Aufmarsch Krim

Ukrainische Panzerfahrzeuge sind kolonnenweise durch Cherson in Richtung der Krim unterwegs und halten Kurs auf die Landenge von Perekop. Die Entfernung zu den provisorisch eingerichteten Grenzübergängen der AR Krim beträgt nur noch weniger Kilometer. Die Militärkolonne besteht nicht nur aus irgendwelchen Truppen, sondern z.B. auch aus modernen Luftabwehrsystemen, wie beispielsweise diesen BUKs:

FlaRak vom Typ Buk-M1 auf der Durchfahrt nahe Cherson, 09.03.2014

FlaRak vom Typ Buk-M1 auf der Durchfahrt nahe Cherson

Schwere Panzerfahrzeuge (30. und 72. Mech. Brigade des 8. Armeekorps), Gardewerfer und sonstige Artillerie sind ebenso mit dabei.

Artilleriegeschütze auf der Durchfahrt durch Cherson in Richtung der Krim, 09.03.2014

Artilleriegeschütze auf der Durchfahrt durch Cherson in Richtung der Krim

Was hat die Gegenseite, die AR Krim? Abgesehen davon, was in „russischer Reichweite“ sein mag, noch nicht viel. Nahe Tschongar wurde ein Grenzübergangspunkt eingerichtet, der mit bewaffneten Grenzern und deren Zeltlagern bestückt ist:

Grenzübergang Ukraine - AR Krim, Tschongar.

Grenzübergang Ukraine – AR Krim, Tschongar.

Grenzposten der AR Krim in Tschongar.

Grenzposten der AR Krim in Tschongar.

Die Landgrenze wurde allerdings teilweise vermint.

Minenfeld auf der HI Tschongar zwischen der Ukraine und der AR Krim, 09.03.2014

Minenfeld auf der HI Tschongar zwischen der Ukraine und der AR Krim, 09.03.2014

Und so sieht selbiges von ukrainischer Seite aus:

Ukrainische Grenzer auf der Nordseite der HI Tschongar, 09.03.2014.

Ukrainische Grenzer auf der Nordseite der HI Tschongar, 09.03.2014.

(Fotos: Jewgenij Feldman)

Unterdessen gibt es die Aufnahmen eines Aufklärungsflugs der ukrainischen Luftwaffe vom 08.03.2014 zu bestaunen, bei dem die Grenzbefestigungen der AR Krim begutachtet werden. Sie bestehen aus vereinzelten, schwach besetzten Posten der erst in ihrer Entstehung befindlichen Grenztruppen der autonomen Republik. Der Aufklärer wird von einem Grenzposten nett „angelasert“:

Vorläufiges Fazit: Vor oder im Kontext des Unabhängigkeitsreferendums am 16. März kommt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens zu Provokationen militärischer Art. Ein Referendum unter den Bedingungen militärischer Handlungen könnte man von vornherein als ungültig betrachten. Kommt all die Technik zum Einsatz, so wird es für niemanden ein leichtes werden, hier die Oberhand zu gewinnen – und ohne militärische Unterstützung seitens der RF wäre die Krim in recht kurzer Zeit platt, auch mit den „höflichen Menschen“. Für eine Erklärung des Aufmarschs haben die Putschisten sich immerhin noch ein Hintertürchen gelassen. Man kann nur hoffen, dass die ganze Technik möglichst schweigt. Für psychologischen Druck reicht das jedenfalls aus.

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