Auswandererbrigade

qataib_muhajireenHeute wurde bekannt, dass der in Syrien entführte russische Ingenieur Sergej Gorbunow von der Muhadschirin-Brigade (also “Auswanderer-Brigade”) festgehalten wird. Damit hat er zwar den Vorteil, dass er sich mit den Terroristen wahrscheinlich in seiner Muttersprache verständigen kann, das Problem ist aber, dass sich diese Gruppierung selbst inmitten der ohnehin schon jedes vorstellbare Maß übersteigenden Brutalität und Gewalt noch in dieser Hinsicht hervortut.

Ursprünglich nur aus “Tschetschenen” bestehend, sind altgediente Terroristen aus aller Herren Länder, vor allem aus Nahost, in diese Brigade aufgenommen worden, so dass sie inzwischen auch unter neuem Namen – Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar (“Armee der Auswanderer und Unterstützer”) firmiert. Sie besteht paktisch komplett aus Nichtsyrern – Leuten aus dem Kaukasus, dem russischen Wolgagebiet, Irakern, Saudis und anderen. Berüchtigt ist sie durch die Veröffentlichung von Videos ihrer brutalen Exekutionen gefangener Zivilisten und Armeeangehöriger. Sie verfügt über ein offenbar recht gut funktionierendes, weit verzweigtes Netz an Anwerbern, zum Beispiel in den sozialen Netzen – auch in und für Deutschland bzw. deutschsprachiges Auditorium. Gründer und Kommandeur dieser Brigade oder Armee ist oder war der inguschetische Guerilla Omar al-Schischani (also “Omar, der Tschetschene”):

http://www.youtube.com/watch?v=shSLwtR-RkI

Deutschsprachige Medien beginnen zaghaft damit, die Involvierung von aus Deutschland kommenden Dschihadisten in Syrien anzumerken. Dass dahinter ganze auf den jungen deutschsprachigen Protodschihadisten abzielende Anwerbemaschinerien stehen, hat m.W. noch niemand beleuchtet, wenn man von der Erwähnung des prominenten „Daisy Duck“ einmal absieht. Und das alles läuft ja nicht erst seit ein paar Wochen.

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