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Syrische Arabische Armee: Verluste an Panzerfahrzeugen bis 10/2013

Foto: Andrej Filatow / ANNA-News

Foto: Andrej Filatow / ANNA-News

Wenn die in Syrien marodierenden Banden Videodokumentationen ihrer Aktionen ins Internet stellen und damit selbst ihre eigenen Verbrechen offen zugänglich machen, so hat das nicht nur damit zu tun, dass heutzutage jeder ein Smartphone in der Hosentasche stecken hat, das es einem gestattet, jeden Mist festhalten und zu „teilen“. Hinter den berüchtigten „Rebellenvideos“ steckt eine ganze Informations-Infrastruktur, die es selbst unter widrigsten Bedingungen „auf dem Feld“ (oder eben im Kessel) möglich macht, sich Zugang zur Infosphäre zu verschaffen. Dabei werden nicht nur die vor Ort vorhandenen mobilen Internetzugänge genutzt (die aus taktischen Gründen eben auch zeitweilig gekappt werden können), sondern ebenso auch Satellitenverbindungen und eigens implementierte Cross-Border-Hubs (“Internet in a suitcase”).

Mit anderen Worten, hinter dem Zustandekommen der Videos, die es teilweise mit dem Spruch “die Authentizität der Aufnahmen kann nicht unabhängig geprüft werden” in die Medien schaffen, steckt beiweitem nicht nur das natürliche Bedürfnis nach Kommunikation oder sozialer Interaktion. Ein beträchtlicher Teil der Aufnahmen ist gezielte Dokumentation, oder besser: Berichtswesen.

Zu dieser Kategorie gehören insbesondere Dokumentationen militärischer Erfolge, von Überfällen, Zerstörungen und Besetzungen. Es handelt sich dabei nicht etwa um Geschichtsschreibung, sondern in vielen Fällen simpel und ergreifend um Rechenschaft, die einem Sponsor gegenüber abgelegt wird – Dokumentationen, welche die “richtige” Verwendung der Mittel nachweisen sollen. Kein Sponsor hat Lust, einfach blindlings seine Millionen in ein Loch zu werfen und damit irgendeinen nichtsnutzigen Emir fett werden zu lassen. Es braucht Erfolgsberichte.

Dass es dabei auch zu reinen PR-Aktionen kommt, weiß man spätestens seit einer Episode im Krieg gegen Libyen, als ein paar Hundert NTC-Banditen kurzzeitig Bani Walid besetzten, dort vor Videokameras ihre Flagge hissten und kurz darauf unter schweren Verlusten zurückgetrieben wurden. Offensichtlich war es die über 200 Toten wert, dem Sponsor einen solchen Bericht zu liefern. Nichtsdestotrotz gibt es in den Dokumentationen auch Handfestes, das keine Zweifel über die “richtige Verwendung” von Sponsorenmitteln zulässt.

Dazu gehören in erster Linie Zerstörungen von Militärtechnik des Gegners sowie Tötungen von Armeeangehörigen. Beides gibt es mannigfach, und es gibt einige Leute, die sich darauf spezialisiert haben, solche Videos zu geolokalisieren und die dort vorkommende Waffentechnik zu identifizieren.

Zum Glück gibt es nicht nur den mutmaßlich FSA-assoziierten “Brown Moses”, sondern auch Leute, die ich als wirklich unabhängig bezeichnen würde. Obwohl ein russischer Blogger, ist “iltg2009” in all seinen Darlegungen über Syrien nach meinem Dafürhalten ziemlich neutral. Hier gab es vor mehreren Monaten eine Zusammenfassung seiner kontinuierlich laufenden Analyse solcher “Rebellenvideos” zum damaligen Zeitpunkt und es ist jetzt wohl an der Zeit, die Daten zu aktualisieren. Gleichzeitig wird es aus der Quelle wohl das letzte Update dieser Art sein, denn der Kollege stellt seine Arbeit in dem Bereich ein (obwohl es wahrscheinlich noch zu früh für ein endgültiges Fazit der Verlustzahlen an syrischer Militärtechnik ist).

Zur Methode

Wie oben dargelegt, handelt es sich bei den folgenden Zahlen um das Ergebnis der Analyse aller verfügbaren Online-Videos, die den Syrienkrieg betreffen. Die Orte der Aufnahmen sind überwiegend recht genau identifiziert worden, ebenso auch die Art der Militärtechnik, die in dem jeweiligen Fall zerstört worden ist. Gezählt wurden ausschließlich definitiv zerstörte Panzerfahrzeuge, nicht gezählt wurden hingegen erbeutete, geraubte, verkaufte, aufgegebene Fahrzeuge.

Arten von Panzerfahrzeugen

Unterschieden wird nach Arten, nicht nach Typen. Nur für die Panzer als solche kommt (weil da relativ simple) Differenzierung nach Typen.

Die Arten sind: Panzer, Schützenpanzer (BMP), Mannschaftstransporter, Selbstfahrlafetten (Artillerie), Flak-Panzer (“Schilka”), Bergepanzer, Sanitätspanzer, Spähpanzer, Kommandofahrzeuge, Panzerwagen (oder gepanzerte Wagen).

Einschätzung

Die Gesamtzahl aller so registrierten Verluste dieser Arten von Militärfahrzeugen beträgt bis Ende Oktober 2013 runde 1.200 Einheiten (Stand: Mitte November 2013). Wenn die Syrische Arabische Armee vor Beginn des Krieges allein über 1.400 T-72-Panzer verfügt haben soll, so kann man diese Zahl in etwa einordnen, unter Berücksichtigung dessen, dass die knapp 200 zerstörten T-72 durch eine gewisse Zahl an nicht einsatzfähigen, abgeschriebenen, erbeuteten oder auch “vercheckten” Einheiten im Bereich “Verluste” aufgestockt werden müssten.

 

Darstellung der Verluste nach Zeit und Ort (Provinzen plus Damaskus, Aleppo und Homs als gesonderte Orte). Die bis einschl. 08/2012 registrierten Verluste sind nicht mit dargestellt (summieren sich aber auf gut 25% der gesamten Verluste von 1.200 Einheiten). Man erkennt relativ deutlich Sprünge wie die “Winteroffensive” der Rebellen um Damaskus oder die Verlagerung der “panzerbrechenden” Aktivitäten in die Provinz Aleppo nach dem Fall von Al-Qusair (Spätsommer 2013). Immer heiß (und damit ein noch bevorstehender Brocken) ist Daraa, während es in Idlib vergleichsweise ruhiger geworden ist.

Darstellung der Gesamtverluste nach Provinz bzw. Stadt (Damaskus, Aleppo, Homs). Die drei Hauptrichtungen, aus denen Syrien angegriffen wird – Nord (Provinzen Aleppo, Idlib, Ar-Raqqah aus der Türkei, Libanon als Einfallstor für Terrorbrigaden v.a. aus Nordafrika), Süd (Provinzen Daraa und Damaskus mit Banden aus Richtung Jordanien und dem Libanon) und Ost (Provinz Deir ez-Zor aus Richtung Irak) sind recht gut zu unterscheiden, obwohl die Provinz Homs durch ihre Ausmaße in dieser Projektion wenig hilfreich ist. Während Tartus eigentlich keine Fragen aufwirft, ist das scheinbar völlige Ausbleiben von “panzerbrechenden” Nachrichten aus der Provinz as-Suwaida (Bevölkerung überwiegend Drusen und Christen) ein kleinwenig rätselhaft bzw. ließe, wenn das nicht lediglich auf dem Fehlen von Nachrichten aus der Provinz beruht, Rückschlüsse über das dortige Kräfteverhältnis zu (ähnlich, wie man die Zahl für al-Hasaka mit der Position der Kurden in Verbindung bringen kann).

Gesamte Verluste an Panzerfahrzeugen nach Art. Panzer und Schützenpanzer als unmittelbar an den vordersten Linien eingesetzte Technik führen die Liste logischerweise an.

Verluste in den Provinzen Damaskus und Aleppo über die Zeit. Sehr deutlich wieder die “Winteroffensive 2012” der internationalen Verbände sowie das Aufflammen in der Provinz Aleppo im Zusammenhang mit der (mutmaßlichen) SAA-Offensive im Norden nach dem Fall von Al-Kusair.

Selbst, wenn man davon ausgeht, dass die Verluste an Kampfpanzern doppelt so hoch sind wie die in dieser Zusammenstellung erfassten, wären das immer noch höchstens 30% der Gesamtzahl. Viele der T-55 sind als feste Kampfstellungen verbaut und damit keine Offensivwaffen. Offensive Verluste sind folglich vorwiegend die knapp 200 T-72 und die alten T-62 (letztere überwiegend in den nördlichen Provinzen).


Die für die obige Visualisierung herangezogenen Daten geben noch einiges mehr her und werden deshalb hier öffentlich gemacht. Sie sind das Resultat jahrelanger Recherchen und Analysen eines russischen Bloggers, der das entsprechende Material mindestens seit Mitte 2012 öffentlich analysiert und kommentiert sowie “Monatsberichte” in Form solcher Daten lieferte.

Quelle für die Daten: iltg2009.livejournal.com

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Trackback von deiner Website.

  • Nobilitatis

    Sehr verdienstvolle Arbeit. Danke für die Verbreitung.
    Für mich interessant zu sehen, dass auch nach der Ankündigung des Besitzes panzerbrechender Waffen durch die ach-so-gemäßigten Rebellen die Verluste nicht sprunghaft anstiegen.

    • Diese „Ankündigung“ muss noch vor 08/2012 gekommen sein. Oder sie war nichts als ein nachträgliches Eingeständnis.

    • Frank

      Sie zu besitzen ist das eine, sie auch korrekt zu benutzen die andere Sache .

      Und das gilt nicht nur für panzerbrechende Waffen.Es fängt ja schon bei der Benutzung von einfachsten Handgranaten an, wodurch die Terroristen sich selbst in die Luft sprengen.

      Um das zu verherrlichen kam mal einer auf die Idee und hat das ganze als sarkastisches Video (Syrian A-Team) ins Netz gestellt.

    • Jones2theBones

      In Romans Text schön zu lesen:
      „Gezählt wurden ausschließlich definitiv zerstörte Panzerfahrzeuge, nicht gezählt wurden hingegen erbeutete, geraubte, verkaufte, aufgegebene Fahrzeuge.“
      Da wundert mich schon sehr, was deiner Meinung nach die gepanzerten Fahrzeuge gesprengt haben soll, wenn nicht panzerbrechende Waffen?

      Dass die von Anfang an über härteren Stoff verfügten, war ja auch auf den ersten Bildern zu sehen.
      Mit den frühen, standard RPGs erzielt man allenfalls Glückstreffer, vor allem auf mittlere bis größere Entfernungen.

      • Nobilitatis

        Bei richtiger Ausbildung kann man mit der RPG7 sehr gut treffen. Es gibt halt nur schon Schutz dagegen.

      • ISKANDER

        Es gibt sogar ganz simple Antipanzerwaffen, beruhen auf der reinen Erhitzung des Gefährtes mittels Handflammpatrone.
        Ein Feuerfeld von 15 x 50 m ist die Folge.
        Die Besatzung muss das sich stark erhitzende Gefährt (bis 1.300 Grad) rasch verlassen.
        Diese Waffen sind in den NATO Armeen Standard und dürften wohl zu den ersten Sachen gehört haben, die den Terroristen von den westlichen Hehlern geliefert wurden.
        Ein Teil der Panzerverluste dürfte also frühzeitig hier zuzuschreiben sein.

      • Minen waren auch des öfteren mit solch verheerender Wirkung zu sehen. Und erst gestern sah ich ein Beispiel, wie ein Bandit seelenruhig nach mehreren Fehlversuchen einen T-72 ausgeschaltet hat – mit Handgranate durchs Kanonenrohr (der Panzer feuerte zwischendurch). Wenn der Munitionssatz einmal Feuer fängt, ist’s um den Panzer geschehen.

        • Jones2theBones

          Kannst du einen Link zu dem Video schicken? Das mit der Handgranate vermag ich mir nicht richtig vorzustellen.
          Es muss jedoch auch bedeuten, dass er wohl von jeglichen Verstärkungen und Rückzugswegen abgeschnitten worden war.

          Ansonsten ist natürlich richtig, dass die russischen Panzer die Munition nicht von der Mannschaftskabine getrennt aufbewahren. Das hat sowohl platzsparende Gründe (die russischen Panzer sind bewusst sehr klein gebaut, um möglichst wenig Feuerfläche zu bieten), als auch die Möglichkeit, bei Bedarf manuell nachzuladen.

          Bedeutet aber natürlich auch, dass die Schäden umso verheerender sind, wenn der Treffer sitzt. Was er aufgrund des Schutzes, den zumindest die russischen Panzer genießen, nicht passieren sollte.

          Die von Iskander genannte Waffe kenne ich gar nicht. Ich habe es auch ehrlich gesagt als Physiker schwer, sowas mir vorzustellen.
          Bei einem Feuerfeld drum herum flieht keiner gerne aus einem Panzer, und die benötigte Energie macht das zu alles anderem als eine einfache Waffe. Auch ist mir außer thermobarischen Waffen (die wieder alles andere als einfach sind) und evt. Phosphor, Thermit & Napalm keine Waffen bekannt, die auf diese Weise funktionieren.

          Auch die mir bekannten westlichen Waffen funktionieren weitgehend auf die gleiche Weise wie ihre russischen Gegenstücke sowie deren chinesischen Kopien.

          Was die RPG-7 angeht, so wird sie selbstverständlich von allen Parteien aufgrund ihrer Verfügbarkeit in großen Mengen genutzt.
          Allerdings hat sich ihr Einsatzschwerpunkt ein Stück weit von den gepanzerten Fahrzeugen weg zur Bekämpfung von Infanterie in geschützten Stellungen weit verschoben. Beispielsweise ihr Einsatz durch die SAA bevorzugt im Duett mit dem Scharfschützen.
          Aber ab mehreren hundert Metern trifft die RPG-7 kein Scheunentor mehr.

          Der Tod von Gilles Jacquier spricht außerdem über die Bewaffnung der Rebellen Bände. Er soll angeblich von einer ENERGA liquidiert worden sein, einer schon seit dem Koreakrieg veralteten Waffe, die vor allem von US & UK-Streitkräften in großem Stil früher eingesetzt wurden.

          Was ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Westler ihr Kanonenfutter erst einmal vor allem dadurch aufrüsten/aufrüsteten, indem sie ihre veralteten und obsoleten Bestände leerten.

          Da die IED’s, RPG-7 et cetera nur auf kurze Entfernungen wirksam sind und die Rebellen jedoch auch auf dem Land durchaus erfolgreich sind, müssen sie über weitaus heftigere Waffen verfügen.

        • Da isser: http://youtu.be/RM8Eekck0jY

          Sicher wird sich jedermann fragen, was dieser Panzer so seelenallein dort tut, wo die Infanterie ist, oder ob er bereits manövrierunfähig war (kann man nicht erkennen). Alles in allem sollte das aber ein Ausnahmefall sein.

        • ISKANDER

          @jones:
          die Handflammpatrone (landläufig) heißt eigentlich: DM 34 und gehört zu den von dir beschriebenen alten (obsoleten) Eisen der NATO.
          Auf deine Frage zur Wirkungsweise:
          Es ist eine reine Phosporwaffe. Ursprüng weniger für den Antipanzerkampf entwickelt, jedoch wirksam auch dort.
          Ihre Wirkung ist abhängig vom Abschußtempo mal Zielentfernung.
          In Häuserkämpfen wirkt sie recht probat aufgrund der geringen Distanzen. Im klassischen Felde hingegen mit Abschußsdistanzen
          von 50 – 90 Metern eher Anti – Infanterie – Waffe. Oder auch Schützenbräter.
          Stimmt die Distanz, entwickelt das Phospor unheimliche Wärme. Daher die Zerstörung des Panzers durch – profanes Feuer.
          Die Besatzung wählt mit dem Ausstieg im Sniperbeschuß in diesem Falle immer noch das kleinere Übel.

        • Jones2theBones

          Ähm, wenn der Panzer mitten in einem Flammenmeer mit 1300°C steht, ist rausgehen nicht wirklich eine Option.
          Auch ist Metall zwar gut wärmeleitend, dennoch wäre die Erhitzung drinnen deutlich geringer als die Brenntemperatur des Phosphors, welches die Wärmeenergie auch nicht allein an den Panzer weitergeben würde, sondern diese größtenteils in der Luft verpuffen lassen würde.
          Beim deutschen Wiki steht jedenfalls über die Patrone:
          „[…] vereinzelt auch beim Kampf gegen Panzer oder Fahrzeuge. Beim Einsatz gegen gepanzerte Fahrzeuge werden diese geblendet und sind nicht kampffähig, unter sehr günstigen Bedingungen geraten diese in Brand.“

          Was auch deutlich mehr Sinn macht.
          So oder so habe ich was neues gelernt.
          Flammpatronen kannte ich zwar, aber nicht ihren Einsatz gegen Panzern.

          @Roman: Danke. Natürlich passiert sowas nicht alle Tage. Es ist auch möglich dass die Panzerbesatzung die Rebellen schlicht nicht gesehen hat, da jede Reaktion fehlt. Aber so oder so: Was da passiert ist, das fass ich einfach nicht. Und natürlich hat die Deckung durch Infanterie gefehlt.

        • Einarr Amça

          Mit einer Handflammpatrone Panzer blenden bedeutet, das die Besatzung des Fahrzeugs aufgrund der Flammen auf dem Fahrzeug nur noch erschwert aus den Winkelspiegeln aus beobachten kann.
          Dieses eignet sich ehr um sich selbst in einen bessere Position zu bringen.. oder um sich zu verpissen.
          Wer schon mal mit einer versucht hat ein fahrendes Fahrzeug zu treffen weiß das der Einsatz sich kaum lohnt. Nur um den rest des Zuges zu retten.
          Ich schätzte das weniger als 1/4 das Ziel überhaupt treffen.. und das mit Erfahrung.
          Da gibt es nur einen ‚Deutschuss‘..

          Das ein Kampfpanzer ohne Unterstützung auf freier Fläche steht weißt darauf hin das es sich um eine Inszinierung handelt.
          Die Gruppe hatte doch auch noch Panzerabwehr waffen bei sich, die sogar geschultert, als Abschuss bereit, mitgeführt wurden.

        • ISKANDER

          Ich denke auch, dass das Video eine Inszenierung gewesen sein muss, zwischenzeitlich mit Filmschnitt, der das Ein- und Aussteigen der Terroristen – Bedienmannschaft ermöglichte.
          Wahrscheinlich war der Panzer erbeutet.
          Nur – ist es sinnhaft, einen erbeuteten Panzer für ein Video zu zerstören?????
          Wohl weniger.
          Es bleibt rätselhaft, doch letztendlich nur ein Steinchen in einem weitaus größerem Mosaik dieses Krieges.
          Kaumi schrieb heute sehr nachvollziehbar, das er den einzelnen Ereignissen weniger Gewicht beizumessen gelernt hat.
          Vielleicht sollten wir dieser Logik folgen.
          Es ist Krieg. Ein Krieg bietet niemals nur Siege und alles andere wäre Wunschdenken. Niederlagen immer wieder, gehören naturgemäß dazu.
          Lass es mich orientalisch verblümt beschreiben:
          Leidet ein Bauer wegen des kranken Olivenbaumes, so braucht er nicht die kranken Blätter abpflücken, die verdorrten Äste absägen, sondern er muss den Wurm finden und ausmerzen, der an der Wurzel nagt.
          Will sagen – Syrien wird den Krieg erst beenden können, wenn es gelingt dem saudisch – wahabitischen Wurm die Ketten anzulegen.
          Dies wiederum können nur diplomatische Hilfen von außerhalb. In der Zwischenzeit muss Syrien klarstellen, das die Pest, die es ereilt hat, ansteckend sein wird und ein Bummerang ist.
          Das ist der Weg zum Frieden, der Weg zum Sieg.

        • Einarr Amça

          Ein erbeuteter Panzer ist erst dan vom Nutzen wenn man sich in der Position befindet diesen auch logistisch zu versorgen.
          D.h. Betriebsstoffe und Munition.. deß weiteren ist solch ein Gefährt nicht viel von Wert wenn die Lufthoheit nicht gesichert ist. Das Koaxial MG hätte man ausbauen können..
          Fragen muß man sich genauso wie in den Kriegen im Kaukassus wer den die „Rebellen“ mit Nachschub versorgt und wie dies Logistisch gelöst worden ist.. es handelt sich ja um viele Tonnen von Kraftstoffen, Munition, Nahrungsmitteln, Verbandsmaterialien und Medikamenten und Wasser – Taglich.. und das seit Jahren.
          Der Saudische Wurm alleine ist das nicht.. da stecken viele Würmer im Baum..
          Wieso ist Syrien so wichtig z.B. für die EU?
          Kann es sein das ein anderes Regime zulassen würde das Gas und Öl durch Piplines an das Mittelmeer gebracht würden? Das sind strategische Rohstoffe die die Verbrauchenden Länder Europas brauchen um nicht komplett von Russland abhängig zu sein – in Zukunft.
          Wenn die USA mal den Seeweg versperren nach Rotterdam gibt es keinen Landweg zum Öl und Gas.
          Deutschland braucht aber solch eine Option in der Zukunft um einen Weltkrieg führen zu können.
          Lybien alleine reicht dabei nicht aus..
          Diese Geostrategischen spielerein deuten auf vorbereitungen auf etwas größeres.. in vielen Jahren.

        • jowi

          Deutschland braucht aber solch eine Option in der Zukunft um einen Weltkrieg führen zu können.

          War das ernst gemeint? Das sind ja Stereotypen!
          In der Schweiz las ich mal, das man bei einem Deutschen nie wisse, ob er einen Weltkrieg anfange, oder einen schlechten Witz erzählen wolle. Wobei letzteres deutlich schlimmer sei.
          In diesem Sinne entscheide ich mich für den schlechten Witz:

          Wann fängt Deutschland den nächsten Weltkrieg an?
          Wenn alle Panzer mit Automatikgetrieben, Zusatzplätzen für Pflegekräfte, Vergrößerungsoptiken und vor allem mit altersgerechten Einstiegen umgerüstet sind.

          Denn ohne die 50+-Generation kommen wir nie auf die nötige Heeresstärke und Kampfroboter können den Menschen noch nicht ersetzen.

          Zur Frage „Warum Syrien für Europa so wichtig ist?“:
          In erster Linie ist das ja ein Stellvertreterkrieg. Statt direkt den Iran anzugreifen, hat sich das USA-Israel-Golfstaatenbündnis zusammen mit anderen NATO-Staaten für diesen Humanressourcen sparenden Stellvertreterkrieg entschieden, da man dachte, Syrien würde schnell fallen. Vielleicht wollte man den Iran auch über diesen Weg in den Konflikt hinein ziehen, denn der Westen versucht ja immer den Schein zu wahren, nicht der Angreifer zu sein.
          Sicherlich spielen aber auch Ressourcen-Fragen eine wichtige Rolle. Nach dem Öl-Zeitalter kommt das Erdgas-Zeitalter und Erdgas transportiert man viel effizienter übers Land, via Pipeline. Vor allem der Türkei unter Erdogan unterstelle ich in der Energie- und Ressourcenfrage die größte Motivation, für ihr Einmischung in Syrien.
          Deutschland traut sich nicht aus dem amerikanisch-israelischen Geleitzug auszubrechen, es ist schlicht nicht souverän. Es könnte hervorragende Geschäfte mit dem Iran machen, wenn man es nur ließe. Die Türkei theoretisch auch, sie müsste sich hierfür aber von ihren Muslimbrüdern (Katar …) befreien.
          Hier sehe ich auch für 2014 die Chance für Syrien: Vielleicht begreifen einige in Israel, dass eine Vernichtung des Irans nicht nur sehr gefährlich und teuer wäre, sondern die wunderbar schwächende Spaltung des islamischen Lagers zugunsten einer klaren sunnitischen Übermacht wenden würde. Langfristig wäre ein atomar bewaffnetes Saudi-Arabien neben Crazy-Pakistan und weiteren immer stärker und radikaler werdenden sunnitischen Partner-Staaten eine viel größere Bedrohung. Insofern könnte sich in den USA und Israel die Erkenntnis durchsetzen, dass ein Kräftegleichgewicht zwischen Schiiten und Sunniten in ihrem Sinne ist. Dazu müsste sie aber auf Assad setzen.

        • Einarr Amça

          Wenn man keine Ahnung hat einfach mal.. genau!
          Erzähl einem ex-millitär nicht wie Wirtschaft und deren Untergebenen in Politik und Militär kicken, ja denken müssen in eier kapitalistischen Welt.

        • jowi

          Ich stehe militärisch stramm und gebe zu, nicht zu wissen wie das Militär kickt!

        • Beinstuhl

          Du bist hier nicht der einzige Ex-Militär, lieber Einarr. Das Militär kann vortrefflich Bobfahren, Biathlon, Schlittschuh, Slalom… aber beim Kicken haben Zivilisten die Nase vorn.

          Zudem finde ich die Analyse von jowi sehr treffend, nicht nur die Punkte die die deutsche Einsatzbereitschaft für einen Weltkrieg betreffen.

        • Einarr Amça

          Liebe Leute, es tut mir furchtbar Leid, wenn ich mit dem halbwissen eines einäugigen unter den vielen blinden hier, die vom sehen schwafeln, einigen auf die Füße trete.
          Nun ist es tatsächlich so das es eine Militärische Notwendigkeit an fossilen Rohstoffen gibt.
          Bataillone, Regimenter und Armeen bewegen sich keinen Kilometer wenn diese mit diesem versorgt werden.
          Es ist also dringend Notwendig diese Rohstoffe zu besitzen.
          Wenn man die zivilen Bedürfnisse doch auf Kohle und Gas umrüsten kann, kann man das bei einem Leopard 2, Leclerc, Puma oder auch bei fliegenden Objekten wie der Rafalle oder dem Tiger nicht.
          Der Durst ist so immens das ganze Nationen sich auf den Peak Oil einstellen.
          China baut eine Hochseeflotte auf um die Strasse von Malakka absichern zu können.. die deutschen setzen auf Bennstoffzellen U-Boote, die natürlich den US Amerikanischen Flugzeugträgerflotten gefährlich werden können.
          Übrigens tut sich doch einiges in dem Politisch Moralischen Zustand der Gesellschaft.
          Vor 20Jahren war man stolz auf die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft-hat aber diesen nach außen hin nicht zur Schau gestellt.
          Es gab ein außenpolitisches Statment-heute sind die deutschen stolz auf ihr Land, wofür dieses steht wissen die meisten nicht mehr.
          Der Griff nach strategischen Zielen war immer schon wichtig.
          So ist verständlich das schon vor dem ersten Weltkrieg die Berlin-Bagdad-Bahn von den deutschen gebaut wurde.
          Mit dieser war es den Osmanischen verbündeten leicht Truppen zu verlegen, und diese zu versorgen.
          Der Suez-Kannal, die Straße von Hormus, Dardanellen und der Bosporus sind weitere wichtige Nadelöhre.

          Der Durst nach Öl kann mann sich vorstellen wenn man sich mal ein paar Tage vor einer der Raffinerien stellt.
          Die LKW’s sind 24Std. im Schichtdienst im Einsatz.
          Mit den deutschen meine ich eigendlich die beiden Länder die in die Lok EU kräftig mit Kohle befeuern.. alle anderen werden als Darsteller mitmachen müssen..
          Wie damals vor Stalingrad auch Rumänische, Ungarische und Italienische Truppen teilnahmen.. übrigens war der Griff auch damals das Öl.. Baku..

          Wie gesagt, wenn hier lieber auf Rechtschreibung Wert gelegt wird anstatt an einer Analyse die Hand und Fuß hat bin ich hier wohl falsch.
          In meinen Jahren in der Armee habe ich an einigen Politischen Seminaren teilgenommen.
          Die USA als Feind in der Zukunft war explizit ein Thema.. die anstehende Euro-Einführung war eine wirschaftliche Kriegserklärung an den Petrodollar.
          Nach der Armee habe ich dann ein paar Jahre in der Ölindustrie gearbeitet und weiß auch so in dieser Hinsicht ein wenig mehr als die Meisten hier.
          Mit den Realitäten zu rechnen ist ratsam.. besser als „ich finde aber…plausibler“.
          Die Herren Imperialisten und deren Lakain spielen mit der Zukunft unserer Kinder..Dabei spielt das Schicksal von den Völkern Jugoslawiens, Syriens und der Ukraine keine Rolle außer die von Bauernopfern.

        • jowi

          In den Sommerferien habe ich das Buch „Europa im Erdölrausch“ von Daniele Ganser gelesen. Du hast in dem Punkt vollkommen Recht: ohne Brennstoff wird ein Großteil der modernen Kriegstechnik zu nutzlosen Immobilie. Was du aber völlig falsch einschätzt ist das Verhältnis Deutschlands zu den Amerikanern, das zeigt doch aktuell das Theater um Chodorkowsij (wie auch immer man den Typen im Westen schreibt). Wir (Deutschland) tun alles um unserem Protektor USA zu gefallen.

          Mit einem deutschen Brennstoffzellen-U-Boot einen amerikanischen Flugzeugträger anzugreifen, das wäre so, als würde eine Ameise zu einem Elefanten sagen: „Komm her, ich erwürge dich!“.

          In einem anderen Blog wurde ein Link zu einem hervorragenden älteren Hintergrund-Artikel gepostet, leider ist der Artikel auf Englisch:
          http://www.atimes.com/atimes/Central_Asia/HJ25Ag01.html
          Deutschland ist und wird keine Supermacht, dazu ist es viel zu klein. Hitler war größenwahnsinnig, deshalb haben wir ja auch den Krieg verloren, der Griff nach Baku ging mächtig in die Hose. Auch die fehlenden Ölressourcen trugen zu der Niederlage bei, keine Frage.
          Leider haben in Deutschland die Atlantiker das Sagen, immerhin Gerhard Schröder hat begriffen, dass ein wirtschaftlich starkes Russland für Deutschland auch große Chancen bietet. Mit Außenminister Steinmeier habe ich Hoffnung, dass er die anglo-amerikanischen Spielchen durchschaut.

  • ISKANDER

    Danke, apxwn für diese mühevolle und explizite Recherche.
    Fakten sind in diesem Dilemma so arg wichtig, weil von den Medien der westlichen Regime praktisch eine totale Informationsblockade über die Bürger verhangen wurde.
    Danke für den wertvollen „Durchbruch“!

  • Schon seit längerem dokumentiere ich die Videos dieser Banditen und hatte mir immer wieder dieselbe Frage gestellt.
    Auch ich bin inzwischen davon überzeugt, dass die Videos hauptsächlich der Kommuniktation dienen und primär an die finanzstarken Geldgeber gerichtet sind. Die Videos der Al-Kaida Abelgergruppen wie ISIS/ISIL oder Jabhat al-Nusra sollen zudem die Gegner einschüchtern, doch das ist nicht ihre primäre Aufgabe.
    Ein relativ neues Video der Banditen. Diesmal im Irak, Menschenverachtung pur: http://www.youtube.com/watch?v=4cPzVLH67Nw

  • XXX

    Nato Verliert geheimen Krieg gegen Syrien
    und die LINKE schweigt dazu

    1. Deutsche Beihilfe (am Krieg in Syrien)
    …. Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine, die vor der Küste des Libanon im Einsatz sind, haben den Schmuggel von Waffen an die Rebellen über die nordlibanesische Hafenstadt Tripoli nicht verhindert. Spionage-Erkenntnisse über die Entwicklung in Syrien wurden unter anderem durch ein Flottendienstboot der deutschen Marine gesammelt, das immer wieder vor der Küste des Landes kreuzte; auch hörten zumindest zeitweise BND-Mitarbeiter auf dem NATO-Stützpunkt bei Adana (Türkei) Telefon und Funk in Syrien ab. Dass die Spionage-Ergebnisse mit NATO-Verbündeten geteilt wurden, die ihrerseits mit Rebellenmilizen kooperierten, ist nie dementiert worden.[8] Darüber hinaus zielten Aktivitäten der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und verschiedener Hilfsorganisationen darauf ab, von Rebellenmilizen kontrollierte Regionen in Nordsyrien so rasch wie möglich aufzubauen – wie es in Berichten hieß, um das Ansehen der Aufständischen in den Augen der Bevölkerung zu stärken.[9] Hinzu kam umfassende politische Unterstützung für die Rebellenmilizen auf internationaler Ebene.
    Das Erstarken der Salafisten
    Dabei kann die immer stärkere Dominanz salafistischer Milizen in Syrien eigentlich nicht überraschen. Schon Anfang 2011, als die ersten Proteste gegen das Assad-Regime begannen, war der Aufschwung des Islamismus in dem Land nicht zu übersehen. Seit Beginn der 2000er Jahre habe besonders Saudi-Arabien seine religiöse Propaganda in Syrien verstärkt, berichtet ein schwedischer Mittelost-Experte: “Von den Golfstaaten finanzierte TV-Satellitensender und das Internet wurden die vorrangigen Lieferanten islamistischer Propaganda”. Um das Jahr 2010 sei der Islamismus, von salafistischen Strömungen Saudi-Arabiens inspiriert, schon sehr einflussreich gewesen. Syrien habe bereits eine erstarkende salafistische Bewegung verzeichnet, als die Proteste und mit ihnen zugleich die Radikalisierung der Gesellschaft begannen.[10] Nicht nur allgemein musste deshalb befürchtet werden, dass gerade salafistische Milizen auf Dauer an Schlagkraft gewinnen; es gab darüber hinaus auch konkrete Warnungen. So rief im Frühjahr 2012 Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Erinnerung, dass Qatar, als es der NATO im Krieg gegen Libyen zur Seite sprang, ganz “gezielt Salafisten und Islamisten unterstützt” habe; die direkte Folge war ein schnelles Erstarken salafistischer Milizen im Land.[11] Steinberg wies darauf hin, dass Deutschland auch im Falle Syriens überaus eng mit Qatar und Saudi-Arabien kooperierte. Dass dort dieselben Konsequenzen zutage treten würden wie in Libyen, lag auf der Hand…

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58762

    2. Syrische Terroristen massakrieren Zivilbevölkerung zu Tausenden
    http://www.liveleak.com/view?i=204_1387281047

    3. Deutsche und Westeuropäische Massenmedien versuchen Massaker von Terroristen in Syrien und Fortschritte der Armee in Aleppo mit Lügenpropaganda zu übertünchen:
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/12/17/massenmedien-versuchen-massaker-von-terroristen-in-syrien-und-fortschritte-der-armee-in-aleppo-mit-lugenpropaganda-zu-ubertunchen/#comments

    • Einarr Amça

      Wieso die Partei „die linke“ schweigt?!
      Tut sie doch gar nicht, sondern nimmt Position für die die Rebellen ein.
      Sie ist eine Partei die alle die im Bundestag sitzen und den deutschen Imperialismus unterstützen.
      http://www.wsws.org/de/articles/2013/09/18/link-s18.html

  • Enis

    Leider ist inzwischen Al Kindi Spital in Aleppo an die Terroristen gefallen!

    • ISKANDER

      Al Kindi: Stockt CANOPUS STAR? Oder ist es ein Phyrrussieg der Terroristen?
      Gott sei mit den überwältigten Verteidigern.

      • kaumi

        Ob es noch „so viele Verteidiger“ vor Ort gegeben hat, ist gar nicht mal klar.
        Das Objekt ist eigentlich auch nicht „in die Hände der Rebellen gefallen“, denn dazu braucht man nach der Einnahme überhaupt noch ein Objekt.
        Den letzten Vorhang leitete eine Aktion der „Söldner“ ein, bei der ein LKW, bis oben hin mit Sprengladung beladen und von einem suizidalen Ork gelenkt, direkt ans Gebäude gefahren wurde und dann den gesamten Komplex in die Luft sprengte. Vom Al Kindi war vorher schon nur noch das Gerippe übrig, nach dieser Detonation dürften maximal noch Rudimente stehen.
        Da die mobile Sprengladung langsam vorfuhr und angesichts der Größe nicht zu übersehen war, stellt sich daher die Frage, wie viele Verteidiger eigentlich noch im Gebäude waren und wenn es noch einige gab, warum der LKW nicht beschoßen wurde…

        Generell habe ich aufgehört kleinere Schlachten und resultierende Siegesmeldungen der einen oder der anderen Seite überzubewerten.
        Die Lage am Boden ist zu kompliziert, als dass die Einnahme eines Gebäudes oder eines regionalen Komplexes eine Änderung der Gemengelage verursachen könnte. Die SAA muß, auf Kosten der eigenen Reihen und zu Gunsten der Zivilbevölkerung, viele (faule) Kompromisse eingehen. Oft einigt man sich mit den Söldnern, die einen Haufen Zivilisten als Schutzschilde halten. darauf, sie aus dem Kessel entfliehen zu lassen wenn sie dafür die Zivilbevölkerung laufen lassen. Dann fallen diese Deppen in voller Mannstärke in das nächste Dorf ein, und alles wiederholt sich von Neuem. Einzige Ausnahme besteht darin, dass sich die Bewohner schon vorher aus dem Staub haben machen können, dann kommen die Panzer und die Luftwaffe.
        Man muss das Schlachtfeld in Gänze im Auge behalten, und dieses gleicht momentan einem Katz` und Mausspiel. Die Söldner massakrieren hier und da, wohlwissend, dass die SAA in bewohnten Gebieten nicht kann wie sie will, und die SAA verfolgt die Orks und wartet darauf, sie „nackt“ zu erwischen.

        • Michael

          Die Typen haben das ganze mit dem LKW-Selbstmordanschlag gefilmt und ins Netz gesetzt. Hier könnt ihr es euch anschauen, ohne damit indirekt dem YouTube Kanal eines der Banditen zu mehr Aufrufen zu verhelfen. Ich dokumentiere deren „Heldentaten“ soweit möglich.
          Das Video ist mit einer Alterbeschränkung versehen und kann erst nach dem Einloggen (Alterbestätigung) bei YouTube angesehen werden.

        • Michael

          Edit: Trotz Alterbeschränkung lässt sich das Video hier einbetten. Das ist bestimmt eine neue Funktion von YT und war mir nicht bewußt. Daher bitte ich um die Löschung des Links.

        • jowi

          So schlimm ist das Video nicht, da aus größerer Entfernung gedreht.
          Warum sollte man es entfernen?

        • Michael

          Von mir aus kann es stehenbleiben. Will nur nicht, dass sich aus dem verlinkten Video irgendwelche Unannehmlichkeiten für den Blogbetreiber ergeben. Gruß, Michaeal

  • Reinhard

    Trotzdem habe ich im Augenblick das Gefühl, dass es für einen umfassenden Sieg Assads nicht reichen wird. Ihm fehlen einfach Soldaten. Das Land ist groß und ausgeblutet und alles zu halten was man befreit hat, scheint nicht möglich zu sein. Man muss ihnen den Geldhahn zudrehen und dafür braucht man die Amis – mal sehen…

    • kaumi

      So ist es, Reinhard. Einen „umfassenden Sieg“ Assads, im Sinne von kompletter Befriedung und Wiederherstellung von Recht und Ordnung im gesamten Staatsgebiet wird es so nicht geben. Syrien ist eine Art Boiler für Kampfhandlungen geworden, ein Ort, an dem sich Todessehnsucht, Kriminalität, Debilität und Scheinreligiösität sammelt, reingedrückt aus allen umliegenden und ferneren Ländern. Schafft man es nicht, die Zuleitungen zu kappen, wird sich der Boiler nicht regeln lassen.

  • Herbert

    Der syrische Staat, wie er jetzt existiert kann auch überleben, wenn ausländische Hilfe (Waffentechnik und Soldaten) in mindestens derselben Größenordnung nach Syrien kommt, mit der Saudiarabien, Katar, Türkei, Israel und die restlichen Konsorten diese Islamisten unterstützen.
    Kann dann ähnlich abgehen, wie die UN-NATO in Libyen die „Flugverbotszone“ durchgesetzt hat. Also massenhaft Bomben aus der Luft auf die Islamisten abwerfen, bis keiner von denen mehr den Kopf hebt oder Lust auf Nachschlag hat. ;-)
    Frühestens dann kommen die Bodentruppen oder UN-Soldaten.
    Ist bloß die Frage, wie lange die UNO noch ruhig gestellt werden kann, bis die Verbrechen der FSA, Al Nusra und Islamistenfront dann offen zur Sprache kommen und ein Mandat ausgestellt wird.

    • Beinstuhl

      Ich nehme an, dass so ähnlich die Ideen waren. Ich nehme weiter an, dass so etwas bei Genf II auch unter dem Tisch besprochen wird. Als Vorbedingung wird die „UNO“ aber den Rücktritt des Präsidenten stellen – auch um ihr Gesicht zu wahren.

      • Ich nehme wiederum an, dass in / vor „Genf-II“ so ziemlich alles „unter dem Tisch“ besprochen wird, denn die Konferenz wird allein aufgrund der Menge an teilnehmenden Staaten gar nicht arbeitsfähig sein. Das allermeiste wird vorher oder im Kontext des Treffens auf den Fluren besprochen und beschlossen werden, und dann lediglich als „Durchbruch“ serviert werden – genau wie der „Durchbruch“ mit dem Chemiewaffendeal oder der „Durchbruch“ mit dem Iran.

        Was Genf-II allerdings implizit bewirken kann, ist eine völkerrechtliche Legitimierung von z.B. iranischer Militärhilfe. Wenn eine wie auch immer geartete Regierung die „Oppositionellen“ einschließt, werden auch die gegen die islamistischen Banden agieren müssen. Genf-II emfpinden viele als Formsache oder sogar als unnötig, aber es wird seine Effekte haben (abgeshen davon, dass ein Machtpoker sicher noch Genf-III und auch -IV zur Folge haben wird).

        • Jones2theBones

          Natürlich.
          War ja ein Stück weit schon bei den Verhandlungen mit dem Iran so.
          Sowohl auf amerikanischer, als auch auf Iranischer (dort sowieso) war man an einer Lösung interessiert und deswegen wurde die Konferenz überhaupt ins Leben gerufen. Ihr Ausgang stand also von vornherein fest.

          Aus dem gleichen Grund wurde Genf 2 von Anfang an immer wieder verschoben, und kann und konnte nicht stattfinden, bis der Westen verloren hat.
          Den bei erfolgreichen Rebellen hätten weder die legitime syrische Regierung, noch die Russen, noch sonst jemand überhaupt etwas zu bieten, dass die Agressoren an einer Verhandlungslösung Interesse hätten.

          Deshalb ist Enis‘ ablehnende Haltung gegen Genf 2 ja auch so töricht.

          Wenn Genf 2 kommt, dann wird sie der in Schrift festgehaltene Sieg Assads sein, der im Gegenzug für die Westpropaganda Scheinzugeständnisse machen würde.
          Beispielsweise „demokratische“ Reformen, die doch in weiten Teilen stattgefunden haben und die ebenfalls bereits realisierte Reigerung der nationalen Einheit.
          Auch deshalb ist bei der Konferenz ein wenig Eile geboten, dass sie vor der Präsidentschaftswahl stattfinden sollte.
          Spiegel & Co. könnten dann die Wahl, obschon Assad dort der Sieg schon sicher wäre, dann als Sieg der „Demokratie“ und vor allem der westlichen Wertegemeinschaft feiern.
          Die Entscheidungen werden dabei von den relevanten Playern gefällt, der Rest ist zum Abnicken da und ist in dieser Funktion auch vor allem von den Russen erwünscht.
          Jede unterzeichnende Institution verleiht dem Dokument mehr Gewicht, da sie sich mit der eigenen Autorität dafür verbürgt.
          Sprich: Es wird für die Agressoren dadurch schwerer, diesen Vertrag zu brechen, dass auf einmal weitaus mehr Akteure involviert sind.
          Ein weiterer Faktor ist der Wiederaufbau, wo japanisches Geld ebenso nützlich wie russisches ist.