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Aus dem Königreich der Totgesagten

Принц Саудовской Аравии Бандар Бен Султан.

Bandar bin Sultan. Foto: president.kremlin.ru

Dass nach einer Meldung des Pressedienstes des russischen Präsidenten der saudische Prinz Bandar bin Sultan am 31. Juli 2013 zu Besuch bei Putin in Moskau gewesen sei, ist nicht deswegen interessant, weil damit einmal mehr Thierry Meyssan durch die Realität widerlegt wird. Es gibt ein paar andere Dinge, die dadurch angedeutet werden. Dabei ist die Meldung auf der Seite des russischen Präsidenten mehr als nur knapp – es gibt nicht einmal ein aktuelles gemeinsames Foto mit Putin und Bandar. Geheimdienstler unter sich. Die Meldung lautet vollständig:

Wladimir Putin empfing den mit einer Visite in Moskau weilenden saudi-arabischen Prinzen, Sekretär des Sicherheitsrates und Geheimdienstchef Saudi-Arabiens Bandar bin Sultan. Es wurden zahlreiche Fragen der beiderseitigen Beziehungen, die Lage im Nahen Osten und Nordafrika besprochen.

Derweil trifft sich Prinz Bandar, eine der einflussreichsten Personen nicht nur in Saudi-Arabien, sondern in der sogenannten “Weltpolitik”, nicht zum ersten Mal mit Putin: es ist mindestens sein sechster Besuch innerhalb der letzten sieben Jahr in Moskau, und er war es auch, der den Besuch Putins in Riad 2007 organisierte. Allerdings liegt die Meldung über den letzten Kontakt noch vor dem “Arabischen Frühling”, und seither hat sich die Lage in der Region grundlegend geändert: die Ereignisse in Libyen, Syrien und Ägypten, nach denen die Länder der Möglichkeit beraubt worden sind, in der Region Einfluß auszuüben, machten die ohnehin mächtigen Saud wahrscheinlich endgültig zur einflußreichsten Macht in der arabischen Welt. Und auch wenn diese nach wie vor maximal an Washington orientiert sind, nimmt man dann und wann, aber deutlich genug Bemühungen um eine eigene Linie wahr, selbst auch in Fragen, in denen sie weiterhin mit den Amerikanern gemeinsame Front machen. Die wichtigste dieser Fronten ist derzeit Syrien. Man braucht also nicht zu bezweifeln, dass das “syrische Problem” es war, das den Prinzen diesmal hauptsächlich nach Moskau geführt hat. Zumal, mehr noch, Bandar früher nur in seiner Eigenschaft als Chef des saudischen Sicherheitsrats unterwegs gewesen ist, so ist er heute zusätzlich noch mit dem Amt des Geheimdienstchefs dekoriert, das er seit einem Jahr bekleidet. Vor einem Jahr war es auch, dass man den Prinzen totsagte; mehrere Wochen lang haben die Medien Spekulationen über seinen Tod durch einen Anschlag hin- und hergekaut (Suchanfrage auch hierher bis heute oft genug: “bandar bin sultan tot”).

Nachdem Katar die Szene (vorerst) verlassen hat, bleibt Saudi-Arabien faktisch die einzige Macht, welche die in Syrien operierenden Terrorbrigaden direkt unterstützt, das neben einer Patronage für die als “gemäßigt” geltende “Opposition”, welche durch die “Nationale Koalition” repräsentiert wird oder werden soll. Dabei besteht nicht mehr allzuviel Zweifel daran, dass der Krieg über kurz oder lang ausgestanden sein wird, wobei dessen Resultat nicht eben zugunsten der Gegner Assads ausfallen wird. Dieser Krieg muss beendet werden, aber niemand von den Strippenziehern ist an Gesichtsverlust interessiert.

Katar beendet mit dem Weggang des Emir Hamad Al-Thani, wie gesagt vorerst, seinen Kampf um Einfluss in der Region. Die Einstellung der Finanzierung der Moslembrüder führte zu einem Verlust seiner Positionen in Ägypten, zu einem wesentlich geschmälerten Einfluss auf das Lager der “syrischen Opposition”, wo an der Spitze der “Nationalen Koalition” seither eine Kreatur der Saud installiert wurde. Ebenso stellte Katar die Finanzierung der libyschen Islamisten ein, bricht seine Projekte in Tunesien ab und überlässt die dortigen aktivierten Menschenmassen ihrem Schicksal.

Nebenbei, eine interessante Tatsache: der noch nicht in sein Amt eingeführte neue iranische Präsident trifft sich privat mit dem ehemaligen britischen Außenminister Jack Straw. Der ist mit Rohani persönlich bekannt, und nebenbei auch der Beauftragte für alle den Iran betreffenden Dinge der britischen Regierung. Dabei ist Großbritannien übrigens die einzige westliche Macht, die zur Amtseinführung Rohanis geladen wurde. Die Briten haben abgelehnt. Nichtsdestotrotz deutet sich hier eine Art Untermittler an, der den Amerikanern dabei dienen kann, ihr (hypothetisches?) Vorhaben, den Iran als Regionalmacht aufzubauen, zu begleiten. Die arabischen Monarchien haben die ihnen als Instrument gestellte Aufgabe, die weltlich regierten Staaten in Nahost hinwegzufegen, nicht endgültig und zufriedenstellend erfüllen können. Selbst in den Ländern, in denen ein Regime change gelang, haben sich die Islamisten nicht an der Macht halten können. Dabei hat das Chaos ein inzwischen viel zu wenig zu kontrollierendes Ausmaß. Zeit, die Instrumente auszutauschen und sich der alten zu entldedigen. Und der herausragendste Kandidat auf eine solche Entsorgung ist und bleibt Saudi-Arabien. Es wird dem Königreich gestattet, sich in einer absehbar aussichtslosen Richtung – in Syrien – zu betätigen; der Machtwechsel in Katar und dessen Einstellung der Finanzierung der Islamisten geben Emir Tamim dagegen den Status eines an all dem regionalen Blutbad Unbeteiligten, Katar trägt also keine Verantwortung mehr für das Scheitern des “Arabischen Frühlings”. Im Unterschied zum Hause Saud. Und die haben sicherlich wenig Lust darauf, die Rechnung zu bezahlen, ohne die versprochenen Pfründe zu genießen.

Wahrscheinlich, dass die aktivierten regionalen “Rebellen” die Saud zum Feind erklären, sollten auch diese ihre Unterstützung einfach einstellen. Von Liebe bis zum Hass fehlt nicht viel. Was könnte Bandar also in Moskau wollen? Gut möglich, dass er Varianten anbietet, auf welche Weise die Saud sich aus dieser Angelegenheit zurückziehen, und welche Rolle Russland dabei spielen könnte.

Das Foto ist alt, aber die beiden kennen sich.

Jedenfalls gibt es niemanden, der besser für solche Verhandlungen passen würde, als Bandar bin Sultan. Rein psychologisch ist es für Putin einfacher, mit Geheimdienstlern zu reden als mit fortwährend Worthülsen produzierenden Politikern; das ist ein offenes Geheimnis. Bandar kann freilich so und so: direkt und auch verblümt daherkommen. Wichtig ist aber, dass er Einfluß im Königreich hat. Von den zehtausend Al-Saud sind das gar nicht so viele, vielleicht ein paar Dutzend. Das wird wohl auch der Grund dafür sein, dass er mindestens dreimal Ziel von Anschlägen war oder gewesen sein soll, wobei der letzte Anschlag gegen ihn besonders überzeugend daherkam. Gerüchte über seinen Tod hielten sich eigentlich bis soeben.

Bandar bin Sultan vertritt traditionell die Interessen Saudi-Arabiens in den Vereinigten Staaten, wo er genügend Beziehungen hat, um “alle” zu kennen. Gut möglich, dass er bald Herrn Obama besucht und, bevor der Termin für Genf II bekanntgegeben wird, durchaus noch einmal Gast des russischen Präsidenten sein wird.

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Trackback von deiner Website.

  • Wieso laesst Russland solche Terroristen – Prinz Bandar hoechstpersoenlich kreierte Jabhat al-Nusra aus seiner al.Qaeda Bande – in Moskau weilen? Wozu Gespraeche? Muss Russland sich mit diesem Dreck beschaeftigen? Ich zweifle manchmal sehr an unseren russischen Freunden.

    • Die Antwort ist, mit etwas Nachdenken, Paradestückchen zu entnehmen, wie das folgende, von „Iskander“ am 3. Juni zum Besten gegebene eines ist:

      „Wer weiß, was Putin dem kleinen Judenführer mit dem geschäftsverhindernden Blick bei dessen Rapport auf der Krim angedroht hat?“

      Vergleicht man es mit dem Inhalt des Eintrages oben, der IMHO mit folgendem Fragment zureichend angegeben ist:

      „Was könnte Bandar also in Moskau wollen? Gut möglich, dass er Varianten anbietet, auf welche Weise die Saud sich aus dieser Angelegenheit zurückziehen, und welche Rolle Russland dabei spielen könnte.“

      wird IMHO erkennbar, daß, wiewohl der „Geist“ ein anderer, der Wahn derselbe ist.

      Dankenswerterweise spricht Apxwn vergleichsweise wenig verklausuliert aus, welche Prognose dieser Wahn Syrien stellt:

      „Es wird dem Königreich gestattet, sich in einer absehbar aussichtslosen Richtung – in Syrien – zu betätigen ….
      Gut möglich, dass (Bandar) bald Herrn Obama besucht und, bevor der Termin für Genf II bekanntgegeben wird, durchaus noch einmal Gast des russischen Präsidenten sein wird.“

      Vgl.a.: Wird der imperiale Fraktionskrieg in Syrien mit ballistischen Waffen geführt?

    • xyz0308

      Fatime,
      Untermittler heißt wohl Vermittler und Unterhändler zugleich. Die persönlichen Aktivitäten des Prinz of Darkness schließen Angebote, Drohungen und Warnungen an die russische Seite mit ein und sichern maximale Geheimhaltung (sowenig Mitwisser wie möglich) auf dem kürzesten aller Dienstwege.
      Allerdings darf man sich fragen, welchen Sinn die veröffentlichte Meldung über das Treffen macht.

    • Meine obige Antwort ist natürlich „politisch gemein“. Sami Kleib in As Safir, übersetzt für Al Monitor, versteht die Hintergründe des Treffens weitgehend ebenso, wie Apxwn.
      Sein Fazit allerdings liest sich etwas anders:

      „Nothing suggests that the Russian position has softened. Damascus is unworried. Of course, the issues of Egypt and Palestine are normally discussed in such meetings. Bandar’s visit is in the interest of both Russia and Saudi Arabia. The visit allows Bandar to wave the Russian card in the Americans’ faces, and it allows Putin to claim that all the cards are in his hands.“

      Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/politics/2013/08/saudi-arabia-tries-deal-with-russia.html#ixzz2atuMCN9A

    • ISKANDER

      @Fatime
      keine Sorge, Diplomatie schließt Kontaktsicherung zu allen Seiten zwingend ein. Nur dann kann auis der „zweiten Reihe“ wirksam agiert werden. Immerhin ist Russland als Supermacht neben China und dem schmelzenden Terror- Zwerg USA in der Verantwortung, die Position des Brückenbauers (Pontifex), umfassend wahrzunehmen.
      Das schließt auch Begegnungen mit den Saudiprinzen ein und auch mit den Zionisten. So ist große Politik.
      Ein großer deutscher Politiker der Vergangenheit hat mal sinngemäß geäußert: „Es kommt drauf an, was hinten raus kommt“.

    • ey sorry aber bist du wirklich so bescheuert wie du klingst fatima?

      hier geht es um die zukunft der region, und welche (wir nehmen mal an eine konstruktive) rolle die russische föderation spielen wird. dass man der syrischen legitimen macht hilft schliesst ein treffen mit bandar bin schimpanse ja wohl nicht aus.

      die syrische führung selbst hält ja alle optionen offen, auch mit möchtegern-sultan erdowahn.

  • Anonymous

    Ich hab geahnt, dass apxwn einen Bericht über Bandars‘ Besuch bei Putin schreiben wird. Seit Tagen fragen wir uns in der Familie, was das zu bedeuten hat. Wie ich gestern in meinem Kommentar schon schrieb, vermuten wir, dass die Saudis vielleicht von den USA zum Abschuss freigegeben worden sind und sich jetzt Russland als Schutzmacht wünschen. Wer weiß, was da gemauschelt wird. Jeder vertritt letztlich seine Interessen und Assad hat genug Erfahrung mit falschen Freunden sammeln können. Aber ich glaube nicht, dass die Russen Syrien fallen lassen. Sie werden dem syrischen Volk überlassen bei künftigen Wahlen zu entscheiden, wer ihr Präsident sein soll und Präsident Assad hat die Mehrheit hinter sich und wird sich zur Wahl stellen. Die Russen werden das nicht verhindern. Mein Eindruck ist, dass die USA immer mehr an Einfluss in Nahost verlieren und sie die Kontrolle verloren haben. Dike

    • Das „Verhältnis“ der USA zu Saudi Arabien ist weniger im Kontex der Energiepolitik zu begründen als vielmehr in der Wirksamkeit seiner Führungsrolle innerhalb der OPEC UND dem Deal: US-Schutzschirm für Rohölhandel exklusiv in US $. Dieser strategischen Patenschaft ermöglicht es den USA seit 1973, den US-Dollar als führende Leitwährung in der Weltfinanzarchitektur zu platzieren und den Handelsstaaten zu verordnen. Aus diesem (aus US_Sicht) überlebenswichtigen Vereinbarungen wird es keine Entlassung SA aus der US-Hegemonie geben. Aus amerikanischer Sicht ist es unbedeutsam, wer in SA regiert, nicht jedoch, in welcher Währung der globale Öl- und Rohstoffhandel abgewickelt wird. Die gewaltigen Mengen an Dollars, gedruckt von der FED, müssen Bedarf und Platz in den nationalen Handelskassen vorfinden. Ansonsten drohte den USA eine gewaltige Rückschwemme der eigenen Währung auf den amerikanischen Kontinent. Diese Bedeutsamkeit ist den Saudis bewusst und natürlich fürchten sie auch, dass sie eines Tages von den Amis beseitigt werden. Dieser Tag rückt näher, die USA werden jedoch alles in ihrer Macht unternehmen, ihre Landeswährung (bis zum Kollaps der Finanzsysteme) den Exportländern weiterhin aufzuzwingen.
      Aus dieser Sicht ist eine Vorstellung, die Saudis könnten mit den Russen darüber verhandeln, in ihnen eine neue Schutzmacht zu finden, fern jeder Realität.

  • Anonymous
  • Enis

    zwischen Kurden und Terroristen hat sich die Lage weiterhin zugespitzt. Die Berufsterroristen haben in Aleppo einen Lastwagen voller kurdischer Flüchtlinge mit Frauen und Kinder mit RPG in die Luftgesprengt. Es sind immer noch ca. 300 kurdische Geilseln in den Händen der Barbaren. Die Ratten haben Nachschub bekommen und konnten die PYD teilweise zurückschlagen. In Ras al Ayn haben sie einige Kontrollposten der PYD zurückerobert.

    Nach der Generalmobilmachung der syrischen Kurden hat die PKK jetz alle Kurden (Türkei, Iran, Irak, Syrien) zur Unterstützung ihrer Brüder in Nordsyrien aufgerufen. Wenn man denkt, dass die PKK sich zur zeit aus der Türkei zurückzieht, dann ist es nicht allzu schwierig zu raten wohin sie sich begeben werden.

    Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass die sich heute bekämpfenden beiden Parteien morgen plötzlich als Verbündete dastehen werden. Daher bleibt für uns mal abwarten und vor allem die Bewegungen der Kurden genau beobachten.

    • Das ist wirklich eine sehr spannende Entwicklung!
      Ich verfolge schon einige Zeit den Blog DieKurden.de, der relativ sachliche Ton dort gefällt mir.
      Die Kurden machen ihr eigenes Ding. Die syrische Nation ist ihnen dabei wohl eher zweitrangig. Trotzdem könnten die Kurden für Assad im Bürgerkrieg sehr nützlich sein, wenn er sich klug verhält. Mit patriotischen Verdienstmedaillen werden sich die kurdischen Kämpfer aber nicht abspeisen lassen, das ist auch klar. Hoffentlich siegt die Vernunft!

  • Enis

    off topic:

    Sayyed Nasrallah hat vor einigen Tagen live vor seinen Anhängern gesprochen. Eigentlich nichts aussergewöhnliches. Was mich bei diesem Mann beeindruckt ist seine unendliche Geduld gegenüber allen Provakationen, die einen innerislamischen Glaubenskrieg entfachen wollen.
    Als Vergleich, Sayyed Nasrallah der dieses Mal sogar im Namen der Schia das Wort ergreift:

    https://www.youtube.com/watch?v=SCVU24GX3J4
    (was er in min. 3.24 über die Engländer haltet ist wirklich sehr gut analysiert!)

    dem gegenüber der Kleriker der faschistischen Ratten, Skeikh Arour:

    https://www.youtube.com/watch?v=Bwz8i3osHww

  • lunaria

    OT: Übergriff von russischen Polizeieinheiten auf eine internationale Jugendbegegnungsveranstaltung in Apatity (Gebiet Murmansk, RF)

    Was tun diese jungen Leute dort konkret? Welche Kontakte haben sie zu antirussischen Szene? Machen sie Werbung für Homosexualität unter Minderjährigen? Sie spannen jetzt die linken Alternativmedien für ihre Zwecke ein. Und das deutsche Konsulat.
    Der anti-nationale, zionistische Linxxnet-Aktivist Gregor Henker im Interview mit der antinationalen, zionistischen Leipziger Stadträtin Jule Nagel (die Sozial- und Jugendpolitik als Camouflage):
    http://www.freie-radios.net/57559

    Die anti-nationalen, zionistischen Linxxnet-Aktivisten Gregor Henker und Boris Krumnow haben auch schon mal ihre eigenen Parteigenossen von Veranstaltungen ausgeschlossen, wenn sie mit Kritik rechnen mussten:
    http://web.archive.org/web/20100528010721/http://www.mein-parteibuch.com/blog/2010/04/22/antideutsche-und-ultrarechte-fuer-israel-vereint-pro-islamhass#comment-278811

    Verstöße gegen russsisches Recht werden nicht geduldet:
    US-Punkband schändet russische Flagge und muss fluchtartig das Land verlassen
    http://rt.com/news/bloodhound-gang-russian-flag-004/

  • CM

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/naher-osten-kampfzone-levante-12310645.html

    Was haltet ihr von diesem Artikel? So richtig kann ich mich damit nicht anfreuden. Es scheint mir alles sehr konstruiert.

    • habkind

      Die Gefahr, die der Autor R.Hermann sieht, dass Syrien in mehrere Regionen zerfällt und die jetzige Regierung sich nur um ein Rumpfsyrien kümmern kann, bezweifle ich. Jeder Staat in der Welt hat in bestimmten Regionen Unterstützer, die man auch belohnen muß. Dazu kann es auch gehören, dass aus diesem Grund jemand zum Vorsitzenden, zum Stellvertreter oder auch zum Minister ernannt werden muss. Nicht viel anders geht es mit der Ernennung unserer Minister in der BRD.
      Im Vergleich zum Irak und Libanon ist die Regierung in Syrien noch stark und homogen, das Militär steht hinter der Regierung. Sobald die größeren Kampfhandlungen abgeschlossen sind, wird sich der Staat wieder um die „kleineren“ Probleme kümmern.
      Die Bildung dieser „Nationalen Verteidigungskräfte“ war schon der richtige Schritt dazu, damit sich solche Gruppen in den Staatsgedanken einfügen können ohne seperatistisch zu werden.
      Einzig die Kurden sehe ich in der Zukunft etwas autonomer, aber wie sie selbst sagen, „untrennbarer Bestandteil Syriens“ bleiben wollen.
      Wenn die, die die Zersplitterung Syriens wünschen und sie aktiv unterstützen nicht aufpassen, wird es vielleicht in ferner Zukunft wieder ein „al- Scham“ geben,
      in Form einer intensiveren Union der Staaten Libanon, Syrien und Irak. Diese drei Länder haben aus eigenen Erfahrungen gesehen, was passieren kann, wenn man nicht starke Partner an der Seite hat.

    • Der Artikel „Kampfzone Levante“, von Rainer Herrmann (FAZ v.4.8.), steht in direktem Zusammenhang mit Hill’s Klarstellungen zur US-Politik. Wer den recht ermessen will, und vielleicht zusätzlich einen Eindruck von dem Geschick Herrmanns und der Dümmlichkeit der deutschen Regierungspresse erhalten möchte (Herrmann ist zweifelsohne ein BND-Mann und war mindestens seit 2009 an den Vorbereitungen des Syrienkrieges beteiligt), wird kaum herum kommen, sich den langen Text der Quelle Herrmanns anzutun, Aaron Lund’s Gangs of Latakia: The Militiafication of the Assad Regime.

      Als erstes wird er feststellen, daß Herrmann den Lund’schen Artikel einfach plagiiert hat, alledings unter Eindampfung auf einen Minimalgehalt …
      weiterlesen

  • „Das Hisbollah – Problem hat keine militärische Lösung“, David Hill, künftiger US-Botschafter in Beirut

    Man beachte dazu den offiziellen Besuch des stellvertretenden russischen Außenministers Bogdanov im politischen Hauptquartier der Hisbollah, der in den USA außerhalb der Kreise der McCains ohne Reaktion blieb, während die Zionistenpresse schäumte. Eine Arbeitsteilung ist klar erkennbar.

    Wer das gegen den oben von CM verlinkten FAZ-Artikel von Rainer Herrmann (zweifelsohne ein Mann des BND) hält, dürfte zumindest die Konturen eines Zusammenhangs erkennen: USA und Russland setzen gemeinsam auf ein „Containment“ der Folgen einer gemeinsam betriebenen Aufteilung Syriens, während die Europäer (vielleicht mit Ausnahme der Briten) ihre „Chancen“ an der Seite der „Chaos-Fraktion“ in den USA und Israel suchen.

    • PS.: Die Reise Bogdanovs liegt schon eine Weile zurück

    • xyz0408

      Das verstehe wer will. Bitte noch mal ausführlicher und dann die Logik beachten.

      Ich habe jedoch folgendes verstanden:
      Containment hieße nach der Logik der US-Denkfabriken (a la Jamestown.org voll mit Ex-Cia- und Ex-Nsa-Leuten): Unterstütze einzelne Stammesverbände und Clanstrukturen oder setze diese in eine Warteposition, wo noch nicht vorhanden, gegen die syrische Arabische Armee, gegen alle zentralisierenden Elemente in der Staatsarchitektur.
      Warum sollte sich Russland an so etwas beteiligen?

      TG, der von Ihnen verlinkte Joshua Landis publiziert solchen Unsinn:

      „Syrian tribes would do what they had to do to protect their assets, including working with militant Salafist groups or even Iran.“…

      „Tribalism is a socio-cultural fact throughout Syria, not just in the less developed eastern governorates of the country. It is an important form of traditional civil society that will help determine the success of local or foreign-supported security arrangements, affect good governance and impact the sustainability of long-term stability operations and economic development throughout the country. As anti-Assad states in the international community debate options for implementing potential post-Assad stability operations, Syrian Arab tribes will be a critical part of this effort.“ http://www.jamestown.org/single/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=41079&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=cf2483621ff96434d7ae19b9da37c225#.UdNxk5z3P0d

      Das ganze Land Syrien gespalten in Stammesverbände und Clans???
      DAS scheint tatsächlich konstruiert und einer gewissen Absicht entsprungen, die man schon vor dem Irak-Krieg vermittelt bekam. Dazu hätte ich gern die Meinungen von Enis und Kaumi, u.a. gehört.

      TG, ich fürchte mich vor Ihnen. Sie spielen nicht offen oder betreiben Schaumschlägerei,…

    • Das Zitat lautet:

      „As anti-Assad states in the international community debate options for implementing potential post-Assad stability operations, Syrian Arab tribes will be a critical part of this effort.“

      Jemand, der das mit

      „Das ganze Land Syrien gespalten in Stammesverbände und Clans???“

      kommentiert und zugleich erkennen läßt, daß er des Lesens mächtig ist, lügt bewußt und zweckmäßig.

    • xyz0408

      Der hier immer wieder von der kongenialen westlichen Wertegemeinschaft eingesetzte Begriff „M i l i z“ ist natürlich negativ konnotiert. Aber vor allem verwischt er alle Differenzen, die zu beleuchten es ankäme.

      Statt Milizen könnte man auch von Bürgerwehren oder von lokalen Gruppen der Volksverteidigung sprechen. Sogar „militarisierte Nachbarschaftshilfe“ sagt deutlicher um was es geht.

    • TomGard

      Zu dieser Lügentechnik zählt, daß mein Eintrag zum Senats-hearing des künftigen US-Botschafters nichts, rein gar nichts mit dem hier gemein hat:

      „Ich habe jedoch folgendes verstanden:
      Containment hieße nach der Logik der US-Denkfabriken (a la Jamestown.org voll mit Ex-Cia- und Ex-Nsa-Leuten): Unterstütze einzelne Stammesverbände und Clanstrukturen oder setze diese in eine Warteposition, wo noch nicht vorhanden, gegen die syrische Arabische Armee, gegen alle zentralisierenden Elemente in der Staatsarchitektur.“

      Das gibt es, aber gerade auf der Gegenseite, der Seite, die dem Weißen Haus und dem Kreml entgegen arbeitet, wie ich in dem Eintrag zu Herrmann/Lund, der einen Thread weiter oben verlinkt ist, ausführlich vorstelle – den xyz zumindest angelesen hat.

      Diese Lüge ist folglich hinterhältig. Ich könnte mich geschmeichelt fühlen.

    • xyz0408

      Hallo, Hallo gehts noch?

      Mein Satz „“Das ganze Land Syrien gespalten in Stammesverbände und Clans???“ gibt die Prämisse wieder, auf der der genannte Artikel von
      Nicholas A. Heras, Carole A. O’Leary aufbaut. Dieser Satz ist NICHT die Übersetzung irgendeines Satzes, den Sie sich, lieber TG, hier herausgepickt haben.

      Lesen Sie doch mal den bei Josua Landis publizierten Artikel. Der fängt bereits so an:
      „Tribalism remains a primary form of communal identity among Arab Sunnis across Syria, regardless of whether they live in rural or urban areas. As a powerful source of socio-political mobilization, Syrian Arab tribalism has shaped the conflict since the first demonstrations against the al-Assad government….“

      Dem liegt eine Annahme zu Grunde (eben eine Prämisse) die ich in meinem Satz zusammengefasst habe:
      „Das ganze Land Syrien gespalten in Stammesverbände und Clans???“

    • xyz0408

      TG, mäßigen Sie sich, jeder kann mal etwas missverstehen, auch Sie. Ich nehme Ihnen Ihren Irrtum nicht übel, aber schreihen Sie nicht so herum, es fällt sonst auf sie selbst zurück.

    • TomGard

      Wo ist da eine Spaltung? Übersetze „source of socio-political mobilization“. Übersetze vor allem aus dem ersten Zitat:

      „Tribalism is a socio-cultural fact throughout Syria, … It is an important form of traditional civil society“
      Was ist „civil society“?

      Und unterlaß gefälligst diese dämliche Tour, mich mit einem Haufen Dummheiten und Lügen dazu zu bringen, den Anschein zu erwecken, zu bestätigen, ich verteidigte J. Landis, statt bloß Deine Dummheiten und Lügen zurück zu weisen, die jeden diskreditieren sollen, der sich auf Quellen in seinem Umkreis zu beziehen wagt – gegen die Gesinnungskontrolle des Herrn XYZ.

      Was Landis da vorbringt, sind soziologische Gemeinplätze, die man gewiß tausendfach in soziologischen Veröffentlichungen aus den syrischen Universitäten nachlesen kann, auch von Assad selbst waren sie zu hören. Mit ihnen möbelt er die Strategie der Balkanisierung und Warlordisierung, der Anheizung scheinbar religiös motivierter Konflikte (vgl. dazu die letzte Rede von Nasrallah) auf, die er im Sinne seiner „special friends“ seit drei Jahren promoted.

    • xyz0408

      „[Tribalism] will help determine the success of local or foreign-supported security arrangements…“

      Das ist doch eindeutig. Diese Passage ist nicht misszuverstehen. Es geht nicht um soziologische Gemeinplätze a la jamestown.org (die ich in Frage stelle), sondern um die mehr oder weniger unverblümte Absicht, die anti-Assad „Stammesverbände“ (was immer der Nicht-Syrien-Kenner sich darunter vorstellen soll) für die imperiale Nahost-Politik zu instrumentalisieren. Die Spaltungslinien verlaufen demnach (nach der Lesart von Landis und Jamestown.org) zwischen Pro- und Anti-Assad Stämmen und Clansstrukturen.

      Und genau DAS halte ich für eine absichtliche Irreführung. Das Gerede von Stämmen und Clans bedient ein gängiges Klischee: Die syrische Gesellschaft sei vormodern, rückständig und der US/EU-Zivilisation deswegen moralisch unterlegen.
      Nein, es ist nicht nur Klischee, es ist eine Ideologie = falsches Bewusstsein. Und damit es dabei bleibt, werden die wirklichen gesellschaftlichen Verhältnisse Syriens und Funktionsweisen des politischen Systems in den westlichen Denkfabriken vertuscht und verschwiegen. (Über ein Gegenbeispiel würde ich mich sehr freuen). Bösartig ist insbesondere das Verschweigen der von Assad 2011/2012 in die Wege geleiteten Reformen. Welchen Umfang und Qualität diese Reformen hatten, wird in deutschen Medien kaum erwähnt.

      Also TG, wir sind jetzt beide auf einen Abgrund gestoßen; auf einen Abgrund an Desinformation. Ich bin darauf gestoßen durch eine zufällige Lektüre und Sie durch Ihre Reaktion auf meinen diesbezüglichen Kommentar.

      Wir haben nun also beide etwas gemeinsam. Wir haben bestimmte US-Quellen als Ideologieschleudern entlarvt. Stehen sie dazu.

    • xyz0408

      PS: TG, Woher wissen Sie eigentlich, dass der Autor Rainer Hermann des o.g. FAZ-Artikels für den BND arbeitet(e)? Und wie können Sie so etwas öffentlich behaupten, ohne auch nur anzudeuten, wie Sie dazu kommen?

    • Vogel xyz aka J2B (vermute ich stark, angesichts der ähnlichen Diktion)
      über die Assad’schen Reformvorhaben habe ich auf meinem Hauptblog tomgard.blog.de seinerzeit ausführlich berichtet, einschließlich Teilübersetzungen der Verfassung. Den Tribalismus und den bleibenden Einfluß von Clan-Strukturen zu verleugnen, fällt syrischen Regierungsmitgliedern nicht ein. Die Baath-Partei hat diese herrschaftstechnisch wertvollen, weil die Staatsorgane entlastenden, und sie oftmals im Windschatten der Konfliktlinien haltenden, Strukturen zweckmäßig in die Hierarchien („Staatsarchitektur“ sagen die Büttel) eingebaut. Von der Rolle dieser zivilgesellschaftlichen Formationen auf beiden Seiten der Fronten ist auf allen Seiten die Rede, es gibt sie also, und sei es nur genau so, indem sie berufen werden. Was nichts, aber auch gar nichts über die Chancen und Gelegenheiten sagt, die irgendwelche Heinis und Windhunde darauf gründen zu können meinen. Übrigens gibt es solche traditionellen (patriarchalischen, mafiösen) Substrukturen der Herrschaft in allen spätimperialistischen Staaten auch (wenngleich in D. am Wenigsten, weil durch WKI+II viel wegfiel), besonders in den USA, Frankreich und UK, was nicht wenig zu militaristischen Führungsrolle dieser Länder im laufenden Weltkrieg beiträgt. Diese formationen heißen dort nur anders, und auch darauf habe ich mindestens zweimal in diesem Weblog laut und deutlich hingewiesen, auf meinen Blogs sowieso, dort auch in politökonomischen Essays. Zur Bedeutung dieser Substrukturen im Aufbau der SAA habe ich kürzlich einen Überblick in meinem Nebenblog veröffentlicht und hier verlinkt.

      Die Behauptung über Herrmann war oben mit einem Link zu diesem Artikel versehen:

      http://tomgard2.blog.de/2012/11/08/geschichte-syrienkrieges-deutsche-falle-15181265/

      ein Essay vom Nov.2012, in dem ich ich die Intervention rekapituliere, meine Behauptung zur Rolle Herrmanns darin mit ausführlichen Verweisen begründete und in dem ich die gegenwärtige Lage im Syrienkrieg bis auf wenige Details antizipiert habe.

      xyz liest nicht, was ich schreibe, kommentiert nicht auf meinem Blog, wo es hingehört, er stichelt, macht verächtlich, hetzt, beleidigt für die „Galerie“, und wenn er zu argumentieren anhebt, hat es mit dem, was ich geschrieben habe, nix zu tun. Ein auf mich angesetzter Troll, der sich wahrscheinlich bloß selbst beauftragt hat, aus einer antiautoritären Neurose heraus.

      Ja, ich bin es leid, gründlich leid, daß hier zig Pinscher dahergeschwänzelt kommen, weil sie mich unwidersprochen anpissen können. Eurer Sache, jedenfalls der offiziellen Version davon, tut ihr damit keinen Gefallen, nur Abbruch, und da einige Seiten davon auch meine Sache sind, macht mich das faktisch zum hilflosen Narren auf dieser Bühne.

      So, Leute, fahrt ihr seit Jahrhunderten nicht nur miteinand zur Hölle, es geschieht obendrein auf die unwürdigste Weise.

    • Comrade John

      CM 4. August 2013 11:08
      „Was haltet ihr von diesem Artikel?“

      Ein Teil der Natomedien, z.Zt. wohl angeführt von der FAZ, schaltet eben gerade seine Berichterstattung um. Der „Diktator“ u. „Despot“ Assad und das „Schlächterregime“ treten bedingt etwas aus dem negativen Fokus heraus, während die medial noch vor einem Jahr unbedingt gesponserten FSA-„Rebellen“ ob ihrer bekanntgewordenen Hintergründe (CIA-Verwicklung, religiöser sunnitischer Extremismus pp.) u. ob ihrer Verbrechen in ihn hineinrücken.

      Ich entnehme dem Artikel vor allem die Botschaft (an die Leser), dass der Krieg weitergehen wird, man sich also auf weiteres Schlimme einstellen soll.
      Dies ist bereits mit der Nennung von den (angeblich) drei Regionen, in die Syrien schon zerfallen(!) sei, ausgedrückt. (Ob hierbei „der Wunsch der Vater des Gedankens“ ist*, und ob die „drei Regionen“ das Minimalziel des Imperiums in Syrien sind oder ein Zwischenziel abbilden, lasse ich mal dahingestellt)

      „Schuld“ daran (so meine „Übersetzung“ der FAZ) soll nunmehr eine Art Verselbständigung des Krieges, ein einmal in Gang gesetzter Automatismus sein, der eine Konfliktlösung schwer machte. Angeführt wird dazu (also worin die Verselbständigung der permanenten Gewalt besteht) ein Sammelsurium von alten/neuen Strömungen u. Entwicklungen, eine Mischung aus „Tribalismus“, religiösen Gegensätzen, Spaltung der „Rebellen“, Mafiastrukturen, auswärtiger Einmischung.

      Die Leser werden hier mit einer (angeblich real gültigen) Zustandsbeschreibung versehen, die es ihnen die nächste Zeit über ermöglichen wird, die jeweils neuen Nachrichten aus Syrien besser zu verstehen. Sie werden dann v.a. „verstehen“, warum der Krieg dort fortgesetzt wird – der unausgesprochene bzw. ungeschriebene Über-Übertitel lautet: Die da unten sind irgendwie selbst schuld, wenn sie nicht zur Ruhe kommen, wir im Westen haben eigentlich wenig damit zu tun…

      Was das Natomedium ausdrücklich nicht erzählt ist, dass die Aggression gegen Syrien von Aussen kam, nämlich vom Westen ausging, und dass sie von Aussen auch fortgesetzt nach Syrien hineingetragen werden soll. Der politische Wille, das Land endgültig kaputtzukriegen, steht für mich auch nach diesem Artikel ausser Zweifel.
      ___________________________________________________

      *Sachlich, von der militärischen Entwicklung u. Lage her (und auf die kommt es an!), gibt es keine „drei Regionen“, die lassen sich zumindest in dem seitens FAZ beschriebenen Ausmass nicht begründen.
      Nur ein Beispiel aus dem Artikel: „Im Nordosten mit den beiden wichtigen Städten al Hassakeh und al Qamischli hat hingegen die kurdische „Partei der demokratischen Union“ (PYD) das Sagen.“
      Diese Karte (Stand 15. Juli; derzeit steht die SAA sogar noch besser da) sagt was anderes, demnach sind grössere Teile des angeblichen Kurdengebietes inkl. Hasaka u. al Qamishli unter Kontrolle der SAA: Live Leak, Interesting Map Syria

      Sana schreibt gerade gestern über al-Qamishli, was auch völlig zur Karte passt: „Army units destroyed a number of terrorist hideouts and gatherings in the villages of al-Bagariya, Kharab Askar and Abu Qasayeb in al-Qamishli countryside, inflicting heavy losses upon the terrorists.“
      http://sana.sy/eng/337/2013/08/04/495656.htm

    • Enis

      @comrade
      die Karte auf liveleak scheint die Situation auf dem Boden tatsächlich abzubilden.

      Von einem einzigen syrischen Kurden den ich kenne bzw. den ich dulden muss(da gegen Assad eingestellt) weiss ich, dass die Stadt Qamischli und die dort vorhandenen Ölfelder in der Hand der syrischen Regierung sind.

      Grundsätzlich sollte man, denke ich, zuerst die kleinen grünen Enklaven im braunen patriotischen Bereich säubern.. Persönlich werde ich bei der Befreiung von al Rastan grosse Genugtuung empfinden. Ich hoffe der Abulrazzaq wird dann lebendig gefasst und dem syrischen Volk vorgeführt.

    • Comrade John

      @ Enis

      Meldung heute auf facebook – syria 24:

      „Artillery bombardments carried out by Syrian Army on the sites of opposition criminals in the city of al-Shadadi in ?#?Hasaka? countryside…“
      https://www.facebook.com/pages/Syria-24-English/298382103530912

      Und nun mit der Karte vergleichen: Al Shadadi liegt im „grünen Streifen“, 50 Km südl. Hasaka!
      Alles klar?
      Karte (Klick!

  • habkind

    Gemäß Hussein Mortada hat die syrische Armee den Söldnern im Al-Mahaten (Getreidesilo und -Mühle) einen Hinterhalt gelegt, bei dem die Söldner große Verluste erlitten. Gemäß SyrPer sollen mehr als 967 Söldner getötet worden sein.
    http://www.syrianews.cc/syrian-army-matahin-damascus/
    http://english.alahednews.com.lb/essaydetails.php?eid=23924&cid=269

  • Dieser Satz im Artikel hat mich etwas zum Stolpern gebracht:
    „Nichtsdestotrotz deutet sich hier eine Art Untermittler an, der den Amerikanern dabei dienen kann, ihr (hypothetisches?) Vorhaben, den Iran als Regionalmacht aufzubauen, zu begleiten.“

    Die USA wollen den Iran als Regionalmacht aufbauen????
    Hat sich die Welt, während ich einige Tage elektronisch abgetaucht war, so verändert?

    • Zu dem „Untervermittler“ sag ich nichts, aber das angegebene Wunschszenario ist nichts Neues. Weil mir zwischenzeitlich ein Rechner verreckt ist, habe ich den Link zu dem Bipartisan-Paper nicht mehr parat, das eine umfangreiche Gruppe am US-Senat im Vorfeld der US-Wahlen 2008 zum „Iranproblem“ erstellt hatte und eine „Wende“ im Irankrieg ankündigte.
      Es war auf eine Weise formuliert, die einem flüchtigen Leser erlaubte, zu denken, es gehe nur darum, die Iraner „über den Tisch zu ziehen“, wenn er denn glauben wollte, man habe es mit Tölpeln zu tun, andernfalls mußte er es als substanzielles geostrategisches Angebot anerkennen.

      Das hat damals niemanden überraschen können, der die Eskalation des Pakistankrieges und den Propagandakrieg um ihn herum verfolgt hatte. Pakistan und der Iran sind die beiden „Beine“, mit denen Zentralasien, incl. das über Zentralasien zu erschließende Gebiet Westchinas, im arabischen Meer steht. Im Maße, wie Pakistan als US-Protektorat ausfiel, wurde der Iran für diese Rolle attraktiver.

    • Die geostrategische Bedeutung des Irans steht außer Frage. Momentan haben aber doch immer noch die Kräfte bei den Amis das Sagen, die dem Iran lieber die Hand abschlagen wollen, statt ihm die Hand zu reichen.
      Dies muss nicht unbedingt im Sinne der USA sein, es ist aber ohne Zweifel im Sinne der immens einflussreichen zionistischen Israel-Lobby und im Interesse der sunnitisch beherrschten Golfanrainer.
      Aber vielleicht verändert sich die amerik. Politik ja wirklich. Hoffnungszeichen gibt es:
      http://www.israelnetz.com/nachrichten/detailansicht/aktuell/us-kongress-verliert-wichtige-israel-unterstuetzer/

    • würde ich nicht sagen. das lager welches von thinktank brzezinsky vertreten wird hat zum beispiel schon immer ein „kooperation“ mit iran angestrebt (natürlich im sinne der amerikanischen interessen und nicht im sinne einer offenen zusammenarbeit).

      in seinem letzten buch sagt er deutlich was sache ist: er schlägt ein bündniss von amerika-russland-türkei gegen china vor. china ist auch wirklich der konkurrent amerikas nummer 1 und eigentlich ist russland rothschild-domäne. ich denke man sieht welche faktion brzezinsky hier vertritt.

      PS: das mit dem anti-china bündniss wird schwerlich klappen, so blöd ist die mannschaft von mr putin ja wohl nicht. zumindest siehts gerade nicht danach aus.

    • @jowi – Ich hatte das mal etwas ausführlicher beleuchtet: „Option Persien“. Dazu wiederhole ich nur: es ist eine Version, für die vieles spricht. Du schreibst: „Die geostrategische Bedeutung des Irans steht außer Frage. Momentan haben aber doch immer noch die Kräfte bei den Amis das Sagen, die dem Iran lieber die Hand abschlagen wollen, statt ihm die Hand zu reichen.“ — Zur „Regionalmacht“ oder besser zum Instrument aufbauen heißt ja nicht, die Hand zu reichen, sondern Handlungsspielräume geben und gleichzeitig die Kontrolle behalten. Falls Dir Meyssan lieber ist, kannst Du ähnlich gerichtete Betrachtungen auch bei ihm nachlesen. „Kontrolliertes Chaos“, das eine unmittelbare Präsenz der Herrenrasse unnötig macht.

    • PS. „The US has offered Iran a „willing partnership“ – das schreibt zumindest schon einmal die „Westpresse“. Das Entgegenkommen des Iran sieht man z.B. auch an der Person des neuen Außenministers Mohammad Javad Zarif, wie im Artikel beleuchtet. Dabei sollte man nie vergessen, dass der Präsident im Iran nicht die Instanz ist, von der die oberste Gewalt ausgeht.

    • TomGard

      Andrew Parasiliti is editor and CEO of Al-Monitor. He also serves on the Board of Directors of the US Friends of the International Institute for Strategic Studies and is a member of the Council on Foreign Relations. Before joining Al-Monitor, Dr. Parasiliti was Executive Director of the International Institute for Strategic Studies-US and Corresponding Director, IISS-Middle East; Principal, Government Affairs-International, at The BGR Group; Foreign Policy Advisor to US Senator Chuck Hagel; Director of the Middle East Initiative at the John F Kennedy School of Government, Harvard University; and Director of Programs at the Middle East Institute. He received a PhD from the Paul H. Nitze School of Advanced International Studies, Johns Hopkins University.

      So viele Worte um einen Kerl, der
      Engel: Sanctions, Not Rouhani,Only Chance for Iran Deal
      Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/08/eliot-engel-iran-sanctions-syria-egypt-jerusalem.html#ixzz2b6cREGdR

      geschrieben hat. Dieser Top-Mann erniedrigt sich, einen ganzen, langen Artikel mit Zitaten Eliot Engel’s, ranking Democrat on the House Foreign Affairs Committee und maßgeblicher Anstifter des am 31.Juli verabschiedeten „Nuclear Iran Prevention Act“ des US-Kongresses vollzuschreiben, um dessen Dümmlichkeit und Beschränktheit vorzuführen und die sklavische Weise, wie er seinen Herren und Meistern aus Tel Aviv und anderswo die Lefzen leckt.

      Die Obama-Administration wird Mühe haben, Brzezinsky’s publizistischem Schwanzwedeln die harte Diplomatie folgen zu lassen, der es den Weg bereiten sollte. B. ist übrigens O.’s universitärer Lehrvater.

      Doch um nur das zu sagen, hätte sich Parasiliti nicht zu dieser Zitateklauberei erniedrigen müssen, wie sie Lehrlinge gern für trotzkistische und leninistische Kampfschriften verfassen. Deshalb bin ich sicher, er wollte den Lesern sagen: Das maßgebliche Hindernis ist der Corpsgeist, der die zionistische Militäraristokratie, insbesondere den Likud, und ihre transnationalen Seilschaften seit 9/11 vollständig im Griff hält, und der ihre Frontleute stumpfsinnig, verstockt, politisch unbeweglich macht. Einen deutlicheren Aufruf an die „jüdischen“ Eliten, diese Gestalten endlich auf’s Altenteil zu setzen, las ich aus dieser Ecke noch nicht.

      @ apxwn, gern, nur kann ich weder reisen noch gezapftes Bier bezahlen. Irgendwann dieses Jahr werde ich dennoch in Berlin auftauchen, werde dann mal Bescheid geben.

  • habkind

    @TomGard
    so hilflos erscheinst du mir garnicht. Du kannst schon ganz schön austeilen, sowohl mit Argumenten als auch mit „Beschimpfung“.
    Manchmal gehen mir allerdings die Argumente (auf allen Seiten) zu persönlich und dann wird es auch nicht mehr schön.
    Vielleicht könnten sich die Angesprochenen etwas zurücknehmen – denkt daran, dass man sich nicht gegenüber sitzt und deswegen manche Kommentare auch nicht so an den Mann gebracht werden, dass sie so verstanden werden wie das auch gemeint war.

    • Ich für meinen Teil würde mit TomGard gerne mal ein Bier trinken gehen…

    • Enis

      @apxwn
      ich denke bei Tom brauchst Du eher Wodka. Nur dann schaffe ich auf verwirrende und „fliegende“ Empfindungen.

    • xyz0508

      @apxwn, ich nicht, der typ ist täuschung, eine fata morgana,
      so wie die gesellschaftskonstituierenden
      syrischen stämme und clans… darauf ein Bier!

    • Seid ihr Männer oder Zicken?
      Ich will nicht misogyn klingen, nur gehn mir eure Bitchfights samt Gewimmer sehr auf den Zeiger.
      Ihr solltet echt mal das eine oder andere Bier zusammen trinken und euch vertragen oder hinter der Kneipe es mal ein für alle mal regeln.
      Konstruktiver als die Bitchfights hier wäre selbst das allemal.

    • Franz

      …Chuck Norris

  • xyz0508

    @apxwn, ich nicht, der typ ist täuschung, eine fata morgana,
    so wie die gesellschaftskonstituierenden
    syrischen stämme und clans…

    • xyz…

      @apxwn, warum übersetzt du stattdessen, nicht lieber ein paar filmchen,…

    • Franz

      … schliesse mich der Bitte an. Und dabei Bier trinken ist wohl kein Problem, hicks

    • Comrade John

      @ xyzo508
      Siehst Du schon richtig.

      Gard ist ein Uboot. Leider säuft es nicht wirklich ab.

    • Comrade John

      Nachtrag @ TGard

      Im vorigen Strang heulend wie ein zahnloser alter Wolf: „Enis, Kaumi, wollt ihr zur „Verbindung von Hama über Khanasser“ nach Aleppo nicht mal was sagen?“,
      nachdem er

      a) mit dem Märchen von der (entscheidenden) „Niederlage“ der SAA in Khan al-Asal nicht durchgedrungen war und ich
      b) seine Behauptung von der militärstrateg. Bedeutung des Highways M5 (Damaskus-Homs-Aleppo) unter Hinweis auf die freie Strasse Hama-Khanasser-Aleppo widerlegt hatte,
      dort nachzulesen im Posting darüber oder:
      http://apxwn.blogspot.de/2013/07/beati-pacifici.html?showComment=1375301735892#c2319911407611439398

      MeinParteibuchZweitblog bestätigt in seinem neuesten Artikel die freie Strasse Homs-(Hama)-Aleppo über (Salamiyah)-Khanasser; während der vergangenen Monate freigekämpft, inzwischen auch in einem Streifen beidseits der Strecke gesäubert u. gegenwärtig die zentrale Versorgungsroute für Militär- u. Zivilgüter nach Stadt u. Raum Aleppo. Vonwegen, Aleppo ist abgeschnitten und haste-nicht-gesehen!

      [T.Gard kann sich drauf einstellen, dass sein billiger Infofusel hier noch öfters frühzeitig in der Luft explodieren wird, bevor er Irgendeinen richtig besoffen machen kann. Darauf ein – Wolters. Salve!]

      Zum Wesentlichen:
      @ Freunde u. Freundinnen(?).
      Lest den Artikel – es sieht gut aus!
      Zwei Taschen, 5. August 2013 (Klick!).
      SyriaNews hat bereits übernommen:
      http://www.syrianews.cc/syrian-army-anti-terror-war-idlib-aleppo/
      Macht euch bitte auch mit den syr. Landkarten vertraut;
      verfolgt die militär. Meldungen der syrischen/pro-syrischen Medien;
      vergleicht die Angaben nach Karte mit dem was hier geschrieben steht;
      bildet euch zu „eigenen Experten“,
      und ihr werdet momentan u. nächste Zeit immer ungefähr „im Bilde“ sein.
      Hört nicht auf das Geschwätz von Desinformanten, z.B. Rebellensprecher peter (von TG gleich als „jemand mit VERSTAND“ gewürdigt), der hier kürzlich FSA-Videos verlinkte u. einreden wollte, die SAA komme eigentlich nicht voran usw.

      Ns. SyrPer warnt aktuell vor Infos, nach denen die FSA-Banden in der Provinz Lattakia erfolgreich sind – vermutlich alles Falschnachrichten.

    • muss dieser „leith“ sein. ziad selbst, auf seinem blog, berichtet niemals über die rattenerfolge…

    • Wer an der militärischen Lage interessiert ist, von Johns häßlicher und hundsgemeiner Lügerei aber abgestoßen ist, möge den Artikel in „Mein Parteibuch“ trotzdem lesen. Die Einleitung:

      „Wie Breaking News berichtete, ließen syrische Militärquellen in der vergangenen Woche durchblicken, dass das syrische Militär davon ausght, dass im Anti-Terror-Kampf bis Jahresende eine deutliche Verbesserung der Lage zu sehen ist, und zwar insbesondere auch in Aleppo.“

      Zieht dazu in Betracht, daß der syrische Präsident gestern im Fernsehen zum „Volkskrieg“ aufgerufen hat. Vergleicht die Überlegungen, die „Mein Parteibuch“ anstellt, mit der Karte, die Comrade vorgestern oder so in diesem Strang verlinkt hat und achtet auf die Verwendung der Metaphern „polstern, Polsterung“.

      Die Lageänderung, die da behauptet wird, betrifft die Nutzbarkeit der südlichen Umgehung Aleppos für die Nahrungsversorgung der in den westlichen Stadtbezirken verbliebenen Bevölkerung. Bislang hieß es in übereinstimmenden Meldungen beider Seiten, sie sei nur unter schwerem Begleitschutz einigermaßen sicher passierbar. Nahrungsmittel wurden in der Vergangenheit zu erheblichen Anteilen aus der Orontes-Ebene eingeführt, auf der Basis von Arrangements der kämpfenden Parteien, waren deshalb aber nur noch für eine Minderheit bezahlbar. Ich kenne den gegenwärtigen Stand in dieser Frage nicht, weiß auch nicht, wie viele Zivilisten überhaupt betroffen sind. Eine Versorgung via Transporten aus Homs durchs Wüstengebiet über eine derart elend lange „gepolsterte“ Strecke ist eine Katastrophe.

      Ich hoffe sehr, die Trasse wird genutzt, um wenigstens Kinder, Jugendliche und ihre Mütter aus der Stadt zu evakuieren, der man das angekündigte Schicksal bereiten will.

    • habkind

      @Sown.otp
      „Leith“ ist Ziads Sohn, wenn ich mich erinnere.

    • ISKANDER

      @comradejohn:
      Danke für deine akribisch genauen und passgenau sitzenden Post`s und Informationen. Es sind – gemeinsam mit den Infos der Vorortkenner – die wertvollsten Beiträge hier und Gold wert für alle, welche im Begriff sind, ihr Hirn wieder selbst zu kontrollieren.
      Danke!!

  • habkind

    @apxwn und @tomGard
    wenn ihr mal in Berlin seid und nichts gegen meine Teilnahme an den besagten „Stammtisch“ habt, sagt bescheid.
    Ich würde Euch beide gern kennenlernen.

  • Comrade John

    Die FSA ausser Rand und Band – Jetzt geht sie auf die Kurden los. In den letzten Tagen soll sie bis zu 450 kurdische Zivilisten, darunter viele Kinder (einige Quellen: 120, andere: 150) umgebracht haben; es ist auch von „Verbrennen“ die Rede.

    Der Schauplatz des Geschehens soll in oder um Tal Abyad (Provinz Raqqa, a.d. türkischen Grenze) gelegen sein. Die Kurdennetzseite ist nicht sehr hilfreich (ob es an der Übersetzung liegt?); denn mitunter gibt es versch. Ortsangaben, dabei auch die Stadt Aleppo sowie der Norden der Provinz Aleppo >> also möglicherweise mehrere „verstreute“ Massaker, die die Zahl „450“ ergeben.
    Kämpfe zwischen den YPD (kurdische Selbstverteidigungskräfte) u. den FSA-Banden sollen ausser im Raum Tal Abyad inzwischen auch (wieder) in Gegend Ra’s al-Ayn (Provinz Hasaka, a.d. türk. Grenze) stattfinden. Einige facebook-Medien schreiben auch von Kämpfen zwischen Kurden u. der FSA im Raum Azaz (Provinz Aleppo, an der türk. Grenze).

    http://www.diekurden.de/

    http://syrianfreepress.wordpress.com/2013/08/05/militants-kill-450-kurdish-civilians-in-northern-syria-many-are-burned-alive/

    http://www.syrianews.cc/terrorists-syria-massacre-kurds-120-children/

    http://urs1798.wordpress.com/2013/08/04/41223/
    [hier: Kommentar von Barbara, 05/08/2013 00:54, beachten, enthält auch einige anschauliche Videos zur Stimmung u. dramatischen Lage in den Kurdengebieten]

  • Anonymous

    @ Comrade John

    Es stimmt wohl leider mit dem „Verbrennen“. Auf pressTV sah ich gerade einen link zu einem Video. Ich möchte mir das nicht ansehen.

    Danke für den link zum Parteibuch Artikel. Sehr anschaulich mit der Karte und sehr ermutigend. Hoffentlich näht die syrische Armee die Taschen zu. Angeblich gab es einen riesigen Angriff der Terroristen auf den Flughafen von Aleppo.
    Dike

  • Moin APXWN,
    bist ja doch vor mir aus dem Urlaub heimgekommen.

    Es ist gut dass du dich von Thierry Meyssan distanzierst.
    Er hat (wie leider viele hier) nicht die Fähigkeit Wunschdenken von Realität zu trennen und eine lebhafte Fantasie.
    Problem bei diesem Artikel hier: Du liest dich ganz stark wie er.

    Es ist ja keineswegs so dass der Westen in Syrien verloren hat. Es ist zwar so dass die Rebellen als ein Kollektiv tragischer Schicksale verloren sind, denn die wenigsten von ihnen werden danach (normal) weiterleben. Der Bürgerkrieg hingegen ist nicht verloren.
    Er ist erst dann verloren/vorbei, wenn der Westen dies entscheidet.

    Man muss nicht den Fehler machen, aus Libyen & Iraq den Schluss zu ziehen, dass die Amerikaner nur auf schnelle Entscheidungen setzen; sie haben schon Nicaragua, Cambodia und viele weitere über Jahrzehnte niedergerungen, mit einem Stichwort, das sich Zermürbung nennt.
    So entschieden die Syrische Arabische Armee sich durchsetzen würde (was sie momentan nicht tut), sich dieser Zermürbung endgültig zu entledigen, wäre für sie dennoch weiterhin ein Ding der Unmöglichkeit.

    Hierzu kommt die Möglichkeit, dass man Syrien und den Iraq wie Libyen und Ägypten durch die Islamisten in eine Abhängigkeit zwingen kann.
    Was, wenn sie die Islamisten stark und am Leben halten und die Iraqer so dazu zwingen würde, sie als Schutzmacht ins Land zu rufen?

    Es wird jedenfalls nicht so kommen dass das Kollektiv um die USA herum freiwillig jemals auf irgendwas verzichten wird. Nicht Syrien, und erst Recht nicht Saudi-Arabien, das seit jeher die wichtigste Waffe der vereinigten Staaten ist, das Werkzeug, das die USA als Supermacht definiert.

    Mit ihnen steht und fällt der Dollar, sie glichen die Verluste aus Libyen während des Bürgerkrieges aus, und sie hielten zu ihrem eigenen Schaden während der 80er den Ölpreis so niedrig, dass heute behauptet wird, dass Gorbatschew deshalb den Glasnost & die Perestroika durchführte.

    • Ich stimme zu, hätte lediglich der Bezeichnung „Zermürbung“ das Wort „Auszehrung“ vorgezogen.

      Aktuell ist wohl der springende Punkt, welchen Hintergrund der Zusammenschluß zahlreicher FSA-Brigaden mit den Takfiris bei der ethnischen Säuberung der Kurden aus dem Raum Aleppo und in den Kämpfen um die Ölfelder im Osten hat. Man darf wohl ausschließen, daß es aus Symphatie, Kameradschaft und Solidarität oder aufgrund ideologischer Gemeinsamkeiten geschieht, obwohl das im Einzelfall vorkommen mag. Es stehen Geld und Pfründe im Hintergrund und diese Brigaden werden sich in der Masse nicht einfach der Hoheit der Takfiris unterstellen, die die irakischen Quellen dieser Zuflüsse beherrschen.
      Folglich darf man schließen, daß der Hintergrund entweder eine taktische Entscheidung der türkischen Regierung oder der Kampf zweier potenter Fraktionen ist, die von türkischem Territorium aus das Kriegsgeschehen zu bestimmen suchen. Da zahlreiche Vorgänge in der Türkei den Eindruck hinterlassen, Erdogan halte die Fäden der Macht nicht mehr in der Hand, nehme ich die zweite Variante an. Folgt man vielfach kolportierten Gerüchten, wäre das Gespann Gül / Davutoglu verantwortlich für die Eskalation zu Lasten der Kurden, die gewiß nicht ohne Deckung von prominenten Stellen in den USA und Europa handelten.

      Wenn ich zahlreiche Informationssplitter zur taktischen Lage der FSA zugrunde lege, drängt sich mir der Schluß auf, das strategische Ziel der türkischen Kriegspartei sei die Vertreibung der kurdischen Bevölkerung aus dem Siedlungszentrum Afrin und Umgebung. Bis vor etwa einem Vierteljahr hat die türkische Seite, mit punktuellen Erfolgen, versucht, die PYD und ihr affilierte YPG – Brigaden in diesem Bereich mithilfe von Intrigen, Bestechungen und Anwerbung Jugendlicher für die FSA aus ihrer dominanten Stellung zu drängen, die ihnen ein beachtliches militärisches Gewicht verschaffen. Die ethnischen Säuberungen gegen die Kurden im Stadtgebiet Aleppo und im Südosten, fallweise unter Hilfestellung syrischer Luftwaffen- und Artillerieeinheiten, setzten dieser Politik ein Ende. Die Kurden in und um Afrin wurden zivilgesellschaftlich geschwächt (Flüchtlinge), doch militärisch gestärkt. Burgfrieden und Waffenstillstände wurden brüchig oder entfielen. Der Spielraum nordwestlich operierenden FSA-Brigaden zwischen kurdischen Kämpfern, der syrischen Luftwaffe und blockadebrechenden Stoßtrupps der syrischen Truppen schmolz. Die gegenwärtige Mobilmachung der Kurden könnte dazu führen, daß sie Kräfte aus dem momentan nicht umkämpften afriner Raum zugunsten der Brennpunkte im Osten abziehen. Wenn dann ein paar schauerliche Massaker in vereinzelten kurdischen Siedlungen dieses Raumes folgen, würde die Bevölkerung weiter in Afrin zusammengedrängt und weitere Fluchtbewegungen nach Norden und Osten ausgelöst.

      Wäre ich Sandkastenstratege der FSA im Dienste türkischer Aggressoren, würde ich vorschlagen der anscheinend unverbrüchlichen Entschlossenheit der syrischen Armee zur Säuberung Aleppos glaubhaften, aber letztendlich hinhaltenden Widerstand entgegen zu setzen, der die komplette Zerstörung der Stadt provoziert, und zu diesem Zweck Artillerie einfordern, die auch die derzeitigen Regierungsbezirke aus der Distanz niederlegt. Aleppo würde als kommerzielles Zentrum für alle Konkurrenten (auch die Takfiris) auf längere Zeit erledigt und nach der Säuberung des Großraumes von Kurden beherrschte das türkische Staatswesen ihn auf politischer und ökonomischer Ebene konkurrenzlos. Es erhielte auch auf internationaler Ebene die faktische Zuständigkeit für diese Territorien und würde damit zur unumgänglichen Adresse für alle Regelungen, welche die übrigen Kriegsparteien anstreben.

      Dieser Strategie wäre nur mit einem regulären türkisch-syrischen Krieg zu wehren.

    • Herr TG, Sie sind hier nur um im Trüben zu fischen. Finden Sie das gut?

    • In gewissem Sinne stimmt das, Herr Emmanuel, ich fische im Trüben der prinzipiellen Unterwerfung von Bürgern unter eine Herrschaft über sie unter genau einer Bedingung: Daß diese Herrschaft ihnen Parteinahme für sie erlaube.

      Und, ja, wer gewisse sozialpsychologische Maßstäbe anlegt, wird das schäbig nennen. Wer einfach die schiere Anzahl ablehnender Reaktionen zum Maß nimmt, wird mich mit „Recht“ einen Störenfried, Randalierer, einen „Intruder“ nennen.

      Ich gebe zu bedenken, daß Psy-Op Strategen der US-Counterinsurgency-Abteilungen, die sich mit der Gefahr heimischen Aufruhrs und Aufstandsbewegungen befassen, schon in den 90gern (ich habe das nicht dokumentiert) das freie Internet dafür gerühmt haben, daß es Tendenzen zur autonomen Zerstreuung und Erstickung aufrührerischen Potentials immens produktiv bündele bzw. ggf. zu bündeln erlaube. Dazu zählt namentlich das Phänomen, daß die Szenen der Abweichler und Querulanten Peers absondern, die Leuten, die sich um sie sammeln, die Bildung neigungsreiner und gesinnungsgesäuberter Kleingruppen erlauben oder nahe legen.
      Wenn es nach dem erklärten Willen gewisser Foristen hier ginge, so würde aus diesem Weblog ein derart stumpfsinnig öder Stammtisch, daß er für die Teilnehmer selbst wohlmöglich nur noch mit einem jeweils nötigen Quantum Wodka genießbar wäre – und genau dazu da …

    • Die öden Verdächtigungen, ich stünde im Dienste eines falschen Herren sind mir über, ich mag ihnen jetzt ein für alle Mal Recht geben, indem ich mich erneut (wie schon einmal anläßlich des israelischen Angriffs vom Mai) praktisch zur Kriegslage stelle.

      Nämlich so

    • @Thomas:
      Auszehrung ist eigentlich wenig anderes als Verbluten.
      Hunderttausend Tote in 3 Jahren sind zwar bedauerlich, liegen aber deutlich hinter der fast halben Million Neugeborenen pro Jahr.
      Geschädigt werden vor allem Moral und Wirtschaft, weswegen die Kampfhandlungen irgendwann enden, woraufhin sie sich verdammt schnell erholen.
      Afghanistan ist hier mal als Beispiel untauglich, aber so ähnlich war es ja bsw. in Cambodia & Nicaragua.
      Von dem her passt mir Zermürbung besser. Ist aber im Prinzip auch Jacke wie Hose.

      Sätze wie: „Wäre ich …, würde ich…“ taugen als Analysen 0. Ich denke du wirst mir zustimmen dass es eigentlich nie so einfach ist.

      Ich denke nicht dass du aus der Diskussion hier raus sollst, und Apxwn genauso wenig.
      Einfach weniger selber austeilen und wenn andere es tun, drüber stehen. Das wäre toll. Und ab jetzt solche Aufforderungen zu ignorieren, dafür wäre ich dir auch dankbar. Solche habe ich jetzt schon zu viele gesehen als dass es sich eigentlich für dich lohnen würde weiter darauf einzugehen.
      Wobei die Diskussionen über den Diskussionsstil mich jetzt genauso nerven. Könnt ihr nicht alle endlich mal einfach nach meiner Pfeife tanzen und alles tun was ich sage? :P

    • @Jones2theBones
      reichlich naive deine Abgänge gegen Geburten zu rechnen!
      Allein schon die Flüchtlinge befördern die Politik der kleinen Nadelstiche!
      Jeder vertriebene erscheint nicht mehr am Arbeitsplatz.
      Konsumiert nicht mehr im, vieleicht eh schon geplünderten Dorfladen.
      Wenn dann noch die SAA 6Stöckige Gebäude in Schutt schießt wegen einem Sniper, ist der Schaden maximal!

      Die Terroristen setzen dem aber noch eins drauf, indem sie:
      Fabriken,Pflegestationen und Infrastrukturen einäschern und plündern, Strassen, Brücken Geleise, Stromverteiler und Masten sprengen, Getreidefelder anzünden und Lager plündern.

      Ob man das ausbluten,erwürgen, untergraben oder sonst wie nennen will ist eigentlich egal, da steter Tropfen den Stein höhlt.
      Wenn Syrien noch zu 50% funktionsfähig ist hat das Land Glück aber in einem halben Jahr sinds noch 42%.

      Was sind die Ziele der Soft-Power-Strategen?
      Zum mindesten ein Land in den Zustand bringen dass es lange Zeit mit sich selber beschäftigt ist.
      Somit es die Wirtschaft schädigen nur ein sehr zwangsläufiges Ziel und auch die Moral der Deutschen lag gegen Ende des WWII nicht am Boden, denn immer noch regte sich in all den Trümmern so etwas wie gesellschaftlicher Zusammenhalt.
      Aber zu der Zeit wurde erfunden Zivilisten anzugreifen, in grossem Stiel durch die Flächen-bombardierung der Städte.

    • Badx, seriously!
      Naiv? Ich kanns wenigstens schreiben.
      Weiter hängt das nicht nur vom Schreiber, sondern auch sehr stark vom Leser ab. Wenn ich den Mond beschreibe und du auf die Sonne glotzt, ist das nicht mein Fehler.

      Habe ich dir widersprochen dass steter Tropfen den Stein höhlt? Nein.
      Spielt die syrische Wirtschaft in diesem Krieg eine große Rolle? Ja. Ist sie alleine tragend? Nein.
      BEIDE Seiten sind Auslandsabhängig.
      Dass Syrien hier Kredite und finanzielle Stützen braucht, um den Krieg zu finanzieren, ist auch nur allzu verständlich, die kriegsnotwendigen Güter stellt das Land aber zu einem sehr bedeutsamen Teil NICHT selber her!
      Siehst du da, oder in anderer Hinsicht eine vergleichbare Lage des deutschen Reiches im zweiten Weltkrieg?
      Vergleiche mit den Weltkriegen oder anderen Ereignissen der Vergangenheit sind legitimes Analysemittel, aber wieder muss man in der Lage sein Äpfel und Birnen auseinanderhalten.
      Parallelen zwischen Syrien und dem III. Reich sehe ich kaum.

      Sei so gut, lies meine Beiträge besser und schau dir vielleicht mal den Contrakrieg an.

  • Enis

    In Norden Lattakias hat es in den vergangenen Tagen grossangelegte und lang vorbereitete Angriffe der blutrünstigsten Terroristen an alawitische Dörfer gegeben. Der Geheimdienst der Türkei hat diesen Terroristen alle nur mögliche logistische Unterstützung zur Verfügung gestellt. Es sollte ein Vergeltungsangriff für den angeblichen „Massaker“ in Banyas gegeben. Schon damals versprach der offizielle Terroristenchef Erdogan, dass Banyas nicht unbestraft bleiben wird.

    Die Volkskomitees mit Unterstützung der SAA konnten unterdessen vier von 6 überfallenen Dörfern zurückerobern. Zwei Dörfer sind noch in der Hand der Kakerlaken. In einem dieser Dörfer werden zur zeit 400 Zivilisten als Geiseln gehalten. Darunter ein bekannter alawitischer Sheiky Bedir Ğazal, Bruder des bekanntesten alawitisch Arabischen Klerikers Sheiky Fadil Ğazal.

    Es gibt Gerüchte wonach viele Zivilisten unterdessen geschächtet wurden.. Sollte dieses Massaker tatsächlich stattfinden bzw. der entführte Sheikh geköpft werden, dann wird die Situation in Lattakia grösstwahrscheinlich unkontrollierbar aufkochen.

    Trotz allem; nein zur konfessionellen Keule! Den Terroristen zum Trotz, ja für die Einheit Syriens!

    Nein zum Dialog mit Terrorismus.
    Nein zu Genf.
    Es gibt nur Sieg oder Niederlage. Ich hoffe die SAA geht mal endlich zum Modus der total verbrannten Erde rüber!

  • Anonymous

    Gestern wurde Folgendes über Latakia veröffentlicht:

    »Volk und Streitkräfte in Latakia bekämpfen energisch die Verbrecher (5. August 2013)
    http://resistencialibia.info/?p=6129

    Banden von Salafisten und Takfiristen – die vom höllischen Feudalhaus der Sauds ihren Sold erhalten und von der CIA bewaffnet werden – sind in die Gebiete der nördlichen Provinz Syriens Latakia eingebrochen, konkret am Berg Al Akrad und dem türkmenischen Berg, und haben versprochen gnadelos alle alawitischen Moslems und Anhänger der Syrischen Arabischen Republik – welche die weite Mehrheit bilden – zu vernichten.

    Bataillone von Freiwilligen der Baas-Partei, Boden- und Luftstreitkräfte der Syrischen Arabischen Republik und Milizien der Nationalen Verteidigunskräfte haben mit Energie reagiert und haben die Verbrecher aus der Ortschaft Beit al-Chakouhi vertrieben und ihnen zahlreiche Verluste zugefügt. Die wehrlosen Zivilisten gehen in die Hauptstadt der Provinz, Latakia, um nicht von den Kopfabschneidern unter Befehl von Obama und Erdogan massakiert zu werden

    Ein hochgeachteter, alter und kranker alawitischer Scheik, Badr al-Gjazali, ist von den Verbrechern – die sich fälschlich auf den sunnitischen Islam berufen und in Wirklichkeit Anhänger der Dollar die sie bekommen sind – gefangen und gefoltert worden.

    Sehen Sie das Antlitz voller Entsetzen des Scheiks Badr al-Ghazali, hochgeachteter muslimischer Religiöse in den Händen der Unglaubigen im Dienst von Israel. Auf dem Photo posiert er zusammen mit den revolutionärischen Patrioten in Latakia, konkret der Kamerad Mirhac Ural, vom türkischen faschistischen Bürgertum tief gehasst.

    Wir machen einen Aufruf zu aktiven internationalen Solidarität mit den antiimperialistischen patriotischen Verteidigern der syrischen Provinz Latakia! «

    Pedro

    • Comrade John

      Enis
      „Bruder des bekanntesten alawitisch Arabischen Klerikers Sheiky Fadil Gazal.“

      In diesem Video (05.08.2013), das müsste er sein.
      Der Wortlaut („nur“ arabisch) soll sich auf seinen entführten (älteren) Bruder beziehen, wie ich anderweitig als einzige Info gelesen habe.
      Interessanter Mann.
      Man beachte das Gemälde an der Wand (Assad, Ché Guevara, Mirhac Ural) sowie die Tasse mit dem Logo von THKP-C (Acilciler) auf dem Schreibtisch. Die Szene könnte in einem Wohnhaus (Büro) dieser Gruppierung aufgenommen sein.
      —————————————————-
      Über Mirhac Ural, den die türkischen Regierungsmedien damals als (einen) möglichen Urheber des Bombenanschlages in Reyhanli ausgemacht haben wollten, sprachen wir schon in diesem Strang:
      http://apxwn.blogspot.de/2013/05/reyhanli.html#.UgK4Lm2zb_c
      —————————————————-

      Pedro
      „Auf dem Photo posiert er zusammen mit den revolutionärischen Patrioten in Latakia, konkret der Kamerad Mirhac Ural, vom türkischen faschistischen Bürgertum tief gehasst.“

      Vielen Dank.

      Über Mirhac Ural behaupten türkische Medien, dass er mit seiner Partei von Syrien aus die (arabischen) Alawiten agitiere, insbes. in Provinz Hatay. Dort habe er es „auf Jugendliche abgesehen“. Ausserdem bestünde die Gefahr, dass auch die türkischen Aleviten in ihrer Haltung negativ beeinflusst werden könnten. Die THKP-C soll an den Demonstrationen gegen Erdogan mitbeteiligt gewesen sein. Ural arbeite mit dem syr. Geheimdienst zusammen, er soll früher s. gute Beziehungen zu Öcalan (PKK) gepflegt haben. In der Türkei gilt er seit Jahrzehnten als Staatsfeind u. Terrorist. So ungefähr ist auch der Tenor dieses Artikels (leider nur engl.):
      http://www.todayszaman.com/columnists-293045-role-of-iran-and-syria-in-thkpc-terrorism-against-turkey.html

      Im oben angeführten Strang hatte @ Enis auch einiges zu Ural geschrieben. Der führt max. einige Hundert Mann örtliche Selbstverteidigungskräfte in Latakia, der Rest ist eher türkische Staatspropaganda.

      Bei youtube dazu noch dieses passende Video gefunden, „leider“ nur arabisch. Sieht alles sehr patriotisch aus –
      Girl Syria – Syrian Resistance

    • Anonymous

      Hallo,
      Ja, er und seine Gruppe sind in den Milizien von Latakia eingegliedert. Hier ist er mit einer Gruppe zu sehen (erschien vor 2 Monaten):

      http://resistencialibia.info/?p=5928

      In Bezug auf die Freundschaft mit Okalan, siehe das unterste Bild, die Photografie an der Wand, links oben.

      Grüße,
      Pedro

  • Mancher wird meine kürzlich hier verlinkte Behauptung, die Äußerungen des künftigen US-Botschafters im Libanon, David Hill, vor dem Kongress bezeugten eine „stille“, auf Zeit berechnete strategische Partnerschaft der US-Regierung mit der Hisbollah, die eine Lizenz zur Beteiligung an der militärischen Grenzsicherung auf syrischer Seite einschließt, für „over the top“ gehalten haben.
    Da Entscheidungen und Verfügungen aus den USA über den Libanon eine entscheidende Rolle im Verlauf des Syrienkriegs spielen, insbesondere, weil Netanyahu sie zu berücksichtigen hat (gehorchen muß er freilich nicht), füge ich eine indirekte Bestätigung an, die ich bei der Jamestown-Foundation gefunden habe:

    „Update: Ein „briefing“ von „senior editor“ Andrew McGregor, Jamestown Foundation, vom 12.7. erinnerte mich daran, daß Michel Aoun, Führer der christlichen „Freien patriotischen Bewegung“ innerhalb der „Koalition des 8. März“, Ex-Präsident Mikati den Vorwand zum Rücktritt lieferte, indem er sich gegen die Forderung der schiitischen Koalitionäre stellte, General Jean Kahwaji im Amt zu bestätigen. Kawaji wird von der Koalition Hariri der militärischen Zusammenarbeit mit der Hisbollah bezichtigt. Anschließend vereitelte Saudi-Arabien den Versuch Saad Hariris, mit Unterstützung amerikanischer Freundeskreise, darunter der besonders lauten Maura Connelly, den Libanon mit der Forderung nach einem neuen Wahlgesetz auch auf Regierungsebene an die Schwelle eines neuen Bürgerkriegs zu treiben. Mit dem Lob für Jeah Kahwaji hat sich David Hill folglich explizit gegen Michel Aoun an die Seite des Bündnisses aus Amal und Hisbollah gestellt und dürfte damit den schwelenden Streit in der Koalition des 8. März zu Lasten Hariris entschieden haben.

  • Nach einem ausführlichen Bericht der frz. Ausgabe von Al Manar, der sich auf Berichte stützt, die Al Akhbar veröffentlichte, kann es wenig Zweifel geben, daß die in den letzten Tagen an Kurden, Alaviten und Christen begangenen ethnischen und konfessionell motivierten Massaker und Terrorkampagnen im Norden, Westen und Osten Syriens eine konzertierte Aktion darstellen, die von lenkenden Händen auf höherer Ebene gesteuert wurde.

    Hinsichtlich der kurdischen Ziele schrieb ich gestern, „darf man schließen, daß der Hintergrund entweder eine taktische Entscheidung der türkischen Regierung oder der Kampf zweier potenter Fraktionen ist, die von türkischem Territorium aus das Kriegsgeschehen zu bestimmen suchen. Da zahlreiche Vorgänge in der Türkei den Eindruck hinterlassen, Erdogan halte die Fäden der Macht nicht mehr in der Hand, nehme ich die zweite Variante an. Folgt man vielfach kolportierten Gerüchten, wäre das Gespann Gül / Davutoglu verantwortlich für die Eskalation zu Lasten der Kurden, die gewiß nicht ohne Deckung von prominenten Stellen in den USA und Europa handelten.“

    Nach einem Bericht, den der langjährige Kenner der Szenerie Cengiz Çandar am 5.8. für Al Monitor schrieb, hat der Unterhändler der PYD Salih Muslim der türkischen Presse am 4.8. unter Berufung auf Augenzeugen mitgeteilt, daß bereits am 2.8., noch während seiner Unterredungen mit türkischen Regierungsstellen, ein Waffen- und Munitionskonvoi aus der Türkei die Grenze bei Kagamis (Jarabulus) mit Kurs auf arabische Ansiedlungen westlich von Kobani (Ayn al Arab) passiert hätten. Hingegen wurden kurdische Konvois mit Hilfsgütern aus der Türkei entgegen den Versprechungen der türkischen Regierung aufgehalten.

    Salih Muslim hatte angenommen, der Konvoi bereite einen Angriff auf Kobani vor. Doch die schwerwiegensten der am Montag, den 5.8. begangenen Massaker an hunderten Alten, Frauen und Kindern fanden 40-50 km östlich davon in der Umgebung von Tal Abyad statt.
    Während oder kurz nach diesen Massakern, die eine Koalition aus FSA-Brigaden und Islamisten wahrscheinlich am 26.7. in Gaziantep verabredet hat, stellte sich der türkische Außenminister Davutoglu vor die Presse und stieß Drohungen gegen die PYD für den Fall aus, daß sie „in irgendeiner Weise“ mit dem „syrischen Regime“ kooperiere, als habe sein Ministerium Salih Muslim nie empfangen, nie mit ihm konferiert. Dazu versicherte Davutoglu der Presse, er sei in dieser Frage mit dem irakisch-kurdischen Mafia-Boss Barzani einig.

    Der zeitliche Ablauf erlaubt, nahezu auszuschließen, daß die türkische Regierung der PYD mit ihrer diplomatischen Initiative eine Falle stellte. Die Täuschung, wäre es eine gewesen, bekam kaum Zeit für nennenswerte taktische Auswirkungen – es sei denn, man wolle annehmen, die türkische Regierung habe die Verschwörer von Gaziantep bei der Vorbereitungen der Massaker direkt gedeckt, indem ihre diplomatische Initiative die YPG’s davon abhielt, die Konvois der FSA zu stoppen.

    Ich will das nicht ausschließen, halte es aber doch für nicht sehr wahrscheinlich, daß der schwer eingebildete Akademiker Davutoglu sich direkt an der Organisation von Massakern beteiligt.
    Fortsetzung folgt

  • Enis

    die kurdische PYD hat die 70 Helden der SAA aus Minnigh festgenommen! Beim Rückzug mit 2 Panzern wurden die 70 Helden, die monatelang gegen tausende Menschenfresser ankämpfen mussten, von PYD Kämpfern gefangen genommen. Ich hoffe sie werden wenigstens wie Menschen behandelt. Ich bin überzeugt die Militärführung wird sie frei erzwingen..

    Die Kurden müssen endlich Fahne zeigen und öffentlich sich von den Ratten distanzieren.

    Denn was diese mit den Kurden machen ist nichts anderes, als das was sie mit anderen Syrern machen, dieses mal mit einer unmenschlichen Zugabe. Lebendig verbrennen:

    http://videogaleri.gazetevatan.com/21649_9_El-Kaide-Suriyeli-3-Kurtu-diri-diri-yakti.html

    Was Gutes hat man heute trotzdem gelesen und zwar das in Ost-Ghouta die Kakerlaken mindistens 60 Leichen lassen mussten. Die Republikanische Garde hätte sie am Morgen mit einer Freifahrt in die Hölle überrascht.

    Gegrüsst seien die Löwen von der 4.Division.

    • Wie soll das unter den gegebenen Umständen zugegangen sein, Enis, und, vor allem, wer hat Dir dazu was von „PYD“ geflüstert?! Das ist keine militärische Organisation!
      Die Umstände lassen es möglich erscheinen, das eine der FSA angeschlossene kurdische Brigade die Leute gefangen gesetzt hat, wenngleich unwahrscheinlich, wieso sollten die dominierenden FSA-Brigaden sich diese „Beute“ entgehen lassen?
      Es gibt neben kurdischstämmigen Söldnern und Jugendbrigaden im Dienste der FSA auch YPG’s, die lokal mit FSA-Banden zusammen arbeiten, weil sie dazu erpresst worden sind und, vor die Wahl gestellt, keinen Grund haben, ihre Familien Soldaten der SAA aufzuopfern, aber auch das ist eine andere „Nummer“.

      Die aufmerksamen Leser hier wissen ja, daß Du Deinen „Stamm“, die Alaviten zum „auserwählten Volk“ erklärt hast, ausersehen, wenn nötig jeden Syrer mit der Ehre des Märtyrertums zu beglücken. Bitte. Wenn das Dein Wille ist, so sei es, und die Waffen sprechen. Aber hör bitte auf, Deinen Willen anderen Leuten, zum Beispiel Kurden, zu deren Volkscharakter zu erklären. Diese Tour ist nicht mehr „arabisch“ oder „orientalisch“, schon gar nicht alavitisch, es ist eine Variante abendländischer Faschisterei, des Zigeuner- und Judenhasses!

    • Enis

      @Tom
      Du bist der grösste Klugscheisser und Demagoge zugleich. Zeige mir einen einzigen Satz, wonach ich die arabischen Alawiten zum auserwählten Volk erklärt hätte. Wenn du das nachweisen kannst, dann werde ich meinen Namen mit „Enis der Esel“ umändern, wenn du das nicht nachweisen kannst, dann überlasse ich dich dir selbst..

      Das einzige wo ich meine Hand ins Feuer legen kann, ist einzig, dass 95% der syrischen Alawiten verdammt gute Patrioten sind! Ich sage nicht bessere, sondern verdammt gute!

      Ob PYD, PKK, YPG, YPJ, DTK, BDP, KNK, KCK, oder wie auch immer diese Deppen heissen, stehen unter einem Dach. Also dann rede ich einfach über die PYD wenn es um die syrischen Kurden geht.

      Und bezüglich den gefangenen 70 Soldaten frag mal bei deinen PYD Kollegen nach, welche du ja so antiimperialistisch hochjubelst! Vielleicht können sie dir dann die Bilder liefern..

      Die Kurden haben die Wahl zwischen separatistischen Terrorismus, oder Patriotismus. Sollten sie sich für die zweite Variante Entscheiden, dann werde ich für jegliche Rechte der syrischen Kurden einsetzen. Sollten sie jedoch die erste Variante wählen, dann müssen sie mit weniger schönen Dingen rechnen.

      Unterdessen scrolle ich eigentlich ohnehin alle komischen Diskussuionen in denen du involviert bist. Ich schreibe es wieder und wieder. Mich interessieren nur die Entwicklungen auf dem Feld. Ich will niemanden hier auf meine Seite gewinnen. Was soll das Syrien überhaupt nützen, wenn du auf meiner Seite wärst??

      Also wenn du von mir gelesen werden willst, dann liefere Informationen über aktuelle Lage auf dem Boden.

      Ansonsten kannst du dir es auch ersparen mir zu antworten.

      Noch zum Schluss, ja ich bin ein mild praktizierender Alawit, ich bin auch sehr glücklich darüber. Ich mag meine Sitten. Ich interessiere mich für mein Vorfahren und ihre Geschichten. Aber ich bin einzig darüber stolz, dass in mir das syrische Blut fliesst, in dem kein Hass auf andere Konfessionen und Religionen vorhanden ist. In dem Platz für alle Farben und Kulturen gibt. Wenn ich mit meinem Patriotismus den Faschismus vertrete, na dann ist dieser ja wunderbar.

    • Anonymous

      TomGard genauso kann man Ihnen unterstellen, Sie hätten die Kurden zu ihrem auserwählten Volk erklärt, denn Sie haben offensichtlich für alle Schritte der Kurden immer eine Erklärung zu deren Gunsten parat. Kommen Sie mir bloß nicht mit der Judenhass Keule. Das ist nicht zum aushalten. Ich bin selber zur Hälfte kurdisch. Vergessen wir hier bitte nicht das große Bild. Treten wir einen Schritt zurück und wir sehen ganz klar, dass hauptsächlich ein Staat von dem ganzen Chaos profitiert. Israel! Und immer wieder Israel! Mir scheint immer, sie jubilieren, wenn die syrische Armee Niederlagen erleidet. Sie wollen dem Blog ein bischen Pfeffer geben ja? Ich habe nichts gegen Meinungsberschiedenheiten. Aber ich bin mir nicht klar, auf wessen Seite Sie eigentlich stehen. Sagen Sie doch ein einziges Mal, was Ihnen am Herzen liegt. Ohne viel Faselei. Oder sind Sie doch nur der Sandkastenstratege , der am liebsten den Feinden Syriens gute Ratschläge gibt????? Sie sind natürlich nicht mit dem Herzen, sondern nur mit dem Verstand dabei. Sie finden, dass die meisten hier nur emotional diskutieren und dabei die Fakten vergessen. Aber das liegt daran, dass viele hier familäre Bindungen zu Syrien haben. Sie können auch die Emotionen nicht unterschätzen, siehe Ägypten, da kochen die Emotionen gewaltig und haben dazu geführt, dass innerhalb von zwei Jahren, zwei Regierungen gestürzt wurden. Das Böse darf und wird sich nicht durchsetzen! Niemals.
      Dike

    • „Ob PYD, PKK, YPG, YPJ, DTK, BDP, KNK, KCK, oder wie auch immer diese Deppen heissen, stehen unter einem Dach.“

      Dieses „Dach“ ist die „Variante des Zigeuner- und Judenhasses“. Ende der Durchsage.

      Und was ich zu Enis auserwähltem Volk und Beglückung der lieben Mitmenschen mit ihrem Märtyrertum sagte, hat er auch bestätigt, nur DAS!

      Leute!

      DAS

      halte ich ihm nicht vor. Zu diesem Patriotismus hat er sich entschieden und sich gegen jeden Einwand resistent gemacht. Das achte ich, wie ich jeden begründeten Willen achte. Darin fühle ich mich Enis näher, als jedem anderen hier.

      Ist das wirklich so schwer zu begreifen?!

    • Franz

      Anscheinend schon.

    • Enis

      @TomGard
      Ob du jemals soviel für die Kurden machen wirst wie meine Cousins in deinem Leben??

      Entschuldige aber dort wo ich eine Ahnung habe, habe ich eine Ahnung. Ich weiss was ich schreibe.

      Einige Kurden haben eine ähnliche Einstellung zum Patriotismus wie uns. Das mag ich durch und durch. Doch ihre schlampfenhaften zick zack Kurse gehen mir voll auf den Sack. Sie haben genau die gleiche undurchsichtige politische Agenda wie du.

      So sind wir deshalb, resistent und immun gegen gegen alles was gleich bedeutet wie eben nichts.

      Vielleicht begreifst du anhand meines Willens und meiner durchsichtigen patriotischen Gesinnung warum ein Volk, ein Präsident und eine Armee vereint 2.5 Jahre lang gegen jegliche Aggression wie ein Fels auf den Beinen steht.

    • Nobilitatis

      @TG:
      Egal, wie Ihre Sympathien verteilt sind, bevor Sie jemanden beschimpfen, sollten Sie etwas Recherche betreiben, ob die Informationen nicht vielleicht WAHR sind! Hier kann ich zur Zeit liveleak empfehlen.

    • Comrade John

      TGards Vorgehen gegen Enis reiht sich nahtlos ein in ein schon bekanntes u. immer wiederkehrendes Muster seines Gesamtauftritts. Dieser ist auch dadurch auffällig, dass er im Zusammenhang mit dem Nationalstaat Syrien u. der Assad-Regierung anfangs vor allem gegen Nationalismus u. Militarismus agitiert hat. Es folgten personenbezogene Diffamierungen hiesiger Nutzer: potentielle „Schlächter“ und „Faschisten“.

      Die nächste Stufe der Eskalation ist die Geisterbeschwörung eines angeblichen Rassismus u. Antisemitismus, die Gard spätestens im Posting TomGard7. August 2013 12:34 einläutet (tatsächlich gab es den Anflug der „Nazikeule“ schon mind. ein Mal vorher).
      Ich füge hinzu, gegen jeden Augenschein und jede Erfahrung von Enis‘ Beiträgen in diesem Blog. Denn Enis hat sich immer zum ganzen Syrien bekannt, zu seiner kulturellen Vielfalt, seiner (religiösen) Toleranz, allerdings zur Einheit Syriens, und er hat sogar noch mehrmals die Hoffnung ausgedrückt, es werde eben keinen religiös motivierten Bürgerkrieg geben, den vielleicht der vereinte Westen inkl. Israel dort gern sähe.

      Die Einzelteile (Nationalismus, Militarismus…) des Musters ergeben ein Ganzes. Das Ganze, das ist diejenige unerwünschte Haltung fragender, kritischer oder entschieden systemoppositioneller Schreiber, die unter Verdacht gestellt wird. Der Verdacht heisst: Ewiggestrige, neue Rechte, Nazis (= Faschisten, Rassisten, Antisemiten… es gehört alles zusammen) am Werk! [Den näheren Inhalt kann ich mir schenken, denn explizit wurde er ja noch nicht bescheinigt; immerhin lässt freilich das Wort >> Juden! klar aufhorchen.]

      Mit exakt den obigen Begriffen, allesamt bewährte Totschlagbegriffe aus dem Arsenal der NWO-Globalisten, die selbstverständlich keinen Nationalismus mehr sehen wollen, geht das Imperium auf allen Volkskanälen, also auch im Internet, gegen seine Kritiker oder Leute vor, die den Anschein machen nochmal welche werden zu können. Inzwischen werden in BRD schon Alt-Linke nur deswegen unter Antisemitismus- u. Rassismusverdacht gestellt, weil sie es noch wagen überhaupt eine Kritik am Staat Israel zu äussern. Man fragt sie allen Ernstes, ob sie denn nicht die „Lehren aus der deutschen Geschichte“ u.ä. „verstanden“ hätten!
      Es ist das typische Muster, mit dem der Zionismus jetzt gegen alle vorgeht, die noch nicht auf Generallinie („Mainstream“) sind. Zum Mainstreamdenken zählt es, das angegriffene u. geschundene Syrien nicht etwa noch ideell zu verteidigen sondern es korrekt zu finden, wenn der „Diktator Assad“ endlich gestürzt wird und zwar egal wie u. von wem.

      Gards Vorgehen, das habe ich früher schon geäussert, und dabei bleibe ich jetzt erst recht, ist m.M. nach kein Zufall oder nur der Ausdruck eines ungezügelten Temperamentes, sondern es ist geplant u. gezielt. Die Diffamierung zielt auf die Solidarität u. Parteilichkeit zugunsten des angegriffenen syrischen Nationalstaats, seiner rechtmässigen Regierung u. des Grossteils der Bevölkerung, die sich dem auswärtigen Diktat nicht ohne weiteres unterwerfen möchte, die Regierung unterstützt u. Widerstand leistet.

    • Seufz.
      Warum könnt ihr bloß nicht mal zur Kenntnis nehmen, daß ihr jemanden vor euch habt, dessen Denken und Fühlen nicht auf eine Parteinahme, auf einen Anschluß an eine Macht hinaus läuft? Ich bin nicht „für die Kurden“ und habe das mehrfach laut und deutlich gesagt, meine Symphatie gilt gewissen sozialrevolutionären Absichten und der, nennen wir es „Denkungsart“, die zu ihnen führten, Punkt. Es war nicht meine Absicht, Enis zu beleidigen, im Gegenteil. Ein kurdisches Leben ist mir nicht mehr „wert“, als ein syrisches Leben, es ist mir garnichts wert, verdammt! In meinem Denken gibt es nichts, was gegen ein Menschenleben aufzuwiegen wäre, und das heißt wiederum nicht, daß mir ein Menschenleben ein „höchster WErt“ ist, sondern, wie gesagt, GAR KEIN WERT. Es ist genau so viel wert, wie derjenige, der dies Leben führt, ihm „Wert“ beimißt, das liegt nicht in meiner Hand. Wenn Enis tat-sächlich seinem Leben einen angestrebten Beitrag zum Erhalt der syrischen Nation als Wert beimäße, dann wäre das sein „Ding“, nicht meines, und wenn er darüber verreckte, wäre es anmaßend von mir, ihn dafür zu bedauern, daß sein Wille in Erfüllung ginge. Ich kann höchstens mich bedauern, weil dieser Mensch weg ist und weil ich den Grund, dessentwegen er weg ist, hasse. Denn dieser Grund liegt nicht in Enis Ermessen, nicht in seiner Bemessung = Wert-Zuweisung seines Lebens, sondern im Konflikt der WertE, die ihm einerseits seine syrischen Herren, andererseits auswärtige Herren, die Herren über ihn werden wollen, zumessen.

      (Woran ihr eigentlich wenigstens erahnen können solltet, daß ALLE „Werte“ etwas sind, das Herren ihren Sklaven zumessen, und diese Sklaven sie lediglich ein wenig listig zu interpretieren suchen, wenn sie sie für sich annehmen.)

      Und ich fände es schön wenn Enis die Kurden genauso oder wenigstens ähnlich behandeln würde, wie ich ihn, weil ich denke (ob fälschlich oder nicht) das kann er, das liegt trotz und mit den Maßstäben seiner Entscheidung für den Patriotismus im Bereich, in der Macht seines Ermessens. Mein Vorwurf an ihn, er betrachte „die Kurden“ aus einem Blickwinkel, der dem eines europäischen Faschisten auf die „Juden“ und „Zigeuner“ verdammt ähnlich sieht, ist deshalb – so absurd es euch erscheinen mag – eine Parteinahme für Enis, für diesen Menschen. Ich möchte, daß er für mich schöner wird, als er jetzt ist, weil und insofern er das werden kann, ohne deshalb von seiner Entscheidung, seinem Willen lassen zu müssen.

    • Nobilitatis

      Dennoch haben Sie sich vor einer Entschuldigung Richtung Enis gedrückt, denn seine AUSSAGE, egal wie emotional formuliert, ist WAHR. Das könnten Sie zumindest zugeben, alles andere wäre schäbig.

    • Seltsam. Obiges Posting wurde zurück datiert, damit Johns Suada davor zu stehen kommt. Soso.

      Nicht, daß es mich ernstlich kratzte – just for the record

    • Oh TG. Bei deiner Menschenwert-Philosophie muss ich an Monty Python denken: you come from nothing, you’re going back to nothing. What have you lost? Nothing!
      http://www.youtube.com/watch?v=jHPOzQzk9Qo

      Wir hier in Deutschland, ohne syrische Wurzeln, ohne Verwandte dort, können uns so einen abgehobenen Blickwinkel erlauben.
      In einem stimme ich jedoch zu: die geradezu digitale Einteilung von Menschen in Freunde und Feinde, oder gar in Menschen und Ratten (also in Menschen und Nicht-Menschen), ist das Wesen von Faschismus. Wie schon Nietsche warnte, wer gegen Ungeheuer kämpft wird leicht selber eins.
      Die Kurden sind doch selbst Opfer der Sunni-Faschisten mit mutmaßlichen Verbindungen in die Türkei. Damit müssen sie allerdings nicht zwangsläufig pro Assad sein.
      Verhandlungen wären so dringend nötig, der Krieg ruiniert das Land mit seiner stolzen Geschichte.

    • Und was, Jowi, unterscheidet Dein Urteil „abgehoben“ von der „Digitalität“, der Unterscheidung von Menschen und Ratten, Du gottverficktes verheucheltes Arschloch?

    • gottverficktes verheucheltes Arschloch

      TG, komm von deiner Säule herunter!

    • Wenn Du von Deinem Herrenmenschenhügel ‚runter kommst, steig ich von der Palme, Jowi.

    • ich hoffe die volldeppen die dachten dass man mit TG normal diskutieren kann sehen jetzt eins was er wirklich mit seinen ellenlangen und nichtssagenden passagen bezweckt. und dass er persönlich wird ist auch kein zeichen von objektivität.

      @TG die letzte nazi-anschuldigung gegenüber jowi kannst du dir übrigens genau wie die anderen sonstwohin stecken. sonst tu ichs nämlich.

      mit diesen worten: TG ist ne kleine schleimige ratte die bezahlt wird unermüdliche anti-syrische äußerungen zu veröffentlichen und portale wie dieses damit vollzumüllen. dass apxwn nichts dagegen unternommen hat ist ziemlich traurig und zeugt nicht von weisheit.

    • @Sown

      Jetzt kann ich mir einen Kommentar doch nicht verkneifen, auch wenn das eine „Metadiskussion“ auf persönlicher Ebene ist und die Leser lieber Frontberichterstattung aus Syrien wollen.

      Abgesehen davon, dass du den Beleidigungen von TG noch eine weitere („Volldeppen“) hinzugefügt hast, täuscht du dich in deinem Urteil.
      TG investiert unglaublich viel Zeit in die Beschäftigung mit dem Nahen Osten und hat eine sehr eigenständige Denkweise. Google verrät, dass er mal in der SDAJ war (LINK), was vielleicht seine bisweilen (für mich) anstrengenden Formulierungen erklärt. Dialektik?
      Viele seiner Gedanken sind interessant und lesenswert, gerade auch weil sie abseits vom Mainstream sind.
      Abgesehen davon, dass apxwn aus technischen Gründen kaum etwas gegen TG unternehmen könnte, wenn er wollte, wäre es echt schade, wenn er TG sperren würde.
      Außerdem erhielt TG den Ritterschlag, von Henryk M. Broder (LINK) persönlich abgewatscht worden zu sein, was wirklich (das meine ich ganz ehrlich), eine der größten Auszeichnungen ist, die man in unserer Bananenrepublik bekommen kann.

      Fazit: Eitelkeiten bei Seite lassen und voneinander lernen, das wäre ein feine Sache. Damit genug (mein Magen knurrt).

    • Franz

      Danke Jowi.

    • jowi lass den mist. ist mir egal was der kerl labert, im lichte der heutigen ereignisse zeigt er seine WAHREN absichten. der rest ist mir scheiss egal.

      der rapper immortal technique schien mir auch ein echt guter kerl zu sein (spendete ein weisenhaus in afghanistan) und dann erfahre ich dass das arschloch die syrischen rebellen unterstützt.

      das ist der PH test leute. seht es endlich ein. wir stehen an der schwelle eines neuen kapitels der geschichte – der ultimative charakter test.

      der rest ist mir sowas von schnurz das glaubst du mir net. also lass mich damit.

  • So oder so läßt der Vorgang erkennen, die Gerüchte, Davutoglu habe sich unter der Deckung des Staatspräsidenten mit nationalen wie internationalen Akteuren gegen die Kurdenpolitik Erdogans verschworen, stimmen.

    Salih Muslim hatte lt. oben verlinktem Artikel schon am Sonntag gegenüber der Presse angedeutet, eine Koalition aus „deep state“ und Regierungsstellen scheine die kurdisch-türkische Annäherung sabotieren zu wollen.

    Eine ostentative, wenngleich versteckte Bestätigung lieferte ihm Wladimir van Wilgenburg, Agent und Sprachrohr der CIA im Sold der Jamestown-Foundation, am am 6.8. in einem Leitartikel Al Monitor’s.
    Der Artikel wäre eine ausführliche Analyse wert, doch aus Zeitgründen belasse ich es bei zwei zureichenden Hinweisen.

    Wilgenburg teilt in einem Nebensatz mit, Ufuk Ulutas, Leiter (!) der Abteilung für außenpolitische Studien bei der SETA Foundation, Washington, DC, habe an der im ersten Teil zitierten „Verschwörung der 70“ am 26.7. in Gaziantep teilgenommen.
    Wer die SETA Foundation googelt und berücksichtigt, was Sibel Edmonds, FBI-Whistleblowerin, in ihrem Blog über die Jahre von der türkischen Lobby in Washington berichtet hat, kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen, daß die leitenden Figuren dieser feinen Gesellschaft in die „deep state“-Strukturen der Türkei und der USA verwickelt sind, mit maßgeblichen Querverbindungen zu den Verschwörern von 9/11. Cheney’s und Vater Bush’s Söhne und Töcher, Killary, Petraeus, Brennan, Romney und McCain, nebst den angeschlossenen Zionisten, Ehud Barak, Ariel Scharon aus dem Koma, die Autoren des Yinon-Plans, sie alle lassen grüßen.

    Der zweite Punkt: Nach der Erwähnung Ufuk Ulutas ersetzt Wilgenburg die Abkürzung PYD durch – PKK.
    ——–
    Derweil schwiegen bis heut morgen alle großen westlichen Portale über die Massaker an Kurden, während die Massaker, die an Alaviten im Großraum Latakia verübt wurden, einige Würdigung erfuhren.
    RT ließ sich nach zweitägigem Schweigen herab, „angebliche Massaker“ in Tal Abyad im selben Stile zu präsentieren, den wir von der „West“presse kannten (Vergangenheit!), wenn es um „angebliche“ Untaten der Söldner ging:

    The channel (Al Alam) also ran horrific uncensored footage from the scene – the authenticity of which can’t be independently verified at this moment. For ethical reasons, RT will refrain from airing the video.

    Darauf folgt, was sonst, Lavrovs „Kommentar“:

    “The task of tackling the terrorist threat is becoming more and more urgent,” Russian Foreign Minister Sergey Lavrov said on Tuesday, in reference to the report.

    Wie schön!

    Die Botschaft für die weniger flüchtig interessierten Leser folgt natürlich gegen Ende des Artikels:

    „Many Western countries and their regional allies, including Turkey, Saudi Arabia and Qatar, voiced their support for the less-radical anti-Assad forces. But the reality on the ground is that Al-Qaeda-linked jihadists, including Al-Nusra Front, are dominating the rebels.

    Ihr werdet sehen, bald gibt es einen Osama bin Laden von russischen Gnaden.

    Zu diesem Zweck erlaubt sich RT, ganz ohne Vorbehalt und Verweis auf syrische Dementis, im Unterschied zu den Kollegen der BBC, Independent, NYT, WSJ, die Eroberung der syrischen Luftwaffenbasis Menegh als feststehende Tatsache auszugeben.

    The latest example is the takeover of a crucial military airport in northern Syria on Tuesday by Islamists-spearheaded forces.

    Islamists-spearheaded – dann also wohl unwiderstehlich?

    Fischfutter-Journaille, wie der Rest der Meschpoke.

    • RT, Londoner Telegraph, Wall Street Journal und vermutlich viele andere in einem Boot!

      Und das Ziel zeichnet sich von Stunde zu Stunde deutlicher ab.
      Kurz vor Mittag erschien im Telegraph ein Artikel, der die Eroberung Meneghs bestimmten jihadistischen Gruppen und Kommandeuren zuordnete und betonte, es handele sich überwiegend um Landesfremde, einschließlich Briten, Deutschen und Amerikanern. Dafür wurde ein „Charles Lister, analyst with IHS Jane’s Terrorism and Insurgency Centre“ herbei zitiert, der diese „Entwicklung“ schon „längere Zeit“ beobachte. Als ob es neu wäre, daß Aktionen von überregionaler Bedeutung überwiegend mit zusammen gescharten Dschihadisten aus aller Welt unternommen werden, als hätte der Telegraph nicht schon mehrfach darüber berichtet.

      Knapp vier Stunden später legte der Telegraph nach, doppelt hält bekanntlich besser. Der einschlägig bekannte Damien McElroy wiederholte unter einem anderen Titel, was er schon zu den ausländischen Dschihadisten geschrieben hatte, beschrie es mit dem „hohen symbolischen Gehalt“, daß der „einzige bedeutende Sieg der letzten Monate“ von diesen Leuten errungen worden ist, ergänzte die Botschaft mit Belegen oder „Belegen“, daß die nach Syrien geschafften Waffen vorzüglich in der Hand der Verbündeten Al Qaedas landeten, und schloß, indem er den offenbar kürzlich geschaßten (ich habe das noch nicht nachrecherchiert) CIA-Director Michael Morell mit den Worten zitierte, solche „Nebenprodukte“ (Fallout) des Syrienkrieges stellten aktuell wohl die „schwerwiegenste Bedrohung der Sicherheit Amerikas“ und die „wichtigste Angelegenheit auf der Welt“ dar.

      Wow. Da wird es höchste Zeit, daß verläßliche Leute nach Nordsyrien einrücken.

      Und dazu müssen die Kurden weg, hat ein amerikanisch-türkisches Konsortium beschlossen. Putin hat es genommen, es dem Basarprinzen vor der Nase ‚rumgewedelt und ihm Beteiligungsangebote gegen gewisse Gegenleistungen gemacht.

      So ungefähr.

      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10227896/Syrian-army-kills-62-rebels-in-dawn-ambush.html
      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10228171/Foreign-jihadists-behind-the-rebel-capture-of-Aleppo-airport.html

    • Ich habe TG verdächtigt, hier im Trüben zu fischen. Ich korrigiere mich. TG bist ein neurotischer Recherchierer, der glaubt, das Gelbe von Ei zu besitzen. Und seine Neurose hat sich dermaßen gesteigert, dass er jeden hier angreift, der sich seiner Meinung entgegen stellt. Summa summarum: Er stiften mit seinen ellenlagen Überlegungen, mit neuen Erkenntnissen, die er i n allerlei Medien auffischt und mit einer Arroganz, die ihn im Grunde als einen kleinen Jungen erscheinen läßt, der sich über die Meinung aller durchsetzen will, nur Verwirrung.
      Ich lese gern diese Webseite, doch wenn TG kommt, scrolle ich schnell weiter. Er hat im Grunde nichts zu sagen, außer, dass er den Assad weg haben und in Syrien eine neue Ordnung einführen will, die aber keine Konturen hat. Genau wie der Hegemon. Sehr geehrter Herr TG: Ihre Meinung ist bestenfalls die von einem Gott ähnlich, die über alles steht. Wir Menschen aber denken nicht so global wie Gott, wir beziehen Position. Insbesondere wenn es um unsere Heimatländer geht, die der Hegemon völlig neutralisieren und Teile seines globalen Weltstaates verwandelt will.

  • Anonymous

    Danke Tom, dass du dir hier die Mühe machst uns aufzuklären.

    Habe da folgendes interessantes gefunden:
    http://www.todayszaman.com/columnists-258996-pkk-iran-axis.html

    Zwar is die Zeitung dafür Bekannt das Sprchrohr der AKP zu sein. Dennoch denke ich, dass eine Zusammenarbeit der Pkk mit dem Iran möglich ist.
    Für die Kurden wird es Zeit sich vom Westen abzuwenden. Wie Tom vorhin klar gemacht hat sind „deep state-Strukturen der Türkei und der USA“ an der Unterdrückung der Kurden maßgeblich beteiligt.

    Was auch Sinn macht, wenn man sich diese Worte Chomskys durch den Kopf gehen lässt:

    „Turkey is in fact Israels second closest alliance after the united states.
    And its for good reasons. These are two of these states that run the peripherie
    of the oil producing region. Along with the Shah of Iran they were, what the Nixon administration
    called, „the cops on the beat“, which control, which defend the tyrants who run the oil-production.
    They defend them [tyrants] from their own poulations, a kind of local gendarms. And in that context Turkey is a close
    Israeli alliant. They are the cops on the beat. Police headquarter is in Washington, a branch office is in London.
    Thats roughly the way how the system is run and Turkey is a big part of it in alliance with Israel and of corse the United States“

    Im Falle einer Zusammenarbeit der Pkk mit dem Iran befürchte ich jedoch einen tiefgehenden Bruch mit Barzani.
    Trotzdem wird es Zeit, dass sich der Nahe Osten aus den Fängen der Zionisten befreit und das wird auch der „Mafia-Boss“ eines Tages schmerzhaft lernen müssen.

    LG Moritz

  • Enis

    @apxwn

    So ria berichtet über den tatsächlichen Sinn dieses Banditen aus Saudi-Arabien.

    Also wenn sich die Russen auf diesen Deal einlassen, dann machen sie längerfristig einen riesen Eigengoal! Eins müssen die hoffentlich gelernt haben, im Nahen Osten darfst du niemanden trauen..

    http://de.ria.ru/politics/20130807/266625868.html

    • Das erinnert mich stark an die Tausend Verhandlungsrunden zu riesigen Projekten, die Katar mit Russland immer und immer wieder eröffnet hat. Zum Abschluss kam es natürlich bei keinem. Doch der Sinn der Übung wurde erreicht, Hundertschaften korrupter Beamter in den russischen Ministerien leckten Blut.

    • Die Meldung ist eine Verarschung, Enis, womit Du gleich ein Beispiel dafür hast, daß man auch außerhalb des Nahen Ostens, und besonders bei den russischen und amerikanischen Presseorganen, niemandem trauen sollte.

      Die Verarsche ist mehrfach kenntlich gemacht. Wenn Du willst, erklär ich das im Einzelnen, aber wichtig daran ist nur, daß dem „Prinzen“ daran gelegen ist, als dummschlauer Bauernfänger und „jüdischer“ Basarfeilscher, arabischer, hingestellt zu werden – irgendwas davon bleibt bei seinen Gesprächspartnern hängen, und das ist von Vorteil.

      Nein, es ist Bandar, der sich Angebote machen läßt – oder auch nur so tut, um seine Relevanz in Washington ein wenig aufzubessern.

      Fyodor Lukyanov (immer eine gute Adresse) drückt das so aus:

      „Saudi Arabia is one of the very few countries that is capable of exercising real pressure on the opposition. In the present situation, especially after the shift of power in Qatar, Riyadh has assumed more responsibility, even more so as Washington delays its involvement. Prince Bandar should realize the extent of the potential understanding with Moscow on the most important regional issues, primarily the Syrian and Iranian issues. Russia is surely interested in restoring at least a partial balance of relations in the Islamic world.
      The ascension of Rouhani, who was cautiously welcomed even by the Saudis, the main rivals of Iran in the region, opens up a window of possibilities for everyone.“

      Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2013/08/russia-benefit-syria-policy-iran.html#ixzz2bIyqcgxy

      Sami Kleib für As Safir, den Du vielleicht mehr schätzt, drückt es anders aus, aber es läuft in etwa auf’s selbe hinaus:
      http://apxwn.blogspot.com/2013/08/aus-dem-konigreich-der-totgesagten.html?showComment=1375525881746#c3069921747615312667
      (TomGard lesen bildet halt – manchmal zumindest)

      Die eigentliche Botschaft liegt darin, daß die Verarsche bei Ria Novosti in allen Sprachen erscheint …

    • bitte, enis. lass mich dich aufklären: ria novosti ist nur gut in russisch, da die deutschen und englische version auf westliche (mit propaganda zugemüllte) zuschauer zugeschnitten ist. merkt man schon beim layout und spätestens beim inhalt.

      also: KEIN ria novosti in deutsch oder englisch lesen!

    • Jetzt gibt es eine zweisilbige offizielle Stellungnahme aus dem Kreml:

      „According to Ushakov, the talks were organized to clarifying the stance which each country takes in the Syrian conflict.
      Despite having opposing views on the issue, Moscow and Riyadh have “demonstrated a similar amount of concern” about the events (in Syria)“ (RT)

      Kann man ihr eine Botschaft entnehmen? Gewiß.

      1) Satz 1 ist eine Halbwahrheit. Für „clarifying the stance“ brauchte Bandar nicht mit Putin, Putin nicht mit Bandar zu reden, es sei denn, es gehe um etwas, das einer oder beide unter dem stärkest möglichen diplomatischen „Vertrauensschutz“ an das Interesse der anderen Seite heran zu tragen wünschte.

      2) „demonstrating a similar amount of concern“ ist unter der expliziten Wahrung der Gegnerschaft ein Maß für das Kräfteverhältnis zwischen den Parteien, das in diesem Fall auch als eine Auskunft über das Kräfteverhältnis der von der jeweiligen Partei für ihre Ziele in Anspruch genommenen militärischen Kräfte in Syrien verstanden werden soll und muß. Vulgo: Die Parteien geben über den Mund des russischen Emissärs zur Kenntnis, daß sie keinen militärischen Sieg über die andere Seite anstreben wollen bzw. erzielen zu können meinen.

      3) „Genf 2“ wird nicht erwähnt, obwohl die Punkte 1 und 2 das nicht ausgeschlossen hätten, mit anderen Worten: das offizielle Ziel Russlands ist zwischen den Beteiligten kein Thema.

      4) Folglich ging es zwischen den Beteiligten präzise um die (Mindest-) Anforderungen, die entweder eine, oder beide Seiten an die militärischen, evtl. auch die politischen Voraussetzungen für eine Teilung Syriens stellen, sei diese Teilung als vorübergehendes oder auch endgültiges Kriegsresultat von einer oder beiden Parteien vorgesehen. Denn nur an diesem Punkt geht das (offizielle) Interesse Russlands an einer „Verhandlungslösung“, an der es beteiligt wird und die von ihm abgesegnet wird, mit dem saudischen Minimalinteresse, sein Engagement nicht in vollem Umfang als Verlust abbuchen zu müssen, überein.

    • habkind

      @TomGard
      Punkte 1 – 3 können stimmen, habe keine Einwände.
      Punkt 4: An einer Teilung hat SA kein Interesse, sie will das säkulare Syrien als solches nicht haben und sie will kein starkes Syrien an der Seite des Iran und der Hisbolla haben. Ob Syrien geteilt wird oder nicht, ist für SA egal, es will aber ein schwaches Syrien und ein Syrien ohne einigenden Baschar.
      Das einzige, was SA deshalb fordern wird, ist die Absetzung Baschars und nichts anderes. Alles andere interessiert SA nicht. Baschar ist der Garant für die Zusammenarbeit mit dem Iran und der Hisbolla – ist Baschar weg, ist es für SA ein leichtes, mit Geld und Einfluß Syrien von dieser Achse zu entfernen.

    • Habkind,
      „ob Syrien geteilt wird oder nicht, ist für SA egal“

      Gut möglich, aber ich wage nicht, das zu unterstellen. Deshalb schrieb ich „…sei diese Teilung als vorübergehendes oder auch endgültiges Kriegsresultat von einer oder beiden Parteien vorgesehen.“ Das reflektiert die aktuelle militärpolitische Lage, in der Putin auf Beteiligung an einer „internationalen Regelung“ drängt, an die Obama und seine Alliierten die Mindestanforderung haben, daß ihr Kriegsziel „Assad muß weg“ erreicht wird. Eine Herabsetzung Assads zu einem Warlord neben anderen scheint mir die einzige diplomatisch, militärisch und publizistisch verkäufliche Durchschnittsmenge dieser Interessen zu sein. Der militärische Status Quo, auf den ein von diesen Interessen getragener Waffenstillstand gegründet wird, ist das Feld, auf dem die Proxies maßgeblich mitbestimmen können, also v.a. die Türkei, SA und Qatar.

      Natürlich hatte ich auch die Tatsache im Hinterkopf, daß Putin über die während der Kriegszeit geschaffenen „türkischen Interessen“ (South Stream und die Beteiligung an der Landerschließung der Brennstoffquellen in der Levante, des Irak und des Iran für Europa) selbst Wünsche an die territoriale Neuordnung hat, aber darüber kann man an dieser Stelle hinweg gehen, weil sein Interesse, von der US-Regierung als Partner zumindest behandelt zu werden, zweifellos schnöde Marktinteressen in den Schatten stellt, denn die Gelegenheiten, sie zu verfolgen, ergeben sich aus bedingter amerikanischer Anerkennung des russischen Regionalmachtinteresses von selbst.

  • habkind

    Wenn von den USA $ 50 mill für abtrünnige Polizisten bereitgestellt wurden und nur $ 10 mill abgerufen wurden, dann ist das eigentlich für die USA ein Schuss in die Hose.
    Denn das bedeutet, dass viel weniger Polizisten sich gegen ihr Land verraten haben, als von den USA erwartet/erhofft. Ein gutes Zeichen, finde ich.

    „Das Amt der Konflikte und Stabilitäts-Operationen (State Department) hat $ 10 Millionen verwendet, um syrische Polizisten für den Absprung zu belohnen und damit sie für Sicherheit im „befreiten Gebiet“ sorgen, offenbarte sein Direktor Rick Barton auf dem Aspen-Security-Forum am 19. Juli 2013.

    Herr Barton hat nicht die Anzahl der korrumpierten Polizisten angeben, aber sagte, dass jeder ein Monatsgehalt von mindestens 150 Dollar erhalten habe.

    Der Kongress hat seit Beginn des Konflikts 50 Millionen Dollar Hilfsgelder für die „Rebellen“ vorgesehen. Nur ein Teil dieses Fonds ist ausgegeben worden.“
    (http://www.voltairenet.org/article179697.html)

  • Die „Lagen“ im Nahen und Mittleren Osten aber auch darüber hinaus werden mit Fortdauer der Krisen fürwahr komplizierter.
    Fast möchte man meinen, jeder Volksgruppe, die Wert auf Eigenständigkeit und Unabhängigkeit legt, als „Kompass“ folgende Agenda anbieten zu müssen:
    KEINE Vereinbarungen, Verträge, Planungen und Koalitionen mit
    den USA,Israel,GB,FR und höchste Vorsicht bei sonstigen NATO-Mitgliedsstaaten.

    • Franz

      Komplizierter… aber langfristig gesehen, haben wir hier einen „reinigenden“ Effekt. Dazu kommt, dass gerade der Syrienkrieg einigen Leuten die Augen öffnet und die Machenschaften entblösst. Auch wenn die Zahl gering ist, immer mehr Menschen in der westlichen Welt durchschauen Stück für Stück die Spielchen unserer Obrigkeit.

      Traurig nur dass die Syrer den Preis zahlen

  • Großvater von deutscher Staatsangehörigen in Syrien in Lebensgefahr

    Der von der al-Qaida in Syrien entführte Geistliche Badr al-Deen Gazal (siehe https://www.facebook.com/groups/254717637966968/406423052796425/?ref=notif&notif_t=group_comment) ist der Großvater einer deutschen Staatsangehörigen. Lien Ghazal Abdullah kommentierte den oben verlinkten Artikel mit den Worten: „mein opaa .. Allah soll ihn gesund zurück bringen inshallah finden sie ihn lebend..“

    Bitte helft mit, bei Kommentaren in der Mainstream-Presse diese Tatsache bekannt zu machen!

    • Nobilitatis

      Auch eine Reihe von Dschihadisten sind deutsche Staatsangehörige. Mir fällt da der Fall Murat Kurnaz ein. Ich glaube, dass deutsche Diplomaten sich damit nicht beschäftigen werden. Und wenn sie es täten, würde das erfahrungsgemäß die Terroristen dazu anstacheln, die Sache möglichst spektakulär abzuschließen.

  • Da isser: Saudi Arabia dangles lucrative arms deal in front of Russia in exchange for dropping Assad – report. Sind aber auch nur Spekulationen zum Inhalt dessen, was Bandar gewollt haben soll.

  • habkind

    Âlsol wenn das tatsächlich stimmen soll, dass die Saudis dieses Angebot an Russland gemacht haben (15 mlrd. Waffenkäufe und europ. Gasmarkt verbleibt bei Russland), dann scheint es den Saudis in Syrien wirklich schlecht zu gehen. Welche Karte gegen die USA soll denn da gespielt werden? Die einzige, die ich mir vorstellen kann, ist die, dass die USA drohen, sich aus dem Syrienabenteuer zurück zu ziehen, falls nicht innerhalb kürzester Zeit eine für die USA sinnvolle UN-resolution erteilt wird.
    Dann kann ich es verstehen, dass sich die Saudis demütigen, und bei den Russen liebes Hündchen machen.
    Das hat nichts damit zu tun, das Bander seine Relevanz in Washington verbessern will. Besser als seine Relevanz gibt es in Washington garnicht. Ein bei den russen kuschender Bander erhöht nie und nimmer seine Relevanz.
    Ich glaube eher, die USA drohen tatsächlich mit ihrem Rückzug. Einen langen Krieg, bei dem die Seite, der die USA Waffen liefern, solche Massaker verüben, wird über kurz oder lang auch in den USA zu Problemen führen.

  • Comrade John

    Flugplatz Minnegh (Mengh)

    Sana meldete zuletzt (Dienstag, Aug 6) dies:
    „…all guard members of Minnegh Airport in Aleppo are fine, adding that the armed terrorist groups are receiving very severe losses around and inside the airport.

    „The heroes of our armed forces are confronting the terrorists with matchless valor,“…“
    http://sana.sy/eng/337/2013/08/06/495994.htm

    Also – Besatzung des Flugplatzes ist wohlauf, Terroristen hatten s. schwere Verluste ausserhalb u. innerhalb des Geländes.

    Die Helden der Armee zeigten unvergleichlichen Einsatz und: der Flugplatz war [sowieso schon] geräumt von militärischer Ausrüstung u. Flugzeugen, weil er nicht [mehr] in Betrieb war.

    Jedenfalls wird hier von [stattgefundenen] Kämpfen innerhalb des Flugplatzes gesprochen.

    SyrPer meldete etwa zur selben Zeit, dass es den Banden mittels Selbstmordanschlages (LKW mit Bombe) gelungen sei in das Gelände einzudringen u. sie das Hauptgebäude mit dem Kontrollturm genommen hätten. Die SAA habe die Sache im Prinzip unter Kontrolle, sei gut munitioniert, und es tobe heftigster Abwehrkampf. Der Flugplatz werde nur aufgegeben, um das Leben der Verteidiger zu retten, d.h. wenn es anders nicht mehr geht. Auch hier der Hinweis, dass es auf dem Flugplatz für die Banden nicht viel Material zu erobern gebe, da er ja nicht mehr in Betrieb sei.
    http://syrianperspective.blogspot.de/2013/08/first-post-august-6-2013-mennagh.html

    Die Angaben u. die von SyrPer gezeigte Luftaufnahme des Geländes stimmen in etwa mit den von urs1798 nachveröffentlichten Bandenvideos überein; dort sieht man das zentrale Flugplatzgebäude u. den Kontrollturm sowie Landebahnen. Ausserdem befanden oder befinden sich offenbar mind. 5 Angehörige der SAA in der Hand der Banden.
    Erste Berichte (mit Videomaterial) am Die. 6. August in den Kommentaren:
    urs1798

    „Fortsetzung“ in diesem Artikel:
    “Taliban” hissen auf dem Militärflughafen Meng die Al-Kaida-Fahne, unsere Medien jubeln #Aleppo #Syrien 06/08/2013

    Die Banden (ein buntes Gemisch von irren Typen, bitte Videos ansehen!) spazieren allerdings locker auf dem Gelände herum, Kampflärm ist keiner zu hören. Aufnahmen vom nahe gelegenen Ort Minnegh fehlen, was wiederum stutzig macht. Ist er noch von der SAA besetzt?

    In diesem Video (Syria Tube), veröffentlicht heute, wird ein Luftangriff auf Minnegh gezeigt; ob vor oder nach dem Sturmangriff der Banden ist unklar:
    http://www.youtube.com/watch?v=5AdRm05vzEg

    Ein anderer (derselbe?) Luftangriff „mit Phosphor“, wird in einem Video gezeigt, das in einem der obigen Links anzusehen ist.

    Gestern, 7. August, gab es keine Meldungen von Sana über Minnegh, was man so oder so interpretieren kann. Solange es keine offizielle Bestätigung über den Verlust der Basis Minnegh gibt, soll man davon auch nicht ausgehen. Speziell die Natomedien können viel erzählen, wenn der Tag lang ist.

  • Comrade John

    Forts.

    Um das verwirrende Bild „abzurunden“ noch zwei Meldungen.

    Der angebliche Kommandant der Besatzung von Minnegh soll – auch am Dienstag – folgende Erklärung abgegeben haben:
    Syrien Info: eine Nachricht an alle Syrer von dem legendären Colonel des Militärflughafens Mengh:

    Ich kenne die Verhältnisse in der SAA nicht, kann mir indes nicht vorstellen, dass ein untergeordneter Colonel [Oberst] befugt ist u. die Zeit übrig hat den (zivilen) Medien derartige Mitteilungen zu machen u. d a s in der Stunde des Gefechtes, der Räumung (Rückzug) u. der stärksten Anspannung.

    Unter den hier dargelegten Gesichtspunkten (v.a. das Fehlen einer offiziellen Erklärung von syr. Stelle) sollte man vorläufig auch die Meldung der Kurdennetzseite vom 7. August mit Vorsicht geniessen, wonach „70“ SAA-Angehörige aus Minnegh „auf der Flucht“ in die Hände der YPD fielen:
    http://www.diekurden.de/news/ypg-70-syrische-soldaten-in-gewahrsam-1723573/

    Nur mal ganz „praktisch“: Die Besatzung von Minnegh verfügte Hubschrauber, warum „floh“ sie nicht mit diesen? Eine „Flucht“ mit „2 Panzern“ (s. Link) ist theoretisch nicht undenkbar, allerdings hätten dann die FSA-Banden tatenlos zugesehen wie die SAA den Platz räumt… Es sei denn, FSA und YPD arbeiten enger zusammen als man denkt u. haben auch bei Minnegh zusammen gewirkt. Des weiteren fragt man sich natürlich, warum die SAA ihre Leute da nicht von aussen evakuiert hat.

    Es stellt sich abschliessend die Frage nach der operativen Bedeutung von Minnegh für die SAA. Der Platz wurde seit Monaten belagert u. fast täglich von FSA berannt. Hier wäre entweder Verstärkung angezeigt gewesen, oder man hätte sich vorher zur Räumung entschliessen können, je nachdem wie wichtig Minnegh war bzw. ist. Ein „dazwischen“, das dann auch zur fluchtartigen Räumung des Platzes führt, ist nach meinem Dafürhalten unprofessionell. Das traue ich der SAA eigentlich jetzt nicht (mehr) zu.
    Man wird sehen.

  • LeChevalier

    In Latakia werden weiterhin Alawiten abgeschlachtet. Wieso zum Teufel ist dort nicht die SAA präsent? Das ist doch Assads Bastion!

    • Enis

      @LeChevalier
      Zugegebenerweise muss ich sagen, dass wir auch sehr überrascht waren von diesem Blitzangriff der Menschenfresser auf diese Gegend. Sie haben viel Schande angerichtet. Nebst Tötungen wurden Frauen vor ihren Verwandten vergewaltigt und die Gotteshäuser der Alawiten (Khadr) geschändet. wir haben gestern das Gerücht erhalten wonach der entführte Kleriker ermordet wurde. Die Leiche hat man immer noch nicht gesehen. Darum bleibt zu hoffen, dass der Komplize Davidoglu Druck auf seine Hampelmänner ausüben wird um so was zu verhindern.

      Aber ich kann mit relativer Erleichterung bestätigen, dass die Situation unterdessen unter Kontrolle ist. Es sind bis anhin 49 Namen der getöteten Kannibalen bekannt. Diese hatten mit ca. 700 Mann einen Ueberraschungsangriff gestartet. Die meisten davon sind ausländische Terroristen, die bestenst trainiert und ausgerüstet sind.

      Le Chevalier es ist keine Propaganda, aber ich verspreche dir, diese Gegend wird niemals in die Hände der Kannibalen fallen können. Im Guerillakrieg gibt es aber kein einfaches Rezept. Die Gegend ist bestens dafür geeignet mit ihren Wäldern, Hügeln und Felsen.

    • LeChevalier

      Le 7er insallah. Lannet Allah 3alayen. Diese Teufel…

      Und jetzt vermelden sie den Beschuss von Assads Konvoi.

      @Enis: Ya chayye, ana kmeinte min Antakä :-)

    • Enis

      @LeChevalier

      Ya’hala fa’ek achi. La’atchaf afitun bi’aklu chara..
      Sa’amahli bannik uchtun wahed wahed wa’akkaf bas.

      La suriya hay’yinsuwa, ma bahayatun bayihsunu ya’achto minnina al’nizam.

      Allah ma’ahek

    • ey sorry, aber bist du echt so blöd? ASSADS BASTION? schon alleine die bezeichnung.

      erstens: assads bastion ist jeder ehrenhafte syrier der für seine zivilisation kämpft und sich der anti-imperialistischen agenda widersetzt.

      zweitens: ich denke dieser schritt war erwartet. er hat damit zu tun http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/08/05/zwei-taschen/

    • LeChevalier

      Werden hier Neulinge immer so nett begrüßt??

      Meine Reaktion erklärte sich vielleicht damit, dass ich geschockt war über den Einfall der Teufel in Latakia und Umgebung. Hunderte wurden getötet, misshandelt und vergewaltigt. In einer Provinz, in der die Regierung die volle Kontrolle hält, in der Bashars Heimatdorf liegt und in der ein Großteil der syrischen Alawiten leben. Das Ganze erinnerte mich an den damaligen (äußeren) Angriff auf das einst friedvolle Aleppo und weckte Ängste in mir.

    • Franz

      @Sown on the Path

      Vielleicht mal’nen Gang runterschalten?

      Danke

    • Enis

      Die Terroristen haben offiziell ihren „taktischen“ Rückzug (Niederlage) aus Nordlattakia bekannt gegeben. Das ist auch nicht etwas unerwartetes. Ich sorge mich vielmehr um die entführten Zivilisten und den Kleriker. Ich konnte diesbezüglich leider keine Neuigkeiten herausfinden. Ich hoffe und bete, dass sie wohlauf sind.

  • Franz

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39667/1.html
    Neue Zusammenfassung von Thomas Pany, in der auch endlich mal das Kurdenmassaker erwähnt wird

    Wenn hohe Amtsträger ihren Posten verlassen, nehmen sie sich manchmal Freiheiten heraus und sagen Dinge, die nicht auf Linie sind. Zum Beispiel, der scheidende Vizechef der CIA, Michael Morell. Was er in einem Interview mit dem Wall Street Journal äußerte, widerspricht der bisherigen US-Außenpolitik, die Baschar al-Assad als Staatschef Syriens entfernen will. Ein möglicher Sturz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad in Syrien würde die nationale Sicherheit der USA ernsthaft bedrohen, wird Morell zitiert.

  • kaumi

    @Enis, LeChevalier

    Dieser Angriff kommt nur in erster Wahrnehmung überraschend.
    Als sich die Terroristen dazu entschieden haben, Homs und den Rif Homs nicht mehr weiter zu verteidigen und ihre Söldner in den Norden beriefen, wartete man im Grunde auf das nächste „strategische Manöver“. Nun haben wir es. Dass es kommen würde, war klar, dass es den Küstenstreifen betreffen würde, konnte man nicht gleich ahnen.
    Nie werden die Söldner die Küste erobern können, aber selbstredend können sie in diesem dicht besiedelten Gebiet Nadelstiche setzen. Die syrische Armee kann ja unmöglich jedes kleine Dorf mit Panzern und Menpower sichern. Hier sind nun verstärkt die bewaffneten Bürgerwehren gefordert.

    Bezugnehmend auf obigen Artikel möchte ich sagen, dass die Offerte des Saud-Clans an die Russen in syrischen Medien zumindest für Heiterkeit sorgt. Überall liest man, dass der Emir mit seinem Angebot, „Russland für 14 Milliarden Dollar zu kaufen“ gescheitert sei.

  • Enis

    @kaumi, LeChevalier

    zuerst mal eine Antwort Putins zu den Despoten, die meinen alles ist Kaufbar! Danke an alle ehrenhaften Russen. Ich hatte immer Sympathien für dieses Land und Kultur. Ich hoffe sie bleiben weiterhin standhaft. Das befreundete syrische Volk wir ihnen unendlich dankbar sein.

    http://www.n-tv.de/politik/Putin-haelt-trotz-Riesenofferte-an-Assad-fest-article11142141.html

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=495910690500452&set=a.199427616815429.47604.177413945683463&type=1&theater

    Zu Lattakia, es ist alles wieder relativ unter Kontrolle. Einzig am Rande von Slinfih gibt es Artilleriebeschuss bzw. Luftangriffe. Das Problem ist nur, dass noch einige hundert Zivilisten sowie der Kleriker in den Händen der Kannibalen sind. Damit können diese finsteren Terroristen die Fortschritte der SAA verlangsamen aber nicht stoppen. Auch sind Heckenschützen in den dichten Wälder ein schweres Hindernis..

    Nichtsdestotrotz in Lattakia bekommen sie keine einzigen Sandalen!

  • Franz

    Schaut schaut! Sogar ntv! berichtet. Das sind die, die neben n24 immer so derbe Kriegsgeräte-Dokus bringen(Apache – der Superhelikopter! usw)

    Kein Hinterzimmer-Deal mit saudischem Geheimdienstchef! Putin hält trotz Riesenofferte an Assad fest
    http://www.n-tv.de/politik/Putin-haelt-trotz-Riesenofferte-an-Assad-fest-article11142141.html

    • ein 15 milliarden-deal und vage versprechungen von einer marionette des US regimes sollen putin daran hindern das einzig richtige zu tun – um die sicherheit der russischen föderation zu erhalten? das ist doch ein witz. die glaube echt hier gehts um geld… geld hat russland nun genug. und ich denke vladi-bär weiss dass die syrische nation künftig, und wie auch schon seit jahrzehnten, das sagen haben wird und die ganzen dreckigen affenmonarchen überleben wird (ich entschuldige mich für die spezie der affen, ist nur eine redewendung)!

  • habkind

    Warum werden jetzt besonders die Kurden im Norden Syriens so brutal von Al-Nusra angegriffen?
    Der Bericht von Karin Leukefeld hellt die Gründe, wie ich meine, auf.
    „Seit Ende Juli häufen sich Berichte von Massakern islamistischer Kampfgruppen an kurdischen Zivilisten im Norden Syriens. Vieles deutet im Grenzgebiet zur Türkei darauf hin, daß die kurdischen Volksverteidigungskräfte, die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) aufgestellt wurden, in den Krieg der Aufständischen gegen die Regierungstruppen von Präsident Baschar Al-Assad hineingezogen werden sollen. Die gezielten Angriffe auf die Bevölkerung sind dabei nur das perfide Mittel zum Zweck. Hintergrund sind verschiedene Konflikte der PYD mit den Aufständischen. …

    weiterlesen: http://www.jungewelt.de/2013/08-09/024.php

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  • So Überraschend kann der terroristische Angriff auf Nord Latakia nicht kommen. Dafür scheint die SAA einfach zu schnell viele Einheiten mobilisiert zu haben. Nach den Bildern auf Syria Report zu urteilen sind dies relativ frische Kräfte. Auch ist der Gegenstoß sichtbar erfolgreich. Ich gehe davon aus das die Terroristen mit Hilfe von türkischen Aufklärungsmitteln und Nachschub einem geplanten SAA Angriff in dieser Region Richtung türkischer Grenze und entlang dieser nach Norden zuvor kommen wollten.
    Das würde auch diese abscheulichen Massaker erklären. Rein Militärisch wäre es sonst einfach mal zum Desaster geworden. So konnten die Terroristen wenigstens „blutige Videos“ machen.

    Interessant ist auch dieser ominöse Angriff heute auf den Assad Konvoi. Wohl möglich eine Art Testballon um zu schauen wie Syrien darauf reagiert und was es unternimmt als Dementi. Gut möglich das sich hier nun verstärkt etwas bewegen wird.

    • LeChevalier

      Was meinst Du damit genau, werde bitte präziser!

    • Franz

      ich denke auch das war so eine Art Generalprobe.
      Da kommt noch einiges auf Syrien zu. Auch wenn die Zeichen momentan gut stehen, werden wir noch einige Überraschungen erleben.

      Es ist doch bezeichnend, wenn sich die Saudis die Blöße geben und bei den Russen anklopfen. Sowas mach ich nicht aus Jux und Dallerei. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Putin kaufen lässt war gering…

      Auf der anderen Seite glaube ich manchmal, dass die Russen schon lange mit im Boot sitzen und der Ausgang des Krieges schon feststeht.

  • OT.

    Danke, Jowi, daß Du mir nicht nachgetragen hast, wie ich mich „platzen“ und gehen ließ.

    Wie das immer so ist, wenn mehr oder minder begründeter Zorn in Wut umschlägt, richtete sich meine Wut gegen eine „Lebenslüge“, gegen etwas, das ich mir selbst nicht eingestand.

    Wenn „die Straße“, bzw., um den politökonomischen Begriff zu verwenden, der Pöbel den Beschluß seiner Herren zum (imperialistischen) Krieg annimmt, so wie „Sown“ das hier exemplarisch für so viele andere Kommentatoren ausdrückt, ist dagegen kein Kraut gewachsen. Solch ein Pöbel, auf den sich die kriegführenden Mächte stützen, exiliert jeden, der gegen den imperialistischen Krieg agitiert, der dazu aufruft, den herrschenden Mächten in den Arm zu fallen, auf die Ebene der imperialen Elite, in der er einer teils luxuriösen und geduldeten, teils zur Demoralisierung aller Widerstände produktiv zu verwendenden Minderheit angehört.

    Weil ich dieser Elite und erst recht dieser nützlichen Minderheit nicht angehören will, war ich hier und machte mir vor, in dieser Umgebung agieren und argumentieren zu können, ohne mich in eine der Seiten der Kriegsfronten einzureihen. Tatsächlich reihte ich mich ein. Dazu machte ich die Scheidung zwischen restaurativer und republikanischer Fraktion in der syrischen Herrschaft auf, die es zweifelsohne gibt, die auch im Krieg wirksam wird, aber diese Front existiert halt vor Ort, nicht hier, es ist die praktische Front eines Machtkampfes innerhalb der syrischen Elite bzw. zwischen Leuten, die ihr in Zukunft angehören wollen. Jemand, der an diesem Machtkampf nicht beteiligt ist, kann kein praktisches, lediglich ein im elitären Sinne theoretisches Interesse nehmen.

    Nun, Fehler kann man entgegen landläufiger Ansicht nicht korrigieren, sondern bestenfalls nutzbar machen.

  • Enis

    4 kurze Videos von den Ratten vom Angriff auf die Dörfer im Norden Lattakias. Wer arabisch versteht, wird merken, dass es sich um ausländische Jihadisten handelt. Das Akzent ist für mich verständlich und tippe eher auf Libyen..

    Video 1: Sie beten und küssen den Boden mit der Bedeutung alawitischen Boden „erobert“ zu haben.

    Video 2: Ein Panzer und Munition in den Händen der Terroristen. Erbeutet? Wo sind die Besitzer?

    Video 3: Erstürmung eines Dorfes mit Panzerbeschuss.

    Video 4: Beschuss eines (anderen) Dorfes mit Raketen.

    http://suriyehaberlerim.blogspot.ch/2013/08/tayyipin-destekledigi-el-kaide-ve-ozgur.html

    Das erste Foto ist von einer libyschen Ratte in Rif Lattakia.

    Zur zeit machen sich anscheinend hunderte Freiwillige aus dem Zentrum Lattakias auf den Weg dorthin um solche Vorfälle in Zukunft zu unterbinden. Vereinzelt hört man kritische Stimmen gegenüber den Verteidigungsminister General Freyc, wonach er doch mal in Rif Lattakia sich fotografieren sollte, anstatt in den befreiten Zonen von Homs grösse zu zeigen..

    Ich hoffe die SAA übernimmt dort das Kommando von den Milizen. Weil das ist eine sehr durchmischte heikle Gegend. Die Milizen sind teilweise so aufgebracht, dass ich persönlich kein gutes Gefühl habe. Sie können schnell auf Racheakte verfallen was niemandem gedient wäre als den Kakerlagen mit Bärten, die sowas provozieren.

    • Enis

      ich meinte zu Beginn natürlich das Akzent ist für mich unverständlich!!

      • Enis

        @apxwn

        wo ist mein ursprünglicher Kommentar mit Verweis zu Videos aus Lattakia geblieben??

      • Enis

        nadann nochmals verkürzt..

        http://suriyehaberlerim.blogspot.ch/2013/08/tayyipin-destekledigi-el-kaide-ve-ozgur.html

        Zuerst das Foto einer libyschen Wüstenratte im Sinne „Lattakia wir kommen“..

        Video 1: Globalterroristen küssen „besetzten alawitischen“ Boden.

        Video 2: Ein Panzer und viel Munition. (Erbeutet? Wo sind die Besitzer? Warum wurde es nicht vernichtet?) Das Akzent ist nicht syrisch! Nordaffen am Werk..

        Video 3:Erstürmung eines Dorfes mit Panzer

        Video 4: Angriff auf ein (anderes) Dorf mit Raketenwerfern.

        Die Lage ist unterdessen unter Kontrolle. Viele Freiwillige aus dem Zentrum sind in die Region gekommen. Es sind zudem einige kritische Stimmen gebenüber den General Freyc zu hören. Anstatt auf befreitem Boden Grösse zu zeigen, solle er sich doch mal in Rif Lattakia blicken lassen.

        Ich hoffe die SAA übernimmt das Kommando von den Freiwilligen. Denn bei diesen sind die Nerven aufgekocht. Es ist eine heikle durchmischte Gegend. Ich hoffe ganz fest, dass es zu keinen Racheaktionen kommt. Denn damit wäre niemandem gedient, ausser den Blutsaugern, die solche Provokationen absichtlich vornehmen.

  • Im aktuellen Debka-Artikel zu den von Kerry geleiteten israelischen Verhandlungen mit der Kapo – Regierung im Westjordanland kann ich keine Lügen und Verdrehungen erkennen.

    http://www.debka.com/article/23183/US-sponsored-Israel-Palestinian-interim-peace-talks-near-moment-of-decision

    Er beschreibt m.E., wie zwei Nebenkriegsparteien (Israel und USA) das Geläuf für einen Wettlauf abstecken, in dem jede Seite die andere in die Position des Hasen gegenüber den Igeln bringen will.

    (Für die „Ausländer“: In der Fabel vom „Wettlauf zwischen Hase und Igel“ hat der Igel einen Vetter am Ziel postiert, der, wenn der Hase es ausgepumpt erreicht, ausruft: „Ich bin schon da“.)

  • Was sagt dazu der „Neutrale“ TG?

    „Israel, das nicht in der Lage ist, glaubwürdige konventionelle Streitkräfte aufzubieten, versucht, die Kampffähigkeit der syrischen Armee durch Abnuntzung zu zerstören; dabei setzt es nicht nur “shock and awe”-Taktiken ein, sondern auch nukleare, chemische und sogar biologische Waffen ein.“
    http://www.politaia.org/israel/armageddon-uber-syrien-gordon-duff/

    • Emmanuel,
      ich weiß nicht, was ich mit dieser Frage anfangen soll. Vordergründig könnte man schließen, Dich kümmert nichts, als die Bekräftigung Deiner vorgefaßten Urteile, weil Du erstens nicht nachschaust, was der TG zum Thema zu sagen hat, z.B. hier:

      http://tomgard2.blog.de/2013/08/02/fraktionskrieg-imperium-syrien-ballistischen-waffen-gefuehrt-16284009/

      und weil Du scheinbar jeden hanebüchenen Quark akzeptierst, wenn er nur gegen „Israel“ geht.

      Ob Gordon Duff ein armer Irrer oder eine bezahlte Drecksau ist, das (nicht besonders drängende) Rätsel, das er mir stellt, ist die Frage, was für Leute Tiraden glauben wollen, die Beschuldigungen, wie sie im 15. Jhd. gegen „Dorfhexen“ erhoben wurden, gleichen, wie ein Ei dem anderen, und wie viele es sind.

      Die Antwort drängt mich insofern nicht, als Duff offenkundig von interessierter Seite „gestopft“ wird, um öffentliche Erwähnung, geschweige Debatte, spezifischer Tatsachen von vorn herein an seinem Schwachsinn und seiner Person zu diskreditieren. Dazu zählt in jüngster Zeit der begründete Verdacht, bzw. ggf. vor Ort zu erhebende Beweise dafür, daß der israelische Angriff auf Damaskus vom 5. Mai nuklear war, indem mindestens eine Waffe zum Einsatz kam, die auf neuartige Weise ab- oder angereichertes Uran verwendet.
      Ich bin hier der einzige Teilnehmer, der sich traute und traut, diesen Verdacht zu äußern und zu begründen.

      Die Frage, welche Leute von Gordon Duff, von der bestens ausgestatteten Plattform Politaia und vielen vergleichbaren anderen erreicht werden, und in welcher Masse, und wie die verschiedenen Bestandteile dieses Publikums mit dem Zeug umgehen, das ihm dort verkauft wird, ist freilich nicht zu vernachlässigen.

      Eine zureichende Antwort auf die Frage, was diese publizistische Abteilung einkauft (außer Lebensunterhalt für die Beschäftigten) lautet (wie in der Inquisitionzeit auch): Den Alltagsverstand des geneigten Publikums kaufen sie ein. Das Bedürfnis im Publikum, den Verstand gegen die von Politaia etx. gebotene Ware herzugeben, entsteht kriegerisch: Der laufende Weltkrieg und der gegen entwaffnete Lohnsklaven, Tagelöhner, Knechte, Dienstleute und Lumpen geführte Klassenkampf erledigt in atemberaubender Geschwindigkeit die Grundlagen berechnender Unterwerfung, mit denen sich die älteren Generationen in der Herrschaft über sie eingerichtet hatten. Dafür braucht es Ersatz. Duff, Politaia & Konsorten liefern den benötigten antithetischen Ersatz, der bis in die Grundlagen des physikalischen Weltbildes hinein nichts mehr gelten läßt, was gestern noch unverrückbar gelten sollte, so daß jeder Zweifel und Verstoß dagegen pathologisiert wurde. Mit einer Ausnahme. Die Grundlagen moralischer Selbstgerechtigkeit müssen und sollen den Absturz überstehen, den Zerrüttung und Entfall der Säulen öffentlicher Moral ihnen zumuten.

      Es handelt sich um ein statistisch gewertet funktionelles Irresein.

      Bleibt mir zu fragen, was Du, Emmanuel, mit Deiner Frage bezweckst oder betreibst. Wer mir Gordon Duff zur Messlatte macht, kann mich fast nur diskreditieren wollen, weil eine Diskreditierung in den Augen eines jeden unvermeidlich ist, der die Messlatte nicht „back to sender“ schickt …

    • PS.: In meiner Aufzählung der Klassenkampfopfer fehlte der Mittelstand, und das ist ärgerlich, denn es ist ja nicht schwer zu erraten, daß das Kleinbürgertum Hauptadressat der umschriebenen Psy-Op ist.

    • Comrade John

      Ermuntert durch seine 2-3 Halbfans im Blog hat TG seine „Arbeit“ wiederaufgenommen – getreu dem Motto >> Hetzen bis der Arzt kommt.
      Fasse seine letzten 3-4 Beiträge mal zusammen.

      1.) *Wer sich gegen den imperialistischen Krieg wehrt ist kein Opfer, das jedes Recht hat sich zu verteidigen sondern „Pöbel“, der zu dumm ist zu begreifen, dass Widerstand gegen den Imperialismus in Wahrheit nur eine andere Art der Teilnahme am imperialistischen Krieg ist. Die Solidaristen mit den Verteidigern Syriens sind natürlich auch Pöbel. Auch wer nur am Rechner sitzt u. unterstützend für Assad u. die SAA schreibt zeigt, dass er nicht denken kann.

      Fehlte noch sein Ratschlag @ alle Opfer des Imperiums: Hängt die weisse Fahne raus!

      2.) Die am meisten aggressiven Frontstaaten des Imperiums gegen die Unabhängigkeit der Nationalstaaten, ihre territoriale Einheit u. das Selbstbestimmungsrecht der Völker, die AIPAC- kontrollierten USA sowie Israel, sind wie Hase u. Igel aus dem deutschen Märchen? Frei nach Wilhelm Schröder u. den Gebr. Grimm: TG erzählt euch bei kindlichen Bildern, wie niedlich Politik doch sein kann.** [Ironie *on / **off]

      3.) Schweres Diversantengeschütz seitens TGard gegen Politaia.org., indem er unter anderem streut, es sei eine „bestens ausgestattete Plattform“, unausgesprochen im Raum: Welche dunklen Kanäle mögen da wohl Strippen ziehen…?
      Das sagt derselbe, der hier ständig die Mossadseite Debkafile herbeibemüht, um die grosse Lage zu „analysieren“.

      Jeder halbwegs klare Beobachter weiss allerdings dank solcher Netzseiten wie Politaia, woher der Wind in Syrien weht, und um daran noch irgendwas zu verstehen, braucht man gewiss nicht die Master of Puppets von Debkafile.

      Die vom Ausland unterstützten Terroristen und Jihadisten kamen aus aller Welt [nach Syrien] mit dem Auftrag, ein kolonialistisches Gebilde im Dienste des zionistisch-israelischen Regimes zu errichten.“
      (Generalleutnant Fahd Jassem al-Freij, syr. Verteidigungsminister)

      http://www.syrianews.cc/syrian-defence-minister-terrorists/

      Auch dazu, zur privaten Finanzierung Politaias durch den Betreiber, durch Internetwerbung u. durch Leserspenden, wurde hier übrigens schon vermittelt: im Beitrag ff. (klick!).

      Für mich ist es kein Zufall, dass Gard genau gegen eine Netzseite wie Politaia vom Leder zieht, denn auch diese kleine Seite u. Plattform (mit max. wenigen Dutzend Foristen) steht im Focus der zionistischen Meinungskontrolleure, ach Verzeihung – ich meine die Political Corrrectness in der BRD; denn bei uns gibt es natürlich gar keinen Zionismus…
      Wohnungsdurchsuchung bei Politaia
      Heute, am 23.05.2013, gegen 8:00 Uhr, fand eine Wohnungsdurchsuchung bei Politaia statt. Drei Mitglieder der Kriminalinspektion Rosenheim überreichten dem Webseitenbetreiber…“

    • Anonymous

      „Ermuntert durch seine 2-3 Halbfans im Blog hat TG seine „Arbeit“ wiederaufgenommen“

      … und hier ein schön langes Kommentar geschrieben. Tomgard, ein kurzer Link zur Fan-Gemeinde genügt.

  • TG: Ich bezwecke und betreibe nichts weiter, bin nur jemand, der die Machenschaften der Zionisten und Israels im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten mit zunehmender Sorge betrachte.
    Israel halte ich für eine grosse Gefahr für diese Regionen und darüber hinaus, über die Macht, die ihm das Geld der Rothschilds verlieht, für die ganze Welt.
    Dieses Land, was widerrechtlich Palästina fast zur Gänze okkupiert hat, die Bewohner Palästinas ins Meer drängt, sie gedemütigt und mordet, muss als der Hauptaggressor dargestellt werden und nicht als noch ein Teilnehmer der Katastrophe im Nahen Osten, wie Sie es machen.
    Über Gordon Duff bin ich nicht so gut informiert wie Sie, auch über Politaia nicht, doch Politaia ist eine Publikation, die ich auch lese, ohne dass dies bedeuten soll, dass ich mich mit allem, was da steht, einverstanden bin. Investigativer Journalismus heisst es. Und Sie werden letztendlich zugeben müssen, dass Israel, das Syrien und Iran ständig mit Vergeltungsmassnahmen droht und mit Vernichtung, Syrien wiederholt mit auch nuklearen Waffen bombardiert hat oder?
    Ja, ich bin in dieser Sache Partei und nicht der Gott, der von seinem Thron da oben alles neutral beobachtet. Ich bewerte das Verhalten der Mächte und fehle mein Urteil. So einfach ist es

    • ISKANDER

      Immanuel& Anonym:
      es ist ein altes Problem, das gestörte Existenzen wie TomGott & Markus/Alex Syrien als Spielwiese ihrer Theorien betrachten und vergessen, das tagtäglich in diesem Land Menschen barbarisch massakriert werden. Ich hoffe, das diese „Experten“ selbst einmal in diese Lage geraten.
      Wette, das sie dann in westlicher Dekadenz und Weicheimanier tausend Gründe fänden um der Realität zu entfliehen.
      Das gerade, das ist das westliche Denken. Reden, philosophieren und an den Realitäten zu scheitern. Feige zuhause sitzen, zu allem was sagen aber die Augen schließen zum Massaker im Nachbarhof.
      So erleben wir in TomGott die Inkarnation eines Esels der uns die Welt erklären will ohne je selbst das erlebt zu haben was viele von uns erlebt haben.
      Genau genommen ist er die Spitze des Eisberges was man geistig totes Abendland nennt.
      Ich freu mich über jeden Europäer der Arsch in der Hose hat und diesen Vögeln das Stopzeichen setzt. Nur so wird es besser.

    • Markus

      Iskander,
      das kann man auch als Anstiftung zum Mord verstehen. Sie haben nicht einmal die Eier dem Regime ein geistiges Stopzeichen zu setzen und haben mit unseren Großeltern wohl mehr gemeinsam als sie denken. Hitler musste auch erst 60Mio Tote verursachen, bei Assad sind es jetzt Hunderttausend“e“. Für Lösungen ob friedlich oder nicht seit ihr anscheinend nicht aufgeschlossen, einzig den Kadavergehorsam zu euren Schlächter kennt ihr. Syrien wäre Lange ruhig, würden Menschen wie ihr im friedlichen Konsequenzen von Assad fordern nicht für Menschen die nicht die Macht haben das zu beenden.
      Iskander, ich muss ehrlich sagen, das ich selbst in Deutschland hier etwas Angst vor diesem Regime habe, das was danach kommt muss nicht gleich das Beste sein, aber zumindest wäre vielleicht der Schrecken vorbei. Wenn Assad also fällt, wäre das vielleicht ein Ende mit Schrecken aber kein Schrecken ohne Ende.
      Assad kämpft auch nur gegen Terroristen weil er gegen Terroristen kämpfen wollte, wäre er zurückgetreten, gäbe es diese Kämpfer nicht in dem Ausmaß/ so gut wie gar nicht selbst der Irak wäre ruhiger.
      Wie stellen sie sich einen Kompromiss vor oder eine friedliche Lösung? Kann Assad noch wiedergewählt werden? Ich habe hier nach Kompromissen gesucht, ob nun ein Volksentscheid der darüber abstimmt ob das Volk will das Assad zu Wahlen antreten darf oder viele andere Kompromisse etwas das er sich der ersten Amtsperiode ausschließt und erst zu den übernächsten Wahlen antritt wenn es das Volk aktzeptiert. Was ich nicht verstehe ist, das für einen klugen Diktator zehntausende Menschen ihr Leben lassen müssen, als ob die Syrer nicht selbst wissen wo sie bei den Wahlen ihr Kreuz hinsetzen müssen und dazu Al-Assad brauchen.
      Die Armee sollte für ihr Land und nicht für Assad kämpfen der wahrscheinlich in seiner Traumwelt keinerlei echter Kritik von seinen Abgeordneten ausgesetzt ist.

    • Markus

      Ich werde hier auch nicht Weiterschreiben, Iskander machen sie sich mal lieber Gedanken ob das was sie schreiben so richtig ist.

    • Markus

      Nur noch das: Ich bin gegen den terroristischen Widerstand! Es muss andere Möglichkeiten geben Assad zur Aufgabe zu bewegen, ohne Menschenleben zu gefährden.

    • Markus

      @iskander
      Du bist dir also keine Schuld bewusst, betreibst aber Hetze gegen Andersdenkende, die deines erachtens ihre Meinung nicht äußern sollten. Da ich nicht mehr auf diesem Forum hier aktiv war finde ich das eine Frechheit und hätte eine Entschuldigung angemessen gefunden.
      Wenn ihr Assad wollt, das ist das eure Meinung. Ich finde er sollte nach allem gehen und denke darüber kann nur das Syrische Volk entscheiden oder bei einer Verhandlungslösung ein Kompromiss gesucht werden, der die Sicherheitsbedenken beider Seiten berücksichtigt.
      Assad steht klar als Person gegen den Terrorismus und die Opposition sollte auch ihn irgendwo anhören, da er schon den Eindruck macht an sich kein von Grund auf schlechter Diktator zu sein.
      Übrigens Islander ich bin auch kein „Experte“ und habe auch keinen Anspruch auf die Richtigkeit meiner Aussagen erhoben, das kann ich auch erstrecht nicht als politischer Laie. An sich finde ich aber die Kommunikation aber in Foren gut, da jeder auch die Meinung der Gegenseite anhören und verstehen sollte und man so viele Meinungen hört um besser zu verstehen was passiert.

  • kaumi

    لجربا دخل مزرعة „الطبريات“ السورية البعيدة عن الحدود 300 متر، برفقة ضابط الارتباط مع إسرائيل العقيد „أحمد النعمة“، وبحراسة المخابرات الأردنية

    Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, dass Al Djarba so einfach nach Daraa reinspaziert sein soll, dachte mir dann aber, dass die 15 Km von der jordanischen Grenze bis zur Stadt eben zur Zeit in „Rebellenhand“ seien.
    Nun stellt sich aber heraus, dass der inzwischen 5. Boss der NK die Grenze nur um wenige hundert Meter auf syrisches Gebiet überschritt (Flecken Al Tabariyat, wo er mit gepanzertem Wagen und unter Schutz diverser jordanischer und ausländischer Sperzialeinheiten einige Stunden verbrachte. Von Mitternacht bis Morgengrauen!
    So sicher fühlt man sich also unter seinesgleichen :-)

    • habkind

      Wahrscheinlich hat Djarba mehr Feinde, als ihm lieb ist. Wie du schon schreibst – er ist der 5. Boss und bestimmt nicht der letzte. Im Augenblick hat er wahrscheinlich mehr Angst vor Al-Nusra als vor der SAA.

  • Jörg
    • 2014 ist doch in ordnung. eine intervention wirds nicht geben, und bis jahresende soll die situation ja praktisch im griff sein according to freijj dem verteidigungsminister.

      vor allem: diese waffen kann man auch endlich aufstellen ohne angst zu haben dass aus der umgebung irgendwelches gesocks diese angreift! passt doch. natürlich wurden bereits lieferungen gemacht, mit geleit und allem drum und dran, aber das ist ja so geheim niemand weiss was.

      was soll die panik?

  • Anonymous

    @ Jörg

    Das glaube ich nicht. Die Zeitung „Wedomosti“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Financial Times und Wall Street Journal. Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Russland lässt niemals von Syrien ab und es wird auch keine Teilung Syriens geben und Assad wird auch kein Warlord (TomGard).

    Dike

    • Jörg

      @Dike
      Hoffen wir das beste!
      Bei der mit dem Iran vertraglich vereinbarten Lieferung lief es aber leider genauso, daß RU einen Rückzieher machte.

  • habkind

    Ein kurzer Bericht aus Syrien von gestern, erschienen bei „Die Wahrheit – Bürgerinitiative für Frieden in Syrien“

    Gabriel Ibraham
    Schreibe gerade mit einem Soldaten der in homs eingesetzt ist.ein alter Freund aus Kamishli.
    – Lage in homs ist gut
    – Lattakia ist wieder im Besitz der SAA! Nur noch in den Vororten sollen sich die Terroristen befinden, sein Befehlshaber hat mitgeteilt… Dass lattakia innerhalb der nächsten Tage vollständig gesäubert ist
    – Lage allgemein ist ein wenig besser geworden
    – sicher ist es aber noch nicht wirklich, viele Bürger haben noch Angst raus zu gehen und das auch berechtigt… Vor allem die Anhänger assads und der SAA… Auch die neutralen Bürger sind nicht sicher…
    – die Kämpfer der SAA und vor allem er, sind enttäuscht von den Männern, die geflüchtet sind und sie in dieser Situation im Stich lassen
    – was die SAA besonders traurig macht, sind die Personen in der westlichen Welt, die gegen ihre eigene Volksarmee hetzen und ihnen mehr oder weniger den Tod wünschen
    – seine Antwort auf meine frage , ob er nicht auch flüchten will: nein, niemals! Er liebt das Land, die Armee und das Volk… Er wird Syrien nicht im Stich lassen und alles dafür tun, dass es bald wieder so wird, wie es einst war… Meine Antwort: ich würde jeden Soldaten die Füße küssen für das was sie tun und bin stolz auf jeden Soldaten..
    – er bedankt sich für jedes Gebet, in dem Syrien und die SAA eingeschlossen wird und auch dafür, dass es solche Gruppen wie diese gibt und versuchen, die Wahrheit ans licht zu bekommen…
    – meine frage bzgl religions Schwierigkeiten in der Armee beantwortete mit: was? Sowas kennen wir nicht. Wir sind alles Brüder in der Armee, wir retten Moscheen und Kirchen… Wir besuchen Moscheen und Kirchen und beten in beiden Gebetshäusern…
    – das Gespräch ist nun beendet, da er jetzt ein wenig Schlaf braucht und in ein paar Stunden seine Kameraden ablösen muss.

    … Seine bitte… Betet weiter für Syrien und vergisst uns nicht..

    • Anonymous

      Vielen Dank habkind für diesen Bericht.

      Wirklich sehr berührend und bewundernswert mit welchem Verantwortungsbewusstsein die Heimat verteidigt wird. Es ist ganz klar, dass die Soldaten, die jetzt kämpfen mit sehr viel Idealismus dabei sind, daher auch die große Enttäuschung, wenn es Überläufer gibt.

      @ Comrade John

      100 Prozent richtige Analyse! TomGard hält fest an seiner Theorie einer künftigen Teilung Syriens, man könnte fast meinen, er wünscht sich das.

      Dike

    • Nobilitatis

      Da schätzen Sie TG falsch ein. Es ist einfach eine logische Folgerung. Was könnte denn das Kriegsziel der „Rebellen“ sein, als Wunsch der westlichen grauen Eminenzen, nachdem „Assad muss weg“ nicht funktioniert hat? Außer der totalen Niederlage (die ihnen hier fast jeder wünscht, berechtigterweise) kommt ja bei genügend hohem Einsatz (sprich Versorgung mit Waffen etc.) noch eine Pattsituation in Frage. Das bedeutet, ein Streifen Land an der türkischen Grenze wird zum befreiten Gebiet erklärt, welches Syrien nicht zurückerobern kann. Außerdem werden die Kurden sturmreif geschossen, damit ein türkisches Protektorat „Autonomes Kurdistan“ entstehen kann (merke: auch gegen Iran instrumentalisierbar). Und man kann dann bei Genf 3, 4 und 5 (oder so) noch Forderungen stellen, die irgendwie nach „Assad muss weg“ klingen.
      Es hilft ja niemandem, wenn man Analysen durch Wunschdenken ersetzt. Das sind bei Lichte betrachtet westliche Kriegsziele, wenn möglich unter größtmöglichem Verbrauch von Menschen bei Al Nusra & Co.
      Ich persönlich glaube allerdings, dass diese Pläne unrealistisch bleiben. Und das Pendel irgendwann zurückschwingt.

  • kaumi

    @Comrade

    Und wieder eine messerscharfe Replik, deren Munition TG selbst liefert.
    Werde mich jetzt über Nacht wegducken. Spüre quasi TG`s Hasstiraden bereits im Nacken…

    • Ach, wie witzig, Kaumi.

      Ich bin mir einigermaßen sicher, Dir ist klar, im Microkosmos dieses Blogs bist Du der Vertreter der urbanen, syrischen Zivilgesellschaft, gegen die das Imperium einen gezielten Auszehrungskrieg führt, seit der „Sturmangriff“ auf Homs im Frühjahr letzten Jahres an der Entschlossenheit der Verteidiger scheiterte. Oder vielmehr dem, was davon übrig ist und bleibt, wenn Du es mit Figuren wie Iskander, John und Dike hältst.

      Ich ziehe mal eine Art Bilanz anhand eines ICG-Papers v. 8./’12.

      Es beschreibt die aus Sicht der Autoren „unheilvollste Entwicklung“ so:
      „a regime seemingly morphing into a formidable militia engaged in a desperate fight for survival; an Alawite
      community increasingly embattled and persuaded its fate hinges entirely on the regime’s; and an opposition … is threatened by its own forms of radicalisation.“

      Im Fortgang streiche ich die anbiedernden und parteilichen Formeln ‚raus, so gut es geht. Schauen wir, was übrig bleibt:

      „The regime almost certainly will not change its ways, and so the burden must fall on the opposition to do what … must seem an improbable undertaking: … address the phenomena of retaliatory violence, sectarian killings and creeping fundamentalism … rethink its goal of total regime eradication … profoundly reassess relations with the Alawite community and come up with … proposals on transitional justice … Syria has become an arena for outside meddling, but (it) has been far more effective at sustaining the fighting than ending it … The bottom line … is that the conflict will be sustained and influenced by outside parties but not determined by them. That unenviable role will fall on Syrians. … One is tempted to say that the regime has been uniformly cold-blooded and indiscriminate from the start, but that is not so. The conflict experienced several phases: from the regime’s political concessions …to its so-called security
      solution (which, by seeking to force entire communities into submission further energised the opposition …) finally, to its so-called
      military solution (a scorched earth policy of rampant destruction … that turned what once was viewed as
      a national army into a broadly reviled occupation force) With each stage, the regime burned yet another bridge, leaving it with neither way back nor way out. Just as the political solution undermined those involved in politics and the security situation wrecked the security services’ ability to operate, so did the military solution eviscerate the army’s credibility.
      Social dynamics have evolved as well, a case of what one might call the good, the bad and the ugly. The good was … a remarkably vibrant, courageous
      and resilient civil society that has mobilised networks of assistance and kept in check some of the worst forms of violence

      The bad involves … sectarianism, fundamentalism, jihadi and foreign fighters …
      … the ugly is truly alarming. From the start
      of the crisis, the gulf between pro-opposition and proregime constituencies has grown exponentially. As if living in parallel worlds, each ostracises the other, meeting almost only in battle …
      Opposition gains terrify (regime supporters), who stand more firmly by (it’s) side. Defections solidify the ranks of (the) loyal. Territorial losses can be dismissed for the sake of concentrating on “useful” geographic areas. Sanctions give rise to an economy of violence wherein pillaging, looting and smuggling ensure self-sufficiency …
      .. the regime is being reduced to its repressive apparatus (and it’s army) morphs into an entity more akin to a militia … in both makeup and ethos. The regime essentially has been stripped down to a broadly cohesive, hardcore action fighting an increasingly … naked struggle for collective survival.“
      (Fortsetzung gleich)

    • Frappant, wie diese Darstellung vom August ’12 aus heutiger Sicht wie eine strategische Blaupause erscheinen kann, die der „Böse“ seit März `12 benutzt hat um den „Guten“ zugunsten des „Häßlichen“ zu schwächen. Den Kaumi zugunsten des Iskander und John.

      Wenn ich mich auf die geistige Ebene begebe, die mir ständig unterstellt wird (die „abgehobene“), so erscheint MIR als das HÄSSLICHSTE (!) zu erwartende Ergebnis, daß, wenn die Waffen schweigen, der „Kaumi“, der „Iskander“ und der „John“ davon kommen werden. Sie werden neue Jobs unter neuen Herren annehmen.

      Das Grab von „Enis“ werden sie verstecken und vergessen.

    • TomGard, was den menschlichen Umgang betrifft, kann man dich nicht gerade als friedliebend bezeichnen. Du bist doch intelligent genug um zu erkennen, dass solche Provokationen wie „das HÄSSLICHSTE(!) zu erwartende Ergebnis …, etc.“ einer sachlichen Auseinandersetzung extrem (!) abträglich sind.

      Man könnte fast anzweifeln, dass dir an einer sachlichen Auseinandersetzung gelegen ist.
      Ich, als einer von denen, die ComradeJohn als „Halbfans“ bezeichnet hat, finde dies sehr schade.

      Wenn schon hier im Blog Emotionen nicht gezügelt werden können, wie soll dies in Syrien funktionieren, wo Provokationen aus „Kehle durchschneiden“, „Köpfen“, Vergewaltigen, etc. bestehen. Da verlangst du, dass Rachegefühle zurückgestellt werden und die Leute statt dessen cool rational das große Ganze sehen und sich von den Brutalitäten nicht emotionalisieren lassen. Das passt doch nicht zusammen.

    • Jowi, ich sehe, Du kannst lesen und folglich kennst Du die Ergüsse der GEnannten in diesem Thread, höchst wahrscheinlich auch aus voran gegangenen.

      Stell bitte diese Sorte „Halbfanschaft“ ein. Ich kann „good cops“, die den „bad cops“ auf dem Fuße folgen, gern entbehren – und ich denke, die Leser dieses Blogs können es auch.

    • @ all
      Aus meiner Sicht taugt der oben verlinkte Text der ICG zum „Lackmus-Test“. Entweder jemand ist zumindest im Grundsatz – also abseits der Wägung von Aufwand und Ertrag, Zeitökonomie u.ä., die ihn daran hindern mögen – willens, das Zeug ernsthaft zu diskutieren, oder er ist eine Prostituierte im Troß der Kämpfer und / oder Schlächter, welcher Seite auch immer. Ende der Durchsage.

    • PS. (Nicht an Jowi …)

      Ich habe weiter oben folgende Formulierung benutzt:

      „Wenn ich mich auf die geistige Ebene begebe, die mir ständig unterstellt wird (die „abgehobene“), so erscheint MIR als das HÄSSLICHSTE (!) zu erwartende Ergebnis … usw.“

      damit ein mitdenkender Leser über das (scheinbare) Paradox stolpern kann, wenn er das will, und sich fragen, wie denn das Attribut „häßlich“ hier mit „abgehoben“ zusammen gehen kann, wenn man den Autor nicht einfach für verwirrt und irre erklären mag (und selbst dann: Irre machen bekanntlich auf den „ganz normalen Wahnsinn“ aufmerksam …)

      Das sind lauter Angebote („Merker“ haben die MG-ler es einst genannt) an einen subjektiven Restwillen der Leser, an ihre Bereitschaft, auf ihre eigenen intellektuellen und emotionalen Kräfte, statt auf vorgefundene Mächte zu setzen, an die man sich aus mehr oder weniger guten Gründen anzuschließen habe.

      So lange ich noch nicht jegliche Hoffnung aufgegeben habe, daß „da draußen“ auch (jüngere …) Leute sind, die sich noch nicht außerstande gesetzt haben, solche „Merker“ wenigstens wahr zu nehmen, werde ich damit weiter machen. Geht mir diese Hoffnung flöten, werde ich so tot sein, wie Iskander meint, ich sei es …

    • Nobilitatis

      Obenstehender Text der ICG ist mittlerweile reines Wunschdenken der Feinde Syriens. Es hat nicht geklappt und Teile der „Opposition“ überdenken ihre Unterstützung der „Rebellen“ bereits intensiv. Man wollte Syrien auf allen Ebenen zerstören, auch sozial, und es hat eben nicht geklappt. Das sollten Sie einfach einsehen. Selbstverständlich müssen nach dem Sieg Versöhnungsmaßnahmen stattfinden. Ich bin zuversichtlich, dass die Regierungsseite nicht den ganz großen Rachefeldzug starten wird. Solche Leute sind das nicht.
      Assad ist auch am Anfang nicht weggelaufen, und die folgenden Prognosen sind eben genauso falsch.

    • Markus

      Die Opposition sollte aufgeben und 2014 zu den Wahlen antreten und Verhandlungen eingehen.
      Russland sollte mit euch Verbrechern entgültig brechen.
      „Ich bin zuversichtlich, dass die Regierungsseite nicht den ganz großen Rachefeldzug starten wird.“
      Erst das Land verwüsten und dann noch ein Rachefeldzug, am besten mit Assad an der Spitze?
      Ihr solltet euch manchmal selbst hören!

  • Enis

    @TomGard
    Kaumi, Iskander und der John werden neue Jobs finden. Ich bekomme ein namenloses Grab. Hast Du gedacht was aber mit dir geschieht??

    Immer noch arbeitslos und mit der Hoffnung auf einen Auftrag wild auf alle Pferde springend?

    Etwas muss ich dir aber zugestehen, du bist intelligent genug zu verstehen, dass meinesgleichen so resistent sind, dass sie nur in ein erbärmliches Grab landen können. Wie wärs mit Totenbestatter?

    Vergessen aber werden uns nur die Profiopportunisten(TomGard) und Scheindemokraten (Markus). Die Geschichte hat die Helden bereits erfasst. Es ist die SAA mit der Liebe zur syrischen Nation, der Präsident mit aussergewöhnlichem Patriotismus und Politiker aus allen Schichten, die trotz Millionen-Köder ehrenhaft auf der Seite des syrsichen Volkes beistehen.

    Bekanntlich holt uns die Geschichte in der Gegenwart wieder ein.

    Für dich habe ich doch eine Arbeit gefunden.. Du kannst dich dann als Dolmetscher für die Kurden bewerben. Die sind bekanntlich sehr bekannt dafür, dass sie gute Geschäftsopportunisten sind..

    • Enis

      Nachtrag:
      Wieso existiert die Nusra für die Kurden(indirekt auch für dich) erst jetzt als sie eigene Zivilisten köpften??

      Wo waren und sind sie immer noch als in Aleppo, Damaskus, DeirEzzor, Homs, Idleb usw. Menschen geschächtet und Bomben gesprengt wurden bzw. werden?

      Warum hört man von ihnen bzw. von dir kein einziges Wort wegen dem Massaker bzw. Entführungen in Nordlattakia??

      Ich frage mich sehr ernst wer die eigentlichen Sektierer sind, die sich als „Auserwählte“ betrachten?

    • Enis, Deine Nachtrags-Vorwürfe sind gegenstandslos, wie Du wüßtest, wenn Du meine Postings und Artikel gelesen hättest (was Du selbstverständlich nicht „mußt“, das ist kein Vorwurf).

      „Opportunismus“ beschreibt ein Verhalten, das im Krieg entwertet werden soll, ihm soll die Berechnungsgrundlage entzogen, weggebombt, weggeschlachtet werden. Deshalb macht der Begriff in Kriegszeiten keinen Sinn. Ebensogut könnte man Dich eine „Opportunisten“ dafür schimpfen, daß Du mit dem bedingunslosen Anschluß an Armee, Geheimdienste und jeden Outlaw und Banditen, der sich in ihren Dienst stellt, den „leichtesten Weg“ wählst – tatsächlich den leichtesten von allen.

      Daß ich das nicht tue, steht in dem Posting, das Du zitierst.

    • Anonymous

      Auch wenn deiner Meinung nach Opportunismus entwertet werden sollte und keinen Sinn machen (sollte), gibt es unter Kriegszustände sehr wohl opportunistische Verhalten. Und auch wenn es dir nicht gefällt, kann man das Verhalten einiger Kurden leider nur als opportunistisch bezeichnen.
      Pedro

    • Pedro,
      die Kategorie „Opportunismus“ auf die sozialrevolutionären Kurden anzuwenden, geht ebenfalls daneben, es sei denn, man wolle ihr Ziel, ihr Konzept von kommunaler Selbstbverwaltung in Nordsyrien unter föderalem, syrischen Dach umzusetzen, daran an dem schlichten Faktum blamieren, daß sie dies Ziel nicht gegen a) die syrische Armee und ihre latent oder offen rassistischen Unterstützer (wie Enis), b) die internen Feinde und ihre Unterstützer im Troß der irakischen Kurdenmafia, c) die türkische Armee, die türkische Mafia, den türkischen deep state, dessen reiche und wohlbestallte Unterstützer in der weltweiten Drogenmafia und ihrer Führungsoffiziere in den Geheimdiensten aller Welt, deren Verbindungen bis in die Spitzen der europäischen und amerikanischen Regierungen reichen, d) gegen die nach Autonomie / Einfluß strebenden, oder jihadistischen, oder einfach vom Imperium ökonomisch und zivilisatorisch entwurzelten und daraufhin rekrutierten sunnitischen Banditen im Irak, d) gegen russische Intriganten und Geschäftsmafien c) gegen die shiitische Fundamentalisten und Regionalmachtstrategen des Iran, MILITÄRISCH erzwingen können. Sie verfügen nicht über Atomwaffen oder eine Volksarmee von chinesischen Dimensionen. Sie müssen sich entweder beliebigen auswärtigen Kräften ergeben und andienen, ODER versuchen, im „Auge des Sturmes“ und unter Ausnutzung des einen oder anderen toten Winkels ihr einziges Pfund geltend zu machen: Den breiten zivilen und militionären Rückhalt in einer Bevölkerung, die sich in der Vergangenheit als sehr widerstandsfähig gegen Terrorherrschaft erwiesen hat.

      Wer Letzteres „Opportunismus“ nennen will, erzählt etwas über sich, nichts über Verhältnisse vor Ort und ihre Protagonisten.

    • Anonymous

      Könntest Du bitte deine Kommentare so schreiben daß man sich nicht automatisch belästigt fühlt wenn man nicht deiner Meinung ist?

      Den Angriff auf Syrien – Opfer einer imperialen Agression – auszunutzen ist absolut mieß. Besonders miserabel ist erst mit der Syrischen Regierung Abkommen zu unterzeichnen und diese dann abbrechen wenn sie von der anderen Seite etwas besseres angeboten bekommen.Gleichzeitig Syrien und die FSA-Kräfte mit Öl zu beliefern ist einfach Doppelspiel. Wenn das alles nicht Opportunismus ist…

      Der Verrat in Sheik al-Massouq (Entschuldigung, warscheinlich falsch geschrieben) kann man auch nur als reinen Opportunismus verstehen; obendrein ist Aleppo Syrien, nicht Kurdistan.

      So sehe ich das zumindest.
      Pedro

    • Markus

      @Enis, sie brauchen mich als Bürger nicht als Scheindemokraten bezeichen und es wäre nett wenn mich alle hier nicht mehr erwähnen könnten.

      @apxwn
      Vielleicht könnten sie meine religiösen Ergüsse bei den vorherigen Kommentaren entfernen wenn sie die Zeit finden und Kommentare die gegen mich oder andere im Forum hetzen zensieren.

      Ich möchte für meinen Teil das eine friedliche Konfliktlösung gefunden wird, möchte auch nicht das Islamisten die Macht übernehmen und möchte einfach das auch diejenigen in den Gefängnissen einsitzen müssen zu ihrem Recht kommen. Ob das mit Assad oder einen anderen demokratisch gewählten Führer passiert ist mir nicht so wichtig, ich sehe Assad ebenso momentan als einen Stabilitätsanker, denke aber das er eben das er unten den unglücklichen Umständen nicht wiedergewählt werden kann und als Präsident eingesetzt, da dies für viele Opfer ob nun bei den Flüchtlingen oder Oppositionellen kaum vorstellbar ist. Ich wünsche euch allen alles gute für Syrien und das ihr vielleicht einen positiven Beitrag leisten könnt den Konflikt zu beenden und vielleicht versucht zwischen den Parteien zu schlichten anstatt Öl ins Feuer zu gießen. Vielleicht findet man in Genf eine annehmbare Lösung, falls nicht wird sich die syrische Armee womöglich durchsetzen müssen so leid es einem um die Oppositionellen auch tut, meiner Meinung nach hat da das Regime trotz allem dem Extremismus mehr entgegenzusetzen als es die Opposition kann, die sich auf diese Leute eingelassen hat. Leider kenne ich mich mit der Region und allen auch nicht sonderlich gut aus, also ist meine Meinung zu vernachlässigen, ich möchte eigentlich nur einen Denkanstoß geben, das ich die Gewalt und vor allem die Religiöse verabscheue und mir eben als einfacher Bürger wünschen würde das die Menschen in der Region ihre Probleme friedlich bewältigen und den Terror im Kaim ersticken damit es erst gar nicht zu zusammenstößen und Terror kommen kann.
      Gruß

    • TomGard

      Du mußt mir gerade als Gouvernante kommen, Pedro, alte Hetze …

      Aber bitte. Stellen wir unsere Kommunikation auf Null zurück, ich werd mir Mühe geben, meinen „Ton“ zu kontrollieren.

      „erst mit der Syrischen Regierung Abkommen zu unterzeichnen und diese dann abbrechen wenn sie von der anderen Seite etwas besseres angeboten bekommen.“

      Das Abkommen lautete meinen Informationen nach, daß die SAA sich aus den Orten raus hält und im Gegenzug die YPG’s die FSA und andere Banditen daran hindert, sich in diesen Orten festzusetzen.

      Gebrochen wurde dies Abkommen von kurdischen Splittergruppen, die von türkischer Seite, von den Barzani-Mafiosi, dem CIA, dem Mossad und französischen Diensten bewaffnet wurden, von der türkischen Armee, die Undercover-Truppen entsandte, und von der SAA, die daraufhin anfing, kurdische Zivilisten und sogar Einheiten der YPG aus der Luft zu schlachten. Ein „Angebot“ von der Gegenseite hat m.W. nie vorgelegen.

      Das Waffenruheabkommen von Ras Al Ain, unter Bedrängnis von beiden Seiten, v.a. aber der türkischen Armee geschlossen, bestimmte, daß die FSA usw. in den Orten zivil auftritt und Ruhe hält, während die YPG’s sie nicht an Überfällen auf Garnisonen der SAA außerhalb der Orte zu hindern habe. Reiner Selbstschutz. Gebrochen wurde das Abkommen auf die gröbste Weise von Al Nusra mit den Massakern an syrischen Soldaten und Regierungsangestellten in Raqqa nebst Überfällen auf kurdische Dörfer in der Umgebung. Die Garnison der 93. Armee (Division, whatsoever) nördlich Raqqa steht m.W. bis zur Stunde unter dem indirekten Schutz der YPG’s, die die umgebenden Orte verteidigen. Salih Muslim hat im türkischen Außenministerium glasklar ausgeschlossen, daß sich die von ihm vertretenen Kurden der FSA bzw. der „Koalition“ anschließen. Und das, obwohl er selbst, wie die Mehrheit der Aktiven der PYD, mehrfach in syrischen Gefängnissen gesessen hat. Viele wurden bestialisch gefoltert, etliche zu Tode geschunden. Andere einfach über den Haufen geknallt. Was will man da erwarten?

      Über einzelne Vorkommnisse und Verläufe läßt sich trefflich streiten, aber wozu sollte man das tun, wenn es nicht um einen völkischen Generalverdacht (oder dessen Zurückweisung) gehen soll, der eine Sippen- und Volkshaftung rechtfertigen bzw. sie „widerlegen“ will? Das sind Debatten, an denen Leute, die nicht direkt verwickelt sind, NULL Interesse haben können, es sei denn, es ginge ihnen um die nachträgliche Rechtfertigung von Massakern.

      Obendrein geht es um Leute, denen die Regierung in Damaskus bis vor zwei Jahren die Staatsbürgerschaft verweigerte, um sie ihnen zu Kriegsbeginn verpflichtend anzudienen, um sie für Damaskus völkisch zu rekrutieren. Auch das ist übrigens kein „Opportunismus“, es ist eine mörderische Anmaßung, von der ich Assad und viele andere der Regierung nahestehende Leute allerdings ausdrücklich freispreche, weil sie so gut es ging deutlich gemacht haben, daß nach dem Krieg eine Art „Gesellschaftsvertrag“ mit den Kurden anstehe.

    • Anonymous

      Tomgard,
      Kannst Verständnis dafür haben, aber das was ein Teil der Kurden betreibt ist Opportunismus. Es ist auch wahr das ein großer Teil der Kurden auf Seite der SAA ist.

      Habe mal den Artikel von der Lieferung von Öl an die „Rebellen“ gesucht. Erschien Anfang April, der Autor hat große Symphatie für die Kurden. Habe dir den Teil übersetzt:

      http://gara.naiz.info/paperezkoa/20130402/395473/es/Cuando-petroleo-une-sirios

      [Auszug] (…) Eine Woche nach dem Rumelan fiel fanden geheime Versammlungen zwischen den Kurden, der „syrischen freien Armee“ und einem Vertreter von der Regierung von Bashar al-Assad statt – erklärt Firat Dicle (der Namen ist erfunden), ein Arbeiter der in Rumelan seit 25 Jahren arbeitet.
      „Die Gäste versammelten sich in Gebäude der Verwaltung um zu beschliessen wie die Gewinne von Rumelan in drei Teile geteilte werden konnten. Schliesslich wurde beschlossen ein Drittel für die FSA, ein weiteres Drittel für den IPG-PYD, während Damaskus 40% erhielt“, erklärt Dicle. (…)

      (Der Rest des Artikels beschreibt den Besuch des Journalisten)

      „Über einzelne Vorkommnisse und Verläufe läßt sich trefflich streiten, aber wozu sollte man das tun, wenn es nicht um einen völkischen Generalverdacht (oder dessen Zurückweisung) gehen soll, der eine Sippen- und Volkshaftung rechtfertigen bzw. sie „widerlegen“ will?“

      Aha… das gilt natürlich nur für die Kurden, für die Syrier genau das Gegenteil. Von der Regierung erzählst Du uns ja jeden Korruptionfall, jedes Vorkommnis – Hauptsache die syrische Regierung wird in Mißkredit gebracht.

      Pedro

    • Pedro, wenn Du nichts dagegen hast, würde ich es gern dabei belassen. Ich möchte nur zu Deinem Link etwas sagen.

      Der Eintrag ist vom 2. April. Am 11. April erschien eine Variante des Artikels unter demselben Autorennamen bei IPS.

      Vergleicht man die Versionen, wird klar, daß die ältere und wohl muttersprachliche Fassung entweder absichtlich oder unabsichtlich den Eindruck erweckt, die PYD sei konspirativ mit dem „Regime“ im Bunde, obwohl einige berichtete Fakten diesem Eindruck bei ein wenig Nachdenken klar widersprechen. Zum Beispiel spricht der Arbeiter von „den Gewinnen“ (Plural, los beneficios) der Raffinerie, die es nicht gibt: Die Produktion liegt bei 30% der Vorkriegsauslastung, die Löhne und Gehälter kommen aus Damaskus und werden von der örtlichen Verwaltung der PYD ausgezahlt. Es kann folglich nur Roherträge in Form von Produkt, nämlich Fertig- und Halbfertigprodukten geben.

      Folgerichtig ergänzt in der IPS-Fassung der Arbeiter, der vom „Geheimtreffen“ erzählt:
      „While the three parties are fighting on the ground it’s clear they all badly need to keep fuel flowing.”

      Und folgerichtig heißt es in der IPS-Fassung am Schluß:

      “Our main goal is that the plant continues to operate for the common good – a disruption of the supply will only be fatal for us. We would be paralysed while Damascus would still receive fuel from Iran, Russia and China.

      Was die schlichte Wahrheit ist, wie man z.B. der französischen Presse entnehmen konnte, die berichtete, daß über Paris zahlreiche Brennstoffgeschäfte mit Damaskus über libanesische Vermittlung laufen und „Tankerkolonnen ohne Ende die libanesische Grenze Richtung Damaskus“ überqueren – die gelegentlich beschossen werden, aber insgesamt unter dem funktionierenden Schutz der Hisbollah stehen.

      In der spanischen Fassung schließt der Artikel stattdessen mit einer propagandistischen Wendung, indem die Stellungnahme des PYD-Beauftragten als Antwort auf folgende Frage ausgegeben wird:

      ¿Podría una eventual interrupción en el suministro de petróleo acelerar el colapso del régimen que ansían tanto el FSA como los kurdos de Siria?

      „Könnte eine Unterbrechung der Brennstoffversorgung nicht den Zusammenbruch des Regimes beschleunigen, den die FSA und die Kurden so sehr herbei sehnen?“

      Und die Antwort lautet in dieser Fassung entsprechend der Frage:

      „La oposición al régimen quedaría paralizada mientras que Damasco seguiría recibiendo combustible de Irán, Rusia y China».

      Die Oposition gegen das Regime (statt „wir“, TG) würde paralysiert, während Damaskus …usw.“

      Man kann an diesem Beispiel erleben, wie das moralische Urteilen nicht nur im Kriege vollkommen daneben geht, genauer gesagt, wie ein Publikum, das moralischen Kriterien folgt, seine Urteilsfähigkeit schon abgegeben hat, bevor noch die Meldungen und Nach-Richten verfasst sind, die auf diese Sorte des Urteilens zielen, und die, wenn sie dies Ziel erreichen, nur noch einem Zweck dienen können: Den Adressaten für die eine oder andere Kampf- oder Kriegspartei zu gewinnen, sei es durch Manipulation der Fakten, oder nur vermittels ihrer Auswahl und Präsentation.
      Moralisches Urteilen ist nichts anderes, als eine in allgemeine Form gegossene mentale Kriegführung, mindestens in Gestalt eines schnöden Polizeistandpunktes.

      Selbst schlichte Tat-Sachen werden vor dieser Sorte unterwürfigen Urteilens – unterwürfig, weil das moralische Urteil die Kriegsgründe und -zwecke ja nicht setzt, sondern bloß affirmiert und akklamiert! – zur moralischen Hiroglyphe, zum Material eines moralischen Imprints, einer „Ausdeutung“ die ultimativ beim moralischen „Tiefsinn“ landet.
      Bei der schrecklichsten, mörderischsten und häßlichsten geistigen Leistung des bürgerlichen Zeitalters …

    • Anonymous

      Tomgard,
      Zum Autor und zum Medium:
      Der Artikel wurde von Karlos Zurutuza für die Zeitung „Gara“ – eine baskische linksorientierte nationalistische Zeitung –, auf Spanisch geschrieben. Damals reiste Zurutuza in den Norden Syriens und anschliessend nach Irak. Sowohl das Medium als auch der Journalist haben eine große Sympathie für die Kurden. Was IPS eine Woche später veröffentlichte ist die Übersetzung dieses Artikels (die ich leider nicht beurteilen kann weil ich kein Englisch kann).

      In Bezug auf deine Schlüsse kann ich dir nur Folgendes sagen: „Gara“ – eine Zeitung die bis vor Kurzem eine Referenz für alle linksorientierte Menschen in Spanien war – wird in der Gegenwart von linken Kreisen sehr kritisiert (darunter viele alte Leser die ihren Augen nicht trauen konnten) weil sie sich unter einem postmodernen linken Touch in der westlichen Propagandamaschinerie eingereiht hat anstatt sich eindeutlich auf die Seite des Angegriffenen zu stellen (wie sie bis vor einigen Jahren immer gemacht haben). Im Fall von Syrien feierten sie am Anfang die FSA-Verbrecher als „revolutionäre Rebellen“. Als die Verbrechen und Gräueltaten dieser Strolche so langsam ans Licht kamen und dieser Diskurs nicht mehr glaubhaft war, kamen die Artikel von den Kurden, für welche die nationalistischen Leser von Gara immer schon große Sympathie gehabt haben.

      Pedro

    • Danke.

      Werde in Zukunft so oft es meine Zeit erlaubt, Zitate aus dem Englischen übersetzen.

    • Anonymous

      Folgende Nachricht ist bei Al Manar erschienen:

      Zwischen 150 und 200 türkische Soldaten „landen“ [1] in Aleppo
      http://www.almanar.com.lb/spanish/adetails.php?fromval=1&cid=23&frid=23&eid=38333

      Zwischen 150 und 200 türkische Soldaten – als Milizionäre von der al-Nusra-Front verkleidet – sind in Aleppo eingeschleusst worden. Die Mission dieser Soldaten ist gegen die kurdischen Kämpfer zu kämpfen.
      Laut das Web al Ahed, sind diese Soldaten im nördlichen Aleppo in der Nacht von Samstag zum Sonntag angekommen. Die türkischen Soldaten haben angeblich Positionen in den Stadtvierteln Sheij Massud und al Ashrafiya – welche in ihrer Mehrheit von syrischen Kurden bewohnt sind – aufgestellt.
      Die türkischen Soldaten sind angeblich in gepanzerten Fahrzeugen über dem Grenzpunkt von Azaz Kilis angekommen Wenn diese Information authentisch ist, würde es eine Koordination bedeuten zwischen den türkischen (Streit-) Kräften einerseits und der al-Nusra-Front und der FSA anderseits, um syrische kurdische Regionen anzugreifen.
      Pedro

      P.D.: [1] die Gänsefüßchen sind meine, wortliche Übersetzung.

    • Und die feige Türkei versteckt, sich unter anderem, hinter den Patriot-Raketenbatterien aus Deutschland.

      Wenn jemand in der einen Hand ein Schild trägt und mit der anderen Hand eine Aggression ausübt, dann hat auch das Schild seine vorgeblich defensive Unschuld verloren. Wir Deutsche sind damit Komplizen völkerrechtswidriger Aggressionen, das kann man nicht oft genug sagen und anklagen. (Auch wenn es nicht viel nützt und hier die Leute lesen, die es eh schon wissen. Mich regt es halt immer noch auf, so traurig das Ganze!).

    • Pedro, ich setze 99,9% Wahrscheinlichkeit für eine Psy-Op an.

      1) Der simpelste Grund ist, daß man bei Al Manar bestens weiß, daß die beiden zitierten Aleppiner Quartiere seit vielen Wochen bis auf ein paar Alte, Kranke und wenige Trotzköpfe „kurdenfrei“ sind – sie sind alle in Afrin und Umgebung. Das berichtete übrigens auch eine Korrespondentin der „National“, VAE. Anzugeben, das „vermutete“ Ziel der fraglichen Einheit, sei Kurden an Orten zu schlachten, wo die Vertreibung praktisch abgeschlossen ist, ist keine Nachlässigkeit.

      2) Die „Meldung“ erschien erstmals bei Alahednews am 10.8., doch praktisch gleichzeitig bei Farsnews, unter Berufung auf Alahednews. Sie 2 Tage (!!) später unter Berufung auf IRIB wiederzukäuen, ohne zu fragen, was die türkischen Jungs denn die letzten 48 Stunden so getrieben haben sollen (zu Puffbesuchen brauchen sie nicht nach Aleppo) ist …. naja.

      3) Und obendrein bringt Al Manar frz. die „Meldung“ im praktisch identischen Wortlaut, wie sie bei http://www.ghatreh.org/view/69871/200-Turkish-Soldiers-Dressed-as-Al-Nusra-Front-Militias-Enter-Aleppo erschien – nur ohne den Verweis auf Alahednews.
      Wenn man Alahednews kurz studiert, weiß man auch warum, siehe z.B. das hier:
      http://english.alahednews.com.lb/essaydetails.php?eid=23930&cid=386
      (ich muß jetzt Essen kochen, kann nicht übersetzen)
      Das ist albernes Zeug. Wie vieles andere auf dieser Plattform.

  • LeChevalier

    Neue News!

    http://de.rian.ru/politics/20130811/266645931.html

    Die USA verdächtigt Terroristen aus Syrien für die Bombenattentate im Irak

    http://german.ruvr.ru/news/2013_08_11/Kurdistans-Prasident-will-sich-in-syrischen-Konflikt-einmischen-0207/

    Barzani wird kurdische Streitkräfte schicken, wenn das Massakrieren in Nordsyrien weitergeht

    http://german.ruvr.ru/2013_08_11/Syrien-Eine-Hurde-auf-dem-Weg-des-radikalen-politischen-Islam-3189/

    Interessante Analyse zur aktuellen Stellungnahme des Westens in Sachen Syrien.

  • LeChevalier

    Laut dem Twitterer @Syria_Truth: Russia warns Obama: Global War over „bee apocalypse“ coming very soon.

    Hab mir mal Gedanken über Putin und seine Politik gegenüber Syrien gemacht. Man weiß ja nicht wirklich, was jetzt der aktuelle Stand in Sachen S-300 ist. Assad meinte vor einiger Zeit, dass sie schon in Syrien seien, während Putin dies dementierte. Wer hat denn jetzt Recht? Einerseits wird Israel aufgeschreckt, andererseits der Westen beruhigt. Mich würde es nicht wundern, wenn auch S-400 schon in Syrien aufgebaut und bereit stehen. Diese ganzen Berichte, dass Russland die Lieferungen hinauszögert, sind sicherlich Teil einer Informationsagenda. Die Lieferungen sind schon seit Monaten da.

  • kaumi

    Es liegen Topaktuelle unverifizierte Meldungen aus Syrien vor, die, sollten sie stimmen, einen ordentlichen Nachhall erfahren würden:
    Über den Übergang Azaaz/Kilis soll eine türkische Einheit, zwischen 150 und 200 Mann stark, mit gepanzerten Wagen unterwegs, gestern Nacht die syrische Grenze überschritten haben und sich nun in Halab, Bani Zeith, sammeln.
    Dieses Viertel liegt in Nachbarschaft zu den kurdischen Vierteln Al Sheich Maqsud und Al Ashrafiyi.
    Die Quelle sagt weiter, dass, sollte sich diese Information bewahrheiten, mit einem zeitnahen Angriff der türkisch-tekfiristischen Allianz auf diese Kurdenviertel gerechnet werden muss.

    Ich denke, die syrische Luftwaffe hätte bei Bestätigung dieser Meldung ein ausgezeichnetes Ziel.

    Enis, was sagen deine Wistleblower?

    • Enis

      @kaumi
      Ich glaube nicht, dass es sich um türkische Soldaten handelt. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Konvoi, dass ca.70 Sanitätswagen und andere Ausrüstungen von England via Türkei nach Aleppo zu den Terroristen bringt..

      Türken operieren nur via türkischen Jihadisten und syrische Landesverräter als Informanten. Daher vorsicht mit Nachrichten der türkischen Soldaten..

  • Immer diese S-300 PMU2 Sache. Wir hatten hier schon einmal das Thema. Schon damals führte ich aus das dieses System jetzt und auch sonst für Syrien wenig Sinn macht. Auch woanders habe ich das schon ausgeführt.

    Alle Angriffe von Israel sind, ob bestätigt oder nicht, immer Außerhalb des syrischen Luftraumes gestartet worden. Das bedeutet zwei Dinge. Israel fliegt mit seiner IDF nicht in den Syrischen Luftraum ein um dort Ziele anzugreifen. Syrien feuerte bisher nicht auf Israelische (oder US Drohnen) außerhalb von Syrien.

    Ein S-300 PMU2 macht deshalb wenig Sinn. Solch ein System muss Raum haben um zu feuern. Es bedarf syrische Tor 1 und Panzir Systeme als Nahschutz. Es bedarf Personal was damit umgehen kann. Es bedarf BukM2 als Mittelschutz. Es bedarf potente Bodentroppen als Schutz vor Beleuchtung. Usw. Von Logistik bis hin zum Aufwand die Stellung zu wechseln was auch gute Bedingungen im Raum und Orte bedeutet ist heute unter den Aktuellen Bedigungen schwer bis unmöglich. Zudem fehlen die Tor 1 und Panzir als Zielschutz gegen die üblichen IDF Gleitbomben oder möglichen US Drohnen bzw. Marschflugkörpern. Ein S-300 Verlust würde schon 200 Millionen US Dollar pro System bedeuten. Ganze 4 soll Syrien bekommen und ganze 144 Raketen. Damit ist nicht viel zu machen als sich selbst zu verteidigen.

    Was an den Meldungen über einige chinesische HT-233 Phased Array Radare (HQ9/FT2000/S-300) dran ist muss sich zeigen.

    Interessant wäre zudem ob der Iran Syrien seine Ghader Anti-Ship auf normalen LKWs liefert/lieferte. Gut möglich das solch ein System/e auch den Weg an die Hisbollah fand. Auch ob optische Hawk Derivate aus dem Iran in diese und der syrische Richtung gingen.

    Wenn Syrien schlau wäre sollte es wenn möglich weitere 28-32 Tor M2E Systeme und 10 weitere BukM2 sich aus Russland liefern lassen. Damit kennen sich die Syrer aus, damit lassen sich solche Punktschläge eventuell eingrenzen und dmit lassen sich die Bodentruppen und wichtige Depots/Anlagen besser Verteidigen. Diese sind günstiger, bringen deutlich mehr und sind bei Verlust nicht gleich 200 Millionen teuer.
    Die IDF fliegt wohl auch deswegen ungern nach Syrien ein da Tor oder Panzir einfach Auftauchen können und dann ist mal schnell Essig.

    Bei diesen und dem Ghader Anti-Ship Systemen können ja zur Nor auch Russen oder Iraner als Personal dienen.

    Auch bei dem Einsatz von iranischen Shahed-129 Drohnen wäre schon ein deutliches Upgrade für die SAA.

  • Dann mal zu dem ganzen Gerüchten ala Russen kaufen oder Weltkriegsdrohungen.

    Das Russland damals unter dem Medwedew die S-300 an den Iran dann doch nicht lieferte oder bei Libyen nicht in die Puschen kam trotz Bezahlung ist nichts neues. Auch Putin hat dem Iran bisher nicht solche Systeme geliefert.
    Anders jedoch scheint Russland an Syrien Waffen zu liefern welche es so bisher nicht exportierte.
    Daran jedoch nun abzulesen das der Saudi Besuch Wirkung hatte wäre zu kurz gegriffen. Auch China wird noch seinen ganzen Milliarden an US Dollar in Libyen hinterher trauern und im Wissen handeln das das neue irakische große ÖL Feld ganz schnell auch wieder weg sein kann wenn der „Westen“ es will.

    Und was soll Russland zudem an Waffen liefern für 15 Mrd US Dollar? Panzir, S-400, TorM2, T-90? Zumal die Russen nicht mal wissen wohin das ganze Zeug gehen würde und die eigene Armee für weitere 4 Jahre kein neues Zeug erhalten würde. Es ginge ja alles an die Saudis für das Geld. Nee, das lohnt so nicht.

    Zudem hat Russland mit das günstige Gas am EU Markt. Günstiger (ausgenommen die ganzen Umwelt und Gesundheitsschäden) wäre nur das schlechte Fraking. Gas aus Katar ist enorm teuer und keine Alternative für die EU.

    Der ganze Saudische/Katar Aufwand muss auch mal in Relation betrachtet werden. Warum geben beide Staaten so viel Geld aus für etwas was beiden nicht das einbringt was diese dafür Aufwenden.
    Beide Staaten machen dies ja schon sehr lange. Im Fall Libyen und Syrien seit 2010 (mal andere Dinge dazu früher Ausgenommen).

    Diese geschätzten 20 Mrd US Dollar pro Land und zudem der Verlust an Image (ja soll es für beide geben) und der Verlust an innerer Stabilität bringt beide überhaupt nichts in beiden Ländern. Weder in Libyen noch Syrien gewinnen beide etwas was den Aufwand rechtfertigt. Das Katar Gas durch Syrien nach Europa leiten will ist zwar nett aber dafür den ganzen Aufwand an Verflüssigung, Tanker usw erst machen um dann diese 20 Mrd einfach abzuschreiben? Nee, das ist doch so wirtschaftlich nutzlos wie Selbstmord. Dazu kämen ja nochmal 10 Mrd für die neuen Leitungen + Sicherheit. Was verdient Katar bitte noch dann?
    Und die Saudis? Kaum Gas (fackeln ja meist alles ab) und das Öl geht auch so in alle Welt. Also wo sind deren Vorteile?

    Macht und Gebietskontrolle? Und deswegen so ein teures und schweres Abenteuer?

    Das einzige was Sinn macht und wofür beide solche teuren Dinge machen ist die Austrocknung der Gelder, Hilfen und Basen der PLO bzw. der Palästinenser.

    Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien sind alles Basen wo diese entweder Geld oder Waffen oder andere Hilfe her bekommen. Den Iran lasse ich hier mal außen vor da dies ja später kommen würde.

    Die Hamas sitzt ja schon auf dem trocknen und der Hisbollah würde es genauso ergehen wenn Syrien als Staat fällt.
    Wenn beide Staaten in Absprache mir Israel eine neue Grenz- und Siedlungspolitik sowie Sicherheits- und Einflusssphären Absteckung vorgenommen haben ergibt dies alles einen Sinn.

    Israel bekäme Gebiete von Syrien nahe Golan (Wasser), die Saudis bekämen das Öl bis nach Bagdad, Kuwait das Zeug um Barar, die Kurden so scheint es bekommen ihren Staat und zwar in Nord Syrien und Nord Irak und geben dafür den Anspruch in der Türkei auf, die Palästinenser werden nach Jordanien abgeschoben (Arbeits-Sklaven für die umliegenden Staaten), Israel bekommt deren Gebiete vollständig und Ägyptens Militär Teile von Libyen.

    Bliebe noch Katar. Und das würde die ganzen Gas Felder vom Iran bekommen (also die am persischen Golf + Gebiete (Inseln). Der Iran müsste das als „Waffenstillstandsbedingungen“ abtreten. Das ginge natürlich nur in einem großen Krieg in dem auch die Golf Staaten massiv mit machen müssten. Natürlich werden dafür diese massiv Aufgerüstet.

    Das klingt alles erst mal ziemlich groß und Umfassend. Doch in etwa so hat das ja schon einmal eine Denkfabrik in den USA auf der Karte gezeichnet. Bedeutet, das alles bisher Vorbereitung für das wäre was bis heute geschah.

    • Nur dies würde für Katar und die Saudis das ganze „wirtschaftlich“ und „politisch“ als Preis für diesen enormen „Aufwand“ annehmbar sein.

      Die USA hätten zudem in Sachen Israel (zumindest diese Ultra Rechte Bewegung) etwas „geregelt“ wie diese es schon immer wollten, das Gas aus dem Iran würde durch Katar an US Interessen gehen und Pakistan + China wäre weiterhin unter der Knute, Katar brauch keine Gasleitungen und würde massiv verdienen und hätte deutlich mehr Gebiet, die Saudis billiges zu förderndes Öl mit viel Reserven statt dem teuren und dreckigen Öl von heute ohne Reserven und die Kurden ihren Staat.

      Die Türkei würde wohl die Syrische Küste bekommen und damit das Gasfeld im Mittelmeer in diesem Bereich verdoppeln.

      Auf einen Schlag wäre China + Russland so ziemlich an der Leine und hätte nur noch wenig Spielraum. Algerien + Venezuela wären beides schnell isoliert und müssten Interventionen fürchten bei Abweichen von US Interesse.

      Nur so macht es Sinn. Und Putin muss das wissen.
      Daher ist die Frage ganz einfach was Russland wirklich angeboten worden ist. Es muss etwas sein was er trotz dem ganzen Wissen nicht so einfach ablehnen wird können.

      Der „Westen“ + seinen Günstlingen hat keine Hemmungen mehr. Das ist keine Floskel sondern Realität. Er hatte noch nie wirklich Hemmungen nur kaschierte er diese früher viel besser mit „Bürgerrechten“ und „Arbeitnehmerrechten“ und „guten Lohn“. Das ist alles vorbei. Es geht nur noch um die Macht als ganzes.

      Das Syrische Volk, seine Armee, die Menschen dort kämpfen daher um viel mehr als um Ihr Land…

    • Ich freue mich über Deine Beiträge. Sie zeichnen eine Welt, in der die egoistischen und dreckigen Pläne der Großmächte zum Vorschein kommen. Auch wenn mir dabei Angst und Bange wird, muss ich (mir) zugestehen, dass es sich genauso (seit Jahrhunderten) verhält. Die bittere Erkenntnis daraus: Akteure (vor allem Großmächte)sind nicht mit „Gut“ oder „Böse“ etikettierbar!
      Völkische Bestrebungen lassen sie zu und fördern sie, bzw. werden solche auch künstlich entfacht, wenn im Eigeninteresse. Wenn nicht, werden diese Bemühungen mit ALLEN zur Verfügung stehenden Mitteln unterbunden, unterlaufen oder bekämpft. Das dreckige Zusammenspiel der US-Regierung mit seinen NATO-Vasallen und Israel ist umgehend bekannt.
      Daher bleibt im gegenwärtigen Krieg gegen Syrien (eigentlich gegen Assad)einzig die Rolle Russlands zu analysieren.
      Nachdem Syrien (Assad) ohne Unterstützung von Dritten gegen die Kriegs-Allianz der Aggressoren keine Überlebenschance hat, und Russland (bisher) eine offene Intervention verhindert hat, gilt die Hoffnung der Verteidiger diesem Land. Die Beweggründe der Aggressoren sind hinlänglich bekannt. Auch wenn darüber so gut wie nie in den Medien berichtet wird. Es wird auch zunehmend klarer, dass der nationale Widerstand in Syrien unterschätzt wurde. Und es liegt daher auf der Hand, dass über eine Vereinbarung mit Russland (respektive seiner Regierung, korrupten Beamten, einflussreicher Eliten und illoyaler Oppositionsgruppen) jene entscheidende Schwächung Syriens erfolgen soll, um Syrien oder zumindest wichtige Teile Syriens, unterwerfen zu können. Die militärtechnischen Hilfen Seitens des Iran und der der Hisbollah mögen wichtig sein, gegenüber dem Potential Russlands haben sie kaum Bedeutung.
      Daher ist die Frage nach möglichen Deals mit der Großmacht Russland zu stellen. Auch wenn Putin überzeugend vom Wunsch nach einer multipolaren Weltordnung spricht, ideologische Einstellungen allein werden die möglichen Ansprechpartner in Russland nicht davon abhalten, am Markt der Gespräche aufzutauchen. In diesem Zusammenhang betrachte ich eine mögliche Kurskorrektur Russlands gefährdeter als eine solche Chinas. Russland (und keine andere Großmacht) wird für einen Drittstaat niemals alles auf eine Karte setzen. Die m.o.w. erlebbare Zurückhaltung russischer Politiker und Diplomaten gegenüber den Aggressoren spricht davon Bände. Analog zeigt sich auch die militärtechnische Zusammenarbeit mit dem syrischen Nationalstaat.
      D. h., die Großmächte tun alles, um eine Konfrontation mit einem Ergebnis – Sieg oder Niederlage – in oder außerhalb Syriens, zu verhindern. Die Kompromissformel, nach der beide Blöcke wenn schon nicht zufrieden, so doch wenigstens gleichmäßig unzufrieden sind, wurde noch nicht gefunden.
      Daher wäre es mir ein großer Wunsch, wenn in diesem Zusammenhang die Meinung möglichst vieler Foren-Besucher gepostet werden.

      Was könnten die Aggressoren dem russischen Block andienen?

      Ressourcen (wohl kaum), Garantieerklärungen (ist für mich auch schwer vorstellbar, nachdem eine Seite sich permanent und zuweilen voller Wollust über jegliches Recht hinwegsetzt, ist eigentlich jede Garantie wertlos geworden). Es kann sich somit nur um verführerische Präsente mit Inhalt „Beute- oder Zeitgewinn“ handeln.

      Was ist Eure Meinung dazu?

  • habkind

    @Mandl, @Triangolum
    Eure Berichte sind gut begründet, danke.
    Ich habe mich schon seit geraumer Zeit gefragt, was man Russland/Putin anbieten könnte, um von Syrien abzulassen. Wie Mandl schon festgestellt hat, alle Versprechen des Westens sind im Grunde genommen wertlos, da sie jederzeit wieder gebrochen werden können. Was hätte Russland dagegen tun können – nichts.
    Wirtschaftliche Zugeständnisse – wofür und wie ehrlich gemeint?
    Hat man also Russland was angeboten oder hat man Russland gedroht?
    Kann man Russland androhen, das gleiche Spiel zu spielen, wie mit Syrien, wenn …

  • Jörg

    @Triangolum11. August 2013 17:41
    TEIL 1

    1.) Auf solche Mega-Pläne,
    die den kaputten Hirn dieser Möchtegern-Strategons – wie Kissinger, Eagleburger, Brzeziński usw. – entsprungen sein könnten, würde ich nicht viel geben – und sie niemals zu einem Faktor meiner Entscheidungen machen!

    Dies zum einen, weil in dieser Welt die Chaos-Theorie herrscht („der Flügelschlag eines Schmetterlings am Amazonas kann einen Wirbelsturm in Texas auslösen“) – d. h.: solche Mega-Pläne scheitern praktisch immer an Kausalfaktoren, die ursprünglich winzig und kaum erkennbar sind, die aber später plötzlich eine enorme und oftmals alles entscheidende Wirkung entfalten.
    Zum anderen zeichnet sich die Politik der US-Diktatur schon lange durch dieses ‚Vorgreifen‘ aus. Ein solche ‚Vorgreifen‘ ist aber regelmäßig kontraproduktiv bzw. sogar fatal. Denn man muß immer ‚Mutter Natur‘ (= „Chaos“ – im wissenschaftlichen(!) Sinn: Also nicht so, wie meine Mutter das Wort gebrauchte, wenn sie mein Kinderzimmer betrat, http://s1.directupload.net/images/130811/wxlppnkx.jpg) Tribut zollen. Eine brauchbare Planung in großen Dingen (nicht bei kleinen Sache wie ‚Brötchen holen‘) muß also immer „offen“ in Hinblick auf zukünftige Entwicklungen sein.
    Ein Zen-Meister verspottete einmal einen Schüler vor all den anderen Schülern indem er grinsend über diesen Schüler äußerte: „Er kratzt sich …… und wartet bis es juckt!“.

    Daß solche Mega-Plan-Politik fast immer scheitert, kann man doch an Kissinger selbst sehen: Ein totaler Versager! In der damaligen Zeit der Blöcke wurde unter ihm halb Afrika kommunistisch (Angola, Mosambik, Äthiopien). Damals eine außenpolitische Katastrophe! Unter seiner bescheuerten Zypern-Politik wären beinahe zwischen den wichtigen(!) Pfeilern der Nato-Südost-Flanke, nämlich Griechenland und die Türkei, Krieg ausgebrochen!. Auch der Auftrag an Kissinger, zuletzt wenigstens einen halbwegs glimpflichen Rückzug aus Süd-Vietnam hinzukriegen, scheitere doch maximal: Der überstürzte Abzug war magapeinlich. Darüber hinaus wurden nicht nur Süd-Vietnam, sondern – unnötigerweise – auch noch Laos und Kambodscha kommunistisch! Jeder gescheite US-Teenager, dem man Kissingers Vollmachten übertragen hätte, hätte das besser hinbekommen!

    2.) Die russische Politik sollte einmal aus dem „Snowden-Fall“ lernen! Rußland hat doch durch die Aufnahme von Snowden einen unglaublich großen Reputationsgewinn erzielt! Und ich bin kritisch genug, anzunehmen, daß die moskauer Politik selbst davon überrascht ist. Lawrow ist eben durchaus kein Gromyko! Hinzu kommt noch, daß der Großteil des Prestigegewinns von der total bekloppten Obama-Administration der russischen Politik geradezu in den Schoß geworfen wurde: Wenn ich Obamas Berater gewesen wäre, hätte ich ihm eingetrichtert, den Namen „Snowden“ noch nicht einmal zu kennen – geschweige denn diesen zu erwähnen!
    Aber wie maulerisch-„uncool“ – und damit völlig kontraproduktiv – reagiert die US-Außenpolitik! Auch hier hätte jeder gescheite US-Teenager das besser hingekriegt!

  • Jörg

    TEIL 2
    3.) Das Zurückzucken der moskauer Politik vor Waffenlieferungen beruht offensichtlich darauf, daß wer Waffen liefert, irgendwie als ‚aggressiv‘ gilt.

    Auf dieses Problem kann man reaktionär reagieren oder progressiv. Reaktionär wäre es, erneut einen Wortbruch zu begehen und die vertraglich vereinbarten Waffen nicht zu liefern.
    Progressiv wäre es, die Waffenlieferungen unter humanitären Begleit(!)maßnahmen vorzunehmen. Denn was auch immer der Mega-Plan der US-Politik ist – dies ist doch erwiesen: Die Länder Serbien, Afghanistan, Somalia, Irak, Libyen, Pakistan und nun auch Syrien wurden in tiefste Armut geworfen. Als ich gestern laß, daß vor Sizilien 5 Menschen ertranken, dachte ich an „Afrikaner“. Aber nein! Es waren Syrer! Das zeigt doch wie verzweifelt die vom NATO-Terror betroffenen Syrer sind!

    a) Hier hätte die russische Politik – öffentlich schön lauthals propagiert – zunächst einmal die landwirtschaftliche Produktion z. B. im Irak und in Syrien – zu stabilisieren und wiederaufzubauen.
    b) Historische Stätten: Hier hätte die russische Politik Maßnahmen vorzunehmen, die dafür sorgen, daß z. B. im Irak die von der Nato zerstörte historische Stätten „Babylon“, die sumerischen Stätten „Ur“ und „Uruk“ usw. wiederaufgebaut und gerettet werden. In Syrien wären ebenfalls div. historische Stätten insbesondere auch diverse historisch wertvollen Altstädte wiederaufzubauen.
    Die Vorteil liegen auf der Hand:
    aa) Statt daß Waffenlieferungen „aggressiv“ wirken, zeigen die Wiederaufbaumaßnahmen echte Fürsorge und friedliches Wohlwollen .
    bb) Junge (aber auch ältere) Syrer, Iraker hätten endlich wieder einen Arbeitsplatz und Einkommen sich und ihre Familien zu ernähren.
    cc) Es gäbe plötzlich Leute mit einer echten handwerklichen AUSBILDUNG (die polnischen Kräfte, die das historische Danzig wiederaufbauten, waren anschließend – wegen ihrer fachlichen Ausbildung – auch an ganz anderen Orten äußerst gefragt!) .
    dd) Womöglich auf Jahrhunderte hinaus würde erwähnt werden, daß die Existenz der historischen Stätten (z. b. „Babylon“) allein dem mutigen Eingriff der russischen Politik zu verdanken ist.

    c) Auch an tatkräftiger russischer Hilfe für den INDUSTRIELLEN Aufbau in Syrien und im Irak wäre zu denken. Und ja, und warum nicht auch eine Bier-Brauerei aufbauen? So kann man den CIA-gelenkten religiösen Fanatikern einmal zeigen, daß der Spaß spätestens dann aufhört, wenn das Bier alle ist!

  • Anonymous

    @ Triangolum und Walter Mandl

    Vielen Dank für zwei starke und spannende Beiträge! Leider verstehe ich nicht viel von den Waffensystemen, meine aber mal gelesen zu haben, dass Russland 8 Nuklearbomben an Syrien geliefert hat. Könnte das stimmen?
    Ja was könnten die Saudis den Russen angeboten haben? Laut Lavrow war das Gespräch zwischen Bandar und Putin sehr philosophisch. Vielleicht haben die beiden nur theorisiert, was passiert wenn Ihr das macht und wir das…Tatsache ist, dass wenn Syrien fällt, hat Russland im Nahen Osten ausgespielt. Syrien ist die letzte Karte. Wenn die dunklen Kräfte in Syrien siegen, dann werden diese Kräfte im Irak weitermachen und der Iran wäre umzingelt. Israel wäre am Ziel.
    Die Frage ist immer wieder, warum sollte Russland freiwillig auf seine letzte Einflusssphäre im Nahen Osten verzichten? Was hat Bandar angeboten? 15 Mrd sind Quatsch. Wie Triangolum schon sagt. Die Waffen rüsten die Saudis auf, den Schosshund der USA, das ist entgegen den russischen Interessen. Vielleicht hat Bandar eine Botschaft von Obama überbracht. Die USA sind bereit zum großen Krieg, komme was wolle, es soll der stärkere mit den besten Waffen gewinnen. Es ist an Russland, ob es einlenkt und auf Syrien verzichtet, um einen Krieg zu vermeiden, oder ob sie meinen sie sind stark genug, diesen scheinbar unvermeidlichen Krieg zu gewinnen. Das hieße, dass Iran, Hisbollah alle Teil des Gemetzels würden.

    Russland lässt sich nicht mit Geld kaufen. Die syrische Armee ist am Siegen (trotz mancher Rückschläge) und die andere Seite will niemals eine Niederlage akzeptieren.

    Bei alldem schwirrt einem der Kopf. Aber wahr ist, dass die Syrer um viel mehr als um ihr Land kämpfen wie Triangolum sagt.

    Dike

    • Nein, um solche Waffen an ein anderes Land zu übergeben müsste das Zielland eine Infrastruktur für solche Waffen haben. Damit meine ich Sicherungskräfte welche zu 100% Zuverlässig sind, ein Kontroll- und Zugangssystem und ein Protokoll für die Handhabe damit.

      Dazu bedarf Syrien dafür eine Doktrin. Also wann setzt es dies zu welchem Zeitpunkt ein.
      Danach muss es auch schauen womit. Mit einer alten mobilen Scud? Wohin? Gegen Terroristen im eigenen Land? Gegen eine US Flotte im Mittelmeer? Gegen Israel.

      Alleine die Gegenreaktion wären für Syrien praktisch zu 100% Zerstörerisch. Abgesehen davon das die Terroristen das ganze in die Hände bekommen könnten mit oder ohne Hilfe von Außen usw.
      Und abgesehen auch davon das Israel das ganze nicht nur nach Syrien sondern auch nach Russland im Falle eines Falles zurück schicken würde.

      Selbst die Chemiewaffen Syriens haben keinen Abschreckungseffekt. Die IDF kann fast alles mit Syrien machen und Syrien kann nicht angemessen darauf reagieren da jede Reaktion eine umso größere IDF Strafaktion nach sich zieht.

    • LeChevalier

      Hmm, ob eine Großkrieg-Drohung wirklich gefallen sein könnte? Mich hat es schon überrascht, dass Russland in den letzten Monaten mehrere Großmanöver durchführt und auch ganz aktuell im Kaspischen Meer wieder durchführen will. Auch die gemeinsamen Übungen mit der chinesischen Volksbefreiungsarmee sind in diesem Zusammenhang mehr als logisch.

    • Anonymous

      @ Triangolum

      Wenn die IDF fast alles mit Syrien machen kann, warum machen sie es dann nicht? Es muss doch trotzdem irgendetwas geben ( abgesehen vom Völkerrecht, um das sich Israel sowieso nicht schert) , dass sie von einem Luftschlag, den sie immer begründen könnten mit irgendwelchen vermeintlichen Grenzverletzungen, gegen Syrien abhält. Es muss doch die Angst vor einem Gegenschlag, sei es von den Russen oder Hisbollah, sein, der Tausende Israelis in den Tod reißen könnte. Dike

    • Dike, Du legst den Finger in eine klaffende Wunde des Triangolischen Schlachtengemäldes – ziehst ihn dann aber mit

      „Es muss doch die Angst vor einem Gegenschlag, sei es von den Russen oder Hisbollah, sein…“

      ängstlich wieder weg, als wolltest Du Dich nicht vergehen oder verbrennen.

      Dabei wäre es so einfach, die antisemitische Pinselei wegzuwischen.
      Fast alle Führungsfiguren der Zionisten sagen freiweg, sie würden lieber heute als morgen die Hisbollah schlachten und ihre Bevölkerungsbasis möglichst gleich mit. Das Vermögen der IDF, das zu tun, steht wohl außer Zweifel. In Triangolums Gemälde steht es jedenfalls außer Zweifel, da er kaum behaupten wird, die Hisbollah sei „stärker“, als die SAA.
      Die Vergeltungsmacht der Hisbollah – um einen Moment aus der Pinselei ‚rauszutreten – ist gewiß nicht zu vernachlässigen, aber sie zielt explizit auf die israelische Zivilgesellschaft und deren Duldsamkeit gegenüber ihrer militärischen Führung. Obendrein hätte es die IDF nicht zum gegenwärtigen Bewaffnungsstand der Hisbollah kommen lassen müssen.

      Warum also haben sie nicht längst wieder zugeschlagen?
      Die Antwort, ‚weil sie dann ernsthaften Ärger mit der US-Regierung kriegten‘ wird wohl niemand bezweifeln, den wir zu berücksichtigen brauchen. Es mag noch andere Gründe geben. Ich will an dieser Stelle nicht mal ausschließen, daß es Gründe geben könnte, die aus zionistischer Sicht die Rücksicht auf Washington überwiegen, weil das in diesem Argumentationsstrang beliebig ist, denn:

      Sofern die USA – oder eine der maßgeblichen Fraktionen dort – gegen einen israelischen ‚Schubs‘ im Syrienkrieg nichts einzuwenden haben, was wir spätestens nach den Angriffen vom 5-Mai unterstellen können, folgt zwingend, daß die Zionisten den Syrienkrieg nicht gewollt haben, und nach wie vor nicht wollen! Zumindest noch nicht.
      Das war Bush’s Baby’s Baby, aka Cheney’s Baby. Nur – verhindern konnten sie den Syrienkrieg nicht, bzw., so weit, wie sie hätten gehen müssen, ihn zu verhindern, haben sie auch nicht gehen wollen.

      Deshalb behaupte ich seit Jahren, die Zionisten seien „verdammt“, denn Syrienkrieg zu entscheiden, d.h. das Kriegsresultat maßgeblich mitzubestimmen, um Schaden von ihrer Regionalmachtstellung im imperialen Gefüge zu wenden, an der die Diktatur der zionistischen Militäroligarchie auf Gedeih und Verderb hängt.

      Das macht einen gewaltigen Unterschied zu der Behauptung, der Syrienkrieg wäre unternommen worden, um die Zionisten zu befrieden, womit die hinzu phantasierten geopolitischen Weiterungen zu Nebeneffekten herab gesetzt sind, die von dritter Seite genutzt würden und werden sollen.

      Der Unterschied liegt im Antisemitismus des Triangolischen Gemäldes, aber nicht nach den üblichen moralischen Kriterien! Antisemitisch ist es, indem es materielle Gründe und Zwecke durch völkische Bosheit ersetzt. Doch dieser Fehler führt halt zur Verkennung von Gründen und Zwecken und damit erstens mindestens zu deren Verzerrung, zweitens aber zur Entmachtung des Wissens: Nur noch Töten, nur noch Ausrottung des Bösen, also letztlich eine religiöse Agenda, kann dann Abhilfe schaffen!

      Übrigens – solche Bosheit gibt es ja ohne Zweifel. Dazu gleich ein kleiner Nachtrag.

    • Ich kann’s natürlich nicht beweisen, aber ich bin überzeugt, ein Grund für die Entscheidung der Bush-Administration zum Syrienkrieg zu jenem frühen Zeitpunkt war pure Rachsucht.

      Es gibt Anzeichen, daß sie 2004 fiel, andere deuten darauf, daß das Startsignal erst 2006 kam, nämlich anläßlich des letzten Libanonkrieges und dessen gegen jede politische Vernunft, daher unzweideutig gegen die USA gerichteten Brutalität.
      Dies letztere Motiv reaktiviert aber ein anderes, nämlich die historisch beispiellose Demütigung, die Ariel Scharon und seine Mannschaft Bush junior, immerhin ein US-Präsident, zufügte, indem sie seine „Roadmap“ wie beschissenes Klopapier behandelte: Neubesetzung der Westbank, biblische Massaker an der PLO, die Ermordung Arafats, und so weiter und so zu.

      Das konnten sie, weil sie die US-Regierung via 9 / 11 in der Hand hatten, aber eben ‚drum war es der denkbar übelste Verrat, den die USA je in ihrer Geschichte haben schlucken müssen.

      Syrien aber ist das einzig verbliebene Staatswesen in der Region, das sich das Imperium noch einzuverleiben hat, um die zionistische Agenda zu dem herab zu setzen, was sie ist: die warlordisierte, rassistische Zwergstaatagenda eines Siedlerkolonialismus, der seine Rolle in der Entfaltung und Bewirtschaftung des Weltmarktes längst überlebt hätte, verfügte er nicht über mächtige Atomwaffen.
      Syrien hatte diese Rolle, nicht der Iran, im Iran spielt man diese Rolle nur gern, nicht zuletzt ebenfalls aus Rache, denn dort hat man die Demütigung der US-Regierung genauestens registriert.

      Diese Verhältnisse sind überdies die einzig zählbare Wahrheit an der „shiitischen Achse“ außerhalb der Sichtweise der Golfstaaten und Saudi Arabiens. Die klügeren Leutz in den USA wissen, daß das Imperium im Iran kein Bein an den Boden kriegt, so lange Israel auf der atomaren Krücke seine de facto überlebte regionalpolitische Rolle spielt. Deshalb zielt der Syrienkrieg in erster Instanz auf Israel, bevor er in zweiter Instanz auf den Iran abzielt.

    • Dafür gibt es einige Gründe.
      Zum einen der politische. Bisher war das eine Image Sache von „jungen Aufständischen“ in Israel und es sollte auch so in den Arabischen Staaten verlauft werden damit diese (und deren Menschen) die Unterstützung der Aufständischen (Terroristen) durchführen konnten. Würde Israel mehr sich in diesen Konflikt einmischen so würde die Stimmung schnell kippen und die Verbindungen und Zusammenarbeit von Anti-Israel Strömungen deutlich zunehmen. Schon jetzt hat die Hisbollah viel Zulauf, besonders im Libanon.

      Auch besteht die Gefahr für Israel in dem Pakt Syrien – Iran. Wenn Iran nach mehr Luftschlägen meint das ist eine offene Beteiligung und ein offener Angriff auf Syrien kann der Iran auch anders reagieren. Von Von Bodentruppen bis Luftabwehreinheiten über Luftwaffe oder Asymmetrische Antworten.

      Was uns zum militärischen Gründen bringt. Bisher bedarf es für die IDF Beleuchter oder genaue GPS Ziele. Bei allen 4 oder 5 Angriffen waren bestimmt israelische Bodentruppen involviert. Bei einer Ausweitung müssten mehr solche Teams vor Ort sein bei zunehmender Gefahr aufzufliegen. Viele Ziele wären zudem erst Ziele bei Aufklärung.

      Die Nähbereichsluftabwehr getragen von BukM2, Tor1 und Panzir ist hoch mobil, gut zu schützen. Da die IDF Bisher es vermied in den Syrischen Luftraum genau wegen dieser Systeme einzudringen müsste dies solche Systeme bei einer Ausweitung angehen und ausschalten bzw. unterdrücken. Dies ist eine sehr schwere Aufgabe jedoch leistbar. Würde die IDF jedoch stark binden.

      Der Nutzen am Boden ist gering. Zumal die IDF das fliegen der syrischen Luftwaffe im Norden nur mit sehr hohem Aufwand unterbinden oder auch nur teilweise stören könnte.
      Alles andere wie Bodentruppen (außer SOT oder Beleuchter) wäre ein Akt der sehr starke Reaktionen auslösen würde.

      Für Israel läuft es zum einen positiv zum anderen sehr negativ. Daher wäre jede weitere größere Intervention viel zu riskant für Israel und auch für die IDF.

  • habkind

    @Jörg, du hast recht – wenn der Krieg beendet sein wird. Aber wir sind doch noch in der Phase, in der sich die Syrer erst verteidigen und den Krieg gewinnen müssen. Und dazu benötigen sie Waffen. Ob die S-300 die richtigen sind oder die Argumentation von @Triangolum (die ich sinnvoller halte), wird sich zeigen.

    • Jörg

      @habkind,
      Du mißverstehst mich: Ich schlage nicht die div. Aufbauhilfen statt der Waffenlieferungen vor sondern zugleich mit letzteren.
      Ich schrieb: „Progressiv wäre es, die Waffenlieferungen unter humanitären Begleit(!)maßnahmen vorzunehmen“ – d. h. ich bin definitiv für die Waffenlieferungen und halte solches Herumschwadronieren wie man es mit dem Iran gemacht hat für peinlich und schädlich.

      Man könnte übrigens auch mal in Afghanistan großzügig und klug geplante Aufbauhilfe leisten – nicht indem man da irgendwas hinklotzt (Staudamm oder so was), sondern indem man die Afghanen in Brot und Arbeit setzt.
      Solche Aufbauhilfen in Syrien, im Irak, in Afghanistan – ja, sogar im Iran – kann sich das reiche Rußland finanziell mühelos leisten. Und die politische Wirkung wäre weit über die Regionen hinaus sehr positiv.
      Sogar in Rußland selbst wären diese Aufbauhilfen für das Ausland wirtschaftlich positiv. Denn etliche technischen Geräte oder Anlagen könnten sowieso nur in Rußland fabriziert oder zumindest vorfabriziert werden, so daß auch russische Arbeitkräfte und Betriebe (hoffentlich mal wieder Staats(!)betriebe) Arbeit und Umsatz bekommen würden.

    • habkind

      @Jörg
      indem Fall hast du natürlich recht, das Wörtchen zugleich habe ich glatt überlesen.

    • Ein Herr Hörstel redete bisher auch immer was von Aufbau in Syrien und kreidete das auch immer schön Assad an. @Jörg: In einem laufenden Krieg sind Investitionen in Aufbau nur dann zu rechtfertigen wenn die Lage dies erlaubt. Und die Aktuelle Lage erlaubt es weder Assad wichtige Ressourcen dafür abzustellen noch Geld dafür in die Hand zu nehmen. Ganz einfach weil es erst einmal darum geht die Versorgung zu sichern, die Terroristen aus dem Land zu werfen und mit dem restlichen Material und Geld was dann noch übrig ist den Aufbau zu starten.

      Russland ist weder der Verursacher der Zerstörungen in den von Dir genannten Ländern noch in der Pflicht genau das zu machen. Wiederaufbau.

      Das einige was Russland machen kann ist die Selbstverteidigungskräfte der SAA und damit Syrien an sich zu stärken und dies strikt nach Völkerrecht.
      Wiederaufbau kommt danach.
      Zumal der Iran schon mehr als 5 Mrd US Dollar breit stellte. U.A. für Aufbauhilfen.

      Zudem, Russland ist zwar Reich aber so reich nun auch wieder nicht um den Müll hinter den USA & Co. sauber zu machen. Was ist das bitte für eine Argumentation das Russland hier aus humanitären oder Image Gründen Wiederaufbau macht.
      Zudem muss Russland selbst erst mal sich selbst Aufbauen.
      Der Iran kann dies im übrigen gut alleine. Siehe die letzten 8 Jahre.

    • Anonymous

      Stimme Triangolum zu. Außerdem müssten zuallererst die USA Afghanistan aufbauen. Alles was die tun ist Zerstören und Töten. Sollte es zu einem umfassenden Frieden in Syrien kommen, dann müssen die Golfstaaten, allen voran Katar und die Türkei, Frankreich, GB, USA, Israel Miliiarden an Wiedergutmachung an Syrien bezahlen. Die vielen Unschuldigen, die ihr Leben lassen müssten oder für immer traumatisiert bleiben werden, kann man nicht bezahlen. Dike

  • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • … es ist ein altes Problem, daß Existenzen wie wx & yz Syrien als Spielwiese ihrer Theorien betrachten und vergessen, daß tagtäglich in diesem Land Menschen barbarisch massakriert werden. Daß sie tausend Schlichen ersinnen, der Realität zu entfliehen. Das gerade, das ist das westliche Denken. So erleben wir in wx & yz die Inkarnationen der Esel , die uns die Welt erklären wollen … Ich freu mich über jeden Syrer, der ihnen den Vogel zeigt. Nur so wird es besser.

    Ooops

  • TomGard

    Barbara Slavin hatte die Ehre, heute den „Week in Review“-Artikel für Al Monitor abzuliefern, Titel: „Russia’s Unchanging Course on Syria“.

    Meinen Lesern hier ist Slavin schon bekannt, die Vorsitzende des Iran-Ausschusses beim berüchtigten Atlantic Council hatte im Juni für RT (!) das Sprachrohr (oder den Auftraggeber, wie man will) Obamas gegeben, indem sie Erdogan unter dem Titel „‘Erdogan should quit while he’s ahead’“ kurzerhand wg. Eigenwilligkeit absetzte.

    10 Tage später wurde Slavin für FP noch deutlicher, indem sie die Unruhen in Taksim in die Nähe der „Grünen Bewegung“ in Teheran 2009, Erdogan in eine Reihe mit Khamenei stellte. Diesen Artikel schloß sie so:
    In the end, more than 70 percent of Iran’s 50 million eligible voters did turn out on Friday. But the message they sent was not the one of “resistance” their leader had sought. They picked a man who said he would try to ease Iran’s isolation and relieve the heavy atmosphere that has turned Iran into such a repressive society.
    Back in Istanbul, however, bulldozers were demolishing tents in Gezi park.

    Slavin erwähnte, daß Obama in der Begründung zur Absage seines Moskau-Besuches auch „Syrien“ zum Feld von „Differenzen“ erklärt hatte, die „überdacht“ gehörten, und daß das Weiße Haus das russische Drängen, Iran zur Teilnahme in Genf2 einzuladen, bislang negativ beschied.

    Anschließend zitierte sie einen der ungenannten (!) „Senior Administration Officials“, der in einer geschlossenen Pressekonferenz vor 2 Tagen „Genf2“ verworfen und abgesagt hatte, nämlich so:

    “The test is not whether the Syrian government will come to Geneva; it’s whether the Syrian government will come to Geneva prepared to negotiate the transition of full — the full executive powers to a transitioning governing body”

    Nichts weniger, als die Unterschrift unter eine Kapitulationsurkunde nebst Auslieferung an den Henker ist da verlangt.

    Man wird schwerlich fehl gehen, wenn man unterstellt, daß diese Haltung der US-Regierung der Grund dafür gewesen ist, daß Putin Snowden wochenlang in Arrest hielt um ihm dann doch ein (Knebel-)Asyl zu gewähren, das Obama aus Moskau auslud.

    Slavin läßt eine für ihre Verhältnisse und Position ausgesprochen ätzende Kritik der Haltung des Weißen Hauses folgen.
    Fortsetzung folgt

  • TomGard

    This statement is itself worth a ‚pause‘ for what it might say about the US approach to a „political settlement“ in Syria. Is the United States deferring the decision on convening the Geneva conference to the Syrian opposition and its regional patrons, who like Iran seem otherwise willing to stomach a long and destructive regional and sectarian war? Is the US expecting a shift in the balance of forces between Assad and the opposition? And can the United States choreograph a commitment by the Syrian government to negotiate itself out of power, as a precondition for Geneva, especially without a diplomatic channel to Iran?
    If the answers to these questions are yes — either by design or default — then it is worth reflecting on the consequences: the war goes on, Syria becomes more divded, more killing, more refugees, more terrorism (including in Iraq and Lebanon as well as Syria); greater political instability in Jordan, Iraq and Lebanon; and perhaps the slippery slope for an even deeper US military engagement in Syria „

    Um anschließend ihre Agenda vorzutragen:

    Perhaps the likely narrow window of opportunity with Iranian President Hassan Rouhani will include an initiative on Syria as well as in the nuclear talks … As we wrote in this column in December 2012, and many times since, Iran’s influence in Syria surpasses that of Russia, and Iran is the key to either a political solution or a seemingly endless bloodbath.

    Ist Slavin also doch kein inoffizielles Sprachrohr Obamas, wie ich annahm?
    Ich glaube doch. Übergangsdirektor des AC ist Bent Snowcroft, der seinerzeit unter George Bush dem Älteren als „Sicherheitsberater“ zu den Architekten des Irak-Krieges und der „NWO“ zählte, für deren Durchsetzung Obamas Lehrer Brzeziński das „Grand Chessboard“ entwarf. Und Brzezińskis Position zum Syrien- und Irankrieg ist hier bekannt. Bezeichnender noch ist, wen Snowcroft ablöste und warum: Chuck Hagel, den neuen Kriegsminister Obamas, dessen Unwille gegenüber der zionistischen Lobby und den Hardlinern in Tel Aviv ebenfalls bekannt ist.

    Wechseln wir nun zu den kinetischen Schauplätzen.
    Die vor Ort wuselnden CIA- und Mossad- Agenten, Davutoglu/Gül und Erdogan, Prinz Bandar und die Kriegsfürsten an den Höfen des Katar und der VAE machen was sie wollen, nämlich zum Halali der ethnischen Säuberungen blasen. Mindestens 500, eher um die 1000 Zivilisten wurden bestialisch geschlachtet, Aufrufe zu Massenvergewaltigungen ergingen und wurden befolgt. Die Eingreiftruppen der SAA, bzw. was davon übrig ist, nämlich in Brigaden zerlegte Todesschwadrone der 76. Division im Gefolge der „Kein Stein bleibt auf dem anderen“ 4. Armee werden von einer Ecke des Landes in die andere gehetzt, während die Luftwaffe verzweifelte Entlastungsangriffe für die in Deir Ezzor eingeschlossenen Garnisonen fliegt, gegen die eine Offensive begonnen wurde.
    In Genf kann niemand auflaufen, dem eine unterschriebene Kapitulationsurkunde auszuhändigen wäre, es sei denn, Obama setzt persönlich einen Gouverneur in Damaskus ein.

    Mit anderen Worten: Faktisch ist Syrien auf internationaler Ebene in Aufteilung begriffen und damit als geopolitische Größe für die Zeitspanne, in der sich auf diesem Schlachtfeld noch jemand bewegt, abgeschrieben. Jetzt zählen allein die (Graben-) Kämpfe innerhalb des Imperiums, Russland eingeschlossen, das sich in der 2.klassigen Rolle eines Teilnehmers und Objektes befindet.

    Und pünktlich zerrt man in Tel Aviv an den Ketten:

    Israel Prepares for Next War With Hezbollah

    Das tut Israel seit 2006 unentwegt. Aber Ben Caspit schreibt nur ausnahmsweise und völlig kalten Blutes solch einen wüsten Hetzartikel, der seinen Vorbildern aus dem 3. Reich alle Ehre macht … für Al Monitor!

    • Anonymous

      @ TomGard

      Da muss ich Ihnen Recht geben, der Artikel von Ben Caspit ist eine einzige Lügenpropaganda. Er dreht den eindeutigen Sieg von Hisbollah 2006 um in einen Sieg für Israel! Ein Witz! Dabei leben die Israelischen Kriegstreiber für den Tag, an dem sie Rache üben können für die bittere Niederlage 2006. Wie die Amerikaner wird Israel einen Guerilla Krieg nicht überleben. Dike

    • Der Bericht von Ben Caspit hat durchaus seinen Wert, nämlich als Fenster in die Seele eines israelischen Nationalisten und Falken. Er legt die Dinge für sich selbst (!) so zurecht, dass er mit stolz geschwellter Brust vor dem Spiegel sagen kann, „I’m an Israeli!“.

      Propaganda ist es natürlich auch und zwar für die völkerrechtswidrige Doktrin der friedensstiftenden Funktion von „preemptive wars“.
      (Durch 9-11 konnte das amerikanischen Volk für diese Doktrin gewonnen werden und auch unsere Bundeswehr steht in ihren Diensten.)

    • Comrade John

      Und wieder kolportiert TGard in klar erkennbarer Anlehnung an westl. Medien die Story von den „drei Regionen“, als handele es sich um eine gesicherte Sache.

      Tatsächlich (das ist nämlich die Bedeutung von: „faktisch“) gibt es keine russischen (iranischen u. chinesischen) u. erst recht keine nationalsyrischen Aussagen, die darauf schliessen lassen, dass von einer Aufgabe (Selbstaufgabe) der territorialen Integrität auszugehen ist, weil diese stillschweigend vereinbart wäre u. die Syrer sich offenbar schon darauf vorbereiteten.
      Insbesondere Gards militärische Beweisführung, um das Ganze noch etwas gesicherter aussehen zu lassen, darf als faktisch unwahr gelten. (Auf seine Diffamierung der SAA sowie auf das Schwachreden ihrer Kräfte wird hier nicht mehr eingegangen)
      Die SAA denkt nicht daran irgendwas aufzugeben und hat, im Gegenteil, in den letzten Monaten dauernd Anstrengungen unternommen Festplätze zu sichern u. verlorenes Terrain zurückzuholen.

      Zu den „drei Regionen“ (z.B. nach FAZ, 04.08.2013) wurde hier geschrieben, auch zur militär. Tagessituation in Provinz Hasaka, das ja zu der einen (östlichen, von wem nochmal beherrschten?) „Region“ zählt: # 5. August 2013 02:46 ff.

      Wie fast jeden Tag, so meldet auch heute Sana:
      „Non-Syrian terrorists killed in Deir Ezzor

      The Armed Forces targeted terrorists in several areas in Deir Ezzor countryside and killed scores of them, many of them of non-Syrian nationalities.“
      http://sana.sy/eng/337/2013/08/12/496792.htm

      Ebenfalls heute schreibt

      SyrPer [First Post August 12, 2013],
      vom militärischen Desaster der FSA-Banden in Deir Ezzor, das hier vielleicht noch grösser ausgefallen sei als in Latakia. Er weist dabei v.a. auf die bemerkenswerte Zusammenarbeit der Bevölkerung mit der SAA hin und zieht seinen Hut vor diesen Syrern!
      Also, sowas saugt der sich nicht aus den Fingern.

      „It is becoming obvious from reports in the Syrian and Arab nationalist media that Dayr El-Zor has been a military disaster for the „opposition“, perhaps more so than Latakia. In report after report, terrorist efforts to cajole the residents of this province have failed. More than any other province, Dayr El-Zor has had more cooperation from the residents than any other with political committees being formed to combat the presence of Salafist/Takfiri maniacs pretending to be Islamist liberators. Our hats off to the people of Dayr El-Zor for being the most loyal and committed of all Syrians to the cause of secularism and progress in the Syrian Arab Republic.“

      Auch in Raqqa (Stadt) dürften die verbleibenden Tage der FSA-Banden angezählt sein. Nicht zum ersten Mal gab es in dieser Stadt zivile Protestaktionen gegen die Okkupation, gestern schossen die Banden wieder auf Demonstranten u. sollen mind. einen Journalisten gezielt mit dem Auto überfahren haben.
      http://www.syrianews.cc/syrians-protest-terrorists-occupation-raqqah/

      Die SAA steht übrigens mit Hauptkräften noch in Ain Issa, nur rd. 40 Km nördl. Raqqa, kontrolliert aber schon das Umland bis auf den Schlauch, der die Banden mit dem Westen (Grossraum Aleppo) verbindet. Und jüngst häufen sich Meldungen über Anstrengungen der SAA, die Strasse 4 [Aleppo-Raqqa] nach Osten hin zu öffnen…

    • Schön, John, daß Du diesmal auf krasse Lügen verzichtet hast – das schreibe ich, ohne Dir damit eins auswischen zu wollen.

      Sondern weil es unter dieser Voraussetzung möglich ist, Irrtümer auszuräumen. Du schreibst:

      „Tatsächlich (das ist nämlich die Bedeutung von: „faktisch“) gibt es keine russischen (iranischen u. chinesischen) u. erst recht keine nationalsyrischen Aussagen …usw.“

      Das stimmt insofern, als es Absichtserklärungen dieser Art nicht gibt. Über indirekte Botschaften könnte man lange debattieren, aber das will ich nicht tun, weil meine Beiträge oben einen Schritt weiter gehen.
      Eine Tat-Sache (Fakt) ist nicht die Aussage einer Rede, sondern die Redehandlung, und der Inhalt der Redehandlung liegt im Zusammenhang der Aussage, dem sogenannten „Kontext“. Ich will nicht auffalten, was alles zum Kontext zählt, weil es erstens schwierig und nicht sehr ergiebig ist, das abstrakt zu sagen, und weil zweitens, und wichtiger, sowieso kein Mensch einen Kontext komplett erfassen, geschweige darstellen kann. Folglich praktisch gesagt:

      Als ich schrieb, „faktisch ist Syrien auf internationaler Ebene in Aufteilung begriffen und damit als geopolitische Größe für die Zeitspanne, in der sich auf diesem Schlachtfeld noch jemand bewegt, abgeschrieben., setzte ich eine begriffliche Summenformel unter den Kontext der Interaktionen, über die ich berichtet hatte, d.h. die publizistische Tätigkeit, von wem sie kommt, das Berichtete, und einen Teil des Zusammenhangs des Berichteten. Es ist mein (vorläufiger, und z.T. wie vorgestellt begründeter) Begriff des Tathandelns der Akteure, von denen die Rede ist, vulgo: „Sie behandeln Syrien, als ob und denn …“.
      Die unausgesprochene Unterstellung dazu lautet:
      „Dann werden sie wohl aus ihrer Sicht gute Gründe dafür haben.“
      Der „Witz“ ist nur, daß diese „guten Gründe“ nur sehr bedingt auf das bezogen sind, was „facts on the ground“ genannt wird, aus deren Erzählungen Du eine Auswahl einer Version bringst, als Gegenrede zu dem was ich schrieb. Das ist gar keine Gegenrede! Selbst wenn jedes Wort stimmt, ist es keine. Denn dieser Krieg ist doppelt asymmetrisch, nicht nur hinsichtlich der militärischen Taktiken und Strategien, sondern v.a. hinsichtlich der Reichweite der Macht der Kombattanten. Ein Teil davon wird durch den Begriff „Proxy-Krieg“ erfasst. Wolltest Du leugnen, daß es einer ist, dann ist mit Dir nicht mehr zu reden. Wenn Du das aber nicht leugnest, dann schließt das ein, daß die Zwecke und Ziele der Kombattanten außerhalb des syrischen Territoriums zu denen, die auf diesem Territorium verfolgt werden, in einem vollgültigen Gegensatz stehen, nämlich dem Gegensatz von Zweck und Mittel. Was für die SAA Zweck ist, ist für alle äußeren Akteure Mittel und unterliegt Kalkulationen, die mit den syrischen Kalkulationen nicht mal verwandt sind – obwohl die Sachen, um die es dabei geht, natürlich dieselben sind.

      Und der naheliegende Hauptpunkt dieses Gegensatzes, der ihn freilich nicht entfernt erschöpft, lautet einfach: Was für die SAA gute (oder schlechte) Resultate ihres zweckmäßigen Vorgehens sind, sind für die äußeren Akteure ausschließlich Voraussetzungen für die Verfolgung ihrer Zwecke.
      Und auf syrischem Boden gibt es angesichts der schwer zu bestreitenden Übermacht der äußeren Akteure und Interessenten nur GENAU EINE Schranke für die Verfolgung ihrer Zwecke: Wenn sich dort niemand mehr bewegt, weil er entweder tot ist, oder das Schlachten einstellt, weil er es satt hat.
      Das war der Punkt.

    • Comrade John

      Ich füge aus Chronistenpflicht hinzu, dass in Deir Ezzor seit zwei Tagen eine neue terroristische Kampagne läuft, was mir vorher nicht bekannt war.

      Der unermüdliche urs1798 hat wieder mal als Erster (jedenfalls nach keiner Kenntnis), darauf hingewiesen u. erste von den Banden selbst fabrizierte Aufnahmen nachveröffentlicht:
      urs1798, 12/08/2013 23:55

      Insoweit macht Gards Bemerkung auch einen Sinn: „in Deir Ezzor… eine Offensive begonnen wurde“.

      Die Banden haben ihr den Namen „Volcanoes of the East“ verpasst, wohl angelehnt an die Bandenoffensive „Vulkan in Damaskus“ im Juli 2012.
      Quelle hierzu: http://syrianfreepress.wordpress.com/2013/08/12/army-forces-confronts-jabal-al-arbaeen-battles-and-repels-the-battle-of-deir-ezzor/
      ______________________________________________

      Ansonsten hoffe ich, dass die syrischen Bürger von Sana in der arab. Version u. von ihren anderen Medien umfassender, lückenloser u. zusammenhängender informiert werden als „wir“ vom englischsprachigen Sana. Viele Ereignisse muss man sich ja mehr oder weniger selbst zusammenreimen.

    • Comrade John

      Berichtigung im zweiten Abs.:

      nach meiner (nicht: keiner) Kenntnis

  • Comrade John

    Nur Info

    fb-Solidaritätsseiten (-ohne Wertung von mir-):

    Bürgerinitiative für Frieden in Syrien
    https://www.facebook.com/pages/B%C3%BCrgerinitiative-f%C3%BCr-Frieden-in-Syrien/569327766459350?ref=stream&hc_location=stream

    u n d

    https://www.facebook.com/BurgerinitiativeFurFriedenInSyrien

    Antiimperialistische Aktion
    https://www.facebook.com/antiimperialistische.aktion?directed_target_id=0

    Syrian Free Press – Shabiha Forever
    https://www.facebook.com/SuriaPress

    European Solidarity Front for Syria
    https://www.facebook.com/pages/European-Solidarity-Front-for-Syria/280123615449307?ref=ts&fref=ts
    _______________________________________________

    Immer gut zu kennen:
    Syrian Arab Army (fb)
    https://www.facebook.com/syrianmilitary

    Syrian Air Force (fb)
    https://www.facebook.com/SyrianAirForce

    • Nobilitatis

      Was zahlt Ihnen facebook für so viel Werbung?

    • Facebook ist eine Abteilung der CIA

    • Comrade John

      Ihr zwei Hübschen dürft gern, vielleicht auch für die Allgemeinheit, eine alternative Liste mit Nachrichtenquellen posten.

    • Und das Internet ist ein riesiger Honeypot (CIA, Mossad, …) ;-), um all die Unruhestifter und Querdenker anzulocken und zu outen.

      Vielleicht treffen wir uns alle mal in einem Internierungslager, dann kann TG zeigen, wie schnell er mit dem Dolch ist (albernes Zeug ;-) ).

  • CM
    • @CM
      Hallo, Deine rhetorische Frage ist natürlich längst berechtigt und richtig.
      Allerdings: Jede Herangehensweise mit dem Hintergrund eines in einem angeblichen „Rechtsstaat“ lebenden Bürgers (z.B. „die (Regierung) muss das ja wissen, oder merken die das nicht wie falsch die Entscheidungen/Haltungen sind“) ist zum Scheitern verurteilt.
      Ausgenommen, es gelingt, eine Hundertausendschaft umfassende Protestwelle zu mobilisieren.

      Die Regierungen in Europa/USA wissen natürlich bestens um die wahren Begebenheiten. Selbst die furchtbaren Bedrohungen und Auswirkungen auf christliche Bevölkerungsteile sind bestens und im Detail bekannt. Die tausenden Morde an ihnen oder die Vertreibung von über einer Million Christen aus dem Irak, alles ist bestens bekannt. Diese „Opfer“ werden in den westlichen Medien nicht vergessen, sie werden bewusst verschwiegen!
      Grund: Die Kriegsziele der Aggressoren wiegen höher und diese Begleitschäden wurden von ihnen nicht übersehen sondern fest und bewusst einkalkuliert. Desweiteren wird hier die unheilvolle Allianz/Abhängigkeit der Medien zur Politik offenbar.

      Wir dürfen (müssen) also stets davon ausgehen, Bürger sogenannter demokratischer Rechtsstaaten zu sein, deren Regierungen (auch einschließlich der wichtigsten Parlamentsfraktionen) an brutalen und vorsätzlichen Verbrechen im IN- und vor allem Ausland mitwirken!
      Dies mag sicher eine kaum zu vertragende Erkenntnis sein, doch schützt sie vor leeren Hoffnungen und vor allem erleichtert diese Brutal-Wahrheit das Erkennen der laufenden Lügen-Propaganda!

    • Der Laschet hat eine eigene Meinung und glaubt unser Außenminister könnte eine eigene Meinung haben. Dabei muss dieser erst in Washington nachfragen, welche Meinung er gerade haben soll.
      Wenn Laschet weiterhin so eigensinnig ist, wird er keine Karriere machen.
      Immerhin um die Christen in Syrien sorgt sich der Focus, das ist ja schon mal ein Anfang.

  • Enis

    warum es so schwierig ist diese Affen in Nordlatakia zu kriegen zeigen folgende Aufnahmen..

    Es ist dicht bewäldert, die Ratten haben einen guten Schutz.. Trotzdem 4 Blutrünster sind ausgeschaltet bzw. gefangen genommen.

    Für die, die kein Arabisch verstehen, ist es zu übersetzen, dass der Gruppenführer der Soldaten den anderen mit hohem Ton verbietet die Gefangene zu schlagen. Einer von denen wird jedoch unzimperlich gezwungen den Ort der versteckten Waffen zu verraten.

    https://www.youtube.com/watch?v=IuqbmsB-B-c

    Während bei Tieren die Köpfe rollen und innere Organe herausgerissen werden, hat man bei der SAA mit Schimpftiraden und kleinen Schupfereien eine reletiv glimpflichere Ausgangslage..

    Sollte eine Nachricht wonach die SAA bei Tel Abyad/Rakka, Grenze zu Türkei, eine Offensive gestartet haben, dann ist es ein Zeichen, dass sich die Kurden dort sicherlich zu Gunsten der SAA entschieden haben. Wäre sehr erfreulich..

  • Enis

    warum wohl diese Nachrichten nicht nach Europa gelangt sind, dem Hochburg der höchsten Stufe des Humanismus???

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10236362/Syrian-rebels-accused-of-sectarian-murders.html

    Terroristen bestätigen dieses Massaker sogar folgenderweise:

    „Rebels boasted that they had killed 200 of „Assad’s men“..

    Es sind bis anhin 256 Namen der massakrierten Namen bekannt. Dutzende werden noch vermisst..

    • @Enis
      Kannst Du eine Quelle nennen, der die 256 Namen zu entnehmen sind?

    • Enis

      @melone

      Die Zahl mit Detailangaben nach Dörfern wurden auf einer Facebook-Seite veröffentlicht. Ich werde meinen Verlauf nochmals durchforschen.

      Aber hier ein Video mit einer kleiner Gruppe der Entführten. Auffällig ist, dass das Akzent eher auf arabische Terroristen aus der Türkei (Yayladagi) an der Grenze zu Syrien hinweist bzw. der Pick up eher nach türksicher Bauart aussieht. Es ist gut möglich, dass die Entführten in den Landschaften.

      https://www.youtube.com/watch?v=NGR40TgtNeY

      Eine andere massakrierte Familie:

      https://www.facebook.com/photo.php?fbid=551013591615093&set=a.204789942904128.47580.196553207061135&type=1&theater

    • Enis

      ..in den Landschaften unmittelbar an der Grenze aufgehalten werden.

      Die SAA und Milizen durchforschen die umgebenden Wälder dieser Dörfer..

    • Enis

      @melone

      zuerst mal..das erste Video mit den Gefangenen Frauen und Kindern ist aufgetaucht. Die Frauen und selbst Kinder sind Schariakonform zugepackt. Die Frau in Hijab-Zwang verlangt einen Gefangenenaustausch.. Die Ratte erklärt, dass sie die Entführten Schariakonform behandeln.

      Obwohl ich meine Zweifel (vor allem wegen der Bekleidung) an das Video habe, spricht trotzdem folgendes für die Echtheit (ich habe es sehr genau analysiert):

      -Das Akzent der Frau entspricht der Norm.
      -Das weisse Kopftuch der älteren Frau ab min. 1.21 hinter der linken Schulter der Ratte, sowie die Art und Weise des Auftragens entspricht der Generation unserer Grossmütter.
      -die Landschaft der Umgebung entspricht der lokalen Gegebenheiten.

    • Enis

    • Enis
    • habkind

      @melone
      Eine weitere (oder die gleiche?) Zusammenstellung der Ermorderten mit den entsprechenden Ortschaften auf dieser Facebookseite:
      https://www.facebook.com/Syr.A.D.W?fref=ts

    • Danke an Enis und habkind!
      Die Liste von dieser Facebook-Seite https://www.facebook.com/photo.php?fbid=401975176570340&set=a.356358057798719.1073741829.355786131189245&type=1 gibt es inzwischen auch auf deutschen Seiten. Sie bezieht sich auf die Opfer der Massaker nördlich von Lattakia. Zusammengezählt sind die Namen von 104 getöteten bzw. entführten Personen erwähnt.Dabei würden dann noch die Opfer aus Aubin fehlen und eventuelle weitere Opfer aus Abu Mecki. Außerdem fehlen die Entführungsopfer aus al-Balouta und Bermseh. Trotzdem scheint es schwierig, auf die 256 von Enis erwähnten Personen zu kommen. Hattest Du damit dieses in der oben genannten Liste aufgearbeitete Massaker gemeint oder eines der anderen? Gibt es inzwischen Listen der Massaker in Khan al-Assel und an den Kurden?

    • Enis

      @melone
      ich hatte es aus einer anderen Seite, aber wahrscheinlich bezieht sich die Zahl auf das Total von entführten und getöteten. Dann macht es Sinn.

  • Anhand dieses Artikels:

    http://rt.com/news/saudi-arabia-opposition-prince-374/

    könnte man glatt auf die Idee kommen, der Bandar hat den Putin mächtig, gewaltig geärgert.

    Denn als Prince Khalid Bin Farhan Al-Saud, von dem, flüchtiger Google-Recherche zufolge, noch nie jemand auf Gottes Erdenrund gehört hatte (was sehr für ihn spricht!) Ende Juli seine Abtrünnigkeit von der königlichen Familie erklärte, hörte kein Schwein außer Al Aram und Global Research zu. Ja, nichtmal die „Sun“ oder der „Daily Telegraph“, sie schwiegen alle hübsch stille.

    Da erscheint es doch ein wenig überzufällig, daß RT den Mann aus seinem Düsseldorfer Exil ausgräbt und seinen bahnbrechenden Mitteilungen a la „Alles, was die Opposition in SA behauptet, stimmt! Und in Wahrheit ist alles noch viel schlimmer!“ das Forum eines langen, langen Artikels an prominenter Stelle gibt.

    Nicht mal das Alter des Kerlchens ist ‚rauszukriegen, aber er muß doch mindestens etwa 25 erwachsene Jahre gebraucht haben, um zur „Ehre Allahs“ zurück zu finden, in deren Namen er seine Vettern aufruft, „die Wahrheit zu sagen“.
    Nichts für ungut, Spätentwickler gibt es und das sind nicht die Schlechtesten, aber dann mit Allah …

    Na, Schwamm ‚drüber.

  • habkind

    Ich fand die Aussagen des Prinzen schon beim lesen sehr mutig. Immerhin stellt er sich gegen 4-5 tausend Brüder und Cousins.“Ein einsamer Ruf in der Wildnis“. Und er muss damit rechnen, dass er angefeindet wird, wenn nicht sogar noch mehr. Es erfordert schon viel Mut, sich von seiner Familie zu trennen, in einer Gesellschaft, in der so ziemlich alles in und über der Familie geregelt wird.

  • Iskander

    @habkind:
    Prinz Khalid Bin Farhan Al – Saud (TomGotts interessante Recherche), ist nichts weiter als das Ergebnis einer Kultur, in der dank hemmungloser Potenzausübung, jeder zweite Staatsbürger zwangsläufig ein Prinzlein geworden ist.
    Dann ist es wie auf einer mittelalterlichen Burg im Abendland: Die Schar der Prinzen findet keinen Platz mehr am Tisch und die Wadenbeisserei beginnt.
    Wie profiliert man sich, wenn man zwar Prinz aber letztlich Teil einer genetischen Inflation ist? Man opponiert.
    Zumindest solange bis man einige andere engstens und inzestiös verbundene leberkranke Prinzen in der Aufmerksamkeit überholt hat. Macht ein paar flotte Sprüche und geriert nach Machterhalt zum Stubentiger im Dönerparadies.
    Wenn also Khalid tatsächlich achtungsvoller Staatsmann ist, so findet er rasch Wege um den realen Holocaust am syrischen, arabischen Brudervolk mit seiner Stimme zu beenden helfen.
    Daran allein fehlt mir der Glauben.
    Dennoch – solange Khalid glaubhaft seine Thesen untermauert, solange soll im Gehör geschenkt sein, erweist sich seine Lage als von ihm diplomatisch um seines eigenen Fortkommens wegen gewollt, so soll er in die Hölle fahren und von 72 Teufeln genommen werden, täglich.
    Doch wie sagt man? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jeder Mensch der Hilfe birgt, sei willkommen

  • habkind

    Ein erhellend, heiterer Bericht, wie konsequent Russland seine Ziele vor Augen hat und sie angeht, und im Vergleich dazu die Ahnungslosigkeit der Obama-Regierung. Ein lesenswerter Artikel, der ja auch indirekt das Verhältniss Russlands zu Syrien tangiert.

    Von Pepe Escobar, Übersetzung Lars Schall

    Wladimir Putin vermag ein Weichei im Weißen Haus so sicher aufzuspüren wie ein Eisbär eine Robbe. Ihm passt es ganz gut in den Kram, dass niemand in Washington eine andere Russland-Politik als die unentwegte Dämonisierung seiner Person zu kennen scheint, während er selbst erfolgreiche Vorstöße in eine neue strategische Realität für Europa und Asien unternimmt.
    Mach nur einen Plan … und mach dann noch ‘nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.
    Bertolt Brecht

    Dies wird langsam lächerlich. Der Präsident der Vereinigten Staaten (POTUS) kreischte und schrie, weil er seinen Spion (Edward Snowden) zurück haben wollte. Snowden, russischen Gesetzen folgend, wurde vorübergehend Asyl gewährt. Das Weiße Haus war “enttäuscht”.
    .
    .
    .
    weiterlesen: http://www.larsschall.com/2013/08/12/das-wandernde-auge-wlad-der-hammer-vs-obama-das-weichei/

    • Der Artikel erfüllt in vollem Umfang, was ich hier schrieb:
      http://apxwn.blogspot.com/2013/08/aus-dem-konigreich-der-totgesagten.html?showComment=1376336847406#c6401251318467243343

      „faktisch ist Syrien auf internationaler Ebene in Aufteilung begriffen und damit als geopolitische Größe für die Zeitspanne, in der sich auf diesem Schlachtfeld noch jemand bewegt, abgeschrieben. (…) Das ist mein (vorläufiger, und z.T. wie vorgestellt begründeter) Begriff des Tathandelns der Akteure, von dem ich berichtete, vulgo: „Sie behandeln Syrien, als ob und denn …“.“

      Syrien kommt bei Pepe Escobar noch genau dreimal vor, nämlich so:

      „Wlad muss nur ein Wort sagen, um den bereits demütigenden Rückzug der USA/NATO aus Afghanistan … in eine unheilvolle Katastrophe zu verwandeln.
      Wlad kann Russlands Unterstützung für Bashar al-Assad in Syrien subtil kalibrieren
      in Pipelineistan hat Russland Aserbaidschan bei der Entscheidung für den Vorzug der Trans-Adriatic Pipeline (TAP) gegenüber der dauerhaft zum Untergang verurteilten Nabucco West beeinflusst …
      In Europa weiß jeder Kreuzfahrtschiffkapitän auf dem Rhein über die strategische Partnerschaft Russlands mit Deutschland Bescheid“

      M.a.W.: Die qatarische Pipeline nach Europa ist dauerhaft vom Tisch (und damit vermutlich Apxwn’s Job hier erledigt), die iranische Pipeline ist es auf Jahre hinaus, und sollte sie einst gebaut werden, so wird sie voraussichtlich unter fester türkischer Kontrolle stehen und Gegenstand einer gemeinsamen türkisch-russischen Bewirtschaftung des europäischen Gasmarktes zum beiderseitigen Vorteil sein.

      Mission accomplished.

      Bleibt der dringenste Bedarf, den in Syrien hinterlassenen „Unrat“ aufzuräumen …

      bei Israel.

      Und beim Irak. Dem Russland viele Mrd. Dollar gegen die nötigen Waffen aus der Tasche gezogen hat, die die syrische Armee nicht bekommt.

      Pepe wüßte das natürlich genau so zu sagen, wie ich. Aber er hat sich- vor etwa einem halben Jahr, oder etwas länger – entschieden, sich als Wolf in den Troß des russischen Bären einzureihen. Man will ja leben, nech?

      Ihr solltet wenigstens ausreichend tief blicken, diese Huren nicht auch noch zu ficken.

    • TomGard

      PS.: Sicherheitsnadelhalber sei versichert, daß es sich bei dem verlinkten Debka-Artikel um einen Hoax handelt.

    • Der verlinkte Debka-Artikel ist ja wirklich schräg, vor allem der Absatz mit der Drusen-Einheit:

      A Druze unit trained by US military instructors will be a key component of the special rebel force. It was put up by the million-strong community which populates 120 villages and towns in the Jabal al-Druze area of southern Syria. They are situated in a commanding position overlooking the Syrian-Jordanian-Iraqi border triangle.

      Das besteht ja nicht mal den Lachtest!

    • TomGard

      Richtig, und deshalb muß man sich fragen, was diese offensive Phantasie mit den libanesischen Drusen zu tun haben könnte.

    • Statt den schönen Tag draußen zu genießen habe ich ein wenig über die Drusen recherchiert, dieses hierzulande kaum bekannte Völkchen.
      Diesen Artikel im Standard „http://derstandard.at/1363711863446/Die-Angst-vor-einem-sunnitisch-radikalen-Staat-ist-da“ fand ich sehr interessant.

      Daraus ist zu entnehmen, dass Drusen mit israelischem Pass in der Armee eine relativ große Gruppe bilden. Interessant auch, dass die Israelis bei der Annektion des Golans (erfolglos) versuchten, die Drusen mit der isralischen Staatsangehörigkeit zu ködern.
      Die Idee, die Drusen auf die israelische Seite zu ziehen, ist also alt und gar nicht so abstrus, wie ich zuerst dachte. Die drusischen Sheiks machten das Spiel nicht mit.
      Ingesamt ist der Debka-Artikel wohl eine Wunschliste der Israelis. Gleichzeitig aber auch eine Verwirrungsstrategie, die Geheimdienste ja besonders lieben. Vernebelung durch Informationssmog.

    • Franz

      Gerade vorhin eine Aussage zu den Drusen in irgendeinem Forum gelesen:

      A: Die Drusen sind alles andere als israelfreundlich“, du Lügenbold!

      B: Ein Beispiel für dein Unwissen.Die sind die besten Grenzwächter der Welt!Ich verrate dir nicht warum.Ich kann dir nur sagen:Kein Pali möchte von denen gefangen genommen werden.Frage die warum das so ist!

    • Naja, der Debka – Artikel gehörte oben eher nebenher zu meinem Thema.

      Ich hab mich heut mittag mit folgendem Titel vielleicht arg weit aus dem Fenster gelehnt:

      „Im Zusammenwirken mit starken Partnern in den USA versucht eine Fraktion in der IDF einen Libanonkrieg zu erwingen“

      Darunter findet man auf meinem Blog eine Linkliste, die ich noch zu bearbeiten habe.
      Unter diesem Blickwinkel läßt Debka’s Versicherung aufhorchen, trotz „No Fly – Zone“ bliebe es bei der US-Entscheidung „no boots on the ground“. Denn ein Dogma aller Fraktionen „drüben“ ist, daß Bodentruppen den Fliegern folgen müßten. (Warum, mag ich nicht ausbreiten, wer mag kann das bei Brookings und im Congress research center nachlesen)
      Da liegt es nahe, zu vermuten, der Text soll gewisse Leute in den USA, Europa und Russland daran erinnern, vor welchem Chaos sie bezüglich des Syrienkrieges stünden, sollte sich Israel kurzerhand über alle Verbote hinweg setzen und den Libanon überfallen.

      Der libanesische Parlamentspräsident hat sich allerdings auch weit aus dem Fenster gelehnt, indem er im Zusammenhang mit den kürzlichen Raketenüberfällen innerhalb des Libanon und der vereitelten Exkursion der IDF auf libanesischen Boden öffentlich munkelte, er sei „im Besitz von Informationen“, die ihm Grund zu „außerordentlicher Besorgnis“ gäben.
      Natürlich liegt es dann auch nahe, einen Zusammenhang mit den „Friedensverhandlungen“ herzustellen, aber …
      Naja, der Nebel ist damit nicht gelichtet.

    • TomGard

      Pepe Escobar äußert sich erst jetzt zu dem Bandar – Besuch in Moskau und ist sich nicht zu schade, die zum Gähnen alberne Geschichte vom Roßtäuscher – Deal auszuschlachten, den der tumbe Basar-Jude, ähem, Araber dem Thorgleich arischen „Wlad the hammer“ anzudienen versucht hätte.

      Nur um sie zwei Absätze später dorthin zu weisen, wo sie zumindest technisch hingehört, nämlich so:

      „And (Bandar) might have suspected that Moscow simply does not bother with Gulf competition in Pipelineistan targeting European markets.

      It’s instructive to remember that in 2009, Damascus did not sign an agreement with Qatar for a pipeline via Syria; but they did sign the memorandum of understanding last year for the US$10 billion Iran-Iraq-Syria pipeline. So the point is for Damascus, the deal with Iran was much better; and if the pipeline is ever built Gazprom may even be part of it, in infrastructure and distribution. What Moscow has concluded is that Gazprom won’t lose its energy grip over Europe to the benefit of Qatari natural gas. A case can be made that Gazprom holds more power over the distressed, decaying, virtually insolvent eurozone than the European Central Bank (ECB).“

      Das ist nicht ganz das Selbe, was ich oben schrieb, weil Pepe halt so tun will, als könne es noch ein Faktor in dieser Rechnung sein, ob es Syrien morgen noch gibt, oder nicht. Doch versucht mal, hinter diesem rhetorischen Nebel noch irgend einen „syrischen“ Gehalt zu erhaschen. Ihr werdet scheitern, es gibt keinen.

      Und eben deshalb wiederholt Pepe sicherheitshalber anschließend die zum Gähnen langweilige Geschichte, der Konfrontation bzw. „Konfrontation“ der USA und Russlands in der Syrienfrage liege zugrunde, daß „Wlad der Hammer“ Angst vor den Dschihadisten in Aleppo habe, nämlich wenn sie sich nach Russland wendeten.

      Als ob das irgend eine Logik haben könnte, daß die Djihadisten erst Syrien zu erledigen hätten, bevor sie sich dem Kaukasus zuwenden. Als ob ein dschihadistisches Reservat östlich von Aleppo nebst eines von Russland angeheizten Krieges irakischer Proxies gegen ihre Bastionen dort und im Irak nicht vielmehr ein prachtvolles Mittel sei, die Djihadisten zu binden und etliche aus dem Kaukasus und ganz Zentralasien dorthin abzuziehen!
      (Woran, mit Blick auf Afghanistan und die dortigen Garnisonspläne nach ’14, auch die US-Strategen ein Interesse haben dürften …)

      Ach Quatsch. Talked in vain.

      Ach Quatsch.

    • TomGard
    • Robert E. Hunter, Senior Advisor to the RAND Corporation from 1998 to 2011, and Director of the Center for Transatlantic Security Studies at the National Defense University, 2011-2012, kommt für Jim Lobe’s Blog in einem ewig arrogant-geschwätzigen Kommentar am Schluß zu folgendem Kern:

      „In addition to dismantling some remaining Cold War relics, notably the excessive level of nuclear weapons both countries still deploy (some absurdly kept on alert), is the issue of when and how much Russia will regain a prominent role in international politics, how and how much the US will try to oppose that inevitable „rebalancing“ while its own capacity to affect global events has diminished significantly and if Washington and Moscow can work out sensible rules of the road with one another in the Middle East, Southwest Asia and elsewhere. Russia needs us as partner in some areas; in others it will inevitably be our rival and vice versa.

      As two great hydrocarbon producers with interests and engagements that touch or overlap – such as concerns about terrorism, desires that the Afghan curse not cause both of them further troubles in Southwest Asia and the need to influence the rise of new kids on the block (China and India) – the US and Russia have lots to talk about.

      But Obama and Putin wining and dining one another has little to do with it.“

      Man beachte, daß der Einleitungssatz eine mit der typisch „außerordentlichen diplomatischen Feinheit“ vorgetragene Erinnerung ist, daß die Nuklearmacht der USA noch immer ihren strategischen „Sinn“ hat und vom Rest der Welt, einschließlich Russland, über die Deckung des inflationär in Anspruch genommenen US-Staatskredites, bezahlt wird, während die russischen Nuklearstreitkräfte zu 100% eine Staatslast, eine Schranke der russischen Handlungsfähigkeit auf allen anderen Feldern ist.

    • Deine Aussagen über die Finanzierung dieser gigantischen Militärapparate, die Grundlage für den Supermachtstatus von USA und Russland sind, wird aber im Blog-Eintrag von Robert E. Hunter allenfalls indirekt angesprochen.
      Was schade ist, denn „die Spur des Geldes“ verrät meist mehr als das BlaBla von Politikern. (Siehe auch 9-11!). Deshalb haben sich die Finanzeliten so ausgefuchste, komplexe, kaum zu durchschauende Methoden ausgedacht, dass sich unsere Politik-Eliten nur noch dadurch zu behelfen wissen, dass sie den Bock zum Gärtner machen, also z.B. einen Draghi, der vorher Vizepräsident von Goldman-Sachs International war, zum Chef der Europäischen Zentralbank ernennen.
      Das ist ein bisschen OT, aber nur ein bisschen …(money makes the world go round).

    • TomGard

      Naja, Jowi, was soll der Hunter mehr dazu sagen, ohne über seine Abfälligkeiten hinaus (Russland=2.klassige Macht) offensiv zu werden und damit seine diplomatische Botschaft zu verderben?

      Der Leser muß sich halt selbst die militärische Erpressung hinter Hunters Worten klar machen. Das Verhältnis, das ich angesprochen habe, ergänzt die NATO-Erweiterungsstrategie in Osteuropa und Afrika nebst dem „pacific turn“. Mit dem Resultat, daß jeder osteuropäische und zentralasiatische Randstaat sich auf die NATO stützen kann, auch im Hinblick auf das Verhältnis zu Drittstaaten in den angesprochenen Regionen, wenn er versucht, seine ökonomischen, territorialen, politischen Freiheiten im imperialen Kräftespiel auf Kosten oder zu Lasten Russlands zu erweitern. Der Georgienkrieg war das essentielle Beispiel, wie weit sowas geht, und daß und warum Russland nicht einfach auf die Staatslast seiner Nuklearmacht verzichten kann, wenn es nicht auf das zurecht gestuft sein will, was es nach der Vernichtung bzw. Erbeutung der sowjetischen Kapazitäten und Staatsreichtümer ist: Ein Rohstofflieferant mit einer für diesen Status und Stellenwert im imperialen Gefüge völlig überdimensionierten Waffenindustrie.

    • … überdimensionierten Waffenindustrie und Armee.

      Ergänzung
      Was der designierte russische Botschafter in der Türkei so sagt:
      http://www.todayszaman.com/news-323413-turkey-critical-partner-for-russia-says-ambassador-karlov.html

      Zum Ziel der Steigerung des Handelsvolumens auf $100 Mrd. muß man wissen, daß dies ein sattes Viertel des gesamten türkischen Handelsvolumens von 2012 ist. Ich denke, man sagt nicht zuviel über dieses Vorhaben, wenn man konstatiert, es zielt darauf, das Gewicht der ökonomischen Verflechtung der Türkei mit den führenden EU-Nationen, insbesondere Deutschland, zu ersetzen.

    • ISKANDER

      Ich habe heute im Wartezimmer beim El Dottore zwangsläufig einmal das Exemplar der Regimejournaille „Der Stern“ in die Hände genommen.
      Obwohl ich dieses und alle anderen Printmedien der Einheitspresse seit Jahren boykottiere, muss ich gestehen, ich war erstaunt, mit welcher Nonchalance der Sternautor die bisherigen deutschen Rüstungslieferungen an den Terrorstaat Saudi – Arabien auflistete. Weil ich nicht weiß welche Ausgabe es war, ist es interessant ob andere Leser hier, diesen Artikel kennen.
      Die bereits gelieferten Kriegsartikel an das KSA sind mitnichten defensiv, sondern exakt jene Sachen welche in den Nachbarländern (zb. Syrien) in den Händen der Terroristen wieder auftauchen.
      Diese exorbitant angeschwollene Aufrüstung des KSA durch Deutschland ist nach meiner Sicht, eine aktive
      Kriegsbeteiligung des Berliner Regimes am Krieg gegen das syrische Volk.
      Allem Gelaber von „nicht-tötender“ Ausrüstung zum Trotze, das Regime in Berlin ist mittendrin in der Aggression und darf wohl auch dafür als aktive Kriegspartei vorgeführt werden.
      Was ist nur aus diesem Land geworden, was 1949 mit hehren Zielen in zwei Varianten in die Politik startete. Wie verkommen, verrottet ist dieses System, wie verlogen ihre Führerschaft und wie taub ihre Untertanen.
      Analytisches Denken bedeutet, Situationen wechselseitig betrachten zu können.
      Was also würde man in Deutschland sagen, wenn eine Reihe Fremdstaaten eine kleinere, nicht systemkonforme Partei in der BRD mit Waffen beliefern würde, 200.000 Söldner gratis dazu und dies damit begründen täte, das die Menschen in der BRD unterdrückt und von diversen Ämtern mafiös ausgebeutet werden.
      Was dann??

  • Anonymous

    „No boots on the ground“

    In dem Debka Artikel heist es doch, dass in der No fly Zone bis hin zu den Vororten von Damaskus ausschließlich 3000 in Jordanien trainierte syrische Rebellen operieren werden. Komisch, vor Monaten las ich, dass 3000 US Marines in Jordanien gelandet sind. Auch 3000? Übrigens soll Daraa Hauptstadt der befreiten Zone werden. Ja und das mit den Drusen finde ich auch sehr witzig. Die Drusen sind bekannt für ihren Eigensinn und gerade die Drusen um den Golan haben sich eisern geweigert Israelis zu werden. Sie fühlen sich absolut mit Syrien verbunden. Keine Chance. Schon wieder ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Ich glaube die Israelis haben einen selbstzerstörerischen Charakter. Sie werden mit ihrem Vorhaben nicht durchkommen.
    Dike

  • Strategischer Hoffnungsschimmer für die syrische Bevölkerung?

    In den vergangenen Wochen, mit wachsender Frequenz, häuften sich die mehr oder minder bestätigten Meldungen über gefallene und z.T. gezielt eliminierte Kommandeure der Takfiris in Syrien.

    Al Manar frz. hat eine Aufstellung über die Jüngsten dieser Verluste veröffentlicht, der unter dem ostentativ (?) doppelsinnigen Zwischentitel „Einheit gegen Al Qaeda“ eine syrische Quelle zitiert, die von der Aufstellung einer Spezialeinheit berichtet, die Kommandeure in der Hierarchie sowohl der takfirischen, als auch der FSA zugerechneten Banden und operativen Einheiten aufspürt und ihre Ausschaltung vorbereitet.

    Faßt man den Artikel als eine Trendberichterstattung auf, reflektierte er eine gewisse Wende in der syrischen Antiterrorstrategie. Denn die Eliminierung von Führungsfiguren der Banden hilft wenig bis gar nichts gegen die Methoden, mit denen sie sich in bestimmten sozialen Straten und Territorien Syriens festgesetzt haben und die Ursachen und Gründe dafür, daß es ihnen gelang. Sie schwächt vornehmlich das Vermögen der Banden und Söldner, sich aus dieser Position zu Offensiven zu vereinigen und neu errungene Positionen auch zu halten.

    Insofern könnte man Al Manars Berichterstattung als ein Anzeichen dafür nehmen, daß die SAA zumindest in Teilen des syrischen Territoriums dazu übergeht, einen relativ stabilen militärischen Status Quo anzustreben, und daß sie damit dem am Deutlichsten von Henry Kissinger angesprochenen Trend unter ausländischen Interessenten folgt, eine verhandelte Aufteilung Syriens anzustreben.

    Ich ziehe es allerdings vor, den Bericht als eine Ansage zu verstehen, daß eine strategische Wende unter den Verteidigern Syriens wünschenswert, möglich und vielleicht unterwegs ist, nämlich weg von dem Versuch einer Wiederherstellung der Position, welche die SAA vor dem Krieg in beträchtlichen Teilen des Landes einnahm, nämlich die einer Damaszener Besatzungsarmee, hin zu den klassischen Methoden der Bekämpfung von Aufständischen und Usurpatoren, deren Rückhalt in der Bevölkerung schwach, schwankend, oder leicht angreifbar ist bzw. erscheint.

    Selbst wenn solch ein Trend in der syrischen Armee und der in ihrem Gefolge handelnden politischen Klasse noch nicht besonders ausgeprägt sein sollte, und der Artikel Al Manars mehr über die Präferenzen der Hisbollah, als über das Kräfteverhältnis in den Reihen der syrischen Verteidiger erzählen sollte, wäre das kein unbedeutender Faktor für den Fortgang des Krieges, und einer, der auf die Minderung ziviler Opfer und katastrophaler Schäden an überlebenswichtiger Infrastruktur hoffen ließe.

    (Quelle)

    • Dir ist klar dass die syrischen Soldaten syrische Bauern & Arbeiter waren oder sind?
      Dass sie aus genau der Bevölkerungsschicht kommen die sie deiner Logik nach „besetzen“ sprich „unterdrücken“?

  • Enis

    Stand aus Lattakia:

    Die Terroristen sind umzingengelt! Kein davonkommen mehr! Die Mission die Gegend um den letzten Grenübergang Kasab einzunehmen ist in die Hose.Kein davonkommen mehr! Die SAA mit Unterstützung der Volkskomitees machen keine Gefangene! Das Problem sind nur noch die entführten Zivilisten. Man will immer noch einen Gefangenenaustausch erzwingen… Auch wenn es weh tut wir müssen einige Kakerlaken aus den Löchern entlassen.

    In diesem Video von den Ratten sieht man wie sie in Rif Lattakia aus der Ferne wahllos auf Zivilisten schiessen..

    https://www.youtube.com/watch?v=MvgnpLBVG_s

    Bezüglich der Kritik der Lokalbevölkerung an General Freyc. Es hat etwas gebracht. Zwar ist nicht Freyc selber dorthin. Dafür ist der Informationsminister im Namen des Präsidenten vor Ort eingetroffen. Zusammen mit dem Gouverneur von Latakia:

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=551902404859545&set=a.204789942904128.47580.196553207061135&type=1&theater

    • irgendwie war mir zouabi schon von anfang an symphatisch aber von freij hatte ich den eindruck der kerl sei nicht in seinem element. aber man kann nicht ewig turkmani nachtrauern.

      ANNA news berichtete gestern dass aramo mitsamt höhen eingenommen wurden und dann noch irgendwelche höhen in der nähe – jedenfalls wichtige strategische punkte.

      ich hoffe die terrorhochburg salma wird bald befreit… ist ja eigentlich nur ein kleines dorf, aber wie qusayr voller ratten und kaum zivilbevölkerung (sind alle längst geflohen). hoffentlich wird das neue perspektiven öffnen und helfe die grenze zur türkei endlich dichtzumachen – dann hätte man es praktisch geschafft!

    • Enis

      @sown

      ich habe zwar von einigen Seiten gehört, dass Freyc ein guter Militärstratege und ein aussergewöhnlicher Patriot ist. Übrigens er stammt von Hama vom angeblichen „Hochburg“ der Muslimterrorschaft. Ich finde ihn aber eher schwerfällig.

      Bezüglich Salma, die SAA hat Verstärkung geschickt. Angeblich soll dieses Dorf gestürmt werden. Ich vermute die Geiseln werden dort aufgehalten. Übrigens der Informationsminister hat auf SANA die Entführungen bestätigt.

      „Responding to questions regarding the abducted citizens in the northern countryside of Lattakia, al-Zoubi said that the government deals with this cause with great interest.“

      Für Arabischsprechende ein Video von den Ratten. Ein Entführter 85-jähriger alawitischer Greis wird vorgeführt. Armer Greis, er versucht Opportunistisch davonzukommen. Auf die Frage, ob er für Bashar al Assad ist antwortet er: Ich bin mit der Zeit, du bist jetzt da, herzlich willkommen. Dann sagt er mutig, dass in dieser Gegend alle Menschen friedlich zusammenleben. Die Menschen aus Salma kommen sie besuchen und umgekehrt. Auf die Frage, ob seine Familie (gegen die Ratten) Opfer bringen musste, kontert er nach einer kurzen Panikphase geschickt: wir haben nur kleine Kinder.Gegen den Schluss wird er genötigt Bashar al Assad zu verfluchen..

      Ich hoffe er lebt noch.

      http://www.youtube.com/watch?v=u4lEfgxok90&feature=c4-overview&list=UUnnQF35ciVfKkMnzcpN0D9g

  • Könnte es sein, dass hier der eine oder andere Kommentar verloren geht? Meine Antwort an Enis und habkind wurde angeblich veröffentlicht, ist aber nirgends zu finden. Unter „Neueste Kommentare“ kann man sehen, dass Enis einen Beitrag gepostet hat, der mit „Stand aus Lattakia“ beginnt – find- und lesbar ist der Beitrag nicht. Der Link führt einfach nur an den Beginn des Artikels mit der Überschrift „Aus dem Königreich der Totgesagten“.

    • Mit Deinem Problemen bist Du nicht allein. Selbige Beobachtungen mache auch ich seit einigen Tagen. Vermutlich betrifft es alle.

  • Anonymous

    Kann mir mal einer sagen warum hier und in anderen Medien aufständische durchgehend “ Die Rebellen“ genannt werden?
    Im Afganistan Konflikt waren es immer die Mudschahedin. Das liegt zwar schon ein dutzend Jahre zurück, aber die Erde dreht sich immer noch um die Sonne.

    • Die exakte Bezeichnung ist bis vor ca. einem Jahr wohl „NATO-Quislinge“ gewesen. Nachdem klar wurde, daß die NATO nicht direkt intervenieren würde, der „Sturm auf Damaskus“ begonnen und abgewiesen wurde, der Anteil der Syrer an den kämpfenden Aufständischen wuchs und – das füge ich persönlich hinzu – die geographischen und soziostratischen Fronten innerhalb Syriens deutlicher wurden, nachdem zusätzlich klar geworden war, daß zahlreiche syrische Aufständische nicht gegen die Zentralregierung als Solche, sondern gegen die Restauration der militärischen Baath-Herrschaft kämpfen, benutzten Presseorgane, die der Hisbollah nahe stehen, die Bezeichnungen „Aufständische“ oder eben „Rebellen“. Diesem Brauch bin ich zumeist gefolgt.

  • Franz

    @Melone, runterscrollen, WIRDGELADEN klicken.

  • Publizistisch war David Ignatius bis mindestens Mitte vergangenen Jahres einer der brutalsten, zugleich auch intelligentesten Scharfmacher der Killary-Fraktion. Seine Intelligenz steht freilich vornehmlich im Dienste eines schlauen Opportunismus, mit dem er sich stets Rückzugswege offen hält, wenn „seine Mannschaft“ verliert.

    Deshalb ist es völlig logisch, daß Ignatius nun auf die extreme Position der anderen Fraktion wechselte und, ich möchte sagen, pünktlich gestern das Obama-Mantra „Assad muß weg“ zugunsten eines Plädoyers für die Herabsetzung Assad’s zum Warlord von amerikanischen Gnaden angriff.

    Dazu schrieb er „Will Syria shatter into pieces?“ für den „Oregon“, ein Artikel, der heute unverändert auch im libanesischen „Daily Star“ erschien, allerdings unter dem „feineren“ Titel: Syria’s future may impose more decentralization.

    Aber auch hier hält er sich Rückwege offen, wie man folgendem Absatz entnehmen kann, für den der ganze Artikel vermutlich einzig geschrieben ist:

    „The Assad regime depends on its patrons in Iran and the Iranian-backed Hezbollah militia in neighboring Lebanon. (Achtung! Russland erwähnt er nicht mehr! TG)
    The regime has focused on holding the strip of territory from Damascus to the Alawite homeland of Latakia in the northwest, relying on perhaps 100,000 regime troops and Alawite militiamen, plus Hezbollah fighters. This “Assad-istan” is, practically speaking, an extension of the Hezbollah-controlled Bekaa Valley.

    Da ist es, das Projekt, auf das die zionistischen Hardliner mit Macht drängen, und an dem sie am Ende des Tages niemand hindern können wird: Endlich der finale Krieg gegen die Hezbollah, verkauft als „Aufwasch“ des Syrienkrieges, der die 2006 angesetzte Vertreibung der Bevölkerung des Südlibanon vollenden und den Weg bereiten soll, die arabische Bevölkerung aus Israel in die hinterbliebene Wüstenei zu „transferieren“.

    • Und schon geht es los: Die erste Autobombe gegen die schiitische Bevölkerung Beiruts – für die BBC „logische Folge“ der Teilnahme von Hisbollah-Kämpfern am Syrienkrieg auf Seiten der Verteidiger und zum Schutze der schiitischen Bevölkerung dort.

    • Nasrallah handelt abermals außerordentlich umsichtig und geschickt.

      In seiner Rede zum Anschlag in Dahiya läßt er nur in einem Nebensatz erkennen, daß er die Urheberschaft bei Israel und in den USA sieht, und besteht im Fortgang auf der Täterschaft der Takfiris. Die Anklage gegen Israel überläßt er dem Staatspräsidenten Suleiman. Israel läßt Jenseits von Gut und Böse – Nobel – Peres greisenhaft antworten, er verstehe nicht, wie Suleiman darauf komme, Israel habe mit dem Libanon „nichts zu tun“. Dies israelische Eingeständnis sollte man nicht unbedingt wörtlich nehmen: Mossad und IDF reklamieren auf diese Weise, 22 libanesische Passanten getötet und fast 400 Frauen, Kinder, Alte und ein paar Männer verletzt zu haben, aber eingerührt haben es vielleicht andere Akteure.

      Nasrallah hütet sich auch, libanesische Takfiris in den Vordergrund zu stellen. Die Hisbollah hat im Libanon keinen militärischen Feind, die sektiererischen Aufrührer, in der Masse geführt von Saad Hariri, sind militärisch wie politisch machtlos, ihre Basis findet sich, von wenigen, sozial empfindlichen Straten abgesehen, auf ausländischen Bankkonten.
      Es ist daher aus der Situation logisch nachvollziehbar, daß Nasrallah ankündigte, nötigenfalls werde sich die gesamte Hisbollah, einschließlich seiner Person, nach Syrien begeben, um den Krieg gegen die Takfiris zu entscheiden (und sie würden ihn entscheiden), statt es hinzunehmen, daß der Krieg vor die Türen libanesischer Zivilisten getragen werde, aber zugleich ist es die Botschaft an die Zionisten, daß sie mit aller Übermacht und Bestialität die Resistance nicht zu brechen und nicht zu vernichten vermögen. Oder kurz:

      Nasrallah kündigte an, die Hisbollah werde die aktuelle Libanonisierung Syriens und seine absehbare Kontonisierung gegen den regionalen Urheber wenden.

      Das ist die überlegteste, beste und humanitär vertretbarste Strategie, die er unter den gegebenen Umständen wählen konnte. Die Zynismen, Brutalitäten, taktischen Spielchen, die Korruption und die elitären Schlawinereien überläßt er anderen Playern.

    • TomGard

      Zum Beispiel Haytham Manaa. Der schwachköpfige Schöngeist enthüllt, was von seiner Schöngeistigekeit übrig bleibt, wenn es in seinen Augen „zur Sache“ gehen soll. Dann setzt er sich bräsig, fett und dümmlich als Lehnsherr eines „neuen Syrien“ von imperialen Gnaden vor sein Publikum und verteilt fiktive Unterlehen, z.B. „an die Kurden“.

      http://www.almanar.com.lb/french/adetails.php?fromval=1&cid=18&frid=18&eid=125750

      Und dieser Abschaum scheint – dieser Eindruck muß jedenfalls entstehen – das Beste zu sein, was Exilsyrer an das Licht der Öffentlichkeit zu spülen haben.
      Na, danke.

  • Ich weiß nicht, was bei blogspot.de verändert wurde (es wird offenbar mehr Werbung geschaltet, so mein Eindruck), jedenfalls habe ich seit gestern Probleme auf Kommentare zu kommen, die in der Sidebar rechts angezeigt werden. Geht es nur mir so?

    • Nachdem für die neu hinzugekommene Werbung Java-Script erlaubt habe, kann ich wenigstens manuell zu den neuen Postings kommen.
      Will nicht meckern, aber technisch ist blogger.com keine gute Wahl. Kann da nur WordPress empfehlen, Lichtjahre besser.

  • Markus

    Ich wollte mich nur mal entschuldigen, für das Zeug das ich hier früher schrieb gerade die Wahnideen mit Joseph und der absolut fehlgeleitete Gottesbezug waren falsch von mir. Ich hoffe ihr nehmt mir das ganze nicht Übel und belast es dabei. Leide etwas unter paranoiden Vorstellungen. Naja ist nicht so toll. Hoffe das euer Land und Ägypten bald wieder zur Ruhe kommt und man mit den Muslimbrüdern und Islamisten und anderen eine friedliche Lösung findet.

  • Franz

    Rojava – Die kurdische Nachrichtenagentur FIRAT, die sich auf lokalen Quellen beruft berichtet, dass Terroristen der ISIS und Al Nusra Front 500 kurdische Zivilisten in der Nähe von Aleppo festgenommen haben.

    Die ISIS und Al Nusra Front haben mit der Unterstützung der FSA-Gruppen Dschambo Bataillon, den kurdischen Brigaden Salahdin Ayubbi, Azadi, und Kurdisch-Islamischen Front die Stellungen der Kurdischen Front (Dschabhat al Akrad), die selbst Mitglied der FSA ist und in Aleppo gegen das Assad Regime kämpft, angegriffen.

    Verrückter Scheiss, wer blickt da noch durch?

    Hab ich das richtig verstanden?
    Al Nusra + kurdische Gruppen, kämpfen gegen andere kurdische Gruppen die mit der FSA verbündet sind?

    • Die Dschabhat al Akrad ist nicht mit der FSA „verbündet“. Sie steht politisch gegen das „Regime“, bedient sich dabei ähnlicher Rhetorik, wie FSA-Gruppen, lehnt einen offensiven militärischen Regime-Change aber ab. Außerhalb Aleppos, v.a. um Azaz und Afrin, gibt es regelmäßig Kämpfe zwischen Dschabhat al Akrad und FSA-Brigaden, die kurdische Hoheit über ihre Kommunen angreifen.

      Ansonsten: Jemandem, dessen Welt im Wesentlichen aus der faschistischen Rationale von „Volx-“ und Religionskämpfen besteht, müssen Vorgänge, die anderen Frontlinien folgend, in sein Paralleluniversum hinein ragen, natürlich als „verrückter Scheiss“ erscheinen.
      Das Ziel des Kampfes sozialrevolutionärer Kurden um „Selbstbestimmung“ (eine sehr angreifbare Kategorie, aber das ist ein anderes Thema) ist nicht völkisch, sondern weltanschaulich / kulturell und das trifft auf eine Reihe von Feinden in der kurdischsprachigen Bevölkerung, deren regionale Traditionen überdies weit entfernt von irgend einer Einheitlichkeit sind.

  • Comrade John

    @ ISKANDER, 14. August
    Wer weiss wielange Schreiben hier noch möglich ist, darum –
    Deine sehr warmherzige Botschaft gebe ich zurück mit den besten Grüssen u. Wünschen @ Dich.

    Bleib wer u. wie Du bist u. geh nur Deinen Weg, schau nicht nach links u. nach rechts und hör nicht auf Andere, deren Absichten Du nicht voll vertraust.
    Persönliche Integrität, Loyalität, Treue zum eigenen Wort und zu Mann u. Frau zählen nicht mehr viel. Dumme Menschen, Schlangen u. Verräter umgeben uns, und man muss dauernd um sich schauen u. hören – achtet auf eure Rücken.
    Auch selbst ist keiner gefeit vor Wankelmut u. Nachgeben, den Lockrufen moderner Zeiten, bürgerlicher Behäbigkeit und dem Ziel der Anpassung, das die Herrschenden uns gegenüber unbedingt verfolgen, denn Syrien ist sicher nicht ihr letzter Krieg. – Darum ist es so wichtig sich auch selbst zu beobachten, an sich zu arbeiten und zu lernen, um noch mehr Klarheit u. Entschiedenheit zu erlangen. Aber Selbstgefälligkeit und Arroganz können uns auch verderben, und sie hindern uns neue Gefährten zu finden u. erfolgversprechende Wege zu beschreiten.

    Dieser unaussprechliche Feind geht Jeden an und zwar überall, nicht nur in Syrien. Er ist offensichtlich ein Teil „unserer“ Regierungen. In Europa gibt es bereits keinen einzigen führenden Politiker, der sich traute auch nur seinen Namen zu nennen. Soweit ist es schon gekommen, dass andere dies für uns tun, z.B. der ehem. iranische Präsident Ahmadinedjad.

    Behalten wir ihn fest im Auge, leisten wir schon heute Obstruktion – jeder nach den eigenen Fähigkeiten u. Möglichkeiten. Seine Hybris wird diesem Feind zum Verhängnis werden und die Geburtsstunde einer neuen, vielleicht etwas besseren Welt sein.
    http://syrianfreepress.wordpress.com/2013/08/15/the-destruction-of-the-muslim-world-by-saudi-with-israels-help/

    Bestärkt sehe ich mich durch die grossartigen Kommentatoren dieses Blogs, es war mir eine Freude und ein Gewinn sie kennenzulernen, insbesondere
    @ Enis, kaumi, Dike, Pedro, Sown otP, xyz2607u.Zahlenverwandte :),

    Grüsse auch @ Franz, habkind.

    Gefunden bei facebook’s Syrian Arab Army:
    Die beste u. bestgeführte arabische Armee, die es je gegeben hat –
    „17 Minuten im Kampf“ – Unbearbeitetes Bildmaterial der Syrischen Arabischen Armee
    ___________________________________________________

    Da man sich momentan fragen muss, ob der Blog noch bestehen bleibt
    @ Apxwn:
    Vielen Dank für Deine Arbeit, die wahrscheinlich auch die anderen Foristen ausser mir dankend anerkennen. Was Du machst ist schon mehr als Viele tun, und wir stehen gewissermassen in Deiner Schuld, von daher verbietet es sich von Dir einzufordern. Doch meinst Du nicht, dass Du den treuen Lesern u. Nutzern ein Zeichen geben solltest oder sie nicht wenigstens ein offenes Wort verdient haben, wo Du steckst und ob und wie der Blog fortgeführt wird?
    Für Deine Antwort danke ich im voraus,
    C.J.

  • habkind

    Auf Syrper sind zwei Kartenabschnitte mit dem Fronverlauf zu sehen:
    Ladikia und Damaskus.
    Gegenüber den Karten von vor 2-3 Monaten ist doch – zumindest in Damaskus – doch ein erheblicher Fortschritt zu erkennen.

    http://syrianperspective.blogspot.de/8

  • LeChevalier

    Nichts Neues mehr? Oder beschäftigt uns Ägypten bereits mehr als Syrien??

    http://www.youtube.com/watch?v=L5-Bv9z3xbc

    17 Minuten mit der SAA!

    Übrigens werden morgen die UN-Inspektoren in Syrien erwartet. Und die Teufel (La’naat’ullah ‚alayen) haben vor paar Tagen gemeldet, dass sie Assads Haus attackiert hätten, was aber sogleich offiziell dementiert wurde. Denen ist kein Mittel zu schade.

    BTW hat die türkische Grenzpolizei verdammt viel Arbeit mit fliehenden Menschenfressern zu tun, die in die Türkei kommen wollen. Gelegentlich gab es sogar Schusswechsel.

  • Anonymous

    @ Comrade John

    Deinen weisen Worten kann man nichts mehr hinzufügen. Ich hoffe wirklich, dass apxwn nur eine Sommergrippe hat und sich bald meldet. Der Kampf gegen das Böse wird noch lange dauern und dieser Blog ist ein fester Bestandteil meines Tages geworden. Vielen Dank an Euch alle für den Gedankenaustausch, der soviel Hoffnung macht, ohne die man nicht leben kann. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir den Kontakt aufrecht erhalten können, auch gerne über Email, sollte es tatsächlich hier nicht mehr gehen. Und wer weiß, vielleicht können wir uns alle mal im befreiten Syrien zum Frühstück in Damaskus treffen. Hoffen wir das Beste. Inshallah
    Das Gute muss siegen.
    Danke apxwn für diesen Blog und deine Kommentare, die immer wieder lesenswert sind, auch beim dritten Mal und ein Jahr später.
    Dike

  • TomGard

    Ich erzähle seit Jahren immer wieder neu, die zionistische Militäraristokratie sei im Rahmen ihrer Stellung im imperialen Gefüge verdammt, den Syrienkrieg zu entscheiden.
    Nun sagen sie es selbst – auf ihre Weise:

    In einer, wie Al Akhbar richtig anmerkt, einmalig hochoffiziellen Stellungnahme hat der israelische Verteidigungsminister deklariert, der „Achse des Bösen“ (Teheran-Damaskus-Beirut) dürfe „nicht erlaubt werden, in Syrien zu gewinnen.“

    Sicher, ähnliche Formulierungen gab es zuhauf, die zionistische Usurpation der „Reiche“ und „Achsen“ des Bösen, die in den USA jedes Jahrzehnt neu deklariert werden, ist publizistisch auch nicht unüblich. Aber diesmal erging diese Auskunft an den US-Stabschef persönlich und sie wurde exklusiv einem hebräisch lesenden Publikum von „Israel Defense“ zugänglich gemacht. Die englischsprachigen Leser bekamen sie (bislang) nicht zu lesen.

    Die Antwort der Lieblingsfaschos von Apxwn steht knapp über diesem Posting. „Das Böse“ sei zu bekämpfen, das der Volksgenosse John freiweg als die Juden identifiziert, die Völkerverderber, aus deren abgründiger Seele „der Kapitalismus“ in die Welt entlassen worden sei, in der er die Seelen der Nichtjuden vergifte und verderbe. Das Ausrottungsprogramm steht auf der schwul-schwülen Tagesordnung der Bierdimpfe, gegen die niemand hier, außer TomGard, ein böses Wort fallen lassen mag.

    Ja, diese Seite ist tot, tot, wie ihre zombiehaften Leser.

    Er wolle die Palis schlachten, prügeln, foltern und drangsalieren, bis buchstäblich jeder von ihnen „nur noch wie ein Zombie durchs Land stolpert“, soll Ariel Scharon glaubwürdigen Zeugen zufolge gesagt haben, als er sich zum Massaker von Sabra und Shatila bekannte. Das haben er, seine Mitstreiter und Nachfolger bis auf den Tag nicht geschafft, obwohl sie schwere Wirkungstreffer landeten. Ich wünschte, ich könnte Ähnliches über die deutsche Bevölkerung sagen, aber ich kann nicht. Sie ist gründlich und nahezu vollständig im Arsch. Und das hat sie in erster Linie selbst hingekriegt, sie hat sich selbst verstümmelt. Die Bierdimpffaschos und ihre berechnenden Dulder sind nur ein Symptom davon, neben vielen anderen, bedeutenderen.

    • Comrade John

      Wie meinen, Herr Gard? Es sollen schon wieder „Juden ausgerottet“ werden, was quasi gerade eben (der böse John hilft natürlich mit!) in Vorbereitung steht, und Sie sind „der einzige“, der davor warnt?
      Aber aber! Dass Sie hier (im Blog) den Aufpasser vom Dienst machen, der die korrekte Einhaltung bestimmter staatsoffizieller Grundwerte anmahnt, die für vitale zionistische Interessen unverzichtbar sind, ist doch evident. Sie wurden ja bereits zwei, drei Mal beim Fuchteln mit der Nazikeule ertappt – ein todsicheres Merkmal für das Auftreten von Israel-Lobbyisten in der ideologischen Vorneverteidigung. Diese fängt bekanntlich bei der deutschen(!) Geschichte an bzw. muss zwangsläufig auf sie abstellen. Da der NS-Völkermord für die ethische Existenzberechtigung des Staates Israel u. für allgemeine Akzeptanz mafiöser Strukturen in Politik u. Finanzwesen schlechthin zu sorgen hat, die wir heute unter den Namen AIPAC, George Soros oder Goldman Sachs zusammenfassen.
      Nur richtig zugeschlagen [mit der Keule] haben S‘ noch nicht, woran liegt’s? – Kein Auftrag dafür oder Bammel vor den Konsequenzen >> Der vorletzte (Mit-)Leser könnte dann noch merken, für wen TomGards bierduseliges Hirn unbedingt strömt.
      Mein Tip: weniger saufen, dann passieren auch solche Fehler nicht, „die Juden“ mit Israel gleichzusetzen und – lächerlich! – eine neue Judenausrottung zu beschwören, während real das Imperium seit Jahrzehnten weltweit genozidale (völkermörderische) Anschläge durchführt (zuletzt in Syrien wie wir sehen), und hierfür auch der Zionismus die ideologischen Hilfsmuster zur Verfügung stellt, auf die sich ein TGard beruft.

      Es geht eben nichts über eine klassische Erziehung u. Ausbildung an staatlichen Lehreinrichtungen, Sie „Kritiker“, wa?

  • Franz

    @Comrade John

    Werde mal drüber nachdenken, danke.

    PS: Noch ist nicht aller Tage Abend. Notfalls treffen wir uns bei Tom wieder :)

    Sollte hier wirklich Feierabend sein, was ich nicht glaube, dann vielen Dank auch an Alle. Wir werden sicher ein neues Forum aufmachen, hab schon ein Blog reserviert und eingerichtet.

  • Anonymous

    @TomGard

    „Das Ausrottungsprogramm steht auf der schwul-schwülen Tagesordnung der Bierdimpfe, gegen die NIEMAND HIER, AUßER TomGard, ein böses Wort fallen lassen mag.“

    Da hast Du wohl leider recht.
    Allerdings nur deswegen, weil mein einziger kleiner Kommentar – zu einem ganz besonders scheußlichen Volksgenossen hier im Blog – umgehend zum verschwinden gebracht wurde.

    Grüße
    Phineas

  • Anonymous

    @ TomGard

    Der israelische Verteidigungsminster hat außerdem zu Dempsey gesagt, dass die Instabilität im Nahen Osten daran liegt, dass sich der Iran in allen Ländern einmischt. Dazu gehört schon eine Portion Arroganz und Unverschämtheit. Das von einem Vertreter eines Landes, dass sich Einmischung auf die Fahnen geschrieben hat. Der Iran hat demnach alles Recht dasselbe zu tun.
    Im Übrigen, von den Juden sprichst immer nur Du. Wir reden hier über Israel, den Staat und die Politik die er vertritt.
    Dike

  • mimimimi, was sollen wir bloss tun wenn wir hier nicht mehr täglich unsere überaus gewichhtige meinung unter die bloggergemeinde blasen können.
    was ist eigentlich los?
    abgesehen davon das apxwn tom einen sonderstatus verliehen hat, was leser die länger dabei sind wissen, hat er auch, nicht nur sich, sondern das ganze team als ferienhalber abwesend erklärt.

    da das thema älter als 2 wochen ist und die kommenterflut inzwischen exorbitant, geht halt die automatik ihre wege.

    also seits mal zuversichtlich und denkt nicht gleich die schmiede für politischen content verabschiede sich ins datennirwana, wie dies mit sarsura geschehen ist.

  • Anonymous

    @CM: Vergiß es. ‚Unsere‘ Politiker kümmern sich um nichts weniger als Menschen mit moralischen Grundsätzen. Wer mag schon Leute die anständiger sind als man selbst? Seht, sie schlagen sich schon auf die Seite der ‚Muslimbrüder‘ während in Ägypten die Kirchen brennen. Auf dem Balkan haben sie die Islamisten unterstützt, in Syrien, in Lybien etc etc. Da ‚wacht‘ niemand auf. Schau wie sie Russland strategisch und medial bekämpfen – jetzt mit Olympiaboykott drohend – obwohl die Orthodoxe Kirche die christliche Urform ist. Wenn sie nicht den vollen shitstorm bekommen wie im Fall Gustl Mollath passiert gar nischt.

  • Nobilitatis

    @anon: „obwohl die Orthodoxe Kirche die christliche Urform ist“
    Erst informieren, dann schreiben!

  • Hallo Apxon, wo bist du?

  • Enis

    Verschwörungstheorien sind wirklich nicht meine Sache, aber aus einigen Fällen weiss ich, dass einige Bloganbieter für die syrische Sache, Schwierigkeiten mit „demokratischen“ Behörden bekommen haben..

    Ich bin auch nicht verwirrt wie der liebe Markus, aber ich habe schon das Gefühl, dass meine IPI-Adresse und Tel.Nr. vom Filter teilweise als interessant befunden werden könnte.

    Doch was will man uns vorwerfen? Verbittert gegen den tafkirischen Terrorismus zu sein? Für ein multikulturelles Syrien einzusetzen? Syrien zu lieben? Assad zu vergöttern? Was für eine Ehre!
    Kann ich sogar mixen :)
    Al-abad, al-abad, SAA, Suriya und Bashar al-Assad!

    Aber bleiben wir rational, jeder hat doch mal eine intensive Zeit, in der er keine Zeit hat für das Netz..

  • ISKANDER

    Habt Geduld, apxwn wird gewiß noch im wohlverdienten Urlaub sein.
    Gönnen wir ihm diese Pause. Er wird sicher in Kürze wieder aktiv sein.
    Der Blog ist nicht tot und wird es auch nicht sein, so sehr es sich auch manch ein kruder Störer wünscht.
    Die Gefahr aber, das von seiten der „demokratischen Regierungen“ der EU und ihren Diensten der Blog elektronisch behindert werden könnte, ist nicht von der Hand zu weisen.
    (Störungen nehmen zu)
    Weise noch einmal darauf hin, dass es das kontraproduktivste ist – sich Angst vor freier Meinungsäußerung implantieren zu lassen.
    Verliert der Bürger die Angst und verfällt nicht in ohnehin nutzloses Datenversteckspiel, so wird das Regime nackt da stehen.
    Deshalb reden wir weiter, diskutieren und informieren. Und wenn die GeStaPo Daten von uns sammelt – na und?
    Was wollen, was können sie damit erreichen wenn das Gegenüber sich nicht in Angst versetzen lässt?
    Informationen zum Weltgeschehen sind wichtig, gerade heute, wo eine gewaltige Desinformationspresse über den Okzident schwappt.
    Ich habe mich mit einigen Kommentatoren hier außerhalb des Blogs vernetzt. Dies dürfte die beste Gewähr sein, auch dann weitermachen zu können wenn der Blog „von oben“ mal dichtgemacht werden sollte.
    Und denkt bitte daran: Syrien braucht unsere Stimmen im westlichen Äther der Verlogenheit, es ist unser nicht kleiner Beitrag um Transparenz unter die Menschen zu tragen und schlafende Augen zu öffnen.

    • @ISKANDER
      Damit liegst Du sicher nicht daneben, …wenn apxwn nicht gerade einen Übersetzungsauftrag hat, oder die Glocken der Russisch-Orthodoxen Kirche läutet, dann ist Er bei gutem Wetter sicher mit seinen Kumpels vom Motorradclub auf dem Bike unterwegs, und etwas Freiheit zum Auftanken gönnen wir Ihm doch alle.
      @all – Also nicht immer gleich schwarz sehen und erschreckt losgackern ;-)
      Private Adresse und Tel/e-mail von apxwn und weitere Kontakte habe ich jedenfals und kaumi hatt meine e-Mail Adresse, somit bin ich auch zu Euch vernetzt.

      @Franz
      eine Alternative hatte ich vor einem halben Jahr, als Sarsura-Syrien geschlossen wurde, auch schon ins Auge gefasst, nach umfangreichen Test’s mit Blogger/Blogspot dann aber erkannt, dass die Unabhängigkeit und Sicherheit, dort nicht gewährleistet ist!
      Falls eines Tages die Situation eintritt, dass prosyrische Bloggs abgeschaltet würden, dann werde ich hier in der Schweiz bei einem unabhängigen Privider mit WordPress einen Blogg einrichten und das ganze noch in IS/RU/NZ auf dortigen Servern spiegeln.
      Selbstverständlich würde ich dann die vollen Admin-Rechte an die Gruppe übertragen. (kaumi, Franz, Enis, Iskander, CJ, Habkind, Badx M., WM, SOTP, Fatima, Jowi, J2tB, melone,..)
      Von Sarsura-Syrien habe ich alle Seiten und Kommentare heruntergeladen und gesichert.
      Vorläufig treffen wir uns jedoch immer noch Hier! und ich kann apxwn nur danken für den ausgezeichneten Job den er mit diesem Blogg umgesetzt hatt.
      Vielen herzlichen Dank auch allen Stammforisten hier, die mit ihren Beiträgen dazu beitragen, dass die Wahrheit zur schrecklichen Tragödie in Syrien ins Licht gerückt wird.

      NB: @TomGard – Es geht Hier nicht um Dich! Versuch doch endlich auf deinem eigenen Blogg zu brillieren. Deine kaltschnäuzige Art, wie Du das unsägliche Leid von Millionen Syrern kommentierst, lässt mein Herz erschaudern.

      Ich habe mir lange Zeit redlich Mühe genommen deinen Argumenten zu folgen, aber deine Analysen sind für die Katz ausserdem mangelt es Dir an jeglichen elementaren militärischen Kenntnissen.
      So wie beim kranken Markus/Alex, muss wohl auch bei Dir ein psychischer Schaden vorliegen. Desshalb scrolle ich nur noch über deinen Müll hienweg und halte Ausschau nach intelligenteren Inhalten.

      Friede und Freiheit für Syrien und Gottes Segen für Bashar all Assad.

      Silvio Fienarola

    • Anonymous

      @ Iskander

      Was kann man tun um sich über Email zu vernetzen? Läuft das über apxwn?

      Zu Ägypten: Alles sehr widersprüchlich. Aipac hat die US Regierung ausdrücklich gebeten, die Militärhilfe für Ägypten nicht einzustellen. Badx, dass die Beziehung zu Syrien wieder neu überdacht wird ist ein gutes Zeichen. Das kann doch aber Saudiarabien nicht gefallen, die pumpen doch mit den Golfstaaten Milliarden nach Kairo, nicht damit Ägypten sich wieder an Syrien annähert. Sind die ägyptischen Generäle listiger als USA/Israel sich wünschen?
      Dike

    • ISKANDER

      @Dike
      ja, du kannst das über apxwn machen. Ich lass dir (wenn er wieder da ist), meine Mail zukommen. Sollte irgendwas zwischenzeitlich passieren, kannst du Pedro bitten das er dir meine Mailadresse zuarbeitet. Ich ermächtige ihn in diesem Falle separat.

    • Anonymous

      Danke Iskander

  • Die Autoren von Debka überschlagen sich förmlich in der Abfassung siegestrunkener Parodien, denen ein gewisser Witz nicht abzusprechen ist. Folgende Überschrift muß ma‘ erstma‘ hinkriegen!

    Israel stays clear of Egyptian crisis, fearing Russian military’s return to a second border after Syria

    Fragt sich nur, ob die Albernheit des „Putin ante portas“ – Motives (Israels Verhältnis zu Russland ist praktisch ungetrübt, im Gegensatz zum Verhältnis zu Washington) nur an den Schmierenkomödien um die angebliche Auslieferung russischer „Superwaffen“ an die syrische Armee anknüpft, oder einen ernsthafteren Hintergrund hat.

    Man erinnert sich vielleicht des merkwürdigen Angebotes aus Moskau, die österreichischen UN-Truppen auf dem Golan durch eine CSTO-Einheit ersetzen zu lassen. Im Minimum enthielt es die öffentliche Ansage Russlands – im Unterschied zu vertraulichen diplomatischen Noten, die zwischen Israel und Russland nur bedingten Wert haben dürften – es stehe als Garantiemacht des israelischen Territoriums in den aktuellen Grenzen zur Verfügung, also einschließlich des „völkerrechtswidrig“ annektierten Golan, den Syrien beansprucht, von Pali-Bantustanien nicht zu reden.

    Die Zwangslage der Zionisten, den Syrienkrieg entscheiden zu müssen, um ein stabiles imperiales Klientenregime auf diesem Territorium zu verhindern, besteht ja materiell darin, daß Israel mit einem Militärregime über Damaskus (die Stadt und die Provinz) völlig überfordert wäre, daher selbst nach Anstiftung des maximalen Chaos, verbunden mit einer substanziellen Zerstörung des Damaszener Kraftzentrums dulden müßte, daß imperiale Statthalter in das geschaffene Vaccuum einrücken. Folglich gibt es genau ein zionistisches Wunschergebnis des Syrienkrieges, wenngleich es völlig unrealistisch erscheint: Eine russische Friedens- und Besatzungsmacht in Damaskus, die Israel den vernichteten feindlichen Nachbarn ersetzt, und es als Contractor antirussischer US-Politik wiedererstehen ließe.

    Es sollte mich wundern, wenn der oder die Autoren des Artikels nicht daran gedacht hätten.

    http://www.debka.com/article/23201/Israel-stays-clear-of-Egyptian-crisis-fearing-Russian-military%E2%80%99s-return-to-a-second-border-after-Syria

  • Nobilitatis

    TG: „einschließlich des „völkerrechtswidrig“ annektierten Golan, den Syrien beansprucht“
    Vertreten Sie dazu eine andere Position? Ich war bisher der Meinung, nur Israel würde sich über das Völkerrecht hinwegsetzen.

    • TomGard

      Daß ich nichts vom „Völkerrecht“ halte, habe ich wohl hinlänglich deutlich gemacht, trotzdem waren die Gänsefüßchen ein Lapsus, ich hätte besser neutral „völkerrechtlich nicht anerkannte Annexion“ geschrieben, was den Witz ja bitteschön auch transportiert.

      „Ich war bisher der Meinung, nur Israel würde sich über das Völkerrecht hinwegsetzen.“

      Wie kommt man zu so einer „Meinung“, angesichts der Tatsache, daß alle UN-Mitgliedsstaaten sich über das Völkerrecht hinweg setzen, indem sie UN-Mitgliedsstaaten bleiben, von denen, die mit Israel diplomatische Beziehungen unterhalten und denen, die Israel alimentieren und bewaffnen noch gar nicht zu reden?

      Andersrum gesagt: Es gibt neben Syrien genau einen Staat der Israels Annexionen „nicht anerkennt“, das sind die USA! Der Golan ist dabei sekundär, primär geht es um den „völkerrechtlichen“ Titel auf imperiale Einmischung, der aufrechterhalten wird, indem das „Palästinenserproblem“ als völkisches und territoriales Ordnungsproblem aufrecht erhalten wird, das nicht, bzw. nicht nur Gegenstand der innenpolitischen Ordnungsmacht Israels, sondern Gegenstand der imperialen Oberaufsicht der USA über die Nationenwelt bleibt. Die USA erlauben bislang nicht, daß das Apartheidsregime des „Judenstaates“ vom Verwaltungsstatus(in faktischem Auftrag der UN) zum nationalen Status übergeht, der es (das Apartheidssystem) im Inneren, von innen herauszur Disposition stellte. Er soll nur von außen zur Disposition zu stellen bleiben.
      That’s the clue!
      Praktisch gesagt: Die Siedler auf dem Golan und der Westbank sind eine 5. Kolonne des US-amerikanischen Anspruches auf hegemoniale Ordnungsmacht in Reichweite der Konflikte, die durch sie entstehen bzw. an ihnen symbolisiert werden. Die israelischen Regierungen verwalteten diese 5. Kolonne nur gemäß des zionistischen Interesses an einer „jüdischen“ Staatsraison, das mit den amerikanischen Interessen nicht nur nicht identisch ist, sondern vielfältig kollidiert. Die Siedler sind (wenngleich aus eigenem Antrieb) Geiseln sowohl der zionistischen Selbstbehauptungspolitik innerhalb des Imperiums, wie des hegemonialen Ordnungsanspruches der USA gegen die Zionisten.

    • Diese Überlegungen von TG, auch wenn sie irgendwie belegt sind, verschleiern bloss die Tatsache, dass es in den USA die Zionisten das Sagen haben und machen, was sie wollen. Die USA ist wegen deren militärischer Stärke, böoss eine Marionette der Zionisten, genauso wie Deutschland deren Marionette wegen deren wirtschaftlicher Potenz ist. Also, bitte Herr TG, keinen Nebel mehr, Israel ist ein Aggressor, der in dieser Region – und auch in anderen Gegenden der Welt – Aufstände, Bunte Revolutionen und Kriege anstiftet. Ihre feinen Gedankengänge sind nicht vom Belang und ich habe es satt, mich mit diesen verklausulierten Überlegungen zu befassen. Sagen Sie uns doch einfach, sind Sie für den Krieg der Banditen gegen Syrien, ja oder nein? Aber bitte keine ellenlagen Überlegungen, die letztendlich nichts sagen.

    • TomGard

      Emmanuel,

      ich bin dagegen, daß Fragen und „Fragen“ gestellt werden, auf die nicht mehr anders rationell zu antworten ist, als mit chemischen und kinetischen Mitteln. Deine Frage ist so eine, wenn der Befragte sie ernst nehmen täte, was freilich völlig unangemessen wäre.

  • Enis

    Mit grosser Freude und Erleichterung kann ich mitbestätigen, dass Rif Latakia einzig bis auf die Gegend von Salma Terroristenfrei gekämmt wurde!

    Die SAA nannte den Gegenangriff mit „die Hölle der Küste“…Dieses verdammte Salma muss man jetzt einfach flach legen. Denn dort leben seit August 12 keine Zivilisten mehr.

    • Vor dem Hintergrund der blutigen Unruhen in Ägypten will die Nationale Koalition der Syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte einem Zeitungsbericht zufolge ihr Hauptquartier in die Türkei verlegen.

      „Unsere Führung will sich in der Türkei niederlassen“, sagte Chalid Chodscha, Vertreter des syrischen Oppositionsbündnisses in der Türkei, zur Zeitung Hurriyet. Nach seinen Worten haben viele syrische Oppositionelle das unruhige Ägypten bereits verlassen.

      Chodscha verwies darauf, dass die neue ägyptische Führung viele Beschlüsse des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi revidiert habe. So sei die Entscheidung Mursis, die diplomatischen Beziehungen mit dem Assad-Regime auf Eis zu legen, außer Kraft gesetzt worden.
      schreibt RIAN

    • Comrade John

      @ Enis
      Salma wird fallen. Diese Erwartung spricht auch MeinParteibuchZweitblog aus. Der Artikelschreiber rechnet schon mit dem typischen westl. Mediengeschrei, sobald es den dort versammelten Banden an den Kragen geht, vonwegen neues Massaker der Assad-Truppen an unschuldigen Rebellen usw. …
      http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/08/19/syrische-armee-hat-alle-jungst-von-terroristen-in-latakia-eroberten-dorfer-befreit/

      Auf demselben Blog gab es unlängst eine s. ausführliche Beschreibung der seltsamen „Offensive“ in Lattakia, die militärisch gesehen ganz nutzlos angelegt war. Als besonders informativ dürfen die dort gemachten Ortsangaben mit Karte (Links sind fett grau unterlegt!) gelten. So erfährt man, dass die „Offensive“ (realiter ein Zug der Totschläger, Brandstifter, Plünderer durch die Nachbargemeinden) einen „Kreisbogen“ südlich Salma schlug u. nur wenige Kilometer umfasste. Alle in den Medien genannten Orte liegen in diesem ziemlich begrenzten Gebiet.
      http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/08/11/zur-terror-offensive-in-den-kurdenbergen-der-provinz-latakia/

  • ISKANDER

    Heute wurde der phädophile Terroristenführer Muhannad Junayd in Al Qaboon von tapferen Soldaten der SAA getötet.
    Jener Verbrecher träumte einst lautstark von dem Einmarsch in Damascus. In Al – Qaboon durfte er in sein eigentliches Ziel – die Hölle – einfahren. Mit ihm starben andere Landesverräter und Söldner.
    Und wieder rückt das syrische Volk dem Frieden ein Stück näher.
    Quelle:
    http://syrianperspective.blogspot.de/2013/08/second-post-august-19-2013-damascus.html

  • Anonymous

    Hallo,
    Ein Artikel von Al Manar:

    Saudi Arabien schickt den Militanten im Süden von Syrien High-Tech-Waffen
    http://www.almanar.com.lb/spanish/adetails.php?eid=38961&frid=23&seccatid=103&cid=23&fromval=1

    Gruppen von Militanten haben vor Kurzem gesteuerte Panzerabwehrraketen verwendet die –in einem Versuch dem Kampf gegen die Syrische Armee Schwung zu geben – von Saudi-Arabien geliefert wurden, sagte die Zeitung The Daily Star, welche sich auch Aufklärungs-, diplomatische und söldnerische Quellen bezog.
    In einem Bericht welcher am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde, enthüllte die Zeitung daß letzte Woche mehrere Panzerabwehrraketen des Typs Konkurs – russischer Herstellung – bei einem Angriff der Opposition gegen einen Posten der Armee in der Stadt Deraa (nahe von der Grenze mit Jordanien) eingesetzt wurden.

    „Die Raketen wurden auch in der Umgebung von Laja geschoschen, eine Hochburg der Opposition in einer abrupten Gegend die nördlich von Damaskus liegt“, wurde hinzugefügt.
    Der neuerste Versorgungsstrom von saudiarabischen Waffen wiederspiegelt die Sorge von Riad wegen der fehlenden Erfolge der Terroristen im Süden Syriens, sagte eine westliche diplomatische Quelle.
    Die bewaffneten Gruppen haben im Zentrum von Syrien eine Reihe von Niederlagen erlitten, wo die Armee die Kontrolle über die wichtigsten Städte, Stadtvierteln und Ortschaften wieder eingenommen hat.
    Mitglieder der Opposition und Militärexperte sagten der Zeitung daß die Konkurs-Raketen, mit einer Reichweite von 4 Kilometern, eine mächtige Waffe sind die den Militanten eine grössere Kraft im Kampf gegen die Syrische Armee gibt. Andere Exprerten sagten daß die Militanten in den nächsten Monaten mehr Konkurs-Raketen, gesteuerte Panzerabwehrraketen Kornet (ATGM) und Red Arrow 8-Raketen erhalten könnten.
    „Wenn diese Waffen in der richtigen Anzahl ankommen könnten sie die Lage auf dem Terrain betreffen“, sagte der Zeitung der jordanische General in der Reserve Fayez al Dwiri.
    „Diese von Saudi Arabien gelieferten Raketen kamen in den ersten Wochen über Jordanien an, nach Monaten von saudiarabischen Druck auf die jordanische Regierung damit sie eine Versorgungsroute eröffnete“, sagte die Zeitung.

    Die Reportage der Daily Star deutet darauf hin daß – laut die selben Quellen – der Prinz Salman bin Sultan, ein Neffe vom König Abdula und hoher Verantwortlicher der saudiarabischen Sicherheit, „den Operationssaal in Amman leitet, wo er an regelmäßigen Versammlungen mit den Vorsitzenden der syrischen bewaffneten Gruppen veranstaltet.“
    „Selbst vor den ersten Sendungen von Konkurs-Raketen versicherte der Druck von Salman auf Amman die Lieferungen von Raketenwerfern und anderen tödlichen Ausrüstungen. Das bedeutet einen Schritt weiter bei den vorherigen Versorgungssendungen die aus Jordanien kamen, welche hauptsächlich aus AK-47-Sturmgewehren und Munitionen bestanden.

    Pedro

    • TomGard

      Hallo Pedro,

      den Artikel kann man eine „Light-“ Version der Angaben Debka’s über denselben Schauplatz nennen. Es fehlt das Narrativ der Führung durch die USA und der Verweis auf „3000 Mann syrische Special Forces“, die angeblich auf den Offensivbefehl aus Washington warten.

      Den Zusammenhang liefert m.E. ein Artikel von Jamil Althiabi für Al-Hayat:
      http://www.al-monitor.com/pulse/security/2013/08/jarba-asks-for-arms-not-fighters.html
      Den kann ich jetzt nicht übersetzen.

      Der umfassende Punkt:
      Der von den Saudis und der amerikanischen Kill-Fraktion geführte Ahmad al-Jarba von der „National Coalition“ stellt sich ultimativ gegen jeden verhandelten Waffenstillstand, geschweige „Frieden“.
      Zu diesem Zweck behauptet er, syr. Regierung und Armee seien politisch bereits gefallen und von iran. Revolutionsgarden mit Hilfe der Hisbollah übernommen.

      Daß Jarba sich damit 100% hinter die Position der israelischen Generäle stellt, ist augenfällig, jedoch erst im folg. Zusammenhang eine zählbare Größe:

      Aufruf zur Bildung einer „nationalen Armee“, beginnend mit einer 6000 Mann starken Truppe, die Milizen und Warlords in den sogenannten „befreiten Gebieten“ entweder ersetzen / aufnehmen oder zerschlagen / vernichten / vertreiben (Irak!) soll. So erhält das kontrafaktische Narrativ von der geschlagenen Damaszener Zentralmacht seine Zweckbestimmung:

      Die Rebellenarmee soll die „Ausländer“ und Takfiris vernichten bzw. vertreiben, Kriminelle, Banditen, Warlords und Lokalfürsten entweder integrieren oder ebenfalls eliminieren, während eine vierte Macht die vorweggenommene Vernichtung der Damaszener Zentralmacht exekutiert.

      Ein letztes „Angebot“ an die Eliten, entweder zu putschen, oder in Kauf zu nehmen, daß

      1) Damaskus im Zuge von Luftangriffen auf seine militärischen Festungen zerstört wird

      2) Die führenden Familien im libyschen Stile massakriert werden

      Während dessen wird die Hisbollah von aus Syrien verdrängten Takfiris „beschäftigt“ und vor die analoge Wahl gestellt, entweder die Zerstörung des Libanon („Dahiya-Strategie“) hinzunehmen, oder ihre Stellungen im Südlibanon Richtung Bekaa-Tal zu räumen.

      Den Golan sichern und säubern die in Jordanien ausgebildeten, amerikanisch und französisch geführten „Special Forces“ syrischer Dissidenten.

      Die Zeit bis zur Aufstellung der „nationalen Armee“ nutzen türkisch und saudisch geführte Gruppen, möglichst viele Kurden in die zwischen Bagdad und Erbil umstrittene Region Mosul zu „transferieren“.

      Vermutl. hat auch die Entscheidung des ägyptischen Militärs, den obersten Patriarchen der Muslimbruderschaft, Mohamed Badie, und seine Adjutanten zu verhaften, sowie kurzfristig anklagen und aburteilen zu wollen, einen Platz in diesem Projekt. Sie initiiert eine Kampagne, wie sie 1955 – ’66 schon einmal zum Exodus zig tausender ägyptischer Familien nach Jordanien und Syrien führte.
      Eine Herrschaft der MB über Syrien empfielt auch der von euch so geliebte Faschist Marat Musin in seinem jüngst erschienenen Buch, mit dessen Übersetzung „chartophylax“ (alias „bombrom“) beschäftigt ist:

      „Wir sollen Syrien im Krieg gegen die Aggression von außen beistehen, dabei aber auch dem syrischen Staatsapparat helfen, sich selbst zu transformieren und das Land in die neue islamische Welt zu integrieren. Syrien soll „grün“ werden, es soll das säkulare Projekt Vergangenheit sein lassen, dabei aber unbedingt ungeteilt bleiben.“
      http://lupocattivoblog.com/2013/05/06/der-arabische-fruhling-und-russland/

      Insoweit dies Überlegungen + Zielsetzungen im Kreml reflektiert (der Besuch Bandars legt sowas nahe), wären Putin & Co mittelbar (nach der türk. Regierung) Auftraggeber der Massaker in Kurdistan und im Gouvernorat Latakia.

    • TomGard

      Private Anmerkung

      Ich denke, Apxwn ist es in einem nicht unwichtigen Punkt ähnlich gegangen, wie mir, er hat nicht übersehen, daß sein Engagement praktisch auf eine Rekrutierung für die Politik der islamofaschistischen „Gülen-Bewegung“ und den „Tiefen Staat“ der Türkei hinaus läuft, und die Repressions-, Mord- und Vergewaltigungskampagnen gegen die syrischen Minderheiten, einschließlich der Christen, von den russischen Faschisten gleichsam „mitgekauft“ sein könnten.

      So läuft das halt, wenn man Politiker wird, bzw. sich in politische Dienste stellt. Dann wird’s rasch überaus häßlich.

      http://web.archive.org/web/20070124210929/http://www.ceyhun.de/download/politik_im_namen_allahs.pdf

  • Nobilitatis

    Hallo, TG,
    obwohl die beiden von Ihnen geschilderten Szenarien, auf dem Papier, realistisch erscheinen, haben sie m.E. keine Chance auf Realisierung. Besonders unrealistisch ist das „grüne Projekt“. Die Bevölkerung Syriens macht das einfach nicht mehr mit. Solche Pläne funktionieren nur mit einem Minimum an Unterstützung aus Syrien heraus, wenn die Regierungsseite irgendwie aufgäbe. Und das kommt jetzt nicht mehr. Die FSA wird niemals mehr in der Lage sein, sich zur Ordnungsmacht zu entwickeln.

  • habkind

    Wenn ich auch nicht mit allem einverstanden bin, was der Autor schreibt, so beschuldigt er deutlich und öffentlich die entsprechenden Mächte des Mordes:

    „In Syrien „mörderischen Bürgerkrieg ermöglicht, gefördert, betrieben“

    Demokratischer Interventionismus des Westens
    Von Hans Georg

    Schwere Vorwürfe gegen die Politik des Westens im Syrien-Krieg erhebt der Hamburger Juraprofessor Reinhard Merkel. Mit seiner Unterstützung für die syrischen Aufständischen habe der Westen „schwere Schuld auf sich geladen“ – nicht etwa, weil die Hilfen „zu zögerlich“ gewesen seien, sondern weil man „die Wandlung“ des zivilen Widerstands gegen das Assad-Regime „zu einem mörderischen Bürgerkrieg ermöglicht, gefördert, betrieben“ habe. Merkel kritisiert, dass hegemonialstrategische Motive dabei eine wichtige Rolle gespielt hätten; man habe zudem ignoriert, dass Syrien geradezu als „Musterfall“ für ein Land gelten könne, in dem es nicht die geringsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Umsturz gebe.

    weiterlesen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19320

  • kaumi

    Diese historische Epoche lehrt uns eine ganze Menge. Über Menschen, deren Moralvorstellungen und gelebter Umsetzbarkeit, über politische Systeme, Allianzen, Religionen, und ganz besonders über Lug, Trug, Heuchelei und Ausverkauf aller Werte. Diese Epoche vermag uns aber auch jeden Tag kognitiv ein Stückchen weiter bringen.
    Um das Bild ein wenig konkreter zu zeichnen:
    Ich war der Meinung, dass ich recht informiert bin, was Globalpolitik im Allgemeinen angeht und die Politik des „Morgenlandes“ im Besonderen. Ich dachte auch, dass ich die Feinheiten dieser Katastrophe, zumindest im Groben, überblicke, aber, es geschieht immer wieder, dass diese Feinheiten weitere Einblicke ins Innere des Geschehens erlauben, die einen dann durchaus neu ins Staunen bringen können.
    So geschehen heute. Ich lese eine arabische Zeitung, die „Al Ahram“ (seriöses ägyptisches Blatt) und informiere mich über einen getöteten Journalisten dieses Blattes und die Umstände seines Todes. Im verlaufe des weiteren Durchforstens stoße ich auf einen kleinen Artikel, der, scheinbar wertfrei, die aktuellen finanziellen Hilfen für das Militär respektive Al Sisi auflistet: Kuweit 3 Milliarden, VAE 2,8 Milliarden, Saudiarabien 8,2 Milliarden… was, denke ich, muss mich wohl verlesen haben – nein, habe ich nicht. Qatar fehlt in Gänze auf dieser Liste, die USA sollen sich mit dem Gedanken tragen, ihre 1,2 Milliarden einzufrieren.
    Nach kurzer und kompletter Verständnislosigkeit, öffnet sich dann eine kleine Logik-Tür und offenbart das Perverse:
    Es herrscht nicht nur ein globaler inner-islamischer Kampf, Sunniten gegen Shiiten, es findet gerade auch eine grundsätzliche innersunnitische Schlacht statt: MB`s gegen Salafiwahabiten!! Die Qatar-Schule (Ichuan-Supporter) gegen das Saudiimperium (Unterstützer der Salafis und Wahabiten). Das muss man erst mal checken.
    Selbstredend wussten wir seit 2 Jahren alle, dass es eine qatarische und eine konkurierende saudische Fraktion gibt, die unterschiedliche Kräfte der Sunniten unterstützen, aber doch nicht in dieser Offenheit und Bestialität.
    Al Sisi wiederum ist sich nicht zu schade, das ihm hingeschmissene Geld dafür einzusetzen, seine aktuell größten Feinde, die MB`s, zu bekämpfen, mit dem Wissen, dass er es erstens auch im Auftrage der Saudifraktion macht und zweitens zu gunsten der salafistischen Fraktion. Es ergeben sich aus diesem Wissen nette weitere Schlußfolgerungen: In Syrien ist es viel schlimmer als in Ägypten, und somit viel schlimmer als bekannt, denn dort prallen alle möglichen Fronten aufeinander: Kurdenfront, Salafifront, Ichuanfront, Shiitenfront und die regulär-syrische Front sowie dem übergeordnet West- und Russenfront. Halleluja!
    Die Palästinenser ihrerseits, sollten sie es mit der Hamas halten, verlieren gerade durch die ägyptischen Spielchen radikal an Boden, denn sie waren stark mit den MB`s verbandelt. Die Israelis, und das haben sie gestern wohl auch offen kommuniziert, schlagen sich in Ägypten, im Gegensatz zu Syrien, auf die Seite der regulären Truppen. Dass sich in diesem komplett aus den Fugen geratenem Kuddekmuddel, die Europäer und Amis so gar nicht recht entscheiden können, wem sie nun endgültig ihr Herz schenken, versteht sich dann von ganz allein.

    Herrliche Zeiten, um die entfesselte menschliche Natur zu begreifen. Aber hier liegt auch die ganze Tragik!

    • „Es herrscht nicht nur ein globaler inner-islamischer Kampf, Sunniten gegen Shiiten …“

      Sowas steht nicht mal bei Debka …

      „… seine aktuell größten Feinde, die MB`s, zu bekämpfen…“

      Der Feind der ägyptischen Armee ist schlicht die überschüssige Bevölkerung, die „der Westen“ nicht mehr alimentiert und zur Notschlachtung vorgesehen hat. Nachdem Mursi’s Buhlen um die Finanzierung eines „muslimischen Entwicklungsmodells“ in Europa und den USA vor verschlossenen Türen endete, blieb der Armee gar keine Wahl. Den aufstandsgefährdeten Golfmonarchien auch nicht. Zu denen zählt der Qatar nicht, deshalb weiß man dort mit den Petrodollars besseres anzufangen. Das galt übrigens auch zu Mursis Zeiten: Der Qatar bot Mursi gegen gewisse politische Gegenleistungen (Syrien, Iran, Irak betreffend) z.B. an, Ägypten eine komplette Stahlproduktionslinie hinzuklotzen, mit der ein paar hundert hochqualifizierte ägyptische Hungerleider die Dumping-Konkurrenz zu unterbieten gehabt hätten – mit Extraprofiten (und darauf gegründetem Kredit) für den großzügigen Sponsor. Dieselbe „Nummer“ zieht der Qatar in Algerien ab und dort (wie schon in Libyen, und vielleicht auch in Ägypten) stützt sich der Qatar politisch auf französische Partner, die den neokolonialen Zugriff nicht mehr aus eigenen Kreditquellen zahlen können oder wollen. Ziel ist der afrikanische Markt, zu Lasten der ökonomischen und politischen Investitionen Chinas, aber auch australisch-südamerikanisch-kanadischer Global Player auf dem Rohstoff- und Schwerindustrie-Sektor in Afrika. Ob sich die Saudis ihre „afrikanische Offensive“ aus der 1. Hälfte des Jahrzehnts zwischenzeitlich „gesteckt“ haben, oder nicht, ist mir nicht bekannt, aber angesichts der Lage auf den asiatischen Märkten sind hoheitliche Petrodollarkonten auf verzweifelter Suche nach Anlagekapital erbitterte Konkurrenten auf dem afrikanischen Kontinent.

      Um nur mal ein paar unzureichende „Spitzlichter“ aufscheinen zu lassen …

  • Anonymous

    Für mich ist der Blog technisch kaputt, mit allen Browsern!

    Habe mal genauer angeschaut, was hier so alles von externer Seite geladen wird. Dabei ist mir ScorecardResearch.com aufgefallen:

    „ScorecardResearch, ein Service von Full Circle Studies, Inc. ist Teil von comScore, Inc. Marktforschungsgemeinschaft, einer führenden globalen Marktforschungseinrichtung, die Trends und Verhaltensweisen im Internet studiert und darüber berichtet. ScorecardResearch führt Recherchen mittels Sammlung von Daten über das Internetverhalten durch und verwendet diese Daten dann dafür, aufzuzeigen, wie Menschen das Internet nutzen und was sie dabei bevorzugen und was nicht.“

    Die Tücken des digitalen Zeitalters werden immer offensichtlicher. Schnapp, schnapp, die Fallen klappen zu. Wird Zeit über einen Stammtisch nachzudenken. Ganz real, ohne digitale Mitschnitte. Leider ist mir Berlin zu weit weg. Schade, die politischen Diskussionen werden mir fehlen. Sollte auch mein Google-Konto löschen.
    LG, Jowi

  • Anonymous

    Habe gerade ein Interview auf BBC gesehen. Eine Miss Montague spricht mit Nagib Ghadbian, Vertreter bei der UN für die Syrische Koalition. die fragte ihn zweimal, ob sie denn jetzt bereit wären nach Genf zu gehen, um zu verhandeln, woraufhin er beide Male meinte, ja, aber Assad muss weg. Die Journalistin wies darauf hin, dass es doch so aussieht, als ob die Opposition den Kampf verlieren würde, ob sie deswegen jetzt Bereitschaft zum Verhandeln zeigen. Da eierte er herum.

    @ Kaumi

    Bei Ägypten ist wirklich einiges völlig unverständlich. Wenn Länder wie Saudiarabien und Israel die jetzige Militärregierung unterstützen, kann das nur ein Zeichen dafür sein, dass beide Länder von der jetzigen Lage profitieren, oder sie wollen alles versuchen, um Ägypten auf ihre Seite zu zerren. Syrien ist ironischerweise in diesem Fall auch froh über die Kehrtwende in Ägypten. Wirklich Kuddelmuddel. Putin soll auch gleich angeboten haben, das Militärmanöver, das die USA abgesagt haben, zu übernehmen. Die Frage bleibt, wenn die Saudis Geld geben, was wollen sie dann dafür haben?

    @ jowi
    Nicht so pessimistisch sein. Wir finden einen Weg weiter zu diskutieren. Das kann man nicht verbieten.

    Übrigens, habt Ihr gesehen, wie in Berlin die NPD Werbung macht und die Stimmung anheizt im Stadtteil Hellersdorf gegen ein Asylbewerberheim mit Flüchtlingen aus Syrien und Afganistan? Die armen Syrer und Afganen suchen Schutz vor dem Krieg und haben den weiten Weg heil überstanden, um dann von einigen Rassisten niedergebrüllt zu werden. Hoffentlich nur das.

    Dike

    • Franz

      Wäre mal intressant zu wissen, wer da einreist. Sind es wirklich Familien oder nur junge Männer mit Dschihad Erfahrung?

    • Anonymous

      Gute Frage Franz. Na da schießt sich Deutschland dann ins eigene Bein.

      Dike

    • ISKANDER

      Abdullah, König des KSA, ist wieder einmal quartalsweise wiedergekehrt von den Toten und hat in altbekannt umwerfender geistiger Umnachtung eine Erklärung am 16. August veröffentlicht:
      (Auszug)
      „…Das Volk und die Regierung des KSA standen und stehen an der Seite unserer Brüder in Ägypten gegen Terrorismus, Extremismus und Aufwiegelung und gegen jeden, der versucht, sich in die inneren Angelegenheiten Ägyptens einzumischen….“
      An Dreistigkeit und Zynismus ist diese Erklärung nicht mehr zu überbieten.
      Dieser fette alte Sack muss komplett schizophren geworden sein.

  • M K Bhadrakumar ist ein unheilbarer Verschwörungsromantiker. Nach seiner Interpretation (?) bereitete der Besuch Bandars in Moskau eine saudisch-russisch-ägyptisch-türkische Säuberungskampagne gegen streunende und wildgewordene „syrische Hunde“ vor.

    Dazu erlaubt er sich, den Syrienkrieg einerseits zur arabischen Interventionskampagne und andererseits zum gewissermaßen „aus dem Ruder“ gelaufenes Muster für arabisches Frühlingserwachen zu deklarieren, das arabischen Potentaten Schauer über den Rücken jagt.

    Dieser intellektuelle „Rösselsprung“ steht in seiner „Analyse“ für genau eine Ein- und Auslassung ein, diese:

    The unkindest cut (for Istanbul,TG) of all has been that Obama is nowadays ignoring Erdogan. … Erdogan knows that Obama has his hands full with Egypt for the rest of his term in the White House, which means the US is being forced into a virtual disengagement from the Syrian project.“ (Herv. TG)

    Wer nach einer Begründung der gewagten These fragt, ist schon „‚raus“ aus Bhadrakumars Fabel, er findet keine.
    Sondern stattdessen eine heimelige Kamingeschichte aus den russischen Wäldern:

    „In sum, Erdogan understands perfectly well that Moscow sizes up that the tide has turned in Syria.

    The blistering propaganda campaign from Moscow regarding the specter of al-Qaeda raising its hood in Syria has registered in Western consciousness, and meanwhile, Bashar al-Assad is … edging closer than ever to getting re-elected as Syria’s president in the 2014 poll. Simply put, post-Soviet Russia is back with a bang on the Middle East’s chessboard. Indeed, strange things are beginning to happen all over the region. …
    From all reports, it might have appeared that Putin and Bandar kept an ostentatious distance and warily probed each other, but in actuality they talked for four intense hours in the Russian leader’s residence.

    Syria has been and perhaps still remains a point of difference between Saudi Arabia and Russia, but then, both Putin and King Abdullah are pragmatists par excellence, and as Mao Zedong once put it, „The differences between friends cannot but reinforce their friendship.“

    So landen wir … nein, nicht bei einer Kopie, sondern einer russischen Karikatur der diplomatischen Weisheit Lyndon B. Johnson’s, die Saudis „mögen Bastarde sein, aber es sind wenigstens unsere Bastarde“.

    Unerfindlich bleibt, warum diese wunderbare Freundschaft Baschar und Asma Assads Aussichten, die nächsten Monate zu überleben, verbessern sollte. Denn soweit es wahr wäre, daß Obama seine Syrienpolitik zu wesentlichen Teilen an Putin delegiert hätte, hätten halt entweder er oder Bandar bzw. dessen Verbindungsleute den „syrischen Unrat“ aufzuräumen und dazu zählten Bashar und Asma an erster, nicht etwa an zweiter Stelle, sind sie doch vom Standpunkt der Aufteilung der Welt „juristisch“ die in der Verantwortung stehenden „Halter“ der „verwilderten Hunde“, die in Syrien Gestank verbreiten.

    Und, falls Bhadrakumar tatsächlich glauben sollte, die Kill-Fraktion mitsamt der leinenlosen Hunde in Tel-Aviv würden an einem russisch – amerikanisch – saudischen Spielchen an den Gestaden ihrer Wahlheimat als artige Kibitze teilnehmen, dann hat er einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank.
    http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/MID-01-200813.html

  • Franz

    Ist da was Wahres dran?


    USA greifen Syrien von Jordanien an

    Laut israelischen Medienberichten greifen die USA Syrien seit Samstag mittels ihrer trainierten Söldnerarmee an. Die Invasoren unterstehen direkt amerikanischen, israelischen und jordanischen Kommandos. Entlang der Golanhöhen haben die USA bereits einige Dörfer überrannt. Etwa 600 Mann sollen seit Samstag im SÜden operieren. An der jordanischen Grenze soll die Hauptstreitmacht der amerikanischen Truppen bereitstehen um Syrien zu überfallen.

    http://forum.spiegel.de/f22/buergerkrieg-syrien-angeblich-giftgasangriff-auf-rebellen-viele-tote-98573-2.html#post13528708

    • Anonymous

      Franz,
      ist schon erster April? —

      Vergiß das Hurenmagazin und seine versifften User.
      Lies lieber unsere Medien und du weißt Bescheid.

      Long lives Bashar!

    • Enis

      @Franz
      da ist gar nichts dran!!!

      Gifgasangriff-Märchen sind jetzt echt langweilig.. Wir kennen diesen Raster, wenn plötlich ein wichtiges politisches Ereignis bevorsteht…

      Könnten wohl auch Verdauungsbeschwerden durch Kichererbsen gewesen sein..

    • Franz

      Bitte nochmal genau lesen. Ich zitiere hier nicht den Spiegel, sondern einen Foristen der nicht verblendet zu sein scheint. Er ist Pro Assad!

      Es geht nicht ums Giftgas sondern um den Kommentar des direkten Eingreifens seitens der USA. ich kenne ein paar stationierte Amis, aus einem befreundeten Rubgyclub. Die Jungs haben 2012 alle Spiele abgesagt und erzählten, das Sie sich für den Syrieneinsatz 2013 vorbereiten müssen und nächste Woche nach Jordanien fliegen.

      @Anonymous

      Genau das ist der falsche Weg. Ich lese ALLLES. Egal ob Naziforen, Linksradikale Blättchen, Mainstreamscheisse oder sympathische russische Blogs. Das kann ich Dir nur empfehlen. Denn nur so kannst Du Propaganda durchschauen und weisst wie der Pöbel denkt.

      Dazu kommt, dass das eine Möglichkeit ist etwas für die Syrer zu tun. Den Mainstream Verseuchten Deutschen die Wahrheit näher zu bringen. Das ist mein Anteil!

    • Franz, so ganz koscher ist der Kunde nicht, denn die „israelischen Medienberichte“ sind exklusiv von „Debka“, und dort ist nicht von „Hauptstreitmacht der amerikanischen Truppen“, sondern der angeblich ausschließlich aus Syrern bestehenden Truppe die Rede, zu deren Ausbildung sich CIA und französische Armee seit über einem halben Jahr bekennen. Die Ausbildung steht auch im CIA-Budget. Ziel ist lt. Debka:
      1) Verdrängung der syrischen Truppen aus einem 25 km breiten Streifen entlang der israelisch/syrischen Waffenstillstandslinie
      2) Schaffung einer „Pufferzone“ bis zu den Außenbezirken Daraa’s im Norden und dem Siedlungsgebiet der Drusen im Osten.
      3) Verdrängung der Al Nusra und anderer „Radikaler“ aus nämlichen Gebieten.

      Übrigens. Wenn ich Kommandant der syrischen Garnison in Daraa wäre, schickte ich einer solchen Truppe Emissäre mit dem Angebot entgegen, eine Waffenruhezone entlang der angeblich gewünschten Pufferzone zu vereinbaren und mit gemischten Patrouillen und Checkpoints zu überwachen. Und sei es nur, um die Reaktion zu testen und ggf. politisch auszuschlachten.

    • Franz

      Es sollte mich nicht wundern wenn unter den angeblich 1000 Opfern des Angeblichen Giftgas Angriffes viele der vermissten Kurden und Alawiten befinden.

      @Tom
      Ist Debka denn glaubwürdig?

    • Anonymous

      TGard, du Oberspinner.
      Israel, Jordanien und die anderen Feinde Syriens trachten danach es zu zerstören und wollen keine ruhige Grenze. Gemeinsame Patrouillen, wer will denn sowas, oh wie lächerlich!
      Auch die syrische Armee sucht keine „Waffenruhe“. Sie jagd Terroristen und dies sehr erfolgreich, auch in Daraa.
      Was willst du denn eigentlich, daß die syrische Armee freiwillig aus dem Süden rausgeht?
      Könnte dir gefallen, nicht wahr, du hibbelst und bibbelst hier sowieso nur herum. Hoffst jeden Tag, daß Assad endlich fällt. Jedem deiner Postings merkt man es an, was du dir sehnlichst wünschst!
      Aber das wird nicht geschehen, Assad ist härter als Muammar und schlauer als Saddam und er hat mächtige Freunde.
      Ich verrate dir mal was. In Syrien gibt es jeden Tag Schützenfest, Ausrichter ist die S A A. Fahr doch mal hin… und kehr nie wieder.

      Long lives Bashar!

    • Franz,

      zunächst mal sind der Giftgasangriff und Debka’s Bericht über den Einsatz der Spezialtruppe unter amerikanischem und jordanischem Kommando zwei vollkommen getrennte Geschichten.

      Faktisch getrennt sind sie dadurch, daß nach übereinstimmenden Berichten beider Seiten in den Hauptkampfzonen im Norden und Osten Damaskus takfirische Gruppen hausen. Auch im Gebiet um Daraa haben sich meinen Informationen nach überwiegend islamistische Warlords festgesetzt.

      Das Debka-Szenario lautet daher übersetzt: Eine Voraustruppe der Spezialeinheiten sichert die israelisch-syrische Waffenstillstandslienie, die wenig umkämpft ist, zunächst gegen beide Seiten, bevor sie plangemäß nach Osten einschwenken und sich mit ihrer Hauptmacht vereinigen soll, um das angegebene Gebiet von den Warlords zu übernehmen. Die würden folglich, falls sie nicht kämpfen oder sich unterordnen wollen, nach Norden in Richtung Damaskus oder nach Osten in Richtung Al Suwaida verdrängt, wo sie es mit den Drusen zu tun bekämen.

      Die Debka-Geschichte folgt einer vom syrischen Propagandaminister verkündeten „Großoffensive“ der SAA im Raum Damaskus, die in der letzten Nacht begonnen habe, und lt. präzisen Ortsangaben praktisch nahezu 2/3 des Umkreises der Hauptstadt umfaßt. Das heißt unter Einbeziehung der Lage und Kräfteverhältnisse, daß diese „Offensive“ in der Hauptsache im Flächenbombardement „infizierter“ Orte und Stadtteile bestanden hat und besteht – Enis „verbrannte Erde“.
      Dabei fällt auf, daß Orte, u.a. Jobar genannt werden, die angeblich seit Wochen „gesäubert“ gewesen sein sollen. Ich schließe daraus, daß die einschlägigen Generäle der syrischen Todesschwadrone, wie schon im letzten Jahr, beschlossen hatten, die Anwesenheit der UN-Inspektoren zu Massakern an Zivilisten zu nutzen, hinter denen sich die „Rebellen“ in den angegebenen Bezirken nach wie vor verschanzen, um ihrerseits vom „Blame-Game“ zu profitieren.
      Fortsetzung folgt

    • TomGard

      Diese „Taktik“ war vorhersehbar und wurde von einer speziellen Seilschaft unter Federführung Bandars und Camerons für eine echte False Flag-Chemiewaffenoperation genutzt. Das binnen 1, 2 Stunden nach dem angegebenen Angriffszeitpunkt verfügbare Videomaterial läßt m.E. keinen Zweifel zu, daß wenigstens 3 bis 4 Dutzend Kinder und noch ein paar Dutzend Erwachsene mit einer Chemiewaffe angegriffen wurden. Allerdings gibt das Material m.E. Anhaltspunkte, daß die meisten Opfer einer speziellen oder auch verdünnten Mischung ausgesetzt wurden, die viele nicht getötet hat, sondern bewußtlos werden ließ. Auffällig ist, daß den abgefilmten Opfern in der Mehrzahl die Oberbekleidung unter die Schultern, oder die Hosen halb ausgezogen wurden. Man scheint sie an den Kleidern gepackt und wie Jagdbeute zum „take“ geschleift zu haben. Das reicht für mich nahezu als Beweis, daß es sich um Mitglieder von Familien handelt, die sich den „Rebellen“ widersetzt hatten oder dem falschen „Stamm“ angehören. Der Umgang mit noch lebenden Opfern legt vielfach dasselbe nahe.

      In Summe dürfen wir annehmen, daß ein beträchtlicher Teil der in der Presse genannten Opfer tatsächlich auf das Konto der SAA geht, ob es sich nun um Zivilisten handelt, oder nicht, doch vorgeführt werden – pars pro toto – überwiegend die False-Flag-Opfer, die keine äußeren Verletzungen aufweisen.

      Debka hat diesen Hintergrund benutzt, um den von mir weiter oben im Thread vorgestellten Grundplan ein weiteres Mal zu bewerben. Ein banaler Grund könnte sein, einige Leute in der SAA so unter Druck zu setzen, daß sie bspw. zu Raketenangriffen auf Ziele nahe der Waffenstillstandslinie verleiten lassen, die Israel den gewünschten Vorwand zum Losschlagen geben.

      Für Leute, die französisch lesen können, empfehle ich als Zusatzinfo folgende Groteske, die As Safir seit gestern abend verbreitet:
      http://www.almanar.com.lb/french/adetails.php?eid=126267&cid=19&fromval=1&frid=19&seccatid=33&s1=1
      Putin und sein Freund Erdogan Hand in Hand, man möchte sagen, Wange an Wange … als Schutzmacht Bashar al Assads gegen den bösen, bösen, bösen, bösen Bandar …

    • TomGard

      Nicht nur dem Anonymus oben sei mitgeteilt, was ich mir sehnlichst wünsche.

      Ich wünsche mir sehnlichst, daß es eine Möglichkeit gäbe, pestragenden Neuronenmüll, Scheinleben, Chimären aus totgeschlagener Materie, die in bionischen Hüllen west, aus der Welt zu schaffen, ohne ca. 85% eurer Gattung den Fischen vorzuwerfen, damit sich die Biospäre von der letalen Last der Ausbeuterkulturen erholen könnte.

      Doch ich bin pessimistisch, ich fürchte, es gibt weder diese noch eine andere Option. So bleibt mir, euer pestilenzliches Leben zum Tode hin schlecht und recht zu begleiten.

    • Anonymous

      TomGard sagt :
      „Ich schließe daraus, daß die einschlägigen Generäle der syrischen Todesschwadrone, wie schon im letzten Jahr, beschlossen hatten, die Anwesenheit der UN-Inspektoren zu Massakern an Zivilisten zu nutzen, hinter denen sich die „Rebellen“ in den angegebenen Bezirken nach wie vor verschanzen, um ihrerseits vom „Blame-Game“ zu profitieren.“

      Mensch, Lügen-Tom, du bist ja in Hochform…

      Gibt es für so dreckige Zeilen denn auch ein paar Schekel oder nimmst nur Dollar ?

      @ all
      Und diesen schrägen Kibbuzfürst, der hier die Nato-Presse gut ergänzt und von syrischen Massakern an Zivilisten redet, nehmt ihr noch als einen von euch an ?!?

      Long lives Bashar!

    • Anonymous

      Jau, Lügen-Tom, du haust es raus.

      Wer direkt aus dem zionistischen Schweinsstall kommt hat von „Pestilenz“ die meiste Ahnung, ist schon klar. LOL

      Long lives Bashar!

  • habkind

    @Franz
    über groß angelegte Angriffe habe ich bisher nichts in Erfahrung bringen können. Möglich, dass die Söldner einen Enlastungsangriff wiedermal ausprobieren möchten, der dann wieder nach hinten gehen wird. Möglich auch die Version von TomGard. Bleibt abzuwarten. Aber auf dem Schlachtfeld scheint es noch nicht (erst garnicht) durchzuschlagen.

    @alle
    bezüglich apxwn wartet erstmal ab.Manche müssen noch für ihr Brot und Wein zusätzlich arbeiten und dazu ihre Zeit und Kraft auch einsetzen.

  • Anonymous

    @ Franz, TomGard

    Ich kann mir die Version von Franz durchaus vorstellen, dass die US Soldaten von Deutschland zum Einsatz nach Jordanien/Syrien geflogen wurden. Wer glaubt denn den Unsinn von 3000 von CIA ausgebildeten Syrern. Die Truppe enthält möglicherweise Syrer, aber der Großteil wird sicher von den Nato Staaten gestellt. Na jetzt haben sie ja mit dem angeblich von der syrischen Armee durchgeführten Giftgaseinsatz gegen Zivilisten ( ausgerechnet wo die UN Inspekteure in Syrien sind!!! Wie praktisch!) endlich ihre rote Linie und vielleicht legen sie bald los und marschieren in Syrien ein. Man muss das schlimmste befürchten, denn die Terroristen sind am Verlieren und mit ihnen US/Israel.
    Die Tamarod Bewegung in Ägypten ( das sind die, die Millionen Stimmen gegen die Moslembrüder gesammelt hatten) setzt sich für die Ablehnung der US Kredite ein und für die Annulierung des Friedensvertrages mit Israel.
    Übrigens habe ich früher auch gedacht, bestimmte Sachen lese ich nicht, da steht nicht drin, was ich lesen möchte. Tatsache ist, auch wenn es manchmal schwer fällt, es schärft den Blick und wenn man alles siebt, kommt man vielleicht der Wahrheit ein Stück näher, weil man sieht wie die andere Seite tickt und denkt.
    TomGard, Emissäre schicken? Patrouillen? Das ist ja schon eine Kapitulation und Abgabe von syrischem Territorium. Ich glaube nicht, dass es da noch Zeit zum Reaktion austesten gibt. Dafür hat die syrische Armee nicht 2 Jahre lang gekämpft. Sollten diese bis jetzt mysteriösen Truppen es wagen, aus Jordanien anzugreifen, so werden sie auf entschlossenen Widerstand stoßen.

    Dike

  • Anonymous

    Die syrische Armee hat ein Massengrab im Norden Latakias gefunden. Dort liegen bestimmt viele der von al-Nusrah & Co entführten Zivilisten.
    http://sana.sy/eng/337/2013/08/21/498299.htm
    Was sagte TGard?
    Nichts!

    Mehrere syrische Zivilisten getötet und verletzt bei Raketenanschlägen der Al-Nusrah in Homs, Damaskus … Auch Kinder waren betroffen.
    http://sana.sy/eng/337/2013/08/21/498351.htm
    Was sagte TGard?
    Nichts!

    Hunderte Tote, alles sogenannte Opfer eines Giftgasangriffes der syrischen Armee bei Damaskus.
    Die Armeeführung bestreitet das.
    https://www.youtube.com/watch?v=wRUiYnzBicg&feature=youtu.be

    Und — was sagt jetzt TGard?
    Die syrische Armee (Todesschwadrone) war es, hat das Verbrechen begangen, sagt er.
    Siehe verpestete Postings oben.
    Lügen-Tom war direkt dabei, weiß es genau – weil er schon den ganzen Tag die westlichen Zeitungen studiert hat !!

    Long lives Bashar!

  • Franz

    Bezüglich Gifgas…

    Hier frische Aufnahmen, die Fragen bei mir hinterlassen.

    1. Viele der Toten sind hellhäutig oder?
    2. Was machen die mit den Spritzen? Die sind doch alle tot
    3. Warum sind die 2 toten Männer gefesselt?

    https://www.facebook.com/photo.php?v=292308154242390

    Und hier noch ein Schmankerl bezüglich Fakes/Ägypten
    http://rutube.ru/video/da432921991ca95fcb7ee9f012c062f0/

    • Comrade John

      Fragen, die nicht nur Du stellst:
      http://urs1798.wordpress.com/2013/08/20/eine-beschwerde-bei-der-deutschen-pressekammerpresserat-uber-die-berichterstattung-uber-syrien/#comment-52538

      Ebenfalls hier:
      https://www.facebook.com/pages/B%C3%BCrgerinitiative-f%C3%BCr-Frieden-in-Syrien/569327766459350?ref=stream&hc_location=stream

      Es wird in den nächsten Tagen noch mehr Videos geben, in denen die angesprochenen u. weitere Ungereimtheiten klar zutage treten.

      Was auch immer sich hinter dem Schicksal der Leichen verbirgt, ich bezweifele überhaupt den Einsatz von Giftgas durch die SAA.
      Die SAA hat sich im Verlauf der letzten zweieinhalb Jahre um Schonung von Zivilisten bemüht, deshalb griff die Luftwaffe nur punktuell in den Städtekampf ein, und selbst den als feindlich erkannten Zivilisten wurde die Möglichkeit gegeben die Kampfzone zu verlassen; das war z.B. in Khaldiyeh (Homs) der Fall, wo für die Frauen u. Kinder der Bandenkämpfer Korridore geöffnet wurden, damit sie das Viertel verlassen konnten.
      http://www.presstv.ir/detail/2013/07/31/316492/syrian-army-regains-key-homs-district/

      Auch ein Aspekt, den man nicht hoch genug einschätzen kann, ist der Umgang der Regierung mit den feindlichen Kämpfern, die Syrer sind u. die keine Verbrechen begangen haben. Hunderte sind, nachdem sie sich freiwillig gestellt u. die Waffen niedergelegt haben, ins Zivilleben entlassen worden.
      http://german.irib.ir/nachrichten/item/224017-syrische-rebellen-laufen-zu-assad-%C3%BCber

      Das heisst, die Regierung ist sichtbar bemüht selbst solche Leute hinter sich zu bringen, an denen man Zweifel haben darf. Sie vermeidet alles was in der heutigen Zeit möglich ist, um die eigene Bevölkerung gegen sich aufzubringen. Und da soll sie Giftgas einsetzen(?), zumal der militärische Wert dieser Waffe im besiedelten Raum sowieso fraglich ist.

    • ISKANDER

      In der Operation Al – Kabun wurde gestern das in der Spitze einer der drei Panzerkeile befindliche Team von ANNA.NEWS verletzt.
      Vier Reporter, darunter Marat Musin und Viktor Kuznezow erlitten Verletzungen durch den Einschlag eines feindlichen Treffers.
      Mit insgesamt 9 Kameras gleichzeitig in verschiedenen Positionswinkeln begleitete das Team den Donnerschlag der Syrisch Arabischen Armee.
      Die Armee hatte diese Operation sorgfältig unter höchster Geheimhaltung vorbereitet und dazu massive schwere Technik zusammen gezogen. Der Schlag muss die Terroristen sehr überrascht haben. Anna berichtet von ca. 600 Mann Verlusten unter den Terroristen aber auch Verlust eigener Soldaten und Panzer/BMP`s.
      Es darf angenommen werden, dass das internationale Gewinsel zu einem „Giftgasangriff“ die Reaktion auf diese Verschlechterung ihrer Lage ist.

  • kaumi

    روسيا : ادعاءات استخدام السلطات السورية أسلحة كيميائية
    „استفزاز مخطط له“

    Also die Russen strafen die Nachricht vom „Giftgas-Angriff“ durch eine kurze, scharfe Reaktion ab:
    Dieser entsteige einem perversen, vorgeplantem Akt. Assad wird keine chemischen Waffen benutzen. Aus und Stopp.

    Wie so viele Versuche vorher, hier irgendwie – bitte – das Überschreiten der vermaledeiten roten Linie zu erzwingen, wird auch der gefühlte 50. Versuch an der rigorosen Haltung der ach so sturköpfigen Russen scheitern.
    Das bezieht sich übrigens auch auf etwaiges „Einsickern“ leibhaftiger amerikanischer oder französischer Söldner. Die Russen werden dieses Spiel nicht mitmachen. Die syrische Allianz ebensowenig.
    Insgesamt spürt man ohnehin wie sich die Fronten erheblich radikalisieren. Hassan Nasrallah hat vor wenigen Tagen, endlich, ganz unverblümt und unverschlüsselt den Saudis klar gemacht, dass “ wir bei weiteren aggressiven Operationen unter saudischer Regie nicht mehr zaudern werden, den Krieg direkt vor ihre Haustüre zu tragen“!

    Die Schlüsselstrategie und der Code red dieser ganzen Katastrophe stellte ich vor Monaten in Form eines Originalzitates eines hohen israelischen Armeeangehörigen bereits hier rein:
    „Assad darf und wird diese Krise aus unserer Sicht nicht als Sieger verlassen. Damit träte automatisch der Iran aufs Siegerpodest. Das ist für uns keine Option“.
    Es hat sich an dieser Einschätzung seitens der Israelis sicher nichts geändert. Daher muss immer wieder mit verdeckten oder direkten, destabilsierenden Reaktionen gerechnet werden. Für eine sehr lange Zeit.

  • http://rt.com/usa/syria-rebels-toxic-arms-797/

    Der US-Generalstabschef hat bereits am 19., als Debka ihm das Oberkommando über eine geplante „No Fly“-light andichtete, in einem Brief an die bekannte Spechpuppe Tel Avivs, Eliot Engel (über den sich die Elite des Weißen Hauses gern lustig macht, weil er so unterirdisch doof ist), sein politisches Geschick daran geknüpft, daß die USA den Sturz der syrischen Regierung und die Entmachtung der Armee nicht direkt militärisch beschleunigen werden.

    Ich bezweifle, daß die Autoren des False-Flag Chemieangriffes das nicht gewußt haben.
    Da das politische Geschick Obamas aber seit den Kontroversen um Dempsey maßgeblich an dem seines Generalstabschef hängt, kommt stark in Betracht, daß das Ziel dieser Operation nicht in Damaskus liegt. Sondern in Washington, im Oval Office hockt.

    Ich will nicht mal völlig ausschließen, daß ein treibendes Motiv Rache gewesen sein könnte, Rache für die Demütigung, die Netanyahu erlitt, nachdem er vor der UN mit roten Filzer-Linien brilliert hatte.

  • Ein Wort noch zu unserem Haß-Beutel.

    Der syrische Propagandaminister hat offenbar sofort geahnt, worum es ging, als er heut vormittag spontan verkündete, Ziel des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes sei es, die UN-Kommission „davon abzulenken, ihre Aufgabe zu erfüllen“. Die Inspektion des Vorfalls ist nach Anrufung des Sicherheitsrates durch Saudi Arabien und GB so gut wie beschlossen, da Ake Sowisoström, der Leiter der Untersuchungskommission, sofort erklärt hat, er „warte nur“ auf eine Auftragsänderung durch den Sicherheitsrat.
    Dann wird man der Kommision neben den False-Flag Opfern hunderte reale und angebliche Opfer des Flächenbombardements der SAA von vergangener Nacht präsentieren.
    Die Schlächter der Elitetruppen, die Strategen der „Verbrannten Erde“ und der Massaker an „zwielichtigen Elementen“, in deren Lebensraum sich ein Rebell auffinden läßt, sind hochmütig in eine schlau gestellte Falle getappt.
    Die Rechnung werden nicht sie zahlen – ihr Konto ist längst übervoll – sondern, abermals, Unbeteiligte!

  • Nobilitatis

    Inwiefern sollten denn Opfer von Flächenbombardements etc. Chemiewaffenangriffe beweisen?

    • TomGard

      Wieso beweisen? Schon in Libyen haben die „Rebellen“ unzweifelhaft Gasgranaten eingesetzt, Carla del Ponte, immerhin bei der UN angestellt, hat von „klaren Hinweisen“ auf Chemiewaffeneinsatz seitens der syrischen „Rebellen“ gesprochen – hat es jemanden gejuckt? Im Zweifel sind es die Jihadis gewesen, die Assad ja erst auf den Schauplatz berufen habe und die man daher erst mit Erfolg bekämpfen könne, wenn er am Galgen baumelt. Ich bitte Dich, das sind doch Scheingefechte. Aber wenn Syrien jetzt die Untersuchung der Schauplätze innerhalb der nächsten 48 Std. verweigert, oder die Kommission klare Berichte von exzessiver Gewalt gegen die Zivilbevölkerung der betroffenen Stadtteile vorlegen kann, wird die Isolation Damaskus‘ vollendet, zumal die Sache auch den Iran „auf dem falschen Fuß“ erwischte, der dringend um einen Ausweg aus dem Sanktionsregime ersucht hat. Vielleicht wird die damaszener Zentralherrschaft sogar in einem „Quantensprung“ der urbanen syrischen Bevölkerung entwertet. Das ergäbe ein ideales Klima für die IDF, zuzuschlagen.

  • kaumi

    http://www.syriatruth.org/news/tabid/93/Article/10378/Default.aspx

    Wer arabisch kann, dem sei dieser Bericht zum Thema Giftgas-Angriff, samt Hintergrundinformationen und Indizien, sehr ans Herz gelegt. Ich kann im Moment leider keine Übetsetzung liefern, da auf dem Sprung. Werde ich, zumindest als Zusammenfassung, nachholen. Nur soviel: Es gibt wohl Hinweise darauf, dass turkmenische Kräfte mit Hilfe der türkischen Stellen bereits vor Wochen Giftgas nach Syrien eingeschleust haben, um ein „Massaker nach Bestellung“ zu begehen.

  • Anonymous

    Englische Diskussion zu dem Thema:
    http://friendsofsyria.wordpress.com/2013/08/21/what-did-the-terrorists-do-to-these-children-to-make-this-fake-film/

    Besonders im ersten Film wird sehr deutlich, dass die „Ärzte“, die sich um die Kinder „kümmern“, absolut null Ahnung haben. Wenn es unbeteiligte Laien wären, wären sie etwas aufgeregt oder panisch, aber das hier ist offensichtlich kaltblütig gefaked. Ein unglaubliches Verbrechen an den Kindern, die für Kriegspropaganda missbraucht oder getötet wurden.

  • LeChevalier

    Es sollen Videos aufgetaucht sein, die zeigen, wie die Teufel Gift in die Leichen injizieren, um so den Eindruck zu erwecken (und zu beweisen), dass die Menschen an Gift gestorben sind, ergo die SAA entsprechende Waffen eingesetzt hätten. Was soll man dazu noch sagen??

    Lanat’ullah 3alayen! Allah yih fizak ya Bashar!

    • Franz

      Hier:

      https://www.facebook.com/photo.php?v=292308154242390

      ..man beachte auch die beiden gefesselten Männer

    • TomGard

      Bitte, Leute, Verstand einschalten! In Leichen injiziertes Gift bleibt im Gewebe, in das es injiziert wurde. Injektionen sind ein beweiskräftiges Indiz, daß die angeblichen Leichen (noch) keine waren, daß sie einen Kreislauf aufwiesen, in den injiziert wurde.
      Wenn das vor laufenden Kameras geschieht, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß es zwecks Unterdrückung von Lebenszeichen geschieht.

  • Anonymous

    Hiernach soll Al Jazzera via Reuter die Nachricht von Massaker in Ost-Ghouta einem Tag vor dem Stattfinden des Giftgaseinsatzes veröffentlicht haben. Dutzende von Videos sollen dafür hochgeladen worden sein und zwar einen Tag vor dem Massaker.
    Es soll sich um die selben Videos handeln, die auch bspw. im ZDF und der ARD kolportiert wurden:

    http://internetz-zeitung.eu/index.php/819-eilmeldung-giftgaseinsatz-von-assad-ist-riesiger-medien-betrug

    Phineas

    • TomGard

      Achtung, Falle.

      Nicht einen Tag vorher, aber evtl. Minuten oder Stunden, abhängig von differierenden Angaben über den angeblichen Zeitpunkt der Angriffe.
      In den ersten Meldungen wurde der Angriffszeitpunkt auf 2:00 bis 3:30 Uhr gelegt. Ein Bekannter von mir, der Videosignaturen entziffern kann, sagt, die Upload-Zeiten, die er gecheckt hat, lägen zwischen 3 und 4 Uhr. Die Datierungen auf den 20. kamen in diesen Fällen zustande, weil zum upload-Zeitpunkt Server in den USA noch einen Tag zurück lagen. Sollten die Uploads vor 2:00 Uhr erfolgt sein, hätten auch Server in GB noch den 20. angezeigt.

  • habkind

    Gemäß SpOn sollen die Angriffe am Mittwoch (21.08.13) um 3.45 bzw. 5.00 mit Raketen erfolgt sein. Die Videos dazu wurden ein Tag vor ins Internet gestellt.
    Dazu braucht man schon keine UN-Inspektoren mehr, deutlicher wird`s nicht:

    „Augenzeugen sagten SPIEGEL ONLINE, dass der Raketenbeschuss auf mehrere Orte nordöstlich von Damaskus gegen 3.45 Uhr begonnen habe. Harasta, Samalka, Irbin und kleinere Dörfer seien getroffen worden. Jeweils zwei Raketen seien gleichzeitig abgefeuert worden, für Samalka zählte ein Zeuge mehr als 20 Einschläge. Im Südwesten sei vor allem auf die beiden Städte Muadhamija und Daraja geschossen worden, aus denen die Armee weitgehend vertrieben wurde. Der Angriff sei gegen fünf Uhr morgens aus den Stellungen der 4. Division erfolgt.“ (http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/experten-hegen-kaum-zweifel-an-chemiewaffen-einsatz-a-917875.html)

    Bis zum Mittag lag die Zahl der Toten bei 63 – also nach ca. 8 Stunden.
    Als gegen die Kurden Kampfgas im Irak eingesetzt wurde, lagen die Toten zu Duzenden auf der Straße – wren sofort tot. In diesen Videos sah ich bisher die Toten nur in den Krankenhäusern, aber keine auf der Straße.
    Oder hat schon jemand Videos mit Toten auf der Straße gesehen?
    Ein von langer Hand vorbereiteter Fake-Angriff, der wieder viele Zivilisten und Kinder das Leben gekostet hat.

    • Anonymous

      @ habkind

      Genau, ich habe auch an Halabja und den Giftgas Einsatz von Saddam Hussein gegen die Kurden gedacht. Da lagen die Toten überall auf den Strassen. Es gab nur eine Strassenszene bei Al Jazeera zu sehen. Im Vordergrund eine Frau und zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen, die verwirrt vor ihr hin und herlaufen und weinen. Das Mädchen hält sich ein Tuch vor Mund und Nase. Aber das kann auch künstlich erzeugte Hysterie erreichen. Wir haben uns auch gefragt, wie irre die Ärzte oder „Helfer“ die kleinen Kinder schütteln ( ein Mann schreit ein Baby an: Uum, Uum, zu deutsch: Steh auf!) Alles völlig absurd. Ein Kommentar bei urs1798 meinte, dass die Kinder Leichenflecken aufweisen. Wenn die Filmaufnahmen gleich nach dem Anschlag gemacht wurden, dann müssen die Kinder schon tot gewesen sein. Wer hat denn diesen Film gedreht? Die Opfer könnten woanders getötet und dann dorthin gebracht worden sein. Ansonsten ist kaum zu erklären, dass es 1300 Opfer gegeben haben soll und immer noch Leute auf der Strasse waren, denen der Giftgasangriff offensichtlich nicht Schaden zufügte. Fragen über Fragen. Dike

  • Anonymous

    ANNA-News:
    Sie waren mit 9 Kameras bei der Offensive der SAA in verschiedenen Bezirken Damaskus dabei (auch Ost-Ghouta), sind dabei, das Video-Material aufzubereiten um es zu veröffentlichen und auch der UNO zur Verfügung zu stellen. Unter den Berichterstattern gab es leichte Verletzungen, auch Marat Musin ist betroffen, Granatsplitter. U.a.: Keiner der syrischen Soldaten trug Schutzmasken.
    http://anna-news.info/node/12226

    EILMELDUNG : GIFTGASEINSATZ VON ASSAD IST RIESIGER MEDIEN-BETRUG
    http://internetz-zeitung.eu/index.php/819-eilmeldung-giftgaseinsatz-von-assad-ist-riesiger-medien-betrug

    TomGard geht mir inzwischen reichlich auf die Nerven.

    Soja Kosmos

    • Franz

      @Soha

      THX

    • TomGard

      Während die eine Schlächterhure was von „Rücksicht auf die Zivilbevölkerung“ faselt, berichtet die andere von einem „streng geheim gehaltenen Überraschungsangriff mit schwerem Gerät“ auf eines der dicht besiedeltsten Viertel Damaskus, nämlich Jobar, während die syrischen Propagandamedien Flächenbeschuß diverser Viertel und Orte mit Artillerie, Raketen und Bomben in der Nacht melden.
      die Oberhure Marat Musin meldet befriedigt „600 tote Ratten, vielleicht hunderte mehr“ als Ertrag allein des Überraschungsangriffes auf Jobar, während die Zahl der von nächtlichem Bombardement erwischten „Ratten“ unbekannt bleibt. Die 1300 und mehr Gesamtopfer dieser Nacht, die die westlichen Huren angeben, sind also allenfalls wenig zu hoch gegriffen. Wie viele davon Residenten, wie viele von den Residenten vielleicht Kollaborateure, wie viele Kombattanten waren, bleibt unbekannt und ist allen Beteiligten und ihren Huren wurscht.

      Und ich geh‘ Dir auf die Nerven?!
      Fick Dich.

    • Franz

      Mensch Tom, Deine Ausdrucksweise wird von Woche zu Woche interessanter. Machst Du grad einen Wandel durch? Wohin geht die Reise?

      LG Franz

      PS: manchmal habe ich das Gefühl, für Dich gibt es nur noch eine realistische Lösung. Das Auslöschen der Menschheit. Richtig? Versuch’s mal mit Kinder zeugen.

    • Anonymous

      TG,
      alle Weiber – außer Mama und Schwester – sind Huren, was?…. TG, versuch mal Privatleben und öffentliche Aüßerungen getrennt zu halten.

    • LeChevalier

      Boah, du nervst mit Deinen Beleidigungen und Straßenslang. Benimm Dich jetzt mal. Wieso kann man hier keine Postings alarmieren?