Nordkaukasus: Erntezeit im Januar

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Nein, das ist kein Vorort von Damaskus. Es ist nicht Aleppo, nicht Adra, nicht Deiz ez-Zor. Aber es ist ein Ort in einer Gegend, aus der die “Schischani” unter anderem auch nach Syrien gehen: die Aufnahmen zeigen einen Anti-Terror-Einsatz in einem Vorort von Machatschkala im Nordkaukasus.

Die gerade dort laufenden Maßnahmen haben alle Anzeichen eines Pflückens reifer Früchte. Abgesehen von der Aufnahme oben (7 liquidierte Terroristen) laufen in Russland fast jeden Tag weitere Anti-Terror-Einsätze. Ramsan Kadyrow meldet den x-ten Tod von Doku Umarov. Eine gewisse gründliche Vorbereitung der Olympiade sozusagen.

Jedenfalls äußerlich. Dass solche Zellen von manchem Amtsträger vor Ort begünstigt werden ist auch ein offenes Geheimnis. Welche Gründe diese jeweils haben ist gar nicht so wichtig; es gibt viele, und die meisten sind rationell und nicht ideologisch. Deswegen wären wirksame Anti-Terror-Maßnahmen durchaus in der Etage regionaler Eliten fortzuführen.

Im Nordkaukasus begann noch zu Sowjetzeiten ein allmählicher Zerfall der traditionellen Stammes- und Clanstruktur in Richtung anonymer, “urbanisierter” Moderne. Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der UdSSR war der Übergang lange nicht abgeschlossen. Eine recht gefährliche Lage, die durch den Zusammenbruch der Sowjetunion nur verschärft wurde.

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