Keks?

Victoria Nudelman verteilt Kekse auf dem Kiewer Maidan“Nuland versorgt die Demonstranten mit Keksen, Brötchen und Brot aus einer großen Tüte… Die Demonstranten begrüßen Nuland mit freudigen Rufen, manche singen “God bless you!”

Eine solche Szene ist für die Amerikaner natürlich Klassik in Reinform: man denke an den weißen Mann, der im Indianerreservat vom Pferd aus generös Glasperlen in die Meute wirft. Im ukrainischen Kontext wäre eigentlich noch ein Fass Konfitüre angebracht, aber wenn die unvernünftigen Tiere eben damit zufrieden sind, was man ihnen gibt, so kann man in diesem Fall die Debilisierung des Landes auch nur mit Trockenfutter erreichen. In Krisenzeiten ist Sparen angesagt.

Die Masken sind damit aber endgültig gefallen. Der Versuch des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch, in Brüssel wenigstens irgendwie für die Interessen der Ukraine einzustehen, wird als Ungehorsam gewertet. Ab sofort ist er abgeschrieben. Gestern hat die Eurokommission verkündet, dass der vom ukrainischen Präsidenten angekündigte Besuch des Regierungschefs Arbusow nach Brüssel nicht stattfinden wird, da “die EU sich nicht auf Zahlenspielereien einlassen will”. Selbst die auf 20 Milliarden Euro heruntergestauchte “Kompensation” wird es nicht geben. Auch aus Berlin gibt es gleichlautendes: Kohle gibt’s keine für euch, aber ducken müsst ihr. Das ist alles in allem schon nicht mehr nur das Verhalten von Kolonialherren. Das ist das Verhältnis zwischen einem Jäger und seiner Beute.

Mehr noch, die Oppositionellen in Kiew werden praktisch offiziell durch eine Delegation des EU-Parlaments angeführt, Guy Verhoftstadt und der erfahrene Kriegstreiber Cohn-Bendit spucken Moskau ins Gesicht und rufen gleichzeitig zum “Dialog” auf. Nuland sichert dem Mob ihre Unterstützung zu und begibt sich unter frenetischen “God bless you”-Rufen (exakt wie in Bengasi!) zu Janukowitsch, wo sie ein “schwieriges Gespräch mit dem Präsidenten führte”, aber meint, “er weiß jetzt hoffentlich, was zu tun ist”. Und Ashton äußert die magische Phrase von “allen Optionen”, die auf dem Tisch lägen – bis hin zur Flugverbotszone zu Sanktionen. Der Regierung wird mithin angeboten, den auf den Straßen randalierenden Mob als gleichgestellten Gesprächspartner für Kapitulationsverhandlungen zu akzeptieren. Darin verbirgt sich auch die Antwort auf die Frage, was denn der Nazi-Mob auf den Straßen Kiews mit Europa am Hut habe. Nichts. Es ist das angefütterte Fußvolk, das Kanonenfutter, die Ramme, die man später natürlich wieder loswerden müsste. Ganz exakt wie die paramilitärischen Brigaden der Moslembrüder in Libyen und Syrien.

De facto ist das aber eine Verurteilung. Und noch mehr, ein Signal an die ukrainischen Oligarchen, dass es Zeit ist, die Wartehaltung zu beenden und auf die Seite der Gewinner zu wechseln. Firtasch ist dabei schon “übergelaufen”, der von ihm bediente EU-Markt der chemischen Industrie ist ihm wichtiger als der russische. Gleiches gilt für Pintschuk und Kolomojskij aus der Metallurgiebranche. Fehlt noch Achmetow, und der wackelt auch schon.

Nur von diesen hängt letztlich alles ab. Nur diesen kann “Europa” eventuell interessant sein, und zurückgehalten werden sie einzig dadurch, dass sie zu teilen haben werden. Mit den “alten Europäern”, denn vom europäischen Gesichtspunkt aus sind sie reine Konkurrenz. Manche mögen durchkommen und überleben, aber nicht alle werden es schaffen.

Janukowitsch hat noch alle Trümpfe in der Hand. Und gebraucht sie auch und nennt die Dinge beim Namen (Zentren der “Batkiwschtschyna” wurden ausgehoben, Millionen Sponsorengelder sichergestellt nebst einer Ämterverteilung für die geplante, kommende Regierung – Klitschko natürlich Präsident). Er teilt also auch aus, nur immer noch zögernd, um niemanden zu verletzen. Vollkommen verfehlt, denn mit Sicherheit läuft im Hintergrund aktiv ein Schmieren und Aufkaufen des Offizierskorps bis hin zu den höchsten Rängen. Auf diese Weise kommt es irgendwann zu einer Wiederholung der “Erstürmung Tripolis’”, denn auch der “Berkut” gehorcht nur Befehlen und handelt nicht selbständig.

Wenn Janukowitsch ein Kerl ist oder wenigstens nicht dumm, kommt es nicht dazu. Wenn doch, ist er selbst schuld. Man wird ihn demonstrativ bestrafen, zu viele wollen mit ihm reinen Tisch machen. Und wenn in Moskau nicht gerade Leute sitzen, die nur die Milliarden zählen, sondern Politik mit wenigstens etwas Weitsicht machen, dann wird man dort wohl auch begreifen, dass es hier um nichts anderes geht als die Stunde X. Es gilt, Nulands Kekse auf dem Maidan zu überbieten.

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  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    Janukowitsch ist nicht sein eigener Herr, ein Diestelstrauch, der vom Wind hin und her geweht wird. Um den ist es nicht schade. Schade ist, daß es in der Ukraine keine nennenswerte Gegenkraft zu geben scheint. Da kommt noch einiges auf die Ukrainer zu, wenn Klitschko den Karzai macht. Und die Amis werden ihm schon stecken wie er sein schmales deutsches Gehalt aufstocken kann: Stützpunkte für die Raketenabwehr verpachten und eine neue Drogenroute Bagram-Charkiv wirft bestimmt auch ordentlich was ab.
    Rußland hat meiner Meinung nach keine aktive Option, da es über keine “Hausmacht” in der Ukraine verfügt. Zollgrenzen hoch, keine Vorzugskonditionen mehr und Aufträge in sensiblen Bereichen nach Rußland verlagern (einschließlich Umzugseinladungen ans Fachpersonal), und dann hoffen, das die EU an dem Brocken verreckt. Das sind imho Rußlands Optionen. Im Moment jedenfalls.

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Tja. Diese ganzen Überlegungen charakterisieren die Ukraine übrigens als “failed state”, wenn nämlich die einen den Entsatz der “zivilisierten Welt” bejubeln, die anderen auf Moskau hoffen. Die Ukraine hat zwar die vergangenen 20 Jahre davon geträumt, unabhängig zu sein, aber auch mit diesem Traum ist Schluß, egal, wie der “Euromaidan” ausgeht.

  • Enis

    An dem Tag, wenn solche Gestalten syrischen Boden (betreten) beschmutzen werde ich meinen lebendigen Tod erklären!

    • Enis

      Wobei, ich war schon halbtot, als ich diesen Halbmenschen McCain syrischen Boden angeblich betreten sah. Nur der getäuschte Glaube, das müsse irgendwo an der türkischen Grenze gewesen sein, hält mich noch am Leben.

  • Azatutyun

    Man stelle sich vor, chinesische oder russische Staatsbedienstete hätten bei Occupy wall street die Demonstranten unterstützt, der 3. Weltkrieg hätte sofort begonnen!!! … Ich denke, Auge um Auge, Zahn um Zahn ist mit diesen Kriegstreibern die einzige Art zu kommunizieren.

  • walter

    Wenn Putin den Laden “Ukraine” sich selbst überlässt und die “Demokratie-Affen” feiern können, wird die Ernüchterung für diese Leute ganz sicher kommen. Früher als die meisten es sich vorstellen wollen.
    Und die EU wird gehörig an den zahlreichen Verwerfungen innerhalb der Ukraine zu würgen haben. Jedoch wird davon so gut wie nichts das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Wenn doch, hat man immer genug “russische Separatisten” die man dafür verantwortlich machen kann.
    Nein.
    Von einer “Genugtuung” dieser Art hat weder Putin noch Russland etwas.

    Das weitere Lavieren von Janukowitsch macht die Sache so heiß. Er hat das schon viel zu lange getan. So schreiben die Pressefritzen von einer Brüskierung der EU weil ein angeblich “ausverhandelter” Vertrag zum Platzen gebracht wurde.. Ein mehr als deutliches Signal, dass Janukowitsch gemauschelt hat und glaubte, es würde sich schon irgendwie ausgehen (vor allem für ihn).
    Wenn der Mann jemals die Interessen seines Landes im Auge gehabt hätte, wäre er vom ersten Tag mit der klaren Forderung aufgetreten: Assoziierung nur dann, wenn die gesamten Umstellungskosten von der EU übernommen (nicht als Kredit) und fix vereinbart werden. Da geht es nicht um 20 sondern gleich um 400 – 500 Mrd $.
    Jetzt muss der Doppelagent einfach ersetzt werden. Nicht durch Timoschenko oder Klitschko. Ein ukrainischer “Putin” muss das jetzt in die Hand nehmen.

    • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

      Von einer “Genugtuung” kann ja gar keine Rede sein. Oder würdest du von Genugtuung reden, wenn das kranke Bein aboperiert wird obwohl es zu heilen wäre, wenn man die Heilung nur zulassen würde. Zumal dann ja nicht Schluß ist, was macht denn Toni Blair in Kasachstan, wenn nicht möglichst viel örtliches Personal einkaufen. Da kannst du drauf wetten, daß das in den nächsten drei Jahren giftige Früchte tragen wird und die nächste OP angesetzt wird. Das ist wie im russischen Märchen, wo Iwan dem Drachen seine 12 Köpfe gleichzeitig abschlagen muß, sonst wachsen sie nach – und seine Brüder pennen und kriegen nichts mit.
      Solche Äusserungen http://german.ruvr.ru/2013_12_11/Dmitrij-Rogosin-Russland-ist-bereit-gegen-den-Aggressor-Atomwaffen-einzusetzen-6459/ gehören zum Gesamtbild.
      Ein ukrainischer Putin ist leider nicht in Sicht, und er müßte tatsächlich in der Ukraine selbst wachsen. Auch wird Rußland die Schotten nicht so dicht machen können wie es müßte, da die Beziehungen, gerade menschlich, viel zu eng sind. Man wird also den langen Weg gehen müssen, den “vernünftigen Ukrainer” zu päppeln, der sich nicht dem meistbietenden prostituiert, sondern tatsächlich dem ..muha.. “Wohl des Volkes” fragt. Korruption ist wie Hausschwamm, eigentlich muß man alles ins Feuer schmeißen.

      • walter

        ..den langen Weg gehen müssen:
        Aus einer etwas entrückten Perspektive (EU) versteh ich was Du damit meinst. Die Frage, wie würden das 10 Millionen Russen in der Ukraine empfinden? Und welche Wirkung hätte eine Aufgabe der Ukraine auf “Verbündete”, ganz abgesehen von den enormen Investitionen, die RU in der Ukraine getätigt hat??
        Hinhaltender politischer wie diplomatischer Widerstand gegen die anmaßenden Einmischungen seitens der EU muss erfolgen. Vielleicht wäre es auch an der Zeit, Pro-Russische Aufmärsche zu organisieren. Janukowitsch könnte einen letzten Dienst erweisen und den Ausnahmezustand ausrufen.

        • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

          seh ich schon ähnlich, der Haken ist, das müssen Ukrainer machen, auch ohne das da jemand aus Moskau kommt und Geschenke verteilt, sonst wird das nichts. Die muß man natürlich dann unterstützen. Und wir hier müssen unsere gutbezahlten hEUchler (http://de.ria.ru/politics/20131212/267466555.html) zur Hölle jagen.

    • jowi

      Walter, gestern habe ich mit Interesse deinen Bericht über die Besuche in Kiew und Minsk gelesen. Du hast hier heute eine Haltung, die im russischen Kulturraum leider weit verbreitet ist und die ich provokativ als die “Gewalt ist eine Lösung”-Strategie bezeichnen würde.
      Typisch, diese östliche Sehnsucht nach einem starken Mann, der es schon richtet.
      Die harte Hand, die dieses große Reich zusammen hält und es zur Weltmacht führt. Die menschlichen Opfer werden achselzuckend als unvermeidlicher Preis akzeptiert.
      Da muss ich als Deutscher sagen: Gott sei Dank haben wir den Krieg verloren! Gewalt wurde uns letztlich zum Verhängnis und wir bekamen ein Grundgesetz spendiert, mit dem es sich vergleichsweise gut leben und wirtschaften lässt. Bei allen Mängeln! Ich bezweifle offen gesagt, dass die Verfassung der Russischen Föderation, die heute vor 20 Jahren unterschrieben wurde, genau so gut ist.

      Auch ein starker Mann wie Putin kann nicht überall sein. Die Wege in diesem Riesenreich sind lang.
      Meiner Meinung nach sollte man im postsowjetischen Wirtschaftsraum endlich mehr auf Subsidiarität, also auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung setzen, statt immer nur auf den starken Patriarchen, der notfalls die Peitsche heraus holt. Das hieße aber für die dortigen Eliten die Abgabe von Macht und Privilegien.

      Aus dem gleichen Grund kritisiere ich übrigens auch die EU. Sie mischt sich in viel zu viele Belange ihrer Bürger ein und etabliert einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat, der auffällig oft die Interessen der Großkonzerne und des Geldadels bedient.

      Es geht also nicht nur darum, die westlichen Kekse zu überbieten, sondern um die Konkurrenz zwischen politischen Systemen. Hier gibt es viel zu tun, im Interesse des Ganzen müssen die Eliten Macht abgeben, dem Volk mehr Freiheit und gleichzeitig Rechtsschutz geben damit sich dann hoffentlich Wohlstand auf einer breiteren Basis entwickelt und die Masse der Menschen, vor allem der Jugend, eine Perspektive bekommt. Nur so kann das System gegen Zersetzungstendenzen immunisiert werden.

      Da gibt es noch sehr viel zu tun, das benötigt sehr viel Zeit. Da aber die Konkurrenz drängt, geht es vielleicht in der Übergangszeit nicht ohne eine starke Hand, die den Laden zusammen hält, aber es muss parallel eine Transformation in die Richtung geben, die ich beschrieben habe, sonst ist die Sache nicht nachhaltig.

      • Jones2theBones

        @Jowi:
        Ich bin am Freitag 30 km mit dem Fahrrad durch Sturm und Hagel gefahren, um zum 20-jährigen Jubiläum der russischen Verfassung einen Experten reden zu hören.

        1. “Kampf der Systeme”
        Die russische Staatsform ist vom Funktionsprinzip her kaum anders als die deutsche oder andere westliche. Die Unterschiede zwischen dem britischen Wahlverfahren und dem deutschen sind beispielsweise deutlich größer als zwischen dem deutschen und dem russischen. Was das angeht, so haben viele Russen eine gewisse Skepsis gegenüber Parteien und es gibt eine Tendenz, Einzelpersonen höher zu bewerten. Deswegen bestand die Duma zeitweise zur Hälfte aus Einzelmandaten, man schaffte sie ab und diese sollen bald wieder eingeführt werden.
        Selbst jetzt ist es so, dass die russischen Abgeordneten fleksibler sind als die deutschen, wo Fraktionszwang besteht.
        Auch die Parteien selbst sind in ihrer Rolle als Regierung und Opposition flexibler, denn die Parteien “Einiges Russland” (238 Sitze), “Kommunistische Partei der Russischen Föderation” (92 Sitze), “Gerechtes Russland” (64 Sitze) und “Liberal-Demokratische Partei Russlands” (56 Sitze) tun je nach Themenlage zusammenarbeiten oder sich gegenarbeiten.
        Gezeigt hat sich das unter anderem beim Gesetz gegen die Propaganda von Homosexualität unter Jugendlichen, das von allen Parteien mitgetragen wurde und von einem Mitglied der Partei “Gerechtes Russland” entworfen wurde.

        Die kaum angefochtene Macht Putins entspringt seiner Beliebtheit beim Volk, und seine Erfolge sowie die der Partei “Einiges Russland” entsprechen denen Adenauers. Bedeuten Wahlergebnisse über 50% automatisch Diktatur? War Adenauer also ein Diktator?

        Was die Verfassung angeht, so ist sie in weiten Teilen von europäischen Verfassungen und teilweise von der der USA abgeschrieben, sie ist westlicher als sie russisch ist.
        Seitdem doktert man daran herum und sie ist ständigen Veränderungen unterworfen.
        Ändert nichts daran, dass es keinen Kampf der politischen Systeme gibt. Sie sind gleich.

        2. “Gewalt ist eine Lösung”
        “Die harte Hand, die dieses große Reich zusammen hält und es zur Weltmacht führt. Die menschlichen Opfer werden achselzuckend als unvermeidlicher Preis akzeptiert.”
        Welche menschlichen Opfer?
        Tut Putin etwa alle paar Tage durch die Stadt laufen und Oppositionellen Karate Chops & Roundhouse Kicks verpassen?
        Nein. Probleme werden in etwa gleich hantiert wie in westlichen Staaten auch.

        Dabei hat grundsätzlich jede Exekutive und ihre Behörden ein Gewaltmonopol, doch “Putin” (als westliches Synonym für eine ganze Institution) setzt diese nicht anders ein als die Staaten des Westens.

        Wenn du dir mal die wirklich kranken Dinger anschaust, die die Amerikaner sich leisten, dann kann sich nicht einmal das von den westlichen Massenmedien propagierte “Worst-case-Russland” damit messen.

        Auch macht es für die restlichen 99,9% wieder keinen Unterschied, wie die Macht zwischen dem Staatschef und der restlichen Elite verteilt ist.
        Ein schwächerer Staatschef macht den Staat nicht demokratischer, sondern oligarchischer.

        “Auch ein starker Mann wie Putin kann nicht überall sein. Die Wege in diesem Riesenreich sind lang.
        Meiner Meinung nach sollte man im postsowjetischen Wirtschaftsraum endlich mehr auf Subsidiarität, also auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung setzen, statt immer nur auf den starken Patriarchen, der notfalls die Peitsche heraus holt. Das hieße aber für die dortigen Eliten die Abgabe von Macht und Privilegien.”

        Die Russische Föderation ist eine Föderation und Putin hat besseres zu tun, als jedem sibirischen Dorf die Leviten zu lesen.
        Abgesehen davon hat kein Staatschef in der Geschichte alleine regiert. Selbst die Feudalkönige hatten ihre Adligen, denen sie als Vasallen Land zum regieren übertrugen.

        3. Demokratisierung
        “Hier gibt es viel zu tun, im Interesse des Ganzen müssen die Eliten Macht abgeben, dem Volk mehr Freiheit und gleichzeitig Rechtsschutz geben damit sich dann hoffentlich Wohlstand auf einer breiteren Basis entwickelt und die Masse der Menschen, vor allem der Jugend, eine Perspektive bekommt. Nur so kann das System gegen Zersetzungstendenzen immunisiert werden.”
        Wieder: So etwas macht das Land nicht demokratischer, sondern ochlokratischer bzw. plutokratischer, da die breite Mehrheit von Massenmedien beeinflusst wird.
        Wirkliche Demokratie wäre bei häufig stattfindenden Referenden gegeben. So etwas ist nur in kleineren Staaten praktikabel.

        Ich pflichte dir bei einer Sache bei: Walter, du bist klasse!

  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    “im Interesse des Ganzen müssen die Eliten Macht abgeben, dem Volk mehr Freiheit und gleichzeitig Rechtsschutz geben damit sich dann hoffentlich Wohlstand auf einer breiteren Basis entwickelt und die Masse der Menschen, vor allem der Jugend, eine Perspektive bekommt” Der Satz könnte glatt von einer deutschen Stiftung kommen. ^^
    Du verkennst das Wesen der Macht, insbesondere jene, die wir gerne mit “der Westen” oder ähnlichem umschreiben, weil sie sich immer nur in ihren Knechten zeigt.
    “Dem Volk Macht geben” heißt es bilden, seinen Horizont von seiner Einkaufstüte fort über die Welt spannen, seine Aufmerksamkeit schulen und ihm eine Idee geben, unter der es Aufmerksamkeit und Bildung in Taten verwandelt.
    Wer das nicht zu bieten hat ist ein Betrüger und will selbst diese Macht selbst einsammeln.

    • jowi

      Erst mal ein Danke für die sachlichen Antworten!
      Ich bin natürlich über die RF vorwiegend aus unseren zweifellos oft manipulativen Medien informiert, da ich kein Russisch kann, aber wir haben bei uns auch oft Russisch-Sprachassistentinnen und mit denen rede ich immer gerne über Politik.
      Aus diesen Gesprächen, die nicht den Anspruch erheben können wissenschaftlich und repräsentativ zu sein, sind meine folgenden Erfahrungen:

      1. Lehrer werden sehr schlecht bezahlt, deshalb überwiegend weiblich und viele von ihnen kehren nach Auslandsaufenthalt nicht in ihre Heimat zurück.

      2. Die Mehrzahl – obwohl sie mit der Migration nach Deutschland liebäugeln – ist sehr patriotisch.

      3. Putin wird tatsächlich meist hoch geschätzt.

      4. Stalin wird oft sehr positiv betrachtet.

      5. Korruption ist immer noch ein größeres Thema, z.B. Geld im Studienbuch verhilft zu einem Abschluss, oder Polizisten machen Andeutungen wie “Wir haben ein Problem, aber es lässt sich lösen.” Etc.

      6. Straßen und andere Infrastruktur in der Provinz oft vernachlässigt.

      Die Bewunderung von Putin kann ich akzeptieren und oft nachvollziehen, er hat Russland seinen Stolz zurück gegeben, aber die positive Sicht auf Stalin erschreckt mich jedes Mal. Hier unterstelle ich mangelhafte, bzw. einseitige historische Aufarbeitung.
      Bei allem Respekt für Putin, vor allem auch als so unglaublich wichtiges Gegengewicht zu einem von Allmachtsphantasien umgetriebenen US-Israel-Westen, stören mich auch einige Dinge.
      Die Homophobie finde ich z.B. retro und eine Ablenkung von wirklichen Problemen. Schade finde ich auch, dass die RF so viele Ressourcen im Militär versenkt, dabei denke ich auch an vielen Ingenieure, die dann im Zivilbereich fehlen. Aber das Gleiche kann man natürlich auch den USA vorwerfen. Leider ist kein Ende dieser Rüstungsspirale abzusehen.

      Ost und West haben ein demografisches Problem. Beide sind hier auf dem absteigenden Ast. Sie sollten endlich kooperieren, statt zu versuchen, sich gegenseitig das Wasser abzugraben. Dieser Aufruf geht allerdings mehr an den Westen, der sich in seinen Allmachtsphantasien seit Syrien von Russland offensichtlich gestört fühlt.

      • Jones2theBones

        Die von dir genannten 6 Punkte sind völlig richtig.
        Lehrer werden gerne als Beispiel zitiert.

        Was das Gesetz zum Verbot von Propaganda der Homosexualität Minderjährigen gegenüber angeht, so stehe ich trotz einiger schwuler Freunde dafür ein.
        Man kann weiterhin tun und lassen, was man will und was 2 Erwachsene im Privaten so treiben, geht niemanden sonst etwas an.
        Nur draußen muss man sich etwas zügeln.
        Und in Anbetracht dessen, was man bei den Christopher-Street-Paraden für Bilder serviert bekommt und da KINDER (!) sowas auch zu sehen bekommen, finde ich das auch richtig so.

        Und was Stalin angeht:
        Es gibt die Kommunisten, die kannst du eh nicht belehren, und dann gibt es ein paar Greise, die seine Propaganda voll abbekommen.
        Ich erinnere mich, dass ich in Pskov bei einer Erinnerungsfeier zum Gedenken an den Beginn des Überfalls auf die Sovietunion einen Mann gesehen habe, der eine selbstgemalte Ikone mit Stalin hochhielt.
        Tja.
        Was meine Familie angeht, hat die ja die volle faschistische und kommunistische Breitseite abbekommen.
        Und der Staat tut ein Wenig dafür. Gulags werden erhalten und können besucht werden, vor der Lubjanka findet man ein Denkmal.
        Und in der Schule wird darüber schon lange aufgeklärt.

        Was das Militär angeht:
        Was bleibt den Russen anderes übrig?
        Das ist reine Vernunft und gesunder Überlebenswille.
        Und ein vielfaches weniger als das der USA oder der RestNATO, jeweils für sich…

        Und bezüglich der Straßen ;)
        youtu.be/A_mm_hOPNJg

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Diese “Stalin-Ikonen” gab es in einer dunklen Zeit wohl wirklich einmal, und zwar in den Kirchen – meine Großmutter berichtete mir vor langer Zeit davon. Die einzige authentische – d.h. nicht-parodierende – moderne Annäherung daran, die ich kenne, ist die hier. Die ist freilich auch vollkommen unkanonisch, obwohl es kanonische Ikonen gibt, auf denen die Teufel dargestellt werden (bspw. die “Leiter” des hl. Johannes Klimakos).

          Why, in Turkmenistan liegt in jeder Moschee die “Ruhnama” gleichwertig neben dem Koran aus. Ist halt so… :)

        • Jones2theBones

          Eine Leiterikone mit mehreren kleinen schwarzen Teufeln habe ich in einem Kloster in Frankreich (Леснинский монастырь) schon mal gesehen.

          Es gibt ja auch kanonisierte Ikonen, die sich nicht wirklich an die Regeln halten, auf denen beispielsweise trotz Bilderverbot Gott dargestellt ist.

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Das ist frühestens aus dem aufklärerisch-düsteren 17. Jahrhundert, denn wenn Du Dir die verbindlichen Vorschriften des Hundert-Kapitel-Konzils (16. Jh.) für die Ikonenmalerei anschaust, wirst Du daraus ableiten können, wie sehr und wie schnell sich das geändert hat, und wahrscheinlich auch, woher das alles kam.

      • walter

        @jowi
        “Gewalt ist eine Lösung”-Strategie
        Ich will es mal ganz dogmatisch versuchen auch auf die Gefahr, missverstanden zu werden.
        Gewalt ist tatsächlich der (letzte) Hebel, um eigene “Interessen” zu schützen!
        Wer diese Aussage aus humanistischen Gründen zurückweist, möge bitte vor Ausbruch seiner Empörung innehalten und (vorzugsweise abendländische) “Entwicklungsstufen” betrachten und (unvoreingenommen und aufrichtig) analysieren.
        Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die des Zeitpunktes und der Verhältnismäßigkeit der Gegenwehr (Gewalt). Tendenziell neige ich dazu, anzunehmen, dass eine zu lange aufgeschobene Gegenwehr die Gefahr in sich birgt, entweder von den (gewaltigen) primären “Ereignissen” überfordert zu werden (und unterzugehen) oder nur mehr mit unverhältnismäßigen “Gegenmaßnahmen” ein “Überleben” sichern zu können.
        Vor diesen – zugegebenermaßen archaisch wirkenden – Gesetzmäßigkeiten eskalierender “Interessenskonflikte” steht jedes Individuum wenn seine physische, psychische und/oder wirtschaftliche Existenz am Spiel stehen. Eine Situation, in die kaum ein Mensch innerhalb “westlicher” Wertesysteme kommen sollte. Etwas diffiziler hingegen verhält es sich aber bereits, wenn der Konfliktbogen vom Einzelindividuum auf eine “Gruppenebene” gehoben wird. Hier finden die großen Auseinandersetzungen statt. Und ich bin mir durchaus bewusst, dass die große Mehrheit der schlimmsten Kriege vor dem Hintergrund verdeckter Partikularinteressen Einzelner (verbrecherisch) geplant und geführt wurden und kaum ein “Gemeinwohl” als Ziel verfolgten.
        Daher versuche ich, Gruppenkonflikte nach einem Betrachtungsschema zu bewerten, das auch Ereignisse/Entwicklungen weit vor der Eskalation mitberücksichtigt (ganz wichtig!).
        Dabei zeigt sich meist, wie eine Konfliktgruppe – oft über einen sehr langen Zeitraum – alles daran setzt, für eine andere Gruppe eine “Lose-Lose-Situation” und für sich eine “Win-Win-Situation” zu schaffen. Und damit meine ich nicht rein kommerzielle Auseinandersetzungen, die ja fixer Bestandteil des neoliberalen Wirtschaftsmodells sind und unweigerlich zu permanenten “Überlebenskämpfen” führen müssen!
        Wer zur Doktrin: “Freie Märkte regeln den Markt am besten!” steht, könnte genauso gut sagen: “Die mächtigsten Waffen werden obsiegen!”.
        Beides hat sich als nachhaltig zutreffend erwiesen.
        Eine ernüchternde (Gegenwart/Zukunft)Aussicht für das Zusammenleben der Menschheit. Sagen wir dazu ja, hätten “wir” uns eigentlich sämtliche Kämpfe um “Frieden, Freiheit & Gerechtigkeit” ersparen können.
        Die Losung, “Das Leben ist voller Überraschungen, jeder ist seines Glückes Schmied, möge das Glück stets bei dir sein – und los geht’s!”, gleich zu Beginn eines jeden Lebens verkündet, hätte es auch getan.
        Und doch, ist es nicht gerade diese Botschaft, mit der seit zwanzig und mehr Jahren Wohlstand und Demokratie verkündet und vorangetrieben werden? Ich denke schon.
        Daher wünschte ich, das dieser Wahn, der zu bedingungslosem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politisch- wie ethisch- & moralischem Kannibalismus aufruft, gestoppt wird, bevor er sämtliche Regionen global durchdrungen hat.
        Und nein, ich glaube weder an den Weihnachtsmann noch daran, dass Putin einer ist. Jedoch ist das einzig noch existente Gegenmodell zum globalen Liberalismus (Kannibalismus) seine Vorstellung einer multikulturellen, multipolaren Welt. Innerhalb solcher Ordnungen gäbe es noch Jahrhunderte Arbeit, Bevormundung und Ausbeutung der Massen durch vorhandene Eliten zu überwinden. Es erscheint mir aber wesentlich aussichtsreicher, diesen Kampf auf nationaler Ebene zu führen als einen solchen gegen eine alles beherrschende und übermächtige Weltelite – die von den Menschen nicht ausgemacht – und folge dessen auch nicht geführt (gewonnen) werden kann.
        Russland, Putin oder andere Elemente des (neoliberalen) Widerstandes sind nicht die goldene Wahrheit, können es auch nicht sein. Aber Putin ist der zur Zeit stärkste (politische) Stempel der dem System “NWO” entgegen steht. Eine beängstigende Erkenntnis – und dennoch real. Eigentlich unglaublich.

        • jowi

          Ich bin auch kein Pazifist und sehe durchaus die Bedrohungen durch den Westen, wenn ich aber z.B. auf http://de.ria.ru/ rechts immer Filmchen zur neuesten Militärtechnik sehe, so muss ich erkennen, dass nicht nur in den USA die Militärindustrie alles an sich reißt. Das Ausmaß stimmt mich nachdenklich.

          Diese Militarisierung der Gesellschaft wird von Putin weiter getrieben, wie seine Neujahrsansprache zeigt: “Wie Putin in seiner Jahresbotschaft zudem äußerte, sollten alle Studenten während des Studiums die Möglichkeit erhalten, sich in einer militärischen Spezialrichtung ausbilden zu lassen.(http://de.ria.ru/zeitungen/20131213/267471886.html)

          Leider gibt vor allem die USA mit ihrem ihrerseits außer Kontrolle geratenen Rüstungskomplex dafür den Impuls, der Preis ist aber immens.

          Das Potential kluger Köpfe ist ja nicht unbegrenzt. Wie schon dieser Blog hier zeigt wandert eine Vielzahl kluger Köpfe ins Ausland ab (Braindrain), von den verbleibenden Talenten wird dann noch ein guter Teil in den militärischen Komplex geholt. Was verbleibt für die zivile Wirtschaft, um endlich das Export-Portfolio Russlands zu diversifizieren? Ich fürchte zu wenig.
          Daraus erwächst eine Gefahr, die Russland ja schon einmal so schmerzvoll erfahren musste, dass man auf Gebieten wie Raketentechnik und dergleichen Spitze ist, aber die Wirtschaft auf Grund ihres einseitigen Exports sehr verwundbar ist. Ohne die globalisierte Wirtschaft kann aber wohl auch die RF nicht mehr leben. Dann noch die “dirty tricks” von Wall-Street und London, Goldman-Sachs, …

          Freiheit ist nicht alles und Freiheit birgt für Schwache auch große Gefahren, da gebe ich dir voll Recht! Die Freiheit muss durch ein ausgeklügeltes System von Machtkontrolle ergänzt sein. Hier ist Gewaltenteilung das Stichwort, die ich für noch wichtiger halte, als Demokratie. Es muss also z.B. ein funktionierendes Rechtssystem geben das weitgehend unabhängig ist. Auch in Deutschland sehe ich hier noch viele Verbesserungsmöglichkeiten, siehe Fall Gustav Mollath, aber in der RF sieht es nach meinem, zugegebenermaßen oberflächlichen Eindruck, da noch deutlich schlechter aus.
          So halte ich es z.B. für nicht gut, dass nach der RF-Verfassung von 1993 der Präsident Vorschläge für die Kandidaten der obersten Richter macht, die dann immerhin noch von der Föderationsversammlung bestätigt werden müssen. Besser wäre es aus meiner Sicht gewesen, wenn analog des deutschen Verfassungsmodells, die Machtfülle des Präsidenten durch eine vom Föderationsrat gewählte oberste Judikative kontrolliert würde.

          Zusammen gefasst: Die Welt braucht die RF um die Macht der USA (mit Gehirnimplantat Israel) zu kontrollieren. Deshalb betrachte ich die wirtschaftliche und politische Entwicklung in der RF mit Sorge, da ihr in mancher Hinsicht die Ausgewogenheit fehlt. Dies ist freilich auch dem aggressiven Westen zuzuschreiben, der die RF vor sich her treibt und als Hindernis zur Weltherrschaft zu schwächen versucht.

  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    lesenswerter Kommentar:
    Polen und Ukraine: Fenster mit Blick auf Irrenhaus
    http://german.ruvr.ru/2013_12_12/Russland-und-Polen-Fenster-mit-Blick-auf-Irrenhaus-7090/

  • Radostin

    Es geht der “EU” auch darum rechtlichen Zugriff auf die ukrainischen Wirtschaftszweige zu bekommen, Stichwort Internetkriminalität. Da ist jetzt noch wilder Osten, und das passt Rom natürlicher nicht. Bei der Assoziierung geht es um Kontrolle und rechtliche Knebelung. Danach wird das Land darin versauern.

  • Radostin
  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    lesenswert (russisch): Die dunkle Seite des Euromaidan
    http://nstarikov.ru/blog/35164

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      In der Tat. “Technologien” eben. Und es gibt viele Antworten bes. in dem Interview, man beachte die Flyer Tahrir = Maidan…

  • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

    “Heftige Debatten mit den Demonstranten”

    Das Ding macht gerade die Runde. Jemand hat sich die Mühe gemacht, die im Originalbeitrag unübersetzten “heftigen Debatten” einmal per Untertitel zu übersetzen. Kommentar: Ha ha.

    https://www.youtube.com/watch?v=YE_iCTVhIiw

    Demonstrant: “Wir schubsen eure Kette ein wenig herum… Jungs, das muss kurz mal so sein!”
    Berkut-Kommandeur: “Wenn niemand irgendwas wirft oder zuschlägt…”
    Demonstrant und Klitschko unisono: “Niemand wird etwas werfen!”
    Berkut-Kommandeur: “Na dann geht das vollkommen klar!”

    • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

      hab ich gestern auch gesehen. Ist meiner Meinung nach nicht wirklich aussagekräftig, bzw der Ausschnitt zu kurz, da solche Absprachen, im Sinne von Gewaltvermeidung, auch hierzulande üblich sind. Man sagt sich gegenseitig wie weit man gehen will, die Polizei sagt was sie akzeptiert. Wenn eine Seite Interesse hat, wird dann trotzdem eskaliert und die Schuld dem anderen zugeschoben.

  • Peter

    Die FAZ hat einen Artikel zu dem Video und zusätzlich die ungeschnittene und ebenfalls untertitelte Version
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/deutungsstreit-um-faz-net-video-nicht-werfen-nicht-schlagen-keine-steine-nichts-12709213.html

    • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

      jup, genau das meine ich.

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Gut gemacht, FAZ. Das sieht (für mich) dann natürlich schon anders aus.

  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    hier eine recht verdauliche Schau auf die ukrrainische Show:
    http://www.russland.ru/ukraine-was-heisst-hier-nationaler-verrat/

  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik

    Putin nimmt der Ukraine 15 mrd Euro Schulden ab, fährt den Gaspreis zurück, das, wage ich mal zu behaupten, ist die Einleitung zum “Klitschko glitscht auf seinem Geifer aus”
    http://de.ria.ru/post_soviet_space/20131217/267496039.html

  • http://urkeramik.wordpress.com urkeramik
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    guter Artikel von Kai Ehlers zum “Moskauer Coup der beiden Präsidenten”
    http://www.russland.ru/grundeinkommen-fuer-die-ukraine/

  • Jones2theBones

    56% der Ukrainer sind der Meinung, dass die Auflösung der Sovietunion ein Fehler war. Nur 23% finden sie gut.
    http://rt.com/news/ussr-collapse-mistake-poll-585/

    So viel zu den bösen unterdrückenden Russen, Nob ;)

    • Nobilitatis

      Ich komm’ zufällig aus der Branche. Wie man fragt, so wird geantwortet. Darauf würde ich nicht viel geben.
      Sowjetunion war ja auch Stalin. Jetzt müsste man dieselben Leute befragen, ob das, was in der Anfangszeit der SU passiert ist, schon in Ordnung war. Zum Beispiel.
      “Böse unterdrückende Russen” ist auch nicht von mir. Die meisten Russen sind nicht so. Und jeder Staat, der das kann (der genug Macht hat), versucht die Beziehungen zu anderen zu seinem Vorteil zu verändern.
      Von mir war ein Aufruf zur Zusammenarbeit zwischen EU und Rußland, der die Ukraine einschließt anstelle eines Gegeneinanders.

  • walter

    Erfahrungsaustausch:
    Seit heute bekomme ich den Hinweis, dass Verlinkungen auf Ria Novosti-Seiten (http://de.rian.ru/), verwende Google, aus Sicherheitsgründen (vorerst) geblockt werden. Verwende Avaast-Free Anti-Vir-Software.
    Bitte um Hinweise dazu.

    • Beinstuhl

      So, zufällig wird diesmal meine Branche berührt.

      http://safebrowsing.clients.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=http%3A%2F%2Fde.rian.ru%2F
      Dieser Report von Google besagt, dass die Website Verbreiter von Schadsoftware geworden ist. Infiziert wurde sie laut Google von denelly(dot)com
      http://safebrowsing.clients.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=denelly.com/
      Zudem hat sie laut Google “scheinbar” zwei weitere Websites infiziert.

      Google ist zwar tatsächlich ein NSA-Spähportal, aber dennoch recht zuverlässig was solche Dinge betrifft. Dies bedeutet, dass rian(dot)ru Opfer eines Angriffs gewesen ist. Dieser könnte politisch motiviert gewesen sein, doch genauso gut könnte er auch automatisiert und damit ungerichtet abgelaufen sein.

      Von der Benutzung der Domains rian(dot)ru und ria(dot)ru rate ich ab, bis die Seite vom Sicherheitsteam entlaust wurde.

  • ISKANDER

    Bestätige das.
    Allerdings verwende ich NICHT das NSA Spähportal Google sondern alternative Anbieter.