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Scharfschützen in Kiew: Nachtrag vom SBU

Quelle: Vesti.ru

Generalmajor Aleksandr Jakimenko, ex-SBU-Chef

Generalmajor Aleksandr Jakimenko, ex-SBU-Chef

Die Metzelei auf dem “Maidan”, in der im Februar fast hundert Menschen umgekommen sind, haben gewisse Oppositionsführer organisiert. Aleksandr Jakimenko, unter Janukowitsch Chef des ukrainischen Geheimdienstes SBU, erzählt in einem Gespräch mit “Vesti”, wer es war, der hinter den Schüssen auf Oppositionelle und Berkut-Leute stand. Jakimenko war unmittelbarer Zeuge der tragischen Ereignisse und kennt die Mechanismen, die zum Auftreten des “Maidan” geführt haben.

Der Name des Generalmajors Aleksandr Jakimenko befindet sich unter den ersten 5 auf der “schwarzen Liste” des Maidan. Auf dieser Todesliste stand er bereits, als er sich noch in Kiew in seinem Dienstzimmer befand.

“Wie haben Sie es geschafft, aus Kiew auszubrechen?”

“Ich bin doch Geheimdienstler”, antwortet Aleksandr Jakimenko.

Vor diesem Interview gab es sein letztes öffentliches Statement am 19. Februar. Das Haupt des SBU hat darin den Beginn eines die ganze Ukraine betreffenden Anti-Terror-Einsatzes angekündigt. Es ist dem General aber nicht gelungen, die Provokationen zu unterbinden. Schon am folgenden Tag sind im Zentrum von Kiew dutzende Menschen ums Leben gekommen.

“Woher kamen denn die Scharfschützen?”

“Die Schüsse kamen vom Gebäude der Philharmonie. Für dieses Gebäude war der Maidan-Kommandant Parubij zuständig.”, erklärt der ehemalige Chef des ukrainischen Geheimdienstes SBU. “In diesem Gebäude hatte Parubij das Kommando. Es war dieses Gebäude, von wo aus am 20. Februar die Scharfschützen gearbeitet haben, ebenso auch Leute mit automatischen Waffen. Sie haben den gewaltsamen Angriff auf die Sicherheitskräfte des Innenministeriums unterstützt, welchletztere bereits demoralisiert und faktisch schon auf dem Rückzug waren; man schoß sie ab wie auf einem Schießstand, und sie flohen in Panik. Sie wurden von Bewaffneten verfolgt, von Leuten, die auf verschiedene Weise bewaffnet waren. In diesem Augenblick begann das Feuer auf jene, die die Sicherheitskräfte des Innenministeriums angriffen, und so kam es unter den Angreifern zu Verlusten. All das passierte vom Gebäude der Philharmonie aus. Als die erste Welle der Abschüsse vorüber war, haben viele gesehen, wie ungefähr 20 Leute das Gebäude verließen – Leute in Spezialausrüstung, sie hatten große Taschen zum Transport der Scharfschützengewehre, es gab auch welche mit AKM-Kalaschnikows mit Zieloptik. Auch das wurde gesehen. Das interessanteste aber ist, dass es nicht nur unsere operativen Kräfte gesehen haben, sondern auch Leute vom Maidan – Leute von der “Swoboda”, vom “Rechten Sektor”, der “Vaterlandspartei” (“Batkiwschina”) und vom “UDAR”.”

Nach Jakimenko haben sich die Scharfschützen in zwei Gruppen aus je zehn Leuten geteilt. Eine der beiden Gruppen hat die SBU aus dem Gesichtsfeld verloren. Die andere setzte sich im Hotel “Ukraina” fest. Die Morde gingen weiter. Wer aber war es, der da geschossen hat?

“Als die Abschüsse etwas langsamer erfolgten, es aber immer noch vereinzelte Schüsse gab, wandten sich Leute vom “Rechten Sektor” und von der “Swoboda” an mich und baten darum, “Alpha”-Sondereinheiten zur Klärung dieser Gebäude einzusetzen, also, um die Scharfschützen von dort herunterzuholen”.

“Sie wurden regelrecht darum gebeten?”

“Ja, sowohl vom “Rechten Sektor” als auch von der “Swoboda”.”

Anders gesagt sagt der General damit, dass weder Jarosch noch Tjagnibok von den Scharfschützen gewusst haben. Die Mörder kamen aus dem Lager des “Maidan-Kommandanten” Parubij, der jetzt Sekretär des Sicherheitsrats der Ukraine im Kabinett Turtschinow-Jazenjuk ist. Jedenfalls hat Parubij nicht nach den Alpha-Einheiten gefragt.

“Ich war bereit, das entsprechend zu verfügen, doch um in den Maidan hineinzukommen, brauchte ich auch ein Einverständnis von Parubij. Er hat sein Einverständnis aber verweigert. Ohne die Erlaubnis Parubijs konnte keine einzige Waffe auf den Maidan gelangen. Keine Pistole, kein Gewehr, ob mit oder ohne Zieloptik”, sagt Jakimenko. “Wir hatten auch die Information, dass ehemalige Mitarbeiter von Sondereinheiten des Geheimdienstes des Innenministeriums an diesen Aktionen beteiligt waren. Es gab die Meldung, es gebe auch Leute aus Ex-Jugoslawien, und überhaupt Söldner aus dem Ausland.”

“Es geht also definitiv um Söldner?”

“Ganz eindeutig”, bestätigt Jakimenko.

Die neuen Machthaber werden sicher nicht nach diesen Söldnern forschen. Wozu auch sollten sie sich selbst eine Grube schaufeln? Was Jakimenko sagt, bestätigt einmal mehr die Version des estnischen Außenministers Paet: die Scharfschützen wurden von der Opposition angeheuert. Damit wird jetzt bekannt, wer genau für den Tod dutzender Menschen verantwortlich ist.

“Parubij selbst hat sich zurückgezogen. Das wirkte sich auf die letzte Woche aus. Poroschenko, Gwosd, Malomusch und Grizenko haben ihn auf ihre Seite gebracht. Das sind alles in allem Kräfte, die all das ausgeführt haben, was ihnen von ihren Vorgesetzten aus den USA befohlen wurde. Sie haben im Grunde die ganze Zeit über in der US-Botschaft gewohnt. Es gab keinen einzigen Tag, an dem sie sich nicht in der US-Botschaft aufgehalten haben.”

Durch das, was Jakimenko sagt, ändert sich die gewohnte Konfiguration des Maidan – der “europäische Traum” bei den Protesten verwandelt sich in einen US-amerikanischen. Gwozd und Malomusch sind Leute aus der Aufklärung, sie waren unter Juschtschenko im SBU tätig. Grizenko ist ehemaliger Verteidigunsminister. Er ist es auch, der zum Krieg gegen Russland aufruft.

Parubij nun ist nichts anderes als ebensolch ein Söldner, nur auf höherem Niveau. Ein weiterer Durchsetzer US-amerikanischer Interessen ist der als neues Haupt des SBU eingesetzte Herr Naliwajtschenko. Unter ihm (2006 – 2010) waren CIA-Agenten im SBU die Herren und werden es nun, wie es aussieht, wieder sein.

“Stimmt das mit den Arbeitszimmern (beim SBU), die Naliwajtschenko eigens für CIA-Mitarbeiter abgestellt hat?”

“Sicher, das hat es gegeben. Das stimmt. Man hat CIA-Leuten tatsächlich die Personalakten von SBU-Mitarbeitern vorgelegt. Die CIA hat diese auch geprüft. Doch sie sind nicht bis zu Ende gekommen damit, es kam zwischenzeitlich zum militärischen Putsch.

Nicht der Maidan setzt diese Leute ein. Sie werden von den Amerikanern eingesetzt. Sehen Sie sich doch die neuen Personalien an – Parubij, Gwozd, Naliwajtschenko. Das sind alles Leute, die einen fremden Willen durchgesetzt haben, und das war nicht einmal der Wille Europas. Diese Leute unterstehen direkt US-amerikanischen Geheimdiensten.”

Seinerzeit hat Joe Biden als US-Vizepräsident Naliwajtschenko als “seinen Mann in Kiew” bezeichnet. Der General, der den USA seinen ukrainischen Geheimdienst verschacherte, hielt das für eine Ehre.

“Im Wesentlichen arbeiteten sie daraufhin, den Verhandlungsprozess in die Länge zu ziehen und den da noch agierenden Präsidenten daran zu hindern, sich mit Russland zu einigen, so dass Russland nicht imstande wäre, Unterstützung bei der Stabilisierung der sozialen und witschaftlichen Lage zu leisten; danach sollte die Ukraine, nach einer Entmachtung des Präsidenten, auf Kosten Russlands nach Europa integriert werden.

Wem schadete letztlich der Sieg der EU bzw. der Befürworter der Euro-Integration? Es gibt nur eine solche Macht – die USA. Nur sie waren gegen eine Einigung zwischen Europa, Russland und der Ukraine. Nur sie waren gegen die Zollunion. Nur sie waren wirklich gegen Russland und gegen die Ukraine als Brücke zwischen Russland und Europa.”

Man habe schon lange Zeit auf den “Ruck” in Kiew hingearbeitet. Ganz abgesehen davon wurde der Putsch früher als geplant eingeleitet – man beabsichtigte ihn ursprünglich für das Jahr 2015. Die Politiker grübelten über Strategien, radikale Kräfte trainierten noch ihre Banden.

“Diese Trainingslager bestanden seit den Zeiten Juschtschenkos. Wir haben sie im Endeffekt nicht ausschalten können. Sobald wir daran gingen, sie in die Zange zu nehmen, verlagerten sie sich nach Polen, nach Litauen oder Lettland.” (…)

Als Mittler des von den USA betriebenen Umsturzes in der Ukraine traten die Polen auf. Die Polen haben in Kiew ihre eigenen Ambitionen und eine sichere Deckung.

“Alle Kommandos kamen aus der US-Botschaft oder aus der Vertretung der EU, von Herrn Tombiński, der selbst ein polnischer Staatsbürger ist. Die Rolle Polens beim Umsturz in der Ukraine ist also höchst bedeutend…”

Von der Finanzierung des Maidan spricht Jakimenko gesondert. Es gelang weder den Strukturen des Innenministeriums, noch der SBU, die Geldströme zu kappen. Von den Westmächten wurden innerhalb von 2 Monaten Millionen an US-Dollar nach Kiew geschafft.

“Seit Beginn der Unruhen auf dem Maidan fiel uns – in unserer Rolle als Geheimdienst – ein massiv gestiegenes Aufkommen an diplomatischer Post auf, die an verschiedene Botschaften, vor allem solche westlicher Länder, in der Ukraine adressiert war. Ich rede von einem dutzendfach gestiegenen Aufkommen gegenüber dem normalen Postverkehr. Nach solchen Lieferungen tauchten auf dem Maidan erstmals Banknoten in ausländischer Währung auf – US-Dollars der neueren Ausgabe; festgestellt wurden diese Banknoten auch in den nahegelegenen Wechselstuben.”

“Soll das heißen, es wurde Bargeld eingeschleust?”

“Ganz genau”, bestätigt Aleksandr Jakimenko.

In einer solchen Episode vom Dezember im Kiewer Flughafen Borispol wurde ein aus der USA kommendes Flugzeug hier von einem ukrainischen Geldtransporter erwartet. Die Ladung darf nicht in Augenschein genommen werden – Diplomatengepäck. Es stehen US-amerikanische Diplomaten dabei. Sie luden das Diplomatengepäck mit dem Bargeld selbst in den gepanzerten Wagen um. Aber abgesehen von alledem haben die lokalen Oligarchen den Maidan nicht viel weniger finanziert.

“Sowohl Poroschenko, als auch Firtasch und Pintschuk haben den Maidan mitfinanziert. Sie sind in dem Fall Geiseln der Lage gewesen, denn all ihr Business, ihre ganzen Aktiva befinden sich im Ausland. Auch sie befolgten entsprechende Anweisungen aus dem Westen. Sie hatten keine andere Wahl, als den Maidan zu unterstützen, da sie im andern Fall ihre Aktiva verloren hätten. In diesem Fall konnten sie nicht an ihr Land denken, sondern nur an ihre Finanzen.”

Jakimenko bedauert, dass er die Opfer nicht hatte verhindern können. Er sagt, dass die Menschen vorsätzlich vor die Läufe der Scharfschützen geführt wurden. Es handelte sich vorwiegend um aus den westlichen ukrainischen Provinzen angereiste Aktivisten. Die ausgebildeten Paramilitärs des Maidan sind bereits bei den ersten Schüssen der Scharfschützen von den Barrikaden verschwunden. Doch der General glaubt daran, dass mit der Zeit alles wieder an seinen rechten Platz kommt.

“Der Berkut, die Streitkräfte des Innenministeriums und die Sicherheitsdienste hatten Opfer zu beklagen; auf der anderen Seite gab es Opfer unter ganz normalen Ukrainern. All das sind Menschen. Die ganzen Ämter des Jazenjuk, Klitschko, Poroschenko und anderer sind solcher Opfer nicht wert. Das ukrainische Volk ist geduldig, aber wenn sich all das bis zu einem bestimmten Stadium entwickelt, wird das Volk diese Leute hinwegfegen. Und ich hoffe, dass das sehr bald passiert.”

Quelle: http://www.vesti.ru/doc.html?id=1368925

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  • Walter Mandl

    Auszug: Die Presse:
    Die am Donnerstag bekanntgewordene Festnahme des Oligarchen Firtasch erfolgte auf Ersuchen des FBI und fand bereits am Mittwoch statt. Die US-Behörden werfen dem Ukrainer laut dem Bundeskriminalamt im Zusammenhang mit Auslandsgeschäften Bestechung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Bundes-Kriminalamt-Sprecher Hejl sagte, dass das FBI schon jahrelang gegen den 48-Jährigen ermittle und die Verhaftung nichts mit den aktuellen politischen Umstürzen in der Ukraine zu tun habe.
    Naja, so schnell sichert sich das FBI ab und lässt Firtasch in Gewahrsam bringen. Wenn er etwas mit den Sniper-Schweinereien vom Maidan zu tun hat, braucht er sich keine Sorgen mehr um die Zukunft zu machen. Das FBI (Antrag auf Auslieferunng durch d. österr. Behörden) wird den Mann erstummen lassen.

  • jowi

    Eines ist sicher: hier wurde ein ganz schmutziges Spiel gespielt. Die Parallelen zu der Doku über den vom CIA organisierten Sturz von Ceaucescu sind offensichtlich. Es wäre das gleiche “Drehbuch”.

    Ansonsten kann man – mangels überprüfbarer Beweise – nur spekulieren und subjektive Plausibilitätseinschätzungen über diesen Bericht abgeben.

    Die oben gemachten Schilderungen könnten zutreffend sein, niemanden überraschen sie, der die Arte-Doku über Rumänien gesehen hat.
    Wenn Jakimenko hier die Wahrheit spricht, so hoffe ich, dass man Beweise findet, welche die CIA-Aktivitäten aufdecken und das nicht erst in zehn Jahren, sondern bald, die Zeit drängt. Ich drücke die Daumen!!

  • jowi

    Puh, wenn dieser Bericht stimmt, ist das ja wirklich starker Tobak. Gerade lese ich bei tagesschau.de

    “Sie [die Nationalgarde] solle “die Sicherheit des Staates garantieren, die Grenzen verteidigen und Terrorgruppen ausschalten”, sagte der Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Andrij Parubij. ”

    Also jener Parubij, welcher bei den Todesschüssen auf dem Maidan eine so zentrale Rolle spielte.
    Als Zaungast kann man sich da verschiedene Gedanken machen:

    a) Bericht von Jakimenko (oben) ist plausibel, über die Nationalgarde weitet man den Einflussbereich des bewaffneten CIA-Armes auf die Rest-Ukraine aus.

    b) Der Bericht dient der russischen Propaganda mit dem Ziel, gegen die neue Nationalgarde zu mobilisieren.

    Was ich glaube ist weniger wichtig, aber welche Version werden ranghohe Angehörige der “alten” Sicherheitskräfte (Militär, Geheimdienst, Polizei, …) glauben und welche Konsequenzen werden sie daraus ziehen?

    • schau und hör dir dies an, das ist eines der Ausbildungslager von denen Jakimenko redet und der Redner ist sein Nachfolger, der auch sein Vorgänger war (Naliwaitschenko)
      https://www.youtube.com/embed/wkFANakpLak?enablejsapi=1&origin=http%3A%2F%2Fcdn.embedly.com

      • jowi

        Ich verstehe leider kein Russisch. Vielleicht würde es sich lohnen, diese Rede mit Untertiteln zu versehen, falls sie Hinweise auf radikales Verhalten gibt.

    • Volker

      Unter den gegebenen Umständen:
      - demoralisiertes, desorganisiertes Militär;
      - Geheimdienst SBU als CIA-Filiale – was bereits unter Juschtschenko initiiert worden ist – und
      - aufgelöste (Berkut) bzw. vollkommen verunsicherte und nicht handlungsfähige Polizei

      bestehen für die neue Nationalgarde (de facto haben jetzt Terrorbrigaden Zugriff auf Waffen und Militärtechnik) alle Voraussetzungen, eine Neuauflage der SS-Division “Galizien” zu werden. Die ukr. Nationalgarde wurde übrigens erst anno 2000 von der Rada aufgelöst, und zwar weil “Gefahr bestand, dass Präsident Kutschma sie zum Aufbau einer Diktatur einsetzt”.

      Falls jemand es bezweifelt, dass man die anvisierte Mannstärke von 60.000 überhaupt finanzieren kann: wetten, die Nationalgarde wird im Endeffekt sogar noch Geld **bringen**?

      • jowi

        “wetten, die Nationalgarde wird im Endeffekt sogar noch Geld **bringen**?”

        Da wird niemand dagegen wetten, denn bewaffnetes Raubrittertum, Schutzgelderpressungen, etc. sind altbekannte Geschäftsmodelle um so einen Haufen zu finanzieren. Die Ankündigung in der Tagesschau, die Nationalgarde solle “Terrorgruppen ausschalten” lässt ja schon erahnen, wohin die Reise geht, nämlich in Richtung Terror.

  • Comrade John

    “Sowohl Poroschenko, als auch Firtasch und Pintschuk haben den Maidan mitfinanziert. Sie sind in dem Fall Geiseln der Lage gewesen, denn all ihr Business, ihre ganzen Aktiva befinden sich im Ausland. Auch sie befolgten entsprechende Anweisungen aus dem Westen. Sie hatten keine andere Wahl, als den Maidan zu unterstützen, da sie im andern Fall ihre Aktiva verloren hätten. In diesem Fall konnten sie nicht an ihr Land denken, sondern nur an ihre Finanzen.”

    Der Mann ist entweder dement, oder unbek. Einfüsterer legten ihm die Worte in den Mund.

    Poroschenko war schon bei der “Orangene Revolution” Juschtschenko-Mann, trat bei der Nato-Sicherheitskonferenz in München 2010 auf und sprach seit langem für den EU-Beitritt Ukraines. Als einziger der Oligarchen war er von Anfang an persönlich auf dem “Maidan” mit dabei:
    WELT – 22.02.14
    Mächtiger Oligarch zählt Viktor Janukowitsch an
    Oligarch Petro Poroschenko (r.) sucht die Nähe zur Opposition – hier mit Vitali Klitschko während einer Protestveranstaltung gegen die Regierung in Kiew”

    welt.de/wirtschaft/article125092429/Maechtiger-Oligarch-zaehlt-Viktor-Janukowitsch-an.html

    Pintschuk wurde von der WELT (s. oben) ein “enger Vertrauter von George Soros” genannt, er gehört zum internationalen Finanzkapital wie Coca-Cola in den Kühlschrank”!
    In einem Porträt der Financial Times am 24. August 2007 heisst es über ihn:
    “…Pintschuk finanziert auch die Open Society Stiftung von George Soros, die den Bürgerprotest von 2004 unterstützte.”
    “Viktor Pintschuk
    Saulus a. D.

    pinchukfund.ru/storage/se-news/439/FT%20Deutchland.pdf

    Die grosse Bedeutung Pintschuks kann jeder Nichtukrainer u. polit. Laie leicht nachlesen, er dürfte Ukraines Ansprechpartner No.1 für die westl.-zionistischen Eliten sein:
    “… nach dem Magazin Forbes den reichsten Männern der Welt angehörend … startet Pintschuk die Yalta European Strategy (YES), “die größte soziale Institution der öffentlichen Diplomatie in Osteuropa”, deren offizielles Ziel ist, „der Ukraine zu helfen, sich in ein modernes, demokratisches und wirtschaftlich leistungsfähiges Land zu verwandeln“ … „Mehr als 200 Politiker, Diplomaten, Staatsmänner, Journalisten, Analysten und Groß Geschäfts-Manager von mehr als 20 Ländern weltweit beteiligen sich dort“. Unter ihnen erscheinen die Namen von Hillary und Bill Clinton, Condoleezza Rice, Tony Blair, George Soros, José Manuel Barroso und Mario Monti…”
    aus: Voltaire net
    Die Clinton-Pintschuk Connection

    http://www.voltairenet.org/article182338.html

    Und so einer nimmt “entsprechende Anweisungen aus dem Westen” entgegen, wie unser wackerer Ex-Geheimdienstchef hier weismacht? Selten so einen Schwachsinn gelesen!

  • Comrade John

    Walter
    “so schnell sichert sich das FBI ab und lässt Firtasch in Gewahrsam bringen. Wenn er etwas mit den Sniper-Schweinereien vom Maidan zu tun hat, braucht er sich keine Sorgen mehr um die Zukunft zu machen.”

    Firtasch hat woanders “Fehler” begangen.

    Er galt ja lange als Unterstützer Janukowitschs, vielleicht hat er “die Kurve” zu spät genommen u. wird nun bestraft?
    F. macht div. Geschäfte mit den Österreichern u. den Ungarn, letztere wiederum spucken derzeit der EU in die Suppe (finanzpolitisch, politisch), möglich dass man sie über Firtasch treffen will.
    Am wahrscheinlichsten ist, dass Firtasch aus dem Geschäft des Zwischenhandels mit dem russischen Erdgas hinausgedrängt werden soll; das hat endlich auch was mit der “nationalen” Kontrolle der Transportwege RUS –> Ukraine –> EU-Länder zu tun, die jetzt neu geordnet werden u. die man aus Sicht der westl. Eliten natürlich keinem politischen Opportunisten wie Firtasch überlasssen kann.

    Zu Firtschs Imperium mal hier (Homepage) hineinsehen:
    Group DF
    groupdf.com/en/

    Na gut, das FBI sucht ihn, aber das heisst ja praktisch schon, dass er zwar “weg vom Fenster” soll, aber ihm physisch wohl nichts passieren wird…
    Solche Kollegen (freilich auch eine Nummer kleiner als F.) trifft es da schon eher, wenn sie in ihren Kreisen “Fehler” begehen:
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten- 08.02.14
    Mysteriöse Selbstmorde: Zwei weitere Banker tot aufgefunden
    In den USA wurden zwei hochrangige Banker tot aufgefunden. Die Polizei geht trotz ungeklärter Umstände von Selbstmord aus. Eine Woche zuvor starben in London bereits zwei amerikanische Banker unter zweifelhaften Umständen.”

    deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/08/mysterioeser-selbstmorde-zwei-weitere-banker-tot-aufgefunden/

    • frieden01

      Comrade, das hier würde deine These stützen:

      Die stellvertretende Chefin der Krim-Regierung, Olga Kowitidi, hat die Bedingungen, die Kiew mit dem IWF zu unterzeichnen bereit ist, als Raubbedingungen bezeichnet.

      Wie sie mitteilte, sieht das von den neuen Behörden der Ukraine unterzeichnete vorläufige Abkommen mit dem IWF vor, dass das gesamte ukrainische Gastransportnetz dem US-Unternehmen Chevron übergeben wird. Die Metallkombinate würden zu 50 Prozent dem deutschen Konzern Ruhr zugesprochen. Die Kohleindustrie von Donbass soll die finnische Ruhr-Tochter erhalten.
      Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_03_09/Krim-Behorden-werfen-Kiew-Ausverkauf-von-Ukraine-vor-8551/

      • Nobilitatis

        Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Deutsche ein Stück vom Kuchen abbekommen sollen. Das entspricht nicht der Lage in der sog. Revolution. Hier pflegt jemand ein Feindbild. Kann ja nicht sein, dass Faschisten nichts mit Deutschen zu tun haben.

      • Comrade John

        @ frieden01
        Naja, einfach mal “übergeben” (Gastransportnetz, Metallkombinate, Kohleindustrie) wird bestimmt nichts, denn das alles gehört ja schon Jemand – den oligarchischen Gruppen. Zum Beispiel das ukrainische Gastransportnetz, es gehört der Naftogas Ukrainy, das ist eine Aktiengesellschaft mit unbek. Inhabern (möglicherweise sind noch staatliche Anteile vorhanden). Das transportierte Gas gehört der RosUkrEnergo AG, ein Zwischenhandelsunternehmen, an dem Gasprom (russ.) 50 Prozent u. der Oligarch Firtasch die andere Hälfte mehrheitlich hält. Selbst wenn Firtasch nun “sitzt”, so wird man ihn wohl nicht enteignen – der verkauft dann freiwillig. Die Kapitalisten (Oligarchen) arbeiten in der Regel legal mit den Gesetzen (die bürgerl. Parlamente extra für sie ausbaldowert haben) u. agieren heute nirgends im rechtsfreien Raum. Aber zweifellos ist F. jetzt geschwächt, und ich vermute, dass seine Festnahme eigentlich auf Russland zielt, da er in dieser Konstellation (45 Prozent Anteile an RosUkrEnergy) als Vertrauensmann der russ. Regierung gelten kann. Für Firtaschs Anteile hat sich vor Jahren schon Igor Kolomoiskyj interessiert, den Putin jüngst einen “Betrüger” und “Schurken” nannte (Zitate Wikipedia).
        Ukraine Nachrichten – Freitag, 28.03.2008
        Kolomojskij scheinbar an RosUkrEnergo interessiert

        ukraine-nachrichten.de/kolomojskij-scheinbar-rosukrenergo-interessiert_375_wirtschaft

        Die ukrainische Kohle u. Stahl sind in den Händen von Oligarch Achmetow, zu kleineren Teilen bei Kolomoiskyj und Taruta. Letztere sind jedenfalls unter den Gewinnern des Umsturzes u. haben auch schon administrative Posten übernommen: der Chabad-Mann u. israel. Staatsbürger Kolomoiskyj (er sponsorte V. Klitschko) ist Chef der Verwaltung der Oblast Dnipropetrowsk u. Sergej Taruta Chef der Verwaltung der Oblast Donezk. Über Achmetow gab es in “unseren” MSM zuletzt einige kritische Artikel, u. das könnte darauf deuten, dass auf A. (war lange Zeit ein Förderer von Janukowitsch) schwere Zeiten zukommen?

        Viktor Pintschuk, der George Soros-Vertraute (s. meinen obigen Beitrag), ist aus den Oligarchenkreisen vielleicht der sicherste Hauptgewinner. Er hat wirklich bedeutende Freunde “im Westen” u. hat den Umsturz politisch mitvorbereitet u. mitfinanziert, das ergibt sich aus seiner Partnerschaft mit der Stiftung Open Ukraine Foundation von Arsenij Jazenjuk; der Internetauftritt dieser Stiftung ist ja auf wundersame Weise geschwunden, nachdem Jazenjuk vom Rumpfparlament in Kiew zum Übergangspräsidenten gewählt wurde.
        Hier [nochmal eine andere ausführlichere] die Quelle zu der Stiftung u. ihren “Partnern”. Das ist ein wahres Who is who der Hintergrundbeteiligten des Umsturzes, darunter auch “Horizon Capital“.
        Und mit ihr können wir uns dann vielleicht erklären, wie die ukrainische Wirtschaft demnächst umgestaltet wird, also speziell die Unternehmen, deren Eigentumsverhältnisse wider Willen der jetzigen Eigentümer an die neue Zeit angepasst werden:
        “Bei der Firma handelt es sich um eine klassische „Heuschrecke“, einen Hedgefonds, der Unternehmen aufkauft, sie in gewinnbringende Teile zerlegt und diese wieder verhökert. Auf der Strecke bleiben zehntausende Menschen, die bei der Beutelschneiderei im großen Stil ihre Arbeitsplätze und oft sogar ihre Existenzgrundlage verlieren. „Horizon Capital“ hat seinen Sitz zwar in der Ukraine und „investiert“ dort, aber eben nicht nur dort: Auch Belarus und Moldawien sind bereits der Aufmerksamkeit dieser Heuschrecke unterworfen. Womit sich abzeichnet, wo die nächsten Aufmarschgebiete des „Westens“ gegen Russland liegen werden.” (Zitat)
        0815-Info
        Neues vom Putsch-Premier, seinen Geldschiebern und Kriegstreibern

        http://www.0815-info.com/News-file-article-sid-11360.html#.Ux3YjYWafcw

        • Comrade John

          Ns.
          Zu den Partnern der Jazenjuk-Stiftung zählte auch “Chatham House“, über die Wikipedia schreibt:
          “…unter der Schirmherrschaft von Elisabeth II. stehende private, nichtstaatliche Non-Profit-Organisation … Neben den Corporate Members, bestehend aus 75 Großkonzernen, Investmentbanken, Energiekonzernen und 263 weiteren Firmen, zählt das Chatham House derzeit 2770 international tätige Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Diplomatie, Wissenschaft, Politik und Medien aus 75 Ländern zu seinen Mitgliedern … Einzelne Schlüsselprojekte werden von der Rockefeller-Stiftung, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Konrad Adenauer Stiftung, der NATO oder der EU finanziert und gesponsert.” (de.wikipedia.org/wiki/Chatham_House)

          “dass das gesamte ukrainische Gastransportnetz dem US-Unternehmen Chevron übergeben wird.”

          Und Chevron ist übrigens ein Rockefeller-Unternehmen, genauer gesagt, es zählt zu den “Vier Reitern” des weltweiten Erdöls, die wiederum den “Vier apokalyptischen Reitern des Bankenwesens” (darunter sind mind. eine u. eine halbe Rockefeller-Bank) gehören:
          Wem gehört die FED? Wer regiert tatsächlich die Welt?
          nach Dean Henderson, KOPP

          mysnip.de/forum-archiv/thema-26542-175300/Wem+gehoert+die+FED+Wer+regiert+tatsaechlich+die+Welt.html

          Aber Chevron war auch schon vor dem Umsturz da!
          In Ukraine gibt es nämlich Schieferablagerungen, die möglicherweise grosse Gasschiefervorkommen darstellen (also Erdgas, das mittels der umstrittenen “Fracking”-Methode gewonnen wird). Um festzustellen, wo, wieviel, und ob sich das lohnt, wurde Vertrag gemacht und zwar – mit Janukowitsch, den hier Viele immer noch für einen Ersatz-Helden halten:
          Reuters – KIEV Tue Nov 5, 2013
          Ukraine signs $10 billion shale gas deal with Chevron

          http://www.reuters.com/article/2013/11/05/us-ukraine-chevron-idUSBRE9A40ML20131105

          Aber vielleicht war Janukowitsch -der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehn- ja trotzdem nicht der geeignete Präsident, um das Projekt auch im Lande durchzusetzen. Denn Gasschieferabbau ist eine gigantische Umweltsauerei, und dafür braucht es auch eine absolut stillhaltende Bevölkerung.

          @ Jörg
          Kann ja irgendwas nicht passen, wenn Deine Quelle (die Süddeutsche) meint, Erdgasgewinnung aus Schiefer lohne nicht, der “Run” wäre vorbei usw.?

        • Nobilitatis

          Danke für die detailreiche Aufgliederung.

  • Volker

    Tschurkin hat im UNSC soeben direkt gesagt, dass das Scharfschützenfeuer aus dem “Büro des Maidan-Kommandanten” kam.

    Das wurde erwartungsgemäß ignoriert. Nicht nur, weil’s darauf keine Erwiderung gibt – das Vergangene interessiert eben nicht mehr, das Ergebnis ist ja bereits da. Scharfschützen, Molotow-Cocktails und all das übrige interessieren niemanden mehr.

  • Jones2theBones

    Die Verhaftung des Firtasch ist dabei keine Überraschung, sondern war aufgrund seiner Feindschaft und Konkurrenz zu Tymoschenko auf kurz oder lang erwartbar. Immerhin wird vermutet, dass er die treibende Kraft hinter ihrer Verhaftung und ihrem Prozess war.

    Es sei mal dahingestellt, ob er aus Zwang den Maidan finanziert hat (ich vermute nur bedingt), oder aus Opportunismus.
    So oder so hat ihm die Beteiligung keinen Sieg gebracht, er hat in der Ukraine, und vor allem aber im Ausland verloren.
    Angesichts der Tatsache, wie sehr sich der Westen für die Gasprinzessin mit Mafiakontakten eingesetzt hat, muss sie eine strategische Schlüsselfigur in deren Ukraine sein, und Firtasch sich unbeliebt gemacht haben.
    Auch (oder vielleicht deswegen?) hat das von ihm finanzierte Pferd UDAR keinen Preis gewonnen und steht völlig ohne Posten da, wie von Vicky Nuland gewollt.

    Die zeitliche Übereinstimmung der Verhaftung des Firtasch mit dem Entstehen der neuen Ukraine wird mitnichten ein Zufall sein.
    Man kann momentan auf allen Ebenen eine Gleichschaltung und Verfolgungen erleben.

    Die russophilen Politiker sind ebenso auf die Finanzierung durch Oligarchen (und oft ebenso korrupt) wie die eurofaschistischen.
    Da die aber mit Sanktionsdrohungen auf Linie gebracht, verhaftet oder enteignet werden, fällt diese Möglichkeit weg.

    In den behördlichen Ebenen der Umbau des Staatsapparates, und gegen das Volk bemüht man sich um Einschüchterungsmaßnahmen und die Verhaftung der “Rädelsführer”.

    Eine andere Sache, die ebenfalls kaum noch für Verwunderung sorgen dürfte:
    Das “ukrainische Anonymous” ist an Emails gelangt, die Provokationen und Angriffspläne gegen die Krim belegen.
    Natürlich angefangen mit False-Flag und der Behauptung eines russischen Angriffes.
    http://www.vesti.ru/doc.html?id=1369229&cid=9

  • Antifo
  • Jörg

    Auf die Sanktionsandrohungen der EU könnte Moskau am besten wie folgt erwidern.
    1. Die Sanktionen wären als illegal und völkerrechtswidrig zu bezeichnen.
    2. Moskau droht im Gegenzug damit, alle Un-Sanktionen (oder auch andere multilateral vereinbarte Sanktionen) umgehend auszusetzen bis die illegalen Sanktionen gegen Rußland ersatzlos aufgehoben werden. Die nicht mehr zu beachtenden Sanktionen beträfen insbesondere Lieferungen an Iran und Nordkorea (aber auch Syrien, das einer de-facto-Handelssperre ausgesetzt ist).

    • Nobilitatis

      Einen ernsthaft ausgeführten Sanktionskrieg mit dem gesamten “Westen” kann Rußland nicht gewinnen. Das würde aber dem “Westen” ebenfalls wehtun. Besonders Deutschland. Deswegen gibt es dafür hierzulande keine Begeisterung.
      Wenn der Sicherheitsrat blockiert würde, käme es vielleicht endlich zu einer Reform dieser veralteten und verkrusteten Einrichtung.

      • Jörg

        @Nobilitatis
        “Einen ernsthaft ausgeführten Sanktionskrieg mit dem gesamten “Westen” kann Rußland nicht gewinnen. Das würde aber dem “Westen” ebenfalls wehtun. Besonders Deutschland. Deswegen gibt es dafür hierzulande keine Begeisterung.”

        … ja ganz richtig. Und DAS war ja auch genau der Grund meines Vorschlages, den Du nicht richtig verstanden hast: Ich empfehle der russischen Regierung eben gerade nicht(!) mit GEGEN-Sanktionen zu drohen sondern mit der AUFHEBUNG von (UN-)Sanktionen. Die Aufhebung von Sanktionen ist eben gerade KEIN “Sanktionskrieg” – sondern das Gegenteil bzw. eine Vermeidung desselben!

      • jowi

        Vergiss China nicht, bei dem Spiel.
        Wir können ja der gesamten Weltwirtschaft den Motor abdrehen, nur weil sich Chevron, ExxonMobile, Shell … mit Gazprom bekriegen.

        Angeblich hat sich China schon bereit erklärt, das überflüssige russische Gas abzunehmen, falls es zu einem Handelskrieg mit Europa kommt.
        http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/europa-sanktionen-china-setzt-auf-umleitung-russischer-gaslieferungen-truppen-und-panzeraufmarsch/

        • Jörg

          @jowi
          Wenn China das könnte, wer Moskau auf einer sehr sicheren Seite. Aber ich frage mich, wie China seinen Gas- und Ölbedarf derart steigern können will.

          Aber m. E. sieht es ohnehin wie folgt aus:
          Die Yankees haben schon unseren Nordsee-Brent-Ölpreis mit ca. 10 $ über dem Texas-Öl hochmanipuliert. Brent müßte m. E. eigentlich billiger als “sweet crude”-Texas-Öl sein.
          Ohnehin ist der ganz Ölpreis im wesentlichen durch Marktmanipulation nach oben geschoben worden. Als die vorige Merkel-Regierung deutsche Ölreserven auf den Markt warf um die Teuerung durch die Spekulation zu bekämpfen, wurde sie von allen größeren deutschen Zeitungen a n g e g i f t e t ! Wer noch nicht wußte, daß diese Blätter von der US-Diktatur oder vom “lupenreinen Diktator” Obama gelenkt sind, ging ein Licht auf.

          Das washingtoner Unrechtsregime will offensichtlich das Fracking-Öl aus den USA in Europa verticken (http://www.gocomics.com/mattwuerker/2014/03/12) . Der Ölpreis würde dann hier noch einmal deutlich nach oben schnellen.

          Aber: Die Fracking-Industrie dürfte ohnehin in Kürze vor dem Aus stehen – das meint jedenfalls dieser Artikel: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fehlkalkulation-der-energieunternehmen-fracking-lohnt-sich-nicht-1.1859579 .

        • jowi
        • ISKANDER

          @Jörg:
          Die USA ist trotz ihrer guten Fortschritte in der Eigenölgewinnung noch immer Importeur von Öl.
          Dies wird auch noch einige Jahre – so diese den USA noch gegeben sind – bleiben.
          An Export ist da noch nicht zu denken.
          Da die momentan erschlossenen und neu bekannten Ölvorräte auf diesem Globus größer sind als alle bis dato verbrauchten Mengen (!), wird es für Europa nicht allzu schwer werden sich ebenfalls bals selbst zu versorgen.
          Die Krux daran ist nur: Der Westen ist wirtschaftlich und bürokratisch festgefahren. Er braucht daher dringend Krieg, Chaos und Zerstörung und daran arbeitet er konsequent wie es schon immer Brauch gewesen ist..

        • Jörg

          Mist! Iich hab aus Versehen wieder 2 links angegeben und mein Kommentar ist deshalb gesprerrt!! apxwn – kannst Du mich aus der Sperre holen? Danke!

        • Schon geschehen.

        • Jörg

          Danke!

      • ISKANDER

        @Nobilitatis: Ihr Zitat:
        “….Wenn der Sicherheitsrat blockiert würde, käme es vielleicht endlich zu einer Reform dieser veralteten und verkrusteten Einrichtung.”

        Das Wort Reform dafür zu verwenden ist fahrlässig. Diesen Vorgang würde ich Putsch auf UNO Ebene oder totale Machtübernahme nennen.
        Das Bedürfnis danach ist seitens des Westens schon seit vielen Jahren pawlow`artig nachweisbar, bedeutete aber auch das Ende des Schnittpunktes mit Russland, China und anderen selbstbestimmten Staaten.
        Der praktische Hinauswurf Russlands und Chinas führte zur unvermeidlichen und direkten Konfrontation die irreparabel wäre.
        Und ich denke, die Illuminati und Logen sind nicht so dumm, dieses Einfalltor zuzuschlagen.

        • Nobilitatis

          Sie unterstellen eine bestimmte Art der Umgestaltung. Der Sicherheitsrat muss aber die realen Machtverhältnisse abbilden. Sonst funktioniert er nicht.

        • Jones2theBones

          Der Sicherheitsrat bildet die realen Verhältnisse ab.
          Die ständigen Mitglieder sind jene, die legale atomar bewaffnete Großmächte sind.
          Und weil die ohnehin sich von der UN nicht reinreden lassen, braucht es für die ein Veto, damit es diese Organisation als Ganzes überhaupt geben kann.

          “Reformen der verkrusteten Einrichtungen”, tja, da würde mich interessieren was das für welche sein sollen.

        • Nobilitatis

          Ständige Mitglieder mit Vetomacht sind:
          USA, China, Rußland, Frankreich und Großbritannien. Als Großmacht betrachtet werden kann nur USA, “legal atomar bewaffnet” ist ein ausgedachter Kunstbegriff, der verschleiern soll, wie viele andere Staaten inzwischen Atommächte sind und es gibt schon seit langem Bestrebungen, wenigstens die wichtigsten Mächte aller Erdteile in diesen Kreis aufzunehmen. Das wären Indien, Brasilien, Südafrika, Deutschland und Japan. Das Veto dient in der Tat nur dazu, seine jeweiligen Schützlinge zu beschirmen, insbesondere Israel. Besonders absurd ist es immer, wenn über sich selbst abgestimmt wird. Und die lassen sich von der UN deshalb nicht reinreden, weil sie ihr Veto einlegen können. Eine qualifizierte Mehrheit und Voten der Vollversammlung zu berücksichtigen wäre sinnvoller.

        • Walter Mandl

          Wie stellen Sie sich das vor? Jede Nation eine Stimme oder Stimmengewichtung im Verhältnis zur Weltbevölkerung? Sie können es drehen wie Sie wollen. In diesem Gremium entscheiden nur die Blöcke USA/samt Geschäftsstellen und RF/CHINA. Und jede Änderung im “Sicherheitsrat”, so die Welt noch einen brauchen wird, erfolgt NACH der demnächst zu erwartenden Kraftprobe. Danach wird es keinen “Sicherheitsrat” mehr brauchen. Und ich hoffe sehr, der gesamte nördliche Kontinent Amerikas wird ab diesem Zeitpunkt ein “friedliebender” Bauernstaat sein. Den übrigen Völkern zur Erinnerung an vergangenen schreckliche Epochen.

        • Nobilitatis

          Endzeitstimmung?
          Die Idee ist, dass nicht mehr ein einzelnes Land Entscheidungen verhindern kann. Im Sicherheitsrat sitzt weiterhin nur eine Auswahl an Ländern, die wechselt.

        • Jones2theBones

          @Nob:
          Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind Großmächte, und dies in jeder Hinsicht.
          Die USA sind eine Supermacht, auf tönernden Füßen.

          “Legal atomar bewaffnet” ist kein Kunstbegriff, sondern damit sind jene Mitglieder gemeint, die nach dem Atomwaffensperrvertrag haben dürfen.
          Es braucht weder weitere Atommächte, noch weitere Vetomächte.
          Gerade Deutschland ist zwar eine industrielle Supermacht, hat aber keine Selbstständigkeit, zumal dort die Besatzungsstatute noch gelten.

          Die UNO ist keine Demokratie, keine Weltregierung und als solche auch gar nicht gedacht. Sie ist ein wertvolles Mittel der Diplomatie, aber auch nicht mehr.
          Und da die 5 ständigen Mitglieder wegen ihrer Macht ohnehin sich nichts von einer Institution vorschreiben lassen, in denen Zwergstaaten das gleiche Gewicht haben, zumal international weiterhin das Gesetz des Dschungels gilt, oder wie von Thukydides so schön beschrieben:
          “Die Starken tun, was sie können, während die Schwachen leiden, was sie müssen.”

        • Nobilitatis

          Großbritannien und Frankreich sind etwa seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts keine Großmächte mehr. War kürzlich in Syrien wieder zu beobachten. Es wäre absurd, z.B. Indien unterhalb der Bedeutung Chinas einzustufen. Und gerade die angebliche Unantastbarkeit der USA ist ein Hauptmotiv für eine Modernisierung des Sicherheitsrates. Und eines dagegen, je nachdem, wen man fragt.

  • MM

    Habt ihr zufällig die deutsche Übersetzung zu diesem sehr wichtigen Video irgendwo rumliegen sehen?!^^
    https://www.youtube.com/watch?v=LCmOTaMh3pE

    Das Video ist Teil eines neu erschienen RT-Artikels . Ich würde das wirklich sehr sehr sehr gern mit deutschen Untertitel versehen. Leider kann ich weder Russisch noch Ukrainisch… Asche auf mein Haupt! ;)

    • Jones2theBones

      Ich war gerade dabei dir es zu übersetzen, dann sah ich, dass es schon englische Untertitel hat. Nicht automatische, sondern richtige.
      Entschuldige bitte meine Verspätung zum vorherigen Video. Wenn es für dich noch von Interesse ist, kann ich dies nun, wo ich mehr Zeit habe, nachholen.

      • mm

        Ich danke dir für den Hinweis. Wenn es englische UT gibt, damn kann ich das auch selber machen. Dein Angebot in Verbindung mit dem “vorherigen” Video nehme ich dankend an.
        Beste Grüße

  • MM

    Ukrainian-Jewish Press Conference!
    Ukrainian Mission’s press conference in NY UN today
    Einfach nur noch lächerlich…

  • Antifo

    http://uauk.wordpress.com/2014/03/12/right-sector-march-police-blockade-local-news/
    Ein Bericht über einen Marsch des Rechten Sektors durch Iwano-Frankiwsk vom 12. März. Man kann dem Artikel u.a. entnehmen, wie sich der RS diese Lustration vorstellt: “He demanded full ‘lustration’ of new local and national authorities, a process designed to expose anyone who cooperated with the previous regime, so that only those ‘who will fight for Ukraine and the Ukrainian soil’ will be in power.” Ein paar Sätze davor wird der RS-Führer so wiedergegeben, dass sie auch gegen die neue Regierung zu kämpfen bereit seien. Allgemein bemerkenswert ist natürlich, dass diese Paramilitärs bewaffnet durch die Städte marschieren und die Polizei einschüchtern. Der rechte Mob beherrscht die Sraßen. Auf der Krim und im Osten der Ukraine sieht es Gott sei Dank nicht so aus. Es ist mir ein Rätsel, wie John Kerry da noch von der ukrainischen Verfassung reden kann, wo doch die Verfassungsordnung in der Ukraine schon längst zusammengebrochen ist.

  • Antifo

    Das Video zum Referendum von referendum2014.ru: http://www.youtube.com/watch?v=StFebgn_D-k

    • Nobilitatis

      Gibt’s eigentlich auch ukrainische Wahlwerbung zu diesem “Referendum”?

      • Antifo

        Ja, gab es. Die war nur halt nicht so überzeugend:

    • jowi

      Wirklich schön die Krim, schon gemein, wenn uns die Russen dieses Landstück wegnehmen ;-) !

      • Nobilitatis

        Und weil wir schon auf Sandkastenniveau sind, lassen wir sie auch nicht mehr mit unseren Förmchen spielen.

  • habkind