Jahresrückblick 2013: Syrien

Auf Itar-tass.com erscheinen dieser Tage Jahresrückblicke über die Entwicklung in verschiedenen Regionen und Ländern der Erde, ein Teil derer für hier recht interessant ist. Sie eignen sich gut als kompakte Betrachtungen und damit auch Einführungen in das Thema aus einer Sicht von jenseits des medialen “Eisernen Vorhangs”. Ein paar Prognosen für die kommende Zeit gibt es auch, so dass das im Allgemeinen recht interessant ist. Es geht los mit Syrien, und – je nach Zeit und Gelegenheit – kommen noch weitere Länder des Nahen und Mittleren Ostens vor das geistige Auge des geneigten Lesers. -apxwn


Das scheidende Jahr 2013 begann in Syrien mit einer Entscheidung zwischen zwei möglichen Varianten der Beendigung des Krieges, und beide Varianten waren schlecht. Nachdem die “Opposition” und die Dschihadisten zum November 2012 allein in der Gegend von Damaskus eine Gruppierung von zwischen 15 und 20 Tausend angesammelt, den Norden des Landes besetzt hatten und sich entlang des Euphrat in Richtung der irakischen Grenze bewegten, gingen sie davon aus, dass das bevorstehende Jahr 2013 für sie zum Jahr ihres Triumphs wird. Die einzige, recht schwache Alternative zu diesem Szenario wäre ein Rücktritt Assads und sein Rückzug in die alawitischen Enklaven an der Küste – allerdings würde das Unvermeidliche dadurch nur hinausgezögert.

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Foto: EPA / ITAR-TASS

Die noch 2012 von der Regierung und der Armee verfolgte Strategie eines Haltens von Territorium erwies sich als katastrophaler Fehlgriff. Denn sie führte zu einem “Breitziehen” der Armee über das Land, während die von den Rebellen ständig gekappten Versorgungswege es verhinderten, Reserven zu verlagern, operativ auf lokale Eskalationen zu reagieren und eine Versorgung von Armee wie Bevölkerung nachhaltig aufrecht zu erhalten. Ein Festhalten an dieser Strategie führte offensichtlich zum Niedergang.

Ende des Herbstes 2012 hat das syrische Militärkommando die in dieser Lage einzig richtige Entscheidung getroffen: die gescheiterte Strategie wurde aufgegeben und durch eine andere ersetzt, durch die der Krieg zwar in die Länge gezogen würde, aber dabei Chancen barg, dabei nicht unterzugehen. Zur vordergründigen Aufgabe der Armee wurde die Vernichtung von Massen an Rebellenbanden, und zwar in einem Ausmaß, das deren permanente personelle Aufstockung von außerhalb übersteigt. Nichts als die Umsetzung der Schulaufgabe mit dem Wasserbecken und den zwei Rohren, nur das in diesem Falle das Schicksal eines ganzen Landes von der richtigen Antwort darauf abhing.

Eine katastrophale Fehlentscheidung der Regierung und der Armee war 2012 die Strategie des Haltens von möglichst viel Territorium

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Foto: Andrej Filatow / ANNA-News

Der seit November 2012 laufende Gegenangriff der Armee in der Provinz Damaskus war also auch darauf angelegt, die personellen Ressourcen des Gegners im Häuserkampf zu zermahlen und dabei selbst nur minimale Verluste hinnehmen zu müssen. Die Vororte der 5-Millionen-Stadt Damaskus wurden, bedingt gesprochen, zu “Stalingrad” – das war der Preis für die vergangenen Fehler und Fehleinschätzungen der Lage. Das erste halbe Jahr mit dieser neuen Strategie gab noch keine spürbaren Resultate, allerdings wurde schon in den ersten Monaten offensichtlich, dass sie richtig gewählt worden war. Die täglichen Verluste der Terrorbrigaden stiegen landesweit auf 300-400 Mann, an einzelnen Tagen fast schon auf Tausend Getötete und Verletzte. Sofort kam es zu einer Lage, in der die schlechte Organisation der halb guerillamäßig, halb banditisch agierenden Gruppierungen zugunsten der syrischen Armee zum Tragen kam. Während nämlich im Gefecht verwundete Armeeanghörige innerhalb von einer halben Stunde in Krankenhäusern versorgt werden konnten, so ließ die schwache bzw. praktisch fehlende Funktion von Versorgungsstrukturen im Hinterland der Rebellen ihren Verwundeten kaum Überlebenschancen. Das bei Militäroperationen klassische Verhältnis von 1:3 bei Getöteten zu Verwundeten schwenkte bei den Gegnern Assads merklich in Richtung der ersteren.

Ebenso erklärt sich auch der kaum wahrnehmbare Einsatz von Panzertechnik und Artillerie durch die Rebellen. Selbst wenn es ihnen gelang, solche Waffen zu kapern, waren sie nicht dazu in der Lage, eine kontinuierliche Versorgung, Reparaturen, Ersatzteil- und Treibstofflieferungen zu organisieren, oder auch nur ein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen der erbeuteten Militärtechnik und ihrer Infanterie zustande zu bringen. Der überwiegende Großteil der durch die Rebellen aufgebrachten schweren Waffentechnik wurde folglich auch im “Einwegverfahren” eingesetzt: bis zum ersten Schaden, bis zum Aufbrauchen der Munition oder des Treibstoffs.

Krieg führen weniger Menschen und Waffentechnik, sondern vielmehr Organisationsstrukturen

Es gibt eine Regel: Krieg führen weniger Menschen und Waffentechnik, sondern vielmehr Organisationsstrukturen. Indem die syrische Regierung den Krieg in eine sich hinziehende Phase brachte, nahm sie bewußt das Ausbluten des Landes in Kauf, konnte dabei allerdings gegen Mitte des Jahres 2013 die Lage zu eigenen Gunsten umbrechen, und zwar gerade aufgrund der besseren Organisation und der Möglichkeiten der staatlichen und militärischen Strukturen.

Die Sponsoren der Rebellenbanden sahen dieses Schlüsselproblem natürlich voraus, wodurch man auch die ständigen Versuche erklären kann, ein einheitliches Militärkommando der Opposition zu etablieren, um die Auseinandersetzung auf das Niveau eines Krieges zwischen Organisationen zu heben. Alledings ist es letztlich nicht gelungen, dieses Ansinnen umzusetzen, ganz ungeachtet der freigebigen Finanzierung, der Lieferungen an Waffen und Militärtechnik, vor allem aber auch des Zustroms von Humanressourcen aus der gesamten Region Nahost. Im Jahre 2013 festigte sich eine neue und in vielerlei Hinsicht bedrohliche Tendenz – unter den Rebellenbanden agierten immer häufiger Söldner aus nichtarabischen Ländern. Europa, Zentralasien, Russland, selbst das Uigurische Autonome Gebiet Xinjang oder Exoten wie Australien wurden zu Lieferanten von Humanressourcen für die Gegner Assads, womit der Konflikt endgültig die Ähnlichkeit mit einem Bürgerkrieg verlor und zu einer unverkennbaren Intervention aus über 40 Ländern in Syrien wurde.

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Jaish al-Muhajireen wal-Ansar, die “Auswandererbrigade” in Syrien

Eine solche Transformation musste die Essenz des syrischen Kriegs verändern. Spätestens Mitte 2013 bekam er deutlich dschihadistische Züge, denn keine andere Idee als allein der Dschihad war noch dazu in der Lage, den vollkommen verschiedenartigen Charakter der aus vielen, vollkommen unterschiedlichen Ländern der halben Welt zusammengekommenen “Revolutionäre” einen. Der Westen, welcher mit einem schnellen Sieg der Opposition gerechnet hat, konnte den Widerstand der syrischen Regierung nicht brechen und sah sich schließlich mit einer Situation konfrontiert, in welcher er zwischen einer Unterstützung unverhohlener Terroristen und einem Ende seines Krieges gegen die ihm verhasste Assad-Regierung wählen musste.

Diese Entwicklung hatten noch Anfang des Jahres ranghohe russische Diplomaten und die russische Regierung vorausgesagt. Die russische Führung hat im Angesicht der enormen Gefahr, eine von ihren Ausmaßen her riesige Terroristen-Enklave in der Nähe der russischen Grenzen vorgesetzt zu bekommen, und das zusätzlich zu den Risiken, die nach einem Abzug der NATO aus Afghanistan absehbar sind, sich hart und unnachgiebig dafür eingesetzt, der syrischen Regierung das Recht auf bewaffneten Widerstand gegen die Intervention zu belassen, indem sie es konsequent verhinderte, den Konflikt durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu institutionalisieren. Die Erfahrung in Libyen hat gezeigt, dass die Aggressoren nur darauf warten, irgend eine beliebige juristische Handhabe zu bekommen, um damit ihre eigenen Aufgabenstellungen anzugehen.

Die Beharrlichkeit der syrischen Führung und der Umbruch im Krieg führten dazu, dass im August 2013 offensichtlich wurde – die Gefahr einer militärischen Intervention ist vorüber. Es ist auch zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh dafür, von einem Sieg zu sprechen, allerdings hat der Westen begriffen, dass es nicht möglich sein wird, das von ihm geforderte Ergebnis auf militärischem Wege zu erreichen. Diplomatische Beilegung und die Fixierung der vorläufigen Ergebnisse des Krieges kamen auf die Tagesordnung.

Das Problem des Westens und der USA besteht in erster Linie darin, dass die bisherige Strategie, welche sich auf eine Unterstützung gemäßigter Islamisten als einer Kraft stützte, welche das Kräfteverhältnis in einer Region verschieben kann, sich nicht ausgezahlt hat. Das Fiasko der “Moslembrüder” in Ägypten, in Tunesien und Libyen, die Verschärfung der innenpolitischen Situation in der Türkei und vor allem die Radikalisierung der islamistischen Gruppierungen sowie das enorm angestiegene militärische Potential der Terrororganisationen, die ideell und organisatorisch der Al-Kaida nahestehen, führten dazu, dass Präsident Obama seine zweite Amtszeit mit einer kompletten Neuordnung seiner Nahost-Politik beginnen musste. Fast unmittelbar nach dem Mord des US-Botschaters Stevens in Bengasi kam die Normalisierung der Beziehungen zum Iran sowie die Übertragung einer “Wächterfunktion” in der Region auf dieses Land auf die Tagesordnung.

US_obama_syria_chess_map_66-300x229Die sich für die Vereinigten Staaten ständig schwieriger gestaltende Lage im Asiatisch-Pazifischen Raum fordert von den USA einen Abzug von Kräften aus dem Nahen Osten und ihre Verfügbarkeit für den Beginn eines langwierigen und schwierigen globalen Spiels, das gegen China gerichtet ist. In diesem Sinne spielt die ständige Präsenz der USA in der Region gegen sie selbst.

Allerdings wirft der Weggang der Vereinigten Staaten aus der Nahost-Region vor ihren Alliierten, in erster Linie vor den arabischen Monarchien, das Problem auf, dass diese sich fortan selbst um ihre Sicherheit kümmern müssen, welche bis dato durch die Militärpräsenz der USA gegeben war. Die Übertragung der Befugnisse an den neuen “Wachhund der Region”, den Iran, hatte durchaus vorhersehbaren Widerstand von Seiten der Golfmonarchien zufolge, ebenso natürlich den Widerstand rechter Kreise in Israel und der jeweils dahinterstehenden Elitengruppierungen in Amerika und Europa.

Zur Kulmination gelangte dieser Widerstand während der Provokation mit der Anwendung chemischer Waffen Ende August in Ost-Ghouta. Strenggenommen wurden inzwischen 5 solche Chemiewaffenangriffe fixiert, wobei der Westen die Untersuchung der Einzelheiten dieser Angriffe auf alle erdenkliche Art und Weise zu behindern suchte, vor allem, wer denn nun dafür verantwortlich sei. Obama hatte durchaus unvorsichtig und in rein medialer Absicht davon gesprochen, dass eine Anwendung chemischer Waffen durch die syrische Regierung unzulässig sei, es handele sich dabei um eine “rote Linie”, die – wenn überschritten – eine militärische Einmischung der USA auch ohne formales Mandat des UN-Sicherheitsrats zur Folge hätte. Genau diese unvorsichtigen Äußerungen wurden von den Provokateuren ausgenutzt, so dass Obama, für sich selbst unerwartet, vor der Notwendigkeit eines direkten Eingreifens in den Krieg stand.

Ein Eingreifen der USA in den Krieg hätte jegliche Absprachen mit dem Iran zunichte gemacht

Es ist fast überflüssig anzumerken, dass ein Eingreifen der USA in den Krieg jegliche Absprachen mit dem Iran zunichte gemacht hätte. Dort war inzwischen der Reformator Rohani Präsident geworden, der sich sofort daran machte, Positionen mit den USA anzunähern. Ein Widerstand von Seiten ultrakonservativer Gruppen unter den iranischen Eliten hätte ihn der Möglichkeit beraubt, weitere Versuche einer Deeskalation des Verhältnisses zu Amerika zu unternehmen, hätten die Staaten sich einmal militärisch in den Syrienkrieg eingemischt.

Kräfte der möglichen Angreifer auf Syrien

Eine weitere Gefahr bei einem möglichen Militärschlag gegen Syrien stellte die Möglichkeit eines direkten Zusammenstoßes mit der russischen Kriegsmarine dar, die vor der syrischen Küste eine recht beachtliche Flottille aufgebaut hatte. Rein formal hatte Russland es nicht vor, sich irgendwie in die Aktionen der USA einzumischen, allerdings hätte die Unvorhersehbarkeit der Entwicklung vor Ort durchaus zu einem vollwertigen Konflikt führen können. Die Israelis, welche ganz bewußt im Seegebiet der US-amerikanischen und russischen Flottenkonzentration Übungsraketen abgeschossen hatten, haben aufgezeigt, dass Provokationen möglich waren und dazu führen könnten, dass die Konfrontation in eine beliebig heiße Phase katapultiert wird.

Die Krise wurde schließlich durch die russische Initiative beigelegt, die den Vorschlag enthielt, das syrische Chemiewaffenarsenal zu liquidieren. Dieser Ausweg aus der brenzligen Situation wurde von der US-amerikanischen Administration mit spürbarer Erleichterung angenommen, so dass diese selbst die Versuche der eigenen pro-israelischen und pro-saudischen Lobby unterband, diesen Vorschlag abzuschmettern.

Nichtsdestotrotz hat die Provokation von Ost-Ghouta die Konfrontation zwischen Obama und seinen Gegnern in den Eliten der USA und Nahost auf eine neue Ebene gehoben. Da die US-amerikanische Administration es verhindern wollte, dass ihre Gegner die Initiative bekommen, forcierte sie den erfolgreichen Abschluss der Genfer Verhandlungen im Bereich der bis dahin als “verfahren” geltenden Atomgespräche mit dem Iran, und setzte gleichzeitig alles daran, dass die da noch rein theoretische bevorstehende Konferenz zur friedlichen Beilegung in Syrien auf eine praktische Ebene rückte. In diesem Sinne kann man die Aktionen der US-amerikanischen und der russischen Regierung als Kooperation in allen Schlüsselfragen betrachten.

Der bewaffnete Konflikt in Syrien ist noch weit von seinem Ende entfernt. Selbst wenn die Konferenz in Genf erfolgreich ist und mit einer gemeinsamen Unterzeichnung von Dokumenten ausgeht – es gibt dazu den russischen Vorschlag, das durch eine eigene UNSC-Resolution zu fixieren -, wird das höchstwahrscheinlich kaum Auswirkungen auf den Krieg an sich haben. Die Dschihadisten haben, da sie in den sunnitischen Gebieten im Irak und in Syrien fest im Sattel sitzen, bereits de facto eine bedeutende Enklave im Norden und Osten Syriens geschaffen, ebenso im Westen und Süden des Irak.

Ungeachtet der schweren Verluste in den Bereichen Wirtschaft, Wohnraum, Industriepotential, ungeachtet des Verlusts von Teilen des Staatsgebiets und des massenweisen Abzugs von Flüchtlingen, hat Syrien standgehalten

Die weitere Entwicklung kann nach einem von zwei eher wahrscheinlichen Szenarien ablaufen. Die erste Variante wäre die Fortsetzung eines erbitterten Krieges gegen die Dschihadisten, allerdings wäre nunmehr das Recht Syriens auf territoriale Integrität in den Ergebnissen einer internationalen Konferenz verbürgt, und die förmliche internationale Legitimierung der syrischen Regierung erfolgte durch die Einsetzung einer Koalitionsregierung und durch die 2014 abzuhaltenden Präsidentschaftswahlen. Möglich, dass es auch zu Parlamentswahlen kommt. Im Szenario dieser Variante werden der Iran und der Irak mit tatkräftiger Unterstützung Russlands alles dafür tun, dass Syrien jedwede militärische und technische Unterstützung für die Liquidierung der Terrorenklave erfährt.

Die zweite Variante: Al-Kaida setzt sich mit an den Verhandlungstisch und bewirkt eine Fixierung des jetzigen militärischen Zustands, bekommt damit das Recht auf Schaffung eines fundamentalistischen Staatsgebildes auf den sunnitischen Gebieten des Irak und Syriens. Bei aller Unwahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios muss es mit in Betracht gezogen werden: Syrien ist ausgeblutet, der Iran bekommt gerade erst die ersten Dividenden durch den Fall der Sanktionen, und die Lage im Irak unterscheidet sich kaum von der in Syrien, mit dem Unterschied, dass sie weniger medial präsent ist. Auch die Al-Kaida ist ziemlich dezimiert und braucht eine Atempause und Aufbau durch die “Kriegspartei” in Saudi-Arabien, aber, was noch wichtiger ist, ein bedeutender Teil der Dschihadisten wird im kommenden Jahr voraussichtlich nach Afghanistan geworfen werden, wo der Abzug der NATO dazu führen kann, dass die “Taliban” verstärkt gegen die Regierung Hamid Karzai vorgehen. Es ist also nicht auszuschließen, dass eine Atempause für beide Seiten des Konflikts wünschenswert erscheint. Wenn das zutrifft, so wird der bewaffnete Konflikt in Syrien für eine gewisse Zeit in die Phase von Anti-Terror-Maßnahmen auf den “dschihadistenfreien” Gebieten und Grenzscharmützeln zwischen den Gebieten der Al-Kaida und den Regierungstruppen übergehen.

Nichtsdestotrotz wäre eine solche Variante auch nur temporär und palliativ. Ein zweiter Krieg würde in einem solchen Fall unabwendbar, was die Lage erneut zur ersten Variante möglicher Entwicklungen bringt. Über die Länge einer solchen Atempause kann man dabei lediglich spekulieren – ein halbes oder ein ganzes Jahr, oder mehrere Jahre.

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Foto: Andrej Filatow / ANNA-News

Wie dem auch sei, das vergangene Jahr kann man als für die syrische Regierung erfolgreich werten. Ungeachtet der schweren Verluste in den Bereichen Wirtschaft, Wohnraum, Industriepotential, ungeachtet des Verlusts von Teilen des Staatsgebiets und des massenweisen Abzugs von Flüchtlingen, hat Syrien standgehalten.

Syrien hat es geschafft, einen Zerfall und einen vollkommen unausweichlichen Genozid und damit neue, Millionen starke Flüchtlingsströme zu vermeiden. Auch für die anderen Länder in Nahost kann man die Entwicklung der Lage insgesamt als positiv einschätzen. Die Gefahr einer sich um Syrien entwickelnded massiven humanitären Katastrophe kann man als gebannt betrachten. Sicherlich stellt eine solche Entwicklung des Konflikts für bestimmte Kräfte und Kreise eine Niederlage dar; sie werden das wohl kaum kommentarlos hinnehmen, aber das ist dann bereits Gegenstand einer gesonderten Betrachtung.

Quelle: www.itar-tass.com

 

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  • El Mocho

    Trotzdem befindet sich Syrien, mit der Abrüstung seiner Chemiewaffen, gegenüber Israel nun im Nachteil. Habe ja nichts gegen die Abrüstung von Massenvernichtungswaffen, aber wenn dies schon stattfinden soll, dann weltweit – und dies natürlich unter Einbeziehung der USA und Israel.

  • Nobilitatis

    Vielen Dank fürs Teilen!

    Die zweite Variante existiert nur theoretisch.
    Argument 1: Niemand wird sich mit al Qaida an den Verhandlungstisch setzen.
    Argument 2: Das Islamisten-Problem verschärft sich gerade im Libanon, Hisbollah wird extrem unter Druck gesetzt, man kauft sich das Wohlwollen der Regierungsstreitkräfte. Der Irak muss endlich Maßnahmen ergreifen, um seine (besonders die schiitische) Bevölkerung zu schützen. Die gesamte Region brennt. (Was ist eigentlich in Jordanien los?)
    Argument 3: Die im Schatten haben gerade nicht das Interesse, die Jihadis wieder nach Afghanistan umzuleiten. Die wollen eine weitgehende Vernichtung dieses Potentials ohne eigene Anstrengungen.
    Argument 4: Ein staatenähnliches islamistisches Gebilde verstößt gegen die Interessen aller staatlichen Akteure, einschließlich der Saudis. Die können sich keine Konkurrenz erlauben, die der “bessere Islam” sein möchte, und die Umma als Staat umsetzen möchte.

  • TomGard

    Ungeachtet der schweren Verluste in den Bereichen Wirtschaft, Wohnraum, Industriepotential, ungeachtet des Verlusts von Teilen des Staatsgebiets und des massenweisen Abzugs von Flüchtlingen, hat Syrien standgehalten

    Wenn man diesen Satz um die konkreten Angaben zu territorialen Verlusten ergänzt, was ist dann “Syrien”, frage ich.
    Dabei sind die Angaben nicht vollständig. Die Orontes – Ebene und die Verbindung Aleppo, Hama, Rastan, Homs ist nach wie vor Bandenland. Territorial ist “Syrien” im vorliegenden Satz, ein wenig boshaft gesagt, auf die Hauptstadt geschrumpft, zuzüglich der Damaszener Lebenslinie zu den Küstenstädten, die nur unter maßgeblicher Mitwirkung der Hisbollah einigermaßen gesichert werden konnte. Es gäbe demnach ein “Alavitistan”, das “Damaskus” noch als ein Symbol für die ursprüngliche syrische Territorialität halten darf, weil Obama und Putin das aus opportunistischen Motiven so ausgekaspert haben.

    Konsequenterweis hat ein russisches Explorationskonsortium vor wenigen Tagen einen “Vertrag” mit diesem “Syrien” geschlossen, das den ehemaligen PSA-Aggreements von Shell und BP in Russland gleicht, wie ein Ei dem anderen – die Öl- und Gasvoräte Alavitistans wechselten prakisch in russische Hand.

    Unter diesen Voraussetzungen kann es in “Genf II”, wenn es den stattfindet, um nichts anderes gehen, als “Damaskus” unter militärischer Sicherung der ökonomischen Lebenslinie nach Alavitistan an ein von Obama und Putin gemeinsam betreutes politisches Konsortium abzutreten, also zu internationalisieren, und zwar zu dem im Text des Eintrages genannten Zweck: Ein Stützpunktregime gegen den “Terrorismus” zu errichten, von dem aus insbesondere das Euphrat-Land dauerhaft beunruhigt und daher zumindest bedingt beherrscht werden kann. In gewisser Weise steht da eine “Israelisierung” Damaskus an (ein künftiger Kettenhund des Imperiums), ein Regime, das in der Vergangenheit viele gern in Jerusalem eingerichtet hätten – gegen den Widerstand der Zionisten, wohlgemerkt, damit hier keine falschen Schlüsse aufkommen …

    Diese Diagnose ist in der TASS’schen Darstellung auch unmittelbar erkennbar, nämlich daran, daß sie die syrische Bevölkerung in Gänze als Kanonenfutter einer nationalen Selbstbehauptung behandelt, die keine ist, sondern eine Teilerhaltung administrativer Strukturen auf syrischem Staatsgebiet, die einem künftigen imperialen Regime zustatten kommt, genau so – wenn auch auf einem etwas anderen Wege erzielt – wie das vom USIP und seinen deutschen Parteigängern im Projekt “The Day After” vorgesehen war.
    Dies internationale Regime darf “syrische” Farben haben, sofern ein Wahlvolk von 2014 oder ’15 darauf bestehen mag, ansonsten bleibt die syrische Fahne, was sie schon ist: erweiterte Regimentsstandarte des syrischen Militärs, das langsam aber sicher zermahlen wird. Auch “in diesem Sinne” sind dann “die Aktionen der US-amerikanischen und der russischen Regierung als Kooperation in allen Schlüsselfragen [zu] betrachten” (Artikel): Das (reaktionäre) syrische Militär wird ausgeblutet, um den Resten einen Söldnerstatus einzuräumen, an dem konsequenterweise auch die USA zu beteiligen wären, nicht nur Russland, wie es der Artikel vorstellen mag:
    “Im Szenario dieser Variante werden der Iran und der Irak mit tatkräftiger Unterstützung Russlands alles dafür tun, dass Syrien jedwede militärische und technische Unterstützung für die Liquidierung der Terrorenklave erfährt.”.

    Und die syrische Bevölkerung wäre dann über diesen Weg endgültig gezwungen, das imperiale Terrorregime in der obigen Variante als “Befriedung” und “Ausweg” zu begrüßen.

    Dankeschön.
    .

    • Enis

      Tom,
      Alte Schule. Wie soll die Theorie Alevistans funktionieren, wenn die Bevölkerung dieses Alevistans mit den Flüchtlingen aus dem Rest des Landes unterdessen eine sunnitische Mehrheit hat?

      Wieso nimmt dieses angebliche alawitische Imamat soviele Flüchtlinge auf? Weil sie einfach gute syrische Patrioten sind und das eben nicht so ansehen wie die Besserwisser aus dem Ausland?

      Wieso sind die Hochburgen der islamisch-konservativen Ansichten Hama und Idled in der Hand der Regierung?

      Wieso kämpft die SAA mit hohem Blutzoll in Aleppo, Deirezzor, Idleb-Umland und Deraa wo die einzelnen alawitischen und christlichen Dörfer ohnehin dem Boden gleich gemacht wurden?

      Der Ölvertrag mit Russland ist nur ein Beweis dafür, dass die Russen am Besten informiert sind was auf dem Feld geschieht.

      Ist das Glas halb voll oder halb leer? Wenn man bedenkt, dass Syrien seit 3 Jahren mit grösstem Druck auf politischer, wirtschaflicher und bewaffneter Ebene zu kämpfen hat, dann ist das Glas halb voll!

      In Afghanistan und Irak ist der Terror trotz Nato und USA noch nicht vorbei, so kann man doch von der SAA alleine nicht erwarten, dass sie die ganze Fläche Syriens kontrollieren kann! Es geht einzig darum dem Terrorismus das Rückgrat zu brechen. Da ist die SAA auf langsamen aber gutem Weg!

      Alles Gute allen für das neue Jahr!

      Ehre gilt den Helden der SAA, dem standhaften syrischen Volk und seinem grossartigen Präsidenten!

      • Nobilitatis

        Die Darstellung von TG ist falsch. Es gibt kein Rebellenterritorium mit einer proto-Staatlichkeit. Es gibt gar nichts außer einem enormen Druck auf die staatliche Macht Syriens. Sobald dieser aus dem Ausland kommende Druck nachlässt, fällt die Islamistenmacht in sich zusammen. Sie haben es nicht geschafft, Syrien ist immer noch da und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der letzte Ork ins Paradies einzieht.

        • TomGard

          Nobilitatis,

          “Die Darstellung von TG ist falsch. Es gibt kein Rebellenterritorium mit einer proto-Staatlichkeit.”

          Wo hätte ich das behauptet? Nirgends. Gleich wieder das Stänkern anfangen?

        • Nobilitatis

          “Territorial ist “Syrien” im vorliegenden Satz, ein wenig boshaft gesagt, auf die Hauptstadt geschrumpft, zuzüglich der Damaszener Lebenslinie zu den Küstenstädten” haben Sie behauptet. Das wäre nur dann relevant, wenn es ein Rebellenterritorium als Gegengewicht gäbe. Diese Argumentationslinie liest man immer wieder in rebellenfreundlichen westlichen Medien, es fehlt eben nur die Gegenprobe, um da Argument valide zu machen. Gegen die syrische Regierung steht allein das Chaos und das hat keinen Bestand. Danach kommt dann auch für Syrien ein “auferstanden aus Ruinen”, das ist für mich sicher.

        • Jones2theBones

          Wie Roman in diesem Artikel hier richtig vermerkt, zeichnen sich Kriege durch das Halten strategisch relevanter Punkte, nicht durch das Halten von Territorium aus. Und der Strategiewechsel der syrischen Arabischen Armee markiert auch genau die Anerkennung des Krieges als solchen.

          Tomgards Argumentation zeichnet sich jedoch durch eine Einseitigkeit aus. Will man die Regierungspräsenz allein an den Stellungen der Armeen festmachen, so kann man für die Gegner gleiches tun, eine zum besseren Verständnis flächenmäßig rot-grün gefärbte Landkarte würde vor allem in den ländlichen Gebieten größtenteils weiß werden, mit einer Unzahl äußerst kleiner roter und grüner Punkte.
          Was gilt aber für den Rest des Landes?
          Wo die zivilen staatlichen Strukturen nicht durch Mörderbanden gemäß des Handbuches “Psychological Operations in Guerrilla Warfare” ausgeschaltet werden (und das passiert sowohl in von Regierungstruppen, als auch von Banditen gehaltenem Gebiet), geht das Leben weiter.
          Ich erinnere mich an einen Artikel von vor einem Jahr, der entweder bei AlJazeera, oder aber AlArabiya erschien, der eingestand dass Behörden sowie diverse Sozialleistungen in von Rebellen gehaltenem Gebiet weiterhin von der Regierung bezahlt werden würden.

        • Apropos grün-rot gefärbte Landkarte: “Cities and towns during the Syrian Civil War”. Kann man immer mal ein Auge drauf behalten, die Einträge auf der Karte werden je nach eintreffenden Meldungen aktualisiert. Zu den meisten Orten gibt es auch eine Chronologie im Hintergrund.

          Unter anderem kann man aus dieser Chronologie auch herauslesen, dass, wie im Artikel “Panzerverluste” angenommen, die Provinz As-Suweida tatsächlich ziemlich ruhig und loyal ist.

          Ansonsten kann man schließen, dass die oben im TASS-Artikel angeführte “Variante 2″ durchaus von Gegebenheiten “am Boden der Tatsachen” ausgehen kann. Derzeit sehen ar-Raqqah, Deir ez-Zor und (je nach Positionierung der Kurden) auch al-Hasakah ziemlich “verloren” aus. Daraa ist eine Frage. Hinterlegt man das mit den mehr oder weniger bekannten Zahlen an “Bodenpersonal” der Terrorbrigaden (Raum Damaskus und al-Qalamoun: 15-20 Tsd., Raum Aleppo: 15 Tsd., Idlib: 10 Tsd., ar-Raqqah und Deir ez-Zor: 5-10 Tsd.), so kann (und sollte) sich da vor Genf-II schon noch etwas tun.

        • TomGard

          Wider die Reflexe

          Das Zitat, auf das sich meine Aussagen bezogen, lautete:

          Ungeachtet der schweren Verluste in den Bereichen Wirtschaft, Wohnraum, Industriepotential, ungeachtet des Verlusts von Teilen des Staatsgebiets und des massenweisen Abzugs von Flüchtlingen, hat Syrien standgehalten

          Die Auspizien dieses “Standhaltens” sind im Artikel explizit benannt:

          a) der Zusammenbruch staatlichen Ordnung im Restterritorium (also exklusiv der Wirtschaftsmetropole Aleppo) wurde vermieden
          b) damit auch der infolge eines solchen Zusammenbruchs erwartete Genozid (Ermordung oder Vertreibung).

          Mein Schluß lautete:

          Dieses “Syrien”, das da hochgehalten wird, taugt genau zur Einrichtung und Alimentierung eines (internationalen) Stützpunktregimes. Was der TASS-Artikel daher eigentlich mitteilt ist:
          “Das (imperiale) Kriegsziel in Syrien ist erreicht! Auch wenn dieser Sieg aus Sicht einer gewissen Fraktion der Angreifer den Webfehler haben mag, daß seine Früchte nur unter mindestens russischer, mittelbar auch iranischer Beteiligung einzufahren sind.”
          Darauf wollte ich hinweisen.

          Mein Gott Walter.

        • Enis

          Soll mir bitte ein Experte geografisch aufzeigen, wie aus der oberen Karte mit verworrener Siuation ein eigener Staat gegründet werden kann? Der einzige Ort wäre der Osten mit höchstem Anteil an Wüste!
          Auch die Kurden sind verstreut obwohl Nordosten hauptsächlich gelb ist.

          Was mich an der Karte zudem irritiert ist die Ortschaft al-Zahra in Homs. Die ist hauptsächlich alawitisch und wird ja ständig mit Mörsergranaten beworfen. Wieso ist sie grün?

          In Deirezzor-Umland sollte es auch einige rote Punkte geben.

          Auch zu beachten ist, dass sich die SAA aus vielen grünen und gelben Gebieten freiwillig zurückgezogen hat, weil der Kräfteverschluss dort uneffizient wäre.

          Ich bin kein Angeber und möchte auch nicht haltlose Jubelstimmung verbreiten. Doch Marschrichtung ist klar. Das erste Jahr waren wir geschockt, dass zweite in der Deffensive und jetzt räumen wir das Feld von hinten auf. Das braucht Zeit und Geduld. Diesen Krieg wird einzig die Eigenschaft des starken Willens und Ausdauer entscheiden. Und hier lege ich meine Hand aufs Feuer, diese Eigenschaften beherrscht kein anderer als die Löwen von Damaskus.

      • TomGard

        Enis,

        … dann ist das Glas halb voll!

        Irgendwann, “wenn der Druck nachläßt”, wie Nob das formuliert, wird die Bevölkerung den erreichten Status darauf befragen, ob er die Opfer wert war. Lege ich Beschreibung und Prognose des TASS-Artikels zugrunde, kann ich mir eine nennenswerte Anzahl “Ja”-Stimmen nicht mehr vorstellen – und entsprechend fällt ja die Rolle aus, die der TASS – Artikel dieser Bevölkerung beimißt – gar keine. Und der Artikel war der Gegenstand.

        … dann ist das Glas halb voll!

        Vom Standpunkt eines Mitgefühls mit denen, die sich ein Schicksal nicht bereiten lassen wollen, sondern es in Reichweite der eigenen Kommunalität wenigstens halten wollen, stimme ich Dir zu und bin eher geneigt, noch ein Sechstel ‘drauf zu legen: Zwei Drittel voll.

      • TomGard

        PS. an Enis

        “Wie soll die Theorie Alevistans funktionieren, wenn die Bevölkerung dieses Alevistans mit den Flüchtlingen aus dem Rest des Landes unterdessen eine sunnitische Mehrheit hat?”

        Wie Du weißt, habe ich die Rechtfertigungslügen des Herrn Landis und seiner diversen Gefolgs- und Nebenleute über einen “sunnitisch alavitischen Konflikt” weder propagiert noch geteilt. Ich mache Dich aber darauf aufmerksam, daß der TASS-Artikel sie opportunistisch benutzt, indem er den Genozid als abgewendetes Schicksal vorstellt, statt als eine Drohung, die nicht gefruchtet hat! Nimmt man den Artikel als eine politische Botschaft aus Russland – was er nicht zwingend ist – dann hält er die Drohung rhetorisch aufrecht und macht sie zum Bestandteil eines Good-Cop – Bad-Cop Spielchens im Vorfeld eines “Genf II”, bzw. des Gekungels, das anstelle solch einer “Konferenz”, zu der die relevanten Kräfte nicht erscheinen, stattfinden soll oder wird.

  • Jones2theBones

    Hi, kannst du dazu den Link zur Originalversion von ITAR-TASS posten?

  • Dike

    Vielen Dank apxwn für deine Berichte und Analysen. Auch allen hier danke für die vielen Informationen und die Solidarität mit Syrien und seinem Volk, die uns verbindet. Es liegen sicher noch schwere Zeiten vor Syrien. Der Kampf gegen Al Qaida und den ganzen Schmutz der von den Saudis finanziert wird, geht weiter. Die Plage breitet sich wie ein Geschwür aus. Enis, Du hast trotzdem Recht, das Glas ist halbvoll. Die syrische Armee ist engstens verbunden mit dem syrischen Volk. Damaskus wird die Hauptstadt eines vereinigten Syriens bleiben. Wofür sonst hat denn die syrische Armee drei Jahre lang gekämpft? Dass Syrien einen Ölfördervertrag mit Russland abgeschlossen hat wird sicher nicht ohne Nutzen für Syrien sein.

    Ich wünsche allen alles gute zum Neuen Jahr!

    • Ich schließe mich dem Dank und den guten Wünschen für das neue Jahr an. Guten Rutsch! Frieden der Welt!

    • Franz

      Auch von meiner Seite, Danke und alles Gute im neuen Jahr für Euch, Euren Liebsten und Syrien.

      Franz

  • walter

    Im bald abgelaufenen Jahr habe ich viele Stunden mit diesem Blog verbracht. Es gab unschätzbare Informationen und anregenden Meinungsaustausch. Dafür bedanke ich mich bei allen Teilnehmern und vor allem beim Betreiber apxwn. Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit und Erfolg. Meinen mir ans Herz gewachsenen “Syrern” und “Russen” wünsch ich einen überwältigenden Sieg über die Gesandten des Terrors und Frieden im Kreise ihrer Lieben!

  • Nobilitatis

    Auch ich habe Ihre Quelle bei ITAT-TASS nicht finden können. Dabei hätten mich noch ein paar andere Länder interessiert. Können Sie uns einen Link bescheren?

  • Nobilitatis

    ITAR-TASS. Meine Tastatur arbeitet gegen mich.

    • Ist doch gar nicht schwer zu finden: http://itar-tass.com/opinions

      • Nobilitatis

        Dankeschön.
        Ich hatte angenommen, das wäre so eine Art Weltrundblick. ;-)

        • Nee. Aber ich versuche, noch ein paar der Texte von da zu bringen. Bastele gerade am nächsten.

  • Im bald abgelaufenen Jahr habe ich viele Stunden mit diesem Blog verbracht. Es gab unschätzbare Informationen und anregenden Meinungsaustausch. Dafür bedanke ich mich bei allen Teilnehmern und vor allem beim Betreiber apxwn. Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit und Erfolg. Meinen mir ans Herz gewachsenen “Syrern” und “Russen” wünsch ich einen überwältigenden Sieg über die Gesandten des Terrors und Frieden im Kreise ihrer Lieben!

    Besser hätte ich es nicht sagen können – ein genialer Blog – ohne dessen Informationen ich aufgeschmissen wäre – Danke!!!

    • habkind

      ich möchte mich auch diesem Dank und den Wünschen anschließen.
      Ohne diesn Blog und die emsige Arbeit apxwn sowie allen anderen Beteiligten wären uns viele Informationen erst garnicht zugänglich gewesen. Danke an Allen und ein hoffentlich friedlicheres 2014 (was ich allerdings leider kaum glaube).

  • Enis

    Der Terror geht auch in 2014 weiter. Dieses mal im Irak. Angeblich hätte die Terrororganisation ISIS die Ortschaft Felludca in der Provinz Anbar eingenommen.

  • littleguerillero

    Willkommen im neuen Jahr, “froh” und “friedlich” wird es wohl kaum.
    Die Berliner “TAZ” kolportiert in einem schwachen Beitrag, Opferzahlen zum Krieg in Syrien….
    Ich denke diese Passen nicht zur Realität, weil die Quelle ja bekannt ist.

    “Im März 2011 hatten friedliche Demonstrationen gegen Assad begonnen, die der Staatschef blutig niederschlagen ließ. Anschließend begann ein Bürgerkrieg, in dem laut der Beobachtungsstelle mehr als 52.000 Soldaten und über 29.000 Rebellen starben. Rund 3000 Tote konnten demnach nicht identifiziert werden.”

    http://www.taz.de/Krieg-in-Syrien/!130186/

    • littleguerillero

      aso….halb voll das Glas….alles andere wäre schlimm!
      Der Wunsch fürs neue Jahr….Putins Ankündigung zum Kampf gegen den Terror, reicht weiter als bis in den Kaukasus!

      • habkind

        angeblich soll Putin Kampfflugzeuge in den Iran verlegt haben, um bei entsprechend vorliegenden Beweisen für die Terroranschläge, Saudi-Arabien zu bestrafen.
        (Hoffentlich finden sie die Beweise)

        • Quelle? Weil das doch allzu phantastisch klingt…

        • habkind

          keine direkte Quelle, FB, bezogen sich aber auf russische Quellen, die nicht angegeben waren. Meine Hoffung war, dass du diese Quellen kennst.
          https://www.facebook.com/Syr.A.D.Wahrheit Beitrag vom 01.Jan.2014

        • triangolum

          Nicht wirklich anzunehmen. Erstens, müsste der Iran ja dem Zustimmen. Welches Entgegenkommen wird der Iran dafür bitte aushandeln? Ausgehandelt haben? Zweitens: Wenn dem so wäre ist Iran nach seiner eigenen Auffassung Beteiligter im Falle eines Falles das die RAF vom Iran aus Ziele in Saudi Arabien angreift. Iran sagt immer, wer anderen eine Landebahn oder Aufmarschgebiet für Angriffe auf den Iran zubilligt ist selbst Kriegsführer gegen den Iran und würde mit Vergeltung rechnen müssen. Macht also politische wie Militärisch keinen Sinn für den Iran. Zumal er dann sofort Israel mit an der Backe hätte und gegen beide Länder hält er ohne Rückendeckung seitens Russland keine zwei Wochen durch wenn die aus der Luft ernst machen.

          Was uns zur weiteren Frage bringt. Welche Rückendeckung könnte Russland überhaupt dann bieten? Und womit will es denn die Saudis überhaupt angreifen?

          Um einen Militärschlag gegen die Sauds durchführen zu können müsste Russland deutlich mehr in den Iran verlegen als ein paar Mig 29 oder Su 27. Nur davon hat es an modernen nur eine Handvoll. Und die soll es opfern gegen F-15 und EFs in Massen? Die RAF ist weder gut darin Radar zu stören noch große Luftoperationen gezielt durchzuführen. Das wird weder hinten noch vorne klappen.

          Das einzige was überhaupt denkbar wäre sind tiefliegende Tu-160 welche aus Russland kommend den Weg über den Iran oder xy nehmen um überraschend Ziele anzugreifen wie die Raketensilos westlich von Riad oder Flugplätze usw. Und deren Einsatz wäre wohl gedeckt durch Mig-31BM (davon hat Russland zur zeit 14 St. glaub).

          Für mehr reicht es schlicht nicht. Alles andere wäre nur mit ICBMs zu machen.

          Wenn Russland Flugplätze dafür benötigt dann doch eher ganz politisch neutral in seiner eigenen Enklave nördlich des Irans.

          Diese angebliche Drohungen das Russland die Sauds platt zerbombt ist weder politisch noch Militärisch umsetzbar. Das ginge nur über andere “Maßnahmen”.

        • triangolum

          Putin: „Wir werden den Verbrechern keine weiteren Gelegenheiten zur Durchführung ihrer Aktionen geben, denn unsere Antwort wird schon bald die Landkarte des Nahen Ostens verändern.“
          Alexander Bortnikow, der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, hat Putin bereits seinen endgültigen Bericht über die jüngsten Terroranschläge vorgelegt. Danach wurde einer dieser Anschläge von einem Terroristen verübt, der zuvor Mitglied einer von Saudi-Arabien unterstützten Terrorgruppe in Syrien war.
          Bei zwei Terroranschlägen in Wolgograd kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, über 100 weitere erlitten Verletzungen.

          http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251778-moskau-den-von-saudi-arabien-geführten-terroristen-geben-wir-eine-schmerzliche-antwort

          Russland fordert Saudi-Arabien auf die Terrorliste zu setzen
          http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251694-russland-fordert-saudi-arabien-auf-die-terrorliste

          Ich hatte heute Nacht mir mal überlegt was wäre wenn Putin die Militärische Antwort gegenüber Saudi Arabien nehmen würde oder zumindest überlegt.

          Kurz: Russland würde an einem Poker Tisch sitzend mit vielen schwarzen 100er Cips (Kernwaffen) aber weniger anderen Chips wie Luftwaffe oder Bodentruppen “All In” setzen müssen.
          Das könnte bedeutet gleichbedeutend: Allumfassender Krieg auch mit Nato/USA.

          Warum…

          Um einen Militärschlag wie oben auszuführen bedarf es mehr als die 12 Tu-160 und 12 Mig-31BM starten zu lassen. Russland, zumindest militärisch und Politisch, müsste mit Einkalkulieren das die USA/NATO in den Krieg triggern würde. das bedeutet Maßnahmen müssten getroffen werden damit solch ein Militärschlag nicht als Bumerang unvorbereitet zurück kommt.

          Macht Russland und Putin wirklich eine solche Antwort fallen andere Länder wie Dominosteine mit “all In”. Warum…

          Russland müsste zu einem solchen Militärschlag weitere Maßnahmen treffen damit die Wirkung keine sofortigen Gegenmaßnahmen vom “Feind” zulassen welche sich negativ und damit Kontraproduktiv auf Russland und positiv für die Saudis Auswirken. Es bringt ja nichts die Sauds zu bestrafen wenn diese die Folgen dazu nutzen können um doch noch zu triumphieren in Syrien & Co.

          Eine solche russisches Antwort muss also massiv, hart und praktisch alles umfassen was Russland zur Zeit Politisch wie Diplomatisch Aufbieten kann damit die Sauds unmissverständlich verstehen und die Finger in Zukunft still halten und die USA und NATO nicht auf den Geschmack kommt mitzumischen.

          Wie kann genau diese Antwort Aussehen?

          Zuerst müssten 2-3 Marineinfanterie Divisionen, weitere Sicherungsschiffe sofort auslaufen und vor Syrien in Stellung gehen. Es müssten zudem die West, Nord und Ost Bezirke in Alarm versetzt werden, zudem 10-20 Divisionen an der Grenze zur Ukraine auffahren, gegenüber Georgien weitere 2 Armeen mit 40 Divisionen und gegenüber Afghanistan 4 Luftlandeditionen und weitere Bodeneinheiten mobilisiert werden.

          Der Militärschlag würde wohl über dem kaspischen Meer kommend entlang der nördlichen iranischen, irakischen Grenze im Tiefflug weiter südlich in den Irak an der syrischen grenze entlang statt finden dort 96 Marschflugkörper ausklinken und durch die 12 Mig-31BM deren Anflug und Rückzug gedeckt werden.

          Noch in der selben Nacht müssten zwei Luftlandedivisionen auf dem selben weg mit weiteren Mig-31B geschützt zwei Flugplätze in Syrien einnehmen (mit Zustimmung Assads, welche VORLIEGEN MUSS), dazu 2 S-300PMU2 Batterien je Flugfeld und 2 Batterien SA-15M2 ausgelandet werden, und pro Flugfeld 24 Su-27B und 8 Mig-31B inklusive Personal und weitere Sicherungstruppen folgend in den weiteren Tagen.

          Zur See Anlandung der Marineinfanterie und Sicherung des Hafens sowie Luftschirm durch das westliche Flugfeld inckl. S-300ÜMU2 und TorM2. Warum? Sollte es zu einem Kriegszustand kommen mit NATO & Co. wäre das der einzige mögliche sichere Hafen der russischen Schiffe im Mittelmeer.

          Warum solch eine Aktion in Syrien? Weil die Sauds ja durch den Terror in Russland Ziele in Syrien und dem mittleren Osten verfolgen und die Antwort Russlands also so massiv hier sein muss das alle Bemühungen von Terror in Syrien und Russland durch die Sauds beendet werden da keinen Erfolg!

          Wenn gewünscht zeichne ich auch weitere Aktionen wie Iran (ähnlich wie Syrien nur schwerer politisch umsetzbar aber für Iran da “All In gestellt” zwingend er förderlich) und Afghanistan und China) aus.

        • Dike

          Entweder hat Russland bereits die Zustimmung der USA die Saudis zu bestrafen. Das würde auch Israel einschüchtern (im Moment vielleicht ganz im Sinne der USA) Solche Kommando Aktionen waren ja immer ihnen vorbehalten ( mal eben den Reaktor in Syrien zerbomben und ab nach Hause) und kein Hahn hat gekräht. Wenn die geheime Zustimmung nicht vorliegt, riskiert Russland eine Antwort des saudischen Schutzbefohlenen. Mit welcher Begründung könnten sich die USA bei einem russischen Angriff zurückhalten?
          Oder aber Russland versucht auf diplomatischem Weg Saudiarabien international zu isolieren, siehe der Vorschlag mit der Terrorliste. Wenn Russland jetzt auch noch Waffen an den Irak liefert, dann auch zur Bekämpfung von Al Qaida im Grenzgebiet zu Syrien (Kerry hat übrigens dem Irak auch Hilfe bei der Bekämpfung von Al Qaida angeboten, ein Witz). Aber das ist auch schon ein indirekter Kampf gegen die Saudis.

          http://english.al-akhbar.com/content/report-us-supply-iraq-spy-drones

        • triangolum

          Die USA werden sicher nicht eine “Erlaubnis” dazu geben. Daher ja auch meine oben angedeutete massive Antwort der Russen. Und um ein solches “Band” vom Mittelmeer, mit Bodenkorridor (um den Luftweg und Nachschub im Verbund von Boden aus besser schützen zu können) über “Georgien” ein “Kurdistan” (welches politisch im Nord-Ost Syrien und Nord-irak mit den nötigen Zustimmungen…) über Iran und wenn nötig Afghanistan (Taliban bekommen Land als Zusage für keine Gegenhandlungen bei russisch iranischer Kriegsoperationen um den Rücken frei zu machen.

          Putin muss sich klar sein das ihm die Chips langsam ausgehen, und der Gegner nach und nach mehr und mehr Chips anhäuft. Zumal drei bis vier auch noch unfair zusammen Pokern gegen ihn und Russland.

          Wenn er den Terror nun mehr oder weniger nicht am Kopf packt wird es wie schon hier und da auch in Russland massiv dazu kommen. Iran und andere werden eh fallen wie Domino Steine.

          Wie sagte Junker so schön… 2014 kann wie 1914 werden.

          Ein guter Poker Spieler (und das sind die US/NATO Strategen weiß wie er einen Gegner All-In stellt. Die Frage ist nur ob das ein Bkuff ist und was passiert wenn Putin All In geht mit allem was ihm politisch wie Militärisch noch geblieben ist. Ob die NATO und USA dann zucken und “Call” sagen?

          Handelt Russland so wie von mir angedeutet, hat es ein Band welches es zwar unter vielen Anstrengungen nur halten könnte aber durch die Gefahr das China auch All In sagt und Taiwan in der Zeit einnimmt, Nord Korea mit 30 Divisionen passiert Richtung Süden und massiv jeden US Stützpunkt in Asien “belagert” wäre der “Call” wohl deutlich zu hoch.

          Steht Russland in Syrien, Kurdistan, Georgien, Iran, eventuell Irak, … und dies massiv, ist der Call zu teuer. Dann wird es eher auf einen kalten Krieg hinaus laufen und die Saudis werden wohl kaum mit Israel alleine Proxy spielen gegen Russland + dann Verbündete.

          Sicher ist, das Russland hierzu alles einsetzen muss und der “Bluff” so massiv und Überzeugend sein muss sonst zieht es nicht. Und genau genommen wird dies ein Putin wissen, ja wissen müssen. Ja, er muss wirklich den 3. Weltkrieg riskieren mit seinem All-In. In 5 Jahren hat er dazu nicht mehr die Chips, die Mittel. Dann steht der Abwehrschirm, dann sind andere Länder gefallen, dann ist in seinem Land in vielen Region ein Syrien wie heute, dann hat er nicht mehr die Kraft und das Spiel ist aus. Auch für uns…

        • Irgendwie bin ich froh, das triangolum nicht russischer Präsident ist! Du fällst hier meiner meinung nach auf eine freche Disinfo rein. Das Zentrum dieser ganzen Geschichte ist whatdoesitmean.com, eine offensichtliche Gerüchtestreuseite. Das die Iraner das Disinfo-Spiel mitspielen ist die eigentlich beunruhigende Nachricht.

        • habkind

          @triangolum, im großen und ganzen kann ich dir folgen. Ich glaube aber denoch nicht, dass Putin solch ein umfangreiche Antwort geben würde. Er ist nicht Busch. Aber er würde auf die Zustimmung der USA und des Westens pochen (mit den entsprechenden Beweisen einer Verstrickung der Saudis müssten sie einer Antwort gar zustimmen). Er würde auf die vergangenen westl. Antworten auf entsprechende Terroranschläge verweisen und evtl. mit deiner allumfassenden Antwort drohen, falls die Westmächte nicht einer wie immer gearteten Bestrafung zustimmen.

          Die Belegung von Flugplätzen in Syrien mit eigenen Flugzeugen und Personal würde als weitere Drohkulisse nötig, damit die Saudis nicht auf falsche Gedanken kommen.
          Die USA hätten im Augenblick nichts dagegen, die Saudis etwas zu stutzen, die sind etwas zu aufmüpfig geworden.
          Die USA , denke ich, würden einen begrenzten Militärschlag gegen den Saudis zustimmen – ob mit Flugzeugen oder Racketen sei mal dahin gestellt.

        • walter

          Seit Mitte der 80er gibt es einen Deal zwischen SA und den USA. Dieser lautet vereinfacht gesagt: Wir (SA) handeln unser Öl mi euren Dollars und ihr schützt uns dafür.

          Also selbst wenn die USA aufgrund vorliegender Beweisketten gegen SA in einen schlimmen Erklärungsnotstand geraten würden, können sie SA nicht zum Abschuss frei geben. Auch ein Einverständnis für eine “Lektion” wäre mit dem Risiko verbunden, dass die Saudis fortan eben in Euro abrechnen. Was dann?
          Die Amis sind mindestens so an die Saudis gebunden wie umgekehrt.

          Wenn Putin den Wahnsinnigen eine nicht zu überhörende Abreibung verabreichen will, kann er auch einige Raketen senden, die Amis anrufen und mitteilen, dass es in 1 Minute “Erschütterungen” geben wird deren Auslöser ihnen (US) bekannt sein wird. Sie können es zur Kenntnis nehmen, meinetwegen schweigend als Anschlag eines “Geheimdienstes” oder auch nicht. Dann müssten die Russen eben die Hintergründe auf den Tisch legen. Ich gehe davon aus, die Amis würden erste Variante zähneknirschend schlucken.

  • kaumi

    Erst einmal ein gutes, gesundes Jahr 2014. Möge Gott und begleiten.
    Putin hat im Rahmen einer kurzen Rede in Wolgograd Vergeltung angekündit. Jeder, der Terrorismus nach Russland bringe, dem werde die Hand abgehackt. (apxwn: ich hoffe, die mir vorliegende Übersetzung trifft es).
    Durch die Wolgograd-Attentate dürfte sich das ohnehin eng verknüpfte Schicksal Syriens und Russlands weiter verdichtet haben.
    Die Hintermänner Wlogograds sind die gleichen Hintermänner der in Syrien operierenden Söldnern. Und der Begriff “Hand-abhacken” wäre ein mehr als deutlicher geographischer Fingerzeig…
    Für Prinz Bandar wird die Welt nun ein wenig interessanter werden.
    Abgesehen davon, dass er derzeit maximal noch in Tel Aviv und Paris so was wie “Freunde” hat, und sich die Zahl seiner gepflegten Feindschaften nahezu stündlich steigert, sorgt Edward Snowden nun indirekt dafür, dass sich, womöglich, historisches tut:
    in dem Bemühen, der NSA einige rechtfertigende Punkte zuzuschieben, die deren stasihaftes Benehmen entschuldigen, erhielten zwei US-Abgeordnete eine “freiere” Version der Geschehnisse rund um 9/11
    http://www.politaia.org/israel/911-kommt-die-wahrheit-nun-ans-tageslicht-von-gordon-duff/
    Noch ist nicht alles klar, ausser, dass die Verschwörungstheoretiker mit ihrer Ablehnung der Ussama-Bin-Laden-Nummer recht zu behalten scheinen. Und dass vermutlich doch Geheimdienst(e) darin verwicklelt zu sein scheinen. Und nun darf mal jeder raten, wer in diesen Enthüllungen zum Abschuß frei gegeben wird? Richtig, Uns-Bendar! Aber vielleicht gesellt sich ja noch ein weiterer “orientalischer” Geheimdienst dazu!

    • Ich habe jetzt die eine oder andere Rede des Präsidenten der RF aus Wolgograd gesehen und nirgends etwas von “Hand abhacken” gehört. Ich hielte das so erst einmal für eine gängige Redewendung ohne geographsichen Fingerzeig.

    • Es gibt immer noch Versionen zu den Anschlägen in Wolgograd, die Bandar außen vor lassen. Der einen zufolge könne das auf Initiativen gewisser russischer Oligarchen zurückgehen, denen Probleme bei der Olympiade gelegen kämen, weil so ihre gigantischen Veruntreuungen beim Bau olympischer Objekte kaschiert würden (Beispiel), die andere – nun, bei der Explosion im Bahnhof von Wolgograd sind 5 Ingenieure eines Rüstungsbetriebes in Udmurtien getötet worden, die gerade von ihrer Dienstreise zurückkehren wollten…

      • kaumi

        Guten morgen,

        der Saudiprinz und Geheimdienstchef Bandar muss nicht jedes einzelne Selbstmordkommando persönlich authorisieren. das war nicht gemeint. Die Frage, die sich stellt, ist, wer ist der Kopf dieser Bande?
        Selbstmordattentate mit Beteiligung von radikalislamistischen sunnitischen Djihadisten, Männern und gerade auch Frauen, tragen global DIE eine Handschrift. Alle übergeordnete Finanzfäden und “Abteilungsleiter-Suizid” sind gen Riad ausgerichtet.
        Es gibt keine Geheimdienste, die aus ihren eigenen Reihen Selbstmörder rekutieren könnten. Mit Ausnahme des einen, fußend auf das große Bumsgelage irgendwo über den Wolken.

        Dass fünf Rüstungsexperten im Bahnhof ums Leben kamen, kann auch purer Zufall sein. Was ist mit den Businsassen, hier bezweifele ich ähnliche Besonderheiten.

        In 6 Wochen ist Sotschi, KSA hatte zuvor Russland gedroht, Islamisten ballern sich mit Dutzenden Menschen in Wolgograd in die Luft – hier keine Beteiligung der Wahabiten zu vermuten ist zumindest mutig.

        • Es ist ja so gut wie geklärt, dass es Selbstmordattentäter aus wahhabitischem Kontext waren. Und dabei noch “indigene”, d. h. nicht etwa Araber, Tschetschenen oder sonstige Kaukasier, sondern ethnische Russen.

        • georg

          Apxwn, einzelne Nationalitäten spielen gar keine Rolle. Die salafistisch-wahhabitische Idee ist das Bindemittel. Egal, ob es Tschetschenen, Kaukasier, Saudis oder Jemeniten. Die eine oder andere Katastrophe in Bali trug ja auch “Bandars Handschrift”

        • Natürlich. Aus diesem Grunde sprechen manche ja auch bereits von einer “wahhabitischen Internationale”, analog zum kommunistischen Äquivalent im 20. Jh.

        • georg

          “As-Safir said Prince Bandar pledged to safeguard Russia’s naval base in Syria if the Assad regime is toppled, but he also hinted at Chechen terrorist attacks on Russia’s Winter Olympics in Sochi if there is no accord. “I can give you a guarantee to protect the Winter Olympics next year. The Chechen groups that threaten the security of the games are controlled by us,” he allegedly said”
          So oder so ähnlich hat es Prince Bandar gesagt. Der letzte Satz spricht Bände.

    • TomGard

      Aufgrund des Zusammenklanges verschiedener Quellen dürfen wir wohl von der persönlichen und maßgeblichen Beteiligung Bandar-Bush’s bei der Al Ghouta- False Flag ausgehen. Und dann sollen wir akzeptieren, daß der Kerl der Drahtzieher für zwei Anschläge sein soll, die, bei aller Tragik für die Betroffenen, ebenso blutiges wie irrelevantes Amateurhandwerk sind? Auch ein Doku Umarov müßte sich angesichts seiner “Taten” in der Vergangenheit schämen, mit sowas in Verbindung gebracht zu werden.

      Ich weiß nicht, was ich hier noch sagen darf, deshalb breche ich an der Stelle ab …

      • Momentan bin ich auch nicht der Ansicht, die beiden Anschläge in Stalingrad seien “Bandars Werk”. Es sei denn, es sind – wie 2004 unmittelbar vor Beslan – die Ablenkungsmanöver und Vorboten vor weit schlimmeren Dingen.

        • TomGard

          Ja. Was mag dahinter stecken, daß nun alle Welt so tun will, als sei Bandar-Bush der konkurrenzlose Erbe des umfänglichen Netzwerkes, das einst an der BCCI hing.

          Umgekehrt. Wenn die beiden Anschläge nicht Auftakt einer Kampagne werden, dann war entweder eine neue und eher unbedeutende Zelle mit eigener Agenda am Werk, oder der FSB hat “passieren lassen”, wie im Fall Dubrowka. Man konnte in den letzten zwei Jahren an türkischen Fällen studieren, wie stark der FSB die patriarchalen Netzwerke der Terrorbrüder unterwandert hat. Wenn Bandar nur irgend was mit dem Geschäft zu tun hat, dann weiß er, daß er sich auf die kaukasischen Gruppen nicht stützen kann. Zudem hat der FSB in einigen Fällen bewiesen, daß er auch die Infiltrate des MI6, die von der Ukraine aus operieren, ganz gut im Griff hat. Das Bandar- Sotschi – Geschwätz ist daher eine durchsichtige Propagandalüge.

  • TomGard
  • kaumi

    apxwn hat weiter oben geschrieben (Post von 17.05h):
    “…so kann (und sollte) sich da vor Genf-II schon noch etwas tun.”. Dazu:
    http://breakingnews.sy/ar/article/31574.html
    Sollten sich einige hier fragen, wieso die syrische Luftwaffe in den letzten 24h verstärkt die Grenzregion zum Libanon bearbeitet, so liegt die Antwort in obigem Bericht.
    Die Saudis (ob ich will oder nicht, immer ist es dieser Bandar) haben gestern nacht eine Erstürmung der syrischen Grenze über Al Qsair versucht, wohl um vor Genf II noch “Ergebnisse” zu liefern. Bis heute morgen lieferten sich die Wächter (Hizbollah/SAA) heftige Gefechte mit den aus dem Libanon einsickernden Islamisten. Mehr als 50 Terroristen wurden getötet, viele verwundet – und – einige gefangen genommen. Diese Gefangenen erzählzen dann, mehr oder weniger freiwillig, dass sie als Speerspitze über Al Qsair in die Ghouta einmarschieren sollten, um dort verlorenes Gelände zurückzugewinnen oder schwächelnde Verbände zu verstärken.
    Nachdem also diese Bandar`sche Offensive offensichtlich im Begriff war zu scheitern, mussten die Gotteskrieger ihr Rendevous mit den himmlischen Bräuten verschieben und zogen sich in den Libanon zurück. Und die syrische Luftwaffe eben hinterher…

    • Habkind

      und in dieser Nacht ging es weiter. 2000 Islamisten versuchten in dieser Nacht über den Libanon nach Qusair zu gelangen. 450 wurden von der SAA dabei getötet.
      Mal sehen, wie oft sie sich diesmal den Kopf einschlagen werden.
      https://www.facebook.com/syrianmilitary?ref=ts&fref=ts

  • kaumi

    http://breakingnews.sy/ar/article/31598.html
    Beirut scheint immer tiefer im Sumpf zu versinken. Nach erfolgtem terroristischem Anschlag im beiruter Schiitenviertel soll es richtige Gefechte zwischen dem sunnitischen Viertel Bab Al Tabbaneh und dem alawitischen Viertel Jabal Muhsen geben.
    Und in Falludscha fallen Islamisten über die Dörfer und Viertel im “syrianstyle” ein.
    Nur eine kurze Zündschnur oder beginnendes Anzünden eines größeren Böllers?

    • Nobilitatis

      Ich kann zwar kein Arabisch lesen, aber die Ortsangaben scheinen besser auf Tripolis zu passen?

      • kaumi

        Nobil,

        die Ortsangaben mögen deinem Gerfühl nach besser nach Tripolis (Libanon) passen, und dein Gefühl trügt dich nicht. Kann man so, wie ich es aneinandergereiht habe, schon gut missverstehen. Sorry.
        Zur Irakgeschichte habe ich gestern nacht noch das hier gefunden
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/chaos-im-irak-terroristen-patrouillieren-durch-falludscha-a-941508.html

      • kaumi

        Und noch was zu diesem Thema:
        http://www.syria-news.com/readnews.php?sy_seq=166253
        Die JSM (jordanische salafistische Bewegung) gab bekannt, dass sich Al Nusra und ISIS dazu entschloßen haben,” militärisch auf libanesischem Gebiet zu operieren, bis der letzte Hizbullahkämpfer syrischen Boden verlassen hat”.
        Könnte also doch eine längere Zündschnur sein.

        • Spion Stirlitz

          Ob das wohl alles Israel nutzt?
          Angeblich kämpfen doch die Sunniten gegen Ihren Erzfeind “den Zionismus”, für Ihre armen unterdrückten, sunnitischen (!) Pali-Brüder, oder ?

          Wer jetzt unter den Sunniten nicht verstanden hat, daß der Pseudodschihad gegen Assad ein USrealisch-wahhabitisch-zionistisch -imperiales Projekt ist, der will es nicht verstehen. Al Quaida ist ungefähr so islamisch wie ein Schwein Halal/Kosher ist.

          Ich ziehe meinen Hut vor den Wühlfähigkeiten der Angelsächsich-Isrealischen Planer. Die islamische Welt zerlegt sich selbst. Bravo Israel ! Jeder kann lernen wie man Interessen durchsetzt ohne sich selbst zu exponieren, nur durch den Einsatz von Proxy-Ork-Armeen, die auch noch praktischerweise von den Saudis finanziert werden.

          Aus israelischer Sicht eine win-win-win-win Situation.

        • TomGard

          Könnte also doch eine längere Zündschnur sein.

          Das mag sein, oder nicht, aber die vorliegende Erscheinung gibt den Schluß nicht her.
          Seit der Sturm auf Homs, der Ruhe und Bewegungsfreiheit für die Angreifer im Libanon erforderte, im März 2012 scheiterte, gab es die Versuche, den Syrienkrieg zugunsten der Hariri-Fraktion in den Libanon auszudehnen. Sie schlugen fehl. Der Übergang zu verhehrenden Bombenanschlägen in jüngster Zeit markiert eine Wende, weil die Angreifer keine Rücksicht mehr auf das Reservoir berechnender Parteigänger des “14. März” mehr nehmen, die Stellvertreter Hariris sind im Libanon politisch so gut wie erledigt. Der Druck gilt vielmehr der libanesischen Regierung und Armee, sie sollen, gestützt auf internationalen Druck, statt auf heimische Kräfte, die Eindämmung der Hisbollah bewerkstelligen.

          Vor diesem Hintergrund ist es mindestens verwegen, anzunehmen, die vereinigten Takfiris im Syrienkrieg würden den Syrienkrieg zum Vorwand nehmen, einen Schwenk in den Libanon zu vollziehen. Eher ist es umgekehrt. Sie nehmen die (untergeordnete) Rolle, die Hisbollah im Syrienkrieg spielt, zum Vorwand, gegen die Berechnungen zumindest eines Teiles ihrer Auftraggeber erneut den Libanon zum Aufmarschgebiet gen Syrien zu erklären, weil ihnen die Front in Damaskus zu heiß gemacht wird.

          Gleich gar nicht stimmen die Schlüsse, die “Spion Stirlitz” andeutet.

          Es mag ja in Israels zionistischen Eliten kurzsichtige Leut geben, die meinen, die vorliegende Wendung komme ihren Wünschen entgegen. Strategisch ist das zionistische Interesse eher angegriffen. Unter den oben angedeuteten Umständen können weitere von außen gestiftete Angriffe die Hisbollah politisch nur stärken. Der “GAU” für die Zionisten wäre eine maßgebliche militärische Schwächung der Hisbollah zugunsten einer politischen Aufwertung! Das ist einer der Gründe, warum Nasrallah noch lebt, ein Umstand, der manche Zeitgenossen zu abenteuerlichen Verschwörungstheorien verleitet hat …
          Noch wichtiger ist aber ein zweiter Grund.
          Umgekehrt liefe nämlich eine politische Marginalisierung der Hishollah ohne militärische Niederlage gegen die IDF ebenfalls gegen das Interesse der Zionisten. Denn sie sehen das libanesische Territorium nach wie vor im Minimum als künftiges Aufnahmegebiet für die ethnische Säuberung der Westbank vor, und dies Ziel wäre ohne eine mindestens übergangsweise Neubesetzung des Südlibanon kaum durchsetzbar.

        • Enis

          @Tom
          Der erste Teil liest sich vernünftig an. Der zweite Teil in Zusammenhang mit den Zios ist Couscous. Die Hezbollah ist sowohl politisch als auch militärisch der Staatsfeind Nr. 1, die man zu liquidieren hat, egal mit welchen Mitteln.

          Darum erscheinen mir deine Aussagen;

          “..Der “GAU” für die Zionisten wäre eine maßgebliche militärische Schwächung der Hisbollah zugunsten einer politischen Aufwertung!”

          “..Umgekehrt liefe nämlich eine politische Marginalisierung der Hishollah ohne militärische Niederlage gegen die IDF ebenfalls gegen das Interesse der Zionisten..”

          erstens falsch. Zweitens dienen diese Aussagen dazu die Zion-Regierung in Schutz zu nehmen! Das irritiert mich hin und wieder, bzw. verstärkt mich darin, dass du aus religiösem Hintergrund agierst?

          Drittens, eine militärische Niederlage der Hezbollah -entgegen deiner These- würde der Niedergang der Hezbollah auf allen ebenen einläuten!

          Viertens, die Hezbollah ist wie Syrien unbesiegbar. Ich nehme an unterdessen haben dies auch die Zios verstanden.

        • Spion Stirlitz

          Lieber Enis,

          ich wollte TG eigentlich eine Antwort zukommen lassen, aber Deine frische Art zu schreiben und ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen kann ich nicht mehr toppen.

          @TG: Wenn doch die lieben Zionisten doch so um das Wohlergehen der Hibollah besorgt wären, wieso ist denn dann Bandar bin Satan, der Todfeind der Schiiten/Alawiten zufällig auch Bibis best friend ever?
          Nur mit Iran und sein Atomprogramm allein kann man das nicht erklären. Ihre These ließt sich pseudodifferenziert und pseudointellektuell, leider aber an den Fakten komplett vorbei. Die US-rael Connection im Schlepptau mit Schweine-Arabien brennen gerade die islamische Welt ab. Auch apologetische Erklärungen pro Israel ändern da nix dran.

        • Enis

          @Spion
          Danke.
          Hier noch ein Artikel als Nachweis..
          Hezbollah der Feind Nr. 1, die Qaida der Feind Nr. 2
          Am Schluss geben die Zio-Johns auch zu “Die Hezbollah ist verdammt gut… und sie sie ist geduldig”

          http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304325004579297903293416302.html

        • TomGard

          Seltsam. Kaum glaubt ihr, daß jemand eurem antisemitischen Gefühlsleben zu nahe tritt, lauft ihr geistig die Wände und Decken ab. “Hezbollah der Feind Nr.1″ – Wo hätte ich das abgestritten? Im Gegentum, wenn ihr bitte den letzten Absatz auch noch lest.

          Aber ich hole das mal nach. Die Resistance macht es den Zionisten natürlich leicht, sie zum “Feind Nr.1″ zu erklären, sie stellt sich ja bittschön so auf, aber das ist nicht die Wahrheit. Feind Nr.1 ist längst die Fraktion der globalen Eliten, die die USA (und mittelbar also sich selbst) vom Joch der verschiedenen Erpresser zu befreien suchen, in dem sie seit 9/11 stecken, und einer der prominentesten davon ist halt der Mossad und der Likud. Und dieser Feind hat sich mit Leuten in den USA verbündet, die schon seit Jahrzehnten am Liebsten eine A-Bombe auf Tel Aviv schmeißen würden, um “Amerika” sein “Tar – Baby” vom Hals zu schaffen.

          Dazu eine kleine, nur halb spekulative Anekdote, von der ich einen Teil vor Monaten hier schon vorstellte..

          Im Juli hatte das ISW (Institute for the study of war) den Plan für einen “begrenzten Eingriff” der US-Flotte in den Syrienkrieg mit der Kapazität von 5 (fünf) Cruise Missile – Trägern vorgestellt. In derselben Woche wurde ein solcher Überfall von einem der prominentesten Vertreter der Israel Lobby im Congress und Vorsitzenden des außenpolitischen Komitees (hab seinen Namen vergessen) eifrig beworben. Zwei Wochen später war US-Stabschef Dempsey in Israel zu Gast, wurde dort wie ein Chef-Steward auf dem Zion-Kreuzer behandelt, kehrte wenige Tage vor der Al -Ghouta -False – Flag nach Washington zurück, schrieb einen für seine Verhältnisse auffallend rüden Brief an den erwähnten Lobbyisten, in dem er einen Angriff auf Syrien kategorisch als Fehler bezeichnete, und am selben Tag dampften zwei der vor Syrien operierenden Cruise – Missile – Träger Richtung westlichem Mittelmeer ab.

          Das ist insofern bemerkenswert, als Dempey’s Stellvertreter Admiral James A. Winnefeld ist, ein ausgewiesener Mann der ehemaligen Cheney – Fraktion (er wußte schon bei Einschlag des ersten Fliegers im WTC, daß es gegen Afghanistan gehen werde) und Netanyahus (letzteres wurde von israelischer Seite mit Indiskretionen bekannt gemacht).
          Es ist daher vernünftig, anzunehmen, daß der Chairman Dempsey das Kommando des Marinechef’s bei der Abberufung der zwei Einheiten aus syrischen Gewässern umgangen hat, ein Vorgehen, das eigentlich erst für den Kriegsfall vorgesehen ist (siehe Goldwater – Nichols-Act).

        • Spion Stirlitz

          Ahhh, die zionistische Allzweckwaffe wird ausgepackt: “Kaum glaubt ihr, daß jemand eurem antisemitischen Gefühlsleben zu nahe tritt, lauft ihr geistig die Wände und Decken ab”.

          Der Trick dabei: Antisemitismus wird genutzt um antizionistische Einstellung (Zinonismus = jüdischer Rassismus) zu diffamieren.

          Dankeschön, Ende der Diskussion TG. Ihre Nazikeule dürfen Sie sich gerne ….

        • TomGard

          “Ende der Debatte” meint auch der Zensor, der eure Übergriffe duldet, während er mich zensiert.

          Wir sind hier auf einer Website eines Autoren, der mit der “Neuen Rechten” sympathisiert – das ist sein gutes Recht – und Neonazis berechnend duldet, weil er sie zu belehren hofft. Letzteres ein Anliegen, das ich teilen kann, wenn auch nicht in allen Punkten, die er dazu auffährt. Es ist absolut albern, euch so mädchenhaft anzustellen.

        • Ich hoffe eher darauf, dass der Klügere nachgibt. Wollt ihr meine Meinung? Bitte:
          - Ich kann TG folgen. Was er schreibt, ist schlüssig (eine Entwicklung seit seiner letzten Inkarnation, die man nicht genug hervorheben kann). Ich muss ja nicht damit einverstanden sein.
          - Ich zensiere TG und andere, wenn sich Verbalinjurien schön kompakt in einem Satz oder Absatz befinden. Das ist bei TGs letztem Kommentar geschehen. Dem sind ca. 3-4 Worte zum Opfer gefallen.
          - Ich kann zwar bei manchen Kommentaren sehr wohl die Arroganz dahinter spüren, aber meist gibt es keine konkrete Handhabe, weil sie sich im gesamten Text gelöst befindet. Deswegen mute ich jedem zu, selbst damit klarzukommen. Denn andernfalls müsste ich weit radikaler zensieren.

        • Georg

          TomGard, mein Bester:

          als ein eifriger Leser dieser Seite möchte ich dich um eines bitten. Verlassen wir doch bitte deine breite, flache Kommunikation für einen Augenblick und widmen wir uns mal konkret deinen eigenen Aussagen.
          Ich werde jetzt einfach einige repräsentative Namen aus diesem Blog in den Beitrag schmeißen und dazu noch einige politische Einstellungen. Sei endlich ein Mann und gib` mal Butter bei die Fische. Wer gehört hier, deiner persönlichen Meinung nach, zur “neuen Rechten”, wer ist altnazi, wer links, liberal, national, progessiv, antiimperialist, antizionist, antisemitisch, imperialist, zionist oder libertär (selbstredend gelten Mischungen ohne Einschränkung)?
          Wo sortierst du mich ein? Enis, Littleguer., Franz, Dike, kaumi, J2tB, Comrade, Spion, Nobil., habkind (nur um wenige zu nennen)?
          Lass` dich endlich mal an deinen eigenen Aussagen messen und zeig` uns dein messerscharfes Gesicht. Ich verspreche dir wohlwollende zur Kenntnissnahme.

        • Spion Stirlitz

          Danke für den interessanten Link.
          Zitat aus dem WSJ:
          “Assad könnte sich auf einen Rumpfstaat zurückziehen
          Regierungsvertreter Israels sind derzeit nach eigenem Bekunden zufrieden, dass sich ihre beiden Staatsfeinde Nummer 1 und Nummer 2 – Hisbollah und al-Qaida – vor ihrer Haustür gegenseitig bekämpfen. …„Es ist erklärtermaßen im Interesse Israels, das Chaos zu nutzen, ohne selbst hineingezogen zu werden”, sagte Steven Simon, der führende Direktor beim International Institute for Strategic Studies in Washington und früher auch leitendes Mitglied der Obama-Regierung.
          So Herr TG, der zionistische Stürmer bringt es klipp und klar auf den Punkt, ohne mentale Pirouetten. Diese mentale Masturbation dient nur dazu, die wahren Profiteure und Mitorganisatoren aus der Schusslinie zu nehmen. Israel tut alles, damit dieser Konflikt so lange und blutig wie nur möglich weiter geht. Best Buddy ever, Bandar bin Satan hilft mit wo er nur kann!

        • Dike

          Völlig richtig Enis, wenn die Hizbollah militärisch vernichtet wird, dann hat sie auch politisch verloren. Das ist es ja gerade, was die Zionisten kochen lässt und weshalb sie alles versuchen, um Syrien aus der Achse Iran-Syrien-Libanon herauszubrechen. Um den Widerstand gegen Israel zu brechen. Die politische Macht der Hizbollah fundiert auf ihrer militärischen Stärke, sonst hätte sich Israel nicht so vehement für ihre Einstufung als Terrororganisation eingesetzt, um ihr wenigstens politischen und wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Nur die militärische Macht der Hizbollah hat die Besetzung des Südlibanon bisher verhindert. Und nur die militärische Stärke der syrischen Armee hat bisher verhindert, dass Syrien noch nicht vernichtet ist. Worum geht es denn sonst? Die Zeit der schönen Worte ist längst vorbei. Regime wie Israel und Saudi verstehen nur die Sprache der Stärke. Ohne eine starke Armee kann sich kein Staat behaupten. Das ist es was zählt. Sonst wäre der nahe Osten schon längst Gross Israel.

          Leider ist auch vielen Libanesen nicht bewusst, wie sehr sie ihr Wohlergehen der Hizbollah verdanken, die sich im Übrigen immer für die Einheit des Libanon einsetzt. Angeblich hat Ziad Rahbani, Sohn der legendären Sängerin Feirouz, die eine Ikone im arabischen Raum ist, in einem Interview verraten, dass seine Mutter sehr von Herrn Hassan Nasrallah angetan ist (very fond of Seyyed Hassan) . Das hat viele Libanesen empört und eine Protestlawine ausgelöst. Es zeigt, wie tief gespalten die libanesische Gesellschaft ist.

          Saudiarabien hat 3 Milliarden Dollar in die libanesische Armee investiert, damit sie Waffen von Frankreich kaufen und endlich den Terrorismus und Waffenhandel bekämpfen können. Muss man sich mal vorstellen. So wird die Souveränität eines Staates untergraben und die nationale Armee flugs in eine Söldnerarmee umfunktioniert.

        • Jetzt mal unter uns: französische Waffen? Baguettewerfer? Cornichon-Kanonen? Das klingt nach Glasperlen für Eingeborene. Dazu interessant, dass auch die Russen den Libanesen Waffen lieferten. Mig-29. T-72. Mi-24. Das ist zwar schon eine Weile her (2010-2012), aber wonach klingt das? Danach, was momentan auch Ägypten macht.

        • TomGard

          ” … und die nationale Armee flugs in eine Söldnerarmee umfunktioniert.”

          Das wird nicht geschehen. Der Deal hat mich verblüfft, weil er vollkommen inkompetent erscheint. Als hätte Hollande seine Partner iwie besoffen gemacht, damit sie sich seinen Spintisierereien ergeben. Es sei denn …

          Es sei denn, der globale Fraktionskampf tobt jetzt in voller Stärke durch das saudische Königshaus.

        • Darauf einen Dujardin!

        • Jones2theBones

          Mir ist ehrlich gesagt zwar kein einziger Zeitpunkt in der Weltgeschichte bekannt, wo die französischen Waffen die Nummer 1 waren.
          Aber auch niemals unter Durchschnitt.

          Was den Fall angeht, so kann es sich auch einfach um eine Entlohnung der Franzosen handeln.
          Während die Briten & die Deutschen mehr oder weniger im Einklang mit Obamas neuer Nahostpolitik handeln, haben sich die Franzosen zu deren lautstarken Gegner aufgeschwungen, wie schon bei den iranischen Atomverhandlungen zu hören war, als sie in der ersten Gesprächsrunde die Verhandlungen sabotierten.
          Die saudische Armee ist schon so schwer gerüstet, dass sie wohl kaum noch weiteres Gerät brauchen dürfte, auch bindet man die Franzosen bei komplexern Waffensystemen mit Wartungsverträgen ökonomisch und politisch an die Region. Das Vakuum, das die USA zu hinterlassen scheinen, wird hierdurch ein wenig gestopft.
          Als Zusatz nehme ich an, dass die Saudis hierfür auch die eine oder andere Zusage von der libanesischen Seite erhalten haben, beispielsweise mit Hinblick auf Qalamoun und Syrien generell größere Freiheiten für die Dschihadisten, oder auch einfach das Militär gegen die Hezbollah stärken will.

          Wie der Zufall es so will, habe ich heute in Frankreich mal wieder Wein gekauft.
          Es hat seine Vorteile, 6 km von der französischen Grenze zu wohnen.

        • Nobilitatis

          “Mir ist ehrlich gesagt zwar kein einziger Zeitpunkt in der Weltgeschichte bekannt, wo die französischen Waffen die Nummer 1 waren.” Napoleon?

        • Jones2theBones

          Aus ‘nem technischen Standpunkt gemeint, nicht auf die taktische und strategische Anwendung bezogen.

          Die Revolutionsheere unterschieden sich nicht so sehr in ihrer Ausrüstung von den Koalitionsarmeen, sondern in ihrer massierten Anwendung.
          ;)

        • Andreas Hirsch

          Außerdem hat Napoleon die medizinische Versorgung seiner Truppen modernisiert, was deren Moral unglaublich stärkte. Verwundete wurden abtransportiert und versorgt, während viele der verletzten gegnerischen Soldaten elend verreckten. In Syrien jetzt ist es ja ähnlich. Hinterwald gegen Moderne.

        • Jones2theBones

          Nochmal: Das ist eine organisatorische Errungenschaft, ich sprach von waffentechnischen Errungenschaften. Mir ist nicht bekannt, dass die französische Armee waffentechnisch jemals die Nummer eins oder aber unter Durchschnitt war.
          Die napoleonischen Armeen unterschieden sich nicht in der Ausrüstung, sondern allenfalls in Taktiken & Strategien von den anderen.
          Und nicht einmal dort. Es waren vor allem die überragenden Fähigkeiten vieler seiner Führer, die diese Erfolge herbeiführten.
          Das es durchaus auch komplett anders herum gehen konnte, zeigt beispielsweise der Italienfeldzug Suvorovs mit der Schlacht von Trebbia: Einer der sehr wenigen Schlachten in der Weltgeschichte, wo eine bedeutend kleinere Armee offensiv in einer regulären Schlacht die gegnerische, technologisch ebenbürtige Armee fast komplett vernichtete.

        • Nobilitatis

          Ich hab da ein Buch zu Haus: Military Blunders. Es ist gar nicht so selten. Natürlich ist es prozentual gesehen selten, aber es kommt oft genug vor, weil Erfolg im Krieg nicht nur von Größe und Ausrüstung der Armeen bestimmt wird.

        • Dike

          Gut, dass es hier so viele Waffenexperten gibt. Keine schlechte Idee die Baguettewerfer. Aber was sind schon 3 Mrd für die Saudis. Frankreich schwebt auf Wolke 7 und freut sich über die Abschlüsse. Ob allerdings die libanesische Armee mit neuen Waffen auch eine neue Kampfmoral geliefert bekommt ist eine andere Frage. Die Saudis versuchen alles, ihren Einfluss im Libanon zu festigen.

  • littleguerillero

    Zu der Lunte im Irak….
    Ich weiß es gehört ja zur erweiterten Agenda der ISIL/ISIS den Irak mit zu “bearbeiten”, aber zum jetzigen Zeitpunk? Der Irak wurde in der letzten Zeit massiv mit Waffen ausgestattet, welche ein gehöriges Potential darstellen. Aus den USA allein 12 Mrd. in den letzten Jahren, ein großes Paket wurde 2013 mit Russland geschnürt. Mit dieser Aktion holen sich die “Schwarzen” eine 2 weiße Dame auf das Brett.

    Hier will wohl wer “mitspielen”….

  • kaumi

    https://www.facebook.com/photo.php?v=1452134351674850&set=vb.1406456436242642&type=2&theater
    Hallab – öffentliches Auspeitschen, weil die Männer dem Freitagsgebet ferngeblieben sind…
    Jeder Syrer, der einen Funken Ehre und Stolz im Leibe hat, egal welcher Seite er angehören mag, sollte sich das ansehen und sich fragen, ob wir es Ausländern erlauben sollten, uns vor den Augen unserer Nachbarn, Freunden und Familien so zu behandeln?
    Und sie sollten sich fragen, von welchem Volksaufstand und von welcher Revolution wir noch sprechen?
    Und sie sollten sich fragen, was sie dagegen tun werden.

    • Diese Frage haben wir SYRER laengst beantwortet. Daher importieren die terroristische Regimes USA, Saudi-Arabien et.al. ja nur noch auswaertige Moerder in unser Syrien und rekrutieren Kinder.

  • habkind

    Ein interessanter Film über die NDF, tlw. in den verschneiten Bergen.
    In dem Film wird das tägl. Leben der Soldaten gezeigt , ohne Kampfhandlungen (Wasser schöpften, Kochen, Brotlieferungen, etc.)

  • kaumi

    http://breakingnews.sy/ar/article/31711.html
    Auch im Krieg wird an der Bildung gefeilt:
    ab kommendem Schuljahr sollen die Schüler der 7. Klassen (Beginn mittlere Reife) zwischen der französischen und – neu – russischen Sprache als 2. Fremdsprache wählen können. In der Grundschule ist englisch weiterhin Fremdsprache Nr.1.

    Weitere Kurzinfos abseits des Mainstreams:

    - ISIS droht mit Rückzug aus Halab, sollten ihre Kämpfer weiterhin “feindsälig” von Einwohnern der Stadt oder anderen kämpfenden Einheiten (gemeint sind die sog. “Rebellen”) behandelt werden
    - Inter-islamistische Kämpfe nehmen an Fahrt auf. Die “ISIS-Stadt” Ar Raqa gerät zusehens in diesen Sog
    - McCaine und Graham (auch der andere ist ein US-Senator) werfen B. Obama Versagen in der Aussenpolitik vor. Durch sein Zögern in der Syrienfrage wäre er maßgeblich für der “Rückkehr” der Al Qaida verantwortlich. (Und ich dachte die ganze Zeit, der US-Einsatz im Nahen Osten und Afghanistan seit über 10 Jahren soll eben diese Rückkehr unmöglich machen :-), bzw. die Al Qaida eliminieren)
    - Mehr als 230 Kämpfer übergaben sich und ihre Waffen gestern im Rif Dimashq den syrischen Armeekräften

  • Habkind

    ISIS hat sich gestern aus Sheick Saeed in Aleppo schon zurückgezogen.
    ( Daash terrorist organization withdraws from the front in Sheikh Saeed in #Aleppo.)

  • TomGard

    Vielleicht kann man die Info hier einfach mal stehen lassen, ohne Gekreisch und Forderungen nach meiner Eliminierung?

    Russia delivers 13 “Night Hunter” strike helicopters to Iraq
    Iraq has received 13 Mil Mi-28NE helicopters under a $4.2 billion defense contract with Russia. The helicopters, dubbed “Night Hunter” for their night operation capabilities, were delivered to Umm Qasr Port on Sunday, Itar-Tass reported. The Iraqi army received 15 similar aircraft last year, which they plan to use in the fight against militants. Under the contract, signed in October 2012, Iraq is also to receive 24 Pantsir-S1 anti-aircraft systems and 12 more Mi-28NEs.

    • das gab es doch schon gestern auf deutsch zu lesen:http://de.ria.ru/politics/20140105/267596799.html
      Aber warum glaubst du, das die Mi28 dich eliminieren sollen?

      • Er wird wohl eine Beteiligung Russlands an der Balkanisierung des Iraks und Syriens meinen.

        • Nobilitatis

          Wäre das nicht ein Beitrag zur Stärkung der irakischen Regierung und damit des “schiitischen” Halbmonds, ergo gegen die “Balkanisierung” gerichtet?