Alte Eisen schießen gut

Noch gestern hat sich erstmals nach allen diplomatischen Auftritten dann doch noch der Verteidigungsminister der RF, Sergej Schoigu, zu Wort gemeldet und Truppenmanöver nahe der Grenze zur Ukraine angekündigt. So weit, so bereits bekannt. Aber es gibt an diesem Auftritt noch etwas, das vielleicht ein Hinweis auf den Ernst der Lage sein kann.

Genau genommen handelt es sich um den fast 80-jährigen Mann auf dem folgenden Bild, der in Militäruniform an der gestrigen Beratung der Spitzen des Verteidigungsministeriums und des Generalstabs teilnahm:

lobov

Dieser Mann ist Wladimir Lobow, der im Rang eines Generals in den aktiven Dienst zurückgekehrt ist.

Lobow war in späten Sowjetzeiten Chef des Generalstabs der Streitkräfte der UdSSR und stellvertretdender Verteidigungsminister. Bekannt ist er durch mehrere Armeereformen, durch das im Westen der Sowjetunion und in Polen durchgeführte, großangelegte Militärmanöver “Zapad-81” (sein „Kind“) und durch das zu der Zeit gefürchtete militärtheoretische Konzept eines sowjetischen Vorstoßes bis zum Atlantik, das dieses Ziel innerhalb einer Frist von zwei Wochen erreichen sollte.

Lobow ist ein Militärstratege und Militärideologe ersten Ranges, der überdies auch über sehr viel an praktischer Erfahrung – bspw. in Zentralasien – verfügt. Er war seit 1994 im Ruhestand. Wenn nun ein solches Schwergewicht in den aktiven Dienst – als Berater im Generalstab der russischen Streitkräfte – zurückkehrt, so kann man leicht ins Grübeln kommen. Schoigus gestrige Warnung ist damit noch etwas gewichtiger, denn sie liest sich unter diesen Umständen so, dass es im Ernstfall nicht nur zu einer Teilung der Ukraine entlang der Ufer des Dnepr, sondern zu einer Teilung Europas entlang des Ärmelkanals kommen wird.

Beziehungsweise, ernster gesprochen, bedeutet das, dass die RF einen „Think Tank“ aktiviert, in den die militärische Expertise aller verfügbaren Generationen einfließen soll.

Kollegium des Verteidigungsministeriums der RF, 24.04.2014

Kollegium des Verteidigungsministeriums der RF, 24.04.2014

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  • Jowi

    Vorstoß bis zum Ärmelkanal? Warum nicht gleich dritter Weltkrieg?
    Dass die Lage ernst ist, bezweifle ich nicht. Dass nun aber der Westen vor Schreck erstarren soll, weil man einen 80-Jährigen reaktiviert ?

    Hoffen wir auf Altersweisheit. Für mich sieht das ein bisschen nach Show aus.

    • ISKANDER

      Sehe ich auch als Show oder zumindest als Teil der militärischen Schwarmintelligenzbildung, an.

    • @jowi et al. – Natürlich war das mit dem Ärmelkanal nur ein Spruch, der an die Errungenschaften des Generals anknüpfen soll. Den letzten Absatz habt ihr vielleicht übersehen, ansonsten siehe den Kommentar von @E. K.

      • Robert Ketelhohn

        Der Spruch war erste Klasse.

    • Joseph Graf

      Bei Radetzky und Hindenburg war es so, dass die Altersweisheit erfolgreich war. Sie kamen ebenfalls aus dem Ruhestand zurück (Radetzky mit 82 Jahren!) und wurden erst als Reaktivierte die großen Helden.

  • habkind

    Wenn wir noch vor ein paar Monaten von der Gefahr eines 3.Weltkrieges durch die

    Anhäufung von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer vor der Küste Syriens sprachen, dann waren

    das im Vergleich zur jetzigen Gefahr in der Ukraine ja Sandkastenspiele.

    Ich selbst habe nie die Gefahr eines Krieges Ost/West wegen Syriens gesehen. Diese Gefahrsehe ich aber in Verbindung mit der Ukraine sehr wohl.

    • Robert Ketelhohn

      Wenn, dann darum, daß die Völker des „Westens“ es nicht fertig kriegen, die verbrecherischen Régimes, von denen sie zugunsten Dritter ausgesaugt und überhaupt als Völker zerstört werden, zur Hölle zu jagen.

  • urkeramik

    mhm, interessante News. Allerdings geht deine Folgerung möglicherweise zu weit. Mit Sicherheit bedeutet diese Personalie, daß man an „alte“ Planungen und Erfahrungen anknüpft. Und geplant werden sicher mehrere Varianten möglicher Konflikte, ich glaube aber nicht, daß irgendwer in der Runde Lust verspürt „Europa zu besetzen“. Ziele möglicher Planungen dürften vielmehr die Zerstörung der Kommando- und Logistikstrukturen der Nato betreffen um deren Fähigkeiten auf ein Minimum zu bringen.

  • habkind

    Ob es nun bis zum Ärmelkanal (kann ich mir nicht vorstellen) geht oder nur bis zur Westgrenze Polens oder wo auch immer, ist erstmal egal.
    Eine ähnliche Situation hatten wir aber schon in der Kuba-Kriese. Da hatten die Russen vor der Haustür der USA angefangen, Atomraketen aufzustellen und die USA waren bereit, dieser Gefahr bis zum äußersten zu begegnen. Russland hat damals eingelenkt.
    Heute will Russland mit solchen Handlungen belegen, dass es zum Äußersten gehen wird – der Westen sollte diesen Wink verstehen

    • Zum Stichwort Kubakrise: Daß die USA damals schon seit Jahren Atomraketen derselben Kategorie in der BRD und der Türkei disloziert hatten, wurde und wird gern übersehen.

    • Mathew Miller

      Sind sie interessiert an ein paar Fakten zum Thema Cuba-Kriese.
      Die USA stationierten damals A-Waffen direkt vor der Haustür der UDSSR.
      Die Türkei wurde NATO -Mitglied weil sie bereit war Atomraketen direkt vor der Russischen Haustür zu stationieren.
      Fakt.
      Man kann die Stationierung der Raketen auf Cuba durchaus als angemessene Reaktion seitens der Russen betrachten.
      Will ich nicht weiter bewerten.
      Wer als erster mit der Stationierung derartiger Waffensysteme begann steht aber außer Frage.
      Fakt.
      Eingelenkt hat damals nicht Russland sondern die USA.
      Sie haben die Raketen aus der Türkei verlegt…wohin….na raten sie mal.
      Europa wurde noch direkter in das Wettrüsten mit A-Waffen einbezogen.
      West als auch Ost-Europa waren somit Spielball der geopolitischen Spielchen unserer atlantischen „Verbündeten“.
      Fakt.

      • Robert Ketelhohn

        An alle: „Krise“, bitte.

        • Mathew Miller

          Uuups.
          Danke für die Anregung.

      • Jowi

        @disqus_uRPKYPjCa8:disqus
        Volle Zustimmung zu dieser Analyse!
        Verlierer der Kuba-Krise war also Europa, vor allem die Länder am „eisernen Vorhang“, also ganz besonders Ost- und Westdeutschland. Diese „Location“ war nun für das nukleare Grillfest vorgesehen.
        Das war der Grund, warum ich damals, am Ende des kalten Krieges, den Wehrdienst verweigert habe. Warum ein Bündnis verteidigen, welches das eigene Land als „Battlefield“ für einen nuklearen Schlagabtausch präpariert? Was ist das für eine Landesverteidigung? Harakiri für die USA?
        Auch in dieser aktuellen Auseinandersetzung zwischen den USA und der RF steht der größte Verlierer schon jetzt fest: die Ukraine. Es ist nie günstig, wenn eine Frontlinie großer Mächte mitten durchs eigene Land läuft.

      • habkind

        Die Tatsachen waren mir schon bekannt. Für die USA wurde es aber erst richtig ernst,
        als die Raketen vor der Haustür standen. Moskau hat damals zugestimmt, damit die USA ihr Gesicht wahren können, seine Raketen zuerst abzuziehen und die USA einige Monate später dann ihre Raketen aus der Türkei.
        Russland wird jetzt nicht klein nachgeben. Die „Raketen“ stehen nun vor seiner Haustür und es sieht sich immer weiter von seinen Gegner umzingelt.

  • @ APXWN: Nun mach den Leuten mal keine Angst! In Polen fürchtet man schon eine Wiederholung von 1920, nachdem heute wie damals die vollständige Eroberung der Ukraine durch Warschau gescheitert ist.

    Das wichtige an Lobow dürfte sein, daß er einer der wenigen noch lebenden rußländischen Generale ist, der aufgrund der erwähnten Manöver praktische Erfahrungen in der Führung wirklich großer Truppenkörper hat. Was demnächst stattfinden könnte, dürfte eine hochkomplexe militärische Operation sein, bei der endlich auch die Transnistrien-Frage mit gelöst wird. (Diese Republik lebt seit Wochen unter einer von Moldawien und der Kiewer Junta verhängten Blockade.)

    Diese Operation muß schnell, präzise und vor allem mit möglichst wenig Blutvergießen ablaufen. Letzteres ist für Moskau besonders wichtig, während ich den Eindruck habe, Washington würde gern hohe Leichenberge sehen.

    Aus militärischer Sicht ist der Gegner nicht besonders bemerkenswert: Insgesamt – inkl. SBU, Polizei und Nationalgarde (oder wie sich die Banditen gerade nennen – zur Zeit werden neue „Spezial“-Bataillone außerhalb der NG, z.T. aus entlassenen Häftlingen bestehend, formiert) – sollen in der Ostukraine derzeit 11.000 Mann disloziert sein. Selbst für die aktuell stattfindende Strafexpedition ist das nicht gerade ein großer Kräfteansatz.

    • lunaria

      @ EK: Schön, dass Sie exakterweise „russländisch“ statt „russisch“ schreiben.

      • Jones Bones

        Wasn der Unterschied?

        • „Russisch“ wäre auf die Ethnie bezogen…

        • Jones Bones

          Also entsprechend dem „Rossiyanyin“ statt „Russkyi“?

        • Nobilitatis

          росси́йский

  • ISKANDER

    RIA meldete heute um 22. UHR; – die RF habe der Ukraine bislang 429 Kampftechnik zurück gegeben, die mit den übergewechselten Einheiten in die Hände der Krim Armee kam.
    Darunter 13 Schiffe, 181 Kraftfahrzeuge, 60 Panzer und 25 Flugzeuge.
    Was soll das denn???
    Was stimmt hier nicht?
    Ich denke, diese „Rückgaben“ seien annulliert?

    Kein vernunftbegabter Politiker liefert kurz vor dem Krieg seinem Gegner Massen von Waffen die dann dazu dienen, möglicherweise Hunderte Eigener Soldatenleben zu kosten oder bestenfalls gegen Zivilisten in der Ostukraine eingesetzt werden.Also wenn diese Meldung stimmt und davon ist auszugehen, wird alles Kriegsgetrommel nur Opium fürs Volk sein. Und zwar von beiden Seiten. Ein riesiges Theaterstück?

    • Die Rückgaben sind tatsächlich erfolgt. Kiew hatte im Weigerungsfall mit ernsten Konsequenzen gedroht. Wie selbige aussehen können, wissen die Bewohner der Krim, deren Trinkwasserzufuhr vom Festland gedrosselt wurde – von derselben „Regierung“, die sich strikt weigert, bei Gasprom ihre Schulden zu bezahlen und trotzdem weiter rußländisches Erdgas verbraucht.

    • Jones Bones

      …und ein U-Boot.
      All dies ist jedoch in einem ähnlich schlechten Zustand wie der Rest der ukrainischen Armee und kaum einsetzbar, wenn man nicht Millionen in deren Instandsetzung investiert.
      Langsam verstehe ich aber den russischen Kurs ebenfalls nicht mehr.
      Da die Junta das Wasser abwürgt, ist deren letztes Druckmittel weg?
      Welchen Grund hat Russland noch, da Rücksicht zu zeigen?

      Aus einer Militärübung kann sehr leicht Ernstfall werden, beispielsweise, indem auf diese Weise Angriffsvorbereitungen verschleiert werden oder der Angriff geübt.

  • Mathew Miller

    Wenn die RF militärisch irgend einen Zug macht dann ganz sicher nicht in der Ostukraine.
    Das taktisch einzig sinnvolle ist in dem Zusammenhang ein Eingreifen über die Krim in Richtung Transnistrien.
    Die Südostukraine samt Odessa wäre auf der einen Seite vom Rest der Ukraine abgeschnitten und mit einer Bewegung aufwärts Richtung Weißrussland könnte die Westukraine komplett vom Kernland abgeschnitten werden.
    Alles taktische Überlegungen die nicht erst seit heute eine Rolle im Kalkül der militärischen Optionen spielen.
    Warum sonst sollte Russland seit Anfang der 90 Jahre diese Region als Schutzmacht militärisch als auch wirtschaftlich stützen.
    Das jetzt die alte Garde wieder reaktiviert wird dürfte ein Anzeichen für komplexe militärische Planspiele sein.
    Jene Art von Planspielen welche in Russland zuletzt von eben diesem Leuten betrieben wurden.
    Dürfte die letzte Warnung sein.

    • berlinathen

      Die Reaktivierung eines alten, erfahrenen Generals ist weder ein riesiges Theaterstück, noch eine Show oder ähnliches. Es zeigt, dass man in Russland endlich aufgewacht ist und neben den üblichen diplomatischen Sprüchen, die der Westen einfach ignoriert, Gedanken über eine reelle Konfrontation mit dem Hegemon macht. Sehr gut so und noch besser, dass Άρχων dies thematisiert hat. Sprüche machen ohne die Keule zu zeigen sind für die Mächte, die der Hegemon befehligt, Schall und Rauch, nur die Bereitschaft, gegebenenfalls auch zu Gewalt zu greifen, kann ihn irgendwie beeindrücken.
      Sehr gut der Beitrag von Mathew Miller, das ist ein gutes Diskussions-Niveau.

  • lunaria

    Ja, sehr interessanter Hinweis von apxwn. Wird sind unabweisbar mit einer nicht gewählten, antidemokratischen Putschregierung in der Ukraine konfontiert, die existierende Konflikte verstärkt. Durch ihre geringe Verankerung im Volk ist das Überleben dieses Führungspersonals von westlichen Geldgebern, Auftraggebern und ausländischen Machtzirkeln abhängig. Aber gerade darin liegt ihre Gefährlichkeit. Sie erkennnen: Alles oder nichts. Da sind dann die normalen ethischen, diplomatischen und menschenrechtlichen Standards nicht mehr gültig, insbesondere wenn man die bestimmenden militärischen, kulturellen und wirtschaftlichen Mächte hinter sich weiß.

    Es musste den US/EU-Verantwortlichen von Beginn an klar sein, dass genau diese in Kiew an die Macht gelangte Konstellation den wirtschaftlichen Notstand verstärken, das Land kulturell weiter spalten und die politischen Positionen unvereinbarer machen wird.

    Wir sollten das Außenministerium in BRD-Land fragen, welche Schritte unternommen wurden, um den Pakt vom 21.2. mit Steinmeiers Unterschrift umzusetzen. Konnte das Außwärtige Amt und das Bundeskanzleramt nicht ahnen, bzw. hatten sie keinerlei Kenntnis davon, was für den nächsten Tag den 22.2. in Kiew geplant war?

    Die Kiewer Machthaber verletzen innenpolitisch grundlegende Menschenrechte der verschiedenen Volksgruppen. Eine politische und materielle Unterstützung und die defacto Anerkennung einer illegalen Putschregierung ist gegen internationales Recht. Wir stehen vor einem Zusammenbruch des Völkerrechts und der gewaltsamen Überwindung der UN-Charta.
    Andrej Hunko nach seinem Besuch in Donezk ist darüber beunruhigt:
    http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/59983259/271664155/
    Sogar Leute wie Jeffrey Sachs geben sich besorgt. Das internationale Recht befände sich am Scheideweg:
    http://weltwirtschaft-und-entwicklung.org/wearchiv/042ae6a2fc0a76501.php

    Der Ernst der Lage ist gegeben. Russland ist nicht Jugoslawien und Putin nicht Milosevic.

  • Jowi

    Habt ihr das Interview von Oberst Axel Schneider im BR gehört? Er ist einer der Personen, die angeblich im Auftrag der OSZE unterwegs waren und in Slavjansk festgesetzt wurden.

    Das ist sehr aufschlussreich, vor allem dass er nicht erklären kann, in wessen Auftrag er eigentlich unterwegs ist. Eines ist jedoch klar: sein Auftrag ist/war klassische militärische Aufklärung. Fast ein wenig naiv, wie er das der Journalistin erzählt: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowelt/axel-schneider-ruestungskontrolle-ost-ukraine100.html

    Diese Krise trägt einige absurde Züge. Amüsant ist auch dieser Bericht des Journalisten, der in Slavjanks gefangen genommen wurde: wegen Spionage und Drogenkonsum.

  • Ich habe gar nichts gegen Widerspruch. Aber in Deinem damaligen Kommentar hast Du mir **persönlich** – indirekt zwar im Stile „brauchst dich nicht wundern, wenn“ – aber doch deutlich Gewalt und Totschlag angedroht. Ich habe Dich privat um eine Stellungnahme gebeten, die nicht erfolgt ist. Aus diesem Grunde hast Du hier eigentlich Hausverbot. Das nur zur Erinnerung.

  • Jowi

    Sorry, ich habe den zweiten Link schlicht vergessen: http://www.newsweek.com/snatched-sloviansk-248546?piano_t=1

    Ein weiterer gescheiterter Staat ist am entstehen. Sie könnten ein Schild aufstellen: Das Projekt gescheiterter Staat wurde von der EU unterstützt.

    Zu diesem Thema finde ich den Spiegel-Online-Artikel recht gut:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-mit-russland-schuert-angst-vor-failed-state-a-965956.html

    Bei diesen Köchen kann kein gutes Mahl heraus kommen. Vielleicht war es für manche amerikanischen Thinktanks einfach das Ziel, eine nie heilende Wunde zwischen Europa und Russland zu erzeugen. Diese ist gut platziert und hat alle Rahmenbedingungen, lange offen und schmerzhaft zu bleiben.

    • Walter Mandl

      Ein weitere gescheiterter Staat ist im Entstehen, ja, und eigentlich läuft dieser Prozess seit seiner Unabhängigkeit. Nur ist er jetzt an einem Wendepunkt angelangt, der Begehrlichkeiten ganz offen weckt. Verdeckt gab es diese ja schon seit der Herauslösung aus der Sowjetunion. Und,
      niemand kann sich ein solches Staatsgebilde an seinen Grenzen wünschen!

      Die Intention der festgesetzten Mission dürfte klar sein. Drei Deutsche Offiziere in Begleitung ukrainischer Militärs genügen vollauf dafür.

      Als Zukunftsszenario der Ukraine vielleicht folgendes:

      Was wollte die RF auf alle Fälle NICHT:

      1) Eine Nato-Annexion der Krim (über EU-Assoziierung und nachfolgender Kooperation mit Nato) – kann als abgewendet betrachtet werden;

      2) Ein weiteres Heranrücken der Nato-Strukturen an seine Grenzen: Ist, zumindest auf absehbare Zeit, nach dem Anschluss der Krim auch weitgehend eingeleitet.

      3) Eine militärisch russisch okkupierte Ukraine. Die Gesamtkosten, also militärisch, politisch und vor allem wirtschaftlich wären von der RF nicht zu tragen. Übrigens bin ich auch der festen Überzeugung, dass auch der „Westen“ in keinster Weise in der Lage ist, die Kosten für eine Stabilisierung tragen zu können. Ein Kostenvergleich mit den Übernahmekosten für die ehemalige DDR kann Aufschluss geben. 16 Mio Einwohner und eine Infrastruktur vergleichbar mit jener der Ukraine verschlungen bis dato rund 2300 (!) Mrd €. Auf die Ukraine umgelegt erübrigt sich damit jede weitere Kosten/Nutzen-Rechnung. Vor allem in Hinblick der Finanzsituation des Westens.

      Aus dieser Betrachtung ergibt sich, dass die Bevölkerung der Ukraine abermals auf Zeiten zugeht, die mit den Hungerzeiten der 30er vergleichbar sein wird. Aber im Unterschied zu Stalins Zeiten stehen diesmal keine russischen Sondereinheiten zur Stelle, die das Volk nieder halten. Diese Aufgabe darf jetzt die ukrainische Armee erledigen. In Slawjansk üben sie solche Operationen gerade.

      Die absolute Verarmung und Ausweglosigkeit wird sich auch auf den westlichen Teil der Ukraine rasch ausweiten. Gerade dort wurden Hoffnungen geweckt, die mit der Realität niemals in Einklang zu bringen sind. Und gerade von dort stammt der Kern des national-militanten faschistischen Sektors. Spätestens im kommenden Winter, wenn die Menschen sich die Kosten für Gas nicht mehr leisten können, wird die Armee (wenn sie bis dahin noch besteht) auch Einsätze in Kiew gegen wütende, frustrierte und durch nichts mehr zu beruhigende Wutbürger zu führen haben. Kurzum, die Ukraine als Nationalstaat in der heutigen Aufstellung ist sogut wie tot.
      Die USA (Biden) zeigen mit ihrer „Demokratiespende“ von 50 Mill $ auf, dass die Party nach dem Verlust der Krim zu Ende ist.
      Wer wird also mit den Problemen des Staatszerfalls am stärksten konfrontiert sein? Natürlich einerseits Russland aber im wesentlich umfangreicheren Ausmaß die EU. Sie hat sich vieeeeel zuweit aus dem Fenster gelehnt, Zusagen und Versprechungen gemacht und Hoffnungen geschürt, die ihr auf den Kopf fallen werden. Die allgemeine Wirtschaftssituation in der EU aber vor allem auch in Rumänien, könnte sogar dazu führen, dass bestimmte Kräfte (auch von polnischer Seite) begehrliche Blicke auf den Westen der Ukraine zu werfen beginnen. Ein Fiasko für die EU. Russland hat keine Versprechungen gemacht und hätte überdies mit dem Südosten der Ukraine jenen Bevölkerungsanteil vor der Tür, der traditionsgemäß geduldiger ist. Hunderttausende von ihnen verdienen ihr Brot durch Arbeit in der RF.
      Die Ukraine wird daher in mindestens einen West- und einen Südostteil zerfallen. Der Westteil wird die EU in einem Ausmaß beschäftigen, dass sie sich wünschen wird, niemals einen Vertreter nach Kiew entsandt zu haben. Der Ostteil wird, besser als zuvor, mit der RF kooperieren, vielleicht sogar der GUS beitreten und sich dank seiner Menschen und der angesiedelten Industrie sogar entwickeln können.
      Fazit: Russland darf nicht militärisch intervenieren (ausgenommen es kommt zu Massakern an der russischsprachigen Bevölkerung) und braucht sich nur vor Umtrieben im Lande zu schützen. Die jetzige Regierung in Kiew wird das kommende Frühjahr nicht mehr erleben. Selbst dann nicht, wenn es ihr gelingt, im Mai Wahlen abzuhalten. Dazu müsste sie bedingungslose Unterstützung von Außen erhalten. Weder Brüssel ist dazu in der Lage noch haben die USA nach dem Wegfall der Krim einen Hebel, solches irgendwie auch nur temporär zuwege zu bringen. Das einzige, dass meine Erwartungen für die Ukraine durcheinander bringen könnte, wäre ein militärischer Angriff gegen die RF. Das effektive Ergebnis für die „Ukraine“ wäre dann eben noch schlimmer.

      • Jones Bones

        Hat größtenteils meine Zustimmung, nur die Kostenanalyse und der Wiedervereingungs-Vergleich hinkt.
        Der Löwenanteil der Anschlusskosten der DDR ging für Sozialleistungen drauf, nur ein Bruchteil ging für den Aufbau drauf.
        Wenn man noch bedenkt, dass die Sozialkosten vor allem dadurch fällig wurden, dass man die Wirtschaft der DDR eher ausgeweidet denn fortgeführt hat, hätte ein Großteil von ihnen gespart werden können.
        Kommt hinzu, dass es sich bei DDR & BRD bis zur Wiedervereinigung um 2 getrennte, fast völlig abgeschottete Wirtschaftsräume gehandelt hat, die von heute auf morgen schlicht nicht kompatibel waren und sein konnten.

        Russland hat schon bei der Krim gezeigt, dass es diese Fehler vermeidet, indem es aus der Krim eine Sonderwirtschaftszone macht, die Wettbewerbsvorteile bekommt, bis sie ausreichend entwickelt ist, um mit dem Rest der Föderation mithalten zu können.
        Anders als die beiden Deutschländer sind die Ukraine und die RF quer durch alle Bereiche stark ineinander verschränkt und teilen viele Charakteristika/Probleme.
        Die fallen bei der Ukraine extremer aus, weil die Ukraine a) das Oligarchenproblem anders als Putin kaum deeskaliert hat, und b) höhere Gaspreise wegen Korruption (Timoschenkos Deal & teure Zwischenhändler wie Firtasch) und außenpolitischer Dummheit.

        Wäre die Ukraine Teil der RF, so würden sich die meisten Probleme zwar nicht in Luft auflösen, aber deutlich entschärft werden.
        Umgekehrt würden diese Probleme bei einem Anschluss an die EU wiederum eskalieren, da die Wirtschaftsräume nicht kompatibel sind.
        Aber das ist alles hypothetisch und die russische Föderation geht (leider!) ganz andere Ziele an.

  • Mathew Miller

    Bestätigt hat er lediglich das schon seit 1991 derartige Missionen von der Bundeswehr im Auftrag von Leuten durchgeführt werden die er nicht benennen kann.

    In keiner Weise konnte er bestätigen das es sich um offizielle OSZE Missionen handelt.
    Fassen wir mal zusammen.
    Aktive Militärs der Nato zusammen mit ukrainischen Militärs und Kartenmaterial mit Stellungsangaben der „Terroristen“ sind im Auftrag einer neutralen Organisation wie der OSZE unterwegs und keiner hat sich angemeldet keine offizielle Abordnung der Organisation ev. Diplomaten ist vor Ort oder wird erwartet.
    Schon mehr als verdächtig.

    Die Begründung das er auf die schnelle diesen Zusammenhang nicht herleiten kann halte ich bestenfalls eine Schutzbehauptung.
    Was spricht dagegen das derartige Missionen im Schatten von OSZE Einsätzen schon seit 1991 laufen.
    Aufklärung ist die erste Aufgabe militärischer Einheiten.

    Das aktive Militärs einer neutralen Organisation eher verpflichtet sind als ihrem Kommandostab kommt entsricht dem Aufruf zur Befehlverweigerung.
    Die Tatsache das er nicht benennen konnte oder wollte in wessen Auftrag diese Mission läuft macht die Sache nicht einfacher.

    Wenn die OSZE derartiges unter ihrem Nahmen zulässt dann ist dieses neutrale diplomatische Mittel zur Beobachtung und Einschätzung von Konfliktparteien …Geschichte.

    Wieder so eine Aktion wie „russischsprachige“ Scharfschützen die Freund und Feind auf dem Maidan zusammenschiessen, Sturm auf eine Nationalgardestellung in Mariupol, gebrochene Waffenruhe über Osterfeiertage wobei das ukr. Militär nach Dneperpetrowsk zurückbeordert wurde(um weitere Überläufer zu hindern nicht gegen ihre eigenen Landsleute schiessen zu müssen), Einsatz unter Leitung des SBU und Einheiten der SOKOL.
    Über die Nationalgarde verliere ich hier besser kein weiteres Wort.
    Nur so viel.
    Wenn so eine ukrainische Nationalgarde von deutschen Militärs im Bereich Aufklärung unter dem Deckmantel der OSZE Unterstützung erhält dann haben wir schon wieder Zustände wie vor 70 Jahren.

    Und schon damals wussten die „dummen“ Landser nicht wofür sie eigentlich gen Osten marschierten.
    Zur Ukraine hieß es schon damals zur Hilfe und zur Unterstützung gegen die ach so bösen Kommies.
    Die Zusammenhänge sollten uns allen zu denken geben.
    Gewinner gab es damals keine in Europa.
    Hier ging für lange Zeit das Licht aus über“n Atlantik ging aber die Sonne auf.
    Tatsache.

  • S. Matt (triangolum)

    …mit welchen Streitkräften? Mit welchem Ziel? Mit welchen Gewinn?
    Das passt doch weder hinten noch vorne. Solche „bis zum Kanal“ Spiele und Denke sind James Bond Film Sprüche zur Dämonisierung.

    …selbst 1983 war der UDSSR Militärspitze klar das alles weiter als der Rhein zur sofortigen Einsatz von taktischen Kernwaffen der NATO führt. Ja selbst davor schon, an Brücken usw. wäre es durch Atom Minen dazu gekommen.

    …das selbe gilt heute nicht weniger für die Weichsel. Alles darüber hinaus würde sofortige Gegenmaßnahmen der NATO Auslösen. Nicht eingeschlossen alle aktiven Handlungen dieser Aktuell und bis dahin durch die NATO.

    …der NATO ist die ukraine und das Stückchen Land süd westlich davon egal. Wenn Russland da steht hat das keine Auswirkungen. Russland ist dadurch nicht stärker, nicht besser oder schlechter. Es hätte zudem enorme Kosten der Entwicklung und besonders würde es enorme Truppen und Material binden.

    …zudem könten auf dem Gebiet der Ukraine und alles westlich von Kiew zudem ein Partisanen Krieg blühen der weitere Kosten, Mann und Materialverluste bedeutet.

    …und zudem wäre Russland nicht nur noch stärker wieder der „böse“ im Westen sondern dient auch noch mehr als heute als Demon, als Feind von Außen um das Aufbegehren der Massen zu unterdrücken und deren Rechte noch mehr einzuschränken. Du sagst was gutes über Putin oder Russland?

    …siehe Montagsdemos und die Linke. Lächerlich wie die Sollbruchstelle zwischen „Volk“ und „Parteien“ bereits verläuft. Wenn die Planspiele 1999 bis heute in Denkfabriken so waren und Aktuell auch angepasst werden… TOP JOB sag ich nur.

    …in Deutschland ist keine Partei mehr (die NPD zähle ich nicht dazu da für mich indiskutabel) uneingeschränkt für Frieden und gegen die NATO + anderen Shit. Selbst die linke ist nun zerstört. Von Jutta Jedi Ditfurt mal ganz zu Schweigen.

    …was wir sehen ist ganz klar das Vorspiel zur Hölle. Und Russland weiß was das bedeutet. Es weiß das seit 1999, seit dem es wie jeder andere auch der es wollte, das frei zugängliche PDF lesen konnte des neuen Amerikas.

    …Russland kann oder könnte Teile der Ukraine unter Kontrolle nehmen. Eventuell ist es auch auf dem Tisch einer militärischen Planung. Wenn das nicht so wäre würden da einige was falsch machen.

    …die Planungen der NATO laufen ähnlich wie am persischen Golf. Erschaffe einen Dämon und bringe massiv Truppen an diesen. Die ersten Truppen werden bereits für „Manöver“ heran geführt. Wie gut sich das verkaufen lässt… zumindest hast du das Feigenblatt. Das es niemand Abkauft von den Völkern lassen wir mal offen. Zumindest die baltischen Staaten und die Polen sind da leider in er Mehrheit wohl fest auf Linie. Und nur darauf kommt es an.

    …und es werden sicher noch weitere Einheiten dazu kommen. Die Schreie nach mehr sind ja von diesen Staaten, incl. Rumänien, deutlich zu hören.
    Stehen Ende 2014 oder 2015 in den angrenzenden Ländern 100.000 bis 200.000 NATO Einheiten zusätzlich incl. Flugzeuge, Schiffen usw. hat die NATO die Werkzeuge um bei jeder Gelegenheit nicht nur mehr zu drohen.

    …es muss dann nicht mal mehr militärisch was passieren im alten Style. Es reicht Druck auf die angrenzenden russischen Provinzen zu machen im Stil Syriens. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit bis Russland erodiert und es einen Change gibt durch Eliten. Da nützen dann auch keine Kernwaffen wenn das System von innen zerfällt. Die NATO muss dann nur Sorge tragen das keine davon weg kommt oder hoch geht.

    …was kann Russland also tun dagegen? Viele Outs hat es nicht mehr.

    …es könnte zuschauen und nichts machen. Damit wäre aber ein Großteil des guten Image im Inland wieder weg denn wenn Russen im Osten der Ukraine drauf gehen und Putin nichts macht wird das so oder so ihm sehr Schaden. Und selbst das wird noch vom Ausland massiv verstärkt werden durch NGOs usw. Zersetzung und Vertrauenszerstörung in die eigene politische Führung ist immer ein Mittel zur Zersetzung.

    …es könnte sich den Osten der Ukraine „holen“ was unweigerlich zu noch mehr NATO Truppen an seinen Grenzen führen wird mit einem dicken fetten Russland Bashing in den neuen NATO Ländern. Zudem hat es dann dort massiv an Truppen stehen haben zu müssen und die Gefahr in einen Partisanenkrieg zu geraten ala Proxy NATO Truppen wie Syrien.

    …es könnte aber auch die Ostukraine durch eigene Proxys unterstützen. Den Kampf also dort Austragen ohne selbst wirklich farblich mitzumachen. Das mag offensichtlich sein, das mag bestialisch sein aber es hält die Optionen offen, hält die Isolation zeitlich verzögert, hält die NATO Aufmärsche verzögert usw. Und es lässt die Hoffnung Aufrecht das in Kiew ein Gegenputsch statt findet. Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.

    …und es lässt Zeit zumindest die Reste von dem Einzusammeln was noch übrig ist für Bündnisse die Russland stärken, die Isolation durchbrechen, die eigene Wirtschaft stabil halten und auch Militärisch sich in bessere Positionen zu bringen.

    …und natürlich muss das Ziel ganz klar hier der Iran sein. Ob der sich darauf einlässt? Ganz schwer zu sagen. Deren Doktrin ist ja ganz klar nach innen und Vertrau bloß niemanden, verständlich. Aber Russland muss hier alles dran setzen das es eine Achse gibt. Ansätze dazu sind da. Nun müssen aber weitere Folgen. Die sollten besonders im Militärischen still gemacht werden.

    …Russland kann sehr viel vom Iran lernen. Wie man in Isolation überlebt, wie man als Land auch Sanktionen überlebt und dabei wächst, wie man diplomatisch sich aus dieser heraus arbeitet usw.

    …fährt Russland aber die große Schrott Presse und pflügt durch die Ukraine mit Panzern wird es genau das machen was entweder so oder so geplant wurde durch das neue Amerika und nur denen in die Karten spielen die das ganze bis dahin wollten.

    …und nicht nur in diesem Blog wussten wir doch das am Ende „Russland“ das Ziel war und ist. Und China sollte wissen das ohne Treibstoff nix los ist. Siehe Japan 1940.

    …was mich Abschließend dazu bringt mal zu überlegen ob die Möglichkeit einer massiven Intervention Chinas nach Ost Russland ausgeschlossen ist und ob Russland bereit wäre hier Kernwaffen zu Antwort einzusetzen. Denn das was Russland im Osten stehen hat wird konventionell nicht Ausreichen um China zu stoppen wenn die meinen da los zu laufen um so einen Würgegriff zu umgehen. Und stehen erst einmal noch mehr Truppen im Westen Russlands ist im Osten nichts mehr.

    …da würde es dann ganz schnell mit den Anschlägen, Abspaltungen, syrischen Szenearien im alg. kommen. Entweder durch US Boys mit Turban oder gelben Freiheitskämpfern. Gegen wen möchte Moskau dann Kernwaffen einsetzen? Mit Truppen kann es dann im nichts mehr machen da keine Vorhanden die im Westen und im Osten gleichzeitig stand halten würden.

    • @S. Matt – Alles in allem sehr richtig. Aber dieses Problem besteht schon seit langem:

      „…was mich Abschließend dazu bringt mal zu überlegen ob die Möglichkeit einer massiven Intervention Chinas nach Ost Russland ausgeschlossen ist und ob Russland bereit wäre hier Kernwaffen zu Antwort einzusetzen. Denn das was Russland im Osten stehen hat wird konventionell nicht Ausreichen um China zu stoppen wenn die meinen da los zu laufen um so einen Würgegriff zu umgehen. Und stehen erst einmal noch mehr Truppen im Westen Russlands ist im Osten nichts mehr.“

      Noch in den frühen 2000’ern „entdeckte“ man aller paar Jahre eine neue chinesische Siedlung in Sibirien. In letzter Zeit habe ich nicht mehr viel davon gehört, aber das zeigt, wie eine Übernahme läuft – ganz ohne Gewalt, sondern einfach durch den beharrlichen Druck der Massen von der anderen Seite der Grenze. Ein fast schon physikalischer Vorgang. Vollkommen klar, dass man da weder mit „Truppen“, noch mit Kernwaffen etwas unternehmen kann. Versuche mal, ein paar de facto chinesische Regionen „zu integrieren“.

      • Jones Bones

        Naja, wirklich greifbare Ergebnisse können diese Dörfer auch nicht bringen, zumal man die Leute regelmäßig abschieben und die Grenze wieder abschotten könnte.
        Aber ja, auf lange Sicht haben wir hier einen Bevölkerungsdruck, der so einfach nicht zu lösen ist, und es ist davon auszugehen, dass die Chinesen genau so etwas vorhaben.
        Gibt ja auch was von Chruschtschow dazu:
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41751413.html

        Momentan ist eine aggressive USA das bindende Glied zwischen den beiden Großmächten und beide daher auch ein Stück weit froh darüber.
        Dennoch ist es so, dass es zwischen Russland und China so viele unüberbrückbare Interessensunterschiede gibt, dass die SCO niemals der NATO gleichkommen kann.
        Russland ist mit Indien und Vietnam verbandelt, China hat mit beiden Probleme und hat umgekehrt mit Pakistan enge Kontakte. Dann noch die Sache mit Zentralasien, wo noch immer der russische Einfluss in den meisten Ländern überwiegt, aber wo die Chinesen sicher den Laden mit seinen Rohstoffen gerne übernehmen würden.

  • Dike

    @ Nobilitatis „Immerhin ist Schweden gar nicht in der NATO“

    Das ist ein bisschen geheuchelt.

    Hier aus einem Artikel von Januar 2014 aus „Die Welt“
    Schweden ist für die USA ein „stiller Partner“

    Allerdings weiß man heute nach Öffnung aller Archive, dass es ganz so neutral, wie es das offizielle Stockholm immer dargestellt hat, nie zugegangen ist: Bereits im Gründungsjahr der Nato, 1949, wurden in den Stockholmer Regierungszimmern heimliche Pläne geschmiedet, wie man sich mithilfe des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses bei einem Angriff aus dem Osten schützen könnte.

    Ohne die Bevölkerung aufzuklären, wurden Mitte der 50er-Jahre sogar schwedische Stützpunkte umgebaut, damit amerikanische und britische Bomber im Notfall dort landen konnten. Für die USA gilt das offiziell neutrale Schweden denn seit dieser Zeit auch als ein „stiller Partner“, wie es ein hoher amerikanischer Diplomat der Clinton-Administration einmal ausdrückte.

    Nach dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist aus der nach außen hin kompromisslosen schwedischen Neutralitätspolitik eine Politik der Kooperation mit der Nato geworden: Schweden stellte in Bosnien eine Friedenstruppe, die unter dem Nato-Banner agierte. Stockholm beteiligte sich an der Partnerschaft für Frieden (PfP), und das Land hat eine aktive Rolle in der Ostseeregion übernommen, wo es neben der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Demokratisierungsprozess in den baltischen Staaten vor allem auch um eine Sicherheitskonzeption geht.

    Zusammen mit den USA, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden half man beispielsweise am Aufbau einer Friedenstruppe der baltischen Staaten. Und mittlerweile nimmt Schweden zum Teil an Nato-Einsätzen wie dem in Libyen oder Afghanistan teil.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article123919911/Finnland-und-Schweden-suchen-Nato-Naehe.htm

    • Nobilitatis

      Dennoch sind Schweden keine NATO-Militärs, die den NATO-Stäben mehr verpflichtet sind als der aktuellen Mission. Das lenkt doch nur von der eigentlichen Frage ab.

  • Jowi

    Ob geheim oder nicht geheim, wir haben hier einen Konflikt, der auch gewaltsam ausgetragen wird und die Informationen, die hier unter anderem Oberst Schneider sammelte, sind sehr geeignet der westlichen Seite einen nicht zu unterschätzenden Vorteil zu verschaffen. Gerade die Frage der Loyalität der Truppen, die hier evaluiert wurde, ist von entscheidender Bedeutung für das weitere Vorgehen.

    Nun stelle ich mir vor, dass ich auf der Seite der Slavjanks-Bürgerwehr wäre. Ohne zu zögern würde ich diese Aufklärer festsetzen. Alles andere wäre naiv und dämlich. Die Legitimität der einen oder anderen Seite bewerte ich mal lieber nicht, solche Fragen sind schwierig, wenn das Faustrecht gilt.

    • Nobilitatis

      Eine Bürgerwehr sind die nicht. Lesen Sie mal, wie man mit der pro-russischen gewählten Bürgermeisterin umgegangen ist, wie man die auf Linie gebracht hat. Den Bürgern sind diese Leute unheimlich.
      Aber Sie stellen sehr richtige Überlegungen an. Es liegt auf der Hand, dass so etwas passieren musste, als diese ukrainische OSZE-Mission nach Slaviansk hereinfuhr. Ergo sieht es wie eine geplante Provokation aus. Das Ergebnis wird sein, dass man in Slaviansk nicht umhin kommt, eine militärische Anti-Terror-Aktion fortzuführen, obwohl man sich zur militärischen Zurückhaltung verpflichtet hat. Oder so ähnlich.
      Und das „Spion“-Geschrei der hiesigen „pro-Russen“-Fraktion spielt dem in die Hände.

  • Jowi

    … falls man mal ein Brechmittel braucht.

    Dümmliche Stimmungsmache!

  • Nobilitatis

    Selten so einen Unsinn gelesen.

  • Mathew Miller

    Zitat:Die festgehaltene Militärbeobachter gehören laut OSZE nicht zur zivilen
    Beobachtermission, die wegen der Krise Ende März in die Ukraine entsandt
    wurde, sondern zu einer separaten Militärbeobachtermission unter deutscher Leitung.
    Quelle:http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-separatisten-fuehren-deutsche-osze-beobachter-vor-a-966404.html

    Wer hat sich denn da nicht an die in Genf vereinbarten Regeln gehalten?
    Russland hat imho lediglich der zivilen Beobachtermission der OSZE zugestimmt.
    Diese Mission besteht einzig aus zivilen Beobachtern und eben jenen Diplomaten welche jetzt die Lage klären sollen.
    Jene als „Terroristen“ bezeichneten Oppositionellen sollen ja von Russland gesteuert werden.
    Ob das so ist steht nicht fest.
    Fakt ist jedoch das wenn Russland die Lage vor Ort kontrolliert diese Mission niemals hätte anlaufen dürfen.
    Wenn
    Russland die Lage vor Ort nicht kontrolliert und darauf deutet einiges
    hin dann hat man diese Mission mit voller Absicht in diese Situation
    manövriert.
    Verantwortungslos.

    Wenn sie der Meinung sind das ich mir “ die Welt so vorstelle bzw. zurechtrücke“ wie es mir gefällt…bitte ihre Meinung.

    Jedoch
    andere Meinungen damit lapidar Zitat: „Da muss man dann auch nicht
    konsistent diskutieren.“ als indiskutabel wegzuschieben deutet darauf
    hin wie sehr sie bereit sind zu einer wertfreien und zieloffenen
    Gesprächsführung.

    Mein Fehler anzunehmen das ihre Aussage als
    Grundlage für einen offenen Gedankenaustausch gedacht war. Zitat:Damit
    ist auch das „angeblich“ vom Tisch (trotzdem widerspricht es m.E.
    den Prinzipien der OSZE, unangemeldet bei einer Konfliktpartei
    aufzutauchen). Also, danke für diesen Beitrag. Jetzt kann sich jeder
    sein eigenes Bild machen.

    Schade aber das ist nicht das erste Mal das wir derart „unterschiedlicher Meinung“ sind und das Endergebnis immer das selbe ist.

    Es
    ist ein oder sogar zwei Monate her damals liefen meine Kommentare noch
    als Gast unter Knechtrechtruppig da gab es derartige Wortwechsel
    häufiger.

    Wie schon damals hat sich an meiner Einstellung nichts geändert.

    Jeder hat seine Meinung und das ist auch gut so
    Ordentlichem Umgang miteinander sollte das jedoch nicht im Wege stehen.
    Oder?

  • Mathew Miller

    Ein durchaus lesenswerter Beitrag zur Lage der OSZE-Beobachter.
    http://www.n-tv.de/politik/Zwei-Einsaetze-mit-einem-Ziel-article12723876.html

    Und wieder ein „False Flag“.
    Der Einsatz ist aber gestiegen.
    Hier werden offizielle Mittel mit voller Absicht unbrauchbar gemacht.
    Zitat:
    Im Auftrag der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, sind einerseits Militärbeobachter in der Ukraine unterwegs, andererseits aber auch zivile Beobachter. Hauptunterschied ist, dass Russland dem zivilen Einsatz zustimmen musste, dem der militärischen Inspektoren aber nicht.

    Und der Einfluss den Russland auf die Opposition hat halte ich für stark übertrieben.
    Genau so eskaliert man die Lage weiter.
    Nur ist die Frage wer dreht da an der Stellschraube.
    Wem bringt dieser Konflikt etwas.
    Der Ukraine, Russland, Europa…der Nato.
    Oder ist es ein „Feundschaftsdienst“ dem Europa da willig Folge leistet.

    Schlußendlich schwächt es Europa insgesamt.

    • Nobilitatis

      Wenn Sie sich nochmal mit den Details beschäftigen wollen: Bilateralen Missionen müssen nur die beteiligten Staaten zustimmen. Die OSZE gibt dazu nicht den Auftrag, sondern nur die rechtliche Grundlage, praktisch nach den Regeln, die die KSZE aufgestellt hat.
      Die festgesetzte Mission gibt es schon seit 1991, also hat vermutlich die Sowjetunion oder die GUS oder wer vor dem Beitritt der Ukraine 1992 dafür zuständig war der Mission zugestimmt. Seitdem waren die „vor Ort“. Ich weiß wirklich nicht, was das mit „False Flag“ zu tun haben soll.
      Die wirklich entscheidende Frage sollte sein, wer hat die Mission mit welchem Auftrag nach Slaviansk geschickt? Und die Antworten Spionage, Nationalgarde, Rechter Sektor etc. sind offensichtlich falsch. Wer wirklich Aufklärung (nicht Spionage, so heißt das in einer Armee nicht) betreibt, verhält sich anders.

      • Jones Bones

        Oh Mann…
        Telepolis, fefe, und so ziemlich jeder im Blog hier sieht es anders als Sie.
        Da OSZE bekanntlich die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit ist, ist es logisch, dass es da Dokumente gibt, auf deren Basis man bilaterale Abkommen tun kann.
        Das heißt a) nicht, dass die festgenommenen Leute eben OSZE-Leute sind, wie von der Propaganda gelogen, und b) gibt es durchaus OSZE-Leute, die unter ganz klar anderem Auftrag der OSZE unterwegs sind.
        Desweiteren sind solche Abkommen meist älter, aber es wird nicht 20 Jahre im voraus vereinbart worden sein: „Hey, wir kommen im April 2014 nach Slawyansk!“, sondern man wird aufgrund der aktuellen Ereignisse versucht haben zu schnüffeln.

        Und offensichtlicherweise handelt es sich bei den festgenommenen Leuten um Spione.
        Aufklärer kann man sie nennen, wenn man es positiver formulieren will.
        Jedenfalls gibt es a) kein anderes Motiv für sie in die Stadt zu kommen, b) kennen wir das aus früheren Fällen und da wissen wir ja an wen die Infos letzten Endes gelangen.

        Bei Bedarf an die Regierung, die gegen die friedlichen Widerstandsleute vorgeht, die beispielsweise Mandela dank CIA geschnappt haben; und manchmal an Rebellen wie in Syrien.
        Egal ob man sie Aufklärer oder Spione nennt: Fakt ist, die Leute haben das Recht dies zu unterbinden, und da sie kein offizielles Organ darstellen, sind sie an solche Verträge genauso wenig gebunden wie die Westmächte an Recht und Gewissen.

      • Mathew Miller

        Gerne.
        Zu diesen Details :

        http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005

        spricht ein an der OSZE-Mission Beteiligter.

        Was er zur Lage vor Ort zu sagen hat spricht für sich.

        Eindeutiger geht es kaum.

      • Mathew Miller

        Voll und ganz ihrer Meinung.
        Nichts anderes hatte ich geschrieben.
        Zitat:Was spricht dagegen das derartige Missionen im Schatten von OSZE Einsätzen schon seit 1991 laufen.
        Aufklärung ist die erste Aufgabe militärischer Einheiten.

        Ich habe imho kein Wort von Spionage gesprochen.

        http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005

        Diese Mission läuft unter einem Dokument der OSZE.
        Das die OSZE zu diesem Zeitpunkt nichts von dieser Mission wusste und auch keine Risikobewertung dafür durchführte zeigt doch um so deutlicher das genau das sonst Bestandteil solcher militärischen Kontrollmissionen ist.

        Mit Diplomatischen zivilen Missionen Grundlagen zur Klärung und bestenfalls zur Lösung von Problemen schaffen und eine Kontrollmission dann auch die militärischen Bestandteile prüfen lassen.

        Es wurde also Schritt 2 vor Abschluß von Schritt 1 vollzogen…ohne Wissen der OSZE.
        False Flag….eskalieren der Lage.
        Anders kann ich das nicht interpretieren.

  • der alte Umpitz

    Anscheinend sind die Grenzen zwischen Arroganz und einem Wutanfall fliessend. Anscheinend. So jedenfalls stellt sich mir Dein Beitrag dar. Neben durchaus vernünftigen Argumenten masst Du Dir ein grundsätzliches Urteil über einen Staatsmann in einer sehr komplizierten Situation an. Ihn und seine engsten Mitarbeiter beleidigst Du, weil sie ja nicht auf das gehört haben was Du bereits schon vor Wochen ganz glassklar analysiert hast.

    Ein wenig Zurückhaltung und eine etwas weniger aggressive Sprache wären durchaus angebracht – denn einige Deiner Argumente sind sehr schlüssig und somit wert beachtet zu werden.

    Putin ist bestimmt kein Weichei und ganz bestimmt nicht (strunz)dumm. Das hat er bewiesen, als Tschetschenen ein Moskauer Kino besetzten und glaubten ihn erpressen zu können. Dort hat er schnell und konsequent gehandelt. Wenn Russland wirklich gefährdet werden sollte wird er genauso schnell und konsequent handeln. Im Moment ist alles was um und in der Ukraine wuselt „gaaanz grosse Oper“ und ich kann mir gut vorstellen, dass der clevere Wladimir gerade die nächste Grube aushebt…, …ein bestimmtes Ziel fest im Blick habend. Denn die Zeit arbeitet für ihn und sein Mütterchen Russland!
    Denk mal drüber nach.

  • Mathew Miller

    Auch ein schönes Beispiel welche Höhen der Paranoia manche Leute bereit sind erklimmen.

    http://www.gmx.net/themen/reise/reisetipps/92b8p7g-trennung-russen-europaeern-badeurlaub

    Eigentlich schon beunruhigend wie weit das geht.

    GMX ist ja dann auch keine kleine Plattform sondern einer der großen Player unter den Providern.

    Auch wenn es „nur“ Gedankenspiele sind.

    Die Gedanken sind frei….so ging doch damals die Werbebotschaft von GMX.

    Demnächst kommt dann die Ansage kauft nicht beim….!

    Wobei die Situation haben wir ja schon kauft…kein Gas beim Russen.

    Der Zweck heiligt die Mittel.

    Geschichte wiederholt sich als Tragödie und als Farce zugleich.

    Wenn so das demokratische Europa der Zukunft aussieht dann zähle ich mich ohne es gewollt zu haben gerne zu …Zitat:der hiesigen „pro-Russen“-Fraktion.
    :-)

  • Jörg

    Die völlig verlogenen Nato-Medien behaupten fortlaufend, es würden „OSZE-Mitarbeiter“ in der Ostukraine festgehalten.

    „fefe“ weißt hier auf ein Interview des österreichischen Fernsehens hin: http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005
    (dort „Gespräch mit Claus Neukirch von der OSZE“ anklicken).

    Dort erklärt der OSZE-Vertreter ganz deutlich, daß es sich bei den Festgehaltenen (verlogene SPEI.GEL-Schlagzeile: „Ostukraine: OSZE fordert sofortige Freilassung ihrer Beobachter„) keineswegs um OSZE-Mitarbeiter handelt, sondern um Leute die (fälschlich!) OSZE-Papiere mit sich führen.
    Statt von der OSZE seien diese Beobachter vom „ZENTRUM FÜR VERIFIKATIONSAUFGABEN DER BUNDESWEHR“ ausgesandt worden.

    Auf die Frage, ob man eine Gefährdungseinschätzung für die Reise der nun festgehaltenen Personen gemacht habe, antwortet der OSZE-Vertreter: Nein, das habe man nicht, „… weil es nicht unser Besuch ist!

  • Jörg

    @der alte umpitz ( http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/04/25/alte-eisen-schiessen-gut/#comment-1357811231 )
    Die Regierung Putin hätte im Sicherheitsrat niemals von der Seite Chinas weichen und China im ‚Regen stehen‘ lassen dürfen! Was war denn bitte der Grund DAFÜR?
    Der Grund war allein diese eklige Anbiederei Putins, Lawrows und Medwedews bei den Yankees. In China war man schockiert!
    Sogar der Inder, und ehemalige Diplomat, Bhadrakumar (zwischen Indien und China gibt es ja durchaus auch Spannungen) war von Putins (erneutem!) Verrat – diesmal China betreffend – völlig entgeistert: http://www.atimes.com/atimes/China/MF04Ad02.html ! Siehe auch den dort angebebenen chinesischen link: http://news.xinhuanet.com/english2010/indepth/2011-06/01/c_13905298.htm .

    Bei Putin, Lawrow, Medwedew braucht man nur bis zwei zu zählen, ehe sie schon wieder einen Partner verraten – nur um sich bei US-Oligarchen-Regime einzuschmeicheln!
    Putin ist eben ein Oligarch (offenbar 40 Mrd. $ schwer) – und damit Bestandteil eines Systems, das die US-Oligarchen-Diktatur nach dem Fall des ‚eisernen Vorhangs‘ in Osteuropa als kleine Kopie der US-Verhältnisse durchgesetzt hat.

    Putins, Lawrow und Medwedews haben ständig die Freunde oder Bündnispartner Rußlands verraten – nur um sich der US-Diktatur (oder Israel) anzudienen. Und nicht nur hat er den Irak, Libyen und Syrien verraten – insbesondere hat er China verprellt. Dies, obwohl gerade ein Bündnis mit China ganz besonders wichtig für Rußland gewesen wäre!

    Die russische Außenpolitik der Ära Putin ist die reine Katastrophe!

    Ich weiß, daß sich hier immer Leute auf den Schlips getreten fühlen wenn ich ihr Idol Putin kritisiere. Etwa als wollte ich ‚Rußlands Ansehen‘ schaden. Aber das ist genauso einfältig, als wenn man mich als ‚Feind des HSV‘ schmähte – nur weil ich das Management dafür kritisiere, daß es mit seiner Unfähigkeit den Verein in die Abstiegszone geführt hat.
    Bester user umpitz: Wer schmeichelt meint es nicht gleich gut mit einer anderen Person – und wer kritisiert/tadelt ist nicht gleich ein Feind.
    Werde erwachsen, ‚junger‘ umpitz und sammle erst einmal Lebenserfahrung!

  • Mathew Miller

    Keine Sache ich bin da nicht so „weich“ leicht zu beeindrucken.
    Und ganz sicher bin ich keiner der sich an Formulierungen stößt.
    Das überlasse ich anderen die das wesentlich besser können als ich.
    :-)
    Mir selbst unterlaufen ständig Fehler und in keiner Weise sehe ich mich als perfekt an.
    Meine Sicht der Dinge muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
    Teilweise stimmt die Beurteilung des Ergebnisses überein jedoch ist der Weg und die Sichtweise dorthin ein anderer.
    Kein Problem genau aus dem Grund redet man doch miteinander.
    Was mir am Herzen liegt ist jedoch das man dabei ein gewisses Level hält.
    Leute aufgrund ihrer Meinung einfach in „Schubladen zu stecken“ halte ich nicht für zweckdienlich.

    • berlinathen

      Hallo Mathew Miller. Lasst dich von diesem Nobilitatis nicht verkohlen. Er ist ja hier nur „zum spielen“

  • Nobilitatis

    Geht ja auch nicht um einen Grenzstreit, sondern um Einflusszonen. Außerdem sind Garantien von Grenzen seitens Rußland seit der Krim-Besetzung nichts mehr wert.

  • Jones Bones

    Ruth, lies doch was ich sage:
    „… dass die SCO niemals der NATO gleichkommen kann.“
    SOZ = SCO.

    Davon abgesehen hat Putin zwar ein paar Inseln rübergeschoben, aber die Gier bleibt.

  • Jones Bones

    Erst einmal habe nicht ich das festgelegt, sondern die OSZE selbst.
    Hier, das Interview mit Claus Neukirch:
    http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005

    Da Sie die Leute im Oten eingesperrt und gehängt sehen wollen, wie sehen Sie es mit dem rechten Sektor und der Nationalgarde? Und mit mehreren Parlamentsabgeordneten, die auf dem Maidan mit Waffen unterwegs waren?

  • Jörg

    Du kommst etwas spät, demq. Denn seit dem ich hier kommentiere, habe ich immer auf Rußlands unverzichtbare Rolle für die Befreiung Europas vom US-Oligarchen-Imperium hingewiesen.

    Aber bereits seit etwa einem halben Jahr hege ich die Vermutung, daß Putin selbst zu diesen Globalisierungs-Neocon-Oligarchen gehört – und nicht zu den Befreiern Europas! .

    Und jetzt weiß ich, daß mein Verdacht (leider) begründet war: Auf
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/paul-joseph-watson/hochrangiger-amerikanischer-diplomat-erklaert-russland-haelt-sich-nicht-an-die-spielregeln-und-verr.html gibt’s nämlich dies zu lesen:
    HOCHRANGIGER AMERIKANISCHER DIPLOMAT ERKLÄRT: RUSSLAND HÄLT SICH NICHT AN DIE SPIELREGELN UND VERRÄT DIE »NEUE WELTORDNUNG«
    Der frühere Außenamtsstaatsekretär für Ostasien und ehemalige amerikanische Botschafter u.a. im Irak und Südkorea, Christopher R. Hill, erklärte, die russische Antwort auf die Krise in der Ukraine bedeute, dass Moskau die »Neue Weltordnung« verraten habe, zu der es doch in den letzten 25 Jahren gehört habe.

    Das heißt …. Putin hat die letzten 25 Jahre lang immer bei dieser völlig abartigen und völlig menschenfeindlichen „NWO“ („New World Order“ = „Neue Weltordnung“) mitgespielt. Putin meinte und meint es deshalb genauso gut mit der Freiheit, dem Sozialstaat, den Menschenrechten …. wie George Bush, Obama, Tony Blair, Merkel, Sarkozy, Holland usw.

    Putin spielte also seit 25 Jahren auf Seiten dieser abartigen NWO-Menschenvergewaltigung, NWO-Kriegstreiberei, NWO-Überwachung, NWO-Enteigung des Staatsvermögens, NWO-Verarmungspolitik in unzähligen Ländern.
    Zwischen den Oligarchen Koch-Brothers, Adelson, dem Bush-Clan, Bill Gates auf der einen und dem Oligarchen Putin (Vermögen: 40 Mrd. $!) auf der anderen Seite gab es also nie einen wirklichen Unterschied.

    Erst jetzt merkt Putin, der bisher verläßlicher Teil der abartigen NWO war, daß diese perverse menschfeindliche NWO-Gesinnung auch vor Putins Interessen und vor denen Rußlands keinen größeren Respekt hat als vor denen der Afghanen, Iraker, Libyern Syrer, Somalis, Jemeniten, Palästinenser.
    Putin hatte bisher geglaubt, wenn die Afghanen, die Iraker, die Libyer, die Syrer ins Elend gebombt werden, ihre Völker nuklear und anders vernichtet werden, dann sei das doch total o. k. – Hauptsache er selbst schneide gut dabei ab (so denken ja auch die Bushs, Kochs, Adelsons). Nun hat Putin aber gemerkt, daß die mit seiner NWO-Zustimmung erfolgte (praktische) Beseitigung des Völkerrechts, Beseitigung der Friedenspflicht, Wiederaufleben der kolonialistischen Unterwerfung und mit der Ausbreitung dieses Raubtier-Kapitalismus und der Globalisierung auch der Schutz Rußlands bzw. Putins dahin ist. Und nun wird er plötzlich hektisch.
    Voller Verachtung blicke ich auf Putin, der sich charakterlich und moralisch von einem Georg Bush, einer Maggie Thatcher, einer Merkel, einem Gerhard Schröder in keiner Weise unterscheidet!

    Webster Tarpley (http://tarpley.net/) meint: Es besteht eine gewisse Hoffnung, dass diese widerwärtige, die ganze Welt quälende, leidbringende – und nur den Oligarchen nützende – „Globalisierung“ einen schweren Schlag durch die jetzige Krise erleiden könnte. Das wäre dann wenigstens mal ein erfreuliches Ergebnis!

    • S. Matt (triangolum)

      …eher nicht.

      …er spielte mit um Zeit zu gewinnen für Dinge die er machen kann damit er an einem Tag X die Mittel hat um offen dagegen zu treten oder besser sich zu stellen. Bis jetzt ist Russland jedoch nicht in der Lage sich dagegen zu stellen.

      …manchmal spielt er es gut manchmal spielt er es schlecht. Besonders sein Stellvertreter ist da leider ein wenig zu „westlich“. Alleine dieses Ding mit Libyen. Unverzeihlich. Ich kann es immer noch nicht fassen das einer No Fly Resolution zugestimmt wurde mit dem Wissen das die USA das ganz schnell mit GB und FRA umdeuten ala Irak im Norden und Süden. Kein Wunder das Putin im Traktorenwerk Amog lief…

      …was dem Außenminister antreibt oder bewegt ständig dem Westen Dinge Frei Haus zu liefern, die gute PR geben oder UN Texte die schön das Gegenteil von dem ermöglichen was Russland will ist mir auch ein Fragezeichen. Für mich schon lange ein Amt was neu Besetzt werden sollte. Leider passiert das nicht.

      …aber Offensichtlich ist auch das die Abkommen und Bündnisse in den letzten Jahren viel zu wenig voran getrieben wurde. Warum bekommt der Iran den immer noch keine S-300 PMU1? Ein AKW wird geliefert aber Flugabwehrwaffen nicht?

      …es ist sowieso ein sehr großer Fehler nicht alles daran zu setzen mit dem Iran eine Art Partnerschaft wie dieser mit Syrien hat zu schaffen. Das liegt durchaus im Bereich des möglichen wenn Russland bereit ist Dinge zu machen welche das ermöglichen. Dazu müsste Putin den Iran auf die selbe Stufe stellen statt in den 6er Gesprächen als jemand von „oben“ zu wirken.

      …aber mal zurück zur NWO und Putin. Wenn er das wirklich wäre hätte er das was er seit 1999 macht, nicht gemacht! Keine Öl Firma mit hohem Aufwand wieder verstaatlicht und zusammen gelegt. Nicht den kleinen Mann/Frau wieder Rente gegeben die zum Leben auch reicht, nicht auch in Sachen Umweltschutz investiert, nicht auch den Alk versucht aus den Russen auszupressen. Usw.Da gibt es sehr vieles was dann nicht gemacht worden wäre. Ob er das nur machte um einen Putsch zu verhindern? Eher nicht. Er ist klug genug Dinge nur zu machen die er machen kann ohne abgeschossen zu werden.

      …er hat eventuell im Gegenzug dafür den 11.9. nicht „angesprochen“. Er hat dafür 2003 und Irak „zugelassen“. Er hat dafür x andere Sachen zugelassen. Das war eventuell der Preis dafür das er in Russland all die Sachen machen konnte. Eventuell war die Gegenseite erfreut das Russland sich woanders raus hielt mit dem Wissen das sie schneller an Russland stehen als Putin das ganze wieder zu stark machen kann.

      …die Frage ist nun aber: Ist dieser Ukraine Fall die Bruchstelle? Ist es genau das was Entscheidet wer gewinnt?

      …wir hatten oft die Diskussion hier und auch woanders wann wird die Linie gezogen. Wann kommt eine Gegenreaktion, wann wird nicht mehr gewichen zurück.

      …bis jetzt ist es nur eine Reaktion und die Ukraine ein Mond der zwischen NATO und RUSSLAND zerrissen wird. Alles andere ist ja mehr oder weniger schon gefallen. Bis jetzt ist Russland und Putin nicht stärker. Bis jetzt gibt es keinen Widerstand in den westlichen Ländern gegen diese Politik. Ja, wir sehen Reaktionen aber keinen Widerstand der dazu führt das etwas langsamer passiert, etwas stockt oder steht. Das selbe sehen wir mit Russland. Ja, die Krim ist Save aber sonst? Und wie teuer ist das?

      …die EU will ein Abkommen mit einem Land welches buchstäblich am Dollar Tropf Russlands hängt und dieses Abkommen soll genau dieses Dollar Tropf abschalten, die Wirtschaft genau in die andere Richtung lenken, nach Westen statt nach Osten und will soziale Netze runter fahren und am Ende ist jeden Tag eine weitere Sanktion Richtung Russland, jeden Tag eine Medienlüge über Russland, jeden Tag der Böse im Osten und trotzdem passiert hier wenig bis nichts.

      …unfassbar wie manipuliert hier gespielt und gehandelt wird und es trotzdem sauber durch geht.

      …wenn Putin und Russland wirklich diesem Spiel was entgegen setzen wollen müssen Sie JETZT, nicht in Wochen, Monaten oder gar Jahren handeln!. Jetzt mit dem Iran einen Pakt oder zumindest alles was geht machen und liefern etc. Jetzt in Syrien handeln, jetzt Süd-Amerika vollstopfen mit Waffen, jetzt den Dollar bannen, wirklich bannen, jetzt All In gehen.

      …und das erste Zeichen könnte schlicht sein den Außenminister zu wechseln. Und dieser legt verstärkt den Fokus auf Bündnisse für Russland und nicht auf ein gutes Essen mit dem Kriegsaußenminister der USA jeden Tag.

      • demq

        Zwei hinweise:
        1:Russland (wie auch China) hatten ein Veto zum Irakkrieg 2003 gegben.
        – Was sollten China und Russland machen das die USA trotz Veto ein Angriffskrieg starten? Atomkrieg, bestimmt nicht! Handelskrieg, Putin hatte zu dieser Zeit andere sorgen, da gab es noch viel aufzuholen. Er war ja gerade erst 3 Jahre im Amt…

        2: Russland hatte sich zur Resolution zu Libyen enthalten.
        – Putin befand sich kurz vor den Wahlen, er konnte wegen Medvedews Idiotie nicht, es nicht vermasseln lassen. Wohl richtig es gibt auch andere Kräfte in Russland, die aber seit Putins Amt antritt immer mehr ihre Einfluss eingebüßt haben, einige hab sich sogar komplett aufgelöst (Chodorkowski, Berersowski, Lebedv… )

        auch zu Jörg:

        Was Laveow angeht verstehe ich irgendwie euer Kritik nicht. Er ist ein Außenminister, ein Diplomat. Er vertritt nur Russlands Interessen, wie sie sind hat er nicht zu entscheiden Er muss es nur nach außen tragen (macht er das nicht, dann war er die längste zeit Minister).

        Dabei muss er sich diplomatisch korrekt äußern,das gleiche gilt auch für Herr Tschurkin! Sie könne sich solche geistigen Aussetzer wie öfters bei den amerikanischen Kollegen zu beobachten nicht leisten. Nein, sie kommen von einer anderen Schule!

        Das ist im Grunde genommen traditionelle Britische Diplomatie (zumindest nach außen, und in der Sprache) – stehts wie ein Gentleman -nimals ausfallend, immer darauf hinzuweisen das es nur ein diplomatische Lösung geben muss (was nicht bedeutet, dass im Hintergrund nicht doch andere Strategien vorbereitet, verfolgt und ausgeführt werden wie zb oben im Artikel zu erkennen. Wir werden das meist erfahren wenn wir vor vollendeten Tatsachen stehen), denn salopp gesagt, je mehr gequatscht wird desto weniger wird geschoss, desto mehr Zeit hat man sich vorzubereiten – auf was auch immer.

        Diesen Job machen Lavrow und Tschurkin hervorragend!

      • Spion Stirlitz

        Großartig!
        Ich oute mich als Fan Ihrer Beiträge.
        Ihren Ausführungen gibt es praktisch nichts mehr zuzufügen. Nur die Kritik an Lawrow ist denke ich unberechtigt. Er agiert doch konzertiert mit Putin und nicht auf eigene Faust, oder? Er spielt eher nur den good guy, sonst nix.
        Ansonsten volle Zustimmung – S-300 f. den Iran, Syrien, Venezuela, … Vollgas in die Allianzen. Wühlarbeit sofort! Es sollte schnellstens ein Konzept für die Destabilisierung im Westen her, incl. wirtschaftl. Komponente gegen den Dollar. …Konten im Westen leer räumen, Aktien verkaufen, Streuen von Gerüchten (PsyOP), ….. So wie bisher wird es nicht mehr weitergehen, da sind wir uns wohl alle einig.
        Gruß
        Spion Stirlitz

  • Paramo

    Es ist keine OSZE-Mission. Die Wiener Vereinbarung von 1991, die im Kontext der OSZE entstand, ermöglicht es, bei Zweifeln über militärische Gegebenheiten auf bilateraler Basis Beobachter anderer Staaten zur Klärung der Zweifel und damit zur Deeskalation einzuladen:
    Kapitel Vi (Punkt 50):

    ” (50) Jeder Teilnehmerstaat kann bis zu zwei Beobachter zu der zu
    beobachtenden militärischen Aktivität entsenden. Der eingeladene Staat
    kann darüber entscheiden, ob er militärische und/oder zivile Beobachter,
    einschließlich beim Gastgeberstaat akkreditierten Personals, entsendet.

    Militärische Beobachter werden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in der

    Regel ihre Uniformen und Abzeichen tragen.”
    Das ist eine reine bilaterale Angelegenheit, und die OSZE hat damit überhaupt nichts zu tun. Insbesondere ist Rußland weder gefragt worden, noch hat es dieser Beobachtergruppe zugestimmt.
    Die Kidnappingbehauptung werte ich als Frontbegradigung, den Rest von Nobilitatis‘ Rabulistiken als Nebelkerzen. Eingeladen hat die Putschistenclique von Washingtons Gnaden in Kiew (einzuladender Staat?), der Missionsleiter hat in einem BR-Interview erzählt, es ginge bei ihrem Einsatz um die Evaluation der Motivaton der pro-Putschisten-Truppen, und dann werden sie im Brennpunkt der Spannungen mit der Ostukraine in Zivil, mit taktischem Kartenmaterial, das für einen Angriff auf die Stadt relevant wäre, und mit einem OSZE-Logo auf den Badges aufgegriffen.
    So sind deutsche Militärs wie einst beim Boxeraufstand vorne mit dran, den Waffenkameraden zu helfen, und trashen dabei vorsätzlich den Ruf der eigentlich sehr respektable Arbeit der OSZE.

    • Nobilitatis

      „Es ist keine OSZE-Mission.“ „die OSZE hat damit überhaupt nichts zu tun. Insbesondere ist Rußland weder gefragt worden, noch hat es dieser Beobachtergruppe zugestimmt.“
      Immer wieder schön, wenn man ein geschlossenes Weltbild hat und unerwünschte Tatsachen draußen lassen kann.
      Die OSZE sieht das anders. „Eingeladen hat die Putschistenclique …“ Und das schon 1991? Die „Kidnappingbehauptung“ und „Nebelkerzen“ sind dann die Angaben, die der Missionsleiter in Haft unter den Augen der Separatisten machte? Kann sich jeder ansehen. Und die Kontrabande sind einfache Karten? Sie würden sich vermutlich ohne auf den Weg machen?
      In Ihrem Weltbild ist womöglich der Auftrag, die Behauptung von Lawrow untersuchen zu sollen, bereits ein Sakrileg. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir plötzlich der Propaganda Fakten gegenüberstellen? Das wäre ja wie beim Boxeraufstand, wo nationalistische Chinesen Ausländer und Christen fertigmachen wollten.
      Die respektable Arbeit der OSZE ist darauf zurückzuführen, dass da neutral und ehrlich gearbeitet wird. Sich raushalten und nichts sagen angeblich einer sich anbahnenden Tragödie, das macht den Ruf kaputt.

      • Paramo

        Unterstellungen und Nebelkerzen. ‚Eingeladen hat die Putschistenclique …‘ Und das schon 1991?“
        Was soll das? Die durch die OSZE vermittelte Rahmenvereinbarung basiert auf dem Stand von 1991. Die konkrete Aktion der Bundeswehr beruht auf einer aktuellen Einladung genau der Putschistenclique in Kiew, und die werden das nicht ohne Rücksprache, wahrscheinlich sogar auf freundliche Anregung westlicher Dienste gemacht haben.
        „Einfache Karten“ mit Eintragung der militärisch wichtigen Checkpoints?
        In jedem Fall widerspricht die Aktion dem Geist der Übereinkunft von 1991. Die ostukrainischen Bevölkerungsgruppen, die sich den illegalen Putsch in Kiew nicht anerkennen, sind sicherlich keine Bedrohung für Deutschland und die anderen Beobachterentsender. Die Putschisenclique in Kiew schon eher für ganz Europa, aber widersinnigerweise waren ja gerade die nicht Gegenstand der Beobachtung.
        Und dieser Mißbrauch der Wiener Übereinkunft dient sicherlich nicht der Deeskalation.

        • Nobilitatis

          A) Hat der Leiter der Mission gesagt, dass auch Rußland den Auftrag unterschrieben hat. Wie das genau gemeint war, kann ich nicht sagen, ich habe zu der Mission keinerlei Dokumente (z.B. Berichte, Verlauf etc.) finden können, die Bundeswehr hält sich da bedeckt. Aber die Führung scheint turnusmäßig zu wechseln, als nächstes wäre Kanada dran. Außerdem sei die Mission schon „vor Ort“ – gemeint ist sicher die Ukraine – gewesen. Untersucht wurde eine Fragestellung bezüglich des Verhaltens der ukrainischen Armee. Interessant wäre zu wissen, ob es ein formelles Verfahren mit Auftraggeber Rußland gegeben hat, oder die Übergangsregierung beauftragt hat, die Fragestellung zu untersuchen, um den Vorwürfen zu begegnen, die Lawrow erhoben hat. Oder ob man es gar selbständig als Aufgabe begriffen hat, das zu untersuchen (analog der OSZE-Beobachter während des Georgien-Kriegs).
          B) Ist die Unterstellung Ihrer Argumentation, dass die Beobachter spioniert hätten. Wenn sie aber zufällig in diese Situation geraten sind, entfällt dieser Vorwurf. Dann haben sie nur ihre Arbeit (Beobachtung der ukrainischen Armee) gemacht.
          C) Sind Sie etwa nicht der Meinung, dass Beobachter Karten haben sollten, in die z.B. eingezeichnet sein sollte, wo Checkpoints sind, die signalisieren, dass dort die Mission endet? Ich finde, es wäre im Gegenteil eigenartig, wenn man die Beobachter ohne Karten losgeschickt hätte.

        • Paramo

          A) Nebelkerze. Die Rahmenvereinbarung hat Rusland natürlich unterschrieben. Die konkrete Inspektion war rein bilateral, da ist Rußland außen vor. Wenn Rußland nach der Rahmenvereinbarung eine Inspektion zu den Vorwürfen Lawrows gewollt hätte, hätten sie bilteral mit der Ukraine (und ob die Kiewer Putschisten die überhaupt vertreten können, ist fraglich – nach der Ukrainischen Verfassung jedenfalls nicht) eine Inspektion vereinbart. Mit der Bundeswehraktion hat Russland wie die OSZE nichts zu tun.
          B) & C) Sie sind an einem Checkpoint der ostukrainischen Gruppen, die die Kiewer Putschistenclique nicht anerkennen, festgesetzt worden. Dort waren a) keine ukrainischen Truppen, und b) mussten sie anhand der Karten wissen, dass sie jetzt Off Limits sind und nicht mehr den offiziellen Auftrag – Beobachtung der ukrainischen Truppen – erfüllen können. Warum waren sie also dort, und wo wollten sie hin?
          Dass das ganze mit Deeskalation und dem Zweck und Geist der Wiener Vereinbarung überhaupt nichts mehr zu tun hat, sondern eher mit Feindaufklärung unter Mißbrauch einer OSZE-Vereinbarung, ist offensichtlich, und um diesen Sachverhalt argumentierst du kontinuierlich angestrengt drumherum.

        • Nobilitatis

          Sie und andere behaupten einfach, ohne zu wissen. Ihre Darstellung kollidiert mit der Darstellung dessen, der es miterlebt hat, deutlich. Also, woher stammt Ihre Darstellung? Selbst frei erfunden, oder von den Geiselnehmern übernommen?

        • Paramo

          Und sie wissen, was sie behaupten müssen, und worum sie drumherum lavieren müssen. Der, „der es miterlebt hat“, ist Partei mit einem Auftrag, und hat natürlich auch eine Legende dafür.
          „Geiselnehmer“ ist Propaganda für die Heimatfront.
          Zum Durchschauen dieser miesen Aktion unserer Militärs reichen die verlässlichen zugänglichen Quellen, Kontextwissen und etwas Nachdenken.

        • Nobilitatis

          Geiselnehmer sei Propaganda? Wie nennt man das, wenn Leute entführt werden, um die gegen eigene Gefangene auszutauschen? Bitte gleiche Bezeichnung für den selben Sachverhalt in Syrien und in der Ukraine.

  • Wunschdenken? Nee, aber wahrscheinlich war mein Fehler, dass ich ungehobelten Sarkasmus nicht mit lila Farbe gekennzeichnet habe.

  • Walter Mandl

    Es wird auch Ihnen nicht entgangen sein, dass Erweiterungen der politischen Union faktisch einhergehen mit einer Nato-Integration. Insbesondere das von Polen initiierte EU-Osterweiterungsprogramm ist damit verbunden. Auch die nächsten Assoziierungs-Kandidaten Georgien und Moldawien zeigen in diese Richtung. Und im Falle der Ukraine wäre es absehbar gewesen, dass entweder der verlängerte Pachtvertrag (Ende 2017) als ungültig erklärt worden oder spätestens 2037 ausgelaufen wäre. Wie dem auch sei, eine von der EU/USA „übernommene“ Ukraine hätte viele Hebel gehabt, den Betrieb der russischen Schwarzmeerflotte in Sevastopol äußerst schwierig zu gestalten. Die gekappte Wasserversorgung für die Krim ist ein Anschauungsbeispiel dafür, dass die Putschisten in Kiew keine Skrupel haben, auftragsgemäß oder selbständig, Eskalation zu fördern. Meinen Namen kennen Sie, und Ihre mir zugedachte Kosebezeichnung fällt somit auf Sie zurück.

    • Nobilitatis

      Die real existierenden NATO-Ambitionen von Moldawien, Georgien und der Ukraine wurden abgelehnt. Deren Interesse daran ist angesichts der jeweils durch Rußland empfundenen (oder erlittenen) Bedrohungen damals (also vor dem Georgien-Krieg) verständlich. Dennoch wurde ein Beitritt abgelehnt.
      Ihre Spekulationen angesichts der Krim-Eroberung sind wenig handfest. Zumal wenn Sie aus dem Verhalten der Übergangsregierung auf 2037 folgern. Wer hätte noch 1994 gedacht, dass sich Rußland über ein Abkommen mit Grenzgarantien eiskalt hinwegsetzen würde? Ein Beispiel mehr, dass Sie sich die Welt machen, wie sie Ihnen gefällt.

  • Ruth

    OT. Für alle immer noch Zweifelnden an den Montagsdemos:

    Beeindruckender Beitrag, wie man seine Meinung ändern kann, wenn man dabei war/ist.
    Die Teile 1-11 und 13/14 findet ihr unter Stichpunkt Montagsdemo 28.04. Und nein, ich bin NICHT mit allen Rednern einverstanden. Insbesondere die Aussage mancher Redner „kein Unterschied zwischen links, rechts, mitte“ etc. finde ich NICHT gut, weil-ich bin LINKS. Aber ich bin vorallem für Frieden!
    Hört euch den oben verlinkten Beitrag an. Besser kann man es m.E. nicht sagen.
    Bitte Link verbreiten-Danke!

  • Nobilitatis

    Sie glauben ausgerechnet Frau Salloum mehr als dem Missionsleiter? Ihnen ist nicht zu helfen.

  • Mathew Miller

    Der Vorläufer dessen was jetzt die RF ist hat einstmals auch jenes Dokument unterschrieben welches auch militärische Missionen unter OSZE Schirmherrschaft beinhaltet.
    Als Nachfolgeorganisation der KSZE welche im Kalten Krieg positiv auf geopolitische Entwicklungen einwirkte macht die OSZE betreut die OSZE noch heute Missionen aus dieser Zeit.
    Und dazu gehören auch die militärischen Aspekte.
    Das habe ich nie in Abrede gestellt.
    Jedoch haben wir hier einen Konflikt der eigentlich so neu nicht ist (man bedenke die Auseinandersetzungen Anfang der 90. Jahre um die Schwarzmeerflotte) der aber wieder neu „aufgewärmt wurde“.
    Somit sind die Vereinbarungen wieder am Anfang der Verhandlungen.
    Ich wüssste nicht wann Russland dem militärischen Aspekt zugestimmt hätte.
    Schon auf die Krim wurde damals die OSZE angeblich nicht vorgelassen.
    Es ging damals ebenfalls nur um die militärische Komponente.
    Ende vom Lied war das die OSZE sich komplett ausgeschlossen sah und so das Referendum nicht begleitend beobachten und werten konnte.

    • Nobilitatis

      In Europa gibt es nur Verlierer der Nutzen fällt für andere ab und die Sitzen sicher auf einem anderen Kontinent.
      Ganz genau.

  • Jones Bones

    @Mathew, Ruth, et al.:
    Können alle jene von uns, die auf Nobilitatis antworten, es in einem Faden tun?
    I-wie zerfasert hier alles und Nob kommt immer wieder mit dem Gleichen, genauso wie wir alle auch unbewusst immer auf die gleiche Art antworten.
    Mir ist schon aufgefallen, dass ich versehentlich mal den selben Link geteilt habe wie Mathew Miller.
    Durch die ständigen Wiederholungen verliert die Diskussion hier an Wert.

    @Nobilitatis:
    Schön zu sehen, dass Sie von anderen schreiben, denen sei nicht zu helfen. In der Psychoanalyse nennt man das Projektion.

    Ich habe den Eindruck, dass Sie mittlerweile neben den Politikern von der GroKo die vielleicht letzte Person sind, die noch behauptet, dass es sich bei den Festgenommenen um OSZE-Beobachter handelt.
    Selbst die Propagandamaschinerie rudert teilweise zurück und stellt Disclaimer in die Mitte der letzten Absätze; wohl in der Hoffnung, dass die nicht gelesen werden.

    Die Behauptung, Russland habe dem Einsatz zugestimmt, ist nicht einmal eine Halbwahrheit, sondern geht an aller Sachlichkeit vorbei.
    Es gibt das Wiener Dokument, wo die Unterzeichner zu größtmöglicher Transparenz und gegenseitigen Besuchen aufgerufen werden, und das u.a. von den meisten europäischen Staaten unterzeichnet wurde.
    Fakt ist: Die Besuche sind weiterhin bilateral, und werden den anderen OSZE-Mitgliedern gegenüber lediglich mitgeteilt.

    Der Vizechef des OSZE-Krisenpräventionszentrums Claus Neukirch hat in einem Interview mit dem ORF am Freitag wörtlich gesagt:
    „Ich muss aber auch sagen, dass es sich genau genommen nicht um
    Mitarbeiter der OSZE handelt
    , sondern es sind Militärbeobachter, die
    bilateral dort unter einem OSZE-Dokument tätig sind.“

    Somit müsste eigentlich jegliche weitere Diskussion zu dem Thema redundant sein.

    Sie setzen dem aber ja noch eins obendrauf:
    Aussage 1: Russland hat das Wiener Dokument unterzeichnet.
    Aussage 2: Die Militärbeobachter berufen sich bei ihrem Besuch auf das Wiener Dokument.
    Ihre Schlussfolgerung: Russland hat den Besuch der Militärbeobachter genehmigt.
    So etwas, Nobilitatis, nennt man einen falschen Syllogismus.

    Ein weiteres Beispiel ist:
    Aussage 1: Ich bin ein Mensch.
    Aussage 2: Ich habe grüne Augen.
    Schlussfolgerung: Alle Menschen haben grüne Augen.

    1: Das Verkehrsamt hat die StVO geregelt.
    2: Ich richte mich beim Fahren nach der StVO.
    S: Also bin ich vom Verkehrsamt.

    So eine Argumentationsweise ist schlicht Sophismus, und sie sind sich sicherlich selbst darüber im Klaren.
    Russland hat dem spezifischen Einsatz nicht zugestimmt und hätte natürlich auch nicht die Kompetenzen für.
    OSZE-Beobachter wiederum sind nur jene, die der OSZE angehören und im offiziellen Auftrag der OSZE unterwegs sind.

    Dass der Westen durchaus zum Missbrauch internationaler Vereinbarungen neigt, haben die schon mehrfach gezeigt.
    Beispielsweise vorm Kosovokrieg, als eine OSZE-Mission schlichten sollte, der CIA dafür Beobachter abstellte, die den Zugang für Aufklärung missbrauchten, um die letzten fehlenden Informationen noch zu vervollständigen.
    Im Zuge all dieser Tatsachen ist die Festnahme der Militärbeobachter völlig legitim.

    • Nobilitatis

      „Ich habe den Eindruck, dass Sie … die vielleicht letzte Person sind, die noch behauptet, dass es sich bei den Festgenommenen um OSZE-Beobachter handelt.“

      Es handelt sich um Militärbeobachter einer OSZE-Mission. Sie wird von der OSZE mit aufgeführt:

      http://www.osce.org/home/116922?download=true

      Und der OSZE-Sprecher sagt: Die Beobachtungsmissionen unter dem „Wiener Dokument“ halte man sozusagen für „einen Teil der OSZE-Familie“.

      Rußland hat die Militärbeobachter nicht beauftragt? Nicht zugestimmt? Diese Meldung stimmt aber verdächtig mit den Angaben des Missionsleiters überein:

      http://german.ruvr.ru/news/2014_04_28/Russisches-Au-enamt-ukrainische-Truppen-im-Sudosten-mussen-OSZE-Sorgen-machen-9317/

      „OSZE-Beobachter wiederum sind nur jene, die der OSZE angehören und im offiziellen Auftrag der OSZE unterwegs sind.“? Weil Sie nicht wollen, dass es so ist, darf es auch nicht so sein. Und Begründung für eine Geiselnahme ist, dass solche OSZE-Leute ja immer Spione sind, weiß man ja vom Kosovo. Sie wollen nur von den Taten Ihrer Helden ablenken. Ich verurteile die Geiselnahme von Angehörigen internationaler Organisationen mit Beobachterstatus, egal wie sie genannt werden. Ob es sich um OSZE-Missionen handelt wie hier oder um UN-Missionen wie im Golan. Und dass Verbrecher Verbrechen begehen, ist für mich auch absolut nachvollziehbar. Aber ich verurteile es.

      • Jowi

        „Wir hatten mit den Personen noch keinen Kontakt, ich muss aber auch sagen, dass es sich genau genommen nicht um Mitarbeiter der OSZE handelt, sondern es sind Militärbeobachter, die auf einer – bilateral – dort unter einem OSZE-Dokument tätig sind.“ Claus Neukirch, OSZE, Krisenpräventionszentrum im ORF-Interview am 25.4.2014.
        Danach wurde offensichtlich Druck auf die OSZE-Zentrale ausgeübt, die Militärbeobachter „in die Familie“ aufzunehmen.
        Die Sache stinkt zum Himmel. Entscheidend ist doch die Bewertung, dass hier Feindaufklärung statt fand und der „Feind“, oh Wunder, die Herren fest setzte.
        Man kann auch einen Stein ins Wasser werfen und sich wundern, dass es Wellen gibt.

        • Jones Bones

          Jowi sagt es eigentlich schon perfekt.

          Die Leute sollten offiziell den friedlichen Dialog fördern. Unter Dialog fördern verstehe ich: Reden mit den relevanten Personen, beispielsweise Ponomaryov.
          Wenn aber in die Stadt unter Umgehung der Checkpoints reingeschlichen wurde, dann war man auf diesen Dialog offensichtlich nicht aus und auch die Begleitung durch Spezialeinheiten ist alles andere als normal.
          Das erinnert doch eher an…
          Na, wie nennt man das nochmal?
          Achja…
          …Spionage!

          Und ich verurteile den Missbrauch und die dadurch stattfindende Sabotage von eigentlich friedensstifenden Maßnahmen.

          Nobilitatis: „Weil Sie nicht wollen, dass es so ist, darf es auch nicht so sein. Und Begründung für eine Geiselnahme ist, dass solche OSZE-Leute ja immer Spione sind, weiß man ja vom Kosovo.“
          Wohl eher: Weil Sie es so haben wollen, muss es für Sie so sein.
          Und mal Gegenfrage: Würden Sie einem Pädophilen ihre Kinder anvertrauen?
          Nein?Keine weiteren Fragen.

        • Nur mal so neutral gesagt ist es schon putzig, was das für eine „Spionagetruppe“ gewesen sein soll. Ein Pulk von Leuten, darunter ein Diabetiker, die sich ohne Dolmetscher nicht verständigen können. Das erinnert mich an den US-amerikanischen Spion aus Sowjetzeiten, der perfekt und akzentfrei Russisch sprach, Wodka soff wie ein Loch, aber trotzdem aufflog – es war halt ein Schwarzer.

        • Nobilitatis

          1) Lenkt die gesamte Diskussion vom eigentlichen Thema ab. Was hatten die Leute in Slawiansk zu suchen? Feindaufklärung war es nicht. Immerhin wurden die von ukrainischen Militärangehörigen begleitet.
          2) Hab ich von der OSZE schon eher gehört, nicht erst gestern. Deswegen weiß ich, dass die OSZE meistens keine eigenen Missionen aufstellt. Sonst bräuchte sie sogar eigene Flugtechnik und Infrastruktur. Die Leute sind KEINE Mitarbeiter der OSZE. Das hat niemand behauptet. Sie waren aber auf einer offiziellen OSZE-Mission! Das ist ein Unterschied. Wer im Umkehrschluss behauptet, die hätten mit der OSZE nichts zu tun, hat Unrecht.
          3) Wenn man zu dem Schluss kommt, dass die OSZE-Leute in Slaviansk nichts zu suchen haben, muss man sie zurückschicken. Wie auf der Krim. Das betrifft jetzt die Separatisten. Wozu ist sonst so eine Straßensperre gut?

        • Jones Bones

          1) Die Sonne und die schönen Weiber, gell Nob?

          2) Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Expertise. Dass die durchaus auch zivile Beobachter haben und dass zeitgleich (!) in der selben Gegend auch eine eigene Mission der OSZE unterwegs ist, die es ihrer Meinung nach kaum gibt?

          Den Claus Neukirch und seine Aussage, die seien a) nicht von der OSZE und b) er hätte noch keinen Kontakt zu denen gehabt, lasse ich mal besser außen vor, denn Ihr Wort natürlich mehr Gewicht.
          Sie haben ja offensichtlich einen weitaus größeren Erfahrungsschatz vorzuweisen!

          3) Und die Kiewer Junta soll die zu Unrecht gefangenen Leute frei lassen.
          Was lässt sich da machen?
          Ach ja, genau… Ein Deal!
          Aber das wäre gegen die Moral, gell Nob?
          Die sollen in den Kerkern verrotten, gell Nob?
          Ansonsten müssten Sie sich doch eher über die Junta ärgern, die ihre eigenen Leute sowie die Gäste fallen lässt.
          Aber das machen Sie nicht, gell Nob?

        • Nobilitatis

          Irgendwie hat es meine Antwort nicht durch die Moderationsschleife geschafft. Ironie hat es immer schwer.
          1) Das ist Ihre Antwort?
          2) Neukirch hat das a) nicht SO gesagt, und b) verhandelt ja ausschließlich die OSZE mit den Geiselnehmern. Deutlicher lässt sich Ihre Idee eigentlich nicht widerlegen.
          3) Ihre Rhetorik zeigt deutlich, dass Sie sich mit den Extremisten identifizieren. Deren Handlungen fallen aber unter den Terrorismus-Begriff, was man leicht erkennen kann, wenn man es mit den gleichen Handlungen von „Rebellen“-Gruppen in Syrien vergleicht. Gleiche Taten sind gleich zu bewerten. Warum tauscht die Regierung nicht gekidnappte Ausländer und Inländer gegen Gesinnungsgenossen im Gefängnis? Warum hat die russische Regierung in Beslan oder im Theater Dubrowka nicht die Forderungen erfüllt?
          Warum haben die Slawiansk-„Verteidiger“ das Team der Militärbeobachter nicht einfach abgewiesen?

        • Jones Bones

          1) Nein, ich frage Sie. Sie haben offensichtlich die Informationen aus erster Hand, sonst kann ich mir nicht erklären, woher Sie ohne Begründung ausschließen können, dass es sich nicht um Aufklärung handelte.

          2a) Stimmt, der Neukirch hat das so nicht gesagt.

          Er sagte:
          „Ich muss aber auch sagen, dass es sich genau genommen nicht um Mitarbeiter der OSZE handelt“.

          Oh! Er hat das doch genau so gesagt!

          2b) Wie immer geht ihre Logik reibungslos auf. Welchen anderen Zweck kann eine internationale Organisation für Zusammenarbeit denn schon haben, als sich um die eigenen Leute zu kümmern? Die OSZE wurde ja nur dafür ins Leben gerufen, um damals noch nicht existierende OSZE-Beobachter aus Geiselnahmen freizuverhandeln. Wie konnte ich nur so dumm sein anzunehmen, dass das eine Organisation für internationale Zusammenarbeit ist, in deren Aufgabenbereich das fällt, wenn die ohnehin schon vor Ort sind?

          3) Ach ja, dass die Leute in Slawyansk und die in Syrien haargenau die Selben sind, hatte ich ja noch gar nicht bedacht!
          Ähm, wie viele Gesichter haben die in Slawyansk nochmal gegrillt?
          Wie viele Autobomben gesprengt?
          Wie viele Granaten in Wohngebiete abgefeuert?
          Entschuldige, ich habe die Zahlen da nicht mehr im Kopf. ^^

          Und was bedeutete nochmal Terrorismus?
          Ich dachte Terrorismus bedeutet, dass man die eigene Bevölkerung mit Gewaltakten terrorisiert.
          Was mit den Leuten in Kiev, die durch Terror an die Macht gekommen sind?
          Und ja, ich habe vollständig vergessen, dass die Milizen aus Slawyansk damit drohen, Gebäude samt Frauen und Kinder hochzusprengen…
          Mann mann mann… Ich habe meine humanistische Bildung gar nicht mehr im Griff… Wie konnte ich nur so dumm sein und glauben, der Begriff käme von lateinisch „terror“ = Schrecken und bezeichne „die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen“ (Wikipedia)?

          „Warum haben die Slawiansk-„Verteidiger“ das Team der Militärbeobachter nicht einfach abgewiesen?“
          Sie meinen abgesehen davon, dass die nicht am Checkpoint angefahren und um Erlaubnis angefragt haben, sondern sich reingeschlichen haben und mitten in der Stadt geschnappt wurden und es zum Abweisen da eigentlich schon zu spät ist?

        • Jowi

          So langsam ist die Zitrone ausgepresst, eigentlich ist längst alles gesagt.
          Die Gruppe war angeblich „unter“ dem Wiener Dokument der OSZE unterwegs. Dann hat die Gruppe vergessen, was das das Wiener Dokument eigentlich will, sie hat sich verfahren, weil es in Slaviansk kein ukrainisches Militär zu inspizieren gab und sie hat sich verzählt, da laut Wiener Dokument pro Land nur zwei Beobachter zulässig sind.

          Das kann ja mal passieren. So wie in Libyen 2011 die französischen Kampfjets vergessen hatten, dass sie eigentlich nur eine Flugverbotszone überwachen sollen, dann aber schon am 19.3. die Rebellen mit Luft-Boden-Angriffen tatkräftig unterstützten.
          Bitte nicht andere Leute für blöd verkaufen! So verspielt man seine Glaubwürdigkeit.

        • Nobilitatis

          Das „angeblich“ macht es so schwer, Ihnen zu glauben. Und dass Sie mit Franzosen argumentieren, die in Libyen Rebellen unterstützten, um Deutsche und andere unbewaffnete Militärbeobachter zu bösen Menschen zu machen.

    • Übrigens hat bislang noch niemand mit den „Geiselnehmern“ Kontakt aufgenommen, um irgendwelche Forderungen zu stellen, etwas anzubieten oder auch nur, um Formalitäten einer Herausgabe zu besprechen.

      Die „OSZE-Mitarbeiter“, oder wer sie nun auch seien, wurden von 3 ukrainischen Offizieren der „Alpha“-Einheit begleitet. Die ukrainische Armee hat Slawjansk abgeriegelt. Der „Feindstatus“ dieser Offiziere bedingt das Festhalten der ganzen Gruppe, nichts anderes. Es gibt aber auch von den Kiewer Machthabern keinen Kontaktversuch, woraus Strelkow schließt, die drei Ukrainer seien von der Junta abgeschrieben. Eigentlich zuckt er mit den Schultern und weiß nicht so recht, was er mit den Leuten machen soll. So äußerte er sich jedenfalls heute: http://youtu.be/QeUjIkpiVjc

      • Nobilitatis

        Sind das dieselben „Alphas“, die so prorussisch waren, dass sie ihren Einsatz gegen die Separatisten verweigert hatten? Oder gibt es schon neue?
        Und wie doof muss man sein, um mit korrektem Kartenmaterial in eine Straßensperre von erklärten Feinden zu fahren?

      • S. Matt (triangolum)

        …das ist eine PR Aktion um weiter „Munition“ zu sammeln. Sehen wir doch an den Medien. Da wird es schon so hingestellt als wenn Putin der Geiselnehmer ist.

        …mit jedem Tag gewinnt die Propaganda Presse dadurch an Rückhalt. Um so länger diese Propaganda ohne Widerstand läuft um so mehr wird sie ihr Ziel erreichen.

        …unsere Politiker, die Eu, die NATO reden was von wieder Stabilität in der Ukraine schaffen usw. Dabei war die EU/NATO es doch die durch ein Abkommen welches völlig voreilig, überzogen und unsachlich erzielt werden sollte das ganze Land erst destabilisierte bzw. die ganze Triggert des Change welche jahrelang wieder neu Aufgebaut wurden (seit dem ersten Versuch). Aber hier und woanders ist Russland der Schuldige.

        …natürlich sollte auch geschaut werden welche Einheiten es im Osten sind. Russische oder wirklich Bürgerwehren. Das sollte schon angenommen werden. Es sollte schon geschaut werden wie die Sandsäcke gestapelt, wie die Kommunikation funktioniert, wie die Stellung errichtet, wie der Checkpoint betrieben usw. Und das können nur erfahrene Militärbeobachter.

        …natürlich geht das auch mit SOT aber wenn die Aufgeflogen wäre (also eine KSK oder SAS gefangen genommen worden wäre oder die sich „frei“ schießen musste usw. wäre es ganz schnell heiß geworden(Von dem PR Debakel ganz zu Schweigen). Daher musste ein Vertrag hergenommen werden, umgedeutet (damit hat der Westen genug Erfahrung) um dann Militärbeobachter rein geschickt werden.

  • Stas

    Putin soll die „NWO“ verraten haben? Selten so gelacht.

    Putin ist klug,ruhig, ein Stratege und alter (oder auch nicht) Geheimdienstler. Während die „Westler“ meinten paar Nazi Schergen an die Macht (Macht haben die trotzdem wenig) pushen zu müssen, dabei den Südosten vergessen haben und jetzt den Salat haben und rumheulen und ihre Fehler und Naivität Russland zuschieben, hat Russland die Krim zurück. Schachmatt würd ich mal klar sagen.

    Als Putin Präsident wurde war Russland noch viel zu schwach um sich auch nur irgendwie gegen die USA wehren zu können, das Land war in einen katastrophalen Zustand. Zuviele Machtorgane waren US-unterwandert. Putin hat über die Jahre Schritt für Schritt die Macht über Russland zurück in den Kreml geholt. Mit dem ausmisten fing er mit beginn seiner Präsidentschaft an. Das natürlich gegen jegliche US-Interessen. Also war schon von Anfang an nichts mit NWO, außerdem würde die NWO niemals 100% funktionieren mit Russland. Entweder Russland wird in seiner jetzigen Form vernichtet und NWO zurechtgestutzt oder eben die NWO fährt nach Hause.

    Jetzt wo Russland stark genug ist seine Interessen zu verteidigen, wird auch dementsprechend gehandelt und es wird sich gegen die Teufelsbrut gestellt aber in einem anständigen Maße. Selbst jetzt nennt Putin die Amerikaner Partner, niemand wird persönlich bloßgestellt. Nicht wie im Westen… Russland will keinen Krieg … mit niemanden.
    Jetzt hat der Westen entgültig kapiert das Russland zu stark geworden ist; erst Syrien und dann die Ukraine, jetzt hat man endlich den den Grund Russland mit Sanktionen in die Knie zu
    zwingen. Aber das ist genauso ein Eigentor des Westens, den so wird Russland unabhängiger vom Westen und kann sich mehr auf z.b Asien konzentrieren.

    Was die Ukraine anbelangt bin ich recht optimistisch, dass die Nazi Schergen diesen Herbst in Deutschland oder in den USA verbringen werden, ob Nazis, Kriminelle oder pro russische „Aktivisten“, 46 millionen Menschen leben dort und wenn erst mal das Maß voll ist, wird der ganze Dreck hinweg gespült.

  • Jörg

    @Nobilitatis 29.April 2014 20:54 Uhr ( http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/04/25/alte-eisen-schiessen-gut/#comment-1361216844 )

    Mannmannmann! Unser Nato-Kriegsvorbereitungs-Versteher Nobilitatis versucht mal wieder seinem Propagandaauftrag gerecht zu werden!

    Nein, es handelt sich bei den mit Sprengstoff und Waffen (die im Bus gefunden wurden) ausgerüsteten Kriegs-vorbereitenden Nato-Spionen gerade nicht um eine ‚OSZE-Mission‘!

    Warum nicht?
    1.) Ausweislich des „Wiener Dokument 2011“ liegen die Voraussetzungen für einer OSZE-Mission nicht vor, so daß es sich auch nicht um eine solche handelte!
    Die OSZE hat dies durch ihre Sprecher (u. a. Claus Neukirch – siehe meinen schon angegebenen link: http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005) klargestellt. Sieh dazu auch Webster Tarpley auf http://tarpley.net/ (dort unter April 27, 2014″) oder auch http://www.osce.org/cio/118047 .
    Die OSZE-Papiere dieser Nato-/Bundeswehrspione waren also gefälscht – jedenfalls nicht von der OSZE-Verwaltung ausgestellt! Genauso wenig wie der Bus mit „OSCE“-Beschriftung auf der Außenseite.

    2.) Eine OSZE-Mission liegt nur dann vor, wenn die Vorschriften des „Wiener Dokument 2011“ eingehalten werden. Dieses Dokument kann man hier einsehen: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/613770/publicationFile/166480/WienerDok-2011-E.pdf

    Auf S. 15 dieses Vertragsdokuments sind Grundlage von Beobachtungs-Missionen die Vorschriften, die man ursprünglich nur für die Besichtigung von Luftwaffenstützpunkten „VISITS TO AIR BASES “ festgesetzt hat. Eine Änderung erfolgte 20121 nur insoweit als unter bestimmten Voraussetzungen auch andere Objekte als Air Bases besichtigt werden können.
    Ob die Voraussetzungen von Besichtigungen anderer Objekte von „Air Bases“ vorliegen, ist zweifelhaft – braucht aber auch gar nicht mehr geprüft zu werden. Denn bereits die strengen Vorschriften, die allein erst eine Mission zu einer OSZE-Mission hätten machen können, wurden nicht eingehalten.

    Die wichtigste Vorschriften, die (vorsätzlich(!) – von der Bundeswehr(!) nicht eingehalten wurden, sind …
    a) die Vorschrift Absatz 19 („19“) auf Seite 15 des Wieder Dokument 2011, wo es u. a. heißt:
    „Each participating State with air combat units reported under paragraph (10) will arrange visits for representatives of all other participating States ….“ (Hervorh. von mir).
    Bereits Rußland – aber offensichtlich auch fast alle anderen der 57 OSZE-Staaten – wurden nicht „zum Besuch“ (visits) eingeladen.
    b)Sodann wurde gegen Absatz „21“ verstoßen: Dort heißt es:
    „As a rule, up to two visitors from each participating State will be invited“.
    D. h. Rußland – aber auch z. B. die Mongolei – hätten vor der Mission von dieser (rechtzeitig) benachrichtigt u n d mit einer Einladung für die Teilnahme an der Mission mit jeweils zwei eigenen Beobachtern versehen werden müssen!

    c) Hinzu kommt noch dies: M. E. (= meines Erachtens = besser als dies im Deutschen bescheuerte „imho“) ist allein die Organisation(!) der OSZE in der Lage, legitime Missionen auszurichten. Dies war hier eindeutig nicht der Fall, wie die OSZE mehrfach erklärt hat.
    Als Gegenargument zu diesem Punkt könnte man einwenden, daß das „Wiener Dokument 2011“ nie von der (Verwaltungs-)Institution der OSZE spricht, sondern immer nur von den ‚Mitgliedsstaaten‘. Meine Auslegung ist jedoch zwingend: Denn aus Sinn und Zweck des Wiener Dokument 2011 folgt, daß allein die OSZE-Verwaltung – als alleinige neutrale Stelle zwischen den 57 Mitgliedsnationen – die Einhaltung der Vorschriften überhaupt gewährleisten kann! Denn sowohl daß nachweisbar allen Nationen die Einladung zugestellt(!) wurde und daß nachweisbar diese Einladungen rechtzeitig(!) und inhaltlich(!) unmißverständlich/korrekt abgefaßt wurden, kann immer nur durch die (neutrale) OSZE-Verwaltung gewährleistet werden.

    Ergebnis:
    Unser Kriegsvorbereitungs-Versteher Nobilitatis wird zur Kenntnis nehmen müssen, daß dieser ‚Bundeswehr-Kriegsvorbereitungs-Trupp‘ sowenig eine OSZE-Mission darstellte, wie ein von mir zusammengesteller Trupp in einem Bus, auf den ich die Buchstaben „OSCE“ male und in die ich ein paar Bürger aus meinem Stadtteil stopfe, die über eine ausländische Nationalität (z. B. Nigeria, Türkei, Polen) verfügen.

  • habkind

    kurz zu Syrien –
    Anscheinend hat al Quaida in der nähe von Daraa gegen Soldaten der SAA ein Gas eingesetzt.
    Man sieht auf dem Video leider dutzende tote Soldaten ohne Schußverletzungen. Bei einigen habe ich in der nähe ihrer toten Körper Gasmasken gesehen und bei vielen ist das Gesicht dunkel gefärbt. Wenn das alles wirklich so stimmt, dann ist zu befürchten, dass die Al-Quaida in
    zukunft öfters Gas für diesen dreckigen Krieg benutzen wird – weil es hier ja so einfach war.

    • Jowi

      Überraschen würde es mich nicht, nach allem was ich weiß. Dass al Quaida Sarin besitzt, kann als gesichert gelten. Für mich sind die Bilder nicht eindeutig, aber wenn es den Verdacht gibt, sollte Syrien nicht zögern, eine Untersuchung der Vorkommnisse zu fordern und dies international publik zu machen. Vielleicht soll die SAA provoziert werden, mit gleichem Mittel zurück zu schlagen, so dass dann wieder das „Rote-Linie“-Gekreisch angestimmt werden kann.
      Einfach nur hässlich, es blutet einem das Herz. Alles Gute nach Syrien!

    • Franz

      Ich habe auch davon gehört. Hier ein anderes Video, was eine deutliche Sprache spricht, etliche Soldaten mit „verbrannten“ Gesichtern und Gasmasken ind er Hand.

      Es tut mir schrecklich leid.

      LG Franz

  • Mathew Miller

    00:58 Uhr: Kerry betont Unantastbarkeit der Nato-GrenzenIm
    Konflikt um die Zukunft der Ukraine hat US-Außenminister John Kerry
    gegenüber Russland die Geschlossenheit der USA mit ihren Verbündeten
    betont. Sie stünden geeint hinter der Ukraine, sagte Kerry in
    Washington. Am wichtigsten sei aber, der Moskauer Regierung deutlich zu
    machen, dass Nato-Territorium unantastbar sei.

    Bin mal gespannt was als nächstes kommt.
    Ich tippe ja auf Transnistrien.

    Nachdem den Bürgern Moldawiens seit Montag die Visapflicht für den Schengen Raum erlassen wurde ist doch klar worum es demnächst geht.

    Man wird sehen ob sich die Nato an ihre eigenen Richtlinien hält.
    Ich glaube eher nicht.

    • S. Matt (triangolum)

      …er betont sehr deutlich NATO Grenzen.

      …das kann bedeuten Russland du kannst bis dahin alles machen.
      …aber das ist auch die Falle wie schon angedeutet. Macht Russland das wird die NATO es noch leichter haben seinen Dämon wieder zu haben. Und der Konflikt wird dann erst so richtig heiß. Sanktionen ala Iran und anderes sind dann Angelegt. Ganz zu Schweigen von der Einigung der NATO und der Gewichtsverschiebung in dieser. Die Polen und Balten zittern ja schon und die Propaganda rennt da offene Türen ein. Auch bei uns kippt es langsam da jeden Tag Mediendreck auf allen Kanälen gesendet wird.

  • Stas

    12:20 Uhr: Ukrainische Truppen „in voller Kampfbereitschaft“
    Die
    Streitkräfte der Ukraine sind nach Angaben von Übergangspräsident
    Oleksander Turtschinow in „voller Kampfbereitschaft“. Bei einer
    Kabinettssitzung in Kiew sagte Turtschinow, die Bedrohung durch einen
    von Russland angezettelten Krieg gegen die Ukraine sei real. Die
    ukrainische Streitkräfte wappneten sich gegen eine mögliche Invasion der
    an der Grenze zusammengezogenen russischen Truppen.
    Turtschinow
    sagte weiter, >>>>“oberstes Ziel“ der Regierung sei es, dass sich „der
    Terrorismus“ nicht von den östlichen Regionen Donezk und Lugansk auf den
    Rest des Landes weiter ausdehne<<<<. "Wir haben uns entschlossen, vor Ort
    Milizen zu gründen, die aus Freiwilligen aus jeder Region bestehen",
    sagte der Übergangspräsident
    __________________________________________________

    Unsere 88 Freunde bekommen langsam muffensausen, die Kontrolle (die sie ja eigentlich nie im Osten gehabt haben) tendiert so langsam gegen 0. Soldaten der ukrainischen Armee wundern sich immer mehr gegen wem oder warum sie eigentlich eigensetzt werden (https://www.youtube.com/watch?v=5ksCmEWauvE&list=UUFU30dGHNhZ-hkh0R10LhLw). Dazu noch knurrt der Magen. Der Widerstand breitet sich aus und plötzlich könnte das ganze Land ein Terrorist sein. Dazu die Warnung von Lügenbold Kerry blabla Natogrenzen unantastbar blabla. Da ahnen schon einige das sie bald ein Schlag voll auf die Nase bekommen.

  • Gandalf

    Komisch nur, daß viele meiner nahen Verwandten, die nicht ganz unbedeutende Positionen in der Bundeswehr innehaben, von einem tiefen Erschrecken gerade der Ansprechpartner in der Politik berichten.
    Nachdem sie ihre Armeen zu Dienstanbieter der Hochfinanz umgestaltet haben („Konzern Bundeswehr“), der aber nur 3. Welt-Staaten Schläge austeilen kann, tritt ihnen nun wieder eine in Breite und Tiefe aufgestellte Armee gegenüber.
    Bei so einem Konflikt wird Ihre „moderne Kriegsführung“ einfach fortgespült.
    Es wird aber auch wirklich Zeit, daß wieder gesunde, natürliche Lebensbedingungen herrschen.
    Auch Sie werden bald erkennen, daß diese materielle Welt die Illusion ist – ein Lehrkabinett genauer gesagt :-)

    • Jones Bones

      Ich war vor etwas mehr als ’nem Monat zur Musterung (dänische Armee) und hatte da auch ein paar Lacher bei den Videos, die uns gezeigt hatte.
      Video 1: Es ist geil in der Armee zu sein! Panzer (die man als Wehrdienstleistender niemals selber fahren wird), Kampf-Flugzeuge (die man erst recht nicht fliegen wird), und immer ’n Dutzend afghanischer Kinder um einen herum, wenn man doch mal zu Fuß unterwegs ist.

      Video 2: Die Armee heute ist eine andere als die vor 20 Jahren!
      Und das hat mich nachdenklich gestimmt.
      Wenn man den Kostenfaktor konstant übersieht und stets auf extremstes High-Tech setzt, wo die Mehrkosten mit dem (oft gar nicht gegebenen) Gewinn in keinster Korrelation stehen, dann kann man zwar toll Kolonialkriege gegen unerfahrene, schlecht bewaffnete Einheimische führen, aber nicht gegen eine ebenbürtige Armee.
      Und die westlichen Armeen waren zwar immer mit der Kosteneffizienz recht schlecht, aber seit die Sowjetunion weg ist, sind auch die Zügel weg und die Korruption und Dekadenz im vollen Aufschwung.
      Siehe die völlig schwachsinnigen technischen Neuentwicklungen, über die ich als Ingenieur nur den Kopf schütteln kann.

      „F-35 Lightning II“ beispielsweise, das kein Unwetter erträgt, von der Flugleistung einen Rückschritt in die 50er Jahre gleichkommt und so hoffnungslos überteuert ist, dass die Piloten all zu viele Flugstunden nicht werden absolvieren können und die dänische Armee dafür heftigst in anderen Bereichen (Marine) einsparen muss, während der Stealth gegen einen halbwegs professionellen Gegner nichts bringt, weil man schon bei alten Radaren die Frequenz auf längere Wellen umstellen kann, sodass die Spezialhülle ihre Wirkung verliert.

      Oder die F-22, wo die Piloten nicht mal vernünftig atmen können und schon bei Trainingsflügen das Bewusstsein verlieren.

      Oder das Littoral Combat Ship, das alles können sollte und deshalb gar nichts kann.

      Oder das G-36-Gewehr bei der Bundeswehr, dass kaputt geht, wenn es in der Sonne liegt und ein völlig akzeptables G-3-Gewehr ersetzen soll.
      Und und und.

      Bei allen Beispielen ein explodierender Kostenfaktor und ein Wartungsbedarf, dass die bei einem echten Weltkrieg wohl binnen Tagen oder Wochen weitgehend kampfunfähig wären oder auf die alten Bestände zurückgreifen müssten.
      Und fast jede neue Waffe/Waffenkomplex eine äußerst teure und unausgereifte komplette Neuentwicklung, statt wie die Russen auf Bewährtes zu setzen und aus der Su-27 eine ganze Serie von Flugzeugen absoluter Weltklasse und verschiedenster Art abzuleiten, die im Preis wie auch in der Leistung absolute Weltklasse sind.

      Ich habe auch mehrere (Ex-)BW-Soldaten als Freunde & Bekannte, und für die kommt der Disziplinverlust bei der Armee einem Untergang des Abendlandes gleich.
      Eigentlich müsste ich darüber Schadensfreude empfinden, aber irgendwie stimmt mich sowas traurig. Das ist schlicht unwürdig.

  • Nobilitatis

    Die „wirkliche OSZE“, wer immer das sein soll, hat so etwas nicht gesagt. Und haben Sie die Sprengsätze usw. schon gesehen? Ich nicht.
    Richtig ist, dass es sich nicht um die OSZE-Hauptmission handelt. Schon mehrfach besprochen.

  • Nobilitatis

    Oh. Ja! Schweden, ein Schurkenstaat. Wir haben den dreißigjährigen Krieg nicht vergessen.

    • Paramo

      Ja, da war die Liga mit dem Lateinamerikanischen Gold aber mindestens genauso schulische beteiligt. Schweden hatte wenigstens die Emanzipation des Bauerstands als gesellschaftliche Grundlage für seine Mobilisierung.hatte. Jedenfalls waren die gesellschaftlichen Folgen in weiten Gebieten mit einem modernen Atomkrieg vergleichbar – ganze Regionen, die Jahrzehnte unbewohnt waren und verwilderten, in MeckPom sind diese Verwüstungen heute noch sichtbar. Dazu eine Entkulturalisierung und Verlust zivilisatorischer Errungenschaften. Europa stecit das heute noch in den Knochen. Um so schlimmer, wie skrupellos und gleichzeitig völlig blind und barbarisch die Chickenhawks innerhalb des Beltways die große Errungenschaft des westfälischen Friedens in die Tonne getreten haben. Wenn wir keine totale Katastrophe wollen, müssen wir uns wieder auf diese historische Erfahrung besinnen. Die wichtigste Regel war: Wenn lokal ein Kompromiss vereinbart wird, haben weder Papst noch weltliche Herrscher das Recht, dagegen vorzugehen (Antiprotestklausel).

  • Jörg

    Sehr gut (ab der 11. Minute) – „Die Anstalt“. Mal nicht so hetzerisch zu Rußland:

  • Jörg

    1.)
    @S. Matt (triangolum), 29. April 2014, 1:48 Uhr ( http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/04/25/alte-eisen-schiessen-gut/#comment-1359876436 )
    Wir stimmen in vielen Punkten überein.
    Das Verhalten beim Krieg gegen Libyen hingegen, war kein Ausrutscher, sondern folgte nur ein- und demselben steten Weg, den die russische Außenpolitik auch beim Irak-Krieg, Afghanistan-Krieg, beim Syrien-Krieg und bei dem bis heute geführten Krieg gegen Somalia beschreitet und beschritt. Und das ist nicht nur der verfehlte Lawrow. Vielmehr repräsentiert Lawrow nur genau die New-World-Order(NWO)-Linie Putins – mehr nicht! Dies gilt auch für Medwedew (diese lächerliche Schmierenkomödie von Putin und Medwedew während des Libyen-Krieges, nach dem Muster ‚guter cop-böser cop‘, diente nur der Gesichtswahrung währende des mörderischen Verrats an den Libyern – und an den Chinesen.

    Daß Putin total auf NWO-Linie ist – sozusagen „linientreu“, sieht man auch an dem eben gerade auch bei Putin vorzufindenden „Kainsmal“ dieser NWO-Typen: Die größte Lüge, die absurdeste Verdrehung wird propagandistisch zu einer „Tatsache“ erhoben – und als solche in massenhaften Umlauf gebracht (so wie Falschgeld): Während die Moskauer Politik vorgab, dem Irak, Libyen, Syrien beizustehen, wurde zugleich von RIA Novosti (es untersteht dem Präsidentenamt!) auf das übelste gegen die Regierungen dieser Länder gehetzt.

    Oder nimm Somalia. Dort gibt es nicht wirklich eine „Piraten“-Gefahr. Vielmehr wird mit US-Geld dort ein Bürgerkrieg auf ständiger Flamme gehalten. Zusätzlich dringen große Fischtrawler aus der EU in die somalischen Hoheitsgewässer ein und fischen die Gründe dort leer. D. H. die Haupternährungsquelle der Somalis wird systematisch zerstört – und nur aus Verzweifelung gibt es Piraterie bzw. zumeist nur den Versuch desselben.
    Und was machte die NWO-Regierung in Moskau wann immer die Sprache auf Somalia kam? Man rühmte sich, daß man Kriegsschiffe zur Bekämpfung der bösen, bösen „Piraten“ vor die Küste Somalias geschickt habe. Kein Wort von dem mörderischen Unrecht, daß den Somalis angetan wird!

    Folgt man George Orwell und seinem „double-think“, so ist diese Verlogenheit von NWO-Typen wie Putin oder Kerry oder Merkel eben das Gegenstück. Also praktisch „double-TALK“.

    …aber mal zurück zur NWO und Putin. Wenn er das wirklich wäre hätte er das was er seit 1999 macht, nicht gemacht! Keine Öl Firma mit hohem Aufwand wieder verstaatlicht und zusammen gelegt. Nicht den kleinen Mann/Frau wieder Rente gegeben die zum Leben auch reicht, nicht auch in Sachen Umweltschutz investiert
    Antwort: Deine Annahme, lieber S. Matt, daß Putin schon deshalb nicht NWO-Abschaum sein könne, weil er sich doch dem damaligen US-Raubzug in Rußland (bes. bezgl. des Öls) entgegengestellt habe, wäre nur dann zutreffend, wenn es typisch NWO wäre, es anderen zuzulassen sich auf eigenem Terrain zu bereichern. Das ist aber doch nicht der Fall. D. h. wenn russische Oligarchen den Rockefellers (oder Bushs) Ölquellen streitig machen würden und nun wehrten sich die Rockefellers (oder Bushs) dagegen, dann währen das für Dich, S. Matt, offenbar gleich der Beweis dafür, daß die Rockefellers definitiv nicht zu den NWO-Oligarchen gezählt werden dürften. Denn nach Deiner Logik müsse es ja zur NWO-Ideologie gehören, Raubzüge (wie die der US-Oligarchen im Rußland der Jelzin-Zeit) anderer stets willenlos hinzunehmen.

    Dieser Deiner Ansicht widerspreche ich jedoch.
    Ich sehr es vielmehr eher wie der geniale George Orwell: Er sah die beiden Konkurrenten „Eurasia“ (gemeint war die Sowjetunion samt Westeuropa – ohne Großbritannien) und „Oceania“ (USA+amerik. Kontinent +GB). Lediglich darüber, daß „Oceania“ deutlich mächtiger wurde als „Eurasia“ – zumal West- und Mitteleuropa von Oceania beherrscht wird – irrte er sich ( http://s7.directupload.net/images/120815/higl8zmh.jpg ).
    Im übrigen sah er aber völlig richtig voraus, daß „Oceania“ und „Eurasia“ in ganz gleicher Weise „NWO“ seien (auch wenn er den Begriff „NWO“ noch nicht kannte). Und daß in der „Dritten Welt“ (auch diesen Begriff kannte Orwell noch nicht) Verwüstungs-Stellvertreter-Kriege geführt würden.

    2.)
    @demq, ), 29. April 2014, 17:07 Uhr ( http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/04/25/alte-eisen-schiessen-gut/#comment-1360891847 )

    Russland (wie auch China) hatten ein Veto zum Irakkrieg 2003 gegben – Was sollten China und Russland machen das die USA trotz Veto ein Angriffskrieg starten? Atomkrieg, bestimmt nicht
    Antwort: Eine solche Frage habe ich doch schon unzählige Male auf diesem blog beantwortet. Klingelt es beim Stichwort „Quintus Fabius maximus cunctator“?
    Der Irak-Krieg ist doch längst zuende! Was hat denn Putin seit 2003 im gemacht um den Irak wiederaufzubauen??? G A R N I C H T S !!!
    Gerade hat die irakische Regierung Terroristen–Nachschub nach Syrien vernichtet:
    http://rinf.com/alt-news/breaking-news/widening-war-iraq-intervenes-syria-helicopter-gunships/ . Hier könnte Rußland die irakische Regierung doch mal – nicht zuletzt finanziell, aber auch mit antiterroristischer Ausbildung und Bewaffnung – helfen. Immerhin hilft jetzt sogar die irakische Regierung den Syriern. Und Putin ist doch sooooooooooooooooooooooooo ein großer Freund der Syrer!

    Aber Pustekuchen! Putin ist nichts als einer dieser abartigen NWO-Lügner und – Terroristen! Er unterscheidet sich in nichts aber auch gar nichts von Obama (oder Schäuble-Merkel-Schröder)!°
    .
    Was Lawrow angeht verstehe ich irgendwie euer Kritik nicht. Er ist ein Außenminister, ein Diplomat
    Zwischen einem „Außenminister“ und einem „Diplomat(en)“ liegen doch Welten! Das ist doch ein GEGENSATZ-Paar! Wenn mein Auto kaputt ist, geh ich doch auch nicht zu einem Bäcker oder Schlachter! Ein Diplomat, wie Lawrow, hat auf dem Posten eines Außenministerts nicht das geringste verloren!
    Gromyko war ein Außenminister – aber durchaus kein Diplomat!

    • Petra Moser

      Gemäss dem irakischen Premierminister, Herr Nuri al-Maliki, sind Hubschrauber vom
      Typ Mi-35 bei Anti-Terror-Operationen im Irak an der Grenze zu Syrien im Einsatz.

  • Mathew Miller

    Transnistrien ist sehr lange schon ein Konfliktherd.
    Russland müsste da nicht mal Angreifen denn es hat ja schon mit „Freidenstruppen“ vor Ort.
    Die Frage die sich stellt ist…was plant das Bündnis jener Staaten die auch in der Ukraine zu neuen Machtverhältnissen beitrugen?
    Die Visafreiheit für Moldawiens Bürger im Schengen Raum dürfte nur des Zucker“le für eine noch nicht bekannt gegebene Gegenleistung sein.
    Ein Nato Beitritt ist ja aufgrund der Statuten des Militärbündnisses nicht möglich.
    Bleibt somit nur eine weiterer Konfliktherd welcher aufgeheitzt wird.
    Das meinet ich mit dem Verweis auf die „eigenen Richtlinien“ dieses Bündnisses.
    Sicherheit sieht anders aus.
    Denn das was Kerry mit der Unantastbarkeit der Nato-Grenzen eigentlich sagte ist nichts anderes als das alle anderen im Konfliktfall zweitrangig sind.
    Und das um so mehr je näher die Konfliktherde an Nato–Territorium rücken.

    Und mit Moldawien würde dieser Fall dann endlich auch eintreten…könnte man jedenfalls anhand der Abläufe so interpretieren.

    Die Aussage man würde geeint hinter der Ukraine stehen sollte den noch nicht zur Nato gehörenden Ländern gehörig zu denken geben.
    Kein Beistand im Ernstfall und volles Risiko bis zu genau diesem Zeitpunkt.

    Das die Nato zur Verteidigung gegründet wurde und dieses ihr Hauptzweck ist glaube ich zwar nicht, jedoch stimme ich ihnen voll zu das genau diese Aspekte die eigentlich entscheidenden dieses Militärbündnisses sein sollten.

    Wenn jeder sich daran halten würde alles bestens.
    So ist es leider aber nicht.

    Ergo ist es auch anderen Staaten gestattet ihre Interessen zu schützen.
    Was das für Russland bedeutet ist ja dann auch klar.
    Das war schon auf der Krim der Auslöser und wird in Transnistrien nicht anders laufen.

    So schließt sich der Kreis und wir haben die selbe Situation wie schon jetzt jedoch um eine weitere Krisenregion erweitert und direkt an die Nato-Länder des ehemaligen Ostblocks herangeführt.

    Nicht gut.

    • Walter Mandl

      In einigen Monaten finden in Moldawien Parlamentswahlen statt. Die westlich orientierte Partei ist laut Umfragen (bei ca 27%) der prorussisch-orientierten Partei (ca 36%) unterlegen. Es kann also durchaus auch ein Wahlkampfzuckerl aus Brüssel sein.

      • Jones Bones

        Die Westler haben ja 2009 den gleichen Schmarrn in Moldawien abgezogen wie 2004 in der Ukraine. Würde mich wundern, wenn man die Anderen gewinnen lassen würde.

      • Nobilitatis

        Es gibt in Moldawien keine „prorussisch orientierte“ Partei. Die von Ihnen angesprochene Kommunistische Partei versteht sich als moderne linke und europäische Partei.
        http://www.pcrm.md/en/about.php
        Sie strebt inzwischen wieder (!) ein gutes Verhältnis mit Rußland an, will nicht in die NATO (entsprechend des Mehrheitswillens der Bevölkerung), aber einen EU-Beitritt..
        Ihr Wahlkampfzuckerl-Gedanke hat den Nachteil, dass man es hinterher nur schwer rückgängig machen kann.
        http://de.euronews.com/2014/02/07/ost-oder-west-wohin-geht-der-weg-moldawiens

    • Nobilitatis

      Man könnte, wenn man das wollte, Moldawien in die NATO aufnehmen, indem man es mit Rumänien wiedervereinigt. Will aber keiner, dafür gibt’s auch in Moldawien keine Mehrheit. Dagegen ist ein EU-Beitritt geplant.
      Das Gedankenspiel war ja eher, wo könnte man (= USA) Rußland demütigen, um sich für die Krim zu revanchieren. Im Interesse Deutschlands liegt ja eher Entspannung und gute Beziehungen mit Rußland.