Dieselben Schützen

Seinerzeit hatte der recht kurze Exkurs eines “Slawischen Korps” in Syrien für einiges an Aufsehen gesorgt, besonders da es sich nach den damaligen Informationen nicht etwa um eine Undercover-Unterstützung der russischen Regierung, sondern scheinbar um eine Privatinitiative gehandelt hatte.

Das Slawische Korps in Syrien

Das Slawische Korps in Syrien

Die Kämpfer dieses “Slawischen Korps” waren insgesamt um die anderthalb Monate in Syrien und wurden nur einmal in der Gegend von al-Sukhnah in ein Gefecht mit Dschihadisten verwickelt, von denen sie rund 400 über Es Sireth sandten und dazu ein knappes Dutzend ihrer diversen leichten Militärfahrzeuge (üblicherweise Pick-Ups mit MGs) vernichteten. Das alles bei vollkommen katastrophaler Versorgung, keinem Nachschub und Munitionsknappheit. Nach diesem Zusammenstoß brachen sie ihren Syrieneinsatz ab und flogen – insgesamt, bis auf Verwundete, ohne Verluste – zurück nach Moskau, wo sie vom russischen FSB in Empfang genommen und festgehalten wurden – die Organisatoren der “Slavonic Corps Ltd.” kamen dabei angeblich in U-Haft, während man die einfachen Söldner nach Hause ziehen ließ.

Die Story wurde dann vor allem durch die im Gefecht bei al-Sukhnah verlorene Ausrüstung publik, unter der Dschihadisten russische Dokumente fanden und sich auf den üblichen Handyfotos eines Sieges über die “Kuffar” brüsteten. Die russische Presse machte die Inhaber der Dokumente ausfindig und traf sie bei bester Gesundheit zu Hause an; so kam der ganze Hintergrund an die Öffentlichkeit.

Lizenz Nr. 8/559 des syrischen Komitees für Nationale Sicherheit

Lizenz Nr. 8/559 des syrischen Komitees für Nationale Sicherheit

Einige Zeit später – nach der Veröffentlichung hier – haben einige der russischen Söldner, insbesondere aus der Kommandoebene, versucht, die Sache ins rechte Licht zu rücken und übergaben der Presse Dokumente, welche die völlige Legalität ihres Einsatzes bezeugen sollten. Das war vor allem der Vertrag der syrischen Regierung mit dem technischen Dienstleister und dem “Slawischen Korps”, ebenso auch die Lizenz des syrischen Komitees für Nationale Sicherheit, aus dem die Genehmigung für einen Waffeneinsatz durch die Söldner des “Slawischen Korps” hervorging. Insgesamt handelte es sich diesen Dokumenten zufolge um eine reine Sicherheitsdienstleistung im Zusammenhang mit einer ingenieurstechnischen Instandsetzung von Anlagen der Energiewirtschaft – von Kraftwerken, Verteilerstationen, Stromleitungen und dergleichen. Also nicht etwa um einen geplanten Zukauf von Feuerkraft und militärischem Know-How gegen “Rebellen”. Diese doch relativ wenig verbreitete “Richtigstellung” in der Presse machte keine große Runde mehr, zumal der Informant aus den Reihen des “Korps” anonym blieb und man ihn nur als “informierte Quelle” bezeichnen konnte.

Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass der Einsatz der “Slavonic Corps Ltd.” in Syrien sehr wohl mit russischen Sicherheitskreisen abgestimmt und vereinbart wurde, zumal der Transport und die Evakuation des Korps nach und aus Syrien auf völlig legalen und offiziellen Flügen – teils Charterflügen – ab und an Moskau VKO erfolgte. Die Intervention des FSB bei Rückkehr sollte wahrscheinlich als eine Art Notbremse große Wellen vermeiden, denn obwohl der Einsatz tatsächlich nicht als Kampfeinsatz im Interesse der syrischen Regierungstruppen geplant war, so war es doch zu einer Konfrontation gekommen, und die ersten reißerischen Meldungen über eine “russische Intervention” in Syrien zirkulierten bereits auf Islamisten-Webseiten.

Es hat aber natürlich einen Hintergrund, dass diese Sache gerade jetzt wieder aktuell wird.

“Anonymous” ist kein amerikanisches und kein allgemein “westliches” Phänomen – Hackergruppen, die sich dieser Bezeichnung bedienen, gibt es natürlich auch bei den Russen. Eine solche Gruppe namens “Anonyme Internationale” hat dieser Tage die Korrespondenz des oben genannten Informanten mit der russischen Presse (ridus.ru) offengelegt.

Der Name des Informanten, folglich also eines der Leute, die in das Gefecht bei al-Sukhnah in Syrien verwickelt waren, ließ es natürlich sofort klingeln, denn das US State Dept. verbreitet ihn schon seit Wochen über seinen Propaganda-Twitter @UkrProgress; auch in der deutschen Presse tauchte er (sicher aus denselben Quellen) bereits auf.

igor-strelkow

Igor Wsewolodowitsch Girkin, Spitzname “Strelok”, der Schütze – und davon abgeleitet sein Pseudo-Familienname “Strelkow”.

Man muss jetzt durchaus nicht den Schluss ziehen, dass Moskau direkt und unverblümt hinter der bewaffneten Revolte im Donbass steht. Man kann das mit einem ebensolch glasklaren “Jain” beantworten, wie Strelkow es in seinem ersten Interview, in dem er sich ohne Sturmhaube zeigte, selbst tat: auf die Frage, ob er Mitarbeiter russischer Geheimdienste sei, sagt er: “Nein, natürlich nicht. Ich bin schon längst in Reserve.” Strelkow ist Söldner mit Leib und Seele, und Söldner gehen dahin, wo man mit ihrem Gewerbe etwas verdienen kann. Freilich muss es jemanden geben, der seine Kunst bezahlt, oder ihm zumindest Spielraum für ein selbst organisiertes Auskommen bietet.

Das kann alles in allem eine mögliche Antwort auf einige auch hier gestellten Fragen sein – zum Beispiel, warum die Volkswehr leidlich gut mit den anrückenden Chaotentruppen des Kiewer “Anti-Terror-Einsatzes” zurechtkommt. Natürlich ist ein Mann allein auf dem Feld noch kein Krieger, aber wenn dieser Mann über hinreichende Erfahrung in der Organisation, der Leitung und der Koordination paramilitärischer Verbände in “Guerilla-Situationen” hat, so kann aus einem ungeordneten Pulk an wehrfähigen Männern durchaus eine schlagkräftige Truppe werden. Findet er guten Kontakt zu ansässigen Fachleuten derselben Branche, dann stehen erfolgreichen lokalen Einsätzen alle Wege offen; und ob es sich, wie z.B. die “Süddeutsche” schreibt, um “Destabilisierung” handelt, ist selbstverständlich Ansichtssache.

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  • Nobilitatis

    Interessant. Aber das russische “Blackwater” ist das nicht? (Im Sinn einer größeren Organisation zur Vermietung solcher Sicherheitsdienste?)

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Das? Da gibt’s einige: Moran Security, RSB Group, … das einzige, was es in Russland (noch) nicht gibt, sind gesetzliche Regelungen für solche Dienste.

  • Mathew Miller

    Die Verluste der ukrainischen Nationalgarde der letzten Tage deuten auf einen Strategiewechsel bei den Einheiten der regionalen Verteidigung im Donbass hin.
    Aktion bedingt immer eine Raktion.
    Das dabei “Berater” zum Schütz der örtlichen Infrastruktur hinzugezogen werden ist offensichtlich …erfolgreich.
    Derartige Aktionen wie in Mariupol oder Krasnoarmejsk laufen für die Strafcorps der Nationalgarde häufig auf einen “Hinterhalt” zumindest teilweisen Verlust dieser Einheiten hinaus.
    Immer häufiger erreichen derartige Brigaden gar nicht erst den Ort an dem Schrecken und Terror verbreitet werden soll.
    Und das ist gut so.
    Aus Quellen vor Ort ist bestätigt das in den GAI-Verwahrstationen an den Hauptstraßen diverse zerschossene Militärfahrzeuge eingestellt sind welche nicht aus russischer Produktion kommen.
    :-)
    Aufgrund der auch zivilen Varianten dieser HMMWV erwarten sich offensichtlich einige dieser “korrupten” Polizeieinheiten die eine oder andere Kopijka beim Verkauf von noch verwertbaren Ersatzteilen.

    Von dem was in den Straßengräben liegt oder Per Kettenraupe dorthin verschoben wird will keiner sprechen.
    Aktuell der Tage von Leuten aus dem näheren Bekanntenkreis so erlebt bei Überlandfahrt durch die Region Donbass.
    Gerade von Donezk nach Lughansk stehen allein 12 Kontrollposten.
    Und das sind die Posten auf den großen Straßen.
    Wo der Ukrainische Staat noch vorhanden ist ist es wie seit ehedem….Existenzkampf pur.
    Jedoch ist das in der Region eher Nebensache.
    Kiew ist fern und Leute die Regional bestimmen gibt es dort seit eher.
    Keiner duldet Blutsauger aus einer weit entfernten Region die mit nationalen und faschistischen, zumindest aber russophoben Einstellungen dort Geld eintreiben will.
    Wie gesagt sowas landet dort ganz schnell im “Straßengraben”.

    Wenn die nachrückenden Sicherheitskräfte dann etwas mehr Ruhe in die Region bringen und nicht “nur ukrainisch” verstehen ist die Frage wer die besseren Karten hat schon beantwortet.

    Ach übrigens die Leute konnten dann in ihren Heimatgemeinden ohne Probleme und wie berichtet ohne irgendwelchen Druck wählen.
    Denn in den Ortschaften selbst in denen wo keine Verwaltungsgebäude besetzt sind hat die Kiewer Übergangsmannschaft noch nie was zu melden gehabt.
    Das war mit Janukowitsch nicht anders, dennoch gilt er vielen noch als ihr gewähltes geringstes Übel.
    Gerade nach der Sch…e die derzeit abläuft.

  • urkeramik

    Kolomoisky: hat am 9.Mai Zarew angerufen und ihm mitgeteilt, das auf ihn ein Kopfgeld von 1Mill ausgesetzt sei und man seine Familie hängen werde. (Anlas sei der Tod eines Dnjepropetrovsker Juden in Mariopol) Die Story wird von einem zweiten Telefongespräch zwischen zwei jüd. Geschäftsleuten (vom 10.5) gestützt.
    Gestern nun gab es einen Brandanschlag in Dnjepropetrovsk, das Haus der Nachbarn der Zarevs brannte aus, zum Glück war niemand im Haus. Die Täter haben wohl die Eingänge verwechselt. http://politikus.ru/events/19223-narodnaya-voyna-protiv-ukrainskoy-oligarhii-i-ee-ruchnoy-kievskoy-hunty.html
    Heute kommt die Nachricht, das hinter der Gasfirma Busisma (die mit Biden jr.) wiederum Kolomoiski steht. http://www.nachdenkseiten.de/?p=21721

    Kolomoiski hat schon 2009 den Wahlkampf der Swoboda bezahlt.

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Im Zusammenhang mit Kolomojskij gibt’s noch ganz andere, verheerendere Nachrichten, namentlich um einen Abverkauf des “technologischen” Erdöls in den ostukrainischen Pipelines durch UkrTransNafta. Mit anderen Worten, um ein **Leermachen** der Leitungen. Das tut man sonst nur, wenn man sie instandsetzen oder aufgeben will, denn eine Wiederinbetriebnahme, also ein erneutes Auffüllen, ist hundeteuer. Verbrannte Erde. Oder anders ausgedrückt kann das heißen, dass die Ostukraine “aufgegeben” und alles verkauft wird, was noch geht.

      Quelle: http://www.ukrainianjournal.com/index.php?w=article&id=18488

      • Reisender

        Bezogen auf den 1. Juli muss technisch sowieso eine Lösung gefunden werden, wie die Gasversorgung der defacto Republik Donezk sichergestellt werden und das abdrehen des Gashahns für Rest-Ukraine erfolgen kann.
        Umgekehrt bedeutet das aber, dass schon heute kein neues Gas aus der RF nachströmt, oder? Sonst könnte eine Leitung ja nicht leer gemacht werden? Oder bezieht es sich nicht um die Hauptleitung sondern um Versorgungsnetze?

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Nein, es geht beim Leerlaufen lassen um’s Erdöl, nicht um’s Gas…

        • Jones Bones

          Kostet das Auffüllen nicht in etwa das Gleiche wie man am Leeren gewinnt?

        • Kassandra

          Plus Arbeit: Pumpen in Sondermodus, Entlüften. Möglicherweise auch noch vorher Reinigen, das wird dann richtig aufwendig.

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Nun, der Verkauf dieses “technologischen” Öls soll 1,05 Mrd. USD bringen… So eine runde ‘jarde muss dann erstmal jemand haben.

        • Reisender

          Die Unternehmen geben damit einseitig Absatzmärkte und
          Infrastruktur auf. Sie verhalten sich nicht mehr neutral sondern entscheiden sich für eine politische Seite. Womit sie ihr wirtschaftliches Wohlergehen vom weiteren politischen Verlauf abhängig machen. Wer sagt es denn, dass es bei den
          zwei Oblasten bleibt?

          Andererseits deutet sich damit an, dass ein Wirtschaftskrieg
          entsteht. Die Menschen sollten anfangen nur noch Fremdwährungen im alltäglichen Leben zu verwenden. Auch die Verträge in Fremdwährungen zu verfassen (Mieten/Löhne). Dann kann es ihnen auch egal sein, wenn Kiew, vgl. mit der Krim, einfach die Kontobestände einfriert (raubt) (Immer die Konten auf Hryvnja
          schön leer machen). Ein Zeichen der Unabhängigkeit wird ja auch sein, eigene Steuern und Sozialabgaben einzuziehen und gleichzeitig Renten und Gehälter auszahlen zu können (vgl. mit Transnistrien). Dazu wird dann der Rubel oder eine eigene neue Währung benötigt.

          Falls dann noch ein ausgeglichener Außenhandel vorhanden ist
          wäre das ökonomische Überleben erst mal gesichert. Dann wird es „nur“ eine militärische und kulturelle Frage sein.

          Wie verhalten sich die Grenztruppen? Werden sie überlaufen?
          Werden Schiffe boykottiert, welche aus Mariupol auslaufen bzw. anlaufen?

          Letzte Frage: In welchen Oblasten sind denn die Zulieferbetriebe für die RF den angesiedelt? Diese sind ja die Exportgüter der
          ehemaligen Ukraine in den Grenzen von 2013. Diese Oblasten werden ja aus wirtschaftlichen Gründen gegen eine einseitige Westausrichtung sein.

          p.s. Kulturell bedeutet aber auch, dass auch tatsächliche
          Antworten gefunden werden auf jene Probleme, welche nun mal tatsächlich vorhanden sind: Große soziale Scheren und Korruption. Dann könnte es mit dem Kristallisationspunkt tatsächlich klappen!

        • Robert Ketelhohn

          »Die Menschen sollten anfangen, nur noch Fremdwährungen im alltäglichen Leben zu verwenden.« – Was glaubst du, was sie seit zweiundzwanzig Jahren machen!?

        • Jones Bones

          @Reisender: Die Zulieferfirmen finden sich vor allem in den 2 Oblasten Lugansk und Donezk in der Ukraine, was wenig überraschen sollte, da dort immerhin ein Drittel der gesamten Industrieproduktion liegt.

          Viel davon wird für das russische Militär produziert, weil die russische Föderation bewusst aus Sowjetzeiten gegenseitige Abhängigkeiten nur geringfügig reduziert hat.

          Die Ukraine schafft es hierdurch auf Platz 12 der weltweit größten Waffenexporteure.

          Dennoch spielen wirtschaftliche Verbindungen mit Bezug auf Russland eher eine geringe Rolle, sowohl bei der Bevölkerung, die eher auf einer persönlichen und emotionalen Ebene denkt, als auch bei den Oligarchen, deren Gelder international sind und die sich 1) vor Sanktionen fürchten und 2) auf Zugewinne setzen.

          Es besteht seit Jahrzehnten ein Riff zwischen dem staatlich verordneten Wert der Hryvnja und dem von den Menschen wahrgenommenen.

          ~~~~~~~~~~~~~~~

          Ich würde das jetzt nicht überinterpretieren.

          UkrTransNafta ist, soweit ichs verstanden habe, vor allem im staatlichen Besitz und hat als einzige Aufgabe Pipelines zu kontrollieren, hat also selbst wahrscheinlich kaum Lagermöglichkeiten, muss also das dort rausgepumpte veräußern.

          Aufgrund der Situation im Osten fährt die Junta also sicher, und will so viel Vermögen wie möglich von dort wegschleusen, ehe die dortigen Güter von einer neuen gefestigten Macht beschlagnahmt und neu verstaatlicht werden, wie auf der Krim geschehen.

          Dabei entstehen natürlich Kosten, aber falls sich die Lage zugunsten der Junta entwickelt, pumpt man nachher halt neues Öl wieder rein.

    • Kassandra

      Das passt, das “Talk gently, but wear a big stick” hat diese Gestalt etwas krass interpretiert, ansonsten passt er genau in die ehrenwerte Gesellschaft, der auch Biden jr und der Rest der faschistoiden angelsächsischen Herrenmenschen angehören. Eine gute Analyse zu diesem organisierten Staatsterror:
      http://www.journalof911studies.com/resources/2013McMurtryVol35Feb.pdf

  • Jones Bones

    Ein Telefonat unter Freunden:

    Kolomoisky erzählt Zarev von dem Kopfgeld von einer Million Dollar, das er auf ihn ausgesetzt hat.
    Transkript auf russisch gibt es hier:
    http://russian.rt.com/article/32025
    Wer russisch nicht kann -> Googletranslate.
    ~~
    Update:
    Und hier das andere Gespräch:

    2 jüdische Geschäftsmänner unterhalten sich über das Kopfgeld.

  • limbojack

    Wie schon berichtet ist man in der Kiew bemüht, zum Wahltermin am 25.05 alles in die “richtigen” Bahnen zu lenken. Manche Abgeordnete nehmen diese Aufgabe besonders ernst und stimmen mal kurz für andere ab. Hierbei soll es um Gesetze gehen, welche diese “Wahlen” auch legitimieren, wenn komplette “Oblaste” nicht abstimmen.

  • Mathew Miller

    Jemand hat hier mal geschrieben das der gesamten Region das Zeitalter der Aufklärung fehlt.
    Ein Stück weit trifft das zu.
    Jedenfalls was den Umfang und die Zeit anbelangt unter der das stattfand.
    Zu den aktuellen Entwicklungen in der Region bleibt nur eines zu sagen…die Lage sieht nicht nach einer bürgerlichen Revolution aus.
    Weder in Kiew noch in der Westukraine ist eine von allen Schichten des Volkes getragene Revolution zu erkennen.
    In der Ostukraine kommt zu der Tatsache das genau das auch dort zutrifft noch hinzu das die derzeitig in das Parlament geputschte Übergangsregierung nicht anerkannt wird.
    Die Gründe sind vielfältig und können je nach Sicht interpretiert werden.
    In der West und der Ostukraine haben Oligarchen das sagen.
    In Kiew haben gewisse Oligarchen mit Unterstützung von außen die Macht an sich gerissen.
    Das Parlament ist in mehrfacher Hinsicht nicht legitim und auf keinen Fall unabhängig.
    Dumm sind die Menschen dort nicht.
    Die Bildung war und ist auch heute immer noch auf einem hohen Stand.
    Wo ist der Meinungspluralismus wenn Verbot und Zensur ausgeübt werde.
    Wo ist der demokratische Ansatz wenn Parteien verboten werden.
    Akzeptanz der Opposition…wo denn.
    Im Westen, in Kiew, im Osten….so sieht demokratischer Aufbruch nicht aus.
    So sieht “feudales Machtgeschiebe” Machtverschiebung und Machtabsicherung aus.
    Auf allen Seiten und in allen Regionen.
    Bewaffnet sind mittlerweile alle Konfliktparteien.
    Sie waren es eigentlich schon immer.
    Jetzt geht der Plan auf die Leute gegeneinander auszuspielen.
    Dabei wird es nur wenige Gewinner geben aber sehr viele Verlierer.
    Und die Gewinner sind nur zu einem ganz geringen Teil in der Ukraine zu finden.
    Selbst unter den Oligarchen.
    Da hat mittlerweile ein Machtkampf um die zu verteilenden Reste eingesetzt.

    Was mir nur absolut gegen den Strich geht ist der Umstand das unser ach so humanistischer und aufgeklärter Machtblock des Westens wieder besseren Wissens mit undemokratischen Mitteln mit aller Macht dort eine Demokratie hochziehen will die genau das Gegenteil bewirkt.
    Genau das ist aber gewollt.
    Russland ist dabei weder Opfer noch Täter sondern ein Partner.
    Wenn Europa nicht seine position überdenkt dann steht neben dem ukrainischen Volk der nächste Verlierer schon fest.
    Das sind wir alle in Europa.
    Wir könne uns ja damit trösten das auch Amerika und Russland nicht unter den Gewinnern sein wird.
    Denn das werden wieder einmal einig und allein die Oligarchen sein.
    Die Bankster und Zinswucherer.
    Das nirgendwo und doch überal ansässige Pack.
    Und das wird sich nie ändern.
    Leider.

  • Carlo57

    Nur mal so daneben, zur Erheiterung….;-)
    Kennt Ihr den, der die Sache mit der Wurst auf den Punkt bringt?
    Habe meiner Heimatzeitung, welche den Eurovisionären Wahnsinn auch noch richtig feiern läßt geschrieben:
    Wenn das den Kern des europäisch abendländischen Wertekanons darstellt, bin ich kein Europäer mehr. Ab jetzt bin ich Asiate! Sibiriaken, Kasachen, Mongolen, Koreaner, Chinesen, ich bin Euer Bruder im Geiste, nehmt mich auf, ich geb auch einen aus, essen wir zusammen einen Hund!

    Und morgen mache ich mir mit Illustrator endlich ein urheberrechtseigenes St-Georgsband-Logo!
    Das mit dem Marienkäfer darauf, war ja vom “Hinter der Fichte Blog” ausgeliehen…

  • LeChevalier

    Ich habe länger keine neuen Infos über die Fakten am syrischen Boden durchgegeben, jetzt wird es aber wieder Zeit!

    Die syrische Armee hat Tel el Cabiye unter Kontrolle nehmen können.

    Der Iran hat die US-Drohne RQ-170 Sentinel nahezu exakt nachbauen können und sie Ajatollah Ali Chamenei präsentiert. Vielleicht nicht ganz so unerheblich, wenn man bedenkt, dass die Hochtechnologie der USA von Zeit zu Zeit geknackt und im Anschluss nachgebaut wird. Übrigens gibt es ja genau diese Version auch beim verschollenen Flug MH370. Angeblich hätten die Taliban in Afghanistan wertvolle US-Ausrüstung stehlen können, die sie den Chinesen verkaufen wollten. Der Deal funktionierte auch, die Ware (High-End-Technik) sollte via MH370, also mit einer Zivilmaschine, nach Peking gebracht werden. An Bord seien aber auch CIA- und Mossad-Agenten gewesen, die das Flugzeug kapern konnten. Danach habe man auf einer Insel nachgetankt und sei NATÜRLICH nach Diego Garcia weitergeflogen. Die Passagiere wurden erst in einen Schlafzustand versetzt (via Gas) und später hätte man das Flugzeug zerstören lassen…

    Im Norden Syriens eskalieren die Kämpfe zwischen den ISIL-Teufeln und den anderen Terrorbrigaden. Der Führer der Ahrar al-Sham-Teufel, Abu Muktam, wurde von den ISILs geköpft und entsprechend medial präsentiert.

    Im Gebiet um Keseb (Grenzregion Türkei-Syrien) hat die SAA mit Terroristen zu tun, die von türkischem Staatsgebiet aus mit TOW-Raketenkomplexen angreifen. Das macht die Sache sehr kompliziert.

    Jordanien hat den syrischen Flüchtlingen die Erlaubnis erteilt, an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen zu dürfen. Die syrische Botschaft in Amman soll als Wahllokal dienen.

    Die irakische Armee hat an der Westgrenze zu Syrien drei LKWs der Terroristen zerstört und im Laufe der Kämpfe knapp 130 Teufen zur Hölle schicken können.

    Syriens Präsident Assad hat den Hinterbliebenen der Opfer in Soma (Türkei) sein aufrichtiges Beileid ausgesprochen. Er erinnerte daran, dass das syrische und das türkische Volk für immer zusammenhalten würden und ein brüderliches Verhältnis bestehe und kritisierte die AKP-Regierung, die sich mit dem Faschisten und dem “Irren vom Bosporus” ein Fettnapf nach dem anderen leistet.

    Laut libanesischen Quellen ist einer der höchsten Führer der Al-Kaida, Abu Halid es-Suri, gestern getötet worden. Möge Gott seine Seele bestrafen. Wer hinter dieser Wohltat steckt, ist aber noch unklar. Es scheint wie ein Attentat auszusehen. Die Saudis verdächtigen die Türkei, da sich es-Suri auf türkischem Gebiet an der Grenze befand und eigentlich sicher vor den Gefechten in Keseb war. Überdies ist es der glorreichen SAA gelungen, weitere 3 Kilometer Richtung türkische Grenze vorzustoßen. Infolgedessen haben über 500 Teufel ihr lausiges Leben verloren! Lanatullah 3alayen!

    Angeblich hätte die Al-Kaida Rache für den Tod es-Suris geschworen. An die Türkei. Möge Gott unschuldige Zivilisten schützen.

    In Nawa finden heftige Kämpfe zwischen der SAA und versprengten FSA (ja, die gibt es faktisch auch noch) statt. Die SAA kommt aber gut voran und kreist die FSA-Teufel effektiv ein.

    Zum Schluss noch eine traurige, weil schlechte Nachricht: Hussein Ayub Ishaq, seines Zeichens Generalmajor der syrischen Luftwaffe, ist bei Kämpfen in der Nähe von Damaskus zum Märtyrer geworden. Möge Gott seiner Seele gnädig sein.

    • Jones Bones

      Wer war Ishaq nochmal?
      Das war nicht der mit dem Bart, oder?