Gewaltmarsch nach Bilad al-Sham

“Die Obama-Administration wird weiterhin eine Resolution anstreben, in der eine militärische Option für den Fall vorgesehen ist, dass die Regierung Assad sich nicht an den Plan der USA und Russlands hält, die syrischen Chemiewaffen zum Zwecke der späteren Vernichtung in internationale Kontrolle zu übergeben…” (Quelle)

Das wird dann wohl die Hauptlinie des für den 24. September geplanten Auftritts Obamas vor der UN-Vollversammlung werden. Nimmt man diese Fristen, so ist offensichtlich, dass diese Resolution ungleich länger vorbereitet und ausgearbeitet wird, als alle vorherigen – nicht verwunderlich, denn die früheren dem UN-Sicherheitsrat vorgelegten Resolutionsentwürfe waren von vornherein nur wegzuvotierende Makulatur und dienten dem Westen zu nichts anderem, als einmal mehr die “starre Haltung Russlands” zu belegen. Diesmal ist alles anders, also dauert es. Schon in Genf haben die jeweiligen Fachleute und die Außenminister der USA und Russlands 4 Tage für die Absprachen gebraucht. Die Intensität der Arbeit spricht eigentlich dafür, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die nächste Resolution durchkommt.

Die Verlautbarungen der Amerikaner über die unbedingt aufzunehmende Gewaltandrohung kann man erst einmal beiseite legen – momentan handelt es sich nur um ihre Wünsche und eine gewisse Druckausübung. Aber man sollte sich natürlich nichts vormachen. Sowohl die USA als auch Russland sind darauf aus, jetzt etwas zustande zu bringen. Das jeweilige Vetorecht bleibt natürlich unangetastet, aber dieses einzusetzen, entspricht ganz und gar nicht den Interessen von 4 der 5 Vetomächte (mit Ausnahme des schweigenden China). Das chinesische Abstimmungsverhalten im Sicherheitsrat hat aber eine gewisse Tradition – nicht allein gegen etwas stimmen, das China nicht direkt betrifft. Deshalb kann man davon ausgehen, dass China sich zumindest enthält, wenn die anderen übereingekommen sind.

Ein Veto gegen die kommende Resolution wäre das Fiasko aller bisherigen Bemühungen und wird sich auf der Reputation Obamas wie auch Putins niederschlagen. Die kommende Woche wird für die Lage in und um Syrien also entscheidend. Dabei geht es nicht nur um den immer noch in der Luft hängenden “chirurgischen” Angriff der Amerikaner, sondern auch um die praktische Umsetzung dessen, was die Resolution vorsehen wird – und die Umsetzung bedeutet ein unvermeidliches Eingreifen anderer Staaten in die inneren Angelegenheiten Syriens. Das Chemiewaffenarsenal muss abtransportiert werden, was ohne ein gewisses Kontingent an ausländischem Personal kaum vorstellbar erscheint. Dann ist es naheliegend, dass es massive, oder auch weniger massive, Angriffe der unkontrollierbaren Terrorbrigaden gegen dieses Kontingent geben wird, und – schwupp – wird es zu einer der Konfliktparteien.

Es geht hier schätzungsweise um eine Größenordnung, die Putin in seiner relativ locker hingeworfenen Phrase beim Valdai-Forum angedeutet hat: er lehnte es faktisch ab, einfach so eine hundertprozentige Garantie dafür zu sehen, dass Syrien seinen auf sich genommenen Verpflichtungen nachkommt. Dazu kommt die etwas seltsame, wenn auch explizit “hypothetische und theoretische” Bemerkung Iwanows, Assad könnte “cheaten”, und dann… Auf jeden Fall bereitet Russland ganz offenbar den Boden dafür vor, ein ganzes System an Garantien dafür aufzufahren, dass Syrien sich haargenau an die Forderungen der absehbaren Resolution hält. Das einzige, was eine solche handfeste Garantie darstellen würde, ist eine Beteiligung ausländischer Kontingente für die Sicherstellung der Chemiewaffen und der Objekte, an denen es sie gibt.

Revers der russischen Medaille „Teilnehmer des Gewaltmarschs [Bosnien-Kosovo] vom 12. Juni 1999“

Bislang gibt es aber offenbar keine Übereinkunft, wer genau seine Leute entsendet, und Russland versteht wohl die Gefahr und das Risiko eines solchen Schritts, weshalb in den oben angesprochenen Phrasen schrittweise eine Begründung für die eigene Beteiligung zurechtgelegt wird. Eine mögliche Anwesenheit russischer Truppen ist keine allzu günstige Entwicklung der Situation, aber eine regelrechte Katastrophe wäre es, wenn unter dem Vorwand “Sicherstellung der Chemiewaffen” gar NATO-Leute (sagen wir, beispielsweise die Türken) in Syrien eingesetzt würden.

In diesem Fall kann es bei aller Schwierigkeit einer solchen Entscheidung zu einer Wiederholung des russischen Gewaltmarschs nach Pristina kommen. Was Präsident und Chef der Präsidialadministration verlauten ließen, passt jedenfalls zu einer solchen Entwicklung.

Russland hat sich im Verlauf der jüngeren Geschichte schon in solchen Lagen befunden und weiß wohl, wie sich solche Situationen entwickeln können. Der “Georgienkrieg” von 08.08.2008 war im Grunde unter dem Vorwand ausgebrochen, dass die dortigen russischen Friedenstruppen zu einer Konfliktpartei wurden, da sie angeblich Ossetien unterstützten. In Wahrheit ging es in solchen Fällen um die Unterbindung von Provokationen von georgischer Seite, nur waren die ja genau darauf angelegt gewesen, die Friedenstruppen zu aktivieren und damit einen Grund für den Angriff auf Zchinwal zu schaffen.

Man muss es also nicht bezweifeln, dass eine eventuelle russische Präsenz in Syrien (die eines anderen Landes ist momentan schwer vorstellbar) analog ausgenutzt werden wird. Der Unterschied zu Südossetien ist dabei allerdings, dass zwischen Russland und Syrien nicht bloß der Roki-Tunnel liegt, und die georgischen Truppen in Zchinwal, die eher an ein Strafkorps erinnerten, nehmen sich gegen die Al-Nusra-Brigaden wie Meerschweinchen aus. Man erinnere sich an die Fatwa des Yussuf al-Qaradawi. Welch eine Motivation!

Das Hauptproblem aber ist etwas größer. Wie jedes Problem hat auch dieses einen Namen: Königreich Saudi-Arabien.

Am 21. August 2013 hat dieser politisch eigentlich drittklassige Staat die Region, vielleicht sogar die Welt in eine Krise und in die Gefahr eines grösseren Regionalkonflikts gestürzt, dessen Entwicklung überhaupt nicht abzusehen war. Solche Dinge kann man niemandem durchgehen lassen – und das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Vielmehr ganz simple Vorsicht – lässt man den Saud das durchgehen, schafft man Präzedenzen und die Provokationen gehen weiter. Womöglich in noch größerem Maßstab.

Es ist zwar klar, dass niemand Er-Riad bombardieren wird, kaum denkbar ist auch, dass jemand nächtens heimlich am Tropf des Königs herumfuhrwerkt. Aber die Umrisse dessen, was gestartet werden könnte, kann man beispielsweise an der jüngsten Äußerung des iranischen Präsidenten Rohani erkennen. Er erwähnt in seinem Op-ed in der “Washington Post” sicher nicht einfach so Bahrain: “Wir müssen auf einen nationalen Dialog hinarbeiten, ob in Syrien oder Bahrain”. Die Entmachtung der al-Khalifa, die sich nur dank saudischer Armee und de-facto-Okkupation im Sattel halten, könnte für Saudi-Arabien zum Beginn seiner eigenen Katastrophe werden.

Ohne eine regelrechte Abstrafung der al-Saud hängen jegliche Pläne Obamas, Putins und Rohanis in der Luft des Ungewissen, und wenn die Gespräche zwischen Obama und Rohani bewirken, dass der Iran ein wenig freie Hand auf der Arabischen Halbinsel bekommt, dann ist das im Interesse aller.

Wie dem auch sei, das, was gerade in New York vor sich geht, kann man wohl gut und gern als die höchste Kunst der Diplomatie und der internationalen Politik ansehen. Kaum jemals hat es eine solche Situation gegeben, wie jetzt in Syrien. Die Diplomaten der Beteiligten schlagen sich die Nächte um die Ohren, arbeiten an Plänen und Varianten, und dabei wissen sie, dass 90 Prozent davon bald Makulatur sein werden – bis zur wahrscheinlichen Annahme der Resolution ist es nicht mehr lang.

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  • kaumi

    @apxwn

    wie (!) auch immer eine Resolution durchgewunken werden sollte, wie auch immer im Vorfeld die Analysen und Stimmungen gedeutet werden mögen: Russland KANN und WIRD nicht eine Abkehr seiner Politik durchführen.
    Ich glaube, dieses Thema haben wir in den letzten Jahren seit März 2013 in schöner Regelmäßigkeit gehabt. Putin hat gesagt, Lawrow hat behauptet, der westlich orientierte Flügel im Kreml hat an Strippen gezogen usw usf…
    Assad (als Synonym) für die aktuell führende syrische Regierung ist die einzige Verhandlungsmasse. Die einen wollen und müssen ihn (und die jetzige zusammengesetzte Führung) resezieren, die anderen müssen und wollen genau dieses verhindern. Diese Gleichung hat sich seit besagtem Frühling im Jahre 2013 nicht mal um eine Null rechts vom Komma verändert.

    Fakt ist doch: Trotz aller Mühen und Investitionen gibt es den Assad noch und trotz aller Prognosen und scheinbarer Abkehr der („feigen“) Russen, sind sie auf syrischer Seite immer noch der allesentscheidende Bigplayer. Ich behaupte:
    Das wird sich eben nicht ändern. Die Gründe für die erfolgte Positionierung Russlands und für meine subjektive Meinungsänderung (sind hier bereits mannigfach diskutiert worden) haben sich nicht verändert. Also warum sollte es einen Grund geben, die Politik zu ändern? Es gibt keinen!

    Es wird angesichts der sich nicht zu vereinbarenden Lösung in Syrien irgendwann zu einem Showdown kommen müssen, an dem die eine Seite (USrael) oder Russland die Hosen runter lassen muß. Noch sehe ich nicht Russland mit wehendem kleinem Putin vor mir stehen!

    Eine kleine Info OT: es wurde von Beweisen gesprochen, die Syrien Russland übergeben haben will. Es geht wohl um die Überreste von mit Sarin kontaminierten Geschoßen russischer Produktion, die in Ost-Ghouta gefunden wurden. Hierbei soll es sich um ein Waffensystem handeln, dass die Russen 1967 an Libyen (passt wunderbar), Ägypten und den Jemen verkauft haben. Syrien gehöte explizit nicht zu den damaligen Käufern.

    • Eben, und dahingehend versuche ich ja auch Putins Äußerungen im Valdai-Forum und Iwanows gestrige zu deuten..
      Zu den Geschossen, das sah man auch im UN-Bericht. Die 140-Kaliber-Granaten (nicht „Boden-Boden-Raketen“, wie in der Presse zu lesen war) , sind uralte Munition aus den 50er – 60er Jahren und bei der syrischen Armee nicht in Gebrauch.

    • @kaumi
      Ich kann Dir nur zustimmen …möchte aber hinzufügen; vergessen wir China nicht, auch wenn sich das „Land der Mitte“ in seinen Verlautbarungen sehr zurückhält, die Interessen sind identisch.

      Beide Länder werden durch die gleichen Mächte bedroht, die jetzt gegen Syrien ins Feld gezogen sind.
      Die Mittel und Mechanismen welche durch die USA und ihre Verbündeten dazu eingesetzt werden sind identisch zur Vorgehensweise in Syrien:

      In Frage stellen der Legitimität der Staatsführung unter Vorwurf von Wahlmanipulation und mangelnder Demokratie, Unterstützung von NGO’s und wahabitischen Predigern zur Aufwiegelung der Gesellschaft, Infiltration mit „Schläfern“ zum Aufbau der Logistik, eindringen mit ausländischen Kämpfern usw.

      Belege dafür gibt es zur genüge und meistens geht es um Öl oder Gas oder im Falle Chinas auch um „seltene Erden“.

      Russland hat in der Diplomatie, zugunsten Syriens und in Fragen zugunsten des bestehenden Völkerrechts, seit gut zweieinhalb Jahren die Führung übernommen und China kümmert sich um strategische Schachzüge im gegenwärtigen Wirtschaftskrieg, die jedoch erst in einigen Jahren greifen.
      Dabei geht es, …unter anderem…, um die freie Konvertierbarkeit von Währungen in einer multipolaren Weltordnung, freien Zahlungsverkehr und Börsenhandel usw.

      Ich zweifle keinen Augenblick daran, dass sowohl Russland wie auch China, in letzter Konsequenz, zu Syrien halten werden.

    • @ kaumi
      Zustimmung.

      Es ist doch letztlich nur wichtig, dass das syrische Volk überlebt.
      Assad hat gesagt, er vertraue den Russen, und er vertraue ihnen heute noch mehr als vor zweieinhalb Jahren. Dagegen kann man doch eigentlich nichts mehr sagen, Kritik u. andere Erwartungen (wahrscheinlich subjektiv überzogene) zählen nicht. Das ist also der Massstab, den ich an die aktuelle Entwicklung anlegen möchte.

      Assad hat die Einheit des Landes, die nationale Unabhängigkeit u. das Selbstbestimmungsrecht verteidigt, und er wird es solange wie nötig u. so gut wie möglich auch weiterhin tun. Der Fortbestand der säkularen Grundordnung ist wahrscheinlich, denn für was anderes hat die SAA, haben alle regierungsloyalen Syrer nicht gekämpft u. die Zivilisten gelitten.
      Die Russen haben sich verhältnismässig weit für Syrien aus dem Fenster gelehnt, eine Wende ins Gegenteil geht ohne Gesichtsverlust nicht mehr; Putin lässt sich vermutlich an diesen seinen grossen Worten messen, auch wenn sie im jetzigen Einzelfall (Syrien) ja nichts über die politischen Kompromisse aussagen (mögliche Machtbeteiligung von Spitzbuben des SNC usw.), die Assad voraussichtlich eingehen muss.

  • kaumi

    Korrekturen, da früh am Morgen und ich noch nicht mal einen Kaffee intus habe:
    2011 nicht 2013 und Meinungsäußerung nicht Meinungsänderung.

    Sorry!

  • Der Haupt-„Witz“ – andere Worte wären passender – des Eintrages ist hier zu sehen, das ist „Bilad al Sham“ in seiner historisch stabilsten Gestalt.
    Dies Kalifat der Umayyaden entstand nach dem Ende des fünfjährigen Krieges (~661), der zum sunnitisch-schiitischen Schisma führte. Das einförmige Grün der Karte täuscht, bzw. zeigt nur die Grenzen des theokratischen Anspruchs muslimischer Herrschaft gegenüber der nichtmuslimischen Welt. Die Gebiete waren in „Junds“, sog. „Militärdistrikte“ aufgeteilt. Grob gesagt umfasste das heutige Staatsgebiet Syriens die Junds und heutigen Gouvernorate Damash (incl. Teile des Libanon), Homs (dito + Tartus) und Aleppo (+ Latakia und Deir Ezzor). Die heutigen Verwaltungsbezirke entstanden im Wesentlichen schon damals unter dem Namen „Wilaya“. Sie bestimmten die Herrschaftsteilungen des Ottomanischen Reiches und der kolonialen Verwaltungsmächte, auch im „Jund Palästina“ und „Jund Jordanien“!

    Kartenbeispiele (nur auf die Schnelle aus Wikipedia gezogen):
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:Ottoman_Syria_1900.svg
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:French_Mandate_for_Syria_and_the_Lebanon_map_en.svg

    Apxwn, der schon mehrfach mit Geschichtskenntnis geglänzt hat, legte seinen Lesern also ein „Ei“, von dem er wußte, daß 99% von ihnen so ein buntes Ding noch nie gesehen haben und von diesen 99% nur eine kleine, ernsthaft interessierte Minderheit nachschauen würde, was für eine „Folklore“ wohl hinter „Bilad al Sham“ steckt. Aus dem Ei schlüpft eine Fortsetzung des voran gegangenen Eintrages, in dem Apxwn die jüngste Vereinbarung von Genf als eine Form beschrieb, die eine „Achse des Guten“ (Zitat) gegen das Zentrum des Bösen (abgeleiteter Ausdruck von mir) in Tel Aviv aufnehmen solle, die von Washington (Teilen davon) über Moskau (dito) nach Teheran (dito) verlaufen solle.

    Ich halte diese „Achse“ für einen Schmarrn, aber der Gedanke und damit kurzfristige Allianzen auf dieser Ebene haben gewissermaßen ein aktives „Kernel“ – das ist das in diesem Forum schon mehrfach (von mir wie Apxwn) erwähnte Motiv, den Iran auf militärpolitischem Wege von den ökonomischen Interessensphären einer souveränen islamischen Republik in Zentralasien mit Erweiterung nach China abzulenken, die iranische Interessensphäre neokolonial „nach Westen“ umzulenken. Davon profitiert mittelbar auch Russland, weil es seinen Interessen politische und ökonomische Räume in China schafft: Im Maße, wie es dem Imperium gelingt, China vom Pazifik abzuklemmen, muß es sich im Hinblick auf Rohstoffe und Verkehrsanbindung mehr an Russland halten.

    Im Hinblick auf den Iran ist das übrigens grundsätzlich ein vielversprechendes „Kernel“, und zwar nicht, wegen „North Dome“ und seiner gewünschten westlichen Vermarktungstrasse, sondern weil die urbane Elite Persiens „westlich“ ist – sie hat schon mit den Schwergewichten unter den unmittelbaren territorialen und maritimen Nachbareliten im Osteen – den pakistanischen und indischen – nichts, rein gar nichts gemein!
    Die Abwicklung und Umkehrung der Herrschaft der Provinzen über die Städte, die in der islamischen Revolution des Iran geschaffen wurde, verläuft daher zwingend in westlichen, nicht östlichen Bahnen.

    Soviel für den Moment.

    • TomGard

      Ich halte Apxwn’s Darstellung einfach für zu wichtig und im deutschen Sprachraum (vielleicht auch außerhalb) ziemlich allein stehend (zumindest außerhalb mehr oder minder geschlossener akademischer Debatten) um dazu zu schweigen.
      Es wäre echt nett, wenn sich die üblichen Verdächtigen mal für drei Tage mit ihren Lügen-, Schimpf-, Beleidigungs- und Herabwürdigungskampagnen zurück halten könnten, danach mögt ihr euer Pogrom wiederaufnehmen, okay?

    • Enis

      @Tom
      die Tatsache, dass du dich von diesem Blog nicht lossagen kannst, spricht doch dafür, dass Apxwn’s(was für ein grausamer Pseudonym) Beiträge sehr interessant sind. Noch wichtiger ist jedoch, dass ihn alle verstehen können. Das ist der feine Unterschied zu deinen Ausführungen.

      Spiel jetzt nicht den erzogenen beleidigten. Wenns nach dir ginge sind wir alles Pack.

      übrigens du schuldest mir noch eine Antwort..

    • Mal ganz abgesehen davon, dass die Karte von TomGard nicht Bilad al-Sham zeigt…

      Bilad al-Sham ist ein wechselnd genutzter Begriff, der grob gesagt für die arabischen Gebiete zwischen Ägypten, Irak und dem Hijaz verwendet werden, also Libanon, Palästina, Jordanien und Syrien und wahlweise auch mal Irak.

      Der Name Bilad al-Sham bedeutet nichts anderes als die Länder von al-Sham, wobei al-Sham ein anderer Name für Damaskus ist.

      Insofern war apxwns Begriffswahl korrekt oder zumindest nicht falsch.

    • @Unknown – danke. Beim Schreiben von Texten ist bei mir die Überschrift normalerweise das Letzte, was ich mir (manchmal ziemlich mühsam) ausdenke. TG hat eher die Agenda mir (und „den Russen“) nachzuweisen, dass – sofern ich das richtig verstanden habe – die Russen mit den Türken gemeinsame Sache machen und Syrien unter verschiedene „Protektorate“ stellen wollen. Dafür sei ich eines der Propaganda-Sprachrohre.

      Ansonsten setze ich mal kurz den eisernen Besen an. Leute, ein von euch bemängelter Kommentar ist von 17:22 Uhr, jetzt ist es 22:23 Uhr. Ich bin doch nicht rund um die Uhr hier online…

  • TomGard

    Ich möchte ein grundsätzliches Wort zum angeblichen (möglichen) Gegenpol der angeblichen, vorübergehenden, oder auch dauerhafteren Allianz sagen, die man mit guten Gründen zumindest schattenhaft hinter den russisch-amerikanischen Vereinbarungen zu erkennen meinen kann.

    Kein Vertreter einer politisch handelnden Kraft im Imperium, auch nicht McCain oder einer seiner Verbündeten im US-Senat, wird (ist keine Kamera in der Nähe) bestreiten, daß der im September 2001 begonnene Weltkrieg der USA der Defensivkrieg einer im historischen Sinne scheidenden Hegemonialmacht ist.

    Um diese Aussage vollständig verstehen und die Folgerungen ziehen zu können, muß sich der Leser leider, bitte, klar machen, daß jeder Krieg von einer herrschenden Elite als ein Defensivkrieg begonnen wird. Sie verteidigt ihre Machtbasis indem sie Ansprüche, die ihr aus dieser Basis an deren Umfeld erwachsen, durchzusetzen sucht; die Durchsetzung von Ansprüchen ist das in Erscheinung tretende offensive Moment der Herrschaftskriege.

    Da aber jeder Krieg diese Machtbasis selbst für einen äußeren, einen außerhalb ihres Kernbereichs liegenden Zweck beansprucht, daher verschleißt, gefährdet (weil der „Feind“ da „mitredet“) und schlimmstenfalls zur Disposition stellt, werden Kriege nur geführt, wenn sie notwendig sind. Allerdings setzt sich diese Notwendigkeit auf der Ebene der Erscheinungen durch, & d. h. hier:

    Auf der Ebene einer Konkurrenz zwischen Fraktionen herrschender Eliten. Es versteht sich fast von selbst: die Machtbasis einer Elite ist und erscheint in jeder Phase nur in Teilen angegriffen – sonst wäre sie ja schon erledigt – und beruft eine Verteidigung. Andere Teile derselben Elite profitieren vielleicht (historisch immer) von Vorgängen, die andere Teile gefährden.

    Ich gehe auf die konkreten Fraktionen in den USA, die hier oft im Gespräch waren, hier nicht ein, weil mir erstmal an einer Klarstellung der Rolle des liebsten „Volksfeindes, der sog. „jüdischen Elite“ liegt – (welches Motiv ihr mir azu unterstellen wollt, ist mir egal, solange ihr keine Todesschwadronen in meine Hütte sendet!)

    Die Macht der Elite des kolonialen Siedlerprojektes Israel hängt maßgeblich am amerikanischen Imperium. Sie kann dessen historischen Niedergang bzw. die das Siedlerprojekt gefährdende Umwandlung nicht verhindern, aber sie kann beitragen, ihn aufzuhalten.
    Diese Seite – auch von einer Fraktion der israelischen Eliten repräsentiert – schafft eine Identität zionistischer und amerikanischer Interessen überall, wo es um Aufschub des Zerfalls der Hegemonialmacht geht. Es ist hoffentlich klar, wer das Primat in diesem Verhältnis hat.

    Das Primat entfällt für eine zionistische Fraktion, die darauf hinarbeitet, die Abhängigkeit des Siedlerstaates zu mindern und die imperiale Macht der USA regional zu ersetzen. Diese Fraktione wird hier zumeist als „Hauptfeind identifiziert, was eine Wahrheit hat, aber nicht die Wahrheit ist, wie eine nähere Analyse zeigen würde. Hier nur deren allgemeinste Grundlage:

    Weil und so lange das Imperium noch Bestand hat, gibt es eine bleibende Gemeinsamkeit der kämpfenden Fraktionen:
    Der laufende Weltkrieg muß US-amerikanische PLUS israelische Innenpolitik bleiben – nach dem Apercu Kissingers, Israel betreibe nur Innen- keine Außenpolitik, eine Wahrheit, deren allgemeiner Grund in dem steckt, was ich oben über Krieg allgemein sagte.

    Das ist die „zionistisch-amerikanische“ Weltverschwörung abseits völkischer, neofaschistischer Ideologien. Ihr Inhalt ist schlicht:
    Die Zionisten müssen die Konkurrenzebene, auf der israelische Interessen bis zu einer Neuordnung (oder katastrophischen Abwicklung) des Weltmarktes maßgeblich befördert werden müssen , verteidigen – also die Einheit der amerikanischen Föderation. Sie sind in diesem Sinne die verläßlichsten Patrioten der US-Föderation.

    • @TomGard
      (Das ist die „zionistisch-amerikanische“ Weltverschwörung abseits völkischer, neofaschistischer Ideologien.)

      Das könnte ich glatt unterschreiben, soweit ich das richtig verstanden habe! Und ich habe absolut Nichts gegen Juden oder Amerikaner.

      Das ganze bösartige Spiel läuft natürlich auf verschiedenen Ebenen ab. Es sind die Hintergründe der Hintergründe die Du ausleuchtest, …noch ein bisschen länger…noch ein bisschen mehr Kohle, Macht, Herrschaft.

      Tom, wieso schreibst Du nicht in einer Weise die für Jedermann/frau etwas verständlicher ist?

    • Anonymous

      also wenn ich ich so was hier lese:
      „angebliche, vorübergehende oder auch dauerhaftere, zumindest schattenhaft… erkennen meinen zu können“

      dann frag ich mich; was sagt den der Arzt dazu?

      Weiterlesen sinnlose, wenn du spekulieren willst dann geh auf die Börse, oder vielleicht Onlinepoker?

  • @TomGard
    Wieso fängst Du selbst, als Erster, gleich wieder damit an das Feuer anzufachen?

    „Es wäre echt nett, wenn sich die üblichen Verdächtigen mal für drei Tage mit ihren Lügen-, Schimpf-, Beleidigungs- und Herabwürdigungskampagnen zurück halten könnten, danach mögt ihr euer Pogrom wiederaufnehmen, okay?“

    Kannst Du bitte einfach einmal damit aufhören gegen alle anderen Blogteilnehmer ein Feindbild aufzubauen und uns zu beleidigen?

    Dass war doch schon auf Sarsura-Syrien so und gerade Enis war Dir gegenüber auch für konstruktive Diskusionen immer offen!

    Öfter wurdest Du auch für deine wertvollen Infos von uns auch gelobt, aber deine Selbstgefälligkeit und deine zunehmenden Gehässigkeiten in Vulgärsprache, stoßen einfach ab!

    Kürzlich hatte ich tatsächlich den Eindruck eine positive Entwicklung bei dir festzustellen. Eine beleidigende Unterstellung deinerseits hat dies dann aber schnell wieder korrigiert.

    Du hast uns doch auch versprochen dich mit deinen Beiträgen hier kürzer zu halten, mit Link zum Artikel auf deinem Blog.
    Und zum wie vielten Mal hast Du dich unter Getöse und mit üblen Beschimpfungen von uns verabschiedet?

    NIEMAND WILL DICH WIRKLICH VON HIER WEG HABEN!

    Vielleicht kannst Du dich erinnern dass ich auf Sarsura-Syrien einmal Dr.Seidel all zu heftig angegriffen hatte, worauf er mit allen Kanonen auf mich schoss.

    Ich hatte verstanden, das ich Ihn verletzt hatte, obwohl das nicht meine Intension war, worauf ich mich darauf bei Ihm entschuldigte, womit die Sache dann auch erledigt war.
    So einfach geht das…man nennt es Deeskalation.

    Hier und jetzt geht es aber vor allem um Syrien, um das unglaublich grosse Leid dass den Menschen zugefügt wird. Wer ein Herz hat, wird das nie vergessen.
    Unser vordringliches Ziel sollte daher sein, unseren Beitrag zu leisten, um den Frieden in Syrien wieder herzustellen.
    Auch wenn wir in vielen Fragen unterschiedliche Ansichten vertreten können, so gibt es doch eine Übereinkunft die eigentlich für Alle verbindlich sein müsste: Es ist das Völkerrecht.
    Demzufolge sind die jetzige Syrische Regierung und Präsident Bashar al Assad die einzigen legitimen Institutionen um das Syrische Volk zu vertreten und das staatliche Gewaltmonopol anzuwenden.
    Nur unter Anerkennung dieser völkerrechtlichen Prinzipien kann wieder Frieden in Syrien einkehren.

    Auf dieser Grundlage kann man auch über unterschiedliche politische und gesellschaftliche Systeme und Regierungsformen diskutieren.

    Friede und Gottes Segen für Syrien

    Silvio Fienarola

    • Antwort zu „Es geht um Syrien…“ und „verbindliche Übereinkunft…“ unterbunden.

      Ich akzeptiere die „verbindliche Übereinkunft“ nicht.

    • Off Topic:
      Abschaffung der Schweizer Milizarmee gescheitert!
      Mit einer Initiative versuchten verschiedene Politiker GSOA aber auch Grüne, SP, und auch exponenten der FDP mit guten Beziehungen zu „Amerikanischen Freunden“ unsere Milizarmee abzuschaffen und durch eine Berufsarmee wie in Deutschland zu ersetzen.
      Über 73% der Bevölkerung hat die Zeichen der Zeit erkannt und das Begehren abgeschmettert.
      Dies ist ein sehr selten hohes Resultat, vor allem wenn man bedenkt, dass auch wir nicht unbedingt freudenstrahlend in die immer wiederkehrenden Wiederholungskurse einrücken und auch die Wirtschaft in dieser Zeit auf Facharbeiter oder Manager verzichten muss.
      Dies bietet Gewähr, dass wir auch in Zukunft über eine Armee aus allen Bevölkerungsschichten verfügen die sich in erster Linie dem Souverän verpflichtet fühlt und das ist bei uns das Volk.

      Gottes Segen für Syrien, sein Volk und seine Regierung!

      Silvio Fienarola

    • @ sirola
      „Auch wenn wir in vielen Fragen unterschiedliche Ansichten vertreten können, so gibt es doch eine Übereinkunft die eigentlich für Alle verbindlich sein müsste: Es ist das Völkerrecht.“

      Diese Übereinkunft ist der wesentliche Teil auch meines Selbstverständnisses, warum wir aufgefordert bleiben Syrien zu verteidigen, auch wenn unsere – im dtsch. Sprachraum zumal wenigen – Stimmen nichts wirklich ändern bzw. positiv bewirken können.
      Dafür stehe ich bereits an versch. Stellen auch mit meinem bürgerlichen Namen ein, und davon lasse ich mich am wenigsten von gegnerischen Internetschreibern abbringen.
      Keiner sollte sich abbringen lassen – im Gegenteil!
      __________________________________________________

      Weltweit ergreifen Menschen aller Herkunft, politischen Überzeugung oder Religion Partei für das angegriffene u. geschundene Syrien. Zwei, wie ich finde, sehr schöne Beispiele:

      Der ehem. us-amerikan. Justizminister Ramsey Clark (85 Jahre!) reiste kürzlich nach Syrien u. besuchte dort verwundete Angehörige der SAA im Krankenhaus, er sprach auch mit syrischen Zivilopfern des westlich erzeugten Bandenterrors. Clarke u. in seiner Begleitung die furiose Cynthia Mc Kinney (ehem. Kongressabgeordnete; jetzt Green Party) waren dort als Zeugen einer übergrossen Mehrheit der US-Bürger, die keine Aggression gegen Syrien hegt, und in deren Namen O’ma & Co. normalerweise gar nicht sprechen dürften:
      Syrian Arab Army, Facebook: „US delegation visits wounded Syrian soldiers in a military hospital in Damascus“

      Syrian Freepress: „Cynthia McKinney, Ramsey Clarck: “American people oppose war on Syria”“

      Der Jemen wird in den MSN seit vielen Jahren als besonders rückständig (hinterwälderisch) dargestellt, seine Bewohner sollen halbwilde Stammeskrieger u. neuerdings anfällig für das Gedankengut von Al Qaida sein. Es ist nur eine Teilwahrheit.
      In Jemen gab es wiederholt grosse Demonstrationen für Assad u. das säkulare Syrien und gegen den sektiererischen Krieg zwischen Muslimen, die grösste erst vor wenigen Tagen mit Zehntausende Teilnehmern.
      Das zeigt auch, dass der panarabische Nationalismus nicht tot ist, das säkulare Modell Anerkennung findet, und dass die Araber eben nicht überwiegend auf dem Wege zum religiösen Fanatismus sind, so wie die MSN es uns unterschwellig darbringen:
      Syrian Freepress: „Thousands of Yemenis protest US threats against Syria“ (mit Fotos)

  • Ich hatte eigentlich vor, ein wenig auf Reaktionen zu warten, bevor ich etwas zu Apxwn’s in meinen Augen eigenartiger Spekulation sage, die russische Diplomatie bereite „schrittweise eine Begründung für die Beteiligung [russischer Truppen]“ am OPCW – Regime über Syrien vor. Warum „eigenartig“? Na, was liegt denn dem folgenden Halbsatz für eine Logik zugrunde, frage ich mal „naiv“?

    „aber eine regelrechte Katastrophe wäre es, wenn unter dem Vorwand “Sicherstellung der Chemiewaffen” gar NATO-Leute (sagen wir, beispielsweise die Türken) in Syrien eingesetzt würden.“

    Jetzt hat mir Sergej Lavrov die kitzlige Aufgabe teilweise vom Hals geschafft. In „bemerkenswert harschen“ (RT) Bemerkungen gegenüber dme russischen Channel 1, in denen Lavrov sich über „Erpressung“, Lügen und Täuschungen der atlantischen Seite beklagt, die das Ziel verfolgten, Russland abermals zur Duldung eines militärischen Regimechanges unter UNSC-Deckung zu nötigen oder zu verleiten, sagte er weiter:

    “Wir haben bedacht, daß dort, wo die Experten [der OPCW] arbeiten sollen, eine internationale Präsenz benötigt wird. Wir sind darauf eingestellt, eigenes Fachpersonal und Militärpolizei für eine Teilnahme abzustellen. Ich glaube nicht, daß es nötig sein wird, starke Militäreinheiten dafür zu stationieren“
    (Hört, hört! Im Klartext: Die Sicherheit des OPCW-Personals und seine Arbeitsvoraussetzungen haben auf der einen Seite die syrischen Truppen, auf der anderen Seite „Rebellen“-Brigaden zu garantieren. Und dann wären gerade NATO-Truppen (insbesondere übrigens deutsche Spezialeinheiten) gefragt! Weiter:)
    „Mir scheint, es wird ausreichen, militärische Beobachter zu entsenden. Dann wird es notwendig, daß alle ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates Beobachter entsenden, zuzüglich zu arabischen Staaten und der Türkei. Es muß ein die Konfliktparteien bindendes Kontingent von Repräsentanten der äußeren Kräfte geschaffen werden, die mit allen Kampfparteien in Syrien kollaborieren können, damit keine Seite sich zu Provokationen hinreißen läßt.“

    Ja, so könnte es gehen – theoretisch.
    (Quelle: http://rt.com/news/us-russia-syria-resolution-pressure-202/)

  • Anonymous

    @TomGard
    Ich glaube es hat keiner mehr Lust mit Dir zu diskutieren. Ich denke das ist auch berechtigt da sehr sinnlos da kann man auch ARD ZDF oder N24 im Fernsehen gucken. DAS KANN MAN DANN EINFACH ABSCHALTEN wenn es zuviel wird.
    Ihr habt mein beileid

  • Anonymous

    Gibt es denn keine Möglichkeit Kommentare auszublenden?

  • Hallo Freunde!

    1. Rat an alle wohlmeinenden Blogger hier: DON´T FEED THE TROLLS.
    2. Rat an alle wohlmeinenden Blogger hier: DON´T FEED THE TROLLS.
    3. Rat an alle wohlmeinenden Blogger hier: DON´T FEED THE TROLLS.

    O.K.?

    Eine Frage zum Thema Syrien-Krieg: Wieso leitet die SAA in die Tunnel der Orks nicht einfach Kohlenmonoxid ein?
    Es ist geruchslos, als chemische Waffe nicht klassifiziert – daher nicht sanktionierbar durch die „internationale Gemeinschaft“, der Gegner schlummert einfach ein (kein Todeskampf! – also durchaus human in der Anwendung), es könnte immer als „interner Unfall im Abluftsystem im Tunnel“ dargestellt werden, ein Gegenbeweis ist unmöglich da CO überall bei unsauberer Verbrennung entstehen kann, also eine technische Zuordnung zu einem „Hersteller“ nicht möglich wäre.

    • Eine berechtigte Frage. So wie ich mich heute auch nicht erklären kann, wie die Deutsche Wehrmacht Milliarden Tonnen Beton und Stahl in einen Atlantik-Wall verbaute, der ob seiner statischen Steiffheit nie ein wirksamer Schutz war und sein konnte. Einige Hundert unterirdisch angelegte Treibstoffdepots mit Stichleitungen in den Kanal hätten die „Befreier“ gezielt und wirksamer „warm“ empfangen können. Wenig Technik, wenig Sabotagemöglichkeiten und höchst wirksam gegen ein derart konzentrierte Flotte.

    • Hallo Herr Mandl,

      das mit dem Atlantikwall scheint ebenfalls ein Mysterium zu sein. Möglicherweise liegt dem aber die Wahnidee des Gröfaz zugrunde, der unbedingt diesen Wall weniger als Falle (wie in Ihrem Vorschlag) sondern als Bollwerk im Einsatz sehen wollte. So ähnlich hirnverbrannt wie das Aushalten der 6. Armee in Stalingrad. Manchmal wird etwas probates aus ideologischer Verblendung heraus nicht umgesetzt.

      Also bezügl. der Orks-Tunnel in Syrien: Säckeweise giftige Schlangen, Kohlenmonoxid, ausgehungerte Ratten, Hornissen oder Wespenkörbe hinein und schwupps kommen panische Orks direkt vor die Flinte gelaufen…ich hätte jede Menge Ideen wie man die Orks tot oder lebendig aus ihren Löchern bekommt.

      Die US-Army setzte ja noch sog. Tunnelratten gegen die Vietcong in Vietnam ein. Das braucht man in Syrien nicht mal.

    • Hallo Spion Stirlitz,

      Ihre Ideen zwecks effizienter Tunnelsäuberungen von „Einwohnerschaft“ gefallen und beflügeln die Phantasie!
      Im Strang „Counterbaance“ hat apxwn einen Link zum Videobericht des Überfalls auf Maaloula gebracht. Haben Sie dieses Video angesehen? Wenn nicht, holen Sie es nach!
      http://www.youtube.com/watch?&v=Gc052d_CpkI

      Wie kann nach über zwei Jahren Terrorkrieg eine mit Panzern ausgerüstete Check-Point-Sicherung derart hilflos und ineffizient verharren? Ihre Meinung dazu würde mich interessieren.

    • Sorry@ungefragt

      Walter
      Ressourcenmangel?

    • Enis

      @Walter

      Berechtigte Frage. Aber meines Wissens gab es schon im 2.Weltkrieg und beim Einmarsch der Sowjets gegen afghanische Terroristen solche Aktionen des „primitiv“ agierenden Gegners. Ich bin kein Militärexperte. Aber ich kann sehr aufmerksam beobachten. Dieses Video erinnert mich exakt auf die Übergriffe der PKK gegenüber der türkischen Armee während 15 Jahren. Auch da war die türkische Armee hilflos. Ich habe somit das Gefühl, dass wir die Technologie überschätzen und kleine, primitive Taktiken teilweise überlegen sein können. Ich habe auch ein ähnliches Video der Hezbollah während der zionistischen Aggression in 2006 gesehen, wonach eine Gruppe Kämpfer sich unglaublich nahe an den Panzer der Besatzer begeben und ihn samt Mannschaft eliminieren.

      Ähnliches wie bei den türkischen Checkpoints fiel mir auch dieses mal folgendes auf. Das Gebiet um den Checkpoint war umgeben von Hügeln, unglaublich wie diese fahrlässig vernachlässigt sind, obwohl ein gefährlicher Angriff nur von dort aus gestartet werden konnte. In diesem Video war alles falsch was nur falsch sein kann. Im Prinzip würde ich als Militärausbildner diese Aufnahmen als Musterbeispiel verwenden. Schützenpanzer gut und recht, nur der hat aus dieser Position die am Boden tief kriechende Ratte gar nicht treffen können. Hinter dieser Schutzmauer gehören einige Soldaten, die auf solche Gefahr eine Antwort hätten geben müssen.. Wie man sah waren leider alle in dieser verrosteten Barakke aus nächster nähe niedergemetzelt worden. Ein unglaublich grobfahrlässiges Verhalten. Ich muss es leider kritisch erwähnen, das Sterben ist teilweise den Soldaten völlig egal, so grobfahrlässig diese sich teilweise verhalten.

      Allein um das Zentrum von Damaskus sind ca. 70 000 Mann als Schutzring stationiert. Ein Drittel der Ressourcen. Dann gibt es die „heissen“ Kampfoperationen. Da sind wieder zehntausende im Einsatz. Für den Schutz von anderen Provinzzentren braucht es wieder auch tausende. Für Check-points bleibt leider nur vereinzelte Kanonenfutter übrig. Sobald diese Angegriffen werden, kommt Nachschub für die Rückeroberung. Leider meistens zu spät für diese jungen Soldaten.

      Zudem gab es anscheinend auch noch ein „Nichtangriffsabmachung“ zwischen den lokalen Christenvertretern und den Terrorratten, da zuvor die einheimischen viele Personen aus umkämpften Gebiet von Ost-Ghouta aufgenommen hatten.

      Es gibt wirklich fast keine Familie in Syrien die kein Märtyrer zu beklagen hat. Trotz allem ist es wirklich keine Propaganda wenn ich Dir und allen anderen versichere, die Löwen von Damaskus werden dem inneren Feind, der übermässig von äusseren Wölfen gefüttert wird, niemals erlegen!

      Vorausgesetzt diese Wölfe greifen nicht noch lufttechnisch in das Geschehen ein.

    • @ Franz
      Ich seh‘ wohl Deinen erhobenen Finger, und werde mich redaktionell wieder mehr zurücknehmen. Aber was um Himmels Willen willst Du mir mit „Ressourcenmangel?“ sagen?

    • Nachsatz f, Franz

      jetzt hat es geklingelt, versteh nun Deine Antwort. Selbst der Mangel an Ressourcen erklärt das Kampfverhalten der Panzerbesatzung nicht. Ich kann mir das nur erklären mit einem – womit auch immer „begründeten“ fatalen (Tod)Sicherheitsgefühl der jungen Männer (scheinen im Schlaf überrascht worden zu sein) und unzureichenden Sicherungsausbildung. Denn rein vom erhöhten Gelände um die Panzerstellung her, hätten diese Männer spätestens nach der erfolgten Explosion mit ihren Infanteriewaffen den einsehbaren Straßenbereich sofort unter Kontrolle bringen müssen. Und die Panzerbesatzung kann doch nicht so ungeschützt in ihrem Fahrzeug bleiben! Ein rascher Ausbruch, nur wenige Meter aus der eigenen Schutzstellung heraus, und schon sieht der MG-Schütze seine Ziele. Siehst Du das anders?

    • Hallo Herr Mandl,

      bezüglich Ihrer Anfrage zum Verhalten der Panzerbesatzung. Schwer zu sagen, was die Ursache hierfür sein könnte.

      Mögliche Erklärungen:
      a) Unerfahrene Besatzung durch Verluste an erfahrenen Truppen (Zahl der gut ausgebildeten getöteten Panzerbesatzungen ist erschreckend hoch!).
      b) Der übliche Schlendrian der sich einschleicht, wenn man sich täglich in Todesgefahr verausgaben muss – Lethargie, Gleichgültigkeit, Todesverachtung, …. Jeder der gedient hat kennt diese Einstellung im Umgang mit Sicherung der Waffe etc. wenn man nur lange genug dabei gewesen ist … Nachlässigkeit macht sich breit.
      c) Aus unserer sicheren, warmen, satten, zufriedenen und ausgeschlafenen Distanz lässt es sich sicher gut analysieren und kritisieren, aber die Bedingungen vor Ort bleiben für uns nur skizzenhaft und schwer fassbar. Zudem darf man die Mentalität der Menschen nicht vernachlässigen – eine gewisse Schicksalergebheit bei muslimischen Menschen spielt sicher auch mit – wenn Allah es so will…. ohne jetzt hier Klischees zu bedienen, aber dieser Faktor sollte berücksichtigt werden.

      Gruß

    • Hi Walter,

      ich konnte das Video leider nicht mehr sehen, da es offline ist. Aber wenn es sich um das 16 Minuten Video handelt, wo man die Erstürmung eines Tor sehen konnte, mit vorherigen Autobomber?

      Hier konnte ich ca 5 – 6 Soldaten ausmachen. Die Terroristen kamen mit 3 Autos je 10 – 12 Mann. Ich denke da war nix zu machen.

      Autobombe gezündet, danach wurde das Geschütz ausser Gefecht gesetzt und der Checkpoint mit Sperrfeuer belegt. Ich habe keine Chance gesehen. Die Soldaten können ja nicht stundenlang im Panzer sitzen.

      Und ich denke solche Checkpoints gibt es zu Hunderte. Jeder müsste mit wenigsten 10 Soldaten ausgestattet sein. Haben die Syrer diese Ressourcen?

    • @Walter

      Bitte nicht „redaktionell zurücknehmen“.

      Das hast DU falsch verstanden!

      LG