Operation Winterzauber

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Foto: Twitter @euromaidan (20.02.2014, 14:19 Uhr)

Was die derzeitige Lage in Kiew betrifft, so kann wahrscheinlich niemand einen halbwegs zutreffenden und objektiven Lagebericht abgeben. Die Infosphäre ist mit zu viel vollkommen verschiedenartiger Information angefüllt, die dazu noch von allen Seiten sofort verzerrt und verdreht wird. Wirklich sicher kann man aus diesem Grunde nur das allereinfachste sagen.

Und das ist zum ersten: der Angriff des bewaffneten Mobs und der Bruch des “Waffenstillstands” hat deutlich gemacht, dass – genau wie in Syrien – die “legale” Opposition in keiner Weise die Lage beherrscht. Bewaffnete Banden und Terroristen sind jetzt die treibenden Kräfte und Subjekte der Ereignisse, während die unsägliche Dreiheit der “Oppositionsführer” nichts anderes ist als die mediale Kulisse für kriminelle Schlägertrupps; sie imitieren Einfluss auf die Ereignisse, rufen zu dem einen auf und fordern das andere – nichts als eine Show. Die Verhandlungen und der gestern vereinbarte Waffenstillstand haben den Rädelsführern des bewaffneten Mobs garantiert, dass die Räumung des “Maidan” in der Nacht nicht stattfindet, und diese Garantie haben sie maximal zu nutzen gewusst – nach Mitteilungen des ukrainischen Innenministeriums war es gerade die vergangene Nacht, als Mengen an am Vortag in Armeelagern im Westen des Landes geraubte Schusswaffen auf den Maidan gekommen sind, und zwar unter Zuhilfenahme und Deckung von Rada-Abgeordneten, die dort zu Vermittlung und Gesprächen zugegen waren.

Zweitens. Dass der Angriff der Banden mit den Visiten des deutschen und des französischen Außenministers zusammenfällt, kann natürlich Zufall sein. Es wäre aber logischer, genau das Gegenteil anzunehmen. Der Franzose hat nach diesen Angriffen erklärt, dass Frankreich nunmehr auf vorgezogenen Präsidentenwahlen bestehe und dazu mitgeteilt, dass “die EU und Russland” schleunigst die Beilegung der Krise in der Ukraine untereinander ausmachen sollten.

Hier geht es folglich um eine gewisse Modifikation des “syrischen” Szenarios – man bietet Russland an, die Konfrontation mit dem Westen zu vermeiden, wie es sie in Syrien gegeben hat; vielmehr soll Russland in der Sache einer Aufteilung der Ukraine kooperieren. Somit würde Russland ganz offiziell zum Mittäter und hätte kein Recht mehr, den von der EU und den USA gegen die Ukraine geführten Krieg diplomatisch oder sonst auf einem anderen Weg abzublocken.

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Such den Scharfschützen! Foto: Twitter @euromaidan (20.02.2014, 14:14 Uhr)

Drittens. Das Szenario, das sich in Kiew entwickelt, wiederholt völlig unverhohlen sämtliche vorausgegangenen Szenarien der gewaltsamen “farbigen Revolutionen” – es gibt Scharfschützen auf den Dächern, die sowohl Sicherheitskräfte als auch Demonstranten ins Visier nehmen, womit für gegenseitige Anschuldigungen und ein Anheizen der Lage gesorgt werden soll. Das alte Muster; genau solche Scharfschützen gab es in Kairo, sie waren regelmäßig im Kontext der Freitagsgebete in Syrien im Frühjahr / Sommer 2011 aktiv, lange Zeit vorher gab es dieses Phänomen 1993 in Moskau – mit anderen Worten, ein ganz und gar traditionelles, weil wunderbar funktionierendes Verfahren. Leichen sehen immer schrecklich aus und sorgen dafür, dass die Reste des Verstandes abgeschaltet werden. Die sozialen Medien sind voll von hysterischem Gebrüll über das “Blutigeregime” – der Effekt ist eingetreten, die Hirne sind abgeschaltet. Ein Mantra haben die bewaffneten Banden auch – fast wie “Allahu akhbar” heißt es, genauso eingängig und oft wiederholt, “Slawa Ukraine!”.

Der kurzzeitige Rückzug des Berkut und der inneren Streitkräfte vom Perimeter des Maidan ist nachvollziehbar; es ist sinnlos, unter Beschuss zu demonstrieren, wie schön man Spalier stehen kann. Seit dem heutigen Mittag werden sowohl die Truppen des Innenministeriums wie auch der Berkut bewaffnet – rein zur Selbstverteidigung, wie es heißt. Allerdings erreicht die Konfrontation damit den Höhepunkt, und geschossen wird jetzt scharf. Es ist klar, dass diese Entscheidung nur mühsam kam und von der Not diktiert ist, aber bei 50 schwerveletzten Sicherheitskräften allein am heutigen Tag nicht zu vermeiden war.

Die ukrainische Regierung hat nicht viel mehr als einen halben Tag, um sich an eine entschiedene Säuberung der Kiewer Innenstadt zu machen. Mit Schusswaffen ausgerüstete gewalttätige Banden haben sich über Nacht in der Stadt verteilt und bauen ihre Feuerpositionen auf, und schon deren Aushebung würde, wie die Erfahrung aus Syrien lehrt, selbst in dieser relativ reduzierten Variante viel zu lange dauern und teuer werden – sowohl für die Sicherheitskräfte, als auch für Zivilisten. Aus diesem Grunde sollte das Innenministerium bis Einbruch der Dunkelheit wenigstens dafür gesorgt haben, dass die nunmehr wirklich bewaffneten Banden abgeriegelt sind und nicht ausbrechen können. Wenn das nicht gelingt, wird die Lage zum nächsten Morgen mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammengebrochen sein.

Da die GEMA nach wie vor die Livestreams auf Youtube blockiert, gibt es hier nur einen Link und kein eingebettetes Video: http://rt.com/on-air/ukraine-central-kiev-protest/

Alexander Baschkalenko, ukrainischer Gouverneur von Wolhynien. 19.02.2014

Alexander Baschkalenko, ukrainischer Gouverneur von Wolhynien. 19.02.2014

Noch immer hängt alles am politischen Willen des ukrainischen Präsidenten. Und abermals geht das Gerede übern eine “politische Beilegung” der Krise los – wenn es jetzt wieder Unterhaltungen mit den absolut nichts beeinflussenden drei Oppositionskaspern gibt, dann wird das höchstwahrscheinlich Janukowitschs letzter Fehler gewesen sein. Noch hat er die Gelegenheit, den Ausnahmezustand zu verhängen und das Problem mit verhältnismäßig wenig Blut zu bereinigen – ganz ohne wird es nicht mehr gehen. Entschließt er sich nicht dazu, dann ist der Bürgerkrieg fast schon garantiert.

Gestern wurde der Gouverneur von Wolhynien vom Pöbel ergriffen und an einen Pfahl gekettet. Ergriffen wurde er in seinem Amtsgebäude, von wo aus er den rasenden Mob Einhalt zu gebieten versuchte. Angekettet, wurde er von vorüberziehenden geschlagen und mißhandelt; man fordert von ihm die Unterzeichnung einer Abdankung sowie die Anerkennung der “Volksrada” als “einzig legitime Vertretung des ukrainischen Volkes”. Um dem Nachdruck zu verleihen, wurde seine Familie gleich mit in die Mangel genommen. Es fehlt nicht viel zur libysch-syrischen Variante des Halsabschneidens.

Wie dem auch sei, die Westukraine ist de facto bereits der Kontrolle der Zentralregierung entglitten und zum Krieg bereit. Wenn auch der Osten und der Süden soweit sind, wird die Meinung des ukrainischen Präsidenten niemanden mehr bekümmern. Sein Zeitfenster klappt sichtbar zu.

PS:

Wenn das Gesetz nicht durchgesetzt wird, vertieren die Menschen. Janukowitsch hat so oder so verloren, denn solche Szenen werden ihm die Sicherheitskräfte nicht verzeihen.

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Trackback von deiner Website.

  • g_h

    Was bedeutet: Der Westen wird immer seinen Willen bekommen, weil er auf nicht zu besiegende Guerilla setzt. Traurige Aussichten.

  • Jetzt wird das Kriegsrecht kommen, die Frage ist nur – ist es ein kluger General?

  • jowi

    Respekt, mit welch kühlem Kopf du diese Dinge noch nüchtern kommentierst.
    Es ist ungeheuerlich, was sich da abspielt und wie Rasmussen (!), die Ukraine davor warnt Gewalt anzuwenden, als wäre die Ukraine bereits Teil der NATO.
    Und wieder das gleiche Drehbuch, wie einst in Rumänien:

  • habkind

    Livestream:

  • Comrade John

    Ein Artikel von Rote Fahne.eu mit informativen Aussagen Leonid Sluzkis (Russland, Duma-Ausschuss für GUS-Angelegenheiten) sowie des ukrainischen Innenministeriums.

    Es geht dort um die Frage ob die sog. ukrainische Opposition noch von ihren Führern (Klitschko pp.) kontrolliert wird und zweitens um sachliche Feststellungen zum Schusswaffengebrauch in Kiew.

    Dort wird in diesen Punkten der Artikel von Apxwn vollauf bestätigt.

    RF – 19. Februar 2014
    Russland: Jugoslawisches Szenario in der Ukraine verhindern

    http://rotefahne.eu/2014/02/russland-jugoslawisches-szenario-in-der-ukraine-verhindern/

  • Comrade John

    Unter all den JA-Sagern, Marionetten, gibt es doch noch vereinzelt echte “Charaktere”.
    Im EU-Parlament sprach vor einigen Tagen Ewald Stadler (Österreich) zum Verhalten der EU gegenüber Ukraine u. warnte davor, “aus dieser Union eine Militärunion zu machen” – deutliche Worte:

    “Der Versuch der Europäischen Union, die Ukraine gegen Russland auszuspielen, ist gescheitert…

    Die Menschen in der Ukraine glauben, sich mit der Nähe zu Europa ihre Lebensverhältnisse verbessern zu können. Die romantischen Werte, die Sie in diesen Maidan-Platz-Demonstrationen hineininterpretieren, haben mit der Realität nichts zu tun…

    Ich will keine Militärunion, die klar ein Feindbild hat [Russland] … es darf zu keiner Verschmelzung von EU und Nato kommen.”

    Ewald Stadler: Die EU(=USA) soll aufhören, Länder gegen Russland auszuspielen
    http://www.youtube.com/watch?v=iFSRUGulOQY

    [Videohinweis gefunden bei Sommers Sonntag Blog; Suchmaschine!]

  • Comrade John

    Täglich aktuelle Berichte u. Meinungen zur Lage in Ukraine im Nachrichtenticker von my-metropolis.eu.

    Der Blog beschäftigt sich schwerpunktmässig mit der “EU” u. der polit. Lage im deutschsprachigen Raum, Berichte zu Syrien fehlen auch nicht.

    Herrlich, wenn Betreiber “Inomine” zur Hochform aufläuft – und das ist fast immer der Fall…
    Leseprobe:
    Begriffserklärung: “EU-Kriminelle”
    Gestern erreichen mich E-Mails, die fragen was oder wem ich denn zum Teufel mit der Bezeichnung “EU-Kriminelle” meine. Nun – das ist recht einfach erklärt.”…

    dann selber weiterlesen -
    http://my-metropolis.eu/

  • knechtrechtruppig

    Recht interessant ist die Tatsache das die jeweiligen Außenminister der französisch/polnisch/deutschen Einsatztruppe mit Sitz bei Paris (ja die gibt es wirklich) seit heute morgen in Kiew “festsitzen”.
    Eigentlich wollten die Jungs am Nachmittag doch schon wieder abreisen.
    Erst hatte man mit der Opposition dann mit der Regierung der Ukraine gesprochen.
    Jetzt warten die Jungs dann doch bis Lawrow aus dem Iran (man beachte die Reiseplanung) zurückkehrt und Zeit für ein Gespräch erübrigen kann.
    Ich lach mich schlapp über die Hampelmännchen die unsere Intressen vertreten sollten.
    Volksvertreter der letzten Art.
    Der Maidan sollte in Brüssel stattfinden.
    Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.
    Mein Beileid gilt allen die dort gerade Angehörige verloren haben und noch verlieren werden.
    Auf beiden Seiten.
    Ein ganz dreckiges Spiel was da abgeht.

  • Enis

    Ich habe die Aufnahmen von dem gefangengenommenen Gouverneur (ich denke es war ein Gouverneur?)gesehen. Ihm sind Handfesseln angesetzt. Zudem wird er auf verschiedenster Art und Weise erniedrigt! Die Ukraine macht genau den gleichen verschiessenen Fehler wie damals Syrien und schaut dem ganzen Geschehen überfordert zu. Mit dem Unterschied, dass Assad damals nicht hart durchgreifen wollte und Janukowitsch dagegen schon gar nicht mehr durchgreifen kann. Hinzu kommt, dass wir Syrer einen viel ausgeprägteren Nationalbewusstsein haben und eine tiefe Zuneigung zu ihrem Präsidenten und der Syrisch Arabischen Armee haben. Daher konnten wir nach anfänglicher Hirnerschütterung schnell wieder auf die Beine. Ich befürchte die Ukraine wirds nicht mehr schaffen!

    Gibt es in der Ukraine nicht eine Art der syrischen Republikanischen Garde, die mal da aufräumen kann?! Die Bilder dieses Gouverneurs ist eine wahre Erniedrigung des Ukrainischen Staates! Schande über solche Bürger! Diese Chaoten aus der Ukraine und das bärtige Müll in unser geliebtes Syrien sollte man alle in die EU verfrachten, damit beide Seiten ihre Freiheiten ausleben können!

    • Das “ukrainische Nationalbewusstsein” ist etwas, das man versucht hat, in den vergangenen 20 Jahren zu entwickeln. Historisch gibt es dafür keinerlei Grundlage. Und was ein Äquivalent der Republikanischen Garde angeht: Der SBU ist ein mit massivem US-am. Sponsoring faktisch neu geschaffene Organisation, insofern gibt es nur den “Berkut” als für die Regierung mehr oder weniger verläßliche Struktur. Die inneren Streitkräfte werden von Rekruten gestellt, 18-19-jährige Jungs, die, wie man sah, nichts weiter tun als mit ihrer Körpermasse Straßen zu blockieren.

      Und was die ukrainische Armee betrifft, so wissen viele Ukrainer selbst nicht, ob es sie gibt.

      • knechtrechtruppig

        Die Ukraine als homogenen Staat gab es bis auf kurze Abschnitte in der Geschichte nicht.
        Der westliche Teil war immer ein Wanderpokal der jeweiligen Macht in der Region.
        Polen/Litauen, Russland, Österreich/Ungarn und in Übergangszeiten wechselnd besetzt.
        Historisch ist jedoch der Kernbereich der Ukraine gerade Kiew die Keimzelle der slawischen russischen Gesellschaft.
        Die Kiewer Rus war der Ausgangspunkt zur Entstehung Russlands.
        Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.
        Über den östlichen Teil und die Krim will ich hier mal kein Wort verlieren.
        Die Russische Karte sticht insgesamt gesehen doch eindeutig.
        Geschichtlich ein weites und interessantes Feld.
        Und nicht leicht zuzuordnen.
        Die Sache wird nicht leicht zu lösen sein.
        Sollte das Balkan-Szenario angestrebt werden dann dürfte das Europa einen veritablen Konflikt von nicht abzusehendem Ausmaß bescheren.

        • Jones2theBones

          Das lustigste/befremdliche an der Sache ist ja, dass viele der Spitzenpolitiker (wie auch große Teile der Bevölkerung) kein oder nur ein stark akzentbehaftetes Ukrainisch sprechen, was ö bisl so chlingt, wie wenn ‘n Hochdütschler Schwyzerdütsch nachschwätze v’sucht.
          Zu diesen Politikern gehören unter anderem Asarov, der eben entlassene Premierminister der Ukraine, dessen schlechtes ukrainisch geradezu legendär ist, aber auch Klitschko und Präsident Janukowitsch, wobei letzterer das mittlerweile gelernt hat.

          Somit glauben außer den halbpolnifizierten Idioten der Westukraine, die durch die eigene Armut und Perspektivlosigkeit dazu beflügelt werden, und bei uns Nobilitatis keiner an eine eigene ukrainische Identität. Zumal Ukraine nichts anderes bedeutet als russisches Grenzland.

          Im Süden und Osten haben die Leute schon lange die Nase gestrichen voll, die meisten Leute, die vorher neutral waren, vermutlich mittlerweile auch. Einschließlich der Kiewer, die diesen Tourismus aus dem Westen ertragen müssen.

          Von Kosaken hört man, dass die bald selber auf dem Maidan aufräumen werden, wenn der Berkut das nicht tut. Und die Banditen sollten beten, dass der Berkut das tut (wie Pussy Riot in Sochi).
          Und die Kosaken stellen selbst die weitere Ironie in dieser Geschichte der ukrainischen Selbstfindung.
          Da die ukrainische historische und kulturelle Selbstfindung auf kaum etwas anderes als die Kosaken zurückgreifen können, die unter Chmelnizkys Aufstand gegen die Polen ein Kosakenhetmanat erschufen, ehe sie sich den Russen anschlossen, ist es doch lustig zu sehen wie sehr sie dabei sich abmühen die Tatsache zu ignorieren, dass die Kosaken sich in der überwiegenden Mehrheit, als auch als Verband, sich dem Wohle Russlands widmet und in vielen Städten (bsw. Lugansk) die Bürgerwehren gegen die Eurofaschisten führen.
          Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die Banditen in den meisten Verwaltungssitzen gescheitert sind.

        • Feti

          Ja die Kosaken man hat viel von den gehört.

        • Nobilitatis

          Ich habe nie behauptet, es gäbe eine geschlossene ukrainische Identität, die sich über das gesamte Staatsgebiet wiederfände. Genauso hohl ist es jedoch, den Ukrainern insgesamt eine Identität abzusprechen.

          Die Deutschen haben auch keine universale Identität. Selbst in der BRD gibt es die verschiedensten Volksstämme (Sachsen, Bayern, Alemannen, Franken etc.), wir verteilen uns auf ein Dutzend Staaten, die jeweils ihre Identität für den Staat entwickelt haben.

          Außerdem bleibe ich bei meiner Aussage, dass der Weg der Ukraine nicht durch bewaffnete Banden bestimmt werden wird. Am Ende muss jede Lösung parlamentarisch durchgesetzt werden, und dazu muss man Wähler überzeugen.

        • knechtrechtruppig

          Ich für meinen Teil habe mit keinem Wort den Ukrainern eine eigene Identität abgesprochen.
          Nur sollte man die Realitäten akzeptieren .
          Der Konflikt welcher jetzt immer mehr auf regionale Befindlichkeiten dreht begann doch damit das die Menschen mit ihrer derzeitigen Regierung und deren aktuellen Politik nicht zufrieden waren.
          Gewählt haben die Menschen in der Ukraine sie seinerzeit schon.
          Die Proteste gegen die neue Politik dieser Regierung wurden jedoch dazu instrumentalisiert einen Systemwandel herbeizudemonstrieren.
          Das mit nationalistischen Ambitionen zu vermischen birgt allerdings die Gefahr weitaus größerer Probleme.
          Und das weniger in der Ukraine als in diversen Nachbarländern.
          Das von vielen hier als wenig bis nicht vorhandene gemeinsame Nationalbewusstsein der Ukrainer schließt aber bei weitem nicht die national/regionale Zugehörigkeit vieler Ukrainer aus.
          Ein paar Beispiele gefällig…Polen, Slowakei, Ungarn, Moldawien, Rep.Moldava, Rumänien …,!
          Wenn alle Volksgruppen mit nationaler Zugehörigkeit zu eine bestimmten Gruppe nun ihre jeweilige Unabhängigkeit “einMaidanen” dann brennt Europa.
          Belgien, Irland/Nordirland…..weitere Beispiele…Spanien, Frankreich.
          Ich weise in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Ansage des obersten Europäer’s J.M.Barroso in Bezug auf das anstehende Referendum in Schottland hin.
          Verbleib in der EU nur wenn keine Unabhängigkeit von GB.
          Das ist blanke Existenzangst.
          Mit Drohungen die einen an alte Zeiten erinnern .
          Das Projekt Europa droht zu scheitern….mit diesen Mitteln wird es das.
          Genau das ist geplant.
          Genau diese Karte wird ausgespielt.
          Wer das betreibt will nicht das Europa friedlich zueinanderfindet.
          Da fällt mir spontan die US Diplomatin Nuland ein….fuck the EU.
          Was Europa tun sollte und das durchaus mit allen nationalen Ambitionen …fuck the anglo/amerikan’s Banksters.
          Bis dahin wird nichts friedlich geklärt werden.
          Leider.

        • knechtrechtruppig
    • ISKANDER

      @Enis:
      Ich fürchte, die Armee der Ukraine ist bereits vom giftigen Pilz der EU Stiftungen Wühlarbeit zersetzt und gekauft.
      Schön längst hätten sonst patriotische Generale den Militärputsch realisert. Wenn der Präsident weich und unfähig, mglw. korrupt und dumm ist, so ist er in dieser Situation der Agent des Westens.
      Die Geheimdienste des Westens observieren vorab sehr genau Persönlichkeitsprofile und Strukturen. Wäre Assad Präsident der Ukraine, hätten sie ihre satanischen Finger von dem Land gelassen denn 2 Assads zugleich überfordert die Achse des Bösen.
      Bitte achte auf die synchron laufende Blaupause des “Südamerikanischen Frühlings” in Venezuela!!
      Exakt die gleiche Nummer. Chavez der Löwe ist ermordert und Maduro nur Schatten seiner selbst.
      Oder schau nach Bolivien. Commandante Morales hat nun auch Krebs. Wenn er tot ist – dann geht es dort auch los.
      Warum wohl ist es in Weißrussland ruhig?
      Weil General Lukaschenko die richtige Herangehensweise pflegt.
      Der große Satan ist nur zu stoppen, wenn die Gefahr als globale Bedrohung erkannt und Religions,- Rasse- und Interessenübergreifend behandelt wird.
      Und war es nicht schon immer so, das der Wolf im Schafspelz aus der Geschichte einen Popanz zum Sündenbock dem Volke eintrichtert um selber seine blutiges Geschäft zu erledigen?
      Man könnte in einem Diagramm das Anschwellen der Beschwörung und “Unter Strafestellung” von vergangenem Bösen versus eigener Unzucht und Mordgier stellen.
      Ich sage dir, die Lebensachse des “Westens” ist nichts als Lüge, Terror und dümmlicher Gier. So ein System frisst sich schlussendlich selbst.

      • Nobilitatis

        Wirklich? Hängt das Schicksal aller Völker von einzelnen Personen ab? Wenn Assad ermordet wird, fällt Syrien zusammen wie ein Kartenhaus?
        Das glaube ich nicht.

        • ISKANDER

          @Nobilitatis:
          Unter Druck gesetzte Völker benötigen zwei entscheidene Faktoren um siegreich aus einer solchen Situation zu erwachsen.
          Der Faktor Nummer 1 ist eine charismatische und entschlossene Figur an der Spitze – die druckresistent zu agieren vermag.
          Denn auf dieser Kommandobrücke gefällte Entscheidungen sind maßgeblich für das funktionieren des Faktor Nummer 2:
          dem Maß an Patriotismus in einem gesunden Volk.
          Um mit ihren Worten zu sprechen: Wenn der Steuermann ausgeschaltet würde – übernähme Faktor 2 in Schwarmstrategie dessen Aufgabe.
          Umgekehrt jedoch vermag ein unfähiger Steuermann sein entschlossenes frühzeitig Volk zu versenken indem er es mit falschen Entscheidungen lähmt. Dies erleben wir gerade im Beispiel Ukraine.
          Januko`s Taktik ist die dümmste, die er wählen konnte und offenbart das goldene Händchen, was die westlichen Geheimdienste hier in der gegebenen Bresche zeigen.
          Wenn aber der Steuermann Assad ausfallen sollte, wird das syrische Volk diesen Kampf auch ohne ihn erbittert weiterführen – eben weil Assad in den letzten 2 Jahren vorgelebt hat, wie Freiheit erfolgreich zu verteidigen ist.
          Nichts hasst die AIPAC und der Westen mehr, als die lebende Erinnerung eines Volkes an seinen tapferen Steuermann.
          Aus diesem Grunde würden sie – so sie gewonnen hätten – den Steuermann grundhaft dämonisieren und mit massivster Gehirnwäsche seinem Volke auszutreiben suchen. Worunter auch die verwendeten Symbole der alten Freiheit zählen.
          Diese Gefahr wird ein Januko nicht befürchten müssen, im Gegenteil; seine Pfründe wird er ohne Frage weitgehend “rausverhandelt” haben. Ist eben kein Patriot.

        • Enis

          Iskander,
          Klar hat Syrien genug Patriotismus um auch ohne Assad weiterzukämpfen. Doch Assads verschwinden wäre momentan ein moralischer Genickbruch, das würden wir nicht verkraften. Denn wir sind in einem Krieg, in dem Moral eine aussergewöhnliche Rolle spielt!

        • ISKANDER

          @Enis:
          Dann machte Maher weiter….
          Wenn der fiele… ein anderer.
          Es sind unzählige Helden erwachsen in diesen Jahren.

        • Enis

          Nobilitatis,
          Ich denke sie verstehen den Status von Assads für Syrien noch nicht. Eine Ermordung, oder ein Rücktritt Assads in dieser Situation wäre die offizielle Teilung Syriens, was für uns Patrioten natürlich mit einem Untergang verbunden wäre! Assad ist ein Symbol, der den vielschichtigen Staat, die vielen Ethnien und Religionen, sowie die SAA zusammenschweisst. Er ist eine Identifikation.

          Daher und ob, ein verschwinden Assads aus der Bühne wäre unser aus. Dann werden bestimmt neue kleine Staaten entstehen.

          Assad muss unbedingt zumindest an der Umgestaltung des neuen syrischen Staates mitwirken. Von mir aus kann er aber auch Präsident auf Lebenszeit bleiben.

        • Nobilitatis

          Enis, das verstehe ich ja auch so. Aber Assad ist der Führer einer Bewegung. Er steht für Syrien, nicht für sich selbst. Würde er ermordet (Rücktritt ist etwas anderes), würde ein Nachfolger, oder eine Gruppe gefunden. Syrien gäbe nicht plötzlich auf.
          In Südamerika ist es ähnlich, es hängt nicht alles am Großen Vorsitzenden. Bei Lukaschenko und Janukowitsch bin ich mir da nicht so sicher.

        • Enis

          Iskander, Nobilitatis
          Sicher habt ihr recht, dass Syrien sich militärisch nicht von heute auf morgen ergeben würde. Moralisch wäre es aber ein herber Rückschlag, denn Assad besitzt selbst bei vielen Sympathien, die nicht unbedingt regierungsfreundlich gesinnt sind. Er hat halt ein spezielles Charisma und eine Weitsichtigkeit, dass z.B. Maher nicht besitzt (ich persönlich stehe zwar auch Maher näher). Syrien hat eine starke Staatsdoktrin, aber nicht so viele charismatische Persönlichkeiten.

          Dass der syrische Staat sehr stark verankert ist, zeigt die Tatsache, dass trotz des Attentats vom Juli 12 an dem die wichtigsten von der Macht ums Leben kamen, weiterhin stabil gegen die Aggression Stirn bietet!

        • Feti

          @Nobilitatis Ach halt einfach deine schn. da kommt sowieso nur sch. raus.
          Ein Beispiel den du schwafelst, die Rebellen pardon Terroristen denken das sie nicht in Syrien sind das mag anfang des Krieges so gewesen sein nun sind es drei Jahre vorbei. Meinst du die Armen in den Islamischen Ländern haben keinen Sateliten fernseher zum Fresen haben sie vieleicht nicht. Du kommst immer noch mit so einem mist das die Rebellen denken sie währen in Israel. Noch Tiefer aus der Mottenkiste hast du wohl nichts gefunden. Du machst Tom Gard allen Ehren.

  • Iskander

    Die Stunde der Wendehälse naht.
    Der OB von Kiew soll – so diese Meldung keine EU Ente – war, aus “Besorgnis” zur “Opposition” übergewechselt sein.
    Auch 100 Soldaten…
    Sollte dies stimmen, so sollten die Regierungsverantwortlichen inc. Januko eine Zeitreise in die Zukunft unternehmen und mal über die künftigen Konzentrationslager der “demokratischen ” EU fliegen, über die Plätze des himmlischen Friedens in Brüssel und Berlin.
    Dort können sie lernen, wie die Apologeten der Demokratie im eigenen Ernstfall mit ihren unzufriedenen Völkern kurz entschlossen verfahren werden.
    Es ist unglaublich, wie krank Hirne sein müssen um ihre eigene Heimat kaputt zu schlagen.
    20 Jahre “Stiftungsarbeit” trägt nun Früchte.
    Alles was wir heute sehen, ist nur der Vorgeschmack auf das was uns in der EU erwartet. Dieser nunmehr 3. große globale Krieg wird ein Zwilling des 30jährigen sein. Nicht vergleichbar mit den kurzen, des 1. und 2. WK.

  • Nachdem die (mehrheitlich von der Opposition dominierte) Rada heute Nachmittag für das Ende des Anti-Terror-Einsatzes in Kiew und den Rückzug der Sondereinheiten in ihre Kasernen gestimmt hat, und insbesondere, da einzelne v.a. ostukrainische Gouverneure (z.B. Charkow) inzwischen die aus ihren Regionen nach Kiew entsandten Sicherheitskräfte zu sich zurückpfeifen, kann man die Ukraine zum heutigen Abend als gescheitertes Projekt betrachten.

    Für die Gouverneuer des Ostens stellt sich die Lage in Kiew demnach als aussichtslos dar. Eine Gefolgsverweigerung im Falle einer Machtergreifung der “Opposition”, bzw. der galizischen Bandera-Schläger unter jedwedem Deckmantel, ist bereits ausgesprochen worden.

    Die EU wird sich schwerlich mit dem armseligen Westen der Ukraine begnügen, und ganz passend ist Friedenstaube McCain plötzlich um die Einheit des Landes “einschließlich der Krim” bekümmert (Twitter @SenJohnMcCain). Was alls in allem Bürgerkrieg bedeutet.

    Der einzige Ausweg wäre, dass Janukowitsch doch noch irgendein viehisch trickreiches Spiel spielt (evtl. sind die Minen der dt./frz. Außenminister nach der Unterredung mit ihm ein Hinweis darauf), und die Nacht passiert wirklich noch etwas, wodurch die Bandera-Banden zerschlagen oder unschädlich gemacht werden. Aber eigentlich ist eine UFO-Landung auf dem Maidan da noch wahrscheinlicher.

    • Enis

      JB, apxwn,
      Wenn ich eure Berichte so mitverfolge, dann denke ich ist das Beste für die Ukraine, die ohnehin nie als Einheit existiert hat, sich in zwei Teile zu trennen? Was würde das für Russland und seine Sicherheit bedeuten?

      • Jones2theBones

        Wenn das Land sich aufteilen sollte, stellt sich die Frage, entlang welcher Grenzen.
        Der Süden und der Osten, also die ganze ukrainische Küste, würden schon mal zu den Russen gehen wollen. Ein paar sehr verarmte Regionen im Westen würden Ukraine sein wollen. Dann gäbe es noch ein paar Regionen in der Mitte, wo der Ausgang ungewiss wäre.

        So oder so: Die ganze Küste, und fast die gesamte Industrie würde in den russischen Teil kommen. Was würde mit dem Westen passieren?
        Nichts Gutes. Aber so langsam würde ich es denen gönnen, dass die in der EU als Lohnklaven verrotten.

        Aber davon unabhängig stellt sich diese Frage (bislang!) noch nicht.
        Es gibt in weiten Teilen der Bevölkerung den Wunsch, sich der Heimat wieder anzuschließen, aber von den Politikern mag das keiner.
        Grund ist der, dass auch Janukovich und seine Partei keineswegs prorussisch sind, sondern einfach weniger Proxy und auf den eigenen Machterhalt bedacht. Und wenn man Wahl hat zwischen Präsident sein oder Bezirksgouverneur, was wählt man dann?
        Genau!
        So wie der Lukashenko auch.

  • Jones2theBones

    @Roman:
    Den Bericht hier schon gesehen?
    http://www.youtube.com/watch?v=QEoGFdtIE78#t=286
    Es fehlt ja nicht gerade an Beweisen für diese Verbrechen, die wir hier sehen, es gibt ja noch weitere Videos zuhauf.

    Und natürlich gingen die Schüsse anfangs nicht von den Sicherheitskräften aus. Die hatten noch nicht einmal Waffen dabei.

    Das hier ist Syrien 2.0, Libyen 3.0, Ägypten 4.0, Tunesien 5.0, [...], Nicaragua 124.0

    • LeChevalier

      Sind Infos von der syrischen Front hier willkommen?

      Übrigens traute ich meinen Augen nicht, als ich erst las und später auch auf Fotos sah, dass diese verfluchte FSA-Flagge auf dem Maidan neben der ukrainischen Nationalfahne gehisst wurde. Es ist alles U N E R T R Ä G L I C H.

      • Kannste. Besser freilich im thematisch passenderen Strang. Ich kommentiere die Ukraine nicht allzu gern. Aber ein und dieselben Demontagetechnologien werden heute eben global eingesetzt…

        Das Foto, das Du meinst, kenne ich:

        • Jones2theBones

          Übrigens, die Flagge stand (angeblich) vorm Zelt eines CANVAS-Typen.
          Wird zumindest bei Elynitthria behauptet.

        • Enis

          und was ist ein CANVAS :-)

        • Hallo Enis. CANVAS ist das “Institut” von Srdjan Popovic in Beograd, das von CIA und Co zum Sturz von Milosevic gegründet wurde und seitdem hinter jeder bunten Revolution steht
          siehe auch “Die wahren Strategen hinter der Ukraine-Verschwörung”
          http://derhonigmannsagt.wordpress.com/tag/canvas/

        • knechtrechtruppig

          Wie sich doch die Bilder gleichen.
          Ja der Freiheitskampf ist heutzutage auch global organisiert.

          Oder sollte man besser sagen die Blaupause wird über alle auf NWO 1.0 zu demokratisierenden Länder gestülpt.
          Die NewWorldOrder macht da auch nicht vor den eigenen Befindlichkeiten halt.
          Gerade wenn man contra dem Main Stream läuft.
          Imho immer eine Frage der Blickrichtung.
          :-)

    • Freilich. Habe nachträglich noch ein Video am Ende des Textes verlinkt.

      Das immer gleiche an den Szenarien ist, dass irgendwann Militärobjekte überfallen werden und dadurch Waffen unter die Banden kommen. Das bricht den Damm für eine Aufrüstung durch auswärtige Stakeholder – eine Quelle für irgendwelche Waffen ist ja damit bekannt. Die knapp 70 auf den Maidan verschleppten Sicherheitskräfte geben knapp 70 Polizeiuniformen her – genug Raum für Provokateure und deren Darstellung von “Scharfschützen des Blutigenregimes”. Kurz gesagt, die Lawine rollt nun. Leider.

      • MM

        Laut einer gewissen Dame, die einen gewissen Blog betreibt, dürfte es in der Ukraine überhaupt nicht zu einem Bürgerkrieg bzw. zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen. Da war doch was….
        Danke für den aufschlussreichen Artikel.

      • Jones2theBones

        “Das immer gleiche an den Szenarien ist, dass irgendwann Militärobjekte überfallen werden und dadurch Waffen unter die Banden kommen.”

        Längst schon passiert!
        http://www.tagesschau.de/videoblog/warschauer_notizen/warschauernotizen138.html
        Ab 5:50!
        Wobei der ganze Beitrag eigentlich sehenswert ist.
        Warum sich in eine Liste eintragen? Natürlich um nachher den Lohn bekommen zu können!
        Und wenn die in Kasernen an Gasmasken kommen, kommen die auch an andere Waffen ran.

        • Ja klar, ist bekannt.

          Ähnlich läuft’s ja mit den Deserteuren: desertiert mal zufällig einer – ob unter Druck, Erpressung, Drohungen oder tatsächlich aus Gewissensgründen, ist erst einmal egal (wie etwa in Syrien Mustafa Ahmad al-Sheikh und sein 18-köpfiges Schuhputzerbataillon), kann die “Opposition” urplötzlich mit einer ganzen Armee (FSA) aufwarten, die angeblich aus diesen Deserteueren besteht und genau daher ihr militärisches Können hat. The show must go on.

  • Popey

    Hier sind bestimmt auch die Werkzeuge der “Revolution” in der Ukraine zu sehen:

  • Beinstuhl

    Nebenbei: Arabi Souri, der iran- und russlandkritischer Pro-Assad-Syrer ist behauptet Quellen für eine baldige Ermordung Assads zu haben.
    Auf Syrianews schreibt er, dass sich 7000 von Jordanien kommende Kämpfer mit 5000 in Syrien wartenden vereinen und gemeinsam mit denen, die als Täuschungsmanöver in den letzten Tagen die Waffen niederlegten den Präsidentenpalast stürmen wollen.

    http://www.syrianews.cc/final-damascus-saga-assassination-of-bashar-al-assad/

    • Enis

      Beinstuhl,
      “ein iran- und russlandkritischer Pro-Assad-Syrer”?
      Und wie sollen wir das als nicht Pro-Assad-Syrer, sondern Ultra-Assadisten verstehen? Der hängt wahrscheinlich zu viel mit SyrianPerspectiv herum..

      Die Luftwaffe hat im Süden ihre Arbeit schon seit einigen Tagen aufgenommen, bevor die Ratten noch in Bewegung kamen. Die Südflanke wird ein neues Desaster für die Terroristen. Der angekündigte Sturm auf Damaskus ist schon der x-te Versuch. Diese Behinderte sind zum Scheitern verurteilt.. Nicht Wert zu kommentieren.

      • Dike

        Ich hoffe, es ist keine Ente. Press TV berichtet, dass Bandar ibn Sultan von seinem Posten als Speerspitze gegen Syrien abgelöst wurde. Seit Januar hört man nichts mehr von ihm. Angeblich zur Behandlung in den USA und zZ in Marokko. Am 19.2. fand eine Konklave der Leiter der westlichen und arabischen Spionagezentralen statt und KSA hat den Innenminister Nayef geschickt. Die “neue” Politik gegenüber Syrien soll “ruhiger, offener und weniger militärisch aussehen”. Saudiarabien hat ausgespielt. Sie wollten Syrien in wenigen Wochen erledigen. Das Fiasko müssen sie jetzt ausbaden. Sie ändern nur ihr Taktik, aber das Ziel bleibt. Syrien soll zerschlagen werden und Assad soll verschwinden. Der Hass ist übergroß.

        http://www.presstv.ir/detail/2014/02/21/351621/saudi-arabia-ditches-bandar-over-us/

        Zu dem letzten Bombenanschlag in Beirut auf das iranische Kulturzentrum. Ich frage mich, wie lange sich der Iran und Russland diese Demütigungen noch gefallen lassen. Wie lange wollen sie immer wieder die andere Wange für die Ohrfeige hinhalten? Es ist an der Zeit, dass die andere Seite Schläge kassiert und erfährt, wie es ist unter Dauerterror zu leben.

        • Feti

          Das was die machen finde ich Richtig so werden sie nicht als Agresoren gesehen. Das braucht Zeit . Die Manöwrieren sich in eine Sackgasse.

  • kaumi

    Enis, Beinstuhl

    Arabi Souri ist ein syrischer Blogger/Videosammler, der zwei grüne Sterne in seiner Flagge hat.
    Das Thema, das er anspricht ist weder neu noch konspirativ:
    http://breakingnews.sy/ar/article/34154.html
    ” Das wird Saudiarabiens letzter Kampf um Damaskus”

    Wer glaubt, dass die “Verbrüderung” im Rif Dimashq ein cleverer Zug der Terroristen ist, das Zentrum der Stadt zu unterwandern, der hat die letzten drei Jahre nicht verstanden.

  • Jones2theBones

    Kennt jemand hier verlässliche Umfragen, wie die ukrainische Bevölkerung zum Euromaidan und zum Regierungs vs Oppositionsgerangel steht?

    • Kenne ich leider nicht, doch ich wundere mich über die Bezeichung der Terroristen samt ihren “Führern” als Opposition. Ist es dein Ernst?

  • Snackbarian

    ich denk immer zuerst, apxwn hat ja echt durchblick. aber der letzte satz zeigt mir dass er oft von falschen tatsachen ausgeht.

    die sicherheitskräfte sind die marionetten der korrupten regierung und werden gut bezahlt/versorgt (relativ gesehen natürlich). ihre zahl ist in den letzten jahren stark gestiegen, da janukowitsch und co. sich so vor wütenden bürgern schützen wollen. naja, und vor nazis und den aus der kontrolle des westens entglittenen radikalen auch (wurde nun klar). so zu tun als wären das ehrenhafte, ideologisch agierende subjekte ist bescheuert. sorry, kann ich nicht anders sagen. ich weiss das alles weil meine familie bezug zur ukraine hat, btw.

    also… bitte diesen punkt überdenken.

    • Sie sind vielleicht keine ehrenhaften “Subjekte”, aber sie sind eine reale Macht. Die sich dessen selbst bewusst werden kann, besonders, wenn sie von ihrem eigenen Patron durch Blut und Dreck gezogen und damit als genau das mißbraucht wird, was Du ansprichst – als Kanonenfutter und Bollwerk gegen “wütende Bürger” oder Nazibanden.

  • katzenjaeger

    wie es aussieht, scheint janukowitsch eingeknickt zu sein. er ist eben leider kein mann vom format eines bashar al assad.

    ansonsten respekt für dieses informative blog, dass ich schon eine ganze weile mit interesse verfolge. :) macht weiter so.

    was noch zu sagen wäre, gerade an die kommentatoren: ein wenig mehr quellenkritik wäre schön.

    rotefahne.eu und honigmann sind beide äusserst dubiose seiten.
    rotefahne.eu ist mehr oder weniger ein einmannprojekt von herrn steins. er verquirlt pseudomarxistische positionen mit offenem rassismus http://rotefahne.eu/2013/12/masseneinwanderung-nimmt-weiter-zu/

    man könnte es als versuch eines querfrontansatzes verstehen.

    und honigmann ist ein noch zweifelhafterer typ aus dem revisionistischen, z.T. rechtsesoterischen spektrum..
    http://www.youtube.com/watch?v=ZOg2afd6qz4
    (bei 00:30 min begrüsst er die versammelten mit heil hitler.
    http://honigmann-derhonigmannsagt.blogspot.de/2010/05/die-holocaust-lugen-ikone-elie-wiesel.html

    mal drüber nachdenken ;)

    ansonsten viel erfolg bei der weiteren arbeit. schwer genug ist es…

    beste grüsse, katzenjaeger

  • knechtrechtruppig

    Erstmal eine Frage welche Sicherheitskräfte?
    Die von denen ich gehört habe bekommen 120 Griwna und können sich nicht aussuchen wo sie eingesetzt werden.
    Das von den Jungs nicht mehr desertieren zeigt mir eindeutig das da schon Rückhalt besteht.
    Die ersten Gouverneure der Ostukraine beordern ihre Berkut-Einheiten schon zurück.
    Charkiw’s Gebietsregierung tat es erst vor kurzem mit der Begründung das der Antiterror Kampf ja laut Rada abgeschlossen sei.
    Und die Infos hab ich nicht aus der öffentlich rechtlichen Propaganda.
    Halte mich derzeit bei der Familie meiner Frau in der Region Lughansk auf.
    Habe hier vor Ort recht gute Informationsmöglichkeiten aus erster Hand als auch diversen Medien.
    Nicht zu vergessen das Internet.
    Sieht eher so aus als ob der Osten der Ukraine jetzt anfängt Stellung zu nehmen.
    Und das sieht nicht gut aus weder für Janukowitsch als auch die Opposition….über die Banderas wird hier gar nicht viel geredet.
    Eher kurzer Prozess und gut is’s.
    Wie mit Kriminellen umgegangen werden sollte.
    Das Janukowitsch nicht reagiert liefert den Leuten hier eher noch mehr pro Russische Stimmung.
    Der gesamte Donbass ist auf der selben Linie.
    Wenn nicht würde ich mir um meine Reisepläne Gedanken machen.
    Da wir aber von Donetzk und nicht Kiew aus Fliegen sehe ich die Lage eher entspannt.
    Für die Nichte meiner Frau die in Kiew studiert sieht die Lage eher düster aus…und das nicht erst seit die öffentliche Sicherheit dort nur noch teilweise vorhanden ist.
    Die Anfeindungen bezüglich nicht ukrainisch Muttersprachlicher ist schon eine gewisse Zeit und zunehmend extremer ein Problem.
    Habe das selbst schon erlebt und musste feststellen das mit Russisch in gewissen Landesteilen der Ukraine nicht mehr überall Verständigung möglich ist.
    Wird dann festgestellt das mein Russisch wenn auch recht passabel ein erlerntes ist sind die Leute wiederum auch bereit Russisch mit einem zu reden.
    Woran das nur liegt.
    Englisch oder gar Deutsch sprechen wiederum im der Westukraine wenige.
    Mit Polnisch gehts auch recht gut.
    Sind ja auch überwiegend fast nur noch alte Menschen dort anzutreffen.
    :-)
    Wenn nicht gerade auf dem Maidan am demonstrieren.
    Der Wille dem armen Westen nicht mehr finanziell den Ar…h nachzutragen wächst im wirtschaftlich entwickelten Osten von Tag zu Tag.
    Und das sind keine guten Nachrichten.

  • Janukowitsch hat sich erneut als elender Taktierer erwiesen, der gestern sein Land verspielt, aber dafür sein Privatvermögen (einschließlich dem seiner Familie) gerettet hat.

    Ach ja: Nachfolgend eine kleine Zusammenstellung der “friedlichen Demonstranten”. Der Link darf gerne auch in anderen Foren, Blogs u.ä. weitervrebreitet werden:

    http://tauroggen.blogspot.com/2014/02/die-friedlichen-demonstranten-von-kiew.html

  • Walter Mandl

    Aus Kiew werden eine Unzahl sogenannter “Repräsentanten” und “Kontrahenten” medienwirksam dem internationalen Publikum vorgestellt.
    Die Lagebeschreibungen sind mehr als dürftig und zuweilen vollkommen widersprüchlich. Jeder interessierte Beobachter ist daher bemüht, die Einzelnen Protagonisten zumindest grob den Bereichen “Gut” und “Schlecht” zuzuordnen. Eine bewusst antrainierte Falle mit fatalen Folgen!
    Je intensiver ein Beobachter die einzelnen Lager auszumachen versucht, desto stärker verliert er die Möglichkeit der objektiven Wahrnehmung. Denn weder die sogenannte pro-russische noch pro-EU ausgerichteten Bevölkerungsteile haben einen ehrlichen und vertrauenswürdigen Vertreter am Maidan.
    Die Mehrheit der demonstrierenden “Oppositionellen” wird genauso missbraucht und vorgeführt wie die Mehrheit der ukrainischen Sicherheitskräfte. Eine kleine – aber im Sinne ihres Agitierens höchst professionelle/korrupte Minderheit auf beiden Seiten – ist offensichtlich gedungen und bezahlt am Werken. Die einen erhalten ihren Judaslohn direkt und die anderen in Form “ausverhandelter” Kompromisse, die zumindest Teile ihrer Vermögen schonen sollen.

    Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werden die beiden Gesellschaftsteile der heutigen Ukraine einer “Befreiung” zugeführt, wie sie – in diesem Ausmaß – zuletzt 1945 der überlebenden Bevölkerung Deutschlands zu Teil geworden ist. Und die wahren Auswirkungen dieser Umstrukturierung sind den modernen “Deutschen” bis heute nicht bewusst. Weder jenen des einstigen Ostens noch deren “Geschwistern” aus der BRD. Am Ende steht ein völlig hirngewaschenes – all seiner Wurzeln beraubtes – Gesamtvolk zur weiteren Disposition zur Verfügung.

    Retter sind keine in Sichtweite. Nicht von Innen und nicht von Außerhalb. Jene Kräfte, die eiligst von Außen auf den Maidan eilen kommen in bunten Fahnen mit süßen Verheißungen und bringen zielgerichtet Benzin ans Feuer. Moskau (Putin), der Player mit der größten denkbaren Zurückhaltung im Vergleich der übrigen “Freunde” Kiews, ist mit seiner Selbstrettung aus- und mit Fortdauer der vielen Krisen vermutlich demnächst auch überlastet. Was (noch) verbleibt, ist die kleine Hoffnung auf Besinnung der Bürger und Bürgerinnen in der Ukraine, die Kraft zu finden, sich der Feinde selbst und im letzten Moment des historischen Zeitfensters zu entledigen. Die Voraussetzungen dazu sind denkbar schlecht. Die gesellschaftlichen Krankheitserscheinungen “Korruption”, “allumfassender Werteverfall” und “Kapitalismuswahn/traum” haben weite Teile beider Lager bis auf’s Knochenmark befallen. Eine tödliche Kombination gefährlicher Erreger gegen die es keine Heilmittel gibt. Schon gar nicht,wenn die zur Hilfe eilenden Kräfte Überträger der Seuchen sind.