Kasatschok

In der Südostukraine gibt es eine Stadt namens Antrazit:

Diverse Medien melden, und lokale Reporter bestätigen, dass dort gestern Abend eine unbekannte Zahl an Kosaken vom Großen Don-Heer eingetroffen ist. Auf jeden Fall weht die Fahne der Don-Republik, bzw. des Großen Don-Heers auf dem Verwaltungsgebäude der Stadt:

„In der Stadt Antrazit haben von russischem Gebiet aus ankommende Don-Kosaken die Kontrolle übernommen.“

Gleichzeitig beklagte sich der Kiewer Übergangs-Innenminister Awakow gestern in einem Interview direkt von der „Anti-Terror-Front“ über den desaströsen Zustand der ukrainischen Armee und deutete an, dass in Slawjansk Tschetschenen an der Seite der „Separatisten“ kämpfen, die sich durch Drill, militärische Erfahrung und ziemlich gute Ausrüstung hervortun, so dass die Strafexpedition trotz zahlenmäßiger Überlegenheit nur recht schleppend vorankommt.

Ramsan Achmatowitsch sagt, Ramsan Achmatowitsch handelt. Das alles ist gut möglich und denkbar, weil die ukrainische „Grenze“ zu Russland nicht nur löchrig ist, sondern an den meisten Stellen frei passierbar – da kann selbst der von Taruta eilig ausgehobene „Große Panzerabwehrgraben“ nichts bewirken. Über einen Graben von angeblich 4 Metern Breite hüpft ein T-90 im Bedarfsfall auch relativ lockerleicht hinüber.

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  • madurskli

    dazu das video:

    leider wurden die nacht wieder reihenweise YT-Kanäle geschlossen wurden. diese art von zensur beruft sich immer auf verletzung der urheberrechte.
    und der text dazu:

    Kosaken auf den Schutz der Süd-Ost 5. Mai 2014 Anthrazit angekommen

    Beachten Sie, dass Anthrazit Stadt – eine Stadt von regionaler Bedeutung in der Region Lugansk . In der Nähe der russischen Grenze. Im Jahre 1877 kam in Anthrazit Schriftsteller Anton Tschechow, die diese Region “ Don Schweiz. “ Die Bevölkerung ist etwas mehr als 50 Tausend Menschen. City of Industry, entwickelt Kohlenbergbau. In
    Anthrazit 9 großen Budget – Unternehmen, aber der größte Arbeitgeber
    ist die Stadtbewohner GP “ Anthrazit „, die von zwei Kohlebergwerken
    besteht – mein “ Guerrilla “ und meine „Komsomolskaja “ . Im Jahr 2009 ein Team von SE “ Anthrazit “ von Mountain 1,8 Millionen Tonnen Anthrazit ausgestellt .

    Anthrazit Stadt Luhansk Region die Kontrolle über den Don Kosaken . Es ist auf seiner Seite auf Facebook berichtet, Donetsk Journalist Denis Kazan.


    Über dem Eingang zum Rathaus hängt ein gelb- blau-rote Flagge der
    Region Don , die im Jahr 1918 genehmigten Ataman Krasnow . Pjotr
    ​​Krasnow Derjenige, der zuerst gegen die Bolschewiki gekämpft , und
    kämpfte für die ROA und wurde 1945 von der sowjetischen Regierung zur
    Unterstützung ausgeführt Nazis und Perfidie “ – schrieb Kazan.

    Anthrazitstadt liegt 70 km südwestlich von Lugansk , in der Nähe der Grenze zu Russland. Trail geht durch die Stadt Charkow – Rostow-am- Don

    • soja kosmos

      So ein Mist aber auch:
      „Der
      Verzicht Russlands auf eine Invasion sei ärgerlich für die Nato, da nun
      viele zum Alltag in den Beziehungen zurückkehren wollten.“
      „… Die Nato erwartet keine russische Invasion der Ukraine. Stattdessen
      mache Putin die Führung in Kiew unglaubwürdig und unterstütze die
      Separatisten, so der militärische Führer der Nato Breedlove. …“

  • loliolg

    Das mit dem grossen Don-Heer habe ich noch nicht ganz verstanden.
    Allgemein ist es für mich schwierig zu verstehen, wie das mit den Kosaken in Russland funktioniert.
    Kosaken werden für staatliche Aufgaben eingesetzt, sind jedoch grösstenteils ehrenamtlich.
    Wie viel Einfluss hat dann die russische Regierung?
    Soll ich dies als eigenhändiges Handeln einzelner oder als koordinierte Aktion im Auftrag Russlands ansehen? Bin für die Aufklärung wirklich dankbar.

    • Naja, im Allgemeinen ist das mit den Kosaken meist nicht viel mehr als Folklore. Das „Große Don-Heer“ ist zwar ein gängiger Begriff, aber es handelt sich dabei nicht um irgendwelche Paramilitärs. Staatliche Aufgaben haben sie mitunter im Sinne einer Hilfspolizei. Oder Polizei.
      Einfluss der russ. Regierung worauf? Ich halte die Aktion für eine Handlung Einzelner mit stillschweigendem Einvernehmen russ. Behörden, mindestens natürlich des lokalen Grenzschutzes. Es muss ganz und gar nicht sein, dass gleich die Regierung dahintersteckt.

      • Robert Ketelhohn

        Na ja, um Folklore aufzuführen, werden sie jetzt nicht gerade in die Ukraine fahren. Unbewaffnet oder mit Säbeln und Vorderladern wären sie bloß ein Klotz am Bein für die örtlichen Volkswehren. Sie dürften also schon hinreichend bewaffnet sein – und wer das organisiert, wird auch darauf achten, daß die Leute, die er mitnimmt, mit dem Zeug umgehen können.

        • Eben. Man erkennt auf den Videos auf den Nummernschildern der Fahrzeuge leider nichts – man könnte daraus schließen, aus welchem Militärbezirk die Fahrzeuge sind. Die teilweise zu erkennende Ausrüstung ist auch nicht gerade folkloristisch.

          Sieht so aus, als soll das Referendum stattfinden. Vielleicht sind auch wirklich Kosaken in den Transportern. Zumindest sagen die Gaffer, es seien bärtige Typen. Im Ernstfall haben sie dann sicher auch eine „Kubanka“ auf dem Kopf-

        • limbojack

          Und tanzen am Abend den Kasatschok :)

          Ich weiß das Thema ist zu ernst, weil egal wer da kommt, wird der Westen vom Beginn der Invasion reden.

      • Carlo57

        Wenigstens für heute, ist das mal eine gute Nachricht!

    • Jones Bones

      Die Kosaken gehen auf die Zeiten zurück, wo man es noch mit zahlreichen Reitervölkern zu tun hatte, die die Grenzen überschritten und Dörfer plünderten, ehe der Zentralstaat reagieren konnte. Die Leute der Grenzregionen bewaffneten sich daraufhin selbst und wurden zu dem was sie sind.
      Später siedelte man sie auch bewusst in anderen Grenzregionen an. Je nach Region haben sie daher ihre Namen, die Donkosaken sind direkt östlich der heutigen Ukraine.

      Als Kosak untersteht man nur halber dem Staat. Der kann auf die zurückgreifen, muss es aber nicht, und umgekehrt. Der Kosak trägt seine Kosten selbst und auch als Verbände haben sie oft auf eigene Faust gehandelt. Beispielsweise der Versuch eines Kosaken, eine Kolonie in Somalia zu errichten, ehe er vom Zaren zurückgepfiffen wurde, der das gar nicht haben wollte, oder die Kolonisierung Sibiriens, die auch in weiten Teilen im Alleingang bewältigt wurde.

      Es ist, wie in fast jedem Militär, viel Folklore und Tradition dabei.
      Dennoch sollten die auch kämpfen können. Sie sind im Prinzip eine Miliz, allerdings mit großer Bindung an den Staat, viel Training, hoher Moral und haben durchaus auch in den letzten russischen Konflikten mitgekämpft.
      Bei Sochi traten sie als Hilfpolizisten auf und haben der Pussy Riot ’ne verdiente Tracht Prügel verpasst, auf dem roten Platz werden sie wieder zu Wachritten verwendet.

      Wie die durchgekommen sind, ist mir ein Rätsel. Das Video mit Autokolonne sagt ja, die müssen durchgefahren sein. Was haben die ukrainischen Grenzwachen gemacht?

      • Es gab gestern Meldungen über irgendeinen ukr. Grenzposten in der Oblast Lugansk, der entweder von den „Separatisten“ übernommen oder sich selbst diesen unterstellt hat.

  • Jones Bones

    Hmm… Ich habe mir vor ein paar Jahren von einem Kosaken erzählen lassen, dass die Kosakenvereinigungen aller 3 Länger miteinander verabredet hatten, dass sie nicht gegeneinander kämpfen würden, selbst wenn es zum Krieg käme.

    Andererseits: Auch in der Ukraine sind die meisten Kosaken prorussisch und sind als Verbände meines Wissens bislang nur auf der Seite der Antimaidanis aufgetreten.

    Mich verwundert das Timing und der Ablauf ein bisschen, deshalb zweifle ich daran, ob diese Aktionen in Übereinstimmung mit dem Kreml getan wurden, denn auch so haben die Kosaken keine Angst davor auch selbst tätig zu werden.
    Hätte ich die Ehre, einer von denen zu sein, würde ich es jedenfalls tun.
    Übrigens waren auch auf der Krim viele Donkosaken dabei und einer davon wurde von ’nem Scharfschützen erschossen.

    Hier ein Video, das angeblich deren Autokolonne zeigen soll:

    In der Mehrzahl sind die prorussischen Föderalisten auch in Slawyansk durchaus kampferfahrener als der Pöbel auf der anderen Seite; viele von ihnen sind Afghanistanveteranen und vermitteln diesen respekteinflößenden Eindruck auch auf den Videos.

    Und was die Kampfbereitschaft und Moral der ukrainischen Armee angeht, schauen wir uns doch einfach mal an, was der dem Poroschenko gehörende Propagandasender Kanal 5 uns darüber erzählt:

    • Robert Ketelhohn

      »Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt.
      Das tut uns leid.«

      • Jones Bones

        Ärgerlich. Im Prinzip ging die Journalistin rum und sprach mit den Soldaten.
        Kamen so schöne Passagen wie:
        Typ geht zum Bett und hebt seine Jacke hoch: „Das ist mein Kissen.“
        Und:
        „Wir kriegen nur Brot zum Essen.“
        „Brot mit was?“, fragt die Reporterin nach.
        „mit Brot.“
        Dann wird mit dem Brot auf den Tisch geklopft, weil es halb versteinert ist; Fahrer müssen in ihren Fahrzeugen schlafen, usw. usf.
        Das das Video weg ist, wundert also nicht, denn das war etwas bloßstellend.

        • limbojack

          Ist die Frage ob der Nutzer vor Ort „gebeten“ wurde es zu entfernen (Sektor vor der Tür)….oder ob die „großen Freunde“ sowas gleich beseitigen.

  • Die Hinweise mehren sich. Heute (angeblich) in Krasnyj Liman, nördlich von Slawjansk: http://youtu.be/NS0l6vndl6U
    „Zur Unterstützung der Volkswehr von Krasnyj Liman sind heute 450 Don-Kosaken und 300 Freiwillige aus Tschetschenien eingetroffen – zur Unterstützung der Donezker Volksrepublik.“

    • Robert Ketelhohn

      Wenn das stimmt, sind sie dort schon 3 h hinter der Grenze (in Anthrazit nur max. 1 h). Vor allem aber wären sie in Krasnyi Liman nur eine Viertelstunde vom Stadtrand von Slawjansk entfernt. Es könnte also darum gehen, Slawjansk Entsatz zu bringen. Wenn’s denn stimmt.

      • Robert Ketelhohn

        Stimmt wohl nicht, wie Kadyrow heute mitteilte, jedenfalls was Tschetschenen betrifft. Die Kosaken hat er dagegen bestätigt.

  • habkind

    Man kann ja die Methoden der Proxy-Kämpfer des Westens anscheinend gut kopieren.
    Wer hier tätig wurde, sei dahin gestellt – jedenfalls funktioniert das ganze auch ohne die offiziellen Armee Russlands einzusetzen. Was Amerika kann, können andere inzwischen auch.
    herzlichen Glückwunsch.
    Die Angelegenheit der Ukraine ist ja inzwischen „spannender“ als die Syriens.

    • Spannender vielleicht nicht, aber sie entwickelt sich deutlich schneller als in Syrien.
      Noch dazu sehe ich das mit den Kosaken und den Tschetschenen lange nicht als erwiesen an. Propaganda ist so ein Ding…

      • Nobilitatis

        Ich stelle mir grade vor, wie ein deutsches Freikorps „Stahlhelm“ den deutschen Widerstand in Südtirol bei ihrem Aufstand gegen die illegitime Zentralregierung unterstützt. Ordentlich ausgerüstet natürlich.

      • Robert Ketelhohn

        ;-)

        • Jones Bones

          Holy… Ein T-34?

        • Ja, den habense vom Podest (Denkmal) geholt, befüllt und das Ding lief..

        • demq

          Will kein Korinthenkacker sein aber richtig ist T-34-85 ( für 85mm Kanone). der Unterschied war auf dem Schlachtfeld einschneidet!
          Heute nicht! Sie sollten dann Panzer lieber wieder Parken heute sitzen sie da in ihrem Sarg.

          Symbolik hat es alle Male: Wieder im Einsatz gegen Faschismus nach 70 Jahren.

  • Mathew Miller

    Ich stelle mir gerade vor wie der rechte Rand den Staaten gerade aus den Händen gleitet.
    Manche finden derartige Sachen lustig….noch.

  • Mathew Miller

    Mal so am Rande.
    So kommt einem dieser ganze Haufen Sch..e vor.

    • Jowi

      Was soll dieses Bild eigentlich ausdrücken? Anti-Feind-Propaganda mittels rassistischem Vehikel?
      Aber vielleicht verstehe ich ja etwas falsch?

      • Mathew Miller

        Schauensie sich das Bild bitte mal ohne Vorurteile an.
        Dann lesen sie bitte den Text darunter.
        Sie haben schon eine Vorstellung was Karikatur bedeutet.
        Genau sowas ist das.

        • Jowi

          Sorry, aber ich kann leider kein Russisch. Deshalb verstehe ich auch die Bildunterschrift nicht.
          Über eine Google-Bildrecherche habe ich heraus gefunden, dass die Fotocollage auf einem alten amerikanischen Foto beruht, vermutlich aus den Südstaaten. Ohne Zweifel werden hier Ressentiments bedient.

          Obama ist momentan lediglich die Galionsfigur der USA, das Schiff steuern andere. Gerade habe ich einen Video angeschaut, in dem Michael Ruppert seine Sicht der Dinge auf die USA und die Weltpolitik zusammen fasst. Er war an der Aufdeckung der Drogengeschäfte der CIA mit beteiligt und sollte deshalb interviewt werden.
          Darin sagt Herr Ruppert, Obama sei ein Gefangener des Systems. Als er dies sagt, überkommen den älteren Herren die Gefühle und die Tränen steigen ihm in die Augen. Verarmt und wohl auch ziemlich einsam starb Michael Ruppert am 14.4. 2014 durch Suizid. Es ist nicht leicht, sich gegen ein herrschendes System zu stellen.

      • Mathew Miller

        Schauen sie sich das Bild mal ohne Vorurteile an.
        Dann lesen sie bitte den Text darunter.
        Sie haben schon eine Vorstellung was Karikatur bedeutet.
        Genau sowas ist das.
        Jetzt sehen sie sich mal mein aktuelles Avatar an.
        Und sagt ihnen der Spruch unter dem böhmischen Gefreiten etwas.
        Das war der Wahlspruch des von vielen als Messias gefeierten „Friedensnobelpreisträgers“ Afroamerikaners der derzeit die US-Interessen vertritt.
        Was ich über diesen Mann denke Versuche ich mit dieser Anspielung auf den anderen Mann auszudrücken.

        Das ihnen das Bild (nicht gefällt) etwas anderes suggeriert als Beispielsweise mir ist denke ich ok und durchaus auch gewollt.
        Dafür sind derartige Kunstformen Imho ja gegenwärtig.

        Als ich diese Karikatur in einer russischen Online-Zeitung sah konnte ich damals auch nicht gleich etwas damit anfangen.
        Jedoch unter den aktuellen Gegebenheiten stellte es für mich einen durchaus passende Metapher für die Übereinstimmung von gewissen Gesinnungen dar.

        Das es für sie scheinbar nur einen auf gewisse Äußere Merkmale reduzierten Rassismus zu geben scheint bringt sie scheinbar auch zu der Annahme das es

  • TomGard

    „Russland könnte nach Einschätzung der NATO seine Ziele in der Ostukraine auch ohne eine militärische Invasion erreichen. „Ich denke nun, dass Russlands Präsident Wladimir Putin mit seinen Streitkräften die ukrainische Grenze niemals überqueren muss“, sagte NATO-Oberkommandant Philip Breedlove am Montag vor Diplomaten in Ottawa. (Standard)

    Breedlove Behauptung besticht dadurch, daß allenfalls ein Canadier, der seinen Hinterwald seit sechs Monaten nicht verlassen hat, die Unterstellung gutgläubig hinnehmen kann, daß es im Osten der Ukraine eine separatistische bzw. Anschlußbewegung an Russland gibt, die genügend stark und breit aufgestellt ist, eine Sezession gegen die ukrainischen Ordnungskräfte zu erzwingen. Tatsächlich – und selbst die russische Propaganda hat, von seltenen Einzelfällen abgesehen, nie anderes behauptet – sind die Gegner der Junta schwach und unentschlossen. Wenige Aktivisten, von denen noch weniger bewaffnet sind, erfahren zwar starke Sympathie und logistische Rückendeckung in der Bevölkerung, die sich aber überwiegend abwartend verhält und sich nicht beteiligen mag.
    Breedlove will die Schwäche der Junta, die wenigen dafür umso grausameren, feigen und kriminellen bewaffneten Parteigänger, nebst einer „Armee“ deren Hauptkräfte sich in den Kasernen verstecken, sodaß die Junta außerstande ist, den Widerstand der Bevölkerung zu brechen, ja, es außerhalb zweier städtischer Kessel lieber nicht versuchen mag, um keine Niederlage zu erleiden oder ihre Schwäche mit einem entlarvenden Massaker biblischen Ausmaßes zu verraten, diese Schwäche und Zwangslage will Breedlove als Ausweis des Umfangs, der Stärke und Gerissenheit „moskauer“ Intrige und Einflußnahme ausgeben.

    Und wenn solch eine Verdrehung nicht als Ausflucht genommen wird, etwa in einem Interview, sondern offizielles diplomatisches Statement ist, dann hat sie einen strategischen Zweck. Nämlich den, mit geeigneten Aktionen die Lage zu schaffen, die „man befürchtet“. Und wie anders, als mit Pogromen, sollte angesichts der Schwäche der Junta und, die Bestien der Todesschwadrone ausgenommen (unter denen möglicherweise gar nicht so viele Ukrainer sind), der erkennbaren Unwilligkeit der Ukrainer, einander an die Gurgel zu fahren, eine solche Lage entstehen?

    Es soll genügend Massaker von der Dimension und Brutalität des Pogroms von Odessa geben, eine Sezession zu erzwingen. Deshalb geschah es „vor aller Augen“, deshalb gibt es jetzt Dutzende Photos, die zeigen, wie und mit welcher Bestialität die Opfer ermordet wurden. In der Ukraine soll bekannt werden, was da los war, und Breedlove & Co scheißen ‚drauf, inwieweit es über die Internetkanäle auch der westeuropäischen Bevölkerung bekannt wird. Diese Bevölkerung – die implizite Drohung nehmt mal ernst – kann „bei Bedarf“ mit einer Dosis derselben Medizin rechnen, wenn sie es „etwa“ darauf anlegen wollte.

    Das Massaker, das kann man getrost als Fakt nehmen, wurde also auf Befehl des CIA und von einer Todesschwadron der CIA, deren Arbeit Parubij koordiniert hat, im Rahmen einer NATO-STrategie verübt. Die Parteigänger und Gegner der Junta, die außerhalb Kievs in Odessa, dieser Metropole, besonders „vermischt“ sind, sollen polarisiert werden, die Bevölkerungen nach dem Maßstab der Polarisierung entlang einer west-östlichen Demarkationszone getrennt, Wahlen verunmöglicht, die Herrschaft terroristischer Milizen in der Ost- und Zentralukraine institutionalisiert, der Sanktionskrieg gegen Russland eröffnet, und der Osten der Ukraine zum Guerilla-Kriegsgebiet zwischen NATO-Söldnern und „prorussischen Terroristen“ gemacht werden, zu denen jeder zählen wird, der es wagt, sein Dasein gegen den NaTO-Terror zu verteidigen, statt das Land Richtung Westen zu fliehen …

    • demq

      wow Tom, endlich mal ein Kommentar von dir das ich nicht nur gern gelesen hab sondern auch zustimme. Vor allem die letzten 2 Absätze, wie offensichtlich die Nato dies macht.

      Ich nehme an, dass die NATO bereits wichtige Punkte untertunnelt, Waffendepots anrichten, Folterlager anlegen usw. sie wollen ein russisches Syrien. Die Nachrichten das Jihadisten aus Syrien nach Ukraine ziehen ist da auch gar nicht so abwegig. Keiner wird Hirnverbrannte bärtige Lackaffen nach Ukraine nehmen. Aber die Koordinatoren und Kommandeure werden dahin gebracht. Hier zeigt sich die CIA offensichtlich.

      Die Frage ist nun was weniger Menschenblut kosten wird. Russische Intervention jetzt oder doch es erst von innen versuchen, was zur absoluter Eskalation in der Ukraine gebracht werden WIRD von der CIA (sie machen ja ihren Job gut und sind ja nicht um sonst dort). Woraufhin wir wieder bei der Intervention sind. So gesehen steckt Russland jetzt doch in der Zwickmühle. Gut die Sachen dort auf dem Boden ändern sich tagtäglich. Was heute aktuell ist muss Morgen nicht sein. Russland ist jetzt auf jeden Fall am Zug. Die Amis / CIA werden ihre Checkliste so oder so abarbeiten.

      Das man so wenig von den Russen hört, lässt mich vermuten das bald große Umstellungen kommen werden. Wie schon mit der Krim. Russland hatte sich fast komplett raus gehalten sagt die ganze Zeit nichts und zack Krim ist russisch…

    • Jones Bones

      Es gibt noch ein anderes Erklärungsmodell:
      Heimatfront.
      Die Junta und ihre westlichen Strategen können sich einer sehr hohen Hemmschwelle der Russen vor einer Intervention sicher sein und haben zwar eher wenig Interesse an einem tatsächlichen Einmarsch der Russen, wollen aber den Spielraum der Gewalt maximal ausnutzen.
      Je größer die Eskalation, je mehr Gewalt, desto weniger achten die Bürger auf die Umverteilungskampagne von unten nach oben.Vor ein paar Wochen war der Maidan ja auch schon wieder am brodeln, weil die sich mit den Preissteigerungen und den verschlimmerten Lebensbedingungen nicht sonderlich wohl fühlen konnten.
      Im Krieg aber rückt eine Nation, in diesem Fall vor allem die Westukraine, näher zusammen und erträgt mehr. Die Frage nach dem Warum stellt sich erst nach einiger Zeit.

      Der Ivan bietet sich als Sündenbock perfekt an.

    • Jowi

      Wir haben hier ja nicht nur einen Kampf zwischen einer schwachen Junta und schwachen Junta-Gegnern, sondern auch zwischen zwei ergrauten Supermächten, die beide davor zurückschrecken, es richtig krachen zu lassen. Einen großen Bums können sich beide Supermächte nicht mehr leisten. Der lachende Dritte einer solchen Tollheit wäre China.
      So ein Pogrom, wie in Odessa, ist ganz klar eine Polarisierungsaktion. Starke Emotionen werden mobilisiert, um die ukrainische Bevölkerung dauerhaft zu spalten und einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Kein Frage.
      Wenn es tatsächlich 1:1 so von amerikanischen Drahtziehern geplant war – und nicht, wie apxwn vermutete, eine Abschreckungs- und Propagandaaktion war, die aus dem Ruder lief – dann würde das tatsächlich bedeuten, dass die Kreise in den USA, die verdeckt oder offen an den Schalthebeln der Macht sitzen, auf einen nachhaltigen, möglichst hitzigen Unruhe-Herd zwischen der EU und Russland setzen.
      Das macht auch Sinn, denn wenn das Maximalziel, die wirtschaftliche und militärische Nutzbarmachung der gesamten Ukraine für den Westen nicht zu verwirklichen ist, dann kann man wenigstens die Wirtschaft Russlands maximal schädigen und damit den frech aus der Asche aufgestiegenen Phoenix maximal zu schwächen.
      Noch wichtiger als die Polarisierung der Ukraine, ist aber der Keil, den man mittels Ukraine-Krise zwischen EU und der RF treibt. Denn damit ist die Kontinentalbrücke, die Atlantiker fürchten wie der Teufel das Weihwasser, kaputt.
      Die Ukraine wird absichtlich in einen gescheiterten Staat transformiert, welcher von allen Seiten ausgeweidet wird. Dieses Ziel lässt sich mit den geringsten Humanressourcen umsetzen. Ein Argument für die USA UND Russland. Auch Russland hat ja schon Lock-Angebote an gut ausgebildete Experten der Ukraine gemacht, über zu siedeln. Einen Braingain erhoffen sich auch Deutschland und Israel. Verlierer ist die Ukraine, das steht schon fest.

      • TomGard

        Jowi,

        kein grundsätzlicher Einwand, aber an einem Punkt sollte man sich nichts vormachen:

        “ … dann kann man wenigstens die Wirtschaft Russlands maximal schädigen und damit den frech aus der Asche aufgestiegenen Phoenix maximal schwächen“

        Der Schaden für „die Wirtschaft Russlands“ ist überaus begrenzt. Den größten Schaden wird die monetäre Grundlage für Russlands administrative und militärische Machtprojektion im eurasischen Raum erleiden, die von Alimenten für Rohstoffe, nicht von Arbeitserträgen lebt. Was sich in Russland an Investitionen für im engen Sinne kapitalistischeZwecke lohnt, wird auch stattfinden, Sanktionen hin oder her. Dafür stehen erstens die entsprechenden Ansagen von Siemens, Wintershall und anderen, die damit klar gestellt haben, daß sie Sanktionen ggf. umgehen werden, wie das ja für den Iran lang Routine ist; und zweitens wird China gerne Investitionen übernehmen, die „der Westen“ mittels Sanktionen blockiert – denn China ist nicht zu sanktionieren; wie ebenfalls im Falle Iran gesehen.
        Das ist das eine.

        Das andere: „Phönix aus der Asche“ – das ist gerade mal im Konzeptionsstadium! Nicht mal im konkreten Planungsstadium. Unter anderem, weil die Hauptmasse der nötigen Investitionen immer noch in die Rohstofferschließung und -bewirtschaftung geht, und Erhaltungsinvestitionen, die in den vergangenen 30 Jahren ausfielen oder verschoben wurden, nachgeholt werden müssen. Das heißt, auf dieser Ebene ist der Schaden allenfalls potentiell, nämlich für den Fall, daß Russland selbst und seine östlichen und südamerikanischen Partner keine Mittel und Wege finden, die politischen Investitionshindernisse zu umgehen oder zu unterlaufen.

        Deswegen sind die propagandistischen Töne Putins und anderer, Sanktionen und insbesondere die Abkopplung der maroden Ukraine von der russischen Wirtschaft, würden mehr nutzen, als schaden, weil sie politische und oligarchische Interessen schwächen oder aus dem Weg schaffen, die einen ökonomischen Neuaufbau behindern und verzögern, durchaus ernst zu nehmen, bei aller Zwiespältigkeit.

        Nein, ich gebe an diesem Punkt dem erzreaktionären „Russlandkritiker“ dieser Site, Jörg, durchaus recht: Die Mannschaft Putin konspiriert mit Obama – aber nicht der „Chaos-Fraktion“ – auf ukrainischem Boden, wenngleich nicht aus freiem Kalkül.

  • Ruth

    Hunderte Bergarbeiter sind in Donezk zur Verteidigung der „Donezker Republik“ eingetroffen.

    Livestream-Einmarsch beginnt nach ein paar Minuten:

    http://www.ustream.tv/recorded/47209513

  • Ben

    Nur so in die Runde. Ich hab den Eindruck das dass Thema Ukraine irgendwie nicht mehr so auf den Frontseiten ersichtlich ist und auch die Schlagzeilen verschwunden sind. Ersetzt wird das Thema Ukraine etwa mit einem Bericht zu einem Singwettbewerb der Eurovision wo RU und UKR auftreten… aber sonst sieht es für mich so aus das dieses essentielle Thema in den Hintergrund gedrängt wird, bald eben auch in den Köpfen der Menschen, so das die Weltweiten (nicht nur in Deutschland) Proteste der Onlien Communities der staatlichen und privaten Medien gegen die unsägliche Berichterstattung zu Russland und im speziellen der Ukraine der Nährboden entzogen werden soll. Das so ist mein Eindruck von heute…
    .
    Dann habe ich noch ein Schlusszitat von der Seite veteranstoday.com aus einem Bericht zu Odessa, das mir in den letzten Tagen und Wochen in genau deisem Sinn öfter durch den Kopf geht…

    „It is also time to let the citizens of the US and Europe have
    one last chance to scare the hell out of their various crooked
    government entities.

    Why? Because if there is not hell to pay, politically and
    diplomatically by all those involved in the Ukraine escalation, then we
    are looking at a template that will be used against the rest of us at
    the time and choosing of our rogue element elites. I guarantee you that
    will happen…“

    Ja ich bin sicher das die hiesigen Eliten und Verantwortlichen mit jedem so umgehen würden der im Weg steht…

    • ISKANDER

      @Ben:
      Die hiesigen Eliten würden es gar nicht erst so weit kommen lassen!
      Schau nur mal in den Vertrag von Lissabon. Dort ist die totalitäre Gewalt schon in vollstreckbares „Recht gegossen“.

      Und ich prophezeihe dir: Die ersten KZ`s und oder Gulags nach 1950 in Europa, werden durch die EU befüllt. Wenn man Gerüchten glauben darf, gibt es ja bereits im ehemaligen Bombodrom Gelände in Meck Pom bei Wittstock ein solches fertigestelltes Lager „für den Ernstfall“. Auch die EU sucht gerade nach einer Insel im Meer als eine Art „Umerziehunglager“.
      Sie sind also schon existent – nur noch leer.

      Die Europäer werden sich noch wundern, zu was dieser Orwell Organismus EU fähig ist – wenn man ihn weiter akzeptiert und duldet. Ein kleines häßliches Monster was täglich wächst und gefüttert wird durch „Wahlen“, durch „Kopf in Sand Taktik“, durch

      dargereichtes „Fun & Halligalli“….
      Ein Golem in wenigen Jahren.

      Wer halberwegs klar im Kopfe ist, erkennt den Weg und die Hintergründe. Was heute in der Ukraine passiert, wird um ein vielfaches schlimmer in Deutschland, in Frankreich und Spanien exerciert werden. Und in den Lagern finden sich dann all die Schubladen wieder, all die „Reformer“, Linken und Rechten, all die Patrioten und Asozialen, all die Freidenker und all die Opus dei Anhänger, alle die sich heute noch bekämpfen statt nachzudenken wer ihr wirklicher Feind ist.

      • Udo Klingner

        Können Sie das mit dem Lager bei Wittstock belegen? Irgendwelche Links?

      • Walter Mandl

        Furchtbar, Deine Beschreibung:
        „… kleines hässliches Monster das täglich wächst und gefüttert wird durch „Wahlen“, durch „Kopf in Sand Taktik“, durch dargereichtes „Fun & Halligalli“
        wird als Erklärungsmodell für die Entwicklung zu Beginn dieses Jahrhunderts in Aufklärungsbüchern an Schulen und Universitäten stehen.

        Bestenfalls, und nach vielen Millionen Opfern.

        Dies ist die kürzeste und zugleich prägnanteste Zusammenfassung des geistigen und gesellschaftlichen Dilemmas der sogenannten westlichen Wertegemeinschaften.

  • Carlo57

    So ganz locker mal nebenbei bemerkt:
    „Die Provokationen der Separatisten brauchten eine Reaktion.“

    Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt
    verteidigt im Deutschlandfunk das gewaltsame Vorgehen der Kiewer Regierung in der Ostukraine.

    Frau Göring, Nomen est Omen, bemüht sich ihrem Namen den zweifelhaften Glanz wieder aufzupolieren.

    • ISKANDER

      Frau Göring ist Mitglied einer extremistischen deutschen Partei, die locker Kriegsermächtigungen ausgibt und von Menschen gewählt wird, die ganzheitlich ungebildet sind aber zuweilen durch autistisches Fragmentwissen glänzen.
      So einfach ist das zu erklären.

      • Carlo57

        Stimmt, so seh ich das auch…!
        Hätte jemand mir vor 25 Jahren gesagt, daß sowas mal im Bundestag sitzen wird, ich hätte ihn, fälschlicherweise für einen Irren gehalten…

    • Peter Pan

      Die Grünen sind die größten Nutten in der politischen Landschaft der BRD. Leider haben sie es geschafft sich als Messias des Friedens und der Umwelt in den Köpfen der jungen Menschen festzusetzen. Ein, zwei kluge Köpfe habe sie auch wie den Ströbele und Von Notz. Aber der Rest? Zum kotzen.

    • limbojack

      Die Grünen sind die neuen Schwarzen, seit der Wahlschlappe haben die doch schon auf CDU Mehrheitsbeschaffer geschaltet. Es waren auch zwei Grüne, die mir bei diversen „TV Diskussionen“ besonders verblendet schienen. Das waren so Maidantouristen, welche zwar stetig da waren, aber nie Maidan Nazis oder Aktiwisten Gewalt gesehen haben….besser war nur dieser EU Futzi…“ich hab es doch gesehen, die russischen Sniper, mitten ins Auge“

  • Walter Mandl
  • Ingo Peters

    http://de.ria.ru/politics/20140506/268433045.html

    Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach unbestätigten Informationen
    Hunderte von russischen Armeeuniformen und gefälschte russische
    Truppenausweise heimlich in die östliche Protesthochburg Donezk
    gebracht. Mit ihnen soll ein Angriff auf ukrainische Grenzsoldaten
    inszeniert werden, wie RIA Novosti aus Sicherheitskreisen in Kiew
    erfuhr.

    FALSE FLAG ALARM!

  • Ben

    Zensur am Lebenden Staats Subjekt in einer privatrechtlich organisierten Online Zeitung;

    Ich schreibe seit Jahren auch in der Online Community von der Die Zeit. Heute war dort ein weiterer Artikel zu Thema Ukraine und Information über diesen Fall zu finden. Ich habe mich dann zu einem kritischen Leserkommentar dahingehend geäussert das hier seit Jahren ebensolche Propagandawellen über uns hereinbrechen wenn es etwa darum geht die Partei Die Linke zu dämonisieren.

    Auch wenn sich die Bürger über linke, soziale Themen positiv äussern und entsprechend ihre Stimme abgeben könnten (was Weltweit die Norm ist so man als Wähler die Gelegenheit hat) so das diese blos nicht über eine relevanten Wähleranteil hinauskommt oder für die Wähler Sinnstiftenden Koallitionen bilden würde etc.

    Nun, dieser mein Kommentar wurde zuerst zensiert, dann wurde mein langjähriges Konto bei der Die Zeit von einem Administrator /jk gesperrt. Ich finde das wird schlimm und schlimmer je mehr Wiederstand es in der Ukraine gegen die westlichen (nicht demokratisch legitime Hegemonieansprüche gibt. Mein Kommentar war übrigens nur einer von vielen der mehr als 100 der sich kritisch zum Verhalten der westlichen Kriegstreiber und deren Propaganda geäussert hat…

    We ich gestern vermutet habe wird das Thema Ukraine von den Frontseiten der Leitmedien im Besitz der westlichen Kriegstreiber entfernt… TV Habe ich nicht mehr. Wie sieht es dort aus?

    So oder so ist das Schweigen der westlichen Kriegstreiber und deren Medien über den Fall Odessa das widerlichste was ich zum Fall Ukraine erlebt habe und der Maidan und der über Jahre aufgebaute Sturz der Ukraine war schon eine in sich ekelhafte Tragödie…

    • Andreas Hirsch

      Willkommen im Club! Das geht uns allen hier seit Jahren so, ob bei Spon,
      Zon oder Tagesschau (Auswahl). Zensur und Propaganda. Sowie
      Verunglimpfung als neuer Rechter oder wahlweise Betonkommunist.

    • Jörg

      Bei der „Die Zeit“ werden auch Journalisten entlassen, die nicht mit-lügen wollen!
      Siehe: http://de.sott.net/article/14439-Zensur-der-Presse-und-Russland-Propaganda-in-Deutschland-Entlassene-Zeit-Online-Journalistin-packt-aus

    • teardown

      Tag auch!
      Ich bin selbst bei der Zeit seit Jahren in der „Community“ aktiv – und ich zähle schon nicht mehr mit wie oft ich zensiert UND gesperrt wurde ;-)
      Da steht man drüber und hat immer einen „Ersatz-account“ zur Hand.
      Eine Diskussion über die jeweilige Moderation ist sinnlos.
      Je „hysterischer“ die Zensur, desto treffender die Kommentare.

      Nicht nachlassen!

      • Ben

        OK, probiere ich… nicht nachzulassen meine ich. Blos alle meine Kommentare sind nun einfach gelöscht. Ich frage mich ob ich da irgendwelche Rechte drauf habe… ? Urheberrechte so was in der Art… andere Rechte, auf Publikation, Vetorechte usw.

        Ich bin für ein starkes Respublica gerade auch bei privaten Online und auch Offlinemedien, bei den staatlichen sowieso.

        • Walter Mandl

          Juristisch hast Du natürlich keine Aussicht den Status Quo vor der Sperre zu erzwingen. Der eigentliche Schaden besteht jedoch in einer anderen Dimension als der, dass Kommentare gelöscht wurden:
          Der schmerzhaften Erkenntnis, dass Presse- und Meinungsfreiheit nur so lange geduldet werden, als dass dadurch höher gelagerte Interessen (= Abhängigkeitsnachweis der Medien) nicht ernsthaft tangiert werden!
          De facto gibt es somit keine Meinungs- und Pressefreiheit in Europa. Dem folgend gibt es auch keine funktionierende sondern ausschließlich konstruierte Demokratien im „Westen“.
          Betrachte daher deine Sperre als Auszeichnung dafür, dass du es geschafft hast, dem System ans Bein zu pinkeln. Neuer Account und los geht`s, bis zur nächsten Sperre.

        • Nobilitatis

          Juristisch hat man überhaupt keine Ansprüche. Es gilt das Hausrecht. Wie hier im Blog auch.

  • Jones Bones

    Ja, diese Bastarde sind in der Minderheit.
    Selbst wenn man ihre Unterstützer einrechnet, und trotz der Propaganda.

    Dennoch, was die ganz und gar nicht zu fürchen haben, sind „Wahlen“, denn:

    1) Propaganda. Alle Medien sind gleichgeschaltet, den prorussischen (genauer: proukrainischen) Kandidaten wird jeder Auftritt verweigert.
    2) Geld. Alle Oligarchen sind gleichgeschaltet.
    Sehen wir es doch realistisch: Mit Geld gewinnt man Wahlen.
    Selbst wenn beispielsweise die Partei der Regionen gewinnen sollte, wozu sie nicht in der Lage ist: Die Abgeordneten wären so oder so im Besitz der verschiedenen Oligarchen. Die werden es auch weiterhin nicht wagen, den westlichen Zorn (und u.a. schmerzhafte finanzielle Sanktionen) auf sich zu ziehen.
    3) Angst. Das Gespenst der äußeren Bedrohung.
    4) Regeln. Die „Übergangsregierung“ hat sich ihre eigenen Gesetze geschaffen und entscheidet selbst darüber, wem sie die Teilnahme erlaubt und wem nicht, und so weiter. Es gibt sehr subtile Weisen, wie man Stimmverhalten der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen kann.
    5) Und als ultima ratio: Ein gleichgeschaltetes Verfassungsgericht, bereit unliebsame Ergebnisse umzuwälzen, ein Mob auf dem Maidan, um gleich nochmal Gebäude zu stürmen, wenn man sich nicht ordentlich benimmt, und es würde mich sehr wundern, würde man nicht die Wahlergebnisse den eigenen Vorstellungen anpassen. Die EU wird es so oder so als „Sieg der Demokratie“ feiern, und die legitimationsarme Junta giert sicher nach diesem Feigenblättchen.

    Natürlich setzt die Antwort voraus, dass ich dich richtig verstanden habe.
    Alternativ könntest du dich auf einen Teil der Regierung beziehen, der befürchtet, von einem „gemäßigten“ Teil unter Poroshenko rausgeworfen zu werden. Ich denke, das steht so oder so nicht zu Dispositon. Das Parlament bleibt ja das gleiche (und weiterhin illegitim). Daher wird die Postenverteilung wohl ähnlich bleiben, außer, dass der Poroshenko vielleicht endlich den Klitschko und dessen UDAR für seine Unterstützung mit ein paar Ministerposten entlohnen könnte, die er der Svoboda und/oder der Batkyivchina abnehmen könnte. So oder so sind beide Parteien eng mit den Maidanfaschisten verbandelt und verschränkt. Und mit den Maidanfaschisten, die ihre einzige Stütze darstellen, würden die sich auch nicht anlegen, zumal der Weg vom Maidan zur Rada nicht sonderlich weit ist und den Banderovzyi mittlerweile wohlbekannt.

    „Der Schaden für „die Wirtschaft Russlands“ ist überaus begrenzt.“
    Der Punkt, wo ich dir (gegen meinen Instinkt) weitgehend zustimmen muss.
    Russlands Gewinne aus dem Rohstofhandel gehen weitgehend für den Erwerb westlicher Konsumgüter drauf, ein Rest wiederum für Maschinen, die die russische Industrie modernisieren.
    Würde also der Kapitalfluss aus dem Westen versiegen, würde in die umgekehrte Richtung das gleiche passieren. Russland hätte teilweise vielleicht einen Mangel an verschiedenen Konsumgütern, der aber dann die eigene Produktion kickstarten würde, wo es die in Lizenz nicht schon tut. Auf Maschinen und andere strategisch wertvolle Güter müssten die Russen höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht verzichten.

  • Dazu zwei Anmerkungen:
    – Putin bittet die DVR um Verschiebung des Referendums, bis es „dafür die Bedingungen“ gebe;
    – in Weißrussland blubbert es im scheinbar lapidaren Zusammenhang mit der Nutzung des St.-Georgs-Bands bei den Feierlichkeiten am 9. Mai; Lukaschenko außerplanmäßig in Moskau. Ähnliche Meldungen kamen auch aus Kasachstan.

  • Robert Ketelhohn

    Such mal einen Arzt auf.

    • Robert Ketelhohn

      Übrigens gibt es auch Hohlerde-Foren. Das könnte ein interessantes Betätigungsfeld sein und Raum bieten für umfänglichste scharfsinnige Analysen.

  • Äh, kannst Du evtl. erläutern, wovon Du hier redest? Hast Du vielleicht etwas verwechselt? Namen, Orte oder Ampullen? Ich komme gerade nicht hinterher.

  • Franz

    Nun lieber Tom, das war keine „Intervention“ sondern eine ernst gemeinte Frage, da ich die Idee dahinter interessant finde und schon selber des Öfteren darüber nachgedacht habe, wieso Deutschland in den internationalen Medien so im Focus steht. Da ich Deine Recherchen und Spekulationen/Schlüsse oft schätze, hätten mich Deine Gedanken dazu interessiert, auch wenn Du sie nicht beweisen kannst. (Wer kann das schon).

    Soviel zu meiner ehrlichen Intention. Wie Du daraus einen Führungsoffizier, Ausputzer, Kretin und Fall für die Klapse machen kannst, bleibt Dein Geheimnis. Aber die Gartenarbeit oder das Glas Wein sind sicher nicht der Auslöser.

  • madurskli

    Ich muss an dieser Stelle Tom Gard völlig recht geben, als neutraler Schweizer!

    „Das Ziel des Angriffes ist Deutschland, das viel mehr verliert, wie ich an dieser Stelle freilich nicht beweisen kann.“ sagt er und in der historischen Rückschau ist sich die westliche UNwerte +gemeinesschaffende Elite seit Ende des WW2 einig!

    Man hat schlicht Angst vor den Möglichkeiten Deutschlands, das macht auch Russland vorsichtig und teilweise verbündet nach ihren leidvollen Erfahrungen:

    Bald ist Georgstag!

    • madurskli

      Russland wird dieses Jahr seinen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg
      erstmals nicht nur in Moskau, sondern auch in Sewastopol (Stützpunkt der
      Schwarzmeerflotte) mit einer großen Militärparade am 9. Mai feiern. Was dem Hosenanzug gar nicht gefällt. Aber erstmal den Kopf aus dem A… der USA nehmen und dann zu den Realitäten stehen, oder?

      http://de.ria.ru/zeitungen/20140508/268447535.html

      In Sewastopol findet die spektakulärste Parade auf der Krim statt. Auch
      in Kertsch und Armjansk sind Truppenmärsche geplant. „Die Siegsparade
      auf der Krim ist sehr symbolisch. Sie ist nicht nur für die Einwohner
      der Krim, sondern auch für die Zuschauer der benachbarten unruhigen
      Ukraine bestimmt“, sagte der Militärexperte Anatoli Zyganjuk.

      • Jones Bones

        Ähm… Meines Wissens finden die Paraden in so ziemlich jeder Stadt statt.
        Was dieses Jahr anders ist, ist, dass Putin eben der auf der Krim beiwohnen wird; mit einer bewussten Symbolkraft.
        Was das Sankt Georgsband angeht, ist es selbstverständlich älter als die Sovjetunion, sonst wäre es nicht nach einem Heiligen benannt.
        Es stammt noch aus der Zarenzeit (glaube es war Katharina?) und hat den Ursprung darin, dass der Sankt Georgsorden (das dem eisernen Kreuz ähnelt aber älter ist) an eben diesem Band getragen wurde/wird, und eben für militärische Leistungen vergeben wird.

        • Offen gesagt kenne ich das St.-Georgs-Band gerade nicht aus Sowjetzeiten. Zu Sowjetzeiten gab es eine andere Symbolik. Russische Kommunisten kritisieren dieses Symbol ja auch dafür, dass es kein genuines Zeichen des Sieges im 2. WK ist. Mir ist es erst nach dem Ende der Sowjetunion erstmals untergekommen.

        • Ruth

          Der Titel der Sowjetischen Garde für verdiente militärische Einheiten der Sowjetunion wurde erstmals am 18. September 1941, anlässlich der Jelnja-Offensive während der Schlacht bei Smolensk, eingeführt. Grundlage war eine Entscheidung des Oberkommandos der Roten Armee, sowie der Befehl 308 des Rats der Volkskommissare.
          Die 100., 127., 153. und 161. Schützendivision wurden umbenannt in 1.,
          2., 3. und 4. Gardedivision. Die für den Titel der Sowjetischen Garde
          nominierten Einheiten erhielten, gemäß einer Entscheidung des Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR, spezielle Gardebanner.

          Am 21. Mai 1942 führte das Präsidium des Obersten Sowjet den Rang der
          Garde ein, die Abzeichen der Garde wurden auf der rechten Brustseite
          getragen. In beiden Fällen wurde das Sankt-Georgs-Band getragen. Im Juni
          1943 wurde zudem das Rote Gardebanner für die Landstreitkräfte und im
          Februar 1944 für die Seestreitkräfte eingeführt. Die Sankt-Georgs-Bänder
          schmückten die Banner nun genauso wie bereits im 19. Jahrhundert.“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt-Georgs-Band

  • urkeramik

    @tg: das ist wohl wieder ein Fehlgriff von dir, obwohl ich deine Analysen und deinen Blick sonst wertschätze, manchmal sogar sehr.

  • Jones Bones

    Shirinovskyi hat den Leuten in Lugansk ein Auto geschenkt. Die „Tigr“ sind wirklich keine schlechten Dinger, aber wie er das so erklärt brachte mich das schon ein wenig zum Lachen. ;-)

    • Mathew Miller

      Danke für den Link.
      Jetzt wird mir klar wo die Liberalen abgeblieben sind.
      Im Osten der Ukraine ziehen die eine „liberale Republik….je nach Region durch.
      Ist Guido schon vor Ort.
      Auf dem Maidan war unsere Wester“Schwester“Welle doch Hinten dran…Äahhm…voll drin….Äaahm….ich meine mitten drin, oh je das hört sich alles so eindeutig zweideutig an.

      Liberale Gedanken für stramme Seperatisten und Terroristen.
      Die FDP hat doch durchaus freie Kapazitäten.
      Aufbau Ost 2.0.

      Und da sage einer Russen verstehen keinen Spaß.

  • Ruth

    Der ist erst morgen ;-). Aber trotzdem auch von mir-s dnem pobedi! Hasta la victoria siempre!

  • S. Matt (triangolum)

    …ich kann auf die Kommentare aller Aktuelleren Beiträge nicht mehr zugreifen. Weder lesen noch schreiben. F5 & Co. bringen nichts. Kommt immer: „Disqus seems to be taking longer than usual. Reload?“ :(