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Gratwanderung zwischen großen und kleinen Kriegen

Während die Russen detaillierte Untersuchungsergebnisse des Anschlags mit chemischen Kampfstoffen in Khan al-Assal vorlegen, in denen die Urheberschaft anhand von konkreten Beweisen (Analysen der Qualität des Sarin und des DIFP, der Geschosse, etc.) unzweideutig den “Rebellen” (konkreter: der “Bashair al-Nasr”-Brigade, die in der FSA organisiert ist) zugeschrieben wird, bemüht Kerry vollkommen fadenscheinige Lügen, von denen die Amerikaner nicht wirklich annehmen können, dass irgendjemand das schlucken soll. (Nebenbei: Kerry redet davon, dass der “Präsident” der “Opposition” – gemeint ist Ahmed al-Dscharba, Chef der sogenannten “Nationalkoalition” – derzeit in Deutschland ist und sich im Bundestag eine nette Zeit mit den von euch gewählten Volksvertretern macht.)

Die Beharrlichkeit, mit der die USA einen Krieg gegen Syrien durchdrücken wollen, wäre eigentlich Anlass dazu, die Motive und Pläne zu betrachten, denen Obama nun gezwungenermaßen folgen muss. Nochmals: dass der Giftgasanschlag in Ost-Ghouta eine Provokation auch für Obama darstellt, ist eigentlich nicht strittig. Man “fing” ihn im verlaufe der letzten Monate an zwei recht empfindlichen Stellen: einerseits ist das der Militärputsch in Ägypten, der ganz offensichtlich gegen den Willen der US-Administration über die Bühne ging. Allein dieses Ereignis macht deutlich, dass Obamas Positionen in Nahost recht schwach sind und die eher auf die politischen Gegner der derzeitigen US-Administration orientierten Eliten in Nahost so langsam zum Angriff übergehen.

Die andere Sache ist die sprichwörtliche “rote Linie” im Zusammenhang mit der Anwendung von Chemiewaffen. Am 21. August wurde aus dieser bis dato eher abstrakten Bedrohung ein Test für Obama: hält er Wort oder nicht?

Unter solchen Bedingungen ist eine “militärische Lösung” natürlich ideal, um seine Handlungsfähigkeit und Entschlusskraft unter Beweis zu stellen und allen die Mittel und Möglichkeiten aufzuzeigen, dass man durchaus noch Einfluss auf die Prozesse in Nahost zu nehmen gedenkt. Das Problem besteht indes allerdings darin, dass eine solche Machtdemonstration für Obama das Verhandlungstor mit dem Iran zuschlagen würde und er damit de facto zugunsten seiner politischen Gegner zu handeln beginnt. Es ist gar nicht verwunderlich, dass Saudi-Arabien der “Macher” der Provokation in Ost-Ghouta ist, während Israel gleichzeitig demonstriert, dass es in jedem Augenblick dazu in der Lage ist, einen Krieg vom Zaun zu brechen, ganz egal, welche Entscheidung letzten Endes in den USA getroffen wird. Obama befindet sich in einer klassischen Zugzwang-Situation. Egal, was er macht, seine bisherige Politik geht in die Brüche und spielt der transnationalen Korporatokratie in die Hände, während die Elite-Gruppe, die er repräsentiert, den Kürzeren zieht.

Diese Lage war sicher auch der Grund, weshalb er ungefähr eine Woche lang in den Schatten verschwunden ist. Als er seine Entscheidung zum Angriff auf Syrien und die Abstimmung durch den Kongress bekanntgab, mochte man annehmen, dass er einerseits Entschlusskraft demonstriert und andererseits die Verantwortung auf “die Demokratie” schiebt, wohl wissend, dass im Kongress zu der Frage keine Einigkeit besteht. Die üblichen Prozeduren sehen vor, dass beide – Senat und Repräsentanten – den Wortlaut ein und derselben Resolution befürworten müssen, den sie aber separat besprechen. Bei auch nur kleinen Änderungen am Text käme es zu Vermittlungskommissionen und damit zu Verzögerungen, die bis zu einem Moment anhalten können, in dem eine “militärische Lösung” schon nicht mehr so einfach in Aussicht ist.

Parallel dazu fliegt Obama zum G20-Gipfel, wo es gut sein kann, dass er Dialogbereitschaft signalisiert.

Vielleicht ist das bislang selbst in den hohen Kreisen noch unausgegoren, aber das, was bisher von seiner Seite zu sehen war, deutet darauf hin, dass es entweder keinen Angriff geben wird oder er höchst beschränkt – zeitlich wie räumlich – ablaufen wird, einfach, um einmal gebrüllt zu haben.

Aber die gefährliche Provokation Israels mit dem Abschuss von Raketen im Mittelmeer zeigt überdeutlich, dass das Netanjahu-Regime mit allen Mitteln darauf hinarbeiten wird, den Konflikt möglichst anzuheizen und auszuweiten, selbst mit solch groben Manövern, die zu banalen Kurzschlußhandlungen führen können. Hauptsache zündeln und möglichst den Iran hineinverwickeln, wonach es kaum noch möglich sein wird, einen größeren Krieg zu vermeiden. Ganz offensichtlich sieht Obama diese Gefahr und scheint nun überaus eifrig seine Entscheidung über einen Militärschlag durch House & Hill zu prügeln, dabei aber immer mit Akzent auf die zeitliche Beschränkung eines möglichen Krieges. Was mag der Sinn dahinter sein, dass Obama scheinbar übereifrig für seine Gegner aktiv ist?

Einer der wichtigsten Gründe hinter dem “Persien-Schwenk” der Politik Obamas seit dem vergangenen Herbst war die Unfähigkeit der Moslembrüder, seines Instruments, mit dem er und seine Gruppe an die Umformatierung des gesamten Nahen Ostens gegangen war. Unfähigkeit im Sinne eines Unvermögens zu regieren und die durch sie gestürzten Regierungen im alltäglichen politischen und wirtschaftlichen Leben ihrer Landstriche zu ersetzen.

Der “Arabische Frühling” war von Anfang an eine wenn auch eigenartige, so doch deutliche “farbige Revolution”, in deren Szenario es vorgesehen ist, dass nach dem Hinwegfegen eines Staates und einer Zeit des Chaos ein neues Regime an die Macht tritt, das sich an anderen als den bisherigen Kräftepolen orientiert. Die Verhältnisse in Nahost ließen diese “farbigen Revolutionen” ungleich brutaler und blutiger ablaufen als anderswo, aber alles in allem sind die Technologien, die zu diesen Aufständen geführt haben, auch hier ganz die gleichen.

Die Einfallslosigkeit und Regierungsunfähigkeit der “Brüder” führte nun in wirklich allen Ländern des siegreichen “Arabischen Frühlings” dazu, dass – ganz klassisch – eine Konterrevolution anstelle der Revolution eintrat. Die von der Macht entfernten bisherigen Eliten, die auf die US-amerikanische und transnationale Konzerne (anstatt auf Finanzzentren) orientiert waren (die man im US-amerikanischen Äquivalent hilfsweise als “Republikaner” bezeichnen kann) haben es an einigen Stellen geschafft, die Situation zu ihren Gunsten umschlagen zu lassen und die Macht wiederzuerlangen. Dabei waren die Islamisten, auf die Obama bis dato setzte, auch in der anderen Richtung unfähig, ihren radikalen Glaubensgenossen, den Salafiten, Substantielles entgegenzusetzen. Saudi-Arabien. Dem die Nahost-Umgestaltungspläne Obamas höchst zuwider sind, denn sie beträfen auch das Königreich selbst, das daran zugrunde gehen würde.

Bestes Beispiel dafür ist wieder Ägypten, wo es zu einer (wenn auch zeitweiligen) Allianz zwischen den Salafiten und der Militärspitze gekommen ist: beide gingen unter dem Protektorat Saudi-Arabiens gegen die Moslembrüder vor und haben im Endeffekt den Katar aus Ägypten geworfen. Obamas bisherige Bemühungen in diesem Quadranten wurden zunichte.

Allerdings muss er das noch Ende des vergangenen Jahres begriffen haben, weshalb “Plan B” – eine Normalisierung der Beziehungen zum Iran und durch dessen Stärkung eine Verstärkung der sunnitisch-schiitischen Auseinandersetzungen – angegangen wurde. Schiiten gibt es im Nahen Osten und Zentralasien weitaus weniger als Sunniten, aber sie sind alles in allem besser organisiert und verfügen über genügend Ressourcen, eine regionale Dominanz aufzubauen. Wichtiger ist aber, dass “die Schiiten” mehrfach ihre Fähigkeit einer gut funktionierenden Staatsführung bewiesen haben. Sowohl der halbklerikale Iran, als auch das halbsäkulare Syrien, das harte Regime in Bagdad und die quasi-staatliche Hisbollah haben eine reichhaltige Erfahrung in Sachen Staatsführung und die Fähigkeit, unter widrigsten Bedingungen inneren und äußeren Bedrohungen zu widerstehen.

Die “schiitische Achse” hätte das Instrument werden sollen, das die regionalen Veränderungen bewirkt, zu dem die Moslembrüder unfähig waren: nämlich die den Obama-Eliten widrigen politischen Regimes aus der Region zu entfernen. Der Iran könnte, wenn er sich auf die schiitischen Minderheiten auf der Arabischen Halbinsel stützt, “schiitische Revolutionen” bewirken, die unweigerlich zum Zerfall Saudi-Arabiens führen würden; das mehrheitlich schiitische Bahrain käme zur Umwälzung, und Verbündete gäbe es sicher auch im Jordanien, da die Haschimiten es natürlich nicht vergessen haben, dass die Saud sie seinerzeit aus Mekka herauskomplementiert haben. Varianten gäbe es auch in den Beziehungen zur Türkei und zum Irak, vielleicht auf Basis einer Lösung der “Kurden-Frage”.

Als führende Regionalmacht hätte der Iran alle möglichen Dinge in seiner Hand, am wichtigsten für Obama und seine Riege wäre aber die Orientierung der gesamten Region auf die Elite, die er repräsentiert. Klar, dass sowohl Israel wie auch Saudi-Arabien und die Türkei kategorisch gegen eine solche Entwicklung sind: jeder aus seinen eigenen Beweggründen, aber der Iran als Führungsmacht in der Region ist für alle gleichermaßen unannehmbar. Und so trommelt der israelische Premier zwar meist übergeschnappt-hysterisch, dabei aber beharrlich und konsequent zum Krieg USA vs. Iran, zieht immer neue “rote Linien” und scheut sich nicht vor unverhohlener Lüge, indem er Horrorgeschichten über eine “iranische Atombombe” erzählt.

Letzten Endes steht Obama an einer Schwelle, hinter der ein Konflikt mit dem Iran mehr als nur theoretisch möglich ist. Und er hat in der Zeit seiner “Versenkung” nach dem Giftgasangriff in Ost-Ghouta genau das zu “managen” versucht und versucht es in der Zeit, die er sich selbst durch die Übertragung der Entscheidung zum Überfall auf Syrien auf den Kongress gegeben hat, auch weiterhin.

In einer solchen Lage gilt das Prinzip: kannst du nichts dagegen tun, dann übernimm die Führung. Obama trifft die Entscheidung zum Überfall auf Syrien und versteht sehr wohl, dass ein Fiasko seiner Iran-Politik der Preis dafür sein könnte.

Das ist soweit der Hintergrund, wie man ihn aus den Ereignissen der letzten Zeit herauslesen kann. Was kann man an der Stelle daraus schließen?

Zum Ersten. Obama wird Krieg führen, aber dabei bestrebt sein, das “militärische Eingreifen” sowohl von den Zielen als auch von der Zeit her möglichst zu begrenzen. In dieser Phase ist es für ihn das wichtigste, keine direkte Einmischung des Iran zu provozieren. Das ist kein einfaches Unterfangen, denn egal, was für militärische Manöver stattfinden – der erbittertste Feind des Iran, Israel, bekommt bei einem solchen Szenario eine Fülle an Möglichkeiten, den Konflikt ausweiten zu lassen, etwa durch Provokationen der Hisbollah oder direkt des Iran. Das würde die “Gratwanderung” Obamas sofort aus dem Gleichgewicht bringen.

Zum Zweiten. Sollte der Iran trotz aller Schattendiplomatie gezwungen sein, in den Konflikt einzugreifen, kommt es fast unweigerlich zu einem regelrechten Regionalkrieg, und für diesen Fall hat Obama die Option, sich nach 60 oder nach 60 + 30 Tagen daraus zurückzuziehen. Nach Ablauf dieser Frist kann er einfach erklären, dass das US-Mandat damit endet, womit der Krieg und die Region sich selbst überlassen wird.

Und dabei behielte Obama die Initiative. Denn im Falle eines Rückzugs der Amerikaner steigen die Chancen der “schiitischen Koalition”, und nach Ablauf eines halben oder ganzen Jahres hat Obama Gelegenheit, als Friedensstifter aufzutreten. Damit hält er sich die Option warm, mit den Persern übereinzukommen und hat ganz nebenbei den chinesischen Interessen an der Region ordentliche Steine in den Weg gelegt.

Das sind natürlich nur Annahmen, die auf recht losem Grund stehen. Es mag alle möglichen Pläne geben, aber unter den gegebenen Umständen kann es sein, dass sie alle nichts helfen – die Region ist “volatil”. Bisher fügt sich das Verhalten Obamas aber in etwa in diese Rahmen.

Eine Sache konnte mir dabei bisher niemand beantworten. Weshalb hat Obama nicht einfach wahrheitsgemäß verlauten lassen, dass die Anwendung der chemischen Kampfstoffe in Ost-Ghouta eine abscheuliche Provokation der sogenannten “Rebellen” war? Er ist nun ganz offensichtlich nicht dumm, aber eben kein Held.

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Trackback von deiner Website.

  • Anonymous

    Wenn man sich die Koalition der westlichen Kriegstreiber ansieht, fällt einem eine Gemeinsamkeit auf: UK, die USA und schließlich Frankreich stehen kurz vor dem Staatsbankrott. In UK ist die Lage fast schlimmer als in Griechenland, und den USA fliegen derzeit die Bankrotte der Kommunen um die Ohren mit dem Risiko, dass das gigantische Ponzispiel platzt. Die Eliten sind dann un mittelbar bedroht, deshalb muss dringend ein Krieg her, möglicht eirer, der sich selbst finanziert und Beute verspricht. Ich glaobe, den Kriegstreibern steht das Wasser bis zum Hals, und sie hoffen auf die Flucht n ach vorne.

  • Anonymous

    Arprin,

    Danke für den Bericht, ABER:
    abseits aller Vermutungen und Prognosen wünschte ich mir eine Antwort von Dir, wie der einzig gültige Nenner des Westens, nämlich die Vertreibung Assads und der Hizbollah, denn ohne „totalen, syrienvernichtenden Krieg“ von Statten gehen soll?
    Im Grunde hat Obama bzw. das zionistische System nur genau 2 Möglichkeiten:
    – Krieg gegen Syrien/Hizbollah bis sie besiegt sind, koste es was es wolle, oder
    – Verzicht auf diese Option und Schlucken dieser Demütigung/Niederlage, kosre es was es wolle.
    Wärest Du Netanjahu, welche Option würdest Du wählen?

    Georg

    • Anonymous

      Sorry, nicht Arprin (anderer Blog, andere Gesinnung), sondern Apxwn

      Georg

    • Der Westen ist genausowenig monolithisch wie der Osten. Das zeigt sich doch überdeutlich an folgenden (teilweise symbolischen) Polaritäten:
      – Republikaner vs. Demokraten
      – Romey/McCain vs. Obama
      – Neocons vs. Finanzelite
      – Israel/Saudi-Arabien vs. Iran
      – Rockefeller vs. Rothschild
      – etc.
      Netanjahu ist kein Kumpel von Obama und andersherum. Sie vertreten verschieden ausgerichtete Eliten. Als Netanjahu würde ich (Gott bewahre) genau das tun, was er auch tut: versuchen, mit aller Macht den einzigen regionalen Konkurrenten, den Iran, auszuschalten, und zwar möglichst auf Kosten anderer, sowie Chaos um mich herum aufzubauen, um in der regionalen Vormachtstellung unangefochten zu sein.

    • Anonymous

      Danke.
      Dann verbliebe noch die (Kern-) Frage, wer die USA lenkt, die Zionisten, oder der aktuelle amerikanische Präsident?

      Georg

    • DerBaske

      „Als Netanjahu würde ich (Gott bewahre) genau das tun, was er auch tut: versuchen, mit aller Macht den einzigen regionalen Konkurrenten, den Iran, auszuschalten“

      Also Georgs Option 1…

  • Jörg

    Obama hat leichtes Spiel, weil es – bis auf den unvergleichlich schwächeren Iran – keine wirklichen Gegenspieler gibt. Ein Unglück für Syrien!
    „RUSSLAND-SYRIEN: WIR WERDEN ZUM NARREN GEHALTEN“ – http://apxwn.blogspot.de/2013/09/gratwanderung-zwischen-groen-und.html

    • Er hat aber eben gar keine Lust, den Iran zum Gegenspieler zu haben.

    • Anonymous

      Das mit dem Iran ist eine wirklich sehr spannende Frage! Gerade las ich einen Artikel von Stratfor (http://www.stratfor.com/analysis/iran-managing-us-military-action-syria), der darauf hinweist, dass der Iran durchaus auch Profit schlagen könnte, aus einer us-amerik. Intervention.

      Israel. Falken, wie „Bibi“ Netanjahu, haben deshalb wohl die Wunschvorstellung, dass Syrien den Iran zu einem massiven Eingreifen bewegt, welches wiederum die USA zu einem Schlag gegen den Iran provoziert. Syrien sozusagen als Köderfisch um den Iran zu fangen. Den USA könnte das zu teuer sein. Hoffe ich jedenfalls!

    • Ja, eben, auf diesen Stratfor-Artikel beziehe ich mich ja oben auch teilweise (hab ihn an den jeweiligen Stellen auch verlinkt)… Und da Stratfor sowas wie eine Privat-CIA ist, sollte man den Texten doch etwas Aufmerksamkeit widmen.

    • Anonymous

      Extrem spannend, das Ganze, so wie dieses Projekt, „Umgestaltung von Middle East im Sinne Israels und den USA, in die Endphase kommt.

      Wenn der Iran nicht auch noch angegriffen und zerschlagen wird, dann ist der ganze Plan nicht nur unvollkommen, sondern regelrecht gescheitert und kann zum Bumerang werden!
      Das Chaos, das die USA mit ihren widerlichen Helfern überall angerichtet haben, bietet dem Iran manche Chance. Er könnte tatsächlich gestärkt aus dem Konflikt hervor gehen.

      Wenn für einen Angriff auf den Iran das Geld nicht mehr reicht, dann lach ich mich schlapp. Kurz vor der Oase verdurstet und das trotz dieser konzentrierten Intelligenz in den vielen Thinktanks.

      Obama, so mein Gefühl, spürt das Dilemma, dass durch die Beschlagnahme der USA durch den für sie so fernen Nahen Ostens, sie nicht nur ihre Ressourcen nach Außen statt nach Innen leiten, sondern auch ihre Aufmerksamkeit. Vor lauter Außenpolitik kommt der Präsident kaum noch zur Innenpolitik. Das kann sich böse rächen, denn die Rendite der Aggressionspolitik kann im verwickelten, komplizierten Nahen Osten noch lange auf sich warten lassen, da hilft am Ende auch nicht mehr die Notenpresse und die Deckung des Dollars durch das Militär!
      // Jowi

    • Jörg

      @apxwn, 5. September 2013 22:15
      „Er hat aber eben gar keine Lust, den Iran zum Gegenspieler zu haben“

      Wie kommst Du denn darauf? Die USA muß doch den – so lecker ölreichen! – Iran nicht fürchten! Außerdem hat die USA Verbündete – z. B. Israel (und damit indirekt auch Rußland; das nützt den Yankees ja jetzt schon beim Afghanistankrieg, an welchem ja Rußland nicht unerheblichen Anteil hat). Wenn Syrien erst mal plattgemacht wurde, hat der Iran nur noch die kleine Hisbollah zum Bündnisgenossen.
      Ich erinnere mich noch wie bei beiden Irakkriegen jeweils warnende Töne aus Moskau kamen, im Sinne von, ‚die USA würden ein Fiasko erleben‘ und regelrecht zur Ader gelassen werden .Auch Scholl-Latour sprach von einem „Häuserkampf“ Haus für Haus, Mann für Mann, daß der jeweilige Bush (der älter und der jüngere) innenpolitisch nicht überleben werde.
      Tatsächlich war es für die Yankees (und die letztlichen Betreiber: die Israelis) „a piece of cake“! Siehe dazu : http://www.youtube.com/watch?v=0AQI04k6Vds

      Mit dem bereits jetzt erheblich geschwächten Iran wird es genauso leicht werden!

    • @Jörg – 6. September 2013 08:46

      Der Iran ist fast 4 mal so gros wie der Irak mit einer sehr gebirgigen Topographie und hat 3 mal mehr Einwohner mit einem hohen Bildungsstand und haben auch schon mal 2 US Drohnen mit ihrem Informatik Knowhow zur kontrollierten Landung gebracht und in Besitz genommen.

      Die grösseren Städte sind über das ganze Land verteilt und jeweils zumeist von Gebirge umgeben. Dadurch können angreifende Bodentruppen sehr effizient auch mit konventioneller Technologie und Guerilla-Taktik bekämpft werden. Iran kann seinen Nachschub über mehrere Schifffahrtswege oder Nachbarländer organisieren und Sie haben ein stattliches Vermögen in Gold angehäuft um so manchen Deal zu finanzieren.

      Sollte der Iran angegriffen werden, könnten Sie den internationalen Schiffsverkehr in der Region, mit wenigen Aktionen, zu 100% unterbinden, da die Versicherungsprämien für die Tanker und Frachter nicht mehr bezahlbar wären.

      Der Irak hingegen ist fast gänzlich Flachland, und als ehemaliger Verbündeter der USA hatte die Nato auch umfangreiche Informationen. Die wichtigsten Städte befinden sich alle in der zentralen Ebene und waren somit schwer zu verteidigen.
      Die irakischen Panzer waren ruck-zuck eliminiert und gebirgige Rückzugsgebiete für die irakische Armee waren nicht vorhanden, respektiv sind angestammte Gebiete der Kurden.
      Eingekesselt zwischen Saudi Arabien, Jordanien, Syrien, Iran und Kuwait, mit schmalem Zugang zum Roten Meer war der Irak-Krieg für die hochgerüsteten Nato-Truppen ein leichtes Spiel.

      Mit deiner Aussage: ..“Wie kommst Du denn darauf? Die USA muß doch den – so lecker ölreichen! – Iran nicht fürchten!“ ;hast Du dich einfach selbst zu einem nicht glaubwürdigen Dilettant gemacht.

      Wie so Viele, verfügst Du vermutlich nicht einmal über eine fundierte militärische Ausbildung und beziehst Dein Wissen aus Büchern und dem www.

      Um den Iran konventionell einzunehmen, bräuchte es zumindest einen Bestand von mehr als einer Million Soldaten allein am Boden.
      Von der notwendigen Logistik und Kosten will ich gar nicht sprechen.

      …und was hat Russland mit dem Nato-Krieg in Afghanistan zu tun?

    • Anonymous

      Und nicht zu vergessen die Moral der Truppe. Deswegen hat auch die syrische Armee bis jetzt durchgehalten. Wie jetzt erkennbar wird, haben die amerikanischen Soldaten gar keine Lust aufs Kämpfen. Warum auch und für wen? Ihnen wird langsam auch klar, dass sie nicht die Sicherheit Amerikas in Afghanistan oder Irak und jetzt vielleicht bald in Syrien verteidigen.
      Dike

    • @Dike
      Richtig, die Moral ist das Rückgrad und die Liebe zum Land, das Herz.
      Kennst Du das Löwendenkmal in Luzern? – Es ist der „TREUE UND TAPFERKEIT“ der Schweizergarde gewidmet, die den Französischen König schützte und ,im Verlauf der französischen Revolution, bei der Verteidigung des Tuilerienpalastes, 750 Mann ihr Leben gaben.

      Vieles der Situation in Syrien, erinnert mich auch an unsere schweizerische Geschichte.

      Mit Treue und Tapferkeit haben unsere Vorfahren in unzähligen Schlachten, gegen die europäischen Grossmächte, die Unabhängigkeit und Freiheit für unser Land erkämpft.

      Treue und Tapferkeit zeichnen auch die Syrische Armee aus, und solange die Liebe zum eigenen Land da ist kann Syrien nie besiegt werden!

    • TomGard

      Sirola,

      ich bin der Letzte, hier die Gouvernannte zu geben, und will das auch nicht tun, sondern Dir nur einen Vorschlag unterbreiten. Denk bitte, und sei es nur pietistisch, an Leute, denen das Töten und Sterben aktuell aufgezwungen wird, und die vielleicht keine Lust haben, sich Deine Begeisterung für’s garantiert gerechte Morden und Sterben anzutun, oder es vielleicht gar so eklig finden, daß sie sich im Geschäft des organisierten Massenmordens und -vergewaltigens nicht so gut auskennen, wie Du behauptest, es zu tun? Hm?
      ————–

      „Um den Iran konventionell einzunehmen, bräuchte es zumindest einen Bestand von mehr als einer Million Soldaten allein am Boden.“

      Weil das wohl so plus / minus 500 Tausend stimmen wird, wurde diese Option halt nie nicht debattiert – und ich habe immerhin so rund zwei Dutzend Think-Tank-Expertisen zu mittelöstlichen / zentralasiatischen Konfrontationsszenarien studiert, von Brookings, ISW, ICG, Abstracts bei Jamestown, oder von Abschlußarbeiten an US-Militär(hoch)schulen.

      Auch über sehr konkrete Vorbereitungen der CSTO auf künftige Irankriegs-Szenarien habe ich gelesen. Sie enthalten obligatorisch die Optionen zeitweiser Sicherungsbesetzungen iranischen Territoriums, entweder in Zusammenarbeit mit örtlichen Ordnungskräften, oder zu ihrem Ersatz, um das Übergreifen von Konflikten und Flüchtlingschaos auf die Nachbarländer wenigstens einzudämmen.

      Das alles läuft auf die Antizipation hinaus, daß „im Falle eines Falles“ ein atomarer Enthauptungsschlag gegen den Iran geführt und das Land anschließend dem Chaos überlassen wird.
      Demnach, Sirola, hätte Deine militaristische Begeisterung Dich und mit Dir Dein Publikum auf den Holzweg eines bloß phantastischen Szenarios verführt. Das mag meinen ästhetischen Einwand weiter oben vielleicht stützen …

    • Anonymous

      @ Sirola

      Leider kenne ich das Denkmal nicht, aber bei meinem nächsten Schweiz Besuch werde ich es mir ansehen. Zumindest werde ich jetzt mal über diese Geschichte nachlesen. Sie zeigt, wie auch andere Beispiele, dass die stärksten Waffen Menschen, die Ideale haben und Moral, nicht zerstören können. Ich bin auch überzeugt, dass Syrien nicht gebeugt werden kann.

      Danke.
      Dike

  • habkind

    Ich habe noch nie gehört, dass ein Präsident eines beachtlichen Staates (in dem Fall Putin),
    den Außenminister der stärksten Nation mehrmals öffentlich einen Lügner nennt.
    Hat Putin diese Äußerung unbedacht geäußert, aus einem Gefühl der Hilfslosigkeit, des Wutes, der Verärgerung?
    Nein, er hat es in seiner typisch ruhigen und bedachten Art vor allen Zuschauern und allen Fernsehkameras
    gesagt und sich enttäuscht gezeigt über den Lügner Kerry, mit dem er ja schon öfters gesprochen hat und
    eigentlich noch sprechen muss.
    Er hat Kerry als Außenminister der absichtlichen und mehrfachen Lüge bezichtigt.
    Auch wenn es, wie die Geschichte gezeigt hat, zu den vielen unabdingbaren Eigenschaften eines
    amerikanischen Außerminister auch die Eigenschaft gehört, überzeugend und ohne rot zu werden lügen
    zu können, und das jeder Mensch weiss, wird es doch in der Öffentlichkeit nie geäußert, geschweige
    von einem anderen Diplomaten und Präsidenten.

    Putin kann also keinen Rückzieher mehr machen – er hat diese Worte ausgesprochen,
    um Obama (ich vermute auch Israel, dass ja hinter diesem Theater die Fäden zieht) damit
    zu sagen, dass er nicht mehr klein beigeben wird können.

    Bleibt Obama bei einem Angriff auf Syrien, wird
    er auch gegen Russland – wie auch immer – kämpfen müssen.

    Das einzige Zugeständnis, dass Obama gegeben werden könnte, ist der eines harmlosen, gesichtswarenden Angriffs mit
    Tomohawks, die so wenig Schaden wie möglich anrichten werden.
    Vielleicht lässt sich nach diesem verbalen Angriff Putins sogar Obama von den Beweisen,
    die Russland zum Giftgasangriff hat, überzeugen und zieht sich zurück. Aber das wäre zu viel des Guten.

    Nach dieser Ohrfeige gibt es Krieg oder die Parteien besinnen sich.

  • Anonymous

    Hallo, bin ganz neu hier und lese mich in die Hintergründe erst ein… Sehr aufschlussreiche Arbeit Apxwn! Danke für die schlüssige Aufklärung, habe betreffend der Syrienkrise ganz neue Sichtweisen erlangt.

    Was ich in diesem letzten Beitrag nicht so richtig begriffen hab, ist die Tatsache, dass bei Ihrer Ausführung die Worte Russland, Putin usw. kein einziges mal fallen.
    Wie soll Obama diesen Konflikt gegen Syrien führen ohne die RF zu provozieren? Russland wird sich doch wohl kaum aus dem Konflikt raushalten oder?

    Grüße, Sanchez

    • Russland hat momentan primär die Aufgabe, den eigenen Zerfall möglichst noch fernab der eigenen Grenzen abzuwehren. Russland steht auf der Abschussliste, die Bomben ticken auf ganz genau dieselbe Weise wie einst in Syrien oder auch im Iran. Du findest einiges an Texten hier, aber zur Illustration etwas aktuelles zu diesem Thema: „Russlands unsichtbare Syrien-Front“. Und derlei spielt sich nicht nur im Nordkaukasus ab, sondern im Ural, im Wolgagebiet, ja bereits in „den Hauptstädten“ (Moskau und St. Petersburg, letzteres vor kurzem wieder aktuell durch die Vorgänge am „Apraksin“-Markt).

      Mit anderen Worten, das „syrische Szenario“ steht Russland auch bevor, mit gewissen Nuancen, natürlich. Die Russen brauchen Zeit, sich vorher zu konsolidieren.

      Das ist sicher nicht der einzige, aber sicher ein wichtiger Grund für die russische Syrien-Politik.

    • Anonymous

      Danke für die Antwort! Wenn ich nach der Lektüre etwas schlauer bin, komme ich darauf bestimmt wieder zurück.

    • Anonymous

      Hallo apxwn,

      ich verstehe nicht, wieso dann Russland und Iran nur „bescheiden“ agieren, wenn beide doch auf der Abschussliste stehen.

      Ein NATO-Pendant (äquivalent zum eh. Warschauer Pakt) wäre schon seit Jahren existentiell für die bedrohten Staaten, oder? Warum gründen die keine Allianz mit China, Iran, Russland etc. als militärisches Beistandsbündnis? Dann wäre schnell Ende mit der Ausbreitung des Imperiums und schleichender Zersetzung der schwachen Einzelstaaten.

      Jetzt scheint mir das alles eh schon zu spät zu sein, warum das aber nicht erkannt wurde, ist mir schleierhaft.

      Der Westen fusioniert stetig weiter, militärisch, politisch, wirtschaftlich und die bedrohten Mächte wie China, Russland, Iran, Syrien versuchen in lockeren, unverbindlichen Bündnisse ihr „Glück“ auf eigenem Weg. Das Ergebnis sehen wir ja.

      Nach Syrien – der Untergang ist jetzt auch formal durch das Imperium beschlossen – folgt der Iran. Dann werden wir hier genau die selben Diskussionen führen, wie wo wer was tun kann. Dann brauchen wir nur noch die Worte Syrien durch Iran zu ersetzen. In ein paar Jahren sind wir dann Beobachter im Blog beim russischen Bürgerkrieg gegen Al Quaida usw. Wenn das alles nicht so durchschau- und erwartbar wäre könnte man fast lachen.

    • Jörg

      @ Sanchez Anonym, 5. September 2013 22:03
      „Russland wird sich doch wohl kaum aus dem Konflikt raushalten oder?“

      Rußland steht auf Seiten Irsraels!
      Rußland ist deshalb ein Feind des Iran wie es ein Feind Libyens war und wie es derzeit ein Feind Syriens ist. Hier der link (der weiter oben versehentlich falsch angegben war):
      „RUSSLAND-SYRIEN: WIR WERDEN ZUM NARREN GEHALTEN“ –
      http://julius-hensel.com/2013/09/russland-syrien-wir-werden-zum-narren-gehalten/

    • @Anonym 06.09.2013 08:39
      Bescheiden agieren, na, ich weiß ja nicht. Hier, schau mal, das kam heute morgen: Iran Plots Revenge. Das sind Dinge, die (zumindest wirtschaftlich) weltweit einschlagen werden.

      Ein NATO-Pendant gibt es, die OVKS. Eher ein Papiertiger zwar, aber man müht sich. Russland und China sollen/wollen zum aktuellen G20-Gipfel ein eigenes ($-unabhängiges) Devisensystem einführen – die Spekulationen gingen schon so weit, dass dies das eigentliche Ärgernis für die VSA darstellt, um dessentwillen sich das ganze Trara im Mittelmeer aufbaut.
      Der Iran ist auch nicht unbedingt mit Russland befreundet (wenn auch natürlich nicht verfeindet) – zumal man alles dafür tut, dass es nicht zu einer Freundschaft kommt. Erst im August (glaube ich) gab’s ’ne Absage des Putin-Besuchs im Iran aufgrund protokollarischer Dinge. Alles sehr schwierig. In den BRICS sind die Inder eher der schwierige Teil. Tja, damit hast Du nicht unrecht. Unter den Labels „ovks“ und „brics“ gibt’s hier ein paar dahingehende Texte.

    • @Jörg – Diesmal hast du den Link richtig gesetzt. Ich halte solche Überlegungen für durchaus angebracht, aber dort wird nicht differenziert. Man sollte generell mehr in Interessensgruppen denken als in Staaten oder Ländern. Interessensgruppen gibt es auch in Russland genug, darunter solche, auf die Du anspielst.

    • Anonymous

      Ich lese erst seit Kurzem hier mit und bin sehr froh auf diesen Blog gestossen zu sein. Die geäusserten Kommentare zeugen meist von Sachkenntnis und regen zum Denken an.

      @jörg
      Ich habe den Artikel gelesen und die dort genannten Argumente, die du auch vertrittst, sind ungefähr so stimmig, wie die pro-russischen in diesem Blog.
      „An den Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Bis jetzt hören wir nur Säbelrasseln. Es gibt viele Unbekannte in diesem Konflikt.

      Was ich hier noch einwerfen möchte, ist die Frage nach der Meinung und dem Verhalten der Bevölkerung der beteiligten Staaten. Gut, im Nahen Osten sollte die Stimmungslage klar sein. In den westlichen Ländern sieht das schon anders aus. Es ist schon fast Commonsense, dass die Syrische Opposition von Extern ausgebildet und finanziert wird, und viele Leute haben Irak 03 nicht vergessen. Das UK-Parlament stimmt ab und entscheidet sich gegen einen Einsatz. In den USA mehren sich die Proteste gegen ein Einschreiten. Gestern erschien sogar ein Artikel in der Times, der das Vorgehen der Rebellen kritisiert.
      Daraus schliesse ich folgendes:

      a) Die Eliten wissen wie heiss die Lage ist. In allen westlichen Ländern ist die Lage kritisch (Staatsüberschuldungen, Spekulationsblasen, Migration…) und die Politiker spüren den Druck von Unten. Sie wissen, falls sie in Syrien intervenieren, dann absolut gegen den Willen der Bevölkerung. Deswegen wird umgeschwenkt und nicht eingegriffen. Dies hätte natürlich eine grosse Paradigmaänderung zur Folge.

      b) Es wird ein Militärschlag des Westens geben. In den westlichen Ländern gehen Leute auf die Strasse, die Proteste werden aber rigoros zerschlagen worauf es in USA und Europa zu grösseren und vorhergesagten Unruhen kommt, da die Stimmung schon angeheizt ist. Danach wird eine Lösung „präsentiert“.

      c) Man schert sich einen Dreck umd die öffentliche Meinung und verfolgt Blind die Agenda, die wir vielleicht im Ansatz erkennen, die uns aber zu einem Grossteil verborgen bleibt.

      Täglich gibt es neue Wendungen in diesem Konflikt. Möge uns ein Krieg erspart bleiben.
      Largo

    • Jörg

      @ apxwn, 6. September 2013 09:42
      Du weißt, daß ich deinen Blog, apxwn, sehr schätze. Die Lage wird noch einfacher dadurch, daß wir vermutlich fast immer derselben Meinung sein dürften (wenigsten ist das, was Du schreibst – viel öfters als auf anderen blogs – ganz meine Meinung).
      Auch hier ist Dein Hinweis: „generell mehr in Interessensgruppen denken als in Staaten oder Ländern“ in der Tat nicht von der Hand zu weisen.

      Mir war es allerdings wichtig, aufzuzeigen, daß die heutige Politik Moskaus nicht ein Gegenpol zum US-israelischen Imperium ist (wie einst die Sowjetunion). Dies glauben viele, und ja, auch ich habe dies lange Zeit so gesehen.
      Vielmehr ist Rußland eher ‚Nato-assoziiert‘ (wie Israel, das ja auch kein Nato-Mitglied ist und dennoch der Nato sehr nahe steht).

      @ Largo
      Richtig: die „Meinung und (das) Verhalten der Bevölkerung der beteiligten Staaten“ ist bei uns z. B. absolut konträr zur Politik der herrschenden Parteien – sowohl was die vielen Nato-Kriege angeht, wie auch was die Banken angeht. Für die Bürger Rußlands gilt sicherlich dasselbe. Gerade deswegen muß Putin immer so tun als sei er gegen die Nato-Eroberungskriege.

      Tatsächlich hat Putin diese Kriege aber immer angeheizt (m. E. im israelischen Interesse – wie ja auch die in der BRD herrschenden Parteien deutsche U-Boote an Israel verschenken: nicht im deutschen, sondern im israelischen Interesse)!
      Beim widerwärtigen Krieg gegen Afghanistan hilft Rußland sogar nach Kräften beim Ausblutenlassen dieses uralten Landes mit (genau wie die BRD!)! Und nicht nur beim Überfall auf Libyen hatten Medwedew-Putin die USA und deren Alliierten tatsächlich unterstützt! Bereits beim 2. Irak-Krieg goß Putin fortlaufend Öl ins Feuer: „PUTIN SAYS IRAQ PLANNED US ATTACK“ – http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/3819057.stm ; „BUSH WAS RIGHT ABOUT IRAQ. (PUTIN WARNED HIM BEFORE 9/11)“ – http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1630187/posts .
      Wir wissen heute, daß sämtliche Anschuldigen Putins gegen Saddam Hussein erstunken und erlogen waren und nur der Aufstachelung zum Krieg dienten (in Israels Interesse)!

      Sogar den 911-Truthern gegenüber stellte sich Putin eindeutig auf die Seite der US-Diktatur: „9/11 INSIDE JOB “IMPOSSIBLE TO CONCEAL,” SAYS VLADIMIR PUTIN“ – http://www.iraq-war.ru/article/253777 .

    • Anonymous

      @ Jörg

      Der investigative Journalist Joel Mawbray, der diese Info bringt, dass Putin Bush gewarnt haben soll, ist in meinen Augen sehr fragwürdig. Er ist eindeutig pro Israelisch und seine Darstellung der Vorgänge vor dem 11. September sind entweder naiv oder dienen der Entlastung der Bush Regierung. Ich muss mich wundern, dass Du sowas verlinkst. Es wird immer offensichtliche, dass Du eine anti russische Stimmung verbreiten möchtest. Was für ein Interesse sollte Russland daran haben, sich für Israel einzusetzen? Wer so einen Freund wie Israel hat, braucht keine Feinde.
      Im Übrigen wird alles, was wir lesen von Menschen geschrieben, die jeder für sich eine eigene Agenda verfolgen, oder sie werden bezahlt bestimmte Dinge zu schreiben. Also muss man alles gewaltig abwägen und untersuchen, bevor man daraus Fakten macht. Das musste ich auch erst lernen. Das trifft auch auf ria.n. zu die hier oft zitiert wird. Die russische Regierung ist nur einer von vielen Kunden dieser Nachrichten Agentur. Würde sie alles im Sinne von Putin schreiben, würde man sagen ein Propaganda Organ der russischen Regierung. Schreibt Ria.n vom syrischen Regime, wird auch geschimpft. Die Zeiten haben sich eben geändert und das ist doch eiin Zeichen, dass Russland keine gleichgeschalteten Presseorgane hat.
      Wir können nicht wissen, was Russland tun wird. Es wird an den Taten in der nahen Zukunft gemessen. Ich habe es schon einmal geschrieben und ich bin überzeugt davon, dass Russland keinen Krieg möchte. Das hat die russische Regierung auch immer wieder betont.

      Das heißt, Russland zeigt der Welt, dass es Frieden will und diplomatische Lösungen für Konflikte, im Gegensatz zu den geifernden Kriegstreibern in den USA, Saudi Arabien, Israel und Türkei. Das findet Anerkennung und Zustimmung, wie man auch auf dem G20 Gipfel sehen konnte. Während in den deutschen Medien Putin als einsamer Politiker dargestellt wurde, zeigte die BBC wer der wirklich einsame Mann auf diesem Gipfel war, Barack Obama!
      Putin kann am Ende wenigstens sagen, er hat alles versucht, das Schlimmste zu verhindern, während den USA niemand mehr ihre heuchlerische Betroffenheit abnimmt.

      @ alle

      LeChevalier hat es schon erwähnt. Maaloula ist von der syrischen Armee befreit worden. Maaloula ist ein christliches Dorf. Es ist wunderschön dort. Man stelle sich vor, dort wird noch Aramäisch gesprochen, die Sprache die Jesus gesprochen haben soll. Die Terroristen wollten dort alles zerstören.

      Dike

    • Nobilitatis

      Zu Maalula wieder einmal Joshua Landis Blog lesen (Beitrag nicht von ihm).

    • @apxwn
      Deine Anmerkung: „Russland und China sollen/wollen zum aktuellen G20-Gipfel ein eigenes ($-unabhängiges) Devisensystem einführen..“ ; ist nicht nur angedacht, sondern wird auch bald sehr zügig mit Hilfe des schweizerischen Banken- und Börsen- Knowhow’s umgesetzt.

      Das gesamte Privatkunden-Vermögensverwaltungsgeschäft wurde bereits vor einiger Zeit von der Bank of China an die Bank Julius Bär übergeben.
      Am 6.Juni wurde, nach mehrjährigen Verhandlungen, ein über Tausend Seiten umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China unterzeichnet, dass in etwa einem Jahr in Kraft tritt. Unter Anderem geht es dabei auch um das Knowhow der Schweizer Börse die eine qualitative Leaderposition im elektronischen Handel erreicht hat und um die Erfahrung im Finanz- und Versicherungsbereich.

      Dass unsere Finanzbranche immense Verluste in den Anglo/US-Märkten eingefahren hat, unser Gas Abkommen mit Iran durch die USA verhindert wurde und unsere gesamte Volkswirtschaft seit einigen Jahren rechtswidrig erpresst wird, hat uns zu einigen taktischen Schritten genötigt.

      In den Herzen der Schweizer Bevölkerung brodelt es deshalb schon ganz gehörig und wir mussten ein vorschnelles Einlenken unserer Landesregierung auf rechtswidrige Forderungen der USA verhindern.

      China hat die Situation der Schweiz richtig eingeschätzt und wir werden die Chancen zum gegenseitigen Nutzen ergreifen um uns und der übrigen Welt eine Alternative zu Wallstreet & the City of London, für den freien Zahlungsverkehr, Konvertierbarkeit der Währungen, Clearing usw., anzubieten.

      Dass selbst etliche US Firmen ihre sensiblen Daten ausschliesslich nur noch in der Schweiz hosten sei hier nur am Rande bemerkt.

      In Genf und Zug haben die grössten Rohstoffhändler ihren Hauptsitz, führende Chinesische Telekomunikationsfirmen sind ebenso da.

      Ich persönlich gehe davon aus, dass uns dies gelingen wird. Danach wird die Vormacht des Anglo/US-$ Imperiums zusammenbrechen.

    • TomGard

      Hochinteressant, Sirola.

      Geht denn das ohne Beteiligung der Wall-Street?

      Ohne jetzt in meine alten Unterlagen zu schauen meine ich mich zu erinnern, daß in m.E. ernst zu nehmenden Papieren so um 2005 / 6 herum von einem MoU zwischen Fed und der chinesischen KP die Rede war, für 2016/7 die Konvertibilität des Renmimbi anzustreben.

      „Danach wird die Vormacht des Anglo/US-$ Imperiums zusammenbrechen.“

      Was heißt denn in diesem Zusammenhang für Dich „Zusammenbruch“?

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Nael

    Al Mayadeen berichte das Schaaban, die Beraterin von Assad in Petersburg aufhält, um Beweise für Giftgaseinsatz von Rebellen vorzulegen.
    Über die libanesische Grenze kommen wieder viele Extremisten, aus Tripolis.

  • TomGard

    Zu Russlands Kaukasus-Politik:

    http://www.atimes.com/atimes/Central_Asia/CEN-01-050913.html

    Zu den geopolitischen Konsequenzen zählt ein Punkt, der in dem Artikel nicht erwähnt wird: Die russischen Staatsunternehmen wären nicht verpflichtet, auf westliche Vermarktungswege zu setzen, die angesichts der vielen Vermittler und Mitverdiener nicht besonders lukrativ erscheinen. Die Alternative wäre der Anschluß kaukasischer Quellen an die Verbindung Kasachstan-China.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Anonymous

    »Weshalb hat Obama nicht einfach wahrheitsgemäß verlauten lassen, daß die Anwendung der chemischen Kampfstoffe in Ost-Ghouta eine abscheuliche Provokation der sogenannten “Rebellen” war? Er ist nun ganz offensichtlich nicht dumm, aber eben kein Held.« – Vielleicht hat er an Kennedy gedacht.

  • Anonymous

    @Nael:

    Ich dachte die libanesiche Grenze wäre „safe“ nach Al Qusair? Hmm, merkwürdig, scheint als wenn die Initiative allein schon durch die Drohung der Intervention seiten der USA sich zu den Rebellen verlagert. V.a. scheinen die endlose Massen an Dschihad-Kanonenfutter bereitstellen zu können. Ein strategisches Dilemma, aus dem Syrien sich nicht mit eigener Kraft befreien kann fürchte ich.

    • Anonymous

      Die prosyrischen Grenzposten sind im Rahmen der Generalmobilmachung und Zusammenzug der Hizbollah-Einheiten abgezogen worden. Es ist nach großem Krieg aus.

      Georg

  • LeChevalier

    Mal einige Nachrichten, die ganz aktuell sind!

    Es gab ja mal Gerüchte darüber, doch jetzt ist es gewiss. Die SAA hat an geheimen Orten provisorische Start- und Landebahnen für ihre Kampfjets errichtet haben, um nach einem US-Angriff weiter handlungsfähig zu bleiben. Für mich sind diese Männer Helden. ALLAH YINSIRIN!!!

    Russland hat der UN ein etwa 80-seitiges Dokument zukommenlassen, wo bewiesen wird, dass die Terroristenteufel für die Giftgasattacke verantwortlich waren. Zum Vergleich: Der US-Beweisbericht umfasste knapp fünf Seiten, die französische Version immerhin neun…

    Die Türkei rüstet an der Grenze massiv auf. Yayladagi in der Provinz Hatay ist ab sofort militärisches Sperrgebiet.

    Vorgestern hat der syrische Vize-Verteidigungsminister angekündigt, dass bei einem US-Angriff die Nachbarn Jordanien und Türkei mit Vergeltungsschlägen zu rechnen hätten.

    Die syrische Armee hat gestern die vollständige Kontrolle über das Gebiet um Maloula erlangt. Terroristenangriffe im Anschluss wurden erfolgreich abgewehrt.

    Der iranische Admiral Golamriza Bigam kündigte an, dass der Iran ebenfalls Schiffe ins Mittelmeer versenden könnte, wenn ein Angriff auf Syrien erfolgt.

    China schickt das Kriegsschiff „Jinggangshan“ sowie zwei Versorger vor die syrische Mittelmeerküste. Man wird den Suez-Kanal durchfahren, um die Aktivitäten der US-Schiffe zu „observieren“ (offiziell). Zudem hat Russland drei weitere Kriegsschiffe („Priazovye SSV-201“, die „Minsk“ und die „Novochorkossk“) durch den Bosporus Richtung Levante-Küste gesandt. Das türkische Staatsfernsehen übertrug live. Übrigens hat Putin ein bilaterales Treffen mit Islamofaschist Erdogan abgelehnt.

    Die SAA hat in Palmyra und Homs wieder zahlreiche Waffengruben ausgehoben. 18 IEDs mit jeweils 40kg Sprengstoff wurden beschlagnahmt. Zudem noch zwölf IEDs mit etwa 10-15kg Sprengstoff.

    Gerüchte über eine Flucht von Ali Habib (ehemaliger syrischer Verteidigungsminister) nach Istanbul ist Terroristenpropaganda. Habib ist weiterhin zuhause in Damaskus.

    Ganz aktuell noch: China liefert Syrien das Anti-Raketensystem Hongqi-15, um das Küstengebiet weiter zu sichern.

  • LeChevalier

    Weitere gängige News von RIA und Voice of Russia!

    Iran befiehlt Kämpfern im Irak Überfall auf US-Botschaft bei Invasion in Syrien
    http://de.rian.ru/security_and_military/20130906/266821089.html

    Russische Parlamentarier reisen nicht zu Syrien-Gesprächen in USA
    http://de.rian.ru/politics/20130906/266821689.html

    Moskau warnt USA vor Schlägen gegen Chemie-Objekte in Syrien
    http://de.rian.ru/politics/20130906/266822507.html

    Krim-Tataren als Gotteskrieger in Syrien?
    http://de.rian.ru/zeitungen/20130906/266822536.html

    Kann der Iran eine Intervention in Syrien verhindern?
    http://de.rian.ru/zeitungen/20130906/266822907.html

    Weiteres Schiff der russischen Marine wird zur syrischen Küste entsandt
    http://de.rian.ru/security_and_military/20130906/266823106.html

  • kaumi

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/09/487061/syrien-militaerschlag-obama-versucht-kongress-verzweifelt-zu-ueberzeugen/

    Die DTN standen bis vor kurzem nicht im Verdacht, „pro-syrische Propaganda“ zu verbreiten. Um so erfreulicher diese Zeilen.

    Ps.1: eine türkische Bekannte, die derweil im Urlaub zuhause in Adana weilt, berichtete mir heute per E-Mail, dass ihr Onkel (Offizier) den Marschbefehl zur Grenze erhalten hätte und er seiner Familie in Adana gestern geraten habe, „groß einzukaufen und zuhause zu bleiben oder besser zu den Verwandten nach Bursa zu fahren“…
    Ps.2: Die Mehrheit der G20-Staaten positionierte sich klar gegen einen Militärschlag. So weit die Realität!

  • Nael
  • Anonymous

    DNT. habe ich heute auch gelesen. Erstaunlich ist das das israelische. Militaer gegen Syrien-Angriff ist, da zu viel Zivilisten Opfer wuerden. Sonst wird nur berichtet wenn Net. seine Klappe aufreisst.

  • Anonymous

    @Nael

    vielen Dank für dieses „Gänsehaut“-Video.
    Die Lady heisst übrigens Joumanah.

    Georg

    • Franz

      Dito@Danke

      Mein Englisch ist nicht so gut. Sagte Sie dass Sie einen Sohn vor 10 Tagen verloren hat?

    • Anonymous

      „Cousin“, sie verlor ihren 18 Jahre alten Cousin.

      Unangenehm für einen Schreibtischtäter, wenn plötzlich die Bluttaten ihre Anonymität verlieren.

      Christen verraten Christen, das ist ganz schön unchristlich. Leider ist es nicht neu, mich erinnert das immer wieder an den 30jährigen Krieg. Damals war Kardinal Richelieu so ein machiavellischer Strippenzieher, noch immer Vorbild für den franz. Geheimdienst.

      LG, JoWi

    • Anonymous

      Was für ein A… McCain ist, zeigt auch diese Geschichte: Bei einer Senatsanhörung zu Syrien spielte er Online-Poker auf seinem Smartphone (http://www.washingtonpost.com/blogs/post-politics-live/the-senates-syria-hearing-live-updates/?id=ed01ca14-222b-4a23-b12c-c0b0d9d4fe0a).

      // JoWi

    • Anonymous

      18 jähriger Cousin von Nichtsyrischen „Rebellen“ ermordet, Ausländer aus aller Welt kommen nach Syrien um dort zu „kämpfen“ wir können das nicht unterstützen wir können nicht Syrien in einen weiteren Irak oder Afghanistan verwandeln. Sie sprach auch davon das sie Unterstützer von MC Cain sei und ihn aufrief mit diplomatischen Mitteln Saudiarabien und Iran unter Druck zu setzen die jeweilige Unterstützung aufzugeben und eben nicht mit Bomben agieren solle, er könne das (wenn er wolle). Weiter sagt sie ua. das sie kein Assadfan, er (wenn ich richtig verstanden habe) aber sinngemäß für Sicherheit sorge (worauf dieses Arschloch höhnisch grinst) sie wisse wovon Sie Spricht … aber einerlei ob pro/contra Assad, die dortigen guten Menschen Syrien schützen und er die Meinung der Amerikaner ignoriere die da nicht (kämpfen) wollen. „Genug ist Genug wir wollen kein weiteren Aktionen in mittel Ost, kein wir wollen nicht Alquaida an die Macht bringen.Auch sagte sie das ihre Familie (Christen) „da“ sei und nicht fliehen oder als Kollateralschaden „enden“ sollen …DT61

    • Franz

      Danke

  • Comrade John

    @ apxwn
    „- Rockefeller vs. Rothschild“

    Nee…, echt jetzt —?
    Schau‘ mal hier:
    SPIEGEL Online, 13.05.2012
    Allianz des Geldadels: Rockefellers und Rothschilds verbünden sich

    Zwei der bekanntesten Wirtschaftsdynastien schließen sich in der Finanzkrise zusammen. Der Rothschild-Clan steigt bei der Vermögensverwaltung der US-amerikanischen Rockefeller-Familie ein. Den Deal fädelten laut „Financial Times“ die beiden Patriarchen ein.“

    Nur dass man mal weiss, von wem ungefähr die Rede ist:
    Die Rockefeller Dynastie
    Mehr als Öl….

    http://www.bornpower.de/rockefel/ro-index.htm

    Die Rothschild-Dynastie
    2 Jahrhunderte einer Finanzdynastie

    http://www.bornpower.de/r-index.htm#.Uito3T-zb_c

    Ein lustiges Video für Kenner u. Wissensdurstige (aus 2012):
    Frage an Lord Jacob Rothschild, ob er an der diesjährigen Bilderberger-Konferenz teilnimmt. Nö, nimmt er nicht.
    Und letztes Jahr?
    Auch nicht. Nur sein Cousin war da…

    Bei der nächsten Frage, was es mit der Kontrolle der FED (us-amerikanische Notenbank in Privatbesitz!) durch die Familie Rothschild auf sich hat, spielt der nett wirkende alte Herr dann aber lieber nicht mehr mit…
    youtube: Lord Jacob Rothschild Confronted

  • Izvestia: Die Amerikaner haben die Raketen hochgeschickt um die S-300er der Syrer zu testen.
    Quelle: http://izvestia.ru/news/556500

  • LeChevalier

    Die USA gibt offiziell eine Reisewarnung für die Türkei aus.

    Ich möchte gerne etwas hier reinstellen und Eure Meinung dazu wissen. Vielleicht ist der Text etwas lang, aber es lohnt sich wirklich, diesen durchzulesen. Bitte schön:

    http://www.politaia.org/israel/etwas-dunkles-zeichnet-sich-am-horizont-ab/

    Ich mag infowars nicht mehr sehr gerne, aber jüngst haben sie einen Bericht über Nuklearwaffen verfasst, welche auf dem Weg an die Ostküste sind, um anderswohin versendet zu werden. Ich halte das für absolut real.

    Nuklearwaffen werden nicht ohne guten Grund verschickt. Sie zu versenden ist ein riskantes Geschäft und der aktuelle Nukleartransport umfasst Waffen, die 30 Jahre an Ort und Stelle lagerten. Alles geschah unter Geheimhaltung und die Leute, welche die Waffen versandten, mussten dies aufgrund von Befehlen tun, die nicht unterzeichent waren. Sie wissen nicht, wo die Waffen letztendlich hingehen, aber einer der Lastwagenfahrer meinte, sie würden zur Ostküste transportiert.

    So wurde es ursprünglich berichtet, aber nun macht sogar PressTV ein Rückzieher. Israel feuerte “zu Testzwecken” zwei Raketen aus dem zentralen Mittelmeerbereich ab und sandte sie auf eine Kurs, der den Standort überquert hätte, an dem sich die amerikanischen Schiffe derzeit befinden. Eine der Raketen löste das Angriffs-Erkennungssystem auf einem der US-Zerstörer aus und wurde abgeschossen. Es gibt keine Information darüber, was mit der zweiten Rakete geschah, aber aus dem Gerede kann man schließen, dass sie auf dem Weg zu den US-Schiffen eine Fehlfunktion hatte.

    Obwohl es Israel gelang, die Sache zu übertünchen, indem die Angelegenheit als “Test” bezeichnet wurde, werde ich Roß und Reiter nenen. Es gibt keinen Zweifel, dass es sich um eine Aggression handelte, denn wenn dem nicht so gewesen wäre, hätten die Raketen kein amerikanischen Ziel angesteuert und das Warnsystem auf einen der Schiffe ausgelöst. Wäre dies ein legitimer Test gewesen, so wäre das Schiff gewarnt worden und hätte keine Gegenmaßnahmen auslösen müssen, um einen Schlag abzuwehren.

    Es gibt keinen Zweifel, dass Israel einen Angriff unter falscher Flagge à la U.S.S. Liberty durchziehen wollte, um den Angriff auf Assad zu schieben und möglicherweise einen Grund zu liefern, die kürzlich verschifften Nuklearwaffen einzusetzen.

    Etwas Häßliches zeichnet sich am Horizont ab. Ich kann nicht sagen, was es ist, aber wenn Nuklearwaffen in Bewegung gesetzt werden, droht etwas sehr sehr Häßliches. Atomwaffen auf dem Weg, ohne Unterschrift. Hmmmmmmmmm . . . . .Geradezu perfekt für eine enorme Bombardierung unter falscher Flagge – Gott weiß wo – oder einen nuklearen Überraschungsangriff auf den Iran. Obwohl ich bezweifle, dass es der Iran sein wird, weil die Türkei bereits mit über 50 amerikanischen Nuklearwaffen und entsprechenden Fluggerät ausgerüstet wurde und zugestimmt hatte, sie auf Anforderung einzusetzen. Und was den Iran anbelangt, so verfügt Israel über 500 weitere, die es gerne beisteuern will. Dafür hatte man schon vor Jahrzehnten gesorgt und es gibt nichts Neues an der Geschichte, dass die Türkei zustimmte, die nukleare Drecksarbeit gegen den Iran für Amerika zu machen, bzw. Israel genauso in der Lage ist, dies gleich mehrmals zu erledigen.

    Ich habe hier wenig Vorhersagen beizusteuern. Russland und China sind nicht blöde, auch die amerikanische Öffentlichkeit ist es nicht. Zuviele Leute wissen, was nun abläuft und es macht wirklich keinen Unterschied, wo diese – nun heimlich mobil gewordenen – Nuklearwaffen hochgehen, denn wenn das nukleare Spiel erstmal in aller Öffentlichkeit losgeht (selbst wenn es in Chicago passiert), so wird das finale Ziel Israel sein. Alle Atommächte verfügen nach einem Atomschlag über Rückschlagkapazitäten und Israel wird man nicht verzeihen, die Katastrophe über die Welt gebracht zu haben. Die Leute wissen mittlerweile zuviel und ich glaube nicht, dass die Propaganda der Zionistenpresse in der Lage sein wird, die Rädelsführer zu schützen.

    • Die Sache mit den Nuklearköpfen Richtung US-Ostküste habe ich auch woanders gelesen. Wenn man will, kann man darüber nachsinnieren, dass wieder einmal ein „9/11“ naht.
      Was Nuklearwaffen in der Region (Ostmittelmeer) angeht, so sind allein auf der „Nimitz“ immer welche vorhanden. Auch bei den Russen. Darin besteht eine Parität.

    • Es gab schon einmal solch einen merkwürdigen Fall in den USA (2007). Es kann sich daher um einen ähnlichen Fall handeln.
      Der Film (der Anschlag) zeigt im übrigen gut auf das die Herkunft solcher Waffen leicht heraus zu bekommen ist.
      Allerdings wird da wohl kaum einer genau nachfragen (siehe 11.09.2001).

      Da macht es eher Sinn das die CIA sich 1991-95 eine russische Waffe (Ex-Waffe) besorgt oder deren Uran/Plutonium um so eine FalseFlag zu machen. Aber auch das wäre sehr Aufwendig und heikel.

      Es gibt jedoch einen Blog, habe leider kein Lesezeichen angelegt, wo jemand von merkwürdig gehäuften Katastrophen Schutzübungen in Krankenhäusern berichtet, Einlagern von Lebensmitteln in den Kommunen und es was mit September gemein hat. Natürlich alles Gerüchte ohne Nachweis.

      Bei der Aktuellen Lage wäre es sicherlich nicht falsch sich trotzdem ein paar Konserven einzulagern. Soll ja so ein altes Sprichwort dafür geben…

  • LeChevalier

    Angeblich hätte Russland Syrien acht Nuklearwaffen geliefert, um ein Abschreckungspotenzial gegen weitere (Nuklear)Angriffe Israels zu haben. Leute, meine verdammte Frage: Was geht eigentlich vor?? Warum zum Teufel provoziert Israhell einen atomaren Weltkrieg? Die abgeschossenen Raketen (angeblich zu Testzwecken, na klar) wurden wohl von den USA runtergeholt.

    • Das kommt ja stets regelmäßig hier.
      Russland übergibt solche Art Waffen nicht an andere Länder, Gruppen, Menschen.

      Syrien hat keine Infrastruktur dafür. Keine geeigneten Sicherungseinheiten. Kein Protokoll für den Umgang mit solchen Waffen, keine Träger um diese an ein mögliches Ziel zu bringen, keine Abschreckungswirkung um damit irgendwem davon abzuhalten Syrien anzugreifen usw.

      Es ist müßig das dies hier stets immer wieder Aufkommt.

      Und wenn Israel mit einem Dolfin U-Boot nahe eines russischen Schiffes eine Waffe abfeuert Richtung US Schiff macht es eher den Eindruck eines Angriffes statt aus der Mitte des Mittelmeeres mit einer ballistischen Waffe Richtung Ost-Küste.
      Und die Frage ist immer noch welche Waffe das sein soll. Israel hat bisher keinen Waffentyp der von seinen U-Booten aus eine ballistische Bahn fliegen kann.

      Das einzige was Sinn macht wäre das ein US Boote solch eine Waffe abfeuert, die Daten von Aufklärungsflügen entlang der syrischen Küste verifiziert werden sollen ob die Syrer S-300 MPU2 nicht nur haben sondern auch „einsetzten“.
      Offensichtlich hat Israel diese Rakete abgefangen und Syrien nicht reagiert. Was nicht bedeutet das es nicht doch zumindest eine Batterie S-300 PMU2 aktiv hat.

      Das lassen ja die neusten Putin Aussagen durchaus schon zu.

    • Anonymous

      Kaffeesatzleserei sollte als solche gekennzeichnet werden. Man sollte nicht die Fehler der Gegenseite machen.

      Immerhin zeigen diese Szenarien, ob Fantasie oder Realität, wie brandgefährlich dieser Truppenaufmarsch im östlichen Mittelmeer ist. Dass viele Kirchen heute zum Friedensgebet für Syrien aufrufen, ist mal ein Zeichen der Hoffnung.

      // JoWi

  • Anonymous
    • Anonymous

      Schockierend und erschütternd! Danke für den Link!
      Einmal mehr schnürt es einem vor Grausen die Kehle zu!

      //Jowi

    • Anonymous

      Danke Anonym für den link. Das ist die traurige Bestätigung dessen, was hier schon mehrfach vermutet wurde, dass die Toten die als Opfer des Giftgasangriffs von Ghouta präsentiert wurden, schon längst tot waren und dass es sich um die entführten Alawiten und Kurden handelt, die bisher nicht aufgetaucht sind.

      Diese Nachricht muss !! Unbedingt verbreitet werden. Ein Aufschrei muss durch die Welt gehen. Das sind die Aufständischen die Amerika unterstützt. Was für eine unendliche Schande! Was für eine Tragödie. Ich weiß manchmal nicht wohin mit meiner Wut.

      Dike

  • Anonymous

    hey leute,
    was haltet ihr vom gedanken: deutschland und seine euro-bimbos vs GB/Fr/US/nato?
    für mich zeichnet sich ziemlich deutlich ein interressenkonflikt zwischen groß-deutschland und den „europäischen underdogs“ GB/Frankreich und dem pleitegeier von übersee ab. der gewinner will stabilität, die verlierer gehn auf risiko.
    das deutsche presseorgan drosselt die hetze auf russland und verstärkt die hetze auf usa (NSA-spähskandal).
    ist die eurasische allianz kein wunschdenken mehr?

    • Anonymous

      Moin, das sog. Römische Reich ist eine Legende genau wie das alte Judentum, die alten Griechen etc. Es gab das Mongolische Reich mit Hauptstadt Moskau der Region Susdal. Die europäischen Hauptstädte liegen auf wenigen konzentrischen Kreisen um Moskau, zB Paris, London, Rom = ca. 2500 km. Jede FRIEDLICHE Entwicklung wird das alte Gleichgewicht wieder herstellen, langsam aber sicher. Das wissen die. Die Reformation war die politische Loslösung Westeuropa von Russland. Erst danach wurde die ganze alte Geschichte, Antike etc erfunden. Mittelpunkt der Reformation war Deutschland. Deutschland sollte sich die Reformation nicht aus Hand nehmen lassen, und gleichzeitig das alte Mutterland nicht vergessen, wo unsere nähere Verwandschaft lebt. Gruß, Radostin

  • Comrade John

    **** Wichtig **** Wichtig **** Wichtig ****

    Auf der untenstehenden Netzseite kann eine PETITION gezeichnet werden.

    Mit der elektronischen Unterschrift geht ein vorgefertigter Text per EMail an O’ma, Cameron, Hollande und Merkel.
    Das wird sie von ihren anti-syrischen Entschlüssen nicht abbringen.
    Aber ihr beweist damit Haltung – wo ihr wirklich steht. Ihr gebt der anonymen Masse der sog. EU-Bürger, die vielfach mit dem was die Führer dieser EU tun nicht einverstanden sind, ein Gesicht.

    Wir können effektiv sehr wenig unternehmen, um den Krieg gegen Syrien, seine grossartigen Menschen und Präsident Assad zu stoppen. Aber das wenige was wir tun können sollten wir tun, um zu zeigen, dass „auch wir alle Syrer sind“!
    CJ hat selbstverständlich mitgezeichnet.

    http://www.change.org/de/Petitionen/an-die-regierungschefs-von-deutschland-usa-frankreich-und-england-zivile-l%C3%B6sungen-f%C3%BCr-die-konflikte-in-syrien-kein-milit%C3%A4reinsatz?share_id=QWwusCqyWF&utm_campaign=mailto_link&utm_medium=email&utm_source=share_petition

    Ns. Bitte benutzt keine Nicknamen, falschen EMailadressen u.ä. – das nutzt Keinem.

    Ns. No. 2
    Auch nach dort kann u. sollte man Protest- und Ermunterungsschreiben versenden:

    Netzseite BRD-Kanzlerin Merkel
    http://www.angela-merkel.de/
    (Schreiben an sie gehen via CDU-Bundesgeschäftsstelle)

    Botschaft der Russischen Föderation in der BRD
    http://www.russische-botschaft.de/

    • TomGard

      Schon ein oder zwei Tage nach dem ominösen 21. müssen überall in Europa und in den USA Marktforschungs- und PR-Institute unterwegs gewesen sein, die Kriegsbereitschaft des Pöbels abzufragen, glaubt man den zahlreichen namenlosen und unbelegten Befragungsergebnissen, die in Regierungs- und Verbandspublikationen zitiert wurden – scheinbar zu Lasten der Kriegsfront.

      Diese polls gab es entweder nicht, oder die Ergebnisse wurden ignoriert / gefälscht, denn durch die Bank gab es keine Angaben zum Anteil der „Unentschiedenen“ (als ob die was zu entscheiden hätten.), der „Ohne Meinung“, „Weiß Nicht“, „Ist Mir Egal“ oder „Hau ab mideim Affenscheiß“.

      Beeindrucken konnte diese Propagandascheiße nur Leute, die offensiv, gegen alle Evidenz und vielfach eigene Überzeugungen, grundsätzlich an der Vorstellung festhalten wollen, politische und militärische Herrschaftsausübung sei eine Art Auftragsgeschäft, verrichtet von Leuten, die zu diesem Zweck mit sachverständiger Interpretation und Vollstreckung eines Volkswillens befaßt sein sollten.

      Freilich steht diese Interpretation in Fällen, wie er hier vorliegt, unter der wunderlichen Voraussetzung, Entscheidungen über „Krieg und Frieden“ – ausgerechnet die!! – seien von der Prärogative eines gegen einen angeblichen Volkswillen exekutierten militärpolitischen Sachverstandes ausgenommen oder auszunehmen. Als sei so etwas wie „Völkerfeindschaft“ ein, ja sogar DER zulässige Grund, Kriege vom Zaun zu brechen. Als seien nicht umgekehrt dieselben Leute sofort von einem Verdacht zu überzeugen, die Herren würden Fakten und Deutungen zu Lasten eines angenommenen Volkswillens manipulieren, sobald es um’s Kriegführen gehe.

      Die Annahme solch eines „Volkswillens“ ist der Fehler, und das Interesse dieses absurden Gesamtkonstruktes, in dem „Volkswille“ ein Unterkonstrukt ist. There is no such thing!

      Niemals in der Geschichte der Klassenherrschaften, und höchstens selten einmal unter der Herrschaft archaischer Kriegeraristokratien, hat es einen „Volkswillen“ gegeben, geschweige einen, der Kriegszwecke hegte, oder verfolgt hätte. Das ist mit „göttlicher“ Autorität zu behaupten, weil der „Witz“ solcher Herrschaften die gesellschaftliche Ermächtigung eines Willens zur Herrschaftsausübung in den Reihen einer dazu vorgesehenen Klasse oder Kaste ist, demgegenüber unterworfene Zwecke und Willensinhalte als Inter-Essen (dabei-sein, Beteiligung) auftreten müssen. Denn wegen dieses „Müssens“, aufgrund der obligatorischen Form, die gesellschaftliche Zwecke außerhalb des Reservates annehmen, in dem Herrschaft zum Zweck an sich selbst ermächtigt, aber auch verdammt ist, dürfen in die Form des Inter-Esse’s gebrachte gesellschaftliche Zwecke auf Berücksichtigung hoffen; nämlich gemäß eines notwendigen Anteils am Prozess gesamtgesellschaftlichen Herrschaftsgeschäftes.

    • TomGard

      Folglich ist Zweck der eingangs genannten Befragungskampagne zwingend die Vorführung eines (wie gesagt, sowieso fiktiven) „Volkswillens“ gewesen, ihn galt es an den herrschaftlichen Kriegsgründen zu blamieren. Dies Verdikt gilt nach dem im ersten Teil vorgestellten Argument auch (und gerade) dann, wenn die Akteure, d.h. die Institute, ihre Auftraggeber und die, welche die Befragungen öffentlich zitierten, anderes bezweckt haben.

      Das ist ein Muster- und Paradebeispiel für etwas, das ein idealistischer Marx „Verdinglichung“ genannt hat, der Wissenschaftler korrekt, aber noch immer in aufklärerischer Abgrenzung „Fetischisierung“ nannte, und „eigentlich“ nichts weiter ist, als funktionelle Institutionalisierung gesellschaftlicher Zwecke. So lang solche Institute nicht abgerissen werden, bestimmen sie den Willen gesellschaftlicher Akteure nicht nur, sie ersetzen ihn im Maße, wie notwendige Bestandteile gesellschaftlichen Lebens unter sie subsummiert sind.

      Deshalb dürfen und sollten wir auch ohne nähere Bestimmung von Kriegsgründen und -zwecken im Kapitalismus allgemein, spezieller im laufenden Weltkrieg, und noch spezifischer auf dem ME-Schauplatz und im Syrienkrieg, die angesprochenen Kriege als Institute der Herrschaften ansehen, die sie führen. Und daraus folgt wiederum für die Befragungen, was man ihnen auch naiv hat ansehen können, dann aber freilich ein eher ästhetisches „Meinen“ gewesen wäre: Sie waren eine Kriegserklärung der kriegführenden Herrschaften an ihr Volk. Sie hatten dieselbe Funktion, wie zu anderen Zeiten, zu anderen Gelegenheiten, in anderen kulturellen Zusammenhängen, hurrapatriotische Kriegspropaganda sie hatte und weiterhin hat. Es ist eine modernisierte Form der Emanzipation der Herrschaft von einem fiktiven Volkswillen, und damit von den gar nicht fiktiven Interessen, die vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen werden. Denn in beiden Formen werden Kriegsgründe und -zwecke von den Gründen und Zwecken des Dafür- und Dagegenhaltens der Unterworfenen frei gestellt. Man wird dies Faktum spätestens erleiden, wenn sich die Herren über die „Volksmeinung“ mit der gleichen sachverständigen staatsmännischen Autorität hinweg setzen, mit der sie sich über gegnerische, und darüber für feindlich erklärte Interessen anderer staatlicher Souveräne hinweg setzen.

      Für dieses „Spielchen“ auf Jahrmarktsbudenniveau sollte sich niemand hergeben. Entweder man betreibt die Vernichtung der politischen Klasse nebst ihrer kriegstreibenden gesellschaftlichen Zwecke, oder man macht sich zum Affen derselben.

    • TomGard

      Im letzten Teil schrieb ich:
      „… wenn sich die Herren über die „Volksmeinung“ mit der gleichen sachverständigen staatsmännischen Autorität hinweg setzen, mit der sie sich über gegnerische, und darüber für feindlich erklärte Interessen anderer staatlicher Souveräne hinweg setzen.“

      Das ist ein wenig erklärungsbedürftig, weil ich im ersten Teil geschrieben hatte, der „Witz“ (von Klassen-) Herrschaften sei die gesellschaftliche Ermächtigung eines Willens zur Herrschaftsausübung in den Reihen einer dazu vorgesehenen Klasse oder Kaste, demgegenüber unterworfene Zwecke und Willensinhalte als Inter-Essen (dabei-sein, Beteiligung) auftreten müssen.

      Man könnte darüber stolpern, daß ich im einen Fall „Interessen“ von „Herrschaftszwecken“ geschieden, im anderen Fall in eins gesetzt habe. Wenn aber mein zuletzt zitierter Begriff von „Herrschaft und Interesse“ stimmt, so stimmt er auch für den Verkehr zwischen Souveränen, sofern dieser Verkehr den Zwecken einer Klassenherrschaft unterworfen ist, oder unterworfen werden soll. Eine Kriegserklärung in der Ära des Imperialismus besteht in nichts anderem, als daß ein Souverän die Zwecke und den Willen eines anderen Souveräns, weil er einer ist – zu Inter-essen herab zu setzen sucht. Von da an sprechen bereits die Waffen, wenn auch noch keine Projektile fliegen mögen.

    • TomGard

      Hier zu antworten, überfordert den Dorfstasibullen natürlich, so sei er dispensiert – aber nicht ohne daran zu erinnern, daß hier sein „Rhodos“ gewesen wäre, der Ort, an dem er zu „springen“, nämlich einen Einwand zu bringen hätte, statt sich auf Leute zu berufen, die er für Autoritäten halten will.

      Und daß hier kein anderer für ihn einspringt, ist auch ein wenig armselig.

  • Anonymous

    Verlassen die ersten Ratten das sinkende Kriegsschiff?

    „Syrian rebels used Sarin nerve gas, not Assad’s regime: U.N. official“ – The Washington Times

    http://www.washingtontimes.com/news/2013/may/6/syrian-rebels-used-sarin-nerve-gas-not-assads-regi/

  • Auch wenn der US-Kongress für einen Kriegseinsatz stimmt, haben die USA (oder besser, die korrupte und hochkriminelle Oligarchie dieses verrotteten Staates) noch lange nicht das Recht, entgegen dem Völkerrecht Staaten zu überfallen und auszuplündern.

    Darüber hinaus sollte nicht übersehen werden, dass weder im Senat noch im Repräsentantenhaus “freie” Abstimmungen möglich sind. Bestimme Personen und Lobbyorganisationen setzen massiv Mittel der Erpressung und Bestechung ein, um ihre Ziele zu erreichen. Der Kongress ist eine Schlangengrube und keine Volksvertretung.

    Ist es ein gutes Zeichen, dass die Abstimmung verschoben wird? Oder braucht man noch etwas Zeit, um in Syrien den ursprünglich schon lange geplanten “großen” Giftgasangriff zu starten und auf Assad zu schieben. Denkbar sind auch andere False-Flag-Operationen…..
    http://www.politaia.org/kriege/us-kongress-verschiebung-der-syrien-abstimmung/

  • Nael
  • TomGard

    Apxwn schrieb am Ende seines Eintrages:
    Eine Sache konnte mir dabei bisher niemand beantworten. Weshalb hat Obama nicht einfach wahrheitsgemäß verlauten lassen, dass die Anwendung der chemischen Kampfstoffe in Ost-Ghouta eine abscheuliche Provokation der sogenannten “Rebellen” war? Er ist nun ganz offensichtlich nicht dumm, aber eben kein Held.

    Ja; wenn Obama das eigentliche Ziel der False-Flag-Operation war, weil eine Entscheidung des Syrienkrieges (angeblich: siehe Stratfor) weder im amerikanischen, noch im israelischen Interesse liegt und, wie man an Obamas Erstreaktion sieht, auch nicht durch die Operation erzwingbar schien, muß man sich diese Frage stellen, deren Antwort zumindest „unbefriedigend“ erscheint – oder etwa nicht?

    Die gewöhnliche Antwort lautet: Obama sei unentrinnbar Gefangener der zionistischen Militäroligarchie, außerstande, sie zu „verraten“.
    Ginge es nicht um einen Scheideweg zwischen Krieg und Frieden in ME, könnte sich diese Antwort auf die Beteiligung der Zionisten am US-Putsch an 9/11 berufen, aber in der aktuellen Situation taugt das m.E. Erachtens nichts, weil Israel und die USA hinsichtlich des Mittelöstlichen Szenarios, grad‘ auch mit Blick auf den Iran (wie Apxwn ihn darstellte), im Gefangenendilemma stecken: Enthüllungen, die Allianzen und Feindschaften im ME, an denen die USA beteiligt sind, neu aufmischten, entmächtigten Israel militärisch, es stünde mit seinen paar atomaren Eiern plötzlich ziemlich allein auf weiter Flur.

    Zudem läuft in den USA eine bis dato unerhörte Kampagne gegen die zionistische Lobby. Eli Lake & Josh Rogin für „Daily Beast“, Barbara Slavin für „Al Monitor“ und Jim Lobe für IPS und AT sind Beispiele für viele Dutzend weitere. Überblicke findet man hier:
    http://mondoweiss.net/2013/09/in-sunlight-at-last-israel-lobby-throws-its-full-weight-behind-obamas-syria-strike.html
    http://mondoweiss.net/2013/09/groundswell-on-syria-the-people-versus-aipac.html
    http://www.strategic-culture.org/news/2013/09/01/american-jews-push-obama-to-war.html
    Jode Rudoren für die NYT suchte sicher vergeblich gegenzusteuern:
    http://www.nytimes.com/2013/09/02/world/middleeast/obamas-syria-decision-greeted-silently-by-israel.html?pagewanted=1&_r=2&hpw

    „Israel“ ist es also nicht.

    Eine zweite Antwort werden viele Leser hier kennen:
    http://consortiumnews.com/2013/09/06/obama-warned-on-syrian-intel/
    Thomas Drake, Philip Giraldi, Matthew Hoh, Larry Johnson, W. Patrick Lang, David MacMichael, Ray McGovern, Elizabeth Murray, Coleen Rowley und Ann Wright, alles klangvolle Namen aus der Geschichte des CIA, FBI, NSA, DIA, stellten sich unter Berufung auf interne Informanten hinter eine Anklage gegen den CIA und ihren neuen Direktor Brennan, am Chemiewaffenangriff in Damaskus beteiligt zu sein.
    Das gibt Verweisen auf Kennedy und die „Cuba-Krise“ eine gesonderte Dimension.
    Obama müßte nicht zwingend ein Held sein, um gegen die ihm und der Wall Street feindlich gegenüber stehenden Seilschaften im CIA und Pentagon vorzugehen, ein neues „Dallas“ ist kaum zu erwarten. Aber die Szenarien eines neuen Putsches hat er innenpolitisch selbst mit einer Fülle von Gesetzen vorbereitet, die einen Übergang der USA zur Kriegswirtschaft und Sklavenhaltung binnen Wochen ermöglichen. Obama mag kein Held sein, aber das kann m.E. hier nur insofern eine Rolle spielen, als er zu feige ist, der Schurke der Dekade zu werden, derjenige, der den Abstieg der USA von der globalen Hegemonialmacht zur Führungsmacht eines in Abwicklung befindlichen „westlichen“ Lagers vor der Zeit beschleunigte.
    Da wird er lieber eine Flucht nach vorn antreten.

  • Anonymous

    http://consortiumnews.com/2013/09/06/obama-warned-on-syrian-intel/
    „Am Freitag sind ein Dutzend pensionierte Offiziere aus dem Geheimdienst- und Militärapparat der USA mit einem Memorandum an die Öffentlichkeit getreten, mit dem sie unter Berufung auf aktive Kollegen US-Präsident Barack Obama und die Öffentlichkeit darüber informieren, dass die zuverlässigsten Geheimdienstinformationen klar darauf hinweisen, dass es sich bei dem Chemiewaffen-Einsatz um False-Flag-Terror von “Rebellen” handelt, und analysieren, dass das Nachtatverhalten der Israel-Lobby in den USA auf Israel als Drahtzieher schließen lässt.“
    (aus NEP)

    Grüße, Georg

  • TomGard

    Auf Sanchez naheliegende Frage, warum Apxwn in seinem Eintrag Russland gegen alle politische Evidenz zum allenfalls mittelbar beteiligten Zuschauer im Syrienkrieg herab setzte, hat der Autor geantwortet:
    Russland hat momentan primär die Aufgabe, den eigenen Zerfall möglichst noch fernab der eigenen Grenzen abzuwehren … das „syrische Szenario“ steht Russland auch bevor, mit gewissen Nuancen, natürlich. Die Russen brauchen Zeit, sich vorher zu konsolidieren.

    Den eigentlich offenkundigen Fehler dieser „Argumentation“ hatte ich kürzlich schon einmal genannt: Sie behandelt „die Jihadis“ je nach anstehendem Rechtfertigungsinteresse einmal als selbständige Kraft, gegen die ein Kulturkampf anliege, dann wieder als Söldner im Dienst einer nicht näher bestimmten imperialen, jedenfalls aber „russlandfeindlichen“ Agenda, dann wieder als iwie „Beides“. Das ist, mit Verlaub, unlauter.

    Als ich dagegen setzte, „Dagestan ist nicht Syrien“, war das leicht als dämlicher Spruch abzutun, aber hier ist halt nicht der Platz, den russisch-kaukasischen-zentralasiatischen Schauplatz mit Anspruch auf eine gewisse Vollständigkeit auch nur grob zu skizzieren. Immerhin soviel:

    Bei Sybil Edmonds findet man umfängliches Material zu den Verbindungen CIA-NATO-türkische Geheimdienste und „Deep State“-Tschetschenische Terroristen und Separatisten. Mein kürzlich geteilter Link zu russischen Anstrengungen, Kaukasus, Ural, Azerbeidschan und die Türkei mittels Ölinteressen zu vernetzen, sollte immerhin einen Eindruck von den völlig anders gelagerten „Kraftfeldern“ in Zentralasien, verglichen mit dem ME und der Golfregion geben. Die Vorstellung, die Jihadis seien mal eben als globale Armee von einem Szenario zu anderen zu schicken, sei es im Eigen- oder Fremdauftrag, ist absurd.

    Vor zwei Tagen stellte Sibel Edmonds eine Option vor, die daher nicht leicht von der Hand zu weisen ist:
    Verhandlungsmasse Obamas gegenüber Putin sei schon seit Längerem, den amerikanischen Druck hinter NATO-Erweiterungswünschen einiger Europäer weg zu nehmen, um das Millieu auszutrocknen, in dem es einer Vielzahl konkurrierender und konfligierender Interessenten opportun oder lukrativ erscheinen könnte, sich jihadistischer, separatistischer und ethnischer – sektiererischer Gewaltbereitschaft zu bedienen. Die kürzlichen Annäherungen und substanziellen Verträge, die Russland in Georgien und Armenien geschlossen hat, die im „Westen“ nicht skandalisiert, kaum einmal erwähnt wurden, scheinen das zu bestätigen und sie demonstrieren zusätzlich, daß Vergleiche zwischen dem syrischen Szenario und der Lage im Kaukasus, im Ural und der Stellung der muslimischen Bevölkerung Russlands außenpolitisch daneben sind. Und innenpolitische Problematiken, siehe das Eingangsargument, haben in dem Zusammenhang nichts verloren.

    Es sei denn …
    Ja, es sei denn, man sei unbedingt auf einen Kulturkampf aus, den russische und amerikanische Faschisten zusammen mit chinesischen und indischen Zentristen idealerweis gemeinsam gegen die „Horden der Hungerleider“ zu führen hätten.

    Die Überzeugung, daß dies zumindest übergangsweise eine Strategie der Wahl sein könnte, zählt übrigens zum gar nicht geheimen Rothschild-Lobbyismus. Brzezinski hat sich dem vielleicht angeschlossen – muß ich noch lesen. Aber vielleicht weiß ja einer von euch mehr darüber.

    • Ich bleibe mit meiner Antwort an den ersten 4 Absätzen hängen, denn irgendwie sehe ich in der dortigen Annahme den Fehler, der die Unabdingbarkeit der restlichen 3 in Frage stellt:

      Was heute Syrien ist, war früher einmal Nicaragua.
      Was heute Djihadisten sind, waren früher Drogenschmuggler.
      Nein, es ist kein Novum dass man sowohl Freund als auch Feind sein kann. Es ist ein Irrtum wenn du sie auf eine Rolle beschränken willst.
      Fernab sieht die westliche Herrschaft eine indirekte Kontrolle vor.
      Ich gehe davon aus, dass bestimmte Menschen in der Führungsschicht auf der Gehaltsliste der Geheimdienste stehen, während die breite Masse von so etwas kaum etwas weiß. Was macht es schon für einen Unterschied, ob der Mafiaboss die Behörden besticht oder anders herum? So oder so handelt es sich um eine bemerkenswerte Form der Symbiose
      Eindeutig handeln diese Organisationen, ob Contras oder Djihadisten, auf Befehle von ganz oben.

      Dass sie, ein gewisses Maß an Vorbereitung vorausgesetzt, schnell mobilisierbar und in der gesamten islamischen Welt einsetzbar sind, haben Libyen und Syrien bewiesen.
      Deine Behauptung, man könne sie nicht „mal eben als globale Armee von einem Szenario zu anderen zu schicken“, ist doch schon lange überholt.
      Was geschah in Libyen und Syrien mit einer unglaublichen zielgerichteten Schnelligkeit?
      Das war keine Revolution von unten, denn sonst hätten die syrischen Sicherheitskräfte am Anfang auch eher die Chance zur „Unterdrückung“ gehabt.
      Und die tschetschenischen Kämpfer, die wohl verbandsweise und unter Beibehaltung ihrer Struktur mal eben geschlossen vom tschetschenischen Szenario zum syrischen transferiert wurden und unter denen sich in Syrien jetzt auch Doku Umarov befinden soll, zeigen ja auch ihr übriges?
      http://www.chechencenter.info/n/breaking-news/34-breaking-news/2080-1.html

      Beim gewöhnlichen Durchschnittsdjihadisten wird es sich um einen (auf seine ganz merkwürdige, dumme Weise) idealistischen Sunni handeln, der die Prophezeiung Allahs eines weltweiten Kalifats erfüllt sehen will. Also wird er sich ein „Heer“ suchen, dem er sich anschließen will. Anschließen wird er sich dem Anführer, der Waffen und Geld organisieren kann, die es für ein „Heer“ nun mal braucht. Und dies wiederum können nur Günstlinge Saudi-Arabischer & Qatarischer Patrone sein, die in Übereinstimmung mit ihren überseeischen Chefs handeln und das Schlachtfeld aussuchen, und eben nicht so sehr der Djihadist selbst, der zu dem Schlachtfeld reist, wohin ihn das (vermeintliche) Schicksal führt.

      Nicht nur Dagestan ist Syrien, sondern die ganze Welt: Unabhängig von der Kultur und der Religion lassen sich immer die hierfür Spannungen finden oder aufbauen. Die heutigen syrischen Probleme gab es ja vor 100 Jahren noch nicht!

      P.S: Danke für einen gut leserlichen, verständlichen und sachlichen Beitrag von dir. Gut dass du dir unsere Kritik zu Herzen genommen hast.
      Danke auch für die Links. Sie sind interessant; allerdings auch nicht all zu neu.
      Dass die „Rebellen“ stets eine halbwegs stabile Versorgung benötigen, die nur von hinter der Grenze erfolgen kann, und die vergleichsweise Ruhe Dagestans im Vergleich zu den westlicheren muslimischen Kaukasusregionen entkräftet eine Teilhabe des anderen Kandidaten, Azerbaijan, zumal der tschetschenische Kampf recht eindeutig aus Georgien erfolgt.
      So beispielsweise durch das Pankissi-Tal, das die Russen daher vermint haben.

    • Das „Freind“-Paradoxon wird ja auch in Orwells 1984 wiedergegeben, auch wenn es sich dort vorrangig um reguläre Superstaaten handelt.

    • Eine ertaunlich gute Analyse, Jones2theBones. Was hier Tom Gard versucht durchzubringen, ist die Existenz gewißermaßen unabhängig agierender Rebellen, die gegen was kämpfen? Nee, dem ist es nicht so. Es gibt eine weltweite Koordination im Sinne der Bestrebungen des Hegemons, den Globus ökonomisch und politisch, durch lokale Marionette, zu beherrschen.
      So in Syrien, so auch in Zentralasien.

    • J2B,
      Dein Verweis auf Chechencenter dünkt mich seltsam, bestätigt er doch eher die Lesart, das „Emirat Kaukasus“ sei ein komatöses Projekt und der Transfer Tschetschenischer Djihadisten nach Syrien eher eine Flucht, die tschetschenische Nationalisten deshalb gern verdächtigen, eine verdeckte Deportation zu sein.
      Noch viel deutlicher scheint dies in dem jüngeren „Chef-Eintrag“ der Seite, Chechen Field-Commander Tarkhan Gaziev – „Independence first!“ zum Ausdruck zu kommen (ich formuliere vorsichtig, weil ich nicht behaupte, mich in der Gegend auszukennen).

      Umgekehrt fallen die nationalistischen und separatistischen Kräfte in Tschetschenien in keine der Kategorien, die Apxwn oder Du vorgebracht haben. „Kontras“, oder „Nicaraguaner“ sind sie auch nicht, eher entfernte, erzreaktionäre Verwandte der libyschen Putschisten von 1969. Sie wollen die Dollars, die aus tschetschenischer Erde gezogen werden bzw. zu ziehen sind, Punkt. Keine Verbindung mit Syrien, und eher unliebsam für die OPEC-Vertreter, weil die Führer solcher Banden, einmal an der Macht, dazu neigen, die Preise zu verderben.

      Unliebsam offenbar auch für die offizielle Türkei. Wie anders wäre es zu begreifen, daß die Reihen kaukasischer Rebellen trotz der Verbindungen und Geldflüsse aus der Türkei und der Beteiligung des CIA in den Jahren 2006 bis 2010 (Schwelle des Libyenkrieges) nie mit irakischen Kräften aufgefüllt wurden, wie das in Libyen geschah? Einen Teil der Antwort gibst Du selbst. Solang es im Kaukasus / Ural noch nicht um Ölpfründe geht, geht es überwiegend um Drogenpfründe, und über die wachen alle Beteiligten, besonders die Tiefen Staaten der USA und der Türkei, eifersüchtig, während auf der anderen Seite eine Vielzahl der Jihadisten, die in der Tradition der Mujahedeen stehen, die Drogenmafia blutig bekämpfen, wenn nicht aus „echt“ moralischen Gründen, so um ihre Kommandostrukturen nicht kompromittieren zu lassen.

      Dein Verweis auf Libyen ist sachlich falsch. Trotz der Nachbarschaft zu Ägypten und der massiven Unterstützung, die Belhadj und die anderen MI6 – Agenten von den Muslim-Brüdern bekamen (die Namen der führenden Figuren sind mir grad entfallen, ich glaub die Gebrüder Salabi sind die Prommis gewesen), bekamen die Jihadis keine Kämpfer zusammen, die es mit den Resten der durch den Luftkrieg schwer geschlagenen, nur noch nach wenigen Tausenden zählenden libyschen Armee aufnehmen konnten. Auch die massive tunesische Rekrutierung brachte keine Wende. Erst der Seitenwechsel einer Reihe von Berberstämmen, der zu erheblichen Teilen von einem genozidalen Feldzug katarischen Armeeeinheiten gegen die Dorfbevölkerungen im Westen des Landes, unter britisch-amerikanischer Führung, erzwungen wurde, brachte einen Durchbruch an der Westfront, der allerdings immer noch nicht reichte, Tripolis zu Fall zu bringen.
      Ferner zeigt die Nachkriegsgeschichte, daß ALLE Kriegsparteien den Anteil, den traditionalistische Stammesführer der Cyrenaica an den Anfangserfolgen der Angreifer hatten, schwer unterschätzt hatten. Mehr noch. Es bedurfte der Ermordung Abdel Fattah Younis, um das Scheitern des Libyenkrieges an diesen Stämmen zu verhindern, die sich insgeheim gegen die ausländischen Djihadisten und ihre Auftraggeber zu verbünden begannen und einen Waffenstillstand mit dem Ziel einer Föderalisierung anstrebten.

      Nö.

    • TomGard

      @ Emm

      „Was hier Tom Gard versucht durchzubringen, ist die Existenz gewißermaßen unabhängig agierender Rebellen …“

      Und schon geht der Djihad eurer Fascho-Proselyten gegen TG wieder los, mit den Techniken der John’schen Lügen- und Verleumdungstaktik. Also, J2B, entweder DU gibst diesen Typen und ihrer Kampagne mal Bescheid, oder Deine Agenda wird klar!

      Wobei – ist ja nicht schwer zu begreifen, daß es da noch immer um das propagandistische Fantasiegebilde geht, Syrien sei „eigentlich“ DER ideale Faschostaat, in dem alle, aber wirklich alle wie ein Mann hinter ihrem Führer stehen, wären da nicht die bösen, bösen Volksschädlinge und Ausländer.
      Und alles, was dieser Fantasie im Wege steht, muß weg; weggebombt, weggefoltert, weggeschlachtet werden, bis das Reich wieder golden erstrahlt. Einschließlich TomGard, der es wagt, einzuwenden, daß ein Angriff, wie er in Syrien so heftig durchschlug, innerer Vorbedingungen und Beweggründe bedurfte.

    • deduschka

      Meine Güte, was ist denn das wieder für ein triefend, falscher Vergleich: Wer bezahlt, bestimmt die Musik – und diese blutige Lösung galt für Dschiadistenkriege Anfang der 90 ziger Jahre gegen Rußland.

      Jeder weiss, dass die Extremisten zuerst die schwachen einheimischen Richtungen das Islam ausrotteten (alle möglichen Sufi Richtungen) und dann begannen ihre Steinzeitideologie umzusetzen.

      Und das konnte einfacherweise dadurch geschehen, weil sie über die finanziellen Möglichkeiten verfügten. Das ist alles, was notwenig ist, um ein Konflikt hochzukochen.

      Apxwn Einschätzung ist daher auch, was die Gefahr für Rußland betrifft, absolut im Recht. Das gleiche Bild gab es in Bosnien: nur durch massive Mittel (unterstützt die USA und Saudi Arabien) war der Einfall der Steinzeitwahnsinnigen auf dem Balkan möglich, bei einem gleichzig vorher durch neoliberale Reformen zerstörten Jugoslawien.

    • TomGard

      deduschka, wenn man Dich ernst nähme, müßte man im Umkehrschluß behaupten, die FSA sei eine Organisation mulismischer Djihadisten, die Muslimbrüder und Salafis ein Herz und eine Seele, die saudischen Salafis und irakischen Mujahedeen iwie dasselbe, die 100.000, wahrscheinlich etliche Mio Anhänger und Verwandschaften der Muslimbrüder in Syrien alles „Ausländer“, sowas wie „Kurden“ seien eine Erfindung des CIA, die gäb’s gar nicht, und …

      Syrien sei längst „gefallen“.

      „Mit Verlaub“, etwas Bescheuerteres, als Dein „wer bezahlt, bestimmt die Musike“ im gg. Zusammenhang, hörte ich außerhalb des St. Pauli – Zuhältermillieus nie. Bist Du eine Zuhälter aus St. Petersburg? Nein? Nicht? Na, danke für die Auskunft.

    • Comrade John

      @ Jones2theBones8. September 2013 00:38
      P.S: Danke für einen gut leserlichen, verständlichen und sachlichen Beitrag von dir. Gut dass du dir unsere Kritik zu Herzen genommen hast.“

      Ist es noch ein Witz, pure Naivität, oder was ist es genau, dass du wieder mal den TGard umhegst?

      So, er hat sich „unsere“ (Mz., sic!) Kritik „zu Herzen“ genommen.
      Ja, Bones, das sieht man… *Gelächter

      T.Gard hat den Ersten, der ihm im Faden widersprochen hat (Emmanuel) sofort als „Fascho“ bezeichnet u. damit die neue Runde der Dauerauseinandersetzung eingeläutet. Das kann man aus dem Verlauf des Strangs (Postings, Uhrzeiten) eindeutig ablesen.

      Unter dem Strich ist jetzt schon eines sicher, ob ich nun noch mehr dazu schreibe oder nicht (ich werde es tun!):
      T.Gard hat es erneut geschafft den freien Fluss der Beiträge pro-syrischer u. kritisch-solidarischer Schreiber zu unterbinden u. die ernsthafte Beschäftigung mit Syrien aus diesem Blickwinkel (den hier alle teilen ausser Gard, „Markus“ u. sporadische Hasbaras vorwiegend unter Anonym) zu stören.

    • TomGard

      Schon irre, daß er Ex-Stasi-Dorfbulle es selbst bei einfachsten Sachverhalten nicht schafft, ohne platte Falschaussagen auszukommen. Emmanuel war nicht der Erste, der mir hier widersprochen hätte – das war J2B, dem ich so sachlich antwortete, wie es seine Argumnte geboten – nein, J2B ist bislang der EINZIGE, der mir widersprochen hat!

      Emmanuel meinte, sich dme Widerspruch anzuschließen, aber tat-sächlich hat er J2B mit einem vergifteten Lob dafür zurecht gewiesen, überhaupt zu argumentieren, statt meine Aussagen einfach mittels einer plumpen Fälschung zurück zu weisen:

      „Was hier Tom Gard versucht durchzubringen, ist die Existenz gewissermaßen unabhängig agierender Rebellen, die gegen was kämpfen? Nee, dem ist nicht so.“

      Mein Argument war, die Umgebungsvariablen ließen nicht zu, anzunehmen, die Frontlinie ließe sich von Syrien in den Kaukasus verlängern.

      J2B wies das zurück, hielt dem aber auch ein Argument entgegen. Abstrakt zusammen gefaßt, (er möge mich korrigieren, wenn ich mich irre), sagte er, die unterschiedlichen Umgebungsvariablen spielten, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle, weil es den intrigierenden und zahlenden Kräften noch immer gelungen sei und gelingen werde, beliebige lokale Konfliktlinien für ihre Agenda zu nutzen.

      Meine Widerrede lautete, abermals abstrakt zusammen gefaßt, dies sei
      1) ein Scheinargument, weil es sich voraussetzungsgemäß nur auf Fälle berufe, in denen die Angriffe gelangen, und diejenigen außer Betracht ließen, in denen sie scheiterten (wozu – u.a. – übrigens Dagestan zählt, aber meine Kenntnisse reichen nicht aus, das darzustellen) und
      2) das aktuelle Beispiel, das J2B für seine Überzeugung ins Feld führte, der Angriff auf Libyen, nicht taugte, weil die Djihadis ohne die Kavallerie der Auftraggeber elendiglich an den lokalen Bedingungen gescheitert wären.

      So geht argumentieren statt denunzieren.

      Nun wäre J2B „‚dran“ gewesen, die Argumentationslinie abzuschließen, aber Emmanuels vergiftetes „Lob“ ließ das nur unter der Bedingung zu, daß J2B sich gegen seinen denunziatorischen Parteigänger gestellt hätte, und der Dorfstasi tat das Übrige, mit einem „Marsch zurück ins Glied“ an J2B eine sachliche Debatte über den Inhalt des Eintrages, unter dem wir kommentieren, zu unterbinden.

      Bitte um einen Lehrstundenbeitrag von 20 Cent pro Leser.

    • Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    • So, ich habe den letzten Beitrag gelöscht, weil da neue Kommentare in der Zwischenzeit gekommen waren.
      Wenigstens ein Konsens ist ja hierbei herausgekommen:
      Tom und John sind sich einig dass ich mit dem jeweils anderen verbündet bin und pöses im Schilde führe.
      Aber jetzt mal ernsthaft:
      Tom ich habe dich auch mindestens ein Mal in den Schutz genommen, musst nicht so tun als würde ich nur auf dir rumhacken, sonst wäre John nicht genauso empört wie du.
      „…der Dorfstasi tat das Übrige, mit einem „Marsch zurück ins Glied“ an J2B eine sachliche Debatte über den Inhalt des Eintrages, unter dem wir kommentieren, zu unterbinden.“
      Weißt du, ich stimme dir bei diesem halben Satz sogar zu.

      Daher antworte ich dir auf deinen Beitrag vom 8. September 2013 10:00:
      Chechencenter ist eine Propaganda und ich weiß noch nicht einmal von welcher Seite. Mir ging es um das Gerücht, dass sogar Dokka Umarov jetzt in Syrien rumkaspert, erwähnenswert. Dass es sich um eine „russische Verschwörung“ handeln soll, halte ich für unglaubwürdig.

      Eine Flucht kann ich beileibe nicht erkennen.
      Was du als verschiedene Rebellenbewegungen bezeichnest, würde ich fast schon als verschiedene Task forces bezeichnen.
      Nehmen wir als Vergleich eine moderne, reguläre Armee.
      Einsatzspezifisch wird eine Einsatzleitung und ein Generalsstab aufgestellt, ebenso werden die dafür benötigten Divisionen, Regimenter, Divisionen, und wenns hochkommt Armeen gesammelt.
      Die Zusammensetzung der Truppen, der Generäle, usw. sind bei jedem Einsatz anders.
      Dennoch sind sie eine Armee.

      Genauso ist es mit den Rebellengruppierungen, die verschiedene Namen erhalten haben.
      Sofern ideologisch kompatibel, und das sind diese Djihadisten, so hat sich ja gezeigt dass ihr Transfer relativ problemlos vonstatten ging und gehen kann.
      Ich habe nicht den Eindruck, dass die Tschetschenen eine Flucht angetreten haben.
      Ich habe den Eindruck, dass sie in Syrien gebraucht werden und mit der Erwartung gekommen sind, dass sie danach umso besser gerüstet und unterstützt zurückkehren können. Vielleicht wieder unter Mitnahme alter Freunde, wie seinerzeit bei aus Afghanistan.
      So zu sehen beispielsweise auf den Graffitis, die als Stimmungsmesser ja durchaus legitim sind.

      Weiterhin ist dein Verweis auf nationalistischen/separatistischen Rebellen interessant. Es ist mir nicht bekannt, dass irgendwelche auch nur halbwegs säkuläre Strömungen in Tschetschenien eine Rolle spielen würden.
      Selbst das offizielle „Oberhaupt“ Tschetscheniens, Kadyrow, hält Ehrenmorde an eigenen Schwestern und Töchtern für legitim.
      Und die, die eben säkulär ausgerichtet sind, haben die Sympathien wohl am ehesten bei den Russen.
      Und bezüglich deiner Andeutung, Tschetschenien werde von den Russen ausgebeutet, da solltest du dir Grozny anschauen.
      Das glänzt mehr als Moskau.

    • TomGard

      J2B,
      „… bezüglich deiner Andeutung, Tschetschenien werde von den Russen ausgebeutet … “
      Das ist ein Irrtum, ich charakterisierte nur den nationalistischen Anspruch auf ein Monopol an den Reichtümern „heimischer“ Erde (der in Tschetschenien wie in Libyen ein Quatsch ist: Ihren gesellschaftlichen Nutzen stiften Rohstoffe in einer kapitalistischen Welt ausschließlich dort, wo sie Hilfstoffe der Ausbeutung von Arbeitskraft sind)

      „Selbst das offizielle „Oberhaupt“ Tschetscheniens, Kadyrow, hält Ehrenmorde an eigenen Schwestern und Töchtern für legitim.“
      Mag ja sein, aber sie sind kein Staatsakt.
      Das Problem weiterer Anstiftung von Unruhen in Tschetschenien beschreibst Du indirekt selbst:
      „..solltest du dir Grozny anschauen.
      Das glänzt mehr als Moskau.“
      Eben. Der Krieg ist mit einem klaren Sieg abgeschlossen, und zwar vor weniger als einer Generation, der Wiederaufbau in vollem Gange, und damit auch die Entstehung einer semiautonomen Elite, die wenig geneigt sein dürfte, die ihr zugestandenen Pfründe für ein paar Söldnersilberlinge zu riskieren. So verstehe ich den verlinkten Eintrag „… Independence first!“. Emiratis sind gewiß willkommene Verhandlungsmasse – solang sie ein beherrschbares polizeiliches Problem darstellen.

      Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß man sich die Verhältnisse schon bitte genau anschauen sollte, statt unbesehen die Geschichte von der „dschihadistischen Gefahr“ zu schlucken, die drohe, gleichsam alle Schranken zu sprengen, wenn sie nicht auf syrischem Boden historisch „erledigt“ werde?

      Mal abgesehen davon, daß es, nun ja, sagen wir doch etwas „schofelig“ ist, von der syrischen Bevölkerung zu verlangen, sie solle – Sieg oder Tod – den Selbstbehauptungskampf der russischen Nation in ihren Städten, in ihren Dörfern vorentscheiden (lassen)?

    • Comrade John

      In einem der vorausgegangenen Stränge gibt es noch eine Antwort für einen Nato-Clown:
      „klick“

    • Comrade John

      Sie sind hier nicht in der Lage, „werter Herr“ Gard, Anderen die Themen vorzugeben, mit denen sie sich zu befassen hätten.
      Ebenso besteht für keinen Foristen grundsätzlich ein Anspruch auf „Antwort(en)“.
      Alternativ können Sie sich ja beim Apxwn als Mod bewerben u. neue Regeln einführen.
      Oder Sie machen es wie im eigenen Blog: erst Artikel u. dann die Kommentare selbst schreiben…
      Dass Ihre marxistisch verstellte u. gleichwohl sehr durchsichtige imperiale Mülleimeragitation, deren Kern lautet:
      Rührt keinen Finger für Syrien! Lasst die Banden die Leute umbringen und die US-Verbände das Land in Schutt und Asche legen – so kann vielleicht nochmal was Gutes entstehen,
      hier nicht ankommt und deswegen auch zunehmend weniger dazu führt, dass Sie „sachliche“ Antworten erhalten, sollte Sie nicht wundern.
      Also sparen Sie die Krokodilstränchen, denn Keiner weint mit – also Keiner bis auf den neuen Verfolgten des Stasi-Regimes…
      _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

      Ns. Nur mal so, zur Retrospektive. Welche der Gestalten waren Sie, die anno 1986/87 im Freizeitheim Lister Turm regelmässig (ich glaube Mittwochs, alle 14 Tage) die Schulungsabende der MG abhielten? Der Yuppie-Friseur hinter dem Büchertisch oder der untersetzte Bärtige am Rednerpult, dem häufig der Schweiss auf der Stirn stand – der mit der recht hübschen dunkelhaarigen Freundin. Der ältere (als die anderen) dicke Vollbart u. Oberguru auf dem Podium doch wohl nicht…? *horch
      Ich danke heute noch dem nicht-existenten Jesus Christus dafür, dass er mich damals vor der Dummheit bewahrte, dieser offensichtlichen, atmosphärisch geradezu spürbaren Sekte mehr als rd. zehn Abende meines Lebens zu widmen. *lach

      Adios, Muchacho!

    • „Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß man sich die Verhältnisse schon bitte genau anschauen sollte, statt unbesehen die Geschichte von der „dschihadistischen Gefahr“ zu schlucken, die drohe, gleichsam alle Schranken zu sprengen, wenn sie nicht auf syrischem Boden historisch „erledigt“ werde?“

      Die „dschihadistische Gefahr“ wird nicht in Syrien erledigt werden und das kann man so gesehen auch gar nicht. Wie schon oft genug von mir geschrieben geht das ganze über den Islam und über Syrien und Tschetschenien hinaus. Ihr Ende kann nur dadurch stattfinden dass ihre Finanzierung aufhört. Dann würde sie sich aber auch relativ schnell selbst auflösen.
      Dies als Erstes.

      „Mal abgesehen davon, daß es, nun ja, sagen wir doch etwas „schofelig“ ist, von der syrischen Bevölkerung zu verlangen, sie solle – Sieg oder Tod – den Selbstbehauptungskampf der russischen Nation in ihren Städten, in ihren Dörfern vorentscheiden (lassen)?“
      Zweitens wird hier nicht Syrien von Russland gezwungen ihre Schlacht zu schlagen.
      Das ist eine bemerkenswerte Unlogik die du da von dir gibst. Ist jetzt Russland für dich der pöse Aggressor?

      Wieder ist die Antwort fast die Gleiche:
      Syrien ist zum Kampf gezwungen und kann ihn nicht beenden. Muss, weil der Westen keine Gnade zeigt und ein Sieg der einzige mögliche Frieden ist.
      Ägypten, Iraq und so viele viele viele viele andere fürchterlichen Beispiele zeigen eindeutig, selbst wenn Assad von heute auf Morgen kapitulieren würde, besser werden würde nichts. Von dem her ist die Kapitulation keine Lösung und ein Aufgeben des Kampfes würde auch ein Aufgeben der Hoffnung auf einen Frieden bedeuten.

      Dass Syrien durch die Geschehnisse recht zwangsläufig zum Fleischwolf der Terroristen wird, hat als Nebeneffekt nichts mit der Ursache zu tun.
      Der Wehrmachtssoldat, der 1939 in Polen starb, konnte halt auch nicht später vor Moskau kämpfen, so grausam es auch klingt.

      @Comrade John: Du bist ein Idiot.

    • TomGard

      Zweitens wird hier nicht Syrien von Russland gezwungen ihre Schlacht zu schlagen.
      Das ist eine bemerkenswerte Unlogik die du da von dir gibst.

      Ja, dachte ich auch, nachdem ich’s abgeschickt hatte :))

      Es gibt zwei Bezüge, einen in Apxwn’s Artikel und hier im Thread, den ich nicht noch mal benannt hab, einen außerhalb.

      Der hiesige:
      Da wurde und wird gern so getan, als seien die Islamisten kein Instrument mehr, sobald sie losgelassen seien, als ob es gewiß sei, daß nicht nur möglicherweise SA, sondern auch Israel, USA, Frankreich, die Türkei usw. ein levantinisches Emirat, jedenfalls aber eine takfirisch dominierte Gegend auf syrischem Territorium sehen wollten. Entsprechend wird aus diesem Blickwinkel aus der syrischen Verteidigung gegen einen imperialen Angriff auf gewisse Güter syrischer Staatssouveränität, eine Verteidigung gegen einen Angriff der Takfiris. Letzteres ist jedoch nur die Erscheinungsform, nicht die Wirklichkeit. Auf die Erscheinungsform legen auswärtige Kommentatoren – aber auch Akteure – die Verteidiger fest, und das hat mindestens den Effekt, die Verteidiger unter Berufung auf die takfirische Gefahr auf die Agenda der Verteidiger der syrischen Despotie festzulegen. Hier im Blog üblicherweise mit „erstmal machen wir die Takkis platt, und dann kümmern wir uns vielleicht um die anderen anstehenden Fragen.“
      Ich habe zigmal begründet, warum ich das für eine schwerwiegende Entmachtung der syrischen Zivilgesellschaft halte, und mag das jetzt grad nicht noch mal wiederholen.

      Der äußere:
      Marat Musin behauptet in seinem jüngsten Buch, Russland strebe an, daß Syrien „grün“ werde, um geopolitisch eine aus seiner erzfaschistischen Sicht „saubere“ kulturell-zivilisatorische Trennung einer „islamistischen“ und abendländisch-christlich(?) „Welt“ anzustreben.
      Aus einer Vielzahl von Gründen sehe ich ihn nicht als hitleristisch verhetzten Wirrkopf an, sondern als Sprachrohr einer mächtigen Fraktion und Strömung in der russischen Nomenklatura, auf die sich auch die gegenwärtige Regierung zumindest stützt.

      Ist jetzt Russland für dich der pöse Aggressor?

      Insofern: Ja! Als Trittbrettfahrer einer imperialistischen Agenda, an der Russland UNBEDINGT beteiligt sein will, und nach Maßgabe ÖKONOMISCHER Interessen, als ein kapitalistisches Rohstofflieferland, nicht aber der um vorgeblicher interner Stabilisierungsaufgaben willen, auch beteiligt sein wollen MUSS.

      War das verständlich?
      (Sorry für das von mir verschuldete Mißverständnis, manchmal behalte ich nicht alle Punkte, die ich grad wälze bzw. Infos, die ich aufnehme, blitzsauber geordnet im Kopf, dann kommt es zu solchen Auslassungen)

    • Musst dich nicht entschuldigen, immer ohne Missverständnisse drückt sich keiner aus und hier ist es ja genauso gut von mir verschuldet, indem ich die entsprechenden erläuternden Beiträge von dir nicht kannte. Du drückst dich mittlerweile sehr klar aus, trotzdem muss ich zugeben dass ich eine Sache jetzt nicht verstanden habe; nämlich deine Unterscheidung zwischen Anschein und Wirklichkeit bei der Aggressionsfrage.
      Ich deute es mal so dass du trotz allem die syrische Regierung für den Verursacher der politischen Krise hälst, die im Bürgerkrieg mündete, und/oder aber für sie Verhandlungsspielraum siehst, die eine politische Lösung des Konfliktes möglich und die militärische somit unverantwortlich macht.

      Beiden Möglichkeiten stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.
      Noch bevor die Libyenintervention begann, prophezeite ich als damaliger Gymnasiast im Politikunterricht (dem armen Lehrer und dem Rest der Klasse permanent widersprechend und die Diskussionen gar gewinnend), dass die Gewalt mit Ghaddafis Tod nicht enden wird.
      Dafür musste ich kein Prophet sein. Dafür reichte es einfach die Vergangenheit und auffällige Parallelen zu anderen Konflikten im Blick zu haben.

      Ich halte die Möglichkeit, dass es der Regierung gelingt, das ganze Land komplett zu befrieden, für sehr unwahrscheinlich. Das liegt daran, dass die Rebellen über die Grenzen eine Guerilla führen können und irgendwann auch werden.
      Dennoch ist die Regierung für Syrien die einzige greifbare Chance für einen relativen Frieden, für Stabilität, und für Freiheit.
      Es kann unmöglich sein, dass die syrische Regierung ebenfalls die Aufteilung des Landes anstrebt.
      Dies ist erstens entgegen ihrer ureigensten Interessen, und zweitens würde sie ihre eigene Legitimation abschaffen, indem sie so einem Frieden zustimmen oder ihn zumindest dulden würde.
      Nein.
      Gleiches gilt für Russland und erst Recht für den Iran. Es gibt kein Interesse ihrerseits für eine solche Lösung.
      Könnte es sein, dass die USA die Aufteilung Syriens anstreben? Möglich wärs. Im Iraq und in Libyen wurde dies jedoch nur ansatzweise umgesetzt, mit Lokalautonomie für Kurden bzw. den Osten Libyens.
      Wenn Assad gestürzt wird, dann wird Syrien es noch schlimmer ergehen als dem Iraq.

      Marat Musin behauptet in seinem jüngsten Buch, Russland strebe an, daß Syrien „grün“ werde, um geopolitisch eine aus seiner erzfaschistischen Sicht „saubere“ kulturell-zivilisatorische Trennung einer „islamistischen“ und abendländisch-christlich(?) „Welt“ anzustreben.

      Wohl kaum.
      Erstens wird Putin wohl kaum in solchen irrationalen Bahnen denken, zweitens werden die orthodoxen Russen wohl kaum ein (ursprünglich) orthodoxes Land den Islamisten überlassen, nur dass die Grenzen stimmen?! Zumal auch 20% der Einwohner innerhalb der russischen Grenzen Muslime sind.
      Die Behauptung der sauberen Abtrennung ist also schon von der Realität überholt.

      Insofern: Ja! Als Trittbrettfahrer einer imperialistischen Agenda, an der Russland UNBEDINGT beteiligt sein will, und nach Maßgabe ÖKONOMISCHER Interessen, als ein kapitalistisches Rohstofflieferland, nicht aber der um vorgeblicher interner Stabilisierungsaufgaben willen, auch beteiligt sein wollen MUSS.
      Verstehe ich es richtig dass du es den Russen ankreidest, dass sie nicht die Nordkoreaner nachahmen und den eisernen Vorhang wieder hochziehen?
      Dass Russland seine Rohstoffe ausverkauft, findet niemand gut, am Wenigsten die Russen selber.
      Allein weil es schon den Stolz verletzt. Geht momentan aber nicht anders.

      Die USA folgen aus meiner Sicht nichts weiter als einem uraltem Gesetz: Sie tun was sie können.
      Damit stellen sie sich in die gleiche Tradition wie schon die Briten, die Mongolen oder auch die Athener vor ihnen.
      Die Schwachen leiden, was sie müssen.
      Und in dieser Rolle sehe ich die Syrer und auch die Russen.

    • TomGard

      “ … eine Sache jetzt nicht verstanden habe; nämlich deine Unterscheidung zwischen Anschein und Wirklichkeit bei der Aggressionsfrage.“

      Ich habe heut schon viel geschrieben und bin grad müde, deshalb bündig:

      Der Angriff der Banden und Horden ist ein Schein, es handelt sich nach wie vor um einen Angriff gewisser inter- und transnationaler Eliten auf die syrische Stände-Herrschaft und die Bourgeoisie, die herrschenden Eliten, die sie in Syrien geschaffen hat und alimentiert.
      Die Weise, wie die Banden und Horden rekrutiert, geschickt, geführt, oder auch einfach sich selbst und ihrer Konkurrenz überlassen werden, ist wiederum Resultat der Konkurrenz, also letztlich eines Krieges (mehrerer Kriege) der Angreifer untereinander.
      Auch diese Lage und ihre Hintergründe sind nicht einfach von Syrien in den Kaukasus, ja nicht einmal in den Iran, unter dem Titel, „die Horden der Barbarei werden los gelassen“ zu verlängern.

      „Ich deute es mal so dass du trotz allem die syrische Regierung für den Verursacher der politischen Krise hälst …“
      Wie kommst Du darauf? Da ich keinen Zweifel daran gelassen habe, wer Angreifer, wer Verteidiger ist, unterstellt das ja, ich hätte irgendein übergeordnetes Gesetz des Handelns, jenseits der handelnden Subjekte im Kopf, gegen das sie verstoßen.

      Jedes gewalttätige Handeln ist not-wendig (wenn man mal von wirklich ganz, ganz, ganz seltenen schwer pathologischen Fällen absehen), es hat Gründe und Zwecke, nicht etwa Ur-Sachen (Erbsünde, oder son Quatsch), die es zu ermitteln gilt und gibt. D.h. gesellschaftliche Taten lassen auf ihre Gründe und Zwecke schließen und identifizieren darin die gesellschaftlichen Subjekte, die sie begehen konnten und / oder begangen haben. Nimm das DARIN ernst, es soll heißen, die Subjekte sind durch die Taten bestimmt, nicht umgekehrt.

      Fragestellungen, wie Du sie wälzt, kommen in diesem „meinen“ Universum nicht vor ;)

    • Ok Tomgard,
      das Missverständnis wird wohl von daher rühren, dass du in der Diskussion schon ein paar Schritte weiter warst als ich, bzw. dass unser Konsens weiter gefasst ist als von mir erwartet.

      „Bourgeoisie“ und viele weitere Begriffe die du lieferst lassen auf einen marxistischen Hintergrund deinerseits schließen.
      Über diese müssen wir auch kaum diskutieren, denn dabei handelt es sich um eine Ideologie und bei Ideologien ist wie bei Religionen jede Konsenssuche sinnlos und unnötig. Man tut gut daran, verschiedene Ideologien als verschieden zu akzeptieren und nur spezifische Probleme zu diskutieren.
      Ich sage das nur, damit du bestimmte marxistische Denkgrundsätze, die du für gesetzt hälst, bei mir wohl nicht gegeben sein werden.
      Insofern ist mir dein Widerstand gegen die Baathisten nach wie vor nicht so ganz klar.

      Aber davon abgesehen nennst du mit den Klassenunterschieden einen wichtigen Aspekt.

      Es mag diskriminierend klingen, aber die „Unterschicht“ (wie entwürdigend der Begriff auch klingen mag) ist zu Revolutionen/Bürgerkriegen und ähnlichem alleine nicht fähig.
      In allen (!) mir bekannten Aufständen/Revolutionen/Bürgerkriegen der Weltgeschichte hat es keinen einzigen erfolgreichen, von einer „Unterschicht“ allein geführten, oder gar erfolgreichen Aufstand gegeben!
      Das liegt daran, dass der Vorteil der unteren Schichten allein in ihrer Masse liegt, und dass diese eine Organisation braucht, die nur jemand mit entsprechenden Mitteln bewerkstelligen kann.

      Stattdessen wurde jede Revolution und jeder Bürgerkrieg, die auch nur eine halbwegs realistische Erfolgsaussicht hatten, von Leuten der oberen Mittelschicht und unteren Oberschicht angeführt, die sich aus ihrem Erfolg entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten erhofften.
      Den Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Arbeiterklasse hat es nie gegeben. Meiner Ansicht nach, weil sie sich brauchen, zumindest aber, weil er nicht machbar ist.

      Insofern bin ich bei deiner Feindschaft der Regierung gegenüber sehr skeptisch.
      Ich kann die Missstände, die du ihr wohl vorwirfst, nicht beurteilen.
      Ich will das auch nicht, denn ich lebe dort nicht.
      Die entscheidende Frage bleibt:
      Hat der Aufstand irgendetwas mit diesen „Missständen“ zu tun?
      Meiner Ansicht nach eher weniger, auch wenn dieser Bürgerkrieg den eindeutigen Effekt haben dürfte, dass es den großen, regierungstreuen Teil der Bevölkerung enger aneinanderschweißen dürfte.
      Somit frage ich mich, ob deine Agitation der syrischen Regierung gegenüber überhaupt themengerecht ist.
      Bezüglich deiner Solidarität mit den Kurden habe ich eigentlich nichts zu kritisieren.
      Selbstverständlich wollen sie ihren eigenen Lieben so viel Leid ersparen, wie nur möglich, und halten sich deshalb zum Größten Teil aus dem Konflikt heraus.
      Es drängt sich hier wiederum die Frage auf, ob diese Strategie überhaupt Erfolg haben kann, und ob sie nicht ihr eigenes Unheil bestenfalls aufschieben.
      Das Massaker an den Kurden in Aleppo zeigt das Gegenteil auf. Es wäre wohl im Interesse der Kurden, sich mit der Regierung auf eine Teilautonomie zu einigen und sich zu verbünden.
      Aber ich will mich hier nicht zum Strategen aufschwingen.
      Zu viele Details gibt es, die wir nicht wissen.
      Es ist unseriös, sich für klüger als ein kompletter Beraterstab + Beamtenapparat zu halten, den es zu jeglichem relevanten Thema ja auch gibt.

    • Auch diese Lage und ihre Hintergründe sind nicht einfach von Syrien in den Kaukasus, ja nicht einmal in den Iran, unter dem Titel, „die Horden der Barbarei werden los gelassen“ zu verlängern.
      Ja und nein.
      Ja, weil du in der Sache ja teilweise Recht hast, zumindest dort, wo es sich bei den Kämpfern um Syrer handelt.
      Nein, weil alle diese Fälle stark vergleichbar sind und große Ähnlichkeiten besitzen.
      Dies liegt wiederum in der Natur der Sache.
      Ich habe ja oben in diesem Beitrag auch schon über die Rolle gewisser sozialer Schichten in Aufständen sinniert.
      Genauso trifft dies auch auf Elemente der Mittel- und Unterschicht zu.
      Absolut JEDER Staat verfügt über Schläger, denen der Kampf wichtiger ist als der politische Hintergrund.
      Das gilt für Russland, Deutschland, Syrien und die USA genauso wie früher die Weimarer und noch früher die Römische Republik.
      Über deren Motivationen kann und will ich nicht spekulieren, aber es gibt sie.

      Gibt es lokale und regionale Unterschiede?
      Eindeutig ja!
      Aber die Macher und Planer der „5. Kolonne“ sind kompetent um auf sie zurückzugreifen.
      Indem sie diese Aufständischen sehr bewusst vor allem durch ihre Medienherrschaft (was Syrien, Libyen & Co. u.a. gemeinsam haben, sind Sender wie al Djasirah) beeinflussen, können sie sie lenken.

      Und daher ja:
      Als unoffizielle „Taskforce“ des Westens „[werden] die Horden der Barbarei […] los gelassen“ und sind gezielt überall einsetzbar.

      Da es zwischen dem radikalen Islamismus einerseits und Russland (Tschetschenien) und China (Xinjiang) andererseits unüberbrückbare Differenzen gibt, während die Chefideologen dieser Bewegung im Dienste der amerikanischen Lakaien (Qatar, Saudi-Arabien) stehen und auf diese angewiesen sind (Was wäre der Jihad ohne al Dschasira & al Arabiya?), wird eben der radikale Islamismus den Amerikanern wohl noch lange Zeit als Partner erhalten bleiben und ist bei Bedarf recht einfach zu beenden.

    • weitere Begriffe die du lieferst lassen auf einen marxistischen Hintergrund … schließen.
      Über diese müssen wir auch kaum diskutieren, denn dabei handelt es sich um eine Ideologie und bei Ideologien ist wie bei Religionen jede Konsenssuche sinnlos …

      Das wäre eine Gesprächsgrundlage, wenn ich mich zu einer übergeordneten „Idee“, oder einem Glauben bekennen würde, weil ich dann in der Debatte von der Idee oder dem Glauben absehen könnte, um Dich am End von einem „Wert“ oder einer „Notwendigkeit“ derselben zu überzeugen.
      So aber, indem Du meine Begriffe unbesehen und unter Ausschluß einer Prüfung für irrelevant und indiskutabel erklärst, bist Du ein Möchtegern -Rohrstockbüttel im Gefolge der siegreichen Armeen der Konterrevolution, und magst zum Teufel fahren, falls Du nicht vorher ein wenig Grün hinter Deinen halbsteifen Löffeln verloren hast.

      Sage ich schmunzelnd.

    • Tomgard:
      “Das wäre eine Gesprächsgrundlage, wenn ich mich zu einer übergeordneten „Idee“, oder einem Glauben bekennen würde, weil ich dann in der Debatte von der Idee oder dem Glauben absehen könnte, um Dich am End von einem „Wert“ oder einer „Notwendigkeit“ derselben zu überzeugen.“

      Soso, Gesprächsgrundlage?
      Du willst darüber reden und der pöse Jones findet das indiskutabel?
      Wenigstens verstehe ich warum du schmunzelst.

      Guess what, ich finde nicht einzelne Begriffe indiskutabel, sondern habe eben das auch in den vorherigen Beiträgen gemacht; bsw. „Bourgeoisie“. Wenn du weit genug gelesen hättest wüsstest du das.
      Was ich dir abgewöhnen wollte, waren die ständigen Rückgriffe auf eine Ideologie, die du für gesetzt und richtig erachten magst, aber ich und andere nicht. Denn du hast mitnichten von deiner Ideologie abgesehen.
      Und der Grund warum ich über deine Ideologie nicht diskutieren will, findet sich in deinem Zitat wieder: Reden willst du, das Ja, aber nur um mich von deinem Glauben zu überzeugen.

      Von meinem Vater habe ich gelernt, dass ein jeder in seinem Aberglauben selig ist.
      So ziemlich JEDER von uns der sich in diesem Blog herumtreibt hat SEINE eigenen (Hinter-)Gründe.
      Man kann das akzeptieren, man kann aber auch wie du und Comrade John jeden Verweigerer beleidigen.

      Und es wird nicht nur dir, nicht nur Comrade John, sondern so ziemlich jedem schwerfallen mich von einem Wert des Marxismus zu überzeugen.
      Ich bin Ingenieur in spe, ich arbeite mit der Welt wie sie ist und nicht wie ich sie mir erträume.
      Den Klassenkampf hat es nie gegeben, genauso wenig wie eine geeinte Bourgeoisie oder anders herum vereinte Arbeiterklasse.
      Es gab ihn nicht vor der Oktoberrevolution, es gab ihn nicht während der Oktoberrevolution, die kaum den Rückhalt von 25% der Bevölkerung erreichen konnte, es gibt ihn nicht heute!
      Jedes Kollektiv braucht eine Struktur, und das gilt für Dörfer, Städte, Länder, Groß- und Kleinstbetriebe, egal ob kommunistisch oder sonstiges, egal ob privat oder staatlich!

      Mein adliger Urgroßvater hat die Oktoberrevolution überlebt, indem er von „seinen“ Bauern versteckt wurde; auch er kannte keinen Klassenkampf.
      Du wirst mich also von der Notwendigkeit deines Glaubens nicht überzeugen können und ich will entsprechende Predigten nicht lesen, die du und Comrade John so schreiben.
      Ihr könntet themenspezifisch & problemorientiert diskutieren, dann würden diese Diskussionen auch was bringen, stattdessen habt ihr es nötig alle zu eurem Glauben zu bekehren und „Ungläubige“ zu diskriminieren.
      Erbärmlich nenne ich das.

    • TomGard

      Du bist ein Idiot, J2B, und das nicht, weil Du denkst, was Du denkst – beileibe nicht. Ich hab Deine Generation 1993 in einem furiosen Wutausbruch gegenüber Genossen in Berlin, die eine mönchische Tradition „marxistischer Theorie“ aufgelegt hatten, beschrieben, als das Resultat das „wir“ erhalten würden.

      Nein, Du bist ein Idiot, weil ich beständig weit hinter die marxistischen Begriffe zu ihren Grundlagen in der Geschichte des Privateigentums und Patriarchats zurück gehe, zum Beispiel hier:
      http://apxwn.blogspot.com/2013/09/ausweg.html?showComment=1378911785778#c6132529300694182125

      Niemand nötigt Dich, mir mir zu reden. Wenn Du das Bedürfnis hast, weil Du den Eindruck hast, bei mir sei was zu holen – und „dafür“ sind wir Alten ja bitteschön „da“, in unserem Segment der Biosphäre – dann hol es Dir. Doch dazu müßtest Du allerdings von Deinen vorgefaßten Urteilen probehalber, oder von mir aus „hypothetisch“, eine Weile zurück treten, selbst wenn es nur mit dem Willen geschähe, sie Dir bestätigen zu lassen. Wenn Du nicht einmal das auf die Reihe kriegst, magst Du brav Brücken und Häuser bauen, wie es unsere Vorväter getan haben, aber nie, in keinem Fall, wirst Du etwas eigenes schaffen.

    • Nobilitatis

      „etwas eigenes“ – hat TomGott das Jodeldiplom?

    • TomGard

      PS- einen Literaturtip habe ich noch für Dich. Lies mal „Die Artamows“, von Maxim Gorki. Es scheint keine deutsche Edition mehr zu geben, hier eine englische:
      http://www.goodreads.com/book/show/1308899.The_Artamonov_Business

      Aber Du kannst es ja vielleicht im Original lesen.

    • ISKANDER

      @Jones….
      Du irrst ein wenig.
      Comrade John liefert intellektuelle Fakten – TomGott hingegen ist einfach krank im Geiste und ein gekränkter Robespierre dem das Volk nicht zujubelt.
      Da liegen Welten in der Kritikbestimmung zwischen.
      Ansonsten hast du Recht. :-)

    • @ Iskander
      Erinnerst‘ dich noch, wer zwei-, drei-, viermal den Troll Markus in Schutz nahm.
      Und wer es war, der mehrmals Friedhofsruhe im Blog anmahnen wollte u. dabei geflissentlich die Rolle des TG überspielte?
      Beobachte die Frettchen, und du weisst wessen Sache sie dienen.

    • Meine Fresse, ich kann nicht leugnen ein Idiot zu sein.
      Ich habe versucht etwas Ruhe in diesem Kindergarten hier zu halten und die beiden paranoiden Obergenossen John & Tom mal auseinander zu halten.
      Alles nur, damit zwischen den interessanten Sachen in den Kommentaren hier nicht so viel Müll steht.
      Da ist mir offensichtlich das Gegenteil von Deeskalation geglückt…
      Naja, die andere Schiene kann ich auch.

      Tom und John wollen wissen welcher „Sache“ ich diene?
      EUREN MÜTTERN!
      Die wollen dass ihr mal rauskommt aus euren Kellern und euch ein Leben und ’nen Job anschafft!
      Ihr beide scheint mir sehr gefrustete Arbeitslose zu sein.

    • … Und vor allem sehr einsam.

  • kaumi

    Haitham Manaa berichtet davon Beweise dafür zu haben, dass US-amerikanische Behörden direkten und regelm. Kontakt mit „Ahrar Al Sham“ und „Al Nusra“ pflegen. Seit anfang an und heute immer noch.
    Wäre schön, wenn Manaa damit rausrücken würde.
    http://breakingnews.sy/ar/article/25022.html

  • kaumi

    Es dringen Informationen nach außen, wonach es in Maloula ein Massaker an seinen Einwohnern gegeben haben soll. Es existiert zumindest schon eine Namensliste der Opfer:
    ـ الياس دامون(مفقود)؛ جهاد ثعلب( ذبح بالسكين)؛ ميخائيل مطانيوس ثعلب (ذبحا بالسكين)؛ سركيس حبيب السخن(رميا بالرصاص)؛ أنطوان لاوزريوس ثعلب(ذبحا بالسكين مع تمثيل بالجثة)؛ موسى شنيص(مفقود)؛ شادي ثعلب( مفقود)؛ جورج داود هيلانة و زوجته ( مفقودان)؛ جميلة محفوظ وابتها( مفقودتان).
    Elias Damun (vermisst), Jihad Thaalab (Kehle durchgeschnitten), Michael Mitanius Thaalab ( Kehle durchgeschnitten), Sarkis Habib Al Sichin (erschossen), Antoine Lauzerius Thaalab ( Kehle durchgeschnitten mit Video), Musa Shneis (vermisst), Shadi Thaalab ( vermisst), Georg Daoud und Ehefrau Hilana (vermisst), Jamila Mahfouz und Tochter (vermisst).

  • Anonymous

    @Kaumi

    Deine beiden Beiträge zusammenfassend, muss konstaniert werden, dass das christliche Abendland in Übersee mit Steinzeitislamisten zusammen paktiert, um geopolitische Interessen durchzusetzen, unter Inkaufnahme der Tatsache, dass ihre christlichen Brüder und Schwestern im Morgenland, als direkte Erben dieser Religion, abgeschlachtet werden.

    Christian M., Bayern

    • Anonymous

      Ja, das kann konstaniert werden.

      Georg

  • habkind

    „Valerie Amos: 11 UNO-Mitarbeiter ermordet. UNO-Mitarbeiter in Syrien von Terroristen entführt und als Geiseln gehalten. Wird die UNO erpresst?“

    Monatelang hat die UNO verheimlichen können, dass ihre Mitarbeiter von Terroristen in Syrien getötet und verschleppt wurden. Jetzt hat Valerie Amos – ob versehentlich oder absichtlich – in einer Pressekonferenz das Schweigen gebrochen.

    den ganzen Bericht lesen bei: http://julius-hensel.com/2013/09/valerie-amos-11-uno-mitarbeiter-ermordet-uno-mitarbeiter-in-syrien-von-terroristen-entfuehrt-und-als-geiseln-gehalten-wird-die-uno-erpresst/#more-26041

  • habkind

    Fast ein duzend jordanische Offiziere sind in Jordanien festgenommen worden, weil sie den CIA-Mitarbeitern in Jordanien falsche statt richtige Informationen über Syrien gaben.
    „Jordan Arrests Officers Over Charges Of Misleading CIA
    Sep 7, 2013

    Nearly a dozen officers have been arrested in Jordan on charges of misleading the United States Central Intelligence Agency, CIA.

    According to sources in Jordan, the Americans had reportedly asked some high-ranking Jordanian officers to provide CIA with sensitive information on Syria, as the Jordanians were in good terms with their Syrian counterparts.

    The officers, however, gave wrong and misleading information to the US intelligence service.

    The incident made Jordan’s King Abdullah II order the arrest of at least six colonels and four officers.

    The arrests have reportedly created jitters among army and people in Jordan.

    Meanwhile, Russian sources have revealed the presence of 1,500 foreign military experts on the ground in Syria. The foreign experts are believed to be in touch with the US government as well as the CIA to coordinate Washington’s possible military strike on the Arab country.

  • TomGard

    Die deutsche Regierung legt sich fest. Sehr fest, da der Schindler’sche Auftritt ostentativ politisch terminiert ist (die „Erkenntnisse“ sind Monate alt).

    Assad soll also nach deutscher Lesart von den Kräften der syrischen Restauration „befreit“ werden, die den Angriff in Al Ghouta zu verantworten haben. Unabhängig davon, ob da Gift eingesetzt wurde, oder nicht, und wenn, von wem! Die deutsche Regierung möchte also die Falle zuschnappen lassen, die den Elitetruppen in Damaskus gestellt wurde, und von der ich schon am 21. sprach.
    http://apxwn.blogspot.com/2013/08/aus-dem-konigreich-der-totgesagten.html?showComment=1377102785503#c1816229946830381745
    Sie wurde übrigens seither vielfach von Leuten bestätigt, die die Verteidiger Syriens gegen die Vorwürfe in Schutz nehmen, dabei aber indirekt einräumen, daß die SAA zahlreiche Damaszener Viertel ab 1:00 nachts mit heftigem Artilleriefeuer belegte, die keineswegs von Zivilisten geräumt waren.

    Ohne daß ich damit billige, daß die Syrer nun zusätzlich von NATO-Luftwaffen zusammengeschossen werden, halte ich fest, daß dies Massaker, das keiner „Chemiewaffe“ bedurfte, mindestens eine Menge beigetragen hat, die Kriegsfront der Gegenseite zu einen, und dafür ist die deutsche Entscheidung nebst ihrer Begründung durch Schindler ein unzweideutiger Beweis.

    Der syrische UN-Botschafter hat auf diese Lage schon reagiert, indem er in seiner jüngsten Presseerklärung das Schicksal der Syrer hinsichtlich des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes und seiner Konsequenzen rückhaltlos in die Hand der UN-Kommission und namentlich Brahimis legte.
    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VRKQMmLewVQ
    Das kann er tun, nachdem Obama erklärt hat, „Regime Change“ nicht militärisch erzwingen lassen zu wollen, und Brahimis unverhüllte politische Verpflichtung auf die Wall Street – Agenda daher nicht mehr zwingend zu Lasten seines Dienstherrn Assad geht.

    Achtet mal darauf, wie merkwürdig Jaafaris (Neben-)Bemerkung, die amerikanischen Tomahawks seien eben nicht intelligent, sondern dumm, und würden oft die falschen Ziele treffen, bemessen an seinem Status und seinem Auftrag ist! Man könnte ihm fast unterstellen, er hätte gegen den Beschuß wenig einzuwenden, falls er denn die „richtigen“ Ziele fände …

    • TomGard

      Die US-Amerikaner haben’s da einfacher. Die Abgeordnete Dianne Feinstein veranstaltet Snuff-Video-Porno-Sessions für ihre Kollegen mit einer von der CIA exklusiv für diesen Zweck bereit gestellten und „authentifizierten“ DVD.

      http://www.washingtonpost.com/politics/us-official-says-cia-has-authenticated-at-least-13-videos-showing-victims-of-syrian-gas-attack/2013/09/07/831f8c3e-17ff-11e3-a2ec-b47e45e6f8ef_story.html

      Bei der Gelegenheit kann man auch gleich diesem Link folgen, und sich auswahlweise anschauen, was US-Senatoren, die gegen einen Kriegseinsatz sind, zu Protokoll zu geben haben.

      „Ich glaub, das ist zu diesem Zeitpunkt die falsche Entscheidung“, Joe Manchin.
      „Also, ich hab da noch einige Bedenken gegenüber Obamas Plan“, David Vltter.
      „Amerika kann sich keinen weiteren Konflikt leisten, der seine Ressourcen beansrpucht, ohne seine Interessen wirklich zu fördern, ich bin dagegen“, Jerry Moran.
      „Es mag ja schön einfach klingen, wenn (Kerry) sagt, das wird schnell gehen … wir schicken ein paar CM los, waschen und die Hände und gehen nach Hause. Aber so läuft das nicht“, Jim Inhofe.
      „Nicht noch einen Krieg, den wir nicht gewinnen können“, Brian Higgins.
      „Ich bin eine Nein-Stimme, es sei denn, es kommt einer, der mir was anderes befiehlt“, John Garamendi, gemein aber sachgerecht gefälscht.
      „Ich kann nicht erkennen, wie es uns stärker machen soll, wenn wir anfangen, mit CM’s auf Kriegsverbrecher zu feuern“, Llyoyd Dogget.
      „Ich hab noch nix gesehen, was eine Bestrafung mir CM’s rechtfertigen könnte“, Bill Shuster.

      Na, den Menschen kann geholfen werden, gelle?

  • habkind

    Also zumindest in Jouber sind keine Zivilisten mehr. Wir haben bekannte – Palästinenser, die schon seit 1947 in Syrien und in Jouber wohnten – die uns noch letzte Woche bestätigten, dass in Jouber seit Monaten keine Zivilisten mehr wohnen. Die Familie selbst bestehend aus einigen duzend Mitglieder, sind tlw. in den Libanon, Jordanien oder auch in Damaskus untergekommen. Einige wollten nach Ägypten, wurden aber wieder zurückgesandt. In Jouber sind devinitiv nur noch kämpfende Einheiten.

    • TomGard

      Habkind, wir hatten das schon. Joubar (Jobar) wurde im Mai von Regierungstruppen angegriffen und angeblich geräumt. Das war auch in diesem Weblog Thema. Dann geschah, was wir von Homs und vielen anderen Orten kennen: Ein Teil der nicht im Kreuzfeuer verreckten Zivilisten und Flüchtlinge, die keine Mittel und Gelegenheiten für eine dauerhafte Flucht hatten, kehrte zurück und mit ihnen auch die Guerilla, oder Kontras, wie Du willst. Um zu vermeiden, daß die Guerilla einem zum Schutze der Zivilisten angekündigten Angriff einfach in umgebende Stadtteile unter ihrer Kontrolle auswiche, wurde das überraschende nächtliche Artilleriebombardement angeordnet. Wenn Deine Zeugen sagen, in Jobar hätten sich „seit Monaten“ keine Zivilisten mehr befunden, beziehen sie sich halt auf den Status zum Zeitpunkt ihrer Flucht, Mai / Juni, und wissen es nicht besser.

      Wenn Jobar tatsächlich von Zivilisten geräumt gewesen sein sollte, trifft das auf die vier anderen in dieser Nacht bombardierten Bezirke nicht zu. Die Offensive der Elitetruppen galt unter dem paradoxen Schutz der UN-Kommission einem „terroristischen Millieu“, einem „Sumpf“. Es war der an vielen anderen Orten schon zwei Jahre lang verstreut zu beobachtende „Krieg gegen das eigene Volk“, wie das im Propagandasprech heißt, aber im Kern dasselbe ist, was alle Militärs und militanten Staatshänger in einer Staatsgründungsphase und im Falle eines beliebigen Angriffs von welcher Seite auch immer tun und herrschaftslogisch tun MÜSSEN: Sie schlachten sich, im Rahmen einer kriegerischen Konkurrenz gegen andere Herren oder Aspiranten der Macht, ein loyales Volk zurecht.

      Die Unterschiede, über die man da vernünftig reden kann, außerhalb von Suhlerei in Moralkacke, liegen in den (Staats-)Zwecken, die da verfolgt werden.

      Aber zu dieser Debatte laßt ihr es mit Verweis auf die Angreifer allesamt nicht kommen! Und deshalb bezeichne ich euch, unter zynischer Nutzung eurer triefenden Moralkacke, als Schlächterhuren! Euch bleibt in diesem Geiste nix anderes, als dasselbe zu tun, worauf eure Feinde sich zweckmäßig bornieren, Mord, Totschlag, Folterei, Zerfleischung und Verhungerung zu rechtfertigen.
      Und das ist mir – zumindest – im aller höchsten Maße widerwärtig.

      Ich hoffe, ich habe mich nun ausreichend klar ausgedrückt, und zwar absichtlich Dir gegenüber, Habkind, weil Du immerhin zu begreifen scheinst, daß für mich Feindschaften ein anderes „Ding“ sind, als das gewöhnlich der Fall ist, und daher auch die Heftigkeit der Angriffe, die ich führe.

    • Anonymous

      @TomGard, Bullshit, Sie haben eine Prise zuviel marxistisch-leninistischer Dialektik geschnupft. Terroristen verschanzen sich in Wohngebieten und nehmen die zivilen Opfer billigend in Kauf. Nichtangriff der regulären Truppen hieße, den Feind das Einsickern zu gestatten. Asymmetrische Kriegsführung seitens der Terroristen. Die Wohngebiete MÜSSEN mangels Alternativen bombardiert werden, will man dem Feind beikommen, egal ob von Zivilisten bewohnt oder nicht. Und das wissen die Rebellen. Sie, TomGard, reden mit Ihrer dreimal um die Ecke gedachten Argumentation den Terrorbanden das Wort. Können Sie gerne tun, es herrscht glücklicherweise Meinungsfreiheit, nur ist Ihre Denkschule möglicherweise menschenverachtend.

    • TomGard

      „Terroristen verschanzen sich in Wohngebieten und nehmen die zivilen Opfer billigend in Kauf.“

      Ja, diese Taktik wählen sie, wenn sie davon ausgehen, daß das anschließende „blame-game“ zu Lasten der Regierung ausfällt, jedenfalls in genügend großem Umfang, daß sie nicht Vollalarm auslösen, wo und wann immer sie sichtbar werden.

      Nach Deiner Lesart ist jeder des Todes, der sich einem sakralen Monopol einer Staatsmacht auf’s Töten und Foltern widersetzt, und sei es nur, indem er sich nicht demütig zum Schlachtopfer anbietet.

      Typen wie Dich haben Generationen, die jünger sind, als ich, mit allen verfügbaren Mitteln auszurotten, mit Stumpf und Stiel, soll es in 20, 30 Jahren noch eine Gattung „sapiens“ geben. Das ist meine Antwort zum Thema „Meinungsfreiheit“, die aus Gewehrläufen kommt bzw. sich hinter ihnen verschanzt.

    • Anonymous

      @TomGard, „Nach Deiner Lesart ist jeder des Todes, der sich einem sakralen Monopol einer Staatsmacht auf’s Töten und Foltern widersetzt, und sei es nur, indem er sich nicht demütig zum Schlachtopfer anbietet.“ Das ist ja eben Ihre Lesart. Nicht meine.
      Und noch mehr Ihrer Denke: „Typen wie Dich haben Generationen, die jünger sind, als ich, mit allen verfügbaren Mitteln auszurotten…“
      Alles klar?
      Meine Meinungsfreiheit verschanzt sich höchstens hinter dem Wörtchen „anonym“ in diesem Forum. Mit gutem Grund. Ansonsten schätze ich die Informationsdichte und Analyse, auch Ihre, hier sehr. Die „Ausrottung“ jedenfalls wünsche ich niemandem.

      Dass Sie so reagieren, wie Sie reagieren, wenn Ihre Denktheorie kritisiert wird, beweist, dass es die Menschheit nicht mehr gäbe, wären „Denker“ und Rechthaber wie Sie an den Hebeln.

    • Comrade John

      @ Anonym8. September 2013 13:42
      @TomGard, Bullshit, Sie haben eine Prise zuviel marxistisch-leninistischer Dialektik geschnupft.

      TGard verkleidet gelegentlich seine anti-syrische Agitation als marxistisch abgeleitete Kritik am Staat. Das hat sehr wahrscheinlich mit seiner früheren Mitgliedschaft in der Marxistischen Gruppe (MG) zu tun, die sich 1991 urplötzlich selbst aufgelöst hat. Die meisten westdeutschen Linken hielten sie für eine Spalter- und Verfassungsschutzorganisation.
      Indem Gard die von ihm früher einmal verinnerlichte marxistische Theorie vom Staat klar bevorzugt auf Syrien bezieht u. dies ausgerechnet in dessen heutiger Lage im Angesicht des Bandenkriegs u. der nun drohenden offenen US-Nato-Intervention, stellt er sich auf die Seite des Imperiums u. dessen zionistischer Unterabteilung.
      So, er will uns über den Staat (an sich) aufklären? Aber warum gerade anhand von Syrien, ausgerechnet an dieser Stelle (Blog) u. mit solcher Impertinenz? Das mag noch glauben wer will, nach meinem Dafürhalten ist der Spezi mindestens geistig-ideologisch dem Zionismus erlegen. Für die zionistische u. tagespolitisch auch anti-syrische Tendenz innerhalb der deutschen Linken wirkt heute (s. erfolgreich übrigens) bspw. der Arbeitskreis BK Shalom in der Partei DIE LINKE:
      http://bak-shalom.de/index.php/2012/01/08/gegen-linke-solidaritat-mit-den-schlachtern-von-syrien-und-iran/

      Gards Wortwohl im Rahmen seiner Agitiation sowie die Beschimpfung Andersdenkender als Schlächter, Faschisten u.ä. lassen seine individuelle (geistige) Nähe zu pseudo-linken zionistischen Kreisen erkennen.

    • Comrade John

      Forts.
      @ Anonym
      „eine Prise zuviel marxistisch-leninistischer Dialektik“

      Die, welche sich heute noch als Marxisten-Leninisten verstehen, stehen natürlich auf der Seite des angegriffenen syrischen Nationalstaats:

      Kommunistische Parteien aus aller Welt: Gegen den imperialistischen Militärangriff auf Syrien
      http://www.randzone-online.de/?p=19763

      Die zwei kommunistischen Parteien Syriens, beide in Allianz auch mit der Baath, stehen selbstverständlich mit allen Syrern, die sich USrael nicht unterwerfen wollen, in einer Front zusammen:
      Erklärung der Syrischen Kommunistischen Partei (Vereinigt)
      „Das Haus gehört uns allen. Die Aggression richtet sich nicht gegen eine bestimmte Klasse, sondern wird alle Teile der syrischen Nation treffen, unabhängig von Differenzen und Machtkämpfen innerhalb der syrischen Heimat.“
      http://www.redglobe.de/naher-mittlerer-osten/syrien/9135-erklaerung-der-syrischen-kommunistischen-partei-vereinigt

      Auch für diese deutschen Kommunisten dürften Gards anti-syrische Ausführungen der lanke imperialist-zionistische Hohn sein:
      Kommunisten-Online (Günter Ackermann)

      Die syrischen Rebellen sind nichts anderes als Abschaum. Die predigen den Hass gegen Andersgläubige und jene, die nicht so verbohrt-dogmatisch/fundamentalistisch denken.“
      http://kommunisten-online.de/author/karl/

      Klare Artikel auch bei der bemerkenswerten Rote Fahne.eu, die sich selbst eine sozialistische Tendenz in der Tradition von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Wolfgang Harich nennt:
      http://rotefahne.eu/top/syrien/

    • Anonymous

      @ComradeJohn, vielen Dank! Als anonymer Leser hole ich mir hier Zusatzwissen und andere Meinungen, um mir meine Meinung zu bilden – so wie hoffentlich viele andere. Ich kann leider zu aktuellen Ereignissen in Syrien mangels Kontakten und Wissen nichts beitragen, deshalb poste ich beinahe nie hier. Ich habe allerdings eine sehr solide journalistische und dramaturgische Ausbildung und viel Beruferfahrung, um das kriegshetzerische Geschreibsel der Presse seit zwei Jahren zu Syrien zu erkennen. Eine von wem auch immer präparierte Situation. Und ich war in Syrien. Es ist alles zum Heulen! Dieser Blog hier ist wertvoll.

      TomGards Denkfundament zweifle ich grundsätzlich nicht an, wenigstens hat er ein solides, seinen auf Wissen und Leserecherche basierenden Denk- und Analysewegen kann ich sogar viel abgewinnen, aber seine Schlussfolgerungen und Thesen wirken boshaft provokant, zumal hier im Blog, sie müssten zudem aufwändig widerlegt werden, wofür ein INFORMATIONS- und Aufklärungsmedium wie dieses schlicht der falsche Platz ist. Es kommt halt immer auf Sender und Empfäner an. Zu den Gründen, warum er hier so durchtrampelt und anderen den Tod wünscht, trotz erwiesener Intelligenz, müsste man wohl einen Psychater befragen, wenn’s denn überhaupt interessierte…

  • @TG
    Niemand in diesem Blog beansprucht für sich die absolute Kenntnis der Realitäten und Hintergründe in jenem Ausmaß, wie es Du, TG, mit beachtenswerter Regelmäßigkeit tust. Und niemand sonst greift andere Ansichten und Meinungen derart vehement und ideologisierend an, wie TG. Dein persönlicher Enthusiasmus im Blog sei Dir belassen. Keineswegs unwidersprochen hinnehmen möchte ich jedoch die Verallgemeinerungen („Und deshalb bezeichne ich EUCH (!)..)und primitiven Beschimpfungen („..Nutzung eurer triefenden Moralkacke, als Schlächterhuren!“)
    Du verletzt damit allgemein anerkannte Umgangsformen, und verstößt fortwährend gegen jenes (ungeschriebene, jedoch von den Teilnehmern akzeptierte) Gesetz/Recht, an das sich „Gäste“ in gegenseitigem Interesse und üblicher Akzeptanz zu halten haben: Das Gastrecht! Deine Zugewandtheit zu verbalen Pinkel-Orgien ist widerwärtig und nicht weiter zu tolerieren. Entleer dich besser auf einer dafür geeigneten Toilette oder auf Deinem Blog.

    • TomGard

      „@TomGard, Bullshit, Sie haben eine Prise zuviel marxistisch-leninistischer Dialektik geschnupft.“

      „Was TG versucht, hier durchzubringen“

      Diese ultraprimitive Hetze, die sich einem mehrheitlich antikommunistischen Publikum anbiedert, mit oder ohne Apell an den Mob, ordentlich zu buhen, goutierst Du, und ergänzt sie mit einem Apell ans brave, demütige Publikum:

      “ Niemand beansprucht für sich die absolute Kenntnis der Realitäten und Hintergründe … wie Du es tust“.

      der primitiv gelogen ist. Ich bestehe auf der Wahrheit oder Unwahrheit einer Aussage, von wem sie auch immer komme, und auf argumentative Widerlegung, statt autoritative Zurückweisung. Deine Variante autoritativer Zurückweisung ist TOTALITÄR – so totalitär, wie es nur geht, weil Du verlangst, daß ich meine Aussagen schon zurück nehme, bevor ich sie ausspreche: ‚Öhh – aber bitte nicht als Argument oder als entschiedene Willensäußerung ernst nehmen, ich nicht so gemeint‘. Du verlangst, daß ich den Leser von der Mühe einer Widerlegung irgend einer Aussage, die ich mache, entweder gleich freistelle, oder andernfalls eine Widerlegung sich erübrige. Du handelst GENAU wie Iskander – „Lerne Demut“ – nur mit Säuselstimme. Das ist die Technik von Folterern, WM, ist Dir das klar? Nein, ist Dir nicht klar, weil Du nur weitergibst, was Deine Eltern und Lehrer Dir angetan haben, als sie Dich Demut vor den Mächten des Universums lehrten, die sie zu vertreten (müssen) meinten.

      Nein, ich tue mir inzwischen keinen Zwang mehr an. Wenn geprügelt wird, schlage mit dem massivsten Hammer, den ich führen kann, zurück. Das ist eure Welt – nicht meine!

    • @TG
      Mein Mitleid erspar ich Dir. Verständnis für Deine in letzter Zeit bedrohlich zunehmenden Ausfälle kann ich ob der massiven Häufung Deiner unstatthaften Anwürfe auch nicht (mehr) aktivieren. Was bleibt, ist ein bedauerliches Kopfschütteln und die Erkenntnis, dass ein Mensch auch jenseits seiner dementen Phase – trotz offensichtlicher Bildung – jegliche Selbstachtung und Beherrschung aufgeben kann. Befreie Dich von Deinen Zwängen und paranoiden Vorstellungen. Beende Deinen Hass (auf Dich selbst) und lerne, mit der Unvollkommenheit dieser Welt in lächelnder Weise zu kokettieren. Es gibt keine absolut gültige Wahrheit . Wer eine solche mit dem „massivsten Hammer“ zu verteidigen versucht, schlägt sich selbst.

  • Ich schätze diesen Blog sehr, um so weniger schätze ich das hässliche und mit wüsten Beschimpfungen garnierte Geschwätz von Tom Gard. An Kritiker der von USraels (vorwiegend über Ölscheichsl) bezahlte Verbrecher, die in unseren Medien als Rebellen oder Aufständische !! bezeichnet werden gewandt sagt er „..deshalb bezeichne ich euch, unter zynischer Nutzung eurer triefenden Moralkacke, als Schlächterhuren!“. Ja, an passende Adjektive fehlt es den famosen Analysten Tom Gard nicht. Und mir sagte er auch (10:20 Uhr): „Und schon geht der Djihad eurer Fascho-Proselyten gegen TG wieder los, mit den Techniken der John’schen Lügen- und Verleumdungstaktik“.
    Der Mann glaubt, der hat den Überblick, vielleicht denkt er, der ist der allwissende Gott !! Und deshlab quält er die Gemeinde hier mit allerlei Erklärungen zur Lage in Syrien, natürlich aus der Distanz einer göttlichen Höhe, als ob es da nur um geostrategische Überlegungen in einem Think Tank ginge nund nicht um einen um mit nichts zu rechtfertigenden Angriff der gesamten westlichen imperialistischen Pest auf ein Land, das in seinen Möglichkeiten sehr gut in der Region gestanden hat. Ich schreibe es auch weil ich aus der Region komme, aus Griechenland, was auch nolens volens diesen barbarischen Krieg gegen Syrien mit trägt.
    Und was persönliches: Ich habe sowohl meine Diplom- als auch meine Doktorarbeit (Soziologie) in einer Sprache geschrieben, die eher journalistisch als akademisch war. Deshalb, weil ich das, was ich für jedermann verständlich machen wollte, was ich da zu sagen hatte. Das gleiche tue ich auchn jetzt, mehrere Jahrzehnte später, komme auf den Punkt und schreibe ich ganze Textseiten voll mit ornamentalen und zig mal um die Ecke gehenden Überlegungen. Der langen Rede kurzer Sinn: Tom Gard, bis du für den Krioeg der Verbrecher gegen Syren oder nicht. Raus mit der Sprache.

    • am Ende heißt es natürlich: „und schreibe ich NICHT ganze Textseiten voll mit ornamentalen und zig mal um die Ecke gehenden Überlegungen

    • TomGard

      „Tom Gard, bis du für den Krioeg der Verbrecher gegen Syren oder nicht. Raus mit der Sprache.“

      Klare Frage, klare Antwort, Emmanuel. (Habe ich übrigens schon ein paar Mal beantwortet, nur zur Erinnerung für die anderen Leser)

      Ich führe mit meinen Mitteln Krieg gegen Leute, die, wie Du es hier tust, mir und anderen die Mündungen ihrer Waffen an den Kopf halten, und sagen: ‚Du bist entweder für mich oder gegen mich‘. ‚Du schließt Dich entweder meinen (unseren) Reihen an, oder bist des Todes (geächtet)“. ‚Du akzeptierst entweder meine (unsere) Kriegsgründe, oder erleidest sie“. Die sagen: „Weib, wähle, entweder Magua’s Wigwam, oder seinen Dolch“. Leute, die mich und andere ficken wollen. Und jetzt gerade bin ich so schweinewütend, daß ich Dir den Bauch aufschlitzen und die Eingeweide heraus reißen könnte, für diese Deine „Frage“. Das sage ich Dir deshalb, weil, wenn die Syrer, die eine Waffe führen können, bzw. den Witz haben, sich welche zu bauen (und das haben bewiesenermaßen viele) ebenso schweinewütend auf die Schlächter und Vergewaltiger in allen Reihen und Rängen wären, statt für die einen oder anderen Partei zu ergreifen, oder meinen, sich davon schleichen zu können, dann wäre dieser Krieg seit über zwei Jahren zu Ende! Niemand, keine Armee widersteht einer Masse von zwei, drei Mio schweinewütender Väter, Mütter und Brüder, die entschlossen sind, keine Herren mehr über sich zu dulden.

      Aber leider wollen halt die meisten wenigstens Herrchen sein. Wie Du Herrchen über TomGard sein möchtest, indem Du ihm diese Frage stellst …

    • Anonymous

      hahaha
      aber mit einem selbstgebauten messer, sei so witzig :]

      tomGard is sowas wie der intellektuelle joker, er ist in orndung.
      in diesem sinne:
      „pläneschmieder versuchen ihre kleinen welten unter kontrolle zu halten. ich bin kein pläneschmieder. ich versuche den pläneschmiedern zu zeigen wie armselig ihre versuche etw zu kontrolliern in wahrheit sind.“

  • TomGard

    Witz am Rande.
    Große Schlagzeile bei RT:

    „UK delivered Syria chemicals needed for sarin production ‘for 6 years’“

    Dabei geht es um Natriumfluorid, das an eine Kosmetikfirma geliefert wurde, und Grundstoff für Zahnpasta und Trinkwasserzusätze, sowie Hilfsstoff in matallurgischen Industrien ist …

    Ganz, als stellte die Redaktion von RT an die für Exportgenehmigungen zuständige britische Stelle die Frage:

    „Seid ihr für oder gegen den Chemiewaffenkrieg?!“

    Wie soll ich über sowas nicht zum Misanthropen werden?

    What the hell.

    • Anonymous

      Aus der Schlagzeile „Britain sent poison gas chemicals to Assad: Proof that the UK delivered Sarin agent to Syrian regime for SIX years“ der Daily Mail wurde mittlerweile „Geschäfte mit dem Tod: Britische Firma hat Giftgas an Assad verkauft“ bei Deutsche Wirtschafts-Nachrichten/

      Zum Misanthropen macht mich das aber nicht, es bestätigt nur die alte Erfahrung, dass Journalismus mittlerweile zu >95% aus Copy&Paste besteht und die fachliche Kompetenz dabei <5% beträgt.
      Aber lieber ist mir Inkompetenz als mörderische Heuchlerei!

      LG, JoWi

  • Glatt wie Aal, der Herr TG. Mit allerhand Zeugs, was die versprochene Antwort auf meine Frage ins Absurdistan führt. Nein, sprich eine klare Sprache, Mensch, du bist nicht in der Besprechung eines Think Tanks und musst du nicht einer um Tausend Ecken gehenden Uni-Sprache bedienen. Sag mir klar, verurteilst du den Angriff der Bestien auf Syrien, ja oder nein? Alles andere ist für die Katz. Es reicht mir, ich habe immer deine Sprache und Denkweise verabscheut. Schluß, Punkt

    • Anonymous

      Lieber Emmanuel, das ist keine Uni-Sprache, sondern schlicht und einfach Beamtendeutsch, das bei narzisstischer Kränkung in theatralische Genital- und Fäkalsprache umschlägt. Ihre Frage stellte für TomGott (touché, Iskander) offenbar eine solche Kränkung dar. Warum wohl? K

  • Anonymous

    Also ich verstehe nicht was an den Äußerungen von TG unklar ist.
    Er bezieht für keine der Seiten Partei und lehnt Gewalt zur Durchsetzung eines Herrschaftsanspruches Grundlegend ab.
    Klar,ab und an sind seine Ausführungen schwer zu verstehen und man muß sie öfter lesen,das ändert aber nichts an der Grundaussage:
    Die Gewalt in Syrien,egal von wem Sie ausgeht dient der Errichtung bzw.Festigung eines Herrschaftsanspruches einiger weniger gegen die Masse der Bevölkerung die unter dieser Gewalt leidet und ist deshalb abzulehnen.
    Bedient sich die Masse der Bevölkerung der Gewalt um diesen Herrschaftsanspruch beider Seiten zu beenden(Volksaufstand),dann ist er unterstützenswert.
    TG geht das ganz Marxistisch an und das ist wohl für viele hier einfach nicht zu begreifen.
    TG Quatscht nicht dümmlich,er lebt das was er schreibt.
    Man muß sich schon auf Marx einlassen um TG zu verstehen.
    Eure Abscheu gegen Ihn und die dauernde Ablehnung sich mit seinen Aussagen zu beschäftigen resultiert aus Eurer eigenen Unkenntnis.
    Mir persönlich gefallen viele seiner Ausführungen auch wenn ich sie 2 -3 mal lesen muß.

    • Anonymous

      In eine Moschee latscht man auch nicht mit Schuhen rein. Das hat was mit Höflichkeit zu tun.

      Und hier schreibt man verständlich, damit man sich informieren kann. Ist nun mal kein Philosophie-Blog.

    • deduschka

      Eine eindeutig marxistische Position zu Syrien ist es, sie als das zu bezeichnen was sie ist: ein Imperialistischer Krieg der schlimmsten Regime aus dem Westen und dem Nahen Osten, die offen seit mehr als zwei Jahren und verdeckt seit mindestens 10 Jahren so geplant und umgesetzt wurde.

      Mich kotzt es so an, wenn ich den sehen muss, wie ein kleines Land, dass natürlich seine sozialen Probleme hatte, mit der schlimmsten westlichen Gewalt zerrissen wird und wie ganz Syrien dazu atomar verseucht werden soll, als es das natürlichste von der Welt.

      Das restliche Egogeficke „Ich mach das nur für mich“ interessiert hier keine Sau: in Syrien können Alte, Kranke, Frauen und Kinder und die Männer, die sie beschützen nicht weg, weil 50.000 aufgestachelte Irre blanken Terror ausüben.

    • TomGard

      Ein imperialistischer Krieg, ja.

      Und was ist „Imperialismus“?

      Es wär zu viel verlangt, daß sich das Publikum dieses Blogs iwie auf einen Begriff, auf ein Wissen einigte, was das ist. Aber die Ereignisse lassen einfach erkennen, daß jedes politisch und ökonomisch direkt oder mittelbar in diesen Krieg verwickelte Staatswesen entweder zu den Angreifern zählt, oder den Angriff begünstigt. Es, das Staatswesen, kann gar nicht anders handeln, folgt es seinen (Selbsterhaltungs-)Interessen.

      Das ist das eine, was ich gern verbreitet sähe, nebst der Konsequenz, die lautet:
      Kriegen, wie dem in Syrien, ist nur vorzubeugen, wenn die Herren in den imperialistischen Metropolen – und dazu zählen übrigens auch Zürich, Wien, Kopenhagen, immer noch Athen und auch Dublin – alle Hände voll zu tun bekommen, sich eines antikapitalistischen Klassenkampfes zu erwehren.

      Anders gesagt

      1) Die deutschsprachige Bevölkerung hat den Syrienkrieg in den Nationen zu führen, deren Insassen sie sind, und
      2) Sie kann ihn nur gewinnen, wenn ihr Ziel die Abschaffung der bürgerlichen Eigentumsordnung und die Zerschlagung ihrer staatlichen Garanten und Wächter ist.

      Und daraus folgt der nächste Punkt. Du schreibst:

      „Mich kotzt es an, wenn ich sehen muss, wie ein kleines Land …usw.“

      Wieso „Land“?! Leben da vielleicht Leute?? Wie kann es sein, daß der Syrienkrieg „ganz normalen Leuten“, wie Du einer bist, Anlaß und Gelegenheit gibt, sich aufzustellen wie ein altorientalischer Despot, soll heißen: mental die Position und den Blickwinkel eines solchen Despoten einzunehmen, der jammert: ‚Oh, das schöne, reizende, unschuldige Land‚, weil für ihn „Land“ = „Leute“, DASSELBE ist, nämlich Herrschaftsraum, Gegenstand eines Herrschaftsinteresses und H~willens??!!

      Diesen Wahn, der dazu führt, daß diejenigen, die gegen den Syrienkrieg opponieren, dieselbe interessierte, und darob despotische Stellung zum syrischen Territorium und zur syrischen Bevölkerung einnehmen, wie diejenigen, die ihn führen oder befürworten, bekämpfe ich (unter anderem) hier.

    • Nobilitatis

      Abschaffung von Eigentum? Entstaatlichung? Das hilft gegen Proxykriege? Schon mal Mad Max gesehen?
      Da Eigentum oder Besitzstände objektiv vorhanden sind und der Selbstzweck staatlicher Strukturen in der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit besteht, sind diese Ideen absurd, reiner Nonsens. Leere Worthülsen, pseudokommunistische Luftschlösser.
      Es geht um die Art und Weise, wie Menschen zusammenleben. Es ist falsch, Menschen zu töten. Es ist falsch, sie zu berauben, ihnen Unrecht jeder Art zuzufügen. Punkt. Nur auf dieser Basis können wir uns einigen.

    • Comrade John

      „Kriegen, wie dem in Syrien, ist nur vorzubeugen, wenn die Herren in den imperialistischen Metropolen – und dazu zählen übrigens auch Zürich, Wien, Kopenhagen, immer noch Athen und auch Dublin – alle Hände voll zu tun bekommen, sich eines antikapitalistischen Klassenkampfes zu erwehren.
      . . .
      1) Die deutschsprachige Bevölkerung hat den Syrienkrieg in den Nationen zu führen, deren Insassen sie sind, und
      2) Sie kann ihn nur gewinnen, wenn ihr Ziel die Abschaffung der bürgerlichen Eigentumsordnung und die Zerschlagung ihrer staatlichen Garanten und Wächter ist.“

      Nonses und Desinformation am laufenden Meter des PC-Monitors.

      Man kann dem Krieg in Syrien jetzt nicht mehr „vorbeugen“, denn er ist bereits im Gange!
      Und zu diesem Krieg nehmen, neben v.a. politischen Gruppen u. Einzelpersonen jedweder politischen u. ethischen, religiösen Ausrichtung, a u c h Sozialisten, Kommunisten, undogmatische Linke weltweit selbstverständlich eine klare Haltung ein, das Credo lautet:

      NEIN ZUM IMPERIALISTISCHEN KRIEG!
      VERTEIDIGT SYRIEN!

      Das ist Gard noch einmal (und nicht zum ersten Mal) auch im gegenständlichen Strang nachgewiesen worden, der Inhalt dessen kann u. muss hier nicht vertieft werden:
      # CJ8. September 2013 18:19

      Nur ergänzend:
      Antiimperialistische Aktion bei facebook
      „Wir sind Kommunisten und unsere erklärten Ziele sind die Abschaffung der Armut, des Hungers, der Kriege.“
      https://www.facebook.com/antiimperialistische.aktion?directed_target_id=0

      Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien
      https://www.facebook.com/frankfurter.solikomitee.fuer.Syrien?ref=ts&fref=ts

      Gards Ausführungen laufen nur darauf hinaus dem Treiben des Imperialismus zuzusehen, ohne gegen seine Schandtaten Partei zu ergreifen.
      Sie schliessen praktisch eine aktive oppositionelle Haltung aus, denn Gard weiss ganz genau, dass es heute keinen erfolgversprechenden „antikapitalistischen Klassenkampf“ in Deutschland (und in allen europäischen Staaten) im Sinne seines Vortrages mehr gibt, die Gründe dafür können hier nicht aufgezeigt werden. Gard sagt hier zwischen den Zeilen ganz deutlich >> Seid revolutionär, der St. Nimmerleinstag für die Erfüllung eurer Wünsche wird schon nirgendwie, irgendwann kommen.
      Eine solche Haltung, verbunden mit einem so ernsten Thema wie der verzweifelte Abwehrkampf Syriens gegen seine politische u. staatliche Vernichtung durch die imperialen Aggressoren u. Okkupanten, ist niemals die Haltung eines Marxisten, aber die eines pseudo-marxistischen Diversanten.

    • Comrade John

      Forts. u. Schluss

      Imperialismus ist international. Aus diesem Grund ist auch Klassenkampf u. Solidarität international und nie beschränkt auf den nationalen Rahmen. Sozialisten, Kommunisten vertreten nicht nur die Arbeiterklasse der eigenen Nation u. verteidigen alle Arbeiter weltweit, sie stehen auch mit den Volksmassen einer jeden Nation, die vom Imperialismus angegriffen wird.
      Warum ist das so?
      Weil der Nationalstaat die historische Entwicklungsstufe ist, in dessen Rahmen die Arbeiterklasse die Macht erobern u. sich zur national herrschenden Klasse konstituieren muss, sie kann diesen ihren nationalen Rahmen nicht einfach überspringen. Das ist im Kommunistischen Manifest von 1848 klar dargelegt.

      Die „nationale“ Arbeiterklasse kann den engeren Rahmen des Nationalstaats auch heute nicht überspringen, ohne sich damit von den Aussagen Marx‘ und Engels‘ zu verabschieden! Täte sie es, so wären ihre Bestrebungen nurmehr als nicht-marxistisch anzusprechen.

      Die westl. imperialistischen Eliten wollen heute die Nationalstaaten u. auch die Völker selbst (ethnisch) abschaffen. Sie wollen sie deshalb abschaffen, nachdem sie jetzt global operieren, der Aufsicht der staatlichen Ordnungssysteme enteilt sind u. sie die alten Nationalstaaten zunehmend als Fessel bei der Organisierung ihrer ökonomischen u. politischen Weltherrschaft begreifen. Marx und Engels sahen diese Entwicklung des Kapitals voraus, gleichwohl gaben sie darauf die Antworten ihrer damaligen Zeit und keine anderen!
      Marx und Engels wussten nichts vom Völkerrecht und den UN, da es diese nicht gab. Hätten sie diese globale Form der Interaktion von Nationalstaaten u. Völkern gekannt, so hätten sie sie gemäss ihrem Manifest positiv würdigen, sie als eine Bedingung des internationalen Klassenkampfs begreifen u. sie in letzter Konsequenz verteidigen müssen, auch wenn diese Einrichtungen keine Einrichtungen der Arbeiterklasse per se sind.
      Das nationale Selbstbestimmungsrecht [auch Syriens!, Anm.] ist Kern des internationalen Völkerrechts. Genau auf die Zerschlagung des internationalen Völkerrechts hat es der Imperialismus abgesehen. Dazu dient auch die Desintegration der bürgerlich demokratischen Republiken.
      Wer das nicht begreift, ist dem Imperialismus auf den Leim gegangen und Opfer der imperialen Hegemonie
      .“ (Zitat RF, Quelle s.u.)

      Alle Ausführungen (vgl. auch Kommentarspalte) uvm. mehr unter:
      Rote Fahne.eu (Stephan Steins)
      http://rotefahne.eu/2013/09/imperium-will-weitere-millionenfache-einwanderung-nach-europa/

      ausserdem:
      http://rotefahne.eu/rubrik/sozialismus/spartakus-dokumente/

    • TomGard

      @ Noilitatis
      Jemand, der unter Berufung auf „Mad Max“ „Eigentum oder Besitzstände objektiv vorhanden“ nennt, und < sind und der Selbstzweck staatlicher Strukturen in der „Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit“ zum „Selbst(!!!)zweck staatlicher Strukturen“ernennt, um mich mit diesen „Hinweisen“ „pseudokommunistische(r) Luftschlösser“ Luftschlösser zu zeihen, der versteht entweder kein einziges der Worte, die er benutzt, oder seine Geschicklichkeit zum Selbstbetrug erreicht ein kafkaeskes Ausmaß: Die Welt als „Schloß“.

      @ John
      Wenn das „Kommunistische Manifest“ Meßlatte sein soll, ob sich jemand auf Marx (Er-)Kenntnisse berufen darf oder nicht darf, dann bin ich in der Tat kein „Marxist“. Wer Näheres wissen will, google die Besprechung des „Manifestes“ im „Gegenstandpunkt“ von vor etlichen Jahren.

    • Oops, da blieb was stehen. Der verunglückte Abschnitt ohne Auszeichnungen:

      Jemand, der unter Berufung auf „Mad Max“ „Eigentum oder Besitzstände objektiv vorhanden“ nennt, und „Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit“ zum „Selbst(!!!)zweck staatlicher Strukturen“ ernennt …usw.

    • deduschka

      Im übrigen haben weltweit die kommunistischen Parteien direkt Stellung bezogen. http://redglobe.de/naher-mittlerer-osten/syrien/9148-kommunistische-parteien-syriens-griechenlands-und-der-tuerkei-gegen-den-imperialistischen-militaerangriff-auf-syrien

      es passt etwas, an vielen Fronten und Syrien ist nicht allein!

  • Comrade John

    Nachdem es, solange ein TGard die Stränge zumüllt, nicht möglich ist thematisch enge Zusammenhänge bündig zu posten, setze ich an unterster (neuester) Stelle ein.

    Nachtrag zu meinem # am 7. September 2013 14:03 betr. Petition u. Protestbriefe.
    _______________________________________________

    Ihr könnt ausserdem an die Botschaften des Iran und der VR China (sie gibt sinnigerweise keine EMail-Kontaktmöglichkeit an!) schreiben:

    Botschaft der Islamischen Republik Iran
    info@iranbotschaft.de,
    der Botschafter heisst Ali Reza Sheikh Attar

    Botschaft der Volksrepublik China
    in der Bundesrepublik Deutschland
    Märkisches Ufer 54
    10179 Berlin,
    der Botschafter ist Herr Shi Mingde

    Wer sich kurz fassen oder es sich einfach machen will (warum auch nicht), der kann z.B. auf den Text der Deutsch-Syrischen Gesellschaft verweisen – zwei, drei Begleitsätze dazu, „und fertig ist die Laube“:

    Stellungnahme der Deutsch-Syrischen Gesellschaft zum geplanten Angriff durch die US-Amerikaner und ihrer Verbündeten
    http://www.deutschsyrischegesellschaft.de/

    CJ hat natürlich auch schon geschrieben.
    Danke für euer „Dabeisein“!

    • Wie wärs damit dass du dich mal wie ein echter Mann statt wie eine verwöhnte kleine Göre benimmst und einfach mal aufhörst an Tomgard zu denken oder diese hinterfotzigste Schlammschlacht zu führen?

  • Anonymous

    Wieso bist Du der Meinung mir Vorschläge machen zu müssen wie ich mich verhalten sollte um ein echter Mann zu sein?
    Erinnert mich irgendwie an den hier besprochenen Syrien- Konflikt,da gehts im Grundprinzip um nichts anderes.

  • Anonymous

    Ein Artikel von Karin Leukefeld mit einem link zu dem Memorandum der Geheimdienstler an Obama.

    Interessant ist, dass gesagt wird, dass Geheimdienstinformationen und Fakten der Politik angepasst werden. Obama ist in jeder Hinsicht in einer fast aussichtslosen Lage, aber besser einen Krieg absagen, als als Kriegsverbrecher in die Geschichtsbücher einzugehen.

    http://www.jungewelt.de/2013/09-09/045.php

    kurzlink.de/syrien-memorandum

    Zu TomGard’s Witz am Rande: Natürlich ist es unvorstellbar !, geradezu absurd!, völlig abwegig, dass der MI6 oder irgendein unter, unter Geheimdienst der UK Giftgas in ein Drittland schafft. Die schicken nur Substanzen für Haarspray. Wirklich ein guter Witz TomGard.

    Dike

  • Anonymous

    Und hier noch ein Nachtrag zu TomGards grossartigem Witz hinsichtlich der Herstellung von Zahnpasta und Kosmetika.

    http://www.dailyrecord.co.uk/news/uk-world-news/revealed-britain-sold-nerve-gas-2242520

    Dike

  • Anonymous

    Ich begreife nicht wie die Gemeinde im Forum auf so einen Agent provocateur und (Hasbara?)-Troll hereinfallen kann.

    Der Typ labert in einer Tour seitenweise Ergüsse runter und hier dreht sich alles um sein pseudoanalytisches Geschwurbel.

    Es liegt eindeutig eine Psychose mit konsekutiver sozialer Deprivation ( er hat ja seinen eigenen Garten!) begleitet von einer larvierten Depression gepaart mit Megalomanie vor. Alles in Kombination lässt nur einen Schluss zu: Fluktuierende Symptome, die je nach Tagesform und Schwankungen in der Medikamenteneinnahme/-Serum-Spiegel zu diesem verwirrenden Geschreibsel führen. Wobei einige Posts sogar manchmal durchaus lesenswert sind, dann aber direkt wieder von unstillbarer Scriborhoe abgelöst werden. Klarer Fall von Persönlichkeitsstörung.

    Die politische Ausrichtung wurde schon ganz klar von Comrade John analysiert: Staatlichkeit (weil = Unterdrückung durch korrupte Eliten) ist immer dann schlecht, wenn es dem Erhalt Syriens dient (= Alawiten die mafiöse Strukturen erhalten wollen). Der Erhalt der Staatlichkeit Israels, der USA und sogar der Feudal-Petrodiktaturen ist nur, wenn überhaupt, marginal Gegenstand seiner „Analyse“.

    Schickt den zionistischen Troll in das Datennirvana. Ich frage mich warum der nicht weiter allein in seinem eigenen Blog mentale Onanie betreibt.

    Auf eine ganz einfache Frage von Emmanuel kamen wieder hunderte, als Argumente getarnte Nebelkerzen.

    So, jetzt darf der Troll zurückbeißen und austeilen, wenn er will – mich und viele andere im Blog peripheriert das nur tangential.

    Stirlitz

  • Anonymous

    Lasst das doch. Einfach weiterscrollen. TomGard hat bereits erreicht, dass der Blog nicht mehr um Syrien, sondern um ihn geht. Egal, ob das Sockenpuppenabsicht oder Selbstverliebtheit war, lasst das einfach.
    Kann natürlich sein, dass hier mehrere Sockenpuppen Ping-Pong spielen…

  • Anonymous

    Richtig @ Anonym 08:42
    Für mich das Sprengen der Themen im Blog ebenfalls ein klares Indiz dafür, daß hier die auftragsmäßige Zersetzung von alternativen Informationen, zur Erhaltung des Informationsmonopols des Imperums, das Ziel ist. Und auch kleinere Blogs sind da nicht uninteressant für die Psy-Ops an der medialen Front.

    Fragt sich also, wem das, zugegeben geschickt getarnte, ideologische Dauerfeuer auf die „böse Assad-Diktatur“ nutzt? Die faschistoide Struktur US-israelischer Staatspolitik ist aber komischerweise nicht im Hauptfokus seiner System-philosophisch untermalten Analysen. Das finde ich doch sehr bemerkenswert.

    Und gleich schon alle Blog-Teilnehmer im voraus als Huren, Zuhälter und ähnlichem zu titulieren, führt sogleich jegliches intellektuelles Gehabe ad absurdum.

    Mit ihrerseits empfohlenen Weiterscrollen ist es aber mitunter kaum möglich, eine inhaltliche, chronologische und syntaktische Zuordnung der Beiträge zu verfolgen. Und genau das ist wohl das Ziel dieses Hasbara-Avatars. Es soll wohl, garniert mit pseudo-linkem, Marxismus-Theorie übertünchtem Geschwafel (um im Blog nicht sofort aufzufallen), jegliche alternative Informationsmöglichkeit zu den MSM torpediert werden.

    Stirlitz

    • Anonymous

      Ich halte es für sinnvoll, einfach nicht mehr auf TGs Tiraden einzugehen. Einfach ignorieren. Er ist doch nur froh, wenn einer ihm antwortet, das braucht er. Soll er doch auf seinem Blog seine Weisheiten verbreiten, aber da entwickelt sich keine Debatte und er kann sich nicht darstellen. Wirklich: einfach ignorieren, labern lassen, austrocknen.
      SoKo

  • Franz

    @Anonym

    Bitte benutzt wenigstens einen Nickname. Das gebietet der Anstand und würde die Kommunikation hier wesentlich vereinfachen.

    Danke

  • Stirlitz

    Sorry, ich schreibe sehr selten hier, lese eigentlich nur die Beiträge, doch das persönliche Beleidigen mit Huren und Luden aus St. Pauli ist diesem exzellenten Blog nicht würdig. Und schon gar nicht, wenn man mit intellektuellem Muskel-Posing den Mac macht.

  • Anonymous

    @ ALLE

    ZDF Debatte zum Militäreinsatz am 12.9.2013. Bitte macht mit!

    Ihr könnt jetzt schon abstimmen, scrollt einfach runter zur Debatte. Das Ergebnis wird auch gleich angezeigt.

    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/d93ad498-a13a-4239-807d-e54e52604e30/20202468

    Dike

  • Franz

    Kein Agriff!? Gerade in den News: Wenn Syrien innerhalb einer bestimmten Frist alle Chemiewaffen aushändigt, wird es keinen Angriff geben, so Kerry.

    Kriegen sie doch noch die Kurve? Hoffen wir das Beste!

    • Nobilitatis

      „Innerhalb einer Woche“ – der bekannte Lügner Kerry trickst wieder. Man könnte verhandeln – aber dann müßte Israel mitverhandeln, und da hört für die USA-Politiker der gute Wille auf.
      Annehmbar wäre, darüber in Genf zu sprechen. Syrien bräuchte Garantiemächte. Insbesondere die Abgabe der israelischen Atomwaffen, die Bewaffnung der Terroristen und die Rückgabe des Golan sind wichtige Forderungen. Nicht zu vergessen gegenseitiger Verzicht von Aggressionen (Israel – arabische Staaten) und ernsthafte Zweistaatenlösung, Flüchtlingsproblematik (Syrer und Palästinenser) und wirtschaftliche Starthilfe. Ich glaube aber nicht an eine isolierte Abgabe von Chemiewaffen allein von Syrien. Denn als nächstes müssten die Syrer dann ihre Luftwaffe und -verteidigung abgeben, dann ihre schweren Waffen, usw.

    • Anonymous

      Ich halte das für eine Finte. Egal wie viele Chemiewaffen die syrische Regierung auch abgäbe, hieße es seitens der US-Regierung dann immer, das Seiten aber nicht alle gewesen. Die syrische Regierung „kooperiere“ nicht, also sei die Bedingung für den Verzicht auf militärische Intervention („Bestrafung“) nicht erfüllt.
      Ich erinnere mich daran, wie der Irak vor dem Überfall auf das Land verzweifelt versucht hat nachzuweisen, daß es keine WMD besitze, auch die UN-Inspektoren berichteten, dass sie keine gefunden hätten, die USA jedoch behaupteten, dass sie das nicht glaubten und starteten ihren „shock-and-aw“-Angriff. K

    • Anonymous

      Sorry, nicht: das SEITEN aber nicht alle gewesen, sondern: das SEIEN aber nicht alle gewesen. K

  • Anonymous

    TG ignorieren, nicht antworten, nicht auf ihn eingehen, soll er Selbstgespräche führen, könnte sein, es wird ihm langweilig …
    Soja Kosmos

    • Comrade John

      Das ist an sich richtig.

      Es ist jedoch so, dass Gard hier dauernd Nutzer, die ihm widersprechen, „Faschos, Faschisten, Neo-Faschisten“, „Schlächter“ mit dergleichen Gesinnung wie die Al Qaida-Banden usw. nennt, nur weil sie erkennbar zum angegriffenen u. geschundenen Syrien solidarisch äussern oder in anderer Weise Verständnis für die Verteidigungsanstrengungen des Landes zeigen. Es ist eine Methode des zionistisch ausgerichteten Mainstream, jede unerwünschte Haltung von vornherein mit der negativen Kategorie („Nazi-Keule“) zu belegen und sie damit möglichst zum Schweigen zu bringen.
      Das, S.K., kann man nicht akzeptieren.

    • Anonymous

      TG wartet auf die Widerrede um sich zu produzieren, man sollte ihn ins Leere laufen lassen. Ignorieren. Was kratzt die Eiche, wenn die Sau sich daran reibt?
      Ich glaube nicht, dass er Lust auf Selbstgespräche hat. Aber so gibt ein Wort das andere und er kann immer wieder seine Tiraden los werden und den Blog mit sinnlosen Debatten füllen. Hab doch die Größe und ignoriert ihn.
      So Kosmos

    • TomGard

      Mann, John, ich will niemandem eine persönliche Ehre abschneiden, und niemanden im persönlichen Sinne kränken, sondern allenfalls bei der intellektuellen Ehre packen, und zwar nicht, damit er schweigt, sondern damit er aufhört, Phrasen zu dreschen.

      Und daher, wenn Dich meine verbalen Übergriffe ernsthaft persönlich gekränkt haben, einschließlich der erbosten Invektive „Dorfstasibulle“, dann tut mir das leid. Das nützt niemandem was.

      Aber, bitte, hör auf zu lügen, zu fälschen und zu denunzieren, denn das kränkt mich.

  • LeChevalier

    Aktuelle Neuigkeiten bezüglich der bevorstehenden Invasion von Syrien!

    Russland hat die Streitkräfte im Schwarzen Meer in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Es sickern Infos durch, dass man den Norden der Türkei ins Visier genommen hätte. Russland hat überdies Streitkräfte in der Ukraine und in Georgien in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Angeblich hätte Obama beim G20-Gipfel Putin „Jackass“ genannt. Daraufhin erklärte Putin die Verhandlungen für beendet.

    Dann gibt Meldungen, dass angeblich Militärkommandeure der SAA Präsident Assad drängen wollten, C-Waffen einsetzen zu dürfen. Assad erlaubte dies aber nicht. Gestern sind in einem Vorort von Aleppo über 75 Terroristenteufel getötet worden. In Latakia wurden wieder große Waffendepots ausgehoben, insgesamt neun an der Zahl. In Guta sind zudem über 180 Teufel vernichtet. Dann hat sich der irakische Hizbullah-Zweig gemeldet: Sollte die USA Syrien angreifen, seien 23.000 Kämpfer sofort in Syrien, um die Regierung zu unterstützen.

    In Reyhanli (Grenzgebiet Türkei-Syrien) kam es am Wochenende wieder zu vereinzelten Schusswechseln. Drei Zivilisten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Gestern waren zudem türkische Militär- und Geheimdienstvertreter in Tel Aviv, um mit Amtskollegen Israels den Schlag gegen Syrien durchzuplanen.
    Die türkische Armee rüstet zudem weiter die Grenzen auf. Der Grund, warum ich nicht in den Urlaub dorthin fliege (komme aus Hatay, Grenzgebiet zu Syrien). Ach noch was: Die PKK hat offiziell ihren Rückzug aus der Türkei abgebrochen. Die türkische Regierung um Faschist Erdogan hat sich nicht vertragliche Abmachungen gehalten. Die PKK gab zudem bekannt, dass man den Kampf gegen die türkische Armee aufnehmen wird, wenn die Türkei Syrien angreift. Wie man auch hört, versammeln sich armenische Freischärler im Nordosten vor der türkischen Grenze.

    Und HOCHAKTUELL: Aus China kommen mehrere Zerstörer Richtung syrische Küste. Man spekuliert zudem mit einer Gesamtzahl an chinesischen Marinesoldaten von etwa 1000 Mann an Bord.

  • LeChevalier
  • Nobilitatis

    „Angeblich hätte Obama beim G20-Gipfel Putin „Jackass“ genannt“ – Da sind Sie auf eine Satire reingefallen.

  • Jörg

    @LeChevalier, 9. September 2013 13:06
    „Russland hat die Streitkräfte im Schwarzen Meer in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Es sickern Infos durch, dass man den Norden der Türkei ins Visier genommen hätte.“

    Auch diese Deine Behauptung ist völlig absurd! Rußland ist keineswegs bereit, sich für Syrien mehr einzusetzen als das ferne China! Nämlich so gut wie gar nicht.
    Jedenfalls bekommt Syrien keine der dringendst benötigten Waffen. Und auch keine Wiederaufbauhilfe!

    Auf http://news.xinhuanet.com/english/world/2013-08/30/c_132678436.htm lesen wir:
    “MOSCOW, Aug. 30 (Xinhua) — Moscow has not supplied Syria with new weapons since 2011 unless those envisaged by contracts signed before, state arms export agency Rosoboronexport said on Friday. Currently Russia executes the contracts signed prior to 2011. They are 100 percent defensive, like anti-aircraft and coastal defense systems,” RIA Novosti news agency quoted deputy head of Rosoboronexport Victor Komardin as saying.”

    Übersetzung:
    “Moskau hat seit 2011 keine neuen Waffen an Syrien geliefert, es sei denn solche Lieferungen seien schon vorher vertraglich vereinbart worden, sagte die staatliche Agentur für Waffenexport, Rosoboronexport, am Freitag. Derzeit erfüllt Russland die Verträge, die vor 2011 unterzeichnet wurden. Sie sind zu 100 Prozent defensiv, wie Anti-Flugzeug-und Küstenschutz-Systeme”, zitierte die RIA Novosti Nachrichtenagentur den stellvertretenden Leiter des Rosoboronexport, Victor Komardin.”

    Das heißt alle Waffen (auch Munition?), die die syrische SAA seit dem Jahr 2011′ (= praktisch seit Kriegsbeginn) benötigte, werden bis heute von Moskau abschlägig beschieden!

    Wenn Putin noch vor ein paar Tagen irgendwo zitiert wurde, ‚Rußland liefere Waffen an Syrien‘, so sind damit nur Bestellungen Syriens gemeint, die noch aus dem Jahr 2010 stammen – also aus der Zeit vor(!) dem Krieg!
    Wenn Putin die Gegenwartsform „liefere“ wählt, lügt er auch nicht . Denn noch nicht einmal die Bestellung aus 2010 wagt Rußland bis heute(!) an Syrien zu übergeben. Denn der Frachter „MV Alead“ (mit frisch reparierten alten syrischen Hubschraubern), der zunächst umdrehte (http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenfrachter-mv-alaed-faehrt-zurueck-nach-russland-a-839836.html), wagt seit Sommer 2012 nicht, einen syrischen Hafen anzulaufen
    Nach meiner Recherche ist dies die letzte Meldung, die man im Internet über die „MV Alead“ finden kann, diese hier: http://seefahrer.blog.de/2012/08/15/mv-alaed-passiert-suezkanal-14531106/ .

    Danach ist die MV Alead ängstlich an Syrien vorbei(!)gefahren und wartet erst mal hinter dem Suezkanal ab – wahrscheinlich auch noch heute.

    Deine kühne Behauptung, LeChevalier, die russische Marine nehme Ziele in der Türkei „ins Visier“, ist völlig haltlos.

    So wie Rußland tatenlos beim Untergang des Irak zusah, tatenlos beim Untergang Libyens zusah, wird es auch tatenlos beim Untergang Syrien zusehen. Und beim zukünftigen Untergang des Irans ebenfalls.
    Denn Hilfe für den Iran, die durch das Embargo der Nato-Länder geschwächte Wirtschaft zu stärken und außerdem die militärische Abwehrfähigkeit zu stärken, ist aus Rußland niemals zu bekommen.
    Auch der heutige Irak darf nicht auf Rußland hoffen. Der Irak hat jetzt eine schiitische Regierung, die dem US-israelischen Imperium ein Dorn im Auge ist. Deshalb die vielen CIA-gelenkten Anschläge (durch Al Kaida-Leute). Hier könnte man an russische Sicherheitsberatung samt russischer Technik gegen die Anschläge denken. Man könnte auch an Wiederaufbauhilfe denken.
    Aber weder die Regierung Putin noch die Opposition schlägt so etwas vor.

    Wie es ein russischer Professor, der auf diesen Seiten vor ca. 1 Jahr zu Wort kam, ganz klar ausrückte: Die Interessen Israels haben absoluten Vorrang in der russischen Politik!

    • habkind

      @Jörg
      möglich, dass Russland wieder nicht helfen wird – aber diesmal unwahrscheinlich.
      Als es um Serbien, Irak und Libyen ging, war Russland nicht in der Verfassung, irgendetwas zu unternehmen, geschweige Drohungen Richtung den Westen zu schicken.
      Doch inzwischen hat es ein gewisse Stärke erreicht und in Verbindung mit Syrien, dem Iran und der Hizballah (zusätzlich China) fühlt es sich stark genug, um gegen Amerika (nicht direkt militärisch) vorzugehen durch Unterstützung der Verbündeten.

      Ob nun wirklich keine neuen Waffen geliefert wurden, oder versteckt doch Waffen geliefert wurden, sei mal dahingestellt. Möglich auch, dass entsprechende Waffen über Drittländer (China, Iran, Algerien, etc.) geliefert wurden, um vor der westl. Wertegemeinschaft anders auftreten zu können.

      Ich persönlich glaube nicht, dass Russland diesmal einen Rückzieher machen wird, denn diesmal ist es offensichtlich, was das wahre Ziel der westl. Aggression
      in absehbarer Zeit sein wird.

  • Eine direkte Fortsetzung der Debatte, die Apxwn in seinem Eintrag aufgeblättert hat, allerdings aus dem „russischen“ Blickwinkel Fyodor Lukyanov’s, findet sich in dessen Al Monitor-Artikel von vorgestern, Putin Pleased With Lack of Consensus
    On Syria at G20
    (in dem auch steht, was zu Jörgs obenstehendem Kommentar zu sagen sein dürfte). Er ist im engen Zusammenhang mit einem Artikel des ehemaligen Spitzendiplomaten der Arabischen Liga und UNESCO-Repräsentanten Nassif Hitti vom 5.9. zu lesen, den Lukyanov zitiert.

    Ich bin mit einer kommentierten Teilübersetzung befaßt, die ich hier verlinken werde, sobald sie fertig ist.

  • Nobilitatis

    Herr TG, wenn Sie KEINE Argumente haben, empfehle ich Ihnen, einfach mal NICHTS zu schreiben, statt sich selbst zu blamieren. Jeder andere hat meinen Hinweis verstanden, nur Sie tun so, als wären Sie Halluzinationen ausgesetzt.
    Ich habe mich nicht auf Mad Max berufen, sondern Sie gefragt, ob Sie den Film schon mal gesehen haben. Mögliche Antworten wären Ja oder Nein. Die Frage in einen anderen Zusammenhang zu bringen, ist Kerry-Style.

    • Nobilitatis

      Sollte eigentlich weiter oben stehen. Hier funktioniert manches nicht mehr zuverlässig. Naja, anyway, ER wird schon wissen, was gemeint ist.

  • Anonymous

    +++ erste Meldung:

    MOSKAU, 09. September (RIA Novosti).

    Russland hat Syrien aufgerufen, seine chemischen Waffen unter internationale Kontrolle zu stellen, um ein US-Eingreifen zu verhindern. „Wenn eine internationale Kontrolle über die chemischen Waffen die Angriffe verhindern kann, dann schalten wir uns unverzüglich in die Arbeit mit Damaskus ein“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag.

    zweite Meldung = Eilmeldung ARD:
    Syrien ist zur Kontrolle seiner Chemiewaffen bereit.

    >>> Da könnte man Obama/Kerry bei den Eiern packen!
    Schaun wir mal … Klingt gut.
    Die Amis werden selbstverständlich stänkern und mäkeln und weiter dafür sorgen, dass Stellvertretertruppen ins Land kommen und Waffen, aber der Kriegshetze jetzt so den Wind aus den Segeln zu nehmen – nicht schlecht!

    So Ko

    • DerBaske

      Liebe So Ko,

      diese Meldung ist für wahr ein genialer Zug. Habe gelesen, dass diese Idee aus einer Zusammenkunft zwischen Mualim, Lawrow und dem iranischen Außen entstanden sei.
      Alle Karten liegen bei den Amis, und die ganze Welt schaut zu, ob sie das Blatt annehmen (was super wäre für Syrien), oder ablehnen (was katastrophal wäre für die Amis)…

    • Anonymous

      Ja, genial! Kerry wird sich über sich selbst schwarz ärgern und ihre Argumente und Lügen werden immer wirrer werden – wunderbar. Nach wie vor sind 7 von 10 Amerikanern gegen den Militärschlag hieß es bei der ARD. Jetzt noch das. Ohohoh Obama, was machste nu?! Im Land der „Demokratie“ …, du Friedensnobelengel …

    • Anonymous

      Upps – Das „Ja, genial …“ war von SoKo

    • Franz

      Wer weiss, vielleicht war Obama sogar involviert

    • Anonymous

      Aber das hier ist leider auch nicht zu vernachlässigen – diese Schweinebacken!
      SoKo

      http://rt.com/news/syria-rebels-chemical-attack-israel-618/

    • Nobilitatis

      Wenn ich die Artikel über Kerrys Erklärung richtig gelesen habe, wurde sofort vom Außenamt klargestellt, dass es sich nur um eine rhetorische Figur handelt, dass er nicht ernsthaft so etwas angeboten hat.

    • Anonymous

      Ja sicher, aber das Angebot der Syrer/Russen ist nun nicht mehr aus der Welt zu bringen, daran kann man nicht so einfach vorbei …
      SoKo

    • Anonymous

      Ja So Ko,

      Kerry hat diesen Vorschlag auf einer Pressekonferenz in London gemacht, auf die Frage einer Journalistin, was Syrien tun könne, um einen Angriff zu verhindern. Franz hat das oben schon erwähnt. Lavrov muss danach sofort mit Muallem das Gegenangebot gemacht haben (1 Stunde später!). Angeblich soll Kerry gemeint haben, dass sein Vorschlag rhetorisch gemeint war, aber nun darf mit Spannung auf eine Antwort gewartet werden. Ein BBC Analyst sagte, dass die Russen wie die Schach-Großmeister spielen.
      Dike

    • Anonymous

      tagesschau: zum Totlachen!

    • habkind

      Es ist nicht anzunehmen, dass die USA darauf eingehen. Es ist ein Schachzug Russland, um die USA erstmal dumm dastehen zu lassen. Das wissen alle Beteiligten.
      Zu Hoffen wäre es, dass dadurch erstmal der US-Sturm auf Syrien verzögert wird, vielleicht später dann vollständig abgesagt werden muss.

      Libyen hatte auch seine Chemiwaffen und diverse andere Waffen abgegeben – und was hat es ihm gebracht?

  • Nobilitatis

    Die Frage ist doch: Interessiert die Amerikaner tatsächlich ihre Glaubwürdigkeit?
    Wenn ja, hätten sie diese Chemiewaffenfarce niemals begonnen.
    Wenn nein, können sie über dieses Angebot genauso drüber weggehen wie über alles andere. Wichtig ist am Ende nur, wie deutlich sich Russen und Chinesen hinter Syrien stellen. Denn die haben Atomwaffen.

    • Anonymous

      Ganz gleichgültig kann den Amerikanern ihre „Glaubwürdigkeit“ nicht sein, der propagandistische Aufwand, ihre verlogenen Legenden unter die Leute zu bringen, ist enorm. Und sie kommen derzeit nicht so einfach durch – das ist neu. Nicht jeder hat Irak und Libyen vergessen. Afghanistan. Sie mussten noch nie so rudern. Obama kann an der eigenen Bevölkerung nicht so einfach vorbei, auch wenn er nicht noch einmal gewählt werden kann.
      Zu befürchten sind weitere Provokationen, wie sie die Banditen in Syrien schon angekündigt haben: C-Waffen von syrischem Territorium auf Israel, das ist ihnen gut zuzutrauen.
      Grundsätzlich: das Kräfteverhältnis hat sich geändert. Ob es sie vom heißen Krieg abhalten wird – wer kann das schon sagen … Auf Atomwaffen würde ich nicht setzen, aber auf die Russen, Iraner und Chinesen.
      In dieser zugespitzten Situation werden irrationale Faktoren leider auch immer gefährlicher – Mißverständnisse, Provokationen usw.
      Nicht zu vergessen: Der Krieg auf syrischem Territorium ist ja schon im Gange, die Giftgas-Story wurde nur gestartet, weil die SAA 10 Tage vor dem geplanten Angriff auf Damaskus zur Gegenoffensive angesetzt hat – die Truppen mit arabischem Schlachtvieh unter englischer/frz./amerikanischer „Beratung“/“Instruktion“ sind seit Mitte August von Jordanien her im Land und wenn die Zahlen stimmen, dann warten noch 20.000 ausgebildete Mann in Jordanien auf ihren Einsatz. Die Amerikaner kämpfen nicht mehr selbst, sie kaufen sich Afrikaner und Araber, wie es gerade gebraucht wird. Man mag keine Zinksärge mehr nach USA schaffen, das macht schlechte Stimmung.
      Auch wenn der aktuell angedrohte heiße Entlastungsangriff „ausfallen“ sollte – die Amis sind per Stellvertreter inzwischen schon mit einem Heer in Syrien, das darf man nicht vergessen.
      Trotzdem: Obama verliert derzeit sein Gesicht, Kerry hatte nie eines.
      SoKo

    • Anonymous

      @SoKo

      Ich sehe das ganz genau so und halte deshalb Putins Strategie, die Entscheidung nicht im Militärischen, sondern im Moralischen zu suchen, für sehr schlau!

      Es ist den Syrern und vor allem auch den Iranern zu raten, es Putin gleich zu tun. Denn militärisch ist dem Nato-Bündnis im Moment keine Militärmacht gewachsen. Wenn aber dem Westen die heuchlerische Maske herunter gezogen wird, dann wird das seine Position nachhaltig schwächen und zwar in jeder Hinsicht. Wer Moral unterschätzt, hat schon verloren. Vielleicht nicht kurzfristig, aber auf jeden Fall langfristig.

      Meine erste Hoffnung ist, dass die USA das begreifen und vom Militärschlag ablassen. Die beste Propagandamaschine könnte sonst nicht ohne auffällige Aushebelung westl. Grundwerte den Ansehensverlust verhindern.

      Meine zweite Hoffnung ist, dass – wenn es trotzdem zur Militäraktion kommt – die Syrer und Iraner auf Racheakte verzichten, die es der westl. Propaganda ermöglichen würde Syrien und Iran weiter zu diabolisieren, um es anschließend mit aller militärischer Macht zu zerschlagen. Man muss den Westen bei der Moral packen, Putin hat das verstanden!
      JoWi

  • Anonymous

    Oh wie sie sich winden. Diese rückgratlosen Würmer im ZDF heute Journal. Da sieht man innerlich die Kriegstreiberseele kochen, weil die Russen Diplomatie noch beherrschen.

    Gruß Det70

  • TomGard

    „Übergabe der Chemiewaffen“ – das heißt nicht weniger, als eine Besatzungsmacht einschließlich einer Besatzungszone zu akzeptieren. Eine „moralische“ Angelegenheit ist das nicht.

    Umso weniger, als die angeblich so allwissenden westlichen Geheimdienste nach eigenem Bekunden nicht wissen, was und wieviel die SAA hat, und wo. Die einen sagen, sie hätten es gewußt, hätten aber „die Spur verloren“, was sie nicht hindert, weiterhin darüber zu schweigen von Was und von Wieviel sie eine „Spur verloren“ hätten.

    Andere wieder sagen – ausgerechnet israelische Quellen, ich hab sie jetzt nicht bei der Hand – falls die SAA noch Chemiewaffenbestände habe, stehe ihre Brauchbarkeit in Zweifel, weil Syrien seine Chemiewaffenforschung in den späten 80gern (sagen die einen) oder Mitte der 90ger (die anderen) noch vor der Produktionsphase eingestellt hätten und kaum mehr als Lagerbestände des binären Kampfstoffes aus den 70gern da wären. Die nächsten Israelis sagen, seit 2005 habe Syrien das Programm modernisiert tonnenweise produziert. In al Safira, wie sie per Satellit (!) gesehen haben wollen. Dem widerspricht wieder die CIA, die ausschließlich von binärem Kampfstoff, dem alten Zeug, wissen will, nicht von binärer Munition.

    Diese Umstände lassen zu, nach den Buchstaben der Waffenkontrollvereinbarungen das gesamte syrische Territorium unter Chemiewaffenverdacht und ein Besatzungsregime zu stellen. Was Wunder, das Assad dazu noch schweigt. [Abgesehen davon, daß die Variante, (Rest-)Bestände von Waffenchemie stünden außerhalb Assads Kontrolle, als Faustpfand seines Bruders oder anderen Extremisten, nicht so ganz unwahrscheinlich ist.]

    Es könnte also sein, daß die Wendung ein abgesprochener „Rettungsfallschirm“ Lavrovs für Obama war, der das Ziel, die Entwaffnung der Elitetruppen, unblutig anstrebt.

    Wenn es so wäre, enthielte er eine scharfe List, denn an wen wollten die USA die Besatzung Syriens delegieren?

    • Nobilitatis

      Dabei liegt die Antwort doch auf der Hand: Rußland als Garantiemacht ersetzt den strategischen Wert der Chemiewaffen und garantiert aufgrund seiner guten Beziehungen zu Syrien auch die vollständige Kontrolle und Vernichtung der Chemiewaffen.
      Problem gelöst.
      Andere Probleme: Hören die Amerikaner und ihre Freunde jetzt mit der Bewaffnung der „Rebellen“ auf? Werden sie nicht als nächstes die Zerstörung der Luftwaffe Syriens fordern? „Assad muss weg“ + Scharia = Emirat al Scham? etc. pp.

  • Franz

    Die letzten 3 Absätze stinken nach Bild Dir Deine Meinung…TOM!

  • Mal abgesehen davon das Syrien bisher, wie die USA auch nicht, dem Verbot von Chemiewaffen beigetreten sind und es dies als Abschreckung für eine Bedrohung von Außen vorhält ist dieses ganze Diplomatenspiel komisch.

    Wir haben bisher keinen UN Bericht zu den Vorgängen vom „21“.08.2013 in Syrien. Wurden dort nun chemische Kampfstoffe eingesetzt oder nicht? Welcher Art in welcher Konzentration mit welcher Wirkung in welchem Gebiet mit wie vielen Opfern?

    Die Debatte, die Politik, die Entscheidungen sind die ganze Zeit auf Entscheidungen ohne Grundlage getroffen worden.
    Es interessiert überhaupt keinen was das UN Team nun vorfand.
    Es interessiert auch keinen warum das UN Team nicht seiner eigentlichen Aufgabe mehr nachkam welches dazu führte überhaupt nach Syrien zu Reisen.

    Was wir zudem gestern erlebten waren zwei komische Vorgänge.
    Zum einen wird Kerry von einer Reporterin mit einer Nachfrage konfrontiert. (Wer war eigentlich diese Reporterin?, Arbeitgeber? usw.? War das gar keine Reporterin? War das eine gewollte Frage?)

    Er sagte also etwas „lässig“ …Assad könnte alle seine Chemiewaffen der „internationalen Staatengemeinschaft“ übergeben.
    In einer Woche…

    Für Kerry war eh klar wer am 21.08.2013 welcher Art Waffen (chemische) auch immer einsetzte. Assad!.
    Ok, und nun kommt Larow in einer Stunde daher und sagt: Ja, das machen wir, wir fordern gleich mal das von Syrien. Zack und gleich hinterher… damit die dann vernichtet werden.

    Wir halten fest: Bisher wissen wir immer noch nicht wer wann was wo wie eingesetzt hatte. Wir wissen nur das die USA mit ARD und ZDF zusammen Assad einen Chemiewaffenangriff in die Schuhe schieben und das als Beweisen aufgrund von unveröffentlichten Beweisen.

    Und nun kommt Moskau daher und zementieren auch noch das ganz indem diese den Kerry Coup oder seine Unbedarftheit aufgreifen.

    Ok, wenn Moskau so schnell reagiert wird es mit 99% Annehmen das so erst einmal Zeit gewonnen werden könnte. Was ist nur wenn Assad das ablehnt?

    Es gibt nicht wie im Fall Irak mehre UN Resolutionen worin dieser dazu aufgefordert wurde alle seine Waffen dieser Art zu vernichten. Wir halten im Hinterkopf, das der Irak dies als Waffenstillstandsbedingungen und „Strafen“ durch die UN Auferlegt wurde im Nachgang des Angriffes und der Besetzung Kuwaits.

    Syrien wurde vom UN Sicherheitsrat keiner solchen Resolution auferlegt. Es gibt dazu keine Sanktionen durch die UN die das einfordern. Syrien müsste also seiner souveränen Rechte sich freiwillig berauben ohne jeden Zwang und ohne das wir wissen was am 21.08.2013 nun genau passierte.

    • Und da ist es auch nicht Hilfreich von Moskau oder sonst wem darauf zu verweisen das… „nur so entweder Zeit gewonnen oder der Militärschlag abgewendet werden kann“.

      Wenn Syrien, also die SAA oder andere Einheiten/Gruppen des legitimen Syriens, sich auf diesen Deal einlässt nur damit kein illegaler verbrecherischer Angriffskrieg auf sich abgewehrt wird oder zumindest die Möglichkeit dazu besteht so ist dies schlicht:
      Töricht!

      Wenn Assad & Co. wissen das Sie es nicht waren und auch dies zu 100% von ihren Truppen wissen so bleibt nur eines dazu zu sagen. Nein!

      Und es muss auch Nein gesagt werden!
      Sonst kommt es zu dem was schon damals der Irak machte und es trotzdem einen Angriffskrieg mit den schlimmsten Folgen überhaupt für Land und Menschen brachte.

      Syrien müsste sich praktisch komplett seiner Souveränität berauben. Die USA und Israel würden immer noch sagen, der hat immer noch solche Waffen. Sie würden immer noch sagen, geht dahin und dahin und nebenbei die Kampf trommeln rühren.

      Am Ende hat Assad nicht einmal mehr Boden Boden Raketen wie damals der Irak um am Ende doch Angegriffen zu werden.

      Und wer hält die Terroristen davon ab solche Waffen weiterhin einzusetzen? Wir wissen doch von unzähligen dieser Angriffe durch diese Verbrecher.

      Wenn sich Syrien auf dieses bekannte Spiel einlässt wird es nichts retten. Denn das Fallbeil wird trotzdem kommen. Nur wird es immer leichter solches Erpresser-Spiel mit souveränen Staaten zu spielen.

      Kerry hat, ob inszeniert oder nicht, eines geschafft. Den schwarzen Peter welcher bei der einsamen USA und Obama lag nun zurück nach Moskau und Damaskus zu spielen.
      Wenn Assad ja sagt, hat die USA so viele erprobte Mittel und die Medienmacht um genug Gründe und Rechtfertigungen zu finden um in X Wochen/Monaten mit aller härte zuzuschlagen und wenn Assad gleich nein sagt dann kann er ganz groß sagen: Wir haben Ihm doch die Chance zur „Wahrheit“ gegeben aber er wollte ja nicht.

      Wir leicht das war… unglaublich.

    • ISKANDER

      Trinagolum:
      Ich sehe das nicht so negativ.
      Assad folgt dem russischen Vorschlag und kann damit nicht anders.
      Freilich wäre es sinnvoller wenn Russland dem größten Schurkenstaat aller Zeiten (USrael) den atomaren Vergeltungsschlag androhen würde im Falle einer offenen Aggression. Aber wisse, Russland ist nicht stark genug und die Schaffung eines Anti – Nato Paktes aus Russland/China/Sonstige ist überfällig.
      Die USA ist ein Lügenregime was jederzeit Lügen findet um seine Mordgier zu rechtfertigen. Es ist müssig dem abzuhelfen wollen.
      Wir wissen doch gar nicht, was hinter den Kulissen abgeht. Chemiewaffen – und da revidiere ich mich offen – taugen wirklich nicht zur Abschreckung. Der Mulatte in Übersee braucht diesen Strohalm um seine Großmäuligkeit gesichtswahrend zurück zu fahren.
      Wenn es Syrien hilft – bitte schön!
      Syrien muss folgendes erreichen:
      1) Abkehr der offenen Invasionsbedrohung
      2) Abgabe der nutzlosen Chemiewaffen IM TAUSCH gegen ultimative Abwehrwaffensysteme von Russland (Verhandlungsfrage)
      3) Stetige Waffenlieferungen von Russland, Iran, China
      4) Zeit zur Ausrottung der Ungezieferplage im Lande
      5) Außenpolitische Aktivitäten im Bereich der Bündnispolitik, was Beistandspakte mit möglichst vielen (noch) freien Staaten ermöglicht.
      Auch Kleinvieh macht Mist. Ich denke an Venezuela, Cuba, Nikaragua, Ecuador, Urugay, Bolivien, Weißrussland, evtl. Irak, Armenien, Simbabwe, Malaysia, Argentinien, Nordkorea und v.a.
      Man stelle sich vor, was die US Navy für eine Aufgabe hätte, sich vor Syrien zu konzentrieren wenn halb Südamerika und Nordkorea vor der Haustür mit Bündnisfall drohen.
      So wurde früher Sicherheitspolitik gemacht und wir sind ja in jeder Beziehung – wieder zurück auf dem Weg ins Gestern. Also, warum nicht auch in dieser Perspektive?
      Das Imperium wird erst zu stoppen sein, wenn die bedrohten Völker/Staaten dieser Erde eine GEMEINSAME Antwort finden.
      Der Irak und Lybien wären noch heute funktionierende Staatswesen von Rang, wenn diese Erkenntnis schon vor 20 Jahren gegriffen hätte.
      Ich persönlich glaube, das dieses Denken nunmehr zu greifen beginnt. Dank Syrien.
      Viva Syria!

  • habkind

    @Iskander
    du hast recht, Russland ist (noch) nicht stark genug, um gegen die Imperialisten vorgehen zu können. Um die nötigen Allianzen zu bilden, bedarf es ebenfalls Zeit. Die Brics-Staaten sind zwar in gewisser Weise schon eine Union, aber damit sie auch schlagkrätig (militärisch, wirtschaftlich, politisch, etc) sein kann, bedarf es noch viel Arbeit.
    Nötig ist auch noch ein zweites, paralleles Mediensystem, damit man nicht mehr abhängig ist von Hotbird, Astra, Arabsat etc. und die nach belieben die Sendeanstalten einfach abschalten können, wie sie wollen.
    D.h. über Europa, Amerika, Naher Osten und den vielen anderen Weltgebieten muss man unabhängig Nachrichten und Ansichten verbreiten und Lügen richtigstellen können, ohne vom Westen vom Netz getrennt werden zu können. Ähnliches muss auch mit dem Internet passieren, damit man unabhängig agieren kann.
    Das alles aber kostet Zeit, die man sich evtl. jetzt erkauft hat.