Baschar al-Assad in Adra

Faszinierend, die Popularität des syrischen Präsidenten. Adra ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch umkämpft.

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • habkind

    die Popularität resultiert ja durch sein Auftreten mit den ganz normalen Menschen und wie er seine Hilfe anbietet. So nah lässt sonst kein Präsident die Menschen an sich rankommen – geschweige in einer Unruhephase, wie sie z.Zt. vorliegt.
    Ich muss zugeben, dass Baschar al Assad in meinen Augen immer mehr an Achtung gewinnt.

    • kubanka

      Habkind

      Das sehe genauso, irgendwie unterscheidet sich dieser Mensch von anderen Herrschern aus dieser Ecke der Welt.
      Auch seine Ausführungen, die ich vor einiger Zeit sah, waren vernünftig, wahrhaftig, und überzeugend. Außerdem kam er sehr sympathisch rüber, was ich wirklich nur von ganz wenigen Politikern sagen kann.

    • Hätte nur die Ukraine so einen gehabt!

  • Enis

    @habkind
    Wenn jemand an Achtung gewinnt, dann muss er vorher ja weniger Achtung gehabt haben. Das muss einen Grund haben?

    Bashar al-Assad war, ist und wird immer so bleiben. Soll man einen Beispiel nennen im Nahen Osten, der so nah zu seinem Volk steht.
    Das Problem liegt viel mehr darin, dass Menschen zu viel Geistergeschichten in den Massenmedien über ihn konsumieren und daher sich dann ein Monsterbild vorstellen, wenn sie diesen Namen hören.

    Ich bin immer noch berührt von der Erzählung eines jungen Journalisten aus Antakya der mit einer Delegation ihm einen Besuch abstatten durfte. Als Zeichen des (arabischen) Respekts wollte er Assad die Hand küssen. Daraufhin zuckte Assad die Hand zurück und erwiderte ihm „auf keinem Fall, wir sind alle ebenbürtig“ und klopfte ihm auf die Schulter.

    Hätte Janukowitsch gleiche Hoden gehabt, dann wäre es in der Ukraine gar nie soweit gekommen.

    Eins ist auch schon jetzt klar, der nächste Präsident Syriens wird Bashar al-Assad heissen!

    • Nobilitatis

      „Wenn jemand an Achtung gewinnt, dann muss er vorher ja weniger Achtung gehabt haben.“ Rhetorisch richtig, aber was Sie darüber denken ist falsch. Die allermeisten Leute in der ganzen Welt sind dazu indifferent, haben sich keine Meinung gebildet und sind dann überrascht wegen des Unterschieds zur Erwartung eines „normalen“ Politikers aus Nahost. Außerdem hinkt der Vergleich zu Janukowitsch, weil der doch überwiegend sein eigenes Wohl vertrat, und da hebt sich Assad ganz grundsätzlich davon ab. Er vertritt das Wohl ALLER Syrer, nicht nur „seine Leute“.

      • Enis

        Nobilitatis,
        Ich stimme Ihnen hinsichtlich Janukowitsch eigentlich zu. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass er trotzdem nicht hätte abhauen müssen. Er hat eingelenkt, indem er einer Abmachung mit der EU zugestimmt hat. Er hätte hinter seiner Entscheidung stehen müssen und nicht bei der ersten Bedrohung die Hose voll abhauen..

        Bashar al-Assad kann man natürlich nicht mit Janukowitsch vergleichen. Man muss schon zurück gehen um es zu verstehen. Wer mal nach Quardaha reist, soll mal das Haus besuchen, in dem Hafez al Assad wohnte. Das ist Bescheidenheit, das ist Respekt zum Volk, das ist Leidenschaft für sein Land. Das ist Patriotismus im realen Sinn. Klar als Aussenstehender sind Sie weit entfernt. Aber wenn Sie soviele aussergewöhnlichen Erlebnisse um Hafez und Bashar mitbekommen, dann haben Sie keine andere Wahl als ihn zu vergöttern.

        Das syrische Volk ist ein aufgeklärtes Volk. Das Volk weiss warum es seinen Präsidenten so liebt. Es hat Hand und Fuss. Ich persönlich sehe mich in Bashar al-Assad in seiner Standhaftigkeit, Patriotismus und Liebe zu seinem Volk reflektiert und darum hat er für mich nach Gott eine zweite heilige Ersatzrolle. Ich träume weiterhin von einem multikonfessionellen Syrien in einer Einheit, darum werden wir ihn bis zum letzten Atem verteidigen!

        mal wieder eine Rattenfalle..
        https://www.facebook.com/photo.php?v=708628049158027&set=vb.552087868145380&type=2&theater

        • Nobilitatis

          Ich habe Syrien schon besucht (als es friedlich war) und bin voller Respekt für das Land, die Leute und seine Führer Hafez und Bashar. Dasselbe konnte ich bei den professionellen Reisebegleitern aus Deutschland spüren. Der Grund ist gerade das, was Sie aus Ihrem Herzen vorbringen. Man muss nicht Syrer sein, um es zu fühlen.

        • Tunguska

          Die Musik im Hintergrund ist toll! We heißt das Lied?

        • Enis

          Tunguska,
          so ist es. Ein patriotisches Lied für die SAA. Ich habe früher mal dieses Lied monatelang in voller Version gesucht, dann irgendwann gefunden und jetzt bräuchte ich wieder Monate :)
          Übrigens die Aufnahmen von den Ratten auf den Dächern sind von Yabroud. Bald ist die Kalamoun-Front Geschichte. Ich kann mich an einige Artikel vor einigen Monaten in al-Akbar erinnern, in denen die Barthelden grosskotzig angaben Kalamoun wird zum Friedhof der SAA sein… Grosszügig 1-2 Wochen Kalamoun, dann ca. 1-2 Monate Yankous und Fleita, dann ist es endgültig Schluss da.

        • Dike

          Ein berühmtes Lied „Meinst Du die Russen wollen Krieg?“ ,gesungen vom Alexandrow Ensemble (Aufnahme von 1964, Paris). Ich finde sehr hörenswert und sehr wehmütig.

        • Tunfuska

          @Enis
          Schade, falls du es doch noch irgendwie finden solltest dann gib bitte bescheid :)

          @Dike
          Wunderschönes Stück, kannte ich bis ebend noch garnicht!

          Hier mein Favourit, damit starte ich immer den Tag

        • Dike

          Tunguska, danke! Auch ein wunderbares Lied. Herrlich dieser Wechsel von leise zu kraftvoll und energisch. Ich kannte es schon, aber nicht diese Version. Kennst Du den Titel? Kann gut verstehen, dass es Dir Schwung für den Tag gibt.

        • Dike

          Steht ja oben. Let’s go.

          Wie macht ihr das mit dem einbetten des Videos?

        • Einfach einen Youtube-Link auf eine eigene Zeile einfügen. Nicht formatieren. Auf der Zeile darf ansonsten nichts anderes stehen.

        • Dike

          Danke apxwn!

        • Tunguska

          Red Army Choir läuft bei mir immer im Auto, damit könnte ich Bäume ausreißen und manchmal denke ich sogar ich fahr nen T90 :))

        • Dike

          Das besorge ich mir auch fürs Panzerfahren!:D

        • Tunguska

          Hier noch ein Motivator ;)

    • Habkind

      @enis
      Du hast recht. Ich kannte den Baschar ja auch nicht so, wie du ihn kennst. Das syrische Fernsehen kann ich nicht sehen. Er uns seine Frau waren mir „normal“ sympatisch, weil ich keine negativen Sachen über sie gehört hatte, wie über andere Herrscher – ob im arabischen Raum oder andersowo.
      Durch dei Ereignisse und sein entsprechendes weises Handeln hat er bei mir und in meinem Bekannten- und Familienkreis aber erheblich an Respekt gewonnen.
      Ich muss zugeben, ich hatte nicht erwartet, dass Syrien (Baschar und sein Stab, die SAA und die Bevölkerung) diese geballten und hinterhältigen Macht überhaupt widerstehen können. Erst recht nicht so lange. Die Beispiele aus den anderen arabsichen Ländern waren ja noch ganz frisch im Sinn.
      Daher alle Achtung!!!

      • Snackbarian

        tja enis die hatten keine supermacht hinter ihnen.
        das hat man davon wenn man keine verbündeten auf internationaler eben hat… d.h. wenn man keine GUTEN hat. denn wer den westen als verbündeten hat braucht keine todfeind.

        ich hoffe die leute werden sich saddam und ghadafi ihr schicksal noch so lange im kopf behalten wie es das angloamerikanische imperium in der heutigen version – als geballte politische und militärische macht – gibt (wohl nicht sehr lange).

  • Bashar al-Assad, bleib weiterhin standhaft.

  • Stephan

    Guten Tag,

    Der fabelhafte Erezt Zen hat ein Video vom Besuchs Herrn Assads mit Englischen Untertiteln gemacht.

  • LeChevalier

    Allah yinsirak ya Bashar, illek w 3ailtek w dewlitna. Allah yih fizkin.

    Dieser Ausschnitt zeigt erneut, welch‘ eindrucksvoller Mann Bashar al-Assad ist. Und dies war er schon immer. Immer stand das Volk im Mittelpunkt, in Syrien konnte man herrlich leben, in Frieden und in multi-konfessioneller Eintracht. Sicherlich waren Geheimdienste tätig, dies muss man aber in Anbetracht der Lage sehen, wenn der Terrorstaat Israel unmittelbarer Nachbar ist und der Mossad versuchte, die syrische Gesellschaft von der Wurzel her zu zerstören. Doch das ist Gott sei Dank bis jetzt nicht erfolgreich geschehen, und es wird auch nicht erfolgreich werden. Gott segne Syrien, das syrische Volk und dessen Präsidenten Dr. Bashar al-Assad!

  • LeChevalier

    Anbei aktuelle Nachrichten von der Front:

    Die von der Hizbullah und der SAA eingekreisten Terroristen in Yabrud haben nach Vergebung gebeten und eine bedingungslose Kapitulation in den Libanon angeboten, um verschont zu werden. Die Helden des syrischen Volkes haben diese Bitte der Teufel abgelehnt.

    Über 460 Terroristenteufel haben sich in Homs und in Damaskus-Umland ergeben und sich entwaffnen lassen, nachdem Hunderte in Kämpfen getötet wurden. Die SAA zerstörte in Folge acht mit Waffen beladene Pick-Ups. Drei Terroristenführer wurden erschossen.

    In Adra, Duma und Jobar wurden zudem etliche Terroristenbrigaden von der „Islamischen Front“ zur Strecke gebracht. Auch in der Provinz Latakia hat die Al Nusra-Teufelsbrut schwere Verluste sowie die Zerstörung von Raketenwerfern hinnehmen müssen.

    In Morek (Provinz Hama) wurde Al-Nusra-Kommandeur Ahmad al-Ra’ee mit Dutzenden seiner Männer in die Hölle geschickt. Möge die Brut beim Teufel bleiben.

    In al-Zara ist zudem der Bruder des Führers der „Jund al-Sham“, Riyaadh al-Mahmoud, in Kämpfen mit der syrischen Armee und der Hizbullah getötet worden. Möge er in Unfrieden ruhen.

    In Jobar wurde ein 75 Meter langer Tunnel von der SAA ausgehoben und mitsamt den überraschten Terroristen zerstört.

    In Yabroud haben sich erneut Hunderte Nusra-Teufel der SAA ergeben. Generell sieht dort die Lage ausgezeichnet aus, da die Armee inzwischen das Zentrum der Stadt gesichert hat und nur noch in einzelnen Stadtvierteln mit gesprengten Terroristen zu tun hat. Dort hat die heldenhafte Armee zahlreiche Tunnel, die den Westen mit dem Osten der Stadt verbinden, zerstört. Infolgedessen sind erneut Dutzende Nusra-Teufel getötet worden.

    In Sarrin (Provinz Aleppo) wurde der ISIL-Kommandeur Abu Muhammed al-Masri getötet. Möge er von Gott die gerechte Strafe erhalten und im Höllenfeuer schmoren.

    Es kursieren Gerüchte, dass erneut 94 Zivilisten von den Teufeln entführt worden sind. Möge Gott der Armee Kraft geben, um die Geiseln zu finden und zu befreien!

    • LeChevalier

      @Roman:
      Wäre schön, wenn man seine Kommentare bearbeiten könnte. Erst beim erneuten Lesen fallen mir Rechtschreib- und Wortfehler auf, die ich gerne vermieden hätte…

      • jowi

        Geht mir auch immer so ;-).

    • Snackbarian

      wir sollten uns nur eins merken: syrische ratten werden auf wunsch wieder zurück ge-menschlicht, sozusagen. aber ausländische ratten… werden zerquetscht.
      LG

  • Guy Incognito

    Hallo LeChevalier,
    danke für das Update. Bin sehr interessiert am Verlauf aber es ist schwierig an entsprechende Meldungen außerhalb von Reuters und co zu gelangen.

    Weisst eigentlich wieso Melone in seinem Blog (http://syrieninfo.blogspot.co.at/) keine Updates mehr gibt? Schau täglich rein aber seit 26.01.2014 hat sich da nichts mehr getan.

    Weiter so jungs danke nochmals für den Input.

  • Eure Murksel

    Murksel hat nicht solche Popularität. Woran das wohl liegen mag?

  • Enis

    Die Hezbollah macht den Ratten in Yabroud die Hölle heiss. Die Hezbollah und die Infanterie der SAA sind tief in das Terrornest eingedrungen. Es gibt heftige Kämpfe um jeden Haus. Daumen drücken und beten.

    Hezbollah schickt Verstärkung:
    https://www.facebook.com/photo.php?v=1403175746613760&set=vb.1392400247691310&type=2&theater

    Hezbollah in Aktion:
    https://www.facebook.com/552217711482577/photos/a.658981830806164.1073741968.552217711482577/658981867472827/?type=1&permPage=1

    • Tunguska

      Hätte nicht gedacht das die Hezbollah so gut ausgerüstet ist! Oder war das ein Spezialkommando ?

    • Walter Mandl

      @Enis, Es ist wunderbar, zu sehen, wie Moral und Gerechtigkeit als Grundlage ihrer Kampfkraft, die Verbände der Hezbollah prägen. Diese Soldaten, Freiwillige, die ihr ziviles Leben unterbrechen um die eigene und fremde Existenz zu sichern, entwickeln eine Kampfkraft, die selbst best ausgerüstetsten Berufsarmeen in keiner Weise nachstehen. Im Gegenteil, ihre Missionen scheinen begleitet zu sein von Gottes Arm!

      • Enis

        @Tunguska&Walter
        Es ist die Infanterieeinheit der Hezbollah. Die ist besser ausgerüstet und ausgebildet als manche Einheiten der SAA! Sie opererieren koordiniert mit der SAA aber unter eigenem Kommando. In den Offensiven rücken sie als Infanterie zumeist als erste vor und kämpfen den Weg frei. Was sie auszeichnet ist ihre ausgeprägte ideologische Einstellung zu ihrer Partei. Daher sind sie sehr diszipliniert, plündern nie, nehmen Frauen und Kinder nie als Geiseln, misshandeln und belästigen nicht. Nicht umsonst haben sie dem Schurkenstaat das fürchten gelehrt. Die Steinzeitgestalten sind dagegen eine leichte Beute.

        Ich bin zwar ideologisch nicht auf der Linie mit der Hezbollah, aber ich hege eine grosse Bewunderung für sie und ihren Sayed Hassan Nasrallah. Das wichtigste an der Hezbollah ist -und das macht sie besonders populär unter anderen Konfessionen -sie missionieren nicht und sind trotz strenger Ausführung ihrer Ideologie sehr tolerant und verfolgen keine angeblichen „Ungläubige“.

  • LeChevalier

    Achi Enis,
    unsere Gebete werden erhört! In Yabroud hat es Raketen geregnet, die SAA und die Hezbollah haben die Teufel zur Hölle geschickt. Allah ye7miyin!!!
    Es sind in den letzten drei Wochen laut verschiedenen Quellen fast 25.000 Terroristen getötet oder festgenommen worden!! 25.000 Teufel! DAS war wohl die Brigade, die „Damaskus stürmen“ wollte.
    In Yabroud ist auch einer der allerhöchsten Al-Nusra-Generäle getötet worden: Abu Azzam al-Kuvaiti schmort in der Hölle!!! Er war für all‘ die Schandtaten und bestialischen Aktionen im Süden Syriens verantwortlich. Dieses Teufelsgeschöpf leidet hoffentlich in Satans Höllenbrunst, wo er hergekommen ist.

    In Yabroud-Zentrum weht inzwischen auch die syrische Nationalflagge! El hamdililleh ya ilehi ilehu. In Antakya (unserer Heimatstadt im Süden der Türkei nahe der syrischen Grenze) haben die Menschen Freudenschüsse gefeuert ob der guten Nachricht aus Yabroud!!! Gott möge die Helden der SAA, der Hezbollah, das syrische Volk, den syrischen Präsidenten und Syrien segnen!

    • Walter Mandl

      Männer, in deren Herzen die Liebe zum Land und Volk wohnt, die ihre Seelen nicht dem Mammon „Gold“ weihten, schreiten geschlossen durch jedes Stahlbad. Einzeln sind sie stark und doch verletzlich, geschlossen aber sind sie einfach unaufhaltsam.

    • Enis

      Achi,
      Bei allem Respekt und Euphorie gegenüber unseren Helden, die 25000 scheinen mir wirklich unrealistisch zu sein. Damit wären wir ja fast rattenfrei! Wahrscheinlich ist da eine 0 zuviel.

      Mit jedem neuen Erfolg befürchte ich jedoch, dass die Krokodile im Westen noch aggressiver werden! Da gilt noch einiges zu überstehen. Die innere Front hat mich von Anfang an nie richtig besorgt. Es ist eine Pest die dem syrischen Volk Not und Elend gebracht hat, doch sorgen um die Löwen habe ich nie.

      Mich machen die besonders ausgeprägten menschenverachter im Westen sehr sehr grosse Sorgen. Da ist noch nicht alles überstanden! Deshalb verhaltene Euphorie angeboten.

      • ISKANDER

        @Enis:
        ich denke mal, dem Westen ist derzeit nicht nach Intervention in Syrien zumute.
        Der unklare Ausgang mit der Ukraine beschäftigt sie über die Maßen und die Wahrscheinlichkeit, das der mit dem Rücken an der Wand stehende Putin effektiv zurückbeißt, ist gegeben.
        Ergo: Für diesen Fall möchte man im Westen keinesfalls einen weiteren offenen Kriegsschauplatz, auf dem US – amerikanische Brigaden gebunden sind.
        Und mit ein bisschen Bombenteppichen ist in der jetzigen Lage nichts mehr zu erreichen. Die internationale Terroriustenbrut in Syrien ist auch verschlissen.
        Drei Jahre Erfolgslosigkeit und der Verlust vieler hoher Kommandanten zeigen langsam Wirkung.
        Gehe also davon aus, das der Westen sich auf Krieg mit Russland eingestellt hat, der Geifer tropft der räudigen Hyäne schon aus dem Maule.

        • Enis

          Iskander,
          Was ich von der westlichen Politik gelernt habe, ist dass sie jederzeit bereit ist ihre Dummheit zu übertreffen! Das heisst konkret, sie können gar nicht so weit überlegen wie Du es begründest und können uns dadurch in unseren vernünftigen Annahmen böse überraschen!

          Wir drücken den russischen Freunden die Daumen.

      • Nobilitatis

        SyrPer schreibt von 1000 toten Ratten allein durch Artillerievorbereitung. Sonstige Zahlen kommen später. Das erscheint mir realistisch.

  • Zu Ukraine:
    ———————————————————————-
    Украинские войска входят в Донецк! — Ukrainian troops are in Donetsk!

    ” ….. Friends and Companions ! Folk militia !

    Get up now, wake the neighbors and friends! Warn everyone that now come against us fascists who want to enslave us and make them work!

    Prepare for the difficult time! Prepare for a possible war! No matter what – come to our meeting tomorrow at 12:00 on Lenin Square!

    TOGETHER – we are strong! TOGETHER – WIN!

    PAVEL GUBAREVA FREEDOM ! FREEDOM Donbass!”

    http://soz-net.neue-mitte-mv.de/profile/stop_big_brother?f=&category=Ukraine

    • News Ukraine! „Украинские войска входят в Донецк! — Ukrainian troops are in Donetsk! — Ukrainische Truppen sind in Donezk!“
      „… Stehen Sie jetzt auf, wecken die Nachbarn und Freunde! Warnen Sie alle, jetzt gehen wir gegen die Faschisten, die uns zu versklaven wollen und und arbeiten lassen wollen! … „

    • Nobilitatis

      Nun ist Donezk aber Teil der Ukraine. Wer mit „Faschist“, „Nazi“ oder „SS“ argumentiert, will uns in der Regel verarschen.

      • Comrade John

        So ist es.
        Hier kann die Argumentation nicht stimmen, da die “Israel-Lobby” offenkundig den Plot unterstützt u. diesen Argumenten überhaupt nicht folgt.
        Der Ausgangspunkt der Desinformation ist in Russland zu suchen.
        Das offizielle Russland behauptet einen “faschistischen” Putsch in Ukraine, obschon die mutmasslichen Strippenzieher (die den Putsch jahrelang vorbereiteten) ein internationales “Konsortium” sind, und auch Zionisten u. Juden überhaupt kein Problem mit den sog. “Nationalisten, Faschisten, Neonazis, Rechtsextremisten” haben oder gemeinsame Sache mit ihnen machen.
        Die Letztgenannten spielen eine sekundäre Rolle; auch die neue Staatsmacht in Ukraine fusst auf die oligarchischen Gruppen (Tymoschenko, Pintschuk, Kolomoiskyj, Poroschenko, Taruta) die nun ein strategisches Bündnis mit den westlichen Eliten eingegangen sind, von dem sie wohl auch nicht mehr abrücken werden. Das einzig Neue an dieser Regierung ist, dass es gelungen war die westukrainischen Nationalisten mit ins Boot zu holen, vermutlich mit vielen Dollars u. dem Versprechen auf Regierungsposten u. Arbeitsplätze in Polizei, Armee, Geheimdienst.
        Russland unterschlägt geradezu die Haltung des internationalen Zionismus und der Juden in Ukraine zu den “Putschisten” und betreibt ein Propagandaspiel auf Kosten seiner Glaubwürdigkeit, ein Gegenpol zu den westlichen Regierungen u. MSM zu sein.
        Sehen wir uns noch einmal an, wer wirklich hinter den “Faschisten” steht – die Liste der Unterzeichner ist ein who is who des ukrainischen Judentums:
        Euro-Asian Jewish Congress
        Open letter of Ukrainian Jews to Russian Federation President Vladimir Putin.
        05.03.2014

        eajc.org/page32/news43672.html

        Indem Russland diese Beteiligung verschweigt (damit auch den Charakter des Putsches vernebelt) und eine antifaschistische Konfrontation wie anno 1930, 1940… aufmacht (die es heute aber so nicht mehr gibt, denn auch Russland ist ja ein kapitalistisches u. also mitnichten ein per se antifaschistisches Land), stellt es sich wieder einmal auf den Boden der europäischen Nachkriegsordnung im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs, von der wir heute wissen, dass sie nur eine Etappe im weltweiten Kampf der westlichen Eliten um ihre Vorherrschaft war u. Russland definitiv nicht mehr davon profitieren kann. Statt die europäische Nachkriegsordnung, insbes. die herrschenden Geschichtsdogmen, nunmehr infrage zu stellen u. damit auch ein neues Kapitel im Verhältnis zu seinen Nachbarvölkern (Ukrainer, Balten, Rumänen usw.) aufzuschlagen, trägt Russland seinerseits zur Polarisierung bei, dies kann man im Fall Ukraine s. gut sehen. Man muss sich wirklich fragen wem das nützt, und ob nicht auf beiden Seiten diegleichen Kräfte die Strippen ziehen.

        • Ende der Zivilisation

          Die Faschismus-Theorien von Horkheimer/Adorno und Dimitroff ergänzen sich sehr gut. Der fortgeschrittene finanzkapitalistische Entwicklungstand kommt zunehmend mit dem normalen Funktionieren der modernen parlamentarischen Demokratie auf Grundlage der Bürgerrechte und der Verfassungen der Nationalstaaten in Konflikt. Um diese komplexen und zeitintensiven Aushandlungsprozesse in modernen Gesellschaften abzukürzen, hat man(wer immer das ist) zynisch gesprochen einen anderen Weg gewählt.
          Man stützt sich auf verelendete, (auch geistig) entwurzelte haltlose Menschen, bietet ihnen eine Orientierung, ein geringes auskommen und eine patriotische Perspektive, fertig ist das faschistische Fußvolk, das sich erst im Ernstfall als solches entpuppt. Bezahlt mit Milliarden aus Kanälen des State Department und privater Geld-Machteliten wird über Jahre eine Ausbildungs-, Trainings- und soziale Infrastruktur aufgebaut.

          1. Die faschistische Karte wurde gegen die ukrainische bürgerliche Demokratie gezogen, um die parlamentarisch-demokratischen Verfahren aushebeln/umgehen zu können.
          2. Der faschistische Putsch wurde unter falscher Flagge durchgeführt. Nach innen wie nach außen.
          2.1. Für die bezahlten Maidananhänger sollte und musste der Eindruck und Anschein einer selbstbestimmten Basisbewegung aufrechterhalten werden. Hätten die zigtausend Statisten des Maidan Kenntnis von den wirklichen Befehlstrukturen, Kommandoketten und Geldflüsse, wäre kein authentischer Massenprotest möglich gewesen.
          2.2. EU/Nato-Massenmedienkonsumenten wurde die offensichtliche Tatsache, der Finanzierung des Maidan verschleiert. Ebenso wurden die Kunden der gleichgeschalteten Medien über die geringe Verankerung des Maidan im Ukrainischen Volk informiert. Im Gegenteil, es sollte durch die Berichterstattung und durch das persönliche Auftreten von europäischen politkommisarischen Einflussagenten (Elmar Brook, R. Harms, Asthon, …) in Kiew der falsche Eindruck vermittelt werden, es handle sich um eine Volksbewegung.
          3. Die Ukrainer haben sich bereits vor Jahren in einer Volksabstimmung GEGEN einen Beitritt zur Nato ausgesprochen. Die gestürtzte Verfassungsmäßige Ordnung in der Ukraine und die irregulären, rechtstaatswidrigen Gewalt-Strukturen der Putschregierung ermöglichen nun hinter den Kulissen eine schnelle etablierung von klandestinen Nato-Strukturen und Kommandoketten.
          4. Die illegale Putschsituation ermöglicht den schnellen und unregulierten Ausverkauf und die Privatisierung der ukrainischen Ressourcen und des landwirtschaftlichen Bodens auf Mafiaart.
          5. Die illegale Putschregierung (im Auftrag der EU/Nato-Geldgeber) vereinbart internationale Abkommen mit der EU und dem IWF, die auch nach der nächsten regulären Wahl weiter gültig bleiben sollen.

          An diesem Szenario sind tausende Menschen vernetzt beteiligt und erfüllen ihre Rollen und Funktionen. Chatham House und NED sind riesige Organisationen. Das Außenministerium, KAS, SWP, usw. sind zusammen TAUSENDE gut ausgebildeter Bildungsbürger in Deutschland beschäftigt, die eigentlich wissen müssten was sie tun.
          Anstatt nach „Zionistischen Geheimbünden“ zu suchen, sollte man die Beteiligten und Karrieristen in den Partei-Vorständen fragen, ob sie wissen, dass sie mit ihrer Mittäterschaft den Boden des Deutschen Grundgesetzes verlassen und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Charta der Vereinten Nationen und die damit verbundenen Lehren aus der Geschichte verachten und für sich suspendieren.

    • Es wird also, wie auch bei presstv.ir „What will the situation in Crimea entail?“ 53 % der Leser erwarten, weitere Volksabstimmungen geben und das egal, ob jemand das als Verarsche bezeichnet oder nicht. Bei RIA Novosti wird dazu der 27. April genannt.
      Vielleicht erkennen auch die Leser hier, dass die weitere Entwicklung in dieser Richtung auch gerade dafür von Bedeutung ist, dass Russland eben nicht wie von F. William Engdahl befürchtet, in eine NATO-Bärenfalle gedrängt wird zusammen mit diesen neuen Plänen gegen Damaskus, bei denen Bandar gefeuert worden sein soll, auch Israel planen soll, sich zu beteiligen usw. – Hoffen wir, dass das Imperium nicht mehr in der Lage ist, an so vielen Fronten, Venezuela inklusive, zugleich vorzugehen …

      • Nobilitatis

        Solche „Befragungen“ sind ebenfalls eine Verarsche. Die Ergebnisse sind keinesfalls als Meinung der „Leser“ zu verstehen.

    • Betreffs Entwicklung der Dinge plus russische Friedenstruppen meinen andere:
      „ja, das kommt noch, spätestens nach der Wahl in der Gesamtukraine ist es soweit. Wenn der Nato Mob in der Ukraine haust, wird es ernst werden.“

      • Nobilitatis

        Der Begriff „Friedenstruppen“ ist beschränkt auf UNO-Friedenstruppen. Diese müssen von beiden Konfliktparteien anerkannt werden.

    • Da ja hier eine/einer, hier anonym „Nobilitatis“, die Meldungen oder Erhebungen anderer wie anna-news, RIA Novosti, presstv.ir usw. als Verarsche bezeichnete, vielleicht hilft ja dann „Krim-Krise Live“ von faz.net:
      „Auf der ukrainischen Halbinsel Krim haben Nachwahlbefragungen zufolge 93 Prozent der Wähler für einen Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt. Die Abstimmung verlief friedlich. — In weiteren ukrainischen Städten forderten Demonstranten ein Referendum wie auf der Krim.“

      Des weiteren: „Russland will Symbolik von „Banderisten“ der von Nazis gleichstellen“ und die Menschen werden für sich selbst auch weiterhin entscheiden, ob das als Faschismus bezeichnet wird oder nicht, egal ob das „Nobilitatis“ begreift oder nicht. Und wenn die Menschen dort auch infolge bewaffneter Angriffe wie auf dem Maidan nach „russischen Friedenstruppen“ rufen, werden sie das von sich aus tun.

      • Nobilitatis

        A) Wurde das Ergebnis des Referendums so erwartet. Es verblasst aber gegen das Wahlergebnis von Kim Yong Un in der Freien Volksrepublik Korea. Ein Ergebnis, dass auch durch das Fernbleiben der Befürworter der Ukraine entstand und durch die zahlreichen bewaffneten russischen „Selbstverteidigungskräfte“ abgesichert wurde. Eine Option „alles bleibt, wie es ist“ gab es gar nicht. Ukrainische Nachrichtenquellen (z.B. TV) wurden abgestellt.
        B) Die „Menschen“, die „für sich selbst“ festlegen, wer Faschist ist, sind selbstverständlich nicht daran interessiert, ob das andere Menschen „begreifen“. Das sind schließlich genau die, die uns verarschen wollen. Propaganda richtet sich immer an die Unwissenden. Wenn man das hinterfragt, schmilzt es wie Schnee in der Sonne.
        C) Wenn z.B. ein Demonstrant ermordet wird, der sich für die Ukraine eingesetzt hat, rufen „die Menschen“ ganz bestimmt nicht nach russischen „Friedenstruppen“. Einmal weil die Tat durchaus von einem „Selbstverteidiger“ von jenseits der Grenze verübt worden sein könnte, und zum anderen weil „die Menschen“ grundsätzlich gegen Gewalt sind, von beiden Seiten. Da helfen Truppen, die Gewalt gegen eine Seite ausüben, grundsätzlich gar nicht.
        D) Ist die Anonymität von Nobilitatis genauso viel oder wenig wert wie die von „Dr. Seidel“. Und Nobilitatis hat nicht die „Meldungen oder Erhebungen“ von russischen Medien als Verarsche bezeichnet, das kann er nämlich viel besser abschätzen. Sondern den, immer wieder erfolgreichen, Versuch, andere als Faschisten, Nazis, SS oder auch pauschal als „Banderisten“ zu bezeichnen, um sie mundtot zu machen. Wer das einmal durchschaut hat, weiß, mit wem er es zu tun hat bei denjenigen. Ich neige zu differenzierten Sichtweisen.

        • Melden Sie sich mit Ihren Personalien betreffs Einrichtung einer Webseite an und wir können uns persönlich unterhalten. Bis das nicht geschehen ist, lehne ich persönliche Dinge ab, auch aufgrund schlechter Erfahrungen auf anderen Seiten.
          Da Sie aber auf meine Beiträge mit diesem Namen geantwortet haben, mehrfach, blieb mir nichts weiter übrig, als darauf einzugehen. Also „no hard feelings“, nichts für Ungut, solange wir uns nicht persönlich kennen. Eine andere Meinung schließt ja mitunter nicht aus, dass man bei einigem sogar „am gleichen Strang zieht“.

        • Nobilitatis

          Sehe ich auch so.

        • Nobilitatis

          Ich muss mich entschuldigen. Putin verliert natürlich nicht gegen Kim Yong Un. Sein Ergebnis, war gerade zu hören (Phönix): 123 Prozent. Vor dem Mann muss man einfach Achtung haben. Sage ich als Statistiker.

  • kaumi

    @Enis, LeChevalier, Walter & all:

    ob in den letzten Wochen 25 tsd. Söldner von all` ihren erdischen Mühen befreit worden sind oder (etwas) weniger spielt dann keine übergeordnete Rolle mehr, wenn man sich das Verhalten des „politischen Arms“ der Hotel-Opposition anschaut. Gestern wurde bekannt, dass die Führung einen Deal verbalisiert hat, der die Karten nun auch offiziell aufdeckt:
    Israel soll sich – bitte schön – direkt am Krieg beteiligen. Bodentruppen seien nicht nötig, es reiche, wenn die „tödlich effektive“ Luftwaffe sowie Luftabwehrsysteme, die „ohne Probleme bis 150 Km tief“ in syrisches Gebiet operieren könnten“, eine NoFly-Zone einrichten würden. Israel hätte in diesen Zeiten die „Pflicht“ (!!?) dem syrischen Volk beizustehen…

    Sollte von euch die Frage aufgeworfen werden, was Israel, außer der heißerwünschten Beseitigung Assads, von dieser dann auch direkten Einischung denn für einen Profit hätte, schiebt die „Opposition“ die Antwort gleich hinterher:
    Man könne und werde sicherlich über den Golan verhandeln können. (Und die Überlegungen sind inzwischen so weit gediegen, dass sogar konkrete Vorschläge gemacht werden). Im besetzen Gebiet können die Bewohner entscheiden, ob sie bleiben wollen (dann als Israelis), oder aber in syrisches Gebiet ziehen wollen (gegen Reparation). Die Bewohner des „syrischen Golans“ (so weit sie sie schon) würden die Garantie erhalten, da bleiben zu können und dieses Gebiet würde zu einer Art „internationalen Landmarke“ unter UN-Kontrolle umgewandelt werden!

    Ich las diese Zeilen und wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Den letzten Satz dieser „Erklärung“ gab es auch noch:
    „lieber ein Syrien ohne Golan als gar kein Syrien“.

    Selbst für diese Marionetten war das öffentlich-machen dieser Gedankenspiele ein sehr weites herauslehnen aus dem Fenster, denn sollte es tatsächlich mal zu einer Wahl kommen, prophezeihe ich den Kandidaten der NK %-Werte im Minusbereich. Und das können die todsicher auch einschätzen.
    Fazit: Militärisch läuft in Syrien für die „Opposition“ nicht mehr viel zusammen. Nicht, weil es keine Ratten mehr gäbe, sondern weil sie keine Ratten mehr befehligen. Eine Wahl scheint nicht deren erste Option zu sein. Verlöre Syrien Assad, verlöre Syrien den Golan.

    Ps.: die ISIS zieht sich aus mehreren Orten zurück, sammelt sich in Al Raqqa. Die Nusra übernimmt deren verlassene Stellungen. Ich habe den Eindruck, die Al Nusra wird seitens der westlichen Allianz politisch und medial als einzig legitime „Oppositionstruppe“ in Stellung gebracht. Besondere Aufmerksamkeit erhält diese Vermutung wenn sich vor Augen führt, dass die Al Nusra als Hauptakteurin im Kampf gegen die ISIS landauf landab genannt wird. Und: Al Golani soll (habe noch keine Quelle) aus der amerikanischen Terrorliste gestrichen worden sein…

    • Nichtglauber

      Wow… was für eine Bankrotterklärung.
      Die Sache mit Al Dscholani war m.E. nicht viel in den Medien, aber hier ist eine Quelle
      http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13921207001288

    • Enis

      @kaumi
      „…prophezeihe ich den Kandidaten der NK %-Werte im Minusbereich.“
      Das ist das beste statement, welches ich in letzter Zeit gelesen habe.
      Minusbereich :))) da kann nur ein Araber auf diese Idee kommen… :))) ich kriege Tränen…

      • Enis

        Unsere Gebete wurden erhört. Soeben hat die SAA mitgeteilt, dass Yabroud vollständig unter Kontrolle steht!

    • Nichtglauber

      Habe das taufrisch gefunden. Bestätigt Kaumis Ausführungen. Würde gerne die Einschätzung der gut Informierten wissen, ob das „vierte Jahr der Syrienkrise der offensichtliche Beginn einer direkten Israelbeteiligung“ darstellen kann?

      • Enis

        @Nichtglauber
        Du erkennst immer noch keine direkte Beteiligung dieses Schurkenstaates? Dieses Front aus dieser Gegend wird bald Geschichte sein. Es fehlen noch 3-4 Örtchen in Kalamoun und dann wird sich die Hezbollah diese Front annehmen. Die SAA wird ihren Schwerpunkt auf Aleppo ansetzen. Die Hezbollah konnte ihren Einsatz an der syrisch-libanesischen Grenze mit dem Ziel der eigenen Sicherheit rechtfertigen, den Einsatz um den Golan wird es ein Kampf im Sinne des Widerstands sein. Offizielle Einsätze in anderen Gebieten Syriens wird die Hezbollah nicht vornehmen. Daher habe ich keine Sorge um diese Front.

        • Nichtglauber

          Enis, ich weiß dass die Israelis ein wichtiger Player dieses Plots sind. Derzeit aber mehr oder weniger verdeckt. Meine Frage lautete, ob ihr euch vorstellen könnt bzw. einschätzen könnt, ob sich die Israelis DIREKT an der Bildung einer No-Fly-Zone beteiligen werden, so mit Raketen und Jets? Offener Krieg gegen Syrien also.

        • Walter Mandl

          @Nichtglauber
          Also unter „verdeckt“ in Ihrem Sinne wäre offensichtlich ein Eingriff (von wem auch immer) der nicht als solcher in den Mainstream Medien (MSM) zu erkennen ist. Daher kann ich als Laie Ihnen prognostizieren, dass es niemals eine offizielle Berichterstattung über israelische Eingriffe in die Belange anderer Nationen geben wird. Das ist ja auch vollkommen ohne Belang. Denn welchen Unterschied macht es, ob eine „Intervention“ offiziell oder „nur“ verdeckt erfolgt? So es zu einem nicht zu verbergenden Einsatz israelischer „Kräfte“ kommt, werden Sie sicher in den MSM in der Weise „unterrichtet“ werden, dass Israel angegriffen wurde und seine Sicherheit verteidigen musste. Ich hoffe sehr, Ihre Fragen beantwortet zu haben ohne Ihnen allzu sehr auf den Schlips getreten zu sein.

  • Was die Medien seit Tagen schon verbreiten, ist nicht gut für Syrien. Die Betonung lieght auf die Kinder, die im Krieg wachsen und auf die Luftwaffe Syriens, die den Imperialisten ein Dorn im Auge ist. So sprach in der gestrigen ARD-Tagesschau ein Vertreter der Syrischen Nationalkoalition, Ahmed al Dscharba, erstens, von einer verlorenen Generation der syrischen Kinder UND von der syrischen Luftwaffe, die diesem Kasper und vor allem seinen Hintermännern ein Dorn im Auge ist. Und auch die nun für die Tränendrüsen zuständige UN-Botschafterin Angelina Jolie sagte (Tagespiegel vom 16.03.14) „ich bitte Sie, sich vorzustellen, dass Ihre eigenen Kinder den Horror in Syrien durchmachen müssen. Kein Wort davon, dass es den syrischen Kindern und auch den Erwachsenen und auch Syrien sofort besser gehen würde, wenn der Hegemon und seine Vasallen aufhören würden, die Banditen, die Syrien überfallen haben zu unterstützen und sie zurückzupfeffen.
    Das Ganze hat auch eine düstere Note: Erstens sollen die Leute an die armen Kinder denken und sich auf einen Krieg gegen Syrien zu deren Rettung vorbereiten und zweitens soll ein Luftkorridor über Syrien eingerichtet werden, denn, so Ahmed al Dschamba, wenn Assad seine Luftwaffe nicht hätte, wäre er schnell besiegt.
    Auf diese Litanei müssen wir uns in der nächsten Zeit vorbereiten

    • Enis

      @Emmanuel,
      Die von Dir geschilderten Nachrichten müssen einfach ignoriert werden. Zum letzten Satz stimme ich Dir aber zu!

      Anbei noch eine Aktion der Hezbollah einen Scharfschützen zu neutralisieren:
      https://www.facebook.com/photo.php?v=592851320800763&set=vb.491314017621161&type=3&theater

      • kaumi

        Tatlim Enis,

        das ist mehr als neutralisieren. „Holt ihn lebend raus. Habt ihr gehört, ich will ihn lebend, lebend…“
        Es geht um die Gefallenen um Ghouta – ich denke, der Gute wird mächtig Prügel einstecken müssen bevor er mit den erwarteten wertvollen Informationen rausrücken darf.

        • Enis

          ab min. 1 fleht er seine Kollegen an ihn lebend zu lassen..
          Aber diese Ratte darf froh sein, dass er in die Hände der Hezbollah gefallen ist! Ich habe von dem Fall gelesen -zugegeben im Normalfall als Kriegsverbrechen anzusehen- wo die Brigaden der Baathpartei in Aleppo(ausschliesslich Sunniten) eine Ratte als Scharfschützen nach Gefangennahme mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt haben, weil er zuvor ein halbes Dutzend ihrer Kameraden in den Kopf geschossen hatte. Um ihn zu fangen haben sie sich als angebliche Rebellen in das Viertel eingeschleust und haben ihn von hinten überrascht und entführt.

        • Walter Mandl

          Das war kein Kriegsverbrechen! Gemäß Genfer Landkriegsordnung stehen der SAA in diesem Fall noch mindestens 59 „Hinrichtungen“ aus geschildertem Fall zu.

        • Enis

          @Walter
          Für mich ohnehin nicht, weil ich weiss was diese Ratten den Menschen alles antun. Ich bin ohnehin extrem parteiisch. Aber ich dachte nur an den normalen Krieg wo sich zwei Seiten gegenüberstehen und sich bekämpfen, ohne Verbelastungung wie Kopf abschneiden, Hände und Füsse abschneiden, Herz essen, Frauen und Kinder entführen usw.

          Aber eine andere Frage, steht dieses Recht tatsächlich irgendwo geschrieben? :)

        • Walter Mandl

          Nach meinem Verständnis handelt es sich um bewaffnete Übergriffe von Partisanen und nicht einer offiziellen, erkennbaren, Kriegspartei. Äußeres Erscheinungsbild, Kommandostruktur und Verteilung und Einsatz der „Revolutionäre“ lassen diesen Schluss zu.

          http://www.danubia.de/media/Inhalt/PDF/prof_dr_franz_seidler.pdf

        • Nobilitatis

          Haben Sie nicht gelesen, was ich geschrieben habe? Selbstverständlich sind das keine regulären Streitkräfte! „Übermäßige Grausamkeit“ trifft aber immer zu und ist verboten.

        • Nobilitatis

          Walter, da haben Sie in der Haager Landkriegsordnung etwas falsch verstanden. Außerdem bezog sich die „Kriegsverbrechen-Vermutung“ wahrscheinlich auf den Aspekt „übermäßige Grausamkeit“.
          Enis, bei Kriegsverbrechen gibt es keinen Normalfall. Und das ist kodifiziert. Die entsprechenden Artikel der Haager Landkriegsordnung standen bei meinen Großvätern in den Soldbüchern abgedruckt und man hat sich nach deren Aussage auch im gesamten Kriegsverlauf daran gehalten.

  • Comrade John

    Antwort betraf

    Nobilitatis
    16. März 2014 um 11:05

  • Spion Stirlitz

    Werter Comrade John,

    Sie sprechen hier exakt die richtige Frage an.

    Was ist denn eigentlich der gesellschaftlich/ideologische Gegenentwurf Russlands zum westlich/kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, als daß man hier so vehement gegen die Erweiterung des Einflussbereiches des Westens /USA in der Ukraine auf Konfrontation gehen muss?

    Im Grunde kämpfen russische Oligarchen/Mafiosi gegen westliche Finanzeliten/-Mafiosi um die besten Plätze an der Trögen der gigantischen Ressourcen im östl. Teil der Ukraine und Russlands. Wenn Russland sich auf einen Modus vivendi einigen könnte, hätten die Eliten in Russland kein Problem nicht nur die Ukraine sondern gleich auch die russische Wirtschaft an den Hegemon zu verscherbeln.

    Ich begreife denn Sinn des antiwestlichen Reflexes nicht, wenn man doch ohnehin wirtschaftlich tief im Anus der wirtschaftlichen Verflechtungen des Westens drinsteckt.

    Entweder ich habe einen fundamental anderen Gesellschaftsentwurf, dann machte solch ein Reaktion durchaus Sinn, oder aber ich kooperiere mit dem Imperium, was Russland seit 1990 ja ohnehin schon macht.

    Wir sitzen hier alle der Illusion auf, die UdSSR existiert noch und verteidigt den Sozialismus/Kommunismus gegen den imperialistischen Westen. Das stimmt doch nicht!

    Hier kämpfen Eliten des einen kapitalistischen Systems gegen Eliten eines anderen (evtl. sogar weniger effizienten) letztlich kapitalistischen Systems.

    Warum wir als Zaungäste das vergessen (wollen) weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.

    Gruß

    • Comrade John

      Vielen Dank, Spion.
      Die Antwort überrascht, denn ich hatte Ihre früheren Kommentare anders in Erinnerung.
      Schön zu lesen, dass Andere sich die geistige Unabhängigkeit bewahren, auch wenn uns dies gemeinsam im etwaigen 3. Weltkrieg nichts nutzen wird.
      Sei’s drum, unter den Vorzeichen einer falschen Wirtschaftsweise und mit jede Menge religiös, politisch u. zeitgeschichtlich motivierten Dogmen als Rüstzeug zum Aussuchen bin ich in keinem Freiwilligenbataillon dabei – weder in West noch Ost.

      – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

      Falls sich noch Jemand um seine Belange als BRD- u. „EU“-Bürger kümmern möchte statt sich die Sorgen der Krim-Bewohner zu eigen zu machen, –> hier kann man unterschreiben u. ein kl. persönliches Zeichen setzen, kostet nichts ausser weiteren Eintrag ins Verzeichnis der Querulanten, Oppositionelle, Systemgegner und macht namentlich für Nichtrussen auch mehr Sinn.

      openPetition
      Wir Europäer fordern den Austritt aus der EU!

      https://www.openpetition.de/petition/online/wir-europaeer-fordern-die-geordnete-aufloesung-der-eu-und-des-euro

      • Spion Stirlitz

        Guten Morgen Comrade John.

        Meine Antwort ist evtl. deshalb für Sie überraschend, weil ich lange nur mitgelesen haben und mich an den Diskussionen nicht beteiligen wollte um einen etwas distanzierteren Blickwinkel auf das Thema zu erlangen.

        Nach viel Denkarbeit meinerseits habe ich mir die entscheidende Frage gestellt, warum Russland sich überhaupt in dieser Weise verhält, wo es doch durch und durch kapitalistisch wirtschaftet mit einer extremen Ungleichheit in der Einkommens/- und Vermögensverteilung, ähnlich dem der USA.

        Wenn aber beide Sphären sich doch nicht mehr fundamental in Ihrem Gesellschaftsmodell unterscheiden, die Eliten beider Seiten die Renditen Ihres Kapitals vervielfachen möchten und dem Zinskalb huldigen, frage ich mich schon, was das hier eigentlich alles soll? Das Kapital hat bekanntlich kein Vaterland, wie jetzt auch die russischen Oligarchen mit Ihren gesperrten Konten im Westen mal wieder unter Beweis stellen. Vaterland, Gott und Heimat sind wieder mal Kategorien für die armen Teufel auf allen Seiten die ins Feuer geschickt werden, alldieweil der internationale Finanzzirkus sich auf Ibiza und St. Tropez sich teuersten Champus und Gespielinnen gönnt.

        Worum geht es hier wirklich?

        Das Putin sehr schön die russische Volksseele streichelt, indem eine Simulation von alter Sowjetmacht vorgekaukelt wird ist m.E. offenkundig. Nur die Struktur eine autonomen Wirtschafts- und Finanzsystems existiert doch gar nicht. Solange alle Wirtschaftstätigkeit weiter in Dollar/Euro (letztlich nur eine Dollar-Satelittenwährung) frakturiert wird, ist doch klar wer die längeren Hebel hat. Uncle Sam kann (immer noch!) beliebig hinterherdrucken und seine Vasallen in Europa mittels grünem Papier zu Tributzahlungen heranziehen, indem es die benötigten Waren importiert und z.B. die BRD mit „Glasperlen“ – Dollar – „bezahlt“. Die gefährlichste Waffe in der Hand der Angelsachsen sind nicht Marschflugkörper und Flugzeugträger, sondern der Dollar. Dieses Instrument ermöglicht de facto beliebige Einflussnahme in 90% der Länder der Welt. Beliebige Aufrüstung. Entreicherung der Gläubiger Länder durch Abwertung und/oder hemmungsloses Dollardrucken, also verschleierte Inflation. Da praktischerweise auch alle etablierten und akzeptierten „Rating-Agenturen“ us-basiert sind, kann dieses System nicht durchschaut oder in Frage gestellt werden. Selbst die Notenbanken Russlands und Chinas sind zu erheblichen Teilen mit Dollarreserven unterfüttert.

        Was soll der Zirkus eigentlich, wenn man keinen Gegenentwurf hat und ohnehin im Finanzcasino mitspielt?

        Fragen über Fragen ….

        • Vielleicht einfach nochmal vergegenwärtigen, das das russische Kapital (das zu beträchtlichen Teilen dem Staat gehört) „tributpflichtig“ gegenüber der internationalen Finanzmafia ist und ein Interesse hat sich aus dieser Tributpflicht (manche sagen das etwa 1Mrd. Dollar pro Tag Russland in Richtung Wallstreet verlassen) zu befreien. Deshalb wird auch die Kernfrage der russischen Souveränität nicht militärisch zu lösen sein, sondern nur über eine Neuordnung des internationalen Finazsystems mit mindestens teilweiser Entmachtung der Globaloligarchen. Da liegt der Gegensatz. Und da liegt das interesse aller Tributpflichtigen an einem „Sieg“ Russlands. Russlands Militärmacht ist lediglich der Garant, daß die Tributpflicht nicht militärisch erzwungen werden kann.

        • Spion Stirlitz

          Hallo urkeramik,

          vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Die Frage die über allem steht ist aber weiterhin, was es nutzt, lediglich die dominierenden Eliten auszuwechseln, wenn das System dahinter das selbe bleibt. Macht es für den unterprivilegierten Russen oder Amerikaner einen wirklichen Unterschied ob ein Soros oder ein Abramovich seine Kohle verprasst? Das System in beiden Ländern basiert auf Ausbeutung und Zinsprofit. Das ist der Punkt.
          Damit man mich nicht falsch versteht, ich bin kein Freund des westl. „Wertesystems“, das durch und durch korrupt und verlogen ist. Keine Frage. Russland Kampf erscheint mir bisher aber nicht plausibel, wenn seine Eliten am globalen Finanzmonopoly fröhlich partizipieren. Worin liegt dann am Ende der Unterschied? Die Gewinne werden im Ausland gebunkert und als Luxus auch praktischerweise dort verprasst. London, St. Tropez, Paris, Baden-Baden, ….lassen grüßen.

        • Wer nicht spielt kann nicht gewinnen. Der langwierige Stellungskrieg um Positionen, Einfluß und Einnahmen mag von außen überflüssig erscheinen, bzw ein Problem von „denen“ zu sein, aber das System ist nicht von außen zu ändern (es gibt nicht einmal jemand, der „aussen“ ist). Hätte Putin nicht vor Beresovski den braven, nützlichen Musterschüler gespielt und sich „nützlich“ gemacht, wäre er nicht Präsident geworden und Russland wäre längst ausgeweidet und deine Frage obsolet. Jeder Schritt, der die Möglichkeit des Widerstandes erhält und erweitert ist ein guter Schritt. Ich versuche die Dinge danach zu beurteilen, welche Möglichkeiten sie eröffnen oder verhindern. Da sind die alten ideologischen Schemata oft nicht hilfreich, sie verengen den Blick. Und am Ende sind wir alle tot. Aber unsere Enkel werden es uns danken, wenn wir die Möglichkeit des Lebens, vielleicht sogar in Freiheit, erhalten konnten.

        • Spion Stirlitz

          Mit welchem Ziel? Was folgt nach der Emanzipation vom Imperium? Animal Farm von G. Orwell?
          Meine Frage geht rein in diese Richtung.
          Auch in Deutschland gilt diese Frage. Mir ist es egal, ob die Quandts das Volk um Ihren Anteil bescheissen oder eine US-Heuschrecke. Denn die Eliten kennen sich persönlich und verschieben die ergaunerten Profite global per Mausklick wie es beliebt. Ist in Russland nicht anders.

          Wenn Putin hier eine Vision eines gerechten Gesellschaftsmodells hat, dann bitte. Aber in der heutigen Version ist es nur ein Kampf von westl. und östlichen Eliten um Pfünde, sonst nix. Der Rest ist Folklore und Nostalgie für das Publikum auf der Couch am heimischen TV.

          Es krankt daran, daß es keine Geschichten und Ideologien mehr gibt, die man als Hoffnung erzählen kann. Mir ist es letztlich egal, ob Gazprom sich die Kohle einsteckt oder E.On/Chevron. Sehen Sie einen Unterschied?

        • Ja! Das Geld, das Chevron bekommt stärkt jene „Globaloligarchen“, die eine unipolare Weltordnung unter ihrer gnädigen Führerschaft durchsetzen wollen. Das Geld das Gazprom verdient (jener Teil, der nicht als „Tribut“ weggeht) stärkt das russische Eintreten für eine „multipolare“ Welt kooperierender Nationen. Das das zweite auch unter kapitalistischen Bedingungen vorzuziehen ist braucht wohl keine Begründung. Um realistisch zu sein braucht aber die multipolare Ordnung ein Geldsystem, das den Globaloligarchen entzogen ist und in welchem die Geldschöpfung nicht wieder privatisiert und monopolisiert werden kann.

        • Genau genommen ist der letzte Satz nicht ganz richtig, die Geldschöpfung muß natürlich privat(im Sinne von „an den Bürger gebunden“ ) sein, etwa in der Weise, das mit jeder Arbeit nicht nur ein Gut, sondern auch ein entsprechendes Quantum Geld geschaffen wird. Diese Geldschöpfung muß aber so geregelt sein, das sie nicht ursupiert werden kann. In gewisser Weise würde der Kapitalismus sich dann erledigen, jedenfalls alle darin erzielten „leistungslosen“ Gewinne, während Wettbewerb und Gewinnstreben durchaus weiter ihre Rolle spielen würden. Arbeit würde sich tatsächlich wieder lohnen.

        • Reisender

          Es wäre an der Zeit, dass jene Staaten, welche eine multipolare Welt schön fänden, zusammen mal den Keynes-Plan umsetzten. Jedem Staat anbieten, bei ihnen mit zu machen.

        • Spion Stirlitz

          O.K., das würde ich akzeptieren. Vielen Dank.
          Hierzu bedarf es für Russland aber des starken Partners China. Wie weit sind die Kooperationen in der strategischen Tiefe angelegt und angelangt?

          Könnte Russland eine Verschärfung der Sanktionen durch chinesische Hilfe neutralisieren?

          China muss langsam klar gemacht werden, daß die Zurückhaltung bald abgelegt werden muss. Nur merkantilistisches Auftreten auf der Weltbühne reicht schon sehr bald nicht mehr. Die Zeit des Schwurs rückt näher. Farbe bekennen heißt es schon bald. Die Unruhen/Anschläge mit 28 Toten in Xingjiang vor 4 Wochen waren die ersten Schüsse des Imperiums vor den chinesischen Bug – Methode Syrien – “ Al-Quaida – die CIA-Kettenhunde des Imperiums“.

          Russland auf sich allein gestellt hat es sehr schwer. In der Leitjournailie unserer „Qualitätsmedien“ wird immer darauf abgehoben, daß Russland seinen Bedarf an moderner Technologie und Investitionen bei einem harten Embargo nicht mehr decken könnte – Cocom-Liste lässt grüßen.

          Was wird China als Partner für Russland tun können?

        • Nobilitatis

          Ich glaube, die Träume von einer Achse China-Rußland können Sie sich in diesem Fall abschminken. China hat mehrere Probleme, für die die Krim-Annexion ein schlechtes Beispiel abgibt. Namentlich Xinjiang, Tibet und Taiwan. China wird Rußland hier eher nicht unterstützen. Siehe Enthaltung im Sicherheitsrat. Die Zurückhaltung in der Sache ist durch die Hoffnung motiviert, irgendwie der lachende Dritte sein zu können.

        • Spion Stirlitz

          Dann kann sich China auch schon mal warm anziehen – siehe neue US-Doktrin im Pazifik, Streit um Senkaku Inseln, Tibet, Xingjiang, …

          Ich glaube Sie können Ihre Träume von einer Isolation Russland begraben, denn für China wird Russland überlebenswichtig sein. Die Zeit der Harmonie mit dem Westen geht zu Ende. China allein wird es ebenfalls nicht schaffen.
          Beiden, Russland und China, wissen daß die Bedrohung ab jetzt für beide in gleichem Maße gilt. Wenn Russland fällt, ist China leichte Beute! Das wissen auch die Chinesen.

        • Nobilitatis

          Eine Isolation Rußlands wird es nicht geben, wie von mir mehrfach angemerkt und auch derzeit offensichtlich. Gerade Deutschland hat daran das wenigste Interesse und lässt nur homöopatische Sanktionen zu. Leider kann man nicht ganz wegschauen. Und wenn China mal das gesamte ostchinesische Meer für sich reklamiert, hat Rußland da nichts dagegen. Für China ist Rußland ein Absatzmarkt wie jeder andere. Beide werden keine politische Union anstreben. Im Gegenteil, Rußland muss seine Interessenzone in Asien gegen China verteidigen. Ihre Sichtweise ist auf die USA fixiert.

        • Reisender

          Für die Welt ist es sicherlich besser, falls es mehrere Machtblöcke gibt, verschiedene Währungsräume. Sich nicht ein Gebiet eine alles beherrschende Militärmacht halten kann, da durch die Finanzordnung alle Gebiete dieser Militärmacht tributpflichtig sind. Doch genau dies ist derzeit die $-Weltreservewährung. So lange sich die Eliten verschiedener Gebiete gegenseitig beschäftigen bleiben für die restlichen Menschen immer noch Nischen, in welchen sie Leben können. Gibt es nur noch eine weltumspanndene Elite gibt es die Möglichkeit einer vollständige Kontrolle über alle Menschen! Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis das eine vollständige Diktatur ohne Fluchträume sein wird.

    • Spion Stirlitz: „Entweder ich habe einen fundamental anderen Gesellschaftsentwurf…

      Lest mal Dugins „Vierte Politische Theorie“ (ist zwar wahrscheinlich zuviel verlangt, paßt aber sehr gut als Antwort auf die angebliche Illusion, eine noch existierende UdSSR würde den Kommunismus verteidigen). Wobei ja selbst Fursow (der ganz offenbar, zumindest teilweise, in Dugins Kategorien denkt) beim Comrade als „Zionisten-Kollaborateur“ durchgefallen war… da kann man dann eben nichts mehr machen.

      • Comrade John

        apxwn
        „Wobei ja selbst Fursow (der ganz offenbar, zumindest teilweise, in Dugins Kategorien denkt) beim Comrade als “Zionisten-Kollaborateur” durchgefallen war… da kann man dann eben nichts mehr machen.“

        Gnadenlos falsch —-
        Es war allenfalls @ Jörg, den du damit ein wenig zu Recht ansprechen kannst. Im selben Strang hatte ich ihn bzgl. Fursow korrigiert –
        http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/02/12/isis-ruhe-im-karton/#comment-24439

        Und etwa 8 Beiträge oberhalb meiner Antwort @ Jörg war von mir Dugin zitiert worden, und was er über das Gespann Medwedjew/Putin im Zusammenhang mit „Libyen“ erzählt hat…

        Es gibt hier übrigens keinen Nutzer, der Fursow häufiger genannt (Link) bzw. zitiert hat, dasgleiche möchte ich auf Dugin behaupten.

        [Falls Du das Gegenteil nachweisen kannst, spendiere ich Dir und dem Spezi „TG“ 50 Liter Freibier.]

        MfG

        • Oh. Dann habe ich euch wohl verwechselt.. Sorry.

  • habkind

    Was muss dieser Kämpfer denn alles geschluckt haben, um so auszusehen?

    • habkind

      irgendwie kommt nur das falsche Video

      • habkind

        jetz aber – hoffe ich jedenfalls.

        • Enis

          @habkind
          oben link im Bild gibt es eine playlist. Dort kann man das Video anwählen. Sobald der Kanalinhaber ein neues Video hochlädt zeigt es immer den neusten an..

        • habkind

          @enis,
          danke.
          z.Zt. ist es das Video 2 bzw. 4
          Terrorist Yabrood Video interview 16.03.2014

  • MM

    ISIS-Horden beim Überqueren der irakisch-syrischen Grenze,. Angeblich bei Deir ez-Zor.

  • Antifo

    Parubi: Deshalb haben wir die Nationalgarde gegründet, in die wir unter anderem auch die vielen bewaffneten Gruppen auf dem Maidan in Kiew und andere private Strukturen überführen werden. Die stärkste Organisation, die die Funktion einer Armee hat, führe ich bis heute selbst, die “Selbstverteidigung Maidan” mit rund 15.000 Kämpfern. Sie wird in die Nationalgarde übergehen. Der Vorteil ist, dass wir diese auch dann einsetzen können, wenn wir nicht den Krieg ausgerufen haben.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article125905642/Russlands-Ziel-sind-die-Ukraine-und-Kiew.html

    Statt ihre Schlägertruppen in eine reguläre Bürgerkriegsarmee zu verwandeln, sollte Kiew besser mal Gespräche mit der Opposition über eine Verfassungsreform aufnehmen. Was ansteht ist eine Umwandlung des ukrainischen Zentralstaats in ein föderales System mit größere Autonomie für die unterschiedlichen Regionen. Der erste Schritt wäre eine Rücknahme dieses Sprachengesetzes durch die Rada.

  • Ende der Zivilisation

    Russland verschweigt nicht den Charakter des Putsches. Gerade weil dieser so klar und deutlich ist, kann sich die russische Regierung die Propaganda sparen. Alle die sehen wollen, erkennen selbstständige die Mechanismen und Hintergründe, die Fremdsteuerung des Maidan und Kräfte die am Werk waren und sind.

    Vor dem Putsch veröffentlichte ich hier einen zusammenfassenden Text über das Wesen des modernen Faschismus. Er hat sich als vorausschauend und richtig erwiesen.

    http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/01/23/kiew-unbekannte-russische-scharfschuetzen/#comment-23582
    Auszug zur Erinnerung:

    Auch Dimitroff’s historische Erklärung zum Faschismus des 20. Jahrhunderts hat heute ihre Gültigkeit: “Unter den Verhältnissen der hereingebrochenen überaus tiefen Wirtschaftskrise, der heftigen Zuspitzung der allgemeinen Krise des Kapitalismus, der Revolutionierung der werktätigen Massen, ist der Faschismus zum breiten Angriff übergegangen. Die herrschende Bourgeoisie sucht immer mehr ihre Rettung im Faschismus, um die schlimmsten Ausplünderungsmaßnahmen gegen die Werktätigen durchzuführen, um einen imperialistischen Raubkrieg, um den Überfall auf die Sowjetunion, die Versklavung und Aufteilung Chinas vorzubereiten und durch alle diese Maßnahmen die Revolution zu verhindern. Die imperialistischen Kreise suchen die ganze Last der Krise auf die Schultern der Werktätigen abzuwälzen. Dazu brauchen sie den Faschismus.
    Sie wollen das Problem der Märkte durch Versklavung der schwachen Völker, durch Steigerung der kolonialen Unterdrückung und durch eine Neuaufteilung der Welt auf dem Wege des Krieges lösen. Dazu brauchen sie den Faschismus. … Der Faschismus an der Macht, ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals. Der Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und dem revolutionären Teil der Bauernschaft und der Intelligenz. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Haß gegen die anderen Völker kultiviert.“ (aus der Rede von Georgi Dimitroff auf dem VII. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale, August 1935, Moskau)
    Trotz der besonderen historischen Bedeutung der Faschismus-Definitionen von Adorno/ Horkheimer und Dimitroff, sind die Parallelen zu aktuellen Entwicklungen der letzten Jahre unübersehbar. Der heutige Global-Faschismus(wie Johan Galtung es nennt) wird in Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, Pakistan, Jemen… und aktuell in der Ukraine exekutiert. Im permanenten Ausnahmezustand angelangt, will der herrschende Geldmachtapparat jedes Unrecht als Recht proklamieren und durchsetzen.

    Weitere Erklärungen zum Thema bei:
    elynitthria.net

    Comrade’s etwas zwanghafte Versuche dass russische politische System und die Interessen des Staates zu personalisieren und irgendwelche „Zionisten“ als eigentlich handelnde akteure vorzuschieben, soll hier widersprochen werden.

  • Ende der Zivilisation

    Russland verschweigt nicht den Charakter des Putsches. Gerade weil dieser so klar und deutlich ist, kann sich die russische Regierung die Propaganda sparen. Alle die sehen wollen erkennen selbstständig die Mechanismen und Hintergründe, die Fremdsteuerung des Maidan und Kräfte die am Werk waren und sind.

    Vor dem Putsch veröffentlichte ich hier einen zusammenfassenden Text über das Wesen des modernen Faschismus. Er hat sich als vorausschauend und richtig erwiesen.

    http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/01/23/kiew-unbekannte-russische-scharfschuetzen/#comment-23582
    Auszug zur Erinnerung:

    Auch Dimitroff’s historische Erklärung zum Faschismus des 20. Jahrhunderts hat heute ihre Gültigkeit: “Unter den Verhältnissen der hereingebrochenen überaus tiefen Wirtschaftskrise, der heftigen Zuspitzung der allgemeinen Krise des Kapitalismus, der Revolutionierung der werktätigen Massen, ist der Faschismus zum breiten Angriff übergegangen. Die herrschende Bourgeoisie sucht immer mehr ihre Rettung im Faschismus, um die schlimmsten Ausplünderungsmaßnahmen gegen die Werktätigen durchzuführen, um einen imperialistischen Raubkrieg, um den Überfall auf die Sowjetunion, die Versklavung und Aufteilung Chinas vorzubereiten und durch alle diese Maßnahmen die Revolution zu verhindern. Die imperialistischen Kreise suchen die ganze Last der Krise auf die Schultern der Werktätigen abzuwälzen. Dazu brauchen sie den Faschismus.
    Sie wollen das Problem der Märkte durch Versklavung der schwachen Völker, durch Steigerung der kolonialen Unterdrückung und durch eine Neuaufteilung der Welt auf dem Wege des Krieges lösen. Dazu brauchen sie den Faschismus. … Der Faschismus an der Macht, ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals. Der Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und dem revolutionären Teil der Bauernschaft und der Intelligenz. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Haß gegen die anderen Völker kultiviert.“ (aus der Rede von Georgi Dimitroff auf dem VII. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale, August 1935, Moskau)
    Trotz der besonderen historischen Bedeutung der Faschismus-Definitionen von Adorno/ Horkheimer und Dimitroff, sind die Parallelen zu aktuellen Entwicklungen der letzten Jahre unübersehbar. Der heutige Global-Faschismus(wie Johan Galtung es nennt) wird in Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, Pakistan, Jemen… und aktuell in der Ukraine exekutiert. Im permanenten Ausnahmezustand angelangt, will der herrschende Geldmachtapparat jedes Unrecht als Recht proklamieren und durchsetzen.

    Weitere Erklärungen zum Thema bei:
    elynitthria.net

    Comrade’s etwas zwanghafte Versuche das russische politische System und die Interessen des Staates ZU PERSONALISIEREN und irgendwelche “Zionisten” als eigentlich handelnde Akteure vorzuschieben, muss widersprochen werden!

    • Comrade John

      EdZ
      „Russland verschweigt nicht den Charakter des Putsches.“

      Russlands Version: „Nationalisten, Neonazis, Russophobe und Antisemiten die treibenden Kräfte des Staatsstreichs“ (Zitat Putin, neueste Rede).
      In dieser Version kommen die ukrainischen Oligarchen, George Soros, die Nato, die Regierung Polens u.a. entscheidende Hintergrundkräfte gar nicht vor.

      „Alle die sehen wollen erkennen selbstständig die Mechanismen und Hintergründe, die Fremdsteuerung des Maidan und Kräfte die am Werk waren und sind.“

      Aber das erkennen sie nicht selbständig, indem sie einfach russische Nachrichten verfolgen. Denn die erzählen ihnen eine Antifa-Story, die niemand aus den Kreisen der weltweit Mächtigen wirklich wehtut.

      Sie erkennen es, indem sie selbständig nach Informationen suchen, und solche Informationen erhalten sie bei unabhängigen Netzmedien wie der folgenden Quelle, wo die „Partner“ der Arsenij Jazenjuk-Stiftung Open Ukraine Foundation aufgelistet u. kurz vorgestellt werden. Es waren diese Kräfte, die mutmasslich über Jahre hinweg den Umsturz gut vorbereitet haben, mit dabei auch das „Nato Information and Documentation Centre“ in Kiew (dort ansässig seit 1997!) –
      0815-Info
      Neues vom Putsch-Premier, seinen Geldschiebern und Kriegstreibern

      http://www.0815-info.com/News-file-article-sid-11360.html#.Ux3YjYWafcw

      • Comrade John

        „Comrade’s etwas zwanghafte Versuche“

        Das Abstellen auf einen marx.-leninistischen Desperado („Dimitroff’s historische Erklärung zum Faschismus des 20. Jahrhunderts hat heute ihre Gültigkeit“) ist sicherlich zwanghaft zu nennen, und es bezeugt Ihren Dogmatismus.

        „irgendwelche “Zionisten”“…

        erkennen Sie natürlich nicht. Das habe ich inzwischen verstanden.

        Unsere diesbezügliche Unterhaltung endete ja zuletzt an der Stelle:
        http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/03/05/himmlische-hundertschaft/#comment-25283

        • Comrade John

          „das russische politische System und die Interessen des Staates ZU PERSONALISIEREN“

          So richtig „personalisiert“ wurde in Bezug auf Russland (auf Ukraine wohl ja) noch nicht viel.
          (Ausser der gelegentliche Hinweis auf den Chabad-Lubawitscher Berel Lazar, auf den Hr. Putin ja grosse Stücke hält. Und wo man sich natürlich fragt, was hier die Interessen des normalen Russenvolks sein sollen, das im allgemeinen -so wie in allen Ländern jede Bevölkerung- um seine wirtschaftliche Existenz ringt u. für sein Bestreben keine Sonderrechte von Staatswegen bekommt.)

          Wer bestimmt denn, Ihrer Meinung nach, eigentlich das russische politische System und die Interessen des Staates, an dessen Spitze er sich selbst gestellt hat?
          Sind es denn nicht die führenden Personen in „Politik und Wirtschaft“, und nach welchen Kriterien gelangten sie an die Führung; fragen sie das Volk um seine Zustimmung, und lassen sie sich periodisch von ihm auswechseln?

          Oder haben wir es hier mit einer Klasse (was sagt Dimitroff dazu?) zu tun, sodass Personen letztlich nicht entscheiden. Aber wenn es eine Klasse ist, welche ist das?

          Ich bin ziemlich sicher, dass Sie keine Frage schlüssig und d.h. im Sinn Ihrer obigen Argumentation bei Rückgriff auf den internationalen Kommunisten Dimitroff (Komintern) beantworten können. Denn nach Ihrem Rückgriff kann Russland ja kein kapitalistisches Land sein, denn sonst machte die Faschismus-Theorie (die ich gut kenne) u. der gesame antifaschistische „Habitus“ der heutigen russischen Führung keinen Sinn.
          (Der Habitus macht bedingt Sinn nur wie folgt, und auch da ist er zu hinterfragen:
          Russland ist, im Unterschied zur früheren UdSSR (die es nicht mehr gibt), ein kapitalistisches Land mit dem entsprechend bürgerlich-demokratischen System – so kapitalistisch wie die westl. Staatenkonstellation, von der Russland aufs Korn genommen ist. Es ist also per se kein Hort des Antifaschismus. Die „antifaschistische“ Reputation bezieht Russland nur aus seinem Bekenntnis zu den Ergebnissen des 2. Weltkrieges (“Europäische Nachkriegsordnung”), wonach hier “Nie wieder der Faschismus” usw. – dasgleiche sagen freilich auch die Staaten der „westl. Wertegemeinschaft“. Nun wird Russland aber trotzdem dafür ausgegeben (für glaubwürdiger im antifaschistischen Sinn) u. teils verteidigt bei Rückgriff auf eben das Moment –>Antifaschistisches Russland versus faschistisches Putschregime in Kiew. Das ist gewissermassen logisch, nur mit der Theorie Dimitroffs hat das nichts mehr zu tun)

          Wenn Russland aber kein kapitalistisches Land mit einer Klasse herrschender Kapitalisten (die Oligarchen) ist, was ist es dann, dass Sie so sicher sein lässt, dass „Faschismus“ hier unmöglich auftritt, während er nur in den echt kapitalistischen Ländern auftreten kann?

          Vielleicht sollten wir uns der ominösen Klasse, die überall den Kapitalismus macht und der von den Kommunisten selten konkrete Namen zugeordnet werden (an die man sich als Kommunist direkt wenden müsste!), doch einmal auf eine personenbezogene Weise nähern? Ich meine um eine bessere Ahnung zu bekommen, wovon überhaupt die Rede ist… Hinterher können wir uns ja dann verständigen, ob dies eine zulässige „Personalisierung“ ist oder oder nicht, und um welche Klassenzugehörigkeit es hier gehen darf.

          Beginnen wir einfach mal mit dem –> hier,
          Alexei Alexandrowitsch Mordaschow (… * 26. September 1965 im nordrussischen Tscherepowez) ist ein russischer Unternehmer. Er ist Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Severstal und Generaldirektor der Severstal-Gruppe.[1] Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte sein Vermögen im Frühjahr 2008 auf 21,2 Milliarden US-Dollar.

          Seit 2000 ist Mordaschow Mitglied in der Russisch-deutschen Regierungskommission für strategische Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft und Finanzen.

          Am 5. Oktober 2007 unterzeichnete Alexei Mordaschow mit der Siemens AG ein Abkommen über eine langfristige Zusammenarbeit bei der Entwicklung des russischen Maschinenbaukonzerns Silowyje maschiny.[4] Über seine S-Group Travel Holding ist er mit 25 Prozent größter Eigner der TUI.[5]“ (Wikipedia)

          Dann weiterführend lesen –>
          Mordaschow stieg nach 1998 zu einem der einflußreichsten Manager auf, abgesichert durch ein mächtiges Netzwerk und Allianzen mit der MDM Gruppe von Sergei Popow und Melnitschenko. Mordaschow gilt als eifriger Befürworter des WTO-Beitritts und gehört zu den favorisierten Oligarchen Putins.“
          aus: Russisch Monopoly
          Wie entstanden Rußlands große Vermögen?

          Alexej Mordaschow (1965- )“

          http://www.netstudien.de/Russland/mordaschow.htm

          Zum Schluss noch ein Schmankerl –>
          Manager Magazin – 24.10.2011
          „Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow
          Russischer Reiseleiter
          Milliardär, Vorzeigeoligarch, Putin-Liebling – der Russe Alexej Mordaschow trägt viele Attribute. Jetzt ist er auch noch größter Aktionär von Tui und wichtiger Partner von Siemens. Auf wen haben sie sich da eingelassen?“

          aus: manager-magazin.de/magazin/artikel/a-792754.html

        • Auch hier wieder selektive Wahrnehmung Comrad: Wie passt denn die Geschichte mit der Schneerson-Bibliothek in Ihre Theorie der Superfreundschaft Putins mit der Chabat Gemeinde? Und ist Ihnen schon mal aufgefallen, das Putin in gleicher achtungsvoller Weise mit russischen Moslemgemeinden und Buddhisten umgeht? Könnte es sein, daß man genau das von einem russischen Präsidenten erwarten muß, daß er respektvoll mit all diesen Gemeinschaften umgeht und deren Respekt und die Loyalität dem russischem Staat gegenüber zu stärken sucht?
          Nur mal so gefragt.

        • Comrade John

          Nur mit Wiederholungen („Comrade nimmt nur wahr was ihm passt“, sinngemäss) werden Sie nicht punkten.

          Klären Sie eventuelle Mitleser doch erstmal auf, was Sie meinen(!), denn nicht Jeder hat ein so starkes Interesse an Chabad… ;)

          Nur zur Info, was @urkeramik da ansprechen will:

          Der Hintergrund der „Schneerson-Bibliothek“ ist ein jahrelanger Rechtsstreit von Chabad-Lubawitsch (USA) gegen die Regierung Russlands vor Gerichten in den USA, bei dem sich Russlands Oberrabbi Berel Lazar aber heraushielt u. deswegen mitnichten mit Herrn Putin stritt, wie @urkeramik es unterschwellig vermitteln möchte:
          The Cutting Edge – June 23rd 2008
          „After the Holocaust
          US Court finds that Chabad Can Sue for the Return of Precious Archives held by Russia

          thecuttingedgenews.com/index.php?article=593

          Und so ging die Sache dann wirklich aus:
          Russland-Aktuell – 18.03.2013
          Moskau macht strittige Schneerson-Bibliothek öffentlich
          …Es kommt Bewegung in einen seit Jahren schwelenden „Beutekunst“-Streit zwischen der orthodoxen jüdischen Chabad-Bewegung in den USA und dem russischen Staat: Die von den New Yorker Chassiden per Gericht eingeforderte „Schneerson-Bibliothek“ soll in Kürze in Russland öffentlich zugänglich werden.

          Putin hatte selbst Mitte Februar angeregt, die umstrittene Sammlung den Juden Russlands zu übergeben. Berl Lasar, oberster Rabbiner der russischen Juden und selbst Chabad-Chasside, hatte bisher die Position vertreten, sich aus dem Konflikt zwischen dem russischen Staat und seinen amerikanischen Glaubensbrüdern herauszuhalten. „Aber ein Angebot des Präsidenten kann man nicht ablehnen“, zitiert der „Kommersant“ den als Putin-treu geltenden Geistlichen.“

          http://www.aktuell.ru/russland/kultur/moskau_macht_strittige_schneerson_bibliothek_oeffentlich_814.html

          Die Quizfrage wieviel führende, reiche Buddhisten die ukrainische „Opposition“ (z.B. den V. Klitschko) mitfinanziert haben ist „geschenkt“ — :)

      • Comrad, Sie sollten die Rede auch vollständig lesen, bevor Sie sie zietieren. So picken Sie einfach eine Zeile heraus, die Ihnen in Ihre Argumentation passt und unterschlagen alles weitere. zb:
        „Ein ähnliches Szenario kam in der Ukraine zur Anwendung. Im Jahr 2004 erfand man eine von der Verfassung nicht vorgesehene dritte Runde bei den Präsidentschaftswahlen, um den genehmen Kandidaten damit durchzubringen. Das ist ein Absurdum und ein Hohn gegen die Verfassung. Jetzt wurde eine vorab ausgebildete, gut ausgerüstete Armee aus bewaffneten Radikalen in das Szenario eingebracht.

        Wir verstehen sehr gut, was hier abläuft, wir wissen, dass diese Aktionen sowohl gegen die Ukraine, als auch gegen Russland gerichtet waren, ebenso auch gegen eine Integration im eurasischen Raum. Und das während einer Zeit, in der Russland aufrichtig um Dialog mit unseren Kollegen im Westen bemüht war. Wir schlagen ständig Kooperation in Schlüsselfragen vor, wir wollen das gegenseitige Vertrauen fördern, wir wünschen, dass unsere Beziehungen auf Augenhöhe stattfinden, dass sie offen und ehrlich seien. Aber wir sehen keinerlei Entgegenkommen.

        Im Gegenteil, wir wurden Mal ums Mal betrogen, es wurden Entscheidungen hinter unserem Rücken getroffen, man stellte uns vor vollendete Tatsachen. So war es mit der NATO-Osterweiterung, mit der Installation von militärischer Infrastruktur an unseren Grenzen. Uns wurde immer ein und dasselbe erzählt: „Na, das geht euch nichts an.“ Es ist leicht gesagt, es gehe uns nichts an.

        So war es auch mit der Entfaltung der Systeme der Raketenabwehr. Ungeachtet all unserer Befürchtungen bewegt sich die Maschinerie vorwärts. So war es auch mit dem endlosen In-die-Länge-Ziehen der Verhandlungen zu Fragen der Visafreiheit, mit den Versprechen eines ehrlichen Wettbewerbs und freiem Zugang zu den globalen Märkten.

        Heute droht man uns mit Sanktionen, aber wir leben ohnehin schon unter einer Reihe an Einschränkungen, die für uns, unsere Wirtschaft und unser Land insgesamt sehr bedeutend sind. Beispielsweise haben die USA, danach auch andere Länder es noch im Kalten Krieg verboten, bestimmte Technologien und Ausrüstung an die UdSSR zu verkaufen, es gab dazu die sogenannten CoCom-Listen. Diese sind heute formal annulliert, aber nur formal, denn faktisch gelten viele Verbote auch weiterhin.

        Kurz, wir haben allen Grund zu der Annahme, dass die sprichwörtliche Eindämmungspolitik gegen Russland, die sowohl im 18., im 19. und im 20. Jahrhundert aktuell war, auch heute noch fortgeführt wird. Man versucht ständig, uns in irgendeine Ecke zu drängen, und zwar dafür, dass wir eine unabhängige Position einnehmen, dafür, dass wir diese verteidigen, und dafür, dass wir die Dinge beim Namen nennen und nicht heucheln. Im Falle der Ukraine haben unsere westlichen Partner eine Grenze überschritten, handelten grob, verantwortungslos und unprofessionell.“

        • Comrade John

          „So picken Sie einfach eine Zeile heraus, die Ihnen in Ihre Argumentation passt und unterschlagen alles weitere. zb:“

          Die „herausgepickte eine Zeile“ gibt wieder, wen das offizielle Russland für den Umsturz in Ukraine als massgeblich ausgibt:
          „Die treibenden Kräfte des Staatsstreichs waren Nationalisten, Neonazis, Russophobe und Antisemiten. Genau sie sind es auch, die bis heute in vielerlei Hinsicht das Leben in der Ukraine bestimmen.“

          Dies ist in der Rede insgesamt relativiert, aber die echten Hintermänner (z.B. Pintschuk und Kolomoiskyj, haben sie nichts gemacht??!) werden natürlich nicht erwähnt.
          Und wenn man sich dazu nochmal das anschaut, was der ukrainische Ex-SBU-Chef Jakimenko (apxwn berichtete) hier erzählte, Zitat:
          “Alle Kommandos kamen aus der US-Botschaft oder aus der Vertretung der EU, von Herrn Tombiński, der selbst ein polnischer Staatsbürger ist. Die Rolle Polens beim Umsturz in der Ukraine ist also höchst bedeutend…”
          dann kann man sich schon fragen, was Hr. Putin mit der ewigen Litanei von den sog. Neonazis pp. eigentlich bezwecken will, denn genau diese Nennung setzt sich bei den Nachrichtenkonsumenten fest, und das soll sie vermutlich auch.

          Was speziell von dem Antisemitismus-Gerede zu halten ist, ergibt sich eindeutig aus einem Dutzend Bekundungen, angefangen beim WJC-Vize Josef Sissels, der selbst mit seinen „Kameraden“ von Swoboda in Kiew kämpfte bis hin zum israel. Botschafter Reuven Din El, der sich mit D. Jarosch (Rechter Sektor) bestens unterhielt.

          Die politische PR verbiegt die Wahrheit (annähernde, verhältnismässige), und wir sind dessen Zeitzeugen. So wird Geschichte von denen da Oben immer gemacht, und ich sehe zwischen ihnen keinen prinzipiellenUnterschied.

  • Ende der Zivilisation

    Und warum sollten die russischen Behörden nicht auf die Parallele zur historischen Situation verweisen?
    Es gibt ein Fußvolk einerseits und die Strippenzieher und die Kommandoebene andererseits. Ohne Fußvolk, dass die Befehle ausführt, kein Faschistischer Putsch. Ohne Strategie-, Planungs- und Kommandoebene auch kein Putsch!

    Comrade: „dann kann man sich schon fragen, was Hr. Putin mit der ewigen Litanei von den sog. Neonazis pp. eigentlich bezwecken will, denn genau diese Nennung setzt sich bei den Nachrichtenkonsumenten fest, und das soll sie vermutlich auch.“

    Warum soll er es nicht sagen? Er sagt es, weil es gesagt werden muss. Denn es entspricht der Realität.

    Und Sie, Comrade, sehen das als einen Beweis für Ihre These nach der Russische Eliten mit den Nato-Geld-Machteliten kollaborieren würden?

    • Nobilitatis

      Warum sollten die russischen Behörden nicht? Einerseits weil es unehrlich ist. Es handelt sich eben nicht um „Faschisten“ und „Antisemiten“, die die Macht übernommen haben. Es ist nur ein billiges Etikett. Die „Bösen“ sind irgend etwas Anderes. Und das zu beschreiben ist viel Schwerer, als „Faschist“ zu rufen.
      Andererseits sind natürlich die „russischen Behörden“ genausowenig der Wahrheit verpflichtet wie die amerikanischen etc., sondern jeweils dem nationalen Interesse. Und da haben sie alles richtig gemacht. Dumm sind nur Hirnlose, die das unreflektiert nachplappern.

    • Comrade John

      „…für Ihre These nach der Russische Eliten mit den Nato-Geld-Machteliten kollaborieren würden?“

      Ich habe auf die Unsinnigkeit hingewiesen, den amtierenden Vorsteher eines durch u. durch kapitalistischen Landes zum obersten Antifaschisten zu verklären.
      So, und das war das Eine.

      Das Andere, das Sie evtl. jetzt ansprechen, ist die prinzipielle Übereinstimmung der russischen Eliten mit denen des sog. Westens.
      Sie ergibt sich aus der gemeinsamen Wirtschaftsweise, aus dem Bekenntnis zum globalen Markt, aus der Adaption an das westl.-parlamentarische System (das mit demokratischen Prozessen der Volksherrschaft nichts zu tun hat, weil allein die Macht des Geldes die Wahlchance der Parteien u. Auswahl der Kandidaten bestimmt) und weiterhin aus dem Festhalten an der europäischen Nachkriegsordnung, die ein imperialistisches Projekt war u. zementiert wurde um die sog. EU gründen zu können. Mit Menschenrechte, Freiheit vs. Diktatur u.ä. hatte der sog. Kampf gegen den Nazismus u. Faschismus gar nichts zu tun, das sind elendigste imperialistische Sprechblasen, und sie blamieren sich seit 1945 fast jährlich neu durch immer weitere, ausgekochtere imperialistische Verbrechen.

      Auf eine ganz entscheidende Gemeinsamkeit hatte ich unlängst mit zwei Beiträgen hingewiesen – auf das kriminelle Zentralbankensystem, woran neben Russland auch China beteiligt ist –>
      http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/03/02/ukraine-mission-r2p/#comment-25055

  • Ende der Zivilisation

    Also:
    WER ist verantwortlich für soziale Spannungen, bewaffnete Konflikte, Krieg?

    • Comrade John

      „WER ist verantwortlich für soziale Spannungen, bewaffnete Konflikte, Krieg?“

      Also – für soziale Spannungen in Russland sind ja wohl die heimischen oligarchischen Gruppen verantwortlich oder nicht! Oder gibt’s dort keine sozialen Probeme?

      Ebenso sind sie natürlich mitverantwortlich, wenn ausländische Agenten das vorgefundene soziale Gefälle für die eigenen Zwecke nutzen u. die Probleme propagandistisch gegen Russland kehren.
      In Ukraine hat man doch soeben gesehen, welche Anziehungskraft u. Macht der [vermeintliche] westliche Wohlstand auf die Massen ausübte.

      Ich habe nie bestritten, dass die westl.-zionistischen Eliten das Zentrum der weltweiten Unruhe u. der Bedrohung der Völker u. Stämme sind. Eben drum darf man ihnen nicht noch beispringen u. die Arbeit erleichtern helfen. Genau das ist aber auch in Ukraine geschehen. Ein Teil des Unruhepotentials v.a. in den westukrainischen Regionen resultiert aus dem geschmähten ja inkriminierten ukrainischen Nationalismus u. seinen Traditionen. Hier täte Russland gut daran endlich die Fesseln der Geschichte abzustreifen u. schlichtweg zu sagen –> lasst uns das Gestern begraben und gemeinsam in das Morgen schauen! Ähnliches geschah in den baltischen Ländern nach dem Zerfall der SU, wo man diese kleinen Ländern geradezu in die Arme des Westens getrieben hat, statt mit ihnen endlich ein neues gemeinsames Kapitel in der Geschichte von Nachbarvölkern aufzuschlagen.

      EdZ, 19. März 2014 um 9:00
      „die damit verbundenen Lehren aus der Geschichte“

      Eure Lehrer waren Lügner und ihre Herren sind Verbrecher.

  • Beinstuhl

    Die Türkei hat einen Kaukasier eingelocht, der sein kleines Kalifat hatte und wohl in Ungnade fiel: Mohammed (Magomed) Abdurachmanow.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/syrien-die-schreckensherrschaft-des-abu-al-banat-12852789.html