung Syriens unternimmt. Durch die scheinbar vollkommen unmotivierte Eskalation um die Diaoyudao / Senkaku-Inseln mussten die Staaten ihre Aufmerksamkeit wohl oder übel auf den Asiatisch-Pazifischen Raum lenken. So hat China recht unverbindlich demonstriert, dass eine Verstärkung der direkten US-Aktivitäten gegen Syrien mit Leichtigkeit durch Spannungen “am anderen Ende” gekontert werden kann, zumal Japan solchen Spielchen eigentlich nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hat.

Die Syrer verstehen also sehr wohl, dass sowohl China als auch Russland durchaus auch im eigenen Interesse ihre Verbündeten sind. Für China sind Syrien und der Iran jeweils Vorhöfe des eigenen Verteidigungsperimeters, den sie, so lange es geht, aufrecht erhalten werden. Für Russland mit seinen Spannungen im Nordkaukasus und der allgemein zu beobachtenden Tendenz einer Aktivierung des radikalen Islamismus auch schon im Herzen des Landes ist Syrien als “Fleischwolf” für die ferngesteuerten Terrorbanden nicht minder wichtig. China und Russland halten also schon allein deshalb die Stellung an den Ufern des Euphrat.

Was bleibt den Aggressoren? Den sich heranbildenden, ihnen entgegenstehenden Staatenblock zu zerrütten. Der Iran ist sicherlich ein weitaus schwierigerer Gegner als Russland, aber gerade jetzt ist er verwundbar. Verwundbar bleibt er nur eine recht kurze Zeit lang. Die Frist für irgendwelche Maßnahmen ist sehr eng gesetzt, doch die Amerikaner müssen und werden sie sicher zu nutzen versuchen.

Vor einschneidenden Veränderungen kommt es nicht nur in der Tektonik zu Schwingungen, die vom herannahenden Ereignis künden. Gleiches sieht man heute in der Lage um Syrien und den Iran: die Provokationen in der Türkei, die Angriffe Israels, Hals-über-Kopf-Visiten diverser westlicher Führungspersönlichkeiten nach Moskau – und zwar derjenigen, welche die wahrscheinlichsten Aggressoren gegen den Iran sind – deuten darauf hin, dass vielleicht noch vor den iranischen Präsidentschaftswahlen in oder um Syrien etwas eintreten wird, was die Aufmerksamkeit und die Kräfte der Verteidiger – Iran, China, Russland – fesseln und gleichzeitig vom Iran ablenken kann. Der Iran ist und bleibt aber das momentan übergeordnete Ziel, denn schon im Juli wird er gegen einen zersetzenden Angriff wahrscheinlich wieder weitestgehend immun sein; und daher die ganze Eile.

Die Kraft liegt aber in der Ruhe, wie man so schön sagt. Unter Zeitdruck können und werden die Aggressoren Fehler machen. Man muss sie freilich finden und entsprechend zu nutzen wissen…

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  • Anonymous
  • apxwn, Kompliment, du schreibst wirklich sehr gut!
    Ein kleiner Tippfehler ist in diesem Halbsatz „, die Chinesen die eigene Schwäche spüten zu lassen.“

    Zu deinem Artikel passt die Schlagzeile aus der Haaretz, die ich schon bei deinem anderen Post verlinkt hatte „Before confronting Syria, Israel should consider saving its energy for Iran“.
    Die israelischen Falken können es kaum noch erwarten, gegen den Iran los zu schlagen.

    Auf die Fehler muss man nicht warten, sie wurden schon gemacht: die hegemonialen aggressiven Ziele der Allianz aus sunnitischen Ölscheichs, USA (mit Anhang) und Israel sind zu offensichtlich geworden. Dass der Iran noch fällt, können Russland und China nicht zulassen. Somit drängt das Aggressorenbündnis diese Staaten in ein Gegenbündnis und damit erreichen sie am Ende das Gegenteil, von dem was sie wollten. Und der Iran ist mit seinem Öl und seiner großen Bevölkerung kein schlechter Handelspartner!
    Das wäre jedenfalls das Ergebnis, wenn die RF und die VR China entschlossen und ein bisschen mutig handeln. Wenn sie das nicht tun, wären sie ziemlich dämlich.
    Vielleicht erklärt auch das die Eile der Anti-Iran-Kräfte: erst nach den Wahlen wissen Russland und China wer in Persien künftig das Sagen hat, Russland und China hätten sich hier vom Westen nicht so unter Druck setzen lassen dürfen, so ist der Iran im Augenblick ohne ausgewiesene Schutzmacht. Now or never, wird sich da mancher amerik. und israel. Falke sagen.
    Vielleicht wird es aber auch „nur“ zu einem – natürlich rein präventiven – Schlag der israel. Luftwaffe mit den neuen bunkerbrechenden Waffen gegen die unterirdischen iranischen Nuklearforschungseinrichtungen kommen. Die amerikan. Flotte soll dann den Iran von Vergeltungsmaßnahmen abhalten. Für mich das wahrscheinlichste Szenario.

    • Vielen Dank, Fehler ausgemerzt. – Die Wahlen im Iran sind auch ohne äußere Einmischung rein innenpolitisch von einiger Brisanz. Ahmadinedschad hat seinen Schützling, der Rahbar wird sich seinen sorgfältig heraussieben (oder hat es schon getan und pusht ihn durch). Da ist viel im Gange mit gegenseitigen Korruptionsvorwürfen und Beschuldigungen, nur eins kann man recht sicher annehmen: die Außen- und „Atom“politik wird bleiben, wie sie ist, egal, wer gewinnt.

  • Apxwn mag gut schreiben, aber sein Eintrag stützt sich einzig auf das dem Anschein des Iran-Krieges entnommene Vorurteil, die USA und Israel wollten den Iran irgendwie platt machen.
    Das ist ziemlich wenig.
    Um so weniger, als er selbst vor wenigen Wochen (hab keine Lust, das ‚rauszusuchen, hab Schmerzen) noch stringent begründet hat, daß und warum es im US-Interesse liegt, daß der Iran eine Regionalmacht bleibt – wenngleich nicht in Gestalt einer „islamischen Republik“.
    Sofern einer akzeptiert, daß es iwie um die Verhinderung russischer und/oder chinesischer Dominanz in Zentralasien nebst Monopolisierung der Ressourcen geht, genügt (abermals) ein Blick auf die Landkarte, um zu erkennen, daß es stimmen muß.
    Folglich verbietet sich aus dieser Sicht ein Versuch der Destabilisierung des Iran über völkisch-ethnisch-religiöse Konflikte, und dazu paßt, daß nach einer Episode in der Hochzeit der Neocon-Herrschaft die Instrumentalisierung der Jundullah, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagend im Zuge der Beunruhigung Belutschistans, entfallen zu sein scheint.

    Das soll nun nicht heißen, daß eine Instrumentalisierung des korrupten Regimes in Azerbeidschan den Israelis vorbehalten bleibe, sondern nur, daß es eine lineare Syrien-Iran-Strategie nach dem Domino-Prinzip, die aus unterschiedlichen Motiven so gern propagandistisch beworben wird, nicht gibt.

    Konkret kann ich dazu nur sagen, daß man – wie in diversen Artikeln in Al Monitor nachzulesen – in den USA aufmerksam registriert, daß im iranischen Wahlkampf eine Kampagne gegen die Seilschaften Achmadinejads geführt wird, die den amtierenden Präsidenten beschuldigt, die „Konfrontation mit dem Westen“ ohne Not verschärft zu haben. Man wird sich dort also dreimal überlegen, ob die Wahlen wirklich ein geeigneter Zeitpunkt für Angriffe sind, wie Apxwn unterstellt, als verstehe sich das von selbst.

    • Angriff heißt ja nicht gleich „plattmachen“, sondern, wie Du sicher selbst weißt, aber ich bei Dir gerade nicht herauslese, das Anrollen einer grünen oder wie auch immer gefärbten „Revolution“, deren Bestandteil oder Begleiterscheinung es sein kann, dass es in Randgebieten (Aserbaidschan) zu Problemen kommt. Von den USA nehme ich nicht an, sie wollen den Iran „irgendwie plattmachen“, die haben andere Ziele, siehe Brzezinski – dachte, das wäre deutlich geworden.

      Zu letzterem, nämlich zur Regionalmacht Iran und dem US-Interesse daran, kann man etwas ergänzen, je nachdem, was die Syrienkonferenz ergibt oder nicht. Ich lese schon allenthalben vom „schiitischen Frühling“. Mal sehen, ob was heranreift, das man formulieren kann.

    • Der „schiitische Frühling“ war doch vor 34 Jahren …

    • Es ist oft doch komplizierter, als es zuerst scheint. Ich habe übersehen, dass Russland und Iran im Gasgeschäft auch Konkurrenten sind. Das größte Interesse an einem starken Iran dürfte dann wohl China haben, einmal mehr der lachende Dritte. Dank Wirtschaftsembargo des Westens kann es zu günstigen Konditionen Geschäfte mit den Persern machen.
      Warum die USA ein Interesse haben sollte, ihren Erzrivalen Iran nicht im Chaos versinken zu lassen, erschließt sich mir dagegen nicht. Bekanntlich sind die Amis mit den Ölscheichs der arabischen Halbinsel recht dicke und deren größter Rivale ist und bleibt der Iran. Auch im Irak stört der Iran die amerikanisch-sunnitischen Kreise.

      Kaum abzustreiten ist, dass die israelischen Falken geradezu panisch die Entwicklung einer iranischen Atombombe verhindern wollen und unter einem anderen amerikanischen Präsidenten, es vermutlich schon zu Angriffen gekommen wären. Mit teurem Geld wurden Waffen gegen die iranischen Bunker entwickelt, siehe Video: U.S.’s Updated ‘Bunker Buster’ a Threat to Iran?.
      Würden die Israelis vor den Wahlen zuschlagen, bzw. die USA, dann würde dies mit Garantie die Falken im Iran bei den Wahlen stärken. Wäre also nicht so klug. Warten wir die Wahlen im Iran ab.

    • Anonymous

      nun ja, eine Sache stieß „dem Westen“ sicherlich sauer auf: Das die zwei „Konkurrenten“ so eine Art Gas-OPEC gründen wollten.
      Und als der IRAN dann keine Dollar mehr für dein Öl & Gas nehmen wollte hat dem Faß doch glatt den Boden ausgehauen…

      fG
      Lurker

  • Zu später Stunde erfreulich fleissig.
    Danke!
    Ich versuchte das Avatar von apxwn zu entschlüsseln.
    Mit viel Fantasie erkenne ich höchstens eine Wirbelsäule und zur fand ich dies:
    1 Definition [bearbeiten]

    Als Differentialdiagnosen, kurz DD, bezeichnet man Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu identischer Symptomatik, die vom Arzt neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche Ursachen der Patientenbeschwerden in Betracht gezogen werden müssen.
    2 Bedeutung [bearbeiten]

    Die Anzahl der Differentialdiagnosen nimmt mit der Spezifität eines Symptoms bzw. eines Symptomenkomplexes ab. Den geringsten Aussagewert haben die so genannten Allgemeinsymptome (z.B. Fieber), die bei einer Vielzahl von Erkrankungen vorkommen. Ist ein Symptom hingegen pathognomonisch, erleichtert es die Diagnosefindung.

    „Die Abgrenzung einer bestimmten Krankheit von Erkrankungen mit ähnlicher oder übereinstimmender Symptomatik ist die Aufgabe der Differentialdiagnostik, die mit möglichst geringem Aufwand sichere Diagnosen-Ausschlüsse erzielen soll. Eine mangelhafte Differentialdiagnose, die zu Behandlungsfehlern führt, kann forensischen Konsequenzen haben.

    Differentialdiagnose passt schon. (Durch ein Ausschlussverfahren den Kern der Wahrheit finden.)

    Auch Dank an die Kommentatoren, ausser dem brüllenden Löwen der in Wahrheit ein Kätzchen ist, das ins Wasser fiel.

    Gute Nacht zusammen.

  • Vertreter syrischer Oppositionskräfte haben sich bei einem Treffen in Madrid für die Bildung einer Übergangsregierung unter der Schirmherrschaft der UN ausgesprochen. und dann wirds richtig witzig oder wie schon gehabt, Zitat:

    „Die Gespräche in der spanischen Hauptstadt gingen mit der Annahme der sogenannten „Madrider Deklaration“ zu Ende. In dem Papier ist die Forderung enthalten, im Land einen repräsentativen Rat der Ältesten zu bilden, der als eine Zwischenphase bei der Bildung der Übergangsregierung gelten soll.

    Die Urheber des Dokuments fordern Damaskus auf, die Soldaten der Regierungsarmee in die Kasernen zurück zu bringen, alle Festgenommenen laufen zu lassen, die Lieferung humanitärer Hilfsgüter für Syrien zu ermöglichen und die Heimkehr von Flüchtlingen zu gewährleisten.“

  • ISKANDER

    @Badx
    ja, das ist wirklich ein schöner Abgesang der „Opposition“ auf ihre wachsende Bedeutungslosigkeit. Es erinnert mich mehr und mehr an das Contra – Fiasko in Nicaragua/El Salvador Ende vorigen Jahrhunderts – wieder einmal unter Federführung der mächtigsten Terrormacht der Erde, der USA.
    Die „Forderung“ der „Opposition“ ist ungefähr so wirkungsvoll wie meine an das zuständige Finanzamt, sofort aufzuhören mit der Ausplünderung der Schaffenden im Lande und Auflösung der Repressionsbehörde.
    Mal sehen, obs aufgeht :-)

  • Franz

    Nunja…eigentlich ist es schade…eine Opposition ist immer nützlich oder nicht?

  • Anonymous

    Wirklich interessant, es mal aus dieser Perspektive zu sehen. Ich meine, wenn man jedes als vermeintlich illegitm aufgefasstes Regime mit Brachialgewalt angreifen dürfte, müsste es überall Krieg wie in Syrien geben!

    Ich sehe China aber nicht als Hauptunterstützer Syriens. Ich denke eher, dass Xi Jing Ping das mehr aus der Distanz betrachtet und sich damit amüsiert, die anderen Parteien gegeneinander auszuspielen.

    Russland braucht Syrien hingegen wirklich und hat viel Gas und Öl, um damit China zu beliefern. Aber Russland ist auch deshalb ein idealer Partner für das Reich der Mitte, weil es es auch nicht so genau nimmt mit Demokratie, Minderheitenrechten etc. und damit ein wichtiger Partner etwa in der UNO ist,

    In der Tat wirken die USA zur Zeit eher lächerlich im Bemühen, „Schurkenstaaten“ wie Nordkorea, Iran oder Syrien unter Kontrolle zu bekommen. Es klappt einfach nicht …