ISIS: Ruhe im Karton!

going-underVorgestern gab es erste Meldungen darüber, dass die ISIS (“Islamischer Staat im Irak und Syrien”) nach schweren Gefechten mit der Al-Nusra-Front & mit “mehr als einem Dutzend” von mit dieser alliierten Terrororganisationen die syrische Provinz Deir ez-Zor räumt und in Richtung al-Raqqah und Hasaka abzieht. Die Suche nach dem Ursprung dieser Nachricht stößt auf Umwegen wieder zum “Syrischen Observatorium”, dessen Ein-Personen-Team in einem Telefoninterview mit AFP erklärt haben soll, ISIS-Einheiten hätten die Provinz Deir ez-Zor bereits komplett geräumt und seien nur noch an den Grenzen zur Provinz al-Raqqah präsent.

Die ISIS wurde durch die Kräfte anderer Terrororganisationen verdrängt, so dass man hier schwerlich von “Erfolgen” sprechen kann. Es handelt sich einzig um eine Art Frontbegradigung im Kontext von größeren Hintergrundereignissen, denn so nehmen die Bemühungen Saudi-Arabiens, die ISIS aus dem verlorenen Syrienexperiment in den Irak zurückzuziehen und damit “Rebellen” umzusortieren, langsam Gestalt an. Noch ist nicht hundertprozentig klar, ob diese Rechnung aufgeht, aber ein Meilenstein ist es allemal.

Der “Islamische Staat im Irak und in Syrien” soll nach dem Ansinnen der Saud seinen Krieg möglichst gegen Bagdad richten beziehungsweise sich in der irakischen Provinz Anbar festsetzen, nicht nur um die Wunden zu lecken, sondern um sich dort neu zu organisieren und zu gegebener Zeit wieder in Erscheinung zu treten; bis dahin hätten die Islamisten in den dünn besiedelten Gebieten des sunnitischen Irak etwas wie eine Quasi-Autonomie und wären mit Sicherheit Anziehungspunkt für Dschihadisten-Romantiker. Dieses Ansinnen ist natürlich nicht so einfach, denn in Anbar haben sie es nicht nur mit irakischen Regierungstruppen, sondern auch mit den Stammesmilizen der Al-Sahwa zu tun. Diese sind zwar ebenso Sunniten und empfinden wohl kaum Sympathien gegenüber der Regierung in Bagdad, die Dschihadisten jedoch sind für sie mit Sicherheit das größere Übel, so dass es hier Potential für eine Mobilisierung gibt, das die irakische Regierung auch bereits zu nutzen scheint.

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Quelle für diese Karte: fb.com/MusaCerantonioII

Beim Eingreifen der ISIS in den Krieg in Syrien wurde diese massiv mit allen notwendigen Ressourcen ausgestattet – Kämpfer, Waffen, Geld. Die Scheichs und Emire der ISIS setzten sich allerdings mit der Zeit eigene Ziele und koordinierten sich mitunter auch einmal nicht mehr mit ihren Herren. Es ging sogar so weit, dass das unantastbare Saudi-Arabien Ziel von “Kritik” der Dschihadisten geworden war – weil das Königreich angeblich irgendwelche Kompromisse mit “den Feinden des Islam” einging. Mit anderen Worten, das Instrument machte sich selbständig, noch bevor es allerdings seinen Zweck erfüllt hat. Genau das ist der Grund dafür, dass man es mithilfe von anderen solchen Instrumenten behutsam zu Besinnung und auf den einzig wahren Weg zurückzuführen gedenkt.

ISIS-HQ in Raqqah

ISIS-HQ in Raqqah

Wenn das den Saud und den von ihnen kontrollierten Gruppierungen gelingt, so landet die ISIS tatsächlich bald im Irak und wird, wie Zawahir fordert, zur “ISI” – also ohne “al-Sham”. Dort wird diese Organisation genau den Krieg führen müssen, der Saudi-Arabien von Vorteil ist. Man wird versuchen zu verhindern, dass die in sie investierten Ressourcen in “Sham” so nutzlos aufgerieben werden, deshalb sind all diese Aufrufe und die noch recht sanften Stupser (“nur” 1.700 Tote aus den Zusammenstößen zwischen ISIS auf der einen und Al-Nusra, Islamischer Front, FSA & Co. auf der anderen Seite seit Januar 2014) die Linie, welche Saudi-Arabien derzeit fährt und durchzusetzen gewillt ist.

Auf diese Weise wird al-Raqqah zur (sicher temporären) Hochburg der ISIS in Syrien – recht wahrscheinlich aber nur für eine gewisse Zeit. Denn wenn die widerspenstigen Dschihadisten eben nicht wollen, so werden sie zweifelsohne und ohne alle Skrupel vernichtet werden – dafür wird es womöglich gar keine großen Interferenzen von Seiten der syrischen Armee geben müssen. Die Saud können sich mit ihren Möglichkeiten ohne große Anstrengungen eine nächste Generation an Guerilla-Organisation zusammenzimmern, immer in der Hoffnung, dass diese dann etwas gehorsamer sein wird.

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Trackback von deiner Website.

  • Nobilitatis

    Ohne den Kampf gegen Amerika wird der Kampf der ISI ohne S im Irak aber nicht so viele Dschihadisten anziehen?
    Auch sehr lustig: Bei Syria Comment (Joshua Landis) setzt man sich mit der FSA bzw. Aktivisten-These auseinander, ISIS sei ein U-Boot vom bösen Assad:
    http://www.joshualandis.com/blog/assad-regime-jihadis-collaborators-allies/

    • jow

      Lustig? Ich finde es ekelhaft. Was für ein falsches Spiel!

      Und was für ein Kampf gegen Amerika? Verstehe ich nicht.

  • Nobilitatis

    Verstehen Sie nicht? Was glauben Sie denn, gegen wen die Dschihadis weltweit am liebsten in den Krieg ziehen? Kleiner Tipp: Afghanistan, Irak, …

    • Feti

      Kleiner Tipp an dich gegen wen Kämpft ISIL zu zeit sogar gegen ihre eigenen Brüder also etzähl nicht vom Krieg. Du Betreibst Desinformation so einer war schon mal hier TG wo ist er überhaubt er Konnte seiten schreiben.

      • Trolle der Hasbara sterben nie aus ;-) – meinen Sie Herrn Martin Schmidt?

    • Bronfmann

      Was heißt in den Krieg ziehen, klingt so als ob die Afghanen und Iraker Angreifer seien !
      Die USA haben die beiden Länder überfallen. Die Afghanen und Iraker, die sich gegen den Überfall wehrten übten Selbstverteidigung aus.

      Die afghanischen Taliban, deren Heimat die paschtunischen Gebiete in Afghanistan sind kämpfen für Freiheit und Selbstbestimmung ! Sie sind bestimmt keine heimlichen Freunde der dreckigen CIA u. der feigen US-Armee. Feige weil sie am liebsten mit Drohnen und mit ihrer Luftwaffe kämpfen, am Boden trauen sie sich nur in Überzahl an den Feind. Gern auch an unschuldige Ziviilisten!

      Bei den pakistanischen Taliban sieht das etwas anders aus, da laufen viele verdeckte Aktionen und manche Taliban-Kommandeure sind mit Dollar gekauft. Der pakistanische Geheimdienst arbeitet auch viel mit der CIA zusammen.
      Auf alle Fälle haben die USA bei den Taliban einen Fuß in der Tür. Weil die afghanischen und pakistanischen Paschtunen verwandt sind und die Grenzen überschreiten. Und deshalb läuft der Widerstand in Afghanistan, aber auch gegen das korrupte us-hörige pakistanische Regime, nicht auf vollen Touren. Es sieht etwas gebremst aus.

      Im Irak kämpfte Al Kaida hauptsächlich gegen die schiitisch dominierte Regierung, gegen schiitische Parteimilizen und gegen sunnitische Clans, die mit der Regierung Frieden machten. Ganz klar, daß die USA im Geheimen die Al Kaida unterstützt haben. Bigott und pervers wie sie sind unterstützen sie also Terroristen, die dann manchmal sogar die eigenen US-Soldaten abschießen. Hinterher zeigen sie dann mit Finger auf Al Kaida und rufen: Böse Terroristen !

      Deswegen schmeißen heute viele Amis den Dienst in der Armee hin, weil sie sehen welches falsche Spiel mit ihnen getrieben wird. Auch der normale US-Soldat ist ein Bauernopfer “seiner” Regierung.

      Erzähle du hier keinen Müll ! Kein Sau glaubt heute noch, daß Al Kaida, Al Nusrah, ISIS unabhängige Gruppen sind. Wenn das alles so wäre wie sie immer sagen, dann würden sie sofort auf Israel losmarschieren und überall in der Region amerikanische Ziele angreifen ! Aber das tun sie nicht. Sie greifen halt lieber eine Regierung (Assad) an, die den USA und Israel ein Dorn im Auge war. Verlogenes gekauftes Pack !!! Ganz schlimm daß sie im Namen Allahs auftreten. Aber Allah ist bestimmt der Gott aller Muslime. Und Al Kaida und Co. haben überhaupt kein Recht sich bessere Moslems zu nennen. Leider spielt da auch Geld eine Rolle. Viele arabische Jugendliche lassen sich von billigen radikalen Parolen und zusätzlch mit Geld kaufen. Ist ja auch einfacher sich für den “Jihad” bezahlen zu lassen als Arbeiten zu gehen und vielleicht sehr arm zu bleiben.

      • Feti

        Richtig

      • Nobilitatis

        Sie wollen mir hier allen Ernstes erzählen, die jungen Dschihadisten werden (auch im Westen) geworben, indem man ihnen erzählt, sie sollten für Geld für die USA und Israel kämpfen? Und nicht gegen die USA?
        Und in Afghanistan unterscheidet man zwischen Taliban und Al Qaida. Nach Ihrer Logik müssten sich beide bekämpfen.
        Das ist auch der entscheidende Unterschied. Ob man in ein anderes Land zieht, und denen seinen selbstgebastelten Glauben aufzwingt, oder ob man sein eigenes Land gegen Angreifer verteidigt. Ob man ein vormodernes mittelalterliches System möchte (Emirat oder Kalifat) oder ein modernes unabhängiges Land ohne Religionsaufsicht.
        Sie müssen mir nichts über Müll erzählen. Nur weil die Welt für Sie zu kompliziert geworden ist.

        • Feti

          Lieber Herr Nobilitatis,
          Geld regiert nun mal die Welt die Jihadisten werden dierekt von Imamen
          und indierekt na ja da müssen sie selber nach denken. Warum freuen sich die Teroristen wenn sich gewisse Mächte sich ein mischen.
          Das schlimste ist für Islamofascho das die keine hilfe mehr bekommen und sozialisten oder auch andere Modorate Kräfte die an ihr Land denken die macht übernehmen. Zum Bsp. nehmen sie eine Stadt mit 100 Tsd. Meschen und bewafnen 5% nun wer hat die macht. Entweder übernehmen sie die arbeit von TG od sie können nicht über den Teller rand schauen.

        • Jones2theBones

          Ich bin wirklich erstaunt, dass man Ihnen das erklären muss, Nob.

          Niemand behauptet, dass diese (im Grunde genommen armen) Leute damit gelockt werden, für Israel und die USA zu kämpfen, ähnlich wie die meisten Bolschewiken auch nicht wissentlich für das Kaiserreich kämpften.

          Zuerst wird den Leuten die eine oder andere Ideologie eingeimpft, die die neue perfekte Weltordnung schaffen wird.
          Folgen diese Leute bedingungslos der Ideologie, folgen sie bedingungslos deren Führer.
          Wer sind die Anführer? Welche Ideologie setzt sich durch? Das sind die mit dem Geld.

          Seit Nassers Ägypten der 50er finanzierten die USA die Muslimbrüder.
          Wollen die etwa nicht ihr Quds zurück? Zumindest die einfachen Mitglieder schon. Und wo sitzen die Köpfe des Salafismus und des Wahabitismus? In den Golfstaaten.
          Von Saudi-Arabien und Co. zielstrebig gegen die Kommunisten aufgebaut, sind sie eine weitere Task Force.
          Wie sehr sie, wenngleich führ ihre meisten Mitglieder sicherlich unbewusst, von ihren eigentlichen Erzfeinden instrumentalisiert werden, zeigt sich beispielsweise am Engagement der Taliban & der AQ in “Sham”.

          Und die Zahl der angeworbenen Mitglieder hängt vom Marketing (u.a. in den von den Golfstaaten finanzierten europäischen Moscheen & Fernsehsendern) ab, nicht vom Ziel selbst.

        • BronfMann

          “Sie wollen mir hier allen Ernstes erzählen, die jungen Dschihadisten werden (auch im Westen) geworben, indem man ihnen erzählt, sie sollten für Geld für die USA und Israel kämpfen? Und nicht gegen die USA?”

          Wurde nicht geschrieben ! Der Einfluss von CIA und Kräften die Dollarbündel verteilen läuft verdeckt, das geht über Mittelsmänner, die selbst nicht wissen mit wem sie es zu tun haben. Das geht (vermute ich) viel über arabische Regierungsstellen und religiöse Einrichtungen. Die kleinen Kaida-Terroristen haben keine Ahnung welche Macht sie schmiert und dirigiert, die mittlere Führungsebene wahrscheinlich auch nicht, und in der Führung sind das auch nur ein paar Agenten, aber die paar entscheiden alles.

          “Und in Afghanistan unterscheidet man zwischen Taliban und Al Qaida. Nach Ihrer Logik müssten sich beide bekämpfen.”

          Wo habe ich dies behauptet ! Will nur keine Romane schreiben. Die Infos steht doch jedem offen der sich damit schon eine Zeit beschäftigt.
          Erstmal weiß ich gar nicht Bescheid, ob in Afghanistan noch viele ausländische Kämpfer sind, ich denke aber, daß es nur wenige sind. Es wurde ja in letzter Zeit viel über Ausbildungslager in den Stammesgebieten an der Grenze Afghanistan/Pakistan geschrieben. Es gibt also die internationale Verbindung der Taliban (mit fremden “Jihadisten”). Aber zu sagen da herrscht nun die CIA, das ist bestimmt zu einfach. Ich denke da zieht der pakistanische Geheimdienst die Fäden. Aber der kommt sicher auch nicht zu den Stämmen und sagt: Ich bin vom Geheimdienst und will euch helfen. Die Steuerung der Taliban läuft denke ich über einzelne Führer, die Sand ins Getriebe streuen. Da werden dann auch alte Fehden oder Rivalitäten untereinander ausgenutzt. Mir fällt jedenfalls auf, daß sich der Krieg gegen die US-Besatzer in Afghanistan schon sehr lange hinzieht, und ich denke, daß die Taliban nur mit halber Kraft kämpfen.
          In Syrien sind nur wenige Afghanen und Pakis. Das sind auch meist keine Paschtunen und einfache Leute vom Lande, die sich der Taliban-Ideologie angeschlossen haben. Sondern kommen aus dem sozial gestrandeten Abschaum der pakistanischen Großstädte.

          Der Punkt ist, daß es keinen unabhängigen Islamismus gibt, die große internationale Gefahr, was uns als Al Kaida vertickt wird. Ohne die CIA, die Dollars, die Förderung durch Saudi-Arabien (die mit den USA zusasmmenarbeiten), auch ohne Israel das z.Bsp. bei den Hamas-Führern seine Finger drin hat, ohne die alle gäbe es jetzt z.Bsp. keinen “Bürgerkrieg” in Syrien.
          Trotzdem sind auch die “kleinen” Terroristen Ochsen, die nicht nachdenken. Wenn sie nachdenken würden müßten sie merken, daß was nicht “stimmt”.
          Wie hier einer schon schreibt: die Moslems bzw. die Araber zerfleischen sich gegenseitig, und Israel ist aus dem Schneider, hat schön seine Ruhe. Das ist der Punkt.

          “Nur weil die Welt für Sie zu kompliziert geworden ist.”

          Na ja … Das ist mir zu doof.

        • Nobilitatis

          Ich werde meine Aussage mal umformulieren:
          Der Kampf gegen die USA wird bei der Mobilisierung der Dschihadisten (dem Fußvolk) fehlen.

        • Jones2theBones

          … Und dies wird keine Rolle spielen.
          Warum? Weil man an Syrien und Libyen sehen kann, dass die Jihadisten kein Problem damit haben, auch mit den USA zu kämpfen.
          Der gewöhnliche Trottel peilt es nicht, der Rest erfindet sich Ausreden.
          Wohlgemerkt hatten die Jihadisten weitaus weniger Zulauf im Irak als in den eben genannten Beispielen, und generell schienen weite Teile dessen aus Stammesmilizen und Ex-Soldaten zu bestehen, was nicht das Gleiche ist.
          Auch die Jihadisten selbst waren dort weitestgehend Iraker.

          Auch verlief der amerikanische Kampf deshalb um so viel erfolgreicher (aber nicht reibungslos) gegen die Aufständischen, weil es eben nicht den Zustrom von außerhalb gab. Keine groß angelegte Rekrutierungskampagne om Ausland, also blieben die Gotteskrieger in ihren Ghettos.
          Man vergleiche hunderte in einen weitgehend von der Bevölkerung mitgetragenen Aufstand in Falludscha mit zehntausenden in Damaskus.
          Auch in der Vorgehensweise ist per se der Unterschied zwischen SAA & US-Army nur die Rücksichtslosigkeit der Zweiteren, mit Größeren Schäden an Bausubstanz und Bevölkerung zur Folge.

        • Nobilitatis

          Der Unterschied im Irak bestand in der fehlenden Finanzierung durch SA und Katar etc, fehlende waffentechnische Lieferungen, keine sicheren Gebiete und fehlende Unterstützung bei der Werbung von Fußvolk aus den islamischen Ländern. Die Al Qaidas waren damals allein auf sich gestellt und auf Unterstützung der Iraker angewiesen.

        • Jones2theBones

          Da haben Sie’s.
          Das exakte Gegenteil ist bei Syrien der Fall, oder nicht?
          Und in Syrien hat der Nachschub trotz hoher Verluste bislang ausgereicht.
          Im Iraq regiert überdies momentan ein schiitischer Präsident.
          Das sollte als Grund ausreichen, sollte es überhaupt einen brauchen.

      • sehr richtig – waeren diese Banden wirklich “Jihadisten”; zoegen sie gegen “Israel”… nein, in gegenteil, sie lassen “Israel” helfen, und dort medizinisch kuriren.. Mehr Fakten braucht man noch? Dann ist man wohl sehr weiss-blau-zionistisch wie Nobilitatis.

        • Nobilitatis

          Schon wieder so ein Sinnlos-Kommentar. Wären es “Jihadisten”, zögen sie ausschließlich gegen Israel? Wieder so ein Anhaltspunkt, dass “Fatime” nicht echt ist. Ich denke, dass Menschen in Nahost eine Vorstellung davon haben, was der politische Islam beinhaltet und nicht solche komischen Theorien aufstellen.
          Die Banden, die jetzt von Israel direkt unterstützt werden, gibt es ja wirklich. Das sind m.E. aber weder al Nusra noch ISIS.
          Außerdem habe ich des Öfteren geschrieben, dass ich glaube (und hoffe), dass die israelische Strategie sich langfristig gegen die Zionisten richten wird. Die Araber werden förmlich dazu gezwungen, einzusehen dass sie nur gemeinsam eine Zukunft haben und sich nicht weiter gegeneinander hetzen lassen.

  • ISKANDER

    @Nobilitatis:
    ich kann ihnen hier nicht zustimmen.
    Die Dschihadis ziehen gegen die “Ungläubigen” zu Felde. Dazu bedienen sie sich einerseits der Zwiste unter den Ungläubigen, andererseits fehlt ihnen der Hintergrundblick in die Strukturen der satanischen Mächte die sie zu bekämpfen glauben – aber letztlich durch ihr Tun bedienen.
    Es ist ein Bildungsproblem.
    Wobei ich ausdrücklich das westliche Bildungssystem mit in dieses genannte “Bildungsproblem” einschließen möchte.
    Wir müssen wissen; wenn eines Tages ein großer Prediger oder religiöser Ideologe unter den Sunniten erwachsen sollte, der imstande ist, diese Barriere aufzubrechen rspkt. zu “ordnen”, so wird der Westen (Okzident) sich einer unbeherrschbaren Invasion gegenübersehen.
    Nicht mit Panzern, nein – mit simplen Heuschrecken die aber derart zahlreich und zielbewußt handeln, das all die Apologeten des geordneten Chaos alle Arbeit haben ihre Bunker hochzuziehen.
    Es ist so gesehen, ein Spiel mit dem Feuer. Man zündelt und trampelt an den Rändern mal was weg was überzugreifen droht. Aber wehe wenn ein Windhauch in die Steppe fegt!
    Warum wohl, glauben Sie, richtet sich der Kampf der Dschihadis (noch) nicht gegen Israel – den natürlichen Feind aller Moslems?
    Weil sie darauf von ihren Programmierern nicht orientiert sind.
    Und wer sind ihre Programmierer?

    • jowi

      Programmierer sind die modernen Göbbels, wie hier z.B. einer zu sehen ist:

      http://www.youtube.com/watch?v=ula_rYQ__ic

      Man nennt sie neudeutsch auch Hassprediger. Und wie man in dem Beispiel sehen kann, wird nicht (nur) gegen die Amerikaner gehetzt, sondern gegen das, was z.B. den Saudis gerade im Wege steht, z.B. den Alawiten.

  • kaumi

    @Nobil

    Wo überall kämpfen Islamisten? In Syrien, Irak, Jemen, Ägypten, Libyen, Mali, Somalia, Afghanistan etc.
    Welcher Flecken Erde, inmitten all` dieser Konfliktregionen, erlebte bis jetzt eine einzige Friedensepoche? Welches von internationalen Islamisten umzingeltes Land musste nicht eine einzigeWahabiten- Kugel abwehren? Erkannt? Richtig, Israel!
    Egal wie man es dreht oder wendet, es bleibt zu konstatieren, dass das alles kein Zufall sein kann, oder? Völlig unabhängig, wie intellektuell oder stammtischhaft diese Geschichte analysiert wird – es gibt Fakten, die erst einmal widerlegt werden müssten…

    • Nobilitatis

      Da gibt es nichts zu widerlegen.
      Ich habe nicht geschrieben, dass die Islamisten nicht von CIA & Co. gesteuert werden. Aber aus dem Hintergrund. Die Zahl der Qaida-Absolventen, die sich als Kämpfer für die USA verstehen, dürfte sehr gering sein.
      Und wenn Sie lesen, womit die Salafis im Netz werben, dann wird meist gegen den “Westen” gekämpft. Und, richtig, ausgerechnet gegen Israel nicht. Obwohl immer mal wieder berichtet wird, dass einer in Syrien dachte, er kämpfe um Palästina.

    • Das sieht JEDER, der nicht von Tel Aviv geblendet, oder gezahlt ist…..

  • knechtrechtruppig

    Was wir derzeit erleben ist das die Baustelle “NewWorldOrder” zu viele Baustellen am laufen hat.
    Das Geld reicht bei weitem nicht mehr um alles am laufen zu halten.
    Anglo/Amerika hat fertig.
    Die Karten werden neu gemischt.
    Neue Spieler betreten das Casino.
    Nur die “Bank” bleibt die selbe…und wird weiterhin gewinnen.
    Leider.

  • triangolum

    Mal kurz OT
    Es gab Meldungen das im Süden, eigentlich bis auf den äußerten Streifen im Norden von Libyen der Grüne Widerstand, vereinte Gruppierungen unter dem Banner der grünen Revolution, wieder auf dem Vormarsch waren und weite Teile des Landes schon kontrollierten. Zu lesen war auch das die “Regierung” Truppen in den Süden entsannt. Vorgestern war auf RIA zu lesen das die USA verdeckt mit SOAT Truppen gegen “Islamisten im Süden kämpft.

    Diese manipulative und heuchlerische Umschreibung ist so lächerlich. Da kämpfen Menschen um Ihr Land und um den Zustand von früher und die USA & Co. können nichts anderes als zerstören und Unterdrücken.

    Einfach nur zum Kotzen das wir immer noch dieses ganze dreckige Spiel Tatenlos hinnehmen!

    • Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Sache mit den Islamisten soweit stimmig ist. Weniger, dass “die USA verdeckt” gegen diese kämpfe. Es ist nun einmal leider so, dass der “Grüne Widerstand” kaum woanders als im Internet existiert.

      • Diese Schluss ist falsch, die Realitaet, gerade von den Ereignisse Sabha, zeigt eine andere Richtung.

  • kaumi

    Ist zwar kein Video von heute (sondern vom Mai 2013), aber dieses geleakte Material ist trotzdem topaktuell:
    https://www.youtube.com/watch?v=psuPrwMq4f8
    Eric Chevallier inmitten der Affen vom SNC in einem netten türkischen Hotel. Der Herr und seine Diener…

  • Enis

    Ja, ja, die Welt, die war auch schon optimistischer..
    Der rest der Welt wirds auch noch begreiffen.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article124865986/Assads-Entscheidungsschlacht-am-Fuss-der-Kalamun-Berge.html

    • Nobilitatis

      Allein die verwendete Karte. Wie stark kann man die Wahrheit verbiegen, bis es auffällt?

  • Beinstuhl

    46-Minuten-Video: Tschetschenen in der Dschabat al-Nusra und ihre Kämpfe ums Zentralgefängnis von Aleppo… und ein Selbstmordattentäter dessen Arabisch so schlecht ist, dass er Englisch spricht.

    • Beinstuhl

      Gegen 27:30 sieht man das fehlgeschlagene Interview mit dem Suizidanten (da er kein Arabisch spricht, dafür sehr gutes Englisch, angeblich Brite). Gegen 44:20 stirbt der tschetschenische Kommandant Abu Saif al-Schischani durch Mörserbeschuss.

      • Enis

        wenn das keine Ratten sind! Da nützen nur Chemiewaffen!
        Wenn ichs richtig analysiere, dann hört man vor der Explosion des Selbstmordattentäters einige Artillerieeinschläge, welche den Lastwagen zum Explodieren bringen. Denn die SAA hatte sich ohnehin aus der ersten Verteidigungslinie zurückgezogen, wodurch diese Explosion dort keinen Sinn machen würde.

        Gott möge den Soldaten der SAA viel Kraft und Schutz geben. Eine richtige Rattenplage!

        Es gibt aktuell eine Dokumentation von den wenigen Überlebenden des Al-Kindi Spitals. Sehr beeindruckende Schilderungen mit einigen Selbstaufnahmen. Leider ist es nur auf Arabisch.

        • jowi

          Aussagen wie “wenn das keine Ratten sind! Da nützen nur Chemiewaffen!” sind infantil und dumm!

        • Enis

          @jowi
          mit welcher Begründung bitte?

        • jowi

          @Enis

          Weil das schadet! Genau diese Eskalation ist doch von den Terroristen erwünscht!
          Dieser Blog ist ein öffentlicher Raum, da sollte man sich nicht leichtfertig Aggressionen hingeben.
          Auch wenn das angesichts der Grausamkeiten und deiner persönlichen Betroffenheit nachvollziehbar ist, aber wenn du solche Sprüche machst, freut sich die gegnerische Propaganda und du begibst dich auf das Niveau der “Ratten”.
          Ich weiß was du nun denkst: da sitzt der Kerl fern der Gewalttaten im sicheren Deutschland und macht kluge Sprüche.
          Aber manchmal ist eine gewisse Distanz auch nützlich. Frieden hat in Syrien nur eine Chance, wenn es auch Vergebung gibt und das Handeln nicht alleine von den Emotionen geleitet wird.

        • Enis

          @jowi
          Verstehe Deine Vorbehalte. Aber bei aller Ehrlichkeit, würde Dein Land diesen Söldnern jemals vergeben? Falls nicht, dann soll man das nicht von einem anderen Land erwarten.
          Der Schurkenstaat Amerika hat Afghanistan zerstört mit der Begründung solche Söldner Auszubilden, dann hat man gegenüber dem Irak behauptet er hätte etwas, was diesen Söldnern evtl. in die Hände fallen könnte und hat das Land verwüstet.
          Daher haben wir das Recht mal das Ganze aus unserer Sicht zu bewältigen. Vergebung für diese Söldner wird es niemals geben. Der syrische Staat bietet nur bewaffneten Syrern Amnestie an, die sich freiwillig stellen und das was sie gemacht haben bedauern! Söldner und Jihadisten werden das bekommen was sie suchen. Freifahrt zu ihren Jungfrauenpuppen. Das hat nichts mit Emotionen zu tun, sondern die Glaubwürdigkeit des syrischen Staates steht auf dem Spiel. Das Volk hat ihm den Auftrag dieses Produktionsschrott zu beseitigen.

          Dazu gehören eben die Ratten oben im Film.

        • jowi

          “Mein Land” war bekanntlich oft genug in grausame Konflikte verwickelt. Zuletzt der zweite Weltkrieg, in dem die Aggression bekanntlich in großem Maße von unserem manisch-rassistischen wahnsinnigen Führer ausging, aber in der Reaktion auch zu vielen Grausamkeiten durch die Kriegsgegner führte, man denke nur an die Bombardierungen deutscher Großstädte, gleich mehrere Cousinen meines Großvaters verbrannten durch Phosphor dabei in einem Keller. Das waren damals keine “Fassbomben”, sondern viel tödlichere Waffen ;-).
          Mir missfällt so eine pauschale Entmenschlichung. Um beim 2. WK zu bleiben: es gab den unmenschlichen Deutschen, den unmenschlichen Briten, den ummenschlichen Russen, etc.. Es gab aber auch auf allen Seiten Menschen, denen die Gewaltorgien missfielen, die sich aber nicht trauten, dagegen aufzustehen. Leider sind die meisten Menschen ziemlich feige. Heute haben wir in Deutschland gute Beziehungen zu unseren ehemaligen Feinden, auch wenn man im Moment alte Ängste vor “den Russen” wieder aufwärmen will. Die Drahtzieher sind die “Atlantiker”, die Keile in die eurasische Völkergemeinschaft treiben wollen.
          Den Racheimpuls und den Impuls der Aggression muss man beherrschen lernen, vor allem, wenn man in einer schwachen Position ist. Und die Position deines Lagers, der Assad-Treuen ist aus meinem Blickwinkel nicht sehr stark, offen gesagt. Ihr habt die größte Militärmacht und geldscheißende Saudis gegen euch, dazu Heerscharen sunnitischer Desperados die sich von faschosunnitischen Predigern zu Kamikaze-Aktionen hinreißen lassen. Auch gegen dieses gigantische Geheimdienstnetzwerk mit ihrem Einfluss auf die Medien und ihrer großen Erfahrung mit verdeckten Operationen, habt ihr keine ernsthafte Chance. Alleine auf die Karte “Vernichtung der Ratten” zu setzen, ist daher eine falsche Strategie.
          Ohne einen Kompromiss wird der Frieden nicht so schnell kommen. Dazu ist es nötig, nicht bis zum letzten Tag Auge um Auge, Zahn um Zahn abzurechnen, sondern das Gute in den den anderen zu suchen. Vergiss den Kampf um die Herzen nicht, mit unvorsichtigen Hasstiraden werden Sympathien verspielt.

        • Enis

          @jowi
          Deine Argumente kann man aus “humanistischer” Sicht sicherlich nicht verwerfen. Aber, wieder, das syrische Volk (Regierungstreue und patriotische Opposition) bezeichnet diese Auftragsmörder im oberen Film als Ratten, die beseitigt werden müssen. Den Kampf um ausländische Herzen können wir gar nicht gewinnen. Den moralischen Sieg hat die SAA beim syrischen Volk aber ohnehin erreicht! Schon die Tatsache, dass die sogenannte “Nationale Koalition”(Handlanger des Westens) sich in Genf dazu bekannt hat, den Status der syrischen Sicherheitsdienste nicht anzufassen, zeigt dass sie sich nicht gegen den Willen des syrischen Volkes durchsetzen kann. Den heimischen moralischen Sieg haben wir somit bereits. Alles andere ist zweitrangig.

          In zwei Punkten irrst Du dich aber gewaltig.
          - Die syrische Regierung ist -entgegen Deiner Behauptung- in der Position der Stärke! Denn sonst kennst Du die Tatsachen auf dem Boden nicht.
          - Ich bitte Dich das Märchen von den Fassbomben zu belegen. Sonst ist es eine böswillige Unterstellung.

          Trotzdem anerkenne ich Deine Position der friedlichen Problemlösung, obwohl ich anderer Meinung bin.

          Ich will auch ein friedliches, vereintes, reformiertes, fortschrittliches, offenes und demokratisch gewähltes Syrien. Aber zuallererst will ich aber ein SICHERES Syrien, ohne Terroristen und Metzger. In Syrien darf sich niemand wegen seiner Ethnie und Religion fürchten. Es darf keiner abgeköpft werden. Mit den Gestalten im oberen Film wird Deine friedlich orientierte Problemlösung wirklich nichts bringen. Sie haben eine andere Mission. Sterben, damit sie mit 72 Puppen belohnt werden.

        • jowi

          “- Ich bitte Dich das Märchen von den Fassbomben zu belegen. Sonst ist es eine böswillige Unterstellung.”

          Das war nicht als Unterstellung gedacht, sondern eher als Seitenhieb auf die Verlogenheit der westlichen Propaganda. Man kann sich das doch ohne größere Recherche zusammen reimen: Die “Rebellen” sind angepisst, weil die Regierung die Lufthoheit hat. Da sie die tragbaren Flugabwehrraketen (noch) nicht hat, die die Saudis angeblich von Chinesen kaufen und an ihre Söldner in Syrien verteilen wollen, verstecken sie sich zwischen Zivilisten um dann – im Falle von Kollateralschäden – über ihre bekannten Menschenrechtsorganisationen laut Wehklagen über den pösen Assad durch die Medien verbreiten zu lassen. Und weil Luftschläge der syrischen Armee gegen Rebellenstellungen niemanden hinter dem Ofen hervor gelockt hätten, verbreitet man, es wären hundsgemeine Fassbomben abgeworfen worden.
          Selbst wenn, wie oben geschrieben, die Briten haben im Luftkrieg gegen zivile Ziele in Deutschland sehr viel gemeinere Waffen eingesetzt. Die Cousinen meines Opas verbrannten bei lebendigem Leib. Das wollte ich sagen. Die Fassbombengeschichte wäre selbst dann lächerlich, wenn Fassbomben gegen Rebellenstellungen eingesetzt worden wären.
          So humanistisch bin ich nun auch wieder nicht. Krieg ist Krieg. Man sollte nur einen kühlen Kopf bewahren.

        • Nobilitatis

          Ich halte die Fassbomben nicht für eine Erfindung. Ich habe schon Videos gesehen (liveleak), die es möglich erscheinen lassen, dass es sowas gibt und es erscheint zumindest möglich, dass es dafür eine taktische Anwendungsmöglichkeit gibt. Keine Ahnung, was für Beweise dafür notwendig sind.
          Das perfide propagandistische, warum das überhaupt zum Kampfbegriff werden konnte, ist doch die Behauptung, dass diese angeblich allein gegen Zivilisten eingesetzt würden. Als ob die Regierung nichts anderes zu tun hätte, wenn sie von den Rebellen angegriffen wird. Rational ist die Behauptung in etwa genauso glaubwürdig wie der berühmte Einsatz von Chemiewaffen. Aber genau deswegen wird es so massenhaft wiederholt. Man nennt das Framing.
          Das gefährliche an Enis’ Märchen-Unterstellung ist doch, dass man dann mit einem Nachweis der Existenz dieser Fassbomben auch gleich unterstellen kann, dass das eigentliche Märchen – “Assad tötet sein Volk” bzw. bombardiert gezielt Zivilisten – gleich mit als bewiesen angesehen wird.

        • Nobilitatis

          blöde Baumstruktur. Man sieht überhaupt nicht, auf welchen Kommentar man geantwortet hat.

        • walter

          @Enis
          Wozu quälst Du Dich so sehr, Deine emotionsbedingten Aussagen immer wieder rechtfertigen zu wollen? Ich geb Dir dazu einen Rat: Von Zeit zu Zeit hab ich einfach zuviel Nachwuchs bei den Katzen. Und synchron mit diesen Entwicklungen begegne ich der Plage auf meine Art. Ankündigungen dazu würden mich bei meiner Familie zum Paria machen, Nachfragen dazu beantworte ich damit, dass ich es mir auch nicht erklären kann. Verstehst Du? Und ich könnte mir vorstellen, dass eine ähnliche Haltung schon jetzt von vielen syrischen Patrioten praktiziert wird und in Zukunft – wenn die Nebel sich weiter gelichtet haben – natürlich auch. Das schafft Ruhe im Herzen und reinigt das Volk. Denn selbstverständlich muss das Unkraut vom Acker weichen.

        • Nobilitatis

          So sehr ich Ihre auf Ausgleich angelegte Haltung respektiere, hier haben Sie sich verrannt. Nicht das eingangs kritisierte Wort über Chemiewaffen. Das war eindeutig daneben, und das könnte Enis auch einsehen.
          Aber die Idee, man könnte mit allen verhandeln und mit einem Kompromiss käme dann schon der Frieden, das stimmt einfach nicht.
          A) Gibt es mehrere Fraktionen der “Rebellen”, und das sind zufällig zur Zeit auch die stärksten, mit denen kann man einfach nicht verhandeln. Die wollen unbedingt auf Biegen und Brechen ihre mittelalterliche Version eines Scharia-Staates durchsetzen. Ihnen kommt es noch nicht mal auf das Ergebnis an, denen genügt es schon, für diese Vision zu sterben. Die können noch nicht mal unter gleichgesinnten verhandeln, ohne sich gegenseitig die Köpfe abzuschneiden.
          B) Gibt es gegensätzliche Vorstellungen von Staat, die man nicht durch Kompromiss lösen kann. Das ist nicht verhandelbar.
          C) Könnte man mit den “säkularen” “Rebellen” verhandeln, weil da theoretisch eine Lösung möglich erscheint. Aber, wie man in Genf sehen konnte (das war schon lange absehbar), sind gerade die nicht an Lösung und Kompromiss interessiert gewesen, sondern es ging einzig um das “Assad muss weg”. Den im Prinzip verlorenen Krieg wollte man noch am Verhandlungstisch gewinnen. Und anzubieten hatten sie nichts. Keinen Frieden, keinen Waffenstillstand, weil sie nur sich selbst und ihre ausländischen Herren im Hintergrund vertreten.
          Ergo ist die Voraussetzung für Frieden in Syrien eine substantielle “Vernichtung der Ratten”, bevor eine politische Lösung möglich wird. Der Einsatz von Mitteln zur Ausrüstung der Orkhorden und deren Zustrom scheint etwas nachzulassen. Und die Fraktionen müssen sich selbst beweisen, wer überhaupt das Sagen “auf dem Boden” hat.
          Außerdem meint Enis (und der Rest von Syrien) nicht zwangsläufig “Auge um Auge”, sondern sieht die Kämpfe unter dem Sicherheitsaspekt. Es gab schon genug Houlas, Maaloulas und Ähnliche.

        • Enis

          Nobilitatis,
          Richtig analysiert. Stimme ich zu.
          Aber könntest Du bitte das Video mit den Fassbomben hier verlinken? Sonst unstelle ich weiterhin das Verbreiten von Lügen.

        • Nobilitatis

          Geben Sie mal in die Suchmaske ‘barrelbombs’ ein. Sie finden, neben Fälschungen, einige glaubwürdige Videos. Mein Browser hat gerade eine Fehlfunktion, ich kann bei liveleak weder blättern, noch Kommentare lesen. Was ich gesehen habe, mehrmals, waren Transporthubschrauber, die etwas abwarfen, und mittelschwere Explosionen. Wie apwxn schon mal vermutete, ungeeignet, um speziell gegen Zivilisten eingesetzt zu werden, eher um Tunnel oder ähnliche Strukturen zu beschädigen.
          http://www.liveleak.com/view?i=7d7_1356541571
          Es gibt weder genug Material, um die Fassbomben nachzuweisen, noch diese auszuschließen. Die Videos kommen ja von interessierter Seite.

        • Enis

          Dann schreibe ich halt wieder auch Sie.
          Dieser geteilte Link ist ein absoluter Witz. Dass soll eine nicht explodierte “Barrelbombe” sein??! Die sind noch so dumm, dass sie die Schaufel offensichtlich zeigen. Das sieht eher nach einem Grab aus, dass sie sich im voraus gegraben haben. So lächerlich wie die Deppen sind, da kann nur die westliche Presse darauf stürzen.

          Auch bei der Welt habe ich was gefunden. Angeblich soll es hierbei um Fassbombenb sein! Dumm das alle Medien ständig von Fassbomben aus Helikoptern berichten, während im folgenden Link sehr deutlich zu hören ist, dass es sich um einen hochfliegenden Kampfjet handelt.

          http://www.welt.de/politik/ausland/article122986245/Al-Barmil-Assads-perfide-Fass-Bombe.html

          Wie perfid diese Lügen sind! Daher sollte man damit aufhören. Ein Krieg der SAA gegen das eigene Volk, hätte sowohl ihr als auch Assad den Sturz bedeutet. Ich hoffe Sie als aufgeklärter Mensch nehmen diese Nachrichten nicht mal zur Kenntnis.

          Die SAA, das syrische Volk und der grossartige Präsident Assad ist eine Einheit! Das ist das Rezept des Erfolges.

        • Nobilitatis

          Wir wissen doch, wie viel gefälscht wird. In dem Welt-Video sind es ganz offensichtlich keine IEDs. Und bei dem ersten Link stehen 2 Videos. Das 2. sieht sinnvoll aus. Nur dass es nicht zu der These “Assad tötet Zivilisten” passt.

        • Nobilitatis
  • Enis

    Hab eine Karte vom Frontverlauf in Syrien gefunden, welche meinen Kenntnissen nach Sinn macht.

    http://edge.liveleak.com/80281E/ll_a_s/2014/Feb/14/LiveLeak-dot-com-08b_1392421558-2000px-Syria_1392421656.png?d5e8cc8eccfb6039332f41f6249e92b06c91b4db65f5e99818bade944942d9d7e8e5&ec_rate=230

    Ich denke momentan gibts es zwei Prioriäteten für die SAA, die erste an der libanesischen Grenze und die zweite ist die Erschliessung des Ringes um Aleppo Richtung al Nubl und al Zahra. Danach gilt die Teilung der durch die Ratten besetzte Gebiete von Latakia-Jisr Shughur-Idleb-Aleppo. Die Eroberung Aleppos wird dann ein Dominoeffekt haben!

  • Jörg

    SYRIEN – DIE KULTUR UND DIE MENSCHEN DORT WERDEN VÖLLIG ZERSTÖRT!
    Dies weil Syrien nicht nur die USA (samt Vasallen) sondern auch Rußland zum Feind hat. Auch Libyen konnte erst durch die Mithilfe der russischen Außenpolitik zerstört werden (siehe Abstimmung im Sicherheitsrat über das “Flugverbot”). Die propagandistische Hetze des dem russischen Präsidentenamt unterstehenden Online-Blatts “RIA Novosti” gegen die Libyer (von den Russen propagandistisch stets in Nato-Manier verkürzt auf “Gaddafi” – obwohl dieser nur repräsentierte und gar kein politische Amt innehatte) klingt mir bis heute noch in den Ohren.

    Auch hinsichtlich der Invasion durch ausländische Truppen nach Syrien hinein verhält es sich nicht anders: Putin bzw. das seinem Präsidialamt unterstehende Lügenblatt “RIA NOVOSTI” ist nichts wichtiger als dem Schwindel zu verbreiten, die Assad Regierung Kämpfe gegen das eigene Volk – und keineswegs gegen aus mehreren feindlichen Ländern (und von diesen bewaffneten und organisierten) eindringenden Söldnerarmeen. Die kriminelle Energie bei dieser Verlogenheit ist dabei so stark, daß es zu ungewollten Lustigkeiten kommt: So wollte uns dieses RIA NOVOSTI seinerzeit einreden, die Regierung Assad (dort “Regime” genannt) kämpfe eigentlich nur gegen eine landesweite Schüler-Demo!
    Unter der Überschrift “Unruhen in Syrien” lesen wir auf diesem dem Präsidialamt (Putin!) unterstehenden “RIA NOVOSTI” ( http://de.rian.ru/trend/syrien_protest_2011/ ):
    Unruhen in Syrien
    Zu den Unruhen in Syrien war es Mitte März gekommen, als eine Gruppe von Schülern festgenommen wurde, die in der Stadt Deraa im Süden Syriens regierungsfeindliche Losungen an die Mauern gesprüht hatten. Menschen gingen auf die Straße und forderten die Freilassung der Schüler. Daraufhin kam es auch in anderen Regionen des Landes zu Protesten.

    Wer heutzutage RIA Novosti anklickt, wird feststellen, daß die von Ausland her eindringenden und vom Ausland mit modernsten Waffen ausgerüsteten Invasoren dort immer “Regimegegner” genannt werden.
    Das heißt:
    a) Moskau leugnet, daß hier ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg ( http://antikrieg.com/aktuell/2012_11_29_derstaat.htm ) gegen den Syrischen Staat geführt wird. Und
    b) wird die syrische Regierung vom Präsidialblatt Novosti immer mit dem herabsetzenden und verunglimpfenden Schmähwort “Regime” bedacht. Für echte Diktaturen mit denen sich Moskau gutstellen will, gilt das natürlich nicht. Gestern z. B. finden wie auf Novosti ( http://de.ria.ru/politics/20140215/267840035.html ) die Überschrift: ““SAUDI-ARABIEN WILL REGIMEGEGNER IN SYRIEN MIT BAZOOKAS AUSRÜSTEN” und dann folgt der Taxt: “Die Regierung Saudi-Arabiens ist ….“. Auch bei der US-Diktatur spricht die russische Politik nie vom ‘US-Regime”!

    Aber nicht nur die abstoßende und unmenschliche propagandistische Hetze (“Regime”) Moskaus macht Syrien, das wahrlich schon genug Feinde hat, zu schaffen! Vielmehr sind es die abartigen diplomatischen Tricksereien Moskaus, die der syrischen Regierung und dem syrischen Volk so sehr Schaden zufügen.
    Der letzte böse Streich des Moskauer Regimes gegen Syrien ist diese zur Ablenkung (und zum Kräfteverzehr) hochgespielte ‘Genf-Konferenz’. Die mächtigen Feinde Syriens wollen es zerstören. Was soll denn da bitte sehr verhandelt werden?! Mit solchen Leuten kann man sowenig verhandeln wie mit den Nazi-Truppen, die in Polen oder die SU einfallen. Tatsächlich puscht Moskau diese Verhandlungen in Genf nur, um einen neuen Kriegsgrund gegen Syrien zu schaffen: http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_02_02_legtdie.htm .

    Bereits vorher hatte das putinsche Regime die Regierung Assad auf die Anklagebank geschickt mit dem hochpuschen des unsinnigen Themas “chemische Kampfstoffe” (das mit Rußland verbündete Israel und auch die USA verfügen selbstverständlich über “chemische Kampfstoffe”- daran hatte das Moskauer Regime noch nie etwas auszusetzen!). Siehe dazu: http://julius-hensel.com/2013/09/rosstaeuscher-kerry-zieht-lawrow-ueber-den-tisch .
    Über die von Anfang an syrienfeindliche Politik des mit Israel verbandelten moskauer Regimes siehe: http://julius-hensel.com/2013/09/russland-syrien-wir-werden-zum-narren-gehalten .

    Die bösartigste völkerrechtswidrige Aggression des moskauer Regimes besteht darin, Syrien von der See her abzuriegeln (das Völkerrecht bezeichnet solche Seeblockes als “Angriffskrieg”!). Moskau arbeitet insoweit mit Israel und der Nato zusammen. Bei einer solchen Seeblockade wäre sogar die Bundesrepublik Deutschland wirtschaftlich sehr schnell am Ende. Erst recht Syrien, welches in den letzen Jahren unter verheerender Dürre und demzufolge unter Lebensmittelmangel leidet. Für Moskau und seine propagandistischen Organe ist das Verhungern der Syrier natürlich kein Thema. Noch Mitte Dezember 2013 bekam ich eine englischsprachige Zeitung aus den Emiraten in die Hände. Auf der Titelseite stand dort in großen Lettern: “Syria runs out of food!” (Syrien hat keine Lebensmittel mehr!).
    Für Putin-Medwedew -Lawrow kein Thema! Statt dessen müllen uns die moskauer Propagandaorgane mit dieser genfer ‘Vernichtungs’-Konfernz zu!

    Aber schlimmer noch: Während sich noch die Sowjetunion stets peinlichst genau an die Erfüllung internationaler Verträge hielt, gilt dies für das heutige moskauer Regime keineswegs mehr: Bereits der S300-Lieferungsvertrag mit dem Iran wurde rechtswidrig gebrochen. Das ist nicht meine Beurteilung, vielmehr hatte der internationale Gerichtshof dies auf eine Klagerhebung des Irans hin so klipp und klar ausgeurteilt.
    Auch Syrien hatte einen internationalen Vertrag mit Moskau: Noch vor Beginn der Invasion schickte die syrische Regierung eine sehr, sehr große Anzahl von Militärhubschraubern russischer Bauart nach Rußland zum Zwecke der Wartung und Inspektion. Bis heute weigert sich Moskau diese von der syrischern Regierung zur Abwehr der Invasion dringenst benötigen Hubschrauber wieder zurückzugeben ( http://julius-hensel.com/2013/09/russland-syrien-wir-werden-zum-narren-gehalten/#comment-34308 )! Ein brutaler, grausamer Rechtsbruch des Moskauer Regimes gegen das von Feinden besetzte Syrien!

    Aber nicht nur was Moskau gegen Syrien unternahm ist wichtig, sondern auch das, was es unterließ! Siehe dazu auch Hörstel: http://apxwn.blogspot.com/2013/10/dschobar-hauserkampf-teil-2.html?showComment=1380728763425#c5862771626411361327 .

    Niemand verlangt von Moskau sich in militärische Konfrontation mit der US-Nato zu begeben. Aber seit 2011 wäre gegen Lebensmittel- und Medizin und Gerätelieferungen (Molkereinausrüstungen usw.) doch nichts einzuwenden gewesen. Das Propagandagedröhn der ‘westliche’ Medien wäre genauso zu ertragen gewesen, wie das Propagandagedröhn gegen Sotschi.
    Ohne weiteres gibt es immer die Strategie des ‘Schwachen’: http://julius-hensel.com/2013/09/russland-syrien-wir-werden-zum-narren-gehalten/#comment-34336 .

    Aber die bösartige Politik des putinschen Regimes ist ja auch nicht für die Syrer – wie sie vorzugaukeln versucht – sondern gegen diese!

    • Netter Sermon. Für den Anfang könnte man mal bei Wikipedia nachschlagen, was “Regime” bedeutet. Ich hatte schon mehrfach geschrieben, dass dieser Begriff im Russischen nicht zwangsweise negativ konnotiert ist. Vielleicht sollte man, wenn man sich schon nicht von seinem Tellerrand abstrahieren kann, bei RIAN eine “deutschere” Übersetzung anmahnen.

      Einiges davon, was Du hier bringst, hatte ich hier auch bereits zur Sprache gebracht, das meiste ist Deine Privat-Agenda nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht.

      • Jones2theBones

        Nicht nur die Russen, die Franzosen kennen ja auch bsw. das “Ancien Regime” = Der Staat vor der Revolution.

        Was Syrien angeht, so hätte er ohne Russland nicht so lange durchhalten können.

        So heldenhaft und freiheitsliebend die Syrer auch sind, so braucht der Staat Kredite und Waffenlieferungen um zu bestehen.
        Der selbst mit Sanktionen geplagte Iran kann das nicht alleine stemmen, vor allem was die Waffenlieferungen angeht, und wo der Iran, dessen Waffenindustrie stark an westliche Systeme angelehnt ist, manche für das mit russischen Systemen ausgerüstete Syrien gar nicht selber herstellt.

        Die Rolle Russlands, die USA vom Angriffskrieg abzubringen (mit welchen Argumenten auch immer), ist ebenfalls offensichtlich.
        Ein Teil der S-300-Systeme sind bereits geliefert worden.
        Was den Rest angeht, und was generell das Problem mit High-Tech-Waffenlieferungen an Syrien ist, so gibt es ein großes Problem mit der israelischen Luftwaffe, die den Aufbau einer modernen Streitmacht zu sabotieren sucht.

        • Enis

          Natürlich werden wir all die Unterstützung Russlands niemals vergessen. Syrien hat sich schon mehrmals beim russischen Staat und dem russischen Volk dafür bedankt.
          Bei aller Dankbarkeit und Sympathien gegenüber den russischen Freunden, kann ich Jürgs Äusserungen gegenüber RIA nachvollziehen. Ich bin auch nicht immer sehr erfreut, wie sie in ihrer Berichterstattung von den Ereignissen in Syrien schleichend eine andere Wortwahl eingeschlagen hat. Man sprach zuerst von Terroristen, jetzt liesst man hin und wieder von Rebellen, Revolutionskräften, Regimegegnern usw.
          Vorher hiess es Regierungsarmee, heute schreiben sie auch Assads-Armee. Interessant ist auch die neue Haltung gegenüber den Kiosk-Laden in London, der ständig irgendwelche Märchen erzählt. Damals wies RIA bei seinen zitierten Berichten immer darauf hin, dass laut dem russichen Aussenministerium der Laden ein Einmann-Betrieb wäre, heute hat er sich einer Beobachtungsstelle für Menschenrechte mutiert.

          Wie gesagt, wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung der Russen und hoffen weiterhin auf ihre politische und waffentechnische Unterstützung. Aber RIA und Stimme Russlands überraschen hin und wieder.

          @JB,
          Ja, ohne die russischen Freunde wären wir in einer sehr schwierigen Situation, denn wir sind keine Supermänner und können nicht gegen die ganze Welt aufnehmen. Aber was leichtere Waffen, technische und finanzielle Unterstützung angeht, da müssen wir den iranischen Freunden wirklich einen ausserordentlichen Dank aussprechen. Auch der Irak, Libanon und Algerien hat seinen Beitrag geleistet.

          Danke auch an alle hier im Blog, die uns eigentlich freiwillig unterstützen.

        • kaumi

          Es wird, bei der Kritisierung Russlands bezüglich seiner Rolle und die Rolle seiner Medien im Verhältnis zu Syrien, oft der Fehler begangen, Syrien und Russland (und seine Medien) ale Einheit zu sehen.
          Putin und Assad, wenn ich es mal so platt ausdrücken darf, verbindet nur das Schicksal. Diese beiden Staaten verbindet in erster Linie eine Schicksalsgemeinschaft. Im Augenblick und unter den gegebenen Umständen. Davon unberührt bleibt natürlich die inguine Freundschaft der beiden Systeme seit über 45 Jahren.
          Ich amüsiere mich sehr oft wenn ich den genervten Gesichtsausdruck eines Lawrow sehe, der sich mal wieder innerlich schwer über Assad aufregt, weil der mal wieder den einen oder anderen Move einstreut, den die Russen mit den Syrern so nicht besprochen hatten.
          Aber die Syrer, die syrische Regierung, treibt eine Agenda und eine Mission an, die sich, trotz aller Freundschaft, nicht immer mit dem Frame der russischen Interessen deckt. Und die Motive der Russen, den Syrern zu helfen, bestehen vordergründig eben nicht darin, die jetzige Regierung vorbehaltslos zu untestützen, weil der Kreml Assads Augenfarbe so sehr mag oder denen die heldenhafte patriotische Einstellung der syrischen Armee so imponiert, nein, Russlands, und auch Chinas Motive, entspringen ureigenen Interessen. Und der vergelichsweise große Nenner besteht aben im Kampf gegen die NATO und vorallem den Islamisten. Mit Israel dürfte Russland keine großen Probleme haben. Ganz anders als Syrien.

          Diese Schicksalsgemeinschaft ist aber so dicht verwoben, dass ich gerne nochmal meine These zum x-ten Male seit Mitte 2011 wiederhole: Russland kann und wird Syrien nie fallen lassen. Nicht aus Liebe zu Syrien, sondern aus Liebe zu sich selbst. Und trotz all` dieser Umstände ist es gut zu wissen, dass diese Schicksalsgemeinschaft eben auch, in einer weiteren Ebene, auf eine “Freundschaft” fußt, die damals Hafiz Al Assad, noch als Verteidigungsminister (mit Pilotenausbildung in der UDSSR) Ende der Sechziger des vergangenen Jahrhunderts ins Leben gerufen hatte und die seitdem nie unterminiert oder unterhöhlt werden konnte, trotz des Verlustes Moskaus der nahezu aller anderen Staaten der Arabischen Liga. Das verbindet zum einen ungemein, und zum anderen setzt es Russland unter einen enormen Druck, will es international, z.B. durch eine Opferung Syriens, nicht seine Reputation verlieren.
          Soll heißen: Assad wird, in gewissen Bahnen, gegen Russlands Empfehlungen auch weiter handeln und agieren können, ohne dass er sich des Zurückziehens seines großen Bruders fürchten muss. Und Russland wird Sachen machen und sagen, die nicht unbedingt in Assads Intersesse liegen, ohne aber den Bogen zu überspannen.
          Es gibt wahrlich schlechtere Allianzen! Aber nicht viel bessere…

        • Enis

          Sehr zutreffende Analyse!

        • kaumi

          Danke, tatlim…
          und für dich, und natürlich allen Freunden hier, noch dieser Mawal.
          https://www.youtube.com/watch?v=0alN_CnJ0Lg
          Ein irakischer Sänger und ein syrischer “verbrüdern” sich auf der Bühne und sprechen so allen Zuschauern und Juroren aus dem Herzen. Sehr schön und emotional. Wie sagte mein Großvater immer: “Sobald sich die Völker Biladu Sham (Syrien, Libanon und Palästina) und des Irak verbrüdern, ist die wahre arabische Einheit komplett. Und Tizz (gängiger arabischer Ausdruck für `Scheiß drauf`) auf die Kamele und ihren Tieren im sandigen Osten”…

        • Nichtglauber

          Kaumi, ich denke, dass ist eine sehr gute Sichtweise und Supererklärung der oft fragwürdigen Aktionen beider Seiten.
          Kann mich an ein Interview mit Lawrow erinnern, in dem er sinngemäß sagte, wir wissen oft nicht, was Assad geritten hat, dieses oder jenes zu tun. Das muss 1 oder 1,5 Jahre her sein. Geändert hat sich an der Verbindung Russlands zu Syriens aber in der tat nichts.

        • habkind

          Ich weiss nicht mal, ob Assad und Putin sich überhaupt sympatisch sind.
          Als 2011/2012 die Europäer Putin drängten, doch Einfluß auf Assad zu nehmen, hat er sinngemäß geantwortet. “Assad ist doch nicht mein Freund, er hat öfters Europa besucht als Moskau. Er ist doch Euer Freund.”
          Nichtsdestotrotz muss Russland zu Syrien halten – nachdem der Fortschritt der SAA so offensichtlich ist, erst recht. Wie schon Kaumi sagte, geht es weniger um Syrien, als um die Zukunft Russlands selbst.
          In der Lybien-Sache wurde Russland überrumpelt – das hat Putin mehrmals gesagt, daß ein zweites Lybien er nicht zulassen würde.
          Ein starkes Tandem Syrien/Iran an seiner Südgrenze ist sein bester Schutz.

        • Snackbarian

          Sehr wichtig dass du das ganze objektivierst. Unter Staaten gibts eben keine Liebe… jedoch, in diesem Falle wird – gerade auch bestärkt durch das gemeine Schicksal – das Band zwischen beiden Nationen nur gestärkt. In Syrien fängt man jetzt an, Russisch neben Französisch als 2. Fremdsprache zu lernen (ich denke eine viel bessere Auswahl ;-) Wer will schon die Sprache eines ehemaligen Kolonialherrschers reden???) und es gibt viele russisch-syrische Familien.

          Ich denke wir werden bald den nominellen Beitritt Syriens in die EurAsEC sehen. Die Angloamerikaner pissen sich jetzt schon in die Hosen beim Gedanken daran, wie viele von ihren vorigen “Freunden” diese wirtschaftliche Union der EU oder dem Neoliberalismus vorziehen…

        • Jones2theBones

          Natürlich gibt es unter Staaten keine Liebe, weil es sowas allenfalls unter Völkern geben kann. Und natürlich steht für Putin nicht Syrien ganz auf der Liste, sondern im Idealfall Russland, und vice versa bei Assad.
          Ob die sich mögen oder nicht, spielt keine Rolle.
          Ich kenne keine Anzeichen, dass die beiden sich nicht verstehen sollten, aber es spielt keine Rolle. Beide arbeiten professionell. Beide haben einen Job wo man nicht mal den eigenen Leuten vertrauen kann.
          Fakt ist, dass ohne Russland Syrien wie Libyen wäre.
          Und dass Russland nicht nur aus reinem Überlebensinstinkt so agiert, zeigt sich auch schon an den Jahren davor. Russland hat seit jeher sein Möglichstes getan, Syrien zum starken Staat im Nahen und Mittleren Osten aufzubauen. Und zumindest militärisch war/ist Syrien das auch, und ein verdammt großer Teil der syrischen Ingenieure & Ärzte hat in Russland studiert. Von den dabei entstehenden familiären Beziehungen zu schweigen, ist also der russische Einfluss am Land klar erkennbar, auch wenn ich jetzt nicht vorhabe, die Russen zum Prometheus zu stilisieren.
          Tabqa-Talsperre & Assuan-Staudamm wären ohne sowjetische finanzielle & technische Hilfe, vor allem ihre Ingenieure, kaum möglich gewesen.
          Gleichermaßen hat Syrien an einer russischen Präsenz in der Region Interesse. Man ist also nicht nur am Überleben interessiert, sondern auch am Wohlergehen des Anderen.

          Jetzt muss man ja janz was besonderes jeraucht haben, wenn man so einen langen Text mit tausenden an Links ablässt, die aber alle entweder sich auf den Julius Hensel stützen, oder aber als Negativbeispiele RIA Novosti bringt.
          Putin & Lawrow schreiben unter Garantie nicht alle Texte, sie lesen sie wahrscheinlich nicht einmal, erst Recht was die deutsche Version angeht. Derjenige, der den Laden besitzt, bestimmt die Leute, die ihn für ihn verwaltet. Im Falle von RIAN also der Staat, der den Intendanten ungefähre Richtlinien geben kann, aber eben nicht muss, ebenso wie der Intendant die Zügel an den Journalisten vergleichsweise locker halten kann, aber nicht muss.
          Und übrigens hat Putin neuerdings in einem Erlass die Auflösung von RIA Novosti beschlossen.
          Weder in den Zeiten der Yugoslawienkriege, noch beim Libyenkrieg war Putin Präsident.

          Fakt ist ebenfalls, dass wir die Kuhhandel, die in der Politik abgehen, kaum beurteilen können.
          Aber den Gambit kann jeder von ihnen.

          Und war Gadaffi ein Diktator? Keine Frage. Wie Regime auch ist das ein (ursprünglich) sehr sachlicher Begriff, und ich habe keine Lust an dem Newspeak teilzunehmen.
          Was ist ein Diktator?
          Einer, mit uneingeschränkter Macht, der auch hart zuschlagen kann und können muss. Wie Caesar oder die Diktatoren vor ihm.
          War Gadaffi ein Tyrann?
          Kommt drauf an wen man frägt.
          Über Staatschefs zu urteilen geziemt sich mir nicht.

        • Snackbarian

          gadhafi ein tyrann? vielleicht gehört zum tyrannsein dazu, dass man hart auf etwas reagiert. merkwürdigerweise konnte gadhafi gar nichts tun als in benghazi der bürgerkrieg losging (und das war wirklich einer, da auch misrata sich daran beteiligte und nicht nur die halbe kyrenaika). also wohl eher nicht, weil bereits dann zu schwach.

          gadhafi ein diktator? wahrscheinlich (im neutralen bis positiven sinne für mich) bis er – gezwungenermassen wohl – einen handel mit dem westen schlug. das hat er nun davon. langsam über die jahre verlor er mehr und mehr die kontrolle. sein sohn soll ihm ja auch einen floh ins ohr gesetzt haben. die russischen waffendeals hat man zu spät geschlossen. jäh musste man erkennen dass die eigenen reserven im ausland nicht die eigenen sind weil unter der verwaltung der finanzolligarchen. die anderen diktatoren und regimes gucken sich das an und merken: wenn man sich gegen die angloamerikanische macht wehrt und russland um hilfe bittet, überlebt man (auch wenn etwas lädiert) und wenn man versucht mit dem westen ein übereinkommen zu schliessen kann man jederzeit beschissen und gehängt werden. von saddam bis gadhafi sieht man das.

          soviel dazu.

          PS: zum thema auflösung von ria novost sag ich -> es geht los. putin gibt uns einen vorgeschmack das was Ivan der Schreckliche (schrecklich für die boyaren) und Stalin der Stählerne eins getan hatten. das vom volk verlangte säuberung vom unrat der das land ausgebeutet hat auf illegale und höchst verbrecherische weise. man wartet nur noch sotschi ab… merkt euch meine worte.

        • Comrade John

          “Und war Gadaffi ein Diktator? Keine Frage. Wie Regime auch ist das ein (ursprünglich) sehr sachlicher Begriff.”

          Regime und Diktator sind umgangssprachlich heute, und nur das zählt, eben keine sachlichen Begriffe, sie sind eindeutig nicht positiv besetzt. Sie beinhalten eine negative Wertung u. werden gezielt eingesetzt um Hörer, Leser, Zuschauer negativ zu beeinflussen.

          Putins Komsomolze wie man ihn kennt, in bester Agitproplaune und selbstverständlich wieder mal zum Thema “Gadaffi”. Den schreibt man zwar nicht so, und der ist längst tot – aber macht ja nichts, hauptsache man weiss trotzdem wer gemeint ist.
          Wie klein muss man eigentlich wirklich sein, um allein mit der bewusst falschen Schreibweise seinen Widerwillen gegen einen der wenigen unabhängigen u. authentischen Volksführer der jüngeren Vergangenheit zum “Besten” zu geben!
          Ob sich hier das schlechte Gewissen rührt, wenn man posthum unbedingt den “Diktator” bemüht? Schlechtes Gewissen im Namen der Liebe zu Russland, dessen Verrat am Völkerrecht gerade in Bezug auf Libyen absolut feststeht – ein Verrat, der nie vergessen sein wird, aber den man zu gern überspielen möchte?

        • Jones2theBones

          Na dann steig halt ein ins Newspeak. Habe ich halt nicht vor.
          Übrigens: http://de.wiktionary.org/wiki/Diktatur
          Das Verständnis einer Diktatur hat sich nicht verändert, nur halt der Blick auf sich selbst. Liberal Interventionism lässt grüßen.

  • Jörg

    @apxwn
    apxwn, sei nicht gekränkt, weil ich die Regime Putin-Lawrow kritisiere. Was soll ich, der ich Bürger der BRD bin, da erst über das kriegstreiberische Merkel-Regime sagen!

    Deiner Ausführung dazu, daß das Wort “Regime” im Russischen nicht negativ belastet sei, hat jedoch nichts mit der Verwendung dieses Wortes bei RIA Novosti zu tun. Dort spricht man sehr gut deutsch und versteht auch durchaus die Bedeutung dessen, was man sagt.

    Genau deswegen wirst Du, apxwn, dort auch nie die obige Formulierung “Merkel Regime” finden. Die Regierungen der USA und der BRD werden bei Novosti nie(!!) Regime genannt.
    gib mal in der Suchfunktion bei Novosti z. B. “US-Regime” an. Ergebnis = 0. “US-Regierung” hingegen findest du schon.
    Ich habe bei Novosti mal “Regime” eingegeben ( http://de.ria.ru/search/?query=Regime&x=0&y=0 ) – und dies gefunden: Gefühlte 90 % der Verwendungen dieses Wortes “Regime” betreffen Gaddafis Libyen und Assads Syrien.

    Dann kommen vereinzelt noch ….
    Iran ( http://de.ria.ru/politics/20110215/258343922.html )
    Georgien („Das gegenwärtige Regime in Tiflis “)
    Turkmenistan und Weißrußland (http://de.ria.ru/comments_interviews/20110422/258914650.html)
    Weißrußland, ( http://de.ria.ru/world/20110303/258485669.html ; http://de.ria.ru/world/20110120/258131017.html ). “Der Gruppe gehörten Personen an, die gegen menschenrechtswidrige Politik von Präsident Lukaschenko und seines Regimes kämpfen” – http://de.ria.ru/world/20071204/90813793.html
    Sowjetunion (http://de.ria.ru/politics/20110411/258810699.html)

    Afghanistan (http://de.ria.ru/society/20110408/258791908.html ; http://de.ria.ru/opinion/20110405/258759123.html ; http://de.ria.ru/politics/20110402/258738779.html )
    Afghanistan-historisch („Sturzes des pro-kommunistischen Regimes“)
    Somalia des Siad Barre 1991 (http://de.ria.ru/crime/20110421/258902851.html ; http://de.ria.ru/security_and_military/20110305/258498994.html ; http://de.ria.ru/society/20101231/258025173.html)
    Nordkorea ( http://de.ria.ru/politics/20110413/258827968.html ; http://de.ria.ru/security_and_military/20110228/258452894.html )
    Jemen (http://de.ria.ru/politics/20110411/258809583.html ; http://de.ria.ru/politics/20110301/258464376.html)
    Algerien und Jemen ( http://de.ria.ru/papers/20110215/258340909.html )
    Tunesien und Ägypten (http://de.ria.ru/politics/20110408/258793868.html)
    Ägypten Mubaraks ( http://de.ria.ru/politics/20110316/258581832.html ; http://de.ria.ru/politics/20110304/258492014.html ; http://de.ria.ru/politics/20110206/258278531.html)
    Irak Saddam Husseins ( http://de.ria.ru/politics/20110209/258301261.html )
    Serbien , ” Sturz des Regimes von Slobodan Milosevic” ( http://de.ria.ru/world/20110323/258643886.html )
    Birma und Polen ( http://de.ria.ru/comments_interviews/20071123/89339697.html )

    Besonders widerliche Lesefrüchte auf die ich stieß:
    “Aufständische in Bengasi: Abschied von den Toten und Freude über Freiheit von Gaddafis Regime” – http://de.ria.ru/photolents/20110226/258444394.html

    Und dann noch diese Ratte namens “Fjodor Lukjanow” mit dem interessanten Satz (auf http://de.ria.ru/opinion/20110421/258904587.html ): “Das Beispiel Libyen zeigt, dass ein willensstarker Diktator in der Lage ist, revolutionäre Impulse zu unterdrücken, so dass selbst die Nato, bekanntlich das stärkste Militärbündnis der Welt, nichts dagegen tun kann.”
    Wer sich informiert hat, weiß. daß Gaddafi kein Diktator war, sondern nur ein repräsentatives Amt hatte (wie die “Queen”). Aber die Nato braucht immer einen ‘bösen Diktator’ um ‘befreien’ zu können (auch bei Slobodan Milosevic). RIA Novosti bildet die Nato-Propaganda dies stets zu 100 % nach!
    Als Weißruße, Nordkoreaner, Iraner, Serbe und Afghane würde und ich dem Rußland Putins nicht über den Weg trauen. Es ist die selektierte Verwendugn des Wortes “Regime” bei RIA Novosti, welches alles, aber auch alles sagt!

    • Comrade John

      “Wer sich informiert hat, weiß. daß Gaddafi kein Diktator war, sondern nur ein repräsentatives Amt hatte (wie die “Queen”). Aber die Nato braucht immer einen ‘bösen Diktator’ um ‘befreien’ zu können (auch bei Slobodan Milosevic).”

      Siehe ebenfalls die analoge Bezeichnung der westl.-imperialen Regierungsstellen u. Medien für Saddam Hussein.

      Und dann vergleiche einmal deren Bezeichnung für Leute der chinesischen Führung od. für die Spitzen anderer Staaten, mit denen sie es sich nicht verderben wollen od. mit denen sie offen zusammenarbeiten (z.B. die von keiner Bevölkerung frei gewählten Könige in Marokko u. Saudi-Arabien).

      Müsste man gemäss der gängigen hiesigen Kriterien etwa im Fall Milosevics denn nicht genau so von einer Diktatur in China oder von einer in Marokko sprechen?

      *Aber nein, in Ex-Jugoslawien, dann in Serbien, fanden keine ordentlichen Wahlen statt, da wurde nur gefälscht u. zurechtgebogen, damit das Ergebnis für den “Diktator” stimmte.
      In China, bevölkerungsreichstes Land der Welt (!), gibt es eine “Volksrepublik”, dazu stellt man lieber keine Fragen.
      Und ein Königshaus mit einem von Geburt aus zur Alleinherrschaft berechtigten Autokraten ist natürlich was anderes als – eine basisdemokratisch organisierte “Jamahiriyya” wie im damaligen Libyen.**
      ironie on* /off**

    • Comrade John

      Erinnerungen an die “Diktatur” in Libyen – die Menschen litten entsetzlich? Zitat:

      1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.

      2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.

      3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.

      4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.

      5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.

      6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.

      7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.

      8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.

      9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.

      10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde..

      11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.

      12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.

      13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.

      14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.

      15. Gaddafi startete Das “Great-Man-Made-River-Projekt” (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.
      Quelle: http://www.balkanforum.info/f16/sozialsystem-libyen-gaddafi-228829/

      Den Menschen im “freien” Russland geht’s heute besser?

      • Comrade John

        Film – Muammar al Qaddafi fährt minutenlang im offenen Wagen durch Tripolis.

        Wo waren die wütenden Demonstranten. Und warum hatte er keine Angst vor einem Attentat? Ist hier ein “Diktator” abgebildet?

        http://www.youtube.com/watch?v=StLbgetwg6Y

        ["Credits for the music:
        Love & Respect to Netsky / Hospital Records / The Cut Up Boys / Ministry Of Sound Records"]

        • Comrade John

          Mitten in der Zeit der ausländischen Intervention – ein “Diktatur” ruft und Hunderttausende kommen um ihn zu sehen u. seine Worte zu hören.

          Die grösste Massendemonstration in der Geschichte Libyens wurde von den westl.-imperialen Medien weitgehend verschwiegen:

  • Nobilitatis

    Das ist mal ein Vorschlag! “Adopt a terrorist” statt “adopt a revolution”
    http://www.syrianperspective.com/2014/02/syrian-government-offers-adopt-a-terrorist-rat.html

  • LeChevalier

    Ich war jetzt länger nicht mehr hier aktiv (mitgelesen habe ich aber immer), daher freue ich mich umso mehr, dass ich wieder Beiträge leisten kann. Erstmal muss ich sagen, dass es echt eine Schande ist, dass Politaia.org aus dem Netz genommen wird. Es tut mir wirklich sehr für den Betreiber leid, ich persönlich habe ihm eine kleine finanzielle Spende für die anstehenden Prozesse zukommen lassen. Mit Politaia.org geht uns eine wichtige und hochinformative Seite verloren.

    Nun einige Infos von der syrischen Front:

    Es sollte bekannt und logisch sein, dass die Waffen, die demnächst an die Teufel geliefert werden, sich bereits in der Türkei befinden (hauptsächlich in Adana).

    Gute Neuigkeiten gibt es aus Yabrud. Die SAA und die Hizbullah kontrollieren wichtige Grenzstädte (Jarajir, Al-Sahel, Rima). Auch Falita konnte nach Artillerie- und Luftwaffeneinsatz befreit werden.

    In Homs haben sich in den letzten 48 Stunden über 500 militante Kämpfer der SAA ergeben und ihre Waffen niedergelegt.

    Es kursiert die Information, dass durch israelisches Staatsgebiet knapp 1500 Terroristen nach Syrien eingesickert sind.

    Der Al-Kaida-Leutnant Sami Es Sulum (Lanatullah 3alayo) ist der libanesischen Armee in Tealbaba in die Hände gefallen. Möge er das Sonnenlicht nicht wiedersehen.

    Ein weiterer hochrangiger Terroristenführer aus Tschetschenien (Saifallah al-Checheni) ist in Aleppo beseitigt werden. Möge er ewig schmoren.

    Überdies wurden insgesamt etwa 85 (!) saudi-arabische, 14 katarische und 8 türkische Offiziere festgenommen, die die Teufel kommandiert haben.

    El hamdililleh wurde gestern auch die Stadt Ma’an in der Provinz Hama von der SAA wieder vollständig kontrolliert. Dort wurde vor einer Woche ein mörderisches Massaker an Alawiten angerichtet.

    In Aleppo wurde der hohe Geistliche Sheikh Najar, der von den Teufeln als Geisel genommen wurde, von der SAA befreit. Sheich Najar predigte immer die religiöse Toleranz.

    Gestern sind leider viele Al-Nusra-Teufel in die Türkei geflohen (Grenzübergang Bab al-Hawa). Dort können diese Schweine dank der AKP-Faschisten wieder in teuren Hotels in Antakya residieren…

    Tunesien wird die diplomatischen Beziehungen mit Syrien wiederaufnehmen!

  • Jörg

    Noch eine russischer Lieferugnsboykott gegen die Syrer – nebenbei näheres über die sonst stets verschwiegende Seeblockade gegen Syrien : http://de.ria.ru/security_and_military/20140217/267850711.html

    • Enis

      Jörg,
      Ehrlich gesagt sind mir neue Panzer, Drohnen, Lenkwaffen lieber als die Flugzeuge.

      • Jörg

        … da hast du natürlich recht – über ein Terroristennest hinwegzudonnern, nützt nicht viel (diese MIGs sind ist ja kein Bodenkampfflugzeuge) .

        Vieleicht aber wären die MIGs für die Bombardierung des Invasoren-Nachschubs aus der Türkei, Jordanien oder vom Meer her ganz nützlich.
        … aber ich bin kein Militär-Spezi und kann das nicht einschätzen..

        • Nobilitatis

          Einen Angriff auf Jordanien oder Türkei kann Syrien zur Zeit nicht gut brauchen.

        • Jörg

          Niemand hier ist so dumm, einen “Angriff auf Jordanien oder Türkei” vorzuschlagen!

        • Nobilitatis

          Auf syrischem Boden werden die erkannten Nachschub-Konvois bereits angegriffen. Deshalb hatte ich Ihren Vorschlag so verstanden.

        • Jones2theBones

          Wie die amerikanischen Teenserie auch sind Mig-29/35 & Su-27+ vielseitig einsetzbar, einschließlich Bodenbekämpfung.
          Allerdings ist das für ein Land, das auch auf ältere Systeme und auf dezidierte Bodenkampfflugzeuge zugreifen kann, wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, denn jede Flugstunde und jeder Einsatz kostet enorm viel Geld.
          Daher setzen die Syrer die MiG’s nur recht selten ein, und wenn, dann nicht als “letztes Aufgebot”, wie von westlichen Nachrichtenmedien kolportiert, sondern wahrscheinlich als Pilotentraining.
          Ansonsten nutzt es bewusst die ältesten Flugzeugtypen, was deshalb Sinn macht, weil deren Instandhaltung am billigsten ist.

    • Jones2theBones

      Meine Fresse.
      Das nenn ich mal eine intelligente Beweisführung durch Induktion.
      Putin ist Präsident Russlands, RIAN ist im Besitz des Staates, folglich muss das “Regime Putin-Lawrow” Schuld sein!
      Dass die “moskauer Propagandaorgane” ganz offensichtlich den Journalisten mindestens in weiten Teilen freie Hand lassen, dass auch sonst die Befehlskette zwischen Putin einerseits und und dem Artikel auf der anderen Seite extrem lang ist und dass ihr Ärger auf Lawrow ihre sehr oberflächliche ausländische Sichtweise auch nochmal dokumentiert, fällt ihnen nicht auf?
      Dass 1. die Lieferprobleme meist ausländischen Ursprungs waren, deswegen ein Schiff zur Umkehr und ein Flugzeug zur Landung gezwungen wurden, dass 2. hoch komplexe und teure Waffenkomplexe Gefahr laufen, von den Israelis mit einem Schlag vor Einsatzbereitschaft zerstört zu werden, dass 3. die Verhandlungen zwischen Russen, Westlern und Syrern gänzlich unbekannt sind und daher in keinster Weise einordnbar, erst recht nicht moralisch, dass 4. Putin weder zur Zeit der Yugoslawienkriege, noch zur Zeit des Libyenkrieges Präsident war, und dass 5. Syrien ohne russische Hilfe schon ein neues Libyen wäre, fällt ihnen nicht auf?

      • MM

        Aber diese Induktion basiert bestimmt nicht auf das fünfte Peano-Axiom.^^

      • Comrade John

        Putin hatte keine Möglichkeiten den Nato-Überfall auf Libyen zu verhindern?
        War er denn überhaupt ein erklärter Gegner der damaligen russischen Aussenpolitik?

        “Putin weder zur Zeit der Yugoslawienkriege, noch zur Zeit des Libyenkrieges Präsident…”
        Alles Augenwischerei!

        Nichtrussen = ausländische Ahnungslose können nicht recht darüber mitreden, was damals in RUS geschah?

        Sehen wir uns also an, was ein echter Russe dazu sagt, und das ist völlig eindeutig -
        Alexander Dugin im Gespräch mit COMPACT/Elsässer:

        “Der NATO-Angriff auf Syrien [ein Druckfehler, gemeint ist Libyen, Anm.] wurde durch das russische Stimmverhalten in der UNO mit ermöglicht. Welche Kräfte standen hinter diesem Verhalten damals?
        Ich sagte bereits: Die Mehrheit der politischen Elite in Russland ist pro-westlich, liberal und dekadent. Diese Leute denken anti-russisch, und sie sind korrupt. Man findet diese politische Elite sowohl in der Opposition als auch im Regierungsumfeld. Vor allem in der Regierung des damaligen Präsidenten Dmitri Medwedjew. Das war ein sehr gefährliches Spiel, das Putin – damals Ministerpräsident – während der Libyen-Krise gespielt hat. Putin wollte wieder in das Präsidentenamt zurückkehren – und zwar legal. Dafür musste er aber eine Art Kompromiss mit den USA und der US-freundlichen politischen Elite in Russland eingehen. Dieser Kompromiss war der liberale Medwedjew. Und die Entscheidung über Libyen ist genau in die Zeit gefallen, in der Medwedjew Präsident war. Putin musste als Ministerpräsident sozusagen die Füße stillhalten. Wir müssen es klar aussprechen: Libyen wurde von Russland betrogen.”

        Quelle: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/08/putin-trotzt-den-usa-interview-mit-alexander-dugin/

        • LeChevalier

          Nicht nur das – auch im Hinblick auf den bevorstehenden US-Angriff auf Syrien im September 2013 verhielt sich Russland alles andere wie ein Verbündeter. Weder baute man den “Yachthafen von Tartus” so auf, dass er abschreckende Wirkung hätte noch lieferte man Syrien mit gescheiten Verteidigungsmitteln auf. Überdem steht aber die offizielle Verlautbarung der russischen Regierung, dass Russland militärisch NICHT einschreiten würde, wenn die NATO Syrien zerbombt. Ein Freifahrtschein quasi.

          Auch wenn Russland v.a. diplomatisch auf Syriens Seite stand, traue ich ihnen nicht wirklich über den Weg. Niemand kann garantieren, dass nach dieser C-Waffen-Entwaffnungsfarce die NATO nicht doch wieder Schaum vor dem Mund hat, um Syrien erneut anzugreifen. Die kleinste False-Flag-Operation würde ausreichen. Die einzige abschreckende Waffe ist Syrien dann ohnehin los. Trotz aller militärischen Erfolge am Boden blicke ich nicht optimistisch in die Zukunft, was das syrische Volk und ihren großartigen Präsidenten angeht. Allah yinsirek ya Bashar!

        • Enis
        • Comrade John

          Du sagst es, Chevalier.
          Es besteht kein Zweifel, dass RUS nicht kämpfende Partei ist.
          Um mal ein Bild zu nehmen: Syrien liegt am Boden, verwundet. Der Sanitäter kommt, Russland und … leistet Erste Hilfe.

          Man kann ehrlicherweise aber auch nicht m e h r erwarten. In RUS herrscht eine Oligarchie, deren Vermögen und Macht aus dem Untergang der UdSSR stammen, ihre Geschäftsinteressen decken sich teils mit denen der westl.-imperialen Eliten, und teils stehen sie im völligen Gegensatz. Die Oligarchie ist geschäftlich u. personell mehr oder weniger international verwoben, sie besteht aus einzelnen Kreisen mit einer mehr oder weniger starken Bindung an Russland, den Nationalstaat u. an russische Traditionen, der Einfluss obskurer religiöser Vereinigungen [z.B. Chabad und Putin; Suchmaschine!] ist nicht zu übersehen, wenn man beide Augen offen hält.
          Das “mehr oder weniger” führt auf die Zwiespältigkeit der russischen Politik, die halbherzig wirkt und auch so ist.
          Dieses RUS ist kein monolithischer Block, es steht eigentlich selbst vor dem Fall eine Kolonie von Kreisen zu werden, die die alleinige Weltherrschaft anstreben. Um mal ein Synonym aus dem bürgerl. Geschichtsunterricht zu gebrauchen: “innere Schwäche”.

          Syrien hat “das Pech” in einem geschichtlichen Moment angegriffen worden zu sein, als die Gegenkräfte in RUS sich gerade erst sammeln u. noch nicht den ganzen Staat geschweige denn ein erfolreiches geistiges Gegenmodell zur unipolaren Weltordnung (NWO) repräsentieren. Umso beeindruckender, dass Syrien, territorial isoliert, der eigenen Geldmittel beraubt* u. nur mit den spärlichen Alibi-Leistungen seiner sog. Freunde u. Verbündeten (RUS und Iran) ausgestattet, bis jetzt standgehalten hat.
          “Die besten Araber, die es je gegeben hat.”

          *Und das macht “unsere” EU [nominell sind wir Alle Bürger dieses Gebildes!] mit den auf ausländischen Banken deponierten syrischen Staats- und Firmengeldern:
          Julius Hensel-Blog – 17. Feb. 14
          Europäische Kommission ergreift die eingefrorenen syrischen Vermögenswerte

          http://julius-hensel.com/2014/02/europaeische-kommission-ergreift-die-eingefrorenen-syrischen-vermoegenswerte/

      • Jörg

        @Jones2theBones, 17. Februar 2014 um 22:55
        “Putin ist Präsident Russlands … ist im Besitz des Staates, folglich muss das “Regime Putin-Lawrow” Schuld sein” – erzähl nicht so einen Quatsch, ‘Deine-Fresse’-Knochenmann!

        1.) Wir reden hier vom ‘Zentralorgan’ des Präsidialamts. Auch in der BRD spiegelt z. B. das Staatsfernsehen grundsätzlich die politische Position unserer Einheitspartei wieder. In Frankreich und anderswo ist das genauso. Und in Rußland ist das auch nicht anders. Warum auch?!
        Deine Ansicht, Bones, daß Putin und seine Mannschaft der abstoßenden politischen Nato-Hetze, die von Novosti ausgeht, hilflos zusehen müßten, ist völlig absurd. So sehr man Putin-Lawrow-Medwedew auch kritisieren muß – sie einfach als hilflose Hampelmänner darzustellen ist Unfug!

        Und selbstverständlich sind die Lügen Novostis die Lügen, die Putin verbreitet haben will. Gaddafi z. B. war kein “Diktator” (nur ein Repräsentant wie die Queen). allenfalls der Generalsekretär der damaligen Volkspartei war vielleicht ein Diktator – der hieß aber nicht “Gaddafi”!
        Und sieh mal, was mit dem tapferen russischren Botschafter im damaligen Libyen passierte, der damals den Nato-Angriffskrieg kritisierte: Er wurde unter demütigsten Verhältnissen achtkantig aus dem Außendienst geworfen! Von Medwedew-Lawrow-Putin!

        Gegen Syrien wird von den USA, Jordanien, der Türkei, Frankreich, Großbritannien ein völkerrechtlich geächteter “Angriffskrieg” (“War of Aggression”) geführt. Die Seeblockade gegen Syrien stellt zusätzlich(!) ein weiteres Mal einen geächteten “Angriffskrieg” dar (siehe: http://antikrieg.com/aktuell/2012_11_29_derstaat.htm). Wenn RIA Novosti uns das verschweigt, folgt es doch nur Putin, der dies auch – der Wahrheit zuwider – leugnet! Denn selbstverständlich hätte er dies im Sichherheitsrat der UNO so aussprechen und rügen müssen (das gilt natürlich auch für die UNO-Vertreter anderer Länder). Es gibt auch ein “Handeln durch Unterlassen”.
        Aber als diese türkischen Spionagejets nach Syrien eindrangen (um den Angriffskrieg vorzubereiten), schwieg(!) Putin. Als die Türkei daraufhin modernst-bewaffnete Söldnertruppen nach Syrien hineinschickte, meldet sich Putin in Ankara zu einem freundschaftlichen Staatsbesuch an – mit dem russischen Präsidenten himself! Was für ein Zeichen an die Aggressoren!!

        Daß Putin(-Lawrow-Medwedew), noch nicht einmal in der Lage wäre, die seinem Amt direkt unterstehenden RIA Novosti daran zu hindern, strafrechtlich relevante, völkerfeindlicher Hetze (gegen das internationale Völkerrecht verstoßend!) und kriegstreiberischen Lügen zu verbreiten, ist eine völlig absurde und lebensfremde Annahme! Putin war doch sogar in der Lage die Rettung der Seeleute der Kursk zu verhindern – gegen allen Widerstand!

        2.) Die russischen Veteidigungskräfte sind durchaus in der Lage, eine Angriff des kleinen Israel abzuwehren.
        Außerdem: Was für eine Manipulation! Ich erinnere mich noch wie ein putinscher “Prof. Andrej Iljitsch Fursow” uns genau auf diesem blog etwas darüber vorwimmern durfte, wie …oh! … aah … …gefährdet Israels nachte Existenz doch sei und daß es vielleicht “demontiert” werden könnte. Und nun soll Israel plötzlich zugleich(!) ein Land sein, daß bedenkenlos einfach die Marineschiffe der nuklearen Supermacht Rußland versenkt, weil Rußland die völkerrechtswidrige Seeblockade nicht anerkennt! JA – WAS DENN NUN : Ein verzweifelt um seine Existenz bangen müssendes Israel oder eine kriegswütige, menschenverachtende Nuklearmacht????

        Ein Rußland, das Angst hat, sich und befreundete Nationen zu verteidigen, weil es anderenfalls vielleicht ein paar Kriegsschiffe von Israel bombardiert werden könnten, gehört in das Reich der Märchen. Sonst hätte die Merkel doch Rußland längst bombardiert, um die Ukraine für sich zu haben!
        Nicht in das Reich der Märchen gehört, daß Putin genauso ein Püppchen Israels ist wie Merkel – und der Rest der Einheitspartei (CDU-SPD-GRÜNE-FDP) oder Hollande oder Cameron … oder… .

        • jowi

          Dein Lamento zeugt von einer völlig falschen Einschätzung der Kräfteverhältnisse.

          Russland agiert im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die heutige Nachricht auf RIA NOVOSTI http://de.ria.ru/politics/20140218/267860635.html ist ein Beispiel dafür, wie man klug Schach spielt.
          Ich drücke die Daumen, dass dem Westen irgendwann die Kosten zu hoch werden und er die Aggression aufgibt.

        • Nobilitatis

          Ich les hier immer mal wieder was über eine Seeblockade. Aber da ist im Netz nichts drüber zu finden. Ist das auch so eine VT, wie das mit Rußland als heimlicher Feindstaat Syriens?

        • Jörg

          @Nobilitatis, 18. Februar 2014 um 19:44 | #
          Zitat: “Ist das auch so eine VT, wie das mit Rußland als heimlicher Feindstaat Syriens?”

          Antwort:
          Daß euch mainstream-Hetzern aber auch nie was neues einfällt. Ich kenne euch schon seit 911. Wer die offizielle Erklärung zu 911 als absurd ablehnte wurde als VT (= “Verschwörungstheoretiker”) bezeichnet. Dabei war die offizielle Darstellung von ein paar Höhlen-Arabern, die die USA bombardierten selbst eine Verschwörungstheorie – und zwar die albernste von allen, die ich je zu 911 gehört hatte.
          Und jetzt macht ihr Langweiler – ob ihr euch nun gerade “Nobilitatis” nennt oder anders – wieder genau dasselbe. wenn jemand eure fortlaufend verbreitet absurde VT, daß Rußland mit Assad oder gar Syrien unter einer Decke stecke, als völlig gegenstandslos verlacht, kräht ihr gleich wieder “”Verschwörungstheoretiker, Verschwörungstheoretiker, Verschwörungstheoretiker”!
          Nein, ich habe keine Verschwörungstheorie – ich wende mich nur gegen die eurige.
          Und ja: Diese Typen die das Wort “Verschwörungstheoretiker” als Keule benutzen folgen einer üblen Regie von oben.
          Denn dieses Wort als Schimpfwort zu benutzen, ist völlig absurd. Vor Gericht z. B. muß der Richter notwendig mißtrauische und ein “Verschwörungstheoretiker” sein. Denn was ihm erzählt wird, ist oftmals gelogen. Auch der Staatsanwalt ist ein “Verschwörungstheoretiker”, wenn er der Mutter von Panzerknacker-Ede nicht unbedingt glaubt, wenn sie behauptet, ihr Sohn habe in der betreffenden Nacht in ihrer Wohnung geschlafen. Und Anwälte müssen ebenfalls fortlaufend “Verschwörungstheoretiker” sein. Denn die Welt ist voller Verschwörungen. Z. B. die USA, Saudi-Arabien, Katar, Frankreich, Großbritannien und die BRD haben sich gegen die Syrer verschworen, um Syrien zu zerstören. Eine ganz ähnliche Verschwörung waren sie schon gegen Libyern und den Irak und Afghanistan und den Sudan und gegen Mali usw. eingegangen. Da die Welt voller Verschwörungen ist, kennt u. a. sogar das US-Recht selbst den Straftatbestand “Verschwörung gegen die Justiz”.

          Aber ihr gepimpten System-Fuzzis fallt sofort dadurch auf, daß ihr diese völlig unsinnige (s. o.) Beschimpfung als Waffe zu verwenden versucht gegen die, die euch eure Lügen nicht mehr abnehmen!

          Zum Anschluß – hier ein echter VT: http://vigilantcitizen.com/wp-content/uploads/2008/11/sheep-dog-trials-im-telling-you-the-man-and-the-do1.jpg

        • Nobilitatis

          Wie ich Ihrer Phillippika gegen “Systemfuzzis” entnehme, haben auch Sie keinerlei Anhaltspunkte für eine Seeblockade gegen Syrien. Sie haben das einfach mal so ins Blaue behauptet. Und ich orientiere mich nun mal gern an Fakten. Und mein Cousin lebt und arbeitet in Bielefeld.
          Ich “kenne” Sie erst seit ihren Kommentaren hier. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie mich schon seit “911″ kennen, was übrigens nirgends so geschrieben wird. Hier in Deutschland schriebe man 11.09., in angelsächsischen Ländern meist 9/11.
          Wenn mich eine einfache Nachfrage zum “System-Hetzer” macht, trage ich diese Bezeichnung mit Stolz, genau wie ich gern Antisemit bin für die Kritik an Israels Politik oder Nazi für kritisches Denken über geschichtliche Ereignisse unserer Vergangenheit. Kritisches Denken unterscheidet uns von der dumpfen Masse, die sich lenken lässt.

        • Comrade John

          Jörg
          “Außerdem: Was für eine Manipulation! Ich erinnere mich noch wie ein putinscher “Prof. Andrej Iljitsch Fursow” uns genau auf diesem blog etwas darüber vorwimmern durfte, wie …oh! … aah … …gefährdet Israels nachte Existenz doch sei und daß es vielleicht “demontiert” werden könnte.”

          Fursow hat, entgegen deiner Darstellung, im besagten Gespräch offenbar keine pro-israelische Position vertreten sondern über den Plan der westl.-imperialen Eliten gesprochen, den einen Kettenhund (Israel) gegen einen neuen (Staat Kurdistan) zu ersetzen:

          Fragesteller: “- Über Israel bitte etwas genauer!

          Antw. Fursow: “- Israels Perspektiven sind im sich wandelnden Nahen Osten ziemlich nebulös. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Westen Israel demontieren, weil Israel einfach nicht mehr notwendig sein wird, so, wie es Arnold J. Toynbee noch 1957 vorausgesagt hat. Sicherlich erst nach der Evakuierung des “oberen Drittels” der Bevölkerung. Die Variante der Schaffung eines Groß-Kurdistans und der Demontage Israels ist nicht zu hundert Prozent, aber doch sehr wahrscheinlich. Freilich ist das keine Sache der kommenden paar Jahre.”
          http://www.chartophylakeion.de/blog/2012/08/15/schlag-gegen-syrien-ziel-russland/#.UwOo8IWGep0

          Was Fursow denkt, schreibt u. was er veröffentlichen darf liegt wahrscheinlich im Interesse seiner Kreise. Aber zu Putins Umfeld scheint er nicht zu zählen, Fursows Kreise scheinen eine entschiedenere national-russische Haltung einzunehmen als die, die man bei Putin sieht. Darauf weist auch der Artikel
          Andrej Fursow, “Die Welt kracht an allen Nähten – Es beginnt die Zeit der letzen Schlacht” [lupo cattivo; Suchmaschine!].
          Wenn du bessere, nähere Informationen zu Fursow [Person] hast, danke ich für Mitteilung zwecks mehr Klarheit.

        • Jörg

          Nein, ich habe keine weiteren Informationen über Fursow.
          Jetzt bedenke ich erst einmal was du über Fursow gesagt hattest. Vielleicht war ich ja etwas voreilig mit meiner Einschätzung Fursows.

  • Enis

    Dieses Bild biedert mich zwar an, aber für das Wohle Syriens unterstütze ich ALLE Entscheide der SAA:

    http://www.lemonde.fr/proche-orient/article/2014/02/17/syrie-l-armee-et-les-rebelles-signent-des-armistices-autour-de-damas_4368246_3218.html

    • Enis

      Laut al-Akhbar ist ein Waffenstillstand (Kapitulation) der Terroristen in Harasta und Darayya in Verhandlung.

      • Enis

        Hier die Aufnahmen der Kapitulation bei Babbila.. Ich hoffe Bartrasur ist zwingend vereinbart!

  • toonsteiner

    @Jörg

    hast du da nähere infos,wie das mit der kursk gelaufen ist ??ich kann mir keinen rechten reim daraus machen….

    • Jörg

      Sinking of Russian Nuclear Submarine Kursk. Collision with American Submarine & struck by Torpedo

    • Jörg

      Hier der bessere link:

  • Jörg

    Doku “Muammar al Gaddafi oder Das libysche Paradox” von Arte (noch vor dem Überfall der Nato):

  • Jones2theBones

    @Jörg & Comrade:
    Ich empfehle euch die Lektüre des berühmt gewordenen Leserbriefes von Paul Sethe: “Die Freiheit der Presse ist die Freiheit der 200 reichsten Leute, ihre Meinung zu sagen.”
    Im selbigen Brief ging der Journalist, 2 Wochen vor seinem Tod, auch auf die Zensur in der BRD ein.
    Es sind Verleger, die entscheiden, welche Journalisten arbeiten und welche Freiheiten sie haben, und da hat der Umstand, ob der Konzern staatsbetrieben oder in Privatbesitz ist, erstmal keine Rolle.
    Bei dem Propagandahype im Westen ist es schwer abzuschätzen, inwieweit einzelne Aktionen abgesprochen (orchestriert) werden, oder ob die Massenmedien nicht schlicht ein Schwarmverhalten mit Hysterikern abliefern.
    Sogar heute noch scheint es teilweise noch “Oasen der Pressefreiheit” (Sethe) zu geben, die ihren Journalisten eine eigene Meinung erlauben.
    Beispielsweise die FAZ, die zwar üble Propaganda, aber auch erstaunlich vernünftiges zu schreiben in der Lage ist. Als Beispiel der Artikel “Lady Suppenhuhn” über Pussy Riot oder Rainer Hermann, der mit Assad auch ein Interview führen wollte.

    Bei RIAN & RT läuft es ähnlich. Es wird generell, aber nicht immer, eine prorussische Linie gefahren, aber alles, was mit Außenpolitik zu tun hat, ist den Chefs vergleichsweise egal. Also kommen die mit teilweise widersprüchlichen Berichten, von denen viele sehr oberflächlich sind.

    Summa summarum lässt sich hieraus keine Rückschlüsse auf deren Politik ableiten.

    Da ein Staat nicht monolitisch ist und die hochrangigen Behörden & Regierungsmitglieder ihrem Amt eine individuelle Prägung aufsetzen, ist es schlicht falsch davon auszugehen, Personalwechsel würden keine Rolle spielen, selbst in den Staaten, wo man eigentlich keine Wahl hat.
    Nicht dass Schröder besser gewesen wäre, aber zwischen ihm und seiner Nachfolgerin bestanden Unterschiede. Gleiches gilt in noch stärkerem Umfang für Yelzin – Putin – Medvedev.
    Bei letzterem ist gar zu bezweifeln, dass er in den Kaukasuskonflikt 2008 eingestiegen wäre, hätte für ihn eine Möglichkeit bestanden, dies nicht zu tun.

    Das Interview mit Alexander Dugin kenne ich schon, und es bestätigt das, was ich gesagt habe:
    Ich leugne nicht, dass wir Serbien und Libyen im Stich gelassen haben.
    Fakt ist, dass Putin für seine Verhältnisse recht heftige Worte wählte, um die USA zu kritisieren und es von Medwedew eine entgegengesetzte Aussprache gab.

    Ansonsten hat es jowi ganz gut formuliert:
    Russland agiert im Rahmen seiner Möglichkeiten.
    Genauso wie jedes Land, auch Libyen oder Syrien.
    Im Rahmen dessen wird Russland sicherlich den einen oder anderen Kuhhandel eingehen und das eine oder andere Bauernopfer bringen.
    Wieder: Genauso wie jedes Land, auch Libyen oder Syrien.
    Es ist aber blauäugig zu glauben, dass Russland nichts für Syrien tun würde. Allein schon deshalb, weil es Syrien sonst schon lange nicht mehr geben würde.
    Und dafür gibt es eine Menge Gründe.
    Fakt ist, dass die Westler einige Waffenlieferungen verhindert haben. Eine ungleich größere Zahl erreichen wahrscheinlich ihre Ziele.

    Dass der Angriff auf Libyen eine Sünde war, bestreite ich nicht.
    Ich war damals der Einzige in meiner Klasse, der was gegen die Militärintervention hatte. Die sozialen Vorzüge in Libyen sind mir ebenfalls bekannt. Ändert nichts daran, dass er ein Diktator war, der durchaus auch Schattenseiten hatte. Es gibt keinen Grund ihn heilig zu sprechen.

  • kaumi

    http://breakingnews.sy/ar/article/34297.html
    Syrien: es scheint sich der lang erwartete Showdown “der letzten Kampf um Damskus” zu nähern.
    Bandar ist durch den Innenminister ersetzt worden, Idris ist abgesägt und ebenfalls ersetzt worden, die Schiffsverkehrfrequenz im Hafen Tartous hat spürbar zugenommen und hochrangige russische Offiziere finden sich nach und nach im Damaskus ein. Die seit 2 Jahren in Jordanien trainierten Söldner scharren mit den Füßen und scheinen langsam ihr Marschgepäck zu schultern…

  • kaumi

    http://breakingnews.sy/ar/article/34354.html
    Die syrischen Medien gehen weiter sehr offensiv mit dem Thema “Schlacht um Damaskus” um.
    In obigem Artikel berichtet das Onlinemagazin, dass die seit 40 Jahren im besetzten Golanteil stationierte israelische “36. Einheit” durch eine “für spezifische Grenzsicherung” ausgebikldete neue Brigade “Bashan 210″ ausgetauscht wurde. Der kommandierende IDF-General wird mit den Worten zittiert: “die Ruhe dieser Tage erinnert an die Ruhe vor dem Sturm”.

    Ich selbst kann nicht genau einschätzen, wie nah oder realistisch diese “letzte Schlacht” wirklich ist. Allein die vielen strategischen Veränderungen an Personal und Logistik auf beiden Seiten und die tatsächlich sehr offene Berichterstattung über dieses Thema verunsichern mich zunehmend. Sollte die erwartete Schlacht beginnen, wäre sie aber weder für die eine noch für die andere Seite mehr eine Überraschung.

    • Dike

      Kaumi, diese Nachrichten machen Angst. Die Amerikaner wollen auch Drohnen in Syrien einsetzen. Wenn die Luftwaffe ins Spiel kommt, hat die syrische Armee keine Chance. Das ist dann offener Krieg und die Frage stellt sich, ob Iran und Russland diesem Schlag etwas entgegensetzen werden. Russland ist jetzt mit der Ukraine “abgelenkt” und jetzt schleichen sich die Feinde Syriens wieder ran.

  • kaumi

    Dike,

    die Russen lassen sich nicht ablenken. Sie werden nur an verschiednen Fronten unter Druck gesetzt.

    http://www.syria-news.com/readnews.php?sy_seq=167896
    Abseits des größten aktuellen Problemfalles ( geplante Invasion Südsyriens), gibt es eine recht nennenswerte Episode:
    Al Jolani, seines Zeichens Chef der Nusra, räumt der ISIS 5 Tage ein, um sich der Nusra anzuschließen oder den “gerechten Weg Gottes” zu finden und klagt die NK sowie die Heeresführung der FSA des Kuffers (Plasphemie) an.
    Ich weiß nicht mehr, wieviele sich bekriegende Fragmente unter Allahs Sonne befinden, aber es werden täglich mehr.
    Eine Invasion über den Libanon und den Golanhöhen könnte freilich rasch einend wirken…

  • triangolum

    Wie ihr auf dieser Karte verfolgen könnt sind die Fortschritte eit einigen Tagen im südlichen Damaskus deutlich und die Terroristen Nester zerschlagen. In den kommenden Tagen wird der Kessel im nördlichen Damaskus wohl verkleinert und an der Grenze zum Libanon wohl endgültig der Nachschub der Terroristen abgestellt.

    Darauf deuten auch die IDF Luftangriffe hin welche die Operationen hier wohl unterbinden sollen.

    Kritisch wird es wohl im südlichen Teil zu Jordanien hin. Eventuell soll auch die neue Trägergruppe für das Mittelmeer welche dann für einen Zeitraum von 4 Wochen also zwei Gruppen dieser Art vor Ort hätten hier “Hilfe” leisten.

    Ich gehe davon aus das es der letzte Versuch sein sollte Damaskus einzunehmen um somit doch noch den Change hinzubekommen.

    Es würde mich nicht wundern wenn es zeitgleich mit bestimmten Operationen in der Ukraine statt findet so das Russland “gebunden” wäre.

    • kaumi

      http://breakingnews.sy/ar/article/34547.html
      Yachont-Raketen für die Hizbullah, direkt aus russischer Hand. Und Israel fliegt Stellungen im Südlibanon an, ohne Verluste am Boden erzielen zu können.

      Ein hoher salafischer “Kommandeur” aus Bahrain soll in Syrien angekommen sein. “Unruhe” an jordanisch-syrischer Grenze wird von der syrischen Aufklärung gemeldet.

      Im Sinai sieht es nach Mobilmachung aus.

      In der Krim ist die Luft zum Schneiden.

      Alles in allem: es wird turbulent…

  • kaumi

    Schönes Bild, kluge Konklusion:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152174454533808&set=a.10150257497783808.343557.607568807&type=1&theater

    Rechts Natanjahu in einem Feldlazarett des besetzten Teils der Glanhöhen, Handschlag inklusive mit einem “syrischen Rebellen”
    Links Assad in einem damaszener KKH, mit einem syrischen Soldaten.
    Aufschrift unter beiden Bildern: “Jeder Führer steht hinter den Soldaten seines Militärs”…

  • Enis

    Wieder Ost-Ghouta, wieder Hinterhalt.
    Wahrscheinlicn jedoch nicht so erfolgreich wie das erste mal, denn SANA meldet 20 verendete Ratten. Im kurzen Filmabschnitt sieht man jedoch eine riesen Kolonne. Ich hoffe der Rest geht wo anders ins Netz.

    https://www.youtube.com/watch?v=1lZhrEKYAoI&list=UUiVECI1X67UonLh4tjMNpgg

    Zudem die SAA steht 700m vor dem Al Kindi Spital (bzw. vor den restlichen Trümmern dieses Spitals) und 1.5 Km vor dem Aleppiner Gefängnis! Ich hoffe für die wenigen Verteidiger des Gefängnisses geht bald das Parasitenhorror zu Ende.

  • kaumi

    Und weiter geht`s in rasender Geschwindigkeit und gedämpfter westlicher medialer Präsenz:
    Ford ist mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern “zurückgetreten”. Während unsere Presse nicht weiß, wer Nachfolger werden soll, wissen es arabische Medien scheinbar besser: Larry Silverman.
    Im Zuge dieses Wechsels gab der SNC bekannt, wieder in den Schoß der NK zurückzukehren und an Genf 3 bis ? teilzunehmen.

    • Walter Mandl

      Die SAA und Hizbollah-Verbände haben gelernt, wie man die gierigen Aasfresser fängt: Lass sie glauben, das erlegte Beute auf den Fraß wartet. Dumm wie Fliegen können sich sich dem ausgelegten Duft einfach nicht entziehen. Gier wendet sich gegen die Täter, wenn Opfer lernen, damit zu spielen.

  • Dike

    Die Nachrichten um ISIS werden immer skurriler. Nachdem ISIS einige Ortschaften um Aleppo von der FSA und anderen Terrorgruppen eingenommen hat, gab es heute eine Pressekonferenz der Syrian National Council in Gaziantep, Türkei mit der Bitte um Hilfe bei der Bekämpfung von ISIS. Der SNC und die Führung der FSA haben auch dazu aufgerufen, beim Kampf gegen die syrische Armee zu helfen. “Die ganze Welt ist eingeladen schnell und effektiv zu intervenieren und die Freie Syrische Armee beim Kampf gegen terroristische Gangs zu unterstützen, sagte Hadi al -Bahra, der Präsident des SNC. Und weiter: ” Ich rufe die UN und alle Länder die an Freiheit glauben, die USA eingschlossen, auf, die Situation in Syrien in gleichem Masse zu behandeln, wie die Situation in Kurdistan, Irak. Der Aufruf erfolgte, nachdem der UN Sicherheitsrat eine Resolution zur Schwächung von IS und Nusra Front einstimmig verabschiedet hat. Der SNC Vertreter bei der UN rief zu gezielten Luftschlägen in Syrien auf.

    Ja dann wäre ja das Ziel in nicht allzu weiter Ferne. Da könnten die Amerikaner, oder alle anderen Freiheitsliebenden Nationen versehentlich auch die syrische Armee treffen. In Gaza wurde ja auch nie auf Zivilisten gezielt. Aber getroffen wurden sie immer.

    Und noch eine weitere seltsame Nachricht:

    Auf Twitter erschien ein Foto, das eine ISIS Flagge auf einem Handy display vor dem Weissen Haus zeigt und dem Kommentar. Wir sind schon hier, in Eurem Land, in Euren Städten, in Euren Strassen und an unserem baldigen Ziel. Das kann natürlich irgendein Spassvogel gepostet haben und da heute jedermann rundum überwacht ist, dürft man den bald fangen, so man ihn denn fangen will. Aber es kann natürlich auch sein, dass eine “kleine” false flag Aktion die Amerikaner wieder in die Spur bringen soll und einem Angriff auf Syrien nichts mehr im Weg steht. Die Amis sind ja die Guten, die die böse IS bekämpfen. Schafft ja sonst keiner. Ist auch von der UN abgedeckt. Erinnere nur an Libyen. Also es spitzt sich immer mehr zu. Bandar reibt sich zufrieden die Hände.

    http://www.presstv.ir/detail/2014/08/16/375538/we-are-in-your-streets-isil-twits-usa/

    • jowi

      So skurril ist die Meldung nur für die, die noch nicht so pervertiert denken, wie die verdeckten Operateure, die hier am Werke sind.

      Die westliche Gemeinschaft ließ sich nicht so richtig für eine militärische Intervention gegen Assad begeistern, trotz des propagandistischen Dauerfeuers. Schlimmer noch, viele im Westen halten Assad für weniger schlimm, als die radikalen “Kopf-ab”-Mittelalter-Islamisten. Darauf mussten die westlichen “Interventionisten” eine Antwort finden.

      Funktioniert die Mobilisierung über Assad nicht, dann probieren wir es halt mit diesen komplett skrupellosen Ausgeburten der Hölle vom Islamischen Staat.

      Wer könnte sich da noch dagegen verwehren, als Robin Hood aus dem Westen, helfend den Bedrohten zur Seite zu stehen. Zumal bei den Yesiden von Völkermord die Rede ist. Ganz still werden da die Friedensaktivisten.

      Skurril ist das also nicht, nur eine logische und perverse Fortführung der bisherigen Politik.