Counterbalance

Dschobar. Foto von A. Filatow / ANNA-News

“Die syrische Krise ist beigelegt. Der Krieg in Syrien geht weiter.” So hieß es in einem Kommentar bei ITAR-TASS zur gegenwärtigen Lage vor Ort und zum Resultat der Verhandlungen USA-Russland in Genf.

Ungeachtet der zur Schau gestellten Entschiedenheit ist offensichtlich, dass die USA in dieser Krise den Kürzeren gezogen haben. Äußerlich sieht alles gut aus, Obama behält Oberwasser: die geplante Vernichtung der syrischen Chemiewaffen ist ein nettes Geschenk für den wichtigsten Verbündeten – Israel. Dabei müsste man allerdings außer Acht lassen, dass Israel nicht Obamas Verbündeter ist. Israel ist jetzt vielmehr ernster Gegner Obamas, denn es war niemand anderes als Netanjahu, der alles unternommen hat, um die USA in einen Krieg zu stürzen, den sie überhaupt nicht gebraucht haben.

Aus diesem Grunde kann man eigentlich nur eine Niederlage Obamas konstatieren – man hat ihn vorgeführt, angestiftet und zu tun gezwungen, was er in keiner Weise vorhatte. Mehr noch, wäre es zu dem US-Angriffskrieg gegen Syrien gekommen, so wäre dies wohl der erste US-geführte Krieg, zu dem man die Staaten ganz banal und unverhohlen angeheuert hätte, wie man das mit Söldnern macht.

Nun kann Obama zu seinem “Plan B” – den Verhandlungen mit dem Iran – zurückkehren, sein Problem besteht indes allerdings darin, dass die Eskalation um Syrien seine Schwäche und relative Unfähigkeit demonstriert hat, eine selbständige Politik zu verfolgen.

Für die jetzige US-Administration bedeutet das zweierlei. Erstens ziehen die Ayatollahs natürlich ihre Schlüsse aus der Sache und werden mit Obama so verhandeln, wie man mit einem Schwächling und Unglücksraben redet. Zweitens – wenn Obama im Zuge der bereits offen angekündigten Gespräche mit dem Iran zu für sich annehmbaren Resultaten gelangt, wird er immer den Atem seiner erbittertsten Alliierten im Rücken spüren, die entweder gleich diese Verhandlungen oder deren Resultate hintertreiben, indem sie neue Provokationen starten. Mit anderen Worten, das Vertrauen der Iraner in Obama dürfte schwer gelitten haben. Don Corleone hat ein Problem: solange es Aufruhr in seiner Famiglia gibt, ist er in den Augen der anderen Dons kein glaubwürdiger Chef der größten Mafia. Diese anderen Dons werden sicherlich erst einmal abwarten, aber bei erster sich bietender Gelegenheit die Schwäche des Konkurrenten ausnutzen.

Obama hat deswegen keine Wahl: er muss beweisen und demonstrieren, dass er dazu in der Lage ist, Probleme mit seinen politischen Gegnern beizulegen, selbst, wenn diese als seine Alliierten gelten. Ansonsten werden die verbleibenden drei Jahre der derzeitigen US-Administration in schnellen Trudeln gen Boden gehen. Seine Aufgabe wäre jetzt die Bestrafung der Schuldigen für diese Krise. Nicht die Bestrafung irgendwessen, sondern der Schuldigen – das übliche Vorgehen der Amerikaner, die Sache genauestens zu untersuchen und daraufhin irgendwen abzustrafen, zieht diesmal nicht. Für die Niederlage Obamas zeichnen Netanjahu und Prinz Bandar verantwortlich. Alle ohnehin schon erklärten Feinde der USA werden Obama genau auf die Finger schauen, wie er mit dieser Aufgabe zurechtkommt.

Eine Option gibt es da – sie wurde erst von Putin in dem improvisierten Interview vom 10. September angedeutet, Baschar al-Assad spricht, danach gefragt, gleiches und parallel dazu kommt es in die Medien.

Es geht um die “Counterbalance”, welche die Chemiewaffen in Syrien zu den diversen, mannigfaltigen Massenvernichtungswaffen Israels sein sollten. Die Auslieferung des syrischen Chemiewaffenarsenals ist eine taktische Entscheidung, welche die jüngste Eskalation beizulegen vermochte. Strategisch gesehen führt das aber zu einem bedenklichen Ungleichgewicht. Für die Region hätte das schlimme Folgen.

Der einzige Ausweg ist die internationale Kontrolle über die israelischen Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen. Das ist gar nicht so exotisch, wie es vielleicht klingt – IAEA-Inspektoren zulassen, Beitritt Israels zu den international gültigen Kontrollsystemen – Atomwaffensperrvertrag, Biowaffenkonvention, etc. – Nachweis und Kontrolle über diese Waffen mit späterer Liquidierung, selbstverständlich im Austausch gegen internationale Sicherheitsgarantien. Alles das klingt fast wie ein Tabubruch, aber es wäre mittel- und langfristig fatal, einen solch aggressiven Staat wie Israel mit diesem gefährlichen Kriegsspielzeug allein zu lassen.

Der Nahe Osten ist in zwei Fällen in einem vagen Gleichgewicht: entweder bei gegenseitiger Abschreckung, wenn Massenvernichtungswaffen in den Händen verschiedener Staaten die oben angesprochene “Counterbalance” bilden, oder die Region muss von dieser Art Waffen komplett befreit werden. Das taktische Manöver mit der “Teilentwaffnung” Syriens hat auf längere Sicht unweigerlich Auswirkung auf die Stabilität.

Genau genommen ist das nämlich auch im Interesse Obamas. Die Provokation von Ost-Ghouta, hinter der die Saud stecken, und die Provokation im Mittelmeer im Angesicht waffenstarrender Flottenverbände zeigen deutlich, wer die Nutznießer der Krise sind, die Obama so schön vorgeführt haben. Solche Dinge werden nicht vergeben. Und das hat nichts mit Emotionen und beleidigtem Ehrgefühl zu tun, sondern hier geht es darum, keinen Präzedenzfall zu schaffen, denn ansonsten wäre die Versuchung gar zu groß, solche und andere Provokationen zu veranstalten.

Tja, wie ginge das? Spätestens seit der u.a. auf RT laufenden, oben angemerkten Kampagne kann man sich vorstellen, dass Russland irgendwann in naher Zukunft mit einer Forderung nach internationalen Inspektionen der Atomanlagen Israels hervortritt, wonach die vielbeschworene internationale Gemeinschaft Israel dazu überreden kann, sich gegenüber den gängigen Kontrollmechanismen zu öffnen und eine schrittweise Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen einzuleiten. Wie gesagt, selbstverständlich gegen umfassende Sicherheitsgarantien.

Es ist klar, dass diese mögliche Wendung in Israel selbst nicht auf Begeisterung stoßen wird, aber hier kann nichts von dessen Begeisterungsfähigkeit abhängen. Zu diesem Weg kann und muss man die Israelis überreden oder sie eben zu ihrem Glück zwingen.

Am Boden der Tatsachen

(Nachtrag, um keinen gesonderten Post machen zu müssen)

Im leidgeprüften Syrien konzentrieren sich die Kampfhandlungen immer noch auf das Umfeld bzw. die Vororte von Damaskus. Die allmähliche Einkesselung von Duma läuft an. Die syrischen Militärs schätzen die dort verbleibende Mannzahl der Terrorbrigaden auf 15 bis 20 Tausend. Duma ist gut befestigt, und im Unterschied zu Dschobar verbleibt dort eine Menge an Zivilbevölkerung. Ein Frontalangriff auf Duma ist deswegen ausgeschlossen. Die Vernichtung dieser Rebellengruppierung wird deswegen “behutsam”, Stadtviertel um Stadtviertel, vor sich gehen müssen.

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Trackback von deiner Website.

  • Ähhmm, die verlinkte Karte macht mir ehrlich gesagt Angst. Wie kann es sein, daß bei allen Siegesmeldungen der SAA die Salafistische Internationale praktisch 2/3 um Damaskus (!!) kontrolliert oder umkämpft? Assad hält nach dieser aktuellen Karte gerade noch 1/3 von DAMASKUS wohlgemerkt unter Kontrolle.

    Habe ich das richtig verstanden? Wer klärt mich auf?

    • Duma ist schon lange das, was man „Hochburg der Demokratie“ zu nennen pflegt. Ich würde mir keine solchen Sorgen machen, das ist kein klassischer Krieg, sondern eine „Insurgency“. Allerdings sind auch die fortwährenden Siegesmeldungen der SAA nur eine Seite der Medaille. Ich hätte Material (aber momentan keine Zeit), eine Neuauflage der „Panzerverluste“ der SAA zu machen….

    • Lurker

      der kleine blaue Fleck direkt unterhalb des damaszener Zentrum kann unmöglich wahr sein.
      Das ist eine riesige Armee-Basis, siehe http://wikimapia.org/#lang=en&lat=33.375982&lon=36.316166&z=14&m=b

      Wie setzt man hier funktionsfähige Links ein?

  • Scheint so, als wenn der Hasbara-Avatar seinen Auftrag, den Blog zu zersetzen, mit Bravour erledigt hat.

    Apxwn wurde genötigt, die Kommentarfunktion zu verschärfen, dadurch haben sich offenbar viele abgewandt. Schade.

    Mal sehen wie lange es dauert, bis wieder kilometerlange Scriborrhoe der Avatare jede sinnvolle Kommentierung durch die Blogleser unmöglich macht, weil keine inhaltlich zusammenhängenden Antworten mehr gelesen werden können ohne stundenlang am Smartphone zu scrollen.

    • Ich hab‘ nix gegen Sciborrhoe, wenn sie sinnvoll und relevant ist. Meistens (sagen wir, zu 95%) würde ich auch den berüchtigten TG so einstufen, auch wenn er „unbequem“ sein mag. Was mich zur Sperrung der Anonymität bewogen hat, sind direkte Beleidigungen anderer oder deren Verwandter (5%) und die unvermeidlichen Reaktionen darauf. Und dass ich bei alledem keine Ressourcen habe, all das rund um die Uhr zu überwachen…

    • In der Wissenschaft sagt man „get to the point“. Was man nicht in ein paar Sätzen leicht verständlichen Sätzen vermitteln kann taugt meist nichts und ist nur aufgeblasener Quark.

      Oder, wie mir ein Kongressteilnehmer in den USA mal sagte: If you got no data, use color! – als Pendant zum aufgeblasenem Gewäsch des Avatars.

      Das hier sollte doch eher ein Informations-Blog sein und kein Philosophie-Forum, wo Narzisten ihrer Egomanie in gestelzter Wortakrobatik und pseudointellektuellem Habitus fröhnen dürfen.

      P.S.: Haben Sie eine Antwort auf meine erste Frage bezüglich der Karte um Damaskus?
      Danke

  • Hallo Αρχων,
    ich habe dein Blog gern besucht, doch das ist jetzt das letzte Mal, das ich es tue. Erstens, weil ich mich unter deinen Enkel subsumiert sah („ich bin nicht euer Opa oder Onkel“) und dann wegen deiner Sprüche von Zänkereien, womit du die Reaktionen der Leute – auch von mir – auf diesen Tom Gard meintest. Mit dem du offensichtlich Kontakte unterhälst, da du ihn nach einem Treffen gefragt hattest. Außerdem hast du meine Mail icht beantwortest. Ja, ja, du hast viel zu tun, ich weiß
    Dann wünsche ich dir alles Gute

    • Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass Du – mit einigen Tagen Abstand versehen – erkennen kannst, dass Dein angesprochener Kommentar von apxwn keine Herabwürdigung der Angesprochenen darstellt, sondern im Gegenteil darauf verweist, dass Erwachsene Diskrepanzen untereinander behandeln sollen.
      Also, in diesem Sinne liebe Grüße nach Berlin & Athen

    • Hallo, Berlin-Athen!
      Tja, so verdrehen einen die Medien:
      – nicht Opa oder Onkel, sondern Papa, und zwar: „nicht euer Papa“
      – Kontakte mit TomGard? Ich habe nicht einmal seine Kontaktdaten. Ich kenne nur seinen reellen Namen von einem anderen Nachrichtenportal (nicht etwa aus dem nicht vorhandenen Impressum seines Blogs). Aber recherchiert habe ich da nun wirklich nicht weiter.

      Ich kann frank und frei zugeben, dass ich es oft nicht einmal schaffe, alle Kommentare zu lesen. Und wer mich treffen will, kann das gern am 05.10. in Leipzig tun (Ankündigung steht rechts oben.)

      Wegen der Mail schaue ich sofort mal in den überhungrigen „Spam“-Ordner, Geduld.

  • Sorry, hab es jetzt gesehen. Mea culpa.

  • Die geänderten Kommentarbedingungen finde ich für absolut richtig! Daraus wird sich keineswegs eine Minderung der Attraktivität des Blogs ergeben. Ich bekomme auf FB viele Hinweise darüber, dass es offensichtlich eine Menge „stiller Betrachter“ gibt.

    Die in den letzten Tagen in den MSM veröffentlichten Erkenntnisse britischer „Forscher (!)“ zum Anteil radikal islamistischer „Kämpfer“ in Syrien (50% oder 70 Tsd von rund 140 Tsd) ist vielsagend zu den (von ihnen)in Betracht gezogenen Erfolgsbewertungen des infiltrierten Terrorangriffs.

    Auch wenn die Frage möglicherweise naiv erscheinen mag:
    Warum wird in Syrien keine allgemeine Wehrpflicht eingeführt und zumindest eine Teilmobilmachung ausgerufen?
    Würde es die „Küche“ Syrien womöglich gesellschaftlich oder ökonomisch zerreißen?

  • Die Analyse von apxwn teile ich. Für die nächsten Schritte muss der Westen jetzt unbedingt die Aufklärung der False-Flag-Operation vermeiden, die sonst durch die Bombenangriffe unmöglich geworden wäre. Die aktuelle Propangandalinie zum UN-Bericht ist ein Musterbeispiel:
    – Das schwedische Forschungsinstitut ist – bereits in einen Skandal um Rüstungskooperation mit den Saudis verwickelt – nicht bereit, direkt zu lügen. Man bringt die Fakten aber so, dass eine zunächst plausibel erscheinende Interpretation für die syrische Regierung als Verantwortliche möglich ist. Und man verzichtet darauf, dem widersprechende Befunde deutlich herauszuarbeiten.
    – Die Kriegspropaganda – jetzt allerdings mit Frontbegradigung beschäftigt – zitiert den UN-Bericht gezielt selektiv und versucht, die Konzession Syriens bei der CW-Konvention zum Beleg für die Täterschaft umzumünzen.
    Dabei finden sich im Bericht der Inspektoren beileibe keine Beweise für die Täterschaft der syrischen Regierung, sondern einige ganz aufschlussreiche Merkwürdigkeiten:
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/09/16/un-bericht-kein-sarin-in-umgebungsproben-in-muadamiah-gefunden/

    • Ich habe den UN-Bericht heute quergelesen und wollte ihn und die Reaktion unserer Medien kommentieren, musste aber erstmal ein halbes Dutzend Emails schreiben. Kommt noch.. :)

  • Eine Frage: Wo sind die Gegenbeweise Russlands (einsehbar)?

    Das da einiges bei den Beweisen der Terrorallianz nicht passt ist ja bekannt (Hinweise auf die Identität der wahrscheinlich verschleppten Opfer aus alawitschen und kurdischen Dörfern, völlig „lockerer“ Umgang mit den angeblichen Sarin-Toten ohne Hinweise f. Kontamination bei fehlenden Schutzanzügen, …).

    Hier spricht eigentlich alles für klassisches Massaker-Marketing durch die Orks (schon mehrfach erprobte Methode wie z.B. in Al-Houla), aber wie Sie sagen, es ist jetzt nicht opportun eine Täterschaft der westlich gehätschelten Terrorprinzen (Israel und Schweine-Arabien)nachzuweisen zu lassen. Kann ja aber noch kommen, wenn man es braucht.

  • Eine andere Frage? Was gibt es zum Abschuss des Mi-17 Hubschraubers durch die Türkei an Fakten und Reaktionen?

  • @apxwn
    musste das jetzt sein?

    Sind das Menschen?? Allahu Akbar dazu.. Euren Gott werden wir noch zum Teufel schicken..

    https://www.facebook.com/photo.php?v=633094660055699

    http://suriyehaberlerim.blogspot.ch/2013/09/turk-savas-ucaklarnn-vurdugu-suriye.html

  • ich denke wir sollten versuchen diesen Blog mit Informationen zu füttern, anstatt mit nutzlosen langen Theorien und Diskussionen zu besetzen.

  • Benötige eine vertrauensvolle (100% loyale syrische) Kontaktadresse zwecks Übermittlung von Personendaten im Zusammenhang mit einer Überprüfung einer Person in Syrien. Es liegt der konkrete Vorwurf der verdeckten Finanzierung und Waffenbeschaffung vor. Der syrischen Botschaft in Österreich vertrau ich nicht, (hat sich in anderem Zusammenhang niemals zurückgemeldet) und auf der offiziellen Regierungsseite finde ich auch keine Möglichkeiten.
    mail to : walter.mandl@live.at

    • @Walter

      Ein schwieriges Unterfangen was du vorhast..
      In der aktuellen Situation ist eine Email-Anschrift für die Katze. Musste es auch selber erleben, als ich einige Anschriften wegen humanitärer Hilfe nachfragen wollte. Das einfachste wäre einfach vorbei gehen. Ob sie dein Vorhaben überhaupt aufnehmen ist eine andere Sache. Denn verständlicherweise ist Misstrauen sehr hoch..

      Als wir vor einigen Jahren geschäftlich an die notwendige Stelle gelangen wollten mussten wir 6 Monate warten und wurden über zehn Umwege weitergeleitet bis wir schlussendlich zum Assistenten des Gesuchten gelangen konnten..

      Ehrlich gesagt verstand ich den Sachverhalt auch nicht ganz.. Wer wirft wem etwas vor?

  • Der Kommandant der Abu Fadil Abbas Brigaden für den Schutz des heiligen Schreins Sayyida Zaynab in Damaskus, Ebu Hacer, ist gestern Nachmittag zum Märtyrer gefallen.

  • THX für das Update.

    Neue Gesichter hier, Enis traut sich auch wieder raus und apxwn macht gute Stimmung, obwohl 70% von Damaskus besetzt sind. Dann möchte ich mich zu euch gesellen, der guten Stimmung keinen Abbruch tun und empfehle Euch die neue Folge von A-Team ;)

    https://www.youtube.com/watch?v=Q-MwnED2KBc

    @Enis Durchhalten!

    LG Franz

    • @Franz

      Keine Angst solange die äusseren Geiern nicht mitmischen ist die Lage unter Kontrolle :))

      Jetzt wo die tollwütigen Hunde nicht mehr bellen, kann ich wieder tief durchatmen! Es war eng, aber danke an die russischen Freunde. Ich hatte schon die Befürchtung sie werden das Schild räumen.

      Ein Angriff mit Bodentruppen fürchte ich nicht so sehr wie die feigen Fernbombardierungen..

      Syrien kann sich keine Mehrfrontenkriege leisten, erst nicht gegen die halbe Welt.

      Mein Wort soll gelten. Ohne äussere Einmischung werden sie die Löwen von Damaskus niemals kriegen!

  • http://www.youtube.com/watch?v=FdF6aSnxhDs
    Einigen ist diese Video-Collage bekannt, den anderen sei sie zur Ansicht vorgelegt:
    – die Terroristen haben doch Waffensysteme, mit denen sie Boden-Bodenraketen abfeuern können
    – die Terroristen sind so debil, Videos ins Netz zu stellen, in denen sie offen über sarin kommunizieren
    – es gibt „Aktivisten“, die türkische Lieferungen von CW an die Terroristen bezeugen
    – uvm.

    • Freunde,

      ab sofort firmiere ich, „kaumi“, unter „sabadani syria“. Ist zwar schade, dass ich meinen liebgewonnen Neck aufgeben muss (!), aber im Zuge der Neuanmeldung hier hat sich das so ergeben.

    • Ehlen wa sahlan Achi Kaumi,

      Du kannst dir im Fall auch den Nicknamen Kaumi vergeben..

    • @Sabadani syria et al.
      Schon gesehen? Sicher. Hier nochmal für alle:
      http://www.youtube.com/watch?v=B25h0GIUXSg – haben wir den Kurden zu verdanken.

    • kaumi

      Hier noch vermutlich aus dem gleichen Smartphone, aber zumindest gleicher Abend und gleiche Stelle:
      http://www.liveleak.com/view?i=045_1379372264
      Raketen und Gasmasken!

  • leider noch eine traurige Nachricht der Stabs Generaloberst Ali Adnan Hüzam erlag seinen Verletzungen, welche er sich bei schweren Kämpfen gegen die Nusra-Monster im Raum Deirezzor einholte.

    Er war der Kommandant bei der Befreiung von Baba Amro. Er war auch Tal, Darayya, Hacar al Aswad und Tadamun aktiv, wo er für seinen Mut und Kampfstärke ausgezeichnet war..

    Möge er in Frieden ruhen.

    https://www.facebook.com/photo.php?v=741020252580639&set=vb.229332437082759&type=2&theater

  • Aktuell gibt es wohl schwere Kämpfe zwischen Kurden und AlNusra

    Interessant zu sehen, wie auch die kurdischen Frauen an vorderster Front dabei sind und Jubelschreie von sich geben.

    Und auch hier wieder die modernen Nissan und Toyota Pick-Ups. Das müssen tausende neue Autos sein. Sind solche Bestellungen nicht nachvollziebar? Um den Kunden/Käufer auf einen Index zu stellen.

    http://www.liveleak.com/view?i=f44_1379424294

  • „Für die jetzige US-Administration bedeutet das zweierlei. Erstens ziehen die Ayatollahs natürlich ihre Schlüsse aus der Sache und werden mit Obama so verhandeln, wie man mit einem Schwächling und Unglücksraben redet.“

    Da würde ich widersprechen. Die Islamische Republik redet, spätestens seit die Ära Ahmadinejad 2005 begonnen hat, in einem Selbstverständnis von gleicher Augenhöhe heraus. Ich denke, die aktuelle Situation wird diesen Anspruch von Augenhöhe nur untermauern.

    • Dem kann ich jetzt gerade rein psychologisch nicht folgen. Wie sollte ein der ganzen Welt vorgeführter Obama jetzt noch Augenhöhe bewahren können? Vielleicht durch die (Teil-)Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran. Denn damit müsste er sich wiederum gegen seine „erbitterten Alliierten“ durchsetzen.

  • Faisal, lesen Sie hier mit? Das ist von vorhin: World should pressure Israel to destroy its WMD, Syrian deputy FM says

  • Zur Karte:
    Annanews dokumentiert seit Wochen das Offen-halten der Autobahnen. Links und rechts entstehen Trümmerwüsten und Niemandsland, aber immer noch gibt es Verkehr:
    http://www.youtube.com/watch?v=x9Wjq3ogLTw

    Zum Tom prügeln:
    Manchem fehlt eben der nötige Hirnschmalz um seine hochkomprimierten Sätze zu verstehen, oder der Wille ihnen zu folgen!
    Ich sags mal bauernschlau:
    Wo kämen wir hin, schauten wir nicht woher wir gekommen!

    Leider muss man in die aktuellen Fakten auch immer Historische, Kulturhistorische und Soziologische Erkenntnisse einfließen lassen.
    Alles ist das Resultat vorhergehender Ereignisse. Dem gerecht zu werden ist in einem sehr komplexen Aufhänger/Endpunkt wie dem Syrienkrieg nicht in wenigen Sätzen abzuhandeln.

    Es ist bedauerlich wie vorschnell Schlüsse gezogen werden, über Tom, nur weil einem seine Analysen nicht passen.

    Natürlich haben auch philosophische Untertöne ihre Berechtigung da es immer um Menschen geht und in der Aufklärung gerade Philosophen die Vordenker waren.

    Aber Heute, sag ich mal frei nach Rudolf Steiner:
    Die Menschheit ist ein verkommenes Pack mit wenigen Ausnahmen.
    Die sich von niederer Zweckmoral leiten lässt und zusehends alles menschliche verliert!

    • Sind Sie auch ein Fan seiner Beleidigungsorgien?

      Seine Ergüsse sind manchmal ganz schlau gewesen, aber dewegen beleidigt man Mitdiskutanten nicht, damit disqualifiziert man sich. Ende.

      BTW: Wirklich gute Beiträge kommen mit ein paar Sätzen zum Punkt. Unabhängig vom Hirnschmalz, wir haben alle auch ein normales Leben (gut, der Tom nicht, der schreibt auch morgens um 3 Uhr lol), daher brauchen fast alle hier komprimierte und verwertbare Informationen jenseits der MSM.

      Philosophische Autoerotikübungen bringen 99% hier nicht weiter, im Gegenteil, es nervt bei der traurigen Lage in Syrien. Wer es braucht kann sich im eigenen Blog (Saft) gerne suhlen. Hier ist die falsche Adresse dafür.

    • das ist genau meine bescheiden meinung und die sollte man so stehen lassen!
      die krankheit ist kommentare endlos zu kommentieren.
      also komm zum thema und das ist nicht tom!

      „Sind Sie auch ein Fan seiner Beleidigungsorgien?“
      das sind doch die übelsten fragen die man sich ausdenken kann. sie ähneln denen:
      sind sie für oder gegen mich, sind sie für oder gegen irgendwas?
      ich nenn das schwarzweissorgien.

      nee is klar, wir sitzen alle im selben boot. aber wenn jeder in diesem morschen kahn weiters rumtobt gluckert das schifflein noch ab.

      es ist in jeder gruppe so, plötzlich glaubt man sich an den unterschieden aufhängen zu müssen und verliert den faden des gemeinsamen.
      am ende ist die gruppe nur noch mit sich selber beschäftigt und die böse welt nimmt weiter ihren lauf.

    • @ Badx Madurskli
      Ist ja absurd, was du da schreibst.

      Es geht um die Einheit Syriens, seine nationale Unabhängigkeit u. sein Selbstbestimmungsrecht, was von fast allen Kommentatoren kritisch-solidarisch oder unbedingt solidarisch bejaht wird.
      Wenn sog. Analysen und philosophische Abhandlungen erkennbar nur dazu dienen das säkulare Syrien auch an dieser Stelle virtuell zu exekutieren u. die Unterstützer Syriens zu diffamieren, dann wird das automatisch Widerstand erzeugen. Und das scheint auch die Absicht deines Schützlings (gewesen) zu sein.

      Über die Klage bzgl. des mangelnden „Willen“, den Ausführungen des Herrn „zu folgen“, habe ich herzlich gelacht.

      gez. ex Comrade John

  • Anonyme Kommentare bzw. solche mit lediglich der unverbindlichen Angabe eines Pseudonyms sind ab sofort wieder möglich.

    • Enis

      @apxwn
      Für was habe ich mir die ganze Mühe gemacht?!!
      Vermisst Du Tom?

      @Badx Madurskli
      Anscheinend hast Du den nötigen Hirnschmalz um Tom zu verstehen. Vielleicht kannst Du es dann übersetzen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er selber das versteht, was er schreibt..

      Syrien braucht keine Theorien, Syrien ist die Quelle der Theorien und die Widerstandskraft gegen das zionistische Weltimperium! Wir brauchen momentan keine Belehrungen, wir brauchen politische Unterstützung.

    • @Enis
      Ich habe teils vernichtende Kritiken für die Abschaltung geerntet (nicht von Tom).
      Außerdem konnte ich einen Zensor mit eiserner Hand & entschlossenem Scharfblick dazu gewinnen, eventuelle Eskapaden sofort zu unterbinden.

    • Enis

      @apxwn
      Hast Du evtl. eine Ahnung, ob Russland auch Drohnen an Syrien liefert? Ich habe bis anhin nur mitbekommen, dass die syrische Armee nur selten diese Technik einsetzt.. Schade, wenn man bedenkt, dass man dadurch vieles beobachten und präventiv reagieren könnte..

    • Anonymous

      Das ist gut. Das rumhantieren mit OpenID’s ist doch sehr umständlich.

    • @Enis
      Russland wird keine Drohnen an Syrien übergeben haben oder für Syrien welche fliegen lassen. Es hat keine brauchbaren Drohnen und die wenigen aus Israel wird es wohl kaum dahin senden.

      Es gibt Videos und Berichte über Drohnen aus China und natürlich aus dem Iran. Wobei die iranischen ganz sicher qualitativ ein enormes Upgrade darstellen werden. Sicher werden diese auch durch iranisches Personal bedient. Alles andere wäre nicht wirklich hilfreich.

      Sowohl der Iran wie auch die Hisbollah haben durch den Krieg in Syrien enorm viel dazu gelernt. So tragisch das jetzt auch klingt (oder zynisch wie jeder will).

    • Triangolum hat zu den „Drohnen aus Russland“ erschöpfend und korrekt kommentiert.

      Aber was anderes, wo ich gerade Russland lese. Die Spaltung in pro und kontra Krieg gegen Syrien und Iran aktiviert sich gerade auch innerhalb der russischen Elite. Putin wurde ein Dokument vorgelegt, das die Abberufung Lawrows zum Inhalt hat. An seiner Stelle soll durch den jetzigen stellv. Außenminister Ryabkow ersetzt werden. Das ist höchst alarmierend.

    • Enis

      @Triangolum, apxwn
      Danke für die Infos bezüglich Drohnen.

      Was Lawrows Abberufung angeht, das glaube ich absolut nicht. Lawrow ist einer der besten Strategen, besonnen, sachlich, gradlinig und unnachgiebig. Er macht keine zick zack Kurse. Er redet nicht übereifrig, was ihm zum Verhängnis sein könnte (siehe Kerry, Obama und Co.). So einen Aussenpolitiker wird sich Russland in den nächsten Jahren schwer aufbauen. Wobei Tschurkin im Uno auch ein gutes Bild abgibt. Lawrow vertritt russische Interessen nach dem Geschmack und Marschrichtung von Putin. Eine Abberufung nach den neusten diplomatischen Erfolgen wäre ein riesen Eigengoal für Russland. Zudem ein Zeichen gegen den Westen, dass man sie bis anhin immer „ausgetrickst“ hätte.

      Ich bediene mich den Aussagen unseres grossen Präsidenten. Die Russen mögen uns nicht wegen unseren schönen Augen, oder weil sie uns einfach so mögen. Nein mit Syrien verteidigen sie unnachgiebig eigene Interessen! Syrien zu verlieren bedeutet aus dem Nahen Osten ausgeschaltet zu werden. Grossmachtansprüche zu begragen. Zudem bedeutet dies dann auch, dass die takfirischen Viren Richtung Kaukasus weiterziehen. Es bedeutet, das Mittelmeer zu verlieren. Es bedeutet einen treuen Partner in vieler Hinsicht zu verlieren. Gesellschaftlich, wirtschaftlich, militärisch und diplomatisch. Syrien ist für Russland wie Israel für die USA. Obwohl die zionistische Verschwörung auch in Russland sehr aktiv ist, glaube ich nicht an diese Abberufung! Da gehe ich jede Wette ein.

      Zu Ryabkow; die Tatsache, dass er lange in den USA war macht stimmt mich nachdenklich zu seiner Person. Seine Einschätzung zu Syrien ist aktuell aber nah zu Lawrow, nicht?

    • Anonymous

      apxwn, Enis

      Sehr interessant. Gerade heute wurde Ryabkow auf BBC zitiert mit den Worten: Nichts wird jemals die Russisch-Syrische Freundschaft zerstören. Er übte scharfe Kritik an dem UN Bericht der Chemiewaffeninspektoren.

      Im Übrigen war Lavrow ebenfalls viele Jahre in den USA als UN Botschafter. Wer weiß was da abläuft…..

      Dike

    • Enis

      @Dike

      Lawrow war meines Wissens nur UN-Botschafter Russlands in New York, während Ryabkow Russlands US-Botschafter war..

      Ich bleibe bei meinen Ausführungen oben. Lawrow ist ein Glücksfall für Russland. Grundsätzlich muss man akzeptieren, dass Ruslands Aussenpolitik immer von guten Leuten besetzt war, ausser zu Jelzins Abenteuerzeiten.. Zudem hat der Präsident immer das letzte Sagen.

      Russland soll uns gegen die wilde Weltaggression schützen, wir machen den Rest. Syrien kämpft gegen den Terrorismus, den es auch Russland treffen könnte.

    • Anonymous

      Enis, ich wollte nur darauf hinweisen, dass beide in den USA waren.

      Ich hoffe sehr, dass uns das Team Putin/Lawrow noch sehr sehr lange erhalten bleibt. Übrigens ist Lawrow armenisch/russischer Abstammung. Die Armenier sind ja bekanntlich ein leidgeprüftes Volk mit keiner starken Lobby. Demzufolge hat die Türkei den Völkermord an den Armeniern bis heute nicht anerkannt. Bei Lawrow ist das Verständnis für den Kampf eines Volkes um das Überleben sicher stärker vorhanden als bei gewissen anderen Politikern. Das mal abgesehen von der Realpolitik, d.h. die Interessen Russlands immer im Auge.

      Dike

  • Nobilitatis

    Danke. Das ist der richtige Ansatz.
    Freie Meinungsäußerung mit der Schranke Beleidigung. Wie im Grundgesetz. Viele fürchten die Totalüberwachung, wenn sie sich registrieren müssen.
    Und TG war nicht der einzige, der zu Beleidigungen neigte, wenn ihm eine Meinung nicht gefiel.

  • LeChevalier

    Eine hochinteressante Analyse eines russischen Militärexperten über die Frage, ob die syrische Armee gegen eine US-Invasion etwas ausrichten könnte:

    http://german.ruvr.ru/2013_09_18/Wenn-morgen-ein-Krieg-beginnt-al-Assad-und-seine-Ressourcen-3165/

    Im Beitrag wird die Schwäche der Syrer im funkelektronischen Kampf angemerkt, d.h. in Sachen Aufklärung (Weltraum- und Satellitenaufklärung, Drohnen) ist die USA hochüberlegen. Auch die Tatsache, dass Syrien über im Vergleich veraltete Waffentechnologie besitze, sei ein großer Vorteil für die USA. Syrien fehle laut dem Experten eigentlich alles, was man für einen modernen Krieg gegen andere Staaten brauche.

    Ein anderer Experte dagegen sieht aber eine syrische Stärke: die sogenannte Fünfte Kolonne, also Verbündete in der Region, womit der Iran und die Hizbullah gemeint ist, die durchaus etwaige syrische Schwächen ausgleichen könnten.

    Der User Triangolum ist ja ein Waffenexperte, vielleicht kann er uns weitere Infos geben, zumal ja die Russische Föderation und auch China in den letzten Wochen Syrien massiv aufgerüstet haben. Überdies haben die Experten eine Sache vergessen: Die Syrer kämpfen mit einem Löwenherzen für ihr Vaterland und für ihre nationale Identität, während in eigenen Reihen der USA große Zweifler vorhanden sind.

    Allah yinsirak ya Suriya!

    Noch eine weitere diplomatische Nachricht. Vier US-Senatoren verlangen Sanktionen gegen russische Großbanken, weil diese angeblich in direkten Geldhandel mit Syrien zu tun haben. Angeblich hätte Bashar al-Assad (Allah yinsiro) sogar persönliche Konten dort. Passend dazu dieser RIA-Artikel, der Russland zu Amerikas Gegenspieler Nummer 1 deklariert:

    http://de.rian.ru/zeitungen/20130918/266902061.html

    • Als Belgien und die Niederlande damals 1940 wussten dass das deutsche Reich über ihr Gebiet und damit kriegerisch Richtung Frankreich ziehen wird haben beide Länder was gemacht? Sich ergeben? Sofort kapituliert? Hatte beide Länder auch nur irgendwas anzubieten was die Wehrmacht abschrecken konnte?
      Sicherlich wäre es nicht nur friedlicher gewesen sofort zu kapitulieren sondern auch von den Leben und den Schäden besser gewesen wenn diese erst gar nicht verlustig bzw. eingetreten wären. Doch warum haben beide Länder dennoch gekämpft?

      Das syrische Volk steht hinter ihrem Land. Es steht hinter der SAA und es steht hinter der Regierung. Das ist kein Märchen sondern ein Fakt aus 33.Monaten Krieg gegen Terroristen, gegen Proxy Staaten und deren Söldner. Wenn dem nicht so wäre würde es keine SAA mehr geben, keine syrische arabische Regierung, kein Volk welches auf den Straßen Flagge zeigt.

      Wie ging es Serbien damals 1999? Gegen die NATO zu bestehen war nicht möglich und die Experten sagten das selbe wie heute zu Syrien. Und dennoch überstand das Land dieses Terror Krieg. Auch wenn es enorme Schäden hinterlassen hat, viele Tote und Serbien sich doch letztendlich beugen musste. War es falsch sich damals gegen die NATO zu stellen?
      Wäre es besser gewesen für Leib und Leben nachzugeben bevor der Krieg kam?

      Syrien wird nein sagen und wird mit dem Mitteln kämpfen welche es hat. Wer Souverän sein will und im Recht nicht nur ist sondern sich auch so fühlt muss kämpfen. Wer Aufgibt wird versklavt und am Ende getötet.

      …Teil 2 folgt

    • LeChevalier

      Wo ist Teil 2?? ;-)

  • LeChevalier

    Die Ortschaften Shab’ah und Al-Mistaah in der Provinz Damaskus sind vollständig von den Teufeln gesäubert worden. Zudem wurde ein 500 Meter langer Tunnel von der SAA entdeckt.

    Infos zum Vorfall an der türkisch-syrischen Grenze und wegen des Abschusses eines Transporthelikopters vonseiten der Türken. Die Türken haben von Januar bis Juli 2013 insgesamt 67 Luftraumverletzungen der griechischen Luftwaffe registriert. Wurde auch nur einmal geschossen? Natürlich nicht!

    Der Al-Kaida um Rojava ist die Türkei zu Hilfe gekommen. Die Türken haben den Teufeln einen Fluchtkorridor Richtung Türkei eröffnet. Der Stacheldraht an der Grenze wurde für sie aufgeschnitten und unter Aufsicht türkischer Soldaten etliche Teufel durchgelassen. Eine Schande ist das. Die FSA-Teufel haben der türkischen AKP-Regierung zudem wegen des abgeschossenen syrischen Hubschraubers offiziell gedankt.

    BTW: Präsident Assad hat dem US-Sender FOX News ein Interview gegeben, der heute Nacht ausgestrahlt werden soll. Hat jemand Infos über den Inhalt?

  • Hmm, hat jetzt der Zensor eingesetzt?

    Wiso wurde mein Kommentar gelöscht? Ich bin seit Anfang an treuer Leser un Kommentator. Offene Worte sollen doch wohl kein Problem sein. Und für Beleidigungen bin ich hier auch nicht bekannt.

    Wiso also die Löschung?

    ich bitte um eine Erklärung.

    • Lurker

      ich glaube das ist einfacher zu erklären:
      Wenn man das fenster/tab schließt bevor die Meldung vollständig erscheint, dann gehts in den Orkus.
      Da gibts so einen Phase wo der blog die Daten verarbeitet und wenn diese wie auch immer unterbricht – dann kommt nix.

    • Mein Kommentar ist ja erschienen, war dann aber nicht mehr vorhanden.

      Ich kritisierte folgende Satz.

      Außerdem konnte ich einen Zensor mit eiserner Hand & entschlossenem Scharfblick dazu gewinnen, eventuelle Eskapaden sofort zu unterbinden.

      Was bedeutet denn eventuell? Wie soll eine „eventuelle Eskapade“ unterbunden werden, wenn Sie doch noch garnicht eingetreten ist. Das geht nur mit vorbeugender Zensur. Und das kann ja wohl kaum eine vernünftige Lösung sein. Somit wird jede Kritik unterbunden, wie man ja sehen kann.

      LG Franz

  • Anonymous

    Ein Off-The-Topic eines Newbee
    Vielen Dank @ apxwn für diese prägnante Zusammenfassung der politischen Lage nach der „Syrischen Krise“. Ich lese diesen Blog seit etwa einem dreiviertel Jahr regelmässig und mit ausserordentlichem Gewinn. Ich bin mir sicher, dass dies der fundierteste Blog zu diesem Thema ist, mindestens im deutschsprachigen Raum. Durch die fleißige Arbeit von apxwn und den vielen Kommentatoren, ist sicher nicht nur mir vieles klar geworden, worüber ich mich bisher, gelinde gesagt, gewundert habe. Dafür an alle hier in der Runde, egal welche Ansicht sie vertreten, einen riesigen Dank!
    Da ich selber nicht über die nötigen Einblicke und Erkenntnisse verfüge, gehöre ich wahrscheinlich eher zu der Vielzahl stiller Blogleser. Oft habe ich mich gefragt, auf welche Art ich hier einen Beitrag leisten könnte. Strategische/politische Offenbarungen, die in diesem Blog Neues aufzeigen würden, kann ich nicht bieten. Ich möchte aber die Gelegenheit nach den „Reibereien“ unter einigen Kommentatoren nutzen, um eben dazu meine Sichtweise darzulegen. Ich wünsche mir, dass mein Beitrag so verstanden wird, dass er von einem der Vielen kommt, die diesen Blog passiv verfolgen und für sich unglaublichen Nutzen aus der Arbeit und den Aufwand der Beitragenden zieht. Um vorzubeugen: ich maße mir nicht an, für diese „stillen“ Leser zu sprechen, noch zu fordern, zu lenken oder zu erziehen.
    Für mich ist dieser Blog eine wahre Alternative zu den Informationen, die ich aus gängigen Quellen beziehen kann. Natürlich geht es mir dabei in erster Linie um Sachverhalte, darum, (alternative) Sichtweisen darauf kennen zu lernen, wie „die Welt gestrickt ist“. Im Grunde habe ich immer gedacht, dass es hier im Kleinen darum geht, Einseitigkeit, Überheblichkeit, Egozentrismus, Intoleranz und Herrschaftssucht, die unter fadenscheinigen Begründungen sogar bereit sind, über Leichen zu gehen, die Stirn zu bieten. Möglicherweise sind dies Träume eines unverbesserlichen Gutmenschen.
    Wenn ich aber von den Sachverhalten selbst absehe, erscheint mir die Art und Weise und die Zielsetzung einer Alternative, und hier speziell einer alternativen Berichterstattung, als entscheidend. Ein Kampf, ob militärisch oder mit Wortgefechten, unterscheidet sich für mich in nichts von den uns aktuell aufgezwungenen Konflikten, wenn die Mittel die selben bleiben. Hier ginge es nur um die Frage der Dominanz und wäre damit ein Teil des gleichen Systems der Hackordnung. Unter diesen Umständen macht es für mich eigentlich keinen Unterschied, ob mein Herr nun in den Vereinigten Staaten, der Russischen Föderation, in der Volksrepublik China, EU oder sonstwo sitzt. Ich verstehe diesen Blog daher nicht als ein Stückchen schlagkräftiger „Counterbalance“ irgendeiner Interessensgruppe, in der die „andere Seite“ ausgeschlossen oder mundtot gemacht werden soll. Ich hatte immer das Gefühl, hier wird auch etwas Neues aufgebaut.
    Am bereicherndsten finde ich für mich daher neben den rein sachlichen (Hintergrund-) Informationen, wie etwa Konfliktgrenzen, diplomatischer Vorkommnisse oder Vermutungen über mögliche Interessen und Koalitionen, immer die Beiträge und Antworten, die auf das Vorhergesagte eingegangen sind, es versucht haben zu entkräften oder die Sichtweise zu erweitern. Wohlgemerkt auf das Sachliche. Tief berührt und traurig gemacht haben mich die ehrlichen und emotionalen Statements derer, die enger mit den Menschen in Syrien verbunden sind. (mba)

    • Anonymous

      Mit offenem Mund staunend „stand“ ich vor den Ausführungen, welche die Geschehnisse ihrem globalen realpolitischen Umfeld entreißen und gleichsam in abstrakte und mir wahrscheinlich unzugängliche Gefilde entreißen. Gleichwohl glaube ich noch so viel zu verstehen, dass es sich meist um ernstgemeinte Beiträge und Meinungen handelt, die meinen Respekt verdienen. Kommentare, die meiner Meinung absolut zuwiderlaufen, finde ich gerade deswegen interessant, weil ich an Ihnen recht gut ausmachen kann, was ich hier schon gelernt habe – und wer weiss, ob ich mich nicht schon bei der nächsten Gelegenheit traue, auch einem Kommentar zu antworten, mit dem ich überhaupt nicht einverstanden bin? Geht es nicht genau darum?
      Wie gesagt, gebe ich nicht vor, im Namen anderer zu schreiben. Verstanden habe ich die Beiträge, welche für mich als „Fachfremden“ verständlich und überschaubar waren. Ich bin aber auch überzeugt, dass genau dieser Blog die Stelle ist, um sich „fachlich“, und für mich vielleicht unverständlich, mit Details und philosophischen Ideen auseinander zu setzen. Diese Beiträge der Kommentatoren durchsteige ich nicht, zumindest nicht ganz. Na und? Ich komme noch nichteinmal auf den Gedanken, dies zu kommentieren. Und vielleicht würde auch das Gleiche für Meinungen gelten, mit denen ich überhaupt nicht einverstanden bin, die aber so komplex sind, dass mir Zeit und Muße fehlen, mich damit auseinander zu setzen.
      Meine Ausschweifugen abseits des Themas möchte ich mit einer Aufforderung und vielen Bitten an Leser und Schreiber beenden.
      An allen stillen Follower dieses Blogs: Stellt Fragen, auch wenn diese zunächst von mangelndem Wissen zeugen. Auch ich werde versuchen, hier auf diese Weise meine Unklarheiten zu beseitigen. Warum sollte man hier nicht auch seine nicht ausgefeilten Theorien und Ansichten darlegen. Ich werde auch dies tun und rechne fest mit entsprechender Akzeptanz und Entgegenkommen.

      Bitte unterlasst gegenseitige Kränkungen und Verletzungen. Untereinander. Aber auch derer, die man hier zu Recht höchst kritisch hinterfragt werden. Diese sind der Sache nur in so fern dienlich, als dass sie genau das wiederholen was im Großen geschieht: eine Verhärtung der Fronten, Ausgrenzen, Unterdrückung usw.

      Bitte versucht, wenn es irgendwie geht, Euch so einfach auszudrücken, dass ich, zwar mit Hochschulabschluss, aber eben nicht vom Fach, allem besser folgen kann. Vielleicht liegt gerade darin auch die Macht regulärer Presse. Das bedeutet übrigens Mitnichten, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen! Der ganze Kommentar von P.Stirlitz könnte hier zitiert werden. Get to the point.

      Bitte versucht auch etwas mehr zu möglichen verschiedenen Beweggründen (politischer) Entscheidungen und Zielen zu schreiben. Darstellungen von Personen, Gruppierungen und Clans, die das Böse schlechthin verkörpern, kann ich nicht glaubwürdig finden. Die Darstellung von Obamas Zwangslage finde ich da schon viel verständlicher. Das ist fast schon wie in einer Soap. Und da komme ich auf jeden Fall hinterher ;)

      Kann bitte jemand versuchen etwas gedanklich zu experimentieren, und aufzuzeigen, wie die Welt aussehen würde, wenn die Gegner Syriens eine Niederlage nach der anderen einstecken würden oder letztendlich als Verlierer aus diesem Krieg hervorgehen?
      Noch eine Bitte an alle, die sich inzwischen mit Beiträgen zurückhalten: Bitte schreibt wieder!

      Und eine Frage zum Schluss: Ich habe den Eindruck, dass im Blog (mitunter) versucht wird, einen Konsens, eine Richtung, eine Aussage unter allen Beteiligten zu erzwingen. Ist der wirklich nötig?

      Vielen Dank an alle!

      mba

    • Vielleicht sollte man mal die „Verfahrensanweisung“ in dem folgenden Links hier irgendwo pinnen…

      http://s1.directupload.net/images/130918/e299lzkf.png

      fG
      Lurker

    • @Lurker
      Danke. Aber „pinnen“ – ich wüßte nicht wo oder wie.

  • habkind

    @Franz
    wer soll dich denn schon löschen?:-)
    Bei mir sind hin und wieder auch einige Kommentare
    nicht erschienen. Vielleicht überschneiden sie sich
    zeitl. mit anderen Kommentaren???

    Aber schön, dass die Kommentarfunktion wieder funktioniert.
    Und wenn jeder den anderen respektiert – wo wir doch alle Erwachsene sind – dürften doch keine Beleidigungen mehr ausgesprochen werden.

  • Anonymous

    Ein Gespräch zwischen Karin Leukefeld und dem Patriarch von Antiochien Laham. Ein Mann mit Verstand und Herz, der die Fragen stellt, die sich jeder mit gesundem Menschenverstand stellt.

    http://www.jungewelt.de/2013/09-18/056.php

    Dike

  • habkind

    NochEinParteibuch hat ja schon am Dienstag auf die
    Schnelle ein Analyse des Un-Reports gemacht und u.a.
    folgendes festgestellt:

    „In den in Muadamiah genommen Blutproben von Opfern wurde auch genau wie in den in Zamalka und Ein Tarma genommenen Blutproben Sarin gefunden, und auch die Aussagen der von den Terroristen herbeigeschafften Zeugen deuten überall auf Sarin hin. Doch anders als in in Zamalka und Ein Tarma, wo in zahlreichen Umgebungsproben Sarin gefunden wurde, wurde in keiner der in Muadamiah genommenen Umgebungsproben Sarin gefunden. Das ist nachzulesen im UN-Bericht auf den Seiten 30 bis 32, wo die Analyseergebnisse der Umgebungsproben beschrieben werden, in Verbindung mit den Seiten 27 und 28, wo die Entnahme der Proben in Muadamiah beschrieben wird.“

    Und auf einmal wird auch Ban Ki Mon vorsichtig und
    stellt fest, dass der UN-Bericht keine Schlußfolgerungen auf einen Einsatz von Giftgas durch die syrische Regierung zulässt.
    http://german.ruvr.ru/news/2013_09_17/UN-Generalsekretar-Bericht-der-UN-Experten-enthalt-keine-Hinweise-auf-Assads-Beteiligung-am-Chemiewaffen-Einsatz-3328/

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/09/16/un-bericht-kein-sarin-in-umgebungsproben-in-muadamiah-gefunden/

    • Lurker

      habkind, Vorsicht!
      GB (kurzzeichen für Sarin) zwar nicht – aber dessen Zersetzungsprodukte (DIMP, iMPMA)
      Ein Grund dafür kann sein, daß eber der Gefechtkopf überhaupt nicht an Ort und Stelle gefunden wurde & das die Menge halt im Vergleich zu den großen Dose (50-60l) ziemlich klein sind (2.14kg).

      Was mich viiiel mehr interessieren würde wie steil die „kleinen“ denn reingekommen sind. So ließe sich sagen ob das von der 104ten kam oder von der Durchzugsstraße.

    • habkind

      @Lurker, thx, die Details sind wichtig, hast recht.

  • LeChevalier

    Es gibt neue Entwicklungen im Norden Syriens. Die Stadt Azaz ist schwer umkämpft, und zwar von den ISIS-Teufeln (Al-Kaida-nahe Gruppe, Islamischer Staat des Irak und der Levante, oder wie die Teufel sich nennen) und der sogenannten „Nordwindgruppe“, die vom türkischen Geheimdienst (MIT) rekrutiert und befehligt wird. Azaz ist unter Kontrolle der ISIL-Teufel, unmittelbar zur türkischen Grenze. Die haben jetzt auch den Grenzübergang Selemiye von den FSA-Teufeln erobert. Die metzeln sich gegenseitig. An dieser Stelle hat die Türkei jetzt den Grenzübergang geschlossen, warum wohl, weil diese Teufel nicht die Freunde von Erdokelp ist. Die hätten von der Nordwindgruppe des MIT über 100 Kämpfer getötet bzw. gefangen genommen, angeblich auch alle Kommandeure (Offiziere des MIT) gehängt.

    • LeChevalier

      Es besteht jetzt endgültig kein Zweifel daran, dass gerade in Nordsyrien mehrere Gruppen gegeneinander kämpfen. Zum einen sind das die FSA-Verräter, zum anderen die o.g. ISIL-Gruppierungen, die mit den Al Nusra-Teufeln verbündet ist. Als dritte Kraft tritt die „Nordwindgruppe“, eine vom türkischen Geheimdienst MIT gebildete Kampftruppe, auf. Diese Söldner werden von türkischen Offizieren geführt und sind verbündet mit den FSA-Hunden. Azaz war unter Kontrolle der FSA/Nordwindgruppe, inklusive des syrisch-türkischen Grenzübergangs Selemiye. Die wurden jetzt aber von den ISILs getötet, vertrieben und gefangengenommen. Daraufhin hat die Türkei den dortigen Grenzübergang geschlossen und mit weiteren Armeeeinheiten gesichert. Höchst kompliziert dort. Doch wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Erdogan hat sich die falschen Freunde gesucht. Ich rechne mit weiteren militärischen Aktionen entlang der Grenzen zwischen den ISILs und (möglicherweise) türkischen Infanteristen.

      Übrigens macht die SAA weitere Fortschritte bezüglich der Befreiung von Aleppo.

    • Lurker

      LeChevalier, darf man um die Ergründung deiner Hintergründe bitten?
      Bist Du Syrer, Kurde, Türke, ev. sogar aus der Region?
      Wo hast Du deine Informationen her?
      In der west-Presse liest sich das ganze ein bischen anders:
      http://derstandard.at/1379291303450/Assad-sichert-Vernichtung-von-Chemiewaffen-innerhalb-eines-Jahres-zu
      Wohl wissend um die Absichten/Hintergründe derer Quellen (und eigenen Interessenslagen bzw. Kompetenz) finde ich deine Aussagen hoch interessant.
      Daher meine Detailfragen bezüglich deiner Hintergründe und jene des Vorfalles.

  • LeChevalier

    Der Hizbullah wird jetzt auch der Einsatz von Chemiewaffen in der Ortschaft Al-Qusair vorgeworfen. Das berichten die größten Nachrichtenagenturen Reuters und AP. Diese Scheiße kann man sich echt nicht mehr anhören…

    http://www.mojahedin.org/newsen/23890

    • Lurker

      Dein Link sagt darüber aber nichts aus.
      Vielmehr deutet er schlimmstenfalls auf den Einsatz von thermobarischen Waffen hin.
      Wissend um deren Nutzen in solchen Szenarien wird von einigen Leuten der Einsatz derartiger WAffen bereits seit längerem erwartet.

  • Anonymous

    Wie alles begann – der arabische Frühling

    Der arabische Frühling ist in Wirklichkeit eine aus Osteuropa importierte Revolution.
    Eine Organisation aus Serbien, von der selten berichtet wird sollen
    eine der wichtigsten Drahtzieher sein

    „Otpor! Geplante Revolutionen

    Die Revolutionen im nordafrikanischen Raum und nahen Osten sind nicht plötzlich durch das Aufbegehren des Volkes entstanden, sondern waren penibel geplant und inszeniert. Eine serbische Organisation namens Otpor! steht bei Revolutionen mit Erfahrung und Schulung, also mit Rat und Tat aktiv zur Seite. Auch beim „arabischen Frühling“!

    Otpor!, auf deutsch Widerstand , ist eine serbische Organisation, zwischendurch auch politische Partei gewesen, die in den 90er Jahren von Srđa Popović gegründet wurde und die „sanfte Revolution“ gegen das Regime Slobodan Milošević initiierten und dadurch die Regierung im Oktober 2000 zum Rücktritt zwangen.

    Heute steht das Logo Otpors!, die geballte Faust, für erfolgreiche Revolutionen, die anscheinend vom Volk ausgingen, aber doch penibel geplant wurden. Erfolgreiche Revolutionen mit Hilfe von Otpor! wurden in der Ukraine, Georgien und Weissrussland durchgeführt. Dadurch wuchs der Bekanntheitsgrad und auch die „Revolutionstätigkeit“ der Serben. In Tunesien, Ägypten, Libyen, Bahrein und Syrien fanden sie Engagements und konnten bisher bereits zwei erfolgreich abschliessen.

    Die Arbeit und Schulung von Otpor! bei Revolutionen und Umstürzen sind auf einen relativ genauen Plan, nach dem alles abläuft aufgebaut:

    Zuerst kommt es zur Gründung von Widerstandsorganisationen, die medial spektakuläre Aktionen durchführen, von denen hauptsächlich ausländische Medien berichten.

    • Anonymous

      Wie alles begann – TEIL 2

      Gleichzeiting kommt es zur Schaffung von Symbolen mit hohem Wiedererkennungswert. Teilweise wird das abgewandelte Otpro!-Logo verwendet, in Georgien kam die Rose und in der Ukraine die Farbe Orange als Merkmal und Symbol der Aufstände. Von den Aktivisten werden Schulungen über die „Dramaturgie der Strasse“ besucht.

      Weiters wird die Infragestellung eines fairen Wahlkampfes oder die scheibare nichtexistenz der Opposition unterstellt und in westlichen Medien aufgearbeitet. Diese Forderung ist danach die Grundlage eines „sanften Volksaufstandes“.

      Erst danach beginnen die Proteste auf der Strasse, wobei grosses Augenmerk auf friedlich organisierten Demonstrationen gelegt wird. Nach Möglichkeit versucht man bereits im Vorfeld sich Sympathien von Polizei und Militär zu sichern, deren Parteinahme ein wichtiger Faktor für jeden Volksaufstand ist.

      Die Taktik besteht darin, dass die Menschen sich hinter einer politischen Idee versammeln, nicht hinter einem Führer. Die Aktivisten müssen von einem friedlichen Machtwechsel überzeugt sein. Die Bewegung muss von Studenten getragen werden, weil diese über Facebook, Twitter und andere Foren bestens vernetzt sind.

      Im günstigsten Fall führt eine Otpor!-Revolution zum Sturz des Diktators oder der Regierung, im ungünstigsten Fall zu einem Bürgerkrieg oder einem Krieg zwischen Regierung und Opposition.

      Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle – auch in Ägypten, Tunesien und Iran.

      Soweit, so gut, für den Geschmack der Europäer und Amerikaner mit ihrem illusionenhaften Demokratieverständnis eine gute Sache, wenn Diktatoren und autoritäre Regierungen gestürzt werden. Doch eben dies wirft Fragen auf:

      Wer finanziert Otpor!? Otpor! selbst beantwortet diese Frage diese frage zunächst mit: „Wir werden von einem reichen Serben unterstützt!“ Das kann durchaus sein, doch in erster Linie stehen amerikanische und europäische Finanziers hinter Otpor!. Offiziell sind das NED (National Endowment for Democracy), das NDI (National Democratic Institute), das IRI (Republican Institute), das Freedom House, Soros Open Society Institute International Renaissance Foundation, das CPD (Committee on the Present Danger) und natürlich auch die CIA (Central Intelligence Agency). Wobei Soros Open Society das meiste Geld zur Verfügung stellt. Vermutet wird auch, dass von europäischen Staaten Geld zur Finanzierung fliesst.

      Denn eben jene Länder, in denen Otpor! aktiv ist, liegen im Interesse des Westens. So wurde Russland mit Revolutionen in Nachbarstaaten geradezu eingekreist. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten sind besondere Interessen der Amerikaner wie auch der Europäer nicht von der Hand zu weisen!

  • Anonymous

    Doch was kommt nach einer Revolution?

    Wie man jetzt anhand von Tunesien und Ägypten sehen kann, wurden durch die Revolution nicht nur die Regierung samt Diktator zum Rücktritt gezwungen, es wurden auch bestehende Strukturen und Wirtschaftszweige geschädigt bzw. lahmgelegt. Eine politisch funktionierende Opposition gab es kaum, entsprechend auch danach keine funktionierende politische Infrastruktur. Es muss alles mehr oder weniger neu aufgebaut werden. Ebenfalls ein Manko sind auch die fehlenden internationalen, diplomatischen verbindungen. Sicher, jene Staaten die schon im Vorfeld die Revolution unterstützt haben, biedern sich als „Freunde“ an, vergeben grosszügig Kredite und haben dadurch das Land im Griff. Problematisch sind auch die extremistischen kräfte, die durch eine Revolution nach oben kommen können, seien es das Militär oder fundamentalistische Organisationen. Der einzige Vorteil ist die Illusion einer vorübergehenden Demokratie, einer womöglich falsch verstanden Freiheit … jene Freiheit, die von den „Freunden“ mit Sicherheit ausgenutzt wird. Eine Praxis, wie man sie von dem „Freund“ USA kennt. Es wäre nicht die erste Revolution, die von ihnen angezettelt oder unterstützt wurde, danach das Land mit Krediten gefesselt wurde. Freiheit ist spätestens dann wirklich Illusion!

    Die Umsturz GmbH – Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle – auch in Ägypten, Tunesien und Iran. (suedeutsche.de)

    Otpor – oder wie wird man Revolutionär? In Serbien geschah es im Jahr 2000, in Georgien 2003, in der Ukraine ein Jahr später: Die Abläufe zum Sturz der Diktatoren waren ähnlich, augenscheinlich spontan, in Wirklichkeit aber gut geplant und vorbereitet. Mitgeholfen hat Otpor, die einstige serbische Studentenbewegung, die jetzt Beratung zur gewaltfreien Revolution exportiert. Auch Oppositionelle in Weißrussland, wo am Sonntag Diktator Alexander Lukaschenko zur Wiederwahl antritt, wollen von Otpor lernen. (tagesschau.de)

    Die Revolutions-Profis: Wie das Know-How für politischen Umsturz in alle Welt exportiert wird – Volkszorn im Nahen Osten, der Massen unzufriedener Menschen gegen ihr Regime auf die Straße treibt, ist nicht spontan entstanden. Der Regimewandel wurde bereits Jahre zuvor geprobt. Die arabischen Revolutionäre erhielten eine Gebrauchsanweisung, die bereits bei der „Orangen Revolution“ in der Ukraine und in anderen osteuropäischen Staaten zum Einsatz kam. Die Revolutionen waren geplant wie eine gut geführte Werbekampagne. (tvthek.orf.at)“

    (aus http://schnittpunkt2012.blogspot.de/2011/05/otpor-geplante-revolutionen.html)

    • Anonymous

      Hab zwar schon viel Der vorige Beitrag sollte Teil 3 sein! Blog-Sytem gestattet nicht mehr als 4000 Zeichen, deshalb. Hab zwar schon viel gelesen das der „Aufstand inszeniert un finanziert wurde vom Westen, aber nicht genau wer dahinter steckt, wer alles plant und organisiert. Bin selbst erst vor ein paar Minuten auf diese Informationen gekommen, weil im bosnichen TV eine Sendung darüber kam (izazove istine) Sache der Wahrheit.

    • Die junge Syrerin SyrianGirl(partisan) kennen Viele, seit bald zwei Jahren berichtet sie in Videobotschaften aus ihrem Land.
      Im folgenden Video nennt sie alle Gründe, warum die legitime Regierung Assad beseitigt, ein Marionettenregime installiert und das Modell des unabhängigen u. säkularen arabischen Nationalstaats abgeschafft werden soll. –
      Einfach, verstehbar und ausführlich genug formuliert.

      [Zugleich sind ihre Worte eine Botschaft auch für uns. Besser kann man daraus abzuleitende polit. Minimalforderungen (mehr sind es ja nicht) gegen Kapital, Bucken vor USrael, Nato-Kriege u. EU-Desintegration der europäischen Völker u. Staaten kaum ausdrücken.
      Ich unterschreibe jeden Satz, und also ist das „meine Wahlempfehlung“ zu dem staatlichen Event am nächsten Sonntag.]

      „Ihre 8 Punkte, “warum der Westen Syrien hasst”, sind überzeugend und können von jedem Land mit nationaler Würde übernommen werden.“

      „Die oben genannten 8 Punkte sind ein guter Wegweiser, um alle Länder wieder auf natürlichen Kurs zu bringen. Sie sind das Handbuch, wie wir die außer Kontrolle geratene Welt wieder zusammenbringen können.“

      „Dieses junge syrische Mädchen ist mit gutem Beispiel vorangegangen, wir sollten ihrem Beispiel folgen.“

      Politaia, „Warum die Internationale Finanzmafia Syrien hasst“

    • Anon,
      der Verweis auf Otpor ist im Falle Syriens irreführend. Die Versuche diverser NED und SOROS – Institute in Syrien Unruhen (das ist die korrekte Bezeichnung) anzustiften, schlugen 2010 / 11 kläglich fehl (Nachweise hab ich nicht mehr parat- Rechnercrash). Aus Gründen, die hier darzulegen ich keine Lust mehr habe, fanden sie keine hinreichende Resonnanz in der für diese Unternehmungen typischen und unverzichtbaren Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene aus der urbanen Gesellschaft, die in prekäre soziale Verhältnisse gezwungen wurden.

      Ein Konkurrenzprojekt, das die, die es kennen, zumeist Saad Hariri, Prinz Bandar, Jeffrey Feltman (aka Killary Clinton) und Mitgliedern der zionistischen Intelligence-Comunity zurechnen, entsetzte diese Programme mit einem anderen Zielpublikum: Teile der Provinzbevölkerung, bes. das Reservoir der Muslimbruderschaft und Salafis, die depravierte, zu großen Teilen erst kürzlich aus den Provinzen entwurzelte Vorstadtbevölkerung und die seit der ökonomischen Öffnung Syriens gewaltig angeschwollene Masse von Kriminellen, Halbkriminellen und ihre Gönner in der korrupten Verwaltung.

    • TomGard

      PS.: Meinen Verweis auf die kriminelle Szene werden viele Leser aus ihrem bürgerlichen Sozialverständnis heraus mißbrauchen, daher immerhin für die Akten:

      Diese Szenerie war eine notwendige Folge der schon unter Hafez begonnenen Wirtschafts“politik“, die nach der Selbstaufgabe der SU erzwungene Angliederung an den Weltmarkt, welche die Pfründe der Staats-Nomenklatura gefährdete, nepotistisch „im Lande“ zu halten. Verantwortlich war weniger Hafez selbst (der diese Seite der Herrschaft eher verachtete), als seine bucklichte Verwandtschaft, darunter maßgeblich auch die verschwägerten Sunni-Clans.

    • TomGard

      Korrektur:
      „…Reichtumsquellen nepotistisch im Lande zu halten“ (Sorry, dachte während des Schreibens schon über den anderen Kommentar nach)

  • Anonymous

    Interessante Analyse:
    http://kforcegov.com/Services/IS/NightWatch/NightWatch_13000200.aspx
    „The back tracked trajectories were drawn to meet at the large Syrian Army base, but that assumes only M14 rockets were fired; the trajectory information is accurate and, critically, the Syrian army still uses BM14s. No one has explained the presence of the 330-mm diameter rocket plate. Open source information indicates the Syrian army does not have BM14s or rockets that are 330-mm in diameter.

    There are other pitfalls in this kind of analysis, including examination of the influence of terrain, weather and other external factors. A major problem is that it satisfices. It has cognitive allure because it provides a quick, neat, seemingly comprehensive and easily understood solution.

    That nurtures premature cognitive closure, which means the analyst prematurely stops his search for evidence. Contrary leads are not followed and additional, necessary corroborative leads that might nuance or alter the conclusions are ignored. Contradictory evidence is not given the weight or mental energy that is applied to the solution that satisfices. Other cognitive problems characteristic of bias follow.

    In a more complete analysis, the next essential steps before presenting it to a senior official would be to determine the rocket launching capabilities of the suspect Syrian Army units; locate the rocket launcher units; locate the suspect chemical warfare depots or supply vehicles; identify likely firing sites on the base and look for signs that troops recently handled chemical weapons. There have been a sufficient number of Syrian army defectors that the answers should be easily available, probably from men who served in the suspect units.

    Those appreciations might be followed by a search for likely firing sites from other locations. At least one range ring on the map overlaps an area identified as rebel-controlled, but with different azimuths.

    The result of this is that there remain many open questions and all judgments about who fired are probabilities judgments.“

    • Scheint eine nüchterne und um Objektivität bemühte Analyse zu sein. Fazit: Aus den bekannten Fakten lässt sich nicht beweisen, von wem die Giftgas-Geschosse stammen.
      Immerhin Herr Ströbele von den GRÜNEN hat erkannt, dass die Beweise keineswegs so sicher sind, wie es Merkel und Westerwelle glauben machen wollen: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11881364/12u6btk/index.html.

      Leider erreichen solche Infos nur einen kleinen Teil der deutschen Bevölkerung. Die Propaganda-Maschine funktioniert immer noch zu gut, wie ich meist im Gespräch mit Freunden und Kollegen feststelle.

      Die Schwierigkeiten der technischen Umsetzung des Abzugs der syrischen Giftwaffenarsenale wird man nun weiter propagandistisch ausschlachten und die Falken werden versuchen, aus Verzögerungen weitere Gründe für militärische Intervention zu konstruieren.

      Hier ein Dokument zur „Operation Lindwurm“, als die Amis 1990 Giftgas aus dem Pfälzer Wald abzogen. Alleine in Deutschland hatte die Vorbereitung der Aktion drei Jahre gedauert! Wohlgemerkt, unter Bedingungen des Friedens und in einem Land mit einer Verkehrsinfrastruktur die zur Weltspitze gehört. Der eigentliche Abtransport dauerte 28 Tage. Die Aktion kostete damals über 50 Millionen US-Dollar, dazu noch 38 Mio DM für Sicherheit. Im Jahre 1990, in Friedenszeiten. Hier der Bericht: http://www.dc-ramstein.de/phocadownload/ausstellungen/211211lindwurm_web_de.pdf

  • „Counterbalance“

    Vermutlich ist nicht strittig, daß es ein spezifisches Angebot Obamas an russische und iranische Stellen gibt, sich seinen Syrien-Plänen anzuschließen.

    Ferner unterstelle ich, daß sich kaum jemand Illusionen darüber machen wird, daß die unverhandelbare Bedingung Obamas weiterhin lautet, „Assad muß weg“, ein Kriegsende ohne unzweideutigen Sieg der USA und des Kriegsherrn der Welt steht nicht zur Debatte.

    Ich deklariere dazu, daß Obama mit dieser Forderung mittelbar – direkt liegt ihm daran nicht – auf der Vernichtung der syrischen Zivilgesellschaft besteht, denn der Krieg hat – (leider, sage ich dazu, und die Vorgänge hier im Blog reflektieren das in einem entfernten Spiegel) –
    bislang nicht merklich beitragen können, daß sich diese Zivilgesellschaft aus der despotischen Patronage der ständischen Herrschaft der Armee und Geheimdienste hat lösen und auf irgend welche eigenen Beine stellen können.

    Eine zwiespältige Antwort auf dies „Angebot“ gab Putin mit einer Kampfansage an Obama in der NYT: Putin nahm das Angebot mit dem Einwand an, es könne nur viabel sein, wenn Obama von seinen Siegbedingungen Abstand nähme, wozu ihn idealerweise US-Volksvertreter nötigen sollten, die im Interesse eines Teils der Wählerschaft, darunter Teilen des administrativen Mittelbaus und des soldatischen Fußvolkes handeln.

    Obamas Antwort war die Ankündigung Kerry’s, zusammen mit u.a. britischen, französischen und saudischen Verbündeten die Führung bei vermehrten Anstrengungen zur Stärkung der Interventionskräfte übernehmen zu wollen.

    Rohani, für den Iran, signalisierte abweichend von der russischen Linie, daß er der Einsetzung einer US-Gouvernementsregierung keinen Widerstand entgegen setzen wolle, –vorausgesetzt, die territoriale Einheit Syriens bleibe gewahrt. Die Differenz zu Moskau liegt schlicht darin, daß der Iran sich nicht anmaßen kann und will, bei der kriegerischen Neuordnung der Levante mitzumischen, während das strategische Ziel Russlands (nicht zwingend das von Putin persönlich) neben der formellen Erlaubnis zum Mitmischen und Mitordnen auch der Raum sein muß, mit der imperialen Herrschaft über die Levante verknüpfte ökonomische Interessen Russlands wahren zu können.

    Ich fürchte, wie seit nahezu zwei Jahren, der gemeinsame Nenner wird bei den gg. Bedingungen maßgeblich von Israel und seinen Verbündeten, bes. der Türkei, geschaffen werden: Die Teilung Syriens. Ausschluß des Iran. Das ist ohne militärische Verwicklung der RF nicht zu verhindern.

    • … denn der Krieg hat – (leider, sage ich dazu, und die Vorgänge hier im Blog reflektieren das in einem entfernten Spiegel) – bislang nicht merklich beitragen können, daß sich diese Zivilgesellschaft aus der despotischen Patronage der ständischen Herrschaft der Armee und Geheimdienste hat lösen und auf irgend welche eigenen Beine stellen können

      Wie sollte das auch während eines Krieges funktionieren? Völlig unrealistisch. Das solltest auch Du wissen

    • Enis

      @Franz
      Leider hat dieser Typ immer noch nicht verstanden, dass wegen diesem Krieg das syrische Volk, die Armee und der Präsident noch stärker zu einer Einheit geworden sind. Er sollte sich von seiner Befangenheit befreien und endlich den Tatsachen ins Auge schauen..

      Er kann in der heutigen Zeit gar nicht so leben, wie er zu leben gedentk bzw. uns zu verkaufen mag.

    • TomGard

      „Wie sollte das auch während eines Krieges funktionieren? Völlig unrealistisch. Das solltest auch Du wissen.“

      Das ist schlicht falsch. In vielen Kriegen des bürgerlichen Zeitalters, mit Ausnahme der nachholenden Eroberungskriege z.B. Deutschlands und Japans, gelang es, republikanische oder gar revolutionäre Entwicklungen anzustoßen oder sie enorm zu beschleunigten. Der republikanische Bürgerkrieg Oliver Cromwells. Napoleonische Kriege. Kriege im und gegen das chinesische Kaiserreich seit ca. 1800. Amerikanischer Bürgerkrieg. Kriege gegen Russland. Korea- und Vietnamkrieg. Es folgten zwar zumeist Restaurationen, aber die blieben gewöhnlich unvollständig.

    • ..Eben

      Zumal die blumige Sprache vom Tom auch von einem Spiegel oder Bildredaktuer kommen könnte. Dämonisierende Begrifflichkeiten despotischen Patronage dient meines Erachtens nur der Propaganda. Ich zitiere mal ein paar Schlagzeilen

      Spur des Giftgases führt zu Assads Berg

      Der Schlächter von Damaskus

      Er mordet während er verhandelt – Assads tödliche Strategie

      iPad-Krieg gegen Assad

      Wie wäre esmal damit, alte Feindbilder abzubauen Tom

    • Wir reden vom Syrienkrieg Tom. Ca 100.000 durchgeknallte Gorillas terrorisieren die Zivilbevölkerung und das Militär. Glaubst Du ernsthaft die Syrer haben Lust auf kleine Parallel-Revolutionen? Sie Syrer wissen wohl mittlerweile, wer den Arsch hinhält und wer der wahre Feind ist.

      Zumal die Menschen von Hause aus keine Revoluzzers sind, solange Brot, Sicherheit und Fortpflanzung gewährleistet sind

    • Anonymous

      Ein für allemal letzte Wortmeldung, ich hab es wirklich gründlich satt mit euch

      Kein Wort von euch zu der Lagebeschreibung, die ich gab – und damit die von Apxwn debattierte!

      Der Satz, an dem ihr euch stattdessen aufhängt, lautet einfach:

      „Ich deklariere dazu, daß Obama mit [der Forderung ‚Assad muß weg‘] mittelbar – direkt liegt ihm daran nicht – auf der Vernichtung der syrischen Zivilgesellschaft besteht“.

      Ich nehme Enis nicht übel, daß er den Satz nicht verstanden hat und dasselbe sagt, wie ich, nur auf patriotische Weise:

      „Leider hat dieser Typ immer noch nicht verstanden, dass wegen diesem Krieg das syrische Volk, die Armee und der Präsident noch stärker zu einer Einheit geworden sind.“

      Aber da er sofort das Mobbing wieder beginnt, indem er sich an Franz wendet, und nicht an mich, ist diese dämliche Anmache indiskutabel und gehörte gelöscht, wenn hier gegen Mobbing zensiert werden soll.

      Und Franz Annmache war schon grenzwertig, weil er, wie Enis, nicht die Aussage kritisiert, gegen die er nichts hat, sondern meine Begründung, wie ich zu ihr komme, die ich notwendig hinschreiben mußte. Denn es könnte ja einer kommen (zum Beispiel euer aller liebster Markus) und meinen: ‚Soll Assad doch einfach zurück treten und ins Exil gehen; dann findet Obamas Blutdurst kein Ziel und er kann sich mit irgend einer anderen Figur vielleicht zufrieden stellen lassen‘.

      Nein, geht nicht, sage ich dazu, und spreche damit EIGENTLICH Franz und Enis aus dem Herzen. Nur die ihnen anstößige „GESINNUNG“ (es ist keine, deswegen dei „“, aber das ist hier egal), die sie meinen Worten entnehmen, DIE machen sie zumm Skandalon.

      Leute, das Boot ist längst gesunken, ihr seid allesamt schon ersoffen, ihr träumt nur noch mit drei Gehirnzellen vor euch hin.

      So fahrt denn zur Hölle. Ich folge euch, aber auf meinem Privatweg – und hoffentlich in ein anderes Department.

      TG

    • @Franz: Sie schätzen Tomcat richtig ein. Übrigens ist der nach 2 Tagen Abstinenz gleich wieder aus seinem Verschlag gekrochen und schafft es mal wieder, das sich alle mit Ihm beschäftigen (incl. meiner Wenigkeit).
      Chapaeu TG!

      Zum Analytiker-Philosophen hier meine letzte Bemerkung – don´t feed the trolls!

      Zum Thema: Angeblich weiß man jetzt, daß die Rep. Garde vom „Assad-Berg“ die Raketen abgefeuert haben muss, weil die Flugbahnen sich so rekonstruieren lassen, die UN hat jetzt Beweise, alles deutet auf das Regime, blabläblub.

      Wo sind eigentlich die Gegenbeweise Russlands? Die Terrorallianz jedenfalls macht medial ordentlich Dampf. Ich habe das bereits apxwn gefragt, es kam aber nix substantielles zu den Beweisen Russlands, eher ausweichende Floskeln.

      Aber für Ihn ist ja auch die Kontrolle von Damaskus zu 2/3 durch die Orks scheinbar kein Problem. Warum eigentlich? Ich werde seitdem ich das so klar gesehen habe bereits nervös und glaube den Jubelmeldungen der SAA nicht mehr wirklich. Wer nicht mal die Haupstadt kontrolliert, was kontrolliert der noch?

    • @Spion Stirlitz
      Leider Gottes berechtigte Fragen, die uns wahrscheinlich nur Syrer beantworten können @Kolegas, was sagen Eure Verwandten und Bekannten?

    • Enis

      @Spion Stirlitz

      2/3 von Damaskus? Sonst noch Albträume?
      Der ursprüngliche Grund warum diese Terroristen aber doch in einige Vororte von Damaskus eindringen und sich halten konnten, war der Riesenfehler der syrischen Regierung die Beobachter der arabischen Schurkenliga ins Land rein zu lassen. Das Militär muste zurückgezogen worden. Die Terroristen hatten dann freie Hand unter der Beobachtung ihrer Sponsoren geklügelte Tunnelsyteme einzurichten und Vorräte aufzubauen. Nachdem diese blinden Beobachter weg waren, musste die Armee wieder von Vorne anfangen. Die Armee, ausgenommen von einigen Eliteeinheiten, war damals in desolatem Zustand. Der Häuserkampf war eine Überforderung. Doch jetzt haben sie sich unterdessen zu richtigen Kampfmaschinen entwickelt.

      Spion, keine Angst, solange die tollwütigen Hunde von Aussen nicht über den Hag können, ist alles unter Kontrolle. Du kannst mich beim Wort nehmen.

    • Enis

      wie man in der Karte sieht versucht die SAA diese Terroristen in Ost-Ghouta zu umzingeln. sie ist auf gutem Weg.

      https://www.facebook.com/photo.php?fbid=566840943365691&set=a.204789942904128.47580.196553207061135&type=1&theater

  • Eine private Notiz noch an Apxwn.

    Jeder kann es oben sehen: Ein Reizwort von mir, und schon greift die Meute nach den Steinen und beginnt, Seile zu knüpfen, Scheiterhaufen zusammenzutragen. Du bist nicht für diese Gesinnung Deiner Leser verantwortlich, aber Du hast sie Dir hier, an diesem Ort herbei gesammelt und heran gezüchtet. Nicht ich. Mein Anteil bestand darin, das „Experiment“ dieser Matrix bis zu der Grenze zu treiben, hinter der nichts mehr geht, sodaß die Konturen der Struktur sich deutlich abzeichnen.

    Das Experiment nenne ich gelungen – obwohl das Resultat mir so wenig genehm ist, wie es – folgt man Deinen Worten – es Dir recht ist.

    • Enis

      @Tom
      wir sind nicht in einer Scheinwelt. Es herrscht Krieg. Im Krieg gibt es nur schwarz oder weiss. Entweder bist du für Syriens Widerstand gegen den Globalterrorismus oder du bist mit den Feinden Syriens. Punkt.

      Wenn der Krieg gewonnen ist, dann kannst du mit deinen Ideen von mir aus auch in Syrien auf Stimmenfang gehen.. Auch wenn dieses Experiment voll in die Hose gehen würde.

      Du gehst mir auf den Keks weil du ständig etwas zu kritisieren suchst. Egal was Assad oder die Regierung tut, es ist immer falsch. Tyrannei, Sklaverei, Herrschaft, Despotismus, Patronage usw. usw.. Dein Klassenkampf, Idealismus oder Traum ist einfach nicht mit Deppen wie mich in dieser Situation zu bereden..

      Ich habe einiges mehr an der verdammten Korruption und Willkür der syrischen Verwaltung auszusetzen. Wir haben es erlebt. Die Zöllner sind geldgesteuert wie Dirnen. Die amtlichen Stellen hatten mit Korruption einen Nebenverdienst. Es gibt noch vieles andere an das alte System auszusetzen. Aber das ist ein Funktionsfehler der Menschheit. Da wird Syrien nach diesem Krieg viel gelernt haben, obwohl der Preis sehr hoch war. Jeder der Assad unterstütz weiss, dass es nicht mehr so weitergehen wird wie früher. Wir haben volles Vertrauen, dass er nach dem Krieg wieder alles aufmistet. Jetzt ist aber die Zeit sich zu entscheiden entweder für Syrien, oder gegen Syrien.

      Die Entscheidung liegt bei dir!

    • Anonymous

      Okay. So wähle ich die Seite Obamas und Putins: Deinesgleichen werde aus Syrien ausgemistet, zusammen mit den Takfiris.

    • Enis

      @Anonym
      Redest du im Namen von Tom? Dann danke für die ehrliche Antwort. Uns aus Syrien zu vertreiben braucht es viel viel Kraft.. Ein zionistisch-amerikanisches Syrien in deinem Sinne wird es niemals nicht geben.

      Putin ist jedenfalls nicht auf deiner Seite.

    • Lurker

      Da jetzt mal alle auf einem Haufen beisammen hocken:

      Ich muß Euch allen eine mittlerweile stark ausgeprägte Dünnhäutigkeit attestieren.

      Eure gegenseitige Keifferei nervt.

      Enis, ich kenne deinen Intellekt nicht und will auch nicht darüber urteilen. In deinem Beitrag vom 13:39 beweist du absolut nix verstanden zu haben. Bitte werte das nicht als persönlichen Affront – sondern als objektive Tatsachenfeststellung.
      Ich rate Dir deinem Eifer/Zorn/Blindheit (streiche das Unpassende) mal Einhalt zu gebieten, durchzuatmen, ½-2h stillzuhalten, Texte nochmals zu lesen, ev. dann anders/richtig zu verstehen und erst hernach zu antworten.
      Sinngemäß dürfen das auch andere beteiligte Kombatanden (ist ja hier schon ein Krieg…) selbiges beherzigen.
      Enis, meine Nachsicht sei dir jedoch versichert, da ich mittlerweile denke einen (kleinen) Eindruck deiner Umstände zu kennen.

      Dem TG sei jetzt nochmals gesagt, daß er seinen Stil dem Puplikum anpassen soll, wenn er nicht mit nassen Fetzen geschlagen und verjagt werden will.
      Das er beiderlei kann hat er schon eindrucksvoll bewiesen.
      Vielleicht versuchst Du in Zukunft nicht so viel Aussage in so wenige Worte zu pressen und auch die Beitragslänge zu begrenzen.
      Die exzessive Verwendung von Fremdwörtern in großer Dichte & Zusammenhang erzeugt Verwirrung & Unverständis bei Lesern welche die genaue Bedeutung der Worte nicht kennen (diese aber glauben zu kennen). Daraus folgen dann falsche Folgerungen.

      ——-

      Ich bezeichne mich nicht als überragend klug, allenfalls geringfügig über dem Durchschnitt (schmeichel, schmeichel…) jedoch empfinde ich TGs Beiträge sofern verständlich (auch sonst) genug formuliert nicht als Propaganda.
      Sondern als 3. Meinung eines Aussenstehenden mit begrenzter persönlicher Anteilnahme an dem Konflikt.
      Er kritisiert das (in der Notsituation durchaus verständliche) zurückfallen des Staataapparates und seiner ausführdenden Organe in bereits vergangene Verhaltensweisen in ungebührlichem Ausmaß.
      Was kurzfristig Erfolg bringt, kann mittel- bis langfristig zum Boomerrang werden. Die „rege“ Teilnahme der syrischen Bevölkerung (auch die Verräter/Deserteure sind ein Teil der Bevölkerung) zu Beginn des Konfliktes kommt ja nicht von ungefähr.
      Dazu kommt noch die erhebliche Einflußnahme von extern.
      In dem Sinne verstehe ich TGs Beiträge warnend vor einer zukünftigern Neuauflage des Konfliktes sofern man den gerade herrschenden überlebte (da ich auch noch nichts in trockenen Tüchern).

    • Enis

      @Lurker

      Kann sehr gut mit konstruktiver Kritik umgehen. Danke für die Kritik. Eifer und Blindheit ist es allemal nicht. Zorn ist das zutreffendste Wort!

      Nur wie wollen wir Intelligenz messen? Wann ist man intelligent? Abschluss? Einkommen? Ruhm? Lebenserfahrung?

      Ich behaupte ein gutes wirtschaftliches Fachwissen zu besitzen und habe anständige finanzielle Verhältnisse. So bin ich intelligent? Nein, sicher noch nicht! Ich habe in meinem leben keine 2 Bücher(nichtwirtschaftliche) gelesen. War höchstens 2-3 im Kino, 1-2 im Theater. Bin ich dadurch dumm? Nein, sicher nicht! Habe x-Länder und Kulturen und Menschen schon kennen gelernt. Reicht das? Gut für den Rucksack, aber sicherlich noch nicht!

      Was ist der Massstab? Fähigkeit selbständig Zusammenhänge zu erkennen, zu hinterfragen und Schlüsse zu ziehen? Dann behaupte ich intelligenter zu sein als einige studierte Esel, aber trotzdem dümmer als Hirten!

      Zurück zum Thema Syrien. Meine Umstände sind ganz einfach, ich liebe dieses Land, bin stolz auf dessen Geschichte und multikulturellen Gesellschaft. Ich bin muslim, gottesfürchtig aber streng säkular! Die Religion gehört ins Privatleben verdonnert. In der Politik strengstens verboten. Ich bezeichne mich als strengen Widersacher des politischen und militärischen Islamismus! Ich kenne mich in diesen Kreisen gut aus, daher kommt meine unnachgiebige Haltung gegen diese Pest. Emotional getrieben will ich die totale Vernichtung dieser Pest schlimmstenfall mit einer Zwangskastrierung aller islamistischen Fundementalterroristen!

      Nach dem Sieg will ich nichts mehr mit Politik zu tun haben, sondern nur den Wiederaufbau unterstützen wie es mir reicht.

      Reicht das?

    • Ich denke auch, man sollte Intelligenz nicht mit Intellekt verwechseln. Bis auf Schmitt habe zumindestens noch keinen dummen Menschen hier erlebt.

      Und wer den Text nicht immer versteht(ich gehöre auch dazu) muss nicht zwingend weniger intelligent sein als der Autor. Im Umkehrschluss, wer die Texte immer versteht, ist nicht zwingend intelligent.

      Zu guter Letzt. Egal ob bewusst provozieren oder pauschal verurteilen. Manche Ausdrücke/Beschimpfungen sind einfach nicht hinnehmbar. Mir als Atheist ist es schnuppe beschimpft zu werden. Aber ich denke hier gibt es Menschen die ungerne als Xotze oder Xure bezeichnet werden wollen.

    • Lurker
      „Dem TG sei jetzt nochmals gesagt, daß er seinen Stil dem Puplikum anpassen soll“

      Es geht primär nicht um Stilfragen sondern um polit. Inhalte u. entschiedene Haltungen zum Thema >> Syrien. In zweiter Linie (bei Manchen, die sich mit den theoret. Ergüssen wenig befasst haben), mag es auch um Stil gehen. Den Stil des Beleidigen, Beschimpfen, Denunzieren, noch dazu mit der Pose des Oberlehrer, hat hier der Herr Gard eingeführt.
      In meinem Fall sah das konkret s o aus (Link führt zu einem bestimmten anderen, ausserdem zu weiteren Links):
      #CJ31. August 2013 02:43

      Die polit. Inhalte Gards u. seine Haltung weisen im Endeffekt das Moment der imperialen Propaganda auf, ihr Credo lautet jedesmalig nur >> das Schlächterregime muss weg! –
      und Gard ist offenbar derselben Meinung. Das ist rd. ein Dutzend Mal – allein von mir – belegt worden, Links s.o. sowie
      #CJ31. August 2013 02:46

      Warum Gards laufende Ergüsse Schläge ins Gesicht bekennender Antimperialisten sind (nicht nur das einzelner Schreiber im Blog, sondern ins Gesicht einer weltweiten Bewegung), das ist hier klargestellt worden:

      http://apxwn.blogspot.de/2013/09/gratwanderung-zwischen-groen-und.html?showComment=1378655690984#c8729447099141077310

      http://apxwn.blogspot.de/2013/09/gratwanderung-zwischen-groen-und.html?showComment=1378730316951#c1869108890469996547

      Gard betrieb auch in diesem Strang erneut imperiale PR, was von mehreren Nutzern (es ging da erstmal nicht um Stil!) gleich erkannt u. angegangen wurde:
      ——————————————-
      TomGard sagt
      „… daß sich kaum jemand Illusionen darüber machen wird, daß die unverhandelbare Bedingung Obamas weiterhin lautet, „Assad muß weg“, ein Kriegsende ohne unzweideutigen Sieg der USA und des Kriegsherrn der Welt steht nicht zur Debatte.

      Ich deklariere dazu, daß Obama … auf der Vernichtung der syrischen Zivilgesellschaft besteht, denn der Krieg hat – (leider, sage ich dazu, und die Vorgänge hier im Blog reflektieren das in einem entfernten Spiegel) –
      bislang nicht merklich beitragen können, daß sich diese Zivilgesellschaft aus der despotischen Patronage der ständischen Herrschaft der Armee und Geheimdienste hat lösen und auf irgend welche eigenen Beine stellen können.“

      ——————————————–

      Das – zurückhaltend ausgedeutet – ist
      a) ein gewisses Verständnis für den Globalistenschergen O’ma, wenn der weiterhin sagt >> „Assad muss weg“.
      Denn, so die wandelnde Krokodilsträne Gard, der syrische Staat hat ja „leider“ bisher nichts für seine zivilgesellschaftliche Transformation getan u. muss sich letztlich das US-Vorgehen selbst zuschreiben. In Damaskus hätten die eben mehr tun müssen…
      b) erneut eine klare Anklage gegen den syrischen Staat u. die legitime Regierung; imperiale Offizialmedien benutzen für dieselben Grundaussagen nur andere Worte: Assad-Regime, Diktatur, Alawiten-Familienclan an der Macht, Terror u. Krieg gegen das eigene Volk.

      S o geht Hetze im pseudo-marxistischen Gewand, die tatsächlich nur imperiale PR vollstreckt.

      „Vielleicht versuchst Du in Zukunft nicht so viel Aussage in so wenige Worte zu pressen und auch die Beitragslänge …
      Die exzessive Verwendung von Fremdwörtern … erzeugt Verwirrung & Unverständis bei Lesern welche die genaue Bedeutung der Worte nicht kennen“

      Gard wieder locken u. zugleich die anderen Leser für doof zu erklären, so als sei alles nur ein Ausdrucks- u. Verständnisproblem gewesen.
      Das hat schon was u. zwar – ein Geschmäckle.

    • Lurker

      Mein lieber Comrade, ich denke du hast nur die Hälfte verstanden!
      TG kritisiert das „Schlächter“ im „Regime“.
      Ohne das Schlächter wäre er dem Regime durchaus wohlgesonnen würde ich mal vermuten.
      Sein Bekenntnis zum Imperialismus verdankt er wohl der Erkenntnis, daß das in seinen Augen nicht wandlungsfähige (sofern das stimmte) Regime sowieso füher oder später dem Untergang geweiht sei. Insofern meine ich er denke er setze auf das zukunftsträchtigere Pferd.
      Ev. garniert mit der Projektion des besseren Lebens das wir unter dem Kommando der Imperialisten hier führen.
      Jedoch denke ich er irrt hier.
      Mitnichten wird der Imperialismus die armen Seelen im geknechteten nahen Osten (oder sonst wo) den unsrigen Lebenstil gönnen.
      Selber reich bleiben und noch reicher werden, auf Kosten der anderen ist die Devise die seit langer Zeit gilt.

      Anstatt zu glauben irgendwer würde auch für doof halten wäre mir die Einsicht lieber, daß doch nicht alles so gut sei wie euer geschundenes Herz ob der misslichen Lage euch einzubilden vermag.

      Insofern gehabt euch wohl, seht zu das ihr die Regierung kriegt die Ihr verdient und haut jenen die euch in die Suppe spucken gewaltig vor den Latz.

    • Anonymous

      Wissen ist nicht alles. Hier scheinen einige die Weisheit für sich gepachtet zu haben, im Grunde steckt aber nichts dahinter und es ist meist plumpe Propaganda um ein gewünschtes Bild zu vermitteln und Partnern wie Russland und Iran bei der Stange zu halten oder einfach nur die Syrer vom wesentlichen abzulenken. Da scheint schon etwas mehr Intellekt oder System dahinter zu sein wenn man diesen Blog mit liest.
      Franz ich denke dafür das ich mich erst seit ein paar Jahren mit Politik befasse, bin ich gar nicht so dumm, ansonsten hast du ja weder Ahnung über meine Intelligenz noch Intellekt.
      Da du Atheist bist, muss ich dir auch Dummheit unterstellen, denn von nichts kommt bekanntlich auch nichts.
      Schön das du aufmerksam machst, das manche Ausdrücke und Beschimpfungen nicht hinnehmbar sind, gerade wenn sie an Assadbücklinge gerichtet sind…:)
      Passt schon, aber nicht gleich wieder provozieren bitte. Es ist immer einfacher seinen Gegner als dumm hinzustellen als sich mit echten Argumenten und Kritik auseinander zu setzen, so funktioniert aber das System Diktatur da dieses sonnst in sich zusammenfällt.

      Enis, ich denke das Putin nicht auf deiner Seite ist. Russland scheint in der Syrienfrage auch etwas Doppelmoral zu haben. Wenn Russland voll auf der Seite Assads ist, dann werden noch ganz andere Deals im Hintergrund gelaufen sein und es eben keine menschliche Frage, sondern eine Machtpolitische sein, weshalb man an Assad fest hält. Russland wäre ohnehin mit dem Westen besser bedient als sich mit Diktatoren Assads Kalibers einzulassen, da so Russland den Weltfrieden stört.
      Der Iran hat ohnehin wahrscheinlich handfeste Interessen in Syrien und kann sich wahrscheinlich von den Verbrecherbanden Assads nicht trennen, da man sich womöglich in Syrien an den Kampf in Irak erinnert fühlt wo man sich aber mit Terroristischer Gewalt gegen den Westen wehren musste. Da waren die Al-Kaida ja noch Verbündete auch die von Assads, da sie ja schließlich den geostrategischen Interessen Syriens, Irans und vielleicht auch Russlands dienten wenn sie terroristische Gewalt gegen den freiheitlichen Westen ausübten. Jetzt können sogar blutrünstige Diktatoren die Giftgas einsetzen, die Terroristenkarte spielen und sich dann Verbündete erfreuen, da in so einen Lügenkonstrukt nur noch die Lüge bestand hat.
      Naja, mich widert diese Politik an, wenn man Diktatoren nicht klar macht wann es genug ist und das ein Rücktritt wohl das beste für alle ist, also ein glaubwürdiger Übergang zur Demokratie, bei der sich Assad am Ende seiner Politischen Verantwortung stellt und zurücktritt. Unter den Hunderttausend Toten sind viele unschuldige Leidtragende, denen ihr Leben auch durch diese unachtsame Politik Russlands und des Irans und anderer verletzt wurde. Der Westen hätte auch durch das unterlassen von Waffenlieferungen das ganze verzögern aber womöglich nicht verhindern können.
      Wenn man Leute wie euch nach einer Lösung fragt, kommt sicher nichts gutes dabei heraus und es spiegelt den Krieg wieder, der an sich immer etwas dummes und das Unmenschlichste ist. Als ich hier mit Kompromissen und Lösungsansätzen gekommen bin, wie man den Konflikt regeln könnte, wurde ich auch meist nur Ignoriert, da ich mich als Assadkritiker gezeigt habe oder weil dies generell als Sinnlos gesehen wird. Das zeigt aber auch, das dieser Blog hier aus Täuschern und Lügnern besteht, mal abgesehen von meinen paar ausfällen.

    • Anonymous

      Zusammenfassend muss ich ehrlich sagen kaum durchblicken zu können bei dieser Stalin-, Leninistischen oder wie auch immer Propaganda. Das Tom sich hier auch des Verständnisses erfreuen kann zeigt meines erachtens nur das er womöglich hier mit schwachen Argumenten und Desinformation mal etwas gegen das Regime Argumentieren soll, aber im Grunde nur hier die nötige berechenbare Gegenstimme Schau spielt, was den meisten hier die sich ja „nicht kennen“ sollen anscheinend ganz klar ist. Manchmal wird Assad wieder angehimmelt so das man dann wirklich als Mitleser der die Zeit hat dieses Schauspiel zu beobachten sich fragt was das alles soll. Mir ist ein ehrlicher Westen, was man ihn auch vorwirft da lieber als diese Welt voller Lügen. Da Tom meist gar nichts zu meiner Kritik sagte, denke ich liege ich richtig und die Blogleser bemühen sich darum um ihn als Obamaanhänger darzustellen.
      Indem man die Leser so dumm hält behalten die Lügner dann auch die diktatorische Kontrolle und bekommen ihre Deutungshoheit die bisher Hunderttausende Tode nach sich zog.
      Für mich ist das ein Fall für Kontrollsucht, wäre echt mal interessant die Hintergründe zu checken.
      Vielleicht ist das auch nur eine Fantasie meinerseits da ich keine andere Logik erkenne und es gibt tatsächlich hier Menschen die diese Weltbilder haben, getrennt voneinander, dem Standartleser, der sich Zwischendruch einen Artikel mit den zugehörigen Kommentaren mal gönnt wird das eh nicht auffallen um so ein Abgekartetes auf einer hohen Diskussionsebene stattfindente spiel zu durchschauen und dabei nicht als Verschwörungstheoretiker wie man dies hier nennen mag durch zu gehen. Ich denke das dies auch unsere Meinungsfreiheit ein stück weit kaputt macht die eben diesem militärischen Lobbyismus nicht gewachsen zu sein scheint.
      Russland und Iran sollten sich einen Ruck für den Weltfrieden geben und mit dem Westen mal friedlich und ehrlich zusammenarbeiten um diese Kriese zu beenden.
      Für meine Aussagen nehme ich natürlich keine Gewähr da ich schlicht wenig Hintergrundwissen besitze und dies eher als Inspiration und Gedankenansatz von einer anderen Sichtweise dienen soll.

      Markus

    • Anonymous

      Ich weis nicht was das Regime alles Verbrochen hat, aber wenn es nach mit geht sollte es vor ein internationales Gericht gestellt werden. Gerade wenn eine friedliche Lösung weiterhin unterbunden wird.
      Es heißt ja meist, das es an der Opposition liegt das keine Verhandlungen stattfinden. Warum ist das so? Wollen die wirklich nicht, oder ist das vom Regime so gewollt? Es ist schon fraglich wer da im Hintergrund Verhandlungen verhindert, ich für meinen Teil würde es dem Regime zutrauen, aber auch die Islamistischen Anführer der Opposition könnten Verhandlungen Torpretieren.
      Vielleicht kann man ja zur Diskussion mal da ansetzen, warum es zu keinen Verhandlungen bisher gekommen ist?
      In Istambul finden ja oft die Treffen der Opposition statt, wie ist die Haltung der Türkei, Katars und Saudi Arabiens zu Verhandlungen? Seid ihr da vielleicht auch informiert wie da die Hintergründe sind und wie es mit der Ersthaftigkeit Assads aussieht Verhandungen und Kompromisse einzugehen?
      Für mich ist das auch das einzige, das Assad von seiner Schuld teilweise freisprechen würde, wenn er sich um echte Verhandlungen bemüht, die zu Beispiel ein säkulares Demorkratisches Syrien, bei dem die Verbrechen auf beiden Seiten friedlich aufgearbeitet werden zum Ziel hat.
      M.

    • Anonymous

      Es ist schon fraglich wer da im Hintergrund Verhandlungen verhindert, ich für meinen Teil würde es dem Regime zutrauen, aber auch die Islamistischen Anführer der Opposition könnten Verhandlungen Torpretieren.

      Hallo

      Es muss Trompretieren heissen.

      Davon abgesehen, eine brilliante Analyse! Ich glaube Sie haben die Machenschaften in diesem Blog sehr gut beleuchtet und durchschaut!

      Auch sehr spannend in Bezug auf Ihre 2. Analyse
      http://apxwn.blogspot.de/2012/12/syrisches-tagebuch-ruckblick-auf-7.html#.UjwxPz_8r1U

    • Nachtrag
      GEGEN DIE WIDERWÄRTIGE HETZE GEGEN SYRIEN UNTER DEM DECKMANTEL DER „ANALYSE“, DER MEINUNGSVIELFALT UND EINER SOG. MARXISTISCHEN PHILOSOPHIE VOM STAAT (die hier schwerpunktmässig sowieso nichts verloren hat)

      Jeder gegen die MSN kritische Zeitbeobachter, die Parteienanhänger aller Couleur mit einem Rest persönlicher Integrität, Nationalisten, anständige Christen in Kenntnis des Leidens der syrischen Christen und wahre Kommunisten erkennen die Aggression der westlich-imperialen Eliten gegen Syrien u. seine Bevölkerung, die einen „regime change“ erzwingen soll, ohne den Willen dieser Bevölkerung je erfragt zu haben.
      Sie verurteilen die offenen Kriegsdrohungen der US-Administration u.a. Nato-Regierungen und sehen darin das Muster der Kriege gegen Jugoslawien, Irak u. Libyen wieder.
      Sie haben Verständnis für den Abwehrkampf der Regierung Assad gegen Terroristen aus mehr als 80 Ländern u. ihre westlichen Geheimdienstinstrukteure vor Ort, manche von ihnen getarnt als „Journalisten“.
      Und sie drücken der SAA, der NDF u. den vielerorts entstehenden Volkskomitees alle Daumen, dass sie so viel syrisches Leben u. Eigentum wie möglich schützen können, solange wie das nötig ist.

      Ein schönes Beispiel für diese grundsätzlich solidarische Haltung gegenüber dem angegriffenen Syrien, jenseits von ideologischen Schattenkämpfen, Bedenkenträgerei und opportunistischen Ausreden, sind die Artikel von Kommunisten-Online (Günter Ackermann):

      Welche Ziele verfolgen die USA in Syrien?
      Von LJUBOW PRIBYTKOWA

      [mit kritischem Blick auf die fragwürdige Haltung der russischen KP sowie mit einem interessanten Abriss der jüngeren ökonomischen Entwicklung Syriens]

      Obama in Würgegriff der jüdischen Lobbyisten
      Von Evelyn Hecht-Galinski

      [der Artikel wendet sich gegen die vielerorts anzutreffende Vorstellung, der Globalistenlaufbursche O’ma sei eine Art good guy, der es nur schwer habe sich gegen die bad guys Kerry, Mc Cain u.a. durchzusetzen]

      Bei Bedarf: Klick!

  • Enis

    Robert Fisk berichtet aktuell interessante Informationen aus Damaskus und zum Vorfall vom 21. August in Damaskus..

    http://www.independent.co.uk/voices/comment/robert-fisk-in-damascus-assads-troops-may-be-winning-this-war-in-syrias-capital–untouched-by-obamas-threats-8825005.html

    • TomGard

      „Nach dem Sieg will ich nichts mehr mit Politik zu tun haben, sondern nur den Wiederaufbau unterstützen“

      Das ist der Punkt, der mich – aus meinen Begriffen heraus – mit Dir eint; wenn wir einmal von dem Detail absehen, daß ich mir einen Neu-, nicht Wiederaufbau wünschen würde. Etwas das in Nordsyrien – Westkurdistan – übrigens so gut es geht mitten im Krieg in vollem Gange ist, wenn ich den Mitteilungen glaube, die ich von dort erhalte.

      Und die Schlußwendung Robert Fisks,

      And here is one final thought. Not long ago, rebels in Damascus murdered a woman in Harasta. One of her sons is now serving in the Syrian army. He has never touched or fired gas in his life. But as a member of his family said to me, “if he was ordered to, he would not have the slightest hesitation. He would love to revenge himself on those who killed his beloved mother.”

      „made my day“, wie man so sagt, obwohl sie vom Standpunkt eines schon halbwegs außer der Welt stehenden Papstes kommt, von jemandem, der sich das hochgradig elitäre „Problem“ vorlegt, wo die Grenzen des Befehlens zu finden sind.

      Nur so als Abschiedsgruß

  • Georg

    An Tom, auch ein für alle mal:

    „Ich deklariere dazu, daß Obama mit [der Forderung ‚Assad muß weg‘] mittelbar – direkt liegt ihm daran nicht – auf der Vernichtung der syrischen Zivilgesellschaft besteht“.

    Du bringst den Beweis der in deine Richtung flankierten Kritik gleich eigenhändig.
    Kaumi (oder war es Baske) hat bereits vor Monaten, mit WENIGEN ZEILEN, OHNE PROSA, OHNE BELEHRUNG und völlig SACHLICH ein Originalzitat eines hohen israelischen Militärs gebracht (ich galube aus einem FR-Interview), in dem besagter Israeli sagt: „Assad kann, darf und wird diese Krise nicht überleben“.
    DU machst jetzt eine mordsmäßig neue, dramatische Analyse daraus, die nur TOM so zustande bringt, weil er so unheilmlich scharfsinnig, belesen und lingual (digital) talentiert ist.

    Genau das ist das, was uns so an deinen Ergüßen stört. Mit fremden Federn schmücken, interlektuelles Alleinstellungsmerkmal und doof-dreiste Anrede. Du machst es dir selbst schwer, als akzepztiertes Mitglied hier zu gelten.

    So take it or leave it!

  • Gerade habe ich das Fox-Interview mit Assad angeschaut und muss sagen, ich wünschte wir hätten in unserer politischen Elite – ich spreche von Deutschland – mehr Leute von diesem Format. Hut ab, gut gemacht Herr Assad!

    Was z.B. die Tagesschau daraus macht ist einmal mehr ein Beispiel von parteiischer Kriegsberichterstattung. So viele sollten im Westen vor Scham im Boden versinken!

    Am Sonntag ist Wahl und ich werde mit Sicherheit eine Partei wählen, die nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten gegen die westl. Kriegstreiberei ist und war. Dem wird Priorität eingeräumt, auch wenn mich die Wirtschaftspolitik nicht so ganz überzeugt.

  • Hier ist ein umfangreicher Videobericht des Überfalls auf Maaloula von den Terroristen, der wirklich einiges an Einblicken gibt: wie sie sich vorbereiten, wie sie vorgehen und wann, wie motiviert sie sind usw.: http://www.youtube.com/watch?&v=Gc052d_CpkI.
    Erschütternd. Demnächst in Ihrem Kino. :/

    • …was mich wütend macht ist diese Art einen Checkpoint zu sichern. Syrische Truppen sollten langsam wissen wer der Feind ist und wie dieser vorgeht.

    • Kann jemand zumindest die letzten Minuten des Videos – den Diskurs der alten Frau – übersetzen und hier posten? Bitte.

    • Enis

      @Walter
      leider wurde dieses Video gelöscht. Passt nicht ins Propagandabild der hochdemokratischen Revolutionäre in Syrien! Soviel ich mich erinnern kann, wünscht die alte Frau diesen Unmenschen ganz nüchtern einfach Frieden!

      Ein anderer Hinweis den ich unbedingt loswerden will. Vermehrt verfolgt man in den Propagandamedien neue Berichte über anscheinende Gefechte zwischen El-Kaida Ratten und der gefakten FSA-Terroristen. Seid alle wachsam, es ist sehr interessant, dass kurz nach diesen Berichten Frankreich die Waffenlieferungen an diese Blutsaugerterroristen aufnehmen will. In den Kommentatoren wird die schlafende Gesellschaft darauf vorbereitet, indem man behauptet die weltlichen FSA-Terroristen (solchen Kommentatoren sollte man wirklich Scharia-Konform die Hand abhacken) hätte man bis anhin sehr vernachlässigt und müssten stark unterstütz werden. Dieser Bandenkrieg ist eine Farce ohne Ende! Es gibt keine milden und extremen Terroristen. Falls der Westen die Halunken der FSA-Terroristen wirklich so blauäugig als Kämpfer für die westlichen Werte betrachtet, dann was für eine armseelige westliche Halunkengesellschaft.

      Zwischen den Al-Kaida Ratten und den anderen Terrorbanden gibt es einen einzigen Unterschied! Nämlich der unterschiedliche Sponsor! Sonst ist es der gleiche stinkende Achselschweis und der gleiche chemische Mundgeruch.

  • @Tom Gard
    Moralische Bewertungen Deiner Auftritte bestimmten Personen gegenüber erspar ich mir und Dir. Das tat ich ohnehin bereits. Abgesehen davon wurdest Du jetzt auch ausreichend verbissen, zumindest für mein Empfinden. Auch ich hab Dich schon zum Teufel gewünscht, Dich auf Deinen Blog verweisen wollen oder sogar Deine „Enttarnung“ angemerkt.
    Aber nichtsdestotrotz sind Deine Analysen (z.B. die hier von heute, 12.08 Uhr) von derartiger Klasse, Wichtigkeit und Vielschichtigkeit, dass sie (für mich) ein unverrückbarer Bestandteil der Informations- und Meinungsbildung sind! Ich erlaube mir daher die allgemeine Empfehlung auszusprechen, keine Verbrüderungen für oder gegen einzelne Personen zu forcieren. TG ist fürwahr kein angenehmer Diskussionsteilnehmer, jedoch ist er wie kein anderer im Stande, unseren Diskussionshorizont weit über das emotionale Ausmaß hinaus zu erweitern. Auch wenn der Bogen einigen (mich nicht ausgenommen) mancherorten überspannt erscheinen mag, zuweilen furchtbar schwer zu fassen ist und sogar zu – ob seiner Sprachwahl – Missverständnissen führt, möchte ich keineswegs darauf verzichten!! Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich möglicherweise wieder einmal auf den Schlips getreten fühlen könnte. Doch darum geht es nicht. Persönliche Eitelkeiten sind zwar (für jeden von uns) nicht einfach auszuschließen, im Vordergrund sollen sie nicht sein. Lieber nehme ich diesen Ärger in Kauf als die Möglichkeit, auf einem Auge nichts mehr zu sehen. Für seine starken Vorbehalte gegenüber „Restaurationsbestrebungen“, Nationalstaatlichkeiten udgl. mehr hat er seine Gründe, und erklärt sie auch. Niemand muss seine Meinung und Ansicht teilen. Selbiges gilt natürlich auch sinngemäß im Umkehrschluss für TG.

    • Diese „Meta-Diskussionen“ wollten wir doch sein lassen, oder nicht?
      Warum immer Öl ins Feuer gießen? Es nervt.
      Syrien ist hier im Moment das Thema, nicht irgendwelche Befindlichkeiten, irgendwelcher Kommentatoren.

    • @jowi
      Natürlich gilt das zentrale Interesse aktuell Syrien. Und wie viele Teilnehmer d. Blogs bange auch ich um den Fortbestand dieser „Nation“. Es ist aber sehr gut möglich (bis wahrscheinlich), dass dessen Zukunft wesentlich davon abhängt, wie die äußeren Interessenten ihre Ziele aufeinander „abstimmen“. Dies geschieht weit ab der Kampfplätze und fern jeglicher Öffentlichkeit. Willst Du sie berücksichtigen, braucht es sehr viel Vorstellungskraft und fundiertem Hintergrundwissen. Unser „Widerpart“ TG verfügt darüber. Vergiss nicht: Keine seiner Analysen bestimmt die Entwicklung in oder um Syrien. Blenden wir sie durch Mobbing der Person TG aus, gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weniger Disput unter den Diskutanten, jedoch zu Lasten eingeschränkter Sichtweisen wichtigster Wechselbeziehungen der eigentlichen Akteure.
      Deshalb bleib ich dabei, TG ist oft ein Störenfried, furchtbar aufdringlich im Widerspruch und öfters beleidigend. Seine Analysen übertreffen diese unangenehmen Erscheinungen per Saldo zu jedem Zeitpunkt.
      Im Ausgang des Kampfes um Syrien kann kein einziger Teilnehmer auch nur eine Haarbreite „Schicksal“ verändern. Im Kampf um die Hintergründe dieses und anderer Kampfplätze jedoch können wir gemeinsam Raum, Sicht und Verständnis erlangen. Wollen wir das, sollten wir uns auch – vorurteilsfrei und ergebnisoffen – gemeinsam darauf einlassen.
      LG Walter

    • Anonymous

      Danke, ich finde das genau auf den Punkt gebracht. Zumal er dazu auch schon mehrmals bewiesen hat, dass seine Kommentare sowohl verständlich als auch anderen Kommentatoren gegenüber neutral sein können. Seinen Standpunkt finde ich als Ergänzung hier sogar unverzichtbar. mba

  • Jörg

    Wenn die Verahndlungen Kerry-Lawrow nicht sowieso ein abgekartetes Spiel war, dann ist überhaupt nicht „offensichtlich, dass die USA in dieser Krise den Kürzeren gezogen haben“ – wie es oben im Artikel heißt.
    Siehe: http://julius-hensel.com/2013/09/rosstaeuscher-kerry-zieht-lawrow-ueber-den-tisch/#comments

    Statt daß Syrien vor den ständig eindringenden Söldnerarmeen (von Putins Ria Novosti in „bewaffnete Opposition“ umgelogen!) geschützt wird – und wenigstens Waffen für die Abwehr bekommt, muß Syrien jetzt sogar Waffen abgeben!

    Obama war dabei, die Abstimmung im Kongreß für eine Bombardierung Syriens zu verlieren.
    Siehe: “SUPPORT FOR PRESIDENT OBAMA’S CALL FOR MILITARY AIRSTRIKES IN SYRIA IS SLIDING ON CAPITOL HILL” –
    http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/09/09/obama-congress-syria-vote-in-doubt/2788597/

    Siehe auch: “EX-WHITE HOUSE LIAISONS: SYRIA WIN WAS UNLIKELY FOR OBAMA” – http://www.newsmax.com/John-Gizzi/obama-congress-syria-aides/2013/09/16/id/525847

    Hier eine Darstellung (zum Stand vom 10.09.13) der Mehrheitsverhältnisse im Kongreß (was die Abstimmung zum ): http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/09/08/tallying-congressional-support-syria-strike/2782991/

    D. h. der Kongreß hätte sehr wahrscheinlich gegen eine Bombardement gestimmt. Offenbar wurde deshalb (von Israel) die russische Politik eingeschaltet. Denn jetzt ist eine US-französische Bombardierung wieder möglich mit der einfachen Lüge, die syrische Regierung habe den Zeitplan für die Auflistung nicht eingehalten. Oder den Zeitplan für die anschließende Übergabe der Chemiewaffen nicht eingehalten. Oder “Assad” habe doch noch Chemiewaffen zurückbehalten – diese hätte die US-Aufklärung nun entdeckt.

    Putin/Lawrow hätten ohne weiteres die Abstimmung im Kongreß abwarten können. Und wenn die Abstimmung doch zugunsten einer Bombardierung ausgegangen wäre, hätten sie immer noch mit Obama in Verhandlungen treten können und immer noch genau das vereinbaren können, was jetzt abgemacht wurde.

    • Realpolitiker, wie auch hier im Blog, schreiben dazu ja das es dazu „keine Alternative“ gab um ein Angriffskrieg der USA gegen Syrien zu verhindern. Ich sage: Die Alternative ist immer den Angreifer bloß zu stelle, ihm klar zu machen das wenn er dies macht es keinerlei politische wie andere Zusammenarbeit mehr geben wird. Das Land praktisch geächtet ist.

      Wir haben nun ein weiteres Mal ein Land erpresst, es mit einem Angriffskrieg bedroht (was schon alleine ein Verbrechen ist) welches sich nun selbst, ohne Schuld und ohne Grund, seiner Souveränität beraubt. Die Menschen in den USA müssen ja auch so sich selbst ergeben.

      Diese Vorgehensweise und die kommende UN Resolution werden viele Möglichkeiten eröffnen den Angriffs und Zerstörungskrieg gegen Syrien auf legale und besonders mit vollem Rückhalt bei vielen welche Anfang September dagegen waren zu starten. Syrien selbst wurde verkauft.
      Es bekommt im Gegenzug nichts außer Zeit. Doch mit dieser kann es sich nicht vor dem Schützen was kommt.

      Zu dem Beitrag hier („Ausweg“) hatte ich dies mit München 1938 verglichen. Es ist in ähnlicher Weise genau das selbe. „Verbündete“ (Russland) pressen Tschechien (Syrien) zur Abgabe seiner Festungslinie (Chemischen Waffen).
      Am Ende kam doch die Unterjochung. In diesem Fall wird die blanke und restlose Zerstörung Syriens ala Irak, Libyen usw. stehen.

      Wer Assad genau zuhört kann hören wie deutlich er Russland „vertraut“. Er sagt ganz klar das Russland der Spieler ist dem Syrien vertraut das alles so klappt wie verhandelt.
      Lässt Russland es diesmal zu das ein Libyen 2 oder Irak 2 folgt gibt es sich selbst auf.

      An Putins Stelle würde ich Lawrow durch einen anderen Ersetzen. Einen der deutlich macht das Aufgabe von Souveränität durch Erpressung nicht mehr in Frage kommt.

    • Jörg

      @Triangolum, 20. September 2013 02:15
      Ich kann Dir nur völlig zustimmen!
      Neben den Gedanken, die Du aufführst, beschäftigt mich folgendes: Ein Rußland, daß Libyen gegenüber wohlwollend gewesen wäre, hätte bereits während des 2. Irak-Krieges oder nach Beginn des Nato-Überfalls auf Afghanistan die libysche Regierung (Ria Novosti: „Gaddafi“) auf eine Ertüchtigung der Abwehr (mehr und neue Waffen – aber auch Umstellung des Militärs vom Schlachtenkrieg auf Häuserkampf) angesprochen.
      Ein Rußland, daß Syrien gegenüber wohlwollend gewesen wäre, hätte bereits während des Libyen-Kriegs der Nato die syrische Regierung auf eine Ertüchtigung der Abwehr (mehr und neue Waffen – aber auch Umstellung des Militärs vom Schlachtenkrieg auf Häuserkampf) angesprochen.

      Ein Rußland, daß dem Iran gegenüber wohlwollend wäre, würde bereits während dieses Angriffskrieges gegen Syrien die iranische Regierung zur Ertüchtigung der Abwehr jede Mengen Waffen liefern und insbesondere auch dem durch das Wirtschaftsembargo der Nato-Staaten wirtschaftlich geschwächte Land wieder auf die Beine helfen.
      Warum werden nicht am russischen Strand am Kaspischen Meer und am iranischen Südstrand längst zwei Verladehäfen gebaut?

      Rußland könnte jetzt z. B. eine erheblich Waffenlieferung an den Iran leisten (das müßte über das Binnen(!)meer Kaspisches Meer problemlos machbar sein). Natürlich würde sich ein dröhnendes Geheul in den Nato-Medien erheben! Aber daran ist man in Rußland doch schon gewöhnt.
      Außerdem könnte Moskau dann kühl auf das Schicksal Afghanistans, des Iraks, Libyens, Somalias, Mauretaniens, des Jemen verweisen. Und es hätte auch die Möglichkeit, eine massive Aufrüstung des Iran zum Verhandlungsobjekt im Krieg gegen Syrien zu machen.

      Aber solange das Putin unterstehende Ria Novosti, die nach Syrien eindringenden Heere als „bewaffneter Opposition“ bezeichnet, ist mir klar, daß Putin-Medwedew-Lawrow den angegriffenen Ländern keineswegs wohlwollend gegenüberstehen. Ich vermute eine Geheimvereinbarung mit Israel (und ggf. sogar mit dem US-Regime).

      Sogar Gorbatschow hätte sich längst dem Domino-Spiel der Nato im Mittleren Osten entgegengestellt. Aber Putin ist letztlich doch ein echter Jelzin-Mann.

    • Anonymous

      Apropos Gorbatschow: da dieser vom Westen so heißgeliebte Mann nun entgegen anderslautender Meldungen noch lebt: gibt es von ihm Einschätzungen zu Syrien? mba

    • Jörg

      @Anonym 20. September 2013 09:43
      Man findeet was zu Gorbatschow und Syrien … aber eher nur blangloses:
      http://www.thelocal.ch/20130902/gorbachev-warns-of-syrian-intervention-risks
      oder
      http://www.thelocal.ch/20130904/gorbachev-urges-us-russia-deal-over-syria

    • @Tringolum

      ich habe gefühlt 20 x auf Ihre Kritik reagiert, daß man hätte etwas anderes tun sollen, statt den Angrif abzuwehren.

      Ihre Alternativen sind leider alle unbrauchbar – warum?

      Wie wollen Sie die USA und Ihre Terrorallianz samt Israel, Europa denn „ächten“? Alle Länder die noch nicht unter der Knute der Finanzmafia stehen (Venezuela, N. Korea, Kuba, Iran..) ächten diese Verbrecher – nur was nutzt es?

      Der Rest sind Lakeien die nur Nachsingen was Washington und Tel Aviv rülpsen.

      Bei der Gegenwärtigen Medienmacht der NATO-MSM können Sie de facto nichts ausrichten. Aktuell wurden doch schon von der UN „Beweise“ vorgelegt, nach denen es ja nur die 104. Brigade der Rep. Garde vom „Assad Berg“ gewesen sein kann. Bisher habe ich keine Widerlegung auf technischen Fakten basierend durch Russland lesen können. Apxwn ist meine Anfrage diesbezüglich mir bisher schuldig geblieben.
      Hätte man Ihre Linie der rein auf Konfrontation ausgelegten Position beibehalten und angewendet, würde es schon seit einigen Tagen einen verzweifelten Abwehrkampf der SAA gegen hunderte CM von US-Flottenverbänden im Mittelmeer geben. Gewinnbar wäre es für die SAA ohnehin kaum, da keine strategische Rückschlagkapazität besteht. Die USA hätten in 3-6 Wochen die SAA soweit geschwächt, daß die Orks mit freundlicher Instruktion der CIA und des MI6, flankiert von SAS und SEAL-Teams den Rest am Boden elminiert hätten. Modell Lybien. Ende bekannt. Die SAA ist bereits substantiell strapaziert, einen nicht gewinnbaren Luftkrieg gegen die USA bestehen die keine 4 Wochen. Wetten daß?

      Gegen die Medienmacht der Finanzmafia haben wir lediglich Blogs u.a. Medienkanäle dieser Art mit sehr begrenzter Reichweite. Die MSM erreichen aber fast 90% der Bevölkerung. Die sind voll auf Linie Washingtons. Seit 1952 berichten unsere NATO-affinen „objektiven“ Jounalisten aus der McCloy-Stipendiaten Förderschule in diesem Ductus. Jeder kann es nachlesen. Einfach mal die Atlantikbrücke e.V. und die Chefredakteure der FAZ, ZEIT, SZ, Welt, Heute-Journal, Tagethemen, …..googeln. Danach weiß man bescheid wieso in dieser Einseitigkeit berichtet wird.

      Ächten? Wie denn bitte? Wen juckt es hier?

  • Liest hier wer Lenin? Könnte helfen. Überhaupt Klassiker. So viele Diskussionen sind im Block hier vorhersehbar.

    Steht allerdings auch dafür, weshalb hier im Lande soviel
    Energie gesplittert wird.

    gruß wirdnoch

  • LeChevalier

    Die Kämpfe um Azaz zwischen den FSA-Verrätern und den ISIL-Teufeln gehen weiter. Die FSA hat wohl die Oberhand gewonnen und weite Teile der Stadt zurückerobert. Man munkelt übrigens, dass dort (in Azaz) öffentliche Hinrichtungen stattfanden – das innerhalb der letzten 24 Stunden, wo die ISIL-Teufel das Sagen hatten.

    Keine Munkelei, sondern bittere Tatsache: In Raqqa wurden zwei Alawiten öffentlich hingerichtet. Der Grund? Sie waren Alawiten… Möge Gott ihrer Seelen gnädig sein, Allah ir hemin.

    @Lurker: Ich bin in Deutschland geboren, meine Heimat ist das südtürkische Antakya in der Provinz Hatay, die an Syrien grenzt. Meine Muttersprache ist (syrisches) Arabisch, ich habe Gott sei Dank die Möglichkeit, oft in die Heimat zu fahren/fliegen, bin daher also nicht weit entfernt. Zudem habe ich dort (große) Familie, die wiederum viele Kontakte nach Syrien haben. Ich selbst habe von 2008 bis 2010 Syrien im Sommer wochenlang bereist, in Latakia sogar meinen Sommerurlaub 2009 verbracht. Meine Konfession spielt keine Rolle, ich liebe Syrien, die Menschen, die Kultur, alles ist wie meine geliebte Heimat Antakya. Ich identifiziere mich nicht als Türke, sondern als stolzer Hatayli. Wir Hataylis werden von den Anatoliern immer schief angeguckt, aus Neid, aus Furcht, was weiß ich. Wir haben ein starkes Volk, wurden jahrhundertelang von den Osmanen gejagt und getötet, konnten uns aber immer durchsetzen. Die Vorfahren von Bashar al-Assad stammen übrigens (wenn ich richtig informiert bin) aus der Umgebung von Samandag, einer Kleinstadt in Hatay. Ich hoffe, ich konnte einen kleine Einblick meiner Position geben und Deine Frage beantworten. :)

    Gott möge das syrische Volk, das ganze Land und Syriens Präsidenten schützen.

    • wie enis oder?

    • Enis

      @Franz
      so ist es.Wobei ich gehe einbisschen weiter, ich identifiziere mich nicht mit meiner Stadt Antakya, sondern ich bin Syrer.Wir sind verkauft worden von der gleichen beschissenen Kolonialherren, die jetzt das gleiche versuchen, nämlich Syrien zu zertückeln. Ich sage es ehrlich, ich mag zwar die Vielfältigkeit dieser Gegend sehr, ich kämpfe auch für diese Gegebenheit in Syrien, aber ich hasse einzig die Türken. Diese Typen haben keine Ahnung von Toleranz. Und wenn schon, dann wollen sie nur, dass man tolerant ist mit ihnen. Der umgekehrte Weg ist fast ausgeschlossen. Eine verdammt einzigartig reaktionäre und egozentrische Mentalität.

      Wenn Syrien den Krieg gewinnt, dann werde ich versuchen ein Stück Land an den schönene grünen Hügeln von Latakia zu kaufen und in meiner geliebten Heimat wieder wurzeln zu schlagen. Ich habe die Türken satt.

  • Putin verteidigt die Prinzipien der nationalen Souveränität u. des Selbstbestimmungsrechts nach dem Völkerrecht:
    POLITAIA – 19. September 2013
    Putin: Gewisse Staaten wollen das Völkerrecht unterminieren
    „„Es muss das Völkerrecht und nicht das Recht des Stärkeren und nicht das Faustrecht gelten. Ein jedes Land und ein jedes Volk sind natürlich einmalig und haben gleiche Rechte, darunter auch das Recht auf die selbständige Wahl ihrer Entwicklung““

    http://www.politaia.org/wichtiges/putin-gewisse-staaten-wollen-das-volkerrecht-unterminieren/

    Ausführlichere Darstellung mit Zitaten Putins u. kommentierenden Einschüben bei Rote Fahne.eu
    Putin kritisiert ausserdem den allgemeinen Werteverfall in den Ländern des imperialen Blocks:
    Putin: Nationales Selbstbestimmungsrecht ist ausschlaggebend
    „Wir sehen, wie viele euroatlantische Länder faktisch den Weg der Absage von den eigenen Wurzeln, darunter von den christlichen Werten gegangen sind, welche die Grundlage der westlichen Zivilisation bilden“, sagte er.

    „Abgelehnt werden die moralische Grundlage und auch jede traditionelle Identität – die nationale, die kulturelle, die religiöse und selbst die rechtliche““

    Bei derselben Tagung sprach Putin auch zur Lage der Völker u. ihre ethnische Zukunft auf dem Gebiet des heutigen Russland:
    VALDAI, 19. September (RIA Novosti)
    Putin: Russland setzt weiter auf Multinationalität
    „Wenn wir unsere Multinationalität in Frage stellen und das Thema des russischen, tatarischen, kaukasischen, sibirischen oder eines anderen Separatismus ausbeuten, stellen wir uns unserem genetischen Kode in den Weg und beginnen im Grunde, uns selbst zu vernichten“, sagte Putin am Donnerstag auf dem Internationalen Diskussionsforum Valdai in Nordwestrussland.

    Putin betonte, dass die Souveränität, Selbständigkeit und Einheit Russlands keinem Zweifel unterliegen. Zugleich rief er auf, die nationale Identität der Kleinvölker zu fördern und dafür die Erfahrungen der Sowjetunion nutzen.“
    http://de.rian.ru/politics/20130919/266910475.html

    Sana berichtet ebenfalls über die Tagung. Deutliche Worte Putins zur Frage der syrischen C-Waffen u. eines immer noch drohenden US-Angriffs auf das Land:
    „Asked whether the Syrian government can be convinced of the necessity to destroy chemical weapons, Putin said that Syria has agreed to join the CWC which. He said, is a step that inspires confidence.

    Such a strike, Putin warned, „would be a strike on world order, not on Syria,“ Putin said, referring to a possible US strike against Syria.“
    http://sana.sy/eng/22/2013/09/19/503359.htm

    [Putin sagt, der Beitritt Syriens zur C-Waffen-Konvention sei ein Schritt der Vertrauen hervorrufe. Ein Angriff auf Syrien unter diesen Umständen sei ein Angriff auf die Weltordnung, nicht nur auf Syrien.]

    > BRAVO, PRESIDENTE!

    • Danke, Comrade, du machst hier sehr gute Arbeit.

  • Anonymous

    Interessanter Artikel über die islamische Revolution im Iran. Ist die Revolution ein Kind der amerikanischen Politik, die Islamisten schon damals als Gegenpol zur Sowjetunion zu fördern. Wie der Schah beseitigt werden musste, da seine Ölpolitik schon nicht mehr ins Konzept der Amerikaner passte und wie leider der Iran unter Khomeini nicht die gewünschte Richtung einschlug (Irak Krieg gegen Iran provoziert von den USA). Eckländer zur Unterstützung der US Politik gegen Sowjetunion resp. heute Russland/China sind Ägypten, Türkei, Saudi Arabien und Pakistan.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19449_1379637024

    Dike

    • Anonymous

      Durchaus plausibel.

    • Ja, googeln Sie mal bitte unter „greater middle east Project“ nach.

      Ziel des „arabischen Frühlings“ ist demnach die „Balkanisierung“ des gesamten Nahen Ostens. Damit Israel langfristig überleben kann, müssen alle nationalstaatlichen Gebilde „tribalisiert“ und „warlodisiert“ werden. Die Geo-Architekten vom PNAC und AIPAC bezeichnen es als „gesteuertes Chaos“ – wurde hier schon mal berichtet (Angriff auf Syrien – Ziel Russland).

      Das Projekt wurde schon in den siebziger Jahren von Henry Kissinger skizziert und damals noch als „Green (Farbe des Islam!) Belt Project“ angedacht um die UdSSR mit fundamental islamischen Ländern von der Südflanke her zu umkreisen. Später wurde das Projekt als „Greater middle East Project“ bezeichnet.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fraum_Mittlerer_Osten

      Der Hauptgewinner bei dem Gemetzel, daß wahrscheinlich erst nach dem Sturz Assads richtig losgehen wird ist Israel.

      Die Ziele Israels bei der Entstaatlichung der arabischen Nachbarländer sind aus eigenen Quellen unverblümt nachzulesen:

      http://www.israelhayom.com/site/newsletter_opinion.php?id=4443

      Die Ziele Israels sind von denen der USA hierbei kaum zu unterscheiden, da über AIPAC etc. die strategische Ausrichtung der USA praktisch von Israel aus nur in eine Bahn gelenkt wird.

  • Das Baath-Regime unter Assad hat kapituliert
    (was Beiträge von mir in diesem Forum sachlich erübrigt!)

    Assad hatte sich gegenüber Fox – News am 18.9. auf eine Weise ausgedrückt, die zuließ, seine Worte im Sinne einer Entschlossenheit des herrschenden Regimes zum Kampf bis zum Sieg gegen den Terrorismus auszulegen, der erst die Vorbedingung für einen ergebnisoffenen Wandlungsprozess schaffe, den er, Assad, anstrebe.

    Diesen Eindruck rückte der stellvertretende Ministerpräsident und Führer der parlamentarischen Opposition, Qadri Jamil, gegenüber dem Guardian zurecht , unterstellt man, seine Versicherung, im Namen der Regierung zu sprechen, als korrekt (und werde er nicht in binnen Stunden oder Tagen entlassen).

    1. Punkt
    „Weder die bewaffnete Opposition noch das Regime ist imstande, die Gegenseite zu besiegen“, sagte Jamil, und „Dies Gleichgewicht der Kräfte wird für eine Weile erhalten bleiben“.

    2. Punkt
    Sobald es gelungen sei, Teilnehmer und Termin für eine Genfer Friedenskonferenz festzulegen, werde die Syrischen Regierung zu einem landesweiten Waffenstillstand unter der Überwachung von UN-Personal aus neutralen oder befreundeten Staaten aufrufen, sagte Jamil.

    3. und entscheidender Punkt
    „Es sollte und braucht niemand zu fürchten, das Regime werde in seiner gegenwärtigen Gestalt Bestand haben. Das Regime in seiner bisherigen Gestalt hat in keiner praktischen Hinsicht mehr Bestand (Orig.: For all practical purposes the regime in its previous form has ended.) Damit wir in unserem schrittweisen Reformprozess voran kommen können, ist es nötig, daß wir den Westen und die Intervention von Außen vom Hals geschafft bekommen. (Orig.: In order to realise our progressive reforms we need the west and all those who are involved in Syria to get off our shoulders).“
    Fortsetzung sofort:

    • TomGard

      Natürlich ist diese Erklärung auslegungsfähig und läßt Lücken. Ich werde auf meinem Blog (voraussichtlich heut abend) ausführlich darauf eingehen. Zwei Punkte will ich an diesem Ort vorweg nehmen:

      1) Jamils Erklärung ist gleichbedeutend mit dem Verzicht der Regierung auf eine Rückeroberung (und also Totalzerstörung) Aleppos! Sollten Teile der Armee Initiativen in diese Richtung unternehmen, geschehe das, Jamils Erklärung gemäß, auf eigene Rechnung mit allen denkbaren Folgen, bis hin zu Kämpfen zwischen Einheiten der SAA. (Dem entspricht übrigens der Fakt, daß die SAA sich nicht länger opportunistisch mal auf der einen, mal auf der anderen Seite in die (Rückzugs-)gefechte der Aleppiner YPG’s einmischt.)

      2) Man könnte vorschnell urteilen, Jamil’s Worte zur ausländischen Einmischung ließen keine Differenz zu Assads Äußerungen und den bisherigen Regierungsverlautbarungen erkennen. Der Unterschied liegt im offiziell verkündeten „relativen Stillstand“ („zero balance of forces“), in den gegenüber Juli veränderten Umgebungsvariablen und in der Person des Sprechers. Der „Punkt“ ist:
      Die Regierung entzieht mit dieser Erklärung der SAA und ihrer Befehlskette die Aufgabe der Bekämpfung des Terrorismus und also auch der erwarteten fortgesetzten Einmischung anderer Staaten und transnationaler Verbände. Die SAA soll Hilfskraft eines politischen Kampfes gegen den Terrorismus und die Intervention werden, nicht Hilfskraft der Bestandserhaltung des amtierenden Staatswesens bleiben. Die Aussage, das Regime „habe in jeder praktischen Hinsicht keinen Bestand mehr“, sagt über den Anti-Terror-Kampf: Bis zum Waffenstillstand kämpft jeder für sich selbst, seine Familie, seine Kommune, für den Verband, dem er angehört. Folglich für alle Syrer, die das praktisch aufgelöste Staatswesen durch ein Neues ersetzen müssen, wollen sie das Land nicht verlassen.

      Wichtige Ergänzung dieses Postings wäre das Interview, das Qadri Jamil am 22.8. „Rudaw.net“ zur „Kurdenfrage“ gab:
      http://www.liveleak.com/view?i=9ba_1377187696

    • TomGard

      Einen privaten Rückblick gönne ich mir noch.

      Putin, las ich heut flüchtig, soll gesagt haben, der Sarineinsatz in Damaskus sei eine „schlau eingefädelte Provokation“ gewesen, und man darf sich fragen, was denn an der stumpfen Vergasung von Leuten bitte „schlau eingefädelt“ sein soll.

      Nun, die Antwort hatte ich bereits am Tag des Geschehens gegeben, und damit die im virtuellen Sinne nahezu „blutige“ Eskalation des Krieges in diesem Blog angestoßen.
      Ich schrieb, es sei offensichtlich, daß die Armeeführung „schlau“ sein wollte und die Ankunft der UN-Kommission zu einem zumindest in Damaskus beispiellos brutalen Artillerieüberfall auf Zivilisten nutzte, die in von Rebellen beherrschten oder infiltrierten Vororten und Stadtvierteln verblieben waren; „schlau“, weil in der Erwartung, die von den „Rebellen“ präsentierten Opfer könnten sie wenigstens den Verbündeten gegenüber als Opfer der schon Tradition gewordenen False-Flag-Massaker ausgeben.

      Wer mich gelesen hat, weiß, daß ich davon ausging, Assad und sein direktes Umfeld hätten die geplante Schlächterei gebilligt. Ich weiß nicht mehr, ob ich von Meuterei sprach, aber sinngemäß tat ich das wahrscheinlich.
      Denn ich kann mir schwer vorstellen, daß Assad und seine Parteigänger von der Restauration derartig isoliert wurden, daß sie nichts von der geplanten Großschlächterei wußten.

      Umgekehrt: Seit dem 21.8. sind erstaunlich viele öffentliche Daten beigebracht worden, die vor dem 21.8. schon auf eine geplante, große False-Flag und auch auf den Einsatz von Sarin hindeuteten. Hinzu kommen kürzlich erhobene Klagen aus den Reihen der ISIL und Al Nusra’s, etliche Einheiten seien von Spionen des Regimes infiltriert. Da frage ich mich denn doch, ob es niemand auf Seiten des „Regimes“ oder auch seiner russischen und libanesischen Freunde gegeben hat, der von dem geplanten Konter der Freunde Israels und der SA Wind bekommen, oder ihn voraus gesehen hat. Verhindern konnten diese Leute die False-Flag ja nicht – doch ihrerseits nutzen konnten sie sie schon!

      Die jetzige Wende jedenfalls – und damit meine ich die Vorgänge insgesamt, also auch die, die Apxwn in seinem Eintrag anspricht und die ich hier gestern etwas anders dargestellt habe – interpretiere ich als Antwort vorzüglich auf die Meuterei und mittelbare Machtergreifung der Elitetruppen am 21. 8., und v.a. ihrer Hintermänner, den Radikalen der Restauration, denen die Solidarität der Mehrheit der Kommentatoren in diesem Blog gilt.

      Und, ja, so häßlich das tatsächlich ist, ich kann nicht leugnen, daß es da eine kleine Regung des Triumpfes in meinem Hinterkopf gibt.
      Das, Leute macht ein von Herren angezettelter und von Unterworfenen akklamierter Krieg mit jedem von uns: Wir werden häßlich.

      Also Leute: Führt Krieg entweder auf eigene Rechnung, oder sterbt als das widerliche Viehzeug, zu dem der Anschluß an Schlächter euch werden läßt!

    • Oops, grober Fehler: Ich ging davon aus, Assad & Co hätten die Operation NICHT gebilligt.

    • Eine wichtige und vorzügliche Darstellung des Presseberichtes im Guardian. Absolut lesenswert, auch im Hinblick auf Aussagen Jamils, wonach der UN-Bericht zum Chemieangriff vom 21.8. an Objektivität mangle. Sogar Jamil vertritt die Meinung, diese Waffen seien nach Gaddafis Tod über Libyen in die Hände der syrischen Fundamentalisten (!) gelangt. Weiters erscheint mir der Hinweis der nachträglichen Artikeländerung wichtig, weil Guardian bestätigt, dass der Begriff „Bürgerkrieg“ während des Interviews mit Jamil nicht(!) verwendet wurde!

    • Anonymous

      TGard sagt
      >Das Baath-Regime unter Assad hat kapituliert
      (was Beiträge von mir in diesem Forum sachlich erübrigt!)< Hahaha… köstlich !
      Das hättest du gern, was?

      Ps. Wann verzischt er sich. Bis jetzt sehe ich nur daß er immer weiter schreibt.

    • Enis

      @Tom
      zu früh dein Schadenfreude rausgelassen..

      http://de.ria.ru/politics/20130920/266918607.html

    • TomGard

      Enis,
      wir werden sehen. Die Partei des Volkswillens hat in der fünfköpfigen Fraktion der Volksfront für Wandel und Freiheit im Parlament genau einen Sitz. Ein Dementi kommt entweder von Jamil selbst, von Assad oder seinem Sprecher, oder es zählt nicht und entspringt eher einem unverständigen „vorauseilenden Gehorsam“.

      Außerdem hat die Aussage, die Regierung sei bis auf weiteres außerstande einen Sieg anzustreben, ein Gewicht, das die Aussage zu Waffenstillstandsverhandlungen nahezu erübrigt: Sie wären nicht nur logisch, sondern auch militärisch erzwungen, denn Syrien kann schwerlich darauf setzen, daß es aus eigener Kraft oder auch mit Hilfe diverser Freunde die angekündigte Verstärkung der Rebellen seitens USA, Frankreich und UK überkompensieren könnte. Oder, besser gesagt: Die syrische Regierung kann allenfalls auf eine breite Volksfront gegen die Intervention setzen, um deren Verstärkungen aushalten oder gar zurück werfen zu können.

      So herum wird ein Schuh draus!

    • Einen privaten Rückblick gönne ich mir noch.

      na dann aber bitte auch nochmal ein finales Abschiedspost mit Steinigungsvorwürfen. So wie gestern, Oder letzte Woche oder die Woche davor.

      Und, ja, so häßlich das tatsächlich ist, ich kann nicht leugnen, daß es da eine kleine Regung des Triumpfes in meinem Hinterkopf gibt.

      Was soll ich dazu sagen?

    • ISKANDER

      Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

  • Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen die terroristischen Gruppen sich weiter splitten und eigene Vorstöße (auch völlig irrationale) treiben werden. Da Syrien als ganzes nicht zu schlagen ist konzentrieren sich die Imperialisten auf das Ziel die Einheit Syriens aufzubrechen.

    Bei allen hoffnungsvollen Bewegungen sollten wir dieses zentrale Ziel der terroristischen Allianzen im Auge haben; die Aufbrechung Syriens stattlicher Einheit.

    Präsident Assad ist insgesamt gestärkt. Jedoch droht das Muster der weiteren inneren Vergiftung wie u.a. in Libyen, Sudan etc.

    http://de.rian.ru/politics/20130920/266916705.html

    • Anonymous

      Zum Beispiel:
      „Die Opposition schließt eine Teilnahme an der Syrien-Friedenskonferenz aus, solange der syrische Präsident Baschar al-Assad im Amt ist.“
      Es ist wie ein Freispruch für Assad, wenn die Opposition Verhandlungen ablehnt.
      Einerseits könnte dies in Assads Interesse sein und er nach seinen Möglichkeiten unterbinden, das sich die Opposition für eine Verhandlungslösung mit ihn formiert. Andererseits können Einflussreiche Staaten wie Türkei, Saudi Arabien oder Katar oder gar der Westen etwas dagegen haben und die Verhandlungen im Vorfeld unterbinden oder es liegt tatsächlich nur an der Opposition das diese nicht teilnimmt. Gerade wenn darin radikale Vertreter und Terroristische Gruppierungen, die kein wirkliches Interesse an ein säkulares Demokratisches Syrien haben, könnte dies die Ablehnung begünstigen und so mit einer als Vorbedingung schwer erfüllbaren Forderung verhindern.
      Hier gibt es ja relativ viele Analysen, mich würde mal eine über dieses Thema speziell interessieren, wie da die Halung der einzelnen Staaten ist und wer mehr oder weniger Interesse an einer Verhandlungslösung hat.
      Gruß
      M.

    • Anonymous

      When asked what his government would propose at the stalled Geneva-2 summit, he replied, „An end to external intervention, a ceasefire and the launching of a peaceful political process in a way that the Syrian people can enjoy self-determination without outside intervention and in a democratic way.“

      Qadri Jamil sagt, dass die Regierung für ein Ende der Intervention, Waffenstillstand und den Start eines friedlichen politischen Prozesses ist, in dem die Syrer auf demokratische Weise, ohne Intervention von Außen ihre Zukunft selbst bestimmen können.

      Das heißt, sollte es zum Waffenstillstand kommen und zu Verhandlungen, müssen die ausländischen Söldner das Land verlassen, alle Gruppen müssen die Waffen abgeben. Es wird ein Termin für freie, demokratische Wahlen vereinbart und auch die Baath Partei wird sich zur Wahl stellen und ich tippe mal ihr Kandidat wird Bashar Al Assad sein. Und wie es zZ aussieht, wird er haushoch gewinnen.

      Deshalb kann das nicht eine wünschenswerte Entwicklung für die Mächte sein, die die „Opposition“ unterstützen. Frankreich und USA kündigten bereits verstärkte Waffenlieferungen an die Terroristen in Syrien an.

      Interessant ist auch, dass sich plötzlich Präsident Rouhani als Vermittler zwischen der syrischen Regierung und der Opposition angeboten hat.

      Grundsätzlich ist Waffenstillstand positiv zu bewerten. Die syrische Armee kann sicher eine Pause gebrauchen. Nur denke ich, dass sich die andere Seite nicht daran halten wird. Mit diesen Leuten sind Verhandlungen einfach nicht möglich.

      Dike

    • Nobilitatis

      Wie ich bereits mehrfach ausgeführt habe, ist die „bewaffnete Opposition“ auf die Fortführung der Kampfhandlungen angewiesen. Verhandlungen bedeuten ultimativ das Ende für das militärische Gleichgewicht, da dann keine Zahlungen mehr an das Fussvolk geleistet werden. Die eigenen Einkommensquellen sind unerheblich. Für die „Freunde Syriens“ kann es also nur einen Siegfrieden geben. Eine Verhandlungslösung, bei der die Syrer selbst abstimmen dürfen, wie ihre Zukunft aussieht, ist gleichbedeutend mit dem Verlieren des Krieges. Die Rebellenfraktionen werden zerfallen oder sich auflösen, außer Al Quaida & Co., aber wer wählt die?

    • Anonymous

      Dike, ich denke das wird eins nach dem anderen gehen.
      Wenn es zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen kommt, wird man wahrscheinlich nicht mit sofortiger Wirkung die Opposition abrüsten können und wählen,
      erst wird man eine Übergangsregierung bilden müssen, bei der die Macht geteilt wird damit sich die politischen Parteien unter fairen und gleichwertigen Bedingungen aufstellen können und auch ein Versöhnungsprozess angestoßen wird, der unabhängig vom Ausgang der Wahlen weiter läuft, damit es keine Siegerjustiz gibt.
      Das ist denke ich auch deswegen notwendig, damit nicht Militär und Geheimdienst, durch ein Diktat die Wahlen im groben beeinflussen und das nötige gegenseitige Vertrauen entsteht die Kriese friedlich zu belegen, damit auch die Wahlergebnisse aktzeptiert werden beiderseits.
      Wenn das alles gut verläuft, wird dann auch die Entwaffnung funktionieren und die ausländischen Angreifer sich zurückziehen, denke ich.
      Eine Streitfrage wird vermutlich bleiben, ob Assad zu den Wahlen antreten kann. Ich denke eher nicht, da zu viel Blut geflossen ist, das er ohne ständige Repressalien zum Selbstschutz weiterregieren kann unabhängig davon wer Schuld trägt.
      Vorstellbar wäre finde ich, das Assad den Übergang mit begleitet, ob nun als Verhandlungspartner oder ob er einen Stellvertreter ernennt und vielleicht eher die Rolle eines Bundespräsidenten einnimmt der sich nicht so aktiv beteiligt aber am Ende sein OK gibt.
      Ich finde es auch gut das sich der Iran als Vermittler bemüht.
      Die Gründe warum die Verhandlungen schwer möglich sind, könnte sein, da einerseits es einen Islamistischen Hintergrund gibt, andererseits die Opposition nicht geschlossen auftritt und in den Verschiedensten Rebellengruppen aufgeteilt ist, was die Verschiedensten Ursachen haben kann. Dennoch gibt es die Nationale Koalition und Vereinigungen die meiner Meinung nach Verhandlungen anführen können und viele Rebellengruppen politisch repräsentieren.
      Hier im deutschen Raum hat die Opposition anscheinend auch keine wirkliche Lobby, die etwa im Internet diese repressentiert, wenn man das mit Assads Lobby vergleicht, also kann hier auch leicht ein falsches Bild von der Opposition aufgezeigt werden und entstehen, das an der Realität stark vorbei geht.
      Dike, oder auch andere, habt ihr die Möglichkeit gehabt auch mal mit echten oppositionellen Meinungen und Standpunkten in diversen arabischen Blogs euch zu befassen und wenn ja, was ist euer Eindruck wo die Ursachen liegen das Vermittlungen so schwierig erscheinen? Sind diese Menschen tatsächlich so stark Islamistisch, das diese den Kampf Verhandlungen vorziehen, da sie denken Allah wünscht es so oder weil diese sich in einer Zwangslage befinden und gebracht haben aus der sie von selbst nicht mehr so einfach herauskommen?
      M.

    • Anonymous

      Nobilitatis,
      das mit den Zahlungen verstehe ich nicht. Würde Verhandlungen für die Opposition ein Ende der Unterstützung bedeuten? Wenn die Opposition möglichst geschlossen auftritt, dürften die Verhandlungen diese nur zugute kommen, falls sich dann wirklich radikale Teile einer entstehenden Verhandlungslösung nicht anschließen, denen es eh nicht recht zu machen ist, selbst nach theoretichen einen Sieg der Opposition oder einem Rücktritt Assads, dann muss man das eben verkraften.
      Die „Freunde Syriens“ finde ich von daher wichtig, der Opposition eine Stimme und politische Unterstützung zu geben, aber eben keine militärische, gerade wenn Assad Verhandlungen anbietet. Hier denke ich das diese eben auch verschiedene Interessen haben und diese politisch eine Verhandlungslösung mit ermöglichen sollten. Die Waffenlieferungen die stattfanden, wirft auch ein schlechtes Licht darauf, da es am Sicherheitsrat vorbeigegangen ist und den Konflikt verschärfte, wenn Hilfen dafür eingesetzt wurden.
      Ich sehe einen guten möglichst gerechten Verhandlungsfrieden als Sieg der Syrer und beider Seiten gerade auch gerade der Opposition auch der bewaffneten. Diese Lösung darf aber keine Scheindemokratie sein, die das Ziel hat der Baath Partei einer absoluten Mehrheit zur Alleinherrschaft zu verhelfen, Oppositionelle zu unterdrücken und Assad mit aller Macht im Amt zu halten trotz der Verbrechen die auch er sich schuldig machte, aber dafür die Opposition verfolgt. Da müssen denke ich die oberen Punkte eingehalten und eine starke Mitte gefördert werden die keine Seite bevorzugt und möglichst neutral ist. Das wäre dann ein Sieg der Syrer und der Freiheit und somit auch der der Rebellen die für ein freiheitliches Demokratisches Syrien eingetreten sind. Auch die Regierungsseite würde nicht als Verlierer dastehen.
      Die Rebellenfraktionen und selbst die Islamisten werden sich dann wahrscheinlich in Parteien organistiern und entwaffnen.
      Ich denke das die Baath Partei, wenn alles fair zugeht eine Partei unter vielen sein wird und nicht Haushoch gewinnt, sondern wenn auf einer Koalition mit mehreren anderen Parteien angewiesen ist.
      Das ist zumindest meine Vorstellung wie ein Frieden gelingen könnte.
      M.

  • Durchaus, es gibt allerlei Variablen. Zumal Türkei, Saudi Arabien, Katar, USA, Nato-Kriegstreiber etc. eben nicht tiefer verbündet sind, sondern lediglich im Aufbrechen Syriens ein gemeinsames Interesse haben. In der Zerlegung Syriens haben die verschiedenen Staaten/Interessengruppen dann, ideologisch, ethnisch, wirtschaftlich, wie geopolitisch ziemlich unterscheidende Interessen.

    Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern und es wird wohl umfassender diplomatisch diskutiert werden, wie Syrien (unter Darstellung zum „Wohle“ und zur Befriedung der Syrer)territorial aufgeteilt werden könnte. Die territoriale Zerschlagung war und eben ist, das Hauptziel der „Freunde
    Syriens“.

    Die Einheit Syriens zu bewahren ist die Hauptaufgabe der Regierung-Assad. Und da steht Assad, eben mit allem wofür er steht, den Terror-Allianz-Interessen entgegen.

    Die westlichen Medien fahren gesteuert gerade verstärkt die Linie, in Syrien sind die Christen in Gefahr. Dies scheint mir eben ein Element im Hingehen zu dem „Lösungsvorschlag“ Syrien aufzuteilen. Im Gange ist da das Muster das z.B. auch in Jugoslawien durchgezogen wurde.

    Gerade eben wegen der territorialen Aufteilungspläne sind führend die ehemaligen Kolonialmächte (siehe das Drücken von Frankreich z.B.)treibend in Aktion.

    Grüße

    • TomGard

      Die Initiative Jamils, von der ich oben berichtete, kontert das bereits, wenn man den Link zur Kurdenfrage mit hinzunimmt: Sie deutet an, unter der Bedingung neutraler Überwachung einer Waffenruhe könne auch über eine vorläufige Föderalisierung verhandelt werden, vorläufig, weil der Bestätigung in einer in einem Referendum bestätigten Verfassung bedürftig.

      Das könnte geeignet sein, insbesondere türkischen Ambitionen wirksam entgegen zu treten.

    • Ich erkenne da nichts gekontert. Es geht um Auslotungen. Eher sind Initiativen der Regierungsgegner, (wechselnden Personen), eine Finte. Schließlich wenn die Überlegung einer „Föderalisierung“ als nicht
      durchführbar „aufgezeigt“ ist, käme um so nachhaltiger der „Befriedungskompromiss“ Syrien aufzuteilen …

      Jedenfalls sehe ich die Gefahr(!) einer territorialen Zerschlagung Syriens größer, als die (wodurch motivierte?), halbgare „Chance“ einer „Föderalisierung“ Syriens. Was im übrigen ist unter „vorläufiger“ Föderalisierung Syriens genau zu verstehen. Ich nannte Jugoslawien als Muster. Jugoslawien wurde nicht föderalisiert sondern zerschlagen. Der „Wunsch“ einer Föderalisierung kommt auch nicht aus dem Inneren der syrischen Gesellschaft. Die Kurdenfrage da die These bestärkend anzuführen, führt eher zur Infragestellung der angeführten Initiative. Gerade die Kurdenfrage ist in Jahrzehnten weder seitens der Türkei, Irak etc. gelöst worden. Und nun ist eine „vorübergehende Föderalisierung“ Syriens der Schlüssel zum Frieden??

      Weshalb eigentlich werden bei Ihnen, Tom, die „Initiativen“ der Gegner der Regierung Syriens stets zustimmend aufgegriffen, jedoch die Vorschläge der Regierung ausgeschlagen?

      Nachtrag zu oben. Ich hatte versäumt, Israel bei den Interessenlagen mit aufzuzählen.

    • Georg

      @ wird noch

      Israels Interessenlage subsummiert sich in dem einzigen Punkt: Alles besser als Assad!

    • Hallo, nochmals ein Beitrag von etwas weiter voran auf Ihre Bemerkung zur Ergänzung.

      Die Ziele Israels sind die komplette Entstaatlichung der arabischen Nachbarländer, Das ist aus deren eigenen Quellen unverblümt nachzulesen:

      Gruß

      http://www.israelhayom.com/site/newsletter_opinion.php?id=4443

      Die Ziele Israels sind von denen der USA hierbei kaum zu unterscheiden, da über AIPAC etc. die strategische Ausrichtung der USA praktisch von Israel aus nur in eine Bahn gelenkt wird.

    • Lurker

      Im Standard (österreichische „Qualitäts“-Zeitung) hat ein Blogger folgenden Aufruf öffentlich gemacht:
      https://pbs.twimg.com/media/BUmuSi-CEAEosEW.jpg:large
      Anscheinend geht es um die Rekrutierung (unter der Drohung der Zwangsrekrutierung) aller 20-29-Jährigen

      Kann das einer der Sprache mächtigen bestätigen/übersetzen?

    • Georg

      werter Spion,

      im Jetzt und Hier gibt es für die Zionisten nur ein Ziel: Assads Beseitigung, ohne wenn und aber. Sekundärschäden (Al Qaida an direkter Grenze) gerne in Kauf nehmend.
      Denn: wann haben die salafistischen Terroristen in den letuten Jahren auch nur ein Gewähr gegen Israel gerichtet? Genau!
      Und wann haben das die Kämpfer der Hizbollah gemacht, die u.a. auch von Assad supported werden? Genau!!

      Der Rest der Agenda mit der Zerschlagung der Nachbarländer ist doch schon praktisch erledigt. Bis auf Syrien existiert(e) keine nennenswerte ernst zu nehmende Armee mehr. Das ist nun auch Geschichte. Die Syrer werden sich wie die Hizbollah auf andere Tugenden verlassen müssen.
      Und dass sich hohe Vertreter des ägyptischen Militärs in den letzten Wochen die syrische Klinke in die Hand geben, beweist zumindest, dass dort die Erkenntnis gereift ist, nunmehr die letzte intakte und relevante „Armee“ zu besitzen. Freilich wird man verstanden haben, dass man weiter mit Zion kooperieren müsste, wollte man nicht als Letztes auch noch zersägt werden.
      Daher vielleicht das Klammern an den Resten der SAA – aus Verbundenheit zu einer längst vergangenen Epoche der panarabischen Stärke.

    • @ wird noch

      „Weshalb eigentlich werden bei Ihnen, Tom, die „Initiativen“ der Gegner der Regierung Syriens stets zustimmend aufgegriffen, jedoch die Vorschläge der Regierung ausgeschlagen?“

      Das ist eine fette und dreiste Lüge ala John, zumal ich Dich nicht kenne, was weißt Du schon, was ich hier gepostet habe, Mensch?

      Ich antworte, um ergänzend zu meinen Postings mitzuteilen, daß ich stark vermute, seit der Ermordung Dawoud Rajiha’s am 18. Juli 2012 machen die Luftwaffengeheimdienste und Teile der Luftwaffe was sie wollen – in Kollusion mit Verbündeten in den Elitetruppen der motorisierten Infanterie. Diese Kreise hatten nachweislich die Autorität des jetzigen Verteidigungsministers Fahd Jassem al-Freij untergraben, als er noch Generalstabschef war, sodaß viele Aufgaben des Generalstabs bis zum Anschlag am 18. Dez. vom Verteidigungsminister und seinem Stellvertreter, Assef Shawkat übernommen wurden, der ebenfalls getötet wurde.
      Assef Shawkat galt als Garant der übelsten Korruption in der Nomenklatura und jedem, der Assads Reformwillen vertrauen wollte, mußte es unverständlich erscheinen, daß er Shawkat nicht enteignete und ins Exil zu Rifaat schickte. Offenbar verbot Shawkats Einfluß in der Luftwaffe und bei den Geheimdiensten das. Aber mit seinem Tod wurde umgekehrt vielleicht der letzte viable Kanal geschlossen, über den Assad noch Autorität über die Luftwaffengeheimdienste ausüben konnte.

      Spekulation. Aber vielleicht liest hier ja einer mit, der arabische Quellen auswerten kann, und imstande ist, etwas dazu zu sagen. Vielleicht sogar ohne die hier standesgemäße Lügerei?

    • @TomGard
      „… was weiß Du schon, was ich hier gepostet habe, Mensch?“

      Dafür das Sie (richtig) feststellen, das wir uns nicht kennen, gehen Sie mich aufschlussreich frech, bezeichnend herablassend und in unschöner Vertrautheit an …

      Da ich diesen Blog hier über Monate mitlese, war nicht zu umgehen, mitaufzunehmen, was Sie hier so verbreitet haben. Das Sie Positionen der Regierung Syriens je übernommen oder zustimmend bewertet hätte, habe ich tatsächlich nicht in Erinnerung. Sollte es sich allerdings anders verhalten, ist es keine „dreiste Lüge“, sondern vielleicht(?) meine Unzulänglichkeit die Textfülle zu überschauen. Im übrigen habe ich meinen Eindruck auch bei Stichproben beim Hineinschauen in Ihren eigenen Block gewonnen, nicht nur die von Ihnen hier abgegebenen Meldungen, vermitteln mir Ihre Einseitigkeit.

      Ist aber auch nicht weiter von Belang, ob ich dies so sehen, weil dies ehe in fast jeder Ihrer Meldungen neu belegt wird. Und bei Ihrem Geltungsdrang wird die Verbreitung ja wohl anhalten …

      Grüße

    • Enis

      @Tom
      Hast du wieder ein Anfall von wirren Theorien. Gib mal deine Quellen an..

      Tom gestatte mir eine unübliche Frage, welche mir seit Monaten am Herzen liegt. Hast du jüdische Wurzeln, Freunde, Bekannte, Kontakte oder ähnliches? Erkläre dir später warum ich dir diese stelle.

      Du hast deinen Einsatz hier zum persönlichen Ueberlebenskampf verwandelt, sodass du jede kleinste Meldung wonach die syrische Regierung einen möglichen Kompromiss zustimmen könnte sehnsüchtig als Bestätigung für deine Einschätzungen
      aufgfreifst.

      Zudem hast du dich selber disqualifiziert, indem du dich für Obama entschieden hast, als ich dich fragte ob du für oder gegen Syrien bist. (Auf der Seite Putins kannst du sicherlich nicht sein)

    • „Das ist eine fette und dreiste Lüge ala John, zumal ich Dich nicht kenne, was weißt Du schon, was ich hier gepostet habe, Mensch?“

      Ich (ex Com. John) war an der Diskussion gar nicht beteiligt!

      @ Apxwn
      Wie lange hast du vor den Mann hier noch schreiben zu lassen!?

      Ein paar Postings weiter oben heisst es bei ihm:

      „Also Leute: Führt Krieg entweder auf eigene Rechnung, oder sterbt als das widerliche Viehzeug, zu dem der Anschluß an Schlächter euch werden läßt!“

      Erneut wird eine Mehrzahl von Nutzern beschimpft u. herabgewürdigt.
      Apxwn, nennst du das einen normalen Blog?

    • comrade-1945
      Sie, comrade, mit drauf zu knallen, ist, wie bei früheren Beispielen zu beobachten, eine Technik von Tom. Ihm hätte gefallen, das Sie mich angehen.

      Ich habe hier auch nur mal geschrieben, (und sehe meine schriftliche Meldung recht temporär), da ich aus Diskussionen in meinem Umfeld, wo einige auch in diesen Blog hier zuweilen reinlesen, vermehrt höre, dass gerade die Positionen und Verwicklungen die TomGard hier hervorbringt und teils geschickt am laufen hält, andere abhält hier beizutragen bzw. beizubleiben. Ich unterstelle, gar nicht beiläufig, dass dieser Effekt nicht TomGards geringstes Ziel ist. Seine wortreichen Verhüllungen seiner Anhängerschaft, ja fast Verehrung gegenüber den imperialistischen Kriegstreibern, lässt manch andere davor scheuen hinter seine vergiftete Fassade zu schauen.

      Als ich mich meldete, wollte ich ausdrücken, das es schade ist, das hier in dem eher wertvollen Blog, soviel Energie in die Richtung von TomGards Störungen geht. – Durchaus liefert er, eingestreut, erweiternde Stichworte, die nicht sämtlich unnütz sind, jedoch fast stets von soviel Gift umgeben sind, dass man (sorry) nachdenkt, ob wer ihn nicht mal 3 Tage fesseln könnte. Nichts richtig übles ihm tun, nur mal fesseln (oder anderes taugliches) und zur Ruhe kommen lassen, diesen Tom. Ich will hier jedoch an sich nicht gegen den TomGard Position nehmen. (Ich sprach ja, dass es schade ist, das soviel Energie in diesem Blog da hingeht. Ich brachte es hier dennoch an, weil ich mal von außen „zwischenrufen“ wollte, was Leser des Blogs, die sonst nicht posten wahrnehmen). Die Büttel des herrschenden Systems sind austauschbar. Tom läuft länger nun schon so heiß, wenn er kein Apparat ist, hält er das ständige kochen nicht viel weiter durch und wird wohl ausgetauscht. Der Feind macht seine Arbeit, was aber auch zu erwarten ist …

      Grüße

    • Nobilitatis

      Gerade die Christenfrage eignet sich überhaupt nicht zur territorialen Auflösung Syriens. Und andere Ethnien haben auch kein Interesse daran (Drusen, Alewiten, Schiiten, noch nicht mal die Kurden).

    • War auch nicht gesagt, dass sich die „Christenfrage“ EIGNET. Gesagt habe ich ,dass dies zunehmend vorgebracht wird. Die „Christenfrage“ ist ja auch nicht für die syrische Öffentlichkeit vorgetragen, sondern für die kriegsmüde westliche Öffentlichkeit um damit an die Verantwortung für die Glaubensbrüder zu appellieren. Wir haben da keinen Dissens miteinander, soweit ich sehe. Ich wollte auf die Propaganda hinweisen, die noch auf uns zukommt.

      Die Ethnien die Du anführst und alle übrigen Syrer sind auch nicht gefragt worden, ob sie wollen das die Söldner „für“ die Syrer kämpfen sollen. Es wurde von außen vollbracht. Die kriegstreibenden Allianzen werden schon Schichten ins Feld führen, die eine Teilung Syriens befürworten, wenn denn dann nur endlich „Frieden“ einkehrt… In Jugoslawien kam die territoriale Spaltung des Landes auch nicht aus der Gesellschaft, bis die Terrorbanden der UCK und anderer die Menschen dazu brachten, dass sie nicht mehr miteinander leben konnten.

      Grüße

    • Ich habe gerade diesen kleinen Artikel von Domenico Losurdo gelesen. Dort wird dargelegt, mit welchen Propagandamittel unsere Gegner arbeiteten und sicher auch jetzt z.B. gegen Syrien arbeiten.
      http://www.voltairenet.org/article180237.html

      Auch wenn vieles im Artikel genanntes inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, ist es doch nützlich sich, gerade wenn aktuelle Vorgänge undurchsichtig scheinen, in Erinnerung zu rufen, wie der Feind bislang vorging.

      Grüße

  • LeChevalier

    Präsident Assad soll nach einem Treffen mit seinen Generälen den Befehl erteilt haben, Aleppo endgültig von den Teufeln zu befreien. Man habe die wichtigsten Stadtviertel eingekreist, die Schlange soll jetzt gewürgt werden.

  • Anonymous

    Was heißt soll („soll befohlen haben“, …)? Quelle? Sonst ist das nur eine Latrinenparole, leider.

    Nicht, daß ich es nicht wünschen würde die Orks in Aleppo zusammengeschossen zu sehen, aber ohne Quellenangabe Ihrerseits sind das alles nur Gerüchte.

  • kaumi

    @Lurker

    Dieser Zettel, über dessen Authentizität ich nicht urteilen kann, ruft, mit Datum des 20.09.13 tatsächlich zur Mobilmachung – oder Zwangsrekrutierung – auf. Allerdings: von der islamischen Sektion Ost-Ghouta, gerichtet an alle Männer der Jahrgänge `83 bis `93.
    Würde mich schon interessieren, wie man Männer zum Zwangsdjihad bringen möchte…

    • Nobilitatis

      Mit Giftgas?

    • @kaumi
      „Würde mich schon interessieren, wie man Männer zum Zwangsdjihad bringen möchte…“

      Hintergründig geht es vielleicht auch darum, dass die sogenannten „Aufständischen / Terroristen“ damit einen Teil der sogenannten „Staatsgewalt“ demonstrieren wollen, um einen weiteren Beleg für völkerrechtliche Forderungen zur Anerkennung als rechtmäßige Regierung zu konstruieren.

      LG: Silvio

  • Dike

    Ein ernüchterndes Gespräch mit Mokhtar Lamani, dem Leiter von Brahimis Büro in Damaskus.

    http://www.jungewelt.de/2013/09-21/054.php

    • kaumi

      Und genauso sieht es aus…

    • Anonymous

      Exakt. The damage is done. Nicht umsonst nennt Assad in seinem FOX-Interview die Heilung der verletzten Gesellschaft als zweite Priorität nach der Bekämfung des Terrorismus und vor dem Wiederaufbau.

    • Markus

      danke, sehr informativer Artikel.
      „Aber wie kann man dieses Volk heilen?“
      Der Islam wird diese Menschen wahrscheinlich nicht heilen. Ich sehe diesen leider eher als den Kern des Problems, so leid es einem um die gläubigen Menschen tut, denke ich das dieser eine große Lüge ist. Assads Rücktritt würde ein Stück weit Gerechtigkeit schaffen und den Konflikt vielleicht die Möglichkeit zur Selbstheilung geben, was denke ich auch die simple Position des Westens ist. Die religiösen Differenzen können sicher in einen demokratischen friedlichen Umfeld leichter gelöst werden, als dies jetzt der Fall ist.

  • kaumi

    Kann sich noch jeder an Riad Asaad erinnern? Ehemals „miltärischer Leiter der FSA“ und nach erfolgtem Attentat nun amputiert im türkischen Exil, aD?
    Jedenfalls gab dieser Mann einer saudischen Zeitung vor 3 Tagen ein Interview. Hier einige übersetzte Auszüge, möglichst wertfrei(http://www.syriatruth.org/%D9%85%D9%82%D8%A7%D8%A8%D9%84%D8%A7%D8%AA%D9%88%D8%AD%D9%88%D8%A7%D8%B1%D8%A7%D8%AA/tabid/86/Article/10559/400.aspx):

    – die NK ist durch „Mitglieder der Shabiha“ durchsetzt
    – er hätte als Lohn in seiner Amtszeit lediglich 2 x 100.000 US-Dollar erhalten
    – Mustafa Al Sheich stand kurz vor seiner Ernennung zum Vorsitz. Als der sich aber über Teile der Rebellen beklagt hätte, sie würden „das Land zerstören und Zivilisten umbringen“, hätte er, Asaad, alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihn auszubooten: “ wie solle man so einem eine Führungsrolle anvertrauen, der die eigenen Kämpfer als „Zerstörer und Mörder“ bezeichnet?
    – der syrische Geheimdienst der Luftwaffe, hätte vor dem erfolgten Attentat bereits versucht, ihn zu töten, was der türkische Geheimdienst zu verhindern wusste. Noch heute würde er eng und intensiv von den Türken bewacht, die er als „agilste und aktivste Kraft“ im Rahmen der „syrischen Revolution“ erachte.
    – die Zahl der desertierten Offiziere gibt er mit 400 an
    – er hätte Waffenlieferungen unter seinem Namen aus Libyen erhalten, die er aber nie „angenommen“ hätte. Diese Lieferungen aus Libyen würden immer noch existieren. Die Abnehmer seien inzwischen die Brigaden der FSA

  • Enis

    eine Belgierin berichtet über das Treffen mit Assad..

    http://www.rtbf.be/info/monde/detail_le-president-assad-serait-pret-a-une-ouverture-confie-t-il-a-veronique-de-keyser-ps?id=8094573

    (Sie berichtet von Jumbalats Eingeständnis, wonach 67% der Syrer hinter Assad stehen, aus welchem Grund auch immer)

  • Dike

    Ein Interview mit dem Minister für Elektrizität Khamis. Ergreifend schildert er, wie die Terroristen gezielt die Ingenieure töten, die versuchen, die Stromversorgung selbst in den Gebieten, die von den Terroristen kontrolliert werden, wiederherzustellen. Die syrische Regierung will eben nicht die Bevölkerung dafür strafen, dass sie in den Gebieten der Terroristen leben.

    Die EU hat diesen Minister, der äußerst bescheiden ist, auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Wie beschämend ist das denn?! Ich würde liebend gerne über einige euopäische Minister Sanktionen verhängen. Die hätten es auch verdient.

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/833777.strommasten-im-fadenkreuz.html

    • …warum steht er auf dieser Liste?
      Die EU ist kein demokratisch legitimiertes Organ. Für mich Unverständlich warum diese Sanktionen überhaupt verhängen darf.

      Wenn das EU Parlament solche Sanktionen verhängen würde, wäre es zumindest demokratisch akzeptabel.

    • Dike

      Ich weiss nicht, warum er auf der Liste steht. Vielleicht hat er ein Euro Konto irgendwo. Bestimmt keine Millionen. Das sind doch alles kleine Fische. Es ist einfach widerlich, wie immer mit zweierlei Mass gemessen wird, wie man die grossen laufen lässt und die Schwachen zerfleischt. Was hat dieser Minister für ein Verbrechen begangen? Der Rat der EU hat ihn auf die Sanktionsliste gesetzt. Warum? Weil die EU meint, ein in ihren Augen verbrecherisches Regime zu bestrafen. Wenn ich darüber nachdenke, was Politiker wie Hague oder Fabius für Kriegstreiber und Lügner sind und sich bestimmt in der Zwischenzeit die Taschen vollstopfen, was müssen die dann eigentlich für Strafen bekommen?

  • Dike

    Und noch ein interessanter Artikel, der das eigentliche Motiv der Kämpfer/Terroristen in Erinnerung ruft und Kaumi, vielleicht hilft ja Geld ein bisschen nach bei der Rekrutierung in Ghouta.

    Immer der Spur des Geldes folgen!!!

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/833855.das-eigentliche-motiv-ist-das-geld.html

  • Dike

    Noch eine Frage, die mich sehr beschäftigt. Bei dem Giftgaseinsatz konnte man in den Filmen Kinder sehen, die den Anschlag überlebt haben. Ein kleines Mädchen rief immer wieder (ich lebe, ich lebe).
    Wo sind diese Kinder jetzt? Sie sind doch wichtige Zeugen. Gibt es Psychologen, die sich um die Überlebenden kümmern und sie befragen?

  • „Russland könnte seine Position zu Syrien ändern, wenn es klar auf der Hand liegt, dass Präsident Baschar al-Assad betrügt“, sagte der Chef der russischen Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, am Samstag in Stockholm in der 10. Konferenz des Londoner internationalen Instituts für strategische Studien. Das alles sei aber „theoretisch und hypothetisch“. „Aber wenn wir sicher sind, dass Assad lügt, könnten wir unsere Einstellung ändern.“
    http://de.rian.ru/security_and_military/20130921/266923567.html

    Wem hat er eine Tür aufgemacht?
    Warum hat er das?
    Assad in die Mausfalle tapsen lassen und jetzt zum Abschuss frei gegeben? Ist Putin nur von Idioten umgeben?

    Die Vernichtung der chemischen Waffen in Syrien garantiert laut Präsidialamtschef Sergej Iwanow ganz und gar nicht, dass Syrien vor einem Schlag verschont bleibt.

    „Da bin ich nicht sicher“, sagte Iwanow in der großen Samstag-Nachrichtensendung des TV-Kanals Rossija 1, die bereits im Fernen Osten ausgestrahlt wurde. „Ich schließe nicht aus, dass sie (Westen) irgendeinen anderen Vorwand finden werden.“
    http://de.rian.ru/security_and_military/20130921/266924411.html

    Interessant…

  • Enis

    @Triangolum

    Ich habe auch mit befremden diese Aussagen verfolgt. Die russischen Freunde überraschen uns immer wieder mit „hypothetischen“ Aussagen. Die Frage ist nur folgendes, warum haben sie die letzte Angriffsaggression bis zuletzt mit scharfen Worten und diplomatischem Geschick abgewendet, um jetzt einen Angriff zu gestatten?

    In diesem Zusammenhang hat mich sogar der Iran riesig enttäuscht. Der hätte sich bestimmt nicht in die Kampfhandlungen eingemischt. Ich habe mehr Vertrauen in die Russen als die Iraner. Was militärische Unterstützung mit Kämpfern anbelangt, so haben wir ohnehin nur Verlass auf die libanesischen Brüder.

    Warum uns die Russen nicht an die Aggressoren servieren werden, habe ich zuvor detailliert geschildert. Darum bleibe ich dabei, dass Iwanows Aussagen einzig darauf ausgerichtet sind den syrischen Freunden Druck zu machen, um wirklich alles zu liefern. Sonst wird auch Russland das Gesicht verlieren.

    • habkind

      Russland hat immer gesagt, es steht auf der Seite des Rechts. Es stehe nicht auf der Seite Assads, sondern der Bevölkerung bzw. des Völkerrechts.
      (Putin war mal am Anfang der Krieges über die Europäar verärgert, weil sie von ihm forderten, er solle auf seinen Freund Assad einwirken. Da hat er erwidert, dass Assad ja ihr Freund wäre, denn er würde sich weit aus öfter in Europa aufhalten als in Russland.)
      Und aus diesem Verständnis macht die Aussage schon Sinn: wenn Assad gegen die Vereinbarungen zuwiderhandelt, könne man sich …).
      Damit sagt Russland nur wieder, was es bisher gesagt hat, dass sie nämlich nicht hinter der Person Assads stehen, sondern hinter dem Staat Syrien, der Bevölkerung und dem Internationalen Recht.