Das Slawische Korps

Das "Slawische Korps" in Syrien

Das „Slawische Korps“ in Syrien

In Moskau sind Mitarbeiter einer in Hongkong ansässigen privaten Sicherheitsfirma verhaftet worden, die mehrere Hundert Russen nach Syrien geschickt hat, um dort “Infrastrukturobjekte zu sichern”. Dass man die Hintermänner illegaler Söldnertruppen dingfest macht, ist natürlich erst einmal richtig. Man wünscht sich nur, dass der russische FSB sich nicht nur auf Söldner der einen Seite des Konflikts beschränkt – auf Seiten der in Syrien Krieg führenden Terrorbrigaden kämpfen verschiedenen Angaben zufolge um die 4.000 Leute aus Russland. Dass man deren Koordinatoren verhaftet, hört man derweil nicht. Das ist einerseits aufgrund der Netzwerkstruktur und dem “religiösen” Kontext bei der Anwerbung von Dschihadisten verständlich, andererseits müssen die Russen da bald etwas unternehmen, ehe auf irgendeinem zentralrussischen Hügel bald das eine oder andere Schwein pfeift.

Hierunter folgt nun, verkürzt übersetzt, ein recht interessanter Artikel vom russischen Portal Fontanka.ru, der u.a. darüber aufklärt, wo in Syrien und auf welche Weise die Terrorbanden im Oktober an russische Ausweise gelangt sind. Es handelt sich bei der ganzen Truppe aber nicht um die vor einer Weile hier besprochene Initiative des ukrainischen Offizierskorps der Veteranen, sondern um recht seltsame Machenschaften, hinter denen ein nicht näher genannter Syrer mit oder ohne Beziehung zur syrischen Regierung steht. In Zeiten der Wirren gibt es auf allen Seiten Leute, die etwas am Chaos verdienen wollen. Beim Auftraggeber des “Slawischen Korps” handelt es sich mutmaßlich um einen “syrischen Oligarchen” aus der Erdölindustrie.

Eingewoben in den Bericht sind Zitate aus dem Interview mit einem St. Petersburger Russen, der mit dem “Slawischen Korps” in Syrien war.


Dass es russische Staatsbürger gibt, die sich nach Syrien begeben, um dort gegen die Regierung Assad zu kämpfen, weiß man längst. Dass hingegen russische Söldner auf Seiten der syrischen Regierung an den Kampfhandlungen teilnehmen, hörte man erstmals im Oktober 2013, als die Opposition im Internet Scans der Ausweispapiere eines von ihr angeblich in der Provinz Homs getöteten Russen aus der Region Krasnodar namens Alexej Maljuta publizierte. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser Alexej Maljuta gesund und wohlauf in seiner Heimat ist, zuvor aber tatsächlich zu einem bewaffneten Einsatz in Syrien war – als Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma namens Slavonic Corps Ltd.

Seit Frühjahr 2013 veröffentlichte die Slavonic Corps Ltd. in einschlägigen Portalen Aufrufe an altgediente und in mehrmonatigen Auslandseinsätzen erprobte Militärs, sich für einen gut bezahlten Auslandseinsatz zu melden. Versprochen wurden 5.000 US-Dollar pro Monat für den Wachschutz gewisser Infrastrukturobjekte der Energieerzeugung. Daraufhin gab es zahlreiche Rückmeldungen von ehemaligen OMON-Leuten, von früheren Speznas-Offizieren der Inneren Streitkräfte, von Profi-Leibwächtern. Die Sache schien vollkommen normal, fast jeder derer, die sich gemeldet haben, waren im Kaukasus, in Tadschikistan oder haben Erfahrungen beim “Problemlösen” mit irritierenden Leuten im kriminellen Milieu. Versprochen wurden außerdem 20.000 US-Dollar für den Fall einer Invalidität und 40.000 US-Dollar im Todesfall. Alles in allem: annehmbar.

Ein kurzer Anruf, ein Treffen, Ausfüllen von ein paar Formularen – man war dabei. Bald darauf folgte ein Anruf und eine Einladung nach Moskau zur Moran Security Group. Dort wird den Kandidaten erklärt, dass ein Einsatz in Syrien bevorstehe und sie sich dafür bereithalten sollen. Kurz darauf kam auch schon ein Anruf: sofort wieder nach Moskau kommen, und im Namen der Slavonic Corps Ltd. geht es ab nach Syrien. Nur den Reisepass mitnehmen, keine Militärsachen, unauffällig verhalten.

Kontakt mit einem Phantom

Aus einem Vertrag mit der Slavonic Corps Limited: Arbeitgeber, juristische Adresse, und die Unterschrift des “Generaldirektors”, Herrn S.W. Kramskoj. Auf dem Siegel steht: “Private Sicherheitsfirma / Slavonic Corps Limited / Slawisches Korps”

Aus einem Vertrag mit der Slavonic Corps Limited: Arbeitgeber, juristische Adresse, und die Unterschrift des “Generaldirektors”, Herrn S.W. Kramskoj. Auf dem Siegel steht: “Private Sicherheitsfirma / Slavonic Corps Limited / Slawisches Korps”

Die Unterzeichnung der Verträge mit der in Hongkong registrierten privaten Sicherheitsfirma Slavonic Corps Ltd. passierte im buchstäblichen Sinn auf dem Bahnsteig des Leningradskij-Bahnhofs in Moskau. Von ungefähr zwanzig Leuten, die sich zur Unterzeichnung versammelt hatten, sind drei sofort umgekehrt, als sie etwas von Hongkong lasen. Die anderen riskierten es. Jeden Monat fünftausend Dollar im Voraus und das Versprechen, die erste Tranche gleich in den kommenden Tagen überwiesen zu bekommen, wirkten überzeugend. Außerdem sind die Angeworbenen ehemalige Militärs. Sie hassen Papierkram und schätzen das Ehrenwort, das sie von Mann zu Mann bekommen haben.

Kurz darauf ein Flug nach Beirut in den Libanon, von wo aus es per Pkw nach Damaskus ging. Ab Einreise nach Syrien in Begleitung eines Konvois der dortiger Gardisten. Hotel in Damaskus, und dann ein Flug nach Latakia, zu einer Militärbasis.

Ein Panzer für den Wachmann

“Das zwischen Latakia und Tartus gelegene große Feld ist mit Stacheldraht umzogen. Dort befanden sich syrische Reservisten und unser Bataillon. Früher, so scheint es, war das eine Pferderennbahn. Wir wurden in einem ehemaligen Pferdestall untergebracht. Mit Anbruch des Monats Oktober waren wir insgesamt 267 Mann im “Slawischen Korps” und in zwei Rotten aufgeteilt. Die eine Rotte bestand aus Kosaken aus dem Kuban-Gebiet, die andere setzte sich aus Männern aus dem ganzen Russland zusammen. Allein aus St. Petersburg waren wir 10-12 Mann. Wie wir von den Kommandeuren hörten, sollte das “Slawische Korps” in Syrien letztlich eine zahlenmäßige Stärke von bis zu 2.000 Mann haben.”

Außer Maschinengewehren bekam das Bataillon schwere MGs und Granatwerfer. Und Flak-Geschütze, Baujahr 1939. Mörser von 1943. Es wurden zwei Panzerbesatzungen für T-72-Panzer gebildet, und Besatzungen für eine Zahl von Schützenpanzern. Was die Bewaffnung angeht, so gab es bezüglich ihrer Eignung für den Wachschutz von Infrastrukturobjekten selbst bei den vertrauensseligsten unter den Männern Fragen.

Das ganze Projekt wurde von Wadim Gusew geleitet, der vielen bereits als Vizedirektor der Moran Security Group bekannt war.

Für wen führen wir Krieg?

Eine endgültige Antwort auf diese Frage hat es nie gegeben. “Als man in Russland mit uns sprach, wurde uns gesagt, wir fliegen auf Grundlage einer Abmachung mit der syrischen Regierung in den Einsatz. Man beschwor uns, dass alles legal und in Ordnung ist. Nach dem Motto, unsere Regierung und der FSB wissen Bescheid und beteiligen sich an dem Projekt. Als wir vor Ort waren, stellte sich heraus, dass man uns entsandt hat wie Gladiatoren, auf Grundlage eines Vertrags mit irgendeinem Syrer, der entweder in irgendeinem Bezug zur Regierung steht oder auch nicht. Mit anderen Worten waren wir nichts anderes als eine Privatarmee lokaler Bedeutung. Aber zurück ging es nicht. Uns wurde gesagt, dass der Rückflug Geld koste, und wir für dieses Geld zu arbeiten hätten, ob wir das wollen oder nicht.”

Die Aufgabe bestand, wie man den Kämpfern des “Slawischen Korps” erklärte, darin, das Zentrum der syrischen Erdölindustrie zu sichern. Gemeint war die Stadt Deir az-Zur. Es stellte sich heraus, dass man hätte mehr als 500 Kilometer zurücklegen müssen, um dort irgendeine Art Sicherung zu übernehmen. 500 Kilometer durch Gebiete, die wechselweise von Regierungstruppen, von Oppositionellen oder von wer weiß wem kontrolliert werden.

Das Slawische Korps marschiert

Der erste und einzige militärische Einsatz des “Slawischen Korps” ging von Anfang an schief. Wie uns einer unserer Gesprächspartner mitteilte, der Teil einer Schützenpanzerbesatzung sein sollte, waren die Schützenpanzer, Baujahr 1979, die man dem Korps zur Verfügung stellte, vollkommener Schrott und es war unmöglich, sie kampfbereit zu machen.

Pickups mit selbstgebastelter Panzerung

Pickups mit selbstgebastelter Panzerung

Die bereitgestellten T-72 wurden von den Syrern kurzerhand gegen nicht einsatzfähige, rostige T-62 ausgetauscht, die man auch gleich wieder aufgeben musste. Das “Slawische Korps” setzte sich allerdings am 15. Oktober in Bewegung, mit Hyundai-Kleinbussen und JMC-Geländewagen, die man mit einer selbstgebastelten Panzerung ausgestattet hatte. Diese wurde mit syrischen Flaggen und Porträts von Präsident Baschar al-Assad beklebt und los ging es.

Vielleicht wären sie auch durchgekommen, doch unterwegs mischte sich die ruhmreiche und unberechenbare syrische Luftwaffe ein. Ein Hubschrauberpilot – ob er den Konvoi lediglich näher in Augenschein nehmen oder ihn durch die Imitation eines Angriffs erschrecken wollte, ist nicht klar – schaffte es, im Tiefflug inmitten der endlosen Wüste und des nicht weniger endlosen Himmels eine Stromleitung zu erwischen, blieb darin hängen und krachte auf die Kolonne. Die Sache ging mit einer leichten Verletzung eines derer im “Korps” aus, bei einem zweiten wurde das Maschinengewehr verbogen. Den geschrotteten Hubschrauber und dessen Piloten musste man nach Homs abschleppen; die ganze Angelegenheit nahm aber das Tempo aus dem Marsch.

Fremder Leute Krieg

Unterwegs nach As Sukhnah

Unterwegs nach As Sukhnah

Aus irgendeinem Grunde wurden die darauffolgenden zwei Tage in einem Flughafen verbracht. Am 18. Oktober gab es urplötzlich Alarm, “und wir sprangen in unsere Fahrzeuge. Es hieß, im unweit gelegenen As Sukhnah hätten Rebellen syrische Bürgermilizen überfallen, und diese Bürgermilizen galt es nun herauszuhauen. Drei-vier Stunden später ging es dann auch schließlich los, irgendwohin die Straße entlang, und in der Nähe einer brennenden Stadt gerieten wir unter Beschuss. Wir zerstreuten uns und nahmen Verteidigungsstellungen ein. Die Kosaken-Rotte begab sich nach links von der Straße und saß schnell in der Patsche – es kam sofort zu einem Gefecht mit irgendeinem Feind, der offensichtlich nicht für Baschar al-Assad war. Die Mörser waren schnell aufgebaut, und es kam eine Selbstfahrlafette der Regierungstruppen dazu und gab unterstützendes Artilleriefeuer. Ein Flugzeug der syrischen Luftwaffe deckte den Feind mit Bomben ein. Die Rebellenkämpfer, derer es dort verschiedenen Angaben zufolge entweder zwei- oder auch sechstausend gab, erwiesen sich als hartnäckig und gingen wohl daran, das Bataillon zu umkreisen und in die Zange zu nehmen. Das “Slawische Korps” hatte insgesamt nicht vor, sich so sinnlos für die Ideale der syrischen Staatlichkeit zu opfern, begab sich in die Fahrzeuge und machte sich an den Rückzug. Im Verlauf dieses Rückzugs wird es auch passiert sein, dass die Tasche des Aleksej Maljuta abhanden gekommen ist, deren Inhalte später von den Regimegegnern als Trophäen eines angeblich getöteten russischen Söldners präsentiert worden sind.”

Man kann von großem Glück sprechen, dass das Korps im Verlauf dieses Zusammenstoßes nur sechs Verletzte zu beklagen hatte, zwei davon in recht schwerem Zustand. Alle Verwundeten sind gemeinsam mit dem Rest inzwischen nach Hause gebracht worden. “Während unseres Rückzugs gerieten wir in einen Sandsturm. Er hat uns aber auch vor den Düschmani verborgen. Eine derartige Menge an Sand in der Luft, man sieht gar nichts mehr. Aber dank diesem Sturm leben wir noch.”

Das Ende der Mission

Wähend der 2 Tage auf dem Militärflughafen

Wähend der 2 Tage auf dem Militärflughafen

Der Rückweg nach Homs und dann weiter zur Basis in Latakia war nicht lustig. Das Verhältnis der Syrer zu den russischen Legionären hat sich merklich gewandelt. Alle Beteiligten erinnern sich an eine laute Szene zwischen “Projektleiter” Wadim Gusew und dem syrischen “Eigentümer” des Slawischen Korps am Militärflughafen; sie hatten offensichtliche Differenzen bezüglich der weiteren Pläne für das “Korps”. Das Geschrei hörten alle, einschließlich der Erwähnung von Dollars, genauer gesagt 4 Millionen Dollar, die es abzuarbeiten galt. Nichtsdestotrotz kehrten die Kameraden nach Latakia zurück. Während die Syrer noch im September sie fast schon mit Blumen begrüßt haben, so schauten sie jetzt wenn nicht feindselig, so doch vollkommen desillusioniert auf die Männer. Bald darauf wurden sie nach und nach entwaffnet, das Korps musste alle schweren Waffen abgeben. Bis zuletzt hatte jeder allerdings sein Maschinengewehr, denn ohne ein solches braucht ein Russe, wie es heißt, sich derzeit gar nicht nach Syrien begeben.

Empfang mit Ehren

Ungeachtet dessen, dass der Einsatz laut Vertrag 5 Monate andauern sollte, sind alle Söldner in den letzten Oktobertagen mit zwei Chartermaschinen nach Moskau abgeflogen. In Wnukowo wurden sie bereits erwartet: sie mussten das Flugzeug einzeln verlassen und kamen sofort in die fürsorglichen Hände des FSB. Eine schnelle Durchsuchung, Beschlagnahmung aller erdenklichen Datenträger und ein Zeugenverhör. Wadim Gusew verblieb in der Verwahrung des FSB, die übrigen konnten heimkehren. Sein Geld bekam niemand, und im weiten Russland gibt es nun über 200 zornige Männer, die sich für nichts auf dieses zweifelhafte Abenteuer eingelassen haben. Von Gusew und den übrigen ist nichts mehr zu holen – die sitzen hinter Gittern in U-Haft.

Kommentar des Chefs einer richtigen privaten Sicherheitsfirma

Oleg Krinizyn, Chef der RSB-Group, kommentiert: “Der Aufruf zur Bildung einer Söldnertruppe las sich erst wie ein Witz, wie eine PR-Aktion. Die Leute schenkten dem allerdings Glauben und wollten sich einen Traum verwirklichen – mit dem, was sie gut können, Geld verdienen. Bevor man jedoch Leute in ein Land mit aktiven Kampfhandlungen entsendet, das de facto eine Art Patchwork ist aus Territorien mit Dominanz der syrischen Armee, der Rebellen, Al-Kaida und Al-Nusra und so weiter, hätte man sie tunlichst darauf vorbereiten müssen. Hier ging es aber wohl darum, ein gewisses Loch mit Kanonenfutter zu füllen. Die Verträge, die man sie unterschreiben ließ, lesen sich wie Abmachungen für ein Selbstmordkommando. Die Männer unterschrieben zum Beispiel eine Bitte, sie im Todesfall in der Heimat beizusetzen bzw. ihre Gebeine später in die Heimat zu überführen. Das ist unheimlich.

Die Faktenlage ist, dass Bewaffnete im Betreiben einer Offshore-Firma namens “Slavonic Corps” ohne jegliche Lizenz, ohne Genehmigungen wer weiß wen verteidigen geflogen sind, in ein fremdes Land zu einer Zeit der Wirren. Sie bekamen schwere Waffen, uralte Militärtechnik, Scharfschützengewehre, Kalaschnikows. Ihnen wurden irgendwelche Militäruniformen ausgehändigt – eine nach US-amerikanischem Muster, eine andere, die an die Uniformen syrischer Sondereinheiten gemahnt. Wozu braucht eine private Sicherheitsfirma solche “Tarnung”? Es ist offensichtlich, dass die Leute nur für etwas benutzt werden sollten.

Der Vertrag wurde nicht mit einer staatlichen Stelle, sondern mit irgendeinem syrischen Oligarchen geschlossen, angeblich mit Einverständnis des syrischen Präsidenten. Die Russen kamen, um Erdölfelder zu sichern, aber als sie ankamen, stellte sich heraus, dass diese Erdölfelder erst noch zu erobern waren. Und da die Kameraden genug Hirn hatten, sich nicht an den Gefechten zu beteiligen, wurden sie einfach aufgegeben…

Uns von der RSB-Group wurde auch mehrfach viel Geld angeboten, um in Syrien tätig zu werden, und die Angebote kamen von verschiedensten Seiten: darunter von der “Freien Syrischen Armee”, ebenso auch von zwielichtigen Geschäftsleuten. Wir haben das abgelehnt. Sobald wir aber von der syrischen Regierung angefragt werden, werden wir auch tätig – aber dann aufgrund eines offiziellen Vertrags mit einer staatlichen Institution.”

Das "Slawische Korps" in Syrien beim Zeitvertreib

Das „Slawische Korps“ in Syrien beim Zeitvertreib

PS. Die Darstellung der Kampfhandlungen um as-Sukhnah in den Meldungen der verschiedenen Seiten des Konflikts.

Aus Sicht der Terrorbrigaden

“Durch die Mudschahidin des Islamischen Staates Irak und Sham ist eine erfolgreiche Militäroperation in der Provinz Homs durchgeführt worden. Die Sturmtruppen griffen eine Brigade der Kuffar im Ort as-Sukhnah an. Im Verlauf des erfolgreichen Angriffs wurde ein Checkpoint erobert, 2 weitere umstellt. Die Kampfhandlungen dauern an.

Die Mudschahidin haben dabei mehr als 100 Assadisten und Schiiten vernichtet.

Unter den Toten sind auch russische Söldner.”

Aus Sicht des offiziellen Damaskus

“In der Provinz Homs laufen erbitterte Kämpfe zwischen der syrischen Armee und bewaffneten Banden in der Gegend um as-Sukhnah, wo terroristische bewaffnete Einheiten im Verlauf mehrerer Tage versuchen, militärische Objekte zu erobern. Am 17. Oktober ist ihnen unter Einbeziehung einer Vielzahl von Banden, darunter solcher aus Raqqah, ein Vorankommen gelungen. Bereits am 20. Oktober wurden sie allerdings zurückgeworfen.

Drei Schutzbunker der Terroristen von der Dschaisch al-Islam wurden nahe as-Sukhnah von der syrischen Luftwaffe angegriffen. Dabei sind 25 Banditen vernichtet worden.

Am 20. Oktober ist es Armeeeinheiten gelungen, eine Vielzahl von Terroristen zu liquidieren, einschließlich zweier Feldkommandeure aus Tschetschenien und Ägypten, ebenso einen Staatsbürger Saudi-Arabiens…”

Söldner des “Slawischen Korps”

Söldner des “Slawischen Korps”

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  • walter

    @apxwn
    Berichterstattung erster Sahne! Du bist ein Hammer! Danke

  • Det70

    Klasse Bericht, gut aufbereitete Informationen. Danke sehr.

  • Enis

    diese Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor :))

    Die Beweggründe des angeblichen Oligarchen sind mir einbisschen suspekt. Das mit dem Helikopter ist auch sehr einzigartig. Könnte ins Drehbuch von Mr. Bean passen.

    Es fällt mir schwer zu glauben, dass die syrische Regierung ein solches Abenteuer von bezahlten Söldnern bewilligt, die jederzeit gegen sie kämpfen könnten, wenn der Gegner mehr bezahlt..

    Mir ist einzig bekannt, dass die Hezbollah, die Imam Hassan Battalion, die Abu Fadhl Abbas Brigaden und andere kleinere Gruppen aus dem Irak, Afghanistan, Jemen und Pakistan mit Einverständnis der syrischen Regierung aktiv sind.

    Ehrlich gesagt wäre es wirklich grobfahrlässig bezahlte Söldner, die weder Sprache noch Gelände kennen an die vorderste Front zu schicken.

    Aber der Bericht verdeutlicht etwas ganz klar. Syrien braucht keine personnelle Unterstützung, es braucht neues mechanisiertes Kampfgerät. Ich hoffe die russischen Schiffe legen wieder mal vollbeladen in Tartous an..

    Wirklich guter Bericht.

    • jowi

      Neues Angebot vom syrischen Fremdenverkehrsamt:

      Paintball zu langweilig?
      Auf zu Kriegsspielen nach Syrien!

      Bitte ankreuzen, zwecks Einteilung in die passenden Kampfgruppen:

      – Gegen Assad
      – Pro Assad
      – Ist mir egal, Hauptsache Krieg

      Bitte Dokumentationspaket auswählen (Preise aufsteigend):

      – Foto mit Maschinengewehr vor coolem arabischen Graffiti
      – Foto mit schwerem Kriegsgerät (Einsatz von Luftwaffe kostet extra!)
      – Youtube-Propaganda-Filmchen

      Bestattungsoptionen (Preis aufsteigend), bitte auswählen:

      – Verscharren in irgend einem Loch (namenlos)
      – Predigt mit Verheißung von Jungfrauen im Jenseits
      – Rückbeförderung der Leiche in Leinensack
      – Rückbeförderung der Leiche in Metallsarg

      Bitte beachten: das gebuchte Abenteuer-Paket muss im voraus bezahlt werden!

  • Franz

    THX mein Lieber! Sehr geschmeidig.

    Du sprichst das Google Doc an?

    LG

    • Was meinste denn mit „dem Google Doc“? Die Zahl der ausländischen Terroristen? Nee. Die Methode hinter dem Google-Doc war reines Monitoring von Internetvideos.

      • Franz

        Genau, jenes Document meinte ich. Danke

  • Jones2theBones

    Eigentlich ist die Berufsbeschreibung des Auftragsgebers so genau beschrieben, dass man ihn eigentlich sollte identifizieren können. So viele syrische Erdölbarone wird es wohl kaum geben.

    Darüber hinaus ist die Sache recht nett gemeint und war vielleicht auch mit Blackwater/Academy als Vorbild geplant worden, aber auch sehr schlampig durchdacht & ausgeführt, und nicht zuletzt hat er die Soldaten aufs Kreuz gelegt.

    Man sollte, Enis, nicht den Fehler machen, sie mit reinen Söldnern gleichzusetzen.
    Wäre nur das Geld der Faktor, wäre man bei westlichen Firmen besser und sicherer bezahlt & unterwegs.

    Viele Soldaten haben aber ein Auge auf die Politik, sind von Natur aus reaktionär/konservativ eingestellt und wissen um die Schweinerei, die dort abgeht.
    Ihr Wunsch, Geld zu verdienen wird wohl mit dem Wunsch gepaart gewesen sein, Gutes zu tun.
    Der Name spielt darauf an: „Slavyani“ sind nicht nur eine Volksgruppe, sondern bedeutet auch „Ruhm“, und der Name sollte daher auch ein Wenig patriotische Grundstimmung verbreiten, für die auch die Kossaken bekannt sind.
    Allerdings wäre ihr Tod dermaßen unsinnig und bei den organisatorischen Fähigkeiten des Chefs auch so wertlos gewesen, dass der Rückzug das einzige rationale war.
    Wer bleibt schon sitzen & wartet darauf, dass die Mörser endlich ihr Ziel finden?

  • Jones2theBones

    Ich hatte echt Tränen in den Augen, als ich das las… und lachte dabei.
    Denke diese Geschichte ist mitteilungswürdig:
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2507424/Islamist-rebels-apologise-decapitating-wrong-person-head-displayed-internet-fellow-extremist-recognises-him.html

    :’D

    • jowi

      Die Meldung ist mittlerweile bei der BILD angekommen, sprich die Meldung ist im Westen viral geworden. Die Distanzierung der westl. Medien von den „Rebellen“ schreitet voran.

      • Moski

        @jowi,
        »Die Distanzierung der westl. Medien von den “Rebellen” schreitet voran.« Diese Mitteilung genügt mir nicht, richtig wäre die Frage, WER für die Schäden aufkommt.

        • jowi

          Mir genügt das auch nicht, aber es ist ein Fortschritt gegenüber den Zeiten schlimmster einseitiger Kriegspropaganda.

          Für die Schäden kommen die ausländischen Aggressoren nicht auf, wo denkst du hin. Fairness können nur die einfordern, die ihrer Forderung notfalls mit militärischen oder wirtschaftlichen Mitteln Nachdruck verleihen können. In beiden Belangen kann es Syrien kaum mit seinen Gegnern aufnehmen. Auch die russische Opferbereitschaft für die syrischen Belange hat ihre Grenzen. Ohne Zwang wird niemand für die Schäden aufkommen, eine nachhaltige wirtschaftliche Schwächung ist ja auch im Interesse der falschen „Freunde Syriens“, das ist klar.

        • Moksi

          @jowi,
          ich sehe noch keinen Grund zu jubeln, der Henker (der Amerikanische Imperialismus) wird sein Beil nicht freiwillig aus der Hand geben! (Ausserdem muss die Mehrheit der Syrischen Bevölkerung den kalten Winter wohl ohne Heizung überstehen, eine (Nachkriegs-)Situation, die das Ausbreiten von Krankheiten fördert.)

  • Lappallie

    Eine Kleinigkeit, falls der Text wiederverwendet werden soll.

    „Maschinengewehr“ meint wahrscheinlich „Sturmgewehr“?

    • Ja, nach „heutiger Definition“. Ansonsten Maschinenkarabiner. Das Wort war aber zu sperrig, und „Sturmgewehr“ klingt zu martialisch. Es geht um Automatik-Sturmgewehre.

      • Jones2theBones

        Naja, ob die PK’s (ich nehme an bei den MG’s werden sie gemeint sein) zu den schweren Waffen gehören oder dass sie ihnen zwingend abgenommen sein müssen, weiß ich nicht. Das Teil kann durchaus eingesetzt werden wie ein Sturmgewehr.

        Hatte aber selbst auch eine Frage die ich stellen wollte:
        „Schützenpanzer, Baujahr 1979“ werden wohl BMP-1 sein, wenn ich das richtig verstehe, oder?
        Das ist aber heute noch der syrische Standardpanzer und genauso wie der T-62 den Anforderungen einigermaßen gerecht werden?

        Auch sollten sowohl er, als auch die T-62 doch vergleichsweise einfach zu reparieren sein, wenn man schon über die Armeekontakte verfügt, die sie liefern?

  • oobooc0Mohma

    Die simple Argumentation man solle keine Ausländer ohne Sprach-und Geländekenntnisse nach Syrien schicken, liest sich wie ein Artikel aus einer Schülerzeitung.

    Weder die sogenannte Opposition noch die syrische Armee werden Freiwillige auf andere Art & Weise anwerben. Niemand hat dort die Zeit für eine „Multi-Millionen-Dollar Ausbildung“ und anschließender „High-Tech Geländeaufklärung“. Das gibt es nur bei Call of Duty.

    Gemeine Online-Kartensoftware aus dem Hause Google. Das ist die Realität.

    • Jones2theBones

      Denke auch, dass Ex-OMON/Speznaz-Leute unabhängig von der Umgebung wohl den meisten (wehrpflichtigen) SAA-Soldaten überlegen sein werden.
      Das Gelände ist hierbei ein etwas untergeordneter Faktor, da man sich daran anpassen kann, und die Zahl der wirklich ortsansässigen Leute recht gering ist. Für den Rest gibt es Google Maps o. Ä.

      Was aber entscheidender ist, ist die schlechte Organisation & fehlende Einbindung der Soldaten.
      Dass man sie direkt belogen und über den Auftrag nicht wahrheitsgemäß aufgeklärt hat und dann auch noch erwartet, dass sie als unbezahlte Privatarmee für Nichts in den Tod gehen, ist aber auch eine sehr kühne Hoffnung.
      Dabei mögen sowohl der Oligarch, als auch Gusew und die anderen jeweils redliche Absichten gehabt haben, aber so wird halt nix draus.

      • Man kann Speznas sein wie man will, aber wenn man nicht weiß, ob ein Feind „zwei- oder auch sechstausend Mann stark“ ist, die ganze Zeit nur „irgendwer“, „irgendwo“ kommt, dann ist man ein Selbstmordkommando. Mindestens bedeutet das, dass es keine Koordination mit der Aufklärung, also den regulären Streitkräften gegeben hat. Die verirrte Selbsfahrlafette mag darauf hinweisen, dass die Armee um die Aktivität irregulärer Einheiten (Bürgermilizen) weiß und sie gewähren lässt bzw. unterstützt, ohne sie zu kontrollieren oder auch nur zu monitoren. Dem, der in die richtige Richtung schießt, wird halt erst einmal Unterstützung gewährt.

        Ich glaube in dem Fall nicht allzu sehr an redliche Ziele, insbesondere nicht an einem edlen „Einsatz für das syrische Volk“, wie auch die syr. Regierung nicht mit „dahinter stecken“ wird. Maximal hat ein Magnat lokaler Bedeutung seine Beziehungen zu Behörden genutzt, damit 267 Mann einreisen können.

        • Jones2theBones

          Ich bin mir, nach dem Lesen sowohl deines Textes als auch der etwas ausführlicheren Beschreibung auf Fontanka.ru sehr sicher, dass hier einfaches „Beziehungen spielen“ für dieses Unternehmen a) nicht reicht & b) auch schwerlich der Fall war.
          Eher wird der Oligarch, bei dem ich so direkt keine persönliche Vorteilsnahme erkennen kann, der Regierung angeboten haben, auf eigene Kosten eine Privatarmee aufzustellen und loszuschicken.
          Vielleicht gegen geschäftliche Zusagen der Regierung, vielleicht auch einfach aus Patriotismus.
          So oder so kann in Zeiten des Krieges von „redlich“ (auch vor allem in diesem Fall) schwerlich die Rede sein, da waren meine Worte schlecht gewählt.

          Als absolutes Minimum muss dem Geschäftsmann die Feigheit vorwerfen, sie unter falschen Angaben rekrutiert und gegen ihren Willen im Land festgehalten haben, und sie nie über ihren wirklichen Auftrag aufgeklärt zu haben. Folglich ist die Vorbereitung für den Konflikt mangelhaft, und weil Aufklärung & Organisation absoluter MIST waren und schon von vornherein auch nichts anderes hätten sein können, war es ein Selbstmordkommando. An sowas sind die Russen jedoch quer durch ihre Militärgeschichte auch gewöhnt.

          Fakt ist jedenfalls: 267 Mann werden unter bewaffnetem Begleitschutz von Beirut nach Damaskus gekarrt. Kaum zu glauben, dass es nicht mindestens 3 von 4 syrischen Geheimdiensten mitkriegen.
          Als nächstes zu einer Militärbasis geflogen, mit schweren Waffen ausgerüstet und an diesen (schlecht) ausgebildet, aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Militär alle diese Dinge erledigt haben.

          Nun ist Organisation schon zwischen Truppenteilen schwer, koordinieren tun sich Militär & die zahllosen Milizen wohl nur begrenzt.
          Dass die Slawen hier genau jene schweren Waffen bekamen, die das syrische Militär selbst nicht haben wollte (die kaputten Dinger eben), hat ihre Überlebenschancen kaum erhöht haben, genauso wenig wie der Umstand, dass das Militär und der Oligarch es für notwendig/anständig hielten, sie genau über ihre Aufgaben aufzuklären.

          Die Tatsache, dass sie urplötzlich (wohl vom Militär angefordert) losgeschickt wurden, die Selbstfahrlafette ohne Begleitschutz & das Kampfflugzeug sagen mir, dass das Militär sie im Blick hatte & sie komplementierte.
          Sonst wären sie vielleicht selbst bombardiert worden, sonst wären weitere syrische Armeeeinheiten erschienen, um Straße & Artillerie zu verteidigen.

          So oder so taten die Soldaten letzten Endes das Richtige.
          Bei der vom Auftraggeber dargebotenen Inkompetenz und Unaufrichtigkeit wäre der Tod nicht nur sinn- & nutzlos, sondern auch dumm gewesen.

          Ich nehme an, dass du in Russland so einige Leute aus dem Militär kennst, sind ja sehr viele.
          Der Eindruck, den ich aus meinen Freunden & Bekannten sowohl im VDV, als auch bei den Kosaken gewonnen habe, ist, dass gerade in den elitäreren Truppen die Zahl der konservativen/reaktionären Soldaten gegenüber den einfachen & schlichten Bauernsöhnen größer wird.
          Die haben ihren Job nicht nur aus Lust & Laune gewählt, sondern auch in der Erwartung, ihrem Land Gutes zu tun.
          Ich nehme daher an, dass mindestens ein Teil der 267 Söldner durchaus unsere Sicht teilt, dass in Syrien eine amerikanisch-islamistische Verschwörung am Werk ist, und dass neben dem Geld und dem Abenteuer auch der Gedanke sie gelockt hat, dass es besser ist, sie dort aufzuhalten als in Tschetschenien.
          Ansonsten wären sie schon längst in amerikanischen Söldnerfirmen oder mindestens der légion étrangère, die werben ja konstant um sie.

        • Jones2theBones

          Korrektur:
          Dass die Slawen hier genau jene schweren Waffen bekamen, die das syrische Militär selbst nicht haben wollte (die kaputten Dinger eben), hätte sich schwerlich positiv auf ihre Überlebenschancen auswirken können, genauso wenig wie der Umstand, dass das Militär und der Oligarch es nicht für notwendig/anständig hielten, sie genau über ihre Aufgaben aufzuklären.

  • Enis

    @oobooc0Mohma
    danke für den Hinweis. Ich versuche es spezifischer und verständlicher zu formulieren. Ich wollte sagen, für mich ist es schwer vorstellbar, dass die syrische Regierung ausländische Söldner anwirbt, die weder ideologisch noch kulturell, schon gar nicht historisch hinter ihren Einsatzsinn stehen können.

    Ich streite nicht ab, dass es nichtsyrische Söldner auf der Seite der SAA kämpfen. Aber der Hauptunterschied liegt darin, dass diese ihr Leben freiwillig für die Achse des Widerstandes opfern. Die brauchen keinen Autraggeber, kein Geld, keine BMP, T-62er, oder irgendwelche Verträge.

    Noch deutlicher; einzig die freiwilligen libanesischen Brüder passen in dieses Kandidatenprofil, welche ja offiziell von der syrischen Regierung geplant „angeworben“ wurden.

    Bei allen anderen Freiwilligen druckt man einfach ein Auge zu. Wie im Bericht ja bestätigt, dienen sie angeblich als Kanonenfutter.

    Ich glaube vollumfänglich an die Wahrheit dieses Berichtes über die slawischen Söldner. Dass die syrische Regierung jedoch ihren Finger im Spiel haben könnte, kann ich aufgrund der geschilderten Ereignisse bei bestem Willen nicht vorstellen.

    Wie aber im vorhergehenden Post mitgeteilt; diese Geschichte kommt mir aus persönlichen Erlebnissen sehr bekannt vor. Da kann nur ein angeblicher Mittelsmann am Werk sein, der wieder das Geld gerochen hat…

    Das ist eine syrische Krankheit, die ich als Harcore-Assadist auch ausrotten will.

    Ich kümmere mich momentan aber nur um die Erfolge der SAA. Weiterhin Daumen drücken. Es geht im gleichen Tempo weiter.

    Nach dem Sieg werden wir dann die schwarzen Schafe aussortieren.

    • Jones2theBones

      Wie gesagt glaube ich auch nicht, dass die Regierung selbst sonderlich aktiv geworden ist, vielmehr wird ihnen der Geschäftsmann das angeboten haben, und sie werden gesagt haben: „Wenn du dafür vollumfänglich die Kosten übernimmst, ist das fein.“

      Danach wurden 267 Söldner, die aber keineswegs wie von dir unterstellt sich jemals von der anderen Seite, den Islamisten, hätten anheuern lassen, mit bewaffneter Eskorte über die Grenze nach Damaskus & somit in das Zentrum der Macht gefahren & danach vom Damaszener Flughafen nach Latakia zu einem Militärstützpunkt gekarrt. 3 überquerte Sicherheitslinien (Grenze, Stadtgrenze, Flughafen), 3 gute Gründe dafür, dass sie bemerkt wurden, mit sicher unzähligen Checkpoints dazwischen.
      Die Andeutung, die Geheimdienste würden so etwas nicht mitkriegen, liest sich für micht wie eine Beleidigung ihrer Intelligenz.
      Danach vom Militär ausgerüstet, ausgebildet und von einem Moment auf den anderen auch angefordert, und dabei auch mit just dem unterstützt, woran es ihnen fehlte (Artillerie, Luftwaffe).

      Genauso sicher dass die Regierung davon wusste, ist aber auch, dass die Regierung selbst nicht die treibende Kraft hinter dem Unterfangen war.
      Sieht man schon an einer simplen Kosten/Nutzen-Rechnung.
      Entscheidend wäre so eine Fremdenlegion erst in erheblich größerer Zahl, das wäre teuer & somit unrentabel.
      Der 40000$ teure Elitesoldat mag selbst tödlicher sein als ein eingezogener Wehrpflichtiger, stirbt aber auch genauso leicht durch Minen, Granaten & Geschosse.

      • Enis

        @Jones
        Ich gebe dir Recht, dass eine Reise einer solch grossen Kolonne von Beirut nach Damaskus und von dort nach Latakia ohne Kenntnis des mukhabarats nicht möglich ist.

        Ich frage mich aber nur, warum sie nicht direkt nach Latakia zugeflogen wurden?

        Angenommen sie kamen via Beirut. Das läuft in Syrien folgendermassen ab:
        Ein Mittelsmann holt dich ab und übergibt dich einem anderen Mittelsmann, der wiederum einem anderen und nochmals und nochmals. Wir hatten damals 7 Stück, bis wir zum zweitgrössten Fisch angekommen waren. Wenn du Glück hast kommt dann ein Geschäft zu Stande, sonst bist du um einige Batzen leichter.. Den grössten Fisch wirst du nie treffen können.
        Wieso diese Umstände? Weil in Syrien ein Sicherheitsparanoia herrschte. Man hatte das Gefühl der zionistische Feind könnte in jeder Ecke und Decke stecken..

        Und wie kommt man bei der Mukhabarat durch ohne gestoppt zu werden? Es gibt die Frage zu beantworten woher man stammt, dann muss du ein Codewort kennen, welches du unaufgefordert in aller Stille zuflüsterst. Dann wird dir auf die Schulter geklopft und wirst mit Gottes Segen verabschiedet. Warscheinlich ging es bei diesem Mittelsmann sehr ähnlich ab.

        Es tönt nach einem James Bond Klischee, aber dieses Codewort erleichterte einem das Leben unheimlich..

        Ob dieses noch in diesen Kriegszeiten noch funktioniert, konnte ich leider nicht probieren.

  • Enis

    übrigens:

    Der Kampf um Aleppo steht kurz bevor!! Die SAA hat alle Vorbereitungen abgeschlossen, das erste Quartier zu überrennen..

    Auch der Kampf um Kalamun ist kurz vor dem Start..

    Diese beiden Schlachten werden die Entscheidung bringen.

    ich hoffe später etwas mehr berichten zu künnen.

    • Moski

      @Enis,
      schliessen Sie immer noch eine Kapitulation der FSA oder anderer sogenannter Rebellenformationen aus? (Siehe auch Ihr Beitrag vom 13. November 2013 um 14:13 Uhr im Register „Zweimal Genf: Ende des Arabischen Frühlings“ in diesem Blog.)

      • Enis

        @Moski
        Ja, ich schliesse die Kapitulation der Terroristen in Aleppo vollständig aus! Da sind Hardcorebärtige am Werk. Wie damals gesagt, diese Jihadisten sind gekommen um in den „Paradies“ die Lohnung zu bekommen..

        Das ist aus meiner Sicht gar nicht wichtig. Viel wichtiger ist es, dass die SAA fest entschlossen ist, syrischen Boden Schritt für Schritt von diesen Bakterien zu befreien, koste es was es wolle. Daher Kapitulation hin oder her, die Tage der Bärte sind gezählt.

    • walter

      @Enis
      Als Beobachter freue ich mich über deine Berichte. Es geht nun tatsächlich in die Endphase der Rückerorberungen. Und so halte ich es für angebracht, hier einmal jener Tausenden Soldaten zu gedenken, die mit der Aufopferung ihres Lebens oder ihrer Gesundheit dies erst ermöglicht haben. Diese tapferen Männer sind keiner Versuchung erlegen, Gefahren auszuweichen. Im festen Glauben, das unausweichlich Notwendige zu tun, haben sie die Tausenden Splitter und Geschosse auf sich genommen, um ihren Kameraden und Familien im Vorwärtsdrang Schutz und Unterstützung zu bieten. Ohne diese Opferbereitschaft stünde die SAA heute nicht dort, von wo aus sie jeden Tag erneut ins Feld marschiert, um die Heimat zu befreien!
      Unser aller Herrgott möge daher dieser Seelen gnädig sein und sie auch im Lichte dieser furchtlosen und tapferen Selbstopferung, im Glauben an Recht & Freiheit, Heimat und Frieden, würdigen.
      Den Soldaten und ihren Kommandeuren wünsche ich für die kommenden Bewährungen unseres Herrgotts Schutz, aber auch Güte und Barmherzigkeit bei der Begegnung mit ihren Feinden. Auf das sie nicht obsiegen, ohne auch ihre Seelen zu retten. In Gottes Namen, Amen.

      • Moho

        „Den Soldaten und ihren Kommandeuren wünsche ich für die kommenden Bewährungen unseres Herrgotts Schutz, aber auch Güte und Barmherzigkeit bei der Begegnung mit ihren Feinden“

        Mich wundert, dass die Soldaten ueberhaupt Gefangene machen. Ist zwar nur Theorie, da ich noch nie jemanden getoetet habe, ich denke aber, wenn ich SAA Soldat waere und die Bilder der Folterungen, Erschiessungen und Kopfabschneider im Gedaechnis habe wuerde ich jeden dieser Terroristen, sollte sich einer „ergeben“, ohne lange zu fackeln auf der Stelle erschiessen.
        Das sind ja keine Menschen!
        Moho

  • Enis

    Auch die Depots in Maheen (Homs) sind vollständig zürückerobert. Anscheinend hatten die Terroristen 20% der Depots überfallen. Videos und Bilder dazu gibt es auch bald..

  • toonsteiner

    Ich stelle mir nur unsere Bundeswehr vor- wenn sie vor der gleichen Aufgabe wie die tapfere SAA stehen würde……….

  • Enis

    Apropos Söldner, der folgende Link zeigt einige schiitische Brigaden, die zumeist bei Sayyidah Zaynab in Damaskus aktiv sind.. viel viel Material..

    Zeigt auf, dass es in diesem Krieg noch andere ideologische Kriege gibt. Während die takfiris den Jihad gegen alles andersglaubende anstreben, wollen diese einzig ihren heiligen Schrein verteidigen.

    http://jihadology.net/category/liwaa-abu-fadl-al-abbas/

  • Enis

    habe bezüglich der Geschichte mit den slawischen Korps folgendes gefunden..

    http://www.liveleak.com/view?i=378_1384628624

    der Typ sieht aber nicht danach aus, als ob er in diesem Zustand militärische Aufgaben übernehmen könnte :)

    • Das ist dieser Alexei Maljuta, schon zurück in der Heimat. Sie begießen den 9. Tag nach seiner Todesmeldung. Die Geschichte mit dem gestohlenen Rucksack ist die ältere Version, der Verlust der Dokumente während des Rückzugs bei al-Sukhnah die neuere.

      Die ganze Story von Fontanka.ru gibt eigentlich auch noch etwas her, was viele überlesen haben werden: die „FSA“ hat private Sicherheitsfirmen um gewisse Dienstleistungen angefragt. Die RSB-Group wird nicht die einzige gewesen sein. Das bedeutet mindestens, dass sie a) selbst keine Ressourcen, dafür aber b) viel Geld haben…

      • littleguerillero

        …sie „gießen“ seit 9 Tagen meinst Du? :)

        • Es ist bei den Russen üblich, den 3., 9. und 40. Tag und dann immer im Jahresrhythmus nach dem Tod eines Menschen seiner zu gedenken. Im Volk sieht das dann so aus, dass man sich versammelt, jedermann etwas Gutes zum Verstorbenen sagt, was dann auch der Trinkspruch ist… am 9. Tag nach dem „Tod“ des Maljuta hatte er erstmals Kontakt mit der Presse; da die Rebellen hatten inzwischen seine Ausweisdokumente veröffentlicht und angegeben, sie hätten ihn „gekillt“.

          Übrigens sind bei den Gefechten bei as-Sukhnah im oben angegebenen Zeitraum rund 400 „Rebellen“ getötet worden. Ein Großteil sicher durch Luftwaffe, Artillerie und Bürgermilizen, aber ein guter Teil geht auch, wie man inzwischen weiß, auf das Konto des „Slawischen Korps“.

  • Frank

    Hier auch ein sehr ausführlicher Bericht zu diesem Thema:

    http://www.interpretermag.com/st-petersburg-sends-contractors-to-syria/

  • Beinstuhl

    OT, aber betrifft russischsprachigen Einfluss auf das Schlachtfeld.

    Der Artikel von WSJ wirft licht auf den Emir der ISIS im Norden, Umar al-Shishani, bei dem es sich um Tarkhan Batirashvili handeln soll.
    Vater Christ, Mutter Muslima (wie es aussieht Tschetschenin) und er diente wohl in der georgischen Armee und sei sowohl vom Wahhabismus als auch vom Russlandhass getrieben.

    http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424052702303309504579181962177007316

    Eine russischsprachige Website, die direkte Informationen über ihn haben soll ist http://fisyria.com/

  • littleguerillero

    Danke für den Beitrag!

    Und ein „Slawischen Korps“ in Syrien wird es weiterhin geben,
    nur posiert dieses sicher nicht auf Fotos.