Von Werten und Unwerten

Wer aktuelle Nachrichten und Betrachtungen zu Syrien und Nahost erwartet, mag diesen Text überspringen. Den meisten mögen die folgenden Überlegungen auf den ersten Blick an diesem Ort “Off topic” erscheinen, sie gehören aber in den Kontext “Russland” und beschäftigen sich mit der globalen Homo-Hysterie, die seit einiger Zeit gegen das Land und eines seiner Gesetze, das kaum einer unter den Hysterikern kennt, anstürmt. Gleich vorweg eine kurze Bemerkung: etwas zu kennen oder sich mit etwas zu beschäftigen ist nicht modern. Wähler und Steuerzahler sollen in Slogans, simplen Symbolen und Hashtags denken. Solche Hashtags, wie beispielsweise “Antisemit”, oder “FreeSyria”, oder eben “homophob” braucht man dann bloß in den Kontext eines anzugreifenden Ziels zu bringen, und schon rollt die Lawine.

Anlaß für die aktuelle Empörung der zivilisierten Welt ist ein russisches Gesetz, das die Propaganda von sexuellen Deviationen unter Minderjährigen verbietet. Die Kampagne gegen Russland begann in etwa auf der Leichtathletik-WM in Moskau, nachdem der US-amerikanische Sportler Nick Symmonds seine Silbermedaille “den Homosexuellen” widmete. Jelena Isinbajewa wurde tags darauf Stabhochsprung-Weltmeisterin und äußerte sich bekanntermaßen positiv zu dem Gesetz und begründete das mit der Sorge um die Zukunft der Nation. Wie auf Kommando sprangen sie alle an: “Homphobe Isinbajewa gehört abserviert”, titelt, stellvertretend für alle, die “Welt”, aber die Toleranz der Gutmenschen ging noch weiter. Der italienische Politiker Gianluigi Piras meinte sinngemäß: “Isinbajewa! Du solltest auf der Straße vergewaltigt werden!”.

Tja, dann ging es weiter mit Xenia Ryschowa und Julia Guschina, von denen der Guardian, und mit ihm alle anderen, schrieb: “Die russischen Sportlerinnen … küssten sich, um damit gegen das Verbot von Schwulenparaden zu protestieren”. Die beiden bezeichneten das daraufhin als insgesamt kranke Phantasie der Medien, aber quod scripserunt, scripserunt.

Und weiter rollt der Zug: ganze Grundfesten der zivilisierten Welt sagen ihre Aktivitäten in Russland ab, und ein US-amerikanischer, im toleranten Berlin lebender Spinner entblödet sich nicht, bei RT auf eine Frage nach Bradley Manning seine Regenbogenhosenträger umzuschnallen und themenfremden Stuß zu reden. Die “Community” frißt indes die Slogans, greift zu iPad und Macbook und ist eifrig kreativ, ohne sich jemals mit den Tatsachen und Hintergründen zu beschäftigen – als Beispiel dafür das Machwerk, das diesen Artikel oben ziert.

Dabei ist das Problem mit den “sexuellen Minderheiten” zweifelsohne ein künstliches. Es ist nichts weiter als ein Projekt, eines von dutzenden gleicher Art, deren Ziel eins ist: die Spaltung der Gesellschaft. Spaltung durch das Aufwerfen von sinnlosen, aber nicht zu lösenden Problemstellungen. Da tanzen ein paar beknackte Tanten zu blasphemischem Gedröhn in einer Kathedrale, und die ganze Welt fängt an, das zu besprechen, pro und contra Stellung zu beziehen. Doch es gibt eine ganze Menge an Nutznießern solcher Spaltungsprojekte. Von den Regierungen, auch der russischen, die so den Dampf der Massen kanalisieren, bis – im konkreten Beispiel – hin zum “Westen”, der die noch zu Sowjetzeiten begonnene gesellschaftliche Spaltung der Sowjetunion / Russlands, ebenso wie auch anderer Länder, emsig weiter betreibt. Die Verlierer sind immer ein und dieselben – die Menschen, du und ich.

Mit den “Rechten sexueller Minderheiten” verhält es sich ebenso. An sich besteht dieses Problem nicht. Jede beliebige Gesellschaft, von der einzelnen Familie bis hinauf zu ganzen Zivilisationen, baut ihr Leben auf der Grundlage von Verboten, oder Tabus auf. Dabei ist jedes dieser Tabus mit Blut geschrieben, oder im besten Fall mit Schweiß. Stehen Verbote in der Dienstordnung eines Wachmanns, so kann man sicher annehmen, dass hinter jedem dieser Verbote ein paar Hundert oder Tausend Leichen derer stehen (oder besser liegen), die solche Verbote missachtet haben.

Ganz genauso funktionieren Tabus in Gesellschaften. Das wichtigste Wort, das man einem Kind sagt, sobald es laufen lernt, ist “Nein”. Du darfst nicht. Einfach aus dem Grunde, dass dies der einzige Weg ist, auf dem dieses Kind solange lebt, bis es seinen eigenen Kindern einmal “Nein” sagen kann. Verbote, Tabus und Rahmen bilden den Lebenswandel und das Verhalten, welches man als “Norm” bezeichnet. Diese Normen sind überall verschieden, aber auch überall logisch und durch Jahrtausende menschlicher Geschichte herausgebildet worden.

Juden und Araber dürfen kein Schweinefleisch essen, und fertig. Damit es keine Fragereien gibt, ist dieses Verbot als religiöses Dogma formuliert worden. Die Dummen brauchen es nicht zu verstehen, die Klugen begreifen es von allein – in den Breiten, in denen diese Völker historisch ansässig waren, verdirbt Schweinefleisch bereits nach einer Stunde an der Sonne. Die Beschneidung ist ein ähnlich Ding. Hygiene. Halte dich dran oder stirb, genau wie der Wachmann, der im Dienst eine geraucht hat.

Mit den verschiedenen Deviationen sieht es auch so aus. Man kann sie nicht abschaffen, wohl aber ihre Verbreitung eindämmen – womit man der Gesellschaft eine Überlebenschance gibt. Die Norm ist nämlich genau das Verhalten, das vom Gesichtspunkt des Überlebens optimal ist, sowohl für den Einzelnen, als auch für die gesamte Gattung.

Gefährliche Abweichungen sind deshalb in allen Religionen als Tabus benannt. Auch die 10 Gebote sind unter anderem ein Versuch, die Menschen vor solchen gefährlichen Deviationen zu schützen: Geiz, Stolz und Ehebruch sind nicht minder gefährlich als Sodomie. Sie untergraben die Überlebenskraft der gesamten Gesellschaft. Die Alten verstanden das auch ohne geisteswissenschaftliche Hochschulbildung.

Kann man dem Gesagten soweit folgen, so ist die Sache mit dem Propagandaverbot von Homo- und sonstiger Sexualität durchaus zu verstehen. Die “nichttraditionelle” (im Sprachgebrauch der Russen) sexuelle Orientierung eines Individuums ist eine Deviation, welche die Stabilität der Gesellschaft erschüttert. Es heißt, ein Mann muss einen Baum pflanzen, einen Sohn großziehen und ein Haus bauen. Das ist seine Pflicht der Gesellschaft gegenüber. Schon einfach aus dem Grund, dass es jemanden gab, der ihn geboren und erzogen hat, er irgendwo gelebt hat und Sauerstoff atmet. Die Geringschätzung dieser Pflicht macht diesen Menschen für das Überleben der Gesellschaft nutzlos. Und regelrecht gefährlich ist die Demonstration und das Aufzwingen eines solchen Lebenswandels als “Norm”. Die Gesellschaft hat deswegen jedes Recht, sich und ihre Zukunft davor zu schützen.

Das Ding ist, dass genau ab dem Moment, in dem die Gay-Lobby mit ihrem Geheul über ihre vermeintliche Diskriminierung aufhört, sich keiner mehr an sie erinnern wird. Das Problem besteht weniger in der Gesellschaft, als vielmehr in diesen Leuten. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.


Was die konkrete Thematik angeht, vielleicht noch ein paar Worte. Vielleicht versteht dann ja jemand die Russen.

Ihr Verhältnis zu den von der zivilisierten Welt so vehement geforderten Schwulenparaden beruht auf Werten, die traditionell sind, die aber vom Standpunkt einer weitgehend wertelosen Gesellschaft als “rückständig” begriffen werden. Schon allein, weil es da überhaupt gesellschaftliche Werte gibt. Diese Werte drücken sich in diesem Fall auch im ästhetischen Empfinden aus. Warum denn tritt bei einem “normalen” Menschen beim Anblick einer typischen europäischen Gay-Parade ein Gefühl von Scham, Abscheu und auch Zorn auf?

Die Lobby sagt, das seien die Reste einer mittel- oder steinzeitlichen Homophobie, die man gefälligst loszuwerden habe. Allerdings vertauscht man damit ganz bewußt Ursache und Wirkung.

In einer traditionellen Kultur, so auch der russischen, ist eine Frau nicht einfach nur ein biologisches Objekt, das dazu da ist, einmal Alimente zu empfangen. Eine Frau stellt einen Archetyp dar, ein kulturelles Phänomen, das Spuren im gesamten Erbe der Menschheit hinterlassen hat. Eine Frau ist Mutter, jemand, den man verehrt, als eine, die für Weisheit und Fürsorge steht. Eine Frau ist Ehefrau, Sinnbild für das Leben, die Reinheit, der Liebe. Eine Frau ist Dame. Für das Ritterliche im Mann. Und das alles nicht deshalb, weil die Russen zuviel Kitsch gelesen haben, sondern weil das die Kultur ist, die den Menschen von der Tierwelt abhebt. In einer solchen Kultur ist der Mann Bruder, Freund, jemand, auf den man sich verlassen kann, der dich nicht verrät, sich um deine Familie kümmert, wenn dir etwas zustößt. Ein Mann ist ein Held. Ein Mann ist stark, treu, edel und ehrenhaft. Bevor an dieser Stelle jemand mit den Augen rollt: hier geht es um kulturelle Archetypen.

Auf Schwulenparaden nun sieht man Männer, die der Männlichkeit beraubt sind, Muskeln, die nicht dazu da sind, einer Familie, einem Bruder oder Freund zu dienen, sondern einzig dazu, Gelüste zu befriedigen. Man sieht Männer, die sich nicht wie Männer verhalten, kleiden und bewegen. Daher kommt bei der Betrachtung solcher Szenen die Scham und das Gefühl von Abscheu.

Noch schlimmer ist’s hinsichtlich der Frauen. Sieht man Männer, die wie Frauen gekleidet sind, und ihr übertriebenes, vulgäres Gebaren, so nimmt der “normale” Mensch das unterbewußt als eine rituelle Schändung der Frau wahr. Die legalisierte, dauerhafte Schändung eines Symbols führt nun zu dessen allmählicher Entwertung im öffentlichen Bewusstsein. Mit anderen Worten, die “Gay-Prides” erniedrigen und zersetzen wirklich die Frau als ein kulturelles Phänomen, für deren Schutz Mann schon allein genetisch zuständig ist.

Das ist denn wohl auch die Natur dessen, was man in den Medien und im Rahmen eines der zahlreichen, die Gesellschaft(en) degenerierenden Projekte heutzutage als “Homophobie” zu bezeichnen pflegt.

Eine Art Phobie ist wohl im Spiel, aber keine “Homophobie”. Das Lobbieren der “Gay-Kultur” ist neben allem anderen ein Versuch, die Freiheit derer einzuschränken, die einfach nur normale Menschen sein wollen. Man sieht das an den völlig idiotischen Schlagzeilen zu Xenia Ryschowa recht deutlich. Ja, sie hat ihre Teamkollegin Julia Guschina nach dem Sieg auf den Mund geküsst.

Aber das ist es ja gerade – das ist normal, und nicht “lesbisch”.

Es ist normal, wenn sich Freunde umarmen und küssen. Es ist normal, wenn sich Menschen gleichen Geschlechts umarmen, auch in der Öffentlichkeit. Oder wenn sie zusammen in die Sauna gehen. Aber das war einmal. Heute können sich zwei Freunde keinen Bruderkuß mehr geben. Mann kann nicht mehr zum “Männertag” in die Sauna, weil da die Luft klebt oder man beiläufig verdächtigt wird, ein warmer Bruder zu sein.

“Homo”-Aktivisten sind in alledem Adepten einer Antikultur, sie schmähen unentwegt das, was die Kultur als männlich und als weiblich kennt, spechen normalen Beziehungen zwischen Männern und Männern, zwischen Männern und Frauen hohn.

Wenn eine Gesellschaft sich mit Gesetzen vor “Gay-Prides” schützt, so schützt sie auch das Bewußtsein der Menschen vor Schizophrenie. Vor Spaltung. Es ist nicht möglich, Frauen zu achten und es gleichzeitig zu gestatten, sie zu schänden, eine solche Schändung gutzuheißen oder gar daran teilzunehmen.

Mit einem solchen “Nein” beginnt die Freiheit. Und dieses russische “Nein” hat Europa gehört und überwiegend auf der geistigen Ebene seiner Dekadenz rezipiert. Es geht nicht um irgendwelche Rechte von “Homosexuellen”, sondern um diese Freiheit. Das zeigen die Schlagzeilen der demokratischen Westpresse und besonders die exemplarische Äußerung von Gianluigi Piras: es ist der ganz banale Frauenhaß dekadenter und wertefreier Menschen. Dem Aufzwingen einer solchen Antikultur als Norm können und müssen die Russen natürlich “Njet” sagen.

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • Hnh

    Hier bin ich entschieden anderer Meinung, denn schliesslich ist Homosexualitaet nicht „anerzogen“, sondern angeboren. D.h. Schwule und Lesben koennen nichts dafuer, dass sie sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fuehlen. Es ist in ihren Genen.

    Auch ist es sehr kurzsichtig zu sagen, dass sie fuer die Gesellschaft nutzlos sind. Sie bekommen nur keine/weniger Kinder. Deswegen sind sie aber gute Onkel, Tanten usw.

    Was dieses Gesetz tut, ist ca. 10% der russ. Bevoelkerung zu verurteilen und abzuurteilen. Das ist fuer keine Nation dieser Erde gut.

    • Anonymous

      @Hnh, Sie haben den Artikel nicht kapiert, oder?

      Es geht nicht darum, Homosexuelle „abzuurteilen“, ganz im Gegenteil. Gerade das Gegenteil wird im Text hergeleitet.

    • Hnh, Deine Meinung sei Dir und allen anderen unbenommen. Was Du mit „Genen“ meinst, bezeichne ich oben als Deviation – solche Angaben wie „10%“ sprechen gerade für die Verwendung eines solchen Begriffs. Ich persönlich meine nun, dass der Mensch ein Mensch ist, weil er auch, wenn es sein muss, seiner Genetik Herr ist. Man kann sich nicht in allen Dingen mit den Bonobos herausreden. In den Genen mögen alle möglichen Dinge codiert sein.

      Es geht hier wirklich nicht darum, jemanden zu ver- oder abzuurteilen. Sondern, in drei Stichpunkten, um: Kampagnen, Gesellschaften und ihr Recht auf Stabilität, und die Freiheit, seiner Kultur gemäß normal zu sein.

    • Mit der Gendiskussion isses tricky.
      Sie kann wahr sein, ist aber bislang allenfalls vermutet, zumal sich Gene im Leben ja auch ändern wie die Festplatte eines Computers.

      Ich hatte bei der Gendiskussion immer den Eindruck, es ist eine Schutzbehauptung: „Lass mich in Ruh, ich kann nichts dafür! Ich bin so geboren!“, und stellt einen vor ein gedankliches/moralisches Dilemma.
      Wenn Homosexualität einprogrammiert wäre, wie wäre es dann mit Pädophilie?

      Es ist ein sehr guter Artikel von dir, apxwn.
      Ich stimme dir da völlig zu.
      Dass Leute bei Christopher Street Paraden in SM-Kostümen mehr als nur knapp bekleidet rumlaufen ist schon für meine Augen schlimm genug. Kinder dürfen dies erst recht nicht sehen, jedenfalls nicht meine.
      Da ist das russische Gesetz recht und billig.
      Es lässt Männer und Frauen im Privaten im Einverständnis tun und lassen was sie wollen. Wenn sie aber durch permanente Wiederholung die Leute zum Gleichen Verhalten verlocken wollen (man nennt dies Indoktrinierung), dann ist mein Toleranz am Ende.

      Es interessiert mich grundsätzlich nicht was Fremde für sexuelle Vorlieben haben, und dieses Wissen will ich nicht aufgezwungen bekommen!

    • Anonymous

      Hallo,
      Laut diverse Studien sollen sie höchstens 2-3% der Bevölkerung sein.
      Grüße,
      Pedro

    • Nobilitatis

      Das kommt ganz drauf an, was man wo wie misst. Ähnlich wie bei Verbrechen etc. gibt es immer eine „Dunkelziffer“, und zwar auch in Gesellschaften, in denen das Ausleben problemlos möglich ist. In SA dürfte der Prozentsatz der offenen Homosexualität irgendwo bei Null liegen.
      Das Merkmal „Homosexualität“ ist auch nicht so eindeutig wie „Geschlecht“, es gibt da eine Bandbreite. Bei Frauen ist unterdrückte Tendenz zu H. noch viel stärker. Da kann man leicht einen Schnitt von 3 % bekommen.

  • Franz

    10 % der Russen sind schwul oder lesbisch?

  • Als dieses Gesetz zuerst in Petersburg herauskam, hatte es vor allem auch einen ganz spezifischen Hintergrund, der von höchster Brisanz ist, und den unsere Bessermenschen völlig ignorieren: in der Jelzinzeit ist es ausgeufert, dass westliche Pedophile über Helsinki dort eingereist sind, und sich russische Kinder aus Familien, die kein Einkommen mehr hatten, zu Sexualobjekten machten. Kleine Mädchen ebenso wie kleine Jungs und daraus wurde für Zuhälter ein formidables Geschäft.
    Die Stadtverwaltung musste etwas dagegen unternehmen, und ein Teil der Unternehmung, das, nach meinen Informationen, sehr gut wirkt, ist dieses Gesetz, weshalb es dann auch auf die ganze Föderation ausgedehnt wurde.

    • Kinder … zu Sexualobjekten, nun darum die modernde NWO frühkindliche Sexualerziehung

  • Anonymous

    Apxwn,
    Sehr gut geschrieben und ausgedrückt! Wie Du schreibst geht es nicht um die angeblichen „Rechte“ von einer kleinen Minderheit der Bevölkerung sondern um die Aufzwingung bestimmter „Kulturstandards“ (um sie irgendwie zu bezeichnen).

    Grüße,
    Pedro

  • Enis

    Es gibt zwei Uebel der Menschheit;das erste ist das jüdische lobby der weltverschwörung.das zweite ist das schwulenlobby in der politik und in den medien.beide beeinflussen die welt und die gesellschaft auf schlimmster art und weise.

    Wenn ich krank bin,dann gehe ich zum arzt und lass mich behandeln.

  • Anonymous

    Diese Diskussion wird immer subjektiv geführt. Und meine Meinung ist – subjektiv – dass die These mit der Vererbbarkeit plausibel klingt. Daraus folgt, dass, wenn man Homosexualität tabuisiert und Homosexuelle in Scheinehen drängt, mehr Kinder mit dieser Veranlagung geboren werden.

    Gerade in Europa und dem arabischen Raum ist Homosexualität besonders verpönt. Und genau hier ist mein subjektiver Eindruck: ganzschön viele Schwule.

    Lässt man sie es in Ruhe ausleben, gibt’s auch keine Paraden. Ich bin heteros. und froh darüber, aber verspüre bei weitem keinen Zorn über diese Paraden. Ein bisschen Scham vielleicht, aber um ehrlich zu sein: vor Allem finde ich es amüsant.

  • Anonymous

    Unterscheidet sich der hier mehrheitlich vertretene kulturdeterministische und biologistische Schwachsinn, von dem der Islamofaschisten?

    Phineas

    • Comrade John

      Der Co-Artist TGards bei der fortschrittlichen Volksaufklärung im Sinne der herrschenden Eliten.
      Was soll uns sein Eintrag sagen?
      Es dürfte in etwa dies sein, was er u. seinesgleichen (unten schreibt der Meister ja noch selbst) andenken:

      Menschliche Reproduktion ist „Kultur“ (abgeleitetes Zitat) und zwar eine falsche Kultur (soweit sie den unbedingten Erhalt dieser Kultur verfolgt).
      Eine solche „Kultur“ (übrigens ist menschl. Reproduktion die Basis aller menschlichen Kulturen seit Anbeginn, gleich welcher Rassen, Völker und Stämme!) muss man als „deterministisch“ (Zitat) einordnen u. bekämpfen.

      Die Sorge für menschliche Reproduktion ist kein natürliches (biologisches, ein im Menschen genetisch fest angelegtes) Prinzip, sondern sie ist sofort „biologistisch“ (Zitat) zu nennen. Das heisst, es findet hier (bei denen, die denken, dass menschliches Leben die Reproduktion braucht) eine Überbetonung der Natur statt, und die menschliche Reproduktion ist somit schon eine Ideologie an sich.
      Gegen diese „Ideologie“ kämpft der Globalistenschreiber phineas selbstverständlich an.

      Was das für die weitere Klärung der zusammenhängenden Begrifflichkeiten bedeutet, insbesondere für die Familie, muss nicht ausführlich erläutert werden.
      Die Globalisten wollen jeglichen Zusammenhalt von Menschen zerstören, weil der ethnische (aus Sippe, Stamm u. Volk) Zusammenhalt von Menschengruppen leicht auch zur politisch, ökonomisch oder ethisch begründeten Solidarität führt, und weil sie in der kommenden NWO natürlich keine solidarischen Menschen sondern vereinzelte Arbeits- u. Konsumsklaven brauchen. Bei der Homo-Diskussion u. verbundenen Themen (Homoehe, vollständige rechtl. Gleichstellung von Homopaaren mit normalen heteroseuellen Paaren, Adoptionsrecht von Kindern für Homos usw.) geht es imgrunde nicht um die persönl. Freiheit sexueller Betätigung, sondern um die Vernichtung der Grundlagen überhaupt aller menschlichen Kulturen.
      Für denselben Zweck wird die globalistische Ideologie des Gender Mainstreaming eingesetzt – schon Grundschulkinder sollen indoktriniert werden ihr natürliches Geschlecht als blosse gesellschaftliche Rolle zu erkennen, die man gut u. gern ändern könne u. sogar müsse.

      Wie die NWO-Strategen sich die menschliche Reproduktion der Zukunft vorstellen kann man nur ahnen: nach Statistik u. Plan (wieviel Menschenmaterial brauchen wir?); mit staatl. Genehmigung der Familiengründung für heterosexuelle Paare; Leben aus dem u. mithilfe des Reagenzglases (heute teils schon Realität); Kinder ausgebrütet in staatl. Kliniken oder von ausgesuchten Leihfrauen (teils ebenfalls Realität).

      Die Bemerkung der „Islamofaschisten“ (Zitat), mit denen angeblich Jeder konform geht, der das natürliche menschliche Prinzip der Reproduktion anerkennt, enthält übrigens den Hinweis versteckt, dass islamisch geprägte Länder i.d.R. noch die natürliche Reproduktion, die normale heterosexuelle Beziehung, die Familie als Grundlage für Stamm, Volk u. Staat kennen u. danach leben. Es hat dies gar nichts mit irgendeinem „Faschismus“ zu tun (wie der Diversant phineas hier beiläufig unterjubeln will), sondern ist der einfachen Tatsache geschuldet, dass islamische Länder vielfach ländlich (bäuerlich) geprägt sind u. sich dort die in Jahrtausenden tradierten Formen der Gemeinschaftlichkeit am besten erhalten haben.

    • Anonymous

      Die positive „Beantwortung“ meiner Frage – mit Deiner erfundenen Naturalisierung aller Werte, die Dir in den Kram passen – solch einen Unfug hatte ich befürchtet.
      Aber der aggressiv-gewalttätige Ton, der Deine ganze hier skizzierte identitäre Weltanschauung durchwabert, kommt ja noch nicht einmal ohne persönliche Feindschaftserklärung und Verunglimpfung aus.
      Es gab mal eine Zeit, da war der Vorwurf des Diversantentums ein Todesurteil für Andersdenkende und ich befürchte, dass Deine Wahl dieses Begriffs mir gegenüber, auch genau darauf Bezug nehmen sollte.
      Somit war das auch das erste und letzte Mal, dass ich an Dich das Wort gerichtet habe.

      Phineas

    • Comrade John

      „das erste und letzte Mal, dass ich an Dich das Wort gerichtet habe“

      Das erste Mal war am 17. August – erinner dich mal, du Sniper.
      Ob das zweite Mal das letzte gewesen ist wird man noch sehen.

      Was lernen wir?
      Wer zündelt kann mit Feuer rechnen.

      Ns. LG @ Tommy. :)

    • Anonymous

      Fürs Nationalbolschewistenprotokoll:
      du, „Genosse“ warst bei meiner Wortmeldung und Bemerkung „scheußlicher Volksgenosse“ am 17. Aug. nicht gemeint, sollst aber den angezogenen Schuh verdientermaßen behalten, er passt wie angegossen.

      Und nun „Genosse“ Pantoffel bastle hübsch weiter,
      am Genickschusskeller aus Pappe, Streichholz
      und Geifer.

  • Anonymous

    Hach, ich muss richtig tief durchatmen, so gut hat dieser Artikel getan. Apxwn, Du hast die ganze Geschichte auf den Punkt gebracht. J2B, auch völlig richtig mit dem verlocken wollen und ich möchte auch nicht, dass meine Kinder Gay Pride Parades sehen. Dieses Bedürfnis der Zurschaustellung sexueller Handlungen in der Öffentlichkeit ist bei den Homosexuellen extrem ausgeprägt und vielleicht ist gerade das auch der Grund, warum es in Frankreich ( sehr konservativ katholisch) gewaltige Demonstrationen gegen die Gleichstellung in Bezug auf Adoption gab.
    Nicht zu vergessen, dass die Israel Lobby großartige Erfahrungen mit Propaganda und Lobbyarbeit hat und der Gay Pride Bewegung sicherlich tatkräftige Unterstützung gegeben hat. Ein weiteres Mittel der Propaganda gegen Russland, das als rückständig, rassistisch dargestellt werden soll und damit hat man die Kurve zu den aktuellen Ereignissen schon genommen. Also gar nicht OT. Man will versuchen Russland mit allen Mitteln zu schädigen. Jetzt ist Sotschi dran. Interessant auch wie ein Land nach dem anderen sich plötzlich intensiv mit dieser Thematik befasst hat. Fast schon wie ein Virus. Noch ein Gedanke, wenn es immer mehr Homosexuelle gibt, dann reduziert sich die Menschheit irgendwann von selbst.

    Dike

  • Anonymous

    Super Artikel! Danke dafür und ein schönes Wochenende!

  • Jörg

    Mein Kommentar zum Thema ist länger geworden – deshalb hierhin outgescourced:
    http://s14.directupload.net/file/d/3359/ipvy4npd_pdf.htm

    • Jörg

      Die bildliche Darstellung im Indischen von Leichen-Shiva und Shakti (oben gab ich eines der wenigen auffindbaren Bilder an – normalerweise hat Shakti aber ihren Kopf noch drauf!).als symbolische Darstellung des Verhältnisses von „männlich-zu-weiblich“ viel schlechter als das griechisch-römische Bild: MARIA MIT DEM KINDE (in allen orthodoxen oder katholischen Kirchen kostenfrei zu besichtigen!). Denn das Jesus-Baby (Uranos-Baby) ist, wie alle Babys, nicht wirklich handeln (es trinkt Milch und macht in die Windeln – mehr nicht ). Und die Mutter ist natürlich die einzig Handelnde – und sie ist die unbeugsame (und gegen die Feinde des Kindes oft gnadenlos brutale) Beschützerin des Kindes. Das männliche Kind steht hingegen für die „Weisheit“, das „Erkennen“ usw..

      Das Hesiodsche Prinzip wirkt auch in uns, wenn wir davon nie gehört haben. Z. B. in der Science Fiction Malkunst taucht „Maria mit dem Kinde“ auf (sicherlich ohne daß der Künstler Hesiods Theorie auch nur kannte): http://www.imagenetz.de/ffe27d86a/DonMaitz-ohne-Titel.jpg.html (auf den Knopf „File download“ drücken!).

      Das Prinzip „Maria mit dem Kinde“ funktioniert auch dann, wenn das „männliche Element“ sogar schon richtig erwachsen ist: http://www.imagenetz.de/ffd66469c/TheAmazingDragon-Whelan.jpg.html .

    • Jörg,
      Respekt für Dein Verständnis mythologischer Denkfiguren und ihrer Arbeitsweise im Allgemeinen. Schade, daß Du die an ihnen gewonnenen Erkenntnisse gleich wieder einstampfst, indem Du sie, über den Umweg geschichtlicher Überlieferung objektiviert, doch wieder in die Form ontologischer Wahrheiten über eine „menschliche Natur“ bringst. Die mythischen Figuren von Apxwn „taugen“ soviel, wie jede andere, einschließlich die Hesiods, wenn wir die ästhetische Dimension und die intellektuelle Reichweite mal außer Betracht nehmen, es sind Formen, unter denen gesellschaftliche Individuen ihr individuelles Handeln und Dasein koordinieren und abwickeln.

      Zur Sache selbst ein paar Stichworte, die ich, falls Du Lust hast, gern auf meinem Blog mit Dir bespreche.

      Das Thema ist die Individuation von im Zuge ihrer aktiven und passiven Unterwerfung (Assimilation) gespaltener bürgerlicher Individuen: Bourgeois (der berechnende Wille) und Citoyen (der sich aufgebende Wille). Es verläuft, wie bei jeder mythologischen Maschine, über orthogonal zu einander gesetzte polarische Gegensätze, die in einen einzigen polarischen Gegensatz widersprüchlich kodiert sind, um Ausgleichsbewegungen zwischen den Gegensätzen zu erlauben. Dieser „aufnehmende“ Gegensatz ist „männlich-weiblich“, die kodierten Gegensätze sind „Zucht – Ordnung“, „Tugend – Erfolg“. „Zucht“ verweist auf „Unordnung“, „Tugend“ auf „Mißerfolg“.
      Eine, wenn nicht die Grundfigur des homophoben Mythos, ist die Un-Zucht eines Mannes, der in der geschlechtlichen Konkurrenz „Tugend“ und „Erfolg“ in seiner individuellen Geschlechts“natur“ zusammen gehen läßt. Er verfällt dem gleichen (nicht: selben) Generalverdacht wie der „Jude“, nämlich kein „Volksgenosse“ zu sein, das heißt ein Staatsbürger (unterworfener Wille) der seinen berechnenden Willen (Bourgeois) absolut aufgegeben, nämlich von seiner Individualität (hier = Moralität) abgespalten hat.

      (Sorry, Leute, aber das war mir persönlich wichtig.)

  • Anonymous

    Jörg ich kann Deinen Kommentar leider nicht finden.

    Dike

    • Jörg

      @Anonym25. August 2013 06:52 („…ich kann Deinen Kommentar leider nicht finden“)
      Hallo! Blöder Weise muß man bei Directupload.net „Java“ anmachen (Java ist immer etwas gefährlich – deswegen habe ich zwei Browser – einen, bei dem Java an ist und einen ohne Java) . Dann kannst Du direkt lesen oder aber herunterladen. Sicherheitshalber habe ich den Text (pdf) noch mal hochgeladen: http://s1.directupload.net/file/d/3359/yk98zen5_pdf.htm

      Ohne Java geht es hier: http://www.imagenetz.de/fa4245d0f/Einige-Punkte.pdf.html . Du mußt aber auf den Knopf „File download“ drücken!

  • Apxwn,
    das Bier ist hiermit storniert. Nicht weil ich es ablehnte, mit Leuten, die Deine Wertewelt pflegen, persönlich zu verkehren, sondern weil Du über die Pflege dieser Wertewelt mit diesem Eintrag einen entscheidenden Schritt hinaus gegangen bist.
    Das kann man direkt im anderen Thread ablesen, in dem Iskander diesen Eintrag postwendend wie folgt nutzte:

    … es ist mit deinen schwuchtelig – holprigen Kommentaren für Leser unerträglich …

    Wer mit Leuten, die vorsätzlich Pogrome stiften, noch redet und verkehrt, braucht sich über notwendige Folgeerscheinungen, nämlich Mord und Totschlag, nicht mehr zu beschweren.

    • TomGard

      Zur Erklärung des letzten Absatzes noch ein Zitat:

      „Russia’s “horrific laws” … are actually rarely applied. They were used against two activists in Ryazan, once in St. Petersburg against me, and three times in Arkhangelsk for the same solitary pickets. They will not be applied in Sochi during the Olympics … I am more than convinced that the Russian authorities will not allow this to happen.

      These laws, especially the one passed at federal level, actually gave a boost to the LGBT fight in Russia. More activists are now protesting in various cities. Look at St. Petersburg, Kazan, Ekaterinburg, Novosibirsk, Kostroma and Syktyvkar. The topic is being widely discussed in the media. This was unthinkable in 2005 when we started. The effect is directly opposite to what the authors of those initiatives wanted to reach. They are promoting gay propaganda in Russia more than any LGBT activist.

      As I always said, the consequences of these laws will be mostly social, not legal. We already see the creation of groups which harass younger and older gays while publishing their videos on the Internet. They probably see the gay propaganda law as a carte blanche for their crimes. This should be investigated by the authorities. In fact, this has already started. Those people should be brought to justice.“
      http://rt.com/op-edge/russia-gay-rights-sochi-945/

      In amerikanischen Think-Tanks werden die russischen Gesellschaften seit Jahren sorgfältig vermessen, um Brüche aufzufinden und NGO’s nicht nur Strategien, sondern konkrete Handlungsanweisungen zur Destabilisierung zu geben. Ich habe die Links nicht parat. Die sozialwissenschaftliche Grundlage ist dieselbe, die bei der bekannten Detailplanung des Syrienkrieges angewandt wurde: Mobilisierung der Stadt- gegen die Landbevölkerung und umgekehrt, der Muslime gegen die Christen und umgekehrt, Mobilisierung der „blue collars“ der Vor- udn Industriestädte gegen die „white collars“ der Metropolen UND die Landbevölkerung, Mobilisierung des bourgeoisen und proletarischen Prekariats gegen alle anderen. Mit wachsenden Öl- und Gaseinnahmen nebst staatlicher Armutsbekämpfung hat das russische Staatswesen den von außen geförderten, genuin heimischen Zerfallserscheinungen in den letzten Jahren gut wiederstanden. Aber die völkisch- und klerikalfaschistische Mobilisierung von „Volksmassen“ zwecks Ermächtigung eines im Inneren autoritär agierenden, nach außen nach imperialen Freiheiten strebenden Staatswesens überfordert ihre Grundlage. Sie zerlegt die Eliten ersatzlos und mobilisiert die Spaltprodukte vielfältig gegeneinander. Das wird nach hinten los gehen. Bin ich darüber traurig? Natürlich nicht. Froh? Auch nicht. Es ist für Leute, die sich außerhalb der Wahnwelten der Akteure bewegen, lästig, nicht mehr.

    • Siehst du Tom, manchmal schreibst du nicht so übel.
      Und jetzt bitte bitte verzichte auf Großkotzigkeit & Herablassung.
      Akzeptiere es doch einfach wenn Leute manchmal andere Meinungen haben.
      Verzichte mal bitte darauf, einen ideologischen Krieg zu führen.
      Dass du es bei deinen Haltungen & deiner Sprache mit Hegel & Sokrates nicht unbedingt genau nimmst und dich sehr wohl von Ideologien vereinnahmen lässt, zeigt ja der unnötig hohe Gebrauch von Wörtern wie „Faschismus“.
      Den Glaubenskrieg, den du hier mit einigen führst, hat keiner nötig, am Wenigsten ihr Beteiligten.
      Als Regelempfehlung für deinen Diskussionsstil empfehle ich dir das „Jantelov“.
      Diese 10 Gesetze haben nur ein Ziel: Demut.

      Und wenn es dir irgendwann mal zu viel wird, dann geh statt es einfach anzukündigen. Reue oder ähnliches wird eh keiner haben.

      Dieses Ziel richtet sich auch an die anderen Krieger hier. Ich habe euch jedenfalls alle lieb!

    • Nachtrag @TomGard: Pogrome waren überhaupt Anlaß für diesen Text. Die Putin-Verballhornung im Titel ist nichts anderes als ein mediales Pogrom. Weitere, noch lautere sind im Text angesprochen und verlinkt. „Konrete Handlungsanweisung zur Destabilisierung…“ nenne ich oben „Projekte“. Ich weiß gar nicht, was Du hast.

  • Anonymous

    Danke, Sie sprechen mir aus der Seele. Wünschte, sowas wäre hier möglich.

  • Jörg

    @TomGard, 25. August 2013 12:55
    TEIL 1

    1.) Zitat: „Schade, daß Du die an ihnen gewonnenen Erkenntnisse gleich wieder einstampfst, indem Du sie, über den Umweg geschichtlicher Überlieferung objektiviert, doch wieder in die Form ontologischer Wahrheiten über eine „menschliche Natur“ bringst. Die mythischen Figuren von Apxwn „taugen“ soviel, wie jede andere, einschließlich die Hesiods, wenn wir die ästhetische Dimension und die intellektuelle Reichweite mal außer Betracht nehmen, es sind Formen, unter denen gesellschaftliche Individuen ihr individuelles Handeln und Dasein koordinieren und abwickeln„:

    a) Antwort zu „ontologischer Wahrheiten über eine ‚menschliche Natur‘“ :
    Nein, ich behaupte nie eine ‚objektive Wahrheit‘. Denn diese müßte POSITIV festgestellt werden. Aber das ist in der erfahrbaren Welt unmöglich. Die Wahrheitsfindung zu der ein Individuum allein fähig ist, ist vielmehr allein eine NEGATIVE Wahrheitsfindung. (Diese kann dann aber nie zu einer absoluten(!) Aussage führen). Ein schönes Beispiel für beide Methoden sind die Äußerungen Erich Kästners und Wilhelm Buschs zur Frage ‚Was ist das Gute?‘. Kästner antwortet: „Es gibt nichts Gutes – es sei denn man tut es“. Busch antwortet: „Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man läßt“.

    Die NAGATIVE Methode der Wahrheitssuche besteht stets nur in der Beseitigung von Widersprüchen. Warum Du mir Entäußerungen von „ontologischer Wahrheiten über eine ‚menschliche Natur‘“ vorhältst, erschließt sich mir deshalb nicht.
    Welche Stelle meiner Kommentierung meinst Du?

    b) „Die mythischen Figuren von Apxwn „taugen“ soviel, wie jede andere, einschließlich die Hesiods
    Das behauptest Du, TomGard, jetzt – Du begründest diese Behauptung aber nicht. Ich widerspreche dieser auch entschieden.
    An Hesiods „Entwurf“ (nennen wir das mal so) kann ich keinen Widerspruch finden. Daß sich apxwn (bzw. die sicher weitverbreitete Meinung, die er nur gerade hier vertritt) mehrfach in einem Widerspruch befindet, hatte ich in der pdf-Datei unter „A)“ dargelegt. Beispiel: Wenn apxwn behauptete, daß „die Frau“ „rein“ und „die Mutter „weise“ sei, dann muß er auch Hillary Clinton (sowohl eine „Frau“ wie eine „Mutter“) für „rein“ und „weise“ halten. Das tut er aber nicht – ergo: Ein Widerspruch!
    Wenn Du Hesiods Entwurf, der frei von Widersprüchen ist, mit den Entwürfen von apxwn, die mehrfach erhebliche Widersprüche aufweisen, auf eine Stufe stellst, ist dies einfach Unfug! Noch abwegiger wird es, wenn Du sogar jeden beliebigen Entwurf („soviel, wie jede andere„) – dies könnten die Hopis, die Mayas, Karl Marx usw. sein – für gleich nützlich oder unnütz erklärst.
    Du, TomGard, behauptest leider nur, ohne diese Behauptungen zu begründen. Insofern verhältst Du Dich wie apxwn.

    c) „… es sind Formen, unter denen gesellschaftliche Individuen ihr individuelles Handeln und Dasein koordinieren und abwickeln„:
    Auch wieder eine Behauptung von Dir, die du nicht begründest, sondern gleichsam wie ein Schöpfergott, der nichts begründen muß („Die Wege des Herrn sind unergründlich“) von Dir gibst.

    Darüber hinaus ist Diese Deine Behauptung auch unzutreffend. Denn natürlich verhalten sich nicht „gesellschaftliche Individuen“ schlechthin so, wie es angesichts des Entwurfs Hesiods (oder irgendeines Religionsstifters oder politischen Philosophen) ratsam wäre. Vielmehr begeben sie sich fortlaufend in Widersprüche (aus Gier, Haß oder Dummheit).

  • Jörg

    TEIL 2

    2.) Zu Deinem Absatz oben „Das Thema ist die Individuation von im Zuge ihrer aktiven und passiven Unterwerfung (Assimilation) gespaltener bürgerlicher Individuen…„:

    Den Ansatz, den Du dort zugrundelegst, kenne ich nur derart flüchtig, daß ich mich nicht ausreichend ‚einfühlen‘ und sinnvolles dazu sagen kann. Zu Deinen Gegensatzpaaren könnte ich nur aufgrund einer anderen Argumentationskette etwas sagen.
    Zunächst: Zurecht weist du darauf hin, daß die von Dir aufgeführten Gegensätze sich gegenseitig begründen bzw. hervorrufen. Also: „Erfolg“ ruft „Mißerfolg“ hervor. Bzw. ohne „Mißerfolg“ gäbe es keinen „Erfolg“ (ohne Licht keinen Schatten).

    Diese Gegensatzpaare – nehmen wir einmal „männlich-weiblich“ – sind m. E. jedoch nie dazu geeignet, daß man ein Weltbild darauf begründen oder sich gar eine Richtschnur fürs Leben daraus basteln kann. Deswegen widerspreche ich den Hindu-Tantrikern und den tantrischen Buddhisten (tibetische Richtung) auf das heftigste, wenn sie den männlich-weiblich Gegensatz (tibetisch: „Yab-Yum“) zum Gegenstand einer Welterklärung und zum Gegenstand des täglichen Erlebens und Meditierens machen. Gerade Buddha, der ein vorzüglicher Didaktiker war, hat so etwas nie(!) in seine Belehrungen einfließen lassen.

    Ich selbst bin in meiner Erwiderung auf apxwn allein deshalb auf das tantrische „männlich-weiblich“ – System (für dessen Begründer ich Hesiod halte – ohne dies allerdings explizit nachweisen zu können) eingegangen, weil ich damit unserer ‚Schwulendiskussion‘ diverse Stacheln ziehen wollte. Dies indem ich die zahlreichen und haltlosen „Begründungsersetzendes Klischees“ aufdecken konnte.

    Ohne auf Dein „Bourgeois (der berechnende Wille) und Citoyen (der sich aufgebende Wille)“ eingehen zu können, erklärt sich mir die INSTABILITÄT der Individuen, die den von Dir genannten Gegensatzpaaren ausgesetzt sind, bereits aus einer anderen Kausalität:
    Diese Welt und ihre Individuen sind schon deshalb instabil, weil diese Welt keine „Quelle“ hat. Die Individuen (Tiere, Menschen, Götter) entnehmen fortlaufend Angenehmes und sie weisen ständig Unangenehmes zurück. Sie „verbrauchen“ ständig (sie picken erst die Rosinen aus dem Kuchen. Dann lutschen sie das Süße heraus. Und dann wird es immer „unangenehmer“). Das verhält sich so wie mit einer Petrischale, in die man Bakterien und einen für diese geeigneten Nährboden gegeben hat. Wenn der Nährboden früher oder später aufgefressen wird, kippt die Kultur („Leiden“).
    Anders als Gläubige, habe ich auch keine Veranlassung, an einen Gott zu glauben, der angeblich immer wieder das Angenehme bzw. „Freude“ und „Glück“ in unserer Petrischale nachfüllt.

    Hinzukommt, daß die Lebewesen ‚Differential-Wahrnehmer‘ sind: Wenn wir uns über ein Geschenk gefreut haben und jemand will uns DIESSELBE Freude machen, dann muß sein Geschenk nun aber auch schon etwas größer und aufwendiger sein.

  • Anonymous

    Ach wenn wir auch so einen großartigen Präsidenten wie Putin hätten! Rußland blüht auf, und wir verfaulen. Wie krank unsere Gesellschaft geworden ist kann man daran erkennen, daß die augenfälligsten Wahrheiten nicht mehr erkannt werden. Und da wundern wir uns noch, daß es mit uns immer mehr bergab geht? Die westlichen Gesellschaften sind geistig AIDS-krank; etwas hat all das zerfressen, was den Organismus einer Gesellschaft vor Schaden schützen soll. Das essentielle christliche Familienbild scheint ein bevorzugtes Ziel zu sein. Übrigens ist Homosexualität therapierbar!