Odessa, 02.05.2014

Am späten Nachmittag haben die hauseigenen sowie aus Charkow herbeigereiste „Ultras“ und Kiewer Euromaidan-Killerkommandos das Haus der Gewerkschaften angezündet, in dem Antimaidan-Aktivisten Zuflucht vor ihnen gesucht hatten. Alles, wie vor etwas über 2 Monaten in Kiew. Etwas neues können sich diese Kerle nicht ausdenken.

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Das Gebäude ist voller Menschen, aber Menschen sind es für die Bandera-Typen eben nicht. Ihre Großväter fackelten Menschen in Chatyn ab, und die tun’s eben hier – gegen die Gene kommt man wohl nicht an. Die eingesperrten Leute versuchen verzweifelt, das Gebäude zu verlassen, springen sich teilweise die Knochen kaputt und bekommen unten von den Befürwortern der Eurointegration den Rest:

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Was die Menschen betrifft, die im Innern verblieben sind, gibt es bislang nur Spekulationen:

Bislang wurden 30 38 43 Tote gezählt. Einzelne Quellen (newsfront2 u.a.) melden mehr als 50 Tote, schließen darin aber die Opfer der abgefackelten „Zeltstadt“ der Antimaidanis ein. 170 Verletzte. Der „Euromaidan“ frohlockt auf Twitter:

„Ehre sei Odessa, Jungs. Heute ist das ganze Land stolz auf euch!“ – (Erste Aufnahmen aus dem Gebäudeinneren – 18+!)

Wo die Feuerwehr war? Die wurde von den Terrorbrigaden gekapert:

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Zu Tode gekommene „Ultras“:

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Die Umstände ihres Todes sind eigenartig – über hundert Meter weg von den „Antimaidanis“ (siehe z.B. hier). Gerüchte über „friendly fire“ machen die Runde.

Inzwischen verwischt die Junta die Spuren ihrer Finger in der Sache. Die Euromaidan-Propaganda teilt mit, dass alle im Haus der Gewerkschaften umgekommenen aus Russland oder Transnistiren seien. Paschinskij – genau der Wicht und Rada-Abgeordnete von Timoschenkos „Batkiwschina“, der Ende Februar den „unbekannten Scharfschützen“ in Kiew zur Hand gegangen ist, indem er Scharfschützengewehre auf den Maidan brachte – erzählt, die Sache in Odessa sei eine „Provokation des russischen FSB“ gewesen, um damit von der Strafexpedition in der Ostukraine abzulenken. Dumm nur, dass der „Rechte Sektor“ inzwischen schon Dankes-Twitter an die „Ultras“ und sonstigen faschistischen Partners in crime abgesetzt hat.

Fazit vom Tag danach

siehe: Heyden, U. (03.05.2014). Die Tragödie von Odessa. Telepolis, http://www.heise.de/tp/artikel/41/41653

Der Vorgang:

Ein Schnappschuss aus einem anderen Video:

ukrprogress

R.I.P.

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