Interna: Sommerloch

Bis mindestens Ende der ersten Augustwoche wird es hier schätzungsweise keine Updates geben. Das gesamte gigantische Redaktionskollegium geht auf allen zwei Rädern in unbezahlten Sommerurlaub. Wie immer gilt: bleibt artig. Die Kommentare bleiben offen; die Einstellungen sind für den Sommer so verändert, dass man auf (fast) alle Beiträge, die jeweils nicht älter sind als 30 Tage, noch kommentieren kann. Schönen & friedlichen Sommer an alle!

 


Update. Hierunter die Schafe von 2013:

schafe_transfagarasan

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Trackback von deiner Website.

  • Chris

    Schönen Sommer! Pass auf dich auf! :) Erhol dich ;)

  • Marcus

    Danke für deine unermüdliche Arbeit! Erhol dich gut :)

  • Franz

    Viel Spass bei der Butterfahrt. Und bei Heizdecken immer misstrauisch bleiben!!!

    LG

  • habkind

    Nimmst du dein Proviant mit oder warum die Schafe auf dem Bild?
    Alles gute für deinen Urlaub.

  • Ein täglicher wünschet auch eine schöne Urlaubsphase!

  • (Tschluldigung)Ein täglicher Mitleser wünschet auch eine schöne Urlaubsphase!

  • Alle dreißig Redakteure auf zwei Rädern? ;-) Ihr werdet ne Menge Schafe sehen draußen im Land. Schönen Urlaub!

  • Anonymous

    Ein schönes Photo. Viel Spass im wohlverdienten Urlaub, irgendwo in Frankreich, Italien oder Spanien?
    Freue mich auf neue Blogs im August! Dike

  • Enis

    Die Kämpfe der Kurden gegen die Terroristen sind im vollen Gange. Die Kurden haben ihre Kontrolle in vielen grenznahen Gebieten ausgeweitet. Die türkische PKK hat ihrer Schwesterorganisation PYD für den erfolgreichen Kampf gratuliert und jegliche Unterstützung zugesichert. Die Kurden nennen haben dieses Ereignis zur „19. Juli Revolution von Rojava“ ausgerufen. Die Autonomie ist eigentlich erreicht und schliesst die Gebiete Hasake, Ra’sulayn, Afrin, Darbasiye, Ayn El Arab, Qamışlo und Tırbe Spiye ein. (PKK-nahe Quellen)
    Für einen syrischen Patrioten wie mich ist diese Entwicklung natürlich schmerzhaft. Schmerzhafter wäre jedoch gewesen, wenn die Ratten dort ein mittelalterliches Emirat errichtet hätten.

    Interessant ist, dass die SAA nicht in die Kämpfe eingreift. Es gibt Gerüchte wonach letzte Woche hohe PYD Funktionäre über den Mukhabarat Gespräche mit der syrischen Führung führte. Danach sollten die Kurden eine dezentralisierte Autonomie zugesprochen bekommen haben.
    Voraussetzung ist, dass alle dort lebenden Minderheiten geschützt und Mitspracherecht bekommen, sowie, dass nebst der kurdischen Fahne die syrische Fahne gehisst werden soll.

    Ich weiss momentan noch nicht genau wie ich die Ereignisse einordnen soll, aber ich bin voll davon überzeugt, dass Assad ein lumpenreiner Patriot ist und seine Entscheidungen immer vorrausschauend im Interesse des syrischen Staates ist. Daher werden wir auf die Weisheit seiner Entscheidungen vertrauen.

    • „Voraussetzung ist, dass alle dort lebenden Minderheiten geschützt und Mitspracherecht bekommen…“

      Es gibt nicht die Spur eines Zweifels, daß sich die Anhänger der PYD gegen die Barzani-Mafia durchgesetzt haben und zukünftig durchsetzen werden. Sie richten allerorts eine kommunale Räteregierung ein, d.h. in den Kommunalräten sitzen obligatorisch Vertreter derjenigen „Minderheiten“, die sich örtlich als Solche organisieren. Für die Beschlußfassung der Ratsversammlungen wird nicht, zumindest nicht überall, Einstimmigkeit verlangt, aber jeder Rat hat die Macht, die Ratsversammlung und damit ihre Funktionäre durch Austritt zu delegitimieren, wenn er meint, die Leute, die ihn entsandten, in diesem Organ nicht mehr vertreten zu können. Dann steht eine öffentliche Auseinandersetzung über die strittigen Fragen und ggf Neuwahl der Räte an.

      Das ist zwar „weniger“ als etwa die kommunale Selbstregierung der Oneida (http://en.wikipedia.org/wiki/Oneida_tribe), die, wie ursprünglich bei allen Irokesen, aber auch Lakota und Verwandten, auf einstimmigen Beschlüssen von Stammesversammlungen beruhten, in denen jeder, der mitentscheiden wollte, ein Vetorecht geltend machen konnte, wenn er das wollte, aber es ist das Beste, was unter der Geltung des Privateigentums zu haben ist. Kommunale Selbstregierung unter tribalen Lebensbedingungen (also nicht prinzipiell und für alle Zeiten) bedurfte der Schenkökonomie http://de.wikipedia.org/wiki/Schenk%C3%B6konomie, um zu „arbeiten“.

    • ich habe irgendwie das gefühl dass im kurdengebiet in syrien alle kurdischen regionalmächte mitmischen, PKK/YPG/Peschmerga.

      kann es sein dass die PKK ihre ausbildung und ausrüstung in den süden gebracht hat seit sie sich zurückziehen mussten? oder wer hat die YPG derartig unterstützt, etwa die syrische armee?

      im lichte der aktuellen ereignisse könnte man kurzfristig betrachtet sagen dass es ein guter deal war… so muss man nicht selbst gegen die islamisten und türkischen soldaten kämpfen (die haben bereits die kurdengebiete durchquert und versucht dort stellungen aufzubauen)!

    • Ja, das ist erstaunlich, nicht? Was den Syrern südlich und östlich von Aleppo in zwei Jahren Krieg nicht gelang, das gelingt den YPG’s zumindest vorübergehend, obwohl sie in Bewaffnung und Zahl dramatisch unterlegen sind, nur über wenige tausend Kämpfer verfügen und örtlich in der Stärke von max. 300 Mann vorgehen. Sind es Übermenschen (Männer UND Frauen!)?
      Daß die kurdischen Frauen mitkämpfen ist schon mal ein ganz wesentlicher Grund, der andere ist, daß die Kurden ihre Ortskenntnis voll nutzen können – woran das wohl liegt? Hä?

      Und:
      Vor wenigen Tagen wurde ich von Enis, Iskander, John für meine Parteinahme für die PYD öffentlich geschlachtet.
      Jetzt hat per Gerücht der „weise Assad“ entschieden, ich darf leben.
      Mal abgesehen davon, daß es zu spät ist, weil die Shabiha mich schon mit Kugeln durchsiebt haben und am Schluß mein Gesicht noch mit ihren Stiefeln „behandelten“ – was erwartet ihr für eine andere Reaktion, als daß ich den Johns usw. UND ihren Mitläufern UND ihrem „weisen Assad“ als der Wiedergänger, der ich nun bin, unbesehen eine Kugel durch den Kopf jage?

    • Anonymous

      Laber nicht rum, T.Gard!
      Die syrische Armee marschiert, und Du kannst nichts dagegen machen.
      Frage mich langsam wenn man Dich so liest, ob Du nicht vielleicht aus einem Kibbuz stammst.
      Das würde Deine widerlichen Postings gegen Präsident Assad und die tapfere SAA erklären.

      Long lives Bashar!

    • „Die syrische Armee marschiert, und Du kannst nichts dagegen machen.“

      Ich kann nichts „dagegen machen“ – wunderbar! Als ob ich das wollte! Selbst wenn Anonymos Zuordnung meiner Wenigkeit stimmte, wäre ich gewiß nicht so bescheuert, mich mit einer Armee messen zu wollen.

      Man sieht hier die Produktivität der Projektion, Anonymos kodiert all seinen Haß auf diejenigen, die über ihn zu seinem Schaden verfügen, in seine Parteinahme. Selbst wenn die syrische Armee den Krieg gewänne, den sie nur in Anonymos Phantasie auskämpft (in Wirklichkeit kämpft sie einen anderen Krieg), verdienten Apxwn, Enis, Kaumi, Iskander, John und wie sie alle heißen, einen Sonderbonus von den Psy-Op-Strategen des Imperiums, weil sie so wunderbar den Haß, die Rancüne, die destruktiven Kräfte der Sklaven zumindest unschädlich, voraussichtlich aber immens nützlich ableiten, nämlich in die bequeme Demoralisation einer für sie persönlich irrelevanten Niederlage, der ihrer favorisierten Mannschaft; ganz wie beim Fußball.

      „Scheißspiel“ – wohl wahr.

    • Comrade John

      @ Anonym
      Gut gesehen.
      T.Gard tritt hier als anti-syrischer Diversant auf. Zuletzt wurde er als pro-kurdischer Nationalist erkannt, nachdem er den Blog monatelang mit Ausführungen über den Nationalismus an sich überzogen u. die anwesenden Nutzer als „Nationalisten“ geschmäht hatte. Sein Motto: Verteidigung des syrisches Staates u. der Bevölkerung gegen westl. instruierte Banden = schlecht weil Nationalismus – Kampf der Kurden für Unabhängigkeit u. Autonomie egal mit welchen Mitteln u. welchen Verbündeten = gute Sache. Da die Etablierung eines kurdischen Gemeinwesens aber ein nationalistisches Projekt ist, zeigt das die inhaltliche Zerfahrenheit der Argumentation T.Gards u. ihn allerdings von seiner wirklichen Seite – als Hetzer per se.

      Wie man sieht steht er nunmehr zu seiner Rolle oder vielmehr Pose (die Pose des pro-kurdischen Nationalisten) u. schreibt neue kleine Hymnen auf die YPG/PYD – welche Rolle er hier spielt ist noch eine andere Sache u. kann wohl nicht zweifelsfrei geklärt werden. Objektiv besorgt er die Geschäfte der imperialen Meute u. ihrer zio. Spezis, die den Staat Syrien am besten loswerden wollen oder danach trachten ihn nachhaltig zu beschädigen. Ein vorläufiges Fazit der verantwortungsvollen Blogtätigkeit dieses Herrn auf ist von mir hier gegeben worden.
      Und wie die neuesten, überaus feindseligen Ergüsse zeigen, suhlt T.Gard sich auch weiterhin in heftigsten Anklagen gegen die syrische Staatsführung u. stellt sich einen Putsch u. eine Spaltung auch der Armee vor – was davon die Folgen für Millionen Syrer wären, denen die SAA u.a. bewaffneten Landeskräfte bislang noch das Leben u. die körperliche Unversehrtheit retten, das kann man sich leicht ausmalen.

      Ähnlich verhält es sich mit seinem Feldzug gegen die angebliche „Militarisierung“ der Nutzerschaft durch den armen apxwn. Ein Schmarrn, der sich am deutlichsten (also für die, die den TG nicht sehr aufmerksam lesen bzw. nur überfliegen) an seinen obigen Gewaltphantasien entpuppt (vgl. TomGard 19. Juli 2013 14:55, zweiter Abs.) sowie auch an dieser Stelle im anderen Strang, seine Botschaft @ Enis.

      Ein bezeichnendes Ding ist T.Gards infantiles Gefasel von den „Quartalen“, u. er ziehe sich nun vom Blog zurück usw.; erinnert einen an Kollegen „Markus“ aka M.S., der ja ähnlich verlautbart aber ebenfalls nie einhält. Welcher normale Schreiber macht sowas?

      In unserer Zeit haben Minusseelen aller Art Hochkonjunktur. So sammeln sie sich auch im Netz u. treten auf das geschundene Land u. seine Leute noch virtuell nach. Man kann es leider nicht verhindern, man kann sich nur selbst treu bleiben u. dafür sorgen, dass man keine von ihnen wird.

    • Aus Anlaß dieses Traktates :)) will ich einen Punkt aus einem der verlinkten Kommentare deutlicher machen.
      Dort heißt es:

      „Und deshalb ist unter diesen Bedingungen jeder patriotische Einsatz eines Soldaten gegen das Bandenwesen, gegen die Söldner, Terroristen und andere Insurgenten ein Kampf für die Restauration der Macht der Baath und der Geheimdienste. Ob er das will oder nicht! Das ist der Kern der Unvermeidbarkeit eines Bürgerkriegs, von der ich weiter oben sprach. Er ist nur zu verhindern, wenn der militärischen Restauration der Zentralmacht eine Entmachtung der Generäle, der führenden Baath-Funktionäre und die Hinrichtung der leitenden Schlächter der Geheimdienste voraus geht.“

      Also nochmal klarer gestellt: Wenn es eine starke republikanische Opposition in Syrien gäbe, die auf Rückhalt bei einem großen Teil der Mannschaften und Funktionsoffiziere der Armee zählen könnte, dann bedürfte es keines der Wiederherstellung der Zentralmacht vorausgehenden Putsches. Dann könnten die Kräfte der Restauration und des republikanischen Widerstandes Seite an Seite kämpfen und jede Seite mit ihren eigenen Berechnungen darauf setzen, sich nach dem Sieg gegen die andere durchsetzen zu können. Die alte „Mannschaft“ könnte zumindest darauf zählen, sich ziemlich schadlos aus ihrer Vorkriegsrolle verabschieden zu können.

      Doch in Syrien besteht der republikanische Widerstand gegen die Restauration gewissermaßen nur aus einem Mann und einer unbekannten, aber sicher eher nicht so bedeutenden Zahl von heimlichen Unterstützern. Ich rede vom Präsidenten, der sich in allen seinen Reden sehr deutlich dazu ausspricht, aber natürlich keinen echten „Klartext“ reden kann, dann würd man ihn einfach einsperren.

      Deshalb gibt es keine zählbaren Aussichten auf eine Entmachtung der Geheimdienste und der führenden Militärs nach einem „Sieg“, der nicht zu haben ist, dafür aber sehr wohl eine Konsolidierung der Regierungsmacht in den wichtigsten urbanen Zentren, zumindest südlich von Hama oder Ar Rastan. Deshalb müßte das häßliche Mittel öffentlicher Exekutionen der übelsten Täter her, um die Bürgerkriegsfront im Krieg zumindest um den Teil zu bereinigen, der nicht auf sektiererischer Verhetzung beruht. Und den halte ich just in den Vorstädten, um die es in dem Kommentar ging, in den Reihen der urbanen Depravierten, für sehr groß. Auch die Kriminellen, die Mafia und das Schmugglerwesen wären plötzlich entpolitisiert!

      Natürlich sind das theoretische Erwägungen, die bestenfalls dazu taugen, einem gutwilligen Leser vorzuführen, wie man stumpfe, sklavische Parteinahme für eine Kriegspartei vielleicht durch was Bessres und v.a. Nahrhafteres ersetzen könnte.
      John führt vor, auf welche Art von Widerstand sowas bei Leuten trifft, deren Politisierung mit der Entwicklung eines (staatspolizeilichen) Polizeistandpunktes geendet hat.

  • Franz

    Was soll ich dazu noch sagen?
    Bitte bestätigt mir, dass das nur Geblubber ist.

    USA erwägen Einsatz von Waffengewalt in Syrien

    Ein Generalstabschef wird vom US-Kongress befragt. Ergebnis von Dempseys Ausführungen: Obama diskutiere einen Angriff auf Syrien, alle Optionen lägen auf dem Tisch

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-07/syrien-usa-martin-dempsey

    • Ich bin da ‚dran, wird ein langer Artikel, der vllt. erst Sonntag fertig wird.

      Vorab ein paar Links.
      Der Businessinsider stellt die Sache schon fast ins rechte Licht:
      http://www.businessinsider.com/dempsey-comments-on-syrian-war-2013-7
      Dazu hat man allerdings den enthaltenen Links zu folgen, v.a. diesen:

      Die AP-Version von Richard Lardner, der Dempseys Äußerungen in folgenden Zusammenhang stellt:
      „To avoid getting drawn deeper into Syria’s civil war, administration officials have pointed to the U.S.-led invasion of Iraq in 2003 as an example of what can go wrong when America’s military becomes involved in Middle East conflicts.
      „We’ve rushed to war in this region in the past. We’re not going to do it here,“ Obama’s chief of staff, Denis McDonough, said Sunday on CBS‘ „Face the Nation.“

      und das von Phil Sands promotete und vom BI aufgenommene Gerücht, die FSA habe vom CIA im Namen Obamas den Befehl erhalten, zuerst die Al Nusra- al Qaida- Leute zu erledigen, bevor sie sich wieder dem Regime Change widmen:
      http://www.businessinsider.com/us-told-syrian-rebels-to-fight-nusra-2013-5

      Weiter stehen zwei Meldungen aus dem UK im direkten Zusammenhang mit dem Trumm:
      http://www.reuters.com/article/2013/07/19/us-syria-crisis-britain-idUSBRE96H16K20130719
      http://www.reuters.com/article/2013/07/18/us-syria-crisis-britain-idUSBRE96H0HC20130718

      Schließlich hat man noch zu beachten, daß der angebliche israelische Angriff auf Latakia zur Vorgeschichte der Sache gehört, wahrscheinlich auch im direkten, d.h. persönlichen Zusammenhang mit den Protagonisten:
      http://tomgard2.blog.de/2013/07/15/israelischer-angriff-latakia-yakhont-affaere-16240280/

      Dazu beachte man, daß Dempseys Äußerungen in paradoxer Weise von der israelischen Tageszeitung Maariv vorweg genommen wurden. Darin ist das propagandistische Manöver fast schon klar zu erkennen:
      http://www.almanar.com.lb/french/adetails.php?fromval=1&cid=18&frid=18&eid=121230

      Schließlich sei noch die Polemik „Putin Rootin‘ Barack“ erwähnt:
      http://www.zerohedge.com/contributed/2013-07-18/putin-rootin%E2%80%99-barack
      deren metaphorischer Aufriss eine Erklärung dafür enthält, warum RT den Vorgang propagandistisch verzerrt, indem es ihn aus dem Zusammenhang des Kongress-Hearings entfernt:
      http://rt.com/usa/dempsey-syria-us-assad-268/

      Summe: Die Lage läuft auf eine Ermächtigung der IAF zu einem vernichtenden Luftschlag gegen die syrische Regierung oder Militärstandorte im Raum Damaskus zu, die für die Zionisten in dem Maße verpflichtend wird, wie die SAA dort die Oberhand gewinnt (vgl. meine Bemerkungen im letzten Thread), ob das nun von allen Protagonisten bewußt so betrieben wird, oder nicht.

    • ich ignoriere den schiet mittlerweile. soll doch allen klar geworden sein dass die „friedenspartei“ in der USA gewonnen hat (Obomber und sein Brzezinsky).

      die ratten essen sich gegenseitig auf, und die kurdischen milizen verteidigen ihr gebiet gegen islamisten und türkische soldaten, währenddessen ist die ideologische schlacht homs praktisch gewonnen.

      was mich ein wenig auf die folter spannt sind die vielen soldaten im norden bei aleppo und raqqa die immer noch keine vorstöße machen. auf was wartet man?

      mittlerweile ist aber idlib mitsamt des umlands ca. 90% unter kontrolle der regierung. weiter so!

    • Nobilitatis

      Ich gehe eher davon aus, dass man die Kräfte weiterhin im Gebiet Damaskus-Homs-Idlib beschäftigt. Wenn man einmal diese verhältnismäßig leicht abzuriegelnden Gebiete „gesäubert“ hat, werden gewaltige Kräfte frei, die für offensive Handlungen benötigt werden. Und im Zuge dessen hat man im Umland von Aleppo genügend Raum gewonnen, den man für Offensiven braucht, einschließlich der Versorgung. Die Verteidiger von Aleppo und Raqqa (und Deir ez-Zor) werden wieder unterstützt, so dass die Rebellenkräfte dezimiert werden können.
      Die anstehenden Auseinandersetzungen zwischen FSA und al Nusra werden so kaum gestört. Eventuell gibt es in noch von den Rebellengruppen besetzten Landesteilen irgendwann eine „Erweckungsbewegung“ der Stämme, die sich dann in nationale Strukturen integrieren ließe.
      Die Aktivitäten der Kurden waren strategisch absehbar und deren Unterstützung durch das Versprechen der Teilautonomie folgerichtig. Es fehlen noch militärische Aktionen zur Kontrolle der Ölfelder.
      Regionalstrategisch könnte ein Bündnis der Kurden in Syrien mit PKK UND irakischen Kurden, vielleicht unter Ergänzung durch iranische Kurden (darüber sollte der Iran mal nachdenken) die türkische Seite vor sich hertreiben. Immerhin wollen die türkischen Wähler den Frieden, und dieses Versprechen nagelt Erdogan fest.

  • Anonymous

    Die neuerlichen Entwicklungen in den kurdischen Gebieten Syriens in zusammenhang mit dem Führungswechsel an der KCK-Spitze

    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/07/turkey-erdogan-gul-problem-president.html

  • LeChevalier

    Aleppo hat noch Zeit. Man wartet auf einen Wink aus Russland.

  • John hat recht, ich sollte mir einen bezahlten Job suchen. Vielleicht so wie Wladimir van Wilgenburg und Andrea Glioti, beide halboffizielle CIA-Affilés, die jetzt gegen die PYD und die YPG’s dieselbe „Nummer“ abziehen, wie vor zwei Jahren gegen die syrische Polizei und Armee.

    Ein kleiner Konvoi der YPG, mit einigen Dutzend Kämpfern, Frauen wie Männern, will nächtlich einen Ort durchqueren (Amuda). Es gibt einen Auflauf, was gut und richtig ist, die Besatzung des Konvois ist nicht per se, durch ihre Bewaffnung, ausgewiesen und legitimiert. Plötzlich werfen einige Jugendliche aus der Menge Steine auf den Konvoi. Es gibt einen Aufruhr, der die Menge anschwellen läßt. Unbewaffnete aus dem Konvoi versuchen zusammen mit Anwohnern die Menge zu beruhigen und dem eingekesselten Konvoi die Passage zu ermöglichen. Als dies gelingt, wird der abziehende Konvoi aus der Richtung der Menge beschossen, ein Kämpfer tödlich getroffen. Aus dem Konvoi, dessen Besatzung unentwegt Warnschüsse in die Luft abgegeben hatte, wird zurück gefeuert, es ist unklar, in welchem Umfang. Gewiß ist, daß es in der in den Angriff passiv verwickelten Menge einige Verletzte und Tote gab.

    Im Laufe des Tages durchsuchen YPG-Kommandos Häuser, darunter Aufenthaltsorte bekannter und bekennender Feinde der PYD, führen Befragungen durch, um die Provokateure zu identifizieren und dingfest zu machen. Es werden Computer, Mobiles und Schriftmaterial konfisziert und gesichtet, Leute zur Befragung abgeführt und wieder entlassen. Mindestens ein Beerdigungszug wird von der örtlichen YPG schärfstens bewacht, die Anwohner mit Warnschüssen hindern, ihn zur Szene eines erneuten Aufrufs anschwellen zu lassen.
    Um die Nachbereitung des Vorfalls werden die schon bekannten Legenden gesponnen.

    Das geschah am 27. Juni. Am 1. July folgte, wie gehabt, die Legitimation der Provokateure durch Patrick Ventrell vom US-State Department, :
    http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/07/211430.htm
    Sie erschien zeitgleich mit dem sorgfältig temperierten Hetzartikel Andrea Gliotis in „al Monitor“:
    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/07/syria-kurds-pyd-amuda-protest.html
    So ist der Verdacht nicht nur erlaubt, sondern zwingend, daß auch die Blockade eines nahe gelegenen Wasserwerkes durch unidentifizierte Kämpfer, die den YPG-Konvoi nach Amuda lotste und in die beschriebene Lage manövrierte, von CIA-affilierten türkischen Agenten gestaged worden ist.
    (Fortsetzung zur aktuellen Abicht der Machenschaften)

  • Die aktuelle Absicht geht aus dem Artikel von Wilgenburg hervor
    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/07/syria-kurds-pyd-amuda-protest.html
    Der Plan der PYD, in den kurdisch dominierten Bezirken eine Übergangsregierung unter Beteiligung aller organisierten Kräfte, also auch der ihr feindlichen Gruppierungen und der inzwischen von FSA-CIA bewaffneten und zusammengestellten Banden („Jugendgruppen“) zu schaffen, der solche Vorfälle zur Evaluation vorgelegt werden können, soll unbedingt sabotiert werden. Denn aus einem solchen Gremien könnten sich die Barzani-Türken und andere Gegner der PYD nicht schadlos absentieren oder verabschieden, wie aus dem Höchsten Rat, der keine legislativen oder exekutiven Befugnisse hat.

    Das zugehörige politische Manöver besteht darin, daß die Barzani-Türken die PYD-Initiative ostentativ mißverstehen, und sie behandeln, wie eine Initiative zur Schaffung einer Separatistenregierung. Sie geben vor, sich notgedrungen und unter Kritik an einer Autonomieregierung beteiligen zu wollen, die die PYD gar nicht anstrebt. Aus politischen, nicht aus aus taktischen Gründen, wie ihre Gegner und Feinde, denkt man in der PYD nicht entfernt an die Ausrufung eines autonomen Staates. Doch ihre Vertreter haben sich nun den Mund fusslig reden, dieses Gerücht zu zerstreuen.

    Das Resultat war absehbar und wird den Ausgangspunkt für den künftigen Separatkrieg des Imperiums in Westkurdistan bilden: Die PYD und die ihr angeschlossenen YPG’s werden politisch und militärisch gezwungen, als usurpatorische Ordnungsmacht aufzutreten. Das türkische Außenministerium hat die PYD (!!, nicht die YPG’S) daher schon in einer offiziellen Verlautbarung zur „separatistischen Terrororganisation“ erklärt.

    Es wird nun auf die Klugheit und Überzeugungskraft jedes einzelnen sozialrevolutionären Kämpfers und Aktivisten ankommen, die Pläne und Machenschaften der mit der CIA affilierten Türken, die durch Russland (bislang zumindest) stillschweigend gedeckt werden, zu durchkreuzen und während dieser Arbeit nicht den Terrorangriffen der türkischen Agenten und ihrer Söldner zum Opfer zu fallen.

    • PS: Einen Teil der Polemik weiter oben, in der ich mich auf die militärische Durchsetzungskraft der YPG’s bezog, habe ich im Lichte dieser Kurzanalyse zurück zu nehmen. Zumindest aktuell und teilweise sind die Erfolge gegen Al Nusra und die mit ihnen paktierenden FSA-Banden wahrscheinlich darauf zurück zu führen, daß einige der gegnerischen Gruppierungen in die türkisch-amerikanischen Planungen eingeweiht waren und keinen ernsthaften Widerstand leisteten. (Dabei wurden Türken und Amerikanern gleich ein paar ihnen lästige Qaidas kostenlos vom Hals geschafft.

      Man will West Kurdistan nicht mit einer voraussichtlich unerhörten Schlachtorgie erobern, während der vielleicht ein Viertel der Einwohnerschaft ermordet oder vertrieben werden müßte, sondern man will den Ruf und die Unterstützung, die die PYD und die YPG’s in der Bevölkerung genießt, terroristisch erodieren und am End untergraben: Die Verteidiger der Kommunen sollen unter dem Druck des künftigen Terrors zu einer Belastung für sie werden.

  • habkind

    Auf der Facebook-Seite von HNN ist heute ein Artikel erschienen, über die beabsichtigte provisorische Autonomie, die während der jetzigen Unruhephase etwas Ruhe in Nordsyrien bringen soll. Auf der angefügten Karte geht dieses Gebiet über den gesamten nordsyrischen Bereich einschl. Gebiete des Gouvernat Aleppo bis an das türkisch besetzte Hataly.
    Der Kommentator von HNN sagt, das dass ganz von der syrischen Regierung überwacht wird.
    Möglich, dass das ein Möglichkeit ist, die Kurden schlußendlich endgültig gegen die Rebellen zu bringen. Vielleicht hat es sogar, wie einer auf diesem Blog berichtet hat, schon Gespräche mit der Regierung in Damaskus hierzug gegeben, dass eine wie auch immer gearteten Teilautonomie oder Gouvernat „Kurdistan“ es in Zukunft geben wird.
    Der größte Teil der Kurden will anscheinend in Syrien verbleiben, jedoch mit mehr Eigenständigkeit.

  • habkind

    Auf Heise.de vor 2 Tagen hat ein Bericht versucht zu erklären, warum ein Aufstand in Syrien stattgefunden hat. Der Bericht bezieht sich auf zwei Autoren (José Ciro Martínez und Bassam Haddad), die der Meinung sind, dass die Verarmung der Landbevölkerung durch eine Klientel-Wirtschaftspolitik der Zivilwirtschaft verursacht wurde und den Aufstand begünstigt haben. Ähnlich wie TomGard (TomGard würde hier den Begriff „Stände“ gebrauchen), gehen auch diese Autoren davon aus, dass der Aufstand von der Bevölkerung ausging und später durch Nato-Länder und Golfstaaten beflügelt wurde.
    Der Bericht von Heise.de lässt sich meiner Meinung nach aber verständlicher lesen als die Erklärungen von TomGard.
    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39543/1.html

    Das mag in deren Argumentation plausibel klingen, wenn man davon ausgehen würde, dass die Bevölkerung aufbegehrte. Anders wäre es – und die Argumentation würde meiner Meinung nach vollkommen zusammenbrechen -, wenn der Aufstand garnicht von der Bevölkerung ausging, sonder von Provokateuren verursacht und befeuert wurde.
    Und wenn seit Jahren in Behörden, Militär und Regierung Schläfer sitzen, die aktiviert werden und innerhalb von wenigen Wochen aus einem lokalen (manipulierten) „Aufstand“ mit ausländischer Hilfe dann eine manipulierte Rebellion losbrechen lassen. Dazu wurden schon seit Jahren Waffen in ausgehobenen Tunnel gelagert und ausländische Spione und Offiziere haben im voraus geplante Aktionen ausgeführt, um die die Regierung und die Sicherheitskräfte zu falschen Reaktionen zu provizieren.
    Natürlich gab und gibt es in Syrien Unzufriedene – zu recht pochen sie auf ihr Recht.
    Mit der gleichen Taktik würde man in fast allen Ländern eine „Rebellion“ entfachen und einen Bürgerkrieg losbrechen können – auch in Deutschland.

    • Comrade John

      Sieh‘ mal im Netz auch nach, wer Martinez und Haddad (über ihn, Professor an der jesuitischen Georgetown University*, gibt’s besonders viel zu lesen) sind.
      Die müssen ihrem Publikum, die links-liberale Intelligenzia, natürlich was erzählen. Am besten was Soziales, denn dieses säkulare Publikum kann sich mit Islamisten u. Terroristen erst recht nunmal nicht anfreunden. Erzählt man ihm (dem Publikum, der Zielgruppe) aber die Story von der sozialen Ungerechtigkeit, kann es sich für den imperial inszenierten Regime change in Syrien mehr erwärmen – also ein Fall für die Krokodilstränendrüse.

      Entschuldige, wenn das jetzt salopp klingt.

      Aber Klassenunterschiede, Ausbeutung, soziale Gegensätze, Armut usw. gibt es weltweit u. können ja kein Grund sein auf Syrien Banden loszulassen, deren Zusammensetzung u. Herkunft noch Schlimmeres verheisst als den normalen Überlebenskampf in einem kapitalistischen System. Und sie können auch für Aussenstehende kein Grund sein dem Regime change unter falschen Vorzeichen irgendeinen guten Geschmack abzugewinnen.
      Gebe „nebenbei“ mal zu bedenken, dass es aus Syrien ab 2011 keine Quellen gibt, die die These der sozialen Verwerfungen gestützt bzw. daraus Forderungen abgeleitet haben, beispielsweise der dubiose „Syrische Nationalrat“ (SNC).

      Das Imperium ruft selbst alle sozialen Missstände hervor, benutzt div. politische Bewegungen als soziales Ventil u. erreicht am Ende die grössten strategischen Ziele (die Lösung der sozialen Frage zählt natürlich nicht dazu!), ohne selbst aus der Deckung hervortreten zu müssen. Ein klassisches Beispiel war der deutsche Nationalsozialismus u. der italienische Faschismus der 20er bis 40er Jahre; für die Finanzierung sorgten us-amerikanische Bankster, die politisch-gesellschaftliche Inthronisierung von Führer u. Duce besorgte die röm.-katholische Kirche.

      Das Imperium benutzt heute im arabischen Kulturraum die Muslimbruderschaft als Hebel für den Regime change, eine hundertprozentige Gründung des brit. MI6 im kolonial beherrschten Ägypten, mit deren Hilfe später auch schon Nasser, Hafiz al-Assad u.a. unerwünschte arabische Nationalisten bekämpft wurden.

      * Ein Blick auf die Absolventen der Universität Georgetown, wichtige Kaderschmiede des Imperiums; auch Bill Clinton ist dabei…

    • Comrade John

      Aufstand der Bevölkerung aus sozialen Gründen?

      Syrien stand schon länger auf der „Agenda“ des Imperiums, mind. seit 2003 nannte die US-Administration Syrien einen „Schurkenstaat„.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-position-neuer-schurkenstaat-syrien-a-265925.html

      Doch zurück zur oben angeschnittenen mutmasslichen Rolle der Muslimbruderschaft im Dienst global tätiger Eliten.

      Über den Kampf gegen den Ableger der Muslimbruderschaft in Syrien in den 70er Jahren berichtet Bashar al-Assad:

      “Syrien hat sehr viel Erfahrung mit der Moslembruderschaft. Wir wissen, wie wir mit ihr umzugehen haben.

      Die erste Auseinandersetzung mit ihr fand 1964 in Hama statt, aber der eigentliche Konflikt begann 1976, als sie anfingen, Lehrende an Universitäten umzubringen, Ärzte und andere.

      Zwischen 1976 und 1977 wussten wir nicht, wer dahinterstand. Es hätten eventuell die Palästinenser sein können, weil wir 1976 im Libanon auf der Seite der Christen interveniert hatten. Aber schon bald fanden wir heraus, dass es die Moslembrüder waren. Mein Vater trat dann mit ihnen in Verhandlungen über eine mögliche Regierungsbeteiligung ein. Sie lehnten nicht ab, sagten aber, dass sie das diskutieren wollten. Aber sie setzten ihre Morde fort, während sie darüber nachdachten. Schließlich hatten sie nicht vor, die Macht zu teilen, sondern sie wollten die Macht ergreifen, um Syrien in eine islamische Republik zu verwandeln.

      Wir brauchten drei Jahre (1976 bis 1979), um ihre Ideologie zu verstehen, was sie wollten und was sie dachten. Es gab auch viele Syrer, die mit ihnen sympathisierten, weil sie sie als echte Muslime ansahen. Aber sie waren nicht für den Islam. Die Leute waren naiv, das anzunehmen. Wir traten ihnen dann 1979 entgegen. Hätten wir das 1976 getan, wären wir nicht erfolgreich gewesen.

      Es war eine schwere Zeit, noch schwerer als die, die Nasser mit ihnen hatte, denn mein Vater hatte nicht so viel Einfluss wie Nasser zu der Zeit, und wir standen unter Druck und waren in der Region ziemlich isoliert.”
      Quelle: David W. Lesch, ‘The New Lion of Damascus’, Yale University Press 2005, S. 45.
      – gefunden bei Elsässers Blog, # von schnehen am 05. Juli 2013 – Danke, schnehen.

      Anm.: Der syrischen Muslimbruderschaft wurde 1982 in Hama der Kopf u. die Glieder abgeschlagen – dreissig Jahre später war sie leider wieder da.

      Zur Erinnerung: Der „Arabische Frühling“ in Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien – eine Urheberschaft und ein Werk: http://euro-med.dk/?p=22122

    • habkind

      Mit der Argumentation von Hadad und Co, manchmal auch von TomGard (immer vorausgesetzt, ich habe ihn richtig interpretiert), hätten allein dieses Jahr regime-change in Brasilien, Portugal, Spanien, Griechenland, Bulgarien, … stattfinden müssen.
      Die Touristen-Rebellen kämen gar nicht mehr nach und würden mit der Zeit wohl den Überblick verlieren, wo so noch für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfen müssten.

  • TomGard

    Habkind,
    Im zweiten Abschnitt Deines Kommentars reagiert Du auf die Formulierung, daß „der Krieg sich aus einem Aufstand … entwickelt habe“ in dem Satz:

    „Wer (den) Fokus auf Waffenlieferungen, geopolitische Interessen und dem Hauptschlachtfeld der Dschihadisten (lege,) ignoriere, dass der Krieg sich aus einem Aufstand gegen eine jahrzehntelange wirtschaftspolitische Verarmungspolitik einerseits und zementierte Günstlingspolitik anderseits entwickelt habe …“

    Die Formulierung ist doch offenkundiger Quatsch, nicht wahr? Sie hat kein Subjekt, das grammatische Subjekt gibt es nicht: Kein Krieg kann „sich entwickeln“, er wird von Subjekten, die namhaft zu machen sind, mit Zielen erklärt, die anhand der Kriegshandlungen zu identifizieren sind, und in Verfolgung von Zwecken, die sie manchmal nennen, manchmal nennen wollen, aber nicht können, sondern nur Vorwände und Anläße vorbringen, die sie oft auch verbergen und tarnen, die aber jedenfalls erkennbar bleiben, wenn dazu auch oft beträchtliche Mühe aufzuwenden ist. Kein Mensch handelt als ein Organ übergeordneter Verhältnisse und Zusammenhänge, wie es mit dem falschen Subjekt „der Krieg“ suggeriert werden soll.
    Die kriegerischen Handlungen solcher Subjekte zielen grundsätzlich entweder darauf

    (1) die Souveränität einer bestimmten Staatsgewalt zu brechen. Oder:

    (2) gleich das Staatswesen, das den Machthabern die Mittel ihrer Souveränität an die Hand gibt, zu zerstören.

    Subjekte, die (1) gern hätten tun wollen gab es in Syrien zu Hauf. Der Artikel führt einige der Ursachen * dafür an, die ich in verschiedenen Postings alle praktisch gleichlautend genannt habe.
    Gewollt hätten viele schon gern, aber gekonnt und getan haben sie nicht! Und das lag nur bedingt an der Terrorherrschaft des Militärs und der Geheimdienste, was man daran sieht, daß, als die Unruhen einmal entfacht waren , niemand aus den aufrührerischen Kreisen mit einem Plan, einer Agenda, einer Strategie hervor zu treten vermochte, die geeignet gewesen wären, die Rebellion der Straße** in eine zweckgeleitete und zielbewußte Aufstandsbewegung überzuleiten.

    Einige ausgewählte Gründe für diesen Ausfall einer Aufstandsbewegung i.e.S., die zum Teil zu den o.a. Ursachen und Motiven ziel- und machtloser Rebellion(sgelüste) hinzu traten, nennt José Ciro Martínez, der sich in seinem Papier bekennend, wenngleich nicht wörtlich „geständig“, als Erkunder des Imperiums und seiner Geheimdienste vorstellt. Das lohnt sich schon deshalb zu lesen!

    Aber wir können diesen ersten Punkt erst einmal mit dem Fazit schließen, daß die im Heise-Artikel namhaft gemachten Ursachen den Krieg nicht erklären, als dessen zumindest teilweise Erklärung sie vorgestellt werden, weil sie allenfalls Motive für einen Putsch abgeben, kaum für eine prinzipielle Kriegserklärung nach (1), geschweige einen vernichtenden Angriff nach (2).

    Fortsetzung folgt.

    * Ursachen sind keine Gründe. Das weiß eigentlich jeder, der eine Ursache benennt, weil er damit nicht angibt, warum sie eine bestimmte Folge hat nach sich ziehen müssen, und folglich nach sich gezogen hat. Solche Notwendigkeit ist die einzige Quelle von Wissen (nicht zu verwechseln mit religiöser Gewißheit), auf die Tat-Sachen zu starren erlaubt allenfalls, zweckmäßige und komfortable Narrative zum unerkannten Zusammenhang zu erfinden.

    ** Die richtet sich gegen die letzte und allgemeinste Bastion einer Ordnungsmacht, deshalb ist sie die erste, die angegriffen wird. Hier liegt das Übergangsfeld von Kriminalität und Rebellion, das in Syrien eine maßgebliche Rolle spielte. Diesen Faktor, den ich oftmals genannt und betont habe, läßt der Artikel aus.

  • TomGard

    Weiter @ Habkind
    Dein Kommentar faßt im ersten Absatz den Gegenstand des Heise-Artikels rationeller zusammen, als sein Autor Pany es tut:

    Der Bericht bezieht sich auf zwei Autoren (José Ciro Martínez und Bassam Haddad), die der Meinung sind, dass die Verarmung der Landbevölkerung durch eine Klientel-Wirtschaftspolitik der Zivilwirtschaft verursacht wurde und den Aufstand begünstigt haben.“ (Herv. TG)

    Begünstigt, ja, das ist mit Fug zu sagen. Doch, wie ich im ersten Teil erklärt habe, nennst Du, darin Pany folgend, das Begünstigte falsch: Es gab Aufruhr, Unruhen, Rebellionen gegen die Staatsordnung und Staatsmacht, aber keinen Aufstand i.e.S.

    Vordergründig könnte man den Anteil der Muslimbrüder an den Unruhen zum Aufstand erheben, ich werde später erklären, warum das m.E. nichts taugt.

    Dein Satz, Habkind:
    „Ähnlich wie TomGard … gehen diese Autoren davon aus, dass der Aufstand von der Bevölkerung ausging und später durch Nato-Länder und Golfstaaten beflügelt wurde.“

    stimmt für die Autoren, aber nicht für mich, und ich habe auch nie etwas anderes behauptet, sondern wiederholt betont, die internen Gründe für den Kriegsverlauf in Syrien gäben den Boden, das Reservoir der äußeren Aggression ab.

    Das sieht Assad genau so, ich zitiere aus dem Al-Manar-Interview:

    Many Syrians were deceived at the beginning. Many friendly countries did not realize the problem. Internally, it wasn’t possible to act in the same way while there wasn’t consensus about a certain cause. … There was support in some regions for the militants, and I assure to you that was not the result of a lack in patriotism, but a lack of awareness. There are many stories about individuals who submitted to terrorist groups thinking it was a revolution on the negativities. This support shifted and many militants left these groups and went back to their normal lives; this is the basic reason (for the change in balance of power, TG).

    „Lack of awareness“ halte ich für eine furchtbare Verzerrung und Vernebelung der ungenannten Gründe für den Kriegsverlauf, aber das ändert nichts an der identischen Auffassung vom Zusammenwirken zwischen Intervention und dem Potential in Syrien, auf das sie mit bedingtem Erfolg rechnete. Es ist an der Stelle festzuhalten, daß die Intervention scheiterte. Sie erreichte ihr Ziel nicht und ist derzeit weiter von diesem Ziel entfernt, als vor einem Jahr, wie Assad im selben Interview nüchtern erzählt. Doch der Krieg wurde deshalb nicht beendet.

    Fortsetzung folgt

  • Weil ich grad bei nämlichem Interview war, erlaube ich mir eine Abschweifung vom engen Thema:

    Der gescheiterte, aber fortgesetzte Krieg kann von der syrischen Seite nicht beendet werden. Auf dafür gibt es externe und interne Gründe, aber für den Moment will ich nur darauf hinweisen, daß Assad dies Unvermögen eigentlich unmißverständlich kund getan hat, allerdings mit Formulierungen, die Anhängern wie internen Feinden unwiderstehliche Mauselöcher einräumen, sich nach Geschmack darüber zu täuschen. Der Feind der „syrischen Nation“ – dessen, was sie in Assads Lesart ist und sein soll – sei immer noch Israel, viele hätten das vergessen, sagt er, und:

    „Today, we are relying upon those fighters (der Hezbollah) to remind the Arab peoples or the Arab people – through their achievements – that our enemy is still in the same place. Moreover, as for my confidence in victory, if we didn’t have confidence in victory, we wouldn’t have had the ability to remain steadfast and continue in the battle after two years of international and global aggression. It … is an international war launched on Syria and on the resistant approach, for this our confidence in victory is definite.“

    Die Rede von „Sieg“ ist ein Etikettenschwindel: Genauso, wie die Hezbollah im Libanon und aus eng verwandten Gründen, werde sich der Widerstand gegen die Usurpation Syriens behaupten können, lautet die Versicherung nüchtern hingeschrieben.

    Im nächsten Teil wieder zurück zur Sache im engeren Sinn.

  • xyz2107

    Die Syrienpolitik der Nato-Staaten ist fulminant gescheitert. Die der Türkei und Frankreich mehr als die Deutschlands.
    Grund: Das Verhalten Russlands.
    Die Rolle Israels dabei ist und bleibt unklar.

    http://kenfm.de/blog/2013/07/07/karin-leukefeld/

    „Karin Leukefeld ist Journalistin und Auslandskorrespondentin, doch ihre Arbeitsweise gleicht der eines Tierfilmers. Sie beobachtet ein komplexes Gebilde, nämlich die Bevölkerung eines Landes, über einen längeren Zeitraum, mischt sich unter die Leute, um eine genaue Witterung aufzunehmen, wobei ihr meist das Beherrschen der jeweiligen Landessprache zugute kommt, um erst dann eine Analyse zu wagen. ….“

  • TomGard

    Ich wiederhole aus dem ersten Teil:
    Kriegerische Handlungen zielen grundsätzlich entweder darauf

    (1) die Souveränität einer bestimmten Staatsgewalt zu brechen. Oder:

    (2) gleich das Staatswesen, das den Machthabern die Mittel ihrer Souveränität an die Hand gibt, zu zerstören.

    Von dem Potential für (1) war schon die Rede. Subjekte die (2) oder (1) gewollt und betrieben haben, („oder“ i.S. v. „wenn nicht das eine, so das andere) gab es im Vergleich zum rebellischen Potential vergleichsweise wenig. Dazu zählten:

    – abtrünnige Angehörige der administrativen, der kommerziellen und intellektuellen Eliten. Ein Analyst des Imperiums sprach gesondert von Angehörigen des syrischen „deep state“, dazu später vllt. mehr.
    – Sunnitische Kleriker und ein recht enger Kreis ihrer Gefolgschaft.
    – Ein großes, gemessen an der Gesamtbevölkerung freilich kleines Heer erbitterter, zuschanden gefolterter Opfer des staatlichen Terrors.
    – „drop-outs“, Lumpen, die ich nicht so nenne, um sie herabzusetzen (welch ein Zynismus wäre das!), sondern weil sie von der Baath-Herrschaft im Zuge der (teilweise systemisch erzwungenen) Umgestaltungen der letzten zwei Jahrzehnte tat-sächlich zum Abfall des sogenannten „sozialen Gewebes“, der Infrastruktur der Herrschaft geworfen wurden. Dazu zählen Teile der kriminellen Szenen, besonders die Schmuggler und Schwarzhändler, darunter Mafiaorganisationen und Privatarmeen etlicher Angehöriger der kommerziellen Elite.

    Angehörige der ersten drei Gruppen waren zum Beginn der Unruhen in beträchtlichem Umfang vom Imperium angeworben bzw. handelten unwissentlich im Auftrage seiner Agenten. Es stand und steht nachlesbar im Plan der Angreifer (Field Manual US Army for „Unconventional War“), daß die Angehörigen der vierten Gruppe den Untergrund bilden würden, aus dem heraus erstere handeln und Gefolgschaften gewinnen würden.
    (Schon wieder ein Umbruch fällig)

    • Anonymous

      „Kriegerische Handlungen zielen grundsätzlich entweder darauf:
      1. ….
      2. …“

      Das wichtigste haben Sie vergessen:

      3. Brechung des (Verteidigungs-) Willens der gegnerischen Bevölkerung
      durch Massenmord an der Bevölkerung und Zerstörung ihrer
      Lebensgrundlagen….

      „Modus des sich-abfindens mit allen kriegführenden Parteien.
      Der ist erklärungsbedürftig“

      Ganz einfach: Pasivität als kollektives Grundmuster

    • TomGard

      Der Punkt nennt kein Ziel, sondern ein Mittel. Aber es stimmt, ich hätte ihn erwähnen sollen. Der strategische Angriff auf Homs im Frühjahr 2012, der sich dieses Mittels erstmals in großem Umfang mit dem Ziel bedient hat, das syrische Staatsgebiet in drei bis fünf Teile zu zerlegen, stellte klar, daß die Fraktion im Imperium, die ihn organisiert und die Kämpfer dazu entsandt hatte, an (1) nicht interessiert war, daher auch nicht an „Regime-Change“, sondern die Vernichtung des syrischen Staatswesens betrieb und daher gegen jede interne Opposition genauso stand, wie gegen die loyale oder passive Bevölkerung – es sei denn, man wollte die Wirrköpfe, die an das Ziel, ein Emirat gegen die „Ungläubigen“ zu errichten, ernstlich glauben wollten, zur „Opposition“ zählen.

      Allerdings vertieft dies das Rätsel dieses Krieges, nicht wahr?

      Und es verkompliziert seine Auflösung. Nicht ohne Absicht peitschte Assad, nachdem die Armee deutlich gemacht hatte, daß sie im Notfall die ganze Stadt in Schutt und Asche legen werde, um diesen Angriff zu vereiteln, und für ihr Vorgehen im Großen und Ganzen Billigung fand, die Wahl und Verfassungsänderungen durch. Die Antwort bestand in „Houla“, einer Serie von Attentaten auf Lehrer, Techniker, Ingenieure, Ärzte und Kulturarbeiter, sowie Massakern an alavitischen Familien.

      Meines Erachtens (ich gebe zu, an dem Punkt mangels verläßlicher Kenntnisse zu schwimmen) vereitelten diese Angriffe den urbanen Konsens, auf den Assad abgezielt hatte, weil die Landbevölkerung weder zu schützen noch zu kontrollieren war. Das verwies die urbane Bevölkerung darauf, auf konkurrierende Fraktionen im Imperium zu setzen, die erkennbar auf Regime-Change unter Schonung des Gesamtstaates abzielten, also auf „Obama“ und den frisch gewählten Putin. Ich bin ziemlich sicher, den meisten Syrern fehlen gewisse Bretter vor dem Kopf, die bei westlichen Parteigängern undurchdringlich dick sind. Sie wußten, daß die Obama-Fraktion sich gegen die Killary Fraktion des russischen und chinesischen Vetos bediente. Sie wußten es spätestens, als die NATO sich weigerte, die von CIA und türkischen Diensten inszenierte Phantom-Affäre zum „Bündnisfall“ zu erklären. Und an der russischen Rolle konnte es keine Zweifel mehr geben, als Lavrov Assad in die Falle der „Annan-Mission“ manövrierte, weil der Umgang mit der „Beobachter-Mission“ der „arabischen Liga“ zuvor (das Verschwinden des Berichts in Ban-Ki-Moons Schublade, in der auch der originale Houla – Bericht schmort, die nachträgliche Diskreditierung des Missionsmitglieder einschließlich ihres Chefs) nebst den russischen Reaktionen, oder besser Nicht-Reaktionen darauf (ein Rückzug aus sämtlichen UN-Gremien, mit Ausnahme des Sicherheitsrates, wäre im Bündnissinne angemessen gewesen) die russische Position auch denjenigen klar gemacht haben dürfte, die von den türkisch-russischen Deals nichts wußten …

  • TomGard

    Das Dumme an all diesen Tatsachen ist nur, daß sie den Verlauf des Krieges in den vergangenen zweieinhalb Jahren ebensowenig zu erklären vermögen, wie die Einfuhr von Waffen und Söldnern, sowie die mittelbare Rekrutierung beträchtlicher Teile der Bevölkerung durch die Kriegsökonomie, die mit hunderten Mio.$ aus verschiedenen ausländischen Quellen genährt wurde, den Verlauf erklären kann. Denn alles zusammen hätte im Laufe dieser langen Zeit zu einer klaren Polarisierung der syrischen Bevölkerung und in ihrem Gefolge zu einer „Partition“, einer gegliederten Bevölkerungstrennung führen müssen.

    Assad behauptet nun, wie oben zitiert, diese Lage sei jetzt erreicht oder geschaffen. Meine Informationsquellen lassen das jedoch nicht erkennen. Natürlich können sie mich, kann ich mich selbst täuschen, doch das glaube ich aus verschiedenen Gründen nicht.

    Für einen der Gründe lieferte Assad gleich ein Beispiel.
    Die „furchtbare Verzerrung und Vernebelung ungenannter Gründe für den Kriegsverlauf“, wie ich die Formel „lack of awareness“ nannte, bildet doch in erster Instanz eine Anerkennung, das es solche ungenannten internen, von den Verteidigern gewöhnlich nicht öffentlich debattierten Gründe gibt. Doch in zweiter Instanz versteckt die Formel diese Gründe in einem „Nirvana“, in einer Negation namens „Ignoranz“.

    Niemand vandalisiert aus „Ignoranz“ die Infrastruktur des Staatswesens, niemand schießt aus „Ignoranz“ auf seine Mitbürger, bombt sie aus „Ignoranz“ zu Fetzen, bzw. schützt und deckt Täter, indem er untätig bleibt, indolent, wegsieht, sich wegduckt. „Absentismus“ nannte ich das neulich. „Ignoranz“ ist in einem spezielleren Sinn natürlich eine Erscheinungsform davon, aber nicht der Grund. Auch Verweise auf Sektierertum, diverse Spaltungen und Brüche in der Gesellschaft legen den Finger nicht auf Gründe, denn solche Spaltungen und Feindseligkeiten erklären zwar einen Teil des „Absentismus“, nämlich den Rückzug der Leute auf das engste soziale Besitztum, die Familie, Clans, Freunde, verläßliche Beziehungen, die „Peergroups“ usw, aber der Verlauf des Krieges hat selbst in den Zentren Damaskus, Latakias und Tartus bewiesen, daß diese sozialen Besitztümer mit dem übergreifenden, dem nationalen Besitzverhältnis einer Herrschaft an den Insassen ihres Territoriums stehen und fallen.
    Gleichwohl bestand die Teilnahme der großen Mehrheit der Bevölkerung am Krieg, wenn man einmal von dem bedeutenden Beitrag privater sozialer Nothilfen absieht, in Flüchen, Verwünschungen, Anrufung aller Heiligen, Jammern und Klagen. So menschlich verständich das ist, über diese lange Zeit ist das unverkennbar ein Modus des sich-abfindens mit allen kriegführenden Parteien.
    Der ist erklärungsbedürftig.

    Und wie jede zweckmäßige Verzerrung gibt „lack of awareness“ tatsächlich einen deutlichen Hinweis auf den wahren Grund, den ich jetzt wieder einmal einfach hinschreibe:

    • Anonymous

      Wie kannst du zynisch behaupten, die „Teilnahme der großen Mehrheit der Bevölkerung am Krieg, wenn man einmal von dem bedeutenden Beitrag privater sozialer Nothilfen absieht, in Flüchen, Verwünschungen, Anrufung aller Heiligen, Jammern und Klagen“, wenn es 7 Millionen Flüchtlinge und je Quelle zwischen 90.000 – 180.000 Toten samt der Verletzten durch den Krieg gibt?

      Tod, Flucht und Verletzung scheint ne ganz besondere Art zu sein, sich mit dem Krieg abzufinden.

      Die militärische Pattsituation hat natürlich innerhalb der nichtgeflüchteten (weil sie konnten oder wollten) Bevölkerung mit „Anpassung“ an diese Situation geführt. Daran ist doch überhaupt nichts besonderes zu erkennen: erkennbar ist nur, dass von aktiver Anpassung bishin zum anpassenden Zwang und Geiselnahme alles vertreten ist.

    • TomGard

      Dein Einwand – auch wenn er einfach von „Empörung“ geleitet ist – verordnet auf mehrfache Weise ein Denk- und Sprechverbot:

      1) Das Resultat, das es aufzuklären gälte, die Lage nach zweieinhalb Kriegsjahren, schreibst Du mir als Bedingung der Nachfrage vor, welche Voraussetzungen und Gründe es innerhalb Syriens für diesen Verlauf gegeben hat. Du willst mich „menschlich“ auf die Lüge verpflichten, die Brutalität und Übermacht der Gesandten des Imperiums sei es gewesen.

      2) Und entziehst damit die Auskunft Assads, die ich 12:06 zitiert habe, den Du damit stillschweigend der Lüge zeihst, der Debatte. Stattdessen schreibst Du

      3) Deine Formel „militärische Pattsituation“ als Multifunktionspinukel vor, mit dem alles zwanglos zu erklären sei, nichts Besonderes sei da nicht.

      Ich kann heute nicht fortsetzen, mal sehen, wann ich morgen dazu komme.

    • Anonymous

      Jep, mach erstmal Deinen Termin beim Jobcenter, und vielleicht hat der Arbeitsvermittler ja was für Dich, wo Du übermorgen anfangen kannst —
      Deine defaitistischen Kundgebungen braucht hier keiner. Die syrische Armee marschiert so oder so.
      Sieg oder das Emirat!
      Long lives Bashar!

    • deduschka

      Ich bin derjenige, der 21. Juli 2013 18:17 geschrieben hat, und ich habe unten nicht mehr mit anonym und so bösartig geantwortet ( dieser hier 21. Juli 2013 22:21). Das muss jemand anderes sein. Der Punkt, der mir nicht in Kopf will, ist doch einfach: ein Volk von knapp 21 Millionen Menschen, nach zwei solchen Kriegsjahren hat nach den Zahlen her so ungeheure menschliche und materielle Verluste erlitten, dass man einfach nicht davon schreiben darf, es wäre „teilnahmslos“. Meine Güte, die Zahlen sind Horror und sprechen für maximales Leid in der jeder dortigen Familie.

      Nur darum ging es mir. Ich sehe einfach nichts besonderes an dem, was man als die Gewöhnung an den Krieg bezeichnet und diese ist so vielschichtig.

    • habkind

      @anonym, TomGard geht analytisch an die Sache ran, meiner Meinung nach oftmals theoretisch nach vorgegebenem „Lehrstoff“. Dieser Lehrstoff wird von TomGard auf Syrien angewandt: manchmal stimmt seine Theorie (meiner Meinung nach), manchmal widerspricht die Realität vor Ort dieser Theorie bedingt durch das nicht westliche Verhalten der Menschen vor Ort (Bevölkerung, Politiker, Militär) – sie sind halt Orientalen und fügen sich nicht immer der Vorstellung und der Schemataka der westlichen Denkfabriken.
      Wenn TomGard also seine Meinung zu Syrien schreibt, dann ist das nicht persönlich zu verstehen – es ist einfach die theoretisch-analytische sterile Denkweise und keine emotionle persönliche. Diese Denkweise mag kalt erscheinen in Anbetracht der Not vor Ort doch zur Analyse mag das gehen.
      Ich würde deshalb TomGard auch nicht persönlich angreifen, denn nachdem, was ich von ihm gelesen habe, steht er nicht auf der Seite der Angreifer.

    • deduschka

      Wie jede kriegsbeteiligte Fraktion ist natürlich auch die syrische Regierung von Abhängigkeiten umzingelt. Die eingeschworene politisch und geostrategische Linie Iran-Rußland-China hat unmittelbare Auswirkung auf die Handlungsfähigkeit der syrischen Regierung auf der einen Seite (mit allen Widrigkeiten, die sich aus den inneren, gegenseitig bekämpfenden russischen Machtfraktionen ergeben – Putin ist in Rußland nicht freiwillig auf eine linksnationalistische Politik umgeschwenkt und jeder, der zwischen Zeilen lesen kann, begreift auch wie mächtig jene Fraktion in Rußland ist, die gerne mit dem Imperium marschieren würde) und es ist unbestritten, dass Assad, trotz und unter diesen schlimmen Kriegsbedingungen auf der anderen Seite auch den Schritt getan hat, Syrien zu reformieren (mit Schritten, die eigentlich unglaublich sind). Ich bin nicht so bösartig, und unterstelle Ihm, er täte dies nur unter dem Zwang der Kriegsbedingungen – nein, er war derjenige, der niemals Präsident werden wollte, und trotzdem in der größter Not des Landes Verwantwortung für die Schwachen übernommen hat. Ich sehe das bei Ihm als unmittelbaren Charakterzug. Er hätte problemlos seine Sachen packen, und in das Sonstwo verschwinden können, wie es andere Herrscher sofort gemacht hätten.

      Ich behauptet, unter den Bedingungen, die dem syrischen Volk angetan werden, ist es ein wirkliches Wunder, wie sehr Assad seine eigene Handlungsfähigkeit – auch gegen die russischen gegenteiligen Eigeninteressen – erhalten hat.

    • habkind

      Ja, es ist schon beachtlich, was Assad trotz alledem geschafft hat. Nicht umsonst steht der größte Teil der Bevölkerung hinter ihm und wenn ich raten will, ist das Militär vielleicht zu 90% hinter ihm (auf alle mehr als vor dem hinterhältigen Angriff). Ich habe ihn schon immer für einen gebildeten und fähigen Präsidenten gehalten, der sich aber nicht immer durchsetzen konnte/wollte. In der Krise hat er in meinen Augen sogar an Achtung gewonnen. Wenn man bedengt, gegen wen und wie lange er und sein Stab bestanden haben – alle Achtung.
      Ich bin mir sicher, dass viele arabische Führer sich davor fürchten, einen zweiten Hiszbollaführer geschaffen zu haben. Wenn der Krieg irgenwann wirklich beendet sein wird und Assad ihn überlebt, kann das für einige Regierungschefs gefährlich werden.

    • Deduschka,
      danke, daß Du namentlich auftrittst und Dank für Deine Einwände, sie enthalten eine Variante von dem, was ich mir (und den Mitlesern) zu erklären ansetze.

      Doch zunächst will ich Deine emotionale Lesart des angegriffenen Kommentars zurecht rücken.

      21./18:17 nanntest Du folgende Zeilen „zynisch“:
      … bestand die Teilnahme der großen Mehrheit der Bevölkerung am Krieg, wenn man von dem bedeutenden Beitrag privater sozialer Nothilfen absieht, in Flüchen, Verwünschungen, Anrufung aller Heiligen, Jammern und Klagen. So menschlich verständich das ist, über diese lange Zeit ist das unverkennbar ein Modus des sich-abfindens mit allen kriegführenden Parteien.

      Der scheinbare Zynismus dieser Worte liegt bitteschön im tätlichen Zynismus der Angreifer Syriens!
      Zum Teil auch in dem seiner Verteidiger, aber diese Seite aufzunehmen verschiebe ich auf sehr viel später.

      Die Absicht meiner Schreiberei geht ohnehin darin auf, die Subjektivität derjenigen Adressaten zu stärken, die sich solche „Pädagogik“ vesuchsweise gefallen lassen wollen, denn auf den Syrienkrieg habe ich keinen Einfluß, so wenig wie die anderen Kommentatoren und Schreiber hier mit ihrem Geschreibsel Einfluß darauf haben *.

      (Das ist gleich die Antwort auf all die gewalttätigen Kommentare, die mich selbstverständlich deprimieren, aber mich gleichzeitig zufrieden stellen, denn sie zeigen den Mitlesern prächtig, was für Früchtchen da Autorität über sie zu erlangen suchen!)

      Deswegen folgende Abschweifung: Die rhetorische Technik der als „zynisch“ angegriffenen Zeilen zählt zum wertvollsten, leider weitgehend vergessenen Erbe der französischen Revolution. Sie überträgt eine juristische Figur (die des advocatus diaboli) in die Politik, die nur deshalb und genau insoweit Kraft hat, wie die Adressaten solcher Ansprache, jeder einzelne von ihnen, sich als seine eigene, persönliche Partei versteht und aufstellt. (Genau da liegt der Schnittpunkt zwischen Juristerei und Politik.)
      Die Technik im engeren Sinne nennen die Angelsachsen „mimicking“, im Deutschen könnte man den vergessenen aristotelischen Begriff der Mimesis dafür reaktivieren.
      Einigen Lesern wird die teilweise analoge Technik im Schachkampf näher liegen: Der Spieler, dem es gelingt, das Wissen, die Vorlieben, das Temperament und die aktuelle Gestimmtheit seines Gegners am Brett geistig zu imitieren, wird das Spiel mindestens nicht verlieren, sofern er keine Schwächen hat oder zeigt, die diesen Vorteil zunichte machen.

      Ich benutzte also einen mimetischen Ausdruck des nüchternen, teilnahmslosen Blicks eines Army-Strategen auf das syrische Szenario und Du, Deduschka, hast diese scheinbare Teilnahmslosigkeit im zweiten Posting in ein Urteil über die syrische Bevölkerung projiziert, das ich damit gefällt haben wollte. Doch daß Teilnahmslosigkeit gerade nicht gemeint war, hatte ich mit der „zynischen“ Aufzählung doch deutlich machen wollen!

      So viel zu Mißverständnissen, später (ich muß jetzt weg) ein Posting zu der Relevanz in Syrien, wobei ich einen Vergleich mit dem Libyenkrieg benutzen werde, und besonderes Gewicht auf die Nachrichten der letzten Wochen aus Telkalah und ein paar anderen Orten legen werde.

      * Ich habe in einem anderen Kommentar begründet, warum ich „Volksaufklärung“ für eine untaugliche Strategie halte, die den Psy-Op Ingenieuren des Imperiums sogar vielfach in die Hände spielt, suche das jetzt aus Zeitmangel nicht heraus.

  • xyz2107

    An das Tom Gard Vielschreiber-Team:

    Wie schätzen Sie die Rolle Israels ein, hinsichtlich konkreten operativen Maßnahmen, Absicht und Ziel?

    • TomGard

      Ich bin ziemlich sicher, darüber gibt es in der zionistischen Kriegeraristokratie einen heftigen Streit der, wenn er auch nur teilweise an die Öffentlichkeit dränge, das Potential hätte, die israelische Militärherrschaft zu zerreißen. M.a.W.: Sie wissen es selbst nicht, es wird, wie das m.W. in allen Kriegen zuvor geschah, überwiegend spontan und opportunistisch entschieden.

      Ich denke, die syrische Regierung hat mit der Einbindung der Hezbollah im Raum Qsair bis hinab zum Golan einen wirksamen Coup gelandet, indem das syrische Staatswesen damit gleichsam mit einem „Sidestep“ aus dem Focus israelischer Angriffe trat. Assad deutete das im zitierten Interview an. Halbheiten bei weiteren israelischen Angriffen bergen von nun an unabweisbar die Gefahr, daß sich Israel mit ihnen einen syrischen „Stein“ an den Hals hinge, selbst wenn es einen erfolgreichen Enthauptungsschlag gegen die Staatelite landete. Konkret: Entweder zerstört Israel Damaskus total (wie es Brahimi Assad im Dezember androhte) und erobert auch den Rest des Golan, oder es beschränkt sich auf den bisherigen Level der Subversion.

      Unter Vorbehalt geschrieben – das ist mein derzeitiger Zwischeneindruck.

    • Anonymous

      Tomgard: Du hast ja einen eigenen Blog, warum schreibst Du deine Überlegungen nicht dort?

    • ISKANDER

      @anonym
      …weil TomGard dort allen übers Maul fährt und der Blog zum Monolog verödet ist. TomGard ist ein Egozentriker, ein Ichmensch und unfähiger Blogbetreiber. Deshalb hängt er jetzt hier ab und belehrt die Leute, richtet und belobigt, es ist zum Kotzen diese Nummer….

  • Georg

    http://arprin.wordpress.com/2013/07/21/die-regeln-des-propagandakriegs/
    Ist das der gleiche „Nichtglauber“, der hier hin und wieder schreibt?
    Scheint ja dort mächtig Staub aufzuwirbeln *g*

    • Anonymous

      @TomGard

      Deine Ansichten bei Georgs Link (arprin vs. Nichtglauber) würden mich schon sehr reizen. Wo stehst du? Traust du dich in obigem Link mitzuwirken?
      Auf Seiten NG`s oder auf Seiten der zionistisch angefärbten Fraktion?

    • Mich würd interessieren, was an meinen Postings Dich dazu gereizt hat, ohne daß Du bemerkt hättest, daß ich in Kriegen, also Schlächtereien von Herren an und mit ihrem Volk zwecks Beseitigung unliebsamer Schranken ihrer Herrschaft, für keine Seite „Partei“ nehme, sprich: weder intellektuell noch praktisch Gefolgschaft leisten werde. Übrigens selbst dann nicht, wenn ich mich genötigt sähe, auf einer Seite mitzukämpfen – was ich ja verbal hier, auf dieser Seite, in meiner Art durchaus tue.

      Konkret würde ich also (wenn mir das der Mühe wert erschiene) jedes Argument einzeln behandeln und dabei das Schwergewicht darauf legen, die ideologischen Gemeinsamkeiten der Streitenden ans Licht zu zerren.

    • Nobilitatis

      Dumm nur, dass es in diesem Konflikt nicht möglich ist, neutral zu bleiben, was das „für keine Seite Partei nehmen“ ja suggeriert. In einem Konflikt, bei dem eine Seite verlogene Propaganda bemühen muss, um ihn überhaupt führen zu können, ergreift man automatisch für diese Seite Partei, wenn man es schweigend geschehen lässt, und automatisch gegen diese Seite Partei, wenn man die wahren Geschehnisse hinter der Propaganda aufdeckt. Willkommen im Lager der syrischen Regierung, widerstrebender Parteiergreifer!

    • Hi, Nobilitatis, danke, danke, danke, danke, daß Du meine Formulierung … (hast Du sie überhaupt wahrgenommen? Ich hab da meine Zweifel, so blind kann jemand nur reden, wenn er sich erblindet hat) … so deutlich illustrierst:

      “ … für keine Seite „Partei“ nehme, sprich: weder intellektuell noch praktisch Gefolgschaft leisten werde.“

      Schwupp, kommt da ein Staatshänger angelaufen und shanghait mich in’s Gefolge: „Either you are with us, or the terrorists“.

    • „Dumm nur, dass es in diesem Konflikt nicht möglich ist, neutral zu bleiben, was das „für keine Seite Partei nehmen“ ja suggeriert. In einem Konflikt, bei dem eine Seite verlogene Propaganda bemühen muss, um ihn überhaupt führen zu können“

      Dumm nur, dass die syrische Regierung auch ganz massiv in die Propagandakiste greift. Nur ein paar Beispiele:

      – Am 28. November 2011 zeigte die syrische Regierung bei einer Pressekonferenz ein Video, das belegen sollte, dass sich Terroristen im Land aufhalten und für Massaker verantwortlich wären. An einer Stelle wurden drei Jahre zurückliegende private Videos von Jugendlichen in Libanon mit ihren Waffen als “Terrorcamps” in Latakia ausgegeben. Hochzeitsfeiern, bei denen Gewehrschüsse abgegeben wurden, wurden als Aufzeichnungen von “Terroristen” ausgegeben. Ein Ausschnitt zeigte die grausame öffentliche Ermordung eines Mannes im Libanon vor einigen Jahren, siehe hier ab 39:30:
      http://www.dailymotion.com/video/xnahdx_syria-s-torture-machine-exclusive-film-by-channel4_news#.Ue1R-qxLjag

      – Im April 2012 kam heraus, dass ein “Komparse” in vielen Städten des Landes vor der Kamera die Rolle des Verteidigers des Assad-Regimes übernahm. Er wurde insgesamt 11-mal gefilmt:
      http://www.youtube.com/watch?v=C_137knC2Zs
      Der Mann ließ sich auch unmittelbar nach einem Selbstmordanschlag in Damaskus filmen. Es war nicht das erste Mal, dass das syrische Staatsfernsehen Schauspieler engagierte. Zuvor wurde bereits ein Gefecht zwischen Soldaten und Rebellen gefaked:
      http://www.liveleak.com/view?i=f24_1335632407

      – Im April 2012 wurde berichtet, dass 90% der Christen in Homs, insgesamt 50.000, von den Rebellen vertrieben wurden. Die Quelle für diese Behauptung war ein Text von der Vatikan-Nachrichtenagentur Fides. Später distanzierten diese sich von dieser Behauptung, Kirchenvertreter stellten klar, dass ihnen keine Fälle von gewaltsamer Vertreibung von Christen in der Stadt bekannt seien:
      http://www.fides.org/en/news/31262-ASIA_SYRIA_The_Jesuits_Christians_have_fled_from_Homs_not_thrown_out_by_Islamists#.Ue1QZqxLjag

      – Einige Selbstmordattentate in Damaskus sind ganz offensichtlich inszeniert worden. Bei einem Anschlag in Damaskus 2011 wurden die Opfer- und Täterlisten gefaked, die Bekenntnisschreiben wurden gefaked und auch die TV-Berichterstattung wurden gefaked (Schauspieler), siehe hier:
      http://www.youtube.com/watch?v=F-wfOpPhLLc

      „ergreift man automatisch für diese Seite Partei, wenn man es schweigend geschehen lässt, und automatisch gegen diese Seite Partei, wenn man die wahren Geschehnisse hinter der Propaganda aufdeckt. Willkommen im Lager der syrischen Regierung, widerstrebender Parteiergreifer!“

      Da es auf beiden Seiten Propaganda gibt, ist es eben nicht so einfach.

    • Nobilitatis

      Ich habe nicht umsonst die Formulierung so verwendet, wie ihr das nachlesen könnt. Danke für das Aufzählen von scheinbaren Propagandaaktionen der syrischen Regierung, aber darauf kommt es in diesem Fall nicht an. Ich habe auch nicht Katar oder SA angezählt. Es ging um die Seite, für die die offensichtlich falsche Propaganda notwendig ist, um sich für eine Seite zu engagieren. Z.B. die Narrative vom blutrünstigen Diktator, der sein Volk schlachtet und jetzt schon für 100 000 Tote verantwortlich ist, wenn nicht für noch viel mehr. Oder die Idee vom unterdrückten demokratischen Kopfabschneider. Das unterscheidet sich doch etwas vom Heimatmarkt der Ideen im Orient. Deswegen kann man brav die Wahrheit verbreiten über beide Seiten, mit dem Effekt, nur einer Seite nachhaltig zu schaden. Warum, vielleicht weil man vom „blutrünstigen Diktator“ nichts anderes erwartet, aber vom guten Demokraten schon. ?
      Deshalb muss ich niemanden nach Shanghai schleifen, sondern man bewegt sich innerhalb des Systems von selbst auf eine Seite.

    • Anonymous

      @ arprin

      Propaganda heißt ja bekanntlich auch das Spiel mit dem Weglassen. Wenn Du schon uralt Kamellen von Fides anführst, warum dann nicht die Seitenweise Berichte, die genau das Gegenteil belegen und vor allem klar und deutlich zeigen, dass die Christen nicht aus Lust und Dollerei ihre Heimat verlassen, sondern weil sie offensichtlich zwingende Gründe hatten. Es gibt x Berichte über Greueltaten der ausländischen Söldner. Das ist keine Erfindung der syrischen Regierung. Gerade in Syrien haben Christen und Muslims friedlich miteinander gelebt. Ein Musterbeispiel für andere Länder, wie Religionsgemeinschaften koexistieren können. Jetzt erzählst du uns womöglich auch noch, dass das Video von der Köpfung eines Priesters durch Islamisten vor einigen Wochen „gefaked“ eine Fälschung der syrischen Regierung ist oder? Hier ein link zu einem aktuellen! Artikel von Fides. Dike
      http://www.fides.org/en/news/33889-ASIA_SYRIA_New_report_on_the_civil_war_Christians_are_among_the_most_vulnerable

    • And the winner is … Nobilitatis!

      riefe ich aus, wenn dies ein Wettbewerb um die krasseste Propaganda wäre.

      Das ist mir jetzt wichtiger, als die diversen Fortsetzungen, die ich versprochen habe, besonders hier, zumal es da auch um das Thema „(Volks-)Aufklärung“ ging, und die ich deshalb vertage.

      „Krass“ nenne ich die Lüge innerhalb des Mythos – denn um einen solchen handelt es sich, nicht länger um einen Irrglauben, eine fromme (Selbst-)Täuschung – über die Menschen herrsche die Lüge und die Täuschung, nicht etwa die nackte Gewalt aus den Gewehrläufen und in den Folterkellern, die Kinderzimmer eingeschlossen.

      Zum Auftakt des Postings von Nobilitatis schien es noch, als bekäme er die Kurve

      hier weiterlesen

    • ISKANDER

      @TomGard (Thomas)alias „Gott“
      deine Selbstgefälligkeit ist scheinbar grenzenlos.
      Wir brauchen hier keinen Stubenhocker mit grauem Zopf, der „Winner“ kürt und Kommentare nach seinem verkorksten Weltbild ordnet.
      Du bist ein Troll und ein ganz schlimmer dazu. Hast noch nie Kugelhagel erlebt und Vertreibungen, schwärmst von Klassenkampf und laberst den Blog in die ätzende Langweiligkeit.
      Mach deine eigene Kiste wieder auf und lerne Demut und Schweigen. Oder fahre nach Syrien und erzähl den Menschen dort deinen gequirlten Schwachsinn, die setzen dir eine Narrenkappe auf mit bunten Zimbeln.

    • Nobilitatis

      @TG: Ich habe Ihren verwirrten, äh, geparkten Kommentar gelesen. Und ich hab keine Ahnung, was Sie uns damit sagen wollen. Schon allein die unverständliche Wortklauberei. Ich schreib ja auch nicht immer simpel, aber das ist einfach selbstreferentiell. Meine Aussagen waren allgemeinverständlich und Sie haben absolut nix dagegen gebracht. Da kann meine vierjährige Tochter besser argumentieren, und die sagt einfach immer nur das Gegenteil.

    • Ich hätte es mir natürlich auch einfach machen können:

      “ Warum, vielleicht weil man vom „blutrünstigen Diktator“ nichts anderes erwartet, aber vom guten Demokraten schon. ?“

      Nobby setzt einfach und bekennend darauf, von einem komfortablen Irrglauben, einer systematischen Selbsttäuschung des Publikums Gebrauch zu machen. Darin unterscheidet er sich in nichts von den Schreibtischtätern des Imperiums.

      Aber was ist mit solch einer Zuordnung, sei sie sachgerecht, gewonnen?

      Eben.

    • Comrade John

      @ Anonym 22. Juli 2013 21:20 (Dike)

      „@ arprin“

      Vergebliche „Liebesmüh'“.

      Sieh‘ mal in seinen Blog rein – ein Zionistenblogger.
      ——————————————-
      Ns.
      Nur zur allgem. Info. Dokumentationen der neuesten Greueltaten der westlich organisierten u. instruierten Banden, die in Syrien eingefallen sind u. weiter nacksickern, gibt es regelmässig im
      Blog von urs1798, Ergänzungen dort auch in den Tageskommentaren. Ich kenne keinen, der die laufenden Verbrechen der Nato-Proxy-Milizen
      so akribisch in der Sache auswertet.
      Nochmals – Danke, Urs.

    • Nichtglauber

      Jep, das ist er…

    • Anonymous

      @ comrade John

      Danke. Ich werde beide blogs mail studieren. Aber ich werde mir den zionistenblog nicht lange antun. Mir reicht schon so eine unverschämte Lüge auf diesem Blog durch arprin.

      Dike

    • @Anonym22. Juli 2013 21:20

      Natürlich gibt es ein Haufen Verbrechen der Rebellen. Das habe ich nicht geleugnet. Ich habe nur gesagt, dass die syrische Regierung auch Propaganda verbreitet. Dazu hast du dich nicht geäußert.

      Übrigens ist das Video von der Enthauptung nicht gefaked, aber es zeigt die Enthauptung von tschetschenischen Dschihadisten durch tschetschenische Dschihadisten. Francois Murad wurde nicht enthauptet, sondern erschossen (nur zur Info, das macht den Mord natürlich nicht besser).

      Zum Weglassen: Das ist eine der Spezialitäten von Leuten wie Nichtglauber. Die reden nur über die Verbrechen der Rebellen, aber die Verbrechen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten lassen sie immer komplett weg.

      @Comrade John:

      Mich bloß als Zionisten abzustempeln empfinde ich als persönliche Beleidigung. Für dich mag es nur von Bedeutung sein, ob jemand Zionist ist oder nicht, obwohl Zionisten rechts, links, liberal, konservativ usw. sein können – für mich nicht. Es gibt so viel mehr, das ich bin. „Zionist“ ist wirklich nicht ausreichend. Wenn du mir eine allgemeine Bezeichnung geben willst, dann sag‘ doch bitte klassisch Liberaler.

      @Nichtglauber:

      Ich weiß nicht, auf welchen Kommentar du dich beziehst, aber wenn es Comrade John ist, dann sage ich dir dasselbe wie ihm: Bitte sag doch klassisch Liberaler und nicht bloß „Zionist“.

  • @TomGard,

    Halt dein Dummschwaetzermaul, ich habe nicht mit dir geredet.

    @alle anderen

    Rashideen in Aleppo ist unter Kontrolle, nachdem zwei Generäle ausgewechselt wurden. Währenddessen scheint es, dass die kurdischen Milizen mit der Armee in Hasakah und bei Tal Abyat (nördlich von Ras al-Ayn) zusammenarbeiten. Zumindest haben sie einige interessante Erfolge erzielt.

    Wenn ihr aktuelle Meldungen sucht, bei meinem Twitter-Account könnt ihr manchmal interessantes finden: @OrthodoxWarrior

    • Nobilitatis

      Bitte mäßigen Sie Ihre Polemik gegen TG, weil es a) unhöflich ist (obwohl er selbst austeilt, aber möchten Sie wirklich genauso sein?) und Sie b) damit nichts erreichen. Und c) werden Sie von den anderen an Ihrem Stil gemessen.
      Was die Kurdengebietsentwicklung angeht, ist die noch viel interessanter, als von den geringfügigen Kampfhandlungen ersichtlich wird. Z.B. meldet Syrieninfo eine Zusammenballung von türkischen Streitkräften bei Tal Abyad. Es gibt Propagandagetöse, ob die Kurden eine Autonomie ausrufen oder nicht, die PKK wird von der türkischen Regierung unter Druck gesetzt, obwohl von der Regierungsseite keine Aspekte der Einigung umgesetzt werden und so weiter. Ich würde mich nicht wundern, wenn es zu einem erneuten Umschwung in der Beziehung PKK-Türkei käme. Hab ja schon mehrfach angedeutet, dass der natürliche Bündnispartner für eine weitgehende kurdische Autonomie in Irak, Syrien, Türkei und Iran (!) eher der sog. schiitische Halbmond wäre als die Türkei, die einen kurdischen Sattelitenstaat in einem neoosmanischen Imperium gutheißen würde. Mit größtmöglicher Abhängigkeit von der Türkei statt einem Korridor zum Mittelmeer!
      Jedoch: Sobald sich die Regierung im Irak gegen die islamistischen Anschläge konsolidiert hat, und wenn die Kurden Kirkuk & Mossul bekommen, werden sich die irakischen Kurden aus der türkischen Umarmung befreien. Ein stabiles Halbmond-Bündnis wird ein echter Machtfaktor in Nahost, wer weiß, was sich damit erreichen ließe.

    • Weißt Du was über Debatten / Bewegungen / Stellungnahmen der iranischen Kurden? Ich weiß gerade mal, daß die iranischen Grenztruppen sie gern für den den einen oder anderen Job in Anspruch nehmen und diejenigen einfach über die nächstgelegene Bergklippe werfen, die es wagen, auf eigene Rechnung zu arbeiten.

    • Comrade John

      @ Nobilitatis

      Das Gehabe Gards zielt darauf Parteilichkeit für die nationalsyrische Sache zu untergraben. Sein Verhalten unterscheidet sich nur in Teilausschnitten substantiell vom Verhalten handelsüblicher Trolle, was ihm hier den Ruf eines sog. Analytikers eingebracht hat, worin er sich mitunter fett suhlt. Denn leider pinseln ihm Einige immer noch den Bauch, obschon er schon dutzendfach stolz erklärt hat, dass in Syrien „Schlächter“ regieren, die eigentlich weg müssen. Dass manch einer daraufhin die Contenance verliert sollte nicht wundern, kann den Betreffenden (hier: @ SotP, der in jeder Weise authentisch im Sinn von echt, wahrhaftig sein wirkt) aber nicht wirklich beschädigen. Meine Meinung.

      zu Kurden
      Gegenüber Xinhua hat PYD-Chef Salih Muslim dementiert einen Kurdenstaat in Syrien anzustreben oder jetzt einseitig die Autonomie ausrufen zu wollen.
      http://syrieninfo.blogspot.de/2013/07/kurdenfuhrer-widerspricht-berichten.html
      Ausserdem ist in dem vorstehenden Artikel (wurde auch von SyriaNews verbreitet) davon die Rede, dass es seit 2012 schon einen autonomen Status gebe u. zwar in Absprache mit der syrischen Regierung. Dies könnte das eigenständige Vorgehen der Kurden („Selbstverteidigung“) in ihren Heimatgebieten erklären u. könnte auch erklären, warum dort die SAA gegenwärtig nicht operiert. Die SAA operiert ja, wenn auch mit verminderter Kraft, anscheinend in weiten Teilen der Provinzen Raqqa, Deir-ez-Zor u. Hasaka.

      Der von mir schon einmal verlinkte Artikel von der deutschsprachigen Kurdenseite, „PYD-Vorsitzender Salih Muslim: Kurden werden ihren Platz in der Weltordnung einnehmen“ (29. April 2013), widerspricht gewissermassen der obigen Meldung, insbes. ist von einer bestehenden Autonomie oder irgendwelchen Absprachen mit der syr. Regierung gar keine Rede.

      Generell denke ich, dass die syrische Regierung es in der Vergangenheit womöglich versäumt hat sich mit der Kurdenfrage besser auseinanderzusetzen. Das überrascht mich auch insoweit, als Abdullah Öcalan (PKK) lange Zeit in Damaskus lebte. Wobei mir („Laie“ auf dem Gebiet) aber auch klar ist, dass die PKK – damals wie heute – wohl nicht alle Kurden, auch die in Syrien, repräsentiert oder positiv angesprochen hat.

      Um einmal salopp auszuklingen: Vielleicht sollten bei den syrischen Kurden die Frauen die politische Macht übernehmen. Die wissen am besten, was ihnen unter einem islamistischen Regime irakischer u.a. al Qaida-al-Nusrah-Banden droht.

  • TomGard

    Aus aktuellem Anlaß

    Die Entscheidung der EU, den sog. „militärischen Arm“ der Hezbollah auf die Terrorliste zu setzen, könnte meiner Nase nach eine maßgebliche Rolle im künftigen Verlauf des Syrienkrieges spielen.

    Zunächst in Kurzform zu den Voraussetzungen, die mir den Gestank in die Nase geben.

    Die deutsche Regierung hat sich im Geschäft des Syrienkriegs bislang ostentativ hinten in die Schlange gestellt, mit artigen Gebärden Richtung Obama-Fraktion und zweifelnd zerknirschten Minen in Richtung der seinerzeitigen Clinton-Mannschaft. Der BND-Chef gab bis zum Herbst ’12 mäßigende Berichte zum Syrienkrieg aus. Die deutsch-amerikanische zivile Rebellen- und Dissidentenschulung wurde brav „geleakt“, ein Quatschforum, das neben der Kontaktanbahnungen nur dazu diente, die politische Absicht auszustellen, einen „sanften“ Regime – Change mit Erhalt der syrischen Institutionen anzustreben, für den ggf nur Bashar und Asma Assad nebst einem halben Dutzend weiterer Figuren aufzuknüpfen wären. Wenig später rühmten sich deutsche Stellen ihrer „weiterhin guten“ Kontakte nach Syrien und noch ein wenig später hieß es, es würden bereits sehr konkrete Gespräche unter deutscher Firmenbeteiligung über künftige Wiederaufbauprojekte geführt – mit wem auch immer.
    Sehr auffallend hielt sich die regierungsnahe Presse nach dem Anschlag von Burgas 7/12, der den offiziellen Vorwand für die Kriegserklärung an die Hezbollah abgibt, mit Vorverurteilungen zurück – in klarem Kontrast zur britischen Presse.
    Es ist an der Stelle relevant zu bemerken, daß die israelische Regierung des Anschlags ihre urlaubenden Staatsbürger in Burgas nicht kriminalistisch überführt zu werden braucht, weil sie selbst Wert darauf gelegt hat, ihre Urheberschaft erkennbar zu machen, indem sie bereits eine Stunde nach dem Anschlag eine vorbereitete Erklärung veröffentlichen ließ, in der sie behauptete, „klare Hinweise“ auf die Täterschaft des Iran/der Hezbollah zu haben. So geht Diplomatie heute! Nicht nur zionistische, denn das Verfahren ist einfach eine Kopie der Weltkriegserklärung GW Bush’s, either you are with us, or with the terrorists: Den zuständigen Stellen in Europa sollten von vornherein diplomatische Ausflüchte versperrt werden, es sollte offen gelegt sein, daß sie sich entweder hinter den zionistischen Staatsterrorismus, oder gegen Israel zu stellen haben. In Deutschland zog man es ein halbes Jahr lang vor, zu schweigen und anschließend das von Ashton auf’s Parkett gelegte Hezbollah – Tänzchen von dienstbereiten EU-Randstaaten (Tschechien, Österreich, Irland u.a.) mit schlechten B-Noten belegen zu lassen. Übrigens – daß man den Zionisten zugleich Dolphins schenkte, ist kein Widerspruch hierzu. Die Bundesregierung möchte gern mit allen „da unten“ paktieren und Geschäfte machen, sich aber von niemandem in diese Geschäfte dreinreden lassen –
    Fortsetzung folgt

  • Es wurde ein unerwartet langer Text, den ich nun auf meinen Blog gestellt habe:

    http://tomgard2.blog.de/2013/07/22/hezbollah-eu-terrorliste-16257750/

  • Nobilitatis

    Nein, da herrscht großes Schweigen für mich. Muss man vielleicht die richtige Sprache lernen.
    Aber strategische Interessen sind ja objektiv vorhanden.

  • Rashid

    @Arprin
    du gehörst der Sorte Menschen an, die keine Ahnung von einem Sachverhalt haben aber denken, dass „lesen“ diese Lücke schließen kann. Weit gefehlt.
    Bei uns in Syrien sagt man, noch nicht aus dem Ei geschlüpft und will uns das Fliegen beibringen.
    Ich bin Christ und wohnte in Homs. Nicht einer meiner Familienmitglieder ist seit März 2012 mehr in der Stadt. Nicht einer meiner christlichen Freunde oder Bekannten. Alle versammeln sich in christlichen Dörfern oder in der Hauptstadt. Ich brauche kein Fides, keinen Spiegel oder Guardian, der mir erzählt, wie es in meiner Straße aussieht.
    Und so verhält es sich mit unserer Beziehung zu Assad oder den Terroristen. Geh` mal davon aus, dass dieses mordende Pack nur minimalsten Rückhalt in der Bevölkerung geniesst. Und das auch nur in vorher klar erwarteten Regionen.
    Aber wem erzähle ich das. Du und deines Gleichen gehen mir seit genau 27 Monaten so auf den Sack.
    Kümmere dich, du liberaler, mal weiter um Schadensbegrenzung deines politischen Weltbildes mittels Propagandaarbeit. Hast sicher den Schreibtisch voll.

    @TomGard
    du bist der Größte für mich – der größte Laberer. In Syrien würden sie für dich trommeln. Bekomm mal raus, was das bedeutet. Du Superanalyst

    • Nobilitatis

      Willkommen in der Gemeinde. Woher können Sie so ausgezeichnet Deutsch?

    • Rashid

      Hallo auch zurück.
      Ich lese mich seit Monaten unregelmäßig durch alle möglichen Blogs. In diesem hier noch am Kontinuierlichsten.
      Meine Sprachkenntnis resultiert aus der Tatsache, dass ich seit 10 Jahren hier in Deutschland wohne und hier die Oberstufe samt Abi gemacht habe.
      Ich war noch 2012, im Frühjahr, in Syrien (wie jedes Jahr). Seitdem aber nicht mehr.
      Wenn ich schon dabei bin: Gruß an alle Schreiber hier. Und haltet euch an die Infos von Qaumi, Enis, Habkind und allen Syrern, die hier mittun. Großen Dank auch an die Iskenders, Nobilitatis und all` den Schreibern, die mit wertvollen Links und Aspekten zur umfassenden Information beitragen. Besonderer Dank gilt natürlich apxwn für diese Plattform und seiner ausgezeichneten Arbeit.
      PS. Melone (Syrieninfo) ist auch immer einen Abstecher wert.

  • Anonymous

    @ habkind

    Das war Sown on the path twitter @OrthodoxWarrior.

    Dike

    • habkind

      Danke

    • bitte, sie wünschen?

    • habkind

      Na, was wohl: aktuelle Nachrichten, Informationen, Erfolge, Hintergründe, etc. etc. etc.
      Deswegen tummeln wir uns alle auf diesem Blog, oder nicht (fast alle).
      Ich habe schon bei deinem Twitter kurz reingeschaut, manch Neues habe ich schon gesehen, gut so und danke.

    • Enis

      wahrscheinlich einigen bereits bekannt?

      https://www.facebook.com/homs.news.network.english

      finde ich viel besser als SyrPers usw.

    • habkind

      HNN ist immer schnell bei den Nachrichten, das stimmt.
      die beiden folgenden sind auch gut:
      https://www.facebook.com/pages/Syria-24-English/298382103530912
      https://www.facebook.com/Syriaonline.sy?ref=stream
      SyrPers stellt ja nur die Nachrichten (unvollständig) eigentlich zusammen und listet die getöteten und Verwundeteten auf. Neue Nachrichten bringt er nicht. Wer am Ende des Tages lesen will, wieviele Söldner heute getötet wurden um besser schlafen zu können, der kann das am besten auf SyrPers, manchmal mit einem schmunzeln.
      Manchmal bezweifle ich sogar die genannten Zahlen, aber ich lese sie gern und hoffe, dass sie stimmen.

    • habkind, ich versuche das mit anna news zu vergleichen, die sind eher genau (aber liefern selten genaue zahlen!) mir scheint dass syrpers eigentlich zu wenige zahlen nennt – zuweilen.

  • Enis

    @alle
    Die Nachricht, wonach die Terroristen die Stadt Khan al-Asal eingenommen hätten entspricht nicht der Wahrheit. Es gibt weiterhin heftige Gefechte am Rande der Stadt.

    Ich frage mich ohnehin, wieso Terroristen eine Stadt „befreien“ wollen, die sie vorher mit Chemiewaffen angegriffen haben. Ausserdem ist diese Gegend hauptsächlich von Schiiten bewohnt. So kann man annehmen was für ein späteres Massaker wieder in die Schuhe der syrischen Armee geschoben wird!!

    • super. aber vorsicht: 2500 terroristen sind auf dem weg nach kurdistan um die verluste wettzumachen die ihnen zugefügt wurden in der letzten woche – dabei jedoch werden sie wohl auch andere teile ihres gebiets entblößt lassen. also verschanzen und situation nutzen, sage ich mal.

      zu TomGard ist mir was eingefallen – eigentlich wollte ich nichts über diesen dummschwätzer sagen, aber dann musste ich mich erinnern dass die kurdenfrage schon seit jeher von den imperialisten ausgespielt wird, um ärger zu schüren. überleg doch mal, wenn man ihnen wie erdoghan etwas verspricht, etwa einen staat oder mehr macht, dann könnte man sicherlich viele für sich gewinnen… und aus dieser überlegung heraus arbeiten die leute die TomGard bezahlen (oder auch nicht). das würde seine anti-syrische haltung erklären… er muss ja nicht einmal selbst pro-kurdisch sein!

      nur mal so viel zu unserem neuen forentroll.

    • Nobilitatis

      Wie bereits beschrieben, dieses Versprechen Erdogans an die Kurden ist ein zweischneidiges Schwert, wie soeben die bewaffneten Gruppen rund um die Kurdengebiete bemerken. Damit kann sich der Erdogan mächtig wehtun. Und wenn ich mir das richtig angelesen habe, sind die Bedingungen im Iran deutlich besser als in der Türkei, um die Kurdenfrage zu instrumentalisieren. Die Regierung Irans müsste natürlich über den eigenen Schatten springen. Da wird man sicher das Vorgehen der syrischen Regierung genau beobachten. Mal sehen, wohin das führt. Ich halte Assad für einen hochintelligenten Menschen, auf den man sich eher verlassen kann, als auf die meisten anderen Politiker. Und das ist in der Region eine gefährliche Wahrheit.

    • Comrade John

      Khan al-Asal

      Nicht weist darauf hin, dass die Behauptung stimmt. Bspw. auch dieses AlJazeera-Video nicht, wo man nur sieht wie die Banden sich in zerschossenen Löchern wegducken:
      http://www.youtube.com/watch?v=idn7af3weg8

      Die westl. Medien überschlagen sich z.Z. mit neuen Meldungen von angeblichen Massakern der SAA an der Bevölkerung. Das ist m.M. nach ein Zeichen, dass die Dinge für die Banden schlecht u. eben nicht gut stehen.
      Ein Beispiel ist der Artikel von WELT ONLINE, wo es heisst, die SAA habe „49 Aufständische aus dem Hinterhalt(sic!) getötet…
      http://www.welt.de/politik/ausland/article118256849/Dutzende-Aufstaendische-aus-Hinterhalt-getoetet.html

      Erneut wird sich hierbei auf die „Syrische Beoabachtungsstelle für Menschenrechte“ in London berufen. Auch das ist ein Zeichen, dass die Sache nicht gut läuft. Diese dubiose Nachrichtenzentrale ist von Hinter der Fichte schon vor anderthalb Jahren als „Tante Emma-Laden“ der Desinformation komplett entlarvt worden:

      Syrien: Tante Emma-Laden versorgt die Weltpresse

      Syrien: Russen entlarven „Syrische Beobachtungsstelle im Snack Shop“

    • Anonymous

      die sichtweise tomgards mag manchmal ein wenig speziell anmuten und auch formulierungstechnisch manchma over the top. weniger wäre manchmal mehr.. ihn aber derart zu betiteln, weiss net

    • Ich hab‘ doch gesagt „bleibt artig!“ Kann jetzt nix machen, gucke nur rein. Schafbild („Proviant“) gibt’s aber aktuell, wenn ich wieder da bin.

    • mir egal, der kerl hat echt bewiesen auf wessen seite er nicht steht, das reicht mir. pfui teufel pseude linker kurdischer separatist schrägstrich imperialistenscheuche.

  • Anonymous

    Noam Chomsky sagte mal folgendes:
    „Turkey is in fact Israels second closest alliance after the united states.
    And its for good reasons. These are two of these states that run the peripherie
    of the oil producing region. Along with the Shah of Iran they were, what the Nixon administration
    called, „the cops on the beat“, which control, which defend the tyrants who run the oil-production.
    They defend them [tyrants] from their own poulations, a kind of local gendarms. And in that context Turkey is a close
    Israeli alliant. They are the cops on the beat. Police headquarter is in Washington, a branch office is in London.
    Thats roughly the way how the system is run and Turkey is a big part of it in alliance with Israel and of corse the United States“

    Dem muss m.M.n. nichts mehr neues hinzugefügt werden. Die Türkei lässt sich auch soweit in die Interessen des Imperiums einspannen, dass sie dabei ganz ihre eigenen aus den Augen verliert.

    Die Kurden- und Palästinafrage haben dabei imense Bedeutung für eine Demokratisierung des Nahen Ostens. Diese können m.M.n. nur über die schiitische Achse des Widerstands Iran-Irak-Syrien-Libanon gelöst werden, da wie oben angedeutet, der Imperialismus diese Konflikte braucht wie die Luft zum Athmen.

    Dass bei der Festnahme Öcalans im Jahre 1999 CIA und Mossad beteiligt gewesen sein sollen ist für mich nur eine Frage der logischen Implikation.

    Es ist wahr, dass die PKK nicht aür alle Kurden spricht, weil es immer noch viele Profiteure, Großgrundbesitzer u.ä. gibt welche eher Erdogan die Füße küssen würden, statt sich ernsthaft mit den Ideen Öcalans zu beschäftigen.

    Hier ist der Knackpunkt. Russland und Iran müssen auf den Opportunisten Barzani eingehen. Versuchen ihn aus der türkischen Umklammerung zu lösen.
    Welchen Standpunkt hat Russland zur Kurdenfrage? Ist Russland an einer ernsthaften Demokratisierung, was weitestgehend die Rechte der Frauen miteinschließt, überhaupt interessiert ? Leider habe ich bisher recht wenig
    dazu finden können.

    LG
    Moritz

  • Anonymous

    Der Krieg könnte schnell vorbei sein, wenn die Leute in den nahen reihen assads ihn und den oberen in millitars und Geheimdienst die Kugel geben würden.
    Monatlich sterben 5000 Syrer für den Präsidenten… Auf solche Leute gehört gepiselt und gekackt, damit meine ich assad und Co. die den sauladen betreiben.

    • @ Anonym
      Der Krieg in Syrien könnte tatsächlich rasch zu Ende sein, wenn die stille Infiltration mit bezahlten Söldnern seitens der eigentlich angreifenden Staaten USA, Israel, UK, F, TR, SA und Katar eingestellt würde. Wer davon ausgeht, dass es auch nur einem einzigen der Aggressoren um eine Demokratisierung ginge, glaubt auch an den Osterhasen. Selbstverständlich ist Präsident Assad ein autoritär regierender Staatschef. Assad ist jedoch auch ein demokratisch legitimierter Präsident. Und als solcher hat er die Verpflichtung, Syrien als Staatsgebilde zu verteidigen. Das in diesem Kampf syrische Soldaten getötet und verletzt werden, ist unausweichlich. Auch kommen Zivilisten in Folge der Waffeneinwirkung der SAA (leider) zu Tode. Eine Kapitulation und Übergabe der Regierungsgeschäfte (wie von Ihnen verlangt) an die „Aufständischen“ würde vermutlich den Blutzoll in Syrien erst richtig zum Anschwellen bringen. Als Beispiele mögen die „Nachkriegsszenarien“ im Irak oder Libyen dienen. Dessen ungeachtet wäre eine Kapitulation ein nicht mehr gut zu machender Verrat am syrischen Staatswesen und seiner Mehrheitsbevölkerung! In Syrien wird daher der Unabhängigkeitskampf der SAA (leider) weitergeführt werden (müssen) und seinen Höhepunkt in der Konfrontation mit der ISAF finden. Israel ist der direkte militärische Kontrahent und wird die eigentlich schon begonnenen Feindseligkeiten (Luftangriffe im Mai und Juli) demnächst (im Auftrag der USA) intensivieren. Assad ist sich dessen bewusst und hält aus diesem Grunde maßgebliche Militärkräfte von einem umfassenden Einsatz im Norden zurück. Der Ausgang dieser großen Auseinandersetzung ist ungewiss, jedoch ist die SAA(zum Glück)nicht mehr allein. Meine Parteinahme gehört daher der SAA im gegenwärtigen Unabhängigkeitskampf Syriens!
      LG aus Österreich

    • habkind

      ich hoffe, dass deine Aufforderung nur provokativ ist und nicht ernst gemeint ist.
      Denn mit dem Tod von Assad würde doch kein Frieden einkehren – das weiss doch der dümmste Esel. Wenn Assad tatsächlich sterben sollte oder auch nur sein Amt abgeben würde in dieser Zeit, würde doch das Gemetzel erst recht los gehen.
      Dann würden Monate, an denen 5000 Menschen sterben als ruhige Monate betrachtet werden. Schau dir den Irak an – und da sind nicht mal Mörder aus über 30 Länder eingeschleust worden, die auch noch von falschen religiösen Geistlichen indoktriniert worden sind.
      Wenn 70% der Bevölkerung hinter dieser Regierung stehen, warum wollen die 10% , die gegen diese Regierung sind, ihren Willen allen anderen mit Gewalt aufzwingen.
      Wie froh wären doch diese Superdemokraten Merkel, Holland, Cameron oder Obama, wenn 70% der Bevölkerung hinter ihnen stehen würden.
      Wenn du Nachrichten sehen willst, die Neutraler sind, dann schau dir nicht nur Al-Arabia und Al-Jazziera an – das sind keine Nachrichtensender, sondern Propaganda- und Lügensender.

  • habkind

    Der ganze Artikel von Pepe Escobar ist lesenswert, ich habe hier nur den amüsanten Teil während des G8-Gipfels kopiert.

    http://www.larsschall.com/2013/07/12/das-wandernde-auge-die-china-us-bruderschaft/


    Es dreht sich alles um Syrien

    Syrien bleibt jedoch die Schlüssel-Geschichte – als der Dreh-und Angelpunkt einer Ausbreitung von Krebs; ein sektiererischer Krieg zwischen Sunniten und Schiiten, der weitgehend von Akteuren des Hauses Saud und anderen Golf-Kooperationsrat-Mitgliedern ermutigt wird und in den sich die Obama-Administration heillos verliebt hat.

    Es bedurfte eines mutigen Diplomaten, der es weitergab, zuzüglich Übersetzungen aus dem Russischen ins Arabische und dann ins Englische, um der Welt eine Vorstellung von dem zu geben, was Politiker auf diesen weitgehend nichtssagenden Fototermin-Gipfeln eigentlich diskutieren. Was der russische Präsident Wladimir Putin Obama, Großbritanniens David Cameron und dem französischen Präsidenten Francois Hollande auf dem jüngsten G8-Gipfel in Nordirland von Angesicht zu Angesicht sagte, ist nichts weniger als fesselnd. (1) Beispiele:

    Putin adressiert die Tischrunde: “Sie wollen, dass Präsident Baschar al-Assad zurücktritt? Schauen Sie sich die Staats- und Regierungschefs an, die Sie im Nahen Osten im Rahmen dessen hervorgebracht haben, was Sie den ‘Arabischen Frühling’ tauften.”

    Putin adressiert Obama, Cameron und Hollande: “Sie wollen, dass Russland Assad und sein Regime aufgibt und einer Opposition zustimmt, deren Führer von nichts eine Ahnung haben, außer von Fatwas, die Menschen zu Ketzern erklären, und deren Mitglieder – die aus einer Reihe verschiedener Länder kommen und mehrere Orientierungen hegen – von nichts eine Ahnung haben, außer davon, wie man Menschen schlachtet und Menschenfleisch isst.”

    Putin adressiert Obama direkt: “Ihr Land schickte seine Armee 2001 unter dem Vorwand nach Afghanistan, dass Sie gegen die Taliban, die al-Qaida-Organisation und andere fundamentalistische Terroristen kämpfen, denen Ihre Regierung die Durchführung der Anschläge vom 11. September auf New York und Washington zur Last legte. Und heute sind Sie hier und machen eine Allianz mit ihnen in Syrien. Und Sie und Ihre Verbündeten erklären Ihren Wunsch, ihnen Waffen zu liefern. Und hier haben Sie Katar, in dem Sie [die USA] Ihre größte Basis in der Region besitzen, und im Hoheitsgebiet dieses Landes eröffnen die Taliban eine Repräsentanz. “

    Der beste Teil ist, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel danach jedes Wort von Putin bestätigte. Und der chinesische Präsident Xi Jinping würde sicherlich das gleiche getan haben.

    • Anonymous

      Propaganda hoch 3. Wen interresiert den das wenn 100000 Menschen sterben?
      Als ob in anderen Ländern keine Politik gemacht wird nach dem arabischen Frühling. Die einzige Politik assads warf das Land 50jahre zurück, das hätte auch kein islamist besser hinbekommen.
      In anderen Ländern herrscht zumindest Demokratie, das es dort vielleicht weniger Demokraten gibt liegt vielleicht an der Religion und den vorherrschenden regimen. Natürlich sind diese nicht der schoshund Putins wie assad.

    • Enis

      @anonym

      der Italiener würde dir sagen..
      „Ma que cazzo voi..“ oder „porca miseria..“ …wo hasch du daina kopf??

      Und ich als Araber sage dir mal „eyri biy ras’ak al jahsh..“

      Falls du das arabische verstehst, dann können wir weiter diskutieren, falls du 0-8-15 studierter Wessi bist, dann überlasse ich dich den anderen..

      Falls deine Hirnzellen überhaupt funktionieren, hast du dich gefragt was unter den angeblichen 100 000 Toten alles erfasst sind???

      Soldaten, Polizisten, Ärzte, Zivilisten, Sanitäter, Dozenten, Wissenschaftler, Sportler, Priester, Muftis, Unternehmer, Bauern, Arbeiter usw. usw. die nur im Dienste ihres Landes bleiben wollten und sich den Terroristen nicht anschliessen wollten..

      Übrigens ich scheisse auf deine Demokratie, die mit Kaida-Terroristen und Salafisten in der Region zusammenarbeiten will und eine vom Volk gewählte Bewegung wie die Hezbollah als Terroristenorganisation einstuft. Du bist eine reine oppourtunistische Kacke. Deine Pseudodemokratie kannst du für dich behalten.

      Wir wollen nur Assad.

    • Comrade John

      Frisch von der imperialen Müllkippe – der nächste Zionistenvogel ist eingetroffen.

    • Anonymous

      Behaltet euren assad und sucht euch doch ein anderes Land oder gründet mit ihm einen Verein. Auch wenn er ein guter Politiker ist, ist er es nicht wert das für ihn Soldaten, zivilisten und auch Kinder sterben. Das ist krank.
      Comrade, ihr sei auch ein paar Vögel die wohl von der syrischen Müllkippe kommen.. ihr habt doch keine Ahnung was das leid bedeutet und seid hirnverbrannte bastarde. Lieber das Imperium als asihausen. Wann meint ihr ist dieser Krieg vorbei und wievielte Opfer noch für einen vertrottelten Diktator?

    • Enis

      @Anonym

      Du verhöhnst unsere Märtyrer du Hund. Viele Menschen mussten sterben, weil sie sich dem Terror der Halunken deines hirntoten Imperiums nicht anschliessen wollten. Lieber wollten sie sterben als Knecht deinesgleichen zu werden.

      Wieso müssen wir uns eine neues Land suchen. Lasst eure verschiessenen Hände weg von uns. Oder nehmt einfach eure bärtigen Stinker zu euch Heim auf. Kannst dann dein Demokratieverständnis testen.

      Frag mal deine Mutter ob sie bei einem Suff nicht einen Unfall begangen hat? Denn bekanntlich sind diese Moralprediger die grössten Sünder..

      Ihr werdet noch alle vor Ohnmacht platzen. Der syrische Wille ist unbesiegbar.

    • Nobilitatis

      Und erneut weise ich darauf hin, dass JEGLICHE Reaktion auf einen Troll kontraproduktiv ist. Einzig sinnvolle Reaktion: Ignorieren, bis er vom Blogautoren gelöscht wird. Kann länger dauern (siehe Artikel), aber genau deshalb ist der Troll ja da.

    • Anonymous

      @ anonym

      Sag mal Du hast wohl gar keine Ahnung oder? Es war Dein ! Dreckiges Imperium, das diesen Krieg angezettelt hat, das Zehntausende dumme junge Männer aus armen Verhältnissen mit ein paar Dollar dazu gebracht hat in ein friedliches Land einzufallen und soviel Chaos, Leid und Zerstörung anzurichten, wie nur möglich. Assad ist wohl einer der wenigen Vollblutpolitiker, der sich seinem Land im positiven Sinn patriotisch verbunden sieht und nicht aufgibt, sondern er weiß was auf dem Spiel steht. Syrien bleibt oder verschwindet. Stell Dir das mal in Deutschland vor. Comrade John wird jetzt wieder sagen, verlorene Liebesmüh. Es muss aber raus.

      Was die Kurden anbelangt, so verstehe ich das Endziel nicht. Ich nehme an, die Einigung mit Öcalan sollte die Kurden in der Türkei ruhigstellen. Was hat Erdogan den Kurden versprochen, damit sie keine Unruhe in der Türkei stiften? Will er sich gerne das syrische Kurdengebiet unter den Nagel reissen und die türkischen Kurden dahin abschieben? Wenn die Kurden eine geheime Abmachung mit Assad haben, dass sie eine Teilautonomie bekommen, dann ist ihnen vielleicht ein Grosskurdistan egal und sie wollen nur weiterhin syrische Kurden bleiben. Im Irak sind die Erdölvorkommen im Kurdengebiet. Oder träumen die Kurden in Irak, Iran, Türkei und Syrien alle denselben Traum? Ein großes Reich durch das künftige Pipelines führen. Ich möchte auch wissen, wo die Palästinenser bleiben. Wann wenn nicht jetzt müssen sie laut werden, wo doch Kerry sein Friedensplansüppchen kocht. Gibt es einen Plan und wenn ja welchen? Dike

    • Anonymous

      Und du verhöhnst auch die Opfer. Es sind auch nicht bloß Terroristen usw. Demokratie ist keine knechtschaft, Diktatur schon eher, aber ihr seid ja gerne Untertanen. Wäre assad zurückgetreten gäbe es weder Terroristen noch Märtyrer, aber ihr wolltet ja beides. Gibt es in Syrien überhaupt jemand interessantes außer assad? Was liegt dir an dem und würdest du deine Familie für ihn aufgeben, opfern? Die Syrer haben viel verloren für eine ungewisse Zukunft in Krieg. Andere diktatoren wussten zu gehen wenn es gut fürs Volk ist.

    • @Anonym
      Bei allem Verständnis für kontroverse Diskussionsbeiträge sollten Sie mindestens bedenken, dass die Soldaten der SAA nicht für Assad in den Abwehrkampf gehen, sondern für Ihre Vorstellungen eines unabhängigen Syriens. Diese Vorstellungen mögen individuell unterschiedlich sein. Eines eint die Männer jedoch über ethnische wie religiöse Trennlinien hinweg: In Syrien ist kein Platz für mordende Terroristen und Syrien soll nicht von einer USA/Israel gefälligen Vasallen-Regierung verkauft werden.
      Ihr Hinweis auf fehlende demokratische Strukturen in Syrien geht ebenfalls ins Leere. Nur die syrische Bevölkerung kann dies beurteilen und hat das Recht, Veränderungen zu fordern! Bei den derzeitigen antidemokratischen Strukturen in Europa und den USA hat der „Westen“ jegliches moralische Recht verloren, diesbezügliche Fingerzeige auch nur anzudenken! Und wenn Sie Personen mit direktem Syrien-Bezug (Enis, Habkind & Co) beleidigen wollen, sollten Sie zumindest die Courage haben, aus Ihrer feigen Anonymität hervorzutreten. Ansonsten fristen Sie Ihr Dasein weiter als feiges Schaf und melden sich stets dann, wenn die Wolle zur Schur ansteht. Diese Sorte von Kreaturen ist sehr weitläufig und global verstreut zu finden. Auffällig konzentriert in einem kleinen Land. Die Soldaten der SAA verdienen Ehre, sie stehen treu und unerschrocken zu ihrem Vaterland.

    • Enis

      @anonym (Markus?)
      Was hast du schon eine Ahnung von den Opfern. Hast du jemals die syrischen Mütter gehört, die schmerzhaft ihren gefallenen Söhnen nachtrauten und trotdem ehrenhat „fada al watan“(Ehre sei dem Opfer fürs Vaterland) schreien?? Hast du dich jemals gefragt wieso es in dieser Situation immer noch Leute gibt, die sich für ihr Vaterland und den Präsidenten opfern würden? Wieso soll sich jemand für einen „Diktator“ opfern? Assad ist ein aussergewöhnlicher Patriot. Das hat er mit seiner Standhaftigkeit bewiesen. Er ist unser Symbol für ein einheitliches unabhängiges Syrien.

      Die SAA kämpft für ganz Syrien! Die SAA ist für mich eine ganz dicke rote Linie! Sie hat sich als eines der ehrenhaftesten Armeen erwiesen. Trotz dem Druck der ganzen Welt ist sie fest gewillt ihr Land von verschiessenen Verschwörungen zu schützen.

      Sie wurden angegriffen. Sie sind die Verteidiger eines souveränen Landes! Sie mussten ihr Leben lassen. Also beuge dich vor den Märtyrern.

      Die toten Ratten sind freiwillig in die Hölle gefahren. Für deren Schandtaten gibt es nur eine Spucke nachzugeben.

    • Anonymous

      Die Soldaten könnten heute leben, wäre assad wie ein Demokrat zurückgetreten. Die Syrer wollten zudem Demokratie, die einen mit die anderen ohne Assad. Mit Assad bedeutete Bürgerkrieg, da er von sich aus dies nicht anbot im Fall eines friedlichen Übergangs der vielleicht sogar mit ihm stattfinden könnte.

      Momentan wäre es von daher vielleicht das beste, wenn er von den eigenen Reihen entmachtet wird, seine folltergeheidienstbosse und millitärs gleich mit, die ihr Land und vor allem die Menschen für assad veraten haben.

      Sie haben recht, die Opposition war dumm zu den Waffen zu greifen, aber assad war nicht klüger dafür monatlich jetzt 5000 Menschen zu töten. Bei uns gibt es da ein Sprichwort, der klügere gibt nach, was für einen Demokraten die Praxis sein sollte.

    • CM

      Na sicher, oder aber dafür wären 100.000 Christen, Alewiten Drusen u.s.w. tot. Man kann es drehen wie man will. Schuld sind und bleiben die Ratten. Aber nach westl. Lesart bedeutet das, wer nicht tut was der Westen will ist ein Diktator. Man es ist langsam zum Kotzen. Und komm nicht damit.“Zu Beginn gab es nur friedliche Demonstranten.“ Das ist eine Lüge. Bereits bei den ersten Demos wurde AUS der menge AUF die Sicherheitskräfte geschossen. Ach ja als Demokrat lässt man die Sicherheitskräfte erschießen (das was Ironie)

  • Enis

    Aus den Kämpfen zwischen der kurdischer PYD gegen die Ratten. Aufgrund des klassischen Slogans „Biji Serok Apo“ weiss ich, dass diese Kurden der PKK nahe stehen..

    https://www.youtube.com/watch?v=8Q3Cvlqe_iM

    Besonders interessant ist was man ab min 5.10 sieht. Lokale Bevölkerung an der Grenz in der Türkei (Kurden) greifen eine verletzte Ratte, die wie gewohnt in der Türkei verarzt werden.

    Allgemein gibt es einige interessante Videos auf diesem Kanal zum durchstöbern.

    • enis, von anna news kriege ich immer wieder zu lesen dass sowohl PKK als auch peschmerga aktiv sind und tatsächlich sogar gegen die türkischen einheiten kämpfen (falls diese mal wieder einfallen) und gegen islamisten.
      PKK kann ich verstehen – doch was hat peschmerga hier zu suchen??? hat sich barzani (zumindest temporär) dem syrischen projekt für die region angeschlossen??? weil er was vom kirschkuchen haben will???

      bin sehr verwirrt. anna news haben wirklich ahnung deshalb frag ich dich als kenner.

    • Nobilitatis

      Peschmerga ist ein pauschaler Begriff für kurdische Kämpfer. Da alle anderen Einheiten als PKK-nah bezeichnet werden, wird vielleicht der Begriff als Synonym für Nicht-PKK-Kämpfer gebraucht?

    • Enis

      @sown
      Ja anna news sind wirklich verrückte, die eine breites Wissen haben. Ich tippe da mal auf ehemalige KGB-Agenten. Die Kurden sind eigentlich über ein Hohes Kurdisches Komitee (hoffentlich richtig übersetzt) organisiert. Da drin ist von PYD, Barzanis Peschmarga und andere kurdische Splittergruppen dabei. Wobei die PYD klar die stärkste Kraft darstellt. Barzani hat auch einige seiner Peschmarga Richtung der syrischen Grenze versetzt. Die kurden wollen nämlich noch den Grenzübergang zum Nordirak von den Ratten befreien, damit ihre Nachschubwege gesichert sind. Daher kann ich vorstellen, dass Barzani hier ein Kuchenstück haben will. Zudem fand vor einigen Tagen eine (jährliche?) Gesamtkonferenz der Kurden aller Regionen teil. Da hat Barzani von der Wichtigkeit des Zusammenhalts der Kurden erwähnt. Er hat dem inhaftierten PKK-Chef Öcalan Grüsse ausgesprochen.

      Grundsätzlich ist Barzani eigentlich gegen den bewaffneten Kampf in Syrien, aber die Kurden werden die Gelegenheit nicht verpassen eine „Selbstverwaltung“ zu organisieren. Solange sie sich nicht den Ratten anschliessen und keinen eigenen Staat daraus bilden, kann ich mich langsam damit anfreunden, obwohl mir die Gesamtsituation weh tut..

    • Ich kenne das aus anderen Beispielen. Marat Musin tut so als wäre er Wirtschaftsprofessor aber benimmt sich wie ein Profi-Journalist „from day one“! Scheint sich im Kampf wohlzufühlen.

  • Comrade John

    Viel kann man nicht tun.
    Das wenige, das man tun kann, sollte man tun.
    Wenn nicht jetzt – wann dann.

    Sehr schönes Aufrufsvideo (klick!)
    Bundesweite Demonstration
    zum Antikriegstag
    am 31. August 2013
    in Frankfurt am Main
    “NATO, Golfmonarchien, Israel:
    Hände weg von Syrien!”

    Näheres – Newsletter – Kontakt:

    https://www.facebook.com/frankfurter.solikomitee.fuer.Syrien/posts/646425198719744

  • Zum Strang Enis, 23./18:32

    Nachdem die IIS(Iran-Irak-Syrien)-Gaspipeline hier schon oft Thema war, Habkind sie grad noch mal ins Spiel brachte, http://www.larsschall.com/2013/07/12/das-wandernde-auge-die-china-us-bruderschaft/, ist es bezeichnend, wenn jemand die einfache Wahrheit nicht gelten lassen will, daß die IIS russisches Interesse genauso beschädigte, wie die Alternativröhre vom qatarischen North Dome. Russland ist folglich energiepolitisch an einem Teilerfolg, nicht aber an einem durchschlagenden Erfolg des qatarischen Angriffs auf Syrien interessiert. Da es den Anschluß Europas an andere, als russische oder im russischen Interesse zu bewirtschaftende Gasquellen nicht verhindern kann, muß es das Ziel verfolgen, an Routen zu partizipieren, die es nicht verhindern, vielleicht sogar zu diesem Zweck fördern kann.

    Erstens führt dabei KEIN Weg an der Türkei vorbei.
    Das darauf gründende spezifische russisch-türkische Bündnis (die Interessen und Notwendigkeiten der türkischen Seite lasse ich hier beiseite) „materialisierte“ seit Beginn des Syrienkrieges in einer Flut von Vorvereinbarungen und konkreten Verträgen, die sowohl auf die Partizipation an der Erschließung und Vermarktung künftiger levantinischer Quellen um Zypern, einschließlich der israelischen!, zielen, wie auch auf die energiepolitische Erschließung kurdischer UND südirakischer Quellen (Öl eingeschlossen) über die Türkei. Der Köder für die irakische Regierung und die schiitische Seite, sich auf eine de-facto Eigenstaatlichkeit irakisch Kurdistans zumindest auf dem Energiesektor einzulassen, besteht darin, daß auf diese Weise ein breites Bündnis gegen die vom Golf unterstützten sunnitischen Aufständischen und Takfiris im Irak zustande kommt, die sich jetzt als „Islamic State of Irak“ (einschließlich der Levante) aufgestellt haben.

    Es ist elementar, daß jetzt, im dritten Kriegsjahr, auf diesem Feld eine (Teil-)identität russischer, amerikanischer und europäischer Interessen vorliegt!

  • (Fortsetzung)

    Aus den im ersten Teil genannten zwei Punkten folgt drittens, daß energiepolitisch dominierte russische Geopolitik in diesem Raum auf die Durchschnitts- und Konfliktmenge spezifischer türkischer und irakisch – kurdischer Interessen, Drangsale und Traditionen Rücksicht zu nehmen hat, und genau hier kommt Westkurdistan ins Spiel, wobei zu beachten ist, daß dies Gebiet für den Energietransit selbst stark infrage kommt und zusätzlich weitere Energiequellen auf ihm oder in direkter Nachbarschaft vermutet werden.

    Konkret kam und kommt diese Lage vielfach zum Ausdruck, wozu ich einzuräumen habe, daß ich mangels Sprachkenntnissen nur einen kleinen Ausschnitt davon hab wahrnehmen können.

    Einer der offensichtlichsten Punkte: sowohl russische wie syrische Quellen haben seit Juli ’12 mehrfach physische Beweise für direkte militärische Intervention in Nordsyrien, incl. der Provinz Idleb beigebracht, ohne daß sie politisch und diplomatisch auf öffentlichem Parkett benutzt worden wären, weder von syrischer, noch russischer Seite, schon gar nicht an der UN!

    Nur auf Spezialseiten zu erfahren: In derselben Zeit sind alle politisch nennenswerten Kurdenvertreter aus irakisch Kurdistan und Westkurdistan, nebst einigen, die es erst noch werden wollen, mit Ausnahme der PYD zu ausführlichen Gesprächen, zu Strategiekonferenzen bis hin zu eigens eingerichteten Studienprojekten in Washington und Moskau eingeladen worden. Direkte russische Kontakte mit der PYD scheint es erst seit etwa Okt./Nov. 12 gegeben zu haben. Die PYD, eingestanden Mehrheitsorganisation der Kurden in Westkurdistan, wurde systematisch isoliert.

    Wenn gebildete Leute, wie Anna-News sie beschäftigt, jetzt also systematisch auf die Sprachregelung der Türkei und des „Westens“ einschwenken, die PYD sei „bloß“ ein westkurdischer Ableger der türkischen, kurdischen Minderheitsbewegung, die die PKK vertritt, so ist das noch mehr als eine Botschaft, es ist ein Bekenntnis der Parteinahme für den türkischen Krieg gegen die PYD, das sich unempfindlich gegen taktische Erwägungen hinsichtlich des breiteren Kriegsszenarios in Syrien stellt.

    In diesem Sinne ist es ein Bekenntnis zum Ziel der Aufteilung Syriens insgesamt, weil die militärische Vernichtung / Unterwerfung, bzw., unter dieser Drohung, imperiale Marginalisierung der PYD für das kurdisch besiedelte Gebiet Syriens gar keine andere politische (!!) Option mehr läßt, als eine nominelle Eigenstaatlichkeit unter einem Satellitenregime entweder irakisch Kurdistans oder der Türkei!
    Daher die fulminante Widerrede der PYD – Vertreter, die militärisch erzwungenen Pläne zur Schaffung einer Übergangsverwaltung syrisch Kurdistans mit einer Autorität, die Regierungsautorität übergangsweise ersetzen können muß, als separatistischen Plan zu denunzieren.

    • korrigiere:
      direkte türkische Intervention in Nordsyrien war gemeint

    • PS: Man vergleiche dazu die dogmatisch und verkappt moralistisch erscheinende Formulierung Noam Chomsky’s (auch so ein Dummschwätzer und Narr. Nicht? Wieso nicht?), die Moritz oben zitiert hat:

      „Turkey is in fact Israels second closest alliance after the united states.
      And its for good reasons. These are two of these states that run the peripherie
      of the oil producing region. Along with the Shah of Iran they were, what the Nixon administration
      called, „the cops on the beat“, which control, which defend the tyrants who run the oil-production.
      They defend them [tyrants] from their own poulations, a kind of local gendarms. And in that context Turkey is a close
      Israeli alliant. They are the cops on the beat. Police headquarter is in Washington, a branch office is in London.
      Thats roughly the way how the system is run and Turkey is a big part of it in alliance with Israel and of corse the United States“

    • Weiterhin könnte man auf der Basis dieser Überlegungen begründet spekulieren, ob Anna-News, aber eben auch dies Weblog von Apxwn nicht absichtsvoll und strategisch, also als eine Psy-Op die faschistische Radikalisierung der Restaurationsbestrebungen in Syrien, einschließlich einer tribal / religionspolitischen Radikalisierung der Alaviten betreibt, um einen alavitischen dominierten Teilstaat politisch unausweichlich werden zu lassen.

    • @TomGard
      Deine tribale Radikalisierung lässt den begründeten Verdacht unausweichlich erscheinen, dass DU, TG, Teil Deiner eigenen Psy-Op geworden bist! Mit Deinen Belehrungen und zum Teil persönlich weit überzogenen Anwürfen hast Du Dich gerne in diesem Blog auf eine selbst erwählte „Gradwanderung“ begeben. Mit dem aktuellen Anwurf jedoch hast Du die Grenze der Tolerierbarkeit klar überschritten und es bleibt die berechtigte Hoffnung, dass dies Dein letzter Auftritt hier gewesen ist!

    • Die Lüge von „tribaler Radikalisierung“, in plattem Widerspruch zu dem, was ich geschrieben hab, macht eine Antwort natürlich überflüssig, ich erwähne sie nur, damit der eine oder andere Leser sie vielleicht mal anhand meines Kommentars überprüft, statt sie einfach zu schlucken.

      Der Entfall der Schamgrenzen bei Leuten, die sich für „rechtschaffen“ halten und es höchst wahrscheinlich auch einmal waren, ist atemberaubend.

    • @TomGard
      Ich muss mich zu aller erst bei Dir entschuldigen, Ich habe Deinen vorangehenden Beitrag über Noam Chomsky nicht gelesen. Das tut mir leid und daher ziehe ich meinen Beitrag von 15:04 vollinhaltlich zurück. Ich habe meine Schamgrenze damit klar überschritten und stehe nicht an, dies einzugestehen.

    • Enis

      @TomGard

      Ich fühle mich angesprochen.
      Ja, bei mir ist nicht mehr viel Platz für dummes Geschwätz vorhanden, wobei Moralscheisser höhnisch über 100 000 Toten reden können, zusätzlich dabei die unbekümmerte Frechheit aufbringen diese einer einzigen Person zuzuschreiben. Anfänglich dachte ich vielleicht könnte man den einten und anderen Deppen von Desinformation schützen bzw. die andere Wahrheit aufzeigen. Doch nach 2.5 Jahren ist vieles für die wir anfänglich kämpften so klar zum Vorschein gekommen, dass man uns nicht mehr braucht um „rechtschaffen“ zu müssen.

      Ein Esel bleibt ein Esel. Da hilft nichts mehr. Einzig für die Herzen der syrischen Bürger würde ich mir noch die Mühe geben einen Kompromiss zu finden bzw. zu diskutieren. Auch dann wäre die Voraussetzung, dass er/sie nicht religiös politiseren möchte, eine Intervention ablehnt, den bewaffneten Terrorismus verwünscht und sich der aktuellen syrischen Flagge bekennt UND die SAA als die einzige legitime Schützerin der syrischen Nation anerkennt.

      Alles andere ist Zeitverschwendung.

    • Enis, da Du Dich angesprochen fühltest, könnte es ja sein, daß Du Dich zu dem rechtschaffenen Bekenntnis durchringen könntest (und sei es nur für Dich selbst, stumm), daß diese Forderung:

      “ … UND die SAA als die einzige legitime Schützerin der syrischen Nation anerkennt.“

      alle anderen Worte nicht nur entbehrlich macht, sondern zur Verkleidung und Maskierung herab setzt. Sogar die Fahne!

      Du willst zur syrischen Militärdiktatur der ersten Jahre, nach dem Putsch Hafez al Assads zurück und jeden wegmetzeln, der was dagegen hat.

      Freilich – Du hockst in der Türkei und weißt, das Du nicht mit Deinem Leben für diesen Irrsinn einstehen mußt, der Dich andernfalls sicher unter die Erde brächte – und sei es von der Hand eines syrischen Soldaten oder Henkers!

    • Enis

      @TomGard

      wills du dann mit deinem leeren Geschwätz, verwirrenden Theorien und undurchsichtigem Standpunkt Syrien beschützen??

      Ich stehe fest überzeugt hinter meiner Aussage, dass nur die jetzige SAA, die das farbige Syrien verkörpert als legitime Schützerin der syrischen Nation gilt!

      Du sprichst wieder als hättest wieder eine grosse Ahnung. Du weisst nicht mal was du da schreibst. Die Grenzen kannst immer künstlich ziehen, doch die Herzen kann man nie trennen. Wir(diejinigen, die sich ehrenhaft gegen Assimilition durchsetzten) sind waschechte Syrer in jeder Hinsicht, haben wegen unserer Standhaftigtkeit, starkem Willen und grosse Liebe zum Vaterland stets hohe Anerkennung und gefühlte Wertschätzung bekommen. Es lässt sich damit erklären, warum in den 90er Jahren, zu Zeiten des grossen Fuchses, insgesamt ca. 10’000 Söhne und Töchter Syriens aus der Liwa im geliebten Dimasq studieren durften, tief in die Baath eingebettet wurden, in der Armee hohe Ränge errungen konnten und sogar beim Mukhabarat beliebt eingesetzt wurden.Damit erübrigt sich die Antwort zu deinem Märchen mit dem Tod durch den Strang bzw. durch die Hand eines syrischen Soldaten!

      Möge Gott meine Hände zertrennen an dem Zeitpunkt, wo ich einen einzigen Stein auf einen syrischen Soldaten werfen würde.

      Ich lebe mit dieser Schande und akzeptiere die Vorwürfe physisch nichts beitragen zu können. Es ist leider der innere menschliche Reflex, der meine engste Familie über alle Interessen setzt.

    • Enis

      Ein interessanter Artikel von Telegraph..

      Sollten diese Meldungen stimmen, sind es ermutigende Fortschritte. Menschen die ihre Waffen abgeben möchten, sollten wirkliche eine zweite Chance bekommen. Auch ich bin fest für diese Chance. Aber nur wenn sie ihre Waffen nieder legen.

      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10198632/Syria-disillusioned-rebels-drift-back-to-take-Assad-amnesty.html

    • Comrade John

      Es wird ja immer kurioser.
      Eine grössere Zahl von Nutzern schaltet bei TGard schon auf Durchzug, sodass ihnen die Ungeheuerlichkeiten seiner Anschuldigungen gegen die syrische Regierung u. diesmal sogar gegen Russland (ausserdem gegen Anna News sowie den Blogbetreiber) nicht besonders auffallen.
      Und @ Walter Mandl hat (nicht zum ersten Mal) Angst vor der eigenen Courage u. entschuldigt sich bei Gard auch noch dafür, dass er vorher ungefähr richtig gelegen hat…

      Was Gard euch hier, mit zunehmend verbalradikalem Wortgetöse (sinngemäss: Alles Faschisten!*), verklickern will ist ein informelles Zusammenspiel zwischen Russland u. dem Imperium zur Zerschlagung u. Teilung des syrischen Nationalstaates, wofür auf Russenseite strategische Energieinteressen bestimmend sein sollen. Wobei die syrische Regierung (Assad) über alles vollkommen Bescheid weiss u. absprachegemäss mitmacht, d.h. ihre eigene Bevölkerung belügt u. betrügt und auch noch Hoch- u. Landesverrat begeht. Denn eine Regierung, die vorsätzlich die Teilung des eigenen Landes zugunsten Dritter vorbereitet, handelt natürlich gegen die Verfassung u. die Gesetze des eigenen Nationalstaates.
      Man könnte auch sagen, der Selbstverteidigungskrieg Syriens ist ein Schauspiel für die Weltöffentlichkeit u. auch für die eigenen syr. Leute, die noch glauben, die SAA verteidige wirklich noch die Integrität ihres Landes u. schütze die Bürger.
      Noch was vergessen? Achja, die einzige Partei, die dieses infame Vorhaben durchschaut hat ist selbstverständlich die kurdische PYD, die Durchblicker aus den hinterwäldlichsten Gegenden der Region, die unbedingt nicht separatistisch sein will. Man könnte praktisch so sagen: diese Kurdenorganisation ist die wahre Verteidigerin Syriens.
      Lol – wenn’s nicht so traurig wäre.

      *ausser im freiheitl.-demokratischen Westen u. in Israel, wo Gard bekanntlich, höchstens bei den von Verfassungsschutz u. Gladio inspirierten Neonazis, nirgends Faschisten an der Staatsmacht erkennen kann

    • Enis, ich, Leute wie ich (und da darf ich jetzt wohl die Leute, die sich der PYD aus Überzeugung angeschlossen haben, einschließen), wollen nicht „Syrien“ schützen, sondern die Einwohner Syriens (und gern auch anderer Staatsterritorien) ermutigen und ermächtigen, sich selbst zu schützen. Das geht nämlich, wenn auch nicht unter allen Umständen, die deshalb sorgfältig zu ermessen sind.

      Das soll eine eine Teileinlösung des hier gegebenen Fortsetzungsversprechens werden.

      Die YPG’s geben jemandem, der wissen will, wie Kommunen sich selbst verteidigen können, wenn sie wenigstens Zugang zu einfacher Bewaffnung und guter Kommunikationstechnik haben, und welche sozialen Voraussetzungen das erfordert, gutes und reichliches Anschauungsmaterial. Ich kann das im Detail nicht vorstellen, weil ich kaum Zugang dazu habe, könnte es auch nicht, wenn ich ihn hätte, weil sowas nur im Gespräch, in Rede und Gegenrede, Frage und Antwort zu vermitteln ist. Das ist das eine.

      Das andere: Telkalah ist eine strategisch bedeutsame Stadt. Dennoch wurde sie von den Rebellen kampflos geräumt. Übereinstimmenden Berichten aus gegnerischen Lagern zufolge soll die Entscheidung der führenden Patriarchen in der Stadt – Familien- und Clansoberhäupter im Rang von Stadtältesten – dazu den Ausschlag gegeben haben.
      Das muß in diesem speziellen Fall nicht unbedingt stimmen. Vielleicht gab es eine Direktive von höherer Stelle, der SAA eine Frontsicherung zu erlauben, die Voraussetzung für die Schaffung eines Rumpfstaates unter Einschluß der alavitisch dominierten Siedlungsgebiete im Raum Homs ist. Aber es gibt weitere Orte, die nicht in diesem Zwielicht stehen, aus denen dasselbe oder Ähnliches berichtet wurde, allerdings lassen diese Berichte sich mit meinen Mitteln nicht gegenchecken, deshalb habe ich sie auch nicht dokumentiert. Diese Orte sind angeblich selbst von Hardcore-Islamisten gemieden worden, weil ihnen hinreichend klar gemacht wurde, daß sie mit entschiedenem tribalen und kommunalen Widerstand zu rechnen gehabt hätten.

      Ein Musterbeispiel scheint das drusische Gebiet zu sein. Die drusischen Geistlichen gaben eine „Fatwa“ aus, die Gemeindemitglieder vom Dienst in der SAA bannte, sie aber zugleich aufrief und ermächtigte, ihre Heimatorte selbst gegen Eindringlinge zu verteidigen, in Kooperation mit Armeekräften. Von einigen christlich dominierten Orten wurde Ähnliches berichtet und natürlich ist in beiden Fällen die Wirkung durch die relative Isolation dieser Partialgesellschaften gemindert.
      (Fortsetzung)

    • TomGard

      Der Raum hier läßt es nicht zu, die Erfahrungen auszuwerten, die es hinsichtlich der Wehrhaftigkeit der Zivilbevölkerung in Libyen gibt. Ich kann nur versichern, es lohnte sich! Schon der ganz oberflächliche Vergleich zeigt, wie dramatisch widerstandskräftiger die libyschen Gesellschaften gegen die unkonventionelle Kriegführung waren: Die Bevölkerung war viel kleiner, die Armee winzig (etwa 25.000 Mann, von denen ca. 3000 schon den ersten Angriffen, darunter der libyschen Variante des „Highway to Death“ vor Benghazi zum Opfer fielen, nach der zweiten Welle der Luftangriffe waren vermutlich nicht mehr als 15.000 Mann übrig) die taktischen und strategischen Kampfbedingungen in der Mehrzahl der Provinzen ungünstiger für die Verteidiger, um so mehr, als gegen sie ein Luftkrieg geführt wurde, der verhältnismäßig den Luftwaffeneinsatz im Irak deutlich übertraf, während er in Syrien entfiel!

      Dennoch war der imperialistische Angriff im Juli 2011 praktisch gescheitert, (Das kann man z.B. in Jamestown- und Stratfor-Artikeln nachlesen) und es bedurfte einer Reihe gesonderter Anstrengungen, darunter eine neue Front im Westen, den Widerstand doch noch zu brechen, während in Syrien ein relativ kleinerer Aufwand reichte, die Verteidiger etwa binnen eines Jahres, von etwa Oktober ’11 (der Verlegung libyscher, tunesischer und anderer am Libyenkrieg beteiligter Kämpfer nach Syrien) bis Nov./ Dez. 12 mit dem Rücken zur Wand zu stellen.
      Warum?
      Auch diese Antwort kann ich nicht geben, aber es lohnte sich, sie zu ermitteln.

    • TomGard

      Ich will aber immerhin behauptet haben, daß es meiner Überzeugung nach viel mit der Spezifik des syrischen Nationalismus zu tun hat, wobei ich unter diesem Begriff nicht Patriotismus verstehe, sondern die ganz normale „vernünftige“ Unterwerfung unter die zentrale Ordnungs- und Polizeimacht, und noch spezieller mit der Verzahnung dieses Nationalismus mit den traditionellen Gstaltungen des Patriarchates. Ich kann da niemals Experte sein – ich beherrsche die Sprache nicht, ich kenne die Verhältnisse nicht im Detail und würde sie nicht ausreichend kennen lernen, selbst wenn man mir alle nötigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellte. Ich hab nur ein gewisses analytisches Vermögen aufgrund meiner Kenntnisse der Anatomie und des Stoffwechsels verschiedener Formen der Herrschaft von Privateigentümern, aber auf denen beharre ich, that’s all!

      Deshalb in drei Sätzen ein Gedankenexperiment angedeutet: Wenn es in Syrien außerhalb der Kurdengebiete die Option gäbe, daß die Kommunen sich selbst verwalten, so könnten sie dem imperialen Angriff mit einem Sidestep ausweichen, wie es die Kurden versuchen. Der Krieg selbst hat bewiesen, daß etliche Voraussetzungen dafür gegeben sind, weil er eine Entbehrlichkeit bzw. Ersetzbarkeit vieler staatlicher Institute auf kommunaler und regionaler Ebene zeigte. Die Erfolge der YPG’s in den Provinzen Raqqa und Hasakah beruhen zu einem schwer ermesslichen Teil einfach darauf, daß sich die Islamisten UND die imperialen Statthalter der FSA überwiegend unfähig zeigten, selbst die elementarsten kommunalen Verwaltungsaufgaben zu erfüllen bzw. deren Erfüllung wenigstens zuzulassen! (Das kann man bei Al Monitor nachlesen). In den übrigen Teilen Syriens ist es (wie es scheint, muß ich als Landesfremder vorsichtig sagen) überwiegend so, daß das Staatswesen noch immer den Löwenanteil der kommunalen Verwaltung und Logistik des Zivillebens trägt, in dem sich die Angreifer gleichwohl einnisten und vergleichsweise freizügig bewegen können! Die Bevölkerung hockt „irgendwo dazwischen“ bzw. flieht, wenn sie es nicht aushält.

      Der größte „Witz“ aber ist – und auch das zeigen die Erfahrungen im Norden des Landes – daß der Angriff der Takfiris auf Syrien plötzlich in weitem Umfang in s Leere bzw. auf überaus sumpfiges Terrain gerät, sobald der Terror gegen die sunnitische Bevölkerung nicht mehr damit zu rechtfertigen ist, daß sie „den falschen Herren“ folge. Denn sie selbst sind außerstande solche Herren zu sein, sie sind bloß, was sie halt sind: Warlords und ihre Söldner!

      So.

      Jetze hab ich wirklich mal „gelabert“ – so als Einblick in das Unfertige im Hinterstübchen.
      Ansonsten wiederhole ich vorsichtshalber, was ich schon weit oben geschrieben habe, mir geht’s um die Stärkung der Subjektivität meiner Adressaten, d.h. dem, was von ihnen bleibt, wenn sie keine Staatsbürger bzw. Gottesanbeter mehr sind …

    • Enis

      @TomGard
      Und du bist wirklich voll davon überzeugt, dass die PYD keine Handlanger einiger Mächste sind bzw. sein werden??! (Nordirak, Türkei, Amerika, mit etwas Glück auch Russland) Du meinst Öcalan hat einen kleineren Personenkult als Assad?!

      Das einzige was mich an den Kurden stört sind ihre schlampenhaften Zick-zack Kurse. Daher bleibt bei mir ein grosses Misstrauen gegenüber diesen, wie auch gegenüber deinen Motiven und Beweggründen.

    • TomGard

      @ Walter Mandl,
      denken wir uns jetzt mal „laberköpfig“ die Staatswesen weg, die über uns herrschen, so brauchen Du und ich jetzt nie mehr zu fürchten, vom anderen hinterrücks angefallen zu werden. Ist es nicht so?
      So viel und noch etliches mehr ist mit dem Ethos der Wahrhaftigkeit gewonnen. Vielleicht kannst Du das mal dem Jonny B. Ungood beibringen? (Und dem Nobby gleich mit?) Nee, das gelingt wohl niemandem mehr – fürchte ich.

    • habkind

      @TomGard
      Die Kurden verwalten bzw. verteidigen sich doch nicht als einzelne Komunen.
      Die YPG besteht doch aus geordneten Kampfeinheiten mit einer militärischen Struktur mit Befehlsgebern und Befehlsempfänger. In manchen Ländern nennt man solche Einheiten „Armee“.
      Die Kurden in Syrien haben einen Hohen Rat, dem viele verschiedene Kurdenregionen und Kurdenparteien angehören und der die Entscheidungen nach entsprechenden Beratungen und Diskussionen trifft und sie weitergibt an die ausführenden Organe. In manchen Ländern nennt man sowas Parlament oder Regierung.
      Die Komunen haben sich doch nicht selbst gegen die Söldner gewandt und sie vertrieben – sie haben das gleiche gemacht, wie die SAA: sie haben die Gegner bekämpft, getötet und vertrieben. Wie die SAA sind sie von den Söldner hintergangen worden, indem sich die Söldner erst im Kurdengebiet eingenistet haben und auf freundlich und friedvoll getan haben aber insgeheim an den Stützpunkten der YPG Sprenstoffanschläge vorbereitet haben.
      Das Spiel wiederholt sich jetzt bei den Kurden.
      Mit Komunlaer Selbstverwaltung und sozialistich-linker friedvoller Verteidigung hat das nichts zu tun.

    • TomGard

      @ Enis

      „Und du bist wirklich voll davon überzeugt, dass die PYD keine Handlanger einiger Mächste sind bzw. sein werden??!“

      Nein. Es sind weder Heilige noch Verrückte. Aber ich bin überzeugt, daß der Widerstand gegen Usurpatoren, sei es aus Syrien, der Türkei oder dem Irak, in diesem Gebiet über wenigstens drei Generationen nur auszurotten geht, wenn man mit den Einwohnern ähnlich verfährt, wie mit den Hugenotten in Frankreich, mit der indigenen Bevölkerung Nord- und Teilen Südamerikas, oder mit den Tamilen: sie zur Hälfte hinschlachtet und einen beträchtlichen Teil des Restes deportiert.

    • @TomGard

      du verlogenes stück scheisse, hafez assad hat die syrische republik überhaupt zu dem gemacht was sie ist,
      fahr doch zur hölle mit deinem ganzen gesocks…

      ihr habt verloren. ihr habt verloren. ihr habt verloren.

    • Habkind,
      Deine Einwände stimmen nicht, sind aber deshalb nicht völlig verkehrt. Einzelheiten dazu kann ich schon deshalb nicht liefern, weil die YPG’s u.a. unterschiedlicher (halt lokaler und regionaler) Zusammensetzung halber unterschiedlich sind.

      Doch der eigentliche Punkt ist, daß die Einwände anscheinend gegen die Unterstellung zielen, die SAA sei grundsätzlich „schlecht“, weil sie eine Armee ist. Das habe ich nie gesagt, mich stattdessen ausdrücklich gegen diese Unterstellung versichert, u.a. Dir gegenüber, hier:

      http://apxwn.blogspot.com/2013/07/al-qabun-straenarbeiten.html?showComment=1374214082561#c8140801023994369654

      “ … ist unter diesen Bedingungen jeder patriotische Einsatz eines Soldaten gegen das Bandenwesen, gegen die Söldner, Terroristen und andere Insurgenten ein Kampf für die Restauration der Macht der Baath und der Geheimdienste. Ob er das will oder nicht!

      Hervorhebungen im Original!

      Die Unterstellung mag insofern naheliegend sein, als ich mich allgemein gegen Nationen und ihre Staatswesen aufstelle, aber ich habe nie zu einer antikapitalistischen Revolution in Syrien aufgerufen, sondern zu einem republikanischen Putsch gegen die herrschende Hierachie, der zu beträchtlichen Teilen aus der Armee selbst kommen müßte, um den Bürgerkrieg zu vermeiden, bzw. zu beenden, soweit es bereits einer ist.

      Ich schreibe mal aus dem Handgelenk etwas konkreter zum im verlinkten Posting sehr global behandelten Verhältnis von Armee und Gesellschaft:

      freihändige bemerkungen zur rolle der armee in der syrischen gesellschaft

  • habkind

    Das Folgende war zu erwarten, jedenfalls hatte ich das
    aus der zögernden Haltung der USA zu den Waffenlieferung schon vor 2 Wochen so gesehen (erhofft) und hier kommentiert.
    Die Art und Weise, wei Obama auf die Forderungen des Senats, nun endlich in Syrien einzugreifen und den Rebellen Waffen zu senden, konnte man erkennen, dass Obama das widerstrebend in die Wege geleitet hat und sich für die Waffenlieferungen viel Zeit gelassen.
    Thierry Meyssan bestätigt das in seinem Artikell:

    USA lassen syrische „Rebellen“ fallen
    Von Thierry Meyssan

    Sie haben sicherlich die Änderung des Tons der atlantischen Presse zum „syrischen Problem“ bemerkt. Die „Rebellen“, diese „Helden der Freiheit“, haben sich plötzlich in fanatische Terroristen verwandelt, die sich zerfleischen. Für Thierry Meyssan, von dessen Syrischen Chroniken wir 2012 acht Folgen veröffentlicht haben, gibt es da nichts Neues unter der Sonne: Washington hat einfach die Idee, Baschar Al-Assad zu stürzen, fallen gelassen und nimmt Kurs auf die Abhaltung der Konferenz Genf II, die nach Ansicht von US-Außenamtschef John Kerry frühestens im September stattfinden wird. Nächster Schritt: der Verlust des französischen Einflusses in der Region.
    .
    .
    .
    (weiterlesen):
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19267

    • Der Inhalt dieses Meyssan-Artikels steht in einem anderen, hier:

      http://www.voltairenet.org/article177596.html

      Den sollte man bitte genauestens auf Identitäten und Differenzen mit diesem Artikel von Vlad Socor vom März 2010 für die „Jamestown Foundation“ (bekennendes CIA-Affilee) vergleichen.

      Anm.: Jetzt wird wieder einer daher kommen, mich der „Rechthaberei“, der Überheblichkeit, des Größenwahns zeihen, weil ich Meyssan in die Suppe spucke, der doch „so ungefähr“ (wenn man es moralisch buchstabiert oder transkribiert) in „meine“ Richtung schreibt. Nein. Meyssan verbreitet da gefährlichen Unsinn, der den neofaschistischen Nationalisten Russlands und ihrer westlichen Gefolgschaft den Bauch pinseln soll, damit sie Ruhe geben. Nicht weil Meyssan „böse“ oder ein Agent von irgendjemand wäre, sondern weil er über eine lebhafte, konstruktive Phantasie verfügt (eine seiner Stärken!) und aufgrund gewisser Verletzlichkeiten leicht zu beeinflussen ist.

    • TomGard

      Ich vergaß diesen Link zur Op. „Unbreakable Brotherhood 2012“:
      http://www.eurasianet.org/node/66023

  • Enis

    Sehr interessant, kurz vor der erfolgten Ankuft der UN-Inspektoren die Ratten Khan al-Asal zur Kampfzone verwandelt haben!!! Es sind mehr 2000 Ratten am Rande der Stadt aufmarschiert bzw. haben bereits einige Randzonen unter Kontrolle nehmen können. Leider haben unsere Soldaten einige Märtyrer zu verzeichnen. Die Luftwaffe versucht die Ratten abzuhalten.. Die Stadt sieht jedoch „evakuiert“ aus.. Es gibt einige Video-Aufnahmen mit dem Massenaufmarsch der Blutsauger und unseren Märtyrern, die ich verständlicherweise hier nicht teilen will..

    Bekanntlich kommen unsere Helden eines Nachts ohne Vorhersage wieder!

    • habkind

      die 2000 werden wahrscheinlich ein Willkommenskomitee sein, UN-Fahnen schwenkend die UN-Inspektoren willkommen heißen.

  • Anonymous

    Tomgard:
    Warum schreiben Sie ihre Beiträge nicht auf ihrem Blog und verlinken einfach (und kurz) darauf? Das dauernde Scrollen wird langsam lästig.
    Pedro

  • ISKANDER

    TomGott, du Labersack, lies mal was in Syrien tatsächlich abgeht in puncto „Rebellen“:
    Netter Artikel zum Thema Organhandel und Vergewaltigungen, alles nur möglich, weil Typen wie du in Westeuropa feige in ihren Höhlen hocken und krude 68er Theorien flechten.
    Link: hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/04/23/handler-syrischen-menschenfleischs/
    Aber gleich hebst du deine Zähne wieder und bemängelst die „Quellen“ – weil es nicht in dein kleines Bild passt.
    Schau mal, was Comrade John geschrieben hat weiter oben, geh demonstrieren für Syrien und gegen die Aggression. So kannst du dir Respekt verdienen und Zeit scheinst du als alleinstehender Mann offensichtlich genug zu haben wie man deinem verbissen – psychophatischen Gepinsel entnehmen kann.

    • Nobilitatis

      Da tun Sie TG Unrecht. Selbst wenn das der Wahrheit entspräche (es scheint ein Standardvorwurf gegen unliebsame Gruppen, siehe UCK), das könnte TG nicht verhindern, selbst wenn er „aus seiner Höhle“ rauskröche. Das ist eine Nebenerscheinung allgemeiner Entartung in rechtlosen Gebieten. Übrigens Zeichen, dass der syrische Staat den Kampf gewinnen wird – dass es gegenüber der Regierung keine Ordnungsmacht gibt. Das kann selbst die USA nicht richten, wenn sie denn eingriffe.

    • „Nebenerscheinung allgemeiner Entartung in rechtlosen Gebieten.“

      Das ist nun wirklich ein Randthema, aber weil’s hier so offensichtlich wird: Wo ist denn das Organgeschäft beheimatet und worin wurzelt es?! In „rechtlosen Gebieten“, oder dort, wo die Herrschaft des Rechts genau die Veräußerlichkeit und Käuflichkeit von allem und jedem gebietet, mit Ausnahme des Staatswesens selbst und dessen symbolischem Eigentum, auch an den Leibern der Sklaven? Den Organhandel gibt es nur als kriminellen oder halbseidenen Exzess bürgerlichen Rechts, und auch das ist nur die halbe Wahrheit, denn der größte Markt, der überhaupt erst die Logistik des illegalen Organhandels geschaffen hat, entstand als legaler kolonialer Markt in Indien, von wo aus er sich auf dem ganzen Globus ausbreitete, bis in die imperialen Zentren hinein.

  • kaumi

    Wollte mich kurz zurückmelden. War 3 Wochen im Ausland. hatte eigentlich einen kleinen Abschiedsbeitrag mit 2 schönen Videos hinterlassen, der aber nie erschienen ist. Kann mal vorkommen, vielleicht im spam verschwunden.

    An alle Involvierten der syrischen Hilfsaktion (vor allem Habkind und Iskander):
    ich habe mich entschieden, den Weg mit unserem namentlich bekannten Doc aus Nord-/Mittelhessen nicht zu beschreiten. Habe ein unsicheres Gefühl. Ich habe ihn nicht persönlich kontaktiert, mich aber bei Syrern und Libanesen der Gegend, die ich kenne, über ihn (politisch) informiert.
    Habe heute eine größere Menge Arzneimittel einem syrischen Bekannten, der nach Syrien fliegt, mitgegeben.

    @ Comrade: schöne Zusammenfassung der „Ideenfabrik“ des ewig Wirren und Lächerlichen.

    Und vorm dem Einschlafen noch ein kleines Bonbon:
    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Mawm5vJQ8Xs
    Einen Halbstarken namens Abu Bakr (was sonst) heiraten, dann aus England nach Syrien zum Jihhad, mit Kalaschnikovs shoppen gehen, die Kinder immer dabei, sich im Jihhad wieder schwängern lassen… was für eine geile Homestory!

    @Rashid
    Maraheb ja Batal :-)
    Mitglieder meiner Familie werden mit Sicherheit Mitglieder deiner Familie kennen… Homs ist doch ein Dorf

    • ISKANDER

      @Kaumi:
      Schön das du wieder da bist!
      Danke deiner Einschätzung zum Doctore aus Hessen….
      Ist immer gut, Wege vorab zu überprüfen ehe man ins Leere trifft.
      War also auch gut, auf deinen Resonanzbericht zu warten.
      Nun stellt sich die Frage; welche Spendenwege bieten sich nach deiner nunmehrigen Lageeinschätzung an?
      Bitte gib mal ein paar Ideen – soweit greifbar.
      Hast ja unsere Mailadressen.

    • TomGard

      Du hetzt nicht gegen Habkind, der Meyssan verlinkt hat. Nur gegen TG => Du bist ein verlogener Hurensohn

    • habkind

      @kaumi
      schön, dass du wieder zurück bist. Jetzt dacht ich, du bringst
      uns aus 1.Hand Nachrichten mit, aber anscheinend warst du
      nicht in Syrien – oder?
      Dann werden wir dich hier demnächst wieder öfters hören können.

    • kaumi

      Nein Habkind, ich war nicht in Syrien. Noch nicht mal annährend.
      Nachrichten aus erster Hand gibt es genug, viel Klein-Klein, das Relevante wird hier schon gut veröffentlicht.
      Der Fokus liegt im Moment darauf, dass sich im Nordwesten und vor allem in Nordosten viele chaotische Frontlinien bilden, die aber durchweg alle eine Entlastung der Armee bedeuten.
      Für die eingekeilte Zivilbevölkerung ist das aber wenig tröstlich.

  • Anonymous

    Hallo zusammen,

    langsam wird mir das hier zu bunt!
    TG und andere lassen an Respekt vermissen!

    Arbeitet da jemand für die Schließung des Bloggs?
    Meinungsverschiedenheiten gab es und wird es immer geben aber muss man gleich verbal werden? Ich dachte ich hätte es mit zivilisierten Leuten zu tun.

    @TG:
    Danke, dass du deine Sichtweise zur strategisch/taktischen Position Russlands gegenüber der PYD erläutert hast.

    Das ganze Spiel ist doch recht verwirrend. Wer welche Interessen in diesem ganzen Chaos verfolgt weis ich nicht, weil ich nicht mehr durchblicke.

    Ich hoffe nur aus ganzem Herzen, dass die Menschen in der Region eines Tages friedlich und selbstbestimmt miteinander leben können. Die ganzen Vorkommen an fossilen Energieträgern sind eher eine Last als ein Reichtum für die Menschen im Nahen Osten.

    Frieden und Selbstbestimmung sollten das Fahrwasser sein worauf wir uns alle einigen können müssten. Dass diese Dinge im Nahen Osten erkämpft werden müssen ist einfach nur traurig, weil es zeigt, dass es Leute gibt, die ihr Interesse und die Ausweitung ihrer Macht vor diese beiden Ideale stellen.

    LG Moritz

  • Zum Blog und meiner Rolle darin.

    Telegrammform für die Feinde: Ich werde Pedros vernünftiger Aufforderung folgen, längere Beiträge auf meinen Blog zu stellen und hier nur kurz zu verlinken.

    Für die anderen:
    Ich eigne mich persönlich nicht für die Rolle des „advocatus diaboli“. Ein Advokat, auch dieser, ist ein ruhiger, gesetzter Mann, der seines Dienstes an einer Sache gewiß ist, sei diese Sache nun „Wahrheitsfindung“ oder Entwicklung und Entfaltung einer Sache von allgemeinem Interesse. Ich teile weder den zugehörigen Wahrheitsbetriff, noch den von ziviler „Allgemeinheit“, noch bin ich irgend einer Sache „gewiß“, und ich habe ein explosives und wehrhaftes Temperament. Zudem sehe ich mich vom Syrienkrieg auch abseits der Schlachtfelder persönlich und materiell betroffen – mir geht es dabei auch ans Leben, wenngleich nicht kinetisch – noch nicht.
    Ich trete vom „verlogenen Hurensohn“ an Kaumi nicht zurück, aber das kann man auch anders sagen und ich hätte es besser anders gesagt. Der Punkt, um den es da geht, ist eine Veränderung im Blog. Es gab schon vorher diese Pogromstimmungsmache gegen TG, diese Aufwiegelung des Mobs, der es z.B. jemandem wie Habkind schwer machen könnte, auch nur noch nachzufragen, wie etwas, das ich geschrieben habe, verstanden werden soll. John ( hier ) und ihm folgend Kaumi sind einen Schritt weitergegangen: Sie suchen den Mob nun direkt gegen jeden zu mobilisieren, der noch reagiert. Nur Enis ist davon (noch) ausgenommen.

    Auseinandersetzungen sind unter solcher virtueller Gewalttätigkeit nicht mehr möglich, „der Mob“, vertreten durch seine Führer John, Kaumi, Iskander hat übernommen, nämlich genau in der Form, wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz, an dessen Pranger jemand stand. Wer sich dem solcher Folter anheim gestellten zu einem anderen Zweck näherte, als ihn zu beschimpfen, zu bespucken oder ihm gar Hiebe zu versetzen, riskierte, demnächst selbst dort zu stehen.

    Mir lag wahrlich nicht an einem solchen physischen Beweis der rückstandslos faschistischen Gesinnung solcher (beileibe nicht aller!) Parteigänger der syrischen Nation und ihres Präsidenten, aber hier, ganz begrenzt, ist er nun erbracht, meine sowieso nicht passende Rolle damit obsolet.

    Für die „Bystander“, denen damit unwohl ist, werde ich weiterhin Beiträge zu Debatten hier schreiben, aber ihnen Gelegenheit geben, anonym auf meinem Blog zu fragen, zu kommentieren, sich zu beschweren, und auch zu hetzen – sofern in der Hetze noch irgend ein Argument verborgen steckt.

    • Comrade John

      „Zum Blog und meiner Rolle darin.“

      Wir wollen hier nochmal festhalten, dass einer wie TGard, der schon in seiner Wortwahl zum syrischen Nationalstaat (Schlächter, Militärdiktatur, angeblich führende Funktion des syr. Geheimdienstes) u. dessen Angreifern („Guerilla“; die westl. Medien nennen sie liebhaberisch „Rebellen“), den westlichen Kriegsherren gegen Syrien deutlich im Ar*** sitzend daherkommt, hier vermutlich eine Rolle im Blog spielt. Insoweit ist seine Wortwahl: Rolle auch sehr treffend!
      Nur ist die ziemlich anders als von ihm dargelegt. Wie sie erscheint, was sie bewirkt, u. worauf sie mutmasslich zielt ist in diesen Beiträgen (Antworten @ TGard; nicht alle, nur die wichtigsten) geschrieben worden:
      Comrade John15. Mai 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/05/reyhanli.html?showComment=1368618589299#c2337213188002881663

      Comrade John22. Mai 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/05/al-kusair.html?showComment=1369258965242#c4659349098234397064

      Comrade John24. Juni 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/06/geh-acht.html?showComment=1372065297349#c7135929616573525976

      Comrade John24. Juni 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/06/geh-acht.html?showComment=1372065832993#c5404072445397739336

      Comrade John11. Juli 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/al-qabun-wuhlarbeit.html?showComment=1373500981181#c239502891639657047

      Comrade John11. Juli 2013 22:49
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/al-qabun-wuhlarbeit.html?showComment=1373575796231#c3614559515995545594

      Comrade John11. Juli 2013 23:01
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/al-qabun-wuhlarbeit.html?showComment=1373576475604#c7069709393388403058

      Comrade John20. Juli 2013
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/interna-sommerloch.html?showComment=1374274712241#c8105887815229829844

      Comrade John23. Juli 2013 01:05
      (Abs. 1)
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/interna-sommerloch.html?showComment=1374534307988#c5812140526742688928

      Aus der Sicht eines anti-syrischen Einflussnehmers sind Leute, die es tatsächlich noch wagen gegen den veröffentlichten imperialen Mainstream Einspruch zu erheben u. sich parteiisch zu bekennen natürlich Störenfriede. Die Einflussnahme des Imperiums auf allen Volkskanälen (v.a. in den Medien) ist übrigens der Grund, weshalb es in westl. Ländern einschl. BRD heutzutage fast keinen Widerstand gegen die undemokratischen Bestrebungen einer Art EUdSSR mehr gibt, u. warum auch der völkerrechtswidrige westl. Angriff auf Syrien die Gemüter nicht kümmert.
      Darum kotzt auch Gard sich gegen sie (die wenigen, die der Meinung sind, Syrien solle seine inneren polit. Verhältnisse selbst regeln) entsprechend aus u. nennt sie unter anderem „Nationalisten; Faschisten; solche Parteigänger… mit einer faschistischen Gesinnung“ u.a.m.
      Gard, aus der Tastatur eines offenbar imperialen Parteigängers wie Ihnen ist die Bezeichnung: Faschist! auf jeden Fall gängig, normal u. keineswegs noch überraschend. Solche Bezeichnungen haben etwas mit der Umwertung aller Werte zu tun, die das Imperium in allen Ländern dauernd betreibt u. mit seiner Methode den polit. Gegner zu denunzieren u. ihn möglichst mundtot zu machen. Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf: Neonazis! Rassisten! Antisemiten! – dann wäre die Palette der Totschlageausdrücke fertig gepackt. Nur zu, Gard, trauen Sie sich ran.

      Die Rolle der unschuldig verfolgten Minderheit im Blog haben Sie prächtig gespielt. „Dummerweise“ kann ich wenn ich will sofort nachweisen (das Netz vergisst nicht!), dass Sie es waren, der mich vom ersten erkennbaren Auftreten an in arroganter Oberlehrermanier zurechtweisen wollte, was dann jedoch überhaupt nicht geklappt hat, da ich mich verständlicherweise zur Wehr gesetzt habe. Soviel zu den Anfängen unserer „Beziehung“. Und „dummerweise“ haben Sie sich hier mit fast allen Nutzern schon mehr oder weniger heftig angelegt, sodass es Ihnen am wenigsten zusteht sich als an den Pranger gestelltes Opferlamm zu gerieren.

    • richtig, richtig, richtig – popichtig.

      TG ist kein ernstzunehmender diskutierpartner, sondern eine art markus schmitt mit hochintellektuellen (und meistens ziemlich wenigsagenden) und ellenlangen passagen – mit denen er uns es schafft uns sogar noch mehr zu nerven als der höhlentroll markus.

      ihn zu ignorieren dürfte schwerer fallen weil er hier so verdammt viel postet. wahrscheinlich ist er ein hartz 4 empfänger ohne job und familie – oder aber ein 100% professioneller vollzeit hasbara-troll.

      wie dem auch sei, lasst euch davon nicht aus der ruhe bringen, die FSA ist bereits geschichte und die islamisten sind dann wohl als nächstes dran. mittlerweile kann ich auch bestätigen dass die russischen waffen gut angekommen sind und der israelische angriff auf latakia eine erfundene geschichte (allerdins nicht die „abgestürzte“ f-16!).

  • Der Artikel von Jürgen Todenhöfer im Tagespiegel 1.7. war mir entgangen.

    Von Bedeutung ist er m.E. deshalb, weil …

    weiterlesen

  • Anonymous

    Hallo,
    Eine Nachricht von einem iranischen Nachrichten Kanal:

    FSA räumt Erfolge der Syrischen Armee ein (24. Juli 2013)
    http://www.hispantv.com/detail/2013/07/24/234155/els-reconoce-exitos-ejercito-sirio

    Der Chef von der selbst genannten Freien Syrischen Armee (FSA), Salim Idris, räumte am Mittwoch den Vormarsch und die Erfolge der Operationen der Syrischen Armee in verschiedenen Teilen des Landes ein, als er die Unfähigkeit der Terroristen um die Syrischen Kräfte zu besiegen mitteilte.
    Nachdem die Armee vor Kurzem ca. 30 Ortschaften in verschiedenen Teilen des Landes wieder unter vollständige Kontrolle gebracht hatte, forderten die bewaffneten Männer die dringende Lieferung von mehr militärischen Unterstützung.
    Die syrischen Terroristen sind wegen der spärlichen militärischen Unterstützung vom Westen enttäuscht, und haben erklärt daß sie die gesamte Militärhilfe der Vereinigten Staaten und der Europäischen Gemeischaft (EU) nicht erhalten haben, sagte Idris.

    Dise Erklärungen finden statt obwohl die Terroristen stets die wirtschaftliche und militärische Unterstützung des Westens bekommen haben um die Regierung vom syrischen Präsidenten, Bashar al-Asad, zu stürzen.

    Am Montag gab das Aufklärungskomitee vom Kongress der Vereinigten Staaten dem Präsidenten des Landes, Barack Obama, grünes Licht um mit den Waffenlieferungen an die bewaffneten Oppositionellen die gegen Damaskus kämpfen zu beginnen.

    Von Anfang an hat Washington den Terroristen in Syrien seine Unterstützung erklärt. Nach zwei Jahren von Einwänden in Bezug auf die Krise welche dieses arabische Land erlebt, am 14. Juni befahl Obama seiner Administration den Takfirien in Syrien Waffen zu liefern. Aber der Plan stiess gegen die Einwände im Konkress von Demokraten und Republikaner.

    Ebenso entschieden am 27. Mai die Aussenminister der EU, nach einem langen Gespräch, das Waffenembargo gegen die bewaffneten Gruppen aufzuheben. Frankreich und England waren die Hauptförderer dieser Massnahme.

    Seit mehr als zwei Jahren ist Syrien das Szenarium von Unruhen die von Terroristen begangen werden, Terroristen die von einigen westlichen und mehreren regionalen Ländern – wie Saudi-Arabien, Katar und die Türkei – finanziert und geleitet werden um die Regierung von Damaskus zu stürzen.

    Pedro

  • xyz2507

    TG schreibt auf seinem Blog:

    „So oder so, im Syrenkrieg wird Israel seinem geschichtlichen Schicksal, ihn entscheiden zu müssen, sei es offen, oder im Hintergrund, nicht entgehen. Ob es die Zionisten dahin zieht, oder sie dahin sinken, ist ganz wurscht.“

    Interessante Aussage!

    Es gibt da ein Sachbuch, an die 20Jahre alt aus dem Epilog möchte ich hier zitieren, wer herausfindet um welches historisches Werk es sich handelt, hat sich als Globaler Analytiker ausgewiesen. Zitat Anfang:
    „Viel zu lange hatte ich den falschen Herren gedient. Soweit ich mich zurückerinnern kann, hegte ich meine Zweifel an ihnen, erstickte aber immer schnell die Flamme des Skeptizismus aus Loyalität für das größere Ziel. Ich nahm die neuentstandene Religion des Zionismus an. Nichts ist einfacher, als in den Sog des Nationalismus zu geraten. Selbst heute noch, wenn ich auf .meine zerbrochenen Träume zurückblicke, fühle ich einen Schauder, wenn auch nur von weitem die israelische Nationalhymne erklingt.
    Ich hatte mein Leben jenem Land gewidmet und der einzigartigen
    Lebensweise, die es zu bieten schien. Es tut mir nicht um die
    verlorenen Jahre leid, die ich danach strebte, den sogenannten
    israelischen Traum zu verwirklichen. Mich schmerzt lediglich,
    etwas grundlegend Falschem angehangen zu haben. Der Zionismus
    existiert, genau wie die Apartheid, nur zum Wohle eines einzelnen
    Volkes. Schon von der Definition her ist es eine obsolete, dem
    neunzehnten Jahrhundert angehörende rassistische Bewegung, die
    nach Maßstäben der Menschenrechte keiner Prüfung standhalten
    würde.

    • Den Link zu bringen, wäre angemessen gewesen:

      http://tomgard2.blog.de/2013/07/15/israelischer-angriff-latakia-yakhont-affaere-16240280/

      Der Zusammenhang: Die Analyse der Psy-Op um einen angeblichen israelischen Angriff auf gelagerte Yakhonts im Raum Latakia.

      Das Zwischenfazit lautete:

      „… ist einigermaßen klar, daß mit der CNN-Veröffentlichung die nächste Stufe des Eintritts Israels in den Syrienkrieg begonnen hat, egal, ob es den ominösen Angriff in Latakia gegeben hat, oder nicht.“
      Ich hätte vielleicht ausführen sollen, was mir selbstverständlich erschien: Da hetzte jemand die Meute auf die Leithunde in den USA UND Israel.

      Danach befaßte ich mich noch kurz mit der Desinformation des mir altbekannten Früchtchens Ronen Solomon zum Thema, um dann zu schließen:

      „Bleibt noch zu erwähnen, daß aus alledem keinesfalls zu folgern ist, die Regierung Netanyahu habe die Psy-Op in Auftrag gegeben. Die Auftraggeber müssen nicht einmal in Israel hocken. So oder so, im Syrenkrieg wird Israel seinem geschichtlichen Schicksal, ihn entscheiden zu müssen, sei es offen, oder im Hintergrund, nicht entgehen. Ob es die Zionisten dahin zieht, oder sie dahin sinken, ist ganz wurscht.“

      Damit bezog ich mich implizit auf Dutzende meiner seitenlange Essays zur widersprüchlichen Einbettung zionistischen Kolonialismus in den US-Imperialismus, für welche die sog. „Suez-Krise“ einen Hauptschlüssel liefert. Das sagen übrigens auch Leute wie Pappe (meine ich gelesen zu haben) und definitiv Finkelstein. Was Victor Ostrovsky dazu zu sagen hätte, weiß ich nicht.

  • xyz2507

    Fortsetzung:
    […]
    Wenn man erst einmal seine ganze Existenz auf einer Lüge
    aufbaut, kann es keine Moral für irgendwelche Handlungen geben.
    Und der Arm zur Umsetzung der Handlungen des israelischen
    Staates ist der Mossad, der daher die größte Lüge ist. Der Mossad
    ist der aktivste aller westlichen Geheimdienste, ständig auf der
    Suche danach, jene anzugreifen, die er als Feinde des Staates
    ansieht, ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Landes befinden.
    Mir ist es gelungen, mit meinen Aktionen zu zeigen, daß der
    Mossad nicht einmal Dinge bemerkt, die direkt vor seiner Nase
    passieren, und daß er viel weniger verschwiegen ist, als er gerne
    glauben machen möchte.
    Mein Volk, das jüdische Volk, hat immer und bei jeder Gelegenheit
    gesagt, daß jeder dafür verantwortlich ist, was in Europa durch
    die Nazis geschah, weil sie es durch ihr Schweigen erst möglich
    machten. Wenn der Tag kommt, an dem die israelischen Generäle
    und Politiker für ihre Handlungen in den besetzten Gebieten und
    sonstwo Rechenschaft ablegen müssen, dann werde ich zumindest
    wissen, daß ich nicht geschwiegen habe.
    Für jeden, der Verständnis für Militärstrategie hat, ist klar, daß
    Israel, auch wenn es seine arabischen Nachbarn in einem örtlich
    begrenzten Krieg besiegen kann, es sie nicht zu überrennen oder zur Kapitulation zu zwingen vermag. Solange demnach ein nicht gelöster Konflikt schwelt, insbesondere ein solcher, bei dem Israel
    eindeutig der Aggressor ist, ist das Schicksal des Landes besiegelt
    und seine Zerstörung eigentlich nur eine Frage der Zeit. Für das
    Volk Israels ist es höchste Zeit, in die Diskussion einzutreten, und
    zwar über seine Ideologie. Wollen die Juden Bürger einer wirklichen
    Demokratie sein oder Wächter der Festung Israel? Sie brauchen
    sich doch nur die Berge Israels anzuschauen, die übersät sind
    mit Festungen, die alle mit der Zeit untergegangen sind.
    Der Judaismus ist ewig, der Zionismus nur eine Episode. Israel
    wird nur als ein säkularisierter Staat zwischen Jordan und Mittelmeer sicher sein, in dem alle Völker frei sind und die gleichen
    Rechte besitzen.“ Zitat Ende

    1990/91 gab es die erste Veröffentlichung des Autors, welcher vorher den Staat Israel verlassen musste, weil er in Lebensgefahr sich befand. Diese erste Buch sollte auf dem Gerichtswege unterdrückt werden, was jedoch scheiterte, weil ein mutiger Verlag bereits die Bücher ausgeliefert hatte. Es gab zur gleichen Zeit in Italien die Offenlegung der Gladio-Nato-Geheimarmeen und Ermittlungen über P2-Mafia-Verstrickungen diverser Regierungspolitiker.

    Von beiden grunderschütternden Angelegenheiten hat man in der BRD nichts mitbekommen, weil in dt. Medien es nicht berichtet wurde- ein Skandal an sich. Die erste Veröffentlichung die sich mit dem neuen Kentnissen auseinadersetzte und diese im großen Zusammenhang stellte, war Andreas von Bülow, „Im Namen des Staates“ Da politisch aktive Bildungsbürger in der BRD es seit dem versäumten, diese darin beschriebenen Vorgänge, Zustände und Verhältnisse öffentlich zum Thema zu machen, konnte sich eine Konstellation herausformen und machtförmig, strukturell verfestigen die -eben bereits vor 20 Jahren erkennbar- heute unser politisches System und unser aller Leben hier bestimmt.

    Es ist ein Totalschaden des europäischen politischen Denkens eingetreten. Der wird nicht so einfach wieder zu reparieren sein.

  • Anonymous

    Wusstet ihr eigentlich, das auch auf Assad die Definition des muslimischen Satans zutrifft, da er zwietracht unter den glaubejsbrüdern säht?
    Denn er hat durch sein bleiben an der Macht einen Streit zwischen den Konfessionen ausgelöst. Offensichtlich wirbt er um die Gunst Aller, andererseits herrscht aber ein Machtkampf zwischen alawiten, Schiiten und den Sunniten. Die Revolution setzte auf den Zusammenhalt aller Religionen, was aber ebenso das Regime zerschlug um einfacher an der Macht zu bleiben, was aber die Spaltung der Konfessionen erst ermöglichte.
    Was ist eure Meinung dazu?

    Bruzzzler

    • CM

      Bruzzzler,
      in den letzten 2,5 Jahren mal was anderes als Springer-Presse gelesen?
      Vom 1.Tag wurde eine Spaltung der Gesellschaft betriebn – von Seiten der „Opposition“. Wäre Assad gegangen hätte die komplette Spaltung auch funktioniert. Ist er aber nicht. Und so besteht wenigstens die Chance, das sich die Religionen nicht bekämpfen. Z.Z. kämpfen nämlich nur die Fanatiker (Wahabbiten, Salafisten, Al-Nusra, Al – Kaida) gg. die legetime syrische Regierung.

    • Anonymous

      CM,
      doch ich habe auch anderes als Springer Presse gelesen. Fand die auch etwas zu einseitig und es wurde viel zu wenig Wert auf vermittlungen gelegt, als diese vielleicht noch relativ einfach möglich gewesen wären.
      Ein Umbruch spaltet klar die Gesellschaft, da es Verlierer gibt die ihre Macht einbüßen oder einfach Angst vor dem ungewissen da ist.
      Ich sage es mal so, wäre assad zurückgetreten hätten die religiösen fanatiker auch höchstens eine legislaturperionde politisch überlebt, bis Sie dann durch wahlen abgesetzt worden wären, diese Erkenntnis hätten diese friedlich verarbeitet und die zum extremismuss neigen hätten womöglich mehr Wert auf Bildung gelegt um mitzuhalten als auf religion. Das assad auch zu Beginn nicht unschuldig war sollte man dabei auch bedenken, durch das Blutvergießen spaltete man die Gesellschaft nachhaltig und förderte die religiösität im negativen und den fanatismus und extremismuss.
      Die spalltung war eher gesellschaftlich zu Beginn, wurde aber zur religiösen gemacht indem die alaviten und Christen oder auch die Schiiten als Minderheiten der Mehrheit der sunniten als demokratisch unterlegen und als die verlierer hingestellt wurden.
      Von daher wäre finde ich eine komplette Spaltung der Gesellschaft( in staatsapperat/gesellschaft) durch einen Rücktritt assads noch das beste gewesen, da die Gesellschaft wohl eher vom Staat wie in der früheren ddr von Staat bestimmt ist, hätte sich so vielleicht am besten eine echte zivilgesellschaft gebildet und eine echte Demokratie.
      Jetzt ist das wahrscheinlich etwas spät und viel steht auf dem Spiel, weshalb auch von westlicher Seite nicht mehr viel gegen die Vernichtung der fanatiker spricht. Die fsa sollte verhandeln und sich die Niederlage eingestehen und am besten auch der Rest der bewaffneten. Was für ein Leben erwartet die fanatiker und was passiert mit den gefangenen? Auch die Fragen des wiederaufbaus und der medizinischen Hilfe besonnders für die unbeteiligten Opfer dieser Tragödie werden sich stellen.

      Bruzzzler

    • CM

      Bruzzzler,
      die Wfanatiker“ wie du sie nennst, waren schon während der ersten Tage der „Demos“ in Daraa in anderen Landesteilen (ich spreche hier von Homs) sehr, ich sag mal so, aktiv. Diese Infos stammen übrigens nicht aus irgendeinem Medium, sondern aus erster Hand. Wäre Assad zurückgetreten hätten diese Subjekte freie Hand gehabt. Sie scheren sich weder um Wahlen noch Legislaturperioden, nur um ihre Idee eines „sunnitischen Gottesstaates2 ala Steinzeit. Die syrische Armee ist keine freiwilligen Armee, hätte Assad nicht die Unterstützung der Mehrheit des Volkes (und damit auch der Armee) hätte sich die ganze Sache längst erledigt und er wäre gestürzt wurden wie z.B. Mursi. Ich nehme niemanden übel, das man aufgrund der vielen unterschiedlichen Äußerungen in Funk und Presse den Überblick über die Ereignisse und die komlexität dieses Konfliktes verliert, aber die Menschen vor Ort wissen sehr wohl was, wie und warum etwas passiert und was für sie das beste ist. man muss sie nur lassen und hinhören. Wie gesagt, dies ist nicht irgendein zusammengeleses Statement, sondern das, was ich von vor Ort mitgeteilt bekomme. Vlt. kann Enis und Kaumi auch etwas dazu sagen. Diese bekommen ihre Infos aus ebensolchen Quellen vor Ort.

    • habkind

      @bruzzler 20:29
      tut mir leid, bruzzler, aber Ihre Vorschläge mögen nett gemeint sein, aber sie sind voll daneben. Ihre Vorschläge machen doch nur sinn, wenn der größte Teil der Bevölkerung hinter diesem „anfänglichen“ Aufstand gewesen wäre. Das war aber nicht so. Es war ein abgekartetes Spiel, von außen geplant und ausgeführt und einige wenige tausend Einheimische, die nicht wussten ,dass sie mißbraucht wurden.
      Egal, wie sich Assad entschieden hätte, es hätte zu diesem Kampf kommen müssen, denn es war geplant, dass Syrien machmäßig gestutzt werden sollte.
      Das Militär sollte radikal verringert werden (in geheimen Dokumenten ist die Rede von 100.000 Mann) und das Land sollte aufgeteilt werden (im Norden an die Türkei, im Osten an Israel).
      In den geheimen Dokumenten stehen noch viele schöne Sachen, was mit Syrien hätte passieren sollen.
      Ihre Vorstellung, dass die religiösen Fanatiker nur eine Legislaturperiode bestanden hätte, ist zum schmunzeln. Zu einer Wahl würde es garnicht erst kommen. Diese gewaltbereiten Fanatiker würden gnadenlos die Macht übernehemen und ein Gewaltregime aufbauen. Erinnern Sie sich an die Taliban-regierung in Afghanistan, Wo 12-jahrigen Mädchen die Fingerkuppen abgeschnitten werden, weil sie Nagellack benutzten? Afghanistan war mal so säkular und fortschrittlich wie vor dem Krieg Syrien. Wäre diese gefakte Revolution in Syrien erfolgreich gewesen, wäre das der Tod Syriens und der buchstäbliche Tod hunderttausender gewesen.
      Ihre Hoffungen sind in Wirklichkeit märchenhaft Vorstellungen und stehen in keinem Zusammenhang mit der Realität einer arabischen Bevölkerung (sowie den von außen eingeschläusten religiösen Fanatikern).

    • Anonymous

      CM,
      Ich denke du hast schon recht, das diese Fanatiker aktiv waren, was aber leider von unseren Medien lange übersehen oder ignoriert worden ist, auf der anderen Seite herrschte auch die Medienblockade, die Assad womöglich aufgrund der Eindrücke aus Libyen verhängte und seines vorgehens.
      Wäre Assad zurückgetreten gäbe es immer noch die Polizei, Armee, die ebenso vorgegangen wäre und diese Leute hätten keine Gründe mehr gehabt mit Gewalt sich gegen die Diktatur zu erheben. Die Situation wäre Praktisch entschärft worden. Und die Sunniten die in den Bevölkerung in der Mehrheit stehen, hätten sich sicher auch mit Wahlen zufrieden gegeben, da im Grunde auch nur wenige einen Gottesstaat anstrebten.
      Hat denn Assad die Mehrheit für sein Vorgehen hinter sich? Selbst wenn es so wäre, kommt es einem Verbrechen gleich, nach allem was vorgefallen ist.
      Was ich mich zum Beispiel nicht vorstellen kann ist, das die Menschen vor Ort so viel besser wissen was los ist.

      habkind,
      Also ich denke schon das die Meisten für Demokratie aufgestanden sind und gegen die Gewaltanwendung waren. Die Frage war halt, mit oder ohne Assad. Assad hätte an den Beispielen andererorts aber wissen können wie sich die Menschen verhalten und hat die Möglichkeit die Gewaltspirale zu beenden.
      Das man irgendwann einmal im Militär kosten eingespart hätte mag logisch sein, doch die Aufteilung zwischen Türkei und Israel hört sich schon sehr abstrakt an, da in einer Demokratie mit oder ohne Assad, gewählte Syrer Herrschen die natürlich für ihr Land versuchen die richtigen Entscheidungen zu treffen.
      Wie schlimm diese Fanatiker sind, kann ich wirklich nicht einschätzen und so etwas wie in Afghanistan die Taliban, möchte man sicher nicht, von daher kann ich auch nicht sagen ob das der buchstäbliche Tod von hunderttausenden gewesen wäre. Ich denke aber das Syrien gerade vor den Ereignissen kein Land voller Extremisten war und von daher die Mehrheit der Syrer gemäßigte Parteien gewählt hätten und sie eher eine Extremvorstellung vertreten, die Assads vorgehen legitimieren soll.

      bruzzzler

    • CM

      Bruzzzler,
      ich glaub hier irrst du“…Wäre Assad zurückgetreten gäbe es immer noch die Polizei, Armee, die ebenso vorgegangen wäre und diese Leute hätten keine Gründe mehr gehabt mit Gewalt sich gegen die Diktatur zu erheben…“ Für diese Leute ist nicht Assad das Problem, sondern ein säkularer Staat ist das Problem. Und das die Menschen vor Ort es nicht besser wissen sollen? Wenn Kinder sehen, wie durch Selbstmordattente zerfetzte Körper rumliegen, wenn Menschen die Armee anflehen, sie vor den marodierenden banden zu schützen u.s.w Was glaubst du wer weis es besser, wir auf unserem Sofas oder diese Menschen?

    • Anonymous

      CM,
      Also ich bin auch für einen säkularen Staat ähnlich wie hier bei uns, vielleicht lässt das sich in einem Muslimischen Land nicht so anwenden… Eine völlige Trennung wird nur schwierig sein und ganz ohne Religion geht es dann auch nicht, aber da müsste man sich halt zusammensetzen. Ich denke nicht das Assad da die Top Lösung hat und denke das sich da auch die Opposition Gedanken machen würden inwieweit eine Trennung von Staat und Kirche stattfinden sollte usw., damit am Ende nicht die Parteien aufgrund der Bevölkerungszahlen der einzelnen Glaubensrichtungen entstehen. Ich bin da auch kein Experte, denke aber doch das Assad einen Wandel blockiert indem er diesen Diktieren möchte und oft nicht das nötige wohlwollen der Syrer genießt. Sinnvoller wäre es da vielleicht wenn von Außen geholfen wird einen Konsens zu finden, der beide Konfliktseiten berücksichtigt.
      Klar wissen die Menschen vor Ort vieles Besser und brauchen Schutz vor Terror etc. das möchte ich damit auch nicht sagen, doch ich glaube nicht das alles was in einem Polizeistaat den Menschen eingetrichtert wird gleich gut für sie ist. Das Assad zum Beispiel an der Macht mit Gewalt bleibt kann einen andauernden Bürgerkrieg bedeuten, der das Land und die Menschen zerstört denke ich.
      ganz Interessanter Beitrag:http://www.dw.de/patriarch-gregorios-warnt-vor-spaltung-syriens/a-16978786
      „Er forderte die USA, Russland und die Europäische Union auf, „eine gemeinsame Lösung für Syrien“ zu finden.“
      Der Oppositionsführer: „Sein Sammelbecken sei „100 Prozent entschlossen, eine offene Demokratie für alle Syrer zu errichten, ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft“.“

      bruzzzler

  • Anonymous

    Bruzzzler,
    Der richtige Blog für solche Diskussionen ist:
    http://tomgard2.blog.de/

    • Anonymous

      Danke sehr interessante Zusatzinformationen von Tom, für eine Diskussion steht ja Tom auch hier zu Verfügung, da ich ehrlich gesagt eine Diskussion mit mehreren Teilnehmern bevorzuge. Hier kann man ja ebenso Bezug auf seine Artikel nehmen.

      bruzzzler

  • Enis

    @TomGard
    Der Chef deiner so grossartigen PYD, Salih Müslim, ist heute in Istanbul gelandet. Er wurde gesichtet als er sich heimlich von einem Privatauto abholen liess. Er wird 2 Tage in Zusammenhang mit geheimen Treffen in Istanbul verweilen. Wen wird er wohl treffen? Deine Kollegen von der CIA via US-Botschafter Ricchardione in der Türkei, sowie den türkischen MIT. Ich habe es dir schon gestern geschrieben, das Verhalten der Kurden ist schlampenhaft und sitzen täglich auf einem anderen Schoss.

    Deine miserablen realitätsfremden Analysen, deine besserwisserischen verworrenen Theorien und deine undurchsichtige politische Orientierung werden auf dem Mülleimer der Geschichte landen!!

    Bei den Ratten wissen wir woran wir sind. Bei dir hingegen bediene ich mich bei meinem Lieblingswort, nämlich dem versteckten Rassismus auf höchster klassenkämpferischer Ebene. Wobei bei dir aber der versteckte Syrienhass eher ausgeprägt ist.

    Ich lade dich ein, dich zurück zu besinnen und unseren syrischen Patriotismus mit ausgeprägter weltlicher Anschauung und multikonfessioneller Geselschaftsform als einzigen Weg für den syrischen Staat anzuerkennen.

    Die Zeit kann man nicht mehr zurückstellen. Wir haben keine Angst vor einer Niederlage, denn das ist der einzig ehrenhafte Weg. Wir glauben an uns, wir glauben an unseren Präsidenten und an unsere Helden von der SAA.

  • xyz2507

    enis,
    TG hat mit Klassenkampf nichts zu tun, wenn es so aussieht dann soll man sich eher bekreuzigen oder Allah um Vergebung bitten

    TG:
    „Leute wie Pappe (meine ich gelesen zu haben) und definitiv Finkelstein. Was Victor Ostrovsky dazu zu sagen hätte, weiß ich nicht.“

    Sehen Sie, Sie kennen diese Leute und ihre Argumente zum Nahost-Problem. Sie, TG, können sich sicherlich auch verständlich und konsistent ausdrücken, wenn Sie wollen. Dann kennnen Sie auch die Positionen von N. Chomsky, Ted Hondrich, Hajo Meyer, Johan Galtung, ….
    Dann wisssen Sie auch, dass vor 50/60 Jahren alle fortschrittlichen Bewegungen in der arabischen Welt säkular und nationalstaatsorientiert waren. Zum Teil sogar sozialistisch. In den letzten 20 Jahren, im Zeichen der one world gerieten diese Staatsvorstellungen unter Druck. Der Konflikt im Nahen Osten war immer schon ein nationaler, nie ein religiöser, auch das wissen Sie. Und dieser Konflikt lässt sich nur auf dieser Ebene überwinden.

    • “ In den letzten 20 Jahren, im Zeichen der one world gerieten diese Staatsvorstellungen unter Druck.“

      Eine ebenso weitgreifende, wie undeutliche Aussage, insbesondere unklar, weil „diese Staatsvorstellungen“ auf „fortschrittliche Bewegungen“ verweist. So werden gewöhnlich gesellschaftliche Faktoren von politischem Belang benannt, nicht marginalisierte und verfolgte Randgruppen.
      Auch weiß ich nicht, worauf die „Erinnerung“ zielt. Wo hätte ich z.B. behauptet, in Syrien, oder gleich im ganzen Nahen Osten, gebe es einen „religiösen Konflikt“? Meine Behauptung (schon ein wenig her) lautete im Gegenteil, religiöse Konflikte seien immer „nationale“ Konflikte, in vormodernem Gewand, daher „national“ in Anführungszeichen, weil auch frühbürgerliche und theokratische Herrschaften gemeint waren. Schau mal in Strategiepapiere zum Mittleren Osten von der Londoner „International Crisis Group“ oder vom „Brookings-Institut“, zwei maßgebliche Think – Tanks der US-Fraktion, die ich, einigen anderen folgend (u.a. Pepe Escobar) „Chaos-Fraktion“ genannt habe. Ihre als „Analysen“ verkappte Angriffsplanungen (außerhalb des militärischen Feldes i.e.S.) zielen einmütig auf die Schwächen der nationalen Institute der angegriffenen Gesellschaften, und dabei zählen sie die nationale Gesinnung der Bürger ausdrücklich zu diesen Instituten.
      Der Witz daran liegt darin, daß im Falle Syriens Assad selbst diese Schwäche beklagt hat, deshalb verweise ich periodisch auf sein WSJ-Interview im Jan’11.
      Wir bräuchten uns, pragmatisch genommen, vor diesem Hintergrund nicht über unterschiedliche Urteile zu Nation, Nationalismus, „fortschrittlich“, „rückschrittlich“ zu streiten, oder wenn, dann höchstens über das Verdikt Gaddafis, das ich teile, daß nach der Erosion und endlichen Zerschlagung der tatkräftigen panarabischen Visionen Nassers es keine arabische Gesellschaft zu einer „Nation“ gebracht hat und es auch nicht hätte bringen können. Das machte sie so anfällig für den Rückgriff – ich nenne das absichtsvoll nicht „Rückfall“ – auf vorbürgerliche Institute und Traditionen, die in den seminationalen Staatskonstrukten funktionell eingemeindet waren.

      Teleologische Geschichtskonstruktionen sind nicht „meins“ – deshalb wiederhole ich die Frage:

      “ In den letzten 20 Jahren, im Zeichen der one world gerieten diese Staatsvorstellungen unter Druck.“
      Was soll das heißen und was willst Du damit vorgebracht haben?
      Wenn ich der Aussage etwas unterlegen soll, das ich für rationell halte, dann würde ich etwas provokant sagen: Mit dem Angriff auf den Irak 1991 mit der Unterstützung der Mehrheit der arabischen Staaten wurde die balsamierte Leiche des arabischen Nationalismus verbrannt, es blieb nichts als Asche – und der archaische Nationalismus der Muslimbrüder!

    • Übrigens kannte ich weder Ted Honderich noch Hajo Meyer, die Argumente des Letzteren (wenn ich Wikipedia folge), insbesondere die geschichtlichen, kenne ich allerdings. OT bin ich Dir dankbar für diesen Fund; wenn ich mal wieder gegen Theologie in ihrer philosphischen Gestalt hetzen sollte, könnte das ein nettes Demonstrationsbeispiel werden :)

      Ich weiß jedoch, nachdem ich nachgeschaut hab, nicht besser, worauf Du hinaus wolltest, xyz#.

    • xyz2607

      „In den letzten 20 Jahren, im Zeichen der one world gerieten diese Staatsvorstellungen unter Druck.“

      Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer Pakts
      konnten sich gewisse „Vorstellungen“ ungehemmter entfalten. Es wurden andere Konzepte und Strategien entworfen und umgesetzt. Ziel waren nun Staaten, die vorher relativ souverän und neutral vor sich hin lebten, unter Ausnutzung des des Ost-West-Konfliktes. Das Feindbild des zentralverwalteten (bzw. selbstverwalteten) Staatssozialismus blieb erhalten (siehe Jugoslawien, Weißrussland, NKorea) wurde aber durch ein neues Feindbild ergänzt.

    • „Ziel waren nun Staaten, die vorher relativ souverän und neutral vor sich hin lebten, unter Ausnutzung des des Ost-West-Konfliktes.“

      Mit der Beschreibung deutest Du wohl auf Syrien, aber sie stimmt meinen Kenntnissen nach nicht. Syrien besetzte und stabilisierte den Libanon nicht im „Windschatten“ der SU, sondern mit wohlwollender Billigung der seinerzeitigen USA-Regierungen. Frag mal Kissinger danach (ich hab sein Zeug nicht gelesen, aber ich bin fast sicher, es steht drin). Das ist angesichts des weiteren Verlaufes des israelischen Libanonkrieges bis zum Rückzug 2000 eigentlich offensichtlich.

      Saddam Hussein wiederum war ein amerikanischer Alliierter, der, wie heute dokumentarisch bewiesen ist, zu seinem regionalmachtpolitischen Abenteuer in Kuweit von amerikanischen Agenten verleitet wurde, um ihn mit Hilfe und Billigung der arabischen Anrainer „erledigen“ zu können – und noch viel mehr zu tun, nämlich dem Rest der Welt auf dem „Highway to Death“ klar zu legen, daß die „Neue Weltordnung“, i.e. einfach die militärische Hegemonie der USA über dne Weltmarkt, rücksichtslos und daher unwidersprechlich, weil mit allen verfügbaren Mitteln, herbei geschlachtet werde.

      An der Stelle will ich nicht versäumen, mitzuteilen, daß meine ehemaligen Genossen und meine Wenigkeit das seinerzeit in allen Medien der Marxistischen Gruppe breit heraus gestellt haben. Die Antwort war eine groß angelegte Verfolgungskampagne des seinerzeitigen Innenministers Schäuble. Demselben Schäuble, der 2002, aus der Opposition heraus, nicht widerstehen mochte, im Deutschen Fernsehen zu verkünden, wenn Deutschland GW Bush die Gefolgschaft verweigere, könnten die Folgen dieser Weigerung für die Nation dramatisch schlimmer sein, als ein Eintritt in die Kriegskoalition.

  • Anonymous

    @ Enis

    was hast du gegen die Kurden wenn du die Geschichte kennen würdest wüsstest du das es ein Volk ist die nie die Unterstützung anderer genossen hat und immer auf sich allein gestellt ist ein Volk was bis zum heutigen tage verleugnet verfolgt und abgeschlachtet wird ein Volk voll stolz und ehre die jeden die Stirn geboten hat
    Die PYD wird sich nicht zur Marionette von irgendwen machen lassen wenn sie Bündnisse eingehn dann nur aus eigenen Interessen um so voran zu kommen das einzige Interesse ist der Schutz der kurdischen Bevölkerung auf den es die islamistischen Kannibalen abgesehen haben die tapferen YPG Kämpfer werden das zu verhindern wissen

    • Enis

      @anonym

      habe nichts gegen die Kurden. Ich kenne mich über die Kurden ausgezeichnet aus. Ich unterstützte in Vergangenheit ihre Forderungen nach Gleichgerechtigung in allen Ländern. Nur TomGard baut ein riesen Luftballon um die Kurden auf, ohne überhaupt eine Ahnung darüber zu haben. Die Kurden waren beteiligt bei dem Massenmord an die Armenier, die Kurden waren Beteiligt beim „geheimen Staat“ im türkischen Staat in den 90ern Jahren. Die Kurden waren beteiligt als man „Dorfwachen“ gegen eigene Leute einsetzte. Die Kurden waren beteiligt bei der türkischen Konterguerilla (JITEM). Die Kurden sind jetzt überproportional in der islamistischen Regierung von Erdogan beteiligt. (wenn ich mich nicht Irre 4 oder 5 Minister!!!). Der Oberguru Öcalan gab vor einigen Monaten plötzlich bekannt, dass er immer gläubig war und beten würde. Er hat seinen Leuten empfohlen sich stärker für die Eingliederung der islamistischen Kräfte in der kurdischen Bewegung zu tun! Die Kurden haben ihre mittelalterliche Stammesgesellschaft nicht überwunden. Die kurdische Gesellschaft ist eine der reaktionärsten Gesellschaften. Nicht mal in Hochanatolien werden die klaren patriarchalen und rückständigen Gepflogenheiten überboten. Ahmet Türk z.B. der zweitstärkste Mann der türkischen Kurden nach Öcalan ist einer der reichsten Männern in der Türkei weil er einen der grössten Stämmen in Mardin vorsteht.

      Auch er pflegt ein klassisches Almosensystem um die Loyalität der Untertanen zu erkaufen..

      Die Kurden insgesamt sind sowas von anders als dieser TomGard zu wissen mag.. Ich empfehle ihm mal den Schreibtisch zu verlassen und eine lange Reise in den Nahen Osten zu unternehmen. Vielleicht kühlt er dann mal runter..

      Ich gebe zu, dass Syrien in Vergangenheit eine verschiessene Kurdenpolitik betrieben hat. Man war nicht pragmatisch genug die Interessen der Kurden mit dem syrischen Nationalstaat zu vereinbaren. Doch was Hafez für die PKK tat, hat kein anderes Land dafür getan. Es ist ein Verrat und typische kurdische Gepflogenheit Dankbarkeit zu vergessen indem man sich jetzt mit der Türkei verbindet.

      Eins müssen die aber nicht vergessen, sobald sie falsche Spielchen anfangen steht die syrische Luftwaffe bereit.

    • Enis, ich weiß über die Geschichte der Verwicklung kurdischer Patriarchen in den türkischen „deep state“, woran der Drogenhandel einen maßgeblichen Anteil hat, ausgezeichnet Bescheid. Ich kenne auch die konservativen, patriarchalischen Stammesstrukturen vieler kurdischer Gesellschaften in der Türkei, im Irak und auch in Syrien. Doch in Syrien sind diese Leute deutlich in der Minderzahl!

      Das ist übrigens u.a. eine paradoxe Nebenwirkung der Arabisierungspolitik von Hafez Assad. Hinzu kommt der prägende Einfluß turkmenischer, assyrischer, armenischer Gesellschaften in Nordsyrien. Ich sprach nie von „den Kurden“, schon gar nicht unter Einschluß der Barzani-Mafia, auch nicht von der PKK, sondern von den Anhängern der PYD – Punkt! Die Identifikation PKK – PYD sollte eigentlich unter Deiner Würde sein, Enis, denke ich.

    • Zur „Nebenwirkung“: Die Arabisierung war direkt wie indirekt für die Urbanisierung der Kurden verantwortlich, also für den Ausbau der Städte, wie das Ausweichen junger Kurden nach Aleppo und Latakia.

    • Franz

      Ich weiss nicht wie es um die kurdische Statdtbevölkerung bestellt ist. Ich kenne jedoch einige kurdische Clans(Südwest Türkei) aus der Landbevölkerung, die nach DE imigriert sind, damals Ihre türkischen Pässe wegwarfen und sich als Libanesen ausgaben.

      Diese Clans können sich leider nicht sonderlich mit Ruhm bekleckern. Ihr Verhalten hier in DE ist inakzeptabel. Es werden kriminelle Strukturen geschaffen, die bis in die Politik reichen. Es gibt Bezirke in Berlin und Bremen, die als noGo Areas gelten.

      Wenn das den Durchschnitt der kurdischen Land Bevölkerung darstellt, dann scheinen die ländlichen Kurden nicht sonderlich ehrhaft sein.

      Ich habe mal ein halbes Jahr in Erzurum verbracht. Die Kurden vor Ort, hatten wenig gemeinsam mit den Clans die in den 80ern nach DE emigriert sind. Beste Gastfreundschaft, Respekt u. Bescheidenheit.

      Summasummarum, ich werde nicht schlau aus dem Volk.

  • TomGard

    „Die kommenden Regierungsmitglieder der Hezbollah werden dem ‚militärischen Arm‘ angehören“, spottete Hassan Nasrallah in einer ersten Reaktion auf den europäischen Bannfluch gegen den „militärischen Arm“ der Hisbollah.

    weiterlesen

  • Jetzt erst – ich kann meine Leseagenda nicht immer abarbeiten – erfuhr ich, daß der Graphiker, Maler, Kinderbuchautor, Karikaturist und … Kommunist Youssef Abdelke, ein Veteran, dessen Arbeit auch das Nationalmuseum in Damaskus ausstellt, am 18. Juli in Latakia vom Luftwaffengeheimdienst entführt wurde und seither verschwunden blieb.
    Bei der Gelegenheit erfuhr ich weiter, daß sein Genosse, Abdul-Aziz al-Khayir, der im September vergangenen Jahres auf dieselbe Weise in Damaskus verschwand, entgegen anderslautenden Gerüchten nicht freigelassen wurde und möglicherweise in der Folterhaft zu Tode kam.

    Beide Männer sind aufgrund ihrer persönlichen Geschichte und öffentlichen Rolle über den Verdacht der Kollaboration mit dem Ausland und wissentlicher Kollaboration mit syrischen Kollaborateuren erhaben, und selbst wenn es anders wäre, sind beide nicht in der Position und Lage gewesen, Schaden anzurichten.

    Die Entführungen sind daher – wie viele vor ihnen, deren Umstände keine so klare Botschaft auslieferten – ostentativ nicht gegen die Intervention, gegen Aufstandsbewegungen, sondern gegen alle Versuche aus dem Regierungslager gerichtet, die unumschränkte Macht der Geheimdienste und Elitetruppen zu beschneiden – in erster Linie also gegen den Präsidenten selbst.

    Die Befehlshaber und Büttel verfolgen mit der Waffe und ihren Folterwerkzeugen dieselbe „Politik“, die in diesem Weblog vom Autor Apxwn, von Kaumi, Iskander, Enis, Pedro, Habkind und noch einigen anderen verteidigt oder militant und mit mörderischem Verbalradikalismus vertreten wird. Die närrischen bis kreuzverrückten Möchtegernbüttel und -henker mit dem virtuellen Blut an den Händen, die vermutlich nur die Lizenz zum Schlägern und Schlächtern reizt, nicht zu rechnen. Entgegen ihrem militaristischen Hurrapatriotismus fallen sie damit der gewiß beträchtlichen Zahl syrischer Soldaten, die für eine lebenswerte Heimat und ihre Familien kämpfen, nicht für den Erhalt der Macht einiger weniger Familien und ihrer korrupten Gefolgschaft, mit dem Dolch in den Rücken.

    • Comrade John

      Sehr gut, Gard. Lassen Sie die Hosen runter u. zeigen Sie, wo Sie wirklich stehen. Nämlich auf der Seite all der Kräfte im westl. Ausland u. leider auch im syrischen Inland, die sich aus unterschiedlichen Gründen zusammengefunden haben Assad zu stürzen.
      Was auch immer sie sich davon versprechen, es wird niemals eintreffen. Kommen diese vereinten Kräfte durch, die nur Marionetten des Imperiums u. seiner arabischen Hiwis sind, wird der Nationalstaat Syrien zerschlagen oder bestenfalls ein usraelischer Satrapenstaat nach westlichen Verfassungsmustern, also mit ganz viel „freedom & democracy“, werden.

      Vonwegen Sie seien nicht parteilich u. quasi neutral!

      Gegenwärtig fahren Sie jetzt die Medienkampagne zur Freilassung von Youssef Abdelke mit. Der ist an seiner Lage nicht so unschuldig wie Sie behaupten. A. unterzeichnete mit ca. 100 Intellektuellen u. Künstlern eine Petition, die die Ablösung Assads u. der gesamten Regierung verlangt u. sich auf die Prinzipien der „Revolution vom März 2011“(sic!) beruft. Bis auf zwei Unterzeichner (einer davon A.) sind sie alle Exilanten, leben im westlichen u. arabischen Ausland u. brauchen da nichts zu befürchten. A. konnte also vorher wissen, worauf er sich einlässt, und dass so ein Aufruf sicher Konsequenzen hat. Zumal Syrien sich mitten im Krieg befindet u. Leute, die der Heimatfront in den Rücken fallen, bestimmt am wenigsten gebrauchen kann.

      Der andere, Abdul-Aziz al-Khayir, führt die CLP (eine kommunistischen Splitterpartei), die zum NCC (auch: NCB; „Nationales Koordinierungskomitee für demokratischen Wandel“) gehört, eine (kleinere) Konkurrenzvereinigung zum SNC („Syrischer Nationalrat“); auch sie hetzt gegen Syrien seit 2011 u. erkennt (bei polit. Unterschieden zum SNC) formal auch die FSA an, d.h. dieselben Banden, die über die eigene Bevölkerung hergefallen sind, um sie von Leben, Leib und Hab u. Gut zu „befreien“.

      Quellen:
      France 24 – Syria: web campaign to free jailed artist Youssef Abdelke

      Voice of America (n. Reuters) – Mideast Artists Demand Syrian Painter’s Freedom

      Al-Akhbar (Libanon)- Abdul-Aziz al-Khayir: Decades of Confronting the Baath

      Wikipedia – National Coordination Committee for Democratic Change

    • Enis

      @Tom
      1. Niemand kennt die genauen Zustände über Abdul-Aziz al-Khayrs Verschwinden.

      2. Lavrov hat mal persönlich dazu Stellung genommen, dass er nicht genau sagen kann, ob er von der Luftwaffe oder doch von anderen Gruppierungen entführt wurde.

      3. In Syrien wird momentan eigentlich niemand wegen seinen politischen Ansichten festgenommen, solange diese Patriotisch gerichtet sind, d.h. gegen Terrorismus und gegen ausländischer Intervention.

      4. Wieso soll ihn die Luftwaffe festnehmen, wo gleichzeitig Terroristen, die ihre Waffen niederlegen Amnestie geniessen?

      Ich weiss nur, dass Abdul-Aziz al-Khayir aus Latakia stammt und ein Alawit ist. Wenn ich mich nicht irre stammt er sogar aus der Gegend von Präsident Assad, aus Quardaha. Es hat in der Vergangenheit dort immer wieder Ausseinandersetzungen gegeben zwischen seiner Familie und anderen Anwohnern dort. Denn er wollte einen Aufstand im Herzen des Präsidenten anzetteln. Dadurch kann ich mir persönlich gut vorstellen, dass lokale Milizen in Latakia ihn unter Hausarrest gestellt haben.

      Jetzt mal ganz rational. So einem würde ich grundsätzlich ins Gesicht spucken, der den eigenen Mörder als Befreier preist. Die gleiche Spucke würde Samira Yazbek und so eine kurzhaarige Kampflesbe aus Homs (Name fällt mir gerade nicht ein) verdienen, die die Vergewaltiger ihrer Schwestern und Müttern verharmlosen, ja sogar noch im Westen als leidenschaftliche Demokratiekämpfer vermarkten.

      Auch diese Komplizen werden mal gegenüber Ihrer Gemeinschaft und ganz Syrien Rechenschaft geben müssen. Nicht zu vergessen der Oberheld Rafik Schami. Wo sind seine Demokratie-Märchen geblieben? Kann er seinen Brüdern und Schwestern in Homs und Damaskus noch in die Augen schauen??

    • Beifall, John, Du bist, soweit ich informiert bin, diesmal mit nur drei Lügen ausgekommen, sowas nenne ich eine gelungene volkssozialistische Rationalisierung.

      Lüge 1: „… eine (kleinere) Konkurrenzvereinigung zum SNC („Syrischer Nationalrat“)“

      Ich hoffe die Leser werden sich noch erinnern, daß der SNC von niemand Geringerem als Killary Clinton und ihrem damaligen Leibassistenten in dieser Angelegenheit, Recep Erdogan, ausgelobt und in Istanbul gegründet wurde. Der NCB war weder eine „Konkurrenz-“ noch eine „Vorgängerorganisation“ (wie das andere Lügenbolde gern hinstellen).

      2) “ … auch sie hetzt gegen Syrien seit 2011″

      Eine Anschlußlüge an 1). Der NCB wies mit seiner Gründung Juni 2011 jegliche ausländische Einmischung mit einer Ausnahme zurück, die auf einem Fehlurteil beruhte, das sich binnen drei Monate als tragisch erwies: Er wünschte eine Vermittlung zwischen Oppositionellen und Regierung durch Vertreter der arabischen Liga. Dazu erinnere ich, daß die syrische Regierung selbst bis ca. Nov./Dez. ’11 noch auf Vermittlung, weil auf Widerstände aus der arabischen Liga gegen die Intervention des Westens setzte.

      3)“…erkennt formal auch die FSA an.“

      banal gelogen. Es wurde im September ’11 das Gerücht verbreitet, das sei geschehen, einen Beleg habe ich nie gesehen; spielt aber keine Rolle, denn selbst wenn es stimmen sollte, war dies erledigt, nachdem die FSA die Maske einer „Armee syrischer Deserteure“ fallen gelassen hatte.

      Sprecher des NCB ist übrigens Haitham Manaa, der Mann, den Dein Kamerad Kauni mehrfach als „den einzigen“ Oppositionsvertreter rühmte, „der unkorrumpiert und für patriotische Syrer glaubwürdig“ sei.

      Aber all das spielt gar keine Rolle!
      Denn das Argument meiner Rede war, daß die Entführungen (! es handelt sich nicht um Verhaftungen, d.h. es gibt keine Anklage) gewiß nicht der Landesverteidigung dienen, weil sie das nicht konnten.

      Dein Bekenntnis zum Terror geheimdienstlicher Todesschwadronen, das so nebenher abgefallen ist, nehme ich in Deinem Fall ausnahmsweise mit Genugtuung zur Kenntnis.

    • Enis, was Abdul-Aziz al-Khayrs Verschwinden anbelangt, hoffe ich sehr, daß die Zweifel an der geheimdienstlichen Entführung berechtigt sind.

      Im Fall Abdelke, der jünger und aus meiner Sicht schwerwiegender ist, scheint es keine vernünftigen Zweifel an der Herkunft der Entführer zu geben.

    • Die fragliche Petition – nicht daß sie eine Rolle spielte – habe ich nur auf französisch gefunden, und keine Lust, sie zu übersetzen. Es würde mir z.B. schwer, das, gemessen an der Gesamtheit des Textes, unsäglich, ich erlaube mir zu sagen: dümmliche Pathos zu übertragen, ohne es andererseits zu karikieren. Die Petition zeigt ziemlich deutlich, daß ihre Unterzeichnung politisch ahnungslos sind und nichts als die Rechtschaffenheit, eben dies dümmliche Pathos, einer ideellen Gesinnung einzubringen haben.
      Eine Gesellschaft, die es nicht aushielte, den Verwandten und Bekannten der Unterzeichner eine Rechenschaft zu überlassen, wäre zum baldigen Zerfall verdammt.

    • TomGard
    • Comrade John

      T.Gard
      „Denn das Argument meiner Rede war, daß die Entführungen (! es handelt sich nicht um Verhaftungen, d.h. es gibt keine Anklage) gewiß nicht der Landesverteidigung dienen, weil sie das nicht konnten.

      Dein Bekenntnis zum Terror geheimdienstlicher Todesschwadronen, das so nebenher abgefallen ist, nehme ich in Deinem Fall ausnahmsweise mit Genugtuung zur Kenntnis.“

      Sie behaupten etwas und nennen es Argument.
      Mittels der Behauptung (die Sie „Argument“ nennen) stützen sie eine andere, vorangegangene Behauptung.

      1. Sie kennen die gegen die beiden Männer erhobenen Anschuldigungen nicht sicher. Ich darf ausserdem vermuten, dass Sie die entsprechenden syrischen Gesetze, die fallweise zur Anwendung gekommen sind, nicht kennen

      2. Eine „Entführung“ ist Ihre Version des Ablaufes (Al-Akhbar schreibt ebenfalls „Kidnapping“), andere Medien sprechen hingegen von Arretierung (Festnahme) oder Einsperren (ins Gefängnis sperren), was nicht dasselbe u. nichtmal dasgleiche ist

      3. Es ist nur Ihre unbegründete Meinung, dass das Festsetzen der Männer mit Landesverteidigung (i.e.S. mit den massgeblichen Strafgesetzen) nichts zu tun habe – „ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“

      4. Über das weitere Schicksal, insbes. von Abdul-Aziz al-Khayrs, wissen Sie nichts aber spekulieren darüber

      Das Ganze ist Stimmungsmache gegen den syrischen Staat, wie man sie genau so (und nicht anders) in westlichen Medien laufend lesen kann, Überschrift >> Unrechtsstaat.

      5. Ich gebe nur den logischen Schluss zur Kenntnis, dass
      a) der (syr.) „Luftwaffengeheimdienst“ = eine „geheimdienstliche Todesschwadron“ ist und
      b) dass mindestens Einer schon tot ist, denn ich habe ja hier ein „Bekenntnis zum Terror geheimdienstlicher Todesschwadronen“ abgegeben, wie Sie meinen.

      Mit dieser billigen Hetzerei können Sie sich gleich im Forum der meta.tagesschau.de anmelden.

    • Ich bin einigermaßen sicher, Leute vom Schlage Enis und Kaumi würden eine spottbillige Henkersknechtseele, wie John sie vorstellt, bei der erstbesten Gelegenheit zu den sog. „Ratten“ in den Graben befördern, sobald er ihnen nicht mehr nützlich erscheint – rein virtuell, versteht sich.
      Darin, daß solche Typen ihnen nützlich erscheinen, ist ihr ganzer Irrtum enthalten.

    • Comrade John

      Ihre durch u. durch zwielichtige Tätigkeit im Blog ist durch das Thema der zwei syrischen Oppositionellen wiederum bestätigt worden. Sie beklagen das Schicksal zweier Personen, die sich bewusst gegen Regierung u. Staat stellten u. um die persönl. Konsequenzen für sich wissen mussten. Sie benutzen diese Zwei, um allgemein gegen Syrien Stimmung zu machen – wie immer an der falschen Stelle u. zur falschen Zeit.
      Ich sage überhaupt nicht, dass alles gut u. schön in Syrien unter Assad war und ist. Aber es ist nicht meine Aufgabe darüber zu befinden – es ist Sache der Syrer. Ich kann unterscheiden u. das Wesentliche abtrennen.
      Dieses „Wesentliche“ ist der völkerrechtswidrige Angriff auf Syrien, es sind die fortgesetzten Kriegsverbrechen der westlichen Proxymilizen, die vor nichts u. niemand Halt machen u. Verbrechen bewusst u. gezielt begehen >>
      Bombenanschläge auf Zivilisten, Zivilgebäude, Einrichtungen der Infrastruktur,
      Schänden u. Umbringen von Gefangenen aller Art (ob Soldat oder Zivilist),
      sexuelle Vergehen an Frauen u. Kindern,
      Zerstörungen selbst von (schiitischen) Moscheen u. christlichen Kirchen uvm.
      Der Unterschied zwischen den zwei von Ihnen angeführten Oppositionellen u. den zivilen Opfern der westl. instruiierten Banden ist, dass diese Opfer keine Entscheidungsfreiheit besassen – sie wurden Opfer ohne es herauszufordern, darunter Kinder, Jugendliche, Frauen, alte Männer, Kranke, Priester.
      Es ist ein offiziell unerklärter Krieg auch der bundesdtsch. Regierung, ihrer usraelischen Herren u. all ihrer Partner u. Freunde in der sog. EU, die von uns (ihren Bürgern) dafür Gefolgschaft erwarten aber von mir selbstverständlich nicht erhalten werden. Das Mindeste was ich tun kann ist dagegen anzuschreiben.
      Und ja, ich war schon immer „Syrer“, wenn auch nicht aus Syrien – im Geiste. Des einzig wahren Bruders u. zweite Heimat vieler Palästinenser, der Israel immer die Stirn geboten u. sich niemals hat einkaufen lassen. Die besten der Palästinenser danken es ihm heute, indem sie Seite an Seite mit der SAA kämpfen, soeben in Yarmouk. Gegen die Banden, ausgerüstet u. im Golan operativ gedeckt auch von jenem Staat u. seiner weltweiten Lobby, für die weitere Ausdrücke zu finden mich nur die „freieste“ deutsche Verfassung samt „grosszügigster“ Gesetze zur „Meinungsfreiheit“ hindert.
      Sie, Gard, können natürlich denken u. schreiben was Sie mögen. Aber erwarten Sie niemals von Anderen, das die Ihre deutlich imperial angehauchten Propagandablasen annehmen u. gleich Ihnen denken, nur weil Sie hier eingefahren sind um die rechte Morales zu lehren.

  • xyz2607

    Comrade John schrieb
    http://apxwn.blogspot.com/2013/06/geh-acht.html?showComment=1372065297349#c7135929616573525976

    „Mein Objekt der Solidarität ist der konstituierte syrische Nationalstaat vor dem Hintergrund seiner geschichtl. Entstehung, seiner politischen Frontstellung gegen den Zionismus, des Völkerrechts u. einer stattgefundenen ausländischen Intervention, die mind. auf Regimewechsel aber womöglich auf Auflösung des bestehenden Nationalstaats zielt.

    Das zu verstehen kann nicht schwer sein u. es verständlich zu machen bedurfte zu früheren Zeiten keines extra Aufwands.
    Heute ist das aber so, u. der Grund dafür ist ein Paradigmenwechsel, der auch die Begriffe Völkerrecht u. Nationalstaat umfasst.

    Weshalb heute auch Kommunisten u. Sozialisten das Völkerrecht u. einen jeden Nationalstaat gegen imperiale Angriffe verteidigen ist oben (Link) sowie im vorigen # geschrieben worden:
    – weil der Nationalstaat häufig (so auch in Syrien) als Republik auftritt,
    – weil er stets auf eigenen kulturelle Mustern beruht u.
    – weil das Völkerrecht nominell die Unversehrtheit der Nationalstaaten u. die kulturelle Identität schützt.

    Dem diente auch der Link auf die Rote Fahne.eu, von one world-Marxist TG daraufhin als „antikommunistisch“ verhöhnt“

    ComradeJohn, Sehr aufmerksam von Ihnen. Sie haben damit den Kern der gegenwärtigen weltweiten Konfliktlage berührt. Und auf die schmierige Rolle der modernen antinationalen „Linken“ (eigentlich: PSEUDOLINKEN) dabei hingewiesen.

    Im folgenden Kommentar
    http://apxwn.blogspot.com/2013/06/geh-acht.html?showComment=1372065832993#c5404072445397739336
    „Kann es eine grösssere Heuchelei geben als mitten im Krieg, im verzweifelten Abwehrkampf der ausländischen Intervention politische Veränderungen zu verlangen, die in einer solchen Situation naturgemäss kaum machbar sind (schon die Verfassungswahl konnte ja nur unter schwierigen Umständen u. in einigen Landesteilen praktisch gar nicht mehr stattfinden)? Und wenn es schon eine Veränderung gibt dann zu sagen >> Ja, aber das war nur eine viel zu kleine Veränderung?“

    Danke. Vielleicht besteht Tom Gard aus mehreren Personen? Könnte ja sein, wenn das stimmt mit dem 100%Hasbara Troll.

    • „Kann es eine grösssere Heuchelei geben als mitten im Krieg, im verzweifelten Abwehrkampf der ausländischen Intervention politische Veränderungen zu verlangen, die in einer solchen Situation naturgemäss kaum machbar sind (schon die Verfassungswahl konnte ja nur unter schwierigen Umständen u. in einigen Landesteilen praktisch gar nicht mehr stattfinden)? Und wenn es schon eine Veränderung gibt dann zu sagen >> Ja, aber das war nur eine viel zu kleine Veränderung?“

      Diesen rein moralischen („Heuchelei“) Anwurf, werden viele, sehr viele Leser für das taktische Argument genommen haben, als das es erscheinen will. Es ist aber keins. Es wäre eins, wenn es einen konventionellen Krieg gegen Syrien gäbe, aber es ist ein unkonventioneller Krieg, der mit breitem Erfolg Schwächen der syrischen Gesellschaft ausnutzen konnte. Bestimmt zum fünften Mal verweise ich dazu auf Assads Interview vom Mai gegenüber Al Manar, in dem er erstmals unmißverständlich, ohne ein Schlupfloch zu lassen, eingeräumt hat, daß die Intervention im engen Sinne nicht der Grund (im Unterschied zur Ursache) dafür war, daß das syrische Staatswesen militärisch, territorial und zivilgesellschaftlich in eine Lage geriet, die John an dieser Stelle taktisch „verzweifelt“ zu nennen beliebte (Nicht so Assad, der sprach von „schwierig“). Daß der Grund dafür vielmehr (jetzt interpretiere ich sinngemäß, nicht buchstabengetreu) die Kollaboration im weitesten Sinne war, also einschließlich Duldung, Opportunismus, Unentschiedenheit und manches mehr.
      Wer Assads vorangegangene Kriegsreden genau gelesen hat, weiß, daß er nie versäumt hat, darauf hinzuweisen, wenngleich bis dahin stets verklausuliert.

      Und dann müssen diese Schwächen auch mitten im Krieg angegangen werden, rücksichtslos dagegen, inwieweit sie unter Kriegsbedingungen auch abzustellen sind, anders ist nicht zu gewinnen, sondern nur ein Bürgerkrieg zu entscheiden.
      Nur, gegen die Ressourcen der ausländischen Intervention IST ein Bürgerkrieg nicht zu entscheiden, das ist der Witz, ihr Eumel, er muß vermieden bzw. ausgetrocknet werden.

      Und ich kann ich mich auf wortwörtliche Aussagen vieler Leute aus dem Regierungslager berufen, daß die Entmachtung der Geheimdienste (einige sagen: auch der Generäle der Elitetruppen) die Mindestvoraussetzung dafür ist, sowie dafür, daß die Bürger Syriens den Frieden gewinnen können.

      Dies sabotieren die Geheimdienste nun noch immer, siehe die zuvor angegebenen Fallbeispiele, im Juli 2013, trotz der gebesserten militärischen Lage, ohne erkennbare Gegenwehr von Seiten der Regierung oder anderer Armeeabteilungen.

    • Comrade John

      @ xyz2607
      Vergleich mal diese Ankündigung (vor zwei Tagen) mit seinem dann folgenden Schreibverhalten hier – fällt was auf? Eben!

  • Enis

    obwohl es nicht offiziell ist, muss ich leider die schwere Niederlage in Khan al-Asal eingestehen. Bis zu 550 Mann sind dem Terrorismus zum Opfer gefallen :-(

    Der syrische Halbmond bringt die Leichen der Märtyrer mit einem Lastwagenkonvoi raus, nachdem die Terroristen dies zugelassen haben..

    Habe gestern oder vor 2 Tagen vom riesen Aufmarsch der Halbmenschen berichtet gehabt. Ich schätzte sie um 2000 ein um nicht zu übertreiben, aber wahrscheinlich wird die Zahl doppelt so gross gewesen sein. Schon damals hatte ich kein gutes Gefühl. Was mich damals einbisschen überraschte war, dass die Stadt recht evakuiert aussah. Warscheinlich haben die Märtyrer ihr Leben dafür gelassen, um für die Evakuation Zeit zu gewinnen bzw. die Blutsauger und Ungeziefer aufzuhalten.

    Möge Gott ihnen den höchsten Ruhm zusprechen.

    • Das tut mir sehr, sehr leid, Enis. Du irrst, falls Du annimmst, ich hätte den Verteidigern den Sieg nicht gewünscht und hätte keine Tränen für ihre Opfer.

    • habkind

      @Enis
      Was ich nicht verstehe, und worüber immer wieder in der Familie diskutiert wird, wo ist die Luftwaffe? Natürlich kann die Luftwaffe nicht hinter jeder Gruppe herjagen, manchmal sind es ja gerade mal 7 -10 Söldner. Aber wenn hier, wie du schon erwähnt hast, mehr als 2000 Söldner angegriffen haben, die muss man doch auch mit der Luftwaffe angreifen können. Manchmal verstehen wir das syrische Militär nicht. (Bestimmt sind Umstände der Grund, die wir auf Anhieb nicht erkennen können, trotzdem ….)

    • Mensch, Habkind, Enis hat es doch gesagt. In diesem Gebiet sind die Zivilisten in den noch nicht umkämpften Orten zusammengedrängt und sie können, wenn überhaupt, nur über wenige, vielleicht nur eine einzige Trasse fliehen. Soll die Luftwaffe 10.000 Zivilisten schlachten um 500 Feindkräfte zu erlegen?

    • Enis

      @habkind

      das ist auch für uns im Umkreis eines der grössten ungelösten Rätsel!!! Dabei zählt die Luftwaffe zu den loyalsten Einheiten der SAA. Auch die Statistik des Feindes (der Nato) vor kurzem hat besagt, das über 90% der Verluste der Terroristen nicht auf das Konto der Luftangriffe gehen, sondern durch Kämpfe am Boden bzw. Artillerieeinsätze zuzuschreiben sind.

      Interessanterwese haben seit vielen Monaten auch die Meldungen der Ratten über Luftwaffeneinsätze deutlich abgenommen..

      So bleibt die Frage, wo ist die Luftwaffe?? Wird sie für mögliche ausländische Aggression geschont? Ich weiss nur, dass ein Teil der neueren Maschinen in einer bestimmten Provinz stationiert sind. Hier hat man vor ca. 5 Monaten einen neuen Flughafen gebaut, der wahrscheinlich für deren Verkehr speziell konstruiert wurde.. Denn von dieser Richtung her ist eher ein Luftangriff der Zionisten wahrscheinlich..

      Ich wüsste nicht einmal, ob so ein Flieger aus grosser Flughöhe erkennen kann um was sich bei den menschlichen Bewegungen handelt?? Dafür müsste er recht tief fliegen? Über einer Wohgegend tief zu fliegen, wo in jedem Haus oder Tunnel eine Ratte mit einer Fliegerabwehr sitzen könnte ist auch nicht effizient, solange man nicht klare Koordinationen hat, die man als Angriffsziele fliegen will. Das müssten Luftwaffenexperten besser wissen..

      Aber grundsätzlich ist teilweise die Grobbfahrlässigkeit einiger Einheiten mit dem eigenen Leben sehr ärgerlich. Besonders wenns um Truppenverlegungen geht, oder im folgenden Fall um ein Konvoi durch gesicherte Routen geht..
      Anbei das Beispiel nach der Säuberung der Autostrasse zwischen Idleb und Latakia. Man achte auf den weissen Lastwagen. Gott bewahre, wenn da nur eine Bombe am Strassenrand liegt, dann sind Dutzende Märtyrer vorpragrammiert!

      https://www.youtube.com/watch?v=AKDmE7bCW-E&feature=c4-overview&list=UU8tpYidfjwSMqp7c1T2JPqg

      @TomGard
      ich hoffe dein Beileid ist auch innerlich gemeint. Dann danke. Denn ich bin wirklich nicht ganz sicher, wie du zum syrischen Staat und dessen Armee für eine Sichtweise pflegst..

    • enis keine panik. ist vll noch ein rätsel aber es kommt noch schon raus. mittlerweile haben wir doch erfolge und so ein kleiner misserfolg (ja 550 mann ist viel verglichen mit den vorigen einsätzen) wird nichts ändern. frage ist nur ob du das von persönlichen kontakten hast oder ob hier die propaganda einen verdammt guten job gemacht hat.

      also keine panik, und weitermachen mit neuer kraft und fokus.

    • Enis

      @sown
      wir werden keine Panik machen. Der Wille ist das einzige was zählt. Der syrische ist bekanntlich fest wie ein Fels. Es schmerzt zwar sehr eine solche zwischenzeitliche Niederlage erleiden zu müssen, aber wenn solche einzelne Niederlagen unser Ende sein müsste, dann hätten wir nicht 2.5 Jahre überlebt. Es ist leider keine Propaganda. Einzig die Opferzahlen scheinen mir einbisschen hoch zu sein. Die Ratten reden selber von 150 gefallenen Soldaten. Komisch. Denn nicht mal den Stützpunkt Minnegh mit wenigen hundert Mann können die Terroristen seit Monaten einnehmen. 550 hätten einige Monate ausgehalten diese Gegend zu verteidigen. Ich habe von dieser Niederlage gehört, habe die Bilder mit den Camions des roten Halbmondes gesehen, sowie einige Aufnahmen vom Aufmarsch der Ungeziefer im Vorfeld geschaut. Deshalb denke ich Regierung wird diesen zwischenzeitlichen Verlust erst erwähnen, sobald eine Rückeroberung im Sinne der militärisch strategischen Wichtigkeit dieses Ortes erfolgen könnte.

      Syrien ist so gross, dass die SAA nicht überall in jeder Ecke massiv präsent sein kann. Das ist logisch. Solange die Verbindung Idlib-Latakia-Tartous-Homs-Damaskus, sowie die Verbindung Idlib-Hama-Homs-Damaskus als Ballonform mit Senkrechtschnur hält, machen mir gar keine Niederlagen Angst.

      Bekanntlich leben die meisten Syrer auf der erwähnten Fläche. Die Ratten gehören ohnehin in die Wüste.

    • habkind

      @TomGard 19:57
      natürlich soll die Luftwaffe nicht auf 10.000 schießen. Aber manchmal frage ich mich, schläft die Luftwaffe oder kann sie wirklich in dieser oder jener Situation nicht eingreifen. Denn hier war ja schon seit einigen Tagen klar, dass sich die Söldner auf Khal Al Assal konzentrieren. Hätte die Luftwaffe nicht schon einzelne Konvois auf dem Weg dahin angreifen können? Ich selbst weiss es wirklich nicht, aber jedesmal wenn ich Videos von Konvois sehe – letztens ein Konvoi von ca. 25 Fahrzeugen incl.2 Panzer auf Transporter, das angeblich Homs verlassen hat, um im Osten gegen die Kurden zu kämpfen –
      frage ich mich, wo ist die Aufklärung, wo ist die Luftwaffe. Solch ein Konvoi in einer verlassenen Gegend ist das optimal, nicht mal Koleteralschaden (bis auf den Straßenasphalt) http://www.youtube.com/watch?v=Jihngpq0Wlo.

      Die Luftwaffe braucht doch nicht mal 1/2 Stunde, und schon wäre sie da. Vielleicht tu ich der Luftwaffe Unrecht, vielleicht ist die Situation vor Ort wesentlich differenzierter und schwieriger als wir das vor dem Bildschirm sehen.

    • „Die Luftwaffe braucht doch nicht mal 1/2 Stunde, und schon wäre sie da.“

      Habkind, ganz ohne Anwurf, in dieser Gesinnung sehe ich die Hauptschwäche der syrischen Zivilgesellschaft, wobei ich auf der Rangordnung („Haupt-„) nicht bestehe, das ist nur eine Vermutung. Das ist etwas schwierig zu erklären, weil das nicht auf ein moralisches Argument ‚rausläuft, wie man auf dn ersten Blick denken könnte, aber wenn Du willst, schreib ich Dir morgen was dazu auf meinem Blog und gebe mir alle Mühe, das ‚rüberzubringen.

      Falls nicht:
      Die syrische Luftwaffe ist für sowas absolut nicht ausgestattet, sie verfügt über keine Bodenkampfflugzeuge, wirklich gar keine, und keine Kampfhubschrauber. Die Hubschrauber, über die sie verfügt, sind notdürftig für Kampfeinsätze umgerüstet, weitgehend schrottreif und mindestens die Hälfte des Bestandes dem Vernehmen nach bereits abgeschossen. Der Rest wird zwingend zur Notversorgung der eingekesselten Stellungen und Garnisonen benötigt.
      Notbehelfseinsätze der syrischen Kampfbomber gegen bewegliche Ziele sind kostenträchtig und wirkungsarm. Die Konvois brauchen sich nur auseinander zu ziehen, schon wird mehr Asphalt aufgeschüttet, als Blech und Stahl getroffen, und das unter hohem Risiko, weil die Kampfbomber nicht tief genug anfliegen können, um die MG-Flak zu überraschen. Um ihr zu entgehen, müssen sie ein hohes Tempo fliegen, das auf Kosten der trefferquote gegen bewegliche Ziele geht.

      Übrigens- die irakische Luftwaffe erhält schon diesen oder den kommenden Monat „state of the art“ Kampfhubschrauber aus Russland.

    • Comrade John

      @ Enis
      Ich möchte die Zahlen (2000 Söldner; 550 tote SAA) und den Fakt („Niederlage“) nicht teilen. Ich meine, woher hast Du das Wissen?

      SyrPer berichtet am Freitag, die SAA habe sich vor 4 Tagen (am Montag, 22.07.?) aus Khan al-Asal zurückgezogen, um dort nicht eingeschlossen zu werden u. um sich umzugruppieren. „Seit gestern“ (Donnerstag, 25.07.?) laufe eine Gegenoffensive unter Mitwirkung von Bürgermiliz, von Sana wurden vorläufig 39 tote Söldner bestätigt. Aus der Meldung ergibt sich, dass die Operation noch andauert!
      „COUNTER-OFFENSIVE AT KHAAN AL-‚ASAL: We can confirm that the SAA withdrew from Khaan Al-‚Asal four days ago after the J.N. put everything it had around our troops. Evidently, the commanders believed that it was in the SAA’s best interest to withdraw and regroup. That strategy paid dividends yesterday when a counter-offensive began near the Journalists‘ Assoc. Building and at the Za’roor Villa north of the cemetery. The SAA confirmed the deaths of 39 rodents in a uniquely qualitative strike using militia and armor. I have no names since the SAA is hardly concerned with the identities of fallen rats during an on-going operation. (…)“
      SyrianPerspective

      Vergleicht auch diese Meldung am Freitagmorgen, Stand vielleicht von Donnerstag:
      Syrien Info

      Ein derart grosser Erfolg der Banden („550“ tote SAA) innerhalb von kurzer Zeit (wenige Tage, beginnend ab diesen(?) Bildern, Enis?) ist in dem Raum auch sonst nicht sehr wahrscheinlich. Denn Khan al-Asal liegt am Rande von Aleppo, schätze max. 10 Km von der Stadtgrenze, Karte (klick!). Das angrenzende Stadtviertel al-Rashidin ist von der SAA in einer mehrwöchigen Operation soeben weitgehend gesäubert worden, es bleiben nur noch wenige bandenbesetzte Strassen übrig. Also, die SAA ist in der Gegend stark präsent u. wird Khan al-Asal zurückholen.

      Es scheint nur richtig, dass Khan al-Asal um den 22. (Montag), so meine zeitliche Einordnung, von den Banden überrannt wurde. Dabei sind ihnen offenbar auch SAA-Angehörige in die Hände gefallen, an ihnen (Gefangenen!) wurden anscheinend wiederum neue Kriegsverbrechen verübt. Ihre Verbrechen haben sie – wie üblich – auch noch gefilmt u. veröffentlicht. Wer sich das wirklich „antun“ möchte:
      urs1798: Aleppo- Khan al Assal. Crimes of FSA and Al-Qaeda #Syria #Syrien update
      24/07/2013

      urs1798: Massenmorde in Aleppo- Khan al Assal durch Obamas und Erdogans NATO-Proxy-Milizen, es sind auch unsere Kriegsverbrechen! #Syria #Syrien 25/07/2013

      Anm.: In den Kommentaren sind auch einige Quellen erwähnt, auf die Enis sich evtl. bezogen hat. Aber wie gesagt, die sind einige Tage alt u. auch sonst widersprüchlich.

    • Für Bodenangriffe wurden meist die L-39 heran gezogen. Bei einem solch massiven Angriff der Terroristen hätten oder haben diese jedoch erwartbar keine Auswirkungen gehabt.

      Fragwürdig bleibt jedoch warum eine solche Massierung im Vorfeld nicht erkannt und gestört bzw. Angegriffen wurde.

      Zu erwarten ist jedoch das der Iran nicht mehr lange zuschauen wird können und zumindest auch seine Bell AH-1 Kopien an Syrien liefern wird. Zumindest die Ausbildung soll dazu ja schon statt finden (Gerüchte).

    • Enis

      @Comrade

      Was mir bei den schmerzhaften Aufnahmen oben einzig auffiel sind einzig die roten Stirnbänder der Ratten, welche sie alle bei diesem Aufmarsch trugen.

      Ich finde urs1798 macht mit seiner Recherche eine einzigartige Arbeit. Er möchte der Öffentlichkeit die laufenden Gräueltaten der Terroristen aufzeigen.
      Ich verlinke aber grundsätzlich keine Aufnahmen von Ratten. Es ist ein Kampf auf allen Ebenen. Der pschologische Aspekt steht bei diesen Aufnahmen in Vordergrund. Das ist ja gewollt gefilmt um den Gegners Motivation zu zermürben, des finde ich sollte man solche Aufnahmen nicht verlinken. das ist meine persönliche Meinung.

      Ich bin noch so froh und hoffe vom ganzen Herzen, dass die Angaben von 550 Verlusten falsch sind.

      Oben hab ichs ja geschrieben, die Ähnliche Zahl genügt seit Monaten den Stützpunkt in Minnegh vor tausenden Ratten zu verteidigen. Daher ist für mich auch nicht logisch.

      Noch was zu Syrpers er redet von „tactial withdrawal“. Es ist blöd, dass wir die gleiche Sprache für Niederlage verwenden wie die Ratten es immer mit ihrerm „taktischenm Rückzug“ machen. Wir müssen glaubhaft bleiben und daher möglichst sachlich die Realität wiedergeben.

      Eins ist klar die Stadt wurde evakuiert. D.h. man rechnete mit einem Sturm. Die Menschen waren weg. So wenn man diese Informationen hatte, bleibt wieder die Frage wo blieb die Luftwaffe? Und braucht es überhaupt soviele Soldaten um Rückendeckung zu geben, welche dann zum Märtyrer fielen. In vielen anderen Orten von Damaskus und Homs genügen oft 10 Ratten als Sniper um den Vorstoss der Armee um Tage zum Erliegen zu bringen.

      Wie immer wieder vorkommt, werden einige Veratnwortliche Generäle dafür bezahlen müssen. Nurch durch Selbstkritik kann sich die SAA auch den neuen Gegebenheiten dieses Krieges anpassen. Ich bin überzeugt, dass dies laufend geschieht.

      Denn unser Ziel ist ein Maximumziel. Viel Erfolg(Säuberung) mit möglichst wenigen Verlusten.

      Gott beschütze die Helden an der Front und grösste Anerkennung für die Märtyrer.

    • habkind

      Euronews bezieht sich auf Snackbar in London und erwähnt 150 Tote, von denen 51 standrechtlich erschossen wurden. Ich denke, dass ist realistischer, aber trotzdem nicht gut.
      urs1798: steht dein „er“ für der Blog, oder für eine männliche Person hinter dem Blog? Ich meine mal gelesen zu haben, das urs1798 von einer Frau geführt wird.
      Auch die Kommentare zu den Videos erscheinen mir eher weibliche als männliche Formulierungen. Vielleicht weist du mehr.
      Die Arbeit jedenfalls die urs1798 macht, könnte ich nicht machen. Allein einige Videos, die ich auf dem Blog gesehen habe, haben wir genügt, nichts desto trotz wird ihre Arbeit tatsächlich vielleicht noch für eine juristische Aufarbeitung benötigt. Vielleicht werden sich noch der ein oder andere Mainstreamjournalist, nachdem er sich in Grund und Boden geschämt hat, auf dieses Archiev zurückgreifen können.

    • Franz

      URS = Frau, Künstlerin(ich glaube Malerin), die sich schon länger arrangiert(Libyen, Palestina, et al). Ich glaube es gibt auch Austellungen Ihrer Werke

      LG

    • Comrade John

      @ Enis
      SyriaNews bringt heute zunächst einen Artikel, der von „51 massakrierten Zivilisten einschl. eine Anzahl von Militärangehörigen“ berichtet.
      Er bezieht sich auf PressTV, das seinerseits von „50 exekutierten Zivilisten“ u. „zusätzlich eine Anzahl hingerichteter Militärangehörige“ geschrieben hatte.
      Der Vorfall soll am Montag (wie ich vermutet habe) stattgefunden haben, und es wird berichtet, dass die Banden einen (grossen) Teil von Khan al-Asal einnahmen.
      SyriaNews + Link auf PressTV
      Also. Erstens gibt es Ungenauigkeiten bei SyrN oder bei PressTV. Zweitens sind die Opfer mehrheitlich Zivilisten. Das passt nun zu der Videodokumentation von urs1798, die nach meinem ersten Eindruck eine gemischte Gruppe männlicher Zivilisten sowie SAA-Angehörige zeigt.
      Inzwischen hat SyrN, basierend auf Sana nachgelegt.
      Sana berichtet heute von „123“ Opfern, überwiegend Zivilisten, und es würden auch noch Personen „vermisst“. Das heisst, es läuft doch auf „150“ +/- x Opfer hinaus.
      Was mich stutzig macht ist, dass die Opferzahlen (zwischendurch war auch mal von „80“ die Rede) nach oben korrigiert werden. Die Banden sind aber nicht so dumm u. zeigen dem Roten Halbmond täglich neue Massengräber.
      Für mich deutet das darauf, dass die Banden nur einen Teil von Khan al-Asal halten bzw. überwiegend gar nicht mehr am Ort sind, entweder weil sie versprengt wurden oder sich im Umland zerstreut haben, um sich der Verfolgung durch die SAA zu entziehen.

      Ich möchte die Sache nicht schönsprechen, aber die Opferzahl scheint weit unter 500 zu sein, und es handelt sich vermutlich nicht um eine militärische Niederlage. In Khan al-Asal scheint es nur einen Stützpunkt der SAA gegeben zu haben, wohl um den Ort u. die Strasse No. 60 zu sichern.

      Fazit: Der Raum besonders westlich, südwestlich, nordwestlich von Aleppo ist teils bandenbesetzt, unsicher und von der SAA nur punktuell kontrolliert. Aber ich meine, das „wussten“ wir auch vorher. Es wird besser werden, Enis. Die Operationen der SAA in Homs, Damaskus, in Provinzen Daraa u. Idleb gehen weiter, es sieht nach einem Plan aus. Auch in Aleppo gehen die Kräfte nach vorn, nicht zurück oder warten nur, dass die Banden kommen.

      @ habkind
      Ich bin sicher, urs wird Dir auf dem Blog jede Frage beantworten, die er (öffentlich) beantworten kann bzw. möchte. Auch mein Wissen bezieht sich nur auf Beobachtungen u. „persönlichen“ Begegnungen mit dem Hauptschreiber (urs) im Netz. Entscheidend, habkind, ist doch nur, dass es diese phantastischen Syriensolidaristen wie urs gibt, die uns ausserdem noch die Infos liefern, die wir sonst nirgends bekommen. Nur soviel: „Barbara“, die dort schreibt, lebt in Syrien; sie übersetzt unter anderem auch die arabischsprachigen Facebookseiten mit Neuigkeiten von Freund und Feind u. gibt sie via urs an uns weiter.

    • Enis

      @comrade
      SANA hat gestern eine Stellungnahme zu en Ereignissen. Sie reden zwar nicht von einer Niederlage, aber schreiben von einem Massaker an 123 Soldaten+Zivilisten, sowie erwähnen „many others missed“. Mit dieser Stellungnahme gehe ich davon aus, dass am Schluss die Zahl der Ratten von 150 doch aufgehen kann. Leider ist der Zugriff momentan erschwert, sonst hätte ich es verlinkt.

      Ich finde sehr positiv, dass SANA seit Anfang der Verschwörung für syrische Verhältnisse sehr offen kommuniziert! Damals in Juli 2012 beim grossen Attentat war ich sehr überrrascht, dass man den Verlust der wichtigsten Personen im Staat unverzüglich gemeldet hat. Daher ist SANA für mich sehr glaubwürdig, jedenfalls immer relativ im Sinne des Propagandakrieges eingeschlossen.

      Aber was gutes ist inzwischen doch passiert, in Khaladiye in Homs machen die Beschützer der Heimat grosse Fortschritte, sowie die symbolträchtige Khalid bin Walid Moschee ist wieder von der Pest befreit..

      Wenn Homs endgültig befreit ist, dann ist die Sache grösstenteils eh gelaufen.. Daumen drücken und beten!

    • Es geht mir einfach gegen den Strich, Johns Kommentar stehen zu lassen, der mich lebhaft an Auslegungen von OKWD-Meldungen im „Völkischen Beobachter“ erinnert (ja, auch sowas hab ich gelesen). Also nehme ich jetzt mal die Rolle von „Wolzow“ an, einer Figur aus dem „Werner Holt“ die John vermutlich kennt, ohne daß es ihn hindert, den „Vetter“ zu geben.

      Khan al Asal ist die erste großstädtisch bebaute Vorstadt Aleppos im Südwesten wenn man über die Route 60 aus Richtung Reyhanli (Türkei) oder Idleb hinein kommt. Am südlichen Rand grenzt sie an die M(otorway)5 in Richtung Saraqib => Maraat al Numan. Die südlich und östlich an Khan al Asal grenzenden Großstadtbezirke Al Rashidin (seit langem periodisch umkämpft), Hamadaniyeh und New Aleppo sind die letzten Außenbezirke der Innenstadt, die die Armee noch hält, daher sind die genannten Routen die letzten Nachschubwege, auch für Versorgungsgüter in der Stadt, deren Verteilung NICHT durch die Angreifer erfolgt. Zuzüglich ist die R60 direktes türkisches Einfallstor in die noch von der Armee gehaltenen, oben genannten Stadtbezirke, die von Khan al Asal aus schon mit leichten Mörsern (80mm), erst recht dem verbreiteten Kaliber 120mm und anderer Artillerie unter Feuer genommen werden können. Im Unterschied zu weniger dicht und großstädtisch besiedeltem Gebiet sind die Stellungen der Angreifer nur noch in der Fläche angreifbar, d.h. mit vernichtendem Artilleriefeuer und/oder Flächen(!)bombardement aus der Luft, mit oder ohne anschließende Säuberung im Straßenkampf.

      Das ist die strategische Ausgangslage.

      Die macht es strategisch völlig wurscht, ob die Regierungstruppen in Khan al Asal 100 oder 500 Mann verloren haben. Entscheidend ist, daß bei der vorliegenden Art der Kriegführung in einem zusammenhängenden Gefecht kaum einmal 100 Mann verloren gehen – auf beiden Seiten! – es sei denn, es handele sich um einen schlau eingefädelten Überraschungsangriff oder einen Hinterhalt. Beides ist im vorliegenden Fall absolut auszuschließen. Ebenso absolut auszuschließen ist im Falle eines verlorenen Gefechtes von der Dimension, die von 100 Opfern indiziert wird, daß verlorenes Terrain vom angegebenen Zuschnitt postwendend zurück erobert werden kann, es sei denn, die Regierungskräfte könnten die Vorstadt ihrerseits einkesseln, und zwar binnen kurzer Zeit, sonst schließt sich das Fenster, das zur Verfügung steht, die Angreifer so weitgehend vom Nachschub abzuschneiden, daß sie sich nicht festkrallen können.

      Folglich handelt es sich um eine kapitale Niederlage, selbst wenn es der Armee gelänge, sie rückgängig zu machen. Denn wenn sie das unternimmt, können die Angreifer derweil den weiter außen gelegten Ring um die Stadt, der von Verteidigern noch weiter entblößt werden muß, dichter schließen. Abhilfe könnte nur ein echtes Entsatzheer schaffen, und das scheint baw nicht in Sicht.

      Ich will damit nix beweisen und nicht die Verteidiger entmutigen, aber die Schönrederei macht nur Leichen und noch vernichtendere Niederlagen und, wie gesagt, mir geht es um Widerstand gegen das Prinzip mörderischer Volksverdummung. Mit der ist ausschließlich den Angreifern geholfen!

    • Lurker

      Es gibt dutzende Videos bei YouTube wo man SU-22 & L-39 beim Bombenabwurf sieht. Laut Wikipedia haben die Syrer als Erdkampflugzeuge auch noch SU-24.
      Weiters gibts noch ein paar Mi-24 Hind Angriffshubschrauber.
      Einige dieser sollen ~50km südlich von Aleppo stationiert sein (zumindest wehrten die dort Angriffe ab).
      In den Mi-8/17 Transporthelis sieht man auch MGs drinnen hängen, wo die vmtl. hauptstächlich zur Selbstverteidigung benutzt werden.

      Weiters gibt es immer wieder Berichte (auch hier, so meiner Meinung nach) wonach die Luftwaffe zuwartet bis die „Rebellen“-Dichte hoch genug ist und dann ein paar Häuser planiert.

      Wenn das wirklich 2-4000 Mann waren dann gabs da irgend ein Versagen oder gar Verrat in der Armee-Struktur.

    • SU-24,
      stimmt, die hatte ich als Erdkampfflugzeug nicht im Visier, weil die sowjetische Luftwaffe sie in dieser Funktion schon ab 1975 von der SU-25 ablösen ließ. Die SU-24 wurde für Tiefflugangriffe mit hoher Bombenlast gegen befestigte Ziele optimiert.

      Nimmt man einen Bericht des Aviationist zum Maßstab, wurden SU-24 erstmalig bei der Verteidigung Taftananz beobachtet, wo sie schwere, ungelenkte Bomben abwarfen. Das legt nahe, daß der syrischen Version (wie den modernen, russischen auch) die ehemals eingebaute Bordkanone fehlt.
      Sorry für die Ungenauigkeit.

    • Comrade John

      @ T.Gard
      Die Absicht Ihres Postings war es eine militärische Niederlage der SAA herbeizureden.
      Nur konnten sie die nicht erklären.
      Allein die strategische Lage des Ortes an zwei für den Nachschub wichtigen Strassen begründet noch keine Niederlage.

      Um den Begriff der Niederlage (über dessen Anwendung man sich auch grundsätzlich streiten kann) zu erfüllen fehlen bei Ihnen alle Kenntnisse, die man haben muss um ein solches Urteil abgeben zu können, unter anderem
      a) Stärke u. Auftrag der SAA vor Ort / im nahen Umland
      b) dito FSA (d.h. was sollte die dort tun; nur ein Massaker verüben oder noch was anderes?)
      c) Strategie, Ziel u. laufende Operationen der SAA im Grossraum Aleppo
      c) Entwicklung u. Verlauf der Kampfhandlungen in Khan al-Asal
      d) gegenwärtige (jetzige) militär. Lage in u. um Khan al-Asal
      e) Ortsbevölkerung: allgem. Haltung zur SAA/FSA, Zahl u. Verbleib der Bewohner vor u. nach dem Ereignis

      Sie wissen all das nicht (ich auch nicht), gleichwohl schreiben Sie ins Blaue hinein.
      Mein (zurückhaltenderes) Urteil ist jedenfalls besser begründet. Sein Kern lautete: Khan al-Asal hat zur Zeit für die SAA operativ keine entscheidende Bedeutung (was nicht heisst, der Ort ist unwichtig).

      Ich stelle davon abgesehen nochmal fest: Die Quellen sprechen von überwiegend oder mehrheitlich Zivilisten (u. nicht SAA-Angehörige), die massakriert wurden. Das spricht für sich genommen gegen die Behauptung einer stattgefundenen grösseren militärischen Auseinandersetzung.

      Fast noch wichtiger: Die syrischen/prosyrischen wie die westlichen Medien (direkte FSA-Medien verfolge ich nicht) sprechen im Zusammenhang von einem Massaker bzw. Verbrechen, eine (militärische) Niederlage der SAA wird hierbei ausdrücklich nicht thematisiert. Einen militärischen Sieg ihrer geliebten „Rebellen“ würden die westl. Medien jedoch hervorheben.

      (Dass Sie für das neueste Massaker wiederum keine Worte fanden wundert mich bei Ihnen nicht mehr!)

      Denkbar ist, abweichend von meiner Darstellung („in Khan al-Asal gab es nur einen SAA-Stützpunkt“), natürlich auch noch folgende Version:
      Eine im Raum Khan al-Asal vor dem Ereignis operierende SAA-Einheit unbekannter Stärke (Sana berichtete ja mehrmals von einer „unit“ im Raum Khan, die dort u.a. Dörfer säuberte) wurde von überlegener FSA angegriffen, zersprengt, ihre Reste gingen auf Khan zurück, wo sie schliesslich untergingen.
      Oder: diese Einheit wollte die in Khan gemeldeten eindringenden Banden stellen u. war sich über deren Stärke nicht klar.
      (Zweifellos wirft gerade diese Version Fragen auf, z.B. was war mit der Aufklärung [militär.] der SAA los?)

      In diesem Fall wäre „Niederlage“ nicht vorbehaltlos eine mögliche Bezeichnung. Ich würde den Begriff aus grundsätzlichen Erwägungen trotzdem nicht wählen, weil der Bedeutungsinhalt (nach Schwere) m.M. nach nicht erfüllt wird.

    • For the record:

      Während die irakische Armee Top-Kampfhubschrauber aus Russland erhalten wird, wartete vor einem Monat eine „Partie“ (Originaltext) Yak-130 in Russland auf eine „politische Freigabe“ zur Endmontage für Syrien.

      Die Yak-130 ist (u.a.) ein Erdkampftrainer und daher auch als leichtes Erdkampfflugzeug auszustatten und einzusetzen.
      Die russische Armee lehnte sie allerdings für diesen Zweck ab, weil die Besatzung zu wenig gegen Feuer aus Machinenwaffen geschützt sei.
      http://german.ruvr.ru/news/2013_06_20/Ubungs-und-Kampfflugzeuge-Jak-130-sind-bereit-zur-Lieferung-nach-Syrien-6526/
      (Dank an einen unbekannten Standard-Leser für den Tip)

    • tom du blödmann, die su-24 ist ein frontbomber und kein erdkampfflugzeug. soviel sollte man wissen.

  • habkind

    Wie Sown otP schon sagt, im Vergleich zu den Verlusten der letzten Zeit ist das jetzt eine verdammt große Zahl – erschreckend weil unerwartet. Man hatte sich schon auf die Erfolgsmeldungen der letzten Wochen/Monate gewöhnt und vergessen, dass es doch Krieg ist – auch mit Rückschlägen. Die übliche Realität sieht doch so aus, wie im nachfolgenden Link genannt: 743 namentlich genannte tote Söldner, zusätzlich zu den namentlich nicht bekannten Toten.

    | G.E.N.N have registered the names of 743 terrorists had been killed by the Syrian Arab Army heroes in the last 5 days in several battles around Syria.
    The Network itself said that the real numbers are much bigger but most of the foreign terrorists were found without any Identity documents.
    In the folowing [Link] you will find the names‘ list in Arabic:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=364226973680220&set=a.201344993301753.28750.201326349970284&type=1

  • Anonymous

    zu der frage wo die Luftwaffe ist kann ich euch weiterhelfen auf einem video (leider habe ich den link nicht mehr )
    wo die gottlosen Terroristen zwei überlebende in Khan al Assal verschleppen ist im hintergrund zu hören wie bomben einschlagen und die feigen Terroristen zusammenzucken
    ich denke mal die Luftwaffe hat in diesem Fall leider versagt den die Generäle hätten eine Entscheidung treffen müssen die ganze Gegend großflächig zu Bombadieren was wahrscheinlich gegen das Kriegs Gesetz verstößt aber ehrlich gesagt wer hält sich schon in Syrien daran
    Die Gelegenheit 2000 -3000 Schwerbewaffnete Ratten auf einmal kalt zu machen hätte die Luftwaffe nutzen müssen in diesem Fall haben sie leider versagt warum auch immer
    Schade um die gefallenen und die überlebenden die jetzt von den Kannibalen elendig und menschenunwürdig gefoltert und exekutiert werden

  • kaumi

    Enis hat insofern recht, als dass Khan Al Asal in der Tat zumindest größtenteils in die Hände der „Rebellen“ gefallen ist, auch wenn in und um diesen Ort, lt. meinen Informationen, noch häftig gekämpft wird.
    Was ich als großen Zufall (?!) empfinde ist der Umstand, dass genau in diesem Viertel die erste ernsthafte Untersuchung der kürzlich in Syrien angekommenen UN-Untersuchungskommission bezüglich des im Raum stehenden „Chemiewaffeneinsatzes“ seitens der Terroristen stattfinden sollte.

    • Raed

      Was meinst du kaumi? glaubst du die Islamisten wollen Spuren wegwischen? es fällt doch auf das immer was großes pasiert, wenn UN-Männer gerade in SYrien ankommen. Im Kampf sind 80 Soldaten gefallen, der Rest wurde nach dem Kampf erschossen.

  • Anonymous

    Tschurkin: Syrische Opposition will an Genf-2 teilnehmen (Zusammenfassung)
    http://de.ria.ru/politics/20130726/266557958.html

    bruzzzler

  • kaumi

    Gestern war wieder „langer Syrien-Anruftag“.
    Dabei hatte ich nach längerer Zeit wieder meinen „militärisch“ involvierten Onkel an der Strippe. Gelegenheit, abseits der 08/15-Fragen mal konkretere zu stellen.
    Er hat es sich mittlerweile abgewöhnt, Langzeitprognosen abzugeben, da die Widersacher „inhomogen, unberechenbar in ihren Zielen und ferngesteuert“ seien.
    Seiner Meinung nach gestaltet sich die Lage aktuell so, dass die Terroristen scheinbar eine Aufgabe des mittelsyrischen Raumes vorbereiten, d.h. die Provinz Homs wird verlassen. Die Hauptsammel- und konzentrationsachse scheint türkische Grenze im Nordwesten bis Hallab zu sein. Die stärksten Truppenbewegungen der FSA/Al Qaida ereignen sich in diesem Korridor.
    Ob es sich um das Sammeln der „letzten Kontingente“ handelt oder aber aus der CIA/Mossad-Denkfabrik eine neue Startegie entwickelt wird (Versuch des Schaffens eines zusammengehörenden besetzten Gürtels i.R. einer Aufteilung Syriens), ist dabei völlig unklar.

    Abseits der täglich bekannten Ereignisse spielt für die Menschen dort das „Geschäft“ mit den Entführungen eine Horror-Hauptrolle.
    Überall im Land können in Autos oder Taxis fahrende Menschen von einem Trupp Verbrecher angehalten werden und selektiv gekidnappt werden. Gegen die Zahlung von 2-5 Millionen syr. Lira (die manchmal mühevoll von Verwandten und Nachbarn zusammen gesammelt werden müssen) bekommt man seinen Sohn, Ehemann, Onkel tot oder lebendig zurück. Das scheint die Menschen dort fast noch mehr zu belasten als das eigentliche Kriegstreiben.
    Denke ich an meine Zeit in diesem Land zurück, wo man viel sicherer als in jeder europäischen Stadt durch die Straßen gehen konnte, bekommt man einen Eindruck davon, wo wir waren und wo wir jetzt sind.

    • Anonymous

      kaumi: Darf ich deinen Text auf „Die Wahrheit – Bürgerinitiative für Frieden in Syrien“ posten?
      Mit Verweis auf den Kommentarteil von chartophylakeion oder ohne, mit „kaumi“ oder ohne?
      Danke für eine Rückmeldung.
      (Ich denke oft an die schönen Tage bei Freunden in Tartus und Damaskus im September 2011, an die freundlichen, offenen und humorvollen Menschen, die mir begegneten und täglich bin ich mit meinen Gedanken und Hoffnungen in dem geplagten Land …)
      Soja Kosmos

    • kaumi

      @Soja K.,

      selbstverständlich ist es ok. Mit oder ohne meinem Nick…

  • habkind

    Al-Mayadeen berichtet gerade live von Al-Khalidya, für die, die den
    Sender nicht im Fernsehen bekommen, der live-stream:
    http://www.almayadeen.net/ar/live
    sehr große Zerstörungen in dem Bezirk, zumindest in dieser Gegend von Khalidya.

    Ich befürchte, dass die Agression des Westens noch etwas plant. Nicht umsonst hat sich Kerry so dafür eingesetzt, dass sich die Palästinenser und Israelis wieder an einen Tisch setzen. Die letzte solch intensive Pendelmission war meines Erachtens noch mit Kissinger als Außenminister.
    Diese Pendelmission hat doch nichts mit der Liebe zu den Palästinensern zu tun. Israel ist bereit, umfangreiche Konzession einzugehen (den Link finde ich auf die schnelle nicht). Ich befürchte, sie wollen Ruhe an einer Front um an einer anderen intensiver vorgehen zu können. Diese aufdringlichen Aktivitäten in Palästina beunruhigen mich.
    Vielleicht haben sie tatsächlich mit den Befürchtungen Kaumi`s zu tun und die Agressoren planen eine „neue“ nördliche Provinz in Syrien.

    • Habkind,
      Du zäumst den Zusammenhang der israelischen Diktatverhandlungen mit dem Syrienkrieg vom Schwanz auf.

      1) Es ist Abbas, dem etwas diktiert wird, nämlich „Gespräche“ zu führen, wo es nichts zu sprechen gibt und das aus einer auf breiter Ebene delegitimierten Position heraus.

      2) Der zionistischen Militäraristokratie mag an einem türkisch dominierten Nordsyrien gelegen sein, sie mag es auch subversiv unterstützen, aber das ist kein israelisches Kriegsziel. Das liegt in Beirut, schon deshalb, weil eine weitergehende und offene Beteiligung Israels am Syrienkrieg der Hezbollah kaum eine Alternative zu offenen Kriegshandlungen lassen dürfte.

      3) Ein israelischer Waffengang im Norden, der diesmal, anders als 2006, Syrien und Jordanien direkt verwickelt, dürfte den Status Quo an der „Heimatfront“ kippen, d.h. Israel müßte das Kapo-Regime voraussichtlich auf längere Zeit, wenn nicht dauerhaft, mit eigener Besatzungsmacht ersetzen.

      An diesen Ausgangspunkten hätten m.E. Überlegungen / Analysen / Spekulationen anzusetzen.

    • Bruzzzler

      Wiederspruch Tom Gard:
      „wo es nichts zu sprechen gibt und das aus einer auf breiter Ebene delegitimierten Position heraus“
      Warum sollte es in Palästina nichts zu sprechen geben? Denken sie mit dem Abzug lässt sich so ein Konflikt lösen?

  • Man tut gut daran, wenigstens periodisch einen Blick in den „Guardian“ zu werfen, wenn man etwas darüber erfahren will, welche Auseinandersetzungen zwischen den imperialen Fraktionen laufen.

    weiterlesen

  • Anonymous

    „In Syrien ist tiefster Winter“
    Michael Spindelegger und Guido Westerwelle über US-Spionage und „Arabischen Frühling“.
    http://kurier.at/politik/ausland/michael-spindelegger-und-guido-westerwelle-im-interview-in-syrien-ist-tiefster-winter/20.683.224

  • habkind

    @TomGard
    ich glaube nicht, dass Israel aktiv werden würde. Obwohl auch das möglich ist. Nein, man will nur Ruhe haben in der Palästina-Sache – gewissermaßen angespannte Hoffnung der arabischen Menschen, damit diese und die Palästinenser sich nicht in syrischen Angelegenheiten weiter einmischen, wenn es so weit ist. Ich weiss natürlich nicht, ob was geplant ist – aber einfach so aufgeben, werden die imperialischen doch bestimmt nicht.

    • Die zionistische Militäraristokratie hat am End keine Wahl, mit einem amerikanisch-türkisch-russischen „Frieden“ in Syrien und im Libanon wäre sie nicht länger das kommandierende Oberhaupt einer „Villa in the djungle“, Israels Festungen würden zu verfallenden Geisterhäusern, in deren zu klimatisierten Bungalows umgebauten Nebengebäuden es sich die „wahre“ Aristokratie bequem machte, die Waffen- und Gashändler. Die jüdische Geldaristokratie hörte auf, „jüdisch“ zu sein, die Bevölkerung entledigte sich einer materiellen und ideellen Überlieferung, die endlich als das erschiene, was sie ist, eine unzumutbare Last.

      Die Frage ist nur, wie weit die betroffenen Familien gehen, sich gegen dieses „Schicksal“ zu stemmen.

      Die amerikanische „Friedensinitiative“ hat in dieser Umgebung einen Januskopf.

    • PS.: Bei alledem darf man nicht vergessen, daß einflußreiche Vertreter einer nahezu eine halbe Million starken Siedlerbevölkerung Tel Aviv den Bürgerkrieg angekündigt hat, sollte das Judaisierungsprogramm der Westbank enden.

    • habkind

      die Siedlerbewegung ist ja der eigentliche Feind einer wie auch immer gearteten „gerechten“ Regelung. Da wird sich keine israelische Regierung, auch wenn sie gewillt sein sollte, Fortschritte im Friedensprozess machen zu wollen, richtig ran trauen. Und daran wird meiner Meinung auch ein etwaiger Friedensprozess scheitern – wenn es einen richtigen überhaupt geben wird.
      Der Status Quo wird die nächsten 60 Jahren fortgesetzt.

  • habkind

    Also, wenn ich die diversen Nachrichten vor Ort verfolge, dann scheint sich das Militär gewissermaßen Rache genommen hat für das Massaker in Khan al Assal. In allen Gebieten hat die SAA den Gegner große Verluste beigefügt und viele Waffen und Material zerstört.

  • Enis

    der syrische Informationsminister nach dem Khan al-Asel Massaker:

    „…if they are rallying and arming themselves and talking about special weapons, we’re not sitting idly; we’re preparing and we’ll keep preparing..“

    Ich hoffe, dass so ein aussergewöhnlicher Verlust wie in Khan al-Asel nicht mehr vorkommt. Ich bin überzeugt intern werden einige Köpfe rollen. Aus einer anderen Quelle (palestine solidarité) erfährt man die Anzahl der Märtyrer von 220. Traurig aber der Kampf geht weiter..

  • Die Verluste in Khan al-Assal sind wohl die schwersten seit Kriegsbeginn. Die Stadt wurde überrannt und zwar in einer koordiniert geführten Aktion. Es muss mit Sicherheit durch westliche Strategen geleitet worden sein, denn die syrische Generalität hatte nichts entgegen zu setzen. Stattdessen wurden hunderte Soldaten abgeschlachtet. Aleppo hat sich für Assad erledigt, die Offensive ist völlig verpufft, weil die Dschihadis über eine enorm gute Bewaffnung verfügen vor allem Panzerabwehrraketen, mit denen sie die SAA-Panzer abgefangen haben. Entweder es gelingt mit der YPG die Nordgrenze einzunehmen, um so den Nachschub abzuschneiden, oder die SAA muss sich nach Idleb zurückziehen, um eine stabile Front aufzubauen, um nicht auseinanderzufallen im Norden.

    • habkind

      @vogl89
      ich bezweifele, dass die SAA nach Qusair sich sofort um Aleppos Befreiung kümmern wollte. Alle haben zwar gesagt, dass jetzt Aleppo dran ist und viele tausend Soldaten sich auf den Weg aufgemacht haben. Sogar die Panzereinheit, in der Maher Kommandeur ist, soll in Aleppo gewesen sein. Ich denke vielmehr, das gehört zur Taktik und Propaganda. Alle Söldner haben sich auf den Weg nach Aleppo gemacht, sogar aus Homs haben sich Gruppen zur Verteidigung Aleppos aufgemacht. Anschließend hat sich die SAA weniger um Aleppo gekümmert, als um Homs, Edlib und Raqqa und gleichzeitig auf ein bisschen in Aleppo. Die Befreiung Aleppos wird losgehen, sobald Homs, Edlib und die Goutha einigermaßen befreit sind. Und auch dann wird man sich wahrscheinlich um die nördlichen Zugänge erstmal kümmern. So stelle ich mir das jedenfalls vor – die SAA ist natürlich frei ihrer Entscheidung und muss sich nicht nach meinen Vorschlägen richten :-)

    • Comrade John

      Vogl89
      „Die Verluste in Khan al-Assal sind wohl die schwersten seit Kriegsbeginn. … Aleppo hat sich für Assad erledigt, die Offensive ist völlig verpufft,“

      In Khan al-Asal wurden v.a. Zivilisten umgebracht. Die behaupteten „schwersten Verluste“ (für die SAA) solltest Du erklären bzw. belegen.

      Richtig ist, dass die pro FSA-„Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ von „mehr als 150“ toten SAA-Angehörigen spricht, und dass diese von syrischer Seite nicht bestätigt sind.
      http://derstandard.at/1373513910097/Syrische-Regierung-wirft-Rebellen-Massaker-an-Zivilisten-vor

      Ich möchte auch nochmals darauf dringen, dass wir hingerichtete Personen (gleich ob Zivilist oder Soldat) nicht einfach „Verluste“ nennen. Das ungesetzliche Umbringen von Zivilisten, Soldaten u. Kombattanten (gegen die internationalen Regelungen zur Kriegführung) ist Kriegsverbrechen, die Betroffenen sind Opfer u. keine normalen militärischen Verluste einer kriegführenden Partei oder normale zivile Menschenverluste infolge von Kampfhandlungen.

      Aleppo hat sich bestimmt nicht „erledigt“, denn dort hat die SAA jüngst den Stadtteil Rashidin eingenommen – ist so gut wie befriedet, SyriaNews, July 27, 2013.
      Sie dringt ausserdem laufend in die Viertel Ashrafiyeh, Bustar al-Basha, Sakhur, Sha’ar, Bustan al-Quasr u.a. ein und tastet auf der Strasse 214 (Anadan, Minnegh, Azaz) vor.
      In Bustan al-Quasr, wo die FSA-Banden einigen Zuspruch von den Bewohnern besassen, bröckelt ihre Basis, Aufnahmen etwa drei Wochen alt:
      Syrian rebels fire into the air to disperse protest by civilians in a rebel-held district of Aleppo

      Eine Zusammenfassung des militärischen Verlaufes in Syrien seit Juli 2012 steht jetzt auf dem Mein Parteibuch Zweitblog. Dort wird auch auf einen Stimmungsumschwung der syr. Sunnitenkreise abgestellt, die bisher noch die „Rebellen“ unterstützt haben u. nun langsam von ihnen abfallen:
      Warum die anti-syrische Kriegsfront den Krieg verliert (27. Juli 2013)

    • Der verantwortliche Autor für „Mein Parteibuch“ kann aus seiner grundehrlichen Haut nicht recht hinaus, so flunkert er sich fast immer nur selbst in die Tasche, falls er einmal lügt. So auch im Artikel mit der stolzen Überschrift: Warum die anti-syrische Kriegsfront den Krieg verliert. Er löst sie in der Begründung ein: ‚Sie kann nicht gewinnen‘:

      “ … gelang es der Armee in allen Provinzen, wesentliche Militärbasen und Flughäfen sowie ihre Präsenz in den Großstädten zu verteidigen … nirgendwo war die Kontrolle der Anti-Regierungskräfte fest genug um irgendwo in Syrien einen Sitz für eine alternative “Regierung” einrichten zu können, die dann nach dem Vorbild von Benghazi …“

      Klartext: Die SAA ist im Besitz der Lufthoheit, weil es keinen NATO-Angriff gibt.

      Folgte man diesem Argument, könnte man auf die Idee kommen, die SAA stünde wenige Wochen vor ihrem Zusammenbruch, was natürlich weder gemeint, noch die Wahrheit ist.

      Es folgt ein Hilfsargument, die antithetische Auslegung des Hauptargumentes zu entkräften:

      „… haben die Anti-Regierungskräfte in Syrien bei ihren ungestümen Offensiven Fehler gemacht, die nun zu ihrer unvermeidbaren Niederlage führen.“

      Sein Gehalt besteht in einem grammatischen Fehler: „In die Niederlage führen“ hätte im Futur zu stehen, falls der Autor nicht beanspruchen will, mit seinem Prädikat als Prophet des Allmächtigen aufzutreten, sondern eine wohl begründete Überzeugung des Autors kund zu tun beabsichtigt.

      Diese Überzeugung will ich mit diesem Einwand nicht einfach zurück gewiesen haben. Schauen wir also auf die Begründung.
      Anschließend an die Kritik des Artikels eine Stellungnahme von mir zur Lage: weiterlesen

    • ha ha ha

      hahahaha, TG ich glaube ihnen kein wort,

      im übrigen ist ihre taktik klar zu erkennen, sie haben einfach immer das letzte wort, ihre erwiderungen strotzen nur so von irrelevanten details, abwegen, holzwegen, … ursache und wirkung werden undeutlich, die übersicht soll verloren gehen.

      Ihr roter Faden : Gegen den souveränen unabhängigen Nationalstaat

      Vetrauen möchten sie gewinnen, indem sie geltende Zusammenhänge
      ignorieren und neue konstruieren dabei möglichst viel verwirren, als ob sie wie ein kleiner junge mit einfällen und ideen spielen würden, jedoch
      ist das mache, simulation.

      Und immer wieder jeden Satz den einer schreibt auseinandernehmen, irgendwas dageggen setzen, hauptsache geschwätzt. Wie gesagt, so bilden sie kein vertrauen hier, aber das wollen sie gar nicht, sie wollen zweifel sähen und verwirren, das ist der Zweck ihres auftrittes hier…

      gehen sie mit gott, aber verschwinden sie!

    • „… sie wollen zweifel sähen und verwirren, das ist der Zweck ihres auftrittes hier… gehen sie mit gott, aber verschwinden sie!“

      Danke für diese Demonstration. Vertrauen und Zweifel, dies Kategorienpaar abstrakter Unterwerfung unter eine höhere, ins Abstrakte zugleich erhobene und verflüchtigte Macht – vulgo Gottvertrauen – ist eine unverzichtbare Ausstattung derer, die den Krieg der Paläste gegen die Hütten erleiden, als Lebensbedingung hinzunehmen gezwungen werden. „Unverzichtbar“ heißt allerdings noch lange nicht, daß einer sich geistig auf solch persönliches Gott- resp. „Gott“vertrauen beschränken, einhegen lassen muß – das zu tun ist eine Zusatzleistung.
      In der es übrigens sog. „Intellektuelle“ zu wahrer Meisterschaft bringen. Deshalb bin und bleibe ich hier – unter den „Prolls“ – nicht um „Zweifel“ zu sähen, sondern zu überwinden. Freilich nicht zugunsten irgend eines Vertrauens.

    • ha ha ha

      Und immer wieder jeden Satz den einer schreibt auseinandernehmen, irgendwas dagegegen setzen, hauptsache nichts stehen lassen. hauptsache irgendetwas schreiben, es muss hier ein text stehen, denn das einzige instrument für die front-blogger wie sie es sind ist die sprache, sind die wörter, mimik, körpersprache, auftreten ihr gang ihre betonung all das kennen wir nicht denn sie agieren als kampf-blogger und hier zählt nur die Textflut.—> das ist die psychologische wirkung die beim leser hängen bleiben soll: wer sich nicht wehrt, nicht zurückschlägt hat resigniert oder unrecht, beide eindrücke gilt es zu vermeiden, deswegen wollen sie immer das letzte wort. letzendlich ist egal was sie schreiben, schreiben sie weiter, ich tue das auch, ab so fort.

  • Anonymous
    • Was. außer der dümmlichen Lüge in der Überschrift des ersten Links („under the command of Turkey“), soll daran „beunruhigend“ sein?

      Die PYD macht der Türkei auf der Basis der erwiesenen Kampfkraft der YPG’s das Angebot einer Waffenbruderschaft gegen die ISIL und andere Takfiris. Dazu bietet sie ihr listig an, sie könne ihren Einfluß über ihre Proxies (also ihr ergebene Teile der FSA) in den nördlichen Provinzen in den lokalen und regionalen Selbstverwaltungen geltend zu machen suchen, etwas, das die PYD „guten Gewissens“ tun kann, weil auf diesem Boden das Ziel „regime change“ die Beteiligten nicht trennt.

      Es sollte sich von selbst verstehen, daß der Erfolg dieser Kriegslist davon abhängt, wie sich die übrigen ausländischen Interessenten dazu stellen. Schon deshalb war es nötig, daß sich die PYD mit Vertretern Frankreichs, des MI6, der CIA und anderer Geheimdienstvertreter ins Benehmen zu setzen versucht. Jeder, der eine künftige türkische Dominanz in Nordsyrien nicht so gern sieht, ist eingeladen, die PYD gegen die Türkei und ihre Proxies zu stärken.

  • Anonymous

    Interview von Karin Leukefeld zur aktuellen Lage:
    http://www.youtube.com/watch?v=jHUME_0wHRw&feature=player_embedded
    S. Kosmos

    • Anonymous

      Interview MIT, nicht VON … – S.K.

    • Das Transkript gibt es hier

  • habkind

    einige von Euch werden`s ja schon gelesen haben bei Voltairenet, daß die Hiszbolah jetzt die Waffen von den Söldner kauft, die ihr vom Westen und SA/Quatar gesandt werden.
    Vielleicht ist das die sinnvollste Möglichkeit, den westlichen Waffenlieferanten etwas Angst einzujagen: ihr Waffen kommen genau da hin, wo sie sie am wenigsten gebrauchen können, nämlich bei der Hiszbollah.
    Wenn die Hiszbollah noch einige größere Transanktionen macht und sie publik macht, ist das vielleicht der fehlende Grund des Westens, keine Waffen mehr nach Syrien zu liefern.Vielleicht.

    Hier der Text von Voltairenet:
    Während die westlichen Staaten ihr Lied sangen: “ Bashar must go!“ und der Sturz des syrischen Regimes für unvermeidlich galt, verkauften verschiedene Militärführer den Rebellen Waffen-Arsenale, bevor sie nach Europa oder in den Vereinigten Staaten flüchteten.

    Dieser Trend hat sich mit der Evidenz des westlichen Scheiterns umgekehrt.

    So realisierte die libanesische Hisbollah Ende Juni und Anfang Juli zwei wichtige Transaktionen mit den Führern der freien syrischen Armee. Der libanesische Widerstand erwarb insbesondere Panzerabwehrraketen und RPGS russischer Herstellung, die den „Rebellen“ von Saudi Arabien geschenkt worden waren. Die zweite Transaktion wurde mit sehr niedrigem Preis ($1 Million) gemacht, bevor die „Rebellen“ mit ihrer Beute nach Westen flohen.
    (http://www.voltairenet.org/article179515.html)

  • TG entblödet sich wieder, er schreibt über die UdSSR im II. Weltkrieg, auf seinem blog:

    „Und in diesem weitläufigen Zusammenhang ist fest zu halten, daß nicht die Sowjetunion den Krieg geführt und auf den Schlachtfeldern gewonnen hat, sondern Russland. Das nationalbolschewistische Russland hatte schon vor Kriegsbeginn über die Sowjetunion gesiegt, nämlich in den sibirischen Gulags und Folterkellern des NKWD, in denen jeder kommunistische Widerstand gegen den Nationalbolschewismus gebrochen und tatsächlich in weitem Umfang physisch ausgerottet wurde. (Lies vielleicht mal, was Valentin Falin in seiner Biographie über die Folgen für den Kriegsverlauf geschrieben hat)
    Das hatte zum Beispiel zur Folge, daß sich die Lebensverhältnisse der russischen und deutschen Bevölkerung in der Vorkriegszeit, nach der Machtübernahme der NSDAP, in beträchtlichem Umfang bis aufs Haar glichen!
    Hätte es nicht das vorbürgerliche Kriegsziel der Faschisten, den Volkskrieg, die völkische – statt territoriale! – Landnahme gegeben, nebst deren rassistischen Motivierung und Verankerung in der faschistischen Herrschaft, hätte Russland den Krieg gut verlieren können, vermutlich verlieren müssen – die Bevölkerung hätte keinen haltbaren Grund gehabt, sich den Eroberern nicht um den Preis der Verschonung zu unterwerfen.“
    http://tomgard2.blog.de/2013/07/25/freihaendige-bemerkungen-rolle-armee-syrischen-gesellschaft-16264835/#c19341414

    einfach nur widerlich!

    • Tolles Argument!

      Ich schrieb das in einem wohlbestimmten Zusammenhang an einen Leser, von dem ich wußte, daß er sich bemüht, beim Lesen im Sinne des Erkenntniszweckes zu kooperieren. Natürlich sind die zitierten aphoristischen Aussagen leicht angreifbar, sie folgen dem Wissen, daß jede wahre Aussage einfach, und jede einfache Aussage unwahr ist.

      Widerlich ist freilich der hier vorgeführte Umgang damit –

    • Die Absicht meiner auslagernden Kommentierung auf meinem Blog war, hier nicht mehr und anders zu stören, als ich es beabsichtige. Wenn von dort Aussagen aus dem Zusammenhang gelöst hier herein kopiert werden, erstatte ich ihnen den hier zurück. Vielleicht hält das von Wiederholungen der Tour ab:

      „Dein sanfter Vorwurf:

      “ … aber ich würde mich mit Urteilen Syrern gegenüber, die ihre Angehörigen und Freunde vor Ort haben, sehr zurückhalten.“

      so emphatisch nachvollziehbar er ist, (geht) bei mir ins „Leere“, wie für jeden nachvollziehbar ist, der meine Gespräche mit Enis (sie begannen auf Sarsura) nicht bloß unter dem eindimensionalen Aspekt „pro und contra“ betrachtet. Sein Standpunkt, Dein Standpunkt sind notwendig so wie alle anderen, einschließlich der mörderisch feindlichen Standpunkte, die es da herum gibt, mit Ausnahme der oben genannten Fälle, in denen Leute den Wahn aller Standpunkte, von ihnen aus sei ein Geschehen zu dominieren, für sich, privat … wahr machen (wollen).

      Das war jetzt das glatte Gegenteil eines Plädoyers für demokratischen Pluralismus und das „Geltenlassen“ aller Standunkte, nämlich eines für die Aufhebung derselben, nur ist diese „Aufhebung“, anders als in der Lesart meiner Feinde, nicht gleichbedeutend mit Vernichtung, mit ausrotten, zum Verstummen bringen. Mit Ausrottungsversuchen bringen nur die Sieger, gerade die, im Erfolgsfalle sich selbst um die Ecke. (Anstelle einer theoretischen Erklärung) beschränke ich mich auf die Demonstration an Deinem historisch-moralischen Vergleich.

      Der Vergleich mit dem Selbstbehauptungskrieg der Sowjetunion im WKII taugt m.E. so gut wie gar nichts, aber … in bürgerlichen Gesellschaften ist alles mit allem verknüpft. Und in diesem weitläufigen Zusammenhang ist fest zu halten, daß nicht die Sowjetunion den Krieg geführt und auf den Schlachtfeldern gewonnen hat, sondern Russland. Das nationalbolschewistische Russland hatte schon vor Kriegsbeginn über die Sowjetunion gesiegt, nämlich in den sibirischen Gulags und Folterkellern des NKWD, in denen jeder kommunistische Widerstand gegen den Nationalbolschewismus gebrochen und tatsächlich in weitem Umfang physisch ausgerottet wurde. (Lies vielleicht mal, was Valentin Falin in seiner Biographie über die Folgen für den Kriegsverlauf geschrieben hat)
      Das hatte zum Beispiel zur Folge, daß sich die Lebensverhältnisse der russischen und deutschen Bevölkerung in der Vorkriegszeit, nach der Machtübernahme der NSDAP, in beträchtlichem Umfang bis aufs Haar glichen!
      Hätte es nicht das vorbürgerliche Kriegsziel der Faschisten, den Volkskrieg, die völkische – statt territoriale! – Landnahme gegeben, nebst deren rassistischen Motivierung und Verankerung in der faschistischen Herrschaft, hätte Russland den Krieg gut verlieren können, vermutlich verlieren müssen – die Bevölkerung hätte keinen haltbaren Grund gehabt, sich den Eroberern nicht um den Preis der Verschonung zu unterwerfen.

      Es ergibt sich von selbst, daß in dem weitläufigen und überwiegend unpassenden Vergleich mit Syrien der Takfirismus jetzt die Rolle des Faschismus spielt. Doch im Krieg „gegen den Takfirismus“ wird die syrische Herrschaft sich nicht übergangsweise als ständische Despotie behaupten und konsolidieren können, so wie es dem nationalbolschewistischen Russland bis 1986 gelang. Auch das war eine ständische Despotie – so mager und abstrakt die Identität auf dieser Ebene auch sein mag. Schon deshalb nicht, weil Bashar sie in der Vorkriegszeit mit der sog. „neoliberalen“ Anpassung an den Weltmarkt bereits ökonomisch entwurzelt hat. Behaupten könnte sich nur ein Rumpfstaat in der Tradition der alten Herrschaft – für ein paar Jahre. Bestenfalls.

      Und das weiß man in den Kreisen der Restauration.

      Sofern etliche ihrer Protagonisten buchstäblich um ihren Hals und ihre Haut kämpfen, ist auch ihr Kampf notwendig. Doch nicht notwendig ist es, die Bevölkerung darüber zu täuschen und 10 Tausende für diese Täuschung über die Klinge springen zu lassen!“

    • Anonymous

      Versuch doch mal das hier:
      Nein, so keinesfalls, bitte gar nicht erst versuchen! Selbst wenn man in Meinungen nicht übereinstimmt, sollte man bestimmte Umgangsformen wahren.
      Auch ich habe gelegentlich Probleme mit TGs Aussagen, in der Regel finde ich ihn aber anregend. Nur ist hier gar nicht das Problem. Es ist einfach keine Art, aus einem Gesprächswechsel (der mit mir auf seinem Blog stattfand, deshalb äußere ich mich auch hier) Sätze herauszuschneiden, sie „hinzuhängen“, sich kindisch Beifall heischend danebenzustellen und mit dem Finger zu zeigen: „Guckt mal, wie doof der ist“. Es ist nicht nur kindisch, es ist auch einfach feige und macht schlechte Stimmung. Wenn du TG etwas zu sagen hast, dann sag es ihm, aber nimm hier nicht die ganze Manschaft in „Mithaftung“, wenn du ihm ans Bein pinkeln willst.
      Wenn du etwas substanzielles zum Thema zu sagen hast, dann tu es, es würde mich auch interessieren.
      Die Kinderkacke laß einfach weg.
      S. Kosmos

  • Anonymous

    SAA hat Homs weitgehend erobert !

  • quanah

    Für alle, die sich gern an TG abarbeiten, verlinke ich eine wilde Grundsatzpolemik, die er vor zwei Jahren schrieb:

    http://tomgard.blog.de/2011/08/02/bericht-biologischen-auswirkungen-einsatzes-toxischer-kriegsmunition-11592757/

    Interessant wird es ab der Mitte des Eintrages, mit dem Auftakt:

    „… der unzweideutige Beweis, daß es einen im Imperium durchgesetzten Beschluß gibt, Territorien mit einer menschlichen Bevölkerung, die summarisch der Kapitalakkumulation und ihren politischen Notwendigkeiten im Wege steht, und von der ein wesentlicher Teil für überflüssig oder schädlich erachtet wurde, bei politisch für sachgerecht erklärtem Bedarf einer Schädlingsbekämpfung zu unterziehen. Auf Deutsch:
    Völker als Ungeziefer zu behandeln.

    Deshalb allein ist es kompletter Bullshit, gegen diese Praxis noch in irgend einer Weise an Kriegsrecht, Völkerrecht, an irgend einen im Gewand der Justitia auftretenden Mars zu appellieren …“

    Was seither geschehen und voran gegangen ist, auch im „Herzen der Macht“, in den USA, dazu z.B. in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Ägypten, Myanmar, Brasilien, Zentralafrika und in Syrien, rechtfertigt zumindest den Verdacht, das Territorium, für das solch ein Beschluß gilt und mit vielfältigen Methoden umgesetzt wird, umfasse den ganzen Globus. Und alle Staaten und Regierungen, die dem Schicksal Libyens zu entgehen suchten, beteiligten sich daran.

  • Enis

    unglaublicher Mut eines syrischen Oberstleutnants. Er geht mitten in der Front auf die Ratten zu und versucht sie durch ein Gespräch zur Aufgabe zu bewegen. Beide Seiten stehen sich höchstens 50m gegenüber und tummeln sich während dem Gespräch herum..

    Der Oberst in typischer syrischer patriotischer Manier, als er von den Ratten gefragt wird „woher stammst du“ (wollten wahrscheinlich aufgrund seinem Herkunftsort wissen, ob er Alawit oder was anderes ist): „ich stamme aus Syrien“, dann wird er nochmals gefragt „woher aus Syrien“, weiterhin in typischer patriotischer Manier „ich stamme aus unserem Land“.. Dann geht er auf sie zu..

    ich hoffe er lebt noch!

    v^https://www.youtube.com/watch?v=ocoic8EURP8&feature=c4-overview&list=UUPoU04CP9GF3bLYgPlvvZXQ

    • assad bleibt und damit basta. die syrier wollen es so (und die deppen die es bis jetzt nicht kapiert haben können sich immer noch retten). IHR HABT VERLOREN. khalidiye in homs is gefallen, homs wird sehr bald wenn nicht in den nächsten tagen frei sein.

      IHR HABT VERLOREN

  • Enis

    das Ganze aus einem anderen Blickwinkel. Hier sieht man wie die anderen Soldaten die Terroristen versuchen zu überreden…

    https://www.youtube.com/watch?v=JZc18VWi-Z4

  • habkind

    @Enis, nein, er ist in einer Kampfhandlung gestorben, aber nicht während dieser Diskussion. Wenn ich es wieder finde, schreibe ich dir, wo er gefallen ist. In der Diskussion hat er sich auch bei seinem Land bedankt, dass es ihm ermöglicht hat, zu studieren und hat die Gegner aufgefordert, mit ihm zu gehen und zu helfen, das Land wieder aufzubauen.

  • habkind
  • Enis

    eigenartig.. rechts unter „Neuste Kommentare“ sehe ich zwar die neusten Beiträge, aber nach dem Anklicken kann sie trotzdem nicht sehen.. Kennt jemand das Problem?

  • habkind

    @enis
    ja, inzwischen bei mir auch. du musst selbst runterscrollen bis zum letzten Kommentar. Dann steht da: „wird geladen…“ da bitte draudrücken, dann kommt der Rest. Das gleiche musst du jedesmal machen, wenn du die Seite aufrufst.

  • Georg

    @Raed/kaumi
    http://de.rian.ru/security_and_military/20130729/266571919.html
    An euren Vermutungen scheint vermutlich was dran zu sein

  • habkind

    @alle
    komment.runterscrollen, auf „…wird geladen“ drücken, enter
    Dann erscheinen wieder alle Kommentare

  • Anonymous

    @ Alle

    Heute im ZDF um 22.50 eine Dokumentation über Syrien.

    Homs ist zurückerobert und selbst CNN hat die Meldung gebracht.
    Der Wille der wahrhaftigen Syrer ist ungebrochen und sie werden siegen!

    Dike

    • Anonymous

      Danke für die gute Nachricht! (auch dem Anonymen der die Zurückeroberung schon um 13:21 ankündigte).
      Pedro

    • Comrade John

      Heroes – Brothers in the Dust – Syrian Arab Army Report from Khalidiya (Homs), 25. Juli

      Weitere, neue Videos (3) des syrischen Fernsehens über Homs u. Provinz Aleppo hier:

      Syrian Free Press Network, 29 Jul 2013

    • Anonymous

      Danke für den Link mit dem Video (habe in heute morgen gesehen), ich bin beeindruckt: ja, diese Männer sind „héroes“ (= Helden) (nicht in dem verdorbenen bzw. billigen Sinne von Held den wir aus den Vereinigten Staaten importiert haben, wo man wegen jeder Afferei ein „Held“ ist). Richtige Helden. So eine menschliche Qualität gibt es bei uns in Europa nicht mehr. Mich hat besonders beeindruckt daß einige von ihnen schon etwas älter sind (Libanon-Kriegsveteranen?), und da sind sie, zusammen mit den jungen Männern, für ihr Land und Lebensform kämpfend. Ich wünsche ihnen das Beste.
      Pedro

  • Anonymous

    Das läuft in der ARD (Erstes Programm) und nicht im ZDF. Und zwar unter dem Titel „Wie Syrien stirbt“!
    Wenn der westlichen Propaganda die aktive Sterbehilfe Syriens viel zu langsam geht und das ganze Unternehmen ein Flop zu werden droht, kommt halt so was dabei raus.
    Dabei muss es sich um eine ziemlich wüste und irrwitzige Propagandaarie handeln.
    Denn im Mittelpunkt sollen einst edeldemokratisch und freiheitlich gesinnte junge Facebookoppositionelle stehen, deren Enttäuschung und Wut über die ausbleibende(!!!???) Hilfe des „Westens“ selbstverständlich keine andere Entscheidung zulassen konnte, als sich ausgerechnet den Islamofaschisten und Kopfabschneidern anzuschließen!!
    Wer sich dass antun möchte…

    P.F.

  • Anonymous

    Sorry Auf ARD!

    Dike

  • Anonymous

    @ P.F.

    Ja ich gebe Dir recht. Das ist total unerträglich. Der Bericht ist einseitig nur aus der Sicht der sog. „Rebellen“ gefertigt. Der Reporter schreibt nach einer Aussage eines “ Rebellen“: Nachprüfen können wir das nicht, denn es ist zu gefährlich bei der Armee der Regierungsseite nachzufragen. Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Frag doch mal Frau Leukefeld, wie man das macht, wenn man Informationen von der Regierungsseite haben möchte. Dike

  • Comrade John

    Khan al-Asal

    Anhaltende Operationen der SAA in u. um Khan al-Asal!

    Barbara hat syrische Quellen (Facebook- u.a., datiert zwi. 25.07. und 27.07.) übersetzt u. hier eingestellt (zu den Kommentaren scrollen!):
    Barbara Permalink
    28/07/2013 22:56

    [Es ist dort ausserdem eine Nachricht nachzulesen, wie es zu dem Eindringen der Banden nach Khan kommen konnte – möglicherweise durch militär. Verräter]

    Sana, Jul 29, 2013 bestätigt:
    „Terrorists eliminated in Aleppo and its countryside

    An Army unit carried out a special operation resulting in the destruction of a terrorist hideout in Khan al-Assal in Aleppo countryside, while another unit eliminated terrorists who were holed up in a farm on the Aleppo-Idleb road.
    http://sana.sy/eng/337/2013/07/29/494759.htm

    Ergänzend dazu noch SyriaNews von heute:
    Further clashes between the units of the Syrian army and several terrorists of the Syrian Al-Qaeda branch (Jabhat al-Nusra) have taken place near the Journalists residential compound and around the Mata’a checkpoint in the area Khan al-Assal…“
    http://www.syrianews.cc/syrian-army-progress-aleppo/

    Dieselbe Quelle meldet auch,
    „In the villages of Khan Touman and Mar’anaz, in the southern countryside of the strategically important city of Aleppo, the units of the Syrian Arab army (SAA) have destroyed gatherings of the terrorist groups.“

    Ein Blick auf die Landkarte südl. Aleppo u. Khan al-Asal:
    Khan Tuman
    [Anm. Liegt nichtmal direkt an der Autobahn M5 …]

    Das heisst, die SAA operiert frei im Raum auch südlich von Aleppo, und den von Rebellensprecher Tom hier gestern fabulierten„weiter außen gelegten Ring um die Stadt“[Aleppo] kann er vergessen!

  • Anonymous

    Über den Kommentator TG

    Selbstherrliche Menschen gebrauchen ihre „Intelligenz“ hauptsächlich dazu, andere anzugreifen, zu kritisieren und zu verhöhnen. Sie glauben, sie seien im Besitz der „absoluten Wahrheit“. Nur unter Druck ist man zu „faulen Kompromissen“ bereit. Genauso verläuft inzwischen auch die „kritische“ wissenschaftliche Suche nach Wahrheit ab, eingeklemmt im Korsett der dogmatisch als „nützlich“ angebeteten Kommerzialität.