Beati Pacifici

Ahmad Badreddin Hassoun, der Großmufti Syriens, am 24. Juli 2013 in Damaskus. Sehr lesenswerte Rede. Ich publiziere sie ohne eigene Kommentare aus dem Sommerloch heraus. Die Aufzeichnung der Rede des syrischen Großmufti sowie die ursprüngliche Übersetzung ins Russische ist von Anhar Kotschnewa.

„Preis sei dem Herrn, dem Schöpfer der Welten, dafür, dass er uns jene sandte, die uns die himmlischen Botschaften überbrachten und dass er uns mit Frieden beglückt hat.

Ich möchte Herrn Akram, den Leiter des Nationalrats sowie Herrn Muhammad Dschihad al-Lahham begrüßen.

Damen und Herren, Brüder und Schwestern!Wir bedurften einer Begegnung. Allerdings nicht dazu, um gemeinsam zu Abend zu essen, sondern um Gedanken dazu auszutauschen, wohin Syrien geraten ist, dem Gott alle drei gesegneten Religionen niedergesandt hat.

Heute trägt unsere Heimat eine Vielzahl von Wunden. Diese Wunden müssen unserer Familie zum Anlass gereichen, sich zu vereinigen. Sonst wird sie in viele Teile zerrissen werden. In den vergangenen zwei Jahren hat unser Volk und haben unsere Bürger gezeigt, dass sie ein Ganzes sind. Das Feuer des Religionskrieges wurde angefacht, aber das Volk hat es durch seine Friedfertigkeit und Güte gelöscht. Es wurden drei religiöse Bekenntnisse ausgerufen, aber das Volk antwortete mit der Einheit im Glauben. Sie haben versucht, uns in Konfessionen aufzuteilen, doch wir bekennen den Glauben an das Licht der Liebe und der Güte. Sie haben uns in Strömungen unterteilt, doch unsere Strömung ist die Blüte unserer Heimat. Ihr Ziel ist die Vernichtung der Menschheit. Wir aber wollen einen Menschen schaffen, der zum Wohle seiner Nächsten lebt. Herr Hussein, der uns hier versammelt hat, versteht all das. Und versammelt hat er jene, deren Herzen sie nicht auseinanderreissen konnten.

Meine Teuren, ihr, die ihr heute hierher gekommen seid! Ich möchte, dass ihr nicht davon sprecht, dass wir uns heute hier versammelt haben. Sondern davon, was einjeder von euch dafür getan hat, damit die Söhne unserer Heimat sich an den Verhandlungstisch begeben. Ihr alle seid für unser Volk von großer Bedeutung. Jeder hat seine eigene Rolle. Wir können all unsere Freunde um des Dialogs willen versammeln, denn im Endeffekt sind wir alle Kinder ein und derselben Nation. Syrien bleibt ein Beispiel dafür, dass man leben kann und sich dabei nur vor Gott allein beugt und einzig im Gebet zu Gott mit der Stirn den Boden berührt. Ja, sie haben versucht, uns in ihren Medien zu verunglimpfen. Doch es ist ihnen nicht gelungen, die Stimme der Wahrheit verstummen zu lassen. Aus diesem Grunde haben sie unsere Stimme aus ihren Ländern verbannt. Uns aus ihren Satelittenkanälen entfernt und uns aus dem Weltäther vertrieben.

Wenn wir so schwach sind, weshalb haben sich all diese Länder gegen uns zusammengerottet? 70 oder 80 Staaten, die sich “Freunde” nennen, sind bestrebt, unser Land zu vernichten.

Heute gelangen wir in die zweite Hälfte des gesegneten Monats Ramadan. Mein erster Aufruf ergeht an jene, die ihre Heimat Syrien aus Angst um ihr Leben, um das Leben ihrer Kinder oder aus Furcht um den Verlust ihres Eigentums verlassen haben. Kehrt zurück! Wir fürchten viel mehr um euch als um uns selbst. Bei uns gibt es Frieden und Wohlergehen. Bei euch indes nicht. Unsere Erde ist von Oben mit dem Licht der Liebe gesegnet. Jeder Pfennig, der auf syrischem Boden verdient wird, ist von Gott zehnfach gesegnet. Als König Nimrod den Vorvater Abraham vertrieb, fragte dieser, wohin er sich denn begeben solle. Und zur Antwort hörte er: in die gesegneten Länder. Wir sind verpflichtet, ein Beispiel für alle Völker der Erde zu sein. Wir sind verpflichtet, beispielhaft zu sein, und dürfen uns nicht fürchten, ganz egal, was man mit euch macht. Das ist eure Mission.

Mein zweiter Aufruf ergeht an die, welche sich von der Heimat abgekehrt haben, um die Regierung zu ändern. Sie wollen die Art der Regierung in Syrien ändern. Jeder, der sich in Bündelei mit äußeren Feinden begibt, um irgendwelche Veränderungen bei sich zu Hause zu bewerkstelligen, ist ein Verräter. Die, mit welchen er da sitzt, sind Kolonialherren, welche die Reichtümer dieser Länder gestohlen haben. Das sind jene, welche das Volk von Palästina in den Exodus gezwungen haben. Diejenigen, welche die Balfour-Erklärung unterzeichnet haben! Habt ihr vergessen, was sie in Afghanistan und Irak angerichtet haben? Habt ihr es vergessen? Ihr habt vergessen, dass sie Großsyrien zerschlagen haben? Das sind die, deren Freundschaft ihr heute sucht. Ihr sitzt mit den Enkeln des Sykes und Picot zusammen, die vor 80 Jahren eure Heimat in Stücke gerissen haben. Wie könnt ihr um Sieg über euer eigenes Volk betteln? Sie haben die Absicht, Syrien in Viertel, in einzelne Straßenzüge zu zerteilen. Wir aber entgegnen ihnen: das wird euch nicht gelingen. Syrien ist heil durch seine Söhne, die heute in Schulen leben, auf den Straßen und in den Parks nächtigen müssen wegen denen, mit denen ihr Freundschaften pflegt. Die Söhne Syriens aber denken nicht in Kategorien von Konfessionen. Sie sind in einem gesegneten Land aufgewachsen.

Mein dritter Aufruf geht an die Söhne unseres Heimatlandes, die über Kapital verfügen. An jene, die Lebensmittel und Kleidung haben. Heute ist eure Stunde gekommen. Gott hat dazu aufgerufen, die Hungernden, Unglücklichen und Beraubten zu speisen. Und das tue man nicht des eigenen Ansehens willen, sondern als Pflicht vor Gott, ohne dabei Dankbarkeit zu erwarten. Einst arbeitete der Imam Ali für zwei Maß Hafer. Ja, er arbeitete als Gärtner, um seine Söhne Hassan und Hussein ernähren zu können, denn Arbeit ist nichts, wofür man sich zu schämen hätte. Schämen sollte man sich, wenn man sein Vaterland beraubt. Erst stehlen sie, und dann fasten sie. Die Gebete derer, die auch nur ein Stück Brot stehlen, werden nicht erhört, ganz unabhängig davon, ob sie gefastet haben oder nicht.

Als Ali diesen Hafer Fatima brachte, mahlte sie ihn und buk Brot. Die Tür stand offen und es kam ein hungriger Bettler herein. Fatima gab ihm zwei Fladenbrote, so dass die ganze Familie weitere zwei Tage ohne Brot blieb. In den nächsten Tagen kamen noch eine Waise und ein Bettler, und auch ihnen wurde restlos alles Brot gegeben.

Ich möchte mich an jene wenden, die Aleppo blockieren und es dazu gebracht haben, dass ein Fladenbrot dort jetzt 100 Lira kostet. Gott wird euch und eure Familien genauso hungern lassen, wie ihr euer Land im Würgegriff haltet. Ihr handelt so und nennt euch “Revolutionäre”? Ihr wißt weder, was Revolution ist, noch kennt ihr das Gute oder den Glauben. Ihr handelt mit Menschen, verwehrt ihnen Nahrung und Trinken. Wenn ich mit euch in irgend etwas uneins bin, heißt das etwa, dass wir einander mit Hunger zu quälen haben? Und wenn wir verschiedener Meinung über die Regierung sind, müssen wir einander etwa umbringen? Ihr seid töricht, und eure Lehrmeister sind noch törichter. Wird denn die Regierung vermittels von Morden geändert? Und kann man denn Menschen zum Glauben zwingen?

In der Religion gibt es keinen Zwang. Wenn Gott es wollte, so würden alle Menschen gleich glauben. Wer seid ihr denn, die ihr die Menschen dazu zwingen wollt, so und nicht anders zu glauben? Gott allein hat am Tag des Gerichts das Recht zu richten, nicht ihr.

Ihr Händler und Produzenten: öffnet den Menschen eure Herzen, Geldbörsen und Häuser, eure Lager! Gestattet es nicht, dass euer Land in die Knie geht. Ein wahrhafter Vetreidiger seiner Heimat ist nicht nur der, der sie mit der Waffe in der Hand verteidigt, sondern auch jener auf dem Feld, im Betrieb, im Büro. Wir müssen unsere eigene Wirtschaft stärken. Soll doch ihr Dollar zu unseren Füßen fallen, unsere Lira aber ihre Ehre bewahren. Der, welcher Dollar aufkauft, ist moralisch dazu bereit, kolonisiert zu werden. Er ist ein Knecht. Sie aber sind seine Herren.

Mein vierter Aufruf geht an die Staatsbediensteten, Parteifunktionäre und Vertreter des Machtapparats. Ihr seid verantwortlich für das Land. Tut alles, damit eure Kinder, wenn sie die Geschichtsbücher lesen, stolz darauf sind, dass ihr die Heimat bewahren konntet. Schaut nicht von oben auf die Menschen herab, dient den Menschen ohne Verachtung. Denn eure Heimat, der ihr dient, ist die Heimat der Liebe und der Friedfertigkeit.

Ich möchte abschließen, indem ich mich an die Vetreter der Weltreligionen wende, welche ihre Predigten an den Freitagen und Sonntagen halten. Bewahrt die Einheit der Nation! Sät das Gute in den Herzen der Menschen! Gott wird uns nicht danach fragen, ob wir die Kirche oder die Moschee besucht haben. Er fragt uns nach unserem Glauben an Ihn und nach unserer Liebe zu den Menschen. Nach der Liebe zu Gott und unserem Gewissen. Der Mensch – das ist der Koran und das Evangelium. Der Mensch ist die Tora. Er ist das Wort Gottes. Unsere Bücher sind das Wort Gottes auf Erden. Bewahrt dieses Wort und sät in den Herzen die Liebe zu den Menschen.

Am Ende möchte ich mich gesondert an den Führer unseres Landes wenden. Geh den Weg der Einigung mit Gottes Hilfe. Öffne die Herzen und gewähre den Menschen Vergebung. Gott hat dich in einer schwierigen Zeit an die Spitze unseres Landes gestellt. Nicht wir und niemand sonst. Er hat das getan und Er weiß von allem. Bewahre dieses Land, führe es weiter auf ehrenhaften und würdigen Wegen, in Liebe und Wahrheit. Du bist jung und selbstbewußt. Du bist in dieser schwersten Zeit von Gott erwählt worden. Sei für die Nation ein Verkünder des Guten und ein Donner für ihre Feinde, zum Neid derer, die Syrien vernichten wollen. Gott aber hat dieses Volk und seinen Führer gesegnet.

Morgen geht die Sonne über Syrien auf und wir werden sagen: ihr wolltet uns Böses, wir aber haben mit Güte geantwortet. Ihr wolltet uns erniedrigen, wir aber wollten, dass ihr stolz seid. Ihr wolltet uns umbrigen, wir aber wünschen euch das Leben.

Es wird immer solche geben, die das Böse, und solche, die das Gute wollen. Ich hoffe, wir alle werden uns wiedersehen, und dass jene mit uns sein werden, die jetzt fehlen: die Kinder und Eltern der Opfer, unsere Brüder und Landsleute. Und ich hoffe, meine Teuren, dass ihr die Begründer einer Bewegung sein werdet, die auf eine Begegnung mit den Menschen zuarbeitet. Mit denen, auf den Wangen derer Tränen um ihrer verlorenen Anverwandten und ihrer Heime sind. Das ist unsere Mission. Wartet nicht auf jemand anderen. Sprecht davon, was ihr selbst unternommen habt. Wir werden unsere Vergangenheit nicht verfluchen – wir werden daraus lernen und die vergangenen Fehler nicht wiederholen.

Tut Gutes, das ist gottgefällig. Konflikte führen zu nichts Gutem oder zur Blüte der Heimat. Wir müssen zusammenarbeitet.

Syrien: du bist wunderbar, und dein Volk ist wunderbar. Ich bitte Gott um Frieden für uns alle. Und nicht nur für uns, ebenso auch für Palästina.

Wir versprechen Palästina, dass, solange Blut in unseren Adern fließt, wir Jerusalem nicht vergessen werden und eines Tages in der Al-Aqsa-Moschee und in Bethlehem beten werden. Dann, wenn die Ritter Syriens Palästina befreien werden. Wir sind für unsere Liebe zu Palästina gestraft. Palästina – das ist unser Weg in den Himmel. Einst ist der Prophet aus Jerusalem in den Himmel aufgefahren, nachdem er aus Mekka dort eintraf. Nur von Jerusalem aus führt ein solcher Weg zu Gott.

Verzeiht mein langes Reden, doch meine Worte nehme ich direkt aus euren Herzen und von euren wunderbaren Gesichtern.“

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  • Anonymous

    Amen.

  • lunaria

    Warum schweigen die meisten verantwortlichen Linksparteipolitiker zur Rolle der Nato im Syrienkrieg? Gibt es dazu Erfahrungen oder Hintergrundwissen von Lesern hier auf dem Blog?

    • deduschka

      Sie schweigen, weil die Mehrheit der führenden Parteifunktionäre keine Linken und keine Antiimperialisten sind. Die Parteiführung ist von proisraelischen Kadern umzingelt und viele von denen sind selbst neoliberale Vordenker.

      Das ist traurigerweise die Wahrheit. Nur eine Minderheit in der Partei „Die Linke“ sind Linke.

      Was hier schon politisch festgestellt wurde, gilt heute noch für die Parteioberen in der Linkspartei:

      http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html

      Danke für Übersetzung: eine sehr menschliche Rede!

    • Franz

      Ähnliches gilt für die linke Presse, die defacto nicht mehr existiert? Kannst ja mal einen Blick in die TAZ werfen, da gruselts einem. Viele Linken und Grüne Politiker kommen aus irgendwelchen transatlantischen Kaderschmieden. Geimpft ohne Ende..No Way :(

  • lunaria

    Aber die ParteiLinke hat doch eine Schlüsselrolle. Wenn diese Partei versagt im antiimperialistischen, Kontext, dann bleibt jedes Engagement individuell, vereinzelt, also schwach.

    Nach meiner Erfahrung lehnen es verantwortliche Linke in den ostdeutschen LandesVerbänden ab, die folgenden Begriffe zu verwenden: Imperialismus, Faschismus, Militarismus, Ausbeutung, neuartiger Klassenantagonismus, Klassenkampf, Souveränität… Das nehmen die nicht in den Mund. Die Analyse und Massenaufklärung über Finanzkapital, Finanzmärkte, Finanzmarktinstrumente,… fehlte bis 2010 komplett. Global agierende informelle und antidemokratische Machtstrukturen (i.S. der Power Structure Research) sind für Linkspartei–Kader meist nicht von Bedeutung.
    Militarisierung der Außenpolitik, doppelte Standards in den intern. Beziehungen bis zu Kolonialismus, Aushebelung des Völkerrechts… Friedens- und Konfliktforschung werden nur vereinzelt von ganz wenigen Abgeordneten sporadisch bearbeitet. Systematisches Vorgehen bzw. abgestimmtes Handeln fehlen.

    Bei den verweigerten Auseinandersetzungen geht es um internationale Konfliktlagen, es geht um Analysen zur Zeitgeschichte der letzten Jahrzehnte. Bestimmte Analysen und Erkenntnisse wurden und werden von ostdeutschen linken Nachwuchskadern politisch bekämpft. Weil sie faktenbezogenen Argumenten nichts entgegenzusetzen haben, versuchen sie die inhaltlichen und politischen Konflikte zu personalisieren. Im Raum steht ein bereits vor x Jahren durchgesetztes Schweigegebot zu bestimmten grundsätzlichen Themen. Diesem Schweigekodex haben sich alle Parteimitglieder unterworfen, die irgendwie in ökonomischer oder psychosozialer Abhängigkeit zur Partei oder deren Abgeordneten stehen.

  • lunaria

    Man könnte ja mal die Verantwortlichen fragen. Aus rein wissenschaftlichem Interesse versteht sich. Fragen wir z.B. Stefan Hartmann vom Bundesvorstand, warum, außer Alibiveranstaltungen zur BASISBERUHIGUNG und Arbeitsgruppen die nich arbeiten(z.B. die ‚Grundsatzkommission’), usw. keine ernstzunehmenden politischen Aktivitäten zu erkennen sind, fragen wir den sächsischen Landesvorstand nach seinen Vorstellungen von friedlicher Koexistenz und Zusammenleben der Völker und Nationen. Fragen wir, warum ein gewisser Sebastian Voigt den Irak-Krieg verteidigte, von der US-Kriegführung im Irak nichts wissen wollte und trotzdem als Referent zur internationalen Politik für die linksjugend Sachsen durch die Lande zog, warum Martin Dornis (Mitgl. in der Dt. israelischen Gesellschaft) von Finanzkapitalismus nichts verstehend, jahrelang darüber Vorträge für die linksjugend Leipzig halten durfte, fragen wir mal warum organisierte Linke ein „Bündnis gegen Antisemitismus“ unterstützten, welches gegen(!) Noam Chomsky’s Vorlesung an der Uni Leipzig protestierte. Dieselben Linken, die mit Parolen wie “Der islamistische Antisemitismus ist mit dem Vernichtungsantisemitismus der deutschen Nationalsozialisten im Wesentlichen identisch“(1) die Shoa relativieren und diese zur Rechtfertigung einer gewaltförmigen, unmenschlichen Nahost-Politik missbrauchen und damit ihre politische Unzurechnungsfähigkeit unter Beweis stellten, machten dann Karriere, wurden Mitglieder von Stadt- und Landesvorstand, Landes- und Bundesparteitagsdelegierte und erhielten großen Einfluss in diversen Parteigremien. Fragen wir z.B. konkret nach, warum BAK-Shalom-Aktivist Tilman Loos den israelischen Angriff auf die Gaza-Flotille guthieß und verteidigte, Antiimperialisten diffamierte („psychisch gestört“) und jetzt als Landesvorstand für den Internet-Auftritt des Landesverbandes mitverantwortlich sein darf. Fragen wir, wie es möglich sein kann, dass Personen, die das israelische Vorgehen in Gaza rechtfertigen(2), seit Jahren über Partei- und Stiftungs-Gelder zur politischen Jugendbildung (und über linke Bildungsinhalte) verfügen können.

    Fragen wir Conny Ernst (MdEP, ehm. sächs. Landesvorsitzende) warum eine Frau Kaufmann (ehm. MdEP/DIE LINKE) niemals Rechenschaft über ihre Aktivitäten ablegen musste. Die Meinungen der Ex-Linken S.-Y. Kaufmann wurden öffentlichkeitswirksam (von Halina Wawzynak, MdB, unterstützt) in ND und Parteipublikationen massiv verbreitet. Heute haben sich diese Positionen als haltlos erwiesen! Die Ex-Linke und jetzige SPD-Politikerin S.-Y. Kaufmann durfte an der Geheimloge ‚EU-Verfassungskonvent’ teilnehmen, bekam dafür im Frühjahr 2009 das Bundesverdienstkreuz und wechselte kurz danach in die SPD, noch vor der Urteilsverkündung des BVerfG zum Lissabonvertrag.

    Der Fall S.-Y. Kaufmann beleuchtete wieder einmal den fehlenden linken Grundkonsens zu Nationalstaat, Globalisierung, staatliche Souveränität,… und offenbarte die linke Ablehnung der Bedeutung von Heimat, Herkunft und kultureller Prägung für die menschliche Identitätsbildung. Bis heute gibt es keine gemeinsam geteilten Wertvorstellungen zu Imperialismus, nationaler Unabhängigkeit und staatlicher Souveränität in der Partei Die Linke. Die Verwendung dieser Wörter wird von Parteiverantwortlichen meist abgelehnt. Dazu passt die völlig verspätete Euro-Diskussion. Dazu passt das vollumfängliche, brutale SCHWEIGEN der Verantwortlichen des Berliner und des Sächsischen Landesverbandes zum Libyen- und Syrienkrieg und zur Verantwortung der Nato.

    Soweit meine Erfahrungen. Na ja, ist letztendlich sinnlos, sich igendwelche Illusionen zu machen.

    Anmerkungen
    (1) Uwe Steinhoff, Deutsche Doppelmoral, in: Deutschland, Israel, Palästina. darin auch Noam Chomskys Vorrede zu seinem Vortrag, 2005, Streitschriften, hrsg. Von Georg Meggle, 2007
    (2) http://www.linke-bueros.de/text.php?textID=5157&naviID=543&openCont=

    • xyz3107

      War nicht die rechtszionistische, anti-linke Bundespräsidentenkandidatin Beate Klaresfeld vom sächsischen Landesvorstand aufgestellt worden und dann vom Parteivorstand abgenickt worden? Wie pervers …

      @apxwn
      Danke für die Übersetzung der Rede

  • Enis

    der syrische Grossmufti hat es auf grossartiger theologischer Art und Weise vorgetragen, was man unter syrischem Patriotismus versteht. Eine ausgeprägte Toleranz und tiefe Liebe zur Nation. Im Westen wird man verwirrt sein, weil sie Patriotismus immer mit diffusen Ansichten in Verbindung stellen. In Syrien bedeutet Patriot zu sein eben für die Einheit eines multikonfessionellen syrischen Nationalstaates zu sein.

    Ich will hier nicht in die ideologischen Diskussionen europäischer Freunde einmischen, aber ich kann empfehlen, egal welcher politischer Orientierung ihr angehört, liebt euer Land! Kämpft dafür, dass es fortschrittlich und unabhängig bleibt. Seid trotzdem offen gegenüber anderen Ländern, Kulturen, Farben und notbedürftigen Menschen. Aber habt kein Verständnis für kriminelle, untolerante Ausländer, die eure Gesellschaft unterwandern, wirtschaftlich und kulturell aushöhlen wollen, ohne dabei einen Beitrag leisten wollen.

    So ganz im Sinne der Rede syrischen Muftis.

    • Franz

      Dem ist nix mehr hinzu zufügen, ausser, dass in unseren Gefilden jede Art von Patriotismus mit der zionistischen Nazikeule beantwortet wird.. Egal von welcher Seite.

      THX Enis

    • @Enis
      So ist nicht nur der syrische Patriotismus. Gerade weil die Worte des Großmufti in diesem Sinne recht beispielhaft sind, stehen sie hier. (Und weil es auch in manch anderer Hinsicht interessant ist, was einige Fakten sowie generell die Geisteshaltung angeht – vergleicht einfach mit den Reden der Aggressoren von USA/FSA bis Dschihadisten; es gibt da im gesamten Spektrum nichts, was auch nur annähernd so positiv wie der Tenor der Rede Hassouns wäre.)

    • 1. Ignoriert der Grossmufti die konfessionslosen – die sehr wohl in Syrien existieren, auch kein Wort ob Religionen von ausserhalb des ME Ostens willkommen sind.
      2. Nach seiner Logic nach waren die Antifaschisten des Dritten Reiches Veräter.

  • Anonymous

    Das Problem ist, das Assad durch seiner bloßen Anwesenheit, die Spaltungen an der konfessionellen Linie begünstigt hat.
    Ungerechtigkeit wird nicht mit Gewaltanwendung gerecht etc.

    Wäre Assad zurückgetreten gäbe es zumindest in Syrien keinen konfessionellen Hass in dem Maße. Syrien ist gerade für diese Einheit der Konfessionen bekannt gewesen und Assad setzte diese für seinen eigenen Machtanspruch in Gefahr.

    • Franz

      Hmmm durch seine bloße Anwesenheit spaltet er die Menschen? Reife Leistung.

      Wäre Assad zurück getreten, dann hätten wir binnen kürzester Zeit ein Syrien, wogegen Irak wie das Schlaraffenland aussieht. Schon 2011 hieß es: Alawiten ins Grab, Christen raus aus Syrien. Hast Du eine Vorstellung davon, was das bedeutet? Weisst Du wieviele Alawiten, Drusen, Christen und Kurden in Syrien leben?

      Du schreibst Syrien ist bekannt für seine Einheit der Konfessionen. Wusstest Du auch, dass B.Assad nicht erst seit gestern Präsident ist? Gerade der syrischen Regierung ist es zu verdanken, dass in Syrien jeder seine Religion ausleben konnte. Die Gegner Assads wollen das nicht.

      Wie kommst Du also zu deinem Schluss?

      PS: wäre nett wenn Du mit Namen unterschreibst.

      LG

    • Enis

      @franz
      Einer der besessen von Assads Rücktritt ist, alles Übel davon abhängig macht, kann nur Markus heissen, auch wenn er jetzt Anonym herumgeistert.

      Wenn das Wort wenn nicht wär, dann wären wir alle Millionär.

      Das soll man jetzt endlich vergessen!

    • Anonymous

      Wäre Assad zurückgetreten wäre so gut wie nichts passiert, es hätte Neuwahlen gegeben, die Alaviten und Minderheiten wären vielleicht etwas schwächer gewesen, aber gut wärs gewesen. So haben die Minderheiten ja auch nichts groß zu sagen.
      Die Parolen wissen sie doch selbst, das man daran nicht die Opposition festmachen kann. Was wäre wenn das 2-3 von Hunderten Demos aus Spaß mal Skandiert hätten weil es ihnen ein paar Geheimdienstfreunde eingeredet haben, oder es einfach ein paar radikale waren? Das ist doch etwas lächerlich.
      Es geht klar wie es ankommt bei der Verbreitung so einer Propaganda wie dies bei den Minderheiten ankommt, das dies nicht die wahre Opposition ist interessiert dabei nicht.
      Assad ist klar nicht seit gestern Präsident aber wenn es um die Menschen im Land geht, dann hat er doch genug auf den Weg gebracht und hat den Religionen ermöglicht dies auszuüben, so das er seine Macht eben an diese weitergeben können sollte, gerade in so einer Situation, die sich kein normaler Mensch in Syrien oder sonnst wo auf der Welt wünschte.
      Wenn Assad zurückgetreten wäre gäbe es also nicht dieses Leid, geschweige denn Terror von den Höllenjungs, so das kein Raum für Konfessionellen Hass wäre. So einfach ist das.
      Gruß Alex

    • Franz

      Wiso sollte er seine Macht abgeben? Weil ein paar Leute demonstriert haben bzw seinen Rücktritt forderten?

      Sie verwechseln hier Ursache und Wirkung. Die Höllenjungs waren von Anfang an dabei. Das war der Plan. Der Krieg gegen Syrien ist kein Ergebniss einer gescheiterten Revolution sondern ein lang geplantes übles Spiel unserer israelischen und amerikanischen Geostrategen. Katar lasse ich mal aussen vor.

    • Alex

      Franz, es ist ja nicht so als das seine Partei völlig ausgeschlossen werden soll, aber die Konsequenz und Verantwortung die muss er sich nun einmal für die 100000 Opfer stellen, hätte er das früher gemacht wäre es nicht so weit gekommen. Jeder Bewaffnete trägt schuld an der Situation, aber eben auch Assad.
      Inwieweit von Anfang an Gewalt im Spiel war kann ich nicht sagen, aber dazu können ja die friedlichen Demonstranten nichts oder die die vom Krieg betroffen sind.
      Wenn Syrien ein übeles Spiel war, muss man sich auch Fragen ob so etwas in anderen Länder funktioniert, wo die Menschen einigermaßen zufrieden sind? Wenn man so etwas mit Deutschland machen könnte, würde es womöglich auch gemacht, von daher finde ich es einfach Kacke wenn man die Schuld auf irgendwelche nicht auszumachenden Geostrategen schiebt oder Gründe erfindet woran im endeffekt das einfache Volk zu leiden hat, das sich eben nicht mit Geostrategie befasst.
      Ich habe auch mal unter Wicki einen Eintrag von ich denke Bush gelesen, das es so etwas wie solche Umbrüche geben soll, im Internet findet man zu fast allem etwas. Nur selbst wenn das geplant war, haben finde ich die Menschen in diesen Ländern das Recht Demokratisch regiert zu werden wenn sie das wollen.
      Nun wo die Muslimbrüder eine Pleite einstecken mussten spricht ja umso mehr dafür, das die Araber das schon irgendwie hinbekommen und auch selbst gegen den Extremismus bereit sind vorzugehen. Von daher denke ich würden die Syrer schon aufgrund der Schmerzhaften Erfahrungen Demokratisch auch ohne Assad nicht die Islamisten an die Macht lassen. Was will man mehr und welchen Geopolitischen Vorteil hat den israel und amerika außer das vielleicht der Kopf einer antiimperialistischen Partei sich zurückzieht.
      Ich denke es fehlt irgendwo das Verständnis für das was die Syrer durchmachen mussten, weil keine Seite nachgegeben hat. Mir ist es auch egal ob Assad an der Macht bleibt, aber mein Gefühl sagt mir, das noch 1000 oder 100000 Toten im Volk eben ein Demokratisch gewählter Führer zu viel Dreck am Stecken hat um zu regieren.

    • Nobilitatis

      Sie vergessen, dass in Syrien keine Volksbewegung gegen die Regierung kämpft, sondern eine bunte Mischung durch Geld motivierter Kämpfer aus unterschiedlichen Ländern. Eine demokratische Vision hat nie existiert, auch kein friedliches Szenario. Man wollte gewinnen, Assad musste weg, weil er im Weg war, Wahlen wurden nicht geplant, der Staat an sich (z.B. Postbeamte) wurde angegriffen und durch diffuse Schariagruppen ersetzt. In dieser Ideologie war nie Platz für anders Gläubige oder nur weniger Sunnitische und Wahlen sind unislamisch. Das ist Konsens bei den regierungsfeindlichen Kräften. Im Westen nur schlecht verschleiert durch auslandssyrische Möchtegernpolitiker und Subventionsgewinnler.
      In dieser Situation hat ein Assad eine Verantwortung und er hat sie wahrgenommen. Dafür sind ihm die meisten Syrer dankbar, deswegen kann er zwar zurücktreten, müsste aber bei den nächsten Wahlen wieder antreten. Das aber akzeptiert keine einzige Gruppe der bewaffneten Opposition. Das wäre ja Demokratie!

    • Alex

      Ich denke sie verdrehen hier etwas. Es gab eine Volksbewegung die zu beginn relativ friedlich verlaufen ist. Die Kämpfer sind auch nicht durch das Geld motiviert, sonnst würden sie das nicht auf sich nehmen. Es geht also schon um Freiheit und Demokratie, aber diese sollte die Opposition nicht versuchen mit Waffengewalt zu erreichen, denn dann ist sie so schlecht wie das Regime.
      Man sah Assad als das Problem und Griff leider Gottes den Staat an. Ich denke schon das die Opposition auf Andersgläubige achtete und nun hat man die Opposition so weit gebracht, das diese über einen sunnitischen Gottesstaat nachdenkt vor allem die Islamistischen Gruppierungen, aber viele auch mit Demokratie klar kommen. Das darin Assad keine Rolle mehr spielen kann wird ein anliegen sein und ist verständlich.
      Die Verantwortung die meines Erachtens Assad hat, ist eine friedliche Lösung zu finden und die Einheit der Konfessionen zu wahren, wenn er dabei zurücktritt wäre das gut und an den nächsten Wahlen sollte er eben nicht teilnehmen, da er eben zu viel Blut an den Händen hat. Was vielleicht denkbar wäre, das er zur übernächsten Wahlperiode Antritt wenn die Differenzen gelöst sind und er recht bekommen sollte bei einer neutralen Aufarbeitung. Demokratie bedeutet eben auch das man keinen Dreck am Stecken haben sollte, wenn nun Assad die Aufarbeitung selbst übernimmt, ist das nicht glaubwürdig ob nun die Situation selbstverschuldet ist oder nicht, von daher wäre es das beste wenn er zurücktritt mit der Möglichkeit das er zu den übernächsten Wahlen antritt und eine vorübergehende sichere Exillösung sucht, je nachdem und was dann die Meinung des Volkes ist. Nur so als Gedankenansatz.

    • Alex

      Übrigens, ich finde es besser, wenn Assad den Sündenbock spielt und geht(sichere Exillösung), als das sich die Syrer gegenseitig zerfleischen und an die Gurgel gehen, wegen so einer Streitfrage die man selbst hier nicht klar beantworten kann.
      Beide Seiten glauben im Recht zu liegen und für die richtige Sache zu kämpfen, auch wenn der Terror das allerletzte ist und der Widerstand falsch hatte die Opposition eben auch Gründe und kann nur teilweise etwas zu den Extremen. Man hätte sich eben nicht wehren dürfen, zumindest nicht in gewaltsamer Form, dann hätte man wahrscheinlich friedlich auch weit mehr erreicht ohne diesen Schaden. Das lässt sich im nachhinein leicht sagen aber ich hoffe das beide Seiten nun den vernünftigen Weg gehen und verhandeln.

    • Franz

      Man hätte sich eben nicht wehren dürfen

      Wie stellst Du Dir das vor? Hätten sich die Staatsbediensteten einfach über den Haufen ballern lassen? Wie reagierst DU, wenn auf Dich oder Deine Kollegen geschossen wird?

    • Alex

      Franz, ich redete von der Oppositionsseite, diese hat sich eben nicht über den Haufen ballern lassen.
      Schätzungsweise haben beide Seiten überreagiert.

    • Franz

      @Alex

      Du bist schlecht informiert. Recherchiere nochmal die Anfänge der „Proteste“. Die Staatsmacht wurde provoziert. Sie hatte gar keine Möglichkeit anders zu reagieren. Hier mal eine Timeline der Ereignisse:

      http://www.heise.de/tp/foren/S-Es-begann-nicht-friedlich-Hier-die-Timeline-der-Gewalt/forum-246761/msg-22982319/read/

      Und hier mal ein paar intressante Links, die du studieren solltest:

      Saudi Arabien schickt zum Tode verurteilte Sträflinge zum Kampf nach Syrien. Bewähren diese sich an der syrischen Front, so sind sie freie Männer.
      http://www.neopresse.com/politik/naherosten/saudi-arabien-schickt-haftlinge-nach-syrien-freispruch-gegen-mord/

      US-General Wesley Clark – Syrienkrieg seit 10 Jahren geplant
      http://www.youtube.com/watch?v=kkE8Gp-nWEs

      Beispiele der Manipulation gegen Syrien
      http://medien-luegen.blogspot.de/2012/02/beispiele-der-manipulation-gegen-syrien.html

      Syrien – ZDF sendet gefälschte „Videobeweise“
      http://www.youtube.com/watch?v=rd8TP7Ct7Nk

      Zu Syrien und der Mär vom friedlichen Beginn der Proteste
      http://www.uweness.eu/maerchen-ueber-syrien.html

      Und noch ein Hinweis! Du gehts nie auf die Argumente der Kommentatoren ein. Das ist kein gutes Zeichen. Es lässt Zweifel an Deiner Motivation aufkommen.

      LG

    • Alex

      Vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt.
      Die Opposition hat ebne die Verluste die sie auf den Demos einstecken musste nicht hingenommen.
      Welche Seite angefangen hat ist schwer zu sagen, aber die Polizei sollte normalerweise nicht einfach schießen.

    • Alex

      Danke Franz, jetzt erst gelesen, werde bei Gelegenheit die Links mal durchmachen. Glaube aber ehrlich gesagt nicht das diese einseitige Darstellung richtig ist.

  • Anonymous
    • Franz

      Er war offen!

  • Enis

    sollte die Meldung vom „gesprächsbereiten“ Terroristenchef stimmen -was ich nicht glaube- dann hat Syrien trotz allem sehr gute Arbeit geleistet. Der Frieden kann nur nach den syrischen Bedingungen(keine Vorbedingungen)erfolgen. Ich hoffe das hat jetzt der ahnungsloseste Mensch begriffen.

    http://german.ruvr.ru/2013_07_30/US-General-warnt-vor-Syrien-Krieg-9460/

    • Enis,
      was der Jarba gesagt oder nicht gesagt hat, ist völlig wurscht, es zählt, was ITAR-TASS für berichtenswert hält. Anzumerken, daß der Artikel, auf den sich die „Stimme Russlands“ beruft, (noch?) nicht auf Englisch erschienen ist.

      Jarba soll also verhandeln wollen und gleichzeitig mehr und bessere Waffen fordern:

      „Die Bewaffnung der Opposition werde „Bedingungen für eine erfolgreiche politische Regelung“ schaffen, hieß es.
      „Die Gespräche in Genf sollen auf die Bildung einer Übergangsregierung hinauslaufen. Sie soll breite Befugnisse haben, um die Sicherheitskräfte und die syrische Armee zu kontrollieren“, so Jarba.“

      1) Die „Bildung einer Übergangsregierung“ ist definitiv nicht identisch mit einer „erfolgreichen politischen Regelung“. Das heißt im Klartext: „Jarba“ – also die Jarba-Figur in der Darstellung TASS‘ – habe die Bedingung gestellt, der „Opposition“, alias diversen Warlords in Syrien, dürfe nicht die Bedingung gestellt werden, zugunsten einer Übergangsregierung und deren Verfügungen ihre Waffen niederzulegen und die „Verteidigung der Zivilisten“ einzustellen. „Verteidigung der Zivilisten“ ist aber im Minimum der Anspruch auf die Territorien, welche die Warlords mit Waffengewalt kontrollieren.

      2) Zugleich soll die „Opposition“ vermittels ihrer Beteiligung an einer Übergangsregierung eine Kontrolle über die syrische Armee und die „Sicherheitskräfte“ ausüben können.

      3) Es versteht sich von selbst, daß nur eine starke Besatzungsmacht solch eine Kontrolle ausüben könnte und noch stärker, nämlich gewaltig kopfstark, müßte eine Besatzungsmacht sein, welche die „oppositionellen“ Warlords kontrollieren und nach Verstößen gegen irgend welche Vereinbarungen entwaffnen könnte. Der Anlaß den die „Stimme Russlands“ in den Prolog stellt, ist aber eine politische Weigerung des Stabschefs der US-Bodentruppen, solch eine Besatzungsmacht oder auch nur leitende Kommandeure einer solchen zur Verfügung zu stellen:

      „Ich (!) will nicht die Fehler wiederholen, die wir (!) im Jahr 2003 begangen haben. Wir mischten uns (!) damals in einen Konflikt ein, ohne zu verstehen, womit er enden kann“.

      Ergo liefe unter den genannten Bedingungen „Genf2“ auf ein Echo von Sykes – Picot hinaus, nur daß die jetzt zu ziehenden Grenzen nicht „harte“, nationale Grenzen, sondern weiche Grenzen innerhalb eines warlordisierten Syrien wären. Das „Angebot“ – wie fiktiv es immer sei – dieses publizistischen Vorstoßes ist also, die Parteigänger des Präsidenten mit dem Refugium eines Kriegsfürstentums abzufinden – zumindest übergangsweise.

      In diese Kerbe haut weitläufig auch ein heute auf englisch erschienener TASS-Artikel, der mitteilt, daß sich Lavrov persönnlich für eine unabhängige kurdische Delegation in Genf2 stark macht, unter der Kautele, daß sie einer separatistischen Agenda entsage (was sie eh schon getan hat).

      Bleibt zu erwähnen, daß die vorgestellte Szenerie auch die Erinnerung an die Vereinbarungen von Taif wachruft, die schon seit längerem als Blaupause für Syrien gehandelt werden. Der „Witz“ ist nur: Es bedurfte der vollständigen wechselseitigen Erschöpfung und Auszehrung der libanesischen Bürgerkriegsparteien, um sie zu erzwingen …

    • Enis

      @Tom
      in Gewissen Analysen könnte ich dir zustimmen. Nur wenn du mal endlich lernst kurze direkte Sätze zu bilden, damit ich wirklich vollständig verstehe was du schreibst bzw. meinst.

      Das beste Szenario für die Feinde Syrien ist ein zerhacktes Land ohne Kraft die Stimme zu erheben. Alle anderen Aussagen und das gestellte Mitleid des Westen sind Krokodiltränen. Kurdistan inkl. Nordsyrien, Sunnistan inkl. irakisches Teilgebiet ist längstens beschlossene Sache und am Boden existierende Realität. Diese Staaten müssen nicht unbedingt grenztechnisch souverän existieren, sondern können durch De-facto-Regierung wie im Nordirak praktisch eigenständig regieren. Oder ähnlich wie ein Palästina. Alles ungefährliche Zwergstaaten, die man im schlimmsten Falle mit ein paar Bömbchen stillegen könnte.

      Einen Alawitenstaat, oder Druzenstaat, so wie die Propagandisten in den Mainstreammedien hochreden wird es niemals geben. Das ist eine reine Unterstellung, damit die Menschen in Syrien die Reihen schliessen!

      Wir Alawiten wollen keinen eigenen Staat, wir wollen einen starken syrischen Nationalstaat indem sich alle Gemeinschaften ebenbürtig entfalten können. Der bis anhin in dieser Form existierende Staat hat sich gebietstechnisch leider verkleinert. Darin leben jedoch zur zeit die meisten Menschen in Syrien.

      Ausgehend von dieser Situation auf dem Boden, kann ich mit 99% Sicherheit sagen, dass die Genfer-Konferenz nicht erfolgreich sein wird. Sollte sie überhaupt zustande kommen.

      Man kann mich beim Wort nehmen wann man will; das syrische Militär wird sich NIEMALS solchen Verrätern und Marionetten unterstellen! Genf hin oder her.

      Meint ihr das Militär gibt zehntausende Märtyrer her, damit schlussendlich ein dreckiges Fähnchen aus der Kolonialzeit sein Unwesen treibt?

    • TomGard

      Enis,

      warum, glaubst Du, hat sich der syrische Präsident so ausdrücklich persönlich mit der Bewegung der Resistance nach dem Muster der Hisbollah solidarisiert? Ist die Hisbollah eine schändliche Organisation, Institut einer kolonialen Schande? Ist ihr Fähnchen dreckig?

      Manche Sachen kann man sich einfach ersparen, Enis, ohne etwas aufzugeben.

    • Enis

      Tom,
      die Hezbollah und Syrien sind ideologisch betrachtet zwei völlig verschiedene Welten. Das gleiche gilt bei einem Vergleich zwischen Iran und Syrien.

      Die tiefe strategische Partnerschaft zwischen diesen drei Parteien dient einzig zur Selbstverteidigung und Stärkung des Widerstandes gegen den zionistischen Aggressor und seines Verbündeten. Alle drei möchten sich einfach schützen.

      Während einige Marionetten mit dreckigen Fähnchen die Interessen der kolonialen Schande den einheimischen Völkern aufzwingen wollen, leisten diese nur Widerstand gegen eine Aggression.

      Das ist der feine aber bedeutsame Unterschied zwischen den Fähnchen.

  • Enis

    @apxwn

    habe eine technische Frage:
    Warum kann ich die neusten Beiträge unter dem Beitrag Interna:Somerloch nicht mehr ansehen. Sie erscheinen einfach nicht, obwohl rechts unter Rubrik „Neuste Kommentare“ ersichtlich sind??

    Danke.

  • habkind

    @Enis
    du mußt erst den Nippel durch die Lasche ziehen, und mit der Kurbel ….

    bis zum Ende der Kommentare runterscrollen, auf dem Hinweis „wird geladen …“ drücken und enter. dann lädt er die restlichen Kommentare.

    • Enis

      @habkind
      Danke!!
      Hat geklappt. Ist doch so einfach, wenn man nur hinschauen könnte :)

  • Anonym30. Juli 2013 15:59
    Wäre Assad zurückgetreten wäre so gut wie nichts passiert. Diesen Spruch lese ich immer wieder hier und ich glaube, dass solche Schreiber Trolle sind: Egal was man denen antworten, wiederholen sie ihr Vaterunser.
    Der Hegemon oder Westen oder USA genannt, arbeitet seit Jahren an der Zerstörung Syriens. Wenn das, was eigentlich jedem kritischen Denker oder Leser nicht bekannt ist, dann ist so ein Mensch einfach ein Provokateur. Provokateure, wie hier Markus oder TG, nicht schlecht, weil sie die Diskussion beleben. Auf die Dauer sind sie aber langweilig.

    • Alex

      Man kann auch alles was man nicht hören will als Troll bezeichnen.
      Nur weil man diese Rebellen nicht zur Verhandlung brachte, heißt das nicht das man an der Zerstörung arbeitete. Ich denke da gibt es auch noch viele anderen Faktoren als die USA. Generell hätte man die Opposition nicht bewaffnen dürfen, aber eben auch Assad hätte abtreten sollen.

    • Nobilitatis

      Als Troll würde ich Sie momentan nicht bezeichnen. Die Frage ist für noch uninformierte Mitleser berechtigt. Warum ist er nicht einfach zurückgetreten?
      Assad liebt sein Land. Wenn die Bedingungen gestimmt hätten (Ende der bewaffneten Aggression), wäre er zurückgetreten, das hat er frühzeitig und klar signalisiert. Er stand aber nicht zur Verfügung für „Selbstmord aus Furcht vor der Verantwortung.“
      Die Rebellen verhandeln deswegen nicht, weil es so eine Option gar nicht gibt. Bei Verhandlungen werden die Zahlungen an sie eingestellt, sie wären überwiegend auch daran gar nicht beteiligt.
      Außerdem könnten Sie genauso gut die Frage stellen, warum die westlichen Staaten nicht einfach aus Afghanistan und Mali und Somalia und Jemen abziehen und die Länder dort ihren demokratischen Prozessen überlassen. Ist doch dieselbe Sachlage, oder nicht?
      Lesen Sie einfach mal die Artikel hier im Blog, die sich mit der Geschichte des Konflikts beschäftigen, das ist sehr lehrreich.

    • Anonymous

      Hallo Alex:
      ich lebe in der westlichen Gesellschaft, lese täglich die Zeitung und höre auch täglich das Radio (Glotze habe ich Gott sei Dank nicht). Meine Meinung über Syrien habe ich mir seit Anfang der Agression gebildet, und ich bin täglich fester überzeugt wer der Angreifer bzw. Stifter dieser Situation ist.
      Wenn ich im Radio keine Nachrichten über Syrien höre, nehme ich an daß die SAA Erfolge macht und freue mich (und andersrum: wenn Syrien erwähnt wird bin ich erst einmal unruhig); wenn die Zeitung über ein neues Massaker an Zivilisten die in der Schlange standen um Brot zu kaufen schreibt weiß ich daß einige Dutzende Terroristen beseitigt worden sind und freue mich ebenfalls, weil ich weiß daß einige Syrier länger leben oder weniger leiden werden. Denkst Du daß Du mich mit den Mainstream-Argumenten überzeugen wirst?

      Ich frage mich was solche Menschen die fest überzeugt sind daß al-Assad die Ursache aller Übel in Syrien ist – und sich nicht überzeugen oder mindestens zum Nachdenken bringen lassen –, hier suchen: die Leser herausfordern? Zeigen wie schlau und sicher sie sind weil sie gehorsam die Parolen der Mainstreams wiederholen? Einfach den Blog vermüllen bis man auf „weitere Beiträge werden geladen“ clicken muß (wie Trollgard beim letzten Beitgrag endlich geschafft hat)?

      Pedro

    • Anonymous

      Alex:
      Entschuldigung wenn ich eventuell zu agressiv geantwortet habe. Ich halte dich auch nicht für einen Troll. Wie Nobilitatis schreibt, ließ einfach mal die Artikel im Blog, vergleiche Sie mit denem was Du bis jtzt gelesen hast und ziehe deine Schlüsse.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Pedro

    • Alex

      Nobilitatis,
      Die Verantwortung hätte er sich gestellt, indem er zurücktritt. Das er Bedingungen für einen Rücktritt stellte habe ich auch nicht mitbekommen. Haben sie dafür einen Beleg?
      Verhandlungen würden beide Seiten zu gute kommen und die Opposition sagte kürzlich zu und das wird die Hilfe auch begünstigen. Von daher sehe ich einen Lichtblick darin das die Opposition ihre Teilnamen in Genf 2 bestätigte was ihnen und allen Konfliktseiten zugute kommt, gerade wenn schnell ein Waffenstillstand ausgehandelt wird und beide Seiten zu Kompromissen bereit sind.
      Man kann das denke ich auch nicht mit Afghanistan und diesen Ländern vergleichen, Syrien kann man eher mit Ägypten und Tunesien oder Jemen vergleichen, die auch ohne Diktator einen relativ friedlichen Weg bisher bestritten sind. Sicher geht es wie in Mali darum das sich die Terroristen nicht durchsetzen, aber auch Demokratisch darum das der Führer nicht an der Macht kleben beleibt und eine Scheindemokratie einführt.
      Werde vielleicht bei Gelegenheit mal ein paar ältere Artikel lesen.

      Pedro,
      Ich glotze auch nicht oft Fern trotz TV. Ich lege nicht den Starken wert auf die ein oder anderen Seite und finde auch den Widerstand der Opposition falsch, wenn diese nicht verhandelt, da es sonnst nur die schwächsten und unschuldige trifft. Ein Sieg ist für beide Seiten fast nicht zu haben und würde enorme Verluste bedeuten, weshalb ich hoffe das man bald eine friedliche Lösung findet die beide Seiten berücksichtigt und auch die Radikalen entradikalisiert. Der Mainstream lag auch falsch und zu einseitig, ich habe das lange zeit ähnlich gesehen, jetzt ist das aber finde ich ausgewogen, man hat ja schließlich auch noch die Alternativen Medien.
      Ich sehe nicht in Assad die Ursache allen Übels, doch er trägt Verantwortung, die Ursache sind ebenso jeder Bewaffnete und jedes Unrecht.
      Ich möchte da auch nicht als besonders schlau auffallen, sondern suche eher den Konsens.
      Gruß

    • Nobilitatis

      Man handelt nicht verantwortlich, wenn man einfach zurücktritt und sich nicht dafür interessiert, was danach passiert.
      Ich habe nicht geschrieben, Assad hätte Bedingungen gestellt, sondern „wenn die Bedingungen gestimmt hätten“. Simpel formuliert bedeutet „Assad muss weg“, dass die Islamofaschisten die Macht übernehmen und bestimmen, was richtig und was falsch ist. Siehe Ägypten. Nur gibt es in Ägypten eine funktionierende Armee. Da die sogenannten Rebellen von Anfang an Genozid betrieben und die Motivation zum Angriff auf die Regierung nicht in Demokratieforderungen, sondern Forderungen nach sunnitischer Herrschaft bestand (was auch säkulare Sunniten bedroht), konnte die Lösung von Anfang an nicht in einem Rücktritt Assads bestehen. Dies hätte nicht zu einem Rückgang der Gewalt geführt, sondern lediglich die Seite der nicht sunnitisch-islamistischen Syrer entscheidend geschwächt. Dazu passend, dass die Rebellen von Anfang an jegliche Verhandlungen ausschlossen. Wenn es um „Assad muss weg“ gegangen wäre, hätte man verhandelt.
      Passend dazu die Ansicht vieler hier im Blog, dass es gar nicht um Machtübernahme der Rebellen ging, sondern um die entscheidende Schwächung eines weiteren nahöstlichen Landes durch seine großflächige Zerstörung. Und von diesem Standpunkt sind die Rebellen sehr erfolgreich. Einen alternativen Staat bauen sie in den sog. befreiten Gebieten nämlich nicht auf. Es gibt noch nicht einmal funktionierende Beziehungen zwischen den „Politikern“, dem militärischen „Oberkommando“ und den bewaffneten Gruppen.

    • Alex

      In dem Fall handelt man bei einem Rücktritt verantwortlich. Weder in Ägypten noch in Tunesien noch in Jemen gab es 100000 Todesopfer. Die Religion und der Islam mag zwar gefährlich sein, aber so gefährlich ist er dann doch nicht also das umbedingt Assad die Fakten schaffen muss. Es gibt ja in einen Land nicht nur den Diktator der den Radikalen Strömungen entgegenwirken kann sonder viele Menschen.
      Wenn Assad weg wäre, würde das bedeuten das eine Übergangsregierung aus alten und neun Funktionären gebildet wird, Wahlen organisiert und durchgeführt werden. Wer ist schon ein Islamofaschist? Es gibt Sunnitische und Schiitische Strömungen, alle haben ihre Extreme und selbst wenn etwa die Muslimbrüder gewählt werden würden wie man in Ägypten sah, mögen diese zwar nicht alle Vorstellungen teilen, doch so Extrem sind diese dann auch nicht, wenn das ganze in politische Bahnen verläuft.
      Weshalb die Opposition nicht verhandelte ist fraglich, doch jetzt scheint ein Wendepunkt erreicht zu sein, ich bin da auch ihrer Meinung das wenn es der Opposition um einen friedlichen Rücktritt gegangen wäre diese auch verhandeln hätten müssen.
      Ich denke schon das ein Rücktritt zu einen Rückgang der Gewalt geführt hätte, da die Revolution vom allen Religionsgruppen getragen wurde zumindest zu beginn, als diese friedlich war.
      Der Iran wird ja nicht absichtlich geschwächt bis auf das Embargo, sondern sein Eingreifen in Syrien schwächt das Land, das gilt aber ebenso für die Gegenseite, oder meinen sie etwas anderes?
      Ich Glaube trotz allen Opfern, das mit dem Regime zu Verhandeln ist und das die Verbrechen der Opposition eben die des Regimes zum Teil übersteigen, also man diese nicht Bewaffnen darf.

    • habkind

      @alex
      In Syrien sind nur 10% der Bevölkerung gegen Assad.
      In Deutschland hatte noch nie eine Regierung soviel Zustimmung gehabt wie Assad. Sollen wir sie alle stürzen?
      Nach Ihrer Interpretation hätte die Regierung in Deutschland zurücktreten müssen, als die Rote-Armee-Fraktion in Deutschland die Ungerechtigkeit beanstandete und gewaltsam gegen das „Regime“ in Deutschland vorging.
      Immerhin haben viele in Deutschland die Forderungen der RAF für gerechtfertigt gehalten.
      Wan greifen die Demonstranten in Griechenland zu den Waffen.
      Hast du gesehen, mit welcher Gewalt die Spanische Polizei gegen Demonstranten vorging? wo waren dort die Granatenwerfer, die RPGs, die Maschinengewehre.
      Und in Tunesien, Ägypten, Bahrein, Kuweit und Saudi-Arabien demonstrierten und demonstrieren die Menschen, ohne Bomben zu werfen und das Sicherheitspersonal zu liquidieren – obwohl die Bevölkerung ebenfalls islamisch ist. Was unterscheidet als diese Länder mit Syrien? In Syrien war tatsächlich von Außen dieser Krieg so geplant, wie er letztendlich eingetreten ist. Es war unerheblich, wie die Regierung reagiert hat und wie sie hätte reagieren sollen.
      Der jetzige Zustand Syriens ist unabwendbar.
      Ob Assad zurücktritt oder nicht – das Land soll zerschlagen werden und der einzige, der das am besten verhindern kann, ist zur Zeit Assad. Das weiss die Bevölkerung und deswegen steht sie hinter ihm.

      In Deutschland stehen hinter Merkel gerade mal +- 50% der Bevölkerung und der Rest muss es einfach akzeptieren.

    • Nobilitatis

      @Alex:
      Sie sind grundsätzlich schlecht informiert.
      Im Jemen sind schon sehr viele Menschen gestorben. Auch da kämpft Al Quaida um die Macht.
      Die angebliche Revolution wurde niemals durch alle Religionsgruppen getragen. Noch nicht mal von einer einzigen. Die offensichtliche Verbindung der Rebellengruppen zu sunnitisch-extremistischen Positionen lehnen auch die meisten Sunniten ab. Und nichtsunnitische Menschen werden durch die „Revolution“ akut bedroht. Und das war auch schon am Anfang so.
      Eine Option „Assad tritt zurück und es gibt Neuwahlen“ hat es nie gegeben. Wahlen sind schließlich unislamisch, sagen Emir und Scheich. Gibt es auch in Saudi Arabien und Katar nicht.
      Der Iran hat in Syrien überhaupt nicht eingegriffen. Er ist mit Syrien verbündet und beliefert Syrien mit diversen Gütern. Das tut Rußland auch. Und Deutschland beliefert SA und Katar.
      Wenn Sie den Konflikt verstehen wollen, müssen Sie sich erst eine ganze Menge Grundlagen anlesen, dazu wurden im „Mainstream“ zu viele Propagandalügen verbreitet.

    • Alex

      Nobilitatis,
      In Jemen da ist es eben nur Al-Kaida, da das gesamte Volk hinter der Regierung steht die sich nach dem Rücktritt Saleth bildete und kein zusätzlicher Konflikt wie in Syrien besteht, bei der viele einfache Rebellengruppen mitmischen denen es ernsthaft um Demokratie und Freiheit geht.
      Warum gab es diese Option nicht „Assad tritt zurück und es gibt Neuwahlen“? Denken sie das lag an der Opposition? Das wäre doch genau der Wunsch gewesen.
      Gegen die Alkaidas denen das dann immer noch nicht recht ist, hätte man dann wie in Jemen ja immer noch vorgehen können unter weit weniger Verlusten auf beiden Seiten.

    • Alex

      habkind,
      Die 10% die gegen Assad sind, werden wahrscheinlich für die Rebellen sein. Wieviele Syrer tatsächlich hinter Assad und seinem Vorgehen stehen ist fraglich.
      Ich sehe hier in D nicht die Zustimmung an die Assad Regierung, außer bei vielen Internetforisten.
      Es gab auch in anderen Ländern zusammenstöße mit Sicherheitskräfte, doch wenn in Ägypten Mubarak nicht zurückgetreten wäre, wäre es vermutlich auch schlimmer gekommen oder in Yemen Saleth, wo sich auch schon die Gewalt breit machte. In Libyen forderte es denke ich bis vor den eingreifen ca. 7000 Opfer auf Oppositionsseite. Von daher hätte sich Assad schon denken können wie das im schlimmsten Fall endet. Da reichen denke ich mal ein paar Unruhestifter aus um die Gewalt auf ein Eskalierendes Maß zu bringen und in Syrien verlief es ja noch recht friedlich, bis sich die Opposition langsam von selbst mit kleinfeuerwaffen bewaffnete, was etwas bei den Medien durchdrang. Ich denke in Syrien machte nicht nur Assad Fehler sondern auch die Weltgemeinschaft mit dem Umgang mit dem Konflikt, doch er hat die Möglichkeit vieles abzuwenden indem er Verhandelt, zurücktritt. Diese Länder unterscheidet nicht viel von Syrien, nur eben sind dort die Herrscher zurückgetreten, doch das Problem was man vielleicht schon vorher in Syrien sah ist, das sich Assad nichts vom Westen also der USA sagen lassen hat und somit auch nicht auf die Rücktrittsforderungen der EU einging. Russland war leider zu zurückhaltend und hätte vielleicht Assad ermutigen gekonnt so einen Kompromiss mit der Opposition einzugehen.
      Der Krieg war so nicht geplant denke ich, das kann nicht sein. Fehler wurden aber überall gemacht und man hat versagt diesen Konflikt vor dem Gewaltausbruch friedlich zu lösen. Das Land soll denke ich auch nicht zerschlagen werden und es ist nicht unerheblich ob er zurücktritt oder nicht.
      Ich verstehe nicht, warum Assad umbedingt bleiben muss, wo er ja Militär und viele Menschen hinter sich hat und die politische Erfahrung haben und so eben auch sein Einfluss auf eine Gewählte Regierung ausüben. Die Rebellen wird man doch auch zu Wahlen bringen, wo es ja gerade die Ziele der Revolution sind und eben die Islamisten abgewichen sind, die auch Wahlen aktzeptieren sollten. Eine Teilung des Landes wird vielleicht nötig, ich weis das nicht, aber wenn man eine friedliche Lösung findet mit der alle zurecht kommen, sollte das Scenario sich erledigen.

  • habkind

    sagt mal Jungs, sind die 72 Stunden eigentlich schon um? Wenn ich nicht irre, sollten doch 72 Stunden nach Erhalt der neuen und modernen Waffen signifikante Schläge der Rebellen stattfinden, die den Kriegsverlauf umkehren sollten.
    Sind neue, mir noch nicht bekannte Eroberungen der Rebellen bekannt gemacht worden?
    Zieht sich die SAA inzwischen in breiter Front zurück?
    Wer weiß Neues?

  • Enis

    die SAA hat eine Grossoffensive gestartet um Khan al-Asal von den Metzgern zurück zu erobern!

    Daumen drücken und beten, dass die Verluste der SAA möglichst minim sind!

    Wenn ich die vergangenen Geschehnisse in dieser Stadt analysiere, dann habe ich leider irgendwie das komische Gefühl, dass bei diesem Massaker ein Verrat, oder grobfahrlässige Kommuniationsmangel bestanden haben.

    Da dort keine Zivilisten mehr vorhanden sind, ist der Einsatz von verbrannter Erde erwünschenswert, damit diesen Ungeziefer die Wurzeln ausgetrocknet wird.

    • „Da dort keine Zivilisten mehr vorhanden sind, ist der Einsatz von verbrannter Erde erwünschenswert, damit diesen Ungeziefer die Wurzeln ausgetrocknet wird.“

      (Es regnet immer noch)

      Enis, ich will mich nicht zum Experten in den Techniken und Taktiken des Anti-Guerilla-Krieges stilisieren, aber in diesem Fall liegt auf der Hand, welchem Irrtum Du unterliegst.

      Eine Staatsmacht profitiert von der Säuberung eines bestimmten Gebietes nur dann, wenn die dort verbliebene, rückkehrende oder es neu besiedelnde Bevölkerung es im Vergleich zum vorherigen Zustand eher mit ihr, als mit der Guerilla hält, zumindest opportunistisch.

      Das ist elementar, und deshalb hatte Bashar al Assad nach der Säuberung Baba Amur’s fast buchstäblich nix Eiligeres zu tun, als sich dort persönlich hin zu begeben, um den raschen Wiederaufbau des Viertels zu versprechen, bzw. von den lokalen Autoritäten und der Bevölkerung selbst einzufordern.
      Wir wissen, was daraus wurde, obwohl wahrscheinlich keiner von uns weiß, warum es nix wurde. Das Viertel blieb eine offene Wunde in Homs, die maßgeblich dazu beitrug, daß andere und benachbarte Viertel Unruhegebiete blieben.

      Eine absolute Katastrophe ist unbewohnbar gemachtes Gebiet. In Homs schwanken die Angaben über die bewohnbar gebliebene Fläche je nach Parteilichkeit der Quelle zwischen 30 und 60%. Der Rest ist automatisch Niemandsland, das dauerhafter, aufwendiger und periodisch opferreicher Bewachung und Truppenpräsenz bedarf.
      Ganz schlimm ist es, wenn solch ein urbaner Dschungel, der ständig neu zur Kampfzone zu werden droht, nicht einmal von bewohnten Gebieten mit kooperierenden Bevölkerungsteilen umgeben ist, und das wäre geographisch in Khan al Asal der Fall!

      Ich habe im letzten Thread schon angegeben, warum die Armee in diesem Fall wohl kaum eine Wahl hat: Die Vorstadt bietet die Möglichkeit, die Außenbezirke der Innenstadt und die Armeestellungen darin unentwegt mit Artillerie zu beunruhigen und die Zivilisten wie einen Sardinenschwarm zu komprimieren. Das darf nicht geschehen. Aber die Vernichtung von Khan al Asal ist deshalb ein erzwungenes Zugeständnis der Armee an die türkisch gestützte Guerilla zu nennen, das den Kern der eigentlichen Niederlage an diesem Ort bildet.

    • Comrade John

      „Ich habe im letzten Thread schon angegeben,“

      Im vorigen Thread ist TGard mit dem Märchen von der besonderen strategischen Bedeutung von Khan al-Asal u. von der militärischen „Niederlage“ der SAA in diesem Ort gescheitert.
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/interna-sommerloch.html?showComment=1375050365166#c5649302768927119326
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/interna-sommerloch.html?showComment=1375133767418#c1332650202438419481

      Das hindert ihn nicht den Unsinn zu wiederholen, wie eine Schallplatte mit Sprung in der Rille.

      Am Schluss werden wir sehen, warum er womöglich gerade die These von der „Niederlage“ in Khan al-Asal so impertinent verbreitet.

      Ergänzend:
      Die SAA kämpft im u. um den Ort herum und wird Khan bereinigen, davon kann Gard schonmal ausgehen.
      RIA NOVOSTI, 31.07.2013: Im Vorort Khan al-Asal wird weiter erbittert gekämpft.“
      http://de.ria.ru/zeitungen/20130731/266584362.html

      Gards Behauptung von der Unverzichtbarkeit der M5 (Autobahn bei Khan) für die Nachschubversorgung war eh falsch, da für den Nachschub der SAA in u. um Aleppo ausserdem die Verbindung von Hama über Khanasser verfügt wird.

      Seine Bedeutung hatte Khan für die FSA-Banden allerdings auch nicht aus der (sowieso nicht vorhandenen!) besonders wichtigen „strategischen Lage“.
      Der neue Angriff auf Khan zielte anscheinend auf die Beseitigung von Zeugen des Giftgaseinsatzes der Banden im März d.J., die jetzt nicht mehr gegenüber den UN-Inspektoren aussagen können, weil man sie nämlich umgebracht hat.
      Dieser s.gt. mögliche Hintergrund, warum gerade Khan jüngst angegriffen wurde, ist hier im Blog von mehreren (z.B. habkind) schon frühzeitig erkannt worden u. wird nunmehr von der syrischen Regierung u. ihren Verbündeten betont.

      SyriaNews stellt am 30. Juli zu dem Thema fest, dass die in westl. Medien (analog: TGard) kolportierte „militärische Niederlage“ der SAA in Khan (SyrN schreibt von der „zionistischen AFP“, frz. Presseagentur) eine typische Lügengeschichte ist, um von dem wahren Hintergrund abzulenken. Ebenso sei von solchen Medien der Unsinn verbreitet worden, der FSA diene Khan als Basis für zukünftige Angriffe auf die Regierungsviertel von Aleppo (Hamdaniya u.a.).
      http://www.syrianews.cc/syria-nato-removal-witnesses/

      Und seltsam, auch dieser Aspekt der Story über den Grund des Vorgehens der FSA gegen Khan ist hier von TGard mitgetragen worden.

      „Mahlzeit“!

    • Enis, Kaumi, wollt ihr zur „Verbindung von Hama über Khanasser“ nach Aleppo nicht mal was sagen?

      Nach meinen Informationen zählt diese „Angabe“, angesichts des humanitären Hintergrundes, zu den übelsten Lügen unter all denen, die John hier schon verbreitet hat. Wollt ihr ihm das ewig durchgehen lassen? Oder bin ich tatsächlich getäuscht worden, und es ist keine?

  • TomGard

    Ist das Abschwellen der Stimmen in diesem Blog Ausdruck einer Verbblüffung vieler Leser, vielleicht gar eines gewissen Unbehagens? Oder wünsche ich mir das nur?

    Oben schrieb der Blogautor @Enis:

    „So ist nicht nur der syrische Patriotismus. Gerade weil die Worte des Großmufti in diesem Sinne recht beispielhaft sind, stehen sie hier. (Und weil es auch in manch anderer Hinsicht interessant ist, was einige Fakten sowie generell die Geisteshaltung angeht – vergleicht einfach mit den Reden der Aggressoren von USA/FSA bis Dschihadisten; es gibt da im gesamten Spektrum nichts, was auch nur annähernd so positiv wie der Tenor der Rede Hassouns wäre.)“

    „Beispielhaft“, „die Geisteshaltung“, „positiver Tenor“ – das sind bitteschön Winke mit dem Zaunpfahl, die ein Leser nicht pädagogisch auffassen muß, so wie ich es tue. Naiv könnte er solchen Worten daher unterstellen, eine Debatte anstiften zu sollen.

    Doch die findet nicht statt und das hat – da bin ich ziemlich sicher – gute Gründe. Viele Leser dürften auf dem einen oder anderen mentalen Wege bemerkt haben, sie ist nicht erwünscht, der Autor stellte mit seinen Worten etwas außer Debatte.

    Zum Beispiel deshalb, weil sein Stichwortgeber, der Großmufti, mit dem ältesten „Trick“ der Religionsgeschichte dasselbe tut.

    Wer herrschaftlich sortierte Adressaten patronal unter Berufung auf „Menschlichkeit“, „Güte“, „Liebe“ etx anspricht, der wirft sich zum obersten Herrn bzw., traditionell bescheiden, zu dessen Sprecher auf, und jeder unter den Angesprochenen, der es wagen wollte, dieser maßlos dümmlichen und deshalb maßlos gewaltträchtigen Tour, ihn zum Untertanen zu deklarieren, widersprechen wollte … ist des Teufels. Er diene dem falschen Herrn, lautet das Verdikt des Priesters.
    Wer wollte sich da wundern, daß diejenigen, historisch meist direkt im Rücken des Priesters sitzenden Leute, welche die Ebenen des gesellschaftlichen Kommandos bevölkern, erst recht diejenigen unter ihnen, die Schlüssel zu den Waffen- und Folterkammern haben, zu solchen Worten stumm bleiben und höchst feierliche Mienen aufsetzen?

    Jetzt könnte jemand ganz gutwillig einwenden: Okay, das sei halt die „Macke“ der Priester und der Religionshänger ganz allgemein, doch damit sei nichts über das gesagt, was sie konkret wollen und befürworten, nichts über die vielleicht bitter nötigen (im Unterschied zu „notwendigen“) Anliegen zugunsten der Unterworfenen, mögen sie auch innerhalb der Systematik und Systemlogik einer Klassen- oder Ständeherrschaft verbleiben.

    Richtig. Kein Einwand. Nach dieser Seite sind die Priester nützliche Idioten und viele von ihnen (der Hochklerus der Katholiken, Evangelen und Muslime ausgenommen) zahlen einen beträchtlichen persönlichen Preis dafür.

    Doch die Rede des Großmuftis geht in einem Abschnitt, den er selbst als zentral kennzeichnet, darüber weit hinaus.
    (Fortsetzung)

    • Franz

      @Tom

      Ist das Abschwellen der Stimmen in diesem Blog Ausdruck einer Verbblüffung vieler Leser, vielleicht gar eines gewissen Unbehagens? Oder wünsche ich mir das nur?

      Wunschdenken!

      Schonmal darüber nachgedacht, dass es an Deinem inflationären Geschreibe liegen könnte?

    • TomGard

      Gewiß habe ich das. Das Ergebnis:

      Noch vor einem halben Jahr und früher hatte ich auf meinem Blog zwischen 200 und 300 Besucher mehr, wenn einmal ein Link von hier dorthin gesetzt war (und nicht zugleich irgendwo anders hin). Das schmolz auf ca. 50 bis 80.
      Gleichzeitig fielen auch die Zugriffe auf konkrete Syrienthemen /-stichworte von außerhalb.
      Auf die wenigen Daten ist keine statistische Analyse zu gründen, aber es liegt der Verdacht nahe, der Enthüllungs- und Prognosejournalismus ist ausgelutscht, er ist im selben Maße gegenstandslos geworden, wie der bürgerlichen Presse nebengeordnete Portale, die nicht zu den „üblichen Verdächtigen“ zählen, und oftmals die Mainstreampresse selbst, diese Nischen der „demokratischen Öffentlichkeit“ auf ihre Weise eingenommen haben. Das sinnhafte Bedürfnis nach einem „weiß warum“ und „weiß wozu“ derer, die sich mit den Sprachregelungen des „Neusprech“ nicht abspeisen lassen wollen, wird auch außerhalb solcher Blogs, wie diesem, bedient, und in solchen Fällen konzentriert sich das verbleibende Publikum abweichender Blogs auf alternative News-Portale. Apxwns sinkende Aktivität auf diesem Feld dürfte ein Übriges tun.

      Das schließt durchaus ein, daß ich mit meinen Postings bestimmte Abteilungen des Publikums zusätzlich vergraule. Ich bin allerdings ziemlich sicher (ich bin nicht erst seit gestern im Netz präsent), das liegt nicht an meinen Beiträgen, sondern daran, daß es niemanden gibt, der kontrovers kooperiert, sprich: Der mir Saures gibt.

      Stattdessen werden mir neben Glaubensbekenntnissen jede Menge persönlicher Beleidigungen an den Kopf geworfen und alle Techniken des Mobbing mobilisiert.
      Auch das zieht Publikum (und ist, neben der Tatsache, daß ich noch immer außerhalb des Gartens nx Besseres zu tun weiß, ein Nebengrund, warum ich hier weiter schreibe), doch es hat ein begrenztes Reservoir, dessen Attraktivität sich für den Einzelnen rasch erschöpft.

      So is‘ Lebben. Und jetzt in den Garten.

    • Franz

      Das denke ich nicht. Im Gegenteil, die Leute reissen sich heutzutage um aufklärende Artikel.

      Ich sehe das Problem eher in Deinen Formulierungen. Ich fragte Dich schonmal vor einem halben Jahr, was deine eigentliche Motivation ist. Lautet diese: Debatten anstossen, zu Diskussionen einladen, Leute informieren?
      Dann solltest Du Deinen Schreibstil deinem Zielpublikum anpassen. Ansonsten werden sich die Leute kaum mit Dir auseinandersetzen können. Auch wenn DU dich damit hin und wieder auf Stammtisch Ebene bewegen musst und das eventuell schmerzhaft ist. Apxwn macht es doch recht gut vor.

      Bist Du dazu nicht in der Lage, werden halt nur ein paar Highend Analysten und Formulierungsakrobaten Deinen Texten folgen (können).

      LG

    • Anonymous

      „Und jetzt in den Garten“

      Schaufel‘ dir doch mal ein grosses tiefes Loch und leg‘ dich da hinein – ist schön kühl. :)

      Long lives Bashar!

    • ISKANDER

      TomGott:
      das Abschwellen der Stimmen im Blog….
      Schön zurecht gelegt deine Thesen:
      1) Mir (TomGott), gibt keiner Saures (ergo niemand erreicht meine Erhabenheit und Weisheit)
      2) Apxwn kaut an den Fingernägeln ob meiner großartigen Thesen
      3) und wenn das alles nicht hilft, na dann liegt es halt am Plebs der in seiner tumben Aufnahmequalifikation vom Thema überfordert ist.

      Nein TomGott, auch ich schließe mich da Franz seiner Sichtweise an:
      Die Leute sind deines todlangweiligen, inflationär eingeschwemmten Gefasels einfach leid. Wie Enis auch schon schrieb, allein deine Ausdrucksweise und Satzbau sind vollkommen irrwitzig und zur Vermittlung von jedweden Informationen komplett ungeeignet.
      Hinzu kommt deine Unbildung in Form von Größenwahn, Großkotzigkeit und Teamunfähigkeit.
      Das alles sind wohl die Gründe TomGott, weshalb dich niemand mehr ernst nimmt und einfach keine Lust hat mit dir zu diskutieren.
      Ich schätze die Meinungsvielfalt sehr und Apxwn hat diesen Blog sicher nicht erschaffen, um sich anblaffen zu lassen rspkt. einem gescheitertem „Denker“ eine Monologbühne zu basteln.
      Dieser Blog ist eine Bühne zur Informationsvermittlung, ein kostbarer Knotenpunkt in abgefahrener Zeit. Wenn du dich auf Fakten und Höflichkeit beschränkt hättest, wäre dein Auftritt sicher nicht so katastrophal in die Hosen gegangen.
      Da hilft es dir auch nicht, dem einen oder anderen „Gegner“ unerwartet und taktisch kalkuliert – das Fell zu tätscheln in der Hoffnung in für dich wieder einzunehmen. Schon im nächsten Spot bricht sich deine Unart wieder Bahn.
      So schließe ich mich einem anderen Vorredner ausdrücklich an der dir zurief: „So geh in Gott, aber geh“.
      Schade, aber du erscheinst mir unbelehrbar und narzisstisch überfrachtet.

  • TomGard

    Er beginnt mit
    „Ich möchte abschließen, indem …“
    und endet nur sehr bedingt mit:
    „Gott aber hat dieses Volk und seinen Führer gesegnet.“

    Was ist denn das Wort, durch das der Inhalt dieses Abschnittes im Islam institutionell gekennzeichnet wird?
    Richtig.
    Dschihad (Der deutsche Wiki-Eintrag ist leider – wie die Mehrzahl – indiskutabel)

    Dschihad ist halt nicht die bewaffnete Mission oder das symbolische Abtrennen andersgläubiger Köpfe. Aber das er politisch in geeigneten Lagen darauf hinaus läuft, solche Methoden und Exzesse posthum zu vereinnahmen, das macht, zumindest „sensiblen“ Hörern, der direkt folgende Abschnitt deutlich:

    „Morgen geht die Sonne über Syrien auf und wir werden sagen: ihr wolltet uns Böses, wir aber haben mit Güte geantwortet. Ihr wolltet uns erniedrigen, wir aber wollten, dass ihr stolz seid. Ihr wolltet uns umbrigen, wir aber wünschen euch das Leben.“

    Das geht an die, welche den siegreichen Dschihad zugunsten der syrischen Nation überleben!

    (Anm.: dieser Kommentar hat auf meinem Blog aus wohl nachvollziehbaren Gründen nix zu suchen, deshalb die volle Länge hier)

  • Enis

    @Tom
    kannst du mal dann eine Rede verfassen, die der Grossmufti hätte richtig machen sollen???

    Du reagierst ständig auf Geschehnisse/Reden/Nachrichten usw. anstatt selber zu agieren. Kritisieren ist einfacher als selber regieren zu können. So kann man es auch erklären warum einige lieber immer in der Opposition bleiben wollen, anstatt selber um das Rechte kümmern zu müssen.

    Ich habe deinen Blog bis anhin nicht besucht, vielleicht könntest du mal mitteilen wie viele Besucher du pro Tag hast. Evtl. wäre das eine mögliche Antwort auf deine Bemerkung, wonach hier Stimmen abschwellen? Dann müsstest du ja einige abgeworben haben mit deinen stichfesten antisyrischen Theorien.

    • Lurker

      TG war etwas was ich derne gelesen habe, zu den Zeiten wo er in seinem Blog noch „aktiv“ war. Gefunden haben ich ihn durch einen Link hier im Blog.

      Ansonsten finde ich Ihr interpretiert zuviel in seine Worte rein. Nicht das ich alle(s) verstehe, doch merke ich das Ihr einige Sachen ganz klar mißversteht. Das ist verständlich und auch verzeihlich ob Eurer Situation.

      Im Prinzip prangert TG an der derzeitigen Regierung und seiner agierenden Kräfte (nicht unbedingt die militärischen im engeren Sinne) an das sie/es in jene Methoden zurücksinkt (bzw. verstärkt) welche es möglich machen das die sog. „dritte Macht“ so lange, so weit und so tief das Land infiltrierten.
      Quasi schreit er nicht das klassiche „wehret den Anfängen“ sondern „vorsicht, nicht schon wieder“…

  • Enis

    eine Genugtuung. HNN meldet den Tod des Kannibalen Abu Saqr’s..

    Sein Kopf liegt unter dem Stiefel der SAA!!

    Danke Gott für diese Gerechtigkeit!

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=491589214265933&set=a.199427616815429.47604.177413945683463&type=1&theater

  • TomGard

    Da es grad angefangen hat, zu regnen, noch ein paar Worte zur Lage.

    Die Türkei hat gegenüber der PYD eine 180°-Wende vollzogen. Ich untermauere das hier nicht, weil sich erst noch klarer heraus stellen muß, wie weit die Wende geht, die das für den Syrienkrieg der Türkei insgesamt nach sich zieht.

    Eines ist aber klar. Wenn der Politikwechsel keine ganz kurzlebige taktische Finte sein soll, müssen in der Türkei Köpfe rollen und Seilschaften zerschlagen werden, darunter welche, die Mitarbeiter europäischer und amerikanischer Geheimdienste und Special Forces umfassen und die türkische Connection der Takfiris bilden. Hinzu kommen kommerzielle Seilschaften, die sich dieser Verbindungen bedienen.

    Ein Beispiel hat Enis gestern verlinkt, die Nachricht, türkisches Militär und Grenzpolizei habe einen Schmuggelkonvoi mit angeblich 3000(!!) Mitgliedern abgewiesen, die Benzin aus Syrien in die Türkei bringen wollten. Soweit das stimmt (oder auch nur eine Ankündigung darstellt), betrifft das die Al Nusra – FSA – Connection, die sich des EU-Angebotes bedienen, syrisches Öl in Blutgeld zu tauschen. Die PYD hat glasklar dafür geworben, daß keine Gallone Öl bzw. Ölprodukte Syrien verlassen soll.

    Freilich ist das nicht das einzige Feld, auf dem die Türkei, obiges vorausgesetzt, die FSA im Rahmen ihrer Einflußkraft nötigen muß, den Takfiris auf breitem Feld den Krieg zu erklären, nämlich mindestens überall dort, wo sie das Projekt kurdisch geführter Übergangsverwaltung gefährden, also bis ins Grenzgebiet zur Provinz Deir Ezzor und insbesondere auch an der Grenze zum Irak südöstlich von Qamishli (ich habe die Namen vergessen, es geht um die Trasse nach Mosul).

    Ein nicht zu unterschätzender Faktor dabei sind auch die arabischen Stämme, die von Raqqa bis Qamishli siedeln. Einige von ihnen hatten sich mit direkter Unterstützung des MIT (türkischer Geheimdienst) der FSA in Kämpfen mit den YPG’s angeschlossen, wahrscheinlich ging die Affäre Amude auf ihr Konto, andere agierten als Shabiha in Kollusion mit Leuten, für die Enis spricht, gegen die FSA und die YPG’s in Aleppo und Umgebung (Stichwort: Baggara) und spielten eine erhebliche Rolle bei der blutigen Vertreibung eines Teils der kurdischen Bevölkerung aus Aleppo. (Informationen stammen aus Veröffentlichungen der Jamestown – Foundation).

    Damit materialisiert der Proxiekrieg der Türkei mit Qatar und der saudischen Fraktion, die außerhalb des Libanon weiter die Takfiris im Irak stützt, den ich schon vor Monaten, anläßlich des Bombenanschlages in Reyhanli, aus systemischen Gründen unterstellt habe. Hier dürfte es im Hintergrund tatsächlich fast ausschließlich um Öl und Gas gehen …

    Die laufende Offensive der ISIL im Irak dürfte die direkte Konsequenz sein: Die Leute müssen versuchen, das irakische Hinterland ihrer syrischen Positionen möglichst rasch zu sichern, bevor die irakische Zentralmacht sich militärisch und politisch damit abgefunden und ausreichend aufgestellt hat, im „low intensity“-Bürgerkrieg in die Offensive zu gehen.

    Und was schreibt man in den Zeiten solcher doch ziemlich bedeutsamer Umbrüche bei RT?
    Richtig:
    Manning, Manning, Manning, Snowden, Manning, Snowden ….
    Warum wohl?

    Dort findet

  • Franz

    Auch hat die PYD gestern zum Kampf gegen die Islamosöldner aufgerufen. Angeblich wurde ein Kurdenführer getötet

  • Anonymous

    Der alte Troll Markus ist auch der neue: ALEX.

    Und der TGardtroll müllt schnell die neue Seite zu, damit es für alle wieder sehr umständlich wird hier zu den letzten Comments zu kommen – „weitere laden“.

    Long lives Bashar!

    • Anonymous

      Liebe Sonne! Scheine unermüdlich über Tomgards Garten und lass dir blos nicht einfallen dort regnen zu lassen.

  • Franz

    Offizieller Instagram-Account des Präsidenten

    http://instagram.com/syrianpresidency

  • Nobilitatis

    Obwohl ich Ihnen in diesem Fall (Khan al Asal) Recht gebe, haben Sie mit Ihren Ausführungen Unrecht.
    Jedes Gebiet, egal wie zerstört, lässt sich wieder aufbauen. Wahlweise so, wie man es gern hätte, ohne auf vorheriges Rücksicht zu nehmen (siehe Dresden 1945). Niemandsland ist gefährdetes Gebiet zwischen zwei feindlichen Mächten. Das ist weder in Homs noch in Aleppo der Fall, wenn diese Städte erst befreit sind. Wie Sie bereits selbst ausführten, hängt das davon ab, ob die neu oder wieder angesiedelte Bevölkerung die Regierung unterstützt, oder gegen sie erneut antreten würde. Entscheidend ist also Gegnerschaft zur Regierung (in Aleppo eigentlich vor dem Überfall nicht sehr verbreitet) und die Mittel dazu.
    Was Enis gemeint hat, ist die Wahl der Mittel bei der Rückeroberung des Stadtteils: Weil die Zivilbevölkerung geflohen oder vernichtet wurde, muss man auf sie keine Rücksicht mehr nehmen und hat bei der Wahl der Mittel freie Hand (Artillerie, Bomben etc.). Damit kann man die Angreifer vernichten, statt sie nur zu vertreiben, damit sie an anderer Stelle erneut antreten.

  • In der Vergangenheit hat dieser Großmufti von Syrien derart blasphemische Äußerungen von sich gegeben (anscheinend vertritt er die Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, wonach der Islam nicht besser sei als jede andere Religion), daß bereits der Anblick dieses Heuchlers bei mir Ekel hervorruft.

    • Nobilitatis

      Oh. Pfui, Lessing!
      Nur wer Ungläubige köpft, ist ein Mann Gottes.

    • Enis

      @muriceps

      yil’han asilkun ya takfiriyin
      Antu aduw Allah, antu khayantu Muhammed rasuluallah s.a.v, antu al iblis.

      Eyri bi asilkun wahed wahed. Eyri bi ghakelkun al cahs.

    • Enis

      @muriceps
      Ich bin Moslem, doch ich scheisse auf diesen Glauben, den du zu vertreten glaubst. Denn diesen gibt es nicht. Er ist einzig in euren Köpfen und deine Bücher sind ein Fake. So eine strohdumme Aussage gehört ausgeschafft. Wie dumm sind diese Länder die euch noch Platz geben.

      Syrien wird der Friedhof für deinesgleichen sein. Nur Geduld.

  • Anonymous
  • habkind

    @apyxwn
    welches Gebirge ist das – ich tippe mal auf den Kaukasus?
    Hat sich der Urlaub gelohnt?

  • Anonymous

    Hallo Alex,
    In Bezug auf dein Kommentar vom 31. Juli um 13:20 (aus irgendeinem Grund lässt mich der Rechner dort nicht antworten):

    Was haben die Oppositionelle den für konstruktiveVorschläge/Forderungen die sie verhandeln möchten? „al Assad muß gehen“ ist kein konstruktiver Vorschlag. Lies mal – wenn Du Lust hast – die Rede von al-Assad in der Oper von Damaskus.

    Ich bin auch nicht für die gnadenlose Vernichtung aller sogenannten Rebellen: darunter zählen sich junge Menschen bei denen man auf dem ersten Blick sieht daß sie keine Verbrecher sind und daß sie sich einfach geirrt bzw. irren lassen haben… deswegen bietet die Regierung ja immer wieder Amnestien an, damit solche Leute nicht aussichtslos bleiben. Auch unter den ausländischen Söldnern soll es Klassen geben: die Arbeitslosen aus der Arabischen Welt (denen jede medizinische Versorgung verweigert wird und die einfach als Kanonenfutter dienen) und die Profis und Durchgedrehten. Mit diesen beiden letzten keine Gnade. Es wäre interessant wenn jemand uns mehr über die „Söldnerkategorien“ erklären würde.
    Grüße,
    Pedro

    • Alex

      Pedro,
      Ich weis auch nicht, es gibt ja zig Fragen die sich stellen konstruktive Vorschläge und Forderungen wie man diesen Konflikt begegnet. „al Assad muß gehen“ kann und sollte am Ende von erfolgreichen Verhandlungen stehen, was dann schon eher realistisch ist oder man macht aus, das Assad zu den nächsten Wahlen nicht antritt aber anschließend zur übernächsten vielleicht wieder.
      Werde gern mal die Rede lesen.
      Ich kann leider auch nicht viel zu diesen „Soldnerkategorien“ sagen, denke das die Bewaffnung ein Fehler von uns mit war, quasi das wir nichts dagegen hatten das Saudi Arabien und Katar damals lieferten, es war nachdem die Resolution im Sicherheitsrat scheiterte und Homes angegriffen wurde anscheinend eine Überreaktion, die zur Bewaffnung der Oppositionellen führte, denke ich zumindest als einfacher Beobachter des Syrienkonfiktes durch die Medien. Damals stellte sich die Frage nach dem Eingreifen.
      Vielleicht kennt sich ja jemand anderes besser über die Oppositionsgruppen aus, in den deutschen Foren scheint es ja relativ Still zu sein.
      Gruß

    • Nobilitatis

      Wer ist „uns“ und „wir“? ICH habe solchem weder direkt noch indirekt zugestimmt. Und im deutschen Strafrecht findet man sowas unter „Vorbereitung eines Angriffskrieges“.
      Allerdings sind auch Saudi Arabien und Quatar unabhängige Staaten.

    • Alex

      Also ich denke das auch Deutschland Einfluss auf diese Lieferungen hatte und nachdem die Beobachtermission scheiterte und Homes angegriffen wurde auch hier der Widerstand gegen Waffenlieferungen sank. Ich war da auch mal kurzzeitig dafür, obwohl ich das bereut habe. Auf jeden Fall waren diese Waffenlieferungen nichts halbes und nichts ganzes und verschärften den Konflikt. Man sieht ja auch, das gerade die radikalen Gruppen sich oft durchsetzten obwohl das im Grunde fast jeder Bewaffnete ist.

    • Alex

      Ich möchte dazu sagen, das ich nicht in der Politik bin und das nur mein Eindruck war zu dieser Zeit. Rückgängig kann man das nicht mehr machen, doch denke ich eben auch nicht, das Saudi Arabien und Katar in völliger Eigeninitiative handelten.

    • Anonymous

      Hallo Alex,
      Genau, das al-Assad geht oder nicht sollte während der Verhandlungen verhandelt werden, nicht als vorausgehende Bedingung gestellt werden… sonst finden ja keine Verhandlungen statt.

      Den Link der Rede finde ich jetzt leider nicht, falls es dir bei der Suche hilft: es ist eine Rede wo al-Assad’s Leibwächter nach der Rede von begeisterten Syriern überrennt werden. In der Rede sagt er genau das: was sind das für Revolutionäre die nur Leiden und keine Alternative bringen.

      Ich bin der Meinung daß was gerade in Syrien geschieht seit Jahren geplant wurde. Nichts geschieht dort spontan. Ich erinnere mich noch, als ich mit den Geschehen in Libyen noch shockiert war (und dachte: in Syrien werden die damit schnell fertig), wie ich ein Video sah wo zivil-gekleidete Scharfschützen von einem Dach aus sowohl auf Polizisten als auf Demonstranten feuerten… das war Ende 2011. Oder ein anderes Video wo Typen mit (Militär-) Schrotflinten sich unter Demonstranten einmischten. Oder ein anderes Video wo die Leichen von getöteten Polizisten von einem kleinen LKW in einen Fluss geworfen wurden… stelle dir mal vor was in Deutschland passieren würde wenn da einige Typen mit Militär-Schrotflinten (ich erwähne das von den Militär-Schrottflinten weil es ja nicht Jagdflinten sind denen empörte Demonstanten zuhause den Kolben entfernt und den Lauf gekürzt haben… es sind Kriegswaffen auf die Zivlisten normalerweise keinen Zugang haben) in einer Demo auftauchen oder Polizisten getötet und in einen Fluss geworfen würden: man würde von Terrorismus und Verbrechern der schlimmsten Art reden, und in der Stadt wo so etwas geschehen würde würde der Ausnahmeezustand erklärt und sie würde vom GSK oder anderen Spezialkräften Haus für Haus durchsucht. Und niemand würde von diktatorialen Zuständen reden.

      An den Rest der Leser: Entschuldigung wegen dem etwas längerem Kommentar.
      Grüße,
      Pedro

    • Anonymous

      Alex,
      ich schrieb Ende 2011… mit den Datum habe ich so ein Wirrwarr: es war kurz nach dem Ghadafi ermordert wurde, oder als die koreanische Puppe – Bani Moon – al-Assad anrief um ihn „zu bitten den Massaker gegen die – mit Sturmgewehren bewaffneten – friedlichen Demonstranten ein Ende zu setzen“ und al-Assad sich weigerte ans Telephon zu gehen.
      Grüße,
      Pedro

    • Markus

      Habe eine Übersetzung gefunden ist zwar nicht ganz vollständig, aber wird schon das wesentliche sein.
      http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/01/assad-nach-rede-frenetisch-gefeiert.html

    • Pedro,

      „Es wäre interessant wenn jemand uns mehr über die „Söldnerkategorien“ erklären würde.“

      Ich kenne keinen einzigen, dennoch macht sich „TomGott“ anheischig, etwas darüber zu wissen.

      Der Unterschied zu Söldnergenerationen des letzten Jahrhunderts besteht darin, daß sehr viel weniger unter ihnen sich ausrechnen oder davon träumen können, nach ein paar Jahren mit dem Söldnerlohn die Basis für einen sozialen Aufstieg geschaffen zu haben.

      Daraus folgt, daß ein anderes Motiv ihrer Entscheidung, sich anwerben zu lassen, im Vergleich zu früher eine größere und anders gewichtete Rolle spielt:

      Sie nehmen ein über sie verhängtes gesellschaftliches Urteil persönlich an, nämlich, daß sie zum Gesindel zählen. „Gesindel“ kommt vom Wort „Gesinde“, dem alten, feodoal-patriarchalischen Wort für das humane Zubehör eines Herrenbesitzes, und sei dieser Herr nur ein Parzellenbauer, das Gesinde sein Knecht und seine Magd, mit denen er vielleicht ein familiär intimes Verhältnis pflegte. „Gesinde“ ist ursprünglich nicht im modernen Sinn ein „abwertendes“ Wort gewesen, keine deklassierende, sondern eine klassifizierende Bezeichnung. Das Gesinde war so wertvoll, wie der Besitz, dessen Bewirtschaftung eines tauglichen Gesindes bedurfte. „Gesindel“ ist ethymologisch ein ehemaliges Zubehör, das seinem sozialen Ort, seiner gesellschafltichen Verankerung entrissen wurde und daher zum Sterben verdammt ist, sobald die Quelle von Almosen versiegen. Insofern ist „Gesindel“ ein ziemlich treffendes Wort für die Söldner, die auf ihr Leben gerade noch soviel mehr geben, als die Gesellschaft, aus der sie losgerissen sind, daß sie über dessen Hergabe bitteschön autonom bestimmen möchten!
      Dies Bestehen auf einem autonomen Sterben kennzeichnet die Verwandschaft des Söldners mit einem Charakter, der regelmäßig von den Gesellschaften der imperialen Metropolen abgesondert wird, dem Amokläufer, der manchmal auch in der Gestalt des Serienkriminellen auftritt. Nur zeigen die depravierten Söldner der imperialen Kriege (im Unterschied zu den privilegierten Söldnern der Privatarmeen) die spezifischen Charakteristiken, die ihnen aus dem gesellschaftlichen Urteil erwachsen, das imperial über ihre Herkünfte aus der Peripherie des Weltmarktes verhängt sind.
      Genau an dem Punkt wird es erst richtig interessant …

    • Anonymous

      Tomgard,
      Ich meinte nicht die philosophischen oder abstrakte Aspekte der Söldner, sondern was viel sachlicheres was ich beobachtet habe (ich nummeriere es nur um eine gewisse Ordnung zu halten):

      1. Ein Tunesier der aus Syrien zurückkehrte erzählte daß er dorhin in größter Armut zog und in Aleppo rücksichtslos als Kanonenfutter eingesetzt wurde. Er erzählte daß wenn er oder seine Kameraden einen Schuß erhielten keine ärztliche Versorgung erhielten und so eine harmloser Schusswunde oft der Tod bedeutete. Aus seinem Bericht lässt sich also schliessen daß es eine Klasse Söldner gibt die kaum militärische Ausbildung hat und die als reines Kanonenfutter eingesetzt werden. So etwas wie die „Bashi-Bazuks“ die als erste Welle im 15. Jahrhundert Konstaninopel angriffen… eine Welle Kämpfer die kaum zu etwas taugt und die nur eingesetzt werden um die Verteidiger zu erschöpfen.

      2. Es gibt eine zweite Gruppe Söldner die – anscheinend ohne Profis zu sein – doch medizinische Betreeung bekommt und sogar in die Türkei evakuiert werden (oft chaotisch und von ihren Kameraden, so daß sie in der Tat dort tot ankommen). Darunter zähle ich eventuell die Europäer die nach Syrien gereist sind um „Kampferfahrung“ zu erhalten (dieser Abschaum aus den großen französischen Städten).

      3. Eine dritte Gruppe von Söldnern ist bestens ausgestattet, sind Profis, man sieht sie selten auf Videos und sie verhalten sich genau wie auf die paramilitärischen Söldner in Angola, Nicaragua, usw. (= foltern aus Vergnügen, usw.).

      4. Eine vierte Gruppe wären diese ganzen durchgedrehten Tschetschener, Saudis, Jordaner, usw. die nicht Profis sind aber, gut ausgerüstet sind, warscheinlich militärische Erfahrung haben und irgendwie autonom funktionieren (eigene ärztliche Betreeeung?).

      Nacher gibt es natürlich es eine Gruppe die aus Einheimischen besteht und die wohl eine kaum entscheidende Rolle spielt. Warscheinlich gehen die Abends nach Hause oder führen ein normales Leben.

      Was ich fragte ist ob jemanden dieses ganze schon aufgefallen ist und ob es irgendwie eine klare Klassifiezierung gibt.

      Pedro

    • Anonymous

      Hallo Alex,
      “Habe eine Übersetzung gefunden ist zwar nicht ganz vollständig, aber wird schon das wesentliche sein.
      http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/01/assad-nach-rede-frenetisch-gefeiert.html“

      Das was ich meinte enthält die von dir gefundene Übersetzung; auch wenn ich damit den Blog vermülle gebe ich es wieder:

      «Die Terroristen kappen die Stromleitungen, schneiden die Lebensmittel- und Treibstoffversorgung für die Bevölkerung ab. Sie lassen die Menschen verhungern. Sie zerstören die Infrastruktur, sie zerstören die Schulen. Sie sind die Feinde der Bevölkerung und die Feinde Gottes. Das ist ein Kampf zwischen den Menschen die nach Essen, Wasser und einer Lebensmöglichkeit suchen und denen die sie daran hindern.

      Das Land gehört uns und wir verteidigen es zusammen. Diese sogenannte Revolution ist eine Fälschung und illegal. Diese Leute sind keine Revolutionäre, sie sind eine Bande von Kriminellen. Revolutionen haben einen Anführer. Wer ist der Anführer dieser angeblichen Revolution? Eine Revolution wird für die Menschen und nicht gegen sie gemacht. Revolutionen basieren auf Wissen und Gedanken. Wer ist der Denker in dieser sogenannten Revolution?

      Diese Kriminellen sprechen keine Sprache, ausser die Sprache des Abschlachtens und des Mordens. Diese Leute die sich Revolutionäre nennen sind in Tatsache Takfiri Jihadisten (Takfiris sind eine gewalttätige Splittergruppe der Salafisten die in den Augen vieler Moslems gar keine Moslems sind).

      Das sind die Leute die wir bekämpfen. Wir kämpfen gegen eine ausländische Aggression.»

      Grüße,
      Pedro

    • Alex

      Pedro,
      Die Terroristen begehen viele verbrechen, aber das Regime in ähnlichen Maßen.
      Leider gibt es Kriminelle, es ist aber unklar inwieweit das Regime echte Revolutionäre verfolgt und einsperren lässt.
      Seit wann braucht eine Revolution einen Anführer? Die Umbrüche in Ägypten wahren doch auch revolutionär und wurden vom Volk getragen, also von vielen Anführen, in Syrien wird es ähnlich sein, nachdem Assad zurückgetreten wäre hätten sich dann schon langsam fähige Leute herauskristallisiert. Die Denker wird es in Assads Volk schon geben, doch wurden diese nie gefragt, das die Menschen Demokratie forderten zeigte das sie sich bereit dazu fühlten, Wissen kann man sich aneignen und das Wissen das Assad besitzt, hat eine Opposition auch, wahrscheinlich weit mehr, die sich nicht mit Kampf und Krieg befassen muss, was ihnen das Regime auferlegte.
      Es als ausländische Aggression hinzustellen halte ich für übertrieben. Es sind Syrer die dachten dieser Kampf wäre richtig und er kämpft auch neben den ein oder anderen ausländischen Dschihadisten gegen Syrer denen es ernsthaft um Demokratie gegangen ist und die wie man womöglich in Homes sieht schon vorher Arme Menschen wahren und jetzt vor dem Nichts stehen.
      Das schöne Gerede Assads hilft den Syrern nicht und dieser Kampf hätte nicht sein müssen.
      Wenn er zurückgetreten wäre, gäbe es jetzt in Syrien auch keine ausländischen Dschihadisten und diese würden sich auch nach einem Rücktritt wieder verziehen, aber anscheinend sieht das Regime nur im Kampf die Lösung und denkt es wäre sonderlich Fortschrittlich. Die Sache ist, ist erst einmal das Land zerstört wird nicht Assad das Land aufbauen sondern die Menschen die dann auch noch mit den Kranken und Verletzten zu tun haben, alles nur weil ein Herr Assad denkt er stehe über allem.
      Wer sagt eigentlich das diese Revolution nicht auch Gottgewollt sein kann? Da sich Assad wiedersetzte ist das Land nun zerstört. Dies ist vielleicht etwas einfacher kommt aber vermutlich eher an die Realität heran, egal ob nun eine Demokratisierung Syriens schon lange der Wunsch der USA sein könnte.
      Der Kampf wird also gegen die Menschen in Syrien geführt, selbst wenn dort auch verachtenswürdige Terroristen mitkämpfen und die Revolte hätte vielleicht vermieden werden können. Naja, die Behauptung es wären die Feinde Gottes, geht schon etwas weit was ja dann gleichsam ausschließt, das Assad ein Feind Gottes sein könnte, da es in seiner Macht liegt den Konflikt zu beenden oder zu mildern, der im Grunde tausende Unschuldige trift, die gerne ein unbeschwertes Leben geführt hätten.
      Gruß

    • Alex

      falls ich das etwas einseitig Darstellte entschuldige, vieles an Assads Aussagen mag auf dem ersten Blick richtig erscheinen, inwieweit aber auf der Regimeseite vor und während des Konfliktes Missstände vorlagen wird nicht berücksichsichtigt.

    • Alex

      Pedro,
      ich habe mir gestern das Interview durchgelesen und fand das was Assad dort über den Golan redete, gerade in der misslichen Lage Syriens schon sehr dreist. Das bei so einem Staatsoberhaupt kein Israelischer Frieden mit den Paläsitinensern möglich erscheint, ist denke ich irgendwo klar. Diese führten nun seit wohl 50Jahre Krieg, da sie wie Assad eben nicht verzichten können und keine machbaren Kompromisse suchen, also ob er auf den Golan angewiesen wäre..
      Naja, ich bin weniger vertraut mit diesen Konflikt, was ist deine Meinung dazu? Warum macht Assad den Golan selbst in so einer Lage zu einem politischen Thema? Den Syrern gehört im Grunde nichteinmal ihr eigenes Land und müssen sich solchen kriegshetzenden Diktaten beugen.
      Gruß

    • Franz

      @Alex, Den Syrern gehört im Grunde nichteinmal ihr eigenes Land

      Coming Out, oder wie?

    • Nobilitatis

      Seh ich auch so. Immer dieselben Worthülsen, kein Interesse an Aufklärung der Mitforisten.
      Offensichtlich provokante Thesen, Israelgläubigkeit. Klingt nach Hasbara.

    • Alex

      @Franz
      Entschuldige, das könnte man wohl überall sagen.

      @Nobilitatis
      Ich bin auch nicht Israelgläubig, finde das nur etwas übertrieben, wie selbst im Größten Elend in Syrien dies Thema noch Zentral zur Sprache kommt. Das finde ich nicht gut und kontraproduktiv.

      Generell wäre es im Endeffekt klar gut wenn sich die Syrer in dieser Schwierigen Situation einigermaßen hinter Assad stellen, damit ein friedlicher Wandel hin zur Demokratie stattfinden kann. Aber dazu muss er auch die nötigen Kompromisse mit der Opposition eingehen, sei es das er nicht zu den nächsten Wahlen antritt etc.

      Ich merke selbst das ich etwas übertrieben und langatmig hier wahr, entschuldigt, werde versuchen den Blog auch nicht zuzumüllen mit provokanten Thesen.

    • Alex

      Franz,
      Merkst du eigentlich nicht, das du derjenige bist der hier andauernd Stimmung machst. Du respektierst die Meinung anderer nicht und machst diese dann zur Sau, wenn sie von deiner abweichen.
      Was hat dir eigentlich Tom getan, sicher mag er sich manchmal komisch ausdrücken und man mag nicht immer seiner Meinung sein, aber du gehst die Leute immer an der persönlichen Ebene an, anstatt das du Inhaltliche Kritik übst. Darf ich fragen wie alt du bist?

    • Franz

      Schau Dir meine Reaktion auf Deine Posts an, die wirklich nicht meiner Meinung entpsprechen. Sachlich, freundlich, informativ.

      Wie Du siehst, respektiere ich andere Meinungen.

      Was ich allerdings nicht mag, sind Faker und Trolls, wie du es bist. Die mache ich gerne zu Sau, insofern ich dazu in der Lage bin. Und jetzt schleich Dich wieder. Deine Mission hier ist klar!

      Danke

    • Alex

      Du respektierst andere Meinungen, solange sie dir nicht total gegen den Strich gehn.
      Wenn die Meinung aber die Lage aus einen anderen Gesichtspunkt wiedergibt zeigst du dich betroffen und machst dein Gegenüber zur Sau. Daraus schließe ich das du nicht Kritikfähig bist.
      Schleich du dich also wenn du nicht verstanden hast wofür ein politisches Forum wie dieses da ist oder such dir ein Pro-Assad Forum das zensiert ist, wenn du nicht mit der Meinung anderer umgehen kannst.

      Danke

    • Alex

      Franz, du hast dein Ziel erreicht, indem du jetzt die Diskussionsteilnehmer gänzlich vergrault hast und somit diese Diskussion beendet hast. Das zweite Ziel, das sich niemand mehr mit mir gerne unterhalten möchte, wirst du auch näher gekommen sein, selbst wenn du keine Sympatiepunkte dafür bekommst…
      Toll nee?!
      Ich hoffe man kann auch die Unterhaltungen trotz dir und deinen Anonymen Freunden fortführen. Vielleicht gibtst du dir zukünftig auch bei anderen etwas zurückhaltender, denn das vergrault die gesamte Leserschaft und macht Diskussionen sinnlos. Wenn ich hier alles wüsste, würde ich auch keine Behauptungen und Fragen aufstellen, doch ich werde doch meine Kritikpunkte äußern dürfen, bei denen ich mich gerne als relativ Unwissender Beobachter korrigieren lasse.
      Ich möchte das Forum jetzt auch nicht weiter mit Streitereien zumüllen aber das musste auch einmal gesagt werden.

    • Franz

      Red kein Unsinn, hier gehts nicht um mich. Zumal ich mit gewillten Lesern sehr gerne diskutiere. Du möchtest aber garnicht diskutieren sondern nur Unruhe stiften. Hast Du die Links der Blogleser mal gelesen, die Du bekommen hast? Ja? Was hast Du gelernt? Lass mal hören.

      Solange Du nicht auf Argumente eingehst, bist und bleibst du ein unehrlicher Troll. Wenn ich Dich oder jemand anders grundlos zu Sau machen würde, hätte man mich schon längst hier rausgeschmissen. Hier im Forum gehts nähmlich recht sachlich und fair zu.

      Was für’ne Strategie fährst Du eigentlich gerade? Den Blog zuspammen und persönliche Konflikte anstacheln? Unruhe stiften?

      PS: Was tut mein Alter zur Sache?

    • Anonymous

      „Schleich du dich also wenn du nicht verstanden hast wofür ein politisches Forum wie dieses da ist oder such dir ein Pro-Assad Forum das zensiert ist“

      Falls du Troll es nicht bemerkt hast: dies i s t „ein Pro-Assad Forum“, und deine Troll“meinung“ zählt hier soviel wie ein Staubkorn in der Syrischen Wüste.

      Franz bleibt (hoffentlich!), aber du kannst mit der geflügelten hebräischen Gebetsmühle abfliegen.

      „Was hat dir eigentlich Tom getan“

      Und nimm den TGardtroll mit – die Gebetsmühle ist ein kleines Ufo und hat für euch beide Platz!

    • Anonymous

      Hallo Alex,
      Du antwortest immer das Selbe… deine Argumente sind genau die Selben wie die von den westlichen Medien. Wie ich dir neulich schrieb wirst Du mich damit nicht überzeugen. Letzter Versuch dich zum Nachdenken bringen: eine Revolution ohne Führer und ohne klare Ziele ist keine Revolution, nur eine Revolte die sehr leicht zu infiltrieren bzw. manipulieren ist, gerade weil die wütenden Randalierer nicht wissen was sie wollen (= politische Unerfahrenheit) und überhaupt nicht in der Lage wären einen Staat zu dirigieren. Um eine Revolution zu machen muß man jahrelang das Terrain vorbereiten, Niederlagen erleben aus denen man Erfahrungen sammelt… . Echte Revolutionen benötigen Jahre. Vielleicht deswegen sind diese „arabischen Revolutionen“ für die politisch eher ungebildete Menschen im Westen so verführend. Aufruf zur Revolution übers Handy oder bei Facebook!
      Oft werden solche Revolten von Aussen bewirkt, man brauch nur den Preis des Treibstoffes oder Lebensmittel steigen lassen damit die betroffenen Menschen – meistens die ärmsten Schichten – auf die Strasse gehen.

      Wie weißt Du daß das „Regim“ so viele Verbrechen wie die Terroristen begangen hat? Antworte bitte nicht „das weiß ja jeder“ oder Ähnliches…
      Weil dir die Medien erst das Bild eines Panzers gezeigt haben, danach das einer Demonstration, dir wärend dessen erzählen daß der Panzer in die Menge geschossen hat und Du in deinem Kopf beide Bilder zu einem verbunden hast? Weil dir gechickte „Analytiker“ rührende Fälle von verfolgten einheimischen Unruhestiftern bieten – zufällig schreiben die immer Kinderbücher, sind „Künstler“ (wie dieser vom Westen gelobter Ali Farzat der zum Krieg hetzt… lies mal ein Interview von ihm) oder gehören zu Kollektiven die in Europa als fortschrittlich zählen, wie z.B. Schwule oder Lesben. Selbst die Tierliebhaber haben die Terroristen versucht an sich zu ziehen mit rührenden Videos von obdachlosen Kätzchen im Krieg (such bei Youtube „Forgotten Victims“ oder ähnliches). Wagt man es diese Hetzer in Frage zu stellen wird man gleich von virtuellen „Revolutionären“ als Faschist bezeichnet…

      Wenn ich dich nicht zum Nachdenken gebracht habe und Du mir wieder „das „Regim“ in Damaskus hat Verbrechen begangen“ schreiben willst würde ich dich bitten es nicht zu tun, es hat keinen Sinn.
      Grüße,
      Pedro

    • Alex

      Klar geht es um dich, da du es nicht lassen kannst andere hinterher zu treten. Ich möchte keine Unruhe stiften, sondern bringe Kritikpunkte ein, bei denen ich mich auch gerne korrigieren lasse, da ich nicht das Fachwissen besitze. Etwa was den Palästina und Golankonflikt angeht, da ich es eben auch nicht besser weis aber meine Probleme damit habe wenn stehts von Rückeroberung etc. gesprochen wird.
      Franz, ich lerne auch dazu und ich sage ja auch nicht das meine Meinung immer richtig ist, klar habe ich die Links anderer Blogleser zumindest Teilweise gelesen inclusive deine, halte oft die Sichtweisen aber ebenso für etwas einseitig.
      Auf was für Argumente sollte ich also von dir eingehen? Ich lasse das auch auf mir wirken.
      Ich fahre übrigens keine Strategie sondern versuche den Konsens zu finden, da ich das für Sinnvoll halte.
      Für dich mag das vielleicht lustig sein, aber die persönlichen Konflikte zu denen stachelst eher du an, auch wenn du das nicht bemerkst. Du stiftest Unruhe indem du persönlich wirst und nicht hinreichend auf das was dir Argumentativ stört eingehst. Nicht jeder muss deiner oder meiner Meinung sein und niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet.

      Das Alter tut nichts zu Sache ich bin auch noch nicht so alt, denke aber das dein Umgang hier mit anders als du Denkenden oft für sich spricht, auch wenn du anders sein kannst.
      Nichts für ungut, aber es wäre nett wenn du das lassen würdest und das persönliche sein lässt.

      Danke

    • Franz

      M.Schmitt, du bist schon was Besonderes :)

    • Anonymous

      Hallo Alex,
      Ich kann Franz durchaus verstehen. Der Blog – oder zumindest die Kommentarenabteilung – positioniert sich klar auf der Seite von der Syrischen Regierung. Und warscheinlich tun das die meisten Leser nicht aus Zufall, Leichtsinnigkeit.oder Ignoranz, sondern ganz bewusst und überzeugt.

      Und in so einem Szenarium erscheinst Du, deine „westliche-Wertegemeinschaft“-Parolen solange prallend bis irgendjemand die Geduld verliert und dich Troll nennt (weil den Eindruck machst Du).

      Ich gehe doch auch nicht in Foren bzw. Blogs von Fallschirmjäger der Bundeswehr (wenn es so etwas gibt) und fange dort unermüdsam an zu schreiben sie wären alle Mörder im Auftrag von Multis. Erstens würde ich niemanden überzeugen, zweitens habe ich keine Lust deren Sch…kommentare und Weltanschauung zu lesen und drittens habe ich für so einen Blödsinn keine Zeit.

      Das ist das Seltsame an Dir: obwohl Du die allgemeine Meinung der Leser nicht teilst, liest Du gerne mit und versuchst dauernd die Leute mit Kommentaren herauszufordern (und das machst Du ganz bewußt). Das Logische wäre daß Du dir einen Blog bzw. ein Forum suchen würdest wo Leute schreiben die deine Meinung teilen. Wenn Du kein Troll bist, wäre es für alle besser daß Du aufhören würdest hier zu schreiben.
      Grüße,
      Pedro

    • Alex

      Pedro,
      ich bin kein Troll.
      Na toll, soll ich mich jetzt zurückziehen, da vielleicht andere die Meinung nicht hören können, wollen.
      Auch bringe ich hier nicht die Parolen in Reinstform und bin da auch etwas kritisch gegenüber der westlichen Politik, also prallend würde ich nicht sagen.
      Pedro, darf ich fragen was für einen Sinn das Forum macht, wenn es nur aus Assadloyalisten besteht und an den Meiungen nichts zu rütelln ist?
      Mag ja sein das ich andere herausfordere, aber mir geht es da um das Inhaltliche dabei nicht darum um Recht zu bekommen. Wie soll so ein Konflikt sich lösen wenn beide Seiten ein falsches extremes Bild voneinander haben?
      Gruß

    • Markus

      franz,
      du bist auch was besonderes. Übrigens ich nehme das mit dem gott zurück was ich als Markus hier stammelte und verrückter weise erzählte, ich bin auch nicht besonderes und hab ebenso wenig Plan davon was diese Zeichen die mir passierten zu bedeuten hatten, oder ob das nur ein böser Streich war. Gott bin ich mit Sicherheit nicht, aber das mit dem Joseph ist mir schon komisch vorgekommen.
      Franz begegne einfach die Leute mit etwas mehr Respekt. Ich werde Weder als Alex noch als Markus hier mehr ein Kommentar abgeben.
      Auch hoffe ich das Assad seine Strafe erhält, wenn er nicht nachgibt und wenn ihr diesen Teufel deckt dann seit ihr finde ich nicht viel besser.
      Wäre er zurückgetreten wäre Syrien jetzt weiter als Ägypten! Meines erachtens wiedersetzte er sich den willen Gottes der der Treibende Faktor hinter diesen Umbrüchen ist, da die Diktoren viel zu lange geschlafen haben.

    • Ich gebe es ja zu, aber als Alex zu schreiben hat immerhin gut hingehauen.
      Gerade heute kam wieder eine unglaubliche Botschaft aus dem Radio.
      Da ihr das nicht verstehen könnt werde ich mich hier zurück ziehen!Versprochen.

    • Anonymous

      Lass es einfach Maruski, als Markus gibst du eine schlechte Nummer ab.

  • kaumi

    hey Mursisepp,

    ich fürchte, du hast dich in der Seite geirrt.
    Der Blog faschomoslem.de ist gleich um die Ecke.
    Und pass auf, dass du nie die rechte Hand zum Gruße streckst…

  • habkind

    @TomGard 10:06
    ich beziehe mich auf dein Kommentar zur Rede des Großmufftis Hassoun. Die meisten hatten keinen Grund auf, auf diese Rede negativ zu reagieren. Die Rede ist im ganzen und großen auf die Einheit und den Zusammenhalt der Bevölkerung ausgerichtet und sie bezieht sogar einen Teil der Gegner mit ein (die syrischen Rebellen). Apxwn hat diese Rede im Vergleich zu den Reden anderer moslemischer Geistlicher gestellt. Den Vergleich kann jeder selbst vornehmen – denn die Reden dieser anderer Geistlicher haben wir noch im Sinn.
    Ob nun ein geistlicher sich als Sprecher eines Gottes sieht oder nicht – die unterschiedlichen Reden weisen auf die Gesinnung hin, der diese Rede hällt.
    Die Fantasie, die du hast, um einzelne Worte und Satzwendungen so zu unterpretieren, dass sie eine ganz andere Bedeutung hergeben – alle Achtung.
    Nur stimmen müssen deine Interpretationen nicht, denn manche Menschen sagen und schreiben tatsächlich das, was sie auch meinen. Nicht bei jedem muss man zwischen den Zeilen lesen wollen, obwohl es da nichts zu lesen gibt.
    Ich habe die Rede Hassouns so verstanden, wie sie auch geschrieben war – gradlienig.

    • Habkind,
      danke für das feedback, ich hätte sonst nicht bemerkt, welchen Fehler ich gemacht habe, weil ich Enis Reaktion spontan auf „Ärger“ schob, nicht als Ausdruck eines Mißverständnisses ernst nahm.

      Ich hatte in der Einleitung des Postings apxwn’s lobende Worte zur Rede Hassouns zitiert, um anzuzeigen, daß ich mich auf Hassouns Aussagen insofern beziehe, als sich apxwn auf sie bezogen hat, und bin es halt, sorry, durch meinen politischen Hintergrund gewohnt, davon auszugehen, daß die Leser solch eine Gegenstandsbestimmung beim Lesen festhält. Geschieht das nicht, gibt es gleich ein Bündel Mißverständnisse.

      1) Zu Hassouns Aussagen kann ich nur das Wenige, Allgemeine und Grundsätzliche sagen, was ich im Posting tat-sächlich sagte.

      Das eine benannte ich entsprechend: Vom „ältesten ‚Trick‘ der Religionsgeschichte“, dem Verhältnis von abstrakten Werten und Herrschaft war da die Rede.

      Das andere steckte im Attribut „patronal“ – es verweist auf die patriarchalische Tradition, der Hassoun folgt und die er wahrlich in jedem Satz „‚raushängt“ (Söhne, Kinder usw.).

      Das Dritte war, den anderen beiden Punkten folgend, die vermittelnde, ausgleichende Stellung religiöser Institute zwischen Herren und Untertanen: Wohltätigkeit, Barmherzigkeit, Gnade, Almosen bis hin zu „Wohlfahrt“ und „Gerechtigkeit“.

      Viertens der Punkt mit dem Dschihad, den ich nicht ausgewalzt habe, weil für einen Außenstehenden halt an den nackten Worten (noch dazu nach zwei Übersetzungen) schlechterdings nicht mehr zu erkennen ist, als dies ganz Allgemeine des Begriffes der Redeabschnitte, die ich dazu benannt habe.

      2) In allen Punkten blieben apxwn’s preisende Worte mein Gegenstand. Für ihn, so die implizite Kritik, war all das, besonders die dschihadistische Natur der benannten Abschnitte und deren in den anderen Punkten global genannten Voraussetzungen, nicht schlechter erkennbar, als für mich, und daher habe er sich entweder blind dazu gestellt, oder – für mich naheliegender – er habe dies Konstrukt bewußt als musterhaftes Beispiel tauglicher und erfolgversprechender ideologischen Kriegführung gepriesen. („und deshalb steht es hier …“).

      3) Neben dem in 1. genannten Allgemeinen, das für alle monotheistischen Religionen ähnlich bis nahezu gleich gilt, kann ich zu Hassouns Rede fast nichts sagen, weil ich (fast) nichts über die spezifischeren Hintergründe und begleitenden Voraussetzungen weiß. Ich kenne nicht einmal ihren Anlaß und die direkten Adressaten, eine der elementarsten Voraussetzungen, wenn man Genaueres über den Stellenwert wissen will, den die Worte in ihrer Umgebung haben könnten (einerseits) und bekommen sollen (andererseits). Ich weiß nichts Konkretes über die Debatten und Konflikte, in denen der Redner in den vergangenen zwei Jahren gestanden hat und seine Rede zweifellos im Ganzen prägte. usw. usf, ich könnte noch Dutzende Seiten mehr angeben.
      Es fällt mir daher nicht im Traum ein, zwischen Zeilen zu lesen, die ich sowieso nur in ganz eingeschränktem Umfang verstehen kann. Deshalb – nur zur Illustration – habe ich kein Wort zu den „Rittern Syriens“ gesagt, die Jerusalem und Palästina „befreien“ sollen, obwohl so eine Aussage nun wahrlich nicht besonders „kontextsensitiv“ ist, wie das in der Fachsprache heißt.

      4. Daher – und dies das Hauptmißverständnis – zielte kein Wort meines Postings auf eine „Bewertung“ der Rede oder des Redners über das hinaus, was ich oben in den vier Punkten nannte.
      (Zeichenüberhang)

    • Und das wiederum hat für meine Begriffe (und vor allem Absichten) nichts mit dem zu tun, was üblicherweise „Bewertung“ genannt wird – ob etwas „gut“ sei, oder „schlecht“, „hilfreich“ oder „abträglich“, „böse“ oder „gutartig“, „fortschrittlich“ oder „reaktionär“ und ob jemand anhand eines oder mehrere aus einem Fundus dutzender gängiger Maßstäbe, an denen diese Art Urteile gefällt werden, der Rede Beifall schulde, oder ob SIE (die Rede!) Zurückweisung, vielleicht gar Empörung verdiene. Solch eine Objektivierung (Objektifizierung, könnte man auch sagen, oder Theologisierung) eines oder mehrerer äußerlich an eine Sache heran getragener Maßstäbe ist vielmehr das, wogegen ich unentwegt rede. Ich suche Zusammenhänge des Gesagten mit dem aufzuweisen, was gehandelt wird, und zu ermessen, inwieweit dies Verhältnis willkürlich, oder notwendig ist. Sofern es notwendig ist, ist damit ein überindividueller Begriff des vorliegenden Handlungszusammenhanges geschaffen und genau der steht zur Debatte, wenn eine Rede aus ihrem eigenen, spezifischen Zusammenhang in einen anderen übernommen, übertragen wird. Also das, was Apxwn mit seiner Lobrede getan hat.

    • Das Programm, das ich damit verfolge, heißt üblicherweise „Ideologiekritik“, aber ich persönlich fasse das noch ein wenig enger: Mir geht es darum, daß sich möglichst viele Leute ihren eigenen Lebenszusammenhang, der ihnen in Gestalt von Gewaltherrschaften und deren Echo in der adaptiven, unterwürfigen, berechnenden Anpassung an sie entrissen, weg genommen wurde, wenigstens geistig wieder zu eigen machen. Persönlich zu eigen!
      Denn das ist nun mal die Voraussetzung dafür, daß einmal auf Kommando und Gehorsam außerhalb von Lagen verzichtet werden kann, in denen dies nicht Herrschaft, sondern Gefolgschaft in einem technisch bestimmten, kooperativen (Arbeits-) Zusammenhang ist.

      Ich bin halt ein Narr! Einer, wie Shakesspeare sie auf die Bühne brachte. Nehmts, oder laßt es bleiben.

    • habkind

      @TomGard
      wenn das dein Programm ist (finde ich loblich), dann musst du Dir den Rat von Franz zu eigen machen.
      „Ich sehe das Problem eher in Deinen Formulierungen. Ich fragte Dich schonmal vor einem halben Jahr, was deine eigentliche Motivation ist. Lautet diese: Debatten anstossen, zu Diskussionen einladen, Leute informieren?
      Dann solltest Du Deinen Schreibstil deinem Zielpublikum anpassen. Ansonsten werden sich die Leute kaum mit Dir auseinandersetzen können. Auch wenn DU dich damit hin und wieder auf Stammtisch Ebene bewegen musst und das eventuell schmerzhaft ist. Apxwn macht es doch recht gut vor.

      Bist Du dazu nicht in der Lage, werden halt nur ein paar Highend Analysten und Formulierungsakrobaten Deinen Texten folgen (können).“

      Deine Formulierungen – haben Dir ja schon mehrere geschrieben – sind zu oft schwer zu verfolgen und man verliert schnell die Lust. Daher auch die (ständigen) Mißverständnisse.
      Dass du auch einfach und verständlich schreiben kannst, hast du schon bewiesen.
      für heute guten Nacht an alle

  • Enis

    syrische Jugendliche versuchen mit einem Strassenkonzert den Menschen in Damaskus eine Abwechslung im traurigen Kriegsalltag zu bieten..

    Hulva ya baladi (mein süsses Land)

    https://www.youtube.com/watch?v=rLhWphBwIwY

    PS:
    die syrischen Frauen haben nicht nur eine wunderschöne Stimme sondern sind bezaubernd :)

    • Ich dank dir Enis für diesen Link. Eine wunderbare Darbietung syrischer Kultur! Ähnliches konnte ich live nur in Minsk erleben, als an einem Sonntag Zehntausende Menschen in den Parks umherschlenderten und eine kleine Gruppe junger Männer begann, russische Volkslieder zu singen. Im Nu wurden sie von einer Schar junger Frauen stimmlich begleitet. Sie ordneten sich im Kreise, schulterten ihre Arme gegenseitig und bewegten sich zu ihren Gesängen. Diese Natürlichkeit und Liebe füreinander wir mir bis ans Ende meiner Tage unvergessen bleiben. Leider verstand ich die Texte nicht. Jedoch, diese eine Stunde in Minsk erfüllte mich mit Ehrfurcht und tiefer Zuneigung für diese Kultur.

    • Enis

      @Walter

      Texte muss man nicht verstehen. Lieder reden eine internationale Sprache. Es genügt die Leidenschaft in den Gesichtern dieser Menschen zu lesen. Man kann dann die Energie, die Freude und Gelassenheit empfangen.

      Noch was kleines zu diesem Video. Es widerspiegelt das Bild Syriens, Tradition und Moderne, Kopftuch und Jeans, Jung und Alt, alle kommen zusammen. Alle
      verbindet die Liebe zu ihrer reichen Kultur und ihrer Nation, die allen einen Platz zum Entfalten bietet.

      Viele Journalistenhttp und möchtegern Nahostexperten haben es immer noch nicht verstanden. Die syrische Gesellschaft mag sehr vielartig sein, sie mag teilweise fromm konservativ sein, sie mag teilweise rückständig wirken. Aber eins verbindet sie alle, die Liebe zu ihrer Nation und Toleranz gegenüber einander. In der syrischen Kultur gibt es keinen Platz für religiöse Wahnvorstellungen und fanatischem Extremismus. Deshalb ist das Volk, die Führung und das Militär fest vereint!

      Es ist ein Kampf gegen das Finsternis.

  • Enis

    dann gibt es diese kranke Idioten:

    https://www.youtube.com/watch?v=w6TPqsZ6sY4

    Lastwagen mit Mehl werden angegriffen und ausgeleert. Nur weil die Empfänger ein alawitisches Dorf ist!!

    • habkind

      Die beiden Videos im Vergleich: keine Worte, das zeigt einfach die verschiedenen Denkweisen.

  • habkind

    Für Alex und andere, die Denken, der Westen hilft doch nur demokratieliebende Rebellen ist der folgende Bericht von Finian Cunningham sehr aufschlußreich (auf deutsch):

    Westliche Kriegsverbrechen in Syrien enthüllt

    Früher einmal machten westliche Medien ein Geschrei über Berichte von Massakern. Jetzt werden Gräuel von diesen Regierungen und Medien verächtlicherweise einfach ignoriert.

    Warum? Weil es zunehmend klarer wird, dass die Gruppen, die diese Verbrechen gegen tausende syrische Zivilisten begehen, die vom Ausland unterstützten Söldner sind, die von den westlichen Medien und ihren Regierungen schwärmerisch als ‚Rebellen‘, die für ‚demokratische Freiheit‘ kämpfen, bezeichnet wurden.

    Dieses Affentheater ist in voller Auflösung begriffen, wobei die kriminellen westlichen Regierungen entlarvt werden, die die Gewalt gegen Zivilisten unterstützen, mitsamt der ganze Medienindustrie, die sich durch bereitwilliges Komplizentum ebenfalls der Kriegsverbrechen schuldig macht.

    weiterlesen: http://einarschlereth.blogspot.de/2013/07/westliche-kriegsverbrechen-in-syrien.html#more

    • „Dieses Affentheater ist in voller Auflösung begriffen, wobei die kriminellen westlichen Regierungen entlarvt werden“

      Das dichtet (poetisch!, von Umdeutung mag ich da gar nicht mehr sprechen) eine vernichtende Niederlage in einen Sieg um: Der Vorgang beschreibt doch leicht kenntlich eine Entkriminialisierung! Wer setzt denn mit den Ge-Setzen auch den Verstoß, und zwar mit sogenannten kinetischen Argumenten?

    • Nobilitatis

      Sorry, aber besagte Webseite ist einfach nur polemisch. An Suche nach Wahrheit nicht interessiert. Und Widerspruch in den Kommentaren wird wegzensiert.

  • Anonymous

    Hää? Wie meinen TG? Was dichtet wen um? Welcher Vorgang Entkriminalisiert? Syntax error! …kinetische Argumente, hääh, Ägypten, Walter?

    Tip: Die intelligentesten Sätze sind meist die einfachsten!
    Gestelzte Sprache ist ein Zeichen von inhaltsarmut.

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/sprache-in-der-wissenschaft-viele-worte-nichts-dahinter-1.22312

    http://www.onpulson.de/themen/85/goldene-rhetorikregeln/

    Gruß

    • Sehr wohl, Herr Professor Gruß. Ich werde mich allerdings spät abends wieder aphoristischer Schnipsel bedienen, statt einen Roman zu schreiben.

      Der Herr Professor Arschloch hätte gut daran getan, an den Beitrag, auf den ich reagierte, einen Gedanken zu verschwenden, statt bienenfleißig Links heraus zu suchen, die den unfolgsamen „Schüler“ demütigen sollen. Freilich wäre das dem Ziel, mir die Unklarheit anzulasten, auf die ich reagierte, nicht dienlich gewesen.

      Da wird behauptet, „Gräuel“ würden von „Regierungen und Medien verächtlicherweise einfach ignoriert“.

      Das ist erstmal eine platte Lüge, wie jeder eigentlich weiß. Die Angesprochenen machen nur nicht dasselbe, oder auch nur ähnliches Geschrei, wie vordem über die angeblichen Gräuel der Gegenseite. Der Text gibt folglich einen moralischen Anspruch eines erklärten Regierungsgegners an eine Regierung als Handlung dieser Regierung aus, und erfrecht sich obendrein, das auch noch semantisch anzuzeigen: „Verächtlich“ sollen sie tun, was sie tun, als säße der Kritiker am Hörer einer Wanze in den Regierungs- und Medienhirnen. Tatsächlicht tut der „Kritiker“ so, als ob diese Leute seine Maßstäbe teilten, die nicht zu teilen er ihnen doch gerade vorwirft!

      Das ist eine strategische Entscheidung des „Kritikers“, denn auf dieser Grundlage kann er aus seinen eigenen Maßstäben heraus den Regierungen und Medien ein Motiv anerfinden, das sie nur hätten, wenn sie die Maßstäbe des Kritikers teilten.

      Ich muß das so ausführlich vorstellen, weil nur so klar zu stellen ist, wie der Kritiker sich mit diesem Manöver abstrakt-allgemein auf die Seite der Regierungen und Medien stellt, sie also nur scheinbar angreift. Erst, wenn man das begriffen hat, also begriffen hat, daß da ein Möchtegern-Diktator und Medientycoon seine Machtlosigkeit beklagt, kann man das gar nicht mehr abstrakte, sondern konkrete Urteil wahr nehmen und würdigen, mit dem er sich auf die Seite der Regierungen stellt:

      „… dass die Gruppen, die diese Verbrechen gegen tausende syrische Zivilisten begehen, die vom Ausland unterstützten Söldner sind, die von den westlichen Medien und ihren Regierungen schwärmerisch als ‚Rebellen‘, die für ‚demokratische Freiheit‘ kämpfen, bezeichnet wurden.“

      Der Satz begeht einen Etikettenschwindel, er hat das Etikett „Verbrechen“ von den terroristischen Handlungen zu dem Zweck abgelöst, es auf die mediale und regierungsamtliche Umdeklarierung dieses Terrorismus zu heften!

      Die Wahrheit ist genau das Umgekehrte, die „Verbrechen“ werden von den Regierungen begangen, denen die Medien assistieren, die „Rebellen“ sind ihre ausführenden Organe.
      Womit die Unwahrheit dieser Wahrheit auch schon halb ausgesprochen ist, auf die ich mit meinem Schnipsel deutete: Diese Leute sind beim besten Willen außerstande auf dem Handlungsfeld, um das es hier geht, Verbrechen zu begehen, weil sie das Gesetz von dem Moment an sind wenn sie Terroristen entsenden und / oder unterstützen. Sie formulieren mit dieser Handlung das Gesetz, wie den Verstoß gegen es, und das geschieht ganz ebenso, wenn auch formell anders, in jedem legislativen Gesetzesakt, der den staatlichen Terror mit seinem Inkrafttreten gegen jedermann mobilisiert, der ihm nicht gehorcht – oder es vielleicht nicht einmal kennt.

      Hat man das erstmal klar, erscheint auch der mediale und Regierungsamtliche Gesamtvorgang in einem anderen Licht.

    • Der „Witz“ der Vorgänge, auf die der „Kritiker“ reagiert, besteht nämlich genau darin, daß die angegriffenen Stellen dasselbe tun, wie er, nämlich das „Verbrechen“ denen anlasten, die es ausführen – allerdings, im Unterschied zum Kritiker, weisen sie ihnen auch die moralische Verantwortung zu, jedenfalls in dem Umfang, wie sie nicht darauf bestehen, die Methode des Etikettenschwindels, die der Kritiker benutzt, gegen die Regierung Assad zu wenden, und diese moralisch für den Terror zur Verantwortung zu ziehen.

      Mit anderen Worten: Sie waschen ihre Hände in Unschuld.
      Und das Resultat dieses „Affentheaters“ ist bitteschön was?!
      Richtig: Patronaler Kolonialismus nebst dem eingeschlossenen und angegliederten Rassismus in Reinkultur: Diese „Affen“, diese arabischen Kanaken sollen sich halt als außerstande erwiesen haben, „zivilisiert“ miteinander umzugehen, und deshalb – so der implizierte Schluß, der die eigentliche Botschaft dieses Medienmanövers darstellt – geschieht den Affen mit den imperialen Methoden, mit denen man sie zur Raison bringen wolle, auf ganz natürliche Weise Recht. Die Regierungen und Medien entkriminalisieren sich zu Lasten ihrer Opfer.

      qed, Arschgeige

    • PS: Von „Entkriminalisierung“ zu reden, obwohl ich doch behaupte, die Leut könnten auf dem Feld nicht kriminell sein, ist eine rhetorische Figur des Aphorismus, die ich oben unüberlegt beibehalten habe. Die korrekte Diagnose lautet vielmehr: Regierungen und Medien entlassen die Sendboten des Terrors global aus dem stillen und aus den beredten Vertragsverhältnissen, die sie mit ihnen eingegangen waren – sie werden zur Disposition oder Revision gestellt.

    • „Sie haben die links offenbar nicht gelesen …“

      Stimmt. Hätte ich es getan, hätte es mich vielleicht verführt, es mir einfach zu machen, z.B. anhand dieses Zitates:

      „Wirklich bemerkenswert ist, wie die westlichen Regierungen und Medienmaschine, euphemistisch die Mainstream-Nachrichtenmedien genannt, diese neuesten Massaker ignorieren.

      Das ist deswegen, weil ihr bösartiges Spiel zu Ende ist. Sie können nicht mehr die Realität verheimlichen, wer diese Massaker verübt und wie alles Teil einer kriminellen Genozid-Kampagne ist, geführt von Washington, London und Paris. Deshalb geben sie vor, derartige Gräuel zu ignorieren. Sie ehrlich zu betrachten, würde das hässliche Gesicht des westlichen Imperialismus und dergewissenlosen Rolle, die von den westlichen Medien gespielt wurde, enthüllen.“

      Der Mensch, der das geschrieben hat, braucht wohl dringend Urlaub.

  • Franz

    Wie ich gestern schrieb, haben die Nusras einen Kurdenführer umgebracht, worauf die PYD zum Kampf gegen Die Islamofaschos aufrief (Generalmobilmachung). Darauf hin wurden ca 200 kurdische Zivilisten als Geiseln genommen.

    Ich schlussfolgere mal daraus, dass geklärt sein dürfte, auf welche Seite die Kurden zukünftig kämpfen.

    • Enis

      @Franz

      Achtung! Nicht voreilig Schlüsse ziehen. Denn gleichzeitig versucht die Türkei die Kurden mit den Terroristen zu verbinden. Beide Seiten werden sich bald nochmals in Istanbul treffen um einen möglichen Waffenstillstand zu vereinbaren. Höchst undurchsichtige Ereignisse was in diesen Gebieten abgeht..

  • Pedro hat oben einen Abschnitt aus einer übersetzten Rede Assads zitiert, dessen zentrale (weil begründende!) Sätze lauten:

    Diese Leute sind keine Revolutionäre, sie sind eine Bande von Kriminellen. Revolutionen haben einen Anführer. Wer ist der Anführer dieser angeblichen Revolution? Eine Revolution wird für die Menschen und nicht gegen sie gemacht. Revolutionen basieren auf Wissen und Gedanken. Wer ist der Denker in dieser sogenannten Revolution?

    Dem Zitat stellte Pedro entschuldigend voran:
    „… auch wenn ich damit den Blog vermülle gebe ich es wieder: …“

    Das verblüfft mich. Wenn ich einen Vorwurf unter dem Titel „Du müllst“ akzeptieren könnte, wäre es am ehesten der, daß ich zu wenig solcher Dokumente, „Realitätsschnipsel“ anbrächte – und dann allerdings auch zu besprechen anhöbe.

    Solch eine Besprechung, zuzüglich Bemerkungen zu Pedros Bemerkungen zu den Söldnern, ein Thema, das einen direkten Zusammenhang mit dem oben Zitierten hat, lagere ich auf meinen Blog aus.

  • Man Leute hört doch auf mit dem klein klein, wer hat jenes fidzelchen und wer hat dieses. Es geht doch ganz eindeutig um die Umsetzung eines uralten Plan des Israelischen Regimes. Den so steht es in diesem Plan, wenn das Eretz Israel geschaffen werden soll. Wenn also von Ägypten bis zur Gegend von Ur, alles zu Israel gehören soll. So sei es Erforderlich, die stabilen Staaten dieser Länder, in ein anarchistisches Chaos zu stürzen, wo jeder jeden massakriert. Solche geschwächten und hilflosen Gebiete, lassen sich dann problemlos in Eretz Israel integrieren.
    Dieses Plan wird nun seid Jahrzehnten Punk für Punkt umgesetzt.

    • „Brauchst DU nen bissel Infomaterial über jüdische Lobbygruppen oder was? Schonmal was von AIPAC und deren Einfluss auf die amerik. Aussenpolitik gehört?“

      Nö, aber ’ne Erklärung von Dir, wie Du auf den Gedanken kommst, solche Informationen hätten mit dem Erguß da oben eine andere, als halluzinative Verbindung, die bräuchte ich schon.

      Übrigens: Falls Du da mit der offenkundigen Mittäterschaft von Ehud Barak und Gesinnungsgenossen bei 9/11 ankommen wolltest, die verleiht der Klingenberg’schen „Wahrheit über den Syrienkrieg“ kein Picogramm mehr Stofflichkeit als die Angaben der Tora über die Ausdehnung des „verheißenen Landes“.

    • TomGard

      PS.: „Fassung verloren“?
      Abermals Nö. Ich habe ein bekennendes Arschloch beim Namen genannt, weil er es darauf anlegte, daß ich es tue. Das erledigt diese Masche.

      Kurz genug, Habkind?!

    • Franz

      Ich beziehe mich auf dein Geschreibe, Aluhut, Nazikeule und so.

      So’n Scheiss kannst Du unterlassen. Das ist unterste Hasbara-Schublade. Irgendwie outest Du Dich tagtäglich mehr. ich weiss nur noch nicht, was am Ende bei rauskommt. Aber es muss ein sehr skurriles Geschöpf sein.

    • TomGard

      Sieh an. Sind wir endlich an der Schwelle zu physischen Argumenten angelangt.

      Gut so.

    • Franz

      Nicht wir, DU lieber Tom! In letzter Zeit tilst Du häufiger aus und provozierts unterhalb der Gürtellinie.

  • Enis

    Der grosse Präsident in Daraya:

    http://sana.sy/ara/2/2013/08/01/495244.htm

    Die SAA liefert fakten. Das ist das einzige was mich interessiert..

    • Comrade John

      Dieses Video zeigt den Besuch Assads bei seinen Soldaten gestern in Daraa (Stadt Daraa?):
      Film ab = Klick!)

      [Quelle: HNN Homs News Network, https://www.facebook.com/homs.news.network.english%5D

      Assads Ruhe u. sein bescheidenes Wesen erscheinen angenehm zurückhaltend und vermitteln so gar nicht das Bild des Diktators u. Despoten, wie ihn die westl. Medien besonders vor zwei Jahren gern darstellten. Die Szene wirkt insgesamt sehr natürlich, nicht gestellt u. für PR-Zwecke besonders aufbereitet.

      In der Provinz Daraa, in Orten Nawa, Al Hara u.a. nördlich der gleichnamigen Stadt, haben die FSA-Banden erst unlängst schwerste Ausschreitungen an Zivilbevölkerung u. vereinzelt gefangenen Soldaten u. Polizisten verübt. Die Banden waren vermutlich über den israelisch besetzten Golan u. die sog. entmiliarisierte UN-Pufferzone eingesickert.
      Mit dabei: die berüchtigte „Brigade der Märtyrer von Al Yarmouk“. Diese Truppe hatte bereits im Dez. 2012 bei der Erstürmung der Palästinenservorstadt Yarmouk bei Damaskus eine Rolle gespielt. Schon damals wurden in ihren Reihen auch israelische Agenten der Hamas u.a. Palästinensergruppen vermutet, die hier als „Türöffner“ für Yarmouk fungierten.

      17/07/2013, An den US-geführten Daraa-Terroristen klebt das Blut von Kindern #Nawa #Syrien

      24/07/2013, Und wieder die USrael geführten Mörderbanden aus Daraa/Harra. Kriegsverbrecher wie sie schlimmer nicht sein könnten

      31/07/2013, Die US-geführten Daraa-Todesschwadrone, von Israel unterstützt- Grenzenlose Kriegsverbrechen #Syrien

      Inzwischen hat die SAA in mehrwöchigen Operationen die Banden verfolgt u. aufgerieben. Auch den Chef hat es erwischt:

      „Der Anführer Nr. 1 der Brigade der Märtyrer von Al Yarmouk, Abdel Rahman Al Taani, genannt Abu Mohammed, wurde von der syrischen Armee in der Schlacht der Ortschaft Nawa im Regierungsbezirk Daraa getötet.
      Die terroristische Oppositionsseite, die seinen Tod bestätigt:
      https://www.facebook.com/TafasCoordination/posts/528268330573170

      (Quelle: Barbara 22/07/2013 00:24, bei urs1798)

    • Enis

      @comrade
      Nein er war nicht in Daraa, sondern in Daraya Damaskus. Die letzten 7 Sekunden im Video fast alles zusammen. Man ist eine Seele, gemeinsam gegen den internationalen Terrorismus.

      Ich liebe diesen Präsidenten über alles.
      Ich verbeuge mich abermals vor den Märtyrern der SAA und ihren Hinterbliebenen.

      Ich schwöre bei Gott, ich werde nach dem Sieg als erstes nach Syrien reisen, den Boden küssen, jeden umarmen und soviel ich kann für den Wiederaufbau leisten.

    • Comrade John

      Enis,

      hast recht, und ich muss mich entschuldigen.

      Gruss

  • Franz

    http://www.youtube.com/watch?v=KhOhA2H_SmM

    3h alt, angeblich wurde ein Waffenlager der Regierung mit Raketen getroffen. Ich will nicht wissen, was da zum Einsatz kam(sicher was Großes) und wer seine Finger im Spiel hatte. Das Video gibt es von unterschiedlichen Filmern. Also eine geplante Sache.

    Beachtenswert auch die Werbung in den letzten 20 sec. Sowas habe ich noch nicht gesehen@Hollywood?

    • Franz

      ..ganz vergessen, das ganze spielte sich in Homs ab.

    • Nobilitatis

      Das Ganze wurde auch gerade im ZDF gezeigt (heute-Nachrichten). Behauptet wurde, Rebellen hätten ein Munitionslager einer „regierungsnahen Miliz“ mit Raketen beschossen.
      Meiner Meinung nach ist das Unsinn. Ich habe schon Bilder von explodierenden Munitionslagern gesehen und das sah immer anders aus. Und was für „Munition“ soll so eine „regierungsnahe Miliz“ denn unmittelbar am Kampfgeschehen lagern? Bin gespannt auf realistische Mitteilungen.

    • Enis

      @Franz
      Also das kann bestimmt nicht das Video vom Explosion des Munitionslagers sein!! Das ist ein Luftangriff der SAA. Im Hintergrund hört man den Jet, die Ratte klagt die Araber an.. Diese Aufnahme ist schon älter, sogar vor der Einnahme von Khaladiye..

    • Franz

      @Enis… youtube Suche „Homs“

      Dann nach Einstelldatum sortieren. Alle Videos zeigen die selbe pilzartige Explosion. Und die Allahu akbar Schreie klingen doch er euphorisch, erstaunt, erfreut.

      Nicht desto Trotz kann das natuerlich ein Fake sein, geografisch/chronologisch

    • http://www.youtube.com/watch?v=pNdrKhsfXTI

      lt. Google-Timeline (ich bin zu doof, um Video-Signaturen zu lesen) scheint dies das älteste Video zu sein. Es zeigt von der ersten Explosionsphase an einen singulären, thermobarischen Blast, größer, als alles, was ich in Libyen gesehen habe, also größer als 900lb. Falls kein vergasendes Uranoxid die Ursache ist, könnte es vielleicht eine Benzinbombe a la Moab sein, deren Wirkung habe ich noch nicht gesehen.

      Die zweite große Explosion, einige Sekunden später, in einer Entfernung, die kaum kleiner als 300 m sein kann, entwickelt einen dichten, trägen, schwarzen Rauchpilz, wie ich das schon bei explodierenden Öl-Tanklagern gesehen habe. Es könnte von gezündeter Raketenmunition getroffen worden sein, ich hoffe, es war nicht einfach Hitzewirkung.

      Ein etwas jüngeres Video vom selben Standort, aber einer zweiten Kamera:
      http://www.youtube.com/watch?v=jC0LI_jR68A

      Die von den Agenturen, zuerst von AFP (Le Monde), dann von Al Jazeera und Reuters ins Netz gestellten Versionen, die teilweise noch eine dritte Kamera an anderem Standort ins Spiel bringen, sind um die ersten Sek. gekürzt, so daß die Bereitschaft der Kamerateams nicht zwingend erkennbar wird und zeigen deshalb die erste Explosionsphase nicht, die eine „Munitionsexplosions“-Legende kaum glaubhaft erscheinen ließe.

      Ein Luftangriff. Falls es keine Benzinbombe gewesen ist, tippe ich auf eine ballistische Rakete.

    • JDAM 1000lb:
      http://www.youtube.com/watch?v=FQ6p-wnwk-8

      Vergleichsvideo (schlechte Qualitat) mit Blue BB und Moab:
      http://www.youtube.com/watch?v=FQ6p-wnwk-8

      Die Explosion in Homs ist eine Chimäre, sowas gabs anscheinend bisher nicht. Abermals eine Mini-Nuke?

    • Auffällig: Die Agenturen wissen sofort: „Ziel ist ein Alavitenviertel“. Ist das naheliegend, wenn es heißen soll: „Munitionslager“? Nein, ist es nicht. Es könnte ein Hinweis auf den Grund für die irritierende Wahl des Zielortes sein. Warum Homs angreifen, wenn man die Regierungstruppen aus Damaskus treiben will?

      Auffällig weiter die Zahlenangaben über Opfer. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung können die Dimensionen der letalen und nicht letalen Wirkung eines solchen Angriffes nicht entfernt abzuschätzen gewesen sein. Sie Angaben sind aber gewiß nicht zur Übertreibung, allenfalls zur Verniedlichung geeignet. Das ist m.E. ein weiterer Hinweis auf einen neuartigen nuklearen Sprengkopf.

    • Die englischsprachige Seite von SANA streitet den Angriff im ersten Absatz ihres Artikels einfach ab:

      „An official source in Homs on Thursday denied media reports on the killing of scores of citizens by terrorists‘ gunfire and shells at the city’s southern entrance.“

      „gunfire and shells“ sieht anders aus.

      Im dritten Absatz gibt sie ihn grammatisch zu:

      The source added that this coward act will not affect the army courageous soldiers, but it will increase their determination to rescue Syria from the dirtiness of terrorists.

      „Dieser feige Akt“ – Einzahl!

      Das wird im vierten Absatz wiederholt:

      „It said that the terrorist act against the southern entrance of Homs caused the injury of tens of citizens who were admitted to hospitals, four of them were later martyred“.

      Keine Kritik – sie können nicht anders handeln. Aber so bestätigen sie indirekt die fatale Dimension des Angriffes.

  • Anonymous

    Eine kurze Übersetzung von einer Nachricht aus Venezuela über das Massaker in Khan Al-Assal:

    Die Männer der IV Division schwören das Massaker von Soldaten in Khan Al Assal zu rächen – 31. Juli 2013
    http://resistencialibia.info/?p=6095

    Die Männer der IV Division der Syrischen Arabischen Armee (SAA), unter dem Kommando von Maher al-Assad und die als die am besten vorbereitetw und ausgerüstetw gilt, haben geschworen das gnadelose Massaker welches die vom Westen stark bewaffnete, ausgebildete und unterstützte Al-Qaeda-Verbrecher an 123 gefangengenommenen – also wehrlosen – syrischen Soldaten, Milizionären und Zivilisten in der Ortschaft Khan Al-Assal, in der Nähe von Aleppo, begangen haben, zu rächen. Das Massaker ist von der Agentur SANA bestätigt worden. Weder die Armee als noch das Volk von Syrien, und auch nicht die Menschheit werden nie dieses und andere ungeheure Massaker – dessen Vertantwortung auf Washington beruht – verzeihen.

    Auf dem Photo sieht man die gefangen genommenen Soldaten, von ihren Henkern umkreist kurz bevor sie massakiert wurden. Einer von ihnen hebt seine Hand und bestärkt sein unbrechbares Glauben an den absoluten Sieg des Syrischen Volkes. Sein Name ist Alfikar Khazem Issa und er stammt aus der Ortschaft Jablah, un der Region von Latakia. So ein Volk wird siegen und wird sich an die Spitze der Menschheit stellen als wahres Beispiel von Würdigkeit und Courage.

    Pedro

  • CM

    http://www.welt.de/politik/ausland/article118600585/Zeuge-berichtet-von-Folter-durch-Assad-Gegner.html

    Lest euch das mal durch. Klingt ja fast realitätsnah. Sollt unsere Presse langsam merken was in Syrien läuft? Oder ist das mal wieder nur ein „Lichter Moment“ß

  • habkind

    HNN spricht von nur 3 Toten und 81 Verletzten.

    HOMS AMMUNITION DEPOT EXPLOSION UPDATE:

    Reports are in that the final outcome of the toll in the explosion at one of the Syrian Army’s Ammunition Depots in the South of Homs earlier today, is 3 Martyrs with 81 injuries ..

    The Names of the Martyrs:

    The Martyr – Majed Imran
    The Martyr – Hayet Hammoud
    The Martyr – Ammar Al-Halabi

  • kaumi

    Die Explosion im Süden Homs` sollte bei all den öffentlich diskutierten „Details“ tunlichst genauer und weitsichtiger betrachtet werden.
    Das Narrativ von der Detonation eines „Waffen- und/oder Arsenallagers“ schiebe ich, für meinen Teil, in das Kapitel „Märchen und Phantasie“ zurück.
    Vielleicht ist bei dieser Explosion auch eine Aka oder Handgranate mithochgegangen, aber sonst…
    Der Ort der Explosion ist im Süden Homs` , am Rande des Viertels Wadi Al Dhahab. Einem Wohnviertel. Überwiegend von Alaviten bewohnt.
    Die offiziellen syrischen Quellen sprechen diesmal nicht von Haun- oder Mörserbeschuß, sondern von einem Raketenangriff – das beinhaltet eine ganz neue Qualität. Inzwischen sind lt. syrischen Medien 20 Opfer zu beklagen, fast hundert seien verwundet worden.

    Spult man nun die Informationen zu der vor Tagen getätigten Aussage des FSA-Deppen von „den 72 Stunden und den neuen Waffen“ zurück, so muss man , m.E., hier eine direkte Verbindung zumindest wittern.
    Das US-Nato/GCC-Bündnis scheint Wort gehalten zu haben.
    Eine fatale Änderung des Kriegsglücks, wie angekündigt, m u s s sich nicht ergeben, k a n n aber…
    Überlegt man, dass zum Bedienen dieses Waffensystems im wahrscheinlichsten Falle nicht mehr als 8-12 Kämpfer benötigt werden, ahnt man bereits, dass hier leicht verdeckte Operationen mit fataler Wirkung durchgeführt werden könnten.

    Und nun muss man einfach die Gedanken weiter laufen lassen:
    Sollten die „Terroristen“ über mehrere dieser „Raketen“ verfügen und haben sie sich das nötige Knowhow von der CIA (wahrscheinlich in Jordanien, evtl. auch Türkei) aneignen lassen und wertet man diesen ersten Akt in Homs als „Versuch unter realistischen Bedingungen“, so bekomme ich bereits eine Gänsehaut wenn ich zum Schluß komme, dass der Präsidentenpalast oder wirklich relevante Armeestützpunkte in Damaskus oder anderswo ebenso und mit gleicher vernichtender Wirkung beschossen werden könnten.

    Ich bin kein Waffenexperte und kann über die Reichweite nur Vermutungen anstellen, aber ich denke schon, dass sich in Syrien die offiziellen militärischen Strategen hitzige Diskussionen liefern, wie auf diese neue Bedrohung reagiert werden kann.
    Und an den Westen gerichtet: Ich wünsche niemandem was böses, aber inzwischen ist der Moment erreicht, wo ich darauf warte, dass diese Waffen gegen die Lieferanten gerichtet und betätigt werden. Ohne Selbsterfahrung scheint der Westen nicht mehr wachzukriegen sein.

    • Franz

      Das sind auch meine Befürchtungen. Der Krieg ist noch lange nicht vorbei. Und auch um das Leben des syr. Präsidenten mache ich mir Sorgen.

      LG

    • Anonymous

      Zustimmung.
      Die Regierungsmedien beachten – in Ruhe analysieren – abwarten – und keine voreiligen Schlüsse ziehen bzw. sich was zusammenspinnen.

      Ich denke, es gibt da den Zusammenhang : Erfolge der Armee in Homs und Homs als Anschlagsziel = Ein Vergeltungsangriff.

      Allgemein denke ich, es kommt drauf an, was getroffen wurde, also bspw. ein Lager, wo ein leicht entflammbare Flüssigkeit war. Sowas kann man evtl. auch mit einer Panzerfaust oder Boden-Luft-Rakete (Stinger?) hochjagen, ist aber nur meine Vermutung.

      Long lives Bashar!

    • Anonymous

      In Ägypten haben sie ähnliche Probleme mit den Raketen: http://www.almanar.com.lb/spanish/adetails.php?eid=37739&frid=27&cid=27&fromval=1&seccatid=38 (1. August 2013)

      «Drei ägyptische Soldaten wurden am vergangenen Sonntag verletzt als eine Rakete in einem Militärgebäude der Stadt Al-Arish, im Sinai, einschlug, teilte der ägyptische Innenminister mit. Er fügte hinzu daß die Rakete in den Vereinigten Staaten hergestellt worden war.
      Die Rakete schlug im dritten Stockwerk des Gebäudes ein. Photos vom Heckstück derselben – die auf die Facebook-Seite vom Ministerium hochgeladen wurden – zeigen ein kleines Schild wo zu lesen ist: „gesteuerte Angriffs-Boden-Rakete“. Die Rakete war 1,68 cm lang, 25 cm breit und wurde aus „großer Entfernung geschossen“.
      Seinen Charakteristika nach ist die Rakete größer als eine einfache – von der Schulter aus geschossene – Panzerabwehrrakete, und sie erinnert mehr an eine [Rakete] die von einem Fahrzeug aus geschossen wird.

      Wenn diese ägyptische offizielle Information richtig ist würde es ein großes Skandal für USA bedeuten und man könnte sich die Frage stellen wie es möglich ist daß eine lokale Gruppe von Militanten [= Terroristen] Zugang auf solche Waffen gehabt hat. Einige vermuten daß die Lieferung solcher hochentwickelten Waffen an die syrischen Terroristen über die Region verteilt wrden und sich schon in Händen von Militantengruppen aus Ägypten von anderen Nationalitäten.»

      Grüße,
      Pedro

    • Nicht mal eine MOAB macht solch eine Thermik. Vielleicht eine MOP, die dann von einer amerikanischen B1 oder B2 kommen müßte. Neben einer neuen Generation von Nuklearwaffen fällt mir ansonsten nur eine umgewidmete „Waffe“ ein: Ein umfangreiches Kerosinlager. Was hätte das am Rande eines Homser Wohngebietes zu suchen?

      In einem langen Eintrag zu diesem Angriff habe ich einen Schwerpunkt auf eine Botschaft gelegt, die durch die Bilder und die Begleittexte gleichsam „hindurch“ gehend eine Gewohnheit setzen bzw. sie befestigen, soweit sie schon angelegt ist. Den Abschnitt kopiere ich hier:

      Hier sollte der Leser innehalten und, vielleicht im Kontrast zu seinem gewohnten Umgang mit Nachrichten („Was war da los“, „Was soll das?“, „Wozu soll das gut sein“) die Botschaft vernehmen, die im Inhalt der Nachricht und der Weise ihrer Präsentation und Verbreitung zusammengenommen ergeht. Sie lautet:

      Das Volk der Alaviten wird geschlachtet, und wir (die dominanten westlichen Medien) assistieren dabei.

      Dazu ist nicht von Belang, wie viele Opfer der Angriff tatsächlich gefordert hat, ob es 160 waren oder 90 (wie „offiziöse“ syrische Stellen sagen), ob es 40 oder 3 Tote gab, oder vielleicht auch 300. Das Bild der Explosion einer Waffe von einer Art, die von den Herstellern und Anwendern ausdrücklich dazu vorgesehen ist, „shock and awe“ mit einer tödlichen Wirkung auf möglichst breiter Fläche in einem dicht besiedelten (oder militärisch: dicht besetzten) Raum zu erzielen, reicht für diese Botschaft im Zusammenhang mit der geschilderten Präsentation aus.

    • Update zur Explosion in Homs, Wadi al Dahab

      Ich Blödmann vergesse oft die Möglichkeiten, die Wikimapia bietet.
      Am südlichen Rand von Wadi al Dahab gibt es eine Düngemittelfabrik und eine militärische Anlage mit mindestens einem, höchst wahrscheinlich drei ausgedehnten Bunkern.

      Das Potential des Ammonium-Nitrats in der Düngemittelfabrik mag ausreichend sein, eine Explosion vom gesehenen Zuschnitt zu verursachen, man vergleiche z.b.
      http://www.youtube.com/watch?v=QmyrDnbo8ds
      Doch in Texas ging ein länger andauerndes Feuer voraus, es dürfte mit trivialen militärischen Mitteln kaum möglich sein, das Fabrikinventar mehr oder minder komplett zur spontanen Zündung zu bringen.

      Die ausgedehnten Bunker sind nur zweckmäßig, wenn sie ausreichend Schutz gegen ungezieltes Bombardement bieten, oder geeignet sind, die Umgebung vor den Folgen eines explosiven Munitionsunfalles zu schützen. MaW könnten sie nur mit bunkerbrechenden Bomben oder Raketen angegriffen worden sein.

    • Lurker

      TG, manchmal zweifle ich an dir…
      Wikimapia schreibt eindeutig es wäre eine Phosphat-Fabrik und keine Ammonium-Nitrat-Fabrik.
      Mun-Lager sehen grundsätzlich anderst aus als das was du da http://wikimapia.org/#lang=en&lat=34.685099&lon=36.734719&z=16&m=b siehst.
      Zum Vergleich ein oberirdischen Mun-Lager südlich von Khan al-Asal: http://wikimapia.org/#lang=en&lat=36.121202&lon=37.092462&z=16&m=b
      Weiters sei bloß 1-2km süd-süd-östlich von Homs wesentlich besser geeignetes Gebiet für ein Mun-Lager.
      Hier mal eine nuleare „Davy Crocket“-Explosion (10-20t TNT)
      http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=6gcCso_2TA0&t=240

    • Anonymous

      So sind eben Diletanten: von allem wissen sie Bescheid und von nichts sind sie Meister.

    • Lurker, ich sagte ja, die Auswertung von Satellitenquellen ist nicht „mein Ding“, Zweifel also angebracht.

      Zur „phosphate processing facility“, die ich mit Düngemittelproduktion assoziierte, gebe ich Dir recht, nachdem ich mir ein paar Bilder von Düngemittelfabriken angeschaut hab. Danach sieht es tatsächlich nicht aus.

      Aber mir ist nicht klar, wie Du das:
      http://wikimapia.org/#lang=de&lat=34.690542&lon=36.728529&z=17&m=b
      nicht für Waffen- und Munitionslager halten kannst. Der nördliche Bunker ist noch unbewachsen, an den Längsseiten aller drei Anlagen jeweils ein großes Gebäude mit Zu- und Abfahrten, die vermutlich die Aufzugsanlagen enthalten. Wenn es welche sind, haben die Bunker mehrere Stockwerke und sowas baut man nicht ohne Decken, die gegen normale Fliegerbomben und Cruise Missiles Schutz bieten, also nichts, was man mit konventionell bestückten kleinkalibrigen Raketen „knacken“ kann.

      Die antike Aufnahme von der Explosion eines taktischen Sprengkopfes läßt mich nun an Dir zweifeln – was soll die heute noch zeigen?

      Bei der Gelegenheit weise ich sicherheitsnadelhalber darauf hin, daß mein Blog-Eintrag ein politisches Stück, kein „Aufklärungsjournalismus“, und als Solches gekennzeichnet ist. Ich sagte nicht: „Es ist möglich, daß…(weil)“, sondern: „Ich behaupte, daß …(weil)“. Das zielt auf einen Wirklichkeitsraum, keinen „Möglichkeitsraum“. (Nur was nicht „ist“, ist „möglich“). Meine Behauptung lautet: Die Lage ist so, daß ein nuklearer Angriff, sowie ein Angriff, den ein US-Offizier an seiner Regierung vorbei einfädelt, darin enthalten ist, ob er nun stattfindet (bzw. stattgefunden hat) oder nicht stattfindet. Physikalisch nennt man den Gegenstand, den ich mit solchen Aussagen schaffe, einen Phasenraum. Die Übertragung dieses begrifflichen Instrumentes in den politischen Bereich mag „abgefahren“ erscheinen, und ist es insofern tatsächlich, als es jedes Gran Ethik und Moralismus aus den Gleichungen eliminiert, sofern es sich nicht um Motive handelt, die schon in Handlungen materialisiert sind. Ich habe mir das Verfahren wohl überlegt – es ist insofern nicht „wild“.

    • Lurker

      TG, ich bitte um Entschuldigung!
      Ob der großen militärischen Anlage rechts unterhalb der drei Bunker hab ich die Dinger einfach übersehen (habe zu meinem Leidwesen auch die militärischen Objekte nicht eingeblendet, ich dachte ich sehe das eh schon selber…).

      Dieses steinalte Video (der letzte oberirdische US-Test) habe ich benutzt um zu zeigen wie die Explosion eines winzigen Atomsprengkörpers aussieht. Da gibt es erhebliche Differenzen zu jener in Homs.
      Im „Standard“ kommentiert ein Martin Rosenkranz das der Homs-Pilz anhand JDAM & MOAB-Videos nicht auf militärischen Sprengstoff oder FAE/thermobraik zurückzuführen sei weil dieser schneller umsetzt und daher nicht so aussehe. Die Zeitung schreibt auch was von einem Viertel names „Al-Nosha“ (was ich nicht finde in/um Homs) und nicht „Wadi Al Dahb“. Letzlich wäre das aber egal.
      Übrigens schreibt SyrPer das die Explosion von der SAA verursacht wurde als sie ein Munlager der Rebellen „auflösten“.
      Keine Ahnung was wirklich war.
      Deine Interpretation klingt auch plausibel.

    • Nicht dafür!
      @ Rosenkranz: Was die zweite Phase der Explosionswirkung anbelangt, stimmt nicht, was er sagt. So eine Dynamik habe ich anhand des Bombardements Tripolis mehrfach beobachtet und sie wurde auch von professionellen Stimmen als Uranoxid-Deflagration interpretiert.
      Für die erste halbe Sekunde, in der man eine in die Breite auffächernden Feuerball sieht, kann ich das allerdings nicht vergleichen, weil alle mir bekannten Aufnahmen diese Phase nicht zeigten.
      Ein wesentlicher Punkt für mich ist die Ähnlichkeit des Explosionsverlaufes mit einem von denen, die am 5.Mai während des Angriffes auf Damaskus aufgenommen wurden, allerdings bei Nacht und aus größerer Entfernung. Da einigermaßen unstrittig ist, daß dort Lenkbomben eingesetzt wurden, gibt es wohl eine Klasse von Sprengköpfen mit bislang unbekanntem Explosionsprofil und einer Maximalmasse, die ausschließt, daß es sich um eine konventionelle Waffe handelt (DU und EU-Waffen nicht unter die konventionellen zu zählen).

    • TomGard

      PS.: SyrPers Behauptung könnte Dich eigentlich veranlassen, Dir sein Zeug nicht mehr reinzutun. Mindestens hat er, als er den Scheiß hinschrieb, einfach vergessen, daß mindestens drei Kamerateams der „Rebellen“ ihre Objektive auf den Ort des Geschehens ausgerichtet hatten. Falls er so unterirdisch dumm nicht sein sollte, verarscht er sein Publikum nach Strich und FAden.

  • Alex

    „Der Westen ist schuldig“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/syrien-der-westen-ist-schuldig-12314314.html

    Was ist eure Meinung dazu?
    Ein Artikel der seit langen die Lage etwas unabhängiger beurteilt und das ganze realistisch und kritisch einschätzt.
    Assad bekommt dadruch vielleicht nicht Recht, aber die Bewaffnung und relativ Stillschweigende Unterstützung des Westens für Saudi Arabien, Katar und vielleicht noch die Türkei die Waffen Lieferungen ermöglichten war nicht richtig und machten die hohen Opferzahlen so erst möglich.

    Ich finde es geht hier auch um eine Grundsatzfrage, das auch Herr Wulf sagte, „Der Islam gehöre zu Deutschland“, bedeutet das gleichsam, das wir uns auf die Gewaltsamen Lösungen islamischer Länder einlassen sollten? Der Westen hätte wissen können das Waffenlieferungen in ein Bürgerkriegsland falsch sind, es wurde sich aber wahrscheinlich zu sehr auf die regionalen Akteure eingelassen, die für ihr Länder keine Demokratie wollten, diese aber in Syrien herbeibomben wollten.
    Assad gab zu beginn des Konfliktes auch zu verstehen, das er gehe wenn auch die anderen also Saudi etc. ihren Posten verlassen, klar hätte Assad auch so gehen können, doch wenn es den Saudis und Katars nur um Demokratie in Syrien geht und das mit Waffengewalt, da da eine Sunnitische Mehrheit vorliegt, in ihren eigenen Ländern diese aber nicht anbieten und ebenso etwas schwächer gegen Demonstranten vorgehen, dann kann auch etwas nicht stimmen.

    • Alex

      Das der Westen an alles schuld trägt was in Nahost schief geht, war eher Ironisch gemeint. Denke das der westen eher oft zu leichtgläubig gegenüber dem Islam ist und in letzter Zeit zu stark auf gewalttätige Konfliktlösungen ala Islam eingegangen ist.
      An sich denke ich schon das es den Guten Islam gibt, aber wenn er im politischen Überwiegt ist das immer Fragwürdig, das hat auch meiner Meinung nichts mehr mit Glauben zu tun.

    • Alex

      Die Türkei möchte ich da eher raushalten, diese bemüht sich um eine Grenzsicherung und wurde auch selbst frühzeitig vom Regime getroffen. Saudi Arabien und Katar hätten sich aber zurückhaltender mit den Waffenlieferungen geben können, schon von dem Aspekt her das diese keine Musterdemokratien sind und von daher Zurückhaltung geboten wäre. Jetzt steht man nämlich auch vor dem Problem, das Islamisten einen Sunnitischen Gottesstaat gründen wollen, was vielleicht nicht das Interesse der Staatsoberhäupter war, aber sich womöglich im Volk einige Sponsoren gefunden haben etc., was nicht nur der Revolution wiederspricht, sondern auch die echten Islamisten bestärkt.

    • Nobilitatis

      Man höre: Die Türkei (!) bemüht sich um Grenzsicherung. Und wurde frühzeitig (!) vom REGIME getroffen!
      Ich denke, das spricht für sich.
      Antworten = Troll füttern.
      (Was ich grade getan habe.)

    • Alex Verweis auf diesen Faz-Artikel wird zu Unrecht ignoriert. Reinhard Merkels Suada ist, obwohl Habkind das bestimmt zurück weisen würde, siehe hier, eine überaus deutsche Variante der empörten Texte (es gibt auch andere) von Finian Cunningham.

      Kernsatz Merkels, von dem aus man die Verwandschaft rekonstruieren kann:

      „Soweit ich sehe, ist schon die Grundfrage kaum gestellt, geschweige denn beantwortet worden: die nach der Legitimität der bewaffneten Rebellion in Syrien. Bei welchem Grad der Unterdrückung darf der berechtigte Widerstand gegen dessen Herrschaft zum offenen Bürgerkrieg übergehen? Und war diese Schwelle in Syrien erreicht, als die Unruhen begannen?“

      In letzter Instanz, behaupte ich, würde eine Debatte über die Texte Cunninghams und Merkels bei „sauberem“ Verlauf zu Tage fördern, daß die Konzepte „Herrschaft transnationaler Eliten“ und „Selbstbestimmungs – recht(!!!!) der Völker“ identisch sind, m.a.W, daß nationale Souveränität nur Verlaufsform der „Herrschaft transnationaler Eliten“ ist und immer war.

      Und, ja, diese Bemerkung taugt bloß für die Akten der „Geschichte“, sprich der Herrschaft DES Privateigentums, folglich für das Schuldbuch eines „Allmächtigen“, also … für mich :))

    • Im „Standard“ gibt es eine Debatte … naja, „Debatte“ …über den Merkel-Artikel. Die Beiträge (vollständig):

      „Zur Beseitigung einer Gewaltherrschaft ist jenes Maß an Gegengewalt legitim, welches zur Beseitigung erforderlich ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      Allerdings wäre es natürlich besser gewesen, man hätte Assad und seine Junta heraus genommen, indem man die Regierungszentralen und die Zentralen der sogenannten Sicherheitsdienste vor Jahren gezielt bombardiert hätte. Damit wäre nicht nur die Zahl unschuldiger Opfer minimiert worden, sondern es wären auch viel bessere Voraussetzung für die Errichtung einer Demokratie geschaffen worden. Zu spät! Jetzt ist Bürgerkrieg im Gang, den auf akzeptable Art zu beenden fast unmöglich sein dürfte.“

      „Selbst wenn der Westen nix gemacht hätte, würde es in Syrien nicht anders aussehen, weil Katar, SA und die Türkei ihre eigene Politik verfolgt hätten. Dass wiederum der Westen seine Verbündeten ein wenig unterstützt, ist jetzt auch keine Überraschung. Die akademisch verordneten Staaten, die untereinander und in sich einen akademischen Frieden halten, gibt es eben nur auf der akademischen Welt von Reinhard Merkel.“

      „Der Preis ist zu hoch, verstehe aber nicht ganz wo der Westen was dafür kann und das wird in dem Artikel auch nicht wirklich klar.“

      Man vergleiche mit den beiden Threads, die hier beginnen

    • habkind

      hallo @TomGard,

      Warum soll ich den Text von R.Merkel zurückweisen? Der Artikel ist sehr gut, und ich kann fast vollständig zustimmen. In der deutschen Presse (mein Englisch ist nicht so gut, dass ich die englischen Text im Detail verstehen kann) ist das meiner Meinung nach der beste und eindeutigste Artikel überhaupt. Natürlich gab und gibt es auch ebensogute Artikel außerhalb der Hauptmedien. In den Hauptmedien habe ich selbst bisher keinen so direkten Artikel gegen die „Rebellion “ gelesen.
      Du meintest das doch nicht ironisch, dass ich den Text zurück weisen würde?

  • Anonymous

    @Alex
    Die milde Sicht der Türkei teile ich nicht. Die AKP hat sich zunächst durch die Saudis und dann durch ihren Konkurrenten Quatar kaufen lassen, und ihre NATO-Einbindung mit aktiver Unterstützung von UK, France und diversen Deep-State-Strukturen westlicher Dienste für einen massiven Angriffskrieg genutzt. Die Gemengelage der Motive reicht von westlicher Unterstützung eines Stellvertreterkriegs, Bedienung regionalpolitischer imperialer Interessen Quatars (die pseudostaatliche Front der Öl- und Finanzmultis) und Saudi Arabiens, bis zu großosmanischen Ambitionen im geöffneten Zentralasiatischen Raum. Die antizionistischen Fensterreden sind inzwischen auch durch die enge Kooperation mit den reaktionären bis faschistischen Teilen der israelischen Politik entlarvt.
    Ich habe die türkische Außenpolitik, vor allem ihr Geschick, sich aus dem 2. Weltkrieg rauszuhalten (trotz massiver britischer und deutscher Akquisitionsversuche) immer bewundert. Das jetzige Desaster ist aber nicht zu entschuldigen.

  • Anonymous

    Die USA haben beschlossen fast sämtliche Botschaften im Nahen Osten am Sonntag, 4.August, zu schließen. Das ist schon merkwürdig. Sollte es eine Terrorwarnung für diesen einzigen Tag geben, so ist der, der etwas vorhat, gewarnt. Es scheint, dass da wieder ein schmutziger Plan dahinter steckt. False Flag…. Hoffentlich ist das nicht der Auftakt zu einer Grossattacke gegen Syrien. Angeblich plant Al Qaeda Anschläge im August.
    @Kaumi
    Die Vorstellung, dass diese Raketen das Zentrum von Damaskus treffen könnten, genauer den Präsidenten, ist einfach grauenhaft. Assad riskiert auch sehr viel mit seinen Ausflügen ( Daraya). Das ist sehr leichtsinnig.
    Noch etwas. Habt Ihr gehört, dass Bandar bei Putin war? Sollen die Russen die neue Schutzmacht der Saudis werden. Sind die Saudis etwa von den USA zum Abschuss freigegeben? Es wird jedenfalls nicht einfacher die Lage zu analysieren.
    Dike

  • Neoguerilla

    Syrischer, patriotischer Flashmob!

    http://www.youtube.com/watch?v=Z2rcMOa13o4

    Die westliche Presse würde hier von einer vom Regime organisierten Demo sprechen..

    Neoguerilla

  • Comrade John

    OFF TOPIC

    So „irre“ wie sein Chef?

    Zionistenportrait bei POLITAIA.org – Biografisches und Psychisches
    über den israel. Minister für Wirtschaft u. Handel Naftali Bennett:

    Israel: Kabinettsmitglied Naftali Bennett tötete “problemlos” viele Araber

  • ISKANDER

    @ComradeJohn:
    So seltsam ist die Welt….Alles regt sich auf über Lybien, Syrien, Eritrea, Venezuela und der Mob heult das Lied nach Taktstock Intermezzo….
    Und im Zionistengebilde herrscht Apartheid und Rassismus in Reinkultur, keiner der tollen Menschenrechtler und Weltretter nimmt es wahr. Dies nenne ich, Iskander, eine Zombiesubkultur.
    Wenn in Israel KZ`s erschaffen werden und Mißliebige Nationen in den Hades geschickt werden sollten, mich würde es nicht mehr wundern. Auch das würde man im Westen „schönreden“. So ist Geschichte, einseitige Geschichte. Kranke Geschichte – gestrickt.

    • Nobilitatis

      Das ist so nicht richtig. Was glauben Sie, warum Israel und seine Demagogen der deutschen Linken so gern „Antisemitismus“ vorwerfen? Was hatte G. Grass verbrochen?
      Und wenn dieser Vorwurf nicht mehr zieht, trauen sich noch viel mehr Leute aus den Löchern. Diejenigen, die mit Israel sympathisieren, sind eine kleine, laute Minderheit. Wer es wissen will, weiß über „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ Bescheid.
      Warum musste Möllemann sterben?

    • Comrade John

      Weil sich sein Fallschirm nicht öffnete (technisches Versagen als 1. Möglichkeit), oder weil M. die offizialen Reaktionen auf seine Äusserungen nicht mehr ertragen mochte (Suizid als 2. Möglichkeit), so die ermittelnde Staatsanwaltschaft. Seine Frau u. seine Freunde, z.B. Kubicki oder auch Karsli, schweigen bzw. geben keine andere Deutung – das wird man respektieren müssen.

      Zuvor hatte Möllemann (u. sein zeitweiliger Parteifreund u. Fraktionsmitarbeiter Jamal Karsli), als erster u. bisher einziger führender BRD-Politiker nur die Wahrheit ausgesprochen u. damit eine der zentralen Lebenslügen der BRD angerissen. Karsli hatte es gar gewagt eine zionistische Lobby in der BRD festzustellen, woraufhin das vereinte links-rechte Establishment tobte. DER SPIEGEL, „Möllemann-Affäre: Die Zitate, die die Republik bewegen“, erinnert:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/moellemann-affaere-die-zitate-die-die-republik-bewegen-a-199445.html

      Jamal Karsli (stammt aus Syrien!), zog sich bald danach aus der bundesdtsch. Politik zurück, schrieb noch ein Buch u. trat im syrischen Fernsehen auf:
      haGalil, 2005 – „Jamal Karsli über Antisemitismus in Deutschland“
      http://www.hagalil.com/archiv/2005/07/karsli.htm

    • Nobilitatis

      a) War Möllemann nur ein Beispiel. Es gibt eine Handvoll Beispiele aus der jüngsten Zeitgeschichte.
      b) Und natürlich sind keine Beweise öffentlich bekannt, die gegen technisches Versagen oder Selbstmord sprechen. Außer dass schon diese 2 Versionen, und der Ausschluss der dritten, augenfälligen Version sind schon ein Hinweis.
      c) brauche ich nicht Herrn Karsli, um Sprechverbote, Tabus etc. in meiner Umgebung zu entdecken.
      Dennoch finden Sie öfter Wortmeldungen, die den Zionisten Kriegstreiberei, Ghettoisierung von Palästinensern und Apartheidpolitik vorwerfen. Deshalb hat Iskander Unrecht, wenn er den Deutschen Nichtwahrnehmung vorwirft. Weil er die Konsequenzen solcher Wortmeldungen ausblendet. Ist ja nicht so, als ob es bei uns freie Meinungsäußerung gäbe.

  • Comrade John

    Bin ganz bei Ihnen.
    Sehen wir uns an, was eine frühere israel. Ministerin (Shulamit Aloni) dazu sagt:
    http://www.youtube.com/watch?v=cfqCv-a4QSM