Al-Qabun: Straßenarbeiten

Die Dokumentation des Einsatzes in Al-Qabun geht weiter. Einige Dinge rufen Kopfschütteln hervor. Vor allem der Fakt, dass die Straße für den Militäreinsatz offensichtlich nicht gesperrt wurde. Zivile Busse, Lkws, Linientaxis und Pkw rasen mit Vollgas durch’s Trommelfeuer der Republikanischen Garde. Unglaublich. Zu dem Einsatz unter dem eingebetteten Video noch ein Lagebericht von Marat Musin (ANNA-News) vom gestrigen Sonntag. Die Aufnahmen stammen wohl vom Samstag.

ANNA-News am 13.07.2013:

„Gestern nacht flogen drei Raketen über unser Fahrzeug hinweg. Es war ein beeindruckender Anblick, es erinnerte sogar ein wenig an ein Feuerwerk. Wir konnten in dem Moment noch nicht ahnen, dass die Rebellen eine neue Art NATO- (oder saudische) Waffen bekommen haben. Durch die Splitter einer vierten solchen Rakete wurde ein Soldat verwundet. Naiv, wie wir waren, dachten wir, es handele sich dabei wie immer um selbstgebaute Raketen. Allerdings war es ganz anders. Wie es aussieht, wurden inzwischen neue, moderne Waffen nach Syrien eingeschleust, mit denen die Rebellen heute die Panzer und BMP unter Feuer nahmen. Durch zwei solche Raketen wurden zwei BMP getroffen, ein drittes durch eine RPG angeschlagen.

Gestern konnten wir uns nicht vorstellen, dass zwei Raketen heute nur wenige Meter an uns vorüberfliegen. Wir standen mit Wiktor Kusnetzow friedlich herum und filmten den Kampfeinsatz, behelligten dabei niemanden. Allem Anschein nach haben die Rebellen uns und die Soldaten gesehen und haben beschlossen, nicht kleinlich zu sein. Anstelle der Kugeln von Scharfschützen wurden wir im richtigen Moment mit insgesamt drei Raketen beschossen.

Durch die Explosion der ersten Rakete ist unser Dolmetscher Wiktor Kusnetzow leicht verletzt worden. Seinen zweiten Geburtstag und sein gerettetes Auge haben wir später natürlich gefeiert. Die Rakete traf ein mit Truppen besetzten Schützenpanzer. Zwei Soldaten starben sofort, sechs wurden verletzt. Einen davon schleppten wir schnellstmöglich in ein BMP zur Evakuierung. Die Verletzungen des Soldaten waren schwer, er begoß seine Heimaterde und uns, die Unwürdigen, reichlich mit seinem Blut. Etwa 10 Minuten später traf die zweite Rakete den rechten Teil des Tores, an dessen linker Seite sich in dem Moment unser Team aufhielt. Durch die Explosion wurde Oberst Khaled verwundet. Die dritte Rakete traf den Schützenpanzer der Nachbareinheit an der linken Flanke. Das Gefechtsfahrzeug brannte lichterloh, die Patronen seiner 30-Millimeter-Kanone und der MGs explodierten durch die Hitze, was wir auf Video festhalten konnten.

Sieht man davon ab, dass die Terroristen jetzt wohl eine neue, moderne Art Panzerabwehrwaffen einsetzen, hat die Syrische Arabische Armee heute eine erfolgreiche Operation im Wohngebiet Al-Qabun ausgeführt. Die Rebellen nahmen drei Panzereinheiten aktiv unter Beschuss, die das von den Terroristen besetzte Wohngebiet – “illegaler Wohnungsbau” übrigens – in einem Überraschungsangriff stürmten. Die Armee drang bis zu 1,2 Kilometer in die Tiefe des Stadtviertels vor, der Angriff kam für die Terroristen offensichtlich unerwartet. Nach Einschätzung der Republikanischen Garde wurden bei der Operation heute um die 200 Banditen liquidiert, während die Armee drei Verwundete sowie die oben erwähnte Besatzung des BMP an Verlusten zu verzeichnen hat. Insgesamt haben die Panzer und BMP um die 15 Treffer durch RPG und Raketen abbekommen. Die Panzerbrigaden geben angesichts der Art, wie die Raketen detonieren, an, dass sie es erstmals mit solchen Waffen zu tun haben. Der erste Panzer unseres bekannten Oberstleutnant drang in die Tiefe des von den Rebellen besetzten Gebiets vor und konnte auf dem Platz vor der Moschee ein knappes Dutzend Fahrzeuge der Rebellen, darunter MG-Wagen, vernichten. Eines der BMP liquidierte einen Saudi mit rotgefärbtem Bart und RPG in der Hand; der Richtschütze bedachte ihn mit einer herzhaften Garbe. Ein Batallion wurde in dem Viertel, das die Rebellen bereits seit einem halben Jahr kontrollieren, abgesetzt. Es stehen schwere Kämpfe bevor, schwerer noch, als in Daraya.

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  • peter

    Zu Daraya sei noch anzumerken, dass es bis heute nicht gesäubert wurde. Dort halten Rebellen nach wie vor die Stellung. Regelmäßige Videos auf Youtube und Meldungen über kleinere Gefechte bestätigen das.

  • peter

    Ein Rebellenvideo von einem zerstörten BMP in Qaboun (das Video ist 2 Tage alt. Der Link geht nicht zum Original)
    http://www.youtube.com/watch?v=cICagfkkZKs

    Zu den Panzerabwehr-Mitteln der Rebellen:

    Im Einsatz u.a. die einfachen Geschütze B-9 und B-10
    http://en.wikipedia.org/wiki/B-10_recoilless_rifle

    Für einen Panzer sollten sie relativ ungefährlich sein. Ein BMP bietet hingegen sehr viel weniger Panzerung und kann damit geknackt werden.

    Zumindest aus Idlib und Aleppo gibt es auch sehr viele Videos, die den Einsatz von AT-3, Konkurs und ähnlichen Systemen zeigen. Viele Panzer wurden in den letzten Wochen damit zerstört. Die Konkurs sind bisher m.W. aber nicht in Damaskus angekommen. Zumindest nicht in größeren Mengen
    https://en.wikipedia.org/wiki/9M113_Konkurs

    RPGs und Mörser sind natürlich auch im Einsatz und können einem BMP durchaus zusetzen.

  • peter

    Anderes Schlachtfeld: Idlib

    Heute haben 10 Rebellengruppen den Beginn der Schlacht um den Stützpunkt „Ziegelfabrik“ gestartet
    http://wikimapia.org/#lang=de&lat=35.854483&lon=36.671891&z=15&m=b

    Ein Panzer, der in Flammen aufgeht
    http://www.youtube.com/watch?v=PcGNz_gklJI&feature=youtu.be
    (wahrscheinlich von einer gelenkten PzAbw-Rakete getroffen)

    Einsatz von schwerer Artillerie seitens der Rebellen
    http://www.youtube.com/watch?v=FiGMXNxc0tQ
    http://www.youtube.com/watch?v=lIXacFrV28s

    Die SAA kann wirklich froh sein, dass die Rebellen in Damaskus etwas schlechter ausgestattet sind.

    Was mich aber wundert, ist, dass dort nur so wenig Truppen jeweils zu sehen sind. Um so einen Stadtteil effizient zu säubern und zu durchkämmen, bräuchte es doch eher Tausende Soldaten. Dann wären auch die Verluste niedriger (aktuell immer noch deutlich über 20 pro Tag).

    • >20 pro Tag? Wo, in Al-Qabun? Dort ist die Rep. Garde aktiv, bei >20/Tag wäre bald Feierabend.

    • peter

      Insgesamt.

      Wobei ja gerade auch Rep. Garde und Special Forces in den letzten Jahren enorme Verluste hatten. Gerade weil auf ihnen sehr viel Kampflast lag und ihre Taktik (also Ausbildung) und Ausrüstung für die Einsätze eher ungeeignet waren und teilweise noch sind. Sind sind zwar unbestritten in Damaskus nun am Drücker, aber trotzdem eher auf Augenhöhe. Siehe eben Daraya, wo sie die Rebellen zwar eingrenzen, aber nicht besiegen konnten. Ähnlich in Homs aktuell, wo die Offensive bisher auch nichts Handfestes und Vorzeugbares eingebracht hätte und die eignen Verluste wohl ziemlich hoch sind.

      Was mich interessieren würde: Wie viele Soldaten benutzt die SAA für ihre Operationen insgesamt. Die meisten sind gebunden an Checkpoints und Logistik. Viele tot oder verletzt. Wie viele bleiben da für die Offensiven? In Aleppo offenkundig zu wenig. Und selbst in Qusair so wenig, dass viele Rebellen letztlich entkommen konnten. Bei einer effizienten Einkesselung hätte das nicht passieren dürfen. Zumal Qusair klein war. Wenn Rebellen nur vertrieben aber nicht besiegt werden, ist der Kampf ja auch nur verschoben, aber nicht gewonnen.

      Man könnte so viel dazu schreiben.. Reicht für den Moment

    • „Was mich aber wundert, ist …“

      Gott sei’s getrommelt und gepfiffen, jemand mit VERSTAND, jemand, der sein Hirn noch nicht auf das Volumen einer Handgranate geschrumpfe hat.

      Nun, Tausende brauchts sicher nicht, aber 20 Züge sollten schon sein, um eine „Ecke“ aufzurollen, damit man sich dort festsetzen kann.

      Was da gezeigt wird, sind symbolische Kraftprotzereien (deshalb ist die Szenerie im laufenden Verkehr sehr passend), mit denen die Garde zeigt, daß sie im Feld weiterhin materialüberlegen, also noch nicht auf die Kasernen und ihre Umgebung eingehegt ist. Gleichwohl sind es Ausfälle aus denselben, mit denen sie demonstrieren will, noch immer Herr aller Straßen zu sein, wenngleich sie in den Häusern nix zu bestimmen hat – jedenfalls nicht direkt. Insofern gleicht sie einer Raubritterschar, die es zwar noch mit jeder einzelne Schar bewaffneter Bauern und Söldner aufnehmen kann, aber in ihrer Gesamtheit so verloren wütet, wie ein Stier, der von einem halben Dutzend Wolfs- und Hyänenrudeln umringt ist. Als Kriegeraristokratie sind die Elitetruppen bereits vom sozialen Rumpf getrennt, sie ähneln einer Nackenwucherung am zerfahrenen und zerstreuten Kopf der Gesellschaft.

    • „…Nackenwucherung am zerfahrenen und zerstreuten Kopf der Gesellschaft.“

      Da will wohl jemand provozieren.
      Es ist schlicht ein sch… Spiel! So wird das jedenfalls noch Ewigkeiten dauern, ohne dass eine Seite einen klaren Sieg davon trägt. Die syrische Zivilisation wird bei dieser „Autimmunreaktion“ nach und nach zerstört. Ein Jammer!

  • Enis

    @peter
    Deine Lageeinschätzung ist nicht ganz korrekt. z.B. in Qusayr konnten die Rebellen „fliehen“ nur weil die Hezbollah diese Variante augehandelt hat. Das gleiche Prinzip galt auch in Talkalah, wo der Gouverneur von Homs mit dem lokalen Rattenchef eine Abmachung trafen, wonach die Ratten „fliehen“ konnten. Diejenigen die Waffen abgaben durften bleiben. So ist es ironischerweise dazu gekommen, dass die SAA den Rebellenchef vor Ort schützen muss, weil er einige zur Waffenabgabe überreden konnte.

    Grenzübergänge sichern, Industrie schützen, Autobahnen, Checkpoints usw. usw. bei der Grösse von Syrien kannst du dir selber ausrechnen, dass nicht mal die beste Armee dazu im Stande wäre alles gleichzeitig zu bewältigen.

    Aber nicht zu bestreiten, die Armee hat sehr hohe Verluste erlitten, vor allem am Anfang. Daher hat man einen Strategiewechsel vollzogen, wonach möglichst wenig Mann zu verlieren vorgegeben ist. Wie macht man das? Zuerst wenn möglich in Schutt und Asche zerbomben, dann stürmen. Wieso funktioniert das nicht immer? Weil eben sich die Ratten unter Zivilisten mischen.. Da gilt halt die Taktik stirb langsam auf Syrisch.. D.h. aushungern lassen.

    Ich kenne einige Schwachstellen der syrischen Armee aufgrund einer persönlichen Erfahrung. Ich kenne jedoch auch die Stärken der Republikanischen Garden. Ich weiss auch, dass sie sich um 2008-2010 herum recht aufgerüstet haben. Die grösste Vorteil der syrischen Armee ist immer noch der Wille und die Leidenschaft für das „Watan“ (Vaterland) zu kämpfen.

    Nicht umsonst ist es zu erklären, dass wöchentlich als bald zerfallen vorausgesesagte syrische Militär gute 2.5Jahren gegen die Weltverschwörung auf höchster Stufe ausgehalten hat.

    Sie wird weiter Geschichte schreiben!

    • Lurker

      SyrPer schrieb zu Al-Qusayr das die Hizbolla sagte nicht zuständig zu sein. So wurde Walid Jumblatt gebeten über viele Ecken mit dem „Regime“ Kontakt aufzunehmen. Die Armee sagte den Rebellen stünde der Weg der Zivilisten offen. Weiters gab es da einen unentdeckten Fluchtunnel. 1500 sind geflohen und nur 600 habens in die Freiheit geschafft. Finde ich nicht schlecht, obwohl es mir mehr zugesagt hätte wenn die Einkesselung perfekt gewesen wäre.
      SyrPer sagt um/für Aleppo sein 50-60.000 Mann an Truppen zusammengezogen.

      Es dauert immer „ewig“ die letzten versprengten Einheiten aufzuspüren, zu stellen und zu entsorgen. Sie kommen voran, auch in Daraya!

      Auch wurde hier im Forum schon gesagt, daß die Zerstörung durch Ari/Luftwaffe bei weitem nicht so schlimm ist wie in der Westpresse dargestellt. Besonders bezüglich Al-Qusayr wurde hier im Blog gesagt die könnten da fester reinhauen.
      Nicht nur die Armee ist für die großen Bauwerksschäden verantwortlich. Auch die Rebellen zerstören ganz erheblich mit IEDs & Co, im Falle des Abzuges aus Al-Qusayrs sogar in etwa im selben Ausmaß wie die Armee.

    • peter

      Ich sage es nicht gerne, aber ich glaube nicht, dass SyrPer „echt“ ist.
      Man schaue sich seine Meldungen von jeweils vor einer Woche an und staune wie viele Falschmeldungen dabei waren. Z.B. hatte für den Raum Aleppo den Durchbruch nach Zahraa und Nubhol vermeldet, der allerdings bisher nicht geschehen ist. Auch die meisten anderen Erfolgsmeldungen sind falsch oder werden erst deutlich später wahr (waren also zum Schreibzeitpunkt falsch).
      Was die Gefechtsmeldungen und die Namen der toten Rebellen angeht, dazu kann ich nichts sagen. Wirkt ja sehr authentisch. Einiges ist von SANA übernommen, für das andere taucht es als einziges als Quelle auf (was bei seiner Erklärung plausibel sein könnte).

      Zu den Zerstörungen: Das meiste wird sicher auf die Artillerie und Panzer gehen. Luftangriffe zerstören zwar auch, finden aber nicht so häufig (jeweils auf einen Ort bezogen) statt. Rein pragmatisch gibt es aber gar nicht viele andere Möglichkeiten, wenn ein ganzen Stadtviertel besetzt und befestigt ist und bei den eignen Truppen Personalmangel herrscht. Die US-Armee ging in Falludscha auch nicht anders vor und war technisch wesentlich besser als die SAA ausgerüstet und hatte auch noch eine riesige personelle Übermacht.

      Zur Flucht aus Qusair: Nein, es gab keinen verhandelten Abzug. Nicht aus dem Gesamtgebiet jedenfalls. Aus Qusair selbst wurde ein Weg gelassen, aber der führte immer noch in umzingeltes Gebiet. Theoretisch.. Warum sollten sie kampfeswillige Rebellen auch entkommen lassen? Das ist nicht plausibel. Und die geflohenen Rebellen haben das auch dementiert. Viele waren erstaunt, überhaupt lebend entkommen zu sein und berichteten, dass viele Begleiter weniger Glück hatten.

      Allgemein: Es schwirren unheimlich viele Falschmeldungen durch die Gegend. Manchmal reicht der (militärische) Verstand, um die Version zu benennen, die der Wahrheit am Nächsten ist. Oft hat man aber auch gar nichts in der Hand. Einfach der Seite zu glauben, die man gewinnen sehen möchte, davon halte ich nichts.

      Zu Aleppo: 50-60000? Niemals. Die SAA ist dort in sehr ernsten Schwierigkeiten. Sie haben es in mehreren Monaten nicht mal geschafft, den Flughafen mit dem durch Rebellen belagerten Westaleppo zu verbinden. Sie haben auch weiterhin keine gesicherte Route von Restsyrien (d.h. ab Hama) nach Aleppo (über Al-Safira). Nein, alle Meldungen, dass die SAA in Aleppo stark und kurz vor einer Offensive wäre, sind schlicht falsch. Gefährtlich falsch. Weil es die dramatische Lage für die belagerten Einwohner völlig unterschätzt. Die Rebellen sind im Moment in der Lage ca. 2 Millionen Einwohner von JEDER Versorgung abzuschneiden. Das haben sie nun seit über einer Woche durchgezogen und aktuell etwas gelockert. Die Regierung bzw. die SAA ist militärisch im Moment nicht in der Lage, die Blockade zu durchbrechen. Nach Homs vlt., wenn Verstärkung kommen kann. Aber auch Homs zieht sich hin..

      Und wie schon festgestellt kämpfen auch in Damaskus eher kleinere Gruppen, also zu wenige, um wirklich effizient zu sein. Auch von dort keine schnelle Verstärkung zu erwarten und in Daraa drohen von den USA unterstützte Rebellen eine neue Offensive an.

      Die Lage ist nicht aussichtslos und im Moment relativ stabil, aber eben auch nicht dynamisch in der Hinsicht, dass die SAA schnelle Erfolge feiern könnte. Hinzu kommt die wirtschaftliche Lage, die immer prekärer wird. Die Inflation ist enorm. Große Teile der Industrie zerstört.

    • = „Somalia“. Es gibt die Version, die „Operation Nordsturm“ sei eine Propagandafinte gewesen. Vielleicht im Nachhinein. Oder tatsächlich wg. der nun Homs geschenkten Aufmerksamkeit. Das mit der Inflation stimmt zwar teilweise, wird aber – zumindest für Damaskus – recht effektiv von der Regierung kompensiert. Momentan dort: 1USD = 300 Lira. Rind- oder Hammelfleisch kostet 1500-1700 Lira das Kilo.

  • Anonymous

    @Enis Genau das wird sie. Aber verschwende lieber keine Zeile mehr an „Peter“oder wie er sich sonst noch nennt. Man soll ja bekanntlich Trolle nicht füttern.

    • Mal ganz offen gesagt liest man nun ausgerechnet bei Peter doch eine gewisse distanzierte Expertise heraus, abgesehen von einem m.M.n. durchaus wohlwollenden Grundtenor. Und man versteht auf Anhieb, was er schreibt. Also bitte. Eine solche Kombination gibt’s nicht allzu häufig.

    • Franz

      D’Accord, ein Troll mag ich nicht ausmachen, eher das Gegenteil. So sachlich gehts selten zu :)

      Auch wenn ich nicht mit Peter überall überein stimme!

  • Enis

    Hintergründe zum Aehnlichen Fall in Tal-kalakh..

    http://english.al-akhbar.com/content/uneasy-peace-syria%E2%80%99s-tal-kalakh

    Ich verstehe diese Vorgehensweise auch nicht, aber anscheinend hat die Armee einen nachhaltigen Plan, denjenigen eine Chance zu geben, die es wirklich wollen. Meistens sind es echte Syrer. Ein Globaljihadist wird auf dieses Angebot ohnehin pfeifen.
    Dieses Vorhaben ist sehr gefährlich, denn letzte Woche haben diejenigen, die „fliehen“ durften einen erfolglosen Angriff auf Tal-Kalakh versucht.

    Bezüglich SyrPer gebe ich Peter recht. Dieser Softladen ist die gleiche Scheisse wie der Kiosk-Menschenrechtler in London..

    Auch wegen der Situation um Aleppo kann ich Peter nicht abstreiten. Leider ging tatsächlich eine von schiitischen Milizen und eines Brigadegenerals der SAA organisierte Offensive um die Befreiung von Minnegh, Zahra und Nubul in die Hose.. Ich denke solange Aleppo gehalten werden kann bis Damaskus und Homs grösstenteils bereinigt ist, müssen wir uns zufrieden geben.

    Die humanitäre Lage scheint gemäss Reportage von Al mayadeen tatsächlich sehr katastrophal zu sein.

    https://www.youtube.com/watch?v=2_HBzyTkjOM&feature=c4-overview&list=UUPoU04CP9GF3bLYgPlvvZXQ

    Doch dieser umfassende Krieg gegen fast die ganze Welt ist für ein Land nicht einfach. Deshalb sehe ich, dass das Glas halbvoll ist und nicht halbleer..

    Ich versichere allen Syrienfreunde hier, der syrische Wille kann nicht besiegt werden!

    • peter

      Das Problem mit Tal-kalakh ist, dass es da sehr viele unterschiedliche Versionen gab (auch al-akhbar hatte verschiedene angeboten)

      Ein sehr gutes Beispiel für ein solches Problem ist auch der aktuelle „Israelische“ Angriff auf ein Lager in Latakia. Ohne jeweils die Quelle (meist bekannte Twitter-User oder FB-„Nachrichten/Propaganda“-Seiten (z.B. Syria 24 :) ) rauszusuchen und in ungefährer chronischer Reihenfolge:

      1. Version: Rebellen/Aktivisten: Rebellen haben das Militärdepot mit Raketen beschossen und getroffen
      2.: pro-Syrisch: kein Angriff, sondern ein Unfall. Nichts Tragisches
      3. Rebellen/Aktivisten später auch USA/Isr. Medien : Israelischer Luftangriff
      Einschub: Israelische meldeten den Absturz einer F-16 vor Gaza einen Tag später (also das Flugzeug „ist“ einen Tag nach dem „Angriff“ abgestürzt)
      4. pro-Syrisch: War doch ein Israelischer Angriff und das Flugzeug wurde dabei abgeschossen
      5. israelische Medien: Es gab einen Angriff, aber von einem U-Boot der Dolphin-Klasse aus
      6. Russia Today: Luftangriff, aber unter Nutzung einer türkischen Luftwaffenbasis (es folgte ein scharfes Dementi aus der Türkei)

      Für keine der Versionen gibt es eine offizielle Bestätigung oder gar Beweise. Es ist nur unstrittig, dass es in der Basis eine Explosion gab.

      Was ist tatsächlich passiert? Ich weiß es nicht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass bei dieser Auswahl auch sonst niemand seine Hand für eine (oder gar eine andere) der Versionen ins Feuer legen möchte.

    • Ich kann momentan noch nicht einmal nachvollziehen, dass die Explosion in einer „Basis in Lattakia“ unstrittig sei. Wo sind die Tonnen Facebook-Fotos und Allahu-akhbar-Rufe dazu? Ich hab‘ nichts gesehen.

    • peter

      Stimmt.
      Es hat m.W. jedenfalls aber auch niemand eine Explosion dementiert. Jedenfalls nicht auf Sana.

      Im Übrigen fällt mir gerade auf, dass ich vlt. 2 Vorgänge vermischt habe. Der erwähnte „Unfall“ könnte bereits im Juni geschehen sein
      http://sana.sy/eng/21/2013/06/19/488251.htm

      Während der Luftangriff am 5.7. passiert sein soll (und die F-16 offiziell am 6.7. abgestürzt ist).

    • Ich schlage meine eigene Version vor:

      Sollte es einen Angriff einer regulären Armee auf ein Depot gegeben haben, in dem wichtige Komponenten des Yakhont-Systems lagerten, hat ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit die US-Marine mit einer Tomahawk ausgeführt und es spricht einiges dafür, daß die „Intelligence“ von Russen kam. Angesichts der taktischen Pattsituation in Syrien und der zionistischen Kriegsentschlossenheit war nicht auszuschließen, daß in einigen Monaten ein israelischer Angriff auf Damaskus mit Yakhont-Feuer auf die israelischen Gasfelder Tamar und Leviathan beantwortet werden könnte. Das sind die einzig lohnenden Ziele für die Waffe, die einen 250kg Sprengkopf trägt, weil die Zerstörung der Bohrinseln nebst Beschädigung der Bohranlage bei Bohrungen in 4 bis 7 Tausend Meter Tiefe sehr teuer käme. Darauf würden die Kriegsfraktionen in den USA, UK, Frankreich, Türkei etx. eine NATO-Antwort, die Obama wie Putin erkennbar vermeiden wollen, wohl erzwingen können.

    • PS: Falls es nicht aufgefallen sein sollte, meine Spekulation sollte aufzeigen, auf welch absurde Konsequenz die Psy-Op führt, nimmt man sie als Nachricht in irgend einem faktischen Sinne.

  • Comrade John

    @ peter
    „Zu den Panzerabwehr-Mitteln der Rebellen:“

    Ach, die heissen so? Ich dachte immer, das seien Terroristen u. religiöse Fanatiker, die den Syrern einen Gottesstaat aufdrücken wollen.

    „Viele Panzer wurden in den letzten Wochen damit zerstört.“

    Wer sagt das, die Rebellen…? Netzquellen sind jetzt welche, genau?

    „RPGs und Mörser sind natürlich auch im Einsatz und können einem BMP durchaus zusetzen.“

    Also, Mörser können fahrende oder stehende Panzerwagen definitiv treffen – und zwar per Zufall auf gut Glück…

    „Einsatz von schwerer Artillerie seitens der Rebellen
    http://www.youtube.com/watch?v=FiGMXNxc0tQ
    http://www.youtube.com/watch?v=lIXacFrV28s

    Die SAA kann wirklich froh sein, dass die Rebellen in Damaskus etwas schlechter ausgestattet sind.“

    Das erste (Video oben) sieht aus wie eine Flugabwehrkanone, S-60 o.ä. und ist jedenfalls (geschätztes Kaliber) keine „schwere“ Artillerie. Immerhin scheinen die Typen zu zielen u. dabei stets auf dieselbe Stelle(?), wobei der Grund für das Abfeuern des dritten Schusses nicht klar ist, wenn der zweite (den Allahu akbar-Rufen nach zu gehen) doch ein Treffer war.

    Im zweiten, unteren Video (Feldhaubitze a. Lafette, D-30 ?) wird erkennbar nicht gezielt oder die Treffergenauigkeit überprüft bzw. korrigiert. Mit der Waffe, zumindest so wie sie da bedient wird, schiesst man auf Gebäude, Bunker, gegnerische Bereitstellungen u. richtet damit reichlich Zerstörung an.

    Wenn die Banden solche Waffen nicht in Damaskus verfügen, dann ist das sicherlich gut für Stadt u. Bevölkerung, weil es die Zerstörung in der Fläche nur noch vergrössern würde. Wenn sie diese Waffe in Damaskus hätten, würde sie ihnen gegen die SAA auch nicht weiterhelfen; vor allem wollen die Leute in Damaskus bestimmt keine Banden, die sie mit schwerem Geschütz „befreien“ kommen.

    • peter

      „Rebellen“ oder „Terroristen“
      Diese Diskussion möchte ich nur sehr ungerne führen und ist für ein Lagebild auch nicht nötig. Von einem rein militärischen Standpunkt überwiegen die „Rebellen“ deutlich. Es gibt zwar Gruppen, die gezielt auf die Zivilbevölkerung zielen, aber die meisten Gruppen versuchen doch die SAA direkt anzugreifen und versuchen z.B. Infrastruktur zu erhalten. Das ist, auch wenn man es nicht unterstützt, kein Terror nach alter Definition. Nach neuer USA-Definition, ist natürlich all das Terror, was sich irgendwie gegen den Staat richtet, aber die teile ich nicht.
      (ich habe die Argumentation etwas gekürzt wegen der Zeichenbegrenzung. Hoffe trotzdem verständlich)

      „“Viele Panzer wurden in den letzten Wochen damit zerstört.“

      Wer sagt das, die Rebellen…? Netzquellen sind jetzt welche, genau?“

      Zu meinem häufigen Bedauern lese ich auch viele Rebellenkanäle und gucke deren Videos. Unbestritten ist dort viel Müll dabei, viele falsche Behauptungen, viele alte Videos, manches auch gefälscht.
      Aber Vieles auch nicht. Viele Meldungen tauchen im Groben auf „beiden“ Seiten auf. Schauplätze von Videos lassen sich per Satellitenkarte (z.B. wikimapia) verifizieren. Viele einzelne Meldungen ergeben ein Gesamtbild, dass manchmal doch recht detailliert werden kann. Ich werde jetzt weder die einzelnen Videos raussuchen, noch die Vielzahl der Twitter-Rebellen benennen, denen ich folge. Aber so viel sei gesagt: Die Rebellen in Idlib und Aleppo haben teils als Beutegut, teils aus neuen Lieferungen aus Katar oder Saudi-Arabien eine größere Menge an sehr modernen Panzerabwehrwaffen erhalten (besonders die „Konkurs“). Es gibt zahlreiche neuere Videos, die den kompletten Vorgang vom Abschuss der PzAbw-Waffe bis zum explodierenden Panzer (mit verifizierter Örtlichkeit) zeigen. Nicht immer wurde das Ziel getroffen oder zerstört, aber oft genug. Zuletzt in der Provinz Idlib beim Angriff auf diese Basis
      http://wikimapia.org/#lang=de&lat=35.861648&lon=36.706352&z=13&m=b
      die zuletzt dann überrannt bzw. evakuiert wurde. Das dortige Riesenrad und die Rummelgeräte waren sehr geeignete Objekte, um die Videos zu verifizieren.

      Noch zu Idlib aktuell (der heute begonnene Kampf um die „Ziegelfabrik“): Videokanäle der dortigen aktuell aktiven Rebellen
      http://www.youtube.com/user/abo3bdalrhman/videos
      http://www.youtube.com/channel/UC2GKYUVXi342SZOJ_XJ49mA/videos
      http://www.youtube.com/user/zaher2w/videos

      Die letzte große Schlacht in der Provinz Idlib (da waren aber andere Rebellengruppen aktiv) wurde um die Autobahn an dieser Stelle geführt
      http://wikimapia.org/#lang=de&lat=35.800620&lon=36.496239&z=14&m=b
      Die beiden Querbrücken beim nächsten Autobahnkreuz südlich der Stelle wurden gesprengt. Auch die Videos konnte man gut anhand der Satellitenkarte verifizieren.
      Der Ausgang dieser Schlacht war nach fast 2 Wochen zugunsten der SAA. Die Rebellen haben viele Kämpfer, mind. 2 Bataillonskommandanten und einen Brigadekommandeur verloren. Der größere Kontext ist eine seit Wochen anhaltende Offensive der Rebellen in der Umgebung von Idlib. Auf der einen Seite die großen Basen drumherum und als parallele Kampagne die Blockade des Nachschubs über die Autobahn zwischen Jisr Al Shugour und Idlib über Ariha und Mahmpel.
      Mehrere kleinere Checkpoints wurden dabei aus Rebellensicht erfolgreich angegriffen. In Basanqul gab es dann den Gegenangriff von Truppen, die aus Richtung Mahmpel herangeführt wurden. Kämpfe laufen noch, aber wie gesagt, mussten die Rebellen schwere Verluste einstecken (bestätigt übrigens von ihnen selbst und SOHR)

    • Comrade John

      @ peter
      „Rebellen“ oder „Terroristen“
      Diese Diskussion möchte ich nur sehr ungerne führen und ist für ein Lagebild auch nicht nötig.“

      Darüber müssen wir auch nicht diskutieren, zumal ich meinen Standpunkt vor ungefähr zwei Jahren fand (als Mahdi al-Harati u. die libysche Al Qaida als eine der ersten ausländischen Gruppen im türkischen Trainungslager u. danach in Syrien auftauchte) und den seither laufend bestätigt sehe.

      Eine allgemein politische Haltung zu den Ereignissen in Syrien einzunehmen ist aus militärisch interessierter Sicht nicht zwingend. Ich kenne indes Niemand, der keine hat.

      Zum Begriff „Rebell“ wäre anzufügen, dass der an sich wertneutral ist. Mir fällt allerdings auf, dass westliche Medien ihn bevorzugt dort anwenden, wo es gegen unerwünschte Regime geht; das war bspw. auch in Libyen so >> „Turnschuh-Rebellen“, früher in Tschetschenien der Fall und ebenso im Sudan vor der Teilung des Landes. Umgekehrt bezeichnen westliche Medien etwa die Taliban vs. Nato/ISAF mit allen möglichen Ausdrücken, jedoch nie als Rebellen.

      Aber gut, verschieben wir politische Diskussionen auf ein Andermal. :)

      Deine negative Einstellung gegenüber „SyrPer“ möchte ich nicht teilen, noch weniger nachvollziehen kann ich hier @ Enis, der Dir darin zustimmt.

      Richtig ist, dass Ziad Amin Fadel gelegentlich Militärerfolge ankündigt, die dann nicht eintreten, oder er berichtet Erfolge der SAA, die noch nicht vollumfänglich eingetreten sind. Dies bezieht sich fast ausschliesslich auf die Überschriften u. wird im folgenden Text eher nicht ausgebaut, insofern lügt er also nicht oder erfindet etwas, das es gar nicht gibt. Sich einfach mal die Seite genauer anschauen u. gucken, was da – meistens – oben drüber(!) steht: „NEWS AND PROPAGANDA„.
      Er gibt seinen Lesern damit schon einen Hinweis, dass auf dieser Seite auch die gezielte Übertreibung (und der Spassfaktor) eine Rolle spielt. Die Textabschnitte, wo mit Blick auf die FSA-Banden gnadenlos über Ratten, Rattenflöhe, Idioten, Würmer, Schweinchen Dick aus Katar … hergezogen u. dem einzelnen Terrorist fröhliche Himmelfahrt zu den 72 Jungfrauen gewünscht wird, sind natürlich nichts für Betbrüder u. gestrenge Analysten vom alt-linken deutschen Schlag >> Alles Schei***, doch am meisten braun ist Assad …

      Warum macht der Blogbetreiber das? Ich würde sagen, durch die Übertreibung will er seinen Lesern Mut u. Hoffnung geben. Vielleicht spricht er (vermutlich US-Bürger syrischer Abstammung) sich auch selbst Mut u. Hoffnung zu, und es ist seine Art mit der Situation in seinem Heimatland umzugehen bzw. fertigzuwerden; das wäre meine Interpretation.
      Jedenfalls sehe ich hier auch keinen Schaden, der dem – differenzierenden – Leser entsteht, zumal der Informationshungrige sich nicht auf die Lektüre nur dieses Blogs beschränken wird um „informiert“ zu sein.

    • Anonymous

      Kleine Anmerkung: An der Haltung mancher Ex-und Pseudolinker ist für mich auch nach gründlicher Suche und beim besten Willen nicht einmal ansatzweise etwas Linkes, also auf Seiten des Volkes Stehendes, zu erkennen, ganz im Gegenteil. Wie kann man beispielsweise die freiheitlich-demokratisch oder humanitär maskierte imperialistische Aggression gegen das ja ebenfalls angeblich von einem „das eigene Volk umbringenden Diktator Hồ Chí Minh“ geführte Vietnam verurteilen und eine freiheitlich-demokratisch oder humanitär maskierte imperialistische Aggression gegen Syrien unterstützen und dann auch noch unter dem dreckig-heuchlerischen Tarnbegriff „Flugverbotszone“ Bombenangriffe fordern?

      Wer überhaupt links, also auf der Seite des Volkes im Sinne der franz. Nationalversammlung sein möchte, muss dort auch zu finden sein, statt mit den rechten Imperialisten für den Profit der Banken- und Konzernbesitzer gegen das Volk zu kämpfen und im Sinne von Emirat (Mon-archie=Einzelherrscher) schon allein antidemokratische, zudem eindeutig frauenverachtende und, den von ihnen selbst sattsam dokumentierten Taten nach, islamfeindliche, rassistische, rechtsextrem-faschistische CIA-Todesschwadronen im Interesse des Großkapitals zu „Revolutionären“ umzudichten, deren ebenfalls CIA-geführte „Kollegen“ von damals in El Salvador, Guatemala, Nicaragua oder Bolivien tatsächlich niemals zusammen mit antiimperialistischen Freiheitskämpfern und Revolutionären wie Che Guevara gekämpft, sondern diese zusammen mit zehntausenden unschuldigen Zivilisten im Auftrag der imperialistischen Diktatur ermordet haben.

      Auch vom Imperialismus in aller Welt zusammengekaufte, die Bevölkerung terrorisierende faschistischen, rleigiös maskierten Banditen mit den die demokratisch gewählte spanische Republik gegen den Faschismus verteidigenden, von der Luftwaffe der großkapitalfinanzierten* imperialistischen Nazi-Faschisten bombardierten, antiimperialistischen internationalen Brigaden auch nur in einem Atemzug zu nennen, stellt nicht nur die historischen Tatsachen vollkommen auf den Kopf, sondern zeigt auch, wes Geistes Kinder solche angeblichen „Linken“ wohl wirklich sind.

      Daher lautet noch immer die erste Regel, um sich überhaupt links nennen zu können, Antifaschist zu sein und die Seite des Antifaschismus ist noch immer die Seite des vom Imperialismus angegriffenen Landes, gleich um welche Gesellschaftsordnung es sich handelt.

      *http://sauber.50webs.com/kapital/index.html

    • Anonymous

      Links definiert sich also nicht über eine Haltung zu politischen Überzeugungen, die man gemeinsam teilt, sondern lediglich über einen gemeinsamen Feind, egal, welche Überzeugung der andere vertritt. Für Freiheit- oder bürgerrechte, für Partizipation, für Minderheiten.

      Damit wird auch klar, dass das, was Du vertrittst, im Zweifelsfall eine Solidarität mit Nordkorea oder dem früheren Kambodsha bedeutet. Egal, wie viehisch die Machthaber dort ihr eigenes Volk behandeln: wenn ´s gegen deen Imperialismus geht, solidarisiert man sich auch mit solchen Schlächtern.

      Das, was Du vertrittst, ist nicht „links“. Das ist reaktionärster Stalinismus.

    • Anonymous

      Für Dich bestehen Völker also ausschließlich aus deren Oberhäuptern. Was Du vertrittst ist reaktionärer Faschismus.

    • Der Streit ist interessant, weil die Streitenden, ohne es zu wissen, demselben Urteil folgen, lediglich ihre Einstellung zum daraus entstehenden Problem ist verschieden.
      Leider kann ich das im vorliegenden Rahmen nicht gut erklären, aber ich kann einen Hinweis geben, der m.E. für den einen oder anderen ein geeigneter Anstoß sein könnte, sich die Sache selbst zu erklären.

      Der Hinweis ist die einfache Wahrheit, daß jeder Krieg (nur Ausbeutergesellschaften führen Krieg i.e. Sinn) von einer Herrschaft gegen ihr Volk geführt wird und sein Grund eine Unzufriedenheit der maßgeblichen Herren mit diesem Volk ist, resp. mit dem Ertrag, den die Herrschaft von ihm hat.
      Der Anschein, daß diese einfache Wahrheit im imperialistischen Zeitalter nicht mehr gilt, entsteht dadurch, daß der Imperialismus die Staatswesen von Agenturen eines nationalen Kapitals zu Agenturen des Weltmarktes wandelt. Diese Aussage ist genau genommen eine Tautologie, aber sie hat die Wahrheit, daß die ökonomische wie herrschaftliche Entwicklung des Weltmarktes in der paradoxen Gestalt eines dauerhaften Krieges zwischen seinen Agenturen vonstatten geht, die in dieser Verlaufsform als „Nationalstaaten“ auftreten. Das Wort „Imperialismus“ nennt mit dem geschichtlichen Bezug auf die Imperien der Sklavenhaltergesellschaften grad nur die Bewegungsrichtung des Vorgangs von den Zentren der Kapitalentwicklung, den „Metropolen“, zur Peripherie. Doch im Unterschied zu bspw. der Entfaltung des Privateigentums im Imperium Romanum ist die spätbürgerliche Bewegung beidseitig.

      Der Krieg gegen die syrische Staatssouveränität (wie zuvor gegen die irakische und libysche, wohingegen Jugoslavien, Afghanistan Sonderformen sind) bringt zur Erscheinung, daß das „syrische Volk“ einschließlich ihrer Bourgeoisie, mithin alle Klientel der syrischen Kapitalagentur, halt nur noch bedingt syrisch ist (sind). Bougeoisie wie (Lumpen-)Proletariat, Sklaven wie Herren sind daher in ihrem politökonomischen Daseinskern in ihrem Verhältnis zur syrischen Staatssouveränität gespalten, was in der Spaltung der syrischen Großbourgeoisie, sowie dem Gegensatz zwischen urbaner und ruraler Gesellschaft besonders eklatant zur Geltung kommt.

      Die Konsequenzen, die Kommunisten aus diesen Verhältnissen ziehen sollten (die auf alles andere als „geschehen lassen“ hinaus laufen) lasse ich nicht nur aus Platzgründen offen: Darüber muß jeder, der sich von der skizzierten Sachlage angesprochen sieht, für sich selbst befinden.

    • „einschließlich seiner Bourgeoisie“

    • Anonymous

      Vielen Dank für den Witz, es gibt ja so selten etwas zum Lachen.

    • TomGard

      Bitte.
      Übrigens, was die Anonymies teilen ist dasselbe Herrschaftsideal („Volksherrschaft“), doch warum es identisch ist und sein muß, das zu erklären sprengt halt den Rahmen.

  • Anonymous

    Also mir „gefällt“ die Vorgehensweise der SAA. Man versucht ernsthaft Verluste zu minimieren und keine Selbstmordkommandos loszuschicken. Wenn man sieht, wie bestimmte Stellungen gestürmt werden ohne vorher alles zu Klump zu schiessen, deutet das eher auf ein ordentliches Selbstbewußtsein hin, als auf ein „unbedingt müssen“.

    Die Frage ist auch, was die Terroristen davon haben, in Daraya abzuhängen. Das bindet vielleicht ein paar unbedeutende Kräfte, aber ansonsten würde ich denen viel Spaß in dieser Trümmerwüste wünschen und einfach nur immer wieder reinschießen – was ja auch gemacht wird.

    Die Frage ist doch, wer auf diese Weise den längeren Atem hat und ob das Ganze nicht nur das Vorspiel für eine richtige Invasion der NATO-Verbrecher darstellt.

    Meiner Meinung nach, wird sich die SAA behaupten, wenn es „nur“ so weiterginge wie bisher. Ansonsten bin ich bei Informationen zur aktuellen Lage sehr zurückhaltend, bis das verifiziert ist. Homs wird wohl als nächstes komplett gereinigt und erst dann wird man in Aleppo aufräumen. Übrigens – was mir im Gegensatz zum Libyenkrieg auffällt – es scheinen tatsächlich kaum Soldaten aus NATO-Ländern, also Frankreich, England, USA etc. mitzukämpfen. Das sagt auch Einiges über die Gefahr für Leib und Leben aus.

  • Interessant ist doch nicht nur das es solche Videos gibt mit russischen Reportern welche vor Ort genau dokumentieren was passiert sondern das die SAA das ganz sauber und unaufgeregt dort durchführt. ein Trupp nach dem anderen wird unter Schutz heran gefahren, ausgeladen und wieder zur Ausgangsstellung zurück. Die eigentliche Säuberungsaktion wird am Boden von Haus zu Haus durchgeführt. Alleine schon diese Vorgehensweise zeigt das zumindest seit einigen Monaten russische Instrukteure vor Ort sein müssen oder die SAA aus Grosny und Co. gelernt hat bzw. so trainiert haben dürfte. Kein Plumpes platt machen der Stadt und kein wildes Feuern auf alles und jeden. Alleine die zivilen Mutigen zeigen das ja auf welche ungeschoren durch die Panzer fahren. Die müssen das wohl in den 27 Monaten schon öfter gemacht haben und scheinbar ist es dort zu tragischen Normalität geworden.

    Auch der Abtransport des Verwundeten zeigt auf das eine gute Koordination vorliegt. Ambulanzwagen, Orientierungscheck usw. Alles Dinge die auf Ruhe und Routine zeigen.

    Weiter oben wird die Truppenstärke bemängelt. Es sieht nicht danach aus das in den Häusern viele Terroristen sich Aufhalten. Die Truppenstärke resultiert zudem aus dem vorhandenen Einheiten und dem angenommenen Feind. Bei einer Sollstärke von 350.000 Mann vor dem Krieg, der Marine um die 25.000 Mann, der Luftwaffe von 25.000 Mann, der Luftabwehr und Sicherungstruppen von 25.000 Mann, der Logistik 60.000 Mann, bleiben bei rund 220.000 Mann. Davon werden in den letzten 27 Monaten gut 15% Übergelaufen oder desertiert sein, gute 25.000 Mann gefallen oder verwundet worden sein was einer möglichen heutigen Sollstärke von 150.000 Mann entspricht. Selbst bei Rücklauf der Verwundeten, Neu ausgebildeten Freiwilligen, Reservisten bliebe die Zahl wohl in etwa bei 150.000 Mann wenn wir diese „Zuläufe“ auf die neuen Bürgermilizen als Core aufteilen. Wenn wir nun Kampftruppen im Osten des Landes vernachlässigen hätten wir für den Süden um Damaskus und der Jordanischen Grenze sowie dem Golan 50.000 Mann. Darunter natürlich die meisten Truppen der Garden. Blieben für den Mittelteil 50.000 Mann und für den Norden 50.000 Mann. Diese Einheiten werden jedoch immer nur 1/3 als operativ Einsetzbar vorhalten können. Der Rest wird Straßen und Orte Sichern welche wichtig sind, Depots, Anlagen usw.

    Da wir im Norden mind. zwei größere Städte haben werden es bei Aleppo also nur gut 25.000 Mann und davon 1/3 also 7.500 Mann sein welche Operativ handeln können. Selbst bei mehr werden es kaum 12.500 an Sollstärke überschreiten.

    Wir können das auch mit Operationen in Afghanistan oder Tschetschenien vergleichen. Hier wurden auch kaum mehr als 3.500 Mann eingesetzt für „Säuberungsaktionen“ und dort waren sowohl die Städte wie auch die Bedingungen gleichwohl deutlich besser für die Operativen Kräfte. Zumal in Syrien die Terroristen die Bevölkerung als Geiseln nimmt und sich in Wohngebiete verschanzt.

    Die Kommentare aus dem Beitrag zum ersten Video kann ich auch nicht folgen. Die Panzer sind hier in einem Häuserkampf im Einsatz. Wie sollen denn da Panzer sonst aussehen? Etwa nach jedem Einsatz ein neues Blech bekommen?

    Interessant das die T72 auch wenig Schießen. Kann darauf hindeuten nur gezielt die schwere Waffe in einem solchen Umfeld zu nutzen, kann aber auch aus Gründen des Munitionssparens sein. Ich gehe da mit hoher Tendenz von Grund 1 aus.

    Alles in allem scheinen die hier eingesetzten Einheiten sehr erfahren zu sein und von ihrer Sache sehr überzeugt. Das zeigt das sichere Vorgehen, keine Angst beim Einsteigen und auch das gezielte Vorgehen.
    Was mir hier fehlt ist die Luftunterstützung mit Hubschraubern zur Aufklärung.

    Wir sehen zudem eine Arabische Armee die wohl nie stärker war als diese SAA. Nie motivierter für Ihr Land zu kämpfen und nie so viel Rückhalt hatte im Volk.

    • Anonymous

      Kann mich meinem Vorgänger voll anschließen. Übrigens ist der Häuserkampf eine sehr spezielle Sache, die neben Mut, Geschick aber primär auch Erfahrung braucht. Stalingrad beispielsweise hat das bewiesen. Zu erwähnen wäre aber in diesem Kontext, dass auch die Moral (manche halten das im Westen für einen Begriff mit antiquiertem Inhalt) ein wesentliches Moment für den Ausgang des Kampfes ist. Die SAA weiß, wofür sie kämpft. Meinerseits drücke ich ihr alle Daumen.

    • Zwischen meiner Polemik, auf die Triangolum anspielt, und seiner Apologie gibt es eine Durchschnittsmenge, die im Vergleich mit Tschetschenien, den apxwn und andere auch gelegentlich anführen, bekennend wird. Es ist der Vergleich mit einer Besatzungsarmee, den Triangolum in seiner, wie es scheint, rein spekulativen Evaluation der Truppenstärken bekräftigt.

      Freilich enthält die Durchschnittsmenge, die hypothethisch „Realitätsmenge“ zu nennen wäre, viel mehr Punkte, als die Extrema der Polemik und der Apologie, doch über sie erfährt man in diesem Blog nichts mehr, auch wenn Peter sich jetzt bemüht, dem mit ein paar militärischen „Realitätssplittern“ von den Kämpfen in den Provinzen ein wenig abzuhelfen, weil die militärischen Vorgänge nur die Erscheinungsform ziviler Zustände und Kräfteverhältnisse sind.

      Als Beispiel will ich darauf verweisen, daß die Versorgungslage der Bevölkerung in den Städten und Provinzen noch katastrophaler wäre, wenn die Kriegsparteien nicht bei der Einbringung der Getreideernte kooperiert hätten. Zig Tausend Tonnen Weizen wurde von der FSA an die Mühlen geliefert, die die Armee unter Kontrolle hält, und getreulich wurde die vereinbarte Menge Mehl an ihre Beauftragten zurück geliefert. Auf diese Weise hat der Zufluß an Waffen, Söldnern und Blutgeld nach Syrien den Effekt, die Kriegsparteien vermittels taktischer und strategischer Rücksichten auf die Zivilisten zu nötigen, den Krieg zur gesellschaftlichen Revenue- und Reproduktionsquelle (Daseinsquelle) für immer breitere Teile der Bevölkerung zu machen. Der Vergleich mit dem sowjetisch-amerikanischen Afghanistankrieg wäre hier um Größenordnungen und Welten angebrachter, als mit dem halbkolonialen russischen Föderationskrieg in Tschetschenien.

      Auf der ideologischen Ebene sind das Auftreten von Enis, Iskander, Triangolum, auf etwas verwickeltere Weise auch John und Habkind, und ihre Anleitung durch Apxwn ein schlagender Ausdruck für die durchgreifende, existentielle Militarisierung bürgerlicher Zivilität.

      Fatal daran für mich ist die Widerstandslosigkeit, mit der diese Bewegung beim Publikum „durchzugehen“ scheint, auch in der Hinsicht, daß Leser, die nicht einverstanden sind, es vorziehen, degoutiert zu schweigen oder weiter zu gehen, statt sich einzumengen. Ein Vorgang, der dem „Absentismus“ breiter Teile der syrischen Bevölkerung parallel geht und von der begrifflichen Entpolitisierung zeugt, die nach dem Sieg des Imperialismus über das staatssozialistischen Entwicklungsmodell des Weltmarktes Platz gegriffen hat.

    • Franz

      @Tom

      Fatal daran für mich ist die Widerstandslosigkeit, mit der diese Bewegung beim Publikum „durchzugehen“ scheint, auch in der Hinsicht, daß Leser, die nicht einverstanden sind, es vorziehen, degoutiert zu schweigen oder weiter zu gehen, statt sich einzumengen.

      An wen dachtest Du da?

    • Anonymous

      @Tom man, ik habe ja für vieles wirklich Verständnis, aber das deine Zeilen nun wieder im Allgemeinen und im Besonderen darstellen sollten und wollten, reduziert sich bei dir sicher nur auf Dich selbst.

      Um es in Kurzform für Blöde zu bringen: es herrscht dort seit 2 Jahren blutiger Krieg, und blutige Kriege schließen nun mal die Bevölkerung gewöhnlicher Weise auf Basis totaler Militarisierung in allen Lebensbereiche mit ein.

      Du vermisst die bürgerliche Zivilität, während andere mit ihrem einzige Leben täglich verrecken und willst am Horizont eine Entpolitisierung (von wem eigentlich) ausgemacht haben? Hallo, jeder, der in so einem Krieg um sein einziges Leben kämpft, handelt politisch. Jede andere Deutung ist besserwisserische Arroganz unbetroffener Stubenhocker.

      Deine Zeilen schmerzen im Herzen, wenn du dir einmal spiegeln würdest…

    • Comrade John

      Die im Leitartikel verlinkte Panzerszene zeigt nach Meinung von urs1798 aka Madurskli den Beginn des aktuellen Endkampfes im Stadtteil Qaboun/Damaskus vor etwa 14 Tagen, ist also schon eine Weile her u. entspricht daher nicht der aktuellen Lage. Bei der Strasse handelt es sich um die M 5, die hier durch Damaskus verläuft u. auch mit Jobar u. Harasta (andere teils noch bandenbesetzte Viertel) verbindet.
      Anna News berichtete aus Qaboun und zeigt Videos 16/07/2013

    • Anon, Du bestätigst mich, indem Du Dich außerstande gesetzt hast, Subjekt, Prädikat und Objekt meiner Sätz zueinander zu ordnen, wenn da ein Reizwort steht!

      Ja, ich spreche nur für mich, und wenn das mehr Zeitgenossen so hielten, wäre der Syrienkrieg ausgefallen. Vielleicht wär stattdessen der Krieg in Europa heißer, als er ist, das wär mir recht.

  • habkind

    Ich habe auf LiveLeak.com ein Karte zur augenblicklichen Situation gefunden.
    http://www.liveleak.com/view?i=99a_1373887394
    Wenn man diese Karte mit einer Karte vor 6/12 Monaten vergleicht, dann hat die SAA sehr wohl Fortschritte gemacht (vorausgesetzt die Daten der Karte stimmen). Gegen einen Partisanenangriff ist eine reguläre Armee eingentlich immer im Nachteil und trotzdem hat sich die SAA darauf einstellen können.
    Es ist und bleibt ein langwieriger Krieg und vielen Verlusten auf allen Seiten (Zivilisten, Soldaten, Söldner, Material).
    Zur Kriegführung gehört auch die Verbreitung falscher Informationen: ob in Aleppo tatsächlich 50.000 SAA-Soldaten vorhanden sind und nun (nach dem Fall Qusair) die Stadt befreien wollen, scheint ja tatsächlich ein Finte gewesen zu sein. Jedenfalls haben die Rebellen entsprechend reagiert und aus vielen Stellungen Kämpfer nach Aleppo abgezogen. Statt Aleppo wurden tatsächlich Homs, Idlib und nun Raqqa bearbeitet.
    Ich habe das Gefühl, dass die SAA die Rebellen inzwischen so jagt, wie sie selbst am Anfang des Krieges von ihr gejagt wurde. Damals hatte ich immer den Vergleich vom Haasen und den Igeln vor Augen, heute verhält es sich umgekehrt: die SAA deutet an, was als nächstes kommt und die Rebellen fallen drauf rein.
    Nichtsdestotrotz ist es ein Krieg, bei dem auch die SAA manchmal noch in die Falle fällt und auch hohe Verluste erleidet.
    Hoffen wir, dass die Taktik der SAA noch länger mit Erfolg bestätigt wird, ehe die Rebellen sich darauf einstellen können.

    • Comrade John

      Die Karte zeigt in etwa das, was syrische u. pro-syrische Medien von den Kämpfen in fast allen Provinzen seit Wochen berichten.
      Auch aktuell wieder Erfolgsnachrichten aus Homs u. Damaskus. In Aleppo gab es personelle Änderungen auf höchster Kommandoebene:
      SyrianPerspective
      Syrien Info

      Nichts da mit „Rebellen“ und SAA seien in Damaskus „eher auf Augenhöhe“, und in Homs habe „die Offensive bisher auch nichts Handfestes und Vorzeigbares“ erbracht, wie der neue inoffizielle Rebellensprecher peter hier gestern meint!

      In Homs hatte sich das Ende der Bandenmacht schon im Mai d.J. abgezeichnet, damals dokumentierte das Mein Parteibuch-Zweitblog mit div. Karten:

      Aktuelle Karte zur Lage in Homs
      9. Mai 2013
      .

      Wenn das alles so wäre, wie es von Einigen auch hier behauptet wird, warum jammern die westlichen Qualitätsmedien dann herum – Stichworte: „Humanitärer Korridor“ nach Homs, „Weltkulturerbe in Gefahr“ (Krak de Chevaliers), Kämpfe zwischen „rivalisierenden Rebellengruppen“ (irakische Al Qaida) >> Syrien „versinkt im Chaos“ (SPIEGEL, 13.07.2013) u.ä.?
      Diese Medien haben keinen Grund zu schreiben so wie DIE WELT (s. Link von Anonym unten): „In den vergangenen Wochen zeigten sich die Regimetruppen in der Offensive. Nach Waffenlieferungen aus Russland sowie dem Iran und der Verstärkung durch Tausende Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Milizen hat sich ihre strategische Überlegenheit gegenüber den Aufständischen weiter verstärkt.“
      Sie schreiben das, weil die SAA sich offenbar landesweit im Vorwärtsgang befindet.

      Vergleiche auch diesen Artikel des SPIEGEL v. 15.07.13, Zitat „In der syrischen Provinz Idlib liefern sich Rebellen und Assad-Soldaten heftige Kämpfe.“
      Wie denn das! Wurde uns nicht gut ein Jahr lang erzählt, die Provinz Idlib sei praktisch für die Regierung verloren?
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-tote-bei-raketenangriffen-in-der-provinz-idlib-a-911200.html

      Solche Berichte widerspiegeln die reale militärische Lage, gewendet gegen ihre FSA-Schützlinge.

    • habkind

      https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=0-nFqrzBmtU

      Der Junge heult, dass sie keine Hilfe bekommen und auf keinen Fall so enden wollen wie in Qusair. Er beschwert sich, dass ihre politische Führung sich in Hotels gut gehen lässt und sie hier in Homs ohne Unterstützung und Hilfe der Übermacht der SAA überlässt. Er beschimpft alle Araber und Moslems weil sie nicht helfen.
      —–
      Natürlich geht der Krieg gegen diese Rebellen nur „langsam“ voran, aber er kommt voran. Und wie weiter oben von Anonym richtig erkannt, versucht die SAA, ihre Soldaten gezielt und ohne sie unnötig in Gefahr zu bringen, an den Gegner zu bringen.

  • Anonymous
  • Markus

    „Ex-UN-Generalsekretär Annan: Iran muss an Syrien-Konferenz teilnehmen“
    http://de.ria.ru/politics/20130715/266485228.html

  • Markus

    Auch ein ganz interessanter Artikel, ich frage mich nur auf was man genau hinaus will.
    http://russland-heute.de/politik/2013/07/16/syrien_und_usa_eine_unerwartete_allianz_24939.html

  • Markus

    Aus Verbündeten werden Feinde
    http://www.sueddeutsche.de/politik/machtkampf-in-syrischer-opposition-aus-verbuendeten-werden-feinde-1.1722287

    Irgendwo klar, das es mit Islamisten, die einen Gottesstaat errichten wollen nicht klappt, besser wenn die Opposition mit Assad verhandelt und zusammen das Problem der Islamisten aus dem Weg schaffen. Assad mag kein guter Man sein, die Opposition auch nicht, aber das was die Islamisten für Syrien wollen, ist denke ich das letzte, wie das vorgehen gegen vermeidliche Ungläubige ist, haben diese Leute auf der Welt ja oft genug unter beweis gestellt.
    Vielleicht zieht sich ja Assad am Ende zurück, die Opposition sollte aber ernsthaft einen Kompromiss suchen, denn einen Staat können sie auch nicht auf dem Nichts gründen und Assad ist zumindest nach außen ein Toleranter Mensch.

  • Markus

    „Krieg und Frieden in Syrien III“
    http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-krieg-und-frieden-in-syrien-iii,10808020,23722394.html

    „Die von westlicher Seite stur aufgezählten Vorbedingungen für Friedensgespräche in Genf bewirken nur eines: Die verfeindeten syrischen Kriegsparteien müssen weder ihre Ziele noch ihre Kompromissbereitschaft formulieren; sie müssen nicht mit den Namen einzelner Wortführer für Teilergebnisse der Verhandlungen und deren Umsetzung geradestehen, sondern können ihren Gruppenegoismus, ihre wachsende Blut- und Rachsucht weiterhin im Pulverdampf verbergen. Das geschieht zulasten Hunderttausender Zivilisten, still gefördert von der Bundesregierung.“

    Irgendwo auch nicht falsch, was bringt es wenn die USA und wir auf einen Rücktritt bestehen? Was wir wollen interessiert den Syrern doch ehe nicht.

  • Markus

    Verhandlungen, warum können die Oppsitionellen Kämpfer auch die Al-Nusra und andere Islamistische Organisationen nicht einfach zusammenhalten und mit dem Regime verhandeln?
    Dieser Ganze Mord und Todschlag der auf beiden Seiten stattfindet ist nicht mehr zu ertragen. Alle Parteien sind schuld, nicht nur Assad und die Al-Nusra die menschenverachtende Terroranschläge verübte, auch die normalen Rebellen die mit Waffengewalt sich versuchen durchzusetzen. Diese Gewalt auf allen Seiten führte zum Scheitern der friedlichen Revolution nichts anderes und nun müssen sehr viele unschuldige dafür leiden. Im Grunde spielt es auch keine Rolle wer Demokratisch gewählt an die Macht kommt, hauptsache keine Schlächter.

  • Enis

    Ras al-ayn Grenzübergang zur Türkei ist heute von den Fake-Ratten in die Hände der kurdischen PYD gefallen… die Ratten mussten in die Türkei flüchten.

    Die sollen sich mal zuerst gegenseitig den Kopf abschlagen, damit die SAA dann nur noch mit dem Rest aufräumen muss..

    • Markus

      @Enis
      Was ist wenn die SAA siegt? Warum gehen diese keine Verhandlungen ein, wo ja die Opposition am verlieren ist. Geht es Assad wirklich blos um Macht und das die Muslimbrüder zurückgedrängt werden? Man sieht ja das es auch das Volk selbst durch Demos zustande bekommt, das eine Regierung zurücktritt die nicht den Politischen Wünschen entspricht, warum ist nicht Assad einfach zurückgetreten und hat die Menschen so wie in Ägypten selbst entscheiden lassen, dann gäbe es jetzt nicht dieses leid und im schlimmsten Fall würde das Parlament wieder abgewählt.
      Wo lag das Problem?

    • Franz

      @Markus

      Du wolltest doch gehen!

      Bist Du kein Mann des Wortes?
      Ist Dein Wort nur einen Pifferling wert?

    • Markus

      @franz
      Du hast recht.

      Ich habe manchmal etwas Herzschmerzen, da mir das ganze Konfliktezeug sehr belastet. Vielleicht sollte ich mich wirklich heraushalten.
      Es wäre schön wenn ihr nicht gleich zur Volksverhetzung übergehen würdet, ich frage mich sowieso, was ihr mit der Hetze hier erreichen wollt?

      Möchtest du als Ratte bezeichnet werden und was denkst du, was für diese Menschen die zum Teil vor dem nichts stehen oder liebe Menschen verloren haben Assad ist. Mann kann zu solchen Sachen auch schweigen, aber ihr die ja selbst den Islamisten anscheinend nahe steht, befriedigen damit womöglich euren Rausch.

    • Seit zwei Tagen steht diese „Wortmeldung“ nun „so da“.

      Die Aufbereitung des Vorgangs durch Reuters:
      (17.7.)
      http://www.reuters.com/article/2013/07/17/us-syria-crisis-turkey-idUSBRE96G15H20130717
      (18.7.)
      http://www.reuters.com/article/2013/07/18/us-syria-crisis-turkey-idUSBRE96H0TU20130718
      Eine halbe Stunde vor dem oben stehenden Artikel veröffentlichte Reuters einen anderen Titel, „Kurdish-Islamist fighting spreads to Syrian oil fields“, dessen erster Teil die „Nachricht“ ist, während der zweite Teil eine „Aufkündigung der (Waffenstillstandsvereinbarungen PYD-FSA, unter Vermittlung Michel Kilo’s) von Ras Al Ain“ seitens der PYD einfach unterstellt:
      http://www.reuters.com/article/2013/07/18/us-syria-crisis-idUSBRE96H0IZ20130718

      In Summe: Die Türkei hat ohne internationale Reaktion offiziell die PYD zur „separatistischen Terrororganisation“ erklärt und ihre Armee damit ebenso offiziell ermächtigt, Operationen in Nordsyrien auszuführen.

      Enis erweist sich hier zwar abermals als unaussprechlich dumm, aber dennoch hat er für mich, auch verbal, hier eine Grenze überschritten, die niemand sonst wahr nehmen mag.

      Daher nehme ich jetzt dasselbe symmetrisch in Anspruch:

      Eine Kugel in den Kopf und Schluß mit solchen Typen!

    • Markus

      Meinst du mich?
      Entschuldigt für meine verbale Entgleisung!
      Ich möchte euch nicht weiter provozieren und es tut mir leid wenn ich sie provozierte.

      Ich möchte wie andere auch das diese Konflikt aufhört und keine Seite auf dem Schlipps treten! Entschuldigung an alle. Es ist nun einmal stressig und ich denke das Forum jetzt erst einmal zu meiden. Ihr kennt meine Meinung ja zur Genüge.

  • Franz

    Gestern Nacht haben sich wohl FSA Ratten und Kurden Gefechte in Grenznähe(Region Rasulayn) geliefert, wobei 2 türkische Jungen umgekommen sind. Daraufhin versuchten türkische Anwohner ein Krankenhaus für syrische Verwundete (FSA Ratten) zu stürmen.

    Ich werd aus den Kurden nicht schlau

    LG

  • Markus

    UN spricht von Genozid wie in Ruanda

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/lage-in-syrien-un-spricht-von-genozid-wie-in-ruanda-12285068.html

    „Monatlich werden nach seinen Worten in Syrien 5000 Menschen getötet. Täglich würden 6000 Syrer in die Nachbarländer oder innerhalb des Landes fliehen, sagte Guterres. In Ruanda waren 1994 rund 800.000 Menschen umgebracht worden. Seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Baschar al Assad im März 2011 sind nach UN-Angaben fast 100.000 Menschen getötet worden.“

    „Der britische Außenminister William Hague bezeichnete derweil Berichte als „nicht korrekt“, nach denen sich die Londoner Regierung gegen Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen entschieden habe. Vor einer Gruppe von Unterhausabgeordneten sagte Hague, die Entscheidung sei noch nicht gefallen, und keine Option sei bislang ausgeschlossen. Anfang der Woche hatten mehrere Zeitungen gemeldet, dass die britische Militärführung den Premierminister vor Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet gewarnt habe. Auch von der Einrichtung einer Flugverbotszone sei abgeraten worden, hatte es geheißen. Zudem könne sich die Regierung keiner Mehrheit im Unterhaus für ein verstärktes Engagement in Syrien sicher sein.

    Hague erläuterte vor den Parlamentariern, dass nur dann Waffen geliefert werden könnten, wenn man einen „sehr hohen Grad an Zuversicht“ habe, dass sie in die richtigen Hände gerieten. Dazu müsste man auch über die Kommandostrukturen der Gruppen Bescheid wissen, die man beliefere. Der Labour-Abgeordnete und „Schattenaußenminister“ Douglas Alexander sagte der Zeitung „Daily Telegraph“, Hagues jüngste Äußerungen würden die „Verwirrung“ der Regierung und ihrer Syrienpolitik bestätigen. Er bekräftigte den Anspruch des Unterhauses auf Mitsprache in dieser Frage.“

    Menschen die nicht verhandeln wollen also auf Friedensgespräche einlassen, sollten finde ich keine Waffen bekommen. Wohin soll das führen, und was bringt es wenn wir der bewaffneten Opposition da Hoffnungen machen? Entweder sie verhandeln oder sie gehen unter.
    Waffenlieferungen würden ein Kräftegleichgewicht herstellen und den Bürgerkrieg verschärfen und wahrscheinlich verlängern, am ende wären womöglich noch viel mehr unschuldige Zivilisten die Leidtragenden, da man sich nicht auf die Opposition verlassen kann.
    Was wird aus den Minderheiten, wenn Islamisten Selbstjustiz und Schariagerichte einführen und die Macht an sich reisen? Mir reicht es schon wenn ich von der „Sunna“ die sechste Seiten durchlese um mich vorstellen zu können, was Ungläubigen erwarten kann, wenn die staatliche Seite wegbricht.
    Mohamed war bei den Ungläubigen falsch gelegen, denn er war im Grunde selbst ein Stück weit ein Ungläubiger, der die 10 Gebote außer Kraft setzte und den Kreuztod Jesu verleugnete.
    http://www.way-to-allah.com/dokument/as%20sunnah.pdf

    Ich lasse mich gerne korrigieren, da ich auch nicht die Zeit hatte die Sunna, Koran und Bibel zu studieren.

    • Markus

      Man soll ja nicht töten. Da gibt es auch NICHTS hinzuzufügen.

    • Markus

      Dennoch, kann ich auch schwer sagen, ob nicht eine Bewaffnung der moderaten Rebellen in dieser schwierigen Lage Sinn machen würde. Selbstschutz/verteidigung gegen ein Regime das keine Grenzen kennt ist etwas anderes, aber das setzt Verhandlungen voraus und das man an einer friedlichen Konfliktlösung interessiert ist. Die Opposition will aber erst Waffen und dann verhandeln was ebenso ein leeres versprechen sein kann und an deren schlechten Einheit für friedliche Lösungen scheitern kann. Wer keine Waffe hat und flüchtet, lebt im Ernstfall sicherer und für was kämpft die Opposition, wo ja Assad trotz allem demokratische Wahlen versprochen hat? Nüchtern betrachtet macht dieser Krieg keinen Sinn, Assad kann am ende von Verhandlungen oder Wahlen zurücktreten und das Assad gerade jetzt das sinkende Schiff einfach so verlässt dafür ist es wohl zu spät. Keine Seite möchte am ende die betroffene Seite sein, weshalb nur Verhandlungen zu einem friedlichen und gutem Ergebnis führen können.

  • Franz

    Ein syrisches Kampfflugzeug hat am Donnerstagmorgen Ziele im Libanon mit Raketen angegriffen. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, schlugen die Sprengkörper in der Ortschaft Arsal ein, etwa zwölf Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

    LG

  • Markus

    Assad und die Opposition sollten sich auf eine Wahl einigen. Etwa ein Volksentscheid könnte über die Zukunft Assads entscheiden, denn wenn er nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich hat, dann sollte er sich einen Rücktritt eingestehen, bevor noch mehr zu Schaden kommen.
    Auch die syrische Opposition sollte es anerkennen, wenn die Mehrheit des syrischen Volkes wünscht das Assad zu den Wahlen 2014 antritt, das bedeutet dann nicht das er gleich die Mehrheit des Volkes hinter sich weis, sondern nur ob man generell hinter seinem Vorgehen steht und ihn sich weiterhin in einer Führungsposition des Staates vorstellen kann.
    Ich denke es liegt in der Verantwortung des Regimes die Opposition an den Verhandlungstisch zu bekommen und so eine Lösung anzubieten. Falls die Syrer auf Assad nicht ganz verzichten wollen, muss die Opposition die Waffen niederlegen und eine Verhandlungslösung mit Assad suchen.

    Viele hier behaupten ja Assad hat die Mehrheit der Syrer hinter sich, was ich zwar bezweifle, aber wenn es tatsächlich so ist, dann muss sich das die Opposition eingestehen, da sie ebenso mit Waffengewalt vorgegangen ist.

    Solange aber die Syrer keine echte Wahl bekommen, sind das alles leere Worte, deshalb finde ich sollten sich Regierung und Opposition für so einen Kompromiss stark machen im Sinne der Menschen die Unschuldig Opfer geworden sind und noch werden, wenn dieser Konflikt nicht gelöst wird.

  • Al Qabun im Brennpunkt der Schlacht (um Damaskus): Der Ring um das östliche Al Ghouta wird geschlossen (Al Manar, frz.)

    Die nordöstlich der Hauptstadt gelegene Vorstadt ist derzeit der Brennpunkt einer Offensive der Regierungstruppen mit dem Ziel, das östliche Al Ghouta (ein an die Hauptstadt grenzendes, dicht besiedeltes Acker- und Fruchtbaugebiet, TG) zurück zu erobern, das eine Hochburg des syrischen Aufstandes ist.

    Qabun, ein bedeutendes Einfallstor im Norden der Hauptstadt, ist selbst eine Hochburg des Aufstandes, es zählte zu den Schauplätzen der ersten Kundgebungen gegen die Zentralmacht und war eines der Zentren der Militarisierung der Protestbewegung.

    Die Kämpfe, die dort seither stattfanden, hatten einen wilden, blutrünstigen Zuschnitt. 600 der 50 Tsd Einwohner sollen ihnen nach Angaben von Quellen außerhalb der Regierung zum Opfer gefallen sein.

    Die strategische Bedeutung Qabuns rührt von seiner Lage im nördlichen Winkel eines Dreiecks mit Jobar im Süden und Harasta im Osten, in welchem die Milizen Versorgungs- und Nachschublinien in die Region Douma eingerichtet haben. Douma ist das Zentrum des bewaffneten Widerstandes im Stadt- und Landbezirk Damaskus.

    Deshalb legt die syrische Armee jetzt all ihr Gewicht hinter die Säuberung dieser Vorstadt, die auch dem Ziel dient, die Granatwerferangriffe einzudämmen, die aus ihrem ländlichen Randbezirk auf Damaskus geführt werden. Douma soll eingekesselt werden, um seine Säuberung vorzubereiten.

    Gleichwohl besteht die wichtigste Aufgabe der Schlacht (deren Erfüllung aussteht, Absatz dazu unübersetzt, TG) darin, die Widerstandsnester restlos auszuheben, weil die Milizen andernfalls zurückkehren würden, so wie oftmals zuvor!
    (Es folgen Absätze, die sich mit Anklagen gegen die Armee befassen, die Evakuierung von Zivilisten nicht zugelassen, oder verhindert zu haben. Al Manar beruft sich auf den Korrespondenten Al Akhbars vor Ort, der diese Anklagen unter Berufung auf örtliche Zeugen zurück weist. Weiter:)

    Al Akhbar zufolge will die Mehrheit der Einwohner, daß die Vorstadt von den Milizen geräumt und die Sicherheit wiederhergestellt wird. Doch sie befürchten Übergriffe von Seiten der Volkskommitees (comités populaires), denen die Regierungstruppen die gesäuberten Gebiete anheim stellt.

    « Die Armee verschont Leib und Leben der Zivilisten nach Kräften. Es sind die Kommitees, die uns schaden. Sie terrorisieren uns unter dem Vorwand, wir hätten die Milizen in unserem Viertel beherbergt. Einige von ihnen rauben die Häuser aus und nehmen uns Mobiltelefone und Laptops weg,“, beschwerte sich einer der Zeugen Al Akhbars.

    • Ich vergaß den Link:
      http://www.almanar.com.lb/french/adetails.php?fromval=1&cid=18&frid=18&eid=121185

      Die Schlüssel für diese Veröffentlichung (und die Al Akhbars, auf die sie sich bezieht, die nicht aus dem arabischen übersetzt wurde), liegen in der Rolle, die Al Qabun seit dem April ’11 in der von ausländischen Kreisen und Kräften inspirierten, befeuerten und unterhaltenen Aufstandsbewegung spielt.
      Für den Moment stelle ich nur die Verbindung zu einer Veröffentlichung vom Ende Aug.’11 her, in welcher ein Gremium, das an der Organisation des unkonventionellen Krieges beteiligt war, einen Teil der Planung nebst triumphaler Erfolgskontrolle vorstellte.
      http://fadahj.tumblr.com/post/9624996168/msg-syrian-revolution-coordinators-union-syrian-eid

      Hinzuzunehmen ist die Geschichte der zwei „Schlachten um Damaskus“, beginnend im Sommer ’12 und deren Resultat, das darin bestand, daß die Offensive der Armee an den Grenzen der im Artikel genannten Orte zum Halten kam, zuzüglich einer beträchtlichen Anzahl weiterer Vorstädte und Vororte, die ungenannt bleiben.

      Man könnte die Rolle Qabuns in den Kernpunkt kondensieren, daß die Protagonisten des unkonventionellen Krieges gegen die syrische Zentralmacht sich auf einen kleinbürgerlichen, komplett unpolitischen Widerstand gegen die zentrale Ordnungsmacht stützte, weshalb man dieser Macht das Attribut „Ordnung“ vorzuenthalten hat. Über zwei Jahre erwies sie sich unter der Last des Erbes der Vorkriegsherrschaft als Chaosmacht
      vgl. z.B. folgende Veröffentlichungen von Jan. ’12, Dez. ’12 und Mai ’13, in denen etliche weitere Orte genannt werden, die im Zusammenhang der „Schlacht um Qabun“ eine Rolle spielen:
      http://english.al-akhbar.com/content/damascus-battle-hinterland
      http://syrianfacts.wordpress.com/2012/12/03/synthese-des-evenements-dans-le-gouvernorat-de-damas/
      http://www.accessmylibrary.com/article-1G1-330126932/fierce-battles-rage-syria.html
      Auch das Interview Al Manars mit Assad sollte man in diesem Zusammenhang noch einmal wägen:
      http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=95690&cid=23&fromval=1&frid=23&seccatid=20&s1=1

    • Nachzutragen ist weiter, das östliche Al Ghouta wurde erst spät, frühestens ab ca. Nov.12, vermutlich unter Deckung der CIA und Special Forces in Jordanien und im Irak mit „klassischen“ Sturmtruppenangriffen auf Armeestellungen erobert, die es offenkundig unvorbereitet traf.
      Wer sich eine Karte vornimmt und die Stellung aller in der Übersetzung und verlinkten Artikeln angegebenen Orte zueinander vermerkt, wird erkennen, daß die „Schlacht um Al Qabun“ ein kleiner Bestandteil einer Offensive sein dürfte, die idealerweise die Kontrolle der Interventionskräfte über die Nebenwege im Rif Dimashq, beenden soll, über welche von Jordanien und dem Irak aus die Magistrale nach Homs einschließlich Homs selbst beunruhigt wird. Als Schlüsselpunkt dieser Interventionslogistik wird Douma angegeben, aber ein direkter Angriff auf Douma ließe die Stützpunkte im Hinterland intakt, sodaß der Ort bloß Belagerungsstatus bekäme, der Kräfte bände, die benötigt würden, die Entstehung neuer Knotenpunkte in der Umgebung zu verhindern.
      Kurzum: Der Krieg der SAA in der Region Damaskus hat den Charakter eines territorialen (Rück-)Eroberungskrieges.

    • All dies (und einiges mehr) ist zu berücksichtigen, wenn man die Wende in der Veröffentlichung Al Manar’s (bislang nur in der frz.sprachigen Ausgabe, die unter den fremdsprachigen einzig das Zertifikat „journalistisches Medium“ verdient) zur Kenntnis nimmt, die Al Akhbar schon seit etwa 8 Monaten vollzogen hat. Die Hezbollah macht Front gegen die Restauration in Syrien, an der, kann man vorsichtig schließen, sie nicht beteiligt sein will!
      Das kann nach den Reden Nasrallahs nicht überraschen, deshalb kommt es auf den aktuellen Hintergrund an, über den ich zu wenig weiß, als daß ich spekulieren wollte. Nur so viel: Die Armee zu Lasten der Shabiha und der unter dem Schutz der Armee agierenden Volksmilizen in Schutz zu nehmen, ist ein offenes Propagandamanöver, das darauf zielt, einen gewissen Druck aus den Reihen der Mannschaften und unteren bis mittleren Ränge der Armee auf ihre Führung zu stärken, den man wahrgenommen hat, oder den man pushen will. Ein Territorialkrieg der syrischen Restauration wäre (oder ist!) ein Bürgerkrieg „sans phrase“, ohne Wenn und Aber“, der unter den gg. Umständen der äußeren Intervention unweigerlich in eine „Afghanisierung“ münden muß, die, weil eine überwiegend urbane Gesellschaft sie nicht aushält, nur mit einer administrativen Teilung unter genozidaler Bevölkerungstrennung enden kann.

    • habkind

      @TomGard
      Guter Artikel, danke für die Übersetzung.
      Welche Restauration in Syrien meinst du?
      Gibt es denn etwas anderes als einen territorialen (Rück-)Eroberungskrieg?
      Natürlich will die syrische Regierung die Gebiete wieder befreien, die Frage ist, mit welchem Einsatz (welche Zerstörung), mit welcher Taktik ( z.B.Angriff auf Douma oder erst die Kontrolle des Umlandes), mit oder ohne Unterstützung der Bevölkerung, etc..
      Einen Krieg gegen solche Partinsanen oder Untergrundkämpfer ist nicht einfach und erfordert eine ständige Änderung der Taktik.

    • @habkind,
      danke für die Frage nach der Restauration, die mich (nach einem Kontrollblick auf die Wikipedia) erst darauf aufmerksam machte, daß der Begriff wohl nur noch als Schemen Bestandteil des Geschichtsbewußtsein auch der gebildeten Schichten sein dürfte.

      In Ständeherrschaften gibt es einen Regierungsadel, unter dem in europäischen Monarchien stets ein bestimmtes Geschlecht die (erbliche) Prärogative, d.h. die Herrschaft über die Stände besaß. Diese Prärogative ist der Transmissionspunkt zwischen Despotie und Repräsentation in einer Ständeherrschaft: Das Standesrecht ist einerseits an die gebieterische Macht des herrschenden Adelsgeschlechtes gebunden, andererseits vertritt es gegenüber dieser Herrschaft die funktionellen Notwendigkeiten in der ökonomischen Macht der Stände, die zu bedienen sind, soll nicht einer der Stände – die untersten Stände eingeschlossen – so weit aus dem Konstrukt funktioneller Hierarchien heraus fallen, daß seinen Mitgliedern die Unterwerfung unmöglich wird.
      Geschieht Letzteres, gab es gern einen ständischen Putsch, eine Palastrevolution, die ein herrschendes Geschlecht entmachtete. Gelang es den neuen Prätendenten nicht, das ständische Konstrukt neu zu stabilisieren, destabilisierten sie es gar noch weiter, folgte eine Restauration, die oft unter marginalen Anpassungen der Herrschaft an funktonelln Notwendigkeiten die Führer der rebellierenden Stände und die putschenden Geschlechter köpfte, ausrottete bzw. ins Exil trieb.

      In Syrien gibt es sowohl einen Geburtsadel (die lokal, regional und in der Hauptstadt ökonomisch und politisch führenden Familien), wie einen Funktionsadel, die Hierarchie der Baath-Partei, in der auch Leute aufrücken können, die nicht dem Geburtsadel angehören. Die „Prärogative“ in diesem Konstrukt hat ganz allgemein das Militär und speziell die militärischen Geheimdienste, bes. die der Luftwaffe angeschlossenen Dienste.
      Die im letzten Jahr durchgesetzten staatsrechtlichen Reformen beseitigten weder den Geburts-, noch den Funktionsadel, und, schlimmer noch, sie tasteten die Prägrogative der Terrorherrschaft der Geheimdienste nicht an, die beide Adelsstände zugleich kontrolliert und an der Macht hält.
      Folglich können – um mich der Kürze halber vage auszudrücken – „gesellschaftliche Veränderungen“, über deren Notwendigkeit ich keinen Streit eingehe (wer sie bestreitet, gehört, natürlich politisch, eliminiert) auf dieser Basis allenfalls in einem Jahrzehnte dauernden Prozess, mithilfe eines Generationswechsels in den Ständen stattfinden, eingeschlossen das Personal der staatsterroristischen Geheimdienste.
      Und deshalb ist unter diesen Bedingungen jeder patriotische Einsatz eines Soldaten gegen das Bandenwesen, gegen die Söldner, Terroristen und andere Insurgenten ein Kampf für die Restauration der Macht der Baath und der Geheimdienste.

      Ob er das will oder nicht! Das ist der Kern der Unvermeidbarkeit eines Bürgerkriegs, von der ich sprach. Er ist nur zu verhindern, wenn der militärischen Restauration der Zentralmacht eine Entmachtung der Generäle, der führenden Baath-Funktionäre und die Hinrichtung der leitenden Schlächter der Geheimdienste voraus geht.

    • Vor dem Hintergrund obenstehender Erklärung wäge man nicht nur die letzten beiden Absätze des Al Manar-Artikels neu, sondern v.a. auch diesen:

      „Gleichwohl besteht die wichtigste Aufgabe der Schlacht (deren Erfüllung aussteht, Absatz dazu unübersetzt, TG) darin, die Widerstandsnester restlos auszuheben, weil die Milizen andernfalls zurückkehren würden, so wie oftmals zuvor!

      Bereits im Mai 2011 gab es, wie man meinen ergänzenden Links entnehmen kann, in Al Qabun eine blutige Säuberungskampagne des Geheimdienstes, die Dutzende, vielleicht hunderte Leute in die Folterkeller warfen um sie dort nach alten Mustern zugrunde zu schinden.
      Dazu ergänze ich mal, daß Qabun nach meinen privaten Informationen vor dem Krieg in Damaskus wie vor Ort als Hochburg der syrischen Mafia galt! Aber unter Kriegsbedingungen wird die staatsterroristische „Behandlung“ des Mafiawesens (das ja zum funktionellen Geflecht der Ständeherrschaft dazu zählt!) „kontraproduktiv“, es befördert diejenigen, die ökonomisch von ihm abhängig waren, zu „Revolutionären“!

  • Markus

    USA liefern „große Mengen Waffen“ an Rebellen in Syrien
    http://www.berliner-umschau.de/news.php?id=14223&title=USA+liefern+%22gro%DFe+Mengen+Waffen%22+an+Rebellen+in+Syrien&storyid=1001374136610

    Es ist fraglich, ob das richtig ist.

    • Markus

      Ich halte es für Falsch. Wird jetzt die Opposition verhandeln und was ist, wenn keine Lösung gefunden wird?
      Nur um einen Diktator zu Stürzen, rechtfertigt es nicht das Leben zehntausender Menschen. Es ist nicht so, also das die Opposition keine Verhandlungsmöglichtkeit besitzt.

    • Markus

      Was wird die Opposition machen wenn sie die Waffen bekommen hat. Ich halte Assad zwar für einen schlimmen Menschen aber er ist immerhin noch die besere Wahl.

      Man merkt ja auch das die Oposition nicht verhandeln will. Ich weis nicht wie man diesen religösen Konflikt lösen will und habe Angst das die Christen leiden werden. Mohamed hatte unrecht. Assad kann gewinnen und Syrien wieder zu einem demokratischen sakuleren Land machen

    • CM

      „Freie Syrische Armee: Westliche Waffen gehen an El Kaida“
      Quelle: http://de.ria.ru/security_and_military/20130718/266510140.html

      Soviel zum Thema „Waffen an gemäßigte Opposition“.

    • Markus

      Am Mittleren Kommentar kann ich mich nicht erinnern, das ich geschrieben habe. Ich weis ehrlich gesagt nicht was das soll und es verwirrt mich etwas, die Rechtschreibfehler passen zwar zu mir aber ich weis nicht.
      Meines erachtens hat die Opposition Verhandlungen zugesagt im Falle einer Bewaffnung und es wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht um Al-Kaida handeln, die die USA dort bewaffnet, auch Russland irrt manchmal.
      Es ist kein religiöser Konflikt, nur verläuft dieser Konflikt nahe an der etnischen Grenze, da auf der einen Seite Saudi Arabien eher für die Sunniten steht und auf der anderen der Iran für die Schiiten, jetzt wo die USA auf Rebellenseite eingreift, löst sich zumindest vielleicht die Extreme etwas auf.
      Ich habe Angst um alle Syrer nicht nur die Christen, wenn nicht bald eine friedliche Lösung gefunden wird. Assad kann auf jeden Fall nicht so weitermachen. Ich behauptete früher einmal das Mohamed unrecht hatte, was denke ich bei vielen Dingen auch der Fall ist, denn anders lässt sich die Gewalt gegen Ungläubige und allgemein die Schariamethoden, Handabhaken etc. nicht erklären. Wenn ich richtig gehört habe, stirbt auf der Welt alle 5Minuten oder Sekunden ein Christ durch einen radikalen Moslem, was einfach nicht so geht und jetzt keinen Bezug zu Syrien aufbauen soll. In Syrien muss man da aber auch vorsichtig sein, da es eben die unterschiedlichsten Gruppierungen gibt die gegen Assad zurecht friedlich aufgestanden sind und leider womöglich auch aufgrund der Religion zu schnell zu den Waffen griffen. Nun muss man nach Auswegen suchen, damit das Leid gelindert wird auf beiden Seiten und dazu wäre es gut, wenn sich Assad zum Rücktritt bereiterklärt oder er mit der Opposition zum beispiel einen Volksentscheid aushandelt.
      Assad und Syrien ist kein Demokratisches Land zurzeit, wenn Assad sich mit Gewalt durchsetzt bedeutet das viel leid und womöglich eine weitere Radikaliserung der Opposition, ich möchte nicht das er sich militärisch durchsetzt, sondern das er so bald wie möglich einen Frieden eingeht und die Syrer und vor allem jene die Leid erfahren mussten über seine Zukunft in Syrien oder einer Exillösung entscheiden lassen.
      Ich denke nicht das ich den Schlusssatz geschrieben habe, da ich zwar ein säkulares Land wünsche, aber nicht denke das Assad dies Land tatsächlich Demokratisch regieren möchte, natürlich ist die Religion auch wichtig, aber die sollte sich gerade was die Gesetzte der Scharia betrifft nicht in die belange des Staates einmischen und sich auf die Freie Religionsausübung beschränken. Eine völlige Trennung von Kirche und Staat soll es dennoch nicht geben, da es ja gerade in einer Demokratie auch erwünscht ist das sich gläubige Menschen mit ihren Ideen einbringen, ich denke die Syrer wissen da schon selbst was sie wollen und das man keine Islamisten an der Macht wünscht sollte klar sein, dafür braucht Assad nicht mit Gewalt die Muslimbrüder etc. zurückzudrängen, die ja wie man in Ägypten sieht auch mit friedlichen Mitteln eine Pleite einstecken müssen, wenn dem Volk die Politik nicht gefällt.

  • Marcus

    @Markus

    Wie oft willst du uns hier noch erzählen, für wie schlimm du Assad hältst?

    Die Opposition wird mit den neuen Waffen genau das machen, was sie die ganze Zeit gemacht hat. Plündern und morden!

    Mir geht es in Syrien nicht nur um die Christen, sondern um alle echten Syrer, die zu ihren Land und Präsident stehen, unabhängig von ihrer Konfession!

    • Markus

      @marcus

      Es geht nicht nur um die Menschen die hinter Assad als Präsidenten stehen/ nur um die Diktatur. Es gibt viele Syrer die betroffen sind auch die Rebellen und zum Teil Islamistischen Fraktionen und vor allem die einfachen Menschen die es sich nicht aussuchten. Diese Menschen brauchen alle Zukunft und haben Menschenrechte. Assad hätte mit einen frühzeitigen Rücktritt das Leid beenden können und die Syrer ihre Zukunft selbst bestimmen können, dann währe es wahrscheinlich nie so weit gekommen. Jetzt sollten beide Seiten die beide schuld an der Situation tragen Verhandeln, da weder das eine noch das andere allein Extrem wirklich hilft und Demokratie und Frieden bringt. Die Syrer müssen versuchen zusammenzuhalten und eine friedliche Lösung zu finden.

    • Anonymous

      Markus: Bestimmt hat man es dir schon viele male versucht zu erklären. Aber noch mal mit meinen Worten. Siehst du nicht das die Rebellen aufgrund ihrer extremen Zerspitterung niemals verhandeln werden können? Ganz zu schweigen davon politische verantwortung tragen zu können. Steinzeitislamismus hat mit einem vernünftigen politischen System nichts zu tun. Das sind alles religiös verblendete, von Hass besessene Himmelfahrtskommandos. Ihr Feinbild beschränkt sich nicht auf den militärischen und politischen Gegner, sondern auf alle die ihre Glaubensauffassung nicht teilen. Sie sind zu keinerlei Kompromiss bereit, oder betreiben falsches Spiel wie der unlängst abgesetzte Diktator Mursi.

  • Anonymous

    @Markus: Er hat die Mehrheit des Volkes hinter sich und das wissen hier alle Diskussionsteilnehmer. Ich habe zwar derzeit keinen Kontakt zu meinen Freunden dort, aber das letzte was ich mitbekommen habe ist, dass eine unheimliche Aggression gegenüber den ausländischen Söldnern heranwächst, die sich gerade in den jüngsten Videos aus Damascus (da werden selbst verletzte Ratten auf Krankenbetten übelst man Menschenmassen, die in das Krankenhaus stürmen, verprügelt. Ich denke wir werden da über Liveleak noch einiges zu sehen bekommen. Tu bitte nicht so, als gäbe es irgend eine politisch fähige Opposition, die nicht durch ausländische Waffengewalt am Leben gehalten wird.

    Schäm dich du Hund und mach den Lesern hier durch solch dumme Umschreibungen der tatsächlichen Entwicklung bitte weiter klar, dass deine Darstellungen falsch und westlich sind.

    • Markus

      Wenn er die Mehrheit hinter sich weis, dann sollte er das durch einen fairen Volksentscheid sich bestätigen lassen. Ich glaube in Kriegszeiten nicht viel.

      Als ob es keine politisch fähigen Syrer gibt. Ich behaupte auch nicht das meine Darstellungen hier voll richtig sind das weis ich auch nicht, da ich eben auch nur ein Mensch bin. Nicht alles westliche ist falsch und das schwarz/weiß denken hilft nicht, in Syrien kämpfen zwei Seiten miteinander die vorgeben edle Ziele zu verfolgen, aber wie es in der Realität aus sieht ist eine andere Sache. Da ist weder die Regierung die Vernichtungen durchführt noch die Rebellen und Islamisten die alleinige gute Seite, beide tragen Schuld an der Situation und alle Syrer haben eine Chance auf Frieden verdient. Was nun sinnvoller ist, also der Tod Zehntausender Rebellen und Soldaten oder der Rücktritt oder Verhandlungslösung mit ihm kann sich jeder selbst stellen. Assad wäre dann ein Märtyrer, der aber auch im Exil ein schönes Leben führen kann im Vergleich zu denjenigen die für ihn Kämpfen.
      Toll wenn die Aggression wiedereinmal gegen die Rebellen abgeleitet wird. Assad ist ja so viel besser und ist wiedereinmal das Unschuldslamm. Nach der Säuberung und Tausender zerrissener Familien, wird Syrien dann ein Gefängnisstaat wo die Menschen dann noch Jahrzehnte einsitzen, damit diese sich nicht an Assad oder anderen rächen können. Iran und Russland machen einen Fehler mit Assad und gefährden den Weltfrieden.

      Du Anonymling solltest dich Schämen für Assad und das du so etwas unterstützt. Hund nennst du mich.
      Zudem, wenn Assad die Mehrheit hinter sich hat, könnte er auch freiwillig zurücktreten, da dann die Mehrheit der Syrer die Baath Partei wählen würden, selbst wenn er zurücktritt die seine Interessen verfolgt und auch die Politik die er macht versteht.

    • Franz

      @Markus

      Du hattest versprochen hier nicht mehr zu schreiben.
      Wie ist das bei Dir? Ist Dein Wort nix wert? Hältst Du nicht Dein Wort?

    • Markus

      @Franz
      Ich habe nur gesagt das ich gehe. Da du bisher immer Rotzfrech warst, hielt ich auch nichts darauf. Entschuldige. Zudem hatte Jones nichts dagegen das ich noch bleibe.
      Ich weis ehrlich gesagt nicht was ich von Leuten wie dir halten kann und was du dir davon erwartest und ich versuche selbst mit dem Forum und Syrienkonflikt für mich Schluss zu machen. Ich habe irgendwo Sorge ob dieses Forum bedenklich ist mit Inhalt und Ausrichtung weshalb ich mich versuchte hier zu beteiligen und zumeist auf Ablehnung gestoßen bin.
      Es ist ja nicht so, als das ich der Größte Oppositionsbefürworter bin, finde aber es problematisch wenn selbst Vermittlungsversuche abgelehnt werden. Ich vertrete halt die Meinung, das wenn man an einer politischen Lösung glaubt, diese eben auch einfacher zustande kommen kann. Wenn ihr schlecht über die Opposition denkt, tun die das gleiche usw.
      Ich werde versuchen das Forum zu meiden.
      Gruß

    • Anonymous

      Ja, sehr gut.
      Hau endlich ab.
      Und nimm den anderen Troll (T.Gard) mit!

    • Markus

      Ich glaube ich bin Gott. Ich denke aber wenn man Gott sucht ist es besser, wenn man die Natur beobachtet, gutes tut etc. An sich bin ich ein normaler Mensch mit vielen Fehlern, da ich eben auch lange Zeit unter Depressionen jetzt eher leichte Psychose leide ist es für mich derzeit nicht ganz einfach.
      Sucht friedliche Wege, man muss nicht immer der Erste sein usw. und bringt den Reichtum auch zu den Armen Menschen. Wir glauben ja alle an einen Gott und auch Jesus.
      Ich hoffe ihr geht hin im Frieden.

    • Markus

      Auch der muslimische Glauben hat positive Aspekte, auch wenn ich die Scharia und die Menschenrechtsverstöße und Gewalt gegen Ungläubige und Christen strikt ablehne. Das Alkohol und Zigarettenverbot und andere Drogen ist zum Beispiel gut die Verschleierung und die Enthaltsamkeit. Auch besuchen Muslime viel öfters den Gottesdienst, wovon wir uns alle etwas abschneiden könnten. Ich eingeschlossen.

    • Markus

      Ich glaube übrigens das ich so etwas wie der Madhi oder dieser bin, da eben glaube das das was Mohamed sagte auch nicht richtig war und korrigiert werden muss. Sicher gibt es das ewige Leben und ein Leben nach dem Tod, aber wir müssen das uns mit Guten Taten verdienen. Was bringt denn schon wenn man am Ramadan gar nix isst und drinkt und dann auf der Arbeit umkippt, weil es der Gesundheit schadet? Anderweitig aber völlig abstinent lebt und keinen Alkohol anfasst? Jesus machte doch aus Wasser Wein. Ebenso ist es auch mit der Gewalt, Jesus lehnte diese klar ab und man solle seine Probleme friedlich lösen.
      Ich denke von daher das Mohamed kein guter Prophet war, da der Inhalt seines Glaubens gewalttätig ist, auch im christlichen Glauben gibt es stellen, die unschön sind und man daran nicht verzweifeln sollte, ich denke das man da im Gottesdienst schon eine aufgearbeitete Fassung bekommt, die eben zu Frieden und Gutem anleitet. Anderweitig, denke ich aber auch, das es die Auferstehung der Toden und die Heilung von Krankheiten und Unfällen auch im irrdischen Sinne geben könnte, etwa nach der Relativitätstheorie, indem man zum Beispiel schlimme Umfälle verhindert das diese Stattfinden, bei Leuten, die sich das Leben verdient haben Kindern etc., doch wer hat sich das Leben verdient? Für mich ist diese Vorstellung etwas zum verrückt werden und ich habe Angst das damit nicht nur gutes, sondern auch missbrauch stattfinden könnte. Wissen ist auch nicht immer das richtige! Sicher ist Bildung wichtig aber jeder Mensch muss halt seinen eigenen Weg gehen können. Diktatoren wie Assad und andere sollten zurücktreten, bevor sie andere Menschen damit schaden.

    • Markus

      Ich verlasse jetzt den Raum und lasse mich ärztlich helfen.

    • Markus

      Das eigentliche Problem ist, das ich selbst von dem ganzen Schriften gelese den Verstand verloren habe, Jesu Worte sind sehr wichtig, damit wir miteinander Frieden stiften können, anderweitig denke ich sollte man es mit der Religion und Schriften nicht übertreiben, wie es vielleicht die Muslime tun sondern einfach normal nett zueinander sein.

  • Anonymous

    Die Türkei steckt immer tiefer im Schlamm. Wie das Parteibuch und andere melden kommt es in letzter Zeit vermehrt zu Kämpfen zwischen Kurden und Steinzeitislamisten. Hat dies mit dem neuerlichen Führungswechsel an der Spitze der KCK zu tun?

    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/07/pkk-leadership-change-implications-turkey-peace.html

    • Franz

      Man könnte glatt meinen, dass ist so gewollt und provoziert worden… Irgendwo war ja mal zulesen, dass Erdogan den großen Bruder nicht glücklich gemacht hat und nun bestraft wird. Er polterte angeblich die Zionisten und die „LUFTHANSA“ seien schuld. Wie er auf die Lufthansa kam, war mir nicht ganz schlüssig.

      LG

    • Zur Lufthansa:
      Der geplante Bau eines dritten Istanbuler Flughafens bedrohe nämlich ihr Geschäft am Drehkreuz Frankfurt, und darob hat der effizient geführte Konzern Hunderttausende Türken auf die Straßen geschickt, um zwei Wochen lang Chaos zu provozieren.“ (FAZ, Verschwörungstheorien).

      Leider kam noch nicht heraus, mit wie vielen Bonusmeilen die Demonstranten geködert worden sind.

    • Franz

      thx

  • Anonymous

    Wo gibt es oder wer hat einen Überblick zur aktuellen Lage über Frontverläufe und politische Bewegungen in Syrien? Es scheint dass im Moment sogar die Dschihaddisten im Sommerloch zu sein scheinen.
    Angeblich hätte die Hisbollah schwerste Verluste in Aleppo erlitten, als die neuen „Konkurs“ Raketen der FSA Ihren Vormarsch gestoppt hätten – lt. Forist abc-xyz im SpOn-Forum (seinen Beiträgen nach gut informierter türk. Islamist).
    Wer weiss genaueres?

    • Nobilitatis

      Teilnehmer fällt in SpOn durch undifferenzierte, häufig bewusst falsche Beiträge auf. Ich würde das erst glauben, wenn es irgendwie aus anderer Quelle verifiziert wurde. Bei Mein Parteibuch gab es so eine Meldung über angedachte Erfolge der FSA innerhalb von 72 Stunden, das wäre gerade soweit. Mal schauen.

    • Anonymous

      Oh, nicht nur mir ist dieser User in SpOn also bereits aufgefallen ;)

      Klang aber immer überzeugt von seinen Ansichten gegen die -Zitat- „Assads-Aleviten-Armee“ . Zudem war es immer der Ansicht, dass die sunnitische Mehrheit es nicht dulden werde, von ein paar Aleviten regiert zu werden, und dass Israel einen guten Job macht, und dass der „Russenschrott“ – S-300 Assad gegen die IDF nicht schützen könne, usw. usw.

      Vielleicht sollte man solchen Subjekten erklären, dass sehr wohl auch eine kleine Gruppe sogar eine zahlenmäßig 20-fach überlegene Gruppe beherrschen kann – siehe Israel! q.e.d.

    • Anonymous

      Ich glaube die 72 Stunden sind gerade rum, ist Assads Aleviten-Heer schon geschlagen? Hängt Assad schon an der Laterne in Damaskus? Fragen über Fragen … :) – wenn man den Bericht von ANNA News zu den neuen PzAbw.Raketen hier liest, scheinen die neuen Waffen in jedem Fall schon im Einsatz zu sein.

      Solidarische Grüße an die Rep. Garde,
      Bring ´em on (frei nach Schorsch Dubya!)

  • habkind

    Irgendeiner von den Teilnehmern hier hatte doch letztens gesagt, auf seinem Twitter-account sammelt er News zu Syrien. Wer war das, ich find den Kommentar nicht mehr?
    danke

  • habkind

    Na endlich melden sich auch neue Blogteilnehmer, die neue Ideen und Informationen einbringen – sehr gut.
    Danke an Alle, die sich hier auch einbringen und die Urlaubspause von apxwn und anderen Teilnehmern überbrücken helfen.

  • Anonymous

    Der Blog schläft offenbar.
    Zur aktuellen Lage um Aleppo, Homs keine detaillierten Infos mehr hier. Enis, Kaumi, Comrade John sind wohl auch im Urlaub.

  • Anonymous

    Auf SpOn laufen gerade Diskussionen bezüglich neuer Waffen der Rebellen, natürlich in einem glorifizierenden Duktus gehalten. Die Deutsche Wochenschau wäre blass vor Neid, ob der Propaganda die in den „freien und unabhängigen Medien“ zu diesem Thema verbreitet wird.
    Daneben fanden sich im Forum zwei sehr interessante links von einigen Foristen:

    http://blogs.telegraph.co.uk/news/concoughlin/100227893/the-west-should-prepare-for-assads-victory-in-syria/

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10198632/Syria-disillusioned-rebels-drift-back-to-take-Assad-amnesty.html

    Scheint, dass hier eine substantielle Erosion des Widerstandes eingetreten ist, wenn es denn stimmen sollte.

    Wer weiß hierzu genaueres?

    • Wenn einer der ärgsten Feindpropagandisten die Lage der syrischen Verteidiger in rosigeren Farben malt, als sie selbst sie ihren Anhängern darzustellen wagen, geschieht das gewiß nicht in der Absicht, eine Niederlage einzugestehen.

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    • Anonymous

      Also wird Ihrer Meinung nach nicht die Niederlage eingestanden, sondern was genau? Bitte klären Sie mich und uns alle doch auf. Meinen Sie, dass damit (indirekt) Propaganda für noch mehr Intervention gemacht werden soll, damit es genau zu dem Niederlagenszenario in der Überschrift des Artikels gerade eben nicht kommt?
      Habe ich das richtig verstanden?

    • Richtig. Die Minimalforderung Coughlins im Namen der imperialen Staatsraison Camerons und Obamas ist, daß Damaskus „befreit“ werde – was mit dem Rest des Landes ist, erklärt er für sekundär.

      Dempseys kürzliche Erklärungen vor dem Kongress laufen auf eine „Weigerung des Pentagon“ hinaus, Maßnahmen zu ergreifen, die das gewährleisten können, denn – wie man aus dem Libyenkrieg weiß – das kann nur die amerikanische Luftwaffe und – im Unterschied zu Libyen – diesmal erforderte es einen Haufen Bodentruppen (all das ist seit eineinhalb Jahren Gemeinplatz im Kongress, dem dazu mehrere militärische STudien vorgelegt wurden.)

      Ich füge etwas hinzu.
      Die „Weigerung des Pentagon“ ist für alle, die sich etwas auskennen, ein Fake. Es ist Obama, dem der Preis zu hoch ist, weil man ihm in Moskau für den Verzicht auf einen konventionellen Krieg gegen Syrien attraktive Angebote gemacht hat, die ihm wohl verläßlich erscheinen müssen. (Dabei ist immer im Hinterkopf zu behalten, daß Obama den „Abzug aus Afghanistan“ wenigstens formell durchziehen muß, wenn der Krieg dort nicht als Totalverlust verbucht werden soll. Zumindest hat er sich mit seinem Ehrgeiz ‚dran gebunden)

      Unter den gegebenen militärischen Gegebenheiten ist nach eigenem Bekunden neben der amerikanischen nur die israelische Luftwaffe willens und auch imstande, die Regierungstruppen aus Damaskus hinaus zu werfen. Hier ist zu beachten, daß Israel in der Position ist, ähnlich vorgehen zu können, wie die NATO im Fall von Tripolis: Es kann glaubhaft die Totalvernichtung der Stadt androhen, a. a. mit z.T. (Libanon 2006) bereits erprobten, z.T. erst kürzlich erhaltenen und vermutlich im Mai bereits einmal eingesetzten „Mininukes“, weil ihm die „Selbstverteidigung“ gegen Vergeltungsschläge, zu denen die SAA tatsächlich imstande ist, auch zu dieser Gelegenheit wieder zugestanden ist; den Verteidigern bliebe nichts, als die Räumung der Stadt in Richtung Homs und Tartus / Latakia.

  • habkind
  • Franz

    Ich möchte Euch bitten in diesem Strang weiter zu kommentieren. Da hier noch nicht soviele Kommentare vorliegen, erübrigt sich das WEITER LADEN Problem und man kann wieder direkt zu den aktuellen Kommentaren gelangen. Ist der Strang dann auch voll, nehmen wir den Nächsten, bis unsere Vodka-Nudel wieder am Start ist :)

    LG