Der Winter naht (Teil 1)

Adli Mansur, der ägyptische InterimspräsidentDer ägyptische Interimspräsident Adli Mansur hat nicht vor, sich als Kandidat an den kommenden Präsidentschaftswahlen zu beteiligen. Das ist eigentlich nichts Neues – der nimmerlächelnde Mansur hatte das Amt nach zähen Verhandlungen mehr oder weniger widerwillig übernommen.

Man kann ihn natürlich gut verstehen, denn das Schicksal eigentlich aller ägyptischen Präsidenten macht nicht eben Lust auf diesen Posten. Sie werden entweder gleich umgebracht oder über kurz oder lang eingesperrt und zum Tode verurteilt. Der letzte Präsident Ägyptens, dem nicht irgendwie zu seinem Ableben verholfen wurde, war Gamal Abdel Nasser; aber das war damals, in der Blütezeit des Landes. Jetzt haben wir ganz andere Zeiten.

Abgesehen davon kommt Adli Mansur aus richterlichen Kreisen, er ist kein Politiker. Seine Bemerkung, er gedenke nach den Wahlen zu seiner früheren Arbeit am Verfassungsgericht zurückzukehren, sieht nicht nach dem Resultat von äußerem Druck aus – eher wie sein wirklich eigener Wunsch, und womöglich hat er diese Möglichkeit sogar zur Bedingung gemacht, als man ihn zur Interimspräsidentschaft überredete.

Abd al-Fattah as-SisiAls wahrscheinlichsten und dabei aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten kann man derweil zweifelsohne General Abd al-Fattah as-Sisi betrachten. Man müsste zwar einmal abwarten, wo el-Baradei bleibt, aber als Führungspersönlichkeit der etablierten ägyptischen Nomenklatur sieht as-Sisi so ziemlich unangefochten aus. Einen Militärputsch zu unternehmen und dabei zu wissen, was passiert, wenn der Coup mißlingt, braucht nicht wenig persönlichen Mut. Und da as-Sisi nun also der Anführer ist, kann er seine Qualitäten unter Beweis stellen, indem er Verantwortung für das Land übernimmt. Nicht unwahrscheinlich, dass sämtliche nicht gerade chancenlosen Gegenkandidaten noch vor der Wahl aus dem Weg geräumt werden. Die stärkste Oppositionskraft, die Moslembrüder, ist ohnehin schon halb zerbrochen und ausgeblutet. Es wird niemand mehr Überraschungen zulassen, und damit gibt es eine gute Chance, dass die inzwischen wie eine Epoche scheinende Zeit der Revolution in Ägypten ihr Ende finden wird.

Dabei tritt nun aber die Frage auf: was ist denn überhaupt von 2011 bis 2013 in Ägypten passiert? Warum haben die Generäle die Variante mit dem Putsch nicht schon vor zweieinhalb Jahren durchgezogen und den durch Twitter und Co. wildgewordenen Ochlos mal eben darniedergedrückt, sondern sich erst im Sommer 2013 dazu entschlossen, wo sie dann schon gezwungen waren, das Land in einem weit desolateren Zustand zu übernehmen, als es das noch im Frühjahr 2011 der Fall gewesen wäre? Wenn man bedenkt, dass zwischen einem Drittel und 40% der ägyptischen Wirtschaft in den Händen des Militärs ist, weitere bedeutende Anteile in Händen von Abkömmlingen aus demselben, so müssen die Militärs sich durchaus bewusst zurückgezogen haben. Nur warum?

Annehmen, dass die Generäle bezüglich des Lebens und der Gesundheit ihrer Mitbürger besorgt waren, kann man sicherlich. Und man sollte es auch. Der Paternalismus ist im Orient nicht einfach nur ein abstrakter Begriff. Freilich bringt derselbe es auch mit sich, dass ungehorsame Kinder bei Bedarf auch mal hart bestraft werden. Die algerischen Generäle beispielsweise haben sich in einer ähnlichen Situation befunden und keine Minute lang gezögert, sondern ließen sich auf einen langwierigen und blutigen Bürgerkrieg ein; im Endeffekt muss man aber sagen, dass dies eine vollkommen richtige Entscheidung war. Zwar ist Ägypten nicht Algerien, aber im Grunde ist der Feind der algerischen wie auch der ägyptischen Militärs ein und derselbe. Was war’s denn nun, was also 2011 und 2013 passiert ist?

Ägypten: was seit 2011 passiert ist

Plakat ägyptische Revolution

Alle Kraft zu den Leuten

Im Jahre 2011 passierte erst einmal eines: Verrat. Die ägyptischen Generäle haben Amerika viel zu lange als ihren Freund und Kumpel betrachtet. Ihr Karma haben sie ohnehin verdorben, als sie sich auf Camp David eingelassen hatten, und jeder durchschnittliche Ägypter gedenkt des damaligen Friedensschlusses mit Israel als einer gesamtnationalen Erniedrigung. Die Jahre gingen ins Land, die akute Phase klang ab, aber ein Bodensatz blieb immer da. Die ägyptische Nomenklatur ging davon aus, dass sie genug für Amerika getan hat, um sich künftig immer, wenn es sein muss, dessen Unterstützung sicher sein zu können. Die demonstrative Unterstützung der ägyptischen “Volksrevolution” von 2011 durch Obama gereichte den Eliten vom Nil zu einem unerwarteten Schlag in die Magengrube.

Genau diese Abkehr der USA von der ägyptischen Staatsmacht wurde für die Militärs zu einem zunächst unverständlichen Faktum, das sie erst einmal abzuschätzen und nicht gleich mittels Kaval- und Artillerie zu bekämpfen vorzogen. Die Auslieferung ihres Rais und der Rückzug von ihren Positionen waren also erst einmal rationale Maßnahmen. Jeder normale Militärangehörige, der auf ein unerwartetes Hindernis trifft, legt sich erst einmal hin und greift zum Feldstecher.

Der Rückzug bedeutete indes keine Flucht, und die Nomenklatur hielt sich fest und sicher an die einstweilen eingenommenen sicheren Stellungen. Der einzige Moment, als eine gewisse “Frontbegradigung” notwendig wurde, war die Einigung mit Mursi über die ehrenvolle Entlassung des Marschalls Mohamed Tantawi. Aber sonst – keinen Zoll weiter.

Die folgenden zwei Jahre sind von ihnen, nach den Ereignissen des Frühjahrs und Sommers 2013 zu urteilen, durchaus sinnvoll genutzt worden. Der “Arabische Frühling” nahm je länger, desto deutlicher die Züge mehrerer parallel laufender Militäroperationen an, die jeweils die regional wiedererstarkten Islamisten, ihren Sponsoren unter den Golfmonarchien und der “Westen” führten. In dieser Lage musste man erst einmal schauen, wer jetzt Freund und wer Feind ist.

USA: strategischer Shift

Spätestens Ende 2012 wurde klar, dass Obama im Nahen Osten mindestens zwei Problemblöcke anzugehen versucht. Der erste davon besteht im Wesentlichen aus dem ureigenen Interesse der USA als in ihrer Macht erschütterter, aber doch immer noch einziger Supermacht, an innerer, insbesondere wirtschaftlicher Stabilität.

Es ist sogar noch vor Obamas erster Amtszeit klar gewesen, dass die weitere Militärpräsenz der USA im Nahen und Mittleren Osten ihre eigenen Ressourcen empfindlich schmälert und im Gegenzug eigentlich nicht entsprechend viel einbringt. Ein Weggang wurde geradezu überlebensnotwendig, so, wie man ein verlustbringendes Projekt aufgibt. Das zu realisieren ist es allerdings ein langer Weg.

Schiefergasvorkommen in den USA

Schiefergasvorkommen in den USA. Bild: US Dep’t of Energy, Office of Fossil Energy, National Energy Technology Lab

Unter anderem auch im Rahmen dieser strategischen Aufgabe ist in den USA das massiv vom Staat geförderte Schiefergas-Projekt angelaufen. Zu der ganzen Sache mit dem Schiefergas gibt es eine Menge Für und Wider, aber alle Meinungen laufen zumindest in einer Sache zusammen: die Vereinigten Staaten haben so ein gewisses Maß an Unabhängigkeit vom Import von Energieträgern erreicht. Es ist in diesem strategischen Kontext erst einmal egal, dass die Gewinnung von Schiefergas an sich ein Minusgeschäft sein mag. Dabei ist ja auch der Konkurrenzkampf um den Markt des weltweit größten Energieverbrauchers (was die Energiegewinnung aus Erdöl und Erdgas betrifft) nicht abgesagt; die Sache mit dem Schiefergas gewährt den USA einfach eine zusätzliche und auch verlässliche, weil heimische Sicherheit. So konnte der Abzug aus dem Nahen Osten angegangen werden. Wohin – das ist auch klar. Einen Konkurrenten um den Rang der einzigen Supermacht stellt für die Amerikaner einzig China dar. Und dieses zweite Problem anzugehen ist die unausweichliche Pflicht eines jeden US-amerikanischen Präsidenten, unabhängig von der Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Partei und/oder Elite.

Es ist schlecht möglich, überall gleichzeitig präsent und dabei auch noch stark zu sein. Auch eine Supermacht muss Prioritäten setzen. Und je mehr die Jahre des 21. Jahrhunderts ins Land gehen, desto bedrohlichere Züge nimmt China für die USA an. Keine Bedrohung, mit der man nicht fertig werden könnte – aber dazu braucht es schon einer gewissen Anstrengung, einer Konsolidierung der Ressourcen, die man dazu von überallher zusammenziehen müsste.

China: Drache mit zwei Pferdefüßen

China: Bevölkerungsdichte.

China: Bevölkerungsdichte. Bild: Arab Hafez @ WP

China hat zwei grundlegende Probleme, die es zu bewältigen gilt, ehe es zu einer vollumfänglichen Konkurrenz mit den Vereinigten Staaten von Amerika in der Lage wäre. Das erste davon wäre die demographische, soziale und wirtschaftliche Kluft zwischen dem Küstengebiet und dem Binnenland. Diese Kluft stellt für China schon immer ein Problem und seine verwundbare Stelle dar. An die Überwindung dieser Kluft macht sich China nun auf ganz chinesische Weise gründlich. Allein im Verlauf der vergangenen zehn Jahre sind 200 Millionen Chinesen von ländlichen Gegenden in die Städte gezogen, noch einmal so viel sollen es im Verlauf der kommenden rund 15 Jahre werden. All diese Menschen muss man mit Arbeit und Wohnraum und generell mit Perspektiven bedenken. Das ist einer der wichtigsten Gründe dafür, warum ein chinesisches Wirtschaftswachstum nur im einstelligen Prozentbereich ungenügend ist und fast schon Stagnation bedeutet.

In der gegenwärtigen Phase müssten die USA also, ohne die chinesische Wirtschaft direkt zu schädigen, solche Bedingungen schaffen, die das Wirtschaftswachstum bei einer Quasi-Stagnation von 6-8% ansiedeln, womit die chinesischen Bemühungen bei der Überwindung ihrer demographischen Probleme torpediert werden, was diese Bemühungen wiederum in die Länge zieht und die Chinesen dazu zwingt, wertvolle Ressourcen nun nicht für die Weiterentwicklung, sondern lediglich für die Stabilisierung der Lage aufzuwenden.

Eine weitere überlebenswichtige Problemstellung für China ist die Frage nach den eigenen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen. Ungeachtet der enormen Wirtschaftskraft bleibt China bislang vom Import von Technologien abhängig – ein Gebrauchtwarenmarkt für Innovationen. Der 18. Parteitag der KPC hat vor einem Jahr einen weiteren wichtigen Akzent in der chinesischen Strategie für das kommende Jahrzehnt gerade auf das Aufbauen einer eigenen Innovationsfähigkeit gesetzt und enorme Summen für dieses Unterfangen abgestellt.

Beide Herausforderungen wollen nach dem Ansinnen der chinesischen Volksstrategen in der ersten Hälfte der 2020’er Jahre gemeistert sein. In der verbleibenden Zeit muss China damit zurandekommen und hätte dann im Endeffekt in so gut wie allen Bereichen mit den USA gleichgezogen. In diesem Augenblick ist’s mit der Hegemonie der USA vorbei – es käme wieder zu einer bipolaren Weltordnung, in welche die USA, ganz im Unterschied zur Zeit nach dem 2. Weltkrieg, nicht mehr im Zustand des Aufschwungs, sondern bestenfalls noch des eigenen Zenits eintreten.

18. Parteitag der Kommunistischen Partei ChinasJeder beliebige US-Präsident, ob “Demokrat” oder “Republikaner”, muss angesichts dieser Tatsachen alles daran setzen, China in jederlei Hinsicht auszubremsen. Und das ist auch der primäre Grund des “Abzugs” der Amerikaner aus allen Regionen, die ihnen noch vor Kurzem so wichtig waren, freilich nicht ohne dafür zu sorgen, dass die Chinesen das von den Amerikanern hinterlassene Vakuum nicht einfach ausfüllen können. Alle Ressourcen und Bemühungen der USA sind fortan darauf ausgerichtet, China einzudämmen, oder noch besser, gleich die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Meistern der Herausforderungen zu torpedieren. Ein Frontalkrieg wäre dabei natürlich keine Lösung. Es bleiben aber viele indirekte, asymmetrische Varianten – wie die vergangenen Jahre anschaulich demonstriert haben.

(Fortsetzung)

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Trackback von deiner Website.

  • @apxwn: für meinen Geschmack übernimmst du im zweiten Teil (strategische Shift) zu kritiklos die Narrative der tonangebenden Thinktanks. Diese Narrative sind aber im wesentlichen Suggestionen mit wenig echter Substanz, die den Zweck haben die Interessen der Einflüsterer in die Hirne der Darsteller und Konsumenten des Politikschauspiels zu blasen und erreichen ihren Zweck genau dann, wenn sie kritiklos als Tatsachenbeschreibungen hingenommen werden.

    • Werde mal bitte konkreter und formuliere eine Alternative, die nicht Einflüsterung von (welchen?) Thinktanks wäre. Der „strategische Shift“ passiert ja gerade vor unseren Augen und nicht nur in Einflüsterungen…

  • Jones2theBones

    Ein bisschen zu viel Determinismus spüre ich hier.
    Die Westmächte haben neben China noch eine ganze Reihe anderer Probleme. Unter anderem Russland & die zunehmend gefährlicheren inneren Umstände. Dabei tun sich die USA kaum auf einen Gegner beschränken, sondern geht alle drei an.

    China und die USA mögen teilweise in einer Konkurrenz stehen, aber vor allem sind beide Regimes einander systemrelevant.
    Keiner kann ohne den anderen.

    Um den chinesischen Frieden ernsthaft zu gefährden, müssten es auch ein paar Prozentpunkte weniger sein als 6-8%.
    Die sind nämlich verdammt hoch und auch ohne Manipulation auf Dauer nicht zu halten.

    Was die Innovationsfähigkeit angeht, so kann ich als Student an einer technischen Universität die chinesische Aufholjagd direkt mitverfolgen.
    Eine enorme Zahl an chinesischen Studenten kommt an die europäischen Universitäten, und kehrt später mit unserem Know-how zurück.

    Bei Technologien schielt China aber auch besonders gierig auf Russland, welches in angewandter Mathematik & Physik dank sowjetischem Erbe die Nase vorne hat, aber im Gegensatz zu China weder die Mittel, noch eine ausreichende Bevölkerungszahl hat, um diesen Vorteil voll auszuspielen.
    Besonders brisant ist dies in der Rüstungsindustrie, wo die chinesischen Nachbauten den Russen international zunehmend Konkurrenz bereiten.
    Beispielsweise der S-300er Klon HQ-9, der jetzt an die Türkei geliefert wird, oder als die Chinesen die Lizenz zum Bau von Su-27ern erwarben, diesen Technologietransfer dafür nutzten, um ein „eigenes“ Modell namens J-11 auf den Markt zu bringen, und daraufhin den Vertrag mit den Russen aufkündigten.

    Was die Chinesen bei technologischen Entwicklungen am meisten hemmen dürfte, ist das kulturelle Erbe des Legalismus.
    Das ist es aber auch, was den notorisch-brüchigen inneren Frieden Chinas gewährleistet.
    Früher konnten Kolonialmächte diese inneren Gegensätze noch recht gut gegeneinander ausspielen, heute hat die Volksrepublik jedoch eine derart straffe Kontrolle über ihr Land, dass ich diese Möglichkeit bei den Vereinigten Staaten heute nicht sehe.

    Überhaupt dürfte die Zahl der Mittel, die chinesische Wirtschaft einzuschränken, stark begrenzt sein. Die Westmächte selbst haben heute die weitaus größeren wirtschaftlichen & sozialen Probleme, die für sie zu einer Zerreißprobe werden können. Folglich investieren die NATO-Staaten mindestens ebensoviel gegen die Aufstandsgefahr.
    Sollte es zu diesen kommen, sollen Terror & Totalüberwachung greifen.

    Desweiteren fehlt China derzeit vor allem eines, um den USA zu einem ernsthaften Konkurrenten zu werden: Eine wirklich fähige Flotte.

    • Nobilitatis

      China benötigt zur Zeit massenhaft Rohstoffe, Lebensmittel, Technologie (nur Aufholen, nicht selbst entwickeln) und macht sich bei den Nachbarn wenig Freunde. Es ist abhängig von der Bonität amerikanischer Schulden und investiert viel in unzuverlässige Freunde der dritten Welt. Im eigenen Land führt es einen Balanceakt auf, stützt sich zunehmend auf neureiche Parasiten statt auf die Unterschicht.
      Die chinesische Wirtschaft kann sehr schnell zusammenbrechen, da nur der Export von Massengütern ein wirtschaftlicher Erfolg ist.
      Worin kann China mit den USA konkurrieren? Internationaler Einfluss? Militärische Durchsetzungskraft? Alternative zum Kolonialismus? Ich glaube, das nicht.
      Als Gegensatz zum Unipolarismus taugt nur der Multipolarismus.

  • Er passiert nicht, er wird inszeniert und die dazugehörige Erzählung will uns weismachen, daß das so sein muß, quasi alternativlos ist. Das ist eine Operation am offenen Hirn sozusagen – am aktuellen Beispiel der Ukraine kannst du leicht studieren, wie man über das Was und Wie der Darstellung des Geschehens selbiges beeinflußt insbesondere auch, indem man die Akteure in eine Borderline-Struktur drängt (entweder-oder)
    Auch der sogenannte Shift und der dazugehörige Narrativ vom kommenden Kampf mit China ist polittechnologisches Storrytelling vom feinsten, konkret der Versuch die Einpolare Weltordnung (die angemessente Beschreibnung wäre wohl „zentralistische globale Herrschaft der Finanzoligarchie“) fortzuschreiben. Wer die dazugehörigen Erzählungen von CFR- und sonstigen Figuren einfach akzeptiert, ordnet sich in den Plot ein und muß folgerichtig sich auf einer der Seiten einordnen, natürlich nur sofern er mitspielen will, andernfalls bleibt er halt Zuschauer. Wer weder Zuschauer bleiben, noch sich in den Plot einfügen will, muß zwangsläufig eine andere Geschichte erzählen. Im Moment macht das auf der großen Bühne vor allem Putin(als Frontmann), indem er dafür wirbt, eine „multipolare“ Welt zu schaffen. Die Erzählung von der multipolaren Welt ist zugegebener Maßen noch nicht weit entwickelt, da sie, wenig verwunderlich, von verschiedenen Akteuren miteinander entwickelt werden muß um glaubhaft zu sein.
    Mein Einspruch sollte eigentlich bezwecken, auf diese Dinge aufmerksam zu machen.

    • Ich übersetze mal auf Deutsch: Brzezinski, Kissinger, Huntington et al. sind nichts als Showmaster, die uns Theaterstücke vorführen bzw. sind sie selbst sowas wie Filmhelden. Hinter diesem „Plot“ gibt es einen Plot der „Einflüsterer“ oder „Thinktanks“, sagst Du. In Wahrheit sei die Finanzoligarchie dahinter – hinter allem. Nun gut. Das ist ja fast wie in „Matrix“. Allerdings gibt es da noch eine durchaus nicht minder potente globale Korporatokratie. Oder nicht? Ist das ein Alter Ego? Der (vorgegaukelte?) globale Konkurrenzkampf dieser beiden Systeme (ich bin mir dessen bewußt, dass die Grenzen durchaus fließend sein können) fordert aber ganz real massenweise Opfer.

      • Ja, so könnte man das sehen, allerdings mit einer chaotisch überfüllten Bühne auf der viele Stücke mit jeweils vielen Regisseuren gleichzeitig spielen und auf der jeder Schauspieler mehrere Rollen spielt und auch weiterspielen muß, wenn er grad nicht weiss, in welchem Stück er gerade gefragt ist.

        Versuche es doch ganz simpel zu sehen: Wir schauen immer durch eine vorgeformte Brille, Schablone oder meinetwegen Matrix auf die Dinge und Geschehnisse, die Sprache die wir verwenden deutet schon immer worüber wir reden und fügt es in einen Kontext ein. So funktioniert Menschengeist einfach. Und diese schlichte Tatsache wird politisch instrumentalisiert. Genau das ist die Medienmacht, von der soviel geredet wird. Und wenn heute von Medienkriegen die Rede ist, dann ist damit vorallem gemeint, Narrative zu entwickel und zu verbreiten, die dem Gegner die Rolle aufzwingen in der man ihn haben will und die es ermöglichen die eigenen Ziele scheinbar ungewollt zu erreichen. Man hilft schließlich nur und wer die Hilfe nicht zuläßt muß ja wohl ein Unmensch sein. Auffällig daran ist immer die Polarisierung, hier die Guten, die Retter und Helfer und auf der anderen Seite die Bösen, die Diktatoren, Naturgewalten und sonstige Figuren, die notwendig sind, um den Guten das Gutsein zu ermöglichen. Das ist eine polittechnische Figur, die sicherstellt, daß jeder, der gegen den Friedens-, Hilfs- oder Rettungseinsatz ist sofort medial in der Ecke des Unterstützers des Bösen festhängt. Die Erzählung vom Aufstand der braven Syrer gegen ihren bösen Diktator ist so eine Geschichte. Das du hier auf deiner Seite eine andere Geschichte erzählst als die westlichen Medienkrieger hat deine Seite populär und wichtig für viele gemacht, du bist, bewußt oder nicht, ein Soldat im Medienkrieg, der in die feste Burg des Imperiums eine Bresche geschlagen hat.
        Beim „Shift“ aber übernimmst du unbesehen die Story die uns aufgetischt wird. Inclusive der „kommenden Konfrontation mit China“. Wenn die Akteure auf der Chaotischen Bühne diese Erzählung annehmen und sich eine Rolle darin suchen, dann wird es so kommen.
        Wenn sie aber in der Mehrzahl sagen, die Erzählung ist blöd, wir wollen eine andere spielen, dann wird ein anderes Stück gespielt werden. Ich habe keine Sorge, das die Einflüsterer dann arbeitslos würden, nein solange sie großes Geld damit verdienen werden sie Erzählungen schaffen, die den Interessen ihrer Herren dienen. Die Bühne wird nicht leer werden, aber manchmal können wir entscheiden, was und wie wir spielen.
        Ich hoffe, du nimmst das als ERMUTIGUNG und Aufforderung zum weitermachen :-)

        • Beim “Shift” aber übernimmst du unbesehen die Story die uns aufgetischt wird. Inclusive der “kommenden Konfrontation mit China”.

          Ok. Lass uns mal über Konkretes reden. Konzentriere Dich auf die Resultate und Beschlüsse des 18. Parteitages der KP Chinas, der vor einem Jahr lief. Bei den Parteitagen geht es immer um Konkretes für die kommenden 5 Jahre sowie strategische Ausblicke darüberhinaus, bis zu einem Zeitraum von, sagen wir, 10-15 Jahren. (Unsere Medien erzählen eine ganz andere Story, die reden immer über Führungswechsel, über Bo Xilai und Ai Weiwei – eher sekundäre oder auch irrelevante Dinge, die bestenfalls zu einer tropfenweisen Dämonisierung Chinas gereichen sollen.)

          Was ich oben zur „Demographie“ angedeutet und beschrieben habe, also kurz zusammengefasst: das großangelegte Anheben der Lebensqualität bei den Chinesen selbst durch Überwinden von sozialem und wirtschaftlichem Gefälle, die Schaffung einer inneren Nachfrage als bislang kaum genutztem Wachstumsfaktor, Innovationen und damit **selbst generierte** Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt, – dem hat sich die KP Chinas verschrieben, also wird es auch so durchgezogen! – bedeutet mittelfristig das Heranreifen einer zweiten „goldenen Milliarde“.

          Hältst Du das für eine Show? Für Quatsch, und die Chinesen bleiben in Wahrheit lieber ihrer billigen „Werkbankfunktion“ treu?

          Bräuchte eine solche Agenda, wenn sie denn keine Show wäre, Ressourcen – Rohstoffe, Finanz- und Humanressourcen, Absatz- und Handelsrouten, etc.? Müßte man sich dieser dann nicht versichern?

          Hat China vor, wie es heißt, in den kommenden Jahren insgesamt 6 Flugzeugträger zu bauen? Flugzeugträger sind ziemlich spezifische Schiffe (bzw. jeweils ganze Schiffsverbände), anders gesagt, sie sind wohl kaum Teil einer klassischen Defensivstrategie. Die Sowjetunion hatte seinerzeit die NATO-Dominanz im Bereich Flugzeugträger durch eine weit kostengünstigere, aber auch eher defensiv agierende Atom-U-Boot-Flotte ausgeglichen. Der halbfertige, aus dem ukrainischen Schrott aufgekaufte „Liaoning“ (geb. „Warjag“, der erste oder siebente chinesische Flugzeugträger, wie man will) ist dabei explizit als Forschungs- und Entwicklungsplattform für Eigenentwicklungen dieser Schiffsklasse deklariert worden. Zu welcher Art Strategie passen denn chinesische Flugzeugträger?

          Das sind ja erst einmal die Fakten, noch keine Show, noch kein Brzezinski und kein Kissinger. Was bedeuten diese für die momentan einzige Supermacht? Rückt sie einfach ein Stück zur Seite, die erste goldene Milliarde, und die Thinktanks gaukeln da die Gegenstrategien nur vor? (Der dem begegnende „Shift“ „…passiert nicht, er wird inszeniert“, schreibst Du.)

          Es geht mir keineswegs um irgendeine Positionierung („Mitspielen“) bei dieser ganzen Angelegenheit, sondern ich versuche selbst nur zu verstehen, was auf einmal im Orient los ist.

  • Die Show ist nicht gleichzusetzen mit „einem Anderen, das der Ablenkung vom Eigentlichen dient“. Die Show ist das Eigentliche und bitterer Ernst, denn es geht letztlich um die Macht, die Realität zu gestalten. Die Show ist die Art und Weise, das was ich zu Fakten erkläre, so zu präsentieren daß das Publikum und der Gegner sich bereit finden in meinem Stück die Rolle zu spielen, die ich ihnen zuteile. Es geht um die Macht Menschen zu bewegen, auch gegen deren eigene Interessen. Ob ich das mit vorgehaltener Kalaschnikow, vorfahrenden Flugzeugträgern, der Verteilung kleiner grüner Papierzettel, einer „Idee, die die Massen ergreift“ oder was auch immer erreiche ist meiner Kreativität und meinem OrganisationsVermögen geschuldet.
    Beispiel Syrien: Die Erzählung des Westens ging verkürzt: „böser Diktator unterdrückt blutig sein Freiheit und Demokratie wünschendes Volk.“ Es braucht nun ein paar Demonstranten, zwei gut postierte Scharfschützen und zwei Kameras und die Inszenierung funktioniert, die Erzählung ist „faktisch“ untermauert, die Welt „empört“. Jetzt hätten sich laut Drehbuch die „Helfer“ des Diktators von ihm abwenden müssen, hinreichend viele, das läst man sich auch gerne grüne Zettel kosten, dadurch würde die Erzählung endgültig im Status des Faktischen, der „Wahrheit“ etabliert. Der Diktator könnte noch eine Weile zappeln, seine Bösartigkeit dadurch unter Beweis stellen, daß er „richtigen“ Krieg führt, mit Panzern und Toten und so. Aber er wäre erledigt, weil auf seine Rolle festgelegt, die seinen Abgang unumgänglich macht. Warum ist das nicht aufgegangen? Weil Assad gute Berater hatte, auf die er auch gehört hat. Imho russische, denn die Russen experimentieren seit einiger Zeit mit Gegenstrategien gegen diese Art medialer Kriegführung. Sie haben die Scharfschützen auf dem Dach der amerikanischen Botschaft beim Putsch 1993 nicht vergessen. Sie haben den Plot 2008 in Südossetien unterlaufen, indem sie blitzschnell und hart zurückgeschlagen haben, was die Strategen auf der anderen Seite ihnen schlicht nicht zugetraut hatten – die Medienkampange im Westen lief ins Leere. Sie haben die „orangenen Revolutionen“ analysiert und 2011 gezeigt, das sie gelernt haben diese Strategie „weich“ auszuhebeln. Die Russen haben durchgesetzt, das die westliche Erzählung vom bösen Diktator nicht durch die UN autorisiert wurde. Das hat es den Syrern ermöglicht, klug zu widerstehen. Erst mit grösstmöglicher militärischer Zurückhaltung und ab Mitte 2012 mit einer erfolgreichen militärischen Strategie, fußend auf der Erzählung von ins Land eingefallenen Terroristen, die die eigene Bevölkerung aus leidvoller Erfahrung als faktisch anerkennt und deshalb den „bösen Diktator“ mehrheitlich unterstützt. Die westlichen „Einlüsterer“ brauchten ein neues Element um wieder auf Erfolgskurs zu kommen. Das waren die Chemiewaffen und die „rote Linie“. „Wenn der böse Diktator Chemiewaffen anwendet werden wir ihn plattmachen“ so die Botschaft. Die ua auf dieser Seite zurecht als Handlungsanweisung an das Bodenpersonal verstanden wurde. Man konnte also darauf warten das irgendwann irgendwo in Syrien Chemie eingesetzt würde und alle Medien „Assad“ schreien würden. Auch Assad und seine Berater werden gewußt haben das soetwas nun kommen muß. Aber ausser Beteuerungen, das er sowas nie machen würde hatte er dem nichts entgegenzusetzen. Dann kam Ghouta und die Plattmachmaschine der Nato sprang an. Der einzige verbleibende Ausweg schien zu sein, daß Rußland sich militärisch dazwischenstellt, was auch angedroht wurde obwohl alle wußten das Rußland kein Interesse daran hat, haben konnte. Und nun, wo alle dachen, jetzt ist entweder Syrien fällig oder aber es gibt den großen Krieg zwischen der Nato und Rußland, den die Armageddonfanatiker gerne hätten, macht der dumme Kerry einen winzigen Fehler: er sagt, Syrien könnte sich nur noch helfen indem es sofort seine Chemiewaffen abliefert. Das war die Lücke, in die die Russen sofort beide Füße stellten. Der Westen konnte nicht zurück ohne massiv Glaubwürdigkeit zu verlieren. Damit war der „Medienkrieg“ für den Westen verloren es bleibt jetzt nur noch der blutige Bodenkrieg, in dem man sich schwertut, sich zu seinem üblen nihilistischen Schlächterpack, notdürftig islamisch angepinselt, zu bekennen. Die „Guten“ haben sich in die „Bösen“ verwandelt.
    Du siehst hier lehrbuchhaft, wie „Inszenierung“ und „Bodenrealität“ sich gegenseitig bedingen und in EINER Erzählung vorantreiben, und genau das ist „Die Show“. Sollte es einmal so kommen, das die Geschichte des Syrienkrieges künftig so erzählt wird wie ich es angedeutet habe, hat der Westen mehr verloren als lediglich Syrien – er hätte seinen Status als „der Große Erzähler“ verloren, der entscheidet, was und wie erzählt wird.
    Zu China: die Erzählung ist ja schon einige Kapitel vorangeschritten in denen sich eine tiefe Symbiose beider „Konkurenten“ entwickelt hat, die Erzählung von der kommenden Konfrontation nutzt auf beiden Seiten bestimmten Kreisen, den militärisch-industriellen Komplexen mit Sicherheit zB, so das es auch auf chinesische Seite die Bereitschaft gibt in diesem Stück mitzuspielen – zumal ja die amerikanischen Flugzeugträger echt sind, man sich also irgendwie dazu verhalten muß und man sich über die weitgehende Übernahme westlichen Denkstiels ohnehin teilweise dem Zwang westlicher Erzählung unterworfen hat. Für mich entscheidend ist aber, daß diese Erzählung die Basis schafft, die hohe Machtkonzentration, die die Finanzoligarchie mit ihrer parasitären Herrschaft über die USA sich geschaffen hat, und die wie ein wuchernder Krebs auf der Welt lastet, zu erhalten und voranzutreiben. Und dieser Finanzologarchie ist es schnurz, ob sie in Manhatten oder Hongkong sitzen. Kurz, es ist eine Erzählung, die den Zweck hat die Welt im Banne des großen Parasiten zu halten, der selbstverständlich nicht davor zurückschrecken wird, die Realität und Alternativlosigkeit seiner Erzählung durch Tote, Echte und zahlreiche Tote zu untermauern.
    Alternativen? Vielleicht die Erzählung von einer multipolaren, kooperativen Welt, in der die Verschiedenheit der Kulturen nicht Hindernis zur allumfassenden Macht Weniger sondern Reichtum der Vielen ist. Wo Kreativität und Austausch nicht gegeneinander gerichtet wird sondern ein achtungsvolles Miteinander trägt. Na und so weiter – das geht nur wenn viele ihre Erzählung einbringen.

    • Sehr schöne Zusammenfassung der Schmierenkomödie „Weltpolitik“!
      Nur eine kleine Frage: Bist du dir sicher, dass Kerry das flapsige „Angebot“ an Assad bezüglich „Chemiewaffen ganz schnell abgeben“ damals auf der Pressekonferenz wirklich „nur so rausgerutscht“ ist? Zugegeben, es sah sehr spontan und wenig kalkuliert aus – aber mit ein bisschen gutem Willen bin ich beinahe geneigt ihm und allgemeiner der Obama-Fraktion einen (wenn auch nur zart ausgeprägten) Gerechtigkeitssinn (bzw.: AmerikanischesVolk-VOR-Finanzkrakeninteressen-Agenda) zuzutrauen. Sprich: Obama hat vielleicht die letzte Chance genutzt, sich den Falken im Kongress zu widersetzen und den „echten“ (offenen) Krieg noch zu verhindern. Und diese letzte Chance hatte halt den Preis, dass man den „bösen Russen“ eine diplomatische Genugtuung zugestehen musste, indem es der Weltöffentlichkeit so verkauft wurde, als wäre man in den „überraschenden“ Kompromiss nur zufällig reingeschlittert und Lawrow hätte den Hauptimpuls gegeben.

      Naja, wie auch immer.

      @ Blogbetreiber: Da dies hier mein erster Kommentar auf deiner/eurer Seite ist, muss ich natürlich an dieser Stelle auch bekennen: Super Arbeit, die hier geleistet wird! Auch von den vielen qualifizierten Kommentatoren unter den Hauptartikeln im übrigen. Sowohl inhaltlich, als auch stilistisch :)
      Immer weiter so bitte!

      Peace

      • nur so rausgerutscht ist es ihm bestimmt nicht. Ich denke ehr, daß das „Angebot“ die eigene großzügige Gutheit zeigen und den „Unwillen“ der Gegenseite vorführen sollte, in der vermeindlichen Sicherheit der Unerfüllbarkeit der Forderung. Solche Wendungen finden sich standartmäßig immer wieder, da man ja immer wieder sich und den Zuschauern versichern muß, daß man „die Guten“ ist und nur notgedrungen Waffen einsetzt gegen die ganz ganz Bösen. Die Russen wiederum werden auf solch eine Lücke gewartet und gehofft haben, dadurch waren sie bereit quasi sofort zu reagieren, also schnell und unerwartet zu reagieren. Kerry konnte keinen Rückzieher machen ohne erneut als Lügner bloßgestellt zu werden. Und die Unterbrechung hat wiederum den Gegnern eines Krieges in den US Eliten den Rücken gestärkt. Um in der Sprache zu bleiben: Die Kriegstreiber haben eine Geschichte gesponnen, die ein für sie unerwartetes vorzeitiges Ende nahm. Obama selbst halte ich nicht für einen Kriegsgegner, überhaupt nicht für einen Handelnden, sondern für jemanden der gehandelt, geführt, betreut wird.

        • Nobilitatis

          An diese Version glaube ich deshalb nicht, weil Kerry total auf eine adäquate Inszenierung verzichtet hat. Selbst wenn es sich um inszenierte Zufälligkeit handeln würde, wäre diese erkennbar. Hier aber nicht.
          Und Kerry als Lügner bloßstellen ist inzwischen wie den Papst katholisch nennen.
          Übrigens: Lustiges Wortspiel oben: Denkstiel. Unabsichtlich, aber lustig.

        • ich fand den Stiel auch schön, deshalb habe ich ihn stehenlassen :-)
          Wir werden die „richtige“ Version nicht herrausfinden, höchstwahrscheinlich gibt es sie noch nicht einmal. Unterschiedliche Augenpaare, die auf „Dasselbe“ schauen sehen nicht zwangsläufig dasselbe. Objektive Historie gibt es nicht.

  • kaumi

    Die Ägypter haben den türkischen Botschafter in Kairo zur Persona non grata erklärt und ihrerseits den ägyptischen Botschafter aus Ankara abgezogen
    http://breakingnews.sy/ar/article/29558.html
    Gleiches Portal behauptet, dass die Amerikaner seit 3 Wochen mit dem politischen Arm der Hizbullah in Kontakt stehe, vermittelt durch eine nicht näher genannte dritte Kraft. Dieses Tauwetter stünde direkt mit dem aktuellen Dialog zwischen den „5+1“ und dem Iran in Zusammenhang.

  • LeChevalier

    In den vergangenen Tagen ist einiges passiert. Wundere mich darüber, dass hier niemand was Aktuelles postet. Das übernehme ich dann hiermit.

    In Saudi-Arabien sind nahe der irakisch-kuwaitischen Grenze sechs Geschosse runtergekommen. Über mögliche Opfer wird nicht berichtet, allerdings sollen mehrere Grenzsoldaten ums Leben gekommen sein. Inzwischen hat sich eine irakisch-schiitische Miliz zum Angriff bekannt.

    In der Türkei ist vor einigen Tagen ein mit Bomben bestückter Mann am Regierungssitz außer Gefecht gesetzt und festgenommen worden. Der Mann plante angeblich einen Anschlag auf die AKP-Regierung.

    Syriens Präsident Assad hat einen militärischen Sieg über die Teufel in sechs Monaten in Aussicht gestellt. Allah me3ek ya Bashar!

    Leider haben die Teufel nach eigenen Angaben die Ortschaft Deir Attiyeh in Qalamun von der SAA zurückerobert. Allerdings nur nach eigenen Angaben.

    In Syrien ist der kuwaitische Terroristenfüher Velid Tabatabai zusammen mit 43 Teufeln bei Aleppo in die Hölle geschicht worden. Tabatabai war mal sogar kuwaitischer Parlamentsabgeordneter.

    Die SAA hat in Koreen ein LKW beschlagnahmt, dass zwei Tonnen Waffen und Munition beinhaltete.

    In Aleppo ist ein Emir der ISIL-Teufel getötet worden. Möge Abu Jihad al-Najdi ewig schmoren!

  • LeChevalier

    In den vergangenen Tagen ist einiges passiert. Wundere mich darüber, dass hier niemand was Aktuelles postet. Das übernehme ich dann hiermit.

    In Saudi-Arabien sind nahe der irakisch-kuwaitischen Grenze sechs Geschosse runtergekommen. Über mögliche Opfer wird nicht berichtet, allerdings sollen mehrere Grenzsoldaten ums Leben gekommen sein. Inzwischen hat sich eine irakisch-schiitische Miliz zum Angriff bekannt.

    In der Türkei ist vor einigen Tagen ein mit Bomben bestückter Mann am Regierungssitz außer Gefecht gesetzt und festgenommen worden. Der Mann plante angeblich einen Anschlag auf die AKP-Regierung.

    Syriens Präsident Assad hat einen militärischen Sieg über die Teufel in sechs Monaten in Aussicht gestellt. Allah me3ek ya Bashar!

    Leider haben die Teufel nach eigenen Angaben die Ortschaft Deir Attiyeh in Qalamun von der SAA zurückerobert. Allerdings nur nach eigenen Angaben.

    In Syrien ist der kuwaitische Terroristenfüher Velid Tabatabai zusammen mit 43 Teufeln bei Aleppo in die Hölle geschicht worden. Tabatabai war mal sogar kuwaitischer Parlamentsabgeordneter.

    Die SAA hat in Koreen ein LKW beschlagnahmt, dass zwei Tonnen Waffen und Munition beinhaltete.

    In Aleppo ist ein Emir der ISIL-Teufel getötet worden. Möge Abu Jihad al-Najdi ewig schmoren!

    Und noch zwei aktuelle News aus RIA Novosti!

    Lawrow: Atomdeal mit Iran macht europäischen Raketenschild unnötig

    http://de.ria.ru/security_and_military/20131125/267348953.html

    Geniale Aussage von Lawrow! Er will entlarven, dass der Raketenschild über Europa doch nicht gegen den Iran gerichtet sein soll, sondern einzig und allein gegen Russland.

    Lawrow: Syrien-Konferenz hätte viel früher stattfinden können

    http://de.ria.ru/politics/20131125/267349066.html

    Genf-2 findet laut UNO am 22.01.2014 statt. Lawrow hat den Termin bestätigt und direkt die „Opposition“ für ihre realitätsfernen Vorbedingungen kritisiert. Nach ihm hätte die Konferenz früher beginnen können.

    • jowi

      Danke für diese Infos!
      Mögen die Verschwörer am Ende alle in die Grube fallen, die sie selbst ausgehoben haben.