Retrospektive Dschobar: Schützenpanzer

Scheinbar muss eine Weile vergehen, ehe man Tonnen an Videomaterial zu dichten und stringenten Reportagen montieren kann. Der nächste Teil der ANNA-News-Dokumentation des Großangriffs auf die Al-Nusra-Terrorbrigaden in Dschobar vom 21.08.2013 läßt einen teilweise den Atem anhalten. Abgesehen vom Mut und der Professionalität der Syrischen Arabischen Armee ist das so zusammengestellte Videomaterial lehrbuchtauglich.

(Bitte ggf. deutsche Untertitel aktivieren!)

Anmerkungen:

1. Der zerstörte Schützenpanzer in den Aufnahmen liegt im Moment der Aufnahmen bereits ca. ein halbes Jahr an diesem Ort, es sind also keine Verluste aus der dort dokumentierten Operation:

Zerstörter Schützenpanzer links im Bild

Zerstörter Schützenpanzer links im Bild

2. Nochmals die Lokalisation:

 

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  • Herbert

    Es ist eine Schande ansehen zu müssen, wie das Land von den Terrorbrigaden „befreit“ werden muss. Die Zerstörungen sind der blanke Wahnsinn.
    Der Einsatz von Panzergranaten gegen Wohnhäuser bringt leider nicht viel. Du triffst eventuell den Raum, wo sich ein paar Terroristen aufhalten und die Nachbarräume bleiben, abhängig von der Bauart und dem Material, weitestgehend erhalten.Sobald die Panzer den Turm drehen, kann man sich auch in Deckung bringen. Die RPG-Schützen kommen ja aus dem Hintergebäude und ziehen sich wieder zurück.
    Zum BMP muss man Kritik äußern. Er setzte alle Soldaten ab, bekam in der Nähe einen RPG-Treffer und fährt mit einem Affenzahn davon, das ist noch verständlich. Auf der Straße reduziert er durch den stehenden Panzer nicht das Tempo, fährt parallel an die Bordsteinkanten heran und schneidet sich an den Bordsteinkanten die Kettenverbinder kaputt, daraufhin löst sich diese.
    Ich sehe hier keine Meisterleistung des Fahrers/Mechanikers!!!
    Er kann noch ein paar Meter weiterfahren und bleibt im dichten Kugelhagel stehen, verlässt den Panzer mit laufendem Motor (Besatzung hat dann die Möglichkeit, durch die funktionierende Elektrik, weiter zu schießen), bringt keine Abschlepptrossen an, um dem Bergepanzer die Arbeit zu erleichtern und verlässt den Ort des Geschehens in einem Zweitfahrzeug.
    Ich meine mal, hier versucht man mit Krampf dramatisches Videomaterial zu bringen, welches darüber hinaus noch hornalt ist.
    Wobei ich sagen muß, dass es strategisch unklug ist, dem „Gegner“ aktuelle Bilder zu bringen, wie man es bei annanews bisher getan hat!

    • ANNA hat Reportagen immer erst veröffentlicht, wenn die jeweils zu sehenden Stellungen bereits verlagert worden waren. In dieser Hinsicht braucht man sich also keine Sorgen zu machen.

    • Enis

      Herbert,
      Deine technische Kritik mag berechtigt sein und müsste analisiert werden.
      Mich würde deshalb interessieren was Du als Alternative vorschlagen würdest? Offensive mit Bodentruppen? Wäre der humane Verlust dann nicht sehr riskant? Die SAA ist nicht auf Bodenoffensive ausreichend ausgebildet! Der Auftrag lautete immer nur das Land zu schützen. Die SAA musste sich nach dem ersten Jahr komplett umstellen. Kann man gegen die fast gleich Mannstarken Terrorbrigaden auf Bodenoffensiven setzen? Haben die Amerikaner/Nato in Afghanistan und Irak nicht bestens ausgerüstetes und ausgebildetes Personal gehabt? Wurden die Terroristen besiegt?

      Da dort keine Zivilbevölkerung mehr anwesend ist und die Ortschaft ohnehin umzingelt wurde sehe ich die Variante des zerbombens als eine plausible Variante, wenn man nicht viel Kräfte binden und Verluste möglichst verhindern will. Denn SAA hat mit der Variante der hastigen Offensiven im Jahr viel Verluste erlitten.

      Das zerbomben von Infrastruktur sehe ich eher positiv entgegen. Der planlosen Zersiedlung kann man endlich ein Ende setzen und nach einem Neustart Fehler verbessern!

      Trotz vieler konstruktiver Kritik, die man der syrischen Führung und der SAA in der aktuellen Situation richten könnte, stelle ich deren Fähigkeit, Opferbereitschaft und Wille der Weltverschwörung 3 Jahre lang Stirn zu bieten in den Vorderung. Dann kann ich nur den Hut abziehen und mich vor den Märtyrern der SAA verbeugen. Man hatte diesem Land ursprünglich nur 3 Monate Überlebenschancen eingeräumt!

      • habkind

        Am Anfang des Krieges – und was anderes ist es ja nicht – hat die SAA noch versucht, Gebäude und Infrastruktur zu schützen. Erst als die Brutalität, mit der die eigenen Soldaten getötet wurden, es nicht mehr zuließ, hat das Militär sich auf den eigen Schutz konzentriert. Ich glaube, der Verteidigungsminister (bin mir aber nicht sicher) hat damals gesagt, die Gebäude sind aus Stein und können wieder aufgebaut werden. Unsere Männer sind uns wertvoller (sinngemäß). Auch mir sind die Menschenleben wichtiger als die Gebäude.
        Vielleicht hätte das Miltär sogar schon eher auf seine Sicherheit achten sollen als auf Gebäude.

  • Jones2theBones

    Mich würde interessieren, ob der Lehrerturm und die Gegend jetzt endlich von der syrischen Regierung zurückerobert wurde?

  • jowi

    [OT]
    @apxwn

    Wenn man oben in das Suchfeld etwas eingeben will, wird man aufgefordert, sich anzumelden. Vermute mal, dass dies nicht so erwünscht ist. Lässt sich das ändern?

    Konkret suchte ich nach dem Stichwort „Türkei“, du hast ja sehr fleißig und profund vielen Staaten eine Rückschau gewidmet.
    Zur Türkei las ich im Internet einen sehr interessanten Artikel von einem Kurden: memo-sahin-zur-staatskrise-in-der-tuerkei (DIEKURDEN).
    Was steckt alles hinter dieser „Staatskrise“? Wollen die Amis ein anderes Führungspersonal in der Türkei, das weniger eigensinnig ist?

    • Danke für den Hinweis mit dem Passwort, ich versuche das irgendwie hinzukriegen.
      Nimm solange die „Tags“ rechts unter den „Letzten Kommentaren“. Die funktionieren zwar auch nicht hundertprozentig (das häufigste Tag „syrien“ wird überhaupt nicht dargestellt…), aber sollte erst einmal gehen.
      Einen „Jahresrückblick 2013“ zur Türkei hat es aber nicht gegeben.

  • triangolum

    Solch ein Kampf um sein Land, seinem System, seinen Menschen und seiner Selbstbestimmung wird zwangsläufig dazu führen das sich ein neues Nationales starkes Wertegefühl aufbaut und sehr sehr lange auch Anhalten wird. Sicherlich wird das Militär mehr Macht im Staat nach der Zeit beanspruchen aber auch die einfachen Menschen tragen ihren teil zum Kampf bei und damit zur Einheit und dem Sieg. Daher wird es ganz sicher zu einer eher stolzen statt gebrochenen Nation führen wenn das System und die Säkularität (Religionsausgleich, Freiheit usw.) beibehalten werden kann.

    Auch wird das syrische Militär danach ein ernstzunehmender Verband sein. Viel gefährlicher als zuvor wenn jemand Syrien was böses möchte.
    Zuvor war die Identität und Moral der Truppe nicht gut. Nun weiß jeder Rekrut wofür er kämpft. Und das wird so bleiben.
    Von Kampferfahrung usw. ganz zu Schweigen.

    Da wird es sicherlich schon daraus Bestrebungen geben das die SAA diesen Kampf nie gewinnt und überlebt. Solch einen Selbstbewussten, Erfahrenen und Kampfbereiten Gegner will sicher keiner an seinen grenzen haben wenn er vor hat die Region neu zu „ordnen“.

    Im Grunde genommen gibt es sehr viele Verluste, Opfer und Schäden. Aber wird Assad und die SAA siegen so wird das zu reparieren sein und nicht zu einem Irak III, Libyen II usw. kommen wo die Staaten praktisch Grundweg zerstört und gebrochen sind.

    • habkind

      Im Vergleich zum Irak und Lybien funktionieren alle staatlichen Einrichtungen in Syrien immer noch. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Wiederaufbau sogar ziemlich zügig voranschreiten wird, da der Staat vollständig intakt ist.
      Wie du schon sagst, triangolum, die Gesellschaft und erst recht die SAA wird aus dem Krieg gestärkt hervor kommen.

  • habkind

    Ob sich die UN-Kinderrechtskonvention oder wer auch immer dafür zuständig ist, diese Video ansehen würde.

    • Enis

      Die werden erst aktiv,wenn dieses Missgeburt samt seinen Hirnwäschern von der Luftwaffe ausgeschaltet wird.Den Titel sehe ich auch schon;Assad schlachtet sein Volk ab,Kinder durch Fassbomben getötet.
      Wäre unser syrische Patriotismus wie der westliche rassistisch,müssten wir aufgrund dieser Ausländern,die das Land kaputt machen und den kuffar die hälse abschneiden-wie der kleine özbeke auf arabisch fordert-alles Nazis werden.Aber nein eben wegen diesen Gestalten kämpfen wir für die plularistische syrische Gesellschaft mit Freiheit und Gleichheit aller Religionen.

  • klaus

    ich denke wenn die da eine he granate in einen raum reinsetzen, rührt sich auch neben an nicht mehr so viel. mann darf nicht vergessen das luft als materie steht und dann plötzlich beschleunigt wird. das pustet da ordentlich durch die häuser. ausserdem sind die überschallschnellen splitter nicht zu unterschätzen.
    generell ist die einsatz von panzer im urbanen gelände schwierig. es bedarf hier bestimmter einsatztaktiken, die die saa scheinbar so langsam erlernt hat. im übrigen bedarf es immer auch jeder menge abgesessener motschützenum die panzer in den flanken zu decken.

  • Herbert

    Liebe Vorredner,
    mir geht es nicht um eine Kritik an der SAA, die wirklich alles versucht, den Konflikt zugunsten für das Syrische Volk / Land zu beenden.Ich sehe den heroischen Kampf und den Siegeswillen und freue mich über die Erfolge der SAA.
    Manches ist aber zu blauäugig, was man so sieht und hört.
    Als ehemaliger Panzermann habe ich Euch in meinem 1. Beitrag die BMP- Nummer analysiert. Da gibt es auch nichts mehr schönzureden! Wenn ein Fahrer die Kette durch mangelhafte Fahrzeugbeherrschung zerstört, dann handelt er mehr als leichtsinnig.
    Die SAA hat ihre Taktik teilweise vom erfolgreichen letzten Tschetschenienfeldzug übernommen und auch negativen Dinge unterlassen, die zur schmerzhaften Niederlage der Libyschen Armee führten . Ich behaupte auch, dass hier erfahrende Militärberater am Werk sind. Leider übernehmen die Kämpfer der SAA nicht alle Erfahrungen. Die ballistischen Westen sind anders als in Libyen bei fast jedem Kämpfer zu sehen und auch im Armeebestand reichlich vorhanden, deshalb benutzen die Terroristen ja bereits Waffen im Kaliber .50 BMG und besonders viele überschwere Maschinengewehre im Kaliber 12,7 mm/14,5 mm und 23 mm. Den Helm setzen leider nicht alle gottesfürchtigen Kämpfer der SAA ein, sei es die Wärme oder der Glaube an Allah, die diesen schnell mal wegrationalisieren.
    Der Angriff beginnt mit mäßig Artilleriefeuer und gelegentlicher Luftunterstützung, weil hier anscheinend die Mittel fehlen. Deshalb müssen die Panzer ran, die aber aus der Schußposition schlecht zum Zuge kommen.
    Die Panzer sind nur mangelhaft auf den Ortskampf vorbereitet. Man versucht schon mit Sandsäcken auf dem Turm und beim Führungsfahrzeug manchmal mit Armierungsmatten auf der linken und rechten Turmseite den Schutz zu verbessern.Jeder T 72 verfügt über eine Selbstgrabevorrichtung, die die SAA nicht einsetzt.Etwas herausgeklappt wären sie wie eine Zusatzpanzerung. Eine einfache Gummimatte am unteren Bug wäre auch eine Maßnahme gegen RPG´s. Weiterhin fahren sich die Fahrer die Kettenschürzen, teilweise auch die Zusatzpanzerung ab, überfahren schwere Stahlseile, die sich in den Antrieben verfangen, das sind Sachen, die sollten bei aller Professionalität nicht passieren. Die BMP´s dagegen werden als Mannschaftstransporter benutzt und fahren mittig im Konvoi. Leider haben die keine Zusatzpanzerung und sind dann eben echtes RPG-Futter. Mit einfachen Mitteln lassen sich zusätzliche RPG-Schutzvorrichtungen anbauen, die die Verluste wesentlich minimiert hätten.

    Link Käfigpanzerung:

    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4figpanzerung

    Link Verluste der SAA:
    https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AuxoWeRr3AOidFkwZExtQ3hTY0pMNXB6d1BsVHJZZFE&usp=sharing#gid=0

    Die SAA schickt also, wie in Tschetschenien die Russische Armee Bodentruppen / bei annanews Sturmtrupps genannt mit ins Rennen, die aber zunächst von den unteren Etagen agieren, weil die Terroristen ja die höchsten Gebäude besetzt haben.Hier ist man solange im Nachteil, bis alles platt gemacht wurde und das kann dauern mit der 125 mm Panzerkanone.
    Die Taktik beim Angriff ist in den Videos (zu) deutlich zu sehen. Der Kommandeur befindet sich im hinteren Bereich in einem höheren Gebäude und kann die kleinen Seitenstraßen nicht einsehen. Er jagt seine Panzer schreiend in die Gassen. Was hier fehlt sind Drohnen zur Gefechtsfeldaufklärung oder weitreichende Aufklärung mittels Kameras oder Fernrohre, sowie der Einsatz von Scharfschützen mit dem Kaliber 12,7 mm/ .50 BMG. Hier kann man die Schützen auch hinter der Deckung und auf große Entfernungen bekämpfen. Der Sniper hat jetzt bis 1500 m locker im Visier und trifft das bei guter Ausbildung auch zu 90 %.

    Und richtig, sollte die SAA siegen (was ich ihr wünsche) , dann müssen sich da einige Nachbarn warm anziehen! ;-)
    Herr Erdowahn fällt mir da ganz spontan ein oder der momentane Grundstücksverwalter der Golan-Höhen. Die Stänkertruppe würde ich mir auch vom Hals schaffen.

    • Es geht nichts über Leute, die was von den Dingen verstehen. Danke!

      Nur ein Versuch der Ehrenrettung für den BMP-Fahrer: Der russ. Kommentator, Wasilij Pawlow, ist selber auch Panzermann. Laut seinen Worten hat das BMP einen seitlichen RPG-Treffer abbekommen (sieht man bei 00:22 und nochmals bei 00:34 ganz links im Bild), wodurch die Kette beschädigt wurde. Der „Rest“ soll der Kette weniger durch den Bordstein, als eher die scharfe Drehung bei 01:06 gegeben haben.

      PS zu den Verlusten der SAA – hier etwas anschaulicher: http://www.chartophylakeion.de/blog/2013/12/20/2788/

  • Enis

    Herbert,
    Danke für Deine technischen Details!
    Ich nehme an die iranischen und russischen Ausbildner werden Deine Feststellungen auch gesehen haben. In einem Punkt kann ich aber bestätigen, die syrischen Soldaten sind leider sehr sehr Fahrlässig. Es kommt einem das Gefühl hoch, als ob der Tod ihnen nichts bedeutet! Im syrischen Volksmund ist es ja bekannt zu rufen: allah mhayye jaysh (Gott beschütze die Soldaten). Sie verlassen sich zu viel auf das zugewiesene Sckicksal..

    Wobei was mir bei diesen Einheiten in Jobar auffällt, ist dass sie ausrüstungstechnisch eher nach einfachen Soldaten aussehen. Einheiten von der Republikanischen Garde aus den Kämpfen in anderen Gebieten geben oft ein anderes Bild ab. Was wir auch beachten sollten, ist dass es sich um Momentaufnahmen handelt. Die vielen Rückeroberungen in den letzen Monaten deuten auf eine effizientere und professionellere Vorgehensweise hin. Ich denke die übermittelte Kampferfahrung der Hezbollah hat sicherlich viel dazu beigetragen.

    Eine andere Frage, was meinst Du mit Stänkertruppe :)

  • Moho

    Herbert

    Es gibt ja verschiedene Arten von Panzermunition.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Panzermunition
    Auch wenn man Wuchtgeschosse verwenden wuerde, die fahren durch den ganzen Wohnblock und die herumfliegenden Betonbrocken (auf vielen Videos ist ersichtlich, dass die Gebaeude mit Betonziegeln gebaut sind) verursachen zumindest Verletzungen der Gebaedeinsassen. Und ein verletzter Terrorist bindet mehr Resourcen wie ein toter.
    Im Video wird auch erklaert, dass die Kette durch den Beschuss beschaedigt wurde und darum gerissen ist. Dem Fahrer kann man wohl keinen Vorwurf machen, der hat das live miterlebt und nicht so wie wir im warmen Wohnzimmer auf dem Bildschirm!

    • Jones2theBones

      Es bringt häufig mehr, sich beim jeweiligen Panzer, bzw. beim jeweiligen Kanonenrohr über die hierfür vorhandene Panzermunition zu informieren als über die große Auswahl insgesamt.
      Beim T-72 ist das:
      1. Unterkalibermunition, auf englisch APFSDS und auf russisch БПС, wo gegen gegnerische harte Ziele verwendet wird, welche faktisch mit einem Pfeil aus Wolfram (alternativ DU) und rein kinetischer Energie penetriert wird.
      2. Hohlladungsgeschosse (eng. HEAT & rus. КС), die panzerbrechend wirken.
      3. Splittergeschosse (eng. HE-Frag & rus. ОФС) gegen Personen.
      4. Antitankraketen auf mehrere Kilometer Entfernungen.

      Von allen diesen Varianten werden in diesem Konflikt wohl naturgemäß fast nur die Splittergeschosse eingesetzt, denn sie eignen sich am ehesten für diesen Anti-Personenkampf.

  • Klaus

    mensch herbert ist doch super das du das hier mal erklärst.

    moho…., wuchtgeschosse….., bringen gar nichts dort.

    und enis…, ja da müssen bodentruppen ran. denn die panzer sind ruckzug hackepeter ohne infantristische bedeckung.

    es ist immer noch zu sehen und auch schwer zu verstehen, wie ungeschickt durch die saa gehandelt wird.
    panzer sollen im direkten beschuss feuerpunkte niederhalten und der infantrie den eintritt sichern. die saa lässt die panzer zu viel allein.
    es müssten sturmgruppen gebildet werden. panzer und infantrie im verbund.

    die taktische ausbildung dazu ist sicherlich bei der saa schlecht und wird jetzt im scharfen schuss erlernt.

    ein schlimmes beispiel welches wir intensiv behandelt haben, war der 1. sturm auf grosny.
    keine aufklärung.
    keine abgesessene begleitende infantrie.
    unbekanntes gebiet.
    erfahrene kämpfer.

    rest schreibt herbert und genauso haben wir es auch gelernt.

  • kaumi

    Genf, Friedenskonferenz

    Die (West-) Medien „freuen“ sich so sehr, dass die Genferkonferenz „Druck auf das Assadregime“ ausüben konnte und es den Unterhändlern gelungen ist, Assad dazu zu „zwingen“, ein humanitäres erstes Zeichen zu setzen. Frauen und Kinder nämlich „raus aus Homs“ zu lassen.
    Okay… nun möchte ich als Syrer – aus Homs – kleine Verständigungskorrekturen einleiten:
    Jeder unbewaffnete, auch männliche, Einwohner der Stadt, konnte jederzeit über besondere Checkpoints, nach Überprüfung der Personalien, Homs verlassen. Es existieren selbstredend Namenslisten von „Rebellen“, die nicht in die Freiheit „entlassen“ werden.
    So an die 80% der Stadt Homs sind nicht „umlagert“ oder „umzingelt“, da Terroristenfrei. In der Meldung „raus aus Homs“ geht es korrekterweise um zwei benachbarte Viertel der Altstadt. Aber mit genauer und korrekter Dateilieferung hat der Westen in den letzten Jahren ja nicht geglänzt.

    Soviel zum Status quo. Bliebe nun noch die Interpretation des Ganzen:
    die Rebellen vor Ort werden sich sehr über diesen Deal „freuen“, und ob sie den Abzug der Zivilisten unterstützen oder gar „erlauben“ werden, ist sehr zweifelhaft und abzuwarten. Denn eine zivilistenfreie Altstadt bedeutet im Umkehrschluß, freier Beschuß für die Armee und für die „Rebellen“ der Verlust ihrer Schutzschilde.
    Ich warte mit Freude und Erleichterung auf die Umsetzung dieser humanitären Geste, denn ich profitiere persönlich davon. Zwei ehemalige Klassenkameradinnen von mir hängen dort fest und von einer weiß ich sicher, dass sie gezwungenerweise dort behalten wird, mit ihren drei Kindern (5, 8 und 13 Jahre).

    • georg

      „Würden die letzten Zivilisten die belagerten Viertel verlassen, wäre die gesamte Stadt – die drittgrößte des Landes – schnell wieder in der Hand der Regierung. Wahrscheinlich deswegen ist es den in Genf verhandelnden Oppositionellen wichtiger, dass Hilfskonvois reinfahren dürfen.“
      Aus einer Meldung des ARD-Studios Kairo von heute nachmittag

      Kaumi: Du dürftest absolut recht behalten mit Deiner Einschätzung (2. Absatz)…
      Wünsche Deinen Bekannten alles erdenklich Gute.

      • kaumi

        Danke. aber der Schrecken wird noch lange kein Ende haben.
        Die „Opposition“ straft mich leider nicht Lügen. Sie setzt sich jetzt also vehement dafür ein, die Zivilisten in einem möglichen zukünftigen Kampfgebiet zu lassen und stattdessen Hilfskonvois zu ihnen zu bringen. Wie krank ist denn diese Einstellung? Ganz offensichtliche Aufpeppelung der „Schutzschilde“, damit sie den Terroristen auch noch länger als solche dienen können? Irrsinn und Verachtend ist das. Und Djerba geht damit in Montreux auch noch ganz offensiv und selbstbewusst um. Mit den Alliierten im Rücken.

  • Herbert

    @ Klaus -der Hauptanteil an Granaten beim T 72 besteht aus den Splitter/Sprenggranaten, die in allen Videos verschossen werden.Hohlladung ist teuer und bringt nicht mehr als o.g., es sei denn bei einem Bunker oder Hartziel, Unterkaliber bringt nur für den hinter dem Einschlagsort stehenden Kämpfer die Fahrkarte zu den Jungfrauen.

    @enis-Stänkertruppe sind die auf dem israelischen Teil der Golanhöhen stationierten Einheiten ;-)

  • kaumi

    http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-25884907
    McCain, die Wurst, in einer Talk-Runde. Nach viel bekanntem Bla-Bla ab Minute 1.50 das Hochinteressante…
    Ich frage McCain: wer ist „WIR“??

    • Jones2theBones

      Stimmt, er sagt: „We were winning, then the Hezbollah and the Iranians came in and the moment on the battlefield shifted.“

      Interessant, auch wenn alte Lügen und Wahrheiten wieder erzählt werden.

    • Nobilitatis

      Sie müssen das Ganze rumdrehen: McCain sagt, dass die USA Krieg gegen Syrien führen. Natürlich über ihre Proxys, aber die Aussage ist eindeutig. Hoffentlich wird diese Tatsache irgendwie in die breitere Öffentlichkeit getragen. Das wäre der richtige Aufhänger.

  • kaumi

    https://www.youtube.com/watch?v=fqbgTPWa5mA
    Es wäre ein cleverer Zug, einige dieser Jungs in Anzüge zu stecken und mit nach Montreux zu nehmen. Die könnten der „Opposition“ sicher aus erster Hand einiges über die „Revolution“ erzählen.

    • Enis

      oder diese aufgebrachte Mutter aus dem Flüchtlingslager Yarmouk…

      Ihr Hunde… Hunde… Hunde… ihr Banditen.. was können diese Kinder dafür.. ihr Hunde.. Pfui..

      sie scheint es nicht mehr zu ertragen und dreht durch..
      Dieses Dreckspack an westlichen Medien, hört auf zu lügen!

      • Enis

        Sie fordert diese Kakerlaken auch auf sich nicht hinter die Zivilisten zu verstecken, bzw. das Flüchtlingslager zu verlassen!

        So wie diese Mutter den Kakerlalken in min 1.04 ins Gesicht spuckt.. spucke ich jedem westlichen Journalisten ins Gesicht, der nur Lügen verbreitet und eine Mitschuld am Verhungern dieser Menschen trägt..

        Pfui.

    • Enis

      Für die Ratten, die hartnäckig am Morden weitermachen wollen gibt es Grüsse von der syrischen Legende Onkel Essam gut geschützt aus Deirezzor..

      https://www.facebook.com/photo.php?fbid=638264299544584&set=a.580437725327242.1073741828.552217711482577&type=1&theater

      • Jones2theBones

        Wer ist das?

        • Der Druse™.

        • Jones2theBones

          Issam Hallaq?
          Was macht der konkret?

        • Enis

          Issam Zahreddine ist ein drusischer General in der Republikanischen Garde.
          Sein Kennzeichen ist der lange gerollte drusische Schnurrbart, der jetzt mit seinem Bart zu einem Salafi hineingewachsen ist :)
          Issam ist die Legende von Baba Amr. Zusammen mit seinen Spezialeinheiten hat er Baba Amr „Symbol der terroristischen Tyrannei“ gesäubert und den Terroristen eine vernichtende Niederlage zugefügt. Er wurde für seine Tapferkeit und Kompetenz von Assad ausgezeichnet. Als es um Damaskus brenzlig wurde, holte man ihn nach Damaskus zurück. Dort wurde die terroristische Zange gesprengt. Den Rest dürfen jetzt die anderen Einheiten erledigen. Denn in Aleppo wurde es auch brenzlig. Es hiess ab nach Aleppo. Dort auch wieder Drecksarbeit geleistet und für Entlastung gesorgt, heisst es seit einigen Wochen Aufräumen in der Wüste von Deirezzor. Obwohl nicht in den Medien berichtet, macht er eine einwandfreie Säuberungsarbeit. Das nächste Ziel wird wahrscheinlich Rakka heissen..

          Ein General mit vorbildlicher Loyalität zu seinem Land, seinem Volk, seiner Armee und seinem Präsidenten!

          An dieser Stelle sei auch an die Legenden von Minnigh, Taftanaz, al Kindi, 17. Brigade und allen Märtyrern der SAA gedacht!

          Sie kämpfen/kämpften in Namen von uns allen gegen den finsteren Mittelalterterror.

        • kaumi

          Sehr schön, Achi!
          Issam hatte auch den Schneid, Walid Djumblat ob seines Zickzack-Kurses heftig zu kritisieren: „Djumblat ist nicht automatisch unser aller Führer, nur weil er Druse ist. Syrien ist unsere Heimat und nur ihr sind wir verpflichtet“.
          Dieser „Frühling“ hat schon einige Helden hervorgebracht. Aber vor allem war er eine astreine Selektierungsmaschine, die Guten in das Körbchen, die Schlechten in den Eimer.

  • Enis

    Unterstützung bekommt er wahrscheinlich auch von den libanesichen Brüdern.. siehe die 3 libanesichen „steilen“ Bärte als Kennzeichen..

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=639082812796066&set=a.580437725327242.1073741828.552217711482577&type=1&theater

  • kaumi

    Wenn Delegationsmitglieder und syrische Bürger im Ausland eine Sprache sprechen, dann erfüllt mich das mit Freude und Hoffnung

  • kaumi

    Und wenn ich solche Bilder sehe und Berichte über Fassbomben und abermals getötete Kinder und Zivilisten höre, dann erfüllt mich das mit Wut, Trauer und dem übermächtigen Verlangen, allen Kerrys, Fords, Hollandes, Rasmussens, Ban Ki Moons und deren Herren ins Gesicht zu spucken

  • kaumi
  • Herbert

    Bin aus dem Urlaub zurück und habe mir nochmal das Video angeschaut, plus Kommentatorübersetzung.
    Der Kommentator will etwas erzählen und versucht die Handlungen für Unwissende zu erklären. Heldentaten verkaufen sich aber besser, als die ungeschickten Handlungen der oder des Soldaten.
    Man sieht in dem Video definitiv nicht, was die RPG links getroffen haben soll, weil da die Wand ist. Der Staub kommt eher von Beton oder Mörtel.
    Bei 0:22 sieht man beim 1. Schuß rechts neben dem BMP Betonstaub, da wurde von oben neben das Ziel geschossen und bei 0:34 sieht man die 2. Explosion (2. Schuß) mit einen roten Feuerball (so nicht ganz typisch Hohlladung, weil das wie Staub wirkt) rechts neben dem BMP. Die könnte auch an der rechten Kettenabdeckung hochgegangen sein und die Wirkung verpufft dann zum größten Teil. Reste der Hohlladung sind durchaus im Innnraum angekommen, wo die 7 Infanteristen sitzen.
    Der BMP , der mit einem Affenzahn jetzt herausfährt muss nicht einmal der getroffene sein, denn dazu hätte er eine 180 Grad-Drehung machen müssen, mit einer defekten Kette wäre das schon so ein Ding, und mit einer beschädigten Kette dann noch so weit zu kommen, ohne diese durch langsame und ruckfreie Fahrweise zu schonen, das halte ich für unmöglich. (Erklärung kommt unten !)
    Die Infanteristen bei 0.53, die aus dem Schussfeld gebracht werden sollen, wären bei der geringen Panzerung eines BMP von hinten nur 15-20 mm jedem großkalibrigem Maschinengewehr ab 12,7 mm gnadenlos ausgeliefert. (Davon haben die Terroristen 1000-e, auf Lafette in Häusern oder mobil auf Pickups!!!)
    Warum steigen die nicht in den anderen BMP um, wie der Fahrer? Es sei denn, die oder zumindest einige sind schon tot oder wenn es ein anderer BMP ist, wurden die eventuell schon abgesetzt.
    Bei 1.07 sieht man auch nicht mehr die scharfe Drehung, nur noch den Anprall an den Bordstein bei 1.08-1:12, da staubt es wieder mächtig und danach reißt die Kette. Die vermeintlichen Treffer waren aber rechts!!!
    Gerissen ist aber die linke Kette und die nicht vorhandene Kettenabdeckung am linken vorderen Teil des Fahrzeugs sagt nicht, dass sie dabei abgeschossen wurde. Die Fahrer bleiben oft an Häusern, Resten von Hochspannungmasten oder Schutt hängen und reißen sich dann diesen Kettenschutz( gegen Hohlladungen wie eben RPG) und andere Fahrzeugteile ab.

    Zur Erklärung wie die Kette an einer Kante abgefahren wird dieses Bild:

    http://images.search.conduit.com/ImagePreview/?q=Kette%20BMP&ctid=CT2625848&searchsource=13&CUI=UN61509234686889018&start=0&pos=4

    Wenn eine Metall-, Stein oder Betonkante diese „8“ an der Kettenaußenseite im spitzen, also flachen Winkel (Kettenverbinder mit Kettenbolzen) erwischt, wird der sogenannte äußere Kettenverbinder (Form einer Acht) vorn beschädigt (eingedrückt- vorderer Bolzen entfernt sich bei Belastung vom hinteren) oder komplett sofort abgerissen. Das Material des Kettenverbinders ist Stahl, der gehärtete Bolzen , ebenfalls aus Stahl, beim BMP etwa 2 cm dick. Damit hält aber noch der Kettenverbinder auf der Innenseite. Der Bolzen ist dann krumm. Wird weitergefahren kommt dann das beschädigte Kettenglied am Antriebskranz hinten an und da wirken die meisten Scherkräfte (Metall auf Metall), dann wird die Kette bei einseitiger Beschädigung spätestens abgerissen. In dem Video sieht man das ja beim Staubaufwirbeln.
    Bei 3:49 sieht man wie ein T 72 mit viel stabilerer Kette (Bolzendicke etwa 4 cm) ganz vorsichtig über dieselbe Kante fährt! ;-)

    Wie soll der Fahrer das Fahrzeug aus dem Feuergebiet (1.29) geschafft haben, wenn die Besatzung weiter schießt?
    Dann sieht die Besatzung ja offensichtlich die Terroristen, wenn weiter geschossen wird und diese sind dann wohl ihrerseits blind?

    Der BMP-Fahrer kommt im Feuerhagel (!!!) oben aus seiner Luke, während jeder Panzer eine Notausstiegsluke unten in der Wanne hat, die auch der Bergepanzerkommandeur offensichtlich ( Minuten 7:39, 7:47, 7.58 und 8:15 ) benutzt. Der Ausbildungsstand ist also verschieden oder Allah hat geholfen! ;-)

    Zum „Erklären“ des Kommentators zum Verhalten des Fahrers bei 5.44 zeigt sich, wie unmöglich dieses Verhalten ist. Er will eine neue Kette holen, fährt aber dann vermutlich in das Kampfgebiet, weil ja eben dieser BMP wieder nach rechts fährt. Eine neue Kette gibt es weder in Syrien um die Ecke zu kaufen, die plant man gar nicht ein als Ersatzteil im Gefecht, sondern die lagern in den Hallen einer Einheit mit anderen Ersatzteilen. An den Stellen, wo die Panzer im Viereck stehen (Bereitstellungsräume), wird maximal getankt und aufmunitioniert und kleine Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt, eine Kaserne oder ein Lager gibt es in den Wohngebieten nicht. Vor Ort und erst recht nicht bei diesem Beschuß würde auch gar keine Kette gewechselt werden können.Ein Kettenwechsel dauert 15-30 Minuten bei einer geübten Besatzung, dazu werden aber neben dem Werkzeug, welches jeder Panzer normalerweise mit sich führt, die gesamte Besatzung ( mindesten 3 Mann) benötigt, auch der Richtschütze. Mit dem Werkzeug ist das bei den Syrern so ein Ding. Wenn die nicht mal die Abschlepptrossen an den Panzern mitführen, die zum Erstausrüstungssatz gehören, wo lagert das ganze Zeug dann?

    Der Bergepanzer steht bei allen Videos, die ich bei anna-news gesehen habe, immer in Bereitschaft.
    Der Bergepanzerfahrer zieht dann am Ende des Videos den BMP gnadenlos gegen den riesigen Betonstein, wobei dann nachweislich die 1. Laufrolle einen abbekommen hat. Das Video endet dann bei dieser Heldentat sicherlich auch, um nicht noch neue Ausreden bringen zu müssen.

    Alles genügend erklärt?

    • Top. Liest sich in einem Zuge. Ich überlege jetzt, ob ich dem russ. Kommentator (Wasilij Pawlow) mal diese Überlegungen wiedergebe. Auf jeden Fall hatte ich auch Schwierigkeiten mit der Zuordnung der Seiten (Treffer links oder rechts..) und dass ein BMP hinten am verwundbarsten ist war mir auch klar.
      „Allah hat geholfen“.. :-)

  • Herbert
  • Herzog

    aber hallo.
    Selten soviel Müll gelesen.