Chrysanthemen für die Wüste

chrisantema-sVorgestern hat der libysche Premier Ali Seidan in einer recht groß angelegten Pressekonferenz unter anderem zu seiner kurzzeitigen Verschleppung, die zu einem “Festhalten” umformuliert worden ist, Auskunft gegeben. Seidan hat zwei Abgeordnete aus az-Zawiyya beschuldigt, hinter der Entführung zu stehen: Muhammed al-Kilani und Mustafa al-Treiki, und die hinter ihnen stehenden Strukturen “Kommitee der Revolutionäre Libyens” und die Behörde für Verbrechensbekämpfung. Dabei handelt es sich um Organisationen der vormaligen “Revolutionäre”, die haufenweise bewaffnete Guerilla in ihre Reihen aufgenommen haben und de facto ganz normale paramilitärische Gruppierungen darstellen, die von Schutzgelderpressung, Schmuggel und Entführungen leben – mit anderen Worten, sie besitzen alle Attribute von mafiösen Strukturen.

Dass es überhaupt zur Entführung des Staatsoberhaupts durch eine Bande kommen konnte, zeugt beredt von der Ohnmacht der Sicherheitsorgane und den Erfolgen im Kampf gegen die Kriminalität. Dass die Anführer dabei auch noch im Parlament sitzen und Immunität genießen ebenso.

Libyen ist und bleibt nach der Demokratisierung ein klassischer Failed State ohne auch nur die Andeutung einer positiven Entwicklung. Es gibt keine solche Macht, die dazu in der Lage wäre, sich die dutzenden von Fraktionen unterzuordnen oder zu einen. Und das bedeutet Chaos ohne absehbares Ende.

In dieses instabile Umfeld liefert Russland übrigens ausgerechnet jetzt Waffen. Vorgestern sind 10 Jagdpanzer vom Typ “Chrisantema-S” (= BMP3 + 9M123) an Libyen übergeben worden. Die ersten 4 dieser Lieferung kamen bereits Ende September an, noch vor der Krise, die zum Abzug der russischen Diplomaten aus Tripolis führte.

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Trackback von deiner Website.

  • chl

    Eine Seite aus dem Bereich des grünen Widerstands
    die aus und über Libyen berichtet:

    http://theorbo1.wordpress.com/

    • walter

      @chl
      Danke für den Link.
      Hast Du arabische Sprachkenntnisse, um Übersetzungsdienste machen zu können? Versorge die Leserschaft bitte weiterhin mit Informationen und Links über den grünen Widerstand in Libyen!

  • Jones2theBones

    Bekanntermaßen sind die Abhängigkeiten, bzw. die wirtschaftlichen Vorteile von Geschäften mit Russland so groß, dass diese unabhängig vom Ausgang der Kämpfe auch weiterhin fortbestehen.
    Dies beweisen sowohl Iraq, Afghanistan (hier gar von den Vereinigten Staaten von Amerika direkt finanziert!), Libyen und im theoretischen Fall auch Syrien.

    Da diese also von vornherein gesichert sind, können die lukrativen wirtschaftlichen Beziehungen, anders als vom Westen behauptet, nicht der Grund für die russische Schutzpolitik sein.
    Sowohl die zivilen, als auch die militärischen Kooperationen haben den Effekt, den Zentralstaat zu stärken.
    Bei einer Stärkung der libyischen Armee wäre die Macht der libyischen Milizen (und somit ein Teil der amerikanischen Kontrollmechanismen) direkt bedroht.
    Die Folge sind Interventionen, Unruhen und Machtkämpfe, wie du sie so herrvoragend hier und in früheren Artikeln beschreibst.

    Was ich mich bei den Chrysanthemen aber frage, ist, inwieweit sie eigentlich als (gegen Abrams & Leos vorgesehene) Jagdpanzer gegen die eher leicht bewaffneten Milizen von Vorteil sind, wo leichte (und dafür mehr) Munition wohl sowohl wirtschaftlicher, als auch praktischer ist.

    • Nobilitatis

      Jagdpanzer helfen sehr gut gegen gepanzerte Fahrzeuge. Sie sind außerdem auch ein Symbol für Stärke. Eine Etablierung einer Zentralmacht ist in Lybien langfristig unausweichlich. Je schneller eine Zentralmacht sich zeigt (deshalb die Symbole der Stärke), desto schneller kann man sich gegen viele Milizen durchsetzen, die auch großenteils schnell die Seiten wechseln werden, um weiter mitmachen zu können.

      • Jones2theBones

        Klar helfen die sehr gut gegen gepanzerte Fahrzeuge.
        Nur haben die Milizen davon nich sehr viele, oder?
        Da das Jeeps sind, ist das doch wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

  • Nobilitatis

    Nein. Mit Kanonen treffen Sie Spatzen nur schlecht. Aber mit einem unangreifbaren Jagdpanzer, der mit technischer Unterstützung jedes Ziel einer Miliz ausradiert, machen Sie Eindruck. Mit Vergleich zu Syrien, würde ich sagen, dass man höchstens über das Effizienzverhältnis meckern könnte.

    • Jones2theBones

      Nichts ist unangreifbar.
      Die Chrysantheme ist ein sehr guter Jagdpanzer.
      Und der Jagdpanzer tut genau das, was er heißt: Er jagt Panzer.
      Für jede andere Aufgabe gibt es mindestens einen anderen Fahrzeugtyp, der besser geeignet ist.
      Da das Fahrgestell auf dem BMP3 basiert, dürfte die Panzerung eher leicht ausfallen.
      Dazu kommt, dass das Teil nur Raketen einsetzen kann. Die sind aber teuer und daher zum Jeeps platzen fast zu schade.

      Was ich damit sagen möchte:
      Da wird lediglich ein Vertrag erfüllt, der schon zu Ghaddafis friedlicheren Zeiten stand. Also zu einer Zeit, als man weder mit Milizen noch generell mit Revolution rechnete.
      Und von diesen Verträgen sind andere Verträge in der jetzigen Situation wichtiger und von größerer Bedeutung. Beispielsweise die Modernisierungen von T72ern, der Erwerb von BMP-3M (gleiches Fahrzeug wie die Chrysantheme, nur mit Maschinengewehr und für den Truppentransport), und vor allem die Flugzeuge.

  • Zweiter Jahrestag des Todes von Muammar und Mutassim. In Ben Gardane (Tunesien) feiern libysche Flüchtlinge, darunter erfreulich viele Jüngere, ihre Helden –
    20.10.2013 Ben Gardan, Tunisia. Green flags in memory of those killed in Sirte civilians

    Sehr schöne Gedenkseite zu Ehren von Mutassim al-Qaddafi –
    Tribute to The Martyr Mutassim Gaddafi!

    Gut gepflegte Solidaritätsseite für Saif al-Qaddafi bei facebook:
    https://de-de.facebook.com/pages/Saif-al-Islam-al-Gaddafi-the-Truth1/285839978120732

    Russland shakes hands mit dem USraelischen-Marionettenregime und setzt in diesem Land heute ungefähr die gleiche Politik fort, die es auch 2011 verfolgt hat – jede Ethik und das Recht (z.B. das Völkerrecht) getrost fahrenlassen, dem USrael-Block die politische Leitung des Geschehens überlassen, bei der Ausplünderung der libyschen Ressourcen durch westl. Konzerne zuschauen und sich selbst mit dem Abschluss drittklassiger Geschäfte (“Chrisantema-S”) zufrieden geben.

    Aber besonders das libysche Drama des Jahres 2011, bei dem sie aktiv mitgemacht haben, wird die Geschichte der russischen Krämerseelen an der Staatsmacht für immer beflecken. Ein Russe der offen diese Wahrheit ausspricht ist Alexander Dugin:

    „Ich sagte bereits: Die Mehrheit der politischen Elite in Russland ist pro-westlich, liberal und dekadent. Diese Leute denken anti-russisch, und sie sind korrupt. Man findet diese politische Elite sowohl in der Opposition als auch im Regierungsumfeld. Vor allem in der Regierung des damaligen Präsidenten Dmitri Medwedjew. Das war ein sehr gefährliches Spiel, das Putin – damals Ministerpräsident – während der Libyen-Krise gespielt hat. Putin wollte wieder in das Präsidentenamt zurückkehren – und zwar legal. Dafür musste er aber eine Art Kompromiss mit den USA und der US-freundlichen politischen Elite in Russland eingehen. Dieser Kompromiss war der liberale Medwedjew. Und die Entscheidung über Libyen ist genau in die Zeit gefallen, in der Medwedjew Präsident war. Putin musste als Ministerpräsident sozusagen die Füße stillhalten. Wir müssen es klar aussprechen: Libyen wurde von Russland betrogen.“
    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/08/putin-trotzt-den-usa-interview-mit-alexander-dugin/

  • Rückblick – worum es wirklich in Libyen ging.
    [aus dem Beitrag von „Faktenwissen“ am 10.01.2012 bei AM, hier überarbeitet u. gekürzt]

    „Da sich 1969 Muammar al-Gaddafi in Libyen an die Regierung geputscht hatte und die Erdölgesellschaften verstaatlichte, musste die französische Erdölwirtschaft kurzfristig umdisponieren. Von den 1970 in Raffinerien in Frankreich verarbeiteten etwa 100 Millionen Tonnen Rohöl waren 26 Millionen Tonnen aus den 33 Millionen Tonnen algerischer Förderung und 17 Millionen Tonnen aus Libyen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verstaatlichung_der_franz%C3%B6sischen_Erd%C3%B6lgesellschaften_in_Algerien

    1970 wurde auch Shell-Oil in Libyen verstaatlicht.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44906402.html

    Wem gehört Shell-Oil mehrheitlich?
    „Noch heute sind die Rothschilds überaus erfolgreiche Geschäftsleute, nunmehr natürlich allein der britische und der französische Familienzweig. Die Rothschilds sind nicht nur an Banken beteiligt, sondern auch an Gesellschaften der chemischen, der Bergwerks- und der Erdölindustrie; so sind die Rothschilds Großaktionäre der Ölgesellschaft Royal Dutch Shell. Aber auch im Versicherungswesen, in der Lebensmittelindustrie, dem Tourismus und dem Investmentbereich sind die Rothschilds aktiv. Und auch am weltgrößten Diamanten- und Goldkonzern der Welt, De Beers, ist die Familie beteiligt.“
    http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/rothschild/rothschild.htm

    Rothschilds Shell-Oil-Gruppe:
    http://able2know.org/topic/127802-1

    Einen kleinen Anteil hält noch die Königin der Niederlande an Shell, daher ist sie auf den Bilderbergkonferenzen anwesend. Von den Millionen Leserinnen der bundesdeutschen Regenbogenpresse eine zu Recht verehrte Heldin?
    http://www.schoene-aktien.de/shell_alte_aktien.html
    http://www.welt.de/print-welt/article598724/Beruf-Koenigin.html

    Rothschilds Erdölinteressen in Nordafrika u. ihre französischen Laufburschen
    Ein französischer Staatspräsident und die Rothschildbank: Pompidou
    http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=2245&RID=1

    „Als de Gaulle im Sommer 1958 – zunächst als Ministerpräsident – an die Macht zurückkehrte, begleitete ihn Pompidou. Er wurde ein zweites Mal Kabinettchef von Charles de Gaulle, diesmal aber nur für sieben Monate. Anfang Januar 1959 saß Pompidou wieder in der Rue Lafitte und verwaltete insbesondere die von den Rothschilds gegründete „Francarep“, eine Gesellschaft
    zur Ausbeutung der riesigen Öllager in der Sahara.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45139771.html

    Abriss der Rothschild-Familiensaga u. ihre Geschäftserfolge im SPIEGEL 35/1962; ein nicht unwesentlicher Teil spielt in Frankreich u. betrifft Rothschilds Sahara-Erdöl:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45141360.html

    Nach den Verstaatlichungen von 1969 ließ Libyen 2004 wieder ausländische Ölgesellschaften zu.
    „Shell gehörte zu den ersten westlichen Ölgesellschaften, die nach Libyen – einem der potenziell größten Öllieferanten der Welt – zurückgekehrt sind, nachdem die Vereinten Nationen 2004 infolge einer Einigung mit dem libyschen Staatsführer Muammar Gaddafi die Sanktionen aufgehoben hatten.
    Am 25. März 2004 hat Shell eine Vereinbarung über eine »langfristige strategische Partnerschaft« zwischen der Ölgesellschaft und der staatlichen libyschen Energie-Gruppe getroffen. Das Abkommen wurde bei einem Besuch des damaligen Premierministers Tony Blair unterzeichnet.
    Von Shell gab es dazu »keinen Kommentar«. Eine Regierungssprecherin dementierte, dass britische Ölinteressen bei der Freilassung des Lockerbie-Bombers eine Rolle gespielt hätten.“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/geheime-dokumente-beweisen-grossbritannien-an-lib.html;jsessionid=347E9526F8469094A17866416A17F9FB

    Rothschild-Shell 2004 wieder zurück in Libyen.
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-292419.html

    Vier, fünf Jahre später kommt die Kehrtwende der libyschen Politik und damit Qaddafis Anfang vom Untergang – 2009 will Libyen wieder alle westlichen Ölgesellschaften aus dem Land werfen.

    Weil es neue Handelspartner gefunden hat (China) ?
    http://www.propagandafront.de/167350/kriegserklarung-gaddafi-plante-verstaatlichung-der-libyschen-olfelder.html

    Libyen-Kampf: Shell-Öl gegen China-Öl ?
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,748050,00.html

    Libyen war Deutschlands drittgrößter Öllieferant
    http://www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel

    Das bedeutete Krieg mit den Öl-Konzernen, ihren Vasallenmächten (Frankreich, NATO) u. der eigenen Soros-Putschorganisation!

    Der Strohmann der anglo-französischen Bankengruppe Rothschild?
    „Man hat Soros als Strohmann der anglo-französischen Bankengruppe Rothschild ausgemacht. Verständlicherweise liegt es in seinem wie in Rothschilds Interesse, diese wichtige Tatsache der Öffentlichkeit vorzuenthalten, um die engen Verbindungen zu seinen Freunden in der Londoner “City”, dem britischen Außenministerium, dem israelischen Staat sowie seinen mächtigen Freunden im US-Establishment zu verschleiern.”
    http://www.puppet99.com/?p=218

    Die Rothschild-Revolutions GMBH
    Noch ein Hinweis auf die Soros Otpor-Revolutions GmbH. Der jüdische Währungsspekulant und Milliardär Soros ist nur der Frontmann des Rothschild-Clans und seines Bilderberg-Gremiums. Unter der nichtssagenden Traumtänzer-Parole “Menschenrechte und Freiheit” wird der Straßenmob aufgepeitscht für die „Revolution“, welche ihnen das vorgegau(c)kelte „demokratische Paradies“ verspricht.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/proteste-in-der-arabischen-welt-die-umsturz-gmbh-1.1061251

    Die Hochfinanzbankiers Rothschild u. die „Soros-Revolutions GmH“ arbeiten an der Abschaffung der Nationalstaaten. Vermutlich wurde auch die DDR mit der Soros Masche aufgelöst u. die starke DM in der erweiterten BRD durch die Finanzagentur Goldman Sachs liquidiert für Soros „offene Gesellschaft“ (Offene Tür für imperialen Kapitaleinfluß).
    Auch die Soros-„Revolutionen“ in der arabischen Welt, wie auch der Chodorkowski-Versuch in Rußland, drehen sich immer nur um Erdöl u.a. Rohstoffe.

    Libyen: Was die Proteste mit den Rothschilds verbindet
    „Die Rothschild-Familie kontrolliert mit ihren Zentral Banken und Internationalen Finanzfonds die Wirtschaft von Tunesien, Ägypten, Jemen, Jordanien und Algerien. Aufkommende konkurrierende regionale Banken, die nach dem scharia-konformen System des Islamic Banking funktionieren, sollen geschwächt werden. Wie in dem Artikel von http://www.puppet99.com zu lesen ist, sponsort der US-amerikanische Milliardär George Soros, der bei Rothschild’s „International Crisis Group“ im Vorstand sitzt, seit Langem Trainings für sogenannte Pro-Demokratie-Aktivisten. Ziel ist, in den jeweiligen Ländern Chaos zu kreieren und während eines Machtvakuums, Personen zur Macht zu verhelfen, die den Interessen der mit den Rothschilds verbundenen Finanzorgane entsprechen.“
    http://www.puppet99.com/?p=126

    Weil der libysche Revolutionsführer offenbar nicht vorhatte das Erdöl, den grössten Reichtum seines Landes, zu privatisieren, wollten ihn Rothschild-Shell, Rothschild-Soros u. Rothschild-Sarkozy weghaben.
    „(…) Libyen ist reich an Öl und Gas, Wind- und Sonnenenergie. Die Entdeckung reicher Erdölvorkommen 1959 machte Libyen in der Folgezeit zu einem der bedeutendsten erdölexportierenden Länder der Welt, sowohl Europa und China, als auch die USA rissen sich um Libyens reiches Mitgift. Um Libyens Ressourcen ausbeuten zu dürfen, gaben sich die ausländischen Energiekonzerne in Gaddafis Reich die Klinke in die Hand.
    Doch Gaddafi entschied sich 1974, die Besitztümer Lybiens komplett zu verstaatlichen, heißt – wer mit Lybien Geschäfte machen wollte, mußte dies mit dem Staatschef selber tun. Und um mit Libyen ins Geschäft zu kommen, akzeptierten die ausländischen Energiefirmen harte Bedingungen. BP etwa zahlte knapp 250 Millionen Euro alleine an Provision. Zudem musste der Konzern fast 80 Prozent seiner künftigen Produktionserlöse an die staatliche, libysche Ölgesellschaft NOC abtreten.
    Keine ausländische Firma durfte in Libyen ohne einheimisches Partnerunternehmen aktiv werden, das war Gaddafis Bedingung, er wollte eben keinen westlichen Imperialismus in seinem Land.
    Auch energiepolitisch ist das Land von großer Bedeutung: Libyen könnte, falls sich die Hoffnungen der Europäer erfüllen, zu einem wichtigen Erdgaslieferanten für den ganzen Kontinent werden. Dann wäre Europa nicht mehr ganz so abhängig von Russland.
    In Gaddafis Land, nur 400 Kilometer von der Mittelmeerküste Europas entfernt, liegen die größten nachgewiesenen Ölreserven Afrikas. Ahmed Ghaber, Planungssekretär der staatlichen Ölfirma NOC verbreitete gar die Hoffnung auf noch größere Entdeckungen:
    „Mindestens zwei Drittel unseres Öls sind noch gar nicht gefunden“
    US-Konzerne drängten nach 20 Jahren der Abwesenheit ebenfalls zurück auf die Ölfelder des einstigen Erzfeindes. Für die USA ist Libyen gegenwärtig der am schnellsten wachsende Exportmarkt.
    Amerika und Libyen sind Feinde, auch wenn das jetzt bei der sogenannten Revolution gern bestritten wird. Einzig den Ölhahn drehte Gaddafi den Amerikanern nicht zu, weil er – wie er in einem Spiegelinterview von 1980 auch noch einmal betonte – auf sie angewiesen war, schließlich war der Ölexport die wichtigste, finanzielle Einnahmequelle Libyens.
    Und trotzdem, Ghaddafi bestand bis zuletzt darauf, die libyschen Ölkonzerne nicht privatisieren zu lassen, ganz zum Leidwesen von Europa und den USA.
    (…)
    Deswegen kam ihnen der Aufstand in Libyen gerade recht. Oder haben sie ihn vielleicht sogar eigenhändig instruiert?
    Denn noch heute ist unklar, wer derzeit die Aufständischen sind. Auch wer in dem „Nationalen Rettungsrat“ in Bengasi die Regie führt, ist nicht ersichtlich. Es gibt bis heute keine politischen Aussagen darüber, was die Aufständischen wollen – von der Forderung „Gaddafi muss weg“ abgesehen. Es sind kaum Organisationen zu erkennen. Man erfährt nicht, in welchem Verhältnis die Gaddafi-Gegner, die in Libyen leben, zu den Exilorganisationen stehen und welche Rolle letztere spielen. Auch diese Organisationen, die sämtlich von westlichen Geheimdiensten gesteuert und von westlichen Regierungen finanziert sind, machen keine politischen Aussagen. Offenbar ist die Stimmung in der Bevölkerung auch in den von den Aufständischen beherrschten Gebieten gegen einen Einmarsch der imperialistischen Mächte.
    Man kann auf jeden Fall mit Sicherheit sagen, dass die Libyen-Krise den USA zu Gunsten kommt. Denn mit einem möglichen Sturz Gaddafis, könnte man endlich die Verstaatlichung von Lybiens zurücknehmen und es privatisieren. (…)
    Und seitdem waren die USA und Staaten in Europa entschlossen, Libyen zu zermürben. Das wird von den großen Medien verschwiegen. Die USA und die UN verhängten verheerende Sanktionen, um die libysche Wirtschaft zu ruinieren.
    Eines zeigt dieses ganz klar: Libyen ist nicht Ägypten. Sein Führer, Muammar Al-Gaddafi war keine Marionette der USA und EU wie Hosni Mubarak. Über viele Jahre war Gaddafi Verbündeter von Ländern und Bewegungen, die den Imperialismus bekämpften.
    Die USA und Europa werden bald helfen, das Gaddafi-Regime zu stürzen. Bezeichnenderweise hat gerade das Wallstreet-Journal in einem Leitartikel vom 23.2. zu diesem Schritt empfohlen – warum? Nun, Interesse gewisser Kreise der USA und Europas an Libyen ist leicht zu durchschauen. (..)
    Das steckt hinter ihrer angeblichen Sorge um demokratische Rechte der libyschen Bevölkerung. Sie wollen eine Regierung, die sich ihnen vollständig unterwirft. Sie haben Gaddafi den Sturz der Monarchie und die Verstaatlichung des Öls nie verziehen. (…)“

    http://atonal1.blog.de/2011/03/08/oel-macht-libyen-krise-usa-gewollt-10786580/

    • Nobilitatis

      „Vermutlich wurde auch die DDR mit der Soros Masche aufgelöst“ – sowas kann nur jemand behaupten, der nicht dabei gewesen ist.

      • Ja, ist schon schlimm, dass es Leute gibt, welche die staatsoffiziellen Zeitgeschichtsmärchen darüber, was-, wie-, warum- u. wodurch geschah, einfach nicht glauben möchten.

        Oder habe ich bisher Ihre Version des „Dabeigewesenen“ verpasst? Dann lassen Sie mich wissen, wo die steht.

        • Nobilitatis

          Tut mir leid für Sie. Dabeisein muss man schon persönlich. Ein Meta-Dabeisein über irgendwelche „Versionen“, die man irgendwo hinstellt, gibt es nicht.
          Versuchen Sie es bei der nächsten Revolution doch einfach persönlich.
          Bis dahin seien Sie versichert, dass Ihre persönliche Verschwörungstheorie absurd ist. Dazu brauche ich keine staatsoffizielle Verlautbarung. Dabeisein ist alles.

        • Leid tun solte Ihnen nur Ihr erbärmliches Diskussionsverhalten. Denn Sie sind offenbar nicht imstande einen oder zwei sachliche Einwände gegen die Behauptung zu erheben, in der DDR (wie im gesamten Ostblock Ende der 80er Jahre) hätten vermutlich Soros-Farbenrevolutionen stattgefunden.
          Stattdessen verweisen Sie auf ein angebliches „Dabeisein“, das aber überhaupt nichts erklärt und logischerweise in keinem Punkt etwas erklären kann. Es sei denn, Sie hätten an der sog. Revolution führend teilgenommen – führend in einem der Vorzimmer der DDR-Staatsmacht oder eben in den Hinterzimmern der damaligen Opposition, der, wenn ich das nun recht verstehe, Sie jede Verbindung u. Steuerung durch ausländische Agenten absprechen. Ja, so einfach kann die staatsoffizielle Zeitgeschichte sein, für den, der’s immer noch glaubt >> es ging nur um Reisefreiheit, Freie Wahlen und Bananen u.a. Südfrüchte. Und deshalb, nur deshalb ist innerhalb von 12-18 Monaten der gesamte ideologisch hoch geschulte und bis an die Zähne bewaffnete Ostblock zusammengebrochen. xD
          Aber noch einmal. Sie sprechen von „der nächsten Revolution“. Also gab es Ihrer Meinung nach eine Revolution in der DDR. Aber wer waren die Revolutionäre, welche Machtmittel verfügten sie, was war das Ziel und vor allem: was war der Verlauf der Revolution, und wo bitteschön kann man heute das Ergebnis der grossartigen „Revolution“ begutachten?

          Den Vorwurf „Verschwörungstheoretiker“ hören wir immer dann, wenn eine der herrschenden Lehren infrage gestellt wird. Diese negative Kategorie aus der Trickkiste nach Kernsätzen von Schopenhauers Eristrischer Dialektik, wie man Anderen im Diskurs begegnen u. sie mundtot oder „unmöglich“ machen kann, ist nichts Neues.
          Andreas Popp, beileibe kein Extremist, ist einer der vielen Wahrheitssucher, der sich mit dem Totschlagebegriff offensiv auseinandergesetzt hat:

          Verschwörungstheorie – eine Begriffsbestimmung
          Theorien von Verschwörung und Nichtverschwörung
          von Andreas Popp

          http://www.wissensmanufaktur.net/verschwoerungstheorie

          Dass Sie, Verehrtester, auf Staatspropaganda abstellen ist mir indes spätestens seit unserer Begegnung in der Serbien-Kosovokriegsfrage völlig klar.

          Schönes Leben noch oder vielmehr: Bis zum nächsten Mal! Denn Sie können bzw. wollen es offenbar nicht lassen mich von der Seite anzutexten.

        • Comrade John

          Berichtigungen:

          sollte —
          Eristische Dialektik —

        • Nobilitatis

          Sehr erwachsen. Sie sind nicht dabei gewesen und wollen allen die es waren absprechen, irgend etwas darüber, wie es abgelaufen ist, zu wissen. Außerdem bringen Sie dubiose Definitionen von allgemeingültigen Begriffen. Eine Revolution ist ein radikaler Umbruch. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass das in der ehemaligen DDR ab ’89 stattgefunden hat.
          Ihre Argumentation fügt sich nahtlos in die zur Jugoslawien-Thematik an. Sie ist beleidigend für ehemalige Bewohner der DDR, die sich für sehr viel mehr als die Ihnen bekannten Gründe engagierten. Ich will nicht so weit gehen, Sie eine miese Type zu nennen, aber auch Dialektik kennt Grenzen.
          Wenn Sie krude und beleidigende Theorien aufstellen, dann sind Sie in der Pflicht, dafür Beweise zu nennen. Ich halte mich für ausreichend vernetzt, um zu sagen, dass Ihre Unterstellungen bezüglich der Umbrüche, zumindest in der DDR, unsinnig sind. Nennen Sie es einen Zeitzeugen. Und Ihre Glaubwürdigkeit geht in meinen Augen gegen Null.

        • „Sie sind nicht dabei gewesen“

          Sie leben auch nicht in Syrien od. Russland, trotzdem äussern Sie sich zu einschlägigen Themen. Wie kann das sein, u. wie logisch ist dann das dauernde Abstellen auf’s „Dabeisein“. Eine solche Anforderung, nur jemand der irgendwo „dabei“ war bzw. „dabei“ ist könne eine Aussage treffen, ist eine Kinderei.

          Erzählen Sie doch mal konkret, wo, wann u. inwieweit Sie „dabei“ waren, und weshalb Ihr Dabeigewesensein Sie so sicher macht, dass an meiner Behauptung nichts dran ist.

          „und wollen allen die es waren absprechen, irgend etwas darüber, wie es abgelaufen ist, zu wissen.“

          An welcher Stelle habe ich Ihnen was abgesprochen? Die „Crux“ ist vielmehr die, dass Sie gar kein Wissen über die Abläufe verraten! Bislang erwecken Sie auf mich den Eindruck eines Apologeten der Wahrhaftigkeit der Tagesschau-, Heute- u. Aktuelle Kamera-News anno ’89/90.

          „Außerdem bringen Sie dubiose Definitionen von allgemeingültigen Begriffen.“

          Was habe ich dubios definiert, von welchen Begriffen sprechen Sie, u. was heisst für sie „allgemeingültig“?
          Die Geburt von Jesus im Eselsstall zu Betlehem gilt allgemein – aber ist sie deswegen auch wahr? Die BRD ist fraglos eine Realität – doch ist sie deshalb rechtlich einwandfrei entstanden, eine gute Sache, die man ideologisch zu akzeptieren u. der man sich anzuschliessen habe?
          Zwei Beispiele – brauchen Sie noch mehr?

          Eine Revolution ist ein radikaler Umbruch. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass das in der ehemaligen DDR ab ’89 stattgefunden hat.

          Klar gab es den („radikalen Umbruch“). Die SED-Chargen haben sich ohne einen einzigen Schuss abzufeuern der kapitalen BRD in die Arme geworfen; als Gegenleistung gab’s Asyl in Chile, BRD-Renten für gewendete Funktionäre u. Amtsträger u. steile Politikerkarrieren für ausgesuchte SED-Typen aus dem dritten Glied. Sagen Sie mal, feiern Sie da soeben den Sieg des westlichen Wertesystems in der ehem. DDR?
          Also schnippisch gesagt: dafür klopft Ihnen George, der ähnliches auch in Ukraine oder Georgien wollte, schonmal auf die Schulter.

          „Ihre Argumentation fügt sich nahtlos in die zur Jugoslawien-Thematik an.“

          Stimmt. Ich teile die Wertehaltung u. Ziele des Systems nicht, Sie anscheinend dem Grunde nach schon. Dementsprechend fanden Sie es okay, dass Jugoslawien zerschlagen u. Serbien von der Nato bombardiert wurde. Brauchen wir ein paar Links mit Aussagen von George Soros zu exakt jenen Vorgängen, um Ihre Übereinstimmung mit ihm festzustellen?

          „Sie ist beleidigend für ehemalige Bewohner der DDR, die sich für sehr viel mehr als die Ihnen bekannten Gründe engagierten.“

          Also kann man ehem. DDR-Bewohner damit beleidigen wenn man behauptet, ihre sog. Revolution sei eine Soros-Farbenrevolution gewesen, bei der sie als Statisten der Strassenumzüge u. Kirchenveranstaltungen instrumentalisiert u. vollkommen getäuscht wurden. Es ging nämlich mitnichten um die Dinge, deretwegen der brave DDR-Bürger (es war übrigens auch nur eine Minderheit) einst auf die Strassen zog. Wissen Sie eigentlich was Sie damit sagen? Imgrunde beleidigen Sie die Intelligenz u. das Streben nach grösstmöglicher Klarheit aller Menschen, die ihren Politikern, Amtsträgern u. den Pfaffen kein Wort mehr abnehmen.
          Übrigens sollten Sie scheinbarer Ex-DDR’ler nur für sich sprechen.
          Oder möchten Sie für die ehem. DDR-Bürger Angela Merkel, Joachim Gauck, Thomas de Maizière oder Gregor Gysi mitsprechen, bestimmt prominentere Leute als Sie mit extra Wissen aus Dabeigewesensein…?
          Na, das die sich beleidigt fühlen könnten, wenn man meint, dass sie es mit dem Zionismus sehr gut halten, verstehe ich schon. xD

          P.S. Was ist denn eigentlich aus den kirchlichen Revolutionären im Talar geworden – komisch, plötzlich so ab ’91 war nichts mehr zu sehen u. hören? Ich meine, von Manfred Stolpe u. zwei, drei anderen strikt revolutionären Funktionären abgesehen… Waren ihre Forderungen denn erfüllt worden?

          „Wenn Sie krude und beleidigende Theorien aufstellen, dann sind Sie in der Pflicht, dafür Beweise zu nennen.“

          Nö. Ich habe eine Behauptung aufgestellt bzw. mich einer angeschlossen. Dabei ging es nur um eine Randbemerkung – mein Thema hiess eigentlich Libyen, u. was Rothschild damit zu tun hatte. Aus der Randbemerkung haben Sie ein Ding gemacht. Und nun ist es zunächst an Ihnen konkret zu sagen was falsch sein soll. Zumal Sie dauernd meinen, als „Dabeigewesener“ ein besonderes Wissen zu haben, das ich nicht hätte.
          Welche Beweise? Sagen Sie mal, seit wann kann Politik „bewiesen“ werden. Heutzutage kann – dem wackeren Sheriff von Arizona Joe Arpaio sei Dank – nichtmal Mr. O’ma eine Geburtsurkunde vorlegen, die seine Geburt auf us-amerikanischem Boden zweifelsfrei beweist. Er muss das nicht tun, trotzdem ist der Mann US-Präsident geworden. Und nun wollen Sie von mir Beweise, dass der Ostblock vorsätzlich, nach Plan und Absprache, in einem ganz bestimmen engen Zeitraum „zusammengebrochen“ ist? Wie wär’s denn mal mit Nachdenken, Kombinieren, Gegenthesen aufstellen über Beobachtbares – politische Mündigkeit vs. staatsbürgerlicher Unfehlbarkeitsglaube.

          „Nennen Sie es einen Zeitzeugen.“

          Ach kommen Sie! Man muss kein Zeitzeuge sein um eine Sache zu beurteilen. Ansonsten dürften Sie u. ich uns generell nicht zu Dingen äussern, die ausserhalb unserer Lebenszeit geschehen. Aber wenn Sie schon darauf pochen: Auch ich bin Zeitzeuge in BRD u. zwar seit fast sechs Jahrzehnten. Und eben diese Erfahrung macht mich ziemlich sicher, als Statist in einem ganz schlechten Film mitzuspielen, der mir aber von allen möglichen Rothschildboys immerlos als bestes Kino vorgestellt wird.

        • @nobilitatis & comrade john: ich mische mich mal in euren seltsamenStreit als ein „Dabeigewesener“. Ich habe des öfteren die Erfahrung gemacht, das „Dabeigewesene“ empfindlich reagieren, wenn sie das Gefühl haben, jemand würde ihnen „ihre Revolution“ schlechtreden oder abwerten. So gesehen sollte Comrad John die emotionale und heftige Reaktion von Nobilitatis auf seine Vermutung als „Echtheitszertifikat“ betrachten. Nobilitatis sollte nochmal überlegen ob eine allgemeine, nebenher geäußerte Vermutung einen Streit wert ist. Dinge und Ereignisse werden immer aus verschiedenen Richtungen von verschiedenen Standpunkten aus wahrgenommen und erlebt und Versuche geschichtliche Abläufe und Ereignisse auf eine Linie zu bringen und diese für allgemeingültig zu erklären ist immer Herrschaftstechnologie. Dabei könnte man es eigentlich bewenden lassen und wieder zum Thema kommen, wenn nicht Comrade Johns Vermutung interessant wäre. Interessant nicht so sehr in ihrer vordergründigen Behauptung einer Fremdbestimmung, sondern in der implizit enthaltenen, weitgehend ungeklärten, Frage nach dem tatsächlichen Einfluß diverser Dienste und Interessen auf den Gang der Dinge damals. Eine „Farbenrevolution“ war die Wende sicher nicht, aber ohne Engagement westlicher Dienste wäre sie ebenso sicher anders gelaufen. Und, sie war eines jener Ereignisse aus denen heraus das Konzept der Farbenrevolutionen entwickelt wurde. Gewissermaßen ein halbwild aufgewachsener Prototyp – wobei man beachten muß, das diese Konzepte eh immer im Fluß, in Entwicklung sind. Soweit mein Zeitzeugenwort, verbunden mit der Bitte, mit solchen Seitendiskussionen nicht das Blogklima zu beschädigen.

        • Comrade John

          Denkende Zeitgenossen informieren –
          Wahrheit oder Lüge? Die “Gruppe der 20″ in Dresden 1989
          „Als ihre Deutsche Demokratische Republik verraten und verkauft war und per Treuhand ausgeplündert worden war, blieb ihnen nur noch das Fernsehen übrig. Das Westfernsehen. Jetzt sind sie alle über 60 oder 70 und freuen sich auf das ewige Leben im Merkelparadies.“
          https://deutscherdemokratischerepublik.wordpress.com/2011/10/17/wahrheit-oder-luge-die-gruppe-der-20-in-dresden-1989/

          Alte NVA-Kameraden vom guten Glauben an die „Revolution“ der verhärmten mittellosen Parkaträger und frommen evangelische Pastoren schon ein wenig abgefallen –
          „Wende“ doch gesteuert?, Frage an Schabowski auf „Anforderung“ [NVA Forum]
          http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=12309&st=0

          Selbst das bundesdeutsche Fernsehen räumte es schon sein – der Sturz Ceausescus in Rumänien Dez. 1989 war eine CIA-Revolution
          Schachmatt – Strategie einer Revolution oder Fallstudie amerikanischer Politik (arte)
          https://www.youtube.com/watch?v=m7BEenUr6ZQ#t=550

          Die sog. Wiedervereinigung, die Folgeparole von >> Wir friedlichen Revolutionäre,
          war zunächst ein Bombengeschäft für internationale Banken, US- u. französische Multis und das wirtschaftliche Waterloo schlechthin für die deutschen Unter- u. Mittelschichten, die dafür bis heute gerade stehen müssen –
          Sklaven ohne Ketten: 2-13 Die deutsche Ursache der weltweiten Finanzkrise
          „Mit den Firmen der DDR, der seinerzeit zehntstärkste Industrienation der Welt mit einer Produktionsfläche von über 1,6 Mio Quadratmetern, innovativen Firmen, die Computer und Düsenflugzeuge bauten, weltberühmte Firmen für optische Geräte, 38.000 Firmen, die den Osten mit Traktoren und den Westen mit Möbeln, Radios, Fernsehern, Kühlschränken und Bekleidung versorgten, die das einst riesige Versandhaus Quelle, das etwa 60% der Produkte aus seinem über tausend Seiten starken Katalog aus Ostdeutschland bezog, dann im Westen vertrieb, mit all diesen Firmen wurde auf Wunsch der Alliierten vereinbarungsgemäß in einer besonderen Weise verfahren.“
          http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.de/2009/03/die-deutsche-ursache-der-weltweiten.html

          Politisch war die Dekonstruktion des Ostblocks inkl. DDR die Voraussetzung für die Schaffung der EU-Einheitswährung, die Erweiterung der EU um die ehem. Sowjet-Satelliten, die EU-Integration unter eine zentrale Brüsseler Kommandostruktur und für die Nato-Osterweiterung, Entfernung bis Moskau jetzt noch 150 Km…

          Spätestens an der Stelle sollte es bei einigen Strategen der gegenwärtigen Mittel-, Nahostlage dazu langen, die Geschichte auch ihres eigenen Landes (BRD) in die mehr oder weniger kritische Beobachtung des Zeitgeschehens einzuordnen.

        • Dike

          Comrade, vielen Dank. Besser kann man das nicht zusammenfassen und belegen, dass die sg Revolution in der DDR (Die Mauer muss weg!) nicht die Spur von Revolution war. Ich war übrigens damals in Berlin (also dabei…)

          Wenn der Westen die damaligen RGW Staaten nicht systematisch totgerüstet hätte und viele unnötige Innenpolitische Fehler nicht gemacht worden wären, die DDR könnte durchaus noch existieren. Ich sage jetzt mal ganz frech, dass es vielen heutigen BRD Bürgern in der DDR wie sie damals war besser gehen würde. Auch ohne Bananen.

          Der Zusammenbruch der Sowjetunion und damit aller anderen Bruderstaaten inkl. DDR war ein Geschenk des Himmels (Gorbi) an den Westen und die Treuhand ein unbescheiblicher Betrug an der DDR Bevölkerung. Fast möchte man sich fremdschämen angesichts der Bilder von dem Picknick an der Österreichisch/Ungarischen Grenze, als die DDR Bürger die kurzzeitige Öffnung der Grenze zur Flucht nutzten. Oder die Situation an der Prager Botschaft der BRD und den Auftritt Genschers. Ich möchte nicht Urteilen über persönliche Schicksale, jeder hat ein subjektives Empfinden, was das Erträgliche Mass an Unfreiheit, Ungerechtigkeit betrifft, aber das Bild, das gerne vom leidenden DDR Bürger gezeichnet wurde und dem unerträglichen Leben in der DDR ist einfach zu einseitig und trifft mM nach auf einen sehr grossen Prozentsatz nicht zu. Im Grunde hatten die DDR Bürger ein Luxusproblem, wenn man die Flüchtlingsdramen an den europäischen Küsten heute ansieht.

          Urkeramik, sehr gut geschrieben. Keiner muss sich entschuldigen. Auch wenn viele noch in dem Glauben sind, dass sie an einer Revolution beteiligt waren, Empfindlichkeiten sollten da keinen Platz haben. Das mag bitter klingen. Ich finde, dass dieses Thema durchaus Bezug zum Thema Syrien hat. Ich sage nur Deraa und die inszenierten Demonstrationen und was sich daraus entwickelt hat. Die Ereignisse in Syrien haben meinen ganz persönlichen Blick auf viele Ereignisse in der Vergangenheit ganz massiv verändert und ich bin inzwischen überzeugt, dass der Zusammenbruch der DDR nicht wie ein Geschäftsabschluss zwischen Sowjetunion und den ehemaligen Alliierten aussehen sollte und Menschen auf der Strasse und der Volkswille, den es sicher gab, das Bild abrundeten, dass eine Bewegung aus dem Volk heraus diesen Umsturz letzten Endes herbeigeführt hat. Der Sturm auf die Zentrale für die Stasi Unterlagen war dann nochmal das I-Tüpfelchen. Inzwischen weiss man, dass auch da CIA mit dabei war und sich die ihnen wichtigen Akten gesichert hat.

        • Nobilitatis

          Das kommt ganz auf Ihre persönliche Definition von Revolution an.
          Und auch ob es einem „besser“ geht, ist eine subjektive Einschätzung. Die meisten wissen es nämlich durchaus zu schätzen, dass sie viele Möglichkeiten haben, die sie vorher nicht hatten.
          Ja, es war nicht alles schlecht, damals! ;-)
          Sowohl bei Adolf, als auch bei Honnecker. Es kann niemals „alles“ schlecht sein. Aber es war auch nicht alles „gut“. Und wie heute viele der Meinung sind, es muss sich etwas ändern im Staat, so war das auch damals. Aber ob dann, wenn es sich ändert, z.B. ein Kamerad Johannes eine demokratische Mehrheit auf der Strasse versammelt? Das wage ich zu bezweifeln. Selbst wenn er Südfrüchte für alle verspricht. Oder eine Krankenversicherung.

        • Nobilitatis

          Noch mal zur Erinnerung: Sie sind das, was der gelernte DDR-Bürger als „Besserwessi“ bezeichnet, nämlich einer, der den Betroffenen aggressiv klarmacht, das er im Besitz der allein selig machenden Wahrheit ist. Davon haben wir hier genügend. Ich habe ein grundsätzliches Problem damit, dass ein im Elfenbeinturm sitzender Verschwörungstheoretiker einem betroffenen Zeitzeugen sagen muss, dass er Unrecht hat. Insbesondere was seine Motivation anbetrifft („Südfrüchte“).
          Der Hinweis mit Syrien ist absolut zutreffend. Niemand hier maßt sich nämlich an, einem Syrer vorzuschreiben, ob er für Präsident Assad stimmt, und aus welchen Gründen.
          Aus demselben Grund lehnt es auch ein Mitglied der Gruppe der 20 ab, sich von einem Internettheoretiker sagen zu lassen, dass er für die CIA tätig war.
          Was den restlichen Ostblock betrifft, gibt es überwiegend Hinweise dafür, dass die Anstösse für die revolutionären Entwicklungen aus dem Osten kamen, und nicht von einer übermächtigen CIA-Organisation. Dagegen waren die Geheimdienste der Ostblockstaaten nämlich gut aufgestellt. Auch war bei den (mehreren) Erstürmungen der Stasi-Zentralen keine CIA dabei. Die haben ihre Informationen später von Überläufern gekauft.
          „dass Sie gar kein Wissen über die Abläufe verraten! Bislang erwecken Sie auf mich den Eindruck eines Apologeten der Wahrhaftigkeit der Tagesschau-, Heute- u. Aktuelle Kamera-News anno ’89/90“
          Was denn nun? Verrate ich nichts über die Abläufe? Oder vertrete ich die Wahrheit aus dem Fernsehen?
          Und bitte verwechseln Sie nicht das Ergebnis einer Revolution (z.B. der französischen) mit den Ursachen.

        • Nobilitatis

          Mist, der Baum wächst nicht. Der erste Kommentar (als zweiter geschrieben) ging an Dike, der letzte an Comrade John.

        • @nobilitatis: es bringt nichts, „Betroffenheitsossi gegen Besserwessi“ zu spielen. Wir haben alle nur begrenzte Informationen und müssen unser Bild über Wissen aus zweiter und dritter Hand ergänzen, was soll da so ein Fundamentalstreit. Ihre Argumente gegen Comrade John sind im übrigen schwach, Sie sollten wissen, das 1989 die CIA schon einen kräftigen Fuß in den russischen Diensten, insbesondere im GRU, hatte und also gut von Osten her wirken konnte. Mein Wissenstand zum Sturm auf die Stasizentrale (Berlin) besagt übrigens, das der erste Mann, der durch die, wie von Zauberhand geöffnete, Tür stürmte ein CIA Mann war. Und der hat seine Aufgabe, die Unterlagen der Auslandsspionage zu sichern, bekanntlich erfolgreich abgeschlossen. Und zwar ganz sicher mit Unterstützung von Stasileuten und nicht von Bürgerrechtlern. Insofern ist die Unterstellung in dem verlinkten Artikel, die Gruppe der 20 wären CIA Agenten gewesen, haltlos und, besonders wenn es Sie persönlich betrifft, frech. Trotzdem sollten Sie das nicht auf die emotionale Ebene heben, das bringt nichts als Frust, und statt dessen mit Informationen und guten Argumenten Ihren Standpunkt belegen. Ich halte die Frage für nicht ausreichend beleuchtet um ein Urteil zu fällen; und als in Berlin „Dabeigewesener“ kann ich hier gerne bezeugen, das die Lage extrem unübersichtlich war und es aus meiner Erfahrung heraus sehr wahrscheinlich ist, das verschiedene Dienste mitgeschoben und manipuliert haben, ohne das ich sagen könnte in welchem Grade dies geschah. Die DDR war 1989 am Ende, zum einen, weil große Teile der Bevölkerung nicht mehr so wollten wie bisher und ihren Glauben an die Reformierbarkeit des Systems verloren hatten und zum anderen, weil die Herrschenden nicht mehr so konnten wie bisher, vor allem weil Gorbatschow ihnen die Unterstützung des großen Bruders entzogen hatte. Das ich da im September ’89 die ersten Rundbriefe des Neuen Forums mit ausgetragen habe, war sicher damals eine edle Tat, aber im Rückblick für den Lauf der Dinge wenig entscheidend – wichtiger war, das diese Rundbriefe in den großen Westzeitungen gedruckt wurden…
          Gruß

        • Nobilitatis

          Ich gebe Ihnen da überwiegend recht. Hier in Dresden allerdings war keine CIA anwesend beim Sturm auf die Stasi-Zentrale und bekanntlich hat sich Putin nebenan auch nicht genötigt gefühlt, da einzugreifen. Er hat sich auf den Schutz der Villa des KGB beschränkt. Da ist hinterher meine Schwester eingezogen (mein Vater kannte die eigentliche Besitzerin persönlich), die Villa war sehr sauber ausgeräumt worden. Inklusive Heizungsanlage.
          Die Rosenholzdatei wurde auch nicht beim Sturm in Berlin erbeutet, sondern als Kopie von einem Überläufer erworben. Markus Wolf, der in Berlin als Wendepolitiker auftreten wollte, hatte nach meinem Kenntnisstand dafür gesorgt, dass die Unterlagen der Auslandsspionage als erstes vernichtet wurden. Da finden Sie nichts in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Und wenn im Ausland versucht wird, das Stasi/ SED-Vermögen zu finden, kann man auf keine Unterlagen zurückgreifen. Ergo hat auch die CIA nichts. Leider muss man sich solches Wissen aus Details heraussuchen, da gibt es keine umfassenden Analysen in den Medien. Und aus den 89er Revolutionären, z.B. der Gruppe der 20 ist kein einziger wichtiger Politiker geworden, hier kontrolliert die CDU alles. Alles keine Hinweise auf Farbenrevolution oder CIA-Mitwirkung.

  • walter

    @ Comrade John
    Danke Dir für die Arbeit bei der Zusammenstellung!
    Habe Deinen Beitrag (zur Sicherheit) als Gesamtes gesichert und werde in den kommenden Wochen mich von Link zu Link durcharbeiten.

    • Ergänzend zu meinem Hinweis im früheren Strang hier noch der Link auf einen neuen Artikel bei Julius Hensel-Blog. Dort gibt es jetzt die deutschsprachige Übersetzung der Botschaft von Safia Farkash.

      Safia fordert von den UN u. der Afrikanischen Union Aufklärung des Todes von Muammar u. Mutassim al-Qaddafi u. ihrer Getreuen, Aufklärung wo ihre sterblichen Überreste geblieben sind, und sie verlangt die Isolationshaft ihres Sohnes Saif zu beenden, der in Zintan gefangen gehalten ist.
      Gaddafis Witwe verlangt gründliche Untersuchung seiner Ermordung

  • Jones2theBones

    Moin Chef,
    Ma‘ wat teknisches.
    Wann immer ick auf die Seit hier jeh, hört die Seit nie auf zu laden.
    Der Inhalt kommt zwar alles schnell, aber das Ladesymbol blebt.
    Is dat normal bzw. vorjesehn?
    Oder bin ick der einzige Nutzer mit diesem Problem.

    • Schalte mal testweise alle Script- und Werbeblocker ab. Ich hab‘ keine solchen Phänomene.

      • Silvio Fienarola

        Hallo apxwn,
        Der neue Blog gefällt mir, schön übersichtlich und Weiss als BG-Farbe im Content – Bereich war sicher die richtige Entscheidung.
        Die Hauptgraphik / Logo im Kopfbereich, läuft jedoch über den Contentbereich hienaus, sobald ich den Blog im Handy (Android) aufrufe.

        LG: Silvio

  • „Ahmed al-Gaddafi: Libysche Opposition bereitet sich auf entscheidenden Kampf um das Land vor“

    http://de.ria.ru/politics/20131030/267186214.html