Vesti.ru: Kessel von Al-Kusair

T-72 mit syrischem Urban Special Kit / Foto: A. Filatow
Einmal mehr über diese Ortschaft an der syrisch-libanesischen Grenze. Hier gibt’s eine frische Reportage der Leute von Vesti.ru, in der das ominöse israelische Militärfahrzeug mal aus der Nähe und von innen gezeigt wird. Es ist denn wohl keine Sufa-1, wie vor ein paar Tagen angenommen (bzw. aus israelischen Internetkreisen gefischt), sondern eben… ein Jeep, 95’er Baujahr. Also nicht eben alt.
Als Untermalung: das offizielle Damaskus hat derweil sein Einverständnis zu einer Teilnahme an der internationalen Syrienkonferenz gegeben. Das hat der Sprecher des Außenministeriums der RF heute mitgeteilt.
Dahingegen hat die „Opposition“, zumindest die „Nationale Koalition“, bislang noch nichts analoges verlauten lassen. Was auch leicht zu erklären ist: die einzige Forderung, auf die sich die Opposition zu einigen in der Lage ist, wäre die Absetzung Assads.  Letzterer hatte erst unlängst wieder, in einer gegenüber dem Westen wohl fast schon höhnischen Weise, mitgeteilt, dass er sein Amt 2014 nicht aufzugeben gedenkt, während die CIA recht unzweideutig vom wahrscheinlichsten Szenario durchsickern ließ, dass er angesichts der Stimmung im Lande durchaus bis 2020 Präsident bleiben könnte.
Unter solchen Umständen kann die „Opposition“ einfach kein Einverständnis mit einer Teilnahme an der Konferenz geben, denn damit verschwindet der einzige Punkt des Konsens, zu dem sie jemals zu kommen fähig war.
Dabei kommt die Unfähigkeit der Opposition, auch nur ein Minimum an Konstruktivität an den Tag zu legen, Damaskus auf dem Boden der Tatsachen nicht ungelegen: so kann die inzwischen deutlich erkennbare strategische Initiative in vollem Umfang genutzt werden und die mögliche Verhandlungsposition der Rebellen weiter eingeschränkt werden. Die Kämpfe in Al-Kusair geben der Regierung darüberhinaus einmal mehr die Gelegenheit zu sagen, dass hier nicht gegen politische Gegner, sondern gegen kriminelle Banden gekämpft wird, welche sich in dieser Gegend verschanzt haben – was auch kein Stück wider die Tatsachen wäre. Sollte al-Golani tatsächlich noch in Al-Kusair sein und „tot oder lebendig“ dingfest gemacht werden, gäbe es für die Syrer bald auch etwas zu zeigen.

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