Militäroperation in al-Qalamoun

a354fd9ec53a11e2995622000a1f9812_7Momentan gibt es noch nicht allzu viele genaue Berichte zur Operation der Syrischen Arabischen Armee und der Hisbollah-Einheiten in der Region Qalamoun, jedoch sieht es bisher danach aus, als sei die Lage für die Freischärler nicht allzu rosig. Die “oppositionellen” Quellen sprechen von der Heldenhaftigkeit einzelner Kämpfer und beschreiben ihre Heldentaten, aber schweigen über die allgemeine Lage.

Wie erwartet, gestattet es das Gelände der Armee kaum, massiv auf Panzerfahrzeuge zu setzen, allerdings wird das, soweit möglich, von der Luftwaffe kompensiert.

Die demokratische Presse beschäftigt sich in ihren Berichten eigentlich schon seit mindestens Ende Oktober mit den Vorbereitungen zu dieser Operation. Inzwischen gibt es einzelne Hinweise darauf, dass auch die Armee des Libanon sich an der Grenze positioniert hat, um auf diese Weise die Nachschubwege der Insurgenten abzuschneiden.

Im Wesentlichen hat es die syrische Armee in diesem Gebiet, ähnlich wie in Al-Kusair, mit den Moslembrüdern nahestehenden bewaffneten Einheiten und kriminellen Banden zu tun. Aus diesem Grunde ist Unterstützung von den Dschihadisten der diversen Al-Nusra-Fronten kaum zu erwarten. Ein guter Teil der Kommandeure in diesem Bereich befindet sich auf den Abschusslisten der “Mudschahidin”; gegen die Armee werden sie deshalb auf sich gestellt antreten müssen.

ANNA-News berichtet derweil aus Al-Qabun; im Bericht gibt es deutsche Untertitel. Falls diese nicht automatisch anspringen, bitte manuell anschalten!

 

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • Jones2theBones

    15.000 Hezbollahkämpfer?
    Wie lustig. Ist das gute Journalistenarbeit wenn die Zahl der Hezbollahkämpfer um die ca. 400 aktiven Kämpfer + 3000 Reservisten liegt?
    Woher in aller Welt sollte die Hezbollah die Ressourcen haben, eine solche Armee zu versorgen?
    Ich schlag mir schon seit Tagen die Hände an den Kopf und verstehe nicht wie so viel Dummheit in auch nur einem Kopf sein kann, geschweige denn hunderten?

  • JMW

    @apxwn
    Kannst du bitte einen RSS Feed einrichten?

  • chl

    Zur Hisbollah-Stärke, da würde ich nicht auf Wikipedia zurückgreifen.
    Im Verhältnis zu Ihrer Verankerung im Libanon dürfte die Zahl ihrer
    abrufbaren Kämpfer durchaus recht hoch sein.
    Auch Nichtmuslime befinden sich mittlerweile in ihren Reihen.

    • Enis

      @chl
      stimme Dir zu. Ginge es nach Wikipedia müssten die folgenden Soldaten bei der Beerdigung eines ihrer Kämpfer die

      • Enis

        volle Mannstärke widerspiegeln..

        https://www.youtube.com/watch?v=DKiO_3tRn-Y

        (Beerdigung im Libanon für eine gefallenen Kämpfer bei Sayy. Zainab in Damaskus).

        • Jones2theBones

          Gerade Wikipedia liefert 3 Zahlen, die höchste 20.000, und ich habe mal auf die Schnelle die Zahl genommen, die ich am realistischsten halte.

          Fakt ist: 2006 hat Hezbollah, falls man das so sagen darf, mit wenigen hundert gegen das IDF standgehalten.
          Fakt ist aber auch: Viel Geld haben die nicht, und jedes Mitglied unter Waffen kostet Geld, weil er ausgerüstet und seine Familie von der Hezbollah verpflegt werden muss. Das wird sie auch selbst nach seinem Tod.
          Folglich kann sich die Hezbollah als selbsttragender Verein so viele aktive Kämpfer nicht leisten und hält sich viele als Berufstätige in Reserve.

          Nun haben wir eine Zeit der Not und es stimmt, dass die Hezbollah für Syrien Kämpfer zusammengekratzt hat.
          Gleichzeitig liegt immer noch Israel im Süden und das IDF trainiert jetzt seine Leute mehr für den Kampf gegen die Hezbollah als für den Kampf gegen die SAA, die anders als 2006 nicht zur Verteidigung des Libanon in der Lage ist.
          Auch stellen die radikalen Sunniten auch im Norden weiterhin eine Bedrohung für die Hezbollah dar.

          Also angenommen die Hezbollah hätte seine Zahl um über 400% auf 20000 erhöht, was ich schon für übertrieben halte.
          Wie viele Leute davon würde sie tatsächlich für Syrien entbehren können?
          Höchstens die Hälfte, und selbst das auch schon unter einem gewissen Risiko.
          Und angenommen es wären gar 15000, die in Syrien kämpfen und denen unsere MMs die Schuld an fast jeder Niederlage an fast jedem Schauplatz geben: Wie viele davon könnte man für Qalamoun entbehren, die nicht an anderen Fronten gebunden wären?

          Damit wir uns nicht missverstehen: Ich halte die Hezbollah für einen außerordentlich potenten Verein.
          Sie haben den Willen und die Fähigkeiten, nur das Geld fehlt ihnen.

          Die Behauptung von 15000 werte ich als Versuch der gegnerischen Propaganda, die Feindeszahlen zu erhöhen, um die eigene Niederlage umso erträglicher zu halten und die eigenen Leute umso heroischer darzustellen.
          So etwas tut man schon seit der Erfindung der Schrift und tausenden von Jahren.
          Dazu kommt, dass al Arabiya & Co. den Spieß umdrehen und uns damit sagen wollen: „Seht her, wenn es all diese Ausländer nicht geben würden, hätte das syrische Volk seinen pösen Diktator schon längst gestürzt!“

  • JMW

    Danke! Der Link bzw. die Icons werden bei mir mit Chrome & Firefox nicht dargestellt. Mit IE geht’s.

  • habkind

    Ich habe Nachrichten von Quamishli (ein Arzt aus dem nationalen Krankenhaus) war in Deutschland zu besuch. Er schildert, das die medizinischen Verhältnisse in Quamshili sehr schlecht sind und unbedingt der Unterstützung bedarf.. Die medizinische Versorgung sei fast zusammengebrochen und die Menschen benötigen alles an medizinischem Bedarf: Medikamente, med.Instrumente und med. Geräte.
    Ich wollte noch einmal mit der syrianische Gemeinde sprechen, ob sie eine Hilfslieferung planen. Ich selbst komme an ein Röntgengerät ran (im Sauerland), weiß aber noch nicht, ob ein Versandt irgendwie möglich ist.
    Vielleicht können wir mit Hilfe des Blogs hier was unternehmen
    (Krankenhäuser ansprechen, Produzenten und Handel von Medikamenten und med.Bedarf), etc…
    Wäre schön, wenn einige hier noch weitere Ideen und Hilfsmöglichkeiten haben.

    • jowi

      Wissen auch Rotes Kreuz bzw. Roter Halbmond von den Zuständen dort? Ich denke schon, dass diese Organisation neutral ist und über hervorragende Ressourcen und Logistik verfügt. Wenn die Profis nicht handeln, kann man immer noch versuchen zu improvisieren.

  • habkind

    Von der Ypg gefundene „Dokumente“ und Listen zu Kämpfernamen und Waffenübergabe der Al-Nusra Front.
    Den Link habe ich bei Syrpers von heute gefunden (mit einem entsprechenden Komentar von ihm)

    http://brown-moses.blogspot.de/2013/11/captured-jabhat-al-nusra-administrative.html

  • Kommentar von Barbara aus Syrien (Damaskus) bei urs 1798.

    Im mittleren Teil sind Äusserungen von Sheikh Nasrallah aus einer französischsprachigen Quelle zitiert. Sie legen nahe, dass Hisbollah in Syrien nun eine aktivere Militärpolitik betreibt, um „irakische Verhältnisse“ im Libanon zu verhindern.

    Mit den geographischen Gegebenheiten des Qalamun befasst sich der untere Teil – ein schwer zu kontrollierendes Gebiet, das seit Jahrhunderten Zuflucht u. Unterschlupf für alle möglichen verfolgten Gruppen ist.
    Ausserdem scheint die militärische Strategie der SAA hier nicht ganz klar oder wird zumindest als zögerlich empfunden. (nach Darlegung im Kommentar, Anm.)

    http://urs1798.wordpress.com/2013/11/12/syrische-militarbasis-im-golan-sowie-eine-un-station-attackiert-syria-syrien/comment-page-1/#comment-56869

  • Nurkurz

    „Vier syrische Generäle bei Bombenanschlag getötet.“

    http://rt.com/news/generals-syria-rebel-attack-874/

  • Recherche

    Hat irgendjemand weitere Informationen (Videos, Heldentaten) zu Deutschlands neuem Märtyrer, dem Ex-DFB-Spieler Burak Karan (Abu Abdullah at-Turkmani)?
    Er starb wohl in Azaz entweder durch Feuergefechte mit „kurdischen Freischärlern“ (wie sein Anwalt angeblich dem Focus sagte) oder wurde durch „Assad-Bomben zerfetzt“ (beliebtere Version).
    In seinem Schahied sieht man ihn vor der Flagge von ISIL.

    Spiegel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ex-nationalspieler-und-islamist-burak-karan-wurde-in-syrien-getoetet-a-934142.html
    Schahied: http://www.youtube.com/watch?v=maxQjNXyAX4
    FB-Erwähnung bereits 22. Oktober: https://www.facebook.com/permalink.php?id=484144101669515&story_fbid=527443320672926

    PS: Anfrage darf gern an passendere Stelle geschoben oder weitergeleitet werden.

  • kaumi
  • ISKANDER

    Die Offensive der SAA in den Kalamounbergen kommt voran.
    Die strategisch wichtige Stadt Kara, nordwestlich etwa 80 km von Damascus ist von den ehemals anwesenden Terroristen vollständig gesäubert.
    Wenn das Gebiet Kalamoun vollständig in der Hand der SAA ist und danach sieht es zunehmend (auch ohne Panzerkeile) aus, bedeutet dies, das vollständige Abschneiden der Versorgungslinien aus dem Libanon für die mannigfaltigen Terrorbanden um Damascus – Nord – Homs.
    Quelle: ria.ru, heute
    Hinzu kommt eine Meldung von Radio Stimme Russlands, dass die libanesische Armee nunmehr die gesamte Grenze zu Syrien auf ihrer Landesseite unter Kontrolle genommen hat um die Banden am Transfer zu hindern.
    Es sieht nach einem bevorstehenden napoleonischen Zusammenbruch für die alliierten Terror – Invasoren und ihre Paten aus.
    Darauf ein kräftiges: “ La Quenelle“, ganz besonders an den zionistischen Kriegstreiber Hollande von Frankreich. Der kennt und fürchtet diesen Gruß inzwischen recht nervös.
    Rein militärisch ist festzustellen, das dieser Krieg jetzt schon den alten Nasser hat auferstehen lassen. 1.500 russische
    Soldaten demnächst in Alexandria stationiert – ihr werdet davon bald Kunde bekommen. Der Irak, der Libanon, fest an Syriens Seite.
    Der Iran als neue Ordnungsmacht im Orient,…. wenn das mal nicht das verheerendste Gesamtergebnis ist, was für die Kriegstreiberallianz unter Führung der Golfparasiten/Israels/Türkei/Nato entstehen konnte.

  • Der gestrige Stratfor-Artikel zu diesem Thema sagt im Wesentlichen auch nichts wirklich Neues.
    – massive Hilfe aus Iran, Russland und von „schiitischen Milizen“ der gesamten Region
    – tausende Hisbollah-Kämpfer
    – „Rebellen“ entzweit, die Türkei hat deren Unterstützung massiv zurückgeschraubt.

  • Ich möchte hier auf folgenden Artikel aufmerksam machen:

    Wie Bibi in die Box gepackt werden kann

    Gegenwärtig gibt es drei große diplomatische Projekte zur Entschärfung der Konflikte im Raum Westasien, die vom zionistischen Apartheidregime über Palästina nach Kräften sabotiert werden. Mit Hilfe von russischen Waffenverkäufen in die Region und Unterstützung durch die katholische Kirche könnte es gelingen, die Widerstände zu überwinden, Bibi in die Box zu packen und für dauerhaften Frieden in der Region zu sorgen.

    … langer Artikel …

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/11/18/wie-bibi-in-die-box-gepackt-werden-kann/

    Ökumenische Bemühungen der russisch-orthoxen Kirche und der römisch-katholischen Kirche könnten eine Schlüsselrolle dabei spielen, Bibi in die Box zu packen. Für nächste Woche ist ein Besuch von Putin im Vatikan angekündigt.

    • Kirche? Die sind derzeit um die Lage der Christen in Nahost besorgt, es fallen Worte wie „der Westen ist nicht mehr christlich“, die Christen in Nahost erwarten Hilfe von/aus Russland (Quelle: http://kommersant.ru/doc/2331081 ).
      Ansonsten ist Onkel Bibi heute theoretisch in Moskau. Ähnlich wie Bandar zu einer Arbeitsvisite.. :)

      • So wie es ausschaut, scheint Metropolit Hilarion mit seinem Anliegen gemeinsamer Anstrengungen zum Schutz von Christen in der Region beim römischen Papst aber auf offene Ohren gestoßen zu sein. Von Kommersant.ru:

        — И что говорит по этому поводу папа римский?

        — Папа Франциск согласился, что защита страждущих христиан должна стать важнейшим направлением нашей совместной работы с римско-католической церковью.

        Nun bleibt natürlich abzuwarten, ob da von Seiten des Papstes Taten folgen. Aber dass er Putin zum Besuch einlädt ist schon einmal ein sehr gutes Zeichen, und seine öffentlichen Gebete in Gegnerschaft von US-Angriffen auf Syrien waren auch schon recht hilfreich.

        Was tonangebend im Westen ist, kommt in dem Interview mit Metropolit Hilarion auch schon sehr klar zum Ausdruck:

        Как мне неоднократно говорили в Ливане христианские политики, Запад на Ближнем Востоке интересуют только две вещи — Израиль и нефть.

        Da wird schon recht deutlich benannt, wo der Gegner sitzt.

        Mal schauen, ob der Papst gewillt und in der Lage ist, den vorgeblich christlichen Politikern der westlichen Wertegemeinschaft kräftig in den Allerwertesten zu treten. Ein bisschen sieht es gerade danach aus.

        • Jones2theBones

          Ja, ich erinnere mich noch an das Friedensgebet des Franziskus.
          Genauer: Ich erinnere mich an die Darstellung des Friedensgebetes des Franziskus; als unter anderem der Spiegel sich da so zweideutig formulierte, als würde er das Gegenteil behaupten.

          Ja, Franziskus hat eine gewisse Autorität unter den Gläubigen.
          Es ist aber nicht so, dass der Vatikan über eine e-Mailliste führt, seine Worte müssen leider durch die sehr selektiven Ohren der Mainstreammedien, damit sie auch wirklich einen Großteil der Gläubigen erreichen.
          Und eben diese Mainstreammedien tun ja schon seit Jahren nichts anderes, als gegen die orthodoxen & katholischen Kirchen zu hetzen und deren Authorität zu untergraben.

          Da kommt noch hinzu, dass die protestantischen Kirchen in der Allgemeinheit zwar kleiner sind als die katholische Kirche, aber eben in den meisten kriegstreiberischen Staaten der NATO doch mächtiger sind (bsw. USA, England & die nordischen Staaten).

          Und die haben schon den Charakter von Systemkirchen, wo sie nicht schon traditionell Staatskirchen sind.
          So hat das dänische Parlament neulich Homoehen für die dänische Staatskirche eingeführt, jetzt findet eine öffentliche Debatte statt, ob man nicht jene Priester feuern soll, die es wagen sich solchen DIngen zu verweigern.

          Im Endeffekt ist die Macht der katholischen Kirche heute vergleichbar, aber noch begrenzter als zu Zeiten des Dritten Reiches.
          Damals waren die Leute noch zutiefst religiös, und in dem Tal, wo ich herkomme und wo es historisch einst rein katholisch & rein protestantische Stadtteile gab (da früher aufgeteilt zwischen katholisches Vorderösterreich & protestantisches Baden), bekamen die Nationalsozialisten in ihrer letzten Wahl in den protestantischen Stadtteilen ca. 90% der Stimmen, in den katholischen hingegen nur 10%.

          Als Russisch-Orthodoxer muss ich die katholische Kirche hierfür loben, aber ich bin Realist: Ihre Passivität kommt nicht von ungefähr.
          Sie haben heute kaum mehr die Möglichkeit, die Meinungsbildung entscheidend zu beeinflussen.

        • jowi

          Als passiver (sehr passiver!) Katholik muss ich den Papst hier wirklich in Schutz nehmen, als er seine Stimme für Frieden in Syrien erhob geschah etwas, was ich in unserer Presse noch nie erlebt hatte: sein Appell blitzte nur kurz in den großen Medien auf und wurde dann schnell unter anderen Nachrichten begraben.
          Ansonsten erfahren wir (sinnbildlich) jeden Pups vom Papst mit einem vielfachen Echo. Mir hat das damals einen Schauer über den Rücken gejagt, denn es zeigt mir einmal mehr, wie orchestriert unsere Medien Kriegspropaganda betreiben und wenn es sein muss, sogar die Friedensappelle des Papstes auf stumm schalten.
          Der Syrienkonflikt hat unserem westlichen System endgültig die Maske vom Gesicht gerissen. Was darunter zu sehen ist, hat – zumindest mich – gewaltig erschreckt. Und es widert mich jeden Tag an!

  • Beinstuhl

    Qalamoun-Front Hinterland
    Berichte von einer Tour ausgehend von Arsal über die Grenze durch die Bergdörfer von Qalamoun bis Yabrud (20km vor der SAA in Qarah) sind bei Al-Akhbar zu lesen. Der dritte Teil der Reise (hier werden Kämpfer in Höhlen besucht) war für den 20. versprochen, aber auch auf den dritten Blick nicht ersichtlich. Vielleicht gibt es Gründe, ihn zurückzuhalten. Vielleicht hab ich ihn einfach übersehen.

    1. Arsal
    http://english.al-akhbar.com/content/al-akhbar-qalamoun-throne-god-and-cherry-trees
    – Arsal scheint sehr fest in Oppositionshand, „jeder“ sei in den Interhalt auf libanesische Soldaten involviert gewesen, Schmuggler und Kämpfer gehen ein und aus, Nusras Verletzte werden versorgt, gesuchte „Attentäter“ (Bomben in Südbeirut) sind dort sicher vor Zugriff der libanesischen Armee und Hisbollah, dennoch scheinen Hisbollah und SAA in der Lage, vereinzelt gezielte Tötungen durchzuführen
    – in Arsal glaubt man, Nusra spiele eine große Rolle in Qalamoun, ISIS sei „eben erst“ angekommen
    – die Emire von Nusra und ISIS, Abu Malek al-Souri und Abu Abdullah al-Iraqi können sich wohl recht frei zwischen Syrien und Libanon bewegen und haben Rückhalt bei einem „bekannten“ Geistlichen in Arsal
    – die Grenze scheint sehr offen zu sein, praktisch jeder (von Bewaffneten Konvois über Nomaden, Schmuggler bis zu Einzelpersonen) treibt sich da rum

    2. Qalamoun-Gebirge
    http://english.al-akhbar.com/content/al-akhbar-qalamoun-our-war-has-no-red-lines
    – Drogenfabriken und Cannabisfelder im grenznahen Diebesdorf (Falita)
    – zurückgezogene Kämpfer von Qusair, Bilal al-Habashi Battalion mit unter Raad Hammadi, die Hermel beschossen (Ras al-Ain)
    – lokale Deals mit der Armee (Yabrud, nur ca 20 km von Qarah entfernt)
    – Zentralen von Nusra und ISIS sind angeblich in einem Dorf, das andauernd unter Artilleriebeschuss stehe (Rima, war auf Wikimapia nicht zu finden)

    • neoguerilla

      Hier der 3. Teil „Die Höhlen von Qalamoun“

      http://english.al-akhbar.com/content/al-akhbar-qalamoun-cave-commandos-vow-move-war-lebanon

      In diesen Dreckslöchern scheinen sich die dreckigsten und miesesten Ratten zu befinden…

      • Beinstuhl

        Danke!

        Der Bericht macht zum einen deutlich, wie wichtig der Antilibanon für die internationale Autobahn und damit die Gesamtstrategie ist und zum anderen klingt hier eine sehr gute Vorbereitung und hohe Motivation der Banden durch. Beachtlich, dass sie sich trotz andauernder Luftaufklärung recht frei dort bewegen und eingraben können. Die Schlacht könnte sich über Monate ziehen.

        Leichte Hoffnung macht zum einen der Umstand, dass die Bevölkerung wohl recht loyal zur Regierung steht und die aktuelle Meldung von Alalam, wonach die SAA vor Deir Atiah steht.

        Bei Erfolg müsste dann al-Nabk folgen und nach dem Vorort al-Sahel stünde die Hauptstadt des Gebirges, Yabrud auf dem Plan.

  • Beinstuhl

    SyrianPerspective luden eine Karte der aktuellen Lage hoch:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=552845278130381&set=pb.486686131412963.-2207520000.1385036836.&type=3&theater

    Das nächste Ziel sei al-Jarajeer („Jajeer“ schreiben SyrPer). Dann wird von vereinzelten Luftschlägen auf Yabrud berichtet.

    Es kommt wohl sehr darauf an, wie sich die Rebellen bei der Verteidigung ihrer Bergdörfer organisieren und ob sie überhaupt organisiert sind. DEBKAs „Duell: Bandar vs Qassim“ ließe darauf schließen, dass es dort auch einen Kopf gibt, der die Banden lenkt.

    Yabrud dürfte kompliziert werden und länger dauern. Ob man es (wie Qusair) erst einmal durchlöchert, bevor man reingeht, wird sich zeigen. Viel anderes bleibt der SAA wohl nicht, wenn sie Qalamoun rasch für sich entscheiden will. All diese Gefechte zur nachhaltigen Sicherung von Damaskus sollten jedenfalls vor eventuellen Genfer Verhandlungen entschieden worden sein. Auch Daraa, die undichte Stelle nach Jordanien, von der aus Damaskus schnell zu erreichen ist, sollte unbedingt gestopft werden. Aleppo braucht wohl einen Deal mit der Türkei und wird also erst eine ganze Weile nach Genf zu befrieden sein.

    • Danke für den Link zur Karte. Im heutigen SPON hieß es (außer der Angabe, ein SPON-Mitarbeiter sei bei einer Bande der ISIS in den Kalamun-Bergen gewesen), ISIS, Al-Nusra, Liwa al-*.* etc. usw. seien vereint im Widerstand.

      Witzig ist, dass die diversen Rebellenportale die „Dschaisch al-Islam“ für den Fall der Stadt Kara verantwortlich machen. Dieser Armee des Islam wurde vorgeschlagen, ihre Waffen lieber in die Hände ihrer Frauen zu geben. Die äußerste Form von Hohn.

      Mal abgesehen von den Ortschaften, die man meistens wird abriegeln können, haben die Terrorbrigaden in dem Vorgebirgsterrain kaum gute Manövriermöglichkeiten und wären zu klassischen Gefechten mit der Armee gezwungen; das werden sie tunlichst vermeiden, aber Terror zieht in dieser Lage erst einmal weniger. Abgesehen davon ist die Hisbollah immer noch eine teilweise Guerillaarmee, die mit ähnlich aufgestellten Guerillaverbänden gut zurandekommen sollte, zumal die Banditenbrigaden schlechter ausgerüstet und koordiniert sein dürften.

  • Martin Hendrich

    Ich habe meine Zweifel, ob Qalamoun wirklich wichtig für die Strategie der SAA ist. Wichtig ist die Isolation der Reste der Offensiveinheiten im Osten und Süden von Damaskus, und das scheint weitgehend abgeschlossen zu sein. Die kann man dann – soweit sie nicht in der Lage sind, Terrorangriffe gegen die Zivilbevölkerung außerhalb ihres Kessels – mit minimalem Risiko mürbe machen, bevor sie aufgerieben werden.
    Mit dieser effektiven Isolation entfällt der Grund für die Präsenz der Söldnerarmeen in der Region Qalamoun und Daraa als Etappe für die Angriffspitzen um Damaskus. Warum also Mensch und Material riskieren, um diese zwar lästigen, aber strategisch nicht mehr kritischen Gebiete zu kontrollieren? Vielleicht gibt es wichtigere Ziele für militärisches Engagement, zum Beispiel rund um Aleppo.

    • Beinstuhl

      Durch Qalamoun führt die Autobahn, die Damaskus mit allem verbindet, was im Norden und an der Küste ist (Homs, Hama, Aleppo, Latakia, Tartus). Die dort festgesetzten Banden können die Bergregion als Rückzugsort für Hit-And-Run-Taktiken gegen diese Verkehrslinie nutzen.

      Daraa ist nach wie vor Einfallstor für die Gefahren, die von den Ausbildungslagern Jordaniens ausgehen. Soweit ich es verstanden habe, war der Plan (dessen Scheitern durch den „Chemiewaffenangriff“ zu Tage trat), mit diesen Truppen ins Zentrum von Damaskus vorzustoßen. Das wäre zumindest das Ende des zentralistischen Syriens gewesen.

      Für Aleppo gibt es m.E. derzeit keine militärische Lösung. Nicht, solange die Banden die Türkei nutzen können. Syrien hat bewiesen, dass der Staatsapparat auch „ohne“ Aleppo funktioniert. Ohne Damaskus könnte er das nicht. Darum halte ich es für richtig, dass aktuelle Anstrengungen sich um Damaskus kümmern und wünsche mir, dass künftige Anstrengungen die Gefahr aus Jordanien mindern.

  • Stephan

    Guten Tag,

    Aus Rache für ihre Niederlage haben die Terroristen mit denen ein Herr T. „Rossi“ R. vom Spiegel unterwegs ist das alte Kloster bei Deir Cherubim angegriffen.

    http://www.liveleak.com/view?i=9ee_1384973109

    Die Syrische Armee konnte das Kloster aber vor der totalen Vernichtung Retten. Merkwürdigerweise berichtet der Spiegel, trotz eindeutigem Wissen, nicht darüber.

    https://www.youtube.com/watch?v=NXryNlP6cHk#t=119

    P.S:

    Hier der Facebook Auftritt dieses (Freien?) Spiegel Mitarbeiters der dort offen Beschreibt wie er mit seinen Islamistenkumpels bei Trerroranschlägen Jubelt und Abends um die Blöcke zieht, einfach runterscrollen. Einer seiner Kumpels war der Kommandeur der Tawheed Brigaden die in Aleppo Hunderte übelste Verbrechen begingen.

  • Beinstuhl

    Sehr interessant. Das solltest du auf jeden Fall auch bei http://urs1798.wordpress.com melden.

    PS: Der Link zum Facebook-Profil fehlt.

  • ISKANDER

    Der Berufs – Looser „Dego Dog“, seines Zeichens Irrer, Nichtskönner und Mitglied der kriminellen Islamistenbanden in Syrien, wurde am etwas vor dem 21.11.2013 erfolgreich und dauerhaft in Syrien neutralisiert.
    Dies berichtet ein Blogger namens: “ Anonymus auf „Syrianpersepektive“ mit Verweis auf ein Video bei „Live Leak“ vom 21.11.13 um 5.08. Uhr.

    • Jones2theBones

      Die Meldung hat es schon oft gegeben, man darf skeptisch sein.

      —–

      Frage an apxwn et al:
      Die libyische Armee ist mit Panzern in Tripoli eingerückt.
      Old news, I know.
      Möchte dennoch fragen: Um welche Panzer handelt es sich?

  • kaumi

    Bezüglich der Kämpfe in Syrien und des direkt damit in zusammenhängendem Kontext erfolgtem Selbstmordattentats vor der iranischen Botschaft in Beirut, scheint es Hinweise darauf zu geben, dass zumindest einer der Fahrer palästinenser mit jordanischem Pass ist. Ferner soll der jordanische Geheimdienst in enger Zusammenarbeit mit dem saudischen Geheimdienst diese Anschläge orchestriert haben. Das seien die bisher vorliegenden Informationen der libanesischen Aufklärungskräfte.

  • kaumi

    Zugedröhnt bis in die Bartspitzen, aber fest an ihren Vortrag glaubend
    https://www.youtube.com/watch?v=_TrIsqiG8WU
    Der Zusammenschluß der Islamisten mit Personalisierung, Amtserklärung und Bennenung der alliierten Brigaden (u.a. kurdische Islamisten, was es nicht alles gibt…).

    • @kaumi, zum „Zusammenschluß der Islamisten“: Diese eher organisatorische Maßnahme dient ehestens einer Zentralisierung der *Finanzierung* der Terrorbrigaden. In Tschetschenien lief das ähnlich – anfangs wurden die Gelder durch besonders Bevollmächtigte, in der Regel Araber, zu den Banden geschleust. Der FSB hat diese Leute dann auf’s Korn genommen, so dass eine solche zentralisierte Finanzierung nicht mehr funktionierte und die Banden von sich aus Kontakt mit den Sponsoren suchen mussten – und in eine Konkurrenz untereinander gerieten. Das hat sie damals nachhaltig geschwächt.

      Die Saud haben eben Schlüsse daraus gezogen und versuchen, einer solchen Entwicklung zuvorzukommen. Es spielt keine Rolle, wie sich das Ding nennt – FSA, „Oberstes Militärkommando“ oder „Islamische Front“, es gilt, die Finanzagenten aus dem Spiel zu nehmen und damit das dahinterstehende Finanzierungsmodell zu vernichten. Was zum Zerfall auch dieses „Zusammenschlusses“ führen wird, denn außer dem Geld – Dollaru akbar – gibt es fast nichts, was diese Kerle eint.

  • Enis

    Ein panrabischer Märtyrer -der Aegypter Abu Bakr al Masri- wird in Jaramana beigesetz. Auch wenn ihre Zahl klein sein sollte, gibt es sie doch die panarabischen Brüder. In Ägypten ist der Panarabismus ohnehin nicht gestorben. In Morokko, Tunesien und Jordanien gibt es auch kleine Lebenszeichen..

  • Jones2theBones

    Was Urkeramik uns mit den Rollen sagen wollte, habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden. Scheint aber Semantik zu sein.
    Denn egal wie das Stück heißt, so handelt es sich um die (natürliche) Konkurrenz mehrerer Staaten nach dem Motto:
    „Die Starken tun, was sie können, während die Schwachen leiden, was sie müssen.“
    (Thucydides, Melierdialog)

    Die Ereignisse der letzten Wochen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    1) Die USA haben, wie absehbar war, einen Deal geschlossen.
    Wir wissen alle, dass die Nuklearfrage nur ein Vorwand für den Konflikt war, und können uns darin bestätigt sehen, dass es seitens des Iran bezüglich der Atomfrage ein rein symbolisches Nachgeben gegeben hat.

    Was der Iran seinerseits den USA dafür geboten hat, oder was die USA dazu verleitet hat, den Iranern die Hand auszustrecken, das ist für mich weiterhin nicht klar.

    Zu erwarten ist hingegen, dass der Iran jetzt einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung hinlegen wird. Selbst die mit ihren Kriegshetzen über Leichen gehende und durch ihre Lügen diese zerfleddernde Raniah Salloum schreibt davon, dass Irans Status als Regionalmacht hierdurch zementiert wird.

    2) Die Ermordung des vormaligen pakistanischen Talibanchefs wird meiner Vermutung nach direkt mit der Syrienfrage zusammenhängen.
    Hierdurch haben die USA die Pakistanisch-Talibanischen Beziehungen nachhaltig sabotiert, während vorher eine Annäherung stattgefunden hat. Als Qatar sich weitgehend aus dem Syrienkrieg zurückgezogen hat (wie weit, weiß ich nicht), empfahl Pakistan den Taliban, ihre Vertretung aus Doha entweder nach Riad, oder aber nach Istanbul zu verlegen.

    3) Putin hat das Schicksal Syriens fest in der Hand.
    Sicher ist, dass der enorme russische Flottenaufbau keine Spazierfahrt war oder ist, auch wenn der Präsident der RF stets friedlich getönt hat, er könne die USA nicht an einem Angriff hindern, er rate ihnen hiervon jedoch ab.
    Dass er in der Syrienfrage der wichtigste Mann ist, zeigt sich bereits daran, dass sowohl Bibi, als auch Erdogan, als auch Bandar Bush ihn innerhalb kürzester Zeit getroffen haben.
    Der Bedeutungsgewinn Russlands zeigt sich aber auch am ägyptischen Waffendeal.

    4) Überhaupt die Waffendeals: Auch die Türkei kauft nun Waffen aus dem NICHT-NATO-Staat China. Bei der schon quantitativ und finanziell so gut ausgestatteten NATO sind nicht so sehr die Qualität der Waffen entscheidend (als S-300er Klon ist zu erwarten, dass die chinesische Kopie der Patriot mindestens ebenbürtig), sondern die wirtschaftliche Komponente, sowie das Interesse, als Allianz autark (=versorgungsunabhängig) zu sein.
    Der türkische Kauf der HQ-9 ist also eine politische Geste an die USA, die einem ausgerichteten Mittelfinger gleichkommt.

    5) Wir sehen eine eindeutige Verschärfung des Tones & des Umganges zwischen China einerseits, & den USA (und natürlich Japan) andererseits.

    6) Was aber nicht bedeutet, dass der Konkurrenzkampf mit den Russen wirklich fertig ist.

    @Roman:
    Vielleicht drücke ich mich oft zu langatmig im Blog hier aus (ich prokrastiniere hierbei, weil ich nicht lernen will), also versuche ich mal meinen Einwand kürzer auszudrücken:
    Thucydides beschreibt es hierbei recht genau:
    „Von den Göttern glauben wir, von den Menschen wissen wir, dass es ihre unumgängliche Natur ist, zu herrschen, wo auch immer sie es können.“
    In diesem Zusammenhang bin ich bei deiner Analyse, diese Nahost/Mittelost-Politik der USA ließe sich mit einer stärkeren Konzentrierung auf China erklären, weiterhin skeptisch.
    Unterm Strich scheint sich die USA ein Stück weit aus dem Nahen und Mittleren Osten zurückzuziehen, aber in wie weit es freiwillig ist, und inwieweit es an einer gescheiterten Syrienpolitik liegt, der sie vielleicht zum Rückzug zwingt und unzufriedene, da in ihren Erwartungen nicht bestätigte Handlanger hinterlässt, ist nach meinem Kenntnisstand offen, und vor allem:
    i) Der Vorteil eines Bedeutungsverlustes im arabischen Raumes für den pazifischen erschließt sich mir nicht.
    ii) Die Sino-Achillesferse liegt beim arabischen Raum, denn von hier aus lässt sich ihre Fossilaorta kontrollieren & abschnüren.
    iii) Auch im pazifischen Raum haben wir es momentan vor allem mit einer Konkurrenz um Förderstücke zu tun.

    Auf der anderen Seite:
    Russland hat zwar im arabischen Raum dazugewonnen, (China anscheinend jedoch auch), aber in der Ukraine, in der Arktis & in Afghanistan geht die Konfrontation deutlich sichtbar unvermindert weiter; ebenso mit Propagandamitteln (Greenpeace, Kiewdemonstrationen & russophobe Russlandhetze).

    Im Vergleich China-USA/Russland-USA ist ersteres Verhältnis deutlicher von Symbiotik geprägt als das zweite:
    1) China ist als „Werkbank“ & Technologieimporteur vom Westen abhängig & investiert massiv in die Vereinigten Staaten (Elektrizität: Ungleiche Ladungen „+“ & „-“ ziehen sich an).
    Erst wenn sich ein wirtschaftlich starkes Ungleichgewicht einfindet (siehe Situation vor erstem Opiumkrieg), wird sich dies ändern.
    Auch ist China außerdem aufgrund ihrer schwachen Flotte & Rohstoffabhängigkeit kontrollierbar.
    2) Russland & die USA brauchen sich nicht, sind weitgehend gleich aufgestellt & deshalb Konkurrenten (Elektrizität: gleiche Ladungen stoßen sich ab).

    Ferner ist zu beachten, dass auch das sino-russische Verhälltnis nicht gerade spannungsfrei sein oder bleiben kann, und diese Spannungen werden umso größer werden, desto geringer die amerikanische Übermacht ist. Auch ist China nicht die einzige Bedrohung für die Weltmacht. Mag es auch momentan die besten Wachstumsaussichten haben, so ist Russland mit großem Vorsprung noch immer die eindeutige Nummer 2 & hat hervorragende Beziehungen mit der ebenfalls aufstrebenden Weltmacht Indien, welches wiederum miserable Beziehungen zu China hat.

    • Jones2theBones

      Für den Fall dass ich mich zu geschwollen und/oder inhaltslos ausdrücke & euch nach der zweiten Zeile schon die Lust am Lesen vergeht (ich würds verstehen und würde mich über eine Rückmeldung hierzu freuen), an Roman noch die Frage:

      Warst du beim Compact-„Rettet-die-Familien“-Treffen anwesend, über das der Spiegel so abfällig berichtet hat?
      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/compact-veranstaltung-krude-thesen-der-homosexuellenhasser-a-935310.html

    • Ich gehe nur mal kurz auf den „Rückzug der US“ (aus Nahost) ein, weil das oft mißverstanden wird.
      Rückzug heißt nicht Rückzug. Es heißt: keine unmittelbare Präsenz mehr. Die Präsenz wird weiterhin punktuell & virtuell sein und die Kontrolle der US gewährleisten – wie das geht, hatte ich vor einer Weile in dem weitgehend ignorierten Text Fronten ohne Frontlinie“ mal betrachtet. Auch dort Iran und China.

      PS. Nein, beim Compact-Treffen war ich nicht. Aber das hat ein paar Wellen geschlagen. Ich warte mal ab, bis die Reportage von Vesti.ru dazu online ist.

      PPS. Das Problem mit solch langen Kommentaren ist, dass man umfassend antworten muss (statt „Der Winter naht (Teil 2)“ zu schreiben). Ich habe mir daher etwas rausgepickt…

      • Jones2theBones

        Na gut, dann sind wir schon wieder auf der selben Wellenlänge.
        Ich habe dich extremer verstanden, als du es gemeint hast.
        Es hat mich halt an Thierry Meyssan errinnert, der sich eben weitaus extremer formuliert hat als du es jetzt tust – und es wohl auch so gemeint hat!
        Als er von dieser „Aufgabe des Nahen Ostens an Russland“ schrieb, und vor allem wie er es tat, da hörte ich einfach auf ihn ernst zu nehmen.

        Davon abgesehen habe ich alle seit meines Erscheinens auf deinem Blog erschienenen Artikel durchgelesen, gerade der von dir verlinkte ist mir noch gut im Gedächtnis.
        Ist auch nicht so, dass ich (all zu sehr) ein Aufmerksamkeitsbedürftnis habe, sondern spamme eher aus Prokrastination.
        Also schreib weiter am Teil 2! ;)

  • @jones &apxwn: Hier zeichnet sich eine (nicht wirklich) neue Erzählung ab, mit der die Zerstörung Syriens doch noch vollendet werden soll:
    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2013%2F11%2F23%2Fa0162&cHash=f79365e11f8a58962e799b8da9d499ab
    „Syrien im Stellvertreterkrieg der islamischen Strömungen“ Das das verlogen im quadrat ist, von der Verantwortung der Westmächte ablenken soll muß ich nicht erläutern, aber es ist zusätzlich eine Erzählung, deren Realisierung Syrien doch noch zerstören könnte. Wer also Interesse an der Zerstörung Syriens hat wird dieses Narrativ aufgreifen und sich entsprechend verhalten, wer daran kein Interesse hat muß diese Erzählung zerstören, ins Nichts laufen lassen und die andere Geschichte von dem anderen Stellvertreterkrieg, den die Westmächte, Israel und SA führen erzählen. Das nur als Erläuterung zu meinen vorgestrigen Ausführungen.

  • Beinstuhl

    So, Leith von Syrian Perspective lud soeben eine aktuelle Karte der Qalamoun-Offensive hoch.

    Hierin folgende Änderungen (zu der vom 21.11.2013):

    1. Libanesische Armeeeinheiten an der Grenze
    2. SAA auf dem Vormarsch in al-Zabadani.
    3. Rebellenangriff auf das Cherubum-Kloster, welches ein SAA-Stützpunkt ist*.
    4. Rima Bauernhöfe vor Yabrud fast in voller SAA-Kontrolle.
    5. Al-Nabk fast in voller SAA-Kontrolle.
    6. Deir Atiye von SAA eingenommen und gesichert.

    * Haben wir hierzu genauere Informationen? Kürzlich kam mir ein Video unter, in dem es hieß „die Rebellen attackieren Kloster“ und es war von genau diesem die Rede. Wenn das Kloster ein SAA-„stronghold“ (Bollwerk, Stützpunkt, Hochburg, Festung) ist, ändert das die Verwertungsmöglichkeiten.

    Die weiteren Meldungen sind ebenfalls erfreulich. Pro-Regierungs-Demonstrationen in Damaskus und Aleppo (auch in Ramallah), Einwohner in Qalamoun die herrausströmen und der SAA die Verstecke der Terroristen zeigen, Terroristen die ihre Stellungen plötzlich und ungeordnet aufgeben und fliehen.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=556885307726378&set=a.486726381408938.1073741828.486686131412963&type=1&theater