Jahresrückblick 2013: Libyen

Der Artikel zu Libyen gibt bei allem, was nicht erwähnt wird, einen recht guten und sachlichen Überblick über die Lage im Lande, soweit sie überhaupt bekannt ist oder soweit Chaos beschrieben werden kann. Er ist dabei weit von den Internetlegenden über einen „Grünen Widerstand“ entfernt, und die ursprünglichen Ereignisse von 2011 werden eindeutig als „Bürgerkrieg“ bezeichnet. Warum das legitim ist, erfährt man auch – ansatzweise.

Für Libyen ging das Jahr 2013 praktisch ohne Veränderungen über die Bühne. Das geteilte Land mit einer schwachen Zentralmacht war das ganze Jahr über damit beschäftigt, eine gewisse Balance zwischen Tripolis und den verschiedenen Regionen des Landes zu etablieren. Ungeachtet unverhohlen separatistischer Tendenzen, die traditionell von der Kyrenaika ausgingen, ist die Einheit des Landes nach wie vor Konsens der verschiedenen Kräfte in Libyen.

libyen_titelDas Abflauen des Interesses der Medien an Libyen war einerseits durch die Übersättigung mit Informationen im Zuge der wichtigsten Ereignisse im Land bedingt, andererseits ist der Westen direkt daran interessiert, dass das “libysche Thema” abgeschlossen wird. Zu deutlich ist der Kontrast zwischen den deklarierten Zielen seiner Intervention in den inneren Konflikt in diesem Land und den wirklichen Ergebnissen des Sieges der Rebellion, des Bürgerkriegs und der Intervention.

Damit kann man wohl begründen, dass die Nachrichten aus Libyen bruchstückhaft und an konkrete Ereignisse gekoppelt von dort zu uns drangen, so dass es kaum möglich ist, die Prozesse, die derzeit in Libyen ablaufen, auch nur annähernd objektiv zu verstehen.

Vor einem solchen Hintergrund ist die Einheit des Landes, das de facto in einzelne Territorien zerfällt und unter der Kontrolle vollkommen verschiedenartiger Kräfte und Gruppierungen steht, nicht ganz verständlich. Im Schatten bleiben nämlich die Stabilisierungsfaktoren, welche noch eine Somalisierung und Balkanisierung Libyens verhindern.

Misrata ist heute eine eigenartige, quasi selbständige Handelsrepublik, die von Händler-Clans regiert wird

Es mag seltsam erscheinen, aber eines der wichtigsten Machtzentren – die Hafenstadt Misrata – ist ungeachtet aller erdenklichen Boni, welche die Elite dieser Stadt aus der Zerschlagung der Dschamahirija ziehen konnte – gerade einer der Faktoren, die einen Zerfall des Landes verhindern. Möglich, dass das als ein Paradoxon erscheint, aber es gibt durchaus logische Erklärungen dafür.

Misrata, Tripolis-Straße im Sommer 2011

Misrata, Tripolis-Straße im Sommer 2011

Zum heutigen Tage ist Misrata die einzige libysche Stadt, die sich vollständig von den Folgen des Bürgerkriegs erholt hat, welcher sie schwer betroffen hatte. Die Kampfhandlungen der Gaddafi-Armee und der Freischärler von Misrata betrafen zwar vergleichsweise wenige Stadtgebiete, doch die Folgen des Krieges sahen hier direkt nach dessen Ende nicht weniger schockierend aus als die Ruinen von Sirte und Bani-Walid.

Inzwischen ist Misrata eine blühende und vollkommen friedliche Stadt, in der es praktisch keine Probleme mit der Sicherheit gibt; es gibt Arbeit und ganz allgemein ist die Lage hier vollkommen anders, als in allen übrigen libyschen Städten.

Misrata ist heute eine eigenartige, selbständige Handelsrepublik, die von Händler-Clans regiert wird. In gewisser Weise erinnert sie an Groß-Nowgorod, an die Hansestädte oder an die Republik Soan aus Strugatzkis “Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein” (oder an den Pax Mercantilus in Dan Simmons’ “Ilium/Olympos”, falls das dem hiesigen Leser ähnlicher Genres näher ist – apxwn).

Erfolgreiche Handelsgeschäfte sind ein Unterpfand der Blüte Misratas, und ihre vollständige Unabhängigkeit von der Zentralmacht belässt einen ordentlichen Teil des Gewinns im städtischen Budget. Misratas schlagkräftige Kampfgruppen, die man unter dem Namen “Schild Libyens” kennt, gewährleisten die Sicherheit der Stadt und machen ihren Einfluß in Schlüsselbezirken des Landes geltend. Dabei ist die Selbständigkeit der Händler-Clans durch den islamischen Faktor eingeschränkt – der mit ihnen paktierende Mufti Al-Sadyk al-Ghiryani bekennt sich zur Ideologie der Muslimbrüder in einer recht modernistischen Lesart. Während er gern die Augen vor einer nicht allzu eifrigen Erfüllung der Gebote des Propheten seitens der führenden Köpfe der Stadt verschließt, steht er nichtsdestoweniger für die ideologische Kontrolle über dem Goldenen Kalb, damit dieses den ansässigen Händlern den Blick nicht allzu sehr vernebelt. Im Gegenzug halten die Händlerclans ihrerseits den Fanatismus der Islamisten auf einem noch recht annehmbaren Niveau, indem sie deren Energie nach außerhalb der Stadtgrenzen kanalisieren.

Diese eigenartige Machtkonstruktion gestattet es Misrata, heute eine der erfolgreichsten Regionen des Landes zu sein, während die durchaus ehrfurcht gebietenden militärischen Möglichkeiten ihr Gewaltinstrument sind.

Ali Seidan

Ali Seidan

Dabei liegt nicht ein Zerfall des Landes im Interesse der Scheichs von Misrata, wonach ihr Leben sich auf das Zurückschlagen von immer wilder werdenden Mitbürgern beschränken müsste, sondern die Existenz einer einheitlichen, dabei aber genügend schwachen Zentralmacht, die immer noch in der Lage wäre, die Situation in Libyen unter Kontrolle zu halten. Die Abgeordneten aus Misrata im libyschen Parlament sind die größte und am besten organisierte Oppositionskraft, die es der Regierung Ali Seidan nicht gestattet, ihren Einfluss zu erweitern. Einheiten aus Misrata kontrollieren die Lage ebenso in Schlüsselbereichen Libyens – in Bengasi, Sirte, Brega, Tripolis, und hindern die jeweils regionalen banditischen Gruppen und Separatisten daran, allzu energisch gegen die Zentralmacht zu opponieren.

Dabei verfolgt man in Misrata mit steigender Eifersucht das Erstarken Tripolis’. In erster Linie betrifft das die Aufstockung der Regierungstruppen und der Geheimdienste. Die Ereignisse Mitte November 2013 in Tripolis, als man friedliche Demonstranten zusammenschoss, waren das Werk der Hände vom “Schild Libyens”, der sich kurz darauf aus Tripolis zurückzog. Das aber erfolgte weniger durch Druck von Seiten der Regierungstruppen, als vielmehr durch den Beschluss des Stadtrates von Misrata. Sollte es einen entsprechenden Beschluss geben, so rücken sie ohne jeden Zweifel wieder in Tripolis ein.

Eigentlich haben die Scheichs von Misrata nichts Neues erfunden – ungefähr so lebt diese Stadt bereits seit hunderten von Jahren. Die Zeit der Dschamahirija ergab etwas eingeengtere Verhältnisse für sie, doch auch zu Zeiten Gaddafis hatte Misrata eine gewisse Autonomie im Gegenzug für Loyalität gegenüber dem Führer.

Milizen und Banden

Die vordringliche Aufgabe der Regierung Ali Seidan war und ist das Zügeln der vielen bewaffneten Milizen, die niemandes Kontrolle unterstehen, außer der ihrer eigenen Anführer. Abgesehen von Misrata wären da noch die Barqa-Miliz aus Bengasi, die einen Führungsanspruch in der Kyrenaika geltend macht, dabei aber gezwungen ist, diese Rolle mit der sogenannten “Edölverteidigungsarmee” aus Adschdabia zu teilen, welche wiederum im Grunde nichts anderes ist als eine auch durch Schutzgelderpressung bekannte, organisierte Söldnerbande, die gegen Bezahlung Erdölvorkommen, Pipelines und Erdölterminals der Großen Syrte bewacht. Die sogenannten Zintanis oder “Armee der Westberge” besteht aus ehemaligen Berbermilizen mit einem in Zintan gelegenen Zentralkommando. Die historisch schon immer schwierigen Beziehungen zwischen den Amazigh-Berbern und der Staatsmacht in Tripolis gestalten sich derzeit eher zugunsten der ersteren.

Die vier militärischen Hauptmächte in Libyen und ihre etwaige Lokalisation. Das "Schild Libyens" ist der Rest eines Versuchs, verschiedene Rebellengruppen unter einem Kommando zu sammeln und untersteht Misurata. Die "offizielle" Armee untersteht dem Verteidigungsministerium, das von Zintan kontrolliert wird. Die "Erdölverteidigungsgarde" ist eine eigenständige Struktur mit Kommando in Adschdabiya, die "Barqa" untersteht dem Rat der Kyrenaika mit Sitz in Bengasi. Dazu kommen Unmengen an kleineren Banden und Gruppierungen sowie die Islamistenbrigaden, insb. in Sebha und Derna.

Die vier militärischen Hauptmächte in Libyen und ihre etwaige Lokalisation. Das „Schild Libyens“ ist der Rest eines Versuchs, verschiedene Rebellengruppen unter einem Kommando zu sammeln und untersteht Misurata. Die „offizielle“ Armee untersteht dem Verteidigungsministerium, welches von Zintan kontrolliert wird. Die „Erdölverteidigungsgarde“ ist eine eigenständige Struktur mit Kommando in Adschdabiya, die „Barqa“ untersteht dem Rat der Kyrenaika mit Sitz in Bengasi. Dazu kommen Unmengen an kleineren Banden und Gruppierungen sowie die Islamistenbrigaden, insb. in Sebha und Derna.

Darüberhinaus gibt es noch eine Zahl weiterer Milizen sowie unverhohlen banditische Gruppierungen. In erster Linie muss man dabei an die Stämme denken, die von ihrem angestammten Platz in der Stammeshierarche verstoßen wurden. Die Warfalla stehen in dieser Konstellation gesondert da, da dies einfach der zahlenmäßig größte Stamm ist; die Scheichs von Misrata sehen die Wiedererstehung des Stammsitzes der Warfalla, Bani Walid, mit einiger Mißgunst und unternehmen regelmäßig Strafexpeditionen in dieser Richtung.

Daneben gibt es Stämme, die keiner Staatsmacht je besonders loyal gewesen sind und die Schwäche Tripolis’ jetzt im eigenen Interesse zu nutzen wissen. Der Südwesten Libyens hängt stark von den in Mali ablaufenden, schwierigen Prozessen ab – im Hintergrund dessen stehen Versuche, ein vergleichsweise unabhängiges Azawad zu schaffen. Und schlußendlich gibt es einfach nur desorganisierte Banditen auf den Straßen und einfache Bürger, die gezwungen sind, an sochen Orten, an denen eine Staatsmacht als Kategorie einfach nicht existiert, Bürgerwehren und sonstige Systeme der Selbstverteidigung aufzubauen.

Die libysche Wüste ist derweil zum Hort von Islamisten geworden und wird von gewissen Westmächten für Trainingslager von Rebellen-Kampfgruppen gebraucht. Diese Lager wandern allerdings inzwischen in Richtung Irak und Syrien ab, weshalb die Bedeutung Libyens in dieser Hinsicht wesentlich gesunken ist. Zu alledem kommt eine ungeheure Menge an Waffen, die jedermanns Kontrolle entzogen worden ist. Von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet ist es vielleicht gar nicht einmal so schlecht, dass die Gaddafi-Regierung eine Zeitlang mit internationalen Sanktionen belegt war – das hat es verhindert, dass die Rebellen im Endeffekt an verhältnismäßig moderne Waffen kamen, wobei sie freilich die Qualität durch Quantität wettzumachen versuchen.

Balance aus Konkurrenz und Kooperation

Dieses verworrene Konglomerat verschiedener Interessen wird durch die für alle Teilnehmer der Prozesse bestehende, objektive Notwendigkeit austariert, wenigstens irgendeine halbwegs funktionierende Zentralregierung zu haben. Die Stämme und sonstigen Gruppierungen, von denen eine jede ihren Teil an der libyschen Wirtschaft kontrolliert – die an sich nichts weiter darstellt als den Export von Kohlewasserstoffen -, benötigen gewisse einheitliche Strukturen, auf deren Grundlage man halbwegs koordiniert Erdöl fördern, transportieren und verfrachten kann. Ein Zerfallen Libyens ist schon allein aus diesem Grunde ein recht hypothetisches Szenario, auch wenn niemand es für möglich erachtet, seine Interessen mehr als nötig gegen Kompromisse einzutauschen.

Unter diesen Umständen wird die libysche Regierung von allen Parteien bestenfalls als Erste unter Gleichen betrachtet, und ein jeglicher Versuch dieser Regierung, mehr an Einfluß geltend zu machen, als sie es derzeit hat, trifft auf hartnäckigen Widerstand von Seiten der Clan-Scheichs und der Stadträte.

Das Jahr 2013 hat bezüglich dieser Lage keinerlei bedeutende Veränderungen gebracht. Es verlief im Grunde durch eine endlose Aneinanderreihung von Zusammenstößen zwischen Rebellenbanden und Milizen, von taktischen Grabenkämpfen im Parlament, von regelmäßig wiederkehrendem und gewiss auch heftigem Aufflammen militärischer Auseinandersetzungen.

Es ist wahrscheinlich, dass auch die kommenden Jahre in ungefähr solchen Versuchen verlaufen werden, ein relativ stabiles Zentrum zu etablieren; dabei ist nicht gesagt, dass es sich unbedingt um Tripolis handeln muss. Auf jeden Fall wäre Misrata in einer Eigenschaft als neue libysche Hauptstadt (ob rein nominell oder de facto spielt dabei keine Rolle) nicht vollkommen abwegig, auch wenn die Händler-Clans keine solchen Andeutungen machen und sämtliche Auseinandersetzungen damit nach außerhalb der ihrer Stadtgrenzen verlagern. Es gibt natürlich immer noch die Variante, dass eine neue, charismatische Führungspersönlichkeit vom Schlag eines Muammar Gaddafi auftritt, aber ist es wahrscheinlicher, dass diese Etappe in Libyens Geschichte inzwischen vorüber ist. Eher denkbar ist, dass das Land in Zukunft weit weniger zentralisiert strukturiert sein wird als früher, so dass es bei mehreren Machtzentren bleibt, die in einer Balance aus Konkurrenz und Kooperation existieren.

Bevölkerungsdichte und Erdöl-/Erdgasproduktion

Bevölkerungsdichte und Erdöl-/Erdgasproduktion

In gewisser Weise wiederholt Libyen das Schicksal Japans, das nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg und der Besetzung formal alle Attribute einer westlichen Demokratie annahm, ebenso formal und demonstrativ seine einzigartige Wirtschaft, die auf den industriell-kapitalistischen Zaibatsu basierte, einstampfte, im Endeffekt aber immer Japan blieb, indem es die von außen eingebrachten Attribute mit den inneren Gegebenheiten verschmolz. Analogien sind immer eine Sache mit vielen “abers”, in Libyen jedoch, das nach der Zerschlagung der Dschamahirija von außen betrachtet eine parlamentarische Demokratie geworden ist, geht das Leben weiter, wie es immer war, nämlich innerhalb von Balancen zwischen verschiedenen Interessen, die auf Stammestraditionen und lokalen Besonderheiten beruhen. Der Übergangszeitraum kann Jahre dauern, aber im Endeffekt wird Libyen ein sich selbst genügendes und relativ unabhängiges Land bleiben.

Russisch-libysche Projekte im Eisenbahnbau, bei der Erdölförderung und im militärtechnischen Bereich

Für uns besteht das besondere Interesse an Libyen in einzelnen Punkten, zu denen man das Schicksal zweier Russen und ihrer Mitgefangenen aus der Ukraine und Weißrussland zählen muss.

Anfang 2013 begann Russland noch vorsichtige, dabei aber durchaus zielgerichtete Schritte hin zu einer Wiederaufnahme der Kooperation mit Libyen, welche durch die Rebellion und schließlich durch den Krieg von 2011 unterbrochen worden war. Die drei Hauptrichtungen für russische Projekte in Libyen sind die Fortführung des Eisenbahnbaus entlang der Mittelmeerküste, Projekte im Bereich Erdöl sowie Zusammenarbeit im militärtechnischen Bereich. Es gibt verschiedene Schätzungen, denen zufolge der Umsatz aus diesen Projekten auf 10 bis 15 Milliarden US-Dollar beziffert wird. Zu einem Teil gab es zu diesen Projekten noch unter Gaddafi entsprechende Vertragsabschlüsse, ein weiterer Teil wird noch ausgearbeitet, und einige befinden sich noch im Stadium von Sondierungsgesprächen.

Diese Verbindungen wurden allerdings nach dem seltsamen Zwischenfall im Herbst 2013 wieder komplett gekappt. Ein seltsamer und immer noch rätselhafter Fall mit Beteiligung der russischen Staatsbürgerin Ustjuschaninowa, die in Tripolis angeblich ein Mitglied einer halb banditischen Miliz umgebracht haben soll, führte zu einem Angriff auf die russische Botschaft und hernach zu ihrer Evakuierung. Zum heutigen Zeitpunkt kehrt die Besatzung der Botschaft wieder allmählich nach Tripolis zurück, so dass es Hoffnung auf eine Fortführung der Zusammenarbeit wie auch für ein Ende der Geschichte um die gefangenen Russen, Weißrussen und Ukrainer gibt, welche Tätigkeiten auch immer sie im Jahr 2011 in Libyen ausgeübt haben.

Quelle: itar-tass.com

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  • Nobilitatis

    Strugatzkis “Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein”
    Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für die, die es noch nicht kennen.

  • clearly

    Vom sicheren Urlaubsland mit direkter Demokratie und reichlichen Ressourcen wie Landschaft, Grundwasser und Erdöl im Eigentum des Vokes für den Aufstieg vom ärmsten Land der Welt 1951 zu höheren Sozialstandards als in Europa, noch Anfang 2011 offiziell bestätigt von der UNO, dann tatsächlich unter derselben Kolonialfahne von 1951 zurück zu einem Libyen, in dem die Konzerne das Sagen haben und ein Menschenleben keinen Wert mehr hat. Wenn dafür keine koloniale Aggression versanstaltet wurde sondern ein „Bürgerkrieg“, dann müssten die meisten Libyer entweder leidenschaftliche Masochisten sein, oder total verrückt.