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Warum der Iran von der Syrienkonferenz ausgeladen wurde

Quelle: itar-tass.com

Unmittelbar vor Beginn der Konferenz zur Beilegung der Krise in Syrien im schweizerischen Montreux bleiben ihre Aussichten höchst nebulös. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob es überhaupt zu ihrer Eröffnung kommt und wer letztlich die Teilnehmer sein werden, allem voran, ob denn die syrische Opposition daran vertreten sein wird.

Hassan Rohani, im letzten Moment ausgeladen

Hassan Rohani, im letzten Moment ausgeladen

Was die Ereignisse angeht, so haben die vergangenen Tage immer erfolgversprechendere Nachrichten gebracht: das Nationale Koordinationskomitee der syrischen Opposition (NCB) hat seine Teilnahme an der Konferenz abgelehnt, während die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte (NCC) nach langem Zögern endlich entschieden hat, sich an den Verhandlungen in der Schweiz zu beteiligen.

Das sind nachvollziehbare Entscheidungen: in Montreux geht es um die Frage der Macht im Staat, und das Nationale Koordinationskomitee hat, da es vor allem aus Menschenrechtlern und Intellektuellen besteht, dabei nichts verloren. Ihr einziger Zustand ist die permanente Opposition zu jedweder Staatsmacht. Die Nationale Koalition hingegen ist ein rein politisches Organ. Ihr Ziel ist nichts anderes als der Kampf um die Macht. Auf dem Schlachtfeld ist das nicht gelungen, und es wird immer offensichtlicher, dass das nicht mehr gelingen wird. Es bleibt eine letzte Variante – eine Einigung mit der bestehenden Staatsmacht.

Das Problem der Nationalen Koalition (NCC) besteht darin, dass sie weder legitim noch selbständig ist

Das Problem der Nationalen Koalition (NCC) besteht darin, dass sie weder legitim noch selbständig ist. Aus diesem Grunde ist sie nicht dazu in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen und ist nichts weiter als ein Überbringer des Willens der Sponsoren, in erster Linie Saudi-Arabiens. Saudi-Arabien hat nun durchaus konkrete Zielstellungen in diesem Krieg. Syrien wird von einem Teil der saudischen Eliten als ein Kriegsschauplatz in der Auseinandersetzung mit dem Iran, ihrem regionalen Gegner, begriffen. Die derzeitige Aufgabe Saudi-Arabiens besteht darin, den Krieg in das Territorium der sunnitischen Provinzen des Irak zu verlagern und somit an den eigenen Grenzen Pufferzonen zu schaffen, die das Königreich vom “schiitischen Halbmond” aus Iran, Irak, Syrien und des Libanon trennen.

Ein jeglicher Vorteil für den Iran ist für Saudi-Arabien deshalb unannehmbar, daher auch der nur anderthalb Tage vor Beginn der Konferenz erfolgte Verzicht des NCC auf Teilnahme daran, als der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine offizielle Einladung an den Iran ausstellte. Die Vereinigten Staaten waren zu einer ebenso entschiedenen Reaktion auf die Einladung des Iran gezwungen. Sie sind derzeit noch nicht zu einem endgültigen Bruch mit Saudi-Arabien bereit, obwohl ein Nichtzustandekommen der Konferenz ganz und gar nicht in die Pläne des Weißen Hauses passt.

Unter solchen Umständen ist es nicht nur schwer, die Ergebnisse der Konferenz vorauszusagen, sondern selbst die Wahrscheinlichkeit ihres letztendlichen Zustandekommens ist unklar. Sie wird letzten Endes wahrscheinlich doch stattfinden, selbst, wenn sie einmal mehr verschoben werden müsste. Das ist in aller Hinsicht sehr schlecht, aber immer noch besser als ein kompletter Verzicht darauf.

Es hat bei alledem Sinn zu verstehen, was genau die verschiedenen Parteien in Montreux erreichen wollen. Worin für jeden das Ziel einer Teilnahme an dieser Konferenz besteht.

Die syrische Regierung ist dazu bereit, die gemäßigte Opposition in ihre Strukturen aufzunehmen, einschließlich der Gewaltstrukturen

Die syrische Regierung ist dazu bereit, die gemäßigte Opposition in ihre Strukturen aufzunehmen, einschließlich der Gewaltstrukturen. Das Interesse Assads besteht in einer Spaltung der ihm entgegenstehenden Rebellengruppierungen und eine saubere Auftrennung in säkulare, mit denen man die Macht teilen könnte, und Dschihadisten, die vernichtet werden müssen. Und das möglichst unter Beteiligung der bisherigen Rebellen von der Freien Syrischen Armee. Sie führt ohnedies bereits erbitterte Kämpfe mit Einheiten des “Islamischen Staats im Irak und Syrien” (ISIS), so dass es bei ihrem Kommando wahrscheinlich nicht allzu viel an Überzeugungskraft bedürfen wird.

Die Position der syrischen Regierung ist nachvollziehbar: der Krieg hat die Ressourcen des Landes ausgedünnt. Die Wirtschaft ist zerstört, die Menschen sind seelisch und körperlich kaputt, es gibt fast 2 Millionen Flüchtlinge und mehr als 100 Tausend Tote. Der Krieg könnte noch fortgeführt werden, aber die Folgen wären katastrophal. Ein Sieg könnte im Endeffekt nicht viel besser sein als eine Niederlage.

Die syrische Opposition könnte ein Pardon bekommen, nebst einiger Stellen an der Macht und in der Regierung. Das, was sie unter gar keinen Umständen mehr auf dem Schlachtfeld erreichen kann, kann sie am Verhandlungstisch bekommen. Ruhmlosigkeit in der Emigration oder Macht im Heimatland – das ist die Wahl, die sie hat. Es wird sich dabei sicher nicht um die höchste Macht im Staate handeln, aber immerhin ein Ergebnis.

Für Russland würde ein Übereinkommen in Genf einen weiteren diplomatischen Sieg bedeuten, dessen Wert sehr hoch ist

Für Russland würde ein Übereinkommen in Genf einen weiteren diplomatischen Sieg bedeuten, dessen Wert sehr hoch ist. Nach Zerfall der UdSSR hat Russland diese höchst bedeutende Region praktisch komplett verlassen, und nun könnte eine Rückkehr durch diplomatische Siege Russland die Chance bieten, den verlorenen Einfluss und die Möglichkeiten schnell wiederherzustellen. In der sich ergebenden Situation, bei der ein Krieg entlang einer Linie Süd – Nord Wirklichkeit wird, ist es von unschätzbarem Wert, diesem Krieg möglichst abseits seines eigenen Territoriums zu begegnen.

Die Vereinigten Staaten hinterlassen rauchende Trümmer und bekommen die Gelegenheit, den Nahen Osten in Richtung Asiatisch-Pazifischer Raum zu verlassen, da sie gewiss sein können, dass die von ihnen in der Region erzeugten Probleme und Minen es im Verlauf des kommenden Jahrzehnts niemandem gestatten werden, ihre Interessen ernstlich zu bedrohen, was ihnen die Hände für ihre Hauptaufgabe freimacht – die Auseinandersetzung mit China.

Die regionalen Player Iran und Saudi-Arabien betrachten die Konferenz unter einem anderen Blickwinkel: es handelt sich um eine Fortsetzung des Krieges und eine Atempause vor dem nächsten. Dessen Konturen nehmen bereits Gestalt an. Das Ziel Saudi-Arabiens besteht darin, den “schiitischen Halbmond” zu zerreißen und auf den sunnitischen Gebieten des Irak und Syriens ein radikales sunnitisches Kalifat zu schaffen, dessen einziger Existenzzweck es sein wird, einen gnadenlosen Kampf gegen die Schiiten zu führen. Das bedeutet automatisch eine Teilung des Irak und Syriens, die damit unvermeidliche Autonomie für Kurdistan und in weiterer Perspektive die Verlagerung katastrophaler Ereignisse auf das Gebiet der Türkei, deren Zerteilung die Bildung eines Kurdenstaates letztendlich besiegeln würde.

Ein unbhängiges Kurdistan würde zum Feind aller Länder der Region und gäbe Saudi-Arabien Gelegenheit zu einem erleichterten Aufatmen. Seine Feinde werden auf Jahre und Jahrzehnte hinaus beschäftigt sein, was es dem Königreich gestattet, die angesammelten inneren Probleme in Ruhe anzugehen. Derer gibt es eine ganze Menge, und es ist kaum möglich, gleichzeitig die Modernisierung des wirtschaftlichen und politischen Systems, die militärpolitische Allianz der sechs Golfmonarchien und einen erbitterten Kalten Krieg mit dem Iran durchzuführen.

Die Interessen Irans sind natürlich genau entgegengesetzt. Die Schaffung einer sunnitischen Enklave ist unbedingt zu verhindern – das ist die primäre Aufgabe, und Frieden in Syrien ist für den Iran ebenso von großer Bedeutung.

Möglich würde das durch die Schaffung einer großangelegten anti-dschihadistischen Front, die im Eiltempo dutzende und hunderte Tausend Islamistenkrieger zermahlen müsste, die deren Strukturen zerstört und selbst Ansätze einer Staatlichkeit im Keim erstickt.

"Das ist unsere Party!"

„Das ist unsere Party!“

Alle Konferenzteilnehmer sind an einem Waffenstillstand interessiert. Dabei ist eigentlich niemand mit dem derzeitigen Zwischenstand des Krieges zufrieden. Selbst wenn es also in Montreux zur Unterzeichnung von Dokumenten kommen sollte, so ist es vollkommen verfrüht, von einer endgültigen Lösung der “syrischen Frage” zu sprechen. Seinerzeit erwiderte Marschall Foch auf eine Gratulation zur Kapitulation Deutschlands mit den berühmt gewordenen Worten: “Von welchem Frieden sprechen Sie? Das ist lediglich ein Waffenstillstand!” Er sollte Recht behalten, und es ist sehr wahrscheinlich, dass Montreux lediglich eine Neuauflage der Waldlichtung von Compiègne darstellt. Falls die Sache überhaupt stattfindet.

Die Durchführung der Konferenz stand fast einen Tag lang in Frage, bis der UN-Generalsekretär die Einladung an den Iran zurücknahm und damit die Lage wieder in den Ausgangszustand versetzte. De facto bedeutet das einen taktischen Sieg für die Opposition und Saudi-Arabien, noch bevor die Konferenz begonnen hat. Aber allein der Fakt ihrer Durchführung bedeutet, dass die Aggressoren ihre ursprünglichen Ziele beim Krieg in Syrien nicht erreichen konnten. Jetzt benötigen sie erst einmal eine Atempause.

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  • Feti

    Also Sunniten hin und Sunniten her ich glaube nicht das auser ein paar jihadies in den Bürger Krieg ziehen würden. Das würde bedeuten das die die in dem haus wohnen( Syr. Irak) andere Sunniten akzeptieren werden.
    Oder würden sie in ihrem Haus andere aufnehmen auch wenn sie den selben glauben haben. Mit dem gedanken bin ich bei euch aber auf nehmen kann ich euch nicht.

  • Enis

    Ich habe mich persönlich über die Ausladung des Irans gefreut! Somit wird die Genf-Konferenz endgültig zur Farce! Der Iran kann sich somit mit dem Vorwand des „ehrenverletzten“ nur stärker in die Sache konzentrieren. Es ist mir auch bekannt, dass Ali Khamenei persönlich ein Ehrenversprechen abgegeben hat, Assad und Syrien nicht fallen zu lassen!

    Al-Moallem hat bei seiner Ankuft in Genf bereits das Ergebnis vorweggenommen:

    „…On statements of some figures of the so-called “the opposition coalition”, al-Moallem said that the issue of the President and regime are “red lines for us and for the Syrian people,” adding that the issue of the presidency would not be touched…“

    Möge Gott mir das Glück schenken auf syrischem Boden und unter syrischer Flagge zu sterben.

  • Beinstuhl

    Das wünsche ich dir, Enis !

    Obama äussert recht vernünftige Gedanken zum Thema, als würde er hier hin und wieder lesen ;)

    „I am not haunted by my decision not to engage in another Middle Eastern war.“
    „Very early in this process, I actually asked the CIA to analyze examples of America financing and supplying arms to an insurgency in a country that actually worked out well, (…) and they couldn’t come up with much.“

    „You have a schism between Sunni and Shia throughout the region that is profound. Some of it is directed or abetted by states who are in contests for power there. You have failed states that are just dysfunctional, and various warlords and thugs and criminals are trying to gain leverage or a foothold so that they can control resources, populations, territory,“

    http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2014/01/21/obama-explains-his-thinking-on-syria-and-it-is-profoundly-conservative/

  • Das, was in Montreux sitzt, ist keine „syrische“ Opposition sondern die Muppets der Terroristen USA, Deutschland (jawohl! SIE sind Terroristen!), Grossbritannien, Frankreich und derWahhabitischen Moerder al-saud / al-Thani. Die reale, patriotische, SYRISCHE Opposition ist NIE irgendwo eingeladen, sondern von diese Terroristen inclusive ihres Kermit Ban Ki Moon blockiert und zu Schweigen gemacht worden – ausserhalb Syriens. Was erwartet man von uns, die wir gezwungen sind zu sehen: die Moerder unserer Kinder und Freunde (ich habe 9 Freunde verloren) sitzen dort und sie wollen UEBER UNS entscheiden? Dies ist purer Irrsinn, pure Propaganda, purer Zynismus von Massen-Moerdern gegen ihre Opfer. Terroristen sind keine Partner, sie sind Feinde. Aber Syrien ist eine Nation von Kaempfer, dies werden Sie sehen. Zahlen SIE bitte wie schon IHRE Euros an al-Qaeda fuer den Morden an Syriens Kinder. WIR IN SYRIEN werden nie zu Ihnen knien. Wir spucken auf Sie.

    • Enis

      Fatime,

      Sie sollen ruhig in Luxusbauten zeit vergolden.. Währen dessen die SAA Fortschritte macht. Aleppos Internationele Flughafen ist unterdessen wieder offen!

      • Said

        @Fatime: Volle Zustimmung. Ich komme zwar nicht aus dem Nahen-Osten, aber es gibt genug Quellen um sich einigermaßen ein Bild über diesen traurigen Krieg zu machen. Manchmal denke ich, ich lebe auf dem Mond.

        • Nun, der Mond hat vieleicht keine Wahhabiten….

      • Ich weiss – meine Cousins sind beide in der Armee – Panzer und Luftwaffe, und sie sind stolz sie duerfen mit ihren Blut unsere heilige Syrien verteidigen.

        • Enis

          Allah mhayye jeysh al Arabi Souri!
          Was für ein göttliches Geschenk!

    • walter

      @ Fatime
      Volle Zustimmung! Ich bekomme als Nicht-Syrer Bauchkrämpfe bei den Meldungen über Gespräche mit der sogenannten „Opposition“! Ein widerwärtiges und von Ekel, Hass und Wut gekennzeichnetes Gefühl. Doch ich bin zuversichtlich, dass die Peiniger und Mörder keine ruhige Stunde mehr finden werden in Syrien. Denn der Arm des Gedächtnisses ist lang und die Wunden tief. Wie stellen diese Kreuzritter sich ein Leben in Syrien vor???? Keinen Schritt können sie ohne dicke Panzerungen machen. Und der Tag und die Stunde, an der sich ein Patriot ihrer Verbrechen erinnert, wird ihr Letzter sein!

      • T-999

        Dicke Panzerung nützt ihnen längst nicht mehr, dafür wurden die Metis, Kornet und Khrizantema Raketen entwickelt ;-)

        Wer hatts erfunden? Die Sowjets!

      • @Walter – danke sehr, auch fuer Ihre mannig faltige Kommentare, Sie sind ein Mann von grosse Ehre und Gefuehl Ihre Beitraege haben mich angeruehrt und Sie sprechen mit der Stimme Vernunft und Menschlichkeit, anderes als Ihre Regierung. Wir Syrer (Enis wird das bezeugen) wisse genau: es gibt in Europa Menschen, wie Sie, und anders die Terroristen in Berliner Reichstag. SIE sind uns willkommen, als Freund und Mensch. Vielen Dank.

      • aus dem Elend befreit sind wir groß

        @ Walter
        @all
        Bitte etwas breiter schauen! Das interessiert doch die Bourgeoisie nicht ob in Syrien oder anderswo ihre Lakaien gepanzert herum laufen müssen. Wer hat denn die Weltkriege verloren und wer sitzt dennoch ununterbrochen oben und schwingt die Peitsche!

        Und bitte!, was das alles kostet zahlt doch nicht die Bourgeoisie, die holen sich das immer aus den ausgebeuteten Klassen. Manche Diskussion geht am Kern vorbei. Auch hier im Blog wird sich mit viel Einzelheiten beschäftigt – und vieles davon ist durchaus zu betrachten – jedoch gilt es insbesondere das Grundübel zu sehen!

        Lassen wir uns nicht Augen, Hirn und Seele verkleistern.

        • georg

          @adEbswg
          >Lassen wir uns nicht Augen, Hirn und Seele verkleistern.<
          Wo? Wer?

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @ georg
          Ach, ist so unklar wer die Bourgeoisie ist?

        • georg

          Ist schon klar, was und wer die Bourgeoisie ist.
          Wie aber am ausgewählten Zitat zu erkennen ist, weiß ich nicht, wer sich hier Augen, Hirn und Seele zukleistern ließe.

        • Nobilitatis

          adEbswg: Auch sonst ist Ihr Kommentar mehr als rätselhaft. Welche Lakaien von wem laufen in Syrien gepanzert herum? Das gab es meines Wissens zuletzt im Mittelalter. Die Orks wollen in Syrien zwar mittelalterliche Gebräuche einführen, aber von gepanzerten Personen habe ich noch nichts mitgekriegt. Wahrscheinlich weil das nicht gegen Schusswaffen hilft.
          Und wer hat denn Ihrer Meinung nach „die Weltkriege“ verloren und sitzt „ununterbrochen oben und schwingt die Peitsche“?
          Die USA doch wohl nicht? Oder Israel? Ich will Ihnen nicht direkt Unrecht geben, aber nur deswegen, weil ich nicht weiß, was Sie eigentlich gemeint haben.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Nobilitatis
          @georg
          Ich will mal annehmen, dass die Fragen ernst gemeint sind, obwohl Ihre Fragen sehr konstruiert sind.

          @Walter schrieb in seinem Kommentar u.a. „Keinen Schritt können sie ohne dicke Panzerungen machen.“ Darauf hin schrieb ich meine Ansicht, dass die Bourgeoisie doch nicht interessiert, ob ihre Lakaien mit Panzerungen rumlaufen müssen.

          Und verloren hat die Weltkriege die Bourgeoisie.

          Steht in Geschichtsbüchern. Können Sie also bitte lassen, Pseudofragen zu stellen, oder ist Ihnen tatsächlich nicht klar woher diese Kriege (auch in Syrien) gekrochen kommen?

        • Enis

          Bourgeoisie, Scharlatene, Liberalverkäufer, Globalterroristen, Pseudohumanisten, oder wie all diese Deppen heissen, sie haben noch keinen Krieg richtig verloren. Syrien wird ihnen eine historische Lektion erteilen, dass sogar ihre Grosskinder nicht vergessen werden.

          Sie interessieren sich nicht so für Detail, aber ich empfehle Ihnen eben genau in diese (syrischen) Details hineinzusehen, damit Sie auch nachvollziehen können wieso wir siegen werden!

          Unsere Details liegen in der Liebe zu unserer Geschichte, tiefe Verbundenheit zu unserer offenen Kultur, Stolz auf unsere Armee, ein felsenstarker Wille und Hartnäckigkeit gegen die Interessen des Imperialismus und ein starkes Vertrauen in unseren Präsidenten!

          Daher ein kleines wichtiges Detail dazu. Der Verteidigungsminister ist in Aleppo auf Besuch, und Onkel Issam konnte schon das erste Ölfeld in Deirezzor von den Ratten befreien. Die Hyänen haben es dieses Mal richtig erkannt, wir spielen auf Zeit! Denn die Zeit spielt für uns.

        • Nobilitatis

          Hallo, Enis;
          und das ist auch gut so. Aber die sogenannten Oppositionsführer haben auch nichts anzubieten. Sie vertreten nicht die bewaffneten Orks. Sie haben nicht die Militärmacht des Westens als zwingendes Argument. Für wen sprechen die? Ergo muss die syrische Regierung den Konflikt militärisch gewinnen. Jetzt sind alle die dran, die nicht in Genf sitzen, und danach verhandelt es sich mit dem Rest doch schon ganz anders.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Enis
          Aber ja, Syrien, das syrische Volk, Präsident Al Assad werden aus diesem Überfall auf ihre heiligen Erde, ihre tapferen Menschen, ihre Kultur siegreichhervor gehen! Ich habe dies doch gar nicht bestritten, nicht wahr!

          Das war auch gar nicht Gegenstand meines Kommentares. Weshalb gibt es soviel Verwirrung?

          Enis, ich teile sehr ihre Heimatliebe, auch ihren konsequenten, radikalen Standpunkt den inneren und äußeren Feinden Syriens gegenüber. Egal wie es im Detail oder der Etappe stand, Sie haben immer auch zu Präsident Assad gehalten. Sie haben nie Verrat geübt. Bei solch Menschen möchte man leben. Ich sehe mich verbündet. Wir haben da Klarheit.

          Was aber die Bourgeoisie samt ihrer handlangenden Kriegstreiber anbelangt sind sie unbegründet optimistisch. Wieso sollten die sich von der kommenden Niederlage in Syrien nicht erholen, die haben schon viel verloren gerade in den vergangenen Monaten in Syrien, aber es bluten und krepieren deren Handlanger, nicht die Bourgeoisie, der Imperialismus selbst.

          Sie betrachten diese Frage rational. Der Imperialismus in der historisch angelangten Etappe ist aber nicht mehr rational, er ist irrational. Die Imperialisten sind nicht gültig niedergeworfen, bis der Imperialismus vom Erdball getilgt ist. Der kommende Sieg des syrischen Volkes und seiner Freunde reicht aber noch nicht aus, um den Imperialismus vom Erdball zu löschen.

          Und @Nobilitatis, ob aktuell die „Namen“ nun Islamisten, arabische, asiatische oder europäische Königshäuser oder was auch immer sind, der Hauptfeind ist der Imperialismus, daraus kommt aller Krieg. Die Bourgeoisie der Kriegsverlierer der Weltkriege hat sich von den Kriegsgewinnern nicht unterschieden. Alles eine Quelle. Der Feind der Menschheit saß bei den Kriegsverlierern, wie er bei den imperialistischen Kriegsgewinnern saß und sitzt.

          Ja, im Konkreten gerade, also in Syrien, arbeitet die Zeit gegen die Feinde. Aber Syrien ist nur eine Etappe. Wie gesagt der Imperialismus ist nicht mehr rational (und was die Finanzierbarkeit von Kriegen etc. angeht, der Imperialismus zahlt die Kriege nicht selbst, er begleicht die Rechnungen aus dem globalen Abpressen der ausgebeuteten Klassen, außerdem wird die Art der Kriegsführung sich verändern, man kommt weg von komplexen Armeen …). Es sind größere Kriege, als der gegen Syrien in Vorbereitung. Es ist falsch anzunehmen, dem Imperialismus schade Weltchaos, (blutiger) Chaos ist das einzige was den Imperialismus noch weiter bestehen läßt.

        • Enis

          mir ging es eigentlich um ihre Kritik an die angeblich zu vielen Details hier. Ich wollte Ihnen eben aufzeigen, warum gerade diese syrischen Details kriegsentscheidende Komponente sein wird. Sie haben es richtig erkannt, ich habe einen ausgeprägten rationalen Sinn und werde getrieben vom Realismus.

          Bourgeoisie, Klassenkampf und Kriegsverbindung ist mir zu viel Theorie.

          Unterwerfung unabhängiger Staaten als neue Markterschliessung und geostrategischem Einfluss leuchtet mir aber ein. Der neualterliche schleichende Imperialismus geschieht unter dem Deckmantel des „humanitären“ Einmischens und Übringen der westlichen „Demokratievorstellung“ an die Halbmenschen auf dieser Welt. Soweit ok.

          Nur was hat das mit der Bourgeoisie zu tun? Europa und Amerika als Vorreiter dieser Weltansicht wählen ihre Regierungen -diejenigen die nicht wählen gehen, stimmen dem ganzen geschen stillschweigend zu. Ihre Regierungen handeln also im Auftrag. Ob für Bourgeoisie oder arbeitslose. Die Bourgeoisie ist dann nur die PR-Maschine ihrer Regierungen.

          Unter dem Strich ist das Übel somit erkennbar, jeder einzelne Bürger.

          Im Grunde interessiert uns aber der Grund des Angriffs auf Syrien gar nicht. Wir sagen uns einfach; halt unser Land wird angegriffen und wir müssen uns wehren. Die Art und Weise wie wir, das einfache Volk, die SAA und die Führung wie eine Faust zusammenstehen soll als Vorbild für die nächsten angegriffenen Länder gelten. So z.B. die Ukraine.

          Damit es nicht missverstanden wird; ich habe eine grossartige patriotische Erziehung genossen, sodass ich syrichen Boden als heilig erachte und fest mit der syrischen Führung/Armee sympathisiere. Ich bekenne mich jedoch ausdrücklich zum Antirassisten (ausser gegen eine einzige Sorte) und irgendwelchen skurilen Rassentheorien! Ich bekenne mich auch zu einer pluralen, offenen, und fortschrittlichen syrischen Kultur. Ich unterstütze jeden breiten Austausch mit den WAHREN Freunden Syriens. Auch ein wichtiges Detail.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Enis
          Den Familien mit all den Toten ist es sicher nicht egal, weshalb sie überfallen wurden. Lenin schrieb: „Der Imperialismus ist die Epoche des Finanzkapitals und der Monopole, die überallhin den Drang nach Herrschaft und nicht nach Freiheit tragen.“ Präsident Assad kennt sich durchaus in dieser Theorie aus!

          Imperialismus ohne Bourgeoisie gibt es nicht. Der Überfall auf Syrien kam nicht aus dem Nichts.

          Das eben ist der Fehler, dass sich nicht für die Gründe der Angriffe des Imperialismus auf die Völker interessiert wird. Genau deshalb sind die Völker immer wieder ausgeliefert.

          Es ist doch das Mindeste, dass sich verteidigt wird. Das dass syrische Volk sich siegreich verteidigen kann, hat mit Fehleinschätzungen der hinter den angreifenden Handlangern stehenden Imperialisten zu tun. Besonders am syrischen Volk ist seine Geschichte, Kultur, der Stolz und Kampfeswille. Syrien ist als Staat kein künstliches Gebilde. Das haben die Imperialisten unterschätzt. So ein Volk kämpft, Völker mit solcher Geschichte unterwerfen sich nicht einfach.

          Und jedes Opfer in diesem Kampf Seitens der Syrer macht Sinn, weil sie für den Erhalt und die Einheit ihres heiligen Landes und ihrer Souveränität kämpfen nicht bloß gegen den Überfall an sich. Aber das viele Blut und Leben das dies die Syrer kostet, ist der Preis der für das Unwissen über das Woher und Warum gezahlt wird.

          Enis, Deine Einschätzung ist falsch, der kommende Sieg der Syrer nützt anderen Ländern wenig. Keine Niederlage des Imperialismus hat den Imperialismus von neuen Kriegen abgehalten. Da sind wir wieder bei der Theorie: DEM IMPERIALISMUS SIND KRIEGE IMANENT. Zudem ist der Imperialismus im Irrationalismus angelangt. Der Imperialismus wird seine Taktik ändern, die Strategie bleibt – und zwar solange, bis der Imperialismus von der Erde getilgt ist.

        • Nobilitatis

          „Syrien ist als Staat kein künstliches Gebilde.“ – Äh … , Doch.
          Syrien heute ist das Ergebnis britisch-französischer Kolonialpolitik. Minus israelischer Aggression. Da werden Sie keine abweichende Meinung finden. Jede einzelne Grenze dort wurde künstlich, unter Missachtung der ansässigen Bevölkerung gezogen.

        • Enis

          @Nobilitatis
          Da muss ich Dir widersprechen! Dann kennst Du die syrische Geschichte nicht. Der jetzige Staat Syrien ist das Ergebnis von Freiheitskämpfern gegen die französischen und britischen Imperialisten von damals, die Syrien am liebsten in drei Teile zerlegt hätten! Mögen sie in Frieden ruhen, der sunnitische General Yusuf al-Azmah, der Druse Sultan al-Atrash, der Kurde Ibrahim Hanano, der Alawit Sheikh Saleh Ahmad al Ali und alle die ich hier nicht erwähnt habe. Alle haben die Zerlegung Syriens in konfessionelle Teilstaaten abgelehnt und haben mit dem Kampf gegen die damaligen Imperialisten erreicht, dass Syrien ein Einheitsstaat wurde. Daher stimme ich Dir nicht zu.

          off topic:
          Syriens Industrie existiert praktisch nicht mehr. Alles in die Türkei geklaut. Die Wirtschaft ist am Boden. Viele werden jetzt denken wie lange der syrische Staat seine Beamten noch zahlen kann. Mit grosser Erleichterung habe ich heute von einem Aleppiner erfahren, dass der syrische Staat seine Bediensteten wie gewohnt entlöhnt und genügend Reserven hat seine Beamten noch ein Jahrzehntlang zu bezahlen!

          Auf die Frage woher Syrien das alles hinkriegt, bekam ich nur die Antwort Syrien mit seiner aussergewöhnlich weisen Staatsführung wird noch einige Wunder vollbringen!

          Ja, Aleppo blutet, Aleppo ist momentan Gefangen, aber Aleppo weiss sehr genau wem es ins Gesicht spucken wird, sobald die Krise überwunden wird.

          Er klagt zwar auch die korrupten Beamten von damals an, aber Bashar al Assad ist auch in Aleppo unantastbar! Nach dem sie die Pest erlebt haben, ist die Unterstützung ohnehin riesig.

        • Nobilitatis

          Es ist jetzt etwas absurd, dass ich Ihnen ausgerechnet in syrischer Geschichte widersprechen muss. Aber Ihre und meine Aussagen widersprechen sich gar nicht. Ich verweise jetzt mal darauf, dass das historische Syrien viel größer war, auf das heutige Libanon, Jordanien, Palästina und Golan, auf die Grenzen ohne Rücksicht auf die jeweiligen Ethnien, auf Alexandretta und so weiter. Dass die Franzosen Syrien noch weiter teilen wollten, widerspricht dem nicht. Das Gegenteil von künstlich ist organisch gewachsen.
          Und was Sie angesprochen haben ist durchaus nicht off Topic. Das ist ein wesentlicher Teil der Aggression.

        • Enis

          @Nobilitatis
          Legen Sie wert mit Sie angesprochen zu werden? Falls ja, bitte melden. Ich mag es eben gar nicht.

          Hier eine Karte wie es die französischen Hyänen Syrien gerne gehabt hätten. Teile und herrsche:
          http://commons.wikimedia.org/wiki/File:French_Mandate_for_Syria_and_the_Lebanon_map_de.svg

          Wie man sehen wird ist einzig der Libanon und die Liwa Alaxandrette vorloren gegangen. Vielleicht missverstehe ich Sie, aber für mich liegt es auf der Hand, dass Syrien nicht künstlich, sondern eben wie Sie zugeben organisch durch ein gemeinsamer Unabhängigkeitskampf zu einem Einheitsstaat gewachsen. Das widersprach völlig den Interessen der damaligen Aggressoren. Der unheimliche Hass der Franzosen auf uns kann nur mit dieser vernichtenden Niederlage erklärt werden.

          Was die wirtschaftliche Aggression angeht, ja jetzt können die Aggressoren mit Krokodiltränen unter dem Deckmantel von humanitärer Katastrophe eine Einmischung rechtfertigen. Traurige Menschheit.

          Dabei ist die Lösung ganz einfach. Lässt das syrische Volk mal das Wort sprechen!!! Sie werden die Hyänen in den Friedhof der Geschichte für immer und ewig begraben.

        • Nobilitatis

          Nein, das Sie ist mir nicht wichtig.
          Es gilt bei uns als Höflichkeitsform und das Du wird dann als Form von Vertrautheit angesehen. Wenn DU mir damit das Du angeboten hast, freue ich mich drüber.
          Die Franzosen haben doch einfach nur über ihr Mandatsgebiet verfügt. Was ist mit dem britischen Mandatsgebiet?

        • Enis

          Ich denke Höfflichkeit sollte nicht von einer Ansprechsform abhängig sein.
          Vertraut sind wir ja auch unterdessen ;-)
          Ich nehme an Du sprichst Grossyrien mit Jordanien im Sinne von Ali Haidar an.Aber dann hört die Geschichte bzw. die Grenzziehungen nicht mehr auf.

          Das jetzige Syrien als Nationalstaat ist eine genügende Grundlage.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          Na, da habe ich mit meinem Anstoß doch ein bisschen zur Klärung untereinander beigeragen – sogar die Anreden sind nun geklärt :)

          Aber über die Rolle des Imperialismus redet Ihr nicht gerne bzw. seid Euch da nicht klar, dass eben der Imperialismus der Verursacher der Gewalttaten, der kriegerischen Aggression gegen u.a. Syrien ist oder seid Ihr da jetzt nicht drauf eingegangen, weil Ihr erst mal Eure Verständigung klären wolltet?

          Ich will mal eine These aus meinem vorherigen Kommentar wiederholen: Der Imperialismus wird seine Taktik ändern, die Strategie bleibt.

          Bei der Frage, wie es in und für Syrien nach dem kommenden Sieg Syriens weitergeht, braucht es da Antworten. Oder meint Ihr es spielt dann keine Rolle wie der Imperialismus sich verhält?

        • Nobilitatis

          Ich hatte das eigentlich geschichtlich gemeint. Alte Ägypter, Assyrer und Syrer und so. Aber vielleicht bezieht sich dieser Politiker auch da drauf.
          Ich seh das nicht ideologisch. Angenommen, die Völker würden plötzlich ohne politische Gegensätze leben, gäbe es doch ein Zusammengehörigkeitsgefühl im Nahen Osten. Dann könnten die Grenzziehungen zweitrangig werden. So wie wir das für Europa erträumt hatten.

        • Comrade John

          „Dann könnten die Grenzziehungen zweitrangig werden. So wie wir das für Europa erträumt hatten.“

          Von welchem Europa wird hier geschrieben – wer hat sich wann was genau „erträumt“, und wer ist „Wir“!

          Nobbi, das „Europa“, für das du nunmehr fast täglich enorm die Tastatur bedienst ist ein Minderheitenprogramm im eigenen Land (Raum), für allenfalls noch die Minderheit der (deutschen) Wahlbevölkerung, die überhaupt noch wählen geht u. dort (in den Wahllokalen) die Systemparteien pro forma legitimiert, die angeblich den Willen des Volkes … usw.
          Eine echte Mehrheit abseits der Staatsgewalt, der gleichgeschalteten gesellschaftlichen Organisationen (Kirchen, Gewerkschaften pp.), der Systemmedien und des konstant gepushten Meinungsmonopols („öffentliche Meinung“) inkl. der Leute, die die Veranstaltung tatsächlich noch bewusst mitwählen, hat dieses „Europa“ ganz bestimmt nicht:

          Kopp
          EUdSSR: Willkommen im Völkergefängnis

          http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/eudssr-willkommen-im-voelkergefaengnis.html

          ALLES SCHALL UND RAUCH
          Muss der Superpenner nur Berlin retten?

          http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/01/muss-der-superpenner-nur-berlin-retten.html

          Hier noch was für westlich-demokratisch sozialisierte Freaks, die an den Wahlurnengang immer noch Hoffnungen knüpfen und sei es, dass ein sog. kleineres Übel oder eine „Protestpartei“ wenn schon nicht hierzulande dann doch wenigstens im EU-Parlament (wo heutzutage vermeintlich wichtigere Entscheidungen fallen als in den nationalen Parlamenten) neue Akzente setzt bzw. ein paar Nadelstiche verabreicht – vergesst es:
          EU-Abgeordneter packt aus: Diktatur im EU-Parlament
          http://akademieintegra.wordpress.com/2014/01/10/eu-abgeordneter-packt-aus-diktatur-im-eu-parlament/
          [ Text und Video; dort eingangs auch Alexander Dugin – könnte sich mal den Bart schneiden :) ]

        • Nobilitatis

          Dennoch geht es immer nur gegen die gegenwärtige EU, wie sie real existiert. Ich habe noch niemanden gehört, der sagt, prinzipiell müsse man die Völker nach nationalen Kriterien fein säuberlich voneinander trennen und gegenseitige Beziehungen unterbinden.

        • Comrade John

          Es geht selbstverständlich gegen die EU der Gegenwart, gegen die EU der Vergangenheit Stellung zu beziehen entbehrte den Sinn.

          Die gegenwärtige EU weist auch auf die EU der Zukunft. Sie bedeutet die vollendete Abschaffung der alten europäischen Nationalstaaten, die Vernichtung der geschichtlich gewachsenen Völker mit all ihren Traditionen u. all den liebenswerten u. schützenswerten kulturellen Unterschieden, vor denen wir staunend einen Blick in die vielen Jahrhunderte vor uns tun dürfen. Diese EU ist ein Anschlag auf die Identität der Europäer u. ihrer Nachkommen schlechthin.
          Das Ergebnis ist dann ein Superstaat mit einer anonymen u. unkontrollierbaren Administration, mit Entscheidungsprozessen, die kein normaler Bürger noch nachvollziehen wird können und einer einheitlich geformten, zusammenhanglosen und entsolidarisierten, von sich selbst entfremdeten Masse moderner Arbeitssklaven, die von ihrer Vergangenheit nichts weiss, nur für den Moment lebt, und die geistig (seelisch) keine Zukunft vor sich hat.
          Der skizzierte Prozess steht vollkommen im Zusammenhang mit der Masseneinwanderung nach Europa (ein politisch gewollter Vorgang) sowie mit den Bemühungen der Regierenden die traditionelle Familienform zu zerschlagen u. den Bestrebungen die Gesellschaft in immer zahlreichere Gruppen mit Sonderinteressen zu zerlegen und, ergänzend u. parallel zur lange bekannten Konkurrenz in der Arbeitswelt, den Neid u. die Interessengegensätze zu schüren >>
          Arbeitsplatzbesitzer vs. Arbeitslose,
          Kinderlose vs. Familien mit Kind,
          Junge vs. Alte,
          Heterosexuelle vs. Homos,
          Nichtraucher vs. Raucher uvm.
          Weiterführend –
          Rote Fahne.eu
          Das Imperium will weitere millionenfache Einwanderung nach Europa

          Artikelsammlung von Rote Fahne: Einwanderung

          Die nationale Trennung der Völker (viele, wie die Basken, Iren, Kurden oder die Tamilen) haben noch niemals den eigenen Staat errungen!) ist ein geschichtliches Ereignis, das allerdings nur geschichtlich (über Raum u. Zeit) geändert werden kann; heute erleben wir hingegen politische Entscheidungen u. ideologische Begründungen, die auf eine schnellstmögliche Transformation fast aller noch bestehenden Völker u. Stämme im Weltmassstab abzielen. Unter dem Banner eines sog. Globalismus wird bewusst das spezifische u. gemeinsame Kulturerbe Aller zerstört.
          Das (noch) bestehende und von den UN (noch) repräsentierte Völkerrecht ist die Anerkennung u. die Verkörperung der geschichtlich gewachsenen Zustände. Die Nationalstaaten und Völker abzuschaffen bzw. ihre Abschaffung u. Auslöschung anzustreben bedeutet also einen Anschlag auch auf das Völkerrecht.
          Gerade das real existierende Völkerrecht (besteht zumindest auf dem Papier u. nach den Lippenbekenntnissen grosser Staatsmänner der Gegenwart) „trennt die Völker nach nationalen Kriterien“ (Nobilitatis). Wer diese Trennung nicht will stellt sich gegen das Völkerrecht.
          Doch nirgendwo bedeutet diese Trennung zugleich eine „feinsäuberliche Trennung voneinander“, noch bedeutet sie das „Unterbinden gegenseitiger Beziehungen“, was auch ganz absurd wäre.

          Was dieser Autor mit seiner Gegenrede genau bezwecken will bleibt vorerst unklar. Freilich erinnert die seltsame Argumentation, wonach ein Befürworter des Nationalstaats u. des ethnisch begründeten Existenzrechts (wie ich) den Völkern quasi eine Kontaktsperre verordnen will, im Kern an die neueste in Umlauf gebrachte Politparole der NWO-Globalisten: „no border – no nation!“

          Aktueller Hinweis:
          Auch der ex Antideutsche u. dann kreuzbrave deutsche Verfassungspatriot’ler Elsässer beginnt die richtigen Fragen zu stellen – vorbildlich! Ein neuer Artikel im Blog („Jetzt verwirklicht sich Rockefellers Europa„) befasst sich mit den Hintergrundkreisen, welche die story von der „Europäischen Einigung“ einmal erfunden haben, mit ihrer Ideologie und dem Ziel: die Weltherrschaft. Der Weg dorthin verhält sich wie ein Teil zum Ganzen – die EU ist ein Teil des Weges.

        • Syrien in der HEUTIGEN Form in der Karte (mit Golan, natuerlich) ist unsere Nation, das historische Syrien ist unser Identitaet aber keine Forderung an bestehende (in Gegensatz zu Syrien aber: kuenstliche) Staaten. Wir moechten nur, Syrien fuer Syrer, nich fuer Saudi oder Yankee.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Nobilitatis
          @Enis
          Ich möchte hier nicht Zwietracht oder Irritation streuen.
          Zur Geschichte Syriens hat Enis das Gültige erläutert. Zudem ist die syrische Nation tausende Jahre alt. Und eben diese tiefen Wurzeln der syrischen Geschichte unterscheiden Syrien von anderen künstlichen, von Imperialisten einst geschaffenen Staaten in der Region. Grenzverschiebungen gibt es in der Geschichte jedes Staates dieser Erde. Die Fremdeingriffe in Grenzziehungen Syriens in der jüngeren Geschichte ändern nicht an den historisch gewachsenen, Jahrtausende zurückreichenden Wurzeln syrischen Völker und des syrischen Staates.

          Wenn ich darauf hinwies, dass zu sehen war, dass es eine Aggression gegen Syrien geben wird, dann ist dies nur Bekräftigung der Erkenntnis von Präsident Assad, der anders als z.B. Libyen darüber nie Blauäugig war.

          Mir ist auch klar, dass sich hier in den Kommentaren viele nicht mit der Frage des Imperialismus befassen und nur die unmittelbaren Aggressoren vor Ort in Syrien betrachten. Sinn von persönlichen Kommentaren aber ist ja, die eigene Sicht miteinzubringen. Und da meine ich, dass die Urheber des Krieges auch gegen Syrien im Imperialismus zu sehen sind.

        • Nobilitatis

          Eigentlich widersprechen wir uns nicht. Das Missverständnis ist nur Ausdruck der schwierigen Bewertung der Komplexität bei mehreren Tausend Jahren Geschichte. Ziehen Sie mal (gedachte, nicht geographische) Grenzen zwischen der syrischen und der libanesischen, jordanischen, palästinensischen Nation (usw.)

        • Nobilitatis

          Sie sollten sich von der Idee etwas lösen. Es gibt nicht „DEN IMPERIALISMUS“. Man muss sich nicht immerfort mit der Frage nach dem Imperialismus beschäftigen. Es gibt da ganz verschiedene Theorien.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          Um Theorien geht es nicht. Welche mehr oder minder sinnhafte Theorien es geben mag, die Geschichte liefert die Tatsachen. Die Kriege unserer Zeit sind imperialistische Kriege auch wenn manche die Maske des Faschismus oder die von Religionen tragen. Lenin hat auf der Basis von Wissenschaft seine Imperialismusanalyse vorgenommen. Diese ist weiterhin gültig.

          Präsident Bashar al-Assad benennt sehr wohl den Imperialismus als Verursacher. Wir haben wohl Einigkeit darüber, dass die USA ein imperialistischer Staat sind.

          In dem 2013 der Argentinischen Zeitung „Clarin“ gegebenen Interview sagt Präsident Assad u.a. folgendes: „Es ist nicht notwendig, dass die USA den Terrorismus durch Waffenlieferungen unterstützt. Die Tatsache: sie bietet finanzielle und logistische Unterstützung, dies bedeutet sie wollen die Leistung der tödlichen Kraft der Terroristen steigern. Vielleicht müssen wir zum Ergebnis kommen, die amerikanische Politik hat sich von einer direkten Intervention zu einer neuen Kriegsform gewandelt. Kriege können stattfinden ohne Invasion.

          Das die USA eine direkte Invasion nicht mehr ausführen bedeutet nicht sie haben ihre Prinzipen geändert. Tatsächlich haben sie ihre Mittel geändert aber nicht ihre Prinzipien.“

          Präsident Assad ist ein höflicher Mensch und sagt dennoch was Sache ist. Ich habe geschrieben: Der Imperialismus wird seine Taktik ändern, die Strategie bleibt.

          Das ist für mich eine übereinstimmende Analyse.

        • betr. Lenin – ich pflichte Ihnen bei, Lenins Buch ueber Imperialismus – neben bei mit umfassenden Datenmaterial – ist auf Grundlage des Weltkrieg I und seine grundlegende Erkenntnise (Imperialismus ist dem Kapitalismus imanent) ist in jeden Krieg der USA (Krieg fuer Sicherung einer an sich wert-lose Waehrung einer Privatbank als Herrschaftsmittel ueber die Welt) erkennbar. Man muss nicht Kommunist / Leninist sein, um anerkennend zu sein fuer eine kluge Analyse.

        • Sie haben recht, sollten dann aber auch sagen: der Imperialismus als Mittel des Kapitals – also muss die kapitalistische Ordnung beseitigt sein. Gruss einer Syrerin

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Fatime
          Auch wenn man nicht Syrer ist, sollte man sehen wie die Dinge stehen -und auf der Seite der Menschheit, gegen den Imperialismus zu stehen, ist ohnehin das Einzige was der Menschheit bleibt.

          Du sagst “ – also muss die kapitalistische Ordnung beseitigt sein.“

          Ja das ist die Aufgabe der Menschheit will sie überleben.

          Ich schrieb im Kommentar vom 2. Feb., 15:41, „Dem Imperialismus sind Kriege immanent. … und zwar solange, bis der Imperialismus von der Erde getilgt ist.“

          Syriens kommender Sieg wird ein Sieg sein für die Menschheit. Aber wir dürfen nicht stehen bleiben. Der Imperialismus muss von der Erde gefegt werden. Auch Syrien wird nicht dauerhaft Frieden haben, solange der Imperialismus weiter besteht. Präsident Assad hat gesagt: Tatsächlich haben die Imperialisten ihre Mittel geändert aber nicht ihre Prinzipen.

          Und die Prinzipien der Imperialisten bedeuten unseren Tod. Die Menschheit hat schon oft Siege gegen imperialistische Aggressoren errungen, da aber nicht gelang den Imperialismus als Ganzes auszulöschen, setzt er die ihm eigenen Kriege, z.B. jetzt in Syrien, fort. Es wäre eine falsche Schlussfolgerung der Sieg Syriens wirft schon den Imperialismus nieder.

        • So spricht ein Syrer, ich erkenne deine Sprache.

        • Nobilitatis

          Danke für Ihre Klarstellung.
          Walter hatte von Kreuzrittern geschrieben (die in der Tat gepanzert waren), Syrien setzt sich aber hauptsächlich mit Islamisten (die zu den Feinden der Kreuzzügler gehörten) auseinander. Deswegen hatte ich die Formulierung aus meinem Gedächtnis gestrichen.
          Was die Bourgeoisie betrifft, diejenigen, die „die Weltkriege“ gewonnen haben, gehörten genauso zur Bourgeoisie. Mit Ausnahme der untergegangenen Sowjetunion beim 2. WK. Und die heute in Syrien tätig sind, gehören NICHT zu den damaligen Verlierern. Frankreich, Großbritannien, USA, alles keine Verlierer. Und Saudi Arabien wird durch ein Königshaus regiert, noch nicht einmal Bourgeoisie.

  • Enis

    auch in Montreux halten die Löwen wache..

    • littleguerillero

      @ Enis

      Wetten davon sieht Du wieder nichts im Fernsehen, aber paar mehr Fotos von toten „politischen Häftlingen“.

      Hier mal wieder ein Meisterwerk von Euronews……
      Bei 1:05 beklagt eine Frau den Tod ihres Sohnes….hier „gefoltert und getötet“. Die selbe Sequenz lief heute morgen in der ARD…da war der Sohn Opfer der Bomben Assads.

      Vielleicht kann das einer von Euch verstehen….

    • Wen ich diese Bilder von Montreux sah – der Loewe al-Moallem darinnen (zu Ban Ki Moon: „Sie leben in New York, ich lebe in Syrien“), die Syrer darausen: „Allah-Souriya-Bashar-w bass!“ – da hab ich geweint und war stolz. DIES ist SYRIEN.

      • Enis

        Fatime,
        Moallem der alte Fuchs- es ist wie Balsam wenn unsere Führung uns aus dem Herz bzw. aus der Seele spricht! Die arabischen Journalisten im Nebenraum seien nach diesen Worten aufgestanden und haben ihn tobend applaudiert!

        Das ist Hafez Erbe!

        Diese Liebe, diese tiefe Zuneigung, dieser Stolz zu seinem Land da bekam ich Gänsehaut!

  • littleguerillero

    …wohl Link vergessen

    • Enis

      littleguerillero,
      Was sie natürlich auch nicht erwähnt, dass von der Nähe ihres Hauses ständig Mörserangriffe bzw. Flugzeugbeschuss stattfindet. Der Pilot erhält nur die Koordinaten des ständigen Beschusses und lässt die Bomben fliegen.. So Leid es mir wirklich um Kinder tut, was ist die Alternative? Dann sollen sie als Eltern die Terroristen zwingen ihre Waffen abzugeben..

      Hier noch ein ausführliches Video aus Montreaux:

  • littleguerillero

    Danke… hoffe Kerry und Konsorten sehen das!

    Und das oben mit dem Video….also die Frau redet von Bombenangriff aber Euronews übersetzt „uns“ der Sohn wurde „gefoltert“ und „getötet“?

    • Enis

      ich höre ehrlich gesagt die Stimme der Frau gar nicht..
      Wenn ich behaupte in Syrien wurde nicht gefoltert würde ich lügen, aber wenn man bedenkt, dass sogar die Hardcoreterroristen jahrelang lebend gefangen gehalten werden, dann nehme ich diese Märchen grundsätzlich nicht ernst.

  • Euronews ist seit Libyen erkennbar auf Seite von NATO-Merdern – da muss dann auch Luegen fabriziert sein, um Hass gegen Syrien / Assad zu machen… Kann man vergessenm unserioes wie die BILD-Zeitung.

  • littleguerillero

    Bestimmt kennen diese Seite wieder alle….aber mal ein erster Ansatz , die Propaganda made in Katar zu beleuchten.

    http://urs1798.wordpress.com/2014/01/22/false-flag-propaganda-gegen-die-syrische-regierung-im-vorfeld-von-genf-2-syrien-syria/

  • Tunguska

    Gibts eigentlich irgendwo ne Aufzeichnung von den Gesprächen in Montreux? Hab nur einen kurzen Ausschnitt gesehen wo sie al-Muallem nicht zu wort kommen lassen haben… War ja klar das Tatsachen und Warheit dort Niemanden interessiert….

    • Enis

      Tunguska,

      Hier die volle Textlänge auf Englisch:

      http://sana.sy/eng/21/2014/01/22/523706.htm

      • Tunguska

        Danke Enis! Ist auf jedenfall ne Menge Text… Aber ich Denke jedes Wort ist es Wert gelesen zu werden….werde mich mal durchkämpfen ;)

      • Hier Walid Al-Muallims Rede auf deutsch: http://www.jungewelt.de/2014/01-23/052.php

        • Auf Deutsch leider etwas gekürzt, aber noch emotional genug. Danke für die Links!

          Derweil haben die Syrer auch ihre cleveren Medientechnologien: http://en.alalam.ir/news/1558236
          Sehr gut gemacht, nur eben leider nur in Syrien.

        • Enis

          und die gesetzgebenden armseeligen Schurkenmenschen in der EU haben sogar syrische TV’s sanktioniert, während das syrische Fernsehen die Hunde live übertragen. Sehr gute Entscheidung des syrischen Fernsehens. Das stärkt Vertrauen beim Volk, denn niemand kann auf die Idee kommen, dass die Staatsführung etwas zu verbergen hätte!

          Am meisten wühlt mich auf wenn diese Bauchnabelkratzer noch im Namen des syrischen Volkes sprechen und gleichzeitig Angst haben ihnen überhaupt eine Wahl zu lassen!

          Wieso drängen die Iraner und Syrer auf Wahlen und die Schurkenstaaten auf Sturz? Wieso kommt kein einziger Depp als Journalist diese Frage live den angeblichen Freunde“ Syriens zu stellen?

  • littleguerillero

    Also ich glaub er hat seine Redezeit gleich mal verdoppelt und Ban mal kurz geplettet….aber ein Protokoll wird es noch nicht geben.

  • Tunguska

    Laut russichen Medien soll Dscherba ziemlich viel Dreck am stecken haben…Es hieß das er im kurdischen Teil Syriens Bordelle betrieben hat und in Drogengeschäfte in Saudi Arabien verwickelt war wenn ich das richtig verstanden habe.

    • Enis

      Tunguska,

      Genau so ist es. Er ist ein Mitglied eines Stammes der in viele Länder im Nahenosten verzweigt ist. Ist aber ein geborener Arschkriecher der Sauds.

      Es wäre so ein Genuss wenn dieser Sklave gegen Assad an den Wahlen antreten könnte! Aber bekanntlich hassen seine Auftraggeber Wahlen..

      Folgendes aus der Front:
      In Harasta soll in den nächsten 48 Stunden ein Waffenstillstand ausgehandelt werden. Dann soll Zabadani folgen. Alles nach dem gleichen Prinzipp wie die vorherigen im Raum Damaskus! In Darayya gibt es weitherhin heftige Kämpfe. Eingeschlossene Kakerlaken versuchen den Ring durchzubrechen, ohne Erfolg!

      • In Darayya gab es meines Wissens den Versuch eines „massiven Angriffs“ auf den Stab der Republikanischen Garde, weil man Maher dort wähnte. Die Sache ist im Ansatz gescheitert…

  • Comrade John

    Und schon wieder… sind „Nazis“ am Werk – jetzt in Syrien.

    Die herrschenden (westlichen) Eliten verkaufen sich ihren Untertanen als die Guten, die permanent das Böse bekämpften. Sie sammeln darüber die Untertanen als ideologische Gefolgschaft ein, veranlassen die schweigenden Mehrheiten aber mind. zur Duldung (wer möchte schon Nazis verteidigen!) und können den negativ so belegten Feind publizistisch in der Defensive halten. Denn aus dieser Propagandafalle kommt der so leicht nicht mehr raus.
    Der Rückgriff auf ein echtes historisches Vorbild (Gut versus Böse) geschieht planmässig u. permanent, um die eigenen Interessen zu vernebeln u. die eigenen heutigen politischen u. militärischen Feldzüge zu rechtfertigen, zugrunde liegt indes ein Mythos.

    Worum geht’s. Die Globalistenschleuder Reuters bringt pünktlich zur Eröffnungskonferenz von Montreux die Meinung von Ahmad Dscharba, das Assad-Regime bzw. seine Truppen verübe in Syrien „Kriegsverbrechen im Stil der Nazis„.
    http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEEA0L03320140122

    Dscharba erweist sich hier als hundertprozentiger Vasall westlich imperialer Herren. Sein ideologisches Zeugnis könnte aber durchaus echt sein – erfahren, übernommen oder antrainiert im jahrzehntelangen Umgang mit einem westlich inspirierten Bildungsbürgertum u. dessen Wissen u. Werten, die nunmehr auch in der sog. arabischen Welt allgemein Geltung geniessen, was hier unter anderem dazu führt, dass man offenbar schon selbstverständlich fast alle westlichen Normen teilt.
    Warum schon Slobo Milosevic, Saddam Hussein oder Muammar al Qaddafi publizistisch als zweite „Adolf Hitler“ gehandelt wurden, und wieso inzwischen nahezu jede unerwünschte Wortmeldung oder politische Tendenz mit „Nazi“ stigmatisiert oder wenigtens unter den Verdacht gestellt werden, das erklärt der Artikel von Rote Fahne.eu – Auszug:

    „Machen wir einen Zeitsprung in die jüngere Geschichte. Um einen Mythos erfolgreich im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern und wirksam werden lassen zu können, bedarf es entsprechend tief gehender Schlüsselerfahrungen. Mythen basieren nicht auf Ratio, diese funktionieren meist dann am nachhaltigsten, wenn Emotionen abgerufen werden können.
    In den Nürnberger Prozessen hatte der Erzengel über den leibhaftigen Teufel, den Diabolus maximus obsiegt. Dieses Muster konstituiert auch heute noch die Rollenverteilung zwischen Imperium und seinen Protagonisten im Verhältnis zum Rest der Welt.

    So wurde der Leibhaftige in unseren Tagen in Jugoslawien bekämpft, im Irak und in Afghanistan, in Palästina/Gaza und wird derzeit seine Vernichtung im Iran vorbereitet.
    Die auf dem Mythos basierende Propaganda vermeidet tunlichst, die realen Verbrechen gegen den Humanismus in wissenschaftlicher und sachlicher Manier zu thematisieren. Insbesondere gilt es, die globalen Ursachen und Zusammenhänge entsprechender Verbrechen zu verschleiern.
    (…)

    Es geht darum, die Beschreibung tatsächlicher Verbrechen gegen den Humanismus derart ins´ Absurde zu überzeichnen, so dass der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung von der eigenen Verstrickung in angeprangerte Verbrechen und von Defiziten und Verbrechen im eigenen Verantwortungsbereich abgelenkt werden kann.“
    (Imperiale Mythen und die Erneuerung sozialistischer Politik)

  • jowi

    DEBKA-file: Geht es noch dreister?

    „In a special briefing to foreign correspondents Friday, Jan. 24, a high-ranking Israeli intelligence officer, speaking on condition of anonymity, reported that more than 30,000 al-Qaeda-linked fighters are active in Syria, a huge increase over the 2,000 jihadis present there two years ago. With jihadis in control of Syrian territory on Israel’s northern borders, the high-ranking officer said “many discussions are taking place behind closed doors about the possibility of rethinking its strategy” of neutrality in the Syrian civil war.“

    Quelle: http://www.debka.com/article/23627/

    Erst unterstützt man die Islamisten, hinterlässt sogar israelisches Militärgerät in Städten, die von der Regierungsseite zurück erobert werden und dann, wenn die Islamisten nicht die gewünschten Erfolge bringen, nimmt man sie zum Vorwand um nun direkt im Nachbarland zu intervenieren. Da bleibt einem die Spucke weg!

  • Enis

    Zwischenbericht aus Genf…

    der syrische Informationsminister fasst zusammen:

    http://www.welt.de/newsticker/news2/article124415220/Damaskus-schliesst-Zugestaendnisse-bei-Genfer-Konferenz-aus.html

  • Enis

    und legen noch einen nach..
    SANA: „Syria’s official delegation to the coalition delegation called / opposition /: our country was and still is ruled by men of State, not by armatures or semi-men“

    Während die offizielle Delegation jetzt in das geliebte Damaskus zurückreisen kann, müssen die Esel zu ihrem Ziehvater Robert Ford vorsprechen! Gute Reise und bleibt schön dort wo ihr hingehört..

    • Walter Mandl

      Die Worte von Informationsminister Omran al-Sohbi : „Wir werden keine Zugeständnisse machen, weder hier noch bei einer anderen Runde, den die „Opposition“ wird durch Politik nicht erreichen, was sie mit Gewalt nicht erreichen konnte!“, klingen wie ein Labsal in Mitten der verhurten Weltpolitik der Amis! Und das Syrien Robert Ford (US-Botschafter in Syrien) des Landes verwiesen hat, ist wahnsinnig schön. Dieser Verbrecher hat sein blutiges Werk bereits im Irak vorgeführt. Er ist einer der gefährlichsten Terroristen auf dieser Welt. Schande und Vergeltung sollen ihn begleiten sein ganzes Hundeleben lang! Würde ich ihn jemals zu Gesicht bekommen, wäre es das Ende meiner freien Tage.

  • Enis

    Ei..ei..ei.. Nairab Militärflughafen Aleppo…Da wird nur noch Allah helfen können, wenns unterdessen nicht zu spät wurde..

  • Enis

    Hier noch ein Artikel gefunden im Mainstream, der doch schon vorsichtigeren und differenzierteren Ansatz hat, obwohl die Niederlage der Terroristen -somit auch die eigene- nicht ganz zugegeben wird… Sie werden es irgendwann Mal lernen..

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/zwischen-kapitulation-und-versoehnung-1.18235284

    • Jones2theBones

      Es ist verdammt lang her, dass die schweizer Medienkonzerne neutral waren. Bei der BaZ hat es vor nicht all zu langer Zeit mal wieder ’ne Säuberungsaktion gegeben, und die NZZ gehört auch einer politischen Partei an.
      Im Artikel hier wird einerseits von „Rebellen“, und andererseits von „Regime“ gesprochen.
      Ersteres kann ich noch halber akzeptieren, auch wenn sie Terroristen, Vergewaltiger, Mörder, Verräter und Räuber heißen sollten, aber wenn bei der legitimen Staatsmacht bewusst denunziativ nicht von Regierung die Rede ist, dann kanns mit der Neutralität nicht lange her sein.

      Im Allgemeinen steht das Mainstream vor dem Problem, dass sie einseitige Propaganda liefern und unliebsame Ereignisse übersehen, aber auch mit der Realität auf die eine oder andere Weise Schritt halten müssen.
      Daher erzählen die von der NZZ jetzt das altbekannte, was hier schon vor vielen Tagen oder Wochen berichtet wurde.
      Dass die wieder die Lügen der planvollen Massenmorderei durch ein menschenfressendes Ungeheuer namens „Assad-Regime“ hochfahren, das mag ich denen angesichts des Heldentums der syrischen Soldaten nicht verzeihen.

      Die Tagesschau hat hier auch ähnliches versucht und alte Nachrichten wieder aufbereitet:
      http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1365084.html
      Und während im Text (die weitaus weniger Leute lesen) noch zugegeben wird, dass die FSA sich mit der Al-Nusra gegen die ISIS verbündet hat, wird im verlinkten Video das Gegenteil impliziert.
      Soldaten sind keine Mörder.
      Diese leichenschändenden & rufmordenden Propagandisten schon.

  • Enis

    Die Franzosen hinken hinterher und versuchen trotzdem immer ein Haar in der Suppe zu finden..

    Langsam, langsam, die Vernunft holt sie schon noch ein..

    http://www.france24.com/fr/20140203-armee-syrie-resiste-assad-russie-iran-hezbollah/

    • aus dem Elend befreit sind wir groß

      Derweil sehen sich die Franzosen schon mal im Iran um. Vielleicht stecken die ihre Beute ab für nach dem Überfall. Wenn das nicht Irrational ist, wo die sich doch schon an Syrien verschluckt haben. Aber die bleiben
      offenbar nicht stehen, selbst wenn die schon Blut spucken …

      http://german.irib.ir/nachrichten/wirtschaft/item/253676-140-französische-geschäftsleute-auf-dem-weg-nach-teheran-irib

      • Nobilitatis

        Oder aber die tun, was alle tun, und bereiten sich darauf vor, dass die Sanktionen fallen.

        • aus dem Elend befreit sind wir groß

          @Nobilitatis
          Durchaus möglich. Nur widerspricht das eine dem anderen ja nicht. Oder wurden Länder bisher nur überfallen während es Sanktionen gab? Es geht ja auch um den absurden Moment. Ist das nicht perfid, dass Frankreich im Iran versucht an Geschäfte zu kommen, während die gleichzeitig in Syrien und anderswo weiter quasi Krieg betreiben!
          Und noch vor paar Monaten hat Frankreich auch gegen den Iran Kriegslüstern seinen imperialistischen Tanz aufgeführt. Nur kam dann der Tanzpartner USA abhanden.

          Wobei, das ist eben Imperialismus, um solche Widersprüche schert der sich nicht. Die Imperialisten tragen Masken, wer da nicht nur eine beliebige Theorie drin sieht, ist jedoch nicht zu täuschen. Präsident Assad sagte ja: „Tatsächlich haben die Imperialisten ihre Mittel geändert, aber nicht ihre Prinzipien.“

  • Enis

    Warum Ali Haidar von der SSNP trotz Oppositionsansichten ein guter syrischer Patriot ist. Diese Kräfte werden nach dem Krieg sicherlich zulegen -zurecht.

    http://english.al-akhbar.com/content/ssnp-%E2%80%98hurricane%E2%80%99-syrian-conflict-syria-and-south-lebanon-are-same-battlefield

  • Enis

    Aleppo:

    – Internationaler Flughafen wird angeblich bald von Egypten Air angeflogen! In den nächsten Tagen sollen regelmässig Damaskus und Latakia angeflogen werden.

    – Es gibt in den letzten Tagen/Stunden einen massiven Exodus vom Osten und Norden (noch in der Hand von Terroristen) Richtung des Teils in regierungshand. Die Marschschritte der SAA werden immer lauter! Die Befreiung Aleppos wird das Ende dieses Affentheaters sein! Auf diesen Tag warten wir sehnlichst.

    – Auch Onkel Issam in Deirezzor reinigt die Wüste Schritt für Schritt weiter

    https://www.facebook.com/552217711482577/photos/a.580437725327242.1073741828.552217711482577/641800325857648/?type=1&theater

  • Enis

    Ein aktuelles Bild aus dem besetzten Stadteil Bustan al Kasr in Aleppo. Der Massenexodus hält an!

    https://www.facebook.com/552217711482577/photos/a.580437725327242.1073741828.552217711482577/642423009128713/?type=1&theater

    Angeblich gäbe es jedoch Verhandlungen die von Terroristen besetzten Viertel kampflos zu übergeben, was ich persönlich jedoch sehr anzweifle. Denn im gleichen Moment drohen die Kakerlaken die beiden umzingelten schiitischen Städte Zahra und Nubul in Aleppo dem Erdboden gleichzusetzen, wenn die SAA ihre Offensive nicht stoppt. Ein Zeichen der Verzweiflung, das ihnen nichts bringen wird!

    • Nobilitatis

      Wenn die Orks das gekonnt hätten, hätten sie es schon lange getan.

  • Enis

    DIe PR-Maschine des Kiosk-Ladens in London lauft auf Hochtouren..
    Den ganzen Tag über berichten ihre Handlanger in den Zeitungen von der Übernahme des zentralen Gefängnisses. Alles nur Wunschdenken und Lügen!!!

    Fakt ist, dass es um 10 Uhr morgens einen grossangelegten Angriff der Wüstenratten auf das Gefängnis gab. Wie damals beim Angriff aufs al Kindi-Spital rasste ein mit massivem Sprengstoff beladenes Auto auf das Gefängnis zu. 100 Meter vor den Toren wurde das Fahrzeug von Soldaten durch ein RPG-Beschuss zum explodieren gebracht. Es gab einen riesigen Knall, wobei auf der westlichen Seite die Mauer beschädigt wurde. Beim anschliessenden Angriff hatte die erste Verteidigungslinie einige Märtyrer zu beklagen. Die Luftwaffe schritt mit einem massiven Gegenangriff auf die Stellungen der Terroristen ein. Um 16.00Uhr nachmittags mussten die Ratten nach herben Verlusten die Mission abrechen und sich zurückziehen. Kein einziger Gefangener kam dabei frei! Alles nur Lügen! Die Bilder die man im Internet verbreitete sind vom ehemaligen Angriff auf das Gefängnis von Idleb! Bei diesem Angriff verreckte auch der tschetschenische Emir Sefullah Shischani!

    Insgesamt kamen 12 Soldaten und Polizisten ums Leben, dutzende Ratten wurden beseitigt und 5 Gefangene mussten auch ihr Leben lassen. Vor einer Stunde haben die Ratten sogar auf ihren online-Seiten die Niederlage eingestanden!

    Mit diesem Angriff wollten sie ein Schatten auf die aktuellen Erfolge der SAA werfen. Ging aber voll in die Hose. Der nächste kommt jedoch bestimmt!

  • Enis

    @apxwn
    Falls das folgende Video gegen Deinen Richtlinien verstösst, kannst Du es ruhig weglöschen. Da es von youtube aber ohne Alterseinschränkung freigegeben wurde, sollte es kein Problem sein. Die Hezbollah hat vor ca. 10Tagen an der syrisch/libanesischen Grenze eine effiziente Säuberungsaktion durchgeführt… Aber sie vermehren sich trotzdem wie Ratten..