Al-Qabun: Wühlarbeit

Vor einer Weile schrieb hier mal jemand, als die Sache mit den Tunneln (ich glaube, es war in Harasta) aufkam: ach was. Der Boden sei felsig oder steinig, es ist undenkbar, dass man um Damaskus und in Syrien generell irgendwelche Tunnel wühlt. Das ist natürlich längst widerlegt. ANNA-News zeigt uns heute nun zwar nicht den ersten, aber doch einen der … längenmäßig wohl beeindruckendsten. Ganze 500 Meter lang in Al-Qabun, einem nordöstlichen Vorort von Damaskus. Alle Schikanen, die man sich als Ratte wünschen kann: Verzweigungen, Schießstände, Stromgeneratoren, Werkzeug, Videomonitoring-Posten, Matratzen mit Klimaanlage.

Dieser konkrete Tunnel führt aus Al-Qabun heraus direkt unter die Magistrale M5 zwischen Irbin und Harasta. Die Rebellenbanden, die dort hausten, wurden in den Tagen zuvor ausgeräuchert (ANNA-News dokumentierte das in mehreren Teilen). Interessant: so weit südlich taucht nun auch schon Gekritzel von „Tschetschenen“ auf – es wird in der Reportage gezeigt. Darauf, besonders auf die dabei zu sehende Swastika, kann ich mir keinen Reim machen. Andererseits prangten in Daraya bereits auch schon martialische Inschriften in kyrillischen Lettern.

Natürlich ist das gegen die Tunnel von Cu Chi ein reiner Kindergarten. Es zeugt aber davon, dass die Terroristen sich mindestens monatelang ungestört durch das Herz Syriens wühlen konnten.

Tags:

Trackback von deiner Website.