Adolf Romney hatte Recht

Die US-amerikanische “Foreign Policy” unternimmt wohl den ersten Schritt zum öffentlichen Eingeständnis dessen, was den Amerikanern bisher immer nur in Form von Kritik, Häme und Karikaturen vor die Nase gehalten wurde: Die USA und NATO haben mit dem islamistischen Terror gleiche Ziele, gleiche Interessen und sind folglich  mit diesem alliiert. Oder sollten es sein. Bisher folgt das nur als eine Art Schlussfolgerung aus den geopolitischen Verschiebungen seit 9/11. Bleibt abzuwarten, wann ins offen Gespräch kommt, dass das Eine in weiten Teilen Kind des Anderen ist.

Dass die Amerikaner die Russen als Feind Nummer bezeichnen, ist natürlich viel der Ehre, aber es stimmt nicht mehr ganz. Der Feind Nummer Eins ist inzwischen schon ein anderer. Der Artikel in “Foreign Policy” ist aber überwiegend auf den US-amerikanischen Konsumenten mit seinen Stereotypen zugeschnitten, es braucht gewisse gängige Gedankenstützen dafür, den wesentlichen Sinn des Geschriebenen zu verstehen. Dass man Russland hernimmt und ihm gewohntermaßen die Rolle des Evil Empire anhängt, ist also aus Sicht des Autors ein legitimes Mittel.

Wichtig an dem Text ist aber etwas anderes. Die Amerikaner zeichnen ein ziemlich genaues Bild ihres Gegners im Nahen Osten. Dieser Gegner ist ein Alliierter Russlands. Und der Gegner ist kein Staat oder Land – dieses Prinzip ist überholt – sondern wird nach Konfessionszugehörigkeit definiert. Es erfolgt eine genaue Positionierung: die Schiiten sind die “Bösen”, die Sunniten – die “Guten”. Gut sind sie nicht, weil sie gut sind, sondern weil sie gegen die “Bösen” kämpfen. Und dann greift die Logik, welche zu “perversen” (sic) Gedankengängen führt, die aber nichts weiter als ein Eingeständnis sind:

“…eine jegliche erfolgreiche Initiative könnte ein wahrhaftig perverses Denken erfordern. Es wäre eigentlich konsequent, die [irakischen] Sunniten zu unterstützen, welche derzeit den schiitischen, Teheran-freundlichen Machthabern in Bagdad Widerstand leisten; und pervers scheint das, weil genau das auch ein Ziel der Al-Kaida ist. Auch der Sturz Assads in Syrien, etwas, was die Obama-Administration wiederholt gefordert hat, eint uns mit der Al-Kaida und ihren Zielen. Sicher, hätten wir seinerzeit davon abgesehen, Saddam Hussein zu stürzen, hätten wir dieses ganze Wirrwarr vermeiden können; aber das war damals, wir leben jetzt. Eine konsequente Strategie, die darauf abzielt, das Erreichen russischer geostrategischer Ziele zu vereiteln, bedeutet, dass man sich auf die Seite der Sunniten im Irak stellt.”

In der Tat, so schreibt John Arquilla in der FP, wir werden die Al-Kaida schon allein deshalb unterstützen, weil sie gegen die Schiiten ist, gegen Assad, gegen den Iran und gegen die Schiiten in Bagdad. Q.e.d. Diese Passage wird von dem einen oder anderen Autor in verschiedenen Variationen sicher noch eine gewisse Weile lang wiederholt werden, bis die Amerikaner es endgültig geschluckt haben: die Schiiten, das sind die Bösen, die Diktatorenbrut, das ist der kollektive Hitler von heute. Mal ganz ungeachtet dessen, dass ein “schiitischer Block” heute noch nicht besteht, gehen die USA bereits daran, eine dagegen angesetzte Begriffsdefinition zu betreiben und sie im Bewusstsein der Massen anzupflanzen.

In diesem Sinne sind sie den Ereignissen voraus, während Russland nach wie vor beharrlich davon redet, für den Frieden in der ganzen Welt und insbesondere im Nahen Osten zu sein. Es gibt in dieser Lage zwei Möglichkeiten. Entweder spielt man nach diesen von den USA aufgezwungenen Spielregeln und gibt damit implizit sein Einverständnis mit dem von ihnen heraufbeschworenen künftigen Konflikt, innerhalb dessen das “Feinderkennungssystem” – also “Freund” oder “Feind” – nach der jeweiligen Version des Islam bestimmt wird, oder man versucht, sein eigenes Erkennungssystem in dem trotzdem unvermeidlichen Konflikt zu definieren und es ebenso zu popularisieren.

Syrien ist trotz aller Erfolge “am Boden” immer noch hinterher, was die Informationen und Medien betrifft. Schon allein deshalb, weil es dem vom Westen aufgezwungenen Modell der Konfliktinterpretation (“Alawiten vs. sunnitische Mehrheit”) nichts entgegenzusetzen hat. Die Syrer versuchen unentwegt zu vermitteln, dass das unwahr sei und sie in einem säkularen Staat leben, in dem konfessionelle Unterschiede keine solche Rolle spielen. Aber dabei handelt es sich um einen Aufholversuch, es ist eine vollkommen reflexive Taktik. Es gibt derzeit kein Modell, dass dem eines angeblichen Konfessionskriegs gewachsen wäre und das man dem weltweiten Informationskonsumenten in Form von einfachen Sätzen, in Kolumnen und Comics vermitteln könnte. Es bleibt also kein anderes Mittel, als der militärische Sieg. Der nun ist aber sowohl schwierig zu erreichen und in allen Hinsichten teuer. Solange es kein griffiges, meinetwegen ebenso auf ideologischem Niveau funktionierendes Gegenkonstrukt gibt, können die Feinde Syriens immer neues Kanonenfutter heuern, welches aufrichtig glauben wird, sie ziehen in den Dschihad. Die Kriege der Neuzeit sind nun einmal überwiegend Informationskriege und tragen einen kognitiven Charakter. Ist man in diesem Bereich unbewaffnet, riskiert man den Untergang oder muss für einen Sieg einen wahrscheinlich unannehmbar hohen Preis zahlen.

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  • kaumi

    Apxwn,

    ist immer lustig zu sehen, dass sich unsere Wahrnehmung oft in der Themenauswahl überschneidet. Vor einigen Minuten, als diese Berichterstattung noch nicht vorlag, schrieb ich von meinem prägendsten Gefühl im Libanon: die sich abzeichnende Spaltung der Sunniten

    Deinem Artikel erwidernd bedeutet es, meines Erachtens, dass die Amis auch in ihrer Denke, „die Sunniten“ zu unterstützen, bereits die nächste fatale Fehleinschätzung liefern. Die Sunniten sind dabei, sich merklich in gemäßigte und radikalisierte Sunniten zu spalten. Die Radikalen werden nicht davor zurückschrecken, ihre moderaten Glaubensbrüder zu enthaupten, wenn sie sich ihnen in den Weg stellen. Den Beweis erbrachten die Salafis in Syrien bereits mehrfach. Aus Sunniten wurden dann im Handumdrehen Shabiha. Und tschüß…
    Die Amis werden nur die radikalisierte Fraktion benutzen können. Reden wir also lieber von der Al Qaida. Sie steht als Synonym für alle faschistischen Islamisten, die „heimlich“ von den Amerikanern bereits seit Jahren supported werden und nun, zumindest in obigem Artikel, auch mal öffentlicher.

    Alle übrigen Gruppierunen der arabischen Welt werden denn mehrheitlich, in Verteidigung des eigenen Lebens, auch gegen die Al Qaida kämpfen. Im Endeffekt gemeinsam.
    Während unsere arroganten westlichen Freunde also von Irrtum zu Irrtum hopsen, bauen sie sich eine Armada an Gegenbewegungen, ich spreche primär vom Nahen Osten (inklusive Irak), die sie so NICHT gewollt haben konnten.
    Der Wahnsinn ginge weiter und die Amis stellten sich Formate ins TV, in denen diskutiert würde, warum sich die Welt so feindselig gegenüber den USA verhalten würde…

    • Zumal, nur als Anmerkung zur Unterstützung durch Russland, *dort* der traditionelle Islam ein sunnitischer ist. Wie verklickern die das den eigenen Leuten nur, dass man in Syrien „Schiiten unterstützt“?!

    • Man muss wirklich schwindelfrei sein um in diese Abgründe zu blicken. Und man muss den Würgereiz unterdrücken können, um die Strategiepapiere dieser Verschwörer zu lesen.
      Aus einem Artikel aus dem gleichen Haus, wie der von apxwn zitierte: „Syria is Iran’s Stalingrad„, von einem Gary C. Gambill.
      Der Autor frohlockt:
      After years of successfully mobilizing Arabs against Israel (as recently as 2008, polling still showed Nasrallah to be the Arab world’s most popular public figure), Tehran has managed to incite even greater hostility to itself in a fraction of the time. A recent survey by James Zogby shows that Iran’s favorability ratings have fallen to an all-time low in majority Sunni countries (dropping from 85 percent to 15 percent in Saudi Arabia between 2006 and 2012, for example).“

      Heuchlerisch wird Teheran die Schuld in die Schuhe geschoben.

      Und noch weiter:
      The inflamed sectarianism wrought by Iran, according to a detailed study by Geneive Abdo of the Brookings Institution, is likely to supersede the Israeli-Palestinian conflict “as the central mobilizing factor for Arab political life.

      Großartig aus Sicht der Israel-Lobby, die erfolgreich gegeneinander aufgehetzten Araber vergessen vor lauter innerislamischen Religionskrieg sogar das böse Israel! Genial!

      Natürlich führt dies zu Gegenbewegungen, aber diese Gegenbewegungen haben nicht diese finanzielle oder militärische Unterstützung. Und was soll es, wenn die Mehrzahl der arabischen Staaten im Chaos versinkt, Israel, Katar, etc. glauben die Mittel (Geld, Onkel Sam) zu haben, Inseln des Friedens in einem Meer von Chaos zu sein.
      Diesem Informationskrieg muss man mit Gegen-Informationen begegnen. Und übrigens: man sollte sich nicht dazu hinreißen lassen den sunnitischen Gegner zu entmenschlichen (Ratten, …), denn dann trinkt man tatsächlich von dem Kakao, durch den man gezogen wird. Oder mit Nietzsche (zitiert in „How We Lost The Syrian Revolution„): Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.

  • Ich finde sie verkennen die Ursachen. Zu beginn des Konfliktes standen alle etnischen Schichten für Demokratie auf/gegen das Regime. Da das Regime aber etwas dagegen unternehmen musste, wurden die Minderheiten gegen die Mehrheit der Sunniten aufgehetzt, und dies als ein Volksaufstand der radikalen sunnitische Muslime dargestellt. Dies führte dann zu einer konfessionellen Spaltung, da man es wusste den Minderheiten Angst zu machen und die Schuld den „radikalen“ Sunniten anzuhängen. Vordergründig stellte man es in den Medien aber sicher so dar als ob die Sunniten natürlich zu Assad stehen gerade die gebildeten und die Arbeiterschicht. Ich denke nicht das das syrische Regime zurück liegt was die Medien betrifft im Gegenteil, zig unterschiedliche Geheimdienste müssen ja auch beschäftigt sein und werden sicherlich genau wissen wie sie diesen Aufstand zu verkaufen haben und im Hintergrund agieren müssen, sonnst würde man sich zum Beispiel auch nicht in Deutschland diese Mühe machen die Meinungen in Foren und Medien zu beeinflussen.
    In Syrien stehen sich aber nun schon irgendwo Sunniten und Schiiten gegenüber, was wahrscheinlich auch Grund dafür ist, das im Irak ähnlich ist. Ich denke nicht das man im Irak das gern sieht, ist aber im Grunde eine Folge Assads Politik. Auch lässt sich in einen Krieg wie diesen schlecht sagen, wer nur die Guten und Schlechten sind, da beide Seiten Blut an den Händen haben, das man aber Assad verherrlicht und dem von ihm geführten Bürgerkrieg so unterstützt rückt die Schiiten in ein schlechtes Licht, die etwa durch Iran und Hisbollah politisch vertreten werden, der Terror der zum Teil von der Al-Nusra ausgeht rückt diese in ein besonders schlechte Licht nicht nur die Gewalt der rebellen. Doch das man hier den Westen anlastet die Al-Nusra und Terror zu unterstützen ist schlicht zumindest jetzt falsch, da man in einem Sicherheitsratenschluss auch von westlicher Seite diese als Terrororganisation einstufte, dennoch bedient man sich gern dessen als ob der Westen diese als Erfüllungsgehilfen missbracht um den Feind also Assad zu Stürzen.
    Im Grunde denke ich ist dem Westen wie auch Russland eine friedliche Konfliktlösung gelegen, doch man unterstützt jeweils die moderaten Kräfte auf der jeweiligen Seite, damit diese nicht vernichtet und sich nicht die extremen durchsetzen denke ich mal und womöglich auch wegen den Einfluss auf ein Nachkriegssyrien.

    • Anonymous

      Lange vor Beginn des Konflikts standen andere:

      „Ich will Ihnen mal was sagen. Ungefährt zwei Jahre vor Ausbruch der Feindseligkeiten war ich in anderen Dingen in England, nicht wegen Syrien. Ich traf mich mit britischen Vertretern, und einige von ihnen, Freunde von mir, gaben mir gegenüber zu, indem sie nach meiner Meinung fragten, daß sie etwas in Syrien vorbereiteten. Das war in England, und nicht in den Vereinigten Staaten. England bereitete die Invasion der Rebellen in Syrien vor. Sie fragten mich als ehemaligen Außenminister sogar, ob ich daran teilnehmen wolle. Natürlich lehnte ich ab. Ich bin Franzose, das interessiert mich nicht. Das heißt, diese Operation kommt von einem Ort weit entfernt von Syrien.

      (http://www.liveleak.com/view?i=6b6_1371812647)

      Das bestätigt diese Berichte von vor knapp zwei Jahren:

      http://www.boilingfrogspost.com/2011/11/21/bfp-exclusive-syria-secret-us-nato-training-support-camp-to-oust-current-syrian-president/

      und

      http://www.boilingfrogspost.com/2011/12/15/syria-coverage-update-bbc-reporter-was-detained-prevented-from-covering-us-nato-syrian-operations-in-turkey/

      Die ethno-religiösen Konflikte im Iran wurden mit guten Dollar bezahlt. Zunächst wurden die Anbar-Awakening-Sunniten mit Geld zugeschüttet, damit sie die Schiiten und die Kurden abschlachteten, danach gingen Gelder an die Kurden und die Mahdi-Milizen al-Sadrs (Nicolas J. S. Davies: „Blood on Our Hands“, pp. 218 ff.). Denselben Vorgang konnten wir in Libyen beobachten, davor in Pakistan und Afghanistan. Nun also erleben wir seine Renaissance in Syrien. Das ist kein Zufall, das ist Absicht.

      Schon mal David Wurmsers „Coping with Crumbling States“ gelesen? Das ist eine Nachfolgestudie zu „A Clean Break“ — beides spannende Lektüre.

    • Anonymous

      Korrektur: Im Irak, nicht im Iran.

    • Enis

      @Anonym

      Hinsichtlich der Käuflichkeit und politischer Undurchsichtigkeit der Mahdi-Milizen von al Sadr stimme ich dir auch zu 100% zu. Der zickzack Kurs von Sadr war schon lange vor der Syrienkrise sehr fragwürdig und nicht besonders vertrauenswürdig. Ein typischer Warlord. In der Syrienkrise gibt er hin und wieder sehr eigenartige und befremdende Erklärungen ab..
      Es ist auch kein Geheimnis, dass zwischen der Hezbollah und Sadr grossen Konflikt gibt und diese ihn hinsicht logistischer Unterstützung fallen liess. Der Typ lebt einzig von Verdiensten seines Vaters ab. Ein Teil seiner ehemaligen Milizen mischen sich unter Abu Fadel Al Abbas Brigaden klar positioniert gegen die hirntoten Takfiris in Syrien mit.

      Ihre Hauptaufgaben liegen darin die schiitische Pilgerstätte Sayyide Zaynab in Damaskus zu halten..

      Anbei auch ein ein interessanter Bericht über diese Abu Fadel Al Abbas Brigaden in Syrien:

      http://jihadology.net/2013/05/15/hizballah-cavalcade-what-is-the-liwaa-abu-fadl-al-abbas-lafa-assessing-syrias-shia-international-brigade-through-their-social-media-presence/

    • Anonymous

      -2-

      Wer wirklich Streit zwischen Schiiten und Sunniten herbeilügen und herbeizubomben zu lassen versucht, den islamfeindlichen, faschistoiden, offenbar ausschließlich durch Petrodollar am Leben erhaltenen Wahhabi-Kult dafür als Keil benutzen und sich als lachende Dritte „die Hände reiben“ will, hat inzwischen jeder einigermaßen informierte Mensch zumindest im Ansatz begriffen.

      In Syrien wird ein Bürgerkrieg geführt? Von Assad? Was soll denn der Quatsch. Zuerst sollte es eine „Revolution des syrischen Volkes“ sein, doch da dieser angeblichen „Volksrevolution“ das Volk fehlte, welches durch Auslandsmarionetten sowie NATO-Unterstützung erfolglos zu ersetzen versucht wurde und die Tatsachen nicht länger zu verheimlichen waren, wurde die gefälschte „Revolution“ zum angeblichen „Bürgerkrieg“ umgelogen. Auch dies, wie vorher der Revolutionsflop, ein logischer wie propagandistischer Totalausfall. Ein tatsächlicher Bürgerkrieg bedarf einer deutlich erkennbaren Spaltung der Armee (vgl. Bürgerkrieg in US). Entgegen allen anderslautenden Behauptungen gibt es solche Spaltung der Armee in Syrien nicht, daher auch keinen Bürgerkrieg, weil andernfalls die Erfolge der letzten Wochen, bei der Befreiung von immer mehr Landesteilen vom Terrorismus, wohl kaum möglich gewesen wären. Bleibt also am Ende nur die Wahrheit und die heißt Söldnerinvasion, vorbereitet ab spätestens 2007, wenn nicht sogar früher. Rückblickend erbringt den Nachweis der Aufklärer von Washingtons Kriegsverbrechen in Vietnam höchst persönlich:

      The Redirection – Is the Administration’s new policy benefitting our enemies in the war on terrorism? – by Seymour M. Hersh March 5, 2007

      Efforts to curb Iran’s influence have involved the United States in worsening Sunni-Shiite tensions. – A STRATEGIC SHIFT

      http://www.newyorker.com/reporting/2007/03/05/070305fa_fact_hersh?currentPage=all

    • Anonymous

      Falls Teil -1- zur obigen -2- wie im Moment verschwunden bleibt, nun an dieser Stelle als Nachtrag:

      In Syrien

      sind Kirchen und Moscheen oft Wand an Wand gebaut, seit Jahrhunderten. Warum? Auch als Lehre aus der eigenen blutigen Geschichte und als erfahrbare Zeichen der Lebensnotwendigkeit bewusst friedlichen, religiösen und kulturell toleranten Zusammenlebens. Wer hat wohl ein Interesse daran, das alles nun einfach in die Luft sprengen zu lassen, für freies Schussfeld auf die Bevölkerung der Republik Iran? Irans engster Verbündeter Syrien sprengt sich selbst, damit die Kriegshetzer bomben können? Wer soll das glauben?

      Die Syrer in Syrien mögen nicht mit allen Entscheidungen ihrer Regierung einverstanden sein, aber sie sind alle Syrer. Und zwar dies ganz klar VOR jeglicher Glaubensauffassung sind sie zuerst einmal Syrer. In Syrien gibt es nach Berichten von Bürgern Syriens sogar nur ein einziges offizielles persönliches Dokument in dem die Religionszugehörigkeit überhaupt eingetragen ist und außer den offenbar eher macht- und geldgierigen, gar nicht so moslemischen „Moslembrüdern“, die mit Unterstützung interessierter Kreise von 1976 an während sechs langen Jahren unzählige terroristisch-masenmörderische Bombenanschläge auf die syrische Zivilbevölkerung begingen, um bereits damals einen Konfessionskrieg auszulösen und 1982, aus syrienfeindlichen Quellen als „Massaker“ dargestellt, beendet wurde, ist aus unabhängigen Quellen über nennenswerten Widerstand aus der syrischen Bevölkerung gegen die Trennung von Staat und Religion nichts bekannt.

      Wer wissen möchte wie absurd die, wohl auf Herzenswünschen statt Tatsachen beruhenden, Erzählungen über Syrien und angebliche konfessionelle Spaltungen sind muss sich nur vorstellen, die arabische Liga ließe ihre Medien weltweit verbreiten, im weltlichen Europa gäbe es einen „Bürgerkrieg zwischen Protestanten und Katholiken“ (selbst beim Konflikt in Nordirland geht nicht wirklich darum, sondern um die britische Besatzung) und würde zur Bestätigung der eigenen Lügen bezahlte und bewaffnete, aus Breivik-Anhängern bestehende, zu „Freiheitskämpfern“ umgelogene durch TV-Hassprediger verhetzte Mörder- und Plündererbanden auf die friedliche Bevölkerung eines europäischen Landes loslassen.

      Dass es Anfangs in Syrien Leute gab, die auf solche „Diktator-bringt-sein-Volk-um“-Lügen des Diktatorsenders in Katar hereingefallen waren, war der Regierung in Damaskus durchaus bewusst. Aus diesem Grund musste die syrische Volksarmee, die ganz nebenbei natürlich mehrheitlich aus Sunniten besteht, leider diese Teile der Bevölkerung zuerst ihre eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit den Terroristen machen lassen. Inzwischen soll diese Phase weitgehend überwunden sein und Diktatorsender AJZ verzeichnet Zuschauerrückgänge von bis zu 85% für seinen verbreiteten und leider noch immer fast überall im Westen nachgeplapperten, lebensgefährlichen Blödsinn.

    • @anonym oben
      Inwieweit das Video echt ist, kann ich nicht sagen, da ich kein Französisch spreche und den Politiker nicht kenne.
      Es sind Indizien, aber keine Beweise.
      hier nochmal das Video in Deutsch:
      https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=FLlmLtIRNRA
      Mit Verschwörungstheorien muss man denke ich sehr vorsichtig sein, denn das hilft den Menschen die in Syrien nicht ganz zu Unrecht gegen das Regime aufgestanden ist auch nicht weiter, egal was nun der Auslöser war. Die antiisraelische Haltung der Syrer, war zudem womöglich auch einladent, dort Demos und Unruhen zu fördern. An sich denke ich aber gehört schon auch eine gewisse Unzufriedenheit dazu und ein Staat muss normal friedlich damit fertig werden. Jetzt in Syrien sieht man ja auch eine Schadenfreude zu den Demos in der Türkei, oder etwa die Wünsche einer Destabilisierung der Rebellen-unterstützenden Golfstaaten.

      Was den Ethno-Religiösen Konflikt im Irak angeht, denke ich eher weniger, das dies im Interesse und Schuld der USA liegt. Vielleicht ist das etwas vergleichbar mit dem 30jährigen Krieg wo sich Protestanten und Katholiken gegenüberstanden, ich kenne mich Geschichtlich nicht so aus, doch an sich ist es ein Fehler und danach werden die Muslime vielleicht schlauer sein. Da ich weder Schiit noch Sunnit bin und eher kritisch gegenüber Mohameds Botschaft eingestellt bin, halte ich beide Religionen für falsch und sehe von daher auch in der Machtergreifung des Iran im Irak ein kleines Problem, was womöglich diese ethnischen Konflikte begünstigt, da womöglich die Trennung von Kirche und Staat nicht so gut ist, aber ich habe mich nicht mit dem Irak befasst um das ernsthaft beurteilen zu können.

      Ihre Leseempfehlung kenne ich bisher noch nicht, danke für die Info, werde ich vielleicht bei Gelegenheit mal reinschauen.

    • zusatz:
      Ihren unteren Absatz glaube ich so nicht. Einerseits wurden die Anbar-Awakening-Sunniten gegen die Terroristen ausgebildet, also nicht gegen Schiiten und Kurden und warum sollte man dann die Gelder an Kurden und Madhi Milizen schicken? Ich denke einfach das der USA die Macht entglitten ist im Irak und der Abzug die ethnische Spaltung und Terror begünstigte. Auch sehe ich keine Parallelen zu Libyen, Afghanistan und Pakistan.
      Das es in Syrien zu einer ethnischen Spaltung gekommen ist, was im Grunde nur eine Halbwahrheit ist, da die Religionen ja sonnst zusammenstehen, ist eher dem militärischen Vorgehen des Regimes geschuldet, das eben auch an den ethnischen Trennlinien für seinen Machterhalt kämpfte, also etwas gegen die Mehrheit der Sunniten machen musste. Assad bracht die Minderheiten hinter sich, indem der Konflikt/Demos womöglich als Sunnitische Machtergreifung für die Minderheiten dargestellt wurde, hinter ihm stellte sich da auch der Iran, der Schiitische Interessen vertritt, auf der anderen Seite ist Saudi Arabien und Katar, die sunnitische Interessen vertreten. Von daher ist es kein Zufall, die Absicht geht da eher von den lokalen Akteuren insbesondere des Regimes aus, da man sich womögich daraus Vorteile versprach es so hinzustellen als ob die Mehrheit gegen eine Minderheit aufbegehrt, ansonsten hätten sich ja am Ende Alawiten, Christen und alle gegen seine Herrschaft aufgelehnt. Ich denke das diese Spaltung auch Auswirkung auf dem Irak hat, da Schiiten eben Assad und Sunniten die Opposition unterstützen.

  • „Dass die Verbrechen verfolgt werden, dazu habe ich immer wieder aufgerufen. Und zwar auf der Grundlage von Fakten. In Syrien werden etwa Kriegsverbrechen begangen, Kinder werden zwangsrekrutiert. Mein Aufruf erfolgte im Namen der Opfer. Sie haben einen Anspruch auf Gerechtigkeit und Entschädigungen, sie haben das Recht, die Täter verfolgt zu sehen. Wir wollen auf keinen Fall, dass Straflosigkeit Teil der Verhandlungen zur Lösung des Konflikts wird.

    Das ist ein oft vorgebrachtes Argument von Realpolitikern: dass politische Lösungen wichtiger als Strafverfolgung sind. Nach dieser Argumentation hätte der Internationale Strafgerichtshof nie Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten Omar al-Bashir, der des Völkermords beschuldigt wird, beantragen sollen. Denn nun kann man kaum noch mit ihm verhandeln.“

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/557584_Die-Opfer-in-Syrien-haben-Anspruch-auf-Gerechtigkeit.html

  • „Die Kriege der Neuzeit sind nun einmal überwiegend Informationskriege und tragen einen kognitiven Charakter. Ist man in diesem Bereich unbewaffnet, riskiert man den Untergang oder muss für einen Sieg einen wahrscheinlich unannehmbar hohen Preis zahlen.“

    Zum Glück hat sich aber das Blatt gewendet und ohne direktes Eingreifen der NATO wird das wohl nichts mehr trotz weiterem Blutvergießen bis zu leidtragenden Kindern, wie jetzt auch von der rechtmäßigen Regierung Syriens unter extra Strafe gestellt, also zu Schaden kommen von Kindern rekrutiert als Soldat oder bis zu Vergewaltigung.
    Wer die neuesten Berichte lesen will -> http://syrianperspective.blogspot.de/2013/06/second-post-june-26-2013.html

    Aus dem Bericht:
    – SAA hat die komplette Kontrolle über die AL-SHAA’ER GAS FIELDS IN TADMUR (PALMYRA)
    – HOMS TAL KALAKH ist jetzt unter voller Kontrolle der SAA;
    das Bild, wie die Armee des souveränen Syriens die eigene Fahne stolz in die Stadt trägt, wird sicher alle syrischen Patrioten freuen und ebenfalls mit Stolz erfüllen. Ja und die Armee wurde aktiv von der Bevölkerung unterstützt, welche der Armee mitteilte, wo die „Pest“ lokalisiert ist. -> Liebe Grüße auch an Enis und Kaumi usw.

    Ehm, bei dem Hernn Markus Schmitt vermisse ich immer, dass er korrekt die Täter und Opfer benennt. Es kommt mir immer so vor, als wenn er auch die geächteten Terroristen unterstützt, und zwar vorsätzlich, indem er absichtlich Nebelkerzen wirft, denn so dumm kann doch keiner sein, der hier liest. Warum schreibt er denn nicht, dass die SAA keine Kinder rekrutiert oder vergewaltigt? Warum schreibt er denn nicht, dass der Internationale Strafgerichtshof nie Haftbefehl gegen Obama, Bush, Blair usw. betreffs Völkermord beantragt hat. Gehört er zu den bezahlten Nutznießern der Unrechtssysteme? Aber ich werde mich hier nicht auf Diskussionen einlassen, sondern habe anderes zu tun. Er kann sich ja mit entsprechenden Beiträgen „rein waschen“; sollte mir recht sein. Wie sagen wir – nichts für ungut, „no hard feelings“. ;)

    • Und weil sich das Blatt gewendet hatte folgendes:

      1.) Das was schon bisher lief jetzt offiziell und dann wohl noch umfangreicher als bisher, um eine Basis für weiteres zu erhalten:
      – „Zeitung: CIA will syrischen Rebellen massiv mit Waffen und Kämpfern helfen“
      http://de.rian.ru/politics/20130627/266383848.html

      2.) Und weil das nach bisherigen Erkenntnissen doch nicht reicht – das Irak-Szenario, nachdem das Libyen-Szenario bisher versagt hat:
      – „C-Waffen-Einsatz in Syrien: USA und Großbritannien legen der Uno Beweise vor“
      http://de.rian.ru/security_and_military/20130627/266383381.html

      Allerdings gibt es auch einen Unterschied zur Zeit der Kriege gegen den Irak, die Welt ist nicht mehr die gleiche. Der alleinige Macht aus Washington, mit den mehr oder weniger bekannten Strippenziehern über die Macht des Geldes, haben sich andere Pole wieder zugefügt und bei nicht übereinstimmenden Interessen entgegengestellt.

    • @Dr.Seidel
      Finden sie Assad ist ein Täter oder Opfer? Wer sind ihres erachtens denn die Täter? Bei über 100000 Toten und vielen verletzten lassen diese sich nun schwer benennen und es gibt sie auf beiden Seiten.
      Wen soll man denn nun Unterstützen die geächteten Terroristen oder einen Diktaturhardliner, der bereit ist das nächste Opferfass für den Machterhalt einzugehen. Es ist schwierig, aber was mich angeht finde ich es auch falsch das man die Opposition die so gut wie alles verloren hat, hängen zu lassen und gar der Vernichtung auszuliefern, wenn es sein muss, dann muss man eben eingreifen, Schutzzonen errichten und der Opposition eine Verhandlungsposition geben, wenn das Regime so eh keine Kompromisse sucht und es der Opposition an Einigkeit fehlt. Der politische Islam ist wahrscheinlich eh das größte Problem für ein stabiles Syrien.
      Wenn man hier liest kann man wirklich nicht so dumm sein, als das man sich vorstellen kann, das es bei 100000 Toten bleibt und das es nach einer Vernichtung zu einer angemessenen Aufarbeitung kommt. Ich weis nicht, inwieweit das syrische Regime vorher den Terror half, ob nun in Irak oder Palästina. Auf jeden Fall halte ich dies auch nicht für ganz unschuldig und habe bedenken wo die „Terrorbekämpfung“ in Syrien seine Grenzen hat. Wird Assad nach diesen Konflikt an seinen Grenzen halt machen und Frieden stiften?
      Ich weis es nicht und habe so meine Bedenken ob es Assad mit Frieden mit dem Westen und Israel dann noch ernst meint oder versucht trotz seiner Schuld „Rache“ zu schwören und Terroristen gegen den Westen und Israel unterstützt.
      Die Sache ist, das man Verbrecher in der Regel einsperrt.
      Herr Seidel, ich bin nicht gerade für die Terroristen, einerseits aufgrund Islamisten des Terrors und Krieg, da diese bisher keine Verhandlungen eingehen und Kompromisse wirklich möglich sein sollen. Da beide Seiten im Grunde für Demokratie sind, muss es finde ich auch der syrischen Regierung möglich erscheinen die Opposition zu Verhandlungen zu bewegen zumindest mit jenen die diese Ziele bis auf die Einschränkung Assads teilen.

  • Zitat vom Archonten: »Es gibt derzeit kein Modell, das dem eines angeblichen Konfessionskriegs gewachsen wäre und das man weltweit dem Informationskonsumenten in Form von einfachen Sätzen, in Kolumnen und Comics vermitteln könnte.«

    Doch. Das der Infiltration des friedlichen Lands von außen durch den bösen Feind.

    Zitat vom Archonten: »Zumal, nur als Anmerkung zur Unterstützung durch Rußland, dort der traditionelle Islam ein sunnitischer ist. Wie verklickern die das den eigenen Leuten nur, daß man in Syrien „Schiiten unterstützt“?!«

    Der „traditionelle Islam“ ist genau das Stichwort. Zum Beispiel die Sufija, wie in Tschetschenien. Es kommt politisch darauf an, alle traditionellen Muslime, Sunniten wie Schiiten und sonstige Richtungen, gegen die unislamischen Wahhabiten zu einen. Der Gegner ist die Wahhabija. Der Gegner sind die radikalisierten, von Ideologie und Drogen zugedröhnten Terroristen und Menschenfresser, ihre feisten Finanziers am Golf und ihre Terrormanager in London, Washington und seit dem ungarischen Giftzwerg auch in Paris.

    Das läßt sich in Rußland ebenso vermitteln wie im Nahen Osten – dort wie da auch und gerade den Sunniten –, aber auch in Europa und Amerika. Freilich muß man dazu Geld in die Hand nehmen, dem Feind etwas entgegensetzen und dessen Wühlarbeit wirksam eindämmen.

    Es ist ja übrigens nicht so, als wäre die was ganz Neues. Wir kennen doch lang schon die Giovine Europa, wir kennen die Vorgeschichte der Oktoberrevolution. Ohne den Erfolg der vorausgehenden, aus dem angelsächsischen Raum heraus vorgetragenen Wühlerei im Osmanischen Reich, in Rußland, in Österreich-Ungarn wäre das alles gar nicht denkbar gewesen.

    Riegel vorschieben, Spieß umdrehen, das ist das Rezept. Keine leichte Übung, aber bitter nötig.

    • Gibt ’nen sehr netten & frischen, etwas längeren Artikel zum Wahhabismus bei den Russen. Ich gucke den mal durch und bei Gelegenheit kommt der auf Deutsch. — Ich komme gerade aus Kasachstan, Astana: scheint weit weg vom Golf zu sein, aber dort steht eine neue, große Moschee mit vergoldeten Kuppeln, mit einer Widmung: sponsored by Hamad bin Khalifa Al Thani. Dazu nehme man die Anschläge gegen die Sufi-Geistlichen der Region und man bekommt das Bild dessen, was vor sich geht. Vermittelbar ist es also. „Muss nur mal jemand machen.“

    • Ich denke, es könnte helfen, wenn jemand Kundiges die sunnitische Interpretation und Praxis des „Dschihad“ im Zusammenhang mit dem Institut der Fatwa vorstellt und mit den gleichlautenden schiitischen Instituten kontrastiert. Der Knackpunkt ist m.W., daß die sunnitischen Rechtsschulen keinen Klerus kennen bzw. anerkennen.

      Solche Informationen könnten m.E. heraus bringen, daß die Shia zum Koran in einem ähnlichen Verhältnis steht, wie das Papsttum zu den Evangelien, daß aber andererseits der sunnitische Dschihad der christlichen Mission äquivalent ist, allerdings mit dem fundamentalen Unterschied, daß es beim Dschihad darum geht, Volksrecht und völkisches Recht zu schaffen während es bei der Mission darum geht, Volksrecht bzw. völkisches Recht zu erobern (Hypothesen).

      Sicher bin ich allerdings, daß man diesen alten Krieg (Eifer, Streit, struggle) zu erklären hat, nicht zu leugnen, bevor man zu irgend einer Aufklärung schreiten kann.

  • „Es gibt derzeit kein Modell, dass dem eines angeblichen Konfessionskriegs gewachsen wäre und das man dem weltweiten Informationskonsumenten in Form von einfachen Sätzen, in Kolumnen und Comics vermitteln könnte.“

    Ich glaub schon, daß es so ein Modell gibt: und zwar beruhend darauf, daß der Krieg gegen Syrien nicht nur auf Völkerrechtlicher Ebene kriminell ist, sondern daß er auch in großer Zahl Elemente klassischer Verbrechermethoden enthält (Entführung, Erpressung, Bestechung…)

    Man könnte den Gegner beispielsweise als ‚Die vereinigten Verbrecherbanden der Faschisten, Zionisten und Wahabiten‘ bezeichnen.

    Anders: Es sind überdimensionale Verbrecherbanden am Werk, die gemeinsam einen souveränen Staat vernichten wollen.

    Das Brainstorming sei eröffnet…

  • Anonymous

    Aktion gegen die Morde an Schiiten:

    http://www.shia-rights.de/index.php/de/

    Den Schiiten muß dringend beigesprungen werden,
    auch wenn eine Abwehrallianz aller vom Imperium
    bzw. Wahabiten/Salafisten Verfolgen noch besser
    wäre.

    Infos auch bein öffentlichen shia-forum.de

  • Anonymous

    Folgt man den Analysen von Eugen Rosenstock-Huessy (Die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen, sehr lesenswert!), dann stehen wir in einer unmittelbar vorrevolutionären Situation:
    – Die letzte Revolution in Nordamerika ist schon mehr als drei Jahrhunderte her. Ihre Errungenschaften, die die USA gegen die Inhalte aller folgenden Revolutionen immunisiert hatten, sind inzwischen restlos aufgebraucht, ja zu einer Farce verkommen.
    – Das amerikanische politische System ist inzwischen völlig dysfunktional. Absolut dringende Entscheidungen und Maßnahmen zu der gegenwärtigen Krise werden durch republikanische Fundamentalisten blockiert, und der demokratische Flügel der Hofnarren der Wall Street hat keine Kraft zu politischen Alternativen.
    – Der gegenwärtige amerikanische König ist extrem geschwächt. Die Rechte hat diesen Neger schon immer gehaßt und sogar versucht, ihm die Erschleichung der Staatsangehörigkeit nachzuweisen. Die Progressiven sind maßlos enttäuscht von ihm, und ernst nehmen tut ihn inzwischen kaum noch jemand. Dabei hat er vielleicht an die Hoffnungen, die er gemacht hat, sogar etwas geglaubt. Gegen das System hat er aber keine Chance, und seine Rolle läßt ihn in Verbrechen waten.
    – Die Kollaboration mit Front des saudischen Wahabismus – Al Qaida – war bisher der breiten Masse noch gut verborgen. Dass diese Symbiose von Terror und staatlichem Gegenterror (jeweils natürlich gegen die Bevölkerungen) jetzt in einem „perversen Denken“ offizell gemacht wird, wirft die Jahrzehnte lang propagierten Legitimationsstrukturen völlig über den Haufen und erzeugt angesichts des Traumas von 9/11 für die USA Anomie. Das werden nicht alle Gläubigen dieser Theokratie mitmachen, und einige werden sich vom Saulus zum Paulus wandeln. Es knirscht schon seit einiger Zeit im Apparat, zuletzt der Rücktritt von Michael Morell (CIA Vizedirektor).
    – Die Auslöser stehen Schlange: Verlust der Leitwährungsfunktion, Zusammenbruch des nationalen Haushalts, der seit längerem nur noch mit Ponzi-Methoden Zeit kaufen kann, die weit vollzogene Auswanderung der Produktion aus den USA, die Pleiten der amerikanischen Kommunen (gute Quelle: http://www.geab.eu).
    Die Homeland Security weiss schon, warum sie 1,6 Milliarden Schuss mannstoppende Hohlspitzpatronen kauft (http://rt.com/usa/dhs-ammo-investigation-napolitano-645/).
    Man ist gut beraten, sich auf plötzliche und umwälzende Veränderungen einzustellen, die alles bisher sicher geglaubte über den Haufen werfen.
    Die EU wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie in dieser Situation ein Freihandelsabkommen mit den USA eingehen würde. Die Zukunft heisst BRICS (ja, ich höre auch Rapallo, da wird man sehr wachsam sein müssen).

  • Religionskriege

    Jemand sagte, der Bürgerkrieg (oder die bürgerkriegsähnlichen Zustände, wie man will) in (Nord-)Irland sei kein Religionskrieg gewesen. Das ist offenkundig falsch, denn es gab eine Vielzahl mörderischer Aktionen mit Zielstellungen eines Konfessionskriegs.

    Fast ebenso offenkundig ist die Aussage, „eigentlich“ sei es um die britische Besatzung gegangen, wahr. Wie geht das zusammen?

    Irland war außerstande, die britische Besatzung abzuschütteln und seine Elite war dazu, genau genommen, auch gar nicht willens, weil eine irische Nation (= tragfähige und lukrative Pfründe erlaubende Herrschaft) ohne Verknüpfung mit der britannischen Hauptinsel nicht zu haben war (und ist).

    Folglich gab es auf diesem Feld keine irische Nation, keine irische Herrschaft, ganz Irland war (und ist es im Wesentlichen noch) eine Provinz Englands.

    Das ist die Lage, in der die (widersprüchliche) Identität von Religion und Nationalismus wirksam wird, die kaum einer wahr haben will, jedenfalls nicht für die Abkömmlinge des Amalgams von Judaismus und griechischer Philosophie. Für die archaischen Tempelherrschaften der Sklavenhalter des Orients dürfte der Zusammenhang kaum bestritten werden. Unklar wird der Zusammenhang für abendländisch geprägte Gemüter v.a. durch die Rolle der katholischen Kirche in der feudalen Epoche Europas, weil deren „Nationalismus“ über Jahrhunderte gleichsam „negativ“ war: Dieser Nationalismus betätigte sich an der militärisch und politisch erledigten, ökonomisch und kulturell aber fortbestehenden Römischen Nation, und zwar an deren Tradierung durch Abwicklung. Die Reformation vollendete, was im griechisch-römisch revolutionierten Judentum, genannt Christentum, bereits angesetzt war, aber im Zuge der Christianisierung zunächst wieder verloren ging: Die priesterliche Abtretung der Macht an weltliche Institute, in erster Instanz an das Institut weltlicher Rechtsprechung, das seinerzeit ohne Wenn und Aber Klassen- und Standesrecht verfügte.

    Damit haben wir die praktische Schnittstelle zwischen Religion und Nationalismus am Wickel. Tempelrecht, Priesterrecht, allgemein religiöse Gesetzlichkeit ergänzt entweder Klassen-, Standesrecht und die militärische Willkür der Kriegeraristokratien, oder stellt sich diesen weltlichen Rechtsinstituten mit dem Ziel entgegen, sie neu „einzufangen“, nämlich völkisch.

    Und deshalb ist die Diagnose, in Syrien finde kein Religionskrieg statt, wahr und falsch zugleich. Sie ist um so falscher, je länger der Krieg dauert und die Schwächung der weltlichen Rechtsinstitute zur Zwangslage für eine Bevölkerung wird, die an den Grundlagen ihrer herrschaftlichen / unterwürfigen Verfassung fest zu halten gewillt ist, i.e. an Privateigentum und Patriarchat.

    Mache daraus etwas, wer will.

    • Franz

      …ist das Quartal schon vorbei?

      sry, konnts mir nicht verkneifen

    • Nobilitatis

      TG, Sie sollten sich nicht zu Dingen äußern, von denen Sie einfach keine Ahnung haben. Hier: der irisch-britische Konflikt. Diesen kann man zwar konfessionell nennen, er hat aber keinerlei konfessionelle Prägung, außer der zufälligen Übereinstimmung Katholiken/ Nationalisten/ Iren vs. Protestanten/ Loyalisten/ „Briten“.
      Ihre Einschätzungen:
      „Irland war außerstande, die britische Besatzung abzuschütteln und seine Elite war dazu, genau genommen, auch gar nicht willens, weil eine irische Nation (= tragfähige und lukrative Pfründe erlaubende Herrschaft) ohne Verknüpfung mit der britannischen Hauptinsel nicht zu haben war (und ist).

      Folglich gab es auf diesem Feld keine irische Nation, keine irische Herrschaft, ganz Irland war (und ist es im Wesentlichen noch) eine Provinz Englands.“
      sind durchweg falsch. Sie sind ahistorisch und es würde jedem Laien auffallen, dass sich der irische Unabhängigkeitskampf ganz wesentlich von dem der Waliser, Schotten und dem der Kolonien unterscheidet.

    • Nehmen wir an, Nobilitatis, mein Beispiel sei für den „Kenner“ eine falsche Wahl, weil historisch weitere Motive eine wesentliche Rolle spielen – sei’s ‚drum, darauf kommt es für die Darstellungsabsicht nicht an, weil der vorgestellte Zusammenhang (wenn er denn stimmt) eh immer in historischen Modi vorliegt, aus deren Spezifika er heraus destilliert werden müßte.

      Übrigens liegt der Zusammenhang, den ich skizzierte, als ein der Beobachtung entnommenes pragmatisches Dogma dem Essay von David Wurmser, „Coping with Crumbling States“ zugrunde, ich wiederhole Anonymos Empfehlung dieses Textes.

  • Anonymous

    @ all:

    denkt bitte daran, dass westliche und vorallem israelische Geheimdienste seit Jahren eine Armee unzähliger Blogger und Forenbesucher finanzieren, deren einzige Aufgabe darin besteht, die westliche und die israelische Position in geostrategischen Fragen zu vertreten und die Argumente ihrer vermeintlichen Gegner zu kontern – wenn es Not tut, auch mit Lügen!
    Als Beispiel sei der Avatar „Viper“ im Forum der Luftfahrtseite airpower.at erwähnt. Diese angeblich private Einzelperson hat seit etwa 6 Jahren die Zeit und das Geld 24 Stunden am Tag das Forum mit seinem unsäglichen „Müll“ zu füllen!
    In anderen Foren sind mir solche Avatare ebenfalls schon aufgefallen!

    Nur so als kleiner Hinweis!

    Liebe Grüße

    • Franz

      Paranoider Quatsch..

      Du glaubst wohl auch an Verschwörungstheorien ;)

    • habkind

      solch ein Quarsch ist das nicht.
      Israel hat vor ca. 2 Jahren auf alle Fälle
      eine Campagne gestartet, um die Benutzer
      im Internet Israels Ansicht der Dinge
      näher zu bringen. Ich glaube nicht, dass auf diesem
      Blog schon solche Meinungsmacher tätig sind, dazu ist dieser Bloch (noch) zu unwichtig (entschuldige apxwn).
      Aber in Foren wie Spon, ARD, ZDF etc. gibt es sie auf alle Fälle. Da finden sich auch die Forenbesucher, die unpolitischer sind und schneller zu beinflussen sind und durch ihre Menge die deutsche Politik mit beeinflussen kann.

    • Franz

      sry@ironie

  • Was haltet ihr von diesem Video, auf das unter anderem in PressTV und Pravda.ru verwiesen wird:

    YOUTUBE: EX-AL QAEDA Member: Nabil Naim | The Syrian Lie – Al Nusra’s Fake War

    Man kann kaum glauben, dass dieser Mann das ist, als was er hingestellt wird. Hat dieser Mann noch Gehör bei Fanatikern vom Schlage al-Queda? Dann sollte man dieses Video wirklich „viral“ werden lassen!

  • Jörg

    Beunruhigend, daß Rußland sein Personal aus Syrien und insbesodnre Tartus abzieht:
    http://www.blacklistednews.com/Russia_withdraws_its_remaining_personnel_from_Syria_/26951/0/0/0/Y/M.htmlg

    Die russische Marien zieht sich nach Zypern zurück, während dei US-Diktatur und seine europ. Vasallen an Syriens Grenze Truppen und Waffen ansammeln.

    http://investmentwatchblog.com/syrian-invasion-expected-in-august-cia-moves-weapons-to-jordan-idf-on-high-war-alert-russia-evacs/

  • Jörg

    Abr jetzt lese ich …

    „Russisches Militär dementiert: Keine Evakuierung der Marinebasis in Syrien“ – http://de.rian.ru/politics/20130627/266386947.html

  • habkind

    Interview mit einem General der FSA auf Jazerra.
    Er gibt zu, dass die Ziele durch die Großmacht USA vorgegeben werden, Syrien um 50 Jahre zurückzubomben.
    Die FSA wäre in der Lage – vorausgesetzt sie bekommt die entsprechenden Waffen – den Krieg zu gewinnen.

    http://www.liveleak.com/view?i=53a_1371637813#rudPLTF3RIactiMu.99

  • Anonymous

    @ Habkind
    Der General erinnert mich an eine finstere Version von Groucho Marx. Interessant ist allerdings sein Ultimatum an den Westen, binnen eines Monats die geforderten Waffen zu liefern, sonst würden die Beweise für den Einsatz chemischer Kampfstoffe offengelegt. Nachdem sich die diversen westlichen Geheimdienste seit Monaten erfolglos bemühen, Belege für den Einsatz durch die syrische Armee zu konstruieren (und dabei sicher auf hilfreiche Angebote der sogenannten FSA zurückgegriffen hätten), und nachdem es eine Drohung an den Westen ist, bleibt eigentlich nur ein Schluss:
    Entweder das ganze Interview ist gefaked (und dann wäre interessant, warum), oder der nette General hat Beweise, dass der Einsatz von Kampfstoffen unter aktiver Mithilfe westlicher Militärs und Dienste durch die Söldnerkombattanten erfolgt ist. Für den letzteren Sachverhalt sprechen ja eh schon die Fakten (wenn z.B. die türkische Polizei Al Nusrah Kämpfer mit Sarin in der Türkei hochnimmt). Wirkliche Beweise für die Urheberschaft westlicher Dienste wären aber schon noch was anderes.
    Mal sehen, wie lange der nette Herr diese Ultimatum überlebt.

  • habkind

    Seid Ihr alle in Urlaub, oder ist etwas mit
    der Blogseite nicht in Ordnung?
    Seit 3 Tagen keine neuen Kommentare.

  • Anonymous

    Es scheint etwas faul zu sein. Gestern (Freitag) haben gegen 18h auf diesem Blog die letzten vier Postings gefehlt, und ein neues Posting ließ sich nicht machen, weil die Auswahl des Profils nicht möglich war. Eine knappe Stunde später waren wieder die bisherigen Postings komplett.
    Vielleicht reicht die weiche Methode á la MS der Führung nicht mehr, und die Nervosität führt zur nächsten Eskalationsstufe.

  • Anonymous

    Nachdem Habkind von drei Tagen ohne neue Posts schreibt, wird der Bloginhalt vielleicht auch nach Empfängerkategorie gefiltert. Wenn MS nicht genug demotiviert, kann das ja wirken.

  • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Anonymous

      Mhm, MS beteiligt sich aktiv am Schweigen…

  • TomGard

    http://www.dedefensa.org/article-h_licos_russes_et_fili_re_russie-irak-syrie_29_06_2013.html

    Spekulationen um die Bedeutung einer (raschen?) Lieferung von „mehr als zehn“ Kampfhubschraubern Mi-28 „Havoc“ Night Hunter an die irakische Armee im Rahmen der im Herbst letzten Jahres unterschriebenen 4-5 Mrd.$ Waffen-Bestellung. Die Maschine ist „State of Art“ Ausrüstung der russischen Streitkräfte, die selbst noch nicht die vorgesehene Anzahl stationiert hat. Ein Dutzend Maschinen formen eine Schwadron.

    dedefensa sieht durch den Deal eine „echte Achse“ Teheran-Bagdad-Damaskus geopolitisch als „russischen Zweig“ wachsen.
    Ich sehe das ganz anders.
    Eh wurscht.

    • du oberpfeiffe spielst eh alle russischen waffenlieferungen runter. hey wie wärs wenn du dich mal über die amerikanischen patriots und f-16s lustig machen würdest…

      ich glaube du hast uns allen bewiesen auf wessen seite du stehst. oder wie dumm du bist. das kann sich jeder jetzt auswählen…

      nochmal für alle leser: der vertrag mit irak sollte „hubschrauber und luftabwehrsysteme“ beinhalten, aber irgendwie ist man noch nicht wirklich detailliert darauf eingegangen. könnte auch sein um die amis nicht zu sehr zu verschrecken (denn theoretisch kann man ja alles mögliche liefern und einige lieferungen gegen andere austauschen, wie bei syrien es möglicherweise passiert ist).

      das problem einer „damaskus-baghdad-tehran“ achse sollte aber klar sein: syrien und iran haben wohl kaum die gleichen zukunftsvorstellungen von der großen irakischen nation. die perser wollen AUF KEINEN FALL eine pan-arabische bewegung an der macht sehen (doch die haben immer noch, oder gerade jetzt große sympathie beim volk), und syrien will auch keine baathisten an der macht die sich weiter mit den syriern streiten würden wie zu zeiten saddams.

      die lage ist derart kompliziert, ich wage nur zu sagen dass wir nichts voraussagen können, was aus irak wird.

    • ISKANDER

      @Sown
      du bemerkst zu Recht, das unser Dampfplauderer TG wenig Interesse an der Lage am Boden des Nahen Ostens besitzt. :-)

      Zum Irak möchte ich anmerken, der Iran möchte ganz sicher keine panarabische Bewegung, doch ist diese sowas von weit weg, das eher Mursi zum Christentum konvertiert als das die stolze arabische Nation den Weg zu EINER Stimme fände.
      Ergo, kann der Iran ohne Sorge den Irak UND Syrien stützen, anbinden und eine Achse aufbauen – ja muss er sogar um ein Gegengewicht zur Achse: Israel-Katar-KSA – und Co. zu finden.
      Der stabile, starke Halbmond von Beirut bis Teheran ist die größte Friedenschance die die Araber jemals haben durften. Er allein ist in der Lage, den Landraub der Zionisten zu beenden und weitere militärische Überfälle der Terrormacht USA/Al-Kaida und Co. in Zukunft auszuschließen.
      Das wissen auch die Terroristen in Washington, Paris, London, Tel Aviv selber und entsprechend erbittert ist ihr Begehren, Syrien zu zerstören.
      MP Maliki (Irak) hat das verstanden und handelt in seinen Möglichkeiten sehr klar. Auch das ist ein Etappensieg der tapferen Syrer.
      Eigentlich läuft es für die Verteidiger von Syrien nicht schlecht, die Zeit frißt am Westen, nicht umgekehrt. Putin hat ebenso den klaren Blick. China unterstützt, die BRICS Staaten puffern.

    • es ist nur so dass ich weder china (äußerst skrupellos wenn es um seine eigene sache geht) noch iran (unter chinesischem einfluss was wirtschaft angeht) traue, solange ich beider hände nicht sehen kann. ich traue khamenei und der pasdaran als akteure mit viel verstand und iran selbst führt seine unvollkommene revolution langsam und friedlich zu ende.

      wahr ist dass irans militärische fähigkeiten stark zugenommen haben (quasi unbemerkt und sicherlich mit hilfe von anderen akteuren) und dass syrien-irak-iran zusammen auf jedenfall in militärischer hinsicht – ja ich wage zu sagen – unbesiegbar sind.

      auf jedenfall kann man überall beobachten, dass die zeit „auf unserer“ seite ist – und in dieser hinsicht ist es wichtig zu bemerken dass der russische interne kampf um die volle souveranität tritt in die endphase ein (der anfang vom ende).

      die einzige frage bleibt: wird syrien den gleichen weg nach dem sieg gehen wie algerien? d.h. wird syrien in eine art schockstarre fallen statt zum gegenangriff überzugehen? ich bleibe optimistisch dass die syrische führung (militärs und assad) ihre wertvollen und lange ausgearbeiteten pläne nicht verwerfen sondern weiter verfolgen. meine achtung vor dem syrischen volk und seiner höchsten führung ist sicherlich um 1000% gewachsen.

  • ISKANDER

    Der König von Jordanien äußerte in einem Interview ausgerechnet mit dem Terroristenpaten Kerry (USA/Al Kaida)die ansich richtige Ansicht, das: „Israel den Frieden in der Region bedrohe“.
    Nach dem Bericht der katarischen Agentur Al Shargh.
    Nun frage ich mich, wieso der kleine Lebemann Abdullah II nach dieser Erkenntnis zulässt, das die größte Terrormacht der Erde (USA/Al Kaida) gemeinsam mit Israel liiert – sein Land, also Jordanien, mit Terrorgruppen überziehen darf und Abdullah feige schweigt.
    Der kleine König wäre nur glaubhaft wenn er die US – Terrortruppen aus dem Lande würfe und Israel Dampf unter den Kessel machen würde.
    Alles andere ist nur Dampfplauderei und wird seinen Kopf nicht retten.

    • kaumi

      Der jordanische König ist die ärmste Sau der Welt.
      Praktisch ist dieser Abdullah die Mutter aller Marionetten. Das eigene Volk (palästinensische Mehrheit)immer als Bedrohung vor der Nase und sein Schicksal in die Hände der Amis legend. So besteht nicht die geringste Möglichkeit, das eigene Profil, wie auch immer geartet, zu schärfen.

      König „Marionette II“ muss von Zeit zu Zeit antiisraelische Floskeln absondern, um den Schein zu wahren. Sein Handeln offenbart seit Inthronisierung indes das Gegenteil. Proamerikanisches Rumwedeln samt geduldeten Missbrauchs seines Staatsgebietes.
      Nichts, was dieser Gnom sagt, ist von Relevanz.

      Die Amis offenbarten indes einen kleinen Einblick in ihre (Un-)Strategie, bezüglich des Rumgeeieres bei der Bewaffnung der „Opposition“.
      http://www.syriatruth.org/news/tabid/93/Article/10007/Default.aspx
      Ziel der gesteigerten waffentechnischen Unterstützung der Terroristen durch den Westen ist (und viele zogen diese Möglichkeit in Betracht) primär eine für ihn vorteilhafte Verhandlungsposition zu schaffen.
      Bei diesen Strategischen Plänen gehen der US-Nato/GCC die tausende Leben an Syrer am Allerwertesten vorbei.
      Was wiederum den Fakt bestätigt, dass der Status quo jetzt und fortlaufend IN Syrien, AUF dem Boden, zählt. Und nichts anderes.
      Angefügt habe ich noch ein bemerkenswertes Interview eines am Sadat-Mord beteiligten „Bruders“, der in Haft zumindest in Grundzügen eine gewisse Erleuchtung erfahren hat:
      https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=jogCgqL_Hhc

      Ägypten wird m.E. ohnehin noch eine bedeutende Rolle spielen, denn sollte Mursi und seine Partei im Nil-Land den kürzeren ziehen, würde das ein herber Rückschlag für die islamistische Bewegung bedeuten. Von diesem Sieg der Gemäßigten (wenn er denn kommen sollte) ginge ein für alle wahhabitisch-salafistischen Regime und Bewegungen ein fatales Signal aus. Denn Ägypten ist die Brutstätte der „Ichuan-Bewegung“. Wäre schön, wenn sich der Kreis schließen ließe: Die Bewegung stirbt dort wo sie geboren wurde.

    • @Kaumi

      Mit dem selben al-Qaeda-Veteran gibt es ein weiteres Interview, das ich oben verlinkt hatte.
      Es ist wirklich ein heißer Infokrieg, der da abläuft, in diesem Interview kommt der Mann (Nabil Naim) wirklich glaubhaft rüber. Besser gemacht als das andere Video mit ihm (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=PtIMM5MVk-o).

      Zu Ägypten: ich liebe dieses Land und war dort schon oft im Urlaub. Ich glaube leider nicht, dass Mursi dort so schnell untergeht, zumindest bis zu meinen letzten Besuchen war selbst für einen Touristen offensichtlich, dass sehr viele Ägypter in einer konservativ islamischen Partei (diplomatisch ausgedrückt) ihr Heil suchen. Damit werden aber die wirtschaftlichen Probleme nicht gelöst, es sind ja die vielen jungen Leute ohne Perspektive, die es so leicht machen, in arabischen Länder zivilen Aufruhr zu entfachen. Außerdem führen solche „Willst-du-nicht-mein-Bruder-sein, so-schlag-ich-dir-den-Schädel-ein“-Parteien logischerweise zu gleichfalls radikalen Gegenbewegungen. Leider, möchte man fast sagen, ist diese Opposition bislang nur in bestimmten urbanen Zentren stark, wie z.B. Alexandria.

      Ichuan-Bewegung“ habe ich gegoogelt und bin auf einen Wust von Links auf irgend ein asiatisches Zeug gestoßen, was meinst du damit?

    • kaumi

      Jowi,

      die Bewegung Al Ichuan Al Muslimin ist der inguine Name der islamischen Bruderschaft.

    • Vielen Dank für die Aufklärung, wieder etwas gelernt :-) !

    • jowi: ichuan = ikhwan. kaumi hat nur eine für europäer eher ungewöhnliche schreibweise/transkription gewählt… der fiese hund! ;)

  • Zum Thema Waffenlieferungen.

    http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/28/appell_an_die_eu:_%E2%80%9Ekeine_bewaffnung_der_rebellen%E2%80%9C/ted-705698

    Ich habe da auch meine bedenken ob man mit Waffenlieferungen etwas an der Situation verbessert und diese nicht weiter verschlimmert, indem der Bürgerkrieg anhält. Ohne Verhandlungen sollte man da vorsichtig sein und selbst wenn Oppositionsteile zusagen ist es fraglich, ob diese Teilnehmen, eine Einigung erzielen wollen und auch die radikalen Fraktionen zum einlenken bringen. Die Bewaffnung hat bisher nur das Leid verschärft, das sich das nun ändert ist schon sehr fragwürdig.

  • Anonymous

    Also ob der „kleine König“ die Macht hat den USA zu sagen, dass sie auf seinem Staatsgebiet unerwünscht sind, wage ich zu bezweifeln. Oft frage ich mich trotzdem, warum sagen gewisse Machthaber nicht einfach „Nein“ zu den USA. Es kann nur das klammern an der Macht sein oder sie sind erpressbar.
    Zu der Achse Teheran, Bagdad, Damaskus, das ist ein ganz natürliche Achse, die sich mE nicht unbedingt an den Grossmächten ausrichtet. Wäre das nicht auch eine tolle Pipeline Strecke? Wenn die Lage in Ägypten kippt und Mursi gehen muss, dann ist das eine katastrophale Niederlage für die Moslembrüder und dann wird es eng für Israel. Aber wie sown on the path schon schrieb, die Lage ist derart kompliziert und wer wagt schon eine Prognose für irgendein Land in dieser Region. Im Übrigen fährt der iranische Aussenminister Salehi nach Doha, um mit dem neuen Emir über Syrien zu sprechen. Was wohl dabei rauskommt? Dike

  • habkind

    Wo seid ihr alle den gewesen sein? Habt ihr in einer Ecke gesessen und den Rausch ausgeschlafen?

    @Iskander, der jordanische König kann gar keine selbständige Politik machen. Dann ist er sofort weg, noch schneller als der Emir von Quatar. Der Emir war sogar unermeßlich reich und war nicht auf andere angewiesen, während der König mangels eigenen Einnahmen auf jährliche Unterstützung von Saudi-Arabien, Kuweit?, VAE?, den USA, England und Deutschland angewiesen ist.
    Obendrein droht alle paar Monate Israel damit, die Palästinenser nach Jordanien zu schicken, da dort eh mehr Palästinenser leben als Jordanier, um dort den Staat Palästina auszurufen.
    @ Anonym
    natürlich ist es das Klammern an der Macht, aber es gebe ja keine Alternative, denn der König würde abgesetzt, und die USA würden trotzdem das machen, was sie wollen – mit wem auch immer an der Macht. Zur Not würden sie auch wieder den Kronprinz wählen, egal wie jung er ist.
    Die Pipeline zwischen Iran-Irak-Syrien ist ja schon im Bau. Das war ein Grund, warum Quatar so energisch den Krieg gegen Syrien angestrebt hat.
    Quatar hat Syrien ein Ultimatum gesetzt, um eine Pipeline von Quatar durch Syrien zu führen und Assad hat abgelehnt. Das Ergebniss siehst du jeden Tag im nichtdeutschen Fernsehn.

    Schön, dass Ihr alle wieder da seid.

  • ISKANDER

    Noch mal zum jordanischen König,
    ok. – er ist nur Kolonialbeamter, Gemeindevorsteher und Vereinssprecher.
    Und doch hat er eine Option.
    Er könnte mit dieser ihm zugestandenen Rolle sehr viel mehr herausholen wenn er nur wöllte.
    Er könnte mit Abdankung drohen – mit Einbeziehung der Palästinensischen Mehrheit in die Regierung, ja sogar mit Syrien anbandeln.
    Klar würden seine „Herren“ ihn zur Brust nehmen, doch wenn er ein diplomatischer Könner wäre wie weiland der kambodschanische König Sihanouk, der zwischen den Großmächten tarierte, könnte er tatsächlich was erreichen.
    Doch dieser kleine Westler will nur jetten, einkaufen, feiern und nun ja – Dorfvorsteher bleiben.
    Welch Schock für die USA, wenn Jordanien eine palästinensische Republik mit Anspruch auf die Vertretung der geknechteten Palästinenser im besetzten Palästina würde!
    Syrien würde sich multiplizieren.

    • Anonymous

      Aber ist das nicht genau das, was Israel gerne hätte. Jordanien wird das Neue Palästina und Israel hat ein Problem weniger. Das Palästinenserproblem muss ein für alle Mal gerecht gelöst werden. Das Rückkehrrecht muss realisiert werden, Siedlungen abreißen oder den Palästinensern zur Verfügung stellen, die zZ in Lagern leben müssen, natürlich müssen vorher die zionistischen Siedler auf Kosten des Staates Israel umgesiedelt werden. Am besten nach Texas. Da ist doch genug Platz für einen weiteren Bundesstaat, Zion. Mal sehn wie herzlich sie von den Amerikanern aufgenommen werden.
      Heute entscheidet sich viel. Ägypten! Diesmal haben die Amerikaner ihre Bürger aufgefordert das Land zu verlassen. Sie wissen, dass es diesmal eine echte Revolution ist und kein von ihnen arrangierter Frühling. Die Welt schwimmt sich frei und wir erleben nicht mehr und nicht wenig als die Neuordnung der ganzen Welt. In Syrien hat die Armee Erfolge in Homs erzielt. Kaumi, Enis und Iskander, wie sieht es denn um Aleppo aus? Habt Ihr neue Nachrichten. Es ist so merkwürdig ruhig.
      Habkind, ich hatte mehrmals versucht hier zu schreiben, aber die Kommentarfunktion hat geklemmt. Wie hast du das gemacht mit dem Name /URL? Das funktioniert bei mir nicht. Dike

    • ISKANDER

      @Dike
      In Aleppo wird zäh um jedes Haus gekämpft, es ist schon von der Größe der Metropole kein Durchmarsch wie Al Kusair.
      Auch dürfte in Aleppo ein Großteil der Terroristen verankert sein und dank der Grenznähe zur Türkei an Waffen kein Mangel.
      So sind die Meldungen über Fortschritte der syrischen Armee entsprechend kleinräumig, wohl aber in ihrer Gänze hoffnungsvoll.
      In den Stadtteilen Bustan al-Basha und Al Leramon wurde (zumindest in den letzten Tagen) am erbittertsten gekämpft.
      Eine kleinere Offensive der FSA/AL Kaida zum Zwecke der Eroberung des Stadtteiles Ar-Rashidin konnte zurück geschlagen werden.
      Die Dörfer Dzhabbul und Deir al-Hafer in der Nähe des Flughafens von Al-Kueyres wurden ebenfalls von der syr. Armee zurück erobert.
      Unverändert hält jedoch der Sturm der Terroristen auf das Zentralgefängnis von Aleppo an. Dort sitzen Unmengen von Terroristen ein die zu befreien, eines der aktuellsten Kriegsziele der FSA/AL-KAIDA Banden zu sein scheint.
      Die syr. Armee hat Mühe, diesen stetigen Ansturm abzuwehren.
      Alles in allem ist die Schlacht um Aleppo im Moment ein mühsamer Bajonettkampf a la Stalingrad.
      Hoffen wir, das die Hisbollah und die iran. Revolutionsgarden dort mit eingreifen denn Aleppo MUSS bis Ende Juli fallen um der Aggression das Rückrat zu brechen.

    • Anonymous

      Vielen Dank Iskander für den Lagebericht. Hoffen wir mit allen Fasern, dass die tapferen Soldaten der syrischen Armee Aleppo befreien können! Eigentlich traurig, dass die Terroristen im Gefängnis auch noch auf Staatskosten durchgefüttert werden. Sind das solche, denen man öffentlich den Kriegsverbrecherprozess machen möchte? Dike

    • Comrade John

      Möglicherweise hat Northern Tempest (Northern Storm) ja noch gar nicht begonnen? Die Ankündigung dieser Offensive war vielleicht ein Verwirrspiel, um von Operationen in den anderen Landesteilen ablenken, die vorher gereinigt werden sollen.

      Zu denken gibt hier das konzentrierte Vorgehen der SAA in Provinzen Homs u. Damaskus, teils auch Hama sowie Idlib. Ein neuer Erfolg (nach Al-Kusair) war hier die Einnahme von
      Talkalakh, wobei nun die gesamte Grenzregion zum Nordlibanon kontrolliert wird. Aktuell scheint es gegen die letzten Bandenviertel in Homs (Stadt) zu gehen, die Nato-Medien heulen ja schon wieder.
      Auch aus den östlichen Provinzen, wo es, glaubt man Nato-Medien, die SAA ausserhalb von ein paar Orten eigentlich nicht mehr geben sollte, berichten Sana u. SyrianPerspective immer wieder von Gefechten auf dem Lande. Vom Aufgeben der östlichen Provinzen kann also keine Rede sein.
      Von den FSA-Banden (im Jargon der Natomedien die „Rebellen“) gibt es seit Wochen keine Erfolgsmeldungen mehr, die ersten Natomedien bezweifeln inzwischen auch, dass die angekündigten US-Waffenlieferungen (tragbare Panzer- u. Flugabwehr) ihnen viel helfen können.
      Deshalb bleibe ich auch betreffs Aleppo bei meiner Einschätzung und denke, dass die SAA sich insgesamt (landesweit) im Vorwärtsgang befindet.

    • Comrade John

      Wie hast du das gemacht mit dem Name /URL? Das funktioniert bei mir nicht. Dike

      Profil auwählen – anklicken
      Name/URL – anklicken
      Profil bearbeiten: – Name eintragen +
      Weiter – anklicken

      Wenn es nicht funktioniert kann’s an den Cookies/Cookies von Drittanbietern liegen. Beides sollte erlaubt (aktiviert) sein.

    • gab eine erfolgsmeldung von den terroristen: ein hubschrauber wurde abgeschossen, er trug 7 mitarbeiter des bildungsministeriums. große arbeit, wirklich alle achtung… das hebt nochmal die moral, da gibts wieder anlass 1000 mal ALLAHU SNACKBAR zu rufen.

      wenigstens weiss ich dass sie nicht mehr lange rufen werden wenn die mi-24s sie aufspüren. die kriegst du nicht so einfach mit einer rakete vom himmel… aber sie kriegen DICH.

    • Anonymous

      Danke Comrade. Werd’s nochmal versuchen. Dike

    • Nobilitatis

      comrade john, Sie verkennen die Natur militärischer Operationen. Das läuft weder von heute auf morgen, noch innerhalb einer Woche ab. Die Operationen um Damaskus gehen schon lange und kontinuierlich voran. Dass an der Grenze zum Libanon nicht nur kurz um Kusair gekämpft wird, sondern es sich um eine weiträumige Säuberungsoperation handelt (vermutlich von Damaskus bis Idlib), zeigt ein Blick auf die Karte mit den jeweils aktuellen Meldungen. Und die Befreiung von Aleppo ist ein langwieriger Prozess, von dem gerade erst die Grundlagen gelegt werden. Der Osten wird gerade etwas in Ruhe gelassen (relativ gesehen). Schließlich ist der Irak kein Hauptaufmarschgebiet.
      Und Erfolgsmeldungen der „Rebellen“ hat es auch gegeben, angeblich wurde in Daraa eine „strategische“ Militärbasis überrannt.

    • Comrade John

      „Der Osten wird gerade etwas in Ruhe gelassen (relativ gesehen).“

      Das sieht nicht nach Ruhe aus:
      Sana – June 30, 2013
      Syrian Army restores security and stability to Ein Issa in al-raqqa
      http://sana.sy/eng/21/2013/06/30/490021.htm

      SyriaNews – June 30, 2013
      SAA Moves Swiftly Towards Raqqa
      http://www.syrianews.cc/saa-moves-swiftly-raqqa/

      Folgt man der zweitgenannten Quelle so will die SAA das bandenbesetzte ar-Raqqa angreifen, nachdem sie den Ort Ein Issa (50 Km nördlich!) eingenommen hat.

      „angeblich wurde in Daraa eine „strategische“ Militärbasis überrannt.“

      Die „Erfolgsmeldung“ aus Daraa kommt auf syrischer Seite nicht vor, zweitens sollte man erstmal abwarten, was und ob daraus überhaupt was folgt, soweit es denn stimmt. Also ohne nachhaltige Wirkung kein Erfolg…

      Aber so richtig weiss ich sowieso nicht, wo wir jetzt auseinanderliegen sollten.
      Meine Beurteilungen waren doch sehr vorsichtig gehalten, oder?
      Im Kern ging es mir darum die Möglichkeit vorzustellen, dass „Northern Tempest“ (Aleppo) erst später kommt u. dass das auch so geplant war. Alternativ: dass die Offensive vielleicht eine umfassendere Bedeutung hat als gegenüber der Presse genannt.

  • habkind

    @Iskander
    Nein, so einfach ist das nicht. Würde der jordanische
    König so reagieren, wie du möchtest (und ich möchte), würde das gleiche passieren, wie in Syrien. Auch wenn Syrien bisher bestehen konnte, ist doch viel Blut geflossen und viel zerstört worden. Die Amerikaner hätten keine Skrupel, die Salafisten, die in Jordanien von vornherein zahlreicher als in Syrien beheimatet sind, freie Hand zu geben. Die Angst der Jordanier ist seit Jahren nicht unbegründet, was diese Brut anbelangt.

  • Hallo an alle, ich freu‘ mich sehr, viele Altbekannte hier wieder zu sehen.
    Auch ich bin überzeugt davon, dass wir (ziemlich unmittelbar)vor entscheidenden Umbrüchen stehen. Die Rolle der Großmächte wird hier sehr ausgiebig diskutiert. Überwiegend wird über deren Militärpotential gesprochen. Dabei kommt m. E. ein (wahrscheinlich entscheidender) Faktor zu kurz. Die Stärken und Schwächen der gegenwärtigen Finanzarchitektur. Die USA befinden sich doch gerade im Endkampf bezüglich der Verteidigung Ihrer Leitwährung. Seit dem FED-ACT (23.12.1913) sind die Staaten in der Position, über eine endlose Geldschöpfung seitens der FED quasi das Geld der Welt drucken zu können. Dies machte die Regierungen der Staaten einerseits abhängig von den Jongleuren der FED, andererseits sind die hinter der FED stehenden Eliten angewiesen auf den Schutz durch die amerikanische Armee. Es spricht wahrhaft einiges dafür, dass der Greenback seine letzten Tage erlebt. Dies ist allen beteiligten Zockern (China, Europa, Russland) bewusst. Offen ausgesprochen wird es jedoch nicht. Zu sehr fürchten sich die Staatsführer vor einem Schicksal wie es Hussein oder Gaddafi widerfahren ist. Dennoch gibt es Anzeichen, dass sich die Blöcke auf einen raschen Zusammenbruch vorbereiten. So sprach z.B. auch Putin in Südafrika (BRICS-Treffen) über die Erfordernis einer neuen Finanzarchitektur. Das gemeinsame Projekt einer Zentralbank für die BRICS-Staaten wurde (offiziell zumindest) einstweilen verschoben. Aber auch die zwischenstaatlichen Abkommen von China und Japan oder China und Russland – künftig den bilateralen Handel auch in den jeweiligen Landeswährungen (ohne US $) abwickeln zu wollen, spricht Bände. Wer das System der US $ Hegemonie versteht, weiß, dass damit die Tage des heutigen Dollar dem Ende zugehen. Russland und China können nicht so einfach überrumpelt werden wie Libyen oder der Irak. Auch die in den letzten Jahren feststellbaren Konzentrationen an Goldbeständen in den Nationalbanken von China, Russland und anderen Staaten zeigen sehr deutlich, dass diese Länder sich für die Stunde X am Finanzsektor rüsten. Diese Vorkehrungen bleiben den Amis natürlich nicht verborgen. Umso mehr drängen sie daher darauf, vor dem Fall eine möglichst gute Startposition sichern zu können. Die USA mit einem täglichen (!!!) Handelsdefizit von über 4 Mrd. $ sind darauf angewiesen, diese Summen bei ihren Raubzügen sicher zu stellen. Im Kampf um die Vormachtstellung des Dollars ist Europa mit dem Euro eine Konkurrenz geworden. Daher unternehmen die Staaten alles, um die Wirtschaftskrise in Europa zu einer nachhaltigen Schwächung der Volkswirtschaften ausarten zu lassen. Ihren Vorschlägen, Europa solle so agieren wie die FED (endloses Gelddrucken und endlose Überschuldung der Staaten) erfolgt nicht in jenem Tempo, wie sie es sich wünschten. Der Dollar gerät somit immer wieder unter Abwertungsdruck gegenüber dem Euro. Dieser Währungskrieg zwischen den Weltwährungen Dollar/Euro/Yen wird nicht mehr lange währen. Eine Währung wird demnächst platzen und ihr werden unweigerlich die anderen folgen. Das wird die Stunde sein, ab der China mit einer teilgedeckten Goldwährung die Führung der Weltfinanz übernimmt. Die Gefahr, dass die USA davor einen Enthauptungsschlag gegen Konkurrenten führen ist immens groß. Der alten Strategie Kissingers zufolge, werden sie alles versuchen, einen der beiden verbleibenden Großmächte (RU/China) auf ihre Seite zu ziehen bzw. gegeneinander aufzubringen. Trotzdem kann China und Russland sich bis dahin passiv verhalten. Und die militärtechnischen Entwicklungen Chinas als auch Russlands bestätigen diese Hypothese klar.
    Wenn die Staaten im Nahen und Mittleren Osten die Kontrolle über auch nur ein wichtiges Rohstoffexport-Land verlieren, sind ihre Tage gezählt. Dies gilt eigentlich auch für den Fall, dass sich die Übernahme Syriens und des Irans nicht bewerkstelligen lässt.

    • Apropos Kissinger, der wahrlich alte Stratege hat sich an der Michigan-Universität über den Syrien-Konflikt geäußert: Henry Kissinger: If A Sectarian Group Is Put In Charge Of Syria, ‚There Will Be A Bloodbath‘ (VIDEO, Huffington Post).
      Sehenswert, wie ich finde.

    • ISKANDER

      @Walter Mandl
      Ich sehe das ähnlich.
      Der Antriebsgrund der größten Terrormacht der Welt: USA/Al-Kaida ist schon lange nicht mehr die Doktrin der Rohstoffsicherung, sondern eine Politik der verbrannten Erde, der totalen Zerstörung von Infrastrukturen, Gesellschaften, Völkern und Wirtschaftsräumen im Angesicht der bevorstehenden Implosion der US-kapitalistischen Geldwirtschaft.
      Sie wissen, das ihr Organismus zerfressen und unheilbar krank geworden ist. Ergo kommt dem Imperium nur die totale Zerstörung seiner Umgebung in den Sinn.
      Im Prinzip verhält sich die USA/Al-Kaida nicht anders wie ein Virus in einem Organismus. Den Tod des Ganzen in Kauf nehmend, um den eigenen Stoffwechsel um ein Quentchen an Zeit zu verlängern.
      Das Ziel des Imperiums, China und Russland mit in den Abgrund zu reißen ist jedoch nicht mehr realisierbar.
      Beide Länder verfügen über gesunde homogene Völker und den ureigen bescheidenen Willen zu überleben.
      Der Westen hingegen ist durchseucht von dem unheilvollen Tun der Zionisten und dekadent geworden. Er ist ein absterbender Ast am Baum der Geschichte, wie ein Zweig eines Baumes dessen Rinde beschädigt ist und der von einem aggressiven Pilz durchdrungen ist.
      Schaltet man im Westen den Strom ab, bricht alles zusammen. Wer weiß dort noch wie man ein Feuer anmacht, sich mit Naturmitteln heilt, Nahrung herstellt und ohne ASB, Versicherungen, Behörden, Rollstühle, TV – Beschallung und Supermärkten sein Leben fortführen könnte??
      Es wird uns noch eine extrem harte, dunkle und lange Zeit von weltumspannend eskalierenden Kriegen bevorstehen, die auch Zentraleuropa, die USA und den Zionistenstaat heimsuchen. Alles wird zerstört werden, zertrümmert.
      Doch etwas neues wird daraus enstehen wie nach einem Waldbrand ein erstes zartes Grün das Rabenschwarz unterbricht.
      Dieses Grün wird in Fernost, Russland, China und Lateinamerika zu erst zu sehen sein. Dies sind die Pole der Zukunft. Der Rest: Geschichte.

  • Enis

    ACHTUNG:
    Menschen mit schwachen Nerven bitte nur diesen Artikel lesen:

    http://www.unzensuriert.at/content/0013271-Islamisten-Syrien-schneiden-Christen-vor-laufender-Kamera-die-K-pfe-ab

    für abgehärtete Leute:
    http://www.liveleak.com/view?i=b57_1372272008

    Dieser Beitrag ist speziell für einen Theoretiker gedacht, der meint alles zu wissen, ohne dabei eine Ahnung zu haben mit was für Ungeziffer Syrien am Boden zu tun hat, sowie einem Geistesrückständigen der so viel Scheisse rauslabbert, dass ich es gar nicht mehr wahrnehme..

    Solchen Kannibalen kann man nur „den totalen Krieg“ erklären. Schutt und Asche!

    Ich hoffe nächste Woche kann ich dann mehr sachliche Berichte aus der Front berichten.

    • Enis, ich musste ein ähnliches Video abbrechen, weil ich es nicht anschauen konnte. Es ist unfassbar, was es für Menschen gibt.

      Auch bei mir (als Christ) kommt da ein starker aggressiver Racheimpuls auf. Hier möchte ich aber das Nietzsche-Zitat wiederholen „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.
      Das verlangt sehr viel Selbstdisziplin. Aber wenn man sich selbst zum Ungeheuer macht besiegt man das Ungeheuerliche nicht, sondern vermehrt es.

    • sage ich doch schon als russische seele seit monaten. es kann nur einen geben – moderne republik oder khalifat. und es wird niemals aufhören – bis eine seite komplett ausgelöscht wird.

    • @Sown

      In Gedanken bist du schon das Ungeheuer, das du eigentlich vernichten willst. Du sprichst dich, so verstehe ich es, für einen Vernichtungskrieg aus. Damit spielst du, ob du es willst oder nicht, das Spiel derer, die Syrien implodieren lassen wollen.

      Ich bin kein Pazifist und mir ist auch klar, dass es einen sauberen Krieg nie gibt. Man sollte aber keinen Krieg alleine mit dem Ziel führen, etwas zu vernichten, sondern um Werte zu verteidigen, für die es sich zu sterben lohnt. Dazu gehören hoffentlich auch ethische Werte.
      Ziel sollte ein Syrien sein, in dem die verschiedenen Konfessionen und Ethnien friedlich miteinander koexistieren können. Damit würde man den Zionisten einen Strich durch die Rechnung machen!
      Will die eine Seite die andere vernichten, dann haben wir das, was im deutschsprachigen Gebiet der 30jährige Krieg war. Obwohl er lange zurück liegt, graust es einen heute noch, wenn man sich damit beschäftigt.
      Ob mit oder ohne Assad, das ist letztlich zweitrangig, wichtiger ist es, allen (!) anständigen Syrern eine Perspektive für eine Zukunft in ihrem Land zu geben. Das wird nicht einfach, aber jeder syrische Patriot sollte es versuchen.

    • Propaganda.

      Wie man so etwas machen kann, ist mir auch unverständlich! Dennoch sollte man vorsichtig bei den Angaben bei diesen Schand-Videos sein. Ich glaube schon einmal gar nicht das eines der Beiden ein Priester ist wie es im Artikel angegeben wird. Auch stellt sich die frage inwieweit diese Beiden an den Niederschlagungen der Rebellen beteiligt waren und selbst Blut an den Händen hatten, das rechtfertigt zwar nicht so eine Tat, aber wenn man Killer auf Regierungsseite als unschuldig hinstellt indem man verlogen behauptet es wäre ein Priester oder Christ, obwohl das keine religiös Motiviertes Verbrechen war, ist das schon auch gewagt.

      Enis, für sie Rechtfertigt so eine Einzeltat auch den Tot Hunderttausender zum Teil unschuldiger an anderer Stellte. Soll man Assad an seinen größten Verbrechern in seinen Reihen und den Massakern messen?
      Für sie ist Assads leben doch Tausendmal mehr wert als die der anderen. Doch er ist genau oder fast die selbe Ratte als die die er verfolgt, für manche vielleicht das geringere Übel. Aber für die Opfer seiner Armee wird es fast so sein als ob sie einer dieser Halsabschneider regieren möchte.
      Sie sollen etwas vorsichtiger mit solchen Videos umgehen, das dies eben nicht die gesamte Opposition repressentiert und man bei einen Staat mit 20Mio Einwohnen eben leider auch solche verbrechen findet.

      Für mich ist das Mohameds Teuflische Irrlehre: Sure 2:191
      „Und tötet sie, wo (immer) ihr sie (die Ungläubigen) zu fassen bekommt.“
      noch besser:
      Sure 47:4
      „Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind, dann herunter mit dem Haupt.“

      http://michael-mannheimer.info/2012/04/18/die-zehn-gebote-des-koran-gebot-1-bis-10-du-sollst-toten/

      Das Problem ist der Glaube an den Dämon Mohamed.

      Auch das kommen Mohameds wurde in der Bibel vorhergesagt da ich mich zur Zeit etwas damit befasste: Paulusbriefe Timotheus 4,1-5
      „Der Geist sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. Sie verbieten die Heirat und fordern den Verzicht auf bestimmte Speisen, die Gott doch dazu geschaffen hat, dass die, die zum Glauben und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt sind, sie mit Danksagung zu sich nehmen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, wenn es mit Dank genossen wird; es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch das Gebet.“

      Als Laie finde ich trift das auf Mohameds Lehre voll zu und da die Menschen blind an diesen Dämon glauben, begehen sie wahrscheinlich diese Unmenschlichen verbrechen.

    • tolle logik jowi. irgendwann wirst du einsehen dass es eben nicht anders geht – ich WILL es ja nicht so haben! so ist nun mal die sachlage.

      da kannst du noch so viel nietzsche zitieren wie du willst… ein wenig mehr machiavelli wäre hier angebrachter.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • In dem Video handelt es sich womöglich nicht um einen Priester auch ist womöglich die Glaubenszugehörigkeit unklar und man nutzt das Video um Christen Angst zu machen.

      Syrien: Video mit Enthauptung will Christen Angst einjagen
      http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/55674.html
      „Auch der Vorsitzende der antiochenisch-orthodoxen Kirchenstiftung im türkischen Antiochien (Antakya), Fadi Hurigil, erklärte, man könne mit Sicherheit ausschließen, dass es sich bei den Opfern der islamistischen Mörder um die beiden Metropoliten handle. Der Zweck eines solchen Videos bestehe darin, „den Christen Schrecken einzujagen“.

      Später kam die Version auf, bei den beiden Opfern – verschiedentlich war sogar von drei die Rede – handle es sich um die Franziskaner aus dem Antoniuskloster in Ghassanieh am Orontes, das am 23. Juni von islamistischen Milizionären überfallen worden war. Dabei wurde der syrisch-katholische Mönch und Eremit P. Francois Mourad getötet. Die Franziskaner-Kustodie des Heiligen Landes, die auch für Syrien zuständig ist, wies die Version, dass es sich bei den Opfern der barbarischen Enthauptung um franziskanische Ordensleute gehandelt hätte, jedoch entschieden zurück.

      Die vatikanische Ostkirchenkongregation hat dem ganzen syrisch-katholischen Patriarchat angesichts der Ermordung von P. Francois Mourad ihr tiefstes Beileid ausgesprochen. Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Ostkirchenkongregation, und alle seine Mitarbeiter zeigten sich in einem Schreiben tief bestürzt über die Tat. Man schließe den Ermordeten sowie alle anderen Opfer des Konfliktes ins Gebet ein, heißt es in dem Kondolenzschreiben.“

  • Anonymous

    Ja Enis, es war das erste Mal, dass ich auf Press TV eine riesige rote Warnung sah, mit dem Hinweis, dass dieses Video äußerst grausam ist. Ich hab es mir nicht angesehen. Die russische Dokumentation zum Krieg in Syrien (hab jetzt den Titel vergessen) hat schon an meinen Nerven gezerrt. Ich bewundere die syrischen Soldaten über alle Massen, diese jungen Männer, die todesmutig das Land verteidigen. Ein Bericht zeigte einmal einen syrischen Offizier, wie er in rührender Weise minutenlang auf ein altes Mütterchen einredete, die verletzt und völlig einsam zwischen den Trümmern saß, sie solle sich doch zum Arzt bringen lassen. Sie möge ihn wie ihren Sohn betrachten. Sie blieb zwar stur, aber es war eine sehr anrührende Szene. Wie traurig, dass so viele Menschen so sinnlos ihr Leben lassen mussten. Dike

  • ISKANDER

    So brutal diese Videos auch sind, verbreitet sie weiter damit die Menschen im Westen sehen was tatsächlich für Ungeziefer über Syrien hergefallen ist, wer sie steuert und bezahlt, bewaffnet und einschleust und sie sich empören über jene, die sie über die Medien, die Schulen tagtäglich vorsätzlich belügen.
    Es ist mühsam, aber die Aufklärung im Westen ist ein Teil der Front. Mit der wachsenden Empörung werden auch die Vasallenregimes gezwungen werden, zurück zu rudern.
    Dies ist der unblutige Beitrag zum Frieden für Syrien und unser aller Pflicht, die wir um die Realitäten wissen.

  • Anonymous

    jowi, das ist es ja gerade, wir werden eben nicht zu Ungeheuern. Das unterscheidet uns von diesen Monstern. Sicher haben wir Rachegefühle. Wie oft ertappe ich mich dabei, wie ich mir die schrecklichsten Sachen ausmale, die ich denen antun möchte, die jetzt die Menschen in Syrien abschlachten. Aber wenn dann die Möglichkeit bestehen würde, seine Rache zu vollziehen, dann würde man eben nicht so sein wie die. Damit meine ich, wenn man einen schutzlosen, um sein Leben bettelnden Menschen vor sich hätte, dann kehrt das natürliche Mitgefühl und Mitleid ( mit leiden) zurück. Das hoffe ich wenigstens und das möchte ich glauben. Dike

    • Volle Zustimmung! Diese Rachegedanken sind absolut menschlich. Wenn man sie aber in den Griff bekommt und gelassen bleibt, sich auch nicht davon einschüchtern lässt, dann werden diese Grausamkeiten zum Bumerang für die Täter. Erstens mobilisiert es die Menschen gegen diese Unmenschen. Zweitens entlarvt es diese „Gotteskrieger“ als abartige Sadisten. Drittens lassen sich solche Untaten in Zeiten eines globalen Internets hervorragend zu Propagandazwecken gegen diese Bestien einsetzen.

    • Lurker

      Dike, du irrst!
      Menschen kann man auf alles konditionieren. Das sogenannte „entmenschlichen des Feindes“ wird im amerikanischen (und anderen) Armme(n) gelernt.
      Es gab da mal einen Film der zeigte welche absolut abartigen Widerwärtigkeiten der Mensch einem Tier antun kann – und das kann er einem Menschen auch. Alles was es dazu braucht ist ein bischen Training.

    • Anonymous

      Ja das mag ja sein, aber Du sprichst von der Armee, und speziell der US Armee. Ich möchte gar nicht wissen, auf welche Weise die Soldaten dort gedrillt werden. Und mit Training meinst Du wahrscheinlich körperliche und seelische Folter, bei der natürlich jeder Mensch zu allem fähig sein kann. Ich meine aber Menschen, die sich in Kriegssituationen immer noch wie Menschen verhalten. Die nicht, wie die Terroristen gehirngewaschen und mit Drogen vollgepumpt im Blutrausch schwelgen. Wenn ich den Glauben an das menschliche verliere, dann hat ja alles keinen Sinn mehr. Dike

  • Enis

    wir haben von einer Krankenschwester in Antakya erfahren, dass die türkischen Kliniken an der syrischen Grenzen sehr heiss auf die Leichen dieser Ratten sind! Anscheinend sind die inneren Organe dieser Terroristen heiss begehrt, aufgrund ihrer Alkoholabstinenz(wahrscheinlich führen diese Mediziner keine Drogentests durch??). Diese werden wiederum sehr lukrativ in den Westen verfrachtet.. Die Ambulanzen bringen Waffen an die Grenze, die Terroristen ihre Leichen, dann wird auf die Schnelle ein Umtausch gemacht. Sei ein Riesengeschäft! Jetzt leuchtet mir die Leidenschaft der Wessis an diese Terroristen ein! Dachte doch immer in einigen Wessis stecken kleine Salafis im Körper! Die SAA sollte Hunde auf die Front nehmen. Hätten wenigstens die armen Hunde „gesundes“ Fleisch!

    • Enis, zügeln sie sich selbst etwas! Es gibt auch Menschen die auf solche Organe angewiesen sind und es geht nicht überall blos um das Geschäft.

    • Enis

      Keine Angst, wir führen keine Missionierungen durch, aber ich merke, so wie in unserer Religion hirnlose rückständige Bärtige Idioten gibt, so gibt es die gleichen geistesverwirrten, die ahnungslos zu glauben scheinen, dass sie eine Ahnung haben..

      Der letzte Wille des Imam Ali (a.s)

      Als Imam Ali (Friede sei mit ihm) während des Morgengebetes in der Moschee in Kufa von Abd al-Rahman bin Muljam verwundet wurde, gab er Imam Hassan (Friede sei mit ihm) und Imam Hussein (Friede sei mit ihm) folgende Belehrungen mit : Ich rate Euch, Allah zu fürchten. Wandelt nicht dieser lasterhaften Welt nach, auch wenn es Euch reizen sollte, sucht nicht nach ihr, selbst wenn sie Euch suchen sollte, schmachtet nicht nach Dingen, welche Euch von dieser Welt verwehrt werden und trauert nicht um sie.

      Lasst den Ewigen Lohn und Segen Allahs die unverzügliche Antwort auf alles, was ihr sagt und tut, sein. Seid der Tyrannen und Unterdrücker Feind, aber seid ein Freund und Helfer derer, die unterdrückt und tyrannisiert werden.

      Euch, meinen anderen Kindern, meinen Verwandten und allen, die diesen meinen Willen erhalten, rate ich, Allah zu fürchten und fromm zu sein, ehrlich miteinander zu handeln und gegenseitige Beziehungen zu verbessern, denn ich habe Euren Großvater, den Heiligen Propheten (Friede sein mit ihm) sagen hören: „Gegenseitige Feindschaft, Kränkung und Hass zu beheben ist besser als das empfohlene Gebet und Fasten.

      Fürchtet Allah, wenn die Frage über hilflose Waise aufkommt. Lass jene niemals hungern. Solange Ihr hier seid, um sie zu führen und zu beschützen, sollten sie nie zugrunde gerichtet werden oder verloren sein. Der Heilige Prophet hatte uns immer so viel zu dieser Verantwortung geraten, an sie verwarnt und erinnert, dass wir oft dachten, der Prophet Allahs (Friede sei mit ihm) würde bei der nächsten Gelegenheit den Waisen einen Teil unseres Erbes zukommen lassen.

    • Enis

      Fürchtet Allah im Hinblick auf den Heiligen Qu’ran, bevor Euch andere im Befolgen seiner Grundzüge und Ausführen seiner Aufforderungen übertreffen und übersteigen. Fürchtet Gott in Betreff der Gebete, denn Gebete sind die Säulen Eures Glaubens. Fürchtet Allah in Hinsicht seines Heiligen Hauses (Kaa’ba). Lasst es nicht verwüsten, denn wenn es verwüstet ist, werdet Ihr (die Muslime) verloren sein.

      Vergesst nicht Allah, kämpft mit Eurer Zunge, Eurem Vermögen und Eurem Leben für ihn.

      Entwickelt gegenseitige Wertschätzung, Freundschaft und Liebe und helft einander. Achtet darauf, dass Ihr Euch weder zankt noch schlecht und abweisend behandelt.

      Ermahnt die Leute, Gutes zu tun und sich dem Bösen fernzuhalten, sonst wird der Sündenhafte und Gottlose Euch beherrschen und wenn Ihr bereitwillig solchen Personen die Herrschaft über Euch erlaubt, werden Eure Gebete von Allah nicht erhört werden.

      Oh Söhne Abdul Muttalib! Lasst keine Rache für meine Ermordung zu, zieht nicht mit dem gezückten Schwert und den Worten „Amir al-Mu’minin ist ermordet worden“ herum, und beginnt bloß nicht, meine Gegner und Feinde zu ermorden.

      Seht zu, dass nur ein Mann, nämlich mein Mörder, hingerichtet wird, denn die Strafe für ein Mordverbrechen ist der Tod, und kein anderer als der Mörder darf dafür behelligt werden. Die Strafe für den Mann, der den Mord ausführte, soll nur dann vollzogen werden, wenn ich aufgrund der Wunde, die er mir beigebracht hatte, sterben sollte, und die Strafe soll nur ein Schwertstreich sein, um sein Leben zu beenden. Er soll vor seinem Tod nicht gequält werden…

      Dies war der letzte Wille des Imam Ali (Friede sei mit ihm), der im 47. Brief des Nahj al-Balagha erhalten ist, als der Schleier über die einzige Instanz des Regierungsvorbilds der sozialen Gerechtigkeit in der menschlichen Geschichte fiel.

      Es gibt unendlich viel zu lernen, nicht nur von der Belehrung des Imam auf seinem Totenlager, sondern auch von seinen über 63 ruhmreiche Jahre verteilten Handlungen und Taten, angefangen von dem Tag, als er im Heiligsten des Heiligen, dem symbolischen Haus Gottes, der Kaa’ba, geboren wurde, bis hin zu dem schicksalhaften Hieb auf sein Haupt, während er sich in der Moschee von Kufa vor dem Allmächtigen niedergeworfen hatte.

      Es verwundert nicht, dass der Imam der Frommen nach dem tödlichen Schwertstreich des Mörders ausrief: „Fuzto wa Rabb’il-Ka’ba!“ (Bei dem Herrn der Kaaba, ich war erfolgreich!). Es verwundert nicht, dass Imam Ali lächelte, als man ihm seinen Mörder, Abdur-Rahman ibn Muljam, vorführte und anordnete, ihm seine Fesseln zu lösen, ihm den Becher Milch, den er gerade trinken wollte, anbot und ihm die unschätzbare Frage stellte: „Bin nicht ich der gerechte Führer gewesen“ ? Seitdem sind über dieses Sinnbild der Gerechtigkeit, welches die Geschichte und alle geschichtlichen Entwicklungen übersteigt, viele Bände geschrieben worden, und es werden noch immer viele geschrieben.

      Imam Ali und der letzte Prophet des Allmächtigen, der Prophet Mohammad (Friede sein mit ihm), sind so harmonisch in der Sache um Gottes letztes enthülltes Wort vor der gesamten Menschheit miteinander verwoben, dass, wenn einer von ihnen fehlt, der Islam tot und geistlos wird, und mit den Worten des Propheten ausgedrückt heißt dies: „Gäbe es nicht Ali (Friede sei mit ihm), wäre es unmöglich, wahre Gläubige nach mir zu erkennen.

    • Lurker

      Enis, Menschen auswaiden kann man nur nutzbringend am lebenden Subjekt. Erliegt erst mal der Kreislauf, dann sind auch die Organe gleich mal nutzlos.
      Also Tote nützen nix.
      Verletzt oder halbtot ist perfekt.
      Gesund und munter auch, aber das ginge dann schon zu weit.
      Es gibt Berichte das Verletzte operiert werden (und am Leben gehalten) bis der Zeitpunkt des Auswaidens gekommen ist.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Enis

      @Lurker
      Ich bin kein Arzt, aber ich habe schon öfters von Menschen gehört, die nach dem Tod ihre Organe spenden wollen? wie geht das?

      Ich habe auch gegoogelt, anscheinend kann man nach dem Tod folgende Organe spenden:

      Nieren, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm

      über die Zeitspanne habe ich auch einen Interessangten Artikel gefunden (ganz unten im Artikel):

      http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-06/organspende-hintergrund

      Von Antakya bis Aleppo sind es ca. 3Stunden bis sogar Damaskus sind es nur ca. 5 Autostunden.. Dann gibt es auch viele Ratten in unmittelbarer Nähe Latakia-Umland, Idleb, Raqqa usw.. Alles Entfernungen, die bei vielen Organen in der Zeitspanne liegen…

      Diese Info haben wir von einer türkischen Krankenschwester. Also die übliche „Befangenheit“ kann man da nicht ins Spiel bringen..

    • @enis
      sie wissen doch noch nicht einmal inwiefern ihre Annahme der Wahrheit entspricht. Beweise und Fakten sind etwas anderes.

    • Lurker

      Mäxchen Schmitt, Du scheints mir ein armer Irrer zu sein!
      Bei „lächerlichem“ Organhandel willste Beweise und Fakten.
      Und beim Giftgas gegen die Regierung reichen dir Vermutungen und an den Haaren herbeigezogene Interpretation von matschigen Videos.
      Gibt ja Videos wo die Schwester eines Opfers die komplette Krankengeschichte vor die Kamera hält.
      So jetzt such und hols Stöckchen…

      Enis, das Glück im Unglück ist – die sind nicht zimperlich und waiden die eigenen Leute genauso aus.
      Klar ist ein „intakter“ Verletzter mehr wert als eine Leiche. Das mit den X-Stunden für bestimmte Organe wußte ich nicht. Kann gut sein das die prophylaktisch mal herumdoktern – wenns doch schon „abgelaufen“ war dann kommts halt in den „Kompo(s)tt“.

    • ISKANDER

      @Lurker:
      der Organhandel ist tatsächlich ein profitables Gschäftle, Made in Israel.
      Die Palästinenser, später die Bosnier, heute die Syrer.
      Wenn man mal die Meldung welche ich vor Wochen hier postete hinzuzieht, das der „Plastinator“ Gunter Hagens in den Orient „taufrische deutsche Leichen“ liefert, ist es nicht abwegig weiter zu denken, das nämlich der Zionist, welcher immer für ein gewinnträchtiges Geschäft ein waches Ohr besitzt, auf diesen Zug aufgesprungen ist und seine Münzen klingen lässt.
      Kurzum; ich denke nicht nur die Leichen des FSA/AL-KAIDA Ungeziefers werden „verwertet“, sondern auch die der in den Flüchtlingslagern bettelarm hausenden syrischen Flüchtlinge.
      Wer mags nachweisen wenn ein, zwei, zwanzig Leute spurlos im Feld der Ungemach verschwinden und ausgeweidet werden?
      Wir warn`s sicher nicht! Beweist es!!
      Kennst du die alte Leier?

  • Anonymous

    @MS
    Ja, vor allen solche die dafür teuer bezahlen können – damit kommt man immer noch in Transplantationswartelisten nach vorne.
    Der flüchtige türkische Arzt Yusuf Sönmez und sein Kompagnon Moshe Harel haben bereits Ende der 90er Jahre mit Organen von direkt vor der Entnahmeoperation durch die UÇK hingerichteten Serben gehandelt. Der israelische Arzt Yehuda Hiss, ehemaliger Leiter des Forensischen Instituts Abu Kabir bei Tel Aviv, hat damals auch routinemäßig Organe von (allerdings nicht dafür) getöteten Palästinensern für den Organhandel entnommen, ohne Angehörige zu informieren.
    Dieses Ausschlachten von frischen Gewaltopfern ist widerliche Kriminalität und hat nichts mit Organspende zu tun. Schon gleich garnicht, wenn – wie behauptet – Krankenwagen im Tausch Waffen an die Schlächter liefern.

    • @anonym
      Ich finde da sollte man etwas vorsichtig sein. Kriminell ist es vielleicht wenn man ein Geschäft damit macht oder gar Gefangene umbringt und ausschlachtet.
      Ich hoffe mal, das die Ärzte dafür schon das richtige Feingespür haben mit wem man dort handelt, aber an sich stört es mich persönlich nicht, wenn die Soldaten die ja beruflich Menschenleben nehmen nicht völlig umsonnst gestorben sind.
      Ich denke das ist ein schwieriges Thema, was finde ich auch nicht hierher gehört, wenn man damit Waffenlieferungen bezahlt ist das natürlich ein dreckiges Geschäft.

    • Anonymous

      @ms
      Idiot

    • @anonym
      Sie haben ja recht und meine Meinung ist ebenso einseitig. Doch was für Belege gibt es für diese Gerüchte. Ich möchte wetten das in denen Krankenhäusern genug Menschen sterben, die ihre Organe ernsthaft spenden und man nicht auf irgendwelche Leichen angewiesen ist. Ärzte unterschreiben da in der Regel einen Eid und da wird es schon gewisse Moralische Richtlinien geben, das man diese an der Stelle hier in Frage stellt halte ich für Propaganda um die Türkische Seite in ein schlechtes Licht zu rücken. Ich glaube nicht, das man wiederwillig Menschen Organe entnimmt.

    • Lurker

      Mengele hat bestimmt auch mal einen Eid abgelegt…

      Aus Palästina hört man auch immer wieder Geschichten wo ehemals lebend verhaftetete Pallis vor der Rückkehr „obduziert“ wurden und hernach ein paar Pfund fehlten (…ist total normal…).

      Wenn du so heiß auf Beweise bist, dann Faß dir ein Herz – les das Kommentar von Anon 20:10 und kuck einen Spiegel – da hast Du einen Beweis…

    • ISKANDER

      @Lurker
      lass den Mossad Markus links liegen, füttere ihn nicht, es schadet dem Blog.
      Der Ms ist nicht ehrlich hier.

    • Lurker

      jaja, ich weiß.
      Ich fand nur meine Spitze mit dem „Kompott“ und dem Spiegel-kucken ganz ulkig passend.
      Das bei Wuffi Hopfen und Malz verloren ist war mir klar als er nach meiner Linkliste ein, zwei Wochen abstinent war und dann genau nix gecheckt hat. Beratungsresistent, lernunfähig und lernunwillig – eindeutig.
      Dann war es extrem putzig als er sich sogar in einem einzigen Satz selbst widersprach. Üblich war das bis dahin nur bei Absätzen und ganzen Beiträgen.
      Dann die flatterhaften Meinungsumschwünge um bei einigen wenigen hier in den Arsch zu kriechen, blablabla.
      Echt, ich schätze seinen IQ zwischen Kieselstein und Haselnuß ein.

    • @Iskander
      Ich bin nicht vom Mosad! Ich bin ein Christ, der vielleicht kritisch und Interessiert den Islam hinterfragt, aber ihr müsst mich deswegen nicht gleich zum Hund oder sonnst etwas reduzieren. Ich bin zudem Ehrlich und schilderte meine Meinung und manch ein reales Erlebnis, ob die Schlüsse die ich daraus zeihe richtig sind, wage ich auch stark zu bezweifeln, aber ich versuche mich zumindest mit den Themen auseinanderzusetzen.
      Wenn hier einige mit einer propagandistischen Meinung kommen, dann zeige ich gerne die Gegenseite auf, da eben in einen Krieg wie den syrischen sehr viel gelogen und gehetzt wird, was keiner Lösung dienlich ist.
      Wie kommen sie also zu den Schluss das ich nicht ehrlich hier bin? Übrigens, ich war zweimal aufgrund dieser zum Teil psychotischen Erlebnisse in der Klinik und versuche niemanden etwas vorzumachen.

      Sie wollen Beweise? Keine Ahnung ich versuche ein paar dinge zu schildern. Im Iran gab es ja erst Wahlen und ich schilderte ja vorher, das ich mir jemand wünsche der auf dem Westen zugeht. Nun ist jemand Gewählt worden, der anscheinend diese Ziele verfolgt. War das Zufall oder beinahe etwas Prophetisch vorhergesehen vor mir, wo es ja anscheinend relativ Unklar war, dafür das ich mich politisch nicht sehr gut auskenne?
      Auch befürchtete ich als es zum Syrieneinsatz gekommen ist und es in Syrien relativ ruhig war, das die Lage auch in Syrien eskalieren könnte was leider eintraf.
      Unglaubliche Erlebnisse vor etwa 3-4 Jahren waren zum beispiel, das einmal als ich mit einem guten Freund von der Disko heimgefahren bin auf einmal als wir vor seiner Haustüre standen wie ein Abschiedslied gespielt wurde auf dem normalen Radiokanal, es war total harmonisch und passte total zu der Situation da ich zu dem Zeitpunkt im nachhinein gesehen schon leicht erkrankt war, achtete ich auf solche Kleinigkeiten was andere wahrscheinlich als puren Zufall abtäten. Naja ich hatte viele auch stark verwirrende Erlebnisse, einmal besuchten wir ein neues Hallenbad, als wir vor der Tür waren, lief ich wie gebahnt von der Tür vorbei, meine Freunde die neben mir waren sind mir einfach gefolgt obwohl sie es schon hätten sehen müssen.
      Natürlich hatte ich auch verrückte Erlebnisse und die Schrägsten Fantasien, ich neigte dazu aus vielen Dingen in der Umwelt irgendwelche Zeichen und Gleichnisse zu ziehen, das reichte dann schon bis zum Weltuntergang, da ich auch einmal eine Vision(Wachtraum) hatte, bei dem ich viele Himmelskörper sah die das Haus überflogen, es dann zu einen ungewöhnlichen Bildfehler am Fernseher gekommen ist indem ein weiser Balken durchs Bild gegangen ist und der Empfang kurz abgebrochen ist, die nachfolgende Show Sendung erinnerte an einer Quizsendung vielleicht der 80Jahre und ich dachte eben, nun wäre irgendwo vielleicht ein Atombombe eingeschlagen, das ESD Feld hätte den Fernseher gestört und die Medien brachten zur Tarnung ein altmodisches Programm. Dann schaute ich auf mein Facebook und ein Freund von mir der ein Fussballstadium besuchte schrieb:“Hilfe ich sterbe gleich“ und noch etwas, es stellte sich dann heraus das die Mannschaft in letzter Minute noch ein Tor geschossen hat. Natürlich war alles nur Fiktion und die Himmelskörper eine Hallustination, aber durch die verschiedenen dazu Passenden Dinge befürchtete ich es wäre real. Als ich dann Aufgrund noch anderer Dinge ins Krankenhaus ging und ein Zimmerkollege den ich nichts von den Sachen sagte, dann damit gekommen ist das im Iran ein Verrückter an der Macht ist und dieser eine Atomwaffe bauen wolle und dieses dann auch noch ein paar mal wiederholte, informierte ich mich nach einiger Zeit anschließend als ich wieder zuhause war darüber und setzte mich gegen dies Atomwaffenbestreben ein, auch da ich glaubte, das die Iranische Regierung in dieser Frage log, was meines Erachtens die Sanktionen zu Folge hatte, da es etwa Zeitgleich stattfand. Krasse Geschichte?
      Als es letztes Jahr in den Sommermonaten einmal dann schneite, hatte ich vorher auf dem Radio einen Funkabbruch, bei dem es geheißen hat, „Was Schnee?“.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Franz

      Geiler shit… thx@apxwn

    • Heute zum Beispiel kam wieder was im Radio. Wenn ich mich nicht irre also so in etwa, das dies einen großen Schaden bedeuten würde, an Verwaltung und je nach dem wie hoch die Renovierungsarbeit ausfällt. Ich weis natürlich nicht wirklich was das bedeutet und hoffe mal nicht das eine mögliche zukünftige Umweltkatastrophe oder sonnst etwas gemeint ist.

    • Franz

      als ich mit einem guten Freund von der Disko heimgefahren bin auf einmal als wir vor seiner Haustüre standen wie ein Abschiedslied gespielt wurde auf dem normalen Radiokanal, es war total harmonisch und passte total zu der Situation

      Eine schönes Erlebniss. Habt Ihr Euch dann auch geküsst? Ich meine..vielleicht war ja genau das die Botschaft?!

      PS: Wegen der Probleme mit Deinem Radio:
      http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=8at3mZSepjc#t=22s

    • Franz, ich spreche hier von einen Kollegen. Steckst du auch hinter Lurker, der wie du immer „blablabla“ schreibt? Für mich war das Erlebnis eben ein Grund das es eben auch ungewöhnliche Zusammenhänge geben kann und somit eine Bestätigung des Übernatürlichen. Bei einem Schulkollegen war es ungefähr das selbe, er stieg aus dem Auto aus und im selben Moment kam etwas Hip-Hop mäßig auch so etwas wie Servus im normalen Radioprogramm, dieser hatte eine Vorliebe für solche Musik, weshalb ich das eben auch als ein solches Erlebnis einordne und denke das es nicht bloser Zufall war.

    • Franz

      Egal ob Kollege oder Kollegin, den beherzten Griff in den Schritt hättest Du wagen sollen. Shit happens, auch wenn im Radio PussyRiot Pank HipHop läuft…

  • @APXWN: Wer ist denn deiner Meinung nach der Feind Nr. 1 des Westens?

  • habkind

    ich bin zwar nicht apxwn, aber die Frage zwingt mich zu einer Antwort: Wenn der Westen nicht aufpasst, ist er sein eigener Feind Nr.1.

    • Lurker

      Ist schon erledigt.
      Der Westen müßte sich nicht so gerieren wenn er sich nicht selbst schon ein Bein gestellt hat.
      Kann gut sein, daß er schon fällt und diese Phase verlängern will und den Aufprall dämpfen (zum Leidwesen anderer).

  • Enis

    der konfessionelle Hass der Salapfuischten hat diesen Ursprung:

    http://www.al-fadschr.com/wp-content/uploads/2012/10/www.al-fadschr.de-Historisches-Abkommen-mit-Christen.pdf

    Ich kenne keine einzige Sure in unseren Ueberlieferungen, die sich auf Enthauptungen bezieht. Wenn ich mich nicht irre, war Enthauptung auch im Mittelalter bei den Christen sehr beliebt. Bekanntlich sehnen sich unsere bärtigen Verwirrten nach dem Mittelalter.

    • Sure 47:4
      „Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind, dann herunter mit dem Haupt.“

      Was ist dann dass und was ist ihre Meinung dazu und anderen Textstellen im Koran die zum Töten anleiten?
      Ich denke das Problem daran ist einfach, der Anspruch an dem Koran das Wort Gottes zu sein, diese Fehlinterpretationen und Verbrechen und Terror zulässt. Obwohl diese Leute dafür in die Hölle kommen.

    • Übrigens Enis, warum ist dieser Friedensvertrag Ursprung für den konfessionellen Hass der Salafisten, vielleicht können sie das erklären, wo ja Imam Ali an dem ja vor allem auch die Schiiten glauben diesen Vertrag aufstellte.
      Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen, vielleicht können sie ihre Ignoranz mir gegenüber mal dämpfen und mir antworten. Wäre nett.

  • Enis

    das Problem vieler Menschen im Westen ist, dass sie sich die Welt so formalistisch, überheblich und naiv ansehen, dass sie das Gefühl haben alles ausserhalb ihrem Vorstellungsraster ist nicht möglich, oder muss Erfunden sein.

    Vor einem Jahr in Antakya erhielt ein lokaler reicher Hotelbezitzer ein Anruf vom türk. Kulturministerium. Dieser verlangte eine Reservierung von ca. 80 ausländischen Spezialgästen, ohne weitere Angaben. Der Hotelier erfreute sich an der Buchung seiner Räumlichkeiten. Diese wurden mit zwei grossen Cars inkl. Gepäck angefahren. Der Hotelier wollte die Gäste persönlich empfangen. Als diese von den Bussen ausstiegen, musste er erschrocken feststellen, dass es alles junge Männer mit Vollbart und mit arabischem Akzent abmarschierten. Das Zimmerservice fand überall in den Zimmern Munition. Es stellte sich nach einer kurzen Zeit fest, dass es sich um Jihadisten mit dem Endziel Syrien waren. Nach 10 Tagen wurden sie mit anderen Bussen abgeholt. Der Hotelier sah keine einzige Lira für diese unfreiwillige Behausung von Terroristen. Im Orient schweigt man einfach. Man spielt die 3 Affen. Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen..

    Es gibt dutzende solche Geschichten aus 1001ner Nacht. Der Mensch im Westen kann das gar nicht in seine eingeschränkte Welt einordnen. Solche Geschichten kommen dann als Märchen rüber. Der Vorteil dieser Menschen ist zwar, dass sie versuchen alles zu hinterfragen, jedoch nie merken, dass sie buchstäblich vearscht werden. Von ihren Politikern und ihren von Ihren Medien. Denn diese spielen ihnen die „heile“ Welt tief ins Bewusstsein vor.. Gute Nacht.

  • Iskander

    Den Menschen im Westen ist analytisches Denken aberzogen worden. Sie leben von Schlagzeilen, Schulunbildung und Halli Galli Beschallung. Sie sind unfähig eine solche Herausforderung zu meistern wie sie es 1939 – 1945 mussten bzw, das syrische Volk heute muss.
    Nur aus dieser Gewißheit heraus erdreisten sich die westlichen Regimes heute, so ungeniert andere Länder mit Terror zu überziehen.
    In den Sechzigern – in Vietnam und davor in Korea und danach in Nicaragua/El Salvador musste noch einiges verschleiert werden, was heute im Klartext geliefert wird ohne dass das Volk im Westen murrt.
    Dies ist das Zeichen für die globale Diktatur welche uns die Gutmensachen mit ihrer Naivität beschert haben.
    Joan Baez, Woodstock, Bob Dylan – alles vergessen.
    Heute regiert der Altachtundsechziger Robespierre in schönster bürgerlicher Gartenzwergkultur das Land und die Köpfe.
    In subito kann der globale Krieg schamlos ausgeweitet werden. Dampfplauderer haben Konjunktur, Was wäre wenn Apologeten und gescheiterte Philosophen.
    Syrien ist die Wand an der sich der dekadente Westen messen kann. Syrien zeigt die Alternative: Widerstand gegen alle Verschöngeistigung und Harmoniesucht unserer Zeit. Syrien ist das Fanal und die Völker sind gut beraten, sich daran auszurichten statt an Coca Cola, Aktien, Bußgeldbescheiden und Finanzämtern.

    • Lurker

      Iskander, die „Gutmenschen“ die Du so sehr anprangerst haben damals in der Nazi-Zeit (da kommt der Begriff her) genau das gemacht was Du Dir heute so sehr wünscht.
      „Gutmensch“ war damals der abschätziger Begriff für Menschen die sagten es ginge nicht an Leute so zu behandeln nur weil irgend einer meinte das wären Untermenschen oder bloß Juden/Zigeuner & Co“.

      Ansonsten gebe ich Dir recht.

      Ein Vorteil der dummen Arbeiterklasse (so dumm sind die nicht, sie sind nur in höchstem Maße desinteressiert) ist folgender: Die ziehen für nichts und niemanden in den Krieg, komme da an Argumenten was da wolle.
      Das hat das Ami-Regime leidlich in der Vietnamära zu spüren bekommen (die Intellektuellen waren am einfachsten zu überzeugen).

    • ISKANDER

      @Lurker
      Gutmenschen ist ein abgeleierter Begriff.
      Ich meine alleinig die Gutmenschen NACH 1945.
      Das sind jene Typen, die glauben, mit Wohlverhalten, Reue und Bußfertigkeit sich abzusondern vom Schicksal.
      Ein vollkommener Irrtum, der Lächerlichkeit in der Welt preisgegeben.
      Sie werden vor allem repräsentiert durch die Altachtunsechziger; ein Klischee – ich weiß – und doch sag ich es: Zopftragende, graue Herren mit Glatzenansatz und genderisierte Damen welche die „betroffenheit“ zur Religion erhoben haben.
      Diese Typen sind Bauern im großen Schachspiel und machen mehr Schaden als sie es je ahnen.
      Sie sind Werkzeuge der Reaktion geworden und glauben sie wären fortschrittlich.
      Ihr Irrtum ist besonders tragisch denn sie tragen heute im Berliner Regime das Bildungswesen, die Besserverdienenden und den Repressionsapparat.
      Genial eingefädelt, nicht?

  • Hier ein sehr Interessanter Artikel, zur Situation in Syrien finde ich.
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/826013.syrien-droht-territorialer-zerfall.html

  • Enis

    Einfach um diese Religions-Kacke abzuschliessen.

    Verse eines Buches aus dem Zusammenhang zu reissen, ohne die Geschichte und ohne die Hintergründe der damaligen Zeit zu berücksichtigen, ist nicht ganz richtig und führt zu Verzerrung. Man muss auch ernsthaft verstehen wollen, was das Ziel Mohammeds war, welche Mission er hatte, zu welchen Menschen er kam und sprach. Dann ergibt alles auch einen Sinn.
    ———————————————-
    Ansonsten machen folgende Versen auch keinen Sinn:
    ———————————————-
    Altes Testament

    Ez 9:5-7

    Und ich hörte wie er (Gott) zu den anderen sagte: (…) Schlagt zu! Euer Auge soll kein Mitleid zeigen, gewährt keine Schonung! Alt und Jung, Mädchen, Kinder und Frauen sollt ihr erschlagen und umbringen. (…) Er (Gott) sagte zu ihnen: Macht meinen Tempel unrein, füllt seine Höfe mit Erschlagenen! Dann geht hinaus, und schlagt in der Stadt zu.

    Num 31:1-17

    Der Herr sprach zu Mose: Nimm für die Israeliten Rache an den Midianitern. (…) Sie zogen gegen Midian zu Feld, wie der Herr es befohlen hatte, und brachten alle männlichen Personen um. (…) Er (Mose) sagte zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? (…) Nun bringt alle männlichen Kinder um und ebenso alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und mit einem Mann geschlafen haben.

    Neues Testament:

    Mt 10:34/35

    Denkt nicht ich sei gekommen um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit dem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter (…) zu entzweien.

    Lk 12:49-53

    Ich bin gekommen um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen. (…) Meint ihr ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden sondern Spaltung. (…)

    Lk 22:35-38

    Da sagte er: Jetzt aber soll der, der einen Geldbeutel hat, ihn mitnehmen, und ebenso die Tasche. Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen.

    Lk 19:27

    Doch meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde; bringt sie her, und tötet sie vor meinen Augen.

    Lk 14:26

    Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwester ja sogar sein Leben haßt, dann kann er nicht mein Jünger sein.
    ———————————————–

    • Enis

      Info:
      Nur der erste Satz stammt von mir! Der Rest ist Plagiat.

    • Enis, es mag hart klingen, Leute wie MS und der stammelnde Bärtige im Video haben mehr gemeinsam als einem lieb ist. Eine faschistoide sture Sicht auf die Welt, die schablonenhaft in Schwarz und Weiß eingeteilt wird und die feste Überzeugung, man selbst sei auf dem Weg des Heils. Da sind mir Atheisten lieber!

      Vergäude nicht zu viel Zeit mit ihm, er klammert sich an seine Überzeugungen wie ein Ertrinkender an Treibholz. Wer so verkrampft ist, den erreichen Argumente nicht.

    • Ersteinmal Entschuldigung, wenn ich im allgemeinen hier etwas unfreundlich bin. Versuche mich da auch zu bessern.

      @enis
      Ich denke auch, das es viel in der Bibel gibt, was nicht richtig ist. Gerade das Alte Testament hat schon einiges, was meines erachtens nicht von Gott kommt und nicht jeder lesen sollte.
      Aus psychologischer Sicht, werden viele diese Gottesbefehle und Stimmen womöglich eine Art Psychosen von Menschen gewesen sein, die bei manchen mit Stimmen hören verbunden ist, solche Einflüsterungen kommen meines erachtens nicht von Gott und sind Trübungen des eigenen Verstandes. Die Bibelstellen über Moses zeigen eben auf, das auch diese Menschen nicht Perfekt waren und eben auch das Böse (Satan) ihnen Dinge einflüsterte was als Gott wahrgenommen wurde. Ich denke jeder der sich irgendwo mit schlechten Dingen wie Gewalt etc. beschäftigt muss sich gedanklich mit dem Bösen auch in einem selbst irgendwo auseinandersetzen.
      Jesus korrigierte dies Gottesbild. Die Stellen die sie zitieren scheinen dann eben auch Fehler und ausrutscher Jesus gewesen zu sein ich weis es nicht. Auch kenne ich dies Stellen vom normalen Gottesdienst nicht und denke das die Priester schon wissen was nun gut und schlecht ist. Ich finde aber doch das Jesus Gesamtbotschaft die im Gottesdienst vermittelt wird gerade heute etwas sehr positives ist und glaube an das Gute darin.
      Die Bibel ist also nicht Perfekt teilweise widersprüchlich und fehlerhaft(menschlich), doch ich glaube trotzdem daran was im Allgemeinen vermittelt wird, das es Gott gibt oder höhere Kräfte, steht für mich völlig außer Frage und ich denke auch das man Gott durch Gebet und guten Taten näher kommen kann.

      Beim Islam habe ich aber leider so meine bedenken, selbst Mose sagte, du sollst nicht Töten(10 Gebote) Mohamed hebelte aber diese Gesetze nach gutdünken aus. Er betrieb auch Spaltung, indem er den Kreuztod Jesu leugnete und benutzte den Glauben um Krieg zu führen. Ich erachte seine Botschaft im Gesamten als eher schlecht, obwohl sie natürlich auch viele positive Aspekte hat.
      Das er an den Koran den Anspruch stellte das unverfälschte Wort Gottes zu sein und quasi als Perfekt hinstellte wird kann schon aufgrund erwiesener Tatsachen wie den Kreuztod nicht sein. Die Anstachelung zur Gewalt erachte ich als Gotteslästerung und gerade das Kritik oft im Ansatz verhindert wird zeugt von dieser Lüge.
      Enis, ich denke nicht das jemand etwas für seinen Glauben kann und das der Gradmesser ist, ob man ein guter Mensch ist oder nicht, aber es kann eben auch zum schlechten verführen, was man denke ich an Gewalt und Terror im Namen Gottes und für unmenschliche Werte erkennen kann.

      Jowi
      Ich denke das jeder die Welt irgendwo in Schwarz und Weiß einteilt, die Facetten kommen denke ich erst mit der Zeit hinzu. Ich sehe mich auch nicht auf dem Weg des Heils und muss denke ich wie auch andere meine Meinung oft korrigieren, vielleicht bin ich oft etwas gutgläubig. Atheist mag ich normal auch, denke eben das diese nach Gott suchen, aber sich entschieden haben nichts zu glauben, da sie vielleicht auch schon genug schlechtes im Namen der Religionen gesehen haben… Zu mir sagte mal eine Frau sie glaube nicht an Gott, wegen der Armut usw.

      jowi, ich versuche schon für Argumente offen zu sein.

      Gruß

  • Wir leben in einer Zeit, in der Wahrheit und Menschlichkeit in einem gefährlich angeschwollenem (Lügen)Strom unterzugehen drohen. Einem Schaulustigen gleich, steht der Beobachter (Kommentator) am Ufer und verfolgt das Treiben. Mit seinem Wissen und Glauben liegt es also an ihm, welchem Treibgut er eine Rettungsleinen (Einwände, Aufklärung und Argumente) zuwirft. Nachdem die fest am Ufer Stehenden keine große Mehrheit sind, sollten sie ihre Einsätze mit Bedacht führen. Nicht die Ratten und unnützes Zeug gilt es zu bergen!

  • Was ist eigentlich Hintergrund der gängigen Hardcore-Anti-Assadisten ihrer Mainstream-Argumentation?
    E
    Ich möchte mal auf den Demokratie-Index hinweisen, wo Syrien ganz weit hinten angeführt wird
    (oder unten, wie auch immer man das sehen will). Bin ganz natürlich nur durch Googln auf dieses Werk gestossen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex
    Da frage ich mich mal, wenn in Syrien wirklich Diktatur ist,
    warum? Vielleicht schränkt eine gefürchtete schlimme Opposition wie die der Muslim-Brothers
    den Handlungsspielraum einer Staatsregierung soweit ein. Na na na, schau mal was die alles mit ihren Sharia und religiösen Gesetzen regeln wollen.
    Nicht nur die Politik im lokalen und internationalen, auch und vor allem das Private Leben, da solls ablaufen so sauber wie bei den Helden aus dem Koran.
    Wer hat da noch Worte?

  • TomGard

    Schaut mal in den Spiegel.

    http://strategicstudiesinstitute.army.mil/pubs/parameters/Articles/2010winter/Peters.pdf

    Culture is fate. Countries, clans, military services, and individual soldiers are products of their respective cultures, and they are either empowered
    or imprisoned. The majority of the world’s inhabitants are prisoners of their
    cultures, and they will rage against inadequacies they cannot admit, cannot
    bear, and cannot escape. The current chest-thumping of some Asian leaders
    about the degeneracy, weakness, and vulnerability of American culture is
    reminiscent of nothing so much as of the ranting of Japanese militarists on the
    eve of the Pacific War. I do not suggest that any of those Asian leaders intend
    to attack us, only that they are wrong. Liberty always looks like weakness to those who fear it. …

    … We are already masters of information warfare, and we shall
    get around to defining it eventually. Let the scholars fuss. When it comes to
    our technology (and all technology is military technology) the Russians can’t
    produce it, the Arabs can’t afford it, and no one can steal it fast enough to make
    a difference. …

    It remains difficult, of course, for military leaders to conceive of
    warfare, informational or otherwise, in such broad terms. But Hollywood is
    “preparing the battlefield,” and burgers precede bullets. The flag follows trade.
    Despite our declaration of defeat in the face of battlefield victory in Mogadishu,
    the image of US power and the US military around the world is not only a
    deterrent, but a psychological warfare tool that is constantly at work in the
    minds of real or potential opponents. Saddam swaggered, but the image of the
    US military crippled the Iraqi army in the field, doing more to soften them up
    for our ground assault than did tossing bombs into the sand. Everybody is afraid
    of us. They really believe we can do all the stuff in the movies. If the Trojans
    “saw” Athena guiding the Greeks in battle, then the Iraqis saw Luke Skywalker
    precede McCaffrey’s tanks. Our unconscious alliance of culture with killing
    power is a combat multiplier no government, including our own, could design
    or afford. We are magic. And we’re going to keep it that way.

    • Nobilitatis

      Ist nicht aus dem Spiegel. SSI gehört zu den amerikanischen Streitkräften.

    • TomGard

      Wenn einer sonst nix aus diesem Hinweis ziehen mag, könnte er vielleicht wenigstens folgende zwei Sätz hintereinander lesen:

      „Liberty always looks like weakness to those who fear it. … Our unconscious alliance of culture with killing
      power is a combat multiplier no government, including our own, could design
      or afford. We are magic. And we’re going to keep it that way.“

      Übersetzt: unsere Freiheit ist die Freiheit zu töten, zu zerstören, zu vernichten, was auch immer uns zu vernichten einfällt, und zwar mit einer Brutalität die keinerlei Fesseln kennt.

  • Der Generalfehler ist halt das (!) idealistische Weltbild (alle Weltbilder sind idealistisch, das ist ihr Programm) das Kombattanten und alle Kommentatoren hier teilen, und dessen Hauptzweck zugleich die tragende Säule ist: Die Ontologisierung des Bösen (resp. des Guten, weshalb beide identisch sind). Dies idealistische Weltbild ist die jeweils entschlossene Annahme eines herrschaftlichen Ergebenheitsgebotes, das zu diesem Zweck Angebot umgedeutet wird.

    Im Strang archetypisch vorgeführt als Verkündigung einer Offenbarung, daß ein neuer Herr(neue Herren) einer „kommenden Epoche“ vorstehen werde, der ggf mit der nötigen Gewalt zur Durchsetzung verholfen werde und werden müsse –

    Die scheinbar rationelle Grundlage der Offenbarung, der angebliche „Zusammenbruch“ des Dollar-Imperiums, ist kein schicksalhafter „Verfall“, keine Götzendämmerung. Das es keine wird, dafür sorgen an erster Stelle die Unterworfenen selbst, die sich weigern, bzw. außer Stand gesetzt sind und werden, ihn zu einer zu machen!

    Auf dieser Basis flächendeckend durchgesetzter Unterwerfung und sklavischen (religiösen) Bewußtseins setzt die amerikanische Föderation setzt ihre (Gewalt-)mittel ein, auf der Ebene der Herren „Täter“ und „Opfer“ der planmäßig vorbereiteten Abwicklung des hegemonialen Weltgeldes zu diesem ihren Ziel zu vereinen, indem sie eine Konkurrenz zwischen Verlierern und Gewinnern dieser Abwicklung stiftet, noch bevor sie stattfindet. Das ist die Realität des religiösen Motives, ein militärisches Diktat, das von den Adressaten als eine „Offenbarung“ aufgefaßt und genommen wird, weil sie Herren oder nützliche Sklaven bleiben wollen.

    So schließen sich die Sklaven der Konkurrenz ihrer Herren an.
    So wird unter einr Zahl von Opfern, die leicht in die Milliarden gehen könnte, alles verändert werden, damit es bei der Sklaverei bleibt.

    • Nobilitatis

      Kann das mal jemand in ein anständiges Deutsch übersetzen?

    • Srry, hatte es eilig, mußte weg.

      Zeile 6: …in ein Angebot umgedeutet

      „Ontologisierung“: Die subjektive Formbestimmung des „Grundes“ …

      (mit der der menschliche Verstand einem zuvor aufgetrennten Gegen-Stand die Identität in Gestalt eines begründeten Zusammenhanges zurück erstattet)

      wird der Subjektivität entkleidet, und zwar nicht in der mythologischen Weise, die auf den Begriff der „Ur-Sache“ führt, sondern auf theologische Weise im Begriff eines „Seienden“, das entweder „sich selbst setzt“ (Materialismus, Pantheismus) oder von einer höheren Seinsstufe, in die sich Mensch natürlich nur selbst imaginieren kann („Gott“) gesetzt wird.

      Auf dieser Ebene ist Alles ident (seiend) und dem ontologisch orientierten Verstande logisch auch gleich recht, doch zugleich wird jeder Gegensatz, Widerspruch auf der ontologischen Ebene ausschließend absolut.
      So wird aus jeder Ontologie ein (!) Vernichtungsprogramm gegen alle Gegensätze innerhalb der Kultur verfertigt, die nicht mittels herrschaftlicher Gewalt zu deckeln, zu verbergen, zu vertäuschen, zu verleugnen gehen. Das ist ihr idealistisches Programm, das die „Mächte des Guten und des Bösen“ teilen.

      Vorletzter Absatz: Die Herren der amerikanischen Föderation trachten die Abwicklung des Dollar zu ihrem Mittel zu machen, und das gelingt ihnen im Maße, wie alle subalternen Herren sich auf dieses Mittel mindestens ebenso, meist aber noch mehr angewiesen sehen, weil sie über konkurrenzfähige militärische Mittel (einschließlich der zugehörigen Gefolgschaft) halt nicht gebieten können. Diese Hermetik ist das Schicksal der imperialistischen Konkurrenz, das die Herren sich selbst bereiteten, als sie sich zur Vollendung des Weltmarktes gegen widerstrebende Kräfte (v.a. SU und China) unter Schaffung eines militärischen Zentrums vereinten.

    • „Sklaven“ gehört auf jeden Fall zu deinen Lieblingswörtern. Jedenfalls erhärtet deine Schreibe bei mir den Verdacht, es mit einem theoretischen Philosophen zu tun zu haben, denn die Ontologie ist eine Disziplin der theoretischen Philosophie. (Nichts geht über eine solide Wikipedia-Bildung!)

      Vermutlich liegt es nicht nur am konsumierten Bier und der späten Stunde, dass ich diesen Worten nicht weit folgen kann. Gute Nacht!

  • Das Dollar-Imperium steht nicht vor einem Zusammenbruch, weil idealistische Weltbilder oder ein geheimer Schutzpatron der „Gerechten“ sich dafür verwenden! Töricht und absurd, wer solches glaubt.
    Physikalische – und damit unverrückbare Naturgesetze – bedingen dies: Es gibt kein endloses Wachstum auf einer „Welt“, in der sämtliche Ressourcen begrenzt und damit erschöpfbar sind! Amerikanische Militärmacht verteidigt seit 1916 unaufhörlich (und ausschließlich) die Akzeptanz der US-Dollar-Schöpfung. Das Volumen der geschöpften (theoretischen) Buchwerte hat eine Dimension erreicht, die den Gesamtwert des Globus x-fach übersteigt. Die FED veröffentlicht aus gutem Grunde schon viele Jahre keine Daten mehr zur Geldschöpfung des Dollars.
    Dollar-Schöpfung und elitärer Anspruch auf Realzinsen samt Zinseszins, überdehnte nicht nur sämtliche Ressource-Potentiale, sondern auch die eigene (US) Fähigkeit, Begrenztes stets unendlich erscheinen zu lassen.
    Nicht die „Sklaven“ oder ihre Wunschbilder bringen den Ballon zum Platzen, sondern jene, die fortwährend diesen weiter befüllen (müssen).
    Jede – auch nur kurzweilig währende – Stockung diese Füllvorganges birgt die Gefahr in sich, den unter höchstem Druck stehenden Ballon aus der Kontrolle zu verlieren und dieser sich im Nu von selbst entleert!

    • Walter Mandl,
      besser war, was ich schrieb, kaum zu illustrieren, als Du es mit Deiner Verkennung tatest.

      Du hast dich offenkundig außerstande gesetzt, das Wort „Fehler“ als Bezeichnung für anschließend vorgestellte Verkennungen zu verstehen, Du übersetzte es automatisch in einen „Makel“, und zwar bestenfalls mythologisch als Bezeichnung für eine oder die „Ursache“ eines Zugrundegehens /Zugrunderichtens einer Sache (hier kurz:“das Imperium“), schlimmstenfalls (theologisch) für den Seinsgrund solchen Zugrunde-Richtens (diese Pole läßt Dein Posting offen).

    • Zur Sache selbst:

      Alle sogenannten „Krisentheoretiker“ haben Marx‘ Analysen ontologisiert oder tun das weiter, nämlich so:

      Marx schloß seine Kapitalanalyse mit der Einmündung aller Resultate in den Begriff der Revenuequellen (i.e. Lohn, Grundrente, Profit; die Aufstellung ist unzureichend, aber das spielt an dieser Stelle erstmal keine Rolle).
      Allgemeiner Krisengrund war diesem Resultat nach der qualitative Entfall der Revenuequelle Profit, wie er tangentiales Produkt des sog. „tendentiellen Falls der Profitrate“ ist, weil die anderen Revenuequellen an ihm hängen. Fällt die Profitrate auf breiter Front unter ein Maß, das eine Akkumulation (Rekapitalisierung) erlaubt, ist das Kapital für die Eigentümer (bzw. die Agenten DES Eigentums) keines mehr und erscheint ihnen als „totes Gewicht“ dessen, was sie für (ihr) Kapital halten wollen. Die Konkurrenz um den Fortgang der Akkumulation erhält die Form von Kapitalvernichtung.

      Das kann katastrophisch vor sich gehen, doch im Normalfall ist dieser Ablauf jeder Kapitalbewegung inbegriffen, Kapitalvernichtung muß nicht katastrophisch vor sich gehen.

      Letzteres nutzen die Staatswesen, besonders die imperialistischen Staatswesen, um die „Grundrente“ über den Umweg über heimische Staatseinnahmen zu kapitalisieren – insofern war Marx Darstellung der Revenuequellen unzureichend. Sie erzwingen einen Abzug von der Akkumulation, um allgemeine Voraussetzungen der Akkumulation zu schaffen und zu erhalten. Zu diesem Zweck erhält alles Kapital obligatorisch den NAMEN staatlichen Kreditgeldes. Im Maße, wie die Staaten die gewalttätig zu schaffenden und zu erhaltenden Voraussetzungen der Akkumulation gesellschaftlich verbreitern und vertiefen, wird dieser NAME, der Staatskredit, zur obligatorischen DASEINSWEISE von (international agierendem) Kapital: Weltgeld, eigentlich impliziter Bestandteil allen Geldes (im Unterschied zum Tauschmittel!) und damit des Kapitals, wird zur „gewalttätigen“ Sache (Fetisch des Weltgeldes).

      Hier muß ich wohl abbrechen, daher:
      An diesem Fetisch halten die Akteure aller Seiten ehern auch gegen den Namen fest, das zeigen doch gerade die Vorgänge und Zustände, die Du, Walter Mandl, benennst.

    • Zusatz: Ich habe den Eingangssatz nicht eingelöst. Die Ontologisierung besteht darin, daß Krise als „Verhängnis“, nicht als Mittel des Kapitalismus und Imperialismus zur Selbsterhaltung und -schöpfung „gelesen“ wird, weil sie an einem erfundenen allgemeinen Zweck „des Wirtschaftens“ bemessen wird, gegen den sie natürlich polemisch steht.

    • Noch ein Zusatz: Ich habe Marx insofern gefälscht, als die Revenuequelle des Kapitals natürlich auch bei ihm „Zins“ heißt. Ich tat das, um der faschistoiden Debatte um reales- /fiktives (Finanz-)Kapital aus dem Weg zu gehen, die ich hier auf der Ebene der Kapitalanalyse natürlich nicht klären kann. Ich denke die Fälschung / Vereinfachung ist erträglich, weil und so lang es um die Rolle der Staaten und des Staatskredits in diesem Zusammenhang geht. Den Staatsagenten ist es offensichtlich herzlich wurscht, welche Art von Kaptial sie bewirtschaften / befördern, Hauptsache es wächst oder verschafft ihnen andere Titel auf ihren Kredit, an dem die anderen Akteure ultimat hängen – ob sie wollen oder nicht.
      Die historischen Ausnahmen Gaddafi und Saddam kennt ja jeder, gelle?

  • Franz

    Das ging aber schnell, ich hätte ja eher auf die russischen Grenzen getippt. Nunja. Hoffentlich hat das auch sein Gutes und China positioniert sich jetzt deutlicher.

    LG Franz

    China beschuldigt syrischen Kämpfer

    Nach den blutigen Zwischenfällen in der Unruheprovinz Xinjiang mit mindestens 35 Toten haben Chinas Staatsmedien erstmals eine Verbindung nach Syrien gezogen. Hinter den Angriffen steckten Uiguren, die in Syrien Kampferfahrung gesammelt hätten und von dort operierenden ostturkestanischen Separatisten für die „Terroranschläge“ nach China eingeschleust worden seien, berichtete die Zeitung „Huanqiu Shibao“, die vom Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird. Menschenrechtsgruppen hatten vielmehr auf die Spannungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen in der Region verwiesen, die sie ein „Pulverfass“ nennen.

    http://www.n-tv.de/ticker/China-beschuldigt-syrischen-Kaempfer-article10914361.html

  • von geschätzten 100.000 Toten in Syrien sind laut Oppositionsangaben 68.000 Angehörige der syrischen Armee

    „Der Bürgerkrieg in Syrien hat nach Angaben syrischer Menschenrechtler mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet.
    Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 seien 100.191 Menschen getötet worden. Die Hälfte davon seien Zivilisten. Dies meldet die regimekritische Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter. Die Organisation in London bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Besonders erschreckend: 5144 Kinder seien getötet worden.
    Die Uno hatte vor kurzem ähnliche Zahlen genannt: Bis Ende April seien mindestens 93.000 Menschen gestorben – darunter 6500 Kinder. Es gebe gut belegte Fälle von Folter und Tötung von Kindern sowie von Massakern an ganzen Familien einschließlich Babys. Der Konflikt sei teuflisch geworden.
    Die Kinder, die entkommen, sind schwer traumatisiert. In Flüchtlingscamps malen sie Blut, Waffen und tote Menschen. Viele Beobachter sprechen von einer verlorenen Generation.“

    „Die Verluste der assadschen Armee bis 28.6.2013; in den letzten zwei Jahren:
    – 68000 Tote, unter ihnen: 37000 Offiziere, 11000 Unteroffiziere und 20000 Soldaten. 6500 Soldaten sind verhaftet, weil sie sich weigerten, auf das Volk zu schießen.
    Panzer: 5000 waren vorhanden. 1500 waren nur Schrott. Es blieben also 3500. Zerstört wurden 2215. Übrig geblieben sind 1285. 500 Panzer sind überall stationiert. 500 Panzer sind an der Küste stationiert. 500 in Damaskus.
    Flugzeuge: 450 waren vorhanden. 100 waren nur Schrott. Es blieben 350. Abgeschossen 260. Es bleiben 90 übrig.
    Boden-Boden-Raketen. Es waren 1366 vorhanden. 800 eingesetzt. Es bleiben 566.“

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/buergerkrieg-100-000-tote-in-syrien-a-907944.html
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=632850526744099&set=a.201716413190848.57037.201686009860555&type=1
    http://www.aksalser.com/?page=view_articles&id=cf052bc26771b323f35a9143d0c249fb&ar=768190706

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Nobilitatis

      Bitte nicht aus frei erfundenen Statistiken zitieren. Selbst vor dem Hintergrund der unzureichenden Konfliktbeobachtung über unsere Medien erscheinen diese Zahlen unrealistisch.

    • habkind

      Gemäß der Seite http://www.documents.sy/newsletter.php?action=download&id=658&lang=en
      Syrian Center for Documentation sind es seit
      dem 01.11.2011 bis heute 40.134 belegte Tote, unhabhängig ob Zivilisten, Soldaten oder Söldner.
      Ich selbst hatte anhand dieser Seite folgende Daten mal aufgeschrieben: 03.02.2013: 27.868
      08.03.2013: 31.141.
      Diese Seite geht bei der Registrierung nicht von Schätzzahlen aus, sondern von bestätigten Getöteten. Bestimmt sind das nicht alle Opfer, aber ob die Zahl 100.000 tatsächlich stimmt, wage ich persönlich zu bezweifeln. Da müssten ja in diesen 19 Monaten, seit dem die Seite ihre Statistik führt, mehr als 60.000 Menschen ohne einen Hinweis auf das Verbrechen verschwunden sein.
      Bestimmt sind einige Verbrechen, die z.B. jetzt aufgedeckt wurden, in Massengräber verscharrt worden. Aber das sind nie und nimmer 60.000.
      Ich vermute, die von der UN genannten Opferzahlen sind tatsächlich gekauft, wie das bereits auf der Seite http://julius-hensel.com/2013/06/frau-pillay-kauft-opferzahlen/ nach zu lesen ist.

    • Franz

      @habkind

      Willkommen im SPiegelforum oder hab ich mich da gestern verschaut?

      LG Franz

    • habkind

      @Franz, doch, du hast dich nicht verschaut. Aber diese x-te Lüge dieser Autorin ging mir so auf die Nerven, dass ich jetzt mal unbedingt schreiben musste. Also so was von unverschämt, da müsste man ja regelrecht ein Anzeige bei der Staatsanwaltschaft machen, wenn es geht.
      Bist du auf SPiegleforum unter Franz zu finden?

    • Franz

      Ja.. Unter Franz findest Du meine Kommentare. Auch bei Telepolis + TS. Wie ich hier schonmal erwähnte, halte ich es für unabdingbar bei SPON und TS Tacheles zu reden. Denn dort liest ein Großteil des Pöbel. Und den gilt es zu überzeugen. Wie auch immer, ich halte nach Dir Ausschau :)

      Zu der Autorin Raniah Salloum:
      Da geb ich Dir völlig Recht. Eine unerträgliche Propagandaschreiberin. Und man muss bedenken dass die Heuchlerin syrische Wurzeln hat. Den Kommentaren zu urteilen ist sie wohl die aggressivste Natoschreiberin. Selbst auf Wikipedia wird sie zitiert. Die ersten Berichte von Ihr erschienen Anfang 2011…

      Im Übrigen. Spiegel und TS gehören vor den Richter. Sehe ich genauso.

      http://www.shia-forum.de/index.php?/topic/53853-billige-spiegel-hetze-gegen-syrien/

      https://de.wikipedia.org/wiki/Syrien

      LG Franz

    • @habkind
      40000 Tote wird wohl kaum hinkommen. Von einer Pro Assad Quelle unter Google+ habe ich vor einen halben Jahr erfahren, das die damaligen Schätzungen viel zu niedrig sind und die Zivilopfer in die Hunderttausend gehen. Das ist selbst mir sehr hoch gegriffen vorgekommen, da die damaligen Schätzungen denke ich von 40000-60000 Opfern sprachen, da diese Quelle aber mit ziemlicher Sicherheit Regimenah war, ist es unverständlich, das diese da solche Informatioinen glaubt. Von daher kann es auch sein, das die Opferzahlen nun schon doppelt oder dreifach so hoch liegen, als es selbst die Beobachtungsstelle uns vermittelt. Wenn Melones Angaben die sie der Beobachtungsstelle entnommen hat, von 68000 Armeeangehörigen stimmt, wird es womöglich abgezogen von den Deserteuren womöglich doppelt so viele Opfer auf Oppsitionsseite geben und eben auch Zivilopfer. Laut Totenhöfer groben Schätzung 1/3Armee 1/3OOpposition 1/3Zivilopfer. Das wären dann schon 200000 Todesopfer. Da die Beobachtungsstelle womöglich nicht so gut Organisiert ist um alle Opfermeldungen zu bekommen und das Regime wahrscheinlich nicht daran interessiert ist, das die tatsächlichen Zahlen ans Licht kommen, halte ich auch 200000 für realistisch, was ein Prozent der syrischen Bevölkerung ist. Es wäre ja schön wenn dies nicht stimmen würde.

    • Ingolf

      Oh Vater, erhebe mich zu Deiner Rechten und zähle mich zu Deinen Heiligen

    • @Nobilitatis
      „Bitte nicht aus frei erfundenen Statistiken zitieren. Selbst vor dem Hintergrund der unzureichenden Konfliktbeobachtung über unsere Medien erscheinen diese Zahlen unrealistisch.“

      Zitiert habe ich zunächst den Spiegel, der wie zig andere westliche Quellen derzeit von etwa 100.000 Toten in Syrien ausgeht. (Ich hätte auch jede andere westliche Quelle nehmen können, wichtig war die Zahl 100.000) Als zweites habe ich eine „Oppositionsseite“ zitiert, die von 68.000 Toten „in der assadschen Armee“ ausgeht. Beides zusammen ergibt die Erkenntnis: Mehr als 2/3 der Toten sind auf Seiten der Regierung zu beklagen – und das bestätigt die „Opposition“! Wir (bzw. „der Westen“) haben jetzt mehrere Möglichkeiten: 1) Wir nehmen ALLE Zahlen als wahr hin (Wie wir – also „der Westen“ – das ja mit den Angaben der „Opposition“ zu tun pflegen). Dann hat die „Opposition“ höchst selbst das Märchen von der „friedlichen Revolution“ ad absurdum geführt. 2) Wir (…) gehen davon aus, dass ALLE Zahlen falsch sind. Dann können wir (…) die Angaben bezüglich Panzer, Flugzeuge, Boden-Boden-Raketen usw. getrost vergessen. Allerdings auch alle Angaben über Tote. Dann stimmt also NICHTS, was die „Opposition“ von sich gegeben hat/gibt. 3) Einige Zahlen sind richtig, einige Zahlen sind falsch. Auch in diesem Fall kann man die Angaben der „Opposition“ nicht verwerten. Ergebnis ist in allen drei Fällen: Die „Opposition“ hat sich selbst ein Bein gestellt und mit diesen Zahlen ihre Unglaubwürdigkeit bewiesen.
      DAS wollte ich mit diesem Post aufzeigen.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • Nobilitatis

      @Melone: Ich vermute 2), und vor diesem Hintergrund haben Sie Ihr Ziel nur unzureichend erreicht, weil es doch genügend Leser gibt, die die Zahlen glauben – wenn schon Sie das zitieren …
      Ansonsten haben Sie recht, die Zahlen sind absurd, in welchem Krieg werden schon hauptsächlich Offiziere sterben. Und womit kämpft die SAA, wenn fast alles Kriegsgerät weg ist.

  • neues Gesetz schützt Kinder unter 18 Jahren vor Rekrutierung; lebenslange Strafarbeit für Vergewaltigung

    Präsident Bashar al-Assad hat Gesetz Nr. 11/2013 unterschrieben, mit dem ein Artikel zum Strafgesetzbuch hinzugefügt wird, der den Einsatz von Kindern bei Kampfhandlungen betrifft. Der neue Artikel sieht 10 bis 20 Jahre Strafarbeit und 1 bis 3 Mio SYP Geldstrafe für Personen vor, die Kinder unter 18 Jahre zum Zweck der Einbeziehung in Kampfhandlungen oder Aktivitäten in diesem Zusammenhang rekrutieren. Die Strafe wird auf lebenslange Strafarbeit erweitert, wenn in Folge der Rekrutierung eine dauerhafte Behinderung des Kindes bleibt, das Kind sexuellen Übergriffen ausgesetzt ist oder ihm Drogen oder irgendwelche den Geist beeinflussende Substanzen verabreicht werden. Die Strafe wird in die Todesstrafe umgewandelt, wenn das Kind durch die Rekrutierung stirbt. Das aktualisierte Strafgesetzbuch bestraft alle, die ein Kind unter 18 Jahre zum Zwecke der Einbeziehung in Kampfhandlungen, zum Tragen und Transportieren von Waffen, Ausrüstung und Munition, zum Legen von Sprengsätzen, zum Wache stehen an Kontrollpunkten oder zur Durchführung von Überwachung oder Aufklärung, zur Ablenkung oder als menschliches Schutzschild oder zur Unterstützung oder Hilfe für die Täter in irgendeiner Form rekrutieren. Das Strafgesetzbuch bestraft nun jeden, der eine andere Person durch Gewalt oder Drohungen zum Geschlechtsverkehr zwingt, mit lebenslanger Strafarbeit. Die Strafe wird in ein Todesurteil umgewandelt, wenn das Verbrechen an einer Person unter 15 Jahren und/oder wenn die Straftat mit vorgehaltener Waffe verübt wird.

    Quelle: http://sana.sy/eng/21/2013/06/30/490101.htm

  • Woran Syrien wirklich zerbricht
    von Jürgen Todenhöfer

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/positionen-woran-syrien-wirklich-zerbricht/8427616.html

    Auch Herr Todenhöfers Position ist leider auch naiv. In Syrien bekämpfen sich Terroristen auf beiden Seiten, da der Westen kaum eingreift bekommen gerade die radikalen Kräfte die auf Grund der Religionszugehörigkeit von Saudi Arabien und Katar eher gefördert werden Einfluss und der Konflikt stellt sich als sunnitischer und schiitischer Religionskonflikt dar.
    Eine Verhandlungslösung wäre das beste, und ich hoffe auch das Assad zu Kompromissen bereit wäre, aber dafür müsste man die noch einigermaßen Gemäßigten nach Demokratie strebenden Teile an den Verhandlungstisch bringen, nach einer Lösung hätten echte Terroristen vom Ausland auch keine Basis im Volk mehr.
    Die Frage ist halt, ob man die Rebellen bewaffnen sollte, wenn die Rebellen dafür Verhandlungen eingehen könnte es Sinn machen diese Kräfte zu Unterstützen.

    • Franz

      …die Wäsche ist fertig!

  • ISKANDER

    In Ägypten hat das Militär ein Ultimatum gestellt: innerhalb von 48 Stunden hat Ruhe einzukehren, ansonsten……????
    Putsch??
    Cui bono?

  • Anonymous

    Obama sends U.S. riot control trained troops to Egypt

    http://www.examiner.com/article/obama-send-u-s-riot-control-trained-troops-to-egypt

    wozu macht obama das wohl??

  • Anonymous
  • habkind

    Die unheilige Allianz gegen Syrien

    was bewog so grundverschiedene Staaten wie die westlich-christlichen Natostaaten England, Frankreich und die USA auf der einen Seite und die islamistischen Staaten Quatar, Saudi-Arabien und die Türkei auf der anderen Seite in Sachen Zerstörung Syriens zusammenzuarbeiten?
    Was ist der gemeinsame Nenner für diese unheilige Allianz? Außer, dass jeder der genannten Aggressoren aus dem Sturz der syrischen Regierung einen eigenen Nutzen hat, gibt es keinen gemeinsamen Nenner:

    Saudi-Arabien:

    SA ist ein extrem-religiöses Land, dass seine Stellung in der Region gegenüber dem Konkurrenten Iran ausbauen möchte. Würde Syrien als Alliierter und gleichzeitig säkularer Staat ausfallen, könnte Saudi-Arabien seinem Ziel ein Stück näher kommen. Darüber hinaus sind sowohl der schiietische Iran als auch die säkularen Syrer in den Augen des äußerst religiösen Saudis Kuffar, also Ungläubige. In den Augen von Salafisten und Wahabisten ist das Töten von Ungläubigen xxxxxxxx.

    Saudi-Arabien möchte die Vormachtstellung einnehmen, die Ägypten wegen seiner chronischen Finanz- und Bevölkerungsprobleme nicht mehr einnehmen kann.
    Der Irak ist dazu auch nicht mehr in der Lage und Syrien soll diese Rolle erst recht nicht einnehmen. Erst wenn Syrien nicht mehr in der Lage ist, seinem Alliierten Iran militärisch und wirtschaftlich beizustehen, wird der Iran als Konkurrent ausfallen und Saudi-Arabien kann mit den USA seinen Einfluss im Nahen Osten und Nordafrika ausbauen.

    Quatar:

    Quatar hat einen gänzlich anderen Grund, Syrien zu zerstören.
    Quatar möchte seine großen Gasvorkommen über eine Pipeline nach Europa befördern.
    Anfänglich sollte die Pipeline über SA und Jordanien zum Mittelmeer verlegt werden.
    SA hat diese ursprüngliche Vereinbarung wieder aufgehoben. Anschließend hat Quatar mit
    Syrien verhandelt und Syrien ein Ultimatum für die Zustimmung zur Verlegung der Pipeline gesetzt. Syrien ist nicht darauf eingegangen und hat stattdessen mit Iran und Irak einen Vertrag für die Verlegung einer 1500 km langen Pipeline von Iran über den Irak bis an die Mittelmeerküste Syriens unterschrieben.
    Für den stolzen Emir eine unerträgliche Situation: Der Konkurrent Iran kann das gemeinsame Gasfeld billiger und schneller ausbeuten als er. Quatar hat keine Pipeline zu den Abnehmerstaaten, er muss sein Gas teuer abkühlen und in spezielle Flüssiggastanker an neu zu erstellende und teuere Flüssiggasterminals (in Europa sind nur zwei erstellt worden) um den halben Globus liefern.
    Der erhoffter Großabnehmer für sein tiefgekühltes Gas – die USA – haben inzwischen selbst ausreichend Gasvorkommen im eigenen Land. Quatar braucht unbedingt eine direkte Pipeline über das Mittelmeer – auch wenn das bedeutet, das Syrien den Preis dafür zahlen muss.

    Türkei:

    Bei der Beteiligung der Türkei an diesem hinterhältigen Krieg gegen Syrien spielen die persönlichen Gründe des MP Erdogan ein Rolle. Erdogan will sich als Verteidiger der arabischen Nationen einen Namen machen, der ihm verhilft, sich als neuen Khalifen eines neuen Osmanischen
    Reiches zu sehen. Erdogan hat schon 14.01.13 einen Wali für die syrischen Gebiete ernannt, also einen Statthalter. Viele Araber erinnern sich an die Zeit des Osmanischen Reiches, insbesondere an den Wali Dschamal Pascha, auch „der Schlachter“ genannt, weil er 1916 in Beirut und Damaskus arabische Nationalisten hinrichten ließ. Sogar die Oppositionellen schimpfen: „Syrien ist keine türkische Provinz.“. „ Eine osmanische Besatzung in Syrien müsse verhindert werden“.
    Zusätzlich hofft die Türkei auf weitere Gebietsgewinne, wie kurz vor Beendigung der französischen Kolonialmacht, als den Türken die syrische Provinz Hataly übertragen wurde. Vielleicht kann man aus Sicht der Türkei bei erfolgreichem Regime-Change ja eine weitere Provinz sich aneignen.
    Auf alle Fälle würde die Türkei bei einem geschwächten Syrien in der Region an Einfluss gewinnen -wirtschaftlich und militärisch.

    Fortsetzung folgt

  • habkind

    Die unheilige Allianz gegen Syrien Teil 3

    Frankreich:

    Frankreich hat schon im Libyenkrieg sich in seiner Rolle als Kriegsherr gefallen – es war führend
    bei dem agressiven Angriffskrieg gegen Libyen. Der Krieg gegen Syrien scheint eine Fortsetzung dieses Engagements gewesen zu sein, wäre er planmäßig abgelaufen.
    Frankreich war Kolonialmacht in Syrien und Libanon und betrachtet das östliche Mittelmeer immer noch als sein historisches Einflussgebiet, dass für immer seinen Interessen dienen soll.
    „Mit anderen Worten, Frankreich will eine Rolle in der Gas Welt spielen, wo es in gewisser Weise seine „Krankenversicherung“ in Libyen erworben hat und nun eine „Lebensversicherung“ in Syrien, und im Libanon erwerben will.“
    http://www.voltairenet.org/article174125.html
    Frankreich möchte wieder zur La Grande Nation werden – wie es zu einer Kolonialmacht gehört – auf Kosten anderer.

    Großbritannien:

    England gefällt sich anscheinend wieder als Kolonialmacht in den Nahen Osten zurückzukehren.
    England ist wie Frankreich und die USA ein verblassender Stern, dessen Wirtschaftskraft und seine militärische Kraft zusehends nachlassen und ihr Einfluss z.B. auf aufstrebende Staaten wie die BRICS immer mehr nachlässt.
    Sowohl Großbritannien als auch die USA sind immer da zu finden, wo es einen Krieg zu führen gilt. Es überrascht also nicht, dass GB in Syrien führend engagiert ist.

    „Die Offenbarungen von Herrn Dumas scheinen unsere Hypothese zu bestätigen, dass der Angriff auf Syrien durch die geheimen Klauseln des Traité de Lancaster House vom 2. November 2010 geplant war. Dieses Dokument, das die französisch-britische militärische Kooperation organisieren sollte, enthält geheime Klauseln für den Angriff auf Libyen. Wir haben nun stets betont, dass die Kriege gegen Libyen und Syrien zur gleichen Zeit geplant wurden.“
    http://www.neopresse.com/politik/naherosten/roland-dumas-bestatigt-die-vorbereitung-seit-2010-vom-krieg-gegen-syrien/
    Gemäß Dumas ist der Krieg gegen Syrien vorwiegend um Israels Willen gemacht worden. Der israelische MP gab zu, dass derjenige, der nicht mit Israel einverstanden ist, verschwinden wird.
    Der israelische Einfluss auf GB ist generell groß.

  • habkind

    Die unheilige Allianz Teil 3

    USA:

    Wie bei den Briten, sind die USA immer dabei, wenn es irgendwo auf der Welt militärische Auseinandersetzungen gibt. Oftmals werden sie sogar von den USA angestachelt.
    In Sachen Syrien sind weniger wirtschaftliche Gründe für die beabsichtigte Zerstörung Syriens, sondern eher die, ein feindlich gesinnten Staat so zu zerstören, dass er für Jahre mit sich selbst beschäftigt ist und keine Gefahr für die weiteren Interessen der USA sein wird noch für die Interessen Israels. Das gleiche Prinzip hat man auch im Irak angewendet: erst den Irak 8 Jahre mit dem Iran beschäftigt und anschließend ihn soweit zerstört, dass er nur noch für sich selbst die nächsten Jahre gefährlich werden kann. Wann wird der Irak wohl wieder – wenn er überhaupt will – in der Lage sein, jemandem militärisch zu widerstehen oder zu drohen?
    Syrien ist ein enger Alliierter des Iran und Hizbollah, militärisch ist Syrien eng mit Russland verbunden. Sollte Syrien fallen, hätte Russland seinen einzige Marine-Stützpunkt verloren und hätte keinen Verbündeten im Nahen Osten. Das Vertrauen in Russland als Verbündeten würde für viele andere Staaten schwinden, da Russland erkennbar seine Verbündeten nicht schützen kann.
    Der Sturz Syriens bedeutet für Amerika ein Gewinn auf der gesamten Linie:
    – ein auf Jahre militärisch und wirtschaftlich geschwächtes Syrien –
    keine Gefahr für Israel – keine Rückgabe der Golanhöhen an Israel – Schwächung des Iran –
    Schwächung Russlands – Schwächung der Palästinenser – Schwächung der Hizbollah- Einfluss der USA auf die Gasdurchleitung und Gasspeicherung –
    Die USA hätten im Nahen Osten nur noch willfährige Staaten und ein Angriff auf einen isolierten Iran wäre viel einfacher zu bewerkstelligen als wenn ein militärisch starkes Syrien im Wege steht.

    Allen westlichen Akteuren des Angriffs gegen Syrien liegt auch folgender Gedanke zu Grunde:
    „Der mediale- und militärische Angriff gegen Syrien betrifft direkt den Welt-Wettbewerb für Energie, erklärt Professor Imad Shueibi in einem meisterhaften Artikel, den wir veröffentlichen. Zu einem Zeitpunkt, wo die Eurozone einzubrechen droht, wo eine akute Wirtschaftskrise die Vereinigten Staaten in die Schuldenfalle zu 14 940 Milliarden Dollar geführt hat und wo ihr Einfluss auf die Schwellenländer der BRICS schrumpft, wird es klar, dass der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg und der politischen Dominanz vor allem bei der Energie Kontrolle des 21. Jahrhunderts liegt: dem Gas. Dies ist der Grund, warum Syrien, im Herz der kolossalsten Gasreserven des Planeten liegend, angegriffen wird. Der Krieg des letzten Jahrhunderts war der des Öls, aber eine neue Ära beginnt, nämlich die der Gas-Kriege.“ http://www.voltairenet.org/article174125.html

    Diese kurze Abhandlung soll nur denen helfen, die noch nicht die Zusammenhänge verstanden haben, warum grundverschiedene Staaten sich gemeinsam zu einem Krieg gefunden haben, gegen ein Land, das keinen dieser genannten Länder bedroht oder angegriffen hat.
    Die genannten Gründe mögen nicht vollständig sein, sie stellen aber wahrscheinlich die Hauptgründe des Krieges gegen den letzten säkularen arabischen Staat dar.
    habkind

    • Habkind,

      Es wird Dich vielleicht nicht überraschen, daß ich Deine beschreibende Aufzählung von „Feinden Syriens“ eine nationalistische Mythologie nenne, sie ist ja fast bekennend als eine Solche formuliert. Was ich „nationalistische Mythologie“ nenne? Eine Darstellung, welche die Ebene angeblicher oder tatsächlich anzutreffender Handlungsmotive nationaler Souveräne und daher deren Handlungsebene nicht mit dem Ziel verläßt, gesellschaftliche Gründe und Zwecke dieser Handlungen ausfindig zu machen oder zu benennen, wie es in diesem Strang Walter Mandl und Anonymos versucht haben, wenn auch m.E. mit falschen Ausgangspunkten und Ergebnissen.

      Wozu es taugen soll, die mythologische Ebene zu verlassen? Zur Bedienung der Pläsierchen von „Philosophen“?

      I.
      Zunächst mal vermiede es Zeitverschwendungen, denn Deine Darstellung hat logischerweis gleich zwei Tautologien zum Resultat:

      1) Die Feinde Syriens sind … die Feinde Syriens. Aha.
      2) Die Feinde Syriens sind Feinde Syriens, weil sie … Krieg (gegen Syrien) führen wollen, denn:
      Mit Ausnahme des Motives „Krieg zugunsten Israels“ schließen die vorgebrachten Motive der angreifenden Nationen einander aus. Französische und britische Großmachtnostalgien, mit neokolonialistischen Motiven aktualisiert, stehen erstens gegeneinander und jeweils gegen die imperialen Ambitionen der USA, und die vorgebrachten Motive der Türkei, SA und Qatars stehen sowohl gegen die vorgenannten, wie gegeneinander! Für die bei merklichen Differenzen offenkundige Gemeinsamkeiten der Front gegen Syrien bleiben dann nur die Diagnosen übrig, (a) die Akteure sind kriegslüstern („immer dabei“, wenn iwo Krieg) und (b) Diener Israels.

      Die scheinbare „Auflösung“ der Tautologie unter 2b (scheinbar ist sie, weil sie nur 1) auf einen Akteur eindampft) ist besonders ärgerlich, weil Übergang zu einer Aggression gegen einen „Urteufel“ (Man beachte meine Bemerkungen zur Stellung der „Ur-Sache“ in der (religiösen) Ontologie)

      II.
      Leute, die nach Wegen suchen, die Ebene des Massenschlachtens bzw. der nationalen „Entscheidungsschlachten“ politisch (und zweckmäßigerweise auch paramilitärisch) zu unterlaufen, auf der halt die von Dir vorgestellte „Allianz von Feinden“ nicht zu schlagen ist (oder, falls ich mich in dem Punkt irrte, so um den Preis von wohlmöglich vermeidbaren Massenopfern), müssen wohl oder übel die Ebene der nationalistischen Mythologie verlassen, wenn sie nicht einem fatalistischen „Realismus“ à la Enis verfallen wollen, der tat-sächlich ein Moralismus des Untergangs ist.

      Über diese allgemeinen Bemerkungen hinaus ist mir auf diesem Blog der Punkt „Israel“ noch wichtig, dazu eine Fortsetzung.

    • habkind

      @TomGard
      solch eine kurze Zusammenstellung des syrischen Problems kann nicht alle Aspeckte berücksichtigen.
      Sie sollte nur helfen zu erklären, warum grundverschiedene Staaten sich zusammentun, um einen einzigen Staat zu bekämpfen. Demokratisierung und Menschenrechte als Grund können wir sicherlich ausschließen.
      Du als Analytiker kannst ja selbst versuchen, eine Analyse zusammenzustellen, warum besagte Staaten zu handeln, wie sie handeln. Du bist belesen und hast – meiner Meinung nach – ausreichend politische Kompetenz dazu. Wenn du deine Analyse auch in verständlicher Formulierung erstellen kanst, wäre das noch besser.
      Danke für deine Kritik, vielleicht kann ich heute abend konkreter darauf engehen.

    • Da wäre ich auch gespannt – auf eine kurze und verständliche (!) Analyse des großen Denkers TG. (Sorry, aber so viel Arroganz provoziert Ironie.)

      Fragestellung: Warum unterstützen die „Freunde Syriens“ die Opposition in Syrien mit Waffen und Geld, warum nicht in Bahrein, Katar, Saudi-Arabien, … .
      Bitte keine ontologische Antwort ;-)! Von mir aus können die Begriffe „Sklaven“ und „Herren“ vorkommen, so lange sich der Autor nicht hinter einer verschwurbelten Metaphysik versteckt.

      So kompliziert ist die Welt nämlich gar nicht. Es geht letztlich fast immer um Macht und Geld. Religiöse Motive sind vorgeschoben.

      Israel kann man getrost weglassen, zu offensichtlich sind die Motive von diesem Staat: Isolierung des Irans, Abstrafung Syriens für die Unterstützung der bewaffneten antizionistischen Opposition, Schwächung eines Nachbars, von dem man Land besetzt hat, das man nicht zurück geben will. Etc. … .

    • ISKANDER

      @habkind:
      sehr gute, sinnige und teffend beschriebene Analyse!
      Das ist eine klare Darstellung die ins Schwarze trifft.
      Danke!

    • Der eine sagt „kurz geht nicht“ der andere verlangt (vielleicht deshalb?!) ‚bitte kurz fassen‘.
      Beide (?) werfen sie mir schon mal (oder regelmäßig) „Arroganz“ vor, um dann gleichsam den „Stein der Weisen“ von mir zu verlangen, wobei Jowi nicht ansteht, schon mal Vorschriften zu erlassen, was ich getrost wegzulassen habe, weil „eh klar“.

      Jetzt „enttäusche“ ich beide, weil ich bis eben geackert habe und ab morgen früh weiter ackern muß. Also Aufschub bis mindestes morgen abend, eher übermorgen vormittag, falls nichts dazwischen kommt.

      Aber eine Vorbemerkung:
      Eine treffliche Analyse kann ich euch schon deshalb nicht liefern, weil ihr meine Voraussetzungen, die Kritik der politischen Ökonomie und ihre staats- und imperialismuskritischen Weiterungen, nicht teilt, ihr meistenteils feindlich gegenüber steht, und stattdessen auf Ethik und Moral vertraut bzw. setzen wollt, obwohl zwei Kriegsjahre (in Wahrheit sind es 22, denn der 2. Golfkrieg und die Jugoslawienkriege zählen dazu) euch praktisch beweisen könnten, daß das nix taugt, im Gegenteil, daß diese „Schiene“ gegen alle Evidenz vom Gegner besetzt wird und werden kann, und daß, in den Fällen, da diese Besatzung selbst „Löcher“ läßt und schafft, wie in der Kriegsberichterstattung der letzten etwa 12 Monate, sich herausstellt, daß auf Rechtfertigung und Ethos längst geschissen wird. Mit durchschlagendem Erfolg setzt die westliche Propaganda auf einen defensiven Rassismus ihrer Bevölkerungen: den Bimbos, Kanaken und Negern, den arabischen, möge zwar vielleicht nicht recht geschehen, aber zuzuschreiben hätten sie sich allemal selbst, daß sie nicht zu uns gehören und darüber zu Opfern werden. „Defensiv“ nenne ich diesen Rassismus, weil seine Lebenslüge, dies „UNS“ verleugnet, daß der Krieg längst unverkennbar auch gegen die unteren Klassen der Bevölkerungen des „Westens“ bis hinauf zum Mittelstand geführt wird, wenn auch anders, als in Syrien. Und auch nur zum Teil anders.

      Jedenfalls könnt ihr dieser Vorbemerkung entnehmen, daß es mir eher im Anschluß an das Thema des Threadartikels von Apxwn um Mythologien, Narrative, Ideologien geht und um Voraussetzungen dafür, mit ihnen zu brechen – so einer damit brechen will.

      Soeben habe ich mich entschieden, jetzt doch anschließend zu posten, was ich heut früh noch vorbereiten konnte, obwohl es für sich nichts bringt: Es handelt sich um ein der Mythologie Habkinds entgegen gestelltes Narrativ (was nicht heißt, es sei „erfunden“ – aber dazu, wie gesagt, rede ich später.

    • Die Kooperation der Regierung GW Bush, die eigentlich eine Regierung Cheney hinter Bush’s Ohrfeigengesicht war, mit der syrischen Baath-Herrschaft und ihren Geheimdiensten bis 2007 ist in diesem Blog bekannt. Sie beruhte auf einem Interesse am Erhalt der syrischen Souveränität, damals bes. mit Blick auf den Irakkrieg, der sie kräftig gefährdete.
      Etwa bis zu dieser Zeit, auch das dürfte bekannt sein, dauerte der nahezu freundschaftlich zu nennende Verkehr der seinerzeitigen Botschafter der USA und des UK, sowie weiterer hochrangiger Diplomaten (u.a. Kerry) mit Bashar al Assad persönlich. Er verlief einer nachdrücklichen Nötigung der israelischen Regierung zu Verhandlungen mit Syrien parallel, mit dem nominellen Ziel eines Friedensvertrages. Darunter fielen auch Geheimverhandlungen zwischen Assad und Olmert, vermittelt über den türkischen Staatspräsidenten.

      Diese „Idylle“ brach die „Operation Orchard“, der israelische Luftangriff, dem zwei syrische Luftabwehrbasen und ein angebliches „Atomkraftwerk im Bau“ zum Opfer fielen.
      Jüngst veröffentlichte Dokumentedes Weißen Hauses zur Vorgeschichte dieses Angriffes (bitte googlen) lassen erkennen, daß der wenige Monate zuvor berufene isr. Verteidigungsminister Ehud Barak, zusammen wirkend mit hochrangigen US-Militärs + wahrscheinlich Dick Cheney, die Strategie des State Department unter Condi Rice, auf die Bush außenpolitisch hörte, unterlaufen hat: Das Weiße Haus (excl. Cheney), das sich die Entscheidung über einen Angriff auf das angebl. Atomkraftwerk vorbehalten hatte, wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, und zwar nicht allein von der IDF, sondern von der Generalität der amerikanischen und türkischen Luftwaffe. Ich will die Anmerkung nicht versäumen, daß die Hauptakteure verdächtig sind, zu den Architekten von 9/11 bzw. deren Mitwissern zu zählen.

      Obwohl die Verhandlungen zwischen Assad und Olmert unter isr. Obstruktion fortgesetzt wurden, war dieser Bruch des Burgfriedens des Imperiums mit der syrischen Souveränität unheilbar. Nachdem die US-Führung sich außerstande gezeigt hatte, der militärischen Aggression Israels Einhalt zu gebieten, konnte Syrien weder außen- noch innenpolitisch eigene Kalküle auf eine bedingte Allianz mit dem Imperium bauen. Das war den US-Diplomaten natürlich klar.
      Bashar führte die Verhandlungen mit Israel fort, weil auch die Zionisten gespalten sind, weil die Ausdehnung ihrer kolonialistischen Strategie auf Syrien nicht „natürlich“, sondern widersprüchlich ist und weil gemeinhin die Waffen schweigen, solange verhandelt wird. Aber auch dieser Hilfsfrieden mit Israel, der den Schaden des US-Verhältnisses teilweise vorübergehend minderte, wurde absichtsvoll torpediert: Der genozidale Angriff auf den Gaza 2008 und dessn Umwandlung in ein international betreutes KZ zerstörte den syrischen Eliten alle Aussicht auf eine wenigstens formell souveräne Regionalpolitik unter US-Oberaufsicht und in deren Interesse.

    • TomGard

      (Fortsetzung)
      Für die US-Politik ergab sich aus der imperialen Logik und der „Führung von achtern“ („lead from behind“), sich die israelische Feindschaft gegen Syrien bedingt zu eigen machen zu müssen: Der Feind meines Alliierten muß mein Feind sein! Die Betonung liegt auf „bedingt“, weil die USA die Kriegsziele der Zionisten nicht teilen (können), sie können sie allenfalls zum Bestandteil eigener Strategien machen.

      Aktuell ist der Unterschied deutlich zu sehen: Die Zionisten wollen keine intakte syrische Nation zum Kriegsresultat und unterstrichen mit dem Luftangriff auf Damaskus, daß sie das Gewicht ihrer Atomwaffe in die Waagschale werfen, eine Rekonstruktion Syriens als intaktes US-Protektorat zu verhindern. Die USA setzen vordergründig eine Erhaltungsstrategie dagegen, aber es ist zu vermuten, daß sie nicht mehr Syrien gilt, kaum noch ein klar formulierbares außenpolitisches Ziel hat, sondern nur noch den innenpolitischen Krieg mit derjenigen Fraktion fortsetzt, die einst Cheney repräsentierte, später Hillary Clinton als Außenministerin.

    • Hab grad ein bißchen Zeit.

      Offenbar ist der schwächste Teil des Narrativs das „Für die US-Politik ergab sich aus der imperialen Logik und des „lead from behind“, sich die israelische Feindschaft gegen Syrien bedingt zu eigen machen zu müssen: Der Feind meines Alliierten muß mein Feind sein!“
      Das ist eine Formel, die man getrost „Leerformel“ nennen könnte, gäbe es nicht die Erfahrung, die jeder außenpolitisch Interessierte alle paar Wochen machen kann, daß führende Politiker der westlichen Metropolen fast jeden Pups aus Tel Aviv zum Anlaß klar parteilicher Stellungnahmen nehmen, auch wenn sie zunehmend häufig die Gestalt patronaler Kritik annehmen, d.h. von Aufrufen, die Regierenden in Israel hätten in ihrem eigenen wohlverstandenen Interesse bitte (gefälligst) anders zu handeln, als sie tun.

      Daraus erhellt, obwohl das US-Patronat über Israel prioritär ist, geben die regionalen Interessen der anderen imperialen Mächte und ihrer örtlichen Verbündeten den Zionisten erhebliche Freiheiten unterhalb der Schwelle der Drohung mit oder des Einsatzes von Gewaltmitteln, den Konkurrenten Zuwendungen und Zugeständnisse abzuhandeln und abzunötigen. Und das heißt halt umgekehrt, daß die Verpflichtung Israels gegenüber den USA auch streng verpflichtend in der Gegenrichtung ist. Solange Israel seinen Krieg mit der arabischen Welt, seinen Staatsgründungskrieg, fortführt, und sei es nur, indem es sich in den Grenzen der nach 1967 annektierten Gebiete nicht saturiert gibt und zeigt, so lange ist sein Krieg kraft der widerstreitenden und einander ausschließenden Interessen und Aspirationen der anderen imperialen Staaten und regionaler Regimes tatsächlich ein Krieg der USA, es sei denn, die USA selbst entließen Israel aus der ihm verschafften Rolle, das sich an seinem Willen als eine Siedlernation nahöstliche Politik in pro- oder antiimperial zu scheiden habe.

      Und das ginge tatsächlich nur, indem die USA (oder Russland) Israel atomar von der Landkarte putzten.

      Übrigens:
      Assad weiß dies alles ganz genau, wie man vielleicht am Besten dem Interview entnehmen kann, das er im Jan. 2011 dem WSJ gab.

    • TomGard

      „Und das ginge tatsächlich nur, indem die USA (oder Russland) Israel atomar von der Landkarte putzten.“

      oder – um dem fälligen interessierten Mißverständnis vorzubeugen – indem eine anarchistische Revolution, oder von mir aus auch ein kleinbürgerlich-faschistischer Putsch, die kapitalistische (imperiale) Staatsraison der Föderation der nordamerikanischen Staaten aus der Geschichte putzte …

    • Schauen wir noch mal zurück:
      Mein Narrativ enthielt einen fetten Widerspruch (die USA sollten sich den Krieg Israels zu eigen machen müssen, obwohl der Ausgangspunkt des Narrativs unterstellte, daß dies vor 2007 nicht der Fall war). Die Kritik dieses Widerspruchs (in schematischer Kurzform vorgetragen) gab ihm eine Verlaufsform.

      Woher will jetzt aber jemand wissen, ob diese Form etwas mit der Wirk-lichkeit des Geschehens zu tun hat, ja, sie gar erklärt (zumindest eine Seite davon), wie behauptet?
      Anmerkung: Mein Begriff der Wirk-lichkeit, deshalb schreibe ich das Wort so, hat nichts mit (ontologischem) „Sein oder Nichtsein“, „Realität oder Fiktion“, „Lüge oder Wahrheit“ zu tun. Jawohl, die Lüge und das Gelogene zählen zur Wirklichkeit, von der ich spreche, denn sie ist Oberbegriff des Zusammenwirkens und Wirkungszusammenhanges zweckmäßigen Handelns von Akteuren. Auch erzwungenes und selbst planlos panisches Handeln ist zweckmäßig zu nennen, wenn der begriffene Wirkzusammenhang es enthält! Daraus folgt, „Fakten“ (TAT-Sachen) sind in diesem Sinne nur „wirklich“ (real), wenn sie in einem Wirkzusammenhang begriffen sind, d. h. (re-)konstuiert. Diese Rekonstruktion kann auch eine Erfindung sein, sie muß nur logisch aus dem jeweils hypothetisch vorgelegten Wirkzusammenhang folgen. (Folge-)Richtiger gesagt: Fakten sind immer erfunden, sie sind wissen-schaftliches Resultat. Einstein (sinngemäß, Hegel wiederholend und die Resultate wahrnehmungsphysiologischer Forschung vorweg nehmend): Was wir beobachten, bestimmen wir vermittels der Theorien, denen unsere Beobachtung folgt. (Und epistemologisch: Ein „Ding“ ist nicht „wirklich“, allenfalls ist es ein Gespenst eines Handlungszusammenhanges, in welchem etwas vorkommt, was nicht begriffen ist; ist es begriffen, ist es kein „Ding“ mehr, oder, anders gesagt, seine Dinglichkeit ist in die Wirkungszusammenhänge und Theoreme überführt in denen es gesellschaftlich (also auch individuell) steht. Anmerkung Ende.

      Die Kriterien des Wirklichen in der Kritik der Narrative sind die Schnittstellen dieser Kritik mit dem Wissen über die politische Ökonomie gesellschaftlichen Daseins unter der Herrschaft des Privateigentums. Sie gilt es zu überprüfen.
      (Abbruch wg. Zeichenbegrenzung)

    • @TomGard
      „Eine Darstellung, welche die Ebene angeblicher oder tatsächlich anzutreffender Handlungsmotive nationaler Souveräne und daher deren Handlungsebene nicht mit dem Ziel verläßt, gesellschaftliche Gründe und Zwecke dieser Handlungen ausfindig zu machen oder zu benennen, wie es in diesem Strang Walter Mandl und Anonymos versucht haben, wenn auch m.E. mit falschen Ausgangspunkten und Ergebnissen.“

      TG sieht sich veranlasst, Zeugnisse zu verteilen und einzelne Kommentatoren bei dieser Gelegenheit auch persönlich dingfest zu halten. Das ist selbstverständlich sein umgenommenes Recht.
      Falsche Analysen aufzuzeigen, Kritik am Inhalt oder der Ausdrucksform eines Beitrages vorzubringen, ist eine edle Pflicht in jeder Diskussion. Davon lebt ein Meinungsaustausch und profitieren deren Teilnehmer. Es liegt auch in der Natur der unterschiedlichen Charaktere und den individuellen „Wissensständen“, dass bestimmte Teilnehmer dafür öfter in Erscheinung treten.
      Keineswegs ist es jedoch statthaft, aus einer solch beanspruchten Position eine Diskussion zu vereinnahmen, geschweige denn, allgemein übliche Formen des Disputes zu verlassen!
      Der Einsatz von Sprache dient bekannter weise dem Zweck, Gedanken fassbar zu machen. Die hier notwendigerweise vorgenommene Transformation zur Schrift macht Gedanken lesbar. Schulbildung und Lebenserfahrung bringen es mit sich, Sprache und Schrift bestimmten Strukturmustern zu unterwerfen. Die individuellen Muster mögen sehr verschieden sein. Allgemein anerkannt ist jedoch, dass eine klare und verständliche Sprache/Schrift, dem Verständnis dienen. Komplexe Zusammenhänge werden bei Verwendung komplexer Sprach- bzw. Schriftsätze nicht verständlicher. Die kunstvolle Anwendung von Sprache/Schrift liegt daher in der Verwendung jener Form, bei der Information und Unterhaltung einerseits und Verständlichkeit andererseits, sich nicht im Wege stehen.
      Anders herum: Es ist ein leichtes, einfache Zusammenhänge sprachlich zu verkomplizieren, hingegen ist es eine wahre Kunst, auch komplexe Zusammenhänge zu vereinfachen.
      Diese Kunst der Verständlichmachung ist dir, TG, (leider) nicht zu eigen, und wird auch mit (gelegentlichen) Übergriffen auf Personen (für mich) weder kaschiert noch toleriert!

    • Walter Mandl,
      Du kritisierst nicht (kein Argument und keinen Satz) sondern beschwerst Dich mit dem Ziel einer Abwertung: „Die Kunst … ist Dir nicht eigen.“

      Das läßt keine Antwort zu und ist auch keine wert.
      ———-

      In Deinem Posting, auf das ich methodisch zustimmend verwies, wiewohl angebend, daß ich seinen Inhalt nicht teile (! von Zensurengebung kann keine Rede sein) schriebst Du:

      „Seit dem FED-ACT (23.12.1913) sind die Staaten in der Position, über eine endlose Geldschöpfung seitens der FED quasi das Geld der Welt drucken zu können. Dies machte die Regierungen der Staaten einerseits abhängig von den Jongleuren der FED, andererseits sind die hinter der FED stehenden Eliten angewiesen auf den Schutz durch die amerikanische Armee. … Wer das System der US $ Hegemonie versteht, weiß, dass damit die Tage des heutigen Dollar dem Ende zugehen… Eine Währung wird demnächst platzen und ihr werden unweigerlich die anderen folgen. Das wird die Stunde sein, ab der China mit einer teilgedeckten Goldwährung die Führung der Weltfinanz übernimmt.“

      Ein Argument, das den platten Widerspruch zwischen Einleitung und Schluß iwie trägt, kann ich in den beschreibenden Statements, für die die (…) stehen, nicht entdecken. Es sei denn, man hielte die Erwähnung des NAMENS aller Namen, G O L D, für ein Argument und folgen den Verschwörungstheoretikern, daß das Gold in amerikanischem Besitz durch Wolfram und Blei ersetzt sehen. Dies zu tun (einige würden es Fetischismus nennen), ist daher die einzige Möglichkeit, in diesem Posting überhaupt einen INHALT zu erkennen.

      Meine Reden wenden sich (u.a.) gegen das fetischisierende Denken, und da ich dazu an dieser Stelle nicht mit politökonomischen Argumenten kommen kann, versuche ich Umwege zu gehen. Das mag man kritisieren, dann sollte man das halt auch tun –

    • Noch: Walter Mandl

      Auf das zitierte Posting gab es folgende Antwort von „Iskander“

      „Ich sehe das ähnlich. …
      Sie (Subjekt fehlt, gemeint war wohl die vorgenannte „größte Terrormacht der Welt: USA/Al-Kaida“, TG) wissen, das ihr Organismus zerfressen und unheilbar krank geworden ist. …
      verhält sich die USA/Al-Kaida … wie ein Virus in einem Organismus. Den Tod des Ganzen in Kauf nehmend, um den eigenen Stoffwechsel um ein Quentchen an Zeit zu verlängern.
      Das Ziel des Imperiums, China und Russland mit in den Abgrund zu reißen … gesunde homogene Völker mit dem) ureigen bescheidenen Willen zu überleben.
      Der Westen hingegen ist durchseucht … und dekadent …ein absterbender Ast am Baum der Geschichte, wie ein Zweig eines Baumes dessen Rinde beschädigt ist und der von einem aggressiven Pilz durchdrungen ist. … Es wird uns noch eine extrem harte, dunkle und lange Zeit von weltumspannend eskalierenden Kriegen bevorstehen … Alles wird zerstört werden, zertrümmert. Doch etwas neues wird daraus enstehen wie nach einem Waldbrand ein erstes zartes Grün das Rabenschwarz unterbricht.
      Dieses Grün wird in Fernost, Russland, China und Lateinamerika zu erst zu sehen sein.“

      Dazu kein Wort von Dir. Würdest Du bitte den Kommentator kommentieren? Oder sollen wir Leser doch annehmen, daß ihr beide euch einig seid?

    • @ TomGard
      Wie kannst Du nur so inkonsequent sein???
      Gleich zu Beginn erklärst Du mit: „Das läßt keine Antwort zu und ist auch keine wert.“
      Um unmittelbar darauf fortzufahren …..

      Deine (offensichtlich) persönliche Betroffenheit wollte ich keineswegs erzeugen. Es liegt mir auch vollkommen fern, mich verpflichtet zu sehen, auf – von meiner Meinung abweichend – Vorgebrachtes, reagieren zu müssen. Diese Befreiung gilt insbesondere auch gegenüber Beiträgen, die von Dir stammen. Selbst dann nicht, wenn sie im Anhang eines eigenen Post stehen sollten.
      Deinen Versuch, den theoretisch ableitbaren Umkehrschluss, -kein Einspruch bedeutet Zuspruch – mir gegenüber zu Anwendung zu bringen, weise ich mit aller Entschiedenheit und für alle Zeiten, zurück! Diese Prinzipien der Auseinandersetzung mögen in einem gerichtlichen Streitverfahren (exzessiv) Anwendung finden und wichtige Basis für das Selbstverständnis einiger Rechtsverdreher sein.
      Hier im Blog befinden wir uns jedoch in keinem Gericht, es gibt weder Richter noch Staatsanwälte, und auch keine Verteidiger oder Angeklagte. Es geht auch nicht um Wahrheits- Lügen- oder Irrtums-Sprüche im engeren Sinn. Diese Umstände scheinst insbesondere Du des Öfteren nicht mehr wahr zu nehmen.
      Die – in und zwischen – Deinen Zeilen unverkennbar durchscheinende Ächtung anderer, erhöht Dich nicht. Auch Deine intellektuell verzierte, dominant-herrschsüchtige Natur, berechtigt Dich NICHT, hier im Namen anderer zu sprechen (..oder sollen WIR Leser …)!
      Und mit Deiner „Bitte“, ich solle doch (gefälligst) Iskanders Kommentar kommentieren, halt‘ ich es mit Verlaub, in Anlehnung Deiner eigenen Worte:
      „Deine ungehobelte und krankhaft rechthaberische Art verbietet es mir, lässt keine Antwort zu, und ist auch keine wert.“

  • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Anonymous

    Vielen Dank habkind! Super Analyse.

    Große Niederlage für die Moslembrüder Bewegung und ihre Finanziers vom Golf. Hoffen wir, die Ägypter haben einen guten Plan für ihre Zukunft ohne Kredite und Abhängigkeiten vom Westen und Golfstaaten. Gibt es jemanden, außer der Armee, der die Führung übernehmen kann? Werden die Amerikaner, Israel, zusehen, wie eine Säule der arabischen Welt zu ihren Ungunsten umfällt. Ich glaube in Israel steigt die Nervosität und das führt meist zu überraschenden Aktionen. Dike

  • Nobilitatis

    Wie unterschiedlich Wahrnehmung vor Ort und Berichterstattung der westlichen Medien sind (westliche Quelle):
    http://www.independent.co.uk/voices/comment/foreign-media-portrayals-of-the-conflict-in-syria-are-dangerously-inaccurate-8679937.html

    • Guter Artikel! So sollte Journalismus aussehen.

    • „So sollte Journalismus aussehen.“

      Wenn Du das denkst, dann wäre es angebracht, daß Du Dir möglichst genau Rechenschaft über die Grenzen und Schranken solchen Journalismus Rechenschaft legst, um zu erfahren, was er „bringen“ kann, und was nicht.

      (Das soll eine Anregung sein (keine Kritik!), weil ich vermute, der Artikel könnte sich dafür ganz gut eignen)

  • Franz

    Erdogans Vize: Proteste in Türkei von Juden organisiert

    Der türkische Vizeregierungschef Besir Atalay hat die Juden im Land für die wochenlangen massiven Proteste in Istanbul und anderen Städten verantwortlich gemacht.

    Ganz großes Kino, Popcorn raussuch…

    http://www.stern.de/news2/aktuell/proteste-in-tuerkei-von-juden-organisiert-2032795.html

  • Anonymous

    Tja, nutzt beiden. Ergogan muss die schwer irritierten türkischen Israelgegner bis Antisemiten wieder auf seine Seite bringen, und die Zionisten brauchen Antisemiten. Da kann man sich leicht die Hand reichen.

  • Franz

    Realisitischer Kommentar von Thomas Pany bei Telepolis, siehe auch die verlinkte Reportage

    Wenn die Fronten wegen Zigaretten gewechselt werden

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39435/1.html

    LG

    • habkind

      Heise kommt langsam mit seinen Artikel auf den Boden der Tatsachen zurück. Immer mehr Artikel, die etwas neutraler und realistischer werden.

  • Franz

    Mal’ne Frage.

    Wiso werden eigentlich alle Greultaten so penibel auf Video festgehalten? Das ist doch eigentlich kontraproduktiv, da somit der Pöbel(ich) sehen kann, was wirklich hintersteckt. Wäre es nicht klüger diese Greultaten zu verheimlichen?

    LG

    • Nobilitatis

      Nicht alle. Nur eine repräsentative Auswahl zu Schulungszwecken. ;-)

    • habkind

      Bei den Videos, in denen die Toten Söldner gezeigt werden und ihre Namen und ihre Einheit verlesen werden, dient es aller Wahrscheinlichkeit nach, die fälligen Sterbegelder (Blutzoll ist jetzt der falsche Begriff) an die Familien zu bezahlen.
      Es ist gewissermaßen der geforderte Beweis der Geldgeber – nach welcher Grundlage sollen sie denn sonst bezahlen?
      Andere Video dienen dazu, ihre Stellung und Ernsthaftigkeit im religiösen System hervor zu heben, denn diese Schlachtungen (enthaupten) sind ja – gemäß ihrer Vorstellung – vom Koran gefordert.

  • Anonymous

    Die sind halt stolz darauf, was sie tun. Wie war das noch? „Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte.“ Posener Rede Himmlers, 4. Oktober 1943.

  • Franz

    Die FAZ hat gestern ein Interview mit Hitto veröffentlicht. Vor 2 Wochen eines mit Assad. Damit bietet uns die FAZ eine ausgezeichnete Möglichkeit, beide zu vergleichen.

    Interview mit Assad
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/assad-im-f-a-z-gespraech-europa-wird-den-preis-fuer-waffenlieferungen-zahlen-12224852.html

    Interview mit Hitto
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/im-gespraech-ghassan-hitto-die-freunde-syriens-muessen-sich-ihrer-rolle-klarwerden-12267295.html

    • Nobilitatis

      Herr Hitto scheint in einer Parallelwelt zu leben. Ob sich da wohl irgendjemand findet, der die Realität seinen Vorstellungen anpasst?

  • off topic: Snowden, die USA, die EU und Russland (und Syrien??)

    Die Außenminister der USA und Russlands sind einen Tag nach dem Asylantrag Snowdens in Russland zusammengetroffen. Themen waren u.a.: Snowden und Syrien. Anschließend hat Russland erklärt, Snoden könne im Land bleiben, wenn er DEN USA NICHT WEITER SCHADET. Wie bitte? Russland verzichtet auf einen offensichtlich SEHR GUT informierten Agenten eines zumindest gegnerischen Geheimdienstes? Ohne ihn weiter befragen zu wollen? Das kann nur zwei Dinge bedeuten: 1. Es gab einen wie auch immer gearteten Deal (vielleicht Syrien betreffend?), 2. Der Mann weiß so viel, dass die USA bereit sind, Kompromisse einzugehen, um ihn zu bekommen (und zum Schweigen zu bringen). Und: die Informationen sind offenbar SO brisant, dass Druck auf halb Europa – das derzeit hoch empört über die Ausspionierung durch einen US-amerikanischen Geheimdienst ist, was eben genau dieser Snowden öffentlich gemacht hat – ausgeübt werden kann, um dem Flugzeug des Präsidenten eines souveränen Landes die Überflugrechte zu entziehen und ihn zur außerplanmäßigen Landung zu zwingen.
    Noch mal etwas einfacher: Spieler A betreibt im Auftrag von Spieler B Spionage. Nach einiger Zeit veröffentlicht er, welche Länder – fassen wir sie unter Spieler C zusammen – auf welche Weise durch Spieler B bespitzelt werden. Es stellt sich heraus, dass Spieler C eigentlich ein Freund von Spieler B ist. Spieler C ist deshalb verständlicherweise hoch empört. Spieler A muss nun flüchten und tut das unter anderem über Spieler D. Spieler D ist KEIN Freund von Spieler B, sondern allenfalls ein „Partner“, eher jedoch ein Gegner. Spieler D ist bereit, Spieler A Asyl zu gewähren. Nach einem Gespräch zwischen Gesandten der Spieler B und D erklärt Spieler D allerdings, Spieler A dürfe Spieler B (der eigentlich ein Gegner von Spieler D ist), NICHT WEITER SCHADEN. Spieler D setzt sich also dafür ein, dass ein Angestellter seines Gegners diesem „nicht weiter schadet.“ Spieler E, der von der ganzen Sache bis zu diesem Zeitpunkt nicht betroffen ist, wird wenige Zeit später daran gehindert, nach Hause zu gelangen. Grund ist, dass der durch Spieler A im Auftrag von Spieler B ausspionierte Spieler C sich weigert, Spieler E Überflugrechte zu gewähren, weil Spieler A MÖGLICHERWEISE/EVENTUELL/VIELLEICHT im gleichen Flugzeug sitzen könnte. Spieler C – obwohl der Geschädigte – unterstützt also die Person, in deren Auftrag er geschädigt wurde, nämlich Spieler B. Das Opfer unterstützt den Täter und der Gegner des Täters sorgt dafür, dass dem Täter nicht weiter geschadet wird …

  • Anonymous

    Ach ja, Melone, das alter ego von MS, macht Glasperlenspiele zur Füllung des Blogs. Vielleicht gehen die wirklichen Inhalte hier ja doch noch im rosa Rauschen unter…

  • ISKANDER

    PUTSCH in Ägypten…
    Mursi unter Hausarrest, führende Muslimbrüderfunktionäre mit Reiseverbot belegt.
    Jetzt wirds interessant.

    • Anonymous

      Ja! Und mehrere (oder alle?) Fernsehsender der Moslembrüder abgeschaltet. Die Amis wollen Ihre „Hilfe“ für Ägypten überdenken. Die Anti Morsi Fraktion ist euphorisch. Eine Frau sagte, wir dachten wir wären von einer fremden Macht besetzt gewesen. Ist Qardawi nicht zur Unterstützung von Morsi nach Kairo gereist? Dike

  • Enis

    „Was in Egypten geschieht ist der Untergang den man politischen Islam nennt. Auf der ganzen Welt wird jedem, der die Religion für politische Zwecke instrumentalisiert das gleiche Schicksal ergehen“

    Dr. Bashar Hafez al-Assad, 3.7.2013

    • Nobilitatis

      Wie wahr.
      Siehe auch George W. Bush, der Gottgelenkte.

  • habkind

    Nun ist Mursi Geschichte – ein ganzes Jahr Geschichte – das hat die
    Teilnehmer dieses Blogs so vom Hocker gehauen, dass sie erneut in einer
    Ecke sitzen und nichts zu vermelden haben?
    wo seid Ihr schon wieder. Solch eine gute Nachricht und keiner kommentiert.
    Wie gehts weiter mit Ägypten? Wie gehts weiter mit den Ichuan musilmin
    (Moslembruderschaft), nachdem sie nun in Ägypten brutal abgewählt wurden und den VAE ihr Verbindung geschlossen zum mehrjährigem Gefängnisaufenthalt verurteilt wurde?
    Wird die syrische Botschaft in Kairo wieder eröffnet?
    Wie reagiert die neue Regierung auf die Verhältnisse in Syrien?
    Wollt Ihr mir keine Antworten dazu geben?

    • Comrade John

      Meine Antwort entnimmst du diesem Beitrag, der sonst nach weiter oben gehörte. Meine Haltung u. Erwartungen zu ägyptischer Politik u. an die Leute, die dort in den letzten 30 Jahren das Sagen hatten, es haben u. behalten werden, könnte ich auch noch in die Frage kleiden >> Wo war denn Ägypten all die Jahre?
      ___________________________________________

      Syriens Fehler war es, die Zuständigkeit des Imperiums für die Angelegenheiten in aller Welt zu bestreiten, am Fallbeispiel
      – zuständig für ordnungsgemässe Öffnung des Landes für westliche Kapitalinteressen
      – zuständig für eine ordnungsgemässe Staatsgewalt im Innern

      Trotz Vereinbarungen mit dem IWF u. privatwirtschaftlicher Fortschritte blieben Schlüsselindustrie, Landwirtschaft u. Bankwesen in staatlicher Hand. Das Regierungssystem mit der relativ ausgeprägten starken Stellung des Präsidenten störte besonders deswegen, weil hier kein Knecht des Westens vorstand – sonst ist das, s. Marokko, Saudiarabien oder Katar, kein Problem.
      Zwischenüberschrift könnte sein: Das Modell arabischer Sozialismus (Baath-Partei) u. semipresidentielles Regierungssystem vs. Kapitalismus u. parlamentarisch-demokratisches System.

      Syrien hat das selbsternannte Recht Israels seine Grenzen zu bestimmen u. auf Kosten anderer wiederholt zu ändern nie anerkannt. Es hat demgemäss die Rückgabe der 1967 besetzten Gebiete verlangt u. nie vorzeitig wie andere (Jordanien, Ägypten) einen Friedensvertrag geschlossen.
      In dieser Rolle ist Syrien der letzte Vertreter des panarabischen Nationalismus u. auch die einzig verbliebene arabische Schutzmacht der Palästinenser, ihr grösster Freund u. Fürsprecher, und sicherte sich allein damit das Misstrauen u. die Feindschaft des Imperiums, zu dem Israel unbedingt zählt.

      Einen noch grösseren Fehler beging Syrien durch sein frühes Bündnis mit dem Iran, dem strategischen Hauptfeind des Imperiums in der Region, an dessen Bestand Syrien nie einen Zweifel gelassen hat. Syrien ist von vornherein ausgeschert aus der us-amerikanisch genährten arabischen Phalanx gegen den Iran u. hat den Versuch ethnisch-kulturelle Gegensätze (Araber vs. Perser) für die Neuordnung des „Mittleren Ostens“ auszunutzen konterkariert – vorbildlich, aus Sicht aber des Imperiums unverzeihlich.

      Der entscheidende Fehler Syriens ist vermutlich seine traditionelle Anlehnung an Russland über das Ende des Ostblocks hinaus. Der Beibehalt der guten polit. Beziehungen, der wirtschaftlichen u. militärischen Kooperation machte Syrien zum letzten Verbündeten Russlands in der Region. Es sicherte Russland einen Einfluss in einer Region, die es als abgedankte Supermacht nach Meinung des Imperiums eigentlich nicht mehr haben darf; jenes tritt hier noch wie der ehem. sowjetische Konkurrent auf. Dadurch kam Syrien erst recht ins Fadenkreuz. Das Hauptziel des Imperiums ist die Zerschlagung u. Kontrolle Russlands.

    • Das o.zit. Statement von Assad ist sympathisch, weil die Rückhand der Ohrfeige sicherlich wissentlich ins Gesicht des Alliierten geht – Khamenei – und bescheuert zugleich, weil es die Ambition verrät, aus einem (syrischen) Geschichtslehrbuch des 22.Jhd. zitiert zu sein.
      Bemerkenswert und wert, nachzuverfolgt zu werden, daß und warum die gesamte politische Welt von einem „Coup“, einem Putsch spricht, obwohl es offensichtlich keiner ist, sondern das bleibende zentrale Institut der Herrschaft in Ägypten, die Armee, eine Statthalterregierung in einer höchst melodramatischen Inszenierung absetzte. Die ostentativ repressiven Aktionen gegen die Partei der MB und ihre Öffentlichkeitsorgane ergänzten Klarstellungen, daß sie nicht gegen die politische Ideologie der MB gerichtet sind, sondern gegen deren überambitiösen und auch etwas dümmlichen Versuch, die Armee mit Hilfe des Auslands aus ihrer Position zu verdrängen und zum bewaffneten Arm der mehr eingebildeten als politisch wirksamen „Bewegung“ der MB herab zu setzen.

      Insofern war die Stellungnahme des Außenministers der VAE noch die rationellste:
      „His Highness Abdullah bin Zayed al-Nahayan … said that the great Egyptian army was able to prove again that they are the fence of Egypt and that they are the protector and strong shield that guarantee Egypt will remain a state of institutions and law.“

      Ja, und deshalb werden viele Funktionäre der MB durchaus glücklich mit diesem „Putsch“ der Armee gegen ihre ausgerastete Führung sein.

  • Jörg

    Auf http://tarpley.net/ findet ihr (leider nur auf Englisch) Webster Tarpley aus Washington.
    Tarpley weist mit seinem Audio vom 01.07.13 darauf hin, daß Obama die Waffenlieferung an die syrischen Rabbles zu verhindern versucht. Kerry („don’t tase me bro“: http://www.youtube.com/watch?v=6bVa6jn4rpE ) ist derjenige, der den Eintritt der US-Diktatur in den Syrienkrieg pusht und weiter pushen will.

    Tarpley ist aber durchaus kein Fan von Obama! Er weist nur darauf hin, daß es andere – und gerade nicht Obama – sind, die mehr Krieg wollen.
    Mit „Obama“ ist dabei sicherlich nicht dieses Püppchen gemeint, sondern eine ‚Fraktion‘ die Obama lenkt und die sich gegen eine (oder mehrere?) Kriegstreiberfraktion wehrt.

    In diesem Zusammenhang fand ich es bemerkenswert, daß vor kurzem ein Containerschiff mit (angeblich) Waffen für die Rabbles vor dem Jemen sank: http://julius-hensel.com/tag/us-schiffbruch-jemen/ .
    Es riecht förmlich nach einem ‚inside job‘ der Obama-Fraktion. Denn das Schiff brach einfach auseinander! Ohne äußere Ursache! Seit wann brechen denn Container-Schiffe einfach auseinander??!! .
    Auf http://de.wikipedia.org/wiki/MOL_Comfort lesen wir, daß die japanische Reederei nun auch das Schwesterschiff der „MOL Comfort“ ganz erschrocken aus dem Verkehr gezogen hat. Aber eine echter statische Konstruktionsfehler von den professionellen japanischen Schiffsbauern (Mitsubishi Industries) ist extrem unwahrscheinlich. Außerdem daß der (angebliche) Konstruktionsfehler sich ausgerechnet jetzt – nach einem immerhin ca. 5-jährigen Betrieb des Schiffes – ‚zufällig‘ realisiert, ist mir nicht glaubhaft. Auffällig auch, daß unsere Nato-Medien diesen Vorfall nicht berichtet hatten.

  • Sarin ist eigentlich ein Frostschutzmittel – und genau DAS haben „syrische Oppositionskämpfer“ Ende Mai in der Südtürkei transportiert: http://de.ria.ru/politics/20130703/266420882.html

    • habkind

      Das kann garnicht sein, ich kaufe Frostschutzmittel entweder in 1,5 ltr. Flaschen oder in 5,0 ltr. Kanister ;-), In 2 ltr. Flaschen wird anscheinend nur Sarin verkauft.
      Die Untersuchung war getürkt – diesmal wörtlich zu nehmen.

    • An dem ganzen „Volksaufstand“ in Syrien ist das eine oder andere getürkt … ;-)

  • kaumi

    Diese Bilder werden wir nie in unseren Medien sehen. Aber dafür gibt es solche Blogs wie diesen:
    http://directorblue.blogspot.de/2013/07/15-photos-from-tahrir-square-protests.html

    Meine große Hoffnung ist erfüllt. Ein sunnitisches Land befreit sich von den Ichuan und erteilt dem rückständig-salafistisch angehauchten Islamismus made in Gulfstates eine Abfuhr. Der Kreis ist geschlossen:
    Die Bruderschaft stirbt dort wo sie geboren wurde. Ein guter Tag für Syrien, ein fabelhafter Tag für Ägypten und ein dunkelschwarzer Tag für die dicken Scheichs.

    Gute Nacht, Freunde!

  • In #Ägypten wurde der Beginn eines islamischen Großstaates verhindert, von Libyen bis Türkei und Katar und Somalia(?). Daher auch die Unterstützung der Proteste in der Türkei durch US-Medien.

  • Franz

    Clinton, Sarkozy, Hamad, Muris und selbst den Papst hat der gute Assad überlebt :)

  • Nobilitatis

    Abbas scheint die Palästinenser in Syrien und Libanon aufgefordert zu haben, sich neutral zu verhalten. Wie bereits erwähnt, wenn Hamas sich auf eine Seite stellt, wird Fatah diese Schwäche nutzen.

  • Anonymous

    Tja, entweder lief es wie bei den Sauerlandbombern, oder die türkischen Dienste haben die reichlich unpässliche Beweissicherung bereinigt.

  • habkind

    Das schönste am gestrigen Sturz Mursi`s: Al Jazeera in Ägypten wurd wie andere pro-islamistische Fernsehanstalten mitten im Programm abgeschaltet. Plop grüner Punkt und dann wars schwarz. Sie hatten wie üblich positiv über die Moslembrüder berichtet.

  • Slavik

    Hm dieses Blog scheint sich echt nur zu interessieren wenn es irgendwie auch Russische Interessen betrifft. Ägypten scheint da uninteressant oder die Leute sind im Urlaub. Wenn es so ist sei es Ihnen gegönnt ;-)

    Gruß

    Slavik