Totgesagte, Teil 2

Der vor ein paar Tagen wieder einmal gemeldete klinische Tod des saudischen Königs Abdullah wurde, weil man es wohl schon gewohnt ist, ziemlich gleichgültig durch die Kolumnen gejagt. Keine Titelseiten, kein Börseneinbruch, keine bankrotten “Börsianer”, die sich aus den Wolkenkratzern stürzten.

Die Gleichgültigkeit ist verständlich: zum Einen ist das iranische Press-TV die “große” Quelle, mit Verweis auf unbekanntere Asharq Al-Awsat. Press-TV hat sich nun bereits durch verschiedenste Hurrameldungen eine gewisse eigene Reputation erarbeitet. Die jetzige Meldung nun ist interessanterweise nichts weiter als ein wenig bearbeitetes Copy+Paste, also die nahezu wortwörtliche Wiederholung einer analogen Meldung, die exakt ein halbes Jahr zuvor kam. Der einzige Unterschied ist – eingangs in der Meldung – dass die Todesursache diesmal keine akute Atemwegsinfektion, sondern Nieren- und Herzversagen sein soll.

Zum anderen: König Abdullah hat schon dermaßen viele klinische Tode überlebt, dass es für alle Fälle sinnvoll ist, nicht im Voraus zu trauern, sondern das Endgültige abzuwarten. Dabei ist die Statistik so, dass zwar der König dann und wann klinisch tot ist, begraben werden aber eher seine Kronprinzen. In den vergangenen anderthalb Jahren sind es ihrer drei, die aus “biologischen Gründen” ihre Aspirantenposition an den jeweils nächsten weiterreichen mussten. Die jüngste Nachricht ist also vielleicht eher für Salman ibn Abd a-Aziz, den derzeitigen Kronprinzen, Grund zur Sorge.

Nichtsdestotrotz ist es um den König so bestellt, dass Press-TV irgendwann auch einmal einen Treffer landen kann. Tritt sein Tod in diesen Tagen ein, so könnte die Arabische Halbinsel von einer Vielzahl von ernstzunehmenden Problemen ergriffen werden. Es hat also Sinn, diese Meldungen weiter zu verfolgen.

Bislang gab es aber weder Bestätigungen noch Dementis dessen, was Press-TV meldete. Was es aber noch gibt, ist folgendes: König Abdullah hat die saudische Nationalgarde in den Rang eines Ministeriums erhoben und Prinz Mutaib bin Abdullah folglich zum Minister ernannt. Dem Datum der Meldung zufolge zwei Tage vor seinem klinischen Tod.

Die Nationalgarde oder “Weiße Armee” ist eine Parallelstruktur zur regulären Armee, die sowohl zahlenmäßig beeindruckend groß aufgestellt, als auch militärtechnisch modern ausgerüstet ist, einschließlich Panzerfahrzeugen, Artillerie und immerhin Kampfhubschrauber. Im Grunde ist die Nationalgarde so etwas wie die Streitkräfte im Inneren, welche für Saudi-Arabien, das vor etwas über achtzig Jahren aus Flicken zusammengebaut und nach wie vor von bedeutenden inneren Widersprüchen geprägt ist, sicherlich seine Aktualität hat.

Interessant ist dabei auch noch, dass während sich die Streitkräfte und die Polizei samt Sicherheitsdiensten unter den Fittichen des Sudairi-Clans befinden, die Nationalgarde von Abkömmlingen aus dem Stamm der Schammar befehligt werden – König Abdullah ist mütterlicherseits ein Schammar und war auch vor Mutaib, bis 2010, Chef der Nationalgarde.

Die Erhebung der Garde in die Höhen eines königlichen Ministeriums und damit auch die Erhebung von Mutaib bin Abdullah kann man eigentlich fast nur als eine Verschärfung der Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Clans der Dynastie deuten. In diesem Sinne ist vielleicht gerade die abermalige Meldung zum Tod Abdullahs kein Zufall; es ist dabei nicht einmal so wichtig, wie es dem König wirklich geht, wichtiger wäre, wann diese Meldung kommt. Auch früher gab es sicherlich bei absehbaren Machtwechseln in Saudi-Arabien Probleme, aber der jetzige bringt neben den Machtbestrebungen der einzelnen Clans auch noch einen unvermeidlichen Generationenkonflikt an die Oberfäche. Fast bekommt man den Eindruck, als habe der Reichsgründer Abd al-Aziz ibn Saud sein Erbe mit einem Verfallsdatum von rund 80 Jahren versehen. Insofern werden auch die innenpolitischen Leibesübungen komplizierter, wie das die Sache mit der Nationalgarde veranschaulicht.

Zur Erläuterung: das Problem besteht nicht darin, wer der Thronfolger Abdullahs sein wird. Es gibt ihn ja bereits. Die Machtübertragung wird also wohl normal und konfliktlos verlaufen. Kronprinz Salman ist zwar nicht viel gesünder als König Abdullah, aber er lebt wirklich, weshalb der Prozess der kommenden Thronfolge keine Fragen aufwirft. Es geht hier um die verschiedenen Interessen bei der Benennung des künftigen Kronprinzen. Also wer der Thronfolger des möglichen Königs Salman werden wird. Es gibt die Vermutung, dass man bei einem König Salman Prinz Mukrin zu seinem Kronprinzen ernennt – er ist wohl der letzte halbwegs zurechnungsfähige Vertreter der Kinder Abd al-Aziz’. Er ist der Sohn einer Jemenitin und hat aus diesem Grunde nicht die besten Aussichten, aber als Übergangsvariante für die Zeit interner Machtkämpfe würde seine Kandidatur reichen.

Die wichtigste Frage stellt sich allerdings nach der Beteiligung Saudi-Arabiens an dem Konflikt in Syrien. König Abdullah ist der Motor hinter der Parteinahme der Saud und der Finanzierung der Salafitenbrigaden. Ein bedeutender Teil der saudischen Familienelite ist davon nicht begeistert, weil sie davon ausgehen, dass Saudi-Arabien in diesem Krieg keinerlei strategische Perspektiven verfolge.

Es gibt aber eben auch die gegenteilige Meinung, der König Abdullah anhängt. Was treibt den König zu diesem gefährlichen Experiment? Gefährlich, weil der Krieg die Region zu ergreifen droht. Und das ist es: ein Krieg, in dessen Zuge Jordanien fällt. Die Saud sind angesichts der US-amerikanischen Vorstellung von einem Großjordanien, das weit nach Süden bis an die Küste des Roten Meeres reichen, während die heiligen Städte Mekka und Medina einem neuen “heiligen islamischen Staat” zufallen sollen, doch seit geraumer Zeit in Teilen recht nervös.

Die Logik des Königs kann man durchaus nachvollziehen – das Projekt “Großjordanien” muß durch die Demontage Jordaniens verhindert werden. Es bräuchte nur den syrischen Konflikt in noch mehr lose regierte Nachbarstaaten überschwappen zu lassen. Flüchtlingslager hat Jordanien schon mehr als genug…

Diese Idee ist nun wiederum schwer zu realisieren und andererseits in ihren Folgen höchst gefährlich. Und hinter dem Rücken des Königs spielt der Emir von Katar ein kompliziertes Spiel mit seinen Moslembrüdern, der ganz offensichtlich eigene Ansichten über die Gebiete am Jordan hat.

Es gibt aufgrund all dessen eine gute Chance, dass Saudi-Arabien nach dem Tod König Abdullahs seine Beteiligung am syrischen Konflikt herunterfährt, was wiederum sein Verlöschen bedeuten würde – allein wird Katar die Sache nicht finanzieren können. Vielleicht hängt die Weigerung der europäischen Kolonialmächte, das Waffenembargo “gegen Syrien” zu verlängern, auch mit dieser Variante zusammen. Für den Fall, dass Saudi-Arabien als Aggressor ausfällt, können solche Waffenlieferungen die Aktivität der in Syrien agierenden Todesschwadronen und Marodeure einige Zeit lang am Leben halten.

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  • ISKANDER

    Saudi Arabien wird seinen toten König seit Monaten auf dem Papier lebendig schreiben um die Kontinuität der aggressiven Linie gegen Syrien fortzusetzen und zugleich aus Ratlosigkeit wie es denn intern weitergehen solle.
    Saudi Arabien ist bereits tot. So wie sein König. Hirntot halt. Wenn die USA die Beatmungsmaschinen des Beduinenstaates abstellen ists vorbei.
    Die Ministerisierung der Nationalgarde ist der wohl schlüssigste Beweis dafür, das wir bald sehen können wie Saudi Arabien in Chaos versinkt.
    Die Zeit läuft für Syrien.
    Die NATO Bewaffnung der Al Kaida/FSA wird denen keinen Schub mehr bringen, die Messen sind gesungen.

    • Anonymous

      Kann dir nur zustimmen. Gut möglich, dass König Abdullah bereits tot ist und dessen Ableben erst in einigen Wochen oder gar Monaten bekannt gegeben wird. Das Haus al-Saud tut sich da keinen grossen Zwang an.

      Ob diese Machtübergabe hinsichtlich der Nationalgarde tatsächlich der freie Wille des Königs war, steht nicht unbedingt fest.
      Einem sterbenden Menschen diese Unterschrift oder jene Zusage abzuluchsen, sollte kein grosses Problem darstellen für diejenigen, die jetzt das unmittelbare Umfeld des Königs kontrollieren bzw. kontrolliert haben.

      Die Spekulation, dass der grosse Abdullah am Sturz des kleinen Abdullah interessiert ist, kann ich nicht teilen.
      König Abdullah II von Jordanien entstammt der vornehmen Haschemiten-Dynastie. Was natürlich so ziemlich seine einzige Qualifikation darstellt.
      Er wird als Haschemit von der grossen Mehrheit aller Muslime respektiert und seine Monarchie wird daher von niemanden in Frage gestellt.
      Soweit ich weiss, haben die beiden Abdullahs auch gemeinsame Vorfahren, was in der arabischen Nobilität ein starkes Band darstellt.
      Ausserdem ist Amman das Drehkreuz Nr.1 für Geheimdienste, Waffenschieber und andere Glücksritter. An dessen Erhalt sollten eigentlich alle interessiert sein.

    • ISKANDER

      Im Jahre 2005 geisterte anlässlich des Todes von König Fahd – der Vorgängers von Abdallah – ein Artikel von Marc Thörner durch den Deutschlandfunk, in welchem damals schon die absehbare Führungslosigkeit des KSA angesprochen wurde.
      Und heute, 8 Jahre später? Ist es nicht schon multipliziert?
      In diesem Bericht wurde ganz beiläufig erwähnt, das Gunter von Hagens, der deutsche Plastinator, dem
      King – Saud – Universitätskrankenhauses von Riad jedes Jahr: “ 40 deutsche Leichen schicke“.
      Der O – Ton verschlägt einem glatt die Sprache:
      „…“Jedes Jahr schickt uns Dr. Gunther aus Heidelberg vierzig Leichen. Denn für uns in Saudi Arabien sind Leichen schwer zu bekommen. Unsere Religion verbietet einfach das Sezieren. Es ist haram – unrein und sündhaft. Sie kriegen einfach keine Leichen. Es ist undenkbar, jemanden zu fragen: Entschuldigen Sie, wir brauchen Ihren Körper, wenn Sie gestorben sind, es ist für unsere Studenten… Nichts zu machen. Sie können sich auf den Kopf stellen – Leichen kriegen Sie nicht. Die Deutschen haben einfach mehr als sie begraben können, hat mir Dr. Gunther erklärt, weil das Land in Deutschland sehr teuer ist.“
      Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/402473/
      Leichenfledderung und wer weiß – auch humanoider Ersatzteilhandel – mit „Abfall“ aus Deutschland.
      Was in aller Welt geht in den Köpfen des Berliner Regimes vor, das sie diese „Exportgenehmigungen“ erteilen?
      Und noch was zum KSA: 1995 besaßen sie noch müde
      8 Millionen Einwohner, 2005 waren es schon 16 Millionen. Somit müssten 2015 schon 32 Millionen Saudis vorhanden sein. Also doch Ibn Sauds Hobby geerbt.
      Schon deshalb werden die Zerstörer dieser Welt sich „nach“ Syrien dieser Zeitbombe zuwenden – wenn sie es nicht schon eingefädelt haben.

    • Anonymous

      @Iskander
      in SA und Bahrain gibt es z.Zt. große Unruhen.
      Der iranische Sender Al Aalam berichtet viel über Bahrain, denn ein großer Teil der Bevölkerung sind Schiieten.
      Möglich dass der saudische Frühling bald kommt. Und bezüglich SA da kann es nur einen Frühling geben, dunkler kann es ja nicht mehr werden.
      Die Armut in Saudi Arabien ist unvorstellbar – Menschen verhungern auf der Straße, haben keine Wohnungen und keine Arbeit – speziell im Südosten.
      Da gährt was – und das ist kein Alkohol.
      habkind.

    • ISKANDER

      @habkind:
      ja, Bahrein ist de facto durch SA militärisch besetzt. Die deutsche Regimepresse verschweigt das tunlichst.
      Sollte Syrien und davon gehe ich mit meinen patriotischen Gefühlen aus – durch die Aggressionswelle hindurch surfen – wird dies eine belebende Wirkung auf den Freiheitsgeist der Schiiten in Bahrein und SA, sowie der vielen Ethnien in Nahost entfalten. Da purzeln dann manche Regimes und selbst den Zionistenstaat drückt das an die Wand, was die legitimen Rechte der Palästinenser endlich greifbarer macht.
      Der Westen, Israel und noch mehr die Golfparasiten und Erdowahn (letzterer bekommt ja schon die ersten Winde zu spüren) werden bereuen, den Geist je aus der Flasche gelassen zu haben. Dies ist der Preis des Pokers und das wissen sie, das fürchten sie wie im Mittelalter der Provinzpascha im Balkan, als sich ein Gesandter des Kalifen ankündigte.
      Man kann das was ich hier beschrieben habe, zerpflücken und strategisch ominös abstrus darzustellen versuchen. Es wird aber so kommen und nicht aufhaltbar sein. Das ist gewiss.
      Noch was explizit zum Zionistengebilde:
      Erinnere noch einmal daran, das Kissinger trocken festgestellt hat, das: „Israel in 10 Jahren nicht mehr existiert“
      Ola!

    • ISKANDER

      Muss ich mal loswerden, ist zu köstlich um in meiner Festplatte zu verbleiben:
      Der zionistische Kriegsminister Moschee Jaalon ließ eine Ente fliegen, die ein ganzes Dorf satt machen könnte:
      Er erklärte gegenüber dem Parlamentsausschuss sinngemäß, das die S 300: „frühestens“ erst in 2014 in Syrien auftauchen werden.
      Und um den Saal zum Lachen zu bringen, fügte der Ärmste hinzu: „Mindestens“ 4 Damaszener Stadtteile befinden sich nebst 60 % des KLandes bereits iun Rebellenhand“
      So berichtete es brav der TV Sender Channel 10.
      Was lehrt uns das?
      Israel weiß entwder nicht wo die S 300 im Lande Syrien sind – oder wahrscheinlicher – der Bolzen mit Linksgewinde ist im Hintern von Netanjahu eine unappetitliche Vorstellung und man sucht nun die Flucht in vollkommene, getürkte, Naivität um aus der Sache raus zu kommen.
      Wer weiß, was Putin dem kleinen Judenführer mit dem geschäftsverhindernden Blick bei dessen Rapport auf der Krim angedroht hat?
      So ist das Theater; kommt man mit Gewalt nicht weiter, wird entweder gegreint oider sich gesichtswahrend am Hinterkopf gekratzt und gesagt: „Ja wo sind`se denn, ja wo laufen se denn, die
      S 300??“
      He – die Uhr läuft für Syrien!

  • Ist grad etwas allgemein trifft aber beinahe alle Beiträge in diesem Blog.

    “Die Logik der Waffen” – Interview mit TV-Journalist Ulrich Tilgner.

    Sehr lesenswert und einer meiner Helden nebst Peter Scholl-Latour:

    http://www.spreezeitung.de/6249/die-logik-der-waffen-interview-mit-tv-journalist-ulrich-tilgner/

    In seinem Buch geht es um „smart/soft power“ und Schattenkriege/asymmetrische Kriege.

    • Top Interview, vielen Dank für die Empfehlung. Absolut lesenswert, weil der Mann durchblickt und dazu noch kurz & präzise formulieren kann. Von der „smart/soft power“ Obamas schwadroniere ich ja auch schon geraume Zeit. Besonders beachtenswert sein indirektes Plädoyer für eine Wehrpflichtigenarmee als Teil der Gesellschaft, der eine Entmenschung des Kriegs, wie es jetzt geschieht, unmöglich machte.

    • Gibt da noch eine Reportage aus dem Irak über den desolaten Zustand dieses Landes nach all den Kriegsverbrechen durch die USA.
      übrigens im Video schön zu sehen wie ein ami Bergepanzer die Sadamstatue umreisst und nicht das irakische Volk!!!
      http://www.youtube.com/watch?v=pdJhYQBpgtQ

    • „The uploader has not made this video available in your country.“

    • @apxwn
      Es gibt etliche Tools die Ländersperren umgehen können, zB.:http://www.unblocker.yt/
      Ich wusste gar nicht das man den SRF Kanal nicht überall sehen darf.

      @Enis
      Du vergleichst da Äpfel mit Birnen.
      Erich Gysling ist eine Propagandaschleuder der Globalisten erster Güte. Immer fleissig das Fähnchen der US schwenkend.Überdem ein Schreibtischtäter. Dem höre ich schon lange nicht mehr zu.
      Ulrich Tilgner berichtet schon lange und kritisch aus islamischen Ländern, zuletzt aus Libyen. Er war einer der wenigen, im Gegensatz zu Todenhöfer und Gisling,Armleuchter und wie sie alle heissen, der sich eine kritische Sicht der Dinge erlaubte.

      Gerade zu Syrien ist er von Anfang an sehr still. Ich vermute seine zu positive Auffassung des Landes hat ihn von der Berichterstattung ausgeschlossen.
      Dafür war er viel im Iran und Irak.

  • Enis

    @apxwn
    Achtung! Diese selbsternannten Nahostexperten wie Erich Gysling oder Ulrich Tilgner sahen Assad noch vor einem Jahr am Ende, am Boden kriechen! So wie übrigens der Bundes Nichtstauge Dienst auch! Die drehen sich nur mit dem Wind.

    Ich habe bereits in 2011 auf Sarsura über den „Syrischen Willen“ berichtet, der so fest ist wie ein Stein, ein Berg, eine Festung, ein unbesiegbarer Geist! Ich kenne diesen Geist ganz tief. Es gab sicherlich pessimistische Momente wo auch ich den Glauben fast verloren hatte, aber eben dieser Geist hat sieben Leben! Totgeschriebene leben immer länger.

    Egal wie dieser dreckige Krieg gegen den syrsichen Willen physisch ausgeht, in den syrischen Seelen ist Assad bereits unsterblich verankert!

    Die Aggressoren können soviel Waffen schicken wie sie wollen, solange diese Besatzer nicht selber aktiv die Terroristen unterstützen, ist dieser syrische Wille nicht zu brechen!

    Dazu muss man kein überbezahlter Experte sein, ich hätte es der Welt aus Überzeugung und Liebe zu Syrien gratis analysiert..

    Ich hatte bis anhin nie richtig Befürchtung, dass die äusseren tollwütigen Hunde selber in Syrien eingreifen könnten, doch je näher unser Sieg in die Nähe rückt, desto mehr denke ich an eine mögliche Aggression der Feinde Syriens!

    • Tatsache, denn das hier: http://www.20min.ch/ausland/dossier/tunesien/story/31861421
      …ist zu dem Zeitpunkt, als es publiziert wurde, auch ohne Kenntnis des „syrischen Willens“ eine kolossale Fehleinschätzung gewesen, denn es war schon nach dem sich seit Ende November 2012 abzeichnenden Umbruch.
      Gegen das oben von Badx verlinkte Interview ist aber nichts einzuwenden, im Gegenteil.

    • Interessant sind jetzt die damals vorgebrachten Gründe für die „Einschätzung“.
      Mir fallen zwei Motive ins Auge:

      1)Der Wille zur passenden Erfindung:
      “ … und radikale, salafistische Kräfte vor allem in den grösseren syrischen Städten immer mehr Zulauf finden.“

      2) Die verächtliche Stellung zur Bevölkerung als einer Manövriermasse, die sich den erwarteten oder erwünschten „stärkeren Waffen“ schon beugen werde.

      Punkt 2 ist tragisch, weil er auf der Gegenseite geteilt wird. Aussagen wie „..stehen wie ein Mann hinter ihrem Präsidenten“
      und der mythische „syrische Wille“, der „nicht zu brechen“ sei, sind von ähnlichem Kaliber.

      Ich weiß aus zahlreichen Lektüren, daß ein Großteil der Vorgänge auf den Kampfplätzen darauf beruht, daß die in den „Massen“, einschließlich der Schicht der unteren und mittleren Funktionäre, noch immer die Methode vorherrscht, daß man sich abduckt, passiv bleibt, sofern man nicht eine Waffe auf sich gerichtet sieht, die Verbindungen, die man hat und betätigt allein nach dem praktischen und individuellen Nutzen wählt und beurteilt, alles für das nackte Überleben tut und abwartet, wer gewinnt. Halt das, was allgemein „menschlich“ genannt wird.

      Ich bin auch ziemlich sicher, daß der Präsident selbst und die Leute, auf die er sich verläßt, den patriotischen Unfug den Pflichtübungen öffentlicher Auftritte und bürokratischen Herrschaftsverfahren vorbehält, Gelegenheiten, zu denen die Spitze der Eltite dem Opportunismus der Massen und des Fußvolkes der Kommandierten Tribut zollt, Flagge zeigt, Stärke demonstriert und alles in allem so tun muß, als schwämme sie zumindest noch mit am Kopf der Strömung und ihrer Dynamik.

      Auch deshalb – unter anderem – könnten mir die patriotischen Töne und ihr Zubehör auf dieser Seite eigentlich herzlich egal sein, sofern es mir um Syrien geht. Aber mir geht es um Syrien halt nur in zweiter Linie, weil ich dort nicht handeln kann, wie die meisten von Euch auch. Wir schreiben deutsch für ein fast ausschließlich deutsches Publikum und der Krieg findet auch in seiner Mitte statt, wenn auch noch selten auf der Straße, sondern in den Privathäusern (zwischen Familienangehörigen), den Büros und Fabriken, den Amtsstuben, den Gerichten, Krankenanstalten und Psychiatrien. Und trotz aller Unterschiede und der Unvergleichbarkeit der Härten und Brutalitäten sind die Grundzüge der Konflikte, die das Zusammenspiel von Herrschaft und Unterwerfung nach sich zieht, und seine Fallen, überall dieselben.

    • Anonymous

      @TomGard
      das ist menschlich, wenn man erst abwartet, wie sich die Dinge entwickeln werden um dan zum Nutzen wählt. Die Menschen in Syrien haben am Anfang auch auch gewartet – sie wussten sich nicht zu entscheiden, weil nicht erkennbar in welcher Richtung die „Unruhen“ zogen. Tunesien, Ägypten und Lybien waren noch nicht allzu lange her gewesen.
      Nachdem sie aber begriffen haben, dass nicht das Volk aufbegehrt und dass das Militär und die staatlichen Strukturen nicht zusammengebrochen sind, nachdem sie begriffen haben, was ihnen blüht, wenn sie weiterhin nur abwarten, haben sie sich entschieden, zu ihren Nutzen zu handeln.
      Daher hat die Regierung die Zuwächse an Freiwilligen in der Nationalen Armee und in den Milizen. Die Hinweise auf Söldner kommen aus der Bevölkerung und die Sicherheitsdienste (der innere und der äußere) verweigern nicht ihren Dienst, sondern melden Verräter, Söldner etc.
      In diesem Sinne steht die Bevölkerung hinter ihren Staat – hinter der Regierung, dem Militär und ihrem Präsidenten.
      Wir schreiben in Deutschland für ein vorwiegend deutsches Publikum, dass aber großes Interesse an den Vorgängen in Syrien zeigt, weil es die Ungerechtigkeit und Verlogenheit einiger Staaten erkennt. Deswegen beteiligt es sich an diesem und andern Foren. Ob es an mehr denkt, wer weiss? Ob es an der Theorie von Herrschern und Beherrschten denkt, wer weiss? Jetzt denkt diese Publikum an Syrien und die Menschen dort, die einem brutalen Gegener – ich meine nicht nur die Söldner – entgegensteht und dabei diesmal nicht den kürzeren zieht. Das freut diesem deutschen Publikum, und mir. Die politische Theorie ist zwar schön und gut, aber das praktische passiert gerade in Syrien und das ist besser und schöner (wenn man jetzt von dem vielen Leid absieht).
      habkind

    • @TomGard
      du scheinst mir ein echter Philosoph zu sein. Wenn dir ein Ziegelstein auf den großen Zeh fällt, schreist du nicht Aua, sondern denkst über den Sinn und Zweck des Schmerzes nach. Etwas entrückt, aber schön dass es solche Philosophen noch gibt.

      Warum ein Blog in deutscher Sprache über einen Konflikt im (gar nicht so) fernen Syrien?

      Weil wir Konfliktpartei sind. Die Parteilichkeit ist in diesem Konflikt so auffällig, wie in kaum einem davor. Gestern durchforstete ich mal wieder die Kommentare zu einer Tagesschaumeldung „Außenminister kritisieren Moskau„, 90% der Kommentatoren sind kritisch, vom Rest ist einer – er nennt sich tagtest – erkennbar an textbausteinartigen sich wiederholenden Formulierungen, offenbar ein Auftragsschreiber. Ein solcher Widerspruch zwischen Berichterstattung und Kommentaren ist mir neu. Journalisten wie Ulrich Tilgner muss man feiern, weil sie so selten geworden sind, das ist traurig und beängstigend!

      Es gibt also auch in unserem auf den ersten Blick so freiheitlichen, demokratischen, rechtstaatlichen Deutschland eine immer größer werdende Diskrepanz zwischen der Realpolitik der Regierenden und dem was das Volk möchte und zwar parteiübergreifend.
      Unsere Demokratie hat nun schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel und die skrupellosen Eliten, die es in jedem größeren System gibt, haben ihre angepassten Methoden entwickelt um die eingebauten Kontrollsysteme (Volk, Rechtsstaat, …) auszuhebeln. Schön, dass Ulrich Tilgner an das Zitat von Horst Köhler erinnert: „„Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, … .
      Da fällt der Vorhang, der größte Unterschied zwischen dem alten Imperialismus und dem neuen ist, dass beim Neoimperialismus die Kanonenbootpolitik unter einem Deckmäntelchen versteckt werden muss. Die Manipulation der Medien spielt dabei eine gigantische Rolle. (Auch die konsequente Umwandlung der „Bundeswehr“ in eine reine Söldnerarmee gehört dazu.)

      Deshalb ist es so wichtig, dass hier über Syrien deutschsprachig berichtet wird. Vielen Dank! Politik hört nicht an nationalen Grenzen auf.

    • Jowi,
      Seit die Beteiligung der Bundeswehr am Afghanistankrieg als Apeasement der Amerikaner und humanitäre Sondermission verkauft wurde und wenig später Wolfgang Schäuble grantelte, es sei unverantwortlich, den Schaden in Kauf zu nehmen, der „uns“ aus der Weigerung entstehe, im Irak nicht mitzuschlachten, hat die deutsche Kriegspropaganda bis in die Führung der Linken hinein ihrem Publikum systematisch verklickert, deutsche Kriegführung sei Angelegenheit der Regierungen, „das Volk“ habe dabei nichts mitzureden, allenfalls sei es Vätern und Müttern erlaubt, zu versuchen, ihre Söhne und Töchter davon abzuhalten, im aktiven Dienst dabei mitzutun.

      „Das Volk“ hat diese Lektion ein Jahrzehnt nicht nur kapiert, sondern inhaliert. Bis auf wahre Philosophen, wie Dich, die sich ausgerechnet unter ausgesprochenen Kriegsgegnern zusammen zu finden pflegen, um sich einbilden zu können, sie täten mehr, als eine ästhetische Parteinahme zu pflegen und stünden ausgerechnet in dieser Frage keineswegs gegen ein in wachsendem Maße unverbrüchliches Einvernehmen zwischen Herren und Knechten, sowie Humanisten und Realpolitikern, welch Letztere die „schwere Pflicht“ erfüllen, zu tun, was zum „Wohle der Allgemeinheit“ vielleicht nicht wünschenswert doch unvermeidlich, zumindest aber nötig ist, um „Schaden vom deutschen Volk zu wenden“.

      Dies philosophische Wolkenkuckucksheim ist nicht meines …
      Nichts für ungut.

    • Appeasement gegenüber den Amerikanern, sollte es heißen

    • Und einen Schritt weitergedacht – das will ich jetzt auch nicht mehr auslassen – zählt daher eine Parteinahme, wie Du sie vorstellst und begründest, halt zum Randbereich selbigen Einvernehmens, einem, dem einer die Arbeitsteilung zwischen Kriegsgegnern und Kriegsbefürwortern im Personal einer Nation direkt ansehen kann – er muß das nur auch sehen wollen.

    • @TomGard

      Sorry, eines hast du für mich mit manchem Philosophen gemein, ich muss deine Texte oft mehrmals lesen, um sie zu verstehen.
      Vor allem der mit „Bis auf wahre Philosophen,…“ beginnende Schachtelsatz macht mit mir das, was ein Kratzer auf der CD mit dem Abspielgerät macht.
      Ist die Message die, dass du meine Haltung für „Wolkenkuckucksheim“ betrachtest, da ich gegen diese militärischen Interventionen zum Wohle unserer Wirtschaft bin? Oder dass ich nicht konsequent genug bin, da ich Teil eines Systems bleiben will, dass nun mal ohne diese militärischen Interventionen gar nicht existieren könnte?

      Und was meinst du im letzten Kommentar oben mit „Randbereich selbigen Einvernehmens …“?
      Ist das eine Kritik daran, dass meine „Parteinahme“ letztlich noch systemkonform ist? Ist es mangelnde Konsequenz die du mir vorwirfst?
      Werde bitte konkreter, offenbar bin ich für die Andeutungen zu blöd ;-).

    • Anonymous

      da straft uns der ständig Untote doch glatt Lüge. Ich will
      hoffen, bei unserem erhofften Ausgang zu Syrien – als ganzer Staat wie
      er bis jetzt war – werden wir nicht auch noch zum Schluß Lüge gestraft.
      Ich sehe das wie Enis und Kaumi. Syrien wird nicht geteilt, mag der ein und
      andere zwischen allen möglichen Zeilen das herauslesen. Dazu steht das Volk tatsächlich wie ein Mann hinter ihrem Präsidenten und der Armee. Die Sektierer stammen allesamt nicht aus Syrien. Die Strukturen der Regierung und der Sicherheitsinstitutionen sind anders als im Irak immer noch aktiv und halten das Land zusammen. Ich vermute sogar einschließlich der Kurdengebiete im Osten – wobei sich das wahrscheinlich etwas ändern muss zum Verhältniss Kurden / Regierung.
      habkind

    • Anonymous

      Haha, reingefallen. Das „aktuelle“ Foto im dem verlinkten Beitrag stammt aus 2007.

      http://rguibate2006.canalblog.com/archives/2007/05/19/5016453.html

    • Anonymous

      jetzt fängt das Raten wieder an. Iss´tot oder iss´ nicht tot?
      Wenn ich an die Sauds denke, kommt mir immer wieder das Lied von den 10 kleinen Negerlein in den Sinn.
      Irgendwann müssen sie doch alle sein.
      habkind

  • Jörg

    SYRIEN: SALAFISTEN ENTFÜHRTEN ANGEBLICH 700 KURDEN
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154356

  • ISKANDER

    Das Rätsel um den Untoten ist möglicherweise ganz einfach.
    Als der alternde und zahnlos gewordne Ibn Saud sich die letzten blutjungen Jungfrauen aus den noch verschonten Beduinenzelten zuführen ließ, war seine Genpotential derart erschöpft, dass alles was hinfort auf seine Iniative „geworfen“ wurde, nur noch ein Rumpffragment des genetischen Codes aufzuweisen hatte. Die Ähnlichkeit der Saud – Minimys wurde frappierend immer ähnlicher, so das sie niemand mehr auseinander zu halten vermochte.
    Es ist eben wie bei einer Kiste frisch geschlüpfter Küken, man solle einmal verlässlich sagen, welches davon der Willifried ist!
    Und ergo können die „Geschwister“ sich wechselseitig jederzeit vertreten ohne das es jemand merkt. Ist wie beim Fasching: Eine weiße Beduinendecke aufgehaubt, fulminante schwarze Sonnenbrille und ein gefärbter Anonymusbart angeklebt und glatt kann sogar die Merkeln als Abdullah durchgehen.
    Was in Marocco am 31.05.13 zu „Gast“ war, dürfte wohl so ein genetisches Bruchstück gewesen sein, von deren noch eine ganze Herde im Beduinenzelt wartet.
    Wenn man zuschreibt, das die Söhne des alten Ibn Saud ihres Vaters Hobby geerbt haben, sollte es mich nicht wundern, wenn in der nächsten Generation alle Saudis im Lande frappierend identisch aussehen. Dann kann jeder König werden – weil Prinz :-)

  • Nichtglauber

    Irgendwer hier schrieb vom „türkischen Frühling“, fand ich tatsächlich witzig. Finde das Posting leider nicht mehr. Hier eine aktuelles istanbuler Video
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=uKWfGqbVxIA
    Und einen Tag später gibt es in Ankara die „Intifada 3“
    http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=6ykc0o0SiIU&NR=1

    • kaumi

      Duck` dich, wenn du Türke bist :-)

      Ich komme gerade von Ekrem, einem langjährigem und gutem Bekannten, der in meiner Stadt ein türkisches Restaurant führt. Ekrem will mir seit 2 Jahren erklären, dass Assad seinem Volk Platz machen soll und dass Erdwahn alles richtig mache…
      NATÜRLICH habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihn „besorgt“ nach den aktuellen Unruhen und Demonstrationen in seiner Heimat zu fragen.
      „Ach, die zwanzig, dreißig Idioten auf den Strassen…“
      Daraufhin erwidere ich, dass es „schon ein wenig mehr sind“, und dass scheinbar viele, auch größere Städte, betroffen seien.
      „Ich habe nur 2 Bilder aus Instanbul gesehen, wo dreißig Leute geschrien haben“…
      Jetzt muss ich noch erzählen, dass dieser Ekrem, Mitte 2011 HUNDERTTAUSENDE Anti-Assad-Demonstranten gesehen haben will und daher für ihn feststeht, dass „das Volk voll gegen Assad ist“. Entweder muß seine Satellitenantenne neu justiert werden, oder der Gute leidet an kognitiver Dissonanz!

      Das Restaurant ist übrigens sehr nett, gastfreundlich, mit schmackhaftem Essen und ein Sammelsorium für allerlei Leute mit einem arabisch-türkischem Background. So entwickelte sich dieser Besuch heute zu einer ausgesprochen witzigen Veranstaltung. Ekrem und seine gleichgelagerten Kumpels mussten vom Rest heute richtig einstecken, so ala FTA (free turkish armee), Patriots nach Syrien, und der neuen türkischen Flagge (komplett grün mit 3 Sternen neben dem Halbmond).
      Wer den Schaden hat…

    • Anonymous

      Gehe nicht schimpfen mit deinem Freund. Ich konnte auch nicht mehr als 4 bis maximal 6 Leute im Video zählen. Allerdings in 1 Quadratmeter
      http://www.youtube.com/watch?v=AXNSa0o-lc0

      Tahiati,
      Nael

    • Enis

      Kaumi,
      Auch die arabischen Shabbihas in Armutli/Antakya waren auf der Strasse!

      Ich zählte knapp 29, da Tonqualität nicht gut ist :))

      http://www.youtube.com/watch?v=suJPI6pFM0I

  • Zu den Protesten in der Türkei:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-05/istanbul-gezi-park

    „Auslöser der Proteste war die brutale Auflösung eines Protestcamps gegen die Fällung von 600 Bäumen für den Bau eines Einkaufszentrums im Gezi-Park neben dem Taksim-Platz. Umweltschützer kritisieren, dass in Istanbul immer mehr Grünflächen für Neubauten geopfert werden. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte gesagt, dass die Pläne für den Bau im Gezi-Park ungeachtet der Demonstrationen durchgesetzt würden.“

    Ich habe auf meinem Radio etwas anderes gehört, das man eine ich denke Stadtbar dichtgemacht hat ist denke ich der Grund, und das die Menschen ihre Freiheiten etwas eingeschränkt sehen und Herr Erdogan in letzter Zeit wahrscheinlich etwas zu Autoritär regiert.
    Mich wundert es das die Zeit etwas anderes berichtet…

    Weis jemand genau worum es bei den Protesten in der Türkei geht?

  • ISKANDER

    Passt jetzt zwar nicht zum Thema, muss ich aber mal reinstellen:
    Die radikale Islamistenszene in der BRD formiert sich unter dem Begriff: „Tauhid“ derzeit (zunächst) online neu.
    Das im Juni 2012 erlassene Vereinsverbot der Vorgängerinstitution „Millatu Ibrahim“ ist damit offensichtlich ins Leere gelaufen.
    Der ehemalige Führer der Millatu Ibrahim, der mit österreichischer Staatsangehörigkeit bekleidete Abu Usama al-Gharib (Mohammed M.) wurde in der Türkei auf dem Weg nach Syrien festgenommen.
    Der neue Führer der „Tauhid“, der mit deutscher Staatsangehörigkeit geschmückte Hassan K. (Abu Ibrahim)glänzte mit einem Video, worin bekundet wurde: „…Wir werden uns nicht integrieren! Sie (die Ungäubigen)müssen sich integrieren! Wem gehört diese Welt?…Wir leben auf der Welt von Allah, deshalb müssen sie sich integrieren! Und sie sind erst integriert, wenn sie den Islam annehmen! Wir werden nicht ablassen von diesem Weg…“ sülzt der Gernegroß weiter.
    (Quelle: Die Welt,heute)
    Das sind diese Typen die in Syrien morden und brandschatzen und in Deutschland allenfalls mal ein wenig „staatliche Ermahnung“ erhalten, statt unverzüglich wegen Gewaltverherrlichung eingelocht zu werden.
    So brüten diese Dumpfbacken im saturierten Westen Myriaden neuer Engerlinge ihrer Art aus. Was uns hier in einer Generation blüht, darf sich jeder an zwei Händen ausrechnen. Syrien ist nur der Prolog.

    • Iskander, selbst die ungebildetste Dumpfbacke in Deutschland (mit der ich Dich jetzt NICHT vergleiche), und GERADE die, wenn man ihr nur ein paar wenige Fakten über den Islam mitteilt, sieht sofort ein, daß „diese Typen“ nicht der „Lehre Mohammeds“ folgen, sondern der Lehre der westlichen Machtpolitik und ihrer seit 300 Jahren ungebrochenen kolonialen und rassistischen Tradition. Höchstens, daß noch ein bißchen osmanische und persische Nationalfolklore hinein gemixt ist.
      ALLENFALLS wird die Dumpfbacke sagen, den Bimbos da unten geschah und geschehe das völlig recht, wie jetzt bitteschön klar zu sehen sei!

      Hm?

    • ISKANDER

      @TomGard:
      Da hast du leider nicht recht. Die Leute im Westen können in der Mehrheit diese Gefahr nicht erkennen – und wollen es wohl auch nicht.
      Gibt da ein schönes Theaterstück: „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch.
      Doch übler noch ist, dass das Berliner Regime diese Salafisten Männchen mehr oder minder toleriert. Wer weiß – wozu wir die mal noch brauchen, scheint man zu denken.
      Schlußendlich ist mein Kommentar oben keine Islamkritik, sondern Hinweis auf die Salafistenszene in der BRD. Hast also Butter mit Brot verwechselt.

    • Salafisten: in Deutschland / EU sind sie die gebrauchten (und geduldeten) Boesewichte, die den Hass gegen den Islam schueren helfen und so ablenken vom Regierungshandeln (divide et impera) – in Syrien willkommene Helfer von Deutschland und EU, das Land zu zerstoeren…. nennt man westliche Strategie, immer andere kaemfen und sterben / ueber die Klinge gehen zu lassen.
      Salafisten / Wahhabiten sind keine Muslime: wer Moscheen zerstoert und den Schrein Abrahams, wer Muslime ohne Notwehr toetet, wer Israel als Unterstuetzer hat, der ist unsislamischer Takfiri.

    • ISKANDER

      @Fatime:
      Sehe ich exakt auch so

  • ISKANDER

    Nochmal Thema S 300:
    Der ehemalige russische Luftwaffenchef Anatoli Kornukow äußerte zur S 300 Lieferung an Syrien sinngemäß, das Syrien bei seiner Größe und geografischen Lage 10 – 12 Divisionen (!) der
    S 300 Systeme benötigt, um einen vollständigen Schutz vor Luftangriffen zu erreichen.
    In diesem Falle wäre eine „Flugverbotszone“ über Syrien praktisch chancenlos.
    Quelle:
    english.ruvr.ru/news/2013_05_31/Syria-needs-10-12-S-300-divisions-to-protect-its-airspace-Russian-general-5980-256/
    Das dies die Finanzen und die Lieferwilligkeit Russlands gleichermaßen übersteigt, dürfte den fatalen Hinkefuß an der Option darstellen.
    Andererseits – das Waffenembargo ist nun praktisch aufgehoben und Syrien könnte über die iranischen Kredite die S 300 „bezahlen“.
    Zumindest ist der Grund für eine jetzt massive Aufrüstung der Luftverteidigung Syriens plausibel erklärbar:
    1) der Terrorangriff der Zionisten in der Osternacht
    2) Die jetzt „offizielle“ Bewaffnung der FSA/AL-KAIDA Banditen durch die „demokratischen“ Heilsbringer.
    Wir haben Krieg und da sollte man defensive Verteidungsmaßnahmen nicht mehr erklären müssen.

    • @iskander
      Wozu braucht man diese Verteidigungswaffen?
      Wahrscheinlich um die Hisbollah dann ungestört mit Raketen aufzurüsten die am Ende wieder unschuldige Zivilisten in Israel treffen oder auch um in Syrien an den Rand des unmenschlich „Erlaubten“ was Mord etc. betrifft zu gehen.
      Wie viele Menschenleben hat in Syrien, Irans, Russlands Assad und anderer ihre Machtpolitik schon gekostet, nur weil man den Volkswillen einzelner Syrer herunterspielt, als ob 10-30% der Syrer die ein ernsthaftes demokratisches Anliegen haben nicht für das Volk sprechen können. Auf der anderen Seite ist ein Regime, das vielleicht 0.005% der syrischen Bevölkerung ist die bis vor kurzen nicht einmal ansatzweise gewählt war, aber am liebsten für alle Syrer sprechen will und als Kriegsgewinner dann wahrscheinlich nicht einmal für den Schaden haften kann und ungerecht die Opposition dann womöglich lange wegsperren will oder gleich ermordet, nur weil diese einen andere Sicht der Dinge hat, gegen Assad ist oder ebenso wie das Regime den Fehler machte zu den Waffen zu greifen.
      „1) der Terrorangriff der Zionisten in der Osternacht“
      lässt es Syrien zu, das „Terroristen“ über die Grenze mit Waffen versorgt werden?
      auch gibt es vom westen bisher keine offizielle Bewaffnung, das Embargo wird nur auslaufen.

    • Ich meine mit Europa und die USA in diesen Fall, die ja mit Waffenlieferungen zurückhaltend sind, das die Golfstaaten Waffen liefern und selbst keine Demokratie haben oder versprechen ist ein wenig ein Doppelstandard und ich finde es auch gerade von dort falsch, die ja selbst zum Teil die Menschenrechte nicht garantieren und Abstriche machen, vielleicht meinen sie das.

    • @Macke
      Halt dich endlich raus wenn Erwachsene am reden sind!!!
      Verzieh dich evangelikaler Judenfreund zu Radio Eriwan mit deinen scheinheiligen Kinderfragen!!!
      Du störst und das ist deutlich deine Absicht.

      Kuck mal eine Doku über meinem Freund Gaddafi:
      http://www.youtube.com/watch?v=6PAUilE7Ofg&list=PL6A6D217D67357E5A&index=1
      http://www.youtube.com/watch?v=TMC-pxRZMNg&list=PL6A6D217D67357E5A&index=2
      Oder geh an die frische Luft spielen.

    • Leute,
      bitte bewahrt eine gewisse Nettiquette, wenn ihr mit einander redet.
      Markus gibt sich deutlich zu viel Mühe, als dass es als trollen zu werten ist!

      @Markus Schmitt:
      Ich weiß aber wirklich nicht, was sie an Gegenargumenten zu liefern haben und sie wiederholen sich viel zu viel.
      * Es ist Fakt dass Syrien eine neue demokratische Verfassung hat.
      Einwände bezüglich der Vormacht der Baathpartei sind irrelevant, denn anders als in Deutschland werden in Syrien nicht Parteien, sondern Personen gewählt (was sinnvoller ist).
      * Es ist Fakt dass Syriens Präsident Bashar al Assad eine Mehrzahl der Bevölkerung hinter sich hat.
      Die zum verfeindeten Qatar gehörende Qatar Foundation spricht von 50%, also müssen es deutlich mehr sein.
      Laut al Manar rechnet der CIA damit, dass Assad bei einem Urnengang 3/4 der Stimmen erhalten würde.
      Zugegebenermaßen sind hier Zweifel angebracht, da der libanesische Hezbollahsender al Manar für den „Löwen von Damaskus“ ist ist.
      * Es ist Fakt dass ZEHNTAUSENDE Rebellen aus dem Ausland sind. Sie stellen einen essentiellen Teil der Rebellen. Dazu gibt es jede Menge Quellen, die Solches belegen. Es gibt den UN-Chefunterhändler Brahimi, der selbst von 40000 ausländischen Jihadisten spricht.
      Bei einem ca. 170000 Muslime zählenden Dänemark sind mindestens 45 nach Syrien gegangen. Bei Ländern wie Frankreich und Großbritannien, wo diese auch noch unintegriert in Ghettos ihr Dasein fristen, werden es zwangsläufig mindestens hunderte sein. Aus Tunesien sind es 900, und so weiter und so fort.
      Ein französischer Arzt von „Médecins Sans Frontières“ sprach nach seinem Aufenthalt davon, dass die Mehrzahl der großen Anzahl von Rebellen, die er behandelt habe, aus dem Ausland gewesen sei, bei mehreren grauenhaften Hinrichtungsvideos konnte ich die Herkunft der Terroristen selber nachvollziehen, da sie beim Köpfe abschneiden Russisch mit nordkaukasischem Akzent sprachen; usw. usf.

      Was sie also fordern, ist schon lange Realität.
      Gespräche will die Opposition selber nicht, denn sie hat keine Legitimität und keine Zukunft außer der Gewalt.
      Dass man einfach nur mit ihnen reden solle, da lehrt uns schon die Geschichte anderes.
      Es ist mir keine Revolution bekannt, die ohne ausländische Hilfe geglückt ist, doch die Amerikaner haben das perfektioniert.
      Nicaragua, Afghanistan, Libyen und Syrien funktionieren nach Haargenau dem selben Drehbuch.

      Zu den S-300:
      Warum Syrien diese Verteidigungswaffen braucht? Um sich und seinen Luftraum zu verteidigen. Denn Israel greift immer wieder und wiederholt an.
      Zu behaupten es läge an Syrien entbehrt jeder Substanz, zumal Israel regelmäßig sich mit anderen Ländern, sogar Australien oder Neuseeland klinchen, weil sie deren Souveränität verletzen.
      Man wird die S-300 nicht gegen die Rebellen einsetzen, man wird sie nicht gegen sie einsetzen können. Die einzigen Gegner, die da möglich sind, sind die Türkei und Israel.
      Also die Gegenfrage: Wenn Syrien deiner Meinung nach kein Recht auf Luftverteidigung hat, welches Recht haben Israel & die Türkei Iron Dome bzw. Patriotsysteme an der Grenze aufzureihen?

    • @jones
      Was Israel angeht, sind diese über Jahrzehnte den Angriffen von klaren Aggressoren ausgesetzt und hat ein Recht seine Regierung und Bevölkerung davor zu verteidigen, das würde jeder Staat an Israels stelle machen, da ein Frieden mit den Palästinensern zwar die beste Lösung ist, aber wenn sich die Konfliktparteien aufgrund der andauernden Aggressionen verschließen wahrscheinlich nur so eine Verteidigungslösung möglich ist um nicht überrannt zu werden. Nach dem wie ich das beurteile kann man den Israelis keine besondere Schuld zuweisen, da sich die Palästinenser durch die Gewaltagressoren die vor allem aus ihren Reihen kommen, sich eine Konfliktlösung verbauen und somit für das Leid ihrer Bevölkerung erhebliche Schuld tragen, da ein Frieden nach dieser langen Zeit längst möglich sein müsste, worauf die Israelis dann auch echte Kompromisse eingehen müssten die für beide Seiten möglich sind und die Sicherheit Israels gewährleisten.

      Die Türkei dagegen sieht sich der Gefahr eines Flächenbrandes ausgesetzt und muss natürlich auch sich auf das Schlimmste einstellen, weshalb man eben dort zur Abschreckung Patriots aufstellte, da man eben nicht weis zu welchen Aggressiven oder gar Rache Verhalten das Regime fähig ist, sei es wenn man durch eine Intervention doch noch eingreifen muss oder Soldaten oder Rebellen, diese aus diversen sonstigen Gründen anzugreifen versuchen und sich ein Flächenbrand entwickelt.

      Assad dagegen braucht keine Luftabwehr, da es ohne Mandat was nur mit russischer und anderer Enthaltung möglich ist wahrscheinlich keinen Verteidigungsfall der Welt und Assad gibt und selbst wenn würden diese den Krieg dann nur unweigerlich verlängern und ein schlechtes Bild auf Russland werfen. Auch bestünde dann vielleicht eine größere Gefahr, das dieser Konflikt der im Grunde ein syrischer trotz äußerer Akteure ist zwischen Rebellen und Regierung zu sich in sofern internationalisiert, das man versucht einen Weltkrieg zwischen Russland und dem Westen auszulösen, was das ich sage mal Fehlverhalten eines Diktators der die Verantwortung in Syrien trägt und hätte zurücktreten können nie und nimmer Wert sein kann und ich mir gut vorstellen kann, das man Versucht Russland in diesen Konflikt hineinzuziehen von der syrischen Seite, Russland das im Grunde wie der Westen das Anliegen auf eine friedlichen Belegung des Konfliktes hat und ebenso bei einem Gaseinsatz, Kriegsverbrechen und Ausweiten des Konfliktes auf Nachbarländer dann keine schützende Hand mehr auf das Regime legen könnte, weshalb diese Flugabwehr das Regime oder Teile dieses, das sich dann in Sicherheit wiegen würde zu womöglich Kompromisslosen, Irrationalen und verbrecherischen Handeln bewegen könnte.
      Wenn es also möglich wäre sollte man gar keine Seite vor allem nicht die Rebellen mit Waffen beliefern, doch für das russische Verhalten im Bezug von normalen Waffenlieferungen die das Regime auch benötigt habe ich ein Gewisses Verständnis, da das Regime sonnst zu schlimmeren aus seinem Arsenal greifen würde, da es auch einen Unterschied macht, wie man stirbt und was für ein leid den Zivilisten und Verletzten so angetan wird, wären vielleicht die bleibenden Schäden der Verletzen und das Leid womöglich noch größer wenn Russland gar keine Waffen liefert und das Regime auf veraltetes und schlimmstes zurückgreift.
      so sehe ich das zumindest. Dennoch halte ich eine Aufrüstung des Regimes gerade bei Waffen die es so nicht braucht als gänzlich falsch.

  • Thema Türkei.

    Etwas für Verschwörungsjäger (nicht abfällig gemeint):

    „In einem außergewöhnlichen Statement hat die US-Regierung den türkischen Alliierten zur Achtung ziviler Freiheiten gemahnt und das Vorgehen der türkischen Polizei gegen Demonstranten in Istambul verurteilt.

    „Wir sind besorgt über die Anzahl der Verletzten während der Auflösung der Demonstrationen (…)“, sagte die Sprecherin des Präsidialamtes des Weißen Hauses, Jennifer Psaki.“

    „“Le meilleur moyen de garantir la stabilité, la sécurité et la prospérité de la Turquie, c’est de respecter les libertés d’expression, d’association et de rassemblement telles que ces personnes visiblement les exerçaient“, a poursuivi la responsable américaine, dont le pays est un très proche allié d’Ankara, notamment sur le dossier syrien.

    „Ces libertés sont vitales à toute démocratie saine“, a encore averti Mme Psaki.“

    (Quelle: Al Manar)

    • Dass die derzeitigen türk. Unruhen schön die Technologien der „farbigen“ Revolten nutzen, steht außer Zweifel. Damit ist freilich nicht gesagt, dass sie von irgendwo aus dem Ausland gesteuert oder angeheizt sein müssen.

    • Das ist lustig!
      Was ist die offizielle Stellungnahme Frau Psaki’s bitteschön anderes, als „anheizen“?
      Ins gleiche Horn blies der Chef der österreichischen EU-Parlementarier, den zu „rekrutieren“ sich das Weiße Haus gewiß nicht die Mühe machte, aber, darf man schließen, er weiß wohl einiges über die europäischen Gegner der Obama-Putin-Strategie.

      Dasselbe Schema hatten wir schon bei Reyhanli.
      Die Al Nusra hat m.E. gut im Auftrag des Katar handeln können, wiewohl diese Front nicht klar ist und viele Stimmen sie vehement bestreiten.
      Dann kam RedHack mit Material daher, das die Interpretation zuläßt, der Anschlagsplan und -befehl erging durch einem US-Agenten, einen der zahlreichen CIA-Führungsoffiziere, von denen wir wissen, daß es sie gibt, der die Sache überdies bei Figuren des türkischen Geheimdienstes absicherte, die ihmm als Gegner Erdogans bekannt waren.
      Und augenblicklich wurde der RedHack eine Öffentlichkeit verschafft, wie nie zuvor in ihrer Geschichte.

      Warum ich das schreibe?

      Weil es ein Beispiel dafür ist, welche Rolle und Funktion ausländische Anstiftung für Aufruhr und Rebellion haben kann und welche nicht.
      Hätten in Istanbul Sniper in die Menge gefeuert, hätte, wie in Syrien nach meinen Informationen auch, die Mehrheit der Leute das für eine Provokation der Aufrührer mit oder ohne ausländischer Beteiligung gehalten, in der Türkei wohl eher „ohne“.
      Doch anders, als in Syrien, hätte kaum jemand angenommen oder annehmen wollen, die Provokationen seien von Staatssicherheitsorganen organisiert oder berechnend geduldet.

      Über den Stellenwert dieses Unterschiedes für den Verlauf des Angriffes auf Syrien will ich gar nicht spekulieren, ich bestehe nur darauf, daß er nicht unter den Tisch gekehrt wird.

  • Hier noch ein ganz interessanter Artikel zum Thema Syrien.

    http://www.taz.de/Syrien-Experte-zu-Waffenembargo/!117246/

    leider kann man anscheinend keinen Frieden erzwingen, ich für meinen Teil sehe in der Friedenskonferenz gute Chancen darauf, wenn denn die Opposition daran teilnehmen würde.
    An sich glaube ich eher nicht daran, das die Opposition wenn man sie mit Waffenlieferungen versorgt selbst wenn Waffenlieferungen an der Al-Nusra verhindert werden, an den Verhandlungstisch geht, gerade wenn man wie man jetzt sieht sich durch Vorbedingungen die Friedenskonferenz verbaut. Ich denke eher das man die Opposition mit einem Ende auch der Waffenlieferungen der Golfstaaten an den Verhandlungstisch bringen sollte, denn wenn die Aufständischen keine Waffen erhalten werden sie sich auf Kompromisse einlassen müssen, auch nicht durch diese Waffen umkommen und aus der Position der schwäche hinaus denke ich eher an den Verhandlungstisch gehen. Das Regime sagte ja bisher immer zu.

    • Hallo Markus, siehe 2 Posts weiter oben meine Antwort an dich.
      Für die Flamerei anderer entschuldige ich mich stellvertretend.

    • ISKANDER

      @Jones2theBones:
      Ist ja nett gemeint von dir, deine geduldigen Postings an Markus Schmitt – den Mann ohne klare Auffassungsgabe. Aber bitte entschuldige dich nicht für andere, das ist eine deutsche Unart und das nennt man hierzulande „billiges Fremdschämen“.
      Lass die harten Worte anderer so stehen wie sie gemeint sind, es ist ein Stück Höflichkeit eben auch, diesen ihre Aussagen nicht glatt zu bügeln.
      Hier benötigt keiner die Relativierung seiner Aussagen durch „Andere“. Das tut jeder selber oder auch nicht.

    • Bin kein Deutscher. :O

    • Danke Jones, es ist schön einmal ein etwas aufmunterndes Wort zu hören.

      Was die Waffenlieferungen die ich oben ansprach anbelangt, die im Artikel gut beschrieben sind, denke ich das man die Opposition für jegliche weitere Waffenlieferung die Forderung stellen sollte, das diese vorher an den Verhandlungstisch geht und dort dann auch ernsthaft versucht mögliche Kompromisse einzugehen. Dann kann man denke ich auch ernsthaft über Luftabwehrwaffen nachdenken, da die Bombardierung von Städten der Opposition nicht nur zu einen Humanen, auch zu einen politischen Chaos führen kann und das was man der Opposition vielleicht anbietet vielleicht ungerecht sein könnte, wenn Assad denkt er geht da als kompromissloser Einzelsieger hinaus und setzt sich wenn nötig militärisch durch, liegt das sicher nicht im Sinne vieler Gefangenen, Verwundeten und jenen die schon zur Waffe griffen und nach einem Ausweg suchen, die Waffen niederzulegen und die zuversicht besteht das Freunde und Verwandet auch in absehbarer Zeit je nach schlimme des Delikts und möglicher friedliche Eingliederung, aus den Gefängnissen entlassen werden und dabei eben die Schuld beider Konfliktseiten berücksichtigt wird. Von daher habe ich Verständnis dafür wenn sich zum Beispiel Frankreich und England eine Bewaffnung offen halten, da man wahrscheinlich nicht die Verhandlungsposition des Regimes kennt und ob deren Teilnahme an der Friedenskonferenz nicht eine politische schein Geste ist und es nicht Kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste rein um den militärischen Endsieg geht, der dann an den Grenzen womöglich auch keinen Halt macht.
      Naja, so sehe ich als Laie das zumindest.

      Gruß

    • Zusatz: Ich denke aber, das selbst wenn die Opposition Verhandlungen eingeht und diese scheitern, man die Opposition deshalb nicht zwangsläufig mit Waffen versorgen sollte und sich Einzelstaaten wie England und Frankreich und Golfstaaten zu einen Einzelgang hinreisen sollten.
      Es hilf der einfachen Bevölkerung in Syrien nichts, wenn man Luftabwehr und Gewehre liefert, also das Volk unter Waffen setzt und sich dann der Krieg ähnlich wie im Libanon 15 Jahre hinzieht bis sich Verhandlungsbereite Menschen finden die auch die macht haben den Krieg zu beenden. Dann muss man es eben hinnehmen das Assad also eine Seite gewinnt, der ja den Menschen Demokratie versprochen hat, die vielleicht Verbesserungswürdig ist, aber dennoch mehr und so Hoffnungslos wie eine Opposition die von Al-Kaida Leuten durchsetzt ist und sich zum Teil nicht einmal mehr auf Demokratie einigen kann und die Menschenrechte dabei auch mit Füßen tritt. Wir können denke ich nicht erwarten Waffen zu liefern und es wird alles gut, das die Waffenlieferungen der Golfstaaten den Konflikt verschlimmerten das sollte man diese zumindest einsehen und nicht riskieren einen echten Fächenbrand daraus zu machen. So schlimm es auch klingen mag und so leid einen die Opposition tut, Syrien denke ich nun einmal eine Diktatur die auch die Rechte der Minderheiten respektierte, eine Opposition hier an der Macht zu verhelfen die in vielen Bereichen keinen Deut besser ist und von der man nichts weiß da sie nicht einmal auf minimalst Forderungen des Westens also eine Verhandlungsteilnahme eingeht, in der kann man keine Hoffnungen setzen und wenn diese dann doch teilnimmt und die Verhandlungen scheitern lassen sollte, kann man diese auch nicht einfach unterstützen, damit dieser Krieg zwangsläufig noch länger anhält und am Ende niemand Demokratie bekommt, da die Warlords auf beiden Seiten das Sagen haben. Ich denke wir müssen da aufpassen uns nicht manipulieren von einer Kriegspartei zu lassen und auch die Einheit in Europa wahren denn Alleingänge und noch mehr Öl ins Feuer das braucht keiner, wie man in Syrien erkennen kann.

    • Hi Markus,
      Ich hatte vorher keine Zeit.
      Ich sehe die folgenden Probleme bei deiner Argumentation:

      1. Fairness gibt es im Krieg nicht und das wird durch „Chancengleichheit“ nicht ändern. Deal with it.
      Im Krieg sind die Regeln ganz einfach: Es gibt sie nicht. Man tut was man kann und versucht nebenbei den Handlungsraum des Gegners einzuschränken.
      2. Iraq, Afghanistan, Libyen und Co. haben gezeigt, dass die Westler es gleich halten wie Syrien und noch deutlich schlimmer vorgehen.
      Mit dem einen Unterschied, dass halt desweiteren noch weißes Phosphor & Napalm verwendet werden. Unter anderem! Angesichts beispielsweise von Falludscha, wo die Amerikaner die männlichen Zivilisten allesamt nicht rausließen, ist es frech bei Qusair was anderes zu verlangen.
      2. Welche Rechtfertigungen gibt es für Waffenlieferungen an die Rebellen?
      Es gibt keine! Du hast auch noch nicht versucht welche zu nennen.

    • Hi Jones,
      1. Genau mit dieser Chancengleichheit wurden die ersten Waffenlieferungen begründet, da habe ich mal vorher einen Artikel gelesen, diese Lieferungen führte dann zum ausgewachsenen Bürgerkrieg und mehr Leid und Assad begann den Kampf gegen Homes noch vor der Resolution die ihm zum Rücktritt hätte auffordern sollen und Russland dagegen stimmte, was die Waffenlieferungen dann noch begünstigte, wenn ich nicht zeitlich etwas verwechsele. Man hätte einfach nicht zur Waffe und Terror greifen dürfen, dann wäre die Resolution durchgegangen und Assad wäre ohne größeren Widerstand zu leisten wahrscheinlich zurückgetreten.
      2. Gut Iraq und Afghanistan da ist es ähnlich, da es bisher zu keinen echten Verhandlungen/Frieden gekommen ist und es Differenzen gibt etwa Menschenrechte etc.
      Libyen hätte man Verhandlungen vielleicht gerne gehabt, ich für meinen Teil zumindest und es gab hier auch viele Anläufe, doch die Rebellen bevorzugten leider den Kampf, die Nato musste dann halt das durchziehen.
      Wenn man in Syrien erst einmal eingreift wird man es womöglich auch durchziehen müssen, da die Opposition dann wohl erst recht nicht an den Verhandlungstisch geht, dann bleibt Assad nur der Rücktritt.
      3.Waffenlieferungen haben tatsächlich keine Rechtfertigung, wenn wäre eine eher westliche Intervention von den Demokratischen Ländern gerechtfertigt für das was Assad aus den Land gemacht hat und damit die Stabilität Syriens bewahrt wird. Eine Rechtfertigung gäbe es wenn Assad die Verhandlungsbemühungen im Groben zurückweist, bei einer Teilnahme der Rebellen an den Verhandlungen, die es aber bisher nicht gibt. Selbst dann wären Waffenlieferungen an die Opposition nicht einfach so gerechtfertigt und man müsste womöglich vom demokratischen Westen her intervenieren um radikale Elemente der Opposition nicht zur Macht zu verhelfen.
      Ich gebe Russland hier recht, da eine Intervention wahrscheinlich noch viel mehr Leid der Zivilbevölkerung bedeutet und von daher die Opposition an den Verhandlungstisch gebracht werden muss, vielleicht indem man ihnen klar macht, das sie nur westliche Hilfe erwarten können wenn sie mit Assad ins Gespräch gehen, ansonsten wird man hier wahrscheinlich den Krieg so weiterlaufen lassen bis die bewaffnete Opposition untergeht auch wenn das sich noch etwas hinziehen kann.
      Assad würde zumindest durch das reagieren auf die Resolution die Opposition zu Gesprächen ermutigen und der Welt zeigen das er Kompromissbereit ist, was schneller zu Verhandlungen und Frieden führen würde, wenn die Opposition nicht verhandelt kann der Krieg noch Jahre dauern wovon niemand einen Nutzen hätte.

    • Ich kann den Satz „Assad begann den Kampf gegen Homes“ erstmal so nicht stehen lassen. Gerade Homs hat sich als Zentrum großer pro-Assad Demonstrationen hervorgetan, die von den Rebellen beschossen wurden.
      Unter den Todesopfern solcher Angriffe der Rebellen befindet sich unter anderem der französische Journalist Gilles Jacquier.

      Ich frage mich echt, was du für Kompromisse im Auge hast.
      Sag mir, was ist deiner Meinung nach die beste Lösung für Syrien? Was wäre die Verhandlungslösung deiner Wahl?

    • Anonymous

      @jones
      Gut, ich denke mal das durch den Angriff auf Homes oder Hama die Tragögie ihren lauf nahm. Hier hat man wahrscheinlich eine für das Regime zu einseitige Resolution verfasst, vor deren zustandekommen Assad Homes platt gemacht hat wahrscheinlich da Russland schon im Vorfeld die Resolution ablehnte.
      Pro-Assad Demonstrationen würden vielleicht von einigen Alawiten gezeigt was man propogandistisch Verbreitete, die Christen standen mehr auf Oppositionsseite und wurden vertrieben.
      Allgemein kann man die Pro Assad demos dem Syrischen Geheindienstsystem zuschreiben und ich denke in Homes ist man wohl eher gegen Staatsbedienstete und Sicherheitskräfte vorgegangen, als gegen Demonstranten, aber möglich.

      Persönlich glaube ich den Berichten nicht das Assad 70% des Volkes hinter sich hat egal welche Quelle CAI oder sonnst was, da kursieren so viele lügen im Netz. Wenn es so ist oder auch nicht, sehe ich als Kompromiss einen Volksentscheid ersteinmal für alle das beste, der darüber entscheidet ob Assad nach den Verbrechen zu den Wahlen überhaupt antreten darf oder nicht oder z.B der ganze Clan ins Exil gehen sollte, das fände ich die beste Lösung, Assad behautet ja auch das er diesen Krieg nicht führen kann wenn er nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich hat im letzten Interview oder so ähnlich.
      Das wäre für mich ein Kompromiss und meines erachtens die beste Lösung hier eine Verhandlungslösung zu finden was die Person Assad betrift.
      Sonnst denke ich sollte es eine Übergangsregierung aus beiden kriegs Parteien geben und eine neutrale Mitte die Vermittelt, keine Ahnung.
      Was ich sehr wichtig finde ist das auch Christen die Chance bekommen sollten Präsident zu werden, da diese gerade die für Frieden wichtigen Werte und Religion besitzen und ein Vorbild für die Muslime sein können und auch noch in Syrien am Neutralsten um diesen Konflikt belegen zu können. Ich denke mit dem Verbot eines christlicher Paräsidenten, zeigt sich das das Regime nicht säckular ist und man so die Christen unter Assad unterwerfen möchte und man gibt dem Volk keine Wahl einen christlichen Präsidenten als Streitschlichter zu wählen. Ich habe nichts gegen normale Muslime und hege da auch keine starken Vorurteile, da sich niemand die Religion einfach aussuchen kann, doch ich bin der Meinung, das was das neue Evangelium und Frieden anbelangt man nicht einfach christen vom Staat ausschließen sollte. Syrien ist auch ein christliches Land und ich denke das eben auch viele Muslime die vom Frieden überzeugt sind auch gerne die Möglichkeit hätten einen chrislichen Präsidenten zu wählen, wenn sich geeigneter Kandididat anbietet und die Politik stimmt.
      Diese 3.Punkte währen so im groben ein Teil einer Verhandlungslösung meiner Wahl, was meinen sie dazu? Vielleicht sind sie Muslim und sehen das etwas anders und lockerer, aber ich als Christ sehe gerade auch im letzten Punkt ein großes Problem. Was meinen sie dazu?
      Gruß
      Markus

    • Enis

      @Markus
      Ich habe aus versehen einige Zeilen gelesen..
      Bei dir sind wahrscheinlich die Sicherungen durch?
      Was du über die Demonstrationen schreibst ist der Hammer!

      Viel Erfolg auf deiner Suche nach der Wahrheit! Aber Hut du hast aber Durchhaltewillen.

    • Sorry Markus,
      aber das mit den Demonstrationen lässt sich genau anders herum sogar eher begründen, dass Anti-Assad-Demonstrationen von ausländischen Geheimdiensten aufgestachelt wurden und der Bürgerkrieg von dort auch genauestens geplant war.

      Wie gesagt ist es FAKT dass Assad die Mehrheit hinter sich hat. Wenn selbst der Feind das zugibt, dann gibt es daran nix zu rütteln.
      Ich fordere dich auf das selber nachzuschauen mit der Qatarfoundation, die 50% angibt, was also das absolute Minimum an völkischer Unterstützung sein dürfte.
      Pro-Assaddemonstrationen sind ebenfalls Fakt und in der Größe nicht zu managen. Auch fanden & finden sie in einigen mutigen/verzweifelten Momenten auch in Rebellengebieten statt. Diese schießen dann entweder über die Köpfe oder mitten durch.
      Gilles Jacquier hat eine solche Demonstration gefilmt und musste daher sterben. Entweder weil die Energa auf die Demonstranten gezielt war und er „nur“ im Weg stand, oder weil er auch wirklich das Ziel war, um die Weltöffentlichkeit aufzustacheln.
      Was war das damals auch für ein Theater, wo sich viele Länder, einschließlich Frankreich, nach seinem Tod geleistet haben. Als das französische Verteidigungsministerium die Schuld der Rebellen bestätigen musste, war es plötzlich uninteressant und nur beim Figaro eine kleine Meldung wert. An den aus seinem Tod gezogenen „Schlüssen“ gegen das Regime wurde nicht gerüttelt.
      Was zeigt, dass dem Westen der Regimechange wichtiger ist als die Wahrheit oder die eigenen Bürger.

      Du vergisst auch, dass jeder einzelne syrische Soldat und jeder einzelne syrische Polizist ein syrischer Bürger ist.
      Du spielst auf eine Menge Wunschdenken/Propaganda an, die man insbesondere bei der Tagesschau sehen konnte. Gerade die Behauptungen bezüglich der Alawiten und der Shabiha stimmen kaum.

      Wusstest du bsw., dass die Befehlshaber des Massakers von Hama heute auf die Rebellenseite gewechselt haben?

    • @jones
      Die Demonstrationen in Syrien waren eine Kettenreaktion nach Tunesien, Ägypten und Libyen, gerade Libyen war ein warnendes Beispiel was man in Syrien mit Sicherheit verhindern wollte, nur eben war Assad auch kein wirklich pro westlicher Diktator, den man einfach mal den Rücktritt so nahelegen konnte von westlicher Seite. Das wäre eigentlich Aufgabe des Irans und Russlands gewesen, die sich aber gerne ihren Halbgott aufgehoben haben, da er sie ja wirtschaftlich und militärisch beglückt.
      Was die Menschen in Syrien wahrscheinlich zur Gewalt brachte ist, das sie es nicht anders gekannt haben, man machte lange Stimmung gegen den Westen und Israel und schürte Hass in den Herzen der Syrer, was sich durch Assads versagen dann gegen ihn richtete und man baute um die Syrer einen so stark vernetzen Überwachungsstaat auf der wie man hier in Deutschland sieht wahrscheinlich die Welt überspannt, das das Volk quasi keinen eigenen Willen mehr hat oder diesen deutlich zu machen, dies nahm dann seinen Ausdruck in Demonstrationen und später durch Gewalt.
      Ich denke kein Mensch dieser Welt zumindest hier im Westen plant mit politischer Unterstützung einen Bürgerkrieg! Es mag ja sein, das die Leute durch mediale Aufmerksamkeit und Hilfe unterstützt wurden zu Demonstrieren, aber das würde man bei uns wohl auch machen wenn ein Politiker sich entschließt gegen das eigene Land vorzugehen, nur eben würde es die Demokratie und Medien wahrscheinlich nicht zulassen, da die Gewaltenteilung so einen Fall normal zu verhindern wissen sollte. In Syrien dagegen behandelt man Assad wie den Allmächtigen, macht ihn vielleicht sogar zum religiösen Gott und gibt ihm alle Macht um seinen Kampf zu führen, selbst wenn er gegen das Volk gerichtet ist, da es in diesem System wie man auch hier in Deutschland nicht schwer erkennen kann, keine Möglichkeit gibt ernsthafte Kritik zu üben, da Kritik an Assad mit Kritik gegen Medien, Geheimdienst und Armee/Volk gleichgesetzt wird, da sich alle als Teil Assads sehen. Er ist an der Spitze der perfekte Saubermann mit Arzttitel und europäischen Studium und für die Fehler der Systems, sind alle nur nicht er Verantwortlich, wenn es dann aber ums Geschäft und Entscheidungen geht dann werden alle wichtigen Entscheidungen von ihm getroffen, also auch jene die diese Kriese begünstigten.
      Was die Pro-Assad Demos angeht, denke ich schon das der Geheimdienst hier bewusst Stimmung machte, indem man nämlich sagte, Assad ist Gut und das System ist das Schlechte, stellt man sich ja dummerweise auf die Seite des Systems, was wohl auch Aufgabe dieser Demonstrationen war. Ohne Assad würde das System erneuert also überholt und das wollte man mit diesen Demonstrationen verhindern, damit die Menschen im Herzen für Assad und gleichsam für das System ist(das man ablehnte) das für ihn die Drecksarbeit leistet. Man betrügte sich mit den Demos für Assad also ein Stück weit selbst was ganz im Sinne des Systems war und die Menschen es dahinter auch nicht vermutete, da es ja auf den Demos oft hieß Assad wäre gut und man liebt ihn aber das System wäre der Übeltäter. Also man schiebt die Schuld Assads an das Ungreifbare, das unter seinen Diensten steht, obwohl es ja in seinem Geist handelt. Ist das nun schlau von Assad oder dumm von der Bevölkerung oder nicht? Natürlich erzeugten diese Demos noch größere Wut unter der Opposition usw. da die Bevölkerung zur Gegenrevolution ermutigt wurde, wie es auch schon Gaddafi machte.

    • Zu ihren Fakt, heißt es noch lange nicht das wenn die Armee die Bevölkerung hinter sich weis, für die Bevölkerung die das deckt gleichsam eine Wiederwahl Assads in Frage kommen würde wenn sie die Wahl dazu haben.
      Was bleibt der Bevölkerung momentan denn anderes übrig als sich für den Staat auszusprechen, wenn anderweitig eine Intervention oder Chaos durch die Rebellen bevorstehen könnte? Von daher sollten die Syrer ohne diese Angst im Hintergrund gefragt werden und mit dem Wissen das sie mit ihrer Entscheidung einen Rücktritt friedlich bewirken können und egal wie sie entscheiden Klarheit in den Konflikt bringen.

      Meines erachtens liegt die 50% der Quatarfundation schon ein ganzes Stück zurück und eine Umfrage ersetzen keine Wahlen, gerade wenn es sich um einen Krieg handelt. Von daher denke ich schon das die Opposition bei einem Volksentscheid etwa gleiche Chancen haben und es ein fairer Kompromiss wäre der zu einem positiven Verhandlungsausgang bei der Friedenskonferenz führen könnte, dessen Ergebnis sich dann beide Konfliktparteien stellen müssten und ein Ende des Krieges markieren sollte.

      „Gilles Jacquier hat eine solche Demonstration gefilmt und musste daher sterben.“.
      „Als das französische Verteidigungsministerium die Schuld der Rebellen bestätigen musste, war es plötzlich uninteressant und nur beim Figaro eine kleine Meldung wert.“
      Haben sie dafür einen Link des Verteidigungsministeriums, das dies wahrheitsgetreu bestätigt und die wahren Hintergründe zeigt? Ich glaube da hat die Regimeseite eine ganz eigene Geschichte wie diese: Etwa dieser Diktaturfreudliche Blog:
      http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/der-tod-des-journalisten-gilles-jacquier-in-syrien/

      „Wusstest du bsw., dass die Befehlshaber des Massakers von Hama heute auf die Rebellenseite gewechselt haben?“
      Wusste ich nicht, doch was kann man davon schon glauben und in wieweit steckt reine Nervenpropagenda dahinter um eine Seite dafür in den Dreck zu ziehen?

    • Du schreibst viele Mutmaßungen, ich bin dir dankbar dafür dass du es auch offen als solche benennst.
      Du vergisst weiterhin die Tatsache, dass die Mehrzahl der Bevölkerung hinter Assad steht.

      Kettenreaktion von Tunesien, Libyen und Ägypten? Das lasse ich gerne so gelten, aber lass uns noch u.a. Nicaragua, Afghanistan und den Iran vorne dranhängen.

      Glaubst du wirklich Demokratie ist die Welt?
      Vor allem die Plutokratie/Oligarchie die gemeinhin mit dem Begriff „parlamentarische Demokratie“ euphemisieren, obschon der ein totaler Gegensatz ist?
      Ich denke es interessiert Leute nicht die Bohne ob ihre Herrscher in einem Parlament sitzen oder nicht, so lange man dieses Oligarchiebedürfnis indoktriniert bekommt durch Aufwuchs und Erziehung oder durch den Glauben an ein dadurch erfolgendes Ende der Korruption und leere Versprechungen auf Prosperität und Mitspracherecht.
      Schönes brandaktuelles Beispiel: Lettland bekommt den Euro. 2/3 der Bevölkerung sind dagegen. Heya, Democracia!

      Das wird noch extremer, würden wir über die USA reden. Über ihre Undemokratie könnte ich Bände reden.
      Wie wäre es damit dass der Anzahl der Schwarzen, die ihr Stimmrecht genommen bekommen, in 7 Staaten bei über 30%, im Durchschnitt bei 25% liegt? Dass 2 Millionen Tote als Wähler registriert sind? Dass bei insgesamt immerhin 13% (24 Millionen!) der Wählerregistrierungen Fehler zu verzeichnen sind, und 3 millionen die Möglichkeit zur Mehrfachwahl haben, da sie in mehreren Bundesstaaten registriert sind? Dass insgesamt 51 Millionen (!), also ein Viertel aller Wahlberechtigten, nicht als Wähler verzeichnet sind und somit kein Stimmrecht haben?

      Die Taktik der 5ten Kolonne haben wir schon viel zu oft erlebt. In Europa, Asien, Afrika und Amerika, seit fast einem Jahrhundert.
      Die ersten paar Male ausgenommen, war stets die Weltmacht USA involviert.

      Meine Fragen an dich sind:
      1) Wie gehst du damit um, dass die Mehrheit der syrischen Bevölkerung für Assad sind?
      2) Wie kannst du dem Westen bei seiner Geschichte ein Interventionsrecht zusprechen?
      Zumal das gleiche Land statt ungewollter Revolutionen auch gerne ungewollte Putsche durchgeführt hat und praktisch ganz Süd- & Lateinamerika unter die Herrschaft von Militärdiktaturen gesetzt hat?
      Wie kommst du darauf dass sie bei der Geschichte jetzt plötzlich ganz lieb sind und keine eigennützigen Interessen haben?
      3) Wie stellst du fest, dass es bei Syrien anders ist als bei all den anderen Ländern, Nicaraguab bsw.?
      Kommt es nicht einem Spucken auf die Millionen von Toten durch die Amerikanischen Agressionen gleich, wenn man aus diesen nicht lernen will, obschon man die Möglichkeit hat? Zeichnet man sich dann nicht mitverantwortlich für die gegenwärtig Zehntausenden, zukünftig sicherlich Millionen an Toten, die durch die kontinuierte Politik zu Stande kommen? Mal abgesehen von einer 10fach so hohen Anzahl an zerstörten Existenzen und Schicksalen.

    • Markus, ich sehe ihren zweiten Post erst jetzt.
      Die Antwort hierfür:

      Assad hat Präsidentschaftswahlen eingeführt. 2014 werden die ersten stattfinden.
      Ihre Antwort ist sehr interessant und sie haben Recht.
      Natürlich versammelt sich eine Bevölkerung bei Bedrohungen von Außen, und sowas verschafft einem „Diktator“ hohe Beliebtheit. Deswegen glaube ich persönlich auch an die möglichen 70%, spreche aber immer von 50+, wegen der Qatar Foundation.

      Ihre Argumentation deckt sich hier, ohne es zu wissen, 100% mit dem von der syrischen Regierung verfolgten Kurs.
      Es sind Präsidentschaftswahlen angekündigt für 2014. Bashar al-Assad wird antreten wollen. Die Bevölkerung wird vor der Möglichkeit stehen, wie von ihnen gefordert seinen Rücktritt zu fordern.
      Blöderweise wollen eben die Rebellen das nicht.
      Sie kämpfen weiter und fordern seinen Rücktritt VOR Wahlen und VOR Frieden.
      Die 50%-Behauptung liegt zurück, ja.
      Nachweisbar wird sich das ganze noch extremer zugunsten Assads entwickelt haben, anhand der bekannten Gewalttaten der Rebellen, die in der Zwischenzeit erst wirklich bekannt geworden sind.
      Tagesschau, Spiegel & Co. haben in der Zwischenzeit auch offen vom „Erodieren des Rückhalts der Rebellen in der Bevölkerung“ gesprochen.

      Gilles Jacquier:
      http://www.lefigaro.fr/international/2012/07/17/01003-20120717ARTFIG00525-jacquier-l-enquete-francaise-pointe-les-rebelles-syriens.php

      „Wusste ich nicht, doch was kann man davon schon glauben und in wieweit steckt reine Nervenpropagenda dahinter um eine Seite dafür in den Dreck zu ziehen?“
      Zum Glück ist die Lösung da ganz einfach, man kann auch einfach das nachprüfen, indem man die Einzelschicksale der Verantwortlichen seit Beginn des Bürgerkrieges mitverfolgt. Ich habe da leider keine Zeit mehr, da ich morgen eine Prüfung habe, und ARGH! Ich muss anfangen zu lernen.
      Lassen sie sich von meinem etwas aggressiv anmutenden Diskussionsstil nicht abschrecken, so ist er immer.

    • @jones
      Schwer zu sagen, ich denke schon das Demokratie mit dem Wahlsystem wie wir es haben hier in Deutschland schon eine gute Sache ist, doch ich denke auch das manchmal undemokratische Entscheidungen getroffen werden wenn es die Situation erfordert. Ob sich das auf die Welt anwenden lässt und sich auch in Muslimischen Ländern funktioniert ist auf Grund der zum Teil auch schlechten Erfahrungen, etwa Irak und Afghanistan fraglich, doch ich denke das Demokratien wie die unsere schon, wirtschaftlich erfolgreich und Friedensorientiert sind und dabei leichter die Möglichkeit besteht das alle Parteien nach ihrem Wissen und Talenten einen Beitrag leisten können.
      Als Diktaturen kann man eigentlich viele Firmenstrukturen hierzulande betrachten, dort herrscht wahrscheinlich eher als in Staatsposten eine Herrschaft des Geldes vor, was aber auch einen gewissen Sinn macht, aber dennoch mit Problemen verbunden sein kann, wenn sich etwa die Firmenführung aufgrund ihres Wohlstandes und Einflusses zu stark von den Arbeitern absetzt und diese nicht mehr wirklich in Entscheidungen mit einbezieht. Ich habe es zum beispiel erlebt, das in meiner früheren Firma in der ich arbeitete es zwar ein Vorschlagswesen gab, aber die Ideen die man machte entweder unbeantwortet blieben oder zum Teil auch reagiert wurde und man mal kurz ein paar Emails zurückbekommen hat, aber sonnst sich niemand der Verantwortlichen die Zeit für ein Gespräch nahm und sich das ganze wo man viel Zeit und Energie investierte sich so im Winde verlaufen hat. Ich sag mal so was die eigene Abteilung betraf, wurde zwar viel in Investiert und man konnte sich gut mit Ideen einbringen, doch was diese überschritten hat, da krähte kein Hahn mehr danach.
      Ich denke das kann man vielleicht auch mit Strukturen von richtigen Diktaturen vergleichen, da die Menschen zwar vielleicht die Möglichkeit bekommen in ihren Ortschaften mitzureden, aber wenn es dann um die Politik des Landes geht, herrschen ganz andere Strukturen vor die einen Einbezug von Außenstehenden in Entscheidungen eher unterbindet als fördert. Von daher denke ich das Demokratien, schon eher die Leistungen Einzelner würdigt und diese in eine Lösung mit einschließt als dies in Diktaturen der Fall ist. Wobei ich natürlich nicht meine, das wenn die Mehrheit des Volkes für oder gegen etwas ist dies immer richtig sein muss, da dies eher der Idealfall ist wenn wir mit dem Wissenstand, Moral und Vorlieben auf einer Linie sind.
      Ich sehe das auch so, das es den Leuten nicht Interessiert wo ihre Herrscher sitzen, doch ich glaube auch nicht an einer Herrschaft von Wenigen hier zumindest nicht in diesem Sinne. Eher denke ich das die Politiker die Meinungen und Ideen Managen und das nötige Wissen und Moral besitzen sollten brauchen, um Entscheidungen im Sinne von allen, zu treffen.
      Das Beispiel Lettland zeigt da im Endeffekt, das die gewählten Parlamentarier sich auch über den Volkswillen hinweg setzen können, wenn sie es für richtig halten den Euro als Währung zu etablieren.
      Bei dieser Frage geht es dann weniger darum was das Volk für richtig hält, sondern wie das die gewählten Experten einschätzen.

      Mit dem Demokratieverständnis der USA kenne ich mich weniger aus, wir haben nur mal in der Schule gelernt das dies Wahlsystem im Vergleich zu unseren auch mit Nachteilen behaftet ist, da denke ich dort der Präsident direkt vom Volk gewählt ist und unpopuläre Personen von weniger Chancen auf das Amt haben, bei uns dagegen wählt man eine Partei und man wählt Personen in diese und diese Koalition und oder Opposition wählt dann selbst den Bundeskanzler aus was finde ich eine gute Lösung ist. Gut ich kenne mich mit den ganzen Wahlsystemen aber nicht besonders aus.
      Falls ich manchmal auch etwas aggressiv wirke lassen sie sich bitte auch nicht abschrecken.

      Auf die Fragen gehe ich dann gleich ein soweit ich diese beantworten kann.

    • @Jones
      Leider bekomme ich ihre letzten Kommentare die in den Kommentarnews standen nicht angezeigt, falls diese an mich gerichtet waren. Mein letzter Kommentar wurde leider auch nicht angezeigt.

      Zu den Fragen:
      1.)Das die Mehrheit hinter Assad steht finde ich nach allem was passiert ist etwas befremdet, ich denke das man sich womöglich aufgrund der Angst vor einer Intervention und auch vor den Rebellen auf der Seite Assads stellte und das diese 75% auch nicht ausschlaggebend sein müssen für die Entscheidungen bei einem Volksentscheid. Einerseits muss man es denke ich hinnehmen das Assad gegen die Rebellen vorgeht, da diese mit Waffen vorgehen und auch Terroristen darunter sind und er konnte so viele Befürworter für sich gewinnen, andererseits wird der Konflikt als eine Verschwörung von Außen dargestellt, was man als Syrer sicher auch nicht hinnehmen möchte wenn man sich den Schaden ansieht, auch versucht er geschickt die Minderheiten für sich zu gewinnen und stellt Oppositionelle als Unmenschen dar. Auch wird sich die Bevölkerung davor fürchten das ihre Söhne als Soldaten eingezogen werden könnten. Bei einem Heer von vielleicht 300000 Tausend Soldaten und noch einmal so viele Reservisten wird hier wahrscheinlich klar in eine Richtung Propaganda gemacht und die meisten Syrer können sich wahrscheinlich gar nicht unabhängig Informieren und jeder der sich für eine Seite einsetzt, wird irgendwo von Propaganda und Hass mitgerissen, was dann die Meinung des Volkes klar beeinflusst. Ich halte es von daher verständlich das viele hinter Assad stehen, da es auch ein gewisser Selbstschutz ist und eben viele gute Soldaten unter ihm Kämpfen die nichts zu den Fehlern des Regimes können und keine Wahl haben.
      Ein Volksentscheid dagegen würde beiden Konfliktparteien die Möglichkeit geben selbst darüber die Entscheidung zu treffen ob der Krieg den man führt Assad und sein Clan wert ist oder nicht und ob man möchte das diese zu den Wahlen antreten dürfen, das Ergebnis müsste dann von beiden Konfliktparteien angenommen werden und es würde so gerade auch wenn Assad zum Rücktritt aufgefordert wird die einfachere Möglichkeit einer friedlichen Konfliktbelegung geben.

      2)Ich bin in Geschichte eher schlecht und denke prinzipiell das Kriege schlecht sind und verhindert werden sollten wenn möglich und friedliche Wege gefunden werden müssen diese zu belegen, doch wie zum Beispiel der 2.WK zeigt, konnte Hitlerdeutschland die ganze Welt zu einem Weltkrieg bewegen und es ist in gewissen Fällen und Verbrechen von Diktaturen die zum Beispiel auch in den Vernichtungslagern stattfanden, manchmal nötig das Mächte wie die USA und andere eingreifen um diesen Menschenrechtsverbrechen ein Ende zu bereiten, von daher haben auch wir hier unsere Freiheit den Westmächten zu verdanken und würden ansonsten in einer wirklich schlechten Diktatur leben.
      Was es sonnst für zig Militärputsche gab und für Diktaturen entstanden sind, weis ich nicht aber ich denke das es auch relativ gute Diktaturen wie China gibt und andere die relativ friedlich nach außen wie nach innen sind, aber natürlich gibt es auch abschreckende Beispiele wie derzeit Syrien.
      Die derzeitige Führung in der USA ist eher zurückhaltend was Kriege betrifft, auch seit es im Irak Probleme gab und sucht denke ich einen internationalen Konsens, dabei kommen dann vielleicht auch eher Deutschland und andere Länder zu Wort und man lässt sich nicht so leicht auf unkalkulierbare Abenteuer ein.
      Von daher spreche ich dem Westen im Fall Syriens kein Interventionsrecht zu, nur eben muss man auch verhindern das die Region in Brand gerät, wegen einem Diktator wie Assad der sein Amt über das Wohl der Bevölkerung setzt und denkt es würde ohne ihn nicht gehen.

      3)Ich denke das es in Syrien seine Gründe im Land hat, da ich denke das Menschen die zufrieden sind nicht aufstehen und gegen ihre Regierung protestieren und das es immer noch Gott gibt der die Menschen leitet, aber auch in die Irre leiten kann. Die Schuld für Syrien trägt vor allem das Regime.

    • @jones
      kleine Ergänzung zu
      3)Ich denke das es beim arabischen Frühling eher darum ging, falsche Götter auf friedliche Weise durch Demokratie aus ihren Machtpositionen zu bringen oder damit eine klare Gewaltenteilung stattfindet die die Verbrechen der Machthaber unterbindet, da diese das Volk auf Abwegen brachten und ihnen auch das Evangelium zum Teil vorenthalten haben. Die Muslime bekommen so die Möglichkeit ihre Religion auf demokratische Weise zu reformieren, damit Machthaber nicht mehr so einfach die Möglichkeit bekommen Religion für kriegerische Zwecke zu Missbrauchen und Hass zu schüren. Ich fände es zum Beispiel auch sinnvoll, wenn Muslime sich auch Alkohol in geringen Mengen gönnen würden, da dieser schon viele gute Seiten hat, wenn man ihn in Maßen genießt und verhindert das Menschen abhängig davon werden oder betrunken Auto fahren, da ja auch dauerhafte Leber und geistige Schäden dadurch entstehen können. Andere Drogen, sollten meiner Meinung nach gänzlich verboten sein und auch Zigaretten von denen man eh nichts hat und zu Krebs führen und man sehr schnell abhängig wird braucht man nicht umbedingt.
      Ich denke das wir es hierzulande zum Teil zu locker sehen, wenn Alkoholiker oder Drogenabhängige, Dealer sich und andere das Leben Kaput machen und man meines erachtens hier zuwenig dagegen macht, das diese an den Drogen kommen. Dennoch finde ich das gar kein Alkohol auch keine Lösung ist und sich so die Gemüter leichter beruhigen, im Vergleich zu muslimischen Ländern wo man sich vielleicht so leichter radikalisiert da man vielleicht oft weniger die Freude im Leben und in der kleineren Gemeinschaft sucht, sondern vielleicht zum Weltpolitischen und radikalen neigt, da man sich durch das viele unnötige Wissen auch auf Irrwege begeben kann, anstatt sich kleine Freuden im Leben zu gönnen und friedlich zu leben. Jesus machte ja auch aus Wasser Wein, von daher kann das Zeug ja nicht ganz so schlecht sein…

      Anderweitig ist für die Toten nicht nur die Politik verantwortlich, in Muslimischen Ländern trägt meines erachtens auch die Religion eine Schuld, da sie die friedliche Rolle die von der Religion ausgehen sollte nicht hinreichend wahrnimmt, meines erachtens liegt das daran, das man das neue Evangelium nicht richtig kennt und nicht danach handelt.
      Für Kriege braucht es immer zwei Seiten, von daher ist die Politik der Gegenseite, die etwa im Nahen Osten echte Terroristen unterstützte im Selben oder auch in einem größeren Maße für das Leid der Menschen verantwortlich. Ähnlich wie der Westen oder Westliche Golfstaaten die Rebellen unterstützen und so das Leid verschärfen, wird auch die Achse die gegen Amerika wahren in Irak und Afganistan Terroristen und vor allem auch Christenverfolger unterstützt haben! Wer war dafür verantwortlich? Der Iran der Israel und Westenhass, man kann vielleicht auch Christenhass sagen schürte, da der Westen ja meist christliche Länder sind, oder denken sie das Länder wie Saudi Arabien dafür schuld trägt, wo sie sich auf die Seite der USA stellten?
      Das würde mich auch sehr interessieren, was die wahren Hintergründe zum Terror und Christenverfolgung im Irak und anderen Ländern ist und warum der Westen dagegen chancenlos ist?
      Leider bin ich da noch nicht ganz so gut informiert, da ich mich noch nicht allzu lange mit Politik befasse.
      schöne Grüße

  • Anonymous

    Keine Ahnung wie lange du Hr Schmitt schon ertragen hast.. in meinen Augen hat er mehrmal gg die Netiquette verstossen. Belese dich etwas im Archiv, das wird dir einiges offenbahren. Der Herr darf trotz zahlreicher Proteste hier lesen und schreiben. Ich der Gerechtigkeit ist ausreichend gediehnt

  • Enis

    @all

    Die Türkei brennt von Istanbul bis Antakya!
    Dieser verdammte Muslimbruder hats verdient was er verdient!

    Der Schuldige ist schon bekannt.. Der allgegenwertige Mukhabarat :)

    Allah, Souria, Bashar w bas!

    • Enis

      ..hat bekommen, was er verdient :))

    • ISKANDER

      Auch aus dem Libanon gibts Sensationelles Neues!
      Die liban. Behörden haben einen der Killer von Hula (Massaker vor einem Jahr), festgenommen. Das zweibeinige Wesen ist Mitglied der terror. Salafisten namens: „Meheddin Shhab Mahmoud“ und sitzt im Gefängnis Rumija im Libanon ein.
      Nun bin ich gespannt wie die weiteren Enthüllungen dieses Killers sein werden – der ohne Frage nicht im Besitz von gewissem Gewissen – die eigenen Leute um seines Kopfes wegen bloßstellen wird.
      Quelle: http://anna-news.info/node/11565

    • ISKANDER

      Erdowahn setzt die Armee ein um seine Residenz vor den wütenden Menschen zu schützen.
      Außerdem wird im Internet von seiten der Türkei panisch „geschnitten“ um die Tausenden Demonstranten auf dem Taksim – Platz der Weltöffentlichkeit zu verbergen.
      Meldung (17.36 UHR) bei Breaking News.

    • Nichtglauber

      Iskander,

      kannst du russisch? Was sagt ANNA-News zu Al Hula. Gerade dieses Massaker und dessen wahre Auflösung ist für mich aus Gründen, die ich jetzt hier nicht weiter erörtern will, sehr wichtig.
      Bitte bleibe dran.

    • @Nichtglauber
      Gerade das, was ANNA-News dazu sagte, hatten wir hier vor ziemlich genau einem Jahr.
      1. 30.05.2012, „Der gewöhnliche Faschismus…“
      2. 31.05.2012, „Al-Hula, eine Rekonstruktion“
      3. 04.06.2012, „Weiteres Zeugnis…“

    • Nichtglauber

      danke für die Info apxwn. Diese Berichte sind mir alle bekannt. Ich beziehe mich hier auf den Fall, dass es Leute gibt, die Anna-News als nicht „vertrauenswürdig“ einschätzen und die den angeblichen UN-Abschlußbericht (gibts es m.E gar nicht) zitieren, wonach „davon ausgegangen werden muss, dass regierungsnahe Milizen die Massaker zu verantworten haben“. Den „berühmten Jungen“ neutralisieren sie mit dem Argument, einige Tage später hätte er ausgesagt, dass er erkannt habe, dass die Täter „Schabiha“ wären.
      All das ist Kern des von mir genannten Hasbara-Blogs, wo ich Monatelang gegen Windmühlen angegangen bin. Aber speziell dieses eine Thema will ich nicht ruhen lassen.
      Daher wären neue Erkenntnisse Gold wert.

    • Nichtglauber,

      schau mal hier hinein (sehr umfangreich, weil kriminalistisch so genau, wie es unabhängigen Leuten unter den gg. Umständen möglich ist.)

      http://ciwclibya.org/images/Houla_Truth_Impunity_Final.pdf

    • Nichtglauber

      Danke Tom. Ich mache mich gleich an die Arbeit!

    • ISKANDER

      Weil sich das Thema in mehrere Unterthemen aufgeteilt hat – hier wieder der String: Revolte in der Türkei:
      Das Militär der Türkei nutzt die Unruhen um Erdogan loszuwerden. Dieser hatte mit seiner islamistischen AKP das Militär seit Jahren beschnitten und die Polizei zu seinem militärischen Arm aufgewertet. Ergo gibt es eine Rivalität zwischen beiden bewaffneten Kräften und dies ist die Stunde der Abrechnung.
      Auch wenn ich das Militär mitnichten syrienfreundlicher einschätze, ist es von Vorteil, das Erdowahn versus Armija eine gewisse Selbstbeschäftigung erwächst. Eine, die Syrien entlastet.
      Die Hoffnung, das die türkische Bevölkerung sich bei dieser Gelegenheit freischwimmt ist natürlich maßgeblich.
      Erdowahn wollte gern Präsident werden. Das ist wohl Geschichte, mit Gül nochmal zu tauschen a la Putin – Medwedew, das funktioniert jetzt in Ankara nicht mehr. Gehe davon aus, das der Volksaufstand in der Türkei anhält – insbesondere in Wechselwirkung zur unheilvollen Einmischung der Türkei in Syrien und Erdowahn als Politrentner sein Dasein fristen wird.
      Wenns dicke kommt vielleicht sogar in einer Datscha in Saudi Arabien neben Ben Ali.

    • ISKANDER

      @nichtglauber:
      Du batest mich dran zu bleiben…. hier ein weiteres Detail zu Al Hula rspkt. der Festnahme eines der Terroristen.
      Es handelt sich um die Kreatur namens: „Mohye Al-Din Mahmoud Shehab“.
      So Name ist schon mal geklärt.
      Sitzt wie bemerkt im Libanon vorerst ein.

  • ISKANDER

    @Nichtglauber…
    Im Moment nur die bekanntgegebene erste Meldung.
    Sollte der Gefangene nicht von Komplizen „ausgeschaltet“ – sprich mundtot – gemacht werden, dürfte sich hier unabhängig vom Kriegsausgang die Wahrheit Bahn brechen.
    Der oft in den Medien gezeigte (überlebende) Junge sagte ja auch schon aus, das die Täter Männer mit: „langen Bärten und kurzgeschorenen Haaren“ waren.
    Auch muss man wissen, das die Opfer fast alle den gleichen Familiennamen führten und Anhänger der legitimen Regierung Assad waren.
    Diese beiden genannten Punkte + die kommenden Aussagen des Täters + weitere Festnahmen werden beweisen, das diese Aktion auf das Konto der Banditen geht.
    Gutmenschen und Westler werden natürlich sofort die Schublade aufmachen und behaupten: „Diese Aussagen hat man unter Folter erpresst“.
    He – Die Hisbollah ist keine Terrorvereinigung wie die USA, welche Folterlager in Guantamo, auf illegal besetztem cubanischem Territorium noch dazu, unterhält. Aber warte ab, das Geheul geht bald los.

  • ISKANDER

    Erdowahn ist eingeknickt….
    Die umstrittene banale Parkbebauung hat er seinem eigenen Überleben geopfert um Ruhe herein zu bringen. Eine Million Menschen sollen nach russischen Quellen allein in Ankara gegen den Gernegroßkalifen demonstriert haben.
    In anderen Städten gings in Folge auch ähnlich heiß her – obwohl es dort gar keine Parkbebauung gibt. Also ist diese Parkgeschichte nur der berühmte Tropfen auf dem vollen Fass gewesen.
    Und doch haben die Menschen in der Türkei nun Blut geleckt. Alte Weisheit a la 1848: Einmal in Unruhe versetzt, setzt sich ein aufgewühltes Volk nicht in wenigen Monaten. Das geht jetzt weiter, das weiß Erdowahn auch und ich freue mich auf den Tag, an dem dieser üble Hetzer mit Schimpf und Schande aus dem Land nach Neukölln gejagt wird.

  • Anonymous

    http://www.almanar.com.lb/spanish/adetails.php?eid=34370&frid=23&cid=23&fromval=1&seccatid=67

    Das das syrische staatliche Fernsehn informierte am vergangenen Donnerstag daß syrische Militäre ein Hinterhalt durchführten und drei Westliche töteten, einschliesslich eine nordamerikanische Frau und ein britischer Bürger welche zusammen mit den Terroristen in Syrien kämpften.

    Der Fernsehkanal identifizierte die Frau und zeigte Bilder von ihrem Führerschein aus Michigan und ihrem nordamerikanischen Pass. Auch der Name und der Pass vom britischen Bürger wurden bekannt gegeben. Ein dritter Westlicher, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde, wurde auch niedergeschossen.

    Die drei starben als der Wagen in dem sie fuhren in ein Hinterhalt der Armee in der Provinz Idlib, im Nordwesten von Syrien – wo die syrischen Militäre gegen die takfiri-Terroristen gekämpft haben – geriet. (…)

    Pedro

  • ISKANDER

    @Pedro:
    Schön das du wieder da bist… :-)

  • ISKANDER

    Wenn man den Twittern Glauben schenken mag, haben 1000 Polizisten in Istanbul den Dienst quittiert wegen der Unruhen und harten Reaktion des Möchtegernkalifen Erdowahn. Aber auch wenn es nur 100 waren (Der Orient und seine Zahlen), ist es ein fulminantes Zeichen für eine Staatskrise par excellenze in der Türkei. Heute morgen schließlich der Einsatz von 14 Wasserkanonen und entsprechender Umschwung der Proteste in ein härteres Kaliber.
    Aber lest selbst:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article116723254/Das-Schlachtfeld-mitten-in-Istanbul.html
    Um noch mal auf das Kernthema von Apxwn zurück zu kommen:
    Der König Abdullah ist tot oder quartalsweise tot – Saudi Arabien geht es wie der Schnecke die über Schneckenkorn geschleimt ist, sie verliert an Lebenslust.
    Dazu die Unruhen in der Türkei, der Druck von Syrien weicht nach außén ab. Würde jetzt die HAMAS noch ein paar Silvesterböller zünden, hätte auch Israel wieder was zum knüppeln und alle wären beschäftigt.

  • Anonymous

    @alle
    schön Euere Kommentare zu lesen und damit immer wieder neues aufzuschnappen.
    Für die, die das Interview von Bascher Al-Assad auf Al-Manar in Deutsch nachlesen wollen, hier ein Link.
    http://stevenblack.wordpress.com/2013/06/01/al-manar-interview-mit-bashar-al-assad-deutsche-bersetzung/
    habkind

    • Hier, angesichts Assads Worten zum Gesamt(!)komplex Israel, arabische Staaten, arabische Liga, und daher (unvermeidlicherweise, welche Worte immer gewählt werden) zum arabischen Despotismus

      (dessen Erbfolgen und ständische Unterlage mit jeder imperialen Umgestaltung der Region, was immer ihre konkreten Zwecke, umgestoßen und im Minimum umgegestaltet werden müssen, egal, ob die dabei zur Entscheidung anstehenden Interessengegensätze nun an der Londoner oder New Yorker Börse zur Entscheidung gebracht werden, oder in Rhiad, Bagdad, Damaskus und Cairo) –

      – hier also ist die Erinnerung an meinen Freund Muammar angezeigt:
      http://www.youtube.com/watch?v=fMLmA4lnxXo

      Ich weiß nicht, ob Muammar je direkt ausgesprochen hat, was er da indirekt gesagt hat, weil bewußt und entschieden die Sprache der Macht verwendend, die ihm zuwider war: Wenn die Araber den Konflikt mit Israel denn wirklich austragen und entscheiden wollen, dann haben sie als Nation zu handeln und Israel als unveräußerlichen Bestandteil der arabischen Nation zu behandeln, d. h. einschließlich der jüdischen Bevölkerung und auch einschließlich deren zionistischer Aristokratie, soweit diese halt wahrhaftig aus jüdischen Patrioten besteht; und unter Ausschluß nur derjenigen unter ihnen, die bloß Funktionen als Kommandeure und Agenten des in der NATO zusammengefaßten Imperiums ausüben.

    • @Tom
      Man sollte in diese Gedanken mit einbeziehen, das unser Freund Gaddafi ein glühender Verehrer von Nasser war.
      Die arabisch-sozialistischen und nationalistischen Ideologien des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser begeisterten al-Gaddafi bereits als Jugendlichen.
      1966 gründete er – auch durch Nasser beeinflusst – den Bund freier Offiziere.
      Nach der Suz-Krise beginnen die USA mit der Unterstützung islamistischer Bewegungen, wie die Muslimbrüder, um die panarabische Bewegung Nassers zu unterlaufen.
      Mithilfe der Islamisten sollen die Sowjetunion und die nationalistischen und panarabischen Bewegungen destabilisiert werden. Mit der Niederlage Ägyptens im Sechstagekrieg gegen Israel von 1967 setzt der Niedergang des arabischen Nationalismus ein.

      Danach hasich Gaddafi schließlich zu recht, angewidert von der arabischen Union abwandte und die afrikanische Union gründete und finanzierte.

      Die Initiative zur Gründung der neuen Afrikanischen Union geht auf den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi zurück. Er war vehement für die Idee einer Union eingetreten und hatte mit großem finanziellen Aufwand bei den afrikanischen Staatschefs dafür geworben. Al-Gaddafi erklärte sich bereit, viele Institutionen der AU zu finanzieren und überzeugte dadurch viele Skeptiker. Der Gründungsvertrag der Afrikanischen Union (Constitutive Act) orientiert sich vor allem am Vorbild der Europäischen Union. Weitere Gründungsakte enthalten unter anderem Erklärungen zur Achtung der Menschenrechte und zur Souveränität der Mitgliedstaaten, aber auch eine Passage zum Eingreifen der Union in Mitgliedstaaten unter bestimmten Voraussetzungen. Art. 30 des Gründungsvertrags knüpft – entsprechend der allmählichen Entwicklung des Völkerrechts hin zum Legitimitätsprinzip – an die innerstaatliche Legitimität der Staatsgewalt der Mitgliedstaaten an. Demnach sollen Regierungen, die verfassungswidrig an die Macht gekommen sind, von der Teilnahme an Aktivitäten der AU ausgeschlossen werden.

      Die Außenminister der Arabischen Liga haben sich damals für ein Flugverbot in Libyen ausgesprochen.
      Die Vertreter Syriens, Algeriens, des Jemens und des Sudans – alles Länder mit Regimen, die selbst mit politischen Unruhen zu kämpfen haben stimmten nicht zu.
      Ägypten, Saudi-Arabien und die anderen Golfstaaten; selber Faktisch Diktaturen oder monarchisch geführt, stimmten hauptsächlich zu weil sie von USmilitärhilfe abhängig sind¨!

      Die Arabische Liga hat nur 9 Länder auf dem afrikanischen Kontinent und ist im Grunde gar nicht zuständig! Zieht man das Suspendierte Libyen und die strittige Westsahara, Jemen und Algerien noch ab, haben ganze 5 afrikanische Staaten ihre Zustimmung gegeben!
      Wer war den von dieser Liga so vertreten im Sicherheitsrat?
      Richtig der Libanon als einziger Vertreter dieser Oeldiktatoren!Er muss nun für sie das Sprachrohr spielen zu Diensten der Weltdiktatoren.
      http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg30371/#msg30371

  • Jörg
    • Ich mag mich mal kurz zu dem Artikel von Mahdi Darius Nazemroaya äußern, der unter den zahlreichen Verweisen zu finden ist, weil der Mann viel Lorbeer geerntet hat (oft zu recht) und daher sicher vielen als Autorität gilt.
      http://www.voltairenet.org/The-Push-to-ignite-a-Turkish-civil
      Da redet er Quatsch.
      Die Türkei ist nie eine Nation gewesen (das ottomanische Reich war halt ein Feudalreich) und wird es aller Voraussicht auch nicht mehr werden, ausgerechnet in der Phase, da die nationale Entwicklungsphase des Weltmarktes blutig abgeschlossen wird.
      In der Türkei herrschen eine Reihe von Mafien verschiedener Herkunft und GEschichte unter dem Dach und mit der Lizenz einer Militärdiktatur. Das kemalistische Militär ist immer noch das Subjekt dieses Staates, da mag die AKP soviele Offiziere einsperren oder ersetzen, wie sie mag.
      Erdogans Traum mag es einst gewesen sein, in die Ränge der Propheten aufzusteigen, indem er mit einer eigens türkischen Variante eines muslimischen Staates eine neue Variante des Islam in die Welt setzt. Und dieser Traum mag noch immer die mächtige, auch praktisch ermächtigte Vision einer dieser Mafien sein, der Muslimbrüder. Aber die – und das wird in diesen Augenblicken sehr deutlich! – ist außerstande die Resultate der türkischen Urbanisierung umzukehren, da kommen ihr teilweise die eigenen Seilschaften auf’s Dach, deren Pfründe bei dem Versuch in Gefahr geraten müßten.

      Die PKK, der handelnde Teil ihrer Funktionäre und Kommandeure, ist ein Teil dieses Mafiasystems und hat keinerlei Interesse an einer Eigenstaatlichkeit – so bescheiden sind die nicht.
      Aber auch kurdische Patrioten, soweit sie nicht ihren Verstand an das Geschwätz drangegeben haben, wollen keinen eigenen Staat, sondern allenfalls eine regionale Autonomie. Die aktuelle Ausnahme, ein Teil der irakischen Kurden, ist wieder eine Mafia, die sich auf den aktuellen und künftigen Ölreichtum stützt. Ich wäre überrascht, wenn kurdische Patrioten im Iran anders dächten, aber darüber weiß ich nichts.

      Eine föderale Republikanisierung der Türkei dürfte daher im vitalen Interesse der aufstrebenden Teile der türkischen Bourgeoisie liegen, im Unterschied zu dem Teil, der an der Monopolisierung der Reichtumsquellen arbeitet, welche direkt Gegenstand der imperialen Neuordnung sind, also vornehmlich (aber nicht ausschließlich) Öl und Gas.

      Ohne es zu wollen und zu merken agitiert Nazemroaya daher im Sinne der Muslimbrüder als der aktuellen Vertreter der Klasseninteressen der für das Imperium aktuell wichtigsten türkischen Mafia. Aktuell wichtig, doch genauso zur mittelfristigen Abwicklung vorgesehen, wie alle anderen in der Region, die auf sowas wie „nationale Entwicklung“ setzen wollen oder können, der Iran an erster Stelle.

    • Das osmanische Reich war natürlich gemeint, sorry.

    • Jörg

      @TomGard
      Du mißverstehst aangifan und auch Nazemroaya wenn Du meinst, sie befürchteten eine, wie Du es formulierst „föderale Republikanisierung“, und wendeten sich gegen diese.

      Weder bei aangirfan – dort wird ausdrücklich von einem „BREAK UP“ des türkischen Staates gesprochen – noch bei Nazemroaya – dieser spricht von „Turkey has been slated to be weakened and DIVIDED“ – geht es um eine „föderale Republikanisierung“ der Türkei.
      Es geht also nicht um die Besorgnis, die Türkei könne ein Bundesstaat werden, etwa wie die BRD, die USA oder die Russische Konföderation … und ich glaube auch Kanada und Australien usw. (solche Systeme gehen dann auch normalerweise mit einem Zwei-Kammer-System einher – bei uns: Bundestag und Bundesrat).

      Vielmehr sprechen aangifan und Nazemroaya von einer ZERSCHLAGUNG wer sie z. B. das Gesamt-Jugoslawien und dann die „Bundesrepublik Jugoslawien“ und dann „Serbien und Montenegro“ wiederfuhren. Oder wie es der UdSSR wiederfuhr. Oder wie es Großbritannien ergehen könnte wenn sich Schottland ablösen und selbständig(!) machen sollte.

      Wie sprechen hier also von selbständigen Staaten bzw. von einer Taktik, welche die US-Diktatur schon seit mehreren Jahrzehnten immer wieder anwendet und betreibt.

  • Noch mehr zu Bastelkit made in Syria.
    Am Beispiel eines Bulldozers der Stellungen für Panzer aushebt.
    Wie man sieht sind auch die Mordbrennern am basteln (Sprengsatz entschärfen), aber was sind das für moderne Sniperwaffen die hochwertigen Stahl eines Dozerschildes beidseitig durchschlagen?

    Annanews:
    http://www.youtube.com/watch?v=gREh4nXMYvU

    • Anonymous

      Das dürfte ein abgereichertes Uranprojektil gewesen sein.

  • Zweierlei:
    1. Zum Artikel selbst: „zum Einen ist das iranische Press-TV die “große” Quelle“ – was bitte soll dieser gehaessige, veraechtliche, desauvoirende Unterton? Press-TV hat sich in der Tat eine Reputation mit Berichten an der Wahrheit erkaempft – und wird deshalb in der EU zensiert…
    2. Zu gewissen Kommentaren: „die Syrer haben…“ – es stimmt mich immer wieder amuesiert, mit welcher Sicherheit Menschen, die keine Syrer sind, die nicht in Syrien leben sondern weit weg vom Schuss (Achtung – KEINE Ironie) in Deutschland, meinen, wissen zu koennen / sollen / duerfen, was „DIE“ Syrer so denken, meinen, empfinden… Das ist einfach nur laecherlich. Es gibt nicht „DIE“ Syrer, so wenig, wie „DIE Deutschen“ – oder sagen Sie, jeder ist wie Angela Merkel? Und es gibt auch nicht „DIE“ allein selig machende Dauer-Wahrheits-Position fuer Deutsche, die – um einen afghanischen Freund zu zitieren – „nichts wissen ueber die Welt“, aber das so richtig gut, und – natuerlich – immer „Recht haben“ – darum scheint es ja zu gehen… GOTT SEI DANK interessiert sich die Realitaet (z.B. hier in Syrien) nicht wirklich fuer solche ignoranzschwangere Oberlehrerschlauheiten. Beste Gruesse in die Intoleranzzone.

    • Fatime, auch Dein Browser hat eine Seiten-Suchfunktion. Tipp da mal „die Syrer“ ein. Wiederhole die Operation für die Kommentarseiten der zwei voran gegangenen Einträge Apxwns.

      Vielleicht läßt Du Dich danach vom TomGard darüber in Kenntnis setzen, daß ein gewisser Colonel Ralph Peters in einem Vortrag vor künftigen PsyOp Offizieren der US-Armee 1999, erklärt hat, daß und warum ein Einschluß des Gegners in seine (gesellschaftliche) Wahrnehmung ein wichtiges Kriegsziel ist: Sie legt ihn auf den Status eines Loosers fest. Und der künftige Krieg, sagte Peters, finde nur noch zwischen „Loosern“ und „Winnern“ statt, ob sie in den USA selbst oder anderswo rumlungerten. (Natürlich sagte er das nicht ganz wörtlich.)
      Denk mal ‚drüber nach.

    • Anonymous

      @TOM. Versuche es mal mit weniger Arroganz, sonst laeufst du Gefahr weggescrollt zu werden wie Schizo M.Schmitt

    • DerBaske

      @ TomGard,

      beim besten Willen, ich verstehe weder was du sagst noch was du willst. Auch eine Art von Asymmetrie, in diesem Fall nicht Krieg sondern Kommunikation!

    • Anon, es dürfte nur wenigen nichtdeutschen Muttersprachlern verborgen bleiben, daß meine „Arroganz“ ein bewußt eingesetztes Stilmittel der Antwort auf den Vorwurf der Arroganz ist, der meine Sätz nichtig machen soll, egal, was ‚drinsteht.

      Es ist mir schnurzpiepe, was „ihr“ von mir haltet. Wer mich mit Deinem Motiv wegscrollen will, soll das bitte tun, das erspart ihm den Zeitverlust, mein Zeug zu lesen, ohne was davon zu haben, und mir den Zeitverlust, auf sowas zu reagieren, ohne dabei wenigstens einen Satz zur Sache zu sagen, wie in diesem Posting. Und anders als in dem an Fatime, in dem ich ihr die Arroganz schenkte.

    • Baske?
      „die Syrer“ ist ein Satzteil, den in allen drei Threads nur EIN Poster sinngemäß so verwandte, wie Fatime beklagte: Sie selbst. In der Klage. Es ist eine Erfindung.

    • Anonymous

      @Tom..deine staendige Abwertung der Leserschaft hier spricht Baende. Du befindest dich in einem desolaten, bemitleidenswerten Zustand.
      LG Franz

    • Mannomann, Loser mit einem o (bin iwie zerstreut)

    • So wenig wie es „die Libyer“ gab;
      Wird in den Medien berichtet, dass Gaddafi auf sein Volk schießen lässt, so führt dies zu einem vollkommen falschen Eindruck der Situation. Es gibt kein libysches Volk. Es gibt Qaddadfas, Walfalas, Tuaregs, Az-Zintans, Maslatas, Al-Zuwaids, Ramlas, Kawars und mehr als 100 andere Stämme.

      http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg30736/#msg30736

    • Franz, mit dem Geschenk der Arroganz und der Bemerkung zu Peters habe ich Fatimes Klage aufgewertet, gerade nicht (und sehr absichtsvoll nicht) abgewertet. Ihre Erfindung hat einen Grund, der mit der Sache selbst, dem Krieg und seiner Methodik zusammenhängt, sie beruht nicht auf einem individuellen Versagen oder Dummheit, sondern auf einer Demütigung, deren Urheber nicht TomGard ist, sondern ganz andere Leutz.

    • Franz

      @Tom
      Man kann auch schreiben ohne seine Leser anzupissen, dass erhoeht die Akzeptanz und Bereitschaft ueber deine Zeilen nachzudenken unglaublich, glaub mir! Das erfordert natuerlich ein Minimum an sozialer Kompetenz.
      LG Franz

    • @Fatime
      mal ehrlich, in Syrien geht es womöglich schlimmer zu als in der früheren DDR was Polizeistaat betrift, was ist die Rolle Russlands die schon wieder eine Resolution blockiert, wodurch womöglich noch schwieriger Verhandlungen zu Stande kommen, selbst hier in den Foren muss man aufpassen das man nicht gleich vom syrischen „Staatsschutz“ umgeben ist oder anderen, von daher sollten sie diese Intoleranzzone ja schon länger kennen und wird nur ein kleiner Ausschnitt dieser Politik sein die meines erachtens von Syrien und Syrern und der „Achse des Bösen“ ausgeht, die in diesen Kampf gegen eine „Weltverschwörung“ womöglich eingebunden ist. Vielleicht ist es ja keine Verschwörung.
      Wie sagte Jesus in etwa? „Man solle nicht alles Verschwörung nennen!“
      Wäre nett wenn sie es ausführen könnten, was und wen sie mit ignoranzschwangere Oberlehrerschlauheiten meinen um vielleicht auf dem Punkt zu kommen, damit es auch unwissende Leute wie ich verstehen und sich nicht wie bei fast jeder Beleidigung hier angesprochen fühlen müssen für eine Anspielung die in den Raum gestellt wird?
      Was Press TV angeht, kenne ich leider diesen Propagandakanal nicht oder nur ganz selten davon mitbekommen, schätze mal das dieser die Terroristen gegen Israel rekrutiert versucht, Westenhass betreibt und einer der großen Hass predigt und in die Herzen setzt. Von daher wird es wohl nicht Grundlos geschlossen worden sein, da Europa auf diese Vergiftung des Geistes wahrscheinlich gerne verzichtet.

      @fatime
      Warum hilft man nicht den Menschen in Kussair indem man die Blockade auflöst und die Verletzen versorgt?? Stattdessen startet man diesen Vernichtungsschlag in dem wissen, das die Opposition dann womöglich nicht an den Verhandlungstisch geht, welche erst vor kurzen dies als Forderung für eine Teilnahme stellte. Warum?

      http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-kussair100.html

      Ich bin kein Syrischer Bürger und ich weis auch nicht was in Syrien alles abgeht, wenn nicht gerade die Medien etwas melden, wenn sie als Syrerin mehr wissen können sie uns ja gerne aufklären mit ihrem Wissen.
      Ich für meinen Teil beharre nicht darauf recht zu haben, ich schildere nur meine Meinung die man bereits hier oft unterdrückt.
      Ich finde wir sollten uns alle für eine friedliche Lösung einsetzen, damit Verhandlungen jetzt zustande kommen und nicht erst nach noch mehr unschuldigen Opfern, dafür muss man sich auch andere Meinungen anhören, bei der in Syrien für die Opposition und auch die Regierung ein Platz ist und dem Volk vielleicht eine echte Wahl gelassen wird ob Assad nach den Verbrechen zu den Wahlen antritt, das wäre doch auch für ihn besser.

      Die Logik des Krieges führt fast immer zu schlimmeren und in die Irre, es muss eine Logik des Friedens her, die auch von den Verantwortlichen beider Seiten ernst genommen wird, damit die Syrer aus dieser Kriese kommen für die wir alle Verantwortung tragen nicht nur Assad, der meines erachtens bereits vor den Wahlen durch einen Volksentscheid abgewählt gehört oder zurücktreten sollte, damit sich beide Seiten leichter für einen friedlichen Weg der Vergebung und Versöhnung entscheiden können ohne das eine Seite aufgrund persönlicher Familiärer Sicherheitsängste diesen Krieg am laufen lässt, der nur weitere Unschuldige Menschenleben fordert, da man die Verantwortlichen auf Regierungsseite nicht einfach Strafrechtlicht zur Rechenschaft ziehen kann in so einen Fall wäre eine Aufarbeitung der Kriegsverbrechen durch beide Seiten nötig in einer Übergangsregierung und späteren Regierung, die die Menschenrechte einhält und Kriegsverbrechern zwar mit angebrachter milde verfolgt aber auch keine völlige Straffreiheit gewährt, diese Leute sollten meines erachtens wenn von ihnen so keine Gefahr mehr ausgeht, keine politische Macht und Ämter mehr ausführen dürfen und es muss im Einvernehmen einer gewählten Regierung stattfinden.

    • Schon erstaunlich, welche Energie und Zeit du investierst, um hier Leute zu ärgern.
      Als Avatar wäre übrigens ein Papagei passender als ein Löwe, denn du wiederholst immer und immer die selben Phrasen.
      Und komm mir nicht mit Jesus. Leute wie du unterstützen indirekt die militanten Gruppen, die in Syrien Christen entführen und ermorden. Du fällst deinen christ. Brüdern in den Rücken! Sogar der rep. Senator Rand Paul hat dies verstanden. Sei kein Narr!

    • @jowi
      es ist auch erstaunlich wie sie Leute mich hier zur Sau machen und nur versuchen mich verbal zu zerlegen anstatt auf Inhalte die hilfreich sein sollen und Fragen einzugehen.
      Tut mir leid, ich glaube nicht das Syrien eine Verschwörung in diesem Sinne ist, ich war zu beginn der Meinung das man so etwas was in Libyen passierte nicht in Syrien passieren darf, dennoch kam es zu Gewaltausbrüchen. Ich denke das der Westen und auch Russland hier schon wusste das es gefährlich werden könnte, was ihnen wegen der medialen Aufmerksamkeit vielleicht als Verschwörung vorgekommen ist, auch da Assad eher gegen den Westen orientiert ist wird man hier stärker auf die Freiheit der Menschen als anderwo gesetzt haben und von daher mag es richtig sein, das dies wie eine Verschwörung war. Das Problem war, das Assad möglicherweise auch aus diesen Grund nicht zurückgetreten ist da man diese Revolution als westliches Bestreben sah, was dann zu weitern Opfern führte, da er nach den Opfern die in seinen Land gebracht wurden er nicht mehr die Autorität besessen hat damit sich dadurch radikalisierte an den Gesetzen halten, die sich dann in den Staat der ja auch wie jede Diktatur ein gewisser Überwachungsstaat ist dann nicht mehr wohl fühlten und zu Gewalt griffen.
      Ein Problem war die Bewaffnung gegen die man sich hier im Westen zu beginn wo leichter Kompromisse möglich gewesen wären nicht mehr stark genug stellte, was die Golfstaaten ermutigte diese dann zu liefern. So nahm dann die Gewalt ihren Lauf auf beiden Seiten, für die wir dann eben auch Mitschuld tragen da wir das zugelassen haben und unsere Verbündeten nicht genug mäßigten. Gründe die da hineinspielten war auch das Assad im Sicherheitsrat nicht durch eine Einstimmige Resolution zu politischen Konsequenzen aufgefordert wurde und man ihm im Land über das System, das ja so schlecht ist stellte und ihn als den Guten hinstellte, obwohl er eben erhebliche Verantwortung für die Verbrechen seiner Staatsbedinstete trägt.
      Einfacher vergleich: Baut Schneidet sich bei uns in der Arbeit jemand den Finger ab und die bei der Sicherheit gab es Mängel, hat sich am Ende der oberste Chef dafür zu verantworten was in seiner Firma für Zustände herrschen, damit dies so stattfinden konnte. In Syrien ist das nichts anderes nur da hat man eben im vergleich zu anderen Ländern wo die Menschen aufbegehrten nicht auf diese weise deeskalieren gewollt, da man befürchtete, das das System dann wirklich das man ja als schlecht bezeichnete überhohlt werden könnte und sich dabei die Sunnitische Mehrheit durchsetzen könnte.
      Dennoch denke ich sollte man so ein Aufbegehren und den Medialen Umgang damit nicht als Verschwörung bezeichnen um die Schuld daran der Außenwelt zu geben, was man machte, damit Assad fein aus dem Schneider war und alle Kritik an sich abprallen lassen konnte. Zu beginn unterstützte ich die noch friedliche Opposition und hatte ein gewisses Verständnis, nun sehe ich in beiden Seiten ein schlechtes verhalten, wobei Assad zumindest Verhandlungen zusagt und wir das vielleicht etwas ernster nehmen sollten und auch die Schuld für den fehlenden Verhandlungswillen der Opposition kann man nicht Assad andichten wie man es zum Teil macht. Ich denke solche Leute können wir und auch die Golfstaaten nicht unterstützen, da die Al-Nusra Terror begeht und die FSA nicht verhandelt, also bin ich der Meinung das man diese militärisch Fallen lassen sollte wenn sie Probleme nur mit Gewalt löst und nicht einmal Assad anhört. Ich spreche also hier nicht für die Opposition die ich auch nur in dem Sinne unterstützte um eine friedliche Lösung zu finden und denke eben, das die Regierung dazu auch mehr tun muss um die Opposition davon zu überzeugen das dies der Bessere Weg ist.

    • Anonymous

      @M.Schmitt..benutze niemals Phrasen wie „klaere uns auf „
      Ich will nix mit dir zu tun haben. Du bist ein menschenverachtener Depp

    • Was die Spaltung von Sunniten und Schiiten, Christen und Alaviten betrift denke ich, das der Grund darin liegt, das das syrische Regime zu beginn diese Religionen versuchte voneinander zu Spalten um die Revolution die aus allen Religionen bestanden hat in ihre Bestandteile zu zerlegen und es als Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten darzustellen, was es dann auch geworden ist, dies setzte sich dann im Irak fort meines erachten, das dabei nun auch Christen zum Opfer vielen liegt also nach meinen ermessen nicht nu r an die Opposition, sondern auch an jenen die diese Spaltungen des geschlossenen Syrischen Volkes durch medien Zensur und Propaganda erzeugten.
      Oder wie sehen sie das.
      Wenn die Religionen zusammengehalten hätten wäre Assad die Handlanger die dies Spiel mit den Menschen noch immer spielen, auch schon längst über den Jordan und hätte sich ins Exil zurückgezogen.
      Wer ist nun Schuld? Und das es nun im Irak einen Konflikt gibt zwischen Schiiten und Sunniten wird wohl auch der Streitfrage geschuldet sein ob man für oder gegen Assad ist? Oder täusche ich mich
      Ich finde das absolut krank dieses spiel was auf den Rücken der Bevölkerung geführt wird und im Stande ist eine ganze Region in den Abgrund zu reisen, aber wie immer seid ja ihr die Guten und der Westen ist an allem Schuld, weshalb man hier für jeden mehr oder weniger guten Kommentar seinen persönliche Kritik abbekommt und keine echte Inhaltliche auseinandersetzen. Geht es in Syrien auch nur darum wer den größeren hat, oder darf man sich da auch ernsthaft in Foren Gedanken mit anderen machen ohne so gestört zu werden?

    • Sehr geehrter Her Schmitt – als Aleppo von Ihren Freunden von al.Qaeda (nennen Sie sie doch wie sie moegen) bombardiert wurde, war niemand der sagte, oh die armen Menschen. Das Geheule im Westen ist heuchlerisch. Nie haben Sie, im Westen, sich gekuemmert um Syrier, solange Ihre Todesengel von al.Qaeda vorangingen Ich darf erinnern: im Norden Aleppos sind Doerfer seit Monaten unter Beschuss und Belagerung von al.Qaeda, Menschen VERHUNGERN und sterben weil keine Medikamente hienein kommen, und wenn die Amree es versucht, sterben die Soldaten. Gab es da Geheule von United Nothing? Nein! Denn die Belagerer war ja die westliche Soeldnerbande! SO VERLOGEN sidn Ihre Argumente. Die Armee verteidigt das Vaterland gegen auslaendische (und dumme syrische) Terroristen, die Zivilisten wegschiessen wie andere Blechdosen in der Kirmes (kenne ich aus Deutschland). Noch Fragen? Beginnen Sie endlich zu denken, und lassen Sie sich von wirklich Denkenden hier (u.a. auch TomGrad) inspirieren. Bonne Chance.

    • Sehr geehrte Fatime,
      ich verstehe es das sie hier die Einseitigkeit beklagen, doch ich finde das diese Resolution eher darauf abzielte das leichter eine Verhandlungsposition gefunden werden kann, das dies meiner Einschätzung nach, die Forderung der syrischen Opposition für eine Verhandlungsteilnahme war das eben die Belagerung aufgehoben und die Menschen versorgt werden.
      Ich denke aber auch, das viele Menschen in Aleppo nicht versorgt werden, da man eben nur Hilfe für die von den mit Soldaten kontrollierten Gebiete bereitstellt und es für Hilfslieferungen sicherlich auch keine Soldaten bracht, damit die Menschen eben nicht verhungern und ausbluten. Fatime, auch die Oppositionsseite hat große Opfer gebracht, das es ein Fehler war Waffen zu liefern stimmt, aber soll man jetzt die Menschen schuld an ihrer Religion geben und was macht die Regierungsseite so viel besser? Von der Opposition fordert man Genugtuung ein indem man diese einfachen Syrischen Bürger vernichtet, aber Assad, der diese Situation erst so entstehen lassen hat soll wohl keine Schuld tragen, nur weil er über dem Gesetz steht? Ich bin dafür das man Assad am Leben lässt und das die Opposition ihr militärisches Vorgehen aufgibt, aber nach dem was Menschen jetzt unter der Herrschaft Assads durchmachen mussten, kann ich mir ihn nicht mehr als Präsidenten von Syrien vorstellen, der zwangsläufig von der Oppositionsseite nicht aktzeptiert wird egal ob er nun richtig handelt oder nicht. Das würde ja anderweitig auch nicht so einfach gehen.

    • Enis

      Achti Fatima,

      Darf ich fragen woher Du aus Syrien stammst?

  • Ermutigend, dass es auch republikanische Senatoren in den USA gibt, die eine weitere Aufrüstung der „Rebellen“ und eine Intervention sehr kritisch sehen: Helping Syrian rebels a dangerous risk (CNN)

  • kaumi

    لبنان: قتلى باشتباكات بالبقاع بين عناصر من „حزب الله“ ومقاتلين معارضين

    قالت مصادر أمنية لبنانية إن „نحو 15 شخصا قتلوا في اشتباك وقع أثناء الليل في شرق لبنان قرب الحدود مع سوريا بين عناصر من „حزب الله“ ومقاتلين معارضين سوريين“.
    (syrianews)

    Circa 15 Menschen sind in der Nacht zum Sonntag in der Bekaa-Ebene (Grenzregion Syrien-Libanon) bei bewaffnetem Konflikt zwischen sunnitischen Rebellen und Hizbullah-Kämpfern ums Leben gekommen.

    Die „Einmischung“ der Hizbullah in Syrien ist definitiv kein syrisch-libanesisches Problem, sondern primär zunächst ein libanesisch-libanesisches.
    Die „Rebellen“ rekrutieren sich zum großen Teil aus „Tripolismilizen“, die touristenähnlich über die grüne Grenze zwischen beiden Staaten hin und her tingeln.
    Nasrallah weiß, dass ein Zusammentreffen seiner Kämpfer mit denen der Rebellen nur eine Frage des „Wo“ ist. Und er hat sich dafür entschieden, dem Feind regional „entgegenzukommen“, statt darauf zu warten, dass er an seiner Tür klopft.
    Die sunnitischen Extremisten lassen sich nicht mehr davon abbringen, aus diesem “ syrischen Volksaufstand“ (den es nie gab) einen sunnitisch-schiitischen Megakrieg zu machen, der keine Landesgrenzen mehr kennt.
    Im Irak sind in den letzten 4 Wochen mehr als 1000 (!!) Menschen bei Anschlägen getötet worden. Die Meisten von ihnen waren Schiiten. Die FSA/Al Qaida/Al Nusra – Terroristen rekrutieren sich aus 100% Sunniten.
    Zusammenschlüsse zwischen den verschiednen Al Qaida – Gruppen im Irak, in Syrien und im Libanon haben bereits ganz offiziell stattgefunden, genauso wie die Überstellung vieler „FSA-Einheiten“ unter das Kommando der Al Nusra.

    Ganz egal wie sich der Westen das vorgestellt hat (wahrscheinlich genau so) oder noch vorstellt, er besitzt keinerlei Kontrolle über die kämpfenden Einheiten im gesamten Nahe Osten. Mag sein, dass die Köpfe der Nationalen Schandkoalition von den Kerrys unter Druck gesetzt werden können, das wird aber gar nichts am Geschehen auf dem arabischen Boden zwischen Iran und dem Mittelmeer ändern.
    Die Hizbullah hat dieses erkannt und – nach langer Zeit des Justierens und der Zurückhaltung – die Notwendigkeit erkannt, einzugreifen.
    Assad und die Hizbullah bilden somit ironischerweise auch außerhalb der Staatsgrenzen eine Schicksalsgemeinschaft und in eben dieser Gemeinschaft finden sich alle wieder, die eine Unterjochung durch tekfirerische Elemente nicht zulassen wollen respektive können. Will sagen, die gesamte schiitische, alavitische und Minderheitenbevökerung sowie die gemäßigten Sunniten. Und das im gesamten Bilad – ul – Sham samt Zweistromland.

    Dieses Szenario bedarf keiner künstlichen Verdusterung. Viel dunkler geht es kaum noch. Aber kein Tunnel ohne Ende:
    der Westen, und er ist schon dabei, muss und wird die militärische Unterstützung der ihnen vollends entglittenen Zombies nach und nach runterfahren. Den Rest erledigen die Kräfte der „gerechten Mehrheit“.
    Ganz demokratisch also, mit der Waffe in der Hand!

    • DerBaske

      Wunderschöner Bericht, kaumi. Und im Ansatz sehr interessant. Danke

    • Anonymous

      Zum Zwischenfall in der Bekaa-Ebene: Hier sind einige pseudo-demokratische Gestalten auf ihrem Weg die Libanesen mit Raketen zu begrüßen, auf eine Patrouille der Hezbollah gestoßen und durften den bitteren Geschmack kampferprobter Stiefel schmecken.
      Genau dieses Szenario gilt es laut Hassan Nasrallah zu verhindern und so das Schlachtfeld fern vom libanesischem Boden zu halten. Diese Gefechte sind aufgrund der Unfähigkeit der libanesischen Armee die Grenzen zu sichern unausweichlich und werden die Konfrontation mit der „Tripoligang“ früher oder später eskalieren lassen. Da werden die tollwütigen Freunde des Westens auch im Libanon ihre Zottelbärte gestutzt bekommen.

      Neoguerilla

    • Anonymous

      verstehe ich nicht. Die ganze Welt möchte, dass die Hizbollah aus Al Kuseir rausgeht, aber die ganze Welt hat geschwigen, als die Terroristen nach Al Kuseir rein sind.
      Neoguerilla und Kaumi haben absolut recht. Die libanesische Armee ist ein Witz deswegen müssen Assad/Nasrallah die Arbeit übernehmen. Wenn ich höre, von meinen Freunden, das jeder Zweite Terrorist im Westen aus dem Libanon kommt, dann muss was gemacht werden. Leider gibt es keine andere Möglichkeit.

      Nael

    • Kaumi:
      „die Überstellung vieler „FSA-Einheiten“ unter das Kommando der Al Nusra.“

      Welche Einheiten genau, hast Du dazu übersetzte oder engl./ frz. Quellen? (für mich zum Abgleich mit den Namen, die Aron Lund und Josef Holliday ins Spiel bringen, vielleicht gibt das Hinweise auf die Fronten zwischen den Fraktionen der Angreifer).

    • kaumi

      Ich kann dir, leider ohne Quelle (FB, möchte ich nicht veröffentlichen), die mir bekannten „Brigaden“ oder Kommandeure nennen:

      – Kommandeur Abu Ahmad Da`abul mit seiner Einheit/ Halab (Aleppo)

      – „Brigade 7“, Banyas

      – „Brigade Ahrar Al Shimal“/ Region Halab

      – „Brigade Sufiyan Al Thauri“/ Idleb

      – „Brigade Ussud Al Tawhid“

      – „Brigade Ahrar Suriya“

      Das sind nur einige der ( meinem Bekannten) gesicherten Übertritte.
      Ein gewisser Alaa` Al Basha, „Befehlshaber“ der Seydi Aisha-Brigade, hat sich bei Idris, dem Hauptaffen der FSA darüber beschwert, dass über 3000 Kämpfer zwischen April und Mai dieses Jahres von der FSA-Flagge gegangen sind – in direkte Richtung zu Al Nusra.

    • Zur Info:
      Deine Angaben decken sich mit einem Guardian-Artikel vom 8. Mai, Autor „Mona Mahmood“ (mit Ian Black als MI6-Gewährsmann) in dem noch ein paar zusätzliche Namen fallen, u.a. ein „Abu Zeid“ von Syria Mujahideen brigade (Damas) mit angeblich 420 Mann.

      http://www.guardian.co.uk/world/2013/may/08/free-syrian-army-rebels-defect-islamist-group

      Ich werd dem vielleicht morgen abend mal nachgehen.

    • ISKANDER

      Noch was zum Zwischenfall in der Bekaaebene.
      Dort marschierten 20 Mitglieder der sunnitischen Hariri Gang geradewegs in die Hölle als sie mit Hisbollahkämpfern zusammen stießen. Das waren also die im Westen nebulös genannten „Todesopfer“ im Libanon. Werden ohne Frage natürlich den „zivilen Opfern“ zugeschanzt in der Gesamtbilanz. Der Raketenangriff derselben Terrorfront auf das Bekaatal hingegen hat wohl nur zu Verwundeten unter den Libanesen geführt.

    • kaumi

      @TomG.,

      wirklich interessant. Ich habe mir deinen verlinkten Guardianartikel angesehen und da gibt es tatsächlich einige Überschneidungen.
      Jetzt würde es mich schon jucken zu wissen, wer die Ursprungsquelle ist. Meine FB-Quelle ist Mitglied der Homser-Bürgerwehr, Restaurantbesitzer, hat Architektur studiert – und spricht so ein miserables Englisch :-)

      Abzüge am Wahrheitsgehalt der Meldungen sollte es aber wohl nicht geben.

  • Jörg

    Wenn ich in Berlin wohnte, wäre ich gestern zur Demo gegangen: http://www.freebradleymanning.net/?p=4630

    • Jörg

      So sieht Bradly Manning heute aus – nach permanenter Folter!
      http://www.thetruthseeker.co.uk/?p=71986

    • ISKANDER

      @Jörg:
      dieses Foto muss massiv verbreitet werden!
      (Auch auf die nicht auszuschließende Gefahr das der Copy Shop „verstärkend“ nachgeholfen hat.)
      Teilt es allen mit in euren Kreisen, damit ein Bewußtsein im Westen erwacht.

  • Jorg
  • Auch wenn ich mit einiger Verwunderung das eine oder andere Posting hier zur Kenntnis nehme, werd‘ ich keinen Aufruf zur verbalen Abrüstung absetzen.
    Zu wichtig sind mir die einzelnen ambivalenten Sichtweisen.
    Einen Vorschlag möcht‘ ich trotzdem bringen:
    Aus dem Kommentarbereich der österr. Tagespresse „DIE PRESSE“ kenne ich die Funktion, Kommentare bestimmter User einfach „ausklinken“ zu können. Damit stünde es Jedermann/Frau frei, entsprechende Selektionen individuell vorzunehmen.
    Ich würde mich liebend gern Ergüsse eines naiven Trolls entledigen!
    LG an alle Freunde der wahren Hintergründe

    • Herr Schmitt ist sicher nicht so naiv, wie seien Argumente es ansehen lassen! Israel hat alles Recht, Voelkerrecht zu brechen Araber sind Terrotisten / Despoten / aggressiv. Das ist seine Matrix, ein geschlossenes Syste, welches mir in Deutschland sehr oft begegnete, als ich dort noch lebte (und ich mag Deutschland noch immer sehr). Dass Israel seit 65 Jahren Voelkermord betreibt, dass Israel eine Aggression nach der anderen gegen Libanon begeht, und gegen Syrien, ist ihm egal, Israel darf alles. Dies ist eine erschreckend zynische Logik: weil Deutsche Juden umbrachten, muessen Juden heute alles duerfen (wobei das rassistische Terrorregime Israel nicht fuer die Juden stehen kann)- zu Lasten unschuldiger Dritter. Das ist sehr bequem, wenn man NICHT Palaestinenser ist, nicht wahr? Wer solche menschneverachtenden Zynismen vertritt, KANN nicht „naiv“ sein, sondern nur aeusserst brutal und menschenverachtend – und dies in ein humanitaeres Kleidchen pressen genau wie seine Politiker Merkel und Westerwelle es vor machen. Ich moechte Sie also bitten, meine Sichtweise zu pruefen und Herrn Schmitt nicht als Naivling, sondern als zynischen – vielleicht auch ideologisierten – hasbara-Propagandisten zu sehen.

    • Ganz ehrlich Leute, ich habe in der Nahostthematik nahezu die selbe Haltung wie die Mehrzahl von euch (und habe bei einem Palästinabesuch selber Diskriminierungen von Vertreibungen, Einbrüchen bis zu Morden mitgeteilt bekommen); und ich bin mir meiner Menschenpflichten ebenso bewusst wie meine Großeltern (Widerstand, KZ & GULAG).
      Aber seid bitte respektvoll dem Markus gegenüber.
      Weil die Flamerei alle außer ihn diskriminiert.
      Ich kenne die Flamerei sonst nur von der Gegenseite bei den Tagesschaukommentaren (wo ich übrigens auch poste), und da hängt deren Hass meist mit Argumentationslosigkeit zusammen.

      Wenn ihr wirklich meint er wäre ein Troll, dann füttert ihn einfach nicht.
      Sucht das sachliche Gespräch oder lasst es bleiben.

      Und ich wollte jetzt nicht bevormundend oder belehrend wirken, ich glaube nicht dass er ein Troll ist, weil ich selbst die Kunst beherrsche.
      Sein Aufwand ist viel zu groß im Vergleich zum errichteten „Schaden“.
      Mich stört die Flamerei hier mehr als seine Kommentare. An seinen scrolle ich vorbei, eure lese ich nämlich weil ich von euch was Vernünftiges erwarte. Enttäuscht mich nicht.

      Peace Out,
      Euer Fan Jones 2 the f*§@%n BONES

    • @Jones2theBones
      Was soll „Flamerei“ eigentlich heißen? Der Duden kennt das Wort nicht. Computerspielersprache? Bin ich wohl zu alt dafür.

      Zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit MS: als ich ganz neu hier im Blog war und MS noch nicht kannte, da habe ich eine inhaltliche Auseinandersetzung versucht, das ist leicht nachzulesen. Es funktionierte nicht!

      Es ist schon ein bisschen komisch, dass jemand so viel Zeit in einem Blog verbringt, das so gar nicht zu seiner eigenen Meinung passt. Seltsam, seltsam!

    • @Fatime
      Geschätzte Fatime, nachdem ich keinerlei Abfälligkeiten zur Person „MS“, sondern einzig meinen Unmut zu seinen sich ständig wiederholenden – e l e n d s l a n g e n -Kommentaren bekundete, bin ich schon noch auf der „demokratischen Linie“. Ansonsten dank ich für Deine Einwendung und verbleibe mit den besten Grüßen.

    • @Jones2theBones
      Wenn Herr Schmitt mir, als Syrerin, Belehrungen erteilt, darf ich das wohl noch bewerten, oder? Im Uebrigen halte ich seine unqualifizierten Vergleiche, seine unterschwelligen Wertungen alle fuer das, was ich schrieb: psychologisch aufgebaute Propaganda (im sanften, besorgten Tonfalle des Menschenfreundes, nur diese Menschenfreunde taten nichts als meine Freundin Ala’a von den westlich gesteuerten Todesenglen der Qaida erschossen wurde). Ich gebe Ihnen aber Recht: das Aller-beste ist, ihn zu ignorieren. Argumente hat er keine, Ahnung auch nicht, und logiklose Hasbara-Luegen kennen wir alle auch au anderen Kontexten (Tagesschau et al.). Seine Postings bieten also keinen Gewinn. Danke, dies mein letzter Beitrag hierzu, nun schweige ich.

    • Nein ich möchte hier nicht meine Meinung zur Meinung eines Meinenden rechtfertigen, obwohl ich gegen diesen gewissen Fundamentalisten sicher das schärfste Wort führte!
      Aber einige Unklarheiten ausräumen wieso ich so rabiat schreibe gegen den Masochisten M.S.

      Es mag erstaunen ich lese seine Sermons.
      und Fatima zB. befindet sich im Irrtum , wie andere die ihn als naiv einschätzen.

      Sein besonderer Eifer ist in seiner religiösen Überzeugung begründet, wie Daniel in der Löwengrube.
      Wie alle christlichen Fundamentalisten (Pingstgemeindler/Adventisten/wieder-geborene Christen etc.) ist der Islam die Religion des Satans.
      Die Offenbarung des Johannes bringen zusätzlich selbst gestande Infokrieger zu der Hirnrissigen verrenkung Israel zu verteidigen, da Jerusalem der Angelpunkt ihrer endgültigen Erlösung ist.

      Als Animist habe ich grossen Respekt vor allen Religionen aber Fundamentalisten gehn mir auf den Sack.
      Mit solchen Menschen zu Diskutieren ist schwieriger wie einen Pudding an die Wand zu Nageln. Das fängt schon an ihnen ihren Fundamentalismus vor zuhalten.
      Jesus ist unser Fundament sagen sie dann.
      Nee, da ich mich schon lange mit diesen Extremisten beschäftigen bin ich einfach nicht mehr gewillt die Netiquette einzuhalten.

    • @fatime
      Also meine Naivität habe ich so an mir, ganz so naiv wie ich früher war, bin ich aber auch nicht mehr auch im Bezug auf Syrien sehe ich, das unter Assad den „Landesvater?“ wenn ich das richtig verstehe, es dennoch eine friedliches Miteinander der Religionen gab und ich habe Zweifel ob das unter Islamistisch religiösen Muslimen die eine noch strengere Auffassung wie Assad vom Koran vertreten besser wird. Ich finde es zum Beispiel sehr gut das es in Syrien kein Alkoholverbot ähnlich wie hier bei uns gibt, auf Zigaretten dagegen die nur Schaden und süchtig machen, kann man getrost verzichten. Schlecht finde ich das bisher kein Christ Präsident werden darf. An sich denke ich das hier z.b. die Alawiten fortschrittlich sind, was vielleicht auch den Widerstand gegen die Opposition mit begründet, da gar kein Alkohol die Menschen wohl auch auf dumme Gedanken bringt und einen Rückzug in wirre Machtgedanken vielleicht durch zusätzliche Radikalisierung durch die Religion.

      „Das ist sehr bequem, wenn man NICHT Palaestinenser ist, nicht wahr?“
      Was die Palästinenser angeht, liegen diese mir auch am Herzen und bin weis Gott nicht für jedes Verbrechen der Israelis, aber ich bin strikt dagegen was man im Nahen Osten mit Israel anstellte und dieses Dämonisierte, so das bisher noch kein Frieden möglich ist. Was will der Libanon und Palästina denn mit Waffen erreichen, außer mal wieder ein paar Tausend Raketen auf die Zivilbevölkerung in Israel abzuschießen Soldaten ermorden etc., weil einem die Zustände nicht gefallen und man eine terroristische Agenda verfolgt die sich keine Niederlage eingesteht und das Leid beider Seiten vergrößert, anstatt mit den Menschen im Frieden das Land wieder zu einen und aufzubauen und vielleicht von Amerika und anderen das Geld für Entwicklungshilfe zu bekommen was die Aufrüstung Israels verschluckte. Nur friedlich wird sich etwas an Israels Politik ändern, wenn sich Palästina und Libanon Gewalt anwenden und das fördert dann auch zwei staaten Lösung , die ich mir wie eine Teilung zwischen Ost und West in Deutschland vorstelle und irgendwann vielleicht mal die Grenzen geöffnet werden können. Das ist so ähnlich wie man in Syrien so nicht die bewaffnete Opposition unterstützen sollte mit Gewalt, gerade wenn diese keinerlei Verhandlungen eingeht und das Land nur weiter zerstört.
      Mir geht es hier vor allem darum, das man nicht die Opposition dämonisiert und stattdessen versucht menschliche Auswege aus der Kriese zu schaffen, denn anderweitig kommen meiner Meinung noch viel mehr Unschuldige um. Urheber sind auch die Bewaffneten Oppositionellen aber Assad hat die Möglichkeit sich aus diesen Spiel hinauszunehmen und so Menschen zu schützen auch wenn er vielleicht ein Bruder ist und an sich ein feiner Mensch.
      Mir tut das mit deiner Freundin leid! Aber man kann nicht gleich die ganze bewaffnete Opposition vernichten, da sind nun vielleicht hunderttausend die unter Waffen stehen und auch Freunde verloren und in den Gefängnissen haben durch das Regime. Eine Vernichtung würde das Leid wie man in der Belagerten Stadt schon erahnen kann nur noch weiter verschärfen, den Krieg über Jahre verlängern und unschuldige Zivilisten in den Tod reisen die im Krieg durch beide Seiten umkommen, wenn auch mehr durch Rebellen.
      Ich bin kein Hasbara und die Kriegslogik ist oft weitaus schlimmer als ein Einschnitt für einen Kompromiss.

  • kaumi

    Gott, was habe ich bei dieser Meldung gelacht, und ich grinse immer noch:
    وزارة الخارجية تنصح السوريين بعدم السفر إلى تركيا „حفاظا على سلامتهم“

    أفاد التلفزيون الرسمي أن „وزارة الخارجية والمغتربين تنصح المواطنين السوريين بعدم السفر إلى تركيا حفاظا على سلامتهم بسبب تردي الأوضاع في بعض المدن التركية“.

    “ Das syrische auswärtige Amt empfiehlt syrischen Staatsbürgern aktuell von Reisen in die Türkei Abstand zu nehmen – um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden“

    Mann, Genugtuung kann richtig selig sein!

    • Anonymous

      Ja dem kann ich nur zustimmen. Jetzt muss Erdogan noch vor Assad seinen Hut nehmen! Was für eine bittere Pille das sein muss. Dike

    • ISKANDER

      Auf 67 türkische Städte hat der Volksaufstand übergegriffen, bis dato 235 Protestaufmärsche seit letzten Dienstag.
      Quelle: Breaking News, heute, 20.50 UHR

      Nun überlegt mal warum der Erdowahn so interessiert daran war, die Seidenschnur an Syrien zu kleben…
      Der war doch bestens im Bilde über den Druck im eigenen Kessel und was tut ein Demokrat da? Er ruft: „Haltet den Dieb!“
      Ist in Deutschland das gleiche Konzept.

    • Anonymous

      Thx@kaumi

  • Jörg
  • Anonymous

    also jetzt kommt die NATO zu ähnlichen Ergebnissen, wie wir sie
    schon seit bald 2 Jahren sagen: „Assad wird den Krieg gewinnen, …
    70% der Bevölkerung unterstützen ihn, 20% währen neutral und nur 10% sind gegen Assad.“ Diese Zahlen sind für uns doch wirklich nicht neu, dafür hätte man keinen Krieg machen müssen, hinterhältiges Pack.
    http://www.worldtribune.com/2013/05/31/nato-data-assad-winning-the-war-for-syrians-hearts-and-minds/
    habkind

    • Verehrtes habkind,

      Es hätte Dir gut angestanden, diesen Artikel (die Quelle ist übrigens eine gegen Barak / Netanyahu arbeitende zionistische Lobby) korrekt zu zitieren:

      „A report to NATO said Syrians have undergone a change of heart over the
      last six months. The change was seen most in the majority Sunni community,
      which was long thought to have supported the revolt.
      “The Sunnis have no love for Assad, but the great majority of the
      community is withdrawing from the revolt,” the source said.

      Also nicht schon seit 2 Jahren, wie Du schreibst.
      Und die Quelle sagt, der NATO-Bericht sagt pi mal Daumen dasselbe, wofür TomGard sich seit Wochen persönliche Angriffe und BEleidigungen nebst der Behauptung einfängt, er habe null Ahnung.

      Ich hatte den Umschwung, von dem die NATO redet, konkreter mit der Nominierung Hitto’s als „Ministerpräsident“ einer künftigen Exil-Regierung unter Beifall des Weißen Hauses und Vermittlung der Killary-Fraktion benannt. Es sind leicht Gründe vorstellbar, warum der Bericht der Zionisten (oder auch der Bericht an die NATO selbst) das Detail nicht benennt, was natürlich meine Darlegung nicht stützt, sondern nur ausschließt, einen Widerspruch zwischen ihr und der NATO-Version zu konstruieren.

      Weißt Du, Habkind, wenn ich die Angriffe der Patrioten und „Schabibs“ auf mich übel nähme, zählte ich auch zu den christlichen Söldnern, den Soldaten der modernen Sklaverei, deren Lohn neben den drei Silberlingen, mit denen sie abgefunden werden, vor allem die Selbstgerechtigkeit ist, die sich selbst auszuzahlen ihnen erlaubt wird (dieser Lohn heißt dann „Freiheit“); denn ich habe sie ja doch angegriffen.

      Du aber – wie noch der eine oder andere mehr – hast Dich ihnen aus Opportunismus, Bequemlichkeit und um Deinen lieben christlichen Seelenfrieden willen angeschlossen und zum Mob aufstellen lassen, und selbst mit diesem Verweis biederst Du Dich fälschlich und fälschend der Masse gegen den Kritiker an.

      Das ist in meinen Augen häßlich und Du würdest die Welt ein wenig schöner machen, wenn Du TomGard ein kleines, abbittendes Tänzchen widmetest.
      Manchmal hat eine Geste, ein Tanz ungeahnt willkommene Auswirkungen auf den Tanzenden. Kerle und Weiber der Lakota lehrten mich das, und ich hab’s ausprobiert.

    • Zur Sache selbst: Der Slogan „Assad, oder wir fackeln das Land ab“ wird durch das Spiegel – Echo der NATO -(„Assad gewinnt den Krieg um die Herzen und Köpfe“) nicht etwa weniger mörderisch, brutal und dumm, im Gegenteil!

      Und es widerspricht in einem wesentlichen Zug dem, was der Präsident selbst immerhin noch im Januar sagte, wenn er es gegenüber Al Manar auch indirekt relativierte: Der Krieg wird gewonnen, wenn es an den Wiederaufbau geht. Vorher werden höchstens Schlachten gewonnen.

    • Anonymous

      Also es lässt ja tief blicken, dass TomGard von sich in der 3. Person spricht. Der König hat gesprochen. Der Wunsch, oder der Anspruch von TomGard immer gelobt zu werden scheint sehr stark ausgeprägt. Keine Frage, dass seine Beiträge oft sehr interessant sind und zum Nachdenken anregen, aber ich stimme Enis zu, es ist zuweilen anstrengend zu lesen. Kurz und prägnant ist besser, man möchte doch, dass es soviele wie möglich verstehen oder? Zu dem Schlachtruf Assad oder wir Fackeln das Land ab kann eigentlich nur gesagt werden, dass die Soldaten sich ein Ventil schaffen. Man kann sich glaube ich nicht ausmalen, unter was für einem permanenten Druck, Angst, Hysterie und Wut diese Soldaten stehen. Nur allzu verständlich, dass sich dieses Gefühle entladen und dann auch mal in drastischen Slogans. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Armee reagiert. Die andere Seite ist auch nicht gerade zimperlich. Hassprediger Qardawi hat wieder zum Massenmord an den Schiiten aufgerufen. Dike

    • Anonymous

      @TomGard
      wir, viele hier auf dem Blog, sagen schon seit 2 Jahren, dass Syrien diesen Krieg gewinnen wir.
      Wir hier auf dem Blog und andere behaupten schon seit 2 Jahren, dass annähernd 70-80% hinter Assad und die Regierung sowie dem Militär stehen. Das die Nato das erst jetzt feststellt, zeigt nur ihre verblendeten Ansichten, dass sie nicht die allseits bekannten Realitäten in Syrien sehen wollte. Durch welche Form der Umfrage sie jetzt ihr Wissen über die Verhältnisse der syrischen Bevölkerung zu ihrem Führer festgestellt hat, weiss ich nicht. Vielleicht haben sie Telefonumfragen, Straßeninterviews oder Online-Umfragen gemacht. Ich weiss es nicht. Vielleicht haben sie auch nur wie wir aus ihrem Bauchgefühl und durch die Gespräche mit anderen Arabern eine annähernde Schätzung gemacht.
      FAkt ist, an unserer Vorstellung zu Syrien hat sich nichts geändert seit annähernd 2 Jahren, an den Vorstellung der Nato schon.

      Was den Solgan „Assad, oder wir fackeln das Land ab“, nimm das nicht wörtlich. Das ist die „blumige“
      -blumig ist in diesem Zusammenhang vielleicht der falsche Begriff- arabische Ausdrucksweise. Solche oder ähnlich übertriebene Formulierungen findest du täglich im arabischen Sprachgebrauch – privat und politisch.
      Bei jeder politischen Veranstalltung zu einem arabisch Führer heisst es, „mit unserem Blut kämpfen wir für dich“. Frag mal Mubarak, Ben Ali, Gaddafi etc., wie weit es damit gekommen ist.
      Da hat der Anonym Dike mit seinem Kommentar das auch gut ausgedrückt.

      Denn Rest deines Kommentars muss ich aber noch mal lesen, bevor ich darauf antworte. Ich habe ihn noch nicht ganz verstanden.
      habkind

    • Franz

      Traurig traurig.. so eine personelle Demontagee
      LG Franz

    • Das, was NATO und CIA nun sagen, haetten wir vor 2 Jahren bereits gern dem Westen gesagt – nur: uns SYRER fragte nie jemand, damals nicht, heute nicht. Die Resultate aber werden auf dem Boden erzielt, und das ist gut so.

    • Anonymous

      @TomGard
      wenn Dich jemand angegriffen hat, dann hat er das nicht deiner Meinung wegen gemacht, sondern weil du manchmal persönlich ausfallend wirst. Viele auf diesem Blog haben Dir für deine Beiträge Lob ausgesprochen – wenn sie verstanden wurden – aber über deine Arroganz geärgert: Franz, Kaumi, Enis, Iskander etc..
      Du liest einfach zuviel zwischen den Zeilen – Worte die da nicht stehen und von keinem auch geplant gewesen sind. Ein anderer Schluß lässt mir dein Aussage nicht zu:“Weißt Du, Habkind, wenn ich die Angriffe der Patrioten und „Schabibs“ auf mich übel nähme, zählte ich auch zu den christlichen Söldnern, den Soldaten der modernen Sklaverei, deren Lohn neben den drei Silberlingen, mit denen sie abgefunden werden, vor allem die Selbstgerechtigkeit ist, die sich selbst auszuzahlen ihnen erlaubt wird (dieser Lohn heißt dann „Freiheit“); denn ich habe sie ja doch angegriffen.“ Ich wüsste nicht, wer Dich in diesem Forum angegriffen hat, und ich lese alle Kommentare, seit dem du hier schreibst und dein eigener Blog unterbrochen ist. Schraub du deine Angriffe etwas zurück, dann macht es mehr Freude, deine Meinung zu verfolgen (wenn sie den auf Anhieb verstanden wird).
      Außerdem waren es doch 30 Silberlinge, wenn ich mich recht erinnere.

      Die Nato behauptet zwar, dass der Umschwung zu Assad im letzten halben Jahr stattgefunden habe, dem ist aber nicht so.
      Die Bevölkerung stand von Anfang an hinter ihrer Führung, und sogar mit diesen Prozentsätzen. Was im letzten halben Jahr sich verändert hat, ist dass die Gegner weniger geworden sind.
      Wenn ich mich an deine zahlreichen Kommentar erinnere, hast du doch immer gesagt, dass Syrien wie von den Westmächten gewollt, geteilt werden wird und das Assad nichts dagegen machen könne. Er könne froh sein, wenn er mit seinen Alaviten sich in den Nordwesten Syriens zurückziehen kann.
      So oder so ähnlich habe ich deine Kommentare im Sinn. Ich habe sie jetzt aber nicht alle kontrolliert. Das die Bevölkerung fast geschlossen hinter Assad stehen würde, habe ich von Dir nicht gehört. Oder irre ich mich jetzt?
      Habkind

    • Mit Verlaub, als Nichtsyrer habe ich den Eindruck, dass Assad selbst die Sache realistischer sieht als viele seiner syrischen Anhänger. Das lese ich zumindest aus dem Assad-Interview von Al-Manar heraus, das dankenswerterweise nun auch in deutscher Sprache vorliegt (dank auch für den Link von einem Kommentator gestern).

      Auf die Frage von Al-Manar, warum Assad z.B. in Al-Kuseir, relativ spät zum Angriff übergegangen ist, antwortet Assad: „Jeder Kampf hat seine eigene Taktik. Vom Anfang an befassten wir uns mit jeder Situation, nicht allein von einer militärischen Perspektive aus. Wir haben auch die sozialen und politischen Aspekte ebenso einbezogen- viele (!) Syrier ließen sich am Anfang irreführen, und es gab viele freundliche Länder, die die innere Dynamik nicht verstanden.

      An einer anderen Stelle fügt er hinzu: „Der Hauptgrund dafür, dass sich das Gleichgewicht verschoben hat, ist die Meinungsänderung von Leuten, in den Bereichen der bewaffneten Gruppen, die nicht unbedingt aufgrund mangelndem Patriotismus ihrerseits mitmachten, sondern weil sie getäuscht wurden. Sie wurden dazu gebracht zu glauben, dass es eine Revolution gegen die Mängel des Staates gab. Das hat sich geändert; viele Personen haben diese Terroristengruppen verlassen und sind zu ihren normalen Leben zurückgekehrt.

      Diese Aussagen lassen mich an der sehr positiven Einschätzung mancher Assad-Freunde hier doch etwas zweifeln!

    • „Diese Aussagen lassen mich an der sehr positiven Einschätzung mancher Assad-Freunde hier doch etwas zweifeln!“

      Jovi, es könnte einer meinen, Deine Erinnerung an Assads Worte wäre mein Job gewesen, um mich deutlicher auszudrücken, aber ich habe bewußt davon Abstand genommen. Denn die Differenz zwischen Assad und seinen Parteigängern liegt, meine ich, wenn man das Unwesentliche beiseite läßt, darin, daß Assad, der Ex-Augenarzt, der nicht damit rechnete, den Thron Syriens zu besteigen um den festlaufenden Karren, vor dem eine auseinanderstrebende Eselsherde gespannt war, aus dem Dreck zu steuern, und das obendrein in einem jugendlichen Alter und vom Land so weit entfremdet, daß diese Aufgabe so gut wie aussichtslos erscheinen mußte (ein Motiv, warum die Wahl auf ihn fiel!), daß dieser Mann, Assad, über dieser Lage einer der wenigen Profis in seinem Geschäft wurde, dem Geschäft der Herrschaft. Seine Freunde sind allenfalls Amateure und in erster Linie Gefolgsleute. Das mag ich ihnen nicht anlasten – im Unterschied zu Dir. Der eine oder andere wäre es vielleicht nicht, hätte es nicht diesen Angriff auf die syrische Zivilgesellschaft gegeben.

      Aber wenn das Leid irgendwann einmal gemindert werden soll, dann sollten, meine ich, diese Gefolgsleute sich aus ihrem Status lösen. Und das gilt (und macht vielleicht den größten Unterschied zwischen mir und denen , die mich nicht verstehen) für JEDEN Kriegsausgang!

      Oder – da das offenbar obligatorisch wird – moralisch ausgedrückt: „Zweifel“, von der Art, wie Du sie äußerst, billige ich mir NICHT zu. Jedenfalls nicht gegenüber Leuten, die sich am Kampf um Syrien beteiligen wollen, und nicht nur im Exil eine Gesinnung pflegen, und das unterstelle ich keinem hier. Wenn sie handeln wollen, dann sind sie die Subjekte, die zählen, nichts und niemand sonst!

    • Ja, ich habe mich oben an Habkind unnötig und schuldhaft undeutlich ausgedrückt, sorry, war halt noch früh am Morgen nach zu wenig Schlaf. Und zu spontan reagiert.

      Da hab ich halt einfach unterstellt, was mir als Erstes an der Überschrift „Assad gewinnt …“ auffällt: Es ist doch bitteschön nur eine Wiederholung des Angriffes in einer Form, die GEGEN die Angaben, die zitiert werden, festhalten sollen, daß der Krieg (und jetzt rede ich buchstäblich mit Assads Worten) um die Macht in Syrien gehe, und nicht um die syrische Zivilgesellschaft bzw. das, was Assad die „syrische Nation“ nennt.

      Es ist doch bitteschön die Botschaft der Art von Kriegführung, wie sie in Libyen beispielhaft vorgeführt wurde und in Syrien perfektioniert wird (und enthält die Demütigung, von der ich Fatime gegenüber sprach) daß es gar nicht in erster Linie darauf ankommt, wer über Syrien herrscht und mit welchen konkreten Absichten und Zielen er das tut – darauf kommt es in zweiter Linie an, und wie sehr, ist zwischen den angreifenden Fraktionen durchaus offen – sondern darauf, daß das syrische Staatswesen und mit ihm jeder, der von ihm abhängt, beispielhaft auf seinen vorgesehenen RANG in den aktuellen und künftigen Schlachten des laufenden imperialen Weltkriegs verwiesen wird. Die übergreifende Botschaft ist doch bitteschön noch immer und mehr denn je: „Wer nicht mit uns ist, ist mit den Terroristen“ und wird gejagt, bis er zur Strecke gebracht, bis er eliminiert ist.

      Dieser Krieg IST NICHT ZU GEWINNEN, es ist die DASEINSWEISE DES KAPITALISMUS unserer Zeit.

      Im Januar hat Assad das noch nicht akzeptieren wollen. Nach den Folgen, bzw. der Folgenlosigkeit (wenn man das so falsch ausdrücken will) des israelischen Angriffes (der mit einiger Wahrscheinlichkeit nuklear war), hat er sich belehren lassen und dies im Al Manar – Interview kund getan. Nun nimmt er den permanenten Krieg an, als künftig unvermeidliche Daseinsweise der Syrer und nennt dies „Resistance“.

      Das ist das eine.

      Zum anderen hat Jowi schon was gesagt. Ich füge hinzu, daß ich vor eineinhalb Jahren (das halbe Kriegsjahr zuvor war ich mit Libyen befaßt) auf meinem Blog geschrieben habe, der Angriff auf Syrien könne so, wie er geführt werde, nicht siegreich sein, ohne mich mit halbseidenen Zahlenspielen abzugeben, die von Assad selbst nie zu hören sind!

      Denn – umgekehrt – was nützte es, wenn ein Staatsführer tatsächlich 70% der Bevölkerung hinter sich hätte, aber die restlichen 30% nicht mehr in die umstandslose Unterwerfung zu foltern sind?

      Deshalb seit dieser Zeit mein Ceterum Censeo, daß letztlich das zionistische Militär (direkt oder auch indirekt) diesen Krieg entscheiden wird und muß – entweder in einer Form, mit der die heutigen Verteidiger iwie leben können, oder auch nicht. Und diese Entscheidung wird gemäß dem, was ich weiter oben sagte, vorläufig sein. Bis zur nächsten Runde.

      Auch das scheint Assad jetzt ebenso zu sehen.

    • Enis

      @jowi
      ich deute Assads Rede anders als deine Einschätzung..
      Seine Antworten sind eher auf seine Anhänger gerichtet- Leute wie mich, die ihm vorwarfen zu zögerlich und zu rücksichtsvoll auf den bewaffneten Terrorismus geantwortet zu haben..
      Mit dem sozialen Aspekt meint er, dass man sehr bemüht war den Eindruck zu vermeiden, dass der Staat konfessionsbezogen handelt. Es ist ja bekannt, dass er früh versucht hat alle Stämmesältesten und Religionsgelehrten aus ganz Syrien einzuladen und mit ihnen einen Dialog zu führen. Er hatte zuerst volle Hoffnung mit einem Dialog den sozialen Frieden bewahren zu können. Nur eben er gibt ja zu, dass die Verschwörung sehr umfassand war und erst nach langer Zeit aufgedeckt werden konnte. Diese Einsicht führte eben dazu, dass diese Ex-Terroristen die Waffen nieder legten, weil sie verspätet doch einsahen, dass sie irregeleitet waren..
      Der politische Aspekt bestand darin, dass man dachte mit ehrlichen Zugeständnissen könnte man eine neue politische Gesellschaft bilden. Doch das Angebot zum Dialog wurde immer abgeschmettert! Auch räumt er indirekt ein, dass er am Anfang zuviele Geständnisse an freundlich gesinnte Länder (Russland) machen musste. Diese (z.B. Lavrov) versuchten die syriche Sicherheitspolitik möglichst hinauszuzögern, mit der Hoffnung man könnte die Opposition irgenwie doch auf den Tisch bringen. Das Blatt hat sich gewendet, die Russen richten ihre diplomatische Politik nach dem Erfolg der syrischen Sicherheitspolitik! Damit widerspricht er allen Behauptungen (übrigens auch von TomGard), wonach die Syrer von den Russen die Richtung vorgezeigt bekommen.. Lavrov hat sich bereits in vielen persönlichen Interviews auf freundliche und amüsante Art beschwert, dass seine syrischen Kollegen Dickköpfe wären und sich nicht von weltpolitischem Druck leiten lassen würden.
      Im Interview erwähnt er auch offen, dass Kusayr einzig aus Sicht des Widerstandes von Bedeutung ist (Verbindung Iran-Syrien-Libanon). Da die Zionisten mit Hilfe von Terroristen dort einen Korridor errichten lassen wollten, musste auch die Hezbollah eingreifen.. usw. usw.

      Dass Assad sich klüger verhält als seine Anhänger -z.B. wie mich- sollte selbstverständlich sein! Denn er ist der Präsident von ganz Syrien. Seine Weitsichtigkeit, Bescheidenheit und Intelligenz trägt dazu bei, dass er aus allen gesellschaftlichen Schichten gewählt wird . Während wir nur ihn wählen können und werden.

    • Anonymous

      @jowi
      Die Äußerungen Assads widersprechen doch nicht unseren Äußerungen.
      In der Aussage Assads geht es um die Syrer, die sich den bewaffneten Elementen angeschlossen haben. Die Regierung hat seit Anfang der Kämpfe den syrischen Kämpfern immer wieder angeboten, zurückzukehren.
      Wenn sie kein Blut an den Händen hätten, würden sie ganz normal in das syrische Leben wieder integriert werden und viele haben diese Angebot angenommen.
      Außerdem sind so viele garnicht zu den Bewaffneten übergelaufen. Die Rede ist von ca. 50.000 Deserteuren. Einige tausend werden auch aus der normalen Bevölkerung die Seiten gewechselt haben – aber im Vergleich zu den 21 mill. Einwohnern doch ein verhältnissmäßig kleine Zahl:
      halt doch 10% oder einige Prozent mehr, aber immer noch die Minderheit.
      habkind

    • ISKANDER

      @TomGard
      Respekt! Ich finde es anständig das du auch die Kraft zur Entschuldigung (zu Habkind) aufbringst und Dinge wieder zurecht zu rücken suchst.

    • Enis

      @TomGard
      Was bitteschön schlägst du vor, wie Assad und die Regierung gegen diese Mörder vorgehen sollte? Ich kann deine Stellungnahme nicht genau einordnen, wohin die Reise gehen sollte? Ich hätte gerne von Dir einen verständlichen Vorschlag wie Assad in dieser Situation vorgehen sollte? Zu bemängeln was nicht gut lief/läuft ist das Eine, praktische Vorschläge zu bringen ist das Andere!

      Klar spielt aktuell nicht das Schicksal jedes einzelnen Zivilisten eine Rolle. Um was sonst soll es sich gehen, als den Kampf um die Macht in Bilad il-Sham? Denn diese Macht wird über das Schicksal von Zivilisten entscheiden! Daher kehre ich deine Frage um:

      „was nützte es, wenn ein Staatsführer tatsächlich 30% der Bevölkerung hinter sich hätte, aber die restlichen 30%(von 70%) nicht mehr in die umstandslose Unterwerfung zu foltern sind?“

      TomGard,
      ich habe es schon mal geschrieben. Eine Meinung zu haben ist eine positive Grundvoraussetzung. Um politisch überleben zu können, muss diese Meinung gesellschaftlich gestütz sein. Daher versuche ich in meinen Einschätzungen möglichst die Sichtweise vieler Menschen zu reflektieren, für die ich Partei ergreife? Wie kriegt man das hin?
      Klar ist das ein Vorteil, wenn man Araber ist. Nebst klassischer Nachrichtenanalyse muss man zum Bodenvolk hin. Zum christlichen Goldschmied, zum alawitischen Bauern, zu sunnitischen Händlern und Taxi-Fahrern. Dort schlägt der Puls der syrischen Gesellschaft.

      Ob du es glaubst, oder nicht, z.B. in der Türkei gibt es spezielle Geheimdienstler, die ständig Taxi und Bus fahren um von den Chauffeuren den Puls der Gesellschaft zu erkunden!

    • Enis,
      erstens (es folgt noch ein zweitens und drittens!), wie ich oftmals in verschiedenen Varianten erklärt habe, behaupte ich, daß die Syrier diesen Krieg nicht entscheiden und nicht beenden können, das können nur die Bevölkerungen der angreifenden Staaten, und, (auch das habe ich oft gesagt, wenn auch vielleicht nicht deutlich genug, weil ich vermeiden wollte, falsche, oder vor der Zeit zu tiefgehende Fronten aufzumachen) das können sie nicht mit dem Ziel „Frieden“, sondern ausschließlich mit einem Krieg zur Entmachtung des Kapitals und seiner Büttel, auch in Russland und (längerfristig) auch in China.
      Daß dies notwendig ist, muß man wissen, wenn zielführende Schritte unternommen werden sollen. Das heißt aber nicht, ich hielte alles andere für „daneben“ (siehe drittens) und auch nicht (auch das habe ich oft gesagt) daß ich mich gegen eine Konsolidierung des syrischen Staatswesens wende, es sei denn, es handele sich um den (zum Scheitern verurteilten, nur Ströme von Blut vergießenden) Versuch, den Despotismus der ständischen Herrschaft von Armee, Geheimdiensten und Bürokratie der Vorkriegsgestalt zu restaurieren.

      Zweitens. Ich habe mich deshalb nie global gegen den Antiterrorkrieg der syrischen Regierung gewandt, diese unterschwellige Unterstellung ist nur noch böswillig.
      Ich habe allerdings (beispielsweise) schon vor Houla auf dieser Seite beklagt, daß die Aufstellung von Bürgermilizen überfällig sei. Seit Assads Al – Manar – Interview wissen wir, daß Assad diese Maßnahme bis vor kurzem zu riskant erschien, aus ganz unterschiedlichen Gründen (das kann ich in dies Posting nicht auch noch stopfen, ein Teil ist in diesem Thread genannt worden)
      Ob er damit im humanitären (!) Sinne richtig lag, oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Danach kann weder ich noch jemand anderes einen Taxigast fragen, Enis! Ich halte es für möglich, daß Assad richtig lag, aber ich bin nicht überzeugt. Ich weiß es einfach nicht.
      Anderes Beispiel: Nicht nur ich, viele Syrer haben nicht verstanden, warum Assad die Gelegenheit des Krieges nicht genutzt hat, Bürger und Gesellschaft Syriens der Last der Terroristen im Staatsauftrag, der syrischen Geheimdienste, zu entledigen.
      Unterdessen schält sich aus dem Kriegsdunst die Silhouette einer Lage, in der beträchtliche Teile dieser Dienste selbst bereits „umgedreht“ waren, ohne direkt zugunsten des Feindes einzugreifen. Es handelte sich um Leute, die in Wartestellung standen, das amerikanisch – deutsche Angebot anzunehmen, im Nachkriegssyrien ihren Job im Auftrag des Weißen Hauses einfach fortzuführen!

      Möglich, daß die Entscheidung, diese Leut taktisch zu umgehen und ins Abseits des Krieges zu stellen, klug und richtig war. Auch das vermag ich nicht zu beurteilen, ich kann nicht einmal sicher sein, daß meine Lageeinschätzung und Fragestellung zu diesem Themenkreis korrekt ist.
      Aber diese Unklarheiten waren für mich ein Grund, die Front gegen den Despotismus der Baath-Herrschaft innerhalb der Linien der Verteidiger zu verteidigen und, wenn möglich, verbal zu stärken, statt darüber zu schweigen, weil es schlimmstenfalls schadlos sein konnte.
      (Fortsetzung)

    • Drittens. Ich habe klar und deutlich die Republikanisierung Syriens als ein Ziel genannt, daß ich trotz meiner fundamentalen Feindschaft gegen die bürgerlichen Gesellschaften von Privateigentümern, die Religionen und ihre Staatswesen taktisch und vorübergehend unterstützen würde, und, wäre ich in der praktischen Lage, auch dafür arbeiten würde. Dieses Ziel ist übrigens nicht an die territoriale Integrität Syriens gebunden! Ein gar nicht so ganz theoretisches Beispiel lautete, daß ein Bündnis zwischen Kräften eines republikanisch-sozialistischen Westkurdistan und eines bougeois-kleinbürgerlichen Syrien, mit dem Ziel einer Föderation (ob bundesstaatlich, oder anders) mehr Widerstandskraft gegen den imperialistischen Krieg entwickeln könnte, als jede halbwegs ersinnbare Alternative!
      Ein weiteres Beispiel, und in diese Richtung geht auch Assads Rede, ist, daß eine „Kantonisierung“ Syriens keine oder nur eine halbe Katastrophe wäre, wenn die Entscheidung dazu in Syrien zweckmäßig und aus einer realistischen Beurteilung der eigenen politischen und militärischen Kräfte fiele. Dann folgte ihr keine Somalisierung, die zu befürchten ist, wenn das Szenario als Niederlage oder infolge von Fehleinschätzungen eintritt. Ein innerlichstarker, republikanischer Rumpfstaat, der in den Augen der Angreifer gern ein „Alavitenstaat“ heißen kann, wenn ihnen nix besseres einfällt, im politischen Zentrum des syrischen Territoriums wäre ein Segen für alle Einwohner der Region, wenn auch gewiß keine Wunschlösung. Etwas Ähnliches hast Du selbst vorgestern ins Spiel gebracht.

      Sollte solch eine Kantonisierung ein Ziel der russischen Politik oder einer ihrer Fraktionen sein, so muß man das wissen und erklären, einschließlich der Zwecke und Motive, aber man muß nicht zwingend mit aller Macht dagegen vorzugehen suchen. Oder aber man kann das aus der Kenntnis dieser Zwecke und ihres Zusammenhanges mit denen der Gegner auf der atlantischen Seite sehr wohl tun. Das eine oder andere abschließend zu beurteilen, sind weder Du, noch ich, noch irgend ein anderer nicht direkt am Geschäft der Herrschaft Beteiligter imstande.

      Umso wichtiger ist es, daß niemand aus den Reihen der Opfer des imperialistischen Krieges aus opportunistischen Gründen oder taktischen Motiven, deren Grundlage zwangsläufig unklar bleiben muß, Erfindungen und Narrative des Krieges vertritt und verbreitet

      Mit diesem „Credo“ breche ich ab (muß auch gleich weg), vielleicht habe ich mich ja ein wenig verständlich machen können-

    • Enis

      @TomGard
      Danke für die ausführliche Antwort. Leider war es wieder schwer zu verdauen!
      Als einer der „unbeweglichen“ Assad-Anhänger stimme ich dir einzig in der Kritik der korrupten Bürokratie voll überein! Auch wir haben das erlebt.. Auch berichten uns diese sogenannten „Taxifahrer“ weiterhin von korrupten Grenzwächtern und Beamten! Diese Korruption wirst du von jedem Türken, der mit dem Auto quer durch Europa nach Hause reist, berichtet bekommen! Es ist ein verdammtes Übel, eine ohnmächtige Schikane! Es ist ein Übel der Menschheit! Das hat nichts mit der Farbe einer Regierung zu tun. Assad hat hoffentlich diese Nachricht verstanden! Denn nicht nur die Schädelsäger wollen Reformen, die wollen eh nur islamistische Unterdrückung und gehorsame Almosengesellschaft, seine Unterstützer wollen auch Erneuerungen! Der feine Unterschied ist, dass diese sanft und unter seiner Leitung geschehen sollten! Die Baath gehört auch neustrukturiert und modernisiert. Ich könnte dir eine volle Liste von Verbesserungsvorschlägen liefern. Der Punkt ist aber, die wollten von vornherein Krieg. Also dann gibt es keine andere Sprache! Vom korrupten Geheimdienst nehme ich auch nicht alles ab. Es gab sicherlich einige, die einzig auf Geld ausgerichtet waren. Wie im Militär war es auch im Geheimdienst eher der Fall, dass pensionierte Generäle und Beamte von ausländischen Geheimdiensten für die Verschwörung reaktiviert wurden. Einzig in Homs war der ehemalige Gouverneur dafür verantwortlich, dass Km-lange Tunnels von Terroristen unbehindert gebaut werden konnten. Die bekannten Tlass haben den Aufbau einer Kampfstruktur übernommen. Der Verräter Riad Hidschab konnte als Premierminister den Terroristen in Deir-ez-Zor unbehindert logistische Infrastruktur zur Verfügung stellen. Der ehemalige Mukhabaratchef von Hama konnte das unbehinderte Einsickern der Tawhid-Brigaden (Terroristen) nach Aleppo mit Hilfe des türkischen MIT’s organisieren.

      Der Staat hat aber damit –wie Assad sagte- Selbstreinigung vollzogen.

      Viel Erfolg für deinen Vorschlag eines arabischen Staates ohne starkes Militär und starken Geheimdienst. Die Lösung ist eher eine wirklich unabhängige Gewaltentrennung mit juristischem Schutz jedes einzelnen, auch gegenüber dem Staat. Jeder sollte die Möglichkeit haben auch gegen den Geheimdienst klagen zu können.

    • Anonymous

      @TomGard
      na, es geht doch. Wenn du willst, kannst du doch verständlich kommentieren. Bei vielen deiner Aussagen stimme auch dir zu, allerdings auch Enis. Die Situation in Syrien ist doch komplizierter.
      TomGard, wo hast du eingentlich die Information aus dem Al-Manar Interview, dass die Aufstellung von Bürgermilizen in den Augen Assads zu riskant erschien? Ich habe jetzt beim 2. Mal lesen nichts dergleichen gefunden oder wieder übersehen.
      habkind

    • Franz

      ..das konnte ich auch nicht rauslesen. Im Gegenteil, ich erinnere mich dass Assad die Buergerwehren im letzten Interview thematisiert und bestaetigt hat.

      LG Franz

  • Enis

    @TomGard
    Ist es gewollt, dass du so schreibst, damit zumindest ich dich nicht immer verstehe? Mag sein, dass du einen angesehen Abschluss hast, aber die Verständlichkeit deiner Satzstruktur fällt bei mir teilweise mit Note ungenügend durch. In all den Sprachen, die ich mir mit der Zeit angeeignet habe, habe ich gelernt möglichst viele klare, direkte Hauptsätze zu bilden. Wenige eingeschobene und passive Passagen ermöglichen dem Leser die Gedanken des Verfassers besser zu verstehen. Bei schwerfälligen Texten fängt der Leser an nur zu überfliegen. Oder er verliert das Interesse an den Text. Nur so als Tipp gedacht…

    Was den Spruch „Assad oder wir fackeln das Land betrifft“, so tust Du das genau gleich missdeuten Gleich wie diejenigen, die es absichtlich missdeuten wollen.

    Die Soldaten rufen diesen Spruch zumeist nur nach Siegesfeldzügen! Damit ist nichts anderes gemeint, als dass sie die Terroristen in jeder Ecke Syriens verfolgen wollen. Auch wenn am Schluss das ganze Land in Flammen stehen sollte. Oder sollen sie zum Schutz von Beton das Land an Banditen aufgeben?

    Danach wird alles wieder aufgebaut. Dann werden hoffentlich viele ihren persönlichen Beitrag leisten..

    • Enis, auf meine Auslegung kommt es nicht an, sondern auf die der Einwohner Syriens. Und die erhalten die klare Botschaft: Jeder, der sich „uns“ in den Weg stellt, ist des Todes oder Schlimmeres!

      Eindeutiger gehts nimmer, und sofern diese Haltung keine Attitüde ist, gibt es auf sie nur eine rationelle Antwort, eine Kugel in den Kopf. Besser wäre es freilich, die Leutz, die mit dieser Attitüde daher kommen, liefen einfach ins Leere, sobald sie sich nicht mehr mit den Gleichgesinnten auf der Gegenseite die Köpfe einrammeln. Leider scheint es so, als seien viele von ihnen in Syrien noch im Besitz lebenswichtiger Institute der Gesellschaft. Sofern das so ist, geht das Schlachten immer weiter, auch wenn sich alle ausländischen Interessenten aus dem Land zurück ziehen sollten.

    • Nobilitatis

      Bei Ihren Ausfällen missverstehen Sie dass solche Slogans eine Funktion erfüllen, die werden nicht dazu erdacht, in Onlineforen auf ihre semantische Qualität und tieferliegende Wortbedeutung untersucht zu werden.
      Es ist jedenfalls offensichtlich FALSCH, die Bedeutung so festzulegen, dass jeder, der Assad nicht persönlich unterstützt dadurch bedroht wird. Die Handlungen der Regierungsseite belegen eindeutig, dass sie nur die angreifen, die das Land zerstören, nicht jedoch die, welche Opposition leisten für Syrien. Im Gegenteil, die friedliche Opposition erfüllt eine wichtige Funktion – sie zeigen die rote Linie auf. Man findet keine Demokraten bei den „Rebellen“.

    • Ich mag ja das eine oder andere mißverstehen, Nobilitatis, aber das nun gerade nicht, und das habe ich auch deutlich genug gesagt.

      Wenn der Einwurf allerdings lauten sollte, „alles nur Affekt“, und dies ein Argument darstellen sollte, ist es mir zu verlogen und absurd, mich damit abzugeben. Wer soll denn bitteschön solche Affekte steuern? Und wie? „Neuartige“ Aufgaben für den Mukhabarat?

    • Nobilitatis

      Nein, das Argument lautet, die Slogans eines Krieges entstehen im Feld und sind nur bedingt steuerbar. Dafür sind sie aber auch nicht wörtlich und semantisch rein zu analysieren. Es handelt sich nicht um ein Kriegsziel. Nicht „Assad“ zerstört das Land, die Rebellen tun es.

    • Anonymous

      „Nicht „Assad“ zerstört das Land, die Rebellen tun es.“
      Natürlich, Assad baut das Land mit seinen zwei linken Händen wieder auf, das er mit seine hochtrabenden Intelligenz zerstört hat. Typisch Diktatur, ein Vollidiot und alle laufen hinterher. Assad ist ein Schreibtischtäter und macht natürlich nichts mit seinen „sauberen“ Händen kapput, er radiert höchstens ein paar Städte aus…
      ms

    • Nobilitatis,
      die Antwort von MS hast Du Dir verdient, sie stimmt nämlich im Wesentlichen!

      1) Assad hat seine Autorität dafür benutzt, Syrien zu Gunsten einer Auswahl aus seiner neofeudalen Oberklasse zu deregulieren und ein Teil der staatlichen Reichtümer auszuverkaufen. Das Ergebnis war eine Verarmung großer Teile der Bevölkerung, die mit „Zerstörung des Landes“ nicht ganz falsch charakterisiert ist.

      2) Die „Rebellen“ und Söldner tun nichts anderes, als die Gewinner des unter 1) genannten internen syrischen Krieges gegen das Volk auch getan haben: Sie foltern und metzeln die Bevölkerung in die Unterwerfung, werfen sich bandenweise zu Herren auf, plündern sie aus und vergewaltigen die Söhne und Töchter. Die Methoden sind oft noch unfeiner, aber das ist im Wesentlichen eine Erscheinungsform der Bockigkeit aller Beteiligten.

      3) Die Einwohner der Ansiedlungen, Dörfer, Flecken und kleinen Städte bis hinauf in die kleineren Provinzstädte tut das, was sie immer taten, und wozu es in einem gewissen Stadium der Usurpation keine echte Alternative gibt, sie beugen sich den neuen Herren, wenn es ihnen nötig oder unausweichlich erscheint. Der Grund ist einfach. Er liegt darin, daß ihre Lebensweise in ihren Partialgesellschaften in einem breiten Umfang selbstgenügsam ist. Es gibt da nicht wesentlich mehr zu plündern und abzuzweigen, als das unter den alten Verhältnissen schon geschah, wenn nicht neue Herrschaftsmethoden und Industrien Einzug halten. Die lokalen Autoritäten und Seilschaften werden ihre Rolle für die neuen Herren in breitem Umfang bewahren, die Korruption wird so allgegenwärtig sein, wie die patriarchale Herrschaft auch. Ein paar von den Oberen werden gekillt, was neben Trauer auch immer Schadenfreude bereitet, die Verstockten werden vertrieben. Irgendwann wird Ruhe einkehren, weil dort eh nur verbleibt, wer in der Stadt nicht Fuß zu fassen hofft oder erfolglos und geschlagen zurück kehrt.

      3) Anders in den Städten, was ich jetzt nicht weiter ausführen werde. Deshalb rede ich hier seit mehr als einem Jahr vom Krieg zwischen Stadt und Land als dem verhüllten, dem sozioökonomischen Kern des Krieges in Syrien. Systemlogisch geht er darum, die syrischen Metropolen zu imperial herab zu setzen, sie zu Mittelstädten der imperialen zu „ruralisieren“, bzw., wo dies schon geschah, dafür zu sorgen, daß es so bleibt.

      Jetzt könnt einer sagen: Aber das geschah doch auch ohne die Schlächterei, siehe Punkt 1! Jawohl, die Schlächterei ist notwendige Folge der Konkurrenz der imperialen Metropolen, die nun mal seit 20+ Jahren die Gestalt und die Formen eines Selbstbehauptungskrieges der Hegemonialmacht des Weltmarktes, der amerikanischen Föderation hat. Und Assad hat den „Fehler“ gemacht, zu tun, was ein Staatsmann, der den antiquierten Konzepten der Nation anhängt oder zumindest folgt, unter diesen Umständen tun muß: Lavieren; zwischen den Konkurrenten, ihren Ansprüchen und den Mitteln und Methoden lavieren, die sie für ihre Einflußnahmen nutzen, um die Handlungsspielräume, welche die Konkurrenz der Metropolen öffnet oder offen läßt, dazu zu nutzen, der syrischen Nation Handlungsfähigkeit in der Verfolgung eigener und souveräner Zwecke zu öffnen oder wenigstens zu erhalten. (Das Wohl der Bevölkerung ist dabei, wie immer und überall, abhängige Variable der übergeordneten Ziele der kapitalistischen Ausbeutung!). Deshalb, um ein Detail zu nennen, hat Assad Syrien entschuldet; auf dem Rücken der Volksmassen und in Kauf nehmend, daß ein paar Figuren, nicht zuletzt aus seiner eigenen Familie, darüber mächtig gewaltig reich wurden. (Damit wir uns nicht mißverstehen: Hätte er das nicht getan, hätte man versucht, ihn mittels IWF und den üblichen Methoden in etwa zu derselben Politik zu zwingen, die er verfolgte – zumindest auf dem Feld der Ökonomie – wobei allerdings die scheinbaren, die eingebildeten und die tatsächlichen Optionen auf eine Stärkung oder Erhaltung der Nation entfallen wären)
      (Fortsetzung)

    • Korrektur: „zu Mittelstädten der imperialen Metropolen herab zu setzen“.

      Summe: Deshalb ist es korrekt, wenn auch außerhalb des Feldes der Moralität und der Propaganda völlig langweilig, zu sagen, „Assad zerstört das Land“. Er tut das, um die Nation zu bewahren, denn die wird von den auswärtigen Feinden angegriffen, einschließlich der nationalen Gesinnung des urbanisierten Teiles der Bevölkerung.

      Der Spruch „Assad, oder wir zerstören das Land“, enthält das ganze Spektrum der groben Lagebeschreibung, die ich oben gab. Der Volksmund ist nämlich nicht dumm, wie es einem noblen Hochmut zu unterstellen beliebt. Und semantische Analyse kriegt verdammt nie besseres zustande, als zu verstehen was in irgend einem Wort oder Satz an Begriffenem enthalten ist.
      Und mörderisch ist nicht der spontane „Sinn“ des Soldaten, sondern seine Parteinahme für die Nation.
      Diese Parteinahme mag ja blutig erzwungen sein, aber um so imperialer sollte das Bedürfnis der Betroffenen sein, sich darüber klar zu werden, was das, wozu sie sich genötigt sehen und es mehr oder minder erzwungen begeistert annehmen, eigentlich ist. Diese Rechenschaft ist nämlich im praktischen Begriff einer Sache nicht enthalten. Für die theoretische Seite, das Selbstbewußtsein des Begriffes, macht sich TomGard zuständig.

    • Franz

      @Tom

      dann lass doch den weisen Hr. Schmitt auf deinem Blog als Author Artikel schreiben

      LG Franz

    • Enis

      @TomGard
      Der Hauptgrund warum Theoriker im Leben scheitern ist, dass sie zwar sehr gescheit sind, aber die Verbindung zur Realität verlieren.

      Syrien wird noch manche Theorien über den Haufen werfen!

      Ich empfehle dir dich mehr über den „Syrischen Willen“ auseinanderzusetzen.

      Theorien sind zum Scheitern verdammt.

    • Um sogar mit dieser Pisse noch Häute zu gerben:

      Wenn ich nochmal jung werden könnte, dann wäre ich vielleicht neugierig genug geworden, arabisch zu lernen und mir mal anzuhören und zu -schauen, wie es in guten (!) arabischen oder persischen Schulen zugeht. Ja, einschließlich sufischen Koranschulen.

      Ich komme jetzt darauf, weil mir Markus wie ein extrem erscheinendes, aber gerade deshalb typisches Produkt des deutschen Schulsystems erscheint. Im Vergleich mit anderen westlichen Schulnationen nötigt es den Zöglingen in frühestem Alter eine Partizipation am Diskurs der Herrschaft auf (bei Strafe des Ausschlusses und Scheiterns) und daraus folgt, daß sie trainiert werden, auf absolut begriffslosen Ebenen operationellzu kommunizieren. Sie werden genötigt, alles, was ihnen über den Weg läuft, zum Gegenstand irgendeines „Verstehens“ zu machen, auch wenn sie wenig, vielleicht fast gar nichts über die Sache wissen, über die sie reden, und gar nichts begreifen. Das ist übrigens einer der Gründe, warum deutsche Schüler im Rahmen der Bildungsevaluation beim „Leseverständnis“ regelmäßig unterdurchschnittlich abschneiden, obwohl die Beurteilungsmaßstäbe schon selbst in einigem Maße auf dies Training zur Begriffslosigkeit abstellen.
      Und es fördert außerhalb der Sphäre gesellschaftlicher Kommunikation das Fachidiotentum ungemein …

    • Die Pisse bezog sich auf Franz.

      Enis, Du hast die Geschichte auf Deiner Seite, ich aber bin ein Lakota ;)

    • Enis

      @TomGard,

      Ich behaupte nicht, dass wir schlussendlich gegen die ganze Welt gewinnen werden. Aber die Geschichte wird uns bestimmt recht sprechen!

      Du hast irgendwie etwas Anarchistisches? Gegen alles systematisches. Wenn das System abgeschafft wird, dann wird man sich schlussendlich selber abschaffen müssen?

      Man muss gar nicht auf der gleichen Linie sein wie mich. Aber realistische und strukturierte Lösungsvorschläge sind meine Mindesterwartungen bei Streitdiskussionen.

      In Bezug auf Syrien hätte ich gerne einige Ideen wie man aus diesem Terrorsumpf rauskommen könnte, anstatt zu philosophieren..

  • DerBaske

    Ein kleiner Service für eilige Blogleser: Assads Interview mit Al-Manar, deutsch übersetzt:
    http://namabaronis.wordpress.com/2013/06/01/interview-mit-bashar-al-assad-deutsche-ubersetzung/
    „Es gibt mehrere beteiligte Faktoren. Einer ist der syrische Faktor, der ihre Absichten zunichte machte; der andere Faktor bezieht sich auf diejenigen, die hinter diesen Szenarien stehen und sich am Ende selbst besiegen, weil sie Syrien nicht kennen oder die Situation nicht im Detail verstehen.“

    Hat das nicht Kaumi genauso Tomgard gesagt?
    Hat er? War rein rhetorisch gemeint.

  • Zur Abwechslung, nach sehr vieler risikoreicher ernster Arbeit hat heute Anna-News mal ein echtes pro Assad Propagandavideo hochgeladen:

    ستسحقون +21
    http://www.youtube.com/watch?v=2-sJSR-s0-w

  • Anonymous

    Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt. Das tut uns leid.

    Mir auch.Schade.

    Gruß Det70

    • Es kann an der arabischen Musik gelegen haben. Vieleicht waren da Urheberrechte von YT moniert worden. Dann wird es sicher mit einem neuen Lied wieder hochgeladen.

  • ISKANDER

    Nach einer Meldung von ANNA.NEWS soll am vergangenen Wochenende ein Attentat auf den legitemen Präsidenten der SAR, Bashar al Assad, verhindert worden sein.
    Es war geplant das Flugzeug beim Landeanflug auf Lattakia abzuschießen. Angeblich war der Präsident das Wochenende in Lattakia.
    Wenn ich`s recht gelesen habe – wurden die 9 Attentäter „entschärft“.
    So berichtete die libanesische Zeitung Al – Diyar heute.
    Quelle: http://anna-news.info/node/11591
    EC-TASS,

    • Anonymous

      @Iskander
      und weisst du, wer den Hinweis gegeben hat? Der jordanische Geheimdienst hat davon erfahren und den König benachrichtigt.
      Die Quellen suche ich gleich heraus.
      Es gibt halt nicht nur schwarz oder weiss in dieser Welt – im Nahen Osten erst recht nicht.
      habkind

    • ISKANDER

      @Habkind:
      ja, so habe ich es auch gelesen, es aber nicht angefügt weil ich mir nicht sicher war ob es ein Übersetzungsfehler hätte sein können.
      Erfreulich das aus Jordanien solche Iniativen kommen.
      Nur – wenn das Kerry erfährt! :-(
      Der jettet gleich wieder hin um den King am Ohr zu ziehen wie weiland den irakischen Premier Maliki.
      Oder – auch möglich – war es eine zielgerichtete Botschaft mit Hintersinn???

    • Anonymous

      Nein, glaube ich nicht. Die Jordanier stehen hinter Syrien. Wir wissen von
      vielen Begebenheiten, wo jordanische Grenzoffiziere den syrischen Miltärs geholfen haben. Eine Begebeheit fällt mir gerade ein, wo sie den Miltiärs vor ca. 15 Monaten mit Benzin für ihre Fahrzeuge ausgeholfen haben.
      Wir sind so ziemlich sicher, dass einige Offiziere ihren Kollegen von der anderen Seite Hinweise geben, wann Terroristen über welchen Grenzabschnitt nach Syrien unterwegs sind.
      Die Fortschritte der SAA an der Grenze zu Jordanien sind doch auffallend, oder nicht?
      Eine der Quellen:
      http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=9202246628

      Ach, übrigens, der BND geht davon aus, dass der Krieg in Syrien ende 2013 beendet sein wird. Ich sag doch, die hätten uns alle fragen sollen,
      wir wussten mehr als die Geheimdienste.
      Habkind

    • ISKANDER

      @habkind:
      Recht haste! Aber sei dir sicher, der Geheimdienst liest hier sicher mit und letztlich bekommt er über Blogs interessantere Situationsberichte als „am Boden“.
      Freue mich jedenfalls, das die Jordanier im stillen ihre Hilfe leisten, trotzdem ist der König eine Pfeiffe. Wie ich schon mal eher schrieb, hätte der die Gelegenheit zum Frontwechsel gehabt (ProSyria) und weil er ein USrael – Knecht ist, wird er seinen Thron ums Jahr verlieren. Denn die Banditen werden aus Syrien verjagt und wenden sich „schwächeren“ Opfern zu. Ein König der westlicher ist als der Westen, das ist ein Hassobjekt für die Fuselbärte und Nachthemdträger.

    • So lange er „westlicher ist als der Westen“ wird der Westen kein Interesse an seinem Sturz haben.
      Seine Existenz wäre gesichert.

  • Jörg

    ERDOGAN LÄSST TV SENDER ABSCHALTEN
    http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/15044-Erdogan-lsst-Sender-abschalten.html

    Textauszug: „Viele der Häftlinge sollen gezwungen worden sein Geständnisse zu unterschreiben. Sie haben keinen Zugang zu Anwälten und ihre Mobiltelefone wurden beschlagnahmt“.

  • Jörg
    • ISKANDER

      @Jörg:
      Danke für die Zuarbeit! Viele Hände arbeiten an einem Stein.

  • ISKANDER

    In Istanbul gibt es nun den ersten Toten…
    Erdowahn der Dreiste beschimpft die Demonstranten und beschuldigt: „Ausländische Mächte“
    Hoppla – Herr Erdowahn, was war eigentlich in Syrien??
    Drehen wir jetzt die Propaganda einfach um?
    Nix gelernt?

  • Anonymous

    Erdogan ist nach Marocco geflogen und dort wird er
    Demonstranten erwartet, die auf Plakate geschrieben haben:
    „wir wollen den Mörder Erdogan nicht in unserem Land haben.“
    Der türkische Frühling verfolgt ihn überall.
    habkin

  • Andere lassen auch Witze vom Stapel:
    „Die geplante Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Syrien könnte das „militärische Gleichgewicht“(im Neusprech, für real, absolute Überlegenheit) in der Region zerstören und der Einberufung einer neuen Syrien-Konferenz im Wege stehen.

    Das sagte US-Außenminister John Kerry am Montag (Ortszeit) in Washington nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Radoslaw Sikorski. „Zudem wird die Konferenz durch eine Operation der syrischen Behörden in der Stadt Al Kusair bedroht, wo groß angelegte Kampfhandlungen gegen die bewaffnete Opposition geführt werden“, sagte Kerry.“
    Hat Kerry die ca. 200 Atomsprengköpfe Israels glatt vergessen bekommen?
    Das Stockholmer Institut SIPRI hat heute informiert räumte aber ein, dass die Zahlen nur mehr oder weniger verlässlich seien, da China keine Angaben zu seinem Arsenal mache und es auch Russland zunehmend an Transparenz fehlen lasse. Schwierig seien auch Informationen über Nuklearwaffen in Israel, Indien und Pakistan zu beschaffen, hieß es weiter.

    na sowas.

    • Ich nannte es einen Witz. Nocheinparteibuch nennt es zynisch:

      „Wer den gigantischn Zynismus darin nicht versteht und der englischen Srach mächtig ist, der möge sich folgendes US-Gesetz aus dem Jahr 2008, beschlossen wenige Wochen vor der Abwahl des Bush-Regimes, durchlesen:

      Naval Vessel Transfer Act of 2008

      Die US-Gesetzgeber haben in diesem Gesetz die USA dazu gesetzlich verpflichtet, jederzeit dafür zu sorgen, dass Israel sämtlichen denkbaren Staatenkoalitionen der Region militärisch stets so haushoch überlegen ist, dass Israel jederzeit beliebige Kriege gegen beliebige Taatenkoalitionen der Region führen kann, ohne dabei nennenswerte eigene Verluste zu erleiden.“

      weiter lesen:
      http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/06/04/john-kerry-bewirbt-sich-um-nominierung-fur-den-preis-des-weltgrosten-zynikers/

    • „…jederzeit beliebige Kriege gegen beliebige Staatenkoalitionen der Region führen kann, ohne dabei nennenswerte eigene Verluste zu erleiden.“

      Das ist allerdings ein schlechter Witz – des Berichterstatters.
      Hintergrund des Act ist die beispiellose Aufrüstung Ägyptens und Saudi-Arabiens in der Ägide GW Bush, ich hab jetzt die Zahlen und Waffengattungen nicht im Kopf und gedenke auch nicht, solchen Unfuges wegen zu recherchieren.
      Ich erinnere auch an die eiligen, geradezu hysterischen Bereitstellungsmanöver der NATO während der Operation Cast Lead, um sicherzustellen, daß Israel nicht die sophisticated Ammunition ausginge, sollte die Hisbollah sich zum Kriegseintritt entscheiden.
      Nominiell, d. h. den Bereitschaftsgrad und Kampfwillen der Armeen nicht achtend, könnten Ägypten und Saudi Arabien gemeinsam das zionistische Staatswesen binnen wenig mehr als 72 Stunden aus der Welt schaffen, wenn sie kräftige Verluste und Gegenschläge mit taktischen atomaren Waffen in Kauf nähmen. Die israelische Überlegenheit besteht darin, daß keine Macht die Zionisten hindern mag (und, wenn man bestimmte Parameter als fix unterstellt, auch nicht kann) einer Lage, in der diese Drohung wirksam werden könnte, militärisch vorzubeugen.

      Just for the record. Und die wirksamste Aufrüstung Israels kommt immer noch aus Deutschland.

  • Enis

    In Antakya ist heute der erste Demonstrant durch Polizeigewalt gestorben! Es handelt sich um einen 22 jährigen Jungen. Dieser Junge ist ein Türkischstämmiger und nahm an Protesten gegen den Oberdiktator in einem arabischen Ortsteil von Antakya teil! Das widerspiegelt das Bild der Proteste, aus allen Schichten gemeinsam gegen den Tollwütigen!

  • kaumi

    Wenn die islamistischen Faschisten mit dem Rücken zur Wand stehen und nur noch das Tor zum Paradies als Ausflucht in Frage kommt, dreht sich die Führung der Radikalinskis mit dem Rücken zu diesem Tor und wendet sich lieber flehentlich an – Walid Djumblat. Unserem beliebtem libanesischem Drusenführer, dessen Lebensmotto „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ lautet.

    Konkret gesprochen wendete sich die Nusraführung an Djumblat, um als Mediator bei Gesprächen mit der Hizbullah zu fungieren. Die Nusra`s bitten nämlich um die Möglichkeit, 400 – 500 verletzte Kämpfer aus Al Qsair herausschaffen zu dürfen.
    Die Hizbullah erwiderte Djumblat, dass die Entscheidung in Händen der syrischen Armeeführung läge also musste Djumblat den Bückling machen und mit der syrischen Führung „verhandeln“.
    Diese wiederum antwortete, dass den eingeschlossenen der Korridor zur Verfügung gestellt werde, der zuvor den Zivilisten eingerichtet wurde.
    Ins „deutsche übersetzt“ soll das heißen, dass sich die Jihadisten ein freies Geleit abschminken können und sie den Weg wählen müssten, in syrische Obhut zu kommen….

    • „in syrische Obhut zu kommen …“ und die schwätzt was von „Gerechtigkeit der Justiz“.
      In diesem Fall (weil Enis konkrete „Ratschläge“ von mir verlangt, die er dann mit vollem Recht für unmaßgeblich erklären kann ;) würde ich vorschlagen, den Kaumis zum Abkühlen ein Eiswasserbad zu richten und die 400 Jihadis, soweit nicht zu schwer verletzt, nackt und begleitet von einer Horde johlender Jungfrauen (bis 70 Jahre, nicht älter, soll ja keine Herskasper geben) über die jordanische Grenze abzuschieben. Mit großem TV-Bahnhof.

      Scherz beiseite.

      Putin lt. RT:
      “(The S-300) is a serious weapon. We would not like to tip the balance of power in the region. We signed the contract a few years ago. It has not been implemented yet.”
      fr.rian.ru:
      “ Nous ne voulons pas rompre l’équilibre des forces dans la région.“

      Der Unterschied zwischen „nicht wünschen“ und „nicht wollen“ läßt noch ein klitzekleines Spielchen, aber ansonsten ist die Aussage eindeutig, wenn man unterstellt, daß Putin keine tauglichen Gegenargumente zu TomGard’s und Apxwns Betrachtungen über die taktische und strategische Relevanz der S-300 in Die S-300 Scharade und was sie über die „Wende“ im Syrienkrieg sagt hat.

      Denn dann hat er mit dem Titel „Kräftegleichgewicht“ für die freizügige israelische Kriegführung gegen Damaskus offiziell gemacht, was ich im oben verlinkten Artikel schloß: Auch die russische Diplomatie nimmt die israelische Drohung, Damaskus zu zerstören, zum Druckmittel gegen Assad. Allerdings mit dem „Schlenker“, daß Putin diese Entscheidung umstoßen könnte, sollten ihm die israelischen Ansprüche auf Syrien für die Zeit nach einer internationalen „Beilegung“ des „Konfliktes“ zu anspruchsvoll werden.

      Es tut mir leid, anfügen zu müssen, daß die von Apxwn gutwillig nicht nur geduldete, sondern geförderte Desinformationskampagne zu dem Thema (Die russische Flotte habe die Waffen samt Instrukteuren bereits entladen, und so Zeug) ungemein schädlich ist, weil sie die Leutz in ihrer Sehnsucht bestärkt, auf die „höheren“ Mächte zu setzen und sie seelisch und intellektuell entmachtet.

      Leider hat Assad nicht den Mumm oder die Chuzpe, der Bande von Hetzern, die hinter solchen Desinformationen stecken, öffentlich in die Parade zu fahren, er beließ es bei ganz, ganz zartem Aufmüpfeln gegen die russsische Kriegspolitik im letzten Interview. Okay, mag ja sein, daß er gute persönliche Gründe für diese Zurückhaltung hat, aber dann schwiege er besser zu diesem Themenkreis. Mund zu und aus die Maus. Das wäre auch eine Botschaft!

    • Enis

      @TomGard
      Deine Einschätzung zu Russland teile ich auch.
      Russland will somit wieder den Zepter in die Hand nehmen und Syrien unter Druck setzen.

      Lieber Tom aber da verweise ich wiederum zu dem „Syrischen Willen“. Der lässt sich auch nicht von befreundeten Ländern unter Druck setzen, auch wenn das ganze Land abgefackelt wird..

      Mein Lieblingsaussenminister Sergej Lavrov hat diesen persönlich kennen gelernt und verzweifelt an dem. Er hat es auch öffentlich mitgeteilt, dass die Syrer keinem zuhören bzw. sich von niemandem unter Druck setzen lassen, wenn es sich um Verstoss gegen die syrische Souveränität handelt.

      Auch du wirst überrascht sein.

    • ISKANDER

      Djumblat und sein Vater haben bereits in den Libanonkriegen des vorigen Jahrhunderts keine rühmlichen Rollen abgegeben. Kein Wunder also, das er heute zum Anwalt der Terroristen in Syrien geworden ist.
      Die 400 oder 500 verwundeten Terroristen in Al Kusair besitzen keinerlei Rechte auf „Evakuierung“.
      Sie dürfen sich der Gefangenschaft a la Stalingrad mit entsprechenden einstelliger Heimkehrerqoutenrelevanz stellen und Allah preisen, jetzt erstmal dem Tode entronnen zu sein.
      Sie gehören vor ein Kriegsgericht gestellt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es würde mich enttäuschen, wenn aus sonstwelchen Gründen diese Terroristen „ausreisen“ dürfen.
      TomGards Idee – sie nackt im Begleitung johlender alterner Jungfrauen nach Jordanien zu treiben: nette Idee, aber den Fuselbärten fällt dort nur wieder das gleiche lemminghafte Verhalten ein, nach Syrien einzudringen. Also: Nur 2. Platz im Ideenwettbewerb.

    • Meiner Meinung nach ist ein Hinrichten der gefangenen Djihadisten kontraproduktiv.
      Man braucht sie als Bauarbeiter in Fesseln, um die syrische Infrastruktur und Wohnhäuser wieder aufzubauen, die vom Bürgerkrieg im zweistelligen Prozentbereich zerstört wurden. ;)
      So oder so Wishes, es gibt auch in Syrien eine Justiz, die zu entscheiden hat.

    • Nobilitatis

      Diese Kämpfer für den wahren Islam sind nach Syrien gekommen, um Märtyrer zu werden. Es wäre ausgesprochen fies, ihnen ihren einzigen Herzenswunsch zu versagen. Die Schande einer Rückkehr würden sie, wenn überhaupt, nur als seelisches Wrack überstehen.
      Die tapferen Kämpfer von SAA und Hezbollah wollen sicher nicht für seelische Grausamkeit bekannt werden. Man sollte den letzten Wunsch eines Mannes respektieren.
      Alle anderen können sich genausogut ergeben.

    • Anonymous

      man stelle sich mal vor:
      Die kommen nicht in den Himmel, sie wissen es nur nicht!
      Man kann es ihnen aber beibrigen…
      Man gründe eine Schweinezucht und sortiere die Tiere entsprechend ihrer Blutgruppe.
      Dann tauscht man das Blut der Schweine gegen das Blut der ebenfalls nach Blutgruppen sortierten Djihadisten, per Transfusion.
      Dann wird denen klar das sie nicht mehr in den Himmel kommen…

  • off topic
    Der Herr Tlas scheint mal wieder aufgetaucht zu sein: http://www.youtube.com/watch?v=LYp74sk08C4&hd=1

    • Anonymous

      Das Video nennt nur einen „Abdul Razak Talas“.
      Ich denke das ist bloß der Cousin von Manaf Tlass, kein wichtiger quasi … :-)
      fG
      Lurker

  • Enis

    @Lurker
    Dieser Abdulrazzaq Tlass ist einer der schrecklichsten Terrorristen in Syrien. Falls die Aufnahme wirklich stimmt,dann sollte er in ar Rastan eingekesselt sein. Es ist praktisch unmöglich ihn lebendig gefangen zu nehmen.Denn er trägt für alle Fälle eine Handgranate dabei!Denn er weiss es gibt für ihn sonst nur einen grausamen Tod. Den hat er auf alle Fälle mehr als verdient.

    • Anonymous

      dann muß man Ihm halt beiden Pfoten abschießen…
      Und dann kriegt er eine „Infusion“…
      fG
      Lurker

  • Debkafile, aus welchem TomGard schon oft zitiert hat, gibt einen ausführlichen Lagebericht über den Bürgerkrieg in Syrien, in dem ein recht positives Bild für die Assad-Allianz gezeichnet wird: Battle for Damascus is over. Is Israel intelligence slow on Syrian war?

    Interessant ist die Angst vor einem Vormarsch der Hisbollah-Assad-Allianz in Richtung Golan-Höhen. Diese Angst könnte weitere israelische Präventivaktionen provozieren. Es bleibt (leider) spannend.

  • ISKANDER

    @TomGard:
    wie und wann die S 300 in Syrien angekommen sind, ist unwesentlich. Die Logik – welcher du dich ja so verpflichtet fühlst – sagt aber deutlich, das diese hochbrisante Fracht nicht von einem Kohlenkutter mit anwesender Blaskapelle gelöscht wurde. Wenn ich nun behaupte das diese Fracht im Zusammenhang mit dem Eintreffen der beiden russischen Flotten im April (?, siehe Posts) und des begleitenden außenpolitischen Zeitfensters, angekommen sind, ist es hirnrissig dieses Eintreffen als „Desinformationskampagne“ klein zu reden.
    Allein schon die Kraft, welche diese Nachricht den geplagten Verteidigern weltweit gebracht hat, ist eine Waffe an sich. Hoffnung ist eine wichtige Waffe.
    Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, das du deine ohnehin schon kompliziert – theoretischen Ansichten mit solch vollkommen unlogischen Äußerungen schwängerst und somit am Ende dein Post selbst zerlegst.
    Und noch etwas zu deinen Theorien: Enis & Kaumi haben Recht wenn sie dir erwidern: Der syrische Wille zählt. Du siehst die Dinge sehr aus dem abendländischen Klassenkampfwinkel heraus. Doch dies greift nicht im Nahen Osten.
    Danke aber für deine konstruktiveren Gedanken – die dich mitunter „übermannen“ :-)

  • Ich denke, in zwanzig Jahren werde ich mit Freude und Befriedigung die gewaltigen Fortschritte bilanzieren, welche die Weiße Rasse, diese verrückte Wucherung von Sklaven, deren Herren selbst welche sind, gemacht hat, sich wieder einzusammeln, um dem Großen Geist der Ewigen Jagdgründe, dem kreativen Gesamtsubjekt namens Biosphäre, zum Dünger zu dienen.

  • Anonymous

    Endlich, Qusair ist gefallen – nein: befreit. heute Nacht durch einen Überraschungsangriff.
    habkind

  • Enis

    @all
    Sollte sich die Meldung des syrischen Fernsehens über den endgültigen Sieg in Qusayr bestätigen, wären alle unseren Diskussionen hinfällig!

    Es ist zwar kein Sieg über die Terroristen in ganz Syrien, doch ein bedeutender symbolischer Etappensieg! Wie wichtig dieser Sieg ist, merkt man anhand der lauter werdenden Aggressionen seitens von taugenichts Staaten, wonach Syrien wieder mal Chemiewaffen eingesetzt habe. Es ist ein verdammt langweiliges Thema geworden!

    Aber die Syrische Arabische Armee schafft Tatsachen auf dem Boden!

    Jetzt ist Aleppo dran!

    Dann haben einige Kanalisations-Jihadis ausgespielt und einige Analytiker und Philosophen hier müssen wieder über die Bücher :)

    Man darf ja auch mal sehr sehr optimistisch sein. Das ist ein fester Bestandteil des „Syrischen Willens“..

    • Naja, nicht ganz. Laut presstv sind die in umliegende Bauernhöfe & Dorf geflohen; ganz fertig werden sie also noch nicht sein.

    • Anonymous

      AFP bestätigt daß sich die »Rebellen« aus Quseir zurückgezogen haben. AFP beruft sich auch Quellen der Söldner. Jetzt Aleppo!
      Pedro

    • Anonymous

      AFP bestätigt daß sich die »Rebellen« aus Quseir zurückgezogen haben. AFP beruft sich auch Quellen der Söldner. Jetzt Aleppo!
      Pedro

  • Anonymous

    „We will keep fighting, God willing. If you hear the news that Qusair has fallen, you will know that not a single fighter is left in Qusair and that all have been martyred,“ said one rebel, Abu Tareq, speaking by Skype.

    „We will not make a ’strategic‘ retreat as the opposition has done in previous battles. We will stand our ground to the last man.“

    http://www.worldbulletin.net/?aType=haber&ArticleID=110519

    Irgendwie kommt mir da Stalingrad in den Sinn..

  • Die Rote Armee hat die Zerstörung Stalingrads beweint, nicht gefeiert.

    Der Fall Kussairs – der immer noch niemanden die Frage stellen läßt: Wieso erst jetzt?! (Für die Antwort müßte man auch mal „Feindsender“ anschalten) – schaffte den Raum für Besinnung und Trauer, ihr aber, Habkind, Enis, J2B und wie ihr alle heißen mögt, nebst dem professionellen Anheizer Iskander, ihr feiert keinen Sieg, sondern euren eigenen Blutdurst. So zählt ihr euch zum selben Genmüll, wie eure Feinde.

    • @Tom
      Deine Frage „Wieso erst jetzt?“ ist wirklich interessant. Wielange verfolgst Du eigentlich das syrische Drama schon?? Dir ist schon bewusst, dass die syrische Regierung einem Waffenstillstand nach dem anderen zugestimmt hat – der dann jeweils von der anderen Seite zur eigenen Konsolidierung bis hin zu Stadtrundgängen mit der UNO genutzt wurde? „Wieso erst jetzt?“ Weil zunächst die Sicherung der Hauptstadt und der Außengrenzen Priorität hatte. Sehr sinnvolle Taktik – würde ich sagen. Jetzt wird ein Gebiet nach dem anderen gesäubert, Aleppo wartet schon. Die Türkei ist mit sich selbst beschäftigt – sie musste zum eigenen Schutz schon die eine oder andere Lieferung Giftgas und Sprengsätze abfangen. Dumm gelaufen. Kennst Du Goethe? „Die ich rief, die Geister …“
      Trauer ist in unseren Herzen seit zwei Jahren – und für Besinnung ist Zeit, wenn die Katastrophe vorbei ist. Kein einziger Tag der „Besinnung“ sollte je wieder irgendeiner Terrorgruppe Gelegenheit geben, sich neu zu formieren, um dann weitere Zivilisten auf bestialische Weise zu töten. „Eigener Blutdurst“ ?!? – Tut mir leid, Tom, aber Du hast KEINE AHNUNG. Du darfst aber gerne weiter philosophieren.

    • Wieviel Ahnung Du hast, Melone, erzählst Du, indem Du Dich außerstande gesetzt hast, die Frage „Warum erst jetzt“ anders aufzufassen, denn als Frage nach einem Versäumnis oder der Stärke / Schwäche der Verteidiger Syriens.

      Auf die spezifische Dummheit und Borniertheit, zu denen der Terror des Krieges die Opfer erniedrigt, auch noch stolz zu sein, ist ein naheliegender und leicht verzeihlicher Affekt. Wer solchen Affekt offensiv gegen Einwände und – nenne es von mir aus – Bedenken von einer zumindest nicht feindlich gesinnten Seite wendet, gibt jedes Ziel und jeden Zweck an einen Vernichtungswillen ab. Das ist im vorliegenden Falle (nicht jeder Krieg nicht jede Schlacht wird mit tödlichen Waffen geführt) Blutdurst.
      So jemand hat schon verloren, bevor er handelt, weil er sich auf den Gegensatz festlegt, der zum Krieg führt, weil und sofern er nicht aus der Welt zu schaffen ist. Er verliert, ich wiederhole, weil er die Kreativität an die Destruktion ‚drangibt. Deshalb spreche ich von „Genmüll“ und denke an Krebs. Ein Virus ist klüger.

      Übrigens spreche ich jetzt nicht von Syrien, sondern über Dich, Deine Gesinnungsgenossen und dies Weblog.

    • PS:
      Kussair ist eine Stadt mit der Infrastruktur eines Handels- und Verwaltungsknotens für ca 100 – 120 Tausend Bewohner des Bezirks. Funktionell gut für ca. 15-18 Tausend Einwohner. 20.000 Bewohner, die lt verschiedener Quellen zwischen 2003 und 2011 hinzu kamen, sind bereits Flüchtlinge gewesen; Flüchtlinge der Pauperisierungspolitik. Und sie nährten sich, was sonst, von Schmuggel, Schieberei und Kleinkriminalität jeder Sorte, wie Grenzbezirke sie nun mal besonders fördern.

      Nur mal so als Anregung –

    • Anonymous

      TomGard:
      Sie können es so verdrehen wie Sie wollen: die Rote Armee hat wohl den Sieg über die VI. Armee gefeiert (der wahre Verantwortliche der Zerstörung der Stadt).
      Ich glaube daß sich hier niemand über die Zerstörung von Quseir freut, sondern daß diese Umenschen die sich “Rebellen” nennen aus der Stadt vertrieben worden sind. Wenn man deswegen zum Genmüll gehört… meinetwegen.
      Pedro

    • Damit ich nichts auslasse: Zum Tenor, den ich hier zum Letztenmal angreife, zählt die Art, wie Melone mit „Du darfst aber gerne weiter philosophieren“ der Marschroute folgt, die Enis weiter oben angab:

      „@all
      Sollte sich die Meldung … über den endgültigen Sieg in Qusayr bestätigen, wären alle unseren Diskussionen hinfällig!“

      Was also redet ihr hier noch, wenn es nicht die Feier eures Blutdurstes ist?

      Eh wurscht.

    • Mach ma‘ halblang, Tom. Ich habe noch rein gar nichts gefeiert.
      Grundsätzlich versuche ich Realist zu sein und egal was passiert hat Syrien in irgendeiner Weise schon verloren.
      Nimmt man den militärischen Sieg der SAA unter möglichst geringer Zerstörung der Infrastruktur als das bestmögliche was realistisch geschehen kann, dann ist Qusair ein Schritt in die richtige Richtung.
      Nimmt man an dass sich die Leute plötzlich alle wieder lieb haben und mit einander knuddeln könnten wird man nie froh werden, denn das wird nie passieren.

      Feiern braucht man jetzt die Schlacht hier nicht, denn ich bin mir keinesfalls sicher ob das die große Wende ist.

      So oder so Tom, die rote Armee hat sich 1941-43 über jeden kleinen & großen Erfolg gefreut, den sie haben konnte. Jeder führte ein Stück weiter weg von der eigenen Niederlage und ein Stück näher zum Sieg, und der Sieg letzten Endes zum für einen selbst günstigen Frieden.
      Ohnehin lag Stalin & all den anderen Funktionieren jede Empathie mit den Opfern fern, für die sie ja mit verantwortlich waren.
      Ob Assad, wie du sicher behaupten wirst, da genauso ist wie Stalin möchte ich dahingestellt lassen. Das wissen wir nicht. Aber du wirst es wohl wissen wollen.
      So oder so ist das ein Erfolg für die freie Welt, ein kleiner Schritt weg vom Abgrund und hin zur Freiheit.

      Entgegen Sun Tzu ist das einzige Mittel zum Sieg für die SAA nicht der Raumgewinn, sondern „kill’em all!“, denn Syrien kann bei einem Sieg bestenfalls die Stabilität des Irak erreichen, so lange Saudis & Qatar den Terrorismus weiter finanzieren werden.
      Also, ich geh mal weiter meinen Blutdurst dahingehend stillen, dass ich meine Bücher aufdrück und weiter für ein Examen lernen werde, von dem ich genau weiß dass ich es morgen vergeigt haben werde.

    • Enis

      @Tom
      Du hättest die SAA und die Regierung auch verteufelt und als unfähig klein geredet, wenn sie nicht zum Angriff auf Qusayr entschieden hätten. Ich habe das Gefühl für dich wird Assad und die SAA eh nie richtig handeln können. Hätte deiner Meinung nach die SAA gar nicht nach Qusayr einrücken sollen?
      Wenn es sich einzig um terroristisches Blut handelt, dann jawohl gibt es keine Grenzen des Rausches. Jeder getötete Terrorist bedeutet weniger getötete Soldaten und Zivilisten! Gestern hat der Kioskladen in London zugegeben, dass 43% der getöteten Menschen in Syrien auf die Seite der Regierung zuzurechnen sind (Soldaten, Sicherheitskräfte und Zivilisten). Nach deiner Theorie, die ich nicht so ganz durchsehe, müsste die Armee in der Kaserne Zeit töten, oder Leichen zählen?

      Du hast Recht, die Infrastruktur geht mir am Arsch vorbei. Wir werden nach der Genesung unseren Beitrag leisten, damit alles noch besser wird. Da kannst du dir sicher sein.

      lieben Gruss

    • Anonymous

      @jones2thebones
      ich glaube nicht, dass die Situation in Syrien so schlimm sein wird wie im Irak. Die Gefahr besteht zwar, aber sobald der Krieg zu ende ist, werden die Sicherheitsdienste die zersprengten Terroristen suchen und eleminieren. Anders als im Irak sind die staatlichen und behördlichen Strukturen in Syrien nämlich noch intakt. Im Irak wurden alle? Beamte, da sie Parteimitglieder waren, entlassen und haben sich in Teilen gegen den Staat und die Gesellschaft gestellt und gegen ihn agiert. Aber in Syrien funktionieren diese Strukturen vollständig und die Bevölkerung wird sie weiterhin – jetzt erst recht – in dem Bemühen unterstützen, Ruhe und Sicherheit zu ermöglichen. Die Menschen wissen, es geht um ihre Sicherheit, denn nun haben sie gesehen, was die Alternative ist. Der Irak ist das abschreckende Beispiel und die Warnung.
      habkind

    • In beiden Ländern lebt der Konflikt dank Saudis & Qatar weiter; und nur deshalb.
      Es gäbe viele kleinere Gründe, die man finden kann die dafür sprechen, dass Syrien eine Ausnahme darstellt. Bsw, dass sektäre Gewalt in Syrien neu ist. Aber sie ist jetzt da, und letzten Endes ist es auch einfach zu einfach, mit einem Auto zum Markt zu fahren und sich oder auch nur das Auto zu sprengen.
      Mit dieser Art von Kriegsführung (Normalterrorismus) könnte man noch lange dabeibleiben.
      Wann würde sie aufhören?
      Wenn die Unterstützung aus dem Ausland versiegen würde (ich rede schon von der Lage nach dem Schlachtfeld, für den Fall die SAA bleibt siegreich).
      Welches Mittel hätte Syrien, um die Ausländer zum Aufhören zu bewegen?
      Keines.
      Man braucht nur zu schauen, wie lange die Roten Khmer nach dem Sieg Vietnams weiter durchgehalten hat.
      Wieso? Frag doch bsw. Thatcher & Reagan.
      Kaum zogen sich die Vietnamesen zurück, war dann die Sache gelaufen.

    • ISKANDER

      TomGard:
      Es ist ein großes Glück das die SAA so gut vorankommt.
      Ich bezweifle, das du das überhaupt willst.
      Frieden ist nur so erzwingbar und all dein Philosophiere verwirrt dir den Blick auf das Grundsätzliche.
      Die freudigen und erleichterten Reaktionen der Blogger hier haben bei dir erneut zu einem Wutausbruch geführt der dich dazu verleitete, uns wie schon öfter, zu beschimpfen.
      Tom, du bist schizophren, entschuldige bitte.
      Was glaubst du wohl, wie stände es um Syrien wenn du Assad wärst?
      Du wärst schon längst auf St. Helena und würdest es noch gar nicht mal mitbekommen.
      Ich verstehe partout nicht, warum du derart bräsig darauf achtest, niemals mit anderen konform zu gehen und dich auf Fakten zu beschränken.
      Langsam glaube ich, sollte man dir keine Anerkennung mehr ausschenken, denn dann hebst du regelmäßig in den selbstgewählten Elfenbeinturm ab.
      Also, die Leute als „Genmüll“ und „Im Blutrausch“ und mich als „professionellen Anheizer“ und Melone, der mehr für die Informationstransparenz tut als du jemals in deinem einsamen Stübchen zu schaffen imstande wärest, zu beleidigen, ist einfach eine Kapitulationserklärung des Contests.

    • Anonymous

      Hallo Iskander,
      In Spanien nennt man ähnliche Haltungen »ni-ni«: „ni con la OTAN ni con Ghadafi“ (weder mit der NATO als mit Ghadafi). Als Libyen angegriffen wurde, fingen bestimmte Intelektuelle und alternative Medien an die Agression zu relativisieren und ins Abstrakte zu treiben statt sich „automatisch“ auf die Seite des Angegriffenen zu stellen: der Angriff wäre ungerecht aber Ghadafi wäre kein Engel, man bedenke das bestimmte Minderheiten von Ghadafi unterdrückt wurden, er lebe in einem Palast wärend sein Volk keine Freiheit habe, usw. Konsequenz: Leute die auf die Straßen gegangen wären um Libyen zu unterstützen hörten auf dieses Gerede, zweifelten und blieben lieber zu Hause, und die NATO ermordete 100.000 Libyer wärend die Leute in Europa dachten „es ist ungerecht, aber Ghadafi ist ja ein Diktator“.

      Wir Europäer leben in einer Art verdorbenen Phantasiewelt: es lässt uns kalt daß einem Syrier der Kopf abgehackt wird, daß die armen Leute in Aleppo ihre sieben Sachen in einen Rucksack packen und aus ihrer Wohnung fliehen müßen weil diese Unmenschen in ihr Stadtviertel eingedrungen sind, aber wir empören unsdaß die Kätzchen in Aleppo nichts zu essen haben (bei YouTube sind Videos zu sehen wo obdachlose und verwundete Kätzchen und Hunde von den lieben „Rebellen“ ernährt und gepflegt werden) oder ähnlichen dummen Überlegungen.

      Und wenn wir uns freuen daß die syrische Armee diesen Verbrecher vernichtet – weil das ein Ende für das Leiden der Syrier bedeutet – sind wir „Genmüll“ und „blutrünstig“. Ich bin auf den Schluss gekommen daß es besorgniserregend wäre wenn Tomgard mich loben würde.
      Pedro

    • ISKANDER

      @Pedro:
      wir müssen damit leben, das es Leute wie TomGard gibt, die von allertiefster narzistischer Eitelkeit getrieben werden. Das ist wohl war.
      TomGard disqualifiziert sich selbst quartalsweise und ist ein armer Tropf.
      Es gibt Menschen die tun was und es gibt Menschen die palavern. Ich bin stolz darauf zu Ersteren zu gehören.

  • Enis

    „Strategic retreat“?? :))))
    Die Vögel lachen darüber. Wohin zurückgezogen? Unter die Erde in Kanalisationen wo sie her kamen?!

    Jones2,
    Flucht in die Bauernhöfe zu den Ziegen? Das ist doch nur eine Frage der Zeit, dass die Flucht nicht eine Ewigkeit dauern kann. Der Ring schliesst sich irgendwann.

  • Ich freue mich sehr über die Nachrichten aus Qusair. Betreffend der dort eventuell festgesetzten Reste der „Aufständischen“ würde ich ihnen jede unmittelbare Reise zu den erwünschten Jungfrauen versagen. Militärgerichte und internationale UN-Beobachter vor Ort, könnten m. E. der gerechten Sache der SAA und der Milizen erheblich mehr bringen. Die internationale Anti-Syrien-Medien-Kampagne bröckelt vielleicht, zerstörerische Schläge gegen sie fehlen noch. Auch die von TomGard sehr wohl in Betracht zu ziehende Multistrategie der Russen gegenüber Assad könnte damit hilfreich nachjustiert werden. Einflussreiche jüdische Gruppen in Russland bearbeiten die Eliten in Moskau und Petersburg ganz sicher in Richtung der in dieser Auseinandersetzung wesentlichen „Interessen“ Israels. M. E. kann sich Putin eine scharfe Konfrontation mit diesen Mächten nicht leisten und versucht daher, eine strategische Austarierung zu erreichen. In diesem Sinne wäre eine Stärkung der Rechtmäßigkeit der SAA samt der Milizen auch hilfreich für eine Nachjustierung der russischen Außenpolitik. Syrien hat einen wichtigen Etappensieg am Boden erreicht, nun ist es Zeit, auch auf diplomatischer Ebene nachzuziehen!

  • Syrien: Stellvertreterkrieg am Scheideweg – Christoph Hörstel Vortrag Juni 2013:

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=FPxlWHYuhhk#!
    Hörstel hinterlässt bei mir einen sehr unangenehmen Eindruck. Ein Egomane, Ich trau ihm nicht. Er sagt ja selber in der Einleitung er werde weder den Freunden noch den Gegnern Assads Freude machen.
    Ist ihm voll gelungen!
    Zwei Beispiele:
    „Bewaffnete frequentieren ungehindert die Grenze zum Libanon.“
    Kein Wort das da Schmiergelder im Spiel sein könnten.
    „Kein Wiederaufbau“!
    Wie hier schon erwähnt: Erst der Krieg dann lecken wir uns die Wunden.

    Bitte eure Meinung dazu, da ich hinter Hörstel, persönlich immer größere Fragezeichen setze.

    • Anonymous

      @ Badx Madurskli

      Das ist ja merkwürdig, trifft genau mein Gefühl, dass ich gestern hatte, als ich seinen Vortrag anschaute. Ich war immer ganz begeistert von seinen Analysen, aber gestern war er wie ein Aal, nicht zu fassen. Ich könnte jetzt nicht sagen, wo er steht und ich habe auch ein ganz komisches Gefühl bei dem Mann. Irgendeine Laus ist ihm über die Leber gelaufen. Vielleicht wollte er sich als Berater für Regierungen in Nahost anbieten und ist abgeblitzt? Er sagt ja auch irgendwann gegen Schluss seines Vortrages, dass er eine Deutsch-Syrische freundschaftsgesellschaft gründen wollte und einfach keine Syrer bereit waren, da mitzumachen. Vielleicht ist er desillusioniert? Oder sauer, er sagt doch, dass ein persönlicher Freund von Assad in seinem Stab angerufen hat und sagte, Assad solle sich mit Hoerstel treffen, worauf von der anderen Seite gesagt wurde, Hörstels Akte haben wir verbrannt. Dike

    • Angesichts seiner sehr merkwürdigen, etwas hochnäsigen Kommunikation scheint er ein etwas merkwürdiger Typ zu sein.
      Ich habe nur wenig von ihm gesehen, nie kam er mit etwas besonders neuem. Alle seine Behauptungen waren mir bekannt und nicht immer stimme ich ihm zu.
      So wie in dem von dir geposteten Video mit der angeblichen fehlenden demokratischen Legitimation Assads bei der Bevölkerung.

    • @Dike
      Die Analyse bezüglich Chr. Hörstel ist richtig. Ja, er hat „sich als Berater für Regierungen in Nahost angeboten und ist abgeblitzt“ – und zwar ganz genau bei der syrischen Regierung. Das ist schon eine ganze Weile her, er hat es immer wieder versucht – und man will ihn einfach nicht. Die Gründe dafür sind mir unbekannt. Man hat ihn in Syrien schon als (israelischen?) Spion bezeichnet. Irgendjemand scheint mächtig sauer auf ihn zu sein – ob das mit Korruption zu tun oder andere Gründe hat, wer weiß? Hörstel hat allerdings Schwierigkeiten, damit umzugehen.

    • Ich habe noch keinerlei „Expertenwissen“ bei ihm feststellen können. Daran könnte es liegen. Er verbringt jedenfalls viel Zeit mit Selbstbeweihräucherung.

    • Anonymous

      @ Melone

      Interessant, dann ist er also tatsächlich in seiner Eitelkeit gekränkt. Absolut verständlich, dass die Syrer niemandem trauen. Sie werden ihre Gründe haben……Dike

    • Franz

      Der Hörstel war mal ganz nett unterwegs, aber seid er bei den Syrern(Assad persönlich) auf Granit gestossen ist, hat sein Ego ein dicken Knacks weg.

      Hat dann mal angefangen ein Netzwerk aufzubauen. Meines Erachtens nicht sonderlich erfolgreich.

      Er wird auf auf dem Schall und Rauch Blog oft zu Worte gelassen.

      Den Dialog zwischen Hörstel und Assad kann man sich in etwa wie folgt vorstellen:

      H: Ich biete mein Netzwerk und meine Erfahrung um Syrien im westlichen Medienkrieg zu unterstützen.

      A: Der Krieg in Syrien wird nicht in den Medien sondern auf syrischen Boden gewonnen.

      Anfangs hielt ich die Haltung von B.Assad für naiv. Aber die Gegenwart belehrt mich eines Besseren.

      Summa summarum
      Ich traue dem H nicht mehr. Zuviel Profilierungssucht.
      Wie siehts mit Todenhöfer und Scholl-Latour aus?

      LG Franz

    • Find grad den Anlass nicht.

      Aber am 7. January 2013
      http://www.politaia.org/terror/syrien-assad-halt-abschiedsrede-von-christoph-r-horstel/
      schrieb ich im Kommentar:
      “ madurskli 7. January 2013 at 11:50

      /”dass er (Assad) mit Mechanismen und Realität in der Politik im Allgemeinen und in seinem Land im Besonderen nicht auf vertrautem Fuße steht.”/
      /”Russland hat vor ein paar Tagen eine ähnlich gelagerte höllische Schlappe kassiert: Moskau hatte die Opposition zum Gespräch geladen, doch der westlich/GCC-ausgerichtete Teil sagte ab”/ .
      Abgesehen davon das die Schlappe auch den Marionetten zugeschrieben werden kann, die sich dadurch als 100% Friedensverweigerer entlarven, lese ich aus dem Artikel hauptsächlich heraus das Hörstel immer noch beleidigt ist, von Assad nicht zum Propagandaminister ernannt worden zu sein.“

      Also ist der Knax schon früher erfolgt.

    • Ich habe das mal nachrecherchiert (10 Sek. Google :D ).
      https://www.facebook.com/Infoseite.zu.Christoph.Hoerstel/posts/524936564223712
      Wer diesen Facebookpost liest, wird das ziemlich gut nachvollziehen können.
      So viel Selbstverliebtheit, der Mossad habe ihn verhindert und die Leute seien alle korrupt und würde Assad den Hörstel reden hören, würde er sofort wissen dass er ’n Genie ist.

      Das ist alles Schwachsinn.
      Der Blog hier und ein paar weitere, sie werden von vielleicht 10, maximal 100000 gelesen.
      Auf der Gegnerseite haben wir bis zu 1 Milliarde Menschen in westlichen Ländern. Was bringt also dem Assad ein Interview mit Hörstel, der eh von kaum jemanden ernst genommen wird?
      Dass ihm die Zeit dafür zu schade ist, verstehe ich und weiß ich.
      Und wenn der Hörstel sich davon persönlich gekränkt fühlen muss und auf die unerträglich arrogante Art rumschnotzen muss, tja, dann darf er sich meiner Meinung nach austoben.

    • ISKANDER

      Thema Hörstel:
      Hörstel war lange Zeit der Meinung, Präsident Assad wäre beratungsresistent weil dieser die Ansicht vertrat/vertritt: „Entscheidungen werden auf dem Boden erzielt“. Hörstel hingegen wollte Präsident Assad ermuntern, die Medienhoheit anzustreben und eben nicht zu schweigen zu all den Lügen des Westens.
      Und da hatte Hörstel m.E. Recht!
      Präsident Assdad hat zulange die Medienhoheit unterschätzt.
      Nur – und da trennt sich meine Symphatie von Hörstel – hat Hörstel sich persönlich verletzt gefühlt als „Nicht angenommen“ und so seinen Rückzug aus Damascus vollzogen.
      Hörstel ist wohl doch ein Egomane, denn gänge es ihm um Syrien, um die Wahrheit (ACHTUNG gleich schreit TomGard wieder auf), hätte er Standfestigkeit, Geduld bewiesen.
      Freilich hat er keinen Seitenwechsel vollzogen aber seine Statments künen unverändert von verletzter Eitelkeit.

    • Ich schreie bei dem Wort genauso auf.

      Es gibt eine totale, absolute Wahrheit, aber keiner kennt sie, es gibt nur geglaubtes Wissen.
      Wer den Zweifel nicht zulässt, den kann man schon als ideologisch bezeichnen.

      Prostite tovarishe, aber bitte seid nett zu einander.
      Nimm mir das nicht übel dass ich das schreibe, Iskander. Ich stimme dir ja ansonsten in praktisch allem zu. Da tun mir deine Zickereien weh.

  • Ich möchte Alle Leser auf die folgenden Publikationen hinweisen. Die folgenden Gruppen und Organisationen kennen die realen Verhältnisse vor Ort sicherlich auch, nur werden sie uns der interessierten Öffentlichkeit, diese Wirklichkeit nicht vermitteln :
    http://k-isom.com/archive/1468
    http://k-isom.com/links
    http://www.diekommandos.de/
    http://www.diekommandos.de/index.php?id=4
    Das sieht alles aus nach sehr viel Geld und Mega-Strukturen. Nach Eigenleben, Eigenlogik, selbstrefentiellen Werten und Normen, nach endlosen ständig weiter eskalierenden Kriegen, nach Psychopathen, nach Untergang der Zivilisation wie sie wir kannten.

  • @TomGard
    Syrien hatte verloren, als es zögerte zu handeln. Syriens großer Fehler war, Frieden zu wollen und der AL und der UNO zu vertrauen. „Nicht jeder Krieg [und] nicht jede Schlacht wird mit tödlichen Waffen geführt“? Stimmt. Dieser Krieg hier wurde in den Medien begonnen und wird auch dort hauptsächlich geführt. Das ist praktisch für die Leute im Westen. Sie können nach „Waffen für die Opposition“ schreien und „beseitigt den Diktator!“, ohne jegliche Angst um sich selbst haben zu müssen. (Hast Du auch für die „Kinder in Syrien“ gespendet und Dich für „Demokratie“ gegen einen „skupellosen Diktator“ eingesetzt?? Sicherlich bist Du auch von dem „Giftgaseinsatz durch die syrische Armee“ überzeugt – so, wie hunderttausende Menschen im Westen. Ich hab aufgehört zu zählen, wie oft man in den letzten zwei Jahren versucht hat, DAS als Aufhänger für weitere Maßnahmen zu missbrauchen.) Für die Menschen in Syrien ist das aber tödlicher Ernst. Nichts zu tun, hat dazu geführt, dass in Houla 80 Frauen und Kinder abgeschlachtet worden sind, was nur stellvertretend für hunderte weiterer Orte steht, von denen man im Westen noch nie was gehört hat. Syrien hat in dem Moment begonnen, wieder die Oberhand zu gewinnen, als es sich entschlossen hat, die bittere Pille, die ihm von außen aufgezwungen wurde, anzunehmen. Mit Blutdurst hat das nichts zu tun, es ist reine Verteidigung.Die Destruktion haben andere gewählt. Immer und immer wieder – trotz der ständig ausgestreckten Hand. Syrien wird den Krebs überwinden – und dann werden wir die Toten und Vermissten in unseren Familien ehren. Ihr Opfer wird nicht umsonst gewesen sein.

    • Enis

      @melone
      danke für deine sachliche Zusammenfassung der Vergangenheit.
      Mir ist es langsam zu blöd die ganze Vergangenheit zu durchleuchten.

      Wir können und müssen unsere gekränkten Herzen ja nicht bildlich darstellen. Unsere Herzen sind innerlich tief verwundet, aber unser Wille gibt uns Mut und Hoffnung.

      Danke.

  • @Enis
    „Gern geschehen“ wäre wirklich nicht der richtige Ausdruck, aber Du verstehst, was ich meine. Wie sieht´s eigentlich z.Z. in der Südtürkei aus? Bei allen Wünschen nach einer neuen türkischen Regierung kann man wirklich nur hoffen, dass der Türkei eine „Syrienisierung“ erspart bleibt.

    • Enis

      @melone
      Ich verstehe was Du meinst. Deine traurigen und detaillierten Protokolle der gefallenen Soldaten, Sicherheitskräfte usw. von damals habe ich noch sehr gut in Erinnerung! Damals behaupteten unbelehrbare Blogger noch zynisch, der mukhabarat hätte alle diese Soldaten, Polizisten usw. erschossen, damit man Terroristen die Schuld in die Schuhe schieben konnte. Ich glaube es gibt auch heute noch Leute, die das ganze Theater noch nicht richtig durchschaut haben, obwohl sie an der richtigen Seite stehen wollen…

      Im Süden der Türkei herrscht Ausnahmezustand. Von links bis rechts, von jung bis alt, von Arbeitern bis Anwälten die Menschen haben genug von diesem Teufel! Glaube mir wenn unsere Leute so hinterhältig wären wie damals die Terroristen in Syrien, dann hätte es bis anhin hunderte Tote gegeben! Kein einziger trägt Waffen. Hätte jemand in die Menge geschossen wäre es genau gleich ausgeartet wie in Syrien! Erdogan wäre am nächsten Tag auch mit Panzer und Kampfhelikopter eingerückt! Das ist der feine Unterschied zwischen zivilisiertem Protest und Terrorismus im Auftrag von Schurkenstaaten. Trotzdem hat die Polizei fertig gebracht einen arabischen Bruder totzuschlagen!

      Anbei ein Video von den Protesten in Antakya (3.6.13):
      http://www.youtube.com/watch?v=hdu9f1aGRXs

      Hier die Beisetzung von dem toten 22-Jährigen mit ca. 80-100 000 Teilnehmern (4.6.13)
      http://www.youtube.com/watch?v=YBsuXZIXSKQ

    • Sorry, aber wenn die türkischen Polizisten keine Waffen tragen, wie bringen sie es dann fertig, die Nr. 2 der Toten mit einem gezielten Kopfschuss zu killen?

    • Enis

      @jones
      ich glaube du hast mich missverstanden. Ich meinte die Demonstranten waren nicht bewaffnet auf die Strasse wie damals in Syrien!
      Hätten die Demonstranten auch mit Waffen herumgeschossen, wäre die Lage noch schlimmer als Syrien geworden!

    • Achso das, klar. Das hatte ich missverstanden.
      Bei Syrien wird wohl alles von vornherein durchgeplant sein, die FSA vorbereitet worden sein, ehe sie anfing zu existieren.

  • kaumi

    Während auf syrischem Boden die Aufräumarbeiten ungeachtet des heuchlerischen Geheules des Westens und des Wehklagens der globalen Gutmeschen voranschreiten, gibt es von der diplomatischen Front interessantes zu berichten.
    Die „Genf-2“ Konferenz soll um den 08. Juli herum stattfinden. Die Amis sollen den russischen Kollegen bereits die Namen der zwei Delegationsleiter der Oppositionsseite mitgeteilt haben: Riad Al Turk (von dem habe ich zumindest entfernt mal was gehört) und Hassan Abd Al Azim (von dem habe ich auch entfernt bisher noch nichts gehört).
    Die syrische Seite sollen Walid Al Mualim, Qadri Jamil und Ali Haidar repräsentieren.
    Eine pikante Note erhält diese Information, wenn man zur Kenntniss nimmt, dass Haitham Mana`a, der m.E. einzig verbliebene, ernstzunehmende und integre „Oppositionist“, von der Regierung Assad als Gast des Treffens abgenicht wurde – ihr ahnt es sicher schon – aber die Nationale Koalition seine Anwesenheit ablehnte. Ein Hoch auf die demokratische Ausrichtung der vom Westen geführten „Opposition“.
    Selbstredend wird von der „Opposition/USA“, Stand heute, auch eine Teilnahme des Irans abgelehnt, hier scheint das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Es wird z.Zt. eine Sonderrolle Teherans als Kompromiss ausgehandelt.

    Simultan zur kapitalen Niederlage in Al Qsair und vor der erwarteten Offensive der syrischen Armee in Halab, drücken Paris und London gemeinschaftlich den roten Propagandaknopf in der Hoffnung, noch irgendwie die Nato-Jets über Syrien kreisen zu lassen. Hatten wir schon 100 mal. Der rote Knopf dürfte bald abgenutzt sein. Hoffentlich setzt es sich nicht fest und führt damit zur Katastrophe.

    • Anonymous

      noch zu ergänzen: Die Rückeroberung Al Qsair wird durch die USA aufs schärfste verurteilt. Passt damit auch zur „Roten Linie ( die wievielte ist das nun?) CM

  • Anonymous

    @melone
    sehr gut ausgedruckt und passend. TomGard steht ja nicht auf der falschen Seite. Er unterstützt in keiner Weise die Söldner. Aber trotz der ganzen Diskussionen, weiss ich zumindest nicht, wofür TorGard richtig steht oder ober er nur um des Diskurs willen diskutiert.
    Wir anderen, die in irgendeiner Form mit Syrien und den Menschen dort verbunden sind – wenn auch nur wegen der Hinterhältigkeit des Westens, nach Demokratie und Freiheit zu rufen und bewusst das Gegenteil zu bewirken – sind froh, dass Quseir befreit wurde. Jeder tote Terrorist bedeutet Leben für viele andere.
    TomGard, unter http://urs1798.wordpress.com/ kannst du Videos sehen, wie die Terroristen in Syrien die Menschlichkeit in Frage stellten. Ich habe die meisten Videos dort nicht gesehen, aber die, die ich gesehen habe, haben mir gereicht. Jetzt fühle ich Genugtuung, wenn die SAA die Mörder beseitigt – denn das bedeutet überleben für die anderen: nicht nur theoretisch.
    habkind

  • „Freude herrsche“! sagte unser EXbundesrat Ogi:
    10 min video from Al-Manar from liberated Qusair :
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=phGj6K2CP0Q

    gefunden bei:
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/06/05/qusair-ist-befreit/

  • Enis

    @Markus

    Meister,
    kommentarlos einige Demonstrationen zu Gunsten von Assad bereits in 2011!

    Hasaka,Rakka 21.6.11
    http://www.youtube.com/watch?v=A8lozBqNFXg

    Tartous 21.6.2011
    http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_228548&feature=iv&src_vid=B0s4eE1ic2A&v=tHhxx-HF5Fs

    Latakia 27.10.11
    http://www.youtube.com/watch?v=pAjCnyv2fIk

    Aleppo 19.10.11
    http://www.youtube.com/watch?v=z3f9QB_z-_Q

    Damaskus 12.10.11
    http://www.youtube.com/watch?v=bsDP8S3ry1A

    Diverse 26.1.12
    http://www.youtube.com/watch?v=SRrqef0zYaI

    usw. usw.

    Gute Nacht Markus.

    • @Enis

      Schön das es Demonstrationen gab, nur eben änderte das eben nichts daran, das sich auch Assad auch schuldig gemacht hat und sich politisch verantworten sollte um der Opposition diese Genugtuung zu gönnen.
      Schauen sie mal bei uns unter Hitler was vielleicht ein schlechter Vergleich ist, da stand auch ein ganzes Volk hinter dem Diktator, die Verbrechen fanden aber statt und kann man heute noch in der Geschichte zurückverfolgen.
      Ohne Assad wäre der Krieg in Syrien nicht möglich gewesen und wenn er etwas mehr westlich gewesen währ hätte er sich von Europa auch etwas sagen lassen. Mir ist es bedeutend lieber, wenn wie in Tunesien und Ägypten eine islamische Regierung gewählt wird aber dafür das Leid sich in Grenzen hält, in Tunesien zum beispiel gibt es Menschenrechte und in Syrien hätte man wahrscheinlich ohne Assad genau so Demokratie hinbekommen, vielleicht nach europäischen Vorbild und nach ein paar wahlrunden.

      Gute Nacht Enis.

  • Anonymous

    In Aleppo gehts jetzt los. Das Militär hat diesmal keine Reporter bei sich zugelassen und hat. Dem Shadi Hilwa, Al-Ikhbaariyya’s Reporter, der in Aleppo selbst ist, hat man aufgetragen, nicht aus dem Norden Aleppos militärische Details zu berichten. Anscheinend wird es dismal eine andere Taktik geben. Vielleicht sind die Terroristen durch Quseir soweit demoralisiert, dass es in Aleppo ein schneller Sieg wird.
    habkind

  • Anonymous

    „Der erste Weltkrieg jenseits der Regierungen beginnt – Gordon Duff“ (http://www.politaia.org/kriege/der-erste-weltkrieg-jenseits-der-regierungen-beginnt-gordon-duff/)
    Der ganze Artikel ist interessant und zwingt einen zu Überlegungen, die vielleicht auch stimmen. Aber in Sachen Syrien fand ich den Abschnitt mit dem Krieg 99 Jahre nach dem 1.Weltkrieg:
    …..

    „…..Dieser Krieg begann am 2. Mai 2013 um 2:30 Uhr mit der Versenkung eines deutschen U-Boots der Dolphin-Klasse, bemannt mit Israelis, das bei der Inflitration von Kommandos an der syrischen Küste mithalf. Das U-Boot wurde in 150 Meter Wassertiefe aufgespürt und von einem ausgeklügelt gesteuerten Torpedo getroffen. Syrische Hubschrauber verblieben über dem Ort des Geschehens, bis eine russische Flottille mit einem Bergungsschiff eintraf, um die nuklear bestückten Tomahawk-Marschflugkörper an Bord zu sichern.
    Als Gegenschlag begann israelische Artillerie die Bombardierung von syrischen Stellungen außerhalb von Damaskus. Während der Bombardierung startete ein israelisches Unterseeboot einen nuklearen Marschflugkörper von der libanesischen Küste aus. Ein hochauflösendes Video aus 15 Meilen Entfernung identifiziert deutlich den massiven Feuerball, die verräterische pilzförmige Wolke und den Lichtblitz; es gibt keinen Zweifel, dass es sich um eine nukleare Explosion handelte.

    Die Explosion wurde von amerikanischenVela-Satellites aufgezeichnet und bestätigt. ….“

    Kann sich das wirklich so zugetragen haben?
    habkind

    • I REALLY doubt it.
      Insbesondere da von offizieller syrischer Seite nichts davon zu hören ist und ich an den syrischen militärischen Fähigkeiten hierzu zweifle.

  • Comrade John

    @ Badx Madurskli 5. Juni 2013 11:13
    „Bitte eure Meinung dazu, da ich hinter Hörstel, persönlich immer größere Fragezeichen setze.“

    Das von Dir verlinkte Video ist harmlos zu nennen gegen das, was Hörstel in einem Gespräch mit Frank Höfer/NuoViso.TV zum Besten gibt. Es erschien unter anderem bei POLITAIA am 1. Juni. Einige Notizen daraus:

    „Aufhebung des Waffenembargos eine riesige Gefahr. Es haben beide Seiten signalisiert, dass sie…“ (Unausgesprochen aber gemeint: Russische o. iranische Waffen für Syrien sind falsch!)

    „Ausnahmsweise gebe ich hier [es geht um die Zahl der bisherigen Opfer in Syrien, Anm.] einmal der Londoner Beobachtungsstelle für Menschenrechte recht…“ (Merke: ausgerechnet die ominöse mutmassliche Geheimdienststelle, die für keinen ernstzunehmenden kritischen Zeitbeobachter eine glaubwürdige Instanz darstellt, soll etwas Wahres bereit halten)

    Auf die Frage Höfers, warum es in Syrien so lange dauere…, bei den „anderen Beispielen vom Arabischen Frühling 2011“ (Zitat Höfer) wäre es ja flotter vorangegangen…:
    „…USA haben nicht mit letzter Konsequenz angreifen lassen [d.h. Syrien angreifen lassen, Anm.], auch aus Geldmangel nicht, und auch weil die ganze Syrien-Verstrickung immer unpopulärer wurde“

    Anm.: sich den blühenden Kinderreim Hörstels von den Gründen der imperialen Aggression gegen Syrien bitte selbst anhören

    „Der Diktator Assad, der ja kein positiver Diktator ist, das ist ein Mann, der hat seine Bevölkerung unterdrückt…“ (So spricht der publizistische Godfather von Mr. Markus Schmitt; über das Wort von der möglicherweise positiven(?) Diktatur mal grundsätzlich nachdenken)

    „Assad hat dann einfach abgewartet mit einer relativ blutigen Verteidigungspolitik gegen den Aufstand… bis sich die Söldner radikalisiert haben.“ (Merke: Assad der Schlächter; es gab einen (Volks-)Aufstand; Al Qaida u. die Salafis waren anfangs nicht so schlimm…)
    http://www.politaia.org/kriege/status-quo-in-syrien-freies-schussfeld-auf-iran-christoph-horstel/

    Fazit: Muss man denn wirklich noch mehr dazu sagen? Hier braucht man nichts mehr zu entschuldigen resp. nach „persönlichen“ Motiven Hörstels suchen. Der Mann redet u. schreibt für das Imperium und für sonst Keinen. Er ist einer zu ihnen und wahrscheinlich extra auf Trutherkreise angesetzt worden, um dort noch mehr Verwirrung zu stiften als in den Köpfen normalerweise ohnehin schon umgeht.

    • Anonymous

      Hörstel hat auch in dem Vortrag einige merkwürdige Anekdoten zum Besten gegeben, über Syrer, die ihn baten 2 Agrarflugzeuge zu besorgen, woraufhin Hörstel einen Polen fand, der diese Flugzeuge hätte verkaufen können. Der Pole war aber sehr schlecht auf die Syrer zu sprechen und wollte keinen Handel abschließen. Was soll das? Womit beschäftigt sich Herr Hörstel eigentlich. Ist er eine Art Hans Dampf in allen Gassen? Kann durchaus sein, dass er seit Jahren aufgebaut wird, um das Vertrauen bestimmtet Kreise zu gewinnen, siehe sein Weggang von der ARD usw. Wie damals Erdogan den Arabern seine Feindseligkeit gegenüber Israel zeigen wollte, als er in Genf einfach Aufstand und den israelischen Gesprächspartner sitzen ließ. Vielleicht ist Hörstel auch nur ein Schaumschläger. Auf jeden Fall hat sein Vortrag die Syrer schlecht aussehen lassen, sei es als Politiker oder Geschäftspartner. Dass er die Londoner Beobachtungsstelle f. Menschenrechte zitierte ist ein starkes Stück. Dike

  • Mir ist Melones Gutwilligkeit und ihr Einsatz bekannt, doch wenn sie nach all der Befassung mit der Lage auf die Frage, ‚Al-Qusair‘, warum erst jetzt? schreibt:

    „“Wieso erst jetzt?“ Weil zunächst die Sicherung der Hauptstadt und der Außengrenzen Priorität hatte. Sehr sinnvolle Taktik – würde ich sagen.“

    dann wird halt klar, daß sie von NICHTS eine Ahnung hat, und zwar VORSÄTZLICH. Vorsätzlich vergessen hat, wo der Ort liegt, welche Größe er hat, welche Straßen dort verlaufen, welchen Orten er als regionales Zentrum dient, welche Entfernung zu Homs, und sich bestimmt nie eine Terrainkarte angesehen hat.
    Wenn so jemand mir schreibt, ich hätte „keine Ahnung“, kann ich darüber nur lächeln, aber mir verging das Lächeln, weil ich wußte, der aktive Teil der Leser springt sofort mit auf den Zug „TomGard weiß nchts über Syrien“, der ja schon in voller Fahrt ist.

    Und dies ist nur ein Beispiel dafür, daß udn wie ihr euch SYSTEMATISCH faktenresistent macht, euch einschließen laßt in die Enge der Gefolgschaft und jede Gedankentätigkeit dafür mobilisiert, zu rechtfertigen, was geschieht. Genau dasselbe also, was eure völkischen Feinde und Gegner auf der Gegenseite auch tun.
    Das ist eine Katastrophe.
    Zu Al Qsair, weil ihr sowieso alles, was ich sage, mit dem „syrischen Geist“ für irrelevant erklären werdet, daher nur die ganz allgemeine Anmerkung:

    Es ist eine alte Festungsstadt, die aufgrund ihrer Lage noch immer deutlich umgrenzt ist, trotz der Zersiedelung des Tales, aus dem sich der Gebirgsausläufer erhebt, auf dem sie errichtet ist. Wenn es also in knapp zwei Jahren nicht gelang, die Lage in den Stadtgrenzen zugunsten der Regierung zu konsolidieren, dann ist das der Beweis für einen passiven Widerstand der ganz großen Mehrheit der Stadtbevölkerung, der den Lageberichten etlicher Journalisten vor Ort in den vergangenen Monaten recht gibt.
    Und dann fiel vor über einem Jahr die strategische Entscheidung, Qusair „links liegen“ zu lassen, weil man nicht vorsätzlich die Zivilbevölkerung metzeln und entwurzeln wollte. Man hoffte, die Siege in Homs würden einen substanziellen Teil der Bevölkerung Al Qsairs motivieren, sich dagegen zu wehren, zur Garnisonsstadt der Interventionsmächte gemacht zu werden. Das hätte noch nicht einmal die Mehrheit der Bevölkerung sein müssen, eine handlungsfähige und einflußreiche Minderheit hätte gereicht.
    Doch das geschah nicht! Die Garnison der SAA in der Stadt blieb isoliert.
    Darauf beschloß die Armeeführung im Herbst letzten Jahres die Belagerung und Aushungerung der Stadt, Aushungerung vor allem der Stadtteile, in denen die Unterstützer der Intervention Unterschlupf fanden.
    Auch das hat offenbar nicht funktioniert.
    Vermutlich deshalb nicht, weil Teile der Armee dieser Form der Eskalation des (echten!) Bürgerkriegs auf dem Schauplatz Al Qsair Widerstand leisteten und die Blockade unterlaufen ließen.
    Darauf mußte die Hisbollah ‚ran, gleichsam als „SS-Truppe“ der SAA und unter dem Motto eines „Kampfes gegen die Takfiris“. Der wirkliche Gegner in Al Qsair waren aber nciht die eingeführten Takfiris, sondern der Widerstand der eingesessenen Bevölkerung gegen die Forderung nach bedingungsloser Loyalität. Leute, die ein Gebiet bewohnen, das seit Jahrhunderten Spielball der gesetzlichen und ungesetzlichen Kräfte im Hin und Her zwischen libanesischen und syrischen Verkehrstrassen war, seit Generationen eine Art Pufferzone; kein Niemandsland, aber ein Gebiet, in dem die Herrschaft lokalen Verpflichtungen folgte und unter einer lockeren und korrupten Oberaufsicht der Garnison aus Damaskus stand.
    (fortsetzung)

  • Der Beschluß zur Zerstörung der Stadt Al Qsair, dessen Durchsetzung die Hilfe landesfremder Prätorianer bedurfte (zumindest versprach man sich Kampfvorteile und die Milderung der Folgen für die Nachkriegszeit) markiert daher eine strategische Wende zum offensiven Bürgerkrieg, zum Krieg gegen einen sehr beträchtlichen Teil der Zivilbevölkerung Syriens. Wie immer er ausgeht, er wird noch einmal zehntausende, vielleicht hundert tausende Tote, Verletzte und Millionen Traumatisierte und Entwurzelte kosten. Es kann danach kein Syrien mehr geben, sondern nur noch ein Patchwork lokaler Fürsten- /Warlordherrschaften unter regionalen Garnisonsmächten, eine Lage, die im Irak, in Afghanistan, den Nordwestprovinzen Pakistans und in weiten Teilen Belutschistans schon geschaffen ist und aktuell in Myanmar vorbereitet wird.

    Und ja, im Falle Iskanders halte ich mich allerdings für erfahren genug, zu behaupten, er ist ein Profi. Das erzählt mir die Art und Weise, wie er seine Rhetorik auf vernünftelnde Leisetreterei, Hetzparolen und Mordbubenwitzeleien verteilt.
    Todesengel sind Todesengel, Fatime, ob sie weiße oder schwarze Gewänder tragen macht in der ersten Instanz keinen Unterschied, und bei der zweiten Instanz ist der oberste Todesengel, die Geschichte, an die unterworfene Privateigentümer und Sklaven ihren Geist und ihren Körper verkauft haben, noch nicht angelangt.

    • Hallo Thomas,
      das erscheint mir recht substanzlos was du gerade schreibst.
      Wenn die Rebellen sich in Homs in einem Christenviertel halten konnten, lag das daran, dass die Bewohner sie da haben wollten?
      Resultiert die Zustimmung der Bevölkerung automatisch im Widerstand?
      Die Stadt wurde nicht ausgehungert, sondern gestürmt, und die Bevölkerung zur Flucht aufgefordert und ihnen ein Fluchtweg aufgezeigt.
      Die Christen waren zu dem Zeitpunkt schon alle weg.

      Und ja Thomas, ich weiß nichts über Syrien.
      Wenn du nicht dort warst, du auch nicht. Dann glaubst du nur viel über Syrien.
      Das sollte man sich auch freimütig eingestehen können, statt von Todesengeln und so einem Quark zu reden.

      Mann, ich bin 20 und schon zu alt für diesen Kram!

    • J2b,
      die „Todesengel“ waren ein Zitat, Fatime verwendete den Ausdruck mehrfach und ich nahm ihn auf, weil er dem Vokabular derjenigen Kriegsmythen entnommen ist, die seit ca. 3000 Jahren (seit entwurzelte Kriegeraristokratien aus dem Donautal und Schwarzmeerraum im Mittelmeerraum als „Griechen“ die Sklavenhaltung revolutionierten) eine bezeichnende Verwandschaft aufweisen.

      „Substanzlos“ – Du WILLST halt nicht glauben, was ich sage, und auch die Argumente zu Geschichte und Terrain, die ich zur allgemeinen Stützung benannte, nicht hören, nicht lesen, nicht darüber sprechen. Du bist erst 20 aber in dieser Hinsicht schon drei Affen.
      Sogenannte „Belege“, Daten habe ich sehr wohl, aus zwei Jahren Kriegsbeobachtung, in denen ich auf Al Qsair immer ein Hauptaugenmerk gehalten habe. Letzerers ließe sich auf diesem Weblog belegen, wenn einer sich diese absurde Zeitverschwendung zuschulden kommen lassen wollte.
      Dabei habe ich mich stets auf Quellen beider Seiten gestützt und (überwiegend im Kopf) eine sogenannte „Quellenanalyse“ gemacht. Auf sowas habe ich mich übrigens vor 40 Jahren professionell trainiert – ich bin Vergleichender Literaturwissenschaftler. Die simpelste Technik solcher Analyse ist kriminologisch und besteht darin, die impliziten Gemeinsamkeiten aus widerstreitenden Aussagen zu filtern und die Widersprüche auf der Grundlage dieser Gemeinsamkeiten als Erscheinungsformen derselben Sache zu behandeln.

      Du hast dem nur ausweichende Polemik entgegen gesetzt:

      „Wenn die Rebellen sich in Homs in einem Christenviertel halten konnten, lag das daran, dass die Bewohner sie da haben wollten?“

      und behauptet, ich löge:

      „Die Stadt wurde nicht ausgehungert, sondern gestürmt …“

      Und eine kindische Behauptung

      “ …ich weiß nichts über Syrien. Wenn du nicht dort warst, du auch nicht.“

      mit der jetzt gern jeder ausgegrenzt oder zum Claqueur herab gesetzt wird, der nicht den selbsternannten Autoritäten Iskander, Kaumi, Enis Gefolgschaft leistet.

      Auch der Blogautor war zumindest in jüngerer Zeit nicht in Syrien. Soll er seine Beiträge alle löschen?

    • Noch eine Anmerkung zur Faktenresistenz und Fälscherei.

      „Genosse“ John schreibt oben (Hörstel zitierend):

      „Assad hat dann einfach abgewartet mit einer relativ blutigen Verteidigungspolitik gegen den Aufstand… bis sich die Söldner radikalisiert haben.“ (Merke: Assad der Schlächter; es gab einen (Volks-)Aufstand; Al Qaida u. die Salafis waren anfangs nicht so schlimm…)

      Johns Paraphrasierung ist bösartig und verlogen, „Voksaufstand“ folgt in keiner Weise aus dem, was er zitiert und „Al Qaida und die Salafis“ waren in der Anfangszeit nur in geringer Anzahl beteiligt, als Söldner und Provokateure, wobei zunächst die „Spezialkräfte“ der Söldner, Leute der LIFG und in Tunesien rekrutierte Libyenkämpfer die Hauptmasse stellten. Das waren keine Salafis, sondern in erster Linie Kriminelle.
      Die, die den Provokationen folgten, waren in der ersten Zeit hauptsächlich Klientel der Muslimbrüder. Assad tat völlig recht daran, sich auf sie zu beziehen, und er tat das – das ist in öffentlichen Äußerungen dokumentiert – im Stile seines Vaters mit offenem Bekenntnis zur blutigen Repression (sinngemäß: „Die syrische Nation ist damals siegreich aus noch viel schlimmeren Wirren hervor gegangen“)

      Hörstel (für den ich hiermit nicht Partei ergreife, er ist in meinen Augen ein Eiterpickel der Geschichte) hat die Sachlage folglich maßvoll und korrekt benannt.

      Aber für euch sind Assads Reden eh bloß der billigste Krämer- und Ramschladen an der Ecke …

    • Quatsch, „Devotionalienladen“ war gemeint.

    • Ja, ich werde sicher irgendetwas glauben wollen.
      Jeder tut das, weil es de facto keine Objektivität gibt. Das heißt nicht dass ich alle auffordere nichts zu sagen, sondern das war darauf bezogen, dass du und andere euch zofft und etwas herablassend mit einander redet, als hättet ihr jeweils die absolute Wahrheit gepachtet.
      Klar schreibe ich auch aggressiv, um eventuelle Polemik tut es mir leid.

      Wie so oft habe ich keine realen Einwände gegen das von dir geschriebene, außer dass es Vermutungen sind und aus meiner Sicht auf recht dünnem Eis stehen.

      Wenn ich das richtig verstehe schreibst du das folgende:
      1) Qusair ist aufgrund ihrer Geographie eine recht kompakte Stadt, ihre Verteidigung im Gegensatz zu verstreuten Dörfern gut möglich.
      2) Du begründest deine Behauptung, der Großteil von Qusair sei für die Rebellen (kann durchaus sein und ich würde das angesichts der großen sunnitischen Mehrheit & der Nähe zu Hariris Libanon auch durchaus für möglich halten) dadurch, dass die Bewohner sie nicht aus eigener Kraft vertrieben haben.
      Aber da reißt bei mir schon der Logikstrang. Das Fehlen eines Widerstandes als Ausdruck der Unterstützung durch die Bevölkerung, das kapiere ich einfach nicht. Es ist auch nicht die Art der Rebellen, um Unterschlupf zu fragen, zumal ihre Einbrüche, wie auch bei Homs & Aleppo, durch Überraschungsangriffe zustandekommen.
      Es gibt 0 Verwurzelung der jeweiligen Rebellen in der Region, in der sie kämpfen.

    • Lies noch mal nach, J2B, Dein „Fehlen eines Widerstandes als Ausdruck der Unterstützung durch die Bevölkerung“ hat nichts mit dem zu tun, was ich schrieb:

      “ passiven Widerstand der ganz großen Mehrheit der Stadtbevölkerung“ …

      „Man hoffte, die Siege in Homs würden einen substanziellen Teil der Bevölkerung Al Qsairs motivieren, sich dagegen zu wehren, zur Garnisonsstadt der Interventionsmächte gemacht zu werden. Das hätte noch nicht einmal die Mehrheit der Bevölkerung sein müssen, eine handlungsfähige und einflußreiche Minderheit hätte gereicht.“

      „Widerstand der eingesessenen Bevölkerung gegen die Forderung nach bedingungsloser Loyalität. Leute, die ein Gebiet bewohnen, das seit Jahrhunderten Spielball der gesetzlichen und ungesetzlichen Kräfte im Hin und Her zwischen libanesischen und syrischen Verkehrstrassen war, seit Generationen eine Art Pufferzone; … ein Gebiet, in dem die Herrschaft lokalen Verpflichtungen folgte und unter einer lockeren und korrupten Oberaufsicht der Garnison aus Damaskus stand.“

      Das Grundphänomen ist unter jeder urbanen Herrschaft auf dem Globus zu beobachten. Die Leutz der Provinzen sagen: „Deren“ Probleme gehen „uns“ nichts an, sollen „die“ das selbst regeln, „wir“ wollen nur unsere Ruhe und tun, „was wir immer getan haben“ (das ist die Selbstlüge!). „Die da“ gehören so wenig zu „uns“, wie „die da“.

      Es gibt verschiedene Formen von Loyalität. Despotismus, die Herrschaft mittels Folter, Mord und Vergewaltigung, setzt auf passive Unterwerfung, auf Gehorsam. Republikanische Herrschaft verlangt aktiven und vorauseilenden Gehorsam, also Gefolgschaft, dafür gewährt sie den Unterworfenen im Gegenzug die Verrechtung der Herrschaft, einschließlich Minimalgarantien für Leib und Leben der Unterworfenen außerhalb des Kriegsfalles. Syrien stand in nominellen Friedenszeiten zwischen diesen Polen traditionell noch weit auf der despotischen Seite, jetzt, in Kriegszeiten, und unter Mobilisierung der Mordgelüste der loyalen Bevölkerung durch BEIDE Kriegsparteien, erst recht und in wachsendem Maße.

      Du, zusammen mit denen, für die Du Partei ergreifst, hst den Schritt gemacht, aktive Loyalität für die syrische Regierung und Armee zum moralischen Imperativ zu erklären, und diejenigen, die dieser Forderung nicht gehorchen, gemäß dem Belieben taktischer Entscheidungen der Armee und Regierung zu Schlachtopfern zu erklären, nämlich Schlachtopfern der einen UND anderen Seite. Dein (theoretischer) Wille bezieht sich nicht auf mögliche Fakten und Umstände, sondern er hat sich moralisch von Fakten und Umständen emanzipiert, das ist die mörderische Crux.

    • PS: der logische Übergang zum „moralischen Imperativ“ fehlte oben. Er geht so:

      So lange eine Mehrheit der Bevölkerung sich nicht für die Interventionskräfte ausspricht, sind Armee und Regierung legitimiert. „Folglich“ – der Syllogismus des moralischen Umkehrschlusses – seien Einsprüche gegen das Vorgehen der Armee oder (wie in meinem Fall) Argumente gegen die Moral der Legitimität illegitim. Mit der doppelten Negation wird der moralische Imperativ gezimmert.

    • Wie groß ist deiner Meinung nach die Einflussmöglichkeit der Zivilbevölkerung?
      Wie äußert sich deiner Meinung nach dieser passive Widerstand?
      Können sich die Zivilisten bei passivem Widerstand sicher fühlen?
      Welche Folgen hat dieser passive Widerstand für die Rebellen?

      So weit ich sehen kann, gar keinen.
      Ich hab das Wort „passiv“ nicht überlesen, ich kann mir nur keinen Reim daraus machen.
      Die Rebellen sind nicht wirtschaftlich von den Zivilisten abhängig, noch kann ich irgend eine andere Abhängigkeit feststellen.

      Du argumentierst mir einen Tick zu dogmatisch, unterscheidest zwischen dir auf der einen Seite und „denen“ auf der anderen Seite.
      Ich habe inhaltlich bislang so gut wie gar nichts gesagt, aber oft genug Iskander widersprochen.
      Da ist mir interessant, wie du bei mir die selbe „moralische Ignoranz“ feststellst wie bei den anderen.
      Ich bin kein Syrer, ich habe meines Wissens kein Schwarz-/Weißdenken.
      Ich verstehe auch nicht, wie du aus dem ganzen was ideologisches basteln kannst.
      Es ist Krieg und die SAA wird einzig nach militärischem (und begrenzt nach ökonomischen & infrastrukturellem) Kalkül handeln.
      Glaubst du die haben die Stadt gesäubert, weil da lauter zivile Regimekritiker waren?
      Ohne es moralisch bewerten zu wollen, ist es wie mit Falludscha oder meinetwegen Stalingrad.
      Ist ein Haus stark verteidigt und im Weg, schießt man es halt zusammen, egal ob es einem Regimefeind oder Regierungsanhänger gehört hat.

      Kurzum, 2 Teile deines Puzzles verstehe ich nicht.
      Sicherlich aufgrund meiner „moralischen Ignoranz“ wegen meines „Blutdursts“.

    • Einen Einstieg in das Thema findest Du hier:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Guerrilla_warfare

    • Lustig. Ich wollte noch einen Verweis auf das ausführliche RT-Interview mit Anhar Kocheva anfügen, das zahlreiche unscheinbare und dennoch vielsagende Details über die Bedingungen ihrer Gefangenschaft enthielt.
      Enthalten hat. Sie wurden nach der Erstveröffentlichung ‚rausgestrichen.

    • Ok, jetzt hat das meine Fragen nicht wirklich beantwortet, sondern eine neue hinzugefügt:
      Hast du nicht vorhin von passivem Widerstand gesprochen?
      Passiver Widerstand ist meines Wissens Verweigerung.

    • Richtig, und Verweigerung, die Fortführung des Zivillebens „mit anderen Mitteln“, hat zur Folge, daß eine Guerilla in das Zivilleben integriert wird und sich dort ausbreiten und festsetzen kann, so lang sie dabei bestimmte räumliche und soziale Grenzziehungen achtet, die es den Zivilisten erlauben sollen, sich von den „heißen“ Kampfzonen fern zu halten. Ab einem wohlbestimmten Stadium der Infiltration sind es dann überwiegend oder ausschließlich Regierungskräfte und Patrioten, die diesen „Deal“, den die Zivilbevölkerung gleichsam mit sich selbst abgeschlossen hat (Rechtsquelle ist das Rechtsbewußtsein des Untertanen), brechen können und von der Verweigerung und passivem Widerstand genötigt werden. (Das Prinzip der Folter!) Vor diesem Untertanenrecht erscheinen sie, nicht die Guerilla, als „Friedensbrecher“.
      (Auf diese Dynamik setzte auch die Theorie und Praxis der Stadtguerilla).

      Für eine solche Dynamik ist Al Qusair prädestiniert, weil der Ort, wie ich weit oben mit der Beschreibung seiner Lage, Ausdehnung und sozioökonomischen Funktion andeutete, Als ein Kampfplatz von sekundärer Bedeutung ist. Er ist Garnisons- bzw. Rückzugsplatz für die streitenden Parteien, die umstrittenen Kampfzonen liegen lange Zeit außerhalb der Ortsgrenzen, bis die Lage dort soweit geklärt oder festgeronnen ist, daß das taktische oder strategische Bedürfnis entsteht, ihn zu säubern oder zu erobern.

    • Ohje. Entweder ich verstehe dich nicht oder du setzt passiven Widerstand damit gleich, dass man aktive Widerstandskämpfer beherbergt, die Guerilla führen.

      Mit anderen Worten, das Fehlen von aktivem Widerstand setzt du mit lokaler Popularität gleich.

      Bitte korrigiere mich, falls ich das falsch verstanden habe, denn erstens zählt bereits die Unterstützung von Widerstandskämpfern zum aktiven Widerstand, und zweitens ist die Schlussfolgerung Quark. Zumindest so, wie ich sie verstanden habe.

    • „Mit anderen Worten, das Fehlen von aktivem Widerstand setzt du mit lokaler Popularität gleich.“

      Ich weiß ja nicht, warum Du nicht liest (oder lesen kannst) was ich schreibe ..

      (Das Grundphänomen ist unter jeder urbanen Herrschaft auf dem Globus zu beobachten. Die Leutz der Provinzen sagen: „Deren“ Probleme gehen „uns“ nichts an, sollen „die“ das selbst regeln, „wir“ wollen nur unsere Ruhe und tun, „was wir immer getan haben“ (das ist die Selbstlüge!). „Die da“ gehören so wenig zu „uns“, wie „die da“.)

      Aber das Resultat ist: Sabotage. Wie sie einem professionellen Hasbaristen auch einfallen könnte.
      Ich werde nicht mehr auf Dich eingehen.

  • kaumi

    وهاجم صبرا حزب الله اللبناني بشدة, قائلا ان „قتلة محترفون ارتكبوا بحق السوريين جرائم وهم يهتفون باسم زينب والحسين وذبحوا الاطفال والشيوخ ومنعوا الدواء والعلاج عن الناس حتى تقطعت اوصالهم“.

    Georg Sabra, einer der inzwischen vielen Führer der Nationalen Koalition, ließ sich gestern in Istanbul zu einer längeren Durchhalte-Rede leiten, in der er den gerechten Widerstand nicht am Ende sehe, die Reihen der kämpfenden „Helden“ zum gerechtfertigten „Jihad“ (wortwörtlich) zur Geschlossenheit aufforderte und selbstredend durfte die länger ausfallende Hasstirade gegen die Hizbullah nicht fehlen.
    Seine Argumentation und seine Vorhaltungen entlocken mir angesichts des „Vorgehens“ seiner Söldner allerdings nicht mal mehr ein müdes Lächeln:
    “ Die Hizbullah und ihre professionellen Killer haben mannigfaltige Verbrechen am syrischen Volk begangen. Dabei gaben sie an, im Namen von Zeinab und Hussein zu morden. Sie machten nicht mal vor Frauen und Kindern halt und boykottierten so lange medizinische Hilfe, bis die Verletzten qualvoll dahinsiechen.“
    Jep, Sabra altes Haus, darauf kriegst du von mir ein „Allahuakbar“ und den Glückwunsch dazu, dass deine „Helden“ als erste Maßnahme überhaupt nach der Besetzung der Stadt Al Qsair einfach mal das Krankenhaus in die Luft sprengten.
    Mit so einer „Rede“ kannst du wirklich nur noch in Istanbul punkten!

  • Comrade John

    @ TomGard 6. Juni 2013 11:23
    „Noch eine Anmerkung zur Faktenresistenz und Fälscherei“

    Da antwortet ja der Richtige. TG outet sich hier als Hörstel-Fan.

    „Aber für euch sind Assads Reden eh bloß der billigste Krämer- und Ramschladen an der Ecke“

    Ich schrieb von den Aussagen Hörstels. Um irgendwelche Reden Assads ging es gar nicht.

    „Hörstel (für den ich hiermit nicht Partei ergreife, er ist in meinen Augen ein Eiterpickel der Geschichte) hat die Sachlage folglich maßvoll und korrekt benannt.“

    TomGard ergreift offensichtlich Partei, warum sonst schreibt er mich dazu an.
    Der marxistische Oberlehrer, für den jeder Syriensolidarist von bürgerlichen Moralvorstellungen geleitet wird, die ihn deswegen auch laufend zu falschen Deutungen des Geschehens in Syrien führen, erklärt sich einverstanden mit den Ausführungen eines Systemapologeten.

    „Johns Paraphrasierung ist bösartig und verlogen“

    Der gelernte MG’ler TG, der teils jeden zweiten Satz anderer Nutzer marxistisch zurechtrücken will, kann auf bürgerlich-moralische Phrasen nicht verzichten. Entschieden parteilich nenne ich das was ich schreibe.

    Worin besteht meine Verlogenheit, wenn ich Hörstels demagogische Ausführungen etwa über Assads „blutige Verteidigungspolitik“ (Zitat Hörstel; man achte auf die Verbindung „blutig“ mit Verteidigung“!) politisch übersetzt auf den Punkt bringe! Hörstel macht Assad klar den Vorwurf sich gewehrt zu haben, wobei allerdings Blut floss, was er Assad ankreidet – „zuviel“ Blut. H. befindet sich offenbar auf Linie des Imperiums, das seit den Anfängen seiner verdeckten militärischen Intervention die Mär vom Schlächter Assad verbreitet.

    „Volksaufstand“ folgt in keiner Weise aus dem, was er [Comrade John, Anm.] zitiert“

    Die vereinten Natomedien reden seit Beginn der später „Bürgerkrieg“ genannten verdeckten imperialen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des souveränen Nationalstaats von „Aufstand“, der da zeitgleich mit dem sog. Arabischen Frühling auch in Syrien „ausgebrochen“ sei. Das Assad-Regime habe auf friedlich protestierende, unbewaffnete Demonstranten schiessen lassen, was dann zu dem „bewaffneten Konflikt“ (u. wie die Phrasen noch so heissen, die in bezeichnenden Worten nur vernebeln, dass es eine geplante, abgestuft herbeigeführte Intervention von Aussen gab) hingeführt habe. Oder wollen Sie, zusätzlich zu Ihrer kaum noch verhüllten Parteinahme gegen die rechtmässige Regierung Syriens, jetzt auch behaupten „der Aufstand“ habe innersyrische Ursachen u. das Imperium sei gleichsam nur auf den einmal abgefahrenen Zug aufgesprungen!
    Natürlich haben sich nie alle Syrer oder die meisten auf die Strasse begeben (einige überwiegend sunnitische Gruppen schon, das bestreite ich nicht). Doch nach Darstellung der Natomedien waren es grosse Teile der angeblich unterdrückten, unzufriedenen Bevölkerung, deshalb auch das Wort „Aufstand“. Daraus machte ich (Volks-)Aufstand, denn das ist genau das, was die Natomedien stets suggeriert haben.

    „und „Al Qaida und die Salafis“ waren in der Anfangszeit nur in geringer Anzahl beteiligt, als Söldner und Provokateure, wobei zunächst die „Spezialkräfte“ der Söldner, Leute der LIFG und in Tunesien rekrutierte Libyenkämpfer die Hauptmasse stellten. Das waren keine Salafis, sondern in erster Linie Kriminelle.“

    Welch eine elende Wortklauberei! Noch dazu ist es eine Verharmlosung der Interventionskräfte u. der Steuermänner, sie einfach nur „Kriminelle“ zu nennen. Es ist evident, dass sich Abdelhakim Belhaj u. Mahdi al-Harati nach Syrien begaben, nachdem der „Job“ in Libyen erledigt war. Und was, wenn nicht die libysche Sektion der Geheimdiensttruppe Al Qaida, repräsentieren sie denn.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Hakim_Balhadsch
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mahdi_al-Harati
    http://www.voltairenet.org/article173048.html