Geh Acht

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Ein gar verwunderliches Communique hat die „G8“ gestern als Schlussdokument verabschiedet. Dort heißt es: „Wir rufen die syrische Regierung und die Opposition dazu auf, sich auf der Genfer Konferenz gemeinsam der Vernichtung und Vertreibung aller Organisationen und Personen zu verschreiben, die mit der Al-Kaida oder anderen nichtstaatlichen und mit Terrorismus in Verbingung stehenden Organisationen verbunden sind.“

In Punkt 84 ist tatsächlich von einer Übergangsregierung die Rede, die, da es sie aber in dem gemeinten Sinne nicht gibt, wohl nicht Adressat des oben zitierten Aufrufs aus P. 86 sein kann. Mit anderen Worten: die „Illegitimtät Assads“ ist vergessen. Der Aufruf ergeht an eine legitime syrische Regierung. Gleichzeitig gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass die Amerikaner, die Franzosen oder das perfide Albion und deren nahöstliche Dependancen etwa Abstand von ihrer Idee nehmen, genau die Terrorgruppen zu bewaffnen, zu deren Vernichtung und Vertreibung sie hier aufrufen. Und selbst wenn man in einer eiligen Interpretation unterstellt, der Passus im G8-Communique meine die FSA oder deren Obersten Militärrat mit „Opposition“, so kann das bei einer genaueren Prüfung nicht stimmen: die brüderliche Zusammenarbeit der FSA-Obersten mit der offiziell als Terrororganisation und Al-Kaida-Ableger eingestuften Al-Nusra-Front ist zweifellos belegt (Dank an kaumi für den Link). Daraus macht man auch offenbar kein Hehl.

Zwei Varianten: entweder hatten die in Lough Erne versammelten Potentaten angesichts des bedrohlich dreinblickenden Doktor Putin keine bessere Idee mehr, wie sie weiterhin beharrlich Wahnsinn vortäuschen können. Alles bisherige Torkeln hat die Weltgemeinschaft ja auch nicht davon abgehalten, diese jetzige Politikergeneration weiterhin für zurechnungsfähig und von humanitären Motiven getrieben zu halten. Vielleicht geht auch dieser Stunt durch?

Oder es ist ganz simpel die politische Opposition in Syrien gemeint, die im Parlament und in der Regierung vertreten ist.

Abgesehen davon ist die G8 in der heutigen Zeit ein Teil der G20, und wenn man schon Meinungen austauscht, so müsste man dazu auch solche Staaten hören, die nicht weniger Gewicht besitzen als der Großteil derer, die in der G8 vertreten sind. Es ist nämlich seltsam, die Meinung Kanadas zu einem Problem zu hören, das dieses Land direkt gar nichts angeht, und dabei die Positionen Chinas oder Indiens nicht nachzufragen, die von allen Prozessen in der Region viel direkter betroffen sind.

Insofern ist im Grunde gar nichts passiert, auch wenn die Medien jetzt natürlich eine „Übergangsregierung“ betonen. Keine Sorge, die wird 2014 von den Syrern selbst gewählt. Es ist nichts passiert, weil noch nichts passieren sollte. Selbst, wenn die Russen dort die Fäuste geschwungen und mit den Türen geknallt hätten, wäre das nichts als ein kleiner Skandal. Im Übrigen ist das Communique bezüglich der Syrienkrise ziemlich genau das, was die Russen von Anfang an konsequent verfolgen und bereits in der Genfer Vereinbarung im vergangenen Jahr festgeschrieben wurde. Gewicht hat ein solches Papier offenbar trotz alledem nicht.

Es bleibt also alles so, wie es ist. Wie vor dem G8-Treffen, so wird in Syrien auch danach alles am Boden der Tatsachen in Damaskus, Aleppo, Idlib, Deir az-Zur entschieden. Der „Friedensprozess“ wird beginnen, wenn der Westen keine andere Wahl mehr hat. Solange er den Willen und die Gelegenheit hat, Krieg zu führen (insbesondere mit fremder Völker Händen), wird er das auch tun.

PS. Ein paar aktuelle Bilder aus Damaskus und Vororten von Alexandr Rytschakow.

 

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Trackback von deiner Website.

  • habkind

    In diesem Zusamenhang ein passender Beitrag aus der „Stimme Russlands“
    Der Verfasser hat wirklich die Zusammenhänge gut erkannt und die richtigen Schlußfolgerungen getroffen.
    Was bleibt?: „Ein westlicher Diplomat klärte auf: „Salim Idriss braucht Geld, Waffen und Munition, um seine Führungsrolle zu festigen und das Vertrauen der Kämpfer zu gewinnen.“ Ach so! Ein halbes Jahr vor dem Sieg will der Stabschef damit beginnen, seine Führungsrolle zu begründen. Wie viel Zeit bleibt ihm dann eigentlich für den Krieg?“

    den ganzen Artikel lesen:

    http://german.ruvr.ru/2013_06_19/Syrien-Konflikt-Blitzkrieg-von-Salim-Idriss-8884/

  • „Der „Friedensprozess“ wird beginnen, wenn der Westen keine andere Wahl mehr hat. Solange er den Willen und die Gelegenheit hat, Krieg zu führen (insbesondere mit fremder Völker Händen), wird er das auch tun.“

    Okay, wenn „wir“ die falsche Abstraktion „der Westen“ mal benutzen, weil sie hier taugt (solange die Eliten der Führungsmacht den Krieg wollen, folgen die anderen), wer könnte sie auf welche Weise daran hindern?
    Die Frage wird rhetorisch gestellt erscheinen, aber ich bitte, sie nicht so zu behandeln.

    • Anonymous

      Junge, machen wir es einfach, ohne grosse Disskussionen, Eure Zeit, ist einfach abgelaufen…
      Columbus, Vasco da Gama, bis zu dem Abschaum aus Europa, welcher die Indianer und die Büffel ausrottete, (Buffalo Bill), seid 1913 die Welt terrorisiert, um den GRÖSSTMÖGLICHEN PROFIT auf Knochen von Millionen Menschen rausszuschlagen, sich IMMER UNTER DEM DEKMANTEL DER EWIGEN VERFOLGTEN; zu verstecken, geht gerade dem Ende entgegen…..
      Denke, als Masada gefallen ist, ist KEINER; der ÜBERLEBENDEN nach CHINA gezogen….ein verhängnisvoller Fehler….. wäre doch wenigsten EINER, damals nach Shanghai und hätte das „Geldgewerbe“ übernommen, hätten wir heute nicht den Streit, der Finanz-Juden der CITY und der Wallstreet, mit den Chinesen und den Russen…
      Der Russische Zar, hat den „Hofjuden des vorhergehenden Zaren“, wegen Betruges, nach Sibirien schaffen lassen….. war noch viel platz frei, in der sibirischen eissenbahn…..
      Denke, wisst Ihr auch……. mit dem „Freund des brd-Pöbels“, dem „Winke Neger“; aus den „Untergehenden Verbrecherstaaten in Nordamerika“ genannt und sämmtlichen Vasallen, dem Gekauften Politiker-Gesindel, der CITY-KOLONIE, EU genannt……. KEINE CHANCE……
      „YES we Can“………
      SCHRIE DIE „Puppe der WALLSTREET und der Finanzjuden….. und dann stellten die CHINESEN und andere, die PUPPE, ab…….. denke, so 2016, spätestens….

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Walter Mandl,
      Du überrascht mich, habe ich doch von Dir schon wohl informierte Sätz gelesen. Demnach weißt Du, daß den „CHINESEN“ „DIE WALL-STREET“ gehört und sie es sind, die mit ihr die Militärmacht USA (noch) kreditieren.

      Scheint, als schlösse Dir der Titel „Finanzjude“ alle intellektuellen Leitungen kurz.

    • Junge, machen wir es einfach, ohne grosse Disskussionen, Deine Grammatik, Zeichensetzung und Rechtschreibung ist scheiße… Die Zeichenspammerei nervt… Und man kann im Endeffekt nichts mit deinen Texten anfangen… Warum du Vasco da Gama & Columbus nennst, ist mir mal überhaupt nicht klar?… Denke, das kann man nichts anderes als ein Gebrabbel nennen…

    • @TomGard
      Die Hitze des Tages allein kann’s nicht gewesen sein, jedoch
      aus dumpfer Emotion heraus ist es nicht klug zu arbeiten, Fehler, zuweilen folgenschwer, erschleichen das Werk. Dankd Dir!

    • Anonymous

      @Janes2theBones,
      Es ist ganz EINFACH, seit 1493, als die „Entdeckung“ der Welt begann, waren die Europäer, zuerst die Spanier und Portugiesen, führend.

      Ab ca. 1650, wurden sie durch die Holländer und Engländer, abgelöst, da dieses damalige Spanien, bedingt durch Zerfallserscheinungen, wie der Heutige „WESTEN“, ständig darnieder ging.

      Als die GOLDSCHIFFE, aus den Kolonien in Amerika ausblieben, das Ganze Gold und Silber der Atzteken, sowie der Inkas, geraubt war, ging es bergab !

      Karl der V !, aber besonders die nachkommenden „Phillips“, bis zum letzten degenerierten, dem IV, haben es nicht geschafft, Spanien, damals wirtschaftlich zu entwickeln, noch NICHT mal die Gelder, von GOLDMANN SACHS oder Rotthschild, seid X-Jahren, haben es geschafft !!

      Hängt auch mit dem Katholischen Glauben, der damaligen Zeit, total zu sammen, bis Heute !!!

      Dagegen die Engländer, mit ihrem Quäkerglauben, welche die damalige „Welt eroberten“; genausowenig, Rücksicht auf die Ureinwohner nahmen, aber finanziert, durch die UR-NEOCONS ??
      Ab 1695, nachweissbar….. später hiessen die in den USA, Rockefeller, Goldmann, Warburg usw…?

      (gab es in Russland, seit Jermark nicht, als er über den Ural zog, gegen das Khanat von SIBIR und der weitere Zug, bis Kampschatka !!!)

      Seit 1913, kann das Angloamerikanische Finanz-Juden-Iperium nur noch bestehen, wenn es ALLE; Konkurrenten, ausräumt, auf dem GLOBUS !!!

      Blos, da gibt es ein PROBLEM, Russland, sowie China, die anderen BRICS-Staaten, sowie viele Länder der Welt, spielen das „Spiel“, der „City of Londinium“, der „Finanzjuden der WESTLICHEN WELT“, einfach nicht mehr mit…..

      Chinesische Analysten, bemerkten vor Jahren schon,“…..nicht die Wallstreet ist das Problem, sondern die City von London…..“ ??

      Nur mal die Kommentare, in der Angloamerikanische Press lesen, über die „Geld-Leute des Westens“::
      da bin ich ein „Weissenknabe“dagegen….

      Das G-8 Treffen, brachte es an den TAG !!!
      IHR, werdet bedeutungslos, wie ESPANIA und Portugal, damals vor 200 Jahren, in der Zukünftigen Welt !! Und IHR, werdet KEINEN KRIEG beginnen, weder gegen Syrien, geschweige, den Iran usw….
      Könnte, EUER, Letzter sein…..

      Erzählt Eurem Dummen-Eu-Pöbel was von „Freiheit, Menschenrechten usw….“::
      IHR, seid ERKANNT !!!!
      Sagte schon Laotse….

      Also zum Ausgangspunkt, da IHR, EURASIEN, niemals bekommen werdet, tickt EURE UHR, wie die „Zerlaufenden Uhren“; von Salvadore Dali….

      100 Jahre reichen doch, schöne Zeit; von 1913, Gründung der FED, Hollywood, Indianerfilme, die US-Mafia, James Dean, bis zu dem US-Schauspieler Ronald Reagan und der „Jetzigen Sockenpuppe“; bisschen „gefärbt“ ?

      Hatten weder die Zaren, noch die Sowjets, oder das Neue Russland, nötig….

    • Bitte apxwn, sperre die „Anonym-Option“!
      Das sagte schon Laotse ;-) !

    • Eine der angewandten Taktiken/Strategien scheint zu sein, bemiß das Kraftpotenzial des Gegners und überstrapaziere ihn. US/Israel und Verbündete halten sich erst dann zurück wenn Größenordnungen erreicht werden, die für sie selber überproportional strapaziös sind. Solche sind für mich bisher nicht sichtbar.
      Die bisherige Vorgehensweise, Zug um Zug, überzeugte das syrische Volk vom babarischen Charakter der Terroristen-Rebellen, erschöpft es aber auf die Dauer auch. Jetzt muß etwas anderes her, denke ich.

  • Apxwn schrieb:

    In Punkt 84 ist tatsächlich von einer Übergangsregierung die Rede, die, da es sie aber in dem gemeinten Sinne nicht gibt, wohl nicht Adressat des oben zitierten Aufrufs aus P. 86 sein kann. Mit anderen Worten: die „Illegitimtät Assads“ ist vergessen. Der Aufruf ergeht an eine legitime syrische Regierung.

    Das ist – sehr vorsichtig und zurückhaltend ausgedrückt! – Wunschdenken. Im Art.84 heißt es:

    We remain committed to achieving a political solution to the crisis based on a vision for a united, inclusive and democratic Syria. We strongly endorse the decision to hold as soon as possible the Geneva Conference on Syria to implement fully the Geneva Communiqué of 30 June 2012, which sets out a number of key steps beginning with agreement on a transitional governing body with full executive powers, formed by mutual consent.

    Nach logischen Kriterien (also nicht bloß diplomatischen Sprachregelungen!) steht da das genaue Gegenteil dessen, was Apxwn hinein liest. Zur Begründung setze ich mal darauf, daß die Leser sich an die Auseinandersetzung zwischen Russland und den anderen Teilnehmerstaaten der Genfer Konferenz v. 30.6.’12 um die Deutung des Abschlußpapiers erinnern: Hat Assad in seiner Eigenschaft als Präsident, also oberstes Exekutivorgan Syriens, zugunsten einer Übergangsregierung abzudanken, oder nicht. Mit dem vorliegenden Communiqué hat Putin die „westliche“ Lesart unterschrieben: Assad hat abzudanken, zugunsten einer „vollgültigen Exekutivgewalt“ einer Übergangsregierung, die nicht von ihm geführt werden wird, weil es dafür keinen „mutual consent“ unter den auftraggebenden Ländern der G8 gibt.

    Apxwn’s Deutung(?) stimmt daher nur in der „trivialen“ Hinsicht, daß der Adressat einer Kapitulationsforderung halt derjenige ist, den man zur Kapitulation auffordert, bevor die Adresse indirekt auch an die anderen Beteiligten ergeht.

    Wozu dann aber der „merkwürdige“ Artikel 86? Dazu der nächste Post.

  • Man sollte halt Art. 85 nicht auslassen, wenn man den Adressaten von 86 ermitteln will. In 85 heißt es:

    Both sides at the Conference … should be
    fully representative of the Syrian people and committed to the implementation of the Geneva Communiqué

    Der Satz wiederholt die Kapitulationsforderung an Assad von Art.84 unter der Klarstellung, daß sie sich nur insoweit auch auf seine Parteigänger erstreckt, also diejenigen Militärs und Zivilisten, die sich weiterhin von Assad repräsentiert sehen wollen, als sie sich der Forderung nach dem Rücktritt Assads widersetzen. Fügen diese Leute sich ihr, sagt der Satz, sollen sie auf der künftigen Genfer Konferenz eine vollgültige Stimme, und im Sinne des „mutual consent“ daher auch eine Vetomacht erhalten. Praktisch ausgedrückt heißt das: Art.85 legt fest, wenn maßgebliche Leute aus dem Militär und der aktuellen Regierung sich auf einen Repräsentanten verständigen, gegen den die USA keinen Einwand gemäß der obigen Kapitulationsbedingung hat, erhält dieser von den USA und ihren Verbündeten, inclusive Russland, die praktische Restlegitimität zugesprochen, die Assad bislang noch militärisch geltend machen kann.

    Dies ist die (außerordentlich schmale) Basis für Apxwn’s Deutung(?). Sie ist gleichbedeutend mit einem diplomatisch fixierten Verzicht der USA, UK und France, die Kapitulation interventionistisch erzwingen zu wollen, also Damaskus zu erobern bzw. unter Einsatz der NATO-Erzwingungsgewalt erobern zu lassen. Umgekehrt kann man das natürlich als „Lizenz für die Verteidiger“ interpretieren, aber unter der Bedingung von Art.84 ist diese „Lizenz“ natürlich nur die Absichtserklärung, den „Bürgerkrieg“ in Syrien von allen Beteiligten fortführen zu lassen, bis die Kapitulation Assads erreicht ist.

    Art.86: Von allen Beteiligten, wirklich allen?
    Jain. Im Verlauf des von den G8 Ländern, ihren Verbündeten und den opportunistischen Eliten diktierten Krieges zur Absetzung Assads erhalten alle kämpfenden Fraktionen den US-Auftrag, die Takfiris zu marginalisieren.
    Wie weit zu marginalisieren, das bleibt praktisch weit offen, aber formell ist zu sagen: So weit, daß sich auf der anvisierten Konferenz die Marginalisierung politisch durchsetzen läßt. Was dies für das Bekenntnis zum „united, inclusive … Syria“, also einer künftigen syrischen „Gesamtstaatlichkeit“ bedeutet, bleibt den Kämpfern „am Boden“ überantwortet …

    • Ist dieses Communiqué mehr wert als das Papier auf dem es geschrieben ist?
      Wer hat hier die Feder geführt bei G7+1, auf jeden Fall nicht +1! Das Papier war natürlich schon vorbereitet und wurde vermutlich Putin nur noch zum Abnicken vorgelegt. Einige Änderungen wird die russische Seite verlangt haben. Vieles ist absichtlich in verschiedene Richtungen interpretierbar, das zeigte ja auch das Presse-Echo, die Springer-Presse zog diametral andere Schlüsse als Ria Novosti.
      Lohnt sich, glaube ich, nicht wirklich sich lange mit dem Communiqué aufzuhalten. Z.B. von der Opposition zu fordern, „to commit to destroying and expelling from Syria all organisations and individuals affiliated to Al Qaeda, and any other non-state actors linked to terrorism.“ ist bestenfalls naives Wunschdenken. Beurteilen wir die Nationen lieber nach ihrem Handeln.

    • Jowi,
      „Nationen beurteilen“ liegt mir fern und wer dies luxuriöse Bedürfnis hat, braucht gewiß nicht auf MoU’s zu rekurrieren, in denen die feindlichen Brüder nationaler Herrschaften ihren kriegerischen „Frieden“ kodifizieren. Das geschieht nämlich in erster Linie auf internationalen Regierungskonferenzen, insoweit ist korrekt, was Apxwn dazu schrieb:

      “ Es ist nichts passiert, weil noch nichts passieren sollte. Selbst, wenn die Russen dort die Fäuste geschwungen und mit den Türen geknallt hätten, wäre das nichts als ein kleiner Skandal.“

      Den gibt es auch auf vergleichbaren „echten“ Familienkonferenzen regelmäßig. Aber sie bleiben dabei Stresstests für die bedingte Festlegung voran gegangener Subversionen, Intrigen und feindseligen Koalitionsbildungen unter den Familiengliedern auf ein gemeinsames Interesse, das mindestens im Schutz, wenn auch nicht zwingend im integralen Erhalt des „Familiensilbers“ besteht. Im Falle der „Familie“ der G8 (und in weit geringerem Maße auch der G20) ist das Interesse der Nießbrauch nationaler Eliten, bzw. heute eher regionaler Bünde elitärer Fraktionen, an der Sklaverei, die sie gemeinsam über den Globus verhängen. Sowohl für diesen Erhalt, wie in dem Nießbrauch sind sie aufeinander angewiesen. (Das schließt, wie in bürgerlichen Familien, und erst recht wie in einer Mafia, der die Gx in vieler Hinsicht näher steht, Mord und Totschlag nicht aus, sondern unvermeidlich ein, allerdings steht eine reiche Auswahl an nichtletalen Waffen zur Verfügung.)
      Konkret:

      (Jowi:)“Das Papier war natürlich schon vorbereitet und wurde vermutlich Putin nur noch zum Abnicken vorgelegt.“

      Das ist gewiß nicht so. Die russische Diplomatie war an der Redaktion beteiligt, wenn auch vielleicht nicht an der Schlußredaktion, obwohl ich das stark bezweifle. Putin ist nicht verpflichtet, zu unterschreiben. Wenn er verlangt, Passagen, die ihm nicht passen, und die er nicht korrigiert bekommt, zu streichen (für diesen Fall sind die Dinger in die vielen kleinen Paragraphen geschnitten), muß der Forderung entsprochen werden, sonst gibt es keinen „Skandal“, sondern einen de facto Auszug der RF aus der „Familie“, und die gibt es halt, siehe oben, des gemeinsamen Familiensilbers wegen, das ein paar Größenordnungen (durchaus, wenngleich nicht ausschließlich, in Dollar bemessen) oberhalb der strategischen Bedeutung des syrischen Territoriums angesiedelt ist. Umgekehrt, hätte es ein Kommuniqué gegeben, das den Syrienkrieg aussparte, wäre das eine fulminante Niederlage der amerikanischen Diplomatie gewesen, welche die US- Präsidialmacht gegenüber allen anderen Interessenten schwer beschädigt hätte.
      Hätte es, wiederum umgekehrt, eine nichtssagende Erklärung zu Syrien gegeben, wie beim G20 – Gipfel, und keinerlei Bewegung gegenüber voran gegangenen schriftlich fixierten MoU’s (einschließlich Genf I), hätte das Russlands Regionalmachtinteressen schwerwiegend beschädigt. Die Eliten des Mittleren Ostens, die Golfstaaten eingeschlossen, sind ja nun mal, ob sie wollen oder nicht, gezwungen, auf russische Regionalmachtpolitik und deren Duldung durch die imperialistischen Führungsnationen Rücksicht zu nehmen und auch berechnend auf sie zu setzen (hier – erst! – kommt Pipelinistan ins Spiel!).

      Folglich ist dieser Satz von Apxwn:

      „Gewicht hat ein solches Papier offenbar … nicht.“

      falsch.

      Welches Gewicht es hat, ist naturgemäß nicht allein den Worten und Formulierungen zu entnehmen, wer sich aber weigert, sie zu berücksichtigen, und auch erst nur in ihrem eigenen Kontext, der wird zumindest statistisch – um mich ganz weich auszudrücken – in seiner Auslegung des Geschehens außerhalb der Konferenzen fehl gehen.

    • Zur Ergänzung dieser Antwort an Jowi verweise ich noch auf zwei Artikel:

      http://www.metransparent.com/spip.php?page=article&id_article=22589&lang=en

      Dazu google man mal, wer dieser Dr. Abdulaziz ist. Und hier taucht er noch mal auf:

      http://stratrisks.com/geostrat/12066

      Wenn man sich nur überblicksweise die Einträge der letzten Wochen auf „ME – transparent“ anschaut, dem (ehemaligen) Sprachrohr Killary’s und ihrer Verbündeten in CIA und Armee, bekommt man einen Eindruck von der Bedeutung, die die amerikanische Bewegung in der Sache, namentlich der nahezu definitive* Verzicht auf „libyan style-regime change“ hat.

      * Der allerdings Mordaufträge nicht ausschließt und schon erst recht nicht Aufträge (mit Hintergedanken!) an die Erpresser in Tel Aviv …

    • Deine verlinkten Beiträge sind sehr interessant, vermitteln sie doch das Gefühl, dem intimen Knirschen in der Beziehung zwischen USA und den Golfstaaten beizuwohnen. Das wirft ein Licht auf diese mafiöse Beziehung an sich.
      Unappetitlich! Mittlerweile bekommen ich schon das Würgen, wenn ich nur die Namen der Golfstaaten des Gulf Cooperation Council (GCC) lese.
      Meine Deutung der verlinkten Artikel: Die feigen Ölmilliardäre des GCC brauchen die USA, um ihren Konkurrenten Iran in Schach zu halten, oder noch besser, zu eliminieren. Ziehen die USA aus Kostengründen einen Flugträger ab, beginnen sie theatralisch herum zu heulen, die Amis würden sich aus dem Mittleren Osten verziehen. Man muss sich nur die amerik. Präsenz in der Region anschauen um zu sehen, dass genügend Cowboys übrig bleiben. Der Iran ist umzingelt von Basen, wie eine Karte in einem Artikel von apxwn schön gezeigt hat.
      Genau so theatralisch das Herumgeheule, dass Al-Nusra als Terrororganisation gebrandmarkt wurde. Wie paranoid und fanatisch der Shiitenhass ist, zeigt schon die Überschrift „US cohabitation with Hezbollah’s Terrorism“. Die GCC-Staaten als eifersüchtige Weiber, sie sind es, die mit der USA Beischlaf üben. Was für ein intrigantes verlogenes Pack. Ekelhaft!
      Das heißt aber noch lange nicht, dass die USA eine Friedenstaube mit einem Olivenzweig im Schnabel ist. Das zeigt lediglich, dass dem GCC die USA nicht skrupellos genug ist. Das ist aber kein Maßstab, skrupelloser als der GCC geht kaum noch.

      „Der nahezu definitive* Verzicht auf ‚libyan style-regime change'“ ist für mich aus den Quellen nicht ableitbar. Die Gründe dafür sind aus meiner Sicht eher, dass man die selben schmutzigen Trick nicht all zu oft anwenden kann. Das sieht man aktuell an der Giftgas-Nummer. Im Golf-Krieg hat sie noch ziemlich gut geklappt. Diesmal klappt es lange nicht mehr so gut. Ein bisschen muss auch die USA aufs Image schauen, da kann die Springer-Presse noch so gute Arbeit machen … .

      Um noch kurz bei MIDDLE EAST TRANSPARENT zu bleiben, der Artikel „Regime Change in Qatar“ ist sehr interessant. Er wirft auch ein Licht auf die Verbandelungen zwischen Katar und Großbritannien. Symbol hierfür ist „The Shard“, das höchste Gebäude Londons, von Katar finanziert. Siehe http://www.london-se1.co.uk/news/view/5976.
      Es wird auch klar, warum Ägypten so eine aggressive Politik gegenüber Assad fährt: das hat Katar 5 Milliarden Dollar gekostet, in Form von Krediten ohne lästige Reform-Bedingungen.
      Nie hätte ich gedacht, dass man beim Tanken derartig kriminelle Vereinigungen unterstützt!

    • Jowi, der Verzicht auf „libyan style“ ist den verlinkten Artikeln natürlich nicht zu entnehmen, eher schon (wie vorgeführt) dem G8-Kommuniqué. Die Behauptung war (oder sollte sein), Inhalt und Form der Artikel seien vor dem Hintergrund dieser amerikanischen Kursanpassung nachvollziehbar; soll heißen, wenn man diesen Hintergrund beiseite läßt, passen die Aussagen und die Form, in der sie vorgetragen werden, nicht zusammen. Und da sie älter sind, als das Kommuniqué, wäre dies (wenn ich richtig gelesen habe) eine Bestätigung für dessen Auslegung.
      Das argumentativ (!) nachzuweisen, erforderte natürlich eine semiologische und politstrategische Analyse, aber das wär schon wieder ein Essay!

      (Denken sollt ihr, Hunde, nicht „leben“, um an der Stelle mal provokativ eine gelöschte Frage von Markus zu beantworten. Ich sage das so provokativ, weil sowohl in den Artikeln von Apxwn wie den Beiträgen der meisten Kommentatoren seit Monaten die Tendenz vorherrscht, daß man, nach dem Vorbild der Machtsprüche Obamas, Killarys, Rice, Cameron, Fabius und ihrer Sprecher, als „facts on the ground“ nur noch anerkennen WILL, was TÖDLICH war, oder zumindest zu werden VERSPRECHE. Das ist viehisch! Und sollte zumindest die Erinnerung an den Kästner-Spruch berufen: Nie sollt ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken)

    • Der Kästner-Spruch gefällt mir!

  • Eine Marginalie noch.

    Das Communiqué zollt ausdrücklich Jordanien und dem Libanon Anerkennung für die Aufwände zur Beherbergung von Flüchtlingen, ostentativ ist da die Türkei ausgespart. Ich halte dies Detail für eine recht unmißverständliche Mißbilligung des Nebenkrieges, den die Türkei mit Unterstützung mächtiger Kreise in den US-Geheimdiensten und im Militär, der Neocons und der „Killary-Fraktion um den Anschluß der Provinzen Hasaka und Raqqa führt, hauptsächlich gegen die takfirischen Sendboten des Katar aus dem Irak.

  • Vielen Dank – wie immer: sehr lesens- und beachtenswert. Ich habe den Artikkel in Arabisch uebersetzt und an Freunde versendet. Vielen Dank fuer Ihre gute Arbeit. Gott schuetze Sie.

  • Franz

    Hier mal der Syrienkrieg aus archäologischer Sicht.

    http://archaeologik.blogspot.de/2013/06/heie-ware-aus-syrien-zunehmende.html

    Ein Thema waren Anfang Mai hingegen Plünderungen in Palmyra, nachdem im Libanon geschmuggelte Grabstelen aufgetaucht sind.

    Die syrischen UNESCO-Vertreter klagten unterdessen die türkische Regierung an, in den illegalen Antikenhandel verwickelt zu sein.

    Auffallend beispielsweise, dass eine russische Quelle explizit ausländische Gegner des Assad-Regimes der Zerstörung orthodoxer Kirchen beschuldigt

    usw. usw.
    Ein Blick auf die – im Artikel – verlinkte Karte lässt einem das Herz bluten.

    LG

    • Interessante Zusammenstellung!
      Ja das Herz blutet, es ist zum Heulen, erst die Zerstörungen unschätzbarer archäologischer Stätten im Irak nach der „Befreiung“ durch die Amis, Afghanistan: Zerstörung der Buddhastatuen von Bamyan etc., zunehmende Plünderungen und Zerstörungen in Ägypten seit dem dortigen arab. Frühling und Mursikratie, Zerstörungen von Weltkulturerbe in Timbuktu (Mali)und nun die Kulturschändung in Syrien. Ein Bildersturm durch Sunni-Faschisten und gewöhnliche Kriminelle. Jetzt fehlt noch Persien, da wartet noch viel Kultur auf ihre Schändung.
      Die USA als Weltpolizist, ein Albtraum, schlimmer gehts nimmmer!

    • Franz

      Das perfide bei der Sache ist das Motiv. Den aarmen Bartträgern gehts wohl darum unheilige Relikte zu zerstören. Den Auftraggebern gehts aber um was anderes. Die wollen damit das Volk schwächen, die kulturelle Identität zerstören. Naja und Kohle springt beim Verkauf auch raus…Gruselig

    • Zufällig bin gerade mit dem selben Thema befasst und habe deshalb 2 Dokus hochgeladen:
      Veröffentlicht am 20.06.2013

      Gewidmet allen Syrern und echten Freunden Syriens!
      Bilder aus einem friedlichen Syrien, was man sich zZ. kaum mehr vorstellen kann!
      Einzigartiges Dokument über die uralte Kultur in Syrien, die nun Schritt für Schritt von Steinzeitklerikalen (Salafisten) zerstört wird.
      Opfer im vom Westen inszenierten Kampf der Kulturen.
      Kulturgüter von unschätzbarem Wert geraten durch Islamisten in Gefahr, als verlängerter Arm im Krieg des Westens gegen den Osten.
      Natürlich geht es in diesem Krieg auch nur um Bodenschätze aber den Ausführenden Salafisten scheint das gar nicht klar zu sein.
      Die so missbrauchten kämpfen für ihr Kalifat oder Emirat. Dass sie Spuren der kulturell/religiösen Vergangenheit löschen ist ihre Obsession und kommt der christlichen/westlichen Unwertegemeinschaft gerade recht.
      Also nicht nur neokolloniale Bemühungen sondern auch neokreuzügerische Bemühungen des Westens!
      Im Kampf um Dominanz und Weltherrschaft!

      Sechs syrische Objekte, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen, sind in die Liste des bedrohten Weltkulturerbes aufgenommen worden, meldet AFP am Donnerstag.

      In Syrien gehören sechs Denkmäler zum Welterbe der Unesco: die Altstadt von Damaskus, die Altstadt von Aleppo, die Ruinen der antiken Stadt Palmyra, die Altstadt von Bosra, die Kreuzritterburgen Krak des Chevaliers und Qalat Salah El-Din sowie antike Dörfer in Nordsyrien.
      „Wegen des Konflikts in Syrien ist es nicht weiter möglich, die Unversehrtheit und den Schutz des herausragenden universellen Wertes dieser sechs Objekte zu garantieren“, wird die Weltkulturorganisation von der Agentur zitiert.

      http://www.youtube.com/watch?v=RrgMAqRSoH0&feature=c4-overview&list=UUGa-UnqLT1nccgcAICdYO1Q

      http://www.youtube.com/watch?v=ooSyXNTj2Co&feature=c4-overview&list=UUGa-UnqLT1nccgcAICdYO1Q

  • Franz

    Mal am Rande
    Ich durfte gerade einen kleinen Fauxpas in den Pro7 Nachrichten verfolgen. Berichtet wurde über das weltweite Flüchtlingsproblem. Zufälligerweise interviewten sie einen kleinen syrischen Jungen im jordanischen Flüchtlingslager.

    Reporter: Warum bit Du hier?
    Syrischer Junge: Wir mussten fliehen vor den „BOMBENLEGERN“. Die bringen jeden um den sie sehen.

    Da hat der Übersetzer tatsächlich seinen Job richtig gemacht und die Deppen senden das auch noch. Gut so

    LG Franz
    PS: Ja ich schaue auch Privatfernsehen-Nachrichten und verfolge bild.de

  • kaumi

    Ob das G8-Treffen nun zu einem Communique geführt hat oder Ali Baba mit seinen 40 Räubern so einen abschließenden Bericht abgeliefert hat, bedeutet nahezu das Gleiche. Nämlich Nix!
    Der Inhalt dieser Verlautbarung ist so schwammig und nicht greifbar wie Seifenschaum. Liest man sich 5 Zeitungen durch, bekommt man 5 verschiedene Interpretationen des vermeintlich Vereinbarten.

    http://www.breakingnews.sy/ar/article/19589.html
    Die „Freunde Syriens“ (gäähn) haben eine überraschend schnelle Zusammenkunft in – man ist schon fast geneigt zu sagen „wo sonst“ – Doha für übermorgen arrangiert, um „die Ergebnisse des Gipfels zu besprechen und die besprochenen Punkte umzusetzen“.
    Von britischer Seite verlautete heute denn auch ganz offiziell, dass „die getroffenen Vereinbarungen zur Aufrüstung der Opposition schnellst möglich umgesetzt werden müssten“. Aha, wusste gar nicht, dass dieser Punkt Gegenstand des Communiques war!?
    Die Franzosen nickten diese Bitte ab, ließen aber auch verlauten, dass sie unter gewissen Umständen den Iran als Teilnehmerland an Genf 2 akzeptieren würden…
    Will sagen: Arsch lecken!! mittlerweile ist so viel geredet, geschrieben, vereinbart und erklärt worden, dass man sehr einfältig sein müsste, auch nur noch ein Satzzeichen dessen zu glauben, was so tag ein, tag aus aus den verschiedenen auswärtigen Ministerien verbal abgesondert wird.
    „Die Wahrheit liegt auffem Platz“, dem Fußball sei um Vergebung gebeten, aber diese Phrase ist gültiger und genauer interpretierbar als alle Communiques dieser Welt zusammen.
    Die Britten/Franzosen/Amis etc. sagen seit 26 Monaten das und tun dies. Die starre Haltung der Russen/Chinesen zeigt, dass sie das Spiel längst durchschaut haben und sogar mitspielen. Und Syrien? Syrien muss die Wahrheit „auffem Platz“ liefern. Communique hin, Gipfeltreffen her.

  • Swarog

    unser Putin wird den Assad nie fallen lassen, glaub mir:)

    er steht zu seinem Wort nicht so wie unsere westliche Politiker;)

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Als nette Zusatzlektüre dieser Satireartikel, der die amerikanischen Zustände mit der Wortwahl beschreibt, die die amerikanischen Massenmedien verwenden würden, hätte es sich um Russland und nicht um die USA gehandelt.
      Plötzlich steht letzteres in einem viel dunkleren Licht, gelle?
      http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/americas/united-states/130607/what-if-journalists-covered-us-like-they-cover-world#6

    • Markus

      Toll das man hier die Meinungsfreiheit nun auch einschränkt. An sich finde ich ist Assad ein guter Mann und denke das die Opposition mit ihm Gespräche eingehen könnte, andererseits bin ich mich dessen bewusst, das er viel Blut an den Händen hat und womöglich als anschließender Präsident nicht aus der Nummer hinauskommt und die Gewalt anhält, von daher muss man eben einen friedlichen Kompromiss finden, der die Interessen beider Seiten wahrt und weniger Persönlichkeiten sondern Leistungen in den Mittelpunkt stellt, wie es ja in einer Demokratie der Fall sein sollte.

    • Hört, Hört! Markus hat was Vernünftiges gesagt. Und das ist bitteschön anerkennenswert.

      Jawohl, in bürgerlichen Gesellschaften gehört die gewalttätige Deckelung des destruktiven Gegeneinanders unversöhnlicher Interessen und Aspirationen von Ständen, Bünden und Interessengruppen, einschließlich traditioneller Verbände, auf eine neue Basis gestellt, wenn die alte nicht mehr taugt. Der Versuch einer Restauration des panarabischen Despotismus Hafez’scher Prägung muß auch unter günstigsten internationalen Rahmenbedingungen scheitern und, auf der Grundlage zugegeben schmaler Kenntnisse wage ich dennoch zu behaupten, ultimativ würde er am Widerstand der Nationalen Verteidigungsmilizen nach einem „Sieg“ scheitern. Sie würden sich gegen die Armee stellen, sollte die es wagen, die Milizionäre wieder auf den Status von „Shahiba“ – mafiösen, aber rechtlosen Banditen – oder potentiellen Opfern unkontrollierter Repressionsorgane zurück setzen zu wollen, die sie jederzeit verhaften und zuschanden foltern können.

      Auf der repräsentativen Ebene heißt das, die im letzten Jahr in Kraft getretene und von der Mehrheit der urbanen Bevölkerung zumindest duldend abgesegnete neue Verfassung Syriens taugt auch nicht mehr, und zwar ihres Konstruktes einer „Präsidialdemokratie“ nach französischem Muster wegen, die, wie beim Vorbild, eher eine Präsidialdiktatur zu heißen ist.

      Ich vermute stark, Assad denkt genau so und hat das seinen „Pappenheimern“ u.a. mit der Verfügung neuer Provinzaufteilungen, v.a. im Norden des Landes, fett auf’s Butterbrot geschmiert.

      Natürlich ist hinzu zu fügen: Aus einer iwie vernunftgeleiteten Sicht syrischer Staatsangehöriger stellt sich die Frage nach der Zukunft Assads hoffentlich buchstäblich an letzter Stelle!

    • Markus

      @Tom
      Danke, wenn sie das tatsächlich als Kompliment meinen.

      Tom, leider verstehe ich nach öfteren lesen immer noch nicht was sie nun genau damit meinen, für mich ist das zu stark ein Juristendeutsch, vielleicht könnten sie das etwas einfacher erklären, damit man darüber diskutieren kann und auch Leute wie ich die nicht den sprachlichen Intellekt besitzen verstehen was sie meinen?
      Was meinen sie zum beispiel mit der neuen Basis, wenn die alte nicht mehr taugt, meinen sie das Regime oder etwas anderes?
      Was meinen sie mit den Versuch einer Restauration des panarabischen Despotismus Hafez´scher Prägung?
      Ist nicht eine Demokratisierung schon eine Restauration und warum würde dies an den Verteidigungsmilizen scheitern? Oder meinen sie damit, falls die Opposition nach demokratischen Mitspracherecht die Milizionäre herunterwürdigen würde und deren Menschenrechte einschränkt?
      Inwiefern, meinen sie das die Verfassung nicht mehr taugt ich verstehe leider nicht was sie damit meinen?
      Was einen säkularen Staat anbelangt finde ich es nicht richtig, das der Präsident ein Muslim sein muss, ich finde das widerspricht auch was Assad beim letzten ich finde gut gemeinten FAZ Interwiew sagte von einem säkularen Syrien.

      Was hat Assad seine „Pappenheimer“ aufs Brot geschmiert?

      Tom, es wäre nett wenn sie dies etwas genauer erklären was sie meinen, ich weis nicht ob sie das etwas verständlicher in einem einfacheren Deutsch ausführen können, da ich momentan nur wenig verstehe.

      Trotzdem vielen dank für ihre Ausführungen und das sie auf mir eingegangen sind.

    • Markus,
      ich kann Deine Wissenslücken auf diesem Forum nicht schließen, nur ein paar Hinweise geben.

      Zunächst ein paar Bemerkungen zum Begriff „Despotismus“ im gegebenen Zusammenhang, speziell auf Dich zugeschnitten:

      Ein sogenannter „moderner Rechtsstaat“ ist die strengest mögliche Despotie! Denn seine Obrigkeit tut alles Erdenkliche, um jeden Gegensatz, jeden Konflikt, der zwischen Bürgern auftritt oder gemäß den gesellschaftlichen Voraussetzungen auftreten könnte, zu vereinnahmen, indem sie diese Gegensätze in Gegensätze zwischen Bürgern und ihrem Staats(rechts)wesen umzuwandeln trachtet, auf deutsch: sie „verrechtet“. Für diese Arbeit – Herrschaftsarbeit – beansprucht die rechtstaatliche Obrigkeit ein Gewaltmonopol und bekommt es von den Untertanen am Ende einer terroristischen Durchsetzungsphase (die sog. „bürgerliche Revolution“) gewährt (sie würde andernfalls früher oder später zerrissen, Terror hin oder her), weil und insofern sie das Gesetz auch über die Angehörigen der Obrigkeitsstände stellt. Der herrschende Stand einer solchen bürgerlichen Gesellschaft wird auf diesem Wege zum Berufs-Stand, Herrschaft zur Profession, d.h. zum Dienst an einem unpersönlichen Zweck.

      In jeder Herrschaft, auch in vorbürgerlichen Despotien, gibt es eine Gewaltenteilung, welche das komplementäre Zusammenspiel zwischen der Peitsche des bewaffneten Terrorismus der Obrigkeit und dem Zuckerbrot der Gewährung von Pfründen und Lebenschancen in einem Gleichgewicht hält. in vorbürgerlichen Zeiten sind die Institute solcher Gewaltenteilung im Grundsatz eine Kriegeraristokratie und eine Priesterschaft, zu der sich geschichtlich rasch als Dritte Kraft eine ständische Aristokratie aus Händlern, Industriellen und Beamten gesellt. Aber es gibt kein Gewaltmonopol, sondern nur eine oberste Gewalt in Gestalt eines Aufsichts- und Rettungsorgans dieser Gewaltenteilung. (Dazu studiere man das Wechselspiel zwischen Demokratie und Despotie im griechischen Polis-System) Diese oberste Gewalt ist der Despot bzw. die Gefolgschaft, die er in der Kriegeraristokratie findet – solange er sie findet.

      In Syrien ist die Gewaltenteilung ungemein kompliziert und im Detail kenne ich sie gar nicht, weiß nur, daß die oben genannten drei Grundinstanzen in vielfältiger Gliederung vorliegen, in der auch sehr alte tribale und patriarchale Traditionen noch eine beträchtliche, regional sogar die bestimmende Rolle spielen. Es gibt aber EIN modernes Element: Die Armee, bzw. ihr völkischer (im Unterschied zum bürokratischen) Bestandteil. Sie ersetzt die Kriegeraristokratie funktionell, aber nicht personell. Personell hat sie die Gestalt des obersten Kriegsherrn (ehemals Hafez Assad) und seiner Gefolgschaft angenommen, darunter v.a. die Erbfolge der professionellen Staatsterroristen, der sich wechselseitig in Schach haltenden Geheimdienste (Mukhabarat).

      Die bürgerliche Geschichte rückwärts gelesen könnte man daher den syrischen Präsidenten als obersten Sheriff des Landes und die Geheimdienste als seine Hilfssheriffs und die Armee als Gendarmerie „lesen“.
      In Volksdemokratien übt die Gendarmerie das Gewaltmonopol aus, das das Staatswesen „im Namen des Volkes“, als einen unpersönlichen Dienst an ihm, beansprucht . In Syrien bewacht die Armee sowohl die völkischen Stände, um die despotische oberste Gewalt vor Übergriffen zu schützen, als auch diese oberste Gewalt, um die Gewaltenteilung der bürgerlichen und völkischen Stände vor allzu destruktiven Übergriffen der despotischen Gewalten zu schützen.

    • Korrektur: Es gibt zwei moderne Elemente, eines davon frühmodern, das ist die Baath-Partei (gewesen). Sie „verwurzelt“ die Despotie in den bürgerlichen Berufsständen und öffnet die Ständeherrschaft von Armee und Bürokratie für Angehörige der anderen Stände, insofern sie sich den jeweils aktuellen Bedingungen, die ihnen das Gesamtkonstrukt dafür stellt, bedingungslos unterwerfen (insoweit ähnlich der ständischen Diktatur der Arbeiter- und Bauernfreunde im „realen Sozialismus“).
      Darauf gehe ich hier nicht weiter ein.

      Es folgt noch eine Fortsetzung, aber jetzt habe ich erst was zu arbeiten.

    • Markus

      Meine Wissenslücken müssen sie auch nicht schließen.
      Ich denke es reicht wenn sie etwas auf den Punkt bleiben und wenn wir nicht das ganze Thema Desponie bearbeiten, was ja im Zuge der Demokratisierung die mit oder ohne Assad stattfinden sollte verschwinden sollte.
      Sie sprechen es an, das sich die Geheimdienste gegenseitig in Schach halten, was womöglich selbst hier der Fall ist indem zum Beispiel dieser einen Anonyme Satzzeichenfreak sie zur Obamafraktion und andere zuordnet. Wie kommt dieser darauf was er in einen vorherigen Kommentar einmal schrieb, das „Obama“ bei ihren Blog zu besuch war? Da sie auch schon als die Seite Sarsura Syrien zu beginn offline ging aufgrund irgendwelcher Morddrohungen darüber berichteten, denke ich eigentlich das sie eher loyal zum Regime stehen oder dafür ihren Dienst machen.
      Keine Ahnung was ihre Motive hier sind zu schreiben und inwieweit sie Bezug zu Syrien und dem System haben. Was halten sie eigentlich von den Unterstellungen des Anonymen etwas extremen Satzzeichenfreaks hier und ist an dieser Kritik etwas dran?

    • Markus, wenn Du nix wissen willst, dann frag nicht.

      Am Schluß meiner politiologischen Beschreibung charakterisierte ich die Gendarmerie (SAA), den obersten Sheriff (Präsident dem Namen nach, der Funktion nach ein Sultan) und sein Gefolge incl. Geheimdienste als tragende und steifende Elemente des syrischen Volksgefängnisses (JEDE Nation ist ein Volksgefängnis), wobei das Bild insofern nicht stimmt, als das Personal der Armee eine Zwischenstellung zwischen einem separaten Stand und einem funktionellen Volksteil hat.

      Diesem Bild fehlt alles politÖKONOMISCHE „Fleisch“. Ich meine, an dieser Stelle ohne es auszukommen.

      Denn das schon Gesagte sollte hinreichend erkennen lassen, daß zwischen den Säulen des Volksgefängnisses auseinanderstrebende und einander erodierende Kräfte wirksam sind, die neutralisiert sein müssen – mit einer Dachkonstruktion.
      Ein wesentlicher Teil dieser Konstruktion heißt „panarabischer Nationalismus“.
      Obwohl es ein vollgültiger Nationalismus, also Parteinahme der Unterworfenen für ihre Herren ist, weist er einige Elemente auf, die den Europäern völlig fremd sind, weil ihr Nationalismus u.a. in der Geschichte der Nationenbildung kolonialistischer und imperialistischer Staaten verwurzelt ist, während der arabische Nationalismus antikolonialistisch und in diesem ganz engen Sinn „internationalistisch“ ist.

      Das führte zu dem in unserem Zusammenhang wichtigen und paradoxen Punkt, daß auch arabische Herrschaften, die den panarabischen Nationalismus bekämpften, am prominentesten Saudi Arabien, Teil der panarabischen Dachkonstruktion z.B. Syriens blieben. Die Gründe waren der antikolonialistische Bestandteil bei der Gründung des Ölkartells und die gemeinsame Front gegen den kolonialen, imperialistischen Vorposten Israel und dessen „Kettenhund“-Funktion für die NATO-Staaten.

    • De facto hat schon der zweite Golfkrieg diesen schwerlich verzichtbaren Bestandteil des panarabischen Nationalismus erledigt, aber zumindest einer der Gründe, warum die damalige Kriegskoalition unter Führung der USA „den Job“ nicht zu Ende führten, es bei der demonstrativen Schlachtung von 20.000 abziehenden, also kapitulierenden irakischen Soldaten zunächst bewenden ließen, und Saddam Hussein und seine Baath-Herrschaft zum Ziel eines internationalen Strafregimes machten, statt ihn zu erledigen, war es, den panarabischen Nationalismus gleichsam als eingebildete Krücke des Panarabismus und der arabischen Liga zu erhalten. Beide waren noch nützlich.
      Israel schlug Syrien diese Krücke mit der folgenlosen Anstiftung der 2. Intifada im Jahr 2000 weg, aber die Syrer, die meisten von ihnen, zogen es vor, „nichts bemerkt“ zu haben und sich das Besatzungsregime über den Libanon zum Ersatz für das eigentlich Entfallene zu nehmen. Der Libanonkrieg 2006 erledigte auch diese Krücke und der eingebildete Panarabismus wurde mit Saddam Hussein gehängt. Innenpolitisch baute Bashar Assad den Panarabismus mit der Deregulierung und „neoliberalen“ Öffnung der syrischen Pfründe für ausländische Interessenten und inländische Oligarchen ab, die beträchtliche Teile des syrischen Sozialstaatswesens zumindest für die Landbevölkerung abwickelten und ein städtisches Subproletariat schuf, das nunmehr unter freiem Himmel und im Regen schlief.

      Und am Ende, vor zwei Jahren, erledigte der militärische Angriff der von den Golfstaaten usurpierten arabischen Liga alle Blütenträume, das alte syrische Dach des panarabischen Nationalismus je wieder flicken und erhalten zu können.
      Die Trümmer, die davon übrig blieben, kann man in diesem Forum an den Postings von kaumi, Iskander, Fatime, und mit gewissen Einschränkungen, auf die ich nicht näher eingehen will, Enis studieren. Es sind Worthülsen, zusammen gehalten vom einem Bedürfnis nach Herrschaftstiteln und -ansprüchen, die brutal bis bestialisch angegriffene Volksteile für ihre existentielle Verteidigung für unverzichtbar halten (wollen).

      Insofern sind diese Titel und Ansprüche politologisch und erst recht politökonomisch gar nicht „ernst“ gemeint, und nicht ernst zu nehmen! Sie würden sich mit einem „Sieg“ der Restauration schnell erledigen. Aber in allen Phasen bis zum endgültigen Ende sind die Titel des syrischen Nationalismus alter Prägung leider ungemein leichenträchtig und lassen unter den Bedingungen des internationalen Angriffes, an denen Syrer nun mal nichts ändern können („WIR“ könnten das, wollen das aber auch nicht, wir könnten ja unser Gehalt riskieren) keine Alternative zur katastrophischen Zerstörung des gesamten Landes.

    • Danke Tom für die Ausführungen. Für mich ist das viel Zeug da ich Geschichtlich so gut wie nichts weis.

  • Anonymous

    @all

    Überraschung! ZDF bringt Bericht über Syrien und man stelle sich vor, sie interviewen Marat Musin von Anna News! Was ist los? Ist da eine Kehrtwende im Gange? Marat Musin spricht von der Gefahr der Islamistischen Radikalen, die Russland selbst im Kaukasus erlebt hat, wo es viele Sunniten gibt. Der Bericht zeigt, wie die syrische Armee ein Elektrizitätswerk befreit und in Gang setzt. Es wird erzählt, wie die syrische Bevölkerung in die Dörfer zurückkehrt, voller Dankbarkeit für die reguläre syrische Armee. In dem Bericht wird auch gesagt, wie die Videos von Anna News millionenfach angeklickt werden. Hoffentlich ist das nicht eine Eintagsfliege. Nach G8 habe ich ein unangenehmes Gefühl, dass diese „Einigung“trügerisch ist. Aber wie schon von Kaumi ganz richtig festgestellt, auf dem Boden werden die Tatsachen geschaffen. Das ist was zählt.
    Ich hab übrigens versucht die Name/URL Funktion anzuklicken, aber wenn ich etwas eingeben möchte, passiert nichts. Vielleicht liegt es am IPad? Ich versuche es mal am Laptop. Dike

    • Uff! Na das wäre ja was. Ich begebe mich sofort in die Mediathek. Hoffentlich finde ich den Beitrag.

    • Franz

      ..nix gefunden :(

  • Anonymous

    Dieses G8-& GenfII-Gedöns spielt doch überhaupt gar keine signifikante Rolle mehr.
    Ganz im Gegenteil hat die Andauer des Konflikts bewiesen, dass diejenigen, die in Syrien als Große Gebieter auftreten wollten, nur tiefer und tiefer in die Sache hineingezogen wurden und Niederlage auf Niederlage einfahren.
    Alles was wir seit der gescheiterten Einrichtung einer Flugverbots-Zone im Sommer 2012 erleben, folgt aus westlicher Sicht dem Konzept „Scheitern durch Handeln“.

    Nicht „der Westen“ verfolgt erstrangig das Ziel, die syr. Führung zu stürzen, sondern Qatar & Saudi-Arabien. Das einzige Moment, das den Westen überhaupt interessant macht, ist dessen militärische Fire-Power. Wäre diese Fire-Power nicht vorhanden, dann wäre dessen Position ungefähr so interessant wie die der Timor-Inseln.

    Dass „der Westen“ sich überhaupt noch engagiert, liegt daran, dass er von Qatar & Saudi-Arabien dazu erpresst wird. Das funktioniert natürlich, weil er erpressbar ist.
    Aus westlicher Sicht muss daher das Ziel sein, einerseits die Wahabi-Diktaturen nicht zu verprellen, andererseits den Ball möglichst flach zu halten. Eben das Konzept „Scheitern durch Handeln“.

    Bevor GenfII überhaupt stattfinden kann, müsste der syrische Nationalrat erst einmal funktionieren. Das tut er aber nicht, selbst zwei Jahre! nach dessen Gründung. Ich mutmaße, dass er erfolgreich von der pro-syrischen Seite unterwandert und sabotiert wurde. Klar: Der Westen versucht dort seine Sockenpuppen zu installieren, aber die Gegenseite ist natürlich auch nicht gestern erst vom Baum gefallen.
    Ausserdem fehlen die signifikanten militärischen Erfolge der sogenannten Opposition, die eine Verhandlungsmasse darstellen könnten. Denn die angeblichen 70%-Eroberungen finden immer noch auf dem Boden statt und nicht auf den Zeitungsseiten.

    Ein ganz klares Signal war es, dass die al Nusra-Front vom UN-Sicherheitsrat einstimmig! auf die Rote Liste der Terror-Organisationen gesetzt wurde. Diese Entscheidung können die finanzstarken Wahabi-Diktaturen auch nur noch hinnehmen, aber nicht mehr ändern.

    Mit der Entscheidung des Sicherheitsrates ist das Vorgehen der syr. Führung gegen die Insurgency legitimiert worden. Denn nach den War on Terror-Spielregeln ist jetzt jede Willkür legitimiert.
    Das heisst, man kann gegen die al Nusra-Front vorgehen. Man kann gegen deren Unterstützer und Komplizen vorgehen. Man kann praktisch gegen alles und jeden vorgehen (Kollateral-Schäden).

    Das Assad-Regime konnte sich behaupten. Libanon ist praktisch in der Hand der Hisbollah. Die Türkei befindet sich in der Destabilisierung. Die pro-westliche Sockenpuppen-Regierung der palästinensischen Autonomie-Behörde ist wech.
    Die Truppenverlegung der USA nach Jordanien dient eher dem Ziel, dass das Abdullahlein-Reich nicht auch noch in Hände des Gegners fällt.

    Wie gesagt, für die NATO-Wahabi-Achse geht es längst darum, wie hoch die Niederlage noch ausfallen soll. Zu gewinnen gibt’s da längst nix mehr.

    • Zur Sprachregelung: „Der Westen“ gebrauche ich mit dem Wissen darüber, dass es nicht ganz korrekt ist. Das ist teilweise die Sprachregelung, die bei den Russen üblich ist.
      Und zu Libanon und der Hisbollah (für alle): STRATFOR hat vor ein paar Tagen eine Analyse herausgebracht, die für einen Erfolg der Operation „Nordsturm“ zwei Kriterien anführt: die Logistik und – etwas verklausuliert – die Stabilität im Libanon. Lest einfach nach: Obstacles to a Syrian Regime Victory in Aleppo (klick)

    • Anonymous

      So dolle ist das mit der Stabilität im Libanon aber auch wieder nicht.
      http://www.presstv.ir/detail/2013/06/20/310026/protesters-police-clash-in-beirut/

      Der sunnitische Regierungs-Chef ist ohnehin schon vor Monaten zurückgetreten.
      Jetzt versucht das libanesische Parlament die turnusgemässen Wahlen zu verhindern, indem es seine Legislatur-Periode mal eben verlängern möchte.
      Die Absicht ist klar: Der Lauf, den die Hisbollah gerade hat, soll gestoppt werden. Nice Try!

  • Schön wär’s
    u n d wenn Du ausschließlich Syrien im Visier hast u n d die letzten militärischen Erfolge Assads linear in die Zukunft projizierst u n d das Spiel der großen Player dahinter ausblendest u n d vor allem die globalen Konsequenzen eines Scheiterns auch noch wegdenkst, DANN scheint es tatsächlich so zu sein.

    Bei allen scheinbar guten pro-syrischen Entwicklungen darf die gesamte Gemengenlage nicht übersehen werden.

    Syrien ist fürwahr ein Schlußstein in einem großen Verbund.
    Wie ein mächtiger Fisch wehrt es sich gegen den angelegten Harken. Die „Angler“ lassen zwischendurch auch mal Leine. Doch der Fisch ist deshalb noch nicht frei.

    • Anonymous

      Das Assad-Regime war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.
      Die grösste Gefahr war die Einrichtung einer No Fly-Zone. Dann wäre das Regime allerdings erledigt gewesen. Högschtwahrscheinlich.

      Natürlich hätte eine „Koalition der Willigen“ auf eine Legitimation durch den Sicherheitsrat pfeifen können. Wie schon vorher in den Bosnien-, Irak- und Kosovo-Feldzügen.
      Hinsichtlich Syriens war der Widerstand Russlands und Chinas aber zu bedrohlich, als dass man sich darauf einlassen wollte. Auch gab es, anders als in Libyen, kein sagenhaftes Auslandsvermögen, dass man erst einfrieren und dann plündern konnte.

      Wie auch immer, ohne einen umfassenden Bomben-Terror durch die NATO wird das Assad-Regime gemeinsam mit seinen starken und loyalen Partnern noch ewig durchhalten können. Auf signifikante militärische Erfolge sind sie eigentlich gar nicht angewiesen.
      Im Gegenteil können sie dabei zuschauen, wie sich die Gegner immer weiter in den selbstgeschaffenen Verbindlichkeiten verstricken.
      Man könnte auch sagen: Die Rollen von Fisch und Angler sind vielleicht nicht so eindeutig verteilt, wie es vor ein oder zwei Jahren noch schien.

    • Bewegt sich deine Einschätzung nicht nach wie vor um das rein militärische Geschehen in Syrien? Stell dir doch einfach vor, die Kriegskoalition kennt nur für eine Stunde Ort & Zeitpunkt von Assads Aufenthalt. Ich bin mir ziemlich sicher, sie würden nicht zögern, und dann?

    • anon 15:54

      Erhellender Kommentar zu Deinem Kommentar von 14:40, in dem Du schriebst:

      „Ganz im Gegenteil hat die Andauer des Konflikts bewiesen, dass diejenigen, die in Syrien als Große Gebieter auftreten wollten, nur tiefer und tiefer in die Sache hineingezogen wurden und Niederlage auf Niederlage einfahren.“

      Nun lernen wir, die „Kette von Niederlagen“ hätte präzise darin bestanden, daß die Angreifer aus berechnenden Motiven auf eine vernichtende Schlacht gegen die syrische Zentralmacht verzichteten, es vorzogen, das Land zu zwei Dritteln zu verwüsten und dabei die angegriffene Zentralmacht in die Pflicht nahmen, um den Preis ihrer Selbstbehauptung auch noch den Rest dem Erdboden gleich machen zu sollen.
      Okay, letzteres sagst Du nicht, aber dazu lese man halt den von Apxwn verlinkten Stratfor-Artikel.

      WoW!

    • Anonymous

      Schau dir mal die Geschichte des Bürgerkrieges im Nachbarland Libanon an.
      Angesichts dessen sollte/musste der syrischen Führung klar gewesen sein: There’s no easy way out. Oder mit anderen Worten: There will be blood.

      Immer wieder wurde in der ersten Phase des Konflikts zwischen Frühjahr und Herbst 2011 darauf hingewiesen, dass der Kern der Proteste in den Moscheen von Homs & Hama (Provinzen) gelegen hat.
      Insbesondere von Homs ist bekannt, dass es sich traditionell um Muslim Brotherhood-Territorium handelt. Sponsored by Wahabi-Friends-of-Syria.
      Drolligerweise wurde deren Umsturzversuch in den westlichen Medien als Ruf nach Freiheit und einem Ende der Unterdrückung verklärt.
      Gemeint war aber höchstens die Freiheit, das syrische Volk selber unterdrücken zu können. Unter Wahabi-Konditionen versteht sich. Siehe z.B. Tschetschenien.
      Eindrucksvoll war in diesem Zusammenhang ja auch, dass die sogenannte Opposition überhaupt gar keine demokratischen Bewegungen oder Führer-Persönlichkeiten aufweisen konnte, die dem vorgeblichen Ruf nach Demokratie eine Richtung oder ein Ansehen hätten verleihen können. Einfach null.
      Es gab lediglich einen nicht näher bezeichneten Haufen von anonymen „Aktivisten“ unbekannter Anzahl. Diese Aktivisten haben sich aber lediglich an den salafistischen Aufstand drangehangen. Und überall im Westen ihre Schreihälse positioniert, die dem Geschehen einen demokratisch motivierten Anstrich verpassen sollten. Reiner Mummenschanz.

      Hier ist es natürlich die Frage, wie dieses Problem bestensfalls! durch die syrische Führung hätte gehandhabt werden können.
      Was immerhin erreicht werden konnte, ist dass sich das Kampfgeschehen vorwiegend in den salafistisch dominierten Gebieten abgespielt hat. Die Gebiete, die den Umsturz angezettelt haben, mussten auch den höchsten Preis zahlen. Aus Sicht des Assad-Regimes: Fair enough.

    • Anon 17:34

      Wer Deiner Aufforderung folgt, sich den libanesischen Bürgerkrieg (den die Zionisten zum Bestandteil ihres Staatsgründungskrieges, ergänzt um einen territorialen Eroberungskrieg befeuerten) anzuschauen, wird den Vergleich ganz schnell zurück weisen.

      Die Weise, wie Du im Verlauf dreier Absätze die Muslim-Brüder zu Salafis mutieren läßt, um das Kampfgeschehen virtuell in „salafisch dominierte Gebiete“ (wie z.B. Aleppo, Homs, Al Qsair, Daraya?) zu verlegen, ist, nett gesagt, abenteuerlich. Tausch Dich da mal mit kaumi, iskander, enis aus …

      Und eine komplett zersplitterte säkulare Opposition, die in diesen Zustand nicht nur, aber auch, versetzt wurde, indem alle tauglichen oppositionellen Köpfe über zwei Generationen entweder banal gekillt, oder bestialisch zu Gemüse gefoltert wurden, mit „einfach null“ abzuqualifizieren …

      Kurzum, sehr milde ausgedrückt, Deine Rede strotzt mir zu sehr von opportunistischer Ignoranz, berechnenden Halbwahrheiten und frechen Lügen, als das ich Dich für „satisfaktionsfähig“ nähme.

    • … zu Gemüse gefoltert bzw. ins Exil getrieben, um wenigstens ihre Familien vor den Schlächtern zu bewahren …

    • Thomas, du solltest nicht immer die Leute so abfertigen, wenn du selber dir schon neulich 2 Fehler geleistet hast.

      Aber hier hast du Recht.
      Zwischen den Kampfgebieten, die die größte Zerstörung einheimschen, und Gebieten mit hoher Rebellenunterstützung besteht erst einmal kein direkter Zusammenhang.
      Die Rebellion wird durch die Grenzen geführt und ihre Ziele sind von strategischer Bedeutung.
      Da werden die Bewohner nicht gefragt, ob sie das wollen.
      Um Christen- & Kurdenviertel kämpfen Rebellen genauso wie um herkömmliche Sunniviertel.

      Es spielen auf beiden Seiten erstmal rein militärische Faktoren eine Rolle. Insbesondere der syrischen Regierung wird aber wohl jede Zerstörung von Infrastruktur, egal wer da drin ist, Kopfschmerzen bereiten. Sie werden es ja aufbauen müssen.

    • Anonymous

      Satisfaktionsfähig, tzzz. Take a Valium, Baby!

      Ein gutes Beispiel für deine „säkulare Opposition“ ist Abu Sakkar, der Kannibale von Homs.
      Video: Vom Olivenzweig-Demonstranten zum Kannibalen. Enjoy!

      https://www.youtube.com/watch?v=_kGqPW0lvTs&feature=youtube_gdata_player

    • Anonymous

      PS: Das Video gibt’s auch mit englischem Subtext. Habbisch auf’m Harddrive – findisch aber leider nicht mehr im Netz.
      Jedenfalls geht’s darum, dass dieser Typ von al-Jazeera seit Beginn der Aufstände bei mehreren Gelegenheiten als „Allzweck-Aktivist“ eingesetzt wurde.

  • Jörg

    Ja, ist etwas ab vom Thema, aber aus Aktualitätsgründen:

    ZUM DERZEITIGEN VERHÄLTNIS VON RUSSLAND UND DEUTSCHLAND:

    TEI 1

    Der strunzdumme Trampel Merkel und der diese (und das ganze Kabinett) leitende, und sich völlig überschätzende Wolfgang Schäuble führen die BRD immer mehr in die Isolation.

    1.) Zum Verständnis des Eklats anläßlich der „Europa-ohne-Grenzen“-Ausstellung lohnt es sich, einen Blick auf diesen Dr. Schäuble zu werfen (denn die Merkle wiederspiegelt nur dessen Positionen, da sie keine eigene hat):

    Schäuble, für mich so eine Art Vorgarten -„Dr. Strangelove“ ( http://www.youtube.com/watch?v=-mUCLHzWiJo ) der Gagern’schen Sorte, stammt aus Baden. Dort war auch immer die Hochburg des Deutschnationalismus (Heinrich v. Gagern).

    Zu Schäubles ‚Gesinnung‘ ist Wikipedia sehr aufschlußreich – http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Schäuble :

    „Neben Tagespolitik beschäftigte Schäuble sich schon immer mit grundsätzlichen Fragen um die Zukunft von Staat und Gesellschaft in Deutschland und in Europa“
    = Ein Hinweis Wikipedias auf seine primär IDEOLOGISCHE („grundsätzlichen“) Weltsicht.

    „Anknüpfend an die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches fordert Schäuble Patriotismus und ein ‚gesundes Nationalgefühl‘ bei der Rolle Deutschlands in Europa. ‚Deutschland hat als Land in der Mitte des Kontinents, das zeigt auch die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches, eine europäische Berufung.‘ “
    = Die abgedrehte Bezugnahme auf das ‚ Heilige Römische Reiche‘ zeigt dieselbe illusorisch-verträumte – und im Ergebnis immer mörderische – IDEOLOGIE der Deutschnationalen!
    Mit “ Patriotismus“ meint Schäuble natürlich nicht echten Patriotismus, sondern für ihn ist das nur ein zweites Wort für Nationalismus.

    „Neben dem Patriotismus wird von ihm auch ein Elitebewusstsein gefordert. Er hält Debatten zur deutschen Geschichte und Erinnerungskultur für oft von Politischer Korrektheit statt von Zivilcourage dominiert und wertet sie als intolerante und undifferenzierte ‚verbale Keulenschläge‘ „.
    = Keine(!) Distanzierung vom Nazi-Reich („Erinnerungskultur „)! Mit „Elitebewusstsein“ meint er (das muß ihm durchaus nicht selbst klar sein) ‚Führerdenken‘ – das Gegenteil von Demokratie!

    „Im Dezember 2005 schlug Schäuble vor, Aussagen von Gefolterten bei der Ermittlungsarbeit der Sicherheitsbehörden zu verwenden.[20] Diese Auffassung Schäubles wurde von den Oppositionsparteien FDP, Linkspartei.PDS und GRÜNE sowie vom Koalitionspartner SPD abgelehnt und wurde auch in den eigenen Reihen kritisiert; so sprach sich der damalige CSU-Generalsekretär Markus Söder dagegen aus.“
    = Ein Antidemokrat bis ins kaputteste Rückenmark!

    „Um einen Einsatz der Bundeswehr für Sicherheitsaufgaben innerhalb der Landesgrenzen zu ermöglichen (unter anderem zum Zwecke des Abschusses von Zivilflugzeugen), spricht sich Schäuble für eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes aus.“
    = Totalitärer Antidemokrat!

    „Die im Autobahnmautgesetz vorgeschriebene strikte Zweckbindung der LKW-Mautdaten ausschließlich zu Abrechnungszwecken soll nach dem Willen Schäubles per Gesetzesänderung aufgehoben werden, um Sicherheitsbehörden die Nutzung zu Fahndungszwecken zu ermöglichen.“
    = Totalitärer Antidemokrat!

    „Nach dem Beschluss des Bundesgerichtshofes 2007, dass es für eine Online-Durchsuchung von Computern in den damaligen Gesetzen keine Rechtsgrundlage gibt, forderte Schäuble, die Strafprozessordnung, das BKA-Gesetz, die Polizeigesetze der Länder sowie den Artikel 13 des Grundgesetzes, der die Unverletzlichkeit der Wohnung garantiert, zu ändern, um den rechtskonformen Einsatz des sogenannten Bundestrojaners zu ermöglichen.“
    = Totalitärer Antidemokrat!

  • Jörg

    TEIL 2

    „Anlässlich des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm entschied Schäuble in seiner Funktion als Innenminister, dass wie bereits während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an den Schengen-Binnengrenzen der Bundesrepublik Deutschland vorübergehend Grenzkontrollen wieder aufgenommen werden konnten. Er begründete dies mit erhöhten Sicherheitsanforderungen für die Veranstaltungen des G8-Gipfels durch „gewaltbereite“ Globalisierungsgegner.[26] Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sowie während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Basel und Wien befürwortete er die gleichen, vollen Befugnisse für die Gastbeamten bei der polizeilichen Zusammenarbeit von Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz unter der Einsatzleitung der einheimischen Organe.“
    = Totalitärer Antidemokrat! Er haßt “ Globalisierungsgegner“!

    „Schäuble bezweifelt, dass die in der Bundesrepublik praktizierte Kontrolle der Geheimdienste sinnvoll ist. Man erweise „der Freiheit einen Bärendienst“, wenn Geheimdienste anderer Länder die Zusammenarbeit mit den deutschen Geheimdiensten wegen der parlamentarischen Kontrolle einschränkten. Weiterhin habe er „Schwierigkeiten damit“, dass ein Terrorist den gleichen Schutz durch das Grundgesetz genießt wie jeder Bürger. Laut Schäuble bezweckten die präventiven Maßnahmen zum Schutz der freiheitlichen Gesellschaft nicht die Einschränkung der Freiheit der Bürger, die Freiheit des einen höre nämlich dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt, argumentiert er. Die Prävention bleibe die einzige Schutzmöglichkeit vor Verbrechern, bei denen jegliche strafrechtliche Abschreckung wirkungslos sei.“
    = Totalitärer Antidemokrat!

    „Zum anderen wurde Schäuble vorgeworfen, zur Durchsetzung seiner Vorstellungen von einer Novellierung des BKA-Gesetzes, deren Ablehnung durch den Bundesrat sich zu diesem Zeitpunkt abzeichnete, leichtfertig wichtige föderalistische Verfassungsprinzipien zur Disposition zu stellen. Politiker der Grünen forderten Schäubles Rücktritt.“
    = Erzfeind von Verfassung und Demokratie

    2.) Die Feindschaft und der Haß Schäubles gegen Rußland erklärt sich aus dem Gagern’schen Deutschnationalismus – höre dazu Georg Schramm: http://www.youtube.com/watch?v=eSHbF9l27SY .
    In Gagernscher Manier betrachtet Schäuble Rußland als Konkurrent für das ’natürliche deutsche Vorrecht der exklusiven Beherrschung Ost- und Südosteuropas‘.

    Wir haben es hier mit einem Ungeist zu tun, der schon vor 150 Jahren in eine tiefe dunkle Schlucht hätte entsorgt werden müssen!
    Es erstaunt, daß gerade so primitive Ideen, derart überlebensfähig sind. Denn weder findet Gagerns Ideologie in der Vernunft Halt („edle Germanen“ … sonst haben Gagerns Leute ja kein einziges weiteres ‚Argument‘!), noch kann diese Ideologie etwa eine Liste beeindruckender Erfolge vorweisen (der Deutschnationalismus hat gerade Deutschland – und leider auch Preußen – doch ausschließlich eine Katastrophe nach der anderen beschert!).

    So wie Putin einmal äußerte, daß es für die ganze Welt ein Unglück gewesen sei, daß die Sowjetunion aufgelöst wurde, sage ich: Es war auch ein Unglück für die ganze Welt, daß der Geist des Preußisch-Deutschen Reichs… (bereits unter Wilhelm II.) derjenigen des gagernschen-deutschen Reichs geopfert wurde!

    3.) Übrigens: Ich würde Frau Merkel einfach mal fragen, wie denn die deutschen Gerichte diejenigen bestraft haben, die z. B. das Bernsteinzimmer geraubt hatten!
    Das Bernsteinzimmer wurde Peter dem Großen übrigens nicht von „Deutschen“ geschenkt, sondern von Friedrich dem Großen sein Papa (Friedrich-Wilhelm I.)! Nix „deutsch“!

    • Nobilitatis

      Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich das nächste Mal themenbezogen informieren, bevor Sie eine Brühe von Aussagen zusammenmischen, wobei einfach nur Unsinn rauskommt.
      Damit ich nicht auf Ihrem Niveau rumgeifere, noch ein paar Anhaltspunkte für „Unsinn“:
      – warum sollte der Vater des „großen“ Friedrich (auch Soldatenkönig genannt, hatte ein Faible für großgewachsene Soldaten auch russischer Herkunft) ein Nichtdeutscher sein?
      – Die Beutekunstdebatte ist nur deswegen eine, weil Rußland noch immer nicht bereit ist, sich an internationales Recht zu halten. Rußland steht da mit seiner Meinung recht allein da und hat auch ein Unrechtsbewußtsein (verbirgt den größten Teil des Raubgutes in geheimen Archiven).
      – Als Dresdner bin ich sehr froh darüber, dass eine große Menge des geraubten Gutes zurückgegeben wurde und in unseren (ehemaligen DDR-) Museen ausgestellt werden kann.
      – Die geraubten Gegenstände wurden nach ihrem Verkaufswert ausgesucht, wobei die historischen Zusammenhänge auseinandergerissen wurden. Z.B. Schatz des Priamos – Goldgegenstände in Eremitage, historische Gegenstände in Berlin.
      – Die gegenwärtige Ausstellung heißt „Bronzezeit – Europa ohne Grenzen“ und wurde von deutschen UND russischen Museen verantwortet.
      – Ein Grußwort mit der Darstellung der unterschiedlichen Positionen ist das mindeste, was man erwarten kann und nicht „deutschnational“. Da kann man schon eher Ihre Wortmeldung als „antideutsch“ verbuchen. (Für Schäuble hab ich nicht viel übrig, aber irgendwie ist er kein Marionettenspieler der Merkel)

    • Nobilitatis

      Wenn Sie über den „Raub“ des Bernsteinzimmers mehr wissen als die Zeitzeugen, sollten Sie zur Staatsanwaltschaft gehen. Ich habe den Fall immer interessiert verfolgt und kann Ihren Anschuldigungen nicht folgen. Wenn Sie darüber nichts wissen, dann informieren Sie sich doch einfach, wir haben inzwischen das Internet, da ist das ganz leicht.

    • Jörg

      @Nobilitatis21. Juni 2013 22:04
      1.) „- warum sollte der Vater des „großen“ Friedrich ….ein Nichtdeutscher sein?“
      Gegenfrage: Wieso soll er absurderweise Deutscher gewesen sein? Deutschland gab’s doch noch gar nicht! Es gab lediglich das Heilige Römische Reich.

      Ja, er sprach Deutsch. Das tun die Österreicher und viele Schweitzer aber auch. Sie sind aber trotzdem keine ‚Deutsche‘. Schotten und Iren sprechen auch Englisch, sind aber keine Engländer. Auch in Indien ist Englisch eine der mehreren Staatssprachen – auch kein Engländer! Auch die US Bürger mit englischen Nachnamen sind keine „Engländer“. Die Amish sind keine Deutschen Henry Kissinger oder Marlene Dietrich waren zuletzt auch keine „Deutschen“.
      Mit „Dutch“ meint die englische Sprache übrigens Niederländer – nicht Bundesbürger!
      Preußen-Brandenburg gab es schon viele Jahrhunderte ehe es erst ab 1871 erstmals ein „Deutschland“ gab.

      2.) „internationales Recht“ – welches genau??
      Dann muß die Büste der Nofretete aber ganz schnell nach Ägypten zurückgegeben werden. Auch die ganzen Mumien!
      Warum ist nie ein einziger der Nazi-Deutschen, die ja massenweise Kulturgüter und Kunstwerke raubten, bestraft worden?. Albert Speer verkaufte noch um ca. 1980 Nazi Raubkunst (http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Speer#Nach_der_Haft ) – völlig ungehindert. Eine Anklage hat es auch nie gegeben! Wieso nicht!?

      Sie haben meine Frage nicht beantwortet: Wieso sind die Räuber des Bernsteinzimmers nicht verurteilt worden? Wir sind uns doch wohl einig, Nobilitatis, daß hier vorsätzlich und unter Gewaltanwendung geraubt wurde! Angesichts dessen ist doch Ihre Ausführung: „und kann Ihren Anschuldigungen nicht folgen“ völlig absurd!

    • Franz

      Klingt plausibel

      LG

    • Gäbe es keine Beutekunst, wären Museen wie das Louvre, das British Museum und auch das Pergamonmuseum in Berlin ziemlich leer, genauso wie sehr viele weitere Museen.

      Wenn ausgerechnet die Beutekunst aus dem WWII ein Verbrechen sein soll, aber nicht die anderen, dann muss es einen Unterschied zwischen dieser Beutekunst und der kolonialen Beutekunst geben.
      Diese kam meist durch Lug und Trug zustande und dadurch, dass die meisten Archäologen sich lieber als Diebe denn als Archäologen tätigten.
      Wenn ich jetzt nach einem Unterschied zwischen „unserer“ Beutekunst und der russischen Beutekunst suchen muss, fallen mir folgende 2 ein:

      1) In den Umständen, in denen die Russen sie raubten, waren sie nicht die Angreifer, und hatten noch nicht einmal mit dem rauben angefangen.
      Irgendein Naziopa wird sich das Zimmer wohl in ’nen Keller eingebaut haben und sich dabei schlapplachen.
      2) „Wir“ waren dieses Mal das Opfer. Da ist es was anderes.

      Welcher dieser Gründe wird es wohl sein?
      Jedes Museum hat übrigens Archive und kaum ein Museum stellt alle seine Gegenstände aus. Dass einige von sehr vielen Beutekunststücken in den Archiven lagern, ist daher logisch. Andere habe ich bsw. im Sankt Petersburger Winterpalast (Hermitage) selbst gesehen.
      Sankt Petersburg, der Ort, den man in der Weltgeschichte schlimmsten Belagerung einfach aushungern wollte und wo Millionen verhungert sind.

      Letzten Endes ist Revisionismus Zeitverschwendung.
      Ich könnte jetzt ewig lang rumklagen und die Rückgabe von Schleswig bis zur Eider und vielleicht auch Holstein an Dänemark zu fordern.
      Eine der ältesten Grenzen der Welt liegt auf der Eider, der Wikingerwall „Danewerk“, das über Jahrhunderte die Dänen vor den Deutschen geschützt hat und über Jahrhunderte kontinuierlich ausgebaut wurde, liegt ja momentan auf deutschem Grund?!?

    • :)

      Leider ist die „Zeitverschwendung“ keine mehr, sobald sich Herren und Kommandeure ihrer annehmen bzw. bedienen, oder, anders herum gesagt, sie artet zur Kräftevernutzung für die Sklaven aus. Und da wär es nicht völlig uninteressant, aus welchen zickigen oder auch weniger zickigen Motiven die führenden Bürokraten beider Länder diese Inszenierung aufzogen. It takes two to tango. Jörgs Verweis auf die Rolle Schäubles in der deutschen Regierung halte ich nicht für abwegig, aber selbst wenn Nachforschungen in diese Richtung (die auf Ebene der Ministerialbeamten zu führen wären) etwas erbrächten, lieferte es nur eine Hälfte der Erklärung.

    • Kräftevernutzung für die Sklaven„, ;-)!

      Es sind doch Inszenierungen für die Propaganda. Erst die von BILD und Konsorten inszenierte Obamania, Küsschen hier, Lächeln dort, dann das Gegenprogramm: der böse Russe. Raubt deutsche Kultur und nun stürmten auch noch Spezialeinheiten brutal das Büro eines Menschenrechtlers und die Opposition wird wieder mal eingeschüchtert. Echt finster.
      So, nun ist der Bürger wieder eingenordet, weiß wo Freund und Feind ist. Affekte in die gewünschte Richtung lenken.
      Was hinter den Kulissen sonst noch passiert ist erfährt man dagegen nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass Merkel ausschließlich mit der „Beutekunst“-Diskussion ihre Zeit verschwendet hat.

    • @Thomas:
      Mir ist klar dass es hier um eine bewusste propagandistisch genutzte Eskalation seitens der Deutschen handelt, wo siehst du die Inszenierung von Seiten der Russen?
      Welche Motive, welche Handlungen?

      So wie ich es sehe, hat Merkel mit einer Absage „gedroht“, Putin hat nachgegeben und sie etwas reden lassen, was jedoch k(aum )einen in der russischen Föderation interessiert.

    • Nobilitatis

      @Jörg: Jetzt verstehe ich Ihr Problem. Sie sind verwirrt bezüglich der Definition eines „Deutschen“. Diese ist keineswegs abhängig von der Gründung eines Staates. Es gibt zwei unterschiedliche Bedeutungen des Wortes – die der Staatsangehörigkeit (richtet sich nach dem Pass) und der Ethnie. Die gesprochene Sprache hingegen führt zu „deutschsprachig“. Südtiroler sind also Italiener (Pass) und Deutsche (Ethnie). Nach diesem Muster können Sie die Zuordnung von allen Menschen in- und außerhalb Deutschlands versuchen, auch geschichtlich, es ist aber nicht immer eindeutig. Bei den Hohenzollern war es immer eindeutig, die waren nämlich Staatsoberhäupter DEUTSCHER Staaten. Auch die im heutigen Baden-Württemberg.

    • Nobilitatis

      Bezüglich der Beuutekunstproblematik wurde an vielen Stellen schon alles gesagt. Wer sich darüber informieren MÖCHTE, kann das tun. Hier ist wohl nicht der richtige Platz dafür.
      Ich warne jedoch davor, dies mit anderen Problemen der Verbringung von Kulturgütern zu vermischen. Kolonialismus, Ankauf von Kunstgegenständen im geschichtlichen Zusammenhang und auch Raub sind durchaus nicht so einfach zu vergleichen. Bezüglich der derzeitig wieder mal kurz in den Medien aufgeblitzten Debatte ist an internationalem Recht einschlägig die Haager Landkriegsordnung sowie der von Rußland initiierte Roerich-Pakt. Weitere Konventionen wurden erst nach 1945 abgeschlossen. Wenn aber ein Staat sich nur an internationales Recht halten möchte, wenn es ihm gerade nutzt, werden das auch alle anderen tun. Womit ich den Haken zum Syrien-Konflikt geschlagen habe.

    • Jörg

      @ Nobilitatis22. Juni 2013 17:17
      TEIL 1

      Ihr Nationalisten (nicht nur die deutschen sondern auch alles anderen) macht einen Eiertanz um etwas, was es nicht gibt. Ihr versucht, euch eine ‚Identität‘ zu erträumen. Ihr würdet so gern sagen können, „Wir Deutschen waren schon immer …“ oder (von einem Franzosen): „Französische Geistigkeit hat schon immer ganz Europa … “ oder so ein Zeugs.
      Dabei stützt ihr euch auf die rassische Herkunft – nicht die „Ethnik“ oder die z. B. „Deutschsprachigkeit“. Zum letztern: Auch das Jiddische (Rotwelsche) ist „deutschsprachig. Aber die sollen ja gerade nicht dazugehören.

      Aber die rassische Zuordnung von ‚Volks‘-Eigenschaften ist völlig ungeeignet. Dies aus zwei Gründen:
      1.) Das ZIEL
      Das Ziel eurer Identitätssucht ist es, daß ihr euch mit tollen Erfindungen (mit denen ihr nicht das geringste(!) zu tun habt) schmücken könnt. Z. B. Gutenberg der – zumindest für Europa – den Buchdruck erfunden hat (nicht mit dem mit zwei „t“s zu verwechseln, der nur eine Doktorarbeit erfunden hat). Oder ihr wollt euch literarische Glanzleistungen zuschreiben – z. B. „unser Joethe“. Wie Öl würde es euch herunterlaufen, wenn ein Ausländer äußern würde: „Ja, ihr Deutschen ward ja schon immer ein Volk der Dichter und Denker“.

      Aber diese Zuordnung von Qualitäten scheitert doch in geradezu schockierendem Maße! Was hast Du, Nobilitatis, denn für bemerkenswerte Leistungen der Dichtkunst oder der Philosophie („Denker“) hervorgebracht? Gar nichts!
      Und jetzt sieh Dich mal in Deiner Familie um und bei Deinen Nachbarn um. Da ist das doch nicht anders! Ich bin in meinem derzeitigen Mietshaus (und in früheren) von Dümmlichkeit, Eitelkeit, Klatschsucht, Rachsucht, Haß, Ignoranz usw. umgeben. Sogar in meiner ganzen „deutschen“ Wohnstraße hat keiner so was wie das ‚Pulver‘ erfunden, oder wie den Reißverschluß oder das elektrische Garagentor.

      Nun kennst Du meine Nachbarn nicht und ich nicht Deine. Laß uns deshalb mal einen Blick auf bekannte Personen, die oftmals in wichtigen Ämtern sind, ansehen. Die kennen wir ja beide. Also: Merkel, Schäuble, Steinmeier, Claudia Roth, Dieter Bohlen: – wer würde da vermuten, daß diese aus dem “ Volk der Dichter und Denker “ stammten?

      D. h. diese pauschalisierte Eigenschaftszuweisungen für ein ‚Volk‘, die die Nationalisten (deutsche wie andere) immer vornehmen, sind völlig UNTAUGLICH – und oftmals bis zur Lächerlichkeit absurd!

      Hinzu kommt, daß doch augenfällig ist, daß es diese vermeintlichen ‚Eigenschaften‘ des ‚Volkscharakters‘ mal gibt – und dann wieder nicht. Fortlaufend beklagte Friedrich der Große, daß es im Deutschen keine wirklich lesbare Literatur und überhaupt keine ernstzunehmende Philosophie gebe. Und auch ich wäre verlegen gewesen, dem Friedrich irgend jemanden zu benennen. Denn Kant, Goethe, Schiller, Hegel, Marx, Georg Büchner, v. Kleist usw. tauchten erst lange nach Friedrichs Tod auf.
      Und bei anderen ‚Völkern‘ ist es doch genauso: Ein ständiges auf und ab. Und oftmals nur ein einziges ‚auf‘ und dann ein anschließendes ‚ab‘ – für immer (Beispiel: das alte Ägypten, Sumer, die alte Induskultur).

    • Jörg

      TEIL 2
      2.) DIE RASSE / ETHNIK
      a) Auch scheitert die rassische oder auch nur „ethnische“ Zuordnung von ‚Volks‘-Eigenschaften doch schon an der Logik! Warum sollen denn künstlerische oder geistige Glanzleistungen oder moralische Tiefgründigkeit von einer „Rasse“ oder auch nur „Ethnik“ abhängig sein?
      Außerdem wäre dann das ‚germanische Blut‘ als absolut minderwertig zu qualifizieren. Wenn die Leute der Indus-Kultur (ca. 2500-2000 v. Chr. – nach heute herrschender Meinung: Vorfahren der Drawiden) Mitte des 19. Jahrh. in Hamburg aufgetaucht wären, als dort die Cholera wütete, wären sie völlig entgeistert gewesen. „Ja, warum trennt ihr denn nicht die Brauchwasserentsorgung von der Trinkwasserversorgung?“ hätten sie gefragt. „… und schafft doch endlich mal diese Gossen ab“ (Schmutzwasser wurde einfach auf die Straße gekippt)!

      b) Überhaupt scheitert diese Rasse- oder Ethnikzuordnung (sympathischer Weise) doch fortlaufend an der historischen Wirklichkeit: Nach dem Gemetzel des grausamen Deutschritterordens („deutsch“ meint dort in keiner Weise das, was heute unter „deutsch“ verstanden wird – siehe „dutch“) an den Pruzzen wurde Ostpreußen hauptsächlich mit Flamen (heute Belgien) und Leute aus den heutigen Niederlanden besiedelt. Ja, auch ein paar Seidler aus dem Gebiet des heute deutschen Niederrheins gab es. Wieso sollen deren Nachfahren „Deutsche“ gewesen sein?
      Bis heute ist für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern typisch, daß Namen dort auf dem wendischen „ke“ enden. Beispiele wären Namen wie Moltke (General von 1870/71), Dutschke und Mielke. Auch Berliner Namen wie Paschulke oder Krawuttke klingen nicht so richtig nach „germanischem Blut“ – oder? Wieso sollen das – vor 1871 – „Deutsche“ gewesen sein? Bis heute werden deshalb in Bayern und Österreich berliner Sommerfrischler als „Piefke(s)“ veräppelt!
      Der Große Kurfürst – Großopa von Friedrich – heiratete eine Niederländerin (die erst mal Kultur und auch Sozialstaatsdenken nach Brandenburg brachte – http://de.wikipedia.org/wiki/Luise_Henriette_von_Oranien ). Ist Friedrich der Große gar ein „Niederländer“?

      3.) ERGEBNIS: DER GEIST EINER EPOCHE ENTSCHEIDET!
      Die kulturelle und wissenschaftliche Ödnis, die Friedrich noch im 18.Jahr. im deutschsprachigen Raum beklagen mußte, weicht im 19. Jahrh. geradezu einer Explosion an geistiger Dynamik.
      Ashokas Indien ziehe ich dem heutigen Indien allemal vor. Nicht nur weil Vergewaltigungen von Frauen – auch von europäischen Touristinnen – damals undenkbar(!) gewesen wären. Aber mit dem „Blut“ oder der „Rasse“ oder der „Ethnik“ hat das ja schon logisch nicht zu tun.

      Zum Abschluß ein paar bedenkenswerte Merksätze:
      Buddha: „STOLZ SEIN AUF SEIEN LEBENSART – WAS WÄRE DAS ANDERES ALS MANGEL AN LEBENSART“
      Georg Christoph Lichtenberg: „DIE GUTERZOGENEN MENSCHEN SIND IN DER GANZEN WELT GLEICH. NUR DIE SCHLECHTERZOGENEN HABEN NATIONALE EIGENSCHAFTEN“.

    • Nobilitatis

      @Jörg: An Ihrer Stelle würde ich mich mal mit einem geschulten Psychologen unterhalten, nur um sicherzustellen, dass Sie keine Gefahr für sich und andere darstellen. In Ihrem Kopf geht es doch gehörig durcheinander. Und dass Sie ausgerechnet mich zum Objekt Ihrer Agression erkoren haben, finde ich nicht gut.
      In sinnvollen Diskussionen bleibe ich bei den Fakten. Da gibts bei Ihnen nichts zu holen.
      Falls irgendein Mitlesender verwirrt ist wegen der sinnfreien Erörterungen des Kommentatoren: Die Begriffe Ethnie und Rasse sind nicht Teil derselben Ordnung, nicht mal desselben Fachgebiets.Bezüge zwischen „Rasse“ und Eigenschaften sind Teil der nationalsozialistischen Ideologie und nicht mehr der Ethnografie. Und wenn Sie jemand „Nationalist“ nennt, vor allem unmotiviert, will er sie in der Regel beleidigen oder denunzieren.

    • Hier wurde mal was von „Gesprächskultur“ gemurmelt. Daher:

      Wenn ich, z.B. Enis gegenüber von einem „Wahn“ und „wahnhaftig“ spreche, dann geschieht das wohl hoffentlich deutlich mit der Absicht, ein Konstrukt zu benennen, dessen Gegenstandslosigkeit einsehen zu können ich den Adressaten gerade nicht abspreche.

      Dieser Nebensatz:
      „… nur um sicherzustellen, dass Sie keine Gefahr für sich und andere darstellen“

      der das flapsig-kindische

      „An Ihrer Stelle würde ich mal …“

      aufhebt, ist eine andere Nummer! Vor allem hat Nobilitätis mehrfach bewiesen, er ist keiner dieser Kindsköpfe von der Schulhoffraktion, bei denen man sowas unter „schlechten Manieren“ durchgehen läßt.

      Und dann bleibt IMHO nur die Alternative: Er ist ein geistiger Büttel, ein theoretischer Schläger, Folterarzt und Henker von der Sorte, mit denen nicht mehr zu reden, sondern nur noch zu verfahren ist.

      Seine Tarnung ist nicht schlecht, deshalb entscheide ich mich zu dieser Zuspitzung: Diese Typen gilt es zu erkennen und beiseite zu lassen, wenn man politisch etwas will, und sei es nur einen verständigen Dialog führen. Die Mängel von Jörgs Kommentaren, die N. übrigens nicht trifft, tun dabei nichts zur Sache.

    • Nobilitatis

      Gut, dass wir das geklärt haben.

  • Comrade John

    Jetzt noch offizieller: Angehörige der US-Army trainieren in Jordanien u. Türkei die FSA-Banden für den Kampf gegen den säkularen syrischen Nationalstaat. Bisher waren etwa 150 Militärberater zugegeben, nunmehr soll es sich um 700 handeln.
    SPIEGEL – 22.06.2013
    Obama stationiert US-Truppen in Jordanien

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/buergerkrieg-in-syrien-obama-postiert-700-soldaten-in-jordanien-a-907264.html

    Für diesen Halsabschneider kommt jedoch die Hilfe zu spät – einer der Terroristen aus Dutzenden von Ländern, die nichts Besseres zu tun haben als in fremde Länder einzufallen u. dort anderen Leuten vorzuschreiben, woran sie zu glauben und wie sie zu leben haben:
    Flandern.info.be – 20/06/2013
    Syrien: Sohn eines Brüsseler Scheichs getötet

    http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch/nachrichten/130620_Syrien%2BAyachi%2BRIP

    Es handelte sich um Abdel Rahman Ayachi, eine bekannte Figur der internationalen Jihadistenszene (das Internet ist voll von ihm), Sohn eines Saudis u. einer Französin, der unter anderem in Belgien lebte – jetzt getötet in der Provinz Idlib.
    http://english.alarabiya.net/en/News/world/2013/04/15/Frenchman-active-in-Belgian-Islamist-circles-killed-in-Syria-report-says.html
    (auch SyriaNews u. Syrian Perspective berichteten sein Ableben)

    In dergleichen Gegend erwischte es im April d.J. seinen Bruder im Glauben Raphael Gendron, einen Franzosen, der ebenfalls aus Belgien nach Syrien kam:
    http://english.alarabiya.net/en/News/world/2013/04/15/Frenchman-active-in-Belgian-Islamist-circles-killed-in-Syria-report-says.html

    Zumindest diese Beiden werden also auch in Europa keinen Schaden mehr anrichten.
    Dazu Präsident Assad in der FAZ, 17.06.2013:
    „Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür zahlen. … Die zweite Folge wäre der direkte Export des Terrorismus nach Europa. Terroristen werden kampferfahren und mit extremistischer Ideologie ausgerüstet zurückkehren.“

    Ob die internationalistische Waffen- u. Ausbildungshilfe der US-Administration u. ihrer Nato-Partner u. arabischen Hiwis für die Banden ausreicht wird man bald besser sehen. In Aleppo sieht es danach gegenwärtig wohl nicht aus. Der Sender Al Jazeera vor drei Tagen – auffallend zurückhaltend in dieser Reportage aus Aleppo:
    http://www.aljazeera.com/video/middleeast/2013/06/2013618181150366554.html

    Hier noch eine Artikelsammlung zum Standpunkt deutscher Kommunisten, die belegt, dass TomGards dauernd gegen die völkerrechtlich legitimierte Regierung Assad vorgetragener Klassenstandpunkt überhaupt nicht in einer primär anti-imperialistischen Frage durchschlägt:
    kominform.at
    Imperialistischer Krieg gegen Syrien

    http://www.kominform.at/article.php/20120724132156742

    • “ …die belegt, dass TomGards dauernd gegen die völkerrechtlich legitimierte Regierung Assad vorgetragener Klassenstandpunkt überhaupt nicht in einer primär anti-imperialistischen Frage durchschlägt…“

      Dummes, denunziatorisches Geschwätz. Ich rede deutlich und explizit gegen das militärische Ziel der Restauration der ständischen Diktatur der syrischen Armee, nicht gegen die Regierung Assad (als wickelte ich die Kugeln und Bomben der imperialistischen Intervention in klassenkämpferische Betsprüche!) noch gegen die Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft. Ein Mensch, der zitieren kann, kann auch mich richtig zitieren, und da Du das zum wiederholten Mal versäumst, nenne ich Dich einen notorischen Lügner.
      ——————-

      Wenn jemand mir erklären will, wie der Übergang zwischen folgenden Sätzen „geht“:

      „Jede Bewegung ist daher entweder anti-imperialistisch oder pro-imperialistisch, dazwischen gibt es keinen Freiraum. …. Wir rufen zur ungeteilten Solidarität mit allen von imperialistischen Aggressionen bedrohten und heimgesuchten Völkern der arabischen Region, Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas auf.
      ( Soli-Aufruf )

      kann das mit mir diskutieren, wenn er mag.

    • Tom Gard schreibt über die „ständische Diktatur der syrischen Armee“
      Was soll das? Woher nimmst du die Infos um diese These zu untermauern. Was sind deine Quellen und warum kaprizierst du dich auf Syrien bei deiner spezifischen Militärkritik?

      Ist nicht die US-Armee auch eine ständische Armee reinsten Wassers? Der Stand des Berufssoldaten ermöglicht dort in den USA für „Unterschichtler“ den gesellschaftlichen Aufstieg bzw. für viele überhaupt erstmal den Ausbruch aus der elenden Getto-Existenz. Das Militiär in den USA ist das tragende System im imperialistischen System, dort sein Berufsleben zu verbringen ist mindestens eine STANDESMÄSSIGE Beschäftigung im eigentlichen Sinne. Hat das US-Milittär nach Innen und Außen nicht sogar eine totalisierende Wirkung, d.h. eine alle Lebens- und Politikbereiche durchziehende und formende Wirkung. Wird nicht sogar das Denken und Fühlen des Normal-US-Bürgers seit dem frühesten Kindertagen an vom Militärischen geprägt? Geht die Entwicklung nicht vielleicht in Richtung Miltitär-Totalitarismus.

      Von welchen Fakten und Entwicklungen du ablenken kannst, Tom Gard, mit deinen hohlen Thesen die du hier verbreitest, ist schon erstaunlich.

    • Comrade John

      „Ein Mensch, der zitieren kann, kann auch mich richtig zitieren, und da Du das zum wiederholten Mal versäumst, nenne ich Dich einen notorischen Lügner.“ (TG)

      Es reicht TomGard wiederholt richtig und das heisst nur: Satz für Satz gelesen u. seine Postings nebeneinander gestellt -, um dann eines verstanden zu haben: Seine Solidarität mit dem bedrohten syrischen Nationalstaat ist gleich Null. Im vorigen Strang hat er ein weiteres Mal erläutert, warum Solidarität („virtuelle Gesinnung“, sinngem. Zitat nach TG) völlig daneben ist:
      „Den Grund für diese seltsame Rekrutierung nannte ich „aussichtslosen Kampf um den ÖRTLICHEN Erhalt einer NATIONALEN Weltordnung“. ff

      Allerdings lässt sein Verfassungsschutz-Marxismus nach den Maximen der ehem. MG, demzufolge Parteilichkeit für den Kampf der weltweiten Opfer des Imperialismus streng genommen sogar als Parteinahme für das System des Weltimperialismus anzusehen sei, selbst immer mal wieder die entgegen gesetzte Parteilichkeit durchschimmern. Beispielsweise wenn er in # TomGard 21. Juni 2013 19:59 resp. im # 21. Juni 2013 20:01 (Korrekturbeitrag) für die Opfer der Präsidenten Assad („über zwei Generationen“ hinweg) noch ein spätes Geheul anschlägt, das jedem bürgerlichen Presseerzeugnis entstammen könnte – mit haargenau denselben Argumenten gegen das unethische u. diktatorische Regime Assad wurde die ausländische Intervention gegen Syrien hierzulande öffentlich-rechtlich begründet.

    • @Tomgard
      FRAGEN:
      Gibt es politische Aktionen der SAA die deiner Meinung nach diese „Diktatur des Militärs“ nachweisen?
      Wird eine bestimmte Bevölkerungsgruppierung ausgeschlossen, wird die Ämtervergabe auch außerhalb der Familie Assad durch Abstammung definiert, oder wie definierst du ständisch?
      Welche Handlungen der Syrischen Arabischen Armee gehen über das Ziel der „Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft“, die du begrüßt, hinaus zum „militärische[n] Ziel der Restauration der ständischen Diktatur der syrischen Armee“?
      —-
      Es gibt militärische Ziele, und es gibt politische Ziele. Du widersprichst dir in dem Satz direkt.

      Damit die Diktatur des Militärs restauriert werden kann, muss sie abgeschafft sein, also müsstest du von einem Strukturwandel innerhalb der Assadregierung reden.
      Heißt, die Rebellen könnten bei halbwegs korrektem Sprachgebrauch nicht die Widersacher sein und es wäre kein militärisches Ziel, sondern ein politischer Machtkampf, wo der Krieg allenfalls wegen der gesteigerten Bedeutung des Militärs eine Rolle spielen könnte.
      Alternative wäre, dass du von der Wiederherstellung der Souveränität der syrischen arabischen Republik durch das Militär gegen die Contras redest, die du aber im gleichen Text begrüßt oder wo du zumindest behauptest nicht dagegen zu reden.
      —-
      Da deine Texte ebenso kompromisslos (und daher ideologisch) sind und an Quellen/Begründungen mangelhaft, dass du in deinem Glashaus nicht mit Steinen werfen solltest.

      Im selben Zusammenhang fällt mir Qussair ein, wo du passiven & aktiven Widerstand nicht auseinander halten konntest und durch das angebliche (von Rainer Hermann in der FAZ widerlegten) Fehlen beider Widerstandsformen auf eine vermeintliche lokale demokratische Legitimität der Rebellen in der Stadt geschlossen hast.

    • Comrade John,
      richtig gelesen, ja, meine Solidarität mit dem syrischen Nationalstaat, der übrigens nicht bedroht, sondern dessen Besatzung angegriffen wird, ist gleich null.
      Übrigens ist das hauptsächlich deshalb so, weil ich „Solidarität“ für einen der widerwärtigsten Werte in der widerwärtigen Wertewelt halte und kein Syrer etwas von ihr hat: Charity kommt ohne aus.

      Oberster Blogrichter J2B und seine Fangfragen :)

      Ich hab was zur Ergänzung der Postings geschrieben, auf die Du Dich beziehst, bin aber unzufrieden und werd das überarbeiten.
      Vorab:
      Der Text, den Du zitierst, läßt nicht zu, meine Bestimmung von „ständischer Diktatur der Armee“ mit einer Militärdiktatur gleichzusetzen, in der die Generalität politisch agiert. Politische Aktionen des Militärs gab es freilich zuhauf, die prominenteste war die Niederschlagung des Aufstandes der Muslimbrüder, die zweitprominentesten die Köpfung und Zerschlagung der Gewerkschaftsbewegung und der kommunistischen Gruppierungen durch die Militärgeheimdienste. Das heißt jetzt natürlich nicht, daß ich die Muslimbrüder gegen das Militär verteidige, der Knackpunkt ist, daß es nicht gelang, sie zivilgesellschaftlich und polizeilich in Schach zu halten und zu integrieren. Das gibt Auskunft über die Verfassung der Zivilgesellschaft, die Machtverteilung in ihr und den Status des Militärs für diese Machtverteilung, nämlich – behaupte ich – die, die ich im angegriffenen Posting skizziert habe.

      Ein Stand ist keine „Familie“ und nicht hereditär, ich bitte Dich. Es handelt sich um Ämter, Posten, Funktionen, zu denen Zugang zu erhalten, zu behalten und zu gewähren ein Privileg von höherer Stelle erfordert.
      Das gibt es in Syrien beim Militär und allen höheren Verwaltungsfunktionen, die im Top-Down -Verfahren durch Berufung besetzt werden, vom Präsidenten abwärts.
      Für den Rest galt in großem Umfang das Prärogativ der Baath-Partei. Deren Rolle habe ich in meinen Postings ausgelassen, weil auch sie natürlich der Säuberung durch die Militärgeheimdienste unterlag.
      Kein halbwegs informierter Mensch wird die militärische Repression des syrischen Staatswesens abstreiten, Herr Kommissar, im Gegenteil, die Verteidiger feiern sie als (leider) notwendige Garantie der Staatssouveränität vor ethnischen und tribalen Konflikten.

      Die Diktatur ist nicht „abgeschafft“, sondern in Teilen des Landes durch die Guerilla entmachtet. Die teilweise Abschaffung durch Entfall des Parteienprivilegs bekam keine Zeit zur flächigen Umsetzung und wurde z.B. in Damaskus mehrfach mit den alten staatsterroristischen Methoden unterlaufen. Deren Unberechenbarkeit war übrigens seit Jahrzehnten das Markenzeichen und die bevorzugte Technik der Baathherrschaften im Irak wie in Syrien, deshalb sind natürlich stets Gegenbeispiele beizubringen.

      Mein Gudester, die Antworten waren für die Leser. Die Fragen, die mich auf das Territorium des Fakten- und Quellenstreites zerren sollen, den Du dann freihändig mit Noten („mangelhaft“) und albernen Behauptungen („wo du passiven & aktiven Widerstand nicht auseinander halten konntest“) richtest, wie im Falle des Streites um die Vorgänge in Al Qsair in den vergangenen eineinhalb Jahren, ignoriere ich. An Quellen für meine Behauptungen fehlt es in diesem Weblog nicht und dem Herrn Kommissar habe ich nichts zu beweisen. Habe ich Lesern den Standpunkt der „Solidarität“ mit der syrischen Armee (als ob die sowas bräuchte!) und ihrer Führung madig gemacht, ohne daß sie es als Werbung zum Seitenwechsel nahmen, bin ich halbwegs zufrieden.

      Ich sehe mich auch nicht in der Pflicht, Aussagen Assads zu verteidigen, der in vielen Reden vor der Verführung warnte, den Kampf gegen den Terror als Kampf um „Wiederherstellung der Souveränität der syrischen arabischen Republik“(J2B) im Vorkriegszustand zu führen, das geschah selbst noch in der Mobilisierungsrede vom 10. Januar.

    • Jule,
      Dein Kritikverbot ignoriere ich einfach mal.
      Ich „finde es allerdings erstaunlich“, wie Du auf die Idee kommst, ich hätte von Zuständen in den USA oder ihren Missetaten ablenken wollen oder abgelenkt.

      Das folgende ist keine „Verteidigung“ der US-Armee, zielt nicht auf ein „besser“ oder „schlechter“.

      Auch die US-Armee ist ständisch, doch anders, als die syrische, weil sie (noch) der Wächter der Föderation der US-Staaten ist. Deshalb zählten die USA bis 9/11 zu den wenigen Staaten, in denen dem Militär strikt untersagt war, irgend welche Aufgaben auf dem Territorium der Föderation zu übernehmen, dafür gab’s die Nationalgarde, und die Föderationsstaaten wachten argwöhnisch darüber, daß dies so blieb, damit „Washington“ sich nicht auf ihre Kosten Macht anmaßen konnte. Vergleichbar ist allerdings, was Du zur staatstragend integrativen Funktion der US-Armee geschrieben hast:

      „Der Stand des Berufssoldaten ermöglicht dort in den USA für „Unterschichtler“ den gesellschaftlichen Aufstieg bzw. für viele überhaupt erstmal den Ausbruch aus der elenden Getto-Existenz.“

      Ja, und auf diese Weise kann auch ein farbiger Südstaatler wenigstens ideell an dem Glanz und der Glorie der traditionell führenden Familien der wasp-Elite teilhaben.
      Aber diese oder eine doch ähnliche Funktion hat nun wirklich JEDES Militär auf der Welt – nun ja, fast jedes.

      Bleibt der Korrektheit halber zu erwähnen, daß, vermittelt über die imperialistischen Kriege der USA, schon vor 9/11 das Pentagon und seine Geheimdienste zur innenpolitischen Instanz wurden, man denke an die Kommunistenhatz unter McCarthy, die Intrigen um und mit den Exilkubanern, die Angriffe auf die Gegner des Vietnamkrieges. Doch das blieben spezifische Ziele und Aufgaben, die überdies m.W. nur in seltenen Fällen nicht der Bundespolizei übertragen wurden.

      Das US- Militär hat demnach keine tragende Rolle in der innenpolitischen Stabilisierung der US-Staaten, wohl aber in der Bewachung der imperialistischen Agenda ihrer Föderation.

    • Thomas,
      Man soll nicht richten, sonst wird man selbst gerichtet, hat schon Jesus gesagt, und ich versuche danach zu leben. Ich scheitere zwar, aber immerhin. Fangfragen tu ich auch hin und wieder stellen, hier war es aber nicht der Fall. Weder fällt mir ein Strick ein den ich hieraus hätte basteln können, noch hatte ich dies vor. Es ist schlicht und ergreifend so, dass ich des Öfteren nicht schlau daraus werde, was du genau meinst.
      Es könnte durchaus sein, und das schreibe ich ohne Sarkasmus, dass es daran liegt, dass ich zu sehr in Absolutismen (ja, ich mache mir meine Wörter selber) denke und du unendlich weiser bist als ich, vielleicht drückst du dich aber auch nur vage zuweilen widersprüchlich aus.
      Dein Post (11:53) hatte 2 Deutungsmöglichkeiten und für beide Fälle je einen Widerspruch. Ich hatte nur den einen Falschen ausführlich beschrieben, zu dem ich gekommen war weil du geschrieben hast:
      „Ich rede deutlich und explizit gegen das militärische Ziel der Restauration der ständischen Diktatur der syrischen Armee, nicht gegen die Regierung Assad“
      , womit du in einem Atemzug mit „Diktatur“ und „Regierung“ zwei sich zwar teilweise deckende Begriffe nanntest, die sich aber in der Wertung deutlich unterscheiden.
      Entweder du meintest zwei verschiedene Dinge, oder aber Ein und das Selbe.
      Du hast jetzt klar gestellt, dass du den Kampf gegen die Contras meinst (Guerilla ist hier ein inakkurater Begriff), aber was du hier verteufelst, wird da betonst du im selben Satz:
      „[…]noch gegen die Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft.“
      Dummerweise ist es ein und das Selbe, selbst wenn du der Armee das Recht absprichst, einer „Somalisierung“ entgegenzuwirken. Es klingt so, als würdest du die reine Defensive für akzeptabel halten, offensive Aktionen und Vorstöße der syrischen arabischen Armee jedoch für Staatsterrorismus halten. Offensiven gehören jedoch zu einem Abschluss der Kämpfe dazu.
      Du solltest vielleicht mal Clausewitz lesen („Militär als verlängerter Arm der Politik“), dann würde dir auffallen, dass jeder Konflikt (schwerwiegende) politische Folgen hat; zwischen militärischen und politischen Zielen ist dennoch einfach zu unterscheiden.
      Ist das Ziel militärischer Natur, das heißt es geht um taktische oder strategische Vorteilsgewinnung durch Gewaltanwendung gegenüber einem Feind, dann kannst du von einem „militärischen Ziel“ sprechen. Dieses ist nicht zu verteufeln, egal wie ungerecht die Beweggründe für den Krieg sind.
      Sprichst du von „Staatsterrorismus“, leider ohne es auszuführen, muss es voraussetzen, dass die Tat keinen militärischen Nutzen hatte, in dem Fall wäre es ein politisches Ziel.
      Beispielsweise standen hinter den Offensiven der Wehrmacht militärische Ziele, hinter den Erschießungen von gefangenen Kommissaren ein politisches.
      Den Staatsterrorismus hast du aber bislang nur als Kampf gegen die „Guerilla“ ausgeführt, und nichts weiter. Gehe ich weiter und denke zurück an deine Verurteilung der Erstürmung von Qussair, das zweifelsohne ein militärisches Ziel war, dann nehme ich an dass du tatsächlich militärische Ziele meinst, denen du aber politische unterschiebst, mit einer äußerst zweifelhaften und letztendlich falschen Begründung, wenn wir auf Qussair zurückblicken, wo du dem Militär vorgeworfen hast, dass die Zivilisten mit das Ziel gewesen sein sollen, da sie auf Seiten der Rebellen seien, was du durch den Mangel an passiven Widerstand erklärt hast, der sich dadurch gezeigt haben soll, dass sie nicht mit der Syrischen Arabischen Armee einen „Pakt“ unter Respektierung ihres Wohnraumes geschlossen haben (und was nun einmal eindeutig Stuss ist, und zwar nicht nur, weil das aktiver Widerstand ist).

    • Weiterhin hast du dich über meine Kritik mit Hinblick auf Quellen aufgeregt. Dir ist nicht aufgefallen, dass es als letzter Punkt stand, als Alternative zu plausiblen Ausführungen.

      Letzten Endes ist es traurig, dass wir und weitere hier nicht in der Lage sind, in einem erwachsenen Tonfall mit einander zu diskutieren. Aus meiner Sicht trägst du daran mit einen Anteil, und du heulst einerseits über die Diskussionsweisen anderer rum, andererseits tust du genau das Gleiche, und provozierst gar die anderen zu dieser Reaktion. Das ist alles, was ich im Sinn habe, wenn ich über dich „richte“. Dabei behandle und sehe ich dich nicht als anderen Menschen, ich mache dich lediglich darauf aufmerksam, wenn du dich über die Fehler anderer beklagst und selbst die gleichen Fehler machst. Auf deinen letzten Post mir gegenüber bezogen hast du mich übrigens ebenfalls nicht richtig zitiert, aber das ist eine Formalia.
      Meinerseits versuche ich dir nichts zu unterstellen, wo du dich vage ausdrückst, musst du allerdings mit Fehlinterpretationen rechnen. Es steht dir selbstverständlich frei auszusuchen, was du daraus schließen willst, und wenn’s das Schlimmste ist.
      Es steht dir natürlich frei dir die Dinge auszusuchen, auf die du eingehen willst, es ist aber lächerlich einerseits (teilweise berechtigterweise) anderen einen schlechten Diskussionsstil vorzuwerfen, aber selbst auf solche Manieren zu verzichten. Jegliche Kritik äußere ich hier in der wahnwitzigen Hoffnung, das Diskussionsniveau zu heben.

    • J2B,
      Dein hegemoniales und moralisches Sprachverständnis ist die Verständnishürde, die ich allerdings so gut kenne, daß ich sie mit abweichender Ausdrucksweise zu umgehen suche. Aber das funktioniert natürlich vielfach nicht, sei es, weil ich zu ungeschickt bin, sei es – wie in Deinem Fall – daß mir der Adressat diktieren will, mich innerhalb seiner semantisch fixierten Wertewelt zu bewegen.

      Elementarbeispiel:
      „Guerilla“ ist ein technischer Begriff (über Wikipedia führte ich ihn als Solchen auch in die Debatte mit Dir ein) und insoweit identisch mit „Contras“, wenn sich „Contras“ Guerillatechniken und -strukturen bedienen (was nicht zwingend der Fall sein muß).

      Ein anderes Ding ist Deine Identifizierung von „Diktatur“ und „Regierung“. Denkst Du, beispielsweise, die „Diktatur des Proletariats“ Stalins, des seinerzeitigen Politbüros der KPDSU und all der anderen Institute, der sich die Regierung Stalins bediente, sei gleichsam in den Personen Stalin (plus ein paar anderer) „inkorporiert“ gewesen?

      Aber das Mißverständnis entstand größtenteils deshalb, weil ich annahm, Du beziehst Dich auf die Reihe ausfürhlicher Kommentare, die ich formell an Markus adressierte und hier endet. Die läßt das Mißverständnis nicht zu.
      Zusammengefaßt:

      „Diktatur“ ist nach meinen Bestimmungen keine technisch, moralisch, ethisch gegen „Demokratie“ oder „Republik“ abgegrenzte Bezeichnung, sondern, benennt, wie „Despotie“ auch, die Form, in der eine Herrschaft der Gesellschaft einen in jeder Diktatur eigens bestimmten und bestimmenden Herrschaftszweck aufherrscht. „Zweck“ setze ich hier in Einzahl, weil es bei einem Diktat genau einen Herrschaftszweck gibt, der alle anderen zu umgreifen trachtet. In der Diktatur, die üblicherweise „Demokratie“ genannt wird, ist es das Diktat des Privateigentums als des allen anderen Zwecken übergeordneten Herrschaftszwecks.

      Im Falle Syriens ist es der Erhalt der gesellschaftlichen Stellung der Armee und wuchs gleichsam „organisch“ aus dem Fortbestand und der aktiven wie passiven Erhaltung der inneren und äußeren Gründe für den erfolgreichen Militärputsch Hafez al Assads und seiner Gefolgschaft.

    • Weitere Antworten entnimm bitte meinen Kommentaren zu „comrade john“:

      http://apxwn.blogspot.com/2013/06/geh-acht.html?showComment=1371978117710#c965306599370114930

      Und vergiß bitte nicht, meine Zeit und auch meine Kräfte sind begrenzt, ich kann unmöglich auf alles eingehen, schon gar nicht gleich und sofort.

    • Jule

      Zu Tom Gards einseitigem Diktaturverständnis:
      „…Diktatur, die üblicherweise „Demokratie“ genannt wird, ist es das Diktat des Privateigentums…“ Das ist nicht korrekt.

      Generell ist Diktatur Herrschaft einer Klasse zur Durchsetzung ihrer Klasseninteressen mittels eines Systems politischer Organisationsformen, deren wichtigste der STAAT ist. Die Klasseninteressen wurzeln letzendlich in den ökonomischen Existenzbedingungen. Eine Diktatur des Finanzkapitalistischen Systems können wir für Syrien ausschließen. Es ist also wohl eher eine Diktatur zum Wohle der Volksmassen. Eine Herrschaft der Vertreter des Volkes durch und mit Hilfe der syrischen Volksarmee.

      Diktatur des Proletariats war früher die Arbeitermacht, heute moderner: wäre es die Herrschaft der 99%.
      In der Diktatur der Verteter des Finanzkapitalistischen Systems (Geld-Macht-Elite) werden die Interessen der Ausbeuterklasse durch die legitimen Bedürfnisse und Interessen der Volksmassen bedroht. Dann greift die ausbeutende MINDERHEIT nicht selten zur offenen Diktatur und Gewaltherrschaft um ihre strukturale und systemische Herrschaft aufrechtzuerhalten. Heute haben wir die Diktatur des Geldmachtapparats mittels seinen ausführenden politischen Dienstleistern und anderen Funktionseliten, die von den staatlichen Sicherheitskräften verteidigt und geschützt wird.

      Eine Diktatur des Finanzkapitalistischen Systems können wir für Syrien ausschließen. Also werden durch staatlichen Sicherheitskräfte, um das mal positiv zu formulieren, der staatliche und gesellschaftliche Zusammenhalt, die territoriale Integrität, die Souveränität des Staates, das Existenzrecht des syrischen Volkes und das seiner verschiedenen Kulturen und Religionen, VERTEIDIGT und GESCHÜTZT.

      Die staatlichen Sicherheitskräfte sind eine Institution, zu der sich die syrischen Menschen positiv bekennen.

    • Jule

      TG schreibt: „Kein halbwegs informierter Mensch wird die militärische Repression des syrischen Staatswesens abstreiten, Herr Kommissar, im Gegenteil, die Verteidiger feiern sie als (leider) notwendige Garantie der Staatssouveränität vor ethnischen und tribalen Konflikten“

      Jule sagt: Genau für dieses Pauschalurteil schuldest du uns immer noch die Belege und Quellenangaben.

      TG schreibt: „Ja, und auf diese Weise kann auch ein farbiger Südstaatler wenigstens ideell an dem Glanz und der Glorie der traditionell führenden Familien der wasp-Elite teilhaben. Aber diese oder eine doch ähnliche Funktion hat nun wirklich JEDES Militär auf der Welt – nun ja, fast jedes.“

      Jule sagt: Nein, falsch. Das WESEN der sozialistischen Volksarmeen war deren Klassenauftrag. Sie waren Machtinstrument des Arbeiter- und Bauernstaates. In den Volksarmeen dienten die Menschen gemäß ihres revolutionären Klassenauftrages und ihrer Klassenfunktion. Sie waren reine Verteidigungsarmeen. Ihre Pflicht war der Schutz der Lebensinteressen der sozialistischen Völkergemeinschaften. Wehrdienst im Sozialismus war Friedensdienst.

    • Nobilitatis

      Liebe Jule!
      Bitte verwechsele nicht Ideologie und Realität. Ich muss es wissen, habe ich doch in der „Diktatur des Proletariats“ gelebt. In einer Zeit des Umbruchs wurde sehr bewußt, dass Anspruch und Wirklichkeit dieses Staatswesens ursächlich für sein Ende waren. Wenn die 99 % tatsächlich Träger des Staatswesens sind, dürfen sie nämlich mitentscheiden, was in ihrem Interesse liegt. Das nennt man dann Demokratie.
      Im real existierenden Sozialismus hingegen entschied eine sehr kleine Machtelite.

    • Hallo Thomas,
      Ja, ich habe Verständnishürden, aber nicht solche, wie du sie mir zuschreibst.
      Ich empfehle dir WÄRMSTENS, mal damit aufzuhören, deine Probleme auf andere zu projizieren!
      Nein, ich tu die Welt nicht moralisch in Schwarz-Weiß unterteilen, jedenfalls nicht so, wie von dir behauptet!
      Nein, ich habe zu KEINEM Zeitpunkt Assad als System oder Person in irgendeiner Weise bewertet!
      Weil ich ihn nicht kenne, und weil mein Wissen zum System BEGRENZT ist!
      SO WIE BEI DIR AUCH!
      Du hast dich früher mal über die neue Verfassung geärgert, die deiner Meinung nach Syrien zu einer „Präsidialdiktatur“ macht.
      Erstmal: Ich habe nicht den Begriff Diktatur mit Regierung „identifiziert“, ergo gleichgesetzt, dir hätte das Wort „TEILWEISE“ auffallen können.
      Zweitens: „Diktator“ war vor der Oligarchisierung der Welt, die als Demokratisierung EUPHEMISIERT wird, ein WERTEFREIER Begriff. CAESAR war Diktator! Ein Diktator ist ein Alleinherrscher in einer Republik! Wenn du dir mal den „Il Principe“ von Macchiavelli zu Gemüte führen würdest, würdest du wissen, dass die Alleinherrschaft nicht so einfach ist, dass man so etwas nicht alleine hinkriegt, der Vergleich mit Privatbesitz funktioniert daher nicht, vor allem da Assads Macht dafür ein klitzekleines Bisschen zu begrenzt ist!
      Ich führe dir mal Aristoteles & Polybios vor, deren Lehren ich in diesem Zusammenhang vertrete:
      Es gibt bei der Alleinherrschaft 2 wertende Begriffe: MONARCHIE, wenn sie gut ist, TYRANNIS, wenn sie scheiße ist! Es gibt bei der Herrschaft einer limitierten Gruppe 2 wertende Begriffe: ARISTOKRATIE, wenns gut läuft, OLIGARCHIE, wenns scheiße läuft! Es gibt bei der Herrschaft aller 2 wertende Begriffe: DEMOKRATIE, wenns geil ist, OCHLOKRATIE, wenn alle Leute eingeBILDet & scheiße sind!
      Kurz: Die perfekte Staatsform gibt es nicht.
      Desweiteren: Welche Staatsform Syrien hat, geht dich nichts an, geht mich nichts an!
      Du hast kein Recht es zu verurteilen, und wenns der Stalin persönlich wäre!
      Du kannst die Morde verurteilen, und ich verteidige die syrische arabische Republik NICHT,es geht UNS jedenfalls auch nicht an!
      Deswegen habe ich bislang noch KEINE WERTUNG zu Assad oder Assad abgegeben, ich gebe nicht einmal eine zu Putin ab weil ich zwar Russe bin aber nicht in Russland wohne und nicht genug weiß!
      Dennoch, und gerade das macht mich ja so wütend weil du es wiederholt tust, MUSST du mich ja in die moralisch & anderweitig indoktrinierte/ideologisierte Ecke stellen!
      Ich habe ein humanistisches & mathematisch fundiertes Weltbild, ich könnte dir jetzt seitenlange Texte darüber schreiben, wie sehr die theoretische absolute & ideelle Wahrheit einer Funktion entspricht und jeder Mensch sein persönliches, mehr oder minder komplexes Taylor-Polynomium hat. Ich kürze es ab mit Sokrates: Ich WEIß, dass ich NICHTS WEIß!
      Das weißt du zwar auch, aber halt dich fest:
      DU AUCH NICHT!

    • Ich habe deine Texte mir und allen anderen gegenüber gelesen. Du nennst mich sarkastisch einen Richter und RICHTEST selbst aufs herablassende alle ab! Es fehlt nur noch, dass du den Kommentaren Noten verteilst, es wären wohl nur 5en und 6en!
      Du hast ein klar definiertes und absolutes Weltbild. Es fällt dir nicht ein, dieses zu hinterfragen und vielleicht auf die Idee zu kommen, dass es, wie bei JEDEM anderen auch, zu kurz geraten, simplifiziert und falsch ist. Ich betone: Wie bei jedem! Du wirst es nicht zugeben und wohl auch nicht dir selbst gegenüber es eingestehen, aber du hälst dein Weltbild für die absolute, perfekte und ideelle Wahrheit!
      Du hast eine Vorstellung davon, wie ein perfekter Staat aussieht, aber da weder die Rebellen noch die Regierung diesem nahekommen, müssen sie alle schlecht sein.
      Das streite ich auch wieder nicht ab, denn ich weiß es nicht! Ich schreibe aus einer rein auf den westlichen Block zentrierten Perspektive: Einmischen darf sich dieses Bündnis, von dem ich ein Teil bin, NICHT in fremde Belange. Meine „moralisch-hegemonialen“ Bewertungen beschränken sich auf mein System allein!
      Aus deiner Sicht wiederum sind alle gegen dich, die nicht mit dir sind.
      Weil dein Schwarz-Weiß-Bild dementsprechend fast nur schwarz ist, bildest du dir irgendeine Objektivität und kritische Distanz ein! Dementsprechend bist du allergisch darauf, Fehler einzugestehen, und kannst du es nicht lassen, auf allen rumzuhacken und wunderst dich, dass sie dir Gleiches mit Gleichem vergelten!
      Ich habe noch keinen Beitrag von dir gesehen, wo du in einem zivilisierten Ton mit Leuten anderer Meinung unterhälst!
      Es geht dir nicht um die Diskussion im Sinne von Wissenserweiterung, es geht dir um die reine Verbreitung deiner Lehren!
      Ich gebe zu dass ich gerade hart im Ton bin. Ich würde jetzt aber nicht so schreiben, würdest du nicht zum wiederholten Male versuchen, mir einen Stempel aufdrücken, den ich nicht will!
      Das herrlichste ist ja, dass du dennoch der Typ bist, der dies am meisten tut und auch am meisten drüber rumheult!
      —–
      Übrigens: „Behauptungen“ hin oder her, manche Dinge sind was sie sind:
      „Guerilla“ ist eine Art der Kriegsführung, INSBESONDERE wenn man auf Wikipedia verweist, wie du es tust! Weder beschränken sich die Rebellen auf Asymmetrische Kriegsführung, noch verzichten die Regierungstruppen hierauf, daher ist deine Verwendung des Begriffes schlicht FALSCH!
      „Passiv“ kommt von lateinisch „passivus“; es heißt: NICHT tun.
      Kannste dir denken was passiver Widerstand dann bedeutet? Genau: NICHT tun.
      „Aktiv“ kommt von lateinisch „activus“; es heißt: HANDELN, TUN.
      Kannste dir denken welche Form von Widerstand es ist, wenn sich Zivilisten mit Soldaten zusammentun und einen „Pakt“ schließen sollen, wie es in deinem Idealuniversum der Fall ist?
      Nein, nicht passiv! AKTIV!

    • J2B,
      Dein Kommentar erlaubt eine gute Realitätskontrolle.

      1) „Du hast ein klar definiertes und absolutes Weltbild.“

      Falsch. Ich bin – mit Hegel – ein Kritiker aller Weltbilder, weil ich den theologischen Begriff der „Objektivität“ zurück weise (wie auch die Konstruktivisten, aber anders). Und weil ich die Sorte Weltbilder, die in spätbürgerlichen Gesellschaften zirkulieren, als unverzichtbaren Bestandteil des Willens der Unterworfenen kenne, sich in der Konkurrenz zu bewähren.

      2) „…wie bei JEDEM anderen auch, zu kurz geraten, simplifiziert und falsch ist.“

      Falsch. Seit Jahren stehen Grundsatzeinträge von mir (in meinem Blog und auf Polyamore.de noch nachzulesen) unter dem Titel „Unzureichende Bemerkungen zu …“

      3) “ aber du hälst dein Weltbild für die absolute, perfekte und ideelle Wahrheit!“

      Falsch. Aber zum unter 1.+2. Gesagten zählt: a) Ich halte jede beliebige Aussage für wahr UND falsch zugleich b) aber die jeweiligen Seiten sind ausschließend falsch oder richtig.

      4) „Du hast eine Vorstellung davon, wie ein perfekter Staat aussieht“

      Falsch, ich bin ein Feind aller Staatswesen, weil Feind des ökonomischen Verhältnisses, das sie notwendig macht. (Des Privateigentums. Staatseigentum ist eine seiner geschichtlichen Sonderformen)

      5) „„Guerilla“ ist eine Art der Kriegsführung, INSBESONDERE wenn man auf Wikipedia verweist…“

      lies noch mal nach. Die Kriegführung heißt „Guerillakampf / Krieg / Taktik“, die Truppen, die sie führen, heißen Guerilla. Das ist auch anwendbar (aber unüblich), wenn reguläre Truppen Guerillaabteilungen bilden und einsetzen (die nennt man lieber stolz „Special Forces“)

      6) Deine „Hinweise“ zu aktivem und passivem Widerstand verstehe ich nicht. Oder, vielmehr, ich ahne nur, daß es Dir um die moralische Unterscheidung geht. In der Debatte (die ich nicht wieder aufsuche, das kostet mir hier zuviel Zeit) ging es um das Zusammenspiel von passivem und aktivem Widerstand gegen die Regierung und ihre Truppen in Al Qsair, auf die Weise, wie Kämpfer und Zivilisten sich dabei aufeinander beziehen und welches Milieu sie damit füreinander erschaffen. Eines, in dem mit Hilfe braver Lateinkenntnisse juristisch gezogene Grenzen verwischt werden – auch für Dich. „Mitgefangen – Mitgehangen“, schriebst Du damals sinngemäß.
      Aber das interessierte und interessiert mich eh nicht, mein damaliges Argument zielte auf die politische Strategie bzw. Dynamik der militärischen Taktik. Die enthält nämlich immer eine, ob planmäßig oder nicht (im letzteren Fall heißt sie eben „Dynamik“), in Kriegen auf „eigenem“ Territorium erst recht.
      Es scheint da einfach ein Mißverständnis vorzuliegen. Das mag ich verschuldet haben, aber das geschieht unter den Bedingungen eines Forums, wie diesem hier, nur allzu leicht.

    • „Nein, ich tu die Welt nicht moralisch in Schwarz-Weiß unterteilen, jedenfalls nicht so, wie von dir behauptet!“

      Ich habe das nicht behauptet! „Moralisch“ nenne ich Urteilskriterien, die mit dem Willen und Zweck erschaffen werden, „gut“ und „böse“ zu scheiden – ob schwarzweiß, grau oder bunt ist mir wurscht. Sowas halte ich für schädlich, weil wahnhaft, nämlich gegenstandslos. Die Scheidung ist NO THING, weil sie den rationalen Urteilen „schädlich“ und „nützlich“ ihren Gegenstand entzieht, nämlich den Zweck, für den eine Sache, ein Verhalten, eine Absicht, ein Ziel oder halt ein anderer Zweck das Attribut „schädlich“ resp. „nützlich“ erhält. Aber mit Hilfe der moralischen Urteilskriterien werden „Dinge“ in die Welt gesetzt, zum Beispiel Gesetze, die die aparte Eigenschaft haben, andere Dinge zu vernichten.

      „…Deswegen habe ich bislang noch KEINE WERTUNG zu Assad oder Assad abgegeben, ich gebe nicht einmal eine zu Putin ab weil ich zwar Russe bin aber nicht in Russland wohne und nicht genug weiß!“

      Wissen „erlaubt“ Wertung?
      Darüber möchte ich bitte nicht diskutieren, das ist mir zu abgehoben elitär. Jeder Hans und Franz wertet, sobald er nur EINES weiß – oder zu wissen meint. Ich trachte nicht, es ihm zu verbieten, sondern ihm die Motive und Gründe solchen Tuns madig zu machen.
      Aber Dein Satz erlaubt den Rückschluß: All Dein wissen-wollen ZIELT auf Wertung.
      Und eben das meine ich mit „moralisch“, wie oben unzureichend hingekritzelt.

    • Jule hatte mich (wohl unabsichtlich, sie hat mich nicht verstanden) schlecht zitiert, deshalb wiederhole ich noch mal:

      „In der Diktatur, die üblicherweise „Demokratie“ genannt wird, ist es das Diktat des Privateigentums als des allen anderen Zwecken übergeordneten Herrschaftszwecks.“

      Das schließt „Klassenherrschaft“ nicht aus, sondern ein. Ich halte meine Bestimmung für wichtig, weil in Demokratien das Diktat des Privateigentums auch die kleinbürgerliche Stoßrichtung gegen das „Finanzkapital“ annehmen kann, dann hießen sie in der Vergangenheit „faschistische Diktaturen“.

    • Ergänzung zu Punkt 3 an J2B:

      Tautologien habe ich in dem Satz von „Aussagen“ ausgeschlossen, obwohl sie natürlich Aussageform haben.

    • J2B, ein Punkt noch:
      Du hast meine Verwendung des Wortes „Staatsterrorismus“ mißverstanden, weil Du eben doch implizit „wertest“. Für meine Begriffe (nicht Weltbild. „Welt“ ist für meine Begriffe = Geist, weil Menschen keine andere Welt haben, als ihren Geist; und „Geist“ ist ein System von Begriffen, die explizit sein können (= „Wissen“) oder implizit, nämlich dann und so, wenn und wie sie zweckmäßigem Handeln zugrunde liegen.)
      Also, für meine Begriffe ist jede polizeiliche und militärische Gewaltausübung (militärisch hier auf Staatsagenten beschränkt) „Staatsterrorismus“, wenn sie die Unterwerfung der Adressaten (der unmittelbar und mittelbar Betroffenen) unter einen Staatszweck bezweckt. Die SAA agiert derzeit in vielen, wenn nicht den meisten Aktionen, zugleich staatsterroristisch UND als Zivilverteidigung, wie letztere auch von Milizen vorgenommen werden kann und wird.

      Ich hatte das in den Postings an Markus schon absichtsvoll schlicht darzulegen versucht.

      Gleichwohl ist Staatsterrorismus, der staatsrechtlich gebunden ist, wie in Rechtstaaten, ein anderes „Ding“, als der Staatsterrorismus der Geheimdienste und der Privatbanden staatstragender Figuren in Syrien. Vergleichende Urteile über Nutzen und Schaden hängen auch da am Zweck, an dem Nutzen oder Schaden bemessen wird. Für Leute mit umstürzlerischer Gesinnung sind Rechtstaaten erstmal bequemer, weil kalkulierbarer. Aber das ändert sich regelmäßig dann, wenn die Gewaltapparate eines Rechtsstaates sich gegen vermeintliche oder echte Aufrührer rechtlich entbinden – dann handeln die Staatsapparate (die professionellen wie amateurischen Büttel) gewöhnlich drastisch totalitärer, als Staaten, die zu einem guten Teil auf willkürliche Gewalt setzen und gründen.

  • Motive, wie gesagt, weiß ich nicht. Handlungen? Na, der Besuch der Eremitage war schwerlich eine Protokollforderung der deutschen Seite, deren Ablehnung zum Anlaß einer Absage des Besuchs genommen worden wäre. Und die russische Diplomatie ist gewiß nicht so bescheuert, zu erwarten, Merkel würde Putin zuliebe den innenpolitischen Sturm der Entrüstung auf sich nehmen, der unweigerlich folgen müßte, würde sie bei solcher Gelegenheit den Beutekunststreit außen vor lassen. Die deutsche Delegation wurde demnach in eine Falle gelockt, die sie vorab erkannt haben muß, denn die hat schon auch Profis.

    • TomGard

      sorry, gehört hierher

    • Der Besuch von Museen, Stiftungen und Co. gehört seit jeher zu diplomatischen Auftritten dazu und haben das Ziel, Freundschaft zu demonstrieren.
      Das heißt nicht, dass es wirklich ein Politikum ist.
      Eben dieses Ziel wollte die Merkel wohl von Anfang an vermasseln, wollte eine Rede halten und drohte sonst mit Absage, die russische Seite gab nach.

      Die Ausstellung erfasst weitaus mehr als nur Beutekunst und auch sonst ist Beutekunst überall in Europa präsent, das schließt Russland und Sankt Petersburg im Besonderen auch ein.

      Zu einer Absage des kompletten Treffens wäre es meines Wissens nach kaum gekommen, da es sich um das internationale Wirtschaftsforum handelt.
      Einen innenpolitischen Druck hinter dem Eklat kann ich nicht feststellen, jedenfalls keinen nennenswerten.
      Es ist die bewusste Anwendung von Revisionismus zur Herbeiführung eines Eklats, wie von dir richtig beschrieben.

      Eskalationsbewirkende russische Motive & Handlungen kann ich weiterhin keine erkennen.

    • „Das heißt nicht, dass es wirklich ein Politikum ist.“
      „Es ist die bewusste Anwendung von Revisionismus zur Herbeiführung eines Eklats“

      J2B, was soll der Mist?

      Ich hatte oben etwas unsauber geschrieben, Merkel hätte „unweigerlich“ einen „innenpolitischen Sturm der Entrüstung“ zu gewärtigen, falls sie kommentarlos eine „Beutekunst“-Ausstellung mit Putin eröffnete. Korrekt hätte es geheißen: Sie hätte innenpolitische Angriffe zu gewärtigen. Das weiß nun wirklich jeder Dödel auf dem Petersplatz, und Du willst es abstreiten?

      Du schreibst wie einer, der in irgend einem Splitterparteienauftrag „angesetzt“ ist, meine Kompetenz herab zu setzen. Als zählte die irgend was. Das ist lästig.

    • leute zu beschuldigen sie arbeiten für etwas und gegen spezielle blog-leser ist noch lästiger.

    • Nein Thomas,
      ich sehe das wohl nicht halb so schwerwiegend wie du.
      Erstens ist die Merkel meines Wissens schon früher auf Beutekunst eingegangen, und zweitens ist Beutekunst eine solche Normalität, dass die Empörung allenfalls mäßig ausgefallen wäre, insbesondere zu den Empörungen, die sie früher zu bewältigen hatte.
      Und da gerade die SPD sich oft als „Putinfreunde“ herausgetan haben, hätte die Opposition wohl kaum die Chance, daraus wahlkampftechnisch irgendwelches Kapital zu schlagen.
      Vielleicht hat Merkel ehrliche Gründe für ihr heutiges Auftreten gehabt und misst dem „Schatz von Eberswalde“ wirklich diese Bedeutung bei, vielleicht stand es im Zusammenhang mit Russlands Verweigerung bei der Syrienkrise, wer weiß.
      Alles was ich sage ist, dass es ein willkommener Anlass für die hießige Propaganda war, sich darauf zu stürmen, dieser Eklat ansonsten bei egal welchem Ausgang komplett unbedeutend ist & gewesen wäre.
      Ein kompletter „Abbruch des Besuches“, von dem du schreibst, stand wohl nie im Raum.

      Davon abgesehen, Thomas, liegst du komplett richtig. Du hast du mich komplett durchschaut.
      Es geht mir nicht um den konstruktiven Dialog mit dir, nein, ich wohne auf Hawaii und erhalte ein 200000 Dollar im Jahr Gehalt, nur um deine „Kompetenz herab zu setzen“.

    • „Du schreibst wie einer …“ ist eine attributive Bestimmung, die einem Vergleich vorsteht, keiner Verdächtigung oder Beschuldigung.

    • PS: Ich vergaß, darüber stand auch noch die (ehrliche, und auch so gekennzeichnete) Frage „Was soll der Mist?“ (nämlich der platte Widerspruch der „Argumente“)

      Ein Mißverständnis ist daher, ein Minimum an Sprachverständnis unterstellt, ausgeschlossen.

    • Oh Mann… Das „Missverständnis“ nennt man Sarkasmus.

  • Nobilitatis

    Mal was Neues: Ich setze mich gerade mit einem Jungpropagandisten auseinander, der etwas „grundsätzliches“ zum Syrienkonflikt geschrieben hat. Er hat sogar geantwortet.
    Wer das Lustig findet:
    http://www.alsharq.de/2013/mashreq/libanon/was-man-uber-den-syrien-konflikt-wissen-sollte/
    http://derorient.com/2013/05/26/was-man-uber-den-syrien-konflikt-wissen-sollte/
    (die Beiträge sind identisch bis auf die Tatsache, dass er beim zweiten Link Kommentare erst moderiert, beim ersten das nicht kann.

    • habkind

      @ nobilitatis
      Gut gemacht, deine Antworten waren passend und prägnant. Ich habe den Verfasser geraten, bei seinem nächsten Bericht dich als Beispiel zu nehmen.
      danke

    • Ja Nobilitatis,
      hast du gut gemacht.
      Habe auch einen Kommentar gelassen, der einen anderen Fokus hat, um deinen zu ergänzen.

  • habkind

    Folgende Seite möchte 1 Millionen Unterschriften sammeln, den Krieg in Syrien zu stoppen. Vielleicht könnte der ein und andere sich daran beteiligen und weiter empfehlen.
    Bestimmt wird Obama oder der weise Emir deswegen nicht klein beigeben, aber es ermuntert andere und motiviert die einfachen Menschen zu mehr Beteiligung.

    (please, use this link on your sites (FB, twitter, officel Site, etc), maybe we together reach over 1 mill sign.)
    one million signatures via Facebook to deliver a message for humanity to stop the war in Syria.please support it .
    (your ID in Facebook is signature)

    https://www.facebook.com/events/341137162679270/?ref=22

    • Ich nin nicht in Facebook und mag es nicht, finde die Aktion aber gut und frage mich schon die ganze Zeit, wo eigentlich die Friedensaktivisten geblieben sind.
      Auch wenn Deutschland sich immerhin bei Waffenlieferungen an die Rebellen zurück hält, es gehört zu den Unterstützern der Kriegstreiber gegen ein souveränes Land. Immer offener wird dieses Geschäft betrieben, man geniert sich nicht mal mehr, wenn z.B. Waffen von Libyen nach Syrien transportiert werden, siehe syriareport.net/militants-receive-game-changing-weapons/.

      Wo bleiben die Demonstrationen gegen eine Politik, die einen unendlichen Stellvertreterkrieg auf syrischem Boden nach sich ziehen wird? Der so viel unnötiges Leid über dieses Volk bringt. Sind wirklich so viele Leute von Bild etc. verblödet, um die Heuchlerei und doppelten Standards nicht zu bemerken: „der Westen“ fördert mittlerweile sehr offen einen Bürgerkrieg mit dem Argument einen Despoten stürzen zu wollen mit einer Allianz extremst despotischer antidemokratischer Golfstaaten. Wem kommt da nicht das Kotzen? Wem ballt sich da nicht die Faust?
      Wenn man erst mal seine ethischen Werte gegen Petrodollars eingetauscht hat, dann gehört man auf den Abfallhaufen der Geschichte! Vielleicht werden wir noch kurzfristige Vorteile durch dieses Falschspiel herausschlagen, langfristig kann man so nur verlieren. Es ist in allen Belangen schändlich, beschämend, widerwärtig.
      Unabhängig von der politischen Gesinnung, jeder Mensch mit Moral sollte seine Stimme erheben. Völkerrecht scheint nichts mehr zu zählen. Es zählt die Macht die aus Gewehrläufen kommt. Das Falsche-Freunde-Bündnis verbreitet Anarchie. Es gibt nur noch einen Wert der in dieser hässlichen Welt zählt: eine möglichst effektive Waffe zum Töten.
      Wo sind die Friedensaktivisten? Wo sind sie?

  • Comrade John

    TomGard
    „… gegen das militärische Ziel der Restauration der ständischen Diktatur der syrischen Armee, nicht gegen die Regierung Assad (…) noch gegen die Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft.“

    Das ist doch auch nur ein leeres Fass, u. über den Leerinhalt braucht man nicht reden.

    Das militärische Ziel der SAA ist die Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit, der territorialen Einheit des Landes u. des Selbstbestimmungsrechts des Volkes seiner Angelegenheiten.
    Genau die sind angegriffen, u. sofern die SAA unterliegt, ist der syrische Nationalstaat existentiell bedroht >> der Irak zur Mahnung.
    Nach dem Verfassungsreferendum im Febr. 2012 gilt die neue syrische Verfassung. Da steht nichts von ständischer Diktatur der Armee sondern:
    „The army and the armed forces shall be a national institution responsible for defending the security of the homeland and its territorial integrity. This institution shall be in the service of the people’s interests and the protection of its objectives and national security.“ (Article 11, Draft Constitution for the Syrian Arab Republic)
    http://sana.sy/eng/337/2012/02/18/401178.htm

    Nach der Verfassung ist der Staatspräsident auch Oberkommandierender der SAA, und wer wenn nicht die SAA die syrische Zivilgesellschaft überhaupt gegen die Halsabschneider der FSA aka Nusrah-Front aka Al Qaida verteidigen könnte muss nicht mehr erläutert werden.

    Wer ist die syrische Zivilgesellschaft? Das sind zunächst die mehr als 50 Prozent der Syrer, die unter den schon damals schwierigen Umständen im Land zur Wahl gegangen u. dieser Verfassung zugestimmt haben. Nach den gängigen Vorstellungen u. Regularien auch der sog. westl. Wertegemeinschaft zu bürgerlich-demokratischer Verfasstheit genügt dies Ergebnis vollkommen aus, um den syrischen Nationalstaat für ordnungsgemäss konstituiert u. seine Regierung für legitimiert zu halten. Hinter der Fichte/Hartmut Beyerl hat das kurz u. knapp so kommentiert, warum es für uns keinen Grund gibt die syrische Verfassung für ablehnenswerter als andere zu halten u. daraus Feindschaft gegen Syrien abzuleiten:
    „Natürlich ist eine Verfassung nur bedrucktes Papier.
    Doch das ist sie in Amerika und Deutschland, deren Regierungschefs und ihre Kriegs-, Überwachungs- und Finanzminister tagtäglich dagegen verstoßen, schließlich auch.“

    Quelle: Syrien: Der Verfassungsentwurf

    Selbst bei ausserordentlich kritischer Würdigung der inneren Verhältnisse in Syrien seit der Unabhängigkeit wird man kaum umhin kommen festzustellen, dass dort genügend erhaltenswerte republikanische Formen entwickelt wurden und sich ihren Fortbestand wünschen. Die Alternative wäre mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Ausbau sondern die Abschaffung oder mind. Begrenzung der republikanischen Formen zugunsten eines gesellschaftlichen Modells, das aus religiös motiviertem Obskurantismus schöpft u. das mit den Überzeugungen von Sozialisten, Kommunisten u. Atheisten unvereinbar bleibt.
    „Es gilt zu bilanzieren, dass mit dem Verlust des Nationalstaates an eigenen Handlungsspielräumen in der Konsequenz vor allem der Verlust der Republik als historischer, emanzipatorischer Errungenschaft einhergeht.“
    Quelle: Rote Fahne.eu, Imperiale Mythen und die Erneuerung sozialistischer Politik

    Ein abschliessendes Wort zur Solidarität. Solidarität ist günstigenfalls praktisch u. bedeutet dann Unterstützung. Wo sie keinen praktischen Weg verfügt ist sie erstens mindestens Zeichen einer Haltung, und zweitens wirkt sie gemeinschaftsbildend u. ermöglicht tendenziell oppositionelle Sammlung. Davon sind „wir“ (in BRD) aber weiter entfernt als je zuvor. Nicht die Solidarität mit Syrien ist falsch sondern armselig ist es, dass es so gut wie keine gibt.

    • „… und wer wenn nicht die SAA die syrische Zivilgesellschaft überhaupt gegen die Halsabschneider der FSA aka Nusrah-Front aka Al Qaida verteidigen könnte muss nicht mehr erläutert werden.“

      Das wäre lustig, wenn es nicht so fatal wäre, angesichts der Folgen und Zwischenergebnisse des zweijährigen Krieges, einschließlich Assads kürzlichen Kommentaren gegenüber Al Manar. Dort erläuterte er, daß und warum die SAA nicht in der Lage war, zu verhindern, daß die Angreifer in zahlreichen Provinzen und Städten imstande waren, sich in der Bevölkerung einzunisten, teilweise in ihr Fuß zu fassen und die staatliche Autorität außer Kraft zu setzen, und daß es langer Vorbereitungen sowohl in der Armee selbst als auch in den Zivilgesellschaften bedurfte, die aktuelle Offensive vorzubereiten. Daraus folgt, daß eine dieser „Vorbereitungen“ darin bestand, die Takfiris örtlich gewähren zu lassen, um die Bevölkerung zu „lehren“, was sie von ihnen zu gewärtigen haben. Diese Folgerung ziehe ich nicht als Kritik dieses Vorgehens (das mehr oder minder erzwungen war) sondern als Kritik (im analytisch / verständigen, nicht moralischen Sinn des Wortes) des Zustandes und der Verfassung (im nichtjuristischen Sinne) der syrischen Zivilgesellschaft insgesamt und vieler ihrer Partialgesellschaften. (dazu sprach ich in der Vergangenheit vielfach vom „Krieg der Landstände gegen die Städte“.) Die Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft ist folglich identisch mit ihrer Veränderung, das predigt der syrische Präsident seit zwei Jahren, und diese Veränderung ist, wie der falsche „Genosse“ einräumt, nicht damit gegeben, daß eine neue Verfassung geschrieben und von einer Hälfte der Bevölkerung abgenickt wird, die hinsichtlich der Kommandostrukturen im Staatswesen sowieso kaum etwas verändert (Präsidialdiktatur nach frz. Vorbild).
      Was der „Genosse“ als „selbstverständlich“ hinstellt, schlägt den Zitaten, die er unten anfügt, direkt ins Gesicht, weil es eine dauerhafte Militärdiktatur rechtfertigt, insbesondere ein militärisches Besatzungsregime über weite Teile der ländlich geprägten Provinzen.
      Ungeachtet der Tatsache, daß die SAA dieses Besatzungsregime nicht leisten kann! Die Trasse der M5 auf der Strecke zwischen Hama und Aleppo, die vor wenigen Wochen erst „freigeräumt“ wurde, konnte lt. zahlreichen Quellen (eine davon, Stratfor, hat Apxwn zitiert) abermals nicht gehalten werden!

      (Fortsetzung zum Zitat aus „Rote Fahne“)

    • Noch: zu den vielbeschworenen „facts on the ground“, die dann auch zu beachten sind!
      Die Entscheidung der SAA, nach der bedingten Sicherung der Provinz Homs (die Kämpfe dort gehen weiter) eine Offensive in der Region Aleppo zu starten, bevor die Trasse zwischen Homs und Hama, insbesondere Ar Rastan, nutzbar ist, von einer außerordentlich engen Zwangslage, die darauf beruht, daß der Interventionskrieg teilweise als Bürgerkrieg etabliert werden konnte. Einen Bürgerkrieg kann keine Armee entscheiden, sondern nur blutig unterdrücken. Zu letzterem ist die SAA derzeit nicht imstande (auch aufgrund der Spaltungen in ihr selbst) und nach dem Willen des Präsidenten soll sie das auch nicht tun.
      Anders, als nach dem (theoretischen) Willen praktisch aller Kommentatoren hier, die sich – wie es scheint – auf die Absichten der Kommandeure der Prätorianergarden der SAA stützen, soweit sie nicht bloß verbalradikalistisch und blutrünstig vor sich hin in die Welt schwätzen! Dahin (u.a.) zielt meine Front.

      Zur Roten Fahne.
      Eine eigene Würdigung des Artikels dürfte hier fehl am Platz sein, ich beschränke mich auf das Zitat und seine Stellung im Kommentar des „Genossen“.
      Dazu war gesagt, sein (indirektes) Plädoyer für eine dauerhafte Militärdiktatur zum „Schutz gegen die Halsabschneider“ widerspricht dem Bekenntnis der Roten Fahne zur Solidarität mit einem Kampf um den „Fortbestand erhaltenswerter republikanischer Formen“ in Syrien. Es war auch gesagt, daß solch ein „Fortbestand“ tiefgreifender Veränderungen bedarf. Wenn man dies Resultat nicht analytisch gewinnt, weist der Verlauf des Krieges es immerhin auf.
      Infolgedessen widerspricht die „Rote Fahne“ ihrem Bekenntnis auch selbst:

      „Die Alternative wäre mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Ausbau sondern die Abschaffung oder mind. Begrenzung der republikanischen Formen zugunsten eines gesellschaftlichen Modells, das aus religiös motiviertem Obskurantismus schöpft u. das mit den Überzeugungen von Sozialisten, Kommunisten u. Atheisten unvereinbar bleibt.“

      Keine Ahnung, woher der Autor ein „gesellschaftliches Modell“ nehmen will, es sei denn, er ist so verwegen, islamische Kalifate und ein „Emirat“ als eines anzusprechen. Jedenfalls gibt er Auskunft, daß er in Syrien kein republikanisches „Modell“ für „gesellschaftlich“ ausreichend verankert hält, um Versuche, eine angeblich aus „Obskurantismus geschöpfte“ (NB: Was will das für ein „Marxist“ sein ??!) autoritativ repressive Herrschaft im Land zu etablieren, zu vereiteln.

      Es ist hier nicht mein Thema, aber ich will es auch nicht auslassen: Dieser Islamistische Buhmann ist eine Vogelscheuche. Never, niemals ist in Syrien ein Emirat durchzusetzen, allenfalls warlordisierte Kalifate in einigen Provinzen, und dies auch nur, wenn sie berechnend von einer urbanen Zentralmacht in Frieden gelassen, ja sogar geschützt werden. Allenfalls wäre vielleicht eine „Islamische Republik“ zu etablieren, wie sie den „geistlichen“ Führern der AKP vorschwebt, aber auch in der Türkei, wie man jetzt sieht, nicht durchsetzbar ist.
      Die „Rote Fahne“ setzt Buhmann und Lüge berechnend in die Welt, weil sie um „Solidarität“ im tief antikommunistisch verhetzten Publikum buhlt. Andernfalls würde sie Klartext reden: Was Syrien angedroht wird, ist die Alternative entweder einer Zerlegung und Warlordisierung, oder eines imperialen Protektorates, das sich des Militärs und der Geheimdienste auf ganz ähnliche Weise bedienen müßte und würde, wie die Baath-Herrschaft! Deshalb gab und gibt es doch, bitteschön, all die Renegatenschulungen in Deutschland, Jordanien, der Türkei, UK, Ägypten und der Erhalt der syrischen Repressionsapparate ist das offizielle Ziel der „politischen Konfliktlösung“, die USA und Russland mit Genf II anstreben wollen.
      (Fortsetzung)

    • TomGard

      Meine Behauptung lautet denn auch (seit Jahren), die „Alternative“ „Islamistischer oder republikanischer Terror“ (das ist der Klartext der gewundenen Heucheleien sowohl der Roten Fahne wie des „Genossen“) sei keine, sondern eine von den Interventionsmächten ausgelöste und vertiefte aber durch die Baath-Diktatur, die Erosion des panarabischen Nationalismus, die Öffnung zum Weltmarkt, und die sozialstaatsfeindliche Deregulierung geschaffene Zwangslage. Die Schwäche der syrischen Zivilgesellschaft liegt nicht in Stärken der Muslimbrüder, der Takfiris und der tribalen, ethnischen und patriarchalen Traditionen und Autoritäten, auf deren Fortbestand sie sich zum unguten Teil stützte, sondern den Verkrüppelungen durch Bürokratie, Korruption, Folterherrschaft und – alles in allem – das Gesamtsystem, das ich „ständische Diktatur der Armee“ nannte.

      Man muß den letzten Begriff nicht teilen, um immerhin die (Teil-)Diagnose über die Kräfteverhältnisse und ihre Dynamik zu teilen, die mich auf ihn führte. Freilich, eine Gesinnungs- und Moraldebatte, wie sie mit der schlichtweg komplett unpolitischen, aber zur politischen Zwangsjacke verklärten Forderung nach „Solidarität“ einher geht, läßt nichts anderes zu und verhindert dann die Befassung mit der Sache.
      (Propagandistisch ist das übrigens der Zweck von Solidaritätsdebatten, sie zielen auf Vermeidung von Auseinandersetzungen mit einer Klientel, auf deren berechnender Zustimmung aus falschen bis disparaten Motiven man politische, professionelle, finanzielle oder selbst ideelle Pfründe zu errichten sucht.)

    • Wortreich werden hier die Fehler des syrischen Staates beschrieben und davon abgelenkt, dass dieser Staat Ziel einer Verschwörung geworden ist und man in den allermeisten Staaten dieses Planeten zahlreiche Mängel feststellen könnte.
      Zuerst sollten die Verschwörer im Fokus der Anklage sein. Ansonsten ist dies wie bei einer Vergewaltigung, bei der dem Opfer die Schuld gegeben wird, weil es unzüchtig gekleidet gewesen sei oder sich irgend wie falsch verhalten hätte. Das ist schlicht unanständig und eine Verhöhnung des Opfers, bzw. der Opfer.
      Das hier sind die „Freunde Syriens“: http://de.rian.ru/images/26617/39/266173920.jpg
      Steht in den Staaten, für die diese Verschwörer stehen, alles zum besten? Du erhebst dich zum Richter über das Assad-Regime, wer hat dich dazu berufen?

    • Mann, jowi!
      Fast könnte man an ein übertragenes schlechtes Gewissen denken, wenn Du scheinbar reflexhaft Verurteilungen siehst und „erleidest“, wo sachliche Urteile und die Darlegung (ansatzweise ) von Zusammenhängen stehen? Warum sollen die Leser, warum sollen die syrischen Bürger dümmer (im Sinne von beschränkt und schafsköpfig) sein, als ihr Präsident, der mit etwas anderer Wortwahl dasselbe sagt, wie ich, zumindest nach der phänomenologischen Seite (natürlich würde er nie die Diagnose teilen, der panarabische Nationalismus sei erodiert, weil er ein idealistisches Verständnis von Ideologien hat)?

    • Tom Gard unterstützt ein nihilistisches aber phantasmagorisches Luftschloss-Modell. Er faselt von Zivilgesellschaft. Aber er hat keine Alternativen zum friedlichen Zusammenleben der Menschen in einem National-Staat. Wie soll eine lebenswerte menschliche Gemeinschaft aufgebaut oder gegen äußere Feinde verteidigt werden, wenn dieses Gemeinwesen nihilistische Tendenzen zulässt, sich nicht verteidigen will oder kann, weil der Zusammenhalt und die soziale Absicherung der Menschen – wie in den egoistisch-narzisstisch und angstbestimmten westlichen Gesellschaften – gar nicht existieren. Wie sollen Kulturleben und Religionsausübung geschützt werden, wenn eine mörderische Soldateska diese zerstören will?

      Zu Tom Gards einseitigem Diktaturverständnis:
      „…Diktatur, die üblicherweise „Demokratie“ genannt wird, ist es das Diktat des Privateigentums…“ Das ist nicht korrekt.

      Generell ist Diktatur Herrschaft einer Klasse zur Durchsetzung ihrer Klasseninteressen mittels eines Systems politischer Organisationsformen, deren wichtigste der STAAT ist. Die Klasseninteressen wurzeln letzendlich in den ökonomischen Existenzbedingungen. Eine Diktatur des Finanzkapitalistischen Systems können wir für Syrien ausschließen. Es ist also wohl eher eine Diktatur zum Wohle der Volksmassen. Eine Herrschaft der Vertreter des Volkes durch und mit Hilfe der syrischen Volksarmee.

      Diktatur des Proletariats war früher die Arbeitermacht, heute moderner: wäre es die Herrschaft der 99%.
      In der Diktatur der Verteter des Finanzkapitalistischen Systems (Geld-Macht-Elite) werden die Interessen der Ausbeuterklasse durch die legitimen Bedürfnisse und Interessen der Volksmassen bedroht. Dann greift die ausbeutende MINDERHEIT nicht selten zur offenen Diktatur und Gewaltherrschaft um ihre strukturale und systemische Herrschaft aufrechtzuerhalten. Heute haben wir die Diktatur des Geldmachtapparats mittels seinen ausführenden politischen Dienstleistern und anderen Funktionseliten, die von den staatlichen Sicherheitskräften verteidigt und geschützt wird.

      Eine Diktatur des Finanzkapitalistischen Systems können wir für Syrien ausschließen. Also werden durch staatlichen Sicherheitskräfte, um das mal positiv zu formulieren, der staatliche und gesellschaftliche Zusammenhalt, die territoriale Integrität, die Souveränität des Staates, das Existenzrecht des syrischen Volkes und das seiner verschiedenen Kulturen und Religionen, VERTEIDIGT und GESCHÜTZT.

      Die staatlichen Sicherheitskräfte sind eine Institution, zu der sich die syrischen Menschen positiv bekennen. Das ist jedem Syrer mittlerweile klar.

    • Anonymous

      Absolut richtig! Es lässt sich auch kürzer fassen: Die syrische Regierung schützt in der Verteidigung des syrischen Staates die religiöse und politische Vielfalt Aller – sie garantiert die unterschiedlichsten Sichtweisen gegen die terroristische Einseitigkeit. Das ist einer der Gründe, warum die Terroristen keinen moralistisch motivierenden Rückhalt geniessen können: die SAA kämpft für das Richtige und die Humanität der dortigen Menschen.

      Die Erkenntnis, dass der „alte“ nationale Panarabismus in seinen alten Formen tot (welcher eigentlich genau – der von Nasser oder seinen vielfältigen nachfolgenden Vertretern?) ist, ist ein halter Hut – der starb schon mit dem Untergang des sozialistischen Lagers in seinen alten Formen Ende der neunziger Jahre, und nahm danach verschiedene andere Formen an. Für den Krieg gegen Syrien spielt diese ideologische Frage aber heute überhaupt keine Rolle!

    • @TomGard

      Ich habe ein gewisses Verständnis, oft sogar Sympathie, für Leute die gerne den Advocatus Diaboli spielen, da der Mensch bekanntlich auch im Denken gerne zur Bequemlichkeit neigt und so ein Advocatus das Ausruhen auf voreilig gezogenen Urteilen vereiteln kann.
      Was ich aber weniger leiden kann sind Rabulisten, die eine schwer verständliche Sprache als Schutzschild gegen Argumente verwenden.
      Zum Panarabismus: da schließe ich mich Anonym oben an. Der lebt nur noch in der Propaganda und vielleicht in Träumen von Idealisten.

      @Jule

      Sorry, aber dieser Satz ist in seiner absoluten Form doch ein ziemlich überzogen:

      „Die staatlichen Sicherheitskräfte sind eine Institution, zu der sich die syrischen Menschen positiv bekennen. Das ist jedem Syrer mittlerweile klar.“

      Was sicher viele, auch assad-kritische Syrer, erkannt haben ist, dass Anarchie ein sehr hässlicher Zustand der Willkür sein kann, dem mancher eine Diktatur vorzieht. Ich habe Anarchisten noch nie verstanden: herrscht keine Regierung, dann herrschen bewaffnete Gangs. Ein Machtvakuum füllt sich stets und das sehr schnell.

      Auch den folgenden Satz kann ich nicht kritiklos stehen lassen:
      „Es ist also wohl eher eine Diktatur zum Wohle der Volksmassen. Eine Herrschaft der Vertreter des Volkes durch und mit Hilfe der syrischen Volksarmee.“

      Eine Diktatur ist eine Diktatur. Ich bin gegen Diktaturen. Macht verführt immer zum Machtmissbrauch, deshalb muss Macht immer kontrolliert und geteilt werden. Eine saubere Gewaltenteilung ist unverzichtbar.
      In der DDR war dies nicht ausreichend umgesetzt und wie der Fall „Gustl Mollath“ zeigt, ist auch in der BRD hier einiges im Argen.
      Der eigentliche Skandal ist die Scheinheiligkeit der „Freunde Syriens“.

      Noch ein unreflektierter Satz aus dem Parteibuch:
      „Wehrdienst im Sozialismus war Friedensdienst.“

      Puh, ich hatte ernsthaft überlegt bei der nächsten Wahl aus Protest die LINKE zu wählen, solche hohlen Phrasen verunsichern mich wieder. Auch unsere BRD-Propaganda verkaufte den Wehrdienst als Friedensdienst. Alles eine Frage der Perspektive.

    • Leute, ich vergeude meine Zeit nicht, das ‚rauszusuchen, aber ihr könnt mir durchaus glauben, daß Assad in Reden zumindest des letzten Jahres (für die vom 10 Jan. weiß ich’s nicht mehr genau) den Panarabismus noch immer als „Säule“ der syrischen Gesellschaft hingestellt und gefeiert hat.
      Dasselbe war von Enis zu lesen, zumindest Ähnliches von kaumi. Daß ihr, was ich zur Erosion des P. sagte, jetzt klein zu reden versucht, indem ihr es fälschlicherweise als selbstverständlich hinstellt ist – obwohl es stimmt, daß es so sein könnte und sollte, weil nach meiner eigenen Darstellung seit Jahrzehnten „unterwegs“ – billigste Schulhofkeilerei. Und Tschüß! Was euch betrifft.

  • Anonymous

    Der Staat produziert Menschen, die er mal braucht in der Wirtschft mal nicht. Der Mensch jedoch sich keine solche Pausen leisten kann, er muss staendig essen. Und diesen Umseand der Schwaeche des Wirtschftens nutzt der Gegner dieses Staates aus. Da aber in diesem Fall in Syrien der Feind kein Plan hat was nach der feindlichen Uebernahme des Staates durch die Eroberer passieren soll, kehren die Menschen zum alten Staat zurueck. Demnach ohne ein Sozialsystem ist jeder Staat leicht stuerzbar. Und das ist es was man heute in der Welt sieht, labile Staaten, bedingt durch die Globalisierung und den damit verbundenen Wirtschftsliberalismus.

    • Richtig, allerdings gilt das nur für Staaten der imperialen Peripherie, nicht für die Metropolen und ihre Anlieger, wie man in Griechenland, Spanien, Portugal und v.a. im Zentrum, in den USA selbst sieht.

  • Jule

    TG schreibt: „Kein halbwegs informierter Mensch wird die militärische Repression des syrischen Staatswesens abstreiten, Herr Kommissar, im Gegenteil, die Verteidiger feiern sie als (leider) notwendige Garantie der Staatssouveränität vor ethnischen und tribalen Konflikten“

    Jule sagt: Genau für dieses Pauschalurteil schuldest du uns immer noch die Belege und Quellenangaben. Und ist es nicht RASSISMUS, einfach davon auszugehen, dass ohne die „harte Hand“ der syrischen Armee die Gesellschaft(!) nicht in der Lage wäre ihre Konflikte friedlich und konstruktiv zu überwinden. Also die Annahme, diese Menschen dort, bräuchten die autoritäre Knute um zusammenleben zu können. Ist diese Annahme nicht ein Ausdruck von Rassismus und Menschenverachtung.

    TG schreibt: „Ja, und auf diese Weise kann auch ein farbiger Südstaatler wenigstens ideell an dem Glanz und der Glorie der traditionell führenden Familien der wasp-Elite teilhaben. Aber diese oder eine doch ähnliche Funktion hat nun wirklich JEDES Militär auf der Welt – nun ja, fast jedes.“

    Jule sagt: Nein, falsch. Das WESEN der sozialistischen Volksarmeen war deren Klassenauftrag. Sie waren Machtinstrument des Arbeiter- und Bauernstaates. In den Volksarmeen dienten die Menschen gemäß ihres revolutionären Klassenauftrages und ihrer Klassenfunktion. Sie waren reine Verteidigungsarmeen. Ihre Pflicht war der Schutz der Lebensinteressen der sozialistischen Völkergemeinschaften. Wehrdienst im Sozialismus war Friedensdienst.

    • Nobilitatis

      Nobilitatis sagt: Was Jule positives über den „Arbeiter- und Bauernstaat“ sagt ist falsch. Jule kann nicht hohle Sprüche aus dem Parteilehrbuch mit der Realität abgleichen.
      Wodurch unterscheiden sich „Lebensinteressen sozialistischer Völkergemeinschaften“ von denen nichtsozialistischer? Haben Offiziere der sozialistischen Volksarmeen den Befehl verweigert bei Angriffsoperationen? Weiß Jule, was ein Bausoldat in der DDR war? Jule hat keine Ahnung.

  • Nobilitatis

    Immer wieder interessant: Landis Blog
    http://www.joshualandis.com/blog/

    Hier zur Intention Obamas bei der Entscheidung, den Rebellen Waffen zu liefern:
    „Mr. Obama expressed no confidence it would change the outcome, but privately expressed hope it might buy time to bring about a negotiated settlement.” (Quelle: NYT)
    Das bedeutet, die gelieferten Waffen sollen gerade NICHT Fakten schaffen, sondern die Rebellen überzeugen, dass Verhandlungen gar keine schlechte Idee sind.

    • Für den Link besten Dank, eine wirklich lesenswerte Quellen-Sammlung. Das Objekt wird von verschiedenen Seiten beleuchtet, viele Facetten, alles leider nicht selbstverständlich .

      Nur der Logik, dass Waffenlieferungen an die Rebellen die Rebellen von Verhandlungen überzeugen sollen, der kann ich nicht so ganz folgen.

      Ok, wenn die Rebellen „von der Platte geputzt“ werden, dann gibt es nichts mehr zu verhandeln, das bleibt aber vorerst Wunschdenken der Assad-Freunde.

      Wenn, dann könnte es die Regierungsseite an den Verhandlungstisch bringen, aber warum die Rebellen? Die werden mit den neuen Waffen versuchen, auf dem Schlachtfeld wieder in die Offensive zu kommen. Das versprechen sie ja vollmundig ihren ausländischen Finanziers.

    • Nobilitatis

      Ich vermute mal, aus Sicht Obamas muss nicht mit den Rebellen verhandelt werden, sondern mit dem NCC. Oder vergleichbaren Marionetten.
      Neue Rebellen kann man jederzeit wieder schicken. Wahrscheinlich sogar folgsamere.

    • Folgsame Rebellen„, das ging bislang immer schief.

      Rebellen sind rebellisch, ansonsten sind es amerikanische Söldner, auch Soldaten genannt ;-).

  • Anonymous
  • Slavik

    Ich lese hier wirklich gerne aber ihr beschäftigt euch ja nur noch mit euch selbst.

    Neue Informationen kommen nur noch vereinzelt.
    Sei es das abarbeiten an Schmitt oder jetzt Tomgard ich hatte in der Vergangenheit hier eigentlich eine Quelle darüber was wirklich in Syrien passiert gesehn aber mittlerweile sind die Kommentare wohl etwas was man getrost ignorieren kann.
    Schade eigentlich.
    Gruß Slavik

    • Was wirklich passiert wirst du nicht aus einem einzelnen Blog erfahren. Besonders die „Aktivisten“, von denen kocht jede Gruppierung ihr eigenes Süppchen.
      Die sind nicht wirklich produktiv. Sie geben sich als karikaturristen aus die sie nicht sind. Nehmen Bilder die eindeutig von den Palästinensern sind, wo die hohen Betongrenzzäune zu sehen sind und die neuen israelischen Siedlungen. Dieses gestohlene Bild, was vorher eine Karikatur ohne Worte war texten sie zu mit „Fuck Assad, Fuck Hizbolah, Allah u Akba, Free Syria 2013. usw.. Jeder der mal was von israelisch-palästinensichen Konflikt gesehen hat findet sowas saubillig. Diese Urheberrechtsverletzer gibts auf facebook – Anti-Bashar-Al-Assad-Pro-FSA-Pro-Syrische-Revolution-2013

    • Anonymous

      Hier gibt es ein Video, aus US-Amerikanischer KRITISCHER SICHT, welches zur Diskussion gestellt werden könnte, scheint aber nicht zu interessieren…..

      http://www.youtube.com/watch?v=NfghQCuMiwk

      Was könnte das heissen ??

      Würde es so sehen, unterteilen in 2 Punkten.

      ERSTENS:
      der Blog, ist von „Trollen gekapert“, welche sich in „theoretischen Selbstgesprächen“ vertiefen, um von der eigentlichen Problematik abzulenken, oder Punkt

      ZWEI,

      wie in dem verlinkten Video-Link, „Seine Aufgabe zu erfüllen“ ??

      Also, Russen, disskutieren hier garantiert nicht, ebensowenig wie Disskutanten, aus den „Freien Ländern“ ???
      Welche Schlussfolgerungen, wären daraus zu ziehen ?? (Siehe Video-Link….)

      Zur Sache Syrien,
      Paul Craig Roberts, beschreibt genau, die Ursachen, seit 200 Jahren….usw….
      http://www.lewrockwell.com/roberts/roberts399.html

      Und die missglückte Inbesitznahme Syriens, die „11 Freunde“ (Negerlein), welche in Doha übriggeblieben sind, von Anfangs 120 Staaten (warum sind die anderen „Freunde“ abgesprungen ?), bezeichnen den Niedergang, der Angelsachsen und ihrer Vasallen !!!

      Besser konnte der Welt, wie durch Paul Craig Roberts dargestellt, in dem Vidoe, die Verlogenheit der Angelsachsen und ihrer Zionistischen Herren, nicht dargestellt werden !

      Da helfen auch die Letzten Versuche, der Angelsachsen in Brasilien nicht mehr…
      http://aangirfan.blogspot.com.au/2013/06/cia-mossad-organises-riots-in-brazil.html

      Das Angloamerikanische Imperium und die Zionisten, werden weder Syrien, noch den Iran, angreifen…

      Hier die Position, eines Russischen Hochseeschleppers, original im Mittelmeer, nachzuverfolgen…
      http://www.marinetraffic.com/ais/de/default.aspx?mmsi=273441150&centerx=34.57403&centery=34.59472&zoom=10&type_color=3

      Tja, wer SEIN XYZ ?

      Das missglückte „Syrienabenteuer“ der gerne NWO, brachte ALLES, aber auch ALLES, seit 100 Jahren, (Andere sagen 200 Jahren), an den Tag ??

      WER, hätte DASS, gedacht ???

      Die Londoner City, „Ohne Kleider“ ???

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Ceterum Censeo oder: Warum ich meinen ganzen Mist schreibe:

    Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die VErteidigung der syrischen Zivilgesellschaft(en) gegen entweder eine Warlordisierung und Zerlegung des Landes, oder die Zurichtung zu einem imperialen Protektorat nur gelingen kann, wenn sich die Verteidiger, an erster Stelle die Armee, an die Spitze einer (republikanischen) Revolution der urbanen, säkularen Stände gegen die Apparate und Strukturen der alten Herrschaft setzen.

    Ich weiß, ich weiß. Das wird schwerlich geschehen, ist im Sinne eines (den Kräften der Herrschaft und des Unterwerfungswillens ergebenen) „Realismus“ eine illusorische, von mir aus „phantasmagorische“ Forderung.
    Aber mir liegt daran, daß die Erkenntnis, daß das Urteil stimmen könnte, wenigstens für einen weiteren Menschen am End zu Buche stehen könnte. Gegen die Demütigung und Entnervung der Niederlage(n).

  • Comrade John

    @ TomGard
    „Der Zustand und die Verfassung der syrischen Zivilgesellschaft“ als Grund, warum Syrien-Solidarität grundsätzlich verkehrt ist u. sogar die „Blutrünstigkeit“ der Solidaristen bezeugt —

    Einige Syrer sehen das ganz anders, auch solche, die sonst wenig Grund hätten mit der nationalen Bourgeoisie an einem Strang zu ziehen:
    Stellungnahme der Syrischen Kommunistischen Partei

    Die Erfahrung der Vergangenheit lehrt, dass der Patriotismus im syrischen Volk tief verwurzelt ist, und dass es sich gegen externe imperialistische Aggressionen einigt. Es wird keine Kompromisse mit den Imperialisten und ihren Agenten geben, und keinen Dialog mit Feinden des Vaterlandes (…)

    Wir bekräftigen, dass unser Volk, ungeachtet schmerzlicher und grosser Verluste, in der grossen nationalen Schlacht fest zusammenhalten wird, nach dem Beispiel des vietnamesischen, des irakischen Volkes und des libanesischen nationalen Widerstands (…)

    Der Sieg gehört den Völkern, die sich sagen, dass es besser ist, aufrecht zu sterben als auf den Knien zu leben! Das syrische Volk ist eines dieser Völker.
    (…)

    Damaskus, 5. Mai 2013

    [Für weitere Quellen: Suchmaschine + „Syrian Communist Party-Bagdash“]

    Aber ja, alles „falsche Genossen“ u. vermutlich auch Profiteure der ständischen Diktatur der SAA – nicht wahr TomMurx?

    Mein Objekt der Solidarität ist der konstituierte syrische Nationalstaat vor dem Hintergrund seiner geschichtl. Entstehung, seiner politischen Frontstellung gegen den Zionismus, des Völkerrechts u. einer stattgefundenen ausländischen Intervention, die mind. auf Regimewechsel aber womöglich auf Auflösung des bestehenden Nationalstaats zielt.

    Das zu verstehen kann nicht schwer sein u. es verständlich zu machen bedurfte zu früheren Zeiten keines extra Aufwands.
    Heute ist das aber so, u. der Grund dafür ist ein Paradigmenwechsel, der auch die Begriffe Völkerrecht u. Nationalstaat umfasst.

    Weshalb heute auch Kommunisten u. Sozialisten das Völkerrecht u. einen jeden Nationalstaat gegen imperiale Angriffe verteidigen ist oben (Link) sowie im vorigen # geschrieben worden:
    – weil der Nationalstaat häufig (so auch in Syrien) als Republik auftritt,
    – weil er stets auf eigenen kulturelle Mustern beruht u.
    – weil das Völkerrecht nominell die Unversehrtheit der Nationalstaaten u. die kulturelle Identität schützt.

    Dem diente auch der Link auf die Rote Fahne.eu, von one world-Marxist TG daraufhin als „antikommunistisch“ verhöhnt.

    • “ …von one world-Marxist TG daraufhin als „antikommunistisch“ verhöhnt“

      Lügner und Fälscher, wie immer.

      Darüber hinaus frage ich mich, wenn der Sprecher der Kommunistischen Partei Syriens vom Patriotismus „seines“ (Zitat!) Volkes derart angetan und überzeugt ist, warum plädiert er nciht dafür, die Usurpatoren in Damaskus einziehen zu lassen, um dieselben maximal unblutig von der Platte zu putzen? Beginnend mit einem fetten Generalstreik? Hat der Sprecher der Kommunistischen Parteil „sein Volk“ so lieb, daß er möglichst vielen seiner Söhne und Töchter Gelegenheit zum Märyrer-Status lassen oder gar verschaffen möchte?

  • Comrade John

    Forts. @ TomGard

    Die Maske, es mit den Syrern eigentlich gut zu meinen, kann er langsam mal ganz abnehmen. Seine Feindschaft gegen Syrien umfasst sie alle, die an der Staatsspitze stehen einschl. Assad u. alle Syrer, die ihr Land verteidigen. Was TG von der neuen Verfassung (für die gerade Assad sich stark gemacht hat) u. von dem Bevölkerungsteil hält, der die von TG andernorts betonten republikanischen Werte hochhält, indem er ja wählen ging u. der Verfassung zustimmte, das steht hier:
    „Die Verteidigung der syrischen Zivilgesellschaft ist folglich identisch mit ihrer Veränderung, das predigt der syrische Präsident seit zwei Jahren, und diese Veränderung ist, wie der falsche „Genosse“ einräumt, nicht damit gegeben, daß eine neue Verfassung geschrieben und von einer Hälfte der Bevölkerung abgenickt wird, die hinsichtlich der Kommandostrukturen im Staatswesen sowieso kaum etwas verändert (Präsidialdiktatur nach frz. Vorbild).“

    Kann es eine grösssere Heuchelei geben als mitten im Krieg, im verzweifelten Abwehrkampf der ausländischen Intervention politische Veränderungen zu verlangen, die in einer solchen Situation naturgemäss kaum machbar sind (schon die Verfassungswahl konnte ja nur unter schwierigen Umständen u. in einigen Landesteilen praktisch gar nicht mehr stattfinden)? Und wenn es schon eine Veränderung gibt dann zu sagen >> Ja, aber das war nur eine viel zu kleine Veränderung?

    Im weiteren nennt TG die SAA Vertreterin eines „Besatzungsregimes“ gegen alle Syrer v.a. in „weiten Teilen der ländlich geprägten Provinzen“; gemeint sind, vor dem Hintergrund des von TG festgestellten „Bürgerkrieg“, die von den FSA-Banden sowie den Kurden gehaltenen Landesteile.

    Klarer kann man Parteilichkeit gegen den syrischen Nationalstaat kaum ausdrücken, der, falls die ausländische Intervention vermittels der bei TG liebevoll zur „Guerilla“ stilisierten FSA-Banden durchschlägt, in der heutigen Form vermutlich der Vergangenheit angehört.

    „Anders, als nach dem (theoretischen) Willen praktisch aller Kommentatoren hier, die sich (…) auf die Absichten der Kommandeure der Prätorianergarden der SAA stützen, soweit sie nicht bloß verbalradikalistisch und blutrünstig vor sich hin in die Welt schwätzen! Dahin (u.a.) zielt meine Front.“

    Jawohl u. zwar als Heckenschütze – von hinten.

    • „Kann es eine grösssere Heuchelei geben als mitten im Krieg, im verzweifelten Abwehrkampf der ausländischen Intervention politische Veränderungen zu verlangen“

      Na, da ist wenigstens mal gesagt, was der rotgewandete Faschist von der bolschewistischen Revolution hält.

    • krass. wusste nicht dass wir eine fast noch grössere ratte als markus schmidt hier hatten… danke dafür towarisch!

      heil der legitimen authorität syriens! sieg und ruhm gebührt der stolzen nationen…

    • Enis

      Ich habe die vorhergehenden Vorträge in letzter Zeit nicht verfolgt oder teilweise überflogen. Ich möchte aber keine Zeit verlieren mit irgendwelcher Theorieblasen!

      TomGard um dich weiterzubilden empfehle ich dir die Ereignisse in Libanon zu verarbeiten. Wenn du was von Syrien verpasst hast, dann kannst du aus den aktuellen Ereignissen sehr identische Muster ziehen.

      Ich habe es selber nicht gelesen, aber solltest du die Syrische Armee als Besatzungsarmee beleidigt haben, dann hast du alle roten Linien jedes stolzen syrischen Arabers vergewaltigt!

      Solltest du die Ratten auch noch Guerilla genannt haben, dann hast du den vollen Fluch unserer Märtyrer und ihrer Hinterbliebenen verdient!

      Ich verlange eine Entschuldigung im Namen des syrichen Volkes. Solltest du das nicht gesagt haben, dann entschuldige ich mich.

      Ich habe es dir schon mal geschrieben. Wir werden alle Theorien und Vorhersagen über Syrien niederschmettern. Egal wie dieser Krieg endet, die Syrische Arabische Armee wird in die Geschichtsbücher eingehen als Vorbild für eine ehrenvolle Verteidigung des Landes. Du erklärst diesen Kampf für aussichtslos. Und ich erkläre dir eben aus diesem aussichtslosen Kampf solltest du eine Lektion erteilt bekommen, dass der syrische Wille gegen jede Aussichtslosigkeit standhalten wird!

      Ich kenne einige aktuelle Berichte, die auf kritische Lage in gewissen Zonen im Norden hinweisen. Aber in diesem dreckigen Krieg sind wir schon zum x-ten auferstanden. Die Syrische Arabische Armee hat auch mit einer neuen Taktik geschafft selbst in den Hochburgen der Ratten Enklaven zu bilden von denen aus sie koordinierte Angriffe starten können.

      Sollten sich die Berichte bestätigen bzw. die ausländischen Zecken die Viren mit weiterem Blut versorgen, dann wird sich die Syrische Arabische Armee aus „taktischen Gründen“ aus einer Stadt im Norden zurückziehen. Dann wird eine Welle des Siegesrausches in den westlichen Medien rüberziehen. Auch TomGard wird seinen theoretischen Sieg feiern. Aber seid versichert, der Kampf wird erst wieder anfangen!

      Die Funkstille aus dem Raum Aleppo ist nur für die Russen gedacht. Jetzt sind sie es an der Reihe. Schaffen sie es eine Konferenz zu erzwingen, dann wird Syrien von weiterer Zerstörung verschont. Sollte es in nächster Zeit zu keinen Ergebnissen kommen, dann kommt die zerstörungsreichste Phase zum Zug…

      Es gibt dann nur noch den Tod oder Sieg.

      Gott beschütze das starke syrische Volk!
      Lang lebe Assad und seine Löwen von der Syrischen Arabischen Armee!

    • die funkstille aus dem raum aleppo ist für russen gedacht? wie bitte was für einen sinn ergibt dieser satz?

      in der russisch-sprachigen agentur ANNA News lese ich genug über aleppo. ich weiss dass am 23ten in allen rattengebieten kämpfe ausgebrochen sind. und davor wurden sie alle bombardiert, mit varrierender stärke. also bitte erklär mir das…

      und erklär mir ob du selbst syrer bist.

    • Enis,
      weder Du noch ich haben uns beieinander zu „entschuldigen“. Ich schrieb sinngemäß, daß die syrische Armee, wollte sie den Krieg militärisch entscheiden, sich in etlichen Provinzen als Besatzungsarmee aufstellen und agieren müßte, und daß Assad das nicht will (das sagte er im Inverview gegenüber Al Manar) und sie das auch gar nicht leisten könnte, wie die militärischen Vorgänge im Zentrum des Landes (und jetzt ergänze ich: in Al Ghouta) beweisen.

      Die Angreifer nenne ich in der Tat Guerilla, aber verwende das Wort als die technische (militärtaktische) Bezeichnung, die es bleibt, auch wenn es Leute gibt, die eine Ehrenbezeichnung daraus machen wollen. Auch dabei beziehe ich mich auf Assad, der im genannten Interview erkennen läßt, daß er die Guerilla als solche ansieht und strategisch behandeln will, nicht ausschließlich als importiertes Bandenwesen, wie Du, Iskander und z.T. Kaumi es hier zumindest propagandistisch tun.

      Wenn Du Dich entschuldigen magst, dann entschuldige Dich bei Deinen Landsleuten für die Anmaßung und Brutalität, in ihrem Namen und von einem sicheren Platz hinter den Linien der Kämpfenden von ihnen zig-Tausende Blutopfer und unabsehbares Leid für eine „geschichtliche Lektion“ einzufordern. Wenn Du Dich in Deinem nationalen Wahn bewegen willst, so tu es und werbe dafür. Doch die Flut von Drohungen und Flüchen, die Du ausstößt, hinter einem Wall aus Opferfleisch hervor, ist so albern, häßlich und gemein, wie das komplementäre Geblök der politischen und publizistischen Hammel auf der anderen Seite der Front.

    • PS.
      Im Übrigen gilt für Enis, was ich zur Deklaration der syrischen KP schrieb:

      … wenn der Sprecher vom Patriotismus „seines“ (Zitat!) Volkes derart angetan und überzeugt ist, warum plädiert er nciht dafür, die Usurpatoren in Damaskus einziehen zu lassen, um dieselben maximal unblutig von der Platte zu putzen? Beginnend mit einem fetten Generalstreik? …

      Der Widerstand gegen die Usurpation könnte kaum fehl gehen, hätte er doch die Kräfte und Kenntnisse der Mukhabarat zur Seite.

      Oder etwa nicht?

      Könnte es etwas sein, daß das „syrische Volk“, genommen als die ausgebeuteten und auszublutenden Stände weniger die Usurpatoren aus dme Ausland zu fürchten haben, als den Teil der syrischen Eliten (einschließlich großer Teile der bewaffneten Kräfte, die ihr ergeben sind), der mit fliegenden oder auch hängenden Fahnen überlaufen und ihre Pfründe den neuen Herren andienen würden?

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    • Enis

      @sown
      Mit Funkstille habe ich natürlich nicht gemeint, dass die SAA Daumen dreht und Dabka tanzt!
      Klar werden Operationen weiterhin durchgeführt. Doch ein Sturm auf Aleppo wurde tatsächlich abgeschwächt. Man wollte die Russen diplomatisch nicht in Schwierigkeiten zwingen. Denn sie sind jetzt am diplomatischen Zug die Schweine auf die Bank zu zwingen! Sollte das nicht klappen, wird die SAA wieder Tatsachen auf dem Boden schaffen! Dann werden sie sicherlich auf die Bank kommen müssen.. Nur…auf die Schlachtbank!

      Ob ich Syrer bin? Ethnisch, sprachlich, kulturell, historisch und politisch hundertprozentig ohne kleinste Zweifel und mit tiefer patriotischer Gesinnung, die anscheinend bis auf den Urgrossvater zurückgeht!
      Mein einziger Schönheitsfleck ist, dass ich keinen Syrischen Pass besitze. Warum? Historisch ist das wiederum den gleichen Aggressoren zu verdanken wie heute. Sie haben die Grenzen willkürlich gezogen. Familien wurden damit einfach auseinander getrennt. Die Liwa Iskenderun(heutiges Antakya/Hatay) wurde einfach an die Türkei serviert.. Andere hatten das Glück, das sie in den Grenzen des heutigen Syriens wohnten (vor allem Küstenstreifen). Familien wurden somit auseinandergerissen. Familien haben weiterhin Kontakt (jetzt eher Fernkontakt). Die Vorfahren Assads stammen ursprünglich auch aus dieser Gegend. Viele im Militär, sowie in der Baathpartei stammen zudem ursprünglich aus dieser Gegend. Das gleiche Schicksal teilen mit uns die von den Zionisten besetzten Bewohner Golans. Sie sind waschechte Syrer besitzen aber keinen Syrischen Pass.

      Woher ich meine Informationen grösstenteils herhabe?

      – Fernkontakt zu Bekannten in Latakia (mit lokaler politischer Vertretung)
      – Informationen durch Verbindungskanäle zu einem ehemaligen Republikanischen Gardisten
      – Informationen via mein Cousin welcher Mitte 90er Jahren in Damaskus studierte und gute Kontakte zur Studentenunion hat
      – Informationen via Religionsgelehrte
      – Informationen durch lebensmüde Abenteurer
      – Informationen durch Schmuggler
      – Informationen durch Taxifahrer
      – Informationen durch Mitglied von Roten Kreuz
      – Mainstream Europa
      – SANA
      – RIA Novosti
      – Youtubkanäle der Ratten
      – PKK-nahe Kurden
      – Türkische Informationsquellen
      – Türkische Politiker mit Draht nach Syrien
      – al-Akhbar Libanon
      usw.

      Nochmals zum Schluss, ich versuche in meinen Beiträgen stets all diese Informationseinflüsse zu reflektieren. Denn wenn man was schreibt muss man eine Ahnung haben von der Basis welche man vertritt…Meine persönliche Meinung über das syrische Problem ist so radikal, dass ich diese hier vorenthalten möchte..

      Reicht das?

    • Markus

      Enis
      „Meine persönliche Meinung über das syrische Problem ist so radikal, dass ich diese hier vorenthalten möchte..“
      Ich weis nicht ob sie das sind, was sie vorgeben zu sein.
      Vielleicht denken sie ja, das man das ganze Regime stürzen muss. Ich weis es nicht, denke aber, das man früher oder später schon eingreifen muss, wenn sich jetzt nicht bald eine friedliche Konfliktlösung in Genf findet und sich beide Konfliktparteien an den Verhandlungstisch setzen.
      Ich finde es wirklich ein Verbrechen Assads und seines Staates, das er dies zugelassen hat und nicht rechtzeitig die nötigen Konsequenzen zog, auch traue ich dem säkularen nicht, was er vorgibt für Syrien zu wollen. Die Opposition gerade die Terroristische ist natürlich auch keine Lösung, die womöglich erstrecht einen islamistischen Gottesstaat errichten will, da bleibt dann nur noch die moderate Opposition, die in der Regel wohl nicht zur Waffe gegriffen hat.
      Ich finde das nur eine politische Lösung das syrische Problem löst, diese muss dann aber auch Assad der sich die Hände blutig gemacht hat aus der Politik drängen, selbst wenn das was er sagt oft gut und richtig sein mag, sprechen nun einmal die Taten eine andere Sprache.

    • shokran, habibi.

      ich bin allerdings nicht 100% einverstanden damit dass der ansturm abgeschwächt wurde damit die russen keine diplomatischen schwierigkeiten kriegen. qusayr wurde auch in 2 etappen gestürmt – man musst zunächst die belagerung wirklich 100% (ok sagen wir 95%) haben, dann gings ganz schnell, in einem moment hatte man 75% der stadt. dann wartete man ne woche, und mit einem schlag hatte man den rest nach dabaa verbannt wo man sie komplett plattgemacht hat. verluste unter armee und hizbollah waren minimal – die terroristenkräfte allerdings haben mind 5000 tote, desertierte und verwundete gefangene erlitten.
      allerdings dauerte das ganze ca. 1 monat!

      ich denke in aleppo findet das gleiche statt, nur dass es ein größeres und schwierigeres territorium ist… man wird die riesigen rattenmassen erstmal einschliessen, aushungern, zum desertieren aufrufen.
      und wenn alles fertig ist wird man die gleichen blitzattacken mit tödlichster präzision durchführen!

      soweit meine voraussagung, soweit ich die nachrichten richtig analysiere. bin gespannt ob sie eintrifft.

    • PS: ich habe ebenfalls radikale politische vorstellungen über syrien, und man muss sie wirklich nicht preisgeben. meine position ist ganz klar, denn ich mache keinen hehl daraus was für mich am wichtigsten ist: das überleben der gesamtrussischen zivilisation. du kannst dir vorstellen wie ich die syrische führung SOWIE die terroristischen kräfte aus dieser sicht nur betrachten kann *zwinker zwinker*

      Al GOLAN IS SYRIA

  • ISKANDER

    @Comrade John:
    Danke für diese treffende Analysierung von TomGards Geschreibe. Du fasst in Worte, was sicher nicht nur ich hier seit geraumer Zeit vermutete.
    Du wirst bemerkt haben, das bei Anwesenheit unseres TG die Beitragsdichte derjenigen, die sich an das Thema halten und selbst am meisten in die Realität involviert sind – abnimmt.
    Das kann nicht im Sinne des jeweiligen Leitartikels sind sondern führt mitunter und meist recht schnell völlig ab vom Wege.
    Fast scheint es, als ob es den Blog lähmt.
    TG seine ellenlangen und verschraubten Ergüsse lese ich in der Regel nicht mehr, ist wie bei Markus S.
    Ich würde mich freuen – und möglicherweise viele anonyme Leser unisono – wenn wieder mehr „Luft“ gelassen wird um präzisen Berichten aus Syrien Platz einzuräumen.
    Halte es für wichtig, weil dieses Portal hier für eine Menge Leute eines der wenigen Informationsportale von Bedeutung sind. Das sollten wir pflegen und füttern.

    • ich beobachte seit einiger zeit die gereizten antworten auf TGs beiträge. seine beiträge selbst lese ich nicht da sie ausserordentlich langatmig sind und mir das problem sich nicht sofort erschliesst.

      könntest du mir bitte kurz das problem mit ihm nennen?

    • Markus

      Ich frage mir auch wo das Problem mit Tom liegt?

      Leider weis ich auch nicht wen man hier trauen kann, wird wohl das Ergebnis sein wenn sich die Verschiedensten Geheimdienste ob nun Syrische oder nicht selbst kontrollieren und auf die Füße steigen. Ich hoffe mal ihr habt eine andere Vorstellung von Freiheit, als das was man anscheindend mit diesen Blog servieren will.

    • Comrade John

      @ ISKANDER
      Sind uns einig.

  • habkind

    vollkommen richtig, daher auch meine Frage:
    gibt es inzwischen Informationen über die Rückkehrer
    in Quseir? Das letzte was ich im Fernsehen gesehen habe (Al-Alam news) waren die Aufräumarbeiten in der Stadt, die Installation der defekten Elektrizität. Sind inzwischen viele Bewohner zurück? oder trauen sie dem Frieden nicht?
    Wer weiss Neueres?

  • „Neues“?
    Scheint es nicht zu geben, urteilt man nach dem Kurs eines Flagschiffes in der Flotte der US-Propaganda, dem gestrigen Artikel Bill Kellers unter dem Titel „Inching Into Syria“.

    Er beginnt mit der üblichen Phrase, das „mörderische Regime“ „schlachte sein Volk“ und sei inzwischen für 100.000 Opfer verantwortlich, bekanntlich die Zahl der Gesamtverluste de Krieges nach Zählweise der Dönerbude Camerons.

    Nicht ganz so üblich ist die Form, die Keller wählt, um die „Dramatik“ der Lage zu bebildern.
    Dazu läßt er zwei angebliche „Kommandeure“ der Rebellen sprechen, von denen der eine sagen soll, er erwarte für „die Zeit nach Assad“ in Syrien ein „Somalia + Afghanistan“ und dies sei eine „Gabe mittels Unterlassung“ der USA an die Syrer. Der andere darf sagen, daß es drei Kriege geben werde, einen „gegen Assad“, anschließend den Vernichtungs- und Vertreibungskrieg der Sunnis gegen die Alaviten und dann endlich den Religionskrieg zwischen den Fraktionen der Anwärter auf die Bestimmungsmacht im Islamischen Staat / Emirat Syrien.

    Auf diese Art versichert Keller den Parteigängern Killarys und McCains, sie hätten damals richtig gelegen, nur um ihnen hinzureiben, sie lägen heute falsch und Obama handele klug und weise, „Amerika“, so weit das ohne Einbußen gehe, aus solcher mittelalterlicher Schlächterei heraus zu halten.

    Um bei dem „Schluß“ zu landen, das gehe ohne Einbußen genau auf folgende Weise:

    „Our aim should be to make life so miserable for Assad and his friends that he agrees, or his sponsors agree, that it is time to stop the killing, send Assad and his circle into exile, and move from blood bath to diplomacy.

    Ja, längst ist es soweit, daß selbst eine Edelfeder wie Keller Assad in einem Satz verdoppeln kann, in das zu beseitigende Ziel und das Mittel der Beseitigung, ohne zum Demenzdoktor geschickt zu werden.
    Aber vor allem:
    Im Handstreich hat Keller all die 100.000 Opfer, die er soeben dem „Regime“ anlastete, für die USA beansprucht, sie stellen die Basis künftiger Opfer amerikanischer Maßnahmen dar, die es zu vermehren und, wenn nötig, zu vervielfachen gelte, um den gerechten Krieg zu gewinnen. So ist nicht nur Assad verdoppelt, alle Kriegsopfer sind es, sie treten einmal als Opfer eines ungerechten, das andere Mal als Preis eines gerechten Krieges auf.

    Klingelt da vielleicht bei jemandem was? Erschrickt er vielleicht gar vor dem grinsenden Spiegelbild?

    Kaum zu hoffen.

    Bleibt die knappe Botschaft übrig: Obama hat sich nach Bill Kellers Lesart entschieden, auch den Vernichtungskrieg gegen die Alaviten als amerikanischen Krieg zu führen und den Krieg der moslemischen Fraktionen (i.e. zwischen Moslembrüdern und Takfiris) in die ME-Strategie einzubauen, wenn er diesen Verlauf auch für die ungünstigste Variante ihrer Durchsetzung halte. Für einen günstigeren Verlauf zu sorgen, sei jetzt Aufgabe – der Gegner der USA auf dem Feld. Beginnend mit dem Ziel selbst über die Gegner auf dem internationalen Parkett (in erster Linie Russland) bis hin zu den Verbündeten mit eigener Agenda, die eigene Süppchen auf dem Feuer des Krieges kochen und es dabei an Gehorsam mangeln ließen; SA, Qatar und Türkei, aber auch Frankreich und das UK, soweit sie sich mit den Gegnern Obamas auf eigenem Boden verbündeten.

    Nichts Neues, gelle?

  • Franz

    Nachrichten der Christen

    Syrien: Mönch bei Angriff auf Kloster getötet
    „Leider ist dieses Dorf im Norden Syriens, in der Nähe der türkischen Grenze, gemeinsam mit anderen christlichen Siedlungen mittlerweile total zerstört und auch fast vollständig verlassen. Nur die Rebellen mit ihren Familien sind noch dort geblieben, Rebellen – und das muss gesagt werden – aus dem Ausland kommen und besonders extremistisches Verhalten an den Tag legen, zumindest diese Gruppe. Das Einzige, was wir sagen können (außer ein Gebet für Pater François und alle Opfer zu sprechen) ist, dass dieser Wahnsinn hoffentlich bald ein Ende findet und dass hoffentlich keine Waffen nach Syrien eingeführt werden, denn das hieße nur, diesen absurden Bürgerkrieg zu verlängern.“

    http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/24/syrien:_m%C3%B6nch_bei_angriff_auf_kloster_get%C3%B6tet/ted-704375

    Franziskaner warnt vor Unterstützung von Rebellen
    „Jeder soll wissen, dass der Westen durch die Unterstützung der extremistischen Revolutionäre religiöse Extremisten unterstützt und damit hilft, Christen zu töten“, sagte der im libanesischen Harissa ansässige Franziskaner der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Durch einen solchen Schritt werden in ein paar Jahren keine Christen mehr in dieser Region bleiben.“
    http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/55527.html

  • Franz

    Schweinespiegel berichtet grade…

    Emir von Katar übergibt seine Macht

    Der aufstrebende Golfstaat Katar hat einen neuen Herrscher: Der Emir gibt die Macht freiwillig an seinen 33-jährigen Sohn Scheich Tamim ab – ein seltener Vorgang in der arabischen Welt.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/emir-von-katar-dankt-ab-a-907600.html

    Wird das Auswirkungen auf Katars Engagement in Syrien haben?

    LG Franz

    • „British Foreign Secretary William Hague thanked Sheikh Hamad for friendship and support, and tweeted that Tuesday symbolised an „Historic day for Qatar as the new generation takes over.““ (Al Jazeera)

      In Katar ist es für die Briten also ein Grund zum Feiern, wenn ein Feudalherrscher seinem Sohn die Macht übergibt. Ok, was ist jetzt nochmals das Problem in Syrien?
      Viel Arbeit für die Propaganda, damit solche Doppelstandards niemandem auffallen!

  • ISKANDER

    @franz
    die Machtübergabe des Fettsackes von Katar hatte ich bereits vor 2 oder 3 Wochen hier angedeutet. (er hat sich von Grichenland eine Insel gekauft als Alterssitz, ich hoffe die Syrer spüren ihn dort mal auf)
    Der Neue, sein Sohnemann, dürfte noch eine größere Schleimspur gen Washington ziehen ist zu befürchten. Diese Vermutung teilte Apxwn sinngemäß auch schon vor einiger Zeit hier.
    Dennoch glaube ich, dass Katar seine Möglichkeiten in puncto Syrien ausgereizt hat. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan aber kein Ergebnis eingefahren.

  • Anonymous

    Mal ne halbwegs gute Nachricht für Syrien, wenn diese stimmen sollte:

    http://syrieninfo.blogspot.de/2013/06/mehr-als-100-terroristen-wurden-in-die.html

  • Anonymous

    Na ja, weitgehende Funkstille auf beiden Seiten heisst wohl, sie sind schwer beschäftigt und wissen noch nicht, was auf sie wartet. Kein gutes Zeichen für das souveräne Syrien, ein Durchmarsch wird das in Aleppo wohl nicht, sondern noch viel Blut und Tränen kosten. Die Aggressoren haben aber kaum noch Möglichkeiten. In die Steinzeit zurückbomben geht wegen den Russen nicht, und die geplatzte Pseudolegitimierung fängt an richtig zu kosten.

    • der gegenteil ist eher der fall. die nachrichten aus aleppo die überhaupt noch durchdringen deuten auf eine völlige einkesselung hin, wie bei der 6. armee.

  • Anonymous

    Hm, Einkesselung bindet Kräfte, und gleichzeitig müssen dringend eigene Nachschubwege gesichert (M5 in der Region Homs) und die der irregulären Agressorenarmee gedrosselt werden. Sonst kann es von hinten böse Überraschungen geben.

    • süd aleppo gouvernorate wurde schon vor langem gesäubert (nachhaltig) und beim norden gibts zumindest kleinere fortschritte, und erinner dich an den durchbruch nach mannegh basis (auch wenn nur temporär so zeigt es doch dass die ratten diese basis kaum komplett einschliessen vermögen).

      LETZTE NACHRICHT: die ratten haben einen verzweifelten versuch gestartet al-jadeed nachbarschaft und angrenzende bezirke im westen zu erobern, wurden aber blutig zurückgeschlagen und halten nur ein paar häusle in der nachbarschaft. das kann man nur als verzweiflungsakt sehen, dass sie nach westen (von „loyalisten“ kontrolliert“) durchzubrechen versuchten.

    • Comrade John

      Es ist gut „einen Plan“ zu haben (also von dem Raum, um den es da geht), um dann Nachrichten örtlich einordnen zu können.
      Zur Übersicht nehme ich die Seite Battle of Aleppo, wird überwiegend von FSA-Fans gepflegt u. ist deshalb mit Vorsicht zu geniessen.

      Auf dieser Ergänzungsseite: File talk: Battle of Aleppo unterhalten sie sich über aktuelle Nachrichten (Reuters, AlJazeera, FSA-Rattenkanäle bei facebook, youtube), und ob u. wie man damit die Karte aktualisiert.

      Wichtig zur groben Orientierung, weil es das ganze Umland der Stadt Aleppo betrifft, sehe ich mir jeweils die Landkarte an:
      Aleppo (google maps)

      Von demselben Nutzerkreis (Wikipedia-Nutzer „Battle of…“) stammt auch diese Gesamtübersicht zur angeblichen/tatsächlichen Lage in Syrien:
      Template:Syrian civil war detailed map
      (Andere Orte ausser Aleppo werden aber selten oder nicht mehr aktualisiert, deshalb also nur bedingt brauchbar, vielleicht zur allgem. Orientierung, welcher Ort in Syrien wo liegt usw.)

      SyrianPerspective ist eine brauchbare Quelle, dazu empfehle ich regelmässig auf den Blog von urs1798 zu gehen u.
      dort in den Kommentaren (besonders die von Barbara) nachzusehen. Die neuesten Kommentare stehen meistens im neuesten Strang. Aktuelle Neuigkeiten auch aus Aleppo in diesem Strang:
      https://urs1798.wordpress.com/2013/06/22/jobar-ein-fsa-scharia-gericht-mit-todesurteilen-damaskus-syria-syrien/

      Nach meiner Einschätzung baut die SAA in Aleppo langsam Druck auf; die rote/olivfarbene „Nase“ (vgl. ersten Link) schiebt sich in allgemein östlicher Richtung vor, mind. auch in den Vierteln Sha’ar u. Saif al-Dawla (Nachbarschaft Salaheddine) wird gekämpft, und Kafr Hamra (Nordwest-Aleppo) ist möglicherweise auch schon gut gesäubert. Jüngst soll die SAA in Ashrafijeh vorgerückt sein.
      In Gegend Mansoura u. Rashidin sollen die FSA-Banden vor einigen Tagen eine Gegenoffensive begonnen haben, aber nichts deutet wirklich darauf, dass sie weit gekommen sind.

      Die Meinung von @ Sown on the Path, dass um Aleppo (einschl. die von den Banden kontrollierten Ostteile Aleppos) ein grosser Kessel entsteht, kann man teilen. Es sieht so aus, als wenn die SAA z.Z. das Umland von Aleppo weiträumig säubert (nördlich u. südöstl. von Aleppo), um die östlichen Stadtteile am Schluss zu bereinigen. Die Lage in den anderen Richtungen, besonders entlang der „214“ nach Azaz (Grenze) u. entlang der „M 5“ (die wichtigen Versorgungsstrassen) ist mir am meisten unklar.

  • Die Gas- & Ölvorräte in der Levante sind weitgehend bekannt. Mit ihrer Erschließung werden einige Staaten, allen voran Griechenland, Zypern, Türkei, Israel und Libanon die Basis für fette Deals vorfinden. Ganz abgesehen von den damit im Zusammenhang stehenden offenen Fragen der nationalen Nutzungsrechte, habe ich kürzlich (Quelle jetzt nicht zur Hand) gelesen, dass es auch Erkenntnisse über exorbitante Lagerstätten im syrischen Bereich geben soll, deren Umfang die der von Israel beanspruchten Vorkommen ums 10-fache übersteigen könnte.
    Hat jemand dazu nähere Kenntnisse?

    • Mein nicht aktualisierter Kenntnisstand (Eine Aktualisierung ist unter Kriegsbedingungen kaum aussichtsreich) vom Frühjahr letzten Jahres:

      Es gibt ein nur zum Teil öffenlich zugängliches Gutachten der amerikanischen geologischen Gesellschaft, dem zufolge Gaslagerstätten zwischen der türkischen, syrischen und zypriotischen Küste gewiß sind, allerdings nicht ihr Volumen. Es gab seither Explorationen unter türkischer Schirmherrschaft, deren Ergebnisse gewiß in die Vorverträge eingeflossen sind, die russische und türkische Firmen im Herbst letzten Jahres mit dem Ziel abschlossen, ein technisches und logistisches Grundgerüst für künftige Explorationen und Verwertungen auch aus diesem Gebiet zu schaffen.

      Jenes amerikanische Gutachten legte nahe, daß sich die lukrativsten Lagerstätten dieses Küstenabschnittes an Land befinden könnten, nämlich zwischen den Schichten der Auffaltung, dessen höchster Teil als „Alavitengebirge“ geführt wird. Über die Wahrhaftigkeit solcher Aussagen kann ich nichts sagen.

      Konsens scheint zu sein, daß die Explorationen im Raum der bisherigen Fördergebiete Syriens im Osten und des westlichen, „sunnitischen“ Teil des Iraks nur einen Teil der lohnenden Lagerstätten anzapften, ähnlich wie das im Westen Libyens der Fall war bzw. ist (dort konkurrierten vor der Ermordung Gaddafis vor allem BP und Wintershall um erweiterte Explorations- und Förderrechte.)

    • Franz

      @Walter

      Hier mal bissel german stuff zu dem Thema

      Unter Berufung auf die vorigen Bohrungs-Daten und geologischen Untersuchungen in der Region schloss das USGSurvey, dass “das Öl und Gas-Becken der Levante schätzungsweise 1,680 Milliarden Barrel Öl und 3 450 Milliarden Kubikmeter Gas beinhalte“. Darüber hinaus werden, Schätzungen zufolge, „die unentdeckten Öl- und Gas Ressourcen in der Provinz des Nil-Beckens (begrenzt durch den Kegel des Nils im Westen, durch Strabo, im Norden, durch die Pytheas- und Zypern Spalten im Osten und südlich des Levante-Beckens) auf etwa 1,760 Milliarden Barrel Öl und 6 850 Milliarden Kubikmeter Erdgas geschätzt“

      http://www.politaia.org/israel/gas-rush-im-mittelmeer-teil-1-von-william-engdahl/

      http://www.neopresse.com/politik/bedeutende-ol-und-gasfunde-lassen-die-spannungen-in-der-agais-anwachsen/

      http://www.jungewelt.de/2013/05-18/026.php

      http://jghd.twoday.net/stories/erdgas-vor-der-levante-neuer-kriegsgrund/

      LG

  • Markus

    Schutzzonen?

    http://www.tagesspiegel.de/politik/buergerkrieg-in-syrien-welthungerhilfe-fordert-schutzzonen/8402428.html

    „Die Präsidentin der Welthungerhilfe ruft deshalb dazu auf, Schutzzonen für die syrische Zivilbevölkerung zu errichten. Zugleich warnte Dieckmann vor Waffenlieferungen an die Konfliktparteien.“
    Ich denke das selbst Schutzzonen und ein entsprechender Waffengang eine politische Lösung erschweren. Waffenlieferungen sind gerade auch an die Opposition sehr gefährlich und die Verantwortlichen tragen eine Mitschuld wenn diese dadurch erst recht nicht an den Verhandlungstisch gehen und keine friedliche Lösung des Konfliktes gefunden wird.
    Ich bin auch dagegen, das man die Opposition vernichtet, aber wenn der Westen oder einige Staaten Waffen liefern müssen diese auch sicherstellen, das eine Verhandlungslösung gefunden wird, da ein Waffengleichgewicht nur den Krieg verlängert und womöglich das Leid der Zivilbevölkerung verstärkt.

  • Markus

    der Iran schickt 4000 Elitesoldaten

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/iran/3341840/iran-schickt-4-000-elitesoldaten-nach-syrien.story

    Ich verstehe das nicht. Nicht jetzt auch der Iran noch! So wird es immer schlimmer.
    Das Problem in Syrien ist, das die Einmischung von Außen sehr groß ist.
    Assad hat sich Verbrechen schuldig gemacht, wenn nun der Iran diesen noch mit Elitesoldaten an der Macht hält, wird alles schlimmer.
    Das man die moderate Opposition bewaffnet finde ich von dem Gesichtspunkt, das man offenkundig auf einer Vernichtung der Opposition aus ist als gerechtfertigt, aber womöglich muss man auch dann richtig eingreifen.
    Ich denke das einzig Verhandlungen und Kompromisse den Konflikt noch lösen können. Wenn man sich jetzt weiter einmischt und dies gefährdet wie es die Hisbola oder der Iran nun tun, gefährdet man zusätzlich Verhandlungen und rechtfertigt eine Bewaffnung der moderaten Rebellen. Ich weis nicht wie das in Syrien ausgeht, aber damit scheint Russland kein Problem zu haben, das immer mehr Ausländische Kämpfer dort mitmischen, aber wenn der Westen morderaten Kräften Waffen liefern will schreit man laut auf. Russland sollt mit dem Iran reden.

    • Anonymous

      Zweiter Absatz: Unterstellung – keine Grundlagen nachweisbar

      Mit Leuten vor Ort reden, dann Kommentare absondern.

      Danke

    • Markus

      Gut, ich kenne die Situation und Meinungen leider nicht, sorry wenn ich das Missverstanden habe.

  • ISKANDER

    All das, was ich hier bisher veröffentlichte ist später auch von anderen Informationsquellen bestätigt worden.
    Ob es nun die Spendenaktion, die Aktion S 300 in Syrien, die russische Flottenmechanik, der Kannibalismus der FSA/AL Quaida war oder die Abdankung des Fettsackes von Katar gewesen ist.
    Dies alles ist wichtig und ein Beitrag zur Klarheit gegen die Dampfplauderei der Westpresse und ihrer Famulusse gewesen.
    Mit einigermaßen Amüsement lese ich zunehmend die Ratlosigkeit einiger Vielschreiber über „fremde Mächte“ die hier im Blog „steuern“, „Profis“, „Geheimdienste Assads“ und anderen Quark.
    Wenn alle nebligen Theorien breitgetreten sind und Ratlosigkeit um sich greift weil nichts von alledem eingetreten ist, wenn unser Qoutenheini MS erfolglos an seiner Drehorgel dreht, wenn der gottgleiche TG zu Beschimpfungen der anderen ausholt – dann ist`s ein Zeichen dafür, das klare Informationen wie sie mehrere geschmähte Mitschreiber immer wieder bringen, ins Schwarze getroffen haben.
    Ich wette, die große Mehrheit der anonym bleibenden Leser interessiert die langen theoretischen „Was wäre wenn warum Punkt Hintergrund“ Beiträge wenig, sie wollen Informationen, knackige Beiträge, aber eben keine persönlich werdenden Auseinandersetzungen oder Ausbreitungen persönlichen Versagens von Selbstdarstellern.
    Ich verstehe auch gar nicht, wie es sein kann, das Leute, die keinerlei persönlichen Hintergrund zu Syrien haben, hier mit vollstem Munde über Menschen und Mitschreiber urteilen die realen Bezug zum Leid in Syrien haben. Hauptsache schreiben….ist oft mein Eindruck.
    Ich bin ein Freund der konstruktiven Gedanken. Deshalb die Frage: Was können wir alle konstruktives GEGEN das Leid in Syrien tun?
    Das ist doch wichtiger als destruktiv alles zu zerreden.
    Ideen gefragt!!

    • Franz

      Genau das, was wir hier tun. Wegen meiner auch intensiver.

      Insbesondere solltet Ihr euch in den Forensumpf der Mainstreammedien bemerkbar machen. Insbesondere Leitmedien wie SPON und TS. Dort sollten wir Tacheles reden. Nicht auf die plumpe, gerne auch auf die versteckte Art und Weise um nicht zensiert zu werden. Ich schreibe dort viel und stelle fest dass es sehr hilfreich ist, nicht alleine gegen Trolls zu debattieren. Heute herst wurde so eine Nato Sockenpuppe entlarvt.

      Auch kann man davon ausgehen, dass die Verlagshäuser die Kommentare statistisch auswerten und diese Daten weiter verscherbeln, auch an regierungsnahe Institutionen. Es ist im Grunde genommen eine gigantische Meinungsumfrage, die den Oberen zeigt, wie der Pöbel denkt.

      Davon mal abgesehen hat es auch aufklärenden Charakter. Durch irgendeine Verlinkung im SPON Forum bin ich vor 2 Jahren auf diese Blogs hier gestossen. Das Leben ist seit dem nicht wirklich einfacher – das ist der Nachteil an der ganzen Sache. Shit happens :)

      LG Franz

      PS: Hab auch schon über ein geschlossenes Forum nachgedacht.

    • Comrade John

      @ ISKANDER
      So ganz spontan fällt mir nur dieser Aufruf ein. Das ist zwar nicht karikativ u. hilft nicht praktisch. Es setzt halt nur ein Ausrufezeichen.

      Der Aufruf ist noch gültig. Ich habe mit meinem vollen Namen unterschrieben. Sage u. schreibe 1170 andere Personen haben es ausserdem getan. Was auch einiges über die Trauerzustände in der BRD aussagt…
      Offener Brief: “Sagen Sie ‘NEIN’ zur Kriegsbeteiligung gegen Syrien!”

      Ansonsten finden in Frankfurt a.M. gelegentlich bundesweite Pro Syrien-Demos statt, bei der letzten sollen 3.500 gewesen sein (da war ich aber nicht). Ich kann das ja mal im Auge behalten u. hier rechtzeitig informieren, wann wieder eine Demo stattfindet, vielleicht ist das zum 1. September.

  • ich habe heute mit Freunden gesprochen, die Verwandte in Syrien haben:
    Eine Freundin hat ihre Geschwister im Südwesten Aleppo in einem christlichen Viertel wohnen. Sie hat regelmäßig Kontakt mit ihnen. Es soll ihnen gut gehen, hin und wieder hören sie die Kampfgeräuche, aber sonst ist es ruhig. Die Preise sind explodiert, und vieles gibt es nicht.
    Aber es geht ihnen den Umständen gut.
    Die Verwandtschaft eines Freudes ist im Osten der Türkei, jetzt komplett von den Kurden eingenommen. Es ist ruhig da, keine kriegerichen Auseinandersetzungen. Vor einiger Zeit haben seine Brüder die Ernte eingebracht und verkauft, auf dem Rückweg wurden sie überfallen und beraubt, aber sie leben.
    Die Menschen wünschen sich nicht mehr, als dass diese Söldner wieder abziehen und sie ihr Leben wieder leben können. Eine Freundin meinte, auch wenn die Regierung eine Diktatur ist, so haben wir doch in Ruhe gelebt ohne dieses sektirerische. Diesen religiösen Hass hatten wir doch nie in Syrien und jeder konnte doch so Leben wie er wollte.

    Na, ich hoffe, sie alle können wieder so leben, wie sie früher gelebt haben, vielleicht sogar noch besser.

    • nicht solange israel existiert und golan besetzt ist, fürchte ich. das kann ich dir zumindest versprechen…

      und die söldner werden nicht von alleine abziehen, denn sie können nichts anders, das ist ihr metier. von daher: schickt sie alle in die hölle, sonst bleiben sie weiterhin und besuddeln euer heiliges land.

  • Markus

    http://www.taz.de/Syrien-Konferenz-in-Genf/!118758/

    Das zustande kommen der Konferenz ist im Juli fraglich. Anscheinend gibt es noch keine Einigung darüber ob der Iran teilnehmen soll. Ich frage mich was die USA dort für ein Problem mit dem Iran hat, es ist ja schließlich nur eine Konferenz wo es doch Sinn macht wenn alle Konfliktparteien teilnehmen… Wenn es an der Nichtteilnahme eines Staates scheitert, das es in Syrien frieden gibt, wäre das schon ein starkes Stück und ein Ausschluss eines Landes führt womöglich auch dazu, das dies gegen eine friedliche Konfliktlösung arbeitet. Schade eigentlich das man meist nicht auf die Gründe eingeht.
    Im Grunde aber scheitern die Verhandlungen an der Opposition , die trotz westlicher Waffenhilfe durch interne Streitereien sich bisher nicht auf Verhandlungen einlässt. Ein Rücktritt kann zudem erst am Ende von Verhandlungen stehen und darf und kann nun einmal nicht zu einer Vorbedingung gemacht werden.
    Wenn die Oppositionsgruppen Verhandlungsführer auswählen würde und diese sich professionell beraten lassen würden, wäre vielleicht allen geholfen.
    Die Opposition sollte das beste aus Verhandlungen machen, denn so schlecht stehen ihre Karten dort auch nicht, das weis auch Assad.
    Ein nichtzustande kommen der Konferenz würde ihm nur die nötige Zeit geben, Aleppo und andere Landesteile mit roher Gewalt zurückzuerobern, von daher ist die Waffenhilfe die der Westen anscheinend der gemäßigten Opposition leistet vielleicht sinnvoll, diese muss sich aber auch zusammenreisen und eine baldige Verhandlungslösung anstreben.

    • Anonymous

      Der Iran auf einer derartigen Konferenz auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten. Dann noch die Gefahr dass Opfer, Täter und deren Helfer in aller Öffentlichkeit benannt werden.

      Das wäre ein Gesichtsverlust, ausserdem unterstelle ich einen akuten Unwillen eine Niederlage in Syrien hinzunehmen. Daher versucht man doch, jetzt erst recht, medial ein Unterstützungsszenario für die Terroristen aufzubauschen.

      Allerdings sind Waffenlieferungen, Finanzierungen und Rekrutierungen ja schon seit Jahren im Gange. Es ist sozusagen nur die Mobilisierung des letzten Aufgebotes.

      Warum stellen die FSA Fuzzies derartig unannehmbare Forderungen, nur für eine Teilnahme?
      Wo sind die Stimmen einer politischen Opposition?

      Fakt ist doch nur eins, diese Elemente haben rein garnichts in die Verhandlungen einzubringen.

      Gruß Det70

    • Anschuldigungen kann man sich sparen. Wer ist den schon Opfer, Täter und Helfer? Vor allem sind die Oppositionellen Opfer, wenn man sich das menschliche Leid anschaut. Wenn man dies auf geopolitscher Ebene Austragen will, dann ist man einfach verbrecherisch, da Assad sehr wohl Schuld und Verantwortung an der Eskalation trägt und den Tod verdient hätte, den er Tagtäglich den Oppositionellen, Armee und Zivilisten zufügt durch sein klammern an der Macht.
      Die Syrer sind unter der Religion seines Staates aufgewachsen, also trägt dieser die Verantwortung dafür wenn diese sich nun radikalisierten und hätte das wissen können.
      Ich finde es einfach Verantwortungslos der unmächtigen Außenwelt die Schuld zu geben für die Verbrechen die unter Assad stattfinden.
      Waffenlieferungen, Finanzierung und Rekrutierungen findet auf beiden Seiten satt und Assad hat eben zu beginn unangemessen reagiert und die Eskalation begünstigt.
      Er hätte wie andere Diktatoren im Arabischen Frühling auch gehen können und hunderttausende Menschen auch viele Soldaten würden jetzt noch im Frieden leben, selbst wenn es kleinere politische Rückschritte gäbe, wäre der Schaden sicherlich begrenzt gewesen.
      Ich finde auch das die FSA für die Teilnahme keine übertriebenen Forderungen stellen sollte. Das es so gut wie keine politische Opposition gibt, liegt wohl eher daran, das die Menschen einfach nicht die Möglichkeit haben und jegliche Kritik an das System unterbunden und zerschlagen wird, somit fehlen dann auch die Stimmen der politischen Opposition, die womöglich in Angst lebt, Mundtod gemacht wurde oder anderes. Ich kenne die Situation in Syrien nicht, denke aber nicht das eine ernsthafte Kritik dort über die Medien möglich ist.
      Ich denke beide Seiten müssen etwas in die Verhandlungen einbringen.

      Die Opposition könnte zum Beispiel auch auf einen Volksentscheid/Referendum über die Zukunft Assads oder auch des Clans einbringen, bei dem das Volk dann selbst entscheidet ob etwa Assad am Ende seiner Amtszeit 2014 ins Exil gehen soll. Somit wäre diese Entscheidung mit friedlichen Mitteln gelöst, da Assad ohnehin ohne eine Rückendeckung der Mehrheit der Syrer diesen Kampf schlecht fortführen kann und so Gesichtswarend gehen könnte.
      Von daher denke ich schon das die Opposition vieles einbringen kann, was sie mit friedlichen Mitteln an ein Ziel bringt, was allen Syrern hilft und das Land nicht weiter in den Krieg zieht.

      Gruß

    • hier nochmal die Forderungen:
      http://de.ria.ru/zeitungen/20130626/266377077.html

      Wenn die Rebellen nun trotz Waffenlieferungen nicht teilnehmen, wäre das ein starkes Stück.
      Auch das der syrische Außenminister das Ergebnis der Verhandlungen vorwegnehmen will ist etwas übertrieben.

      Was für Forderungen außer die Waffenlieferungen stellten dies an die Teilnahmen?
      Toll, erst liefert man, was anscheinend schon der Fall ist und nun verlangt die Opposition ein Kräftegleichgewicht für die Verhandlungsteilnahme. Das ist einfach zu viel verlangt. Erst Verhandlungen dann weitere Waffen, man sollte sich da nicht erpressen lassen, da man ja noch nichteinmal weis ob die Verhandlungen dann ernst genommen werden und man einen machbaren Kompromiss sucht, gerade wenn die Waffen und alles schon geliefert sind.

  • habkind

    heute ist Talkalakh von der Armee eingenommen worden, das bereits seit mehr als ein Jahr von den Terroristen besetzt war. Der Ort liegt an der Autobahn Homs/Mittelmeer und war ein wichtiger Ort für den Waffen- und Kämpferschmuggel vom Nordlibanon und gleichzeitig ein Verteilknotenpunkt für Waffen und Munition -zwar nicht so wichtig wie Qusair, aber immerhin.
    Ausserdem wurden heute 19 LKW mit Waffen und Munition tlw. zerstört, tlw. beschlagnahmt.
    Und Daraa gibt es auch Fortschritte.
    Langsam gehts vorwärts.

  • ISKANDER

    Die syrische Marine hat eine Operation begonnen mit dem Ziel auch die Seegrenze gegen die Infiltrierung von Terroristen abzuschotten.
    Beteiligt sind Kriegsschiffe aller Art, Kreuzer und Anti – Unterseeboote.
    Quelle: syrieninfo.blogspot.de (heute)
    Auf der anderen Seite bildet das Terror – Imperium USA in Jordanien derzeit 5.000 Terroristen in der Luftabwehr aus – mit dem Ziel – eine „Flugverbotszone“ (Pufferzone) entlang der jordanisch – syrischen Grenze zu gründen.
    (Quelle: http://derstandard.at/1371170302936/Syrien-US-Armee-bildet-in-Jordanien-5000-Rebellen-aus
    Der Kampf geht also weiter und ich hoffe, das dieses Verbrechen der Kriegsschürung die Verantwortlichen in den USA eines Tages einholt.

  • ISKANDER

    Hier noch ein Artikel vom Sonntag (nicht mehr jung – aber vielsagend und aufbauend zum Thema Russlans/Syrien):
    „Gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad kämpfen gut bewaffnete Warlords und nicht das Volk Syriens, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in St. Petersburg.
    Es handle sich um Extremisten, die „gut ausgebildet sind und gut bewaffnet werden, unter anderem aus dem Ausland und unter anderem über Kanäle von Terrororganisationen“, betonte Putin.
    Der Kern der bewaffneten Regimegegner sei von der internationalen Völkergemeinschaft als Terrororganisation anerkannt worden, fügte er hinzu. „Ich bin für eine objektive Berichterstattung“, so Putin. „Die als terroristisch anerkannte bekannte Organisation an-Nusra ist eines der Zentren der bewaffneten Opposition. Sie ist auch vom US-Außenamt als terroristisch anerkannt worden und als eine Organisation, die mit Al Kaida in Verbindung steht. An wen will man denn dann Waffen liefern?“
    Wie Putin betonte, befürchtet er auch die Entstehung eines Machtvakuums in Syrien. „Wenn Assad heute geht, wird ein politisches Vakuum entstehen. Wer wird dieses ausfüllen? Sind es dann vielleicht solche Terrororganisationen?“
    „Wie kann dies verhindert werden, wenn diese immerhin bewaffnet und aggressiv eingestellt sind?“ fragte er. Nach seiner Ansicht gibt es keine Antwort auf diese Frage.
    „Es gibt nur eine vernünftige Idee, die wir beim G8-Gipfel unterstützt haben. Diese will ich auch jetzt laut sagen: Es gilt, alle rivalisierenden Seiten dazu zu bringen, nach Genf zu den ‚Genf-2’-Verhandlungen zu kommen, Verhandlungen aufzunehmen, die Gewalt einzustellen und eine akzeptable Form der künftigen Gestaltung des eigenen Staates und der Gewährleistung der Sicherheit für alle ethnischen und religiösen Gruppen zu finden“, betonte der russische Staatschef.“
    Quelle: http://de.rian.ru/politics/20130621/266348185.html

  • ISKANDER

    Wenn man Politaia Glauben schenken möchte, hat Putin Syrien das TOS-1 Buratino System geschickt.
    (Dieses auf T 72 Panzern stationierte System ist in der Lage Planquadrate mit thermobarischen Sprenköpfen zu eliminieren)
    Die Variante 1 A setzt eine Kombination von thermobarischen Sprengsätzen in der Luft und am Boden ein und ist in der Lage jede westliche Panzerentwicklung zu zerstören, einschließlich der zionistischen MERKAVA`s.
    Angeblich soll es die Antwort auf saudische Panzerabwehrwaffenlieferungen gewesen sein.
    Ferner wird angedeutet, das die derzeit (siehe Presse) anlandenden russischen Kriegsschiffe NICHT die S 300 im Gepäck haben, die schon lange in Syrien sind, sondern bereits zusätzliche S 400.
    Klingt alles logisch denn es geht auch für Russland um Alles oder Nichts. Die Blamage einer Niederlage und Verlust der S 300 wird Putin unter keinen Umständen zulassen wollen.

    • TOS is wirklich schwere artillerie. damit hat man den zweiten krieg in chechnya gewonnen… und dabei das leben vieler zivilisten in kauf genommen.

      aber den krieg gewonnen. damit kann man die befestigungen ohne stundenlange artillerieschläge einfach von allem leben reinwischen. einfach so.

    • Russland sollte mit Amerika zusammenarbeiten. Eine weitere Eskalation in Syrien kann einmal auch unser Problem werden, Russland sollte von daher auf diese Waffenlieferungen verzichten. Im Grunde ist es ein Islamischer Konflikt der zwischen Schiiten und Sunniten ausgetragen wird, wir sollten uns nach Möglichkeit da raushalten. Weder Russland noch der Westen haben in Syrien etwas zu gewinnen, gerade wenn sich Fanatiker der ein oder anderen Seite mit Gewalt durchsetzen. Die moderaten Kräfte kann man ja vielleicht helfen wenn es sinnvoll ist, aber mit einer S300 400 Luftabwehr oder schwerer Artillerie würde man auch die radikalen Kräfte helfen und zudem die Gelder Syriens für humanitäre Hilfe begrenzen. Solche schmutzigen Geschäfte müssen in einen Bürgerkrieg nicht sein. Die Interessen des Westens und Russlands sind in Syrien ähnlich, wir sollten zusammen helfen diesen Konflikt zu lösen, gerade wenn die Muslime das nicht können sollte man sich nicht aufstacheln lassen.

  • habkind

    soeben in Al-Alam: täglich kehren ca. 350 syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurück.

  • habkind

    allein aus den jordanischen Flüchtlingslager.

  • Meine noch vor einigen Wochen beträchtliche Skepsis gegenüber Russland und Putin weicht zunehmender Zuversicht. Auch wenn Russland seine eigenen Ziele verfolgt und gewiss nicht aus rein völkerrechtlichen Ansätzen die SAA unterstützt, ist doch deutlich erkennbar, dass mit jeder militärtechnischen Unterstützung seine diplomatische Linie der „Unversehrtheit und Eigenständigkeit Syriens“ ausgebaut wird. Die von Iskander angesprochenen Systeme zeugen leider auch davon, dass Russland sich (und Syrien) auf die Ausrufung einer geschützten Zone vorbereiten muss. Mit diesen Vorkehrungen gibt es keinen Schritt mehr zurück. Jedoch die Hoffnung, dass die Okkupanten angesichts der zu erwartenden Abwehrschläge vor einem umfassenden Zugriff zurückschrecken, wird gestärkt. Es scheint, die großen Player Russland und NATO haben gewaltige Einsätze auf dem Tisch liegen und Putin hält mindestens ein „Full House“ in Händen. Ich wünsch ihm und der Region, dass er bald ein offenes „Royal Flush“ seinen Kontrahenten zeigen kann. Das wäre die einzige Möglichkeit, die Kampfhandlungen in Syrien zu beenden bevor es zur großen Auseinandersetzung kommt.
    Daher: Royal Flush for Syria!

    • glaubst du das ist rein für die abwehr? ich denke man kann aus der verteidigungsposition syriens (mit all den mächtigen und zahlreichen waffen) schnell eine konterattacke durchführen. oder selbst angreifen…

    • Walter Mandl,
      wenn Du Bashar Assads Aussagen, die klar stellen, daß dieser Krieg nicht aus der Luft, in der Luft, und auch nicht in offenen Feldschlachten gewonnen werden kann, schon nicht traust und folgen magst, kann Dich wohl niemand von Deinen Hoffnungen abbringen. Wenigstens aber solltest Du nicht den plumpen Falschmeldungen, Fälschungen von Iskander & Co. auf den Leim gehen, um wenigstens die Chance auf die Entwicklung einer unverfälschten Urteilsfähigkeit zu bewahren. Die Behauptung, eine Lieferung von S-300 sei „bestätigt“, ist erfunden. Die Behauptung, in Russland werde eine Dislozierung der S-400 in Syrien auch nur erwogen, ist politisch, strategisch, taktisch grotesk – das System ist dort noch nutzloser, als die S-300. Ähnliches gilt für das System TOS-1 Buratino. Die russische Armee benutzte es für eine „Strategie“ der verbrannten Erde in Grozny und Umgebung, nicht außerhalb davon, um Tschetschenien das urbane Haupt, die materielle Voraussetzung aller Träume von Selbständigkeit, abzuschlagen. Die einzige rationelle Verwendung in Syrien wäre der Einsatz im Rahmen und zum Schutz von Truppentransporten und -verlegungen in feindlichem Gebiet, doch dazu bräuchte man erstens keine „400 Stück“, und zweitens wäre dies ein rein defensives taktisches Ziel, es wäre gerade nicht geeignet, den Kampf gegen schwach koordinierte Banden, Freischärler, Söldner und Dschihadisten in der Fläche zu entscheiden, würde folglich nicht oder kaum beitragen, die Belagerung der Metropolen und größeren Städte aufzuheben, es sei denn, man verbrennt buchstäblich alle Erde um sie herum.

      @ Apxwn
      Ich finde es an der Zeit, daß der Gastgeber einschreitet, indem er „Brot und Wein“ in Gestalt einiger klarer Stellungnahmen bringt, sodaß nicht jeder seinen Schnaps hier anträgt. Sonst wird aus diesem Ort statt der „Kneipe“, die es einmal war, eine Street Corner für Halbstarke, an der nicht nur Pot und Alk verbreitet, sondern Crack gepusht wird.

      Einige Links zum Thema, zuzüglich zu dem schon gebrachten, der zeigt, wes „Geistes Kind“ Mr. Gordon Duff ist. ( http://www.veteranstoday.com/2012/06/28/facts-and-suspicions-middle-east-intel-drop/ )

      Der Original-Artikel den Politaia nicht verlinkt hat, vom 18.Juni:
      http://www.veteranstoday.com/2013/06/18/doomsday-weapons-to-syria-putin/. Verfolgt man ihn nach, findet man den ominösen Artikel von Dams-Press, der behauptet, sich auf Mitschnitte des 4-Augen-Gesprächs zwischen Cameron und Putin berufen zu können (oder ein entsprechendes „Leck“ aus der persönlichen Umgebung Camerons (!) oder Putins)! Wollt ihr diese Albernheit wirklich fressen?

      Zum Hintergrund (auch für spätere Spekulationen zu anderen Themen, auf anderen Schlachtfeldern:
      China möchte S-400 und kriegt sie nicht.

      Der deutsche Wikipedia Artikel zur S-300/400 ist anständig, und wer auf eigene taktische Evaluationen pocht, findet den vielleicht besten Ausgangspunkt bei:
      http://www.ausairpower.net/index.html

      bye – für’s „Quartal“.

    • ISKANDER

      TGard:
      du bekommst nicht einen Artikel ausdruckssicher verständlich rüber, täuschst hier den Alleswisser vor und gehst mit deiner Großkotzigkeit jedem an den Sack der deinen gottgleichen Ergüssen zu widersprechen wagt. Bezichtigst die Leute auf übelste Art, stellst hier abartige Gerüchte über Dinge und Leute in den Raum die sich deiner engen, kleinen Kammerwelt entziehen.
      Was glaubst du eigentlich wer du bist?
      Jetzt forderst ausgerechnet DU den „Gastgeber“ zum „Einschreiten“ auf!
      Du bist hier nicht das Jüngste Gericht, sondern letztlich ein armer, kleiner ML – Wicht voller ungelöster eigener Nöte.
      Wenn du es nicht auf die Reihe bekommst, deine dümmliche Arroganz in den Griff zu bekommen, verschone den Blog doch mit deinen Ergüssen und mach deinen eigenen verfaulten wieder fit. Dort magst du den Leuten übers Maul fahren bis du nur noch Monologe halten kannst.
      @An alle
      Entschuldigt bitte meinen ungewöhnlich heftig gezeigten Unmut, aber langsam reicht es mir, wie dieser Wicht diesen Blog qualitativ zumüllt.

  • 25.06.2013
    Lawrow warnt: „Es gibt keine guten Terroristen“

    ….Russland und Algerien haben auch gewisse Ähnlichkeiten in ihrer Geschichte. Medelci sagte, die beiden Länder seien mit dem Terrorismus konfrontiert worden, aber auch hätten Erfahrungen im Sinne der nationalen Versöhnung. Sie seien bereit, diese Erfahrungen mit anderen Staaten zu teilen. Lawrow bedauerte allerdings, dass der Kampf gegen den Terrorismus in einigen Ländern nicht ganz logisch erscheine:
    „Unsere französischen Partner, die wir in dieser Hinsicht unterstützen, kämpfen in Mali gegen die Terrorgefahr. Ihre Gegner dort sind aber dieselben Menschen, die Frankreich einst in Libyen unterstützt und bewaffnet hat. Kämpfer aus Libyen gelangen in andere Länder, darunter auch nach Syrien. Unsere französischen Kollegen kämpfen also in Mali gegen ein Produkt der libyschen Krise, geben aber den aus Libyen stammenden Kämpfern in Syrien Rückendeckung. Eine Logik ist da sehr schwer zu finden“.
    Jeder Staat muss laut Lawrow das Völkerrecht einhalten und darf keineswegs Extremisten in einem Drittland unterstützen, um die Situation in diesem Land zu beeinflussen. Der Terrorismus sei in keiner Form akzeptabel und könne durch nichts gerechtfertigt werden. Man dürfe die Terroristen nicht „in gute und schlechte teilen“, mahnte der russische Außenminister.

    Quelle: http://german.ruvr.ru/2013_06_25/Lawrow-warnt-Es-gibt-keine-guten-Terroristen-0983/

  • Franz

    Wie passt dann diese Meldung ins Konzept der Russen?

    Das russische Verteidigungsministerium hat das gesamte Militärpersonal aus Syrien abgezogen. Wie die Moskauer Tageszeitung „Wedomosti“ auf ihrer Webseite berichtet, haben die russischen Militärs den materiell-technischen Versorgungspunkt in der syrischen Hafenstadt Tartus verlassen.

    http://russland-heute.de/in_brief/2013/06/26/russische_militaers_verlassen_syrien_verteidigungsministerium_will_d_24649.html

    LG

  • ISKANDER

    @Franz
    diese Meldung ist offensichtlich eine Ente!
    Es gibt gegensätzliche Meldungen (Quelle gestern – aber nicht bei der Hand), das Russland 600 Soldaten in Syrien „zum Schutz der eigenen Bürger“ inc. 25 Panzern angelandet hat.
    Das erscheint mir plausibler.
    Wir müssen immer damit rechnen, das die umherschwirrenden Desinformationen Teil der psych. Kriegführung sind.

  • Franz
  • Ob der veröffentlichte Abzug russischen Militärpersonals aus Syrien nun stimmig ist oder nicht, sei dahingestellt. Putin handelt klug, wenn er dies (zumindest) verlautbaren lässt. Damit entzieht er sich einer direkten „Muss-Reaktions-Kette“ im Falle bevorstehender Verluste. Es ist schon ein Unterschied, offiziell Waffen zu liefern oder gegenüber der eigenen (illoyalen) Opposition den Tod russischer Soldaten vertreten zu müssen.
    Warte auf Eure Überlegungen dazu.

    • 1973 haben sowjetische soldaten die meisten der israelischen flugzeuge an der syrien front abgeschossen.
      nur als erinnerung. dass man so tut als hätte man keine leute im land… völlig irrwitzig, auch in der heutigen situation.

      doch ich glaube die russische führung will nicht zu viele spuren hinterlassen – daher trainierte man die syrischen soldaten für s-300.

      was TG über das s-400 und s-300 sagt (ihre „nutzlosigkeit“) tu ich als völlig hirnverbrannt oder sogar propagandistisch ab. ich bleibe dabei dass syriens reguläre armee stark genug ist um in einem bestimmten rahmen eigenständig zu handeln, ohne sich absprechen zu müssen.

      trotzdem ist es wohl besser wenn man den fragilen frieden erhalten muss BIS die terroristenverbände im land völlig geschlagen sind (was bald mit aleppo wohl passieren wird).

      regards

    • „tu ich als völlig hirnverbrannt oder sogar propagandistisch ab“

      Na gut. Eins noch.
      Ein mit Informationen versorgtes 7jähriges Kind könnte einsehen, daß die Stärken der S-300, die sie gegenüber den Systemen kürzerer Reichweite auszeichnet, die bei den bisherigen Luftangriffen auf Damaskus versagten, nur in der Distanz wirksam werden können. Das gilt auch für die verbesserten Ortungs- und EW-Eigenschaften, da sie nicht zur Feuerleitung der anderen Systeme genutzt werden können, zumindest nicht in der verfügbaren Zeit (die Integration der Systeme ist nicht einmal in Russland selbst abgeschlossen).

      Daraus folgt, daß die S-300, obgleich technisch eine defensive Waffe, mit einer Ausnahme, von der unten die Rede ist, auf der syrischen Bühne nur als Offensivwaffe von Nutzen wäre, nämlich für präventive Angriffe über israelischem, jordanischem und türkischem Territorium. Die Folgerungen überlasse ich den zitierten 7jährigen.

      Die Ausnahme überfordert ein wenig mein technisches Verständnis und betrifft seegestützte Cruise Missile – Angriffe. Ich bin aber ziemlich sicher, daß im Falle einer Cruise Missile – Flut, wie sie beim initialen Angriff auf Libyen mobilisiert wurde, einige wenige Abwehrbatterien binnen einer viertel Stunde ausgepowert wären. Falls ich damit falsch läge oder der bedingte Erfolg einer kurzzeitigen Abwehrkapazität gewünscht wird, bleibt zu bedenken, daß der Einsatz gegen Cruise Missiles und andere Angriffe von See erstens die Integration der Feuerleitung mit dem russischen Radar auf dem Golan bräuchte (mit den einschlägigen Folgerungen, die sich daraus ergeben) und auch die vermutlich überfordert wäre. Es bräuchte AWACS-Fähigkeiten, die Syrien nicht hat und die die syrische Luftwaffe, selbst wenn sie ihr von russischer Seite zur Verfügung gestellt würden, kaum lange schützen könnte.

      Ich ziehe politische Argumente vor, aber wenn die nicht eingesehen werden, bitteschön, dann kann man ja den Umweg über Sandkastenspiele nehmen.

      Summe: Selbst wenn Putin geil ‚drauf wäre, Syrien den „letzten Schrei“ russischer Militärtechnik gegen eine Übermacht zu schenken – was einige hier unbedingt annehmen zu wollen scheinen – und den Angreifern noch einen Haufen kostbaren, hochqualifizierten und nicht leicht zu ersetzenden Personals zum Fraße vorzuwerfen, Bashar al Assad würde dankend aber lächelnd ablehnen.

    • Comrade John

      @ Walter Mandl
      „Warte auf Eure Überlegungen dazu.“

      Was Russland da macht, das ist die Haltung von Leuten, die nicht siegen wollen.

      Div. Natostaaten haben ihre Militärberater u. Agenten in den Reihen der FSA-Banden sowie der westl. Medien in Syrien; Terroristen aus mehreren Dutzend(!) Ländern werden nach Syrien eingeschleust; Israel fliegt völkerrechtswidrige Angriffe auf Syrien; die USA stationieren Truppen direkt an der Grenze zu Jordanien; Syrien ist schon halb kaputt…

      Was ist in dieser Lage die Reaktion eines echten Freundes. Abhauen oder Bleiben u. weitere Freunde dazuholen, die helfen?

      Aber klar, ich bin natürlich kein Politiker u. Diplomat…

      Übrigens, auch in Russland tobt schon der Krieg und zwar so:
      http://de.ria.ru/society/20130626/266379436.html
      (dort auch die Grafik anklicken!)

  • LeChevalier

    Fakt scheint ja zu sein, dass Russland auch sich selbst in Syrien zu verteidigen hat. Als ich gestern diese Tartus-Story gelesen habe, war ich erstmal geschockt und später auch wütend und traurig. Allerdings war mir das schleierhaft, warum Russland jetzt so handeln sollte. Es tut gut zu wissen, dass Russland wieder DIE maritime Macht im Mittelmeer ist und nicht vor dem Druck des Westens kleingibt.

    Allah yih fizäk ya Bashar.

    • kaumi

      Schönen guten Tag an alle,

      bin gestern nach siebentägigem Auslandsaufenthalt wieder in deutschen Landen gelandet.
      Die Stimmung in der sunnitischen Bevölkerung zumindest des Nahen Ostens scheint weiter zu kippen – zu Ungunsten der salafistisch-wahhabitischen Antimoslems.
      Die letzte Posse um den „Libanesischen Emir“ Al Assir war wohl ein weiterer (großer) Tropfen in das Fass, welches nun langsam aber sicher über zu laufen droht. Unter den Getöteten der libanesischen Armee waren auch Sunniten. Das war kein geschickter Schachzug, um die Sympathiewerte zu erhöhen. Fuad Siniora, selbst Sunnit, hat in seinen öffentlichen Meinungsäusserungen kein Blatt vor den Mund genommen und die „Entwaffnung“ (bzw. Tötung) dieser Gruppe als oberstes Ziel deklariert.

      P.s.: mein Aufenthaltsort in den letzten 7 Tagen war Beirut.

    • Enis

      Achi Kaumi,
      Raca’aht bi’cher in’shallah.

      Beirut meine (noch) unerfüllte Traumdestination!
      Syrien und Libanon sind das Herz der arabischen Kultur. Ich liebe diese Vielfalten.. Wenn nur nicht diese Hirntoten nicht wären..

      Dieser Siniora soll man zuerst mal den Finger aus dem eigenen Hintern rausziehen. Syriens Staatsfeind Nr. 2 nach seinem Grossemir Haririr al kir.

      Sehr geschickt wie sich die Hezbollah aus diesem Affentheater raushaltet! Eine wirklich disziplinierte Partei Gottes.

      Assir? Eintagsfliege..

    • kaumi

      „Dieser Siniora soll man zuerst mal den Finger aus dem eigenen Hintern rausziehen. Syriens Staatsfeind Nr. 2 nach seinem Grossemir Haririr al kir.“
      Salam achi wa alf shukir.
      Genau das ist doch der Punkt. Die „Deppen Gottes“ sind in ihrer Dämlichkeit und Skrupellosigkeit inzwischen so weit gegangen, dass selbst ausgewiesene Assadgegner nicht mehr herumkommen, dieses, widerwillen, auszusprechen.
      Ich hatte vor 12 oder 13 Monate mal gepostet, dass Assads größte Waffe die Zeit sei. Denn die Zombies werden sich ob ihrer Taten erst moralisch und damit dann auch physisch selbst eleminieren – und alles schön auf Handy festgehalten…

    • ISKANDER

      Noch ein nettes Statement eines Users von einem anderen Blog zum Thema der erfolgten Lieferung von 100 Kampfpanzern des West – Imperiums an die Terroristen über Jordanien:

      Ascension 26. June 2013 at 18:31:

      „…Nun, die 100 Panzer machen aus einem Haufen unfähiger Trottel und selbsternannten “Gotteskriegern” immer noch keine schlagkräftige Armee; wenn Asad schlau ist, dann sammelt er die Wracks, die die Tos1A Batterien erzeugt haben und weist den “freiheitsliebenden” westlichen Demokraten nach, welche Staaten ihre schmutzigen Finger wieder im Spiel hatten“.
      Quelle: Politaia, 26.06.13

  • 100000 Tote
    http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/schockzahl-100000-tote-buergerkrieg-30998504.bild.html

    Wenn nicht bald eine Konferenz und ein Waffenstillstand stattfindet, steigen die Opferzahlen und Leid weiter rasant. An sich müssten beide Seiten ein Interesse an einen friedlichen Wandel haben und eine Demokratisierung soll es auch unter Assad geben, von daher sollte man schon die Differenzen gewaltfrei lösen können.
    Die Opposition sollte sich zusammenreisen und Verhandeln, ansonsten macht sie sich Verantwortlich für das Leid der Syrer!

    • Auch Assad und das Regime haben die Pflicht die Verhandlungen zu ermöglichen und Kompromisse anzubieten.
      Wenn sie das nicht tun und stattdessen nun Aleppo und andere Städte angreifen, dann sollten sie auch dafür gerade stehen. Bereits jetzt ist zuviel Blut geflossen, das Regime trägt die Verantwortung für das was in Syrien passiert ist und sollte sich politisch verantworten, anstatt die Schuld anderswo zu suchen und noch mehr Unschuldige und Zivilisten ihr Leben zu zerstören, aufgrund ihrer eigenen Machtgeilheit.

    • LeChevalier

      Von denen geschätzt 45.000 Alawiten sind. Also Zivilisten oder Militärangehörige.

  • Enis

    Diese Meldung über die Russen stammt von Al Hayat, die anscheinend Bogdanov zitiert hatten. RIA hat noch keine Stellungnahme dazu veröffentlicht..

    Im Prinzip wäre dieser Schritt sicherlich ein kleiner psychologischer Effekt im negativen Sinn..

    Aber meint ihr die Syrer haben jetzt 2.5 Jahre lang nur kämpfen können, weil die Russen in Tartous Flagge zeigen konnten??

    All diese und bald folgende „Siegesmeldungen“ der Terroristen werden nichts daran ändern, dass Syrien allem Druck standhalten wird..

    Übrigens das Training für S-300 Raketen kann auch in Russland stattfinden, findet bzw. bereits dort statt..

    Ich glaube kaum, dass Russland aus wirtschaftlichen Gründen zu Syrien hält. Kurzfristig sind Einbussen sicherlich denkbar. Doch längerfristig können sie auch ohne Assad ihre Geschäfte machen.. Sie haben auch sehr gute Beziehungen zu der lokalen patriotischen Opposition und zu den Kurden..

    In Libyen z.B. wollen die neuen Affen ihre Waffen bei Russland bestellen!!

    Das Schlusstziel nach China führt über Syrien, Iran via Russland!

    Eins werden die Russen sicherlich wissen. Unser Kampf für die Freiheit Syriens ist der Kampf für Ihre Zukunft.. Bekanntlich sind die Aggressoren sehr geduldig. Alles hat seine Zeit..

    Im Sinne des Syrischen Volkes:

    Allah hami Souria, Allah hami al Assad (Gott beschütze Syrien und den Löwen)
    Maben’rid, maben’rid, manghar Asssad maben’rid
    (Wir wollen keinen anderen, ausser den Assad wollen wir keinen anderen)

    • @Enis
      Sie sind anscheinend tatsächlich ein blühender Regime Anhänger. Wenn die Opposition sich nun militärisch durchsetzt oder Schutzzonen errichtet werden, wäre ein überlaufen der Armee wünschenswert.
      Ich hoffe noch auf eine baldige Verhandlungslösung, anderweitig hoffe ich das sich die Rebellen durchsetzen und vielleicht ein Flugverbot ähnlich wie in Libyen errichtet wird.
      Ihr festhalten an Assad nach hunderttausenden Opfern ist schon etwas abartig. Wie denken sie eigentlich wie es für die Opfer seiner Politik unter ihm weitergehen kann? Er mag vielleicht an sich ein guter Politiker sein, aber auch er lässt sich ersetzen.

  • was ist los, verlieren deine freunde?

    wenn trolle wie markus sogar assad akzeptieren mögen muss es schlecht laufen auf der internationalen ebene. dazu sage ich nur eins: es wird NOCH SCHLIMMER für euch.

    such dir schon mal nen neuen job. am besten ehrliche arbeit.

    • @Sown
      Ich denke sie versuchen nur zu provozieren, das es Leute wie mich gibt, die versuchen etwas neutral an die Sache heran zu gehen scheint sie zu stören.
      Ich bin weder ein Fan noch ein Todfeind Assads, finde aber das der Gerechtigkeit mit einem Rücktritt genüge getan werden sollte, etwa 2014 oder durch einen Volksentscheid wo die Syrer selbst darüber entscheiden ob Assad wieder zu Wahlen antreten darf.
      Auch ist das Kommentareschreiben nicht mein Job ich bin kein Experte und beschäftige mich mit Politik noch nicht all zu lange, ich mache das so in meiner Freizeit unendgeldlich. Auch machte ich ehrliche Arbeit, sie?
      Mir ist es vor allem wichtig, das eine friedliche Konfliktlösung gefunden wird und dafür sollte man mit Assad Verhandlungen eingehen und Kompromisse suchen.

    • CM

      MS: Wenn du keine Ahnung hast, halt dich raus. Weißt du überhaupt wo Syrien liegt? Du willst Syrern und Leuten die das Land kennen erzählen was gut ist und was nicht.
      Es reicht langsam.

  • Comrade John

    Eine Frau mit Feuer im Blut – Klare Worte der irischen Parlamentarierin Clare Daly zum Besuch der Obamas in Irland am Rande des G8-Gipfels.

    Zu den US-Waffenlieferungen an die sog. syrische Opposition:

    Obama … treibt die Destabilisierung der Region voran und untergräbt Säkularismus und die Lebensbedingungen von Frauen … grösster Heuchler des Jahrhunderts … Dieser Mann ist ein Kriegsverbrecher …“

    Daly fragt was schlimmer sei, die schleimige Berichterstattung der heimatlichen Medien über den Besuch oder das was Obama wirklich sagt.

    Ausserdem fordert sie eine unabhängige irische Aussenpolitik und verlangt von der Regierung Auskunft, ob der Fluhafen Shannon (Westirland) als Drehkreuz für Waffenlieferungen nach Syrien benutzt wird, was die Verletzung der Neutralität Irlands bedeuten würde.

    Irische Abgeordnete: Kriegsverbrecher Obama (deutschsprachige Untertitel)

  • Anonymous

    Hallo Herr Schmitt,
    würden Sie bitte die doch zumeist zum Thema Syrien sachkundigen Kommentatoren und auch mich mit Ihrem infantilen Gewäsch verschonen? Spiegel Online hat doch ein schönes Forum, das sich sicher über die Bereicherung freuen würde.

    Was mich eher interessiert, ist der Fortgang der Offensive im Bereich Homs. Weiß jemand Näheres?