Ende einer “Hochburg“

homs-busse-banditenIrgendwie passieren bestimmte Schlüsselmomente in der Geschichte aufgrund der Ereignisse in der Ukraine momentan so still und leise, dass es darauf keinerlei Reaktionen in der Welt zu geben scheint. In der einstigen syrischen “Rebellenhochburg” Homs gibt es keine “Rebellen” mehr.

Sie sind auf von den der Armee bereitgestellten, aus vielen Aufnahmen bereits recht gut bekannten grünen Bussen (made in China, übrigens) abgezogen, so dass die Stadt nun eigentlich als endgültig befreit angesehen werden kann. Das einzige Stadtviertel, in dem sie noch verbleiben, ist das periphere nordwestliche al-Waer, aber auch von dort gibt es schon Signale, dass sich die verbliebenen Freischärler mit den Regierungstruppen auf einen Deal einlassen.

Zum Abzug der Banden muss man allerdings ein paar Dinge anmerken. Erstens ziehen sie mitsamt ihren leichten Schusswaffen ab. Das war die Bedingung, die sie in den Verhandlungen gestellt hatten; in erster Linie aus dem Grunde, dass sie – sicherlich nicht zu Unrecht – fürchten müssen, von ihren anderswo hockenden Kumpanen als Verräter behandelt zu werden (zur Erinnerung eine analoge Situation: nach der Armee-Offensive in Dschobar und entsprechenden Erfolgen am 22./23.08.2014 haben die eigenen, im Hinterland operierenden Killerkommandos den Rückzug der an vorderster Front hockenden Nusra-Brigaden durch Erschießung ihrer Kommandeure quittiert – wozu hätte man auch sonst in das “Menschenmaterial” investiert?!). Dabei wurden in Homs seit längerer Zeit recht vehemente Ausbruchsversuche aus den abgeriegelten Stadtvierteln unternommen, bis hin zu Selbstmordanschlägen. Zu Verhandlungen kam es, als selbst diese äußerste Gewalt nichts mehr fruchtete. Die letzten ca. 1.500-1.700 Zivilisten wurden vor mehreren Wochen aus den Stadtvierteln evakuiert.

Eine weitere Nuance des Abzugs der “Rebellen” besteht darin, dass dieses Recht nur Syrer bekommen haben. Es ist daher noch etwas zu früh, von einer vollständigen Bereinigung der Lage in der Stadt zu sprechen. Die Armee wird die wenigen Stadtviertel jetzt trotzdem “säubern”. Nach Schätzungen der Armee können noch 150-200 ausländische Dschihadisten dort verblieben sein, die aber moralisch, physisch und vor allem organisatorisch am Ende sein dürften und deshalb keine größeren Probleme mehr machen sollten.

Am 07.05.2014 nach anderthalbjähriger Gefangenschaft in Aleppo befreit

Am 07.05.2014 nach anderthalbjähriger Gefangenschaft in Aleppo befreit

Im Gegenzug haben die Banden zumindest versprochen, in Aleppo einen Korridor für Zivilisten einzurichten, durch den diese aus den von ihnen besetzten Vierteln abziehen können. Bislang kam es aber lediglich zur Befreiung von 15 Armeeangehörigen, die sich seit anderthalb Jahren in Gefangenschaft befanden.

Wohin die “Rebellen” von Homs aus gebracht werden, wissen wir auch schon: nach Talbiseh und Ar-Rastan etwas weiter nördlich. Diese Städte sind seit sicher zweieinhalb Jahren relativ fest in der Hand verschiedener Terrorgruppen.

Wie man die Sache auch nimmt, hier handelt es sich zweifellos um einen recht bedeutenden Erfolg für die syrische Regierung, und Baschar al-Assad kann seine potentiellen Wählern durchaus Erfolge vorweisen. Es ist nun nicht gerade so, dass man ins Rätselraten verfallen müsste, wer die Präsidentschaftswahlen am 3. Juni für sich entscheiden wird, auf jeden Fall sieht aber dieses Ende der ewigen Leidensgeschichte der Stadt Homs aus wie etwas, das zur rechten Zeit geschieht.

Die Amerikaner quittieren Erfolge illoyaler Staaten indes gewohnt mit Sanktionen. Als Weltpolizist muss man sich ja schließlich irgendwie zu allen Dingen äußern.

Morgen (wenn Anhar ausgeschlafen hat) gibt’s wahrscheinlich ein paar authentische Bilder aus Homs.

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Trackback von deiner Website.

  • maya

    Hier sind schon mal aktuelle Bilder vom schrecklich zerstörten Homs, sowie auch vom Abzug der Terroristen: https://twitter.com/HalaJaber/media

  • Einar Schlereth

    Diese Verbrecherbanden und ihre USRAELNATO-Herren können stolz darauf sein, was sie angerichtet haben. Das Schlimmste ist, dass sie nie zur Rechenschaft gezogen werden. Schaut euch die Bilder auf diesem untenstehenden Link von maya an.

  • Walter Mandl

    Lageschilderung Homs 2014: Berlin anno 1945.
    Unfassbar welche „Effizienz“ moderne US-Kriegsführung mit einigen Tausend Terroristen erreicht. Da können noch so viel Friedensbeter und aufklärende Aktivisten tätig werden. Das Ergebnis zeitigt dieselben Vernichtungen wie ein langwährender „Totaler Krieg“. Mit gut gemeinten Wünschen für den Wiederaufbau kann es hier nicht mehr getan sein. Das Böse muss gestellt und gefordert werden, bevor es an fremden Türen klopfen kann.

    • madurskli

      Das würde ich dann doch etwas relativieren!
      Bekanntermaßen schießt die Armee mehrstöckige Gebäude wegen eines Scharfschützen zu Brei.

      • Jones Bones

        Nein, sonst würde kein einziges Gebäude mehr stehen.
        Luftangriffe setzt man gegen Gebäude ein, wo sich dieser Angriff lohnt.
        Meist, weil dort große feindliche Truppenverbände vermutet werden.
        Gilt es, Scharfschützen einzusetzen, setzt man Scharfschützen und Panzer ein.

        Auf haargenau gleiche Weise gingen die Amerikaner vor, nur halt noch skrupelloser.

      • kaumi

        @madurskli:disqus
        Ich gebe dir recht, Walters Zeilen müssen etwas relativiert werden, deine aber auch.
        Wegen „eines“ Scharfschützen ist meineswissens noch kein mehrstöckiges Gebäude (wenn du nicht gerade zwei Etagen meinst) „zu Brei“ beschoßen worden.
        Mein Cousin wohnte noch bis April 2012 in Al Hamidiji (Homs-Altstadt), als Bewaffnete das Nachbarhaus okkupierten und anfingen, in Schichten (um eine rund-um-die-Uhr-Feuerkraft zu gewährleisten) mit Haun-Raketen und Mörsren zu feuern. Mein Cousin schwor, wegen der Enge der Gassen und der Höhe der Häuser (zum großen Teil drei oder vierstöckig), dass diese Barbaren nie und nimmer auch nur annährend vorhersagen konnten, wo deren tödliche Grüße niederkommen würden.
        Bevor die allererste relevante Salve der SAA eintraf, war der Straßenzug schon durch friendlyfire und Druckwellen so ramponiert, dass man glauben konnte, es hätte bereits massive Gefechte zwischen zwei Gruppen gegeben.
        Alles in allem muss festgehalten werden: die Deppen wählten nicht umsonst ihre Taktik, in möglichst dichtbesiedelte Gebiete einzusickern. Der Tot von Zivilisten und die Zerstörung von Bau und Infrastruktur war nicht nur einberechnet, es war das Ziel.
        In Wadi Al Nasara, wo die meisten Christen der Stadt in der Zwischenzeit untergekommen sind, werden jedenfalls seit gestern Busfahrten nach Homs, zu den eigenen, jetzt befreiten Vierteln, organisiert. Diese Fahrten werden Siegeszüge sein, auch wenn es aufgrund vorliegendem Stadtbildes unglaublich anmutet. Sie werden nicht gleich wieder in ihre Häuser, so weit noch bewohnbar, einziehen. Vielmehr bedeutet diese Fahrt symbolisch die „Rückeroberung der Stadt durch ihre Einwohner“.
        In Homs, so meine persönliche Einschätzung der emotionalen Lage der Dinge, werden die „Wahlen“ mit einem Erdrutschsieg Assads enden. Und damit meine ich echte Zustimmung im 80%-90%-Bereich.
        Mehr, und damit komme ich zum Anfang des Themas zurück, ist über Assad und die SAA nicht zu sagen.

        • madurskli

          Ich dachte beim schreiben gar nicht an einen Luftschlag!

          Sondern an die ausreichend dokumentierte Reihe von Annnanews aus den Vororten von Damaskus:

        • Jones Bones

          Gibt zudem das Prinzip der befestigten Punkte. Wenn man bestimmte Blocks wegmacht, dann haben die Gegner in dieser Gegend dann keine Deckung mehr.

        • kaumi

          Alles richtig, aber es ist eben nicht das Wegbomben eines großen Gebäudes wegen eines Scharfschützen iregndwo drin…

        • habkind

          Zu Beginn in 2011 und Anfang 2012 hat die SAA noch wesentlich mehr auf den Bestand der Gebäude geachtet und auf materielle Kolletaralschäden verzichtet, bis erkennbar wurde, dass die Sicherheit der Soldaten darunter litt. Die SAA hat dann entschieden – ich meine sogar, daß einer der Offiziere oder der Verteidigungsminister im Fernsehen gesagt hat, dass zerstörte Häuser wieder aufgebaut werden könnne, und das Leben der Soldaten schwerer wiege als Steine. Danach ging die SAA tatsächlich gegen die Söldner in Gebäude brutaler vor – zu recht.

        • Walter Mandl

          Für mich gehören Kollateralschäden an der syrischen Infrastruktur im Zuge der Bekämpfung von Terroristen durch die SAA genauso zum „Erfolg“ der Imperialisten. Oder meint jemand, die SAA würde auch ohne massive Kriegsführung der Terroristen Gebäude zerschießen? Und jene, die meinen, mit einer anderen Taktik der SAA wären diese Zerstörungen zu mildern (unter den vorhandenen Mitteln der SAA) mögen so nett sein, und diese Taktik Präsident Assad übermitteln!
          Der Abwehrkampf in Syrien ist kein Fußballspiel und Assad ist kein Trainer. Ursache und Wirkung darf nicht vermengt werden. Wir sollten uns daher zurückhalten, als Pseudotrainer Schuldzuteilungen vorzunehmen.

        • Jones Bones

          Behauptet hier auch keiner (außer westliche Propaganda).
          Die syrische Armee folgt taktischen und strategischen Überlegungen und hält sich da im Vergleich mit den USA zurück, da Sie in ihrem Heimatland Schäden an der Infrastruktur vermeiden muss.
          Trotzdem. Leider muss es recht häufig so sein.

          Schmerzhaft ist der Infrastrukturverlust vor allem bei strategisch wichtigen Gebäuden wie Fabriken und anderen technisch anspruchsvolleren Anlagen, sowie historischen Stätten. Das rührt die Armee auch eher wenig an, im Gegensatz zu den Banditen.

  • habkind

    Die Vereinbarung schließt ja noch mehr ein: 70 Frauen und Kinder, die aus den nördlich von
    Aleppo eingeschlossenen Ortschaften Nubul und Zahraa werden ebenfalls freigelassen, außerdem 45 Frauen und Kinder, die im August letzten Jahres aus Ladikia entführt wurden, sollen bzw. sind tlw. schon freigelassen worden.
    Außerdem dürfen den eingeschlossenen Ortschaften Nubul und Zahraa Lebensmittel und Brennstoff etc. geliefert werden (diese Orte wurden bisher aus der Luft versorgt).
    Einige Bandengruppen haben zwar den Konvoi mit Hilfslieferung gestoppt (deswegen sind auch noch nicht alle Söldner aus Homs abgezogen, die SAA läßt sie erst raus, sobald die Hilfslieferungen nach Nubul und Zahraa durchgelassen werden (#Old_Homs : There are still 360 terrorists in Old Homs , who will get out after aids are permitted to #Nubul and #Zaharaa.))
    Bilder der bereiten Kinder und Frauen https://www.facebook.com/hashtag/lattakia_countryside.
    https://www.facebook.com/photo.php?v=1448489418729130&set=vb.1429790167265722&type=2&theater
    Das Video mit den befreiten Kindern und Frauen finde ich auf die Schnelle nicht, reiche ich nach.

  • habkind

    So nun auch das Video mit den befreiten Soldaten und ab Min 1,00 dann die befreiten Kindern und wie sie von Ihren Eltern empfangen werden. Unglaubliche Scenen.


    Auf „mein Parteibuch zweitblog“ ist ein guter Bericht zu Homs nachzulesen.

  • Mathew Miller

    Respekt für derart humane Verhaltensmuster der Regierung.
    So wie die Stadt verheert wurde ist schwer zu verstehen warum der totale Enthauptungsschlag nach dem Auszug der letzten Zivilisten unterblieb.
    Weil eben niemals „alle“ rauskommen.
    Respekt ist Assad sicher….meiner allemal.
    Für alle die da lebend rausgekommen sind freut es mich.
    Den Rebellen aus dem Ausland steht dieser Weg nicht offen.
    Aus Gründen die auf beiden Seiten logisch erscheinen…dennoch sinnlos sind.
    Ein Fakt der den syrischen Rebellen zu denken geben sollte.
    Diesmal durften sie noch zum Zweck der Lösung dieses Konflikts gehen.
    Wer die Chance vertut wird etas später sterben….leider nimmt er dann wieder Unschuldige mit ins Verderben.
    Man wird sehen.
    Beileid allen die Angehörige verloren haben und viel Glück für eine Zukunft die sicher und friedlich sein möge.

  • kaumi

    Die Sehnsucht der Homser nach ihrer Stadt ist unerreicht. Auch wenn von ihren Häusern zum Teil nur noch die Haustüre steht.

    Bemerkenswert an diesem Dreh ist, dass er LIVE direkt an der (recht mitgenommenen) Moschee Khalid Ibn Al Walid abgefilmt wurde. Im Stadtteil Al Khalidija, einem erzkonservativen sunnitischen Stadtteil. Und wenn diese Einwohner solche Kommentare von sich geben, dann kann man sich ausmalen, wie weit die „Revolutionäre“ es getrieben haben müssen und welch` desolates Standing sie inzwischen bei den Syrern genießen – selbst bei ihren vermeintlichen Sympathisanten:
    „Schande und Gottesfluch über ihre Häupter. Im Namen welchen Gottes verschandelten und zerstörten sie diese Moschee?“
    „Irgendwann habe ich nur noch gebetet, dass unsere Führung und unsere Armee unseren Stadtteil zurückeroben möge. Heute bete ich, dass sie das ganze Land von diesen Terroristen befreien möge.“

  • kaumi

    Neuigkeiten aus Homs:

    Es werden vermehrt Berichte aus der Altstadt vermeldet, in den es um Verletzte und auch Tote unter den zurückgekehrten Einwohnern geht.
    Es sieht nämlich danach aus, dass die scheidenden Terrorbirgaden in vielen der von ihnen verlassenen Wohnugen Minen oder andere scharfe Fallen hinterlassen haben. Einige sind recht pfuschig in die Zimmer gelegt, so dass von Einwohnern herbeigerufenes Militär recht zügig eine Entschärfung durchführen kann, andere Minen sind aber an Bewegungsmeldern gekoppelt und gut versteckt und entladen sich z.B. bei Öffnung des Kühlschrankes oder eines Regales.
    Taktik der verbrannten Erde nennt man sowas wohl. Sollte uns die Altstadt nicht mehr gehören, soll sie niemandem gehören. Quneitra kann ein Lied davon singen…

    • LeChevalier

      Lanatullah 3alayen

  • kaumi

    Freunde,
    Syrische Quellen berichten heute, dass die deutsche Regierung sowohl der syrischen Botschaft wie auch den in Deutschland lebenden Syrern eine Ausrichtung bzw. eine Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen auf deutschem Boden untersagt hätte !?
    Ich finde hier nirgends was dazu. Aber könnte eine Regierung sowas überhaupt durchsetzen?

    • Jowi

      Die Modalitäten einer solchen Stimmabgabe müssten erst diplomatisch ausgehandelt werden, siehe Beispiel hier http://www.vaybee.de/deutsch/channel/news/wahlen-tuerkei_stimmabgabe-aus-deutschland-106851.php

      Dass da unsere Regierung mauert, glaube ich sofort. Erfahren wird das die Öffentlichkeit aber nicht, zumindest nicht freiwillig. Da müsste die syrische Seite indiskret werden und so die deutsche Seite zu einer Stellungnahme zwingen.

      • Jones Bones

        An sich glaube ich, dass die syrische Botschaft auf ihrem Territorium fast alles machen kann, was sie will.

  • kaumi

    Nicht zu fassen, oder? Aber scheint doch zu stimmen:

    http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=227403

    • habkind

      Im Vergleich zu Syrien sollen wir ja auch hier eine lupenreine Demokratie haben :-).
      Wenn ich aber die Informationen richtig gehört habe, will Syrien deshalb den Menschen ermöglichen, per Fax oder email wählen zu können, sie müssten dann nur ihre PassNr. angeben. Wer allerdings geheim wählen will, könnte dann nicht wählen.

    • Nobilitatis

      Das ist schon der Gipfel. Nicht die Meinung, es sei keine „demokratisch legitimierte Wahl“, jedem sein Irrtum. Auch nicht die Begründung, dass so viele Leute vertrieben seien aus ihren Häusern. Das ist so berechtigt wie absurd: Dann müsste man den Vertriebenen doch gerade eine Stimmabgabe ermöglichen. Das Unverschämte daran ist die Anmaßung, sich in die Angelegenheiten eines souveränen Staates einzumischen und dessen Wahlen teilweise verhindern zu wollen. Hoffentlich klagt ein syrischer Flüchtling vor dem Verfassungsgericht oder hilfsweise vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf sein Wahlrecht. Ein so eindeutiger Fall ist selten.

  • kaumi

    Ich habe mit ein paar Gedanken gemacht, warum ein Land in Mitteleuropa
    zu so einem doch extrem seltenen Schritt greift. Und die Antwort findet
    sich in Steinmeiers Worten wieder. Jener Minister nämlich sprach von den
    Wahlen als „Parodie einer demokratischen Wah, erst wird gebombt, dann
    wird gewähltl“ – so weit so gut. Nun stellt sich eigentlich automatisch
    die Frage, warum denn dann die Deutschen bei so einer „Parodie“ so
    einen exklusiven Einschnitt auf ihrem Territorium vollziehen!?
    In
    Deutschland wird nicht gebombt, in Frankreich, England, Brasilien oder
    Peru auch nicht. Man stelle sich mal vor, Syrien veröffentlichte die
    Ergebnisse jener im Ausland lebender und zu den Botschaften in
    Wahlabsicht schreitenden Syrer… alle Argumente lägen dann in Damaskus`
    Händen. Wenn in den syrischen Botschaften von über 160 Staaten dieser
    Welt Assad-bestätigende 70%-80% erreicht werden würden, was durchaus
    realistisch ist, dann zieht kein mitteleuropäisches Argument mehr.

  • foobar

    Hier eine Analyse zur Situation: http://www.voltairenet.org/article183736.html

    Zusammenfassung der Thesen: Die Übereinkunft konnte nur in Absprache mit dem Iran klappen. Es gab das Angebot Irans Rolle im Nahen Osten zu stärken, die Gegenleistung sei eine Distanzierung zu Russland.

    Unter den abgezogenen Rebellen befanden sich angeblich auch französiche, amerikanische und saudi-arabische Offiziere (obwohl die Ausländer ja offiziell eigentlich nicht abziehen durften..)

  • kaumi
    • Dafür gab’s immerhin 300 Millionen für die Portokasse.
      Obwohl selbst diese Summe nichts bewirken wird.

  • kaumi

    ذكر محلّل الشؤون العسكرية في القناة العبرية العاشرة إن وحدة كوماندوز
    سورية تمكنت من أسر ضباط مخابرات من الأتراك والأردنيين في كسب يديرون غرفة
    سير العمليّات في ريف اللاذقية الشمالي.

    Gestern lief im 10. Kanal des israelischen Fernsehens eine Sendung unter der Telnahme eines „militärischen Sonderanalysten der IDF“, der davon berichtete, dass ein Sonderkommando des syrischen Militärs in einer bis dahin beispiellos „frechen“ Aktion, direkt an der Grenze zur Türkei und nördlich der Stadt Kassab, es fertig gebracht hat, „höhere Offiziere türkischer und jordanischer Nationalität“ festzumachen, die direkt an der Planung und Durchführung der vor einigen Wochen dort stattgefundenen Offensive teilgenommen hätten. Diese Aktion sei deswegen auch für Israel so von Bedeutung, da diese Militärs unter ständiger Kontaktaufnahme mit der IDF-Führung gestanden hätten und sie, würden sie „weichgeklopft werden“ , durchaus brisante Informationen preisgeben könnten…

    Davon völlig losgelöst und mit der syrischen Krise nicht im Zusammenhang stehend, aber für die Türkei recht unangenehm, erreichen mich Meldungen, wonach im Zuge des Minenunglücks bekannt geworden sei, dass über 450 syrische Kumpel, komplett unversichert und ungesetzlich, sprich „schwarz“ , dort beschäftigt gewesen sein sollen. 100 von ihnen sollen nun bei diesem Unglück umgekommen sein. Deren Leichen werden, so die Meldungen, unter Tage gelassen. Und last but not least: Dempsey soll bei seiner letzten Analysen fürs Weiße Haus festgestellt haben, dass die „Hauptgruppe“ der syrischen Opposition (sprich NK) bei Inthronsierung nicht in der Lage wäre, Führungsaufnahmen zu übernehmen. Weder eine Sicherung und Verteilung von Hilfsgütern, noch eine militärische Stabilität oder gar die Mindestanforderung der Sicherung der infrastruktuellen Einrichtungen sei von ihnen zu gewährleisten. Nichts Neues, aber der Angelsachse braucht ja zur Wahrung des Scheins viele runde Tische und Analye-Sessions. Nachdem Dempsey das aber nun so verbalisiert hat, müssten die Amis entweder umschwenken und mit dem einzig möglichen Stabilitätsfaktor des Landes (Führung und SAA) zum Wohle des syrischen Volkes verhandeln oder sie gäben nun auch offiziell zu, dass sie primär an der Destabilisierung des Landes interessiert sind. Und fuck off syrisches Volk

    • Jowi

      Vielen Dank für die Infos, Kaumi! Interessante Infos!

  • kaumi

    Bombe:

    Muaz Al Khatib, ein jeder hier sollte diesen Mann noch kennen, residierte in den letzten Tagen mit einigen anderen (Ex-) Oppositionellen in Ägypten, wo er auf Einladung des ägyptischen Außenministeriums einige Gespräche zur weiteren Zukunft Syriens führte.
    In einem gestern durchgeführten Gespräch äusserte sich der Ex-Leader der NK wie folgt:
    “ die sogenannten „Freunde Syriens“ sind eine Ansammlung von Betrügern, Vagabunden und Verbrechern, denen die syrischen Belange nicht im Mindesten interessieren. Vielen von ihnen fehlt es an Willen, die Syrienkrise tatsächlich zu beenden, ganz im Gegenteil, einigen passt die derzeitige Situation ausgezeichnet in den politischen Kontext. Wir Syrer sollten alle ausländischen Einflüße kappen und zu einer politischen Lösung beitragen. dazu gehört (!!!) auch der Dialog mit der derzeitigen Führung“. PENG.
    http://breakingnews.sy/ar/article/39238.html
    An diesen multilateralen Gesprächen nahm übrigens auch der von mir sehr geschätzte Haitham Manaa teil…

    • Franz

      Schau schau..besser spät als nie.

      Danke Kaumi

    • Dike

      Kaumi, das ist wirklich eine Bombe! Auch wenn man nicht sicher sein kann, ob Al Khatib es ehrlich meint, die Tatsache, dass er öffentlich zugibt, dass die NK Verräter und Diebe sind und die Lösung für ihr Land in der Hand der Syrer liegt, ist ein Signal an die Syrer und auch an die Welt, dass die kommenden Wahlen eine Sache der Syrer allein ist und natürlich ist es im Interesse der Opposition im Inland und Ausland mit den Vertretern der Mehrheit der Syrer an einem Tisch zu sitzen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Ich habe mich in meinem derzeitigen Wohnort (Pretoria) bei der syrischen Botschaft registrieren lassen (am letzten möglichen Tag!) und bis jetzt haben die südafrikanischen Behörden, im Gegensatz zu den sogenannten westlichen Demokratien, den hier lebenden Syrern kein Wahlbeteiligungsverbot erteilt. Ich bin gespannt, wie die Wahl ablaufen wird und werde berichten.

    • habkind

      Möglich, dass er jetzt die Fehler sieht, die seine Heimat zerstört haben.
      Vielleicht denkt Al-Khatib aber auch an seine Zukunft und er möchte nicht sein restliches Leben außerhalb Syriens leben. Wird er diese Chaunce von der Syrischen Führung bekommen?

  • kaumi

    Wenn in Syriens Kirchen statt eines Chorals ein patriotischer Klassiker intoniert wird, dann bleiben speziell in diesen Zeiten die wenigsten Augen trocken – in mein linkes Auge flog jedenfalls bei diesen Bildern eine kleine Fliege…
    https://www.facebook.com/photo.php?v=806331599379020&set=vb.419327771412740&type=2&theater

    • Dike

      Danke Kaumi, zwei ganz dicke Fliegen sind in meine beiden Augen geflogen.

      • kaumi

        Salamtak Dike. Diesmal sind es keine Tränen der Trauer

  • kaumi

    http://breakingnews.sy/ar/article/39605.html
    Muaz Al Khatib on fire…

    Wer dachte, dass die in Ägypten vor wenigen Tagen getätigten Äußerungen des Ex-NK-Frontsängers vielleicht einer besonderen Laune entsprungen wären, muss sich eines Besseren belehren lassen.
    Gerstern legte der gute Mann aggressiv nach. Zunächst erneuerte er seine bereits veröffentlichten Statements zu der Intergrität der „Freunde Syriens“. Dann schob er eine Breitseite gegen alle „arabischen Länder“ nach, “ die sich zunächst mal um ihre eigenen Verfehlungen und inneren Problemen kümmern sollten“.
    Insbeondere die „nichtsyrischen Führungen um uns herum hören nicht auf, Taktiken und Strategien zu finden, um das Blutvergiessen am Laufen zu halten, bis das letzte syrische Kind verblutet ist“.

    Ist dieser Mann extremst geläutert oder was passiert da gerade? Ich kann das wirklich nicht einschätzen, aber der Umstand, dass H. Manaa sich mit ihm auf ein Sofa setzt, hält ihm bei mir das eine oder andere Türchen mehr auf…

    • Walter Mandl

      Wenn die Aussagen Khatibs zu einer Besserung der syrischen Lage hinsichtlich öffentlicher Wahrnehmung dienen, freue ich mich mit dir und den Menschen in Syrien.
      Gleichwohl ob die „Wandlung“ dieses Mannes einer Erläuterung oder dem Bedürfnis nach Selbstschutz entspringt: Ein Hund, der einmal gebissen hat, wird ohne wenn und aber bei nächster sich bietender Gelegenheit neutralisiert. Vergiss das nie!

  • kaumi

    Entschuldigt bitte, sollte ich mit meinen punktuellen Syrien-News die sehr aktuelle und lebhafte Ukraine-Diskussion unterbrechen. Sollte e so sein, so kann ich mich selbstredend etwas zurücknehmen.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10204165581803567&set=pcb.10204165583003597&type=1&theater
    Nur ein Haufen Syrer in Beirut auf ihrem Weg zur syrischen Botschaft um zu wählen…


    Und z.B. in Sidney/AUS

    Betreffs des Wahlverbotes für Exilsyrer in Frankreich und Deutschland muss die Information weitergereicht werden, dass in Europa Belgien nachgezogen hat. Aber auch unter den „arabischen Bruderstaaten“ gibt es eine Reihe von westlich-geprägten demokratiegesinnten Ländern, die dieses Wahlverbot nun vor drei Tagen aussprachen: Saudiarabien (natürlich), VAE, Kuweit. Wie es in den anderen Golfdemokratien Qatar, Bahrain oder z.B. Oman aussieht, weiß ich nicht.
    Über die Entscheidung Frankreichs äußerte sich Roland Dumas vorgestern im französischen TV übrigens sehr kritisch: „Wie soll sich denn ein Wahlverbot, ausgesprochen von einem demokratischen System, rechtfertigen lassen? Gar nicht, sage ich. Das ist doch Irrsinn. Selbst wenn die Wahl nicht den strengen demokratischen Regeln gerecht würde, so ist sie doch ein ausgezeichneter Fingerzeig dafür, was das syrische Volk tatsächlich möchte. Ist es nicht das, was auch wir im Westen dauernd fordern? Und wie passt es dann dazu, dass wir ihnen im Ausland dann bei dieser historischen Gelegenheit dieses Recht absprechen?“

    • ISKANDER1

      Danke Kaumi, das Du Syrien zurück bringst in die Aufmerksamkeit.
      Wir müssen begreifen, das die Ukraine und Syrien zwei gleichwertige Opfer sind.
      Gerät Syrien aus der Wahrnehmung, wird es geräuschlos überrollt. Nur Aufmerksamkeit schützt.

      • Im Oman haben die Syrer gewählt! (Wäre auch relativ verwunderlich, wenn ausgerechnet dort nicht.)

      • Die Russen stellen Syrien 240 Mio USD für „soziale Belange“ zur Verfügung. Das ist zwar weniger, als die Amis neulich ihrer Mischpoke zugesteckt haben, aber in Russland gibt es Orangen aus Syrien und Seife aus Aleppo zu kaufen. :)

    • Im Oman haben die Syrer gewählt! (Wäre auch relativ verwunderlich, wenn ausgerechnet dort nicht.) Ebenso weiß ich es sicher auch aus z.B. Rumänien, na und Russland (Bild hierunter) sowieso.

      *Jede* Wahl ist besser als Schießen und Morden. Deutschland und Frankreich stehen moralisch eindeutig auf der falschen Seite.

      • habkind

        In Oman dürfen alle Syrer der Golfstaaten wählen gehen, ähnlich wie in Spanien die französischen Syrer wählen können.
        Die Syrische Botschaft im Libanon hat wegen den hohen Andrang zur Wahl die Tore bis heute 24.00 geöffnet, und morgen schon ab 7.00 in der Früh bis 2.00 nachts.
        Es sollen mehr als 200.000 Personen sein, die im Libanon wählen wollen.

      • neoguerilla

        In aller Welt scheint heute die syrische Community zu wählen. Hier gibt es viele schöne Bilder dazu:

        https://www.facebook.com/pages/HNN-Homs-News-Network-English-Al-Akhbar/256330017863546

        • Dike

          Danke für die ermutigenden Bilder.

          @ habkind, die Nachrichten über die Wahlbeteiligung im Libanon sind unglaublich. Ein ganzes Volk stimmt ab und das kann man nicht ignorieren.

      • Nobilitatis

        Völlig richtig. Hoffentlich klagt irgendjemand dagegen, weil sich Deutschland nicht nur moralisch, sondern auch juristisch schuldig macht.

        • ISKANDER1

          Wir alle haben doch in Deutschland sogenannte „Abgeordnete“ im Umfeld. Diese Lobbyistenschar hat Telefon, Briefkasten und Mailportale.
          Schreiben Sie an „ihren“ „Abgeordneten“ vulgo „Volksvertreter“ und fordern Sie ihn auf, sich in der Volkskammer, sorry: „Parlament“ für eine Verurteilung der deutschen Entscheidung der Wahlverhinderung für Syrier in der BRD, einzusetzen.
          Dann nachfassen, denn der/die gute wird gewiß nichts unternommen haben. Rechenschaft fordern: Warum nichts unternommen?
          Das fordernde „Auf die Zehen treten“ ist erste Bürgerpflicht, das „Nicht abspeisen lassen“ die zweite.
          Angeblich ist das Volk der Souverän in der BRD und da sollte der Souverän auch nicht erwarten, das die vielen kleinen Lakeien von sich aus handeln.
          Es ist doch bizarr: Deutsche trappseln von Wahl zu Wahl und finden es in Ordnung, das Wahlen für andere nicht zu gelten haben und dieses obskure Konstrukt dann auch noch „Demokratie“ gefeiert wird.
          Es gilt wie ich es immer wieder predige: Courage, Handeln ist wichtiger als diskutieren.

      • Dike

        Ich habe heute in Pretoria gewählt! Wir wurden herzlich empfangen und bekamen einen wunderbaren syrischen Mokka serviert. Vor mir waren zwei Syrer und nach mir kamen zwei Syrer. nur 100 registrierte Syrer in ganz Südafrika. Aber jede Stimme ist wichtig!

      • xxtunguskaxx

        Ist echt schön zu sehen wie groß das Verlangen bei den Syrern ist zu wählen!
        Wirklich arm wie laut hier in Deutschland Demokratie ausgerufen wird aber wie still es tatsächlich gelebt und ausgeführt wird!

      • urkeramik

        Ein starkes und ermutigendes Statemant der Syrer!

  • kaumi
  • kaumi

    Vielleicht warten einige bereits auf erste Hochrechnungen aus Syrien, aber diese liegen heute nicht vor und werden erst erst für morgen erwartet. Was man heute aber bereits sagen kann, ist, dass die Wahlbeteiligung erheblich höher ausgefallen ist, als ich persönlich erwartet hätte, und scheinbar deutlich höher, als die westliche Allianz vertragen kann – und das in einem Land, in dem man insbesondere heute, als aktiver Wähler, mit einer angedrohten Tötung seitens der „Rebellen“ zu rechnen hatte. Leider ließen denn auch einige Syrer, insbesondere in Damaskus heute ihr Leben, aufgrund verstärkten Beschußes seitens der demokratisch-legitimierten Opposition.
    Die deutschsprachigen Medien berichten heute – Zitat – „von Wahlen, deren Wahlbeteilgung unklar ist, die Rebellen berichteten aber, dass diese verschwindend klein sei.“ (HR1-Abendnachrichten).
    „Wählen konnten Syrer nur in Gebieten, die von Regierungstruppen gehalten werden. Assad kontrolliert aber nur 2/5 des Staatsgebietes“. (ORF)
    Trotz dieser, für westlichen Geschmack wohligen „Fakten“ ,scheinen die USA sich gemüßigt zu fühlen, Stellung zu beziehen, und tun dies höchst angefasst: „die Wahl der Schande“.

    Dass der Westen Stellung beziehen muss und die dargestellten medialen Ansichten weit abseits der Realität liegen, werden die Bilder in den nächsten Stunden zeigen – soweit sie Einlass in unsere Welt erhalten.
    Daher, als kleiner Vorgeschmack, einige Impressionen aus Syrien vom heutigen Tag:
    https://www.facebook.com/Alikhbaria.Sy
    (Damaskus)
    https://www.facebook.com/Alikhbaria.Sy
    (Grenzregion Libanon-Syrien – Potpurri des TV-Senders Alikhbaria, Zusammenschnitt von Wahlsendungen nichtsyrischer TV-Stationen)

  • kaumi
  • kaumi
  • kaumi

    Part 4…
    https://www.facebook.com/samatv.net
    (Halab/Aleppo)

    https://www.facebook.com/samatv.net
    Und natürlich Lattakia :-)

  • kaumi

    Und zum Schluß noch ein persönlicher Gruß an unsere Medien:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=648949248519679&set=p.648949248519679&type=1&theater

    Diese Diashow könnte praktisch mit Bildern aus jedem Dorf ergänzt werden, das unter „Kontrolle der Assadregierung“ steht, denn:
    Das „2/5-von Assad kontrollierte Staatsgebiet“ beherbergt ca. 80% der syrischen Bevökerung… so rum ist es richtig …

    Gute Nacht, Freunde

  • kaumi

    Sorry, sehe gerade, dass einige verlinkte Videos nur die FB-Coverseite zeigen.
    Ging nochmal in YT rein und reiche also die Filme nach:

    (Quneitra)


    (Halab/Aleppo)

  • kaumi

    (Damaskus/Handelsviertel)


    (Lattakia)

    … Inzwischen sind nur noch Bilder von Straßenparties aus syrischen Städten zu liefern!!

    • Walter Mandl

      Kaumi, schöne Stimmungen die hier vermittelt werden. Ich freue mich mit diesen Menschen mit. Vielleicht kann daraus auch jene verbindende Kraft gewonnen werden, die restlichen von Terroristen besetzen Gebiete zu befreien. Syrien ist stark und das syrische Volk ist groß.

  • kaumi

    Hallo, heute mache ich es kurz:
    http://breakingnews.sy/ar/article/40145.html

    Knapp 74% Wahlbeteiligung
    Knapp 89% Stimmen für Assad

    • Franz

      Danke! Dann wird ja Frau Salloum morgen wieder im Spiegel abhetzen.

      • habkind

        hat sie schon.
        übrigens – die Gegenkandidaten hatten 4,3% (500.279 Stimmen für Al-Nouri)
        und 3,2% für Hajjar (372.301 Stimmen).
        Viel mehr hatte die FDP bei der letzten Bundestagswahl auch nicht gehabt, und meines Erachtens nach hat sie bei der Europawahl sogar noch weniger Prozente erzielt.
        15.845.575 Syrer waren im In- und Ausland stimmberechtigt,
        11.634.412 haben von ihrem Stimmrecht gebrauch gemacht.
        10.319.723 (88.7%) stimmten für Assad.
        Wer einige schöne Bilder sehen will zu der Wahl und der Feier nach der Wahl:
        https://www.facebook.com/syria24english?ref=ts&fref=ts (englisch)

        https://www.facebook.com/home.php (deutsch)

      • kaumi

        Nicht nur die ewige Salloum versucht, die Wahlergebnisse so zu deuten, dass sie hier zu Lande knirsch einem gewissen Publikum präsentiert werden können.
        Auch die Politik (G7) war ja wieder schnell dabei festzustellen, dass „Assad in Syrien keine Zukunft hat“.
        Interessiert den Syrer inzwischen nur noch am Rande, die Bilder aus Syrien sagen alles. Im Grunde MUSS festgestellt werden, dass solche Aussagen von Staatsvertretern, wie eben solchen der G7, einer Kriegserklärung ans syrische Volk gleichkommen. Und diese Sichtweise teilen erfreulicherweise inzwischen viele Foristen aus vielen verschiedenen Plattformen.

    • xxtunguskaxx

      Dennoch kam in der hiesigen Medienlandschaft recht wenig darüber hab ich das Gefühl!
      Trotzdem Glückwunsch an alle Syrer!!

  • kaumi

    Al Maleh, eine altbekannte Figur aus dem Marionettenkabinett der „Opposition“, hat wenig überraschend die Bildung einer neuen opositinellen Gruppierung angekündigt. Sie soll ein „Gegengewicht“ (Realsatire) zur NK unter Djarba darstellen. Auf der anderen Seite „lädt“ Al Maleh die NK dazu ein, in Gesamtgebilde der neuen Gruppe „aufzugehen“ – natürlich unter seiner Führung.
    Der bereits von mit in jüngster Vergangenheit oft zitierte Ex-Führer der NK, Al Khatib, lederte nun zum wiederholten Male ab und gab angesichts dieser neuesten Entwicklung folgendes Protokoll: “ Aus dumm wird dümmer. Das ist wirklich ein haufen Idioten (Opposition). Sie sollten sich langsam realistisch einschätzen und entsprechend handeln. Assad hat nicht gewonnen, weil er ein so fähiges Wahl-Beraterteam um sich versammelt hatte. Er hat gewonnen, weil die „Opposition“ zum wiederholten Male ihre Unfähigkeit und Nichtigkeit bewiesen hat.“

    Aus dem Munde Al Khatibs hört sich so was immer noch merkwürdig an.

  • kaumi

    Zunächst einmal:
    lieber apxwn, vielleicht besteht deinerseits die Möglichkeit, einen aktuellen Beitrag über Syrien/ISIS zu verfassen, damit spezifische Einträge wie dieser hier nicht immer mehr den Weg über die zweite Seite nehmen müssen, denn… im Nahen Osten geht still und leise eine neue Eroberungswelle von statten.
    Der interessierte Leser wird wissen, dass es im Irak in den letzten Tagen zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen der regulären Armee und der Al Qaida (ISIS) gekommen ist, in derem Zuge die nicht ganz so kleine Stadt Mosul „gefallen“ ist – in die Hände der Islamisten nämlich.
    Heute scheint es dieser Plage gelungen zu sein, die zentral-irakische Stadt Tikrit einzunehmen. Das sind keine Nachrichten, die man so ex-ärmelo hört und gleich wieder vergisst.
    Sieht man sich physisch das eroberte Gebiet näher an, erkennt man, dass die Islamisten ihren Plan umzusetzen versuchen, eine zusammenhängende, eroberte Region zu erschaffen, die sich vom Osten Syriens bis tief in den Irak erstreckt. Das ist sunnitisches Gebiet, d.h. hier werden „Eigengewächse“ rekrutiert, in tausendfacher Ausführung. Freilich unterstützt von den inzwischen bestens bekannten Sponsoren.
    Mag sein, dass das syrische Cover im Moment ein wenig freundlicher erscheint. Das ganze Schauspiel ist aber mitnichten am Ende angelangt. Es findet nur eine Verlagerung der Bühne statt.
    Und das muss nicht gut sein.

    • kaumi

      http://breakingnews.sy/ar/article/40564.html
      Überspringt den Text und betrachtet die Fotos: von der ISIS im Irak in den letzten Tagen erbeutetes Kriegsgerät. Vieles wird in Syrie wieder auftauchen, aber auch die irakische Bevölkerung wird viel bluten müssen. Und die Dekade des Horrors ist längst überschritten.

      Ps.: so sieht also amerikanische Militärausrüstung in Händen von “ ausgesuchten Rebellen“ aus!

      • Jowi

        Was für ein katastrophales Versagen einer Armee!
        Unglaublich.
        Wo ist eigentlich Roman? Länger nichts mehr von ihm gelesen.

        • Jones Bones

          Hat momentan viel zu tun.