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Baschar al-Assad im Interview für "Izvestia"

Der Präsident der Syrischen Arabischen Republik spricht im Exklusivinterview mit “Izvestia” über die Gefahr einer Intervention durch die USA und den Westen, über seine Beziehungen zu Wladimir Putin und die Gemeinsamkeit der Schicksale von Russen und Syrern. Quelle: Izvestia.ru

Foto: Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (via Izvestia.ru)

Auf dem Höhepunkt der Krise trafen sich Aleksandr Potapow und Jurij Mazarskij in Damaskus mit dem Präsidenten des Landes, Baschar al-Assad. In einem Exklusivinterview für “Izvestia” erzählt er davon, wer es ist, der chemische Waffen einsetzt, er kommentiert die Statements der westlichen Politiker über deren Vorhaben, militärischen Druck auf Syrien auszuüben und bewertet die Hilfe, die das syrische Volk von Russland und dessen Präsidenten erfährt.

Herr Präsident, die brennendste Frage dieser Tage ist – wie ist die Lage in Syrien? Welche Territorien verbleiben unter der Kontrolle der Aufständischen?

Es geht nicht so sehr um Territorien, die unter der Kontrolle der Terroristen sind und jene, welche von der Armee kontrolliert werden. Es gibt keinen solchen Feind, der unser Land besetzt hätte. Wir haben es mit Terroristen zu tun, die in die Dörfer und Vororte von Städten eindringen. Es handelt sich um Verbrecher, welche unschuldige Zivilisten ermorden und Objekte der Infrastruktur zerstören.

Die Armee, die staatlichen Gewaltorgane und die Polizei sind bestrebt, sie aus den bewohnten Ortschaften zu vertreiben und zu vernichten. Die, welche überleben können, begeben sich in andere Territorien und schließen sich anderen Banden an. So kann man sagen, dass der Kern unseres Handelns die Vernichtung von Terroristen ist.

Der Hauptgrund für die anhaltenden militärischen Aktionen ist die enorme Menge von ständig auf syrisches Gebiet eindringenden Terroristen von außerhalb. Jeden Monat kommen Zehntausende von ihnen in unserem Land an. Außerdem werden die Terroristen nach wie vor vom Ausland finanziert, es werden ihnen Waffen geliefert.

Doch ich kann Ihnen versichern, es gibt keinen solchen Ort, an den sich die Regierungstruppen nicht begeben könnten – sie tun das ja auch und vernichten die Terroristen an allen Orten, an denen sie mit ihnen zusammenstoßen.

Foto: Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (via Izvestia.ru)

Die westliche Presse behauptet heutzutage nicht selten, dass die Terroristen zwischen 40 und 70 Prozent des syrischen Territoriums kontrollieren. Wie viel Territorium befindet sich denn tatsächlich noch unter der Kontrolle des syrischen Staates?

Keine einzige Armee in keinem Land der Welt kann sich auf dem gesamten Territorium ihres Landes gleichzeitig in völliger Einsatzbereitschaft befinden. Das nutzen die Terroristen aus und versuchen überall dort einzudringen, wo die Armee nicht präsent ist. In jeder Provinz, in die Terroristen eingedrungen sind, haben wir Säuberungsaktionen durchgeführt. Deshalb möchte ich noch einmal wiederholen: das Problem besteht nicht im Territorium, auf dem sich Terroristen befinden, das ändert sich täglich, ja stündlich. Das Problem besteht in der großen Zahl der Kämpfer, die von außerhalb eindringen.

Ob die Syrische Arabische Armee in ein jedes beliebige, von Terroristen besetzte Gebiet gelangen und diese vernichten kann? Ich kann Ihnen mit voller Gewissheit sagen: Ja! Das tut die Armee ja auch. Es benötigt mehr Zeit, denn der Krieg, der uns aufgezwungen wurde, geht nicht einfach so schnell zu Ende, sondern benötigt eine verhältnismäßig lange Zeit. Wir zahlen einen hohen Preis für diesen Krieg, dafür, all die Terroristen in Syrien zu vernichten.

Sind denn die Terroristen, von denen Sie sprechen, einzelne, selbständige radikale Gruppierungen oder handelt es sich um Teile einer größeren Macht, deren Ziel es ist, die Situation im gesamten Nahen Osten, darunter auch in Syrien, zu destabilisieren?

Wir haben es sowohl mit einzelnen Gruppierungen als auch mit ganzen Terrorarmeen zu tun. Doch sie ähneln sich in vielerlei, vor allem in ideologischer Hinsicht. Außerdem bekommen sie Gelder aus den gleichen Quellen.

Ihre Ideologie ist der Radikalismus, der keinerlei religiöse Ansichten akzeptiert als die, zu der sich die Terroristen selbst bekennen. Sie haben ein und dieselben ideologischen Führer, solche wie az-Zawahiri, doch dabei hat jede dieser Gruppen auch ihre eigenen Anführer.

Ihre Sponsoren sind, wie ich bereits sagte, ein und dieselben, mitunter sind das ganze Staaten, wie beispielsweise Saudi-Arabien.

Ungeachtet dessen, dass sie versprengt sind, haben ihre Sponsoren und ideologischen Führer die Möglichkeit, jede von ihnen zum Beispiel durch radikale Botschaften zu manipulieren. Beispielsweise können sie äußern: “Moslems sind verpflichtet, in Syrien in den Dschihad zu ziehen”. Tausende von Kämpfern werden auf diese Weise hierher geschickt, um Krieg zu führen.

Die Sponsoren steuern die Banden auch, indem sie ihnen Waffen und Mittel für konkrete Terroranschläge liefern.

Außerdem vereint beispielsweise das erwähnte Saudi-Arabien die Funktionen eines Sponsors und ideologischen Leitbilds in sich: es verbreitet unter den Kämpfern die wahhabitische Weltanschauung und unterstützt sie mit Geldern.

Der syrische Staat spricht von engen Beziehungen zwischen Israel und den Terroristen. Aber ist es nicht so, dass allein die Erwähnung Israels unter den radikalen Islamisten zu Hysterie führt? Wie sollte in diesem Fall eine Zusammenarbeit zwischen ihnen bestehen?

Weshalb eröffnet Israel das Feuer auf unsere Streitkräfte, wenn wir die Terroristen in den Grenzgebieten stellen? Doch wohl dazu, uns zu behindern? Weshalb gibt Israel den an der Grenze festgesetzten Terroristen Gelegenheit, in seinem Gebiet vor unseren Streitkräften Zuflucht zu finden, und greift gleichzeitig unsere Truppen aus einer anderen Richtung an? Aus welchem Grunde hat Israel im Verlauf der letzten Monate mehrmals Teile der Syrischen Arabischen Armee angegriffen?

Doch den Hauptbeweis für die Zusammenarbeit führt ja Israel selbst an.

Israel hat mehrfach verlauten lassen, dass in den Krankenhäusern des Landes dutzende Terroristen behandelt werden. Wenn diese Gruppierungen Israel so sehr hassen, und allein die Erwähnung dieses Namens bei ihnen zu Hysterie und Hass führt, weshalb haben denn diese radikalen Gruppierungen, die jetzt gegen Ägypten und Syrien Krieg führen, noch nie auch nur eine einzige Operation gegen Israel unternommen? Wir wollen uns doch einmal daran erinnern, wer diese Gruppierungen ursprünglich geschaffen hat. Diese Terroristen wurden ursprünglich von den USA und dem Westen angeworben und unterstützt, und finanziert wurden sie von Saudi-Arabien seit Beginn der 1980er Jahre, damit sie in Afghanistan gegen die UdSSR Krieg führen. Wie sollten diese Gruppierungen, die vom Westen und von Amerika geschaffen worden sind, gegen Israel losschlagen?

Foto: Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (via Izvestia.ru)

Unter den Oberhäuptern der Staaten der heutigen Zeit gibt es eine Menge an Stammtischpolitikern und ziemlich wenige Führungspersönlichkeiten. Sie kennen die Geschichte nicht und lernen nicht daraus. Mancher unter ihnen vergisst selbst die jüngere Vergangenheit.

Haben sie denn die Lektionen der vergangenen 50 Jahre gelernt? Haben sie wenigstens die Dokumente ihrer Vorgänger durchgeblättert, die all ihre Kriege seit Vietnam bis heute verpfuscht haben? Haben sie sich klargemacht, dass diese Kriege nichts gebracht haben als Zerstörung und Instabilität, sowohl im Nahen Osten, als auch in anderen Regionen der Welt?

Genau diesen Politikern würde ich gern erklären, dass der Terrorismus kein Trumpf in der Jackentasche ist, den man herausnehmen und einsetzen kann, wenn man das gern möchte, wonach man ihn wieder verschwinden lässt. Der Terrorismus sticht, wie ein Skorpion, in jedem beliebigen Moment. Entsprechend kann man nicht in Syrien den Terrorismus unterstützen und in Mali gegen ihn vorgehen. Man kann nicht den Terrorismus in Tschetschenien unterstützen und ihn gleichzeitig in Afghanistan bekämpfen.

Natürlich rede ich nicht von allen Staatsoberhäuptern, sondern von denen mancher westlicher Staaten. Sie sollten damit aufhören, sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen und Marionettenregierungen zu installieren, sondern eher auf die Meinung ihrer Völker hören; vielleicht käme die westliche Politik auf diese Weise etwas näher an die Realität heran.

Wenn Sie darauf bestehen, dass ich eine Botschaft an die Welt richte, dann sage ich folgendes: wenn jemand davon träumt, Syrien zu einer Marionette des Westens zu machen, so wird das nicht geschehen. Wir sind ein unabhängiger Staat und werden gegen den Terrorismus Krieg führen, wir werden Beziehungen mit den Ländern, mit denen wir selbst das wollen, frei aufbauen, all das zum Wohl des syrischen Volkes.

Am Mittwoch wurde die syrische Regierung von den Aufständischen mit der Anschuldigung konfrontiert, chemische Waffen eingesetzt zu haben. Diese Anschuldigung wurde sofort von einer Reihe westlicher Führungen aufgegriffen. Was können Sie darauf antworten? Werden Sie es einer UN-Sonderkommission gestatten, eine Untersuchung dieses Vorfalls durchzuführen?

Die Verlautbarungen der Politiker der USA, des Westens und anderer Staaten sind eine Verhöhnung des gesunden Menschenverstandes und Verachtung gegenüber der öffentlichen Meinung ihrer Völker. Es ist Nonsens: erst gibt es Anschuldigungen, und erst dann sammelt man Beweise. Genau das macht das mächtigste Land – die USA. Anders gesagt, am Mittwoch wurden wir angeschuldigt, und erst zwei Tage später ließ die US-amerikanische Regierung verlauten, jetzt mit der Beweisaufnahme zu beginnen. Wie sollten sie denn diese Beweismittel sammeln, wo sie sich doch fernab befinden? Wir werden beschuldigt, die Armee habe chemische Waffen in einem Gebiet eingesetzt, welches angeblich unter der Kontrolle von Rebellenkämpfern stehe. Es gibt aber in diesem Gebiet keine definierbare Frontlinie zwischen der Armee und den bewaffneten Gruppierungen. Kann denn ein Staat chemische oder andere Massenvernichtungswaffen an einem Ort einsetzen, wo seine eigenen Truppen konzentriert sind? Das widerspricht der elementaren Logik. Aus diesem Grunde sind solche Anschuldigungen ausschließlich politischer Art, und Grund dafür ist eine Reihe von Erfolgen der Regierungskräfte gegen die Terroristen.

Was die Untersuchung von Kriegsverbrechen in Syrien angeht, so sind wir die ersten, die eine Untersuchung durch eine internationale Kommission gefordert haben. Als die Terroristen eine Rakete mit Giftgas auf Aleppo abgefeuert haben, und zwar kurz nach vielfachen Verlautbarungen des Westens, die Regierungstruppen seien bereit, chemische Waffen einzusetzen, haben wir eine Untersuchung durch ausländische Fachleute gefordert. Diese Position war mit Russland abgestimmt, wir wollten, dass die USA, Frankreich und Großbritannien sich selbst davon überzeugen, dass das nicht unser Werk ist, sondern dass unsere Feinde chemische Kampfstoffe einsetzen. Sie hätten sich anhand von konkreten Fakten davon überzeugen können, nicht nur anhand von haltlosen Anschuldigungen.

Im Verlauf der letzten Wochen haben wir mit der UNO über die Arbeit einer Kommission verhandelt, und schließlich sind die Fachleute zu uns gekommen (einige Stunden nach dem Interview wurde bekannt, dass die syrische Regierung und die UN-Kommission das gemeinsame Vorgehen bei der Untersuchung des angeblichen Einsatzes von Chemiewaffen abgestimmt haben – „Izvestia“). Das Ergebnis ihrer Arbeit wird der UNO vorgestellt werden.

Aber dabei wissen Sie natürlich, dass jedes beliebige Resultat nach dem Belieben einzelner Länder interpretiert werden kann. Wir erwarten deshalb ja auch, dass Russland es nicht gestatten wird, die Dokumente im Interesse der amerikanischen oder überhaupt der westlichen Politik zu interpretieren.

Nach Verlautbarungen der US-Führung und denen anderer westlicher Staaten der vergangenen Tage schließen es die USA nicht aus, eine Militärintervention gegen Syrien zu unternehmen. Nehmen Sie an, dass die USA genauso handeln werden wie im Irak, also dass sie nach einem Vorwand für eine Intervention suchen?

Es ist nicht das erste Mal, dass die Frage nach einer militärischen Intervention in Syrien aufgeworfen wird. Von Anbeginn der Krise haben die USA, Frankreich und Großbritannien versucht, eine Militärinvasion zu unternehmen, doch zu ihrem Unglück hat sich die Sache anders entwickelt. Sie haben versucht, Russland und China davon zu überzeugen, ihre Position im UN-Sicherheitsrat zu ändern, doch das ist nicht gelungen.

Sie konnten auch ihre eigenen Völker und die gesamte Welt nicht davon überzeugen, dass die von ihnen im Nahen Osten verfolgte Politik durchdacht und nutzbringend sei. Es ergab sich ebenso, dass die Lage sich hier von der in Ägypten und Tunesien unterscheidet.

Ein und dasselbe Szenario der „arabischen Revolutionen“ ist nicht mehr überzeugend. Sie können alle möglichen Kriege vom Zaun brechen, können aber nicht wissen, wie lange ein solcher Krieg andauern und auf welches Territorium er sich erstrecken wird. Sie haben begriffen, dass die Lage außer Kontrolle geraten ist.

Ein weiteres Hindernis für eine Militärinvasion ist, dass alle verstehen: was in Syrien vor sich geht, ist keine Revolution des Volkes, es ist nicht die Forderung nach Reformen. Es ist Terrorismus. Im Anbetracht dieser Tatsachen können die westlichen Führer ihren Bürgern nicht einfach sagen: „Wir gehen nach Syrien, um dort den Terrorismus zu unterstützen.“

Foto: Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (via Izvestia.ru)

Herr Präsident, womit werden es die USA zu tun haben, sollten sie sich dazu entschließen, Syrien anzugreifen oder gar in das Land einzudringen?

Die USA erwartet ein Fiasko, wie auch in all den Kriegen, die sie in der Vergangenheit vom Zaun gebrochen haben, angefangen von Vietnam bis hin zu unseren Tagen. Amerika hat sich an einer Vielzahl von Kriegen beteiligt, konnte seine politischen Ziele, um derentwillen diese Kriege begonnen wurden, aber kein einziges Mal erreichen. Die USA konnten ihren eigenes, aus vielen Nationalitäten bestehendes Volk nicht von der Rechtmäßigkeit dieser Kriege überzeugen, ebenso scheiterten sie immer daran, anderen Ländern ihre eigene Ideologie aufzuzwingen. In der Tat, mächtige Staaten können Kriege entfesseln, aber können sie auch siegen?

Pflegen Sie weiterhin Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin? Sprechen Sie telefonisch mit ihm? Falls ja, welche Fragen besprechen Sie mit ihm?

Mit Präsident Wladimir Putin verbinden uns langjährige Beziehungen, die lange vor der syrischen Krise entstanden sind. Von Zeit zu Zeit verständigen wir uns mit ihm. Es ist klar, dass man komplexe Fragen wie die syrische Krise nicht am Telefon besprechen kann. Die Beziehungen zwischen unseren Ländern werden derzeit von russischen Amtsträgern gepflegt, die uns hier besuchen, sowie auch von ihren syrischen Kollegen, die nach Moskau reisen.

Haben Sie vor, Russland in nächster Zukunft zu besuchen oder den russischen Präsidenten nach Syrien einzuladen?

Das ist natürlich möglich, aber mir scheint, dass es jetzt notwendig ist, alle Anstrengungen im Landesinnern zu konzentrieren, um die syrische Krise zu lösen. Wir verlieren jetzt täglich Menschen, doch wenn die Umstände sich bessern, dann werde ich selbstverständlich Präsident Putin besuchen oder ihn nach Damaskus einladen.

Um das Thema Russland fortzuführen: Sie wissen, dass Russland der Politik der USA und der EU in der syrischen Frage widersteht. Was wird passieren, sollte Russland diesem Druck stattgeben? Halten Sie eine solche Entwicklung für möglich?

Heute ist es notwendig, die russisch-amerikanischen Beziehungen nicht nur in den Positionen zur Krise in Syrien zu betrachten; es braucht einen weiteren Blickwinkel. Die gegensätzlichen Positionen zu Syrien sind nur einer der Widersprüche zwischen Ihren beiden Ländern. Mit dem Zerfall der UdSSR schien es den USA, dass Russland für immer vernichtet worden ist. Doch seit dem Ende der 1990er Jahre, seit Beginn der Präsidentschaft Wladimir Putins begann Russland allmählich zu erstarken und seine Positionen immer entschiedener zu verteidigen. Schließlich kam es zu einem neuen Kalten Krieg um politischen Einfluss. Die USA traten dabei an mehreren Fronten auf und versuchen vehement, die russischen Interessen in der Welt zu blockieren.

Das Ziel der USA ist es, die Rolle Russlands auf der internationalen Arena herabzusetzen, darunter auch durch Ausübung von Druck in der syrischen Frage.

Sie können fragen, aus welchem Grunde Russland Syrien unterstützt. Es ist sehr wichtig, diese Frage zu klären. Russland verteidigt nicht etwa den Präsidenten Baschar al-Assad oder die Regierung, denn das syrische Volk kann jeden beliebigen Präsidenten und jede beliebige Regierung wählen.

Russland verteidigt die Prinzipien, an die es sich seit mindestens hundert Jahren hält: die Prinzipien von Unabhängigkeit und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Russland hat selbst aus diesem Grunde vielfach gelitten.

Außerdem verteidigt Russland seine eigenen Interessen in der Region, und das ist sein gutes Recht. Diese Interessen beschränken sich nicht auf den Hafen von Tartous. Sie gehen viel tiefer: die Schläge der Terroristen gegen Syrien gefährden die Stabilität im gesamten Nahen Osten. Eine Destabilisierung wird auch für Russland Folgen haben. Die Führung Ihres Landes versteht das, ganz im Unterschied zu vielen Führungen westlicher Staaten. Was die kulturellen und gesellschaftlichen Fragen angeht, so dürfen wir nicht vergessen, dass es tausende russisch-syrische Familien gibt, die eine kulturelle und gesellschaftliche Brücke zwischen unseren beiden Staaten bilden. Würde Russland also schachern, so wäre das vor ein-zwei Jahren passiert, als das politische Bild noch unklar war. Zum heutigen Tage ist dieses politische Bild allen vollkommen klar. Wer damals nicht geschachert hat, wird das auch heute nicht mehr tun.

Gibt es Verhandlungen mit Russland bezüglich der Lieferung von Brennstoff, Waren und Waffen? Besonders möchte ich zum Vertrag über die Lieferung der S-300-Waffensysteme nachfragen – sind diese Ihnen bereits geliefert worden?

Natürlich kann kein Land zum Vorhandensein dieser oder jener Art Waffen oder zu den entsprechenden Lieferverträgen Verlautbarungen anstellen – das ist Teil des Staats- und Militärgeheimnisses.

Foto: Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (via Izvestia.ru)

Doch ich will sagen, dass alle mit Russland geschlossenen Verträge erfüllt werden. Weder die Krise, noch der Druck der USA, Europas oder der Golfstaaten haben ihre Erfüllung behindert. Russland liefert Syrien das, was für dessen Schutz und den Schutz seiner Bevölkerung notwendig ist.

Welche Hilfe erwartet Syrien von Russland: wirtschaftliche Hilfe oder Waffen? Plant Syrien, bei Russland um einen Kredit zu bitten?

Wenn die Sicherheit des Landes geschwächt ist, führt das ebenso auch zu einer Schwächung der wirtschaftlichen Lage. Dass Russland seine militärischen Verträge Syrien gegenüber erfüllt, wird zweifelsohne auch zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Syrien beitragen. Die russische Unterstützung unseres Rechts auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung hat von Anfang an unserer Wirtschaft geholfen. Eine Reihe von Staaten, die dem syrischen Volk entgegenstehen, hat der syrischen Wirtschaft ernsthaften Schaden zugefügt, in erster Linie aufgrund der Wirtschaftsblockade, unter der wir jetzt zu leiden haben. Russland hat vollkommen anders gehandelt.

Die politische Unterstützung durch Russland, ebenso auch die exakte Erfüllung der Rüstungsverträge ungeachtet des US-amerikanischen Drucks, hat unsere wirtschaftliche Lage merklich gebessert.

Was nun direkt die Wirtschaft anbelangt: jeder Kredit eines befreundeten Landes wie Russland ist für beide Seiten von Vorteil. Für die russische Seite kann das eine Erweiterung der Absatzmärkte und neue Perspektiven für russische Unternehmen bedeuten, für Syrien ist das die Möglichkeit, Mittel für die Entwicklung der eigenen Wirtschaft zu gewinnen. Und das alles noch ungeachtet der bestehenden, mit verschiedenen russischen Firmen geschlossenen Verträge über die Lieferung verschiedenster Waren.

Ich möchte nochmals bekräftigen, die politische Position Russlands und seine Unterstützung für Syrien schlagen sich positiv auf der Stabilität und dem Wohlergehen der syrischen Bürger nieder.

Könnten Sie auf die bestehenden, gültigen Verträge eingehen: betreffen sie Brennstoff oder Lebensmittel?

Die heutigen Wirtschaftssanktionen hindern die syrischen Bürger daran, Lebensmittel, Arzneimittel und Brennstoff zu erhalten. Das sind Waren des täglichen Bedarfs, die für das Leben notwendig sind. Und entsprechend soll das, was der syrische Staat derzeit unternimmt, indem er Verträge mit Russland und anderen befreundeten Staaten unterzeichnet, es gestatten, die Versorgungslage in diesem Bereich zu stabilisieren.

Um zur syrischen Frage zurückzukehren – wir wissen, dass Sie mehrmals hintereinander Amnestien verkündet haben. Was sind deren Resultate? Gibt es solche unter den durch Amnestie freigekommenen Aufständischen, die jetzt in den Reihen der Regierungskräfte kämpfen?

Ja, das ist richtig, und die Amnestie bringt positive Ergebnisse. Besonders, nachdem das reale Bild dessen, was in Syrien vor sich geht, allen klar geworden ist.

Viele unter den Rebellenkämpfern haben ihre Waffen niedergelegt und sind zu einem normalen Leben zurückgekehrt. Viele von ihnen sind auch auf die Seite der Regierung übergegangen. Die Rebellengruppierungen kann man in zwei Teile teilen: einerseits sind es solche, die sich von den Medien haben betrügen lassen, andererseits solche, die man durch Terrorandrohung dazu gezwungen hat, in die Reihen der Rebellenkämpfer einzutreten. Wir glauben deshalb immer daran, dass wir die Tür für solche geöffnet halten müssen, die von dem Weg abkehren wollen, den sie gegen ihre Heimat beschritten haben. Ungeachtet dessen, dass in Syrien viele gegen diese von der Regierung erklärten Amnestien waren, haben sie sich bewährt und die Spannung in der Gesellschaft abzubauen geholfen.

Herr Präsident, wen würden Sie als Ihren Hauptverbündeten bezeichnen, und wen dahingegen als Gegner? Die Beziehungen Syriens mit einigen Ländern gehen in der letzten Zeit in die Brüche – mit Katar, der Türkei und Saudi-Arabien. Wer trägt die Schuld daran?

Die Länder, die mit uns gemeinsam auf der internationalen Arena auftreten, sind Russland und China, auf regionaler Ebene ist das der Iran. Doch ich kann dazu sagen, dass es auf der Welt eine positive Entwicklung gibt: einige Länder, die einst radikal gegen uns eingestellt waren, haben ihre Position geändert, einige davon gehen daran, ihre guten Beziehungen zu Syrien wiederherzustellen. Es gibt auch solche Länder, die uns indirekt unterstützen.

Dann gibt es eine Reihe von Staaten, die die Terroristen in Syrien offen unterstützen – das sind Katar und die Türkei.

Katar ist der Sponsor der Terroristen, in der Türkei werden sie trainiert und von dort bekommen sie Korridore in unser Land hinein. Jetzt hat Saudi-Arabien Katar als Sponsor abgelöst. Saudi-Arabien ist ein Staat, der nichts als Geld besitzt, und jemand, der nur Geld besitzt, kann keine zivilisierte Gesellschaft aufbauen und den Frieden aufrechterhalten. Während also Saudi-Arabien als Hauptsponsor fungiert, so ist die Lage in der Türkei eine andere. Es ist sehr schade, dass man ein Land wie die Türkei mit einer Handvoll Dollar steuern kann. Leider ist es so, dass dieses große, eine strategisch wichtige Position einnehmende Land durch einen der Golfstaaten gesteuert wird. Dafür trägt der türkische Premierminister die Verantwortung. Natürlich trägt das türkische Volk, mit dem uns viele Gemeinsamkeiten und ein historisches Erbe verbinden, keine Schuld daran.

Was steckt hinter der Gemeinsamkeit der Positionen Russlands und Syriens – einzig geopolitische Interessen oder die Ähnlichkeit der beiden Völker, die ständig gegen Terrorgefahr anzukämpfen haben?

Es gibt in den russisch-syrischen Beziehungen sehr viele Berührungspunkte. Der erste davon wäre, dass Russland im Zweiten Weltkrieg unter einer Okkupation zu leiden hatte, und Syrien ist auch mehrmals okkupiert gewesen. Zweitens hat Russland, wie auch Syrien, unter einer Vielzahl von Versuchen einer äußeren Einmischung in seine inneren Angelegenheiten gelitten. Das dritte wäre der Terrorismus. Wir in Syrien verstehen sehr gut, wie das ist, wenn friedliche Zivilisten im Nordkaukasus von den Händen der Terroristen umgebracht werden, wir wissen, was die Geiselnahme in Beslan und im Musical-Theater „Nord-Ost“ in Moskau bedeutet haben. Auf diese Weise verstehen auch die Russen, womit wir es in Syrien zu tun haben, denn sie haben den Terrorismus am eigenen Leib spüren müssen. Deshalb glauben die Russen es auch nicht, wenn ein westlicher Amtsträger daherkommt und erzählt, es gäbe einerseits böse, und andererseits gemäßigte Terroristen. Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Russland und Syrien – das sind die gemischten Familien, die ich bereits erwähnt habe. Gäbe es keine kulturellen, gesellschaftlichen und mentalen Gemeinsamkeiten, so würde es solche Familien gar nicht geben, die unsere beiden Länder verbinden. Zu allem Gesagten möchte ich hinzufügen: es gibt geopolitische Interessen, von denen ich auch bereits gesprochen habe. Die Instabilität in Syrien und in der Region im Ganzen wird auch auf Russland Auswirkungen zeigen. Russland versteht sehr gut das, was Europa und der ganze Westen nicht begreift: die Gefahr durch den Terrorismus, der keine Grenzen kennt. Es wäre falsch anzunehmen, dass die Position eines solch großen Landes wie Russland einzig auf einem oder zwei Prinzipien beruht.

Was erwarten Sie von der Genf-II-Konferenz?

Die Mission der Genfer Konferenz ist es, eine Grundlage für eine politische Beilegung in Syrien vorzubereiten. Allerdings können wir keinen Dialog in politischer Richtung beginnen, sofern die ausländische Unterstützung des Terrors anhält. Das, was wir von Genf erwarten, ist Druck auf diejenigen Länder, die den Terrorismus in Syrien unterstützen. Sie müssen den Waffenschmuggel und das Entsenden von Söldnern und Terroristen zu uns einstellen. Sobald das passiert, wird es viel einfacher sein, einen politischen Dialog unter allen syrischen Parteien über die Zukunft des Landes, der Gesetzgebung und die Verfassung in Gang zu bringen.

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  • Franz

    THX!

  • Vielen Dank für diese Übersetzung!

  • Warum wird das Interview nicht in öffentlich rechtlichen Medien wiedergegeben?
    Dumme Frage, ich weiß warum…

    • Es ist ein Exklusivinterview für eine große russische Zeitung. Es wurde erst am heutigen Morgen publiziert. Ich glaube, die sind nicht so schnell in der Übersetzung wie ich… :D In diversen englischsprachigen russischen Medien (RT, RIA) sind Teile davon bereits veröffentlicht worden.

    • Anonymous

      Vielen Dank apxwn!
      Erstaunlich immer wieder, wie besonnen, logisch und einfach Präsident Assad politische Zusammenhänge erklärt.
      Nach dem Interview besteht eigentlich kaum Zweifel, dass Syrien und Russland ein Block sind.

      Dike

    • Anonymous

      Vielen Dank für die Übersetzung. Wer nun noch immer von „irre“ redet, auf den mag das ja zutreffen.

      Wie immer man auch zu diesem Land steht, unvoreingenommen betrachtet gibt es nur eine Seite auf der Russland derzeit zu finden ist, die helle Seite der von der Internationalen Gemeinschaft völkerrechtsgesetzlich geschützten Freiheit der Selbstbestimmung, wohin selbstverständlich alle Menschen eingeladen sind sich hinzuzugesellen. Mögen sich manche auch noch so abmühen die Tatsachen zu verdrehen, jenseits davon ist nichts als die finstere Dunkelheit der wie 1939 begangenen schwersten Menschheitsverbrechen des Aggressionskrieges.

      Wer einige der in russischer Sprache verfassten Kommentare unter manchen YT-Videos übersetzt wird feststellen, dass viele der Menschen in Russland, die zwei und zwei zusammenzählen können, durchaus wissen, wohin demnächst zuerst die „Facebook-Revolutionäre“ als sog. „Treibmittel“ und dann die islam- und menschenverachtenden Al Kaida-Terroristen als sog. „Verbrecher“ http://jghd.twoday.net/stories/syrien-details-einer-verschwoerung/ geschickt werden, um auch dort im Sinne ihrer faschistisch-großkapitalistischen Herren und ihrer verstandesverschlossenen Programmierung entsprechend, brutalen Totalitarismus, unbeschreibliches Leid und absolute Zerstörung zu verbreiten, sollten sie in Syrien an die Macht gebombt, versammelt, ausgebildet und bewaffnet werden können. – Später dann überall hin.

    • Anonymous

      es gab vor kurzem auch ein ausführliches Assad interview: in der FAZ.

      Die Leser waren überwiegend dankbar und erfreut, dass
      die FAZ das ermöglicht hat.

      Syriens Machthaber Assad im F.A.Z.-Gespräch „Europa wird den Preis für Waffenlieferungen zahlen“

      In einem exklusiven Interview mit der F.A.Z. warnt Syriens Präsident Assad vor einem Export des Terrorismus nach Europa. Assad spricht über Waffen für die Rebellen, den Einsatz von Giftgas, die Rolle ausländischer Mächte und die Genfer Konferenz.
      Das war am 17.6., leider ist das Lesen vergangener Artikel seit kurzem,ohne obulus(2,- Euro), nicht mehr möglich.

  • Anonymous

    Wow.
    Doch so einfach.
    Dann lasst das syrische Volk doch wählen.
    Diesmal frei wählen lassen. Sonst wird es langweilig

    • Anonymous
    • Anonymous

      Zustimmungswerte: selbst laut US-CIA 77 % Tendenz steigend, laut US-NATO 70 % Tendenz steigend und 2014 sind Präsidentschaftswahlen. Wer da wohl gewinnt?
      Diesmal anerkennen, sonst wird es langweilig :)

    • Anonymous

      Woher diese Informationen? Sind diese verlässlich?

      http://www.dw.de/meyer-us-milit%C3%A4reinsatz-in-syrien-w%C3%BCrde-al-kaida-st%C3%A4rken/a-17042719?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

      Wundert etwas, das 77% hinter Assad stehen wenn das so zu verstehen ist und die Tendenz steigend ist.

      Markus

    • Anonymous

      @ Markus

      Das ist nur dann verwunderlich, wenn man sich bislang vorrangig auf westliche Medien verlassen hat. Diese verbreiten nämlich seit 2011 keine objektiven Informationen mehr, sondern ein kontinuierliches Propaganda-Bombardement. Es ist wie bei Libyen und anderen Opfern der Westlichen Terrorgemeinschaft. Wenn man die Presse vor und nach dem Beginn der Medienoffensive ansieht, wird das offensichtlich.

      Ob die Zustimmung zu Assad steigt, weiß ich nicht, aber das ist auch belanglos. Viel wichtiger ist die Information, dass die Mehrheit immer hinter Assad stand.

    • Anonymous

      Markus, die 77 % Tendenz steigend stehen hinter Syrien. Warum wohl?

      Die Syrer sagen, dass sie von außen angegriffen werden, nach über 1000 Terroranschlägen, andere sagen das schon nach 4 Terroranschlägen.

    • Anonymous

      Als ob man auf einem Pro Assad Blog wie diesen, echte Belege von der US-CAI von 77% und US-NATO von 70% hätte. Bitte her damit?!
      Es mag sein das vielleicht 77% gegen den Giftgaseinsatz und die Verbrechen des Assad Regimes sind, das wäre weitaus glaubwürdiger. Irgend etwas wahres wird womöglich schon an so einer Propaganda sein, da meist ein Hauch wahrheit bei jeder Propaganda ist. Günter Mayer ein Orient-experte behauptet im Verlinkten Artikel, das die Mehrheit der Syrer gegen das Regime ist und eine Intervention begrüßen würde, was eine realistische Einschätzung sein sollte.
      Ich würde sagen das ist ein himmelweiter Unterschied zu diesen Behauptungen, sie könnten diese ja belegen.
      Syrien bestehe für sie wahrscheinlich nur aus Assad und seiner Bande, wenn es danach gehen würde, dann ist das Land ziemlich klein. Den Terror hat sich Assad auch selbst zuzuschreiben er hat in Jahrelang gezüchtigt und durch sein falsches reagieren auf den Konflikt so erst haben entstehen lassen.
      Eltern haften für ihre Kinder. Der Syrische Konflikt war auch nicht immer ein von ausländischen Kämpfern angefachter, sondern ist schon ein innersyrischer Konflikt der von Außen unterstützt wurde ebenso wie auf der Regimeseite von Außen mitgewirkt wurde. Von daher tragen Russland, China und Iran eine Verantwortung für den Giftgaseinsatz und der Eskalation, da sie ihre Marionette Assad nicht zum Rücktritt bewegt haben um die hunderttausend oder weit mehr Opfer zu vermeiden.

      Markus

    • Anonymous

      Nein Assad ist keine Marionette er sollte wissen was er in Syrien angerichtet hat. Auch sollte er wissen wie er den Konflikt ohne Waffengewalt beendet als Staatsoberhaupt.
      gruß Markus

    • habkind

      @Markus
      hier noch einmal die Angaben bzgl. der Zustimmung der syrischen Bevölkerung zu Assad:
      http://www.worldtribune.com/2013/05/31/nato-data-assad-winning-the-war-for-syrians-hearts-and-minds/

      http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/15248-Geheime-NATO-Studie-Prozent-der-Syrer-sind-Assad.html
      ——-
      Markus, diese Umfragen fanden vor dem Giftgasanschlag statt, etwa 1.Quartal 2013.

    • Anonymous

      Assad hat keine 50% hinter sich laut Professor und Orientexperten Günter Meyer. Die Mehrheit würde eine Intervention begrüßen. Dieser Experte ist auch von den Pro Assad Leuten viel zitiert.
      http://www.dw.de/meyer-us-milit%C3%A4reinsatz-in-syrien-w%C3%BCrde-al-kaida-st%C3%A4rken/a-17042719?maca=de-rss-de-all-1119-rdf
      Also glauben sie wahrscheinlich selbst nicht was sie hier den Lesern aufbinden wollen. Oder?
      Wenn man diese unbekannten Zeitschriften glauben schenken will die sie verlinkt haben, dann wurden die Daten von irgend jemand an die Nato weitergegeben, also nicht dort erhoben, kann also ebenso eine E-Mail von pro Assad Leuten an einer Kontaktemailadresse sein. Es ist vielleicht möglich das 70% endlich ruhe und frieden möchten und keine andere Möglichkeit sehen als den Staat zu stützen, aber das heißt noch lange nicht das sie hinter Assads und der Politik des Regimes stehen. Ich denke Assad hatte nie eine Mehrheit für diesen Kampf und dieser wird nur von der Staatsmacht getragen. Was das Volk will wurde nie gefragt.
      Wie wäre denn ein Volksentscheid über die Zukunft Assads im Exil oder ob er zu Neuwahlen zugelassen werden darf? Das dürfte kein Problem sein, aber selbst dann wird man vermutlich die Ergebnisse verfälschen.

      Markus

    • Most Syrians back President Assad, but you’d never know from western media

      Assad’s popularity, Arab League observers, US military involvement: all distorted in the west’s propaganda war

      http://www.theguardian.com/commentisfree/2012/jan/17/syrians-support-assad-western-propaganda

  • Anonymous

    Vielen Dank!
    Schön, dass das Blog wieder lebt !
    LG Jowi

  • An Anonym, 15:14 Syrien braucht momentan keine Wahlen. Der Präsident hat zu Recht gesagt, dass Syrien den Entzug der Unterstützung der Terroristen durch die bekannten Länder, USA, England, Frankreich, Türkei, natürlich zuerst Israel braucht. Dass diese Länder da nicht mitmachen werden ist zu erwarten. Also dann müssen die Terroristen erst mal aus Syrien verjagt werden. Natürlich auch eine schwierige Sache. Ich drücke den Syrern den Daumen.

  • Dank auch von mir für die schnelle Übersetzung.
    Es wurde übernommen als Zusatz zu „Kriegskartell des Westens zum Äußersten entschlossen – Cartel of war of the West decided to extremes“ in offener Gruppe ‚Stop Big Brother‘ der Facebook-Alternative Friendica.

    [Link unter meinem Namen zu Gruppe; oder für Interessenten Link nur zum Beitrag http://soz-net.neue-mitte-mv.de/display/stop_big_brother/19596?f=&redir=1

    Anmerkung: die vielen Kontakte der Gruppe erstrecken sich über viele Server des Friendica-Netzwerkes; selbstverständlich könnte auch apxwn einen eigenen Server starten, ich könnte auch behilflich sein. Die Daten von Registrierungen liegen dabei immer nur auf dem jeweiligen Server. Ausgetauscht werden nur Beiträge. Open Source, kostenlos]

  • Anonymous

    Ich auch: Danke für die schnelle Übersetzung!!! SoKo

  • Enis

    Diese Kannibalen haben den entführten alawitischen Kleriker unterdessen getötet!

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=556869127696206&set=a.204789942904128.47580.196553207061135&type=1&theater

    Ich möchte mich verabschieden und werde mich zurückmelden, falls wir den Angriff überleben.

    Diese Welt wird keine Ruhe finden, solange dieses „auserwähltes Übel“ nicht bald von ihrem Messias erlöst wird.

    Sie können uns zerbomben, doch unsere Seele und unser Herz werden sie niemals gewinnen.

    Viele liebe Grüsse an euch, die wahren Freunde Syriens und danke für eure Unterstützung. Bitte betet für dieses Land.

    Unsere Seele unser Blut für Assad und Syrien.

    • kaumi

      Enis,

      noch ist der tödliche Sturm nicht losgegangen. Aber in letzter Zeit muss ich oft an das alte arabische Sprichwort denken: „Isa ma btikbar, ma btisghar“ – wenn es nicht groß wird, wird es nicht wieder klein!
      Soll heißen: So (!) kann es unmöglich weitergehen. Selbst wenn die Hyänen nicht offenkundig losschlagen, sterben täglich Dutzende Menschen, zum großen Teil wahllos. Vor 2d verloren Freunde von mir Cousine und Ehemann, die nach einer Geburtstagfeier in ihrem Auto erschossen wurden (Region Wadi Al Nasara).
      Vielleicht muss die Region brennen, damit sich Syrien endgültig befreien kann. Ich weiß auch nicht und bin sehr traurig.
      Der Nato-Usrael-Fraktion gehört mal ein göttlicher Stoß, der sie tief trifft und deren schlafender Bevölkerung die Augen öffnet. Ein Frevel, wie sich die Camerons, Fabius` und Co gebärden dürfen ohne einen auf die Schnauze zu bekommen!

    • Enis

      Achi Kaumi,

      ahala ma’quwais! bil mi’ya tasha-u-tash’in yi7acamo ala’watan.

      Allah yi’kun mahak u yi7faz gha’iltak. allah yin’sar watan’a al ghali u jeysh al arabi souri. Dal bi cheyr u salama. Sa’allam lakul Hums al bas’el. Nahna wahed min Liwa ila Latquieh, min Sham ila Deraa, min Hama ila Tartous, min Hums ila Halab!

      Allah ma’ak.

    • habkind

      @Enis, hier wird nicht aufgegeben. Wenn das die Soldaten in Syrien nicht, brauchen wir das erst recht nicht zu tun.
      Noch muss noch mehr auch auf den anderen Blogs – besonders auf denen, die für einen Krieg und gegen die Einheit Syriens sind – von uns kommnetiert werden. Denn auf diesem Blog hier sind wir doch alle so ziemlich einer Meinung – aber wir müssen die Meinung der änderen, die glauben, durch einen Krieg gegen Syrien würden sie den Menschen dort helfen. Die müssen wir erreichen und deren Meinung müssen wir durch Argumente beinflussen.
      Dazu, Enis, wirst auch du gebraucht.
      Deswegen kannst du dich nicht zurück ziehen, deine Meinung und dein Eifer werden geschätzt und gebraucht.

    • Anonymous

      Ich finde es beschämend, dass wir es in Deutschland und Europa nicht schaffen, auf der Straße zu sein, dass wir ohne Widerstand das Unrecht geschehen lassen.
      Ekel, Ungläubigkeit und Hass erfasst mich, wenn ich mir die zynischen Lügen der Journalisten und Politiker anhöre, sie sind eine Zumutung und nicht zu ertragen.
      Assad ist ein beeindruckender Staatsmann, argumentiert sachlich und logisch und ohne Schnörkel.
      Enis: Beten ist mir nicht gegeben, aber ich denke täglich an Euch, an Syrien, an die Menschen, an meine Freunde. Wir wissen nicht, was geschehen wird, aber wir warten hier auf dich. Dein Gott möge dich und die vielen anderen schützen.
      Soja K.

    • Anonymous

      @ Enis

      Es gibt auch ein paar gute Nachrichten. Italien hat seine Nato Partner aufgefordert, sich einen Angriff auf Syrien 1000 Mal zu überlegen. Der Irak hat gesagt, dass der irakische Luftraum für einen Krieg gegen Syrien nicht zur Verfügung steht. Der Sultan von Oman ist im Iran und man munkelt, dass er eine Nachricht mitbringt. Und der ehemalige Botschafter der USA im Libanon Jeffrey Feltman ist ebenfalls! Im Iran gewesen. Feltman soll zu seinen Zeiten als Botschafter in Beirut gemeinsam mit Bandar Ibn Sultan Pläne zur Beseitigung von Präsident Assad geschmiedet haben. Was oder wer treibt ihn jetzt in den Iran?
      Ich war gestern auch sehr niedergeschlagen. Und heute kam nochmal die unsägliche Ansprache von John Kerry. Der stellt sich hin und lügt, dass sich die Balken biegen. Hoffen wir, dass das nur Theaterdonner ist und die Supermacht bäumt sich noch ein letztes Mal auf, bis sie auf Miniformat gestutzt wird. Nicht vergessen, Hochmut kommt vor dem Fall.

      Dike

    • ISKANDER

      Der stellvertetende Generalstabschef der iranischen Armee, General Massoud Jazayeri warnte Amerika (das Imperium), diese ROTE LINIE (eine offene Intervention) zu überschreiten und warnte vor HARTEN KONSEQUENZEN.
      Quelle; https://www.facebook.com/HNN.english/posts/431903590247234
      Dies bedeutet m. E.die Ankündigung des „Bündnisfalles“.
      Das Imperium ist schwächer als wir alle glauben. Es ist militärisch gestutzt und lebt vom Säbelrasseln.
      Es kann unmöglich einen Krieg gegen IRAN/Syrien mehr führen. Allenfalls drohen.
      Russland wird ohnehin nicht zusehen wie Amerika Syriens Volk überfällt. Schon aus Eigennutz und strategischer Intelligenz.
      Jetzt ist die Stunde, in der die freien Staaten der Welt ihre Bajonette gegen das Imperium wenden sollten um ihm zu zeigen wie sich Krieg im eigenen Land anfühlt.
      Möge das Imperium zugrunde gehen an seiner eigenen Politik, zerfallen und in unbeschreibliches Chaos versinken, es wird die Welt und die Völker freier machen. Möge jener Geist, den das Imperium in unersättlicher Arroganz und Gier beschwor, sich nun gegen sich selbst richten und dieses System zur Richtstatt der Geschichte führen.
      Mögen alle Plagen dieses Land heimsuchen und bescheiden machen. Verflucht sei dieses Reich des Satans.

    • habkind

      @ Enis, hier wird nicht aufgegeben. Stell dir vor, die mutigen Soldaten in Syrien würden jetzt auch verzagen und aufgeben. Dann wäre alles um sonst gewesen. Stattdessen kämpfen sie weiter – zu recht, denn es geht um ihre (letztendlich auch um unsere) Freiheit.
      Und wir hier im Trockenen müssen auch kämpfen – in den Blogs, auch in den Blogs der Gegner, denn diese müssen wir überzeugen. Auf diesem Blog hier brauchen wir doch keinen mehr überzeugen, hier holen wir uns die nötige Stärkung, Mut und neue Nachrichten.
      Aber Bekämpfen müssen wir die Ignoranz und das Unwissen auf anderen Blogs und Kommentarseiten (ARD, Spon, ZDF etc.).
      Und da wirst auch du gebraucht, mit deinem Eifer und deinem Enthusiasmus.
      Deshalb: aufgeben gilt nicht, weiterkämpfen heißt die Devise, jetzt um so mehr.
      Bleib deswegen bei uns.

    • Franz

      Aber Bekämpfen müssen wir die Ignoranz und das Unwissen auf anderen Blogs und Kommentarseiten (ARD, Spon, ZDF etc.).

      so sieht es aus!

    • Comrade John

      Nun lasst mal den Enis Enis sein, es wird schon einen Grund haben. Nur weil er derzeit nicht mehr schreiben will, heisst das ja nicht, dass er aufgegeben hat.

      @ Enis
      Mach’s gut, lieber Freund.

      Es wird Dich freuen zu erfahren, dass Syrien in der Region noch Verbündete hat, die wirklich zu ihm stehen.

      Mehr als jedes andere arabische Land hat Syrien getan für seine palästinensischen Verwandten, und übel wird es ihm heute von ihnen vergolten. Nicht so die PFLP-GC, die prinzipienfest an ihrer Gründungscharta festhält u. erneut unerschütterliche Treue gegen Syrien erklärt:

      „Die Interessen derer in der Region, die an der Aggression gegen Syrien teilnehmen, werden legitime Ziele sein.
      Wenn Syrien angegriffen wird, dann werden auch wir angegriffen. Wir und Syrien stehen in derselben Allianz des Widerstandes.
      Wir werden den Krieg an der Seite Syriens führen.
      Jene die der Schlacht fernbleiben sind Verräter und ein Teil der Aggression.“

      https://now.mmedia.me/lb/en/nowsyrialatestnews/palestinian-group-pledges-response-to-any-attack-on-syria

      Der Ami-Journalist Robert Lindsay hat auf seinem Blog der PFLP-GC eine kl. Liebeserklärung gemacht; sehr dynamisch ist das eingebettete ANNA News-Video.
      http://robert-lindsay.blogspot.de/2013/06/pflp-gc-battling-syrian-rebels-in.html

    • Die Nation Syrien wird bedroht, vor allem der Umstand, dass viele europäische Staatenlenker sich in verbrecherischer Manier auf eine „gemeinsame Reaktion“ gegen Syrien einigen, während die USA sich (zum Schein) bedächtig zeigen, zeigt die Stunde an, die bevorsteht. Obama hat aus dem Feldzug gegen Libyen gelernt. Wieder soll es so geschehen, dass nach angezetteltem Blutbad die Vereinigten Staaten offiziell in die zweite Reihe gehen und ihre europäischen/zionistischen Bluthunde, die Bisse führen. Drecksarbeit sozusagen. Das Spiel: Guter Polizist, böser Polizist, hat begonnen.
      Doch die Menschen in Syrien, die Soldaten der SAA, sollen wissen, dass sie in dieser Stunde der nationalen Bedrängung nicht allein sein werden! Wir werden nicht nur beobachten und kommentieren. Denn der Verteidigungskampf der SAA ist nicht nur ein Kampf zur Erhaltung der syrischen Souveränität. Es ist auch ein Kampf gegen den globalen Imperialismus mit europäischen und nordamerikanischer Wurzeln. Diese Form eines alle Menschen verachtenden faschistoiden Militär- und Finanzkartells bedroht uns alle! Es geht auch um unsere physische wie geistige (Rest)Freiheit und Zukunft unserer Kinder.
      Die Barbaren werden nicht obsiegen. Nicht weil das Gute über das Böse herrscht. Dafür gibt es leider millionenfache gegenteilige Kenntnis. Die Vertreter der Agitation werden zu Grunde gehen, trotz dessen sie ihre unverschämten Lügen stündlich in den Nachrichtensendungen verbreiten, weil sie krank und schwach geworden sind.
      Ihre Krankheit ist die Maß- und Zügellosigkeit und ihre Schwäche ist die vermeintliche militärische Stärke. Waffen können töten, aber niemand kann mit Waffen echte Freunde und Verbündete gewinnen. So haben sich dem großen Tier nur Vasallen und Günstlinge angeschlossen. Diese Phalanx des Bösen ist gerade dabei, sich gegenseitig zu fressen. Ihre Krankheit ist bereits im fortgeschrittenen Stadium. Und währenddessen reichen sich alle aufrechten und wachen Bürger/Innen dieser Welt (virtuell) die Hände zum Schwur: „Niemals mit uns und immer füreinander!“
      Freiheit und Würde sind nicht teilbar. Gleich wie der Einzelne sie bewertet, als kleines Boot oder großen Dampfer. Die kleinste Lücke, die kleinste Verletzung, ist der Beginn des steten Untergangs.
      Wir wollen aber nicht untergehen und werden es auch nicht. Viel steht noch bevor. Wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine von Knechten befreite Welt zeigen können, Freunde (auch in Syrien) besuchen, und mit ihnen Glück und Leid, Gegensätze und Interessen teilen.

    • was ist denn die PFLP-GC, hat die überhaupt sowas wie batallione? noch ist dieses instrument jedenfalls nutzlos geblieben. ich fürchte auf die palästinenser im gesamten kann man sich nicht verlassen.

    • ISKANDER

      @WalterMandl:
      Schön hast du es ausgedrückt, einfach großartig!
      Danke.

    • Comrade John

      @ Sown
      „PFLP-GC“

      Ich habe nichts über [ausschlaggebende] Bataillone geschrieben sondern von Freundschaft und Treue. Siehe dazu auch:
      http://apxwn.blogspot.de/2013/08/fur-nichts.html?showComment=1377298937387#c947315540842742797

      Diese Palis sind die besten. Sie kämpfen heute in Syrien, und morgen werden sie zusammen mit Hisbollah in Libanon kämpfen wenn es nötig ist. – Im Gegensatz zu den PLO-Verrätern, die aktuell unter der Aufsicht von US-Kerry wieder in „Friedensgespräche“ mit Israel eingetreten sind u. sich dort zum 100. Mal in ihrer Geschichte verarschen lassen.
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/829669.trotz-friedensgespraechen-israel-baut-neue-siedlungen.html

    • Comrade John

      @ Dike
      „Es gibt auch ein paar gute Nachrichten.“

      In der Tat, signifikante Fortschritte der SAA gibt es in Raum Damaskus (Bezirk Goutha), Aleppo (Stadt; besonders Bustan al-Qasr u. Saif al-Dawlan), Provinz Homs (Krak de Chevaliers) uvm.

      Eine ägyptische Militärdelegation ist oder war in Damaskus, man sprach über den gemeinsamen Kampf gegen die Muslimbruderschaft; und Ägypten drohte den USA jüngst an, es werde sich mehr an Russland anlehnen.

      Andererseits scheint es in der syrischen Führung auseinanderlaufende Tendenzen zu geben. Die Luftwaffe hat neulich klar erklärt, man werde einem Waffenstillstand mit den Terroristen in Damaskus nicht zustimmen. Fakt ist, es gibt jetzt einen Waffenstillstand in dem Gebiet, wo die UN-Kontrolleure auftreten. Und die Banden nutzen das gleich aus um sich taktisch umzugruppieren; und sie streichen den UN-Leuten um den Bart u. erzählen ihnen storys. Auch der Beschuss der UN-Kontrolleure durch Sniper wird bereits propagandistisch gegen die Regierung ausgewertet (habe das so „kommen“ sehen).
      Quellen: http://urs1798.wordpress.com/

      Die US-Drohung ist absolut ernstzunehmen. Über Russland, Iran, (China) hatte ich geäussert, bei der Meinung bleibe ich – leider. Habe div. englischsprachige Medien Chinas durchgesehen u. nirgends einen Hinweis gefunden, dass China viel für Syrien tun wird, wenn der Ernstfall da ist. Ein Blick auf Xinhua sagt alles:
      http://www.xinhuanet.com/english/

      Das Gespräch Assads mit Iswestija kann mich nicht beruhigen (ich vermisse dort auch eine klare militärische Perspektive für die laufenden Kämpfe in Syrien), ebenso Lawrows Erklärung lt. Sana u. RIA, Russland verspüre „keinen Wunsch gegen irgendjemand zu kämpfen“. Das wirkt auf mich wie eine Ankündigung dem US-Überfall zuzusehen.
      http://de.ria.ru/zeitungen/20130827/266748054.html

      Hoffentlich behalte ich nicht recht u. täusche ich mich.

  • Anonymous

    Guter Mann, gutes Interview… einzig die Stellungsnahme zu der Rolle unserer Marionettenregierung in Deutschland fehlt ein wenig. Schließlich wird ein, von den NSSA ( Nationalsozialistische Staaten von Amerika ) und seinen Handlangern in Europa und am Golf, schon seit 2 Jahren gewollter Angriffskrieg, vor allem von Deutschem Boden aus geführt werden. So wie bei den Angriffskriegen gegen Afghanistan, Irak und Lybien.

    Schließlich sind wir ja nichts weiter als ein seit 70 Jahren besetzter und gesteuerter Vasall der Amis und deren Handlanger… Wir sollten vielleicht zuerst gegen diese Tatsache etwas unternehmen, um hoffen zu können, nicht länger diese dumme Gräuelpropaganda durch unsere Massenmedien und Politiker-Schauspieler ertragen zu müssen, die Angriffskriege (den Terrorismus) der NSSA nicht länger zu unterstützen und endlich auch mal wieder ein selbstbestimmendes, unabhängiges Land zu sein, wie Syrien oder Russland…

    In diesem Sinne, alles Gute für die Bürger und Soldaten Syriens. Gebt nicht auf!

    MfG Tobias

  • Nobilitatis

    Wieder ein gutes Interview. Wenn er den Krieg überlebt, wird er eine globale Autorität. Danke für alle, die uns diese Informationen zugänglich machen.

    Diesen Artikel über die Strategie der Terror-Planer fand ich erhellend:
    http://nsnbc.me/2012/06/04/nato-special-forces-in-syria-now-official/

  • Anonymous

    Danke.

  • Was sollen diese absurden Forderungen nach Zurückhaltung? Wie viele Menschenleben sollen diesem Tyrannen Assad noch zum Opfer fallen? Der Werdegang der syrischen Revolution ist glasklar und nicht von der Hand zu weisen. Mit allen Mitteln muss dieser Diktator schnellstmöglich von der Landkarte beseitigt, mit Hilfe den moderaten Oppositionellen eine schlagkräftige Armee samt Sicherheitsapparat und Exekutive aufgebaut, die Al-Nusra, Al-Qaida und andere extremistische Gruppierungen aus dem Land verbannt werden. Direkte Friedensbemühungen mit Israel und den anderen Nachbarländern müssen angestrengt werden. Es ist längst Zeit zu handeln. Unsere Zurückhaltung tötet und verlieh in der Vergangenheit Assad zu massiven militärischen Aktionen – auch gegen die Zivilbevölkerung. Damit muss endlich Schluss sein!

    • Anonymous

      Ah, die Kavallerie :)

      Ein gutes Zeichen, denn dann verbreitet sich gerade das Interview überall.

    • Franz

      Der Blog wird auch von einem Hr Hörstel empfohlen :)

    • Anonymous

      Stargiant hat sich noch nicht gefragt, ob er auch nur einen Krieg der letzten 25 Jahre nennen kann, in den er nicht hineingelogen wurde, deshalb hat er auch diesmal noch einige Fehler gemacht. Hier die Berichtigung:

      Was sollen diese absurden Forderungen nach Zurückhaltung? Wie viele Menschenleben sollen diesen NATO-Terroristen noch zum Opfer fallen? Der Werdegang des Propaganda- und Terrorkrieges ist glasklar und nicht von der Hand zu weisen. Mit allen Mitteln muss dieser auslandsgeführte Terrorismus weiter schnellstmöglich beseitigt und mit Hilfe der schlagkräftigen Armee samt Sicherheitsapparat und Exekutive die Al-Nusra, Al-Qaida sowie andere extremistische Gruppierungen aus dem Land verbannt werden. Direkte Friedensbemühungen werden leider von Israel und den anderen Nachbarländern blockiert. Es ist längst Zeit zu handeln. Unsere Beteiligung am Propaganda- und Terrorkrieg tötet und ermöglichte in der Vergangenheit den im Ausland angeworbenen, ausgebildeten und bewaffneten Verbrechern massive terroristische Aktionen – vor allem gegen die Zivilbevölkerung. Damit muss endlich Schluss sein!

    • Anonymous

      Gleich als ich las (Stargiant) dachte ich, das kann nur ein Israeli sein. Also Kavallerie!!

    • @Stargiant
      Mitleid und Empörung kommt auf, wenn man Ihre Zeilen liest. Mitleid ob Ihrer Unkenntnis der wahren Hintergründe und Empörung über soviel Niedertracht!
      Wenn Sie meinen: „der Diktator müsste schnellstmöglich von der Landkarte beseitigt werden“, zeigt das nicht nur ein Bild eines im günstigsten Falle unkundigen Bürgers. Sie sollten wissen, dass Diktatoren nicht auf Landkarten stehen sondern Territorien, die von Gesellschaften bewohnt werden. Eine Löschung Syriens von der Landkarte sieht die verbrecherische westliche „Weltengemeinschaft“ tatsächlich vor. Teilen und Herrschen ist ihre Devise. Bei diesen Teilungsoperationen sterben Abertausende unschuldige Menschen in Folge Bombardierung der Infrastruktur und anschließender Implementierung der Terrorherrschaft seitens der Koalitionen der Hungrigen!
      Also, entweder sind Sie strohdumm oder ein überzeugter Anhänger faschistoider Systeme. In jedem Fall haben Sie dringendsten Handlungsbedarf!

  • LeChevalier

    ALLAH YINSIRAK YA BASHAR

  • Anonymous

    Herr Assad spricht immer wieder von DEM syrischen Volk (dass er glaubt zu vertreten). Da stellt sich die Frage, ob es dieses überhaupt gibt, und Herr Assad nicht nur die Alewiten vertritt und diese die letzten Jahre zumindest bevorteilt hat. Das Problem der meisten revoltierenden nahöstlichen Staaten ist doch dass es nicht ein Volk mit einer Kultur ist, sondern ein von kolonialen Imperialisten gezogenes Territorium mit unterschiedlichen Ethnien die sich nun verfeindet gegenüber stehen wegen ethnologisch einseitigen Diktaturen der letzten Jahrzehnte in denen die anderen Ethnien unterdrückt wurden.
    Was vlt als Revolution aus dem Volk begonnen hat, hat sich zu einem unübersichtlichen Terror-Tourismus in Syrien ausgeweitet, in dieser Form dürfen die revolutionären Terroristen vom Westen auf keinen Fall unterstützt werden, das weiß auch Obama.

    Herr Assad argumentiert in diesem Interview zwar intelligent rational ohne große Polemik, was aber nicht heißt, dass seine Sicht uneingeschränkt korrekt oder glaubwürdig ist.
    Wieso verschiebt er mögliche Reformen auf einen weit entfernten Sieg im Krieg, statt sie gleich anzugehen und so auf die Revolutionäre aus dem eigenen Volk zu zugehen und die Terroristen auszugrenzen und ihnen die Legitimation zu nehmen?

    Der Westen andererseits sollte sich endlich von dieser arroganten einseitigen Schwarz/Weiß Politik verabschieden, auf den Iran zugehen und die Russen ins Boot holen statt sie auszugrenzen und an den Rand zu drängen. Statt das Ende des kalten Krieges als Chance zu nutzen wurde Russland arrogant ausgegrenzt und neue Gräben gezogen die dem Extremismus und Nationalismus in die Hände spielten.

    • habkind

      Merkel würde Luftsprünge machen, wenn sie die gleichen Zustimmungsraten der Bundesbürger hätte, wie es Assad zur Zeit hat. Ich habe den Kommentar eines Kommentators von weiter oben hier noch mal kopoert:
      ————–
      Anonym26. August 2013 22:44

      Zustimmungswerte: selbst laut US-CIA 77 % Tendenz steigend, laut US-NATO 70 % Tendenz steigend und 2014 sind Präsidentschaftswahlen. Wer da wohl gewinnt?
      Diesmal anerkennen, sonst wird es langweilig :)
      ———-
      Und das sind nicht die Angaben der Regierung Assads, sondern die der CIA bzw. der Nato.
      Die Alewiten machen gerade mal ca.10% der Bevölkerungs Syriens aus. Es stehen also mehr Sunniten hinter Assad als es Alawiten in Syrien überhaupt gibt.
      Reformen hat er übrigens eingeleitet, schon 2011 und 2012 und sind auch umgesetzt worden. Die „Revolutionäre“ im eigenen Land sind keine politischen Revolutionäre, sondern Söldner, die ihr Geld von ausländischen Mächten bekommen und nicht von der Bevölkerung. Als die RAF in Deutschland „tätig“ war, hat auch keiner gesagt, die Bundesrepublik müsste Reformen in die Wege leiten, statt die Mitglieder der RAF zu jagen.

    • „Auf den Iran zugehen“: das ist es ja, weshalb der Mulatte noch zögert. Das hat(te) er vor, während die Gegenfraktion (Saudi-Arabien + Israel am Boden, die Zionisten in den Sesseln) zum Bombardement blasen.

      Zu den Reformen in Syrien: nun ja. Da hätte man in den vergangenen ca. 1,5 Jahren mal am Ball bleiben müssen, denn die Reformen sind da, bis hin zur Tatsache, dass Oppositionelle in der syrischen Regierung sind. Nur weiß das kaum jemand.

    • Anonymous

      @ apxwn
      „Nur weiß das kaum jemand.“

      Das ist genau das Problem. Dass Assad schon vor dem Einfall der Terroristen auf einem guten Weg war, wurde hierzulande totgeschwiegen oder propagandistisch verdreht (z.B. Verfassungsreform von 2012). Deshalb tragen die etablierten Medien und v.a. die Presseagenturen einen großen Teil der Kriegsschuld.

  • Italiano

    WIE ICH ES LIEBE DIE WAHRHEIT ZU LESEN.UND DIE WAHRHEIT FINDET MAN IMMER NUR BEI DEN UNABHÄNGIGEN REPORTERN ABER NICHT BEI DEN HEIMSCHEN BEZAHLTEN UND KORRUPTEN SENDERN! EINFACH WAHNSINN WIE SICH VIELE MENSCHEN IN EUROPA (ABER SCHON LANGE NICHT MEHR ALLE, ICH SCHÄTZE 25% in Europa sind auf der Seite Syriens, den alle Kriege wurden durch False Flag und falschen Vorwürfen geführt…ich bin froh das WIR DIE ITALIENER GEGEN EINEN KRIEG GEGEN SYRIEN SIND! JA WIR HABEN SCHEISS POLITIKER UND DIE MAFIA IM SYSTEM..SOLLTEN WIR ES JE SCHAFFEN DIE WEG ZU BEKOMMEN AUS UNSEREM SYSTEM WIRD ITALIEN DIE NR.1 in EUROPA SEIN. WIR HABEN MEHR INDUSTRIE UND PRODUZIEREN MEHR ALS JEDES ANDERE LAND IN EUROPA. Italiener sind ein bisschen bekloppt, ja ^^ aber wir sind gott sei dank aufgewacht und hegen keinen Hass..gegen KEINE RASSE DER ERDE. NICHT FÜR ÖL NICHT FÜR GOLD ODER OPIUM WIE ES DIE USA ISRAEL ENGLAND FRANKREICH ODER SAUDI ARABIEN TUN. WEITER SO VERBREITET DIESEN ARTIKEL ÜBERALL POSTET ES AUF FACEBOOK. SCHICKT ES EUREN FREUNDEN! die Welt muss aufwachen. Ciao a tutti.

    • Anonymous

      Es lebe die internationale Solidarität!
      Wir glauben keinen Lügen mehr! Niemand kann uns gegeneinander hetzen! Wir halten zusammen!

    • Anonymous

      zu italiano 27.8.13
      Ja, italiano, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Die Italiener haben immer Verfolgte unterstützt uns lassen sich nicht erpressen oder bezahlen – Chapeau!!
      Wir dürfen in Europa weder den Lügenmärchen der USA, Großbritanniens, Russlands und Chinas Glauben schenken, die weiterhin imperialistisch in alter Tradition agieren!
      Sieg der Freiheit und aller freiheisliebenden Völker!

    • Anonymous

      ganz so ist es nicht USA Gb.ok aber wäre Russland und China nicht für Syrien eingetreten gäbe es dieses Land
      nicht mehr in dieser Form vieleicht mit hunderttausenden Toten mehr hat sich da vieleicht wieder ein (?)unwissender eingeschlichen.
      Danke für die Übersetzung

  • Anonymous

    Teil 1

    Vorab: Falls noch jemand glaubt in Syrien habe 2011 ein spontaner Volksaufstand stattgefunden, hier die sich inzwischen bewahrheitete Vorgeschichte des ursprünglichen Plans für den Regierungssturz in Syrien. Manche der vorkommenden Planer besitzen zwei Jahre später bereits eine gewisse Bakanntheit:

    http://jghd.twoday.net/stories/syrien-details-einer-verschwoerung

    „Herr Assad spricht immer wieder von DEM syrischen Volk (dass er glaubt zu vertreten). Da stellt sich die Frage, ob es dieses überhaupt gibt, und Herr Assad nicht nur die Alewiten vertritt und diese die letzten Jahre zumindest bevorteilt hat.“

    Diese Frage ist leicht zu beantworten. Entgegen allen anderslautenden Behauptungen betrachten sich die Syrer in erster Linie als Syrer. Das wird jeder erfahren, der sich ohne den leider meist aktiven Propagandafilter westlicher Medien mit den Menschen und ihrer wirklich sehr weit zurückreichenden Geschichte etwas eingehender befasst.

    „Das Problem der meisten revoltierenden nahöstlichen Staaten…“

    Keine Staaten, nur die Menschen der Völker können revoltieren und das ist es, was im Moment stattfindet in Syrien. Die Alle Syrer revoltieren gegen den auslandsgeführten, terroristischen Stellvertreterkrieg zur Zerschlagung des Landes, nachdem nun wirklich alle Syrer den Medienbetrug durchschaut haben und wissen, dass es um alles geht. Denn falls die Feinde Syriens es schaffen in Syrien Al Kaida an die Macht zu bomben, wird Al Kaida ihre ständig wiederholten Genozidankündigungen gegen 6 Millionen Menschen wahr machen können. Daher der bereits seit über zwei Jahre andauernde Widerstand gegenüber allen Versuchen sich humanitär maskierender Schurkenstaaten Syrien zu zerschlagen und deshalb die massiven Massaker der auslandsgeführten Stellvertreterterroristen an der Widerstand leistenden Zivilbevölkerung, um genau diesen Widerstand zu brechen und für die eigenen Verbrechen auch noch die Beschützer des syrischen Volkes zu beschuldigen, um das Land mit der Ausrede des „Zivilistenschützens“ zu überfallen.

    „… ist doch dass es nicht ein Volk mit einer Kultur ist, sondern ein von kolonialen Imperialisten gezogenes Territorium mit unterschiedlichen Ethnien die sich nun verfeindet gegenüber stehen…“

    Wäre davon auch nur ein Wort wahr, wäre syrien längst zerschlagen. Gerade das heutige Syrien ist doch ein Sinnbild für festen Zusammenhalt. Syrien ist die Wiege der Zivilisation, die Wiege des Christentums, die Wiege des Islams und von dort kommt die erste Schrift. Syrien ist das Land friedlichen kulturellen Zusammenlebens, wo oft Kirchen und Moscheen Wand an Wand gebaut sind, um Syriens Kultur der Liebe und Friedens zu verdeutlichen. Doch wie sich gerade wieder im unaufrichtigen und verlogen-aggressiven Verhalten perfider Hinterhältigkeit gegenüber dem angegriffenen Syrien zeigt, haben wohl auch wir bis zum kulturellen Stand Syriens noch einen sehr weiten Weg vor uns.

    • Nobilitatis

      Wieso sollte Syrien die „Wiege des Islams“ sein? Und des Christentums? (Letzteres vielleicht als Großsyrien, soweit es das heilige Land einbezieht?)
      Außerdem verwahre ich mich gegen das „wir“ beim verlogen-aggressiven Verhalten.

    • @Nobilitatis – „In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen.“ (Apg. 11:26) Das war um das Jahr 40 herum.

    • Nobilitatis

      Und das reicht schon? Und was ist mit „Wiege des Islam“?

    • …vor 12.000 J. v. C. also 14.000 Jahren wurde in Syrien das erste Mal wildes Gras (Weizen) gesammelt und angebaut. Und es wurde das erste Mal in der Geschichte der Menschheit große 25t schwere Felsblöcke über kilometerweite Strecken geschlagen, transportiert und aufgestellt mit Symbolen, Schriften und Formen. Die Wiege der Götter und Religionen ist eventuell weit hergeholt aber die Wiege der Zivilisation ist in Syrien.

    • Anonymous

      sag mal Triangolum von welchen Stern kommst Du vermute
      irgendwie ist dein Raumschiff falsch gelandet noch dazu in Deutschland da Du der Sprache mächtig bist.
      Aber 12000 Jahre vor Christus kennst Du das alte zeichen der Christen es war ein Fisch den man ja heutzutage immer noch an Autos sieht er wurde in den Sand gemalt um sich zu verständigen denn im Römerreich
      vor und nach Christi Geburt wurden diese Menschen Gekreuzigt wie es auch Jesus von Nazaret geschah.
      Was ich damit sagen will die erste wirkliche Zivilation fand im Römischen Reich statt was vorher war können wir nur erahnen doch wissen tun wir es nicht weil einfach nur wissen fehlt zumindest hab ich ein wenig wissen über die Machtinstrumente des Römischen Reiches das schon damals von wenigen berherscht wurden (wir sind das auserwählte Volk,Brot und Spiele,oder wenn wir untergehen geht die ganze Welt unter zitat noch amtierender Ministerpräsident) na wer könnte das sein?
      in dem sinne schönen abend noch

    • Franz

      …wie wäre es, wenn Du mal einen Nickname benutzen würdest?

      Danke

    • @Anonym28. August 2013 17:38
      doch, wir können das wissen. Da es die Ausgrabungsstädte in Syrien gibt und dies kein Fake, keine Einbildung oder sonst was ist. Wir wissen wo die Steibrüche sind, wir sehen dort große geschlagene Steine (einer in Form wie er in der Städte dort steht nur zerbrochen in der Mitte) wir können anhand der Überreste sehen das dort das erste Mal Weizen nicht nur gesammelt (also wilder Weizen) sondern angebaut, gelagert usw. wurde. Wir können anhand der Städte dort den Aufwand abschätzen, was eine Baulogistik, Versorgung usw erfordert. Ein Zusammenleben mit Ackerbau (das erste Mal in der Geschichte des Menschen) ist eine Zivilisation. Es erfordert Regeln so zu leben, Gesetze und soziales Verhalten. Die Römer waren erst viel viel später.

    • Njoah…
      Man muss sagen dass damals die Welt globalisierter war als man vielleicht denkt. Da lief vieles parallel ab. Bsw. die Himmelsscheibe von Nebra zeigt ja, dass Handelswege von Babylon bis zu den britischen Inseln führten, dass man Zinn und Bronze über Tausende Kilometer handelte.
      Hügelgräber findet man quer durch Asien, und es gibt in vielen Ländern kulturelle Relikte die sich sehr ähneln.
      Jedenfalls war Syrien eine von vielen Wiegen der Nationen, oder Teil einer Wiege der Zivilisationen.
      Die entstanden nämlich da, wo das Land besonders fruchtbar und die geografischen Begebenheiten besonders günstig waren. Also erstmal vorrangig am Nil, in Mesopotamien und am Indus, aber nicht nur.
      Dies entspricht auch markanterweise der Schilderung in der Bibel, wo es ja heißt, dass die Menschen früher eine Sprache sprachen, und den Turm zu Babel bauen versuchten. Und zukunftsweisend steht da geschrieben: So lange die Menschheit mit einer Sprache spricht, wird nichts für sie unmöglich sein.
      Heute sprechen wir alle Englisch und in der Tat ist uns nichts unmöglich!

      Aber ich gleite ab…
      Syrien ist jedenfalls ein von fremden Teufeln verheertes Paradies.

  • Anonymous

    Teil 2

    „… wegen ethnologisch einseitigen Diktaturen der letzten Jahrzehnte in denen die anderen Ethnien unterdrückt wurden.“

    Auch das ist vollkommen falsch und entspringt höchstens den Hirnen spalterischer Wunschträumer, täglich widerlegt durch die Realität vor Ort. Wie gesagt betrachten sich Syrer vor allem als Syrer (eine Lektion die in Europa erst durch den sektiererischen 30jährigen Krieg gelernt wurde), bereits die Armee Syriens besteht in der Mehrheit aus Muslimen sunnitischer Konfession, die jedoch wie alle anderen zuerst einmal Syrer sind, die angeblich verfeindeten Ethnien sitzen in Wahrheit friedlich gemeinsam im demokratisch gewählten Parlament, auch in der Regierung sind die Zugehörigkeiten gemischt und selbst die Frau des Präsidenten ist sunnitischer Konfession. Dass Aleviten keine Muslime seien spielt in Syrien nicht nur kein Rolle, sondern ist ein weitgehend gezielt von islamfeindlichen Petrodollar-Al Kaida-Hasspredigern in die Welt gesetzter, vollkommen haltloser Blödsinn und wenn Al Kaida nach dem Motto, „wer Muslim ist bestimmen wir“, in Nazi-Manier Völkermorde verbrechen will, dann ist dies der richtige Zeitpunkt für jeden echten Demokraten einen tiefen Blick ins Grundgesetz zu werfen, um sich nicht mitschuldig zu machen.

    „Was vlt als Revolution aus dem Volk begonnen hat, hat sich zu einem unübersichtlichen Terror-Tourismus in Syrien ausgeweitet, in dieser Form dürfen die revolutionären Terroristen vom Westen auf keinen Fall unterstützt werden, das weiß auch Obama.“

    Eine Revolution braucht erstens eine leitende Idee sozialen Fortschritts, zweitens eine Revolutionsführung und drittens die Unterstützung des ganzen Volkes, inklusive Armee. Nichts von all dem gab oder gibt es in Syrien. Im Gegenteil, die sog. „Revolutionäre“ verhielten und verhalten sich dem Volk gegenüber wie totalitäre Diktatoren, die mit faschistischer Brutalität sofort alle Menschen unterdrücken, foltern und ermorden, die nicht ihren, jeder Regel des Islam zuwiderlaufenden, religiösen Wahnvorstellungen entsprechen. Wie auch die New York Times richtig meldete, sind in Syrien praktisch alle sog. „Rebellen“ Al Kaida-Terroristen, womit Obama niemandem erzählen kann, er wisse nicht wen er unterstützt.

    „Herr Assad argumentiert in diesem Interview zwar intelligent rational ohne große Polemik, was aber nicht heißt, dass seine Sicht uneingeschränkt korrekt oder glaubwürdig ist.“

    Wer noch immer den eingebetteten NATO-Medien glaubt, die Menschen bisher noch in jeden Krieg hineingelogen haben, mag das meinen. Originalton eines Ex-NATO Gen. Sekretärs: „Aufgabe der Politiker ist es die öffentliche Meinung zu formen.“ Mehr nicht!

    „Wieso verschiebt er mögliche Reformen auf einen weit entfernten Sieg im Krieg, statt sie gleich anzugehen und so auf die Revolutionäre aus dem eigenen Volk zu zugehen und die Terroristen auszugrenzen und ihnen die Legitimation zu nehmen?“

    Ohne Voraussetzungen keine Revolution, ohne Revolution keine Revolutionäre? New York Times: Praktisch alle Rebellenkämpfer sind Al Kaida-Terroristen.

    Haaretz: Die Jihadisten, nicht Assad, stecken offenbar hinter dem gemeldeten chemischen Angriff in Syrien.

    http://www.globalresearch.ca/bush-official-syria-chemical-weapons-attack-could-be-israeli-false-flag-operation/5333826

  • Anonymous

    Teil 3

    „Der Westen andererseits sollte sich endlich von dieser arroganten einseitigen Schwarz/Weiß Politik verabschieden, auf den Iran zugehen und die Russen ins Boot holen statt sie auszugrenzen und an den Rand zu drängen.“

    Anders herum wird ein Schuh draus. Fakt ist, dass die RF zu jeder Zeit einen fundierten Völkerrechtsstandpunkt vertreten hat, der von freiheitlicher Selbstbestimmung geprägt ist und somit seit über zwei Jahren versucht den Westen samt Anhang ins Boot zu holen. Das heißt politische Lösung ohne Tricks und doppelten Boden, weg mit der ewigen Täter-Opfer-Umkehr durch Politik, Medien und NGOs, die Syrer in Syrien bestimmen selbst über ihre Zukunft, sofortige Aufhebung der völkerrechtlich Kriegshandlungen bedeutenden illegalen Sanktionen, keine Unterstützung mehr für Al Kaida, keine weitere terroristische Invasion aus momentan 83 Ländern, kein Stellvertreterkrieg, kein von Washington geformtes Auslandsregime und kein seit 1939 alle anderen Verbrechen einschließendes schwerstes Menschheitsverbrechen des Aggressionskrieges, gerechtfertigt durch eine sog. „R2P“ der humanitären Heuchelei. Wird Syrien ohne UN-Mandat überfallen, könnte dies je nach Vertragslage den Bündnisfall auslösen, also den 3. Weltkrieg.

    „Statt das Ende des kalten Krieges als Chance zu nutzen wurde Russland arrogant ausgegrenzt und neue Gräben gezogen die dem Extremismus und Nationalismus in die Hände spielten.“

    Nach wie vor ist Faschismus nichts als die direkte Herrschaft des Kapitals und das versucht sich gerade vor der Pleite in eine Katastrophe zu retten, auf Kosten der Menschheit, mit Syrien im Brennpunkt. Wie offenbar noch immer weit verbreitet, hatte auch ich noch bis vor zwei Jahren ein vollkommen verzerrtes Bild von Syrien und ob es nun jemand wahrhaben möchte oder nicht, abseits des „eisernen Vorhangs“ der Medienlügen und den verschiedenen Weltanschauungen haben wir alle diesem unglaublich tapferen Volk von Syrien auf Knien zu danken, wenn das noch einmal gut geht.

    Danke

    • Franz

      Ich muss gerade an den Film „Die Fliege“ denken.
      Tom & Markus springen in die Maschine…

      TomMark, bist Du es?

    • Anonymous

      „Ich muss gerade an den Film „Die Fliege“ denken.
      Tom & Markus springen in die Maschine…

      TomMark, bist Du es?“

      Ich muss gerade an den Film „Idiocracy“ denken.

    • Anonymous

      Kommentare gelöscht.
      man soll ja diese Behauptungen so stehen lassen. Ich habe hier heute kein Kommentar ohne Namen hinterlassen.

      Markus

  • Anonymous
  • Anonymous

    In Syrien ist kein Bürgerkrieg, sondern es findet ein Angriffskrieg von außen gegen das Volk und seine Regierung statt. Mittel sind von außen gesteuerte, ausgerüstete, finanzierte und mit Aufklärung versorgte Terroristen, und die Kriegspropaganda in den manipulierten oder kontrollierten Medien.
    Der wirkliche Bürgerkrieg findet in den USA statt. Und zwar physisch auf den Straßen gegen die eigene Bevölkerung, und noch weit skrupelloser zwischen den eigenen Eliten. Auf der einen Seite sind besonnene Patrioten und nüchterne Fachleute der Gewalt, auf der anderen faschistiode Allmachtsphantasten und internationale Wirtschaftskriminelle, denen das amerikanische Volk am Arsch vorbei geht, und die ihre Macht in Gefahr sehen.
    Vom Ausgang dieses amerikanischen Bürgerkriegs hängt leider das Geschick der Welt ab, das des syrischen Volkes ganz vorne dran als erstes. Wer sich nicht betroffen fühlt, träumt. Es wird uns alle treffen.

    • Anonymous

      Möglicherweise handelt es sich beim Einbringen des Begriffes „Bürgerkrieg“ um einen Versuch mutmaßlicher Täter den Verdacht auf das durch sie angegriffene Land zu lenken, um sich auf diese Weise der Strafverfolgung zu entziehen. Hier noch so ein „Bürgerkrieg“, diesmal gegen Nicaragua:

      „Die USA wurden am 27. Juni 1986 vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag für ihre direkte und indirekte militärische Teilnahme am Contra-Krieg zur Beendigung der „ungesetzlichen Anwendung von Gewalt“ gegen Nicaragua und Zahlung von Reparationen verurteilt. Die USA weigerten sich jedoch, das Urteil anzuerkennen. Nicaragua wandte sich daraufhin an den UN-Sicherheitsrat, welcher eine Resolution verabschiedete, die alle Staaten dazu aufrief, das internationale Gesetz zu befolgen. Die USA legten ihr Veto gegen die Resolution ein. Die USA sind damit das einzige Land, welches gleichzeitig vom Internationalen Gerichtshof verurteilt wurde und gegen eine an alle Staaten gerichtete Resolution des Sicherheitsrates zur Einhaltung internationaler Gesetze ein Veto einlegte.“

      http://de.wikipedia.org/wiki/Contra-Krieg

      „Die USA wurden für militärische und paramilitärische Aktionen in und gegen Nicaragua vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu einer Zahlung von 2,4 Milliarden US-Dollar verurteilt, erklärten aber den Gerichtshof für unbefugt, über die USA zu urteilen, obwohl sie selbst Richter an den Gerichtshof entsendet hatten. In einer Resolution forderte die UN-Generalversammlung die USA auf, dem Urteil nachzukommen. Nur die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution. Dennoch weigerten sich die USA bisher, die Zahlung an Nicaragua zu leisten. Stattdessen stockten sie die Hilfe für die von den USA geführte Söldnerarmee, die Nicaragua angriff, auf.“

      http://de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua

      The case of the International Court of Justice Republic of Nicaragua v. The United States of America:

      http://en.wikipedia.org/wiki/Nicaragua_v._United_States

      CASE CONCERNING MILITARY AND PARAMILITARY ACTIVITIES IN AND AGAINST NICARAGUA (NICARAGUA v. UNITED STATES OF AMERICA)

      http://www.icj-cij.org/docket/files/70/6483.pdf

  • Anonymous

    Ich wünsche Herrn Assad, der SAA und der syrischen Bevölkerung alles gute, dass Ihr verschont bleibt vor dem Bombenterror der angloamerikanischen Kriegsverbrechern. Möget ihr den Kampf für die Freiheit und das Recht der Selbstbestimmung gewinnen.

    Mit herzlichsten Grünen von einem deutschen, der sich nicht von Bild hat aufhetzen lassen.

  • Anonymous

    Ein direkter Angriff Syriens durch NATO-Mitglieder scheint beschlossene Sache zu sein, propagandistisch ist er jedenfalls maximal vorbereitet. Fakt ist aber auch, dass bis vor kurzem die USA diesen Schritt nicht gehen wollten, und dass sich nun alle Aggressoren ein kurzes Bombardement á la Kosovokrieg vorzustellen scheinen. Wozu kann das den Aggressoren so stark nützen, dass die offensichtlichen Risiken eingegangen werden?
    Nüchtern betrachtet liegt eines nahe:
    Die Aggressoren hatten erhebliche Ressourcen mobilisiert, um den Brückenkopf in Jobar und der Ghouta für eine große Offensive zu stärken. Die SAA ist ihnen offensichtlich zuvorgekommen und hat wesentliche Erfolge erzielt. Der Kessel östlich von Damaskus könnte nun in absehbarer Zeit durch die SAA aufgerieben werden.
    Ein Grund für die augenscheinliche Dringlichkeit zu bomben könnte sein, dass in diesem Kessel nicht nur Terroristen, sondern auch militärische Sondereinheiten der Aggressoren festsitzen, und dass für die Aggressoren gefährliche Belege für Kriegsverbrechen in syrische Hand fallen würden. Nicht umsonst wurde am letzten Giftgaseinsatzort um Aleppo eigens eine Großoffensive durchgeführt, um lokale Zeugen des Geschehens zu beseitigen.
    Dann wäre ein rationales Ziel für einen begrenzten Angriff gegeben: Unterbrechung der Offensive der SAA; genug Durcheinander, um Beweise zu beseitigen und für die eigenen Truppen einen Rückzug aus dem Kessel nach Jordanien zu organisieren; und eine weitere massive Schwächung der militärischen und zivilen Infrastruktur Syriens zur Entlastung der ausländischen Terroristen auf syrischem Boden.
    All das scheint sehr dringend zu sein, und der Angriff wird sich wohl nicht mehr verhindern lassen. Ob seine Ziele erreicht werden, ist aber durchaus fraglich.

    • Franz

      Klingt plausibel, würde auch die Meldung letzte Woche erklären, dass Spezialeinheiten über Jordanien eingesickert sind.

  • Anonymous

    Ein verrückter würde was anderes erzählen. Ich wünsche dem syrischen Volk alles gute!

  • Anonymous

    Ich wollte bei SPOON einen Beitrag zum thema Syrien veröffentlichen, aber er wurde nie angenommen. Habs ganze 3 mal versucht, nichts! ohne Begründung. Das wollte ich hinterfragen:

    Warum Syrien?

    Warum wurde die Türkei nie bedroht und zurechtgewiesen wenn es immer brutal und mörderisch gegen die eigenen Leute im Land (Kurden)
    gegangen ist?
    Warum wurde deren Staatschef nie zum Rücktritt aufgefordert?
    Ach nee, da wurde im Rahmen von Staatsbesuchen immer mal wieder
    auf die Einhaltung der Menschenrechte hingewiesen. llerhöchsten
    noch ein eventueller EU-Beitritt für deren Einhalt versprochen. So eine Schande ,von
    der Türkei will man sich die Menschenrechte erkaufen, und andere Staaten
    sind Terrorstaaten, die es auseinander zunehmen gilt.
    Und das einzig alleine nur weil die sich
    ihrer islamistischen Terroristen erwehren. Ständig erlauben sich Eu und
    Amerika mit zweierlei Maß zu messen.

  • ISKANDER

    In Damaskus ist eine ägyptische Armee Delegation eingetroffen. Grund dieser ranghohen Begegnung sind Gespräche zur künftigen Koordinierung des Kampfes gegen die Extremisten in beiden Ländern.
    Al Sisi soll höchstpersönlich diese Gespräche angeschoben haben.
    Des weiteren heißt es, habe Ägypten auf die Hasstirade aus Riad gelassen reagiert und erklärt, die Sicherheit Ägyptens habe nun mal Priorität.
    Quelle: urs1798.wordpress.com/2013/08/25/eingesammeltes-zu-der-saudisch-usraelisch-gefuhrten-grosoffensive-um-die-nachschubroute-der-syrischen-armee-zu-zerschneiden-syria-syrien/
    Folgt man dieser Randnotiz der heißen letzten Stunden, so schält sich ein Bild heraus, was so gänzlich unbeeindruckt von der USraelischen Säbelrasselei ist und schon den übernächsten Zug im großen Spiel setzt.
    M.E. wird soeben der Nasserismus neu geboren und mit ihm eine gänzlich andere Entwicklung als von den Aggressoren geplant.
    Die von mir gestern gepostete Warnung des stellvertretenden iranischen Stabschefes zum Überschreiten der „Roten Linie“ seitens
    der offenen Aggression durch die USA und Co ist ebenso ein im Lärm der Ereignisse relativ wenig beachtetes Ereignis von Rang.
    Ich denke, Syrien wird sich nicht zusammenschießen lassen wie weiland der Irak.
    Die Warnung der syrischen Armee mit Hinweis auf „überraschende Waffen“ hingegen sehe ich als Verzweiflungsakt. Vielleicht täusche ich mich aber (hoffentlich) im letzteren Falle und die Syrer und Iraner führen einen wirksamen Gegenschlag auf ortsbekannte Kriegstreiberregime der die Köpfe abkühlt.
    Doch unabhängig von militärtechnischen & politisch gegebenen Optionen, wünschte ich mir, das sich über diesen Blog viele Menschen einfänden, welche die „Nobelpreisträger“ in der Welt auffordern, ihren Friedensnobelpreis zurück zu geben – solange der Terroristenpate Obama diesen Preis trägt und ihn auf das ärgste beschmutzt wie kein anderer vor ihm.
    Wäre doch eine gute Iniative, oder?

    • habkind

      @Iskander
      warum soll die Warnung mit der „überraschenden Waffe“ nicht stimmen?
      Bisher hat Syrien vollständig anders reagiert, als der Irak und Lybien. Weder
      Assad noch seine Minister noch die Militärs haben bisher rhetorisch angegriffen – wie seinerseits Saddam oder Gadaffi. Und keiner war auf einen Krieg gegen den Westen vorbereitet, Syrien aber schon (Israel).
      Vielleicht wird es keine überraschende Waffe geben, möglich ist es trotzdem.

    • Anonymous

      Iskander, das gibts nicht, genau das habe ich heute auch gedacht. Man müsste erzwingen, dass Peres und Obama ihre Nobelpreise zurückgeben müssen. Gute Idee. Einen Brief an Desmond Tutu werde ich gerne schreiben.

      Comrade John, ich kann mir auch nicht mehr vorstellen, dass Russland (China schon gleich gar nicht) auf einen Angriff antworten werden. Eine schon fast fatalistische Äußerung kam heute auf rtTV von einem Vertreter des russischen Außenministeriums: wenn die USA einen zweiten Irak wollen, dann herzlich willkommen ( dobro pojalowatj waren seine Worte). Kein Wort zu irgendwelchen roten Linien, wie etwa in der Warnung durch den Iran ( Iskanders Kommentar). Walid Muallem der syrische Außenminister hat heute in einer Pressekonferenz in seiner ruhigen, stoischen Art, gesagt, dass Syrien zwei Optionen hat, sich zu ergeben oder sich zu verteidigen. Er zieht die zweite Option vor. Er hat auch gesagt, dass die Terroristen kurz davor standen in Damaskus einzufallen. Wenn es stimmt, dass wie Du sagst und ein anonym, die syrische Armee dem zuvor gekommen ist, dann war das der Auslöser für die jetzige Eile. Allerdings scheint ein Sturz der jetzigen Regierung nicht mehr die Agenda zu sein. Staunen. Die Nachricht mit Ägypten ist in der Tat ermutigend. Sollten die Ägypter die Saudis ins Messer laufen lassen?
      Dike

    • …manche Österreicher sagen heute auch das es besser gewesen wäre sich damals militärisch zu Verteidigen gegen das deutsche Reich. Die Position des Landes wäre ein ganz andere heute.

      Die Aussagen des syrischen Außenministers waren ruhig, sachlich und ohne jede Kampfrhetorik. Und es stimmt doch. Syrien hat doch nur diese zwei Möglichkeiten. Und es wird natürlich die einzig vertretbare nehmen. Sich zu Verteidigen.

      Auch wenn alle Massenmedien was von „Militärschlag“ reden wie Herr Kleber vom ZDF „zum Abrunden“ darauf hinweist das dies ja kein „Angriffskrieg“ wäre so ist dies ein Souveränes Land mit souveränen Bürgern und dies hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.

      Zu den Waffen. Ein User hat ja hier als Namen schon eine solche Waffe. Syrien hat sicherlich auch andere Waffen zur Verteidigung. Im Falle eines Angriffskrieges wird es so ähnlich handeln wie Serbien. Täuschen und mobil sein.
      Viele Möglichkeiten zur direkten Antwort bestehen nicht. Es sei denn es will die Türkei direkt involvieren.

      Es wird jedoch den Kampf am Boden deutlich verschärfen. Bedeutet, der Einsatz schwerer Waffen wird massiver sein werden. Es muss endlich diese Terroristen los werden. Und die frischen Terroristen müssten schon früher aufgeklärt und angegriffen werden bevor die sich den Städten nähern und einnisten können.

      Ich halte das Luftabwehrnetz weiterhin für fähig zumindest direkte Einflüge zu unterdrücken bzw. sehr zu erschweren. Daher wird ein Aggressor eher mit Abstandswaffen vom Rand der Reichweite aus operieren. Tor1 und Panzir sind zudem sehr mobil und sollten kaum Opfer davon werden. Bedeutet, das ein solcher Marschflugkörperkrieg kaum länger als 3 Wochen dauern kann mangels Masse.

      Natürlich wird Syrien danach fast die gesamte Infrastruktur an Elektrizität, Kraftstoffen, Brücken usw. verloren haben nur die Armee sollte und muss dies wissen und drauf vorbereitet sein. Alles andere macht in der Lage Syriens seit 15 Jahren keinen wirklichen Sinn.

      Die Schäden wären bei der Beibehaltung der Strukturen relativ gut zu beheben nach einem möglichen Luftkrieg.
      Wichtig ist nur das am Boden nun endlich verstärkt, massiv und auch radikal vorgegangen wird. Dann gibt es auch kaum noch Möglichkeiten für „Interventionen“ und False Flag Aktionen.

    • Comrade John

      @ Dike
      Man lese auch mal, was der Sprecher des iran. Aussenministers äussert.
      http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/225428-iran-warnt-vor-konsequenzen-eines-milit%C3%A4reinsatzes-in-syrien
      Keine Rede von Beistandspakt (wie hier Manche gestern noch meinten). Und da kommt auch nichts, sage ich.

      „Wenn es stimmt, dass wie Du sagst und ein anonym, die syrische Armee dem zuvor gekommen ist, dann war das der Auslöser für die jetzige Eile.“

      Nein, nicht ich. Es war der Anonym, der es ziemlich gut analysiert hat:
      http://apxwn.blogspot.de/2013/08/baschar-al-assad-im-interview-fur.html?showComment=1377614459069#c6809980226175965306
      Dennoch denke ich, er sieht es noch zu optimistisch.

      Ob nun Ziele ausschliesslich im Raum Damaskus angegriffen werden oder auch anderswo (was wir nur mutmassen können): die Wirkung der Schläge wird gross sein, sie werden die Fortschritte der letzten Monate zunichte machen u. die SAA auf Monate zurückwerfen. Im Unterschied zu Serbien, Irak u. auch Libyen (wo die Nato-„Turnschuhrebellen“ relativ schwach waren) kommt es hier zu verheerenden Luftschlägen, während der zahlenmässig starke u. zunehmend gut ausgerüstete Feind gleichzeitig schon mitten im Land steht. Die SAA hat, Fortschritte hin oder her, jetzt schon enorme Probleme die Dinge zu kontrollieren, und dies wird ihr nach den US-Nato-Luftschlägen natürlich nicht leichter sondern noch schwerer fallen!
      Von den anderen Vorbereitungen des Westens (Jordanien als neue militär. Ausgangsbasis gegen den Süden bis hinauf nach Damaskus) zu schweigen. Und wer sagt uns denn, dass nur einmal „zwei Tage“ lang angegriffen wird – und danach hat die SAA alle Zeit die Schäden in Ruhe aufzuräumen…?

      Ich fürchte nunmehr, dass Syrien das Schlimmste erst noch vor sich hat und bin wirklich gespannt, wie die Freunde Syriens sich realiter verhalten werden, wenn vom Mittelmeer die Marschflugkörper oder die Ami-Bomber anfliegen.

  • Anonymous

    Als relativer Laie möchte ich den vielen kompetenten Kommentatoren für ihre Einträge hier danken.
    Besonders natürlich dem apxwn.

    Ich sehe nicht so Schwarz wie die leider persönlich Betroffenen. Das syrische Volk ist offensichtlich leidensfähig, gegen das ist kein Kraut gewachsen!

    moho

  • ISKANDER

    In der Quelle: http://www.rusnavyintelligence.com/article-quelle-activite-navale-russe-en-mediterranee-117931211.html
    Sub – Fund: urs1798.wordpress.com

    war zu lesen, das nunmehr folgende russische maritime Kampfverbände im Mittelmeer kreuzen:

    “ Die russische Marineflotte im Mittelmeer besteht zur Zeit aus den folgenden Schiffen:
    Das große Kampfschiff ASM Amiral Pantelejew (Projekt 1155, Pazifikflotte)
    Das große Kampfschiff ASM Seweromorsk (Projekt 1155, Pazifikflotte)
    Die Fregatte Jaroslaw Mudriy (Projekt 11540, Ostseeflotte)
    Das große Landungsschiff Pereswet (Projekt 775III, Pazifikflotte)
    Das große Landungsschiff Admiral Newelski (Projekt 775II, Pazifikflotte)
    Das große Landungsschiff Azow (Projekt 775III , Schwarzmeerflotte), das die türkischen Dardanellen am 19. Mai d.J. durchfahren hat
    Das große Landungsschiff Nikolai Filtschenkow (Projekt 1171, Schwarzmeerflotte), das seine Marinebasis demnächst verlassen dürfte
    Die Logistikschiffe Altai, SB-921 und Fotiy Krilow
    Die Versorgungsschiffe Lena, Dubna und Petschenga
    Das heißt, wenn man die großen Kampfschiffe ASM zählt, die Fregatte, die großen Landungsschiffe und die Amphibienboote, sind das 7 Hauptschiffe mit einer Tonnage von etwa 36 200 Tonnen und einem mittleren Alter von 23,7 Jahren. Diese Werte beinhalten nicht das wahrscheinliche atomare Unterseeboot, das eventuell eingesetzt werden könnte, um dieses Aufgebot zu schützen, wie es der Fall war bei den großen Interflott-Manöver Ende Januar 2013″

    • Anonymous

      Hallo Iskander,
      Laut “Resistencialibia.info” – welche sich auf Irib auf Französisch beruft – habe russische Militärquellen gesagt daß sich eine russische Flotte, darunter das große Kriegsschiff Tschabanenko, in Richtung Tartus bewegt.

      (http://resistencialibia.info/?p=6270)

      Hoffen wir daß es wahr ist.
      Grüße,
      Pedro

  • Die russische Flotte wird nicht eingreifen. Zumindest gehe ich davon aus wie schon vor zwei Tagen hier erläutert warum.

    Der Flottenverband ist jedoch zu groß um gestört oder abgedrängt zu werden. Auch im Falle eines Falles, warum auch immer, kann dieser sich zumindest Zeitweise selbst schützen.

    Aber, viel Interessanter werden wohl die Radarinformationen auf diesen Schiffen für die Syrer sein.
    Wohl möglich gar als Beleuchter?

    Die Warnung des Irans welche kaum bisher Beachtung fanden scheint nun deutliche wo anzukommen. Ich wiederhole es noch einmal. Ohne die Möglichkeit einer Intervention des Irans im Falle eines Angriffskrieges der westlichen Verbrecherstaaten mit einzubeziehen können die keinen Angriff wagen.

    Und wenn diese Möglichkeit eines legalen Beistandes des Irans gegen eine verbrecherische offene Aggression von Außen genau betrachtet wird sollten die Verbrecher die Finger von diesem Verbrechen gegen das Völkerrecht lassen. Die Antworten können ziemlich schnell dazu führen das Russland und China auch militärisch reagieren müssen.

    • Anonymous

      Hallo,
      Hat Syrien keine tauglichen Abwehrmittel gegen die nordamerikanischen Marschkörper?
      Grüße,
      Pedro

    • Im Grunde hat Syrien passive und aktive Möglichkeiten. Passive sind „Mikrowellen“ oder Scheinziele. Allerdings sind wohl die meisten eher GPS Festziele. Also S-200 Stellung, mögliche S75/125 Feststellungen, mögliche feste Radar und Bunker, Kasernen, Elektrizitätswerke usw. Das werden um die 2000 feste Ziele sein wovon 200 als Prio markiert werden wovon 100 in der ersten Nacht angegriffen würden.

      Syrien müsste nun seinerseits die wichtigsten, für das Überleben von Militär, Politik und Strukturen was zum Landeserhalt wichtig ist, schützen. Das ginge entweder mit Flak für den Nahbereich als auch durch TorM1.

      Die Frage ist, wo stellt Syrien TorM1 hin und setzt es diese auch bei einem Angriff ein oder lässt es Tor aus um es als Abschreckung nicht zu verlieren. Auf Tor selbst wird wohl kaum ein Marschflugkörper gehen können da A: das Ding meist mobil rollt und b: es sich selbst dagegen sehr gut schützen kann.

      Syrien muss jedoch seinen Vorrat an den Tor Raketen genau einschätzen und planen wann es was damit macht.

      Es wird ähnlich wie Serbien sich verhalten und immer mal wieder Pingen. So wird verhindert das feindliche Luftwaffen sich in tiefen und mittleren Höhen direkt über Land bewegen. Da die Syrer eine bessere Luftabwehr haben wie die Serben (mal den Ausbildungsgrad weggelassen) werden Direkteinflüge daher kaum passieren.

      Kurz: Ist das Militär äußerst mobil in Verwaltung, Logistik und Kampftruppen so werden die Schäden an diesem gering sein. Siehe Serbien. Daher wird der Feind eher auf die Strukturen gehen. Also alles feste was zerstört werden kann und was den Widerstand gegen die Terroristen schwächt. Regionale Politiker und andere mit eingeschlossen. Hat ein Land keine Infrastruktur mehr so zerfällt es in Regionale und lokale Gruppen die nach und nach aufgerieben werden könnten. Auch wäre es leichter diese durch Mangel an Versorgung zu zermürben.

  • habkind

    gemäß Irib.ir sind noch weitere russiche Schiffe unterwegs nach Tartus.
    Russland sagt zwar, es will mit niemandem Krieg, aber es wird, behaupte ich, den Syrern alle Mittel geben, um sich zu verteidigen: Von Aufklärung bis Waffen und Munition.
    Russland selbst wird bestimmt nicht militärisch eingreifen.
    Heute ist übrigens wieder eine Maschine mit 15 T Hilfsmittel eingetroffen:
    In dem großen Flieger waren 15t Hilfsgüter – möglich dass der Rest der Ladekapazität andere Hilfsgüter waren.

  • Anonymous

    Wieder mal ein Beweis wie idiotisch diese Amis sind 2- Tage Krieg das ich nicht lache . Krieg ist Krieg und der besteht bis zum Friedensschluss! Mit der ersten Kampfhandlung werden die gesamten US Streitkräfte (und beteiligte NATO Kräfte) weltweit legitimes Ziel der Syrer und ihrer Verbündeten, das schließt auch pseudozivile Truppentransporter (siehe Lockerby) mit ein.
    Da der Krieg auch gegen russische Interessen geführt wird empfehle ich den Russen sofort ihre strategische U Bootflotte in voller Gefechtsbereitschaft auslaufen zu lassen. Die gesamte strategische sowie taktischen Nuklearkräfte in volle Alarmbereitschaft zu rufen. Sofort alle strategischen Ziele der USNATO in die Zielcomputer einzugeben (die Löschung war sowieso im Nach herein ein Fehler) einschließlich der Kommandostruktur der verbliebenen Besatzer auf deutschem Boden. Dieses sind flankierende Maßnahmen falls die NATO aggressiv gegen Russland vorgehen sollte. Weiterhin sollen die Russen und Chinesen mit dem ersten Schuss der USNATO sämtliche Embargo Maßnahmen gegen Iran einstellen und diesen massiv aufrüsten. Auch ein „Nichtverbreitung von Kernwaffen“, die übrigens längst zur Makulatur geworden ist sollte dabei nicht im Wege stehen. Auch Syrien sollte dann massiv militärische Unterstützung bekommen – wenn die Russen noch ein paar taktische Nuklearwaffen übrig hätten… Dieses wäre noch nicht einmal eine neue Qualität, nach einigen fundierten Beobachtungen haben die Israelis bereits Nuklearsprengköpfe neuester Generation in Syrien eingesetzt. All diese Maßnahmen sind Ultima-ratio aber wenn der Frieden jetzt und auch in Zukunft vor diesen westlichen Kriegstreibern bewahrt werden soll, so muss jeglicher Versuch die Welt in die Zeit der Eroberungskriege zurückzuführen weh tun für die Angreifer, im Zweifel sehr, sehr weh – ihnen muss klar sein es gibt kein Überleben für Geldsäcke wenn es sein muss mit Einsatz der Kobaltbombe…

    • Erst einmal wäre dieser Angriffskrieg ja nach „westlicher Medienlesart eine „Bestrafung“. Bedeutet, die US+x feuern auf Ziele für Zeitraum X. Was die Terroristen Freunde dabei erhoffen ist in etwa die Stärkung der Terroristen oder zumindest deren Halten der Stellung sowie das Signal an Assad, machst du weiter… machen wir weiter.

      Die USA & Co. können ja danach jederzeit weiter machen oder nach und nach sich immer tiefer in diesen von ihnen begonnen Überfall (eine Kriegserklärung ist ja nicht mehr abzusehen) begeben. Je nach Reaktion von Russland, China, Iran & Co.
      Also eine Art Testballon.
      Die Schwelle wäre jedenfalls beseitigt und es wäre „normal“ für „Waffeneinsatz“.

      Aber, Syrien selbst wird nicht viel machen. Siehe Serbien. Deren Möglichkeiten sind nicht nur begrenzt sondern es hat seit 31. Monaten einen Terrorkrieg zu bestehen und das ist Aufgabe Nr. 1 diese los zu werden. Daher wird es wie bei den Angriffen der IDF nichts unternehmen. Zumindest nicht Außerhalb seiner Grenzen. Es sei denn der Feind geht massiver vor. Dann muss es reagieren und deren Brückenköpfe versuchen zu stören.
      Da dies kaum möglich sein wird ist eher Passivität zu erwarten in der Hoffnung das der Rahmen sich ändert und danach noch Möglichkeiten bestehen das Land so zu halten wie bisher.

      Kernwaffen an Syrien, das hatten wir hier schon. Auch damals sagte ich, das Syrien weder die Infrastruktur dafür hat, noch die Doktrin, noch die loyal Truppenverbände zum Schutz, noch wäre es politisch wie militärisch klug sondern eher Selbstmord. Israel würde keine Sekunde zögern diese sofort auszuschalten und jede Möglichkeit einer Wiederbewaffnung mit solchen Waffen. Kurz: Syrien würde sofort eingeäschert.

      Was jedoch richtig ist, ist die Position von China, Russland & Co. in Sachen Waffen an Iran ect. „Nach“ dieser „Geschichte“ wird es in Moskau und woanders ein Umdenken geben müssen. Weder Russland noch China haben, wenn es wirklich dazu kam (Angriffskrieg gegen Syrien) es verhindern können das die USA & Co. wieder auf Lügen basierend Krieg führten, ein Land ins Chaos stürzen, durch Terroristen ihre Verbrecherpolitik durchzusetzen.

      Sowohl die eigene Politik wie Diplomatie als auch deren Militärs stehen dann vor der Frage wie jetzt Syrien: Aufgeben oder dagegen stemmen. Bei letzteres müssen andere Schritte eingeleitet werden und zwar schnell.
      Und dazu gehört auch dem Iran Selbstverteidigungswaffen jeder Art zukommen zu lassen, die Sanktionen gegen das Land zu unterlaufen (also alle nicht UN Sanktionen) und bei jeder weiteren Eskalation gegen irgend ein Land nicht nur diplomatisch sondern auch massiv Militärisch klare Stellungen zu beziehen.

      Alles andere wäre ganz klar die Selbstaufgabe. Mörder und Verbrecher werden ja dann nicht halt sagen. Sie werden einfach immer weiter machen.

  • Anonymous
    • TomGard

      Sehr einfach.

      „Genf 1“, im Mai 2012, inthronisierte am syrischen Beispiel eine amerikanisch-russische Bewirtschaftung von Territorien, die entstaatlicht sind bzw. entstaatlicht werden sollen.

      Die russische Propaganda verschleierte die Entente mit dem Mantra, das „syrische Volk soll selbst entscheiden“, doch es war absehbar, daß Clinton, Erdogan, Hollande, Cameron, al Thani, Bandar, die formelle Option, die urbane syrische Bevölkerung könnte die nationale Agenda des syrischen Präsidenten neu legitimieren, nicht dulden würden; Lavrov ist nicht taub noch Analphabet. Warum fand „Genf 1“ dann statt, warum brachen Lavrov / Putin die „Verhandlungen“ nicht ab?
      Weil Obama Clinton zu dem Procedere gezwungen hatte (das immerhin konnte er), wohl wissend, daß sie und ihre Verbündeten es hintertreiben würden, und weil es aus russischer Sicht die imperiale Notwendigkeit gab, ein Modell für die Behandlung von Kollisionen zu schaffen, die sich zwangsläufig in Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan ergeben bzw. virulent werden, wenn die US-Armee aus Afghanistan „abzieht ohne abzuziehen“, und daher dortselbst, in Af-Pak. Zur Grundlage zählte der strategische Pakt Russlands mit der Türkei, der seine mittelöstlichen Interessen an der Basis saturierte, weil türkisches Territorium im Energie-Transit kaum zu umgehen ist. Weiter zählte die Erwartung dazu, daß Obama die Clinton-Fraktion auf östlicheren Schauplätzen an die „pazifische Wende“ würde binden können, u.a. auf Basis der Autorität Brzezinski’s, die vom künftigen Auftragsvolumen für den MIC, das die „pazifische Wende“ unabhängig vom US-Militärbudget versprach, bestens gestützt wurde.

      „Genf 1“ folgte der Lohn in Gestalt der Einbindung russischer Firmen in die künftige Vermarktung des Gases aus zypriotischen und israelischen Quellen, die Duldung umfangreicher russischer Verträge in Bagdad. Um Gwadar wurde es still, dafür ging es in Myanmar „zur Sache“.

  • Anonymous

    Vielen Dank für die Arbeit!

  • kaumi

    Es gibt Berichte, wonach die in Jordanien versammelten „Sondereinheiten“, die seit Monaten dort von westlichen Geheimdiensten trainiert werden und über die hier schon mehrfach berichtet wurde, simultan zum bevorstehenden „Bestrafungsakt“ in den Süden Syriens einsickern sollen. Die Vorhut soll durch die SAA aufgerieben worden sein. Dieser Umstand ist lt. meinen Informanten überhaupt der Grund zu dieser initiierten Schmierenkommödie.

    Die „Sondereinheit“ (trainierte Söldnereinheit) soll mehrheitlich aus Saudis und Jordanier bestehen und 4000 Mann stark sein. Sie sei gut mobilisiert, schwer bewaffnet und verfüge über mehrere gepanzerte Fahrzeuge bis hin zu kleineren Schützenpanzern.
    In der letzten Woche sollen in Amman vier hohe Generäle verhaftet worden sein, die Kritik an der jordanischen Vorgehensweise geäussert haben. Ihnen wird desweiteren vorgeworfen, die syrische Armee mit Interna versorgt zu haben. Diese weitergereichten Informationen sollen z.B. die letztlich in ihrem Umfang überraschende Aktion der SAA in der Region Ghouta erst ermöglicht haben.

    Es ist jetzt nicht so, dass ich jede Info, die ich bekomme, unbenotet hier reinsetze. Aber diese Geschichte erscheint mir in sich schlüssig und würde viele Einzelinformationen zu einem größeren Ganzen verbinden. Vieles erscheint unter obigem Aspekt nun logisch. Daher zur Kenntnisnahme mit dem Nebeneffekt, dass ihr ggf. weitere Puzzelteilchen/Links/Quellen ect. dazufügen könntet.

    Suria ya habibati, a`dili karamati…

    • Franz

      Selbiges Szenario wurde gestern hier schon erwähnt. Ich halte es für schlüssig. Man stelle sich vor, die syrische Armee kesselt die Spezialkommandos ein, und findet Beweise für deren Mittäterschaft..

    • kaumi

      Bekomme von einem russischen Freund gerade folgende neue Info:
      Das 1. russische Staatsfernsehen (1TV)hat in der gerade abgelaufenen 17h Sendung die Nachricht gebracht, dass sich südlich von Damaskus eingekesselte Mitglieder von amerikanischen, britischen, französischen und israelischen Spezialeinheiten befänden. Ihre Lage sei „hoffnungslos“. Der Sender soll interpretiert haben, dass aktuelles Szenario eine Art Nebelkerze zur Rettung dieser Männer sei.

      Da fließen viele unabhängige Infos streng in eine Richtung!

    • Georg

      Damit wäre auch die hektische Orgie der Zusammenkünfte der quer über den Globus reisenden amerikanischen, französischen und britischen Diplomaten zur „Sondierung der Lage“ erklärt.

    • Nach Berichten, die ich für glaubhaft und plausibel halte, wird der Auftrag der in Jordanien bereit stehenden Truppe, die bis auf einige Kommandeure tatsächlich aus Syrern bestehe, lauten, eine „befreite Zone“ im Süden von Takfiris zu räumen. Nach einer „Bestrafung“, die nominell den Regierungskräften, de facto den (syrischen) Affen, der unbotmäßigen Bevölkerung der US-Provinz „Naher Osten“ gilt.

  • Anonymous
  • Franz

    @apxwn

    Heute hat die linke Tageszeitung „Junge Welt“ aus deinem Block zitiert. Wohlbemerkt, in der Printausgabe! Ich dachte ich guck nicht richtig heute im ICE. Beim Sitznachbar in einer Zeitung „chartophylakeion tou polemou“ zu lesen :)

    Wenn DU es jetzt noch bis zur Bild schaffst, wird alles gut…

    PS: Haben Sie Deine Erlaubnis?

    LG Franz

    • Anonymous

      Herrlich Franz! Hab laut gelacht.
      Dike

    • Hier ist alles CC-BY 3.0. Ich hab‘ mal einen Artikel für ein Bild-ähnliches, sich als alternativ positionierendes Magazin geschrieben (Thema wie hier im Blog), aber der war denen „zu wenig lustig oder sexy“ (Zitat). Daraufhin hab‘ ich’s dann aufgegeben.

  • Anonymous

    An Russlands Stelle würde ich mal ein klares Wort sprechen !
    Indem sie ankündigen, das es bei einem massiven Angriff auf Syrien, vernichtende Schläge durch russische Atom-Uboote auf die Raffenerien und Häfen von Qatar und Saudiarabien, als sofortige Reaktion ausüben !
    Verdient hätten sie es jetzt schon.
    Zudem würde ich vor der US Küste, Biscaja (England,Frankreich,Ramstein) und Rom Uboote und Langstreckenbomber patrolieren lassen !

    Zudem Einheiten, in allen nötigen Ländern aufstellen, und auf die allseits bekannte Finanzelite und deren Familien ansetzen, die wahren Schuldigen der ganzen Kriege der letzten 200 Jahre und Befehlsinhaber der Nato, dadurch das sie die Staaten mit ihren Finanzen in der Hand haben.

    Der US Congress befehligt nicht die US Truppen, weil das Millitär nicht der USA untersteht,genau wie Waschington DC und die FED nicht zur USA gehören, sondern der crown company (CoL) Die 3 Kronen der Gewalt, sehr schön zu erkennen im Rothschild Wappen (Banker Gottes oder besser von Satan) !

    Lest mal im Kaiserkurier 1 Bericht von 3/2009 Alles LUG Und TRUG !
    http://www.kaiserkurier.de/kurier093/lug-und-trug.html

    Und macht euch schlau über Octogon, CDU Schwarzgeld und die Verflechtungen der Schweiz und des Vatikan ! Die Zionistischen Nazis !

    http://www.youtube.com/watch?v=xMSVoHB3AP8
    http://www.youtube.com/watch?v=CpTEggYPtA8

    In Syrien geht es um die Beseitigung der Zentralbank, die einzige die dann noch bleibt ist die vom IRAN !
    Ohne die komplette Kontrolle aller Zentralbanken weltweit, wird die Scheinwährung $ +€ kollabieren.
    Ziel ist es eine Weltwährung einzuführen die durch nichts als Waffengewalt gedeckt ist !

    • Anonymous

      Die Russen haben sich als nicht verlässliche Partner geoutet. Das absurde Theater mit den S300 Lieferungen war doch bereits ein deutliches Zeichen für die enorme politische Schwäche Russlands.
      Wären die S300 geliefert worden, dann hätten es die USraelis nicht so einfach.Russland wird nun nach und nach seinen politischen Einfluß im Nahen Osten und im Kaukasus verlieren.
      Stimme Russland schreibt dazu, Zitat:

      „Syrien ist für Russland kein militärischer Verbündeter und es gibt keinen Vertrag über gegenseitige Militärhilfe.“

      Der gesamte Absatz aus dem Artikel:
      „[…] Was soll Russland in der Region unternehmen? Litowkin schreibt: „Die Kriegsschiffe des russischen Mittelmeer-Geschwaders haben nicht vor, gegen die Amerikaner oder die Engländer zu kämpfen. Diesen Befehl werden sie kaum erhalten. Syrien ist für Russland kein militärischer Verbündeter und es gibt keinen Vertrag über gegenseitige Militärhilfe. Seine nationalen Interessen in der Region kann Russland trotzdem verteidigen. Das betrifft auch das Personal der schwimmenden Werkstatt im syrischen Hafen von Tartus. Derzeit besteht zwar keine direkte Gefahr für das Leben und die Gesundheit der russischen Fachkräfte. Im Notfall können sie aber in See stechen und von den russischen Kriegsschiffe in Schutz genommen werden […]“

    • Anonymous

      Ja das habe ich schon vermutet, weil ebend keine klaren Ansagen kommen !
      Die Bedrohung für Russland liegt auch mehr in den wirtschaftlichen Nachteilen, in der zukünftigen Versorgung von Europa mit Gas !
      Die Pipeline durch das Kaspische Meer wurde bereits abgesagt, Nabuco(BP+EU) erstmal auf Eis gelegt, allerdings wird die Pipeline von Iran (Assad Projekt) und die Gaspipeline von Saudiarabien (NWO Projekt) weiter gebaut.
      Southstream Bau wird auch forciert.
      Mal ganz davon abgesehen, was da noch für Gasreserver im Östlichem Mittelmeer liegen.(9 Billionen € wert, mehr als Saudiarabien und Iran zusammen jemals hatten.
      Geht wohl auch um das Gas vor der Küste Syriens. Griechenland hat auch einen riesen Anteil am Mittelmeer Gas, reicht um in 30 Jahren die aufgetricksten Schulden zu bezahlen—also war die Verschuldung von GR nur dazu installiert worden, das Gas umsonst zu bekommen.

      Tut mir weh, wenn wieder mal die Unschuldigen müssen sterben, denen man glauben gemacht hat, es ginge um Religion !
      In Wahrheit geht es um die Weltmacht einer 3. nicht sichtbaren Partei !
      Liess mal alles über Octogon. (Die Pharaonen Show).

      Die Verflechtungen dieser Organisation muss öffendlich gemacht werden.

  • Anonymous

    Apropos Libyen: Warum wird in den westl. Medien nicht der jetzige Zustand
    in diesem Land erwähnt- sprich Bürgerkrieg, Elend der Zivilbevölkerung,
    marode Krankenhäuser u. Schulen, Flüchtlinge…
    Auf wessen Befehl haben Sarkozy u. Cie. dort Krieg geführt?
    Wäre interessant, darüber die Wahrheit zu erfahren! Ähnliches Schicksal
    droht m.E. Syrien!